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Scherzer & Co. AG

Quarterly Report Aug 31, 2017

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Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht 2017

"Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl durch sicherheits- als auch chancenorientierte Investments den langfristigen Aufbau des Vermögens der Gesellschaft zu betreiben."

Inhaltsübersicht

Zwischenlagebericht des Vorstands 3
"Sicherheit & Chance" 8
Halbjahresabschluss zum 30.06.2017
Bilanz 10
Gewinn- und Verlustrechnung 12
Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2017 14
Impressum 19

Zwischenlagebericht des Vorstands über das erste Halbjahr 2017

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der Finanzmärkte

Seit November letzten Jahres, dem Zeitpunkt der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, avancieren Aktien. Nachdem im ersten Quartal bereits die US-Aktienmärkte neue Allzeithochs erreichten, verhalf der proeuropäische Wahlausgang in Frankreich auch dem deutschen Aktienindex zu einem neuen Rekordwert in seiner nahezu 29-jährigen Geschichte. Im Juni kletterte der DAX in Trippelschritten auf fast 13.000 Punkte.

Es war die Äußerung von Mario Draghi über einen möglichen EZB-Strategiewechsel in der letzten Handelswoche im Juni, die den bis dahin lethargischen Sommerhandel belastete. In den letzten fünf Handelstagen des ersten Halbjahres verlor der DAX aufgrund des "Draghi-Effekts" drei Prozent seines Wertes. Es wird nun über die Rückführung der expansiven Geldpolitik der EZB ("Tapering") in 2018 spekuliert.

Der DAX beendete das Halbjahr mit einem Plus von 7,35%, der MDAX mit +10,20%, der SDAX mit 13,94% und der TecDAX mit +20%. Der Nikkei legte um 4,81% und der Dow Jones um 8,03% zu.

Die Stimmung der deutschen Manager war im ersten Halbjahr so gut wie noch nie. Wie das Ifo-Institut in seiner Juni-Umfrage unter 7.000 Führungskräften ermittelte, kletterte der Geschäftsklimaindex, welcher seit 1991 ermittelt wird, auf einen neuen Rekordwert. Deutschland profitiert von anziehenden Exporten und einer gesunden Binnenkonjunktur. Aber nicht nur in Deutschland herrscht Optimismus. Die Eurozone wuchs im ersten Quartal mit einer annualisierten Wachstumsrate von 2,4% doppelt so schnell wie die USA mit lediglich 1,2%. Die politischen Risiken und damit die Angst vor einem Zerfall der europäischen Währungsunion waren Ende des Halbjahres deutlich geringer als noch zu Jahresbeginn.

Als größter Gewinner dieser Entwicklung entpuppte sich der Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung legte im zweiten Quartal gegenüber dem US-Dollar um beachtliche 7% zu. Dies ist das beste Abschneiden des Euro binnen eines Quartals seit etwa sieben Jahren (Q3 2010: EUR/USD: +11%).

2 Geschäftsentwicklung

Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 verliefen für die Scherzer & Co. AG sehr erfreulich und wurden mit einem handelsrechtlichen Gewinn abgeschlossen. Wesentliche Teile des Ergebnisses der Scherzer & Co. AG im Berichtszeitraum resultieren aus Veräußerungen von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens, Zuschreibungen sowie aus Dividendeneinnahmen.

Neben den Kosten der Unternehmensführung und einem negativen Zinssaldo bestimmen die stichtagsbedingt zu bildenden Abschreibungen auf Wertpapiere die Aufwandsseite.

3 Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 7.789 TEUR (Vorjahr: 1.956 TEUR) setzt sich im Wesentlichen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen sowie Gewinnen aus Stillhaltergeschäften auf Einzelaktien zusammen.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 1.159 TEUR (Vorjahr: 440 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie Verlusten aus Index-Stillhaltergeschäften.

Die GuV-Position "sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 865 TEUR (Vorjahr: 672 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens (362 TEUR), des Umlaufvermögens (91 TEUR) sowie auf Beteiligungen (382 TEUR).

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 2.637 TEUR (Vorjahr: 3.525 TEUR) vorgenommen.

Die Personalkosten lagen im ersten Halbjahr 2017 bei 1.195 TEUR (Vorjahr: 583 TEUR). Hierin sind abgegrenzte, stichtagsbedingte Tantiemen in Höhe von 905 TEUR enthalten. Die Gesellschaft beschäftigte am Bilanzstichtag vier eigene Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 432 TEUR (Vorjahr: 330 TEUR).

Im Berichtszeitraum wurden Dividendenerträge in Höhe von 1.436 TEUR (Vorjahr: 1.182 TEUR) vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind.

Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr: 92 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 97 TEUR (Vorjahr: 121 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der GuV ausgewiesen.

Das Ergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum beträgt 4.427 TEUR (Vorjahr: -1.119 TEUR); der Halbjahresüberschuss beträgt 4.427 TEUR (Vorjahr Halbjahresfehlbetrag: -1.119 TEUR).

4 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 44.467 TEUR (31.12.2016: 42.419 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 37.731 TEUR (30.119 TEUR) aktiviert.

Die Bilanzposition "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" in Höhe von 681 TEUR (940 TEUR) betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Forderungen aus Wertpapierverkäufen sowie Steuererstattungsansprüche.

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 57.123 TEUR (54.194 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR, der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (8.773 TEUR), den Gewinnrücklagen in Höhe von 13.983 TEUR (13.248 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 4.427 TEUR (2.233 TEUR) zusammen.

Die Steuerrückstellungen betragen 870 TEUR (836 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 3.142 TEUR (1.934 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte sowie Tantiemen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25.173 TEUR (18.810 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Im Berichtszeitraum war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

Die Ausführungen zu Risiken und dem Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG im Lagebericht des Vorstands zum Geschäftsjahr 2016 gelten unverändert fort, wobei sich die quantitativen Angaben wie folgt verändert haben:

Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo hat sich der negative Saldo gegenüber Kreditinstituten von 18.571 TEUR auf 23.428 TEUR erhöht.

6 Ausblick auf das 2. Halbjahr 2017

Auch im weiteren Jahresverlauf 2017 werden geopolitische Spannungen präsent sein. Weiterhin steht, wie bereits in den vergangenen Jahren, das Verhalten der bedeutenden Zentralbanken im Fokus der Anleger. Als Konsequenz bleibt der Ausblick auf die Konjunktur und die Finanzmärkte mit hoher Unsicherheit behaftet.

In dieser für eine konkrete Prognose unüberschaubaren wirtschaftlichen und politischen Situation, kann eine Voraussage über den weiteren Geschäftsverlauf der Scherzer & Co. AG für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 nicht befriedigend präzisiert werden. Die getätigten Investments werden aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels sogenannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt zwar dazu, dass Zielkurse nicht selten kalkulierbar sind,

dennoch kann ihr zeitlicher Anfall nicht hinreichend präzisiert werden. So können für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur ansprechende positive Ergebnisse geplant, aber nicht versprochen werden. Die Basis hierfür, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist jedenfalls gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Ziel bleibt es, durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung der Gesellschaft zu sichern und voranzutreiben.

7 Wesentliche Vorgänge im 2. Halbjahr 2017

Im Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenlageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

Köln, 31.08.2017

Vorstand Vorstand

Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth

"Sicherheit & Chance"

Gezielte Investments für den langfristigen Vermögensaufbau

sicherheits- und chancenorientierte Investments

Die Scherzer & Co. AG hat sich zum Ziel gesetzt, für die Gesellschaft den langfristigen Aufbau des Vermögens zu betreiben. Sie baut dabei auf ein ausbalanciertes Portfolio aus sicherheits- und auch chancenorientierten Investments.

Investments mit "natürlichem Floor"

Unter sicherheitsorientierten Investments verstehen wir den Aufbau von Beteiligungen an Unternehmen, die ein geringes Kursrisiko aufweisen, ohne dass auf (wenigstens moderate) Kurschancen verzichtet werden muss. Hierbei handelt es sich häufig um Unternehmen, die Ziel eines Übernahme- oder Pflichtangebotes waren bzw. sind. Der dabei angebotene Übernahmepreis bildet für die Zukunft dann häufig eine Kursuntergrenze, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr unterschritten wird. Gleichzeitig sorgt das Bestreben des neuen Großaktionärs, seine Beteiligung weiter auszubauen, dafür, dass die Kurse tendenziell ansteigen. Darüber hinaus werden häufig durch den Mehrheitsaktionär initiierte Strukturmaßnahmen, wie der Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit dem Übernahmeobjekt oder der Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out), durchgeführt. In solchen Fällen muss der Mehrheitsaktionär ein neues Abfindungsangebot auf Basis eines Bewertungsgutachtens machen, in dem nicht selten ein Wert festgelegt wird, der deutlich über dem ursprünglichen angebotenen Übernahmepreis liegt. Und schließlich werden Abfindungsangebote in sogenannten Spruchverfahren regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Im Erfolgsfall winkt dann eine Nachbesserung der Abfindung.

Value Investments nehmen breiten Raum ein

Neben den Engagements in Übernahmesituationen sind auch sogenannte Value Titel Teil unserer sicherheitsorientierten Anlagen. Value Titel zeichnen sich – bei nachvollziehbarem, stabilem und nachhaltigem Geschäftsmodell – durch besonders attraktive Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen aus. Geringe oder keine Verschuldung, im Idealfall eine vorhandene Nettoliquidität, eine hohe Dividendenrendite sowie niedrige Bewertungskennzahlen sind typische Merkmale solcher Unternehmen. Dadurch ist Stabilität und finanzielle Solidität auch in länger anhaltenden rezessiven Konjunkturphasen und ein attraktives Verhältnis von Kurschancen und -risiken gewährleistet.

Bieten sich der Gesellschaft Investmentgelegenheiten, die sehr attraktiv erscheinen, aber nicht den strengen Kriterien eines sicherheitsorientierten Investments genügen, z.B. ein stärker zyklisches Geschäftsmodell, können diese Gelegenheiten unter der Kategorie "Chance" wahrgenommen werden. Bei solchen Investments fehlen zwar das Kursniveau unterstützende oder sogar sichernde Faktoren, dafür sind die Wertsteigerungschancen aber besonders attraktiv. In der Vergangenheit fanden wir solche Investitionsmöglichkeiten häufig im Umfeld von (sanierenden) Kapitalmaßnahmen oder bei der Wiederbelebung von Börsenmänteln. Heute suchen wir aber auch nach Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich mit positiven Aussichten im Umbruch befindet oder die sich unabhängig von allgemeinen Konjunkturtrends positiv entwickeln könnten.

Grundsätzlich verfolgt die Scherzer & Co. AG einen opportunistischen Investmentansatz. Stillhaltergeschäfte werden mit dem Ziel der Teilsicherung von Investments bzw. zwecks Erhöhung der Rendite des Portfolios durchgeführt, zusätzlich dienen Long-Puts auf Aktienindizes der Teilsicherung des Portfolios.

Großen Wert legt die Gesellschaft auf die Pflege eines Netzwerks erfahrener und erfolgreicher Investoren. Ein solches Netzwerk erhöht die Sicherheit im Selektionsprozess sich bietender Investmentgelegenheiten und befördert die Wahrnehmung existierender Chancen.

Zum 30. Juni 2017 wurden rund 40,13% des Portfolios sicherheitsorientierten Investments und rund 59,87% chancenorientierten Investments zugeordnet.

opportunistischer Investmentansatz

Breites Netzwerk erfahrener und erfolgreicher Investoren

Bilanz

zum 30. Juni 2017 Scherzer & Co. AG, Köln

Aktiva Euro 30.06.2017
Euro
31.12.2016
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 16.881,87 17.023,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.059,66 68.059,66
2. Beteiligungen 2.416.594,40 2.034.275,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 44.467.398,74 42.418.837,70
46.952.052,80 € 44.521.172,76
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77.775,83 432.623,52
2. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.577,51
3. sonstige Vermögensgegenstände 602.860,17 506.129,00
– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 680.636,00 940.330,03
einem Jahr EUR 0,00 (EUR 0,00)
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 37.731.026,00 30.118.873,12
III. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten 1.745.322,96 239.086,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 170,25 20.883,61
87.126.090,88 75.857.370,24
Passiva 30.06.2017 31.12.2016
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.940.000,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage 8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 80.166,89 80.166,89
2. andere Gewinnrücklagen 13.903.179,16 13.167.450,64
13.983.346,05 13.247.617,53
IV. Bilanzgewinn 4.427.229,44 2.232.728,52
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 870.183,00 836.307,00
2. sonstige Rückstellungen 3.141.685,44 1.933.786,00
4.011.868,44 2.770.093,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.172.853,68 18.809.708,08
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 9.602.853,68 (EUR 5.809.708,08)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 792.118,25 52.300,87
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 792.118,25 (EUR 52.300,87)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 3.209,82
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 0,00 (EUR 3.209,82)
4. sonstige Verbindlichkeiten 25.819,23 28.856,63
– davon aus Steuern EUR 24.240,39 25.990.791,16 18.894.075,40
(EUR 20.952,93)
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
EUR 1.180,84 (EUR 1.119,35)
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem
Jahr EUR 25.819,23 (EUR 28.856,63)
87.126.090,88 75.857.370,24

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017 Scherzer & Co. AG, Köln

01.01.2017
bis 30.06.2017
01.01.2016
bis 30.06.2016
Euro Euro Euro
1. Erträge aus Finanzinstrumenten 7.789.106,24 1.956.237,31
2. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten 1.159.252,42- 440.304,75-
3. sonstige betriebliche Erträge 864.986,52 671.852,89
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.194.769,57- 582.633,21-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 20.483,13- 18.547,68-
1.215.252,70- 601.180,89
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 3.507,99- 3.264,20-
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 432.032,93- 329.720,26-
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.436.103,80 1.181.531,75
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.227,80 91.757,08
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens 2.637.284,95- 3.525.148,47-
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 96.934,91- 120.627,56-
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 141.929,02- 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 4.427.229,44 1.118.867,10-
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.427.229,44 1.118.867,10-
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 735.728,52 1.162.364,37
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen
in andere Gewinnrücklagen 735.728,52- 0,00
16. Bilanzgewinn 4.427.229,44 43.497,27

Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2017

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Halbjahresabschlusses

Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.

Der Halbjahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen des Umlaufvermögens sowie Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften.

Diese Darstellung ist erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können.

Aufgrund der Anwendung der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BILRUG) geänderten Vorschriften des HGB entfällt in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit"; neu eingefügt wurde dagegen der erstmals gesetzlich vorgeschriebene Posten "Ergebnis nach Steuern".

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Halbjahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen, deren Anteile im Vorjahr noch unter den Wertpapieren des Anlagevermögens erfasst waren. Die Beteiligung wurde bis Ende 2016 auf 41,465% aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Angaben zum Kapital

3.1.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt Euro 29.940.000,00. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

3.1.2 Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital beträgt Euro 14.970.000,00, eingeteilt in bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen.

3.1.3 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert.

Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

Andere Gewinnrücklagen zum 30. Juni 2017 13.903.179,16 €
+ Einstellung durch Hauptversammlung 2017 + 735.728,52 €
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2016 13.167.450,64 €

3.1.4 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2016 2.232.728,52
- Gewinnausschüttung in 2017 - 1.497.000,00
- Einstellung in Gewinnrücklagen durch Hauptversammlung 2017 - 735.728,52
Gewinnvortrag 0,00
+ Jahresüberschuss zum 30. Juni 2017 + 4.427.229,44
Bilanzgewinn zum 30. Juni 2017 4.427.229,44

3.2 Sonstige Rückstellungen

Die Position "Sonstige Rückstellungen" enthält u.a. stichtagsbedingte Rückstellungen für Tantiemen in Höhe von 905 TEUR, Rückstellungen für Stillhaltergeschäfte in Höhe von 2.067 TEUR sowie 21 TEUR Kosten der Aufsichtsratsvergütungen.

3.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Gesamt
Euro
Gesichert
Euro
gegenüber
Kreditinstituten
9.602.853,68 15.570.000,00 0,00 25.172.853,68 25.172.853,68
aus Lieferungen
und Leistungen
792.118,25 0,00 0,00 792.118,25 0,00
gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungs
verhältnis besteht
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 25.421,23 0,00 0,00 25.421,23 0,00
Summe 10.394.971,93 15.570.000,00 0,00 25.990.393,16 25.172.853,68

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Abtretung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (7.789 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von 2.775 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 4.642 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Gewinne in Höhe von 371 TEUR aus Stillhaltergeschäften sowie eine Nachbesserung in Höhe von 2 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (1.159 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Verluste in Höhe von 1.017 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 142 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (865 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (362 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB auf Beteiligungen (382 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögens (91 TEUR) sowie sonstige betriebliche Erträge (30 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" sind daher 435 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand: Dr. Georg Issels, Kaufmann, Köln,
Hans Peter Neuroth, Kaufmann, Meerbusch,
Aufsichtsrat: Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bonn (Vorsitzender),
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

Zum 30. Juni 2017 haben sich hinsichtlich des Anteilsbesitzes gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31.12.2016) folgende Änderungen ergeben:

Allerthal-Werke AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 252.764 von 1.200.000 Aktien bzw. 21,06% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital in Höhe von 17.369 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 1.689 TEUR.

Horus AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 2.077.361 von 2.660.000 Aktien bzw. 78,10% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.320 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 184 TEUR.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Berichtszeitraum vier Mitarbeiter.

5.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Halbjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem 30.06.2017 nicht ergeben.

Köln, den 31.08.2017

Der Vorstand

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