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Scherzer & Co. AG Management Reports 2015

Mar 9, 2017

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Management Reports

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Publication

Scherzer & Co. Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

Lagebericht des Vorstands

1. Finanzwirtschaftliches Umfeld *

„Panta rhei“ – alles fließt. Dieser vom griechischen Philosophen Heraklit formulierte Ausspruch traf leider nicht auf die Kapitalmärkte zu. Das Jahr 2015 entpuppte sich als überwiegend schwierig und schwankungsanfällig. Vieles floss hin und her, aber bis auf Aktien schlussendlich kaum etwas vorwärts. Jene Anleger, die grundsätzlich auf eine breite Diversifikation in ihrem Portfolio vertrauen, sind das Ansteigen irgendeiner Position bei gleichzeitigem Fallen einer anderen gewohnt. In der Retrospektive schaffte es jedoch kaum eine andere Anlageklasse als Aktien, einen ordentlichen Gewinn abzuwerfen.

Das Jahr 2015 verlief im Rückblick in vier Abschnitten. Im ersten Quartal und auch im April verwöhnten die Finanzmärkte Anleger mit einer massiven Aktien- und Anleihenrally. Der DAX avancierte in dieser Zeit bis zu seinem Hochpunkt Mitte April um stattliche 26%. Gleichzeitig fielen die Renditen von Anleihen deutlich. Als primärer Katalysator für diese Entwicklung diente die im Januar vorgenommene Ankündigung eines baldigen Ankaufprogramms für Anleihen der Europäischen Zentralbank (EZB). Im März wurde dieses dann beschlossen: Die EZB verpflichtete sich selber, bis mindestens September 2016 Anleihen im Gegenwert von 60 Mrd. Euro pro Monat zurückzukaufen. Ziel dieser Politik war zum einen die Ankurbelung der Wirtschaft in der Eurozone, zum anderen die Rückkehr der Inflation Richtung Zielmarke 2%.

Nachdem im Aprilverlauf sowohl Aktien als auch Anleihen ihre jeweiligen Jahres- und meist auch Allzeithochs erreichten, verzeichneten die Rentenmärkte im weiteren Verlauf des zweiten Quartals in den Monaten Mai und Juni eine unerwartete Zinssteigerung, die die Anleihekurse deutlich absacken ließ. In dieser Zeit erkannten die Marktteilnehmer das inzwischen verbesserte makroökonomische Umfeld und die Rückkehr der Inflation nach einer kurzen deflationären Phase in der Eurozone. In der Folge stiegen die Renditen abrupt an und die Kurse stürzten spiegelbildlich ab. Zehnjährige Bundesanleihen verloren in diesem kritischen Zeitraum zwischenzeitlich acht Prozent und 30-jährige Bundesanleihen sogar ein Viertel ihres Wertes.

Im dritten Quartal bestimmte die Finanzmärkte zunächst das Thema Griechenland. Wochenlang diskutierte die griechische Regierung mit ihren Gläubigern. Nachdem die griechische Regierung die Verhandlungen überraschenderweise abgebrochen und ein Referendum anberaumt hatte, löste die Einigung Mitte Juli eine Erleichterungsrally an den Aktienmärkten aus. Im August fand die Erholung allerdings ein abruptes Ende. Der Impuls für die Kursturbulenzen ging nun von den Schwellenländern, allen voran China, aus. Wirtschaftsdaten enttäuschten und die Gefahr einer globalen Rezession machte Schlagzeilen. Höhepunkt war der „Schwarze Montag“ vom 24. August mit den größten Tagesverlusten seit 1987 und der höchsten Volatilität seit der Großen Finanzkrise 2008/2009. In Deutschland kam auch noch der VW-Skandal um verfälschte Abgaswerte bei Dieselmotoren ans Tageslicht (die im DAX30 enthaltene VW-Vorzugsaktie verlor in nur zwei Tagen 35% ihres Wertes).

Im vierten Quartal rückten die Entscheidungen der Geldpolitik in den Vordergrund. Vor allem die verbale Argumentation der EZB für eine noch aggressivere Geldpolitik sorgte bis Anfang Dezember an den Finanzmärkten für eine Zunahme des Risikoappetits und verleitete die Investoren dazu, wieder höhere Preise für Aktien und Anleihen zu bezahlen – und dies trotz angespannter Sicherheitslage in Europa nach den Terroranschlägen in Paris am 13. November sowie des Abschusses eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe am 24. November. Erst nach der Enttäuschung über die unter den Erwartungen gebliebenen Maßnahmen der EZB am 3. Dezember, gaben die Aktienkurse wieder Teile der Kursgewinne der Vormonate ab. Am 16. Dezember erhöhte dann die US-Zentralbank Fed ihren Leitzins erstmalig seit neun Jahren und beendete damit die Nullzinsphase. Da dies entsprechend medial gut vorbereitet war, bot es letztendlich wenig Überraschungspotenzial, sorgte jedoch für einen positiven Jahresausklang.

Diese Entwicklung vollzog sich vor dem Hintergrund ausgeprägter globaler makroökonomischer Divergenzen.

Die USA lieferten insgesamt ein gemischtes Wachstumsbild. Ausgelöst durch den Ölpreisverfall, der Aufwertung des US-Dollars und der Schwäche in den Schwellenländern litten neben den energie- auch die exportorientierten Industrieunternehmen. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes befand sich bereits seit geraumer Zeit im Kontraktionsbereich und die Industrieproduktion war erstmalig seit 2009 rückläufig. Dem gegenüber stand jedoch ein robuster Dienstleistungsbereich. Der Verbrauch der privaten Haushalte lief rund und wurde gestützt von sinkenden Energiepreisen, einem kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit sowie weiterhin guten Finanzierungsbedingungen. Im dritten Quartal wuchs die US-amerikanische Volkswirtschaft mit einer geschätzten Jahresrate von 2,0%. Für das Gesamtjahr 2015 dürfte das US-Wachstum bei etwa 2,5% liegen (2014: 2,4%).

Seit Ende 2013 befand sich die Eurozone endlich wieder auf Wachstumskurs. Dabei stellten die für die USA genannten Belastungsfaktoren (Stärke des US-Dollars und gefallene Energiepreise) Triebfedern für die Eurozone dar. Hinzu kam die Fortsetzung der geldpolitischen Lockerung, in vielen Ländern ein Ende der Sparprogramme und ein beginnender Kreditvergabezyklus. Das BIP des Euroraums wuchs im dritten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6% und das Wachstum in 2015 sollte bei etwa 1,5% liegen (2014: 0,9%).

Japan blieb aus konjunktureller Sicht ein Sorgenkind. Seit 2008 wechselten sich Expansions- und Kontraktionsphasen stetig ab. In den letzten acht Jahren mussten Japaner vier Rezessionen (definiert als BIP-Rückgang in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen) erleiden. Im Gesamtjahr 2015 dürfte Japan nur um 0,6% gewachsen sein (2014: 0%).

Wenig Freude bereiteten die Schwellenländer. Diese litten unter den sinkenden Rohstoffpreisen, der Stärke des US-Dollars sowie dem Rückgang des Welthandelsvolumens. Unter den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) befand sich neben Brasilien (BIP 2015 erwartet: -3,5%) auch Russland (BIP 2015 erwartet: -3,8%) in einer tiefen Rezession. In China kühlte sich das Wachstum nun im fünften Jahr in Folge ab – auf geschätzte 6,9% in 2015 (2014: +7,3%). Zweistellige chinesische Wachstumsraten wie zuletzt in 2010 (+10,4%) und 2007 (+14,2%) gehören möglicherweise der Vergangenheit an. China befindet sich in einer gigantischen Umstellung von einem investitions- und exportgetriebenen hin zu einem dienstleistungs- und konsumorientierten Wirtschaftsmodell. Das könnte auf einen moderateren Wachstumspfad führen. Unter den BRIC-Staaten meisterte es nur Indien, sein Wachstum zu steigern – von 6,9% in 2014 auf geschätzte 7,4% in 2015. Seit 2014 werden die 1,2 Milliarden Inder von Narenda Modi regiert. Dieser steht für einen wachstumsfreundlichen Modernisierungskurs.

Die globale Konjunktur wächst seit vier Jahren mit rund 3% jährlich, ohne nennenswerte Beschleunigung oder Verlangsamung. Die verschiedenen Ökonomien bleiben in einer jeweils unterschiedlichen Position im Wirtschaftszyklus. Die USA laufen vorweg und sind bereits am weitesten fortgeschritten. Japan bleibt in einer wirtschaftlichen Stagnation gefangen, auch wenn die Pro-Kopf-Zahlen besser aussehen, da Japans Bevölkerung seit Jahren schrumpft. In der Eurozone muss noch von einer zarten Pflanze eines Konjunkturaufschwunges gesprochen werden, denn die Wirtschaft wächst erst wieder seit zwei Jahren, nachdem diese in 2012/2013 sieben Quartale in Folge geschrumpft war. Die meisten Schwellenländer befinden sich noch in einer Krisensituation und ihr Wirtschaftszenit aus dem Jahr 2010 liegt inzwischen weit zurück.

2. Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes

Der deutsche Leitindex (DAX) verhielt sich aufgrund dieses weiterhin schwierigen Umfeldes erwartungsgemäß volatil, allerdings übertrumpfte er wesentliche internationale Aktienindizes und konnte mit einem stolzen Plus von 9,6% ein deutlich positives Jahresergebnis verzeichnen. Die Small- und Midcap-Indizes übertrafen sogar diesen Anstieg und konnten mit einem Plus von knapp 23% für den MDAX bzw. fast 27% für den SDAX sogar zweistellige Zuwachsraten erzielen. Spitzenreiter war 2015 erneut der TecDAX, der über 33% zulegen konnte.

Die weltweiten Aktienmärkte haben sich dagegen erneut auseinander entwickelt. Während die Schwellenländer unter dem anhaltenden Verfall der Rohstoffpreise mit dem MSCI Emerging Markets deutlich um 17% nachgaben, lag das Minus bei den Industrieländern (MSCI World) nur bei -2,7%. Insbesondere durch den kräftigen Anstieg des US-Dollars im Jahre 2015 gegenüber dem Euro (+11%) kehrte sich das Vorzeichen jedoch um. Wenn man die Währungsgewinne sowie Dividenden berücksichtigt, stieg der MSCI World in Euro um stattliche 11%. Damit spielte auch die Währungsseite 2015 wieder eine herausragende Rolle.

Mit selber Tendenz, allerdings etwas schwächer, entwickelten sich die europäischen Indizes. Der prominente EuroStoxx 50 verbesserte sich um 3,8%. Der Dow Jones Industrial konnte im Vergleich hierzu nicht mithalten und verlor 2,2% auf Jahressicht.

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2015 wie folgt ab:

in lokaler Währung in Euro umgerechnet
DAX30 9,6% 9,6%
MDAX 22,7% 22,7%
SDAX 26,6% 26,6%
TecDAX 33,5% 33,5%
EuroStoxx 50 3,8% 3,8%
MSCI World -2,7% 8,3%
Dow Jones Industrial -2,2% 8,9%
S&P 500 -0,7% 10,6%
Nasdaq Composite 5,7% 17,8%
Nikkei 225 9,1% 21,1%

Auf den Rohstoffmärkten hielt die Talfahrt des Rohöls unvermindert an. So verzeichnete der Preis für die Sorte West Texas Intermediate (WTI) 2015 einen Absturz um 30% auf nur noch 37,2 US-Dollar (das Jahreshoch 2014 im Juni betrug noch 107 USD). Dies ist der größte Ölpreisverfall seit der Großen Finanzkrise 2008/2009. Jedoch basiert der Rückgang diesmal auf einem sogenannten Angebotsschock, d.h. es existiert ein weltweites Überangebot an Rohöl.

Bei den Edelmetallen musste sowohl Gold mit 12,1% (auf Eurobasis nur -1% Wertverlust) als auch Silber mit 11,9% (bzw. -0,9% in Euro) abermals in US-Dollar einen deutlichen Wertverlust hinnehmen. Im Bereich der Industriemetalle fiel der wichtige Kupferpreis aufgrund weiterhin verminderter Nachfrage um 17,6% (bzw. -6,6%).

*Quelle: DO Investment AG, Do-RM Special Situations Totel Return I, Bericht der Verwaltungsgesellschaft)

3. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2015 verlief für die Scherzer & Co. AG sehr erfreulich und schloss mit einem Gewinn ab. Damit konnte die Scherzer & Co. AG an die letzten drei guten Geschäftsjahre anschließen.

Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt.

Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei den Anteilen an der Delticom AG, Fair Value Reit-AG, Highlight Communications AG, Homag Group AG, MAN SE Stämme, Max21 AG und Württembergische Leben AG.

Vollständig veräußert wurden u.a. die gehaltenen Bestände in Bastei Lübbe AG, Biotest AG Stämme und Vorzüge, Colonia Real Estate AG, DMG Mori Seiki AG, Edel AG, Gruppo Mutuionline S.P.A., Manz AG, Nordwest Handel AG, PA Power AG, Puma SE, R. Stahl AG und WCM AG.

Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere die AG für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthur, GK Software AG, Klöckner & Co. SE, Lotto24 AG, RM Rheiner Management AG und Strabag AG.

Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Anteile an der Adler Modemärkte AG, Data Modul AG, Drägerwerk AG & Co. KGaA Genussscheine, DVB Bank SE, Fidor Bank AG, GAGFAH S.A., Infas Holding AG, K+S AG, M.A.X. Automation AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG, Syzygy AG, Wincor Nixdorf AG und Wüstenrot & Württembergische AG.

Im Geschäftsjahr 2015 konnten aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte zwei Verfahren erfolgreich beendet werden. Hieraus folgten Erlöse in Höhe von 2.927 TEUR aus den Spruchverfahren Schering AG/Bayer Schering Pharma AG und 48 TEUR aus dem Verfahren MME. Ohne positives Ergebnis endeten die Spruchverfahren von Phoenix, Mobilcom, HRE und D+S Europe. Neu ins Rechteportfolio kamen Augusta Technologie AG, DAB Bank AG, Deutsche Postbank AG, Miba AG, OnVista AG und Sky Deutschland AG, ebenso Kleinpositionen von GFKL AG und Jetter AG. Insgesamt konnten Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 11.655 TEUR generiert werden bei Abgängen im Umfang von 13.377 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2015 beträgt somit 96.180 TEUR nach 97.903 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 3,21 EUR (Vorjahr: 3,27 EUR).

Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an Spruchstellenverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis festgesetzt werden.

Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten „Gerichtlichen Spruchstellenverfahren“ im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.

Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG als Antragstellerin in Spruchstellenverfahren, die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch „Abfindungsergänzungsansprüche“ genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren.

4. Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung „Erträge aus Finanzinstrumenten“ in Höhe von 10.904 TEUR (Vorjahr: 10.910 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 1.774 TEUR (Vorjahr: 3.647 TEUR) und bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 6.744 TEUR (Vorjahr: 6.875 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 271 TEUR (Vorjahr: 246 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 2.115 TEUR (Vorjahr: 142 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. DMG Mori Seiki AG (1.089 TEUR), InVision AG (692 TEUR), Highlight Communications AG (652 TEUR), Colonia Real Estate AG (574 TEUR), MAN SE Stämme (449 TEUR), WCM AG (416 TEUR), Gruppo Mutuionline S.P.A. (391 TEUR) und Manz AG (349 TEUR).

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 5.456 TEUR (Vorjahr: 3.559 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 1.469 TEUR (Vorjahr: 156 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand in 2015 ein Verlust von 2.951 TEUR (Vorjahr: 2.538 TEUR). Relevante negative Ergebnisbeiträge lieferten u. a. Biotest AG Stämme/Vorzüge (2.284 TEUR), K+S AG (493 TEUR) und Miba AG (290 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 1.036 TEUR (Vorjahr: 865 TEUR) entstanden.

Die G + V Position „Sonstige betriebliche Erträge“ in Höhe von 1.870 TEUR (Vorjahr: 98 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens in Höhe von 1.012 TEUR (Vorjahr: 81 TEUR) und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 821 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR).

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.502 TEUR (Vorjahr: 3.822 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 645 TEUR (Vorjahr: 1.446 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 857 TEUR (Vorjahr: 2.376 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Die Personalkosten lagen in 2015 bei 780 TEUR (Vorjahr: 555 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für Tantiemen an die Vorstände und Mitarbeiter in Höhe von insgesamt 216 TEUR enthalten (Vorjahr: 12 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag fünf eigene Mitarbeiter. Daneben wurde die allgemeine Verwaltung der Gesellschaft auch durch Fremdleistungen erbracht, die mit 7 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR) innerhalb der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 476 TEUR (Vorjahr: 448 TEUR) ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position „Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens“ enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.589 TEUR (Vorjahr: 1.622 TEUR) vereinnahmt.

Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 981 TEUR (Vorjahr: 142 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 420 TEUR (Vorjahr 480 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position „Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“ und bestehen im Berichtsjahr im Wesentlichen aus den Zinsen aus Nachbesserungen in Höhe von 766 TEUR. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ in der G + V ausgewiesen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2015 beträgt 6.701 TEUR (Vorjahr 3.900 TEUR); der Jahresüberschuss beträgt 5.319 TEUR (Vorjahr 3.776 TEUR).

Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,18 EUR (Vorjahr 0,13 EUR).

5. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag einen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 31.721 TEUR (Vorjahr: 24.273 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 33.729 TEUR (Vorjahr: 46.731 TEUR) aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 650 TEUR (Vorjahr: 559 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (507 TEUR) und abgegrenzte Stückzinserträge (138 TEUR).

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 51.225 TEUR (Vorjahr: 47.403 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 9.772 TEUR (Vorjahr: 6.722 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.659 TEUR (Vorjahr: 1.888 TEUR) zusammen.

Die Steuerrückstellungen betragen 728 TEUR (Vorjahr: 325 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 820 TEUR (Vorjahr: 1.346 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen die Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 482 TEUR (Vorjahr: 1.231 TEUR), Rückstellungen für Tantiemen 218 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen 43 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) und Prozesskosten 40 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 17.234 TEUR (im Vorjahr: 22.735 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 29 TEUR (Vorjahr 40 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere, deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 24 TEUR (Vorjahr 123 TEUR) betreffen im Wesentlichen mit 16 TEUR Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien. In der Hauptversammlung vom 3. Juni 2013 wurde der Vorstand durch eine entsprechende Satzungsänderung ermächtigt, in der Zeit bis zum 2. Juni 2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.970.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2015 auf 73,1% (Vorjahr 65,9%).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

6. Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

a) Beschreibung

Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.

Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab.

Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 15.405 TEUR (Vorjahr 22.355 TEUR).

Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.

c) Transaktionsrisiko

Im sogenannten Frosta-Urteil hat der Bundesgerichtshof 2013 entschieden, dass börsennotierte Unternehmen, die ein Delisting planen, ihren Aktionären keine Abfindung mehr anbieten müssen. Auch bedarf es dazu seitdem nur noch eines einfachen Vorstandsbeschlusses. Gerade Unternehmen, die von einem Großaktionär beherrscht werden, haben diese Möglichkeit seitdem verstärkt genutzt. Dadurch könnte sich für die Scherzer & Co. AG die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht und die Gesellschaft sich immer häufiger entscheiden muss, ob sie Investments trotz bevorstehenden Delistings halten will. Im Berichtsjahr hat sich die Rechtslage in so weit verändert, dass mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie künftig beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist.

d) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen, sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchstellenverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn Sie nicht auf dem Sekundärmarkt erworben wurden).

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

e) Personenrisiko

Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.

f) Prozessrisiken

Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Für die daraus resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

7. Chancen

Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.

Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen werden bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven im Wertpapierbestand gelegt.

Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden.

8. Aussichten für das Geschäftsjahr 2016

Beteiligungsunternehmen wie die Scherzer & Co. AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen erst im Zeitpunkt der Veräußerung von Wertpapierpositionen ein realisiertes Ergebnis aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag vorgenommen werden. Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens zu welchem Preis veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über die voraussichtliche Abschreibungserfordernis bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem der Zuschreibungen zu lösen. Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf die Ertragssituation der Scherzer & Co. AG erhebliche (positive) Auswirkungen haben.

Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Erst im Laufe des Jahres, wenn Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen über die Gewinnentwicklung treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass sich für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand nicht wesentlich ändert.

Es bleibt festzuhalten, dass die getätigten Investments aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft werden. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und Ziel führend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels so genannter „Corporate Action“ stärkere Veränderung erfahren, führt dazu, dass Zielkurse aufgrund von Vorgaben, wie beispielsweise einem relevanten 3-Monatskurs oder Bewertungsparametern in bestimmtem Umfang kalkulierbar sind. Ihr zeitlicher Anfall kann jedoch (im Regelfall) nicht hinreichend präzisiert werden.

So können für das Geschäftsjahr 2016 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur positive Ergebnisse angestrebt aber nicht versprochen werden. Dies betrifft in gleicher Weise die Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite, die gleichfalls nur gewünscht aber nicht versprochen werden kann. Jedenfalls sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten aus heutiger Sicht (noch) stark genug für eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs. Die Basis für eine auskömmliche Portfolioentwicklung, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist ebenfalls bei der Scherzer & Co. AG gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest: Durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung des Unternehmens zu sichern und voranzutreiben.

9. Wesentliche Vorgänge in 2016

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind in der Unternehmenssphäre der Scherzer & Co. AG nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Köln, im März 2016

Dr. Georg Issels, Vorstand

Hans Peter Neuroth, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2015

EUR
31.12.2014

EUR
A. Anlagevermögen 31.739.634,95 24.290.075,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 18.357,00 17.405,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.357,00 17.405,00
III. Finanzanlagen 31.721.275,95 24.272.668,33
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.059,66 67.500,00
2. sonstige Finanzanlagen 31.653.216,29 24.205.168,33
B. Umlaufvermögen 38.313.595,69 47.671.561,15
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.754.516,90 558.606,43
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.460,55 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.745.056,35 558.606,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 833,00 1.659,10
II. Wertpapiere 33.729.056,38 46.731.055,89
1. sonstige Wertpapiere 33.729.056,38 46.731.055,89
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.830.022,41 381.898,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.364,53 11.388,83
Bilanzsumme, Summe Aktiva 70.064.595,17 71.973.025,31
Passiva
31.12.2015

EUR
31.12.2014

EUR
A. Eigenkapital 51.224.744,80 47.403.016,06
I. gezeichnetes Kapital 29.940.000,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage 8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen 9.852.524,64 6.802.265,93
IV. Bilanzgewinn 2.659.364,37 1.887.894,34
B. Rückstellungen 1.547.905,00 1.670.986,00
C. Verbindlichkeiten 17.291.945,37 22.899.023,25
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.234.012,92 22.735.462,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.434.012,92 9.736.462,21
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.503,19 0,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.503,19 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 52.429,26 163.561,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 52.429,26 163.561,04
Bilanzsumme, Summe Passiva 70.064.595,17 71.973.025,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015

EUR
1.1.2014 - 31.12.2014

EUR
1. Rohergebnis 8.476.252,46 7.449.285,79
2. Personalaufwand 780.970,13 556.521,78
a) Löhne und Gehälter 751.853,83 532.966,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 29.116,30 23.555,48
davon für Altersversorgung 60,36 58,20
3. Abschreibungen 7.537,23 6.692,67
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.537,23 6.692,67
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 588.334,91 448.311,13
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.622.031,56 1.622.193,90
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 948.305,06 141.570,10
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.502.473,43 3.821.563,62
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.465.855,05 480.171,41
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.701.418,33 3.899.789,18
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.382.689,59 124.000,51
11. Jahresüberschuss 5.318.728,74 3.775.788,67

Ergebnisverwendung

1.1.2015 - 31.12.2015

EUR
1.1.2014 - 31.12.2014

EUR
11. Jahresüberschuss 5.318.728,74 3.775.788,67
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 390.894,34 4.834.204,71
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 3.050.258,71 6.722.099,04
a) in andere Gewinnrücklagen 3.050.258,71 6.722.099,04
14. Bilanzgewinn 2.659.364,37 1.887.894,34

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

In der Hauptversammlung vom 31.05.2016 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 2.659.364,37 wie folgt zu verwenden:

a) Ausschüttung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende in Höhe von EUR 0,05 je für das Geschäftsjahr 2015 dividendenberechtigter Stückaktie, damit insgesamt EUR 1.497.000,00

b) Einstellung in die Gewinnrücklagen: EUR 1.162.364,37

Anhang

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften.

Wir halten diese Darstellung für erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können.

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Bei einem Aktientausch erfolgte die Bestimmung der Anschaffungskosten der erhaltenen Aktien nach dem Zeitwert der hingegebenen Aktien.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Wertpapierdepots sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien

(davon durch genehmigtes Kapital im Vorjahr gezeichnet: 2.720.501 Stückaktien).

3.2.2 Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital beträgt 14.970.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen.

3.2.3 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2014 1.887.894,34 Euro
- Gewinnausschüttung in 2015 - 1.497.000,00 Euro
- Einstellung in Gewinnrücklagen durch Hauptversammlung 2015 - 390.894,34 Euro
Gewinnvortrag 0,00 Euro
+ Jahresüberschuss 2015 + 5.318.728,74 Euro
- Einstellung in Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss - 2.659.364,37 Euro
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 2.659.364,37 Euro

3.3 Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR), Kosten des Jahresabschlusses (17 TEUR), Rückstellung für Tantieme (218 TEUR), Urlaubsrückstellung (2 TEUR), ausstehenden Eingangsrechnungen (16 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (40 TEUR), Aufwand für Archivierung (2 TEUR), sowie Prämienaufwand für Stillhalterpositionen (482 TEUR).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Verbindlichkeiten Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Euro
1-5 Jahre

Euro
über 5 Jahre

Euro
Gesamt

Euro
Gesichert

Euro
--- --- --- --- --- ---
gegenüber Kreditinstituten 6.234.012,92 11.000.000,00 0,00 17.234.012,92 17.234.012,92
aus Lieferungen und Leistungen 28.720,00 0,00 0,00 28.720,00 0,00
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 5.503,19 0,00 0,00 5.503,19 0,00
Sonstige 23.709,26 0,00 0,00 23.709,26 0,00
Summe 6.291.945,37 11.000.000,00 0,00 17.291.945,37 17.234.012,92

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Abtretung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (10.904 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen:

Gewinne in Höhe von 1.774 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 6.744 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge aus Nachbesserungsrechten von 2.115 TEUR sowie Gewinne Stillhaltergeschäften in Höhe von 271 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-5.456 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Verluste in Höhe von -1.469 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Verluste in Höhe von -2.951 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, und Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von -1.036 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.870 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB Finanzanlagevermögen (1.012 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB Wertpapiere Umlaufvermögen (821 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnungen (21 TEUR), periodenfremde Erträge (9 TEUR) sowie Erträge aus Weiterberechnung von Aufwendungen (7 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine „planmäßigen“ Abschreibungen vorgenommen werden.

In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher 645 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 21.448,52 Euro ( Vj.: 1.312,70 Euro). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.394,87 Euro (Vj.: 485,88 Euro).

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand

Dr. Georg Issels, Kaufmann

Hans Peter Neuroth, Kaufmann

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 660.882,03 Euro.

Aufsichtsrat

Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),

Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender),

Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München.

Herr Dr. Göckeler ist außerdem

- Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg,

- Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main.

Herr Hauschildt ist außerdem

- Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau,

- Vorsitzender des Aufsichtsrats der ProAktiva Vermögensverwaltung AG, Hamburg,

- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Frankfurt am Main,

- Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 42.840,00 Euro.

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00% am Stammkapital von 50.000,00 Euro. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 90 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 15 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 liegt noch nicht vor.

RM Rheiner Management AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 75.175 von 220.000 Aktien bzw. 34,17%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 2.621 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2014 beträgt -48 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 liegt noch nicht vor.

Allerthal-Werke AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 265.781 von 1.200.000 Aktien bzw. 22,15%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 14.097 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 1.927 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 liegt noch nicht vor.

Horus AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 2.015.645 von 2.660.000 Aktien bzw. 75,78%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 2.900 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 101 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 liegt noch nicht vor.

Q2M Managementberatung AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 173.000 von 553.514 Aktien bzw. 31,25%. Der Jahresabschluss zum 31.12.2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 0 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2014 beträgt -15 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 liegt noch nicht vor.

independent capital AG, StuttgartDer Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 686 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2014 beträgt -328 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 liegt noch nicht vor.

Aldea Assekuranzmakler AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 367.919 von 1.500.000 Aktien bzw. 24,53%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 136 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2014 beträgt -396 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 liegt noch nicht vor.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per 30.12.2015). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 2.758.600,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 427.330,00 Euro. Die Ergebnisse des Investmentvermögens werden thesauriert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr fünf Mitarbeiter.

Köln, den 29. Februar 2016

Der Vorstand

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31.12.2015

Scherzer & Co. AG, Köln

Anschaffungskosten
01.01.2015

Euro
Umbuchung

Euro
Zugang

Euro
Abgang

Euro
31.12.2015

Euro
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten an solchen Rechten und Werten 1.148,36 1.148,36
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.148,36 1.148,36
II. Sachanlagen
1. andere Anl., Betriebs- und Geschäftsausst. 49.107,70 8.489,23 57.596,93
Summe Sachanlagen 49.107,70 8.489,23 57.596,93
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 67.500,00 559,66 68.059,66
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 28.931.885,69 17.150.072,82 10.125.237,29 35.956.721,22
Summe Finanzanlagen 28.999.385,69 0,00 17.150.632,48 10.125.237,29 36.024.780,88
Anlagevermögen insgesamt 29.049.641,75 0,00 17.159.121,71 10.125.237,29 36.083.526,17
Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2015

Euro
Umbuchung

Euro
Zuschreibung

Euro
Zugang

Euro
Abgang

Euro
31.12.2015

Euro
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten an solchen Rechten und Werten 1.146,36 1.146,36
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.146,36 1.146,36
II. Sachanlagen
1. andere Anl., Betriebs- und Geschäftsausst. 31.702,70 7.537,23 39.239,93
Summe Sachanlagen 31.702,70 7.537,23 39.239,93
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.726.717,36 1.012.058,72 645.190,00 56.343,71 4.303.504,93
Summe Finanzanlagen 4.726.717,36 1.012.058,72 645.190,00 56.343,71 4.303.504,93
Anlagevermögen insgesamt 4.759.566,42 1.012.058,72 652.727,23 56.343,71 4.343.891,22
Buchwerte
31.12.2015

Euro
31.12.2014

Euro
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen
1. andere Anl., Betriebs- und Geschäftsausst. 18.357,00 17.405,00
Summe Sachanlagen 18.357,00 17.405,00
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66 67.500,00
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 31.653.216,29 24.205.168,33
Summe Finanzanlagen 31.721.275,95 24.272.668,33
Anlagevermögen insgesamt 31.739.634,95 24.290.075,33

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

der Scherzer & Co. AG

Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.

Im Geschäftsjahr 2015 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 09.03.2015, am 21.05.2015, am 25.09.2015 und am 03.12.2015. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.

Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments und zur Verlängerung von Bankkrediten beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe geprüft und über die Zustimmung entschieden. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personalangelegenheiten. Dies mündete u.a. darin, dass Herr Hans Peter Neuroth in der Aufsichtsratssitzung am 25.09.2015 ab dem 01.01.2016 für drei weitere Jahre zum Mitglied des Vorstands bestellt werden konnte. In der Sitzung am 09.03.2015 befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2014 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2015 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2015.

Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18.05.2015 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 10.03.2016 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 04.04.2016 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer Harald Formhals hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 04.04.2016 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2015.

Köln, den 04.04.2016

Dr. Stephan Göckeler, Vorsitzender des Aufsichtsratsder Scherzer & Co. AG

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.04.2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 03.03.2016

**Formhals Revisions- und Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Harald Formahals, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefanie Claire Blome, Wirtschaftsprüfer