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Scherzer & Co. AG — Annual Report 2010
Nov 29, 2011
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Annual Report
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Scherzer & Co. AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Bericht des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis 31.12.2010
Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat auch im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.
Im Geschäftsjahr 2010 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 08.03.2010, am 17.05.2010, am 24.09.2010 und am 06.12.2010. In diesen Sitzungen und in drei schriftlichen Verfahren fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse.
Der Aufsichtsrat hat die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zur Investmentstrategie beratend begleitet und in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte auch einzelne Engagements geprüft und überwacht, auch hinsichtlich der Beteiligung an der RM Rheiner Fondskonzept GmbH.
Der unverändert besetzte Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 17.05.2010 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.
Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 10.03.2011 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 24.03.2011 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts, aus welcher sich keine Einwendungen ergeben haben, hat der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 24.03.2011 den Jahresabschluss gebilligt und hierdurch festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels für seine erneut intensive Vorstandstätigkeit auch im Geschäftsjahr 2010.
Köln, den 24.03.2011
Dr. Hanno Marquardt
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG
Lagebericht des Vorstands
1 Finanzwirtschaftliches Umfeld
Uneinheitliche Entwicklung der internationalen Aktienmärkte
Dynamischer Verlauf in Schwellenländern
Die internationalen Aktienmärkte zeigten im vergangenen Jahr eine uneinheitliche Entwicklung. Hierbei war zu beobachten, dass die verschiedenen Wirtschaftsräume von den Nachwirkungen der gravierenden Wirtschafts- und Finanzkrise der vergangenen Jahre unterschiedlich betroffen waren. Für Deutschland verlief die Entwicklung unter dem Strich durchaus erfreulich. Treiber der positiven börslichen Performance war ein spürbarer Anstieg der Unternehmensgewinne. Diese wurden von der Erholung der Weltwirtschaft einerseits und Kostensenkungen der Unternehmen andererseits stimuliert. Besonders dynamisch verlief hierbei die Nachfrage von Seiten der Schwellenländer, allen voran China, wovon insbesondere Anbieter zyklischer Investitionsgüter profitierten. Positive Impulse kamen schließlich auch von einer sich stabilisierenden Verbrauchernachfrage. Im Zuge der sich schneller als erwartet erholenden Konjunktur gewannen die Konsumenten zusehends Vertrauen in die Wirtschaft und erhöhten ihre Ausgabenquote. Neben den Impulsen auf der Erlösseite profitierten die Unternehmen von in der Krise eingeleiteten Strukturmaßnahmen, die sich nun in gestiegenen Unternehmensgewinnen bemerkbar machten.
Europäische Schuldenkrise
Trotz dieser positiven Faktoren erwies sich aber auch das Jahr 2010 einmal mehr nicht als Einbahnstraße für die Aktienmärkte. Hatte sich im Jahre 2009 ein erstes Überspringen der Finanzkrise auf die Refinanzierungssituation einzelner Staaten bereits angedeutet, so trat dieses Problem zu Beginn 2010 mit der europäischen Schuldenkrise massiv in den Vordergrund. Insbesondere Griechenland, Irland und Portugal erlitten eine negative Neueinschätzung ihrer Bonitätssituation. Aber auch Spanien und Italien wurden vom Markt zunehmend kritisch beobachtet, wobei insbesondere bei Spanien die desolate Lage der heimischen Sparkassen (Cajas) kritisiert wurde. In Folge dessen belasteten erneut die europäischen Banken die Marktstimmung. Diese standen im Fokus, da sie hohe Bestände an Staatsanleihen und Bankanleihen von Ländern und Instituten der Europeripherie hielten und diese zunehmend als ausfallgefährdet galten. Zudem befürchteten die Anleger, dass die staatlichen Sparprogramme zur Konsolidierung der Haushalte die Konjunktur abwürgen könnten. Außerdem traten insbesondere in der ersten Jahreshälfte Zweifel an der Nachhaltigkeit des Minimalaufschwungs der US-Wirtschaft auf. Einige Marktteilnehmer fürchteten ein Abgleiten der USA in die Rezession mit entsprechend negativen Folgen für die Weltwirtschaft.
Starke Signale der Politik
Auf beide Themenkreise reagierte die Politik jedoch mit starken Signalen. Die Regierungschefs der Europäischen Union beschlossen einen 750 Mrd. EUR großen Rettungsschirm für notleidende Mitglieder und unterstrichen hierdurch ein gewichtiges politisches Interesse an einem intakten Währungsraum. In den USA beschloss die US-Notenbank FED ihre Sondermaßnahmen im Rahmen ihres Quantitative Easing II auszuweiten und zusätzliche Bundesanleihen (Treasuries) im Umfang von rund 600 Mrd. US-Dollar aufzukaufen. Beide Maßnahmen verfehlten ihre Wirkung nicht. Die niedrigen Zinssätze und ein sukzessive steigendes Bewusstsein in Bezug auf Bonitätsrisiken bei Staatspapieren unterstützten den Trend zur Aktie und verhalfen den Finanzmärkten zu einem starken Schlussquartal.
Konjuktursorgen prägen Notenbankpolitik
Die Entwicklung an den internationalen Rentenmärkten und die Notenbankpolitik wurde in 2010 ebenfalls maßgeblich von Konjunktursorgen sowie der europäischen Schuldenkrise beeinflusst. Das Hauptthema war insbesondere die Art und Weise, wie die Notenbanken das Ende der geldpolitischen Sondermaßnahmen einleiten sollten. Die EZB machte hier einen ersten Schritt und ließ die Liquiditätsversorgung mit einer Frist von sechs und zwölf Monaten im vergangenen Jahr auslaufen. Hierdurch konnte sie einen Teil der zuvor bereitgestellten Liquidität zurückführen. Andererseits hat die EZB die Vollzuteilung bei den Refinanzierungstendern bis mindestens Ende des ersten Quartals 2011 angekündigt, um die Märkte weiter mit Liquidität zu versorgen. Im Mai hat die Notenbank außerdem mit dem Ankauf von Staatsanleihen begonnen, um die angeschlagenen Euro-Länder zu stützen und die Risikoaufschläge der Peripheriestaaten zu begrenzen. Die amerikanische Notenbank hat wie erwähnt sogar noch beherzter reagiert.
Sorge vor Double Dip in USA
Die Renditeniveaus der US-Anleihen und der deutschen Staatspapiere gaben entsprechend deutlich bis Mitte des dritten Quartals nach. In den USA führten die Sorgen vor einem "Double Dip" zu rückläufigen Renditen mit einem Renditetief bei zehnjährigen Papieren von 2,38 %. Nach dem beherzten Eingreifen der US-Notenbank, flankiert von der beschlossenen Verlängerung der Steuererleichterungen durch die US-Regierung, drängten dann langsam wieder Inflationssorgen in den Vordergrund, so dass die Renditen bis Ende Dezember wieder auf 3,31 % stiegen.
Bundesrenditen auf historischem Tiefstand
In Europa rückten neben den globalen Wachstumsaussichten immer wieder Sorgen bezüglich der Kreditqualität einzelner Euroländer in den Blickpunkt. Im Gegenzug waren Bundesanleihen als "sicherer Hafen" stark gesucht und die Renditeniveaus fielen auf historische Tiefststände. Die anschließenden Hilfszusagen und die Einigung hinsichtlich eines dauerhaften EU-Stabilitätsmechanismus für die Euro-Zone ab 2013, führten dann zu Sorgen vor einer verstärkten Verpflichtung Deutschlands gegenüber den europäischen Partnerländern. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen kletterten von ihrem Jahrestief Ende August bei 2,08 % daher wieder bis Ende Dezember auf 2,89 %.
Spannungsfeld zwischen Euro und Dollar
Das Verhältnis des Währungspaares Euro/Dollar stand im Jahresverlauf stark im Spannungsverhältnis der Makrothemen: Bonitätskrise im Euroraum versus extrem lockere US-Geldpolitik. Richtete sich das Augenmerk verstärkt auf die EU-Schuldenproblematik, wurde der Dollar als Fluchtwährung und "sicherer Hafen" gesucht. Ließen diese Bonitätssorgen vorübergehend nach, rückte die Angst der Anleger vor einer möglicherweise zu lockeren US-Geldpolitik in den Fokus. Dieses Spannungsfeld erzeugte eine erhebliche Volatilität. Unter dem Strich hat die europäische Gemeinschaftswährung im Ultimovergleich der Jahre 2009 und 2010 gut 7 % gegenüber dem US-Dollar verloren. Sein Jahreshoch erreichte der Euro Mitte Januar mit knapp 1,46 Dollar und verzeichnete bereits im Juni 2010 ein Vier-Jahrestief mit 1,19 Dollar. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich der Euro dann unter Schwankungen wieder festigen.
Rohstoffpreise steigen deutlich
Die überwiegend guten Konjunkturdaten in 2010 und insbesondere auch das kräftige Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets ließen die Rohstoffpreise deutlich steigen. So stieg etwa das Barrel Öl der Nordseesorte Brent im Jahresverlauf um rund 20 % und ging mit knapp 93 USD/Barrel aus dem Handel. Kräftige Preissprünge waren aber auch gerade bei den Edelmetallen und einigen Agrarrohstoffen zu beobachten. Der eine oder andere Marktteilnehmer sieht hier bereits schon erste Anzeichen der vieldiskutierten Liquiditätsschwemme. Im Bereich der Seltenen Erden wurden auf dem Markt sogar sich abzeichnende gravierende Versorgungsschwierigkeiten diskutiert.
2 Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes
Aktienjahr erfolgreich für deutsche Anleger
Die internationalen Aktienmärkte reflektierten diese uneinheitlichen volkswirtschaftlichen Entwicklungen entsprechend differenziert. Für die deutschen Anleger verlief das Aktienjahr 2010 insbesondere nach einem starken Schlussquartal erfreulich. Mit einem Plus von 16,1 % konnte der deutsche Leitindex DAX den MSCI-World-Index (9,6 %) spürbar outperformen. Vor allem im Vergleich zum europäischen Leitindex Eurostoxx 50 (-5,8 %), der stärker unter der europäischen Schuldenkrise litt, zeigte sich die relative Stärke des deutschen Marktes. Mit Blick auf die Nebenwerteindizes erscheint diese sogar noch ausgeprägter. Der MDAX ging mit einem Jahresgewinn von 34,9 % aus dem Handel, der SDAX erzielte bemerkenswerte 45,8 % Rendite auf Jahresbasis.
Neben dem deutschen Markt konnten sich auch die US-Leitindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq mit zweistelligen Zuwächsen behaupten. Auch der MSCI Far East ex Japan war aus Sicht der Anleger mit einem Anstieg von rund 12,5 % ein attraktiver Markt. Mit einem Minus von rund 3 % hatte der japanische Leitindex Nikkei 225 hingegen ein vergleichsweise schwieriges Börsenjahr zu bewältigen.
Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2010 wie folgt ab:
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| in lokaler Währung | in Euro umgerechnet | |
|---|---|---|
| DAX | 16,1 % | 16,1 % |
| MDAX | 34,9 % | 34,9 % |
| SDAX | 45,8 % | 45,8 % |
| TecDax | 4,1 % | 4,1 % |
| EuroStoxx 50 | -5,8 % | -5,8 % |
| MSCI World | 9,6 % | 17,2 % |
| Dow Jones Industrial | 11,0 % | 18,7 % |
| S&P 500 | 12,8 % | 20,6 % |
| Nasdaq Composite | 16,9 % | 25,0 % |
| Nikkei 225 | -3,0 % | 19,1 % |
Quelle: Sparkasse KölnBonn - Kapitalmärkte I/2011
Profitieren von Währungseffekten
Aus Sicht des europäischen Investors mit Engagements in Fremdwährungsräumen gilt es natürlich immer auch die Wechselkursentwicklung zu beachten. Hier hatte die Schwäche des Euro gegenüber zahlreichen Währungen den positiven Nebeneffekt, dass Anlagen in US-Dollar oder Yen signifikant von Währungseffekten profitieren konnten. So konnten heimische Anleger trotz einer rückläufigen Marktentwicklung des Nikkei 225 (-3,0 %) unter Berücksichtigung der Wechselkursentwicklung eine positive Performance von 19,1 % verbuchen.
Die Goldpreisentwicklung des Jahres 2010 spiegelte die vielfältige Verunsicherung der Anleger wider. Zwischen Januar und Dezember 2010 stieg der Goldpreis von rund 1.100 USD auf knapp über 1.400 USD.
3 Geschäftsentwicklung
Erfolgreiches Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr 2010 verlief für die Scherzer & Co. AG sehr erfolgreich und schloss mit einem deutlichen Gewinn ab. Damit konnte die Scherzer & Co. AG an das starke Geschäftsjahr 2009 anschließen und von der Strategie sowohl sicherheits- als auch chancenorientierter Investments deutlich profitieren. Auch im Geschäftsjahr 2010 wurden durch die Hereinnahme von Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) sowohl Kurs- als auch Zinsgewinne vereinnahmt, die einen ansehnlichen Ergebnisbeitrag leisteten. Der innere Wert der Gesellschaft konnte im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden.
Squeeze-out-Projekte erfolgreich abgeschlossen
In 2010 sind zwei Projekte mit "Endspiel"-Hintergrund abgeschlossen worden: Ende Juni 2010 konnten rund 1,8 Mio. EUR aus dem vollzogenen Squeeze-out bei der D&S Europe AG vereinnahmt werden, gut zwei Wochen später etwa 0,5 Mio. EUR beim Squeeze-out der ERGO Versicherungsgruppe AG.
Zur Erläuterung: Die Eintragung des Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister hat zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchstellenverfahren" im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.
Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchstellenverfahren, die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und kontinuierlich das Portfolio an Nachbesserungsrechten, also Abfindungsergänzungsansprüchen, qualitativ und quantitativ auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit fast durchweg höheren Nachbesserungszahlungen, in größerem Umfang zu partizipieren.
Neben den beschriebenen abgeschlossenen "Endspielen" sind im Berichtsjahr auch Investments in anderen Segmenten reduziert oder auch vollständig veräußert worden.
Veräußerungen
Teilveräußerungen fanden u. a. bei den Anteilen an der Deutsche Postbank AG, Dr. Hönle AG, freenet AG, InVision Software AG, Kizoo AG, WMF AG, Württembergische Leben AG und Xing AG statt.
Vollständig veräußert wurden die Positionen in Biotest Vorzugsaktien, Cenit AG, Drillisch AG, Fortec AG, Jungheinrich AG, P&I Personal- und Informatik AG, Pulsion AG und der Tomorrow Focus AG.
Zukäufe
Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere Biotest AG (Stammaktien), buch.de internetstores AG und Generali Deutschland Holding AG (vormals AMB Generali Holding AG).
Neue Investments
Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Anteile der Anzag AG, DEGI Europa (Investmentfondsanteile), Horus AG, Morgan Stanley P2 (Investmentfondsanteile), PC Ware AG, Strabag AG und Wige Media AG.
Daneben bilden auch die "Stammpositionen" des Portfolios eine Wertbasis, die schon auf kurze bis mittlere Sicht interessante Ergebnisbeiträge liefern können:
Beteiligung an Biotest aufgestockt
Mit der Beteiligung an der Biotest AG (Stammaktien) wird in einen erfolgreichen Spezialisten in der Herstellung von Blutersatzstoffen investiert, der sich auch in der klinischen Entwicklung so genannter monoklonaler Antikörper betätigt. Bei diesem Investment besteht die Chance, dass nach erfolgreichem Durchlauf vorgeschriebener Testphasen die Gesellschaft in neue Bewertungsdimensionen wächst. Weiterhin besteht die Möglichkeit eines Teil- oder Komplettverkaufs der Anteile der Großaktionärin der Gesellschaft. Die Stammaktien sind mehrheitlich in Familienbesitz.
Umsatzplus bei buch.de
Mit großem Interesse wird auch die Entwicklung der Beteiligung an der buch.de internetstores AG aus Münster beobachtet. Die Thalia Holding GmbH (Douglas Holding AG) hält mittlerweile mehr als 60 % der Anteile der Gesellschaft. Die Scherzer & Co. AG ist mit über 16 % die zweitgrößte Aktionärin des Unternehmens. Die buch.de internetstores AG hat sich als ein führender Anbieter im Online-Buch- und Medienhandel etabliert. Die noch immer weitgehend schuldenfreie Gesellschaft besitzt eine gut gefüllte Unternehmenskasse und ist zuletzt durch ihr fulminantes Umsatzwachstum hervorgetreten. Unbefriedigend verläuft weiterhin die Ergebnisentwicklung. Sie wird zur Zeit belastet durch Investitionen in den IT-Bereich der Gesellschaft.
Generali AG
Die Scherzer & Co. AG ist seit vielen Jahren bei der Generali Deutschland Holding AG (vormals AMB Generali Holding AG) engagiert, die zu 93,02 % zur Generali-Gruppe gehört. Erwartet wird weiterhin die Übernahme der restlichen Anteile durch die italienische Großaktionärin. Operativ werden die selbst gesteckten Ziele erreicht bzw. sogar übererfüllt. Es bleibt letztlich eine Frage des Timings, wann es hier "weitergeht". Die Scherzer hat, wie bereits ausgeführt, auch im Berichtsjahr das niedrigere Kursniveau zum Ausbau ihrer Position genutzt.
RM Rheiner Management AG
Die Scherzer & Co. AG ist seit Ende 2007 mit 25 °% an ihrem Kooperations- und Poolpartner RM Rheiner Management AG (vormals Rheiner Moden AG) beteiligt. Die Gesellschaft verfügt u. a. über ein attraktives und wachsendes Portfolio so genannter Nachbesserungsrechte (Abfindungsergänzungsansprüche) und ein hierauf ausgerichtetes Beteiligungsportfolio. Der bestehende Kooperations- und Poolvertrag mit der RM Rheiner Management AG erleichtert es der Scherzer & Co. AG, im Bereich der Abfindungswerte und Sondersituationen ("Corporate Action") ihr Know-how auszubauen. Die RM Rheiner Management AG hat am 21. Dezember 2010 mitgeteilt, dass sie ihr Investitionsspektrum erweitert hat und sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem Partner aus Shanghai (Volksrepublik China) befindet, mit dem gemeinsam Investitionen in China getätigt werden sollen.
Nachbesserungsrechte
Auch im diesjährigen Lagebericht soll noch zum Thema "Nachbesserungsrechte" im Portfolio der Scherzer & Co. AG berichtet werden, dass zum Ende des Geschäftsjahres 2010 der Bestand an Nachbesserungsrechten ein Volumen von 74.2 3 8 TEUR (72.069 TEUR) erreicht hat. Nachbesserungsrechte entstehen, wie schon oben ausführlich erläutert, immer dann, wenn die Bewertung von Unternehmen im Rahmen von gesetzlichen Strukturmaßnahmen einer gerichtlichen Überprüfung unterzogen wird. Das Nachbesserungsvolumen bildet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von der Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss von Spruchstellenverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis festgesetzt werden.
4 Ertragslage
Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Ergebnis aus Wertpapierverkäufen" in Höhe von 3.130 TEUR (1.189 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Relevante Ergebnisbeiträge lieferten u. a. die Positionen in Kizoo AG (417 TEUR), Drillisch AG (391 TEUR), Tomorrow Focus AG (287 TEUR), Dr. Hönle AG (258 TEUR), Jungheinrich AG (247 TEUR), Xing AG (213 TEUR) und Deutsche Postbank AG (210 TEUR). Die realisierten Anlagen in Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) trugen im Berichtsjahr mit einem positiven Beitrag von rund 195 TEUR zum Ergebnis bei. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 2.010 TEUR Gewinn und 262 TEUR Verlust erwirtschaftet worden. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens lauten die entsprechenden Werte 2.556 TEUR mit Gewinn und 1.174 TEUR mit Verlust. Bei den realisierten Verlustpositionen im Umlaufvermögen handelt es sich im Wesentlichen um Absicherungen, die in Zusammenhang mit den Marktturbulenzen im Mai des Berichtsjahres eingegangen worden waren.
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.998 TEUR (1.148 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 771 TEUR (538 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 1.227 TEUR (610 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Die G+V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 2.872 TEUR (6.448 TEUR) besteht im Wesentlichen aus der Vereinnahmung von Stillhalterprämien (1.632 TEUR) und den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens (1.134 TEUR) und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (45 TEUR). Eine weitere Position der sonstigen betrieblichen Erträge betrifft die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 61 TEUR.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die mit 548 TEUR (530 TEUR) ausgewiesen werden, entfallen 220 TEUR (275 TEUR) auf die Kosten, die im Zusammenhang mit der RM Rheiner Management AG (Pool- und Kooperationsvertrag) entstanden sind.
Die Personalkosten lagen in 2010 bei 320 TEUR (217 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigt am Bilanzstichtag drei eigene Mitarbeiter. Daneben wurde die allgemeine Verwaltung der Gesellschaft auch durch Fremdleistungen erbracht, die mit 23 TEUR (31 TEUR) innerhalb der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen werden.
Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 275 TEUR (210 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 565 TEUR (488 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge". Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G+V ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden Erträge in Höhe von 1.192 TEUR (537 TEUR) vereinnahmt.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2010 beträgt 4.034 TEUR (5.997 TEUR); der Jahresüberschuss beträgt 3.934 TEUR (5.367 TEUR).
Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,14 EUR (0,20 EUR).
5 Vermögens- und Finanzlage
Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag einen zu Anschaffungskosten oder niedrigerem beizulegenden Wert (§ 253 Abs. 3 HGB unter Beachtung von § 253 Abs. 5 HGB) angesetzten Wertpapierbestand im Finanzanlagevermögen von insgesamt 20.529 TEUR (20.546 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind Wertpapiere in Höhe von 27.983 (19.727 TEUR) aktiviert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und abgegrenzte Stückzinserträge.
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 33.384 TEUR (29.450 TEUR). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 27.219 TEUR (27.219 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.365 TEUR (8.365 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (80 TEUR) und dem Bilanzverlust in Höhe von 2.281 TEUR (6.215 TEUR) zusammen.
Die Position "Rückstellungen" wurde mit 864 TEUR (742 TEUR) dotiert. Sie betrifft die Rückstellungen für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer (528 TEUR) sowie die sonstigen Rückstellungen (336 TEUR). Auf die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen die Kosten für Aufsichtsratsvergütungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, ausstehende Eingangsrechnungen (insbesondere die Zahlung an die RM Rheiner Management AG aus dem Kooperations- und Poolvertrag) und die Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte. Mit der Ausweitung des Geschäftsvolumens haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 15.456 TEUR erhöht (Vorjahr 10.593 TEUR).
Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 14 TEUR (105 TEUR) betreffen überwiegend noch zu zahlende Lohnsteuer.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2010 auf 67,0 % (72,0 %).
Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2008 hat ein genehmigtes Kapital in Höhe von 13.609.749 EUR beschlossen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.
6 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG
a) Beschreibung
Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Dabei ermöglicht u. a. ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts zu gewichten. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und regelmäßigen Besuchen von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.
Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren. Es ist nicht abzusehen, ob der Markt auch wieder nachhaltig Kriterien wie niedriges Kurs-Buchwertverhältnis, hoher freier Cash-flow, niedrige oder nicht vorhandene Nettoverschuldung, kontinuierliche Dividendenzahlung oder eine hohe Cash-Unterlegung der Aktie bei der Kursfindung berücksichtigen wird.
Die Gesellschaft hat im Dezember 2007 mit der RM Rheiner Management AG einen Kooperations- und Poolvertrag für die Dauer von fünf Jahren geschlossen. Dadurch hat die Scherzer & Co. AG am umfassenden Wissens- und Erfahrungspool der RM Rheiner Management AG teil.
Der laufende Buchhaltungsstoff wird zeitnah in der Finanzbuchhaltung verarbeitet. Die laufende Buchhaltung und der Jahresabschluss werden vom Vorstand überwacht (high-level-control).
b) Kreditrisiko
Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 15.456 TEUR.
Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden, oder durch Wertpapiere, die einen Zins- oder zinsähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse, derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen.
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.
c) Transaktionsrisiko
Die Kreditkrise hat auch dazu geführt, dass Finanzierungen von Unternehmensübernahmen schwieriger darstellbar sind als dies noch bis Mitte 2007 der Fall war. Dies trifft insbesondere auf die Aktivitäten von Private-Equity-Gesellschaften zu, die Unternehmensübernahmen in der Regel mit einem hohen Fremdkapitalanteil finanzieren. Dadurch könnte sich für die Scherzer & Co. AG die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich Unternehmen, welche sich in Sondersituationen befinden, die Anzahl von Investmentgelegenheiten deutlich zurückgeht.
d) Schuldnerrisiko
Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen, sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchstellenverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert.
Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.
e) Personenrisiko
Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch ein Vorstandsmitglied vertreten. Die Gesellschaft beschäftigt zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste des Vorstands und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.
f) Prozessrisiken
Passivprozesse:
Passivprozesse sind weder rechtsanhängig, noch sind solche angedroht.
Aktivprozesse:
Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Es besteht ein zu vernachlässigendes Kostenrisiko.
7 Chancen
Bei künftigen Kurssteigerungen werden stille Reserven im Wertpapierbestand gelegt bzw. werden Voraussetzungen geschaffen, um höhere Gewinne zu realisieren. Zur bilanziellen Stärkung des Eigenkapitals können in Zukunft zudem mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft beitragen.
8 Aussichten für das Geschäftsjahr 2011
Die größten Ankurbelungsmaßnahmen der Wirtschaftsgeschichte sowohl mit weltweiten Konjunkturprogrammen als auch im monetären Bereich mit schon fast drei Jahren Nullzins-Politik in den USA haben einen weltweiten Konjunkturaufschwung ausgelöst. Damit hat sich zunächst ein weitaus positiveres Szenario durchgesetzt als von vielen Marktteilnehmern in den letzten drei Jahren erwartet worden war. Offen bleibt, ob die Maßnahmen sowohl sinnvoll als auch ausreichend waren, auch einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung zu generieren. Dies wird sich (wie im Prognosebusiness allgemein üblich) erst expost klären lassen. Bis dahin bleibt es die anspruchsvolle Aufgabe, aus dem vorliegenden Datenkranz Erkenntnisse zu ziehen und in Investitionsentscheidungen umzusetzen, die für eine erfolgreiche Entwicklung der Scherzer & Co. AG notwendig sind.
Nach zwei sehr guten Börsenjahren 2009 und 2010 wäre es vermessen, auch für das Börsenjahr 2011 ein uneingeschränkt erfolgreiches Aktienjahr fortzuschreiben. Die aktuellen Problemfelder Eurokrise und Nordafrika sind geeignet, jede halbwegs vernünftige Jahresprognose in kürzester Zeit Makulatur werden zu lassen.
In dieser, für eine konkrete Prognose weiterhin unüberschaubaren wirtschaftlichen und politischen Situation, kann eine Voraussage über den weiteren Geschäftsverlauf der Scherzer & Co. AG für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 nicht befriedigend präzisiert werden. Die getätigten Investments werden aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und Ziel führend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels so genannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt zwar dazu, dass Zielkurse nicht selten kalkulierbar sind, dennoch kann ihr zeitlicher Anfall nicht hinreichend präzise kalkuliert werden. So können für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur ansprechend positive Ergebnisse geplant, aber nicht versprochen werden. Die Basis hierfür, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist jedenfalls gegeben.
Somit kann der Vorstand an dieser Stelle die schon früher getätigte Aussage nur wiederholen, dass die Scherzer & Co. AG bei einer Anzahl aussichtsreicher Beteiligungen positioniert ist, deren Kursniveau sich noch immer weit unter dem vom Vorstand beigemessenen Wert befindet. Dabei hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest. Ziel bleibt es, durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung der Gesellschaft zu sichern und voranzutreiben.
9 Wesentliche Vorgänge in 2011
Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, mit Ausnahme der Auswirkungen der weiterhin ausgeprägten volatilen Tendenz der Börsen auf die Gesellschaft, sind in der Unternehmenssphäre der Scherzer & Co. AG nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Köln, im Februar 2011
Dr. Georg Issels
Vorstand
Jahresabschluss zum 31.12.2010
Bilanz zum 31. Dezember 2010
Aktiva
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. | Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
567,00 | 276,00 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.226,00 | 12.076,00 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 15.000,00 | |||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 20.513.963,97 | 20.528.963,97 | 20.545.943,07 | |
| B. | Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände | ||||
| sonstige Vermögensgegenstände | 598.517,73 | 478.633,28 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.622,75 EUR (5.285,65 EUR) |
||||
| II. Wertpapiere | ||||
| sonstige Wertpapiere | 27.982.790,84 | 19.727.141,54 | ||
| III. Kassenbestand, und Guthaben bei Kreditinstituten | 585.430,87 | 106.211,91 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 11.453,75 | 19.748,64 | |
| 49.718.950,16 | 40.890.030,44 |
Passiva
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. | Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 27.219.499,00 | 27.219.499,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 8.364.780,64 | 8.364.780,64 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| gesetzliche Rücklagen | 80.166,89 | 80.166,89 | ||
| IV. Bilanzverlust | 2.280.615,52- | 6.214.779,79- | ||
| - davon Verlustvortrag -6.214.779,79 EUR (-11.581.855,00 EUR) |
||||
| B. | Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 528.340,00 | 457.924,00 | ||
| 2. sonstige Rückstellungen | 336.038,00 | 864.378,00 | 284.350,00 | |
| C. | Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.456.291,21 | 10.593.468,78 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 11.456.291,21 (Euro 4.293.468,78) |
||||
| 2. sonstige Verbindlichkeiten | 14.449,94 | 15.470.741,15 | 104.620,92 | |
| - davon aus Steuern Euro 9.097,98 (Euro 6.136,35) |
||||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 14.449,94 (Euro 104.620,92) |
||||
| 49.718.950,16 | 40.890.030,44 |
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. | Ergebnis aus Wertpapierverkäufen | 3.129.760,93 | 1.188.544,98 | |
| 2. | sonstige betriebliche Erträge | 2.872.444,02 | 6.448.470,30 | |
| 3. | Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 292.433,59 - | 197.546,41 - | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
27.140,12 - | 319.573,71 - | 19.301,88 - | |
| 4. | Abschreibungen | |||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
4.533,65 - | 4.635,91 - | ||
| 5. | sonstige betriebliche Aufwendungen | 547.638,81 - | 530.253,71 - | |
| 6. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
1.191.686,44 | 536.644,88 | |
| 7. | sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 274.593,43 | 210.031,53 | |
| 8. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
1.997.899,51 - | 1.147.731,52 - | |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 565.101,01 - | 487.531,63 - | |
| 10. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 4.033.738,13 | 5.996.690,63 | |
| 11. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 99.573,86 - | 629.615,42 - | |
| 12. | Jahresüberschuss | 3.934.164,27 | 5.367.075,21 | |
| 13. | Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 6.214.779,79 - | 11.581.855,00 - | |
| 14. | Bilanzverlust | 2.280.615,52 - | 6.214.779,79 - |
Anhang zum 31. Dezember 2010
1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge aus Wertpapierverkäufen zusammengefasst und in einem gesonderten Posten aufgenommen. Dieser Posten enthält sowohl die Erträge aus Wertpapierverkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch die Erträge aus Wertpapierverkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Es sind Verkäufe mit positivem Saldo und mit negativem Saldo enthalten.
Wir halten diese Darstellung für erforderlich, um unsere Geschäftstätigkeit zutreffender darstellen zu können.
2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung
Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.
Die Wertpapiere wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit die Kurswerte unter die Anschaffungskosten gefallen sind, wurden jedoch entsprechende Abwertungen vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.
Die Wertpapierdepots sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.
Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten
3.1 Einzelposten des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.
3.2 Angaben zum Kapital
3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals
Das Grundkapital beträgt 27.219.499,00 EUR. Es ist eingeteilt in 27.219.499 Stückaktien.
3.2.2 Bedingtes Kapital
Das bedingte Kapital beträgt 9.073.166,00 EUR, eingeteilt in bis zu 9.073.166 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das bedingte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 21. Mai 2007 beschlossen.
3.2.3 Genehmigtes Kapital
Das genehmigte Kapital beträgt 13.609.749,00 EUR, eingeteilt in bis zu 13.6 09.749 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 26. Mai 2008 beschlossen.
3.2.4 Bilanzverlust
Der Bilanzgewinn/-verlust entwickelte sich wie folgt:
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| Verlustvortrag zum 31. Dezember 2009 | ./. 6.214.779,79 |
| ./. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | ./. 0,00 |
| Zwischensumme | ./. 6.214.779,79 |
| ./. Jahresüberschuss 2010 | 3.934.164,27 |
| + Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen | 0,00 |
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2009 | ./. 2.280.615,52 |
Anlagenspiegel
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2010 Scherzer & Co. AG, Köln
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| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | Umbuchung | Zugang | Abgang | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
474,81 | 673,55 | 1.148,36 | ||
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 474,81 | 673,55 | 1.148,36 | ||
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
32.043,93 | 3.301,10 | 35.345,03 | ||
| Summe Sachanlagen | 32.043,93 | 3.301,10 | 35.345,03 | ||
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 15.000,00 | 15.000,00 | ||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 25.606.163,90 | 14.144.373,03 | 16.128.146,09 | 23.622.390,84 | |
| Summe Finanzanlagen | 25.606.163,90 | 14.159.373,03 | 16.128.146,09 | 23.637.390,84 | |
| Anlagevermögen insgesamt | 25.638.682,64 | 14.163.347,68 | 16.128.146,09 | 23.673.884,23 |
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| Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2010 | Zuschreibung | Zugang | Abgang | 31.12.2010 | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
198,81 | 382,55 | 581,36 | 567,00 | ||
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände |
198,81 | 382,55 | 581,36 | 567,00 | ||
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
19.967,93 | 4.151,10 | 24.119,03 | 11.226,00 | ||
| Summe Sachanlagen | 19.967,93 | 4.151,10 | 24.119,03 | 11.226,00 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Beteiligungen | 15.000,00 | |||||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.060.220,83 | 1.134.268,11 | 771.019,67 | 1.588.545,52 | 3.108.426,87 | 20.513.963,97 |
| Summe Finanzanlagen | 5.060.220,83 | 1.134.268,11 | 771.019,67 | 1.588.545,52 | 3.108.426,87 | 20.528.963,97 |
| Anlagevermögen insgesamt | 5.080.387,57 | 1.134.268,11 | 775.553,32 | 1.588.545,52 | 3.133.127,26 | 20.540.756,97 |
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| Buchwerte | |
|---|---|
| 31.12.2009 | |
| --- | --- |
| Euro | |
| --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
276,00 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 276,00 |
| II. Sachanlagen | |
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.076,00 |
| Summe Sachanlagen | 12.076,00 |
| III. Finanzanlagen | |
| 1. Beteiligungen | 0,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 20.545.943,07 |
| Summe Finanzanlagen | 20.545.943,07 |
| Anlagevermögen insgesamt | 20.558.295,07 |
3.3 Sonstige Rückstellungen
Es handelt sich im Wesentlichen um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (30 TEUR), Kosten des Jahresabschlusses und der Prüfung (30 TEUR), Prozesskosten (18 TEUR); Tantieme Mitarbeiter (11 TEUR), Prämienaufwand für Stillhalterpositionen (109 TEUR) sowie Kosten für Vergütung an die RM Rheiner Management AG, entsprechend dem Kooperations-/Poolvertrag (137 TEUR).
3.4 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
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| Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichk. | bis 1 Jahr Euro |
1-5 Jahre Euro |
über 5 Jahre Euro |
Gesamt Euro |
Gesichert Euro |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| gegenüber Kreditinstituten | 11.456.291,21 | 4.000.000,00 | 0,00 | 15.456.291,21 | 15.456.291,21 |
| Sonstige | 14.449,94 | 0,00 | 0,00 | 14.449,94 | 0,00 |
| Summe | 15.470.741,15 | 4.000.000,00 | 0,00 | 15.470.741,15 | 15.456.291,21 |
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Abtretung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.
4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Aufgliederung der Wertpapierverluste und sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen
Das Wertpapierergebnis (3.130 TEUR) setzt sich wie folgt zusammen: Wertpapiergewinne in Höhe von 1.747 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens und Wertpapiergewinne in Höhe von 1.383 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (2.872 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 (5) HGB Finanzanlagevermögen (1.134 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 (5) HGB Wertpapiere Umlaufvermögen (45 TEUR), Erträge aus Stillhaltergeschäften (1.632 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (61 TEUR).
4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen
Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.
In der GuV-Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" sind daher 771 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.
5. Sonstige Angaben
5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen
Der Vorstand
Dr. Georg Issels, Kaufmann
Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 188.716,16 EUR.
Aufsichtsrat
Dr. Hanno Marquardt, Rechtsanwalt, Berlin (Vorsitzender)
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (Stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 26.775,00 EUR.
Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:
Herr Dr. Hanno Marquardt ist außerdem
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der RM Rheiner Management AG, Köln |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Frankfurt |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Esterer AG, Altötting |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der UMBRA Medical AG, Köln |
Herr Hauschildt ist außerdem
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der TAG Immobilien AG, Tegernsee |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der ProAktiva Vermögensverwaltung AG, Hamburg |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Solventis AG, Frankfurt |
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bau-Verein zu Hamburg AG, Hamburg |
Herr Dr. Rüttgers ist außerdem
| ― | Geschäftsführer der Silvius Dornier Verwaltungsgesellschaft mbH, München |
5.2 Beteiligungen
RM Rheiner Management AG, Köln
Der Anteilsbesitz umfasst 55.001 von 220.000 Aktien bzw. 25,00 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 2.585 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 161 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 liegt noch nicht vor.
Horus AG, Köln
Der Anteilsbesitz umfasst 544.930 von 2.660.000 Aktien bzw. 20,48 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 2.617 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 195 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 liegt noch nicht vor.
Q2M Managementberatung AG, Stuttgart
Der Anteilsbesitz umfasst 173.000 von 500.000 Aktien bzw. 34,60 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 0 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2009 beträgt -105 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 liegt noch nicht vor.
independent capital AG, Stuttgart
Der Anteilsbesitz umfasst 569.007 von 2.815.447 Aktien bzw. 20,21 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.540 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2009 beträgt -1.322 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 liegt noch nicht vor.
RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln
Der Geschäftsanteil beträgt 15 TEUR bzw. 30 % am Stammkapital von 50 TEUR. Aus der Eröffnungsbilanz der Beteiligungsgesellschaft zum 12. Oktober 2010 ergibt sich die vollständige Einzahlung des Stammkapitals. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 der RM Rheiner Fondskonzept GmbH liegt noch nicht vor.
5.3 Anzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer
Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr drei Mitarbeiter.
Köln, den 10.02.2011
Der Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 11.03.2011
Formhals Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Harald Formhals
Wirtschaftsprüfer