Annual / Quarterly Financial Statement • Aug 9, 2022
Annual / Quarterly Financial Statement
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Finanzbericht: 31105870

Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nichtbörsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist.
Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen.
Das Jahr 2021 stand trotz einer erfolgsversprechenden globalen Impfkampagne erneut im Schatten der Covid-19-Pandemie. Die neuartigen Virusvarianten "Delta" und "Omikron" stellten das Gesundheitssystem, die Gesellschaft und die Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Die Kapitalmärkte wirkten einen Großteil des Jahres unbeeindruckt von diesen Entwicklungen. Genügend Unterstützung boten die Zentralbank- und Fiskalpolitik für die internationalen Börsen. Der breite amerikanische Aktienindex S&P 500 eilte von einem Allzeit-Hoch zum nächsten. Über 70 Allzeit-Höchststände und zum dritten Mal in Folge eine zweistellige Jahres-Performance konnte der Index in 2021 verzeichnen. Doch nicht nur die erfreuliche Entwicklung an den Aktienmärkten war rekordverdächtig, sondern auch die Inflationsdynamik erreichte durch die Geldfluten und die Lockdown-bedingten Materialengpässe Höchststände, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben. Volatilität und stärkere Marktkorrekturen bei den breiten Aktienmarktindizes waren über lange Phasen im letzten Jahr nicht vorhanden.
Seit der Finanzkrise wurde Investoren noch nie so stark vor Augen geführt, wie weit sich die Finanzwelt von der Realwirtschaft entfernt hat. Kleinanleger, die sich über Social-Media-Plattformen zusammenschließen, um Hedge-Fonds unter Druck zu setzen, Mega-Caps, die mit ihren Bitcoin-Investitionen mehr verdienen als mit ihrem Kerngeschäft oder zahlreiche unprofitable Unternehmen mit Rekordbewertungen. Und das alles inmitten einer Pandemie.
Aufgrund wachsender Inflationserwartungen stieg die richtungsweisende Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen bis Ende März 2021 auf den Höchststand der vorangegangenen vierzehn Monate. Dies sorgte für mehrere Rücksetzer am Aktienmarkt, da gerade die großen Tech-Unternehmen negativ auf steigende Renditen reagieren.
Neben zahlreichen verbalen Interventionen der Zentralbanken wie der Betonung des Fed-Chefs Jerome Powell, die Geldpolitik weiter locker zu gestalten, fluteten die Zentralbanken die Märkte weiter mit neuem Geld. Dadurch erreichte die Zentralbankbilanz der EZB ein neues Allzeithoch. Berauscht durch neue Liquidität bildeten die Leitindizes neue historische Höchststände aus. Ob verbale oder reale Interventionen, die Zentralbanken geben weiterhin die Richtung für die Kapitalmärkte vor. Jedoch führen die zentralbankpolitischen Maßnahmen zu Nebeneffekten: Die extrem lockere Geldpolitik und die anhaltend expansive Fiskalpolitik haben zu starken Überbewertungen oder sogar Blasen in einigen Sektoren geführt.
Unterstützt wurde diese Entwicklung von bekannten Persönlichkeiten wie Elon Musk, die sich einen Spaß daraus machen, Aktien oder Kryptowährungen durch eine einfache Nennung bei Twitter nach oben schießen zu lassen. Zahlreiche Stimulus-Checks sorgten dafür, dass das tägliche Handelsvolumen der Retail-Trader mittlerweile so groß ist wie das der Hedgefonds und Investmentfonds zusammen. Die erhöhte Risikobereitschaft, mit "geschenktem" Stimulus-Geld am Aktienmarkt zu "zocken", trifft auf einen Herdentrieb, der durch Social-Media-Plattformen noch angefeuert wird. Ergebnisse sind ein konstant hohes Level von zum Teil maßlos überbewerteten Aktien, zahlreiche Rekorde bei der Erstnotiz von neuen börsengelisteten Unternehmen und der SPAC-Boom.
Trotz anfänglich schleppender Pandemiebekämpfung in Deutschland und ganz Europa konnten die europäischen Aktienmärkte die US-Märkte in den ersten drei Monaten 2021 übertreffen. Gründe hierfür waren in einer Sektorenrotation zu finden, da es vor allem deutsche Aktien Exportunternehmen sind, welche vom Konjunkturaufschwung in den USA und Asien profitierten. Hier fand eine Reallokation von technologielastigen Wachstumswerten hin zu zyklischen Substanzwerten statt. Hiervon profitierte zum einen der MSCI World Value Index aber auch die europäischen Märkte, da diese traditionell besonders valuelastig sind. Vor allem der deutsche Aktienindex (DAX) konnte trotz verhaltener Konjunkturaussichten eine regelrechte Rallye hinlegen. Zu den großen Gewinnern zählte die deutsche Automobilbranche.
Das zweite Quartal 2021 war ebenfalls durch eine höhere Preisdynamik gekennzeichnet. So konnte der Technologiesektor im Gegensatz zum ersten Quartal erneut anziehen, gestützt durch eine sinkende Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen. Valuelastige Indizes, wie beispielsweise der Deutsche Aktienindex DAX, bewegten sich hingegen in einem Seitwärtskanal. Der Goldpreis konnte nicht nachhaltig aus dem bestehenden Abwärtskanal ausbrechen.
Die Kapitalmärkte haben im 3. Quartal 2021 ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Grundsätzlich blicken wir auf eine sehr erfolgreiche Kapitalmarkphase seit Anfang 2019 zurück. Investoren wurden in den letzten drei Jahren mit überdurchschnittlich hohen Renditen verwöhnt. Die jährliche Über-Rendite in den letzten drei Kalenderjahren lag gemessen am S&P 500 Index bei 8 % p.a. im Vergleich zum Zeitraum 2008 bis 2018. Ähnliches gilt für nahezu alle wesentlichen Aktienmarktindizes der westlichen Industrieländer.
Die chinesischen Aktienmärkte entwickeln sich seit Anfang 2021 entgegengesetzt zum allgemeinen Trend. Die Erklärung für die negative Entwicklung liegt in der Regulierung von chinesischen Technologieunternehmen. Dabei geht es letztendlich um die Macht über die Daten von 1,4 Mrd. Chinesen. Zudem belastete die nahende Insolvenz des Immobilienentwicklers Evergrande. Der Immobiliensektor war wichtig für die chinesische Konjunktur und machte 30 % des Bruttoinlandsproduktes aus.
Eine wesentliche Erklärung für die historisch überdurchschnittliche Entwicklung in den USA und Europa im Verhältnis zu anderen Regionen lag in der stark expansiven Zentralbankpolitik. Die global wichtigen Zentralbanken haben nach einem Wachstumseinbruch im Jahr 2018 bereits in 2019 ihre Geldpolitik expansiver gestaltet. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie wurde diese Politik dann in 2020 noch verstärkt. Dies führte zu steigenden Preisen in nahezu allen Asset-Klassen. Schließlich wollten die Zentralbanken nun im Jahresverlauf ebenfalls zu einer gewissen Normalität zurückkehren und ihre expansive Geldpolitik reduzieren.
Im 4. Quartal des Jahres 2021 wurden dann die Kapitalmärkte erneut mit diversen Risikofaktoren konfrontiert. Risse im chinesischen Immobilienmarkt, die sich schon im September abzeichneten, führten Anfang Oktober 2021 zu einem Rücksetzer an den Aktienmärkten. Diesen Einbruch konnten die Märkte aber relativ schnell abschütteln und es folgte Mitte November eine Rallye zu neuen Allzeit-Höchstständen. Gold konnte aufgrund der steigenden Inflationserwartungen, die durch die Preisdynamik bei Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle gestützt wurden, aus seinem Seitwärtskanal kurzzeitig ausbrechen.
Die Omikron-Variante, die zum ersten Mal Mitte November 2021 in Südafrika auftrat, führte letztlich zu einer stärkeren Risikoaversion an den Kapitalmärkten. Die wichtigen globalen Aktienmarktindizes korrigierten um 5-10 %. Gold gab ebenfalls seine in den Monaten Oktober und November 2021 aufgebauten Gewinne ab. Die Kryptowährung Bitcoin korrigierte um über 30 %. Diese Korrektur hielt an den Aktienmärkten bis Mitte Dezember 2021 an. Ausbruchversuche wurden von den Investoren durch Abverkäufe ausgebremst. Mit den ersten Hinweisen auf einen potentiell milderen Krankheitsverlauf der neuen Omikron-Variante brachen die Aktienmärkte kurz vor den Weihnachtstagen zur Jahresend-Rallye auf. Weitere Risiko-Assets wie Gold und Bitcoin konnten mit den Aktienmärkten nicht Schritt halten. Staatsanleihen waren während des 4. Quartals gefragt, da die Risikowahrnehmung der Investoren erhöht war. Während der letzten Handelstage sah sich der Markt dann mit steigenden Renditen konfrontiert. Die rekordverdächtigen Inflationsdaten waren der Auslöser für diesen Renditeanstieg.
Die wesentlichen Aktienmarktindizes konnten im Jahr 2021 zweistellige Wertentwicklungen erzielen. Von der konjunkturellen Erholung profitierten zyklische europäische Indizes, auch wenn die Lieferengpässe ab dem Sommer das produzierende Gewerbe belasteten. Die Aktienmärkte in den Schwellenländern entwickelten sich im Vergleich zu den Industrieländern schwächer, da die Belastungen durch die Covid-19-Pandemie weiterhin überwogen haben. Die wichtigen US-Indizes weisen ähnliche Performancewerte wie ihre europäischen Pendants für das Jahr 2021 auf. Die großen Technologiewerte, angeführt von Apple, Google, Facebook, Amazon und Microsoft, haben dazu beigetragen, dass der MSCI World oder der US-amerikanische Index S&P 500 ihren jeweiligen Wert um rund 30 % steigern konnten. Dahingegen gehörten unprofitable Technologieunternehmen spätestens seit den Sommermonaten zu den Verlierern des Jahres mit Verlusten von bis zu 70 %, gemessen vom jeweiligen Höchststand. Die chinesischen und andere asiatische Aktienindizes konnten an ihre gute Entwicklung im Jahr 2020 nicht anknüpfen. Der Immobilienmarkt in China und die Regulierung von chinesischen Technologieunternehmen führte zu einer erheblichen Minderentwicklung im Jahr 2021. Im Bereich der Sektoren gehörten Öl & Gas zu den Gewinnern in 2021.
Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2021 wie folgt ab:
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| in lokaler Währung | in Euro umgerechnet | |
|---|---|---|
| DAX30 | 15,8 % | 15,8 % |
| MDAX | 14,1 % | 14,1 % |
| SDAX | 11,2 % | 11,2 % |
| TecDAX | 22,0 % | 22,0 % |
| EuroStoxx 50 | 21,0 % | 21,0 % |
| MSCI World | 21,8 % | 31,1 % |
| Dow Jones Industrial | 18,7 % | 27,7 % |
| S&P 500 | 26,9 % | 36,5 % |
| Nasdaq Composite | 21,4 % | 30,6 % |
| Nikkei 225 | 4,9 % | 1,2 % |
Die Entwicklung an den Rentenmärkten glich in den vergangenen 12 Monaten einer Achterbahnfahrt. Das Jahr begann mit einem Renditeanstieg, gefolgt von einem Renditerückgang im Sommer. Nach einer volatilen Phase endete das Jahr mit steigenden Renditen.
Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen ist im Jahr 2021 um 40 Basispunkte, für US-Anleihen gar um 75 Basispunkte angestiegen. Aufgrund der hohen Inflationsraten befinden sich die Realrenditen dennoch auf historischen Tiefstständen. Diese Entwicklung ist der Zentralbankpolitik geschuldet. Trotz steigender Inflationsraten behielten EZB, Fed und Bank of Japan ihren expansiven geldpolitischen Kurs bei. Allerdings mussten Investoren auf der Rentenseite überwiegend Kursverluste hinnehmen. Lediglich Hochzinsanleihen konnten sich dem Renditeanstieg entziehen, da diese weniger von der Entwicklung bei Staatsanleihen abhängig sind. Zudem konnten Hochzinsanleihen vom zyklischen Aufschwung profitieren. Schwellenländeranleihen in der jeweiligen Landeswährung gehörten zu den größten Verlierern im Rentenbereich. Die starke Inflationsdynamik, die relativ schwachen Wachstumsraten und der starke US-Dollar haben Schwellenländer-Währungen stark belastet.
Die Rohstoffmärkte haben von dem positiven Marktumfeld ebenfalls profitiert. Die Performance von Öl, Gas und Kohle im Jahr 2021 war stark positiv, da die Investitionsausgaben in diesem Sektor auf einem Allzeit-Tief lagen und die Nachfrage im Vergleich zu 2020 erheblich angestiegen war. Diese positive Preisentwicklung findet sich auch bei Agrar-, Industrie- und Baurohstoffen wieder und führte bereits seit August 2020 zu steigenden Inflationserwartungen in Europa und den USA. Auch Gold profitierte in der ersten Phase von dieser Entwicklung. Die massiven Zentralbankinterventionen haben zu einem sinkenden Vertrauen in das Finanzsystem und zu einer erhöhten Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen geführt. Die steigenden Inflationserwartungen unterstützen diese Entwicklung zusätzlich. Das Gleiche gilt für Silber. Allerdings weisen Edelmetalle im letzten Jahr eine negative Jahres-Performance auf. Der starke US-Dollar, die steigenden Renditen und der konjunkturelle Aufschwung haben den "sicheren Hafen" Gold und die weiteren Edelmetalle belastet.
Der Euro hat handelsgewichtet ungefähr 4 % an Wert gegenüber seinen wichtigen Handelswährungen verloren. Ein Großteil dieses Wertverlustes lässt sich durch die Zentralbankpolitik und das jeweilige Zinsdifferenzial erklären. Das global wichtigste Währungspaar ist der Euro / US-Dollar. Der US-Dollar konnte in den vergangenen 12 Monaten um rund 8,6 % gegenüber dem Euro aufwerten, da die US-amerikanische Zentralbank Fed ihre expansive Geldpolitik ab März 2022 zurückfahren will und drei Zinserhöhungen plant. Die EZB wird wahrscheinlich zögerlicher agieren und maximal ihre Anleihekäufe reduzieren. Eine ähnliche Erklärung gilt für das Währungspaar Euro / Britisches Pfund. Zudem haben die Zentralbanken von Schwellenländern wie Russland und Indien die Zinsen im vergangenen Jahr erhöht, um die steigende Inflation einzudämmen. Lediglich die Türkei ist bis jetzt einen sonderbaren Weg gegangen. Auf eine ausufernde Inflation hat die türkische Zentralbank mit Zinssenkungen reagiert. Die Investoren haben dies mit einem Vertrauensentzug quittiert.
Quelle: Do Investment AG (Bericht der Verwaltungsgesellschaft)
Das Geschäftsjahr 2021 verlief für die Scherzer & Co. AG sehr erfolgreich und schloss mit einem deutlichen Gewinn ab.
Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt.
Teilveräußerungen fanden u. a. statt bei 1&1 AG, Agfa-Gevaert N.V., DFV Dt. Familienversicherung AG, Freenet AG, GK Software SE, Highlight Communications AG, InVision AG, Metro AG, Mobotix AG, NFON AG, Valora Holding AG und Veganz Group AG.
Vollständig veräußert wurden u. a. die gehaltenen Bestände in Amaysim Australia Ltd., MAN SE, Mediqon Group AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG, q.beyond AG, Swiss Steel Holding AG, SynBiotic SE und TX Group AG.
Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere Allane SE (ehem. Sixt Leasing SE), Allerthal-Werke AG, Centrotec SE, Data Modul AG, Greiffenberger AG, Horus AG, Kabel Deutschland Holding AG, K+S AG, Lotto24 AG, Mühl Product & Service AG, RM Rheiner Management AG und Rocket Internet SE.
Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. 3U Holding AG, Advanced Blockchain AG (Aktie und Wandelanleihe), Cannovum AG, Centralschweizerische Kraftwerke AG, Clearvise AG, Deutsche Wohnen SE, Drägerwerk GmbH & Co. KGaA Vz., Eifelhöhen-Klinik AG, Elumeo SE, GAG Immobilien AG, Hella GmbH & Co. KGaA, MyHammer Holding AG, Noratis AG, Romande Energie Holding SA, TeamViewer AG, Teck Resources Ltd., United Internet AG und Volkswagen AG Vz.
Im Geschäftsjahr 2021 konnte aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte ein Gewinn vor Steuern von 302 TEUR erzielt werden. Ohne positiven Ergebnisbeitrag endeten drei Spruchverfahren. Neu ins Rechteportfolio kamen MAN SE (13.964 TEUR), Axel Springer SE (87 TEUR), Isra Vision AG (65 TEUR) und HSBC Trinkaus & Burkhardt AG (14 TEUR). Insgesamt konnten im Geschäftsjahr Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 14.130 TEUR generiert werden, bei Abgängen im Umfang von 4.788 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2021 beträgt somit 121.971 TEUR nach 112.629 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 4,07 EUR (Vorjahr: 3,76 EUR).
Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an ein gerichtliches Spruchverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden.
Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchverfahren" im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.
Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch "Abfindungsergänzungsansprüche" genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit häufig höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren.
Für Aktien- und Derivatepositionen wurde eine Bewertungseinheit gebildet. Wirtschaftlich korrespondieren dabei die erhaltenen Prämien aus Stillhaltergeschäften (Verkauf von Call-Optionen) mit den anschließenden Veräußerungsverlusten der Aktien des jeweiligen Basiswertes. Im Berichtsjahr stehen so Prämieneinahmen in Höhe von 51 TEUR entsprechenden Veräußerungsverlusten von 51 TEUR gegenüber.
Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 18.154 TEUR (Vorjahr: 21.229 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen jeweils mit Gewinn erfolgten Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 4.033 TEUR (Vorjahr: 6.950 TEUR), aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 12.053 TEUR (Vorjahr: 5.526 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 1.895 TEUR (Vorjahr: 3.023 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 173 TEUR (Vorjahr: 5.730 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. MAN SE (5.466 TEUR), GK Software SE (4.216 TEUR) und Freenet AG (1.606 TEUR).
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 3.034 TEUR (Vorjahr: 8.528 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 30 TEUR (Vorjahr: 381 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand 2021 ein Verlust von 943 TEUR (Vorjahr: 4.647 TEUR). Aus Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein Verlust von 2.061 TEUR (Vorjahr: 3.500 TEUR) entstanden.
Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 1.698 TEUR (Vorjahr: 2.177 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 606 TEUR (Vorjahr: 355 TEUR) sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.015 TEUR (Vorjahr: 1.790 TEUR).
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von insgesamt 2.960 TEUR (Vorjahr: 3.851 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 446 TEUR (Vorjahr: 956 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 2.514 TEUR (Vorjahr: 2.895 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Die Personalkosten lagen in 2021 bei 2.924 TEUR (Vorjahr: 794 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für Tantiemen in Höhe von insgesamt 2.084 TEUR enthalten (Vorjahr: 104 TEUR). Maßgeblich für den Anstieg der Tantieme war die gute Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft, die unmittelbare Wirkung auf die Höhe der Vorstandstantieme hat. Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag drei eigene Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 1.077 TEUR (Vorjahr: 1.528 TEUR) ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.815 TEUR (Vorjahr: 607 TEUR) vereinnahmt.
Zinserträgen in Höhe von 172 TEUR (Vorjahr: 3.486 TEUR) standen Zinsaufwendungen in Höhe von 173 TEUR (Vorjahr: 224 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind in der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen, welche im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Zinsen auf erhaltene Nachbesserungen bestehen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 51 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) ausgewiesen.
Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 11.650 TEUR (Vorjahr: 12.576 TEUR).
Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,39 EUR (Vorjahr: 0,42 EUR).
Die Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 43.325 TEUR (Vorjahr: 27.948 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen Wertpapiere in Höhe von 55.933 TEUR (Vorjahr: 55.938 TEUR) aktiviert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 353 TEUR (Vorjahr: 602 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (308 TEUR).
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 77.147 TEUR (Vorjahr: 66.994 TEUR). Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den Jahresüberschuss und verringerte sich um die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 1.497 TEUR. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 32.529 TEUR (Vorjahr: 23.505 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 5.825 TEUR (Vorjahr: 4.696 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2021 auf 75,9 % (Vorjahr: 77,8 %).
Die Steuerrückstellungen betragen 90 TEUR (Vorjahr: 71 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 6.324 TEUR (Vorjahr: 2.720 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 3.908 TEUR (Vorjahr: 2.482 TEUR) und Tantiemen 2.086 TEUR (Vorjahr: 104 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 18.011 TEUR (Vorjahr: 16.227 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 26 TEUR (Vorjahr: 57 TEUR) betreffen Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.
Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.
Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.
Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab.
Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren.
Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 16.088 TEUR (Vorjahr 15.026 TEUR).
Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.
Für die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist.
Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn sie nicht auf dem Sekundärmarkt erworben wurden).
Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.
Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.
Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.
Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Außerdem ist sie Klägerin in einem anhängigen Verfahren. Für die resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.
Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.
Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen entstehen im Wertpapierbestand bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven.
Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden.
Das handelsrechtliche Ergebnis der Scherzer & Co. AG wird auf der Aufwandsseite geprägt durch die Kosten des Geschäftsbetriebes, durch mit Verlust abgeschlossene Wertpapiertransaktionen sowie durch zu bildende Abschreibungen auf die Anschaffungskosten des Wertpapierbestandes. Einen wesentlichen Teil der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes stellen die Personalkosten dar, die gegebenenfalls auch variable, überwiegend von der Entwicklung des Nettoinventarwertes und dem Börsenkurs der Gesellschaft abhängige Komponenten ("erfolgsabhängige Komponenten") enthalten. Darüber hinaus handelt es sich bei den Aufwendungen des Geschäftsbetriebes insbesondere um Kapitalmarktkosten, Mieten, Beratungshonorare und sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Kostenbestandteile, die der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zugeordnet werden können, beliefen sich in den letzten Jahren regelmäßig auf unter 2,0 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2022 wird hier nicht mit einer wesentlichen Änderung der Höhe dieser Position kalkuliert.
Die Ertragsseite der Gewinn- und Verlustverrechnung enthält insbesondere mit Gewinn abgeschlossene Wertpapiergeschäfte, bei der Bewertung des Wertpapiervermögens vorzunehmende Zuschreibungen sowie vereinnahmte Dividenden und Zinsen aus dem Wertpapierbestand. Daneben tätigt die Gesellschaft Geschäfte am Terminmarkt, insbesondere Optionsgeschäfte, die sowohl positiv als auch negativ zum handelsrechtlichen Ergebnis beitragen können. Weitere Ergebnisbestandteile können sogenannte Nachbesserungen sein, die sich aus der gerichtlichen Überprüfung von Unternehmenswerten und Umtauschverhältnissen im Nachgang von Kapitalstrukturmaßnahmen (z. B. Unternehmensverträge, Squeeze-outs, Verschmelzungen) ergeben und zur Auszahlung gelangen. Die zugrunde liegenden gerichtlichen Überprüfungen ("Spruchverfahren") sind weder in ihrem Ergebnis noch in ihrem zeitlichen Anfall planbar. Viele dieser Verfahren haben Laufzeiten von mehr als fünf Jahren, einige ziehen sich sogar über mehr als zehn Jahre hin. Bilanziell stellen sie größtenteils zunächst nur Merkposten dar, die je nach Ergebnisausgang (Gerichtsurteil oder gerichtlicher Vergleich) zu einem Ertrag, ggfs. sogar in erheblicher Höhe oder zur schlichten Ausbuchung ("0") führen. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Realisierung eines Ergebnisses oftmals von Faktoren abhängig ist, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann.
Wie beschrieben, wird das Jahresergebnis von einer Anzahl von unterschiedlichen Komponenten bestimmt, die per Saldo zum ausgewiesenen Periodenergebnis in Gestalt des Jahresüberschusses oder des Jahresfehlbetrages führen. Dabei gibt es keinen zwingenden Zusammenhang des handelsrechtlichen Ergebnisses mit der Entwicklung eines Aktienindex, etwa mit dem des Deutschen Aktienindex (DAX) oder einem der anderen deutschen Auswahlindizes (MDAX, SDAX). Die Zusammensetzung des Portfolios der Scherzer & Co. AG unterscheidet sich regelmäßig von Grund auf von den Komponenten der klassischen Indizes. So investiert die Gesellschaft häufig in Unternehmen, die in keinem dieser Auswahlindizes enthalten sind oder völlig unterschiedlich gewichtet sind. Durch die Einbeziehung von Unternehmen der D-A-CH-Region, insbesondere von lediglich auf nicht-börslichen Plattformen gehandelten Unternehmen aus der Schweiz, wird eine ohnehin nur fragmentarische Korrelation mit den Auswahlindizes endgültig obsolet. Ein weiteres regelmäßig vorkommendes Phänomen des Kapitalmarktes ist es, dass gute, weniger gute oder gar schlechte Nachrichten, z. B. die wirtschaftliche Entwicklung eines Portfoliounternehmens betreffend, nicht unbedingt zu einer Kursbildung bzw. Kursentwicklung in der angezeigten Richtung führt. Eine Anpassung des Kursniveaus kann auf längere Zeit unterbleiben, sich aber ebenso auf nicht nachvollziehbare Weise spontan einstellen. Denknotwendigerweise würde demgegenüber eine tatsächliche Berechenbarkeit von Kursentwicklungen gewinnbringende Arbitrageprozesse in einem Ausmaß in Gang setzen, die die soeben beschriebene Diskrepanz zwischen Unternehmensentwicklung und börslichem Unternehmenswert konterkarieren bzw. unmöglich machen würde.
So lassen sich für das Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich drei Szenarien planen, die im Ergebnis zu einem positiven, neutralen oder einem negativen Ergebnis führen können:
Ein angenommenes, aus unserer Sicht positives Szenario wird dann erreicht, wenn nicht nur Erträge erwirtschaftet werden, die die Aufwendungen des Geschäftsbetriebes abdecken, sondern auch darüber hinaus entstehen. Die Ausprägung dieser Erträge kann dann je nach Ausgang des Geschäftsjahres spürbar, stark oder sehr stark sein und so das Geschäftsjahr entsprechend als befriedigend, gut oder sogar sehr gut kategorisiert werden. Hier spielen sicherlich die subjektive Sichtweise und Erwartungshaltung des Betrachters eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung eines einzelnen Geschäftsjahres.
Bei einem angenommenen zweiten, neutralen Szenario läge das operative Ergebnis im Bereich der Höhe der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes, so dass sich ein Ergebnis in der Nähe der Null einstellen würde. Ein "ausgeglichenes" Geschäftsjahresergebnis wäre die passende Kategorisierung hierzu.
Schließlich ließe sich das dritte, negative Szenario annehmen als ein solches, bei dem das Geschäftsjahr deutlich negativ vom neutralen Szenario abweicht. Demzufolge lägen keine ausreichenden Ertragskomponenten vor, die zu einem Jahresüberschuss führen und sich so ein Jahresfehlbetrag einstellt. Auch hier gilt, dass, je nach Ausprägung des negativen Ergebnisses, das Geschäftsjahresergebnis dann als unbefriedigend oder schlecht beschrieben würde.
Köln, im Februar 2022
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| Dr. Georg Issels | Hans Peter Neuroth |
| Vorstand | Vorstand |
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. | Anlagevermögen | |||
| I. | Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 71.728,00 | 83.919,00 | ||
| II. | Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 213.336,66 | 213.336,66 | ||
| 2. Beteiligungen | 4.036.020,98 | 2.741.496,93 | ||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 38.691.871,34 | 24.637.936,73 | ||
| 4. sonstige Ausleihungen | 383.685,28 | 355.293,97 | ||
| 43.324.914,26 | 27.948.064,29 | |||
| B. | Umlaufvermögen | |||
| I. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.036,20 | 47.225,00 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 7.154,48 | 0,00 | ||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 6.403,18 | 8.944,56 | ||
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 353.030,13 | 602.105,42 | ||
| 367.623,99 | 658.274,98 | |||
| II. | Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 55.933.333,00 | 55.937.803,76 | ||
| III. | Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.923.116,87 | 1.200.989,05 | |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 19.166,33 | 242.253,15 | |
| 101.639.882,45 | 86.071.304,23 |
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. | Eigenkapital | |||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 29.940.000,00 | 29.940.000,00 | |
| II. | Kapitalrücklage | 8.772.855,79 | 8.772.855,79 | |
| III. | Gewinnrücklagen | |||
| 1. gesetzliche Rücklagen | 80.166,89 | 80.166,89 | ||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 32.528.968,70 | 23.505.450,91 | ||
| 32.609.135,59 | 23.585.617,80 | |||
| IV. | Bilanzgewinn | 5.824.964,80 | 4.695.552,99 | |
| - davon Gewinnvortrag Euro 0,00 (Euro -3.184.869,90) | ||||
| B. | Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 89.964,00 | 70.870,00 | ||
| 2. sonstige Rückstellungen | 6.323.720,00 | 2.719.912,00 | ||
| 6.413.684,00 | 2.790.782,00 | |||
| C. | Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 18.011.464,00 | 16.227.424,13 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 9.511.464,00 (Euro 6.227.424,13) |
||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 39.413,56 | 0,00 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 39.413,56 (Euro 0,00) |
||||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.400,00 | 0,00 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.400,00 (Euro 0,00) |
||||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 2.333,22 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 2.333,22) |
||||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 25.964,71 | 56.738,30 | ||
| - davon aus Steuern Euro 24.604,34 (Euro 13.040,34) | 18.079.242,27 | 16.286.495,65 | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.360,37 (Euro 1.287,01) |
||||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 25.964,71 (Euro 56.738,30) |
||||
| 101.639.882,45 | 86.071.304,23 |
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Euro | Euro | Euro | ||
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| 1. | Umsatzerlöse | 50.854,36 | 11.776,80 | |
| 2. | Erträge aus Finanzinstrumenten | 18.154.461,79 | 21.229.246,69 | |
| 3. | Aufwendungen aus Finanzinstrumenten | 3.033.745,84- | 8.528.483,38- | |
| 4. | sonstige betriebliche Erträge | 1.697.705,85 | 2.177.103,85 | |
| 5. | Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 2.868.144,72- | 745.889,41- | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 56.264,43- | 48.524,28- | ||
| 2.924.409,15- | 794.413,69- | |||
| 6. | Abschreibungen | |||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 23.714,82- | 23.575,06- | ||
| 7. | sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.077.016,22- | 1.528.197,93- | |
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.815.374,46 | 607.323,05 | |
| 9. | sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 172.041,23 | 3.485.751,60 | |
| 10. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 2.960.312,14- | 3.851.463,23- | |
| 11. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 173.347,26- | 224.220,35- | |
| 12. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 47.962,66- | 15.127,53 | |
| 13. | Ergebnis nach Steuern | 11.649.929,60 | 12.575.975,88 | |
| 14. | Jahresüberschuss | 11.649.929,60 | 12.575.975,88 | |
| 15. | Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 0,00 | 3.184.869,90- | |
| 16. | Einstellungen in Gewinnrücklagen | |||
| in andere Gewinnrücklagen | 5.824.964,80- | 4.695.552,99- | ||
| 17. | Bilanzgewinn | 5.824.964,80 | 4.695.552,99 |
Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben zu den dort genannten Vorschriften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 3 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/ Verluste aus Stillhaltergeschäften.
Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.
Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.
Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Diese beinhalten die Beteiligung an der Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln. Die Bewertung per 31.12.2021 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den verbundenen Unternehmen die Beteiligung an der RENAISSANCE Management & Consulting GmbH, Köln ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anschaffungskosten, da von einer dauernden Wertminderung der in 2020 erworbenen Anteile auszugehen ist. Gründe für eine Zuschreibung waren im Geschäftsjahr 2021 nicht erkennbar. Die Bewertung am Bilanzstichtag erfolgte insoweit weiterhin gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum beizulegenden Wert.
Unter den Finanzanlagen wird ferner die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen. Die Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 49,9995 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 31.12.2021 erfolgte zu Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der Peaq Technology GmbH, Berlin ausgewiesen. Die Bewertung der in 2021 erworbenen Anteile erfolgte per 31.12.2021 zu Anschaffungskosten.
Ferner wird unter den sonstigen Ausleihungen eine auf CHF lautende Darlehensforderung aus Aktionärsdarlehen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung wegen teilweise vorgenommenen Rangrücktritts auf die Darlehensforderung. Der Rangrücktritt besteht weiterhin. Die Bewertung zum 31.12.2021 erfolgte insoweit zum beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Die Umrechnung der Fremdwährungsforderung in Euro erfolgte zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung von § 256a HGB. Währungsbedingt erfolgte zum Bilanzstichtag eine Zuschreibung.
Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.
Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt; die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages.
Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind in Höhe von 7.154,48 Euro.
Die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind in Höhe von 6.403,18 Euro.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bestände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.
Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.
Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:
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| Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2020 | 23.505.450,91 Euro |
| + Einstellung Bilanzgewinn 2020 lt. HV-Beschluss | + 3.198.552,99 Euro |
| + Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2021 | + 5.824.964,80 Euro |
| Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2021 | 32.528.968,70 Euro |
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
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| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2020 | 4.695.552,99 Euro |
| - Gewinnausschüttung an Aktionäre gem. HV-Beschluss | - 1.497.000,00 Euro |
| - Einstellung in Gewinnrücklagen gem. HV-Beschluss | - 3.198.552,99 Euro |
| + Jahresüberschuss 2021 | + 11.649.929,60 Euro |
| - Einstellung in Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss 2021 | - 5.824.964,80 Euro |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 | 5.824.964,80 Euro |
Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (36 TEUR), Kosten für Jahresabschluss/ Steuererklärungen (25 TEUR), Rückstellung Tantieme Vorstand (1.961 TEUR), Rückstellung Tantieme Mitarbeiter (125 TEUR), Urlaubsrückstellung (186 TEUR), Rückstellungen für Depotgebühren (7 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen (54 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (15 TEUR), Aufwand für Archivierung (7 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (3.908 TEUR).
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
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| Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt | gesichert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| gegenüber Kreditinstituten | 9.511.464,00 | 8.500.000,00 | 0,00 | 18.011.464,00 | 18.011.464,00 |
| aus Lieferungen und Leistungen | 39.413,56 | 0,00 | 0,00 | 39.413,56 | 0,00 |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.400,00 | 0,00 | 0,00 | 2.400,00 | 0,00 |
| sonstige | 25.964,71 | 0,00 | 0,00 | 25.964,71 | 0,00 |
| Summe | 9.579.242,27 | 8.500.000,00 | 0,00 | 18.079.242,27 | 18.011.464,00 |
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 6.286 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 10.000 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 513 TEUR inklusive Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 188 TEUR für Büromiete und 82 TEUR für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.
Die Erträge aus Finanzinstrumenten (18.154 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von 4.033 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 12.053 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge aus Nachbesserungsrechten von 173 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 1.895 TEUR.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-3.034 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Verluste von -30 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, Verluste von -943 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe von -2.061 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.698 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (634 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögen (1.015 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (4 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnung (40 TEUR) sowie sonstige Erträge (5 TEUR).
Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.
In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind 446 TEUR (Vj.: 956 TEUR) für außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen. Nach unserer Einschätzung sind Wertminderungen in Höhe von 446 TEUR (Vj.: 537 TEUR) voraussichtlich nicht von Dauer.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 39.615,24 Euro (Vj.: 1.935,15 Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 1.286,65 Euro (Vj.: 1.979,09 Euro).
Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag wird nach Saldierung von Steueraufwendungen mit Steuererträgen insgesamt ein Steueraufwand von 48 TEUR ausgewiesen. Dieser setzt sich zusammen aus Steuerzahlungen für Vorjahre in Höhe von 27 TEUR und dem Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr von 21 TEUR. Auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses und vor dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG in seiner am Bilanzstichtag gültigen Fassung ist der zu erwartende Steueraufwand für das Geschäftsjahr (21 TEUR) mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand insoweit identisch.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten aperiodische Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4 TEUR sowie aus Rückerstattungen von Beiträgen für frühere Jahre in Höhe von 4 TEUR. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aperiodische Aufwendungen aus kapitalmarktrechtlichen Beratungsleistungen, die wirtschaftlich dem Vorjahr zuzuordnen sind, in Höhe von 55 TEUR.
Dr. Georg Issels, Kaufmann
Hans Peter Neuroth, Kaufmann
Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 2.458.269,28 Euro.
Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München (stellvertretender Vorsitzender),
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf.
Herr Dr. Göckeler ist außerdem
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| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg, |
| ― | •Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main. |
Herr Dr. Rüttgers ist außerdem
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| ― | Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München. |
Herr Hauschildt ist außerdem
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| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau, |
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Mainz, |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln. |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 36.000,00 Euro.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 25.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 25.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 145 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag das Geschäftsjahr 2020 beträgt -304 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 249 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 beträgt 21 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 109.999 von 220.000 Aktien bzw. 49,9995 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 5.727 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 beträgt 2.178 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 336.342 von 1.200.000 Aktien bzw. 28,03 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 26.147 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 beträgt 5.445 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 2.236.970 von 2.660.000 Aktien bzw. 84,10 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.583 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2020 beträgt -569 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien bzw. 44,39 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 1.567 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 beträgt 739 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2020 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 211 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2020 beträgt -137 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 55.664.920 von 253.226.080 Aktien bzw. 21,98 %. Die Gesellschaft ist seit 2009 insolvent.
In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 % enthalten. Zu dem Investmentvermögen werden sogenannte I- und R-Fondsanteile ausgegeben, die sich lediglich in Ihrer Gebührenstruktur unterscheiden. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen.
Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand: Investment Reporting per Ende 2021). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der I-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 6.381.735,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 2.513.529,80 Euro. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der R-Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 36.235,72 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 6.238,09 Euro. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können.
Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 3 Mitarbeiter.
Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
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| a) für Abschlussprüfungsleistungen | 29.000,00 Euro |
| b) für Steuerberatungsleistungen | 28.182,36 Euro |
| Summe | 57.182,36 Euro |
Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, wegen gesetzlicher Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.
Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 124 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet. Die Werthaltigkeit dieser aktiven Steuerlatenz ist aber letztendlich davon abhängig, ob die Gesellschaft, vor dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG, bei unveränderter Rechtslage und gleichbleibender Unternehmenspolitik, in Zukunft überhaupt mit Ertragsteuern belastet sein wird.
Der Vorstand schlägt gem. § 170 Abs. 2 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2021 vor:
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| 1. Verteilung an die Aktionäre: | 1.497.000,00 Euro |
| 2. Einstellung in Gewinnrücklagen: | 4.327.964,80 Euro |
| 3. Gewinnvortrag: | 0,00 Euro |
| 4. Bilanzgewinn: | 5.824.964,80 Euro |
Köln, den 22. Februar 2022
Der Vorstand
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| Anschaffungskosten | Zuschreibungen / Aufgelaufene Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 | Umbuchungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2021 | 01.01.2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Sachanlagen | ||||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 172.643,28 | 11.523,82 | 184.167,10 | 88.724,28 | ||
| Summe Sachanlagen | 172.643,28 | 0,00 | 11.523,82 | 0,00 | 184.167,10 | 88.724,28 |
| II. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Verbundene Unternehmen | 521.561,60 | 521.561,60 | 308.224,94 | |||
| 2. Beteiligungen | 2.741.496,93 | 1.294.524,05 | 4.036.020,98 | 0,00 | ||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 28.757.778,49 | 16.829.375,75 | 3.879.573,76 | 41.707.580,48 | 4.119.841,76 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 466.384,51 | 466.384,51 | 111.090,54 | |||
| Summe Finanzanlagen | 32.487.221,53 | 0,00 | 18.123.899,80 | 3.879.573,76 | 46.731.547,57 | 4.539.157,24 |
| Anlagevermögen insgesamt | 32.659.864,81 | 0,00 | 18.135.423,62 | 3.879.573,76 | 46.915.714,67 | 4.627.881,52 |
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| Zuschreibungen / Aufgelaufene Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen | Änderungen iZm Abgängen | Abschreibungen im Geschäftsjahr | Zuschreibungen im Geschäftsjahr | 31.12.2021 | 31.12.2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Sachanlagen | ||||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 23.714,82 | 112.439,10 | 71.728,00 | |||
| Summe Sachanlagen | 0,00 | 0,00 | 23.714,82 | 0,00 | 112.439,10 | 71.728,00 |
| II. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Verbundene Unternehmen | 308.224,94 | 213.336,66 | ||||
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 4.036.020,98 | ||||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | -944.623,32 | 446.210,45 | 605.719,75 | 3.015.709,14 | 38.691.871,34 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 28.39131 | 82.699,23 | 383.685,28 | |||
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | -944.623,32 | 446.210,45 | 634.111,06 | 3.406.633,31 | 43.324.914,26 |
| Anlagevermögen insgesamt | 0,00 | -944.623,32 | 469.925,27 | 634.111,06 | 3.519.072,41 | 43.396.642,26 |
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| Buchwerte | |
|---|---|
| 31.12.2020 | |
| --- | --- |
| Euro | |
| --- | --- |
| I. Sachanlagen | |
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 83.919,00 |
| Summe Sachanlagen | 83.919,00 |
| II. Finanzanlagen | |
| 1. Verbundene Unternehmen | 213.336,66 |
| 2. Beteiligungen | 2.741.496,93 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 24.637.936,73 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 355.293,97 |
| Summe Finanzanlagen | 27.948.064,29 |
| Anlagevermögen insgesamt | 28.031.983,29 |
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.
Im Geschäftsjahr 2021 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 17.03.2021, am 27.05.2021, am 01.10.2021 und am 01.12.2021, an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands teilnahmen. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat in Einzelfällen auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.
Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige Vertragsangelegenheiten geprüft und über die Zustimmung entschieden. Hierzu gehörte in jeder Aufsichtsratssitzung auch immer eine eingehende Befassung mit den wesentlichen Positionen des Portfolios auf Grundlage einer tagesaktuellen Aufstellung aller Titel einschließlich Liquidität, Bankverbindlichkeiten und Kreditrahmen der Gesellschaft sowie der aktuellen Kapitalmarktsituation. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und Vertragsangelegenheiten.
In der Sitzung am 17.03.2021 befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2020 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2021 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2021. Zudem wurde vor allem auch das Format der ordentlichen Hauptversammlung und deren Terminierung besprochen. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 17.03.2021 formal beschlossen, dass die Hauptversammlung am 27.05.2021 als virtuelle Hauptversammlung stattfinden soll.
In der Sitzung vom 27.05.2021, die im Anschluss an die virtuelle Hauptversammlung stattfand, wurde die Präferenz zum Ausdruck gebracht, die Hauptversammlung 2022 möglichst wieder als Präsenzveranstaltung auszurichten.
In den Sitzungen am 01.10.2021 und am 01.12.2021 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Wiederbestellung von Herrn Hans Peter Neuroth zum Mitglied des Vorstands. Er beschloss, sowohl die Bestellung zum Mitglied des Vorstands als auch den Anstellungsvertrag über den 31.12.2021 hinaus für weitere drei Jahre bis zum 31.12.2024 zu verlängern. Herr Neuroth nahm dies an. In der Aufsichtsratssitzung am 01.12.2021 befasste sich der Aufsichtsrat ferner auch mit der Gesamtentwicklung der Gesellschaft im Jahre 2021 und legte die wesentlichen Termine für das Geschäftsjahr 2022 fest. Zudem berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über den weitgehend ergebnislosen Abschluss der Betriebsprüfung für die Jahre bis einschließlich 2019.
Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 27.05.2021 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.
Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 04.03.2022 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 17.03.2022 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten durch Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Bastian Lehmkühler M.A. und Frau Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Stefanie Claire Blome, hat an dieser Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 17.03.2022 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen und erfolgreichen Einsatz für das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021.
Köln, den 17.03.2022
Dr. Stephan Göckeler,Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG
Wir haben den Jahresabschluss der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durch-geführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungs-methoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 24. Februar 2022
Formhals Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft
Bastian Lehmkühler, Wirtschaftsprüfer
Die Hauptversammlung der Scherzer & Co AG hat am 23. Mai 2022 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 von EUR 5.824.964,80 die Ausschüttung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende von EUR 0,05 je Stückaktie, damit insgesamt EUR 1.497.000,00, vorzunehmen und einen Betrag von EUR 4.327.964,80 in die Gewinnrücklagen einzustellen.
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