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Scherzer & Co. AG Management Reports 2024

Jan 28, 2026

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Management Reports

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Publication

Scherzer & Co. Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht des Vorstands

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld

Vorbemerkung

Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nicht börsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist.

Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen.

Rückblick 2024

Das Börsenjahr 2024 war geprägt von dynamischen Entwicklungen und starken Zuwächsen an den Aktienmärkten, besonders bei Werten aus dem Technologiebereich. Treiber waren robuste US-Konjunkturdaten, der Boom künstlicher Intelligenz (KI) und geopolitische Impulse. Während Rohstoffe wie Gold und Öl stark zulegten, gerieten langlaufende Anleihen durch steigende Renditen unter Druck. Turbulenzen, etwa durch die Aufwertung des japanischen Yen, führten zu erhöhter Volatilität, jedoch stabilisierten sich die Märkte dann auch wieder rasch. Die Wahl in den USA löste eine Rallye an den US-Börsen aus, während europäische und asiatische Märkte hinterherhinkten. Zinssenkungen und makroökonomische Risiken prägten das Jahresende und führten zu einer Konsolidierung an den Kapitalmärkten.

Das Kapitalmarktjahr 2024 startete fulminant. Der deutsche Aktienleitindex DAX 40 erzielte in den ersten drei Monaten einen beeindruckenden Zuwachs von rund zehn Prozent ebenso wie der US-amerikanische Index S&P 500. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um neun Prozent zu, während europäische Aktien, gemessen am EuroStoxx 50, mit einem Plus von etwa 12% die stärkste Entwicklung zeigten.

Auch Edelmetalle und Rohstoffe verzeichneten erhebliche Zugewinne: Ende März lag der Goldpreis über acht Prozent im Plus, und der Ölpreis war seit Jahresbeginn um mehr als 20 % gestiegen. Im Gegensatz dazu gerieten festverzinsliche Wertpapiere unter Druck. Die Renditen von Anleihen mit guter Bonität waren im ersten Quartal überwiegend angestiegen, was zu negativen Wertentwicklungen in diesem Segment führte.

Im zweiten Quartal hielt die Aktienmarkt-Rallye an, allerdings mit einem deutlichen Rückgang der Marktbreite. Die größten Performancetreiber waren erneut die sogenannten "Magnificent 7" - sieben Technologieunternehmen (Apple, Nvidia, Alphabet, Meta, Amazon, Tesla und Microsoft), die die Märkte dominierten. Sie profitierten von der anhaltenden Euphorie rund um die künstliche Intelligenz (KI). Mehr als die Hälfte der Kurssteigerung des US-amerikanischen S&P 500 verdankte der Index diesen wenigen Titeln. Die Aktienindizes EuroStoxx 50 und DAX 40, die im ersten Quartal noch Allzeit- oder Mehrjahreshöchststände erreichten, bewegten sich währenddessen eher seitwärts. Der ernüchternde Ausgang der Europawahlen Ende Juni führte zu einer Korrektur an den europäischen Börsen, wobei der französische Leitindex CAC 40 seine gesamten Jahresgewinne wieder abgab. Wenngleich die US-Zentralbank den Leitzins im zweiten Quartal unverändert ließ, lockerte sie ihren restriktiven Kurs leicht, indem sie das Tempo der Bilanzreduzierung und den damit verbundenen Entzug von Liquidität verlangsamt hat. Ab Juni wurde die monatliche Höchstgrenze für die Tilgung von US-Staatsanleihen von bisher 60 auf 25 Milliarden US-Dollar deutlich reduziert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf die deutliche Beruhigung des Inflationsgeschehens reagiert und im zweiten Quartal 2024 die Zinswende eingeleitet. Erstmals seit fast fünf Jahren senkte sie den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte.

Anfang August kam es zu heftigen Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten, ausgelöst durch eine starke Aufwertung des japanischen Yen. Dies zog eine weltweite Kettenreaktion nach sich. Es kam zu einem der stärksten Anstiege der Volatilität, gemessen am VIX-Index, dem "Angstbarometer" der Aktienmärkte. Einige der führenden Indizes, darunter der japanische Nikkei 225 und der US-Technologie-Index Nasdaq 100, mussten in dieser Phase erhebliche Kursverluste hinnehmen und gaben einen Großteil ihrer zuvor erzielten Jahresgewinne wieder ab. In der Vergangenheit hätte eine solche Entwicklung vermutlich zu einer anhaltenden Börsenkorrektur von 15 % bis 20 % geführt. Jedoch haben sich die Märkte nach der verbalen Intervention der Bank of Japan, die den Aufwärtstrend des Yen stoppte, eindrucksvoll von dem heftigen und abrupten Einbruch erholt und sich bereits Mitte August größtenteils stabilisiert. Das Signal für eine Zinswende in den USA ließ lange auf sich warten. Während des jährlichen Notenbanktreffens in Jackson Hole Ende August verkündete der US-Notenbankchef Jerome Powell schließlich: "Es ist an der Zeit, die Geldpolitik anzupassen." Obwohl eine Zinssenkung der US-Zentralbank traditionell kein positives Zeichen ist, hatten Anleger und Investoren paradoxerweise monatelang genau auf dieses Signal gewartet. Eine Zinssenkung deutet oft auf eine Abschwächung der Konjunktur hin, was schwächere Unternehmensdaten wie Umsätze und Gewinne zur Folge hat und in der Regel zu fallenden Aktienkursen führt. Doch in diesem Fall setzte sich die Erholung an den Märkten fort, selbst nach der ersten großen Zinssenkung um 50 Basispunkte Mitte September.

Neben der US-Notenbank Fed senkte auch die EZB im September die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,5%, was den Markt für europäische Staatsanleihen stützte. Auch Unternehmensanleihen erzielten starke Erträge, insbesondere im Segment der Investment Grade-Anleihen. Gold profitierte im dritten Quartal überproportional von globalen Unsicherheiten und den fallenden Zinserwartungen und erreichte dabei wiederholt neue Allzeithochs.

Der Start in das vierte Quartal war eher verhalten. Die bevorstehende US-Wahl sorgte zunächst für Verunsicherung an den Kapitalmärkten. Anleiherenditen stiegen besonders im Oktober und Anfang November an, da die Anleger mit einem erneuten inflationären Impuls im Falle einer möglichen Wiederwahl von Donald Trump rechneten. Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten führte schließlich zu einer deutlichen Rallye an den US-amerikanischen Aktienmärkten: Der S&P 500 durchbrach in einer ersten Reaktion die Marke von 6.000 Punkten und erreichte ein neues Allzeithoch. Auch Small & Mid Caps, der US-Dollar und Kryptowährungen wie Bitcoin verzeichneten massive Gewinne. Im Gegensatz dazu zeigten sich die europäischen und asiatischen Aktienmärkte abgehängt. Der "Trump Trade" zeigt damit zwei Seiten: Einerseits stützten die Erwartungen einer möglichen Unternehmenssteuerreform die US-Märkte, andererseits belasteten Befürchtungen über potenzielle Handelskonflikte die Aktienmärkte in Europa und Asien. Die starke Reaktion der Kapitalmärkte lässt sich jedoch nicht allein durch den Wahlsieg von Donald Trump erklären, sondern auch durch die klare Eindeutigkeit des Ergebnisses - ein regelrechter Erdrutschsieg für die Republikaner. Die weiterhin starken Konjunkturdaten aus den USA und die anhaltend niedrige Inflation führten dazu, dass die traditionell im Dezember einsetzende Jahresend-Rallye, die die Aktienmärkte oft bis weit in den Januar hinein unterstützt, im Jahr 2024 ausgeblieben ist. In den letzten Wochen des Jahres hat der Kapitalmarkt aufgrund der makroökonomischen Daten damit begonnen, mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank Fed bereits auszupreisen. Dies belastete nicht nur Anleihemärkte, sondern auch die US-Aktienmärkte.

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2024 wie folgt ab:

in lokaler Währung in Euro umgerechnet
DAX 40 18,9 % 18,9 %
MDAX -5,7 % -5,7 %
SDAX -1,8 % -1,8 %
TecDAX 2,4 % 2,4 %
EuroStoxx 50 8,3 % 8,3 %
MSCI World 17,0 % 25,1 %
Dow Jones Industrial 12,9 % 20,7 %
S&P 500 23,3 % 31,8 %
Nasdaq 100 24,9 % 33,5 %
Nikkei 225 19,2 % 13,7 %

Quellen: FGTC Investment GmbH; Bankhaus Metzler

2 Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2024 verlief für die Scherzer & Co. AG erfolgreich und schloss mit einem Gewinn ab.

Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt.

Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei Aixtron, Centrotec, GK Software, Hensoldt, Redcare Pharmacy und Zeal Network sowie bei den Rententiteln von Abo Energy und Tele Columbus.

Vollständig veräußert bzw. im Rahmen einer Strukturmaßnahme abgegeben wurden u.a. die gehaltenen Bestände in Agfa-Gevaert, Albis Leasing, Apontis Pharma, Ceconomy, Instapro II, Lotto24, Metro Stämme, netfonds, ProSiebenSat.1 Media, Thurella Immobilien und Züblin Immobilien sowie die niiio-Wandelanleihe. Die Anteile an der Smart Equity AG wurden bei der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH zur Stärkung der Kapitalrücklage eingelegt. Die Beteiligung an der TERENTIUS SE konnte im Rahmen einer Manteltransaktion erfolgreich veräußert werden.

Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere 1&1, Data Modul, HelloFresh, q.beyond, Rocket Internet, Siltronic und zooplus.

Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Compugroup, Deutsche Wohnen, Encavis, Hornbach Baumarkt, RTL Group und TeamViewer.

Im Geschäftsjahr 2024 konnten Nachbesserungserlöse inklusive Zinsen in Höhe von 133 TEUR vereinnahmt werden. Neu ins Rechteportfolio kamen Lotto24 (9.217 TEUR) und Instapro II (830 TEUR). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Nachbesserungsrechte im Umfang von 10.048 TEUR generiert, bei Abgängen von 1.514 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2024 stieg somit auf 132.497 TEUR nach 123.963 TEUR im Vorjahr.

Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an ein gerichtliches Spruchverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden.

Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtlich überprüft wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchverfahren" im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen, wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.

Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren.

3 Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 14.496 TEUR (Vorjahr: 8.243 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 3.394 TEUR (Vorjahr: 4.934 TEUR), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 9.456 TEUR (Vorjahr: 2.735 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 1.563 TEUR (Vorjahr: 574 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 82 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. Lotto24 (5.471 TEUR), Smart Equity (2.678 TEUR), Apontis Pharma (1.377 TEUR) und Zeal Network (1.257 TEUR).

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 2.688 TEUR (Vorjahr: 4.394 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 9 TEUR (Vorjahr: 247 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand 2024 ein Verlust von 490 TEUR (Vorjahr: 1.231 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 2.189 TEUR (Vorjahr: 2.916 TEUR) entstanden.

Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 1.130 TEUR (Vorjahr: 2.604 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 595 TEUR (Vorjahr: 2.361 TEUR), Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 282 TEUR (Vorjahr: 199 TEUR) sowie Erträgen aus der Veräußerung von Kryptowährungen in Höhe von 242 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Bei Letzteren handelt es sich um erste Erträge aus dem 2021 angebahnten Technologieprojekt "peaq".

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von insgesamt 10.278 TEUR (Vorjahr: 9.813 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 582 TEUR (Vorjahr: 2.762 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 9.695 TEUR (Vorjahr: 7.051 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Größere Abschreibungen fielen bei 1&1, Data Modul, K+S und Siltronic (zusammen 6.548 TEUR) an.

Die Personalkosten lagen 2024 bei 820 TEUR (Vorjahr: 824 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag drei eigene Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 833 TEUR (Vorjahr: 722 TEUR) ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.549 TEUR (Vorjahr: 4.361 TEUR) vereinnahmt. Der starke Rückgang dieser Position beruht auf außerordentlich hohen Dividendeneinnahmen im Vorjahr, u.a. Sonderausschüttungen bei 3U Holding, Rocket Internet und Zeal Network.

Zinserträgen in Höhe von 185 TEUR (Vorjahr: 111 TEUR) standen Zinsaufwendungen in Höhe von 382 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind in der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen, welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Anleihezinsen und Zinsen auf erhaltene Nachbesserungen bestehen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) ausgewiesen.

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 1.434 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag: 825 TEUR).

Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,05 EUR (Vorjahr: -0,03 EUR).

4 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 30.728 TEUR (Vorjahr: 28.850 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 44.842 TEUR (Vorjahr: 55.104 TEUR) aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.369 TEUR (Vorjahr: 1.864 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (1.272 TEUR).

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 69.294 TEUR (Vorjahr: 73.942 TEUR). Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den Jahresüberschuss und verringerte sich um den Aufwand für den Erwerb eigener Anteile. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR) abzüglich des rechnerischen Nennwerts der eigenen Anteile (2.744 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 33.428 TEUR (Vorjahr: 36.805 TEUR) und dem Bilanzverlust in Höhe von 183 TEUR (Vorjahr: 1.617 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum Jahresultimo 2024 auf 85,9 % (Vorjahr: 83,6 %).

Die Steuerrückstellungen betragen 535 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 2.305 TEUR (Vorjahr: 4.910 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 2.029 TEUR (Vorjahr: 4.704 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8.500 TEUR (Vorjahr: 9.338 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 17 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) betreffen den Kauf von Wertpapieren und Dienstleistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 23 TEUR (Vorjahr: 23 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

a) Beschreibung

Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.

Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 4.843 TEUR (Vorjahr : 7.167 TEUR).

Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.

c) Transaktionsrisiko

Für die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist.

d) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn sie nicht auf dem Sekundärmarkt erworben wurden).

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

e) Personenrisiko

Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.

f) Prozessrisiken

Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen und Auskunftserzwingungsverfahren. Außerdem ist sie Klägerin in drei anhängigen Verfahren. Für die resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

6 Chancen

Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.

Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen entstehen im Wertpapierbestand bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven.

Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden.

7 Aussichten für das Geschäftsjahr 2025

Das handelsrechtliche Ergebnis der Scherzer & Co. AG wird auf der Aufwandsseite geprägt durch die Kosten des Geschäftsbetriebes, durch mit Verlust abgeschlossene Wertpapiertransaktionen sowie durch zu bildende Abschreibungen auf die Anschaffungskosten des Wertpapierbestandes. Einen wesentlichen Teil der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes stellen die Personalkosten dar, die gegebenenfalls auch variable, überwiegend von der Entwicklung des Nettoinventarwertes und dem Börsenkurs der Gesellschaft abhängige Komponenten ("erfolgsabhängige Komponenten") enthalten. Darüber hinaus handelt es sich bei den Aufwendungen des Geschäftsbetriebes insbesondere um Kapitalmarktkosten, Mieten, Beratungshonorare und sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Kostenbestandteile, die der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zugeordnet werden können, beliefen sich in den letzten Jahren regelmäßig auf unter 2,0 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2025 wird hier nicht mit einer wesentlichen Änderung der Höhe dieser Position kalkuliert.

Die Ertragsseite der Gewinn- und Verlustverrechnung enthält insbesondere mit Gewinn abgeschlossene Wertpapiergeschäfte, bei der Bewertung des Wertpapiervermögens vorzunehmende Zuschreibungen sowie vereinnahmte Dividenden und Zinsen aus dem Wertpapierbestand. Daneben tätigt die Gesellschaft Geschäfte am Terminmarkt, insbesondere Optionsgeschäfte, die sowohl positiv als auch negativ zum handelsrechtlichen Ergebnis beitragen können. Weitere Ergebnisbestandteile können sogenannte Nachbesserungen sein, die sich aus der gerichtlichen Überprüfung von Unternehmenswerten und Umtauschverhältnissen im Nachgang von Kapitalstrukturmaßnahmen (z. B. Unternehmensverträge, Squeeze-outs, Verschmelzungen) ergeben und zur Auszahlung gelangen. Die zugrunde liegenden gerichtlichen Überprüfungen ("Spruchverfahren") sind weder in ihrem Ergebnis noch in ihrem zeitlichen Anfall planbar. Viele dieser Verfahren haben Laufzeiten von mehr als fünf Jahren, einige ziehen sich sogar über mehr als zehn Jahre hin. Bilanziell stellen sie größtenteils zunächst nur Merkposten dar, die je nach Ergebnisausgang (Gerichtsurteil oder gerichtlicher Vergleich) zu einem Ertrag, ggfs. sogar in erheblicher Höhe oder zur schlichten Ausbuchung ("0") führen. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Realisierung eines Ergebnisses oftmals von Faktoren abhängig ist, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann.

Wie beschrieben, wird das Jahresergebnis von einer Anzahl von unterschiedlichen Komponenten bestimmt, die per Saldo zum ausgewiesenen Periodenergebnis in Gestalt des Jahresüberschusses oder des Jahresfehlbetrages führen. Dabei gibt es keinen zwingenden Zusammenhang des handelsrechtlichen Ergebnisses mit der Entwicklung eines Aktienindex, etwa mit dem des Deutschen Aktienindex (DAX) oder einem der anderen deutschen Auswahlindizes (MDAX, SDAX). Die Zusammensetzung des Portfolios der Scherzer & Co. AG unterscheidet sich regelmäßig von Grund auf von den Komponenten der klassischen Indizes. So investiert die Gesellschaft häufig in Unternehmen, die in keinem dieser Auswahlindizes enthalten sind oder völlig unterschiedlich gewichtet sind. Durch die Einbeziehung von Unternehmen der D-A-CH-Region, insbesondere von lediglich auf nichtbörslichen Plattformen gehandelten Unternehmen aus der Schweiz, wird eine ohnehin nur fragmentarische Korrelation mit den Auswahlindizes endgültig obsolet. Ein weiteres regelmäßig vorkommendes Phänomen des Kapitalmarktes ist es, dass gute, weniger gute oder gar schlechte Nachrichten, z. B. die wirtschaftliche Entwicklung eines Portfoliounternehmens betreffend, nicht unbedingt zu einer Kursbildung bzw. Kursentwicklung in der angezeigten Richtung führt. Eine Anpassung des Kursniveaus kann auf längere Zeit unterbleiben, sich aber ebenso auf nicht nachvollziehbare Weise spontan einstellen. Denknotwendigerweise würde demgegenüber eine tatsächliche Berechenbarkeit von Kursentwicklungen gewinnbringende Arbitrageprozesse in einem Ausmaß in Gang setzen, die die soeben beschriebene Diskrepanz zwischen Unternehmensentwicklung und börslichem Unternehmenswert konterkarieren bzw. unmöglich machen würde.

So lassen sich für das Geschäftsjahr 2025 grundsätzlich drei Szenarien planen, die im Ergebnis zu einem positiven, neutralen oder einem negativen Ergebnis führen können:

Ein angenommenes, aus unserer Sicht positives Szenario wird dann erreicht, wenn nicht nur Erträge erwirtschaftet werden, die die Aufwendungen des Geschäftsbetriebes abdecken, sondern auch darüber hinaus entstehen. Die Ausprägung dieser Erträge kann dann je nach Ausgang des Geschäftsjahres spürbar, stark oder sehr stark sein und so das Geschäftsjahr entsprechend als befriedigend, gut oder sogar sehr gut kategorisiert werden. Hier spielen sicherlich die subjektive Sichtweise und Erwartungshaltung des Betrachters eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung eines einzelnen Geschäftsjahres.

Bei einem angenommenen zweiten, neutralen Szenario läge das operative Ergebnis im Bereich der Höhe der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes, so dass sich ein Ergebnis in der Nähe der Null einstellen würde. Ein "ausgeglichenes" Geschäftsjahresergebnis wäre die passende Kategorisierung hierzu.

Schließlich ließe sich das dritte, negative Szenario annehmen als ein solches, bei dem das Geschäftsjahr deutlich negativ vom neutralen Szenario abweicht. Demzufolge lägen keine ausreichenden Ertragskomponenten vor, die zu einem Jahresüberschuss führen und sich so ein Jahresfehlbetrag einstellt. Auch hier gilt, dass, je nach Ausprägung des negativen Ergebnisses, das Geschäftsjahresergebnis dann als unbefriedigend oder schlecht beschrieben würde.

Köln, im Februar 2025

Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth
Vorstand Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.880,00 56.557,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.177.932,27 2.952.715,68
2. Beteiligungen 3.030.642,31 3.030.642,31
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.519.253,14 22.866.659,40
4. sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
30.727.828,72 28.850.018,39
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.878,63 320.572,74
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.115,11 4.183,83
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.369.143,36 1.863.826,17
1.383.137,10 2.188.582,74
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 44.842.424,05 55.103.714,03
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.656.921,06 2.170.841,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.241,94 30.254,03
80.673.432,87 88.399.967,43

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
--- --- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.940.000,00 29.940.000,00
eigene Anteile 2.744.372,00- 39.364,00-
27.195.628,00 29.900.636,00
II. Kapitalrücklage 8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 80.166,89 80.166,89
2. andere Gewinnrücklagen 33.428.465,45 36.804.944,79
33.508.632,34 36.885.111,68
IV. Bilanzverlust 182.747,94- 1.616.826,24-
- davon Verlustvortrag Euro -1.616.826,24 (Euro -791.711,09)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 534.899,00 34.733,00
2. sonstige Rückstellungen 2.304.599,00 4.910.297,00
2.839.498,00 4.945.030,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.500.000,00 9.337.544,68
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Euro 4.000.000,00 (Euro 3.837.544,68)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.606,55 149.918,67
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Euro 16.606,55 (Euro 149.918,67)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 699,62
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Euro 0,00 (Euro 699,62)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.778,72
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Euro 0,00 (Euro 1.778,72)
5. sonstige Verbindlichkeiten 22.960,13 23.218,51
- davon aus Steuern

Euro 21.492,12 (Euro 21.796,08)
8.539.566,68 9.513.160,20
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

Euro 1.468,01 (Euro 1.422,43)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Euro 22.960,13 (Euro 23.218,51)
80.673.432,87 88.399.967,43

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 18.025,58 20.667,23
2. Erträge aus Finanzinstrumenten 14.495.743,35 8.243.476,84
3. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten 2.687.813,36- 4.394.412,68-
4. sonstige betriebliche Erträge 1.130.336,85 2.604.403,41
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 744.534,57- 762.262,81-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 75.085,53- 61.658,09-
819.620,10- 823.920,90-
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18.168,75- 21.269,65-
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 833.325,11- 721.816,31-
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.549.071,57 4.361.087,16
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 184.985,89 111.004,94
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 10.277.716,33- 9.813.305,33-
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 382.098,80- 375.307,93-
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 925.342,49- 15.721,93-
13. Ergebnis nach Steuern 1.434.078,30 825.115,15-
14. Jahresüberschuss 1.434.078,30 825.115,15-
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.616.826,24- 791.711,09-
16. Bilanzverlust 182.747,94- 1.616.826,24-

Anhang zum 31. Dezember 2024

1. Angaben zur Gesellschaft und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben zu den dort genannten Vorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/ Verluste aus Stillhaltergeschäften.

Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Diese beinhalten u. a. die Beteiligung an der RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln. Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte zu Anschaffungskosten.

Des Weiteren wird unter den verbundenen Unternehmen die Beteiligung an der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln ausgewiesen. Die Scherzer & Co. AG hat mit Gesellschafterbeschluss vom 17.12.2024 die Kapitalrücklage der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln gegen Sacheinlage von 122.073 Aktien der Smart Equity AG erhöht. Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum beizulegenden Wert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten ferner die Beteiligung an der Horus AG, Köln. Die Beteiligung wurde sukzessive, zuletzt im Geschäftsjahr, auf insgesamt 86,25 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt. Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte zu Anschaffungskosten.

Unter den Finanzanlagen wird ferner die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG, Köln ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 49,9995 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte zu Anschaffungskosten.

Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der EoT Labs GmbH, Berlin ausgewiesen. Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2024 erfolgte gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum beizulegenden Wert.

Unter den sonstigen Ausleihungen wird eine auf CHF lautende Forderung aus Aktionärsdarlehen (Erinnerungswert) ausgewiesen.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt; die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind größtenteils an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind, in Höhe von 4.115,11 Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bestände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

3.2.2 Eigene Anteile

Der Vorstand hat am 16. Oktober 2023 ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gegenwert von bis zu 1.000.000,00 Euro beschlossen. Unter diesem Programm wurde beabsichtigt, bis zu 500.000 eigene Aktien bis längstens 29. März 2024 zu erwerben. Am 12. März 2024 wurde die Verlängerung dieses Aktienrückkaufprogramms und die Erhöhung des Volumens beschlossen. Die Gesellschaft beabsichtigte nunmehr, bis längstens zum 30. Dezember 2024 bis zu 1.000.000 eigene Aktien im Gegenwert von bis zu 2.000.000,00 Euro zu erwerben.

Am 24. Mai 2024 hat der Vorstand beschossen, bis zu 2.500.000 eigene Aktien im Wege eines freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebots zu einem Preis von 2,25 Euro je Aktie zurückzukaufen. Die Annahmefrist endete am 26. Juni 2024. Das laufende börsliche Aktienrückkaufprogramm wurde ausgesetzt.

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 2.744.372 eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von 2,25 Euro. Dies entspricht 9,17 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft.

Der Nennbetrag eigener Aktien wird offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der über den Nennbetrag hinausgehende Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) vermindert die frei verfügbaren Rücklagen (§ 272 Abs. 1a Satz 2 HGB).

3.2.3 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert.

Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2023 36.804.944,79 Euro
- Verrechnung aus Aktienrückkauf - 3.376.479,34 Euro
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2024 33.428.465,45 Euro

3.2.4 Bilanzverlust

Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:

Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 - 1.616.826,24 Euro
+ Jahresüberschuss 2024 + 1.434.078,30 Euro
Bilanzverlust zum 31. Dezember 2024 - 182.747,94 Euro

3.3 Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (2.029 TEUR), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen (66 TEUR), Rückstellungen für Tantieme der Mitarbeiter (55 TEUR), für Kosten des Jahresabschlusses/der Steuererklärungen (20 TEUR), Urlaubsrückstellungen (36 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (54 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen (32 TEUR), Rückstellungen für Depotgebühren (5 TEUR) sowie für Archivierungsaufwand (7 TEUR).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre gesamt gesichert
--- --- --- --- --- ---
Euro Euro Euro Euro Euro
--- --- --- --- --- ---
gegenüber Kreditinstituten 4.000.000,00 4.500.000,00 0,00 8.500.000,00 8.500.000,00
aus Lieferungen und Leistungen 16.606,55 0,00 0,00 16.606,55 0,00
sonstige 22.960,13 0,00 0,00 22.960,13 0,00
Summe 4.039.566,68 4.500.000,00 0,00 8.539.566,68 8.500.000,00

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 4.013 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 5.500 TEUR eine Restlaufzeit von 1 -5 Jahren.

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 463 TEUR inklusive Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 192 TEUR für Büromiete und 54 TEUR für Beratungsleistungen, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (14.496 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:

Gewinne in Höhe von 3.394 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 9.456 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 1.563 TEUR sowie Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 82 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (2.688 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Verluste von 9 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, Verluste von 490 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 2.189 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.130 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:

Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (282 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögens (595 TEUR), Erträge aus der Veräußerung von Kryptowährungen (242 TEUR) sowie sonstige Erträge (13 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.

In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind 582 TEUR (Vj.: 2.762 TEUR) für außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen. Nach unserer Einschätzung sind Wertminderungen in Höhe von 582 TEUR (Vj.: 2.762 TEUR) voraussichtlich nicht von Dauer.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 8.118,59 Euro (Vj.: 42.178,81 Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 11.550,96 Euro (Vj.: 16.337,86 Euro).

4.4 Steueraufwand

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag wird insgesamt ein Steueraufwand von 925 TEUR ausgewiesen. Dieser setzt sich zusammen aus Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 106 TEUR und dem Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von 820 TEUR. Auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses und vor dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG in seiner am Bilanzstichtag gültigen Fassung ist der zu erwartende Steueraufwand für das Geschäftsjahr (820 TEUR) mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand insoweit identisch.

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand

Dr. Georg Issels, Kaufmann

Hans Peter Neuroth, Kaufmann

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 553.999,88 Euro.

Aufsichtsrat

Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),

Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),

Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf,

Joachim Schmitt, Investor, Mainz.

Herr Dr. Göckeler ist außerdem

Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AC, Schmallenberg

Herr Dr. Rüttgers ist außerdem

Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München

Herr Hauschildt ist außerdem

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AC i. L., Gronau
Mitglied des Aufsichtsrats der Solventis AC, Mainz
Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AC, Köln

Herr Schmitt ist außerdem

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AC, Mainz

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 66.000,00 Euro.

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 25.000,00 Euro bzw. 100,00% am Stammkapital von 25.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 160 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 21 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.

RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 448 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 78 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.

RM Rheiner Management AG, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 109.999 von 220.000 Aktien bzw. 49,99 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 7.811 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 354 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.

Allerthal-Werke AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 364.207 von 1.200.000 Aktien bzw. 30,35 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 27.802 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 1.453 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.

Horus AG, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 2.294.165 von 2.660.000 Aktien bzw. 86,25 0%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.570 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 296 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.

Smart Equity AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien bzw. 44,39 % und wird mittelbar über das verbundene Unternehmen RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln gehalten. Ferner umfasst den Anteilsbesitz 33.000 von 275.000 Aktien bzw. 12,00 %, die mittelbar über das verbundene Unternehmen Horus AG, Köln gehalten werden. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.706 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 85 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.

independent capital AG, Althengstett

Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.484 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 123 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 liegt noch nicht vor.

Arcandor AG i.I. / i.L., Essen

Der Anteilsbesitz umfasst 55.664.920 von 253.226.080 Aktien bzw. 21,98 %. Die Gesellschaft ist seit 2009 insolvent.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 % enthalten. Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwachse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand: Investment Reporting per Ende 2024). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden.

Der Wert i. S. v. § 36 InvG der I-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 4.360.336,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 980.465,52 Euro. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach dem Fondsreglement bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 3 Mitarbeiter.

5.5 Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

a) für Abschlussprüfungsleistungen 32.000,00 Euro
b) für Steuerberatungsleistungen 42.669,35 Euro
c) für sonstige Beratungsleistungen 675,00 Euro
Summe 75.344,35 Euro

Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden - wegen gesetzlicher Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013 - seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.

5.6 Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 465 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet. Die Werthaltigkeit dieser aktiven Steuerlatenz ist aber letztendlich davon abhängig, ob die Gesellschaft, vor dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG, bei unveränderter Rechtslage und gleichbleibender Unternehmenspolitik, in Zukunft überhaupt mit Ertragsteuern belastet sein wird.

Köln, den 26. Februar 2025

Der Vorstand

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2024 Scherzer & Co. AG, Köln

Anschaffungskosten
01.01.2024 Umbuchungen Zugänge Abgänge 31.12.2024
--- --- --- --- --- ---
Euro Euro Euro Euro Euro
--- --- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 190.568,03 2.499,75 25.563,47 167.504,31
Summe Sachanlagen 190.568,03 0,00 2.499,75 25.563,47 167.504,31
II. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 3.246.217,62 3.214.077,51 3.860,92 6.456.434,21
2. Beteiligungen 4.036.020,98 4.036.020,98
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.400.183,03 1.262.685,68 2.957.788,36 27.705.080,35
4. sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen 36.682.422,63 0,00 4.476.763,19 2.961.649,28 38.197.536,54
Anlagevermögen insgesamt 36.872.990,66 0,00 4.479.262,94 2.987.212,75 38.365.040,85
Zuschreibungen /Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2024 Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen Änderungen iZm Abgängen Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr 31.12.2024
--- --- --- --- --- --- ---
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
--- --- --- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.011,03 -25.555,47 18.168,75 126.624,31
Summe Sachanlagen 134.011,03 0,00 -25.555,47 18.168,75 0,00 126.624,31
II. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 293.501,94 15.000,00 278.501,94
2. Beteiligungen 1.005.378,67 1.005.378,67
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.533.523,63 -663.621,45 582.426,81 266.501,78 6.185.827,21
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 7.832.404,24 0,00 -663.621,45 582.426,81 281.501,78 7.469.707,82
Anlagevermögen insgesamt 7.966.415,27 0,00 -689.176,92 600.595,56 281.501,78 7.596.332,13
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
--- --- ---
Euro Euro
--- --- ---
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.880,00 56.557,00
Summe Sachanlagen 40.880,00 56.557,00
II. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 6.177.932,27 2.952.715,68
2. Beteiligungen 3.030.642,31 3.030.642,31
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.519.253,14 22.866.659,40
4. sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen 30.727.828,72 28.850.018,39
Anlagevermögen insgesamt 30.768.708,72 28.906.575,39

Bericht des Aufsichtsrats

der Scherzer & Co. AG

für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.

Im Geschäftsjahr 2024 haben fünf förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 22.03.2024, am 03.06.2024, am 25.06.2024, am 04.10.2024 und am 03.12.2024, an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands teilnahmen. Lediglich Herr Dr. Göckeler konnte an der Sitzung am 04.10.2024 entschuldigt nicht teilnehmen. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat in Einzelfällen auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.

Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige Vertragsangelegenheiten geprüft und über die Zustimmung entschieden. Hierzu gehörte in jeder Aufsichtsratssitzung auch immer eine eingehende Befassung mit den wesentlichen Positionen des Portfolios auf Grundlage einer tagesaktuellen Aufstellung aller Titel einschließlich Liquidität, Bankverbindlichkeiten (einschließlich deren Reduzierung) und Kreditrahmen der Gesellschaft sowie der jeweils aktuellen Kapitalmarktsituation. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und Vertragsangelegenheiten.

In der Sitzung am 22.03.2024 befasste sich der Aufsichtsrat zudem vor allem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2023 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2024 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2024. Zudem bestätigte der Aufsichtsrat einen bereits zuvor im Umlaufverfahren gefassten Beschluss, der Verlängerung des Aktienrückkaufprogramms zuzustimmen. In der Sitzung am 03.06.2024 wählte der Aufsichtsrat im Anschluss an die Wahlen zum Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am selben Tag Herrn Dr. Göckeler zu seinem Vorsitzenden und Herrn Dr. Rüttgers zu dessen Stellvertreter. In der Sitzung am 25.06.2024 erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand auch den Verlauf der Hauptversammlung 2024 sowie den Stand des Aktienrückkaufprogramms. Ferner beriet und beschloss der Aufsichtsrat in den Sitzungen am 04.10.2024 und am 03.12.2024 über die Wiederbestellung von Herrn Hans Peter Neuroth zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für weitere drei Jahre bis zum 31.12.2027.

Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 03.06.2024 gewählten Abschlussprüfer, die Fabig Formhals Lehmkühler GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 05.03.2025 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 17.03.2025 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten durch Frau Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Stefanie Claire Blome sowie Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Bastian Lehmkühler, M.A., hat an dieser Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 17.03.2025 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2024.

Köln, den 17.03.2025

Dr. Stephan Göckeler
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Köln, den 28. Februar 2025

Fabig Formhals Lehmkühler GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Bastian Lehmkühler
Wirtschaftsprüfer