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Scherzer & Co. AG

Annual / Quarterly Financial Statement Jul 4, 2017

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Annual / Quarterly Financial Statement

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Scherzer & Co. AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht des Vorstands

1 Finanzwirtschaftliches Umfeld*

Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nicht börsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist.

Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen.

Das Jahr 2016 bleibt zurück als ein Jahr mit zahlreichen politischen Überraschungen. Wer sah Anfang des Jahres voraus, dass die Briten für den Brexit stimmen würden? Wer traute Donald Trump zu, dass er im Kampf ums Weiße Haus Hillary Clinton hinter sich lassen würde? Wirtschaftliche Ereignisse und geldpolitische Entscheidungen standen nicht im Vordergrund. Blicken wir zurück: Am Tag des (unerwarteten) Brexit-Votums der Briten im Juni übernahm bei Wertpapierhändlern blitzschnell die Amygdala das Sagen. Dies ist ein Bereich im Gehirn, der für das Furcht- und Aggressionsempfinden des Menschen verantwortlich ist. Aus Angst vor dramatischen Verlusten nach der Entscheidung zum EU-Austritt Großbritanniens überfluteten die Investoren den Markt mit Verkaufsorders. Der DAX rauschte um -10 % in den Keller. Nach zwei Tagen "Verdauungsphase" drehte der Aktienmarkt und das Ereignis galt als börsentechnisch abgehakt. Im Juli folgte in der Türkei ein gescheiterter Putsch von Teilen des türkischen Militärs gegen Präsident Erdoğan. Dann die größte Überraschung: Im November wählte Amerika Donald Trump, einen Mann ohne politische Vorerfahrung, Selfmade-Milliardär und Immobilienmogul, zum 45. US-Präsidenten. Meinungsforscher erlebten ein Déjà-vu-Erlebnis: Lagen diese schon beim Brexit völlig daneben, schüttelten sie nun im Fall Donald Trump versus Hillary Clinton ihren Kopf. Als weiterer Höhepunkt des Jahres folgte im Dezember die Ablehnung der Verfassungsreform durch die Italiener. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi reichte seinen Rücktritt ein und Paolo Gentiloni übernahm die Rolle des Regierungschefs. Im Rückblick bestimmten diese vier Ereignisse (Brexit, türkischer Putschversuch, Trump-Wahl, italienisches Referendum) die politische Großwetterlage.

Zur Börsenentwicklung: Die Börse bescherte den Anlegern in 2016 zunächst einen der schlechtesten Börsenstarts in der Finanzhistorie. Nach etwa sechs Wochen stand der DAX 19 % und der S&P 500 11 % tiefer als zu Jahresbeginn. Konjunktursorgen bis hin zu Rezessionsängsten regierten das Parkett und weitere Kursverluste drohten. Das Anlagegeschäft wird grundsätzlich vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden. Heute wissen wir: Nach dem Ausrutscher zu Jahresbeginn folgte eine fulminante Erholung nach einer extremen Ausverkaufssituation. Mithin hellte sich auch die Konjunktur in den USA und China wieder auf und der Risikoappetit der Anleger kehrte zurück.

Vor der Wahl von Donald Trump zeigten sich die Aktienmärkte über Wochen hinweg lethargisch. Nach der Wahl von Trump setzte eine Aktienkursrallye ein und am Ende des Jahres markierten die US-Börsen neue Allzeithochs. Anleger setzten auf positive Wachstumsimpulse durch geplante fiskalische Maßnahmen, wie Steuererleichterungen und erhöhte Infrastrukturausgaben durch die neue Regierung, aber auch einen Abbau von unnötiger Bürokratie. Volkswirte erhöhen seitdem reihum ihre Wachstums- und Inflationserwartungen für die USA. Viele erwarten jetzt einen Wechsel von der stützenden Geldpolitik hin zu einer expansiven Fiskalpolitik mit weniger Steuern und mehr Ausgaben und damit einem steigenden Budgetdefizit. Hinzu kommt eine mögliche Neuordnung in der Geopolitik hin zu mehr Protektionismus. Nach Trump gerieten jedoch, spiegelbildlich zu den Aktien, die Rentenmärkte unter erheblichen Druck.

Die globale Konjunktur gemessen an den G20-Staaten dürfte mit +2,4 % in 2016 etwas unter der stabilen jährlichen Wachstumsrate von 3 % in den letzten fünf Jahren (2011-2015) ausfallen. Für das Gesamtjahr 2016 dürfte das US-Wachstum bei etwa 1,6 % liegen (2015: 2,6 %).

Seit Ende 2016 befindet sich auch die Eurozone wieder auf Wachstumskurs. Das BIP des Euroraums expandierte im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 %. Zum Jahresende zeichnete sich eine Beschleunigung des Wachstums in der Eurozone ab. Der Einkaufsmanager-Index für das produzierende Gewerbe in der Eurozone stieg im Dezember 2016 auf 54,4 und damit auf den höchsten Wert seit Mai 2011.

Japan bleibt aus konjunktureller Sicht das ewige Sorgenkind. Seit 2008 wechseln sich Expansions- und Kontraktionsphasen stetig ab. In den letzten neun Jahren erlitten die Japaner vier Rezessionen (definiert als BIP-Rückgang in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen). Im Gesamtjahr 2016 dürfte Japan nur um 0,9 % wachsen (2015: 1,2 %).

Auch die Schwellenländer glänzten 2016 nicht mit Wachstum. Nach aktueller Konsensus-Schätzung der von Bloomberg befragten Volkswirte dürften diese mit nur 3,8 % wachsen und damit die geringste Wachstumsrate seit 2009 (+3,0 %) aufweisen. Unter den BRIC-Staaten befindet sich neben Brasilien (BIP 2016 erwartet: -3,5 %) auch Russland (BIP 2016 erwartet: -0,5 %) noch in einer Rezession. Beiden Ländern sollte das Jahr 2017 endlich wieder Wachstum bescheren. In China kühlt sich die wirtschaftliche Expansion des Landes im sechsten Jahr in Folge ab - auf geschätzte 6,7 % in 2016 (2015: +6,9 %). Zweistellige chinesische Wachstumsraten wie zuletzt in 2010 (+10,6 %) und 2007 (+14,2 %) gehören der Vergangenheit an. Unter den BRIC-Staaten meistert es nur Indien, sein Wachstum zu steigern - von 7,2 % in 2015 auf geschätzte 7,6 % in 2016.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhöhte wie erwartet im Dezember die Zinsen um weitere 0,25 % und signalisierte drei weitere Zinserhöhungen für 2017. Dabei räumte die Fed etwaig erhöhte Inflationserwartungen als Folge der angekündigten expansiveren Fiskalpolitik unter der Trump-Regierung ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) behielt dagegen ihren expansiven geldpolitischen Kurs bei und kündigte eine zeitliche Ausweitung ihres QE-Programms von März 2017 bis Dezember 2017 an (englisch: QE= quantitative easing, deutsch: quantitative Lockerung, also Ausweitung der Geldbasis). Auch wenn die EZB eine Reduktion der monatlichen Anleihekäufe von 80 Mrd. Euro auf 60 Mrd. Euro beschloss, stellten die Europäischen Währungshüter klar, dass nicht mit einem schnellen Ende des billigen Geldes zu rechnen sei. Der Wendepunkt in der Euro-Geldpolitik wird damit weiter auf die lange Bank geschoben. Die durch die EZB verursachten Niedrigzinsen stellen eine Belastung für Banken, Sparer und Vorsorgesysteme dar. Die derzeitige divergente Zentralbankpolitik bringt relative Bewertungen wie Zinsunterschiede (Spreads) deutlich durcheinander. So ist beispielsweise der US-Zinsvorteil gegenüber der Eurozone im zehnjährigen Staatsanleihebereich zum Jahresende 2016 auf die historische Höhe von über 2 % angestiegen.

2 Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes

Um es vorweg zu nehmen: Ohne Trump wäre 2016 kein Aktienjahr gewesen. Erst mit der Wahl von Donald Trump entzündete sich ein globales Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten. Am Tag vor dem Wahlergebnis, am 8. November 2016, stand beispielsweise der DAX in Bezug auf Ende 2015 noch bei -2 %, der Euro Stoxx 50 noch bei -8 % und auch der MSCI World in Euro bei "nur" +2 %.

Aber blicken wir nun auf die Jahresergebnisse inklusive der letzten acht Wochen des Jahres. Wer sich das Jahr im Rückblick anschaut, wird feststellen: An der Aktienhausse 2016 nahmen nicht alle teil. Außen vor blieb neben dem europäischen Aktienmarkt (Euro Stoxx 50: +1 %) auch der japanische Aktienmarkt (Nikkei225: 0 %). Deutsche Aktien zeigten überwiegend ein moderates Bild: Sie legten gemessen am DAX (exakt wie im Vorjahr) um 7 % zu. Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen (MDAX) lagen mit +7 % auf Augenhöhe mit dem großen Bruder DAX. Technologielastige deutsche Titel enttäuschten (TecDAX: -1 %).

Eine überzeugende Performance lieferte der US-amerikanische Aktienmarkt ab. Der Dow Jones Industrial Average schaffte mit +13 % das zweitbeste Jahresergebnis in den letzten acht Jahren (nur in 2013 erreichte der Index mit +27 % noch mehr Performance). In den USA schnitten Aktien von kleinkapitalisierten Unternehmen (Small Caps; Russell 2000: +20 %) doppelt so gut ab wie Aktien von großkapitalisierten Unternehmen (Large Caps; S&P 500: +10 %). Zudem lieferten Value-Aktien (Russell 3000 Value: +15 %) eine um den Faktor drei bessere Performance als Growth-Aktien (Russell 3000 Growth: +6 %). Die hinter dem Akronym FANG verborgenen populären Tech-Börsenstars der letzten Jahre schnitten in 2016 schwächer ab als der Gesamtmarkt (Facebook: +10 % nach +34 % in 2015; Amazon: +11 % nach +118 % in 2015; Netflix: +8 % nach +134 % in 2015; Google bzw. Alphabet: +2 % nach +47 % in 2015).

Die Schwellenländer liefen gemessen am MSCI World Emerging Markets in den letzten beiden Jahren (um 14 % in 2015 und um 8 % in 2014) deutlich schlechter als die Industrieländer (MSCI World). In 2016 kehrte sich dieses Bild um. Der MSCI Emerging Markets wies einen Gewinn von 9 % aus, wogegen der MSCI World um lediglich 5 % anstieg (jeweils in US-Dollar gerechnet). Die Schwellenländer profitierten unter anderem von Preissteigerungen im Rohstoffbereich (CRB-Index: +9 % in 2016 nach -23 % in 2015). Sehr zufrieden konnten Anleger sein, die bereit waren, in Aktien der von Rezessionen geprägten Schwellenländer Brasilien und Russland zu investieren. Hier schossen die Aktiennotierungen um etwa 40 bis 50 % in die Höhe und sicherten sich damit die vordersten Plätze im globalen Länder-Ranking.

Europäische Branchen verzeichneten die seit Jahren höchste Divergenz in der Performance. Der Unterschied zwischen der besten und schlechtesten Branche belief sich auf unglaubliche 78 % (2015: 54 %; 2014: 35 %). Von ihrer sonnigen Seite zeigten sich Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Rohstoffe (+62 %), Öl & Gas (+23 %) und Bau (+9 %). Auf der Verliererseite finden sich dagegen die Branchen Telekommunikation (-16 %), Reisen & Freizeit (-20 %) und Gesundheit (-10 %). Im Rückblick erscheint das Jahr 2016 wie ein Spiegelbild von 2015. Die damaligen größten Verlustbringer Rohstoffe (2015: -35 %) und Öl & Gas (2015: -8 %) erlebten in 2016 den größten Kursanstieg unter allen Aktien.

Die USA befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium eines Hausse-Marktes. Ende 2008 stand der S&P 500 bei 903 Indexpunkten, per Jahresende 2016 liegt der Index bei 2.239. In acht Jahren ist der US-Aktienindex damit um 148 % angestiegen. Werden noch die Dividenden berücksichtigt, ergibt sich ein Plus von 194 %, was einer jährlichen Rendite von 14 % entspricht. Der DAX lieferte im gleichen Zeitraum 12 % p. a., der Euro Stoxx 50 immerhin noch 8 % p. a. (inklusive Dividendenzahlungen).

Auch aufgrund der zunehmend beschränkten organischen Wachstumsmöglichkeiten spielt die M&A-Aktivität (Fusionen und Übernahmen) eine wesentliche Rolle für Unternehmen. In 2016 dürfte das globale M&A-Volumen bei etwa 3.100 Mrd. US-Dollar liegen. Dies ist etwa 22 % weniger als noch im Vorjahr 2015. Insbesondere die prominenten Unsicherheitsfaktoren um die Brexit-Abstimmung und die US-Präsidentschaftswahl bremsten das Volumen aus. Im Monat Mai 2016 belief sich das M&A- Volumen auf hohe 454 Mrd. US-Dollar. Dies stellt den zweitgrößten Monatswert seit Mai 2007 dar (damals betrug das Volumen 547 Mrd. US-Dollar).

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2016 wie folgt ab:

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in lokaler Währung in Euro umgerechnet
DAX30 6,9 % 6,9 %
MDAX 6,8 % 6,8 %
SDAX 4,6 % 4,6 %
TecDAX -1 % -1 %
EuroStoxx 50 0,7 % 0,7 %
MSCI World 5,3 % 8,5 %
Dow Jones Industrial 13,4 % 16,8 %
S&P 500 9,5 % 12,8 %
Nasdaq Composite 7,5 % 10,7 %
Nikkei 225 0,4 % 6,7 %

Der CRB-Rohstoffindex stieg in 2016 um 9 % an, nachdem dieser zuvor fünf Jahre in Folge fiel. Gegenüber dem Allzeithoch vor mehr als fünf Jahren steht dieser breite Rohstoffindex damit heute immer noch 48 % tiefer als im April 2011.

Rohöl als wohl wichtigster Rohstoff der Welt kostete gemessen an der Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) am Ende des Jahres wieder 52 US-Dollar (nach 26 US-Dollar im Februar). Per Saldo liegt dieser Preis 45 % höher als Anfang des Jahres, wenn auch noch um die Hälfte tiefer als am Preishoch im Juni 2014 (damals 107 US-Dollar).

Auf der Edelmetallseite performten sowohl Silber mit +15 % als auch Gold mit +9 %. Der Preisverlauf verlief aber nicht geradlinig. So wies der Goldpreis im jüngsten, vierten Quartal 2016 mit -13 % den schlechtesten Verlauf seit Q2 2013 auf (-23 %). Hintergrund ist der massive Renditeanstieg nach der Wahl von Donald Trump. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg in den letzten drei Monaten des Jahres um 85 Basispunkte an. Das gelbe Edelmetall reagierte damit wie in der Vergangenheit auf den drastischen Renditeanstieg mit einem Verlust. Ein Goldinvestment gibt dem Anleger keine Cashflows und in Phasen steigender Anleihezinsen schichten Anleger vom zinslosen Gold in verzinste Anleihen um oder anders ausgedrückt: Die Opportunitätskosten einer Goldanlage steigen.

Im Bereich der Industriemetalle stieg Kupfer - das auch als Gradmesser für die globale Konjunktur dient - um 17 %. Der für die Textilindustrie wichtige Baumwollpreis erhöhte sich in 2016 um 12 %.

* Quelle: DO Investment AG (Bericht der Verwaltungsgesellschaft)

3 Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2016 verlief für die Scherzer & Co. AG sehr erfreulich und schloss mit einem Gewinn ab. Damit konnte die Scherzer & Co. AG an die letzten vier guten Geschäftsjahre anschließen.

Im Berichtsjahr gab es verschiedene Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise oder auch vollständig veräußert, neue Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen aufgestockt.

Teilveräußerungen fanden u.a. statt bei den Anteilen an der Demire AG, Fair Value Reit AG, Francotyp-Postalia Holding AG, GK Software AG, Highlight Communications AG, Homag Group AG, InVision AG und Lotto24 AG.

Vollständig veräußert wurden u. a. die gehaltenen Bestände in Centrotec Sustainable AG, Delticom AG, DVB Bank SE, Elexis AG, Fidor Bank AG, Goldbach Group AG, Klöckner & Co. SE, Manz AG, Max21 AG, MLP AG und VBH Holding AG.

Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt, Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere die Adler Modemärkte AG, AG für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthur, Diebold Nixdorf AG, Gagfah SA, Infas Holding AG, K+S AG, MAX Automation AG, Mobotix AG, Pfeiffer Vacuum Technology AG, RM Rheiner Management AG und Syzygy AG.

Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Anteile an der Audi AG, Braas Monier Building Group SA, Foris AG, freenet AG, Kabel Deutschland AG, Leoni AG, Sachsenmilch AG, Sunrise Communications Group AG, UMT AG und Zur Rose Group AG.

Im Geschäftsjahr 2016 konnte aus dem Portfolio der Nachbesserungsrechte nur ein Verfahren erfolgreich beendet werden: Es handelt sich dabei um das Spruchverfahren der Phoenix AG im Nachgang des verschmelzungsrechtlichen Squeeze-outs. Ohne positives Ergebnis endete das Spruchverfahren der PC-Ware AG. Neu ins Rechteportfolio kamen Elexis AG (23 TEUR Andienungsvolumen Squeeze-out), VBH AG (261 TEUR Andienungsvolumen Squeeze-out) und Einreichungen zum Unternehmensvertrag bei der MAN SE (41 TEUR). Insgesamt konnten Nachbesserungsrechte im Umfang von rund 325 TEUR generiert werden, bei Abgängen im Umfang von 686 TEUR. Das Volumen an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres 2016 beträgt somit 95.819 TEUR nach 96.180 TEUR im Vorjahr. Je ausgegebener Aktie der Scherzer & Co. AG entspricht dies einem Nachbesserungsvolumen von 3,20 EUR (Vorjahr: 3,21 EUR).

Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten Preis. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs. Aus diesen Nachbesserungsrechten können für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an Spruchstellenverfahren Nachzahlungen auf den Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt werden.

Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag entsprechend des festgelegten Abfindungspreises gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag gerichtsseitig überprüft wird. Bei diesen so genannten "Gerichtlichen Spruchstellenverfahren" im Nachgang abgeschlossener Squeeze-outs (und anderer Kapitalstrukturmaßnahmen, wie Unternehmensverträgen und Verschmelzungen) wird untersucht, ob und gegebenenfalls wie hoch eine Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären. Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem Vergleich der teilnehmenden Parteien.

Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co. AG, als Antragstellerin in Spruchstellenverfahren die weitere Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch "Abfindungsergänzungsansprüche" genannt, kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet dabei bewusst auf den in der Regel höheren Verkaufserlös an der Börse und lässt sich zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest in der Vergangenheit überwiegend höheren Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu partizipieren.

4 Ertragslage

Der positive Saldo der Position der Gewinn- und Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in Höhe von 6.719 TEUR (Vorjahr: 10.904 TEUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw. vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Aktienpositionen unterschiedlicher Größe. Insgesamt sind aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens 2.931 TEUR (Vorjahr: 1.774 TEUR) und bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens 3.512 TEUR (Vorjahr: 6.744 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 265 TEUR (Vorjahr: 271 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Außerdem wurden Erträge aus Nachbesserungsrechten in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 2.115 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive Ergebnisbeiträge lieferten u. a. Fidor Bank AG (2.937 TEUR), Lotto24 AG (783 TEUR), Francotyp Postalia Holding AG (647 TEUR), GK Software AG (270 TEUR), Homag AG (257 TEUR), Thurella AG (211 TEUR) und InVision AG (692 TEUR).

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 730 TEUR (Vorjahr: 5.456 TEUR) resultieren aus den mit Verlust abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens war im Geschäftsjahr ein Verlust von 112 TEUR (Vorjahr: -1.469 TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand in 2016 ein Verlust von 618 TEUR (Vorjahr: -2.951 TEUR). Einen relevanten negativen Ergebnisbeitrag lieferte die Manz AG (176 TEUR). Im Geschäftsjahr waren keine Stillhalterverluste zu verzeichnen (Vorjahr -1.036 TEUR).

Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von 910 TEUR (Vorjahr: 1.870 TEUR) besteht im Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zuschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens in Höhe von 663 TEUR (Vorjahr: 1.012 TEUR) und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 234 TEUR (Vorjahr: 821 TEUR).

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Finanzanlagevermögens und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1.809 TEUR (Vorjahr: 1.502 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 472 TEUR (Vorjahr: 645 TEUR) auf Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen und 1.337 TEUR (Vorjahr: 857 TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Die Personalkosten lagen in 2016 bei 1.278 TEUR (Vorjahr: 780 TEUR). Hierin sind Aufwendungen für Tantiemen an die Vorstände und Mitarbeiter in Höhe von insgesamt 667 TEUR enthalten (Vorjahr: 216 TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag fünf eigene Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 581 TEUR (Vorjahr: 476 TEUR) ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt wurden hier Erträge in Höhe von 1.664 TEUR (Vorjahr: 1.589 TEUR) vereinnahmt.

Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von 144 TEUR (Vorjahr: 981 TEUR) Zinsaufwendungen in Höhe von 287 TEUR (Vorjahr 420 TEUR) gegenüber. Die Zinserträge sind ausgewiesen in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" und bestehen im Berichtsjahr im Wesentlichen aus den Zinsen aus Anleihepositionen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G + V ausgewiesen.

Der Jahresüberschuss beträgt 4.465 TEUR (Vorjahr 5.319 TEUR). Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt 0,15 EUR (Vorjahr 0,18 EUR).

5 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 506 TEUR (Vorjahr: 650 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (443 TEUR) und abgegrenzte Stückzinserträge (59 TEUR).

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 54.194 TEUR (Vorjahr: 51.225 TEUR). Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den Jahresüberschuss. Gegenläufig war hierzu die Ausschüttung der Dividende. Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR (Vorjahr: 29.940 TEUR), der Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr: 8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 13.167 TEUR (Vorjahr: 9.772 TEUR) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 2.233 TEUR (Vorjahr: 2.659 TEUR) zusammen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2016 auf 71,4 % (Vorjahr: 73,1 %).

Die Steuerrückstellungen betragen 836 TEUR (Vorjahr: 728 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit 1.934 TEUR (Vorjahr: 820 TEUR) dotiert. Sie betreffen im Wesentlichen die Eindeckungskosten für Stillhaltergeschäfte 1.170 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR), Rückstellungen für Tantiemen 670 TEUR (Vorjahr: 218 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen 43 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) und Prozesskosten 38 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 18.810 TEUR (Vorjahr: 17.234 TEUR) beziehen sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 52 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR). Sie betreffen noch im alten Jahr erworbene Wertpapiere, deren Wertstellung im neuen Jahr erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 29 TEUR (Vorjahr: 24 TEUR) betreffen im Wesentlichen mit 22 TEUR Steuern und Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt 29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien. In der Hauptversammlung vom 3. Juni 2013 wurde der Vorstand durch eine entsprechende Satzungsänderung ermächtigt, in der Zeit bis zum 2. Juni 2018 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.970.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 14.970.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlage zu erhöhen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer & Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verändert.

6 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AG

a) Beschreibung

Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist. Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer & Co. AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft, schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und durch regelmäßige Besuche von Unternehmen, Hauptversammlungen und Kapitalmarktkonferenzen.

Die Gesellschaft sichert ihr Portfolio teilweise durch Derivate ab.

Die Finanzmarktkrise und die Eurokrise mit den damit verbundenen Turbulenzen an den Aktienmärkten haben dazu geführt, dass auch Portfoliounternehmen, denen ein hohes Maß an Kursstabilität zugebilligt wurde, in den letzten Jahren teilweise deutlichen Kursrückgängen unterworfen waren.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten beträgt 18.571 TEUR (Vorjahr 15.405 TEUR).

Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei größeren und länger andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten, überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Scherzer & Co. AG darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt, dass auch Gesellschaften, denen eine hohe Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls den Kursverwerfungen nicht entziehen können.

c) Transaktionsrisiko

Für die Scherzer & Co. AG kann sich die Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten Investmentsegmente, nämlich von Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei denen zukünftige Strukturmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer & Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will. Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als mit Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu veröffentlichen ist.

d) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung, gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen, sowie eine potenzielle Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche aus Spruchstellenverfahren). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht bilanziert (zumindest, wenn Sie nicht auf dem Sekundärmarkt erworben wurden).

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer & Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

e) Personenrisiko

Im Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr drei Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Entry Standard in 2016 und im Segment Scale (ab 01. März 2017) der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Gesellschaft einhalten zu können.

f) Prozessrisiken

Passivprozesse: Passivprozesse sind weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Für die daraus resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

7 Chancen

Chancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt oder diese sogar noch übertroffen wird.

Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen werden bei über den Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille Reserven im Wertpapierbestand gelegt.

Zudem können durch mögliche Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft Ergebnisbeiträge generiert werden.

8 Aussichten für das Geschäftsjahr 2017

Beteiligungsunternehmen wie die Scherzer & Co. AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen erst im Zeitpunkt der Veräußerung von Wertpapierpositionen ein realisiertes Ergebnis aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag vorgenommen werden. Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens zu welchem Preis veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über die voraussichtliche Abschreibungserfordernis bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem der Zuschreibungen zu lösen. Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf die Ertragssituation der Scherzer & Co. AG erhebliche (positive) Auswirkungen haben.

Die Realisierung eines Ergebnisses ist oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Erst im Laufe des Jahres, wenn Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen über die Gewinnentwicklung treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass sich für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand nicht wesentlich ändert.

Es bleibt festzuhalten, dass die getätigten Investments aktiv bewirtschaftet und kontinuierlich auf ihre Qualität geprüft werden. Portfolioadjustierungen werden vorgenommen, wenn sich dies als zweckmäßig und zielführend erweist. Alle Investments werden regelmäßig auf ihre jeweiligen Exitoptionen geprüft. Der Investitionsschwerpunkt in Gesellschaften, die mittels so genannter "Corporate Action" stärkere Veränderung erfahren, führt dazu, dass Zielkurse aufgrund von Vorgaben, wie beispielsweise einem relevanten 3-Monatskurs oder Bewertungsparametern in bestimmtem Umfang kalkulierbar sind. Ihr zeitlicher Anfall kann jedoch (im Regelfall) nicht hinreichend präzisiert werden.

So können für das Geschäftsjahr 2017 seitens des Vorstands der Gesellschaft nur positive Ergebnisse angestrebt aber nicht versprochen werden. Dies betrifft in gleicher Weise die Erzielung einer überdurchschnittlichen Rendite, die gleichfalls nur gewünscht aber nicht versprochen werden kann. Jedenfalls sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten aus heutiger Sicht (immer noch) stark genug für eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs. Die Basis für eine auskömmliche Portfolioentwicklung, ein ausgewogenes und werthaltiges Portfolio, ist ebenfalls bei der Scherzer & Co. AG gegeben. Damit hält die Gesellschaft an ihrem eingeschlagenen Weg fest: Durch nachhaltigen Vermögenszuwachs die Entwicklung des Unternehmens zu sichern und voranzutreiben.

Köln, im März 2017

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Dr. Georg Issels Hans Peter Neuroth
Vorstand Vorstand

Bilanz

zum 31. Dezember 2016

Scherzer & Co. AG, Köln

Aktiva

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 2,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.023,00 18.357,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.059,66 68.059,66
2. Beteiligungen 2.034.275,40 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 42.418.837,70 31.653.216,29
44.521.172,76 31.721.275,95
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 432.623,52 2.095.566,55
2. Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
1.577,51 9.460,55
3. sonstige Vermögensgegenstände 506.129,00 649.489,80
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 0,00 (Euro 833,00) 940.330,03 2.754.516,90
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 30.118.873,12 33.729.056,38
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 239.086,72 1.830.022,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.883,61 11.364,53
75.857.370,24 70.064.595,17

Passiva

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.940.000,00 29.940.000,00
II. Kapitalrücklage 8.772.855,79 8.772.855,79
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 80.166,89 80.166,89
2. andere Gewinnrücklagen 13.167.450,64 9.772.357,75
13.247.617,53 9.852.524,64
IV. Bilanzgewinn 2.232.728,52 2.659.364,37
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 836.307,00 728.195,00
2. sonstige Rückstellungen 1.933.786,00 819.710,00
2.770.093,00 1.547.905,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.809.708,08 17.234.012,92
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 5.809.708,08 (Euro 6.234.012,92)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.300,87 28.720,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 52.300,87 (Euro 28.720,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.209,82 5.503,19
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 3.209,82 (Euro 5.503,19)
4. sonstige Verbindlichkeiten 28.856,63 23.709,26
18.894.075,40 17.291.945,37
- davon aus Steuern Euro 20.952,93 (Euro 16.004,11)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.119,35 (Euro 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 28.856,63 (Euro 23.709,26)
75.857.370,24 70.064.595,17

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

Scherzer & Co. AG, Köln

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
--- --- --- ---
1. Erträge aus Finanzinstrumenten 6.718.464,00 10.903.886,06
2. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten 730.448,27- 5.456.432,92-
3. sonstige betriebliche Erträge 909.502,82 1.869.699,52
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.241.469,71- 751.060,50-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 36.640,37- 29.116,30-
1.278.110,08- 780.176,80-
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.433,65- 7.537,23-
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 581.489,78- 475.679,10-
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.663.605,16 1.589.409,06
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 144.100,92 980.927,56
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.809.294,30- 1.502.473,43-
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 287.418,66- 420.204,39-
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 276.021,12- 1.382.689,59-
12. Ergebnis nach Steuern 4.465.457,04 5.318.728,74
13. Jahresüberschuss 4.465.457,04 5.318.728,74
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.162.364,37 390.894,34
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen 3.395.092,89- 3.050.258,71-
16. Bilanzgewinn 2.232.728,52 2.659.364,37

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Hauptversammlung vom 29.05.2017 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 2.232.728,52 wie folgt zu verwenden:

a) Ausschüttung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende in Höhe von EUR 0,05 je für das Geschäftsjahr 2016 dividendenberechtigter Stückaktie, damit insgesamt EUR 1.497.000,00.

b) Einstellung in Gewinnrücklagen: EUR 735.728,52.

Anhang

zum 31. Dezember 2016

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 56235 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren Jahresabschluss wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt: Dies erfolgte insoweit, als es den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig, erfolgen gem. dem erstmals anwendbaren § 160 Abs. 3 AktG keine Angaben mehr zu den dort genannten Vorschriften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 1 (Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2 (Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie die Gewinne/ Verluste aus Stillhaltergeschäften.

Diese Darstellung ist erforderlich, um die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender darstellen zu können.

Aufgrund erstmaliger Anwendung der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BILRUG) geänderten Vorschriften des HGB entfällt in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit"; neu eingefügt wurde dagegen der erstmals gesetzlich vorgeschriebene Posten "Ergebnis nach Steuern".

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an einem verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Ferner wird unter den Finanzanlagen die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen, deren Anteile im Vorjahr noch unter den Wertpapieren des Anlagevermögens erfasst waren. Die Beteiligung wurde bis Ende 2016 auf 41,465 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung per 31.12.2016 erfolgte zum beizulegenden Wert.

Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/ Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren Barwert (Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG) ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aufgrund der Regelungen des BILRUG erstmals gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Grundkapitals

Das Grundkapital beträgt 29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000 Stückaktien.

3.2.2 Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital beträgt 14.970.000,00 Euro, eingeteilt in 14.970.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das genehmigte Kapital wurde auf der Hauptversammlung vom 03.06.2013 beschlossen.

3.2.3 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

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Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2015 9.772.357,75 €
+ Einstellung durch Hauptversammlung 2016 1.162.364,37 €
+ Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2016 2.232.728,52 €
Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2016 13.167.450,64 €

3.2.4 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

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Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2015 2.659.364,37
- Gewinnausschüttung in 2016 - 1.497.000,00
- Einstellung in Gewinnrücklagen durch Hauptversammlung 2016 - 1.162.364,37
Gewinnvortrag 0,00
+ Jahresüberschuss 2016 + 4.465.457,04
- Einstellung in Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss - 2.232.728,52
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 2.232.728,52

3.3 Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Kosten der Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR), Kosten des Jahresabschlusses (17 TEUR), Rückstellung für Tantieme (670 TEUR), Urlaubsrückstellung (22 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (6 TEUR), gerichtliche Verfahrenskosten (46 TEUR), Aufwand für Archivierung (2 TEUR) sowie Rückstellungen für Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (1.127 TEUR).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

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Restlaufzeit
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Gesichert
--- --- --- --- --- ---
Euro Euro Euro Euro Euro
--- --- --- --- --- ---
gegenüber Kreditinstituten 5.809.708,08 13.000.000,00 0,00 18.809.708,08 18.809.708,08
aus Lieferungen und Leistungen 52.300,87 0,00 0,00 52.300,87 0,00
Unternehmen m. Beteiligungsverhältnis 3.209,82 0,00 0,00 3.209,82 0,00
Sonstige 28.856,63 0,00 0,00 28.856,63 0,00
Summe 5.894.075,40 13.000.000,00 0,00 18.894.075,40 18.809.708,08

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe von 6.292 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 11.000 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren.

Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankguthaben.

3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 215 TEUR inklusive Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 73 TEUR für Büromiete und 47 TEUR für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten und der sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Erträge aus Finanzinstrumenten (6.719 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Gewinne in Höhe von 2.931 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in Höhe von 3.512 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Erträge aus Nachbesserungsrechten von 11 TEUR sowie Gewinne aus Stillhaltergeschäften in Höhe von 265 TEUR.

Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (-730 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Verluste in Höhe von -112 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens und Verluste in Höhe von -618 TEUR aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (910 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB des Finanzanlagevermögens (664 TEUR), Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von Wertpapieren des Umlaufvermögen (234 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (8 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnungen (2 TEUR) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Aufwendungen (2 TEUR).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßige Abschreibungen, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden. In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind daher 472 TEUR für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von 2.221,60 Euro (Vj.: 21.448,52 Euro). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.157,07 Euro (Vj.: 3.394,87 Euro).

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand

Dr. Georg Issels, Kaufmann

Hans Peter Neuroth, Kaufmann

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 1.107.448,23 Euro.

Aufsichtsrat

Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bad Honnef (Vorsitzender),

Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender),

Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter, München

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 42.840,00 Euro.

Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:

Herr Dr. Göckeler ist außerdem

Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg,

Mitglied des Aufsichtsrats der Convotis AG, Frankfurt am Main.

Herr Hauschildt ist außerdem

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau,

Vorsitzender des Aufsichtsrats der ProAktiva Vermögensverwaltung AG, Hamburg,

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Frankfurt am Main,

Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln.

Herr Dr. Rüttgers ist außerdem

Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München.

5.2 Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln

Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 105 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 15 TEUR. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor.

RM Rheiner Management AG, Köln

Dieser Anteil wird seit dem Jahr 2016 unter den Beteiligungen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 91.223 von 220.000 Aktien bzw. 41,465 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.643 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 1.022 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor.

Allerthal-Werke AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 253.764 von 1.200.000 Aktien bzw. 21,15 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2016 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von17.369 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 1.689 TEUR.

Horus AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 2.072.761 von 2.660.000 Aktien bzw. 77,92 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 3.136 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 236 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor.

independent capital AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien bzw. 22,47 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 661 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2015 beträgt -25 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor.

Aldea Assekuranzmakler AG, Stuttgart

Der Anteilsbesitz umfasst 367.919 von 1.500.000 Aktien bzw. 24,53 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2015 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 103 TEUR aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2015 beträgt -33 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 liegt noch nicht vor.

5.3 Anteile an Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 % enthalten. Das Anlageziel des Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener Wertzuwächse durch Investition in Aktien, Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen. Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln nationaler Emittenten investiert (Stand Investment Reporting per 30.12.2016). Terminkontrakte, Optionen und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der Anteile liegt zum Bilanzstichtag bei 3.016.200,00 Euro und übersteigt den Buchwert damit um 684.930,00 Euro. Die Ergebnisse des Investmentvermögens werden thesauriert. Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe können sich nach den Fondsreglements bei umfangreichen Rückgaben von Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt werden können.

5.4 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr fünf Mitarbeiter.

5.5 Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

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a) für Abschlussprüfungsleistungen 25.000,00 €
b) für Steuerberatungsleistungen 17.094,76 €
c) für andere Bestätigungsleistungen oder sonstige Leistungen 1.850,00 €
Summe 43.944,76 €

Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, wegen gesetzlicher Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.

5.6 Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd. 73 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet.

5.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem 31.12.2016 nicht ergeben.

5.8 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt gem. § 170 Abs. 2 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2016 vor:

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Verteilung an die Aktionäre: 1.497.000,00 €
Einstellung in Gewinnrücklagen: 735.728,52 €
Gewinnvortrag: 0,00 €
Bilanzgewinn: 2.232.728,52 €

Köln, den 28. Februar 2017

Der Vorstand

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016

Scherzer & Co. AG, Köln

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Anschaffungskosten Zuschreibungen/

Aufgelaufene

Abschreibungen
01.01.2016 Umbuchungen Zugänge Abgänge 31.12.2016 01.01.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.148,36 474,81 673,55 1.146,36
Summe Immaterielle

Vermögensgegenstände
1.148,36 474,81 673,55 1.146,36
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.596,93 6.105,65 10.249,64 53.452,94 39.239,93
Summe Sachanlagen 57.596,93 6.105,65 10.249,64 53.452,94 39.239,93
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66 68.059,66
2. Beteiligungen 2.084.208,30 332.386,10 2.416.594,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.956.721,22 -2.084.208,30 20.228.703,79 8.586.318,49 45.514.898,22 4.303.504,93
Summe Finanzanlagen 36.024.780,88 0,00 20.561.089,89 8.586.318,49 47.999.552,28 4.303.504,93
Anlagevermögen insgesamt 36.083.526,17 0,00 20.567.195,54 8.597.042,94 48.053.678,77 4.343.891,22

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Zuschreibungen/Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte
Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen Änderungen iZm Abgängen Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr 31.12.2016 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -473,81 672,55 1,00
Summe Immaterielle

Vermögensgegenstände
-473,81 672,55 1,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -10.243,64 7.433,65 36.429,94 17.023,00
Summe Sachanlagen 0,00 -10.243,64 7.433,65 0,00 36.429,94 17.023,00
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66
2. Beteiligungen 716.021,86 333.702,86 382.319,00 2.034.275,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens -716.021,86 -633.963,63 472.276,67 329.735,59 3.096.060,52 42.418.837,70
Summe Finanzanlagen 0,00 -633.963,63 472.276,67 663.438,45 3.478.379,52 44.521.172,76
Anlagevermögen insgesamt 0,00 -644.681,08 479.710,32 663.438,45 3.515.482,01 44.538.196,76

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Buchwerte
31.12.2015
--- ---
Euro
--- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00
Summe Immaterielle

Vermögensgegenstände
2,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.357,00
Summe Sachanlagen 18.357,00
III. Finanzanlagen
1. Verbundene Unternehmen 68.059,66
2. Beteiligungen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 31.653.216,29
Summe Finanzanlagen 31.721.275,95
Anlagevermögen insgesamt 31.739.634,95

Bericht des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG

für das Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis 31.12.2016

Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.

Im Geschäftsjahr 2016 haben vier förmliche Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am 04.04.2016, am 31.05.2016, am 30.09.2016 und am 01.12.2016. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem fasste der Aufsichtsrat auch außerhalb von Sitzungen Beschlüsse.

Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der Sitzungen vor allem die Überlegungen und Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments und zur Verlängerung von Bankkrediten beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger Geschäfte Beteiligungserwerbe geprüft und über die Zustimmung entschieden. Darüber hinaus behielt der Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene Personal- und Vertragsangelegenheiten. Dies mündete u. a. darin, dass Herr Dr. Georg Issels in der Aufsichtsratssitzung am 30.09.2016 ab dem 01.01.2017 für drei weitere Jahre zum Mitglied des Vorstands bestellt werden konnte. In der Sitzung am 04.04.2016 befasste sich der Aufsichtsrat zudem mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2015 und dessen Billigung, der Vorbereitung der Hauptversammlung 2016 (einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie der Unternehmensplanung 2016. In den Sitzungen am 30.09.2016 und am 01.12.2016 überprüfte der Aufsichtsrat auch den nach § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG zu erlassenen Katalog zustimmungspflichtiger Maßnahmen und passte diesen an.

Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 31.05.2016 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben vom 13.03.2017 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 31.03.2017 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer Harald Formhals hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 31.03.2017 den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für ihren hohen Einsatz für das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2016.

Köln, den 31.03.2017

Dr. Stephan Göckeler

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Scherzer & Co. AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 14.03.2017

Formhals Revisions- und Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

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Harald Formhals ppa. Stefanie Claire Blome
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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