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Scherzer & Co. AG Interim / Quarterly Report 2013

Sep 16, 2013

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht 2013

"Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine sowohl sicherheits- als auch chancenorientierte Investmentstrategie den langfristigen Aufbau des Vermögens der Gesellschaft zu betreiben."

Inhaltsübersicht

Zwischenlagebericht des Vorstands 2
Investmentstrategie 7
Halbjahresabschluss zum 30.06.2013
Gewinn- und Verlustrechnung 9
Bilanz 10
Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2013 12
Herausgeber & Impressum 16

Zwischenlagebericht des Vorstands über das erste Halbjahr 2013

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der Finanzmärkte

Die internationalen Aktienmärkte konnten im ersten Halbjahr 2013 getragen von der weiter üppigen Versorgung mit Liquidität durch die Zentralbanken teilweise kräftig zulegen. So erreichten der Deutsche Aktienindex (DAX) mit 8558 Punkten und der US-Leitindex S&P 500 mit 1687 Punkten im Verlauf des 1. Halbjahres jeweils neue Allzeithochs. Erste Andeutungen der US-Notenbank, bei weiter positiver Entwicklung des Arbeitsmarktes die regelmäßigen Anleihekäufe sukzessive zurückzuführen, führten zum Ende des Halbjahres zu partiell scharfen Kurskorrekturen, so dass beispielsweise der DAX das 1. Halbjahr nur noch mit einem Plus von knapp 5% abschloss.

Für Anleihe- und Rohstoffinvestoren ist die Bilanz des ersten Halbjahres trübe. Zwar fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bis Anfang Mai von 1,44% am Jahresanfang auf weniger als 1,2% und erreichte damit fast wieder ihr Allzeittief. Danach setzte aber eine scharfe Korrektur ein, die die Rendite auf rund 1,8% in der zweiten Junihälfte führte. Noch schlimmer erging es Rohstoffanlegern. Stellvertretend sei der Goldpreis genannt, der binnen Halbjahresfrist 26% einbüßte.

Neben den stimulierenden Maßnahmen der Notenbanken beeinflussten die konjunkturelle Entwicklung in der Euro-Zone und die nach wie vor köchelnde Krise in der EU die Entwicklung an den Kapitalmärkten. Während sich die Konjunktur in Deutschland weiterhin äußerst robust zeigt, verharren die Länder Südeuropas weiter tief in der Rezession.

2 Geschäftsentwicklung

Die ersten 6 Monate des Geschäftsjahres 2013 verliefen für die Scherzer & Co. AG erfreulich und wurden mit einem Gewinn abgeschlossen. Der wesentliche Teil des Ergebnisses der Scherzer & Co. AG im Berichtszeitraum resultiert aus Veräußerungen von Wertpapieren des Anlagevermögens, aus Zuschreibungen gemäß § 253 HGB, Stillhaltergeschäften sowie aus Dividendeneinnahmen.

Neben den Kosten der Unternehmensführung und einem negativen Zinssaldo bestimmen die stichtagsbedingt zu bildenden Abschreibungen auf Wertpapiere die Aufwandseite.

3 Ertragslage

Der positive Saldo der G + V-Position »Ergebnis aus Wertpapierverkäufen« in Höhe von 1.715 TEUR setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe.

Die G + V-Position »Sonstige betriebliche Erträge« in Höhe von 1.424 TEUR besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (433 TEUR), auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens (297 TEUR) und der Vereinnahmung von Stillhalterprämien (693 TEUR).

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 2.502 TEUR vorgenommen.

Die Personalkosten lagen im ersten Halbjahr 2013 bei 205 TEUR. Die Gesellschaft beschäftigt am Bilanzstichtag fünf eigene Mitarbeiter.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 216 TEUR. Die im Vorjahreszeitraum angefallenen Kosten für den Kooperations- und Poolvertrag sind im Berichtszeitraum entfallen. Der Vertrag wurde mit Wirkung zum 31.12.2012 beendet.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position »Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens« enthalten sind. Insgesamt wurden Erträge in Höhe von 785 TEUR vereinnahmt.

Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 173 TEUR Zinsaufwendungen in Höhe von 281 TEUR gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position »Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge«. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position »Zinsen und ähnliche Aufwendungen« in der G + V ausgewiesen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum beträgt 881 TEUR; der Jahresüberschuss beträgt 724 TEUR.

4 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag einen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewerteten Wertpapierbestand im Finanzanlagevermögen von insgesamt 16.731 TEUR (15.876 TEUR zum 31.12.2012) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 39.346 TEUR (30.770 TEUR zum 31.12.2012 ) aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und abgegrenzte Wertpapiertransaktionen über den Berichtsstichtag.

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 38.376 TEUR (37.652 TEUR zum 31.12.2012). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR, der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR, der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR und dem Bilanzverlust in Höhe von 417 TEUR (1.141 TEUR zum 31.12.2012) zusammen.

Die Steuerrückstellungen betragen 158 TEUR (65 TEUR zum 31.12.2012). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 278 TEUR (269 TEUR zum 31.12.2012) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 18.205 TEUR (10.672 TEUR zum 31.12.2012) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 137 TEUR betreffen überwiegend abgegrenzte Zinsen. Steuern fallen mit nur 11 TEUR ins Gewicht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

Die Ausführungen zu Risiken und dem Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG im Lagebericht des Vorstands zum Geschäftsjahr 2012 gelten unverändert fort, wobei sich die quantitativen Angaben wie folgt verändert haben:

Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo hat sich der Saldo gegenüber Kreditinstituten von ./. 10.672 TEUR auf ./. 18.205 TEUR erhöht.

6 Ausblick auf das 2. Halbjahr 2013 sowie das Geschäftsjahr 2014

Auch im Jahresverlauf 2013 wird die Staatschuldenkrise in Europa thematisch präsent sein. Weiterhin steht insbesondere das Verhalten der bedeutenden Zentralbanken im Fokus der Anleger. Sei es beispielsweise das der japanischen Zentralbank, die aktuell ausgesprochen expansiv reagiert oder das der amerikanischen FED, bei welcher die Anleger bereits über mögliche Ausstiegsszenarien aus der aktuell expansiven Geldpolitik spekulieren. Als Konsequenz bleibt der Ausblick für die Konjunktur und die Finanzmärkte weiterhin mit hoher Unsicherheit behaftet.

In dieser, für eine konkrete Prognose weiterhin unüberschaubaren wirtschaftlichen und politischen Situation, kann eine Voraussage über den weiteren Geschäftsverlauf der Scherzer & Co. AG für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 nicht befriedigend präzisiert werden. Die getätigten Investments werden aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels sogenannter »Corporate Action« stärkere Veränderung erfahren, führt zwar dazu, dass Zielkurse nicht selten kalkulierbar sind, dennoch kann ihr zeitlicher Anfall nicht hinreichend präzisiert werden. So können für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur ansprechende positive Ergebnisse geplant, aber nicht versprochen werden. Die Basis hierfür,

ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist jedenfalls gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Ziel bleibt es, durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung der Gesellschaft zu sichern und voranzutreiben.

7 Wesentliche Vorgänge im 2. Halbjahr 2013

Anfang Juli wurde das langjährige Engagement in Aktien der Generali Deutschland Holding AG erfolgreich beendet. Im Rahmen der Veräußerung wurde ein Ergebnisbeitrag von rund 1,5 Mio. EUR vereinnahmt, der das Ergebnis des zweiten Halbjahres 2013 positiv beeinflussen wird.

Köln, 30.08.2013

Vorstand

Georg Issels Hans Peter Neuroth

Investmentstrategie »Sicherheit & Chance«

Gezielte Investments für den langfristigen Vermögensaufbau

sicherheits- und chancen-

Investments mit »natürlichem Floor«

orientierte Investments

Die Scherzer & Co. AG hat sich zum Ziel gesetzt, für ihre Aktionäre den langfristigen Aufbau des Vermögens der Gesellschaft zu betreiben. Sie baut dabei auf ein ausbalanciertes Portfolio aus sicherheits- und auch chancenorientierten Investments.

Unter sicherheitsorientierten Investments verstehen wir den Aufbau von Beteiligungen an Unternehmen, die ein geringes Kursrisiko aufweisen, ohne dass auf (wenigstens moderate) Kurschancen verzichtet werden muss. Hierbei handelt es sich häufig um Unternehmen, die Ziel eines Übernahme- oder Pflichtangebotes waren bzw. sind. Der dabei angebotene Übernahmepreis bildet für die Zukunft dann häufig eine Kursuntergrenze, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr unterschritten wird. Gleichzeitig sorgt das Bestreben des neuen Großaktionärs, seine Beteiligung weiter auszubauen, dafür, dass die Kurse tendenziell ansteigen. Darüber hinaus werden häufig durch den Mehrheitsaktionär initiierte Strukturmaßnahmen, wie der Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit dem Übernahmeobjekt oder der Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze–out), durchgeführt. In solchen Fällen muss der Mehrheitsaktionär ein neues Abfindungsangebot auf Basis eines Bewertungsgutachtens machen, in dem nicht selten ein Wert festgelegt wird, der deutlich über dem ursprünglichen angebotenen Übernahmepreis liegt. Und schließlich werden Abfindungsangebote in sogenannten Spruchverfahren regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Im Erfolgsfall winkt dann eine Nachbesserung der Abfindung.

Value Investments nehmen breiten Raum ein Neben den Engagements in Übernahmesituationen sind auch Investments in sogenannten Value Titeln Teil unserer sicherheitsorientierten Anlagestrategie. Value Titel zeichnen sich – bei nachvollziehbarem, stabilem und nachhaltigem Geschäftsmodell – durch besonders attraktive Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen aus. Geringe oder keine Verschuldung, im Idealfall eine vorhandene Nettoliquidität, eine hohe Dividendenrendite sowie niedrige Bewertungskennzahlen sind typische Merkmale solcher Unternehmen. Dadurch ist Stabilität und finanzielle Solidität auch in länger anhaltenden rezessiven Konjunkturphasen und ein attraktives Verhältnis von Kurschancen und -risiken gewährleistet.

Bieten sich der Gesellschaft Investmentgelegenheiten, die sehr attraktiv erscheinen, aber nicht den strengen Kriterien eines sicherheitsorientierten Investments genügen – z.B. ein stärker zyklisches Geschäftsmodell – können diese Gelegenheiten unter der Kategorie »Chance« wahrgenommen werden. Bei solchen Investments fehlen zwar das Kursniveau unterstützende oder sogar sichernde Faktoren, dafür sind die Wertsteigerungschancen aber besonders attraktiv. In der Vergangenheit fanden wir solche Investitionsmöglichkeiten häufig im Umfeld von (sanierenden) Kapitalmaßnahmen oder bei der Wiederbelebung von Börsenmänteln. Heute suchen wir aber auch nach Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich mit positiven Aussichten im Umbruch befindet oder die sich unabhängig von allgemeinen Konjunkturtrends positiv entwickeln könnten.

Grundsätzlich verfolgt die Scherzer & Co. AG einen opportunistischen Investmentansatz. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut die sich bietenden Investmentchancen im Bereich der Corporate Bonds konsequent genutzt. Stillhaltergeschäfte werden mit dem Ziel der Teilsicherung von Investments bzw. zwecks Erhöhung der Rendite des Portfolios durchgeführt.

Großen Wert legt die Gesellschaft auf die Pflege eines Netzwerks erfahrener und erfolgreicher Investoren. Ein solches Netzwerk erhöht die Sicherheit im Selektionsprozess sich bietender Investmentgelegenheiten und befördert die Wahrnehmung existierender Chancen.

Zum 30. Juni 2013 wurden rund 55,6% des Portfolios der sicherheitsorientierten Investmentstrategie und rund 44,4% der chancenorientierten Investmentstrategie zugeordnet.

opportunistischer Investmentansatz

Breites Netzwerk erfahrener und erfolgreicher Investoren

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 01.01.2013 bis 30.06.2013

1. Halbjahr 2013
Euro Euro
1. Erträge aus Wertpapierverkäufen 1.714.809,82
2. sonstige betriebliche Erträge 1.423.756,06
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 205.263,40
b) soziale Abhaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 10.815,60
216.079,00
4. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 0,00
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 216.140,38
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 784.798,52
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 173.002,70
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens 2.501.800,91
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 281.325,27
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 881.021,54
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 157.162,14
12. Jahresüberschuss 723.859,40
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.140.896,70-
14. Bilanzverlust 417.037,30-

Bilanz

Zwischenbilanz zum 30.06.2013

30.06.2013 31.12.2012
Aktiva Euro Euro
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 17.475,24 11.887,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 15.000,00 15.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 16.715.709,01 15.861.334,70
16.730.709,01 15.876.334,70
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 607.559,04 754.599,90
- davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Euro 3.206,11 (Euro 3.930,01)
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 39.346.469,09 30.770.125,63
III.Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 451.605,10 2.561.737,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 224,97 10.137,30
sonstige Aktiva 1096,59 0,00

57.155.141,04

49.984.823,61

Passiva Euro 30.06.2013
Euro
31.12.2012
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.940.00,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage 8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklagen 80.166,89 80.166,89
IV. Bilanzverlust 417.037,30- 1.140.896,70-
- davon Verlustvortrag
Euro -1.140.896,70
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 158.101,50 65.418,00
2. sonstige Rückstellungen 278.346,04 269.430,00
C. Verbindlichkeiten 436.447,54 334.848,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.205.440,21 10.671.711,28
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr Euro 7.705.440,21 (Euro
371.711,28)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.296.586,14
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 0,00 (Euro 1.296.586,14)
3. sonstige Verbindlichkeiten 137.267,91 29.552,21
18.342.708,12 11.997.849,63
- davon aus Steuern Euro 10.710,57
(Euro 17.414,22)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 137.267,91 (Euro 29.552,21)
57.155.141,04 49.984.823,61

Anhang

Anhang zum Halbjahresfinanzbericht 2013

1 Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere Gliederung des Jahresabschlusses

Der Halbjahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge aus Wertpapierverkäufen zusammengefasst und in einem gesonderten Posten aufgenommen. Dieser Posten enthält sowohl die Erträge aus Wertpapierverkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, als auch die Erträge aus Wertpapierverkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Es sind Verkäufe mit positivem Saldo und mit negativem Saldo enthalten.

Wir halten diese Darstellung für erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können.

Da die Scherzer & Co. AG erstmals einen Zwischenbericht nach § 19 Abs. 1 lit. b) AGB DBAG veröffentlicht, werden Erleichterungen der Deutsche Börse AG in Anspruch genommen und im aktuellen Halbjahresfinanzbericht auf Vergleichszahlen zum 30.06.2012 verzichtet.

2 Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Die Wertpapiere wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit die Kurswerte unter die Anschaffungskosten gefallen sind, wurden jedoch entsprechende Abwertungen vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen durchgeführt, die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Wertpapierdepots sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. In fremde Währung lautende Bankguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3 Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten 3.1 Angaben zum Kapital 3.1.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt Euro 29.940.000,00. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien

3.1.2 Bedingtes Kapital

Mit Beschlussfassung des Aufsichtsrats vom 25.06.2013, 9. und 10.07.2013 wurde das Bedingte Kapital aufgehoben und der korrespondierende Paragraph 4 der Satzung gestrichen.

3.1.3 Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital beträgt Euro 14.970.00,00, eingeteilt in bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen.

3.1.4 Bilanzverlust

Der Bilanzgewinn-/ -verlust entwickelte sich wie folgt:

Verlustvortag
zum 31.12.2012
./.1.140.896,70
+ Jahresüberschuss
zum 30.06.2013
+ 723.859,40
Bilanzverlust
zum 30.06.2013
./. 417.037,30

3.2 Sonstige Rückstellungen

Maßgeblich wird diese Position dominiert durch dem Prämienaufwand für Stillhalterpositionen. Bezogen auf den Dax betragen diese rund TEUR 97, der sonstige Prämienaufwand liegt bei TEUR 111. Per 30.06.2013 wurden rund TEUR 13 für die AR-Vergütung zurückgestellt.

3.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1–5 Jahre über 5 Jahre Gesamt gesichert
gegenüber
Kreditinstituten
7.705.440,21 10.500.000,00 0,00 18.205.440,21 18.205.440,21
sonstige 137.267,91 0,00 0,00 137.267,91 0,00
Summe 7.842.708,12 10.500.000,00 0,00 18.342.708,12 18.205.440,21

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Abtretung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

4 Angaben des Wertpapierergebnisses und sonstigen betrieblichen Erträgen nach Tätigkeitsbereichen

4.1 Aufgliederung des Wertpapierergebnisses und sonstigen betrieblichen Erträgen nach Tätigkeitsbereichen

Das Wertpapierergebnis beträgt TEUR 1.715. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.424) setzen sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB Finanzanlagevermögen (TEUR 297), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB Wertpapiere Umlaufvermögen (TEUR 433) sowie Erträge aus Stillhaltergeschäften (TEUR 693).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine »planmäßigen« Abschreibungen vorgenommen werden.

In der G+V-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher TEUR 2.502 für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.

5 Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand:

Dr. Georg Issels, Kaufmann Hans Peter Neuroth, Kaufmann, seit 01.01.2013 Aufsichtsrat: Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bonn (Vorsitzender), seit 02.01.2013,

Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender),

Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München.

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

Im ersten Halbjahr 2013 haben sich hinsichtlich des Anteilsbesitzes gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31.12.2012) folgende Änderungen ergeben:

Am 30.06.2013 umfasste der Anteilsbesitz an der Horus AG, Köln, 1.587.465 von 2.660.000 Aktien bzw. 59,68% des Grundkapitals.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind in unveränderter Höhe Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr fünf Mitarbeiter.

Köln, den 30.08.2013

- Der Vorstand –

Herausgeber

Scherzer & Co. AG Aktiengesellschaft

Sitz der Gesellschaft Köln
Amtsgericht Köln HRB 56235
WKN 694 280
ISIN DE 000 694 280 8
Notierung im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
Freiverkehr der Börsen Berlin, Düsseldorf und Stuttgart
sowie Xetra

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt ist die Scherzer & Co. AG.

Scherzer & Co. AG, Friesenstraße 50, 50670 Köln, Telefon (0221) 8 20 32 – 0, Telefax (0221) 8 20 32 – 30 email: [email protected], Internet: www.scherzer-ag.de ISIN DE 000 694 280 8, WKN 694 280

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Stephan Göckeler, Vorstand: Dr. Georg Issels, Hans Peter Neuroth Sitz der Gesellschaft: Köln, HRB Nr. 56235, Amtsgericht Köln, USt-ID-Nr.: DE 132 947 945

Gestaltung: Alpha & Omega Public Relations

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Scherzer & Co. Aktiengesellschaft

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