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Scherzer & Co. AG

Earnings Release Sep 20, 2022

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Earnings Release

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Halbjahresfinanzbericht 2022

"Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl durch sicherheits- als auch chancenorientierte Investments den langfristigen Aufbau des Vermögens der Gesellschaft zu betreiben."

Inhaltsübersicht

Zwischenlagebericht des Vorstands 3
"Sicherheit & Chance" 10
Zwischenabschluss zum 30.06.2022
Bilanz 12
Gewinn- und Verlustrechnung 14
Verkürzter Anhang zum Zwischenabschluss 2022 16
Impressum 23

2

Zwischenlagebericht des Vorstands über das erste Halbjahr 2022

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der Finanzmärkte

Das erste Halbjahr ist vorbei und aufgrund der erheblichen Ereignisdichte dieses "perfekten Sturmes" stellt sich uns die Frage, inwieweit wir das Kapitalmarktumfeld übersichtlich und prägnant zusammenfassen können – ein Kapitalmarktumfeld, mit dem Investoren seit vielen Jahren nicht konfrontiert waren. Wir wagen einen Versuch und beginnen mit: Das Kapitalmarktumfeld war herausfordernd! Ein Satz, mit dem wir viele Berichte in den vergangenen zehn Jahren hätten beginnen können und es auch taten. Aber in keiner Marktphase seit der Finanzkrise 2008 hat dieser Satz eine ähnliche Aussagekraft beinhaltet, wie in den zurückliegenden Monaten. Die letzten Monate waren durch einen langanhaltenden Abverkauf an den internationalen Börsen gekennzeichnet. Jede Gegenbewegung wurde von Marktteilnehmern sofort für Anschlussverkäufe genutzt.

Das Ergebnis zum 30. Juni 2022: Die global schwächste Aktienmarktentwicklung seit den 1970er Jahren mit Ergebnissen von bis zu minus 45 %. Die absolute Marktkapitalisierung des globalen Aktienmarktes ist in den vergangenen sechs Monaten stärker gesunken als während der Finanzkrise 2008 und dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000. Für Investoren spielte es nahezu keine Rolle, in welcher Asset-Klasse sie investiert waren, da Aktien, Renten und Gold im Gleichlauf fielen. Zahlreiche Faktoren haben diesen Abverkauf an den Märkten begünstigt. Inflation, Energiekrise, Euro-Krise 2.0 und natürlich eine mögliche globale Rezession belasten nicht nur die Märkte. Innerhalb eines Konjunkturzyklus liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession immer bei 100 Prozent, der Zeitpunkt ist und bleibt die Unbekannte. Allerdings verdichten sich die Anzeichen dafür, dass aus der derzeitigen wirtschaftlichen Abschwung-Phase tatsächlich eine tiefgreifende Rezession wächst. Die "Zutaten" sind jedenfalls vorhanden: steigende Inflationsraten, restriktive Zentralbanken, geopolitische Konflikte und pessimistische Stimmungsindikatoren. Die Frage, inwieweit es sich bei den bisherigen Tiefstständen um Jahrestiefstände handelt, ist in Anbetracht der geopolitischen Situation derzeit kaum zu beantworten. Fest steht: Die Übertreibungen der Jahre 2020 und 2021 wurden in den vergangenen sechs Monaten zum Großteil ausgepreist. Die global wichtigen Aktienindizes befinden sich etwa auf den Höchstständen von 2019. Das ARK Innovation ETF, ein Proxy für unprofitable oder extrem gehypte Technologie-Werte, hat in der Spitze 77% seines Wertes verloren. Das entspricht ungefähr der Korrektur des Nasdaq Aktienindex nach dem

Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000. Die Kapitalmärkte haben mittlerweile ihre Erwartungen angepasst. Allerdings spiegelt sich unserer Meinung nach eine globale Rezession noch nicht in den Kursen wider. Dafür sind die Gewinnerwartungen bei den Unternehmen noch zu hoch. Zwar gab es im Juni einen ersten Rezessions-"Flirt", als die wesentlichen Aktienindizes von ihren Monats-Höchstständen innerhalb von wenigen Handelstagen zwischen zehn und 15 Prozent verloren. Die Tiefststände haben wir aber noch nicht gesehen – sofern sich eine Rezession tatsächlich stärker abzeichnet. Bei allem bleibt das Timing die größte Herausforderung: Die Wirtschaft und die Finanzmärkte bewegen sich zwar in Zyklen, diese sind allerdings nicht linear. Abschwung-Phasen können durch temporäre und zum Teil dynamische Erholungen unterbrochen werden.

Die hohen Inflationsraten und die dadurch restriktivere Zentralbankpolitik in den global wichtigen Industrieländern waren die stärksten Belastungsfaktoren für die Kapitalmärkte in den letzten Monaten. Seit der Finanzkrise 2008 wurden die Kapitalmärkte durch die expansive Zentralbankpolitik gestützt. Ob Konjunktureinbrüche oder starke Kapitalmarktverwerfungen – die Zentralbanken standen vermeintlich helfend zu Seite. Ergebnis: Nach der Finanzkrise hatten wir 14 Jahre lang eine vorher nie dagewesene extrem lockere Geldpolitik, die ihren Höhepunkt während der Covid-19-Pandemie hatte. Investoren und Portfoliomanager wurden durch den sogenannten Zentralbank-Put regelrecht konditioniert, jede Marktkorrektur als Kaufgelegenheit anzusehen und aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes höhere Risiken einzugehen. Die Inflationsraten in der Realwirtschaft waren in den Jahren 2008 bis 2020 grundsätzlich niedrig und boten den Zentralbanken genügend Rückendeckung für ihre Politik des lockeren Geldes. Diese Geldflut unterstützte die stark positive Entwicklung an den Finanzmärkten. Mit dem Covid-Crash sowie der gemeinsamen Intervention durch die Staaten und die Zentralbanken änderte sich die Situation. Die expansive Fiskalpolitik gepaart mit den unendlich scheinenden Zuschüssen der Zentralbanken leitete die Geldflut in die Realwirtschaft. Historisch hohe Inflationsraten sind das Ergebnis seit 2021. Die Zentralbanken haben diese Situation sehr spät erkannt und versuchen nun entgegenzusteuern. Konjunkturelle Bremsspuren sind deutlich erkennbar: Das Konsumentenvertrauen sinkt, Ausgaben für Konsumgüter werden zurückgehalten und Kreditkartenschulden steigen. Die Wachstumsraten in den USA und Europa sind stark rückläufig.

Denn in Phasen hoher Inflationsraten gibt es mittelfristig nur Verlierer. Die privaten Haushalte ächzen unter den steigenden Lebenshaltungskosten, die Margen und Gewinne von Unternehmen schrumpfen und der Staat befindet sich in einer Zwickmühle, da konjunkturunterstützende Maßnahmen die Inflation weiter anfeuern könnten. Mittlerweile sind die hohen Inflationsraten zu einem wichtigen politischen Thema geworden – auch für die im November

stattfindenden Zwischenwahlen in den USA. So wird für Joe Biden und die Demokraten eine Entspannung bei den Inflationsraten wesentlich sein. Zahlreiche Experten wünschen sich seit Langem einen steilen Zinsanstieg durch die global wichtigen Zentralbanken. Die Konsequenzen einer solchen geldpolitischen Straffung sind jetzt schon erkennbar. Die Asset-Klassen Aktien und Renten fallen in diesem Jahr im Gleichlauf. Die Verluste an den Rentenmärkten entsprechen in diesem Jahr einer starken Aktienmarktkorrektur. Deutsche Bundesanleihen und US-Staatsanleihen waren aufgrund der Inflationsdynamik keine "sicheren Häfen". Die Risikoprämien für Unternehmensanleihen und Schwellenländeranleihen haben sich aufgrund des schwachen Konjunkturausblickes ausgeweitet und die Ergebnisse in diesen Sektoren überproportional belastet. Unsicherheit und Pessimismus überwiegen. Eine Stimmungswende ist derzeit nicht in Sicht.

Die letzten zweieinhalb Jahre haben zu grundlegenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen geführt. Die Covid-19-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben etablierte Megatrends umgekehrt oder verstärkt. Wir haben die Megatrends De-Carbonisierung, De-Globalisierung und Demographie ausgemacht, die unseres Erachtens einen starken Einfluss auf dieses Jahrzehnt ausüben werden.

Das weltwirtschaftliche Wachstum wurde in den letzten 40 Jahren maßgeblich von der Globalisierung geprägt. In der Phase der Globalisierung haben Industrieländer durch die Auslagerung von Produktionsstätten in Schwellenländer letztlich günstige Arbeitskräfte importiert. Das wiederum garantierte ein niedriges Inflationsniveau. Die globalen Lockdown-Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie und die erhebliche Beeinträchtigung der Lieferketten und Energiesicherheit aufgrund des Ukraine-Kriegs haben zu einer De-Globalisierung mit allen bekannten Konsequenzen geführt. Wir gehen davon aus, dass die Welt auch zukünftig mit einem De-Globalisierungsprozess konfrontiert sein wird.

In Bezug auf die Energiesicherheit wird die De-Carbonisierung stärker in den Vordergrund rücken. Neben der Globalisierung konnte die Weltgemeinschaft in den vergangenen Jahrzehnten auf günstige fossile Energieträger zurückgreifen. Der Ukraine-Krieg hat die Nachteile der Abhängigkeit von Öl & Gas aufgezeigt. Das Tempo der De-Carbonisierung und die damit verbundenen Kosten werden erheblich steigen.

Der demographische Wandel begleitet uns seit den 1980er Jahren. Bis ins Jahr 2030 wird ein Großteil der geburtenstärksten Jahrgänge das Renteneintrittsalter erreichen. Die Konsequenz: Fachkräftemangel, steigende Arbeitskosten und höhere Rentenverpflichtungen. Ende 2019 bestand die Hoffnung auf eine Wiederholung der "Goldenen Zwanziger" des vergangenen Jahrhunderts. Aus heutiger Sicht würden wir diese Hoffnung zunächst begraben.

Mit Blick auf die nächsten Monate benötigt der Kapitalmarkt eine Beruhigung bzw. einen Abbau der wesentlichen Belastungsfaktoren: Ukraine-Krieg, die historisch hohen Inflationsraten, die schwächeren Konjunkturaussichten und die restriktiveren westlichen Zentralbanken, um nachhaltig einen neuen Trend auszuprägen. Die historisch hohen Inflationsraten in den Industrieländern sind weiterhin der größte Belastungsfaktor für die Wirtschaft und die Kapitalmärkte. Die Inflation und die daraus abgeleitete Zentralbankpolitik stellen die Weichen für die Entwicklung bei den Renditen. Der Rentenmarkt ist für uns ein wesentlicher Schlüsselfaktor. Der Anstieg der Renditen hatte in diesem Jahr einen erheblichen Einfluss auf die Aktien- und Währungsmärkte. Eine mögliche Entspannung bei den Inflationserwartungen und die eingetrübten Wachstumsaussichten könnten unseres Erachtens zu einer Beruhigung an den Rentenmärkten führen.

An den Börsen werden bekanntlich Erwartungen gehandelt und in die Kurse der jeweiligen Finanzinstrumente eingepreist. Die Aktienmärkte spiegeln derzeit eine hohe Unsicherheit und Pessimismus wider. Analysten und Kapitalmarktstrategen übertreffen sich mit niedrigeren Preiszielen bei den global wichtigen Aktienindizes. In solchen Phasen genügt ein Faktor, der die eingepreisten Erwartungen übertrifft, um zumindest eine kurzfristige dynamische Trendumkehr auszulösen. Diese berüchtigten Bärenmarkt-Rallyes haben schon in der Vergangenheit den einen oder anderen Börsen-Bären das Fürchten gelehrt. Kurssprünge von zehn bis 20% innerhalb weniger Wochen sind keine Seltenheit in diesen Marktphasen.

Quelle: Do Investment AG, Investmentberichte 1. und 2. Quartal 2022

2 Geschäftsentwicklung

Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 verliefen für die Scherzer & Co. AG trotz des skizierten "perfekten Sturmes" relativ erfolgreich und schlossen mit einem Gewinn ab.

Wesentliche Teile des Ergebnisses der Scherzer & Co. AG im Berichtszeitraum resultieren aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens, Zuschreibungen auf Wertpapiere sowie Dividendeneinnahmen.

Neben den Kosten der Unternehmensführung bestimmen die stichtagsbedingt zu bildenden Abschreibungen auf Wertpapiere die Aufwandsseite.

3 Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 11.760 TEUR (Vorjahr: 6.864 TEUR) setzt sich im Wesentlichen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen sowie Gewinnen aus Stillhaltergeschäften zusammen.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 728 TEUR (Vorjahr: 1.919 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verlusten aus Stillhaltergeschäften.

Die GuV-Position "sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 396 TEUR (Vorjahr: 2.628 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen (70 TEUR) sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (321 TEUR).

Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 10.467 TEUR (Vorjahr: 1.595 TEUR) vorgenommen.

Die Personalkosten lagen im ersten Halbjahr 2022 bei 459 TEUR (Vorjahr: 2.150 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für stichtagsbedingt zu bildende Tantiemen in Höhe von 100 TEUR enthalten. Die Gesellschaft beschäftigte am Bilanzstichtag drei eigene Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 471 TEUR (Vorjahr: 532 TEUR).

Im Berichtszeitraum wurden Dividendenerträge in Höhe von 1.047 TEUR (Vorjahr: 861 TEUR) vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind.

Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 58 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 90 TEUR (81 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge". Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.

Im Berichtszeitraum wurden Umsatzerlöse in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) ausgewiesen.

Der Halbjahresüberschuss beläuft sich auf 689 TEUR (Vorjahr: 4.077 TEUR).

Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,02 Euro (Vorjahr: 0,14 EUR).

4 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 38.898 TEUR (31.12.2021: 43.325 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 61.719 TEUR (55.933 TEUR) aktiviert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 494 TEUR (31.12.2021: 353 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (426 TEUR).

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 76.339 TEUR (31.12.2021: 77.147 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 36.857 TEUR (32.529 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 689 TEUR (5.825 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote stellt sich zum 30. Juni 2022 auf 75,15% (75,90%).

Die Steuerrückstellungen betragen 174 TEUR (31.12.2021: 90 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 1.764 TEUR (6.324 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte (1.336 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 23.164 TEUR (31.12.2021: 18.011 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Im Berichtszeitraum war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

Die Ausführungen zu Risiken und dem Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG im Lagebericht des Vorstands zum Geschäftsjahr 2021 gelten unverändert fort, wobei sich die quantitativen Angaben wie folgt verändert haben:

Gegenüber dem Ausweis zum Jahresultimo 2021 hat sich der negative Saldo gegenüber Kreditinstituten von 16.088 TEUR auf 22.972 TEUR erhöht.

6 Ausblick auf das 2. Halbjahr 2022

Auch im Jahresverlauf 2022 werden die Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine sowie der andauernden globalen Covid-19-Pandemie präsent sein. Als Konsequenz bleibt der Ausblick auf die Konjunktur und die Finanzmärkte mit hoher Unsicherheit behaftet.

In dieser für eine konkrete Prognose unüberschaubaren wirtschaftlichen und politischen Situation, kann eine Voraussage über den weiteren Geschäftsverlauf der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr 2022 nicht befriedigend präzisiert werden. Die getätigten Investments werden aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels sogenannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt zwar dazu, dass Zielkurse nicht selten kalkulierbar sind, dennoch kann ihr zeitlicher Anfall nicht hinreichend präzisiert werden. So können für das Geschäftsjahr 2022 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur ansprechende positive Ergebnisse geplant, aber nicht versprochen werden. Die Basis hierfür, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist jedenfalls gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Ziel bleibt es, durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung der Gesellschaft zu sichern und voranzutreiben.

7 Wesentliche Vorgänge im 2. Halbjahr 2022

Im Zeitpunkt der Aufstellung des Zwischenlageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

Köln, im August 2022

Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth Vorstand Vorstand

"Sicherheit & Chance"

Gezielte Investments für den langfristigen Vermögensaufbau

sicherheits- und chancenorientierte Investments

Die Scherzer & Co. AG hat sich zum Ziel gesetzt, für die Gesellschaft den langfristigen Aufbau des Vermögens zu betreiben. Sie baut dabei auf ein ausbalanciertes Portfolio aus sicherheitsund auch chancenorientierten Investments.

Investments mit "natürlichem Floor"

Unter sicherheitsorientierten Investments verstehen wir den Aufbau von Beteiligungen an Unternehmen, die ein geringes Kursrisiko aufweisen, ohne dass auf (wenigstens moderate) Kurschancen verzichtet werden muss. Hierbei handelt es sich häufig um Unternehmen, die Ziel eines Übernahme- oder Pflichtangebotes waren bzw. sind. Der dabei angebotene Übernahmepreis bildet für die Zukunft dann häufig eine Kursuntergrenze, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr unterschritten wird. Gleichzeitig sorgt das Bestreben des neuen Großaktionärs, seine Beteiligung weiter auszubauen, dafür, dass die Kurse tendenziell ansteigen. Darüber hinaus werden häufig durch den Mehrheitsaktionär initiierte Strukturmaßnahmen, wie der Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit dem Übernahmeobjekt oder der Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out), durchgeführt. In solchen Fällen muss der Mehrheitsaktionär ein neues Abfindungsangebot auf Basis eines Bewertungsgutachtens machen, in dem nicht selten ein Wert festgelegt wird, der deutlich über dem ursprünglichen angebotenen Übernahmepreis liegt. Und schließlich werden Abfindungsangebote in sogenannten Spruchverfahren regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Im Erfolgsfall winkt dann eine Nachbesserung der Abfindung.

Value Investments nehmen breiten Raum ein

Neben den Engagements in Übernahmesituationen sind auch sogenannte Value Titel Teil unserer sicherheitsorientierten Anlagen. Value Titel zeichnen sich – bei nachvollziehbarem, stabilem und nachhaltigem Geschäftsmodell – durch besonders attraktive Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen aus. Geringe oder keine Verschuldung, im Idealfall eine vorhandene Nettoliquidität, eine hohe Dividendenrendite sowie niedrige Bewertungskennzahlen sind typische Merkmale solcher Unternehmen. Dadurch ist Stabilität und finanzielle Solidität auch in länger anhaltenden rezessiven Konjunkturphasen und ein attraktives Verhältnis von Kurschancen und -risiken gewährleistet.

Bieten sich der Gesellschaft Investmentgelegenheiten, die sehr attraktiv erscheinen, aber nicht den strengen Kriterien eines sicherheitsorientierten Investments genügen, z.B. ein stärker zyklisches Geschäftsmodell, können diese Gelegenheiten unter der Kategorie "Chance" wahrgenommen werden. Bei solchen Investments fehlen zwar das Kursniveau unterstützende oder sogar sichernde Faktoren, dafür sind die Wertsteigerungschancen aber besonders attraktiv. In der Vergangenheit fanden wir solche Investitionsmöglichkeiten häufig im Umfeld von (sanierenden) Kapitalmaßnahmen oder bei der Wiederbelebung von Börsenmänteln. Heute suchen wir aber auch nach Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich mit positiven Aussichten im Umbruch befindet oder die sich unabhängig von allgemeinen Konjunkturtrends positiv entwickeln könnten.

Grundsätzlich verfolgt die Scherzer & Co. AG einen opportunistischen Investmentansatz. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die sich bietenden Investmentchancen im Bereich der Corporate Bonds genutzt. Stillhaltergeschäfte werden mit dem Ziel der Teilsicherung von Investments bzw. zwecks Erhöhung der Rendite des Portfolios durchgeführt, zusätzlich dienen Long-Puts auf Aktienindizes der Teilsicherung des Portfolios.

Großen Wert legt die Gesellschaft auf die Pflege eines Netzwerks erfahrener und erfolgreicher Investoren. Ein solches Netzwerk erhöht die Sicherheit im Selektionsprozess sich bietender Investmentgelegenheiten und befördert die Wahrnehmung existierender Chancen.

Zum 30. Juni 2022 wurden rund 46% des Portfolios sicherheitsorientierten Investments und rund 54% chancenorientierten Investments zugeordnet.

Investmentgelegenheiten der Kategorie "Chance"

opportunistischer Investmentansatz

Breites Netzwerk erfahrener und erfolgreicher Investoren

Bilanz

zum 30. Juni 2022 Scherzer & Co. AG, Köln

Aktiva Euro 30.06.2022
Euro
31.12.2021
Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 81.717,74 71.728,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 213.336,66 213.336,66
2. Beteiligungen 4.036.020,98 4.036.020,98
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 34.237.257,06 38.691.871,34
4. sonstige Ausleihungen 411.129,15 383.685,28
B. Umlaufvermögen 38.897.743,85 43.324.914,26
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 188.194,35 1.036,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 291,22 7.154,48
3. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.070,24 6.403,18
4. sonstige Vermögensgegenstände 494.195,43 353.030,13
685.751,24 367.623,99
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 61.718.536,43 55.933.333,00
III. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten 191.566,37 1.923.116,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.720,26 19.166,33
101.577.035,89 101.639.882,45
Passiva Euro 30.06.2022
Euro
31.12.2021
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.940.000,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage 8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 80.166,89 80.166,89
2. andere Gewinnrücklagen 36.856.933,50 32.528.968,70
36.937.100,39 32.609.135,59
IV. Bilanzgewinn 689.016,50 5.824.964,80
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 173.783,75 89.964,00
2. sonstige Rückstellungen 1.764.418,87 6.323.720,00
1.938.202,62 6.413.684,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.163.776,62 18.011.464,00
– davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem
Jahr EUR 14.663.776,62 (EUR 9.511.464,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117.604,85 39.413,56
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 117.604,85 (EUR 39.413,56)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 0,00 2.400,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 0,00 (EUR 2.400,00) 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 0,00
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR 0,00 (EUR 0,00)
5. sonstige Verbindlichkeiten 18.479,12 25.964,71
– davon aus Steuern EUR 17.118,75 23.299.860,59 18.079.242,27
(EUR 24.604,34)
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
EUR 1.360,37 (EUR 1.360,37)
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem
Jahr EUR 18.479,12 (EUR 25.964,71)
101.577.035,89 101.639.882,45

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 Scherzer & Co. AG, Köln

01.01.2022
bis 30.06.2022
01.01.2021
bis 30.06.2021
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 5.999,10 8.986,50
2. Erträge aus Finanzinstrumenten 11.760.134,03 6.863.712,12
3. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten -728.331,25 -1.919.033,90
4. sonstige betriebliche Erträge 395.712,31 2.627.579,99
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -429.086,70 -2.146.418,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung -29.741,92 -3.120,00
-458.828,62 -2.149.538,27
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 0,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -471.050,86 -532.225,54
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.047.461,45 860.523,58
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.220,56 12.973,72
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -10.466.823,12 -1.594.732,81
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -89.677,11 -80.851,96
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -363.799,99 -20.870,46
13. Ergebnis nach Steuern 689.016,50 4.076.522,97
14. Jahresüberschuss 689.016,50 4.076.522,97
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen
in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
17. Bilanzgewinn 689.016,50 4.076.522,97

Verkürzter Anhang zum 30. Juni 2022

1. Angaben zur Gesellschaft und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Zwischenabschlusses

Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.

Der Zwischenabschluss zum 30.06.2022 wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in dem Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen des Umlaufvermögens sowie Gewinne/Verluste aus Stillhaltergeschäften. Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.

Gemäß DRS 16 zur Zwischenberichtserstattung beziehen sich die Vergleichszahlen der Vorperiode in der Bilanz auf die Zahlen zum 31.12.2021 und die Gewinn- und Verlustrechnung auf das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 (01.01.2021 – 30.06.2021).

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Zwischenabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Diese beinhalten die Beteiligung an der RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln. Die Bewertung per 30.06.2022 erfolgte zu Anschaffungskosten.

Des Weiteren wird unter den verbundenen Unternehmen die Beteiligung an der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln, ausgewiesen. Die Bewertung am Bilanzstichtag erfolgte gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum beizulegenden Wert.

Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 49,9995 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 30.06.2022 erfolgte zu Anschaffungskosten.

Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der Peaq Technology GmbH, Berlin, ausgewiesen. Die Bewertung der in 2021 erworbenen Anteile erfolgte per 30.06.2022 zu Anschaffungskosten.

Ferner wird unter den sonstigen Ausleihungen eine auf CHF lautende Darlehensforderung aus Aktionärsdarlehen ausgewiesen. Im ersten Halbjahr erfolgte eine teilweise Rückführung des Darlehens. Die Bewertung per 30.06.2022 erfolgte zu Anschaffungskosten.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt; die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind in Höhe von 291,22 Euro.

Die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind in Höhe von 3.070,24 Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bestände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Angaben zum Kapital

3.1.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

3.1.2 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

Andere Gewinnrücklagen zum 30. Juni 2022 36.856.933,50 Euro
+ Einstellung in Gewinnrücklagen durch Hauptversammlung 2022 + 4.327.964,80 Euro
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2021 32.528.968,70 Euro

3.1.3 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 5.824.964,80 Euro
- Ausschüttung durch Hauptversammlung 2022 - 1.497.000,00 Euro
- Einstellung in Gewinnrücklagen durch Hauptversammlung 2022 - 4.327.964,80 Euro
+ Jahresüberschuss zum 30. Juni 2022 + 689.016,50 Euro
Bilanzgewinn zum 30. Juni 2022 689.016,50 Euro

3.2 Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (20 TEUR), Kosten für Jahresabschluss/Steuererklärungen (35 TEUR), Rückstellung für Tantiemen (148 TEUR), Urlaubsrückstellung (186 TEUR), Rückstellungen für Depotgebühren (7 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen (12 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (15 TEUR), Aufwand für Archivierung (7 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (1.336 TEUR).

3.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Euro
1-5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Gesamt
Euro
Gesichert
Euro
gegenüber
Kreditinstituten
14.663.776,62 8.500.000,00 0,00 23.163.776,62 23.163.776,62
aus Lieferungen
und Leistungen
117.604,85 0,00 0,00 117.604,85 0,00
gegenüber verbundenen
Unternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungs
verhältnis besteht
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 18.479,12 0,00 0,00 18.479,12 0,00
Summe 14.799.860,59 8.500.000,00 0,00 23.299.860,59 23.163,776,62

Die Verbindlichkeiten zum Jahresultimo 2021 hatten in Höhe von 9.579 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 8.500 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (11.760 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:

Gewinne in Höhe von 1.826 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 5.864 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge aus Nachbesserungsrechten von 45 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 4.026 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (728 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:

Verluste von 344 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 384 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (396 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:

Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (70 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögens (321 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnung (4 TEUR) sowie sonstige Erträge (2 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.

In der GuV-Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" sind 1.227 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 3.684,79 Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 12.008,70 Euro.

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand: Dr. Georg Issels, Kaufmann
Hans Peter Neuroth, Kaufmann
Aufsichtsrat: Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf
Joachim Schmitt, Vorstand der Solventis AG, Mainz

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

Zum 30. Juni 2022 haben sich hinsichtlich des Anteilsbesitzes gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31.12.2021) folgende Änderungen ergeben.

Allerthal-Werke AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 326.916 von 1.200.000 Aktien bzw. 27,243%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2021 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 27.327 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 3.460 TEUR.

Horus AG, Köln: Der Anteilsbesitz umfasst 2.245.672 von 2.660.000 Aktien bzw. 84,424%. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2021 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 4.593 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 1.011 TEUR.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10% enthalten.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Berichtszeitraum drei Mitarbeiter.

5.5 Latente Steuern

Latente Steuern wurden zum 30. Juni 2022 unverändert nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde.

Köln, im August 2022

Der Vorstand

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt ist die Scherzer & Co. AG.
Herausgeber: Scherzer & Co. Aktiengesellschaft
Friesenstraße 50, 50670 Köln
Telefon (0221) 8 20 32 – 0, Telefax (0221) 8 20 32 – 30
email: [email protected], Internet: www.scherzer-ag.de
ISIN DE 000 694 280 8, WKN 694 280
Notierung im Scale Segment der Frankfurter Wertpapierbörse
Freiverkehr der Börsen Berlin, Düsseldorf und Stuttgart
sowie Xetra und Tradegate
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Stephan Göckeler
Vorstand: Dr. Georg Issels, Hans Peter Neuroth
Sitz der Gesellschaft: Köln, HRB Nr. 56235, Amtsgericht Köln
USt-ID-Nr.: DE 132 947 945
Gestaltung: AO.Profil, Bergisch Gladbach

ISIN DE 000 694 280 8 (WKN 694 280)

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