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Schloss Wachenheim AG

Annual Report (ESEF) Oct 9, 2024

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Schloss Wachenheim AG 529900H37S84ND4UQ869 2024-06-30 529900H37S84ND4UQ869 2023-06-30 529900H37S84ND4UQ869 2022-07-01 2023-06-30 529900H37S84ND4UQ869 2023-06-30 529900H37S84ND4UQ869 2022-06-30 529900H37S84ND4UQ869 2022-06-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900H37S84ND4UQ869 2022-06-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900H37S84ND4UQ869 2022-06-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900H37S84ND4UQ869 2022-06-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900H37S84ND4UQ869 2022-06-30 ifrs-full:AccumulatedOtherComprehensiveIncomeMember 529900H37S84ND4UQ869 2022-07-01 2023-06-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-07-01 2024-06-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-07-01 2024-06-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900H37S84ND4UQ869 2022-07-01 2023-06-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900H37S84ND4UQ869 2022-07-01 2023-06-30 ifrs-full:AccumulatedOtherComprehensiveIncomeMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-07-01 2024-06-30 ifrs-full:AccumulatedOtherComprehensiveIncomeMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-06-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-06-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900H37S84ND4UQ869 2024-06-30 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900H37S84ND4UQ869 2024-06-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900H37S84ND4UQ869 2024-06-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-06-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-06-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900H37S84ND4UQ869 2024-06-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-06-30 ifrs-full:AccumulatedOtherComprehensiveIncomeMember 529900H37S84ND4UQ869 2024-06-30 ifrs-full:AccumulatedOtherComprehensiveIncomeMember 529900H37S84ND4UQ869 2023-07-01 2024-06-30 iso4217:EUR iso4217:EUR xbrli:shares xbrli:pure iso4217:EUR xbrli:shares ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT DER SCHLOSS WACHENHEIM AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 VORBEMERKUNG Der Konzernlagebericht der Schloss Wachenheim-Gruppe, bestehend aus der Schloss Wachenheim AG – als Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim-Konzerns – und ihren konsolidierten Tochtergesellschaf- ten, wurde mit dem Lagebericht der Schloss Wachenheim AG für das Geschäftsjahr 2023/24 zusammen- gefasst (§ 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB). Konzernstruktur zum 30. Juni 2024 GRUNDLAGEN DER SCHLOSS WACHENHEIM AG UND DES KONZERNS Geschäftsmodell Seit mehr als 130 Jahren steht „Schloss Wachenheim“ für Sektherstellung hoher Qualität. 1888 als „Deut- sche Schaumweinfabrik in Wachenheim“ gegründet und 1996 mit der Sektkellerei Faber, Trier, verschmol- zen, entwickelte sich die Schloss Wachenheim AG in den letzten 25 Jahren mit Konzerngesellschaften in Frankreich, Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei sowie in Großbritannien zu einem der bedeutends- ten Schaumwein- und Perlweinhersteller Europas und der Welt. Damit einher ging auch eine deutliche Verbreiterung des Produktportfolios der Unternehmensgruppe, das heute neben Sekt, Schaumwein und Perlwein auch Wein, entalkoholisierte Sparklings und Weine, Wermut, Cider, Spirituosen sowie andere weinhaltige Getränke umfasst und damit ein großes Spektrum alkoholhal- tiger und alkoholfreier Produkte auf Weinbasis abdeckt. Darüber hinaus werden auch Kinderpartygetränke hergestellt und vertrieben. Der Schloss Wachenheim-Konzern ist in die drei operativen Teilkonzerne Deutschland, Frankreich und Ost- mitteleuropa gegliedert. Auf dieser Struktur basiert auch die Gliederung unserer Finanzberichterstattung. Daneben wird über das nicht operativ genutzte Immobilienvermögen im Segment Übrige Aktivitäten berich- tet. Dieses umfasst zurzeit ein bebautes Grundstück in Rumänien. In Deutschland ist die Schloss Wachenheim AG, Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim-Konzerns, entsprechend ihrer Tradition vornehmlich Hersteller und Vertreiber von Sekt, Schaumweinen sowie Perlwei- nen und unterhält drei Produktionsstandorte: • Die Kellerei in Trier mit einem jährlichen Produktionsvolumen von bis zu 100 Mio. Flaschen ver- schiedener Größen gilt dabei als einer der modernsten Betriebe der Branche im europäischen Raum und weltweit. • Das Sektschloss Wachenheim an der Weinstraße verfügt über eine der landesweit größten und modernsten Produktionskapazitäten im Bereich der traditionellen Flaschengärung. • Die Hanse Sektkellerei Wismar, nördlichste Sektkellerei Deutschlands, ist ein „Manufakturbetrieb“, in dem jährlich nur kleine Mengen Sekt für den Vertrieb in der Region Mecklenburg-Vorpommern produziert werden, der aber jährlich von bis zu 20.000 Besuchern aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland frequentiert wird. Eine weitere Niederlassung besteht in Haar bei München. Die bedeutendsten Sektmarken des deutschen Teilkonzerns sind Faber, Schloss Wachenheim, Nymphen- burg Sekt, Schweriner Burggarten, Feist, Schloss Böchingen und Schwansee. Weitere wichtige nationale Marken in Deutschland sind Light Live (alkoholfreie Sparklings und Weine), Bar Royal, Rebling, Kleine Re- blaus, Blû Prosecco sowie Robby Bubble, das Kinderpartygetränk. Daneben gehört auch die Marke Eisberg in Großbritannien (alkoholfreie Sparklings und Weine) zum Markenportfolio des deutschen Teilkonzerns. Der Vertrieb im Inland erfolgt überwiegend über den Lebensmittelhandel. Daneben werden die Produkte des Unternehmens in rund 30 Länder exportiert; die Distribution erfolgt dort in der Regel über lokale Ver- triebspartner bzw. Handelsvertreter. Zu den wichtigsten Exportländern gehören Großbritannien, die Schweiz, Portugal sowie die Benelux-Länder. Zum weiteren Ausbau unserer Aktivitäten in Großbritannien, einem der Fokus-Märkte unserer Export-Strategie, haben wir im Juni 2022 die SW Wines Europe Ltd., Lon- don, gegründet, die organisatorisch als Teil des deutschen Teilkonzerns geführt wird. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit im deutschen Teilkonzern ist der Weinfachhandel. Da- bei zählen wir mit der Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt, der Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen, und der GW Weintrend GmbH, Trier, zu den führenden Weinfachhändlern in Deutschland. Mit insgesamt 34 Weinfachgeschäften sind wir im gesamten Bundesgebiet vertreten. Weiterhin betreiben wir drei Online-Shops und vertreiben unsere Produkte auch im B2B-Bereich, insbesondere über Systempart- nerschaften sowie an Gastronomie und Fachhandel. Gemessen an den Umsatzerlösen repräsentiert der Weinfachhandelsbereich mehr als 20 % des Geschäftsvolumens des deutschen Teilkonzerns. Darüber hinaus verfügt unser traditionsreiches Weingut Reichsgraf von Kesselstatt, Mitglied im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V. (VDP), über eine außergewöhnliche Bandbreite an Spit- zenlagen an Mosel, Saar und Ruwer und produziert Weine, die auf Augenhöhe mit den Besten ihrer Prove- nienz stehen. Der französische Teilkonzern mit der Compagnie Française des Grands Vins (CFGV) ist mit zwei Kellereien der bedeutendste Anbieter von Schaumwein in Frankreich: • Die Kellerei in Tournan-en-Brie nahe Paris ist auf die Schaumweinproduktion nach der Charmat- Methode spezialisiert und verfügt derzeit über eine Produktionskapazität von bis zu 60 Mio. Fla- schen pro Jahr. • In der Kellerei „Maison Veuve Amiot“ in Saumur an der Loire, einer Tochtergesellschaft der CFGV, werden jährlich rund 4 Mio. Flaschen an Spitzenprodukten im traditionellen Flaschengärverfahren produziert. Die Historie dieses Hauses reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bis zum Jahresende 2023 wurden darüber hinaus am Standort Wissembourg im Elsass Schaumweine so- wie eine Vielzahl anderer weinhaltiger Getränke in verschiedenen Flaschengrößen produziert. Zur weitge- henden Konzentration der Schaumwein-Produktion auf den Standort Tournan-en-Brie werden die Produkti- onskapazitäten des Standorts Wissembourg bis zum Spätherbst 2024 dorthin verlagert. Grund für diese Neustrukturierung sind rückläufige Absatzvolumina im französischen Teilkonzern in den letzten Geschäfts- jahren, aber auch die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Preise für Rohstoffe, Personal und Energieträger. Einzelne Verwaltungsfunktionen sowie der Direktverkauf befin- den sich jedoch nach wie vor in Wissembourg. Im Teilkonzern Frankreich werden als wichtigste Marken Charles Volner, Muscador, Opéra, Veuve Amiot, Cavalier, Grand Impérial sowie Pol Clément vertrieben. Die Distribution erfolgt auch hier überwiegend über den Lebensmittelhandel. Daneben werden Vins Mousseux zurzeit in rund 60 Länder exportiert; die bedeu- tendsten Exportmärkte sind Russland, Japan, die USA sowie zahlreiche Länder Afrikas. Die AMBRA S.A., Muttergesellschaft unseres Teilkonzerns Ostmitteleuropa, hat ihren Sitz in Warschau und ist an der dortigen Börse notiert. Sie gehört mit ihren Tochtergesellschaften zu den führenden Anbietern der Wein- und Schaumweinbranche in Ostmitteleuropa. Dabei hat die Vermarktung von Weinen aus der ganzen Welt mit einem Umsatzanteil von nahezu 50 % das im Vergleich zu den anderen Teilkonzernen größte Gewicht. Die AMBRA S.A. ist außerdem ein bedeutender Anbieter von Wermut und Premium-Spiri- tuosen. Im Bereich Kinderpartygetränke ist die AMBRA S.A. mit ihrer traditionsreichen Marke Piccolo in Polen ebenso Marktführer wie die Schloss Wachenheim AG mit Robby Bubble in Deutschland. Weitere wichtige Produktkategorien sind Schaumweine, Cider sowie alkoholfreie Sparklings und Weine. In Rumänien gehört die Zarea S.A., eine Tochtergesellschaft der AMBRA S.A., zu den führenden Anbietern von Schaumwein und Wein. Unsere absatzstärksten Marken in diesem Land sind Zarea, Marktführer des dortigen Sparkling-Marktes, Sange de Taur, einer der dort meistverkauften Markenweine und Marktführer bei Rotweinen, sowie – seit 2023/24 – Pelin Carpatin, ein traditionsreiches aromatisierten Getränk auf Wein- basis. Darüber hinaus produzieren und vertreiben wir in Rumänien auch Spirituosen, unter anderem die sehr bekannte Marke Milcov sowie weitere Produkte unter der Dachmarke Zarea. Der Teilkonzern Ostmitteleuropa umfasst Produktions- und Vertriebsstandorte in Polen, Rumänien, Tsche- chien und der Slowakei. Neben dem nationalen wie internationalen Lebensmittelhandel beliefern wir dort auch die Gastronomie und Hotellerie ebenso wie den Fachhandel. Weiterhin betreiben wir auch in Polen und Tschechien insgesamt 39 eigene Weinfachgeschäfte. Die bedeutendsten Marken des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns sind Cin&Cin, Dorato, Fresco, Cydr Lu- belski, Pliska, Slantschew Brjag, Winiarnia Zamojska, Zarea, Milcov, Nas Sad, Sange de Taur (Rumänien), Pelin Carpatin, Robby Bubble sowie Piccolo. Darüber hinaus ist die AMBRA S.A. Exklusivdistributor bedeu- tender internationaler Wein- und Spirituosenmarken wie Villa Antinori oder Baczewski in Polen. Steuerungssystem Bei der Steuerung der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns stehen die Umsatz- und Ertragsentwick- lungen im Vordergrund. Wichtige Steuerungsgrößen sind Absatzmenge, Umsatzerlöse, das operative Er- gebnis (EBIT) sowie der Jahres- bzw. Konzernjahresüberschuss. Eine monatliche interne Berichterstattung dokumentiert die Entwicklungen der relevanten Steuerungsgrö- ßen im Vergleich zur Planung sowie zum entsprechenden Vorjahreswert. Hierdurch sowie durch regelmä- ßige Forecasts werden Abweichungen zur Planung frühzeitig transparent. Bei Bedarf können weitergehende Analysen erstellt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darüber hinaus werden die für die Geschäftsentwicklung relevanten Frühindikatoren ständig beobachtet und analysiert, wie beispielsweise die Entwicklung von Konjunktur und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für uns wichtigen Absatzmärkten, aber auch die Entwicklung von Wein- und anderen wichtigen Roh- stoffpreisen. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Verlauf des Jahres 2023 und im ersten Halbjahr 2024 haben sich die belastenden Einflussfaktoren auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung – in Deutschland wie in vielen anderen Ländern – wieder entspannt. So waren die Preise an den Energie- und vielen Rohstoffmärkten rückläufig, und zunehmende Lohn- und Gehaltserhöhungen kompensieren die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der Verbraucher zumindest teil- weise. Auch die Beeinträchtigungen durch Lieferengpässe haben inzwischen nachgelassen. Dämpfende Wirkungen gehen dagegen weiterhin von der Inflation aus, die sich in den meisten Ländern zwar wieder abgeschwächt hat, jedoch nach wie vor auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegt. Insofern ist auch das Zinsniveau immer noch deutlich erhöht. Überdies sind die Dauer sowie das Ausmaß der Be- einträchtigungen im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine sowie im Nahen Osten – insbesondere mit Blick auf mögliche weitere Eskalationen – kaum vorhersehbar. Auch andere belastende Faktoren für die Weltwirtschaft, etwa geopolitische Spannungen wie beispielsweise zwischen den USA und China, sind wei- terhin existent. Die damit einhergehenden Unsicherheiten dämpfen die Investitionsneigung der Unterneh- men und das Konsumklima entsprechend. Aktuell liegen die globalen Konjunkturprognosen des IWF für das laufende Jahr bei einem Wachstum von 3,2 % und für 2025 von 3,3 %. Für den Euroraum geht der IWF dagegen nur von einer allmählichen Über- windung der Konjunkturschwäche und entsprechend von einer deutlich weniger dynamischen Entwicklung aus (+0,9 % in 2024 und +1,5 % in 2025). Für die wichtigen Heimatmärkte unserer Konzernunternehmen sind die Erwartungen für 2024 und 2025 insgesamt moderat. Insbesondere in Deutschland befindet sich die Konjunktur nach wie vor in einer ausge- prägten Schwächephase; für das laufende Jahr wird lediglich ein minimales Wachstum von knapp über 0 % und für 2025 ein Plus von rund 1,0 % prognostiziert. Auch in Frankreich wird infolge der unsicheren Wirt- schaftslage und einer daraus resultierenden Kauf- und Investitionszurückhaltung für 2024 und 2025 jeweils nur ein leichtes Wachstum von rund 1,0 % erwartet. Für Polen liegen die Prognosen dagegen mit einem Plus von jeweils rund 3,0 % für 2024 und 2025 auf einem spürbar höheren Niveau; Wachstumsimpulse werden hier insbesondere aus der Freigabe eingefrorener EU-Mittel sowie aus Reallohnsteigerungen er- wartet. Die Konjunkturerwartungen für Rumänien liegen bei rund 2,0 % für 2024 und rund 3,0 % für 2025. Das wirtschaftliche Umfeld der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns Für die Geschäftsentwicklung der Schloss Wachenheim AG sowie des Schloss Wachenheim-Konzerns sind die allgemeine konjunkturelle Lage und die Entwicklung des privaten Konsums in den jeweiligen Heimatlän- dern der Konzernunternehmen sowie in den für uns wichtigen Exportmärkten von großer Bedeutung. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die damit verbundenen Preissteigerungen haben die Verbrau- cherstimmung auf den Heimatmärkten der Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe sowie auf wich- tigen Exportmärkten in den vergangenen Jahren spürbar belastet. Die relevanten Indikatoren für Einkom- menserwartung und Konsumneigung waren insofern auch im Geschäftsjahr 2023/24 entsprechend getrübt. Nach wie vor belasten gestiegene Lebenshaltungskosten infolge der Inflation sowie Unsicherheiten hinsicht- lich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Verbraucherstimmung. Zwar sind die Inflationsra- ten inzwischen wieder rückläufig, und Kaufkraftverluste der Verbraucher werden zunehmend durch Lohn- und Gehaltserhöhungen kompensiert, was auch in einer leichten Verbesserung der entsprechenden Indika- toren in den ersten Monaten des Jahres 2024 zum Ausdruck kommt. Nichtsdestotrotz liegen diese jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Zudem führen die erwähnten Unsicherheiten bei den Verbrauchern tendenziell zu einer höheren Sparneigung und infolgedessen zu Konsumrückgängen. Weiterhin ist die Geschäftsentwicklung des Schloss Wachenheim-Konzerns auch von den Preisentwicklun- gen auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten geprägt. Hier sind insbesondere die Weinpreise zu nennen, die sich aufgrund unserer Produktionsabläufe, insbesondere in Deutschland, erst zeitverzögert auf unser Geschäft auswirken. Die Preise für die Ernte 2023 lagen – zusammen mit den Transportkosten von den Anbaugebieten bis zu unseren Produktionsbetrieben – insgesamt erneut auf einem gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Niveau. Bei anderen für uns relevanten Rohmaterialien – insbesondere Glas, Kartonagen und andere Umschließungsmaterialien – sowie bei den Transportkapazitäten waren die Ent- wicklungen in 2023/24 dagegen unterschiedlich: Teilweise waren wir auch hier mit weiteren Preissteigerun- gen konfrontiert, partiell gab es aber auch leichte Entlastungen im Geschäftsjahresverlauf, in erster Linie infolge der wieder rückläufigen Energiepreise. Mit Blick auf die Verfügbarkeiten der für uns relevanten Roh- stoffe hat sich die Situation im Geschäftsjahresverlauf 2023/24 wieder entspannt. Insgesamt haben jedoch die belastenden Faktoren überwogen, so dass wir – ungeachtet der für Verbraucher nach wie vor schwieri- gen Situation – in allen operativen Teilkonzernen erneut Preiserhöhungen für unsere Produkte umsetzen mussten. Geschäftsverlauf Deutschland Im Geschäftsjahr 2023/24 lag die Zahl der verkauften Flaschen – umgerechnet in 0,75 l-Flaschen – mit insgesamt 78,7 Mio. um 4,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (82,2 Mio. Flaschen). Dies ist hauptsächlich auf die Entwicklung bei der Schloss Wachenheim AG zurückzuführen und steht im Zusammenhang mit Preiserhöhungen, die wir – ungeachtet eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds – infolge der ge- stiegenen Wein- und Rohstoffpreise umsetzen mussten. Gemessen am Absatz repräsentieren unsere Sekte, Schaumweine und Perlweine mehr als die Hälfte unse- rer Produktpalette im deutschen Teilkonzern und sind damit nach wie vor ein wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens. Rund zwei Drittel unseres Absatzvolumens in diesem Segment entfällt dabei auf den – men- genmäßig im Geschäftsjahr 2023/24 weitgehend stabilen – Sektmarkt in Deutschland. Die Absatzmengen in der Kategorie „Sekte, Schaumweine und Perlweine“ sind um insgesamt 10,4 % zurückgegangen, was auf die Entwicklung im Bereich der Handelseigenmarken zurückzuführen ist. Unsere wichtigste Marke ist nach wie vor Faber, klassisch als Sekt und seit mehreren Jahren auch als Frizzante, der neben den bisherigen Faber-Freunden vor allem auch jüngere Verbraucher anspricht. Dort liegen die Absatzmengen um 7,9 % über dem Niveau des Vorjahres. Diese Marke haben wir auch im Geschäftsjahr 2023/24 mit zahlreichen POS-Aktionen sowie mit Online-Aktivitäten unterstützt. In der Produktkategorie „entalkoholisierte Getränke“ liegen unsere Absätze um 10,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Das wichtigste Produkt ist unsere Marke Light Live, prickelnd als Alternative zu Sekt und Cocktails sowie still als alkoholfreier Wein. Auch im Geschäftsjahr 2023/24 gehörte Light Live zu den füh- renden Marken im Bereich alkoholfreier Sparklings und Weine in Deutschland, und wurde von der Lebens- mittelzeitung (LZ) zur Top-Marke des Jahres 2024 in der Kategorie "Weinhaltige Getränke" gekürt. Neben den klassischen Varianten in weiß, rosé und rot haben sich vor allem auch trendige Geschmacksrichtungen wie Light Live hûgo und Light Live sprizz sowie diverse fruchtige Varianten erfolgreich im Markt etabliert, die mit einem modernen Design vor allem eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Auf Light Live lag auch in 2023/24 ein Schwerpunkt unserer werblichen Aktivitäten. Hier sind insbesondere die TV- und Onlinekampagne „Fruitys“, Online-Werbeplatzierungen sowie vielfältige Aktivitäten auf Online- Plattformen und in Sozialen Netzwerken zu nennen. Flankiert wurden diese Maßnahmen durch POS-Aktio- nen sowie eine umfangreiche PR- und Pressearbeit. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Produktkategorie lag erneut auf der Marke Eisberg in Großbritannien, die mit einem jährlichen Volumen von rund 2,0 Mio. Flaschen zu den führenden Marken im dortigen Segment alkoholfreier Weine zählt. Neben dem weiteren Ausbau unserer dortigen Vertriebsstrukturen stand auch hier die Stärkung des Markenbildes im Mittelpunkt unserer Marketingaktivitäten, wobei insbesondere die Wer- bepräsenz bei der populären Sportveranstaltung „Great North Run“ sowie bei Hockey-Spielen der FIH Pro League London 2024 zu nennen sind. Daneben waren wir dort in 2024 auch auf wichtigen Fach- und End- verbrauchermessen präsent, unter anderem der London Wine Fair und der Imbibe Live. Die Absatzvolumina im Bereich „weinhaltige Getränke“ liegen um 4,0 % unter dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23. Dies ist hauptsächlich auf die Entwicklung im Export zurückzuführen. Bei unserer absatz- stärksten Marke in dieser Produktkategorie, Bar Royal, liegen die Absätze dagegen leicht über dem Niveau des Vorjahres. Diese Marke haben wir auch in 2023/24 im wichtigen Exportmarkt Portugal mit Social Media- Aktivitäten, einer Influencer-Kampagne sowie aufmerksamkeitsstarken POS-Aktionen unterstützt. Das Kinderpartygetränk Robby Bubble hat nach wie vor eine dominierende Stellung in seinem Produktum- feld. Die Absatzmengen in 2023/24 liegen um 3,8 % über dem Niveau des Vorjahres, was auf die Entwick- lung im Inland zurückzuführen ist. Zur Stärkung des Markenbildes haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr auch diese Marke mit umfangreichen Werbemaßnahmen unterstützt. Hier sind insbesondere die TV-Prä- senz im Rahmen der Casting-Show „The Voice Kids“ des Fernsehsenders SAT.1 sowie die Werbepräsenz auf TOGGO Radio zum Jahresende 2023 zu nennen. Darüber hinaus haben auch hier POS-Aktionen zu einer Stärkung der Markenwahrnehmung beigetragen, wie beispielsweise eine nationale Display-Aktion mit verschiedenen Partygläsern in limitierter Auflage im Sommer 2023. Im Stillweinbereich waren unsere Absatzmengen dagegen um 10,8 % rückläufig. Dies ist auf die Entwick- lung im Bereich Wein-Retail zurückzuführen, und dort sowohl auf den stationären Handel und den eCom- merce als auch auf das B2B-Geschäft. Ein nach wie vor gedämpftes Konsumklima bei gleichzeitig notwen- digen Preiserhöhungen unserer Produkte infolge von Beschaffungpreissteigerungen führte zu einer Kon- sumzurückhaltung bzw. einem Ausweichen der Verbraucher auf günstigere Produkte. Dagegen war die Ge- schäftsentwicklung unseres Traditions-Weinguts Reichsgraf von Kesselstatt GmbH, dessen Premium- Weine in entsprechend gehobenen Preissegmenten angesiedelt sind, gegenüber dem Vorjahr leicht auf- wärtsgerichtet. Bedingt durch die umgesetzten Preiserhöhungen liegen die Umsatzerlöse im deutschen Teilkonzern mit insgesamt EUR 145,8 Mio. um 2,4 % über dem Niveau des Vorjahres (EUR 142,4 Mio.). Dies ist im We- sentlichen auf die Entwicklung bei der Schloss Wachenheim AG zurückzuführen, deren Umsatzerlöse um insgesamt EUR 5,3 Mio. bzw. 4,8 % gesteigert werden konnten. Dem steht jedoch eine rückläufige Entwick- lung insbesondere im Wein-Retailbereich gegenüber, wo die Umsatzerlöse um rund EUR 1,8 Mio. bzw. 5,5 % unter dem Niveau von 2022/23 liegen. Die Rohmarge ist um 2,0 % bzw. rund EUR 1,3 Mio. auf EUR 63,5 Mio. angestiegen. Neben höheren Wein- und Rohstoffpreisen haben sich auch Änderungen im Artikelmix ausgewirkt. Das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres 2023/24 liegt bei rund EUR 6,5 Mio. nach EUR 6,1 Mio. im Vorjahr. Gegenläufig zum Anstieg der Rohmarge haben insbesondere höhere Personalaufwendungen (um EUR 2,3 Mio.) das operative Ergebnis belastet; diese resultierten hauptsächlich aus einer höheren Mit- arbeiterzahl, Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Änderungen in der Mitarbeiterstruktur. Auch die Werbe- aufwendungen wurden um rund EUR 0,3 Mio. erhöht. Entlastungen im Sachkostenbereich gab es dagegen insbesondere durch rückläufige Energie- (um EUR 0,3 Mio.) sowie Instandhaltungsaufwendungen (um EUR 0,2 Mio.), letzteres aufgrund von gegenüber dem Vorjahr weniger umfangreichen Wartungsarbeiten. Daneben sind die sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 1,1 Mio. angestiegen, was hauptsächlich aus Auflösungen von Rückstellungen sowie höheren Versicherungs- und anderen Erstattungen resultiert. Geschäftsverlauf Frankreich Der französische Teilkonzern konnte seine Position als bedeutendster Anbieter Frankreichs im Schaum- weinbereich (Vins Mousseux sowie Vins Mousseux de Qualité ohne Champagner) im abgelaufenen Ge- schäftsjahr behaupten. Dennoch liegt die Anzahl verkaufter Flaschen mit 51,5 Mio. um 17,5 % unter dem Niveau des Vorjahres (62,5 Mio. Flaschen). Diese Entwicklung ist zu rund 80 % auf das Export-Geschäft zurückzuführen, das mengenmäßig rund ein Viertel der Absätze des französischen Teilkonzerns repräsentiert. Hier haben wir die hohen Volumina des Vorjahres in mehreren Ländern erwartungsgemäß nicht wieder erreicht. Besonders ausgeprägt fiel der Ab- satzrückgang in Russland aus, wo unsere Geschäftsentwicklung durch eine sehr kurzfristig umgesetzte Er- höhung der dortigen Importzölle sowie Verbrauchsteuern und einer damit einhergehenden spürbaren Ver- teuerung unserer Produkte für den Verbraucher massiv beeinträchtigt wurde. Aber auch auf anderen Ex- portmärkten mussten wir in 2023/24 Absatzrückgänge hinnehmen. Die Absätze auf dem weitgehend stabi- len französischen Inlandsmarkt liegen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls im Minus (um rund 5,9 %), was sowohl auf das Marken- als auch auf das Handelseigenmarkengeschäft entfällt. Die Absätze von Charles Volner, nach wie vor unangefochtener Marktführer im entsprechenden Marktseg- ment in Frankreich, liegen um 11,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Nichtsdestotrotz haben wir diese Marke auch im Geschäftsjahr 2023/24 mit aufmerksamkeitsstarken Werbemaßnahmen unterstützt, wenn- gleich wir die Budgets vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und der entsprechend ge- dämpften Verbraucherstimmung gegenüber dem Vorjahr temporär spürbar reduziert und unsere Aktivitäten entsprechend neu ausgerichtet haben. Bei der Marke Opéra, weiterhin die Nummer 3 im Segment der „Blanc de Blancs“ in Frankreich, liegen die Absätze dagegen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/23. Rückgänge im Export wurden durch die Entwicklung auf dem Inlandsmarkt kompensiert. Die Absätze der Marke Muscador, von der mehr als 20 % der Absatzmenge exportiert werden und die auch in Frankreich zu den mengenmäßig führenden Vins Mousseux zählt, liegen um 1,5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist auf die Entwicklung auf dem französischen Inlandsmarkt zurückzuführen, während die Volumina im Export leicht gesteigert werden konnten. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse mit EUR 94,1 Mio. um 10,6 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 105,2 Mio.). Diese gegenüber der Absatzentwicklung weniger ausgeprägte Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf höhere Abgabepreise zurückzuführen, die wir infolge von Beschaffungspreissteigerungen umsetzen mussten, aber auch auf die beschriebenen Veränderungen im Absatzmix. Dies war auch ursäch- lich für die Entwicklung der Rohmarge, die gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 um EUR 5,1 Mio. bzw. 13,1 % auf EUR 33,8 Mio. zurückgegangen ist. Das operative Ergebnis (EBIT) des französischen Teilkonzerns liegt bei EUR -0,3 Mio. nach EUR 0,2 Mio. im Vorjahr. Hier haben sich jedoch sowohl in 2022/23 als auch in 2023/24 Sonderbelastungen im Zusam- menhang mit der Verlagerung der Produktionskapazitäten vom Standort Wissembourg nach Tournan-en- Brie zum Jahresende 2023 ausgewirkt, die in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als „Restruktu- rierung Produktion Frankreich“ ausgewiesen sind. Im Vorjahr haben sich diese auf EUR 4,4 Mio. belaufen und insbesondere den mit dieser Maßnahme einhergehenden Sozialplan betroffen. Im Geschäftsjahr 2023/24 sind Aufwendungen für den Transport von Maschinen und Tanks von Wissembourg nach Tournan- en-Brie angefallen, die – unter Berücksichtigung gegenläufiger Anpassungen der Sozialplanrückstellung – rund EUR 0,8 Mio. betragen haben. Ohne Berücksichtigung dieser Sonderbelastungen hätte sich im Geschäftsjahr 2023/24 ein operatives Er- gebnis von rund EUR 0,6 Mio. ergeben. Im Vergleich zum bereinigten operativen Ergebnis des Vorjahres (EUR 4,7 Mio.) haben sich insbesondere die rückläufige Rohmarge (um EUR 5,1 Mio.) sowie gestiegene Personalaufwendungen (um EUR 0,5 Mio.) ausgewirkt. Gegenläufig wurden die Werbebudgets um rund EUR 1,0 Mio. reduziert. Weitere Entlastungen haben sich insbesondere aus rückläufigen Energiekosten (um EUR 0,5 Mio.) ergeben. Geschäftsverlauf Ostmitteleuropa Im Teilkonzern Ostmitteleuropa liegen die Absatzvolumina im Geschäftsjahr 2023/24 mit 96,0 Mio. Flaschen leicht über dem Niveau des Vorjahres (95,0 Mio. Flaschen). Dies ist auf die erstmalige Einbeziehung der am 31. Juli 2023 erworbenen Mehrheitsanteile an zwei Gesellschaften in Rumänien (Vitis Prod s.r.l. („Vitis“) und Domeniile Dealu Mare s.r.l. („DDM“), beide Urlati/Rumänien) in den Konzernabschluss zurückzuführen. Die Vitis bewirtschaftet rund 90 ha an größtenteils eigenen Weinanbauflächen, während die Geschäftstätigkeit der DDM in der Verarbeitung der Trauben und Abfüllung von Wein besteht. Bereinigt um diese Akquisition hätte sich gegenüber 2022/23 ein leichter Mengenrückgang ergeben. Auch in Ostmitteleuropa haben erneut Preiserhöhungen infolge von Beschaffungspreissteigerungen in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld unsere Geschäftsentwicklung geprägt. Auf dem polnischen Heimatmarkt liegen die Absatzmengen um 2,0 % unter dem Vorjahresniveau. Zu- wächse bei Sparklings sowie bei entalkoholisierten Sparklings und Weinen stehen Rückgänge insbesondere bei Kinderpartygetränken, Stillweinen (einschließlich Wein-Retail) und Wermut gegenüber. Preisbedingt wurde in Polen dagegen insgesamt eine Umsatzsteigerung (in Landeswährung) von 4,2 % erzielt. Hier ha- ben sich neben Abgabepreiserhöhungen, die wir infolge von Steigerungen bei Wein- und Rohstoffpreisen umsetzen mussten, auch Änderungen im Produktmix ausgewirkt. In Tschechien und in der Slowakei war die Absatzentwicklung in 2023/24 in Summe ebenfalls rückläufig. Die Absatzmengen liegen um 7,5 % unter dem Niveau des Vorjahres, was auf die Entwicklung bei Spar- klings und Stillweinen (einschließlich Wein-Retail) zurückzuführen ist. Gegenläufig konnten bei den entalko- holisierten Sparklings sowie bei Kinderpartygetränken ein leichtes Absatzplus gegenüber dem Geschäfts- jahr 2022/23 erzielt werden. Auch die Umsatzerlöse blieben um 7,4 % hinter dem Niveau des Vorjahres zurück. Allerdings werden in diesen beiden Ländern insgesamt lediglich rund 10 % der Umsätze des Teil- konzerns Ostmitteleuropa erzielt. Erneut aufwärtsgerichtet war in 2023/24 dagegen das Geschäft in Rumänien, das inzwischen rund 20 % des Absatz- und Umsatzvolumens des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns repräsentiert, mit einem Absatz- plus von 18,3 % und einem Anstieg der Umsatzerlöse (in Landeswährung) um 26,4 %. Dies ist auf die oben erwähnte Erweiterung des Konsolidierungskreises und die Entwicklung des wichtigsten Produkts dieser Ge- sellschaften – Pelin Carpatin – zurückzuführen. Bereinigt um diese Akquisition hätte sich auch für Rumänien ein leichter Absatzrückgang um 3,9 % ergeben, der hauptsächlich auf die Produktkategorien Spirituosen, Wermut und Cider entfällt. Gegenläufig konnten jedoch unsere Volumina bei Kinderpartygetränken leicht gesteigert werden. Dies gilt auch für unsere Absätze unter der Marke Zarea, die – als umsatzstärkste Marke im rumänischen Portfolio – nach wie vor die Nummer 1 des dortigen Sparkling-Marktes ist. Die Absatzmen- gen bei Sange de Taur, einem der in Rumänien meistverkauften Markenweinen überhaupt, liegen nahezu auf dem Niveau von 2022/23. Infolge der umgesetzten Preiserhöhungen sowie positiver Währungseffekte von rund EUR 11,4 Mio. konnte der Gesamtumsatz des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns um 11,4 % bzw. EUR 21,4 Mio. auf rund EUR 208,6 Mio. gesteigert werden. Währungsbereinigt hätte sich eine Umsatzsteigerung um 5,0 % erge- ben. Daneben haben sich auch Veränderungen im Absatzmix ausgewirkt. Die Rohmarge hat sich – weitge- hend parallel zur Umsatzentwicklung – um 10,7 % oder EUR 8,3 Mio. auf EUR 86,1 Mio. erhöht (Vorjahr EUR 77,8 Mio.). Das operative Ergebnis (EBIT) liegt mit EUR 21,9 Mio. um rund EUR 0,7 Mio. über dem Niveau des Vorjah- res (EUR 21,2 Mio.). Gegenläufig zur Entwicklung der Rohmarge und einem Anstieg der sonstigen betrieb- lichen Erträge (um EUR 0,5 Mio.) sind insbesondere die Personalaufwendungen gestiegen (um insgesamt EUR 5,0 Mio.), einerseits infolge von Lohn- und Gehaltssteigerungen, andererseits aber auch aufgrund der in 2023/24 erstmals konsolidierten Gesellschaften (in Höhe von EUR 0,8 Mio.). Die planmäßigen Abschrei- bungen liegen um EUR 0,8 Mio. über dem Vorjahresniveau. Bei den Sachkosten haben sich insbesondere gestiegene Ausgangsfrachten (um EUR 1,0 Mio.), höhere IT-Kosten (um EUR 0,5 Mio.) sowie gestiegene ergebnisunabhängige Abgaben (um EUR 0,2 Mio.) ausgewirkt, bei gegenläufig rückläufigen Energieaufwen- dungen (um EUR 0,3 Mio.). Geschäftsverlauf Übrige Aktivitäten Im Segment Übrige Aktivitäten werden die zurzeit nicht operativ genutzten Liegenschaften regionenüber- greifend zusammengefasst. Diese werden in der Bilanz unter der Position „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien” ausgewiesen und umfassen zum 30. Juni 2024 – gegenüber dem Vorjahr unverändert – noch ein bebautes Grundstück in Bukarest. Das operative Ergebnis dieses Segments ist wie im Vorjahr nahezu ausgeglichen. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden im Schloss Wachenheim-Konzern Umsatzerlöse von EUR 441,5 Mio. erzielt. Diese liegen um 3,7 % über dem Niveau des Vorjahres (EUR 425,8 Mio.). In Deutschland ist der Umsatzanstieg von EUR 3,4 Mio. bzw. 2,4 % hauptsächlich auf die Entwicklung bei der Schloss Wachenheim AG zurückzuführen (Zuwachs von EUR 5,3 Mio.). Gegenläufig haben sich Rück- gänge bei den Weinhandelsgesellschaften (um insgesamt rund EUR 1,8 Mio.) ausgewirkt. Die Umsatzerlöse in Frankreich waren um EUR 11,1 Mio. bzw. 10,6 % rückläufig. Diese Entwicklung entfällt zum überwiegenden Teil auf das Exportgeschäft. Erneut sehr erfreulich ist dagegen die Entwicklung in Ostmitteleuropa, mit einem Umsatzplus von EUR 21,4 Mio. bzw. 11,4 %. Zuwächsen in Polen, Rumänien und in der Slowakei stehen Rückgänge in Tschechien gegenüber. Umsatz nach Segmenten (vor Konsolidierung) 2022/23 2023/24 Ostmitteleuropa Deutschland Ostmitteleuropa EUR 187,2 Mio. Deutschland EUR 142,4 Mio. EUR 208,6 Mio. EUR 145,8 Mio. Frankreich Frankreich EUR 105,2 Mio. EUR 94,1 Mio. Differenziert nach Produktgruppen liegt der Umsatz – ohne Eliminierung der Lieferungen zwischen den ope- rativen Teilkonzernen – bei Sekt, Schaumwein und Perlwein um EUR 7,7 Mio. bzw. 3,8 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser Rückgang betrifft nahezu ausschließlich den französischen Teilkonzern. Im Bereich Stillwein liegt der Umsatz in 2023/24 mit einem Plus von EUR 11,2 Mio. bzw. 9,2 % dagegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Zuwächse konnten insbesondere in Ostmitteleuropa realisiert werden. Der Umsatz der übrigen Produktgruppen hat sich ebenfalls um EUR 10,2 Mio. bzw. 9,4 % erhöht, was in erster Linie auf Steigerungen bei entalkoholisierten Produkten in Deutschland und Ostmitteleuropa zurückzuführen ist. Umsatz nach Produktgruppen (vor Konsolidierung) 2022/23 2023/24 Sekt, Schaumwein und Sonstige Sonstige Perlwein 108,6 Mio. EUR 118,8 Mio. EUR 196,7 Mio. Sekt, Schaumwein und Perlwein 204,4 Mio. Stillwein 121,9 Mio. Stillwein EUR 133,0 Mio. Die Anzahl verkaufter Flaschen – umgerechnet in 0,75 l-Flaschen – liegt mit 221,5 Mio. konzernweit um 5,2 % unter dem Niveau des Vorjahres (233,7 Mio.). Rückgängen im französischen sowie im deutschen Teilkonzern stehen leichte Steigerungen in Ostmitteleuropa gegenüber. Im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres sind wir für das Geschäftsjahr 2023/24 konzernweit von stabilen bis leicht rückläufigen Absatzmengen und preisbedingten Umsatzsteigerungen in einem Korridor zwischen 6 % und 9 % ausgegangen. Aufgrund der Entwicklung im ersten Halbjahr haben wir im Zwischen- abschluss für das erste Halbjahr 2023/24 (veröffentlicht am 22. Februar 2024) diese Umsatzprognose auf ein Wachstum von rund 5 % angepasst. Mit einem erzielten Umsatzwachstum von 3,7 % sowie einem Ab- satzminus von 5,2 % liegen wir insofern knapp unter diesen Erwartungen, was auf die Entwicklungen in Deutschland und Frankreich zurückzuführen ist, wo sich das Konsumumfeld nicht in dem von uns prognos- tizierten Maße verbessert hat. Die Rohmarge des Konzerns (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und abzüglich Materialauf- wand) liegt mit rund EUR 183,6 Mio. um EUR 4,6 Mio. bzw. 2,6 % über dem Niveau des Vorjahres (EUR 178,9 Mio.). Daneben haben sich die Veränderungen der sonstigen betrieblichen Erträge und der übrigen betrieblichen Aufwendungen wie folgt auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ausge- wirkt: Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) EUR 27,4 Mio. EUR 28,2 Mio. Sonstige betriebliche Sonstige Rohmarge Erträge Personal- EUR +4,6 Mio. EUR +1,7 Mio. betriebliche Ab- aufwand Aufwendungen schrei- EUR -7,8 Mio. Restruktu- EUR -0,3 Mio. bungen rierung EUR -1,0 Mio. Produktion Frankreich EUR +3,6 Mio. 2022/23 2023/24 Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit rund EUR 6,7 Mio. deutlich über dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23 (EUR 5,0 Mio.). Dies resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Versicherungs- und anderen Kostenerstattungen, höheren Erträgen aus Dienstleistungen sowie gestiegenen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Personalaufwand ist um EUR 7,8 Mio. bzw. 12,1 % angestiegen. Die Steigerung entfällt überwiegend auf den deutschen und den ostmitteleuropäischen Teilkonzern, und ist hauptsächlich auf Lohn- und Ge- haltssteigerungen sowie auf Änderungen in der Mitarbeiterstruktur zurückzuführen. Erstmals in den Kon- zernabschluss einbezogene Unternehmen bzw. Geschäftsbetriebe haben rund EUR 0,8 Mio. zum Anstieg des Personalaufwands beigetragen. Der Anstieg der Abschreibungen um rund 1,0 Mio. betrifft im Wesentlichen Sachanlagen sowie aktivierte Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 „Leasingverhältnisse“. Im Oktober 2022 hat die Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie, beschlossen, ihre Produktion in Frankreich zum Jahresende 2023 weitgehend auf den Standort Tournan-en-Brie zu konzent- rieren und die Produktionskapazitäten des Standorts Wissembourg dorthin zu verlagern. Die in diesem Zu- sammenhang angefallenen Aufwendungen werden aufgrund ihrer Höhe und ihres einmaligen Charakters in einer gesonderten Position der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, und haben im Vorjahr (EUR 4,4 Mio.) den hierfür vorgesehenen Sozialplan betroffen. Im Geschäftsjahr 2023/24 sind weitere Aufwendungen für den Transport von Maschinen und Tanks von Wissembourg nach Tournan-en-Brie angefallen. Gegen- läufig waren jedoch auch die Rückstellungen für den Sozialplan anzupassen, so dass sich die Gesamtbe- lastung in 2023/24 auf rund EUR 0,8 Mio. beläuft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 70,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr nahezu unver- ändert (EUR 70,3 Mio.). Steigerungen insbesondere bei Ausgangsfrachten (um EUR 1,1 Mio.), IT-Aufwen- dungen (um EUR 0,5 Mio.) sowie Gebäudeaufwendungen (um EUR 0,3 Mio.) stehen Rückgänge haupt- sächlich bei den Aufwendungen für Energie (um EUR 1,1 Mio.) sowie bei Werbeaufwendungen (um EUR 0,7 Mio.) gegenüber. Konzernjahresüberschuss EUR 19,0 Mio. EUR 18,5 Mio. EBIT EUR +0,8 Mio. Finanzergebnis Ertragsteuern EUR -2,1 Mio. EUR +0,8 Mio. 2022/23 2023/24 Das Finanzergebnis beläuft sich auf rund EUR -5,0 Mio. nach EUR -2,9 Mio. im Vorjahr. Dies ist nahezu ausschließlich auf gestiegene Zinsaufwendungen zurückzuführen. Gegenläufig haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 höhere positive Effekte aus Währungsdifferenzen sowie ein leicht gestiegenes Ergebnis aus der Equity-Methode ausgewirkt. Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund EUR 0,8 Mio. bzw. 13,8 % gesunken. Dieser gegenüber der Entwicklung des Vorsteuerergebnisses (dieses liegt um rund 5,3 % unter dem Vorjahresni- veau) leicht überproportionale Rückgang ist in erster Linie auf Verschiebungen in den Ergebnisbeiträgen der einzelnen Konzerngesellschaften mit länderspezifisch unterschiedlichen Ertragsteuersätzen sowie auf Abweichungen bei der steuerlichen Gewinnermittlung zurückzuführen. Damit liegt der Konzernjahresüberschuss mit rund EUR 18,5 Mio. um rund EUR 0,5 Mio. bzw. 2,9 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 19,0 Mio.). Im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres haben wir das operative Ergebnis (EBIT) für das Ge- schäftsjahr 2023/24 in einem Korridor zwischen EUR 28,0 Mio. und EUR 30,0 Mio. (Vorjahr EUR 27,4 Mio.) und den Konzernjahresüberschuss zwischen EUR 19,0 Mio. und EUR 21,0 Mio. (Vorjahr EUR 19,0 Mio.) prognostiziert. Diese Prognosen haben wir in unserem Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2023/24 (ver- öffentlicht 22. Februar 2024) sowie in unserer Zwischenmitteilung für das dritte Quartal (veröffentlicht am 8. Mai 2024) grundsätzlich bestätigt, mit Verweis auf die Geschäftsentwicklung im jeweiligen Berichtszeit- raum jedoch darauf hingewiesen, dass die entsprechenden Kennzahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2023/24 jeweils im unteren Bereich dieser Bandbreiten liegen werden. Diese Zielsetzung für das EBIT haben wir mit EUR 28,2 Mio. konzernweit auch erreicht, für den Konzernjahresüberschuss (EUR 18,5 Mio.) jedoch knapp verfehlt. Differenziert nach operativen Teilkonzernen haben wir unsere Ergebniserwartungen in Deutschland und in Ostmitteleuropa jeweils übertroffen, in Frankreich dagegen deutlich verfehlt. In Anbetracht des nach wie vor herausfordernden Marktumfelds in allen operativen Teilkonzernen, das maß- geblich von einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und einer entsprechend eingetrübten Ver- braucherstimmung geprägt war, sind wir mit dem Geschäftsverlauf insgesamt dennoch zufrieden und beur- teilen die wirtschaftliche Lage des Konzerns weiterhin als positiv. Der auf die Aktionäre der Schloss Wachenheim AG entfallende Konzernjahresüberschuss – nach Abzug des den nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehenden Anteils an diesem Ergebnis – beträgt EUR 9,5 Mio. (Vorjahr EUR 10,9 Mio.). Das Ergebnis je Aktie – verwässert und unverwässert – beläuft sich auf EUR 1,20 (Vorjahr EUR 1,38). Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 liegt mit EUR 470,3 Mio. um 5,7 % über dem Stand zum 30. Juni 2023 (EUR 444,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 53,7 % nach 54,2 % zum Vorjahresstichtag. Langfristige Vermögenswerte EUR EUR 231,7 Mio. 212,4 Mio. EUR 7,2 Mio. Übrige langfristige EUR 6,3 Mio. Vermögenswerte EUR +0,9 Mio. EUR 110,4 Mio. EUR 124,7 Mio. Sachanlagen EUR +14,3 Mio. EUR 95,7 Mio. Immaterielle Vermögenswerte EUR 99,8 Mio. EUR +4,1 Mio. 30.06.2023 30.06.2024 Der Bilanzwert der immateriellen Vermögenswerte liegt mit EUR 99,8 Mio. um rund EUR 4,1 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Zugängen von EUR 3,1 Mio., die hauptsächlich den Erwerb von Software (einschließ- lich hierfür geleisteter Anzahlungen) betreffen, stehen planmäßige Abschreibungen von EUR 1,6 Mio. ge- genüber. Daneben steht diese Entwicklung im Zusammenhang mit dem Erwerb von jeweils 70 % der Anteile an der Vitis Prod s.r.l. und Domeniile Dealu Mare s.r.l. in Rumänien, insbesondere mit den hieraus resultie- renden Geschäfts- oder Firmenwerten, sowie dem Erwerb der Kundenstämme der übrigen in 2023/24 er- worbenen Geschäftsbetriebe (eCommerce-Plattform „www.geileweine.de“ in Deutschland sowie jeweils ein Weinfachgeschäft in Deutschland und in Polen). Darüber hinaus haben sich positive Währungseffekte von EUR 0,2 Mio. ausgewirkt. Die Sachanlagen sind um rund EUR 14,3 Mio. auf EUR 124,7 Mio. angestiegen. Bei den Zugängen von insgesamt EUR 26,8 Mio. sind insbesondere der Erwerb eines an das Betriebsgelände der Schloss Wa- chenheim AG in Trier angrenzenden unbebauten Grundstücks, die Erneuerung von Produktionsanlagen und die Erweiterung der Tankkapazitäten am Standort Tournan-en-Brie in Frankreich sowie die Errichtung einer neuen Abfüllanlage in Bilgoraj (Polen) und einer zweiten Entalkoholisierungsanlage in Trier zu nennen. Wei- tere Zugänge betreffen hauptsächlich Modernisierungen unserer Produktionsanlagen in allen operativen Teilkonzernen, Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ sowie Anschaffungen von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Unterneh- men bzw. Geschäftsbetriebe haben in Höhe von EUR 3,4 Mio. zum Anstieg der Sachanlagen beigetragen. Den Zugängen stehen planmäßige Abschreibungen von EUR 16,4 Mio. gegenüber, die auch solche auf Nutzungsrechte umfassen, die gemäß IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ zu aktivieren waren. Daneben waren Abgänge von EUR 0,3 Mio. sowie positive Währungseffekte von rund EUR 0,8 Mio. zu verzeichnen. Der Bilanzwert der übrigen langfristigen Vermögenswerte liegt ebenfalls leicht über dem Niveau des Vorjah- resstichtags. Dies resultiert aus Steigerungen bei den sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermö- genswerten. Kurzfristige Vermögenswerte EUR EUR Liquide Mittel 232,3 Mio. 238,6 Mio. EUR +0,2 Mio. EUR 7,5 Mio. EUR 7,7 Mio. Übrige kurzfristige EUR 6,6 Mio. Vermögenswerte EUR 11,9 Mio. EUR +5,3 Mio. EUR 64,0 Mio. Liefer- und Leistungs- EUR 68,8 Mio. forderungen EUR +4,8 Mio. Vorräte EUR -4,0 Mio. EUR 154,2 Mio. EUR 150,2 Mio. 30.06.2023 30.06.2024 Die Vorräte waren konzernweit um rund EUR 4,0 Mio. auf EUR 150,2 Mio. rückläufig. Der Rückgang entfällt in Höhe von EUR 2,3 Mio. auf den deutschen, von EUR 0,7 Mio. auf den französischen und von EUR 1,0 Mio. auf den ostmitteleuropäischen Teilkonzern. Nach einer Entspannung der Situation an den für uns rele- vanten Beschaffungsmärkten konnten wir unsere zum Vorjahresstichtag noch erhöhte Bevorratung wieder reduzieren. Gegenläufig haben sich gestiegene Weinpreise ausgewirkt. Liefer- und Leistungsforderungen valutieren stichtagsbedingt um rund EUR 4,8 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf den deutschen und den ostmitteleuropäischen Teilkon- zern. Der Anstieg der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte um insgesamt EUR 5,3 Mio. resultiert in erster Linie aus dem deutschen Teilkonzern, und dort hauptsächlich aus höheren Verrechnungen aus dem Factoring. Daneben haben sich auch gestiegene Forderungen aus nicht ertragsabhängigen Steuern in allen operativen Teilkonzernen ausgewirkt. Die liquiden Mittel liegen um rund EUR 0,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres, was auf höhere Finanzmit- telbestände der Konzerngesellschaften in Ostmitteleuropa zurückzuführen ist, teilweise kompensiert durch Rückgänge in Frankreich. In Deutschland haben sich gegenüber dem Stand zum 30. Juni 2023 keine we- sentlichen Änderungen ergeben. Eigen- und Fremdkapital EUR EUR 444,7 Mio. 470,3 Mio. Übrige Verbindlichkeiten EUR 63,1 Mio. EUR -2,0 Mio. EUR 65,1 Mio. EUR 56,6 Mio. Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten EUR 62,0 Mio. EUR -5,4 Mio. EUR 97,9 Mio. EUR 76,4 Mio. Finanzverbindlichkeiten EUR +21,5 Mio. Eigenkapital EUR 241,2 Mio. EUR 252,7 Mio. EUR +11,5 Mio. 30.06.2023 30.06.2024 Im Vergleich zum Vorjahresstichtag ist das Eigenkapital um EUR 11,5 Mio. angestiegen. Dennoch hat sich die Eigenkapitalquote von 54,2 % auf 53,7 % reduziert, was auf entsprechende Zuwächse beim Fremdka- pital zurückzuführen ist. Zur Veränderung des Eigenkapitalanteils der Aktionäre der Schloss Wachenheim AG sowie der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerneigenkapital verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns sowie die erläuternden Angaben im Anhang. Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind von EUR 76,4 Mio. auf EUR 97,9 Mio. angestiegen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen von rund EUR 22,2 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.). Ohne Berücksichtigung dieser Leasingverbindlichkeiten beläuft sich die Nettoverschuldung – zusam- men mit den um rund EUR 0,2 Mio. gestiegenen liquiden Mitteln – zum 30. Juni 2024 auf EUR 68,0 Mio. (30. Juni 2023: EUR 49,0 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren dagegen stichtagsbedingt um rund EUR 5,4 Mio. auf EUR 56,6 Mio. rückläufig. Die übrigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um insgesamt EUR 2,0 Mio. reduziert. Hier haben sich hauptsächlich rückläufige Rückstellungsbeträge für den Sozialplan infolge der Restrukturierung unserer Produktionskapazitäten in Frankreich ausgewirkt, daneben auch höhere erhaltene Anzahlungen im Segment Übrige Aktivitäten im Zusammenhang mit dem angedachten Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücks in Bukarest. Finanzlage Aus der Geschäftstätigkeit des Schloss Wachenheim-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 ein An- stieg des Finanzmittelfonds (dieser entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln) von rund EUR 0,2 Mio. ergeben. Die Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung der Zu- und Abflüsse liquider Mittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätig- keit. Kapitalflussrechnung Cashflow vor Änderungen des Nettoumlauf- vermögens EUR +38,6 Mio. Cashflow aus der Investitions- tätigkeit Veränderung EUR -22,7 Mio. der Finanz- verbindlich- Dividenden- Änderungen keiten zahlungen des Nettoumlauf- EUR +11,6 Mio. EUR -8,8 Mio. vermögens Übrige EUR -18,5 Mio. Veränderungen EUR 0,0 Mio. EUR 7,5 Mio. EUR 7,7 Mio. Liquide Mittel Liquide Mittel 30.06.2023 30.06.2024 Gegenüber dem Vorjahresstichtag hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens) um rund EUR 4,8 Mio. auf EUR 38,6 Mio. reduziert. Aus Änderungen des Net- toumlaufvermögens resultierte im Geschäftsjahr 2023/24 ein Mittelabfluss von EUR 18,5 Mio. (Vorjahr EUR 17,0 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen insgesamt bei EUR 20,7 Mio. nach EUR 14,3 Mio. im Vorjahr. Dies betrifft zum überwiegenden Teil Investitionen im Zu- sammenhang mit der Verlagerung unserer Produktionskapazitäten von Wissembourg nach Tournan-en-Brie in Frankreich, die Modernisierung und Erweiterung unseres Produktionsbetriebs in Bilgoraj (Polen) sowie Investitionen in Software im ostmitteleuropäischen Teilkonzern. Weiterhin sind rund EUR 2,5 Mio. an Aus- zahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen enthalten; diese entfallen zum überwiegenden Teil auf jeweils 70 % der Anteile an der Vitis Prod s.r.l. („Vitis“) und der Domeniile Dealu Mare s.r.l. („DDM“), beide Urlati (Rumänien). Die Vitis bewirtschaftet rund 90 ha an größtenteils eigenen Weinanbauflächen, während die Geschäftstätigkeit der DDM in der Verarbeitung der Trauben und Abfüllung von Wein besteht. Daneben wurde in Deutschland die eCommerce-Plattform „www.geileweine.de“ erworben, über die in erster Linie ein junges und noch wenig weinaffines Publikum über alle wichtigen Social Media-Plattformen angesprochen wird. Darüber hinaus wurde in Deutschland und in Polen jeweils ein Weinfachgeschäft übernommen. Diesen Investitionsausgaben stehen Mittelzuflüsse aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten von rund EUR 0,5 (Vorjahr EUR 0,9 Mio.) gegenüber. Insgesamt ergibt sich damit ein Mittelabfluss aus der Investiti- onstätigkeit von EUR 22,7 Mio. (Vorjahr EUR 13,4 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023/24 beträgt der zahlungswirksame Anstieg der Finanzverbindlichkeiten insgesamt EUR 11,6 Mio. (im Vorjahr Rückgang um EUR 4,4 Mio.). Die in 2023/24 gezahlten Dividenden belaufen sich auf EUR 8,8 Mio. (Vorjahr EUR 7,9 Mio.), die in Höhe von rund EUR 4,8 Mio. (Vorjahr EUR 4,8 Mio.) auf die Aktionäre der Schloss Wachenheim AG und mit rund EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 3,1 Mio.) auf Minderheits- gesellschafter von Tochtergesellschaften entfallen. Damit ergibt sich ein Mittelzufluss aus der Finanzie- rungstätigkeit von rund EUR 2,8 Mio. (im Vorjahr Mittelabfluss von EUR 12,3 Mio.). Zum 30. Juni 2024 wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von EUR 75,7 Mio. (Vorjahr EUR 56,5 Mio.) finan- ziert (ohne Leasingverhältnisse). Hiervon entfallen EUR 24,0 Mio. (Vorjahr EUR 17,9 Mio.) auf solche mit langfristigen Laufzeiten und in Höhe von EUR 51,7 Mio. (Vorjahr EUR 38,6 Mio.) auf solche mit kurzfristigen Laufzeiten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der Finanzierung unserer In- vestitionen. Der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2023/24 betrug insgesamt EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 2,4 Mio.). Daneben haben sich die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber dem Vorjahresstich- tag um rund EUR 2,3 Mio. erhöht. Investitionen Die Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten belaufen sich – bereinigt um die Zugänge von Nutzungsrechten nach IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ – auf EUR 20,7 Mio. (Vorjahr EUR 14,3 Mio.). Investitionen nach Teilkonzernen 2022/23 2023/24 Deutschland Deutschland EUR 4,7 Mio. EUR 2,5 Mio. Ostmitteleuropa EUR 7,2 Mio. Ostmitteleuropa EUR 8,6 Mio. Frankreich EUR 4,6 Mio. Frankreich EUR 7,4 Mio. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in Grundstücke und Gebäude (EUR 1,8 Mio.), in technische Anlagen und Maschinen (EUR 1,4 Mio.), in andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsaus- stattung (EUR 3,2 Mio.) sowie in Software (EUR 0,3 Mio.). Daneben wurden Anzahlungen für im Bau be- findliche Anlagen in Höhe von rund EUR 11,2 Mio. geleistet, insbesondere im Zusammenhang mit der Er- neuerung von Produktionsanlagen und der Erweiterung der Tankkapazitäten am Standort Tournan-en-Brie in Frankreich und für im Bau befindliche Anlagen in Ostmitteleuropa. Weitere Anzahlungen von EUR 2,6 Mio. betreffen immaterielle Vermögenswerte, und hier in erster Linie Software bei der AMBRA S.A. und bei der AMBRA Brands Sp. z o.o. in Polen. Bereits zum Vorjahresstichtag wurden Anzahlungen von insgesamt EUR 3,7 Mio. geleistet, davon EUR 3,4 Mio. im Zusammenhang mit der Erneuerung von Produktionsanlagen und der Erweiterung der Tankkapazitäten am Standort Tournan-en-Brie, und EUR 0,3 Mio. für immaterielle Vermögenswerte. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aktivierungsfähige Ausgaben zur Erhaltung von Produktionseinrichtungen getätigt. Die Aufwendungen hierfür beliefen sich im Konzern auf insgesamt EUR 5,3 Mio. (Vorjahr EUR 5,5 Mio.). Der Rückgang resultiert überwiegend aus dem deutschen Teilkonzern. ERLÄUTERUNGEN ZUR SCHLOSS WACHENHEIM AG NACH HGB Vorbemerkung Die Schloss Wachenheim AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Handelsregister des Amts- gerichts Wittlich unter HRB 40686 eingetragen. Sie ist die Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim- Konzerns. Neben ihrer operativen Geschäftstätigkeit auf dem Heimatmarkt – wie im Abschnitt „Grundlagen der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns“ beschrieben – fungiert die Gesellschaft auch als Holding innerhalb der Schloss Wachenheim-Gruppe. Dabei unterliegt ihre Geschäftstätigkeit grundsätzlich den gleichen Einfluss- faktoren, Chancen und Risiken wie auch der Konzern. Der Jahresabschluss der Schloss Wachenheim AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetz- buches (HGB) aufgestellt. Ertragslage der Schloss Wachenheim AG Im Geschäftsjahr 2023/24 lag die Zahl der verkauften Flaschen – umgerechnet in 0,75 l-Flaschen – mit rund 74,1 Mio. um 4,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (77,5 Mio. Flaschen). Dabei entfallen die Rückgänge auf den Bereich der Handelseigenmarken, während gegenläufig bei den Markenprodukten leichte Zuwächse zu verzeichnen waren. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit Preiserhöhungen, die wir in einem für Verbraucher schwie- rigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld infolge gestiegener Wein- und Rohstoffpreise umsetzen mussten, und entfällt zum überwiegenden Teil auf die Entwicklung der Kategorie „Sekte, Schaumweine und Perlweine“. Gegenläufig deutliche Zuwächse konnten wir dagegen bei entalkoholisierten Produkten verzeichnen. Dane- ben liegen auch die Absätze von Stillweinen sowie Kinderpartygetränken gegenüber dem Vorjahr leicht im Plus. Differenziert nach Vertriebswegen entfällt der Rückgang überwiegend auf das Exportgeschäft (ein- schließlich Discount). Bedingt durch die erwähnten Preiserhöhungen sowie Änderungen im Produktmix sind die Umsatzerlöse von EUR 110,4 Mio. um 4,7 % auf rund EUR 115,7 Mio. angestiegen. Die Materialquote (Materialaufwand zu- züglich Bestandsveränderungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegt bei 58,3 % (Vorjahr 58,0 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 3,1 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Höheren Erträ- gen aus der Auflösung von Rückstellungen stehen rückläufige Beträge aus Weiterbelastungen und anderen Kostenerstattungen gegenüber. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % auf rund EUR 17,9 Mio. angestiegen. Hier haben sich insbesondere eine leicht gestiegene Mitarbeiterzahl, Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Änderun- gen in der Mitarbeiterstruktur ausgewirkt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit rund EUR 22,0 Mio. auf dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23. Steigerungen insbesondere bei den Ausgangsfrachten (um EUR 0,5 Mio.), den Werbeauf- wendungen (um EUR 0,3 Mio.) und Mietaufwendungen (um EUR 0,3 Mio.) stehen Rückgänge hauptsächlich bei den Energiekosten (um EUR 0,4 Mio.) sowie bei den Instandhaltungsaufwendungen (um rund EUR 0,2 Mio.) gegenüber. Insgesamt liegt das operative Ergebnis bei EUR 7,7 Mio. nach EUR 7,2 Mio. im Vorjahr. Das Finanzergebnis liegt dagegen mit EUR 5,1 Mio. um rund EUR 0,3 Mio. über dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23. Dies ist hauptsächlich auf höhere Beteiligungserträge sowie geringere Aufwendungen aus Verlustübernahme infolge einer positiven Ergebnisentwicklung bei der Reichsgraf von Kesselstatt GmbH zurückzuführen. Gegenläufig hat sich das spürbar gestiegene Zinsniveau auch auf unsere Finanzierungs- kosten ausgewirkt, insbesondere auch durch das Auslaufen von Darlehen mit Festzinsvereinbarungen aus der Niedrigzinsphase (bis 2022), die entsprechend der Marktentwicklung zu deutlich höheren Zinssätzen zu prolongieren waren. Insgesamt sind die Zinsaufwendungen von rund EUR 1,1 Mio. auf EUR 2,2 Mio. ange- stiegen. Die ergebnisabhängigen Steuern liegen in 2023/24 mit EUR 2,0 Mio. um EUR 0,3 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 1,7 Mio.). Hier haben sich körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvor- träge, Abweichungen bei der steuerlichen Gewinnermittlung sowie Zuführungen zu passiven latenten Steu- ern ausgewirkt. Der Jahresüberschuss 2023/24 beläuft sich auf EUR 10,8 Mio. nach EUR 10,3 Mio. in 2022/23. Unsere im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres abgegebene Prognose, nach der wir für den Jahresabschluss der Schloss Wachenheim AG von leicht steigenden Absatzmengen bei preisbedingt deut- lich steigenden Umsatzerlösen ausgegangen sind, haben wir nicht erreicht. Zwar konnten wir bei unseren Markenprodukten leichte Absatzzuwächse erzielen, die jedoch von rückläufigen Handelseigenmarkenvolu- mina deutlich überkompensiert wurden. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2023/24 war von Unsicherheiten und einer deutlich eingetrübten Verbraucherstimmung geprägt. Dagegen liegen die Ent- wicklungen des operativen Ergebnisses mit einem Plus von rund EUR 0,5 Mio. bzw. 6,6 % und des Jahres- überschusses, der gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um EUR 0,5 Mio. bzw. 4,8 % angestiegen ist, deutlich über der im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres abgegebene Prognose, die jeweils von einem spürbaren Rückgang ausgegangen ist. Hier haben sich insbesondere Änderungen gegenüber unseren Plan- annahmen im Absatzmix sowie bei Wein- und Rohmaterialpreisen ausgewirkt; daneben auch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie unter Plan liegende Werbeaufwendungen. In Anbetracht der ge- gebenen Rahmenbedingungen erachten wir den Geschäftsverlauf sowie die wirtschaftliche Lage des Un- ternehmens insofern insgesamt als positiv. Vermögenslage der Schloss Wachenheim AG Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 ist gegenüber dem Vorjahr um rund EUR 4,8 Mio. bzw. 3,0 % auf EUR 164,5 Mio. angestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 62,1 % leicht über dem Niveau des Vorjah- resstichtags (60,2 %). Der Bilanzwert der immateriellen Vermögenswerte liegt bei rund EUR 2,9 Mio. (Vorjahr EUR 3,0 Mio.). Plan- mäßige Abschreibungen haben die Zugänge an Software leicht überkompensiert. Der Buchwert der Sachanlagen hat sich von EUR 16,7 Mio. auf rund EUR 16,9 Mio. erhöht. Bei den Zugän- gen von insgesamt rund EUR 3,5 Mio. handelt es sich um Investitionen in Grundstücke und Gebäude, tech- nische Anlagen und Maschinen sowie übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Gegenläufig haben sich planmäßige Abschreibungen von EUR 3,3 Mio. ausgewirkt. Das Finanzanlagevermögen valutiert mit EUR 73,7 Mio. um EUR 1,5 Mio. über dem Vorjahreswert (EUR 72,2 Mio.). Die Steigerung resultiert aus einer Zuzahlung in das Eigenkapital der Rindchen’s Wein- kontor GmbH & Co. KG. Die Vorräte liegen mit rund EUR 41,7 Mio. um 4,8 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 43,8 Mio.). Nach einer Entspannung der Situation an den für uns relevanten Beschaffungsmärkten konnten wir unsere zum Vorjahresstichtag noch erhöhte Bevorratung wieder reduzieren. Gegenläufig haben sich insbesondere hö- here Weinpreise ausgewirkt. Der Bilanzwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist stichtagsbedingt von EUR 5,8 Mio. auf EUR 8,3 Mio. angestiegen. Der leicht gestiegene Stand an Forderungen gegen verbundene Unternehmen – EUR 16,5 Mio. gegenüber von EUR 16,3 Mio. zum 30. Juni 2023 – resultiert überwiegend aus höheren Salden aus der Finanzierung inländischer Tochtergesellschaften, teilweise kompensiert durch rückläufige Liefer- und Leistungsforderungen gegenüber ausländischen Konzerngesellschaften. Ursächlich für den An- stieg der sonstigen Vermögensgegenstände (um EUR 2,4 Mio.) waren in erster Linie höhere Verrechnungen aus dem Factoring, daneben auch gestiegene Forderungen aus nicht ertragsabhängigen Steuern. Die Pensionsrückstellungen valutieren leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Weiterhin sind die sonstigen Rückstellungen um EUR 0,5 Mio. bzw. 6,0 % auf EUR 7,9 Mio. zurückgegangen, was auf rückläufige Be- träge für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um rund EUR 1,6 Mio. auf EUR 12,4 Mio. zu- rückgegangen. Neben Stichtagseffekten haben sich hier auch leichte Preisreduzierungen insbesondere bei Umschließungsmaterialien und Energieträgern ausgewirkt. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten sind um rund EUR 0,3 Mio. auf rund EUR 6,4 Mio. zurückgegangen, überwiegend infolge rückläufiger Schaumweinsteuerverbindlichkeiten sowie geringerer kreditorischer Debi- toren. Finanzlage der Schloss Wachenheim AG Zum 30. Juni 2024 wurde ein Betrag in Höhe von rund EUR 28,0 Mio. (Vorjahr EUR 26,8 Mio.) über Banken fremdfinanziert. Gleichzeitig sind auch die flüssigen Mittel gegenüber dem Vorjahresstichtag leicht gestie- gen. Die Nettoverschuldung gegenüber Kreditinstituten hat sich damit gegenüber dem Vorjahresstichtag um rund EUR 1,2 Mio. erhöht. Die Finanzierung durch Gesellschafter liegt bei rund EUR 1,4 Mio. nach EUR 1,9 Mio. zum 30. Juni 2023. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unterteilen sich in langfristige Laufzeiten, d. h. länger als ein Jahr, mit einem Betrag von rund EUR 10,0 Mio. (Vorjahr EUR 11,0 Mio.) und kurzfristige Laufzeiten mit einem Betrag von EUR 18,0 Mio. (Vorjahr EUR 15,8 Mio.). Daneben wird zum Zwecke der Auslagerung von Ausfallrisiken und zur Liquiditätssicherung ein revolvierendes Factoring betrieben; zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von EUR 19,7 Mio. (Vorjahr EUR 20,5 Mio.) verkauft. Der Zinsaufwand im Geschäfts- jahr 2023/24 betrug insgesamt rund EUR 2,2 Mio. (Vorjahr EUR 1,1 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde wie im Vorjahr eine Dividende von EUR 0,60 pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. Dies entspricht – in 2023/24 wie im Vorjahr – einer Ausschüttungssumme von rund EUR 4,8 Mio. Investitionen der Schloss Wachenheim AG Im Geschäftsjahr 2023/24 haben die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegen- stände insgesamt EUR 3,9 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) betragen. Dies betrifft ein an das Betriebsgelände der Schloss Wachenheim AG in Trier angrenzendes unbebautes Grundstück, technische Anlagen und Ma- schinen (insbesondere Anzahlungen für die zum Stichtag im Bau befindliche zweite Entalkoholisierungsan- lage am Standort Trier), andere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software. Im Vorjahr waren hier zwei Zugmaschinen, technische Anlagen, IT-Hardware und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung ent- halten. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aktivierungsfähige Ausgaben zur Erhaltung von Produktionseinrichtungen getätigt. Die Aufwendungen hierfür beliefen sich auf insgesamt EUR 2,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.). VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM BILANZSTICHTAG Ereignisse, die nach dem Abschlussstichtag (30. Juni 2024) eintraten und für die Beurteilung der Vermö- gens-, Finanz- und Ertragslage der Schloss Wachenheim AG sowie des Schloss Wachenheim-Konzerns von Bedeutung wären, sind uns nicht bekannt. RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagement- systems Das interne Kontrollsystem umfasst die Gesamtheit aller Überwachungsmaßnahmen zur Minimierung von Risiken in Unternehmensprozessen. Es ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen operativen und finanziellen Unternehmensrisiken zu adressieren sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtli- chen Vorschriften sicherzustellen. Dazu zählen einerseits organisatorische Sicherungsmaßnahmen, die in die Aufbau- oder in die Ablauforga- nisation integriert sind, wie beispielsweise Zutritts- und Zugriffsregelungen, Funktionstrennungen oder das Vier-Augen-Prinzip. Andererseits sind sowohl präventive als auch detektive Kontrollen, die in die Arbeitsab- läufe integriert sind und die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern vermindern bzw. solche auf- decken sollen, Bestandteil des internen Kontrollsystems. Hierzu zählen automatisierte sowie manuelle Kon- trollhandlungen. Daneben sind auch übergreifende Kontrollen (so genannte „high level controls“) als pro- zessunabhängige Überwachungsmaßnahmen eingerichtet. Die Verantwortung für die Implementierung, Ausgestaltung und Weiterentwicklung des internen Kontrollsys- tems obliegt dem Vorstand, die Überwachung von dessen Wirksamkeit dem Prüfungsausschuss des Auf- sichtsrats (§ 107 Abs. 3 Satz 2 AktG). Bei den rechtlich selbständigen Konzerngesellschaften obliegt diese Verantwortung den jeweiligen Geschäftsleitungsorganen, die ihrerseits bestimmte Verantwortlichkeiten an Prozessverantwortliche (i.d.R. Abteilungsleiter) delegieren können. Art und Umfang der implementierten Maßnahmen orientieren sich dabei an den Anforderungen und Fehlerrisiken aus der jeweiligen Geschäfts- tätigkeit bzw. in den jeweiligen Bereichen sowie den einschlägigen Vorschriften und Standards wie beispiels- weise aus dem IFS Food Standard (Standard für Auditierung der Produkt- und Prozesskonformität in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und -qualität). Die Unternehmen des Schloss Wachenheim-Konzerns sind aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus zahlreichen Risiken, d.h. Entwicklungen oder Ereignissen, die sich negativ auf die Erreichung der konzernweiten Ziel- setzungen auswirken können, ausgesetzt. Das Risikomanagement hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu bewerten, damit wir gegebenenfalls zeitnah gegensteuern können. Es besteht aus den Elementen Risikostrategie, Frühwarnsystem, Risikoidentifizierung, -klassifizierung und -steuerung sowie dem Überwachungs- und Kontrollsystem. Den Rahmen hierfür bildet eine konzernweit gültige Richtlinie. Im Zentrum unseres Risikomanagementsystems steht die Risikoinventur. Hierbei erfassen wir in einem IT- gestützten Risikomanagementsystem regelmäßig in allen Geschäftsbereichen die relevanten Risiken und bewerten sie im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und die möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen. Dabei werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten in verschiedene Kategorien klassifiziert und mit der potenziellen Schadenshöhe multipliziert. In Unternehmensbereichs- und Ressort-, falls notwen- dig auch in Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen wird über die wesentlichen Risiken berichtet und über mögliche Gegenmaßnahmen beraten. Unsere Planungsprozesse, das Controlling sowie das Qualitätsma- nagement sind weitere Bestandteile des Risikomanagementsystems. Durch gewissenhafte Prüfungen versuchen wir, finanzielle und operative Risiken in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Die vorhandenen Kontrollmechanismen funktionieren und haben sich in der Vergangen- heit bewährt. Insofern erachtet der Vorstand das interne Kontrollsystem sowie das Risikomanagementsys- tem als angemessen und wirksam. Trotzdem werden wir diese auch in Zukunft permanent weiterentwickeln. Gleichzeitig gilt es, Chancen frühzeitig zu erkennen, zu nutzen und diese im Rahmen strategischer und operativer Entscheidungen gegen die entsprechenden Risiken abzuwägen. Dabei sind Chancen solche Ent- wicklungen und Ereignisse, die in der Zukunft zu einer positiven Abweichung zu unseren Prognosen bzw. zu unseren Unternehmenszielen führen. Eine Erfassung von Chancen im Rahmen des Risikomanagement- systems erfolgt nicht. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG lässt sich jedoch regelmäßig von den Fachabteilungen sowie von internen Arbeitsgruppen über Chancen berichten. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand sind konkrete Risiken aus der vergangenen oder der erwarteten künftigen Entwicklung, die den Fortbestand der Schloss Wachenheim AG nachhaltig gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten, nicht erkennbar. Seit Beginn des Ukraine-Krieges haben sich die Risiken jedoch insgesamt erhöht. Trotz aller Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken können diese auch niemals völlig ausgeschlossen werden. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Ziele des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungs- prozess, das alle rechnungslegungsrelevanten Prozesse umfasst, sind die Identifikation und die Bewertung von Risiken, die den Abschluss wesentlich beeinflussen können. Erkannte Risiken können durch die Ein- führung von Maßnahmen und die Implementierung von entsprechenden Kontrollen gezielt überwacht und gesteuert werden. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Über- wachungssystems der Schloss Wachenheim AG. Neben dem Vier-Augen-Prinzip sind maschinelle IT-Pro- zesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen wesentliche Teile der prozess- abhängigen Kontrollen. Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Falschaussagen in der Finanzberichterstattung. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des in- ternen Kontrollsystems der Schloss Wachenheim AG stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstim- mung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Da- neben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt und Vermögenswerte sowie Schul- den im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung der Schloss Wachenheim AG umfassen beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spe- zifischer Kennzahlen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschie- dene Personen dienen der Vermeidung von Missbrauch. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der Schloss Wachenheim AG sowie die Identifizierung und Umsetzung neuer bzw. geänderter gesetzlicher und anderer Vorschriften zur Rechnungslegung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften im Schloss Wachenheim-Konzern einschließlich der Vor- schriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) regeln die ein- heitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den Konzernabschluss einbezogenen inländi- schen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen ausschließlich solche IFRS zur Anwen- dung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls die Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Daneben bestehen ein umfassender Katalog von Konzernvorgaben sowie ein vorgegebener Terminplan. Außerdem erfolgen auf Konzernebene auch die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Konzernlagebericht und Konzern- anhang. Entsprechend § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überwacht der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats den Rech- nungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird darüber hinaus durch ex- terne Abschlussprüfer in Stichproben überprüft. Die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der einbezo- genen Gesellschaften stellt eine weitere wichtige, prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hin- blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess dar. Daneben beurteilt der externe Konzernabschlussprü- fer auch die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems der Schloss Wachenheim AG. Der Ab- schlussprüfer berichtet dem Aufsichtsrat und dem Vorstand über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prü- fung der Abschlüsse. Im Folgenden werden die Risiken und Chancen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Fi- nanz- und Ertragslage des Schloss Wachenheim-Konzerns haben können, beschrieben und erläutert. Diese betreffen grundsätzlich alle Segmente bzw. Konzernunternehmen, sofern nicht explizit anders erwähnt. Risikomatrix Potenzielle Schadenshöhe Sehr hoch (über EUR 5 Mio.) Hoch 6 1 7 2 3 (EUR 3 Mio. bis EUR 5 Mio.) Mittel (EUR 1 Mio. bis EUR 3 Mio.) 4 5 8 10 Gering 9 (unter EUR 1 Mio.) Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr gering Gering Mittel Hoch (unter 10%) (10% bis 25%) (>25% bis 50%) (über 50%) 1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 6 Ausfallrisiken 2 Branchenentwicklung Qualität 7 3 Produktion und Beschaffung Rechtliche Risiken 8 4 Finanzierung 9 Personal 5 Entwicklung von Fremdwährungen 10 Informationstechnologie (IT) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Unternehmen des Schloss Wachenheim-Konzerns erzielen den Großteil ihrer Umsatzerlöse auf ihren jeweiligen Heimatmärkten. Daneben sind jedoch auch die Exportaktivitäten zunehmend von Bedeutung und tragen zu einer entsprechenden Risikodiversifizierung bei. Unsere Geschäftsentwicklung ist in hohem Maße von der Konsumlaune in diesen für uns wichtigen Märkten abhängig. Negative Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber auch exogene Schocks (z.B. aus kriegerischen Auseinandersetzungen und anderen geopolitischen Unruhen, Terroran- schlägen, aber auch durch behördliche Anordnungen zur Pandemiebekämpfung) können sich nachteilig auf die privaten Konsumausgaben und damit auch auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Dies gilt auch für mögliche Einfuhrrestriktionen hinsichtlich der von uns hergestellten bzw. vertriebenen Produkte in für uns wichtigen Exportländern. Umgekehrt können aus einer Erholung der Konjunktur positive Einflüsse und damit Chancen für unsere Geschäftsentwicklung resultieren. Für unsere Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verweisen wir auf den Wirtschaftsbericht, Abschnitt „Gesamtwirtschaftliche Entwick- lung“. Negative Abweichungen von unseren Erwartungen hinsichtlich dieser Rahmenbedingungen können wesent- liche finanzielle Auswirkungen haben. Insofern beobachten wir laufend die volkswirtschaftlichen, wirtschafts- politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den Heimatländern unserer Konzernunternehmen sowie in den für uns wichtigen Exportländern, um bei Bedarf frühzeitig und gezielt auf die sich unter Um- ständen sehr kurzfristig wandelnden Marktgegebenheiten reagieren zu können. Hieraus können sich für den Schloss Wachenheim-Konzern auch Chancen ergeben. Um die Risikopotenziale zu reduzieren, waren und sind unsere organisatorischen und/oder investiven Maßnahmen stets darauf ausgerichtet, die Fähigkeit der Konzernunternehmen zur Anpassung an sich schnell ändernde Markt- und Umfeldsituationen zu optimieren. Die gesamtwirtschaftliche Lage in den für uns wichtigen Beschaffungs- und Absatzländern war im Ge- schäftsjahr 2023/24 von einer eingetrübten Konsumlaune geprägt. Trotz wieder rückläufiger Inflationsraten ist der Anstieg der Lebenshaltungskosten nach wie vor spürbar, obwohl zunehmende Lohn- und Gehaltser- höhungen die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der Verbraucher zumindest teilweise kompensieren. Da- neben führen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung tendenziell zu einem An- stieg der Sparneigung, was wiederum bremsend auf eine nachhaltige Erholung der Verbraucherstimmung wirkt. Für das Geschäftsjahr 2024/25 gehen wir davon aus, dass sich die Konjunktur in den für uns wichtigen Absatzmärkten wieder erholen wird, wenn auch mit einer vergleichsweise geringen Dynamik. Daneben er- warten wir, dass die Kaufkraftverluste der Verbraucher zunehmend durch weitere Lohn- und Gehaltssteige- rungen kompensiert werden, was sich positiv auf deren Konsumbereitschaft auswirken und insbesondere dem für uns wichtigen Jahresendgeschäft positive Impulse geben kann. Allerdings könnte sich die Situation in den nächsten Monaten auch wieder verschärfen, insbesondere mit Blick auf mögliche weitere Eskalationen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Folgen hieraus können erneute Belastungen aus Rohstoff- und Energiepreisen sein, die zu weiteren Kostenanstiegen für Unternehmen, aber auch zu erneuten Kaufkraftverlusten für private Haushalte führen. Auch weitere belas- tende Faktoren, wie andere geopolitische Spannungen oder Handelskonflikte, können sich kurz- oder mit- telfristig spürbar auf die Geschäftsentwicklung des Schloss Wachenheim-Konzerns auswirken. Branchenentwicklung Die fortschreitende Konzentration und die Globalisierung in Handel und produzierender Industrie bieten für den Konzern Chancen und Risiken zugleich. Dem Druck auf die Verkaufspreise und Konditionen, der sich weiter fortsetzen wird, stehen Chancen wie der weitere Ausbau unseres Marken- und Handelseigenmarken- geschäftes im In- und Ausland gegenüber. Auf der Absatzseite bestehen die Risiken nach wie vor im weiterhin hohen Preisbewusstsein der Verbrau- cher, getrieben durch den verschärften Wettbewerb im Handel, sowie in der hohen Abhängigkeit von immer weniger, dafür aber immer größeren Kunden. Liefervereinbarungen sind üblicherweise nur für relativ kurze Zeiträume abgeschlossen und bergen insofern Prolongations- bzw. Beendigungsrisiken, die sich spürbar auf die Auslastung unserer Ressourcen sowie unsere Marktanteile auswirken können. Im Endkundenge- schäft, und hier speziell im Online-Handel, herrscht eine hohe Preistransparenz mit entsprechendem Druck auf Preise und Margen, der wir mit einem hohen Anteil exklusiv bei uns erhältlicher Produkte begegnen. Diese Marktgegebenheiten sind in unserer Branche immanent. Die bestehende Konzentration unserer Absatzanteile auf die Heimatmärkte unserer Konzernunternehmen stellt für den Schloss Wachenheim-Konzern ein weiteres Risiko dar, dem wir mit einer Fokussierung auf den weiteren Ausbau unserer Exportaktivitäten bzw. dem Erschließen neuer Exportmärkte begegnen. Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine ist allerdings das Geschäft mit Kunden in Russland, einem wichtigen Export- markt des französischen Teilkonzerns, spürbar eingebrochen. Nach einer temporären Erholung im Ge- schäftsjahr 2022/23 gab es in 2023/24 dort erneut einen starken Rückgang, und zwar infolge einer deutli- chen und sehr kurzfristig umgesetzten Erhöhung der dortigen Importzölle und Verbrauchsteuern, die zu einer spürbaren Verteuerung unserer Produkte für die Verbraucher führten. Insofern ist dieses Geschäft mit anhaltend großen Unsicherheiten verbunden, wobei dieses – gemessen an den Konzern-Umsatzerlösen – in den vergangenen Jahren lediglich einen Anteil zwischen 1 % und 3 % hatte. Der Schutz sowie der weitere Ausbau von Bekanntheit, Image und Positionierung unserer Marken auf den von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägten Absatzmärkten sind essenziell für die Geschäftsentwick- lung der Unternehmensgruppe. Das Verpassen von Trends kann sich ebenso wie eine Verfehlung der Ver- braucherpräferenzen nachteilig auf die geplante Geschäftsentwicklung und auf unsere Wettbewerbsposition auswirken. Innovation ist für unser Geschäftsmodell ein zentraler Erfolgsfaktor. Neben dem rechtlichen Schutz der Mar- ken haben daher laufende Marktforschungen und Studien im Hinblick auf deren Image, Design und Qualität eine hohe Priorität. Dadurch werden die Risiken und Chancen, die sich aus Veränderungen in den Markt- bzw. Verbrauchertrends – wie beispielsweise der Entwicklung des Konsums alkoholischer bzw. entalkoho- lisierter Getränke – ergeben, frühzeitig erkannt und in den eigenen Sortimenten umgesetzt. Daneben sind die laufende Beobachtung der Märkte und Medien, eine konsequente Ausrichtung unserer Sortimente an den Verbraucherbedürfnissen und -präferenzen sowie die Unterstützung der Markenentwicklung durch ziel- gerichtete Marketingmaßnahmen wesentliche Bestandteile unserer Markenführung. Erhöhte Wertminde- rungsrisiken für unsere Marken infolge veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, den jüngsten Ent- wicklungen auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten oder der aktuellen Krisen – insbesondere den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten – sehen wir derzeit nicht. Nichtsdestotrotz besteht bei innova- tiven Produkten stets das Risiko, dass diese von Kunden und Verbrauchern nicht bzw. nicht im erwarteten Umfang angenommen werden. Chancen können sich für den Konzern auch aus dem Ausbau des Endkundengeschäfts sowie einer weiter- hin wachsenden Bedeutung des Online-Handels ergeben, auch wenn dieser Bereich in 2023/24 vor dem Hintergrund von Preissteigerungen und einem anhaltend eingetrübten Konsumumfeld erneut rückläufig war. Die Möglichkeit, Einkäufe unabhängig von Standort und Ladenöffnungszeiten zu tätigen und die Waren bis nach Hause liefern zu lassen, wird von den Verbrauchern zunehmend geschätzt. Insofern sehen wir mittel- und langfristig für diesen Vertriebskanal weiterhin ein hohes Wachstumspotenzial. Produktion und Beschaffung Im Produktionsbereich haben wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausfalls unserer Anlagen und damit verbundener Effizienzverluste durch kontinuierliche Modernisierung und Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitgehend reduziert. Teilweise können auch Produktionskapazitäten anderer Konzernunternehmen oder Externer kurzfristig genutzt werden. Zudem sind für Großschäden und Betriebs- unterbrechungen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Besondere Risiken liegen dagegen in der Preisentwicklung und der Verfügbarkeit von Wein, die in den letz- ten Jahren von hohen Volatilitäten geprägt waren. Als Naturprodukt hängen Preise und Qualität von den jeweiligen Ernten in den für uns relevanten Anbauregionen ab, die insbesondere auch durch Extremwetter- lagen beeinflusst werden. Nachdem es zuletzt in der Ernte 2020 zu leichten Preisrückgängen kam, bedingt durch gute Erntemengen in den für uns relevanten Anbaugebieten, sind die Preise in den drei folgenden Jahren (2021 bis 2023) für die jeweiligen Ernten – zusammen mit den Transportkosten von den Anbauge- bieten bis zu unseren Produktionsbetrieben – jeweils wieder deutlich gestiegen. Wir stellen uns diesen Prob- lemen einerseits mit langfristigen Lieferantenverbindungen, andererseits aber auch mit einer breiten Diver- sifizierung der Einkaufsquellen, und wirken damit diesen Risiken entgegen. Chancen ergeben sich zudem aus der Möglichkeit, Weine aus Drittländern für Teile unseres Produktsortiments zu verarbeiten und unsere Beschaffungsquellen weiter zu diversifizieren. Dennoch erhöhen die Auf- und Abwärtsbewegungen, die sich aufgrund unserer Produktionsabläufe insbesondere in Deutschland auch erst zeitverzögert auf unser Ge- schäft auswirken, die Komplexität bei der Ausgestaltung unserer Abgabepreise. Die Preis- und Verfügbarkeitsrisiken beim Warenumschließungsmaterial sowie bei den Hilfs- und Betriebs- stoffen hatten sich nach Beginn des Krieges in der Ukraine spürbar erhöht. Nachdem dort mehrere Glas- werke beschädigt wurden oder ihren Betrieb zeitweise reduziert bzw. eingestellt haben, verlagerte sich die Nachfrage auf die Glashütten in Westeuropa, was dort entsprechend zu Kapazitätsengpässen führte. Ver- schärft wurde dies durch das zeitgleiche planmäßige Herunterfahren mehrerer Glaswannen in anderen Län- dern Europas und einer entsprechenden temporären Verknappung der dortigen Produktionskapazitäten. Dies wiederum hatte zur Folge, dass bestimmte Flaschenfarben und -formen zeitweise nicht verfügbar wa- ren; daneben führten die stark gestiegenen Energiepreise zu entsprechenden Verteuerungen. Ähnliche Si- tuationen gab es auch bei anderen für uns relevanten Rohmaterialien wie Kartonagen und anderen Um- schließungsmaterialien, aber auch bei unseren unmittelbaren Bezügen von Energieträgern (Strom, Gas, Öl) sowie bei CO2. Dies führte in den Vorjahren zu Verschiebungen in unseren Produktionsplanungen sowie zu Verzögerungen und Ausfällen bei der Belieferung unserer Kunden. Im Geschäftsjahr 2023/24 hat sich die Situation jedoch entspannt, und infolgedessen haben sich auch die entsprechenden Risiken wieder redu- ziert. Neuerliche Verschärfungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Derartigen Preis- und Verfügbarkeitsrisiken begegnen wir mit einer konzernweiten globalen Einkaufsstrate- gie und, soweit möglich, längerfristigen Lieferverträgen. Wir beobachten die relevanten Märkte und Trends fortlaufend und reagieren kurzfristig und flexibel auf sich abzeichnende Tendenzen und sich ändernde Ma- terialverfügbarkeiten, insbesondere durch frühzeitige Bezüge und einem entsprechenden Aufbau von Si- cherheitsbeständen. Chancen ergeben sich hier durch eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten bei der Verbesserung bestehender und der Entwicklung neuer und innovativer Pro- dukte. Rückläufig waren im Geschäftsjahr 2023/24 auch die Risiken im Zusammenhang mit der Erdgasversorgung in Deutschland und Europa. Nach Einstellung der Gaslieferungen aus Russland durch die Pipeline Nord Stream 1 Mitte 2022 war das Risiko einer Gasmangellage, und damit verbunden einer Rationierung der zur Verfügung stehenden Gasmengen auf Basis behördlicher Vorgaben, deutlich erhöht. Dies konnte bislang jedoch stets abgewendet werden. Aktuell beurteilt die Bundesnetzagentur die Gasversorgung in Deutsch- land als stabil und die Versorgungssicherheit als gewährleistet. Die Gefahr einer angespannten Gasversor- gung wird aktuell als gering eingeschätzt, zumal das Ziel bei den Speicherfüllständen von 85 % bis zum 1. Oktober 2024 bereits im Juli 2024 erreicht wurde. Dennoch verbleiben insbesondere für den Fall eines kalten Winters 2024/25 Restrisiken. Insofern wurden und werden an allen Standorten entsprechende Maß- nahmen zur Umstellung auf alternative Energieträger umgesetzt. Allerdings kann sich eine derartige Situa- tion auch temporär auf die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten insbesondere im Glas- und Kartonagenbereich auswirken, was die Preis- und Verfügbarkeitsrisiken der von uns benötigten Materialien erneut erhöhen würde und spürbare Folgen für die Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben kann. Finanzierung Die Schloss Wachenheim AG und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen durch kurz- und mittelfristige Bankkredite sowie durch Factoring und Leasing. Die Bankkredite der Konzernunternehmen und deren sonstige zinsabhängige Kostenfaktoren (Factoring und Leasing) sind überwiegend mit kurzfristigen Zinsbindungen ausgestattet. In Abhängigkeit von der Entwick- lung der Kapitalmarktzinsen ergeben sich hierdurch sowohl Chancen als auch Risiken. Weiterhin enthalten unsere Darlehensverträge teilweise marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Finanzkenn- zahlen (Covenants), deren Verletzung zu Konditionsverschlechterungen führt. Daneben kann eine Fortset- zung der Finanzierung einem Zustimmungsvorbehalt der finanzierenden Bank unterliegen. Der Vorstand überwacht die Covenants fortlaufend. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden diese stets eingehalten; auf Basis unserer Planungen ist auch künftig nicht von einer Verletzung der Covenants auszugehen. Derivative Finanzinstrumente setzen wir ausschließlich zur Risikoreduzierung ein, wobei sich Veränderun- gen der Kapitalmarktzinsen auf den beizulegenden Zeitwert dieser Finanzinstrumente und damit auf das Finanzergebnis auswirken. Der Vorstand überwacht fortlaufend die Zinsentwicklung und schließt nach sei- ner Markteinschätzung gegebenenfalls entsprechende Sicherungsgeschäfte ab. Derivative Finanzinstru- mente werden nur mit großen Banken geschlossen; insofern ist das hieraus resultierende Ausfallrisiko ge- ring. Die dauerhafte Liquiditätsversorgung stellen wir einerseits durch noch nicht ausgenutzte Kreditlinien (zum 30. Juni 2024 rund EUR 57 Mio.) und andererseits durch die Möglichkeit zur Emission von Eigen- bzw. Fremdkapitaltiteln sicher. Finanzmittelbedarf und Liquidität werden fortlaufend überwacht. Im Geschäftsjahr 2023/24 kam es wie im Vorjahr zu keinen Einschränkungen unserer Liquiditätsversorgung. Prolongationsri- siken im Zusammenhang mit Darlehensaufnahmen sind nicht erkennbar, wenngleich gestiegene Zinssätze unsere Finanzierung entsprechend verteuern. Für die Kreditaufnahmen in Ostmitteleuropa werden umfangreiche Sicherheiten gestellt. Der deutsche und der französische Teilkonzern erhalten alle kurz- und langfristigen Kredite ohne Sicherheiten. Trotz eines spürbar gestiegenen Zinsniveaus und weiterhin bestehender Zinsänderungsrisiken schätzen wir die Auswirkungen hieraus als gering ein. Nach wie vor betrachten wir den Konzern als solide und risikoarm finanziert. Entwicklung von Fremdwährungen Weitere Risiken und Chancen ergeben sich aus der Veränderung von Wechselkursen. Während in Deutsch- land und Frankreich Umsatzerlöse und Kosten überwiegend in der gleichen Währung anfallen, werden nicht unbeachtliche Teile des Beschaffungsvolumens der ostmitteleuropäischen Konzerngesellschaften im Euro- raum bezogen. Damit hat die Kursentwicklung dort – wie auch bei unseren Kunden außerhalb des Eu- roraums – Auswirkungen auf die lokalen Einstandspreise und damit auch auf Margen bzw. Preisstellung unserer Produkte in diesen Ländern. Zum 30. Juni 2024 bestanden bei den Konzernunternehmen Fremd- währungsforderungen im Gegenwert von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,1 Mio.) und Fremdwährungsverbind- lichkeiten von EUR 15,3 Mio. (Vorjahr EUR 16,7 Mio.). Daneben sind auch zahlreiche unserer Mietverträge in Polen – insbesondere für die eigenen Weinfachgeschäfte – auf Euro-Basis abgeschlossen. Daneben können sich Währungsschwankungen auch aufgrund der Konzernfinanzierung von Tochtergesell- schaften im ostmitteleuropäischen Teilkonzern auf das Finanzergebnis auswirken. Derartige Währungs- schwankungen sind grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Dagegen werden Wäh- rungseffekte, die sich aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernab- schluss einbezogenen ausländischen Konzerngesellschaften ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst und erst im Fall einer Entkonsolidierung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG sowie die Geschäftsleitungen der einzelnen Konzerngesell- schaften überwachen die Entwicklung der relevanten Wechselkurse fortlaufend und schließen nach ihrer Markteinschätzung gegebenenfalls entsprechende Sicherungsgeschäfte (Options- oder Termingeschäfte) ab. Dennoch können sich jederzeit mögliche Fremdwährungsschwankungen spürbar auf die Ertragslage des Konzerns auswirken. Ausfallrisiken Das Ausfallrisiko aus Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in der Höhe der positiven Zeitwerte gegenüber den je- weiligen Kontrahenten. Derartigen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl präventiver Kontrollmaßnahmen. Hierzu zählen eine laufende Prüfung und Überwachung von Bonität und Zahlungsverhalten unserer Kunden sowie die Definition von Obergrenzen für Forderungen (Kreditlimite). Weiterhin liegen für einen Teil unserer Forderungen Sicherheiten vor, wie beispielsweise Warenkreditversicherungen oder Delkrederevereinbarun- gen. Teilweise werden Lieferungen auch auf Basis von Vorauskassevereinbarungen abgewickelt. Risiken aus originären Finanzinstrumenten wird durch gebildete Wertberichtigungen hinsichtlich möglicher Forderungsausfälle Rechnung getragen. Darüber hinaus werden derartige Risiken durch den Einsatz von Factoring reduziert. Insgesamt können sich aus möglichen Ausfällen hohe Auswirkungen für die Unternehmen der Schloss Wa- chenheim-Gruppe ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird jedoch als sehr gering eingeschätzt. Qualität Eine dauerhaft hohe Qualität unserer Produkte ist von großer Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Qua- litätsminderungen können zu absatzmindernden Imageverlusten führen. Aus diesem Grund liegt ein erheb- liches Augenmerk darauf, die hohen Qualitätsstandards konzernweit durch geeignete, risikoorientierte und kontinuierlich verbesserte Maßnahmen unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Diese reichen von Audits bei unseren Weinlieferanten über Wareneingangskontrollen bis hin zu eigenen und externen Labor- analysen unserer Fertigerzeugnisse. Daneben sind Notfall- und Krisenmanagementsysteme implementiert, die maßgeblich zu einer Begrenzung möglicher Schäden beitragen. Das Qualitätsmanagement in den Konzernunternehmen wird fortlaufend auch durch externe Zertifizierungen überprüft, wie beispielsweise nach dem IFS Food Standard (Standard für Auditierung der Produkt- und Pro- zesskonformität in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und -qualität). Wir arbeiten weiter konsequent an der Qualitätssteigerung unserer Produkte und Optimierung unserer Sicherheitsstandards und erhöhen so die Chancen für unsere Unternehmensgruppe, bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken. Der Eintritt eines Krisenfalls könnte hohe finanzielle Auswirkungen für die Unternehmensgruppe haben. In Anbetracht der getroffenen Maßnahmen schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit derartiger Schadens- fälle und damit die verbleibenden Risiken jedoch als sehr gering ein. Rechtliche Risiken Ebenso ergeben sich Risiken aus unerwarteten Gesetzesänderungen hinsichtlich der Herstellung, Beschaf- fenheit und Inverkehrbringung unserer Produkte. Auch aus der veränderten Auslegung bestehender Ge- setze und Verordnungen durch die Lebensmittel- und Weinüberwachungsbehörden können sich neue Risi- ken ergeben. Dies schließt Änderungen bei der Verbrauchsbesteuerung der von uns hergestellten bzw. in Verkehr gebrachten Waren in den für uns relevanten Absatzländern sowie geänderte Deklarations- und Kennzeichnungspflichten im In- und Ausland ein. Risiken können schließlich auch aus Verschärfungen der für die Vermarktung und Bewerbung unserer Produkte relevanten Rahmenbedingungen resultieren. Wir sind bestrebt, diese Risiken durch regelmäßigen Kontakt und Meinungsaustausch mit den staatlichen Instanzen und über die aktive Mitwirkung in unseren Branchenverbänden im In- und Ausland vorzeitig zu erkennen bzw. unerwünschten Entwicklungen entgegenzuwirken. Produkt-, Haftungs- und Umweltrisiken begrenzen wir mit Hilfe unserer Qualitätssicherung, die in unserem Qualitätsmanagementhandbuch definiert ist. Zusätzlich reduzieren Versicherungen die finanziellen Folgen eventueller Schäden. Der Umfang der Versicherungen, mit denen verbleibende Restrisiken begrenzt oder ganz ausgeschlossen werden sollen, wird regelmäßig überprüft. Um Risiken aus privat-, wettbewerbs-, datenschutz-, patent-, marken-, steuer- und zollrechtlichen Sachver- halten, Regelungen und Gesetzen zu begrenzen, überwachen wir fortlaufend und sorgfältig die Einhaltung unserer Verpflichtungen und haben hierfür entsprechende organisatorische Maßnahmen implementiert. Da- bei stützen wir unsere Entscheidungen auch auf den Rat externer Sachverständiger. Aus Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen können spürbare Auswirkungen für die Unterneh- mensgruppe resultieren; die Eintrittswahrscheinlichkeit wird jedoch als gering eingeschätzt. Personal Der Erfolg des Schloss Wachenheim-Konzerns ist wesentlich von der Qualifikation und der Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konzernunternehmen abhängig. Risiken können einerseits aus der Fluktuation, andererseits aus einem sich immer weiter verschärfenden Mangel an verfügbaren Fach- und Führungskräften resultieren. Mit umfassenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, leistungsgerechten Vergütungen sowie einer vo- rausschauenden Nachfolgeplanung werden diese Risiken begrenzt. Ziel ist es, Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Zugleich ist dies – neben guten Arbeitsbedingungen und Mitarbeiterzufriedenheit – notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Unterneh- mensgruppe. Insofern motivieren wir unsere Mitarbeiter auch, diese Entwicklung über ein betriebliches Vor- schlagswesen mit Verbesserungsvorschlägen und neuen Ideen mitzugestalten, wodurch sich wiederum Chancen ergeben. Daneben stärken wir die Positionierung unserer Konzernunternehmen als attraktive Ar- beitgeber durch umfassende „Employer Branding“-Maßnahmen. Insgesamt sehen wir im Bereich Personal keine wesentlichen Risiken und schätzen die verbleibenden Risi- ken als gering ein. Informationstechnologie (IT) Die Geschäftsprozesse der Schloss Wachenheim AG und ihrer Konzerngesellschaften werden in hohem Maße durch IT-Systeme gestützt. Durch die damit erzielbaren Verbesserungen der Prozessabläufe ergeben sich einerseits Chancen, andererseits können Störungen oder Ausfälle derartiger Systeme zu spürbaren Beeinträchtigungen der Geschäftsprozesse sowie der Auftragsabwicklung führen. Die Minimierung dieser Risiken hat daher für das Unternehmen einen hohen Stellenwert. Die IT-Verfügbar- keit wird durch Redundanz relevanter Systeme sichergestellt; Risiken aus Hacking- oder Virenangriffen be- gegnen wir mit entsprechenden Sicherheits- bzw. Notfallkonzepten. Infolge des weiter gestiegenen Risikos von Cyberangriffen haben wir unsere Präventions- und Schutzmaßnahmen sowie unsere Sicherheitsinfra- struktur in 2023/24 erneut verstärkt. Umfassende Berechtigungs- und Verschlüsselungskonzepte dienen der Sicherstellung der Vertraulichkeit schutzbedürftiger Daten. Weiterhin haben wir technische und organisato- rische Vorkehrungen zur Vermeidung von Datenverlusten implementiert, wie beispielsweise redundante Da- tenhaltung und räumliche Trennung von Rechenzentren und deren Backupzielen. Backup- und Wiederan- laufpläne werden regelmäßig überarbeitet, getestet und aktualisiert. Laufende Schulungen u.a. zum Thema Cybersicherheit halten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem technisch neuesten Stand. Schließ- lich werden auch in diesem Bereich die finanziellen Folgen etwaiger Schäden durch entsprechende Versi- cherungen reduziert. Obwohl sich die Risikosituation im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 in diesem Bereich weiter verschärft hat, sehen wir aufgrund der implementierten Sicherheitskonzepte aktuell keine wesentlichen Risiken. Den- noch werden wir unsere Strategien kontinuierlich anpassen und weiterentwickeln, um auch in Zukunft hohen Sicherheitsstandards gerecht zu werden. Sonstige Risiken Weitere wesentliche Risiken sind nach unserer Einschätzung nicht gegeben. AUSBLICK Das Geschäftsjahr 2023/24 war insbesondere in Frankreich, aber auch in Deutschland von spürbaren Ab- satzrückgängen in einem herausfordernden Marktumfeld geprägt. Akquisitionsbedingt konnte dagegen in Ostmitteleuropa an die Absatzvolumina des Vorjahres angeknüpft werden. Der konzernweit erzielte Um- satzanstieg war in erster Linie preisbedingt, aber auch durch Verschiebungen im Artikelmix sowie Wäh- rungseffekte beeinflusst. Mit Blick auf die für uns wichtigen Absatzmärkte belastete ein spürbarer Anstieg der Lebenshaltungskosten die verfügbaren Einkommen der Verbraucher und entsprechend auch die Konsumlaune in den Heimatlän- dern unserer Konzernunternehmen. Zwar waren die Inflationsraten im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 wieder rückläufig, liegen aber nach wie vor auf einem erhöhten Niveau. Auf der Beschaffungsseite waren wir einmal mehr mit Preissteigerungen bei Wein (Ernte 2023) und anderen relevanten Rohstoffen konfrontiert, was sich teilweise bereits in 2023/24 ausgewirkt hat. Aber auch bei den Personal- und den Sachkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr teilweise spürbare Steigerungen erge- ben, die nur partiell durch entlastende Effekte (beispielsweise bei den Energiekosten) kompensiert wurden. Daneben wirkten sich höhere Finanzierungskosten infolge eines gestiegenen Zinsniveaus auf die Entwick- lung des Vorsteuerergebnisses aus. Infolge dieser Entwicklungen war es auch im Geschäftsjahr 2023/24 notwendig, ungeachtet der für Verbrau- cher schwierigen Situation, in allen operativen Teilkonzernen ebenfalls Preiserhöhungen umzusetzen. Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir jedoch, dass sich die Konjunktur in den für uns wichtigen Ab- satzmärkten wieder erholen wird, wenn auch mit einer eher verhaltenen Dynamik. Weiterhin werden die Kaufkraftverluste der Verbraucher zunehmend durch Lohn- und Gehaltssteigerungen kompensiert. Insofern gehen wir auch von einer schrittweisen Aufhellung der Verbraucherstimmung aus, mit positiven Impulsen insbesondere auf das für uns wichtige Jahresendgeschäft. Mit Blick auf die für uns relevanten Marktsegmente erwarten wir nach wie vor unterschiedliche Entwicklun- gen. So waren die Märkte für Sekt, Schaumwein und Perlwein in Deutschland und Frankreich in den letzten Jahren – abgesehen von den Zeiten der „Lockdowns“ – mengenmäßig grundsätzlich stabil bis leicht rück- läufig. Ähnliches gilt für die Entwicklung der dortigen Stillweinmärkte. In Ostmitteleuropa haben sich die Marktwachstumsraten der vergangenen Jahre seit 2022/23 dagegen abgeflacht, so dass wir dort auch für 2024/25 von einer Seitwärtsentwicklung der für uns relevanten Märkte ausgehen. Eine positive Dynamik erwarten wir dagegen weiterhin bei entalkoholisierten Getränken in Deutschland und in Ostmitteleuropa. Weiterhin zuversichtlich sind wir hinsichtlich der Entwicklung des Online-Geschäfts insbesondere in Deutschland. Auch wenn sich das Geschäftsvolumen dort nach der starken Entwicklung zu den Zeiten der „Lockdowns“ wieder deutlich relativiert hat, gehen wir davon aus, dass sich dieser Vertriebsweg mittel- bis langfristig einer wachsenden Beliebtheit erfreuen wird. Trotz dieser anhaltend herausfordernden Marktsituation gehen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt von stabilen bis leicht steigenden Absatzmengen aus, jedoch mit unterschiedlichen Entwicklungen in den operativen Teilkonzernen. • In Deutschland erwarten wir eine spürbar aufwärtsgerichtete Entwicklung der Absatzvolumina, ge- tragen insbesondere von der Entwicklung des Inlandsgeschäfts bei der Schloss Wachenheim AG, und dort sowohl im Marken- als auch im Handelseigenmarkenbereich. Zur Stützung der Geschäfts- entwicklung planen wir weiterhin umfangreiche Marketing- und Werbeaktivitäten, wobei erneut un- sere wichtigen Marken Light Live, Eisberg und Robby Bubble, aber auch die Marke Schloss Wa- chenheim, im Mittelpunkt stehen werden. Auch für den Wein-Retailbereich gehen wir von einem gegenüber 2023/24 wieder aufwärtsgerichteten Geschäftsverlauf aus. Hierzu haben wir bereits ver- schiedene Maßnahmen eingeleitet, zu denen neben Aktivitäten zur Absatzförderung in unseren Filialen auch solche zur Stärkung des B2B- sowie des Online-Geschäfts zählen, um unsere Wachs- tumsziele auch in diesem Bereich zu erreichen. • Für den französischen Teilkonzern erwarten wir dagegen lediglich stabile bis leicht steigende Ab- satzmengen, was auf die Entwicklung auf dem französischen Inlandsmarkt zurückzuführen ist. Während wir im Markenbereich von weitgehender Stabilität ausgehen, erwarten wir leichte Steige- rungen im Handelseigenmarkengeschäft. Nichtsdestotrotz werden wir auch in Frankreich unsere wichtigen Marken in 2024/25 mit hohen Marketing- und Werbeaufwendungen stützen. • Auch für Ostmitteleuropa gehen wir vor dem Hintergrund der erwarteten Seitwärtsentwicklungen bei den für uns relevanten Produktkategorien, aber auch unter Berücksichtigung unserer dortigen Marktpositionen, in allen Ländern von stabilen bis leicht steigenden Absatzvolumina aus. Da die im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 erhöhten Abgabepreise in 2024/25 über das gesamte Ge- schäftsjahr wirken, erwarten wir bei der Umsatzentwicklung konzernweit eine gegenüber der Absatzentwick- lung leicht überproportionale Dynamik und – zusammen mit den erwarteten Veränderungen im Absatzmix – eine Steigerung in einer Bandbreite zwischen 5 % und 7 %. Differenziert nach operativen Teilkonzernen gehen wir in Deutschland von deutlichen Steigerungen, in Frankreich und Ostmitteleuropa dagegen von einer weniger ausgeprägten aufwärtsgerichteten Entwicklung aus. Für den Jahrgang 2024 rechnen wir in den für uns relevanten Weinanbaugebieten im Großen und Ganzen mit einer leicht unter dem Durchschnitt der letzten Jahre liegenden Ernte. Aufgrund der geringen Erntemen- gen im Jahr 2023 sind europaweit die Bestände in den Kellern äußerst gering. Dies wird die Weinpreise moderat beeinflussen, was sich bei uns allerdings – je nach Produktkategorie – erst zeitversetzt auswirken wird. Bei Umschließungsmaterialien gehen wir insgesamt von einer Seitwärtsbewegung aus. Spürbare Steigerungen erwarten wir dagegen bei den Personalaufwendungen in Deutschland und in Ost- mitteleuropa. In Frankreich werden diese aufgrund der Reduzierung der Mitarbeiterzahl im Verlauf des Ge- schäftsjahres 2023/24 infolge der Produktionsverlagerung von Wissembourg nach Tournan-en-Brie dage- gen auf einem leicht niedrigeren Niveau erwartet. Bei den übrigen Sachkosten gehen wir insgesamt von weiteren leichten Steigerungen aus. Daneben planen wir auch für 2024/25 umfangreiche Marketing- und Werbeaktivitäten für unsere Marken, die neben klassi- schen Formaten auch Online- und Social Media-Aktivitäten umfassen. Auch für das Geschäftsjahr 2024/25 planen wir Investitionen – insgesamt rund EUR 20 Mio. – mit dem Ziel, Qualität und Effizienz der Produktion und unserer betrieblichen Prozesse weiter zu optimieren. Hier sind insbesondere die Erneuerung von Produktionsanlagen in Ostmitteleuropa (Bilgoraj und Bukarest), die Fer- tigstellung unserer zweiten Entalkoholisierungsanlage in Trier sowie die Finalisierung der Integration der Produktionskapazitäten aus Wissembourg in Tournan-en-Brie zu nennen. Weitere Investitionsschwerpunkte sind unsere ERP-Systeme in Deutschland und Polen. Auch für den Kauf von weiteren Marken und Unter- nehmen sind wir nach wie vor offen, sofern dies in die Gesamtstrategie der Unternehmensgruppe passt. Auf der Finanzierungsseite rechnen wir mit leicht rückläufigen Zinsen und einem Wechselkurs des polni- schen Zloty in etwa auf dem durchschnittlichen Niveau in 2023/24. Die Entwicklung der Wechselkurse der für uns relevanten Währungen Ostmitteleuropas werden wir weiterhin aufmerksam beobachten und gege- benenfalls entsprechende Sicherungsmaßnahmen umsetzen. Summa summarum erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/25 neben konzernweit stabilen bis leicht stei- genden Absätzen und preisbedingt überproportionalen Umsatzsteigerungen im Schloss Wachenheim-Kon- zern ein operatives Ergebnis (EBIT) in einer Bandbreite zwischen EUR 31 Mio. und EUR 33 Mio. (2023/24: EUR 28,2 Mio.) und einen Konzernjahresüberschuss zwischen EUR 20 Mio. und EUR 22 Mio. (2023/24: EUR 18,5 Mio.). Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den französischen Teilkonzern zurückzuführen, wo neben dem Wegfall der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsverlagerung von Wissem- bourg nach Tournan-en-Brie auch zunehmend die mit dieser Maßnahme einhergehenden Einsparungen bei den Sach- und Personalkosten realisiert werden. In Ostmitteleuropa gehen wir von einer weitgehenden Sta- bilität der genannten Ergebnisgrößen aus. Dagegen werden wir in Deutschland das Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2023/24 voraussichtlich nicht wieder erreichen. Spürbare Steigerungen im Material-, Per- sonal- und Sachkostenbereich werden das EBIT der Schloss Wachenheim AG belasten, was nur teilweise durch Verbesserungen insbesondere im Wein-Retailbereich kompensiert werden kann. Analog der Entwicklung für den deutschen Teilkonzern erwarten wir für die Schloss Wachenheim AG im Geschäftsjahr 2024/25 eine spürbar aufwärtsgerichtete Entwicklung der Absatzmengen sowohl im Inlands- geschäft als auch im Export sowie preisbedingt leicht überproportional steigende Umsatzerlöse. Aufgrund der zu erwartenden Entwicklungen auf der Kostenseite, und hier insbesondere der Entwicklung der Wein- preise der Ernte 2023, die sich infolge des produktionsbedingten Zeitversatzes für große Teile unserer Sor- timente erst in 2024/25 auswirken wird, aber auch bei den Personal- und übrigen Sachkosten, gehen wir auch für den Jahresabschluss nach HGB von einem spürbar rückläufigen operativen Ergebnis sowie einem entsprechend geringeren Jahresüberschuss aus. Wir weisen allerdings darauf hin, dass diese Prognosen unter der Annahme stehen, dass es keine wesent- lichen Engpässe hinsichtlich der Verfügbarkeit bei den für uns relevanten Rohstoffen und Energieträgern geben wird. Sollten derartige Ereignisse eintreten, kann sich dies spürbar auf unsere Geschäftsentwicklung und damit auch auf diese Prognose auswirken. Daneben können auch weitere äußere Einflüsse, insbeson- dere aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Verbraucherstimmung, möglichen weiteren Eskalati- onen im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie aus der Entwicklung der Währungen in Ostmitteleuropa, diese Prognose in die eine oder andere Richtung beeinflussen. ZUSAMMENGEFASSTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG Einleitung Gemäß § 315b Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB veröffentlichen wir im zusammengefassten Lagebe- richt eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, in der wir über Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozial- belange, Produktsicherheit und Qualitätsmanagement sowie über Compliance-Aspekte (einschließlich Ach- tung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung) der Schloss Wachenheim AG sowie des Schloss Wachenheim-Konzerns berichten. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hinsichtlich der Angaben zum Geschäftsmodell (§ 289c Abs. 1 HGB) auf den Abschnitt „Grundlagen der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns“ verwiesen. Die in diesem Abschnitt dargestellten Kenngrößen und Indikatoren werden nicht zur Steuerung des Schloss Wachenheim-Konzerns bzw. der Schloss Wachenheim AG eingesetzt, sondern dienen vielmehr der Unter- stützung unserer Aktivitäten innerhalb einzelner Abteilungen oder Bereiche. Hinsichtlich unserer Steue- rungsgrößen verweisen wir zusätzlich auf den Abschnitt „Grundlagen der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns“ – „Steuerungssystem“. Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln sind in der Schloss Wachenheim-Gruppe ein fester Bestandteil unseres täglichen Handelns. Wir orientieren unsere Geschäftstätigkeit an den Rechtsordnungen der verschiedenen Länder, aus denen sich für die Konzernunternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland vielfältige Pflichten ergeben, und wägen dabei ökonomischen Erfolg, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verträglichkeit sorgfältig gegeneinander ab. Als Unternehmensgruppe, deren Geschäftsmodell auf dem Naturprodukt Wein basiert, sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung gegenüber Mensch und Natur. Insofern sind der Schutz der hierfür not- wendigen Ressourcen Wasser, Boden und Luft sowie die sparsame Nutzung von Rohstoffen und Energie wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftspolitik. Mit ihren Marken und Produkten sind unsere Konzernunternehmen zum Teil seit vielen Jahrzehnten fest auf ihren jeweiligen Märkten etabliert. Diese unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch in den jeweiligen Marktgegebenheiten und Kon- sumgewohnheiten. Entsprechend gibt es deutliche Unterschiede bei den Sortimenten sowie bei der Wert- schöpfungstiefe unserer Konzernunternehmen. • So produzieren und vertreiben wir in Deutschland neben Sekt, Schaumwein und Perlwein insbe- sondere auch entalkoholisierte Produkte, weinhaltige Cocktails sowie Kindergetränke. Daneben sind wir mit dem VDP-Weingut Reichsgraf von Kesselstatt auch in der Erzeugung von Premium- weinen sowie mit Rindchen’s Weinkontor, der Vino Weinhandels GmbH sowie der GW Weintrend GmbH im Weinhandel aktiv, was insgesamt mehr als 20 % des Umsatzvolumens des deutschen Teilkonzerns repräsentiert. • In Frankreich umfasst das Produktions- und Absatzportfolio der Compagnie Française des Grands Vins S.A. demgegenüber zum weit überwiegenden Teil Sekt und Schaumwein (Vins Mousseux und Vins Mousseux de Qualité) und nahezu keine fremdbezogenen Fertigerzeugnisse. • In Ostmitteleuropa liegt der Anteil an Handelswaren bzw. fremdgefüllten Erzeugnissen dagegen deutlich höher als in den übrigen operativen Teilkonzernen. Neben Sparklings und Wein umfasst das Sortiment dort insbesondere auch Spirituosen, Cider sowie Kindergetränke. Aufgrund dieser Heterogenität erfolgt die operative Steuerung unseres Konzerns weitgehend dezentral in den drei Teilkonzernen Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa. Die operative Führung der Geschäfte unter Beachtung der anwendbaren Rechtsvorschriften und nach den Grundsätzen einer nachhaltigen Un- ternehmensführung obliegt dabei den jeweiligen Geschäftsleitungsorganen der Tochtergesellschaften. Die hierzu herangezogenen Kennzahlen und Indikatoren sind dementsprechend auch nicht im gesamten Kon- zern vereinheitlicht, sondern werden lokal definiert, erhoben und analysiert. Mitglieder des Vorstands der Schloss Wachenheim AG sind in den Aufsichts- und Kontrollgremien der wesentlichen Konzerngesellschaf- ten vertreten und stellen auf diese Weise eine laufende Überwachung sowie eine beratende Begleitung der jeweiligen Geschäftsleitungsorgane sicher. Die dezentrale Organisationsstruktur bestimmt auch den Prozess unserer Wesentlichkeitsanalyse. Bei der Auswahl der zu berichtenden nichtfinanziellen Themen haben wir uns überwiegend auf die Einschätzung der für die einzelnen Aspekte Verantwortlichen bei den einzelnen Konzernunternehmen gestützt, wo teil- weise auch bereichsübergreifende Workshops durchgeführt wurden. Entsprechend der Anforderungen des § 289c HGB wurden dabei die folgenden Aspekte als wesentlich für die Schloss Wachenheim AG bzw. den Schloss Wachenheim-Konzern identifiziert: • Umweltbelange • Arbeitnehmerbelange • Produktsicherheit und Qualitätsmanagement • Sozialbelange • Compliance (einschließlich Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung) Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse wurde auch geprüft, inwieweit wesentliche Risiken im Zusam- menhang mit unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen, unseren Produkten und Dienst- leistungen existieren, die sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte haben können. Derartige Risiken haben wir dabei nicht festgestellt. Bei der nichtfinanziellen Erklärung wurde kein Rahmenwerk im Sinne des § 289d HGB herangezogen, da vor dem Hintergrund der gesetzlich vorgegebenen Wesentlichkeitsdefinition eine individuelle Berichterstat- tung über die wesentlichen nichtfinanziellen Aspekte in Übereinstimmung mit den Vorgaben des CSR-Richt- linie-Umsetzungsgesetzes sachgerechter erscheint. Umweltbelange Auch wenn der Schloss Wachenheim-Konzern keine Produktionsverfahren einsetzt, die die Umwelt gefähr- den könnten, genießt der Umweltschutz an all unseren Standorten besondere Aufmerksamkeit. Wir entwi- ckeln unsere Umweltschutzmaßnahmen kontinuierlich weiter und haben in allen Bereichen eine hohe Sen- sibilität für dieses Thema. Der Schutz natürlicher Ressourcen sowie die sparsame Nutzung von Rohstoffen sind daher wichtige Be- standteile unserer Geschäftspolitik. Die Herstellung unserer Produkte mittels moderner, umweltschonender Produktionsverfahren gehört ebenso dazu wie beispielsweise Umweltschutzmaßnahmen bei Verpackungen oder moderne Logistikkonzepte. Verminderter Energieaufwand, eine Reduzierung der Geräuschentwicklung unserer Produktionsanlagen und eine Minimierung der Schadstoffemissionen sind in allen Bereichen Leitli- nien unseres Handelns. Die Tätigkeitsprofile der einzelnen Gesellschaften des Schloss Wachenheim-Konzerns bzw. deren Betriebs- stätten (von der Weinerzeugung über die Weinverarbeitung bis hin zu reinen Handelsgesellschaften) unter- scheiden sich hinsichtlich ihrer Energieintensität deutlich. Entsprechend erfolgt die Festlegung von Umwelt- und Energiemanagementzielen dezentral und in Abhängigkeit der entsprechenden Produktionsprogramme bzw. Leistungsspektren. Der mit Abstand größte Energieeinsatz entfällt hierbei auf unsere Produktionsstandorte, wobei dieser in Abhängigkeit von den Produktionsprogrammen auch hier stark differiert. Beispielsweise ist die Herstellung von entalkoholisierten Produkten im Vergleich zur klassischen Sektproduktion energieintensiver. Aber auch Veränderungen bei der Wertschöpfungstiefe, bei Losgrößen sowie bei der Anzahl von Produktvarianten führen durch Veränderungen in Maschineneinsatz und Reinigungszyklen zu Veränderungen in unseren Energiekennzahlen. Insofern schwanken die durchschnittlichen Energie- und Wasserverbräuche unserer größten Produktionsbetriebe pro hergestellter 0,75 Liter-Flasche zwischen 0,09 und 0,16 kWh bzw. zwi- schen 0,4 und 1,5 Litern. Zielsetzung der Schloss Wachenheim AG und ihrer Tochtergesellschaften ist es, den Energiebedarf und damit die CO2-Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Dies erfolgt in den relevanten Betrieben auf Basis strategischer Energieziele, die aus bereinigten Verbrauchsdaten der Vergangenheit abgeleitet und von den obersten Führungsebenen der jeweiligen Konzerngesellschaften jährlich festgelegt und nachfol- gend überwacht bzw. analysiert werden. Auch bei Investitionsentscheidungen wird darauf geachtet, dass die Anlagen einen hohen Grad an Energie- effizienz aufweisen und gleichzeitig wirtschaftlichen Grundsätzen entsprechen. Beim Einkauf von Energie- trägern stellen wir sicher, dass diese in möglichst hohem Maße klimaneutral produziert werden. Wir arbeiten laufend an der weiteren Optimierung unserer Produktion sowie der Identifizierung von Potenzialen zur Ein- sparung von Energie. Unsere Produktionsbetriebe in Deutschland haben ein Energiemanagementsystem implementiert und sind nach ISO 50001 zertifiziert. Am Standort Trier, wo wir uns auch im regionalen Energieeffizienz-Netzwerk engagieren, wurden auch im Geschäftsjahr 2023/24 diverse Einzelprojekte zur Reduzierung unseres Ener- giebedarfs umgesetzt. Hier sind insbesondere die Erneuerung von Dampferzeugern in Trier und Wachen- heim sowie der Austausch der Heizungssteuerung am Standort Trier zu erwähnen. Zur Verbesserung der Kommunikation zwischen „Energieteam“ und Fachabteilungen und zur Identifizierung weiterer Potenziale wurden mehrere „Energiescouts“ benannt. Außerdem wurde im Geschäftsjahr 2023/24 auch an unserem Produktionsstandort in Bilgoraj/Polen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 1,0 MWp in Be- trieb genommen. Arbeitnehmerbelange Motivierte Fach- und Führungskräfte, die sich eng mit dem Unternehmen und seinen Zielen verbunden füh- len, bilden im Konzern der Schloss Wachenheim AG eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Damit wir für alle Aufgaben die besten Talente gewinnen, halten und weiterqua- lifizieren können, schaffen wir Rahmenbedingungen, die alle Mitarbeiter dabei unterstützen, optimale Leis- tungen für den Erfolg der Konzernunternehmen zu erbringen. Unsere Firmenkultur, die auf offener Kommunikation, gegenseitiger Wertschätzung, Chancengleichheit und Vielfalt basiert, ist die Basis für eine erfolgreiche, vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit. Diskrimi- nierungen aufgrund von Geschlecht, Alter, Abstammung, Religion, Behinderungen oder anderer durch Ge- setze geschützte Merkmale werden in den Unternehmen des Schloss Wachenheim-Konzerns nicht gedul- det. Vielmehr sehen wir in einer von Vielfalt geprägten Mitarbeiterstruktur einen wichtigen Erfolgsfaktor für unsere Unternehmensgruppe. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren im Schloss Wachenheim-Konzern durchschnittlich 1.743 (Vorjahr 1.639) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Bei der Schloss Wachenheim AG beträgt die Zahl der durch- schnittlich Beschäftigten 284 (Vorjahr 262). Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Teilkonzernen 2022/23 2023/24 Übrige Aktivitäten Übrige Aktivitäten 1 1 Deutschland Deutschland 539 574 Ostmitteleuropa Ostmitteleuropa Frankreich Frankreich 973 894 195 205 Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Attraktivität unserer Konzernunternehmen als Arbeitgeber weiter aus- zubauen, um in Zeiten des Fachkräftemangels hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, zu motivieren und zu entwickeln. Zur Kontaktaufnahme zu potenziellen neuen Mitarbeitern nutzen wir sowohl Printmedien als auch digitale Plattformen sowie externe Dienstleister und Recruitingmessen (sowohl virtuelle als auch Prä- senzveranstaltungen). Ein wichtiger Fokus unserer Personalstrategie liegt speziell in Deutschland nach wie vor auf der klassischen Berufsausbildung. Unser Ziel ist es, junge Menschen gut auszubilden und ihnen damit Chancen für eine berufliche und persönliche Entwicklung zu eröffnen. Zurzeit absolvieren bei den Konzerngesellschaften in Deutschland insgesamt 27 junge Frauen und Männer (davon 24 bei der Schloss Wachenheim AG) in den Ausbildungsberufen Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel sowie eCom- merce, Industriemechaniker/-in, Weintechnologe/-in, Fachinformatiker/-in für Systemintegration bzw. An- wendungsentwicklung sowie Elektroniker/-in für Betriebstechnik ihre Berufsausbildung. Von diesen Auszu- bildenden übernehmen wir jedes Jahr zahlreiche Mitarbeiter nach Abschluss ihrer Berufsausbildung in ein festes Anstellungsverhältnis. Weiterhin ermöglichen wir regelmäßig Schülern und Studenten Einblicke in verschiedene unserer Tätigkeitsbereiche in Form von Praktika und unterstützen sie dadurch bei ihrer Be- rufsorientierung. Zum 30. Juni 2024 sind 85 (Vorjahr 77) der bei der Schloss Wachenheim AG Beschäftigten jünger als 30 Jahre; konzernweit sind dies 277 (Vorjahr 308) Mitarbeiter. Daneben sind wir aber auch besonders stolz darauf, zahlreiche Mitarbeiter zu beschäftigen, die bereits seit vielen Jahren für die Unternehmensgruppe tätig sind. So beschäftigen wir bei der Schloss Wachenheim AG 66 (Vorjahr 67) und konzernweit 154 (Vor- jahr 154) Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von mehr als 25 Jahren. Diese Vielfalt aus Jugend und Erfahrung ermöglicht es uns, in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich zu agieren und dabei auch in Zukunft unsere Position weiter zu festigen. Über den Anteil an Frauen in Führungspositionen bei der Schloss Wachenheim AG (Zielgröße sowie tat- sächlich erreichter Anteil) wird in der zusammengefassten Erklärung zur Unternehmensführung für die Schloss Wachenheim AG und den Schloss Wachenheim-Konzern berichtet. Insgesamt beträgt der Anteil weiblicher Beschäftigter an der Gesamtbelegschaft zum Stichtag 30. Juni 2024 bei der Schloss Wachen- heim AG rund 38 % (Vorjahr 38 %) und konzernweit 43 % (Vorjahr 42 %). Eine weitere Zielsetzung ist eine attraktive, markt- und leistungsgerechte Entlohnung aller Mitarbeiter, die sich am Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Mitarbeiters sowie der Gegebenheiten der lokalen Ar- beitsmärkte orientiert. Im Falle tariflicher Bindungen werden in vielen Fällen freiwillige Zulagen gewährt. Weitere Sonderleistungen umfassen – je nach Beschäftigungsland und Konzerngesellschaft – beispiels- weise freiwillige Beiträge zur Altersversorgung, Zuschüsse zu sportlichen Aktivitäten, Jubiläumszuwendun- gen, eine Gruppenunfallversicherung und vieles mehr. Weiterhin fördern wir die Beteiligung unserer Mitarbeiter am Unternehmen. Rund die Hälfte der bezugsbe- rechtigten Mitarbeiter haben im Geschäftsjahr 2023/24 das Angebot genutzt, Aktien der Schloss Wachen- heim AG zu besonderen Mitarbeiterkonditionen zu erwerben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG). Insgesamt erwarben die Mitarbeiter 6.740 Aktien. Neben Vergütungsaspekten legen Mitarbeiter zunehmend Wert auf moderne und flexible Arbeitsbedingun- gen sowie eine Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben („Work-Life-Balance“). Zeit- kontensysteme, Vertrauensarbeitszeit, aber auch mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitmodelle und Teilzeit- regelungen gehören hier zu den Angeboten, die unsere Mitarbeiter in Abhängigkeit von Funktion, Arbeits- aufgaben und Beschäftigungsland in unterschiedlichem Maße nutzen können. Daneben bestehen für die Mitarbeiter verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung und Weiterqualifizie- rung, was in Anbetracht unserer Unternehmensgröße sowie der Vielfalt der Arbeitsgebiete überwiegend auf Basis individueller Vereinbarungen erfolgt. Dies eröffnet den Mitarbeitern Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung und bildet für uns gleichzeitig eine wichtige Basis für die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern aus den eigenen Reihen für vakante Schlüssel- und Führungspositionen. Die Erhaltung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz genießt in allen Konzernunternehmen höchste Priorität. Hierzu zählen – neben der Beachtung sämtlicher Vorschriften zur Arbeitssicherheit – auch präven- tive Maßnahmen wie Vergünstigungen in verschiedenen Fitness-Studios oder der kostenlosen Bereitstel- lung von Obst und Mineralwasser bei der Schloss Wachenheim AG. Weiterhin sind hier Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung bei Mitarbeitern mit gesundheitlichen Einschränkungen zu nennen. Im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens können Mitarbeiter ihr Know-How und ihre Kreativität zur Erschließung neuer Geschäftspotenziale bzw. zur Verbesserung bestehender Abläufe und Prozesse ein- bringen. In einem strukturierten Prozess werden die eingebrachten Ideen geprüft und bewertet und umge- setzte Verbesserungsvorschläge entsprechend prämiert. Mitarbeiterbefragungen sowie individuelle Feedbackgespräche unterstützen bei der Weiterentwicklung un- serer Führungskultur und dokumentieren das Interesse und die Bereitschaft der Belegschaft, sich aktiv in die Weiterentwicklung der Konzernunternehmen einzubringen. Für Vorgesetze und Geschäftsleitungen un- serer Konzernunternehmen sind diese Ergebnisse zudem wichtige Indikatoren hinsichtlich der Mitarbeiter- zufriedenheit. Mit Interessenvertretungen der Arbeitnehmer arbeiten wir entsprechend der jeweils geltenden gesetzlichen Grundlagen konstruktiv zusammen. Die anwendbaren nationalen Rechtsvorschriften zur Mitbestimmung werden in allen Konzernunternehmen beachtet. Produktsicherheit und Qualitätsmanagement Als Unternehmen der Lebensmittelindustrie gehört Produktverantwortung zu den wichtigsten Grundlagen unseres täglichen Handelns und ist unabdingbare Voraussetzung für eine vertrauensvolle Kundenbindung. Insofern ist es unser Anspruch, dass die Verbraucher unsere Produkte stets ohne Bedenken genießen kön- nen. Daher haben wir in allen Konzernunternehmen ein umfassendes Qualitätsmanagement implementiert. Ziel ist es, sämtliche Prozesse, die direkten oder indirekten Einfluss auf die Erstellung unserer Produkte bzw. Erbringung unserer Dienstleistung haben, soweit zu definieren, dass die Erfüllung von sämtlichen Kunden- anforderungen und die Lebensmittelsicherheit sichergestellt werden. Die Dokumentation hierzu erfolgt in Qualitätsmanagementhandbüchern, die laufend aktualisiert werden und für alle Mitarbeiter verbindlich sind. Qualität und Kundenorientierung bedeuten für uns auch, die Umwelt zu schonen. Dies spiegelt sich in der Auswahl unserer Rohstoffe und Materialien, der Effizienz unserer Prozesse und Maschinen, sowie einer effektiven Logistik wider. Qualitätsmanagement beginnt in unserem Haus insofern schon bei der sorgfältigen Auswahl unserer Roh- waren und insbesondere unserer Grundweine. Unsere hohen Anforderungen werden im Vorfeld des Be- schaffungsprozesses definiert und umfassend beim Wareneingang überprüft. Dazu zählen sowohl analyti- sche als auch sensorische Prüfungen. Um die festgelegten Anforderungen erfüllen zu können, werden nur ausgewählte Lieferanten eingesetzt, die einer laufenden Kontrolle und Bewertung unterliegen. Selbstver- ständlich gelten diese Anforderungen auch für die eingesetzten Verpackungsmaterialien. In der Herstellung bzw. bei der Abfüllung werden Gesetzeskonformität und Sicherheit unserer Produkte durch moderne Anlagen sowie detaillierte Arbeitsanweisungen sichergestellt. Die Qualitätssicherung erfolgt durch die strikte Einhaltung der Hygienevorschriften sowie die ständige Kontrolle der Qualitätsstandards. Die Produktsicherheit wird durch unser HACCP-Konzept („Hazard Analysis and Critical Control Points“) und die Umsetzung der Anforderungen der für die jeweiligen Betriebsstätten relevanten Zertifizierungsstandards sichergestellt, was auch einer laufenden Kontrolle durch externe Auditoren unterliegt. Unsere Produktionsbetriebe sind u.a. wie folgt zertifiziert: Deutschland Trier IFS Food und BRC Wachenheim IFS Food Morscheid EcoStep Wein PLUS Frankreich Tournan-en-Brie IFS Food und BRC Saumur IFS Food und BRC Polen Bilgoraj IFS Food und BRC IFS = International Featured Standard; BRC = British Retail Consortium Die Überwachung der Prozessparameter und die Durchführung der Prozesskontrollen in unserer Produktion erfolgen als Selbstprüfung nach festgelegten Prüfplänen. Zur stetigen Verbesserung der Prozesse werden daneben betriebsindividuelle Abweichungs- und Fehlerauswertungen erstellt und ausgewertet. Eine regel- mäßig durchgeführte Wartung an allen Fertigungseinrichtungen beugt dem Auftreten unerwarteter Prozess- Störungen vor. Prozessbegleitende Kontrollen sowie Endkontrollen und -freigaben werden entsprechend der jeweiligen Qualitätshandbücher umfassend dokumentiert. Hierzu werden regelmäßig auch interne Au- dits durchgeführt. Von jeder Charge unserer selbst abgefüllten Produkte werden Proben für umfangreiche sensorische, ana- lytische und mikrobiologische Analysen entnommen. Weiterhin werden entsprechende Rückstellproben auf- bewahrt. Zusammen mit einer Rückverfolgbarkeit von Produktionschargen ist damit gewährleistet, dass der gesamte Produktionsablauf vom Weineinkauf bis zum Verbraucher nachvollzogen werden kann. Die Schloss Wachenheim AG stellt sicher, dass alle Produkte, die in Verkehr gebracht werden, bezüglich der Identifikation und Rückverfolgbarkeit die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Die Rückverfolgbarkeit ist bei allen Endprodukten durch die jeweilige Loscodierung und die entsprechenden Produktionsdokumente sichergestellt. Für Krisenfälle haben wir entsprechende Notfall- und Krisenmanagementsysteme implemen- tiert. Sozialbelange Gesellschaftliches Engagement und unternehmerische Verantwortung gehören für die Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe zusammen und sind eine wichtige Grundlage für deren nachhaltige Entwick- lung. Insofern stehen die Konzernunternehmen in engem Austausch mit unterschiedlichen gesellschaftli- chen Interessengruppen. Unser Branchenumfeld ist von einem stetigen Wandel geprägt, der auch Einfluss auf unsere unternehmeri- schen Entscheidungen hat. Um an sachgerechten Lösungen in regulatorischen Fragestellungen mitzuwir- ken, engagieren wir uns in diversen Branchenverbänden und Netzwerken. Die wichtigsten solcher Mitgliedschaften sind: Deutschland Verband Deutscher Sektkellereien e.V. (VDS) Bundesverband Wein und Spirituosen international e.V. Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie e.V. Verband der Hersteller alkoholfreier Weine Food – Made in Germany e.V. Markenverband e.V. Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V. (VDP) Frankreich Fédération des Exportateurs de Vins et Spiritueux Syndicat Français des Vins Mousseux Ostmitteleuropa Stowarzyszenie Importerów i Dystrybutorów Wina Als Produzent von alkoholischen Getränken treten wir für einen verantwortungsbewussten Konsum von Al- kohol ein. So erfolgt die Vermarktung ausschließlich in den Grenzen der jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorgaben, wobei die Möglichkeiten zur Werbung für derartige Getränke im Ausland teilweise stark einge- schränkt sind. In Deutschland stellen wir im Rahmen unserer Marketingaktivitäten positive Aspekte wie Ge- nuss und Lebensfreude in den Mittelpunkt unserer Werbebotschaften und beachten dabei die „Verhaltens- regeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke“. Dar- über hinaus unterstützt die Schloss Wachenheim AG die von den Spitzenverbänden aus den Branchen Bier, Wein, Sekt und Spirituosen getragene Kampagne „Don’t drink and drive“ sowie die Initiative „Wine in Mode- ration“. Im Rahmen von gemeinnützigen Projekten und Initiativen sind die Unternehmen der Schloss Wachenheim- Gruppe mit ihren Mitarbeitern in ihren Heimatregionen ein starker Partner für sportliche, kulturelle, wissen- schaftliche und soziale Projekte. So ist die Schloss Wachenheim AG beispielsweise Förderer mehrerer Sti- pendiaten im Rahmen des Deutschlandstipendiums an den Hochschulen Geisenheim (Bereich Internatio- nale Weinwirtschaft) und Ludwigshafen (Bereich Weinbau und Oenologie). In Frankreich ist die Compagnie Française des Grands Vins S.A. Sponsor des „Festival de Trélazé“. Und in Polen unterstützt die AMBRA S.A. unter anderem die Bilgoraj XXI Foundation, den Bilgoraj Land Local Fund sowie die Winarnia Zamojska Foundation. Compliance Regelkonformes und ethisch einwandfreies Verhalten einschließlich der Vermeidung von Korruption und Bestechung bilden die Basis für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung. Das Compliance-Management im Schloss Wachenheim-Konzern ist dementsprechend darauf ausgerichtet, ein rechtskonformes und integres Verhalten sämtlicher Leitungsorgane und Mitarbeiter sicherzustellen. Hierzu zählen neben Einhaltung der jeweils anwendbaren Gesetze und Vorschriften auch Standards und Anweisungen zu ethischem und regel- konformem Verhalten der Mitarbeiter untereinander und gegenüber Dritten, ferner die Vermeidung von In- teressenkonflikten, Korruption und Bestechung, Geldwäsche und die Einhaltung von Regeln zu Daten- und Umweltschutz sowie Lebensmittel- und Arbeitssicherheit. Zudem bekennen sich die Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe zur Achtung der Menschenrechte entsprechend international akzeptierter Normen, wie beispielsweise der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte oder der Grundsätze des Uni- ted Nations Global Compact. Auch von unseren Lieferanten fordern wir ein integres und regelkonformes Verhalten. Entsprechend der dezentralen Steuerung unserer Geschäftsaktivitäten obliegt die Sicherstellung der Ein- haltung dieser gesetzlichen Regeln und unternehmensinternen Richtlinien sowie die Implementierung der damit verbundenen notwendigen organisatorischen Maßnahmen den Leitungsorganen der einzelnen Kon- zerngesellschaften. Dies schließt auch regelmäßige Schulungen und Unterweisungen insbesondere von Mitarbeitern in Risikobereichen ein. Dabei kommen neben allgemeinen Compliance-Richtlinien auch abtei- lungs- und tätigkeitsbezogene Anweisungen zur Anwendung. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG, der auch in den Kontrollgremien der wichtigsten Tochtergesellschaften vertreten ist, überwacht die Einhal- tung dieser Grundsätze der Unternehmensführung. Unseren Mitarbeitern geben wir die Möglichkeit, sich in Zweifelsfällen unternehmensintern Rat in Compli- ance-Fragen einzuholen. Hierfür steht ein Netzwerk von ausgewählten Führungskräften zur Verfügung, die sich bei Bedarf auch anderer interner Ressourcen bzw. externer Berater bedienen können. Daneben können vermutete oder tatsächliche Verstöße gegen Gesetze, Vorschriften und interne Richtlinien anonym gemeldet werden. Derartige Anzeigen werden ohne Ausnahme untersucht. Dabei hat kein Mitar- beiter aufgrund einer gutgläubigen Anzeige eines potenziellen Fehlverhaltens irgendwelche Nachteile zu befürchten. Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Ver- ordnung (EU) 2019/2088 („Taxonomie-Verordnung“) verpflichtet Unternehmen, die der nichtfinanziellen Be- richterstattungspflicht gemäß §§ 289b bzw. 315b HGB unterliegen, ihre nichtfinanzielle Erklärung dahinge- hend zu ergänzen, wie und in welchem Umfang das Unternehmen in ökologisch nachhaltige Wirtschaftstä- tigkeiten gemäß Definition der EU-Taxonomie involviert ist. Gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2022/2014 sind wir daneben verpflichtet, Angaben zu den Wirt- schaftsaktivitäten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas zu machen. In 2023/24 haben wir am Standort in Morscheid wie im Vorjahr ein Blockheizkraftwerk betrieben. Aufgrund der überschaubaren Di- mensionierung dieser Anlage wurden diese Tätigkeiten im Bereich Erzeugung von Strom aus fossilen gas- förmigen Brennstoffen sowie der Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme-Kopplung mit fossilen gasförmi- gen Brennstoffen als nicht wesentlich eingestuft. Weitere Tätigkeiten im Bereich Kernenergie sowie fossiles Gas werden nicht durchgeführt. Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem zur Bestimmung von ökologisch nachhaltigen Wirtschafts- aktivitäten. Diese gelten grundsätzlich dann als taxonomiefähig, wenn sie in der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission vom 4. Juni 2021, ergänzt durch die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2485, aufgeführt sind und sich einem der in Artikel 9 der Taxonomie-Verordnung definierten Umwelt- ziele zuordnen lassen: • Klimaschutz • Anpassung an den Klimawandel • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung • Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme Damit eine Wirtschaftsaktivität auch als taxonomiekonform bzw. ökologisch nachhaltig klassifiziert werden kann, muss diese einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung eines oder mehrerer dieser Umweltziele leisten. Weiterhin darf die entsprechende Wirtschaftsaktivität keines der anderen Umweltziele signifikant negativ beeinträchtigen und muss unter Einhaltung definierter Mindestschutzmaßnahmen (z.B. in Bezug auf Menschenrechte) ausgeübt werden. Die Überprüfung erfolgt anhand bestimmter technischer Bewertungs- kriterien je Wirtschaftsaktivität, die inzwischen für alle Umweltziele vorliegen. Dabei ist eine Wirtschaftsakti- vität taxonomiefähig, wenn diese sich einer der in den entsprechenden Anhängen der delegierten Rechts- akte der EU-Taxonomieverordnung enthaltenen Tätigkeitsbeschreibungen für die jeweiligen Umweltziele zuordnen lässt, und taxonomiekonform, wenn sie die relevanten technischen Bewertungskritierien erfüllt. Die Identifizierung der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten erfolgte durch die Fachabteilungen der einzelnen Konzernunternehmen auf Basis entsprechender Konzernvorgaben. Die für die Berechnung der entsprechenden Kennzahlen verwendeten Beträge basieren auf den im Konzernab- schluss ausgewiesenen Zahlen. Die Prüfung unserer Umsatzerlöse auf Taxonomiefähigkeit erfolgt auf Basis der in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023/24 (EUR 441,5 Mio.; Vor- jahr EUR 425,8 Mio.). Die zentralen Tätigkeitsbereiche der Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe fallen wie bereits im Vorjahr nicht unter die EU-Taxonomie. Vereinzelte Aktivitäten außerhalb unseres Kern- geschäfts sind nicht von wesentlicher Bedeutung; diese werden insofern pauschal als nicht taxonomiefähig eingestuft und auch keiner weiteren Prüfung auf Taxonomiekonformität unterzogen. Dementsprechend hat der Anteil der taxonomiefähigen Umsatzerlöse an den gesamten Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2023/24 – wie bereits im Vorjahr – 0 % betragen. Eine Bewertung der DNSH-Kriterien („do no significant harm“ – keine erhebliche Beeinträchtigung) oder der Mindestsicherung sozialer Kriterien war insofern nicht vorzu- nehmen. Bei der Prüfung unserer Investitionsausgaben („CapEx“) auf Taxonomiefähigkeit werden unsere konzern- weiten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (einschließlich Nutzungsrechte ge- mäß IFRS 16 sowie Zugängen aus Änderungen des Konsolidierungskreises) des Geschäftsjahres 2023/24 herangezogen. Insgesamt belaufen sich diese – wie im Konzernanhang unter „IV. Erläuterung zur Konzern- bilanz“, Abschnitte „(1) Sachanlagen“ sowie „(2) Immaterielle Vermögenswerte“ ausgewiesen – auf EUR 35,7 Mio. (Vorjahr EUR 23,0 Mio.). Für die Ermittlung der taxonomiefähigen Investitionsausgaben ha- ben wir diese Zugänge den als taxonomfähig identifizierten Aktivitäten zugeordnet. Demnach beläuft sich der Anteil taxonomiefähiger Investitionen auf 1,4 % (Vorjahr 6,5 %). Diese betreffen insbesondere den Er- werb bzw. das Leasing von Fahrzeugen. Die im Rahmen der Prüfung auf Taxonomiefähigkeit zu betrachtenden Betriebsausgaben („OpEx“) umfas- sen die direkten und nicht aktivierten Kosten für Reparaturen und Instandhaltung, Gebäuderenovierungs- maßnahmen, kurzfristige Mietkosten sowie andere direkte Ausgaben, die im Zusammenhang mit der tägli- chen Wartung von Gegenständen des Sachanlagevermögens stehen und das kontinuierliche und effektive Funktionieren dieser Vermögenswerte sicherstellen. Die konzernweiten Betriebsausgaben entsprechend dieser Definition betragen für 2023/24 – wie im Konzernanhang unter „V. Erläuterungen zur Konzern-Ge- winn- und -Verlustrechnung“, Abschnitt „(21) Sonstige betriebliche Aufwendungen“ im Einzelnen ausgewie- sen – rund EUR 11,0 Mio. (Vorjahr EUR 10,6 Mio.); diese entfallen wie im Vorjahr nahezu ausschließlich auf nicht-taxonomiefähige Tätigkeiten. Bei den identifizierten taxonomiefähigen Tätigkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Produkte und Leis- tungen, die von Lieferanten bzw. Dienstleistern bezogen werden. Da bislang keine ausreichenden Informa- tionen vorliegen, um eine mögliche Taxonomiekonformität der Aktivitäten abschließend zu würdigen, werden für das Geschäftsjahr 2023/24 keine Investitions- bzw. Betriebsausgaben als taxonomiekonform ausgewie- sen. Anteil taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Umsatzerlöse Anteil taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Investitionen Anteil taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Betriebsausgaben Der Umfang der Taxonomiefähigkeit und -konformität je Umweltziel für die Kennzahlen Umsatz, CapEx und OpEx gemäß Anhang V der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2486 stellt sich wie folgt dar: Umsatzanteil / Gesamtumsatz Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0,0 % 0,0 % Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0,0 % 0,0 % Wasser- und Meeresressourcen (WTR) 0,0 % 0,0 % Umweltverschmutzung (PO) 0,0 % 0,0 % Kreislaufwirtschaft (CE) 0,0 % 0,0 % Biologische Vielfalt (Bio) 0,0 % 0,0 % CapEx-Anteil / Gesamt-CapEx Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0,0 % 1,4 % Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0,0 % 0,0 % Wasser- und Meeresressourcen (WTR) 0,0 % 0,0 % Umweltverschmutzung (PO) 0,0 % 0,0 % Kreislaufwirtschaft (CE) 0,0 % 0,0 % Biologische Vielfalt (Bio) 0,0 % 0,0 % OpEx-Anteil / Gesamt-OpEx Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0,0 % 4,9 % Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0,0 % 0,0 % Wasser- und Meeresressourcen (WTR) 0,0 % 0,0 % Umweltverschmutzung (PO) 0,0 % 0,0 % Kreislaufwirtschaft (CE) 0,0 % 0,0 % Biologische Vielfalt (Bio) 0,0 % 0,0 % Nachfolgend die Angaben hinsichtlich der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Aktivitäten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas anhand des in Anhang III der Delegierten Verordnung (EU) 2022/2014 enthaltenen Meldebogens. Tätigkeiten im Bereich Kernenergie 1 Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz Nein innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoff- kreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 2 Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Nein Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstech- nischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert sol- che Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 3 Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Er- Nein zeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder in- dustrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechni- scher Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zu- sammenhang mit diesen Tätigkeiten. Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas 4 Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Nein fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopo- sitionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 5 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Nein Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert sol- che Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 6 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Nein Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit die- sen Tätigkeiten. SONSTIGE ANGABEN Angaben gemäß §§ 289a, 315a HGB und erläuternder Bericht Zum 30. Juni 2024 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Schloss Wachenheim AG TEUR 50.054 und ist in 7.920.000 nennwertlose Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 6,32 je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Stammaktien lauten auf den Inhaber. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die Anteile der Aktionäre am Gewinn bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital nach § 60 Aktiengesetz (AktG). Hiervon ausgenommen sind insbesondere von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Nach § 5 der Satzung (Stand: 6. August 2024) setzt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichts- rats die Form der Aktienurkunden, der Gewinnanteil- und Erneuerungsscheine sowie der Urkunden für Schuldverschreibungen und Zinsscheine fest. Zudem ist der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ausgeschlossen, soweit nicht eine Verbriefung nach den Regeln erforderlich ist, die an einer Börse gelten, an der die Aktie der Gesellschaft zugelassen ist. Die Gesellschaft ist berechtigt, Urkunden über ein- zelne Aktien (Einzelurkunden) oder über mehrere Aktien (Sammelurkunden) auszustellen. Ebenso ist der Anspruch des Aktionärs auf Ausgabe von Gewinnanteil- und Erneuerungsscheinen ausgeschlossen. Die Aktien der Gesellschaft sind nicht vinkuliert. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien im Bestand. Beschränkungen des Stimmrechts können sich aus Vorschriften des Aktiengesetzes oder des Wertpapierhandelsgesetzes ergeben. So besteht ein Stimmverbot für Aktionäre unter bestimmten Voraus- setzungen gemäß § 136 AktG. Der Gesellschaft steht gemäß § 71b AktG kein Stimmrecht für eigene Aktien zu. Der Günther Reh Aktiengesellschaft, Leiwen/Mosel, stehen am Bilanzstichtag aus 5.532.640 Aktien rund 69,9 % der Stimmrechte an der Schloss Wachenheim AG zu. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat oder unter be- stimmten Voraussetzungen gerichtlich nach den Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 6 der Satzung befugt, die Zahl der Vorstandsmitglieder zu bestimmen; der Vorstand hat dabei aus mindestens zwei Personen zu bestehen. Der Aufsichtsrat ist zudem berechtigt, stellvertretende Vorstands- mitglieder zu bestellen. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 119, 133, 179 AktG i. V. m. § 22 Abs. 1 der Satzung geregelt. Nach § 22 Abs. 1 Satz 1 der Satzung werden Hauptversammlungsbe- schlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls das Gesetz oder die Satzung nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreiben. Der Aufsichtsrat ist nach § 10 Abs. 2 der Satzung ferner zur Vornahme von Sat- zungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Das Grundkapital der Schloss Wachenheim AG ist gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung um bis zu TEUR 25.027, eingeteilt in 3.960.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber der bis zum 24. No- vember 2026 ausgegebenen Wandelschuld- bzw. Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen bzw. ihren Wandlungspflichten nachkommen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, den Wortlaut der Satzung ent- sprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 einmal oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100 Mio. mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren ab Ausgabe zu begeben. Die Ausgabe der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen kann auch durch eine in- oder ausländische Kapitalgesellschaft erfolgen, an der die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (Konzernunternehmen). Weitere Einzelheiten enthält der Ermächtigungsbeschluss vom 25. No- vember 2021. Der Vorstand ist befugt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und gegebenenfalls im Einverneh- men mit den Organen des die Anleihe begebenden Konzernunternehmens die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen zu bestimmen. Von der Er- mächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen wurde bislang kein Ge- brauch gemacht. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 25. November 2021 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 das Grundkapital um bis zu TEUR 25.027 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021) und dabei das Gewinnbezugsrecht der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festzulegen, soweit dies rechtlich zulässig ist. Dabei ist den Aktionären hinsichtlich des genehmigten Kapitals ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ein- oder mehrmalig unter bestimmten Bedingungen auszuschließen. Weitere Regelungen zum Genehmigten Kapital 2021 ent- hält § 4 Abs. 6 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des genehmigten Kapitals wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Am 26. November 2020 hat die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. November 2025 einmal oder mehrfach über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots eigene Stückaktien (Stammaktien) zu bestimmten Konditionen zu erwerben. Die Gesellschaft darf aufgrund dieser Ermächtigung eigene Stückaktien im rechnerischen Betrag von bis zu insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Aus- übung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals erwerben. Weitere Einzelheiten enthält der Ermächti- gungsbeschluss vom 26. November 2020. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Dividende Der ordentlichen Hauptversammlung am 21. November 2024 wird vorgeschlagen, eine Dividende von EUR 0,60 je Aktie = TEUR 4.752 an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn von TEUR 42.393 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung für die Schloss Wachen- heim AG sowie für den Schloss Wachenheim-Konzern Die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung für die Schloss Wachenheim AG sowie für den Schloss Wachenheim-Konzern ist öffentlich zugänglich auf unserer Internetseite unter ‚www.schloss-wachenheim.com/investor-relations/corporate-governance‘. Erklärung des Vorstands der Schloss Wachenheim AG über Beziehungen zu ver- bundenen Unternehmen Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung er- halten. Berichtspflichtige Maßnahmen sind von unserem Unternehmen nicht auf Veranlassung oder im In- teresse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen wor- den, ohne dass der Nachteil vor dem Bilanzstichtag ausgeglichen wurde. Dank Wir danken an dieser Stelle allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Loyalität, ihr Engage- ment und die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Der Dank gilt auch unseren Betriebsräten, die durch ihre Mittlerstellung zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern zu einer für alle Beteiligten soliden Un- ternehmensentwicklung beigetragen haben. Dank auch den Aktionärinnen und Aktionären der Schloss Wachenheim AG und den Damen und Herren Mitaktionären und Mitgesellschaftern in sämtlichen Tochterunternehmen, die uns mit ihrem Vertrauen in eine erfolgreiche Zukunft begleiten. Trier, den 24. September 2024 Der Vorstand Oliver Gloden Boris Schlimbach Sprecher des Vorstands KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2024 Anhang 30.06.2024 30.06.2023 Aktiva TEUR TEUR Langfristige Vermögenswerte Sachanlagen (1) 124.673 110.405 Immaterielle Vermögenswerte (2) 99.780 95.701 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (3) 2.696 2.734 Nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile an Gemein- schaftsunternehmen (4) 318 322 Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte (5/13) 2.114 1.174 Latente Steuern (15) 2.078 2.098 231.659 212.434 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte (6) 150.166 154.246 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7/13) 68.783 63.950 Forderungen aus Ertragsteuererstattungen 2.253 420 Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte (5/13) 9.747 6.214 Liquide Mittel (8) 7.673 7.457 238.622 232.287 470.281 444.721 Anhang 30.06.2024 30.06.2023 Passiva TEUR TEUR Eigenkapital (9) Gezeichnetes Kapital 50.054 50.054 Kapitalrücklage 4.570 4.570 Gewinnrücklagen und Konzernjahresüberschuss 143.166 138.445 Kumuliertes sonstiges Ergebnis -342 -1.351 Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 55.271 49.466 252.719 241.184 Langfristiges Fremdkapital Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer (10) 1.982 1.936 Sonstige Rückstellungen (14) 1.273 4.170 Finanzverbindlichkeiten (11/13) 40.349 31.832 Sonstige Verbindlichkeiten (11/13) 3.944 1.121 Latente Steuern (15) 13.410 12.301 60.958 51.360 Kurzfristiges Fremdkapital Sonstige Rückstellungen (14) 8.690 8.333 Finanzverbindlichkeiten (11/13) 57.536 44.543 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (12/13) 56.550 61.953 Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 1.481 1.803 Sonstige Verbindlichkeiten (11/13) 32.347 35.545 156.604 152.177 470.281 444.721 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 Anhang 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Umsatzerlöse (16) 441.505 425.753 Bestandsveränderung (17) -1.241 12.856 Materialaufwand -256.692 -259.676 Rohmarge 183.572 178.933 Sonstige betriebliche Erträge (18) 6.747 5.065 Personalaufwand (19) -72.623 -64.801 Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -18.116 -17.087 Restrukturierung Produktion Frankreich (20) -837 -4.446 Sonstige betriebliche Aufwendungen (21) -70.553 -70.288 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 28.190 27.376 Ergebnis aus der Equity-Methode (22) 329 236 Finanzerträge (23) 1.276 1.292 Finanzaufwendungen (24) -6.647 -4.448 Ergebnis vor Steuern (EBT) 23.148 24.456 Ertragsteuern (25) -4.683 -5.432 Konzernjahresüberschuss 18.465 19.024 davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Schloss Wachenheim AG 9.473 10.905 davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter (26) 8.992 8.119 Ergebnis je Aktie – unverwässert (in EUR) 1,20 1,38 Ergebnis je Aktie – verwässert (in EUR) 1,20 1,38 Ausgegebene Stamm-Stückaktien (in Tausend) 7.920 7.920 KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 Anhang 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Konzernjahresüberschuss 18.465 19.024 Veränderungen versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste leis- tungsorientierter Pensionszusagen -13 -51 (27) Nicht reklassifizierungsfähige Aufwendungen und Erträge -13 -51 Währungsdifferenzen (27) 1.854 3.714 Reklassifizierungsfähige Aufwendungen und Erträge 1.854 3.714 Summe der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge (sonstiges Ergebnis) 1.841 3.663 Konzerngesamtergebnis 20.306 22.687 davon Anteile der Aktionäre der Schloss Wachenheim AG 10.482 12.986 davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 9.824 9.701 KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 Gezeichne- Kapital- Gewinnrück- Kumulier- Anteile Summe tes Kapital rücklage lagen und tes sonsti- nicht be- Konzernjah- ges Ergeb- herrschen- resüber- nis der Gesell- schuss schafter TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Stand 30.06.2022 50.054 4.570 132.287 -3.432 42.922 226.401 Konzernjahresüberschuss - - 10.905 - 8.119 19.024 Sonstiges Ergebnis - - - 2.081 1.582 3.663 Konzerngesamtergebnis - - 10.905 2.081 9.701 22.687 Gezahlte Dividenden - - -4.752 - -3.152 -7.904 Übrige Veränderungen - - 5 - -5 - Stand 30.06.2023 50.054 4.570 138.445 -1.351 49.466 241.184 Konzernjahresüberschuss - - 9.473 - 8.992 18.465 Sonstiges Ergebnis - - - 1.009 832 1.841 Konzerngesamtergebnis - - 9.473 1.009 9.824 20.306 Gezahlte Dividenden - - -4.752 - -4.019 -8.771 Übrige Veränderungen - - - - - - Stand 30.06.2024 50.054 4.570 143.166 -342 55.271 252.719 KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 Anhang 2023/24 2022/23 (28) TEUR TEUR Konzernjahresüberschuss 18.465 19.024 Zuzüglich/abzüglich: Abschreibungen/Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- anlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen 18.116 17.087 Veränderung der Pensionsrückstellungen 46 -214 Veränderung latente Steueransprüche 20 -224 Veränderung latente Steuerschulden 860 723 Nicht ausgeschüttetes Ergebnis aus at equity bilanzierten Finanzanlagen -329 -236 Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte -262 -306 Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 1.681 7.533 Cashflow vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 38.597 43.387 Veränderung übrige Aktiva, soweit nicht Gegenstand der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -5.042 -28.328 Veränderung übrige Passiva, soweit nicht Gegenstand der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -13.443 11.366 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 20.112 26.425 Auszahlungen für die Beschaffung von Sachanlagen, immateriellen und an- deren langfristigen Vermögenswerten -20.709 -14.314 Auszahlungen für Investitionen in den Erwerb von Konzernunternehmen -2.553 - Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, immateriellen und anderen langfristigen Vermögenswerten 545 930 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -22.717 -13.384 Veränderung Finanzverbindlichkeiten 11.636 -4.414 Dividendenzahlungen an Aktionäre der Schloss Wachenheim AG -4.752 -4.752 Dividendenzahlungen der Tochterunternehmen an nicht beherrschende Ge- sellschafter -4.019 -3.152 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.865 -12.318 Veränderung der liquiden Mittel 260 723 Veränderung der liquiden Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen -44 -399 Bilanzielle Veränderung der liquiden Mittel 216 324 Liquide Mittel am Anfang der Periode 7.457 7.133 Liquide Mittel am Ende der Periode 7.673 7.457 SCHLOSS WACHENHEIM AG, TRIER KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 I. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE GRUNDLAGEN Die Schloss Wachenheim AG („SWA“) hat ihren Sitz in 54294 Trier, Deutschland, Niederkircher Straße 27 . Sie ist die Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft . Die SWA ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wittlich unter HRB 40686 eingetragen. Unternehmensgegenstand der SWA und ihrer Tochtergesellschaften („Schloss Wachenheim-Konzern“ oder „SWA-Konzern“) sind die Herstellung und der Vertrieb von Schaumwein und anderen Getränken. Die Produkti- onsstandorte befinden sich in Deutschland , Frankreich, Polen und Rumänien. Der Konzernabschluss der SWA zum 30. Juni 2024 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union am Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Das Geschäftsjahr des Schloss Wachenheim-Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Der Konzernabschluss umfasst eine Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Gesamtergebnisrechnung, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie eine Kapitalflussrechnung. Die Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung einschließlich der Gewinn- und Verlustrechnung werden im An- hang gesondert aufgegliedert und erläutert. Mit Ausnahme der Anpassungen, die sich aus der Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstan- dards ergeben haben, entsprechen die angewandten Rechnungslegungsmethoden denen des Geschäftsjahres 2022/23. Aufgrund der Höhe und des einmaligen Charakters der entsprechenden Aufwendungen wurde die Ge- winn- und Verlustrechnung in 2023/24 sowie im Vorjahr um die Position „Restrukturierung Produktion Frankreich“ erweitert (vgl. hierzu auch Anmerkung (20)). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkosten- verfahren aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro angegeben. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat zu seiner Bilanzsitzung am 24. September 2024 zur Billigung vor- gelegt. Er geht in den Konzernabschluss des übergeordneten Mutterunternehmens Günther Reh Aktiengesell-schaft, Leiwen/Mosel, ein, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird. ERSTMALS ANGEWENDETE NEUE BZW. GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS Die SWA berücksichtigt alle von der EU übernommenen neuen bzw. geänderten IFRS grundsätzlich vom Zeit- punkt ihrer verpflichtenden Erstanwendung an, sofern diese bereits im Rahmen des IFRS-Endorsementverfah- rens durch die EU angenommen wurden. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Er- tragslage des Schloss Wachenheim-Konzerns hatten: • IFRS 17 vom 18. Mai 2017 mit Änderungen vom 25. Juni 2020 sowie vom 9. Dezember 2021 betreffend die Bilanzierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die aus Versicherungsverträgen resultie- ren. • Änderungen an IAS 1 und IAS 8 vom 12. Februar 2021 mit Anpassungen bei den Angaben zu Rech- nungslegungsmethoden sowie zur Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen. • Änderungen an IAS 12 vom 7. Mai 2021 betreffend den Ansatz latenter Steuern in Sonderfällen. • Änderungen an IAS 12 vom 23. Mai 2023 zu verpflichtend anzuwendenden Erleichterungen bei der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung ergeben, sowie entsprechenden zusätzlichen Anhangangaben. VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANGEWENDETE NEUE BZW. GEÄNDERTE RECHNUNGSLE- GUNGSSTANDARDS Darüber hinaus wurden vom IASB folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen herausgege- ben, die im Geschäftsjahr 2023/24 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und deren Übernahme durch die Europäische Union zum Bilanzstichtag teilweise noch ausstand: • Am 23. Januar 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 1 (ergänzt am 15. Juli 2020 und am 31. Oktober 2022). Die verabschiedeten Änderungen betreffen eine begrenzte Anpassung der Beurtei- lungskriterien für die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig und sind für den SWA- Konzern erstmals im Geschäftsjahr 2024/25 verpflichtend anzuwenden. • Am 22. September 2022 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 16. Hierbei handelt es sich um Klarstellungen bezüglich der Behandlung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen, die als Verkauf ge- mäß IFRS 15 bilanziert werden. Die Regelung ist für den Schloss Wachenheim-Konzern erstmals im Geschäftsjahr 2024/25 verpflichtend anzuwenden. • Am 25. Mai 2023 hat das IASB Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 veröffentlicht. Diese betreffen Offen- legungsvorschriften im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, die für den Schloss Wachenheim-Konzern erstmals in 2024/25 verpflichtend anzuwenden sind. • Am 15. August 2023 hat das IASB Änderungen an IAS 21 veröffentlicht, die den Standard um Regelun- gen zur Währungsumrechnung ergänzen, die anzuwenden sind, wenn eine Währung nicht in eine an- dereWährung umtauschbar ist. Diese Regelungen sind für den SchlossWachenheim-Konzern erstmals im Geschäftsjahr 2025/26 verpflichtend anzuwenden. Eine Übernahme von der Europäischen Union steht noch aus. • IFRS 18 vom 9. April 2024 enthält grundlegende Vorgaben zur Darstellung des Abschlusses sowie zu den Anhangangaben und wird den bisherigen Standard IAS 1 ersetzen. Die Regelungen sind für den SWA-Konzern erstmals im Geschäftsjahr 2027/28 verpflichtend anzuwenden. Eine Übernahme von der Europäischen Union steht noch aus. • Mit IFRS 19 vom 9. Mai 2024 werden wesentliche Erleichterungen bei den Angabepflichten bestimmter Tochterunternehmen eingeführt, die die IFRS-Rechnungslegungsstandards anwenden. Die Regelun- gen sind für den SWA-Konzern erstmals im Geschäftsjahr 2027/28 verpflichtend anzuwenden. Eine Übernahme von der Europäischen Union steht noch aus. • Am 30. Mai 2024 hat das IASB Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 veröffentlicht. Diese betreffen die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten, die durch elektronische Zahlungssysteme getilgt wurden, die Anwendung des Zahlungsstromkriteriums bei der Kategorisierung von Finanzinstrumenten in verschie- denen Konstellationen sowie zusätzliche Angabepflichten. Die Regelungen sind für den SWA-Konzern erstmals im Geschäftsjahr 2026/27 verpflichtend anzuwenden. Eine Übernahme von der Europäischen Union steht noch aus. Die Auswirkungen dieser neuen bzw. geänderten Vorschriften auf die im Konzernabschluss dargestellte Vermö- gens-, Finanz- und Ertragslage werden, soweit für den SWA-Konzern relevant, derzeit untersucht. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss werden neben der SWA alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die direkt oder indirekt von der SWA „beherrscht“ werden. Eine derartige Beherrschung im Sinne von IFRS 10 besteht dann, wenn die SWA Entscheidungsmacht über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens besitzt, variable Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen bezieht und die Fähigkeit hat, ihre Entscheidungsmacht zur Beeinflussung dieser variablen Rückflüsse einzusetzen. Bei den in den Konzernabschluss der SWA einbezo- genen Tochterunternehmen beruht diese Beherrschungsmöglichkeit auf einer unmittelbaren bzw. mittelbaren Mehrheit der Stimmrechte. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung beginnt, in den Konzernabschluss einbezogen, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, zu dem diese endet. UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE Erwerb von jeweils 70 % der Anteile an der Vitis Prod s.r.l. und der Domeniile Dealu Mare s.r.l. Am 27. Februar 2023 hat die Zarea S.A., Bukarest/Rumänien, einen Vertrag zum Erwerb von jeweils 70 % der Anteile an der Vitis Prod s.r.l. („Vitis“) und an der Domeniile Dealu Mare s.r.l. („DDM“), beide Urlati/Rumänien, unterzeichnet, der auch eine Option für den späteren Erwerb der übrigen Anteile enthält. Die Anteilserwerbe stan- den zum damaligen Zeitpunkt noch unter dem Vorbehalt bestimmter aufschiebender Bedingungen sowie behörd- licher Zustimmungen, die im Juli 2023 erfüllt waren bzw. vorlagen. Das Closing erfolgte am 31. Juli 2023 (= Er- werbszeitpunkt). Die Vitis bewirtschaftet rund 90 ha an größtenteils eigenen Weinanbauflächen, während die Geschäftstätigkeit der DDM in der Verarbeitung der Trauben und Abfüllung von Wein besteht. Mit diesen Akquisitionen soll die Position der Zarea S.A. auf dem dortigen Stillweinmarkt weiter ausgebaut werden. Der Kaufpreis für die beiden 70 %-Anteile wurde mit insgesamt TEUR 2.100 als Festpreis vereinbart. Bei Aus- übung der Option, die als wechselseitige Verkaufsoption für den Verkäufer und Kaufoption für die Zarea S.A. vereinbart wurde, ist der Kaufpreis für die jeweils verbleibenden 30 % der Anteile vom Erreichen bestimmter Er- gebnisziele abhängig, und wird in einem Intervall zwischen TEUR 900 und TEUR 2.100 liegen. Daneben wurden dem Verkäufer bis zur Ausübung der Option Ausschüttungsquoten der DDM und Vitis zugesagt, die einen weite- ren Bestandteil des Kaufpreises darstellen und auf Basis der Unternehmensplanungen mit TEUR 158 valutieren. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der beiden Gesellschaf- ten stellen sich wie folgt dar: Vitis DDM Summe TEUR TEUR TEUR Langfristige Vermögenswerte 1.536 1.862 3.398 Kurzfristige Vermögenswerte 288 1.250 1.538 1.824 3.112 4.936 Langfristiges Fremdkapital 859 249 1.108 Kurzfristiges Fremdkapital 325 1.390 1.715 1.184 1.639 2.823 Nettoreinvermögen 640 1.473 2.113 Die im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation vorgenommene Neubewertung betrifft Grundstücke und Ge- bäude (TEUR 516) sowie Tankanlagen, technische Anlagen und Maschinen (TEUR 1.055). Die kurzfristigen Ver- mögenswerte beinhalten Forderungen in Höhe von TEUR 185, deren Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Als Gegenleistung für den Erwerb der Anteile waren ausschließlich Zahlungsmittel vereinbart. Abzüglich der er- worbenen liquiden Mittel von TEUR 61 ergab sich aus der Transaktion bislang insgesamt ein Nettoabfluss an Zahlungsmitteln von TEUR 2.039. Der voraussichtliche Kaufpreis für die verbleibenden Anteile, den wir auf Basis der Unternehmensplanungen am oberen Ende des genannten Intervalls (TEUR 2.258) angesetzt haben, ist in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Transaktionsbezogene Kosten von insgesamt TEUR 60, die überwiegend Rechtsberatung und Due Diligence- Aufwendungen betreffen, waren größtenteils bereits im sonstigen betrieblichen Aufwand des Geschäftsjahres 2022/23 enthalten. Mit dem Erwerb entstand im Segment Ostmitteleuropa ein steuerlich nicht abzugsfähiger Geschäfts- oder Fir- menwert von TEUR 2.245, der insbesondere auf erwartete Synergien sowie auf gute Ertragsaussichten der bei- den erworbenen Gesellschaften zurückzuführen ist. Die bislang noch vorläufigen Kaufpreisallokationen konnten zum 30. Juni 2024 endgültig abgeschlossen werden. Dabei haben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich des dargestellten Unterschiedsbetrags ergeben. Seit dem Erwerbszeitpunkt haben die beiden neu erworbenen Gesellschaften nahezu ausschließlich konzernin- terne Umsätze getätigt, die entsprechend konsolidiert wurden, und dabei einen leicht positiven Jahresüberschuss erzielt. Aus Konzernsicht hat sich das seit dem Erwerbszeitpunkt mit den Produkten dieser Gesellschaften erzielte Umsatzvolumen auf rund EUR 6,1 Mio. belaufen. Wären die beiden neu erworbenen Gesellschaften bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 in den Konzernabschluss einbezogen worden, hätte sich dies nur unwe- sentlich auf Umsatzerlöse und Konzernjahresüberschuss ausgewirkt. Erwerb der eCommerce-Plattform „www.geileweine.de“ Mit Wirkung zum 1. April 2024 wurde die eCommerce-Plattform „www.geileweine.de“ übernommen, über die in erster Linie ein junges und noch wenig weinaffines Publikum über alle wichtigen Social Media-Plattformen ange- sprochen wird. Mit diesem Erwerb soll unsere Marktposition im Wein-Retailgeschäft in Deutschland weiter ge- stärkt werden. Der Erwerb dieses Geschäftsbetriebs erfolgte als Asset Deal in die hierfür von der Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt/Deutschland, errichtete GW Weintrend GmbH, Trier/Deutschland. Der Kaufpreis hat ins- gesamt TEUR 226 betragen und entfällt im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte (insbesondere Mar- ken, Internetpräsenz und Kundenstamm) sowie auf Vorräte. Als Gegenleistung für den Erwerb wurden ausschließlich Zahlungsmittel vereinbart. Transaktionsbezogene Kos- ten von insgesamt TEUR 12 betreffen überwiegend Rechtsberatung und sind in den sonstigen betrieblichen Auf- wendungen enthalten. Vom 1. April bis zum 30. Juni 2024 hat die GW Weintrend GmbH Umsatzerlöse von rund EUR 0,3 Mio. sowie ein leicht negatives Periodenergebnis erzielt. Wäre der Erwerb bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 voll- zogen worden, hätte sich dies nur unwesentlich auf Umsatzerlöse und Konzernjahresüberschuss ausgewirkt. Erwerb von zwei Weinfachgeschäften Mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 hat die AMBRA Brands Sp. z o.o., Warschau/Polen, ein Weinfachhandels- geschäft in Bialystok/Polen, erworben. Daneben hat die Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG, Bön- ningstedt/Deutschland, am 18. März 2024 den Geschäftsbetrieb der bislang von einem Dritten auf Basis eines Partnervertrags unter dem Namen „Rindchen’s Weinkontor“ betriebenenWeinhandelsfiliale in Berlin/Deutschland übernommen. Beide Erwerbe erfolgten zum weiteren Ausbau unserer Marktposition am jeweiligen Standort. Die Erwerbe dieser Geschäftsbetriebe erfolgten jeweils als Asset Deal. Die Kaufpreise haben insgesamt TEUR 289 betragen und entfielen überwiegend auf Vorräte sowie auf immaterielle Vermögenswerte (insbeson- dere Kundenstamm). Als Gegenleistungen wurden jeweils ausschließlich Zahlungsmittel vereinbart. Nennens- werte Transaktionskosten sind nicht angefallen. Beide Akquisitionen haben sich nicht wesentlich auf den Kon- zernabschluss ausgewirkt. Im Geschäftsjahr 2023/24 verschmolzene Konzerngesellschaften Im September 2023 wurde die AMB1 Sp. z o.o. (ehemals Winezja Sp. z o.o.) auf die Premium Services Sp. z o.o., beide Warschau/Polen und beide 100%ige Tochtergesellschaften der AMBRA S.A., Warschau/Polen, ver- schmolzen. Im März 2024 wurden die Vino-klub.cz s.r.o., die Gurmetum s.r.o. sowie die Euro Center Trade s.r.o., alle Prag/Tschechien, auf die Soare Sekt a.s., Brno/Tschechien, verschmolzen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich hierdurch nicht ergeben. WEITERE ANGABEN ZU ANTEILEN AN TOCHTERUNTERNEHMEN Die nachstehende Tabelle stellt die Tochterunternehmen der SWA mit wesentlicher Beteiligung nicht beherr- schender Gesellschafter und die jeweilige Beteiligungsquote dar: Eigenkapital- bzw. Stimmrechtsanteil der SWA 30.06.2024 30.06.2023 unmittelbar mittelbar unmittelbar mittelbar Teilkonzern Ostmitteleuropa AMBRA S.A. Warschau, Polen 61,12% 61,12% TiM S.A. Bielsko-Biala, Polen 51,00% 51,00% Zarea S.A. Bukarest, Rumänien 51,15% 51,15% Die vollständigen Beteiligungsverhältnisse zum Bilanzstichtag sind aus der separaten Beteiligungsübersicht in der Anlage zum Anhang ersichtlich. Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen dargestellt (vor Eliminierungen zwischen Unternehmen des SWA-Konzerns). 2023/24 AMBRA S.A. TiM S.A. Zarea S.A. TEUR TEUR TEUR Langfristige Vermögenswerte 68.398 3.392 17.002 Kurzfristige Vermögenswerte 24.983 23.754 22.079 Langfristige Schulden 8.012 1.054 2.864 Kurzfristige Schulden 13.358 13.842 11.601 Reinvermögen 72.011 12.250 24.616 davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 27.998 6.003 12.025 Umsatzerlöse 49.634 42.994 39.930 Jahresüberschuss / Gesamtergebnis 9.879 4.338 3.598 Anteil nicht beherrschender Gesellschafter 383 2.986 2.473 Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit 2.556 5.169 1.685 Cashflows aus der Investitionstätigkeit 4.016 -170 -5.549 Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit -7.305 -5.004 3.905 Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter 2.387 1.515 - 2022/23 AMBRA S.A. TiM S.A. Zarea S.A. TEUR TEUR TEUR Langfristige Vermögenswerte 62.540 3.601 11.851 Kurzfristige Vermögenswerte 23.642 22.485 18.162 Langfristige Schulden 4.808 1.304 788 Kurzfristige Schulden 14.763 14.044 8.145 Reinvermögen 66.611 10.738 21.080 davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 25.898 5.262 10.298 Umsatzerlöse 42.571 39.657 31.933 Jahresüberschuss / Gesamtergebnis 9.067 3.438 2.655 Anteil nicht beherrschender Gesellschafter 474 2.366 1.825 Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit -367 4.294 204 Cashflows aus der Investitionstätigkeit 6.481 -28 -544 Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit -6.028 -4.261 312 Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter 2.269 770 - GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN Weiterhin werden zwei Gemeinschaftsunternehmen („Joint Ventures“) nach der Equity-Methode konsolidiert. Hier besitzen die SWA sowie die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen Rechte am Net- tovermögen der jeweiligen Gesellschaft. Für Einzelheiten zu diesen Unternehmen sowie für zusammengefasste Finanzinformationen sei auf die Anmerkung (4) verwiesen. STRUKTURIERTE UNTERNEHMEN Strukturierte Unternehmen sind Gesellschaften, die dergestalt konzipiert sind, dass Stimmrechte oder vergleich- bare Rechte bei der Feststellung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies kann bei- spielsweise der Fall sein, wenn sich Stimmrechte nur auf Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Ak- tivitäten durch entsprechende Vereinbarungen gesteuert werden. Die SWA ist mit einem Kapitalanteil von 94 % an der Aurigatia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz/Deutschland („Aurigatia“), beteiligt. Entsprechend den Regelungen des Gesellschafts- vertrags besitzt die SWA dagegen lediglich 10 % der Stimmrechte. Gegenstand der Aurigatia ist die Verwaltung eigenen Vermietvermögens. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft im Jahr 2007 Grundstücke von der SWA erworben und vermietet diese wieder an die SWA. Die Mietverträge wurden zunächst über eine Laufzeit von 20 Jahren geschlossen. Aus diesen Mietverträgen bestehen zum Bilanz- stichtag gegen die Aurigatia Forderungen in Höhe von TEUR 1.351 (Vorjahr TEUR 992). Entsprechend IFRS 16 wurden im Berichtsjahr Teile dieser Forderungen bei der Bewertung des Nutzungsrechts berücksichtigt. Zu Ein- zelheiten sei auf die Anmerkung (31) verwiesen. Die Aurigatia ist überwiegend mit Fremdmitteln finanziert. Die Aurigatia, die als strukturiertes Unternehmen zu qualifizieren ist, wird jedoch nicht von der SWA beherrscht und infolgedessen auch nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Insgesamt gesehen fehlt der SWA die Fä- higkeit, die maßgeblichen Tätigkeiten der Aurigatia zu bestimmen. Auch das Ausmaß der Ergebnisschwankungen (Risiken und Chancen), denen die SWA aus dieser Beteiligung ausgesetzt ist, sowie die Tatsache, dass eine Beherrschung auch nicht durch andere vertragliche oder sonstige Rechte begründet wird, führen zu dem Schluss, dass die SWA keine Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten der Aurigatia hat. Die Beteiligung an der Aurigatia ist in Höhe von TEUR 5 in den langfristigen sonstigen finanziellen und nichtfinan- ziellen Vermögenswerten enthalten. Weitergehende Risiken oder Verpflichtungen bestehen für die SWA-Gruppe nicht. II. WESENTLICHE INFORMATIONEN ZU DEN RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN BILANZSTICHTAG Bilanzstichtag des Konzernabschlusses ist der 30. Juni 2024. Die einbezogenen Gesellschaften haben zum Bi- lanzstichtag jeweils einen Jahresabschluss oder, bei abweichendem Geschäftsjahr einbezogener Unternehmen, jeweils einen Zwischenabschluss aufgestellt. EINHEITLICHE BEWERTUNG Die in den Konzernabschluss der SWA übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Ge- sellschaften werden einheitlich nach den im Schloss Wachenheim-Konzern angewandten Rechnungslegungs- methoden angesetzt und bewertet. ELIMINIERUNGEN Konzerninterne Transaktionen und Salden sowie aus den Transaktionen resultierende noch nicht realisierte Er- gebnisse werden in voller Höhe eliminiert. Für Konsolidierungen mit temporären ertragsteuerlichen Auswirkungen werden latente Steuern angesetzt. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften werden unbe- deutende Zwischenergebnisse nicht eliminiert. KAPITALKONSOLIDIERUNG Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend wird die verein- barte Gegenleistung für die erworbenen Anteile mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital des Tochterun- ternehmens verrechnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der vereinbarten Gegenleistung (einschließlich ggf. zuvor gehaltener Anteile zum Zeitwert) mit dem neubewerteten Nettovermögen zuzüglich dem Buchwert der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter wird unter den immateriellen Vermö- genswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht, den Geschäfts- oder Firmenwert auf Minderheitenanteile aufzudecken, macht die SWA keinen Gebrauch. Bei Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Unternehmen, die bereits als Tochterunternehmen in den Konzernab- schluss einbezogen werden, wurde bei Erwerben vor dem 1. Juli 2009 der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen erworbenen Eigenkapital als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt oder sofort erfolgswirksam verrechnet. Seitdem werden Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunterneh- men, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. ERTRAGSREALISIERUNGEN Erlöse werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren bzw. bei Erbringung der Leistungen zeitpunktbezo- gen realisiert, wenn die Verfügungsgewalt an den Waren bzw. Leistungen auf den Erwerber übergegangen ist. Die Bemessung erfolgt entsprechend der vertraglich vereinbarten Gegenleistung. Schaumweinsteuer sowie Kun- denkonditionen wie Werbekostenzuschüsse, Skonti, Boni und Rabatte vermindern die Umsatzerlöse. Sofern Ver- käufe derartige Kundenkonditionen enthalten, wird eine entsprechende Verbindlichkeit gebildet, die in den sons- tigen Verbindlichkeiten enthalten ist. Wahrscheinliche Risiken aus der Rücknahme von Erzeugnissen und Waren sowie aufgrund von Gewährleistungen oder sonstigen Reklamationen werden ergebnismindernd und in Form entsprechender Rückstellungen berücksichtigt. Sonstige betriebliche Erträge werden bei Zugang oder Erhöhung des Buchwerts eines Vermögenswerts bzw. bei Abgang oder Minderung einer Schuld ergebniswirksam erfasst. Die ergebniswirksame Erfassung von betrieblichen Aufwendungen erfolgt bei Zugang oder Erhöhung des Buch- werts einer Schuld bzw. bei Abgang oder Minderung des Buchwerts eines Vermögenswerts. Erträge aus verzins- lichen Aktiva werden nach der Effektivzinsmethode, Dividendenerträge aus Beteiligungen mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. Im SWA-Konzern beträgt die Zeitspanne zwischen der Übertragung der Erzeugnisse und Waren auf bzw. der Erbringung der Leistungen an den Kunden und deren Bezahlung weniger als ein Jahr. Entsprechend wird die zugesagte Gegenleistung nicht um den Zeitwert des Geldes angepasst. Daneben erfasst der SWA-Konzern mög- liche zusätzliche Kosten einer Vertragsanbahnung bei ihrem Entstehen als Aufwand, da der andernfalls zugrunde zu legende Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde. FREMDKAPITALKOSTEN Grundsätzlich werden Fremdkapitalkosten in der Periode ihres Anfallens erfolgswirksam erfasst. Bei qualifizierten Vermögenswerten werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungskosten akti- viert. Bei einem qualifizierten Vermögenswert handelt es sich um einen Vermögenswert, für den mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Zum 30. Juni 2024 sowie zum 30. Juni2023 sind im SWA-Konzernkeinequalifizierten Vermögenswerte bilanziert. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND Zuwendungen der öffentlichen Hand für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. Andere Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfolgswirksam erfasst und innerhalb der sonstigen betrieb- lichen Erträge ausgewiesen. UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSPOSTEN Die Anschaffungskosten von Vermögenswerten aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Kursen zum Transaktionszeitpunkt bestimmt. Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Kursgewinne und -verluste aus monetären Posten, die als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb zu qualifizieren sind, werden zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Rückführung erfolgswirksam realisiert. UMRECHNUNG VON ABSCHLÜSSEN IN FREMDER WÄHRUNG Die Währungsumrechnung richtet sich nach der funktionalen Währung der einbezogenen Gesellschaften. Bei Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen stellt die Landeswährung die funktionale Währung dar. Die Umrech- nung erfolgt daher gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode: Die Vermögenswerte und Schulden werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs des Monats ihrer Entstehung in Euro umgerechnet. Währungsbedingte Wertänderungen aus der Umrechnung der Vermö- genswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zum jeweiligen Stichtags- kurs und der Verwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlust- rechnung werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst bei Abgang einer Gesellschaft in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Folgende Wechselkurse wurden für die Währungsumrechnung im Konzernabschluss verwendet: Währungsumrechnungstabelle Stichtagskurs (jeweils zu 1 EUR) 30.06.2024 30.06.2023 Polnischer Zloty (PLN) 4,31 4,45 Tschechische Krone (CZK) 25,02 23,73 Rumänischer Leu (RON) 4,98 4,96 Währungsumrechnungstabelle Durchschnittskurs (jeweils zu 1 EUR) Polnischer Tschechische Rumänischer Zloty (PLN) Krone (CZK) Leu (RON) Juli 2022 4,77 24,60 4,94 August 2022 4,72 24,57 4,90 September 2022 4,74 24,58 4,91 Oktober 2022 4,81 24,54 4,93 November 2022 4,70 24,37 4,92 Dezember 2022 4,68 24,27 4,92 Januar 2023 4,70 23,96 4,92 Februar 2023 4,74 23,73 4,91 März 2023 4,69 23,70 4,93 April 2023 4,64 23,44 4,94 Mai 2023 4,53 23,60 4,95 Juni 2023 4,46 23,71 4,96 Juli 2023 4,44 23,89 4,94 August 2023 4,46 24,11 4,94 September 2023 4,60 24,37 4,97 Oktober 2023 4,52 24,59 4,97 November 2023 4,40 24,48 4,97 Dezember 2023 4,33 24,47 4,97 Januar 2024 4,37 24,71 4,97 Februar 2024 4,33 25,23 4,98 März 2024 4,31 25,29 4,97 April 2024 4,30 25,28 4,97 Mai 2024 4,28 24,82 4,98 Juni 2024 4,32 24,77 4,98 SACHANLAGEN Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Vermögenswerte des beweglichen Anlagevermögens und Gebäude werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear planmäßig abgeschrieben. Grund und Boden unterliegt nicht der planmäßigen Abschreibung. Wertminderungen werden bei Vorliegen von Indizien vorgenommen, wenn eine Realisierung des Buchwerts im Einzelfall nicht mehr zu erwarten ist. Die Herstellungskosten selbst erstellter materieller Vermögenswerte enthalten neben den direkt zurechenba- ren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwal- tungskosten der mit der Errichtung des materiellen Vermögenswerts befassten Bereiche. IMMATERIELLES VERMÖGEN EINSCHLIESSLICH GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTEN Immaterielle Vermögenswerte werden auf Grundlage fortgeführter Anschaffungskosten bewertet. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer ab- geschrieben. Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie derivative Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen nicht der planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich sowie zusätzlich bei Vorliegen einer Indikation für eine möglicheWertminderung aufWerthaltigkeit untersucht. DerWerthaltigkeitstest erfolgt auf Basis zahlungs- mittelgenerierender Einheiten durch einen Vergleich des erzielbaren Betrags mit dem Buchwert. Eine Wertmin- derung liegt vor, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Wertminderungen führen zur Erfassung eines Aufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis (beizulegender Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung) und Nutzungswert der zah- lungsmittelgenerierenden Einheit. Letzterer wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows mit Hilfe des Dis- counted-Cashflow-Verfahrens ermittelt (Stufe 3 der Fair Value-Hierarchie). Die hierfür benötigten Cashflows wer- den aus der Unternehmensplanung abgeleitet, die einen Planungszeitraum von fünf Jahren umfasst. Langfristige Wachstumstrends werden je nach Geschäftseinheit mit einer Wachstumsrate von 1,5 % bis 2,5 % berücksichtigt. Die Cashflow-Prognosen werden unter Anwendung risikoadjustierter Kapitalisierungszinssätze auf den Bilanz- stichtag abgezinst. Ist der ermittelte Wertberichtigungsbedarf einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr gegebenenfalls zugerechneter Geschäfts- oder Firmenwert, wird dieser zunächst vollständig abgeschrieben. Die verbleibende Wertminderung wird proportional auf die übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ver- teilt. Sofern die Gründe für in Vorjahren verrechnete Wertminderungen entfallen, werden die entsprechenden Vermö- genswerte – mit Ausnahme der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte – maximal bis zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten zugeschrieben. Die Klassifizierung von Markenrechten als solche mit unbestimmter Nutzungsdauer wird jährlich überprüft. LEASING Als Leasingnehmer bilanziert der Schloss Wachenheim-Konzern grundsätzlich sämtliche Leasingverhältnisse, indem Nutzungsrechte an Vermögenswerten aktiviert sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverbindlichkeiten pas- siviert werden. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen, ab- gezinst mitdem vertraglich vereinbartenZinssatz oder dem Grenzfremdkapitalzinssatz, angesetzt. Das Nutzungs- recht wird entsprechend der Leasingverbindlichkeit bewertet und linear über die Leasinglaufzeit abgeschrieben. Bei Übertragungen von Vermögenswerten auf ein anderes Unternehmen und gleichzeitigem Rückleasing weist der Schloss Wachenheim-Konzern als Leasingnehmer das mit dem Rückleasing verbundene Nutzungsrecht aus, sofern die in IFRS 15 festgelegten Anforderungen für die Bilanzierung eines Vermögenswerts als Verkauf erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, wird der übertragene Vermögenswert weiterhin erfasst sowie eine finanzielle Verbind- lichkeit in Höhe der Erlöse aus der Übertragung nach IFRS 9 bilanziert. Sofern die zugrundeliegenden Leasingverträge Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen enthalten, werden diese nur berücksichtigt, sofern hinreichend sicher ist, dass der Schloss Wachenheim-Konzern diese Optionen in der Zukunft auch ausübt. Diese Einschätzung wird fortlaufend überprüft. Eine Aktivierung von Nutzungsrechten unterbleibt jedoch bei kurzfristigen Leasingvereinbarungen (Laufzeit kürzer ein Jahr) sowie bei geringwertigen Vermögenswerten mit einem Wert von weniger als TEUR 5. In der Funktion des Leasinggebers (Vermieter) werden erhaltene Zahlungen aus Leasing-Verhältnissen (Mietver- hältnissen) erfolgswirksam vereinnahmt. BIOLOGISCHE VERMÖGENSWERTE Die Rebanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, da die mit der Bewer- tung zum beizulegenden Zeitwert verbundenen Kosten den zusätzlichen Informationsnutzen übersteigen. Der Ausweis der biologischen Vermögenswerte (Weinberge) erfolgt wegen ihrer geringen Bedeutung nicht gesondert, sondern innerhalb der Sachanlagen. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN Die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien basiert auf dem Anschaffungskostenmodell. Ge- bäude werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sowohl bei den Gebäuden als auch beim Grund und Boden wird bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren die Werthaltigkeit geprüft. Die im Kon- zern als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden operativ nicht genutzt. NUTZUNGSDAUERN Wirtschaftliche Nutzungsdauer 30.06.2024 30.06.2023 Jahre Jahre Bauten 10-60 10-60 Tankanlagen 8-40 8-40 Sonstige technische Anlagen und Maschinen 3-20 3-20 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-15 3-15 Markenrechte mit bestimmbarer Nutzungsdauer 5-15 5-15 Software 1-5 1-5 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2-10 2-10 Biologische Vermögenswerte 20 20 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10-60 10-60 NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN Die Einbeziehung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen erfolgt durch jährliche Fortschreibung der Buchwerte dieser Gesellschaften um die anteiligen Ergebnisse, die ausgeschütteten Dividenden sowie die sonstigen Eigenkapitalveränderungen. Zusätzlich werden Effekte aus der Kaufpreisallokation bei der Bewertung nach der Equity-Methode berücksichtigt. Bei Hinweisen auf einen dauerhaft niedrigeren Wert der Beteiligung wer- den eine Überprüfung der Werthaltigkeit und gegebenenfalls eine Wertminderung vorgenommen und in der Ge- winn- und Verlustrechnung erfasst. FINANZINSTRUMENTE Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei ei- nem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanzi- ellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten werden diese entsprechend ihrer Klassifizierung be- wertet. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden gemäß IFRS 9 in die folgenden Bewertungskatego- rien eingeteilt: Zu fortgeführten Anschaffungskosten (FAAC) bewertete finanzielle Vermögenswerte sind Vermögenswerte, deren Zahlungsströme aus Zins- und Tilgungszahlungen zu festgelegten Zeitpunkten bestehen und die im Rah- men eines Geschäftsmodells gehalten werden, das vorsieht, das jeweilige Instrument zu halten, um die vertragli- chen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Sie werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaf- fungskosten und abzüglich etwaiger Wertminderungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertete finanzielle Vermögenswerte sind Vermögens- werte, deren Zahlungsströme aus Zins- und Tilgungszahlungen zu festgelegten Zeitpunkten bestehen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, das grundsätzlich das Halten der Vermögenswerte vorsieht, aber bei Bedarf auch Veräußerungen erlaubt. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die daraus resultierenden Wertänderungen werden in einer gesonderten Rücklage im sonstigen Ergebnis erfasst. Mit Ab- gang oder bei Wertberichtigung dieser finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital enthaltenen ku- mulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Diese Kategorie kann auch Eigenkapitalinstrumente enthalten, für die die einmalige Option zur erfolgsneutralen Erfassung der Zeitwertänderungen unwiderruflich ausgeübt wurde. Finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie liegen im SWA-Konzern nicht vor. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) umfasst finanzielle Vermögenswerte, die nicht in eine andere Kategorie fallen. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die daraus resultierenden Wer- tänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten werden nach ihrer erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsme- thode zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) bewertet. Gewinne und Verluste werden im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode sowie bei Ausbuchung der Verbindlichkeiten erfolgswirksam erfasst. Als langfristig werden Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über zwölf Monaten eingestuft. Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Bewertungskategorien wurden im Geschäftsjahr 2023/24 sowie im Vorjahr nicht vorgenommen. Das Vorliegen einer Wertminderung wird bei finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum bei- zulegenden Zeitwert bewertet werden, zu jedem Bilanzstichtag untersucht. Nach IFRS 9 wird eine Risikovorsorge auf Basis der erwarteten Kreditverluste („Expected Loss Model“) der nächsten zwölf Monate gebildet. Bei finanzi- ellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, reduziert die Wertminderung den Ansatz des Vermögenswerts in der Bilanz. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird ein Wert- berichtigungskonto verwendet. Die entsprechenden Aufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Auf- wendungen erfasst. Bei finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Wertminderung in einer gesonderten Rücklage im sonstigen Ergebnis erfasst. Auf Vermögens- werte, die keine wesentliche Finanzierungskomponente beinhalten, wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kommt ein vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung von Wertminderungen zur Anwendung. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Die Schätzung der Wertminderungen bei Forderungen basiert hauptsächlich auf den Ergebnissen des bisherigen Zahlungsver- haltens, der Berücksichtigung der Altersstruktur, einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit oder einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz eines Schuldners sowie Veränderungen politischer und makro- ökonomischer Rahmenbedingungen. Bei finanziellen Vermögenswerten wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmit- teläquivalenten wird aufgrund der sehr kurzen Laufzeiten (überwiegend täglich fällig) und der Bonität unserer Vertragspartner keine Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten gerechnet. Bei Wegfall der Gründe für Wertminderungen werden bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaf- fungskosten vorgenommen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanzi- ellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung erfolgt auch, wenn Zahlungen aus einem finanziellen Vermö- genswert uneinbringlich geworden sind. Gegebenenfalls vereinnahmte nachträgliche Zahlungseingänge auf be- reits ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam erfasst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert. Finanzielle Garantien, d. h. Verträge, bei denen die SWA zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, sofern ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht entsprechend nachkommt, werden zum beizulegen- den Zeitwert in Höhe der bestmöglichen Schätzung der zum Abschlussstichtag bestehenden Verpflichtung – ba- sierend auf Bürgschaftsbetrag und erwarteter Ausfallwahrscheinlichkeit – bewertet. Liquide Mittel umfassen Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. LATENTE STEUERN Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden der Einzelgesellschaften und im Konzernabschluss gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden zudem für voraussichtlich nutzbare steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive und passive latente Steuern gegenüber der gleichen Steuerbehörde werden auf Ebene der jeweiligen Konzerngesellschaft bzw. des jeweiligen Organkreises saldiert, sofern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und sich die latentenSteueransprüche und latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt bzw. unterschiedliche Steuersubjekte, die ihre Steuerpositionen auf einer Nettobasis regulieren, erhoben werden. Latente Steuern werden nicht gebildet auf temporäre Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten und Schulden aus anderen Geschäftsvorfällen als einem Unternehmenszusammenschluss. Für die Konzerngesellschaften werden folgende länderspezifische Steuersätze angesetzt: Land Steuersatz Steuersatz ab 01.01.2024 bis 31.12.2023 Deutschland 30,80% 30,72% Polen 19,00% 19,00% Tschechische Republik 19,00% 19,00% Slowakei 21,00% 21,00% Rumänien 16,00% 16,00% Frankreich 25,83% 25,83% VORRÄTE Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Wenn die beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ent- spricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch direkt zurechenbaren Aufwendungen. Als Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Pro- duktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten für die betriebliche Altersversorgung, für soziale Einrichtungen des Betriebs und freiwillige soziale Leistungen des Unter- nehmens sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstel- lungsbereich entfallen. Auf Vorratsbestände, deren Verkaufsfähigkeit fraglich bzw. eingeschränkt ist, werden an- gemessene Wertberichtigungen vorgenommen. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Langfristige Vermögenswerte, für die eine Veräußerungsabsicht besteht, werden als „zur Veräußerung gehalten“ klassifiziert und separat ausgewiesen, sofern der Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Voraussetzung hierfür ist außerdem die Veräußerbarkeit des lang- fristigen Vermögenswerts in seinem gegenwärtigen Zustand; ferner muss eine solche Veräußerung innerhalb der nächsten zwölf Monate höchstwahrscheinlich sein. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Vielmehr sind derartige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Ver- äußerungskosten anzusetzen. Sofern der Buchwert den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten übersteigt, sind entsprechende Wertminderungen erfolgswirksam zu erfassen, die im Fall einer späteren Erhö- hung dieses Wertes wieder rückgängig zu machen sind. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden versicherungsmathematisch nach dem An- wartschaftsbarwertverfahren („Projected-Unit-Credit-Methode“) ermittelt. Nach dieser Methode wird der Leis- tungszuwachs für jedes einzelne Dienstjahr als gesonderter Baustein eines projizierten endgültigen Leistungsan- spruchs betrachtet. Die erreichte Verpflichtung („Defined Benefit Obligation“) ergibt sich somit für jeden aktiven Mitarbeiter aus dem versicherungsmathematischen Barwert der zukünftigen Leistungen, die von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienst- zeiten erdient worden sind. Für Rentner und Ausgeschiedene mit unverfallbaren Anwartschaften bestimmt sich die Verpflichtung als versicherungsmathematischer Barwert aller zukünftigen Leistungen. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Pensi- onsrückstellungen werden saldiert mit dem zugehörigen Planvermögen ausgewiesen. Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit einem Rechnungszinsfuß von 1,86 % (Vorjahr 1,57 %) abgezinst. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines Ereignisses eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungs- betrag. Rückstellungen für zu erwartende Abfindungszahlungen oder vergleichbare Personalaufwendungen wer- den angesetzt, wenn ein entsprechender Plan von den jeweiligen Geschäftsleitungen beschlossen und kommu- niziert wurde. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen ist abzuzinsen, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Verpflichtungen wird im übrigen Finanzergebnis erfasst. ERGEBNIS JE AKTIE Das Ergebnis je Aktie errechnet sich als Verhältnis aus dem Konzernjahresüberschuss nach Ergebnisanteilen nicht beherrschender Gesellschafter und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den Berichtsperioden 2022/23 und 2023/24 ergaben sich keine Verwässerungseffekte. VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN ODER ANNAHMEN BEI DER ERSTELLUNG DES KONZERNAB- SCHLUSSES Die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie der im Anhang berichteten nicht passivierten finanziellen Verpflichtungen ist von Schätzungen oder Annah- men abhängig. Diese richten sich nach den Verhältnissen und Einschätzungen am Bilanzstichtag und beeinflus- sen insoweit auch die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der dargestellten Geschäftsjahre. Derartige Annahmen betreffen unter anderem die Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Sachanla- gevermögens oder immaterieller Vermögenswerte, die Bemessung von Rückstellungen, den Wertansatz von Be- teiligungen und von anderen Vermögenswerten oder Verpflichtungen. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt, jedoch können tatsächliche Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Bei den folgenden Sachverhalten sind die zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung: Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind den zahlungsmit- telgenerierenden Einheiten zuzuordnen und einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin zu überprüfen. Hierzu sind langfristige Ertragsprognosen der Berichtseinheiten vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu treffen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie andere langfristige Leistungen an Ar- beitnehmer werden im Wesentlichen durch die versicherungsmathematischen Annahmen beeinflusst. Wenn die getroffenen Annahmen nicht eintreffen, führt dies zu einer versicherungsmathematischen Über- oder Unterde- ckung, die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wird. Zur Beurteilung der Höhe sonstiger Rückstellungen sind Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen zu treffen. Dies gilt in besonderem Maße für die Rückstellung im Zu- sammenhang mit der Restrukturierung unserer Produktionskapazitäten in Frankreich und dem hierfür vorgese- henen Sozialplan. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen. Wertminderungen auf Vermögenswerte werden bei Vorliegen einer solchen vorgenommen. Zur Ermittlung des Nutzungswerts sind die Schätzung und die Diskontierung von Cashflows notwendig. Die Schätzung der Cash- flows und die getroffenen Annahmen basieren auf den jeweils zum Bilanzstichtag verfügbaren Informationen und können von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen. Annahmen und Schätzungen betreffen unter anderem zu erwartende Erlöse aus Produktverkäufen, die Wirtschaftlichkeit des Vermögenswerts sowie Material- und Energiepreise, aber auch Entscheidungen hinsichtlich der Werthaltigkeit von nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten. Liegt der voraussichtlich erzielbare Betrag unter dem Buchwert, ist eine Ab- schreibung in Höhe der Differenz vorzunehmen. Bei der Ermittlung aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sind insbesondere Annahmen hin- sichtlich der Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Realisierbarkeit zu treffen. Diese hängt davon ab, inwieweit künftig zu versteuerndes Einkommen erzielt werden kann, was überwiegend auf Basis entsprechender operativer Planungen und unter Berücksichtigung eventueller gesetzlicher Beschränkungen der maximalen Verlustvortrags- periode beurteilt wird. Daneben können aus steuerlichen Sachverhalten Unsicherheiten hinsichtlich der Beurtei- lung durch die zuständigen Finanzbehörden resultieren. III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Geschäftssegmente sind entsprechend der Berichterstattung festgelegt, die dem Gesamtvorstand der Schloss Wachenheim AG (Hauptentscheidungsträger) regelmäßig vorgelegt wird und anhand derer er seine stra- tegischen Entscheidungen fällt. Die Berichterstattung an den Vorstand der SWA erfolgt nach den Regionen Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa. Die regionale Segmentierung basiert dabei auf dem Standort der Vermögenswerte. Daneben wird über das zurzeit nicht operativ genutzte Immobilienvermögen in Rumänien im Segment Übrige Aktivitäten separat berichtet. Über folgende Geschäftssegmente wird berichtet: Deutschland In diesem Segment ist das operative Geschäft der in Deutschland ansässigen Gesellschaften des SWA-Konzerns sowie der SW Wines Europe Ltd., London/Großbritannien, zusammengefasst. Neben Sekt und Wein werden im Segment Deutschland entalkoholisierte Sparklings und Weine, das Kinderpartygetränk Robby Bubble, Perlweine sowie Getränke auf Weinbasis produziert und vertrieben. Frankreich Das Segment Frankreich umfasst die französischen Gesellschaften des SWA-Konzerns. Produktion und Vertrieb beschränken sich nahezu ausschließlich auf Vins Mousseux und Vins Mousseux de Qualité. Ostmitteleuropa Im Segment Ostmitteleuropa sind die Konzernunternehmen mit Sitz in Polen, Tschechien, Rumänien und der Slowakei dargestellt. Die Schwerpunkte dieses Segments liegen bei Wein, Schaumwein, Wermut, Spirituosen sowie den Kinderpartygetränken Piccolo und Robby Bubble. Daneben wird das Apfelweingetränk Cydr Lubelski produziert und vertrieben. Übrige Aktivitäten Das Segment Übrige Aktivitäten umfasst derzeit die Verwaltung einer nicht operativ genutzten Liegenschaft in Bukarest/Rumänien. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der SWA liegen die im Konzernabschluss verwen- deten IFRS zugrunde. Die Leistung der einzelnen Segmente wird im Wesentlichen anhand des Segmentumsat- zes und des Segment-EBIT beurteilt. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Kondi- tionen verrechnet. Im Folgenden werden die von der SWA zur Beurteilung der Leistung der Segmente herangezogenen Steuerungs- größen und darüberhinausgehende segmentbezogene Größen dargestellt: Deutschland Frankreich Ostmitteleuropa 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Außenumsatzerlöse 139.435 135.013 93.432 103.495 208.638 187.245 Innenumsatzerlöse 6.371 7.402 660 1.743 - - Gesamtumsatzerlöse 145.806 142.415 94.092 105.238 208.638 187.245 Bestandsveränderungen -836 7.226 119 1.694 -524 3.936 Materialaufwand -81.470 -87.410 -60.382 -67.986 -122.030 -113.395 Rohmarge 63.500 62.231 33.829 38.946 86.084 77.786 Sonstige betriebliche Erträge 5.423 4.299 78 53 1.514 1.054 Personalaufwand -28.651 -26.333 -13.532 -12.986 -30.432 -25.476 Abschreibungen -7.427 -7.364 -3.806 -3.652 -6.857 -6.044 Restrukturierung Produktion Frankreich - - -837 -4.446 - - Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.334 -26.749 -16.011 -17.688 -28.409 -26.091 Operatives Segmentergebnis (EBIT) 6.511 6.084 -279 227 21.900 21.229 Ergebnis aus der Equity-Methode 277 161 - - 52 75 Finanzerträge 7.162 6.648 39 60 1.168 1.095 Finanzaufwendungen -3.149 -1.726 -803 -331 -2.694 -2.342 Segmentergebnis vor Steuern (EBT) 10.801 11.167 -1.043 -44 20.426 20.057 Ertragsteuern -1.330 -1.621 378 -11 -3.712 -3.835 Segmentergebnis nach Steuern 9.471 9.546 -665 -55 16.714 16.222 Übrige Aktivitäten Eliminierungen Gesamt 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Außenumsatzerlöse - - - - 441.505 425.753 Innenumsatzerlöse - - -7.031 -9.145 - - Gesamtumsatzerlöse - - -7.031 -9.145 441.505 425.753 Bestandsveränderungen - - - - -1.241 12.856 Materialaufwand - - 7.190 9.115 -256.692 -259.676 Rohmarge - - 159 -30 183.572 178.933 Sonstige betriebliche Erträge - - -268 -341 6.747 5.065 Personalaufwand -8 -6 - - -72.623 -64.801 Abschreibungen -30 -30 4 3 -18.116 -17.087 Restrukturierung Produktion Frankreich - - - - -837 -4.446 Sonstige betriebliche Aufwendungen -50 -47 251 287 -70.553 -70.288 Operatives Segmentergebnis (EBIT) -88 -83 146 -81 28.190 27.376 Ergebnis aus der Equity-Methode - - - - 329 236 Finanzerträge 19 - -7.112 -6.511 1.276 1.292 Finanzaufwendungen -1 -71 - 22 -6.647 -4.448 Segmentergebnis vor Steuern (EBT) -70 -154 -6.966 -6.570 23.148 24.456 Ertragsteuern 12 25 -31 10 -4.683 -5.432 Segmentergebnis nach Steuern -58 -129 -6.997 -6.560 18.465 19.024 Die Umsatzerlöse im Segment Deutschland wurden in Höhe von TEUR 123.711 (Vorjahr TEUR 117.519) in Deutschland erzielt. Im Segment Frankreich wurden TEUR 67.256 (Vorjahr TEUR 69.614) im eigenen Land er- löst. Die Erlöse des Segments Ostmitteleuropa wurden fast ausschließlich in den jeweiligen Heimatländern der dort ansässigen Konzernunternehmen erzielt. Die Gliederung der Gesamtumsatzerlöse nach Produktgruppen und den operativen Segmenten (vor Eliminierung der Umsätze zwischen den operativen Segmenten) ist aus der folgenden Übersicht ersichtlich: Deutschland Frankreich Ostmitteleuropa 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Sekt, Schaumwein und Perlwein 58.945 59.276 93.331 103.540 44.393 41.597 Stillwein 34.640 36.436 - - 98.399 85.426 Sonstige 52.221 46.703 761 1.698 65.846 60.222 145.806 142.415 94.092 105.238 208.638 187.245 Langfristige Vermögenswerte gemäß IFRS 8.33(b) belaufen sich in Deutschland auf TEUR 74.197 (Vor- jahr TEUR 73.787), in Frankreich auf TEUR 69.546 (Vorjahr TEUR 65.037) und in Ostmitteleuropa auf TEUR 80.771 (Vorjahr TEUR 67.347). ÜBERLEITUNG DER SUMME DER SEGMENTERGEBNISSE ZUM KONZERNGESAMTERGEBNIS 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Summe der Segmentergebnisse 25.462 25.584 Eliminierungen -6.997 -6.560 Konzernjahresüberschuss 18.465 19.024 Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen (nach Steuern) -13 -51 Unterschied aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 1.854 3.641 Kurseffekte aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (nach Steuern) - 73 Konzerngesamtergebnis 20.306 22.687 IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ (1) Sachanlagen Grundstücke Technische Andere Anlagen, Geleistete An- Biologische Gesamt und Bauten Anlagen und Betriebs- und zahlungen und Vermögens- Maschinen Geschäfts- Anlagen werte ausstattung im Bau in TEUR Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 30.06.2022 92.796 118.174 30.253 4.591 991 246.805 Währungsänderungen 1.513 1.204 488 51 - 3.256 Zugänge 10.397 2.240 5.236 3.403 30 21.306 Abgänge -2.067 -1.683 -2.798 -10 -5 -6.563 Umbuchungen 418 1.250 58 -1.726 - - Stand am 30.06.2023 103.057 121.185 33.237 6.309 1.016 264.804 Währungsänderungen 913 736 284 86 -9 2.010 Änderungen Konsolidierungskreis 991 1.118 28 - 1.238 3.375 Zugänge 9.877 2.133 3.524 11.181 61 26.776 Abgänge -581 -2.186 -1.412 - -7 -4.186 Umbuchungen 749 2.652 65 -3.466 - - Stand am 30.06.2024 115.006 125.638 35.726 14.110 2.299 292.779 Abschreibungen Stand am 30.06.2022 40.293 78.203 23.865 59 540 142.960 Währungsänderungen 824 739 270 2 - 1.835 Zugänge 6.898 5.650 2.947 - 27 15.522 Abgänge -2.049 -1.647 -2.222 - - -5.918 Umbuchungen -14 - 14 - - - Stand am 30.06.2023 45.952 82.945 24.874 61 567 154.399 Währungsänderungen 531 450 170 8 - 1.159 Zugänge 7.554 5.815 2.968 15 85 16.437 Abgänge -578 -2.035 -1.276 - - -3.889 Umbuchungen - 4 -4 - - - Stand am 30.06.2024 53.459 87.179 26.732 84 652 168.106 Restbuchwert zum 30.06.2023 57.105 38.240 8.363 6.248 449 110.405 Restbuchwert zum 30.06.2024 61.547 38.459 8.994 14.026 1.647 124.673 In der Bilanz sind die biologischen Vermögenswerte (Rebanlagen) Bestandteil der Sachanlagen. Auf einen ge- sonderten bilanziellen Ausweis wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Zu den in den Sachanlagen enthaltenen Nutzungsrechten sei auch auf die Erläuterungen in Anmerkung (31) verwiesen. Die Umbuchungen innerhalb der Abschreibungen betreffen Anpassungen in der Zuordnung kumulierter Abschrei- bungsbeträge. Vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen bestehen in Höhe von TEUR 7.297 (Vorjahr TEUR 10.260), überwiegend im französischen und ostmitteleuropäischen Teilkonzern. Im Teilkonzern Ostmittel- europa sind Technische Anlagen und Maschinen von TEUR 3.774 (Vorjahr TEUR 2.232) sowie Immobilienver- mögen mit Buchwerten von TEUR 5.266 (Vorjahr TEUR 5.360) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegeben. (2) Immaterielle Vermögenswerte Marken- Geschäfts- oder Sonstige Geleistete Gesamt rechte Firmenwerte immaterielle Ver- Anzahlungen in TEUR mögenswerte Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 30.06.2022 87.465 13.223 15.632 68 116.388 Währungsänderungen 629 193 253 11 1.086 Zugänge - - 1.369 318 1.687 Abgänge - - -133 - -133 Umbuchungen - - 27 -27 - Stand am 30.06.2023 88.094 13.416 17.148 370 119.028 Währungsänderungen 405 26 156 42 629 Änderungen Konsolidierungskreis 44 2.245 172 - 2.461 Zugänge 100 - 344 2.630 3.074 Abgänge - - - - - Stand am 30.06.2024 88.643 15.687 17.820 3.042 125.192 Abschreibungen Stand am 30.06.2022 9.388 - 11.775 - 21.163 Währungsänderungen 458 - 215 - 673 Zugänge 452 - 1.083 - 1.535 Abgänge - - -44 - -44 Stand am 30.06.2023 10.298 - 13.029 - 23.327 Währungsänderungen 299 - 137 - 436 Zugänge 527 - 1.122 - 1.649 Abgänge - - - - - Stand am 30.06.2024 11.124 - 14.288 - 25.412 Restbuchwert zum 30.06.2023 77.796 13.416 4.119 370 95.701 Restbuchwert zum 30.06.2024 77.519 15.687 3.532 3.042 99.780 Zu den in den immateriellen Vermögenswerten enthaltenen Nutzungsrechten sei auch auf die Erläuterungen in Anmerkung (31) verwiesen. In den Markenrechten sind mit TEUR 74.834 (Vorjahr TEUR 74.755) Markenrechte mit unbestimmter Nutzungs- dauer und mit TEUR 2.685 (Vorjahr TEUR 3.041) solche mit bestimmbarer Nutzungsdauer enthalten. Bei den Markenrechten mit unbestimmter Nutzungsdauer handelt es sich um folgende Markenrechte: 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR Charles Volner (CEVIM SAS) 38.106 38.106 Cin&Cin (AMBRA S.A.) 9.735 9.735 Markenportfolio CEVIM (CEVIM SAS) 6.000 6.000 Dorato (AMBRA S.A.) 5.060 5.060 Eisberg (Schloss Wachenheim AG) 3.620 3.620 Light Live (Schloss Wachenheim AG) 3.152 3.152 Sange de Taur (Zarea S.A.) 2.393 2.400 Pliska (AMBRA Brands Sp. z o.o.) 2.333 2.260 Nymphenburg Sekt (Schloss Wachenheim AG) 2.045 2.045 Robby Bubble (Schloss Wachenheim AG) 1.959 1.959 Slantschew Brjag (AMBRA S.A.) 431 418 74.834 74.755 Zum Bilanzstichtag besteht unverändert die Einschätzung, dass die Nutzungsdauer der genannten Markenrechte nicht verlässlich bestimmbar ist. Für Zwecke des jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests wurden im Ge- schäftsjahr 2023/24 auf Basis von Erfahrungswerten und unter Berücksichtigung der erwarteten Marktentwicklun- gen folgende bedeutende Schätzannahmen getroffen: Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer Planungszeitraum 5 Jahre Umsatzwachstum p.a. im Planungszeitraum 1,1 % bis8,5 % EBIT-Marge im Planungszeitraum 4,5 % bis 11,7 % Wachstumsfaktor nach Ende des Planungszeitraums 1,5 % bis2,5 % Diskontierungszinssatz 7,5 % bis 10,3 % Zum 30. Juni 2024 sind im Teilkonzern Deutschland TEUR 6.725 (Vorjahr TEUR 6.725) und im Teilkonzern Ost- mitteleuropa TEUR 8.962 (Vorjahr TEUR 6.691) an Geschäfts- oder Firmenwerten aktiviert. 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR Rindchen’s Weinkontor / Vino Weinhandels GmbH 6.725 6.725 TiM 2.821 2.765 Soare Tschechien (einschließlich Wein-Retail CZ) 2.628 2.693 Zarea (seit 2023/24 einschließlich Vitis und DDM) 2.377 132 Übrige 1.136 1.101 15.687 13.416 Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert nahezu ausschließlich aus dem Erwerb der Vitis Prod s.r.l. („Vitis“) und der Domeniile Dealu Mare s.r.l. („DDM“), beide Urlati/Rumänien. Zu Einzelheiten sei auf den Abschnitt „I. Rechnungslegungsgrundsätze“, Unterabschnitt „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen. Infolge der Ein- gliederung der Vitis und der DDM in die Organisation der Zarea S.A., Bukarest/Rumänien unmittelbar nach dem Anteilserwerb wird der jährliche Werthaltigkeitstest auf Ebene der aus diesen drei Gesellschaften bestehenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorgenommen. Infolge der in 2023/24 vorgenommenen Verschmelzung der tschechischen Wein-Retail-Gesellschaften (Vino- klub.cz s.r.o., Gurmetum s.r.o. sowie Euro Center Trade s.r.o., alle Prag/Tschechien) auf die Soare Sekt a.s., Brno/Tschechien, und der in diesem Zusammenhang vorgenommenen strukturellen und organisatorischen Ein- gliederung in die aufnehmende Gesellschaft erfolgt der jährliche Werthaltigkeitstest nunmehr auf Ebene der Soare Sekt a.s. als zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die bedeutendsten Schätzannahmen, die in Übereinstimmung mit unserer betriebsüblichen Praxis in die Werthaltigkeitstests wesentlicher Geschäfts- oder Firmenwerte eingeflos- sen sind: Rindchen’s TiM Soare Tschechien Zarea Weinkontor / Vino Buchwert Firmenwert TEUR 6.725 TEUR 2.821 TEUR 2.628 TEUR 2.377 Planungszeitraum 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre Umsatzwachstum p.a. im Planungszeitraum 6,2 % bis 13,1 % 1,6 % bis5,1 % 4,5 % bis9,8 % 4,0 % bis6,9 % EBIT-Marge im Planungszeitraum 1,6 % bis7,0 % 11,9 % bis 13,7 % 11,7 % bis 12,5 % 10,3 % bis 11,7 % Wachstumsfaktor nach Ende des Planungszeitraums 1,5 % 2,5 % 1,5 % 2,3 % Diskontierungszinssatz 7,5 % 8,5 % 7,5 % 10,3 % Die Werthaltigkeitstests führten zu keinem Anpassungsbedarf. Auch bei Veränderung der zugrunde gelegten Dis- kontierungszinssätze von +/- 1 % sowie der nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderungen weiterer wesentlicher Schätzannahmen würde sich kein Anpassungsbedarf ergeben. Zum 30. Juni 2024 bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (Soft- ware) im deutschen und ostmitteleuropäischen Teilkonzern von insgesamt TEUR 1.312 (Vorjahr TEUR 2.680). (3) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in TEUR Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 30.06.2022 3.461 Währungsänderungen -11 Stand am 30.06.2023 3.450 Währungsänderungen -9 Stand am 30.06.2024 3.441 Abschreibungen Stand am 30.06.2022 687 Währungsänderungen -1 Zugänge 30 Stand am 30.06.2023 716 Währungsänderungen -1 Zugänge 30 Stand am 30.06.2024 745 Restbuchwert zum 30.06.2023 2.734 Restbuchwert zum 30.06.2024 2.696 Bei den im SWA-Konzernabschluss erfassten Investment Properties handelt es sich um ein Grundstück in Buka- rest/Rumänien. Der beizulegende Zeitwert dieses Grundstücks wurde zuletzt zum 31. Dezember 2013 durch ein Gutachten eines Immobiliensachverständigen ermittelt. Der unter Anwendung eines Vergleichswertverfahrens unter Heranziehung vergleichbarer Angebote bzw. Transaktionen (Stufe 3 der Fair Value-Hierarchie) ermittelte beizulegende Zeitwert hat zu diesem Zeitpunkt TEUR 8.322 betragen. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde von dieser Liegenschaft ein Teilgrundstück von rund 36 % der Grundstücksfläche verkauft; dabei wurde ein Gewinn von TEUR 1.273 erzielt. Zum Bilanzstichtag wurde auf die Einholung eines neuen Gutachtens verzichtet; das Management in Rumänien schätzt den aktuellenWert des verbliebenen Teils der Liegenschaft auf Basis eigener Marktbeobachtungen (Stufe 3 der Fair Value-Hierarchie) auf rund EUR 7,5 Mio. Die Mieterlöse aus den im Geschäftsjahr 2023/24 als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen wie im Vorjahr TEUR 0. Auch im Geschäftsjahr 2024/25 werden voraussichtlich keine Mieterlöse aus als Finanzinvesti- tion gehaltenen Immobilien erzielt. Die direkt mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zusammenhän- genden betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 88 (Vorjahr TEUR 83). Für die Folgebewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien gelten die für Sachanlagen dargestellten Grundsätze. (4) Nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile an Gemeinschaftsunternehmen Die Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG, Haar/Deutschland (zu 50 % gehalten von der SWA), und die Wine 4 You Sp. z o.o., Piasezno/Polen (zu 50 % gehalten von der TiM S.A.), sind Gemeinschaftsunternehmen („Joint Ventures“), die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Der Konzern hat jeweils einen Anspruch am Netto- vermögen dieser Gesellschaften. Die SWA vertreibt als Kommissionär Waren des Gemeinschaftsunternehmens Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG – Prosecco und andere Perlweine – für dessen Rechnung gegen Provision. Von der Wine 4 You Sp. z o.o. werden Fachhandelsunternehmen sowie Hotels, Gastronomie und Catering-Un- ternehmen mit einem breiten Sortiment hochwertiger Weine beliefert. Im Folgenden werden zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen einschließlich einer Überleitung auf den Buchwert des Konzernanteils dargestellt. Vintalia Weinhandels Wine 4 You Sp. z o.o. GmbH & Co. KG 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 TEUR TEUR TEUR TEUR Langfristige Vermögenswerte 25 25 76 42 Zahlungsmittel 504 84 6 5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.068 1.513 1.023 1.052 Summe Aktiva 1.597 1.622 1.105 1.099 Langfristige finanzielle Schulden - - - - Sonstige langfristige Schulden 25 25 - - Kurzfristige finanzielle Schulden 402 277 171 89 Kurzfristige Rückstellungen 205 282 - - Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 803 730 429 500 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6 152 25 22 Kurz- und langfristige Schulden 1.441 1.466 625 611 Eigenkapital (100 %) 156 156 480 488 Konzernanteil am Eigenkapital (Buchwert) 78 78 240 244 Umsatzerlöse 4.142 4.255 2.542 2.421 Materialaufwand -3.242 -3.599 -1.411 -1.376 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - -20 -14 Zinserträge - - - - Zinsaufwendungen -9 -9 - - Saldo sonstiger Erträge / Aufwendungen -241 -272 -977 -844 Ertragsteuern -96 -54 -30 -37 Jahresüberschuss / Gesamtergebnis 554 321 104 150 Konzernanteil am Jahresüberschuss (Equity-Ergebnis des Kon- zerns) 277 161 52 75 Erhaltene Dividenden - - 58 107 Zu weiteren Einzelheiten hinsichtlich des Equity-Ergebnisses des Konzerns sei auf Anmerkung (22) verwiesen. (5) Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte 30.06.2024 30.06.2023 langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig TEUR TEUR TEUR TEUR Ausgereichte Darlehen und Forderungen 2.101 9.747 1.162 6.214 Sonstige Vermögenswerte 13 - 12 - 2.114 9.747 1.174 6.214 Die ausgereichten Darlehen und Forderungen enthalten wie im Vorjahr keine wesentlichen überfälligen Beträge, die zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert sind. Zum Bilanzstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner des dargestellten Bestands an sons- tigen Vermögenswerten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die kurzfristigen Forderungen beinhalten Vorauszahlungen von TEUR 3.079 (Vorjahr TEUR 2.871) sowie For- deru gen aus nicht ertragsabhängigen Steuern von TEUR 3.072 (Vorjahr TEUR 1.634). (6) Vorräte Im Konzernabschluss machen die Vorräte von insgesamt TEUR 150.166 (Vorjahr TEUR 154.246) rund 31,9 % (Vorjahr rund 34,7 %) der Konzernbilanzsumme aus: 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.389 26.348 Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 41.965 41.288 Fertige Erzeugnisse, fertige Leistungen und Waren 80.596 83.706 Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 2.216 2.904 150.166 154.246 Der in der Bilanz ausgewiesene Nettowert der Vorräte ergibt sich nachWertberichtigungen von TEUR 2.594 (Vor- jahr TEUR 2.043). Die Veränderung der Wertberichtigungen ergibt sich aus Zuführungen von TEUR 759 (Vorjahr TEUR 420), Auflösungen von TEUR 208 (Vorjahr TEUR 422) und Währungseffekten von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1). Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beläuft sich auf TEUR 2.415 (Vorjahr TEUR 2.020). Im Teilkonzern Ostmitteleuropa wurden Vorräte von TEUR 22.401 (Vor- jahr TEUR 28.045) als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegeben. (7) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Buchwert Davon: Zum Davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in Abschlussstichtag den folgenden Zeitbändern überfällig weder wertgemindert bis zu zwischen mehr als noch überfällig 60 Tagen 61 und 120 120 Tage Tagen TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 30.06.2024 68.783 60.875 6.449 476 983 30.06.2023 63.950 59.739 3.342 313 556 Zum Bilanzstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner des dargestellten Bestands an For- derungen aus Lieferungen und Leistungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Das für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesondert geführte Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt: 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR Stand Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 921 1.373 Währungsänderungen 10 2 Verbrauch -152 -484 Auflösung -153 -90 Zuführung 255 120 Stand Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahres 881 921 Zum Stichtag waren Forderungen von insgesamt EUR 23,6 Mio. (Vorjahr EUR 22,5 Mio.) versichert. Ein Teil der Forderungen aus LieferungenundLeistungen wird imWegeeines revolvierenden Factorings verkauft. Die SWA haftet lediglich für den rechtlichen Bestand der verkauften Forderungen. Der Factor trägt für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors. Zum 30. Juni 2024 beträgt das Vo- lumen der Vorfinanzierung EUR 18,0 Mio. (Vorjahr EUR 18,9 Mio.). Im Juni 2024 wurden TEUR 19.691 (Vorjahr TEUR 20.535) an den Factor verkauft und ausgebucht. Der Restkaufpreis wird abzüglich Zinsen und Gebühren unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen und ist erst mit Zahlungseingang, spätestens mit Eintritt des Delkrederefalls, fällig. Vereinfachend erfolgt die Bewertung der Forderungen aus Lie- ferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten. (8) Liquide Mittel Bei den flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 7.673 (Vorjahr TEUR 7.457) handelt es sich um Schecks, Kassen- bestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Auf die Muttergesellschaft entfallen hiervon TEUR 88 (Vorjahr TEUR 76), auf andere inländische Konzernunternehmen TEUR 391 (Vorjahr TEUR 392) und auf ausländische Tochtergesellschaften TEUR 7.194 (Vorjahr TEUR 6.989). Die liquiden Mittel enthalten einen Betrag von TEUR 2.002 (Vorjahr TEUR 1.823), der von der Przedsiębiorstwo Handlowe Vinex Slaviantsi Poland Sp. z o.o. gehalten wird, und über den nur im Einvernehmen mit den Mitgesellschaftern verfügt werden kann. (9) Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte Grundkapital der SWA von TEUR 50.054 ist in 7.920.000 nennwertlose Stamm-Stückaktien eingeteilt. Auf jede einzelne Aktie entfällt ein rechnerischer Betrag von EUR 6,32. Die Stammaktien lauten auf den Inhaber und sind unter der Wertpapierkennnummer 722900 zum Börsenhandel zugelassen. Der Günther Reh Aktiengesellschaft , Leiwen/Mosel, stehen am Bilanzstichtag aus 5.532.640 Aktien rund 69,86 % der Stimmrechte an der SWA zu. Das Grundkapital der SWA ist gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung um bis zu TEUR 25.027, eingeteilt in 3.960.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhö- hung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber der bis zum 24. November 2026 ausgegebenen Wandel- schuld- bzw. Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen bzw. ihren Wandlungspflichten nachkommen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 einmal oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsanleihen im Gesamt- nennbetrag von bis zu EUR 100 Mio. mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren ab Ausgabe zu begeben. Die Ausgabe der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen kann auch durch eine in- oder ausländische Ka- pitalgesellschaft erfolgen, an der die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (Konzernun- ternehmen). Weitere Einzelheiten enthält der Ermächtigungsbeschluss vom 25. November 2021. Der Vorstand ist befugt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und gegebenenfalls im Einvernehmen mit den Organen des die Anleihe begebenden Konzernunternehmens die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung derWandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen zu bestimmen. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Der Vorstand der SWA ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 25. November 2021 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 das Grundkapital um bis zu TEUR 25.027 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhö- hen (Genehmigtes Kapital 2021) und dabei das Gewinnbezugsrecht der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festzulegen, soweit dies rechtlich zulässig ist. Dabei ist den Aktionären hinsichtlich des genehmigten Kapitals ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ein- oder mehrmalig unter bestimmten Bedingungen auszuschließen. Weitere Regelungen zum Genehmigten Kapital 2021 enthält § 4 Abs. 6 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des genehmigten Kapitals wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Am 26. November 2020 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 25. November 2025 einmal oder mehrfach über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots eigene Stückaktien (Stammaktien) zu bestimmten Konditionen zu erwerben. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Ak- tien ist insgesamt auf einen Anteil von 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt.WeitereEinzelheitenenthältder Ermächtigungsbeschluss vom 26. November 2020. Vonder Ermäch- tigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich Einstellungen aus Aufgeldern (Agio aus Barkapitalerhöhungen 1996 und 1997) und ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Gewinnrücklagen und Konzernjahresüberschuss Die Gewinnrücklagen und der Konzernjahresüberschuss enthalten die laufenden und die in Vorjahren im Schloss Wachenheim-Konzern erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne. Gemäß Beschluss der Hauptver- sammlung der Schloss Wachenheim AG vom 16. November 2023 wurde im Geschäftsjahr 2023/24 aus dem Bilanzgewinn zum 30. Juni 2023 eine Dividende in Höhe von TEUR 4.752 bzw. EUR 0,60 pro Aktie an die Aktio- näre ausgeschüttet. Kumuliertes sonstiges Ergebnis Das kumulierte sonstige Ergebnis enthält neben den erfolgsneutral erfassten kumulierten Erträgen und Aufwen- dungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen auch Währungseffekte aus Nettoin- vestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sowie die unmittelbar im Eigenkapital zu erfassenden Ver- änderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und hat sich wie folgt entwickelt: Versicherungsmathemati- Unterschied aus der Kurseffekte aus Net- Kumuliertes sche Gewinne und Verluste Währungsumrechnung toinvestitionen in ei- sonstiges leistungsorientierter ausländischer nen ausländischen Ergebnis Pensionszusagen Tochterunternehmen Geschäftsbetrieb TEUR TEUR TEUR TEUR Stand am 30.06.2022 -594 -2.791 -47 -3.432 Veränderung vor Steuern -65 2.107 30 2.072 Steuereffekt 14 - -5 9 Stand am 30.06.2023 -645 -684 -22 -1.351 Veränderung vor Steuern -16 1.022 - 1.006 Steuereffekt 3 - - 3 Stand am 30.06.2024 -658 338 -22 -342 Übrige Veränderungen Die übrigen Veränderungen des Konzerneigenkapitals im Vorjahr stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Minderheitenanteilen an der Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie/Frankreich. (10) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie andere langfristige Leistun- gen an Arbeitnehmer 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR Pensionsrückstellungen inländische Gesellschaften 515 538 Planvermögen inländische Pensionspläne -9 -10 Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses französische Gesellschaften (in- demnités de départ à la retraite) 1.139 1.098 Pensionsrückstellungen ostmitteleuropäische Gesellschaften 214 176 Rückstellungen für Jubiläen inländische Gesellschaften 97 107 Rückstellungen für Todesfälle inländische Gesellschaften 26 27 1.982 1.936 Nachfolgend die Entwicklung der Pensionsrückstellungen der inländischen Gesellschaften: Inländische Gesellschaften 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Defined Benefit Obligation zu Beginn des Geschäftsjahres 538 585 Laufender Dienstzeitaufwand - - Zinsaufwand 13 9 Geleistete Rentenzahlungen -58 -58 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 22 2 Defined Benefit Obligation zum Ende des Geschäftsjahres 515 538 Die Entwicklung der bei Eintritt in die Rente zu leistenden Abfindungen der französischen Gesellschaften stellt sich wie folgt dar: Französische Gesellschaften 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Defined Benefit Obligation zu Beginn des Geschäftsjahres 1.098 1.285 Laufender Dienstzeitaufwand 79 194 Zinsaufwand 45 35 Umgliederung wegen Restrukturierung - -275 Geleistete Zahlungen -45 -74 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -38 -67 Defined Benefit Obligation zum Ende des Geschäftsjahres 1.139 1.098 Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften stehen Ansprüche im Rahmen der be- trieblichen Altersversorgung zu. Die in der Zuständigkeit der jeweiligen Konzernunternehmen zu erbringenden Versorgungsleistungen variieren dabei nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Die unmittelbaren Verpflichtungen in Deutschland umfassen im Wesentlichen solche aus bereits laufenden Pensionen; daneben bestehen auch Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder. Im Segment Frankreich betreffen die Pensionsrückstellungen die aufgrund gesetzlicher Vor- schriften zu leistenden Einmalzahlungen, die den Beschäftigten bei Eintritt in den Ruhestand auf Basis ihrer Be- triebszugehörigkeit und ihres durchschnittlichen Gehalts gewährt werden („indemnités de départ à la retraite“). Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern durch leistungsorientierte Versorgungspläne, deren Bilanz- ansatz gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet wird. Der Verpflichtungsumfang für aktive Mitarbeiter erhöht sich jährlich um die Aufzinsung und um den Barwert der im Wirtschaftsjahr neu verdien- ten Pensionsansprüche. Im Geschäftsjahr 2024/25 werden im Teilkonzern Deutschland voraussichtlich TEUR 47 an anspruchsberechtigte Personen ausgezahlt. In den folgenden Geschäftsjahren bis 2027/28 werden voraus- sichtlich weitere TEUR 167 fällig. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionspläne beläuft sich auf rund fünf Jahre. Der im Geschäftsjahr 2024/25 voraussichtlich zu verrechnende Dienstzeit- und Zinsaufwand beläuft sich auf TEUR 11. Im Teilkonzern Frankreich belaufen sich die voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024/25 auszuzahlenden Beträge auf TEUR 86. In den folgenden Geschäftsjahren bis 2027/28 werden voraussichtlich weitere TEUR 300 fällig. Die durchschnittliche Restlaufzeit der französischen Pensionspläne beläuft sich auf rund zwölf Jahre. Die für den Teilkonzern Frankreich im Vorjahr ausgewiesenen Umgliederungen betreffen Rückstellungsbeträge, die auf die von der Verlagerung der Produktionskapazitäten von Wissembourg/Frankreich nach Tournan-en- Brie/Frankreich betroffenen Mitarbeiter entfallen (vgl. hierzu auch Anmerkung 20). Diese wurden in die Rückstel- lung für den in diesem Zusammenhang vorgesehenen Sozialplan, die in den sonstigen langfristigen bzw. kurz- fristigen Rückstellungen enthalten ist, umgegliedert. Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden getroffen: Zinssatz: IAS 19 verlangt, dass der Zinssatz, der in versicherungsmathematischen Bewertungen benutzt wird, aus am Bilanzstichtag am Markt für sichere, festverzinsliche Industrieanleihen feststellbaren Renditen abzuleiten ist. In Ländern ohne einen ausgereiften Markt für solche Anleihen sind stattdessen die Renditen für Regierungs- anleihen zu verwenden. Rentenanpassung im Rentnerstadium: Die Anpassung von laufenden Leistungen wurde für die inländischen Gesellschaften wie im Vorjahr mit 2,0 % p. a. angenommen. Für die französischen Gesellschaften wird eine zu- künftige Rentenanpassung von 0 % unterstellt. Rechnungsmäßiges Pensionsalter: Bei der Bewertung wurde für die inländischen Gesellschaften das frühest- mögliche Pensionsalter der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung und für die französischen Gesellschaf- ten ein Renteneintrittsalter von 65 Jahren zugrunde gelegt. Zusammengefasst stellen sich die der Bewertung der Pensionsrückstellungen bzw. der Zahlungen bei Renten- eintritt zugrundeliegenden Annahmen wie folgt dar: Inländische Gesellschaften 30.06.2024 30.06.2023 Abzinsungssatz 3,68 % 3,94 % Fluktuationsrate 5,00 % 5,00 % Gehaltsdynamik 0,00 % 0,00 % Sterbetafeln RT Heubeck 2018G RT Heubeck 2018G Zukünftige Rentenanpassungen 2,00 % 2,00 % Französische Gesellschaften 30.06.2024 30.06.2023 Abzinsungssatz 3,82 % 4,11 % Fluktuationsrate 1,50 % 1,50 % Gehaltsdynamik 3,00 % 3,00 % Sterbetafeln INSEE TD_TV 00-02 INSEE TD_TV 00-02 Der Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten. Die versicherungsmathematischen Gewinne oder Ver- luste werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst. In den Finanzierungsaufwendungen ist der Aufwand aus der periodischen Verzinsung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse stellt die Auswirkungen möglicher Veränderungen wesentlicher Bewer- tungsannahmen zum 30. Juni 2024 sowie zum 30. Juni 2023 auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen bei ansonsten jeweils unveränderten Annahmen dar. Die Veränderungen des Barwerts wurden auf Basis alternativer Berechnungen der entsprechenden Pensionsverpflichtungen ermittelt. Veränderung des Barwerts der Pensions- Veränderung des Barwerts der Pensions- verpflichtungen zum 30.06.2024 verpflichtungen zum 30.06.2023 Deutschland Frankreich Deutschland Frankreich TEUR TEUR TEUR TEUR Abzinsungssatz Erhöhung um 50 Basispunkte -8 -64 -9 -57 Reduzierung um 50 Basispunkte 9 70 9 61 Rentenanpassung (Deutschland) bzw. Gehaltsdynamik (Frankreich) Erhöhung um 50 Basispunkte 8 70 9 61 Reduzierung um 50 Basispunkte -8 -65 -9 -57 Die Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf TEUR 4.611 (Vorjahr TEUR 4.232). (11) Finanzverbindlichkeiten/Sonstige Verbindlichkeiten 30.06.2024 Finanzverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.255 50.031 - - Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 16.388 5.781 - - Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen 5.706 1.724 - - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten - - 219 58 Vertragliche Verbindlichkeiten - - - 390 Sonstige unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten - - 3.725 31.899 40.349 57.536 3.944 32.347 30.06.2023 Finanzverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.786 36.467 - - Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 13.909 5.981 - - Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen 6.137 2.095 - - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten - - 210 42 Vertragliche Verbindlichkeiten - - - 374 Sonstige unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten - - 911 35.129 31.832 44.543 1.121 35.545 Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der ori- ginären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich: Verbindlichkei- Verbindlichkeiten Sonstige Vertragliche Sonstige Summe ten gegenüber aus sonstigen verzinsliche finanzi- Verbind- unverzinsliche finan- Kreditinstituten Darlehen elle Verbindlichkei- lichkeiten zielle Verbindlichkei- ten ten TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Buchwert 68.286 7.430 277 390 35.624 112.007 Cashflows 2024/25 Zins fix 532 - 16 - - 548 Zins variabel 2.524 305 - - - 2.829 Tilgung 50.031 1.724 58 390 31.899 84.102 Cashflows 2025/26 Zins fix 393 - 11 - - 404 Zins variabel - 228 - - - 228 Tilgung 6.340 332 - - 434 7.106 Cashflows 2026/27 Zins fix 319 - 11 - - 330 Zins variabel - 215 - - - 215 Tilgung 6.936 332 40 - 354 7.662 Cashflows 2027/28 Zins fix 155 - 6 - - 161 Zins variabel - 101 - - - 101 Tilgung 962 5.042 131 - 2.288 8.423 Cashflows 2028/29 ff. Zins fix 309 - 2 - - 311 Zins variabel - - - - - - Tilgung 4.017 - 48 - 649 4.714 Zu den Fälligkeiten aus Leasingvereinbarungen sei auf die Anmerkung (31) verwiesen. Einbezogen wurden alle Instrumente, die sich am 30. Juni 2024 im Bestand befanden und für die bereits Zahlun- gen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwäh- rungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finan- zinstrumenten werden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 30. Juni 2024 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Die sonstigen unverzinslichen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten in erster Linie solche aus ertragsunab- hängigen Steuern, aus Kundenboni und Werbekostenzuschüssen, sowie erhaltene Anzahlungen. Die Finanzverbindlichkeiten bestehen bei: 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR SWA 38.542 39.017 Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG 2.106 1.828 Vino Weinhandels GmbH 5.921 5.061 CEVIM SAS (Teilkonzern) 25.532 10.561 AMBRA S.A. 7.386 5.022 AMBRA Brands Sp. z o.o. 7.354 6.932 TiM S.A. 5.326 6.341 Übrige 5.718 1.613 97.885 76.375 Im Teilkonzern Ostmitteleuropa wurden für aufgenommene Darlehen in Höhe von TEUR 13.338 (Vorjahr TEUR 12.407) umfangreiche Sicherheiten gegeben. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Verpfändungen aus- gewählter technischer Anlagen und Maschinen sowie Vorräten, Grundschuldbestellungen auf Immobilienvermö- gen, der Abtretung von Versicherungsansprüchen und Wechselverbindlichkeiten zusammen. (12) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 56.550 (Vorjahr TEUR 61.953). Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. (13) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte stellen sich nach den Bewertungskategorien unter IFRS 9 zum 30. Juni 2024 bzw. zum 30. Juni 2023 wie folgt dar: Bewertungs- Buchwert Beizulegender Zeitwert kategorie 30.06.2024 30.06.2023 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR TEUR TEUR AKTIVA Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 68.783 63.950 68.783 63.950 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Ausgereichte Darlehen und Forderungen FAAC 2.101 1.162 2.101 1.162 Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - - Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 13 12 13 12 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Ausgereichte Darlehen und Forderungen FAAC 9.747 6.214 9.747 6.214 Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - PASSIVA Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 56.550 61.953 56.550 61.953 Langfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 18.255 11.786 18.255 11.786 Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen FLAC 5.706 6.137 5.706 6.137 Langfristige sonstige Verbindlichkeiten Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 219 210 219 210 Sonstige unverzinsliche finanzielle Verbindlichkei- ten FLAC 3.725 911 3.725 911 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 50.031 36.467 50.031 36.467 Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen FLAC 1.724 2.095 1.724 2.095 Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 58 42 58 42 Vertragliche Verbindlichkeiten FLAC 390 374 390 374 Sonstige unverzinsliche finanzielle Verbindlichkei- ten FLAC 31.899 35.129 31.899 35.129 Gemäß IFRS 9 sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in folgende Bewertungskategorien eingeordnet: Kategorie Wertansatz FAAC Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Finan- Fortgeführte Anschaffungskosten cial Assets Measured at Amortized Cost) FVTPL Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Ver- Beizulegender Zeitwert bindlichkeiten (Fair Value through Profit and Loss) (erfolgswirksam) FVTOCI Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Beizulegender Zeitwert Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (Fair Value through Other Comprehen- (erfolgsneutral) sive Income) FLAC Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Finan- Fortgeführte Anschaffungskosten cial Liabilities Measured at Amortized Cost) Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und Vermögenswerte wird angenommen, dass die bei- zulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Fi- nanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung wer- den marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet. Die Bewertung der Deri- vate erfolgt auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden (Barwert- methode, Black-Scholes-Modell). Erhaltene Anzahlungen aus Verträgen mit Kunden werden entsprechend IFRS 15 als vertragliche Verbindlichkei- ten ausgewiesen. Aggregiert stellen sich die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien wie folgt dar: Buchwert Beizulegender Zeitwert 30.06.2024 30.06.2023 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR TEUR TEUR Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten be- wertet werden 80.644 71.338 80.644 71.338 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermö- genswerte - - - - Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten be- wertet werden 168.557 155.104 168.557 155.104 Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar: 2023/24 Zu fort- Erfolgswirksam Zu fort- Bewertung geführten An- zum beizulegenden geführten An- gemäß schaffungskosten Zeitwert bewertete schaffungskosten IFRS 16 bewertete Vermögenswerte bewertete Vermögenswerte Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR Zinserträge 121 - - - Zinsaufwendungen - - -4.006 -774 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - Aufwendungen aus Wertminderungen -255 - - - Erträge aus Zuschreibungen 153 - - - Gewinne/Verluste aus Abgängen - - - - Fremdwährungsgewinne/-verluste -17 - 198 165 Sonstige Aufwendungen/Erträge -249 - -209 - Nettoergebnis -247 - -4.017 -609 2022/23 Zu fort- Erfolgswirksam Zu fort- Bewertung geführten An- zum beizulegenden geführten An- gemäß schaffungskosten Zeitwert bewertete schaffungskosten IFRS 16 bewertete Vermögenswerte bewertete Vermögenswerte Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR Zinserträge 102 - - - Zinsaufwendungen - - -2.362 -358 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - Aufwendungen aus Wertminderungen -120 - - - Erträge aus Zuschreibungen 90 - - - Gewinne/Verluste aus Abgängen - - - - Fremdwährungsgewinne/-verluste 5 - 21 214 Sonstige Aufwendungen/Erträge - - -161 - Nettoergebnis 77 - -2.502 -144 Die Zinserträge aus Finanzinstrumenten, Beteiligungserträge, Erträge aus den Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie die sonstigen finanziellen Erträge werden in den Finanzerträgen ausgewiesen. Die Zinsaufwen- dungen, Aufwendungen aus den Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie die sonstigen finanziellen Auf- wendungen sind in den Finanzaufwendungen erfasst. Die der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in den sonstigen be- trieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung von bereits im Vorjahr gebildeten Wert- minderungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. (14) Sonstige Rückstellungen in TEUR Personal Garantie Restrukturierung Übrige Gesamt Stand am 30.06.2022 5.372 119 - 1.622 7.113 Währungsänderungen -29 - - 28 -1 Verbrauch -4.315 -88 - -939 -5.342 Auflösung -84 - - -1 -85 Zuführung 4.241 53 4.503 2.021 10.818 Stand am 30.06.2023 5.185 84 4.503 2.731 12.503 Währungsänderungen 5 - - 12 17 Verbrauch -4.748 -53 -1.855 -2.426 -9.082 Auflösung -222 -1 -481 -87 -791 Zuführung 4.656 44 - 2.616 7.316 Stand am 30.06.2024 4.876 74 2.167 2.846 9.963 Die im Saldo zum 30. Juni 2024 enthaltenen langfristigen sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.273 (Vorjahr TEUR 4.170) werden zum weit überwiegenden Teil in den Geschäftsjahren 2025/26 und 2026/27 fällig. Die Restrukturierungsrückstellungen stehen im Zusammenhang mit der Verlagerung unserer Produktionskapazi- täten vonWissembourg/Frankreichnach Tournan-en-Brie/Frankreichundenthalten überwiegend Verpflichtungen aus dem Sozialplan. Zu Einzelheiten sei auf Anmerkung (20) verwiesen. (15) Latente Steuern 30.06.2024 30.06.2023 Aktive Passive Aktive Passive latente latente latente latente Steuern Steuern Steuern Steuern TEUR TEUR TEUR TEUR Sachanlagen 21 5.581 4 5.414 Immaterielle Vermögenswerte - 8.903 - 8.560 Finanzielle Vermögenswerte - 70 12 70 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 58 - 54 - Vorräte 400 1.354 410 1.037 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Vermögenswerte 86 2 85 1 Pensionsrückstellungen 349 - 336 - Sonstige Rückstellungen 2.095 21 2.470 23 Verbindlichkeiten 487 220 508 649 3.496 16.151 3.879 15.754 Konsolidierungen 338 799 444 501 Steuerliche Verlustvorträge 1.784 - 1.729 - Saldierungen -3.540 -3.540 -3.954 -3.954 Bilanzansatz 2.078 13.410 2.098 12.301 Steuerliche Verlustvorträge bestehen insbesondere bei mehreren deutschen Konzerngesellschaften. Bei der Schloss Wachenheim AG besteht zum Stichtag – unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2023/24 – ein körperschaftsteuerlicher Verlustvortrag von rund EUR 2,8 Mio. DieWerthaltigkeit der auf steuerliche Verlustvorträge abgegrenzten latenten Steuern wird durch eine aus der allgemeinen Unternehmensplanung ab- geleitete Steuerplanungsrechnung belegt. Danach sind Verlustvorträge entweder durch zu versteuernde tempo- räre Differenzen oder durch zukünftig zu versteuernde positive Ergebnisse innerhalb des Planungszeitraums voll- ständig gedeckt. Aufgrund gesetzlicher Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit wurden im Berichtsjahr für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 806 (Vorjahr TEUR 806) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Daneben enthalten die latenten Steueransprüche zum 30. Juni 2024 einen Betrag von TEUR 559 (Vorjahr TEUR 340) betreffend steuerliche Verlustvorträge der Vino Weinhandels GmbH. Diese Gesellschaft hat in der Vergangenheit Verluste erwirtschaftet. Weitere TEUR 499 (Vorjahr TEUR 245) entfallen auf steuerliche Verlust- vorträge bei der Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG, wo in den letzten beiden Geschäftsjahren ebenfalls Verluste angefallen sind. Diese resultieren einerseits aus der Geschäftsentwicklung in einem von temporärer Kaufzurückhaltung geprägten Marktumfeld, andererseits aber auch aus Belastungen mit Einmalcharakter, insbe- sondere aufgrund von Änderungen im Filialbestand sowie im Zusammenhang mit organisatorischen Veränderun- gen. Bei der GW Weintrend GmbH sind in den ersten Monaten der Geschäftstätigkeit planmäßige Anlaufverluste entstanden, auf die aktive latente Steuern von TEUR 35 aktiviert wurden. Auf Basis der Unternehmensplanungen der genannten Konzerngesellschaften für die nächsten Jahre gehen wir davon aus, dass die latenten Steueran- sprüche in Zukunft durch die Verwendung von zu versteuerndem Einkommen erzielbar sind. Vor dem Hintergrund erwarteter Aufhellungen im wirtschaftlichen Umfeld insbesondere bei der Verbraucherstimmung, aber auch ver- schiedenerbereits eingeleiteter Maßnahmen zur Steigerung von Umsatzerlösen undKostenreduzierungen gehen wir davon aus, unsere Ziele für diesen Bereich in den kommenden Geschäftsjahren zu erreichen. Die steuerlichen Verlustvorträge können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden. Die Saldierungen betreffen aktive und passive latente Steuern gegenüber der gleichen Steuerbehörde und ent- fallen mit TEUR 671 (Vorjahr TEUR 1.212) auf den Teilkonzern Deutschland, mit TEUR 907 (Vorjahr TEUR 1.073) auf den Teilkonzern Frankreich und mit TEUR 1.962 (Vorjahr TEUR 1.669) auf den Teilkonzern Ostmitteleuropa. Aus temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden zum Bilanzstichtag latente Steuerschulden in Höhe von TEUR 1.300 (Vorjahr TEUR 1.349) nicht angesetzt (outside basis diffe- rences). Latente Steuern, die aus Posten resultieren, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden, belaufen sich auf TEUR 241 (Vorjahr TEUR 244) und entfallen in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr TEUR 219) auf versicherungsma- thematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und mit TEUR 25 (Vorjahr TEUR 25) auf Währungsdifferenzen. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (16) Umsatzerlöse 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Bruttoumsatzerlöse 571.623 551.475 Erlösschmälerungen -66.451 -59.539 Schaumweinsteuer -63.667 -66.183 441.505 425.753 Die Gliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen ist aus der folgenden Übersicht ersichtlich. 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Sekt, Schaumwein und Perlwein 196.669 204.413 Stillwein 133.039 121.862 Sonstige 118.828 108.623 Eliminierungen -7.031 -9.145 Konzern 441.505 425.753 Die Umsatzerlöse mit externen Kunden werden zu rund 90 % (Vorjahr 88 %) auf den Heimatmärkten der jeweili- gen Konzernunternehmen und zu rund 10 % (Vorjahr 12 %) im Export erzielt. (17) Bestandsveränderung Die Bestandsveränderung von TEUR -1.241 (Vorjahr TEUR 12.856) betrifft die fertigen und unfertigen Erzeug- nisse und Leistungen und entfällt mit TEUR -836 (Vorjahr TEUR 7.226) auf Deutschland, mit TEUR 119 (Vorjahr TEUR 1.694) auf Frankreich und mit TEUR -524 (Vorjahr TEUR 3.936) auf Ostmitteleuropa. (18) Sonstige betriebliche Erträge 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Gewinne aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten 278 312 Erträge aus Dienstleistungen 1.384 1.113 Erträge aus Weiterbelastungen 1.295 1.251 Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Kundenforderungen sowie Veränderungen der Einzel- wertberichtigungen 153 90 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. Ausbuchung von Verbindlichkeiten 888 758 Versicherungs- und andere Erstattungen 1.435 612 Erlöse aus Veranstaltungen 192 88 Übrige 1.122 841 6.747 5.065 (19) Personalaufwand 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Löhne und Gehälter 60.420 53.754 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.203 11.047 72.623 64.801 2023/24 2022/23 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Lohnempfänger 524 474 Gehaltsempfänger 1.219 1.165 1.743 1.639 (20) Restrukturierung Produktion Frankreich Gemäß Beschluss der Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie/Frankreich, vom 13. Okto- ber 2022 wurde die Produktion am Standort Wissembourg/Frankreich zum Jahresende 2023 geschlossen. Die Produktionskapazitäten dieses Standorts werden nach Tournan-en-Brie/Frankreich verlagert. Dadurch sind am Standort in Wissembourg 51 Arbeitsplätze entfallen. Während im Vorjahr unter dieser Position im Wesentlichen Aufwendungen für den in diesem Zusammenhang vorgesehen n Sozialplan enthalten waren, sind in 2023/24 hauptsächlich Aufwendungen für den Umzug vonMaschinen und Tanks enthalten. Des Weiteren war im Berichtszeitraum die im Vorjahr gebildete Rückstellung für die zu erwartenden Sozialplanaufwendungen anzupassen; die hierdurch angefallenen Erträge in Höhe von TEUR 481 wurden mit den übrigen Restrukturierungsaufwendungen (insgesamt TEUR 1.318) saldiert. (21) Sonstige betriebliche Aufwendungen 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Vertriebseinzel- und -gemeinkosten Fremde Ausgangsfrachten 19.432 18.302 Werbung, Provisionen, Lizenzen, vertriebsbezogene Dienstleistungen u.a. 11.599 12.663 31.031 30.965 Sachaufwendungen Betrieb, Verwaltung und Vertrieb Reparatur und Instandhaltung 5.332 5.505 Energie, Wasser und Heizöl 4.878 5.947 Abwasser- und Gebäudeunterhaltungskosten 2.854 2.535 Kfz-Kosten 2.458 2.455 Beiträge, Gebühren und Abgaben 3.008 2.845 Mieten und Pachten 2.579 2.604 Versicherungen 1.904 1.815 Rechtsberatung 1.565 1.443 Büromaterial 301 295 Warenzeichen 256 216 EDV-Kosten 3.459 2.996 Porto, Telefon 579 528 Marktanalysen und Fachliteratur 671 700 Reisekosten 983 813 Bewirtungsaufwendungen 550 481 Mitgliedsbeiträge 118 107 31.495 31.285 Andere Aufwendungen Wertberichtigungen und Ausbuchung von Forderungen 255 120 Verluste aus Anlagenabgängen 17 5 Übrige Aufwendungen 7.755 7.913 8.027 8.038 70.553 70.288 (22) Ergebnis aus der Equity-Methode Das Ergebnis aus der Equity-Methode beträgt im Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 329 (Vorjahr TEUR 236) und entfällt mit TEUR 277 (Vorjahr TEUR 161) auf die Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG und mit TEUR 52 (Vor- jahr TEUR 75) auf die Wine 4 You Sp. z o.o. (23) Finanzerträge 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121 102 Erträge aus Währungsdifferenzen 1.125 1.143 Übrige 30 47 1.276 1.292 (24) Finanzaufwendungen 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.006 2.362 Aufwendungen aus Währungsdifferenzen 779 1.001 Zinsaufwand Leasing 774 358 Bankgebühren 713 628 Übrige 375 99 6.647 4.448 (25) Ertragsteuern Der für das abgelaufene Geschäftsjahr erwartete Steueraufwand ergibt sich unter Anwendung des deutschen Körperschaftsteuersatzes zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie der Gewerbesteuer. Die Gesamtbelastung der SWA beträgt 30,8 % (Vorjahr 30,72 %). Die ausgewiesenen Ertragsteuern entwickeln sich wie folgt aus dem Jahresergebnis vor Steuern: 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Jahresergebnis vor Steuern 23.148 24.456 Rechnerische Ertragsteuern zum effektiven Steuersatz von 30,8 % (Vorjahr 30,72 %) 7.130 7.513 Abweichende internationale Steuersätze -2.466 -2.397 Steuersatzänderungen 5 2 Steuerfreie Erträge -91 -92 Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 371 281 Steuern für Vorjahre -25 -35 Übrige -241 160 Steueraufwand laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4.683 5.432 Der ausgewiesene Steueraufwand setzt sich wie folgt aus tatsächlichen und latenten Steuern zusammen: 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Tatsächlicher Steueraufwand 3.822 5.032 Latenter Steueraufwand 861 400 Gesamter Steueraufwand 4.683 5.432 Der latente Steueraufwand ist nahezu ausschließlich auf die Veränderungen temporärer Differenzen sowie Ver- änderungen steuerlicher Verlustvorträge zurückzuführen. (26) Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 2023/24 2022/23 TEUR TEUR AMBRA S.A. 383 474 AMBRA Brands Sp. z o.o. 1.977 2.179 TiM S.A. 2.986 2.366 Przedsiębiorstwo Handlowe Vinex Slaviantsi Poland Sp. z o.o. 285 193 Soare Sekt a.s. 455 746 Zarea S.A. 2.473 1.825 Karom Drinks s.r.l. -19 -52 Übrige Konzernunternehmen und Konsolidierungen 452 388 8.992 8.119 VI. WEITERE ANGABEN (27) Direkt im Konzerneigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Das in der Gesamtergebnisrechnung nach Steuern ausgewiesene sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusam- men: Vor Steuern Steuereffekt Nach Steuern 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Veränderungen versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen -16 -65 3 14 -13 -51 Nicht reklassifizierungsfähige Aufwendungen und Erträge -16 -65 3 14 -13 -51 Unterschied aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 1.854 3.641 - - 1.854 3.641 Kurseffekte aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb - 87 - -14 - 73 Reklassifizierungsfähige Aufwendungen und Erträge 1.854 3.728 - -14 1.854 3.714 Summe der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Aufwen- dungen und Erträge (sonstiges Ergebnis) 1.838 3.663 3 - 1.841 3.663 (28) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des SWA-Konzerns (diese entsprechen den in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln) im Laufe des Berichtsjahres verändert haben. Die Zahlungs- ströme sind dabei nach operativer Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die im Geschäftsjahr 2023/24 gezahlten Ertragsteuern betragen TEUR 5.977 (Vorjahr TEUR 4.297). Die gezahl- ten Zinsen belaufen sich auf TEUR 4.779 (Vorjahr TEUR 2.720). An Zinsen erhalten hat der SWA-Konzern im Berichtsjahr TEUR 121 (Vorjahr TEUR 102). Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten beinhaltet Aufnahmen langfristiger Darlehen von TEUR 11.850 (Vorjahr TEUR 0), Tilgungen langfristiger Darlehen von TEUR 6.750 (Vorjahr TEUR 6.000) sowie Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten von TEUR 7.044 (Vorjahr TEUR 6.713). Die übrigen zahlungswirksa- men Veränderungen resultieren aus der laufenden Finanzmitteldisposition. Die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar: 01.07.2023 Währungs- Zahlungswirksame Zahlungsunwirk- 30.06.2024 änderungen Veränderungen same Veränderun- TEUR gen TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kre- ditinstituten 48.253 552 19.481 - 68.286 Leasingverbindlichkeiten 19.890 182 -7.044 9.141 22.169 Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen 8.232 -1 -801 - 7.430 76.375 733 11.636 9.141 97.885 01.07.2022 Währungs- Zahlungswirksame Zahlungsunwirk- 30.06.2023 änderungen Veränderungen same Veränderun- gen TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kre- ditinstituten 44.855 652 2.746 - 48.253 Leasingverbindlichkeiten 17.554 372 -6.713 8.677 19.890 Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen 8.678 1 -447 - 8.232 71.087 1.025 -4.414 8.677 76.375 (29) Risikomanagement und Finanzinstrumente Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist der Schloss Wachenheim-Konzern insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden nach Einschätzung des Managements gegebenenfalls Zins- oder Währungsderivate zur Absicherung der genannten Risiken eingesetzt. Währungsrisiko Während in den Teilkonzernen Deutschland und Frankreich Umsatzerlöse und Kosten überwiegend in der glei- chen Währung anfallen, werden nicht unbeachtliche Teile des Beschaffungsvolumens der ostmitteleuropäischen Konzerngesellschaften im Euroraum bezogen. Damit hat die Kursentwicklung dort – wie auch bei unseren Kun- den außerhalb des Euroraums – Auswirkungen auf die lokalen Einstandspreise und damit auch auf Margen bzw. Preisstellung unserer Produkte in diesen Ländern. Zum 30. Juni 2024 bestanden bei den Konzernunternehmen Fremdwährungsforderungen im Gegenwert von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,1 Mio.) und Fremdwährungsver- bindlichkeiten von EUR 15,3 Mio. (Vorjahr EUR 16,7 Mio.). Daneben wirken sich Währungsschwankungen auch bei der Umrechnung der Abschlüsse der Konzernunternehmen außerhalb des Euroraums aus. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG sowie die Geschäftsleitungen der einzelnen Konzerngesellschaften überwachen die Entwicklung der relevanten Wechselkurse fortlaufend und schließen nach ihrer Markteinschät- zung gegebenenfalls kurzfristige Devisentermingeschäfte – wie beispielsweise Forward- und Optionstransaktio- nen – ab. Dennoch können sich Fremdwährungsschwankungen spürbar auf die Ertragslage des SWA-Konzerns auswirken. Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten mit variabler Ver- zinsung. Für die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Festzinsvereinbarungen abge- schlossen. Hinsichtlich der Finanzverbindlichkeiten mit variablen Konditionen überwacht der Vorstand fortlaufend die Zinsentwicklung und schließt nach seiner Markteinschätzung gegebenenfalls entsprechende Sicherungsge- schäfte ab. Teilweise enthalten unsere Darlehensverträge marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Finanz- kennzahlen („Covenants“), deren Verletzung zu Konditionsverschlechterungen führt. Daneben kann eine Fortset- zung der Finanzierung einem Zustimmungsvorbehalt der finanzierenden Bank unterliegen. Der Vorstand über- wacht die Covenants fortlaufend. In den Geschäftsjahren 2022/23 und 2023/24 wurden diese stets eingehalten. Auf Basis unserer Planungen ist auch künftig nicht von einer Verletzung der Covenants auszugehen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko wird definiert als das Risiko, dass die Unternehmen des SWA-Konzerns nicht in der Lage sind, sich die liquiden Mittel zu beschaffen, die notwendig sind, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukom- men. Die dauerhafte Liquiditätsversorgung wird im SWA-Konzern zum einen durch noch nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie zum anderen durch die Möglichkeit zur Emission von Eigen- bzw. Fremdkapitaltiteln sichergestellt. Finanz- mittelbedarf und Liquidität werden fortlaufend überwacht. Prolongationsrisiken im Zusammenhang mit Darlehens- aufnahmen sind nicht erkennbar. Die liquiden Mittel sind – abgesehen von Bargeldbeständen in nicht signifikantem Umfang – bei großen Kreditin- stituten angelegt. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, wenn dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, und daher maximal in der Höhe der positiven Zeitwerte gegenüber den jeweiligen Kontrahenten. Derartigen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl präventiver Kontrollmaßnahmen. Hierzu zählen eine laufende Prüfung von Bonität und Zahlungsverhalten unserer Kunden sowie die Definition von Obergrenzen für Forderungen (Kreditlimite). Dem Risiko aus originären Finanzinstrumen- ten wird durch gebildete Wertberichtigungen für Forderungsausfälle Rechnung getragen. Forderungen aus Liefe- rungen und Leistungen sind teilweise versichert. Darüber hinaus werden derartige Risiken durch den Einsatz von Factoring reduziert. Das Ausfallrisiko für derivative Finanzinstrumente ist gering, da diese nur mit großen Banken geschlossen werden. Insofern wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Ausfällen als sehr gering eingestuft. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Ihre Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Sensitivitätsanalyse Die nachfolgende Tabelle bildet die oben beschriebenen Währungs- und Zinsänderungsrisiken sowie deren et- waige Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) ab. Dabei wurde untersucht, wie sich eine Steige- rung/Senkung des Marktzinses um +/- 25 Basispunkte sowie eine Änderung der den in Fremdwährung gehalte- nen Positionen zugrunde liegenden Wechselkurse um +/- 10 % auf die Zielgröße auswirken. Bei den im Teilkonzern Ostmitteleuropa vorhandenen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurde das Wechselkursverhältnis mit PLN/Fremdwährung festgelegt. Die sich hieraus ergebenden Effekte wurden mit dem Stichtagkurs zum 30. Juni 2024 in Euro umgerechnet. Buchwert Davon Zinsänderungsrisiko Währungsrisiko Zinsände- Auswirkungen rungs- Währungs- auf das Konzernergebnis vor Steuern risiko ausge- risiko aus- + 25 - 25 setzt gesetzt Basis- Basis- + 10 % - 10 % punkte punkte TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen so- wie sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Ver- mögenswerte 80.644 - 2.620 - - 262 -262 Liquide Mittel 7.673 - 1.282 - - 128 -128 - - 390 -390 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 92.841 - 12.846 - - -1.285 1.285 Finanzverbindlichkeiten 97.885 30.304 2.432 -76 76 -243 243 -76 76 -1.528 1.528 Gesamtauswirkung auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) -76 76 -1.138 1.138 (30) Kapitalmanagement Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements des Konzerns ist es sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schul- dentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleiben. Eine wichtige Kennzahl des Kapitalmanagements ist der Verschuldungsgrad. Dabei werden die Nettofinanzver- bindlichkeiten, bestehend aus denFinanzverbindlichkeiten (sieheAnmerkung (11))und denliquiden Mitteln (siehe Anmerkung (8)), im Verhältnis zum Konzerneigenkapital (siehe Anmerkung 9) betrachtet. Der Verschuldungsgrad ermittelt sich zu den Stichtagen 30. Juni 2024 und 30. Juni 2023 wie folgt: 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR Langfristige Finanzverbindlichkeiten 40.349 31.832 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 57.536 44.543 Finanzverbindlichkeiten 97.885 76.375 Liquide Mittel -7.673 -7.457 Nettofinanzverbindlichkeiten 90.212 68.918 Eigenkapital 252.719 241.184 Verschuldungsgrad 0,36 0,29 Eigenkapital 252.719 241.184 Bilanzsumme 470.281 444.721 Eigenkapitalquote 53,7 % 54,2 % Fremdkapital 217.562 203.537 Bilanzsumme 470.281 444.721 Fremdkapitalquote 46,3% 45,8 % Marktübliche externe Kapitalanforderungen wurden durch den SWA-Konzern erfüllt. Die SWA unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Langfristig streben wir einen Verschuldungsgrad von unter 0,5 und eine Eigenkapitalquote von mehr als 50 % an. (31) Leasingverhältnisse Allgemeines Die SWA hat im Dezember 2007 Grundstücke, Verwaltungsgebäude sowie Produktions- und Lagerhallen in Trier und Wachenheim an die Aurigatia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Mainz („Aurigatia“), verkauft und zurückgemietet. Im April 2012 wurden die Verträge aus dem Jahr 2007 um die Erweiterung des bestehenden Verwaltungsgebäudes sowie die Erweiterung der Produktionshalle in Trier ergänzt. Die Leasingverträge wurden zunächst für 20 Jahre (unkündbare Laufzeit) geschlossen. Vertraglich steht der SWA nach Ablauf der Grundmiet- zeit zum einen eine Option zur Verlängerung der Mietzeit um mindestens weitere fünf Jahre zu dann marktübli- chen Mietzinsen zu. Zum anderen besteht nach 20 Jahren die Möglichkeit, die Liegenschaften mindestens zum Restbuchwert bei Anwendung der linearen Abschreibungsmethode zurückzuerwerben. Der zu Beginn des Lea- singverhältnisses gutachtlich geschätzte Verkehrswert zum Ende der Grundmietzeit liegt unter diesem Minde- stoptionspreis. Bedingte Mietzahlungen können aus einer an die Verschuldung des SWA-Konzerns gekoppelten Zinsanpassungsklausel resultieren. Mit Vertrag vom 22. Juni 2020 hat die Schloss Wachenheim AG die Liegenschaft in Wachenheim vorzeitig zu- rückerworben. Der Eigentumsübergang bzw. der Übergang von Besitz, Nutzen, Lasten und Gefahren erfolgte im Geschäftsjahr 2020/21. Im Geschäftsjahr 2020/21 wurden eine Erweiterung der bestehenden Produktionshalle sowie der Neubau einer Lagerhalle am Standort Trier/Deutschland über eine Ergänzung des bestehenden Leasingvertrages vorgenom- men. Dabei hat die Schloss Wachenheim AG die Gebäude errichtet, auf Basis einer Generalübernehmerverein- barung an die Aurigatia veräußert und mietet diese seit Mai 2021 zurück. Im Anlagenspiegel wird jedoch kein Zugang von Nutzungsrechten ausgewiesen, da entsprechend IFRS 15 für dieses „Sale-and-Leaseback“ keine Übertragung des von der Schloss Wachenheim AG errichteten, an die Aurigatia veräußerten und seitdem zurück- gemieteten Vermögenswerts zu erfassen ist. Vielmehr sind die errichteten Gebäudeteile weiterhin im Sachanla- gevermögen unter „Grundstücke und Bauten“ ausgewiesen. Weiterhin erfolgte im Geschäftsjahr 2022/23 die Schließung einer Baulücke zwischen zwei Hallen am Standort Trier/Deutschland. Auch dieses Bauwerk wurde von der Schloss Wachenheim AG errichtet, auf Basis einer Ge- neralübernehmervereinbarung an die Aurigatia veräußert und wird seit Oktober 2022 zurückgemietet. Die bilan- zielle Behandlung erfolgt analog zu der oben beschriebenen Erweiterung aus 2020/21. Daneben sind die Unternehmen des Schloss Wachenheim-Konzerns Leasingnehmer vor allem von Immobilien, technischen Anlagen und Maschinen sowie von Fahrzeugen. Leasingverträge werden individuell verhandelt und weisen jeweils unterschiedliche Vereinbarungen zu Verlängerungs-, Kündigungs- oder Kaufoptionen auf. Ver- träge über die Anmietung von Grundstücken und Gebäuden haben Laufzeiten von durchschnittlich 3,5 Jahren. Die für diese Verträge vereinbarten Zahlungen werden in vielen Fällen jährlich auf Basis der Entwicklung des Verbraucherpreisindex des jeweiligen Landes angepasst. Verträge über die Anmietung von Gebäuden enthalten in der Regel Klauseln, die eine Untervermietung ausschließlich nach Erlaubnis des Vermieters gestatten. Lea- singverträge über andere Objekte als Grundstücke und Gebäude haben Laufzeiten von durchschnittlich 3 Jahren. Als Leasinggeber tritt die Schloss Wachenheim-Gruppe nur in unwesentlichem Umfang auf. Bilanzierung der Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 Grundstücke Technische Andere Anlagen, Summe Sach- Software Summe und Bauten Anlagen und Betriebs- und anlagen Immaterielle Maschinen Geschäftsaus- Vermögens- in TEUR stattung werte Nutzungsrechte Stand am 30.06.2022 26.836 1.297 2.441 30.574 126 126 Währungskurseffekte 589 84 92 765 - - Zugänge 6.657 108 1.912 8.677 - - Umgliederungen aus Vermögenswerten - - 5 5 - - Abgänge -946 - -824 -1.770 - - Stand am 30.06.2023 33.136 1.489 3.626 38.251 126 126 Währungskurseffekte 349 - 51 400 - - Zugänge 8.048 778 315 9.141 - - Abgänge -354 -372 -441 -1.167 - - Stand am 30.06.2024 41.179 1.895 3.551 46.625 126 126 Abschreibungen Stand am 30.06.2022 12.532 430 1.405 14.367 126 126 Währungskurseffekte 343 15 29 387 - - Zugänge 4.823 358 787 5.968 - - Umgliederungen aus Vermögenswerten - - 6 6 - - Abgänge -946 - -764 -1.710 - - Stand am 30.06.2023 16.752 803 1.463 19.018 126 126 Währungskurseffekte 208 - 20 228 - - Zugänge 4.670 398 839 5.907 - - Abgänge -354 -372 -413 -1.139 - - Stand am 30.06.2024 21.276 829 1.909 24.014 126 126 Buchwert zum 30.06.2023 16.384 686 2.163 19.233 - - Buchwert zum 30.06.2024 19.903 1.066 1.642 22.611 - - Die Zugänge des Geschäftsjahres 2023/24 resultieren im Wesentlichen aus neu abgeschlossenen Miet- und Lea- singverträgen. Ergebnisauswirkungen aus Leasingverhältnissen Im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen wurden im Geschäftsjahr 2023/24 und im Vorjahr über die Abschrei- bungen der aktivierten Nutzungsrechte hinaus die folgenden Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst: 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten -774 -358 Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von mehr als einem und maximal 12 Monaten -2.579 -2.604 Fremdwährungseffekt 165 214 Erträge aus der Untervermietung von Nutzungsrechten an Leasinggegenständen 237 215 Gesamt -2.951 -2.533 Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für bilanzierte Leasingverhältnisse haben im Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 7.044 (Vorjahr TEUR 6.713) betragen. Fälligkeiten der Leasingverbindlichkeiten Die Fälligkeiten der Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2024 gemäß IFRS 16 stellen sich wie folgt dar: Fälligkeit Tilgung Zins variabel Zins fix TEUR TEUR TEUR Geschäftsjahr 2024/25 5.781 315 400 Geschäftsjahr 2025/26 5.085 207 206 Geschäftsjahr 2026/27 4.598 176 145 Geschäftsjahr 2027/28 2.551 71 99 Geschäftsjahr 2028/29 und später 4.154 55 79 22.169 824 929 Die im Geschäftsjahr 2023/24 erhaltenen Zahlungen aus Unterleasingverhältnissen betragen TEUR 237 (Vorjahr TEUR 215). Die künftigen Mindestzahlungen aus Unterleasingverhältnissen belaufen sich auf TEUR 197 (Vorjahr TEUR 107). (32) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualschulden 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR Bestellobligo 32.999 42.912 Sonstige Garantien 2.428 1.662 35.427 44.574 Das Bestellobligo umfasst überwiegend Verpflichtungen aus Weinkontrakten, aus Dienstleistungsverträgen sowie im Zusammenhang mit geplanten Investitionen. Hinsichtlich der sonstigen Garantien liegen uns keine Anzeichen für eine Inanspruchnahme vor. (33) Nahestehende Personen Zur Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufskontor GmbH) bestanden im Rahmen des gewöhnli- chen Geschäftsbetriebs Liefer- und Leistungsbeziehungen, insbesondere aus der Weiterbelastung von Personal- kosten und sonstigen Dienstleistungen sowie aus der Weitergabe von Boni und Provisionen. Darüber hinaus resultierte aus Darlehensvergaben zwischen der Günther Reh AG und der SWA ein im Finanzergebnis erfasster Zinsaufwand. Die Transaktionen mit der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei und der Schmitt Söhne GmbH Weinkellerei resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen (Lieferung von Wein und entalkoholisierten Sparklings im Rah- men des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs). Transaktionen zwischen der SWA und der Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG resultieren aus der Tätigkeit der SWA als Kommissionär für den Vertrieb von Waren des Gemeinschaftsunternehmens für dessen Rechnung gegen Provision. Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Wine 4 You Sp. z o.o. bestehen im Teilkonzern Ostmitteleuropa. Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgerechnet. Im Einzelnen stellen sich die Transaktio- nen mit nahestehenden Personen wie folgt dar: Forderungen Verbindlichkeiten 30.06.2024 30.06.2023 30.06.2024 30.06.2023 TEUR TEUR TEUR TEUR Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufs- kontor GmbH) (Mutterunternehmen) 48 154 1.350 1.900 Reh Kendermann GmbH Weinkellerei (Sonstiges nahe- stehendes Unternehmen) - 1 52 - Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG (Gemeinschafts- unternehmen) - - 529 919 Wine 4 You Sp. z o.o. (Gemeinschaftsunternehmen) 341 - - - Schmitt Söhne GmbH Weinkellerei (Sonstiges naheste- hendes Unternehmen) - - - - 389 155 1.931 2.819 Erträge Aufwendungen 2023/24 2022/23 2023/24 2022/23 TEUR TEUR TEUR TEUR Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufs- kontor GmbH) (Mutterunternehmen) 1.919 1.491 83 33 Reh Kendermann GmbH Weinkellerei (Sonstiges nahe- stehendes Unternehmen) 6 7 172 62 Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG (Gemeinschafts- unternehmen) 1.023 713 4.337 4.486 Wine 4 You Sp. z o.o. (Gemeinschaftsunternehmen) 1.273 1.439 1 8 Schmitt Söhne GmbH Weinkellerei (Sonstiges naheste- hendes Unternehmen) 510 13 - - 4.731 3.663 4.593 4.589 (34) Mitglieder des Vorstands Oliver Gloden - Sprecher des Vorstands Marketing, Technik, Einkauf, Vertrieb Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: CEVIM SAS, Tournan-en-Brie (Président du Comité Stratégique) Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie (Mitglied des Verwaltungsrats) AMBRA S.A., Warschau (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Soare Sekt a.s., Brno (Mitglied des Aufsichtsrats) Zarea S.A., Bukarest (Mitglied des Aufsichtsrats) Boris Schlimbach Finanzen, Investor Relations, Personal, Qualitätsmanagement Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: CEVIM SAS, Tournan-en-Brie (Membre du Comité Stratégique) Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie (Mitglied des Verwaltungsrats) AMBRA S.A., Warschau (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) Zarea S.A., Bukarest (Mitglied des Aufsichtsrats) Die aktuellen Verantwortungsbereiche der Vorstände sind auch im Internet unter ‚www.schloss-wachenheim.com‘ verfügbar. Mitglieder des Aufsichtsrats Aktionärsvertreter: Nick Reh, lic. oec. HSG – Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der Günther Reh Aktiengesellschaft, Leiwen/Mosel, und Geschäftsführer der Günther und Käthi Reh GmbH & Co. KG, Trier Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: AMBRA S.A., Warschau (Mitglied des Aufsichtsrats) TRIWO AG, Trier (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Dr. Wilhelm Seiler – stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Rechtsanwalt als Einzelanwalt Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG, Haar (Mitglied des Beirats) Eduard Thometzek Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Zürich Beteiligungs AG (Deutschland), Frankfurt am Main Monika Schulze Ehemalige Head of Customer and Innovation Management der Zurich Gruppe Deutschland, Köln Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: AMBRA S.A., Warschau (Mitglied des Aufsichtsrats) Atlantic Grupa d.d., Zagreb/Kroatien (Mitglied des Aufsichtsrats) Ökoworld AG, Hilden (stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats) – seit 15. April 2024 Arbeitnehmervertreter: Melanie Meigel Mitarbeiterin Qualitätsmanagement (Betriebsstätte Trier) Stephan Scholten Brand Manager (Betriebsstätte Trier) (35) Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte Kredite und Vorschüsse Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2023/24 betragen TEUR 826 (Vorjahr TEUR 1.192). Die Gesamtbezüge beinhalten Tantiemen, die sich am Konzernergebnis und einer nachhaltigen Konzernentwicklung orientieren, und entfallen auf kurzfristig (TEUR 618) und langfristig (TEUR 208) fällige Leis- tungen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023/24 betragen TEUR 176 (Vorjahr TEUR 186). Gemäß § 16 der Satzung ergibt sich die Aufsichtsratsvergütung aus einer festen Vergütung sowie einer Vergütung für Sitzungsteilnahmen. An die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats oder an frühere Mitglieder des Vorstands wurden weder Vor- schüsse noch Kredite gewährt. (36) Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ Die gesetzlich vorgesehene Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des „Deutschen Corporate Gover- nance Kodex“ ist den Aktionären auf der Website der Gesellschaft unter dem Link ‚www.schloss-wachen- heim.com/investor-relations/corporate-governance’ zugänglich. (37) Honorar des Konzernabschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers setzt sich wie folgt zusam- men: 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Abschlussprüfungsleistungen 222 212 Andere Bestätigungsleistungen 7 7 Steuerberatungsleistungen - - Sonstige Leistungen - - 229 219 (38) Befreiungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Die Reichsgraf von Kesselstatt GmbH nimmt im Berichtsjahr die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch. Die Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG nimmt im Berichtsjahr die Erleichterungen des § 264b HGB bezüg- lich der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch. (39) Freigabe Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der SWA werden am 24. September 2024 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. (40) Erwerb und Veräußerung eigener Aktien (§ 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG) Die SWA hat im Berichtsjahr 6.740 eigene Aktien im rechnerischen Nennwert von insgesamt TEUR 43 (= 0,09 % des Grundkapitals) zum Zwecke der Weitergabe an Mitarbeiter des Unternehmens oder an Mitarbeiter von verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten von TEUR 111 erworben und für TEUR 68 weiterveräu- ßert. Der Erlös aus der Weiterveräußerung wurde dem operativen Geschäftsbetrieb zugeführt. (41) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten. (42) Verwendung des Bilanzgewinns der Schloss Wachenheim AG Der Jahresüberschuss der Schloss Wachenheim AG beträgt für das Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 10.791. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags von TEUR 36.354 wird ein Bilanzgewinn von TEUR 47.145 ausgewie- sen. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende von EUR 0,60 je Aktie = TEUR 4.752 an die Aktio- näre auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von TEUR 42.393 auf neue Rechnung vorzutragen. Trier, den 24. September 2024 Der Vorstand Oliver Gloden Boris Schlimbach Sprecher des Vorstands BETEILIGUNGSÜBERSICHT (ANLAGE ZUM ANHANG) Name Sitz Land Anteil Anteil mittel- Einbezie- SWA (%) bar (%) hung1 61,12 AMBRA S.A. Warschau Polen V AMBRA Brands Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 V Przedsiębiorstwo Handlowe Vinex Slaviantsi Poland Toruń Polen 51,00 V Sp. z o.o. TiM S.A. Bielsko-Biala Polen 51,00 V Wine 4 You Sp. z o.o. Piasezno Polen 50,00 E Premium Service Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 V Comfort Zone Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 V Soare Sekt a.s. Brno Tschechien 100,00 V Soare Sekt Slovakia s.r.o. Trebatice Slowakei 100,00 V Vino Valtice s.r.o. Valtice Tschechien 100,00 V Karom Drinks s.r.l. Bukarest Rumänien 56,00 V Zarea S.A. Bukarest Rumänien 51,15 V Domeniile Dealu Mare s.r.l. Urlati Rumänien 70,00 V Vitis Prod s.r.l. Urlati Rumänien 70,00 V CEVIM SAS Tournan-en-Brie Frankreich 100,00 V Compagnie Française des Grands Vins S.A. Tournan-en-Brie Frankreich 99,91 V Veuve Amiot SAS Saumur-Vou- Frankreich 100,00 V vray Volner SAS Tournan-en-Brie Frankreich 100,00 V Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG Haar Deutschland 50,00 E Reichsgraf von Kesselstatt GmbH Trier Deutschland 90,00 V Apollinar Joseph Koch GmbH Trier Deutschland 100,00 V Schloß Marienlay Wein-GmbH Morscheid Deutschland 100,00 V Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG Bönningstedt Deutschland 100,00 V Vino Weinhandels GmbH Burg Layen Deutschland 100,00 V Wein-Retail Services GmbH Trier Deutschland 100,00 V GW Weintrend GmbH Trier Deutschland 100,00 V HWK Hamburgische Weinhandelskompanie GmbH Hamburg Deutschland 100,00 V Schloss Wachenheim Sales Services GmbH Trier Deutschland 100,00 V Schloss Wachenheim Transport GmbH Trier Deutschland 100,00 V SW Wines Europe Ltd. London Großbritannien 100,00 V Sektkellerei Nymphenburg GmbH München Deutschland 100,00 V HAECA-Markengetränke GmbH Trier Deutschland 100,00 V Friedberg Kellerei GmbH Böchingen/Pfalz Deutschland 100,00 V Carstens-Haefelin Kellereien GmbH Trier Deutschland 100,00 V Name Sitz Land Anteil Anteil mittel- Einbezie- SWA (%) bar (%) hung1 favin Getränkekellerei GmbH Böchingen/Pfalz Deutschland 100,00 V Hanse Sektkellerei Wismar GmbH Wismar Deutschland 100,00 V Sektkellerei Nymphenburg Oide Wiesn GmbH München Deutschland 100,00 V Wachenheim/ Schloss Wachenheim International GmbH Weinstraße Deutschland 100,00 V Feist Belmont'sche Sektkellerei GmbH Trier Deutschland 100,00 V G.F. Chevalier & Co. GmbH Böchin- Deutschland 100,00 V gen/Pfalz Sektkellerei Schloss Böchingen GmbH Trier Deutschland 100,00 V Gerhard Keller Weinvertriebs GmbH Trier Deutschland 100,00 V Doctor-Weinstube GmbH Weingesellschaft Trier Deutschland 100,00 V G.A. Loeffler jun. Sektkellerei GmbH Trier Deutschland 100,00 V Julius Berger & Sohn GmbH Trier Deutschland 100,00 V Sektkellerei Faber GmbH Trier Deutschland 100,00 V Jodocius & Co. GmbH Trier Deutschland 100,00 V J. Bansi GmbH Trier Deutschland 100,00 V Schloss Saarfels Sekt GmbH Trier Deutschland 98,93 V Henry Faber & Cie. GmbH & Co. KG Trier Deutschland 100,00 V Marken-Import Schulte GmbH & Co. KG Trier Deutschland 100,00 V Aurigatia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Mainz Deutschland 94,00 N 1 V = Vollkonsolidierung, E = at equity, N = nicht konsolidiert. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Kon- zernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags- lage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Schloss Wachenheim AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die we- sentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Trier, den 24. September 2024 Der Vorstand Oliver Gloden Boris Schlimbach Sprecher des Vorstands

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