Interim / Quarterly Report • Aug 31, 2023
Interim / Quarterly Report
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"Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl durch sicherheits- als auch chancenorientierte Investments den langfristigen Aufbau des Vermögens der Gesellschaft zu betreiben."
| Zwischenlagebericht des Vorstands | 3 |
|---|---|
| "Sicherheit & Chance" | 10 |
| Zwischenabschluss zum 30.06.2023 | |
| Bilanz | 12 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 14 |
| Verkürzter Anhang zum Zwischenabschluss 2023 | 16 |
| Impressum | 23 |
2
Wir befinden uns in der spannendsten Börsenphase seit über 15 Jahren. Sicherlich gab es auch während der Jahrtausendwende und in den Jahrzehnten zuvor intensive Kapitalmarktphasen, die vergangenen 15 Monate jedoch waren mehr denn je zwischen Euphorie und Erfolg auf der einen Seite und Angst und Panik auf der anderen Seite geprägt. Allein in dem zurückliegenden Quartal haben die Kapitalmärkte diverse Szenarien durchgespielt: Von sinkenden Inflationssorgen, begleitet von steigenden Aktien- und Rentenmärkten, über Rezessionsängste, bis zu einer erneuten Inflationswelle und damit steigende Zinssorgen. Den jüngsten "Hochpunkt" haben wir im März erlebt, als der Kapitalmarkt innerhalb von wenigen Handelstagen eine Bankenkrise durchgespielt hat.
Die Vorzeichen für das Börsenjahr 2023 waren alles andere als gut. Die globale Konjunktur enthielt schon zu Beginn des Jahres klare rezessive Tendenzen, die Zentralbanken stellten trotzdem weitere Zinserhöhungen in Aussicht, und die Zentralbank-Bilanzschrumpfungsaktivitäten der US-amerikanischen Notenbank Fed und EZB sollten ab dem Frühling 110 Milliarden US-Dollar je Monat betragen. Jedoch konnten die Kapitalmärkte diese Negativeinflüsse im Januar abschütteln und positiv in das neue Börsenjahr starten. Die Renditen bei Anleihen sanken in den ersten Handelstagen aufgrund von geringeren Inflationsraten und führten zu steigenden Kursen. Gold und Silber konnten ebenfalls von der Euphorie am Jahresanfang profitieren. Gleiches galt für die global wichtigen Aktienindizes, die trotz der genannten Belastungsfaktoren mit positiven Vorzeichen starten konnten. Allerdings ist an den internationalen Aktienmärkten seit dem Herbst 2022 eine stärkere Divergenz zu beobachten, die sich auch im ersten Quartal fortgesetzt hat: Die europäischen und chinesischen Aktienindizes konnten sich seit den Tiefstständen im Oktober 2022 am stärksten erholen. Die US-Aktienmärkte sind seit dem vierten Quartal des letzten Jahres die klaren Verlierer. Diese Entwicklung hat sich auch in diesem Jahr weitestgehend fortgesetzt. Grundsätzlich sind die Aktienmärkte bis in den Monat Februar hinein euphorisch gestartet. Der deutsche Aktienindex DAX40 Index konnte in der Spitze eine Wertentwicklung von über 12 Prozent aufweisen. Ein Blick über den Atlantik zeigt ähnliche Werte. Die US-amerikanischen Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 lagen bei etwa acht, beziehungsweise 15 Prozent – jeweils aus der Sicht eines Euro-Anlegers. Auf der anderen Seite konnte der Rentenmarkt einen Großteil seiner Kursgewinne seit Jahresanfang zunächst nicht verteidigen. Ähnliches galt auch für Gold.
"Hüte Dich vor den Iden des März!" hieß es schon im alten Rom und diese Metapher verbildlichte den März dieses Jahres nur zu gut. Innerhalb von wenigen Tagen entwickelte sich eine Bankenkrise. Die Insolvenz der US-amerikanischen Regionalbank Silicon Valley Bank brachte zwischenzeitlich Banken-Riesen wie die Deutsche Bank bzw. Société Generale ins Wanken und führte letztlich zur Übernahme der Credit Suisse durch die UBS. Die Kapitalmärkte reagierten nervös auf die Vertrauenskrise im Bankensektor. Die global wichtigen US-amerikanischen Indizes S&P 500 und Dow Jones korrigierten um bis zu sechs Prozent, ihre europäischen Pendants DAX40 und EuroStoxx 50 in der Spitze um zehn Prozent. Lediglich der Technologieindex Nasdaq 100 konnte sich von dieser Entwicklung entkoppeln und sogar Wertzuwächse verzeichnen. Unternehmen mit soliden Bilanzen wie Apple, Alphabet und Microsoft wurden stark nachgefragt. Hingegen fielen Bankaktien deutlich. Die Anleger suchten in dieser Phase überwiegend Zuflucht in sicheren Häfen wie Staatsanleihen und Gold. Aufgrund der hohen Nachfragen fielen die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen um bis zu 90 Basispunkte und Gold erreichte zum ersten Mal seit 12 Monaten die Marke von 2.000 US-Dollar je Feinunze Gold.
Die Zentralbanken Fed, EZB und Bank of England haben trotz der Anspannung an den Kapitalmärkten die Zinsen erneut erhöht und weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Dadurch steigt der Druck auf die Banken, aber auch auf Immobilienunternehmen. Erste Risse sind im Immobiliensektor erkennbar, die Aktienkurse befinden sich auf mehrjährigen Tiefstständen. Auf der anderen Seite konnten die Zentralbanken durch die Bereitstellung von Liquidität die Kapitalmärkte beruhigen und eine Rallye zum Quartalsende auslösen. Die Aktienmärkte konnten in den letzten Handelstagen des 1. Quartals einen Großteil ihrer Verluste wieder aufholen und den Monat März nahezu auf Quartalshöchstständen beenden.
Anfang des 2. Quartals befanden sich die Kapitalmärkte in einem Seitwärtsmarkt. Ein Risikofaktor, der die Entwicklung an den Börsen hemmte, war die Unklarheit im US-Regionalbankensektor. Die Insolvenzen und Auffangmaßnahmen von Regionalbanken brachten zwischenzeitlich den gesamten Bankensektor ins Wanken und führten zu einer regelrechten Vertrauenskrise. Die bis Anfang Juni ungelöste Debatte um die Anhebung der US-Schuldenobergrenze stellte einen weiteren Risikofaktor dar. Eine Insolvenz der USA war zwar kein realistisches Szenario, trotzdem hing die noch fehlende Lösung wie ein Damoklesschwert über den Kapitalmärkten. Daraus resultierte zeitweise eine Zurückhaltung bei Investoren, die in der Mitte des zweiten Quartals vermehrt Zuflucht in sicheren Häfen wie Staatsanleihen und Gold suchten.
Nach Abbau der genannten Risikofaktoren drehte der Wind an den Kapitalmärkten und es entstand ein regelrechter Hype um das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Das große Interesse der Investoren an dieser neuen Technologie führte zu einer Rallye in Mega-Technologieaktien, wie Microsoft, Apple oder Nvidia. Apple und Microsoft konnten in dieser Phase neue Allzeithöchststände ausbilden, Nvidia konnte seinen Börsenwert seit Jahresstart nahezu verdreifachen und wurde dadurch zum ersten Chip-Produzenten mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion US-Dollar. Aktienindizes wie der S&P 500 und der NASDAQ 100 konnten aufgrund ihres hohen Technologie-Anteils im vergangenen Quartal deutliche Wertsteigerungen verzeichnen. Ähnliches gilt für die europäischen Indizes DAX 40 und EuroStoxx 50, die im Zuge der aufgekommenen Euphorie neue Allzeithochständen ausprägten. Betrachtet man jedoch den breiten US-Aktienmarkt anhand des Index Russell 2000, wird die überschwängliche und einseitige Euphorie bei einer Handvoll Technologieaktien mehr als deutlich. Die starke Divergenz zwischen einzelnen Mega-Technologieunternehmen und dem breiten Gesamtmarkt haben wir als Warnsignal interpretiert. Die Künstliche Intelligenz wird zweifellos die Automatisierung von Prozessen beschleunigen und in den nächsten Jahren zunehmenden Einfluss auf die Profitabilität von Unternehmen haben, allerdings sind die Bewertungen von Unternehmen, die in die Entwicklung von KI-Anwendungen investieren derzeit durch eine hohe Irrationalität geprägt. Mögliche zukünftige Gewinne wurden in den letzten Monaten in die Aktienkurse eingepreist und trugen zu den Rekordbewertungen bei Technologieaktien bei.
Die global wichtigen Zentralbanken tagten auch im 2. Quartal: Die US-amerikanische Zentralbank Fed legte den Erwartungen entsprechend Ende des zweiten Quartals eine Zinspause ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hingegen setzte ihren Zinsanhebungszyklus fort und stellte weitere Zinserhöhungen in Aussicht.
Wenngleich die Hauptinflationsraten derzeit rückläufig sind, verharrt die Kerninflation – die strukturelle Inflation – weiterhin hartnäckig auf einem historisch hohen Niveau. In den vergangenen 16 Monaten haben die Zentralbanken historisch betrachtet einen der steilsten Zinsanhebungszyklen vollzogen, mit dem Ziel, die Inflationsrate nachhaltig in den Zielbereich von zwei Prozent pro Jahr zu senken. Um dieses Ziel erreichen zu können, werden die Zentralbanken auch in Zukunft die Zinsen entweder weiter erhöhen oder zumindest das erreichte Zinsniveau längerfristig halten müssen. Der breite Kapitalmarkt hingegen preist bereits erste Zinssenkungen zum Ende des Jahres 2023 ein.
Quelle: Do Investment AG, Investmentberichte 1. und 2. Quartal 2023
Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 verliefen für die Scherzer & Co. AG erfolgreich und schlossen mit einem Gewinn ab.
Wesentliche Teile des Ergebnisses der Scherzer & Co. AG im Berichtszeitraum resultieren aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens, Zuschreibungen auf Wertpapiere sowie Dividendeneinnahmen.
Neben den Kosten der Unternehmensführung bestimmen die stichtagsbedingt zu bildenden Abschreibungen auf Wertpapiere die Aufwandsseite.
Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 6.753 TEUR (Vorjahr: 11.760 TEUR) setzt sich im Wesentlichen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen sowie Gewinnen aus Stillhaltergeschäften zusammen.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 3.258 TEUR (Vorjahr: 728 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verlusten aus Stillhaltergeschäften.
Die GuV-Position "sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 1.381 TEUR (Vorjahr: 396 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen (625 TEUR) sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (756 TEUR).
Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 5.043 TEUR (Vorjahr: 10.467 TEUR) vorgenommen.
Die Personalkosten lagen im ersten Halbjahr 2023 bei 427 TEUR (Vorjahr: 459 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für stichtagsbedingt zu bildende Tantiemen in Höhe von 75 TEUR enthalten. Die Gesellschaft beschäftigte am Bilanzstichtag drei eigene Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 428 TEUR (Vorjahr: 471 TEUR).
Im Berichtszeitraum wurden Dividendenerträge in Höhe von 4.152 TEUR (Vorjahr: 1.047 TEUR) vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind.
Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 62 TEUR (Vorjahr: 58 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 247 TEUR (90 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge". Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der GuV ausgewiesen.
Im Berichtszeitraum wurden Umsatzerlöse in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) ausgewiesen.
Der Halbjahresüberschuss beläuft sich auf 2.911 TEUR (Vorjahr: 690 TEUR).
Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,10 Euro (Vorjahr: 0,02 EUR).
Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 35.280 TEUR (31.12.2022: 38.928 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 58.847 TEUR (58.215 TEUR) aktiviert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.710 TEUR (31.12.2022: 1.044 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (1.638 TEUR).
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 77.769 TEUR (31.12.2022: 74.858 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 36.857 TEUR (36.857 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.119 TEUR (Bilanzverlust 792 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote stellt sich zum 30. Juni 2023 auf 77,7% (74,4%).
Die Steuerrückstellungen betragen 35 TEUR (31.12.2022: 35 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 5.822 TEUR (4.342 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte (5.648 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 16.424 TEUR (31.12.2022: 21.393 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Im Berichtszeitraum war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die Ausführungen zu Risiken und dem Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG im Lagebericht des Vorstands zum Geschäftsjahr 2022 gelten unverändert fort, wobei sich die quantitativen Angaben wie folgt verändert haben:
Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo 2022 hat sich der negative Saldo gegenüber Kreditinstituten von 19.073 TEUR auf 12.276 TEUR verringert.
Auch im weiteren Jahresverlauf 2023 werden die Auswirkungen der historischen Zinswende sowie des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine präsent sein. Als Konsequenz bleibt der Ausblick auf die Konjunktur und die Finanzmärkte mit hoher Unsicherheit behaftet.
In dieser für eine konkrete Prognose unüberschaubaren wirtschaftlichen und politischen Situation, kann eine Voraussage über den weiteren Geschäftsverlauf der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr 2023 nicht befriedigend präzisiert werden. Die getätigten Investments werden aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels sogenannter "Corporate Action" stärkere Veränderung
erfahren, führt zwar dazu, dass Zielkurse nicht selten kalkulierbar sind, dennoch kann ihr zeitlicher Anfall nicht hinreichend präzisiert werden. So können für das Geschäftsjahr 2023 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur ansprechende positive Ergebnisse geplant, aber nicht versprochen werden. Die Basis hierfür, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist jedenfalls gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Ziel bleibt es, durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung der Gesellschaft zu sichern und voranzutreiben.
Im Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenlageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.
Köln, im August 2023
Vorstand Vorstand
Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth
Gezielte Investments für den langfristigen Vermögensaufbau
sicherheits- und chancenorientierte Investments
Die Scherzer & Co. AG hat sich zum Ziel gesetzt, für die Gesellschaft den langfristigen Aufbau des Vermögens zu betreiben. Sie baut dabei auf ein ausbalanciertes Portfolio aus sicherheitsund auch chancenorientierten Investments.
Investments mit "natürlichem Floor" Unter sicherheitsorientierten Investments verstehen wir den Aufbau von Beteiligungen an Unternehmen, die ein geringes Kursrisiko aufweisen, ohne dass auf (wenigstens moderate) Kurschancen verzichtet werden muss. Hierbei handelt es sich häufig um Unternehmen, die Ziel eines Übernahme- oder Pflichtangebotes waren bzw. sind. Der dabei angebotene Übernahmepreis bildet für die Zukunft dann häufig eine Kursuntergrenze, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr unterschritten wird. Gleichzeitig sorgt das Bestreben des neuen Großaktionärs, seine Beteiligung weiter auszubauen, dafür, dass die Kurse tendenziell ansteigen. Darüber hinaus werden häufig durch den Mehrheitsaktionär initiierte Strukturmaßnahmen, wie der Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit dem Übernahmeobjekt oder der Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out), durchgeführt. In solchen Fällen muss der Mehrheitsaktionär ein neues Abfindungsangebot auf Basis eines Bewertungsgutachtens machen, in dem nicht selten ein Wert festgelegt wird, der deutlich über dem ursprünglichen angebotenen Übernahmepreis liegt. Und schließlich werden Abfindungsangebote in sogenannten Spruchverfahren regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Im Erfolgsfall winkt dann eine Nachbesserung der Abfindung.
Value Investments nehmen breiten Raum ein
Neben den Engagements in Übernahmesituationen sind auch sogenannte Value Titel Teil unserer sicherheitsorientierten Anlagen. Value Titel zeichnen sich – bei nachvollziehbarem, stabilem und nachhaltigem Geschäftsmodell – durch besonders attraktive Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen aus. Geringe oder keine Verschuldung, im Idealfall eine vorhandene Nettoliquidität, eine hohe Dividendenrendite sowie niedrige Bewertungskennzahlen sind typische Merkmale solcher Unternehmen. Dadurch ist Stabilität und finanzielle Solidität auch in länger anhaltenden rezessiven Konjunkturphasen und ein attraktives Verhältnis von Kurschancen und -risiken gewährleistet.
Bieten sich der Gesellschaft Investmentgelegenheiten, die sehr attraktiv erscheinen, aber nicht den strengen Kriterien eines sicherheitsorientierten Investments genügen, z.B. ein stärker zyklisches Geschäftsmodell, können diese Gelegenheiten unter der Kategorie "Chance" wahrgenommen werden. Bei solchen Investments fehlen zwar das Kursniveau unterstützende oder sogar sichernde Faktoren, dafür sind die Wertsteigerungschancen aber besonders attraktiv. In der Vergangenheit fanden wir solche Investitionsmöglichkeiten häufig im Umfeld von (sanierenden) Kapitalmaßnahmen oder bei der Wiederbelebung von Börsenmänteln. Heute suchen wir aber auch nach Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich mit positiven Aussichten im Umbruch befindet oder die sich unabhängig von allgemeinen Konjunkturtrends positiv entwickeln könnten.
Grundsätzlich verfolgt die Scherzer & Co. AG einen opportunistischen Investmentansatz. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die sich bietenden Investmentchancen im Bereich der Corporate Bonds genutzt. Stillhaltergeschäfte werden mit dem Ziel der Teilsicherung von Investments bzw. zwecks Erhöhung der Rendite des Portfolios durchgeführt, zusätzlich dienen Long-Puts auf Aktienindizes der Teilsicherung des Portfolios.
Großen Wert legt die Gesellschaft auf die Pflege eines Netzwerks erfahrener und erfolgreicher Investoren. Ein solches Netzwerk erhöht die Sicherheit im Selektionsprozess sich bietender Investmentgelegenheiten und befördert die Wahrnehmung existierender Chancen.
Zum 30. Juni 2023 wurden rund 51% des Portfolios sicherheitsorientierten Investments und rund 49% chancenorientierten Investments zugeordnet.
Investmentgelegenheiten der Kategorie "Chance"
opportunistischer Investmentansatz
Breites Netzwerk erfahrener und erfolgreicher Investoren
| Aktiva | 30.06.2023 Euro Euro |
31.12.2022 Euro |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Sachanlagen | |||||
| andere Anlagen, Betriebs- und | |||||
| Geschäftsausstattung | 71.858,99 | 70.859,00 | |||
| II. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.951.756,17 | 2.943.989,87 | |||
| 2. Beteiligungen | 3.286.020,98 | 3.286.020,98 | |||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 28.954.653,15 | 32.231.662,70 | |||
| 4. sonstige Ausleihungen | 87.112,72 | 466.384,51 | |||
| B. | Umlaufvermögen | 35.279.543,02 | 38.928.058,06 | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,00 | 70.164,62 | |||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 388,91 | 388,91 | |||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, | |||||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.304,25 | 4.935,78 | |||
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 1.710.154,13 | 1.043.957,15 | |||
| 1.712.847,29 | 1.119.446,46 | ||||
| II. Wertpapiere | |||||
| sonstige Wertpapiere | 58.846.954,03 | 58.214.831,36 | |||
| III. Kassenbestand und Guthaben | |||||
| bei Kreditinstituten | 4.147.245,53 | 2.319.779,26 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 20.824,62 | 27.503,31 | |||
| 100.079.273,48 | 100.680.477,45 |
| Passiva | Euro | 30.06.2023 Euro |
31.12.2022 Euro |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 29.940.000,00 | 29.940.000,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 8.772.855,79 | 8.772.855,79 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. gesetzliche Rücklagen | 80.166,89 | 80.166,89 | |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 36.856.933,50 | 36.856.933,50 | |
| 36.937.100,39 | 36.937.100,39 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 2.119.074,34 | -791.711,09 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 34.733,00 | 34.733,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 5.821.577,50 | 4.342.307,00 | |
| 5.856.310,50 | 4.377.040,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 16.423.505,35 | 21.393.152,91 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem | |||
| Jahr EUR 7.923.505,35 (EUR 12.893.152,91) | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,00 | 28.627,33 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 0,00 (EUR 28.627,33) | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||
| Unternehmen | 0,00 | 0,00 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 0,00 (EUR 0,00) | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | |||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 2.053,66 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 2.053,66) |
|||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 30.427,11 | 21.358,46 | |
| – davon aus Steuern EUR 20.880,38 | 16.453.932,46 | 21.445.192,36 | |
| (EUR 19.998,09) | |||
| – davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | |||
| EUR 1.404,97 (EUR 1.360,37) | |||
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem | |||
| Jahr EUR 30.427,11 (EUR 21.358,46) | |||
| 100.079.273,48 | 100.680.477,45 |
| Euro | 01.01.2023 bis 30.06.2023 Euro |
01.01.2022 bis 30.06.2022 Euro |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 6.466,65 | 5.999,10 | |
| 2. Erträge aus Finanzinstrumenten | 6.753.132,58 | 11.760.134,03 | |
| 3. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten | -3.258.313,84 | -728.331,25 | |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 1.381.459,44 | 395.712,31 | |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -398.275,18 | -429.086,70 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für | |||
| Altersversorgung und für Unterstützung | -28.720,13 | -29.741,92 | |
| -426.995,31 | -458.828,62 | ||
| 6. Abschreibungen | |||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | 0,00 | 0,00 | |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | -427.549,60 | -471.050,86 | |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 4.152.012,38 | 1.047.461,45 | |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 61.584,28 | 58.220,56 | |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und | |||
| auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -5.043.470,20 | -10.466.823,12 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -246.955,85 | -89.677,11 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -40.585,10 | -363.799,99 | |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 2.910.785,43 | 689.016,50 | |
| 14. Jahresüberschuss | 2.910.785,43 | 689.016,50 | |
| 15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -791.711,09 | 0,00 | |
| 16. Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| in andere Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | |
| 17. Bilanzgewinn | 2.119.074,34 | 689.016,50 |
Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.
Der Zwischenabschluss zum 30.06.2023 wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen des Umlaufvermögens sowie Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften. Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.
Gemäß DRS 16 zur Zwischenberichtserstattung beziehen sich die Vergleichszahlen der Vorperiode in der Bilanz auf die Zahlen zum 31.12.2022 und die Gewinn- und Verlustrechnung auf das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 (01.01.2022 – 30.06.2022).
Der Zwischenabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.
Aus Gründen der Wesentlichkeit wurden Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen für das erste Halbjahr 2023 weder ermittelt noch verrechnet.
Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Diese beinhalten die Beteiligung an der RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln. Die Bewertung per 30.06.2023 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den verbundenen Unternehmen die Beteiligung an der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln, ausgewiesen. Die Bewertung am Bilanzstichtag erfolgte gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum beizulegenden Wert.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten ferner die Beteiligung an der Horus AG, Köln. Die Beteiligung wurde sukzessive, zuletzt im laufenden Geschäftsjahr, auf insgesamt 85,339% aufgestockt und ist auf Dauer angelegt. Aus diesem Grund wurde die Beteiligung im Geschäftsjahr 2022 aus dem Umlaufvermögen ins Finanzanlagevermögen umgebucht. Die Bewertung per 30.06.2023 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 49,9995 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 30.06.2023 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der EoT Labs GmbH, ehemals Peaq Technology GmbH, Berlin, ausgewiesen. Die Bewertung per 30.06.2023 erfolgte gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum beilzulegenden Wert.
Ferner wird unter den sonstigen Ausleihungen eine auf CHF lautende Darlehensforderung aus Aktionärsdarlehen ausgewiesen. Die Bewertung per 30.06.2023 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.
Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt; die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages.
Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bestände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.
Die gesetzliche Rücklage und die anderen Gewinnrücklagen blieben unverändert.
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2022 | - 791.711,09 Euro |
|---|---|
| + Jahresüberschuss zum 30. Juni 2023 | + 2.910.785,43 Euro |
| Bilanzgewinn zum 30. Juni 2023 | 2.119.074,34 Euro |
Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (33 TEUR), Kosten für Jahresabschluss/Steuererklärungen (35 TEUR), Rückstellung für Tantiemen (75 TEUR), Rückstellungen für Depotgebühren (7 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen (2 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (15 TEUR), Aufwand für Archivierung (7 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (5.648 TEUR).
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
| Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | bis 1 Jahr Euro |
1-5 Jahre Euro |
über 5 Jahre Euro |
Gesamt Euro |
Gesichert Euro |
| gegenüber Kreditinstituten |
7.923.505,35 | 8.500.000,00 | 0,00 | 16.423.505,35 | 16.423.505,35 |
| aus Lieferungen und Leistungen |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| gegenüber verbundenen Unternehmen |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs verhältnis besteht |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 30.427,11 | 0,00 | 0,00 | 30.427,11 | 0,00 |
| Summe | 7.953.932,46 | 8.500.000,00 | 0,00 | 16.453.932,46 | 16.423.505,35 |
Die Verbindlichkeiten zum Jahresultimo 2022 hatten in Höhe von 12.893 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 8.500 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.
Die Erträge aus Finanzinstrumenten (6.753 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Gewinne in Höhe von 4.857 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 1.788 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 107 TEUR.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (3.258 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Verluste in Höhe von 1 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Verluste in Höhe von 510 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 2.747 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.381 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (625 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögens (756 TEUR) sowie sonstige Erträge (1 TEUR).
Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.
In der GuV-Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" sind 996 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 25.200,35 Euro.
| Vorstand: | Dr. Georg Issels, Kaufmann |
|---|---|
| Hans Peter Neuroth, Kaufmann | |
| Aufsichtsrat: | Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender) |
| Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender) | |
| Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf | |
| Joachim Schmitt, Vorstand der Solventis AG, Mainz |
Zum 30. Juni 2023 haben sich hinsichtlich des Anteilsbesitzes gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31.12.2022) folgende Änderungen ergeben:
Allerthal-Werke AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 348.719 von 1.200.000 Aktien bzw. 29,060%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 26.950 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 943 TEUR.
Horus AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 2.270.022 von 2.660.000 Aktien bzw. 85,339%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.866 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 273 TEUR.
In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten.
Die Firma beschäftigte im Berichtszeitraum drei Mitarbeiter.
Latente Steuern wurden zum 30. Juni 2023 unverändert nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde.
Köln, im August 2023
Der Vorstand

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| Herausgeber: | Scherzer & Co. Aktiengesellschaft |
| Friesenstraße 50, 50670 Köln | |
| Telefon (0221) 8 20 32 – 0, Telefax (0221) 8 20 32 – 30 | |
| email: [email protected], Internet: www.scherzer-ag.de | |
| ISIN DE 000 694 280 8, WKN 694 280 | |
| Notierung im Scale Segment der Frankfurter Wertpapierbörse | |
| Freiverkehr der Börsen Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart | |
| sowie Xetra und Tradegate | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Stephan Göckeler | |
| Vorstand: Dr. Georg Issels, Hans Peter Neuroth | |
| Sitz der Gesellschaft: Köln, HRB Nr. 56235, Amtsgericht Köln | |
| USt-ID-Nr.: DE 132 947 945 | |
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