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Scherzer & Co. AG — Interim / Quarterly Report 2014
Aug 28, 2014
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Interim / Quarterly Report
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Halbjahresfinanzbericht 2014
"Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, durch sowohl sicherheits- als auch chancenorientierte Investments den langfristigen Aufbau des Vermögens der Gesellschaft zu betreiben."
Inhaltsübersicht
| Zwischenlagebericht des Vorstands | 3 |
|---|---|
| "Sicherheit & Chance" | 8 |
| Halbjahresabschluss zum 30.06.2014 | |
| Bilanz | 10 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 12 |
| Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2014 | 13 |
| Impressum | 17 |
Zwischenlagebericht des Vorstands über das erste Halbjahr 2014
1 Finanzwirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der Finanzmärkte
Die internationalen Aktienmärkte konnten auch im ersten Halbjahr 2014, getragen von der weiter üppigen Versorgung mit Liquidität durch die Zentralbanken, zulegen. So schloss beispielsweise am 09. Juni 2014 der Deutsche Aktienindex (DAX) mit 10.008,63 Punkten erstmalig in seiner Geschichte über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 und konnte am 20. Juni 2014 mit 10.050,98 Punkten im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch markieren.
Erste Anzeichen geopolitischer Konflikte, insbesondere in der Ukraine, bremsten jedoch die Rekordjagd der Marktteilnehmer und gaben einen ersten Vorgeschmack auf die zunehmenden Spannungen zu Beginn des 2. Halbjahres. Konkrete Aussagen der US-Notenbank, bei weiterer positiver Entwicklung des Arbeitsmarktes die regelmäßigen Anleihekäufe bis Ende des Jahres zu beenden, sorgten im Verlauf für zusätzliche Vorsicht bei den Anlegern.
Für Anleiheinvestoren ist die Bilanz des ersten Halbjahres ebenfalls tendenziell freundlich. So stieg der Bund-Future im Juni 2014 auf ein Niveau von 147 und ermöglichte Investoren in langfristigen deutschen Staatsanleihen Kursgewinne. Auch die Staatspapiere der Euro-Peripherieländer konnten von weiter sinkenden Risikoaufschlägen profitieren und erzielten entsprechende Kursgewinne.
Ebenso konnten Rohstoffanleger Zuwächse verbuchen. Stellvertretend sei der Goldpreis genannt, der binnen Halbjahresfrist von 1.200 \$ je Unze auf über 1.300 \$ je Unze anstieg.
Diese Entwicklung spielte sich vor dem Hintergrund einer nur zögerlichen konjunkturellen Erholung der Eurozone ab. Im ersten Quartal 2014 erhöhte sich das BIP um nur 0,2 Prozent nach einem Anstieg von 0,3 Prozent im vierten Quartal 2013. Wachstumsträger waren vor allem Deutschland, Belgien und Spanien. In Ländern wie Frankreich und Italien stagnierte das BIP und ging in anderen Ländern teilweise sogar kräftig zurück, z. B. in den Niederlanden, aber auch in Portugal und Finnland. Von den südlichen Peripherieländern weist nur Spanien eine zunehmende konjunkturelle Dynamik auf.
2 Geschäftsentwicklung
Die ersten 6 Monate des Geschäftsjahres 2014 verliefen für die Scherzer & Co. AG sehr erfreulich und wurden mit einem Gewinn abgeschlossen. Wesentliche Teile des Ergebnisses der Scherzer & Co. AG im Berichtszeitraum resultieren aus Veräußerungen von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens, Stillhaltergeschäften sowie aus Dividendeneinnahmen.
Neben den Kosten der Unternehmensführung und einem negativen Zinssaldo bestimmen die stichtagsbedingt zu bildenden Abschreibungen auf Wertpapiere die Aufwandsseite.
3 Ertragslage
Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 6.112 TEUR (Vorjahr: 2.818 TEUR) setzt sich im Wesentlichen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe sowie Gewinnen aus Stillhaltergeschäften zusammen.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 799 TEUR (Vorjahr: 410 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie Verlusten aus Stillhaltergeschäften.
Die GuV-Position "Sonstige betriebliche Erträge" beträgt 1 TEUR (Vorjahr: 731 TEUR). Auf Wertpapiere des Anlage- sowie des Umlaufvermögens wurden entgegen des Vorjahres keine Zuschreibungen vorgenommen.
Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 2.321 TEUR (Vorjahr: 2.502 TEUR) vorgenommen.
Die Personalkosten lagen im ersten Halbjahr 2014 bei 485 TEUR (Vorjahr: 207 TEUR). Hierin sind abgegrenzte, stichtagsbedingte Tantiemen für die Geschäftsführung in Höhe von 225 TEUR enthalten. Die Gesellschaft beschäftigt am Bilanzstichtag vier eigene Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 261 TEUR (Vorjahr: 216 TEUR).
Im Berichtszeitraum wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.266 TEUR (Vorjahr: 785 TEUR) vereinnahmt.
Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 81 TEUR (Vorjahr: 173 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 290 TEUR (Vorjahr: 281 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge". Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der GuV ausgewiesen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum beträgt 3.290 TEUR (Vorjahr: 879 TEUR); der Jahresüberschuss beträgt 2.841 TEUR (Vorjahr: 722 TEUR).
4 Vermögenslage und Kapitalstruktur
Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 21.687 TEUR (21.119 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 45.435 TEUR (47.801 TEUR) aktiviert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 353 TEUR (491 TEUR) betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Forderungen aus Wertpapierverkäufen, abgegrenzte Stückzinserträge und Steuererstattungsansprüche.
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 46.468 TEUR (43.627 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR, der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (8.773 TEUR), den Gewinnrücklagen in Höhe von 4.914 TEUR (80 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.841 TEUR (4.834 TEUR) zusammen.
Die Steuerrückstellungen betragen 739 TEUR (457 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 1.116 TEUR (1.629 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen die Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 18.880 TEUR (24.028 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 847 TEUR (201 TEUR) betreffen überwiegend abgegrenzte Wertpapierkäufe.
Im Berichtszeitraum war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG
Die Ausführungen zu Risiken und dem Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG im Lagebericht des Vorstands zum Geschäftsjahr 2013 gelten unverändert fort, wobei sich die quantitativen Angaben wie folgt verändert haben:
Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo hat sich der Saldo gegenüber Kreditinstituten von ./. 23.522 TEUR auf ./. 18.319 TEUR reduziert.
6 Ausblick auf das 2. Halbjahr 2014 sowie das Geschäftsjahr 2015
Auch im Jahresverlauf 2014 werden die geopolitischen Spannungen thematisch weiter präsent sein. Es bleibt zu hoffen, dass sich insbesondere im Ukrainekonflikt eine diplomatische Lösung einstellt und es nicht zu einem "Wettlauf" der Wirtschaftssanktionen oder gar einer Ausweitung des kriegerischen Konfliktes kommt. Weiterhin steht wie bereits im vergangenen Jahr das Verhalten der bedeutenden Zentralbanken im Fokus der Anleger. Als Konsequenz bleibt der Ausblick auf die Konjunktur und die Finanzmärkte mit hoher Unsicherheit behaftet.
In dieser für eine konkrete Prognose weiterhin unüberschaubaren wirtschaftlichen und politischen Situation, kann eine Voraussage über den weiteren Geschäftsverlauf der Scherzer & Co. AG für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 nicht befriedigend präzisiert werden. Die getätigten Investments werden aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels sogenannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt zwar dazu, dass Zielkurse nicht selten kalkulierbar sind, dennoch kann ihr zeitlicher Anfall nicht hinreichend präzisiert werden. So können für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur ansprechende positive Ergebnisse geplant, aber nicht versprochen werden. Die Basis hierfür, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist jedenfalls gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Ziel bleibt es, durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung der Gesellschaft zu sichern und voranzutreiben.
7 Wesentliche Vorgänge im 2. Halbjahr 2014
Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind in der Unternehmenssphäre der Scherzer & Co. AG nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Köln, 28.08.2014
Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth Vorstand Vorstand
"Sicherheit & Chance"
Gezielte Investments für den langfristigen Vermögensaufbau
sicherheits- und chancenorientierte Investments
Die Scherzer & Co. AG hat sich zum Ziel gesetzt, für die Gesellschaft den langfristigen Aufbau des Vermögens zu betreiben. Sie baut dabei auf ein ausbalanciertes Portfolio aus sicherheitsund auch chancenorientierten Investments.
Investments mit "natürlichem Floor"
Unter sicherheitsorientierten Investments verstehen wir den Aufbau von Beteiligungen an Unternehmen, die ein geringes Kursrisiko aufweisen, ohne dass auf (wenigstens moderate) Kurschancen verzichtet werden muss. Hierbei handelt es sich häufig um Unternehmen, die Ziel eines Übernahme- oder Pflichtangebotes waren bzw. sind. Der dabei angebotene Übernahmepreis bildet für die Zukunft dann häufig eine Kursuntergrenze, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr unterschritten wird. Gleichzeitig sorgt das Bestreben des neuen Großaktionärs, seine Beteiligung weiter auszubauen, dafür, dass die Kurse tendenziell ansteigen. Darüber hinaus werden häufig durch den Mehrheitsaktionär initiierte Strukturmaßnahmen, wie der Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit dem Übernahmeobjekt oder der Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out), durchgeführt. In solchen Fällen muss der Mehrheitsaktionär ein neues Abfindungsangebot auf Basis eines Bewertungsgutachtens machen, in dem nicht selten ein Wert festgelegt wird, der deutlich über dem ursprünglich angebotenen Übernahmepreis liegt. Und schließlich werden Abfindungsangebote in sogenannten Spruchverfahren regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Im Erfolgsfall winkt dann eine Nachbesserung der Abfindung.
Value Investments nehmen breiten Raum ein
Neben den Engagements in Übernahmesituationen sind auch sogenannte Value Titel Teil unserer sicherheitsorientierten Anlagen. Value Titel zeichnen sich – bei nachvollziehbarem, stabilem und nachhaltigem Geschäftsmodell – durch besonders attraktive Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen aus. Geringe oder keine Verschuldung, im Idealfall eine vorhandene Nettoliquidität, eine hohe Dividendenrendite sowie niedrige Bewertungskennzahlen sind typische Merkmale solcher Unternehmen. Dadurch sind Stabilität und finanzielle Solidität auch in länger anhaltenden rezessiven Konjunkturphasen und ein attraktives Verhältnis von Kurschancen und -risiken gewährleistet.
Bieten sich der Gesellschaft Investmentgelegenheiten, die sehr attraktiv erscheinen, aber nicht den strengen Kriterien eines sicherheitsorientierten Investments genügen, z.B. ein stärker zyklisches Geschäftsmodell, können diese Gelegenheiten unter der Kategorie "Chance" wahrgenommen werden. Bei solchen Investments fehlen zwar das Kursniveau unterstützende oder sogar sichernde Faktoren, dafür sind die Wertsteigerungschancen aber besonders attraktiv. In der Vergangenheit fanden wir solche Investitionsmöglichkeiten häufig im Umfeld von (sanierenden) Kapitalmaßnahmen oder bei der Wiederbelebung von Börsenmänteln. Heute suchen wir aber auch nach Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich mit positiven Aussichten im Umbruch befindet oder die sich unabhängig von allgemeinen Konjunkturtrends positiv entwickeln könnten.
Grundsätzlich verfolgt die Scherzer & Co. AG einen opportunistischen Investmentansatz. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die sich bietenden Investmentchancen im Bereich der Corporate Bonds genutzt. Stillhaltergeschäfte werden mit dem Ziel der Teilsicherung von Investments bzw. zwecks Erhöhung der Rendite des Portfolios durchgeführt, zusätzlich dienen Long-Puts auf Aktienindizes der Teilsicherung des Portfolios.
Großen Wert legt die Gesellschaft auf die Pflege eines Netzwerks erfahrener und erfolgreicher Investoren. Ein solches Netzwerk erhöht die Sicherheit im Selektionsprozess sich bietender Investmentgelegenheiten und befördert die Wahrnehmung existierender Chancen.
Zum 30. Juni 2014 wurden rund 44,02% des Portfolios sicherheitsorientierten Investments und rund 55,98% chancenorientierten Investments zugeordnet.
opportunistischer Investmentansatz
Breites Netzwerk erfahrener und erfolgreicher Investoren
Bilanz
zum 30. Juni 2014 Scherzer & Co. AG, Köln
| Aktiva | Euro | 30.06.2014 Euro |
31.12.2013 Euro |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, | |||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | |||
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||
| solchen Rechten und Werten | 2,00 | 2,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und | |||
| Geschäftsausstattung | 14.372,00 | 14.371,00 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | 67.500,00 | 67.500,00 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 21.619.273,68 | 21.051.322,28 | |
| B. Umlaufvermögen | 21.686.773,68 | 21.118.822,23 | |
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| sonstige Vermögensgegenstände | 353.161,35 | 490.958,67 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit von mehr als | |||
| einem Jahr EUR 2.449,62 (EUR 2.449,62) | |||
| II. Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 45.434.761,68 | 47.801.261,81 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 560.522,97 | 506.356,60 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 172,08 | 10.376,65 | |
| Sonstige Aktiva | 0,00 | 0,00 | |
| 68.049.765,76 | 69.942.149,01 |
| Passiva | Euro | 30.06.2014 Euro |
31.12.2013 Euro |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 29.940.000,00 | 29.940.000,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 8.772.855,79 | 8.772.855,79 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. gesetzliche Rücklage | 80.166,89 | 80.166,89 | |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 4.834.204,71 | 0,00 | |
| 4.914.371,60 | 80.166,89 | ||
| IV. Gewinnvortrag | 0,00 | ||
| V. Jahresüberschuss | 0,00 | ||
| VI. Bilanzgewinn | 2.840.591,57 | 4.834.204,71 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 739.491,50 | 457.384,50 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 1.115.570,01 | 1.629.140,00 | |
| C. Verbindlichkeiten | 1.855.061,51 | 2.086.524,50 | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 18.879.825,81 | 24.027.875,64 | |
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | |||
| EUR 7.479.825,81 (EUR 17.727.875,64) | |||
| 2. sonstige Verbindlichkeiten | 847.059,48 | 200.521,48 | |
| – davon aus Steuern | 19.726.885,29 | 24.228.397,12 | |
| EUR 33.551,36 (EUR 12.054,02) | |||
| – sozialen Sicherheit | |||
| EUR 0,00 (EUR 2.904,48) | |||
| – davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem | |||
| Jahr EUR 847.059,48 (EUR 200.521,48) | |||
| 68.049.765,76 | 69.942.149,01 |
Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar 2014 bis 30. Juni 2014 Scherzer & Co. AG, Köln
| 30.06.2014 | 30.06.2013 | ||
|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | |
| 1. Erträge aus Finanzinstrumenten | 6.112.463,36 | 2.817.903,12 | |
| 2. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten | 798.836,00 | 410.478,93 | |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 1.290,40 | 731.141,69 | |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 484.790,70 | 206.688,45 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für | |||
| Altersversorgung und für Unterstützung | 12.289,25 | 11.171,85 | |
| 497.079,95 | |||
| 5. Abschreibungen | |||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des | |||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.786,03 | 0,00 | |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | 261.074,40 | 216.140,38 | |
| 7. Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.265.565,99 | 784.798,52 | |
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 81.251,85 | 173.002,70 | |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf | |||
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 2.320.621,57 | 2.501.800,91 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 290.339,05 | 281.325,27 | |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.289.834,60 | 879.240,24 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 449.243,03 | 157.162,14 | |
| 13. Jahresüberschuss | 2.840.591,57 | 722.078,10 | |
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.834.204,71 | ||
| 15. Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| a) in andere Gewinnrücklagen | 4.834.204,71 | ||
| 16. Bilanzgewinn | 2.840.591,57 | 722.078,10 |
Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2014
1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses
Der Halbjahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und der ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen des Umlaufvermögens sowie Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften. Anders als in den Vorjahren haben wir die Erträge und Aufwendungen zur transparenteren Darstellung nicht mehr in einem einzigen Posten zusammengefasst, sondern gesondert ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die Erträge aus Stillhaltergeschäften noch unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Wir halten diese Darstellung für erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können.
2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung
Der Halbjahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.
Die Wertpapiere wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit die Kurswerte unter die Anschaffungskosten gefallen sind, wurden jedoch entsprechende Abwertungen vorgenommen.
Die Wertpapierdepots sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bankguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten
3.1 Angaben zum Kapital
3.1.1 Zusammensetzung des Grundkapitals
Das Grundkapital beträgt Euro 29.940.000,00. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.
3.1.2 Genehmigtes Kapital
Das genehmigte Kapital beträgt Euro 14.970.00,00, eingeteilt in bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen.
3.1.3 Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn / -verlust entwickelte sich wie folgt:
| Verlustvortrag zum 31.12.2012 | . /. 1.140.896,70 |
|---|---|
| + Jahresüberschuss zum 31.12.2013 | + 5.975.101,41 |
| Bilanzgewinn zum 31.12.2013 | 4.834.204,71 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | ./. 4.834.204,71 |
| + Jahresüberschuss zum 30.06.2014 | + 2.840.591,57 |
| Bilanzgewinn zum 30.06.2014 | 2.840.591,57 |
Bei dieser Darstellung ist zu beachten, dass mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19.05.2014 der Bilanzgewinn von 4.834.204,71 EUR in voller Höhe in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde.
3.2 Sonstige Rückstellungen
Maßgeblich wird diese Position durch den Prämienaufwand für Stillhalterpositionen dominiert. Bezogen auf den Dax beträgt dieser rund 757 TEUR, der sonstige Prämienaufwand liegt bei 63 TEUR. Weiterhin wurden stichtagsbedingte Rückstellungen für die Tantiemen der Geschäftsführung in Höhe von 225 TEUR gebildet. Per 30.06.2014 wurden rund 21 TEUR für die AR-Vergütung zurückgestellt.
3.3 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
| Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichk. | bis 1 Jahr Euro |
1-5 Jahre Euro |
über 5 Jahre Euro |
Gesamt Euro |
Gesichert Euro |
| gegenüber Kreditinstituten |
7.479.825,81 | 11.400.000,00 | 0,00 | 18.879.825,81 | 18.879.825,81 |
| Sonstige | 847.059,48 | 0,00 | 0,00 | 847.059,48 | 0,00 |
| Summe | 8.326.885,29 | 11.400.000,00 | 0,00 | 19.726.885,29 | 18.879.825,81 |
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Abtretung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.
4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen
Die Erträge aus Finanzinstrumenten (6.112 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von 430 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 5.234 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Gewinne in Höhe von 450 TEUR aus Stillhaltergeschäften.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (799 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Verluste in Höhe von 44 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Verluste in Höhe von 743 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens und Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 12 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen lediglich 1 TEUR.
4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen
Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.
In der GuV-Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" sind daher 701 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.
5. Sonstige Angaben
5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen
Vorstand:
Dr. Georg Issels, Kaufmann Hans Peter Neuroth, Kaufmann
Aufsichtsrat:
Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bonn (Vorsitzender), Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München
5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB
Zum 30. Juni 2014 haben sich hinsichtlich des Anteilsbesitzes gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31.12.2013) folgende Änderungen ergeben:
RM Rheiner Management AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 65.778 von 220.000 Aktien bzw. 29,90% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2013 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 2.669 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2013 beträgt -181 TEUR.
Allerthal-Werke AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 278.028 von 1.200.000 Aktien bzw. 23,17% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2013 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 12.770 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2013 beträgt 2.034 TEUR.
Horus AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 1.710.741 von 2.660.000 Aktien bzw. 64,32% des Grundkapitals. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2013 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.001 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2013 beträgt 149 TEUR.
5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)
In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind im Vergleich zum Bilanzstichtag 31.12.2013 in unveränderter Höhe Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten.
5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
Die Firma beschäftigte im Berichtszeitraum vier Mitarbeiter.
Köln, den 28.08.2014 Der Vorstand
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Verantwortlich für den Inhalt ist die Scherzer & Co. AG. Herausgeber: Scherzer & Co. Aktiengesellschaft Friesenstraße 50, 50670 Köln Telefon (0221) 8 20 32 – 0, Telefax (0221) 8 20 32 – 30 email: [email protected], Internet: www.scherzer-ag.de ISIN DE 000 694 280 8, WKN 694 280 Notierung im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse Freiverkehr der Börsen Berlin, Düsseldorf und Stuttgart sowie Xetra Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Stephan Göckeler Vorstand: Dr. Georg Issels, Hans Peter Neuroth Sitz der Gesellschaft: Köln, HRB Nr. 56235, Amtsgericht Köln USt-ID-Nr.: DE 132 947 945 Gestaltung: Alpha & Omega Public Relations Druck: ICS, Bergisch Gladbach
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