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Schaeffler AG — Annual Report 2024
Mar 12, 2025
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Schaeffler AG Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
i1 Inhalt
Corporate Governance i2
Chancen- und Risikobericht 37
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate
Risiken 37
Governance Bericht i2
Chancen 41
Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats i13
Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risiko-
Governance Systeme i16
situation der Schaeffler Gruppe 43
Wesentliche Ereignisse i23
Nachhaltigkeitsbericht 44
Allgemeine Angaben 44
Umwelt 59
KONZERNLAGEBERICHT
Soziales 87
Grundlagen des Konzerns 2
Unternehmensführung 109
Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit 2
Weitere Angaben 113
Konzernstrategie und -steuerung 9
Prognosebericht 120
Forschung und Entwicklung 13
Erwartete Entwicklung Konjunktur und Absatzmärkte 120
Wirtschaftsbericht 15
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 15
Ausblick Schaeffler Gruppe 121
Geschäftsentwicklung 2024 17
Ertragslage 19
JAHRESABSCHLUSS 2024
Finanzlage und Finanzmanagement 27
Bilanz 123
Vermögenslage und Kapitalstruktur 32
Gewinn- und Verlustrechnung 124
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schaeffler AG 33
Anhang 125
Weitere Bestandteile des Konzernlageberichts 35
Nachtragsbericht 36
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 141
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 146
- Bestandteil des Konzernlageberichts.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 i2
Corporate Governance
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht
Corporate Governance
Die Schaeffler AG hat seit der Abgabe der letzten Entsprechens- erklärung im Dezember 2023 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundes- anzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungs- kommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 28. April 2022 mit der nachstehend beschriebenen Einschränkung entsprochen und wird den Empfehlungen künftig mit der nachstehend beschriebenen Einschränkung entsprechen:
Der Empfehlung in C.2 des Kodex wird nicht entsprochen. Nach dieser Empfehlung soll für Aufsichtsratsmitglieder eine Alters- grenze festgelegt und in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben werden.
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG wird eine solche Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder nicht festlegen, weil er der Ansicht ist, dass dieses Kriterium nicht aussagekräftig ist, im Hinblick auf die Geeignetheit einer Person als Mitglied des Aufsichtsrats tätig zu sein.
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht inkl. der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG unter:
www.schaeffler.com/de/ir
Herzogenaurach, den 13. Dezember 2024
Für den Aufsichtsrat
Georg F. W. Schaeffler
Aufsichtsratsvorsitzender
Für den Vorstand
Klaus Rosenfeld
Vorsitzender des Vorstands
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Im Dezember 2024 haben Vorstand und Aufsichtsrat die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet:
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Schaeffler AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Schaeffler Gruppe legt großen Wert darauf, wirtschaftlichen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln gegenüber Umwelt, Mensch und Gesellschaft zu verbinden.
Die Schaeffler Gruppe wird durch den Vorstand der Schaeffler AG geführt. Sein Handeln und seine Entscheidungen richtet er am Unternehmensinteresse aus, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen Unternehmen verbundenen Interessengruppen (Stakeholder), mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Die Mitglieder des Vorstands führen die Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und der Geschäftsordnungen. Sie haben dabei die Zustimmungsvorbehalte zu beachten, die in der Geschäftsord- nung des Aufsichtsrats geregelt sind. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die Ziele und die strategische Ausrichtung fest, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab, steuert die Umsetzung der Unternehmensstrategie und erör- tertet regelmäßig mit dem Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung.
Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken ist Teil der Arbeitsweise von Vorstand und Corporate Governance der Schaeffler Gruppe. Der Vorstand der Schaeffler AG trägt die Verantwortung für ein angemessenes und wirksames Risikomanagement-System und Internes Kontroll- system. Die Schaeffler Gruppe verfügt über ein konzernweites Internes Kontroll- und Risikomanagement-System, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Das Risikomanagement-System dient der Identi- fizierung und Beurteilung von Entwicklungen, die erhebliche Nachteile auslösen können, und der Vermeidung von Risiken, die
Die Schaeffler Gruppe wird durch den Vorstand der Schaeffler AG geführt. Sein Handeln und seine Entscheidungen richtet er am Unternehmensinteresse aus, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen Unternehmen verbundenen Interessengruppen (Stakeholder), mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Die Mitglieder des Vorstands führen die Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und der Geschäftsordnungen. Sie haben dabei die Zustimmungsvorbehalte zu beachten, die in der Geschäftsord- nung des Aufsichtsrats geregelt sind. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die Ziele und die strategische Ausrichtung fest, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab, steuert die Umsetzung der Unternehmensstrategie und erör- tertet regelmäßig mit dem Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung.
Mehr zu den Grundsätzen der Unternehmensführung unter: www.schaeffler.com/nachhaltigkeit
Grundsätze der Unternehmensführung
Das unternehmerische Handeln in der Schaeffler Gruppe beruht auf Integrität, Fairness und gegenseitigem Respekt. Führungs- prinzipien sind dabei Transparenz, Vertrauen und Zusammen- arbeit. Transparenz schafft Vertrauen, und Vertrauen ist die Basis für gute Zusammenarbeit. Der Unternehmenskodex ("Code of Conduct") der Schaeffler Gruppe bietet dabei Orientierung. Die Grundsätze des Unternehmenskodex gelten für jeden gleicher- maßen – den Vorstand, die Führungskräfte und alle Mitarbeiter.
Integrität ist ein fundamentaler Bestandteil der Geschäftspraxis der Schaeffler Gruppe. Gemäß dem Unternehmenskodex verpflich- ten sich Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter, die festgelegten Werte und Verhaltensgrundsätze sowie sämtliche geltenden loka- len, nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften einzuhalten, wo auch immer die Schaeffler Gruppe geschäftlich tätig zu sein. Der Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe wurde im Berichtsjahr aktualisiert. Der aktualisierte Unternehmenskodex berücksichtigt die steigenden rechtlichen sowie Geschäftspart- neranforderungen an verantwortungsvolle Unternehmensführung und unternehmerische Sorgfaltspflichten. Neben den etablierten Compliance-Themen liegt der Schwerpunkt des Unternehmens- kodex auf Integrität, einer wertebasierten Compliance sowie auf der Achtung von international anerkannten Menschenrechten.
In ihrer unternehmerischen Tätigkeit ist die Schaeffler Gruppe darauf bedacht, wirtschaftlichen Erfolg, langfristige Orientie- rung sowie ein Bewusstsein für die sozialen und ökologischen Belange der Geschäftstätigkeit miteinander zu verbinden. Die Schaeffler Gruppe ist dem Vorstand den Unternehmenswerten „Nachhaltig“, „Innovativ“, „Exzellent“ und „Leidenschaftlich“ verbunden. Diese Werte bilden eine wichtige Basis für den Erfolg der Schaeffler Gruppe im Interesse und zum Wohle der Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter und Führungskräfte sowie Aktionäre und Familiengesellschafter. Neben der grundsätzlichen Ausrichtung zu nachhaltigem Wirt- schaften wurde bereits im Geschäftsjahr 2022 eine Nachhaltig- keitsstrategie mit zehn Handlungsfeldern entlang der Dimensio- nen Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) verabschiedet. Damit übernimmt die Schaeffler Gruppe ökologische und soziale Verantwortung ent- lang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Nachhaltigkeits- strategie wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
Mehr zu den Governance Systemen ab Seite i16ff.
Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Arbeit des Vorstands, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegen- heiten, die erforderlichen Beschlussmehrheiten sowie die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder. Ausgehend von der Organisationsstruktur der Schaeffler Gruppe gehören dem Vorstand neben dem Vorsitzenden die Vorstände der Sparten und Funktionsbereiche an. Durch die Geschäftsord- nung werden den einzelnen Vorständen bestimmte Geschäfts- führungsbereiche (Ressorts) zugeteilt. Ihre Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung bleibt unberührt. Jeder Vorstand handelt in seinem Ressort eigenverantwortlich – unter Beach- tung der Gesamtverantwortung des Vorstands. Der Vorsitzende des Vorstands hat die Federführung in der Gesamtleitung und in der Geschäftspolitik des Unternehmens. Seit dem 24. Okto- ber 2014 ist Klaus Rosenfeld Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG. In dieser Rolle sorgt er für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit.
Die Schaeffler AG ist durch das deutsche Aktiengesetz ein dua- les Führungssystem vorgegeben, das zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan eine strikte personelle und funktionale Trennung vorsieht.
Mehr zu den Governance Systemen ab Seite i16ff.
Aufsichtsrat und Vorstand
Zusammensetzung und Arbeitsweise von dessen Aus-
schüssen
Zusammensetzung des Vorstands
Nach § 76 Abs. 3a AktG muss mindestens eine Frau und mindes-
eingeschränkte Weise die Möglichkeit geben, die eigenen, die Gruppe betreffenden Informationen und damit das Wissen der anderen Konzernmitglieder zu nutzen; hierbei ist ein angemessener Schutz der internen Informationen zu gewährleisten. Die Schaeffler Gruppe wird durch den Vorstand der Schaeffler AG geführt. Sein Handeln und seine Entscheidungen richtet er am Unternehmensinteresse aus, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen Unternehmen verbundenen Interessengruppen (Stakeholder), mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Die Mitglieder des Vorstands führen die Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und der Geschäftsordnungen. Sie haben dabei die Zustimmungsvorbehalte zu beachten, die in der Geschäftsord- nung des Aufsichtsrats geregelt sind. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die Ziele und die strategische Ausrichtung fest, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab, steuert die Umsetzung der Unternehmensstrategie und erör- tertet regelmäßig mit dem Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung.
Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken ist Teil der Arbeitsweise von Vorstand und Corporate Governance der Schaeffler Gruppe. Der Vorstand der Schaeffler AG trägt die Verantwortung für ein angemessenes und wirksames Risikomanagement-System und Internes Kontroll- system. Die Schaeffler Gruppe verfügt über ein konzernweites Internes Kontroll- und Risikomanagement-System, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Das Risikomanagement-System dient der Identi- fizierung und Beurteilung von Entwicklungen, die erhebliche Nachteile auslösen können, und der Vermeidung von Risiken, die
eingeschränkte Weise die Möglichkeit geben, die eigenen, die Gruppe betreffenden Informationen und damit das Wissen der anderen Konzernmitglieder zu nutzen; hierbei ist ein angemessener Schutz der internen Informationen zu gewährleisten. Die Schaeffler Gruppe wird durch den Vorstand der Schaeffler AG geführt. Sein Handeln und seine Entscheidungen richtet er am Unternehmensinteresse aus, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen Unternehmen verbundenen Interessengruppen (Stakeholder), mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Die Mitglieder des Vorstands führen die Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und der Geschäftsordnungen. Sie haben dabei die Zustimmungsvorbehalte zu beachten, die in der Geschäftsord- nung des Aufsichtsrats geregelt sind. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die Ziele und die strategische Ausrichtung fest, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab, steuert die Umsetzung der Unternehmensstrategie und erör- tertet regelmäßig mit dem Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung.
Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Arbeit des Vorstands, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegen- heiten, die erforderlichen Beschlussmehrheiten sowie die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder. Ausgehend von der Organisationsstruktur der Schaeffler Gruppe gehören dem Vorstand neben dem Vorsitzenden die Vorstände der Sparten und Funktionsbereiche an. Durch die Geschäftsord- nung werden den einzelnen Vorständen bestimmte Geschäfts- führungsbereiche (Ressorts) zugeteilt. Ihre Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung bleibt unberührt. Jeder Vorstand handelt in seinem Ressort eigenverantwortlich – unter Beach- tung der Gesamtverantwortung des Vorstands. Der Vorsitzende des Vorstands hat die Federführung in der Gesamtleitung und in der Geschäftspolitik des Unternehmens. Seit dem 24. Okto- ber 2014 ist Klaus Rosenfeld Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG. In dieser Rolle sorgt er für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit.
Die Schaeffler AG ist durch das deutsche Aktiengesetz ein dua- les Führungssystem vorgegeben, das zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan eine strikte personelle und funktionale Trennung vorsieht.
Corporate Governance Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht
Corporate Governance
Die Schaeffler AG hat seit der Abgabe der letzten Entsprechens- erklärung im Dezember 2023 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundes- anzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungs- kommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 28. April 2022 mit der nachstehend beschriebenen Einschränkung entsprochen und wird den Empfehlungen künftig mit der nachstehend beschriebenen Einschränkung entsprechen:
Der Empfehlung in C.2 des Kodex wird nicht entsprochen. Nach dieser Empfehlung soll für Aufsichtsratsmitglieder eine Alters- grenze festgelegt und in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben werden.
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG wird eine solche Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder nicht festlegen, weil er der Ansicht ist, dass dieses Kriterium nicht aussagekräftig ist, im Hinblick auf die Geeignetheit einer Person als Mitglied des Aufsichtsrats tätig zu sein.
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht inkl. der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG unter:
www.schaeffler.com/de/ir
Herzogenaurach, den 13. Dezember 2024
Für den Aufsichtsrat
Georg F. W. Schaeffler
Aufsichtsratsvorsitzender
Für den Vorstand
Klaus Rosenfeld
Vorsitzender des Vorstands
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Im Dezember 2024 haben Vorstand und Aufsichtsrat die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet:
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Schaeffler AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Schaeffler Gruppe legt großen Wert darauf, wirtschaftlichen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln gegenüber Umwelt, Mensch und Gesellschaft zu verbinden.
Grundsätze der Unternehmensführung
Das unternehmerische Handeln in der Schaeffler Gruppe beruht auf Integrität, Fairness und gegenseitigem Respekt. Führungs- prinzipien sind dabei Transparenz, Vertrauen und Zusammen- arbeit. Transparenz schafft Vertrauen, und Vertrauen ist die Basis für gute Zusammenarbeit. Der Unternehmenskodex ("Code of Conduct") der Schaeffler Gruppe bietet dabei Orientierung. Die Grundsätze des Unternehmenskodex gelten für jeden gleicher- maßen – den Vorstand, die Führungskräfte und alle Mitarbeiter.
Integrität ist ein fundamentaler Bestandteil der Geschäftspraxis der Schaeffler Gruppe. Gemäß dem Unternehmenskodex verpflich- ten sich Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter, die festgelegten Werte und Verhaltensgrundsätze sowie sämtliche geltenden loka- len, nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften einzuhalten, wo auch immer die Schaeffler Gruppe geschäftlich tätig zu sein. Der Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe wurde im Berichtsjahr aktualisiert. Der aktualisierte Unternehmenskodex berücksichtigt die steigenden rechtlichen sowie Geschäftspart- neranforderungen an verantwortungsvolle Unternehmensführung und unternehmerische Sorgfaltspflichten. Neben den etablierten Compliance-Themen liegt der Schwerpunkt des Unternehmens- kodex auf Integrität, einer wertebasierten Compliance sowie auf der Achtung von international anerkannten Menschenrechten.
In ihrer unternehmerischen Tätigkeit ist die Schaeffler Gruppe darauf bedacht, wirtschaftlichen Erfolg, langfristige Orientie- rung sowie ein Bewusstsein für die sozialen und ökologischen Belange der Geschäftstätigkeit miteinander zu verbinden. Die Schaeffler Gruppe ist dem Vorstand den Unternehmenswerten „Nachhaltig“, „Innovativ“, „Exzellent“ und „Leidenschaftlich“ verbunden. Diese Werte bilden eine wichtige Basis für den Erfolg der Schaeffler Gruppe im Interesse und zum Wohle der Kunden und Geschäftspartner, Mitarbeiter und Führungskräfte sowie Aktionäre und Familiengesellschafter. Neben der grundsätzlichen Ausrichtung zu nachhaltigem Wirt- schaften wurde bereits im Geschäftsjahr 2022 eine Nachhaltig- keitsstrategie mit zehn Handlungsfeldern entlang der Dimensio- nen Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) verabschiedet. Damit übernimmt die Schaeffler Gruppe ökologische und soziale Verantwortung ent- lang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Nachhaltigkeits- strategie wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
Corporate Governance Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht
Corporate Governance Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Vorstand trägt gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensführung. Der Vorsitzende des Vorstands koordiniert die Arbeit der Vorstandsmitglieder.
Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen und ihre Mitarbeiter hin (Compliance). Er sorgt insoweit für angemessene, an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen und legt deren Grundzüge offen. Mitarbeitern wird die Möglichkeit zur Einhaltung von Richtlinien gegeben.
Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity). Er strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an und hat gemäß § 76 Abs. 4 AktG Zielgrößen für den Frauenanteil in der Schaeffler AG in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2025 hat der Vorstand in seiner Sitzung am 25. März 2024 eine Zielgröße von 18,5 % Frauenanteil auf der ersten und 30 % auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands beschlossen.
Über die gesetzlichen Anforderungen in Deutschland hinaus strebt die Schaeffler AG als international tätiges Unternehmen an, konzernweit den Frauenanteil in Führungspositionen kontinuierlich zu erhöhen.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 i5
Corporate Governance Bericht
Aufsichtsrat der Schaeffler Gruppe
Die Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, den Vorstand bei der Unternehmensführung zu beraten und zu überwachen. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen hat der Vorstand ihn einzubinden. Hierzu regelt die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat, welche Rechtsgeschäfte und Maßnahmen des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bzw. des Präsidialausschusses bedürfen. Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung aus. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat regelt dessen Organisation und Arbeit.
Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und legt ihre Vergütung fest.
Mehr zur Vergütung des Vorstands im gesonderten Vergütungsbericht und dem geltenden Vergütungssystem für den Vorstand der Schaeffler AG unter: www.schaeffler.com/verguetung
Der Aufsichtsrat tritt mindestens zweimal im Kalenderhalbjahr zu Sitzungen zusammen, in denen er anstehende Themen erörtert und erforderliche Beschlüsse fasst. Im Übrigen hält er Sitzungen ab, sooft und sobald das Interesse der Gesellschaft es erfordert. Aus Gründen der Effektivität werden dabei Beschlüsse teilweise auch schriftlich oder telefonisch gefasst.
Gemeinsam mit dem Vorstand sorgt der Aufsichtsrat für eine langfristige Nachfolgeplanung. Zu diesem Zweck befasst sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit potenziellen Kandidaten und Kandidatinnen für den Vorstand. Bei deren Sichtung berücksichtigt der Aufsichtsrat die vorstehend beschriebenen Diversitätskriterien. Der Vorsitzende des Vorstands wird eingebunden, sofern es nicht um seine eigene Nachfolge geht.
Die gesetzten Ziele wurden 2024 erreicht. Die Altersspanne im Vorstand reicht aktuell von 50 bis 60 Jahren. Der Altersdurchschnitt liegt bei 55 Jahren.
Mehr zu den Mitgliedern des Vorstands und den von ihnen wahrgenommenen Mandaten in Aufsichtsorganen anderer Gesellschaften ab Seite i13ff.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) besteht der paritätisch mitbestimmte Aufsichtsrat der Schaeffler AG aus insgesamt 20 Mitgliedern. Davon werden zehn Mitglieder von der Hauptversammlung bestellt und zehn Mitglieder von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt.
Die Vertreter der Anteilseigner sind für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024 entscheidet, bestellt.
Die Amtszeit der Arbeitnehmervertreter endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2025.
Als paritätisch mitbestimmte, börsennotierte Gesellschaft setzt sich der Aufsichtsrat der Schaeffler AG gemäß § 96 Abs. 2 AktG zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammen. Der Mindestanteil ist vom Aufsichtsrat insgesamt zu erfüllen.
• Widerspricht die Seite der Anteilseigner- oder Arbeitnehmervertreter aufgrund eines mit Mehrheit gefassten Beschlusses vor der Wahl der Gesamterfüllung gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, so ist der Mindestanteil für diese Wahl von der Seite der Anteilseigner und der Seite der Arbeitnehmer getrennt zu erfüllen. Die Arbeitnehmervertreterseite hat am 10. Dezember 2015 einstimmig der Gesamterfüllung widersprochen und diesen Beschluss zuletzt am 31. Oktober 2024 einstimmig bestätigt.
Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.
Dem Aufsichtsrat sollen mindestens fünf Anteilseignervertreter angehören, die unabhängig von der Gesellschaft und deren Vorstand und unabhängig von einem kontrollierenden Aktionär sind (entsprechend der Empfehlung C.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex).
Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind gegenwärtig neun Anteilseignervertreter unabhängig von der Gesellschaft, ihrem Vorstand und den kontrollierenden Aktionären, namentlich Sabine Bendiek, Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Dr. Engelmann, Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Ulrike Hasbargen, Katherina Reiche, Robin Stalker, Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf und Prof. Dr.-Ing. Tong Zhang.
• In Ergänzung zu den vorgenannten Zielen hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 15. Dezember 2017 ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet, das der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen am 17. Dezember 2021, am 7. Oktober 2022 und zuletzt am 13. Dezember 2024 erweitert hat. Danach soll der Aufsichtsrat als Gesamtgremium die folgenden fachlichen Kompetenzen abdecken:
Kenntnisse/Erfahrung in den Automotive und Industrial Sektoren, in denen die Schaeffler Sparten tätig sind, sowie relevanten Produkten
• Dem Aufsichtsrat sollen keine Mitglieder angehören, die Organfunktionen oder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der Schaeffler Gruppe haben.
• Der Aufsichtsrat gehört heute sieben weibliche Mitglieder an.
Mehr Informationen im Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 97f.
Der interne Kontrollsystem besteht aus systematischen, technischen und organisatorischen Regeln zur Steuerung von Unternehmenskontrollen, um sicherzustellen, dass interne Richtlinien eingehalten und Schäden vermieden werden. Entsprechend der internationalen Aufstellung und der breit gefächerten Branchenstruktur des Konzerns achtet der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity). Er strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an und hat gemäß § 76 Abs. 4 AktG Zielgrößen für den Frauenanteil in der Schaeffler AG in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2025 hat der Vorstand in seiner Sitzung am 25. März 2024 eine Zielgröße von 18,5 % Frauenanteil auf der ersten und 30 % auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands und IT. Bei der Bestellung von Vorständen ist auf deren Ausbildung, den beruflichen Werdegang und auf die aktuelle Tätigkeit zu achten. 2024 wurden die gesetzten Ziele erreicht.
Die Schaeffler AG legt Wert auf die Einhaltung der Corporate Governance Grundsätze und Richtlinien. Der Vorstand ist für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien verantwortlich und sorgt für deren Umsetzung im Konzern.
Der Vorstand koordiniert die Arbeit der Vorstandsmitglieder und stellt sicher, dass die Unternehmensziele erreicht werden. Das interne Kontrollsystem unterstützt die Einhaltung von Richtlinien und die Vermeidung von Schäden.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. Er ist in grundlegende Unternehmensentscheidungen eingebunden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats koordiniert die Arbeit des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat achtet auf Vielfalt bei der Besetzung von Führungspositionen und hat Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungsebenen festgelegt.
Der Vorstand legt Wert auf die internationale Erfahrung der Vorstandsmitglieder, um der globalen Ausrichtung des Unternehmens gerecht zu werden.
Die Zusammensetzung des Vorstands soll eine ausgewogene Altersstruktur und unterschiedliche berufliche Erfahrungen widerspiegeln.
Bei der Besetzung von Führungspositionen wird auf Vielfalt und angemessene Vertretung von Frauen geachtet.
Der Aufsichtsrat setzt sich aus Vertretern der Anteilseigner und Arbeitnehmer zusammen, wobei die Anzahl der Mitglieder durch das Mitbestimmungsgesetz geregelt ist.
Es werden Grundsätze zur Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern befolgt.
Der Aufsichtsrat hat ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erstellt, das die erforderlichen fachlichen Qualifikationen definiert.
Die Schaeffler AG strebt eine angemessene Vertretung von Frauen in Führungspositionen an.
Der Aufsichtsrat achtet auf die internationale Erfahrung und die berufliche Vielfalt der Vorstandsmitglieder.
Die Altersstruktur des Vorstands soll ausgewogen sein.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen unterschiedliche berufliche Erfahrungen mitbringen.
Vorstand
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensführung. Der Vorsitzende des Vorstands koordiniert die Arbeit der Vorstandsmitglieder.
Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen und ihre Mitarbeiter hin (Compliance). Er sorgt insoweit für angemessene, an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen und legt deren Grundzüge offen.
Der Vorstand achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity). Er strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an und hat gemäß § 76 Abs. 4 AktG Zielgrößen für den Frauenanteil in der Schaeffler AG in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2025 hat der Vorstand in seiner Sitzung am 25. März 2024 eine Zielgröße von 18,5 % Frauenanteil auf der ersten und 30 % auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands beschlossen.
Über die gesetzlichen Anforderungen in Deutschland hinaus strebt die Schaeffler AG als international tätiges Unternehmen an, konzernweit den Frauenanteil in Führungspositionen kontinuierlich zu erhöhen.
Bei der Bestellung von Vorständen ist auf deren Ausbildung, den beruflichen Werdegang und auf die aktuelle Tätigkeit zu achten. 2024 wurden die gesetzten Ziele erreicht.
Internationalität
Im Vorstand soll ausreichend internationale Erfahrung vorhanden sein, um der Internationalität des Geschäfts der Schaeffler Gruppe gerecht zu werden. Die Mitglieder des Vorstands sollen unterschiedliche Nationalitäten aufweisen. Ziel sollte es sein, dass alle Vorstandsmitglieder über berufliche Erfahrung im Ausland bzw. Erfahrung im internationalen Geschäft verfügen. Langfristig wäre es wünschenswert, wenn dem Vorstand mindestens eine Person mit nicht-deutscher Nationalität angehören würde, idealerweise aus einem für die Schaeffler Gruppe relevanten Markt. Bei der Bestellung von Vorständen ist zwingend auf internationale Erfahrung zu achten.
Auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand sollte die Mehrzahl der Mitarbeiter über Auslandserfahrung und Erfahrung im internationalen Geschäft verfügen. Die bestellten Vorstandsmitglieder verfügen alle über Erfahrung im internationalen Geschäft.
Geschlecht
Im Vorstand muss mindestens eine Frau tätig sein. Langfristig wird angestrebt, den Frauenanteil im Vorstand über die gesetzliche Mindestbeteiligung hinaus zu erhöhen.
Alter
Der Vorstand soll zudem über eine angemessene Altersstruktur verfügen. Neben mehreren jüngeren Vorständen sollen auch Vorstände mit größerer Berufs- und Lebenserfahrung dem Gremium angehören. Für den Vorstand insgesamt wird ein Durchschnittsalter von ca. 55 Jahren angestrebt. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist die Vollendung des 68. Lebensjahres. Bei der Bestellung von Vorständen soll auf eine ausgewogene Altersstruktur geachtet und vermehrt jüngere Führungskräfte gefördert werden. Die gesetzten Ziele wurden 2024 erreicht.
Berufliche Erfahrung
Die Mitglieder des Vorstands sollen unterschiedliche berufliche Erfahrungen mitbringen. Neben einem ausreichenden beruflichen Hintergrund im Bereich Ingenieurwesen und Betriebswirtschaft sollen auch weitere berufliche Erfahrungen vorhanden sein, insbesondere in Bereichen, die für das Zukunftsgeschäft relevant sind, wie bspw. in den Bereichen Mechatronik, Elektrotechnik, Digitalisierung und IT. Bei der Bestellung von Vorständen ist auf deren Ausbildung, den beruflichen Werdegang und auf die aktuelle Tätigkeit zu achten. 2024 wurden die gesetzten Ziele erreicht.# Corporate Governance Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht
Kenntnisse/Erfahrung, die für die geografischen Standorte • des Unternehmens relevant sind
• an, wobei vier Frauen Arbeitnehmervertreter sind und drei mann, Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Ulrike Hasbargen, Katherina des Unternehmens relevant sind Frauen die Seite der Anteilseigner vertreten. Die Arbeitnehmer- Reiche, Robin Stalker, Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf vertreter und die Seite der Anteilseigner haben somit die gesetz- und Prof. Dr.-Ing. Tong Zhang.
Kenntnisse/Erfahrung in Forschung & Entwicklung und Digi-
• talisierung
Nach Empfehlung C.7 des Deutschen Corporate Governance
Erfahrung in der Unternehmensführung und/oder Unter- • Der Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit Empfehlung C.1 des Kodex soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter unab- nehmensüberwachung Deutschen Corporate Governance Kodex nachfolgende konkrete hängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Nach Ein- Grundkenntnisse im Aktien- und Gesellschaftsrecht sowie • schätzung des Aufsichtsrats sind gegenwärtig alle Anteilseigner- im Bereich Compliance vertreter unabhängig von der Gesellschaft und ihrem Vorstand. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats sind in hochrangigen Positio-
Finanzexpertise •
nen bei anderen Gesellschaften tätig oder halten zumindest mittel-
•
nach Einschätzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat bar Anteile an Gesellschaften, mit denen die Schaeffler Gruppe angemessene Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder unterhält. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass keine dieser Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nach- • und eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichts- Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit haltigkeitsfragen rat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Der Kenntnisse/Erfahrung in der Rechnungslegung, Abschluss- • Aufsichtsrat hat folgende Ziele für seine Zusammensetzung Relationships.
Kenntnisse/Erfahrung in der Rechnungslegung, Abschluss-
• prüfung, im Risikomanagement und bezüglich interner Aufsichtsrat benannt: Sofern die Gesellschaft einen kontrollierenden Aktionär hat, Kontrollverfahren
• sollen nach Empfehlung C.9 des Deutschen Corporate Gover-
Der Aufsichtsrat benötigt eine der Bedeutung der Nachhaltig-
nance Kodex im Fall eines Aufsichtsrats mit mehr als sechs Mit-
keitsfragen für das Unternehmen entsprechende Expertise.
gliedern mindestens zwei Anteilseignervertreter unabhängig
Diese Expertise braucht sich nicht in einer Person zu bündeln.
vom kontrollierenden Aktionär sein. Nach Einschätzung des
Relevante Teilaspekte können auch von verschiedenen Auf-
Aufsichtsrats sind gegenwärtig neun Anteilseignervertreter
sichtsratsmitgliedern beigetragen werden. Entscheidend ist,
unabhängig von den kontrollierenden Aktionären, namentlich
dass der Aufsichtsrat fachlich insbesondere auch dazu in der
Sabine Bendiek, Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Dr. Holger
Lage ist, zu überwachen, wie die ökologische und soziale Nach-
Engelmann, Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Ulrike Hasbargen,
haltigkeit bei der strategischen Ausrichtung und der Unterneh-
Katherina Reiche, Robin Stalker, Prof. TU Graz e.h. KR Ing.
mensplanung berücksichtigt wird. Der Prüfungsausschuss sollte
Siegfried Wolf und Prof. Dr.-Ing. Tong Zhang.
darüber hinaus folgende fachliche Kompetenzen abdecken:
Die Besetzung des Aufsichtsrats mit Personen, die einen •
Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss •
internationalen Hintergrund haben, soll im bisherigen
über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und
Umfang beibehalten werden.
mindestens ein weiteres Mitglied des Prüfungsausschusses
über Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung ver-
Die Mitglieder sollen über die zur ordnungsgemäßen Wahr- •
fügen. Der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung soll
nehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähig-
in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung
keiten und fachlichen Erfahrungen verfügen sowie in der
von Rechnungslegungsgrundsätzen und Risiko-
Lage sein, den für die Tätigkeit erforderlichen Zeitaufwand
management- und Interner Kontrollsysteme bestehen und der
aufzubringen.
Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen
Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschluss-
prüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören
auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zumindest •
auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverständig sein.
Im Übrigen ist es ausreichend, wenn mindestens ein Aufsichtsratsmitglied ein Kompetenzfeld abdeckt.
Das Kompetenzprofil geht dabei davon aus, dass jedes Auf-
sichtsratsmitglied über die für eine erfolgreiche Aufsichtsrats-
tätigkeit notwendigen persönlichen Kompetenzen, Integrität,
ausreichend Zeit, Einsatzbereitschaft und Verschwiegenheit
verfügt.
Die Besetzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr entspricht den
vorgenannten Zielen und deckt die vorgenannten Kompetenz-
felder ab. Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung
für die Wahl von Vertretern der Anteilseigner werden die be-
nannten Ziele berücksichtigen und die Ausfüllung der vorgenannten
Kompetenzfelder anstreben.
Der Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils wird im Folgenden
in Form einer Qualifikationsmatrix offengelegt.
Qualifikationsmatrix – Anteilseignervertreter
| Prof. Dr. Dr. Georg F. W. Schaeffler | Sabine Bendiek | Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger | Dr. Holger Engelmann | Prof. Dr. Bernd Gottschalk | Ulrike Hasbargen | Katherina Reiche | Robin Stalker | Prof. TU Graz e.h. Siegfried Wolf | Prof. Dr.-Ing. Tong Zhang | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugehörigkeitsdauer | 24.10.2014 | 24.04.2019 | 01.12.2014 | 01.12.2014 | 01.12.2014 | 23.04.2021 | 20.04.2023 | 01.12.2014 | 24.10.2014 | 01.12.2014 |
| Persönliche Eignung | ||||||||||
| Unabhängigkeit 1) | ||||||||||
| Kein Overboarding 1) | ||||||||||
| Diversität* | ||||||||||
| Geschlecht | m | w | m | m | m | w | w | m | m | m |
| Geburtsjahr | 1964 | 1966 | 1944 | 1965 | 1943 | 1961 | 1973 | 1958 | 1957 | 1960 |
| Staatsangehörigkeit | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch |
| Sektor- und Automotive | ||||||||||
| unternehmens-spezifische | ||||||||||
| Kenntnisse/ Erfahrung* 2) | ||||||||||
| Forschung & Entwicklung und Digitalisierung | ||||||||||
| Unternehmens- Region Europa relevante interne | ||||||||||
| nationale Erfahrung* 2) | ||||||||||
| Region Americas | ||||||||||
| Region Greater China | ||||||||||
| Region Asien/Pazifik | ||||||||||
| Unternehmens- Erfahrung in der Unternehmensführung und/oder | ||||||||||
| führung und Unternehmensüberwachung* 2) | ||||||||||
| Corporate Grundkenntnisse im Aktien- und Gesellschaftsrecht | ||||||||||
| Governance Grundkenntnisse im Bereich Compliance* | ||||||||||
| Finanzexpertise | ||||||||||
| Nachhaltigkeit* | ||||||||||
| Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen | ||||||||||
| Risikokontrolle & Kenntnisse/Erfahrung 2) in der Rechnungslegung, | ||||||||||
| Reporting Abschlussprüfung, im Risikomanagement und bezüglich interner Kontrollverfahren |
1) I.S.d. Deutschen Corporate Governance Kodex.
2) „Kenntnisse/Erfahrung“ bedeutet zumindest „Gute Kenntnisse“ und damit die Fähigkeit, auf Basis bereits vorhandener Qualifikation, der im Rahmen der Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied (z. B. einer langjährigen Tätigkeit im Prüfungsausschuss) erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen oder der von sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Fortbildungsmaßnahmen die einschlägigen Sachverhalte gut nachvollziehen und informierte Entscheidungen treffen zu können.
Kriterium erfüllt, basierend auf einer Selbsteinschätzung durch den Aufsichtsrat
Die mit einem * markierten Zeilen in der Übersicht Qualifikationsmatrix – Anteilseignervertreter enthalten ergänzende Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht bzgl. ESRS 2 GOV-1 21 c, ESRS 2 GOV-1 23 a und ESRS 2 G1 GOV-1 5 b, ab Seite 45f. und Seite 109.
Qualifikationsmatrix – Arbeitnehmervertreter
| Dr. Horst Ott | Thomas Höhn | Hanna Köhler | Susanne Lau | Alexander Putz | Barbara Resch 3) | Jürgen Schenk | Helga Schönhoff | Ulrich Schöpplein | Markus Zirkel | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugehörigkeitsdauer | 25.04.2024 | 08.05.2020 | 09.12.2024 | 08.08.2018 | 01.10.2022 | 19.11.2015 | 08.05.2020 | 08.05.2020 | 26.03.2024 | 08.05.2020 |
| Diversität* | ||||||||||
| Geschlecht | m | m | w | w | m | w | m | w | m | m |
| Geburtsjahr | 1966 | 1979 | 1988 | 1975 | 1976 | 1975 | 1980 | 1963 | 1974 | 1969 |
| Staatsangehörigkeit | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch |
| Sektor- und Automotive | ||||||||||
| unternehmens-spezifische | ||||||||||
| Kenntnisse/ Erfahrung* 2) | ||||||||||
| Forschung & Entwicklung und Digitalisierung | ||||||||||
| Unternehmens- Region Europa relevante interne | ||||||||||
| nationale Erfahrung* 2) | ||||||||||
| Region Americas | ||||||||||
| Region Greater China | ||||||||||
| Region Asien/Pazifik | ||||||||||
| Unternehmens- Erfahrung in der Unternehmensführung und/oder | ||||||||||
| führung und Unternehmensüberwachung* 2) | ||||||||||
| Corporate Grundkenntnisse im Aktien- und Gesellschaftsrecht | ||||||||||
| Governance Grundkenntnisse im Bereich Compliance* | ||||||||||
| Finanzexpertise | ||||||||||
| Nachhaltigkeit* | ||||||||||
| Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen | ||||||||||
| Risikokontrolle & Kenntnisse/Erfahrung 2) in der Rechnungslegung, | ||||||||||
| Reporting Abschlussprüfung, im Risikomanagement und bezüglich interner Kontrollverfahren |
1) I.S.d. Deutschen Corporate Governance Kodex.
2) „Kenntnisse/Erfahrung“ bedeutet zumindest „Gute Kenntnisse“ und damit die Fähigkeit, auf Basis bereits vorhandener Qualifikation, der im Rahmen der Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied (z. B. einer langjährigen Tätigkeit im Prüfungsausschuss) erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen oder der von sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Fortbildungsmaßnahmen die einschlägigen Sachverhalte gut nachvollziehen und informierte Entscheidungen treffen zu können.
3) Mitglied des Aufsichtsrat der Schaeffler AG bis zum 31. Dezember 2024.# Kriterium erfüllt, basierend auf einer Selbsteinschätzung durch den Aufsichtsrat
Die mit einem * markierten Zeilen in der Übersicht Qualifikationsmatrix – Arbeitnehmervertreter enthalten ergänzende Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht bzgl. ESRS 2 GOV-1 21 c, ESRS 2 GOV-1 23 a und ESRS 2 G1 GOV-1 5 b, ab Seite 45f. und Seite 109.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 i9
Corporate Governance Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht
Zusammensetzung und Arbeitsweise von Ausschüssen des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat zudem bereits am 15. Dezember 2017 ein Mitglieder des Aufsichtsrats mit Lebenslauf unter:
Diversitätskonzept nach § 289f Abs. 2 Nr. 6 HGB für den Aufsichtsrat der Schaeffler AG beschlossen. Ausgewählt wurden die Diversitätskriterien Geschlecht, berufliche Erfahrung und Internationalität. Im Zusammenspiel mit den sonstigen Kriterien für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll sichergestellt werden, dass der Aufsichtsrat über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderliche Meinungs- und Kenntnisvielfalt verfügt.
Dem Vermittlungsausschuss gemäß §§ 27 Abs. 3, 31 Abs. 3 MitbestG obliegt es, dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn die notwendige Zweidrittelmehrheit zunächst nicht zustande gekommen ist. Dem Vermittlungsausschuss gehören Herr Georg F. W. Schaeffler (Vorsitzender), Herr Horst Ott (seit 25. April 2024), Herr Ulrich Schöpplein und Herr Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf an. Das bisherige Mitglied Herr Jürgen Wechsler schied zum 25. April 2024 aus.
Dem Präsidialausschuss gehören Herr Georg F. W. Schaeffler (Vorsitzender), Frau Sabine Bendiek, Herr Thomas Höhn (seit 4. Februar 2025), Herr Horst Ott (seit 25. April 2024), Herr Ulrich Schöpplein und Herr Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf an. Die bisherigen Mitglieder Herr Jürgen Wechsler und Frau Barbara Resch schieden zum 25. April 2024 bzw. 31. Dezember 2024 aus. Der Präsidialausschuss berät und unterstützt den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und seine Stellvertreter bei ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat. Er bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats vor. Eine weitere wesentliche Aufgabe des Präsidialausschusses ist die Vorbereitung der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats. Er gibt Empfehlungen für die Neu- bzw. Wiederbestellung sowie für die Abberufung von Vorstandsmitgliedern. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidung des Aufsichtsrats über das System der Vergütung und die Vergütungen der einzelnen Vorstandsmitglieder vor. Ferner beschließt der Präsidialausschuss, vorbehaltlich der in § 107 Abs. 3 Satz 7 AktG genannten Delegationsverbote, anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu bestimmten, in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegten Rechtsgeschäften und Maßnahmen.
Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Robin Stalker (Vorsitzender), Herr Dr. Holger Engelmann, Herr Thomas Höhn, Frau Susanne Lau (seit 25. April 2024), Herr Georg F. W. Schaeffler und Herr Ulrich Schöpplein (seit 13. Dezember 2024) an. Die bisherigen Mitglieder Herr Jürgen Wechsler und Frau Andrea Grimm schieden zum 25. April 2024 bzw. 31. Oktober 2024 aus. Der Prüfungsausschuss ist insbesondere mit der Prüfung der Rechnungslegung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung und der Compliance befasst. Ihm obliegt die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses. Zu diesem Zweck obliegt ihm die Vorprüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts und des Konzernlageberichts, des Vorschlags für die Gewinnverwendung und der Erörterung des Prüfungsberichts mit dem Abschlussprüfer. Außerdem obliegt ihm die Vorprüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung sowie die Vorprüfung des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers.
Der Prüfungsausschuss berät und überwacht den Vorstand anstelle des Aufsichtsrats in Fragen der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems, der Internen Revision, der Abschlussprüfung sowie der Compliance. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und darf weder ein ehemaliges Mitglied des Vorstands noch der Vorsitzende des Aufsichtsrats sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Robin Stalker, erfüllt diese Voraussetzungen. Dem Prüfungsausschuss muss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung und mindestens ein weiteres Mitglied mit Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung angehören. Herr Robin Stalker verfolgt die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung und bringt seine Expertise aktiv in die Arbeit von Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat ein. Herr Dr. Holger Engelmann war im Rahmen seines beruflichen Werdegangs als Finanzvorstand der Webasto AG (heute Webasto SE) tätig und ist seit 2013 Vorstandsvorsitzender der Webasto SE. Außerdem ist er langjähriges Mitglied des Prüfungsausschusses der Schaeffler AG. Aufgrund dieser Tätigkeiten verfügt Herr Dr. Engelmann über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und Risikomanagement- und Interner Kontrollsysteme und damit zusätzlich über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss ist zuständig für den Auftrag zur Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung.
Mitglieder des Aufsichtsrats
Insgesamt verfügt der Aufsichtsrat über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Laut Geschäftsordnung bildet der Aufsichtsrat insgesamt fünf Ausschüsse. für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll sichergestellt werden, dass der Aufsichtsrat über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderliche Meinungs- und Kenntnisvielfalt verfügt.
Geschlecht: Nach § 96 Abs. 2 AktG muss sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammensetzen. Die Arbeitnehmervertreterseite hat am 10. Dezember 2015 einstimmig der Gesamterfüllung der Quote widersprochen und diesen Beschluss zuletzt am 31. Oktober 2024 einstimmig bestätigt. Dem Aufsichtsrat gehören sieben weibliche Mitglieder an, wobei vier Frauen Arbeitnehmervertreter sind und drei Frauen die Seite der Anteilseigner vertreten. Die Seite der Arbeitnehmer und die Seite der Anteilseigner haben somit die gesetzliche Quote erreicht.
Berufliche Erfahrung: Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen unterschiedliche berufliche Erfahrungen mitbringen. Dem Aufsichtsrat sollen Personen angehören, die berufliche Erfahrung in denjenigen Bereichen mitbringen, die für das Geschäft der Schaeffler Gruppe, insbesondere in Bereichen, die für das Zukunftsgeschäft in den Bereichen E-Mobilität und Digitalisierung, wichtig sind. Die berufliche Erfahrung der Kandidaten für den Aufsichtsrat ist bei den Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zu berücksichtigen.
Internationalität: Der Aufsichtsrat soll über eine angemessene Zahl von Mitgliedern mit einem internationalen Hintergrund (Herkunft, Berufsausbildung oder berufliche Tätigkeit) verfügen. Der Aufsichtsrat erachtet es dabei als angemessen, wenn dies bei mindestens vier Aufsichtsratsmitgliedern der Fall ist. Weitere Aufsichtsräte sollten zudem über Erfahrungen im internationalen Geschäft verfügen. Die Internationalität ist bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zu berücksichtigen.
Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern, dazu traten im Geschäftsjahr 2024 nicht auf.
• Kein Aufsichtsratsmitglied nimmt gegenwärtig eine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei einem wesentlichen Wettbewerber wahr oder steht in einer persönlichen Beziehung zu einem wesentlichen Wettbewerber. Kein Aufsichtsratsmitglied ist ein ehemaliges Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG. Mehr zur Vermeidung von Interessenkonflikten siehe Seite i11.
• Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt, weil der Aufsichtsrat der Ansicht ist, dass dieses Kriterium nicht aussagekräftig ist im Hinblick auf die Geeignetheit einer Person, als Mitglied des Aufsichtsrats tätig zu sein. Diese Abweichung vom Deutschen Corporate Governance Kodex wurde in die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG aufgenommen.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wird vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte gewählt. Er koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Entsprechend der Anregung A.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats zu Gesprächen mit Investoren, in enger Abstimmung mit dem Vorstand und fokussiert auf aufsichtsrelevante Themen, bereit.
Dem Vermittlungsausschuss gemäß §§ 27 Abs. 3, 31 Abs. 3 MitbestG obliegt es, dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu machen, wenn die notwendige Zweidrittelmehrheit zunächst nicht zustande gekommen ist. Dem Vermittlungsausschuss gehören Herr Georg F. W. Schaeffler (Vorsitzender), Herr Horst Ott (seit 25. April 2024), Herr Ulrich Schöpplein und Herr Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf an. Das bisherige Mitglied Herr Jürgen Wechsler schied zum 25. April 2024 aus.
Dem Präsidialausschuss gehören Herr Georg F. W. Schaeffler (Vorsitzender), Frau Sabine Bendiek, Herr Thomas Höhn (seit 4. Februar 2025), Herr Horst Ott (seit 25. April 2024), Herr Ulrich Schöpplein und Herr Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf an. Die bisherigen Mitglieder Herr Jürgen Wechsler und Frau Barbara Resch schieden zum 25. April 2024 bzw. 31. Dezember 2024 aus. Der Präsidialausschuss berät und unterstützt den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und seine Stellvertreter bei ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat. Er bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats vor. Eine weitere wesentliche Aufgabe des Präsidialausschusses ist die Vorbereitung der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats. Er gibt Empfehlungen für die Neu- bzw. Wiederbestellung sowie für die Abberufung von Vorstandsmitgliedern. Darüber hinaus bereitet er die Entscheidung des Aufsichtsrats über das System der Vergütung und die Vergütungen der einzelnen Vorstandsmitglieder vor. Ferner beschließt der Präsidialausschuss, vorbehaltlich der in § 107 Abs. 3 Satz 7 AktG genannten Delegationsverbote, anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu bestimmten, in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegten Rechtsgeschäften und Maßnahmen.
Dem Prüfungsausschuss gehören Herr Robin Stalker (Vorsitzender), Herr Dr. Holger Engelmann, Herr Thomas Höhn, Frau Susanne Lau (seit 25. April 2024), Herr Georg F. W. Schaeffler und Herr Ulrich Schöpplein (seit 13. Dezember 2024) an. Die bisherigen Mitglieder Herr Jürgen Wechsler und Frau Andrea Grimm schieden zum 25. April 2024 bzw. 31. Oktober 2024 aus. Der Prüfungsausschuss ist insbesondere mit der Prüfung der Rechnungslegung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung und der Compliance befasst. Ihm obliegt die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses. Zu diesem Zweck obliegt ihm die Vorprüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts und des Konzernlageberichts, des Vorschlags für die Gewinnverwendung und der Erörterung des Prüfungsberichts mit dem Abschlussprüfer. Außerdem obliegt ihm die Vorprüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung sowie die Vorprüfung des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers.
Der Prüfungsausschuss berät und überwacht den Vorstand anstelle des Aufsichtsrats in Fragen der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems, der Internen Revision, der Abschlussprüfung sowie der Compliance. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses muss unabhängig sein und darf weder ein ehemaliges Mitglied des Vorstands noch der Vorsitzende des Aufsichtsrats sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Robin Stalker, erfüllt diese Voraussetzungen. Dem Prüfungsausschuss muss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung und mindestens ein weiteres Mitglied mit Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung angehören. Herr Robin Stalker verfolgt die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung und bringt seine Expertise aktiv in die Arbeit von Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat ein. Herr Dr. Holger Engelmann war im Rahmen seines beruflichen Werdegangs als Finanzvorstand der Webasto AG (heute Webasto SE) tätig und ist seit 2013 Vorstandsvorsitzender der Webasto SE. Außerdem ist er langjähriges Mitglied des Prüfungsausschusses der Schaeffler AG. Aufgrund dieser Tätigkeiten verfügt Herr Dr. Engelmann über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und Risikomanagement- und Interner Kontrollsysteme und damit zusätzlich über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss ist zuständig für den Auftrag zur Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 i10
Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung aus und berichtet dem Ausschuss hierüber. Der Prüfungsausschuss berät regelmäßig mit dem Abschlussprüfer auch ohne den Vorstand. und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungs- grundsätzen und Risikomanagement- und Interner Kontrollsys- teme und damit zusätzlich über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Herr Robin Stalker verfolgt die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsberichterstat- tung und deren Prüfung und bringt seine Expertise aktiv in die Arbeit von Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat ein. Herr Dr. Holger Engelmann war im Rahmen seines beruflichen Werdegangs als Finanzvorstand der Webasto AG (heute Webasto SE) tätig und ist seit 2013 Vorstandsvorsitzender der Webasto SE. Außerdem ist er langjähriges Mitglied des Prüfungsausschusses der Schaeffler AG. Aufgrund dieser Tätigkeiten verfügt Herr Dr. Engelmann über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrund- sätzen und Risikomanagement- und Interner Kontrollsysteme, die er aktiv in die Arbeit von Prüfungsausschuss und Auf- sichtsrat einbringt. Der Prüfungsausschuss ist zuständig für den Auftrag zur Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung. Der Prüfungs- ausschuss berät und überwacht den Vorstand anstelle des Auf- sichtsrat in Fragen der Rechnungslegung, des Rechnungs- legungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsys- tems, des Risikomanagement-Systems, der Internen Revision, der Abschlussprüfung sowie der Compliance.# Corporate Governance Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht
Transparenz
Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Im Rahmen der Selbstbeurteilung werden die Aufsichtsratsmitglieder gebeten, ihre Beurteilungen zu Fragen der Themenbereiche Struktur und Funktion, Sitzungen, Vorbesprechungen, Informationsversorgung, Rolle des Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Ausschussarbeit und Vorstandsthemen abzugeben. Die einzelnen Beurteilungen werden von unabhängiger Stelle konsolidiert und vom Aufsichtsrat bewertet. Zuletzt beschloss der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 27. September 2024 die Durchführung einer Selbstbeurteilung mit dem Ziel, die Ergebnisse in der Sitzung vom 21. Februar 2025 zu erörtern und zu bewerten.
Vermeidung von Interessenkonflikten
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind dazu verpflichtet, etwaige Interessenkonflikte gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich offenzulegen. Die Mitglieder des Vorstands sind dazu verpflichtet, etwaige Interessenkonflikte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorsitzenden des Vorstands offenzulegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Wesentliche Geschäfte zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands oder ihnen nahestehenden Personen bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats bedürfen ebenfalls der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Abweichungen des Geschäftsverlaufs von aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet. Rechtsgeschäfte der
Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im Berichtsjahr sind weder bei den Vorstands- noch bei den Aufsichtsratsmitgliedern Interessenkonflikte aufgetreten. Insbesondere nahmen Mitglieder des Aufsichtsrats an gesamten Sitzungen oder einzelnen
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Dazu stimmt der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategieumsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf wesentliche und nicht nur vorübergehende Abweichungen des Geschäftsverlaufs von aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet.
Der Aufsichtsrat kann im Einzelfall einen Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen im Sinn von § 107 Abs. 3 Satz 4 AktG bilden, der anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Geschäften mit nahestehenden Personen im Sinn der §§ 111a und 111c AktG beschließt. Der Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen besteht aus sechs Mitgliedern, die jeweils zur Hälfte auf Vorschlag der Anteilseignervertreter und auf Vorschlag der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gewählt werden.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hält regelmäßigen Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden und informiert diesen über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Führung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind.
Hauptversammlung
Die Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung aus. Die ordentliche Hauptversammlung, die jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres stattfinden muss, entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Verwendung des Bilanzgewinns, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die Entlastung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder, die Wahl des Abschlussprüfers und Änderungen der Satzung der Gesellschaft.
Nachdem die Aktionäre der Schaeffler AG auf der außerordentlichen Hauptversammlung sowie der gesonderten Vollversammlung der Vorzugsaktionäre am 2. Februar 2024 die Umwandlung der nicht-stimmberechtigten Vorzugsaktien der Schaeffler AG im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien beschlossen haben, halten alle Aktionäre seit dem 1. Oktober 2024 stimmberechtigte Stammaktien.
Jede Aktie der Schaeffler AG gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehrfach- oder Vorzugsstimmrechten oder ein Höchststimmrecht existieren nicht.
Der Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat Kandidaten vor, die als Wahlvorschläge für die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignet sind. Dem Nominierungsausschuss gehören Herr Georg F. W. Schaeffler (Vorsitzender), Herr Dr. Holger Engelmann, Herr Prof. Dr. Bernd Gottschalk und Frau Katherina Reiche an.
Der Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss legt dem Aufsichtsrat eine begründete Empfehlung für die Wahl des Abschlussprüfers vor, die in Fällen der Ausschreibung des Prüfungsmandats mindestens zwei Kandidaten umfasst. Der Prüfungsausschuss befasst sich mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Außerdem überwacht der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und ist insoweit auch für die Genehmigung der Beauftragung von sog. Nichtprüfungsleistungen zuständig. Daneben überwacht er auch die Qualifikation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die Rotation der Mitglieder des Prüfungsteams und beurteilt die Qualität der Abschlussprüfung sowie der Leistungen des Abschlussprüfers einschließlich der von ihm erbrachten zusätzlichen Leistungen.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Robin Stalker, verfügt als ehemaliger Wirtschaftsprüfer sowie aufgrund seiner regelmäßigen früheren langjährigen Tätigkeit als Finanzvorstand einer international tätigen börsennotierten Gesellschaft (adidas AG) und aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in Prüfungsausschüssen börsennotierter Unternehmen (Schaeffler AG und Commerzbank AG) über besondere Kenntnisse und langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Abschlussprüfung. Zugleich verfügt er aufgrund der genannten Tätigkeiten über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und Risikomanagement- und Interner Kontrollsysteme bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zumindest auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverständig sein.
Der Prüfungsausschuss diskutiert mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses tauscht sich regelmäßig mit dem
Der Technologieausschuss
Dem Technologieausschuss gehören die Herren Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger (Vorsitzender), Horst Ott (seit 25. April 2024), Georg F. W. Schaeffler, Jürgen Schenk, Ulrich Schöpplein, Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf, Prof. Dr.-Ing. Tong Zhang und Markus Zirkel an. Das bisherige Mitglied Herr Jürgen Wechsler schied zum 25. April 2024 aus. Der Technologieausschuss dient dem regelmäßigen Informationsaustausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand über technologische Entwicklungen, die für die Schaeffler Gruppe relevant sind, und der gemeinsamen Beratung über Technologie-Projekte.
Sachverständigenanforderungen
Der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung soll in daten vor, die als Wahlvorschläge für die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignet sind. Dem Nominierungsausschuss gehören Herr Georg F. W. Schaeffler (Vorsitzender), Herr Dr. Holger Engelmann, Herr Prof. Dr. Bernd Gottschalk und Frau Katherina Reiche an.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Robin Stalker, verfügt als ehemaliger Wirtschaftsprüfer sowie aufgrund seiner regelmäßigen früheren langjährigen Tätigkeit als Finanzvorstand einer international tätigen börsennotierten Gesellschaft (adidas AG) und aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in Prüfungsausschüssen börsennotierter Unternehmen (Schaeffler AG und Commerzbank AG) über besondere Kenntnisse und langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Abschlussprüfung. Zugleich verfügt er aufgrund der genannten Tätigkeiten über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und Risikomanagement- und Interner Kontrollsysteme bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zumindest auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverständig sein.
Der Prüfungsausschuss legt dem Aufsichtsrat eine begründete Empfehlung für die Wahl des Abschlussprüfers vor, die in Fällen der Ausschreibung des Prüfungsmandats mindestens zwei Kandidaten umfasst. Der Prüfungsausschuss befasst sich mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Außerdem überwacht der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und ist insoweit auch für die Genehmigung der Beauftragung von sog. Nichtprüfungsleistungen zuständig. Daneben überwacht er auch die Qualifikation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die Rotation der Mitglieder des Prüfungsteams und beurteilt die Qualität der Abschlussprüfung sowie der Leistungen des Abschlussprüfers einschließlich der von ihm erbrachten zusätzlichen Leistungen.
Nichtfinanzielle Berichterstattung
Der Konzernabschluss wird nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, nichtfinanzielle Konzernerklärung erweitert (bisher gesondert veröffentlicht) und legt damit erforderliche nichtfinanzielle Informationen sowohl für die Schaeffler Gruppe als auch für die Schaeffler AG für das Geschäftsjahr 2024 offen.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Corporate Governance
Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands
- Klaus Rosenfeld
- Vorsitzender des Vorstands
- Bestellung: 24. Oktober 2014
- Ablauf des Mandats: 30. Juni 2029
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Continental AG, Hannover; Mitglied des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024)
- Matthias Zink
- Vorstand Powertrain & Chassis
- Bestellung: 1. Januar 2017
- Ablauf des Mandats: 31. Dezember 2029
- Weitere Mandate: Vorsitzender des Beirats der Schaeffler ByWire Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024); Aufsichtsrat der Technologie GmbH & Co. KG, Herzogenaurach; Aufsichtsrat der Schaeffler Holding (China) Co., Ltd., Shanghai, China; Mitglied des Beirats der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach
- Jens Schüler
- Vorstand Vehicle Lifetime Solutions
- Bestellung: 1. Januar 2022
- Ablauf des Mandats: 31. Dezember 2029
- Weitere Mandate: Mitglied des Gesellschafterausschusses der Schaeffler (China) Co., Ltd., Taicang, China
- Andreas Schick
- Vorstand Produktion, Supply Chain Management & Einkauf
- Bestellung: 1. April 2018
- Ablauf des Mandats: 31. März 2026
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der SupplyOn AG, Hallbergmoos; Mitglied des Beirats der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach; Mitglied des Board of Directors der Schaeffler India Ltd., Pune, Indien
- Claus Bauer
- Vorstand Finanzen & IT
- Bestellung: 1. September 2021
- Ablauf des Mandats: 31. August 2025
- Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach
- Dr. Stefan Spindler
- Vorstand Bearings & Industrial Solutions
- Bestellung: 1. Mai 2015
- Ablauf des Mandats: 30. April 2024
- Im Geschäftsjahr 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden
- Dr. Astrid Fontaine
- Vorständin Personal und Arbeitsdirektorin
- Bestellung: 1. Januar 2024
- Ablauf des Mandats: 31. Dezember 2026
- Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der Schaeffler Consulting GmbH, Herzogenaurach
- Uwe Wagner
- Vorstand F&E
- Bestellung: 1. Oktober 2019
- Ablauf des Mandats: 30. September 2027
- Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der Compact Dynamics GmbH, Starnberg; Mitglied des Beirats der Schaeffler ByWire Technologie GmbH & Co. KG, Herzogenaurach; Mitglied des Beirats der Xtronic GmbH, Böblingen
- Sascha Zaps
- Vorstand Bearings & Industrial Solutions
- Bestellung: 1. Mai 2024
- Ablauf des Mandats: 30. April 2027
- Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der Schaeffler Consulting GmbH, Herzogenaurach (bis 30. September 2024)
- Thomas Stierle
- Vorstand E-Mobility
- Bestellung: 1. Oktober 2024
- Ablauf des Mandats: 30. September 2027
- Weitere Mandate: Mitglied des Gesellschafterausschusses der Caruso GmbH, Mannheim; Mitglied des Gesellschafterausschusses der TecAlliance GmbH, Ismaning; Vorsitzender des Beirats der Im Geschäftsjahr 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden Partslife GmbH, Neu-Isenburg; Mitglied des Board of Directors der Schaeffler India Ltd., Pune, Indien
-
Jürgen Wechsler* (bis 25. April 2024)
- Ehemaliger Bezirksleiter der IG Metall Bayern
- Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG
- Bestellung: 2. Dezember 2014
-
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.
Mehr zu den Funktionen und Sparten ab Seite 2ff.
Mitglieder des Aufsichtsrats
- Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger
- Vorsitzender des Aufsichtsrats
- Bestellung: 1. Dezember 2014
- Weitere Mandate: Aufsichtsratsvorsitzender der ARRI AG, München (bis 15. November 2024); Mitglied des Aufsichtsrats der Bauerfeind AG, Zeulenroda-Triebes; Mitglied des Aufsichtsrats der Bilz AG, Leonberg; Mitglied des Beirats der Friedhelm Loh Stiftung GmbH & Co. KG, Haiger (bis 30. April 2024); Mitglied des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024)
- Georg F. W. Schaeffler
- Gesellschafter der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG
- Bestellung: 24. Oktober 2014
- Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der ATESTEO Management GmbH, Herzogenaurach; Mitglied des Aufsichtsrats der Continental AG, Hannover; Mitglied des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024)
- Dr. Holger Engelmann
- Vorsitzender des Vorstands der Webasto SE
- Bestellung: 1. Dezember 2014
- Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG
- Prof. Dr. Bernd Gottschalk
- Geschäftsführender Gesellschafter der AutoValue GmbH
- Bestellung: 1. Dezember 2014
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG, München (seit 15. Mai 2024); Mitglied des Board of Directors der AEye, Inc., Dublin, USA; Mitglied des Aufsichtsrats der BENTELER International AG, Salzburg, Österreich; Mitglied des Aufsichtsrats der OPmobility SE, Levallois-Perret, Frankreich
- Sabine Bendiek
- Senior Advisor
- Bestellung: 24. April 2019
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Suse S.A., Luxemburg (seit 1. Februar 2024); Mitglied des Beirats der Vistra Ltd., Singapur (seit 1. Februar 2024); Mitglied des Beirats der Sunlight Group Energy Storage Systems Industrial and Commercial Single Member Société Anonyme, Athen, Griechenland (seit 1. Juli 2024)
- Katherina Reiche
- Vorsitzende des Vorstands der Westenergie AG
- Bestellung: 20. April 2023
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der DEW21 GmbH, Dortmund; Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der NEW AG, Mönchengladbach; Mitglied des Aufsichtsrats der Schmitz Cargobull AG, Horstmar; Mitglied des Aufsichtsrats der RheinEnergie AG, Köln; Mitglied des Board of Directors VGP NV, Antwerpen, Belgien
- Robin Stalker
- Chartered Accountant
- Bestellung: 1. Dezember 2014
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Hugo Boss AG, Metzingen; Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG
- Prof. TU Graz e.h. KR Ing.
- Ulrike Hasbargen
- Steuerberaterin/Wirtschaftsprüferin
- Bestellung: 23. April 2021
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Ernst & Young GmbH, Stuttgart (bis 1. Februar 2024); Mitglied des Aufsichtsrats der EY Verwaltungs-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart (seit 1. Februar 2024); Mitglied des Aufsichtsrats der EY Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart (seit 15. Juli 2024)
- Thomas Höhn*
-
- Bevollmächtigter IG Metall Schweinfurt
- Bestellung: 8. Mai 2020
-
- Horst Ott* (seit 25. April 2024)
- Bezirksleiter der IG Metall Bayern
- Bestellung: 8. Mai 2020
- Prof. Dr. Bernd Gottschalk
- Geschäftsführender Gesellschafter der AutoValue GmbH
- Bestellung: 1. Dezember 2014
- Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG, München (seit 15. Mai 2024); Mitglied des Board of Directors der AEye, Inc., Dublin, USA; Mitglied des Aufsichtsrats der BENTELER International AG, Salzburg, Österreich; Mitglied des Aufsichtsrats der OPmobility SE, Levallois-Perret, Frankreich
- Hanna Köhler* (seit 9. Dezember 2024)
- Betriebsratsvorsitz Schaeffler Technologies AG & Co. KG
- Bestellung: 9. Dezember 2024
- Susanne Lau*
- Industriekauffrau
- Vorsitzende des Betriebsrats Hamburg
- Bestellung: 8. August 2018
- Dr. Alexander Putz*
- Leiter Werk Herzogenaurach
- Bestellung: 1. Oktober 2022
-
Jürgen Wechsler* (bis 25. April 2024)
- Ehemaliger Bezirksleiter der IG Metall Bayern
- Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG
- Bestellung: 2. Dezember 2014
-
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Anteilseigner und Dritte werden v. a. durch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie durch unterjährige Finanzinformationen unterrichtet. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich. Darüber hinaus werden im Konzernabschluss Beziehungen zu Aktionären erläutert, die im Sinne der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften als nahestehende Personen qualifiziert sind.
Mit dem Abschlussprüfer der Schaeffler AG ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Ferner ist vereinbart, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die bei der Durchführung der Abschlussprüfung zu seiner Kenntnis gelangen. Vereinbarungsgemäß hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Prüfungsausschuss überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.
Die Schaeffler AG erstellt den Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Die Schaeffler AG hat ihren Konzernlagebericht erstmalig im Berichtsjahr um eine zusammengefasste ergänzenden Anforderungen des HGB vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie dem Aufsichtsrat geprüft. Unterjährige Finanzinformationen erörtert der Vorstand vor der Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat oder dem Prüfungsausschuss.
Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung auf die Hauptversammlung werden die Aktionäre bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Hauptversammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, werden auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.
Die Eröffnung der Hauptversammlung sowie die Rede des Vorsitzenden des Vorstands können live im Internet unter der Rubrik Investor Relations auf der Website der Gesellschaft verfolgt werden. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet die Gesellschaft allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen.
Jeder Aktionär, der sich fristgerecht anmeldet und seine Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweist, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt.# Siegfried Wolf Unternehmer
Andrea Grimm (bis 31. Oktober 2024)
Maja Reusch (seit 8. Januar 2025)
Bestellung: 24. Oktober 2014
Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende
Herzogenaurach
1. Bevollmächtigte der IG Metall – Geschäftsstelle Offenburg
Weitere Mandate:
* Mitglied des Aufsichtsrats der Miba AG, Laakirchen, Österreich;
* Mitglied des Aufsichtsrats der Mitterbauer Beteiligungs-AG, Laakirchen, Österreich;
* Mitglied des Aufsichtsrats der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart;
* Aufsichtsratsvorsitzender der Steyr Automotive GmbH, Steyr, Österreich;
* Aufsichtsratsvorsitzender der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024)
Weitere Mandate:
* Mitglied des Aufsichtsrats der Grohe AG, Hemer
* Mitglied des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Dettingen (bis 31. Dezember 2024);
* Mitglied des Aufsichtsrats der Rheinmetall AG, Düsseldorf
Barbara Resch
Jürgen Schenk
Bezirksleiterin IG Metall Baden-Württemberg
Betriebsratsvorsitzender Schweinfurt
Bestellung: 19. November 2015
Weitere Mandate:
* Mitglied des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Dettingen (bis 31. Dezember 2024);
* Mitglied des Aufsichtsrats der Rheinmetall AG, Düsseldorf
Helga Schönhoff*
Direktor vom Institut für Brennstofffahrzeugtechnik an der
Tongji Universität in Shanghai, China
Mitglied des Betriebsrats Schaeffler Automotive Bühl GmbH &
Co. KG
Bestellung: 1. Dezember 2014
Bestellung: 8. Mai 2020
Weitere Mandate:
* Unabhängiges Verwaltungsratsmitglied der Zhejiang Tieliu Clutch Co., Ltd., Hangzhou, China
Ulrich Schöpplein
Markus Zirkel
Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Standort Schweinfurt
Betriebsratsvorsitzender Hirschaid
Konzernbetriebsratsvorsitzender Schaeffler AG
Bestellung: 8. Mai 2020
Stellvertretender Vorsitzender Europabetriebsrat Schaeffler
Weitere Mandate:
* Mitglied des Aufsichtsrats der VR-Bank Bamberg Forchheim eG, Bamberg
Bestellung: 26. März 2024
- Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 i16
Corporate Governance
Governance Systeme
Die Governance Systeme bei der Schaeffler Gruppe beinhalten das Risikomanagement-System, das Interne Kontrollsystem sowie das Compliance Management System als integralen Bestandteil dieser Strukturen. Ergänzt werden die Governance Systeme durch die Interne Revision.
Risikomanagement-System
Das Risikomanagement-System der Schaeffler Gruppe ist Teil der zweiten Linie der Governance Struktur. Es basiert auf dem managementorientierten Enterprise-Risk-Management(ERM)-Ansatz, der sich an dem weltweit anerkannten Rahmenkonzept des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) orientiert. Das Zusammenwirken orientiert sich am international anerkannten Drei-Linien-Modell.
Das Risikomanagement-System der Schaeffler Gruppe hat zum Ziel, Risiken und Chancen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und entsprechend der Risikostrategie zu steuern. Die Risikostrategie der Schaeffler Gruppe sieht vor, kalkulierte Geschäftsrisiken mit Bedacht einzugehen, um die Unternehmensstrategie umzusetzen und die damit verbundenen Chancen zu realisieren. Einzelrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sowie Compliance-Verstöße sind zwingend zu vermeiden.
Die Schaeffler Gruppe definiert Risiken als potenzielle künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Planabweichung führen können. Die Risiken werden in ihrer Auswirkung auf das EBIT (Ertragslage), den Free Cash Flow (Finanzlage) bzw. das Eigenkapital (Vermögenslage) betrachtet. Chancen hingegen sind als künftige Entwicklungen oder Ereignisse definiert, die den Geschäftserfolg positiver als geplant beeinflussen können.
Insbesondere bestands- und entwicklungsgefährdende Risiken sollen frühzeitig erkannt werden, um diesen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen. Bestandsgefährdende Risiken sind in der Schaeffler Gruppe als Einzel- oder aggregierte Risiken definiert, die zur Zahlungsunfähigkeit führen können. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, das das Unternehmen ohne Gefährdung des eigenen Fortbestands im Zeitablauf tragen kann.
Ganzheitlicher Ansatz des Governance, Risk & Compliance Committee (GRCC)
Für die Überwachung und Steuerung von übergeordneten Governance-, Risk- und Compliance-Managementanforderungen und die Implementierung von dazu geeigneten Maßnahmen ist das Governance, Risk & Compliance Committee (GRCC) zuständig. Es unterstützt somit den Vorstand bei der Umsetzung seiner Sorgfaltspflichten. Den Vorsitz des GRCC teilen sich der Vorstandsvorsitzende und der Vorstand für Finanzen & IT. Beide vertreten das Committee sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat.
- Erste Linie: Die operativen Geschäftseinheiten sind dafür verantwortlich, die erforderlichen Maßnahmen zum Erreichen der Unternehmensziele zu treffen und die Risiken innerhalb der zugewiesenen Verantwortung angemessen zu steuern. Einzelrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind zwingend zu vermeiden. Alle relevanten Risiken müssen erfasst und mit geeigneten Maßnahmen gesteuert werden. Hierzu dienen auch die Kontrollen innerhalb der Geschäftsprozesse, um die Effektivität der Maßnahmen zur Risikoreduzierung zu überprüfen.
- Zweite Linie: Auf der zweiten Linie sind das Risikomanagement-System, Interne Kontrollsystem und Compliance Management System angesiedelt. Die verantwortlichen Bereiche unterstützen und überwachen die erste Linie in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung.
- Dritte Linie: Die Interne Revision prüft und berät unabhängig und objektiv in allen Fragen im Hinblick auf das Erreichen der Unternehmensziele.
Die Tochtergesellschaften der erloschenen Vitesco Technologies Group AG sind seit dem Zeitpunkt der Verschmelzung in die Governance Systeme einbezogen.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 i17
Corporate Governance
Governance Systeme
Die Verantwortung für das Risikomanagement-System trägt der Vorstand der Schaeffler AG. Er hat den Bereich Risikomanagement & Internes Kontrollsystem mit der laufenden Überprüfung und Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems beauftragt. Im Berichtsjahr wurde eine überarbeitete Risikomanagement-Richtlinie verabschiedet, welche u. a. die Einbeziehung von Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Umwelt, Sozialem und Governance (ESG) in das Risikomanagement-System und die zugehörigen Prozesse regelt.
Mehr zum Risikomanagement der Nachhaltigkeitsberichterstattung Ausgestaltung Risikomanagement-System auf Seite 48.
Die Risikoerhebung erfolgt halbjährlich, wesentliche Risiken werden im Risikomanagement-System laufend ergänzt und aktualisiert. Der maßgebliche Betrachtungszeitraum für die Risikoidentifikation liegt bei fünf Jahren und geht über den Prognosezeitraum hinaus. Die Auswirkungen auf den Prognosezeitraum werden ebenfalls betrachtet. Insbesondere bei strategischen und ESG-bezogenen Risiken wird anstelle der fünf Jahre ein längerfristiger Betrachtungszeitraum von zehn Jahren herangezogen.
In einem ersten Schritt des Risikoerhebungsprozesses werden in einem Bottom-up-Ansatz Risiken auf Ebene der Tochterunternehmen sowie in ausgewählten Risikokategorien auf Ebene der Sparten und Funktionen identifiziert und analysiert. Nach Abschluss der Bottom-up-Erhebung bewerten zentral zuständige Risikoverantwortliche der Sparten und Konzernfunktionen diese Risiken aus einer Top-down-Perspektive. Sie berücksichtigen dabei auch die Wechselwirkungen von Risiken innerhalb der gesamten Schaeffler Gruppe und können zusätzliche Risiken aufnehmen. Die identifizierten Risiken sind aktiv zu steuern, um die angestrebte Risikominderung zu erreichen. Risiken werden dort gesteuert, wo sie entstehen.
Im Risikomanagement werden alle Risiken mit einem potenziellen Schadensausmaß über 10 Mio. EUR brutto in die Risikoerhebung einbezogen. Der Schwellenwert wurde im Zuge der Integration der Vitesco Technologies Group AG, bedingt durch die gewachsene Konzerngröße, um 5 Mio. EUR erhöht. Risiken werden nach monetärer Auswirkung (Schadensausmaß) und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, wobei vier Kategorien pro Dimension unterschieden werden. Die Kombination aus Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit definiert die Risikoklasse mit ihrer Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das Schadensausmaß zur Bestimmung der Risikoklasse wurde ebenfalls im Zuge des Zusammenschlusses mit der Vitesco Technologies Group AG erhöht. Bei der Risikobewertung wird zwischen Brutto- und Nettobewertung unterschieden, wobei bereits ergriffene Maßnahmen das Bruttorisiko mindern können. Das Nettorisiko stellt dann die Schadenshöhe und Ein-
Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss
Wirtschaftsprüfer
Vorstand
Interne Revision
Governance, Risk & Compliance Committee
(inkl. Risk Sub-Committee)
identifikation & Analyse & Dokumentation Bewertung
Risikomanagement Sparten Funktionen
management
Die Auswahl der einbezogenen Tochterunternehmen basiert auf einem definierten Prozess, der Umsatz, EBIT und geschäftsspezifische Risikofaktoren berücksichtigt. Dieser Auswahlprozess stellt sicher, dass alle unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten relevanten Gesellschaften der Schaeffler Gruppe in das Risikomanagement einbezogen werden. Im Berichtsjahr wurden 74 von 210 Gesellschaften der Schaeffler Gruppe einbezogen, die 96 % der Umsatzerlöse abdecken.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
i18 Corporate Governance
Governance Systeme
Risikomatrix
Die übrigen Tochterunternehmen unterliegen einem verkürzten Risikoerhebungsprozess, der die im Berichtszeitpunkt bereits eingeleiteten schadensmindernden Maßnahmen sicherstellt. Die Einstufung der Nettorisiken in die jeweilige Risikoklasse erfolgt anhand der nachstehenden Risikomatrix:
Bei der Risikoidentifikation kommt der konzernweit gültige Katalog an Risikokategorien zum Einsatz. Unter diesen werden alle strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken entlang der Wertschöpfungskette erfasst. Dies gilt auch für ESG-bezogene Risiken, die vollständig in diesen Katalog integriert sind und deren Risikoerhebung in Anlehnung an die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erfolgt.
Der Prüfungsausschuss befasst sich im Rahmen seiner Überwachungsfunktion mit der Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems. Die Interne Revision prüft regelmäßig die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems.
Schadensbewertung
Auf Basis der validierten Risikoposition findet eine halbjährliche Berichterstattung an den Vorstand statt. Diese umfasst alle Nettorisiken mit einer mittleren und hohen Schadenswirkung sowie eine aggregierte Aufstellung der erfassten Chancen. Außerhalb der regelmäßigen Berichtstermine wird der Vorstand über wesentliche Veränderungen der Risikolage nach einem definierten Prozess zeitnah informiert. Die Berichterstattung an den Prüfungsausschuss erfolgt jährlich.
Die Interne Revision bezieht gemeldete Risiken in ihren risikobasierten Prüfungsansatz mit ein und unterstützt bei der Überwachung der Umsetzung der Steuerungsmaßnahmen.
Mehr zu den Chancen und Risiken im Chancen- und Risikobericht ab Seite 37ff.
Risikomatrix
| Region Europa | Region Americas | Region Greater China | Region Asien/Pazifik | |
|---|---|---|---|---|
| Eintrittswahrscheinlichkeit in % | ||||
| < 25 % | unwahrscheinlich | |||
| 25 % – < 50 % | möglich | |||
| 50 % – 75 % | wahrscheinlich | |||
| > 75 % | sehr wahrscheinlich |
Schadensbewertung
| Schadensausmaß in EUR | |
|---|---|
| < 25 Mio. | sehr gering |
| >= 25 Mio. – < 50 Mio. | gering |
| >= 50 Mio. – <= 75 Mio. | mittel |
| > 75 Mio. | hoch |
Risikoklassen
| Eintrittswahrscheinlichkeit in % | ||||
| unwahrscheinlich | möglich | wahrscheinlich | sehr wahrscheinlich | |
| Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | ||||
| sehr gering | sehr gering | sehr gering | gering | mittel |
| gering | sehr gering | gering | mittel | hoch |
| mittel | gering | mittel | hoch | hoch |
| hoch | mittel | hoch | hoch | hoch |
1) Die interne und externe Berichterstattung umfasst hohe und mittlere Risiken.
Die Chancen werden im Rahmen des Strategie-Dialogs mit dem Vorstand diskutiert und darauf basierend Strategien abgeleitet. Dabei werden die relevanten Wachstumsoptionen priorisiert, konkrete Ziele abgeleitet sowie Maßnahmen und Ressourcen zur Zielerreichung für die zukünftige Ausrichtung der Schaeffler Gruppe festgelegt.
Das Risk Sub-Committee validiert quartalsweise die Risikoposition der Schaeffler Gruppe und nimmt damit eine zentrale Position bei der Vorbereitung der externen und internen Berichterstattung ein. Es wird vom Vorstand Finanzen & IT geleitet, besteht aus Vertretern der Sparten sowie Funktionen und stellt ein Sub-Committee zum Governance, Risk & Compliance Committee (GRCC) dar.
Die Schaeffler Gruppe bestimmt die Gesamtrisikoposition mittels einer Monte-Carlo-Simulation, basierend auf den erhobenen Nettorisiken. Hieraus ergibt sich eine quantitative Risikoposition als Abweichung zum geplanten EBIT und zu den geplanten Cash Flows. Die Schaeffler Gruppe nutzt im Sinne einer Worst-Case Betrachtung das 95-Prozent Quantil dieser Risikoverteilung, um die Planabweichung von EBIT und Cash Flows zu bestimmen.
Relevante Wechselwirkungen zwischen den Risiken werden qualitativ ermittelt und dargestellt.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 i19 Corporate Governance
Governance Systeme
Internes Kontrollsystem
Ebenso wie das Risikomanagement-System ist auch das Interne Kontrollsystem Teil der zweiten Linie der Governance Struktur.
Merkmale des unternehmensweiten Kontrollsystems
Diese liegt mit 95%iger Wahrscheinlichkeit unter der ermittelten Planabweichung. Dieser ermittelte Wert der aggregierten Risiken dient als Vergleichswert gegenüber der Risikotragfähigkeit.
Das Interne Kontrollsystem (IKS) der Schaeffler Gruppe hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit der Berichterstattung, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der operativen Prozesse sowie die Einhaltung von rechtlichen Anforderungen und internen Vorgaben sicherzustellen. Diese Ziele, sowie die weiteren Bestandteile des Internen Kontrollsystems der Schaeffler Gruppe, orientieren sich am Committee of Sponsoring Organizations of Treadway Commission (COSO) I Rahmenwerk für Interne Kontrollsysteme von 2013.
Um die drei dargestellten Ziele zu erreichen, wurde im Berichtsjahr das unternehmensweite Interne Kontrollsystem formell neu definiert, das seit Wirksamkeit der Verschmelzung zum 1. Oktober 2024 auch die bisherigen Tochtergesellschaften der erloschenen Vitesco Technologies Group AG mit einbezieht.
Das unternehmensweite Interne Kontrollsystem besteht nunmehr aus den vier folgenden interdependenten Teilsystemen:
- Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem
- Kontrollen der Kontrollen des Compliance- Berichterstattung
- Kontrollen des operativen Betriebs
- IT-Kontrollen
Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem
Nach § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB gelten für die Schaeffler AG zusätzliche Berichterstattungserfordernisse hinsichtlich des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) dient der Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und der damit verbundenen Finanzberichterstattung. Die Finanzberichterstattung umfasst in diesem Kontext den Konzern- und Jahresabschluss der Schaeffler AG nebst zusammengefasstem Lagebericht.
Das rechnungslegungsbezogene IKS hat zum Ziel, dass die Finanzberichterstattung frei von wesentlichen Fehlern ist bzw. dass solche Fehler vor Erstellung verhindert, aufgedeckt und beseitigt werden. Dabei orientiert sich das rechnungslegungsbezogene IKS der Schaeffler Gruppe am konzeptionellen Rahmen des COSO I Rahmenwerk für Interne Kontrollsysteme von 2013.
Die Einrichtung, Aufrechterhaltung und Dokumentation eines ganzheitlichen Internen Kontrollsystems stellen gemäß § 91 Abs. 3 AktG einen wesentlichen Teil der Sorgfaltspflicht des Vorstands der Schaeffler AG dar. Der Vorstand der Schaeffler AG hat die Ausgestaltung des unternehmensweiten Internen Kontrollsystems maßgeblich vorangetrieben und sich über den Fortschritt regelmäßig berichten lassen.
Neben dem Vorstand ist auch der Aufsichtsrat gemäß § 107 Abs. 3 S. 2 AktG verpflichtet, die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems zu überwachen. Innerhalb des Aufsichtsrats der Schaeffler AG nimmt der Prüfungsausschuss diese Überwachungsfunktion wahr und lässt sich regelmäßig über den aktuellen Stand berichten.
Die Interne Revision führt regelmäßig Prüfungen zur Angemessenheit und Wirksamkeit der beschriebenen IKS-Teilsysteme durch.
Mehr zu den internen Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung ab Seite 48.
Im Berichtsjahr wurde das operative Interne Kontrollsystem weiterentwickelt, sodass die in der Risiko-Kontroll-Matrix dokumentierten Kontrollen nunmehr in einem strukturierten Prozess regelmäßig und objektiv getestet werden und Kontrollschwächen je nach ihrem Schweregrad adressiert sowie zeitnah und nachhaltig behoben werden.
Die Compliance-Kontrollen der Schaeffler Gruppe sind Bestandteil der jeweiligen Compliance Management Systeme.
Kontrollen der Kontrollen des Compliance- Berichterstattung
| operativen Betriebs | Compliance |
|---|---|
| Kontrollen | Kontrollen |
| • Kontrollen der | • Geschäftsintegrität |
| Finanzbericht- | • Menschenrechte |
| erstattung | • Informations- & |
| • Kontrollen der | Prozess-Modell der |
| Nachhaltigkeits- | Schaeffler Gruppe |
| berichterstattung | • Steuern |
| • Technische | • Exportkontrolle |
| Compliance | • Nachhaltigkeits- |
| • Ausrichtung an das | berichterstattung |
| COSO I Rahmenwerk | • Risikobewertung |
| für Interne | & -steuerung |
| Kontrollsysteme | • Anhang |
| (2013) | • Gesetzliche & |
| regulatorische | |
| Pflichten |
Die allgemeinen IT-Kontrollen, als Teil der IT-Kontrollen, umfassen technische und organisatorische Maßnahmen, die sicherstellen, dass IT-Systeme und -Prozesse, insbesondere solche mit höherem Risikopotenzial, ordnungsgemäß betrieben und angemessen abgesichert werden. Darüber hinaus existieren IT-Anwendungskontrollen, die der Einhaltung von Vorgaben und dem ordnungsgemäßen Ablauf von Geschäftsprozessen dienen.
IT-Kontrollen
- Allgemeine IT-Kontrollen
- IT-Anwendungskontrollen
Zur Unterstützung des Vorstands im Hinblick auf das rechnungslegungsbezogene IKS wurde der Bereich Risikomanagement & Internes Kontrollsystem mit der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der Methodik und Dokumentation beauftragt. Der Bereich Risikomanagement & Internes Kontrollsystem wird in den Regionen der Schaeffler Gruppe durch regionale Verantwortliche unterstützt, lokale Verantwortliche koordinieren die Aktivitäten in den Gesellschaften.
Die Kontrollen der Berichterstattung haben eine korrekte, vollständige und zuverlässige Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Ziel. Während das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem bereits fest in den Arbeitsabläufen auf allen Ebenen der Schaeffler Gruppe verankert ist, wird das Interne Kontrollsystem über die Nachhaltigkeitsberichterstattung in einem mehrjährigen, projektbasierten Ansatz sukzessive formalisiert.
Konzeptionelle, prozessuale und terminliche Vorgaben sowie Analysen und Plausibilitätsbeurteilungen auf Konzern- und Gesellschaftsebene sollen sicherstellen, dass der Konzern- und Jahresabschluss der Schaeffler AG gesetzeskonform und mit hoher Qualität innerhalb der festgelegten Fristen erstellt, aufgestellt und offengelegt wird.
Die Kontrollen des operativen Betriebs richten sich an den Geschäftsprozessen.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
i20 Corporate Governance
Compliance Management System
Ebenso wie das Risikomanagement-System und das Interne Kontrollsystem ist auch das Compliance Management System Teil der zweiten Linie. Die Aufgaben und Verantwortungen bei der Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sind anhand eines detaillierten Ablauf- und Terminplans zu seiner Erstellung klar definiert und zugeordnet.
Im anschließenden Kontrolltesting wird die Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollen risikoorientiert durch die berichtende Einheit selbst, die Interne Revision, den Bereich Risikomanagement & Internes Kontrollsystem oder im Rahmen der Konzernabschlussprüfung überprüft. Im Falle von Kontrollschwächen ist die Definition von Maßnahmen zu deren Beseitigung erforderlich. Kontrollschwächen werden hinsichtlich ihres Schweregrads evaluiert.
Die Inhalte und Ergebnisse des IKS-Prozesses werden regelmäßig an das Management in den Konzerngesellschaften, die Regionen, den Vorstand sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet. Mit den regionalen und lokalen IKS-Verantwortlichen, den Kontrolltestern sowie dem funktionalen Management finden Feedback-Meetings statt.
Die Angemessenheit und Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS wird durch die Interne Revision geprüft. Diese Prüfungen erfolgen im Rahmen des risikobasierten jährlichen Prüfungsplans. Letztmalig fand eine gesamthafte Prüfung hinsichtlich Angemessenheit und Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS im dritten Quartal 2024 statt.
Ungeachtet der Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems bestehen inhärente Restriktionen bezüglich der Wirksamkeit von Internen Kontrollsystemen. Kein Kontrollsystem – unabhängig von dessen Beurteilung als wirksam – ist geeignet, sämtliche unzutreffenden Darstellungen zu verhindern oder aufzudecken.
Der Bereich Compliance & Unternehmenssicherheit ist verantwortlich für die unabhängige Untersuchung mutmaßlicher Verstöße gegen den Unternehmenskodex und betreibt ein globales Hinweisgebersystem. Er analysiert Ursachen für Fehlverhalten, entwickelt Gegenmaßnahmen und überwacht deren Implementierung.
Im Berichtsjahr wurde die Business Integrity Compliance Richtlinie insbesondere hinsichtlich neuer regulatorischer Anforderungen aktualisiert und um weitere Themen wie den Einsatz künstlicher Intelligenz ergänzt. IT-gestützte Workflows für Geschäftspartner-Due-Diligence und Wettbewerberkontakte sind Teil des Compliance-Programmes. Grundlagen- und vertiefende Online-Schulungen zu Korruption und Kartellrecht sowie Integritätsworkshops stärken das Bewusstsein für diese Themen. Ein Auffrischungskurs zur Grundlagenschulung ist jährlich von allen Mitarbeitern mit Zugang zum Learning Management- System der Schaeffler Gruppe zu absolvieren.
Das Steuer-Compliance-Management System (Tax CMS) überwacht steuerliche Pflichten. Nachdem bereits im Jahr 2020 die Angemessenheit und Implementierung des Tax CMS der Schaeffler AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt wurde, erfolgte im Berichtsjahr die Bestätigung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Tax CMS für das Jahr 2023 bezüglich der vorgenannten Gesellschaften gemäß IDW PS 980.
Das Technische Compliance-Management-System (tCMS) zur Einhaltung produktbezogener technischer Verpflichtungen folgt den Grundelementen für Compliance Management Systeme. Das tCMS wurde im Geschäftsjahr noch einmal weiterentwickelt, um die Anforderungen zur Angemessenheit nach IDW PS 980 zu erfüllen. Ein weiterer Fokus lag auf dem Beginn der Vereinheitlichung des tCMS nach Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG.
Das Menschenrechts-Compliance-Management-System der Schaeffler Gruppe fokussiert auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, z. B. des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, und der von der Schaeffler Gruppe eingegangenen Selbstverpflichtung im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte. Risikoanalysen für den eigenen Geschäftsbereich und die Wertschöpfungsketten der Schaeffler Gruppe stellen die Grundlage für die Entwicklung und Implementierung von präventiven Maßnahmen dar.
Dazu sind folgende wesentliche Geschäftsprozessen der Schaeffler Gruppe aus, welche im Gover- und berichtet ihre Ergebnisse ebenfalls an Vorstand und Prüfungs- Maßnahmen implementiert: nance Framework und Management Handbuch definiert sind. Im ausschuss. Eine Konzernbilanzierungsrichtlinie regelt die konzernein- • heitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Quartalsweise herausgegebene Abschluss-Richtlinien • In der Dokumentationsphase werden die lokalen Kontrollbe- informieren die Tochterunternehmen der Schaeffler AG über schreibungen auf Basis der globalen Schlüsselkontrollen weiter- alle relevanten Themen bezüglich der Inhalte sowie der Pro- entwickelt. Parallel dazu werden die definierten Prozesse und zesse und Fristen der Abschlusserstellung. Kontrollen ausgeübt und dokumentiert. Der Bereich Risikomanage- ment & Internes Kontrollsystem unterstützt die lokalen Verant- • wortlichen und führt Qualitätssicherungsmaßnahmen durch. Integrität ist ein fundamentaler Bestandteil der Geschäftspraxis der Schaeffler Gruppe. Gemäß dem im Berichtsjahr aktualisier- • ten Unternehmenskodex verpflichten sich die Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter, die festgelegten Werte und Verhaltens- grundsätze sowie sämtliche lokalen, nationalen und internatio- nalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Gleiches erwartet die Schaeffler Gruppe gemäß dem Geschäftspartnerkodex, der zum 1. Oktober 2024 den Lieferantenkodex abgelöst hat, von ihren Geschäftspartnern. Themenspezifische Compliance Management Systeme unterstützen die Unternehmensleitung und alle Mitarbeiter hierbei. Sie orientieren sich vorrangig an den sieben Kernelementen des IDW PS 980: Compliance-Kultur, -Ziele, -Programm, -Organisation, Gefährdungsanalyse, Kommu- nikation sowie Überwachung und Verbesserung.
Die Verantwortung für einheitliche und an Industrie- und Prüfungsstandards ausgerichtete Compliance Management Systeme liegt beim Group Chief Compliance Officer, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden und an den Vorsitzenden des Aufsichts- rats berichtet sowie im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses steht. Die Schaeffler Gruppe fördert durch ein zielgruppenspezifisches Schulungsprogramm das Compliance-Verständnis ihrer Mitarbeiter und Führungskräfte und sensibilisiert zu Compliance-Risiken im Geschäftsalltag. Webbasierte Trainings und Präsenzschulungen vermitteln Kenntnisse über den Unternehmenskodex und rele- vante Konzernrichtlinien.
Ein Austausch erfolgt zwischen den operativen Einheiten • und den unterschiedlichen Prozessbeteiligten zu Themen der Rechnungslegung, Abschlusserstellung und deren Qualitätssicherung. Um diese Maßnahmen abzusichern, führt der Bereich Risiko- management & Internes Kontrollsystem einen jährlichen IKS- Themenspezifische Compliance Prozess durch, der aus Scoping, Überprüfung der globalen Schlüsselkontrollen, Dokumentation, Testing und Bericht- erstattung besteht und in einem entsprechenden Handbuch dokumentiert ist. Durch gezielte Schulungen zu Themen wie der Dokumentation oder dem Testen von Kontrollen werden die betroffenen Mitarbeiter regelmäßig qualifiziert.
Durch das Scoping wird im Rahmen einer Risikobeurteilung sicher- gestellt, dass die wesentlichen Risiken der relevanten Prozesse durch angemessene Kontrollen abgedeckt sind. Grundsätzlich werden dabei die originären Rechnungslegungs-Prozesse sowie die funktionalen Prozesse wie Vertrieb, Einkauf, Vorräte sowie HR, sofern diese Rückwirkung auf die Finanzberichterstattung haben, betrachtet. Neben der Risikobeurteilung auf Prozessebene werden auf quantitativer und qualitativer Basis die Gesell- schaften bestimmt, die den vollen Umfang der identifizierten Schlüsselkontrollen implementieren und dokumentieren. Darüber hinaus gelten für alle Gesellschaften als Mindestkontrollanfor- derungen die Funktionstrennung und das 4-Augen-Prinzip.
Anschließend erfolgt eine Überprüfung der globalen Schlüssel- kontrollen mit den globalen Prozessverantwortlichen, um die Aktualität dieser Kontrollen sicherzustellen.
Die Schaeffler Gruppe implementiert zur Stärkung der Infor- mations- und Cybersicherheit präventive, detektive und korrek- tive Maßnahmen zur Sicherung geistigen Eigentums, von Unter- nehmensinformationen und sensibler Daten, ausgerichtet an ISO/IEC27001 und anderen relevanten Standards. Die Maßnahmen zum Schutz von personenbezogenen Daten inkl. Datenschutz gemäß ISO 27701 dar, um die Rechte der Betroffenen zu schützen. Fragestellungen zielen darauf ab, dass die Geschäftsprozesse mit den rechtlichen Datenschutzvorgaben übereinstimmen. Ein Security-by-Design- Ansatz zur Vermeidung von Sicherheitslücken wird fortlaufend in die Gestaltung von Systemen und Prozessen integriert.
i21 Corporate Governance
Schwerpunkte des Compliance-Managements
| CEO/ Leiter Compliance Management Systems (IDW PS 980) 2) | CFO/ Leiter Compliance & Geschäfts- sicherheit (IDW PS 980) 2) | CEO/ Leiter Corporate Compliance | Leiter Controlling |
|---|---|---|---|
| Unterneh- mens- Compliance & Integritäts- Compliance | Steuer- Compliance & Customs Compliance | Export- Compliance | Technische Compliance |
| Menschen- rechts- Compliance & Informations- & Cybersicherheits- Compliance | Tax & Informations- & Cybersicherheits- Compliance (ISO 27001) 2) | Risikomanagement & Internes Kontrollsystem | Technische Compliance |
1) inkl. Datenschutz
2) ausgerichtet an Prüfungs-/Industriestandards
Das Compliance Management der Schaeffler Gruppe fokussiert sich auf folgende Themen:
- Grundlagen- und vertiefende Online-Schulungen zu Korruption und Kartellrecht sowie Integritätsworkshops stärken das Bewusstsein für diese Themen. Ein Auffrischungskurs zur Grundlagenschulung ist jährlich von allen Mitarbeitern mit Zugang zum Learning Management-System der Schaeffler Gruppe zu absolvieren.
- Business Integrity Compliance Richtlinie wurde im Berichtsjahr insbesondere hinsichtlich neuer regulatorischer Anforderungen aktualisiert und um weitere Themen wie den Einsatz künstlicher Intelligenz ergänzt. IT-gestützte Workflows für Geschäftspartner-Due-Diligence und Wettbewerberkontakte sind Teil des Compliance-Programmes.
- Steuer-Compliance-Management System (Tax CMS) überwacht steuerliche Pflichten. Die Angemessenheit und Implementierung des Tax CMS der Schaeffler AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften wurde im Jahr 2020 bestätigt. Im Berichtsjahr erfolgte die Bestätigung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Tax CMS für das Jahr 2023 bezüglich der vorgenannten Gesellschaften gemäß IDW PS 980.
- Technische Compliance-Management-System (tCMS) zur Einhaltung produktbezogener technischer Verpflichtungen folgt den Grundelementen für Compliance Management Systeme. Das tCMS wurde im Geschäftsjahr 2022 weiterentwickelt, um die Anforderungen zur Angemessenheit nach IDW PS 980 zu erfüllen. Ein weiterer Fokus lag auf dem Beginn der Vereinheitlichung des tCMS nach Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG.
- Menschenrechts-Compliance-Management-System fokussiert auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, z. B. des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, und der von der Schaeffler Gruppe eingegangenen Selbstverpflichtung im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte. Risikoanalysen für den eigenen Geschäftsbereich und die Wertschöpfungsketten der Schaeffler Gruppe stellen die Grundlage für die Entwicklung und Implementierung von präventiven Maßnahmen dar.
- Informations- und Cybersicherheits-Compliance: Die Schaeffler Gruppe implementiert präventive, detektive und korrektive Maßnahmen zur Sicherung geistigen Eigentums, von Unternehmensinformationen und sensibler Daten, ausgerichtet an ISO/IEC27001 und anderen relevanten Standards. Maßnahmen zum Schutz von personenbezogenen Daten inkl. Datenschutz gemäß ISO 27701 schützen die Rechte der Betroffenen. Fragestellungen zielen darauf ab, dass die Geschäftsprozesse mit den rechtlichen Datenschutzvorgaben übereinstimmen. Ein Security-by-Design-Ansatz zur Vermeidung von Sicherheitslücken wird fortlaufend in die Gestaltung von Systemen und Prozessen integriert.
| Rechts- Compliance | CEO/ Leiter | CFO/ Leiter | CEO/ Leiter |
|---|---|---|---|
| Risikomanagement & Internes Kontrollsystem | Risikomanagement & Internes Kontrollsystem | Risikomanagement & Internes Kontrollsystem | Risikomanagement & Internes Kontrollsystem |
| Compliance & Geschäfts- sicherheit | Compliance & Geschäfts- sicherheit | Compliance & Geschäfts- sicherheit | Compliance & Geschäfts- sicherheit |
| Unterneh- mens- Compliance | Unterneh- mens- Compliance | Unterneh- mens- Compliance | Unterneh- mens- Compliance |
| Technische Compliance | Technische Compliance | Technische Compliance | Technische Compliance |
i22 Corporate Governance
Compliance-Management-System
Die Implementierung des Business-Integritäts-Compliance-Management-Systems der Schaeffler Gruppe steuert und überwacht Aktivitäten zur Vermeidung und Früherkennung von Rechtsverstößen in den Bereichen Korruption, Geldwäsche, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie Wirtschaftskriminalität. Die Maßnahmen basieren auf einer jährlichen gruppenweiten Gefährdungsanalyse, die die aktuelle Risikolage und die Effektivität bestehender Vorkehrungen bewertet. Länderspezifische Risiken werden in einem jährlich aktualisierten Compliance-Länderrisikobericht zusammengefasst.
Das Exportkontroll-Compliance-Management-System sorgt dafür, dass externe oder interne Geschäftsaktivitäten keine Wirtschaftsembargos, Sanktionsbestimmungen oder Vorgaben zu Ein- und Ausfuhrkontrollen verletzen. Es umfasst die elektronische Verarbeitung und Überprüfung von Transaktionen sowie von Geschäftspartnern. Ergänzt wird das System durch Vorgaben, verpflichtende gruppenweite und spezifische Schulungen und Überwachungsmaßnahmen. Der Prozess zur Berücksichtigung des Datenschutzes wurde bereits in der Entwicklungsphase von Systemen und Anwendungen abgeschlossen. Schutzmaßnahmen werden in Abhängigkeit des jeweiligen Schutzbedarfs in den Geschäftsprozess integriert und nachverfolgt.
Interne Revision
Die Interne Revision, als dritte Linie, erbringt unabhängige Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen zur Sicherstellung der Effektivität des Risikomanagement-Systems, Compliance Management Systems, der Kontroll-, Führungs- und Überwachungsprozesse wie auch der Geschäftsprozesse. Die Interne Revision berichtet an den Vorsitzenden des Vorstands und regelmäßig an den Prüfungsausschussvorsitzenden. Die Aufgaben der Internen Revision umfassen insbesondere die Prüfung und Bewertung des Internen Kontrollsystems, der Führungs- und Überwachungsprozesse, des Finanz- und Rechnungswesens, des Risiko- und Compliance Management Systems und der Maßnahmen zur Verhinderung und Aufdeckung doloser Handlungen. Des Weiteren werden Schutzmaßnahmen für Vermögenswerte sowie die Umsetzung und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und interner Regelungen (Ordnungsmäßigkeit) geprüft und beurteilt.
Stellungnahme zur Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems
Der Vorstand hat zur Sicherstellung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems und des Internen Kontrollsystems interne Überwachungsmaßnahmen implementiert. Dazu gehören insbesondere prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen und Kontrollen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der internen Überwachungsmaßnahmen ergeben sich keine Erkenntnisse, dass das implementierte Risikomanagement-System sowie das Interne Kontrollsystem nicht angemessen oder unwirksam sind.
2 Gemäß Deutscher Corporate Governance Kodex; Abschnitt ungeprüft.
i23 Wesentliche Ereignisse
Unternehmenszusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG
Die Schaeffler AG und die Vitesco Technologies Group AG haben am 13. März 2024 mit Zustimmung der jeweiligen Aufsichtsräte einen Verschmelzungsvertrag geschlossen, der die Bedingungen der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG rechtsverbindlich festlegte. Am 25. April 2024 hat die ordentliche Hauptversammlung der Schaeffler AG der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG zugestimmt. Die ordentliche Hauptversammlung der Vitesco Technologies Group AG hatte bereits am 24. April 2024 dem Verschmelzungsvertrag zugestimmt. Das Wirksamwerden der Verschmelzung stand unter der Bedingung der Eintragung der Verschmelzung in die Handelsregister beider Gesellschaften. Mit Eintritt der Bedingung am 1. Oktober 2024 wurde die Vitesco Technologies Group AG mit der Schaeffler AG als übernehmenden Rechtsträger verschmolzen. Die Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG (im Folgenden auch als „Vitesco“ bezeichnet) werden seit dem 1. Oktober 2024 vollständig in den Konzernabschluss der Schaeffler AG einbezogen. Entsprechend dem im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnis erhielten Aktionäre der Vitesco Technologies Group AG je Vitesco-Aktie 11,4 neu ausgegebene stimmberechtigte Stammaktien der Schaeffler AG. Somit erhielten Aktionäre der Vitesco Technologies Group AG für 5 Stammaktien der Vitesco Technologies Group AG 57 Stammaktien der Schaeffler AG. Zudem wurden die nicht-stimmberechtigten Vorzugsaktien der Schaeffler AG im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt. Nach der erfolgreichen Verschmelzung und Vereinheitlichung der Aktiengattungen sind die stimmberechtigten Stammaktien der Schaeffler AG seit dem 2. Oktober 2024 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und werden dort mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) gehandelt. Durch den Vollzug der Transaktion mit der Vitesco Technologies Group AG erhöht sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Schaeffler AG von 666.000.000 auf 944.884.641 Stück. Mit der Verschmelzung beginnt die Umsetzung der Integration, die seit Beginn des Jahres 2024 vorbereitet worden ist. Die Schaeffler AG hat den am 9. Oktober 2023 angekündigten Verschmelzungsvertrag planmäßig in weniger als einem Jahr umgesetzt und zu Beginn des vierten Quartals 2024 erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Unternehmenszusammenschluss hat die Schaeffler Gruppe ihr Geschäfts- und Technologieportfolio signifikant erweitert. Das gilt insbesondere für Portfolioerweiterungen in den Bereichen Elektronik, Sensorik und Steuerungen. Mit Abschluss der Verschmelzung wird ab dem 1. Oktober 2024 schrittweise eine organisatorische Neuausrichtung wirksam. Ab dem 1. Januar 2025 berichtet die Schaeffler Gruppe nach den Sparten E-Mobility, Powertrain & Chassis, Vehicle Lifetime Solutions und Bearings & Industrial Solutions, die jeweils produktorientiert nach Unternehmensbereichen gesteuert werden, und der Sparte Others. In der Sparte Others werden Geschäftsaktivitäten gebündelt, die keiner der anderen Sparten zugeordnet werden können. Daneben unterteilt die Schaeffler Gruppe weiterhin ihr Geschäft in vier Regionen – Europa, Americas, Greater China und Asien/Pazifik.
Die Gesamttransaktion gliederte sich in drei Schritte. Im Rahmen des ersten Schrittes erfolgte am 5. Januar 2024 der Vollzug des öffentlichen Erwerbsangebots für alle angedienten Aktien der Vitesco Technologies Group AG und die Zahlung der Angebotsgegenleistung in Höhe von 94 EUR je Aktie. Die Höhe der Angebotsgegenleistung für sämtliche erworbenen Aktien (insgesamt rd. 12 Millionen Aktien) belief sich auf rd. 1,1 Mrd. EUR. Mit Vollzug des öffentlichen Erwerbsangebots und Zahlung der Angebotsleistung erlangte die Schaeffler Gruppe maßgeblichen Einfluss und bezog bis zur Verschmelzung die Vitesco Technologies Group AG als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Schaeffler Gruppe mit ein. Zudem hatte die Schaeffler AG am 22. Januar 2024 mit der BofA Securities Europe S.A. den Erwerb eines Aktienpakets von 3,6 Millionen Aktien, entsprechend rd. 9 % des Grundkapitals der Vitesco Technologies Group AG, vereinbart. Dadurch erhöhte sich der Anteil der Schaeffler AG an der Vitesco Technologies Group AG bis zur Verschmelzung auf rd. 38,9 %.
Im Rahmen des zweiten Schrittes wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung sowie der gesonderten Vollversammlung der Vorzugsaktionäre am 2. Februar 2024 die Umwandlung der nicht-stimmberechtigten Vorzugsaktien der Schaeffler AG im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien beschlossen. Die Wirksamkeit der Änderung der Aktiengattung war auf die Durchführung der Verschmelzung im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses bedingt.
Im Geschäftsjahr 2024 wird die at-Equity Beteiligung an der Vitesco Technologies Group AG (rd. 38,9 %) für die ersten neun Monate 2024 sowie die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG für das vierte Quartal 2024 in der Sparte Others abgebildet.
Mehr zu den Sparten sowie der Berichtsstruktur siehe „Geschäftstätigkeit“ ab Seite 4ff.
i24 Wesentliche Ereignisse
Strukturelle Maßnahmen
Der Vorstand der Schaeffler AG hat am 5. November 2024 strukturelle Maßnahmen mit regionalem Fokus auf Deutschland und Europa angekündigt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schaeffler Gruppe langfristig zu steigern. Das Unternehmen reagiert damit auf das herausfordernde Marktumfeld, die zunehmende globale Wettbewerbsintensität und die fortschreitende Transformation v. a. in der Automobilzulieferindustrie. Der Vorstand und die Arbeitnehmervertreter stehen in einem konstruktiven Dialog mit dem Ziel, die strukturellen Maßnahmen mit Hilfe eines Mix von unterschiedlichen Instrumenten zu realisieren. Maßnahmen, die im Zusammenhang mit bereits angekündigten Programmen der Vitesco Technologies Group AG und der Schaeffler AG vereinbart wurden, werden weiterhin planmäßig umgesetzt.
Finanzierungstransaktionen
Am 27. März 2024 hat die Schaeffler AG eine Änderungsvereinbarung zu ihrem bestehenden syndizierten Konzernkreditvertrag mit einer Gruppe internationaler Banken abgeschlossen. Die Änderungsvereinbarung umfasst insbesondere eine Erhöhung der revolvierenden Betriebsmittellinie von 2,0 Mrd. EUR auf 3,0 Mrd. EUR sowie eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei einjährigen Verlängerungsoptionen. Die Änderungen wurden zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Am 28.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
i25
Wesentliche Ereignisse
Im März 2024 hat die Schaeffler AG unter ihrem Anleihe-Emissionsprogramm (Debt Issuance Program) eine weitere Anleihe mit einem Volumen von 850 Mio. EUR, einem Kupon von 4,500 % und Fälligkeit im März 2030 begeben. Mit einem Teil der Emissionserlöse hat die Schaeffler AG die Ziehung unter der Brückenfinanzierung am 4. April 2024 in Höhe von 370 Mio. EUR zurückgeführt. Die Brückenfinanzierung war damit vollständig abgelöst und abgeschlossen.
Unter ihrem Anleihe-Emissionsprogramm (Debt Issuance Program) hat die Schaeffler AG am 15. Januar 2024 Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Mrd. EUR platziert. Die Transaktion setzte sich aus zwei Tranchen (500 Mio. EUR mit einem Kupon von 4,500 %, fällig im August 2026, und 600 Mio. EUR mit einem Kupon von 4,750 %, fällig im August 2029) zusammen. Der Emissionserlös wurde verwendet, um die Ziehung über rd. 1,1 Mrd. EUR unter der bestehenden Brückenfinanzierung für den Erwerb von Anteilen an der Vitesco Technologies Group AG am 19. Januar 2024 vollständig vorzeitig zurückzuführen. Zeitgleich wurde der bestehende Verfügungsrahmen unter einer der Fazilitäten von insgesamt 2,2 Mrd. EUR auf 387 Mio. EUR reduziert.
Am 15. Januar 2024 hat die Schaeffler AG das im Dezember 2023 unterzeichnete Förderdarlehen mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) über eine Laufzeit von sechs Jahren in Höhe von 420 Mio. EUR vollständig in Anspruch genommen. Mit dem Förderdarlehen soll vorrangig die Forschung und Entwicklung für Technologien in den Bereichen erneuerbare Energien, Elektromobilität und Wasserstoff unterstützt werden.
Am 4. März 2024 hat die Schaeffler AG letztmalig 370 Mio. EUR unter der Brückenfinanzierung in Anspruch genommen. Der danach verbleibende Verfügungsrahmen in Höhe von 17 Mio. EUR wurde zeitgleich gekündigt.
Zwei nicht in Anspruch genommene Kreditlinien der Brückenfinanzierung in Höhe von insgesamt 1,25 Mrd. EUR wurden am 16. Februar 2024 gekündigt.
Am 26. März 2024 hat die Schaeffler AG eine ausstehende Anleihe über 800 Mio. EUR zum Ende der Laufzeit planmäßig zurückgezahlt. Darüber hinaus hat die Schaeffler Gruppe im Berichtszeitraum weitere Kreditlinien in Höhe von rd. 243 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Im Berichtszeitraum wurden hier- von Aufwendungen in Höhe von 494 Mio. EUR erfasst. Davon entfielen auf die Sparte Bearings & Industrial Solutions rund 192 Mio. EUR, auf die Sparte Others rund 202 Mio. EUR (davon Vitesco rund 199 Mio. EUR), auf die Sparte Automotive Technologies rund 89 Mio. EUR und auf die Sparte Vehicle Lifetime Solutions rund 11 Mio. EUR.
Im zweiten Quartal 2024 hat die Schaeffler AG Übernahmevereinbarungen mit den Gläubigern der Schuldscheindarlehen der Vitesco Technologies GmbH abgeschlossen. Die Schuldübernahme wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam. Des Weiteren hat die Schaeffler AG am 19. Juli 2024 eine Übernahmevereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank über den Kreditvertrag der Vitesco Technologies GmbH in Höhe von 250 Mio. EUR abgeschlossen. Die Schuldübernahme wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Zur Finanzierung des Unternehmenszusammenschlusses mit der Vitesco Technologies Group AG hat die Schaeffler AG am 2. Januar 2024 rd. 1,1 Mrd. EUR unter der bestehenden Brückenfinanzierung in Anspruch genommen und damit das Angebots- angebot für alle angedienten Aktien der Vitesco Technologies Group AG am 5. Januar 2024 finanziert.
Die strukturellen Maßnahmen umfassen im Wesentlichen drei Handlungsstränge: Der erste Handlungsstrang fokussiert sich auf erforderliche Ergebnisverbesserungen der Sparte Bearings & Industrial Solutions, die mit anhaltender Konjunkturschwäche, strukturellen Herausforderungen und erhöhter Wettbewerbsintensität konfrontiert ist. Der zweite Handlungsstrang beinhaltet die Realisierung der bereits angekündigten Synergien in Bezug auf den Personalabbau aus dem Zusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG. Der dritte Handlungsstrang umfasst Maßnahmen, die sich aus der anhaltenden Transformation der Automobilzulieferindustrie ergeben. Dabei sind Maßnahmen im Zusammenhang mit dem rückläufigen Volumen in der Verbrennungstechnologie sowie die aktuelle Abschwächung neuer Programme bei E-Antrieben in Europa berücksichtigt. Infolgedessen sind sowohl die Sparte Powertrain & Chassis als auch die Sparte E-Mobility von den Maßnahmen betroffen. Die Kapazitätsanpassungen und die Konsolidierung von Standorten im Rahmen der strukturellen Maßnahmen betreffen im Wesentlichen Europa, insbesondere Deutschland. Die Umsetzung soll möglichst sozialverträglich und in Deutschland auf Basis der 2018 mit der IG Metall geschlossenen Zukunfts- planvereinbarung erfolgen.
Das Unternehmen erwartet das Unternehmen einen Einmalaufwand in Höhe von rd. 580 Mio. EUR.
Mehr zur Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick 2024 ab Seite 18.
Veränderungen im Executive Board
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG hat in seiner Sitzung am 23. Februar 2024 Herrn Matthias Zink mit Wirkung vom 1. Januar 2025 an für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren, bis zum Ablauf des 31. Dezember 2029, zum Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG und CEO der Sparte Powertrain & Chassis bestellt. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat der Schaeffler AG in seiner Sitzung am 23. Februar 2024 Herrn Jens Schüler mit Wirkung vom 1. Januar 2025 an für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren, bis zum Ablauf des 31. Dezember 2029, zum Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG und CEO der Sparte Vehicle Lifetime Solutions bestellt.
Herr Sascha Zaps ist seit dem 1. Mai 2024 Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG und CEO der Sparte Bearings & Industrial Solutions. Er wurde für einen Zeitraum von drei Jahren, bis zum Ablauf des 30. April 2027 bestellt. Herr Zaps folgt damit auf Herrn Dr. Stefan Spindler, der den Vorstand der Schaeffler AG zum Ende seiner Vertragslaufzeit zum 30. April 2024 verlassen hat.
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG hat in seiner außerordent- lichen Sitzung am 26. September 2024 Herrn Thomas Stierle mit Wirkung zum 1. Oktober 2024 für eine Amtszeit von drei Jahren, bis zum Ablauf des 30. Septembers 2027, zum Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG und CEO der neuen Sparte E-Mobility bestellt. Die Zuständigkeiten der Spartenvorstände wurden in der Geschäftsordnung des Vorstands der Schaeffler AG zum 1. Oktober 2024 entsprechend angepasst. Insgesamt erweitert sich der Vorstand der Schaeffler AG von bisher acht auf neun Mitglieder. Herr Dr. Jochen Schröder hat ebenfalls zum 1. Oktober 2024 die Aufgabe des CEO der Region Europa übernommen.
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG hat in seiner außerordent- lichen Sitzung am 26. September 2024 Herrn Christophe Hannequin für eine Amtszeit von drei Jahren zum Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG für das Vorstands- ressort Finanzen und IT bestellt. Herr Hannequin wird seine Amtszeit spätestens am 1. Oktober 2025 antreten und folgt auf Herrn Claus Bauer, der seinen Vertrag bis zum Ende der Laufzeit am 31. August 2025 erfüllen wird.
Ordentliche Hauptversammlung der Schaeffler AG
Am 25. April 2024 hat die ordentliche Hauptversammlung der Schaeffler AG der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG zugestimmt. Zudem hat die Haupt- versammlung beschlossen, eine Dividende in Höhe von 0,44 EUR (Vj.: 0,44 EUR) je Stammaktie und 0,45 EUR (Vj.: 0,45 EUR) je Vor- zugsaktie an die Aktionäre der Schaeffler AG für das Geschäfts- jahr 2023 auszuzahlen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 47,3 % (Vj.: 48,3 %) bezogen auf das den Anteilseignern zure- chenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten. Die Gutschrift der Dividende erfolgte bis zum 30. April 2024. Der Vorstand hatte in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vor der Hauptversammlung beschlossen, den Korridor für die jährliche Ausschüttungsquote von bisher 30 bis 50 % auf 40 bis 60 % des den Anteilseignern zurechenbaren Konzernergebnisses vor Sondereffekten anzu- heben.
Anpassung des Ausblicks
Am 22. Juli 2024 hat der Vorstand der Schaeffler AG den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 angepasst. Der angepasste Ausblick für 2024 berücksichtigt den aktualisierten Stand der erwarteten Einflüsse aus der Vollkonsolidierung der Vitesco Technologies Group AG im vierten Quartal 2024 (nach Anpassung der Prognose der Vitesco Technologies Group AG am 22. Juli 2024) sowie das schwache Marktumfeld, das insbesondere die Geschäftsent- wicklung der Sparte Bearings & Industrial Solutions beeinflusst.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
i2
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1.1 Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit
1.2 Konzernstrategie und -steuerung
1.3 Forschung und Entwicklung
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.2 Geschäftsentwicklung 2024
2.3 Ertragslage
2.4 Finanzlage und Finanzmanagement
2.5 Vermögenslage und Kapitalstruktur
2.6 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schaeffler AG
2.7 Weitere Bestandteile des Konzernlageberichts
3. NACHTRAGSBERICHT
4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
4.1 Risiken
4.2 Chancen
4.3 Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation der Schaeffler Gruppe
5. NACHHALTIGKEITSBERICHT
5.1 Allgemeine Angaben
5.2 Umwelt
5.3 Soziales
5.4 Unternehmensführung
5.5 Weitere Angaben
6. PROGNOSEBERICHT
6.1 Erwartete Entwicklung Konjunktur und Absatzmärkte
6.2 Ausblick Schaeffler Gruppe
Zusammengefasster Lagebericht i. S. d. § 315 Abs. 5 HGB (auch als „Konzernlagebericht“ Währungsumrechnungseffekte begrenzten Prüfungssicherheit („Limited Assurance“). Inhalte von Internetseiten, auf die oder „Lagebericht“ bezeichnet).
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht*
i2
Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats*
i13
Governance Systeme*
i16
Wesentliche Ereignisse*
i23# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
1. Grundlagen des Konzerns
1.1 Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit
Die Schaeffler Gruppe verfügt über ein globales Netz aus Produktionsstandorten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und Vertriebsgesellschaften. Mit über 200 Standorten, 104 Werken, einem Technology-Center in Herzogenaurach und 34 Forschungs- und Entwicklungszentren ist die Schaeffler Gruppe mit rund 115.100 Mitarbeitern ist ein integrierter Automobil- und Industriezulieferer. Zentrales Element des Unternehmens ist die Bewegung. Als Innovationspartner mit umfassender Entwicklungs-, System- und Fertigungskompetenz unterstützt die Schaeffler Gruppe, als Motion Technology Company, ihre Kunden aktiv im breiten Spektrum der Bewegungstechnologie.
Die Schaeffler Gruppe reagiert entsprechend auf wichtige Trends wie Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung. Durch die Entwicklung energieeffizienterer Produkte und die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in der Produktion strebt das Unternehmen an, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
Mehr zur Nachhaltigkeit ab Seite 44ff.
Die Schaeffler Gruppe ist durch eine dreidimensionale Organisations- und Führungsstruktur geprägt, die zwischen Sparten, Funktionen und Regionen unterscheidet.
Bis zum 31. Dezember 2024 wird das Geschäft der Schaeffler Gruppe dabei nach folgenden Sparten berichtet:
- Automotive Technologies (Bezeichnung Vj.: Sparte Automotive Aftermarket)
- Vehicle Lifetime Solutions
- Bearings & Industrial Solutions (Bezeichnung Vj.: Sparte Industrial)
- Others
Die Sparte Automotive Technologies berichtet das Geschäft produktorientiert über die drei Unternehmensbereiche E-Mobilität, Motor- und Getriebesysteme sowie Fahrwerksysteme, die jeweils mehrere Geschäftsbereiche umfassen. Der UB Lager (ehemals Teil der Sparte Automotive Technologies) wurde zu Beginn des Berichtsjahres der Sparte Bearings & Industrial Solutions zugeordnet. Die Berichterstattung der Sparten Vehicle Lifetime Solutions und Bearings & Industrial Solutions basiert bis zum 31. Dezember 2024 weiterhin auf einem regionalen Ansatz, unterteilt in die Regionen Europa, Americas, Greater China und Asien/Pazifik.
In der Sparte Others, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 eingeführt wurde, werden Geschäftsaktivitäten gebündelt, die keiner der anderen Sparten zugeordnet wurden. Im Geschäftsjahr 2024 wird die at-Equity Beteiligung an der Vitesco Technologies Group AG (rd. 38,9 %) für die ersten neun Monate 2024 sowie die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG für das vierte Quartal 2024 in der Sparte Others abgebildet.
Organisations- und Führungsstruktur der Schaeffler Gruppe ab dem 1. Januar 2025
- CEO-Funktionen
- Klaus Rosenfeld
- Vorsitzender des Vorstands
Die CEO-Funktionen untergliedern sich in dreizehn Bereiche und übernehmen gruppenweit Governance-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben. Zu den CEO-Funktionen zählen u. a. die Konzernstrategie und Unternehmensentwicklung, Qualität, Governance, Prozesse & Organisation, Recht, Compliance & Unternehmenssicherheit, Interne Revision sowie die Konzernkommunikation & Public Affairs, Global Branding & Marketing, strategische Nachhaltigkeit und strategische Digitalisierung.
- Sparten
Die Sparten werden ausführlich im Kapitel Geschäftstätigkeit ab Seite 4ff. beschrieben.
Ab dem 1. Januar 2025 berichtet die Schaeffler Gruppe nach den Sparten E-Mobility, Powertrain & Chassis, Vehicle Lifetime Solutions und Bearings & Industrial Solutions, die jeweils produktorientiert nach Unternehmensbereichen gesteuert werden, und der Sparte Others. In der Sparte Others werden künftig unterschiedliche Geschäftsaktivitäten zusammengeführt, die keiner der anderen Sparten zugeordnet werden. Aufgrund der Bedeutung der organisatorischen Neuausrichtung werden die Sparten sowie ihre Unternehmensbereiche und Produktportfolios im Abschnitt „Geschäftstätigkeit“ ab Seite 4ff. bereits in der neuen Struktur ab 1. Januar 2025 dargestellt und beschrieben.
- Die Funktion Produktion, Supply Chain Management und Einkauf
Die Funktion Produktion, Supply Chain Management und Einkauf ist in zehn Bereiche untergliedert und verantwortet die globalen Aktivitäten in Produktion und Einkauf. Der Fokus liegt auf der Optimierung der globalen Wertschöpfungsketten, was die gesamte Bandbreite von nachhaltiger, digitaler Produktion und Produktionssteuerung über Logistik und Lieferantenmanagement bis zum strategischen Einkauf umfasst. Dazu zählen Bereiche wie bspw. Operations Strategy & Footprint, Operations Digitalisierung & IT sowie der Sondermaschinenbau.
- Die Funktion Finanzen & IT
Die Funktion Finanzen & IT ist in elf Bereiche untergliedert und unterstützt die Unternehmensführung mit steuerungsrelevanten Finanzdaten sowie mit leistungsfähigen und digitalen Systemen und Prozessen, um auf der Grundlage wirtschaftlicher Grundsätze Entscheidungen treffen zu können. Die Funktion umfasst u. a. Corporate Accounting, Corporate Controlling, Corporate Treasury, Corporate Tax & Customs, Corporate Reporting, Investor Relations sowie die Group IT.
- Die Funktion Forschung und Entwicklung
Die Funktion Forschung und Entwicklung ist in acht Bereiche untergliedert und ist darauf ausgerichtet, innovative Produkte mithilfe moderner Entwicklungstools zielgerichtet und effizient zu gestalten. Der Fokus im Bereich Innovation liegt dabei auf Themen wie bspw. Elektrifizierung, Autonomisierung, Digitalisierung sowie der Entwicklung nachhaltiger Systemlösungen. Zu den Bereichen zählen bspw. die R&D-Strategie, Corporate Engineering Services, gewerblicher Rechtsschutz, Engineering Digitalisierung & IT sowie Technical Compliance.
- Die Funktion Personal
Die Funktion Personal ist in zehn Bereiche untergliedert. Zu den Kernelementen gehört die Entwicklung und Weiterqualifikation von Mitarbeitern und Führungskräften sowie die Gewinnung und Bindung von Talenten. Zu der Funktion gehören u. a. die Bereiche HR-Strategie & Top Talententwicklung, Recruiting & Onboarding, Kultur, Gesundheit & Diversität, Entgeltmanagement & Labor Relations sowie HR-Prozesse & Digitalisierung.
Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen
Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Vorstands zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie „erwarten“, „vorhersagen“, „beabsichtigen“, „prognostizieren“, „planen“, „schätzen“ oder „rechnen mit“ gekennzeichnet. Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Eine Vielzahl dieser Risiken und Unsicherheiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der Schaeffler Gruppe unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher erheblich von den beschriebenen abweichen.
Sondereffekte
Um eine transparente Beurteilung der Geschäftsentwicklung zu ermöglichen, werden EBIT, EBITDA, Konzernergebnis, Verschuldungsgrad, Schaeffler Value Added und ROCE vor Sondereffekten (= bereinigt) dargestellt.
Rundungsdifferenzen sind möglich.
Im nachfolgenden Lagebericht wurde das Wahlrecht Währungsbereinigte Umsatzzahlen werden berechnet, indem die Umsatzerlöse der im Konzernlagebericht verwiesen wird, sind nicht Bestandteil des Konzernlageberichts und genutzt, den Lagebericht der Schaeffler AG in den Konzernlagebericht der aktuellen Berichtsperiode mit den Wechselkursen der Vorjahres- bzw. Vergleichsperiode nicht geprüft, sondern dienen lediglich der weiteren Information. Schaeffler Gruppe zu integrieren. umgerechnet werden.
Die nicht geprüfte Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht gemäß § 289f HGB und § 315d HGB inkl. der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist Bestandteil des Konzernlageberichts. Die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung ist gemäß § 289b Abs. 1, § 315b Abs. 1 und § 298 Abs. 2 HGB ebenfalls Bestandteil des Konzernlageberichts und unterliegt der Prüfung zur Erlangung einer Bestätigung.# E-Mobility Powertrain & Chassis Vehicle Lifetime Solutions Bearings & Industrial Solutions
Vorstand
- Thomas Stierle
- Matthias Zink
- Jens Schüler
- Sascha Zaps
Executive Funktionen
- Board
- Forschung & Entwicklung
- Produktion, SCM & Einkauf
- Finanzen & IT
- Personal
- Uwe Wagner
- Andreas Schick
- Claus Bauer
- Dr. Astrid Fontaine
Regionen
- Europa
- Americas
- Greater China
- Asien/Pazifik
Regionale CEOs
- Dr. Jochen Schröder
- Marc McGrath
- Dr. Yilin Zhang
- Dharmesh Arora
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
4 Grundlagen des Konzerns
Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit
Rechtliche Konzernstruktur
Die Muttergesellschaft der Schaeffler Gruppe ist die Schaeffler AG mit Sitz in Herzogenaurach, wo sich auch die Konzernzentrale des Unternehmens befindet. Zur Schaeffler Gruppe gehörten zum 31. Dezember 2024 209 (Vj.: 177) Tochterunternehmen im In- und Ausland, darin sind 28 Tochterunternehmen aus der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG enthalten. Zum 31. Dezember 2024 hatten 128 (Vj.: 114) Tochtergesellschaften ihren Sitz in der Region Europa, 34 (Vj.: 27) Tochtergesellschaften ihren Sitz in der Region Americas, 25 (Vj.: 19) in der Region Greater China sowie 22 (Vj.: 17) in der Region Asien/Pazifik.
Die Schaeffler AG ist eine in Deutschland ansässige börsennotierte Aktiengesellschaft. Durch den Vollzug der Verschmelzung mit der Vitesco Technologies Group AG erhöhte sich das Grundkapital der Schaeffler AG von 666.000.000 auf insgesamt 944.884.641 Aktien. Nach der erfolgreichen Verschmelzung und Vereinheitlichung der Aktiengattungen sind die auf den Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien der Schaeffler AG seit dem 2. Oktober 2024 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und werden dort mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) gehandelt. Im Zuge der Verschmelzung wurden die nicht-stimmberechtigten Vorzugsaktien im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt. Jede Stammaktie weist einen rechnerischen Anteil am gesamten Grundkapital in Höhe von je 1,00 EUR auf.
Rund 79,2 % der auf den Inhaber lautenden stimmberechtigten Stammaktien an der Schaeffler AG befinden sich im Eigentum der IHO Holding. Davon entfallen rund 69,2 % auf die IHO Verwaltungs GmbH und rund 10,0 % auf die IHO Beteiligungs GmbH. Beide Gesellschaften gehören zur IHO Holding.
Erwerbe und Veräußerungen im Berichtsjahr
Am 5. Januar 2024 erfolgte der Vollzug des öffentlichen Erwerbsangebots für alle angedienten Aktien der Vitesco Technologies Group AG und die Zahlung der Angebotsgegenleistung in Höhe von 94 EUR je Aktie. Die Höhe der Angebotsgegenleistung für sämtliche erworbenen Aktien (insgesamt rd. 12 Millionen Aktien) belief sich auf rd. 1,1 Mrd. EUR. Mit Vollzug des öffentlichen Erwerbsangebots und Zahlung der Angebotsleistung erlangte die Schaeffler Gruppe maßgeblichen Einfluss und bezog bis zur Verschmelzung die Vitesco Technologies Group AG als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Schaeffler Gruppe mit ein. Zudem hatte die Schaeffler AG am 22. Januar 2024 mit der BofA Securities Europe S.A. den Erwerb eines Aktienpakets von 3,6 Millionen Aktien, entsprechend rd. 9 % des Grundkapitals der Vitesco Technologies Group AG, vereinbart. Dadurch erhöhte sich der Anteil der Schaeffler AG an der Vitesco Technologies Group AG bis zur Verschmelzung auf rd. 38,9 %.
Die ordentlichen Hauptversammlungen beider Unternehmen haben Ende April 2024 der Verschmelzung zugestimmt. Das Wirksamwerden der Verschmelzung stand unter der Bedingung der Eintragung der Verschmelzung in die Handelsregister beider Gesellschaften. Mit Eintritt der Bedingung am 1. Oktober 2024 wurde die Vitesco Technologies Group AG mit der Schaeffler AG als übernehmenden Rechtsträger verschmolzen. Die Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG werden seit dem 1. Oktober 2024 aufgrund des Erwerbs unter gemeinsamer Beherrschung unter Anwendung der Buchwertmethode vollkonsolidiert. Entsprechend dem im Verschmelzungsvertrag vom 13. März 2024 festgelegten Umtauschverhältnis erhielten Aktionäre der Vitesco Technologies Group AG für 5 Stammaktien der Vitesco Technologies Group AG 57 Stammaktien der Schaeffler AG. Zudem wurden die nicht-stimmberechtigten Vorzugsaktien der Schaeffler AG im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt. Nach der erfolg- reichen Verschmelzung und Vereinheitlichung der Aktiengattun- gen sind die stimmberechtigten Stammaktien der Schaeffler AG seit dem 2. Oktober 2024 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und werden dort mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) gehandelt. Durch den Vollzug der Transaktion mit der Vitesco Technologies Group AG erhöht sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Schaeffler AG von 666.000.000 auf 944.884.641 Stück.
Somit erhielten Aktionäre der Vitesco Technologies Group AG für 5 Stammaktien der Vitesco Technologies Group AG 57 Stamm- aktien der Schaeffler AG. Zudem wurden die nicht-stimmberech- tigten Vorzugsaktien der Schaeffler AG im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt. Nach der erfolg- reichen Verschmelzung und Vereinheitlichung der Aktiengattun- gen sind die stimmberechtigten Stammaktien der Schaeffler AG seit dem 2. Oktober 2024 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und werden dort mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) gehandelt.
Geschäftstätigkeit
Das Geschäft der Schaeffler Gruppe wird primär nach Sparten mit globaler Verantwortung gesteuert. Diese Sparten sind auf die spezifischen Anforderungen ihrer Zielmärkte und Kunden aus- gerichtet. Die Schaeffler Gruppe gliedert ihre Produkte in acht Produktfamilien.
Berichtsstruktur bis 31. Dezember 2024
Bis zum 31. Dezember 2024 berichtet die Schaeffler Gruppe über ihre Geschäftstätigkeiten in den drei Sparten Automotive Tech- nologies, Vehicle Lifetime Solutions und Bearings & Industrial Solutions sowie in der Sparte Others. Zu Beginn des Geschäfts- jahres 2024 wurde der Unternehmensbereich Lager („Bearings“) der Sparte Automotive Technologies in die neu benannte Sparte Bearings & Industrial Solutions integriert. Zeitgleich erfolgte die Umbenennung der Sparte Automotive Aftermarket in Vehicle Lifetime Solutions.
Sparte E-Mobility
Die Sparte E-Mobility entwickelt, produziert und vertreibt ein breites Portfolio an mechanischen, mechatronischen und elekt- ronischen Komponenten und Systemen für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs von Pkw und Nutzfahrzeugen. Das Angebot umfasst Lösungen für Hybridfahrzeuge, reine Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb.
- UB Electric Drives bietet System- und Komponentenlösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Das Produktportfolio reicht von
Sparte Powertrain & Chassis
Die Sparte Powertrain & Chassis umfasst die Unternehmensbereiche Motor- und Getriebesysteme sowie Fahrwerksysteme der ehema- ligen Sparte Automotive Technologies und, mit Ausnahme der Aftermarket-Aktivitäten, die frühere Division Powertrain Solu- tions von Vitesco. Hier erfolgt die Organisation des Geschäfts ebenfalls produktorientiert in drei Unternehmensbereiche.
Sparte Vehicle Lifetime Solutions kombiniert das Automotive Aftermarket-Geschäft der Schaeffler Gruppe mit den Automotive Solutions Unternehmensbereiche und Produkte Aftermarket-Aktivitäten der Division Powertrain Solutions von Vitesco. Sie organisiert ihr Geschäft nach vier Unternehmensbe- reichen, die sich gezielt an spezifische Kundengruppen richten und maßgeschneiderte Angebote bereitstellen.
Sparte Others: Bündelung von Geschäftsaktivitäten, die
* keiner der anderen Sparten zugeordnet wurden;
* at-Equity Beteiligung an der Vitesco Technologies Group AG für die ersten neun Monate 2024 sowie die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erlo- schenen Vitesco Technologies Group AG für das vierte Quartal 2024.
Berichtsstruktur ab 1. Januar 2025
Seit dem 1. Januar 2025 wird die Geschäftstätigkeit des kombi- nierten Unternehmens primär nach vier Sparten und ihren Unter- nehmensbereichen sowie der Sparte Others berichtet. Anstelle des der Sparte Automotive Technologies treten die neuen Sparten E-Mobility und Powertrain & Chassis. Die Sparte E-Mobility vereint die Kompetenzen des Unternehmensbereichs E-Mobilität aus der ehemaligen Sparte Automotive Technologies sowie der Division Electrification Solutions von Vitesco. Sie organisiert ihr Geschäft produktorientiert in drei Unternehmensbereiche.
Die Sparte Powertrain & Chassis umfasst die Unternehmensbereiche Motor- und Getriebesysteme sowie Fahrwerksysteme der ehema- ligen Sparte Automotive Technologies und, mit Ausnahme der Aftermarket-Aktivitäten, die frühere Division Powertrain Solu- tions von Vitesco. Hier erfolgt die Organisation des Geschäfts ebenfalls produktorientiert in drei Unternehmensbereiche.
Die Sparte Vehicle Lifetime Solutions kombiniert das Automotive Aftermarket-Geschäft der Schaeffler Gruppe mit den Automotive Solutions Unternehmensbereiche und Produkte Aftermarket-Aktivitäten der Division Powertrain Solutions von Vitesco. Sie organisiert ihr Geschäft nach vier Unternehmensbe- reichen, die sich gezielt an spezifische Kundengruppen richten und maßgeschneiderte Angebote bereitstellen.
| Sparte | Automotive Technologies | Vehicle Lifetime Solutions | Bearings & Industrial Solutions | Others |
|---|---|---|---|---|
| UB Engine & Transmission Systems | X | |||
| UB Electric Powertrain | X | |||
| UB Chassis Systems | X | |||
| UB Motors & Generators | X | |||
| UB Repair & Maintenance | X | |||
| UB Industrial Transmission | X | |||
| UB Bearings | X | |||
| UB Specialty Motion & Modules | X | |||
| UB Linear Systems | X | |||
| UB Mechatronics Business | X | |||
| UB Automotive Solutions Business | X | |||
| UB Platform Business | X | |||
| UB Chassis | X | |||
| UB E-Mobility | X | |||
| UB Controls | X | |||
| UB Emerging Business | X | |||
| Start-up/ neues Wachstums- geschäft | X | |||
| Region Europa | X | X | X | X |
| Region Americas | X | X | X | X |
| Region Greater China | X | X | X | X |
| Region Asien/Pazifik | X | X | X | X |
Sparte E-Mobility
Die Sparte E-Mobility entwickelt, produziert und vertreibt ein breites Portfolio an mechanischen, mechatronischen und elekt- ronischen Komponenten und Systemen für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs von Pkw und Nutzfahrzeugen. Das Angebot umfasst Lösungen für Hybridfahrzeuge, reine Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb.
- UB Electric Drives bietet System- und Komponentenlösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Das Produktportfolio reicht von
Sparte Powertrain & Chassis
Die Sparte Powertrain & Chassis umfasst die Unternehmensbereiche Motor- und Getriebesysteme sowie Fahrwerksysteme der ehema- ligen Sparte Automotive Technologies und, mit Ausnahme der Aftermarket-Aktivitäten, die frühere Division Powertrain Solu- tions von Vitesco. Hier erfolgt die Organisation des Geschäfts ebenfalls produktorientiert in drei Unternehmensbereiche.
Sparte Vehicle Lifetime Solutions kombiniert das Automotive Aftermarket-Geschäft der Schaeffler Gruppe mit den Automotive Solutions Unternehmensbereiche und Produkte Aftermarket-Aktivitäten der Division Powertrain Solutions von Vitesco. Sie organisiert ihr Geschäft nach vier Unternehmensbe- reichen, die sich gezielt an spezifische Kundengruppen richten und maßgeschneiderte Angebote bereitstellen.
Sparte Others: Bündelung von Geschäftsaktivitäten, die
* keiner der anderen Sparten zugeordnet wurden;
* at-Equity Beteiligung an der Vitesco Technologies Group AG für die ersten neun Monate 2024 sowie die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erlo- schenen Vitesco Technologies Group AG für das vierte Quartal 2024.
| Sparte | Automotive Technologies | Vehicle Lifetime Solutions | Bearings & Industrial Solutions | Others |
|---|---|---|---|---|
| UB Engine & Transmission Systems | X | |||
| UB Electric Powertrain | X | |||
| UB Chassis Systems | X | |||
| UB Motors & Generators | X | |||
| UB Repair & Maintenance | X | |||
| UB Industrial Transmission | X | |||
| UB Bearings | X | |||
| UB Specialty Motion & Modules | X | |||
| UB Linear Systems | X | |||
| UB Mechatronics Business | X | |||
| UB Automotive Solutions Business | X | |||
| UB Platform Business | X | |||
| UB Chassis | X | |||
| UB E-Mobility | X | |||
| UB Controls | X | |||
| UB Emerging Business | X | |||
| Start-up/ neues Wachstums- geschäft | X | |||
| Region Europa | X | X | X | X |
| Region Americas | X | X | X | X |
| Region Greater China | X | X | X | X |
| Region Asien/Pazifik | X | X | X | X |
6 Grundlagen des Konzerns
Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit
Die Sparte Elektromotoren über E-Achsgetriebe, elektrische Achsantriebe für vollelektrische und hybride Antriebe, Brennstoffzellen- Bearings & Industrial Solutions, die seit Beginn des Jahres 2024 bis hin zu kompletten E-Achse-Systemen, die als kompakte Ein- antriebe, Verbrennungsmotoren sowie Fahrwerksysteme. auch das umfassende Anwendungs- und Produktportfolio an heit aus Getriebe, Elektromotor, Leistungselektronik und Thermo- Wälzlagern für den Automobilbereich verantwortet, organisiert management bestehen. Zudem umfasst das Portfolio Anwen- Sparte Vehicle Lifetime Solutions: Globales Ersatzteilge- • ihr Geschäft produktorientiert in drei Unternehmensbereichen. dungen für Mildhybridfahrzeuge, Hybridmodule sowie komplette schäft für Pkw und Nutzfahrzeuge. In der Sparte Others sind verschiedene Geschäftsaktivitäten Antriebssysteme für Hybridfahrzeuge, sogenannte dedizierte Sparte Bearings & Industrial Solutions: Rotative und • zusammengefasst. Dazu gehören u. a. die Aktivitäten im Bereich Hybridgetriebe bestehend aus zwei Elektromotoren, Getriebe lineare Lagerlösungen, Antriebstechnikkomponenten und Wasserstofftechnologie und humanoide Technologien, die zuvor und Leistungselektronik. -systeme, Servicelösungen für zahlreiche Industrieanwen- von der Sparte Bearings & Industrial Solutions verantwortet dungen sowie Wälzlager für den Automobilbereich und wurden. innovative Produktlösungen für die Wasserstoffwirtschaft.
Unternehmensbereiche und Produkte
Der Abschnitt Unternehmensbereiche und Produkte enthält ergänzende Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht bzgl. ESRS 2 SBM-1 40 a i, ab Seite 49ff.
Sparte Powertrain & Chassis
Die Sparte Powertrain & Chassis entwickelt, fertigt und vertreibt Komponenten und Systemlösungen für Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antriebsstrang sowie für hybride und batterieelektrische Fahrzeuge. Sie bietet verschiedene Technologien für unterschiedliche Antriebskonzepte, Märkte und Regionen und liefert Lösungen für die vielfältigen Anforderungen innerhalb der Automobilindustrie.
Unternehmensbereiche und Produkte
Der UB Engine & Transmission Systems entwickelt und produziert überwiegend Komponenten und Subsysteme für Motor und Getriebe von Pkw und Nutzfahrzeugen sowohl mit Hybridantrieb als auch mit konventionellem, verbrennungsmotorischem Antrieb. Zu den Produkten zählen Drehmomentwandler, Hybriddämpfer, Kupplungen, variable Ventiltriebsysteme, Ventilspielausgleichselemente, Ausgleichswellen, Systeme zur Nockenwellenverstellung, Steuertriebe und Nebenaggregatetriebe.
Der UB Powertrain Solutions entwickelt und produziert Lösungen für den Antriebsstrang, das Fahrwerk und den Fahrzeugzugang. Diese finden Anwendung in Pkw, Nutzfahrzeugen und Zweirädern und umfassen Sensoren, Aktuatoren und Steuergeräte.
Der UB Chassis Systems entwickelt und produziert mechanische Komponenten und mechatronische Systeme für die Lenkung sowie andere Fahrwerksanwendungen bis hin zu fahrerlosen Mobilitätskonzepten. Zu den Produkten gehören u. a. Kugelgewindetriebe, Steer-by-Wire-Lösungen und die mechatronische Hinterachslenkung.
Der Abschnitt Unternehmensbereiche und Produkte enthält ergänzende Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht bzgl. ESRS 2 SBM-1 40 a i, ab Seite 49ff.
Sparte E-Mobility
Die Sparte Elektromotoren über E-Achsgetriebe, elektrische Achsantriebe für vollelektrische und hybride Antriebe, Brennstoffzellen-antriebe, Verbrennungsmotoren sowie Fahrwerksysteme. Die Sparte E-Mobility verantwortet das umfassende Anwendungs- und Produktportfolio an kompletten E-Achse-Systemen, die als kompakte Einheit aus Getriebe, Elektromotor, Leistungselektronik und Thermomanagement bestehen. Zudem umfasst das Portfolio Anwendungen für Mildhybridfahrzeuge, Hybridmodule sowie komplette Antriebssysteme für Hybridfahrzeuge, sogenannte dedizierte Hybridgetriebe bestehend aus zwei Elektromotoren, Getriebe und Leistungselektronik.
Sparte Bearings & Industrial Solutions
Die Sparte Bearings & Industrial Solutions entwickelt, fertigt und vertreibt rotative sowie lineare Lagerlösungen, Antriebskomponenten und -systeme sowie Servicelösungen, darunter sensorgestützte Systeme zur Zustandsüberwachung für eine Vielzahl von Industrieanwendungen. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 umfasst das verantwortete Geschäft auch das umfassende Anwendungs- und Produktportfolio an Wälzlagern für den Automobilbereich, das zuvor der (ehemaligen) Sparte Automotive Technologies zugeordnet war.
Unternehmensbereiche und Produkte
Der UB Industrial Bearings bietet ein breites Spektrum an rotativen Lagerlösungen, die in unterschiedlichsten Industriesektoren Anwendung finden.
Sparte Vehicle Lifetime Solutions
Die Sparte Vehicle Lifetime Solutions verantwortet das weltweite Ersatzteilgeschäft der Schaeffler Gruppe und liefert Reparatur-lösungen und Komponenten für Pkw, leichte und schwere Nutz-fahrzeuge, Traktoren sowie Zweiräder. Mit tiefem Systemver-ständnis und umfangreichen Serviceangeboten unterstützt die Sparte Werkstätten auch bei komplexen Reparaturen. Sie posi-tioniert sich zunehmend in einem globalen und dynamischen Mobilitäts-Ökosystem, das alle Interessengruppen und Techno-logien umfasst, die moderne Mobilitätslösungen ermöglichen. Aufgrund des Fokus auf Innovation und Kundenorientierung im Rahmen dieser Repositionierung organisiert die Sparte ihr Geschäft daher nach vier Unternehmensbereichen, die auf spezi-fische Kundengruppen mit maßgeschneiderten Angeboten aus-gerichtet sind.
Unternehmensbereiche und Produkte
Der UB Repair & Maintenance Solutions bietet Reparaturlösungen und Services für Distributoren und Werkstätten im freien, unab-hängigen Ersatzteilmarkt, auch als Independent Aftermarket (IAM) bezeichnet.
Der UB Platform Business ermöglicht den Marktzugang über digitale Vertriebskanäle und bietet digitale Serviceangebote für Werkstätten und Kunden im Mobilitäts-Ökosystem.
Der UB Specialty Business verantwortet das Ersatzteilgeschäft mit Fahrzeugherstellern (OES) und bedient Kunden mit Klein-antrieben, Verbrennungsmotoren sowie Fahrwerksystemen.
Markt- und Wettbewerbsumfeld
Der Abschnitt Markt- und Wettbewerbsumfeld enthält ergänzende Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht bzgl. ESRS 2 SBM-1 40 a ii, ab Seite 49ff.
Sparte Powertrain & Chassis
Das Marktumfeld der Sparte Powertrain & Chassis ist ebenfalls von hoher Wettbewerbsintensität geprägt. Dabei steht die integrierte Sparte insbesondere im Wettbewerb mit anderen Automobilzu-lieferern. Die Kunden sind überwiegend weltweit operierende Automobilhersteller. Die Nachfrage nach Produkten in dieser Sparte ist eng mit der weltweiten Fahrzeugproduktion verbunden, die sich durch sich verändernde Marktbedingungen und gesetzliche Vorgaben zunehmend von Verbrennungsmotoren zu alternativen Antriebstechnologien verschiebt. Mit dem Szenario „Schaeffler Vision Powertrain“ prognostiziert die Sparte, dass bis 2035 rund 60 % der weltweit neu produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeuge rein elektrisch und 20 % hybrid angetrieben sein werden. Weitere 20 % aller neu produzierten Pkw werden im Jahr 2035 weiterhin über einen Verbrennungsmotor verfügen. Zudem steigen mit der voranschreitenden Automati-sierung von Fahrfunktionalitäten hin zum autonomen Fahrzeug die Anforderungen an Anwendungen im Fahrwerksbereich. Das Szenario „Schaeffler Vision Automated Vehicle“ verdeutlicht ab Seite 49ff. die Erwartungen der Sparte, dass bis 2035 etwa 10 % der produ-zierten Pkw und leichten Nutzfahrzeuge vollautomatisiert und rund 15 % hochautomatisiert fahren werden.
Der Abschnitt Markt- und Wettbewerbsumfeld enthält ergänzende Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht bzgl. ESRS 2 SBM-1 40 a ii, ab Seite 49ff.
Sparte E-Mobility
Das Marktumfeld der Sparte E-Mobility ist von hoher Wettbewerbsintensität geprägt. Dabei steht die Sparte insbesondere im Wettbewerb mit anderen Automobilzulieferern, zunehmend auch mit den Automobil-herstellern selbst. Um den unterschiedlichen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, sind höchste Effizienz in Produktion und Entwicklung, Skalierbarkeit sowie Nachhaltigkeit entscheidend.
Sparte Bearings & Industrial Solutions
Die Nachfrage nach Produkten in dieser Sparte ist eng mit der welt-weiten Fahrzeugproduktion verbunden, die sich durch sich verän-dernde Marktbedingungen und gesetzliche Vorgaben zunehmend von Verbrennungsmotoren zu alternativen Antriebstechnologien verschiebt. Mit dem Szenario „Schaeffler Vision Powertrain“ prog-nostiziert die Sparte, dass bis 2035 rund 60 % der weltweit neu produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeuge rein elektrisch und 20 % hybrid angetrieben sein werden. Die Kunden sind überwie-gend weltweit operierende Automobilhersteller. Das Marktum-feld der Sparte E-Mobility ist von hoher Wettbewerbsintensität geprägt. Dabei steht die Sparte insbesondere im Wettbewerb mit anderen Automobilzulieferern, zunehmend auch mit den Automobil-herstellern selbst. Um den unterschiedlichen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, sind höchste Effizienz in Produktion und Entwicklung, Skalierbarkeit sowie Nachhaltigkeit entscheidend.
Die Verbreitung elektrischer Antriebssysteme erfordert spezifische Ersatzteile und Dienstleistungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge, was eine Anpassung des Produkt- und Serviceportfolios der Sparte notwendig macht. Strengere Umweltvorschriften und ein wachsendes Bewusstsein für Nach-haltigkeit prägen ebenfalls das Marktumfeld. Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen steigt, was zu einem Anstieg von Ersatzteilen mit geringeren Emissionen und nachhaltigen Materialien führt sowie zu Dienstleistungen wie der Wiederaufbereitung von Altteilen. Weitere prägende Merkmale des Mobilitäts-Ökosystems und des Automotive Aftermarkets als eines wesentlichen Teils davon sind die zunehmende Bedeutung des E-Commerce sowie die Marktkonsolidierung auf der Handels-ebene. Echtzeitdiagnosen und machen innovative Geschäftsmodelle wie präventive Wartung oder andere „Service-as-a-Service”-Modelle möglich. Zudem gewinnt die Elektromobilität zuneh-mend an Bedeutung.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
8 Grundlagen des Konzerns
Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit
Der UB Automotive Bearings ist das umfangreiche Sortiment an Wälzlagern für den Automobilbereich gebündelt, insbesondere Rollen-, Kugel- und Nadellager. Die Anwendungsfelder umfassen sowohl Pkw und leichte Nutzfahrzeuge als auch Bus- und Schwerlastverkehr. Neben Radlagern umfasst das Portfolio spezifische Lagerlösungen für Motor und Antriebsstrang. Dabei werden sowohl konventionelle Antriebe als auch elektrifizierte Antriebsstränge und Fahrwerksysteme ausgestattet. Ein Teil der Produkte ist gezielt auf die Anforderungen von Elektrofahrzeugen ausgelegt.
Die Sparte agiert in einem dynamischen und sich schnell verändernden Marktumfeld, das von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird. Ein wesentlicher Wachstumstreiber im Ersatzteilgeschäft ist der weltweit steigende Fahrzeugbestand, der die Nachfrage nach Ersatzteilen und Wartungsdienstleistungen erhöht. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge, was komplexere und häufigere Reparaturen erfordert. Technologische Innovationen spielen eine zentrale Rolle in der Transformation des Marktes hin zu einem Mobilitäts-Ökosystem. Die Digitalisierung und die Einführung vernetzter Fahrzeugtechnologien ermöglichen dazu gehören beispielsweise Präzisionslager serienlösungen. Gleichzeitig erweitert der Bereich die Kompetenzebene. Gleichzeitig dringen neue Wettbewerber oder Intermediäre, darunter Versicherungen, Flottenbetreiber und technologieorientierte Start-ups, in den Markt ein. Ein kundenorientierter Ansatz und hohe Servicequalität werden zunehmend zu Wettbewerbsvorteilen, während personalisierte Lösungen und maßgeschneiderte Dienstleistungen, die spezifische Kundenbedürfnisse erfüllen, an Bedeutung gewinnen.
Markt- und Wettbewerbsumfeld
Die Sparte Bearings & Industrial Solutions bedient mit ihren Produkten und Services überwiegend Märkte, die durch eine hohe Anzahl von Wettbewerbern und Kunden weltweit gekennzeichnet sind. Um gezielt auf die lokalen Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse einzugehen und langfristige Kundenbindungen zu fördern, ist die Vertriebsorganisation auf die vier Regionen Europa, Americas, Greater China und Asien/Pazifik ausgerichtet. Überregionale Themen, wie etwa die globale Technologie- und Produktstrategie, werden zentral gesteuert und durch ein divisionales Key Account Management umgesetzt.
Die Nachfrage nach den Produkten und Services im Industriebereich ist maßgeblich von der Entwicklung der globalen Industrieproduktion abhängig, insbesondere in den für die Sparte besonders relevanten Branchen Maschinenbau, Transportmittel und elektrische Ausrüstungen. Im Automobilsektor zeigt das nachgefragte Geschäftsvolumen eine starke Korrelation zur weltweiten Fahrzeugproduktion.
Sparte Others
In der Sparte Others werden verschiedene Geschäftsaktivitäten zusammengefasst dargestellt, die sich in drei wesentliche Elemente gliedern:
- Externes Geschäft bestimmter funktionaler Einheiten: Bündelung des konzernexternen Geschäfts in den Bereichen Sondermaschinenbau, Engineering-Dienstleistungen und Entwicklungen produktionsbezogener Softwarelösungen.
- Start-up/neues Wachstumsgeschäft: Aktivitäten in den Bereichen Batteriezelle, Humanoide Robotik und Wasserstoff.
- Auslaufendes Geschäft: Geschäftsaktivitäten, aus denen sich die Schaeffler Gruppe in der Regel innerhalb von 12 bis 18 Monaten zurückziehen wird.
Markt- und Wettbewerbsumfeld
Im UB Emerging Business ist für die Identifikation von zukünftigen Geschäftsmöglichkeiten im Mobilitäts-Ökosystem verantwortlich. Der Fokus liegt hierbei auf technischen Innovationen außerhalb des Kerngeschäfts.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Mobilitäts-Ökosystem und das relevante Marktumfeld von einer Vielzahl dieser oben genannten dynamischen Faktoren geprägt sind. Um in diesem komplexen Umfeld erfolgreich zu agieren, entwickelt die Sparte entsprechende Strategien, nutzt den technischen Fortschritt und reagiert mit ihrer Neupositionierung flexibel auf sich ändernde Marktbedingungen.
Sparte Automotive Bearings
Im UB Automotive Bearings ist das umfangreiche Sortiment an Wälzlagern für den Automobilbereich gebündelt, insbesondere Rollen-, Kugel- und Nadellager. Die Anwendungsfelder umfassen sowohl Pkw und leichte Nutzfahrzeuge als auch Bus- und Schwerlastverkehr. Neben Radlagern umfasst das Portfolio spezifische Lagerlösungen für Motor und Antriebsstrang. Dabei werden sowohl konventionelle Antriebe als auch elektrifizierte Antriebsstränge und Fahrwerksysteme ausgestattet. Ein Teil der Produkte ist gezielt auf die Anforderungen von Elektrofahrzeugen ausgelegt.
Sparte Bearings & Industrial Solutions (Fortsetzung)
Dazu gehören u. a. Lösungen zur Zustandsüberwachung, digitale Services und automatisierte Schmiersysteme.
Der UB Linear Motion entwickelt und fertigt Linearführungen, elektromechanische Aktuatoren sowie Kugel- und Rollengewindetriebe für eine Vielzahl von Anwendungsfeldern in verschiedenen Industriesektoren. Im Produktangebot sind beispielsweise Linearantriebe für Computertomographen im medizinischen Bereich oder Teleskopsäulen für Hubarbeitsbühnen enthalten. Ein großer Teil des relevanten Komponenten- und Systemgeschäfts umfasst kundenspezifische Lösungen. Perspektivisch wird angestrebt, sich als führender Komplettanbieter im Bereich Lineartechnologie und elektromechanischer Aktuatorik auf dem Markt zu etablieren.
Das Produktportfolio an Wälz- und Gleitlagern reicht von Hochdrehzahl- und Hochpräzisionslagern mit geringen Durchmessern bis hin zu Großlagern mit einem Durchmesser von mehreren Metern. Alle klassischen Bauarten von Kugel- und Rollenlagern, wie Kegel-, Pendel- oder Zylinderrollenlager, sowie Lagergehäuse sind ebenfalls abgedeckt. Darüber hinaus werden eine Vielzahl von Produkten und Services zur präventiven Instandhaltung über den gesamten Produktlebenszyklus angeboten.
9 Grundlagen des Konzerns
Konzernstrategie und -steuerung
1.2 Konzernstrategie und -steuerung
Strategie
Die aktuelle Strategie der Schaeffler Gruppe wurde im Jahr 2020 verabschiedet und seitdem im Rahmen von jährlich stattfindenden Strategiedialogen validiert und weiterentwickelt. Der strategische Rahmen basierte auf fünf Fokusfeldern, die von zentralen Zukunftstrends abgeleitet wurden und das Produkt- und Leistungsspektrum aller vier Sparten abbildeten. Neben den fünf Fokusfeldern leitete die Schaeffler Gruppe zwei strategische Schlüsselthemen von den Megatrends ab: Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Das strategische Rahmenkonzept der Schaeffler Gruppe ist in drei wesentliche Elemente unterteilt: die Strategie, das Umsetzungsprogramm mit sieben Teilprogrammen und die finanziellen Mittelfristziele. Durch den Zusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG und die damit verbundene neue Organisationsstruktur, die vier fokussierte Sparten umfasst, betrachtet die Schaeffler Gruppe die bisherigen Mittelfristziele als nicht mehr zutreffend und beabsichtigt, neue Mittelfristziele zu formulieren.
Mit der Erstellung der „Strategie 2030“, die die aktuelle Strategie ablösen wird, werden ausgewählte Schwerpunkte der aktuellen Strategie basierend auf dem Zusammenschluss und der Neuausrichtung angepasst und verfeinert. Den Rahmen dafür bilden die nunmehr acht Produktfamilien, die darauf abzielen, die Schaeffler Gruppe zur führenden Motion Technology Company zu machen.
Der Zusammenschluss mit Vitesco zum 1. Oktober 2024 sowie die schrittweise organisatorische Neuausrichtung haben einen sichtbaren Einfluss auf die strategische Ausrichtung der Schaeffler Gruppe. Eine ganzheitlich aktualisierte Konzernstrategie 2030 soll im Rahmen des geplanten Kapitalmarkttages im Jahr 2025 kommuniziert werden.
Die Schaeffler Gruppe hat ihr Unternehmensprofil durch den Zusammenschluss mit Vitesco weiter geschärft und gestärkt. Auf dieser Basis hat die Schaeffler AG beschlossen, ihre strategische Ausrichtung weiterzuentwickeln, mit dem übergeordneten Ziel, Schaeffler zur führenden Motion Technology Company zu machen. Die sechs Produktfamilien wurden aufgrund der einhergehenden Erweiterung des technischen Portfolios um zwei zusätzliche Produktfamilien erweitert.
Bearings & Powertrain & Vehicle Lifetime E-Mobility Industrial Chassis Solutions Solutions Innovation & Technology Digitalization & IT People & Culture Sustainability & Infrastructure Europa I Americas I Greater China I Asien/Pazifik
Fortschritte des Umsetzungsprogramms
Umsetzungsprogramm im Berichtsjahr
Die Umsetzung der Strategie erfolgt über das Umsetzungsprogramm, das sich auf Basis der Neuausrichtung zum 1. Januar 2025 in vier divisionale (vertikale) und vier spartenübergreifende (horizontale) Teilprogramme gliedert. Diese Programme sind darauf ausgerichtet, die definierten strategischen Prioritäten sowie die finanziellen und nichtfinanziellen Ziele der Divisionen, Regionen und Funktionen zu erreichen.
Das Umsetzungsprogramm hat auch 2024 wesentliche Meilensteine für das Unternehmen erreicht. Bis Ende des Berichtsjahres wurden rund 80 % der über die gesamte Programmlaufzeit von fünf Jahren geplanten Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen.
Das divisionale Teilprogramm der Sparte Automotive Technologies, das künftig in zwei Teilprogramme für die Sparten
Divisionale und spartenübergreifende Teilprogramme
Die Schaeffler Gruppe fasst ihr Geschäft in vier Sparten zusammen:
- Automotive Technologies: Fokussiert auf den Automobilsektor, einschließlich Antriebe, Fahrwerk und E-Mobilität.
- Industrial Solutions: Bietet Lager und industrielle Lösungen für eine breite Palette von Branchen.
- E-Mobility: Ein wachstumsstarker Bereich, der sich auf Komponenten und Systeme für Elektrofahrzeuge konzentriert.
- Ersatzteile und Wartung: Umfasst das Geschäft mit Ersatzteilen und Dienstleistungen für den Aftermarket.
Diese Struktur spiegelt die strategische Neuausrichtung der Schaeffler Gruppe wider, um sich als führende Motion Technology Company zu etablieren.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
10 Grundlagen des Konzerns
Konzernstrategie und -steuerung
Im divisionalen Teilprogramm der Sparte Vehicle Lifetime Solutions wurde im Berichtsjahr ein umfassendes Konzept zur Beschaffung von grünem Stahl für Produkte entwickelt. Ziel ist es, neben einer stringenten Go-To-Market-Strategie auch nachhaltige Lösungen in der Lieferkette zu implementieren und die spartenübergreifende Zusammenarbeit zu optimieren. Zudem wurde das E-Commerce-Geschäft der Sparte durch den Erwerb von KRSV Innovative Auto Solutions Private Limited, die im indischen Markt die B2B-Plattform Koovers betreibt, im Jahr 2023 erweitert und die Präsenz in der Region Asien/Pazifik gestärkt. Neben der Nachhaltigkeit finden in diesem Teilprogramm auch bauliche Weiterentwicklungen an ausgewählten Standorten statt. So wurde das Technologiezentrum am Standort Herzogenaurach fertiggestellt und am 30. Oktober 2024 eröffnet. Unter diesem Dach werden die Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien für nachhaltige und CO2-neutrale Mobilitäts- und Energieökosysteme gebündelt. Zudem investiert die Gruppe mit der Erweiterung des Fertigungs- und Entwicklungscampus in Bühl in das Zukunftsfeld Elektromobilität sowie global in „New Work“-Projekte, um ein neues, attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Im Teilprogramm „Sustainability & Infrastructure“ wurden im Berichtsjahr weitere wesentliche Maßnahmen aus dem Climate Action Plan umgesetzt. Die konsequente Dekarbonisierung der eigenen Produktion und der Lieferkette ist essentieller Bestandteil der verschiedenen spezifischen Nachhaltigkeitsinitiativen. Auch andere Nachhaltigkeitsaspekte wie Ressourceneffizienz oder Menschenrechte wurden zur Umsetzung gebracht und konsequent vorangetrieben. Bedeutende Fortschritte wurden außerdem bei der Implementierung von SAP S/4HANA als zukunftsfähigem ERP-System erzielt: Die Einführung an einem ersten Standort in Europa markiert einen wichtigen Meilenstein, um die Kernprozesse auf einer zukunftssicheren Plattform zu digitalisieren und zu harmonisieren.
Im Teilprogramm „Digitalization & IT“ wurde die Ausstattung von Produktionsmaschinen mit eigener Software zur Erfassung und Verarbeitung von Prozessdaten und Maschinenzuständen vorangetrieben. Durch die Etablierung eines globalen Sondermaschinenbau-Netzwerks wurde im Berichtsjahr die weltweite Trennung aller Schaeffler Sondermaschinenbau-Standorte in unabhängige, neu gegründete juristische Einheiten abgeschlossen. Zudem markieren der Relaunch der Schaeffler Website und des Schaeffler Intranets weitere wichtige Schritte in Richtung einer benutzerfreundlicheren und modernen digitalen Plattform, die sowohl externe Geschäftspartner und Kunden als auch Mitarbeitende optimal unterstützt, informiert und die Zusammenarbeit fördert.
Das Teilprogramm der Sparte Bearings & Industrial Solutions fokussierte sich im Berichtsjahr auf die Stärkung der Wettbewerbsposition im Kerngeschäft mit Wälz- und Gleitlagern durch aktive Preisgestaltung und Verbesserung der Kostenstrukturen in der Produktion, einschließlich gezielter regionaler und überregionaler Verlagerungen von Produktionskapazitäten. Durch die Einführung neuer Produkte, wie Kegelrollenlager in Zoll-Abmessungen für den amerikanischen Markt, wurden spezifische regionale Anforderungen bedient. Gleichzeitig wurde der weitere Ausbau des Servicegeschäfts vorangetrieben, u. a. durch die Einführung neuer Sensoren im Bereich der Zustandsüberwachung von Produktionsmaschinen.
Im Rahmen des spartenübergreifenden Teilprogramms „Innovation & Technology“ wird ein zukunftsweisender Rahmenplan für die Factory 2030 entwickelt. Dieser Plan legt technische Richtlinien als Mindeststandard fest, fördert die Optimierung von Geschäftsprozessen und integriert technologische Entwicklungen als entscheidenden Erfolgsfaktor. Ein besonderer Fokus liegt auf Robotics und Automatisierung: In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Robotersysteme in den Werken ausgerollt, die zusammen mit dem wachsenden Einsatz fahrerloser Transportsysteme maßgeblich zur Flexibilisierung, Skalierung und Verbesserung der Taktung der Herstellungsprozesse beitragen. Zur Stärkung des Innovationsökosystems wurden Initiativen zur Förderung externer Kooperationen gestartet, um das Innovationspotenzial des Unternehmens zu erhöhen und die Position als Technologieführer zu festigen.
Im Teilprogramm „People & Culture“ liegt der Fokus weiterhin auf der kontinuierlichen Qualifizierung der Mitarbeitenden, da die Aus- und Weiterbildung entscheidend für die Zukunft der Motion Technology Company ist. Die Ausbildungsprogramme werden fortlaufend weiterentwickelt, wobei moderne Lernumgebungen und Technologien berücksichtigt werden. Mit dem Rollout von LinkedIn Learning steht ein neues Trainingsangebot bereit, das den Zugang zu einer Vielzahl hochwertiger Online-Kurse und Weiterbildungsressourcen ermöglicht. Zudem wurde die globale Marke von Schaeffler durch die Optimierung zentraler Markenelemente und klar definierter Werte gestärkt. Verbindliche Richtlinien wurden etabliert, um die konsistente Anwendung dieser Elemente in allen Bereichen sicherzustellen. Diese Strategie fördert ein einheitliches Markenerlebnis und unterstützt die Markenausrichtung der neuen Schaeffler Gruppe nach der Integration der Vitesco Technologies Group AG.
Portfoliomanagement und Kapitalallokation
Um Kapital gezielt und im Einklang mit der Strategie einzusetzen, wurde ein spartenübergreifendes Rahmenkonzept zur Steuerung der langfristigen Kapitalallokation entwickelt. Dieses Rahmenkonzept unterscheidet zwischen vier grundlegenden Portfoliostrategien, die den Rahmen für Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen bilden. Die vier Strategien – Build, Grow, Harvest und Exit/Divest – finden in allen Sparten und deren Geschäftsfeldern Anwendung und sind stets direkt mit einem Produkt, einem Sektorcluster sowie einer Region verbunden. Die Zuordnung zu den einzelnen Strategien hängt vom Wachstumspotenzial und der Rentabilität des eingesetzten Kapitals ab, gemessen durch den ROCE.
Dieses Konzept unterscheidet zwischen vier verschiedenen Investitionstypen – (1) Investitionen für Wachstum, (2) Investitionen für Rationalisierung & Qualität, (3) Ersatzinvestitionen sowie (4) Investitionen, die notwendig sind, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen oder Sicherheit zu gewährleisten.
Aus den vier Portfoliostrategien und den vier Investitionstypen ergibt sich eine Matrix, über die den Geschäftsfeldern Kapital zugewiesen wird.
In diesen klar abgegrenzten Bereichen wird gezielt nach Möglichkeiten zur Erweiterung des Kompetenzprofils und des Portfolios gesucht. Der Fokus liegt hierbei primär – mit Ausnahme der Akquisition von Vitesco – auf Akquisitionen kleinerer Unternehmen, mit denen das Technologiespektrum ergänzt und verstärkt und damit langfristig Wert geschaffen werden soll.
Neue Wachstumsfelder, die sich noch am Anfang ihres Lebenszyklus befinden, gehören zur Portfoliostrategie „Build“, während bestehende Geschäftsfelder, die bei entsprechend hoher Kapitaleffizienz weiter ausgebaut werden sollen, durch „Grow“ abgedeckt werden. Geschäftsfelder mit geringerem Wachstumspotenzial legen einen stärkeren Fokus auf Rentabilität und Effizienz und werden der Strategie „Harvest“ zugeordnet. Sollten ausgewählte Bereiche nicht länger Kern der Strategie sein oder eine zu geringe Wirtschaftlichkeit aufweisen, werden sie der Portfolio-
Zur endgültigen Beurteilung der Vorteilhaftigkeit einer M&A-Transaktion findet neben der qualitativen Bewertung des potenziellen Transaktionsobjektes auch eine ausführliche quantitative Analyse statt.
| Portfoliosteuerung & Kapitalallokation | Investitions- typen |
|---|---|
| Portfoliosystematik | 1 Wachstum |
| 2 Rationali- sierung & Qualität | |
| 3 Ersatz | |
| 4 Sicherheit & Regulierung | |
| Portfolio- felder | A Build |
| B Grow | |
| C Harvest | |
| D Exit/Divest | |
| Gesamt- Investitionen | Gesamt- ROCE/SVA |
1) Kapazitätserweiterungen und neue Produkte.
Die M&A-Radar-Funktion identifiziert und bewertet potenzielle Akquisitionsziele.
| Wachstum | Rationalisierung & Qualität | Ersatz | Sicherheit & Regulierung | |
|---|---|---|---|---|
| Build | Wasserstoff | Industrie 4.0/ Leistungs- elektronik | Fahrwerk- mechatronik und Systeme | |
| Grow | Industrielle Lösungen | Service- lösungs- geschäft | Rotative und lineare Komponenten | |
| Harvest | Automitive Aftermarket | |||
| Exit/Divest |
Grafik zur Kapitalallokation:
Das Rahmenkonzept zur Steuerung der Kapitalallokation nutzt eine Matrix, die vier Portfoliostrategien (Build, Grow, Harvest, Exit/Divest) mit vier Investitionstypen (Wachstum, Rationalisierung & Qualität, Ersatz, Sicherheit & Regulierung) kombiniert, um strategische Entscheidungen über die Zuweisung von Kapital zu Geschäftsfeldern zu leiten.
„Motion“ steht für die Kontrolle von Bewegung und umfasst Steuergeräte und Sensorik. „Power Motion“ beinhaltet die Leistungselektronik, die elektrische Spannung umwandelt und den Energiefluss steuert. Dieses innovative Produktangebot wird Kunden entlang von zehn Kundensektoren angeboten, die von Personenkraftwagen und leichten sowie schweren Nutzfahrzeugen bis hin zu zahlreichen Industriebranchen reichen. Dies wird durch die breite organisatorische Aufstellung der Schaeffler Gruppe gestützt: Gemeinsame Technologie- und Fertigungskompetenzen schaffen Synergien über Produkte, Sektoren und Sparten hinweg.
Im Berichtsjahr erzielte die Schaeffler Gruppe entscheidende Fortschritte in den Bereichen E-Mobility einen wichtigen Zukunftsbereich dar und konnte durch den Zusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG sowie durch einen hohen Auftragseingang trotz schwieriger Marktbedingungen weiter gestärkt werden. Im Umsetzungsprogramm soll nicht nur die Transformation der Schaeffler Gruppe vorantreiben, sondern auch spartenübergreifende Synergien fördern und Effizienzsteigerungen gewinnbringend unterstützen.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
12 Grundlagen des Konzerns
Konzernsteuerung
Eine zentrale Voraussetzung für eine langfristige Wertgenerierung ist die Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite auf das eingesetzte Kapital. An der Spitze der wertorientierten Steuerungs- kennzahlen der Schaeffler Gruppe stehen der Schaeffler Value Added (SVA) und der Return on Capital Employed (ROCE).
SVA und ROCE werden in der operativen Steuerung der Schaeffler Gruppe durch die folgenden drei Finanzkennzahlen formal operationalisiert:
- Währungsbereinigtes Umsatzwachstum
- EBIT-Marge vor Sondereffekten
- Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten
Neben den finanziellen Kennzahlen nutzt das Management auch nichtfinanzielle Kennzahlen. Für den Bereich der nichtfinanziellen ESG-Kennzahlen verweisen wir auf die Beschreibungen im Abschnitt Nachhaltigkeitsbericht. Weitere nichtfinanzielle Kennzahlen beziehen sich auf Qualität, Mitarbeiterkapazität (sowohl als Anzahl der Mitarbeiter als auch arbeitszeitanteilige Mitarbeiter), Liefertreue, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Diese bilden die Basis für operative Entscheidungen und sind als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren die Grundlage für die Kommentierung des Konzernlageberichts und damit auch Gegenstand der Prognose.
M&A-Strategie
Die Schaeffler Gruppe verfolgt in erster Linie eine organische Wachstumsstrategie, die auf der bestehenden technologischen Kompetenz und Innovationskraft basiert. Im Einklang damit sind entlang definierter Fokusfelder Akquisitionen dann mög- lich, wenn sie eine Erweiterung der technologischen Kompetenz mit sich bringen bzw. zur Stärkung der bestehenden Marktposi- tion beitragen. Kernstück dieser Vorgehensweise ist ein gruppen- weit gültiger M&A-Radar, der auf mehreren Suchfeldern die anvisierten Bereiche für den Zukauf von Kompetenzen und anor- ganischem Wachstum sowohl in einzelnen Sparten als auch in übergreifenden Bereichen definiert.
Eine Akquisition wird insbesondere nur dann weiter- verfolgt, wenn diese mit Renditeerwartungen auf das eingesetzte Kapital verbunden ist, die intern festgelegte Mindestvorgaben überschreiten. Spezifische Risiken, wie länder- oder geschäfts- spezifische Risiken, werden dabei ebenso berücksichtigt wie der Reifegrad der Geschäftstätigkeit, was im Einzelfall zu Anpassun- gen der geforderten Mindestrendite führen kann. Eine Akquisition wird insbesondere nur dann weiter- strategie „Exit/Divest“ zugeordnet.
Die vier Portfoliostrategien treiben somit auch den Kapitalalloka- tionsprozess der Schaeffler Gruppe voran, der insbesondere durch die Steuerung der Investitionen als eine wesentliche Ein- flussgröße auf den Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten operationalisiert wird. Um die jeweils zuweis- baren Investitionsbeträge abzuleiten, sind die Portfoliostrate- gien mit einem Rahmenkonzept zur Kapitalallokation verbunden.
Schaeffler Value Added und Return on Capital Employed (ROCE)
SVA – ROCE ÷
Durchschnittlich gebundes
Kapital ×
Kapitalkosten
Kapitalkostensatz
Schaeffler Value Added (SVA) und Return on Capital Employed (ROCE) messen weitere entscheidende Größen der Wert- schöpfung von Schaeffler, indem sie die operative Rentabilität bzw. die Effizienz des Kapitaleinsatzes ausdrücken.
Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten
Der Cash Flow bzw. Kapitalfluss von Schaeffler gibt die Verände- rung des Zahlungsmittelbestands einer Periode an, d. h., ob sich der Zahlungsmittelbestand in dieser Periode erhöht oder ab- genommen hat. Diese Veränderung des Zahlungsmittelbestands lässt sich in verschiedene Teilbereiche untergliedern. Als Free Cash Flow wird grundsätzlich der Teilbereich bezeichnet, der – sofern positiv – frei für Dividendenzahlungen und die Tilgung von Finanzschulden zur Verfügung steht. Er wird bei Schaeffler definiert als die Summe des Cash Flow aus laufender Geschäfts- tätigkeit, des Cash Flow aus Investitionstätigkeit und der dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Auszah- lungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Damit bildet dieser Teilbereich grundsätzlich sämtliche Zahlungsströme von Schaeffler vor Dividenden und Veränderungen der Finanzschul- den ab. Zur operativen Steuerung wird bei Schaeffler die Größe Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten benutzt. Zu den M&A-Aktivitäten gehören die im Cash Flow aus Investitionstätigkeit erfassten Erwerbe oder Veräußerungen von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen sowie Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen.
Mehr zur Entwicklung der genannten Kennzahlen in der Geschäfts- entwicklung sowie zu Sondereffekten ab Seite 17ff.
EBIT-Marge vor Sondereffekten
Die EBIT-Marge vor Sonder- effekten misst eine weitere entscheidende Größe der Wert- schöpfung von Schaeffler, indem sie die Rentabilität der Absatz- leistung von Schaeffler ausdrückt. Zur Fokussierung auf die operative Performance wird ein Ergebnis vor Sondereffekten, d. h. ohne Sondereffekte, ermittelt.
Weitere Kennzahlen
Neben den drei bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikato- ren nutzt Schaeffler eine Reihe weiterer finanzieller Kennzahlen. Dazu gehört u. a. die Reinvestitionsrate, die die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen im Verhältnis zu den Abschreibungen (ohne die Abschreibungen auf Nutzungs- rechte aus Leasingverhältnissen sowie Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte) darstellt. Zudem wird die Kennzahl FCF-Conversion ermittelt, die den Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten ins Verhältnis zum EBIT setzt und somit veranschaulicht, wie viel Cash Flow aus dem buchmä- ßigen Ergebnis generiert wird. Der Verschuldungsgrad vor Sonder- effekten entspricht dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu EBITDA vor Sondereffekten. Hierbei werden die Netto-Finanz- schulden als Summe der lang- und kurzfristigen Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente definiert. Weitere wichtige Kennzahlen sind die F&E-Quote, die Steuerquote, das Financial Rating und die Ausschüttungsquote, die auf Basis des Konzernergebnisses vor Sondereffekten berechnet wird.
Für den Bereich der nichtfinanziellen ESG-Kennzahlen verweisen wir auf die umfassenden Beschreibungen im Abschnitt Nachhaltigkeits- bericht.
13 Forschung und Entwicklung
Das Produktspektrum der Schaeffler Gruppe fokussiert sich auf die Bewegungstechnologie. Mit der weiterentwickelten Positionierung als Motion Technology Company hat die Schaeffler Gruppe das Ziel, aktiv zur Transformation zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen. Einhergehend mit der strategischen Ausrichtung ist die Innovation eine strategische Priorität der Schaeffler Gruppe insbesondere bei Technologien, Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Antriebsstrang (insbesondere elektrifizierte Antriebe), Fahrwerkslösungen, industrielle Anwendungen, Industrie 4.0, Digitalisierung oder erneuerbare Energien. Durch die Verschmelzung mit Vitesco und deren komplementären Pro- duktportfolios in den Bereichen E-Mobilität sowie Powertrain & Chassis ergeben sich weitere neue Potenziale. Die Innovations- strategie „Innovation-to-Business“ zielt darauf ab, Potenziale für nachhaltige Produkte in dynamischen und komplexen Marktum- feldern frühzeitig zu identifizieren und zu entwickeln.
Das (2) Innovationscluster eDrive Solutions fokussiert sich auf innovative elektrische Antriebssysteme und deren Kernkompo- nenten, also Elektromotoren, Leistungselektronik, mechanische Getriebe- und Lagerkomponenten und Software. Durch ein voll- umfängliches Systemverständnis lässt sich die Reichweite von elektrischen Antrieben neben dem WLTP auch im „Real Driving“ z. B. bei tiefen Temperaturen steigern. Das wurde mit der 4in1 E-Achse von Schaeffler gezeigt. Auch im Bereich der Micromobi- lität verspricht das Chainless Drive System Potenzial u. a. für innovative Cargo Lösungen. Als Automobil- und Industriezuliefe- rer werden Synergien genutzt, indem Know-how für elektrische Antriebe auch in industriellen Anwendungen verwendet wird.
Im (5) Innovationscluster Robotics Solutions entwickelt die Schaeffler Gruppe Komponenten- und Systemlösungen für kolla- borative und mobile Roboter. Der Schwerpunkt lag 2024 auf alternativen mechatronischen Antriebssystemen, die auf die zukünftigen Anforderungen von kollaborativen Leichtbaurobo- tern hinsichtlich Genauigkeit und Gewicht zugeschnitten sind.
Das (6) Innovationscluster Digital Solutions legt den Schwer- punkt auf intelligente Produkte, digitale Dienstleistungen und „Smart Engineering“. Lösungen für KI-unterstützte Simulationen und „Copiloten mit generativer KI“ unterstützen die Produktent- wicklung. Mit Vehicle Lifetime Solutions wurden Schulungen in virtueller Realität und ein KI-Garantieassistent entwickelt, um Werkstätten und Kunden bei der Fahrzeugreparatur zu unterstüt- zen. In China wurde eine Zustandsüberwachung als Service- Plattform entwickelt und mit Industriekunden getestet. In der E-Achsen-Entwicklung werden fortschrittliche Sensorik- und Zusammenschluss mit Vitesco und deren Kompetenzen im Bereich Elektronik konnte das Portfolio erweitert werden, z. B. um Verfahren zur Diagnostik der Batterie, mit dem Ziel eine längere Batterielebensdauer und damit nachhaltigeren Betrieb zu ermöglichen.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
1. Grundlagen des Konzerns
Die Schaeffler Gruppe sichert ihre technologische Wettbewerbsfähigkeit u. a. durch die Open Innovation Strategie, die auf einem weltweiten Netzwerk aus Universitäten, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups basiert. Dieses Netzwerk konzentriert sich auf die gemeinsame Entwicklung strategischer Zukunftsthemen. Das Schaeffler Hub for Advanced Research („SHARE“)-Programm stellt ein globales Forschungsnetzwerk mit führenden Universitäten dar. Standorte auf dem Universitätsgelände fördern den intensiven Austausch und die enge Zusammenarbeit zwischen Schaeffler-Mitarbeitern und Wissenschaftlern. Zusätzlich besteht eine strategische Partnerschaft mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Kooperation mit Start-ups ist ein integraler Bestandteil der Innovationsstrategie. Die Schaeffler Gruppe evaluiert Zukunftstechnologien und innovative Geschäftsmodelle und realisiert Pilotprojekte mit Start-ups sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen, die direkt oder indirekt auf die 8 Innovationscluster einzahlen. Ziel ist es, die Basis für langfristig erfolgreiche strategische Kooperationen zu schaffen.
Regelungsalgorithmen auf Basis von maschinellem Lernen entwickelt.
Innovationsstrategie basiert auf Innovationsclustern, die auf eine klare Fokussierung und Bewertung von Marktpotenzialen neuer Produktideen ausgerichtet sind. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses mit Vitesco wurden die Innovationscluster neu bewertet und aktualisiert. Aufgrund des immer wichtiger werdenden Trends Software Defined Vehicle wurde ein neues Innovationscluster „Software Defined Solutions“ geschaffen. Die Innovationscluster „Material Solutions“ und „Advanced Manufacturing“ wurden zu einem Innovationscluster zusammengeführt. Die Innovationscluster sind in einem globalen Projekt- haus organisiert. Die Industrialisierung folgt entsprechend den Kunden- und Marktbedarfen. Die acht Innovationscluster sind Bestandteil des spartenübergreifenden Teilprogramms „Innovation & Technology“ der „Roadmap 2025“.
(1) Innovationscluster Energy Solutions
Im (1) Innovationscluster Energy Solutions werden neue Technologien für eine nachhaltige Energiekette entwickelt. Schwerpunkte sind die Wasserstofftechnologie mit Elektrolyseuren und Brennstoffzellen sowie Batterietechnologien. Das gemeinsam mit Symbio gegründete Unternehmen „Innoplate SAS“ konnte 2024 eine Serienfertigung mit einer anfänglichen Kapazität von 4 Millionen Bipolarplatten pro Jahr in Betrieb nehmen.
(3) Innovationscluster Software Defined Solutions
Das (3) Innovationscluster Software Defined Solutions fokussiert sich auf Lösungen im Bezug auf Software definierte Systemarchitekturen inklusive deren abgeleiteten Produktlösungen und möglicher neuer Businessmodelle. Startpunkt der Betrachtung ist der Megatrend Software definierte Fahrzeuge. Diese Logik wird aktuell auf weitere Marktsegmente erweitert, um zukünftige Innovationsthemen zu identifizieren.
(4) Innovationscluster Mobility Solutions
Im (4) Innovationscluster Mobility Solutions liegt ein Fokus auf Systemen zur Lenkung von Pkw und Lkw nach dem Steer-by-Wire-Prinzip und hier insbesondere auf Lenk-Aktoren für die Vorder- und Hinterachse und Lenkrad-Aktoren. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Komforterhöhung des Fahrwerkes. Dies wird über aktive Dämpfungssysteme für bessere Federung und Fahrzeugdynamik erreicht. Ein weiterer Fokus ist der elektrische Antriebsstrang für schwere Nutzfahrzeuge. Auf der IAA 2024 wurden z. B. neue mehrgängige 800V E-Achsen für den Heavy Duty Bereich gezeigt.
(7) Innovationscluster Materials & Manufacturing Solutions
Im (7) Innovationscluster Materials & Manufacturing Solutions sind Material- und Fertigungstechnologien eng vernetzt und bilden die Grundlage zur optimalen Funktionserfüllung. Im Vordergrund stehen dabei die Kreislauffähigkeit von Produkten, Prozessen sowie Material- und Prozesseffizienz. Weitere Schwerpunkte sind Ecodesign und Materialauswahl sowie Entwicklung von Füge- und integrativen Fertigungstechnologien für Multi-Material-Produkte.
(8) Innovationscluster Smart & Autonomous Production (vormals New Production Concept)
Im (8) Innovationscluster Smart & Autonomous Production (vormals New Production Concept) steht die Entwicklung von modularen und flexiblen Produktionskonzepten im Vordergrund. Der Einsatz von flexiblen Robotersystemen bis hin zu humanoiden Roboterlösungen ist Schlüsselfaktor für die Flexibilisierung der Produktion. Diese Lösungen werden in einer produktionsnahen Umgebung aufgebaut und weiterentwickelt. Die schnelle und einfache Integration dieser Systeme wird durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz unterstützt. Durch Echtzeitsimulation unter Berücksichtigung von physikalischen Eigenschaften werden die Robotersysteme simuliert, trainiert und optimiert, bevor diese in die Produktion integriert werden.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (in Mio. EUR) | 684 | 748 | 768 | 768 | 987 |
| F&E-Quote (in %) | 5,4 | 5,4 | 4,9 | 4,7 | 5,4 |
| Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung | 7.780 | 7.414 | 7.447 | 7.797 | 10.371 |
An einem Technology-Center in Herzogenaurach, 34 F&E-Zentren (Vj.: 20) und weiteren F&E-Standorten in insgesamt 27 Ländern beschäftigt die Schaeffler Gruppe 2024 durchschnittlich 10.371 F&E-Mitarbeiter (Vj.: 7.797). 2023 hat das Unternehmen
1.040 Patentanmeldungen beim Deutschen Patent- und Markenamt eingereicht, mit denen die Schaeffler Gruppe den siebten Platz auf der Rangliste der innovativsten Unternehmen Deutschlands belegte. Von Mitarbeitern der Schaeffler Gruppe wurden 2024 2.724 interne Erfindungsmeldungen (Vj.: 2.017) eingereicht.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft zeigte sich im Berichtsjahr trotz herausfordernder Rahmenbedingungen weiterhin resilient. In zahlreichen Ländern lag die Arbeitslosenrate weiterhin nahe historischer Tiefstände, zudem wies der Welthandel Anzeichen einer Erholung auf. In der Mehrzahl der bedeutenden Volkswirtschaften ermöglichte darüber hinaus der weitere Rückgang der Inflation eine Lockerung der Geldpolitik und unterstützte gleichzeitig den privaten Konsum. Der Zuwachs des globalen Bruttoinlandsprodukts 5 fiel im historischen Vergleich jedoch nur moderat aus; darüber hinaus zeigten sich zwischen Ländern und Sektoren teilweise deutliche Unterschiede.
Entwicklung der Automobilproduktion
| Region | Veränderung in % | Mio. Stück |
|---|---|---|
| Europa | -5,1 | 18,9 |
| Americas | 11,2 | 19,9 |
| Greater China | -1,1 | 18,3 |
| Asien/ Pazifik | 8,6 | 18,5 |
| Welt | 4,3 | 30,8 |
2024 | 1,5
2023 | 2,9
Quelle: S&P Global Market Intelligence (Januar 2025). Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab.
In den USA und einer Reihe von Ländern in Asien außerhalb Chinas war im Berichtsjahr eine robuste Wirtschaftsdynamik zu beobachten. Besonders schwach fiel hingegen die Entwicklung in Teilen Europas aus, während sich in China eine für das Land nur verhaltene Expansion des Bruttoinlandsprodukts zeigte.
Insgesamt wurde das Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr vorrangig vom Dienstleistungssektor getragen; im verarbeitenden Gewerbe fiel die Aktivität im Vergleich schwächer aus.
An den Devisenmärkten zeigte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar stabil während er gegenüber dem chinesischen Renminbi leicht aufwertete. Im Berichtszeitraum lag der durchschnittliche Wert des Euro bei 1,08 USD bzw. 7,79 CNY (Vj.: 1,08 USD bzw. 7,66 CNY; Europäische Zentralbank).
Der Rückgang der globalen Automobilproduktion 6 lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Hohe Fahrzeugpreise und ein erschwerter Zugang zu Krediten dämpften die Nachfrage von Konsumenten. Zudem wurde die Produktion teilweise im Hinblick auf hohe Lagerbestände reduziert. Schließlich trugen auch länderspezifische Faktoren zur ungünstigen Marktentwicklung bei. In Japan resultierte z. B. eine Naturkatastrophe zu Beginn des Berichtsjahres in Störungen der Lieferketten, zudem führten anhaltende Probleme bei der Fahrzeugzertifizierung bei einem Teil der Hersteller zu spürbaren Produktionsausfällen.
Unter den bedeutendsten Fertigungsländern verzeichnete nur ein kleiner Teil – insbesondere China, Indien, Mexiko und Brasilien – einen Zuwachs der Automobilproduktion gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Unter anderem in den USA, Deutschland,
In der Eurozone, Teil der Region Europa, nahm der Fahrzeugbestand um 1,3 % auf 222,4 Mio. Stück zu, während das Durchschnittsalter auf 12,3 Jahre anstieg. In den USA, dem mit Abstand bedeutendsten Markt der Region Americas, zeigte sich
Im globalen verarbeitenden Gewerbe war in der ersten Hälfte ein Aufhellung des Geschäftsfelds zu beobachten. Im weiteren Jahresverlauf zeigte sich jedoch anhand verschiedener Faktoren – u. a.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
17 Wirtschaftsbericht
Geschäftsentwicklung 2024
Beschaffungsmärkte
Im Jahresdurchschnitt betrachtet zeigte sich im Berichtsjahr an den für Schaeffler wesentlichen Rohstoff- und Energiemärkten eine uneinheitliche Entwicklung, da sowohl Preisanstiege als auch -rückgänge zu beobachten waren. Im Vergleich zu den Jahren vor der Coronavirus-Pandemie bzw. dem Krieg in der Ukraine blieben die Preise an den relevanten Rohstoff- und Energiemärkten jedoch mehrheitlich weiter auf einem insgesamt hohen Niveau.
Die jahresdurchschnittlichen Preise für kalt- und warmgewalzte Stähle lagen in den für die Schaeffler Gruppe wesentlichen Beschaffungsregionen zwischen etwa 7 % und etwa 16 % unter dem Vorjahresniveau (S&P Global Commodity Insights, Januar 2025). Aluminium und Kupfer verteuerten sich hingegen um etwa 7 % bzw. etwa 8 % (Internationaler Währungsfonds ¹⁰, Januar 2025). Kunst- und Schmierstoffe werden häufig auf Rohölbasis hergestellt. Der jahresdurchschnittliche Preis für Rohöl lag um etwa 3 % unter dem Vorjahreswert (Internationaler Währungsfonds, Januar 2025). Die Spot-Preise für Erdgas in Europa und den USA lagen wiederum um etwa 15 % bzw. etwa 9 % unter der Vergleichsbasis im Vorjahr (Internationaler Währungsfonds, Januar 2025). In der Europäischen Union führte die enge Preisbindung zwischen Erdgas und Elektrizität zu ebenfalls spürbaren Rückgängen der Großhandel-Strompreise an den Spotmärkten (Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber, Januar 2025). ¹¹
Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, wurde in der Region Europa ein umfassendes Maßnahmenprogramm initiiert. Dieses Programm zielt darauf ab, die Ergebnisse in der Sparte Bearings & Industrial nachhaltig zu verbessern, Synergien aus dem Zusammenschluss mit Vitesco zu realisieren und Kapazitäten an die veränderten Rahmenbedingungen in der Automobilzulieferindustrie anzupassen.
Die Schaeffler Gruppe verwendet für die Herstellung ihrer Produkte verschiedene Materialien, insbesondere unterschiedliche Sorten Stahl, Aluminium, Kupfer sowie Kunst- und Schmierstoffe. Zudem ist die Produktion auf Energie angewiesen, insbesondere Erdgas und Elektrizität. Die Preisentwicklung an den Rohstoff- und Energiemärkten beeinflusst die Kosten der Schaeffler Gruppe in unterschiedlichem Ausmaß und i.d.R. zeitverzögert, jeweils abhängig von der Vertragsgestaltung mit den Lieferanten. Insbesondere beim Einkauf von Stahl werden überwiegend (halb-)jährliche Laufzeitkontrakte vereinbart.
2.2 Geschäftsentwicklung 2024
Aus Sicht des Vorstands hat die Schaeffler Gruppe das Geschäftsjahr 2024 unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufriedenstellend abgeschlossen. Dabei wurde insbesondere die Transformation konsequent vorangetrieben, um die Gruppe auf eine Zukunfts-
auszurichten. Durch die Verschmelzung mit der Vitesco Technologies Group AG zum 1. Oktober 2024 wird die Position als Motion Technology Company aus Sicht des Vorstands weiter gestärkt.
Im Jahr 2024 erreichte die Schaeffler Gruppe zudem wichtige Meilensteine ihrer Roadmap. Ein Beispiel ist die Fertigstellung und Eröffnung des Technologiezentrums am Standort Herzogenaurach. In diesem Zentrum wird das Entwicklungs-Know-how im Bereich Materialwissenschaften für Zukunftsfelder wie E-Mobilität, Batterietechnologie und Wasserstoff gebündelt. Zu den Fortschritten in Bezug auf Nachhaltigkeit verweisen wir auf den Abschnitt Nachhaltigkeitsbericht.
Darüber hinaus wurden die Produkte und Serviceleistungen des kombinierten Unternehmens in acht Motion-Technology- Produktfamilien gebündelt, die das breite Spektrum im Bereich Motion abdecken. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration der Technologien innerhalb dieser Produktfamilien. Die Darstellung des umfangreichen Portfolios über vier Sparten und acht Produktfamilien hinweg unterstreicht nach Ansicht des Vorstands die breite Aufstellung des Unternehmens.
In diesem Kontext hat die Schaeffler Gruppe die intensive Vorbereitung getroffen, ab dem Geschäftsjahr 2025 die Geschäftsaktivitäten in vier produktorientierten Sparten führen zu können.
¹⁰ Alle Preisangaben des Internationalen Währungsfonds basieren jeweils auf Werten in US-Dollar.
¹¹ Daten bereitgestellt von Ember (Januar 2025).
Gesamtbewertung des Geschäftsjahres 2024 durch den Vorstand
Aus Sicht des Vorstands hat die Schaeffler Gruppe das Geschäftsjahr 2024 unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufriedenstellend abgeschlossen. Dabei wurde insbesondere die Transformation konsequent vorangetrieben, um die Gruppe auf eine erfolgreiche Zukunft auszurichten. Durch die Verschmelzung mit der Vitesco Technologies Group AG zum 1. Oktober 2024 wird die Position als Motion Technology Company aus Sicht des Vorstands weiter gestärkt.
Im Jahr 2024 erreichte die Schaeffler Gruppe zudem wichtige Meilensteine ihrer Roadmap. Ein Beispiel ist die Fertigstellung und Eröffnung des Technologiezentrums am Standort Herzogenaurach. In diesem Zentrum wird das Entwicklungs-Know-how im Bereich Materialwissenschaften für Zukunftsfelder wie E-Mobilität, Batterietechnologie und Wasserstoff gebündelt. Zu den Fortschritten in Bezug auf Nachhaltigkeit verweisen wir auf den Abschnitt Nachhaltigkeitsbericht.
Darüber hinaus wurden die Produkte und Serviceleistungen des kombinierten Unternehmens in acht Motion-Technology- Produktfamilien gebündelt, die das breite Spektrum im Bereich Motion abdecken. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration der Technologien innerhalb dieser Produktfamilien. Die Darstellung des umfangreichen Portfolios über vier Sparten und acht Produktfamilien hinweg unterstreicht nach Ansicht des Vorstands die breite Aufstellung des Unternehmens.
In diesem Kontext hat die Schaeffler Gruppe die intensive Vorbereitung getroffen, ab dem Geschäftsjahr 2025 die Geschäftsaktivitäten in vier produktorientierten Sparten führen zu können.
| Ist 2023 | Ausblick 2024 (20. Feb.) | Ausblick 2024 (22. Juli) | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum ¹) | deutliches Wachstum | deutliches Wachstum | 12,9 % | |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten ²) | 5,8 % | 6 bis 9 % | 5 bis 8 % | 4,5 % |
| Free Cash Flow ³) | 421 Mio. EUR | 300 bis 400 Mio. EUR | 200 bis 300 Mio. EUR | 363 Mio. EUR |
¹) Währungsbereinigtes Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr.
²) Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
³) Vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten.
⁴) Bestätigt am 23. April 2024.
Die Entwicklung der am 20. Februar 2024 verabschiedeten Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wird in der nebenstehenden Tabelle dargelegt. Mit einem deutlichen währungsbereinigten Umsatzwachstum in Höhe von 12,9 % wurde die Prognose erreicht. Dies war auf den Umsatzbeitrag der Vitesco-Tochtergesellschaften zurückzuführen, die seit dem 1. Oktober 2024 vollständig in den Konzernabschluss der Schaeffler AG einbezogen werden. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 4,5 % lag unterhalb der am 22. Juli 2024 angepassten Bandbreite der Prognose.
Vergleich zum Ausblick 2024
| Ist 2023 | Ausblick 2024 (20. Feb.) | Ausblick 2024 (22. Juli) | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum ¹) | deutliches Wachstum | deutliches Wachstum | 12,9 % | |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten ²) | 5,8 % | 6 bis 9 % | 5 bis 8 % | 4,5 % |
| Free Cash Flow ³) | 421 Mio. EUR | 300 bis 400 Mio. EUR | 200 bis 300 Mio. EUR | 363 Mio. EUR |
¹) Währungsbereinigtes Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr.
²) Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
³) Vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten.
⁴) Bestätigt am 23. April 2024.
Am 20. Februar 2024 wurde der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 verabschiedet. Am 22. Juli 2024 hat der Vorstand der Schaeffler AG den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 vom 20. Februar 2024 angepasst.
Die Entwicklung der am 20. Februar 2024 verabschiedeten Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wird in der nebenstehenden Tabelle dargelegt. Mit einem deutlichen währungsbereinigten Umsatzwachstum in Höhe von 12,9 % wurde die Prognose erreicht. Dies war auf den Umsatzbeitrag der Vitesco-Tochtergesellschaften zurückzuführen, die seit dem 1. Oktober 2024 vollständig in den Konzernabschluss der Schaeffler AG einbezogen werden. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 4,5 % lag unterhalb der am 22. Juli 2024 angepassten Bandbreite der Prognose.
Entwicklung des Fahrzeugbestands
Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab. Die Berechnung des Durchschnittsalters auf Weltebene bzw. nach Regionen der Schaeffler Gruppe basiert auf ca. 96 % des globalen Fahrzeugbestands.
Der im Berichtsjahr zu verzeichnende Zuwachs des globalen Fahrzeugbestands ⁷ ist erneut maßgeblich auf ein überdurchschnittlich starkes Wachstum in China zurückzuführen. In China, Teil der Region Greater China, war ein spürbarer Zuwachs des Fahrzeugbestands um 5,4 % auf 323,4 Mio. Stück zu beobachten, während sich das Durchschnittsalter auf 7,6 Jahre erhöhte. In der Region Asien/Pazifik nahm der Fahrzeugbestand in Japan um 0,6 % auf 73,6 Mio. Stück zu, während das Durchschnittsalter auf 9,3 Jahre anstieg. In Indien war ein kräftiger Zuwachs des Fahrzeugbestands um 6,3 % auf 61,8 Mio. Stück zu verzeichnen; das mittlere Alter des Fahrzeugbestands blieb unverändert bei 9,2 Jahren.
Der Fahrzeugbestand in Europa entwickelte sich mit 0,9 % rückläufig, und der Bestand in den USA zeigten sich hingegen jeweils rückläufige eine Erhöhung des Fahrzeugbestands um 0,9 % auf 288,6 Mio. Stückzahlen. Die positive Entwicklung in China ist neben starken Stück, verbunden mit einem Anstieg des Durchschnittsalters auf Exporten u. a. auf eine staatliche Abwrackprämie zurückzuführen, 11,9 Jahre. Die weltweite Industrieproduktion verzeichnete im Berichts- die eine spürbare Belebung der Inlandsnachfrage zur Folge hatte. jahr ein Wachstum von 1,9 % (2023: 1,9 %; S&P Global Market Intelligence, Januar 2025). ⁸ Einen maßgeblichen Anteil hieran hatte der kräftige Zuwachs von 5,2 % in China.
| Region | Veränderung in % | Mio. Stück | Durchschnittsalter Jahre |
|---|---|---|---|
| Europa | 1,7 | 544,2 | 13,2 |
| Americas | 1,8 | 534,9 | 12,9 |
| Greater China | 1,1 | 441,7 | 12,3 |
| Asien/Pazifik | 5,3 | 332,9 | 7,7 |
| Welt | 2,7 | 265,5 | 10,5 |
Quelle: S&P Global Mobility (November 2024).
Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab. Die Berechnung des Durchschnittsalters auf Weltebene bzw. nach Regionen der Schaeffler Gruppe basiert auf ca. 96 % des globalen Fahrzeugbestands.
| Region | Veränderung in % | Mio. Stück | Durchschnittsalter Jahre |
|---|---|---|---|
| Europa | 1,8 | 534,9 | 12,9 |
| Americas | 1,0 | 437,0 | 12,1 |
| Greater China | 6,0 | 316,1 | 7,4 |
| Asien/Pazifik | 3,0 | 258,5 | 10,3 |
| Welt | 2,4 | 1.584,3 | 11,3 |
2024 2023
Quelle: S&P Global Mobility (November 2024).
Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab.
| Region | Veränderung in % |
|---|---|
| Welt | 2,7 |
| Europa | 2,6 |
| Americas | 1,4 |
| Greater China | 4,5 |
| Asien/Pazifik | 0,4 |
2024 2023
⁷ Gemessen an der Anzahl von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von weniger als 3,5 Tonnen (S&P Global Mobility [November 2024]). Enthält von S&P Global© bereitgestellte Inhalte [IHS Markit Vehicles In Operation (VIO) Forecast, November 2024]. Alle Rechte vorbehalten.
Entwicklung der Industrieproduktion in den Sektoren der Maschinenbau, Transportmittel und elektrische Ausrüstungen
Die weltweite Industrieproduktion verzeichnete im Berichtsjahr ein Wachstum von 1,9 % (2023: 1,9 %; S&P Global Market Intelligence, Januar 2025). ⁸ Einen maßgeblichen Anteil hieran hatte der kräftige Zuwachs von 5,2 % in China.
Das stagnierende Wachstum der weltweiten Industrieproduktion in den für die Schaeffler Gruppe besonders relevanten Branchen Maschinenbau, Transportmittel und elektrische Ausrüstungen von 0,4 % ist v.a. auf die Entwicklung des globalen Maschinenbaus zurückzuführen, der einen Rückgang um 1,0 % aufwies. In der mit Abstand größten Teilbranche verzeichnete unter den wichtigsten Produzenten nur China einen Zuwachs (3,7 %). Ausgesprochen negativ verlief die Entwicklung im Berichtsjahr hingegen in den USA (-3,4 %), Japan (-5,3 %) und der Eurozone (-6,3 %). Deutlich positiver als der Maschinenbau entwickelte sich die Teilbranche Transportmittel mit einem globalen Zuwachs um 3,0 %. Angeführt von China (5,9 %) wurde hier in nahezu allen bedeutenden Produktionsländern ein Wachstum verzeichnet. Eine wesentliche Ausnahme bildeten die USA mit einem Rückgang um 0,9 %. Auch in der Teilbranche elektrische Ausrüstungen leistete China (5,7 %) den größten Beitrag zum globalen Wachstum in Höhe von 1,7 %. Während sich in Japan (-7,6 %) und der Eurozone (-11,9 %) noch stärkere Rückgänge als im Maschinenbau zeigten, verzeichneten die USA einen spürbaren Zuwachs in Höhe von 5,3 %.
| Sektor | Veränderung in % |
|---|---|
| Maschinenbau | -1,0 |
| Transportmittel | 3,0 |
| elektrische Ausrüstung | 1,7 |
| Welt | 0,4 |
2024 2023
⁸ Gemessen an der realen Wertschöpfung (S&P Global Market Intelligence [Januar 2025]). Enthält von S&P Global Market Intelligence© bereitgestellte Inhalte [Comparative Industry Service Forecast, Januar 2025]. Alle Rechte vorbehalten.
| Region | Entwicklung der Industrieproduktion in den Sektoren | Veränderung in % |
|---|---|---|
| Welt | Europa | -3,0 |
| Americas | -1,7 | |
| Greater China | 4,5 | |
| Asien/Pazifik | -1,0 | |
| 2024 | ||
| 2023 | ||
| Quelle: S&P Global Market Intelligence (Januar 2025). |
Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab.
| Sektor | Veränderung in % |
|---|---|
| Maschinenbau | -1,0 |
| Transportmittel | 3,0 |
| elektrische Ausrüstung | 1,7 |
| Welt | 0,4 |
2024 2023
Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab.
| Region | Veränderung in % |
|---|---|
| Welt | 2,7 |
| Europa | 2,6 |
| Americas | 1,4 |
| Greater China | 4,5 |
| Asien/Pazifik | -1,0 |
2024 2023
Der im Berichtsjahr zu verzeichnende Zuwachs des globalen Fahrzeugbestands ⁷ ist erneut maßgeblich auf ein überdurchschnittlich starkes Wachstum in China zurückzuführen. In China, Teil der Region Greater China, war ein spürbarer Zuwachs des Fahrzeugbestands um 5,4 % auf 323,4 Mio. Stück zu beobachten, während sich das Durchschnittsalter auf 7,6 Jahre erhöhte. In der Region Asien/Pazifik nahm der Fahrzeugbestand in Japan um 0,6 % auf 73,6 Mio. Stück zu, während das Durchschnittsalter auf 9,3 Jahre anstieg. In Indien war ein kräftiger Zuwachs des Fahrzeugbestands um 6,3 % auf 61,8 Mio. Stück zu verzeichnen; das mittlere Alter des Fahrzeugbestands blieb unverändert bei 9,2 Jahren.
Der Fahrzeugbestand in Europa entwickelte sich mit 0,9 % rückläufig, und der Bestand in den USA zeigten sich hingegen jeweils rückläufige eine Erhöhung des Fahrzeugbestands um 0,9 % auf 288,6 Mio. Stückzahlen. Die positive Entwicklung in China ist neben starken Stück, verbunden mit einem Anstieg des Durchschnittsalters auf Exporten u. a. auf eine staatliche Abwrackprämie zurückzuführen, 11,9 Jahre. Die weltweite Industrieproduktion verzeichnete im Berichts- die eine spürbare Belebung der Inlandsnachfrage zur Folge hatte.jahr ein Wachstum von 1,9 % (2023: 1,9 %; S&P Global Market Intelligence, Januar 2025). ⁸ Einen maßgeblichen Anteil hieran hatte der kräftige Zuwachs von 5,2 % in China.
| Veränderung in % | Mio. Stück | Durchschnittsalter Jahre |
|---|---|---|
| 1,7 | 544,2 | 13,2 |
| 1,8 | 534,9 | 12,9 |
| 1,1 | 441,7 | 12,3 |
| 5,3 | 332,9 | 7,7 |
| 2,7 | 265,5 | 10,5 |
Quelle: S&P Global Mobility (November 2024).
Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab. Die Berechnung des Durchschnittsalters auf Weltebene bzw. nach Regionen der Schaeffler Gruppe basiert auf ca. 96 % des globalen Fahrzeugbestands.
| Veränderung in % | Mio. Stück | Durchschnittsalter Jahre |
|---|---|---|
| 1,8 | 534,9 | 12,9 |
| 1,0 | 437,0 | 12,1 |
| 6,0 | 316,1 | 7,4 |
| 3,0 | 258,5 | 10,3 |
| 2,4 | 1.584,3 | 11,3 |
2024 2023
Quelle: S&P Global Mobility (November 2024).
Die Regionen bilden die regionale Struktur der Schaeffler Gruppe ab.
| Veränderung in % |
|---|
| 2,7 |
| 2,6 |
| 1,4 |
| 4,5 |
| -1,0 |
2024 2023
⁷ Gemessen an der Anzahl von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von weniger als 3,5 Tonnen (S&P Global Mobility [November 2024]). Enthält von S&P Global© bereitgestellte Inhalte [IHS Markit Vehicles In Operation (VIO) Forecast, November 2024]. Alle Rechte vorbehalten.
⁸ Gemessen an der realen Wertschöpfung (S&P Global Market Intelligence [Januar 2025]). Enthält von S&P Global Market Intelligence© bereitgestellte Inhalte [Comparative Industry Service Forecast, Januar 2025]. Alle Rechte vorbehalten.
⁹ Abteilungen 28 und 30 sowie Gruppe 271 gemäß der ISIC Rev. 4-Systematik.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
19 Wirtschaftsbericht
Ertragslage
Belastend wirkten sich im vierten Quartal 2024 insbesondere die schwache Ergebnisentwicklung der Sparte Bearings & Industrial Solutions sowie der Vitesco-Tochtergesellschaften aus, die seit dem 1. Oktober 2024 vollständig in den Konzernabschluss der Schaeffler AG einbezogen werden. Darüber hat der Vorstand am 21. Januar 2025 informiert. Gleichzeitig übertraf der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten mit 363 Mio. EUR die am 22. Juli 2024 ange- passte Bandbreite der Prognose.
2.3 Ertragslage
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 18.188 | 16.313 | 11,5 |
| • währungsbereinigt | 12,9 |
Ertragslage Schaeffler Gruppe
| Umsatzerlöse nach Sparten | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| – Automotive Technologies | 6.955 | 7.035 | -1,1 |
| • währungsbereinigt | -0,1 | ||
| Vehicle Lifetime Solutions | 2.579 | 2.241 | 15,1 |
| • währungsbereinigt | 16,9 | ||
| Bearings & Industrial Solutions | 6.570 | 6.960 | -5,6 |
| • währungsbereinigt | -4,5 | ||
| Others | 2.084 | 76 | > 100 |
| • währungsbereinigt | > 100 |
Der deutliche währungsbereinigte Anstieg der Umsatzerlöse im Berichtsjahr war auf den Umsatzbeitrag der Tochtergesell- schaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG zurückzuführen, die seit dem 1. Okto- ber 2024 vollständig in den Konzernabschluss der Schaeffler AG einbezogen werden. Der Umsatzbeitrag betrug 1.949 Mio. EUR und wurde in der Sparte Others erfasst. Der Umsatz der Sparte Automotive Technologies lag trotz eines schwachen Automobil- umfelds währungsbereinigt nur leicht unter Vorjahresniveau und übertraf die Entwicklung der weltweiten Automobilproduktion. Dies war insbesondere auf zweistellige Wachstumsraten im E-Mobilität in Europa und Americas zurückzuführen. Der deut- liche Umsatzanstieg in der Sparte Vehicle Lifetime Solutions war vor allem auf Volumeneffekte im Independent Aftermarket in Europa und Americas zurückzuführen. Im Gegensatz dazu sank der Umsatz in der Sparte Bearings & Industrial Solutions, was vor allem auf Volumeneffekte im Sektorcluster Industrial Auto- mation in Europa und auf Verkaufspreiseffekte im Sektorcluster Wind in Greater China zurückzuführen war.
| Umsatzerlöse nach Regionen 1) | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| – Europa | 8.149 | 7.221 | 12,8 |
| • währungsbereinigt | 13,0 | ||
| Americas | 4.092 | 3.569 | 14,7 |
| • währungsbereinigt | 17,7 | ||
| Greater China | 3.490 | 3.358 | 3,9 |
| • währungsbereinigt | 5,5 | ||
| Asien/Pazifik | 2.458 | 2.165 | 13,5 |
| • währungsbereinigt | 16,5 |
| 2024 | 2023 | in % | |
|---|---|---|---|
| Umsatzkosten | -14.356 | -12.805 | 12,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.832 | 3.507 | 9,3 |
| • in % vom Umsatz | 21,1 | 21,5 | – |
| Kosten der Forschung und Entwicklung | -987 | -768 | 28,5 |
| Kosten des Vertriebs und der Allgemeinen Verwaltung | -2.007 | -1.737 | 15,5 |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge | -452 | -169 | > 100 |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Beteiligungen | -93 | 1 | – |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 294 | 834 | -64,7 |
| • in % vom Umsatz | 1,6 | 5,1 | – |
| Sondereffekte 2) | 517 | 353 | 46,5 |
| EBIT vor Sondereffekten | 811 | 1.187 | -31,6 |
| • in % vom Umsatz | 4,5 | 7,3 | – |
| Finanzergebnis | -291 | -259 | 12,8 |
| Ertragsteuern | -608 | -240 | > 100 |
| Konzernergebnis 3) | -632 | 309 | – |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert, in EUR) | -0,86 | 0,46 | – |
1) Nach Marktsicht (Kundenstandorte).
2) Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
3) Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.
Im Berichtsjahr war die EBIT-Marge vor Sondereffekten rückläu- fig. Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Beteiligungen enthält maßgeblich das Ergebnis aus der bis zum 30. September 2024 at-equity bewerteten Beteiligung an der Vitesco Technologies Group AG (rund 38,9 %). Anpassungen an die Schaeffler AG konzerneinheitliche Bilanzierung von Vitesco wirkten sich ergeb- nismindernd aus. Im Berichtsjahr führte eine Änderung der rechnungslegungsbezogenen Schätzung zur Vorratsbewertung zu Erträgen im Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 117 Mio. EUR, die als Sondereffekte im EBIT erfasst wurden. Zudem waren im Berichtsjahr Integrationskosten in den Kosten der Allgemeinen Verwaltung enthalten, die in Höhe von 84 Mio. EUR ebenfalls als Sondereffekte im EBIT berücksichtigt wurden.
Das Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) lag im Geschäftsjahr 2024 bei -0,86 EUR (Vj.: 0,46 EUR). Für die Ermitt- lung des Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien von 736 Millionen (Vj.: 666 Mil- lionen) herangezogen. In den sonstigen Effekten waren im Berichtsjahr Erträge in Höhe von 53 Mio. EUR (Vj.: Aufwendungen von 67 Mio. EUR), im Wesentlichen aus der Fair-Value-Bewertung von eingebetteten Effekten aus Fremdwährungsumrechnung und Derivaten eines Total Return Swaps in Höhe von 23 Mio. EUR, enthalten. Der Total Return Swap wurde mit einer Bank unter- stützend zum freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebot der Schaeffler AG zum Erwerb der Anteile an der Vitesco Technolo- gies Group AG mit Barausgleich und ohne rechtlichen Anspruch auf Bezug von Aktien abgeschlossen. Darüber hinaus führte die Bewertung von bedingten Kaufpreiszahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit in den Vorjahren erworbenen Unterneh- men zu Erträgen in Höhe von 18 Mio. EUR. Des Weiteren ergaben sich Zinserträge aus der Rückerstattung einer Umsatzsteuer in Höhe von 10 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2024 lag der Ertragsteueraufwand bei 608 Mio. EUR (Vj.: 240 Mio. EUR). Hieraus ergab sich eine effek- tive Steuerquote von 22.127,4 % (Vj.: 41,8 %). Der Anstieg der effektiven Steuerquote gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus belastenden Effekten aus der Wertberichti- gung bzw. dem Nichtansatz latenter Steuern auf temporäre Diffe- renzen und Verlust- bzw. Zinsvorträge.
Das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechen- bare Konzernergebnis lag im Berichtsjahr bei -632 Mio. EUR (Vj.: 309 Mio. EUR).
Für das Geschäftsjahr 2024 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie vor (Vj.: Stammaktie: 0,44 EUR; Vorzugsaktie: 0,45 EUR).
Finanzergebnis der Schaeffler Gruppe
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen für Finanzschulden 1) | -275 | -137 |
| Derivaten | -2 | 5 |
| Zinseffekte Pensionen und Altersteilzeit- verpflichtungen | -68 | -60 |
| Sonstige Effekte | 53 | -67 |
| Summe | -291 | -259 |
1) Inkl. amortisierte Transaktionskosten.
Das Finanzergebnis der Schaeffler Gruppe verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2024 um 33 Mio. EUR auf -291 Mio. EUR. Daneben beinhalten die Zinsaufwendungen für Finanzschulden im Geschäftsjahr 2024 amortisierte Transaktionskosten in Höhe von 30 Mio. EUR, die im Rahmen der Brückenfinanzierung ent- standen sind.
Der ROCE sank im Berichtsjahr auf 2,6 % (Vj.: 8,8 %); der Schaeffler Value Added ging auf -839 Mio. EUR (Vj.: -115 Mio. EUR) zurück. Der ROCE vor Sondereffekten lag bei 7,2 % (Vj.: 12,5 %); der Schaeffler Value Added vor Sondereffekten (SVA) sank auf -322 Mio. EUR (Vj.: 238 Mio. EUR). Ursächlich für den Rückgang war neben dem rückläufigen EBIT vor Sondereffekten auch der Anstieg des durchschnittlich gebundenen Kapitals, der insbe- sondere im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Verschmel- zung von Vitesco steht.
Die Zinsaufwendungen für Finanzschulden betrugen im Geschäfts- jahr 2024 275 Mio. EUR (Vj.: 137 Mio. EUR). Der Anstieg der Zins- aufwendungen für Finanzschulden ist im Wesentlichen auf die Platzierung von zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Mrd. EUR im Januar 2024 sowie einer weiteren Anleihe in Höhe von 850 Mio. EUR im März 2024 zurückzuführen. Gegenläufig hat die Schaeffler AG im März 2024 eine ausstehende Anleihe über 800 Mio. EUR zum Ende der Laufzeit planmäßig zurückgezahlt. Im Januar 2024 hat die Schaeffler AG das im Dezember 2023 unter- zeichnete Darlehen mit der Europäischen Investitionsbank über eine Laufzeit von sechs Jahren in Höhe von 420 Mio. EUR vollständig in Anspruch genommen. Darüber hinaus hat die Schaeffler Gruppe im Laufe des Geschäftsjahres drei weitere Kreditlinien in Höhe von rd. 243 Mio. EUR in Anspruch genommen. Des Weiteren führte die Übernahme der Finanzschulden der Vitesco, die zum 1. Okto- ber 2024 rechtswirksam wurde, zu erhöhten Zinsaufwendungen. Diese umfassen ein Darlehen mit der Europäischen Investitions- bank in Höhe von 250 Mio. EUR, zwei Kreditverträge mit der KfW IPEX-Bank in einem Volumen von je 45 Mio. EUR sowie Schuld- scheindarlehen in Höhe von insgesamt 187 Mio. EUR.
Ertragslage Sparte Automotive Technologies
Im Berichtsjahr wurde die Entwicklung der Umsatzerlöse durch ein schwaches Automobilumfeld negativ beeinflusst, das von einem Rückgang der Fahrzeugproduktion geprägt war. Trotz dieser Herausforderungen erzielte die Sparte einen Umsatz, der nur leicht unter dem Vorjahresniveau lag, aber die Entwicklung der weltweiten Automobilproduktion übertraf. Dies war insbe- sondere auf das Wachstum im UB E-Mobilität in den Regionen Europa und Americas zurückzuführen.
Zum Geschäftsjahr 2024 wurde der UB Lager (Bearings), der zuvor von der Sparte Automotive Technologies verantwortet wurde, der Sparte Bearings & Industrial Solutions zugeordnet.
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.955 | 7.035 | -1,1 |
| • währungsbereinigt | -0,1 |
Der Rückgang der EBIT-Marge vor Sondereffekten war auch auf den gestiegene Kosten im Vertrieb, höhere Kosten in der Forschung und Entwicklung, u. a. durch Kundenprojekte, sowie höhere Kosten in der Verwaltung zurückzuführen.
Im Berichtsjahr führte eine Änderung der rechnungslegungsbezogenen Schätzung zur Vorratsbewertung zu Erträgen im Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 30 Mio. EUR, die als Sondereffekte im EBIT erfasst wurden. Zudem waren im Berichtsjahr anteilige Integrationskosten in Kosten der Allgemeinen Verwaltung enthalten, die in Höhe von 22 Mio. EUR ebenfalls als Sondereffekte im EBIT berücksich- tigt wurden.
Zuwächse die Rückgänge in den anderen Regionen, die auch auf eine geringere Bedarfe der Kunden und verschobene Kundenprojekte zurückzuführen waren, nicht ausgleichen.# Wirtschaftsbericht Ertragslage
Sparte Vehicle Lifetime Solutions
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.579 | 2.241 | 15,1 |
| • währungsbereinigt | 16,9 |
Zum Geschäftsjahr 2024 wurde die Sparte Automotive Aftermarket in Vehicle Lifetime Solutions umbenannt.
Das deutliche währungsbereinigte Wachstum der Umsatzerlöse im Berichtsjahr war im Wesentlichen auf positive Volumeneffekte zurückzuführen. Zudem wirkten Verkaufspreisanpassungen ebenfalls leicht positiv auf die Umsatzentwicklung.
In den Regionen Europa und Americas trugen deutliche Anstiege im Independent Aftermarket-Geschäft wesentlich zum währungsbereinigten Umsatzwachstum bei. In der Region Greater China resultierte das währungsbereinigte Wachstum hauptsächlich aus dem Anstieg des E-Commerce-Geschäfts, wobei auch im Independent Aftermarket-Geschäft ein deutliches Plus verzeichnet wurde. In der Region Asien/Pazifik war die Umsatzentwicklung vor allem auf den Umsatzbeitrag der E-Commerce-Plattform Koovers zurückzuführen, die Ende des Geschäftsjahres 2023 erworben wurde.
Der Anstieg der EBIT-Marge vor Sondereffekten im Berichtsjahr resultierte hauptsächlich aus positiven Volumen- und Verkaufspreiseffekten. Im Berichtsjahr führte eine Änderung der rechnungslegungsbezogenen Schätzung zur Vorratsbewertung zu Erträgen im Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 9 Mio. EUR, die als Sondereffekte im EBIT erfasst wurden. Zudem waren im Berichtsjahr anteilige Integrationskosten in den Kosten der Allgemeinen Verwaltung enthalten, die in Höhe von 23 Mio. EUR ebenfalls als Sondereffekte im EBIT berücksichtigt wurden.
| Umsatzerlöse nach Regionen 1) | 2024 | 2023 | Veränderung in Mio. EUR | in % |
|---|---|---|---|---|
| Europa | 1.717 | 1.485 | 15,6 | |
| • währungsbereinigt | 14,2 | |||
| Americas | 527 | 478 | 10,2 | |
| • währungsbereinigt | 22,3 | |||
| Greater China | 174 | 139 | 25,4 | |
| • währungsbereinigt | 27,5 | |||
| Asien/Pazifik | 161 | 139 | 15,7 | |
| • währungsbereinigt | 17,5 | |||
| Umsatzkosten | -1.721 | -1.558 | 10,4 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 858 | 683 | 25,7 | |
| • in % vom Umsatz | 33,3 | 30,5 | – | |
| Kosten der Forschung und Entwicklung | -23 | -20 | 13,1 | |
| Kosten des Vertriebs und der Allgemeinen Verwaltung | -441 | -364 | 21,1 | |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge | 12 | -41 | – | |
| EBIT | 407 | 258 | 57,8 | |
| • in % vom Umsatz | 15,8 | 11,5 | – | |
| Sondereffekte 2) | 20 | 70 | -71,7 | |
| EBIT vor Sondereffekten | 427 | 328 | 30,1 | |
| • in % vom Umsatz | 16,6 | 14,6 | – |
Vorjahreswerte gemäß der 2024 ausgewiesenen Segmentstruktur.
1) Nach Marktsicht (Kundenstandorte).
2) Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
Sparte Bearings & Industrial Solutions
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.570 | 6.960 | -5,6 |
| • währungsbereinigt | -4,5 |
Im Geschäftsjahr 2024 wurde der UB Lager (Bearings), nachfolgend als Automotive Bearings bezeichnet, der zuvor von der Sparte Automotive Technologies verantwortet wurde, der neu benannten Sparte Bearings & Industrial Solutions zugeordnet. Der Beitrag von Automotive Bearings zu den Umsatzerlösen der Sparte belief sich im Berichtsjahr auf 2.633 Mio. EUR (Vj.: 2.680 Mio. EUR).
Der währungsbereinigte Rückgang der Umsatzerlöse im Berichtsjahr war maßgeblich auf Volumeneffekte in Europa sowie auf Verkaufspreiseffekte in Greater China zurückzuführen.
In der Region Europa war die Umsatzentwicklung, mit Ausnahme des deutlich positiven Sektorclusters Aerospace, marktbedingt rückläufig. Besonders betroffen waren der Sektorcluster Industrial Automation und Automotive Bearings. In der Region Americas stieg der Umsatz hauptsächlich durch positive Entwicklungen in den Sektorclustern Aerospace und Wind sowie bei Industrial Distribution. Demgegenüber verzeichneten insbesondere die Sektorcluster Industrial Automation und Offroad rückläufige Umsätze. In der Region Greater China belasteten ein herausforderndes Marktumfeld und der lokale Wettbewerb im Sektorcluster Wind deutlich die Umsatzentwicklung. Positiv entwickelten sich hingegen der Sektorcluster Rail und insbesondere Automotive Bearings. Der währungsbereinigte Umsatzanstieg in der Region Asien/Pazifik war vor allem auf die Entwicklungen in den Sektorclustern Wind und Two Wheelers zurückzuführen, während Automotive Bearings dort einen marktbedingten Umsatzrückgang verzeichnete.
Der Rückgang der EBIT-Marge vor Sondereffekten im Berichtsjahr war insbesondere auf Volumen- und Verkaufspreiseffekte zurückzuführen. Automotive Bearings trug im Berichtsjahr nur unwesentlich zur EBIT-Marge vor Sondereffekten in der Sparte Bearings & Industrial Solutions bei. Im Berichtsjahr führte eine Änderung der rechnungslegungsbezogenen Schätzung zur Vorratsbewertung zu Erträgen im Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 78 Mio. EUR, die als Sondereffekte im EBIT erfasst wurden. Zudem waren im Berichtsjahr anteilige Integrationskosten in den Kosten der Allgemeinen Verwaltung enthalten, die in Höhe von 22 Mio. EUR ebenfalls als Sondereffekte im EBIT berücksichtigt wurden.
| Umsatzerlöse nach Regionen 1) | 2024 | 2023 | Veränderung in Mio. EUR | in % |
|---|---|---|---|---|
| Europa | 2.742 | 3.043 | -9,9 | |
| • währungsbereinigt | -9,7 | |||
| Americas | 1.388 | 1.372 | 1,2 | |
| • währungsbereinigt | 3,0 | |||
| Greater China | 1.413 | 1.510 | -6,4 | |
| • währungsbereinigt | -5,2 | |||
| Asien/Pazifik | 1.027 | 1.035 | -0,8 | |
| • währungsbereinigt | 2,1 | |||
| Umsatzkosten | -5.095 | -5.397 | -5,6 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.475 | 1.563 | -5,6 | |
| • in % vom Umsatz | 22,4 | 22,5 | – | |
| Kosten der Forschung und Entwicklung | -247 | -240 | 2,8 | |
| Kosten des Vertriebs und der Allgemeinen Verwaltung | -930 | -885 | 5,1 | |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge | -226 | -67 | > 100 | |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Beteiligungen | 2 | 1 | > 100 | |
| EBIT | 73 | 372 | -80,3 | |
| • in % vom Umsatz | 1,1 | 5,3 | – | |
| Sondereffekte 2) | 200 | 155 | 28,9 | |
| EBIT vor Sondereffekten | 273 | 527 | -48,2 | |
| • in % vom Umsatz | 4,2 | 7,6 | – |
Vorjahreswerte gemäß der 2024 ausgewiesenen Segmentstruktur.
1) Nach Marktsicht (Kundenstandorte).
2) Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
Sparte Others
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.084 | 76 | > 100 |
| • währungsbereinigt | > 100 |
Im Geschäftsjahr 2024 wurde die neue Sparte Others eingeführt, in der Geschäftsaktivitäten von funktionalen Einheiten gebündelt werden, die keiner der bestehenden Sparten zugeordnet sind, u. a. der Sondermaschinenbau. Diese Sparte umfasst im Geschäftsjahr 2024 auch die at-equity-Beteiligung an der Vitesco Technologies Group AG (rund 38,9 %) für die ersten neun Monate sowie die Aktivitäten der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG, die seit dem 1. Oktober 2024 vollständig in den Konzernabschluss der Schaeffler AG einbezogen werden.
Die Umsatzerlöse beinhalten im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 1.949 Mio. EUR aus der Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG, die seit dem 1. Oktober 2024 vollständig in den Konzernabschluss der Schaeffler AG einbezogen werden.
Die negative EBIT-Marge vor Sondereffekten resultierte insbesondere aus den Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG, die seit dem 1.
| Umsatzerlöse nach Regionen 1) | 2024 | 2023 | Veränderung in Mio. EUR | in % |
|---|---|---|---|---|
| Europa | 1.099 | 50 | > 100 | |
| • währungsbereinigt | > 100 | |||
| Americas | 406 | 1 | > 100 | |
| • währungsbereinigt | > 100 | |||
| Greater China | 283 | 25 | > 100 | |
| • währungsbereinigt | > 100 | |||
| Asien/Pazifik | 297 | 1 | > 100 | |
| • währungsbereinigt | > 100 | |||
| Umsatzkosten | -1.927 | -79 | > 100 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 157 | -2 | – | |
| • in % vom Umsatz | 7,5 | -2,9 | – | |
| Kosten der Forschung und Entwicklung | -188 | -4 | > 100 | |
| Kosten des Vertriebs und der Allgemeinen Verwaltung | -104 | -2 | > 100 | |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge | -173 | 2 | – | |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Beteiligungen | -94 | – | ||
| EBIT | -401 | -7 | > 100 | |
| • in % vom Umsatz | -19,2 | -8,9 | – | |
| Sondereffekte 2) | 218 | > 100 | ||
| EBIT vor Sondereffekten | -183 | -7 | > 100 |
Ertragslage
Sparte E-Mobilität
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.452 | 1.302 | 11,5 |
| • währungsbereinigt | 12,6 |
In der Region Greater China führte die strukturelle Entwicklung zu einem Rückgang der Nachfrage in der Kundengruppe der ausländischen Automobilhersteller. Teilweise konnte der dadurch bedingte Umsatzrückgang durch stärkeres Wachstum bei lokalen Automobilherstellern kompensiert werden.
| Umsatzerlöse nach Regionen 3) | Europa | Americas | Greater China | Asien/ Pazifik | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum (in %) 1) | -2,0 | 3,1 | -3,8 | -1,7 | 0,6 |
| • währungsbereinigt | -1,8 | 4,3 | -2,3 | 0,6 | -0,1 |
| LVP-Wachstum (in %) 2) | -5,1 | -1,1 | 4,3 | -4,8 | -1,1 |
| Outperformance (in %-Punkten) 3,3 | 5,4 | -6,6 | 5,4 | 1,0 |
Im UB E-Mobilität wuchs der Umsatz in allen Regionen, besonders stark in Europa und Americas. Trotz Verzögerungen beim Hochlauf des E-Mobilitätsmarktes konnten hier zweistellige Wachstumsraten erzielt werden. Im Gegensatz dazu verzeichnete der UB Motor- & Getriebesysteme einen Umsatzrückgang, der hauptsächlich durch das schwache Marktumfeld bedingt war. Im UB Fahrwerksysteme gab es in der Region Americas Wachstum, insbesondere durch Produkthochläufe.
Umsatzkosten | -5.613 | -5.771 | -2,7
Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.342 | 1.264 | 6,2
• in % vom Umsatz | 19,3 | 18,0 | – |
Kosten der Forschung und Entwicklung | -529 | -504 | 5,0
Kosten des Vertriebs und der Allgemeinen Verwaltung | -532 | -486 | 9,6
Sonstige Aufwendungen und Erträge | -65 | -63 | 2,4
EBIT | 215 | 211 | 2,0
– • in % vom Umsatz | 3,0 | 3,1 | |
Sondereffekte 4) | 79 | 128 | -38,1
EBIT vor Sondereffekten | 294 | 339 | -13,1
• in % vom Umsatz | 4,2 | 4,8 | – |
Vorjahreswerte gemäß der 2024 ausgewiesenen Segmentstruktur.
1) Währungsbereinigtes Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr.
2) Enthält von S&P Global Mobility © bereitgestellte Inhalte [IHS Markit Light Vehicle Production Forecast (Base), Januar 2025]. Alle Rechte vorbehalten.
3) Nach Marktsicht (Kundenstandorte).
4) Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
Sparte Motor- & Getriebesysteme
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.054 | 5.263 | -4,0 |
| • währungsbereinigt | -2,9 |
Sparte Fahrwerksysteme
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 449 | 470 | -4,5 |
| • währungsbereinigt | -3,8 |
Umsatzerlöse nach Regionen
| Region | Europa | Americas | Greater China | Asien/ Pazifik | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum (in %) 1) | -2,0 | 3,1 | -3,8 | -1,7 | 0,6 |
| • währungsbereinigt | -1,8 | 4,3 | -2,3 | 0,6 | -0,1 |
| LVP-Wachstum (in %) 2) | -5,1 | -1,1 | 4,3 | -4,8 | -1,1 |
| Outperformance (in %-Punkten) 3,3 | 5,4 | -6,6 | 5,4 | 1,0 |
2024 Jahresabschluss
25 Wirtschaftsbericht
Ertragslage
Betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Überleitungsrechnung
| | Sondereffekte | Sondereffekte | | | | | | | | |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| (in Mio. EUR) | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Schaeffler Gruppe | | | Automotive | Automotive | Vehicle | Vehicle | Industrial | Industrial | Others | Others |
| Gesamt | | | | | Life-time | Life-time | Solutions | Solutions | | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | | | | | Bearings | Bearings | | | | |
| EBIT | 294 | 834 | 215 | 211 | 407 | 258 | 73 | 372 | -401 | -7 |
| • in % vom Umsatz | 1,6 | 5,1 | 3,1 | 3,0 | 15,8 | 11,5 | 1,1 | 5,3 | -19,2 | -8,9 |
| Sondereffekte | 517 | 353 | 79 | 128 | 20 | 70 | 200 | 155 | 218 | 0 |
| • Rechtsfälle | 0 | 15 | 0 | 6 | 0 | 1 | 0 | 8 | 0 | 0 |
| • Restrukturierungen | 487 | -3 | 89 | -6 | 11 | -2 | 215 | 5 | 172 | 0 |
| – davon strukturelle Maßnahmen Europa | 494 | 0 | 89 | 0 | 11 | 0 | 192 | 0 | 202 | 0 |
| – davon divisionale Teilprogramme der Roadmap 2025 | 24 | 3 | 0 | -3 | 1 | -1 | 23 | 7 | 0 | 0 |
| • M&A | 83 | 231 | 15 | 71 | 16 | 71 | 18 | 89 | 34 | 0 |
| • Energiederivate und Devisentermingeschäfte | 28 | 131 | 5 | 56 | 1 | 1 | 9 | 74 | 12 | 0 |
| • Wertminderung | 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 39 | 0 | 0 | 0 |
| • Sonstige | -119 | -21 | -30 | 0 | -9 | 0 | -81 | -21 | 0 | 0 |
| EBIT vor Sondereffekten | 811 | 1.187 | 294 | 339 | 427 | 328 | 273 | 527 | -183 | -7 |
| • in % vom Umsatz | 4,5 | 7,3 | 4,2 | 4,8 | 16,6 | 14,6 | 4,2 | 7,6 | -8,8 | -8,9 |
Die Informationen zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Schaeffler Gruppe basieren auf den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie, soweit anwendbar, auf dem deutschen Handelsrecht und den Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS).
Zusätzlich zu den erforderlichen Angaben nach diesen Standards veröffentlicht die Schaeffler Gruppe betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die nicht Bestandteil der geltenden Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen werden gemäß den Leitlinien zu alternativen Leistungskennzahlen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) dargestellt. Sie dienen als ergänzende Informationen und sollen die Vergleichbarkeit über den Zeitverlauf sowie zwischen Branchen ermöglichen, indem sie durch bestimmte Anpassungen und die Berechnung von Verhältnissen der Posten aus der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung ermittelt werden, die nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften erstellt wurden.
Eine ausführliche Darstellung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“ ab Seite 12.
Im Berichtsjahr war das EBIT durch Sondereffekte beeinflusst, die maßgeblich in den sonstigen Aufwendungen und Erträgen, den Umsatzkosten sowie den Kosten der Allgemeinen Verwaltung erfasst wurden.
In der Kategorie M&A wurden insbesondere die bisher angefallenen Integrationsaufwendungen vor allem für externe Beratungskosten erfasst, die im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG entstanden. Demgegenüber wirkte die Fair-Value-Bewertung der Verpflichtung zum Erwerb angedienter Aktien im Rahmen des öffentlichen Erwerbsangebots an Aktionäre der Vitesco Technologies Group AG.
In der Kategorie Restrukturierungen wurden hauptsächlich Aufwendungen erfasst, die im Zusammenhang mit den strukturellen Maßnahmen in Europa stehen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Ergebnisse in der Sparte Bearings & Industrial nachhaltig zu verbessern, Synergien aus dem Zusammenschluss mit Vitesco zu realisieren und Kapazitäten an die veränderten Rahmenbedingungen in der Automobilzulieferindustrie anzupassen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Zudem wurden im Rahmen der divisionalen Teilprogramme der „Roadmap 2025“ Sondereffekte erfasst, die überwiegend mit der Konsolidierung des Footprints in Europa zusammenhingen.
In der Kategorie Energiederivate und Devisentermingeschäfte wurden Aufwendungen berücksichtigt, die im Zusammenhang mit der erfolgswirksam erfassten Fair-Value-Bewertung von Terminkontrakten für Strom- und Gaspreise sowie von kurz-, mittel- und langfristigen Preis- und Liefervereinbarungen (Power Purchase Agreements) zur Absicherung der Energieversorgung der Schaeffler Gruppe resultierten. Zudem wurden Aufwendungen erfasst, die im Zusammenhang mit der Fair-Value-Bewertung von unrealisierten Devisentermingeschäften zur Absicherung von operativen Fremdwährungsrisiken entstanden sind, die nicht als Cash Flow Hedges dargestellt werden.
In der Kategorie Wertminderung wurde ein Aufwand für den Wertminderungsbedarf immaterieller Vermögenswerte einer im Geschäftsfeld Präzisionsgetriebe für Robotik und andere Automatisierungsanwendungen tätigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfasst.
In der Kategorie Sonstige wurden maßgeblich Sondereffekte erfasst, die aus einer Änderung der rechnungslegungsbezogenen Schätzungen zur Bewertung des gruppenweiten Vorratsvermögens resultierten, wirksam zum 1. Januar 2024. Im Rahmen der Anpassung der Ist-Kostenbewertung von Vorräten wurden die Granularität der Parameter erhöht und die Harmonisierung mit internen Steuerungsinstrumenten gruppenweit weiterentwickelt. Die daraus resultierenden Schätzungsänderungen führten einmalig zu einer Aufwertung der Vorräte um 117 Mio. EUR, die erfolgswirksam in den Umsatzkosten wirkten und als Sondereffekt erfasst wurden.
Überleitungsrechnung
| Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. EUR) | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| EBIT | 294 | 834 |
| • in % vom Umsatz | 1,6 | 5,1 |
| Sondereffekte | 517 | 353 |
| • Rechtsfälle | 0 | 15 |
| • Restrukturierungen | 487 | -3 |
| – davon strukturelle Maßnahmen Europa | 494 | 0 |
| – davon divisionale Teilprogramme der Roadmap 2025 | 24 | 3 |
| • M&A | 83 | 231 |
| • Energiederivate und Devisentermingeschäfte | 28 | 131 |
| • Wertminderung | 39 | 0 |
| • Sonstige | -119 | -21 |
| EBIT vor Sondereffekten | 811 | 1.187 |
| • in % vom Umsatz | 4,5 | 7,3 |
| Kapitalflussrechnung (in Mio. EUR) | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| EBIT | 294 | 834 |
| Sondereffekte | 478 | 353 |
| • Rechtsfälle | 0 | 15 |
| • Restrukturierungen | 487 | -3 |
| • M&A | 83 | 231 |
| • Energiederivate und Devisentermingeschäfte | 28 | 110 |
| • Sonstige | -119 | 0 |
| EBITDA | 1.419 | 1.836 |
| Sondereffekte | 517 | 353 |
| • Rechtsfälle | 0 | 15 |
| • Restrukturierungen | 487 | -3 |
| • M&A | 83 | 231 |
| • Energiederivate und Devisentermingeschäfte | 28 | 131 |
| • Wertminderung | 39 | 0 |
| • Sonstige | -119 | -21 |
| EBITDA vor Sondereffekten | 1.897 | 2.189 |
| Free Cash Flow (FCF) | -779 | -624 |
| -/+ Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten | 1.142 | 1.045 |
| FCF vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten | 363 | 421 |
| • in % vom Umsatz | 1,2 | 0,5 |
| Konzernergebnis 2) | -632 | 309 |
| Sondereffekte | 725 | 313 |
| • Rechtsfälle | 0 | 13 |
| • Restrukturierungen | 487 | -3 |
| • M&A | 83 | 231 |
| • Sonstige | 86 | 12 |
| • Wertminderung | 39 | 0 |
| • Wertberichtigung aktive latente Steuern 3) | 352 | 0 |
| Konzernergebnis vor Sondereffekten 2) | 93 | 623 |
| FCF-Conversion 4) | 1,2 | 0,5 |
| FCF vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten | 363 | 421 |
| FCF vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten und vor Sondereffekten | 569 | 601 |
Wertorientierte Steuerung
| (in Mio. EUR) | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| EBIT | 294 | 834 |
| / Durchschnittlich gebundenes Kapital | 11.335 | 9.487 |
| ROCE (in %) | 2,6 | 8,8 |
| EBIT vor Sondereffekten | 811 | 1.187 |
| / Durchschnittlich gebundenes Kapital | 11.335 | 9.487 |
| ROCE vor Sondereffekten (in %) | 7,2 | 12,5 |
| EBIT | 294 | 834 |
| – Kapitalkosten | 1.134 | 949 |
| Schaeffler Value Added (SVA) | -839 | -115 |
| EBIT vor Sondereffekten | 811 | 1.187 |
| – Kapitalkosten | 1.134 | 949 |
| SVA vor Sondereffekten | -322 | 238 |
| Bilanz (in Mio. EUR) | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| EBIT vor Sondereffekten | 811 | 1.187 |
| Netto-Finanzschulden | 4.834 | 3.189 |
| / EBITDA | 1.419 | 1.836 |
| Verschuldungsgrad | 3,4 | 1,7 |
| Netto-Finanzschulden | 4.834 | 3.189 |
| / EBITDA vor Sondereffekten | 1.897 | 2.189 |
| Verschuldungsgrad vor Sondereffekten | 2,5 | 1,5 |
1) Vorjahreswerte gemäß der 2024 ausgewiesenen Segmentstruktur.
2) Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.
3) Basierend auf den gesellschaftsindividuellen Steuersätzen unter Berücksichtigung landesspezifischer steuerlicher Gegebenheiten.
4) Darstellung nur, wenn Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten und EBIT positiv.
26 Wirtschaftsbericht
Finanzlage und Finanzmanagement
2.4 Finanzlage und Finanzmanagement
Cash Flow und Liquidität
| Veränderung in Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.390 | 1.348 | 3,1 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -2.084 | -1.900 | 9,7 |
| • davon Ein-/Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen | 304 | -715 | > 100 |
| • davon Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | -1.246 | -327 | > 100 |
Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten lag bei 363 Mio. EUR (Vj.: 421 Mio. EUR).
Im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ist die im zweiten Quartal 2024 ausgezahlte Dividende in Höhe von 306 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: 306 Mio. EUR). Zudem flossen im Berichtsjahr netto 1.584 Mio. EUR aus der Veränderung der Finanzverbindlichkeiten zu (Vorjahr: 653 Mio. EUR).
Mehr zur Finanzierungstätigkeit siehe Seite 29ff.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich zum 31. Dezember 2024 um 512 Mio. EUR auf 1.281 Mio. EUR.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 28
Wirtschaftsbericht
Finanzlage und Finanzmanagement
Investitionen
In der Sparte Vehicle Lifetime Solutions wurde im Berichtsjahr u. a. in den weiteren Ausbau des Kitting- und Distributionsnetzwerks in den Regionen Europa und Americas investiert.
In der Sparte Bearings & Industrial Solutions resultierte der Anstieg der Investitionen v. a. aus dem weiteren Ausbau von Produktionskapazitäten in der Region Asien/Pazifik. Ein Großteil der Investitionen in der Sparte entfiel auf die Regionen Europa, Asien/Pazifik sowie Greater China.
Der Anstieg der Sparte Others resultiert aus den Investitionen der Tochtergesellschaften der erloschenen Vitesco Technologies Group AG, die im vierten Quartal 2024 der Sparte Others zugeordnet sind. Hier wurde v. a. in Maschinen für neue Kundenprojekte im Bereich E-Mobilität investiert.
Weitere Investitionen wurden im Rahmen der „Roadmap 2025“ v. a. in die zwei strategischen Schlüsselthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung getätigt.
Im Rahmen des Teilprogramms „Sustainability & Infrastructure“ wurde u. a. in den Sparten stetig in Energieeffizienzmaßnahmen und in den Einsatz von erneuerbaren Energien investiert, wie bspw. in den Ausbau der Eigenstromerzeugung durch Photovoltaikanlagen. Zudem wurde das neue divisionsübergreifende Technologiezentrum am Stammsitz der Schaeffler Gruppe in Herzogenaurach fertiggestellt.
Im Rahmen des Teilprogramms „Digitalization & IT“ wurde u. a. die Implementierung von SAP S/4HANA weiter vorangetrieben. Zudem wurden weitere Investitionen v. a. in die digitale Vernetzung der Produktionsanlagen in den Schaeffler Werken getätigt.
Weiterhin wurde u. a. in die laufende Erweiterung des Entwicklungs- und Fertigungscampus für die E-Mobilität in Bühl sowie in die Erweiterung des neuen Logistikcenters am Campus in Taicang, China, investiert.
Zudem sind Immobilien, die im Rahmen einer Transaktion von der Vitesco Technologies Grundstücks GmbH und der Vitesco Technologies GmbH auf die Schaeffler Gruppe übergegangen sind, im dritten Quartal 2024 als Sachanlagenzugänge erfasst.
Mehr zu den Teilprogrammen ab Seite 9f.
Gemessen an den Zugängen zu den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen lag das Investitionsvolumen bei 1.120 Mio. EUR (Vj.: 932 Mio. EUR). Hierbei entfielen auf die Sparte Automotive Technologies rd. 44 %, auf die Sparte Vehicle Lifetime Solutions rd. 5 %, auf die Sparte Bearings & Industrial Solutions rd. 36 % und auf die Sparte Others rd. 16 %. Die Reinvestitionsrate lag in der Berichtsperiode bei 1,08 (Vj.: 1,00).
Mehr zur Investitionstätigkeit siehe Seite 28.
Investitionen 1) der Schaeffler Gruppe nach Regionen
| in Mio. EUR (Veränderung gegenüber Vorjahr in Mio. EUR) | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Asien/Pazifik | 123 | (20) |
| Europa | 717 | (205) |
| Greater China | 162 | (-18) |
| Americas | 117 | (-21) |
| Others | 7 | 1 |
Investitionen nach Sparten
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Schaeffler Gruppe 1.120 | 932 | |
| Automotive Technologies 488 | 443 | |
| Vehicle Lifetime Solutions 53 | 48 | |
| Bearings & Industrial Solutions 402 | 372 | |
| Others 176 | 69 |
1) Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen.
Reinvestitionsrate 2)
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| Schaeffler Gruppe | 1,08 | 1,00 |
| Automotive Technologies | 1,11 | 0,93 |
| Vehicle Lifetime Solutions | 1,50 | 1,59 |
| Bearings & Industrial Solutions | 0,90 | 0,89 |
1) Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen, umgerechnet zum jeweiligen Durchschnittskurs.
2) Die Reinvestitionsrate setzt die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen ins Verhältnis zu den Abschreibungen (abzgl. der Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte).
Der größte Anteil am Investitionsvolumen entfiel auf die Sparte Automotive Technologies. Der Anstieg der Investitionen war im Wesentlichen auf neue Produktanläufe im UB E-Mobilität in den Regionen Europa, Greater China und Americas zurückzuführen.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 29
Wirtschaftsbericht
Finanzlage und Finanzmanagement
Finanzschulden
Die Netto-Finanzschulden erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 um 1.645 Mio. EUR auf 4.834 Mio. EUR (Vj.: 3.189 Mio. EUR).
Finanzschulden
| Veränderung in Mio. EUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Anleihen | 4.070 | 2.943 | 38,3 |
| Schuldscheindarlehen | 429 | 292 | 47,0 |
| Darlehen | 1.604 | 624 | > 100 |
| Commercial Paper | 0 | 90 | - 100 |
| Sonstige Finanzschulden | 11 | 9 | 25,9 |
| Finanzschulden | 6.115 | 3.958 | 54,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.281 | 769 | 66,6 |
| Netto-Finanzschulden | 4.834 | 3.189 | 51,6 |
Der Verschuldungsgrad, definiert als Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), lag zum 31. Dezember 2024 bei 3,4 (31. Dezember 2023: 1,7). Der Verschuldungsgrad vor Sondereffekten betrug 2,5 (31. Dezember 2023: 1,5).
Ratings der Schaeffler Gruppe
Die Schaeffler AG wird von den drei Ratingagenturen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s bewertet. Die folgende Tabelle zeigt die Bonitätseinstufungen der Schaeffler Gruppe zum 31. Dezember 2024:
| Unternehmen | Ratingagentur | Rating/Ausblick 2024 | Rating/Ausblick 2023 |
|---|---|---|---|
| Schaeffler AG | Fitch | BB+/stabil | BB+/stabil |
| Moody’s | Baa3/negativ | Baa3/stabil | |
| Standard & Poor’s | BB+/stabil | BB+/stabil |
Am 14. Oktober 2024 hat die Rating Agentur Moody’s das Emittentenrating für die Schaeffler AG von Baa3 bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf negativ geändert.
Unter ihrem Anleihe-Emissionsprogramm (Debt Issuance Program) hat die Schaeffler AG am 15. Januar 2024 Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Mrd. EUR platziert. Die Transaktion setzte sich aus zwei Tranchen (500 Mio. EUR mit einem Kupon von 4,500 %, fällig im August 2026, und 600 Mio. EUR mit einem Kupon von 4,750 %, fällig im August 2029) zusammen. Der Emissionserlös wurde verwendet, um die Ziehung über rd. 1,1 Mrd. EUR unter der bestehenden Brückenfinanzierung für den
Am 2. Januar 2024 hat die Schaeffler AG rd. 1,1 Mrd. EUR unter der bestehenden Brückenfinanzierung in Anspruch genommen, um das Erwerbsangebot für alle angedienten Aktien der Vitesco Technologies Group AG am 5. Januar 2024 zu finanzieren.
Die Schaeffler AG verfügt über eine revolvierende Betriebsmittellinie mit einem Volumen von 3,0 Mrd. EUR, die zum 31. Dezember 2024 – bis auf 78 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 79 Mio. EUR) in Form von Avalkrediten – ungenutzt war. Die Fälligkeit der Betriebsmittellinie liegt im Oktober 2029. Die Kreditvereinbarung umfasst daneben ein Darlehen in Höhe von 500 Mio. EUR mit einer Fälligkeit bis November 2027, das zum 31. Dezember 2024 vollständig gezogen war. Darüber hinaus verfügt die Schaeffler AG über ein weiteres Darlehen in Höhe von 125 Mio. EUR mit einer Fälligkeit bis August 2027, das zum 31. Dezember 2024 vollständig gezogen war. Die Margen dieser Kreditverträge wurden an zwei ausgewählte ESG-Kriterien geknüpft.
Darüber hinaus bestanden im Konzern weitere bilaterale zugesagte Aval- und Kreditlinien in Höhe von umgerechnet 342 Mio. EUR (Vj.: 286 Mio. EUR), im Wesentlichen in China, Deutschland, USA und Südkorea. Hiervon waren zum 31. Dezember 2024 276 Mio. EUR (Vj.: 274 Mio. EUR) nicht ausgenutzt.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2024 umfasste Bankguthaben und kurzfristige Geldanlagen. Davon entfielen 308 Mio. EUR (Vj.: 258 Mio. EUR) auf Länder mit Devisenverkehrsbeschränkungen und anderen gesetzlichen und vertraglichen Einschränkungen. Ferner verfügt die Schaeffler Gruppe über eine revolvierende Betriebsmittellinie in Höhe von 3,0 Mrd. EUR (Vj.: 2,0 Mrd. EUR), die zum 31. Dezember 2024 mit 78 Mio. EUR (Vj.: 79 Mio. EUR) durch Avalkredite ausgenutzt war. Weiterhin verfügte die Schaeffler Gruppe über einen Kreditvertrag mit der KfW IPEX-Bank in Höhe von 45 Mio. EUR, der zum Stichtag 31. Dezember 2024 nicht gezogen war, sowie weitere bilaterale Aval- und Kreditlinien in Höhe von
Der Anstieg des Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit resultierte auch aus den geringeren Auszahlungen für Restrukturierungen sowie dem Abbau des Working Capitals, nachdem im Vorjahr ein Aufbau zu verzeichnen war. Gegenläufig wirkten u. a. Auszahlungen im Zusammenhang mit den Integrationsaktivitäten und Zinszahlungen aus den Finanzierungstransaktionen im Zuge der Verschmelzung sowie Auszahlungen für Rechtsfälle.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 956 Mio. EUR lagen um 18 Mio. EUR über dem Vorjahr (Vj.: 938 Mio. EUR). Zudem sanken die Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen um 66 Mio. EUR.
• davon Auszahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen 0 -4 – 100
• davon Einzahlungen aus der Veräußerung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen und sonstigen Beteiligungen 4 1 > 100
• davon Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen -203 0 –
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 1.188 276 > 100
• davon Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -84 -72 16,9
Nettozunahme/-abnahme des Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 493 -276 –
Wechselkursbedingte Veränderung des Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 19 -24 –
Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten am Periodenbeginn 769 1.069 -28,1
Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten am 31. Dezember 1.281 769 66,6
Free Cash Flow (FCF) -779 -624 24,8
Free Cash Flow (FCF) vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten 363 421 -13,7
Nach Abzug von Bankguthaben in Ländern mit Devisenverkehrsbeschränkungen und anderen gesetzlichen und vertraglichen Einschränkungen ergibt sich eine verfügbare Liquiditätsposition in Höhe von 3.990 Mio. EUR.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Wirtschaftsbericht
Am 15. Januar 2024 hat die Schaeffler AG das im Dezember 2023 unterzeichnete Förderdarlehen mit der Europäischen Investitionsbank über eine Laufzeit von sechs Jahren in Höhe von 420 Mio. EUR vollständig in Anspruch genommen. Mit dem Förderdarlehen soll vorrangig die Forschung und Entwicklung für Technologien in den Bereichen erneuerbare Energien, Elektromobilität und Wasserstoff unterstützt werden. Darüber hinaus hat die Schaeffler Gruppe zwei weitere im Dezember 2023 abgeschlossene Kreditlinien in Höhe von rd. 177 Mio. EUR in Anspruch genommen. Diese werden aufgrund der Laufzeit als Darlehen ausgewiesen.
Am 11. Juli 2024 hat die Schaeffler AG eine Änderungsvereinbarung zu ihrem bestehenden Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank über 420 Mio. EUR abgeschlossen, die zum 1. Oktober 2024 wirksam wurde. Des Weiteren hat die Schaeffler AG am 19. Juli 2024 eine Übernahmevereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank über den Kreditvertrag der Vitesco Technologies GmbH in Höhe von 250 Mio. EUR abgeschlossen. Die Schuldübernahme wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Am 20. September 2024 hat die Schaeffler AG Übernahmevereinbarungen für zwei Kreditverträge der Vitesco Technologies GmbH und weiterer Vitesco-Konzerngesellschaften mit der KfW IPEX-Bank in Höhe von jeweils 45 Mio. EUR abgeschlossen. Die Schuldübernahme wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Am 18. Dezember 2024 hat die Schaeffler AG einen Kreditvertrag mit der KfW IPEX-Bank in Höhe von 45 Mio. EUR abgeschlossen. Das Darlehen war zum 31. Dezember 2024 vollständig ungezogen.
Die zum 31. Dezember 2023 ausstehenden kurzfristigen Commercial Paper in Höhe von 90 Mio. EUR waren zum 31. Dezember 2024 vollständig zurückgezahlt.
Am 13. Mai 2024 hat die Schaeffler AG eine variabel verzinste Schuldscheintranche in einem Volumen von 50 Mio. EUR und mit ursprünglicher Fälligkeit am 13. Mai 2030 vorzeitig zurückgezahlt.
Der Erwerb der Anteile an der Vitesco Technologies Group AG am 19. Januar 2024 vollständig vorzeitig zurückzuführen. Zeitgleich wurde der bestehende Verfügungsrahmen unter einer der Fazilitäten von insgesamt 2,2 Mrd. EUR auf 387 Mio. EUR reduziert.
Im zweiten Quartal 2024 hat die Schaeffler AG außerdem Übernahmevereinbarungen mit den Gläubigern der Schuldscheindarlehen der Vitesco Technologies GmbH abgeschlossen. Die Schuldübernahme in einem Volumen von 187 Mio. EUR wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Am 5. Juli 2024 hat die Schaeffler Gruppe eine Kreditlinie in Höhe von rd. 65 Mio. EUR abgeschlossen und im Laufe des dritten Quartals in Anspruch genommen. Diese wird aufgrund der Laufzeit als Darlehen ausgewiesen.
Zwei nicht in Anspruch genommene Kreditlinien der Brückenfinanzierung in Höhe von insgesamt 1,25 Mrd. EUR wurden am 16. Februar 2024 gekündigt.
Am 4. März 2024 hat die Schaeffler AG letztmalig 370 Mio. EUR unter der Brückenfinanzierung in Anspruch genommen. Der danach verbleibende Verfügungsrahmen in Höhe von 17 Mio. EUR wurde zeitgleich gekündigt.
Am 26. März 2024 hat die Schaeffler AG eine ausstehende Anleihe über 800 Mio. EUR zum Ende der Laufzeit planmäßig zurückgezahlt.
Am 28. März 2024 hat die Schaeffler AG unter ihrem Anleihe-Emissionsprogramm (Debt Issuance Program) eine weitere Anleihe mit einem Volumen von 850 Mio. EUR, einem Kupon von 4,500 % und Fälligkeit im März 2030 begeben. Mit einem Teil der Emissionserlöse hat die Schaeffler AG die Ziehung unter der Brückenfinanzierung am 4. April 2024 in Höhe von 370 Mio. EUR zurückgeführt. Die Brückenfinanzierung ist damit vollständig abgelöst und abgeschlossen.
Im Rahmen der bestehenden Konzernfinanzierung unterliegen Darlehen mit einem Nominalwert von 1.385 Mio. EUR und die revolvierende Betriebsmittellinie kreditvertraglichen Auflagen, die u. a. die quartalsweise Einhaltung von verschiedenen Leverage Covenants beinhalten. Den Kreditgebern steht beim Vorliegen bestimmter Bedingungen, u. a. im Fall der Nichteinhaltung des Leverage Covenant, ein außerordentliches Kündigungsrecht zu, das prinzipiell zur sofortigen Fälligstellung der Kredite berechtigen würde. Diese Finanzkennzahl wird laufend überwacht und regelmäßig an die kreditgebenden Banken berichtet. Im Geschäftsjahr 2024 wurden die Leverage Covenants entsprechend den kreditvertraglichen Regelungen wie in den Vorjahren durchgängig eingehalten. Auf Basis der Planung geht die Schaeffler Gruppe davon aus, dass alle Leverage Covenants auch in den Folgejahren eingehalten werden.
Finanzmanagement
Das Ziel des Finanzmanagements der Schaeffler Gruppe ist es, eine ausreichende Liquidität des Konzerns sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen zu jeder Zeit sicherzustellen. Das Finanzmanagement umfasst dabei insbesondere das Kapital- sowie das Liquiditätsmanagement.
Das zentral gesteuerte Kapitalmanagement stellt die von den Gesellschaften der Schaeffler Gruppe benötigten finanziellen Ressourcen bereit, gewährleistet die langfristige Liquiditätsversorgung und sichert die Kreditwürdigkeit der Schaeffler Gruppe. Darüber hinaus dient das Kapitalmanagement der Verwaltung und kontinuierlichen Optimierung der bestehenden Finanzverbindlichkeiten in Form der externen Konzernfinanzierung. Die Schaeffler Gruppe hat hierzu alle erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, um effizient Fremd- und Eigenkapitalmittel über den Kapitalmarkt zu beschaffen. Auch zukünftig legt das Management der Schaeffler Gruppe besonderen Wert auf die Fähigkeit, Finanzinstrumente bei einer breiten Investorenbasis zu platzieren und die Konditionen zu optimieren. Darüber hinaus besteht das Ziel, bei allen Ratingagenturen wieder Investment Grade-Ratings zu erreichen.
Die externe Konzernfinanzierung wird in erster Linie durch Kapitalmarkt- und Geldmarktinstrumente, Schuldscheindarlehen sowie syndizierte und bilaterale Kreditlinien internationaler Banken gewährleistet. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auch ein Darlehen über 500 Mio. EUR sowie eine revolvierende Betriebsmittellinie in Höhe von 3,0 Mrd. EUR vereinbart, die zur Abdeckung eines kurz- bis mittelfristigen Liquiditätsbedarfs zur Verfügung steht. Des Weiteren hat die Schaeffler AG ein Commercial Paper-Programm mit einem Programmvolumen von bis zu 1,0 Mrd. EUR zur Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs etabliert. Darüber hinaus nutzt die Schaeffler Gruppe in begrenztem Maße Forderungsverkaufsprogramme zur Liquiditätssteuerung und Verbesserung des Working Capital. Hierzu steht insbesondere ein Forderungsverkaufsprogramm zum
revolvierenden Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Verfügung. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von bis zu 200 Mio. EUR und war am 31. Dezember 2024 mit 135 Mio. EUR (Vj.: 150 Mio. EUR) ausgenutzt. Des Weiteren kann die Schaeffler Gruppe selektiv weitere Forderungsverkaufsprogramme ohne fest zugesagtes Finanzierungsvolumen nutzen.
Für die Finanzierung der in- und ausländischen Tochterunternehmen gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Zu diesem Zweck wird der Finanzierungsbedarf von Tochterunternehmen, soweit möglich und kommerziell vertretbar, im Wesentlichen über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt und durch zugesagte bilaterale Kreditlinien, insbesondere in China, Deutschland, USA und Südkorea, ergänzt, um lokale Bedürfnisse abzudecken. Entsprechend erfolgt die Finanzierung der Tochterunternehmen primär über Darlehen der Schaeffler AG sowie eines weiteren Tochterunternehmens. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements wurden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 512 Mio. EUR. Die von Vitesco am 1. Oktober 2024 übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 308 Mio. EUR.
Mehr zu Cash Flow und Liquidität siehe Seite 27.
Das Eigenkapital inkl. der nicht beherrschenden Anteile stieg um 1,4 %. Das Eigenkapital erhöhte sich im Zuge der Verschmelzung der Vitesco am 1. Oktober 2024 um rd. 1,0 Mrd. EUR. Gegenläufig wirkten das negative Konzernergebnis in Höhe von 605 Mio. EUR und die Zahlung der Dividende in Höhe von 295 Mio. EUR an die Aktionäre der Schaeffler AG vermindernd. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2024 18,6 % (31. Dezember 2023: 26,1 %).
| ISIN | Währung | Nominalwert in Mio. | Buchwert in Mio. EUR | Kupon | Fälligkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| DE000A2YB7A7 | EUR | 0 | 800 | 1,875 % | 26.03.2024 |
| DE000A289Q91 | EUR | 750 | 749 | 2,750 % | 12.10.2025 |
| DE000A2YB7B5 | EUR | 650 | 648 | 2,875 % | 26.03.2027 |
| DE000A3H2TA0 | EUR | 750 | 748 | 3,375 % | 12.10.2028 |
| DE000A3823R3 | EUR | 500 | 496 | 4,500 % | 14.08.2026 |
| DE000A3823S1 | EUR | 600 | 592 | 4,750 % | 14.08.2029 |
| DE000A383HC1 | EUR | 850 | 838 | 4,500 % | 28.03.2030 |
| Summe | 4.100 | 4.070 |
Das Fälligkeitenprofil, bestehend aus Darlehen, Schuldscheindarlehen sowie den durch die Schaeffler AG begebenen Anleihen, setzte sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen:
Nominalwerte zum 31. Dezember 2024 in Mio. EUR
- Anleihen: 76
- Kredite: 462
- Schuldscheindarlehen: 732
- Andere: 222
- Anleihen: 76
- Kredite: 650
- Schuldscheindarlehen: 600
- Anleihen: 500
- Kredite: 42
- Anleihen: 850
- Kredite: 750
- Schuldscheindarlehen: 750
2025 2026 2027 2028 2029 2030 2031
2.5 Vermögenslage und Kapitalstruktur
Konzern-Bilanz (Kurzfassung)
| Veränderung in Mio. EUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 | in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 11.569 | 7.971 | 45,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9.801 | 7.046 | 39,1 |
| Bilanzsumme | 21.370 | 15.016 | 42,3 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 3.969 | 3.913 | 1,4 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 9.728 | 5.816 | 67,3 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 7.673 | 5.287 | 45,1 |
2.6 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schaeffler AG
Ertragslage der Schaeffler AG
Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rück- stellungen war insbesondere auf die im Zuge der Verschmelzung der Vitesco am 1. Oktober 2024 übernommenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rd. 1,3 Mrd. EUR, Rückstellungen in Höhe von 422 Mio. EUR sowie auf übernommene sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Vertragsverbind- lichkeiten zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhten sich die bisherige Rückstellungen aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen um 155 Mio. EUR (lang- und kurzfristige Rückstellungen in 2024 hierfür insgesamt 488 Mio. EUR). Darüber hinaus erhöhten sich die kurzfristigen Finanzschulden um 89 Mio. EUR aufgrund der von Vitesco übernommenen Finanzschulden in Höhe von 132 Mio. EUR sowie der Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 800 Mio. EUR und aufgrund der Umgliederung einer Anleihe in Höhe von 750 Mio. EUR aus den langfristigen Finanzschulden.
Zu den wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen der Schaeffler Gruppe gehören Eventualschulden.
Die Verschmelzung erfolgte zum einen durch Upstream-Merger zur Buchwertmethode, wodurch sich das gezeichnete Kapital um 100 Mio. EUR erhöhte. Zeitgleich fand eine Kapitalerhöhung in Höhe von 179 Mio. EUR statt. Die Buchwerte der Vitesco Techno- logies Group AG wurden zum 1. Januar 2024 in die Schaeffler AG übertragen. Die Schaeffler AG trat zum 1. Januar 2024 die Gesamtrechtsnachfolge der Vitesco Technologies Group AG an. Im Rahmen dessen wurden sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie alle vertraglichen Verein- barungen übernommen. Das Verschmelzungsergebnis nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs in Höhe von -24 Mio. EUR wurde erfolgswirksam als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.
Die wesentlichen Leitungsfunktionen der Schaeffler Gruppe liegen in der Verantwortung des Vorstands der Schaeffler AG. Die Lage der Schaeffler AG wird im Wesentlichen durch den geschäftlichen Erfolg der Schaeffler Gruppe bestimmt.
Nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes wurde handels- rechtlich die Vitesco Technologies Group AG als übertragender Rechtsträger rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die Schaeffler AG
als übernehmender Rechtsträger verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister erfolgte am 1. Okto- ber 2024.
Entsprechend dem im Verschmelzungsvertrag vom 13. März 2024 festgelegten Umtauschverhältnis erhielten in Mio. EUR 2024 2023 in %
Umsatzerlöse 37 16 > 100
Umsatzkosten -34 -15 > 100
Bruttoergebnis vom Umsatz 2 1 > 100
Allgemeine Verwaltungskosten -231 -171 34,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis -162 71 < -100
Erträge aus Beteiligungen 1.571 1.000 57,1
Zinsergebnis -718 -456 57,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -46 -23 96,3
Ergebnis nach Steuern 417 421 -1,0
Jahresüberschuss 417 426 -1,9
Gewinnvortrag 0 0 0,0
Bilanzgewinn 417 426 -1,9
In Wahrnehmung der Aufgaben einer Management-Holding für die Schaeffler Gruppe fielen bei der Schaeffler AG allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von 231 Mio. EUR (Vj.: 171 Mio. EUR) an und resultieren u. a. aus gestiegenen Beratungskosten im Rahmen von Akquisitionsprojekten.
Die Schaeffler AG führt die wesentliche Fremdwährungssiche- rung für die Schaeffler Gruppe durch. Das sonstige betriebliche Ergebnis ist daher geprägt von den Kursgewinnen und -verlusten aus der Absicherung des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung der Schaeffler Gruppe.
Die Erträge aus Beteiligungen beinhalteten Entnahmen aus der Schaeffler Technologies AG & Co. KG in Höhe von 1.550 Mio. EUR (Vj.: 900 Mio. EUR).
Finanz- und Vermögenslage der Schaeffler AG
Die Schaeffler AG führt den Cash Pool der Schaeffler Gruppe und verfügt zum Bilanzstichtag über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 237 Mio. EUR (Vj.: 271 Mio. EUR).
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen im Geschäfts- jahr 2024 46 Mio. EUR (Vj.: 23 Mio. EUR) und beinhalteten aus- schließlich laufende Ertragsteuern. Seit dem Geschäftsjahr 2016 verfügt die Schaeffler AG über einen Bestand an aktiven latenten Steuern. Das gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bestehende Wahl- recht zur Bilanzierung von aktiven latenten Steuern wird nicht in Anspruch genommen. Dementsprechend ergaben sich wie im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2024 keine ergebniswirksamen Effekte aus latenten Steuern.
Der Bilanzgewinn entspricht wie im Vorjahr dem Jahresüber- schuss in Höhe von 417 Mio. EUR (Vj.: 426 Mio. EUR).
Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte war insbesondere auf die von Vitesco am 1. Oktober 2024 übernommenen Sachan- lagen in Höhe von rd. 2,0 Mrd. EUR, Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 780 Mio. EUR sowie auf die übernommenen Vertrags- erfüllungskosten in Höhe von 281 Mio. EUR zurückzuführen. Des Weiteren wirkten die in der Berichtsperiode erfassten langfristigen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen von 333 Mio. EUR (lang- und kurzfristige Rückstellungen in 2024 hierfür insgesamt 488 Mio. EUR) erhöhend.
In den kurzfristigen Vermögenswerten wirkten insbesondere die von Vitesco am 1. Oktober 2024 übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,5 Mrd. EUR und Vorräte in Höhe von 684 Mio. EUR erhöhend.
Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten und Rück- stellungen war im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Finanz- schulden um rd. 2,1 Mrd. EUR zurückzuführen und resultierte insbesondere aus der Emission von drei Anleihen in Höhe von insgesamt rd. 2,0 Mrd. EUR, der Inanspruchnahme eines Förder- darlehens in Höhe von 420 Mio. EUR sowie der am 1. Okto- ber 2024 von Vitesco übernommenen Finanzschulden in Höhe von 467 Mio. EUR. Gegenläufig wurde eine Anleihe mit der Fällig- keit im Jahr 2025 in Höhe von 750 Mio. EUR in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert. Darüber hinaus wurden im Zuge der Verschmelzung der Vitesco Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 513 Mio. EUR und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 509 Mio. EUR übernom- men.
Der Anstieg der Bilanzsumme von 19,2 % ist im Wesentlichen auf die von Vitesco am 1. Oktober 2024 übernommenen Vermögenswerte, Verbindlich- keiten und Rückstellungen sowie die Erhöhung des Eigenkapitals im Zuge der Verschmelzung zurückzuführen.
Die Bilanzsumme 21.370 15.016 42,3 erfolgt zwischen den Konzerngesellschaften ein kurz- bzw. mit- telfristiger Liquiditätsausgleich primär durch sog. Cash Pools oder Konzerndarlehen. Daneben vereinbart der Bereich Corporate Treasury vereinzelt auch Kreditlinien für Tochterunternehmen mit lokalen Banken. Lokale Finanzierungen werden v.a. zur Abde- ckung von Schwankungen im Working Capital eingesetzt.
Ein zentrales Finanzmanagement durch den Bereich Corporate Treasury gewährleistet ein einheitliches Auftreten an den Kapi- talmärkten sowie gegenüber Ratingagenturen, beseitigt struktu- relle Unterschiede zwischen den einzelnen Gläubigergruppen auf und stärkt die Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Darüber hinaus ermöglicht das zentrale Finanzmanagement eine effiziente Allokation von Liqui- dität und ein konzernweites Management von finanziellen Risi- ken (Währungen und Zinsen) auf Basis von Nettopositionen.
Die Schaeffler AG ist eine in Deutschland ansässige Aktien- gesellschaft mit Sitz in der Industriestraße 1–3, 91074 Herzogen- aurach. Sie ist als Management-Holding für die einheitliche Leitung, die wirtschaftliche Steuerung und die Finanzierung der Schaeffler Gruppe verantwortlich und beschäftigt die Mitarbeiter der Konzernzentrale der Schaeffler Gruppe.
Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf den nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellten Jahresabschluss der Schaeffler AG.
Bilanz der Schaeffler AG (Kurzfassung)
| Veränderung | 31.12.2024 | 31.12.2023 | in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Anlagevermögen | 18.753 | 14.875 | 26,1 |
| Umlaufvermögen | 11.701 | 10.674 | 9,6 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 9 | 1 | > 100 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 5 | 4 | 13,0 |
| Bilanzsumme | 30.468 | 25.554 | 19,2 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 9.987 | 7.659 | 30,4 |
Die Erhöhung der Finanzschulden gegenüber dem 31. Dezem- ber 2024 ist im Wesentlichen auf die Platzierung zweier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Mrd. EUR im Januar 2024 sowie einer weiteren Anleihe in Höhe von 850 Mio. EUR im März 2024 zurückzuführen. Gegenläufig hat die Schaeffler AG im März 2024 eine ausstehende Anleihe über 800 Mio. EUR zum
Die Schaeffler AG ist eine in Deutschland ansässige Aktien- gesellschaft mit Sitz in der Industriestraße 1–3, 91074 Herzogen- aurach. Sie ist als Management-Holding für die einheitliche Leitung, die wirtschaftliche Steuerung und die Finanzierung der Schaeffler Gruppe verantwortlich und beschäftigt die Mitarbeiter der Konzernzentrale der Schaeffler Gruppe.
Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf den nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellten Jahresabschluss der Schaeffler AG.
Der Zinsergebnis hat sich im Wesentlichen aufgrund der Auf- nahme neuer Darlehen und deutlich gestiegener variabler Ver- zinsung im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Bei den Zins- aufwendungen von insgesamt 837 Mio. EUR (Vj.: 553 Mio. EUR) resultieren 370 Mio. EUR (Vj.: 79 Mio. EUR) aus Anleihen.
Am 25. April 2024 beschloss die Hauptversammlung der Schaeffler AG, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 295 Mio. EUR (Vj.: 295 Mio. EUR) an die Aktionäre der Schaeffler AG auszuschütten und den verbleibenden Bilanz- gewinn in Höhe von 131 Mio. EUR (Vj.: 245 Mio. EUR) in die Gewinnrücklage einzustellen.
Gewinn- und Verlustrechnung der Schaeffler AG (Kurzfassung)
| Veränderung | Mio. EUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 37 | 16 | > 100 | |
| Umsatzkosten | -34 | -15 | > 100 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2 | 1 | > 100 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -231 | -171 | 34,8 | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -162 | 71 | < -100 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 1.571 | 1.000 | 57,1 | |
| Zinsergebnis | -718 | -456 | 57,5 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -46 | -23 | 96,3 | |
| Ergebnis nach Steuern | 417 | 421 | -1,0 | |
| Jahresüberschuss | 417 | 426 | -1,9 | |
| Gewinnvortrag | 0 | 0 | 0,0 | |
| Bilanzgewinn | 417 | 426 | -1,9 |
Weitere Bestandteile des Konzernlageberichts
| Rückstellungen | 270 | 263 | 2,5 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | 20.211 | 17.632 | 14,6 |
| Bilanzsumme | 30.468 | 25.554 | 19,2 |
Im Januar 2024 hat die Schaeffler AG das im Dezember 2023 unterzeichnete Darlehen mit der Europäischen Investitionsbank über eine Laufzeit von sechs Jahren in Höhe von 420 Mio. EUR vollständig in Anspruch genommen.
Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen die Anteile an der Schaeffler Technologies AG & Co. KG sowie die Anteile an der Vitesco Technologies GmbH.
Das Umlaufvermögen beinhaltet v. a. die aus der Cash-Pool-Funktion und der internen Konzernfinanzierung der Schaeffler Gruppe resultierenden kurzfristigen Ausleihungen und sonstigen Finanzforderungen. Des Weiteren werden hier die bis zum 31. Dezember 2024 noch nicht ausbezahlten Gewinnanteile der Schaeffler Technologies AG & Co. KG in Höhe von 1.550 Mio. EUR (Vj.: 900 Mio. EUR) ausgewiesen. Die im Berichtsjahr 2024 von der Schaeffler Technologies AG & Co. KG ausgezahlten Gewinnanteile für das Geschäftsjahr 2023 über 900 Mio. EUR wurden vollständig zur Tilgung von bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Schaeffler Technologies AG & Co. KG verwendet.
Des Weiteren hat die Schaeffler AG am 19. Juli 2024 eine Übernahmevereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank über den Kreditvertrag der Vitesco Technologies GmbH in Höhe von 250 Mio. EUR abgeschlossen.
Am 20. September 2024 hat die Schaeffler AG Übernahmevereinbarungen für zwei Kreditverträge der Vitesco Technologies GmbH und weiterer Vitesco-Konzerngesellschaften mit der KfW IPEX-Bank in Höhe von jeweils 45 Mio. EUR abgeschlossen.
Am 18. Dezember 2024 hat die Schaeffler AG einen Kreditvertrag mit der KfW IPEX-Bank in Höhe von 45 Mio. EUR abgeschlossen. Das Darlehen war zum 31. Dezember 2024 vollständig ungezogen.
Die zum 31. Dezember 2023 ausstehenden kurzfristigen Commercial Paper in Höhe von 90 Mio. EUR waren zum 31. Dezember 2024 vollständig zurückgezahlt.
Im Zusammenhang mit der Cash-Pool-Funktion und der internen Konzernfinanzierung der Schaeffler Gruppe bestehen kurzfristige Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Mehr zu Finanzschulden siehe Seite 29ff.
Ende der Laufzeit planmäßig zurückgezahlt.
Für das Geschäftsjahr 2024 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Stammaktie (Vj.: 0,44 EUR je Stammaktie und 0,45 EUR je Vorzugsaktie) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 181 Mio. EUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Im zweiten Quartal 2024 hat die Schaeffler AG außerdem Übernahmevereinbarungen mit den Gläubigern der Schuldscheindarlehen der Vitesco Technologies GmbH abgeschlossen. Die Schuldübernahme in einem Volumen von 187 Mio. EUR wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Schaeffler AG weiterhin Erträge aus Beteiligungserträgen der Tochtergesellschaften im Rahmen der Holdingtätigkeit der Schaeffler AG. Darüber hinaus wird die Schaeffler AG die Finanzierungsfunktion für ihre Tochtergesellschaften fortsetzen.
Der Vorstand beurteilt die Entwicklung der Schaeffler AG, die stark vom Geschäftsverlauf der Schaeffler Gruppe abhängt, mit Blick auf die im Geschäftsjahr 2024 vorherrschenden schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den erfolgreichen Zusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG und die daraus resultierende gestärkte Position insgesamt als zufriedenstellend.
Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht
2.7 Weitere Bestandteile des Konzernlageberichts und weiterer Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG.
Die folgenden Kapitel sind auch Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:
- „Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht“ ab Seite i2ff.,
- „Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrat“ ab Seite i13ff.,
- „Governance Systeme“ ab Seite i16ff.
Darüber hinaus ist folgender Verweis Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts:
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht inkl. der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG unter: www.schaeffler.com/de/ir
Die Schaeffler AG ist seit dem 24. Oktober 2014 ein von der IHO Verwaltungs GmbH, Herzogenaurach, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Schaeffler AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:
„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“
3. Nachtragsbericht
Am 21. Januar 2025 hat die Schaeffler AG auf Basis vorläufiger, nicht geprüfter Zahlen die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlicht und mitgeteilt, dass die EBIT-Marge vor Sondereffekten für das Jahr 2024 auf Basis vorläufiger Zahlen bei voraussichtlich 4,5 % liegt und somit unterhalb des Konzernausblicks. Belastend wirkten sich im vierten Quartal insbesondere die schwache Ergebnisentwicklung der Sparte Bearings & Industrial Solutions sowie bei Vitesco aus.
Am 7. Februar 2025 hat die Rating Agentur Standard & Poor’s das Emittentenrating für die Schaeffler AG von BB+ bestätigt. Der Ausblick wurde von stabil auf negativ geändert.
Darüber hinaus sind nach dem 31. Dezember 2024 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schaeffler Gruppe erwartet werden.
4. Chancen- und Risikobericht
4.1 Risiken
Wie im Kapitel Risikomanagement-System beschrieben, identifiziert, bewertet und steuert die Schaeffler Gruppe nach einem strukturierten Prozess Chancen und Risiken. Die Schaeffler Gruppe betrachtet Nettorisiken für die interne und externe Risikoberichterstattung, die eine mittlere oder hohe Schadenswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Planungszeitraum haben können. Diese gliedern sich in strategische, operative, rechtliche und finanzielle Risiken. Die Darstellung erfolgt nach der Wesentlichkeit ihrer Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in abnehmender Reihenfolge.
Die Risikoangaben gelten für alle Sparten der Schaeffler Gruppe, sofern keine spezifische Spartenverteilung angegeben ist. Die aggregierte Sicht der im Strategie-Dialog und in einem gesonderten Erhebungsprozess für ESG-bezogene Chancen ermittelten Chancen ist ebenfalls Bestandteil der internen und externen Berichterstattung. Die Chancen werden nicht quantitativ bewertet.
Klimabezogene Übergangsrisiken
Aus dem Übergang zu einer CO2-armen, klimaresilienten Wirtschaft können durch sich ändernde Anforderungen an Technologie oder aus geänderten Marktpräferenzen Risiken für die Schaeffler Gruppe entstehen. Zur Bewertung der Risiken hat die Schaeffler Gruppe ein Umwelt- und Klimaszenario definiert und sich auf dieses bezogen.
Über den Betrachtungszeitraum von zehn Jahren bestehen erhebliche Unsicherheiten darüber, welche Technologien und Kunden sich in der Elektromobilität am Markt durchsetzen werden. Anders als im klassischen Komponentengeschäft sind im Systemgeschäft der Elektromobilität die Umsätze stark auf einzelne Kundenprojekte gebündelt. Das heißt, hier ist die Schaeffler Gruppe in stärkerem Maße vom Markterfolg einzelner Kundenprojekte abhängig. Bislang haben sich in der Elektromobilität noch keine festen Standards etabliert, sodass Kunden verschiedene technologische Lösungen erproben. Das Risiko, für Kunden technische Ansätze zu entwickeln, die sich langfristig nicht am Markt durchsetzen, ist daher gegeben, was zu vorzeitigen Abwertungen von Vermögenswerten vor vollständiger Amortisation führen könnte. Ebenfalls Bestandteil der Darstellung sind die ESG-bezogenen Risiken und Chancen, die noch einmal gesondert im Nachhaltigkeitsbericht beschrieben werden.
Zeigen die ergriffenen strategischen Initiativen (Markt, Technologie, Reputation) nicht den gewünschten Erfolg, kann dies eine hohe Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparten Automotive Technologies und Others haben. Das Schadensausmaß kann durch die Einleitung kostensenkender Maßnahmen reduziert werden.
Die Anpassung der Prozesse und Produkte im Sinne der Kreislaufwirtschaft mit hohen Investitionen verbunden sein, die zu hohen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen können. Zudem könnte die Implementierung geschlossener Wasserkreisläufe im Produktionsprozess zu umfangreichen kostenintensiven Anpassungen führen. Schließlich können steigende Anforderungen an den Einsatz emissionsarmer und umweltfreundlicher Materialien ebenfalls zu steigenden Kosten im Beschaffungs- und Produktionsprozess führen. Daraus abgeleitet können mittlere Auswirkungen kompensieren.
Über ein ausgewogenes Portfolio von Kunden und Produkttechnologien sowie die Belieferung von Komponenten in Programme, bei denen die Schaeffler Gruppe nicht notwendigerweise der Systemintegrator ist, wird eine Diversifizierung dieser Risiken angestrebt.
Mehr Details zu dem Umwelt- und Klimaszenario im Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 57f.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
38 Chancen- und Risikobericht
Risiken
Strategische Risiken
Die nachfolgend beschriebenen Risiken gehören zu den wesentlichen strategischen Risiken der Schaeffler Gruppe.
Die fortschreitende Elektrifizierung der Automobile setzt die weitere Entwicklung des konventionellen Antriebsstrangs unter Druck. Zum einen könnten weitere Effizienzsteigerungen des konventionellen Antriebsstrangs an Bedeutung verlieren, zum anderen bestehende Produkte bzw. Anwendungen verdrängt werden. Der Bereich E-Mobilität strebt den weiteren Aufbau eines entsprechenden Produktportfolios an, um potenzielle Umsatzverluste beim konventionellen Antriebsstrang in den nächsten Jahren zu kompensieren.
Entspricht die Realisierung nicht der durch die Sparten Automotive Technologies und Others angenommenen Entwicklung, kann dies mit einer mittleren Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage verbunden sein. Die Annahmen dieser Entwicklung unterliegen einer laufenden strategischen Überprüfung.
Makroökonomische Rahmenbedingungen
Die Auswirkungen von makroökonomischen, politischen und geopolitischen Entwicklungen können zu einer Einschränkung des laufenden Geschäfts bzw. des vorgesehenen Wachstums der Schaeffler Gruppe führen.
Anhaltende geopolitische Konflikte, insbesondere die Spannungen im Südchinesischen Meer, der Krieg in der Ukraine sowie die Konfliktherde im Mittleren Osten belasten das Wirtschaftswachstum der Weltwirtschaft. Die Risiken volatiler Öl- und Gaspreise und erneuter Störungen der Lieferketten bestehen weiterhin. Dies stellt einen wesentlichen Faktor dar, weswegen das Geschäfts- und Konsumentenvertrauen in vielen Volkswirtschaften auf einem niedrigen Niveau verharren könnte.
Das Jahr 2025 wird von den makroökonomischen und politischen Auswirkungen protektionistischer Regierungen beeinflusst werden. Bereits 2024 wurden in verschiedenen Volkswirtschaften Zölle in bestimmten Sektoren eingeführt. 2025 könnte es zu einer weiteren Zunahme protektionistischer Maßnahmen und Gegenmaßnahmen kommen. Die einzelnen Länder werden aus makroökonomischer Sicht in unterschiedlichem Maße und asymmetrisch betroffen sein – das Wachstum in einigen Volkswirtschaften wird stimuliert und in anderen gedämpft. Protektionistische Maßnahmen könnten auch starke Auswirkungen auf die Inflation haben, da sie zu einer stärkeren Fragmentierung und Komplexität des Handels führen. Entscheidend wird sein, welche Sektoren von Zöllen betroffen sein werden. Bereits vor den Auswirkungen neuer Zölle und entsprechender Gegenmaßnahmen ist davon auszugehen, dass die wichtigsten Volkswirtschaften auch 2025 eine heterogene makroökonomische Entwicklung aufweisen können.
Die makroökonomischen Rahmenbedingungen können mittlere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schaeffler Gruppe haben.
Marktentwicklung
Die Nachfrage nach Produkten der Schaeffler Gruppe wird maßgeblich durch die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt und hängt zu einem nennenswerten Anteil von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie den damit verbundenen zyklischen Schwankungen ab. Insbesondere die Sparte Bearings & Industrial Solutions wird maßgeblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst, sodass eine Verschlechterung dieser zu mittleren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen kann.
In den beiden Sparten Automotive Technologies und Others beeinflussen zusätzlich weitere Faktoren, wie u. a. Änderungen im Konsumverhalten, Kraftstoffpreise, Veränderung der Wechselkurse und des Zinsniveaus die Nachfrage. Auch die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen kann das Marktwachstum weiterhin beeinflussen. Die Vielzahl ökonomischer und politischer Einflussfaktoren kann zu einer hohen Volatilität der Automobilproduktion führen, die genaue Absatzprognosen deutlich erschwert.
Darüber hinaus ist ein Ausgleich von Absatzschwankungen einzelner Kunden aufgrund kundenspezifischer Produkte nur begrenzt möglich. Ebenso ist die Schaeffler Gruppe vom Erfolg einzelner Fahrzeuge bzw. einzelner Fahrzeugplattformen am Markt abhängig, dies kann mit mittleren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbunden sein.
Um frühzeitig Veränderungen in den Marktstrukturen bzw. Reglementierungen zu erkennen, werden die Märkte laufend analysiert. Bei unvorhergesehener Marktabkühlung wird über Kosten-effizienzprogramme dynamisch und flexibel die Schadenshöhe des Risikos reduziert. Dies gilt auch für die Produktion der Schaeffler Gruppe, die sehr anlagenintensiv und deshalb mit hohen Fixkosten verbunden ist. Ein Rückgang der Auslastung in den Werken kann durch die nicht vollständig flexiblen Kosten zu geringerer Profitabilität im Unternehmen führen. Als weltweit tätiges Unternehmen analysiert die Schaeffler Gruppe regelmäßig die Marktverhältnisse und gleicht sie mit den regionalen Notwendigkeiten ab.
Operative Risiken
Die nachfolgend aufgeführten Risiken gehören zu den wesentlichen operativen Risiken der Schaeffler Gruppe.
Strukturelles Maßnahmenpaket
Im Jahr 2024 hat der Vorstand der Schaeffler AG zusätzliche strukturelle Maßnahmen mit dem Fokus auf Deutschland und Europa verabschiedet, um einerseits die Synergien aus dem Zusammenschluss mit der Vitesco Technologies AG zu realisieren, andererseits der Transformation zu begegnen und die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sowie die Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern und die Profitabilität zu steigern. Diese beinhalten Kapazitätsanpassungen und die Konsolidierung von Standorten sowie den Ausbau lokaler Kompetenzen. Die Anpassung der Organisation und des Werkverbundes kann u. U. nicht planmäßig verlaufen, der Nutzen geringer als ursprünglich erwartet ausfallen oder die Wirkung später als erwartet eintreten. Die Umsetzung der Anpassung kann mit zusätzlichen Aufwendungen verbunden sein. Dies kann zu einer mittleren Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Der Transformationsprozess wird eng begleitet und in seiner Wirkung laufend überprüft, um eine zielgerichtete Umsetzung zu ermöglichen und negative Abweichungen zu vermeiden.
Einzelne Portfoliomaßnahmen
Die Schaeffler Gruppe hat in der Vergangenheit diverse Übernahmen oder Finanzinvestitionen getätigt und plant auch weiterhin aktiv zu sein. Auch diese spezifischen Investitionen könnten mit dem Risiko verbunden sein, dass die angestrebte Entwicklung oder die geplanten Vorteile nicht im erwarteten Umfang oder nur verzögert eintreten. Diese können eine mittlere Auswirkung auf die Vermögenslage haben. Neben Akquisitionen können Veräußerungen von bestimmten Geschäftsbereichen oder Aktivitäten, die nicht mehr als strategische Kernaktivitäten oder als nicht ausreichend rentabel angesehen werden, die Schaeffler Gruppe vertraglichen Risiken aussetzen.
Protektionismus
Zunehmender Protektionismus in der Handelspolitik oder Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld in Märkten, in denen die Schaeffler Gruppe Geschäftsbeziehungen unterhält, können eine mittlere Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Import-/Exportkontrollbestimmungen, Zollbestimmungen und andere Handelshemmnisse können erhebliche Auswirkungen auf den Absatz in einzelnen Ländern haben.
Klimabezogene physische Risiken und Risiken aus höherer Gewalt
Die globalen Folgen der Erderwärmung schließen häufigere und mit zunehmender Elektrifizierung und Digitalisierung der Produkte der Schaeffler Gruppe können, insbesondere in den Sparten Automotive Technologies und Others neben den klassischen Produktrisiken zukünftig auch Cyberrisiken zu Gewährleistungs- und Haftungsrisiken führen. Auf derartige Risiken reagiert die Schaeffler Gruppe mit strengen Qualitätssicherungsmaßnahmen, kontinuierlichen Verbesserungsprozessen und Schwachstellenüberwachung, um die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Gewährleistungs- und Haftungsrisiken gering zu halten. Das Eintreten einzelner Risiken kann eine mittlere Wirkung auf die Finanz- und Ertragslage der Schaeffler Gruppe haben. Grundsätzlich sind Produkthaftungsrisiken versichert. Inwieweit die Versicherungen Leistungen erbringen haben, ist immer im Einzelfall zu prüfen.
Rechtliche Risiken
Aus der Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe entstehen rechtliche Risiken, die z. B. aus einer möglichen Nichtbeachtung relevanter Vorschriften resultieren können.
Cyberrisiken
Wirksame Cybersicherheit mindert das Risiko des unbefugten Zugriffs und der Beschädigung digitaler Prozesse und Systeme und sorgt für Widerstandsfähigkeit. Sie gewährleistet auch die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten und Systemen. Zum Erreichen dieser Schutzziele orientiert sich die Schaeffler Gruppe an international anerkannten Standards für ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) wie ISO 27001 und Trusted Information Security Assessment Exchange (TISAX). Angriffe auf IT-Systeme, Reputationsschäden durch den Verlust sensibler Geschäftsdaten und der Ausfall geschäftsrelevanter Prozesse können zu einer mittleren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
40 Chancen- und Risikobericht
Risiken
Klimabezogene Übergangsrisiken (Politik und Recht)
Der Übergang zu einer CO2-armen, klimaresilienten Wirtschaft kann durch sich ändernde politische Rahmenbedingungen zu einer Verschärfung bestehender regulatorischer Anforderungen, wie bspw. bei CBAM oder CO2-Preisen, führen. Darüber hinaus kann es künftig auch zu weiteren regulatorischen Anforderungen etwa in Bezug auf Biodiversität und Ökosysteme kommen. Die Umsetzung dieser Anforderungen kann für die Schaeffler Gruppe mit steigenden Kosten oder einer begrenzten Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe und Komponenten verbunden sein. Diese Risiken können eine mittlere Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Steuerrisiken
Die Schaeffler Gruppe ist weltweit steuerlichen Betriebsprüfungen unterworfen. In laufenden oder zukünftigen Betriebsprüfungen könnten die Steuergesetze oder relevante Fakten durch die Bank Steuerbehörden anders interpretiert werden als durch die Schaeffler Gruppe. Folglich könnte es zu einer Anpassung der Steuerbemessungsgrundlagen kommen und sich die Steuerschuld erhöhen. Eine Nachzahlung infolge der Anpassung der Steuerbemessungsgrundlage kann auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schaeffler Gruppe eine mittlere Wirkung haben.
Risiken aus Pensionszusagen
Die Schaeffler Gruppe hat einen bedeutenden Bestand an Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den USA und Großbritannien. In den angelsächsischen Ländern sind diese über Pensionsfonds abgedeckt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen basiert auf versicherungsmathematischen Annahmen zu Faktoren, wie Abzinsungssätzen, Gehalts- und Pensionsansteigen, sowie der statistisch ermittelten Lebenserwartungen. Die Anlage des Planvermögens in unterschiedliche Anlageklassen, wie z. B. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien, unterliegt Marktschwankungen. Veränderungen dieser Parameter insbesondere in Deutschland können mittlere Auswirkungen auf die Vermögenslage der Schaeffler Gruppe haben.
Kontrahentenrisiken
Aus der Inanspruchnahme von Finanzierungen und dem Abschluss von Derivaten ergeben sich Kontrahentenrisiken. Ein teilweiser oder vollständiger Ausfall eines Kontrahenten kann mit einer teilweisen oder vollständigen Rückzahlung gewährter Finanzierungen oder dem Verlust von Kreditlinien verbunden sein. Dies kann mit mittleren Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage verbunden sein. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, werden grundsätzlich Banken genutzt, die mindestens über eine Kreditratingeinstufung einer global tätigen Ratingagentur im Investment-Grade-Bereich verfügen. Die Bonität der Banken wird laufend überwacht. Darüber hinaus definiert die Schaeffler Gruppe für jede Bank Limite, deren Höhe sich an der Bonitätseinschätzung der Ratingagenturen der jeweiligen Bank orientieren. Die Einhaltung der Limite wird kontinuierlich überwacht.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die Schaeffler Gruppe ihre Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann. Es wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditätsrisiken unterschieden.
Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn der Finanzierungsbedarf nicht durch bestehende Eigen- bzw. Fremdfinanzierung gedeckt werden kann. Der Finanzierungsbedarf der Schaeffler Gruppe war im Geschäftsjahr 2024 durch die bestehenden Finanzierungsinstrumente und durchgeführten Refinanzierungen durchgehend gedeckt.
Das Monitoring und die Steuerung des kurz- und mittelfristigen Liquiditätsrisikos erfolgen mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von 12 Monaten. Kurzfristige Schwankungen des Cash Flow werden täglich überwacht und können durch bestehende bilaterale Kreditlinien oder eine revolvierende Betriebsmittellinie in Höhe von 3,0 Mrd. EUR ausgeglichen werden. Die Einhaltung von Financial Covenants wird laufend überwacht und regelmäßig an die Kreditgeber berichtet. Den Kreditgebern steht bei Vorliegen bestimmter Bedingungen, u. a. im Fall der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants), ein außerordentliches Kündigungsrecht zu, das prinzipiell zur sofortigen Fälligkeit der Kredite berechtigen würde. Die Schaeffler Gruppe hat bisher alle Financial Covenants entsprechend den kreditvertraglichen Regelungen durchgängig eingehalten. Die Schaeffler Gruppe geht davon aus, dass die Financial Covenants auch zukünftig eingehalten werden. Eine Verletzung der Kreditvertragsauflagen oder ein ungedeckter Liquiditätsbedarf kann mittlere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, wobei der tatsächliche Eintritt als unwahrscheinlich eingeschätzt wird.
Im Working Capital gebundene Liquidität in den Sparten Automotive Technologies und Others reduziert den finanziellen Handlungsspielraum. Um eine verbesserte Kapitalallokation zu erzielen, begleitet die Schaeffler Gruppe eng die Entwicklung ihres Working Capital und ergreift Maßnahmen zu dessen Verbesserung. Sollte einer ungeplanten Erhöhung des Working Capital nicht entgegengesteuert werden können, könnte es zu mittleren Auswirkungen auf die Finanzlage kommen.
Finanzielle Risiken
Finanzielle Risiken der Schaeffler Gruppe umfassen Steuerrisiken, Risiken aus Pensionszusagen sowie Kontrahentenrisiken und Liquiditätsrisiken.
Regulatorische Risiken
Die Schaeffler Gruppe ist in zahlreichen Ländern weltweit aktiv und damit an eine große Zahl unterschiedlicher gesetzlicher Vorschriften gebunden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Umwelt, Chemikalien und Gefahrstoffe, aber auch für Gesundheitsschutzbestimmungen. Neue Gesetze und Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können mit Risiken für die Geschäftsaktivitäten verbunden sein und eine mittlere Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben. Die Schaeffler Gruppe überwacht kontinuierlich die regulatorischen und Veränderungen, um zeitnah darauf reagieren zu können. Ein aktuelles Thema ist hierbei der PFAS Verbotsvorschlag der EU, der mit negativen Folgen auf das Produktportfolio verbunden sein könnte. Das Risiko erwächst aus der bislang ungeklärten Gesetzeslage.
Cyberrisiken
Die in allen Bereichen eingesetzten IT-Systeme sind von essenzieller Bedeutung für die Schaeffler Gruppe. Die Cybersicherheit konzentriert sich auf die Sicherheit dieser Systeme – einschließlich der zugrunde liegenden Daten, Technologien und Prozesse. Für rechtliche Risiken etwa die wirtschaftliche Lage, Angebot und Nachfrage sowie intensivere Extremwetterlagen mit ein, die sich bisher nur in wird nach Maßgabe der Rechnungslegungsvorschriften bilan- Entscheidungen der Erstausrüster. Eine Verbesserung des globa- Einzelfällen auf eigene Standorte, die Lieferkette oder Kunden zielle Vorsorge getroffen. len Footprints kann die Verlagerung von Werken oder Werkstei- auswirkten. Die Schaeffler Gruppe begegnet diesen akuten len erfordern. Verbleibende freie Kapazitäten oder ungenutztes physischen Risiken mit einem etablierten Umweltmanagement- Compliance Risiken Anlagevermögen können zusätzliche Kosten verursachen. system. Dies unterstreicht der große Anteil an nach EMAS zerti- Als global tätiges Unternehmen muss die Schaeffler Gruppe die Folgen aus klimabezogenen physischen Risiken und Ereig- fizierten Produktions- und Fertigungsstandorten. Dennoch können weltweit unterschiedliche Gesetze und Vorschriften beachten. nissen höherer Gewalt mittlere Auswirkungen auf die Vermögens-, Die Schaeffler Gruppe nutzt den in der Zukunft zu Verstößen gegen geltendes nationales Finanz- und Ertragslage haben. Die Schaeffler Gruppe nutzt den Systeme, die weltweite Informationen über sicherheitsrelevante und internationales Recht einschließlich regulatorischer Anfor- und internationales Recht einschließlich regulatorischer Anfor- Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen und geopolitische Ent- derungen der EU kommen. Defizite bei der Erfüllung von Sorg- derungen der EU kommen. Defizite bei der Erfüllung von Sorg- wicklungen liefern, um eine zeitnahe Reaktion auf diese Entwick- faltspflichten (wie z. B. fehlende Abhilfemaßnahmen bei Men- faltspflichten (wie z. B. fehlende Abhilfemaßnahmen bei Men- lungen zu gewährleisten. schenrechtsverstößen) können eine mittlere Wirkung auf die schenrechtsverstößen) können eine mittlere Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der Schaeffler Gruppe haben. der Schaeffler Gruppe haben.
Gewährleistungs- und Haftungsrisiken
Einen wesentlichen Faktor für Kunden beim Kauf der von der Schaeffler Gruppe angebotenen Produkte stellt die Qualität dar. Um diese Qualität nachhaltig zu sichern, ist ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System im Einsatz, begleitet von weiteren qualitätsverbessernden Prozessen. Dennoch besteht das Risiko, dass Produkte mangelnder Qualität ausgeliefert werden und ein Produkthaftungsrisiko verursachen. Der Einsatz fehlerhafter Produkte kann beim Kunden zu Schäden, außerplanmäßigen Reparaturmaßnahmen oder Rückrufaktionen führen, die Haftungs- ansprüche oder Reputationsschäden auslösen können. Darüber hinaus kann eine sich verschlechternde Produktqualität vermehrte Gewährleistungs- und Haftungsrisiken gegenüber den Kunden mit sich bringen.
Chancen
4.2 Chancen
Die Schaeffler Gruppe ist mit ihrem Produkt- und Leistungsangebot weltweit vertreten, um an den erwarteten Megatrends der Zukunft zu partizipieren. Die Chancen gliedern sich in strategische und finanzielle Chancen. Die Darstellung der strategischen Chancen erfolgt in abnehmender Reihenfolge des Umsatzes der Sparten bzw. der Bedeutung neuer Wachstumsgeschäfte für die Schaeffler Gruppe. Die Chancen resultieren insbesondere aus den nachfolgenden Faktoren.# Risikobewertung
| Eintritts- wahrscheinlichkeit | Schadensausmaß | Risikoklasse | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Strategische Risiken | ||||
| Klimabezogene Übergangsrisiken (Markt, Technologie, Reputation) | hoch | möglich | hoch | neu |
| Elektromobilität und autonomes Fahren | hoch | möglich | hoch | 1) |
| Makroökonomische Rahmenbedingungen | hoch | unwahrscheinlich | mittel | |
| Strukturelles Maßnahmenpaket | hoch | unwahrscheinlich | mittel | neu |
| Portfoliomaßnahmen | hoch | unwahrscheinlich | mittel | |
| Protektionismus | gering | wahrscheinlich | mittel | neu |
| Operative Risiken | ||||
| Marktentwicklung | hoch | unwahrscheinlich | mittel | |
| Gewährleistungs- und Haftungsrisiken | gering | sehr wahrscheinlich | mittel | |
| Klimabezogene physische Risiken und Risiken aus höherer Gewalt | hoch | unwahrscheinlich | mittel | |
| Cyberrisiken | hoch | unwahrscheinlich | mittel | |
| Rechtliche Risiken | ||||
| Compliance | hoch | unwahrscheinlich | mittel | neu |
| Klimabezogene Übergangsrisiken (Politik und Recht) | hoch | unwahrscheinlich | mittel | neu |
| Regulatorische Risiken | mittel | möglich | mittel | 1) |
| Finanzielle Risiken | ||||
| Steuerrisiken | gering | sehr wahrscheinlich | mittel | |
| Risiken aus Pensionszusagen | hoch | unwahrscheinlich | mittel | |
| Kontrahentenrisiken | hoch | unwahrscheinlich | mittel | neu |
| Liquiditätsrisiken | hoch | unwahrscheinlich | mittel |
erhöht unverändert reduziert
Bewertung bezieht sich auf das höchste bewertete Einzelrisiko der jeweiligen Risikokategorie. Die Risikoklassen des Vorjahres wurden nicht auf die aktuelle Risikomatrix angepasst.
Machinery & Materials
1) Die Änderungen resultieren aus der Anpassung der Risikomatrix.
Strukturelle Veränderungen in der modernen Mobilität und das kontinuierliche Bevölkerungswachstum erfordern perspektivisch erhöhte Ausgaben für eine Anpassung und Erweiterung bestehender Infrastrukturen sowie eine zunehmende Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung von Rohstoffen. Parallel wird es im Zuge der zunehmenden Automatisierung und Anwendung neuer Technologien in der Produktion erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Anlageinvestitionen und verlängerten Lebenszyklen von Maschinen, verbunden mit einer wachsenden Bedeutung von Energieeffizienz und verlässlichen Betriebsabläufen, kommen.
Diesem Bedarf begegnet die Sparte Bearings & Industrial Solutions mit einem breiten Portfolio an reibungsreduzierten Wälz- und Gleitlagern in nahezu allen Größenordnungen. Im Bereich der Antriebstechnik zählen z. B. Elektromotoren, Hydrauliksysteme und Industriegetriebe zu den typischen Anwendungen. Gleichzeitig werden spezifische Komponenten und Services für rohstoffextrahierende und -verarbeitende Industrien angeboten. Abgerundet wird das Leistungsportfolio durch Lösungen zur präventiven Instandhaltung, wie z. B. sensorbasierte Zustandsüberwachung oder intelligente Schmiermittelgebung, sowie verschiedene Experten- und Wiederaufbereitungsservices, die für verlängerte Maschinenlaufzeiten, reduzierte Betriebskosten und geringere CO2-Emissionen sorgen.
Parallel zu den Aktivitäten der Sparte Bearings & Industrial Solutions finden divisionsübergreifende Entwicklungstätigkeiten statt, um das Angebot an Lösungen für elektrifizierte Antriebsstränge kontinuierlich zu erweitern und damit auch dem zunehmenden Trend zur Elektrifizierung in industriellen mobilen Anwendungen, beispielsweise bei Baumaschinen, Landmaschinen und Zweirädern, zu begegnen.
Industrial Automation
Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung sowie ein steigender Kostendruck und Fachkräftemangel in der Produktion, begleitet von höheren Sicherheits- und Nachhaltigkeitsanforderungen, führen in vielen Industrien zu einem wachsenden Bedarf an innovativen Produktionslösungen. Gleichzeitig kommt es zu einer verstärkten Investitionstätigkeit in ausgewählten Sektoren, z. B. ausgelöst durch ansteigende Bedarfe an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung.
Die Sparte Bearings & Industrial Solutions verfügt in diesem Bereich über ein umfassendes Portfolio an innovativen Lösungen für die zunehmende Industrieautomatisierung, welches auch die autonome Produktion unterstützt. Es reicht von einzelnen Komponenten, wie z. B. sensorfähigen Lagern, bis hin zu komplexen mechatronischen Systemen und wird kontinuierlich mit neuartigen Lösungen, z. B. zur Effizienzsteigerung im Bereich der Medizintechnik, ausgebaut. Durch die starke Beanspruchung, den damit verbundenen Verschleiß und die hohen Sicherheitsbestimmungen ist dieser Markt zudem nicht nur ein Zukunftsmarkt in der Erstausrüstung, sondern verfügt auch im Aftermarket-Geschäft über attraktive Geschäftspotenziale. Als bereits etablierter und qualifizierter Lieferant für zahlreiche Marktakteure mit umfassender Projekt- und Anwendungserfahrung bieten sich der Schaeffler Gruppe wesentliche Möglichkeiten, an dieser Entwicklung zu partizipieren.
Windenergie
Im Kontext des globalen Klimawandels und als Resultat der damit verbundenen Klimapolitik wird der weltweite Bedarf an erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich wachsen. Die Schaeffler Gruppe unterstützt den Ausbau der regenerativen Energiegewinnung mit den hierfür notwendigen Komponenten und Lösungen. Mit innovativen Lagerlösungen für Windkraftturbinen trägt die Schaeffler Gruppe dazu bei, Windkraftanlagen zuverlässiger zu machen und die Kosten für die erneuerbare Energiegewinnung zu senken.
Transportation & Mobility
E-Mobilität im Automotive Aftermarket
Mit Blick auf eine stetig wachsende Bevölkerungszahl, das damit verbundene steigende Transportaufkommen im Personen- und Güterverkehr sowie den zunehmenden Bedarf an Nahrungsmitteln werden mittel- bis langfristig hohe Investitionen in den Transportbereich und sonstige industrielle mobile Anwendungen, wie z. B. in der Bau- und Landwirtschaft, erwartet.
Insbesondere Schienenfahrzeuge, die auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zunehmend an Bedeutung gewinnen, stellen einen sehr interessanten, wachsenden Markt für die Schaeffler Gruppe dar. Zuverlässige, effiziente und innovative Wälzlager-Lösungen vom Fahrgestell bis zum Antriebsstrang sind ein wesentliches Element für den modernen Bahnverkehr und zudem eines der Wachstumsfelder für mechatronische Produkte im Zeitalter der voranschreitenden Digitalisierung. Durch die starke Beanspruchung, den damit verbundenen Verschleiß und die hohen Sicherheitsbestimmungen ist dieser Markt zudem nicht nur ein Zukunftsmarkt in der Erstausrüstung, sondern verfügt auch im Aftermarket-Geschäft über attraktive Geschäftspotenziale. Als bereits etablierter und qualifizierter Lieferant für zahlreiche Marktakteure mit umfassender Projekt- und Anwendungserfahrung bieten sich der Schaeffler Gruppe wesentliche Möglichkeiten, an dieser Entwicklung zu partizipieren.
Im Zuge der Bestrebungen in Richtung nachhaltigerer Mobilität gewinnt die E-Mobilität in der Sparte Vehicle Lifetime Solutions zunehmend an Bedeutung. Innerhalb des Aftermarkets könnte das Elektro- und Elektronik-Segment zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber avancieren. Eine Erweiterung des Portfolios hin zu einem umfassenden Anbieter von E-Mobilitätskomponenten, -lösungen und -systemen wird die eigenen Kompetenzen in Bezug auf die bevorstehenden technologischen Herausforderungen unter Beweis stellen und somit die eigene Positionierung in diesem noch unstrukturierten Markt dauerhaft verbessern und die neue Geschäftsbereiche erschließen.
Flottenmanagement
In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage nach Full-Service-Leasing und damit verbundenem Flottenmanagement deutlich zugenommen. Flottenmanagement-Dienstleistungen haben sich von reinen Finanzierungsoptionen hin zu fahrzeug- und fahrerbezogenen Dienstleistungen entwickelt. Flotten haben nicht nur Auswirkungen auf die Fahrzeugnutzung (z. B. intensivere Nutzung oder höhere Kilometerleistung), sondern auch auf Entscheidungsprozesse und Interaktionspunkte (z. B. Reparatur-).
Wasserstoff
Das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und ambitionierte Klimaziele verstärken zunehmend die Bedeutung von Wasserstoff als Energieträger. Der Bereich Wasserstoff der Sparte Others wird die Industrialisierung von Elektrolyseur-Stacks mit Hilfe von innovativen Designs und hocheffizienten Produktionsverfahren vorantreiben. Die Schaeffler Gruppe strebt in diesem Zusammenhang an, sich in der Wertschöpfungskette der Wasserstofftechnologien nachhaltig zu etablieren.
4.3 Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation der Schaeffler Gruppe
Die Risikosituation der Schaeffler Gruppe hat sich nach Einschätzung des Vorstands im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Dies ist insbesondere auf die Bewertung der ESG-bezogenen Risiken, die im Zuge des Zusammenschlusses übernommenen inhärenten Risiken der Vitesco Technologies Group AG sowie volatilere makroökonomische Rahmenbedingungen zurückzuführen.
Zunehmende Nachfrage nach E-Mobilitätslösungen
Eine zunehmende Nachfrage nach E-Mobilitätslösungen im Automotive-Umfeld, insbesondere auch bei hybriden Antrieben, bietet die Chance für weiteres Umsatz- und Ertragswachstum. Dies betrifft die Steigerung der Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen auf dem europäischen Markt, aber auch eine verstärkte globale Nachfrage nach Fahrzeugen mit hybriden Antrieben.
Unternehmenszusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG
Eine Erholung von der derzeitigen Wachstumsverlangsamung der E-Mobilität eröffnet die Möglichkeit, zusätzliches Potenzial durch den Zusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG zu erschließen.
Für den Flugverkehr bietet die Schaeffler Gruppe effiziente Hochpräzisionslager an, welche beispielsweise in Triebwerken eingesetzt werden. Durch die damit verbundene Optimierung des Treibstoffverbrauchs und die Einsparung von Gewicht leisten diese Produkte einen wertvollen Beitrag zur CO2-Reduzierung, der in der Zukunft, unter Berücksichtigung der laufenden Nachhaltigkeitsinitiativen im Luftfahrtsektor, voraussichtlich noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Abgerundet wird das Leistungsportfolio durch Lösungen zur präventiven Instandhaltung, wie z. B. sensorbasierte Zustandsüberwachung oder intelligente Schmiermittelgebung, sowie verschiedene Experten- und Wiederaufbereitungsservices, die für verlängerte Maschinenlaufzeiten, reduzierte Betriebskosten und geringere CO2-Emissionen sorgen.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 42 Chancen- und Risikobericht
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 43 Chancen- und Risikobericht# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
44 Nachhaltigkeitsbericht Allgemeine Angaben [ESRS 2]
5. Nachhaltigkeitsbericht
Einleitung
Der Nachhaltigkeitsbericht enthält eine Beschreibung von Konzepten und Due-Diligence-Prozessen sowie deren Ergebnissen gemäß der fünf nichtfinanziellen Aspekte nach §§ 315c i. V. m. 289c HGB: „Umweltbelange“, „Arbeitnehmerbelange“, „Sozialbelange“, „Achtung der Menschenrechte“ und „Bekämpfung von Korruption und Bestechung“. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, auf welchen Seiten des Nachhaltigkeitsberichts diese Inhalte zu finden sind.
Das vorliegende Kapitel stellt die zusammengefasste nichtfinanzielle Konzernerklärung der Schaeffler AG (im Folgenden auch als „Nachhaltigkeitsbericht“ bezeichnet) nach §§ 315b und 315c HGB in Verbindung mit §§ 289b bis 289e HGB dar und enthält darüber hinaus Angaben gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung 2020/852.
Dieser Nachhaltigkeitsbericht legt erforderliche nichtfinanzielle Informationen sowohl für die Schaeffler Gruppe als auch für die Schaeffler AG für das Geschäftsjahr 2024 offen. Dabei wurden die eigene Geschäftstätigkeit sowie die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette analysiert. In diesem Nachhaltigkeitsbericht werden die als wesentlich identifizierten IROs sowie die dazugehörigen Konzepte, Maßnahmen und ggf. Ziele und Kennzahlen dargestellt.
Die Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung erfolgte in Übereinstimmung mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die gemäß § 289d HGB als Rahmenwerk angewendet wurden. Da alle beschriebenen Aspekte für die Schaeffler AG und den Konzern gleichermaßen gelten, erfolgte keine gesonderte Anwendung eines Rahmenwerks i. S. d § 289d HGB für das Mutterunternehmen.
Von der Möglichkeit, bestimmte Informationen aus Vertraulichkeitsgründen nicht zu veröffentlichen bzw. Informationen über bevorstehende Entwicklungen oder laufende Verhandlungen wegzulassen, wird kein Gebrauch gemacht.
Der Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2024 wurde vom Aufsichtsrat der Schaeffler AG und im Auftrag des Prüfungsausschusses von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezüglich der gemäß §§ 315b und 315c i. V. m. 289b bis 289e HGB gesetzlich geforderten Angaben zum Zwecke der Erlangung einer begrenzten Prüfungssicherheit (Limited Assurance Engagement) geprüft. Beachtet wurde hierbei der International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): „Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information“, herausgegeben vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB).
| Belange nach § 289c Abs. 2 HGB | Seiten im Nachhaltigkeitsbericht 2024 |
|---|---|
| Umweltbelange | 67–86 |
| Arbeitnehmerbelange | 87–99 |
| Sozialbelange | 100–108 |
| Menschenrechte | 87–108 |
| Bekämpfung von Korruption und Bestechung | 109–112 |
Der Aufbau des Nachhaltigkeitsberichts folgt grundsätzlich der Struktur der ESRS. Zur besseren Orientierung und genaueren Referenzierung innerhalb des Berichts sind aus diesem Grund die Bezeichnung der Angabepflichten (engl.: Disclosure Requirements, DR) hinter den relevanten Kapitelüberschriften aufgenommen.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 45
Nachhaltigkeitsbericht Allgemeine Angaben [ESRS 2]
Governance
Allgemeine Grundlagen für die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts [BP-1]
Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht der Schaeffler AG wurde auf Grundlage der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) auf konsolidierter Basis erstellt. Der Konsolidierungskreis sind dem Abschnitt 2.1 Grundlagen der Konsolidierung im Konzernanhnag zu entnehmen. Zum 1. Oktober 2024 wurde die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Daten der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG in den Nachhaltigkeitsbericht integriert.
Im Zuge der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS wurden die Auswirkungen, Risiken und Chancen (engl.: Impacts, Risks, and Opportunities, IROs) der Schaeffler Gruppe in den Themenbereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (engl.: Environment, Social, and Governance, ESG) betrachtet.
Dieser Nachhaltigkeitsbericht legt erforderliche nichtfinanzielle Informationen sowohl für die Schaeffler Gruppe als auch für die Schaeffler AG für das Geschäftsjahr 2024 offen. Dabei wurden die eigene Geschäftstätigkeit sowie die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette analysiert. In diesem Nachhaltigkeitsbericht werden die als wesentlich identifizierten IROs sowie die dazugehörigen Konzepte, Maßnahmen und ggf. Ziele und Kennzahlen dargestellt.
Die Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung erfolgte in Übereinstimmung mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die gemäß § 289d HGB als Rahmenwerk angewendet wurden. Da alle beschriebenen Aspekte für die Schaeffler AG und den Konzern gleichermaßen gelten, erfolgte keine gesonderte Anwendung eines Rahmenwerks i. S. d § 289d HGB für das Mutterunternehmen.
Von der Möglichkeit, bestimmte Informationen aus Vertraulichkeitsgründen nicht zu veröffentlichen bzw. Informationen über bevorstehende Entwicklungen oder laufende Verhandlungen wegzulassen, wird kein Gebrauch gemacht.
Der Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2024 wurde vom Aufsichtsrat der Schaeffler AG und im Auftrag des Prüfungsausschusses von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezüglich der gemäß §§ 315b und 315c i. V. m. 289b bis 289e HGB gesetzlich geforderten Angaben zum Zwecke der Erlangung einer begrenzten Prüfungssicherheit (Limited Assurance Engagement) geprüft. Beachtet wurde hierbei der International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): „Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information“, herausgegeben vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB).
Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen [BP-2]
Grundlagen
Für die Ermittlung ihrer Auswirkungen hat die Schaeffler Gruppe die Definition der kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizonte, die in ESRS 1, Abschnitt 6.4 festgelegt sind, übernommen. Diese wurden zur Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts genutzt. Demnach betrachtet der kurzfristige Zeithorizont den Zeitraum von einem Jahr, den das Unternehmen in seinem Abschluss als Berichtszeitraum zugrunde legt, der mittelfristige Zeithorizont entspricht dem der finanziellen Berichterstattung. Weiterführende
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 45
Governance
Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane [GOV-1]
Die Leitungs- und Aufsichtsorgane setzen sich aus dem geschäftsführenden Vorstand und dem nicht-geschäftsführenden Aufsichtsrat der Schaeffler AG zusammen. Aufgrund ihrer Rechtsform besitzt die Schaeffler AG daneben kein Verwaltungs-organ im Sinne der ESRS. Die Schaeffler Gruppe wird durch den Vorstand der Schaeffler AG geführt. Dem Vorstand gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden die für die Sparten und Funktionen verantwortlichen Vorstandsmitglieder an. Der Vorstand der Schaeffler AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, legt die Ziele und die strategische Ausrichtung fest und steuert die Gesellschaft und dem Vorstand sowie mindestens zwei Personen der Anteilseignervertretung unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sind und dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören. Zum 31. Dezember 2024 waren 90,0 % der Anteilseignervertretenden des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Im Hinblick auf den gesamten Aufsichtsrat beträgt der Anteil der unabhängigen Mitglieder 60,0 %, da zusätzlich zu einem abhängigen Anteilseignervertretenden sieben der Arbeitnehmenden-vertretenden bei Tochtergesellschaften der Schaeffler AG angestellt sind und somit als abhängig eingeordnet werden.
Informationen bzgl. Schätzungen zur Wertschöpfungskette und zu Quellen für Schätzungen und Ergebnisunsicherheit werden in den jeweiligen Unterkapiteln in den relevanten Abschnitten zu Kennzahlen berichtet.
Wenn nicht anders angegeben, sind die im Nachhaltigkeitsbericht dargestellten Kennzahlen nicht von einer anderen externen Stelle als durch den beauftragten Wirtschaftsprüfer validiert.
Den Zeitraum vom Ende des kurzfristigen Berichtszeitraums bis zu fünf Jahren und der langfristige Zeithorizont einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren.
Für die Ermittlung der Risiken und Chancen wurde auf die gleichen Zeithorizonte zurückgegriffen. Sie orientieren sich am Prognose-zeitraum (1 Jahr), an der Mehrjahres-Planung (5 Jahre) und der strategischen Planung (10 Jahre).
Angaben bezüglich der Zusammensetzung und Diversität des Aufsichtsrats der Schaeffler AG sowie zu den Aufgaben und Zuständigkeiten sind in der Qualifikationsmatrix der Mitglieder des Aufsichtsrats aufgeführt. Die Mitglieder des Vorstands werden
Chancen und Risiken
Zusätzlich zu den im Konzernlagebericht beschriebenen Entscheidungen können dem Fahrer abgenommen werden). Die Schaeffler Gruppe von den verschiedenen Sektoren der sich Risiken kann es jederzeit zu unvorhersehbaren Ereignissen Entstehung neuer Akteure im Aftermarket hat das Bewusstsein weltweit entwickelnden Wasserstoff-Wirtschaft stark profitieren. kommen, die den Produktionsprozess, die Kundenbeziehungen für die Total Cost of Ownership (TCO) signifikant gesteigert und Erfolgskritisch für den Markthochlauf dieser Technologien ist der oder die Reputation des Unternehmens erheblich schädigen. könnte ein großes Potenzial für eine Kanalverschiebung hin zum Aufbau verlässlicher Lieferketten sowie die Industrialisierung Independent Aftermarket oder für die Entstehung neuer nut- und Skalierung der zugehörigen Kernkomponenten. Die Gesamtbeurteilung der wesentlichen Chancen und Risiken zungsbasierter Geschäftsmodelle darstellen. lässt keine Risiken erkennen, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Bestand des Unternehmens gefährden.
Kreislaufsysteme & Kreislaufprodukte
Die künftig verstärkt angestrebte Verwendung von nachhaltigen und recycelten Materialien sowie weitere Konzepte zur Erhöhung der Kreislauffähigkeit tragen dazu bei, den CO2-Fußabdruck der Produkte zu mindern und diesbezüglichen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Eine klare Strategie zu Kreislaufwirtschaft für die Produkte der Schaeffler Gruppe kann zu zusätzlichen Aufträgen führen und so die Marktpositionierung stärken.
Humanoide Robotik
Der Einsatz humanoider Roboter kann die traditionellen Arbeitsmodelle grundlegend verändern und die industrielle Produktivität vervielfachen. Dadurch ist langfristig mit einem Wachstum der Nachfrage nach humanoiden Robotern zu rechnen. Der Bereich Humanoide Robotik der Sparte Others kann von diesem Wachstumstrends durch die Entwicklung hochmoderner mechanischer Präzisionsantriebsmodule und intelligenter mechatronischer Aktuatorik aktiv profitieren.
Chancen im finanziellen Bereich
Batteriezelle
In dem stark wachsenden Markt für Elektrofahrzeugbatterien kann sich der Bereich Batteriezelle der Sparte Others durch die Bereitstellung einer innovativen metallischen Anodenlösung, basierend auf der langjährigen Erfahrung der Schaeffler Gruppe aus Beschichtungsprozessen, für wettbewerbsüberlegene Festkörperbatterien erfolgreich positionieren.
Finanzmärkte
Günstige Zins- und Wechselkursentwicklungen können sich positiv auf das Finanzergebnis und die Ertragslage der Schaeffler Gruppe auswirken. Die Finanzmärkte werden laufend beobachtet, um mögliche Auswirkungen auf die Schaeffler Gruppe frühzeitig zu erfassen und etwaige Chancen zu identifizieren.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 46
Nachhaltigkeitsbericht Allgemeine Angaben [ESRS 2] Governance
Die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Der Vorstand durch relevante Abteilungen mit notwendigen Fachwissen und bestand zum 31. Dezember 2024 aus neun Mitgliedern. Er bildet Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit sowie zu Aspekten der Aufnahme von Informationen mittels Verweis gemeinsam mit den vier regionalen CEOs das Executive Board Unternehmensführung unterstützt. Die Mitglieder des Aufsichts- Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die Informationen, die der Schaeffler Gruppe. Der prozentuale Anteil von weiblichen rats bilden sich eigenverantwortlich zu diesen Themen weiter. mittels Verweis offengelegt werden. Mitgliedern im Vorstand belief sich zum 31. Dezember 2024 auf 11,1 % (1/9). Das durchschnittliche Verhältnis von weiblichen Ergänzende Informationen zu ESRS 2 GOV-1 21 c und ESRS 2 GOV-1 23 a ab Seite i7ff. zu männlichen Mitgliedern betrug im Berichtsjahr 13,8 % (1:7,3).
Übersicht ESRS-Angabepflichten und dazugehörige Verweise
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG bestellt, berät und überwacht Der Vorstand der Schaeffler AG dient als zentrales Entscheidungs-
Angabepflichten | Verweis
------- | --------
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate GOV-1 21 c | Governance Bericht ab Seite i7f.
Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate GOV-1 23 a | Governance Bericht ab Seite i7f.
SBM-1 40 a i, ii | Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit ab Seite 2ff.
G1-GOV-1 5 b | Erklärung zur Unternehmensführung mit Corporate Governance Bericht ab Seite i7f.
den Vorstand der Schaeffler AG. Nach dem deutschen Mitbestim- gremium für Nachhaltigkeitsbelange und wird bei den Entschei-
mungsgesetz (MitbestG) ist der Aufsichtsrat der Schaeffler AG dungsfindungen von den regionalen CEOs unterstützt. Die Verant-
paritätisch besetzt. Er besteht aus insgesamt 20 Mitgliedern. wortung für die Nachhaltigkeitsstrategie ist dabei im Ressort des
Davon werden zehn Mitglieder von der Hauptversammlung bestellt Vorstandsvorsitzenden verankert. Der Aufsichtsrat in seiner Funk-
und zehn Mitglieder von den Arbeitnehmenden nach den Vor- tion als überwachendes Organ hat u. a. die Aufgabe, grundlegende
schriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Der prozentuale Entscheidungen im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsstrategie und
Anteil von weiblichen Mitgliedern im Aufsichtsrat belief sich ihre Umsetzung zu überwachen.
zum 31. Dezember 2024 auf 35,0 % (7/20). Das durchschnittliche
Verhältnis von weiblichen zu männlichen Mitgliedern betrug Der Vorstand wird von themenspezifischen Lenkungsgruppen im Berichtsjahr 53,9 % (6,9:12,8). unterstützt. Diese tauschen sich regelmäßig aus, überprüfen
Umsetzungsfortschritte und bereiten Diskussionen für den Vor-
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG berücksichtigt bei seiner stand vor. Definierte Sponsoren auf Vorstandsebene steuern die Arbeit
den Deutschen Corporate Governance Kodex. In diesem den jeweiligen Lenkungsgruppen zu den entsprechenden Themen.
Rahmen achtet er u. a. darauf, dass mehr als die Hälfte Koordiniert werden die Lenkungsgruppen durch die Nachhaltig-
der Personen der Anteilseignervertretung unabhängig von der keitsstrategieabteilung. Das globale Nachhaltigkeitsnetzwerk
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 47
Nachhaltigkeitsbericht Allgemeine Angaben [ESRS 2] Governance
Das Governance, Risk & Compliance Committee (GRCC) ist für die des Unternehmens arbeitet den Lenkungsgruppen inhaltlich zu. Unterhalb des Vorstands der Schaeffler AG sind verschiedene
Überwachung und Steuerung von übergeordneten Governance-, Es besteht analog zur Organisationsstruktur der Schaeffler Gruppe Boards und Committees organisiert, die nachhaltigkeitsrelevante
Risk- und Compliance-Management-Anforderungen und die Berichts- aus Vertretungen aller Sparten, Funktionen und Regionen. Im Prozesse überwachen und steuern. Dazu gehört insbesondere
implementierung von dazu geeigneten Maßnahmen zuständig.jahr waren diese Lenkungsgruppen wie folgt definiert: das Sustainability Committee, welches aus den Mitgliedern
Es unterstützt somit den Vorstand bei der Umsetzung seiner Strategie, Grüner Einkauf, Grüne Produktion, Grüne Produkte, des Vorstands, den regionalen CEOs sowie den relevanten Fach-
Sorgfaltspflichten. Den Vorsitz des GRCC teilen sich der Vorstands- Finanzen & IT sowie Mitarbeitende. Zum 1. Januar 2025 erfolgte bereichsleitenden besteht. Das Sustainability Committee wird
vorsitzende und der Vorstand für Finanzen & IT. Beide vertreten eine Neuausrichtung der Nachhaltigkeitsstrategie und damit vom Vorstandsvorsitzenden geleitet und ist für die Definition und
das GRCC sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat. einhergehend die Definition neuer Lenkungsgruppen (siehe Anpassung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie der ESG-Ziele
Abschnitt ESRS 2 SBM-1). verantwortlich und überwacht den Fortschritt bei der Erreichung dieser Ziele.
Das Risk Sub-Committee unter Führung des Vorstands für Finanzen Es legt Rollen und Verantwortlichkeiten fest, um die
& IT befasst sich im Auftrag des GRCC regelmäßig mit einem detail- Nachhaltigkeitsstrategie zu steuern und umzusetzen, insbeson-
lierten Review der Risiken und Chancen der Schaeffler Gruppe, dere bei Themen, die mehrere Organisationseinheiten betreffen.
nimmt ggf. Anpassungen vor, genehmigt die Risikoposition und Zudem steuert es Nachhaltigkeitsinitiativen und -projekte, defi-
unterstützt den Vorstand und das GRCC bei der Sicherstellung niert und passt deren Struktur im Rahmen des Schaeffler Umset-
eines angemessenen und wirksamen Risikomanagement-Systems. zungsprogramms an und kontrolliert Status, Fortschritt und
Budgets dieser Initiativen.
Vorstand der Schaeffler AG – Angaben zu Diversität und Erfahrungen
| Klaus Rosenfeld | Claus Bauer | Dr. Astrid Fontaine | Andreas Schick | Jens Schüler | Thomas Stierle | Uwe Wagner | Sascha Zaps | Matthias Zink | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eintrittsdatum | 24.10.2014 | 01.09.2021 | 01.01.2024 | 01.04.2018 | 01.01.2022 | 01.10.2024 | 01.10.2019 | 01.05.2024 | 01.01.2017 |
| Diversität | |||||||||
| Geschlecht | m | m | w | m | m | m | m | m | m |
| Geburtsjahr | 1966 | 1966 | 1969 | 1970 | 1974 | 1969 | 1964 | 1974 | 1969 |
| Staatsangehörigkeit | deutsch | deutsch/ US-amerikanisch | deutsch/ US-amerikanisch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch |
| Relevante Erfahrungen, Fachkenntnis und Fähigkeiten | |||||||||
| Internationale Region | |||||||||
| Europa | X | X | X | X | X | X | |||
| Region Americas | X | X | |||||||
| Region Greater China | X | ||||||||
| Region Asien/Pazifik | X | ||||||||
| Sektoren und | |||||||||
| Automobilsektor | X | X | X | X | X | X | X | X | X |
| Produkte | |||||||||
| Industriesektor | X | X | X | X | X | X | |||
| Expertise | |||||||||
| Ökologische Nachhaltigkeit | X | ||||||||
| Nachhaltigkeit | X | X | X | X | X | X | X | X | X |
| Soziale Nachhaltigkeit | X | X | |||||||
| Compliance und/oder Unternehmensführung | X | X | X | X | X | X | X | X | X |
- Kriterium erfüllt, basierend auf einer Selbsteinschätzung durch die Vorstandsmitglieder.
Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung
in Anreizsysteme [GOV-3]
Das Thema Nachhaltigkeit – insbesondere das Thema Klima –
steht im Fokus der langfristigen Strategie der Schaeffler Gruppe.
Ein klimabezogenes Ziel wurde in den LTB aufgenommen.
Der Um das Erreichen der gesetzten ESG-Ziele stärker zu fördern,
sind ausgewählte Ziele in der jährlichen erfolgsabhängigen
Vergütung der Vorstandsmitglieder, der Führungskräfte sowie
der berechtigten Arbeitnehmenden verankert.
ESG-Ziele sind sowohl in der kurzfristigen variablen Vergütung
(engl.: Short-Term Bonus, STB) als auch in der langfristigen
variablen Vergütung (engl.: Long-Term Bonus, LTB) aller berech-
tigten Arbeitnehmendengruppen abgebildet.
Für den LTB wurde im Berichtsjahr ein Ziel zur Reduktion der
Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2027 gesetzt. Scope 1
umfasst direkte Emissionen der Schaeffler Gruppe aus der
Verbrennung von Brenn- und Treibstoff – definiert als Erdgas,
Heizöl, Propan und Methanol als Hauptemissionsquellen –
in stationären Anlagen. Scope 2 deckt indirekte Emissionen
der Schaeffler Gruppe aus Strom- und Fernwärmebezug ab. Der
Aufsichtsrat legt für jede LTB-Performance-Periode ein oder
mehrere Ziele fest, die zur Erreichung der klimabezogenen Ziele
Schaeffler Gruppe beitragen. Die Zielerreichung für die jeweilige
Performance-Periode wird anhand des Vergleichs des jeweiligen
Ist-Werts mit dem vom Aufsichtsrat festgelegten Zielwert ermit-
telt. Sofern nicht anders festgelegt, beträgt die Gewichtung des
Ziels zur Dekarbonisierung und damit der Anteil der nichtfinan-
ziellen Leistungskriterien für den LTB 25 %.
Im STB werden ESG-Ziele mit 20 % gewichtet und jährlich definiert.
Unter den ESG-Zielen können auch Klimaziele festgelegt werden,
wodurch die Gewichtung von Klimazielen bis zu 20 % des STB
betragen kann. Grundsätzlich wird darauf geachtet, dass unter-
schiedliche ESG-Dimensionen in der Vergütung reflektiert werden
und dass eine hinreichende Kontinuität in den vergütungsrele-
vanten Zielen sichergestellt ist.
mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und [GOV-2] Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen
Wie im Abschnitt ESRS 2 GOV-1 beschrieben, sind das Sustain-
ability Committee, das Governance, Risk & Compliance Committee
sowie das Risk Sub-Committee die relevanten Gremien der
Schaeffler Gruppe, die nachhaltigkeitsrelevante Prozesse überwa-
chen und steuern. Im Rahmen dieser Gremien wird der Vorstand
regelmäßig über wesentliche IROs, die im Rahmen der doppelten
Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden, sowie über Maßnah-
men zu deren Adressierung informiert. Der Vorstand wird zudem im
Zuge der Sitzungen des Sustainability Committees quartalsweise
über den Umsetzungsstand der ESG-Ziele unterrichtet.
Das GRCC steuert und überwacht die Implementierung und
Entwicklung geeigneter Governance-, Risiko- und Compliance-
Managementsysteme. Darunter fallen auch nachhaltigkeits-
bezogene Aspekte wie z. B. ESG-Risiken, Chancen und Maß-
nahmen sowie Menschenrechts-Compliance.
Detailliertere Ausführungen der Zuständigkeiten des Vorstands
der Schaeffler AG bezüglich der Umsetzung verschiedener nach-
haltigkeitsbezogener Konzepte befinden sich in den Abschnitten
zu den jeweiligen Themenstandards.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
48 Nachhaltigkeitsbericht
Allgemeine Angaben [ESRS 2]
Erklärung zur Sorgfaltspflicht (Due Diligence) [GOV-4]
Die wichtigsten Aspekte und Schritte der Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht stehen in engem Zusammenhang mit einer Reihe genereller und themenbezogener Angaben im Rahmen der ESRS. Die nachfolgende Übersicht stellt die Kernelemente des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht dar und erläutert, wie und wo diese innerhalb des vorliegenden Nachhaltigkeitsberichts berücksichtigt werden.
| Verweise auf die Kernelemente der Sorgfaltspflicht | Absätze im Nachhaltigkeitsbericht |
|---|---|
| (1) Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell | ESRS 2 GOV-1, ESRS 2 GOV-2, ESRS 2 SBM-3 |
| (2) Einbindung betroffener Interessenträger in alle wesentlichen Schritte der Sorgfaltspflicht | ESRS 2 SBM-2, ESRS 2 IRO-1 |
| (3) Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen | ESRS 2 IRO-1, ESRS 2 SBM-3 |
| (4) Maßnahmen gegen diese negativen Auswirkungen | Angaben zu Maßnahmen und Übergangspläne in den jeweiligen Themenstandards |
| (5) Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und Kommunikation | Angaben zu Maßnahmen und Zielen in den jeweiligen Themenstandards |
Risikomanagement und interne Kontrollen der Gesellschaften der Nachhaltigkeitsberichterstattung [GOV-5]
Der Vorstand der Schaeffler AG ist verpflichtet, ein im Hinblick auf den Umfang der Geschäftstätigkeit und die Risikolage des Unternehmens angemessenes und wirksames Risikomanagement-System sowie ein entsprechendes Internes Kontrollsystem (IKS) einzurichten. Dies soll nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex auch nachhaltigkeitsbezogene Ziele umfassen. Das konzernweite Risikomanagement-System sowie das IKS über die Nachhaltigkeitsberichterstattung basieren auf dem managementorientierten Enterprise-Risk-Management(ERM)-Ansatz, der sich an dem weltweit anerkannten Rahmenkonzept des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) orientiert.
Ziel des Risikomanagement-Systems der Schaeffler Gruppe ist es, frühzeitig die Ermittlung, Bewertung, Priorisierung und Steuerung von Risiken sicherzustellen. Nachhaltigkeitsbezogene Risiken sind in das Risikomanagement-System integriert. Ziel des IKS über die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist es, die Vollständigkeit und Richtigkeit der ESG-Daten sicherzustellen und die zugehörigen Prozesse der Datenerhebung, -verarbeitung und -genehmigung transparent zu dokumentieren und bei Bedarf auf Verbesserungspotenziale hinzuweisen. Die zu berichtenden quantitativen und qualitativen Daten wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse bestimmt (siehe Abschnitt ESRS 2 IRO-1).
Mit dem IKS über die Nachhaltigkeitsberichterstattung soll sichergestellt werden, dass die quantitativen und qualitativen Daten, die im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht werden, frei von wesentlichen Fehlern sind und die Verlässlichkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung gewährleistet ist. Die implementierten Kontrollen sollen Fehler bei der Datenerhebung, -verarbeitung und -genehmigung aufdecken und verhindern.
Die Implementierung des IKS über die Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde 2023 gestartet. Die Methodik des IKS über die Nachhaltigkeitsberichterstattung beruht auf einheitlichen Standards, analog zum unternehmensweiten IKS. Sobald nachhaltigkeitsbezogene Risiken und Kontrollen für erste pilotierende Gesellschaften identifiziert, dokumentiert, ausgerollt sowie auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit geprüft sind, werden sie im Folgejahr in den Regelbetrieb des unternehmensweiten IKS übergeben.
Basierend auf einer risikoorientierten Methode bewertet die Schaeffler Gruppe die zu veröffentlichenden quantitativen und qualitativen Daten und identifiziert prozessorientiert mit den Fachabteilungen die notwendigen Standard-Kontrollen. Diese Standard-Kontrollen werden in wesentlichen operativen Geschäftseinheiten, Regionen und Zentralbereichen ausgerollt. Zusätzlich werden relevante Qualitätssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die Prüfung der internen Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf Angemessenheit und Wirksamkeit für ausgewählte Prozesse und Standorte erfolgte im Berichtsjahr durch einen unabhängigen Tester. Basierend auf den Ergebnissen dieser Kontrolltests werden Maßnahmen zur Behebung möglicher Kontrollschwächen definiert und die Datenerhebungsprozesse iterativ, gemeinsam mit den jeweiligen Fachabteilungen, optimiert. Zudem werden quantitative Datenpunkte durch die für die Erstellung relevanten Fachbereiche im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Die zur Verfügung gestellten Datenpunkte werden zentral auf Konsistenz und Vollständigkeit geprüft.
Über die Risikosituation sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit der internen Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung wird jährlich an den Vorstand und den Prüfungsausschuss der Schaeffler AG berichtet. Die Berichterstattung umfasst alle Netto-Risiken mit einer mittleren und hohen Schadenswirkung sowie eine aggregierte Aufstellung der Chancen. Außerhalb der regelmäßigen Berichtstermine wird der Vorstand nach einem definierten Prozess zeitnah über wesentliche Veränderungen der Risikolage informiert. Auch gegenüber dem Management der operativen Geschäftseinheiten und der Regionen findet eine entsprechende Berichterstattung statt.
Strategie
Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette [SBM-1]
Die Schaeffler Gruppe beschäftigt 115.937 Arbeitnehmende¹². Als Motion Technology Company unterstützt die Schaeffler Gruppe ihre Kunden mit umfassender Entwicklungs-, System- und Fertigungskompetenz aktiv im breiten Spektrum der Bewegungstechnologie. Die Position Umsatzerlöse der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr beträgt 18.188 Mio. EUR. Mehr zur Konzernstrategie ab Seite 9ff.
Die Initiativen „Grüner Einkauf“, „Grüne Produktion“ und „Grüne Produkte“ setzen Schwerpunkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie beinhalten Projekte, die sich u. a. durch konkrete Dekarbonisierungsaktivitäten in der Lieferkette, sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und -sicherheit in allen geografischen Gebieten, in denen die Schaeffler Gruppe direkt oder indirekt tätig ist. Der Fokus der Schaeffler Gruppe Strategie liegt auf der Entwicklung nachhaltiger Produkte und Technologien, insbesondere von Lösungen für elektrifizierte Antriebe und im Bereich der Kreislaufwirtschaft und Wiederaufbereitung, um ihren Kunden nachhaltige Lösungen für die Mobilitäts- und Energiesysteme der Zukunft anzubieten. Durch die Optimierung energieeffizienter Produkte und die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in der Produktion strebt das Unternehmen an, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
Das Teilprogramm „Sustainability & Infrastructure“ war im Jahr 2024 in sechs übergreifende Nachhaltigkeitsinitiativen unterteilt, mit dem Ziel, die nachhaltige Transformation der Schaeffler Gruppe themenspezifisch voranzutreiben:
- Strategie
- Grüner Einkauf
- Grüne Produktion
- Grüne Produkte
- Finanzen & IT
- Mitarbeitende
Der Zusammenschluss mit der Vitesco Technologies Group AG zum 1. Oktober 2024 sowie die schrittweise Neuausrichtung in Personenzahl zum Stichtag 31.12.2024 haben einen sichtbaren Einfluss auf die strategische Ausrichtung der Schaeffler Gruppe.
| Zahl der Arbeitnehmenden nach geografischen Gebieten | in Personenzahl zum Stichtag 31.12.2024 |
|---|---|
| Europa | 68.391 |
Vergütung
Allgemeine Angaben [ESRS 2]
Aufsichtsrat hat beschlossen, die Zielerreichung für das Klimaziel der laufenden LTB-Tranchen sowie der Tranche 2024-2027 Das Risk Sub-Committee beschäftigt sich in seinen quartalsweise Die Ziele der variablen Vergütung werden durch den Aufsichtsrat festzuschreiben, weil sich aufgrund der Verschmelzung die stattfindenden Sitzungen mit allen wesentlichen Risiken und für den Vorstand der Schaeffler AG definiert. Anschließend kas- ursprünglich beabsichtigte Incentivierung mit den ursprünglich Chancen der Schaeffler Gruppe, inklusive der ESG-bezogenen kadiert der Vorstand diese Ziele auf weitere Führungsebenen und festgelegten Zielen nicht mehr erreichen lässt Risiken und Chancen. Es informiert mit seinem Risk Management berechtigte Arbeitnehmende der Schaeffler Gruppe herunter. Report halbjährlich den Vorstand über wesentliche Chancen Im Berichtsjahr lag der Anteil der variablen Zielvergütung, und Risiken. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird Folgende Schaeffler ESG-Ziele wurden für den STB 2024 definiert: der von nachhaltigkeitsbezogenen Zielen abhängt, bei 22,6 %. jährlich berichtet. Der Anteil der im laufenden Zeitraum anerkannten Gesamtver- „Steigerung Energieeffizienz“ durch Implementierung von • gütung, der mit Klimazielen verknüpft ist, beträgt 5,7 %. Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, die unter Neben dem Vorstand wird im Rahmen der regulären Aufsichts- Informationen können aus dem Vergütungssystem bzw. dem Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2024 implemen- ratssitzungen auch der Aufsichtsrat in die Unterrichtung über Vergütungsbericht entnommen werden. tierten Maßnahmen zu jährlichen Energieeinsparungen von wesentliche IROs sowie die Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden. mindestens 20 GWh führen, und Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Schaeffler AG haben sich „Verbesserung Arbeitssicherheit“ durch Reduktion der • im Berichtsjahr mit den wesentlichen IROs befasst. Eine Liste der Arbeitsunfallrate, gemessen an einer Reduzierung der LTIR wesentlichen IROs ist im Abschnitt ESRS 2 SBM-3 aufgeführt. (Lost Time Injury Rate) auf höchstens 2,65 pro Millionen geleisteter Arbeitsstunden.
Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG erhält keine variable Vergütung. Dementsprechend sind keine nachhaltigkeitsbezogenen Zielsetzungen verankert.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
50 Nachhaltigkeitsbericht
Allgemeine Angaben [ESRS 2]
Strategie
Im Laufe des Geschäftsjahres 2024 wurde die Nachhaltigkeitsstrategie der Schaeffler Gruppe aktualisiert. Dafür hat das Unternehmen übergeordnet fünf Handlungsfelder entwickelt, die die bisherigen zehn Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie ablösen. Für jedes dieser Handlungsfelder wurden Prioritäten festgelegt, woraus die Initiativen abgeleitet werden.
Die neu definierten fünf Handlungsfelder sind:
- „Driving Climate Action towards Net-Zero“: um die Treibhausgasemissionen im eigenen Betrieb und entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren
- „Transitioning towards a Circular Economy“: mit dem Ziel, die Auswirkungen auf die Umwelt durch Integration von Kreislaufwirtschaftsgrundsätzen zu verringern
- „Protecting Human Rights & Work Conditions“: um Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und zu fördern
- „Empowering People for a Sustainable Future“: zur Verbesserung der Fähigkeiten der eigenen Mitarbeitenden und der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, wobei der Schwerpunkt auf Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion sowie der Bindung von Talenten liegt
- „Ensuring Integrity in Decision Making“: mit dem Ziel sicherzustellen, dass die Entscheidungen der Schaeffler Gruppe von Integritätsstandards und dem Austausch mit Interessengruppen geleitet werden, mit zuverlässigen Daten und transparenter Berichterstattung
Dementsprechend wird die Struktur des Teilprogramms im Jahr 2025 an die neuen Handlungsfelder angelehnt.
Eine ganzheitlich aktualisierte Konzern- Fertigung und im Produktportfolio sowie weitere Reduzierungs- strategie 2030 soll im Rahmen des geplanten Kapitalmarkttages maßnahmen in der eigenen Produktion, wie z. B. beim Thema im Jahr 2025 kommuniziert werden. Frischwasserentnahme, auszeichnen.
Die übergeordneten Initiativen „Strategie“, „Finanzen & IT“ und „Mitarbeitende“ bilden das daten- und qualifikationsbezogene Fundament für die Nachhaltigkeitstransformation. Durch die Verankerung der Nachhaltigkeitsthemen als wesentlichen Bestandteil des Umsetzungsprogramms können mögliche Abhängigkeiten von und Wechselwirkungen mit weiteren strategischen Themen und Teilprogrammen frühzeitig identifiziert und adressiert werden. Die zuvor dargestellte Struktur des Teilprogramms der Schaeffler Gruppe mit ihren sechs Nachhaltigkeitsinitiativen gilt für das gesamte Berichtsjahr.
Ergänzende Informationen zu ESRS 2 SBM-1 40 a i, ii ab Seite 4ff.
Die bisherige Umsetzung der Konzernstrategie erfolgt über das Umsetzungsprogramm, das sich auf Basis der Neuausrichtung zum 1. Oktober 2024 in vier divisionale und vier spartenübergreifende Teilprogramme gliedert. Das spartenübergreifende Teilprogramm „Sustainability & Infrastructure“ (Bezeichnung Vj.: „Sustainability & Engagement“) widmet sich insbesondere der Verankerung ökologischer und sozialer Verantwortung in der Wertschöpfungskette des Unternehmens als zentralem Erfolgsfaktor für nachhaltiges Wirtschaften und bildet den Umsetzungsrahmen der Nachhaltigkeitsstrategie und für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele.
Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind zentrale Elemente der Produktpalette der Schaeffler Gruppe. Das Unternehmen strebt danach, ökologische und soziale Verantwortung gegenüber seinen Stakeholdern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu übernehmen. Dies umfasst neben der Entwicklung nachhaltiger Produkte und Technologien auch die Förderung von Dekarbonisierung.
12 Diese Zahl weicht von der in Kapitel Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit dargestellten Anzahl der Mitarbeitern ab, da im Begriff Arbeitnehmende gemäß ESRS auch Aushilfen berücksichtigt werden.
Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
Als integrierter Automobil- und Industriezulieferer beliefert die Schaeffler Gruppe global agierende Automobil- und Industriehersteller. Diese bauen Schaeffler-Produkte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette in verschiedene Endprodukte ein, wodurch sie Teil des jeweiligen Nutzungszyklus werden. Dazu gehören u. a. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sowie Hybrid- und Elektrofahrzeuge, Maschinen für die Metallerzeugung und -verarbeitung, für den Bergbau und die Rohstoffaufbereitung, für die Landwirtschaft sowie Baumaschinen, Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke.
Mehr zur Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe ab Seite 4ff.
Am Ende ihres Lebenszyklus sollen sowohl die Schaeffler-Produkte als auch die Endprodukte, in denen sie enthalten sind, recycelt, thermisch verwertet oder möglichst umweltgerecht entsorgt werden.
Die Schaeffler Gruppe benötigt für ihre Produktion Rohstoffe aus dem Groß- und Kleinbergbau, darunter Erze für Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer, Rohöl für Polymere, seltene Erden und verarbeitete Komponenten, wie Elektronik. Diese Materialien werden nach der Gewinnung durch Prozesse wie Zerkleinerung, Mahlen, Konzentration, Raffination und Schmelzen weiterverarbeitet und von einer globalen Lieferantenbasis bezogen. Das Unternehmen bezieht von Tier-1- bis zu indirekten Tier-n-Lieferanten Teile und Komponenten, wie Guss- und Schmiedeteile, spritzgegossene Kunststoffteile sowie elektronische Komponenten und Rohstahl, die in den eigenen weltweiten Produktionswerken verarbeitet und veredelt werden. Die Fertigungsprozesse umfassen u. a. das Härten von Stahl, Wärmebehandlungen, Schmieden und die Montage von Endprodukten sowie Elektronikfertigung.
Um die Anforderungen entlang der Wertschöpfungskette angemessen zu berücksichtigen, hat die Schaeffler Gruppe Austauschformate, u. a. Projektworkshops oder Veranstaltungen, mit unterschiedlichen Stakeholdern etabliert. Mit Hilfe dieser Austauschformate arbeitet das Unternehmen daran, Nachhaltigkeit im Portfolio und in den eigenen Geschäftstätigkeiten weiter zu etablieren und schrittweise umzusetzen. Darüber hinaus sollen auf diese Weise die Inputs 13 der Schaeffler Gruppe gesichert und die Qualität des Angebots für Kunden, Investoren und weitere relevante Stakeholder verbessert werden.
13 Im Kontext der ESRS sind unter „Inputs“ z. B. Materialien und Rohstoffe zu verstehen.
Interessen und Standpunkte der Interessenträger [SBM-2]
Die Schaeffler Gruppe pflegt eine regelmäßige Kommunikation mit ihren Interessenträgern (im Folgenden auch als „Stakeholder“ bezeichnet) in unterschiedlichen Formaten und berücksichtigt die Interessen und Standpunkte der Stakeholder u. a. zu ESG-Themen bei ihren strategischen und unternehmerischen Entscheidungen. Für die Interaktion mit bestimmten Stakeholdern hat die Schaeffler Gruppe verschiedene Grundsätze festgelegt.
Die Übersicht auf der folgenden Seite gibt einen Überblick über die wichtigsten Stakeholder, Art und Zweck der Einbindung und darüber, wie die Ergebnisse der Einbeziehung im Unternehmen berücksichtigt werden. Darüber hinaus findet ein Austausch mit weiteren Stakeholder-Gruppen statt, wie Anwendern und Endnutzern, Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, betroffenen Gemeinschaften und gefährdeten Gruppen sowie Vertretenden aus Wissenschaft und Medien. Der Schutz der Natur wird indirekt durch NGOs und Studien erörtert.
Durch den beschriebenen regelmäßigen Austausch konnten die Interessen von Stakeholder-Gruppen bei der Bewertung von IROs der Schaeffler Gruppe im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt werden. Die Analyse ergab hierbei, dass viele der als wesentlich identifizierten IROs bereits in der Nachhaltigkeitsstrategie oder den Managementsystemen für die Umsetzung nachhaltigkeitsbezogener Sorgfaltspflichten adressiert werden. Für ausgewählte IROs sowie für bestimmte Abschnitte der Wertschöpfungskette – insbesondere die tiefere Lieferkette und indirekte Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette – wurden Anpassungsbedarfe in der Strategie und den Managementsystemen identifiziert.
Erste Maßnahmen zur Adressierung dieser Anpassungsbedarfe wurden durch strategische Projekte im Rahmen der Schaeffler Nachhaltigkeitsstrategie 2024 angestoßen und bereits teilweise umgesetzt. Diese Projekte zielen darauf ab, eine stärkere Einbindung von betroffenen Stakeholdern, z. B.
| Stakeholder | Art der Einbindung | Zweck der Einbindung | Berücksichtigte Ergebnisse der Einbindung |
|---|---|---|---|
| Kunden | • Schaeffler Stakeholder Dialog • Kooperationen in verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekten • Workshops und bilaterale Gespräche • Multi-Stakeholder-Initiativen • Messen von Erwartungen • Beantwortung von Kundenanfragen • Informationsveranstaltungen | • Gewährleistung der Kundenzufriedenheit • Gewinnung von Erkenntnissen und Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen • Etablierung strategischer Partnerschaften • Austausch relevanter ESG-Daten | |
| Mitarbeitende | • Mitarbeitendengespräche • Mitarbeitendenbefragungen • Interne Kommunikationsformate, z. B. Intranet MySchaeffler • Schulungsformate • Maßnahmen zur persönlichen Weiterentwicklung und Karriereförderung • Sensibilisierung und Unterstützung hinsichtlich | • Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden • Gewährleistung angemessener Arbeitsbedingungen und Menschenrechte • Maßnahmen zur Verbesserung von Kommunikation, Zusammenarbeit & Prozessen | |
| Greater China | 19.137 | ||
| Asien/Pazifik | 10.130 | ||
| Americas | 18.279 |
Die Schaeffler Gruppe entwickelt und produziert Komponenten sowie Systeme für Antriebsstränge und Fahrwerke. Zudem bietet das Unternehmen Wälz- sowie Gleitlagerlösungen für diverse Industrien an. Zusätzlich liefert das Unternehmen Reparaturlösungen in Erstausrüsterqualität für den globalen automobilen Ersatzteilmarkt.
Mehr zur Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe ab Seite 4ff.
Am Ende ihres Lebenszyklus sollen sowohl die Schaeffler-Produkte als auch die Endprodukte, in denen sie enthalten sind, recycelt, thermisch verwertet oder möglichst umweltgerecht entsorgt werden.
Die Schaeffler Gruppe benötigt für ihre Produktion Rohstoffe aus dem Groß- und Kleinbergbau, darunter Erze für Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer, Rohöl für Polymere, seltene Erden und verarbeitete Komponenten, wie Elektronik. Diese Materialien werden nach der Gewinnung durch Prozesse wie Zerkleinerung, Mahlen, Konzentration, Raffination und Schmelzen weiterverarbeitet und von einer globalen Lieferantenbasis bezogen. Das Unternehmen bezieht von Tier-1- bis zu indirekten Tier-n-Lieferanten Teile und Komponenten, wie Guss- und Schmiedeteile, spritzgegossene Kunststoffteile sowie elektronische Komponenten und Rohstahl, die in den eigenen weltweiten Produktionswerken verarbeitet und veredelt werden. Die Fertigungsprozesse umfassen u. a. das Härten von Stahl, Wärmebehandlungen, Schmieden und die Montage von Endprodukten sowie Elektronikfertigung.
Um die Anforderungen entlang der Wertschöpfungskette angemessen zu berücksichtigen, hat die Schaeffler Gruppe Austauschformate, u. a. Projektworkshops oder Veranstaltungen, mit unterschiedlichen Stakeholdern etabliert. Mit Hilfe dieser Austauschformate arbeitet das Unternehmen daran, Nachhaltigkeit im Portfolio und in den eigenen Geschäftstätigkeiten weiter zu etablieren und schrittweise umzusetzen. Darüber hinaus sollen auf diese Weise die Inputs 13 der Schaeffler Gruppe gesichert und die Qualität des Angebots für Kunden, Investoren und weitere relevante Stakeholder verbessert werden.
13 Im Kontext der ESRS sind unter „Inputs“ z. B. Materialien und Rohstoffe zu verstehen.
Interessen und Standpunkte der Interessenträger [SBM-2]
Die Schaeffler Gruppe pflegt eine regelmäßige Kommunikation mit ihren Interessenträgern (im Folgenden auch als „Stakeholder“ bezeichnet) in unterschiedlichen Formaten und berücksichtigt die Interessen und Standpunkte der Stakeholder u. a. zu ESG-Themen bei ihren strategischen und unternehmerischen Entscheidungen. Für die Interaktion mit bestimmten Stakeholdern hat die Schaeffler Gruppe verschiedene Grundsätze festgelegt.
Die Übersicht auf der folgenden Seite gibt einen Überblick über die wichtigsten Stakeholder, Art und Zweck der Einbindung und darüber, wie die Ergebnisse der Einbeziehung im Unternehmen berücksichtigt werden. Darüber hinaus findet ein Austausch mit weiteren Stakeholder-Gruppen statt, wie Anwendern und Endnutzern, Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, betroffenen Gemeinschaften und gefährdeten Gruppen sowie Vertretenden aus Wissenschaft und Medien. Der Schutz der Natur wird indirekt durch NGOs und Studien erörtert.
Durch den beschriebenen regelmäßigen Austausch konnten die Interessen von Stakeholder-Gruppen bei der Bewertung von IROs der Schaeffler Gruppe im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt werden. Die Analyse ergab hierbei, dass viele der als wesentlich identifizierten IROs bereits in der Nachhaltigkeitsstrategie oder den Managementsystemen für die Umsetzung nachhaltigkeitsbezogener Sorgfaltspflichten adressiert werden. Für ausgewählte IROs sowie für bestimmte Abschnitte der Wertschöpfungskette – insbesondere die tiefere Lieferkette und indirekte Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette – wurden Anpassungsbedarfe in der Strategie und den Managementsystemen identifiziert.
Erste Maßnahmen zur Adressierung dieser Anpassungsbedarfe wurden durch strategische Projekte im Rahmen der Schaeffler Nachhaltigkeitsstrategie 2024 angestoßen und bereits teilweise umgesetzt. Diese Projekte zielen darauf ab, eine stärkere Einbindung von betroffenen Stakeholdern, z. B.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 52
Nachhaltigkeitsbericht
Allgemeine Angaben [ESRS 2]
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)
Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell [SBM-3]
In der Übersicht ab Seite 53 sind die wesentlichen IROs, die die Schaeffler Gruppe im Rahmen ihrer doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelt hat, aufgelistet.
Auch die Widerstandsfähigkeit der Strategie und des Geschäftsmodells sowie die Fähigkeit des Unternehmens, derzeitige und künftige wesentliche Auswirkungen und Risiken zu bewältigen sowie identifizierte Chancen zu nutzen, werden fortlaufend überwacht und bei Bedarf Maßnahmen entwickelt. Hierbei fließen auch Erkenntnisse aus den in ESRS E1 SBM-3 und ESRS E4-1 beschriebenen Klima- und Umwelt-Resilienzanalysen ein. Über interne Kontrollen soll zudem sichergestellt werden, dass das methodische Vorgehen zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse dokumentiert ist und wesentliche IROs vollständig und ordnungsgemäß in die Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgenommen werden.
Die nachhaltigkeitsbezogenen Chancen wurden für das Berichtsjahr im Rahmen des Risikomanagement-Prozesses identifiziert. Eine Bewertung der Wesentlichkeit der Chancen erfolgt aufgrund der fortlaufenden Integration der Vitesco Technologies Group AG und der damit verbundenen Aktualisierung der Konzernstrategie erstmalig im kommenden Berichtsjahr.
In den themenspezifischen Kapiteln werden die wesentlichen IROs jeweils einleitend ausführlich beschrieben. Die Vorgehensweise bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wird im Abschnitt ESRS 2 IRO-1 näher erläutert.
Derzeitige und künftige Einfluss von IROs auf die Unternehmensstrategie, das Geschäftsmodell und die Wertschöpfungskette sowie die Entscheidungsfindung wird kontinuierlich überprüft, und es werden entsprechende Maßnahmen entwickelt. Im Berichtsjahr haben weder die identifizierten IROs noch die ergriffenen und geplanten Maßnahmen eine Änderung der Unternehmensstrategie oder des Geschäftsmodells zur Folge gehabt.
Im Zusammenhang mit den wesentlichen nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und identifizierten nachhaltigkeitsbezogenen Chancen gab es im Berichtsjahr keine Ereignisse, die zu wesentlichen finanziellen Effekten geführt haben. Davon ausgehend gibt es auch keine Hinweise, dass im nächsten Berichtsjahr wesentliche Anpassungen der im zugehörigen Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu erwarten sind.
Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen [IRO-1]
Die Ermittlung und Bewertung der wesentlichen IROs der Schaeffler Gruppe erfolgte in Übereinstimmung mit der in den ESRS 1 dargestellten Verfahrensweise zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse und orientierte sich an der Implementation Guidance der EFRAG vom Mai 2024. Dieser Prozess wurde im Berichtsjahr erstmalig durchgeführt und wird in den kommenden Jahren weiterentwickelt.
Bei der Ermittlung der Wesentlichkeit der Nachhaltigkeitsaspekte wurden zwei Dimensionen betrachtet (doppelte Wesentlichkeit) – zum einen die Wesentlichkeit der Auswirkungen der Schaeffler Gruppe auf Menschen und Umwelt (inside-out) und zum anderen die Wesentlichkeit der finanziellen Risiken und Chancen auf die Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe (outside-in), welche durch Nachhaltigkeitsaspekte entstehen.
Das methodische Vorgehen zur Wesentlichkeitsanalyse sowie Zwischenergebnisse wurden im Verlauf des Berichtsjahres dem Executive Board der Schaeffler Gruppe präsentiert. Die finale Freigabe der als wesentlich identifizierten IROs erfolgte ebenfalls durch das Executive Board.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 53
Nachhaltigkeitsbericht
Allgemeine Angaben [ESRS 2]
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)
| Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)¹⁾ | Verweis | Wertschöpfungskette | Zeithorizont²⁾ | Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)¹⁾ | Verweis | Wertschöpfungskette | Zeithorizont²⁾ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ESRS E1 Auswirkungen in Zusammenhang mit Klimawandel | ESRS E2 Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | ||||||
| KLIMASCHUTZ | LUFTVERSCHMUTZUNG | ||||||
| Emission von Treibhausgasen (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E1 | Verschmutzung der Luft durch Prozesse und Produkte (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E2 | ||||
| ENERGIE | WASSER- UND BODENVERSCHMUTZUNG SOWIE VERSCHMUTZUNG VON LEBENDEN ORGANISMEN UND NAHRUNGSRESSOURCEN | ||||||
| Hoher Energieverbrauch (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E1 | Verschmutzung durch Rohstoffgewinnungsprozesse (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E2 | ||||
| ESRS E1 Physische Risiken in Zusammenhang mit Klimawandel | BESONDERS BESORGNISERREGENDE STOFFE UND PFAS | ||||||
| Schäden und Betriebsunterbrechung durch Extremwetterereignisse (Physische Risiken) | ESRS E1 | Verwendung von (besonders) besorgniserregenden Stoffen und PFAS (Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS E2 | ||||
| Schäden und Betriebsunterbrechung durch Erdbeben (Physische Risiken) | ESRS E1 | Allgemeines Verbot von PFAS (EU-Verbotsvorschlag) (Risiken) | ESRS E2 | ||||
| ESRS E1 Übergangsrisiken und Chancen in Zusammenhang mit Klimawandel | ESRS E3 Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit Wasser | ||||||
| Steigende Kosten durch verschärfte klimabezogene regulatorische Anforderungen (u. a. CBAM, CO₂ e-Preise) (Übergangsrisiken) | ESRS E1 | WASSER | |||||
| Verstärkte Forderungen der Stakeholder nach Verwendung emissionsarmer und umweltfreundlicher Materialien (Übergangsrisiken) | ESRS E1 | Große Frischwasserentnahmen durch eigene Produktion (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E3 | ||||
| Absatzchancen durch veränderte Kundenpräferenzen und Anstieg der Nachfrage nach E-Mobilitätslösungen (Sparten Automotive Technologies & Vehicle Lifetime Solutions) (Chancen) | ESRS E1 | Große Wasserentnahmen und -einleitungen in der Wertschöpfungskette (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E3 | ||||
| Absatzchancen durch Lösungen für erneuerbare Energien (Chancen) | ESRS E1 | Begrenzte Wasserverfügbarkeit für eigene Geschäftsprozesse und Verwundbarkeit der Lieferkette durch Wasserknappheit in bestimmten Regionen (Physische Risiken) | ESRS E3 | ||||
| Verstärkte Forderungen der Stakeholder nach geschlossenen Wasserkreisläufen (Übergangsrisiken) | ESRS E1 | ||||||
| Absatzchancen durch die Entwicklung und/oder Ausweitung von emissionsarmen Produkten und | ESRS E1 |
Arbeitskräften in der Mitarbeitende • Whistleblowing-System
Nachhaltigkeit • Nachhaltigkeits- und Klimatrainings
Wertschöpfungskette oder betroffenen Gemeinschaften, sowie • Dialog • Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden
eine effektive Adressierung von als wesentlich identifizierten • Gewährleistung angemessener Arbeitsbedingungen • Gute Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende • Verhandlungen Gewerkschaften • Verträge • Berücksichtigung von Mitarbeitenden-Interessen • Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen
Auswirkungen und Risiken in der tieferen Lieferkette in der • Langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehun- Nachhaltigkeitsstrategie und den Managementsystemen der
• Schaeffler Stakeholder Dialog • Übernahme von Verantwortung in der Lieferkette gen und Rahmenbedingungen • Multi-Stakeholder-Initiativen, • Partnerschaften, u. a. zur Einhaltung der • Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Schaeffler Gruppe vorzubereiten. Dadurch verfolgt das Unter- z. B. Branchendialog Automobilindustrie Menschenrechte, menschenwürdige Arbeitsbedin- betroffenen Gruppen nehmen das Ziel, eine stärkere Beziehung zu den entsprechen- Lieferanten und • Lieferantengespräche gungen, Umweltschutz, Klimaziele den Stakeholdern aufzubauen und Vertrauen zu fördern. Zudem • Lieferantenbereich auf der Schaeffler-Webseite • Verbesserung der Zusammenarbeit und Erhöhung Transparenz entlang der vorgelagerten Lieferkette anbieter • Whals-blowing-System des Einflussvermögens in der Lieferkette • Umsetzung von gemeinsamen Pilotprojekten zeigte sich, dass die Interessengruppen die gesteigerten Mög- • Konferenzen lichkeiten zur Einflussnahme wahrnehmen.
• Bilaterale Gespräche • Roadshows Investoren, • Beantwortung von Anfragen • Erfüllung der Erwartungen und Anforderungen zu • Transparente und stringente ESG-Berichterstattung
Das Sustainability Committee wird quartalsweise über den Fort- Analysten und • Finanz-/ESG-Berichterstattung ESG-Themen zur positiven Beeinflussung von u. a. zum Transformationspfad Aktionäre • Jahreshauptversammlung Investitionsentscheidungen • Kommunikation von relevanten ESG-Kennzahlen schritt der strategischen Projekte zu ESG-Themen informiert, • Veröffentlichung des Green and Sustainability-
linked Financing Frameworks Kreditinstitute und Anlassbezogen wird auch der Aufsichtsrat informiert. • Finanz-/ESG-Berichterstattung • Erfüllung der Erwartungen und Anforderungen zu • Aufnahme von Sustainability-linked KPIs in Kreditgeber • Bilaterale Gespräche ESG-Themen für verbesserte Kreditbedingungen Kreditverträge
• Schaeffler Stakeholder Dialog • Multi-Stakeholder-Initiativen • Cross-sector Partnerschaften • Gute Beziehungen zur Zivilgesellschaft und deren Zivilgesellschaften • Beantwortung von Anfragen Schutz • Stärkung der Menschen- und Umweltrechte als und NGOs • Whistleblowing-System Beitrag zu einer nachhaltigen Lieferkette • Einholen von Feedback und Handlungsempfehlungen • Austausch über Herausforderungen und bewährte • Austausch von Best-Practice-Ansätzen und Verfahren Expertisen
Industrieverbände • Arbeitsgruppen • Zusammenarbeit stärken • Erarbeitung gemeinsamer Branchenstandards • Bilaterale Gespräche • Einhaltung von Gesetzen
Regierungen, • Informationsveranstaltungen • Interessenvertretung • Einhaltung gesetzlicher Anforderungen Politik und • Foren und Veranstaltungen • Berücksichtigung der Entwicklung neuer • Ableitung von Maßnahmen basierend auf Behörden • Konsultationen regulatorischer Anforderungen politischen Entwicklungen# Dienstleistungen (Transportation & Mobility/Machinery & Materials)
1) Bei der Darstellung handelt es sich um identifizierte Chancen. Eine Bewertung der Wesentlichkeit der Chancen erfolgt aufgrund (Chancen) ESRS E1 der fortlaufenden Integration der Vitesco Technologies Group AG und der damit verbundenen Aktualisierung der Konzernstrategie erstmalig im kommenden Berichtsjahr.
2) Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und identifizierten Chancen dar.
Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)
| Wertschöpfungskette | Zeithorizont 2) | Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) (IROs) | Verweis |
|---|---|---|---|
| ESRS E4 Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen | |||
| Beitrag zu direkten Einflussfaktoren von Biodiversitätsverlust (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E4 | ||
| Auswirkungen auf den Zustand von Arten, auf die Ausdehnung und den Zustand von Ökosystemen sowie auf Ökosystemdienstleistungen durch Rohstoffgewinnungsprozesse (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E4 | ||
| Steigende Kosten aufgrund zunehmender ökosystembezogener regulatorischer Anforderungen (u. a. Rohstoffabbau) (Übergangsrisiken) | ESRS E4 | ||
| ESRS E5 Auswirkungen, Risiken und Chancen in Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | |||
| RESSOURCENZUFLÜSSE, EINSCHLIESSLICH RESSOURCENNUTZUNG Einsatz von großen Mengen an Primärmaterialien (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E5 | ||
| Begrenzte Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe und Komponenten (Übergangsrisiken) | ESRS E5 | ||
| Hohe Investitionskosten für kreislauffähige Prozesse und Produkte (Übergangsrisiken) | ESRS E5 | ||
| RESSOURCENABFLÜSSE IM ZUSAMMENHANG MIT PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN Geringe Recycelbarkeit bestimmter Produktmaterialien (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E5 | ||
| Absatzchancen durch die Verwendung von nachhaltigen und recycelten Materialien in Produkten (Chancen) | ESRS E5 | ||
| ABFÄLLE Erzeugung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS E5 |
| Wertschöpfungskette | Zeithorizont 2) | Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) (IROs) | Verweis |
|---|---|---|---|
| ESRS S1 Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit eigenen Arbeitskräften | |||
| ARBEITSBEDINGUNGEN Menschenwürdige und gesunde Arbeitsbedingungen (Tatsächliche und potenzielle positive Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| Widrige Arbeitsbedingungen in risikobehafteten Ländern (Potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| Auftreten arbeitsbedingter Unfälle (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| Arbeitsplatzverluste durch Transformationsprozesse (Tatsächliche negative Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| GLEICHBEHANDLUNG UND CHANCENGLEICHHEIT FÜR ALLE Weiterbildungs- und Entwicklungsprogramme (Tatsächliche positive Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gleichbehandlung und Chancengleichheit aller eigenen Arbeitskräfte (Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| SONSTIGE ARBEITSBEZOGENE RECHTE Verletzungen sonstiger arbeitsbezogener Rechte (Potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| Verstoß gegen die gesetzliche Verpflichtung zur Ergreifung von Abhilfemaßnahmen bei Menschenrechtsverletzungen gegen eigene Arbeitskräfte (Risiken) | ESRS S1 | ||
| Datenschutzverletzungen (Potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS S1 | ||
| ESRS S2 Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit Arbeitskräften | |||
| UNTERNEHMENSKULTUR Starke Unternehmenskultur (Tatsächliche positive Auswirkungen) | ESRS S2 | ||
| SCHUTZ VON HINWEISGEBENDEN Fehlender angemessener Schutz von Hinweisgebenden (Potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS S2 | ||
| MANAGEMENT DER BEZIEHUNGEN ZU LIEFERANTEN, EINSCHLIESSLICH ZAHLUNGSPRAKTIKEN Auswirkungen von Zahlungspraktiken auf die wirtschaftliche Situation von Lieferanten (Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS S2 | ||
| KORRUPTION UND BESTECHUNG Auswirkungen von Korruption und Bestechung (Potenzielle negative Auswirkungen) | ESRS S2 |
- 1) Bei der Darstellung handelt es sich um identifizierte Chancen. Eine Bewertung der Wesentlichkeit der Chancen erfolgt aufgrund der fortlaufenden Integration der Vitesco Technologies Group AG und der damit verbundenen Aktualisierung der Konzernstrategie erstmalig im kommenden Berichtsjahr.
- 2) Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und identifizierten Chancen dar.
Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)
Verfahren zur Bestimmung der wesentlichen
Bei der Bewertung von negativen Auswirkungen wurde der Schweregrad als Durchschnitt der drei Faktoren Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit errechnet. Bei positiven Auswirkungen erfolgte die Bewertung des Schweregrads nach Ausmaß und Umfang.
Um eine konsistente Vorgehensweise bei der Bewertung der genannten Parameter zu ermöglichen, wurden im Berichtsjahr von der Schaeffler Gruppe einheitliche qualitative Bewertungs skalen angewendet. Darüber hinaus sollte im Rahmen der Bewertung sichergestellt werden, dass der Schweregrad der Um-
identifizierten Chancen erfolgt die vollständige Bewertung der Wesentlichkeit erstmalig im kommenden Berichtsjahr. Hierbei wird ebenfalls die nachfolgend beschriebene Methodik zugrunde gelegt.
Der Prozess zur Ermittlung, Bewertung und Priorisierung der potenziellen und tatsächlichen positiven und negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt wurde in drei Schritten durchgeführt:
Schritt 1 – Kontextverständnis und Vorbereitung der Erhebung
Um eine vollständige Betrachtung nachhaltigkeitsbezogener Risiken und Chancen zu gewährleisten, wurden zunächst alle durch die von ESRS 1 AR 16 vorgegebenen Nachhaltigkeitsaspekte auf ihre Relevanz analysiert. Anschließend wurden die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte in den bestehenden Katalog von Risiko- und Chancenkategorien der Schaeffler Gruppe aufgenommen. Außerdem wurden die identifizierten Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sowie die dazugehörigen Wertschöpfungskettenstufen in den Prozess übermittelt. Somit sollte sichergestellt werden, dass möglicherweise hieraus resultierende finanzielle Risiken und Abhängigkeiten ebenfalls erfasst und bewertet werden.
Den Startpunkt der doppelten Wesentlichkeitsanalyse bildete eine Bewertung des Geschäftsmodells der Schaeffler Gruppe sowie der relevanten Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette inkl. ihrer potenzieller Relevanz für insbesondere die in ESRS 1 AR 16 aufgelisteten Nachhaltigkeitsaspekte. Dabei wurden Anforderungen relevanter Stakeholder analysiert, Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse aus vergangenen Jahren herangezogen und Workshops mit exter nen Fachleuten durchgeführt. Bei der Analyse der Interessen relevanter Stakeholder wurde auf bereits bestehende Umfragen und Analysen sowie auf externe Studien abgestellt.
Schritt 2 – Ermittlung der Auswirkungen
Basierend auf diesem Kontextverständnis erfolgte die Identifizierung tatsächlicher und
Abschließend wurden die bewerteten Ergebnisse je Auswirkung in eine Matrix mit Wesentlichkeitsschwellen eingeordnet. Diese Matrix ist für die qualitativen Parameter Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit mit der Matrix des Risikomanagement- System (RMS) harmonisiert.# Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)
Die Ermittlung der nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und Chancen ist in das bestehende RMS und somit in das Managementverfahren der Schaeffler Gruppe integriert. Die Erhebung der wesentlichen Risiken erfolgte in drei Schritten. Für die Bewertung oberhalb der definierten Schwellenwerte lagen, wurden demnach als wesentlich für die Schaeffler Gruppe eingestuft und werden in diesem Nachhaltigkeitsbericht berichtet.
Insgesamt wurden 12 Risiken als wesentlich eingestuft und 4 Chancen identifiziert. Diese finden sich in der Tabelle im Abschnitt ESRS 2 SBM-3 sowie ausführlich beschrieben in den entsprechenden Kapiteln Umwelt und Soziales.
Als Teil des Prozesses zur Erhebung nachhaltigkeitsbezogener Risiken und Chancen wurden klimabezogene physische Risiken sowie Übergangsrisiken und Chancen ermittelt.
Ermittlung von physischen Risiken
Die Ermittlung physischer klimabezogener Risiken erfolgte integriert im Rahmen des bestehenden RMS der Schaeffler Gruppe.
Schritt 1 – Bestimmung des Szenarios
Als Grundlage zur Erhebung der physischen Risiken greift die Schaeffler Gruppe auf eine globale Datenbank eines externen Dienstleisters zurück, die Simulationen klimabedingter Naturgefahren unter verschiedenen Szenarien und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen enthält. Als maßgebliches Szenario wurde das Umwelt- und Klimaszenario SSP5-8.5 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ausgewählt. Dieses beschreibt einen gemeinsam genutzten sozioökonomischen Pfad (Shared Socioeconomic Pathway, SSP) mit hohen Emissionen und einem erwarteten Temperaturanstieg von mehr als 4 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Das Szenario berücksichtigt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Net Zero Emissions (NZE) 2050 Szenario der International Energy Agency (IEA), dem SSP1 Szenario des IPCC sowie weiteren anerkannten Quellen und wesentlichen Veränderungstreibern für die Schaeffler Gruppe bis zum Jahr 2050. Dieses Jahr entspricht dem Lebenszyklus relevanter Vermögenswerte der Gruppe, vor allem ihren Produktionsanlagen, sowie dem globalen Zeithorizont des Pariser Klimaabkommens.
Das Narrativ des Szenarios beschreibt eine effektive und konsequente Zusammenarbeit von Regierungen, Privatunternehmen und der Gesellschaft unter Umsetzung strenger globaler Umweltvorschriften. Die Automobilindustrie erlebt einen großen Wandel weg von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hin zu Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien, die als gesellschaftlich akzeptierte Energiequellen angesehen werden. Diese Entwicklung wird durch den technologischen Fortschritt weiter vorangetrieben. Außerdem beschleunigt sich der demografische Wandel und veränderte Mobilitätsmuster führen zu einer Zunahme des Schienenpersonenverkehrs. All dies trägt zur Reduktion der Auswirkungen auf die Umwelt bei, wobei sich die Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen und der Klimawandel nur geringfügig verändern werden.
Schritt 2 – Ermittlung und Bewertung der physischen Risiken
Unter Berücksichtigung dieses Szenarios wurden nach genauen geographischen Koordinaten die Standorte im eigenen Betrieb der Schaeffler Gruppe identifiziert, die über die im RMS hinterlegten Zeithorizonte von physischen Risiken betroffen sein können. Hierbei wurde eine Vielzahl von akuten Naturgefahren wie Überflutungen und Erdbeben, Extremwetterereignisse wie Stürme und extreme Niederschläge sowie chronische Klimagefahren wie Hitzestress und Wasserknappheit berücksichtigt.
Bei der quantitativen Bewertung der Anfälligkeit der Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten gegenüber diesen Gefahren verfolgte die Schaeffler Gruppe einen systematischen Ansatz. Hierbei wurden potenzielle Betriebsunterbrechungen für die Dauer bis zur Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit erfasst. Zudem fließen die potenziellen Verluste in Form von zerstörten Vermögenswerten sowie deren Wiederbeschaffungskosten in die Bewertung ein. Die Wesentlichkeit dieser physischen Risiken wurde, wie im Regelprozess beschrieben, entlang der Parameter potenzielles Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der hierbei definierten Schwellenwerte bestimmt.
Zusätzlich zu den Standorten im eigenen Betrieb wurden zusätzlich Standorte von kritischen Lieferanten als Teil der vorgelagerten Wertschöpfungskette betrachtet.
Ermittlung von Übergangsrisiken und Chancen
Im Rahmen des bestehenden RMS hat die Schaeffler Gruppe zudem Workshops mit internen Fachleuten der unterschiedlichen Funktionen durchgeführt, um umwelt- und klimabezogene Übergangsrisiken und Chancen entlang der Wertschöpfungskette zu ermitteln.
Schritt 1 – Bestimmung des Szenarios
Die Schaeffler Gruppe hat in diesem Zusammenhang ein Umwelt- und Klimaszenario – definiert, das unter der Bezeichnung „Ahead of the Game“ einem Berichtsjahr jedoch noch keine konkrete Bewertung der Wesentlichkeit. Grund war die fortlaufende Integration der Vitesco Technologies Group AG und die damit verbundene Aktualisierung der Konzernstrategie.
Schritt 2 – Ermittlung und Bewertung der Übergangsrisiken und Chancen
Unter Berücksichtigung dieses Szenarios wurden vor allem der Wechsel weg von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität und die zunehmende Nachfrage nach erneuerbaren Energien als relevante Übergangsereignisse definiert, die erhebliche Anstrengungen hin zu einer Dekarbonisierung der Wirtschaft erfordern. Auf dieser Basis konnte die Schaeffler Gruppe für die im RMS hinterlegten Zeithorizonte sowohl Übergangsrisiken als auch Chancen identifizieren, die vor allem die Sparten Automotive Technologies sowie Bearings & Industrial Solutions betreffen.
Die Wesentlichkeit dieser Übergangsrisiken wurde ebenfalls entlang des beschriebenen Regelprozesses bestimmt. Hinsichtlich der identifizierten Chancen erfolgte für das Berichtsjahr jedoch noch keine konkrete Bewertung der Wesentlichkeit. Grund war die fortlaufende Integration der Vitesco Technologies Group AG und die damit verbundene Aktualisierung der Konzernstrategie.
Mehr zum Risikomanagement-System im Kapitel Governance Systeme potenzieller positiver sowie negativer Auswirkungen entlang der ab Seite i16ff. in ESRS 1 AR 16 aufgelisteten Nachhaltigkeitsaspekte sowie der Schritt 2 – Ermittlung der Risiken und Chancen: Der Prozess zur in ESRS 1 Abschnitt 6.4 definierten Zeithorizonte. Dabei wurden Auswirkungen, die aufgrund der Bewertung oberhalb der defi- Ermittlung aller Risiken und Chancen erfolgte im Rahmen des die Auswirkungen berücksichtigt, an denen die Schaeffler Gruppe nierten Schwellenwerte lagen, wurden als wesentlich für die bestehenden RMS der Schaeffler Gruppe. Die Betrachtungszeit- durch eigene Tätigkeiten und/oder durch Geschäftsbeziehungen Schaeffler Gruppe eingestuft und werden in diesem Nachhaltig- räume für die Ermittlung der Risiken und Chancen entsprechen beteiligt ist. Neben den ESRS-themenbezogenen Aspekten keitsbericht berichtet. Insgesamt wurden 30 Auswirkungen ebenfalls den in ESRS 1 Abschnitt 6.4 definierten Zeithorizonten betrachtete die Schaeffler Gruppe auch mögliche unternehmens- als wesentlich eingestuft. Diese finden sich in der Tabelle im Abschnitt ESRS 2 SBM-3 sowie ausführlich beschrieben in den spezifische Themen sowie Auswirkungen, welche möglicher- und orientieren sich am Prognosezeitraum (1 Jahr), an der Multi- entsprechenden Kapiteln Umwelt, Soziales und Unterneh- weise durch die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group Year-Planung (5 Jahre) und der strategischen Planung (10 Jahre) mensführung. AG auf die Schaeffler AG entstehen können. der Schaeffler Gruppe.
Schritt 3 – Bewertung der Wesentlichkeit
Die Bewertung der Wesentlichkeit der nachhaltigkeitsbezogenen Risiken erfolgte nach der gleichen Methodik wie bei den anderen im RMS erfassten Risiken, denen die Schaeffler Gruppe ausgesetzt ist. So wurden für die Parameter potenzielles Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit dieselben qualitativen und quantitativen Schwellenwerte verwendet. Risiken, die aufgrund der 14 Der Schweregrad ersetzt in der RMS-Matrix den Parameter Schadensausmaß.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 57 Nachhaltigkeitsbericht Allgemeine Angaben [ESRS 2] Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) Bewertung oberhalb der definierten Schwellenwerte lagen, Neben den Standorten im eigenen Betrieb wurden zusätzlich Umweltvorschriften. Die Automobilindustrie erlebt einen großen wurden demnach als wesentlich für die Schaeffler Gruppe einge- Standorte von kritischen Lieferanten als Teil der vorgelagerten Wandel weg von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hin zu stuft und werden in diesem Nachhaltigkeitsbericht berichtet. Wertschöpfungskette betrachtet. Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien, die als gesell- schaftlich akzeptierte Energiequellen angesehen werden. Diese Insgesamt wurden 12 Risiken als wesentlich eingestuft und Bei der quantitativen Bewertung der Anfälligkeit der Vermögens- Entwicklung wird durch den technologischen Fortschritt weiter 4 Chancen identifiziert. Diese finden sich in der Tabelle im werte und Geschäftstätigkeiten gegenüber diesen Gefahren vorangetrieben. Außerdem beschleunigt sich der demografische Abschnitt ESRS 2 SBM-3 sowie ausführlich beschrieben in den vorangetrieben. Außerdem beschleunigt sich der demografische Wandel und veränderte Mobilitätsmuster führen zu einer entsprechenden Kapiteln Umwelt und Soziales. entsprechenden Kapiteln Umwelt und Soziales. Zunahme des Schienenpersonenverkehrs. All dies trägt zur Reduktion der Auswirkungen auf die Umwelt bei, wobei sich die Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen und der Klimawandel nur geringfügig verändern werden.
Als Teil des Prozesses zur Erhebung nachhaltigkeitsbezogener Risiken und Chancen wurden klimabezogene physische Risiken sowie Übergangsrisiken und Chancen ermittelt.
Schritt 2 – Ermittlung und Bewertung der Übergangsrisiken und Chancen
Unter Berücksichtigung dieses Szenarios wurden vor allem der Wechsel weg von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität und die zunehmende Nachfrage nach erneuerbaren Energien als relevante Übergangsereignisse definiert, die erhebliche Anstrengungen hin zu einer Dekarbonisierung der Wirtschaft erfordern. Auf dieser Basis konnte die Schaeffler Gruppe für die im RMS hinterlegten Zeithorizonte sowohl Übergangsrisiken als auch Chancen identifizieren, die vor allem die Sparten Automotive Technologies sowie Bearings & Industrial Solutions betreffen.
Die Wesentlichkeit dieser Übergangsrisiken wurde ebenfalls entlang des beschriebenen Regelprozesses bestimmt. Hinsichtlich der identifizierten Chancen erfolgte für das Berichtsjahr jedoch noch keine konkrete Bewertung der Wesentlichkeit. Grund war die fortlaufende Integration der Vitesco Technologies Group AG und die damit verbundene Aktualisierung der Konzernstrategie.
Mehr zum Risikomanagement-System im Kapitel Governance Systeme potenzieller positiver sowie negativer Auswirkungen entlang der ab Seite i16ff. in ESRS 1 AR 16 aufgelisteten Nachhaltigkeitsaspekte sowie der Schritt 2 – Ermittlung der Risiken und Chancen: Der Prozess zur in ESRS 1 Abschnitt 6.4 definierten Zeithorizonte. Dabei wurden Auswirkungen, die aufgrund der Bewertung oberhalb der defi- Ermittlung aller Risiken und Chancen erfolgte im Rahmen des die Auswirkungen berücksichtigt, an denen die Schaeffler Gruppe nierten Schwellenwerte lagen, wurden als wesentlich für die bestehenden RMS der Schaeffler Gruppe. Die Betrachtungszeit- durch eigene Tätigkeiten und/oder durch Geschäftsbeziehungen Schaeffler Gruppe eingestuft und werden in diesem Nachhaltig- räume für die Ermittlung der Risiken und Chancen entsprechen beteiligt ist. Neben den ESRS-themenbezogenen Aspekten keitsbericht berichtet. Insgesamt wurden 30 Auswirkungen ebenfalls den in ESRS 1 Abschnitt 6.4 definierten Zeithorizonten betrachtete die Schaeffler Gruppe auch mögliche unternehmens- als wesentlich eingestuft. Diese finden sich in der Tabelle im Abschnitt ESRS 2 SBM-3 sowie ausführlich beschrieben in den spezifische Themen sowie Auswirkungen, welche möglicher- und orientieren sich am Prognosezeitraum (1 Jahr), an der Multi- entsprechenden Kapiteln Umwelt, Soziales und Unterneh- weise durch die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group Year-Planung (5 Jahre) und der strategischen Planung (10 Jahre) mensführung. AG auf die Schaeffler AG entstehen können. der Schaeffler Gruppe.
Schritt 3 – Bewertung der Wesentlichkeit
Die Bewertung der Wesentlichkeit der nachhaltigkeitsbezogenen Risiken erfolgte nach der gleichen Methodik wie bei den anderen im RMS erfassten Risiken, denen die Schaeffler Gruppe ausgesetzt ist. So wurden für die Parameter potenzielles Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit dieselben qualitativen und quantitativen Schwellenwerte verwendet. Risiken, die aufgrund der 14 Der Schweregrad ersetzt in der RMS-Matrix den Parameter Schadensausmaß.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 57 Nachhaltigkeitsbericht Allgemeine Angaben [ESRS 2] Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) Bewertung oberhalb der definierten Schwellenwerte lagen, Neben den Standorten im eigenen Betrieb wurden zusätzlich Umweltvorschriften. Die Automobilindustrie erlebt einen großen wurden demnach als wesentlich für die Schaeffler Gruppe einge- Standorte von kritischen Lieferanten als Teil der vorgelagerten Wandel weg von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hin zu stuft und werden in diesem Nachhaltigkeitsbericht berichtet. Wertschöpfungskette betrachtet. Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien, die als gesell- schaftlich akzeptierte Energiequellen angesehen werden. Diese Insgesamt wurden 12 Risiken als wesentlich eingestuft und Bei der quantitativen Bewertung der Anfälligkeit der Vermögens- Entwicklung wird durch den technologischen Fortschritt weiter 4 Chancen identifiziert. Diese finden sich in der Tabelle im werte und Geschäftstätigkeiten gegenüber diesen Gefahren vorangetrieben. Außerdem beschleunigt sich der demografische Abschnitt ESRS 2 SBM-3 sowie ausführlich beschrieben in den entsprechenden Kapiteln Umwelt und Soziales. Wandel und veränderte Mobilitätsmuster führen zu einer Zunahme des Schienenpersonenverkehrs. All dies trägt zur Reduktion der Auswirkungen auf die Umwelt bei, wobei sich die Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen und der Klimawandel nur geringfügig verändern werden.
Die Wesentlichkeit dieser Übergangsrisiken wurde ebenfalls entlang des beschriebenen RegelprozZusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 58 Nachhaltigkeitsbericht Allgemeine Angaben [ESRS 2] Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)
Insgesamt wurden 30 Auswirkungen ebenfalls als wesentlich eingestuft. Diese finden sich in der Tabelle im Abschnitt ESRS 2 SBM-3 sowie ausführlich beschrieben in den entsprechenden Kapiteln Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Die identifizierten Risiken und Chancen wurden entlang der Wertschöpfungskette anhand der von den ESRS vorgegebenen Parameter Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Dabei wurde die Eintrittswahrscheinlichkeit nur für potenzielle Auswirkungen berücksichtigt. Für die Bewertung der negativen Auswirkungen wurde der Schweregrad ersetzt in der RMS-Matrix den Parameter Schadensausmaß.
Insgesamt wurden 12 Risiken als wesentlich eingestuft und 4 Chancen identifiziert. Diese finden sich in der Tabelle im Abschnitt ESRS 2 SBM-3 sowie ausführlich beschrieben in den entsprechenden Kapiteln Umwelt und Soziales.
Ermittlung von physischen Risiken
Die Ermittlung physischer klimabezogener Risiken erfolgte integriert im Rahmen des bestehenden RMS der Schaeffler Gruppe.
Als Grundlage zur Erhebung der physischen Risiken greift die Schaeffler Gruppe auf eine globale Datenbank eines externen Dienstleisters zurück, die Simulationen klimabedingter Naturgefahren unter verschiedenen Szenarien und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen enthält. Als maßgebliches Szenario wurde das Umwelt- und Klimaszenario SSP5-8.5 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ausgewählt. Dieses beschreibt einen gemeinsam genutzten sozioökonomischen Pfad (Shared Socioeconomic Pathway, SSP) mit hohen Emissionen und einem erwarteten Temperaturanstieg von mehr als 4 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Das Szenario berücksichtigt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Net Zero Emissions (NZE) 2050 Szenario der International Energy Agency (IEA), dem SSP1 Szenario des IPCC sowie weiteren anerkannten Quellen und wesentlichen Veränderungstreibern für die Schaeffler Gruppe bis zum Jahr 2050. Dieses Jahr entspricht dem Lebenszyklus relevanter Vermögenswerte der Gruppe, vor allem ihren Produktionsanlagen, sowie dem globalen Zeithorizont des Pariser Klimaabkommens.
Das Narrativ des Szenarios beschreibt eine effektive und konsequente Zusammenarbeit von Regierungen, Privatunternehmen und der Gesellschaft unter Umsetzung strenger globaler Umweltvorschriften. Die Automobilindustrie erlebt einen großen Wandel weg von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hin zu Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien, die als gesellschaftlich akzeptierte Energiequellen angesehen werden. Diese Entwicklung wird durch den technologischen Fortschritt weiter vorangetrieben. Außerdem beschleunigt sich der demografische Wandel und veränderte Mobilitätsmuster führen zu einer Zunahme des Schienenpersonenverkehrs. All dies trägt zur Reduktion der Auswirkungen auf die Umwelt bei, wobei sich die Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen und der Klimawandel nur geringfügig verändern werden.
Schritt 2 – Ermittlung und Bewertung der physischen Risiken
Unter Berücksichtigung dieses Szenarios wurden nach genauen geographischen Koordinaten die Standorte im eigenen Betrieb der Schaeffler Gruppe identifiziert, die über die im RMS hinterlegten Zeithorizonte von physischen Risiken betroffen sein können. Hierbei wurde eine Vielzahl von akuten Naturgefahren wie Überflutungen und Erdbeben, Extremwetterereignisse wie Stürme und extreme Niederschläge sowie chronische Klimagefahren wie Hitzestress und Wasserknappheit berücksichtigt.
Bei der quantitativen Bewertung der Anfälligkeit der Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten gegenüber diesen Gefahren verfolgte die Schaeffler Gruppe einen systematischen Ansatz. Hierbei wurden potenzielle Betriebsunterbrechungen für die Dauer bis zur Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit erfasst. Zudem fließen die potenziellen Verluste in Form von zerstörten Vermögenswerten sowie deren Wiederbeschaffungskosten in die Bewertung ein. Die Wesentlichkeit dieser physischen Risiken wurde, wie im Regelprozess beschrieben, entlang der Parameter potenzielles Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der hierbei definierten Schwellenwerte bestimmt.
Zusätzlich zu den Standorten im eigenen Betrieb wurden zusätzlich Standorte von kritischen Lieferanten als Teil der vorgelagerten Wertschöpfungskette betrachtet.
Ermittlung von Übergangsrisiken und Chancen
Im Rahmen des bestehenden RMS hat die Schaeffler Gruppe zudem Workshops mit internen Fachleuten der unterschiedlichen Funktionen durchgeführt, um umwelt- und klimabezogene Übergangsrisiken und Chancen entlang der Wertschöpfungskette zu ermitteln.
Die Schaeffler Gruppe hat in diesem Zusammenhang ein Umwelt- und Klimaszenario – definiert, das unter der Bezeichnung „Ahead of the Game“ einem Berichtsjahr jedoch noch keine konkrete Bewertung der Wesentlichkeit. Grund war die fortlaufende Integration der Vitesco Technologies Group AG und die damit verbundene Aktualisierung der Konzernstrategie.
5.2 Umwelt
3. Einhaltung sozialer und Governance-Mindestanforderungen (Mindestschutz)
Die Schaeffler Gruppe orientiert sich an dem sechsstufigen Due-Diligence-Prozess gemäß den Guidelines for Multinational Enterprises der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die mit den UN Guiding Principles on Business and Human Rights konform sind. Diese sechs Schritte umfassen:
- Verankerung von verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln (engl.: Responsible Business Conduct, RBC) in Strategien und Managementsystemen des Unternehmens
- Durchführung von Due Diligence durch Bestimmung tatsächlicher und potenzieller negativer Effekte auf RBC-Belange
- Beseitigung, Vermeidung und Minderung dieser negativen Effekte
- Nachverfolgung der Umsetzung und Ergebnisse
- Kommunikation darüber, wie negativen Effekten begegnet wird
- Ggf. Ermöglichung von Wiedergutmachung
Im Rahmen der Mindestschutz-Prüfung standen in Anlehnung an die Empfehlung der Platform on Sustainable Finance der EU die Themenfelder Menschenrechte, Anti-Korruption, fairer Wettbewerb und Steuern im Vordergrund. Hierzu wurden jeweils unternehmenseigene Wirtschaftstätigkeiten hinsichtlich ihrer Berücksichtigung einzelner Wirtschaftstätigkeiten Wesentlichkeitsgrenzen festgelegt. Um Doppelzählung von Investitionen zwischen verschiedenen Wirtschaftstätigkeiten zu vermeiden, wurde ein detaillierter Prozess mit entsprechenden Kontrollhandlungen auf Ebene der Einzelinvestitionen aufgesetzt. Die Prüfung der Taxonomiefähigkeit und des Vorliegens eines wesentlichen Beitrags wurde ebenso wie die spezifischen DNSH-Kriterien auf die relevanten Stufen der Wertschöpfungskette wie direkte und indirekte Lieferanten, der eigene Geschäftsbereich, Kunden und andere Geschäftspartner geprüft. Die in den Appendizes A, B, C und D zum Annex I der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 genannten Kriterien unter Berücksichtigung der Änderungen durch die Delegierte Verordnung 2023/2485 und die Anpassung an den Klimawandel wurden zentral geprüft.
EU-Taxonomie
Für das Berichtsjahr ist erstmalig Taxonomiekonformität für alle sechs Umweltziele zu berichten.
Allgemeine Annahmen
Nach der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie) ist die Schaeffler AG dazu verpflichtet, den Umsatz, Investitionsausgaben (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) aus den ökologisch nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten gemäß Art. 3 und Art. 9 für die Schaeffler Gruppe offenzulegen. Um hierbei eine Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen sicherzustellen, gibt die EU Taxonomie ein Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Tätigkeiten vor. Anhand dieses Systems wird die Einordnung unternehmenseigener Wirtschaftstätigkeiten hinsichtlich ihrer ökologischen Nachhaltigkeit durchgeführt. Das Klassifizierungssystem ist in sechs Umweltziele gegliedert:
- Klimaschutz
- Anpassung an den Klimawandel
- Nachhaltige Nutzung und Schutz der Wasser- und Meeresressourcen
- Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
- Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzungen
- Schutz und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme
Durch die Taxonomie-Verordnung wurden Wirtschaftstätigkeiten definiert, die das Potenzial haben, die Umweltziele zu unterstützen und die als taxonomiefähig bezeichnet werden. Der Anteil der taxonomiefähigen Tätigkeiten, der tatsächlich ökologisch nachhaltig ist, wird als taxonomiekonform bezeichnet. Taxonomiekonformität unterliegt den folgenden drei Kriteriensets:
- Wesentlicher Beitrag zu einem der sechs Umweltziele
- Keine erhebliche Beeinträchtigung der jeweils anderen fünf Umweltziele (engl.: „Do no significant harm“, DNSH)
DNSH-Prüfung
Die DNSH-Kriterien der Appendizes werden von der Schaeffler Gruppe für alle taxonomiekonformen Tätigkeiten erfüllt. Nach Anforderung des Appendix A wurde für alle relevanten Standorte eine Klimarisiko- und Vulnerabilitätsbewertung durchgeführt. Dabei konnten bestimmte Klimarisiken ausgeschlossen werden. Alle relevanten Klimarisiken wurden anschließend für jeden dieser Standorte detailliert geprüft und im Rahmen des Risikomanagements adressiert. Das mögliche Risiko einer Umweltschädigung im Zusammenhang mit Wasserknappheit und Beeinträchtigung der Wasserqualität nach Appendix B konnte für alle relevanten Standorte über die in der EMAS-Zertifizierung adressierten Kriterien, weitere interne Vorgaben und ergriffene risikominimierende Maßnahmen bewertet werden. Das Ergebnis führt zu keiner erheblichen Beeinträchtigung im Sinne des Appendix B. Bei den relevanten taxonomiekonformen Tätigkeiten werden die in Appendix C gestellten Anforderungen eingehalten. Dadurch kommt es zu keiner erheblichen Beeinträchtigung im Sinne des Appendix C. Für Appendix D wurde für alle relevanten Standorte ausgeschlossen, dass diese in oder in der Nähe von biodiversitätssensiblen Gebieten liegen, wobei lokale Vorgaben als Bestandteil der bestehenden EMAS-Validierung nachgewiesen werden. Hierzu wurden als Grenze 500 Meter festgelegt. Die Grundlagen weiteren DNSH-Kriterien wurden auf Basis der Wirtschaftstätigkeit geprüft.
Zusätzliche Erläuterungen zu den Verfahren und die Verbindung zu themenspezifische IRO-1-Datenpunkte
Die Ermittlung der IROs für eigene Standorte und Geschäftstätigkeiten erfolgte für alle ESRS-Aspekte¹⁵ in enger Zusammenarbeit mit den relevanten Funktionen und Fachleuten aus den jeweiligen Fachbereichen. Um möglichst objektive und evidenzbasierte Einschätzungen treffen zu können, wurden ihre Erkenntnisse aus dem regelmäßigen Austausch mit Standorten und Regionalkoordinatoren sowie Daten aus dem etablierten Energy, Environment, Health and Safety (EnEHS) Managementsystem und dem EMAS-Umweltmanagementsystem herangezogen. Diese basieren auf den energie-, umwelt- sowie arbeitsschutzrelevanten Normen ISO 50001, ISO 14001, ISO 45001 und unterliegen regelmäßigen internen und externen Audits. Darüber hinaus wurden, soweit möglich, Ergebnisse aus bestehenden Due-Diligence-Systemen berücksichtigt, die sich neben dem eigenen Geschäftsbereich auch auf direkte Lieferanten sowie ausgewählte Bereiche der tieferen Lieferkette erstrecken und z. B. die Adressierung von Konfliktrohstoffen umfassen.
Obwohl es im Berichtszeitraum keine Evidenz für einen konkreten Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette der Schaeffler Gruppe gab, verfolgt das Unternehmen einen Ansatz der Transparenz und strebt gleichzeitig an, die Verfügbarkeit der unternehmensspezifischen Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erhöhen. Die Ergebnisse der beschriebenen Analysen wurden im Rahmen des Schaeffler Stakeholder Dialogs mit Kunden, Lieferanten, einer Gewerkschaft sowie wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Vertretenden validiert.
Ein direkter Austausch mit möglicherweise betroffenen Gemeinschaften zu den identifizierten Auswirkungen fand im Berichtsjahr noch nicht statt, ist aber für erste Pilotprojekte geplant (siehe Abschnitte ESRS S3-2 und ESRS S2-4). Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurde berücksichtigt, dass die Schaeffler Gruppe über drei Standorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität verfügt. Es liegen jedoch keine Kenntnisse darüber vor, dass sich die Geschäftstätigkeiten an diesen Standorten negativ auf diese Gebiete auswirken würden, indem sie zu einer Verschlechterung natürlicher Lebensräume und der Lebensräume von Arten sowie zu Störungen der Arten, für die das Schutzgebiet ausgewiesen wurde, führen.
Aufgrund der Komplexität und des Umfangs der zu betrachtenden Prozesse ist die Datenverfügbarkeit für die Wertschöpfungskette im ersten Berichtsjahr jedoch limitiert. Die Ermittlung wesentlicher Auswirkungen und Risiken, insbesondere in der tieferen Wertschöpfungskette und dem Rohstoffabbau wurden dadurch zahlreiche Auswirkungen auf Umwelt-, Sozial-, Menschenrechts- und Governance-Themen identifiziert, in die die Schaeffler Gruppe indirekt durch Unternehmen in der tieferen vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette involviert sein könnte. Und Sektorstudien, wie etwa jenen der Responsible Minerals Initia- tive, und analysiert Umwelt-, Sozial-, und Governance-Problem- stellungen im Zusammenhang mit dem Abbau von Rohstoffen, die in den Produkten der Schaeffler Gruppe enthalten sind.
Im Allgemeinen stehen die verwendeten Klimaszenarien im Auswirkungen auf den Klimawandel durch direkte und indirekte Treibhausgasemissionen ermittelt die Schaeffler Gruppe entlang der Methodik des GHG Protocols (siehe Abschnitt ESRS E1-6). Einklang mit den getroffenen klimabezogenen Annahmen im Konzernlagebericht, da die ermittelten Risiken gesamtheitlich in das unternehmensweite RMS einfließen. Klimabezogene Risiken sind somit integraler Bestandteil der Unternehmens- steuerung, was eine ganzheitliche und kohärente Handhabung der Risiken ermöglicht.
Eine Liste der Angabepflichten, die bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts auf Grundlage der Ergebnisse der Wesentlich- keitsanalyse befolgt wurden, sowie eine Übersicht aller Daten- punkte, die sich aus anderen in ESRS 2 Anlage B aufgeführten EU-Rechtsvorschriften ergeben, finden sich im Kapitel 5.5 „Wei- tere Angaben“.
¹⁵ Dies umfasst u. a. auch die ESRS-themenspezifischen IRO-1 Datenpunkte zu: E1 „Klimawandel“, E2 „Umweltverschmutzung“, E3 „Wasser- und Meeresressourcen“, E4 „Biologische Vielfalt und Ökosysteme“, E5 „Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“ sowie G1 „Unternehmensführung“.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 59 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt EU-Taxonomie# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt EU-Taxonomie
„kritische Waffen“ und „Wissenschaft, Technologie und Diese sechs Schritte werden im Rahmen der drei relevanten elektronischen Bauteile für den Verkehrssektor bestimmt und Innovation“ ergab keine Verstöße gegen die Mindestschutz- Compliance Management Systeme zu Menschenrechten (Men- Bestandteil der Elektrifizierungslösungen des Produktportfolios vorgaben. Die Bewertung von DNSH und Mindestschutz- schenrechts-CMS), Geschäftsintegrität (Business Integrity CMS) sind. Sofern technisch möglich, wird die Nutzung von Sekundär- Anforderungen im außereuropäischen Ausland unter- und Steuern (Tax CMS) gemäß IDW PS 980 addressiert. rohstoffen bei der Produktion bevorzugt. Die geltenden Nachhal- scheidet sich nicht von der Bewertung innerhalb Europas. tigkeitsvorschriften für die Inverkehrbringung von Batterien Über die Mindestschutz-Anforderungen wird sowohl im eigenen werden eingehalten. Somit sind die technischen Bewertungskri- werden eingehalten. Somit sind die technischen Bewertungskri- werden eingehalten. Somit sind die technischen Bewertungskri- Geschäftsbereich als auch ggü. allen Geschäftspartnern (inkl. terien erfüllt. Für den Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht terien erfüllt. Für den Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht terien erfüllt. Für den Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht indirekten und direkten Lieferanten) informiert. Dies geschieht taxonomiekonformen Umfänge wurden keine Nachweise zur taxonomiekonformen Umfänge wurden keine Nachweise zur taxonomiekonformen Umfänge wurden keine Nachweise zur durch öffentlich einsehbare Dokumente wie den Schaeffler Erfüllung der spezifischen DNSH-Kriterien erbracht. Erfüllung der spezifischen DNSH-Kriterien erbracht. Erfüllung der spezifischen DNSH-Kriterien erbracht. Unternehmenskodex und den Schaeffler Geschäftspartnerkodex Das sparten- und funktionsübergreifende Projektteam der Das sparten- und funktionsübergreifende Projektteam der Das sparten- und funktionsübergreifende Projektteam der (siehe Abschnitt ESRS S2-1 Konzepte). Zusätzliche Maßnahmen Schaeffler Gruppe hat mehrere relevante Wirtschaftstätigkeiten Schaeffler Gruppe hat mehrere relevante Wirtschaftstätigkeiten Schaeffler Gruppe hat mehrere relevante Wirtschaftstätigkeiten identifiziert. Alle im Folgenden genannten Wirtschaftstätigkeiten identifiziert. Alle im Folgenden genannten Wirtschaftstätigkeiten identifiziert. Alle im Folgenden genannten Wirtschaftstätigkeiten wie Risikoanalysen, Präventiv- und Kontrollmaßnahmen beziehen sich – soweit nicht anders angegeben – auf das wie Risikoanalysen, Präventiv- und Kontrollmaßnahmen beziehen sich – soweit nicht anders angegeben – auf das wie Risikoanalysen, Präventiv- und Kontrollmaßnahmen beziehen sich – soweit nicht anders angegeben – auf das Umweltziel Klimaschutz. Umweltziel Klimaschutz. Umweltziel Klimaschutz. Unter die Wirtschaftstätigkeit 3.18 Herstellung von Automobil- Unter die Wirtschaftstätigkeit 3.18 Herstellung von Automobil- Unter die Wirtschaftstätigkeit 3.18 Herstellung von Automobil- bauen beziehen sich – soweit nicht anders angegeben – auf das bauen beziehen sich – soweit nicht anders angegeben – auf das bauen beziehen sich – soweit nicht anders angegeben – auf das und Mobilitätskomponenten fallen sowohl Tätigkeit im und Mobilitätskomponenten fallen sowohl Tätigkeit im und Mobilitätskomponenten fallen sowohl Tätigkeit im Automotive- als auch Two-Wheelers-Bereich. Dabei wird die Automotive- als auch Two-Wheelers-Bereich. Dabei wird die Automotive- als auch Two-Wheelers-Bereich. Dabei wird die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit, aus der sich die Taxono- Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit, aus der sich die Taxono- Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit, aus der sich die Taxono- miefähigkeit ableitet, so interpretiert, dass bereits für diese miefähigkeit ableitet, so interpretiert, dass bereits für diese miefähigkeit ableitet, so interpretiert, dass bereits für diese auch die technischen Bewertungskriterien heranzuziehen sind. Die auch die technischen Bewertungskriterien heranzuziehen sind. Die auch die technischen Bewertungskriterien heranzuziehen sind. Die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, ist die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt ist die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt ist die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform. schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform. schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform.
Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.19 Herstellung Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.19 Herstellung Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten wird so interpretiert, dass von Schienenfahrzeugkomponenten wird so interpretiert, dass von Schienenfahrzeugkomponenten wird so interpretiert, dass bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- kriterien heranzuziehen sind. Alle nicht auf Dieselbetrieb ausge- kriterien heranzuziehen sind. Alle nicht auf Dieselbetrieb ausge- kriterien heranzuziehen sind. Alle nicht auf Dieselbetrieb ausge-
richteten Rail-Tätigkeiten (einschließlich Dual-Mode-Fahrzeugen) richten Rail-Tätigkeiten (einschließlich Dual-Mode-Fahrzeugen) richten Rail-Tätigkeiten (einschließlich Dual-Mode-Fahrzeugen) erfüllen die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft erfüllen die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft erfüllen die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft sowie zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmut- sowie zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmut- sowie zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmut- zung und sind somit sowohl taxonomiefähig als auch -konform. zung und sind somit sowohl taxonomiefähig als auch -konform. zung und sind somit sowohl taxonomiefähig als auch -konform.
Die Schaeffler Gruppe trägt zur Ausweitung erneuerbarer Ener- Die Schaeffler Gruppe trägt zur Ausweitung erneuerbarer Ener- Die Schaeffler Gruppe trägt zur Ausweitung erneuerbarer Ener- gien durch die Herstellung von Komponenten für Windkraft bei. gien durch die Herstellung von Komponenten für Windkraft bei. gien durch die Herstellung von Komponenten für Windkraft bei. Das gesamte Windgeschäft ist daher unter 3.1 Herstellung von Das gesamte Windgeschäft ist daher unter 3.1 Herstellung von Das gesamte Windgeschäft ist daher unter 3.1 Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie für alle drei Leistungsindi- Technologien für erneuerbare Energie für alle drei Leistungsindi- Technologien für erneuerbare Energie für alle drei Leistungsindi- katoren (engl.: Key Performance Indicators, KPIs) taxonomiefä- katoren (engl.: Key Performance Indicators, KPIs) taxonomiefä- katoren (engl.: Key Performance Indicators, KPIs) taxonomiefä- hig. Es erfüllt darüber hinaus die Kriterien für einen wesentlichen hig. Es erfüllt darüber hinaus die Kriterien für einen wesentlichen hig. Es erfüllt darüber hinaus die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag sowie die DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft und Beitrag sowie die DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft und Beitrag sowie die DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft und ist somit auch taxonomiekonform. ist somit auch taxonomiekonform. ist somit auch taxonomiekonform.
Im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 3.2 Herstellung Im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 3.2 Herstellung Im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 3.2 Herstellung von Anlagen für die Erzeugung und Verwendung von Wasserstoff von Anlagen für die Erzeugung und Verwendung von Wasserstoff von Anlagen für die Erzeugung und Verwendung von Wasserstoff verfolgt die Schaeffler Gruppe zwei unterschiedliche Geschäfts- verfolgt die Schaeffler Gruppe zwei unterschiedliche Geschäfts- verfolgt die Schaeffler Gruppe zwei unterschiedliche Geschäfts- tätigkeiten: zum einen Stack-Lösungen und Services für Elektro- tätigkeiten: zum einen Stack-Lösungen und Services für Elektro- tätigkeiten: zum einen Stack-Lösungen und Services für Elektro- lyseure zur Herstellung von Wasserstoff, zum anderen Kompo- lyseure zur Herstellung von Wasserstoff, zum anderen Kompo- lyseure zur Herstellung von Wasserstoff, zum anderen Kompo- nenten für Brennstoffzellenfahrzeuge, also zur Verwendung von nenten für Brennstoffzellenfahrzeuge, also zur Verwendung von nenten für Brennstoffzellenfahrzeuge, also zur Verwendung von Wasserstoff. Die Schaeffler Gruppe verzichtet auf den Ausweis Wasserstoff. Die Schaeffler Gruppe verzichtet auf den Ausweis Wasserstoff. Die Schaeffler Gruppe verzichtet auf den Ausweis eines CapEx-Plans und somit auf den Ausweis unter 3.2. eines CapEx-Plans und somit auf den Ausweis unter 3.2. eines CapEx-Plans und somit auf den Ausweis unter 3.2.
Im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 3.4 Herstellung Im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 3.4 Herstellung Im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 3.4 Herstellung von Batterien wurden nach der Verschmelzung der Vitesco Tech- von Batterien wurden nach der Verschmelzung der Vitesco Tech- von Batterien wurden nach der Verschmelzung der Vitesco Tech- nologies Group AG auf die Schaeffler AG Geschäftstätigkeiten nologies Group AG auf die Schaeffler AG Geschäftstätigkeiten nologies Group AG auf die Schaeffler AG Geschäftstätigkeiten
Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt EU-Taxonomie
im wesentlichen Umfangs identifiziert. Die Herstellung von Kompo- im wesentlichen Umfangs identifiziert. Die Herstellung von Kompo- im wesentlichen Umfangs identifiziert. Die Herstellung von Kompo- nenten für Batterien und Batteriemanagementsysteme lässt sich nenten für Batterien und Batteriemanagementsysteme lässt sich nenten für Batterien und Batteriemanagementsysteme lässt sich dieser Tätigkeit eindeutig zuordnen. Der Nachweis eines dieser Tätigkeit eindeutig zuordnen. Der Nachweis eines dieser Tätigkeit eindeutig zuordnen. Der Nachweis eines wesentlichen Beitrags zum Umweltziel Klimaschutz durch die wesentlichen Beitrags zum Umweltziel Klimaschutz durch die wesentlichen Beitrags zum Umweltziel Klimaschutz durch die Tätigkeit 3.4 wird dadurch erfüllt, dass die hergestellten Tätigkeit 3.4 wird dadurch erfüllt, dass die hergestellten Tätigkeit 3.4 wird dadurch erfüllt, dass die hergestellten Komponenten für Batterien und Batteriemanagementsysteme Komponenten für Batterien und Batteriemanagementsysteme Komponenten für Batterien und Batteriemanagementsysteme den technischen Bewertungskriterien für den Beitrag zum den technischen Bewertungskriterien für den Beitrag zum den technischen Bewertungskriterien für den Beitrag zum Klimaschutz nach der EU-Taxonomie-Verordnung im Wesentlichen Klimaschutz nach der EU-Taxonomie-Verordnung im Wesentlichen Klimaschutz nach der EU-Taxonomie-Verordnung im Wesentlichen entsprechen.
Im Bereich der unternehmensinternen Infrastruktur wurden darü- Im Bereich der unternehmensinternen Infrastruktur wurden darü- Im Bereich der unternehmensinternen Infrastruktur wurden darü- ber hinaus die materiellen CapEx im Zusammenhang mit dem ber hinaus die materiellen CapEx im Zusammenhang mit dem ber hinaus die materiellen CapEx im Zusammenhang mit dem Fuhrpark und Gebäuden identifiziert. Die Anteile des taxonomiekonformen Fuhrpark und Gebäuden identifiziert. Die Anteile des taxonomiekonformen Fuhrpark und Gebäuden identifiziert. Die Anteile des taxonomiekonformen CapEx der Schaeffler Gruppe betragen 7,8 %. Diese Differenz CapEx der Schaeffler Gruppe betragen 7,8 %. Diese Differenz CapEx der Schaeffler Gruppe betragen 7,8 %. Diese Differenz ergibt sich dadurch, dass für die Wirtschaftstätigkeiten 3.4 Her- ergibt sich dadurch, dass für die Wirtschaftstätigkeiten 3.4 Her- ergibt sich dadurch, dass für die Wirtschaftstätigkeiten 3.4 Her- stellung von Batterien, 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen sowie stellung von Batterien, 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen sowie stellung von Batterien, 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen sowie Fuhrpark und Real Estate die technischen Bewertungskriterien Fuhrpark und Real Estate die technischen Bewertungskriterien Fuhrpark und Real Estate die technischen Bewertungskriterien teilweise oder vollständig nicht erfüllt werden. Wesentliche teilweise oder vollständig nicht erfüllt werden. Wesentliche teilweise oder vollständig nicht erfüllt werden. Wesentliche Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch den erst- Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch den erst- Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch den erst- maligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19 sowie die maligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19 sowie die maligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19 sowie die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG und den damit erstmaligen Ausweis der 3.4. Die Schaeffler AG und den damit erstmaligen Ausweis der 3.4. Die Schaeffler AG und den damit erstmaligen Ausweis der 3.4. Die Ermittlung der CapEx-KPI erfolgt über die Bewertung von Einzel- Ermittlung der CapEx-KPI erfolgt über die Bewertung von Einzel- Ermittlung der CapEx-KPI erfolgt über die Bewertung von Einzel- investitionen. Basis der relativen Angaben ist die Summe der investitionen. Basis der relativen Angaben ist die Summe der investitionen. Basis der relativen Angaben ist die Summe der Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen und Sachanlagen aus dem Kapitel aus Leasingverhältnissen und Sachanlagen aus dem Kapitel aus Leasingverhältnissen und Sachanlagen aus dem Kapitel Erläuterungen zur Konzern-Bilanz inklusive der relevanten Erläuterungen zur Konzern-Bilanz inklusive der relevanten Erläuterungen zur Konzern-Bilanz inklusive der relevanten Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen im Berichtsjahr Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen im Berichtsjahr Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen im Berichtsjahr unter Anwendung der Definition der EU-Taxonomie-Verordnung. unter Anwendung der Definition der EU-Taxonomie-Verordnung. unter Anwendung der Definition der EU-Taxonomie-Verordnung.
Die immobilienbezogenen Investitionen betreffen im Berichts- Die immobilienbezogenen Investitionen betreffen im Berichts- Die immobilienbezogenen Investitionen betreffen im Berichts- jahr im Wesentlichen die Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum jahr im Wesentlichen die Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum jahr im Wesentlichen die Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden. Die unter 7.7 ausgewiesenen CapEx betreffen fast an Gebäuden. Die unter 7.7 ausgewiesenen CapEx betreffen fast an Gebäuden. Die unter 7.7 ausgewiesenen CapEx betreffen fast ausschließlich Neubauten für den Eigenbedarf und immobilien- ausschließlich Neubauten für den Eigenbedarf und immobilien- ausschließlich Neubauten für den Eigenbedarf und immobilien- bezogene Leasingverhältnisse sowie Immobilienzugänge der bezogene Leasingverhältnisse sowie Immobilienzugänge der bezogene Leasingverhältnisse sowie Immobilienzugänge der Schaeffler Gruppe. Schaeffler Gruppe. Schaeffler Gruppe.
Der Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt 10,1 %. Er entfällt auf die Sparten Automotive Technolo- beträgt 10,1 %. Er entfällt auf die Sparten Automotive Technolo- beträgt 10,1 %. Er entfällt auf die Sparten Automotive Technolo- gies und Others, Vehicle Lifetime Solutions sowie die Sektorcluster gies und Others, Vehicle Lifetime Solutions sowie die Sektorcluster gies und Others, Vehicle Lifetime Solutions sowie die Sektorcluster Wind, Rail, Aerospace und Two-Wheelers der Sparte Bearings & Wind, Rail, Aerospace und Two-Wheelers der Sparte Bearings & Wind, Rail, Aerospace und Two-Wheelers der Sparte Bearings & Industrial Solutions. Der taxonomiefähige Umsatz lässt sich den Industrial Solutions. Der taxonomiefähige Umsatz lässt sich den Industrial Solutions. Der taxonomiefähige Umsatz lässt sich den Wirtschaftstätigkeiten 3.1 Herstellung von Technologien für erneu- Wirtschaftstätigkeiten 3.1 Herstellung von Technologien für erneu- Wirtschaftstätigkeiten 3.1 Herstellung von Technologien für erneu- erbare Energien, 3.18 Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- erbare Energien, 3.18 Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- erbare Energien, 3.18 Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- komponenten, 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten komponenten, 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten komponenten, 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten und 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen zuordnen. Der Anteil und 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen zuordnen. Der Anteil und 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen zuordnen. Der Anteil des taxonomiekonformen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt des taxonomiekonformen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt des taxonomiekonformen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt 8,4 %. Die Differenz zur Taxonomiefähigkeit ist auf die Wirtschafts- 8,4 %. Die Differenz zur Taxonomiefähigkeit ist auf die Wirtschafts- 8,4 %. Die Differenz zur Taxonomiefähigkeit ist auf die Wirtschafts- tätigkeit 3.21 zurückzuführen, zu der die spezifischen technischen tätigkeit 3.21 zurückzuführen, zu der die spezifischen technischen tätigkeit 3.21 zurückzuführen, zu der die spezifischen technischen Bewertungskriterien nicht erfüllt sind. Wesentliche Unterschiede Bewertungskriterien nicht erfüllt sind. Wesentliche Unterschiede Bewertungskriterien nicht erfüllt sind. Wesentliche Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch die Verschmelzung der ggü. dem Vorjahr begründen sich durch die Verschmelzung der ggü. dem Vorjahr begründen sich durch die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG, sowie den Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG, sowie den Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG, sowie den erstmaligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19. erstmaligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19. erstmaligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19.
Basis für die relativen Angaben ist die Kennzahl der Umsatzerlöse aus der Basis für die relativen Angaben ist die Kennzahl der Umsatzerlöse aus der Basis für die relativen Angaben ist die Kennzahl der Umsatzerlöse aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr.
Die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die Die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die Die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform. schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform. schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform.
Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.19 Herstellung Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.19 Herstellung Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten wird so interpretiert, dass von Schienenfahrzeugkomponenten wird so interpretiert, dass von Schienenfahrzeugkomponenten wird so interpretiert, dass bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- kriterien heranzuziehen sind. Alle nicht auf Dieselbetrieb ausge- kriterien heranzuziehen sind. Alle nicht auf Dieselbetrieb ausge- kriterien heranzuziehen sind. Alle nicht auf Dieselbetrieb ausge-
richteten Rail-Tätigkeiten (einschließlich Dual-Mode-Fahrzeugen) richten Rail-Tätigkeiten (einschließlich Dual-Mode-Fahrzeugen) richten Rail-Tätigkeiten (einschließlich Dual-Mode-Fahrzeugen) erfüllen die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft erfüllen die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft erfüllen die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislaufwirtschaft sowie zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmut- sowie zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmut- sowie zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmut- zung und sind somit sowohl taxonomiefähig als auch -konform. zung und sind somit sowohl taxonomiefähig als auch -konform. zung und sind somit sowohl taxonomiefähig als auch -konform.
Die Schaeffler Gruppe fertigt außerdem Komponenten, die unter Die Schaeffler Gruppe fertigt außerdem Komponenten, die unter Die Schaeffler Gruppe fertigt außerdem Komponenten, die unter der Wirtschaftstätigkeit 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen der Wirtschaftstätigkeit 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen der Wirtschaftstätigkeit 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen einzuordnen sind. Die Kriterien zum wesentlichen Beitrag einzuordnen sind. Die Kriterien zum wesentlichen Beitrag einzuordnen sind. Die Kriterien zum wesentlichen Beitrag werden jedoch nicht erfüllt, weshalb ausschließlich Taxonomie- werden jedoch nicht erfüllt, weshalb ausschließlich Taxonomie- werden jedoch nicht erfüllt, weshalb ausschließlich Taxonomie- fähigkeit berichtet wird. fähigkeit berichtet wird. fähigkeit berichtet wird.
Dass die Schaeffler Gruppe in keinem der vier Themenfelder Dass die Schaeffler Gruppe in keinem der vier Themenfelder Dass die Schaeffler Gruppe in keinem der vier Themenfelder Menschenrechte, Anti-Korruption, fairer Wettbewerb und Menschenrechte, Anti-Korruption, fairer Wettbewerb und Menschenrechte, Anti-Korruption, fairer Wettbewerb und Steuern im Berichtsjahr verurteilt wurde, betrachtet das Steuern im Berichtsjahr verurteilt wurde, betrachtet das Steuern im Berichtsjahr verurteilt wurde, betrachtet das Unternehmen als Indiz dafür, dass die bestehenden substanziellen Unternehmen als Indiz dafür, dass die bestehenden substanziellen Unternehmen als Indiz dafür, dass die bestehenden substanziellen Managementsysteme effektiv sind. Auch eine Analyse der Managementsysteme effektiv sind. Auch eine Analyse der Managementsysteme effektiv sind. Auch eine Analyse der neuen für den Mindestschutz zu betrachtenden Themenfelder neuen für den Mindestschutz zu betrachtenden Themenfelder neuen für den Mindestschutz zu betrachtenden Themenfelder ergab keine Verstöße gegen die Mindestschutz- ergab keine Verstöße gegen die Mindestschutz- ergab keine Verstöße gegen die Mindestschutz- vorgaben. Die Bewertung von DNSH und Mindestschutz- vorgaben. Die Bewertung von DNSH und Mindestschutz- vorgaben. Die Bewertung von DNSH und Mindestschutz- Anforderungen im außereuropäischen Ausland unter- Anforderungen im außereuropäischen Ausland unter- Anforderungen im außereuropäischen Ausland unter- scheidet sich nicht von der Bewertung innerhalb Europas. scheidet sich nicht von der Bewertung innerhalb Europas. scheidet sich nicht von der Bewertung innerhalb Europas.
Die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die Die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die Die als taxonomiefähig identifizierten Tätigkeiten berücksichtigen die in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission in der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2485 der Kommission vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, Komponenten. Außerdem werden darunter Chassis-Teile gefasst, die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt die ausschließlich in batterieelektrischen Fahrzeugen eingesetzt werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- werden, sowie Teile für emissionsfreie Zweiräder. Diese Tätigkei- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- ten erfüllen zudem die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform. schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform. schmutzung und sind somit auch taxonomiekonform.
Der Vorstand der Schaeffler AG hat ein steuerliches, auf Schadens- Der Vorstand der Schaeffler AG hat ein steuerliches, auf Schadens- Der Vorstand der Schaeffler AG hat ein steuerliches, auf Schadens- prävention und Risikokontrolle angelegtes Tax Compliance prävention und Risikokontrolle angelegtes Tax Compliance prävention und Risikokontrolle angelegtes Tax Compliance Management-System (Tax CMS) beschlossen, das die Einhaltung Management-System (Tax CMS) beschlossen, das die Einhaltung Management-System (Tax CMS) beschlossen, das die Einhaltung steuerlicher Pflichten gruppenweit sicherstellen soll und im steuerlicher Pflichten gruppenweit sicherstellen soll und im steuerlicher Pflichten gruppenweit sicherstellen soll und im Einklang mit dem Governance-Modell der Schaeffler Gruppe steht. Einklang mit dem Governance-Modell der Schaeffler Gruppe steht. Einklang mit dem Governance-Modell der Schaeffler Gruppe steht.
Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Ange- Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Ange- Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Ange- messenheit und Implementierung des Tax CMS der Schaeffler AG messenheit und Implementierung des Tax CMS der Schaeffler AG messenheit und Implementierung des Tax CMS der Schaeffler AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften, deren Anteile unmit- und ihrer deutschen Tochtergesellschaften, deren Anteile unmit- und ihrer deutschen Tochtergesellschaften, deren Anteile unmit- telbar oder mittelbar mehrheitlich von der Schaeffler AG gehal- telbar oder mittelbar mehrheitlich von der Schaeffler AG gehal- telbar oder mittelbar mehrheitlich von der Schaeffler AG gehal- ten werden, bestätigt. Diese Prüfung erfolgte nach Maßgabe des ten werden, bestätigt. Diese Prüfung erfolgte nach Maßgabe des ten werden, bestätigt. Diese Prüfung erfolgte nach Maßgabe des Standards zur Prüfung von Compliance Management Systemen Standards zur Prüfung von Compliance Management Systemen Standards zur Prüfung von Compliance Management Systemen IDW PS 980 und des Praxishinweises 1/2016 „Ausgestaltung IDW PS 980 und des Praxishinweises 1/2016 „Ausgestaltung IDW PS 980 und des Praxishinweises 1/2016 „Ausgestaltung und Prüfung eines Tax Compliance Management-Systems gemäß und Prüfung eines Tax Compliance Management-Systems gemäß und Prüfung eines Tax Compliance Management-Systems gemäß IDW PS 980“. Im Berichtsjahr wurde eine Prüfung der Wirksamkeit IDW PS 980“. Im Berichtsjahr wurde eine Prüfung der Wirksamkeit IDW PS 980“. Im Berichtsjahr wurde eine Prüfung der Wirksamkeit des Tax CMS bezüglich der vorgenannten Gesellschaften gemäß des Tax CMS bezüglich der vorgenannten Gesellschaften gemäß des Tax CMS bezüglich der vorgenannten Gesellschaften gemäß IDW PS 980 für das Jahr 2023 abgeschlossen und die Angemes- IDW PS 980 für das Jahr 2023 abgeschlossen und die Angemes- IDW PS 980 für das Jahr 2023 abgeschlossen und die Angemes- senheit und Wirksamkeit bestätigt. senheit und Wirksamkeit bestätigt. senheit und Wirksamkeit bestätigt.
Der Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes der Schaeffler Gruppe Der Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes der Schaeffler Gruppe Der Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt 10,1 %. Er entfällt auf die Sparten Automotive Technolo- beträgt 10,1 %. Er entfällt auf die Sparten Automotive Technolo- beträgt 10,1 %. Er entfällt auf die Sparten Automotive Technolo- gies und Others, Vehicle Lifetime Solutions sowie die Sektorcluster gies und Others, Vehicle Lifetime Solutions sowie die Sektorcluster gies und Others, Vehicle Lifetime Solutions sowie die Sektorcluster Wind, Rail, Aerospace und Two-Wheelers der Sparte Bearings & Wind, Rail, Aerospace und Two-Wheelers der Sparte Bearings & Wind, Rail, Aerospace und Two-Wheelers der Sparte Bearings & Industrial Solutions. Der taxonomiefähige Umsatz lässt sich den Industrial Solutions. Der taxonomiefähige Umsatz lässt sich den Industrial Solutions. Der taxonomiefähige Umsatz lässt sich den Wirtschaftstätigkeiten 3.1 Herstellung von Technologien für erneu- Wirtschaftstätigkeiten 3.1 Herstellung von Technologien für erneu- Wirtschaftstätigkeiten 3.1 Herstellung von Technologien für erneu- erbare Energien, 3.18 Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- erbare Energien, 3.18 Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- erbare Energien, 3.18 Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- komponenten, 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten komponenten, 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten komponenten, 3.19 Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten und 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen zuordnen. Der Anteil und 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen zuordnen. Der Anteil und 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen zuordnen. Der Anteil des taxonomiekonformen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt des taxonomiekonformen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt des taxonomiekonformen Umsatzes der Schaeffler Gruppe beträgt 8,4 %. Die Differenz zur Taxonomiefähigkeit ist auf die Wirtschafts- 8,4 %. Die Differenz zur Taxonomiefähigkeit ist auf die Wirtschafts- 8,4 %. Die Differenz zur Taxonomiefähigkeit ist auf die Wirtschafts- tätigkeit 3.21 zurückzuführen, zu der die spezifischen technischen tätigkeit 3.21 zurückzuführen, zu der die spezifischen technischen tätigkeit 3.21 zurückzuführen, zu der die spezifischen technischen Bewertungskriterien nicht erfüllt sind. Wesentliche Unterschiede Bewertungskriterien nicht erfüllt sind. Wesentliche Unterschiede Bewertungskriterien nicht erfüllt sind. Wesentliche Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch die Verschmelzung der ggü. dem Vorjahr begründen sich durch die Verschmelzung der ggü. dem Vorjahr begründen sich durch die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG, sowie den Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG, sowie den Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG, sowie den erstmaligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19. erstmaligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19. erstmaligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19.
Basis für die relativen Angaben ist die Kennzahl der Umsatzerlöse aus der Basis für die relativen Angaben ist die Kennzahl der Umsatzerlöse aus der Basis für die relativen Angaben ist die Kennzahl der Umsatzerlöse aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr.
Die immobilienbezogenen Investitionen betreffen im Berichts- Die immobilienbezogenen Investitionen betreffen im Berichts- Die immobilienbezogenen Investitionen betreffen im Berichts-jahr im Wesentlichen die Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum jahr im Wesentlichen die Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum jahr im Wesentlichen die Tätigkeit 7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden. Die unter 7.7 ausgewiesenen CapEx betreffen fast an Gebäuden. Die unter 7.7 ausgewiesenen CapEx betreffen fast an Gebäuden. Die unter 7.7 ausgewiesenen CapEx betreffen fast ausschließlich Neubauten für den Eigenbedarf und immobilien- ausschließlich Neubauten für den Eigenbedarf und immobilien- ausschließlich Neubauten für den Eigenbedarf und immobilien- bezogene Leasingverhältnisse sowie Immobilienzugänge der bezogene Leasingverhältnisse sowie Immobilienzugänge der bezogene Leasingverhältnisse sowie Immobilienzugänge der Schaeffler Gruppe. Schaeffler Gruppe. Schaeffler Gruppe.
Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.18 Herstellung Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.18 Herstellung Auch die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.18 Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten wird so interpretiert, von Automobil- und Mobilitätskomponenten wird so interpretiert, von Automobil- und Mobilitätskomponenten wird so interpretiert, dass bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- dass bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- dass bereits für die Taxonomiefähigkeit die technischen Bewertungs- kriterien heranzuziehen sind. Die als taxonomiefähig identifi- kriterien heranzuziehen sind. Die als taxonomiefähig identifi- kriterien heranzuziehen sind. Die als taxonomiefähig identifi- zierten Tätigkeiten berücksichtigen die in der Delegierten Ver- zierten Tätigkeiten berücksichtigen die in der Delegierten Ver- zierten Tätigkeiten berücksichtigen die in der Delegierten Ver-
ordnung (EU) 2023/2485 der Kommission vom 27. Juni 2023 zur ordnung (EU) 2023/2485 der Kommission vom 27. Juni 2023 zur ordnung (EU) 2023/2485 der Kommission vom 27. Juni 2023 zur Verfügung gestellten Liste enthaltenen Komponenten. Außerdem ver- Verfügung gestellten Liste enthaltenen Komponenten. Außerdem ver- Verfügung gestellten Liste enthaltenen Komponenten. Außerdem ver-
fügt die Schaeffler Gruppe über eine eigene, auf die EU-Taxonomie fügt die Schaeffler Gruppe über eine eigene, auf die EU-Taxonomie fügt die Schaeffler Gruppe über eine eigene, auf die EU-Taxonomie zugeschnittene Bewertungsmethodik für den automo- zugeschnittene Bewertungsmethodik für den automo- zugeschnittene Bewertungsmethodik für den automo-
bilen Sektor, die ebenfalls zu dem Ergebnis führt, dass die bil-bil-bilen Sektor, die ebenfalls zu dem Ergebnis führt, dass die bil-bil-bilen Sektor, die ebenfalls zu dem Ergebnis führt, dass die
len Komponenten für batterieelektrische Fahrzeuge taxonomiefähig len Komponenten für batterieelektrische Fahrzeuge taxonomiefähig len Komponenten für batterieelektrische Fahrzeuge taxonomiefähig sind und die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- sind und die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf- sind und die spezifischen DNSH-Kriterien zur Kreislauf-
wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- wirtschaft und zur Vermeidung und Verminderung der Umweltver- schmutzung erfüllen, weshalb die Tätigkeit 3.18 taxonomiekon- schmutzung erfüllen, weshalb die Tätigkeit 3.18 taxonomiekon- schmutzung erfüllen, weshalb die Tätigkeit 3.18 taxonomiekon- form ist. form ist. form ist.
Die Schaeffler Gruppe weist außerdem CapEx für den Fuhrpark Die Schaeffler Gruppe weist außerdem CapEx für den Fuhrpark Die Schaeffler Gruppe weist außerdem CapEx für den Fuhrpark und die Immobilienerrichtung bzw. -bewirtschaftung (7.7 Er- und die Immobilienerrichtung bzw. -bewirtschaftung (7.7 Er- und die Immobilienerrichtung bzw. -bewirtschaftung (7.7 Er- werb von und Eigentum an Gebäuden) aus. Die Zugänge zum werb von und Eigentum an Gebäuden) aus. Die Zugänge zum werb von und Eigentum an Gebäuden) aus. Die Zugänge zum Fuhrpark wurden gemäß den Taxonomievorgaben als CapEx Fuhrpark wurden gemäß den Taxonomievorgaben als CapEx Fuhrpark wurden gemäß den Taxonomievorgaben als CapEx im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 6.5 Beförderung im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 6.5 Beförderung im Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 6.5 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahr- mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahr- mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahr- zeugen geprüft. Es war hierbei möglich, die Kriterien für einen zeugen geprüft. Es war hierbei möglich, die Kriterien für einen zeugen geprüft. Es war hierbei möglich, die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag zu beurteilen. Aufgrund von Datenverfüg- wesentlichen Beitrag zu beurteilen. Aufgrund von Datenverfüg- wesentlichen Beitrag zu beurteilen. Aufgrund von Datenverfüg- barkeit konnten nicht alle unter DNSH genannten Anforde- barkeit konnten nicht alle unter DNSH genannten Anforde- barkeit konnten nicht alle unter DNSH genannten Anforde- rungen bewertet werden, sodass diesbezüglich nur die Taxono- rungen bewertet werden, sodass diesbezüglich nur die Taxono- rungen bewertet werden, sodass diesbezüglich nur die Taxono- miefähigkeit ausgewiesen wird. miefähigkeit ausgewiesen wird. miefähigkeit ausgewiesen wird.
Two-Wheelers sowie außerdem Investitionen in den Bereichen Two-Wheelers sowie außerdem Investitionen in den Bereichen Two-Wheelers sowie außerdem Investitionen in den Bereichen Real Estate und Fuhrpark. Die Anteile des taxonomiekonformen Real Estate und Fuhrpark. Die Anteile des taxonomiekonformen Real Estate und Fuhrpark. Die Anteile des taxonomiekonformen CapEx der Schaeffler Gruppe betragen 7,8 %. Diese Differenz CapEx der Schaeffler Gruppe betragen 7,8 %. Diese Differenz CapEx der Schaeffler Gruppe betragen 7,8 %. Diese Differenz ergibt sich dadurch, dass für die Wirtschaftstätigkeiten 3.4 Her- ergibt sich dadurch, dass für die Wirtschaftstätigkeiten 3.4 Her- ergibt sich dadurch, dass für die Wirtschaftstätigkeiten 3.4 Her- stellung von Batterien, 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen sowie stellung von Batterien, 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen sowie stellung von Batterien, 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen sowie Fuhrpark und Real Estate die technischen Bewertungskriterien Fuhrpark und Real Estate die technischen Bewertungskriterien Fuhrpark und Real Estate die technischen Bewertungskriterien teilweise oder vollständig nicht erfüllt werden. Wesentliche teilweise oder vollständig nicht erfüllt werden. Wesentliche teilweise oder vollständig nicht erfüllt werden. Wesentliche Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch den erst- Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch den erst- Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch den erst- maligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19 sowie die maligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19 sowie die maligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19 sowie die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG und den damit erstmaligen Ausweis der 3.4. Die Schaeffler AG und den damit erstmaligen Ausweis der 3.4. Die Schaeffler AG und den damit erstmaligen Ausweis der 3.4. Die Ermittlung der CapEx-KPI erfolgt über die Bewertung von Einzel- Ermittlung der CapEx-KPI erfolgt über die Bewertung von Einzel- Ermittlung der CapEx-KPI erfolgt über die Bewertung von Einzel- investitionen. Basis der relativen Angaben ist die Summe der investitionen. Basis der relativen Angaben ist die Summe der investitionen. Basis der relativen Angaben ist die Summe der Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen und Sachanlagen aus dem Kapitel aus Leasingverhältnissen und Sachanlagen aus dem Kapitel aus Leasingverhältnissen und Sachanlagen aus dem Kapitel Erläuterungen zur Konzern-Bilanz inklusive der relevanten Erläuterungen zur Konzern-Bilanz inklusive der relevanten Erläuterungen zur Konzern-Bilanz inklusive der relevanten Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen im Berichtsjahr Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen im Berichtsjahr Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen im Berichtsjahr unter Anwendung der Definition der EU-Taxonomie-Verordnung. unter Anwendung der Definition der EU-Taxonomie-Verordnung. unter Anwendung der Definition der EU-Taxonomie-Verordnung.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
62 Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt EU-Taxonomie
Die Positionen resultierend aus Konsolidierungskreisänderungen wurden im Berichtsjahr erstmalig berücksichtigt, weshalb auch eine Anpassung des CapEx Nenners und der entsprechenden prozentuellen Angaben der Vorjahreswerte vorgenommen wurde. Die Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen wurden gemäß Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 berücksichtigt. Für den Zähler wurden Zugänge nach Abschreibungen und Neubewertungen im CapEx-Nenner berücksichtigt, um den tatsächlichen Anlagenzugang sachgerecht widerzuspiegeln. Der Zugang aus Konsolidierungskreisänderungen führt dazu, dass im Berichtsjahr im Gegensatz zu den Vorjahren Umfänge im Zusammenhang mit Energieeffizienz, erneuerbaren Energien sowie Renovierungen nicht mehr wesentlich sind. Alle taxonomiekonformen CapEx-Umfänge resultieren aus Zugängen bei Sachanlagen. Alle taxonomiekonformen CapEx-Umfänge sind im Zusammenhang mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten entstanden und stehen nicht im Zusammenhang mit CapEx-Plänen.
Die Anteile der taxonomiefähigen CapEx der Schaeffler Gruppe betragen 12,8 %. Diese umfassen zum einen Investitionen im Zusammenhang mit den originären Geschäftstätigkeiten vor Abschreibungen und Neubewertungen im CapEx-Nenner berücksichtigt. Für den Zähler wurden Zugänge nach Abschreibungen und Neubewertungen berücksichtigt, um den tatsächlichen Anlagenzugang sachgerecht widerzuspiegeln. Der Zugang aus Konsolidierungskreisänderungen führt dazu, dass im Berichtsjahr im Gegensatz zu den Vorjahren Umfänge im Zusammenhang mit Energieeffizienz, erneuerbaren Energien sowie Renovierungen nicht mehr wesentlich sind. Alle taxonomiekonformen CapEx-Umfänge resultieren aus Zugängen bei Sachanlagen. Alle taxonomiekonformen CapEx-Umfänge sind im Zusammenhang mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten entstanden und stehen nicht im Zusammenhang mit CapEx-Plänen.
Quantitative Aufschlüsselung des CapEx-Zählers
| CCM 1) 3.1 | CCM 3.4 | CCM 3.18 | CCM 7.7 | Summe Taxonomie- fähig, gesamt | Taxonomie- konform, in Prozent | Nicht taxonomie- konform | taxonomie- fähig |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 27 | 66 | 370 | 109 | 573 | 12,8 % |
1) CCM Climate Change Mitigation (Klimaschutz).
CapEx taxonomiekonform, gesamt: 573
- davon aus Unternehmenszusammenschlüssen: 269
Die Anteile der taxonomiekonformen OpEx der Schaeffler Gruppe betragen 27,7 %. Diese Differenz ergibt sich dadurch, dass für die Wirtschaftstätigkeiten 3.4 Herstellung von Batterien, 3.21 Herstellung von Luftfahrzeugen sowie Real Estate die technischen Bewertungskriterien teilweise oder vollständig nicht erfüllt werden. Die Ermittlung der OpEx-KPI erfolgt zum einen über die Bewertung von Einzelprojekten und zum anderen über ein Allokationsmodell für direkt mit Taxonomie-relevantem Umsatz verbundene Projekte auf Basis der Umsatz-KPI. Wesentliche Unterschiede ggü. dem Vorjahr begründen sich durch den erstmaligen Ausweis von Konformität für 3.18 und 3.19, sowie die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG und den damit erstmaligen Ausweis der 3.4. Basis für diese relativen Angaben sind die Kosten für Forschung und Entwicklung aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr zuzüglich der Instandhaltungskosten der Produktionswerke der Schaeffler Gruppe inkl. der Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Sachanlagen abzüglich der darin enthaltenen nicht relevanten Kosten unter Anwendung der Definition der EU-Taxonomie-Verordnung.
Die Anteile der taxonomiefähigen OpEx betragen 28,8 % und stehen im Zusammenhang mit Automotive-, Batterie-, Wind-, Rail-, Aerospace- und Two-Wheelers-Tätigkeiten sowie Instandhaltung von Gebäuden.
Quantitative Aufschlüsselung des OpEx-Zählers
| CCM 1) | 3.1 | 3.4 | 3.18 | 3.19 | 7.7 | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forschung und Entwicklung | 17 | 19 | 278 | 4 | – | 317 |
| Gebäudesanierungsmaßnahmen | – | – | – | – | 1 | 1 |
| Kurzfristiges Leasing | – | – | – | – | – | 0 |
| Wartung und Reparatur | 17 | 0 | 78 | 8 | – | 102 |
| Andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens | – | – | – | – | – | 0 |
| OpEx taxonomiekonform gesamt | 34 | 19 | 356 | 11 | 1 | 420 |
1) CCM Climate Change Mitigation (Klimaschutz).
Alle taxonomiekonformen OpEx-Umfänge sind im Zusammenhang mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten entstanden und stehen nicht im Zusammenhang mit CapEx-Plänen. Keine der taxonomiekonformen OpEx-Umfänge entfallen auf die Kategorien kurzfristiges Leasing oder andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens.
Umsatz
DNSH-Kriterien
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag („Keine erhebliche Beeinträchtigung“)
| Kategorie | Anteil taxonomie- konformer (A.1.) oder ermög- lichende Tätigkeiten | Umsatz- anteil (A.1.) | Mindest- taxonomiefähiger (A.2.) oder Übergangs- Tätigkeiten | Umsatz | Jahr 2024 | CCM 1) | CCA 2) | WTR 3) | PPC4) | CE5) | BIO6) | CCM 1) | CCA 2) | WTR 3) | PPC4) | CE5) | BIO6) | schutz | Umsatz, Jahr 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||||||||||||||||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||||||||||||||||||
| Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie | CCM 3.1 | 511 | 2,8 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | 3,8 % | E | |
| Herstellung von Automobil- und Mobilitätskomponenten | CCM 3.18 | 770 | 4,2 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | n. a. | E | |
| Herstellung von Schienenfahrzeug- komponenten | CCM 3.19 | 242 | 1,3 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | n. a. | E | |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 1.522 | 8,4 % | 8,4 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | J | J | J | J | J | J | J | 3,8 % | ||||
| • davon ermöglichende Tätigkeiten | 1.522 | 8,4 % | 8,4 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | J | J | J | J | J | J | J | 3,8 % | E | |||
| • davon Übergangstätigkeiten | 0 | 0,0 % | 0,0 % | T | |||||||||||||||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||||||||||||||||||
| Herstellung von Luftfahrzeugen | CCM 3.21 | 310 | 1,7 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | 1,6 % | |||||||||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekon- forme Tätigkeiten) (A.2) | 310 | 1,7 % | 1,7 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 5,7 % 7) | |||||||||||
| A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A1+A2) | 1.832 | 10,1 % | 10,1 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 9,5 % | |||||||||||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||||||||||||||||||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten | 16.356 | 89,9 % | |||||||||||||||||
| Gesamt | 18.188 | 100 % |
1) CCM Climate Change Mitigation (Klimaschutz)
2) CCA Climate Change Adaptation (Anpassung an den Klimawandel)
3) WTR Water and Marine Resources (nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen)
4) PPC Pollution Prevention and Control (Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung)
5) CE Circular Economy (Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft)
6) BIO Biodiversity and ecosystems (Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme)
7) Die Differenz des abgebildeten Vorjahreswerts zu der Summe der dargestellten Wirtschafts tätigkeiten ergibt sich dadurch, dass im ersten Berichtsjahr der Wirtschaftstätigkeiten 3.18 und 3.19 für diese nur Taxonomiefähigkeit auszuweisen war. Die entsprechenden Umfänge dieser Wirtschaftstätigkeiten für das Berichtsjahr sind ohne Vorjahreswerte vollständig unter A1 erfasst.
J Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit
E Ermöglichende Tätigkeit
N/EL „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
N Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit
T Übergangstätigkeit
EL „eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
63 Nachhaltigkeitsbericht
CapEx
DNSH-Kriterien
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag („Keine erhebliche Beeinträchtigung“)
| Kategorie | Anteil taxonomie- konformer (A.1.) oder ermög- lichende Tätigkeiten | CapEx- Anteil (A.1.) | Mindest- taxonomiefähiger (A.2.) oder Übergangs- Tätigkeiten | CapEx | Jahr 2024 | CCM 1) | CCA 2) | WTR 3) | PPC4) | CE5) | BIO6) | CCM 1) | CCA 2) | WTR 3) | PPC4) | CE5) | BIO6) | schutz | CapEx, Jahr 2023 7) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||||||||||||||||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||||||||||||||||||
| Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie | CCM 3.1 | 27 | 0,4 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | 1,9 % | E | |
| Herstellung von Batterien | CCM 3.4 | 66 | 0,9 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | n. a. | E | |
| Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- komponenten | CCM 3.18 | 370 | 5,1 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | n. a. | E | |
| Erwerb von und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | 109 | 1,5 % | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | 6,2 % | ||
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 573 | 7,8 % | 7,8 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | J | J | J | J | J | J | J | 8,9 % 8) | ||||
| • davon ermöglichende Tätigkeiten | 464 | 6,3 % | 6,3 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | J | J | J | J | J | J | J | 2,7 % | E | |||
| • davon Übergangstätigkeiten | 0 | 0,0 % | 0,0 % | T | |||||||||||||||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||||||||||||||||||
| Herstellung von Luftfahrzeugen | CCM 3.21 | 26 | 0,4 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | 0,8 % | |||||||||
| Herstellung von Batterien | CCM 3.4 | 1 | 0,0 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | n. a. | |||||||||
| Beförderung mit Motorrädern, Personen- kraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen | CCM 6.5 | 46 | 0,6 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | 2,3 % | |||||||||
| Erwerb von und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | 291 | 4,0 % | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | 4,3 % | |||||||||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomie- konforme Tätigkeiten) (A.2) | 364 | 5,0 % | 5,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 17,0 % 9) | |||||||||||
| A. |
1) CCM Climate Change Mitigation (Klimaschutz)
2) CCA Climate Change Adaptation (Anpassung an den Klimawandel)
3) WTR Water and Marine Resources (nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen)
4) PPC Pollution Prevention and Control (Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung)
5) CE Circular Economy (Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft)
6) BIO Biodiversity and ecosystems (Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme)
7) Die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG wurde im Berichtsjahr erstmalig berücksichtigt, weshalb die CapEx-Angaben für 2024 nicht direkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar sind.
8) Der CapEx-Anteil für ökologisch nachhaltige Tätigkeiten setzt sich aus 7,8 % für CCM und 0,0 % für die übrigen Kategorien zusammen.
9) Der CapEx-Anteil für taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten setzt sich aus 5,0 % für CCM und 0,0 % für die übrigen Kategorien zusammen.# Nachhaltigkeitsbericht Umwelt
EU-Taxonomie
OpEx
DNSH-Kriterien
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag („Keine erhebliche Beeinträchtigung“)
| Kategorie | Anteil taxonomie- OpEx- konformer (A.1.) oder ermög- OpEx lichende Übergangs- | Anteil Mindest- taxonomiefähiger (A.2.) | OpEx Tätigkeiten |
|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten | Code | in Mio. EUR | Jahr 2024 |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Herstellung von Technologien für erneuerbare Energien | CCM 3.1 | 34 | 2,2 % |
| Herstellung von Batterien | CCM 3.4 | 19 | 1,3 % |
| Herstellung von Automobil- und Mobilitäts- komponenten | CCM 3.18 | 356 | 23,5 % |
| Herstellung von Schienenfahrzeug- komponenten | CCM 3.19 | 11 | 0,7 % |
| Erwerb von und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | 1 | 0,0 % |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 420 | 27,7 % | |
| • davon ermöglichende Tätigkeiten | 420 | 27,7 % | |
| • davon Übergangstätigkeiten | 0 | 0,0 % | |
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Herstellung von Luftfahrzeugen | CCM 3.21 | 10 | 0,6 % |
| Herstellung von Batterien | CCM 3.4 | 1 | 0,1 % |
| Erwerb von und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | 6 | 0,4 % |
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekon- forme Tätigkeiten) (A.2) | 16 | 1,1 % | |
| A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | 437 | 28,8 % | |
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten | 1.079 | 71,2 % | |
| Gesamt | 1.516 | 100 % |
J Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit
E Ermöglichende Tätigkeit
N/EL „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit
N Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit
T Übergangstätigkeit
EL „eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 66 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt
EU-Taxonomie
Meldung des Umfangs der Taxonomiefähigkeit und -konformität nach Umweltziel
| Umsatzanteil/Gesamtumsatz | CapEx-Anteil/Gesamt-CapEx | OpEx-Anteil/Gesamt-OpEx | |
|---|---|---|---|
| in Prozent je Ziel | in Prozent je Ziel | in Prozent je Ziel | |
| Taxonomiekonform | Taxonomiefähig | Taxonomiekonform | |
| CCM | 8,4 % | 10,1 % | 7,8 % |
| CCA | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
| WTR | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
| CE | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
| PPC | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
| BIO | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
CCM Climate Change Mitigation (Klimaschutz)
CCA Climate Change Adaptation (Anpassung an den Klimawandel)
WTR Water and Marine Resources (Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen)
CE Circular Economy (Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft)
PPC Pollution Prevention and Control (Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung)
BIO Biodiversity and ecosystems (Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme)
Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas 1)
| Zeile | Tätigkeiten im Bereich Kernenergie | |
|---|---|---|
| Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten 1. oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | nein | |
| Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstech- nischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen 2. im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | nein | |
| Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstech- 3. nischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | nein | |
| Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas | ||
| Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, 4. finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | nein | |
| Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung mit fossilen 5. gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | nein | |
| Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit 6. diesen Tätigkeiten. | nein |
1) Meldebogen 1 des Anhangs III der Delegierten Verordnung 2022/1214 der EU-Kommission. Die Schaeffler Gruppe interpretiert den Begriff „tätig sein“ hierbei als Tätigkeiten, mit denen direkt Umsätze erzielt werden.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 67 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt
Klimawandel [ESRS E1]
Klimawandel [ESRS E1]
ENERGIE
Übergangsrisiken und Chancen in Zusammenhang mit Klimawandel
Hoher Energieverbrauch
Steigende Kosten durch verschärfte klimabezogene regulatorische Anforderungen
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
(u. a.# CBAM, CO₂ e-Preise) Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs)
[SBM-3] (Übergangsrisiken)
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden innerhalb der Schaeffler Gruppe wesentliche Auswirkungen auf Umwelt und Menschen im Zusammenhang mit dem Klimawandel sowie wesentliche Risiken für die Schaeffler Gruppe ermittelt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche energieintensive Prozesse entlang der gesamten vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Sie reichen von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung bis hin zum Transport und zur Entsorgung.
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Es bestehen tatsächliche negative Auswirkungen auf die Umwelt entlang der gesamten Wertschöpfungskette, verursacht durch einen hohen Energieverbrauch, der noch nicht vollständig aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wird. Innerhalb der Schaeffler Gruppe sind einige Prozesse, etwa die Verarbeitung von Rohstahl, mit einem erheblichen Energieverbrauch verbunden. Zudem wurden Chancen für die Schaeffler Gruppe identifiziert. Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
Steigende CO2 e-Steuern und -Abgaben erhöhen die Betriebskosten und können die eigenen Geschäftstätigkeiten sowie entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette wesentliche Auswirkungen auf Einnahmen senken. Gleichzeitig erhöht der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) die Kosten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. In vielen europäischen Ländern, in denen die Schaeffler Gruppe tätig ist, wurden CO2 e-Preise bereits eingeführt oder sind in Planung. Da die Möglichkeit besteht, dass Lieferanten ihre Kosten weitergeben, kann dies zu höheren Rohstoff- und Komponentenpreisen führen. Gleichzeitig können sich CO2 e-Preise auch direkt durch den eigenen Betrieb auf die Schaeffler Gruppe auswirken, was zu einem Anstieg der Betriebskosten führt.
Umwelt und Menschen im Zusammenhang mit dem Klimawandel (Übergangsrisiken)
Die steigenden Anforderungen der Stakeholder an die Schaeffler Gruppe hinsichtlich der Verwendung emissionsarmer und umweltfreundlicher Materialien und deren begrenzte Verfügbarkeit stellen ein Risiko für das Unternehmen dar. Die Knappheit kann zu steigenden Rohstoffpreisen und Produktionsengpässen führen, die mit erhöhten Kosten und möglichen Umsatzeinbußen verbunden sind. Darüber hinaus können die Nichteinhaltung regulatorischer Anforderungen und daraus resultierende Haftungsrisiken die Reputation des Unternehmens beeinträchtigen.
Es bestehen tatsächliche negative Auswirkungen auf die Umwelt in der gesamten Wertschöpfungskette, verursacht durch Treibhausgas(THG)-Emissionen, die den Klimawandel vorantreiben und zu intensiveren und häufigeren Extremwetterereignissen beitragen. Innerhalb der Schaeffler Gruppe entstehen Emissionen, da z. B. einige energieintensive Produktionsprozesse – wie die Verarbeitung von Rohstahl – noch nicht vollständig mit Energie aus erneuerbaren Quellen durchgeführt werden. Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen v. a. bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen, der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten sowie in der Nutzungsphase. Aber auch die Automobil- und Industrieproduktion bei Kunden, die Entsorgung sowie Transport- und Logistikprozesse sind mit erheblichen THG-Emissionen verbunden.
Physische Risiken in Zusammenhang mit Klimawandel
Schäden und Betriebsunterbrechung durch Extremwetterereignisse (Physische Risiken)
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Extreme Wetterereignisse wie Hagel, Stürme oder Starkniederschläge können Vermögenswerte der Schaeffler Gruppe wie Produktionsstätten, Büros oder Forschungs- und Entwicklungslabore beschädigen. Direkte Folgen sind Produktionsstopps, die zu Umsatzeinbußen führen können, während indirekte Kosten steigende Versicherungskosten oder Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für die Mitarbeitenden umfassen. Es sind vier Standorte mit einem wesentlichen Extremwetterrisiko identifiziert worden.
Schäden und Betriebsunterbrechung durch Erdbeben (Physische Risiken)
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Schwere Erdbeben haben das Potenzial, Vermögenswerte der Schaeffler Gruppe zu beschädigen, z. B. Produktionsstätten, Büros oder Forschungs- und Entwicklungslabore sowie Transportwege rund um die Produktionsstandorte. Direkte Folgen sind Sachschäden und Betriebsunterbrechungen, die zu Umsatzeinbußen führen können, während indirekte Kosten steigende Versicherungskosten oder Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für die Mitarbeitenden umfassen. Es sind zwei Standorte mit einem wesentlichen Erdbebenrisiko identifiziert worden.
Auswirkungen in Zusammenhang mit Klimawandel (Übergangsrisiken)
Emission von Treibhausgasen (Tatsächliche negative Auswirkungen)
Es bestehen tatsächliche negative Auswirkungen auf die Umwelt in der gesamten Wertschöpfungskette, verursacht durch Treibhausgas(THG)-Emissionen, die den Klimawandel vorantreiben und zu intensiveren und häufigeren Extremwetterereignissen beitragen. Innerhalb der Schaeffler Gruppe entstehen Emissionen, da z. B. einige energieintensive Produktionsprozesse – wie die Verarbeitung von Rohstahl – noch nicht vollständig mit Energie aus erneuerbaren Quellen durchgeführt werden. Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen v. a. bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen, der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten sowie in der Nutzungsphase. Aber auch die Automobil- und Industrieproduktion bei Kunden, die Entsorgung sowie Transport- und Logistikprozesse sind mit erheblichen THG-Emissionen verbunden.
Chancen
Absatzchancen durch veränderte Kundenpräferenzen und Anstieg der Nachfrage nach E-Mobilitätslösungen (Sparten Automotive Technologies & Vehicle Lifetime Solutions) (Chancen)
Die Märkte, in denen die Schaeffler Gruppe tätig ist, sind durch einen raschen Technologiewandel (z. B. Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektrofahrzeuge), Änderungen der technischen und regulatorischen Standards und sich ändernde Kundenpräferenzen gekennzeichnet. Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung der E-Mobilität ergeben sich für die Schaeffler Gruppe als umfassenden Anbieter von Komponenten, Lösungen und Systemen im Bereich Hybrid- und E-Mobilität künftig verstärkt Möglichkeiten, die eigene Positionierung im Markt dauerhaft zu verbessern sowie Absätze zu generieren.
Absatzchancen durch Lösungen für erneuerbare Energien (Chancen)
Im Kontext des globalen Klimawandels und als Resultat der damit verbundenen Klimapolitik wird der Bedarf an erneuerbaren Energien kontinuierlich wachsen. Durch die Entwicklung und den Absatz von innovativen Komponenten und Lösungen für Windkraftanlagen und Turbinen sowie die fortschreitenden Aktivitäten im Bereich Wasserstoff ergeben sich für die Schaeffler Gruppe künftig zusätzliche Marktmöglichkeiten.
Absatzchancen durch die Entwicklung und/oder Ausweitung von emissionsarmen und umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen (Transportation & Mobility/Machinery & Materials) (Chancen)
Mit Blick auf eine stetig wachsende Bevölkerungszahl und das damit verbundene steigende Transportaufkommen im Personen- und Güterverkehr werden künftig hohe Anforderungen an den Transportbereich und sonstige industrielle mobile Anwendungen gestellt. Gleichzeitig kommt es in vielen Industriesektoren zu einer zunehmenden Automatisierung und verlängerten Lebenszyklen von Produktionsmaschinen, sodass die Energieeffizienz und Verlässlichkeit von Betriebsabläufen weiter an Bedeutung gewinnen werden.
16 Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und identifizierten Chancen dar.
17 Bei der Darstellung handelt es sich um identifizierte Chancen. Eine Bewertung der Wesentlichkeit der Chancen erfolgt aufgrund der fortlaufenden Integration der Vitesco Technologies Group AG und der damit verbundenen Aktualisierung der Konzernstrategie erstmalig im kommenden Berichtsjahr.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 68 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Klimawandel [ESRS E1]
Übergangsplan für den Klimaschutz [E1-1]
Einkaufsstrategien die Emissionen im eigenen Betrieb und in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette sowie die finanziellen Abgaben für Treibhausgasemissionen senken.
Die Schaeffler Gruppe hat sich mittelfristige Klimaziele gesetzt, die von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurden. Gemäß deren Kriterien sind sie mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris vereinbar (siehe Abschnitt ESRS E1-4). Bislang hat die Schaeffler Gruppe kein von der SBTi validiertes Net-Zero-Ziel.
Die Schaeffler Gruppe ist zudem den aufgeführten wesentlichen physischen Risiken ausgesetzt. Es sind verschiedene Anpassungs- und Mitigationsmaßnahmen ergriffen worden, um wesentliche negative Auswirkungen aus Naturgefahren (z. B. Erdbeben) und Extremwetterereignissen (z. B. Hagelstürme) zu minimieren. Außerdem ist das Unternehmen gegen unmittelbare Schäden und Betriebsunterbrechungen versichert.
Grundsätzlich werden ESG-Risiken als Teil des Konzern-Risiko- managements an den Vorstand der Schaeffler AG berichtet (siehe Abschnitte ESRS 2 GOV-1 und GOV-2) und werden so auf erneuerbare Energieträger im Fokus (siehe Abschnitt ESRS E1-3).
Um die mittelfristigen Klimaziele zu erreichen, hat das Unternehmen einen Übergangsplan für den Klimaschutz ausgearbeitet, in dem die wichtigsten Dekarbonisierungshebel definiert sind. Um den Ausstoß der eigenen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2) zu verringern, stehen Energieeffizienzmaßnahmen, Investitionen in den eigenen Betrieb und zugekaufter erneuerbarer Energie sowie Maßnahmen zum Wechsel von fossilen Brennstoffen im Fokus. Darüber hinaus sieht die Schaeffler Gruppe sich mit dem eigenen Portfolio im Markt für Elektrofahrzeuge gut positioniert.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 69 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Klimawandel [ESRS E1]
Geschäftspartnerkodex
Der Geschäftspartnerkodex gilt für die gesamte Schaeffler Gruppe und adressiert die Erwartungen an Geschäftspartner in Bezug auf ökologische und soziale Standards. Erfasst werden unter anderem die Einhaltung von Umweltgesetzen, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, der Schutz von Ressourcen und die Achtung von Menschenrechten. Die Einhaltung des Geschäftspartnerkodex wird stichprobenartig überprüft.
Resilienzanalyse [SBM-3]
Im Rahmen des Risikoerhebungsprozesses und unter Berücksichtigung der in ESRS 2 IRO-1 beschriebenen Szenarien hat die Schaeffler Gruppe auch die Resilienz ihrer Strategie und ihres Geschäftsmodells gegenüber Übergangsrisiken und physischen Risiken in Zusammenhang mit dem Klimawandel bewertet. Um das Risiko von Lock-in-Effekten bei relevanten Vermögenswerten zu minimieren, wird vor deren Anschaffung eine Prüfung hinsichtlich definierter qualitativer Nachhaltigkeitsaspekte durchgeführt. Bestehende Vermögenswerte werden in die Untersuchung von THG-Reduktionsmöglichkeiten eingebunden (z. B. Energieeffizienzmaßnahmen bei Gebäuden und Maschinen). Gebundene THG-Emissionen im Zusammenhang mit relevanten Vermögenswerten sind somit im geplanten Pfad zur Erreichung der THG-Emissionsziele berücksichtigt.
Das Unternehmen steht, wie aufgeführt, verschiedenen klimabedingten Übergangsrisiken wie zunehmenden und strengeren regulatorischen Anforderungen, Reputationsrisiken und einem sich verändernden Marktumfeld gegenüber. Die Schaeffler Gruppe engagiert sich im Umweltschutz und verfügt über eigene Umweltziele und Klimastrategien mit einer klaren Roadmap, um diesen Risiken proaktiv zu begegnen. So können z. B. Klima- und Auswirkungen Risiken Chancen
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 70 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Klimawandel [ESRS E1]
ESG Richtlinie
Die ESG Richtlinie wird jährlich anlässlich des Strategie- und Planungsprozesses überprüft. Dadurch soll die Einhaltung der aktuellen internen und externen Anforderungen sichergestellt werden. Die ESG Richtlinie wurde vom Executive Board der Schaeffler Gruppe genehmigt. Auf oberster Ebene ist der Vorstandsvorsitzende für ihre Umsetzung verantwortlich.
Der Übergangsplan für den Klimaschutz wurde dem Vorstand der Schaeffler AG im Rahmen des Strategiedialogs vorgestellt und genehmigt sowie in diesem Zuge mit der Konzernstrategie verknüpft. Der Übergangsplan ist Teil des Umsetzungsprogramms der Schaeffler Gruppe, welches Investitions- (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) für die Umsetzung bereitstellt. In der Finanzplanung wurde der Übergangsplan im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten berücksichtigt. Die Erläuterungen des Fortschritts bei der Umsetzung des Übergangsplans ist in den Abschnitten ESRS E1-3, E1-4, E1-5 und E1-6 näher erläutert.
Die Schaeffler Gruppe ist nicht von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen.
EnEHS Richtlinie
In der EnEHS Richtlinie hat die Schaeffler Gruppe ihre grundlegenden Werte und Prinzipien in Bezug auf Energie-, Umwelt- sowie Gesundheits- und Arbeitssicherheitsthemen (engl.: Energy, Environment, Health and Safety, EnEHS) festgelegt. Diese Werte und Prinzipien werden im Rahmen des EnEHS Management-systems operationalisiert. Dadurch sollen die EnEHS-Leistungen des Unternehmens kontinuierlich verbessert werden, indem z. B. Ressourcen nachhaltiger genutzt, Risiken minimiert und Mitarbeitende sensibilisiert werden. Die Schaeffler Gruppe verpflichtet sich zudem, die Anforderungen von ISO 14001, ISO 45001, ISO 50001 und EMAS an relevanten Standorten mit Fokus auf die Werke sowie Forschungs- und Entwicklungszentren umzusetzen. Der Abdeckungsgrad dieser Managementsysteme bezogen auf die Arbeitnehmenden der Schaeffler Gruppe beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2024 92,2 % für die ISO 14001, 92,2 % für die ISO 45001, 92,0 % für die ISO 50001 und 64,3 % für EMAS.
In Zusammenhang mit den als wesentlich identifizierten negativen Umweltauswirkungen aus der Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe zielt die Richtlinie darauf ab, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Durch Projekte zur möglichst energieeffizienten und klimafreundlichen Herstellung von Produkten sollen an den Standorten der Schaeffler Gruppe schädliche Auswirkungen auf die Umwelt, z. B. durch einen sorgfältigen Umgang mit Chemikalien, grundsätzlich im Vorfeld vermieden werden. Zudem sollen Ressourcen sparsam und nachhaltig genutzt werden. Die EnEHS Richtlinie gilt für die gesamte Schaeffler Gruppe und deckt damit die eigenen Geschäftstätigkeiten ab.
Die EnEHS Richtlinie wurde vom Executive Board der Schaeffler Gruppe genehmigt. Auf oberster Ebene sind die Vorstände Produktion, Supply Chain Management und Einkauf sowie Personal für ihre Umsetzung verantwortlich.
Im Rahmen der EnEHS Richtlinie beinhaltet das EnEHS Management-
systems ein systematisches Vorgehen für die Ermittlung und Analyse von Stakeholder-Interessen sowie die Umsetzung von Maßnahmen, um diese Interessen zu erfüllen. Dabei werden Stakeholder wie Behörden, Mitarbeitende und Kunden berücksichtigt. Die EnEHS Richtlinie ist intern veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der Richtlinie ist mit der EnEHS Grundsatzerklärung auf der Unternehmenswebseite der Schaeffler Gruppe veröffentlicht.
Externe Konzepte [E1-2]
Die Schaeffler Gruppe hat verschiedene Richtlinien und Grundlagendokumente implementiert, um ihre wesentlichen Auswirkungen und Risiken sowie identifizierten Chancen in Bezug auf den Klimawandel anzugehen. Dabei handelt es sich um die ESG Richtlinie, die EnEHS Richtlinie und den Geschäftspartnerkodex.
Im Rahmen der ESG Richtlinie sind die Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele, deren Umsetzung sowie die Reduzierung rechtlicher, finanzieller und unternehmerischer Risiken dargestellt. In Bezug auf den Klimawandel hebt die ESG Richtlinie das Handlungsfeld „Driving Climate Action towards Net-Zero“ hervor, einschließlich der Reduzierung und Vermeidung von Emissionen, sowie die Erhöhung der Energie-
effizienz. Die Richtlinie gilt für die gesamte Schaeffler Gruppe und deckt damit die eigenen Geschäftstätigkeiten ab.
Kundenspezifische Anforderungen werden strukturiert entlang der zehn Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie erfasst und in Abhängigkeit von Geschäftskritikalität und Erfüllungs-
grad eingeordnet. Erfasst werden auch geschäftskritische Anforderungen anderer Stakeholder, z. B. aus ESG-Ratings. Insbesondere geschäftskritische Anforderungen werden mit Fachbereichen und Initiativenverantwortlichen gespiegelt und dienen mit als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Ziel-
definitionen. Die ESG Richtlinie ist intern veröffentlicht.
ESG Richtlinie
Im Rahmen der ESG Richtlinie beinhaltet das EnEHS Manage-
ment-system ein systematisches Vorgehen für die Ermittlung und Analyse von Stakeholder-Interessen sowie die Umsetzung von Maßnahmen, um diese Interessen zu erfüllen. Dabei werden Stakeholder wie Behörden, Mitarbeitende und Kunden berücksichtigt. Die EnEHS Richtlinie ist intern veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der Richtlinie ist mit der EnEHS Grundsatzerklärung auf der Unternehmenswebseite der Schaeffler Gruppe veröffentlicht.
Die Schaeffler Gruppe begegnet dieser Entwicklung mit einem breiten Produktportfolio an reibungsreduzierten Wälz-, Gleit- und Hochpräzisionslagern, Elektromotoren, Hydrauliksystemen sowie Industriegetrieben. Darüber hinaus werden Lösungen zur präventiven Instandhaltung angeboten, die für verlängerte Maschinenlauf-
zeiten, reduzierte Betriebskosten und weniger Treibhausgasemissionen sorgen.
Zur Verringerung des Ausstoßes von vorgelagerten Treibhaus-
gasen in Scope 3 sind analoge Maßnahmen wie bei Scope 1 und 2 geplant. Darüber hinaus soll der Anteil von eingesetzten Sekundärmaterialien erhöht werden. Im Zuge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG sollen Dekarboni-
sierungshebel und Maßnahmen weiter ausgearbeitet und spezi-
fiziert werden. Die Schaeffler Gruppe ist davon überzeugt, dass der Einsatz nachhaltiger Finanzierungen dazu beitragen kann, den Übergang zu einer Dekarbonisierung der Wirtschaft zu erleichtern, und als Instrument für zusätzliche Transparenz und Engagement in Nach-
haltigkeitsfragen dienen kann.
Die Schaeffler Gruppe hat ihre wichtigsten Vermögenswerte und Produkte und damit in Zusammenhang stehende gebundene Treibhausgasemissionen bewertet. Um das Risiko von Lock-in-
Effekten bei relevanten Vermögenswerten zu minimieren, wird
vor deren Anschaffung eine Prüfung hinsichtlich definierter qualitativer Nachhaltigkeitsaspekte durchgeführt. Bestehende Vermögens-
werte werden in die Untersuchung von THG-Reduktionsmöglich-
keiten eingebunden (z. B. Energieeffizienzmaßnahmen bei Gebäuden und Maschinen). Gebundene THG-Emissionen im Zusammenhang mit relevanten Vermögenswerten sind somit im geplanten Pfad zur Erreichung der THG-Emissionsziele berücksichtigt.
Das Unternehmen steht, wie aufgeführt, verschiedenen klimabedingten Übergangsrisiken wie zunehmenden und strengeren regulatorischen Anforderungen, Reputationsrisiken und einem sich verändernden Marktumfeld gegenüber. Die Schaeffler Gruppe engagiert sich im Umweltschutz und verfügt über eigene Umweltziele und Klimastrategien mit einer klaren Roadmap, um diesen Risiken proaktiv zu begegnen. So können z. B. Klima- und Auswirkungen Risiken Chancen
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 69 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Klimawandel [ESRS E1]
ESG Richtlinie
Die ESG Richtlinie wird jährlich anlässlich des Strategie- und Planungsprozesses überprüft. Dadurch soll die Einhaltung der aktuellen internen und externen Anforderungen sichergestellt werden. Die ESG Richtlinie wurde vom Executive Board der Schaeffler Gruppe genehmigt. Auf oberster Ebene ist der Vorstandsvorsitzende für ihre Umsetzung verantwortlich.
Der Übergangsplan für den Klimaschutz wurde dem Vorstand der Schaeffler AG im Rahmen des Strategiedialogs vorgestellt und genehmigt sowie in diesem Zuge mit der Konzernstrategie verknüpft. Der Übergangsplan ist Teil des Umsetzungsprogramms der Schaeffler Gruppe, welches Investitions- (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) für die Umsetzung bereitstellt. In der Finanzplanung wurde der Übergangsplan im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten berücksichtigt. Die Erläuterungen des Fortschritts bei der Umsetzung des Übergangsplans ist in den Abschnitten ESRS E1-3, E1-4, E1-5 und E1-6 näher erläutert.
Die Schaeffler Gruppe ist nicht von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen.
EnEHS Richtlinie
In der EnEHS Richtlinie hat die Schaeffler Gruppe ihre grundlegenden Werte und Prinzipien in Bezug auf Energie-, Umwelt- sowie Gesundheits- und Arbeitssicherheitsthemen (engl.: Energy, Environment, Health and Safety, EnEHS) festgelegt. Diese Werte und Prinzipien werden im Rahmen des EnEHS Management-
systems operationalisiert. Dadurch sollen die EnEHS-Leistungen des Unternehmens kontinuierlich verbessert werden, indem z. B. Ressourcen nachhaltiger genutzt, Risiken minimiert und Mitarbeitende sensibilisiert werden. Die Schaeffler Gruppe verpflichtet sich zudem, die Anforderungen von ISO 14001, ISO 45001, ISO 50001 und EMAS an relevanten Standorten mit Fokus auf die Werke sowie Forschungs- und Entwicklungszentren umzusetzen. Der Abdeckungsgrad dieser Managementsysteme bezogen auf die Arbeitnehmenden der Schaeffler Gruppe beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2024 92,2 % für die ISO 14001, 92,2 % für die ISO 45001, 92,0 % für die ISO 50001 und 64,3 % für EMAS.
In Zusammenhang mit den als wesentlich identifizierten negativen Umweltauswirkungen aus der Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe zielt die Richtlinie darauf ab, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Durch Projekte zur möglichst energieeffizienten und klimafreundlichen Herstellung von Produkten sollen an den Standorten der Schaeffler Gruppe schädliche Auswirkungen auf die Umwelt, z. B. durch einen sorgfältigen Umgang mit Chemikalien, grundsätzlich im Vorfeld vermieden werden. Zudem sollen Ressourcen sparsam und nachhaltig genutzt werden. Die EnEHS Richtlinie gilt für die gesamte Schaeffler Gruppe und deckt damit die eigenen Geschäftstätigkeiten ab.
Die EnEHS Richtlinie wurde vom Executive Board der Schaeffler Gruppe genehmigt. Auf oberster Ebene sind die Vorstände Produktion, Supply Chain Management und Einkauf sowie Personal für ihre Umsetzung verantwortlich.
Im Rahmen der EnEHS Richtlinie beinhaltet das EnEHS Manage-
ment-systems ein systematisches Vorgehen für die Ermittlung und Analyse von Stakeholder-Interessen sowie die Umsetzung von Maßnahmen, um diese Interessen zu erfüllen. Dabei werden Stakeholder wie Behörden, Mitarbeitende und Kunden berücksichtigt. Die EnEHS Richtlinie ist intern veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der Richtlinie ist mit der EnEHS Grundsatzerklärung auf der Unternehmenswebseite der Schaeffler Gruppe veröffentlicht.
Externe Konzepte [E1-2]
Die Schaeffler Gruppe hat verschiedene Richtlinien und Grundlagendokumente implementiert, um ihre wesentlichen Auswirkungen und Risiken sowie identifizierten Chancen in Bezug auf den Klimawandel anzugehen. Dabei handelt es sich um die ESG Richtlinie, die EnEHS Richtlinie und den Geschäftspartnerkodex.
Im Rahmen der ESG Richtlinie sind die Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele, deren Umsetzung sowie die Reduzierung rechtlicher, finanzieller und unternehmerischer Risiken dargestellt. In Bezug auf den Klimawandel hebt die ESG Richtlinie das Handlungsfeld „Driving Climate Action towards Net-Zero“ hervor, einschließlich der Reduzierung und Vermeidung von Emissionen, sowie die Erhöhung der Energie-
effizienz. Die Richtlinie gilt für die gesamte Schaeffler Gruppe und deckt damit die eigenen Geschäftstätigkeiten ab.
Kundenspezifische Anforderungen werden strukturiert entlang der zehn Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie erfasst und in Abhängigkeit von Geschäftskritikalität und Erfüllungs-
grad eingeordnet. Erfasst werden auch geschäftskritische Anforderungen anderer Stakeholder, z. B. aus ESG-Ratings. Insbesondere geschäftskritische Anforderungen werden mit Fachbereichen und Initiativenverantwortlichen gespiegelt und dienen mit als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Ziel-
definitionen. Die ESG Richtlinie ist intern veröffentlicht.
Im Rahmen der EnEHS Richtlinie beinhaltet das EnEHS Manage-
ment-system ein systematisches Vorgehen für die Ermittlung und Analyse von Stakeholder-Interessen sowie die Umsetzung von Maßnahmen, um diese Interessen zu erfüllen. Dabei werden Stakeholder wie Behörden, Mitarbeitende und Kunden berücksichtigt. Die EnEHS Richtlinie ist intern veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der Richtlinie ist mit der EnEHS Grundsatzerklärung auf der Unternehmenswebseite der Schaeffler Gruppe veröffentlicht.
Die Schaeffler Gruppe begegnet dieser Entwicklung mit einem breiten Produktportfolio an reibungsreduzierten Wälz-, Gleit- und Hochpräzisionslagern, Elektromotoren, Hydrauliksystemen sowie Industriegetrieben. Darüber hinaus werden Lösungen zur präventiven Instandhaltung angeboten, die für verlängerte Maschinenlauf-
zeiten, reduzierte Betriebskosten und weniger Treibhausgasemissionen sorgen.
Zur Verringerung des Ausstoßes von vorgelagerten Treibhaus-
gasen in Scope 3 sind analoge Maßnahmen wie bei Scope 1 und 2 geplant. Darüber hinaus soll der Anteil von eingesetzten Sekundärmaterialien erhöht werden. Im Zuge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG sollen Dekarboni-
sierungshebel und Maßnahmen weiter ausgearbeitet und spezi-
fiziert werden. Die Schaeffler Gruppe ist davon überzeugt, dass der Einsatz nachhaltiger Finanzierungen dazu beitragen kann, den Übergang zu einer Dekarbonisierung der Wirtschaft zu erleichtern, und als Instrument für zusätzliche Transparenz und Engagement in Nach-
haltigkeitsfragen dienen kann.
Die Schaeffler Gruppe hat ihre wichtigsten Vermögenswerte und Produkte und damit in Zusammenhang stehende gebundene Treibhausgasemissionen bewertet. Um das Risiko von Lock-in-
Effekten bei relevanten Vermögenswerten zu minimieren, wird
vor deren Anschaffung eine Prüfung hinsichtlich definierter qualitativer Nachhaltigkeitsaspekte durchgeführt. Bestehende Vermögens-
werte werden in die Untersuchung von THG-Reduktionsmöglich-
keiten eingebunden (z. B. Energieeffizienzmaßnahmen bei Gebäuden und Maschinen). Gebundene THG-Emissionen im Zusammenhang mit relevanten Vermögenswerten sind somit im geplanten Pfad zur Erreichung der THG-Emissionsziele berücksichtigt.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 69 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Klimawandel [ESRS E1]
ESG Richtlinie
EnEHS Richtlinie
Im Rahmen der EnEHS Richtlinie beinhaltet das EnEHS Manage-
ment-systems ein systematisches Vorgehen für die Ermittlung und Analyse von Stakeholder-Interessen sowie die Umsetzung von Maßnahmen, um diese Interessen zu erfüllen. Dabei werden Stakeholder wie Behörden, Mitarbeitende und Kunden berücksichtigt. Die EnEHS Richtlinie ist intern veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der Richtlinie ist mit der EnEHS Grundsatzerklärung auf der Unternehmenswebseite der Schaeffler Gruppe veröffentlicht.
Externe Konzepte [E1-2]
Im Rahmen der EnEHS Richtlinie beinhaltet das EnEHS Manage-
ment-system ein systematisches Vorgehen für die Ermittlung und Analyse von Stakeholder-Interessen sowie die Umsetzung von Maßnahmen, um diese Interessen zu erfüllen. Dabei werden Stakeholder wie Behörden, Mitarbeitende und Kunden berücksichtigt. Die EnEHS Richtlinie ist intern veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der Richtlinie ist mit der EnEHS Grundsatzerklärung auf der Unternehmenswebseite der Schaeffler Gruppe veröffentlicht.
Klimaschutz
Der Geschäftspartnerkodex beschreibt diese Vorgaben und liefert damit verbindliche Regelungen für die Gestaltung der Geschäftsbeziehungen der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt ESRS S2-1).
Grüne Beschaffung und Maßnahmen
Im Element Grüner Einkauf bündelt die Schaeffler Gruppe ihre proaktive Ansätze zur Umweltverantwortung zu entwickeln und zu fördern, Umweltschutzpraktiken anzuwenden, natürliche Ressourcen zu schonen und den ökologischen Fußabdruck ihrer Produkte, Waren und Dienstleistungen zu reduzieren, und die Sparten – für die wesentlichen Produktionsmaterialien wie Stahl, Aluminium, Kunststoff und Elektrokomponenten sowie für weitere Prozesse von Verpackung bis Logistik untersucht und potenzielle Reduktionspfade für das Jahr 2025 abgeleitet.
Seit 2024 deckt die Schaeffler Gruppe den Bedarf an zugekauftem Strom an allen Standorten mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 150 MWh zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Bezogen auf den gesamten externen Stromzukauf der Schaeffler Gruppe entspricht dies 99,8 % und schließt alle 104 Werke ein. Nachdem dies im Jahr 2023 bereits in allen Werken der Fall war, bezogen im Jahr 2024 erstmals auch alle Werke in der Region Asien/Pazifik sowie weitere Verwaltungs-, Logistik- und F&E-Standorte mit einem Verbrauch über 150 MWh 100 % des zugekauften Stroms aus erneuerbaren Energien. Der Grünstromeinkauf stellt im Berichtsjahr die Schlüsselmaßnahme zur Dekarbonisierung dar. Mit dieser Maßnahme konnten 849.483 t CO2e eingespart werden.
Des Weiteren führt die Schaeffler Gruppe Gespräche mit Lieferanten anderer Einkaufskategorien, um konkrete Schritte zur Reduktion der herstellungsbedingten Treibhausgasemissionen zu erarbeiten. So wurden z. B. 2024 umfangreiche Umfragen zum Thema Product Carbon Footprint unter den Lieferanten durchgeführt und die Umstellung der Lieferanten auf erneuerbare Energien vorbereitet. Unter anderem werden bereits im zweiten Jahr die emissionsstärksten Lieferanten aufgefordert, zusätzlich zu den Fragebogen
ergeht als Rahmen für (Self Assessment Questionnaires, SAQ) umwelt- und klimabezo- Die Schaeffler Gruppe hat sich für ihr eigenes unternehmerisches die Gestaltung und Umsetzung der notwendigen Klimaschutz- gene Informationen über das CDP-Supply Chain-Programm zu Handeln Standards und Mindestanforderungen auferlegt und erwar- und liefern. Dadurch soll die Transparenz in der Lieferkette erhöht tet von ihren Geschäftspartnern, sie ebenfalls zu erfüllen. Der werden. Ferner werden freiwillige Nachhaltigkeitszielvereinba-
erhalten sie ihren CO2e-Fußabdruck oder andere nachhaltig- rungen getroffen, um Lieferanten auf die Nachhaltigkeitsziele keitsbezogene Informationen offenzulegen. und -erwartungen der Schaeffler Gruppe auszurichten.
Darüber hinaus empfiehlt die Schaeffler Gruppe ihren Geschäfts- partnern, sich wissenschaftlich fundierte und zeitlich definierte Zielvorgaben für die Emissionsreduzierung und die Umstellung auf erneuerbare Energien zu setzen, die mit dem Pariser Abkommen in Einklang stehen, sowie Maßnahmen zu ergreifen, die die Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette vorantreiben.
Grüne Produktion und Dekarbonisierung
Im Element Grüne Produktion bündelt die Schaeffler Gruppe ihre Maßnahmen zur Dekarbonisierung der eigenen Geschäftstätig- keiten (Scope 1 und Scope 2). Für den Weg dahin hat sich das Unternehmen konkrete Ziele für den Ausbau möglichst dekarbo- nisierter Herstellungsprozesse und die Steigerung ihrer Energie- effizienz gesetzt (siehe Abschnitt ESRS E1-4). Die Dekarbonisie- rungsmaßnahmen basieren insbesondere auf der Umstellung auf energieeffizientere Produktionsverfahren sowie der Nutzung eigenerzeugter und zugekaufter erneuerbarer Energien.
Vor allem die Beschaffung von Stahl spielt in der Nachhaltigkeits- strategie der Schaeffler Gruppe eine wichtige Rolle, da dieser Werk- stoff einen hohen CO2e-Fußabdruck aufweist. Durch den Einsatz von grünem Wasserstoff kann Stahl auf lange Sicht weitestgehend emis- sionsfrei produziert werden. Deshalb hat das Unternehmen in den seit 2021 mit dem schwedischen Start-up Stegra AB (bis 11. Dezem- ber 2024 H2GS AB) vereinbart, ab 2027 jährlich 100.000 Tonnen eines nahezu CO2e-freien, mit Wasserstoff produzierten Stahls zu beziehen. Die Schaeffler Gruppe hat am 29. Januar 2024 ihre bishe- rige Beteiligung an Stegra AB um weitere 28 Mio. EUR auf insgesamt 100 Mio. EUR erhöht. Auch mit anderen Stahllieferanten arbeitet die Schaeffler Gruppe intensiv an Dekarbonisierungsstrategien.
Zur Nutzung alternativer erneuerbarer Energien hat die Schaeffler Gruppe konkrete Maßnahmen für alle mit fossilen Brennstoffen betriebenen Produktions- und Infrastrukturanlagen erarbeitet, die im Rahmen ihres Energie-Managementsystems erfasst werden, z. B. die Umstellung der Härteöfen-Beheizung von Erdgas auf Elektrizität. All diese Maßnahmen hat die Schaeffler Gruppe hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz in einer globalen Dekarbonisierungs-Roadmap für die Jahre bis 2030 zusammengefasst. Aus dieser Roadmap lässt sich im nächsten Schritt der jeweilige Beitrag der Werke zur Treibhausgasreduk- tion ableiten und festlegen. Im Jahr 2024 wurden z. B. am Stand- ort Skalica (Slowakei) zwei Härteöfen durch eine elektrisch beheizte Neuanlage mit angepasster Kapazität ersetzt, was zu einer jährlichen Reduzierung von rd. 200 t CO2e und einem redu- zierten Gesamtenergiebedarf führt. Am Standort Wooster wer- den durch die Implementierung von Kaltreinigung ab 2024 jähr- lich rd. 450 t CO2e eingespart. In den kommenden Jahren will die Schaeffler Gruppe diesen Reduktionspfad weiter konsequent umsetzen und optimieren.
Maßnahmen, Ziele und Kennzahlen
Die Schaeffler Gruppe hat verschiedene Maßnahmen implemen- tiert, um ihre wesentlichen Auswirkungen und Risiken sowie identi- fizierten Chancen in Bezug auf den Klimawandel anzugehen.
Im übergreifenden Umsetzungsprogramm der Schaeffler Gruppe ist das Teilprogramm „Sustainability & Infrastructure“ eine be- tragende Säule (siehe Abschnitt ESRS 2 SBM-1). Dabei ist zur Weiterentwicklung der Klimastrategie das darin verankerte Handlungsfeld „Driving Climate Action towards Net-Zero“ zent- ral.
Seit 2022 setzt die Schaeffler Gruppe darüber hinaus einen Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 71 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Klimawandel [ESRS E1]
Betriebsausgaben (OpEx) erfolgen ausschließlich für eindeutig definierte Beträge, welche unmittelbar auf ESG-Ziele einzahlen. Investitions- oder Betriebsausgaben, die auch anderen Geschäftstätigkeiten dienen, werden dabei nicht berücksichtigt. Für das Jahr 2025 wurden Investitionsausgaben im ähnlichen Umfang geplant. Diese Umfänge lassen sich nicht unmittelbar zu den Angaben der Taxonomieverordnung überleiten, da die ent-
sprechenden Tätigkeiten entweder nicht durch definierte Wirt- schaftstätigkeiten abgedeckt sind oder im Berichtsjahr aus Wesentlichkeitsgründen nicht ausgewiesen werden.
Die Exposition im Hinblick auf Extremwetterereignisse und Natur- gefahren wird für die eigenen Standorte der Schaeffler Gruppe, Lieferketten und Zulieferer auf Gruppen-Level bewertet. Das Risiko von Schäden durch Extremwetterereignisse und Naturgefahren an eigenen Standorten wird durch die Umsetzung baulicher, techni- scher und organisatorischer Maßnahmen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten auf Basis eines lokalen Risikoassess- ments und Maßnahmenplans adressiert. Zur Bewertung der
Die Standorte der Schaeffler Gruppe haben den lokalen und regio- nalen Bauvorschriften zu entsprechen, in denen die Widerstands-
Organisatorische Maßnahmen werden auf globaler Ebene in Regelwerken zur Schadenverhütung und -vorsorge, zum Notfall- und Krisenmanagement sowie zum Business Continuity Manage- ment definiert. Lokal ist eine verantwortliche Person für Extrem- wetterereignisse und Naturgefahren benannt, der neben der Umsetzung von Maßnahmen auch für ein kontinuierliches Moni- toring des Wetters sowie behördlicher Gefahren- und Warnmel- dungen sowie für die naturgefahrenspezifische Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitenden zuständig ist. Darüber hinaus sind durch Extremwetterereignisse und Naturgefahren verursachte Sachschäden versichert.
Ziele und Kennzahlen
Ziele [E1-4]
Seit 2020 bündelt die Schaeffler Gruppe in einem Energieeffizienz- programm relevante Ressourcen mit einem interdisziplinären Team auf lokaler, regionaler, divisionaler und zentraler Ebene. Für das Jahr 2024 wurde im Energieeffizienzprogramm ein Ziel ausgege- ben, das in der kurzfristigen, variablen Vergütung reflektiert wurde (siehe Abschnitte ESRS 2 GOV-3 und ESRS E1-4). 107 umgesetzte
Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Liefer-
kette (Scope 3) verfolgt die Schaeffler Gruppe das Ziel, entste- hende Treibhausgasemissionen in der Lieferkette bis 2030 um 25 % im Vergleich zu 2019 zu reduzieren.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt
Klimawandel [ESRS E1]
Energieverbrauch und Energiemix
Eigene Produktion
Die Schaeffler Gruppe verfolgt das Ziel, die Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2) bis 2030 um 90 % im Vergleich zu 2019 zu reduzieren. Für die Berücksichtigung von Scope-2-Emissionen hat die Schaeffler Gruppe gemäß dem Greenhouse Gas Protocol den marktbasierten Ansatz gewählt. Unvermeidbare Emissionen sollen ausgeglichen werden.
Die wesentlichen Annahmen zur Festlegung der beiden Ziele beruhen unter anderem auf Geschäftsentwicklungs-Szenarien sowie externen Einflüssen, z. B. der Dekarbonisierung des Energienetzes. Zudem wurden unterschiedliche Ambitionsniveaus gemäß SBTi berücksichtigt sowie Szenarien der International Energy Agency (IEA) bei der Klimazielsetzung und der prognostizierten Entwicklung von Energieemissionen betrachtet. Über die Einbindung von SBTi hinaus wurden keine weiteren Stakeholder aktiv bei der Festlegung der Zielsetzung eingebunden.
Die überwiegenden CO2e-Einsparungen werden durch den Wechsel zu erneuerbaren Energieträgern erreicht. Als ein weiterer Dekarbonisierungshebel wird die Steigerung der Energieeffizienz in Produktion und Infrastruktur verwendet.
Der Wert für das Basisjahr 2019 lag bei 986 tsd. t CO2e.
Im Berichtsjahr betrug der Wert 193 tsd. t CO2e. Zwischen 2019 und 2024 sind die Treibhausgasemissionen somit um 80 % gesunken.
Die Entwicklung der berücksichtigten Scope-1- und Scope-2-Kategorien wird jährlich überprüft.
Die Metriken im Hinblick auf Energie, Wasser und Abfall werden in der Regel auf Basis von Primärdaten erfasst (z. B. Rechnungen, Zählerwerten) und sind in einer zentralen Datenbank hinterlegt. Für Entitäten, die aufgrund ihrer begrenzten Größe im Hinblick auf die Anzahl der Arbeitnehmenden, Fläche oder ihren Einfluss nicht in die Primärdatenerfassung einbezogen werden, wird zentral eine Schätzmethodik angewendet. In der Schätzmethodik besteht das Risiko, dass die Annahmen nicht vollständig der Realität entsprechen, was zu Abweichungen führen kann.
Die Messung der Metriken wird durch verschiedene externe und interne Audits validiert, um Genauigkeit und Qualität sicherzustellen. Konkret erfolgen z. B. EMAS-Audits und/oder ISO-Audits.
19 Das Ziel umfasst die Gesamtemissionen der Kategorien Scope 1 und Scope 2. Die Zielerreichung wird nicht separat betrachtet. Eine Übersicht der THG-Emissionen ist auf Seite 73 zu finden.
Die Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG werden bei den genannten Zielsetzungen nicht berücksichtigt.
Die geplanten CO2e – Einsparungen basieren u. a. auf den folgenden Dekarbonisierungshebeln: Umstellung auf erneuerbare Energieträger bei Lieferanten, Umstellung der Produktionstechnologien in der Lieferkette, Erhöhung des Rezyklat-Anteils in den Produkten der Schaeffler Gruppe sowie Effizienzsteigerungen. Eine genaue Quantifizierung der Dekarbonisierungshebel ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich.
Berücksichtigt werden und für das Berichtsjahr extern verifizierte Energieeffizienzmaß- fähigkeit gegen Naturgefahren und Extremwetterereignisse grund- hierbei die Scope-3-Upstream-Kategorien 3.1 Eingekaufte Güter nahmen führen ab 2025 zu jährlichen Einsparungen von mindes- sätzlich Berücksichtigung findet. Neubauten, Standorterweiterungen und Dienstleistungen, 3.3 Brennstoff- und energiebezogene tens 25,76 GWh. Bei den im Jahr 2024 umgesetzten Energieeffi- sowie Umbauten werden, wo notwendig, mit erhöhter Widerstands- Aktivitäten sowie 3.4 Vorgelagerter Transport und Distribution. zienzmaßnahmen ist besonders der Technologiebereich Wärme- fähigkeit gegen Naturgefahren ausgeführt, wie etwa durch schwin- behandlung hervorzuheben, in dem z. B. voll automatisierte gungsunempfindliche Bauweisen gegen Erdbeben oder verstärkte Die geplanten CO2e – Einsparungen basieren u. a. auf den folgen- Abdeckungen an Salzbädern, die Reduzierung der Arbeitstempera- Außenhüllen gegen Extremwetter. Diese baulichen Maßnahmen den Dekarbonisierungshebeln: Umstellung auf erneuerbare tur bei energieintensiven Reinigungsprozessen mithilfe angepass- dienen dazu, ein Versagen der Baustruktur wirksam zu verhindern. Energieträger bei Lieferanten, Umstellung der Produktionstech- ter Reinigungsmittel sowie komplette Prozessoptimierungen von Darüber hinaus wird u. a. auch die Exponiertheit gegenüber Natur- nologien in der Lieferkette, Erhöhung des Rezyklat-Anteils in den der Atmosphärenbegasung über den Trocknungsprozess bis hin zur gefahren bei der Standortauswahl betrachtet. Produkten der Schaeffler Gruppe sowie Effizienzsteigerungen. Salzbadabsaugung realisiert wurden. Eine genaue Quantifizierung der Dekarbonisierungshebel ist zum Des Weiteren wird die Resilienz gegenüber physischen Risiken jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich. Im Rahmen des Teilprogramms „Sustainability & Infrastructure“ durch einen gezielten Schutz kritischer Strukturen und Einrich- wurden im Berichtsjahr Investitionen und Finanzmittel im wurden im Berichtsjahr Investitionen und Finanzmittel im tungen im Rahmen von technischen Maßnahmen verstärkt. Diese Der Wert für das Basisjahr 2019 lag bei 6.559 tsd. t CO2 e. 18 Im niedrigen zweistelligen Millionenbetrag zur Umsetzung von Maß- können z. B. automatische Abschaltvorrichtungen für kritische Berichtsjahr betrug der Wert 6.928 tsd. t CO2 e. Zwischen 2019 und nahmen bereitgestellt. Angaben zu Investitions- (CapEx) und Prozesse oder Detektions- und Alarmsysteme umfassen. 2024 sind die Treibhausgasemissionen somit um 6 % gestiegen. 18 Dieser Wert wurde im Berichtsjahr überprüft. Eine Anpassung war nicht erforderlich.
| Kennzahlen zu Energieverbrauch und Energiemix [E1-5] | 2024 |
|---|---|
| Gesamtenergieverbrauch | MWh 3.341.023 |
| Gesamtverbrauch fossiler Energie | MWh 888.299 |
| Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch | % 26,6 |
| • Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen | MWh 0 |
| • Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen | MWh 92.086 |
| • Brennstoffverbrauch aus Erdgas | MWh 634.263 |
| • Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen | MWh 138.103 |
| • Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen | MWh 23.847 |
| Verbrauch aus nuklearen Quellen | MWh 63 |
| Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch | % 0,0 |
| Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie | MWh 2.452.661 |
| Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch | % 73,4 |
| • Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und Siedlungsabfälle biologischen Ursprungs, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen usw.) | MWh 9.649 |
| • Verbrauch aus erworbener und erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen | MWh 2.424.063 |
| • Verbrauch von selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoff handelt | MWh 18.948 |
| Energieintensität (Gesamtenergieverbrauch pro Nettoumsatzerlöse) | mEUR 183,7 |
Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen [E1-6]
Die oben beschriebenen Klimaziele für die Lieferkette der Schaeffler Gruppe (Scope 3.1, Scope 3.3, Scope 3.4) sowie für die eigene Produktion (Scope 1 und Scope 2) wurden in Übereinstimmung mit den Standards der Science Based Targets initiative (SBTi) auf Basis des sektorübergreifenden Dekarbonisierungspfads festgelegt und durch SBTi validiert. Auf Grundlage der verfügbaren Informationen geht die Schaeffler Gruppe davon aus, dass die Klimaziele zum Zeitpunkt der Zielsetzung im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen standen. SBTi nimmt für sich in Anspruch, die Ziele wissenschaftsbasiert zu validieren.
Nachdem die Schaeffler Gruppe insgesamt dem klimaintensiven Sektor C Herstellung von Waren gemäß NACE-Codes angehört, werden für die Berechnung der Energieintensität der gesamte Energieverbrauch sowie die gesamte Position Umsatzerlöse der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Berichtsjahr herangezogen.
18 Dieser Wert wurde im Berichtsjahr überprüft. Eine Anpassung war nicht erforderlich.
| Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) | 2024 |
|---|---|
| THG-Emissionen, gesamt | |
| THG-Emissionen, gesamt (standortbezogen) | t CO2e 14.983.463 |
| THG-Emissionen, gesamt (marktbezogen) | t CO2e 14.089.398 |
| Scope-1- THG-Bruttoemissionen 1) | t CO2e 194.982 |
| Prozentsatz der Scope-1-THG aus regulierten Emissionshandelssystemen | % 1,6 |
Die Berechnung der Treibhausgasemissionen aus Scope 3 basiert auf dem GHG Protocol Scope 3 Leitfaden. Die Berichterstattung beinhaltet sechs Scope-3-Kategorien der GHG Protocol Initiative, die neun nicht berichteten Scope-3-Kategorien sind nicht signifikant (in Summe < 5 %). Als Konsolidierungsansatz wurde die operative Kontrolle gewählt. Die verwendeten Emissionsfaktoren sowie für erneuerbare Elektrizität einen Nullfaktor.
Die Berechnung der Treibhausgasemissionen aus Scope 2 erfolgt über die Multiplikation der energiespezifischen Verbrauchsdaten mit den jeweiligen Emissionsfaktoren. Für die Berechnung der standortbasierten Treibhausgasemissionen verwendet die Schaeffler Gruppe Emissionsfaktoren der DEFRA (2023) und der IEA (2023). Für die Berechnung der marktbasierten Treibhausgasemissionen verwendet die Schaeffler Gruppe zusätzlich vertragsbasierte Emissionsfaktoren.
Scope-1-THG-Emissionen umfassen alle relevanten Gase. Die verwendeten Emissionsfaktoren sind in der Regel noch nicht auf die neuesten Erderwärmungspotenziale des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) umgestellt, da diese in den verwendeten Datenbanken noch nicht verfügbar sind.
Fernwärme (Scope 2) sowie die Treibhausgasemissionen aus der vorgelagerten und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3).
20 Dieser Wert wurde im Berichtsjahr überprüft. Eine Anpassung war nicht erforderlich.# Treibhausgasemissionen
Die Treibhausgas- Scope-2-THG-Emissionen emissionen aus Scope 3.1 „Eingekaufte Güter und Dienstleistun- Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen 1) t CO2e 897.551 gen“ und aus Scope 3.2 „Kapitalgüter“ umfassen alle vorge-
Die Bestimmung des Genauigkeitsgrads der Treibhausgasemis-
lagerten (Cradle-to-Gate-)Emissionen aus der Herstellung von sionen erfolgt anhand der Repräsentativität der Aktivitätsdaten
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen 1) t CO2e 3.486 Waren und Dienstleistungen, welche die Schaeffler Gruppe Zuverlässigkeit. In der Regel basieren die Aktivitätsdaten auf
im Berichtsjahr gekauft oder erworben hat. Die Berechnung der Standort- und technologiespezifischen Messungen aus dem
Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen t CO2e 13.890.930 Treibhausgasemissionen aus Scope 3.1 und Scope 3.2 erfolgt Geschäftsjahr. In geringem Umfang werden Schätzungen verwen-
3.1 Erworbene Waren und Dienstleistungen t CO2e 6.941.958 über einen externen Dienstleister durch Multiplikation des physi- det. Die berechneten Treibhausgasemissionen (Scope 1–3) wur-
3.2 Investitionsgüter t CO2e 398.382 schen oder monetären Einkaufsvolumens der eingekauften den an Hand einer internen Einschätzung mit dem Genauigkeits-
3.3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoff und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 Waren und Dienstleistungen mit den jeweiligen sektor- und län- Score „gut“ in Anlehnung an das GHG Protocol bewertet.
enthalten) t CO2e 262.410 derspezifischen Emissionsfaktoren mittels der Input-Output-
3.4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb t CO2e 414.234 Tabellen der OECD ICIO, Exiobase und BEA. Für einige Material-
3.10 Verarbeitung verkaufter Produkte t CO2e 525.655 gruppen im Scope 3.1 hat die Schaeffler Gruppe mit einem
3.11 Verwendung verkaufter Produkte t CO2e 5.348.291 externen Dienstleister gewichtsbasierte Emissionsfaktoren mit
der Software LCA for Experts (GaBi) berechnet.
Die Treibhausgasemissionen aus Scope 1 umfassen die Verbren-
nung von Kraftstoffen in stationären und mobilen Prozessen,
emissionen von physikalischen oder chemischen Prozessen und
diffuse Emissionen aus allen Aktivitäten, über welche die
Schaeffler Gruppe finanzielle und operative Kontrolle gemäß
ESRS hat. Die Berechnung der Treibhausgasemissionen aus
Scope 1 für Verbrennungen von Kraftstoffen erfolgt über die
Multiplikation der kraftstoffspezifischen Verbrauchsdaten mit
den jeweiligen Emissionsfaktoren der DEFRA (2023). Für die
Umrechnung von diffusen Emissionen wurden Erderwärmungs-
potenziale des Umweltbundesamtes (2023) verwendet.
Die Berechnung der Treibhausgasemissionen aus Scope 2
basiert auf dem GHG Protocol Scope 2 Leitfaden und umfassen
indirekte Emissionen aus der Nutzung eingekaufter Elektrizität
und thermischer Energie in allen Aktivitäten, über welche die
Schaeffler Gruppe operative Kontrolle hat. Die Berechnung der
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 74 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Klimawandel [ESRS E1]
Die Treibhausgasemissionen aus Scope 3.4 „Vorgelagerter Trans-
port und Distribution“ umfassen Emissionen durch Transport und
Distribution der im Berichtsjahr eingekauften Produkte zwischen
den direkten Lieferanten (Tier 1) der Schaeffler Gruppe und den
eigenen Standorten mittels Fahrzeugen, die nicht im Eigentum
der Schaeffler Gruppe stehen oder von ihr betrieben werden.
Zudem sind die vom Unternehmen im Berichtsjahr eingekauften
Transport- und Distributionsdienstleistungen, einschließlich der
Inbound- und Outbound-Logistik sowie des Transports und der
Distribution zwischen den eigenen Betrieben mittels Fahrzeugen,
die nicht im Eigentum der Schaeffler Gruppe stehen oder von ihr
betrieben werden, berücksichtigt. Emissionen für den Betrieb von
Lager- und Umschlaganlagen, die von externen Dienstleistern
betrieben werden, sind inkludiert. Die Berechnung der Treibhaus-
gasemissionen für Transportdienstleistungen aus Scope 3.4
erfolgt auf Basis der Bestimmung der Masse, der Entfernung und
des Verkehrsträgers von Transporten unter Anwendung der jewei-
ligen spezifischen Emissionsfaktoren. Für einige Transportvor-
gänge hat die Schaeffler Gruppe berechnete Emissionen von
Logistikdienstleistern verwendet. Die Emissionen für den Betrieb
von Warenlagern externer Dienstleister werden auf Basis eines
„spend-based approach“ ermittelt und hinzugerechnet. Dies
erfolgt analog der Methodik der Scope-3.1-Berechnungen auf
Basis des monetären Einkaufsvolumens der Dienstleistungen.
Die Berechnung der Treibhausgasemissionen aus Scope 3.10
„Verarbeitung verkaufter Produkte“ erfolgt durch Multiplikation
der Kundenumsätze mit spezifischen Emissionsintensitätsfakto-
ren aus Nachhaltigkeitsratings und Nachhaltigkeitsberichten.
Für Kundenumsätze zu denen keine spezifischen Emissionsinten-
sitäten vorliegen verwendet die Schaeffler Gruppe gewichtete
Durchschnittsemissionsintensitäten.
Die Kohlenstoffdioxidemissionen aus der Verbrennung von Bio-
masse sind gem. GHG Protocol Netto-Null für Scope-1-Emissio-
nen, da die Menge an Kohlenstoff, die von der Biomasse während
der Wachstumsphase aufgenommen wird, durch die Verbrennung
freigesetzt wird. Zur Gewährleistung einer vollständigen Bericht-
erstattung werden diese biogenen Emissionen getrennt von den
Scope-1 bis -3-Emissionen berichtet wie vom GHG-Protocol emp-
fohlen. Die Berechnung der direkten biogenen Scope 1 und 2
Treibhausgasemissionen erfolgt durch Multiplikation der Aktivi-
tätsdaten biogenen Ursprungs mit spezifischen Emissionsfakto-
ren der DEFRA (2023), der IEA (2023) und des VDA (2024). Die
Berechnung der direkten biogenen Scope 3 Treibhausgasemissio-
nen erfolgt durch Multiplikation der gesamten Scope 3
Die Treibhausgasemissionen aus Scope 3.3 „Brennstoff- und
energiebezogene Aktivitäten“ umfassen Treibhausgasemissio-
nen im Zusammenhang mit der Produktion von Kraftstoffen und
Energie, die von der Schaeffler Gruppe im Berichtsjahr gekauft
und verbraucht wurden und noch nicht in Scope 1 oder Scope 2
enthalten sind. Dies umfasst u. a. die Gewinnung, Herstellung
und den Transport von Kraftstoffen, die das Unternehmen direkt
oder indirekt über die Erzeugung von Strom, Dampf, Wärme und
Kälte verbraucht, sowie die Übertragungs- und Verteilungsver-
luste. Die Berechnung der Treibhausgasemissionen aus
Scope 3.3 erfolgt durch die Multiplikation der kraftstoff- und
energiespezifischen Verbrauchsdaten mit den jeweiligen Emis-
sionsfaktoren der DEFRA (2023).
Die Treibhausgasemissionen aus Scope 3.11 „Verwendung verkaufter Produkte“ der direkten Nutzungsphase
erfolgt durch Multiplikation der Gewichtsanteile von Schaeffler
Produkten in Endprodukten unter Berücksichtigung endprodukt-
spezifischer Parameter wie Lebenszeit oder Verbrauchsdaten mit
spezifischen Emissionsfaktoren der IEA (2023) und DEFRA (2023).
Die Treibhausgasintensität der Schaeffler Gruppe nach der
standort- und der marktbasierten Methode wird aus der Summe
von Scope 1, Scope 2 und Scope 3 dividiert durch die Umsatz-
erlöse berechnet.
Der Anteil an vertraglichen Instrumenten, mit denen die Grund-
gesamtheit erworbener oder erhaltener Energie 21 abgedeckt
wird, beträgt 94,1 %. Dabei werden die folgenden Arten vertrag-
licher Instrumente unterschieden:
• Herkunftsnachweise (engl.: Energy Attribute Certificates,
EACs), die gebündelt oder ungebündelt beschafft werden
können. Ungebündelt beschaffte Herkunftsnachweise
beziehen sich auf Verträge, bei denen Energie und Her-
kunftsnachweise separat aus verschiedenen Quellen
beschafft werden. Gebündelt beschaffte Herkunftsnach-
weise beziehen sich auf Stromabnahmevereinbarungen
(engl.: Power Purchase Agreements, PPAs), bei denen
Energie und Herkunftsnachweise gemeinsam aus einer ein-
zigen Quelle beschafft werden.
• Lieferantenspezifische Emissionsrate, die im Wesentlichen von
Energielieferanten angebotene Grünstromtarife umfassen.
Grünstromverträge, bei denen Herkunftsnachweise nicht
anwendbar oder notwendig sind, die im Fall der
Schaeffler Gruppe Lieferungen aus Drittanlagen umfassen,
die direkt mit dem Stromnetz des jeweiligen Standortes
verbunden sind.
Die Berechnung der Treibhausgasemissionen mit dem Verhältnis zwischen den direk-
ten biogenen Scope 1 und 2 Treibhausgasemissionen und den
gesamten standortbasierten Scope 1 und 2 Treibhausgasemissio-
nen. Biogene CO2e Emissionen im Zusammenhang mit den Scope
1 Aktivitätsdaten belaufen sich auf 3.342 t CO2e und im Zusam-
menhang mit Scope 2 Aktivitätsdaten auf 108.802 t CO2e.
Biogene CO2e Emissionen im Zusammenhang mit Scope 3 Kate-
gorien werden auf Basis der biogenen Emissionen für Scope 1
und 2 geschätzt und belaufen sich auf 1.425.847 t CO2e.
Der Anteil der Scope-3-Treibhausgasemissionen, die Primär-
daten verwenden, beträgt 57,0 % und wird aus der Division von
Scope-3-Treibhausgasemissionen, die unter Verwendung von
Primärdaten ermittelt werden, durch die gesamten Scope-
3-Treibhausgasemissionen berechnet.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Umwelt
Klimawandel [ESRS E1]
Vertragliche Instrumente
| 2024 in % | |
|---|---|
| Herkunftsnachweise ungebündelt | 84,6 |
| Herkunftsnachweise gebündelt | 3,1 |
| Lieferantenspezifische Emissionsrate | 5,7 |
| Grünstromverträge, bei denen Herkunftsnachweise nicht anwendbar oder notwendig sind | 0,7 |
Die Werte für direkt mit den Standorten verbundene Anlagen basieren auf Messwerten. Alle weiteren Werte wurden auf Basis von Lieferantendaten, Rechnungen und Verträgen ermittelt.
Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt
Umweltverschmutzung [ESRS E2]
Umweltverschmutzung [ESRS E2]
WASSER- UND BODENVERSCHMUTZUNG SOWIE VERSCHMUTZUNG VON LEBENDEN ORGANISMEN UND NAHRUNGSRESSOURCEN (Risiken)
Allgemeines Verbot von PFAS (EU-Verbotsvorschlag)
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Verschmutzung durch Rohstoffgewinnungsprozesse |
Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) [SBM-3]
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
|---|---|---|---|
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
PFAS werden entlang der Wertschöpfungskette der Schaeffler Gruppe eingesetzt und sind für bestimmte Produkte und Komponenten der Automobilindustrie heute unverzichtbar. Da PFAS negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Umwelt haben können, erwägt die EU ein Verbot dieser Substanzen. Aus der noch ungeklärten Rechtslage im Zusammenhang mit dem PFAS-Verbotsvorschlag der EU kann sich ein Risiko ergeben, das sich negativ auf das Geschäft der Schaeffler Gruppe auswirken könnte.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden entlang der Wertschöpfungskette im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung wesentliche Auswirkungen sowie wesentliche Risiken für die Schaeffler Gruppe ermittelt. Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
22 In Bezug auf die eigenen Geschäftstätigkeiten wurden keine wesentlichen Auswirkungen identifiziert.
Daneben bedient die Sparte B&IS der Schaeffler Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette aus denselben Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden sind.
Konzepte [E2-1]
Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
(Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen)
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
PFAS werden in der vorgelagerten Wertschöpfungskette für die Herstellung von Hilfs- bzw. Betriebsstoffen und Vorprodukten sowie Komponenten – z. B. Membranen oder Dichtungen – synthetisiert; sie werden später von der Schaeffler Gruppe verwendet. Im Rahmen dieser Prozesse kann es zu unsachgemäßer Handhabung und/oder Unfällen kommen, die sich negativ auf Umwelt und Menschen sowie Gemeinschaften auswirken können.
Per- und polyfluorhaltige Substanzen (per- and polyfluoroalkyl substances, PFAS) werden in der vorgelagerten Wertschöpfungskette für die Herstellung von Hilfs- bzw. Betriebsstoffen und Vorprodukten sowie Komponenten – z. B. Membranen oder Dichtungen – synthetisiert; sie werden später von der Schaeffler Gruppe verwendet. Im Rahmen dieser Prozesse kann es zu unsachgemäßer Handhabung und/oder Unfällen kommen, die sich negativ auf Umwelt und Menschen sowie Gemeinschaften auswirken können.
22 Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen und Risiken dar.
(BESONDERS) BESORGNISERREGENDE STOFFE UND PFAS
Verwendung von (besonders) besorgniserregenden Stoffen und PFAS
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe
Es bestehen tatsächliche negative Auswirkungen auf Umwelt und Menschen durch die Verwendung von besorgniserregenden und besonders besorgniserregenden Stoffen bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Diese Stoffe werden häufig im Zuge von Bergbauaktivitäten freigesetzt, reichern sich anschließend in der Umwelt an und schädigen dadurch ggf. Menschen und umliegende Gemeinschaften.
Darüber hinaus bedient die Sparte B&IS der Schaeffler Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung. Deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette sind ebenfalls aus den oben genannten Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden.
LUFTVERSCHMUTZUNG
Verschmutzung der Luft durch Prozesse und Produkte
(Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen)
Es entstehen tatsächliche negative Auswirkungen auf die Luftqualität und die Gesundheit der Menschen durch Partikel, giftige Dämpfe, Staub und Gasemissionen, die während der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen oder der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette freigesetzt werden.
In der nachgelagerten Wertschöpfungskette ergeben sich tatsächliche negative Auswirkungen auf die Luftqualität und die Gesundheit der Menschen v. a. aus der Nutzungsphase von Antriebssträngen in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren und Transportprozessen; dabei entstehen große Mengen an schädlichen Stickoxiden und Feinstaub.
Darüber hinaus bedient die Sparte Bearings & Industrial Solutions (B&IS) der Schaeffler Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette ebenfalls mit erheblicher Luftverschmutzung verbunden sind.
Neben diesen abbaubedingten Auswirkungen bestehen auch potenzielle negative Auswirkungen auf Umwelt und Menschen: Diese können durch einen möglichen unsachgemäßen Umgang mit diesen Stoffen oder Unfälle bei der Herstellung von Vorprodukten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette auftreten.
Geschäftspartnerkodex
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden entlang der Wertschöpfungskette im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung wesentliche Auswirkungen sowie wesentliche Risiken für die Schaeffler Gruppe ermittelt. Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
22 In Bezug auf die eigenen Geschäftstätigkeiten wurden keine wesentlichen Auswirkungen identifiziert.
Daneben bedient die Sparte B&IS der Schaeffler Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette aus denselben Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden sind.
Konzepte [E2-1]
Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit Umweltverschmutzung
PFAS werden entlang der Wertschöpfungskette der Schaeffler Gruppe eingesetzt und sind für bestimmte Produkte und Komponenten der Automobilindustrie heute unverzichtbar. Da PFAS negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Umwelt haben können, erwägt die EU ein Verbot dieser Substanzen. Aus der noch ungeklärten Rechtslage im Zusammenhang mit dem PFAS-Verbotsvorschlag der EU kann sich ein Risiko ergeben, das sich negativ auf das Geschäft der Schaeffler Gruppe auswirken könnte.
Mit dem Geschäftspartnerkodex verfügt die Schaeffler Gruppe über ein Grundlagendokument, das wesentliche negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung und besorgniserregenden Stoffen bei ihren Geschäftspartnern adressiert. Die wesentlichen Risiken in Bezug auf ein mögliches PFAS-Verbot durch die EU werden kontinuierlich geprüft, um bei einer Klärung der Rechtslage notwendige Anpassungen an den relevanten Grundlagendokumenten vornehmen zu können.
Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe
Es bestehen tatsächliche negative Auswirkungen auf Umwelt und Menschen durch die Verwendung von besorgniserregenden und besonders besorgniserregenden Stoffen bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Diese Stoffe werden häufig im Zuge von Bergbauaktivitäten freigesetzt, reichern sich anschließend in der Umwelt an und schädigen dadurch ggf. Menschen und umliegende Gemeinschaften.
Darüber hinaus bedient die Sparte B&IS der Schaeffler Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung. Deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette sind ebenfalls aus den oben genannten Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden.
Luftverschmutzung
Verschmutzung der Luft durch Prozesse und Produkte
Es entstehen tatsächliche negative Auswirkungen auf die Luftqualität und die Gesundheit der Menschen durch Partikel, giftige Dämpfe, Staub und Gasemissionen, die während der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen oder der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette freigesetzt werden.
In der nachgelagerten Wertschöpfungskette ergeben sich tatsächliche negative Auswirkungen auf die Luftqualität und die Gesundheit der Menschen v. a. aus der Nutzungsphase von Antriebssträngen in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren und Transportprozessen; dabei entstehen große Mengen an schädlichen Stickoxiden und Feinstaub.
Darüber hinaus bedient die Sparte Bearings & Industrial Solutions (B&IS) der Schaeffler Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette ebenfalls mit erheblicher Luftverschmutzung verbunden sind.
Neben diesen abbaubedingten Auswirkungen bestehen auch potenzielle negative Auswirkungen auf Umwelt und Menschen: Diese können durch einen möglichen unsachgemäßen Umgang mit diesen Stoffen oder Unfälle bei der Herstellung von Vorprodukten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette auftreten.
Der Geschäftspartnerkodex beschreibt diese Vorgaben und liefert damit verbindliche Regelungen für die Gestaltung der Geschäftsbeziehungen der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt PFAS ESRS S2-1). Dazu zählt, Emissionen, die zur Wasser-, Luft-, Boden- und Lärmbelastung beitragen, systematisch zu überwachen, offenzulegen, zu kontrollieren, zu minimieren und, soweit möglich, zu beseitigen. Außerdem werden Geschäftspartner dazu verpflichtet, eingeschränkte Stoffe in ihren Produktionsprozessen zu identifizieren, zu minimieren und zu ersetzen. Chemikalien und
23 Da es sich hierbei nicht um eine Taxonomie-relevante Tätigkeit handelt, hat dies keinen Einfluss auf das Ergebnis der DNSH-Appendix-C-Bewertung.
besorgniserregende Stoffe sind zu kennzeichnen und Geschäftspartner müssen die sichere Handhabung, Lagerung, das sichere Recycling und die Entsorgung sicherstellen.
Darüber hinaus sind sowohl für die Lieferantenauswahl als auch vor- bzw. nachgelagerten Bestellungen Kriterien und relevante regulatorische Rahmenwerke im Schaeffler Standard „Verbotene und deklarationspflichtige Stoffe“ festgehalten. Dieser Standard wird regelmäßig aktualisiert an Lieferanten übermittelt. Die verbotenen Stoffe dürfen nicht mit einer Konzentration oberhalb des angegebenen Grenzwertes in Zukaufprodukten der Schaeffler Gruppe enthalten sein oder bei der späteren Verwendung entstehen oder freigesetzt werden. Dazu können z. B. Stoffe mit akuter Toxizität, entzündbare Stoffe mit H-Sätzen, explosive Stoffe mit H-Sätzen und radioaktive Stoffe zählen. Die deklarationspflichtigen Stoffe müssen gemäß den Vorgaben des Standards deklariert werden, sofern deren Konzentration über dem geltenden Grenzwert liegt.
Maßnahmen [E2-2]
Im Zuge der jährlich wiederkehrenden abstrakten Risikoanalyse werden gemäß dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) die Aspekte „Umweltregulierung“ und „Umweltverschmutzung“ berücksichtigt. Risikobasiert werden direkte Lieferanten anschließend aufgefordert, sich nach ISO 14001/EMAS zu zertifizieren.
Darüber hinaus hat die Schaeffler Gruppe im Zusammenhang mit den als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken im Bereich Umweltverschmutzung bislang keine weiteren spezifischen Maßnahmen implementiert. Grund dafür ist u. a. die mangelnde Datenlage zu Umweltverschmutzung in der Wertschöpfungskette sowie die weiterhin ungeklärte Rechtslage in Bezug auf PFAS.
Ziele und Kennzahlen [E2-3/E2-4/E2-5]
Die Schaeffler Gruppe hat sich im Zusammenhang mit den als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken in der davor- bzw. nachgelagerten Wertschöpfungskette daher bislang für keine strategischen Ziele gesetzt. Dies ist u. a. auf die zuvor genannte mangelnde Datenlage zurückzuführen. Zudem erhebt das Unternehmen keine Kennzahlen für die vor- bzw. nachgelagerte Wertschöpfungskette.
| Auswirkungen | Risiken | Chancen |
|---|---|---|
| # Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | ||
| ## 78 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Wasser- und Meeresressourcen [ESRS E3] |
Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Unternehmens im Bereich Umweltverschmutzung lag bislang auf der Minimierung von Auswirkungen im Zusammenhang mit den eigenen Geschäftstätigkeiten. Durch die Einführung des Geschäftspartnerekodex hat sich die Schaeffler Gruppe jedoch bereits dafür eingesetzt, ein erstes Bewusstsein für die wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu schaffen.
Wasser- und Meeresressourcen [ESRS E3]
EnEHS Richtlinie
Begrenzte Wasserverfügbarkeit für eigene Geschäftsprozesse und Verwundbarkeit der Lieferkette durch Wasserknappheit in bestimmten Regionen (Physische Risiken)
In ihrer EnEHS Richtlinie hat die Schaeffler Gruppe ihre grundlegenden Werte und Prinzipien in Bezug auf Energie-, Umwelt- sowie Gesundheits- und Arbeitssicherheitsthemen (engl.: Energy, Environment, Health and Safety, EnEHS) festgelegt (siehe Abschnitt ESRS E1-2). Als grundlegender Teil der Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet sich die Schaeffler Gruppe im Rahmen der EnEHS Richtlinie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasserressourcen. Dazu analysiert, misst und kontrolliert das Unternehmen seine direkten Auswirkungen und Abhängigkeiten. Dies umfasst 24 vorbeugende Maßnahmen zur Minimierung von Wasserentnahmen, -bezug, und -einleitungen sowie von Wasser- und Bodenverschmutzungen. Weitere Maßnahmen beinhalten den Schutz von Süßwasser-Ökosystemen sowie die ordnungsgemäße Aufbereitung. Insbesondere an Standorten der Schaeffler Gruppe, die in Gebieten mit Wasserknappheit liegen, sollen diese Maßnahmen umgesetzt werden.
Wasser wird an den Standorten der Schaeffler Gruppe v. a. als Sanitär- und Kühlwasser sowie für industrielle Anwendungen genutzt.
Geschäftspartnerkodex
Die Schaeffler Gruppe hat sich für ihr eigenes unternehmerisches Handeln Standards und Mindestanforderungen auferlegt und erwartet von ihren Geschäftspartnern, sie ebenfalls zu erfüllen. Der Geschäftspartnerkodex beschreibt diese Vorgaben und liefert damit verbindliche Regelungen für die Gestaltung der Geschäftsbeziehungen der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt ESRS S2-1). Dazu gehört, dass Geschäftspartner Emissionen, die zur Verschmutzung von Wasser beitragen, systematisch überwachen, offenlegen, angemessen kontrollieren, minimieren und, soweit möglich, beseitigen. Ebenso wird von Geschäftspartnern erwartet, dass sie ihren Wasserverbrauch reduzieren, Wasser effektiv wiederverwenden und recyceln sowie Abwässer angemessen behandeln. Insbesondere in Gebieten mit Wasserknappheit muss die Wasserentnahme minimiert werden.
Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) [SBM-3]
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
In Regionen mit Wasserknappheit kann es bei Standorten der Schaeffler Gruppe aufgrund begrenzter Wasserressourcen zu Produktionsausfällen, höheren Betriebskosten und Reputationsschäden kommen. Wasserknappheit und dadurch bedingte Einschränkungen in der Wasserversorgung an Produktions-, F&E- sowie Bürosstandorten könnten zu Engpässen führen, den Betrieb stören und die Kosten für alternative Wasserversorgungslösungen in die Höhe treiben. Dies könnte sich letztendlich auf die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens auswirken und das Risiko einer negativen Auswirkung auf das Image des Unternehmens erhöhen. Gleichzeitig könnte es in Regionen mit hoher Wasserknappheit zu Unterbrechungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette kommen, die sich negativ auf das Unternehmen auswirken. Die Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Wasser in diesen Regionen könnte zu Engpässen bei wichtigen Rohstoffen oder Komponenten führen, was zu Produktionsverzögerungen oder -stopps führen kann. Dies könnte wiederum zu Umsatz-einbußen, zusätzlichen Kosten für die Suche nach alternativen Lieferanten und einem möglichen Verlust von Marktanteilen führen.
Wasser- und Meeresressourcen [ESRS E3]
Große Frischwasserentnahmen durch eigene Produktion (Tatsächliche negative Auswirkungen)
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
Es ergeben sich tatsächliche negative Auswirkungen auf den Gewässerzustand durch große Frischwasserentnahmen an den Standorten der Schaeffler Gruppe; das Wasser wird hauptsächlich als Kühlwasser für industrielle Anwendungen wie die Stahlverarbeitung und für sanitäre Zwecke verwendet. Dies gefährdet lokale Ökosysteme und umliegende Gemeinschaften, insbesondere in Regionen mit Wasserknappheit.
Große Wasserentnahmen und -einleitungen in der Wertschöpfungskette (Tatsächliche negative Auswirkungen)
Es ergeben sich tatsächliche negative Auswirkungen auf den Gewässerzustand durch große Wasserentnahmen und -einleitungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Diese resultieren aus wasserintensiven Prozessen bei der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, wie dem Waschen von Mineralien, und aus der Produktion von Vorprodukten, etwa der Herstellung von elektronischen Komponenten. Wasserentnahmen und -einleitungen wirken sich insbesondere in Regionen mit Wasserknappheit negativ auf lokale Ökosysteme und umliegende Gemeinschaften aus.
Außerdem bedient die Sparte Bearings & Industrial Solutions (B&IS) der Schaeffler Gruppe Kunden in der nachgelagerten Wertschöpfungskette im Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten aus denselben Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden sind.
Basierend auf den Ergebnissen der Aqueduct-Datenbank des World Resources Institute (WRI) hat das Unternehmen Fertigungsstandorte identifiziert, die in Gegenden mit hoher oder extrem hoher Wasserknappheit liegen. Chronische physische Risiken sind v. a. im Hinblick auf Gebiete mit hohem Wasserstress in Indien, Mexiko, China und Rumänien relevant. Weitere Werke in Deutschland, Südafrika, Spanien und den USA werden voraussichtlich im nächsten Jahrzehnt unter hohem Wasserstress stehen.
Die Ergebnisse der wasserbezogenen Risikobewertung sind in interne Entscheidungsprozesse eingeflossen. Für die Schaeffler Gruppe ergeben sich dadurch erhöhte Anforderungen und damit verbundene Investitionen und technologische Veränderungen, etwa Projekte für Wasserrecycling & -kreislaufführung, die zum Teil bereits 2024 umgesetzt wurden. In diesem Rahmen wurden mögliche standortspezifische Maßnahmen ermittelt und für das Jahr 2025 geplant. Die Schaeffler Gruppe verfolgt das Ziel, kontinuierlich weitere Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen, um ihre Wasserentnahmemengen zu reduzieren. Dabei soll die Entwicklung der Frischwasserentnahme kontinuierlich verfolgt werden.
Die beschriebenen Maßnahmen führen zu keinen wesentlichen, abgrenzbaren Investitions- (CapEx) oder Betriebsausgaben (OpEx) und werden im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeiten umgesetzt und für das Jahr 2025 geplant. Die Schaeffler Gruppe verfolgt das Ziel, kontinuierlich weitere Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen, um ihre Wasserentnahmemengen zu reduzieren.
ESG Richtlinie
Die übergeordneten Ziele der ESG Richtlinie sind die Darstellung der Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele, deren Umsetzung sowie die Reduzierung rechtlicher, finanzieller und unternehmerischer Risiken (siehe Abschnitt ESRS E1-2). Im Hinblick auf die als wesentlich identifizierten negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Wasser definiert die Schaeffler Gruppe als Handlungsfeld, die Ressource Wasser zu schützen und zu erhalten. Die ESG Richtlinie ist darauf ausgerichtet, die eigenen Mitarbeitenden insbesondere an Produktionsstandorten in Wasserrisikogebieten für einen möglichst sparsamen und nachhaltigen Umgang mit Wasser zu sensibilisieren.
Konzepte [E3-1]
Die Schaeffler Gruppe möchte ihre wesentlichen Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Wasserressourcen systematisch angehen. Die im Folgenden beschriebenen Maßnahmen adressieren dabei insbesondere die Auswirkungen aus den Zeithorizonten: kurzfristig, mittelfristig und langfristig.
Auswirkungen Risiken Chancen
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 79 Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Wasser- und Meeresressourcen [ESRS E3]
Übergangsrisiken
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
Die zunehmenden Nachfragen von Stakeholdern nach nachhaltigerem Umgang mit Wasser, insbesondere geschlossenen Wasserkreisläufen, stellen für die Schaeffler Gruppe ein Risiko dar. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind erhöhte Investitionen in neue technologische Lösungen erforderlich, was zu höheren Betriebskosten führt. Ein Versäumnis diese Anforderungen zu erfüllen, könnte zu Umsatzeinbußen und Reputationsverlusten führen, die die Marktposition des Unternehmens negativ beeinflussen.
Im Zuge des Zusammenschlusses mit der Vitesco Technologies Group AG wird das bisherige Ziel der Schaeffler Gruppe zur Reduzierung der Frischwasserentnahme revalidiert.
Ziele [E3-3]
Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen und Risiken dar.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 80 Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt
Biologische Vielfalt und Ökosysteme [ESRS E4]
Biologische Vielfalt und Ökosysteme auf biologische Vielfalt und Ökosysteme überprüft. Die AUSWIRKUNGEN UND RISIKEN IN ZUSAMMENHANG MIT DEM ZUSTAND VON ARTEN, DER AUSDEHNUNG UND DEM ZUSTAND VON Schaeffler Gruppe verfügt über drei Standorte in oder in der [ESRS E4] ÖKOSYSTEMEN SOWIE ÖKOSYSTEMDIENSTLEISTUNGEN Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität. Es liegen Auswirkungen auf den Zustand von Arten, auf die Ausdehnung und den Zustand von Öko- jedoch keine Kenntnisse darüber vor, dass sich die Geschäfts- systemen sowie auf Ökosystemdienstleistungen durch Rohstoffgewinnungsprozesse Auswirkun- tätigkeiten an diesen Standorten negativ auf diese Gebiete aus- gen, Risiken und Chancen (IROs) [SBM-3] wirken (siehe Abschnitt ESRS 2 IRO-1).
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeiten sowie entlang der vor- und Es bestehen tatsächliche negative Auswirkungen auf den Zustand der Arten, auf den Übergangsplan und Berücksichtigung von Umfang und den Zustand von Ökosystemen sowie auf Ökosystemdienstleistungen nachgelagerten Wertschöpfungskette im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie durch die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen in der vorgelagerten Wertschöp- biologischer Vielfalt und Ökosystemen wesentliche Auswirkungen fungskette. und Geschäftsmodell [E4-1] sowie wesentliche Risiken für die Schaeffler Gruppe identifiziert. Diese Auswirkungen resultieren aus der Beseitigung von Vegetation für den Bau von Minen, der damit verbundenen Bodendegradation, der chemischen Kontamination von
Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt. 25 Im Rahmen des Risikoerhebungsprozesses hat die Oberflächen- und Grundwasser mit Chemikalien und der Giftigkeit dieser Stoffe für Schaeffler Gruppe auch die Resilienz ihrer Strategie und ihres Organismen.
Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit biologischer Vielfalt Geschäftsmodells gegenüber Übergangsrisiken im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen qualitativ bewertet. Der Bergbau führt außerdem zu einem Verlust und einer Fragmentierung von Lebens- und Ökosystemen räumen sowie zu einer Störung von wild lebenden Tieren und möglicherweise bedroh- ten Arten. Dies trägt zu einem Rückgang der Artenpopulationen bei.
DIREKTE URSACHEN DES BIODIVERSITÄTSVERLUSTS
Auch die Ökosystemdienstleistungen werden durch die mit der Erschließung und dem Beitrag zu direkten Einflussfaktoren von Biodiversitätsverlust Betrieb von Bergwerken verbundene Verschmutzung und Bodendegradation beein-
(Tatsächliche negative Auswirkungen) trächtigt. Besonders problematisch ist dies für lokale Gemeinschaften, die auf diese Ökosystemdienstleistungen angewiesen sind.
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Darüber hinaus bedient die Sparte B&IS der Schaeffler Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette aus Entlang der gesamten Wertschöpfungskette ergeben sich tatsächliche negative Aus- den gleichen Gründen mit ähnlichen negativen Auswirkungen verbunden sind. wirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme durch die Nutzung und Verbren-
Steigende Kosten aufgrund zunehmender ökosystembezogener regulatorischer nung fossiler Brennstoffe in allen Wertschöpfungsstufen; diese Umstände beschleuni-
(Übergangsrisiken) gen den Klimawandel als direkten Treiber des Biodiversitätsverlusts weiter.
Über diesen primären Treiber hinaus entstehen durch die direkte Ausbeutung natürlicher Ressourcen für die Gewinnung von Rohstoffen sowie durch Landnutzungs- und Land- Aufgrund des zunehmenden Drucks auf Regierungen, Biodiversität zu erhalten und schaftsveränderungen (im Zusammenhang mit Bergbau in großem und kleinem Maßstab) Ökosysteme zu restaurieren, könnte die Rohstoffförderung künftig mit kostenaufwendigen tatsächliche negative Auswirkungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. gesetzlichen Auflagen versehen oder teilweise ganz unterbunden werden, wodurch der Daneben bedient die Sparte Bearings & Industrial Solutions (B&IS) der Schaeffler Erhalt und die Erweiterung von Abbaukapazitäten sowie die Erschließung neuer Minen Gruppe Kunden im Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgela- zunehmend erschwert würden. Dies kann zu Produktionsengpässen und Produktivitäts- gerten Wertschöpfungskette aus den gleichen Gründen mit negativen Auswirkungen einschränkungen führen, die die Erfüllung von Produktionszielen und Marktanforderun- verbunden sind. gen beeinträchtigen. Diese operativen Herausforderungen können zu Umsatzeinbußen
und einem Reputationsverlust führen, da Stakeholder und Kunden das Unternehmen als unzuverlässig wahrnehmen könnten.
Mit der Wesentlichkeitsanalyse wurden alle Standorte, die die Schaeffler Gruppe betreibt, einschließlich der Standorte unter ihrer operativen Kontrolle, hinsichtlich ihrer Auswirkungen
Eine Einbeziehung externer Stakeholder im Kontext der Resilienz-analyse fand im Berichtsjahr nicht statt. 25 Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen und Risiken dar.
Aus diesem eigenen Geschäftstätigkeiten sowie das Risiko Wasserknappheit zur Umsetzung geplant: So wurden z. B. Verdampferanlagen in Grund erfolgt im Berichtsjahr keine Berichterstattung dazu. Es an den eigenen Standorten und in der vorgelagerten Wert- Mexiko, in der Slowakei und in Italien in Betrieb genommen sowie ist geplant, die Überarbeitung des Ziels im Geschäftsjahr 2025 schöpfungskette. Für die vor- und nachgelagerten wesentlichen Produktionsanlagen und -prozesse hinsichtlich der Kreislauffüh- zu kommunizieren. Auswirkungen existiert zum jetzigen Stand dagegen noch kein rung von aufbereitetem Kühlwasser in Kühltürmen optimiert. Kennzahl zu Wasserentnahmen [E3-4] Maßnahmenprogramm. Durch die Einführung des Geschäftspart- nerkodex hat sich die Schaeffler Gruppe jedoch bereits dafür Zur Einsparung von Frischwasser setzt die Schaeffler Gruppe eben- Im Berichtsjahr wurde durch die Schaeffler Gruppe 5.195.582 m3 eingesetzt, für die wesentlichen Auswirkungen im Zusammen- falls zunehmend auf Wasserrecycling. Dafür plant das Unterneh- Wasser entnommen. Das Unternehmen berücksichtigt Wasser hang mit Wasserressourcen in der vorgelagerten Wertschöp- men den Ausbau geschlossener Wasserkreisläufe und Wiederver- von Dritten, Grundwasser, Brunnenwasser und Oberflächenwas- fungskette zu sensibilisieren. wendungssysteme. An Standorten mit industriellen Abwässern, ser, wohingegen Regenwasser als nicht relevant erachtet wird. die z. B. beim Galvanisieren oder bei der Nadelherstellung anfallen, Die weiteren Methodologien und Annahmen zur Erhebung der Im Rahmen der Strategie der Schaeffler Gruppe und des Teil- sind Anlagen für die Aufbereitung bis hin zu annähernd vollständi- Wasserentnahme entsprechen den Angaben unter Energiever- programms „Sustainability & Infrastructure“ investiert das ger Recyclingführung vorhanden. Dafür werden verschiedene brauch und Energiemix (siehe Abschnitt ESRS E1-5). Unternehmen in Maßnahmen, u. a. in die Optimierung von Technologien wie Verdampfungstechnik, Membranfiltration, Ionen- Produktionsprozessen und Ressourceneinsparungen. Eines der tauscheranlagen sowie chemische und physikalische Verfahren hierfür definierten Elemente ist Grüne Produktion. Seit 2022 zur Behandlung angewandt. Wo dies nicht möglich ist, werden die bündelt die Schaeffler Gruppe alle relevanten Ressourcen in Abwässer gemäß geltenden Vorschriften aufbereitet und in die einem Programm zur Reduzierung der Frischwasserentnahme öffentliche Kanalisation eingeleitet. an den eigenen Standorten durch die Ermittlung und Einfüh- rung von Wassersparmaßnahmen. Ein globales interdisziplinäres Für die vorgelagerte Wertschöpfungskette kann das Risiko von Team ist für die Umsetzung des Programms verantwortlich. Betriebsunterbrechungen bei Lieferanten durch Wasserknappheit unmittelbar nur bedingt durch die Schaeffler Gruppe reduziert Darüber hinaus hat das Executive Board der Schaeffler Gruppe beschlossen, wasserbezogene Produktionsrisiken durch eine werden. Das Risiko von Betriebsunterbrechungen infolge eines systematische Reduzierung der Wasserabhängigkeit zu mindern. Ausfalls von Zulieferern wird daher durch Lieferantenbewertungen und geeignete Einkaufsstrategien minimiert.# Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt
Biologische Vielfalt und Ökosysteme [ESRS E4]
Konzepte [E4-2]
Die Schaeffler Gruppe verfügt über ein Grundlagendokument, das wesentliche negative Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen bei ihren Geschäftspartnern adressiert. Der Geschäftspartnerkodex beschreibt diese Vorgaben und liefert damit verbindliche Regelungen für die Gestaltung der Geschäftsbeziehungen der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt ESRS S2-1).
Zum jetzigen Zeitpunkt können allerdings keine Angaben gemacht werden, inwiefern die Richtlinien und/oder Grundlagendokumente der Schaeffler Gruppe die Rückverfolgbarkeit von Produkten, Bestandteilen und Rohstoffen mit wesentlichen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme unterstützen oder auch soziale Folgen von Auswirkungen in diesem Zusammenhang mit einbeziehen. Des Weiteren können keine Angaben gemacht werden, inwiefern die Richtlinien und/oder Grundlagendokumente die Produktion, die Beschaffung bewirtschaftet werden, um die Bedingungen für die biologische Vielfalt zu erhalten oder zu verbessern.
Mit dem Geschäftspartnerkodex verfügt die Schaeffler Gruppe über ein Grundlagendokument, das wesentliche negative Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen bei ihren Geschäftspartnern adressiert.
Bislang lag der Schwerpunkt der Aktivitäten der Schaeffler Gruppe im Bereich Biodiversität auf der Minimierung der wesentlichen Auswirkungen resultierend aus den eigenen Geschäftstätigkeiten.
Maßnahmen [E4-3]
Gemäß der Beschreibungen zu den wesentlichen Auswirkungen und Risiken hat die Schaeffler Gruppe ihren Beitrag zum Klimawandel als den Haupttreiber für den Verlust biologischer Vielfalt identifiziert – sowohl in der eigenen Geschäftstätigkeit als auch entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (siehe Abschnitt ESRS E4 SBM-3). Um ihre als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel und damit auch dem Verlust von Biodiversität zu managen, hat die Schaeffler Gruppe verschiedene Maßnahmen implementiert, Ziele gesetzt und erhebt Kennzahlen (siehe Abschnitte ESRS E1-3, E1-4, E1-5 und E1-6).
Weiterhin verfügt die Schaeffler Gruppe über ein Konzept zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme in Bezug auf Betriebsstandorte, die sie in der Nähe von Schutzgebieten oder Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität betreibt.
Gleichzeitig wurden wesentliche negative Auswirkungen auf biologische Vielfalt und Ökosysteme sowie Risiken im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen ermittelt, die nicht direkt mit dem Beitrag der Schaeffler Gruppe zum Klimawandel zusammenhängen, z. B. den Abbau von Rohstoffen oder Landnutzungsänderungen durch groß- und kleinflächigen Bergbau oder steigende Kosten aufgrund zunehmender ökosystembezogener regulatorischer Anforderungen. Die Schaeffler Gruppe hat bisher u. a. aufgrund mangelnder Datenlage in der Wertschöpfungskette keine spezifischen Maßnahmen implementiert, die diese Auswirkungen und Risiken adressieren. Durch die Einführung des Geschäftspartnerkodex hat die Schaeffler Gruppe jedoch für die wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit Biodiversität und Ökosystemen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sensibilisiert. Dessen Wirksamkeit hinsichtlich der identifizierten wesentlichen Auswirkungen wird bislang nicht nachverfolgt.
Ziele und Kennzahlen [E4-4/E4-5]
Die wesentlichen Risiken in Bezug auf mögliche steigende Kosten aufgrund zunehmender ökosystembezogener regulatorischer Anforderungen (u. a. für den Rohstoffabbau) werden zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig durch die bereits bestehenden Richtlinien und/oder Grundlagendokumente adressiert. Das Unternehmen hat sich im Zusammenhang mit den wesentlichen Auswirkungen und Risiken in der vor- bzw. nachgelagerten Wertschöpfungskette daher bislang keine strategischen Ziele gesetzt. Dies ist u. a. auf die zuvor genannte mangelnde Datenlage zurückzuführen. Zudem erhebt das Unternehmen keine Kennzahlen für die vor- bzw. nachgelagerte Wertschöpfungskette.
Über den Geschäftspartnerkodex hinaus hat die Schaeffler Gruppe verschiedene weitere Konzepte zur Bekämpfung des Klimawandels implementiert (siehe Abschnitt ESRS E1-2). Der Klimawandel wird durch die Nutzung und Verbrennung fossiler Brennstoffe in allen Wertschöpfungsstufen der Schaeffler Gruppe beschleunigt und ist ein direkter Treiber des Biodiversitätsverlusts. Daher sind diese Konzepte mittelbar auch auf die Begrenzung des Verlusts biologischer Vielfalt ausgerichtet.
Zum jetzigen Zeitpunkt können allerdings keine Angaben gemacht werden, inwiefern die Richtlinien und/oder Grundlagendokumente der Schaeffler Gruppe die Rückverfolgbarkeit von Produkten, Bestandteilen und Rohstoffen mit wesentlichen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme unterstützen oder auch soziale Folgen von Auswirkungen in diesem Zusammenhang mit einbeziehen. Des Weiteren können keine Angaben gemacht werden, inwiefern die Richtlinien und/oder Grundlagendokumente die Produktion, die Beschaffung
Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [ESRS E5]
Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ABFÄLLE
Hohe Investitionskosten für kreislauffähige Prozesse und Produkte (Übergangsrisiken)
Erzeugung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen [ESRS E5] (Tatsächliche negative Auswirkungen)
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
Hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung und Infrastruktur zur Umstellung auf Kreislaufwirtschaft können zu finanziellen Belastungen führen und die Rentabilität beeinträchtigen. Zudem besteht die Gefahr, dass die Marktnachfrage nach kreislauffähigen Produkten hinter den Erwartungen zurückbleibt oder dass Wettbewerber ähnliche Initiativen ergreifen. Änderungen in der regulatorischen Landschaft könnten zusätzliche Kosten verursachen, um neue Standards einzuhalten.
Verschiedene Prozesse in der gesamten vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette führen zu tatsächlichen negativen Auswirkungen auf die Umwelt, da von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung bis hin zur Behandlung oder Logistik am Lebensende eines Produkts erhebliche Mengen an Abfällen erzeugt werden (z. B. Abraum und Schlämme aus der Rohstoffgewinnung, die oft gefährliche Stoffe enthalten, aber auch Einweg-Transportverpackungen).
RESSOURCENABFLÜSSE IM ZUSAMMENHANG MIT PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN
Geringe Recycelbarkeit bestimmter Produktmaterialien (Tatsächliche negative Auswirkungen)
Auch aus der eigenen Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe ergeben sich tatsächliche negative Auswirkungen auf die Umwelt, da verschiedene gefährliche und ungefährliche Abfälle wie Schrott oder Verpackungsabfälle anfallen. Darüber hinaus ist ein erheblicher Teil der Abfälle in der gesamten Wertschöpfungskette nicht recycelbar und muss auf Deponien entsorgt oder verbrannt werden, mit entsprechenden negativen Folgen.
Tatsächliche negative Auswirkungen ergeben sich auf die Umwelt durch die Verwendung bestimmter Materialien, die in vielen Produkten der Schaeffler Gruppe sowie in den Produkten der Kunden enthalten sind und am Ende ihres Lebenszyklus schwer zu recyceln sind. In der Folge müssen Teile der Produkte auf Deponien entsorgt oder verbrannt werden, was dem Ziel einer Kreislaufwirtschaft zuwiderläuft.
Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) [SBM-3]
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden innerhalb der Wertschöpfungs- und Kreislaufwirtschaft wesentliche Auswirkungen, Risiken für die Schaeffler Gruppe ermittelt.
Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
RESSOURCENZUFLÜSSE, EINSCHLIESSLICH RESSOURCENNUTZUNG
Einsatz von großen Mengen an Primärmaterialien (Tatsächliche negative Auswirkungen)
Für die Herstellung ihrer Produkte ist die Schaeffler Gruppe auf den Einsatz großer Mengen an Primärmaterialien angewiesen, die in der vorgelagerten Wertschöpfungskette gewonnen werden. Dies führt zu tatsächlichen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Menschen. Nur ein begrenzter Anteil dieser verwendeten Materialien stammt aus Recycling oder erneuerbaren Quellen, was dem Ziel einer Kreislaufwirtschaft zuwiderläuft.
Konzepte [E5-1]
Die Schaeffler Gruppe hat verschiedene Richtlinien implementiert, um ihre wesentlichen Auswirkungen und Risiken sowie identifizierten Chancen in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft anzugehen. Dabei handelt es sich um die EnEHS Richtlinie und die ESG Richtlinie. Mit dem Geschäftspartnerkodex verfügt die Schaeffler Gruppe zudem über ein Grundlagendokument, das die Erwartungen des Unternehmens an Geschäftspartner in diesem Zusammenhang beschreibt.
Absatzchancen durch die Verwendung von nachhaltigen und recycelten Materialien in Produkten (Chancen)
Die künftig verstärkt angestrebte Verwendung von nachhaltigen und recycelten Materialien sowie weitere Konzepte zur Erhöhung der Kreislauffähigkeit tragen dazu bei, den CO2 e-Fußabdruck der Produkte zu mindern und diesbezüglichen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Eine klare Strategie zur Kreislaufwirtschaft für die Produkte der Schaeffler Gruppe kann zu zusätzlichen Aufträgen führen und so die Marktpositionierung stärken.# (Übergangsrisiken) EnEHS Richtlinie
Zeithorizont: kurzfristig, mittelfristig, langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert, eigenes Geschäft, nachgelagert
Die begrenzte Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe und Komponenten, wie etwa von grünem Stahl und Kautschuk, stellt ein Risiko für das Geschäft der Schaeffler Gruppe dar, da sie zu steigenden Rohstoffpreisen und Produktionsengpässen führen kann. Insbesondere die bevorstehenden Entwaldungsvorschriften könnten die Preise für Kautschuk erhöhen, was zu Produktionsverzögerungen und Umsatzeinbußen führt. Diese Knappheit könnte zudem die Innovationsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen und die Betriebskosten erhöhen.
26 Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und identifizierten Chancen dar.
27 Bei der Darstellung handelt es sich um identifizierte Chancen. Eine Bewertung der Wesentlichkeit der Chancen erfolgt aufgrund der fortlaufenden Integration der Vitesco Technologies Group AG und der damit verbundenen Aktualisierung der Konzernstrategie erstmalig im kommenden Berichtsjahr.
Auswirkungen | Risiken | Chancen
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | 83 | Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [ESRS E5]
Abfälle identifiziert, verwaltet, reduziert, wiederverwendet, recycelt und verantwortungsvoll entsorgt werden.
Strategischer Handlungsrahmen für Kreislaufwirtschaft
- In Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft zielt die Richtlinie insbesondere darauf ab:
- den gesamten Produktlebenszyklus bei der Bewertung der natürlichen Ressourcen auf nachhaltige Weise genutzt werden.
- Material- und Ressourceneffizienz zu berücksichtigen, und Rohstoffe sparsam und nachhaltigkeitsorientiert einzusetzen.
- einen Ansatz der Kreislaufwirtschaft von der Entwicklung bis zur Herstellung von Produkten gefördert und die Nutzung nachhaltiger, erneuerbarer natürlicher Ressourcen unterstützt wird.
Der strategische Rahmen wird kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei zielt das Unternehmen verstärkt auf eine mögliche Erhaltung von Produkten und Materialien im Kreislauf anstelle der Rückgewinnung von Energie aus deren Verbrennung. Die Aktivitäten der Schaeffler Gruppe decken acht R-Strategien ab: Ablehnung (Refuse), Umdenken (Rethink), Reduzierung (Reduce), Wiederverwendung (Reuse), Reparatur (Repair), Aufbereitung (Refurbish), Wiederaufbereitung (Remanufacture) und Recycling (Recycle).
In der ESG Richtlinie werden die Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele, deren Umsetzung sowie die Reduzierung rechtlicher, finanzieller und unternehmerischer Risiken dargestellt (siehe Abschnitt ESRS E1-2). In Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft legt die Richtlinie fest, dass:
- Ressourcen nachhaltig und umweltschonend genutzt werden und der Materialeinsatz in Produktionsprozessen minimiert wird.
- der Einsatz von Sekundärmaterialien bevorzugt wird.
- Abfälle durch ein Abfallmanagementsystem minimiert und ordnungsgemäß entsorgt werden.
- Produkte und Prozesse umweltfreundlicher gedacht werden sollen, um die Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus und darüber hinaus zu minimieren.
- bei der Produktentwicklung Priorität sein muss, den Energieverbrauch zu reduzieren und die Produkteffizienz zu steigern.
Zudem hat die Schaeffler Gruppe technische Lieferspezifikationen für einige hochvolumig eingekaufte Werkstoffe, wie spezielle Stabstahlwerkstoffe, eingeführt. Diese Spezifikationen verlangen einen Mindestschrottanteil von 95 %. Lieferanten, die nach dieser Norm liefern wollen, müssen diesen Standard einhalten. Diese Norm wird insbesondere dann angewendet, wenn Kunden einen ähnlichen Mindestschrottanteil fordern.
Neben den Materialien, aus denen die Produkte der Schaeffler Gruppe hergestellt werden, beeinflussen auch Materialien, die während der Produktion zum Einsatz kommen, maßgeblich die Kreislauffähigkeit der Produkte der Schaeffler Gruppe.
Kreislaufwirtschaft – Handlungsrahmen
| Ablehnung/Umdenken | Reduzieren | Reparatur/Wiederverwendung | Analog Recycling | Aufbereitung/Wiederaufbereitung |
|---|---|---|---|---|
| Bereitstellen der Funktion in und/oder Effizienzsteigerung auf andere Art und Weise/Intelligente Produkte in ihrer Entwicklung bereits umweltfreundlicher gedacht werden sollen, um die Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus und darüber hinaus zu minimieren, und bei der Produktentwicklung Priorität sein muss, den Energieverbrauch zu reduzieren und die Produkteffizienz zu steigern. | Reduzieren der Materialnutzung und intensivierte Produktnutzung | Reparieren und instand halten von kaputten Produkten zur Wiederherstellung der Originalfunktion/Wiederverwendung durch andere Nutzer; Nutzung ursprünglicher Funktion | Nutzung des wiedergewonnenen Materials und Ermöglichen von Produktrecycling | Reparieren, Reinigen und Aktualisieren genutzter Produkte für den ursprünglich definierten Zweck/Produkte werden in ursprünglichen oder verbesserten Zustand versetzt |
| Kreislaufwirtschaft Geschäftspartnerkodex |
Die Schaeffler Gruppe hat sich für ihr eigenes unternehmerisches Handeln Standards und Mindestanforderungen auferlegt und erwartet von ihren Geschäftspartnern, sie ebenfalls zu erfüllen. Der Geschäftspartnerkodex beschreibt diese Vorgaben und liefert damit verbindliche Regelungen für die Gestaltung der Geschäftsbeziehungen der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt ESRS S2-1). Demnach wird von Geschäftspartnern in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft erwartet, dass:
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | 84 | Nachhaltigkeitsbericht
Umwelt | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [ESRS E5]
Im Rahmen der Umsetzung der ausgewählten „R-Strategien“ setzt sich die Schaeffler Gruppe daher das Ziel, alle relevanten Vorgaben für verwendete Stoffe und Werkstoffe einzuhalten und sie bei der Lieferantenauswahl zu berücksichtigen. Relevante Vorgaben sind Gesetze und öffentliche Normen wie insbesondere die ELV Richtlinie 2000/53/EG sowie Kundenanforderungen an die Verwendung von recycelten Materialien und die Recyclingfähigkeit der Schaeffler-Produkte. Diese Vorgaben werden regelmäßig überprüft und analysiert, um die Aktualität des strategischen Rahmens aufrechtzuerhalten. Die Materialanforderungen gelten u. a. für Stoffe, Zukaufteile, Verpackungen und auch Werkstoffe, die in Fertigungsprozessen und Erzeugnissen zum Einsatz kommen.
Maßnahmen [E5-2]
Die Schaeffler Gruppe hat verschiedene Maßnahmen implementiert, um ihre wesentlichen Auswirkungen und Risiken sowie identifizierten Chancen im Zusammenhang mit Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft anzugehen. Falls nicht anders dargestellt, sind alle Maßnahmen als fortlaufend zu betrachten.
Im Rahmen der Strategie der Schaeffler Gruppe und des Teilprogramms „Sustainability & Infrastructure“ investiert das Unternehmen in Maßnahmen, die u. a. das Erreichen ihrer Klimaziele unterstützen sollen. Eines von drei hierfür definierten Elementen ist der Bereich Grüne Produkte.
Die beschriebenen Maßnahmen führen zu keinen wesentlichen, abgrenzbaren Investitions- (CapEx) oder Betriebsausgaben (OpEx) und werden im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeiten umgesetzt und für das Jahr 2025 geplant.
Ziele und Kennzahlen
Ziele [E5-3]
Die Schaeffler Gruppe hat sich bisher im Zusammenhang mit den wesentlichen Auswirkungen und Risiken sowie identifizierten Chancen im Bereich Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft keine strategischen Ziele gesetzt, die die Kriterien für unternehmensweite Nachhaltigkeitsziele erfüllen. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle kein Ziel berichtet.
Im Bereich „Grüne Produkte“ möchte die Schaeffler Gruppe außerdem nach Ende der Nutzungsphase von Produkten eine möglichst gute Recyclingfähigkeit gewährleisten. Ziel verschiedener Projekte ist es daher, Materialien mit hohem Sekundärmaterialanteil zu verwenden und Produkte durch ein angepasstes Design kreislauffähig zu gestalten. Grundlage für entsprechende Maßnahmen bilden Lebenszyklusanalysen auf Produktebene, mit denen der Einfluss von Recyclingaktivitäten oder Sekundärmaterialien auf den CO2 e-Fußabdruck bestimmt werden kann.
Kennzahlen zu Ressourcenzuflüssen [E5-4]
Um die nachhaltige Produktentwicklung und das Thema Kreislaufwirtschaft weiter voranzutreiben, engagiert sich die Schaeffler Gruppe zudem in verschiedenen Multi-Stakeholder-Initiativen und bietet neue Reparaturlösungen für Elektromobilität an.
Stahl ist die wichtigste Ressource für die Schaeffler Gruppe, gefolgt von Aluminium und Kunststoffen. Stahl kommt v. a. als Warm- und Kaltwalzband sowie Stab- und Rohrmaterial oder als vorgedrehte Ringe zum Einsatz. Aluminium wird meistens als Aluminiumguss in Gehäusen eingesetzt, während Kunststoffe in verschiedenen Produkten, z. B. in Form von elektrischen Isolationsschichten, Dichtungen oder Wälzlagerkäfigen, zur Anwendung kommen. Wichtige Bauteile sind zudem Magnete, die wiederverwendbar einzusetzen. Wo wirtschaftlich möglich, arbeitet die Schaeffler Gruppe daran, Potenziale hinsichtlich der Materialeffizienz, des verminderten Einsatzes kritischer oder seltener Rohstoffe, einer langen Lebensdauer sowie der Reparierturfähigkeit von Produkten zu nutzen.
Die Schaeffler Gruppe hat Grundsätze zum Abfallmanagement im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit definiert, mit dem Ziel, das Abfallaufkommen zu minimieren. So ist an allen Standorten, an denen mehr als 25 Tonnen nichtgefährlicher Abfall oder mehr als# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 85
Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [ESRS E5]
Unter „Grünen Produkten“ versteht die Erzeugnisse, die im Vergleich zu ihren Substituenten weniger negative Umweltauswirkungen verursachen. Dieser Vorteil muss über den gesamten Lebenszyklus gegeben sein, d. h. von Produktion, Transport und Verwendung bis zur Entsorgung bzw. der Anwendung möglicher Kreislaufwirtschaftskonzepte. Die daraus resultierenden Materialflüsse haben u. a. durch die Ressourcenentnahme, durch entstehende Produktionsabfälle und durch die Behandlung am Ende der Produktnutzungsphase wesentliche Auswirkungen auf die Umwelt. Die Schaeffler Gruppe nutzt unterschiedliche Möglichkeiten zur Verwendung von Sekundärmaterialien und reduziert so die mit der Ressourcennutzung verbundenen Umweltauswirkungen und geografischen Abhängigkeiten.
Dafür werden Erkenntnisse der Lebenszyklusbetrachtung in den Produktentwicklungsprozess integriert. So sollen bei der Umsetzung der ausgewählten „R-Strategien“ auf Produktebene der primäre Ressourceneinsatz reduziert und die Recyclingfähigkeit gesteigert werden. Dies erfolgt sowohl in der Produktion als auch bereits in der Entwicklungsphase durch das Design und die Materialauswahl. Die „R-Strategien“ folgen der Grundidee, Rohstoffe, Komponenten und Produkte möglichst dauerhaft und im Vergleich zu ihren Substituenten weniger negative Umweltauswirkungen zu verursachen.
Dienstleistungsunternehmen im Bereich Entsorgung werden gemäß den Vorgaben des Energy, Environment, Health and Safety (EnEHS) Handbuchs überprüft. Art und Häufigkeit der Überprüfung richten sich danach, ob das Dienstleistungsunternehmen gefährliche Abfälle, Schrotte oder nichtgefährliche Abfälle entsorgt.
Für das Reporting der weltweiten Abfallmengen sind standardisierte Abfalldatenbanken im Einsatz. Die Kategorisierung für z. B. gefährliche oder nichtgefährliche Abfälle folgt dabei den Definitionen der jeweiligen Länder.
Das Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Produkte sowie technischer und biologischer Materialien betrug gerundet 11.400.000 Tonnen.
Obwohl die von der Schaeffler Gruppe vorgenommenen Schätzungen des recycelbaren Anteils der Produkte auf der Expertise von Materialfachleuten, Informationen aus Gesprächen mit Recyclingunternehmen sowie öffentlichen Quellen zur potenziellen Recyclingfähigkeit bestimmter Materialien basieren, kann eine gewisse Schätzungsungenauigkeit nicht ausgeschlossen werden. Der recycelbare Anteil an Verpackungen ist theoretisch höher als der angegebene Wert. Bei der Ermittlung des Anteils wurde jedoch berücksichtigt, dass Packmittel verunreinigt sein können und dadurch nicht recycelbar sind. Der Anteil der verunreinigten Packmittel ist nicht bekannt und wurde deshalb durch interne Experten, ohne Durchführung einer datengestützten Analyse, aufgrund von Berufserfahrung geschätzt.
Das Gewicht der zur Herstellung der Produkte (und im Rahmen der Dienstleistungen) verwendeten wiederverwendbaren oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien betrug im Berichtsjahr 700.000 Tonnen, was einem Anteil von 35 % des gesamten Produkts- und Verpackungsgewichts entspricht.
Für die Berechnung des Sekundäranteils und der Recyclingfähigkeit der Produkte wurden eingekaufte Materialien, Produkte und Waren kategorisiert und durch interne Materialexperten hinsichtlich der Sekundäranteile der einzelnen Kategorien geschätzt. Grundlage hierfür waren Lieferantenbefragungen und öffentlich zugängliche Grundlagenforschung, z. B. zu Materialrecyclingquoten. Alle Schätzungen und Definitionen basieren auf der Grundlage anerkannter Normen und Veröffentlichungen, wie z. B. den ISO-Definitionen für den recycelten Anteil, wobei stets ein konservativer Ansatz verfolgt wird. Dennoch können gewisse Unsicherheiten in Bezug auf die Schätzungen sowie gewisse Schätzungsungenauigkeiten nicht ausgeschlossen werden. Die Methodologien und Annahmen zur Erhebung der Ressourcenabflüsse entsprechen den Angaben unter Ressourcenzuflüsse (siehe Abschnitt ESRS E5-4).
Die folgenden Tabelle stellt Informationen über die Gesamtmenge und relevante Teilmengen des Abfallaufkommens im Rahmen der eigenen Tätigkeiten der Schaeffler Gruppe übersichtlich dar.
Abfallaufkommen 2024 in Tonnen
| Gesamtmenge des Abfallaufkommens | 742.865 |
| Gesamtmenge nicht gefährlicher Abfälle | 671.247 |
| • davon von der Beseitigung abgezweigt | 653.570 |
| • durch Vorbereitung zur Wiederverwendung | 0 |
| • durch Recycling | 630.167 |
| • durch sonstige Verwertungsverfahren | 23.403 |
| • davon Beseitigung | 17.676 |
| • durch Verbrennung | 1.418 |
| • durch Deponierung | 12.263 |
| • durch sonstige Arten | 3.995 |
| Gesamtmenge gefährlicher Abfälle | 71.619 |
| • davon von der Beseitigung abgezweigt | 47.302 |
| • durch Vorbereitung zur Wiederverwendung | 0 |
| • durch Recycling | 26.259 |
| • durch sonstige Verwertungsverfahren | 21.043 |
| • davon Beseitigung | 24.317 |
| • durch Verbrennung | 5.333 |
| • durch Deponierung | 1.171 |
| • durch sonstige Arten | 17.813 |
Aus der Tabelle ergibt sich eine Gesamtmenge an nicht recycelten Abfällen von 86.439 Tonnen, was einem Anteil von 11,6 % entspricht. Radioaktive Abfälle kommen nicht vor. Der für die Tätigkeiten der Schaeffler Gruppe relevanteste Abfallstrom sind Abfälle aus Prozessen der mechanischen Formgebung. Die in den Abfällen enthaltenen Materialien sind insbesondere Metalle und darüber hinaus in kleineren Umfängen Kunststoffe.
Kennzahlen zu Ressourcenabflüssen [E5-5]
Da die Produktion der Schaeffler Gruppe einen sehr stabilen bzw. minimalen Bestand verwaltet, wurde davon ausgegangen, dass die Menge der verwendeten Produkte jener der eingekauften Produkte entspricht. Die Grundlage für die ermittelten Datenpunkte waren jeweils Einkaufs- bzw. Umsatzdaten. Produktgewichte wurden aus internen Datenquellen übernommen und teilweise durch Primärdaten aus dem Internationalen Materialdaten System (engl.: International Material Data System, IMDS) ergänzt. Alle ausgewiesenen Werte wurden auf Megatonnen gerundet.
Die Schaeffler Gruppe nutzt unterschiedliche Möglichkeiten zur Verwendung von Sekundärmaterialien und reduziert so die mit der Ressourcennutzung verbundenen Umweltauswirkungen und geografischen Abhängigkeiten.
Für das Reporting der weltweiten Abfallmengen sind standardisierte Abfalldatenbanken im Einsatz. Die Kategorisierung für z. B. gefährliche oder nichtgefährliche Abfälle folgt dabei den Definitionen der jeweiligen Länder.
Das Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Produkte sowie technischer und biologischer Materialien betrug gerundet 11.400.000 Tonnen.
Obwohl die von der Schaeffler Gruppe vorgenommenen Schätzungen des recycelbaren Anteils der Produkte auf der Expertise von Materialfachleuten, Informationen aus Gesprächen mit Recyclingunternehmen sowie öffentlichen Quellen zur potenziellen Recyclingfähigkeit bestimmter Materialien basieren, kann eine gewisse Schätzungsungenauigkeit nicht ausgeschlossen werden. Der recycelbare Anteil an Verpackungen ist theoretisch höher als der angegebene Wert. Bei der Ermittlung des Anteils wurde jedoch berücksichtigt, dass Packmittel verunreinigt sein können und dadurch nicht recycelbar sind. Der Anteil der verunreinigten Packmittel ist nicht bekannt und wurde deshalb durch interne Experten, ohne Durchführung einer datengestützten Analyse, aufgrund von Berufserfahrung geschätzt.
Das Gewicht der zur Herstellung der Produkte (und im Rahmen der Dienstleistungen) verwendeten wiederverwendbaren oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien betrug im Berichtsjahr 700.000 Tonnen, was einem Anteil von 35 % des gesamten Produkts- und Verpackungsgewichts entspricht.
Für die Berechnung des Sekundäranteils und der Recyclingfähigkeit der Produkte wurden eingekaufte Materialien, Produkte und Waren kategorisiert und durch interne Materialexperten hinsichtlich der Sekundäranteile der einzelnen Kategorien geschätzt. Grundlage hierfür waren Lieferantenbefragungen und öffentlich zugängliche Grundlagenforschung, z. B. zu Materialrecyclingquoten. Alle Schätzungen und Definitionen basieren auf der Grundlage anerkannter Normen und Veröffentlichungen, wie z. B. den ISO-Definitionen für den recycelten Anteil, wobei stets ein konservativer Ansatz verfolgt wird. Dennoch können gewisse Unsicherheiten in Bezug auf die Schätzungen sowie gewisse Schätzungsungenauigkeiten nicht ausgeschlossen werden. Die Methodologien und Annahmen zur Erhebung der Ressourcenabflüsse entsprechen den Angaben unter Ressourcenzuflüsse (siehe Abschnitt ESRS E5-4).
Die Schaeffler Gruppe nutzt unterschiedliche Möglichkeiten zur Verwendung von Sekundärmaterialien und reduziert so die mit der Ressourcennutzung verbundenen Umweltauswirkungen und geografischen Abhängigkeiten.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 86
Nachhaltigkeitsbericht Umwelt Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [ESRS E5]
Abfallaufkommen 2024 in Tonnen
| Gesamtmenge des Abfallaufkommens | 742.865 |
| Gesamtmenge nicht gefährlicher Abfälle | 671.247 |
| • davon von der Beseitigung abgezweigt | 653.570 |
| • durch Vorbereitung zur Wiederverwendung | 0 |
| • durch Recycling | 630.167 |
| • durch sonstige Verwertungsverfahren | 23.403 |
| • davon Beseitigung | 17.676 |
| • durch Verbrennung | 1.418 |
| • durch Deponierung | 12.263 |
| • durch sonstige Arten | 3.995 |
| Gesamtmenge gefährlicher Abfälle | 71.619 |
| • davon von der Beseitigung abgezweigt | 47.302 |
| • durch Vorbereitung zur Wiederverwendung | 0 |
| • durch Recycling | 26.259 |
| • durch sonstige Verwertungsverfahren | 21.043 |
| • davon Beseitigung | 24.317 |
| • durch Verbrennung | 5.333 |
| • durch Deponierung | 1.171 |
| • durch sonstige Arten | 17.813 |
Aus der Tabelle ergibt sich eine Gesamtmenge an nicht recycelten Abfällen von 86.439 Tonnen, was einem Anteil von 11,6 % entspricht. Radioaktive Abfälle kommen nicht vor. Der für die Tätigkeiten der Schaeffler Gruppe relevanteste Abfallstrom sind Abfälle aus Prozessen der mechanischen Formgebung. Die in den Abfällen enthaltenen Materialien sind insbesondere Metalle und darüber hinaus in kleineren Umfängen Kunststoffe.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 87
Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
5.3 Soziales
Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit eigenen Arbeitskräften
GLEICHBEHANDLUNG UND CHANCENGLEICHHEIT FÜR ALLE
ARBEITSBEDINGUNGEN (Tatsächliche positive Auswirkungen)
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Es bestehen tatsächliche positive Auswirkungen auf die Mitarbeitenden durch eine Vielzahl von Weiterbildungs- und Entwicklungsprogrammen, um die Mitarbeitenden bei der Erreichung ihrer persönlichen und beruflichen Ziele zu unterstützen.
Weiterbildungs- und Entwicklungsprogramme
(Tatsächliche und potenzielle positive Auswirkungen)
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Die Schaeffler Gruppe verzeichnet tatsächliche positive Auswirkungen auf ihre Mitarbeitenden aufgrund der Anstrengungen des Unternehmens, angemessene Arbeitsbedingungen und sichere Beschäftigung zu gewährleisten.
Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) [SBM-3]
Die Schaeffler Gruppe ist ein international tätiges Unternehmen mit 115.937 Arbeitnehmenden.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 88 Nachhaltigkeitsbericht
Soziales
Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Im Rahmen der Wesentlichkeits- analyse wurden innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeiten wesentliche Auswirkungen im Zusammenhang mit den Arbeits- kräften im Unternehmen sowie wesentliche Risiken für die Unternehmens- Schaeffler Gruppe identifiziert. Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
29 Widrige Arbeitsbedingungen in risikobehafteten Ländern
(Potenzielle negative Auswirkungen)
Zu den eigenen Arbeitskräften der Schaeffler Gruppe gehören alle Arbeitnehmenden und Fremdarbeitskräfte. Zu Arbeitnehmen- den zählen Personen, die ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis mit einer Gesellschaft der Schaeffler Gruppe haben und in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind. Zusätzlich zu den im Kapitel Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit dargestellten Mitarbeitern werden bei den Arbeitnehmenden auch Aushilfen berücksichtigt. Fremdarbeitskräfte sind Selbst- ständige oder Personen, die von Drittunternehmen bereitgestellt werden und somit kein formelles Arbeitsverhältnis mit einer Gesellschaft der Schaeffler Gruppe haben und regelmäßig oder über einen längeren Zeitraum Arbeitsleistungen für eine Gesell- schaft der Schaeffler Gruppe erbringen. Über Konzepte und Maß- nahmen werden teilweise auch andere Personengruppen (bspw. Auszubildende) abgedeckt, die gemäß ESRS Definition kein Teil der Arbeitnehmenden sind. In diesem Zusammenhang wird der Begriff Mitarbeitende verwendet. Die Begriffe Mitarbeiter und Mitarbeitende werden also nicht synonym verwendet.
SONSTIGE ARBEITSBEZOGENE RECHTE
(Potenzielle negative Auswirkungen)
Es bestehen potenzielle negative Auswirkungen auf die eigenen Arbeitskräfte durch die Möglichkeit von Datenschutzverletzungen, die zu persönlichem und beruflichem Schaden führen können.
Zeithorizont: kurzfristig | mittelfristig | langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert
Auftreten arbeitsbedingter Unfälle
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
Es kommt zu tatsächlichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit bei den eigenen Arbeitskräften durch Arbeitsunfälle, die sich z. B. beim Einsatz von schwe- ren Maschinen oder beim Umgang mit Gefahrstoffen ereignen.
Zeithorizont: kurzfristig | mittelfristig | langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert
Arbeitsplatzverluste durch Transformationsprozesse
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
Es kommt zu tatsächlichen negativen Auswirkungen in Bezug auf die sichere Beschäf- tigung der Mitarbeitenden aufgrund von Transformationsprozessen, die durch makro- ökonomische Veränderungen ausgelöst werden und zu Standortschließungen sowie Arbeitsplatzverlusten führen.
Konzepte [S1-1]
Die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wesentlichen tatsächlichen sowie potenziellen Auswirkungen im Zusammenhang mit den eigenen Arbeitskräften im Unternehmen sind mit der Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe verbunden und entstammen somit dem Geschäftsmodell. Zu den besonders erfolg- reichen von wesentlichen negativen Auswirkungen betroffenen Perso- nengruppen innerhalb der eigenen Arbeitskräfte können Arbeit- nehmende in der Produktion gehören und darüber hinaus Auszu- bildende oder externe Dienstleister auf dem Werksgelände.
Die Schaeffler Gruppe ist sich ihrer Verantwortung in den Berei- chen „Arbeitsbedingungen“, „Gleichbehandlung und Chancen-
gleichheit für alle“ sowie „Sonstige arbeitsbezogene Rechte“ bewusst. Das Unternehmen fördert gezielte Maßnahmen für
die sichere Arbeitsplätze, eine faire und leistungsgerechte Entloh- nung sowie familienfreundliche Regelungen zur möglichst guten
Vereinbarkeit von Beruf und Familie (siehe Abschnitt ESRS S1-4).
Um die wesentlichen negativen Auswirkungen auf die eigenen Mit-
arbeitenden und damit verbundene wesentliche Risiken für
das Unternehmen in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Gleichbe-
handlung und Chancengleichheit sowie sonstige arbeitsbezogene
Rechte für das Unternehmen zu mindern, setzt die Schaeffler Gruppe Maß-
nahmen in den Bereichen Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie sonstige arbeitsbezogene Rechte um (siehe Abschnitt ESRS S1-4). Eine Anpassung der Unter- nehmensstrategie und des Geschäftsmodells aufgrund der identi-
fizierten wesentlichen Auswirkungen und Risiken erfolgte im Berichtszeitraum nicht.
Der Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe dient dazu, eine
Unternehmenskultur zu etablieren, in der Integrität, Fairness und gegenseitiger Respekt das Fundament für die weltweite
Geschäftstätigkeit darstellen. Damit zielt das Unternehmen darauf ab, die Voraussetzung für seinen nachhaltigen Geschäfts-
erfolg zu schaffen.
Für die Schaeffler Gruppe ist die Achtung der Menschenrechte,
inklusive der Arbeitnehmendenrechte, ein wichtiger Aspekt aller
Geschäftsaktivitäten und der Unternehmenskultur. Dies umfasst
insbesondere die Verantwortung für die Rechte der Mitarbeitenden
sowie der Arbeitskräfte entlang der Wertschöpfungskette. Um ihrer
unternehmerischen Verantwortung möglichst gerecht zu werden
und gute Arbeitsbedingungen, Vielfalt und Inklusion sowie die
Einhaltung und Stärkung ethischer Grundsätze, Menschen-
und Sozialrechtsstandards zu fördern, hat die Schaeffler Gruppe,
sofern nicht anders angegeben, alle Grundlagendokumente und
Richtlinien eng an folgenden globalen Standards ausgerichtet:
- UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte,
- die Achtung der Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen ein. Dies umfasst eine angemessene Entlohnung, die Vereinbar- keit von Beruf und Familie, das Recht auf Koalitionsfreiheit und Kollektivverhandlungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz, die Förderung von Vielfalt und das Prinzip der Gleichbehandlung, Ablehnung von Menschenhandel, Zwangs- und Kinderarbeit sowie den Schutz personenbezogener Daten. Weiterhin legt der Unternehmenskodex fest, dass keine Form der Diskriminierung oder Belästigung geduldet wird. Niemand darf u. a.
Potenziale und Handlungsfelder
(Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen)
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeiten eine faire Behandlung und angemessene Löhne sowie von einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie, z. B. durch hybride Arbeitsmodelle. Darüber hinaus bestehen potenzielle positive Auswirkungen auf die Mitarbeitenden des Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert – durch verschiedene Aktivitäten, Programme und Initiativen, die die kör- perliche und geistige Gesundheit sowie die Sicherheit fördern sollen.
Potenzielle negative Auswirkungen auf die eigenen Arbeitskräfte können im Zusam- menhang mit Geschlechtergleichstellung u. a. in Führungspositionen sowie in Form von unbereinigten und bereinigten geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden auftreten, die dem Grundsatz von gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit entgegenstehen. Aufgrund physischer Barrieren an einigen Standorten kann es zudem zu mangelnder Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderungen kommen.
Tatsächliche negative Auswirkungen bestehen durch verzeichnete Fälle von Belästi- gung und Diskriminierung sowie durch einen schwerwiegenden Fall des Missbrauchs von Führungsverantwortung am Arbeitsplatz.
Potenzielle negative Auswirkungen auf die eigenen Arbeitskräfte bestehen in Bezug auf sichere Beschäftigung, Arbeitszeit, angemessene Löhne, Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen in bestimmten risikobehafteten Ländern. In diesen kann es zu langen und übermäßigen Arbeitszeiten, Löhnen unter dem Existenz- minimum, mangelnder Gewerkschaftsmacht und einem hohen Anteil an Arbeitskräften mit befristeten Verträgen kommen. Solche Arbeitsbedingungen sind mit negativen sozialen Folgen und potenziellen Gesundheitsproblemen verbunden.
Es besteht ein Risiko, wenn Maßnahmen zur Abhilfe von menschenrechtlichen Verlet- zungen gegen eigene Arbeitskräfte nicht angemessen durchgeführt werden und damit Sorgfaltspflichten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verletzt werden.
Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen und Risiken dar.
| Auswirkungen | Risiken | Chancen |
|---|---|---|
| Zeithorizont: kurzfristig | Zeithorizont: kurzfristig | Zeithorizont: kurzfristig |
| Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert | Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert | Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert |
| eigenes Geschäft | eigenes Geschäft | eigenes Geschäft |
| nachgelagert | nachgelagert | nachgelagert |
(Potenzielle negative Auswirkungen)
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
(Risiken)
(Potenzielle negative Auswirkungen)
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
(Potenzielle negative Auswirkungen)
(Tatsächliche negative Auswirkungen)
(Risiken)
(Risiken)
Zeithorizont: kurzfristig | mittelfristig | langfristig
Wertschöpfungskettenstufe:# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 89 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Auswirkungen
Aufgrund von den OECD-Leitsätzen zu verantwortungsvollem Unterneh-
merischem Handeln, im Zusammenhang mit den Arbeitskräften im Unternehmen
können dennoch wesentliche negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden.
Diese als wesentlich identifizierten Auswirkungen beziehen sich insbesondere
auf die Bereiche Gleichbehandlung und Chancengleichheit aller eigenen
Arbeitskräfte sowie die Einhaltung von Arbeitsrechten. Die oben aufge-
führten wesentlichen potenziellen negativen Auswirkungen sind in mehreren
Ländern, in denen die Schaeffler Gruppe tätig ist, verbreitet. Im Falle
wesentlicher tatsächlicher negativer Auswirkungen handelt es sich um
individuelle Vorfälle, die im Rahmen der Tätigkeiten des Unternehmens
aufgetreten sind.
• Dennoch können wesentliche negative Auswirkungen im Alter, einer Behinderung,
ethnischer Herkunft, Familienstand, Geschlecht, Hautfarbe, Zugehörigkeit
zu einer Arbeitnehmen-
denorganisation, Nationalität, politischer Einstellung, Religion
oder Weltanschauung, sexueller Orientierung, Schwangerschaft,
sozialer Herkunft oder anderer gesetzlich geschützter Merk-
male diskriminiert oder benachteiligt werden.
Des Weiteren ist die Schaeffler Gruppe Unterzeichnerin des
UN Global Compact und bekennt sich zu dessen zehn Prinzipien.
Zur Erfüllung nationaler und gesetzlicher Vorgaben sowie der
eigenen Unternehmensziele hat die Schaeffler Gruppe Grund-
lagendokumente und Richtlinien implementiert. Sie zielen dar-
auf ab, die wesentlichen negativen Auswirkungen auf die
Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1] zu minimieren oder
zu eliminieren und Mitarbeitende zu sensibilisieren.
Die Schaeffler Gruppe hat ihre grundlegenden Werte und Prinzipien in
Bezug auf Energie-, Umwelt- sowie Gesundheits- und Arbeitssicher-
heitsthemen (engl.: Energy, Environment, Health and Safety,
EnEHS) festgelegt. Diese Werte und Prinzipien werden im Rahmen
des EnEHS Managementsystems (siehe Abschnitt ESRS S1-3)
operationalisiert. Dadurch sollen die EnEHS-Leistungen des
Unternehmens kontinuierlich verbessert werden, indem z. B.
Gefährdungen minimiert oder eliminiert und Mitarbeitende sensi-
bilisiert werden. Bezüglich der als wesentlich identifizierten
tatsächlichen negativen Auswirkungen in Zusammenhang mit
den eigenen Arbeitskräften legt die EnEHS Richtlinie den Schwer-
punkt auf die Aspekte Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gefah-
renvermeidung und Notfallmanagement sowie Schulungen.
Darüber hinaus legt der Geschäftspartnerkodex Verhaltensstan-
dards und Mindestanforderungen fest, die die Schaeffler Gruppe
einhält und deren Einhaltung sie als verbindliche Grundlage für
Geschäftsbeziehungen mit ihren Geschäftspartnern erwartet.
Der Geschäftspartnerkodex enthält Bestimmungen in Bezug auf
die Sicherheit von Arbeitskräften, angemessene Arbeitsbedin-
gungen, Menschenhandel sowie Zwangs- und Kinderarbeit. Der
Geschäftspartnerkodex adressiert die Erwartungshaltung der
Schaeffler Gruppe, dass das Verhalten der Geschäftspartner an
den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation
(ILO) auszurichten ist (siehe Abschnitt ESRS S1-1).
Die Menschenrechts-Compliance-Richtlinie verfolgt das Ziel, die
Achtung der Menschenrechte für all diejenigen sicherzustellen,
die von den eigenen Geschäftsaktivitäten der Schaeffler Gruppe
sowie den Tätigkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette
betroffen sind. Die Richtlinie definiert verbindliche Mindestvorga-
ben für alle Mitarbeitenden über die Einhaltung von nationalen und
internationalen Anforderungen und Standards in Bezug auf men-
schenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Schaeffler Gruppe und
der Lieferkette. Im Rahmen der gesetzlich verankerten Sorgfalts-
pflicht sind menschenrechtliche Risiken zu analysieren und ent-
sprechende Maßnahmen zu ergreifen sowie kontinuierlich hin-
sichtlich ihrer Wirksamkeit zu bewerten. Die Richtlinie ist eine
allgemeine Präventionsmaßnahme zum Schutz der Menschen-
rechte. Darüber hinaus sind alle konzernangehörigen Gesellschaf-
ten dazu verpflichtet, Abhilfe für jegliche Menschenrechtsverlet-
zungen in ihrem Zuständigkeits- bzw. Verantwortungsbereich zu
leisten. Die Richtlinie gilt für die Schaeffler Gruppe und deckt damit
die eigene Geschäftstätigkeit ab und wurde vom Executive Board
der Schaeffler Gruppe freigegeben. Auf oberster Ebene ist der Vor-
standsvorsitzende für ihre Umsetzung verantwortlich. Die
Menschenrechts-Compliance-Richtlinie ist intern verfügbar.
Über den Beschwerdekanal sowie die jährliche Risikoanalyse
gemäß LkSG werden alle Arbeitskräfte betrachtet. Bei identifi-
zierten Verletzungen werden gezielte Präventiv- und Abhilfe-
maßnahmen umgesetzt. Die operative Verantwortung zur regel-
mäßige Einbeziehung der eigenen Arbeitskräfte zu m Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte
Menschenrechtsthemen liegt beim Leiter Human Rights im
Bereich Strategic Sustainability.
| Risiken | Chancen |
|---|---|
| Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | 90 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1] |
EnEHS Richtlinie
In der EnEHS Richtlinie (siehe Abschnitt ESRS E1-2) hat die
Schaeffler Gruppe ihre grundlegenden Werte und Prinzipien in
Bezug auf Energie-, Umwelt- sowie Gesundheits- und Arbeitssicher-
heitsthemen (engl.: Energy, Environment, Health and Safety,
EnEHS) festgelegt. Diese Werte und Prinzipien werden im Rahmen
des EnEHS Managementsystems (siehe Abschnitt ESRS S1-3)
operationalisiert. Dadurch sollen die EnEHS-Leistungen des
Unternehmens kontinuierlich verbessert werden, indem z. B.
Gefährdungen minimiert oder eliminiert und Mitarbeitende sensi-
bilisiert werden. Bezüglich der als wesentlich identifizierten
tatsächlichen negativen Auswirkungen in Zusammenhang mit
den eigenen Arbeitskräften legt die EnEHS Richtlinie den Schwer-
punkt auf die Aspekte Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gefah-
renvermeidung und Notfallmanagement sowie Schulungen.
Vergütungsrichtlinie
Die Vergütungsrichtlinie schafft einen Rahmen für globale Stan-
dards im Vergütungssystem von Führungskräften und Mitarbeiten-
den. Zusätzlich definiert die Vergütungsrichtlinie die Verwendung
eines objektiven Bewertungssystems von Positionen im Unterneh-
men, um einen Vergleich von Funktionen in den einzelnen Ländern
zu ermöglichen. Dieses System zielt darauf ab, eine diskriminie-
rungsfreie, funktionsbezogene Entgeltfindung in den jeweiligen
lokalen Märkten zu stärken. Darüber hinaus soll mit der Richtlinie
ermöglicht werden, lokale Marktanforderungen, typische Praktiken
sowie lokale gesetzliche Regelungen flexibel zu berücksichtigen.
Das Compensation & Pension Committee ist dafür verantwortlich,
die Einhaltung der Grundsätze zu überwachen und empfiehlt dem
Vorstand der Schaeffler AG etwaige Anpassungen.
Die Richtlinie gilt für die Schaeffler Gruppe und deckt damit die
eigene Geschäftstätigkeit ab. Ausnahmen können sich durch
lokale gesetzliche Bestimmungen, Tarifverträge und Betriebs-
vereinbarungen mit lokalen Arbeitnehmendenvertretenden
ergeben. Über gemeinsame Ziele in der variablen Vergütung
werden nach Möglichkeit die Interessen der Aktionäre, der Inves-
toren, der Führungskräfte und der Mitarbeitenden berücksich-
tigt. Die Vergütungsrichtlinie wird durch das Executive Board der
Schaeffler Gruppe genehmigt. Auf oberster Ebene ist der Vor-
stand Personal für die Umsetzung verantwortlich. Die Richtlinie
ist intern verfügbar.
ESG Richtlinie
Die übergeordneten Ziele der ESG Richtlinie (siehe Abschnitt
ESRS E1-2) sind die Darstellung der Nachhaltigkeitsstrategie und
-ziele, deren Umsetzung sowie die Reduzierung rechtlicher, finan-
zieller und unternehmerischer Risiken. Im Hinblick auf wesent-
liche Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die Mitarbeitenden
im eigenen Unternehmen definiert die ESG Richtlinie die Hand-
lungsfelder „Diversität“, „Mitarbeitende und Personalentwick-
lung“, „Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz“ sowie „Ver-
antwortung in Gesellschaft und Lieferkette“.
Personalrichtlinie
Das Ziel der Personalrichtlinie ist es, einen Rahmen für globale
Mindeststandards bei der Beschäftigung von Mitarbeitenden
festzulegen und die Grundsätze der Personalarbeit zu vermit-
teln. Im Fokus der Richtlinie stehen insbesondere Themen,
die das Personalmanagement betreffen, z. B. Recruiting, Perso-
nalentwicklung, Qualifizierung und Training sowie Vergütung.
Gleichzeitig soll die Richtlinie Flexibilität hinsichtlich lokaler
Marktanforderungen, typische Praktiken sowie lokaler gesetz-
licher Regelungen ermöglichen. Darüber hinaus sollen Vielfalt
und Wertschätzung in der Arbeitswelt durch alle Mitarbeitenden
gefördert werden. Die in der Richtlinie erwähnten Prozesse wer-
den z. B. im Rahmen von internen und externen jährlich stattfin-
denden Audits hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft. Die
Personalrichtlinie gilt für die gesamte Schaeffler Gruppe, wird
vom Vorstand Personal verantwortet und vom Executive Board
der Schaeffler Gruppe genehmigt. Sie ist intern verfügbar.
Geschäftspartnerkodex
Darüber hinaus legt der Geschäftspartnerkodex Verhaltensstan-
dards und Mindestanforderungen fest, die die Schaeffler Gruppe
einhält und deren Einhaltung sie als verbindliche Grundlage für
Geschäftsbeziehungen mit ihren Geschäftspartnern erwartet.
Der Geschäftspartnerkodex enthält Bestimmungen in Bezug auf
die Sicherheit von Arbeitskräften, angemessene Arbeitsbedin-
gungen, Menschenhandel sowie Zwangs- und Kinderarbeit. Der
Geschäftspartnerkodex adressiert die Erwartungshaltung der
Schaeffler Gruppe, dass das Verhalten der Geschäftspartner an
den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation
(ILO) auszurichten ist (siehe Abschnitt ESRS S1-1).
Menschenrechts-Compliance-Richtlinie
Die Menschenrechts-Compliance-Richtlinie verfolgt das Ziel, die
Achtung der Menschenrechte für all diejenigen sicherzustellen,
die von den eigenen Geschäftsaktivitäten der Schaeffler Gruppe
sowie den Tätigkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette
betroffen sind. Die Richtlinie definiert verbindliche Mindestvorga-
ben für alle Mitarbeitenden über die Einhaltung von nationalen und
internationalen Anforderungen und Standards in Bezug auf men-
schenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Schaeffler Gruppe und
der Lieferkette. Im Rahmen der gesetzlich verankerten Sorgfalts-
pflicht sind menschenrechtliche Risiken zu analysieren und ent-
sprechende Maßnahmen zu ergreifen sowie kontinuierlich hin-
sichtlich ihrer Wirksamkeit zu bewerten. Die Richtlinie ist eine
allgemeine Präventionsmaßnahme zum Schutz der Menschen-
rechte. Darüber hinaus sind alle konzernangehörigen Gesellschaf-
ten dazu verpflichtet, Abhilfe für jegliche Menschenrechtsverlet-
zungen in ihrem Zuständigkeits- bzw. Verantwortungsbereich zu
leisten. Die Richtlinie gilt für die Schaeffler Gruppe und deckt damit
die eigene Geschäftstätigkeit ab und wurde vom Executive Board
der Schaeffler Gruppe freigegeben. Auf oberster Ebene ist der Vor-
standsvorsitzende für ihre Umsetzung verantwortlich. Die
Menschenrechts-Compliance-Richtlinie ist intern verfügbar.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 90 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
Die Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
beschreibt die Menschenrechtsstrategie der Schaeffler Gruppe
unter Berücksichtigung der Anforderungen des deutschen Liefer-
ketten-sorgfaltspflichtengesetzes (LkSG). Darin ist das Ziel for-
muliert, menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfalts-
pflichten in angemessener Weise nachzukommen, auf die
OECD-Leitsätzen zu verantwortungsvollem Unterneh-
merischem Handeln, im Zusammenhang mit den Arbeitskräften im Unternehmen
können dennoch wesentliche negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden.
Diese als wesentlich identifizierten Auswirkungen beziehen sich insbesondere
auf die Bereiche Gleichbehandlung und Chancengleichheit aller eigenen
Arbeitskräfte sowie die Einhaltung von Arbeitsrechten. Die oben aufge-
führten wesentlichen potenziellen negativen Auswirkungen sind in mehreren
Ländern, in denen die Schaeffler Gruppe tätig ist, verbreitet. Im Falle
wesentlicher tatsächlicher negativer Auswirkungen handelt es sich um
individuelle Vorfälle, die im Rahmen der Tätigkeiten des Unternehmens
aufgetreten sind.
• Dennoch können wesentliche negative Auswirkungen im Alter, einer Behinderung,
ethnischer Herkunft, Familienstand, Geschlecht, Hautfarbe, Zugehörigkeit
zu einer Arbeitnehmen-
denorganisation, Nationalität, politischer Einstellung, Religion
oder Weltanschauung, sexueller Orientierung, Schwangerschaft,
sozialer Herkunft oder anderer gesetzlich geschützter Merk-
male diskriminiert oder benachteiligt werden.
Des Weiteren ist die Schaeffler Gruppe Unterzeichnerin des
UN Global Compact und bekennt sich zu dessen zehn Prinzipien.
Zur Erfüllung nationaler und gesetzlicher Vorgaben sowie der
eigenen Unternehmensziele hat die Schaeffler Gruppe Grund-
lagendokumente und Richtlinien implementiert. Sie zielen dar-
auf ab, die wesentlichen negativen Auswirkungen auf die
Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1] zu minimieren oder
zu eliminieren und Mitarbeitende zu sensibilisieren.
Die Schaeffler Gruppe hat ihre grundlegenden Werte und Prinzipien in
Bezug auf Energie-, Umwelt- sowie Gesundheits- und Arbeitssicher-
heitsthemen (engl.: Energy, Environment, Health and Safety,
EnEHS) festgelegt. Diese Werte und Prinzipien werden im Rahmen
des EnEHS Managementsystems (siehe Abschnitt ESRS S1-3)
operationalisiert. Dadurch sollen die EnEHS-Leistungen des
Unternehmens kontinuierlich verbessert werden, indem z. B.
Gefährdungen minimiert oder eliminiert und Mitarbeitende sensi-
bilisiert werden. Bezüglich der als wesentlich identifizierten
tatsächlichen negativen Auswirkungen in Zusammenhang mit
den eigenen Arbeitskräften legt die EnEHS Richtlinie den Schwer-
punkt auf die Aspekte Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gefah-
renvermeidung und Notfallmanagement sowie Schulungen.
Über den Beschwerdekanal sowie die jährliche Risikoanalyse
gemäß LkSG werden alle Arbeitskräfte betrachtet. Bei identifi-
zierten Verletzungen werden gezielte Präventiv- und Abhilfe-
maßnahmen umgesetzt. Die operative Verantwortung zur regel-
mäßige Einbeziehung der eigenen Arbeitskräfte zu m Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte
Menschenrechtsthemen liegt beim Leiter Human Rights im
Bereich Strategic Sustainability.
wirkt jedoch in Verbindung mit den zuvor genannten Dokumen-
ten. Auf oberster Ebene ist der Vorstand Personal für die Umset-
zung der Politik verantwortlich. Sie ist auf der Unternehmens-
webseite verfügbar.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Soziales
Arbeitskräfte
Menschenrechts-Compliance-Management-System
Die Schaeffler Gruppe pflegt die Beziehungen zu ihren Arbeitnehmenden im gesamten Unternehmen und arbeitet mit Arbeitnehmendenvertretungen zusammen, um den Dialog und das Engagement zu fördern. Darüber hinaus berücksichtigt die Schaeffler Gruppe bei der Weiterentwicklung ihres Menschenrechts-Compliance-Management-Systems (Menschenrechts-CMS) die Interessen ihrer Mitarbeitenden, der Arbeitskräfte innerhalb ihrer Lieferketten und derjenigen, die anderweitig durch das wirtschaftliche Handeln des Unternehmens oder durch die Aktivitäten eines Unternehmens in ihren Lieferketten in einer geschützten Rechtsposition unmittelbar betroffen sein können.
Die Gestaltung erfolgt über verschiedene Kommunikationsformate und Dialoge sowie im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Ansatzes. Seit 2022 lädt die Schaeffler Gruppe einmal jährlich relevante Stakeholder zum Thema Menschenrechte zum offenen Gespräch ein. Im Oktober 2024 fand ein ganzheitlicher Stakeholder Dialog in Herzogenaurach statt, bei dem zusätzlich zu Menschenrechtsthemen auch Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz auf der Agenda standen. Es beteiligten sich Personen aus Politik zur Unterbindung von Menschenhandel, Mithilfe dieser Politik positioniert sich die Schaeffler Gruppe nach außen und legt die grundlegenden Prinzipien dar, mittels derer sie Menschenhandel, moderne Sklaverei und Zwangsarbeit – einschließlich betrügerischer Praktiken bei der Anwerbung von Mitarbeitenden – unterbinden möchte. Die Grundsätze der Politik gelten für alle Bereiche des Unternehmens sowie für alle Unterauftragnehmer. Die Politik basiert auf dem Unternehmenskodex, dem Geschäftspartnerkodex sowie den grundlegenden Prinzipien der Menschenrechts-Compliance-Richtlinie. Das Dokument selbst hat keinen rechtlich bindenden Charakter, vertretenden [S1-2] und die Rechte von Betroffenen zu achten. Die Grundsatzerklä- Transparenz, Vertrauen und Teamarbeit zwischen Führungskräf- rung zur Achtung der Menschenrechte schließt insbesondere die ten, Mitarbeitenden und den Arbeitnehmendenvertretungen sind Rechte der eigenen Arbeitskräfte, der Arbeitskräfte in der Liefer- zentrale Bestandteile der Unternehmenskultur. Mit Arbeitneh- kette sowie betroffener Gemeinschaften und indigener Völker menden ist regelmäßig, mindestens einmal im Kalenderjahr, mit ein. Die Menschenrechtsstrategie soll dazu dienen, Risiken über die persönliche Leistung und Entwicklung zu sprechen und vorzubeugen bzw. diese zu minimieren sowie Verletzungen hin- dies zu dokumentieren. Die Verantwortung hierfür trägt die sichtlich menschenrechts- oder umweltbezogener Pflichten zu jeweilige Führungskraft. verhindern oder zu beenden. Die Verantwortlichkeit zur operativen Umsetzung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorg- Darüber hinaus ist im Unternehmenskodex das Recht der Mit- faltspflichten, insbesondere zur Verankerung der Menschen- arbeitenden der Schaeffler Gruppe auf Koalitionsfreiheit bzw. rechtsstrategie in Abteilungen und Geschäftsabläufen, liegt bei Kollektivverhandlungen festgeschrieben. Das Unternehmen den jeweils nominierten Fachbereichen. Regelmäßig sowie verfolgt das Ziel, mit den Vertretungen der Mitarbeitenden ver- anlassbezogen überprüft das Unternehmen die Wirksamkeit trauensvoll und konstruktiv zusammenzuarbeiten (siehe der Maßnahmen und Prozesse, einschließlich des Hinweisgeber- Abschnitt ESRS S1-4). Insbesondere in Deutschland finden an systems. Die Grundsatzerklärung wurde im Dialog mit den den Standorten der Schaeffler Gruppe regelmäßig Dialoge mit Arbeitnehmendenvertretungen statt, in denen sich die Beteilig- zuständigen Fachbereichen, externen Fachleuten und dem Wirt- ten z. B. über lokale wirtschaftliche Bedingungen und die daraus schaftsausschuss der Schaeffler Gruppe erstellt. Für die Ergebnis- resultierenden Folgen für Arbeitgeber und Arbeitnehmendenver- Abgabe der Grundsatzerklärung ist das Executive Board der tretung austauschen. Die Informationen aus den Dialogen wer- Schaeffler Gruppe verantwortlich. Die Grundsatzerklärung wird den auf Seiten des Betriebsrats durch den Konzernbetriebsrat fortlaufend aktualisiert. und den Wirtschaftsausschuss der Schaeffler Gruppe sowie auf Seiten des Arbeitgebers durch HR Deutschland und Labor Rela- Ein weiteres wichtiges Instrument, das die Schaeffler Gruppe für tions zentralisiert. die Einbeziehung der Mitarbeitenden nutzt, ist die regelmäßige Durchführung von Befragungen. Im Berichtsjahr wurden z. B. zur Unterstützung der Integration der Vitesco Technologies Group AG insgesamt sieben „Spot-Umfragen“ durchgeführt, davon fünf bei der Vitesco Technologies Group AG und zwei bei der Schaeffler AG, mit dem Fokus auf Human Resources. Die Ergeb- nisse der Umfragen liefern wichtige Indikatoren über den Stand des Unternehmenszusammenschlusses mit der Vitesco Techno- logies Group AG und über die Beziehung des Unternehmens zu seinen Mitarbeitenden. Das aktive Einholen von Feedback soll eine offene und transparente Kommunikation fördern und Einblicke in die Mitarbeitenden-Zufriedenheit und deren Engage- ment geben. Basierend auf den Ergebnissen können Schwach- stellen identifiziert und mögliche Verbesserungspotenziale abgeleitet werden. Auf Basis der Rückmeldungen der Mitarbei- tenden wurde ein verstärktes Change-Management, z. B. mit Hilfe von „Change Hacks“ und einer Change-Management Best Practice-Plattform betrieben sowie die Kommunikation insge- samt in diesem Zusammenhang erhöht. Um die Effektivität der abgeleiteten Maßnahmen zu bewerten, ist geplant diese Kurz- befragungen mit fünf Kernfragen in ähnlicher Form auch im Jahr 2025 vierteljährlich durchzuführen. Ebenfalls ist eine umfas- sende globale Pulse Survey im Jahr 2025 geplant, die dem regel- mäßigen Engagement-Umfrageturnus der Schaeffler Gruppe von 1,5 Jahren folgt.
Menschenrechts-Compliance-Management-System
Das Menschenrechts-CMS der Schaeffler Gruppe dient dem Unternehmen dazu, seine menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten zu erfüllen und zu überwachen, dass in seinen Geschäftstätigkeiten und Lieferketten die Menschenrechte respektiert werden. Es ist nach dem Standard IDW PS 980 aufgebaut.
Das Menschenrechts-CMS basiert auf den Werten und Prinzipien des Unternehmenskodex und auf der Einhaltung anwendbarer nationaler gesetzlicher Anforderungen und internationaler Stan- dards, zu deren Einhaltung sich das Unternehmen verpflichtet hat. Zudem soll es den Erwartungen der Mitarbeitenden sowie den Anforderungen der Kunden und weiterer Stakeholder im Hinblick auf die Erfüllung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten gerecht werden. Das Menschenrechts-CMS identifiziert und
Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, um Bedenken äußern zu können [S1-3]
Die Schaeffler Gruppe verfügt über verschiedene Verfahren, um wesentlichen negativen Auswirkungen auf die eigenen Mit- arbeitenden vorzubeugen bzw. sie zu beheben. Zudem bietet das Unternehmen Mitarbeitenden und externen Personen verschie- dene Kanäle, über die sie Beschwerden vorbringen können. Dort werden z. B. auch Meldungen über Verstöße gegen die Men-schenrechte entgegengenommen.
EnEHS Managementsystem
Um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und unternehmens-gemäß dem EnEHS Managementsystem sind alle Führungskräfte und Mitarbeitenden dazu aufgefordert, sich an die Vorgaben zum Arbeitsschutz zu halten. Sie sind dazu angehalten, unsichere Situationen oder Gefährdungen ihren Vorgesetzten zu melden. Gefahren werden anhand von tätigkeits- und arbeitsplatzbezo-genen Gefährdungsbeurteilungen identifiziert, beurteilt und bei Bedarf Maßnahmen zur Vermeidung festgelegt. Führungskräfte werden bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung von Mitarbei-tendenden der Arbeitssicherheit in den jeweiligen Werken beraten. Die Ergebnisse bezüglich des Arbeitsschutzes werden regelmäßig mit den zuständigen Vorstandsmitgliedern der Schaeffler AG besprochen. Falls notwendig, werden weitere Maßnahmen abge-stimmt. Auf diese Weise wird das EnEHS Managementsystem kontinuierlich weiterentwickelt. Die erwähnten Maßnahmen im Rahmen des Managementsystems werden im Abschnitt ESRS S1-4 ausgeführt.
Menschenrechts- Compliance-Management-System
Ein wesentlicher Bestandteil des Menschenrechts-CMS ist das Element Risiken.
Die Verantwortung für die Wirksamkeit des Menschenrechts- und CMS in den eigenen Geschäftstätigkeiten liegt bei der Abteilung Sustainability Strategy und bezüglich der Lieferkette bei der Abteilung Purchasing Strategy & Strategic Supplier Management Sustainability. Die Abteilung Compliance & Corporate Security überwacht das Menschenrechts-CMS und nimmt die übergeord-nete Governance-Rolle ein. Dies beinhaltet auch die regelmäßige Berichterstattung über die wesentlichen Elemente des Men-schenrechts-CMS an das Executive Board, wie z. B. die Ergeb-nisse der Risikoanalyse gemäß dem LkSG.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 92 Nachhaltigkeitsbericht
Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Es umfasst die aktive und regelmäßige Ermittlung, Bewertung und Priorisierung von Menschenrechtsrisiken und Verstößen im Rahmen einer Risikoanalyse gemäß dem LkSG. Dieses berücksichtigt u. a. internationale Arbeitsschutzstandards und wird konzernweit nach der Norm ISO 45001 auditiert. Das Unternehmen führt seit 2022 mindestens einmal jährlich eine solche Risikoanalyse durch, bei der relevante Menschenrechtsthemen bewertet werden. Bezüglich des eigenen Geschäftsbereichs hat das Unternehmen im Berichtsjahr das Human Rights Risk Assessment (HRRA) für alle Standorte zu allen Themenfeldern des LkSG geprüft. Die in diesem Verfahrensschritt angewendete Methodik beinhaltete zunächst die Identifizierung von länder- und sektorspezifischen Menschenrechtsrisiken, basierend auf Indikatoren, die aus globalen, öffentlich zugänglichen Statistiken, u. a. der Weltbank, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Vereinten Nationen (UN), zu Risikothemen hervorgehen. Die Ergebnisse dieser Brutto-Risikoanalyse ermöglichen eine erste Priorisierung der Themen und Standorte. Darauf aufbauend wurde eine detaillierte, standortspezifische Risikoanalyse durchgeführt. Hierbei wurden für die Schaeffler Gruppe Risiken im Bereich der Diskriminierung, Vereinigungsfreiheit und Arbeitszeit identifiziert und priorisiert. Hintergrund für diese Risiken sind bestätigte Menschenrechtsbeschwerden sowie Länderrisiken, die noch nicht angemessen durch vorbeugende Maßnahmen adressiert wurden. Die Ergebnisse der Risikoanalyse münden in einen Maßnahmenplan, der in regelmäßigen Abständen auf den Status der Implementierung und auf die Angemessenheit der Maßnahmen überprüft wird.
Die Präventiv- sowie Abhilfemaßnahmen im Rahmen des Maßnahmenplans werden im Abschnitt ESRS S1-4 erläutert.
Bei als wesentlich ermittelten tatsächlichen negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit werden Abhilfemaßnahmen ergriffen.
Maßnahmen [S1-4]
Bei der Schaeffler Gruppe sind wirtschaftlicher Erfolg, eine langfristige Ausrichtung sowie das Bewusstsein für soziale und ökologische Belange traditionell eng miteinander verbunden. Die Schaeffler Gruppe setzt sich dafür ein, dass ihre Praktiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens haben oder dazu beitragen. Dazu wird auf verschiedene Grundlagendokumente, Richtlinien (siehe Abschnitt ESRS S1-1) und Managementsysteme (siehe Abschnitt ESRS S1-3) in regelmäßigen Abständen zurückgegriffen. Diese umfassen auch die Aspekte der Beschaffung (siehe Abschnitt ESRS S2-1) und Datenschutz. Die Schaeffler Gruppe orientiert sich an nationalen und internationalen Standards, um die Einhaltung von Menschenrechten, inklusive der Arbeitnehmendenrechte in den eigenen Geschäftstätigkeiten, so weit wie möglich sicherzustellen. Darüber hinaus verfügt die Schaeffler Gruppe über einen gruppenweiten, transparenten, öffentlich und möglichst barrierefrei zugänglichen Beschwerdemechanismus. Sowohl eigene Arbeitskräfte als auch Arbeitskräfte entlang der Wertschöpfungskette und externe Personen können hierüber potenzielle Menschenrechtsverstöße melden und andere Hinweise auf regelwidriges Verhalten abgeben. Alle Hinweise werden bearbeitet, unabhängig davon, wer diese abgegeben hat und über welchen Meldekanal dies geschah.
Die Schaeffler Gruppe verfügt über einen gruppenweiten, transparenten, öffentlich und möglichst barrierefrei zugänglichen Beschwerdemechanismus. Sowohl eigene Arbeitskräfte als auch Arbeitskräfte entlang der Wertschöpfungskette und externe Personen können hierüber potenzielle Menschenrechtsverstöße melden und andere Hinweise auf regelwidriges Verhalten abgeben. Alle Hinweise werden bearbeitet, unabhängig davon, wer diese abgegeben hat und über welchen Meldekanal dies geschah. Das Unternehmen stellt zu dem Zweck verschiedene Meldekanäle zur Verfügung, darunter ein elektronisches Hinweisgebersystem, ein E-Mail-Postfach, eine 24/7-Telefonhotline sowie eine Postadresse. Beschwerdeführende bzw. Hinweisgebende können Vorfälle auch persönlich melden. Das elektronische Hinweisgebersystem stand im Berichtsjahr in über 20 Sprachen zur Verfügung und erlaubt den Hinweisgebenden eine vertrauliche, verschlüsselte und sichere Kommunikation. Es ermöglicht ferner, Hinweise anonym abzugeben. Über alle anderen Kanäle kann ebenfalls in verschiedenen Sprachen berichtet werden. Eine öffentlich zugängliche, schriftliche Verfahrensordnung zum Hinweisgebersystem beschreibt die verfügbaren Meldewege und –kategorien, die notwendigen Angaben bei einer Meldung, das Verfahren nach Eingang einer Meldung sowie die Maßnahmen, mit dem Ziel, den Schutz der Hinweisgebenden sicherzustellen. Die internen Prozesse und Vorgaben sollen die Hinweisgebenden möglichst wirksam vor Benachteiligung oder Bestrafung schützen, indem sie eine unparteiische Prüfung sowie eine unabhängige und nicht weisungsgebundene Bearbeitung der Hinweise vor- schreiben. Die damit betrauten Fachkräfte sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Untersuchungen sollen objektiv, ergebnisoffen, sachbezogen, möglichst zeitnah, effizient und effektiv durchgeführt werden. Intern ist die Abteilung Forensics & Investigations für die Bearbeitung von Hinweisen verantwortlich. Sie ist im Zuständigkeitsbereich des Leiters Compliance & Corporate Security angesiedelt. Untersuchungen unterliegen dem unternehmensweit geregelten „Need-to-Know-Prinzip“. Darunter ist zu verstehen, dass von einer Untersuchung Betroffene, einschließlich der Entscheidungsträger, nur in dem Maß Kenntnis von den Hinweisen bzw. den weitergehenden Informationen und Daten erhalten, wie dies für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist.
Die Wirksamkeit des Beschwerdeverfahrens wurde im Berichtszeitraum intern geprüft. Die Prüfung basierte auf den Effektivitätskriterien der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und der BAFA-Handreichung „Beschwerdeverfahren nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“. Das Beschwerdeverfahren der Schaeffler Gruppe wurde basierend auf einer durch das Unternehmen definierten Bewertungs- und Ergebnislogik als wirksam eingestuft und ein Bedarf für Weiterentwicklung definiert.
Alle Mitarbeitenden der Schaeffler Gruppe werden u. a. durch den Unternehmenskodex, Informationen auf der Unternehmenswebsite und das Online-Training „Integrity & Security@Schaeffler“ auf die bestehenden Meldewege, insbesondere das elektronische Hinweisgebersystem, hingewiesen. Der Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe sieht vor, dass Vergeltungsmaßnahmen gegen Hinweisgebende, die in gutem Glauben ein Fehlverhalten im Unternehmen melden, verboten sind. Die Richtlinien, die dies regeln, werden im Abschnitt ESRS G1-1 beschrieben.
Im Berichtsjahr wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, welche, wenn nicht anders dargestellt, als fortlaufend zu betrachten sind. Die beschriebenen Maßnahmen führen zu keinen wesentlichen, abgrenzbaren Investitions- (CapEx) oder Betriebsausgaben (OpEx) und werden im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeiten umgesetzt und für das Jahr 2025 geplant.
Arbeitsbedingungen
Menschenwürdige Arbeitsbedingungen: Im Rahmen des Menschenrechts-CMS werden geeignete Präventions- und Abhilfemaßnahmen definiert und umgesetzt. Ausgangspunkt für die Ableitung von Maßnahmen sind Risiken, die im Rahmen der jährlichen Risikoanalyse gemäß dem LkSG, aus öffentlich zugänglichen Berichten, Auswertungen zum Beschwerdemechanismus (siehe Abschnitt ESRS S1-3) oder aus Auditierungen abgeleitet werden. Im Fokus stehen hierbei präventive Standardmaßnahmen. Sie zielen darauf ab, die Achtung der Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich und der Lieferkette sicherzustellen sowie Verstöße gegen Arbeits- und Gesundheitsschutzbestimmungen zu vermeiden. So wurden im Berichtsjahr u. a. Schulungen zum Thema Menschenrechte im Shopfloor-Bereich durchgeführt, der Unternehmenskodex
Arbeitsunfälle
Bei tatsächlich eintretenden Arbeitsunfällen wird eine erste Notfallvorsorge eingeleitet. Diese umfasst z. B. die Bereitstellung von Erste-Hilfe-Materialien sowie eine Weiterversorgung durch medizinisches Fachpersonal. Anschließend wird die Ursache untersucht. Resultierend daraus werden werkspezifische Maßnahmen, wie z. B. Sensibilisierungsschulungen und technische Maßnahmen, abgeleitet und umgesetzt. Implementierte Maßnahmen werden stichprobenartig in internen Audits und Begehungen auf Wirksamkeit geprüft und ggf. angepasst.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen und eines sicheren und ausgewogenen Arbeitsklimas ist für die Schaeffler Gruppe als globales Familienunternehmen von besonderer Bedeutung.
Berufserkrankungen zu schärfen. Bei einem weiteren Gesundheitstag – dem Mental Health Day im Oktober 2024 – gab es verschiedene Vorträge und praktische Übungen für Mitarbeitende zum Thema „Auswirkungen der digitalen Transformation auf die mentale Gesundheit“. Der Fokus lag dabei u. a. auf Aufklärung zu Präventivmaßnahmen und Achtsamkeit.
Im Um wesentlichen tatsächlichen und potenziellen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, werden in diesem Zusammenhang grundsätzlich folgende Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen durchgeführt:
- Alle Mitarbeitenden erhalten Schulungen mit Unterweisungen über sicheres Verhalten, bestehende Gefährdungen# Nachhaltigkeitsbericht
Soziales
Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Dazu gehört es, durch und Arbeitsschutzmaßnahmen an den Arbeitsplätzen sowie verstärkt kommuniziert sowie vermehrt auf den Beschwerdemecha- familienfreundliche Regelungen zu einer möglichst guten Verein- über das richtige Verhalten in medizinischen Notfällen. nismus hingewiesen (siehe Abschnitt ESRS S1-3). Das Menschen- barkeit von Beruf und Familie beizutragen. So existieren in allen Für alle Arbeitsplätze werden ganzheitliche Gefährdungs- • rechts-CMS sieht vor, dass Maßnahmen die als wesentlich identi- Regionen des Unternehmens Voraussetzungen für ein ortsunab- beurteilungen durchgeführt. Fachliche Unterstützung fizierten Auswirkungen und Risiken richtig adressieren und das hängiges Arbeiten. Die formellen Regelungen werden durch die erhalten die Führungskräfte durch die koordinierende jeweilige gewünschte Maßnahmenziel erreicht wird. jeweils geltenden regionalen bzw. lokalen Richtlinien und Person für Sicherheit oder das betriebsärztliche Personal. Gesetze vorgegeben.
Förderung von Arbeits- und Gesundheitsschutz:
Mit dem Teilpro- Der Gefahreneinschätzung folgend, werden Arbeitsschutzmaß- • gramm „Sustainability & Infrastructure“ treibt die Schaeffler Gruppe nahmen der folgenden Hierarchie nach implementiert: Substitu- Initiativen zur Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit tion/Vermeidung der Gefahrenquelle (z. B. von gefährlichen bei ihren Mitarbeitenden voran. Dabei setzt der Arbeits- und Chemikalien), technische Maßnahmen (z. B. Einhausung von Arbeitsgesundheitsschutz der Schaeffler Gruppe insbesondere auf Maschinen), organisatorische Maßnahmen (z. B. Einschrän- präventive, bedarfs- und zielgruppenorientierte sowie gesund- kungen von Zugangsrechten), persönliche Schutzkleidung (z. B. heitsförderliche Maßnahmen. Diese umfassen z. B. Vorsorge- Handschuhe), persönliches Verhalten (z. B. durch Schulungen). untersuchungen, Online-Kurse und virtuelle Schulungen, die Arbeitsplätze, -mittel und -abläufe sind vom Unternehmen • während und außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden. Die Maß- sicher, gesundheitsschonend und ergonomisch zu gestalten. nahmen sollen allgemeine Belastungen des Arbeitsalltags Bei Planung, Betrieb und Instandhaltung von Maschinen reduzieren, wie z. B. schichtspezifische Herausforderungen, ist die Maschinensicherheit vom Anlagenbe- psychische Beanspruchungen oder unzureichende Ergonomie treiber nach dem Stand der Technik sicherzustellen. Je nach am Arbeitsplatz, und diesbezüglich zu einem gesundheitsge- Thema erfolgt eine Beratung durch die koordinierenden rechten Verhalten beitragen sowie Arbeitsunfälle vermeiden. Personen für Sicherheit bzw. Ergonomie oder das arbeits-
medizinische Personal. Seit 2023 finden jährlich Health & Safety Days mit Online- und zum Teil in Präsenzveranstaltungen für alle Regionen statt. Im April 2024 widmeten sich die Health & Safety Days dem Thema der Gesundheit und dem Schutz der Hände. Ziel war es, das Bewusstsein für die Vermeidung von Unfällen und
zu minimieren.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Soziales
Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Ein wichtiges Element zur Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen ist u. a. der direkte Dialog der HR Business Partner mit dem Management und den Arbeitnehmenden.
Angemessene Entlohnung: Die Schaeffler Gruppe strebt eine angemessene Entlohnung aller Arbeitnehmenden gemäß der internen Vergütungsrichtlinie an. Da weltweit verschiedene Regelungen bestehen, ist die Vergütung auf Länderebene organi- siert. An den Standorten in Deutschland sind nahezu alle Arbeit- nehmenden entweder durch tarifvertragliche Entgeltregelungen oder Entgeltsysteme abgedeckt, die mit den Betriebsräten in Form einer Betriebsvereinbarung beschlossen wurden. Die tarif- vertraglichen Entgeltregelungen beachten außerdem die gesetz- lich garantierten Mindestlöhne der jeweiligen Arbeitsmärkte und Prinzipien wie Entgeltgleichheit. Die Schaeffler Gruppe verfügt über ein objektives Bewertungssystem, welches als Grundlage zur Festsetzung der Vergütung genutzt wird, mit dem Ziel, einer Diskriminierung entgegenzutreten. Wie im Unternehmenskodex verankert, setzt sich das Unternehmen für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Insgesamt strebt die Schaeffler Gruppe eine marktgerechte und leistungsorientierte Vergütungsstruktur mit harmonisierten, digitalisierten und dokumentierten Prozessen an. Die Bewertung der Wirksamkeit wird anhand spezifischer Kennzahlen (siehe Abschnitt ESRS S1-10) überwacht.
Den Transformationsprozess (mit)gestalten: Angesichts der grund- legenden Transformation der Branche strebt die Schaeffler Gruppe danach, den Wandel im eigenen Unternehmen gemeinsam mit den Interessenvertretungen zu gestalten und ausgewogene Lösungen zu finden, um die als wesentlich identifizierten negati- ven Auswirkungen auf die Mitarbeitenden zu minimieren. Die Voraussetzung dafür ist, dass alle Mitarbeitenden die hierfür relevanten Zusammenhänge verstehen.
Weiterbildung und Kompetenzentwicklung:
Die Schaeffler Gruppe steht für eine Kultur lebenslangen Lernens. Gut qualifizierte Mitarbeitende sind ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund fördert die Schaeffler Gruppe in hohem Maße Weiterbildungsangebote der Mitarbeitenden. Diese werden weltweit von der Schaeffler Academy in Kooperation mit Fachbereichen sowie ausgewählten externen Partnern entwi- ckelt und zentral über bestehende Lernsysteme angeboten. Dort stehen verschiedene Trainingsmöglichkeiten mit definierten Lernpfaden zur Verfügung, um die unterschiedlichen Erfahrun- gen und Hintergründe der jeweiligen Zielgruppen zu berücksich- tigen. Dazu zählen sowohl digitale Lernangebote als auch Prä- senztrainings, die global über das Learning Management-System (LMS) zur Verfügung gestellt werden. Beispiele sind die strategi- schen Entwicklungsprogramme „Fit4Production“, „Fit4Mecha- tronics“, „Fit4Sustainability“ und „Fit4Digital“ sowie berufsbe- zogene Qualifizierungsprogramme für den Einkauf und den Vertrieb. Im Rahmen der Verschmelzung der Vitesco Technolo- gies Group AG auf die Schaeffler AG werden derzeit zwei Lernsys- teme verwendet. Zukünftig ist eine Umstellung auf ein einheit- liches Lernsystem vorgesehen. Die formalen Lernangebote, die über die Lernsysteme bereitgestellt werden, werden unmittelbar nach dem Training durch eine Zufriedenheitsumfrage sowie
individuelle Ziele und besprechen das gegenseitige Verhalten sowie die erforderlichen fachlichen Fertigkeiten, die für eine Karriere innerhalb der Schaeffler Gruppe erforderlich sind. Zudem werden Entwicklungsmaßnahmen besprochen, die sowohl für die aktuelle Position als auch für den nächstmög- lichen Entwicklungsschritt relevant sind. Dabei orientiert sich das Unternehmen an seinem Lern- und Entwicklungskonzept, das auf drei Kernbereichen basiert: (1) Lernen in der Praxis durch z. B. Projekte, Aufgaben und Job Shadowing, (2) Lernen von anderen durch gegenseitiges Feedback, Mentoring und Coaching sowie (3) formales Lernen durch Trainings und Kurse.
Förderung von Diversität:
Die Schaeffler Gruppe fördert Gleich- berechtigung, Chancengleichheit sowie Zugehörigkeit der Mit- arbeitenden durch verschiedene globale Maßnahmen. So soll sichergestellt werden, dass sich alle Mitarbeitenden wertge- schätzt fühlen und ihre Erfahrungen und Ideen sowie ihre Per- sönlichkeit einbringen können.
Im Jahr 2018 wurde das globale DE&I Council mit dem Ziel gegründet, Diversity, Equity und Inclusion auf höchster Unter- nehmensebene zu institutionalisieren sowie den Diversity- Gedanken im Unternehmen strategisch zu verankern, sicht- barer zu machen und unterschiedliche Perspektiven in der Schaeffler Gruppe zu verbinden. Neben Mitgliedern des Execu- tive Boards der Schaeffler Gruppe sind auch Top-Führungs- kräfte aller Unternehmensbereiche vertreten. Im Jahr 2024 wurde der Prozess zur Umwandlung des Councils in ein Ent- scheidungs-Board angestoßen. Dieses soll sicherstellen, dass die Maßnahmen im Bereich DE&I noch intensiver vorangetrie- ben werden.
Darüber hinaus engagiert sich die Schaeffler Gruppe mit zahl-
reichen Initiativen zur Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit
bei ihren Mitarbeitenden voran. Dabei setzt der Arbeits-
und Gesundheitsschutz der Schaeffler Gruppe insbesondere auf
präventive, bedarfs- und zielgruppenorientierte sowie gesund-
heitsförderliche Maßnahmen. Diese umfassen z. B. Vorsorge-
untersuchungen, Online-Kurse und virtuelle Schulungen, die
während und außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden. Die Maß-
nahmen sollen allgemeine Belastungen des Arbeitsalltags
reduzieren, wie z. B. schichtspezifische Herausforderungen,
psychische Beanspruchungen oder unzureichende Ergonomie
am Arbeitsplatz, und diesbezüglich zu einem gesundheitsge-
rechten Verhalten beitragen sowie Arbeitsunfälle vermeiden.
Seit 2023 finden jährlich Health & Safety Days mit Online- und
zum Teil in Präsenzveranstaltungen für alle Regionen statt. Im
April 2024 widmeten sich die Health & Safety Days dem Thema
der Gesundheit und dem Schutz der Hände. Ziel war es, das
Bewusstsein für die Vermeidung von Unfällen und
zu minimieren.
Der im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess teils
notwendige Abbau von Arbeitsplätzen erfolgt möglichst sozial-
verträglich über Regelungen zur Altersteilzeit und Aufhebungs-
verträge im beiderseitigen Einverständnis. Auch interne Verset-
zungen und natürliche Fluktuation werden als Instrumente
genutzt. Die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen
erfolgt durch individuelle Gespräche und im Austausch zwischen
Arbeitnehmenden und Führungskräften.
In Deutschland verfolgt die Schaeffler Gruppe z. B. im Rahmen
von „Future of Work“ den Ansatz, die Gestaltung von hybriden
Arbeitsmodellen abhängig von Arbeitsaufgaben, Geschäftsan-
forderungen sowie persönlichen Präferenzen zu ermöglichen. Für
die Umsetzung der hybriden Arbeitsmodelle sind die jeweiligen
Führungskräfte verantwortlich. Allen Führungskräften und
Arbeitnehmenden steht ein „Future of Work“-Leitfaden mit Hin-
weisen zur Umsetzung zur Verfügung.
Zudem können alle Arbeitnehmenden auf ein Workshop-Konzept
zur Entwicklung eines Teamarbeitsmodells zurückgreifen. Dieses
beinhaltet z. B. Job-Sharing-Modelle, die nach individueller
Absprache mit einer Führungskraft möglich sind. Dabei wird eine
Vollzeitstelle in enger Absprache auf zwei Personen aufgeteilt,
die sich die Aufgaben teilen. Um die Arbeitszeit an individuelle
Bedürfnisse wie die Pflege von Familienangehörigen anpassen
zu können, ermöglicht das Unternehmen allen Beschäftigten
in Deutschland, unter Anpassung des Entgelts Arbeitsstunden
zu reduzieren.
Schädigende Einflüsse auf die physische und psychische
Gesundheit der Mitarbeitenden, z. B. durch Lärm oder
Gefahrstoffe, sind im Rahmen der Gefährdungsbeurtei-
lungen zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen,
z. B. durch Lärmschutz, zu minimieren.
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Förderung von Arbeits- und Gesundheitsschutz: Mit dem Teilpro-
gramm „Sustainability & Infrastructure“ treibt die Schaeffler Gruppe
Initiativen zur Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit
bei ihren Mitarbeitenden voran. Dabei setzt der Arbeits-
und Gesundheitsschutz der Schaeffler Gruppe insbesondere auf
präventive, bedarfs- und zielgruppenorientierte sowie gesund-
heitsförderliche Maßnahmen. Diese umfassen z. B. Vorsorge-
untersuchungen, Online-Kurse und virtuelle Schulungen, die
während und außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden. Die Maß-
nahmen sollen allgemeine Belastungen des Arbeitsalltags
reduzieren, wie z. B. schichtspezifische Herausforderungen,
psychische Beanspruchungen oder unzureichende Ergonomie
am Arbeitsplatz, und diesbezüglich zu einem gesundheitsge-
rechten Verhalten beitragen sowie Arbeitsunfälle vermeiden.
Seit 2023 finden jährlich Health & Safety Days mit Online- und
zum Teil in Präsenzveranstaltungen für alle Regionen statt. Im
April 2024 widmeten sich die Health & Safety Days dem Thema
der Gesundheit und dem Schutz der Hände. Ziel war es, das
Bewusstsein für die Vermeidung von Unfällen und
zu minimieren.
Der im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess teils
notwendige Abbau von Arbeitsplätzen erfolgt möglichst sozial-
verträglich über Regelungen zur Altersteilzeit und Aufhebungs-
verträge im beiderseitigen Einverständnis. Auch interne Verset-
zungen und natürliche Fluktuation werden als Instrumente
genutzt. Die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen
erfolgt durch individuelle Gespräche und im Austausch zwischen
Arbeitnehmenden und Führungskräften.
In Deutschland verfolgt die Schaeffler Gruppe z. B. im Rahmen
von „Future of Work“ den Ansatz, die Gestaltung von hybriden
Arbeitsmodellen abhängig von Arbeitsaufgaben, Geschäftsan-
forderungen sowie persönlichen Präferenzen zu ermöglichen. Für
die Umsetzung der hybriden Arbeitsmodelle sind die jeweiligen
Führungskräfte verantwortlich. Allen Führungskräften und
Arbeitnehmenden steht ein „Future of Work“-Leitfaden mit Hin-
weisen zur Umsetzung zur Verfügung.
Zudem können alle Arbeitnehmenden auf ein Workshop-Konzept
zur Entwicklung eines Teamarbeitsmodells zurückgreifen. Dieses
beinhaltet z. B. Job-Sharing-Modelle, die nach individueller
Absprache mit einer Führungskraft möglich sind. Dabei wird eine
Vollzeitstelle in enger Absprache auf zwei Personen aufgeteilt,
die sich die Aufgaben teilen. Um die Arbeitszeit an individuelle
Bedürfnisse wie die Pflege von Familienangehörigen anpassen
zu können, ermöglicht das Unternehmen allen Beschäftigten
in Deutschland, unter Anpassung des Entgelts Arbeitsstunden
zu reduzieren.
Schädigende Einflüsse auf die physische und psychische
Gesundheit der Mitarbeitenden, z. B. durch Lärm oder
Gefahrstoffe, sind im Rahmen der Gefährdungsbeurtei-
lungen zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen,
z. B. durch Lärmschutz, zu minimieren.
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Angemessene Entlohnung:
Die Schaeffler Gruppe strebt eine angemessene Entlohnung aller Arbeitnehmenden gemäß der internen Vergütungsrichtlinie an. Da weltweit verschiedene Regelungen bestehen, ist die Vergütung auf Länderebene organisiert. An den Standorten in Deutschland sind nahezu alle Arbeit- nehmenden entweder durch tarifvertragliche Entgeltregelungen oder Entgeltsysteme abgedeckt, die mit den Betriebsräten in Form einer Betriebsvereinbarung beschlossen wurden. Die tarif- vertraglichen Entgeltregelungen beachten außerdem die gesetz- lich garantierten Mindestlöhne der jeweiligen Arbeitsmärkte und Prinzipien wie Entgeltgleichheit. Die Schaeffler Gruppe verfügt über ein objektives Bewertungssystem, welches als Grundlage zur Festsetzung der Vergütung genutzt wird, mit dem Ziel, einer Diskriminierung entgegenzutreten. Wie im Unternehmenskodex verankert, setzt sich das Unternehmen für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Insgesamt strebt die Schaeffler Gruppe eine marktgerechte und leistungsorientierte Vergütungsstruktur mit harmonisierten, digitalisierten und dokumentierten Prozessen an. Die Bewertung der Wirksamkeit wird anhand spezifischer Kennzahlen (siehe Abschnitt ESRS S1-10) überwacht.
Den Transformationsprozess (mit)gestalten:
Angesichts der grund- legenden Transformation der Branche strebt die Schaeffler Gruppe danach, den Wandel im eigenen Unternehmen gemeinsam mit den Interessenvertretungen zu gestalten und ausgewogene Lösungen zu finden, um die als wesentlich identifizierten negati- ven Auswirkungen auf die Mitarbeitenden zu minimieren. Die Voraussetzung dafür ist, dass alle Mitarbeitenden die hierfür relevanten Zusammenhänge verstehen.
Weiterbildung und Kompetenzentwicklung:
Die Schaeffler Gruppe steht für eine Kultur lebenslangen Lernens. Gut qualifizierte Mitarbeitende sind ein entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund fördert die Schaeffler Gruppe in hohem Maße Weiterbildungsangebote der Mitarbeitenden. Diese werden weltweit von der Schaeffler Academy in Kooperation mit Fachbereichen sowie ausgewählten externen Partnern entwi- ckelt und zentral über bestehende Lernsysteme angeboten. Dort stehen verschiedene Trainingsmöglichkeiten mit definierten Lernpfaden zur Verfügung, um die unterschiedlichen Erfahrun- gen und Hintergründe der jeweiligen Zielgruppen zu berücksich- tigen. Dazu zählen sowohl digitale Lernangebote als auch Prä- senztrainings, die global über das Learning Management-System (LMS) zur Verfügung gestellt werden. Beispiele sind die strategi- schen Entwicklungsprogramme „Fit4Production“, „Fit4Mecha- tronics“, „Fit4Sustainability“ und „Fit4Digital“ sowie berufsbe- zogene Qualifizierungsprogramme für den Einkauf und den Vertrieb. Im Rahmen der Verschmelzung der Vitesco Technolo- gies Group AG auf die Schaeffler AG werden derzeit zwei Lernsys- teme verwendet. Zukünftig ist eine Umstellung auf ein einheit- liches Lernsystem vorgesehen. Die formalen Lernangebote, die über die Lernsysteme bereitgestellt werden, werden unmittelbar nach dem Training durch eine Zufriedenheitsumfrage sowie
individuelle Ziele und besprechen das gegenseitige Verhalten sowie die erforderlichen fachlichen Fertigkeiten, die für eine Karriere innerhalb der Schaeffler Gruppe erforderlich sind. Zudem werden Entwicklungsmaßnahmen besprochen, die sowohl für die aktuelle Position als auch für den nächstmög- lichen Entwicklungsschritt relevant sind. Dabei orientiert sich das Unternehmen an seinem Lern- und Entwicklungskonzept, das auf drei Kernbereichen basiert: (1) Lernen in der Praxis durch z. B. Projekte, Aufgaben und Job Shadowing, (2) Lernen von anderen durch gegenseitiges Feedback, Mentoring und Coaching sowie (3) formales Lernen durch Trainings und Kurse.
Förderung von Diversität:
Die Schaeffler Gruppe fördert Gleich- berechtigung, Chancengleichheit sowie Zugehörigkeit der Mit- arbeitenden durch verschiedene globale Maßnahmen. So soll sichergestellt werden, dass sich alle Mitarbeitenden wertge- schätzt fühlen und ihre Erfahrungen und Ideen sowie ihre Per- sönlichkeit einbringen können.
Im Jahr 2018 wurde das globale DE&I Council mit dem Ziel gegründet, Diversity, Equity und Inclusion auf höchster Unter- nehmensebene zu institutionalisieren sowie den Diversity- Gedanken im Unternehmen strategisch zu verankern, sicht- barer zu machen und unterschiedliche Perspektiven in der Schaeffler Gruppe zu verbinden. Neben Mitgliedern des Execu- tive Boards der Schaeffler Gruppe sind auch Top-Führungs- kräfte aller Unternehmensbereiche vertreten. Im Jahr 2024 wurde der Prozess zur Umwandlung des Councils in ein Ent- scheidungs-Board angestoßen. Dieses soll sicherstellen, dass die Maßnahmen im Bereich DE&I noch intensiver vorangetrie- ben werden.
Darüber hinaus engagiert sich die Schaeffler Gruppe mit zahl-
reichen Initiativen zur Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit
bei ihren Mitarbeitenden voran. Dabei setzt der Arbeits-
und Gesundheitsschutz der Schaeffler Gruppe insbesondere auf
präventive, bedarfs- und zielgruppenorientierte sowie gesund-
heitsförderliche Maßnahmen. Diese umfassen z. B. Vorsorge-
untersuchungen, Online-Kurse und virtuelle Schulungen, die
während und außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden. Die Maß-
nahmen sollen allgemeine Belastungen des Arbeitsalltags
reduzieren, wie z. B. schichtspezifische Herausforderungen,
psychische Beanspruchungen oder unzureichende Ergonomie
am Arbeitsplatz, und diesbezüglich zu einem gesundheitsge-
rechten Verhalten beitragen sowie Arbeitsunfälle vermeiden.
Seit 2023 finden jährlich Health & Safety Days mit Online- und
zum Teil in Präsenzveranstaltungen für alle Regionen statt. Im
April 2024 widmeten sich die Health & Safety Days dem Thema
der Gesundheit und dem Schutz der Hände. Ziel war es, das
Bewusstsein für die Vermeidung von Unfällen und
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Angemessene Entlohnung:
Die Schaeffler Gruppe strebt eine angemessene Entlohnung aller Arbeitnehmenden gemäß der internen Vergütungsrichtlinie an. Da weltweit verschiedene Regelungen bestehen, ist die Vergütung auf Länderebene organisiert. An den Standorten in Deutschland sind nahezu alle Arbeit- nehmenden entweder durch tarifvertragliche Entgeltregelungen oder Entgeltsysteme abgedeckt, die mit den Betriebsräten in Form einer Betriebsvereinbarung beschlossen wurden. Die tarif- vertraglichen Entgeltregelungen beachten außerdem die gesetz- lich garantierten Mindestlöhne der jeweiligen Arbeitsmärkte und Prinzipien wie Entgeltgleichheit. Die Schaeffler Gruppe verfügt über ein objektives Bewertungssystem, welches als Grundlage zur Festsetzung der Vergütung genutzt wird, mit dem Ziel, einer Diskriminierung entgegenzutreten. Wie im Unternehmenskodex verankert, setzt sich das Unternehmen für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Insgesamt strebt die Schaeffler Gruppe eine marktgerechte und leistungsorientierte Vergütungsstruktur mit harmonisierten, digitalisierten und dokumentierten Prozessen an. Die Bewertung der Wirksamkeit wird anhand spezifischer Kennzahlen (siehe Abschnitt ESRS S1-10) überwacht.
Den Transformationsprozess (mit)gestalten:
Angesichts der grund- legenden Transformation der Branche strebt die Schaeffler Gruppe danach, den Wandel im eigenen Unternehmen gemeinsam mit den Interessenvertretungen zu gestalten und ausgewogene Lösungen zu finden, um die als wesentlich identifizierten negati- ven Auswirkungen auf die Mitarbeitenden zu minimieren. Die Voraussetzung dafür ist, dass alle Mitarbeitenden die hierfür relevanten Zusammenhänge verstehen.
Weiterbildung und Kompetenzentwicklung:
Förderung von Diversität:
Die Schaeffler Gruppe fördert Gleich- berechtigung, Chancengleichheit sowie Zugehörigkeit der Mit-arbeitenden durch verschiedene globale Maßnahmen. So soll sichergestellt werden, dass sich alle Mitarbeitenden wertge- schätzt fühlen und ihre Erfahrungen und Ideen sowie ihre Per-sönlichkeit einbringen können.
Im Jahr 2018 wurde das globale DE&I Council mit dem Ziel gegründet, Diversity, Equity und Inclusion auf höchster Unter-nehmensebene zu institutionalisieren sowie den Diversity- Gedanken im Unternehmen strategisch zu verankern, sicht-barer zu machen und unterschiedliche Perspektiven in der Schaeffler Gruppe zu verbinden. Neben Mitgliedern des Execu-tive Boards der Schaeffler Gruppe sind auch Top-Führungs-kräfte aller Unternehmensbereiche vertreten. Im Jahr 2024 wurde der Prozess zur Umwandlung des Councils in ein Ent-scheidungs-Board angestoßen. Dieses soll sicherstellen, dass die Maßnahmen im Bereich DE&I noch intensiver vorangetrie-ben werden.
Darüber hinaus engagiert sich die Schaeffler Gruppe mit zahl-
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Soziales
Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Seit 2022 haben sich Mitarbeitenden-Communities für eine inklusive und sichere Arbeitsumgebung gebildet. „Women@Schaeffler“ versteht sich als Netzwerk für Frauen, das den Austausch und die gegenseitige Unterstützung fördert. Außerdem sollen die Karriereperspektiven von Frauen im Unternehmen gestärkt werden. Im transparenten Rahmen von Mentoring-Programmen werden persönliche und fachliche Kompetenzen gefördert und Entwicklungsmöglichkeiten unterstützt. „Pride@Schaeffler“ verfolgt das Ziel, ein integratives, sicheres und angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen, und setzt sich z. B. für Sensibilisierungs- und Bildungsräume oder die Förderung der psychischen Gesundheit ein. Die Mitarbeitenden-Community „ABLE“ (Employees Beyond Limits & Expectations) engagiert sich zudem für ein erfolgreiches Miteinander und die Bedürfnisse von Menschen mit verschiedenen Formen von Einschränkungen. Überdies möchte die Community „Working Parents“ auf die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam machen und arbeitet an gemeinsamen Wegen und Lösungen, die vom Unternehmen unterstützt werden.
Als zusätzliche Maßnahmen werden freiwillige Schulungen zum Thema „Visual Awareness“, „Dignity & Inclusion“, „Umgang mit Mitarbeitenden und Kolleginnen und Kollegen“ oder „Psychological Risk Factors in the Workplace“ angeboten, um insbesondere das Bewusstsein für Inklusion, Diskriminierungsrisiken und einen allgemeinen wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander zu fördern und zu adressieren. Unterstützt wird dies durch eine adressatengerechte Kommunikation bezüglich der entsprechenden Erwartungshaltung unter Bezugnahme auf den Schaeffler Unternehmenskodex in Form von „Town-hall-Meetings“ und den Formaten „Tone-from-the-Top“ bzw. „Tone-from-the-Middle“.
Im Rahmen der Konzeptionierung der Mitarbeitendenschulungen wurde besonderes Augenmerk auf das Thema Ungleichbehandlung gelegt. Entsprechende Schulungen enthalten Hinweise auf den Schaeffler Beschwerdemechanismus, um Mitarbeitende zu ermutigen, Hinweise an die zuständige Abteilung Forensics & Investigations abzugeben.
Ein wichtiges Element zur Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Gleichbehandlung und Chancengleichheit ist u. a. die Durchführung regelmäßiger Befragungen (siehe Abschnitt ESRS S1-2). Für Vorfälle im eigenen Geschäftsbereich setzt sich die Schaeffler Gruppe mit dem konkreten Sachverhalt im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auseinander. Es wird gemeinsam mit dem betroffenen Standort nach einem Lösungsansatz gesucht, um Abhilfe zu schaffen. So wurden im Berichtsjahr disziplinarische Maßnahmen umgesetzt bzw. den Betroffenen ein Angebot hinsichtlich kompensatorischer Maßnahmen (finanzieller bzw. nichtfinanzieller Art) unterbreitet.
Es gibt einen Performance & Goal Management-Prozess, durch den die Leistung und die kontinuierliche Entwicklung der Arbeitnehmenden gefördert werden soll. In diesem transparenten Rahmen vereinbaren Führungskräfte und Arbeitnehmende die als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken richtig adressieren und das jeweilige gewünschte Maßnahmenziel erreicht wird.
Daneben gibt es einen Performance & Goal Management-Prozess, durch den die Leistung und die kontinuierliche Entwicklung der Arbeitnehmenden gefördert werden soll. In diesem transparenten Rahmen vereinbaren Führungskräfte und Arbeitnehmende die als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken richtig adressieren und das jeweilige gewünschte Maßnahmenziel erreicht wird.
Datenschutz:
Der Schutz von Persönlichkeitsrechten hat für die Schaeffler Gruppe einen hohen Stellenwert und ist Bestandteil des Unternehmenskodex. Bei der Verarbeitung der Daten von geschäftlichen Kontakten und Mitarbeitenden soll mit Umsicht und Sensibilität vorgegangen werden. Ziel ist es, dass die entsprechenden Prozesse mit den rechtlichen Datenschutzvorgaben übereinstimmen. Der Datenschutzbeauftragte der Schaeffler AG nimmt dabei eine zentral steuernde Rolle ein. Er ist dem Bereich Compliance & Corporate Security und damit dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden zugeordnet. In der Schaeffler Gruppe existiert ein Security-by-Design-Prozess. Dieser orientiert sich an nationalen und internationalen Standards und berücksichtigt die Datensicherheit bereits bei der Entwicklung von Systemen und Anwendungen. Schutzmaßnahmen werden in Abhängigkeit des jeweiligen Schutzbedarfs in den Prozess integriert und nachverfolgt. Zu Überprüfung der Wirksamkeit werden regelmäßig Risikobewertungen sowie Evaluierungen durchgeführt.
Zudem veröffentlicht die Schaeffler Gruppe Stellenangebote in einem Format und einer Sprache, die für sich bewerbende Personen zugänglich sind. Diesbezüglich sollen relevante Informationen über die wichtigsten Arbeitsbedingungen – insbesondere Gehalt, Wohnbedingungen und Kosten, die den Mitarbeitenden entstehen könnten – während des Einstellungsverfahrens transparent dargelegt werden. Ferner arbeitet die Schaeffler Gruppe daran, Sprachbarrieren bei Arbeitsverträgen und Betriebsanweisungen abzubauen.
Darüber hinaus haben Mitarbeitende die Möglichkeit, ihr Wissen zum Thema Klimawandel und die Relevanz für Unternehmen in einem freiwilligen Online-Training zu vertiefen. Dabei geht es auch um die praktische Umsetzung im Unternehmen, d. h. den Transformationsprozess hin zu einem umweltfreundlicheren und dekarbonisierten Wirtschaften.
Ziele und Kennzahlen [S1-5]
Kinderarbeit wird von der Schaeffler Gruppe nicht toleriert. Allgemein dürfen keine Menschen eingestellt werden, die die Schulpflicht noch nicht erfüllt haben. Weiterhin ist es nicht gestattet, Kinder einzustellen, die das 15. Lebensjahr nicht vollendet haben. Außerdem dürfen Mitarbeitende unter 18 Jahren nicht für gefährliche Arbeiten eingesetzt werden. Dafür muss sichergestellt werden, dass ein Altersnachweis vorliegt und dies dokumentiert wird.
Im Zuge der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG die Schaeffler AG wird das bisherige Ziel der Schaeffler Gruppe zur Steigerung des Anteils von Frauen im Top-Management revalidiert. Aus diesem Grund erfolgt im Berichtsjahr keine Berichterstattung dazu. Die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Sicherstellung von Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie sonstiger arbeitsbezogener Rechte im Zusammenhang mit den als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken wird dennoch im Rahmen von Managementsystemen (siehe Abschnitt ESRS S1-3), Befragungen (siehe Abschnitt ESRS S1-2) und spezifischen Kennzahlen nachverfolgt.
Arbeitsicherheit
Die Schaeffler Gruppe verfolgt eine kontinuierliche Reduzierung der Rate der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen (engl.: Lost Time Injury Rate, LTIR), um die wesentlichen negativen Auswirkungen von Arbeitsunfällen auf die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden durch Arbeitsunfälle zu minimieren. Definiert wird die LTIR als arbeitsbedingte Unfälle ab einem Ausfalltag pro 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden. Arbeitsbedingte Unfälle liegen vor, wenn eine medizinische Behandlung durchgeführt wurde und ein direkter Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit besteht, wobei nationale Abweichungen zur besseren Vergleichbarkeit nicht berücksichtigt werden.
In diesem Zusammenhang hat sich das Unternehmen auf das strategische Ziel gesetzt, die Häufigkeit der Arbeitsunfälle bis 2024 jährlich um durchschnittlich 10 % zu senken. Für das Berichtsjahr soll die LTIR auf höchstens 3,3 reduziert werden. Das Ziel wurde mit dem Wert von 6,2 im Basisjahr 2018 unter Berücksichtigung der Vorjahresentwicklungen sowie einer Benchmark-Betrachtung festgesetzt. Als Zielwert für die variable kurzfristige Vergütung 2024 (engl.: Short-Term Bonus, STB) wurde der Wert in Höhe von 2,65 festgelegt. Im Berichtsjahr konnte die LTIR auf 1,6 reduziert werden und liegt somit unter beiden zuvor genannten Zielwerten. Der Fortschritt wird regelmäßig überprüft.
Bei der LTIR werden zusätzlich zu den Arbeitnehmenden Auszubildende, Personen im Praktikum sowie Bachelor- und Masterstudierende, die eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, berücksichtigt. Die Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG werden nicht berücksichtigt.
Zur Erhebung der Anzahl von Arbeitnehmenden und der Art der Verträge wurden die internen Belegschaftskategorien der Schaeffler Gruppe aus dem existierenden global verfügbaren Reportingsystem den ESRS-Anforderungen zugeordnet und die Kennzahlen
| Stichtag in Personenzahl | 31.12.2024 | 1) Durchschnitt 2024 |
|---|---|---|
| Männlich | 85.564 | 70.149 |
| Weiblich | 30.373 | 22.242 |
| Divers | 0 | 0 |
| Keine Angaben | 0 | 0 |
| Gesamtzahl der Arbeitnehmenden | 115.937 | 92.931 |
1) Im Hinblick auf Arbeitnehmendenzahlen wird im Folgenden immer auf Stichtags- Kennzahlen abgestellt, außer es wird explizit auf die Durchschnittsbetrachtung verwiesen.
Der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Arbeitnehmenden und den Arbeitnehmenden zum Stichtag ist auf die
Sonstige arbeitsbezogene Rechte
Lösung zur Adressierung von Zwangs- und Kinderarbeit:
In der um späteren Zeitpunkt durch eine Wirksamkeitsbewertung überprüft. sicheren Arbeitsumgebung. „Women@Schaeffler“ versteht sich Klimawandel und die Relevanz für Unternehmen in einem frei- als Netzwerk für Frauen, das den Austausch und die gegen- willigen Online-Training zu vertiefen. Dabei geht es auch um die seitige Unterstützung fördert. Außerdem sollen die Karrierepers- praktische Umsetzung im Unternehmen, d. h. den Transforma- pektiven von Frauen im Unternehmen gestärkt werden. Im tionsprozess hin zu einem umweltfreundlicheren und dekarboni- transparenten Rahmen von Mentoring-Programmen werden persönliche und sierten Wirtschaften. fachliche Kompetenzen gefördert und Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 95 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1] Entwicklungsmöglichkeiten unterstützt. „Pride@Schaeffler“ Um das sowohl in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als sieht vor, dass Maßnahmen die als wesentlich identifizierten verfolgt das Ziel, ein integratives, sicheres und angenehmes auch in der Risikoanalyse gemäß dem LkSG im Rahmen des Arbeitsumfeld zu schaffen, und setzt sich z. B. für Sensibilisie- Menschenrechts-CMS identifizierte Thema der Zwangsarbeit zu rungs- und Bildungsräume oder die Förderung der psychischen adressieren, untersagt die Schaeffler Gruppe ihren Mitarbeiten- Gesundheit ein. Die Mitarbeitenden-Community „ABLE“ (Emp- den und allen Unterauftragnehmern strikt den Einsatz von loyees Beyond Limits & Expectations) engagiert sich zudem für Zwangsarbeitenden sowie die Beteiligung an jeglicher Form von ein erfolgreiches Miteinander und die Bedürfnisse von Men- Zwangsarbeit. Mitarbeitenden steht es jederzeit zu, sich unter schen mit verschiedenen Formen von Einschränkungen. Überdies Berücksichtigung von vertraglichen Kündigungsfristen von ihrer möchte die Community „Working Parents“ auf die Herausforde- Beschäftigung zu lösen. Es ist nicht erlaubt, Ausweispapiere rungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam und Einwanderungsunterlagen von Mitarbeitenden, z. B. Reise- machen und arbeitet an gemeinsamen Wegen und Lösungen, die pässe oder Führerscheine, zu zerstören, einzubehalten oder vom Unternehmen unterstützt werden. anderweitig den Zugang zu verweigern.
Als zusätzliche Maßnahmen werden freiwillige Schulungen zum Zudem veröffentlicht die Schaeffler Gruppe Stellenangebote in Thema „Visual Awareness“, „Dignity & Inclusion“, „Umgang mit einem Format und einer Sprache, die für sich bewerbende Perso- Mitarbeitenden und Kolleginnen und Kollegen“ oder „Psycho- nen zugänglich sind. Diesbezüglich sollen relevante Informatio- logical Risk Factors in the Workplace“ angeboten, um insbeson- nen über die wichtigsten Arbeitsbedingungen – insbesondere dere das Bewusstsein für Inklusion, Diskriminierungsrisiken Gehalt, Wohnbedingungen und Kosten, die den Mitarbeitenden und einen allgemeinen wertschätzenden und respektvollen entstehen könnten – während des Einstellungsverfahrens trans- Umgang miteinander zu fördern und zu adressieren. Unterstützt parent dargelegt werden. Ferner arbeitet die Schaeffler Gruppe wird dies durch eine adressatengerechte Kommunikation daran, Sprachbarrieren bei Arbeitsverträgen und Betriebsanwei- bezüglich der entsprechenden Erwartungshaltung unter Bezug- sungen abzubauen. nahme auf den Schaeffler Unternehmenskodex in Form von Ziele und Kennzahlen „Town-hall-Meetings“ und den Formaten „Tone-from-the-Top“ Kinderarbeit wird von der Schaeffler Gruppe nicht toleriert. bzw. „Tone-from-the-Middle“. Im Rahmen der Konzeptionierung Allgemein dürfen keine Menschen eingestellt werden, die die Ziele [S1-5] der Mitarbeitendenschulungen wurde besonderes Augenmerk Schulpflicht noch nicht erfüllt haben. Weiterhin ist es nicht auf das Thema Ungleichbehandlung gelegt. Entsprechende aufgestattet, Kinder einzustellen, die das 15. Lebensjahr nicht voll- Schulungen enthalten Hinweise auf den Schaeffler Beschwer- endet haben. Außerdem dürfen Mitarbeitende unter 18 Jahren Arbeitssicherheit demechanismus, um Mitarbeitende zu ermutigen, Hinweise an nicht für gefährliche Arbeiten eingesetzt werden. Dafür muss die zuständige Abteilung Forensics & Investigations abzuge- sichergestellt werden, dass ein Altersnachweis vorliegt und dies ben. Ein wichtiges Element zur Überprüfung der Wirksamkeit von dokumentiert wird. Maßnahmen zur Gleichbehandlung und Chancengleichheit auf die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden durch ist u. a. die Durchführung regelmäßiger Befragungen (siehe Für Vorfälle im eigenen Geschäftsbereich setzt sich die Arbeitsunfälle zu minimieren. Definiert wird die LTIR als arbeits- Abschnitt ESRS S1-2). Schaeffler Gruppe mit dem konkreten Sachverhalt im Rahmen bedingte Unfälle ab einem Ausfalltag pro 1 Mio. geleisteter des Beschwerdeverfahrens auseinander. Es wird gemeinsam mit Arbeitsstunden. Arbeitsbedingte Unfälle liegen vor, wenn eine dem betroffenen Standort nach einem Lösungsansatz gesucht, medizinische Behandlung durchgeführt wurde und ein direkter Lösung zur Adressierung von Zwangs- und Kinderarbeit: In der um Abhilfe zu schaffen. So wurden im Berichtsjahr disziplinarische Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit besteht, wobei nationale Menschenrechts-Compliance-Richtlinie der Schaeffler Gruppe Maßnahmen umgesetzt bzw. den Betroffenen ein Angebot Abweichungen zur besseren Vergleichbarkeit nicht berücksichtigt werden Grundprinzipien dargestellt, deren korrespondierende hinsichtlich kompensatorischer Maßnahmen (finanzieller bzw. werden. In diesem Zusammenhang hat sich das Unternehmen Umsetzung die Themen Zwangs- und Kinderarbeit adressieren. nichtfinanzieller Art) unterbreitet. Das Menschenrechts-CMS auf das strategische Ziel gesetzt, die Häufigkeit der Arbeitsunfälle Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 96 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1] Merkmale der Arbeitnehmenden des Unternehmens [S1-6] werden. In diesem Zusammenhang hat sich das Unternehmen bis 2024 jährlich um durchschnittlich 10 % zu senken. Im Zuge der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG die Schaeffler AG wird das bisherige Ziel der Schaeffler Gruppe zur Steigerung des Anteils von Frauen im Top-Management reva- Angaben zur Zahl der Arbeitnehmenden nach Geschlecht lidiert. Aus diesem Grund erfolgt im Berichtsjahr keine Bericht- Für das Berichtsjahr soll die LTIR auf höchstens 3,3 reduziert wer- erstattung dazu. Die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Sicherstel- den. Das Ziel wurde mit dem Wert von 6,2 im Basisjahr 2018 unter lung von Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie sonstiger arbeitsbezogener Rechte im Zusammenhang mit den Berücksichtigung der Vorjahresentwicklungen sowie einer Bench- als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken wird mark-Betrachtung festgesetzt. Als Zielwert für die variable kurz- dennoch im Rahmen von Managementsystemen (siehe Abschnitt fristige Vergütung 2024 (engl.: Short-Term Bonus, STB) wurde der ESRS S1-3), Befragungen (siehe Abschnitt ESRS S1-2) und spezi- Wert in Höhe von 2,65 festgelegt. Im Berichtsjahr konnte die LTIR fischen Kennzahlen nachverfolgt. auf 1,6 reduziert werden und liegt somit unter beiden zuvor genannten Zielwerten. Der Fortschritt wird regelmäßig überprüft. Bei der LTIR werden zusätzlich zu den Arbeitnehmenden Auszubil- Zur Erhebung der Anzahl von Arbeitnehmenden und der Art der dende, Personen im Praktikum sowie Bachelor- und Masterstudie- Verträge wurden die internen Belegschaftskategorien der rende, die eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, berücksichtigt. Schaeffler Gruppe aus dem existierenden global verfügbaren Der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Arbeitneh- Reportingsystem den ESRS-Anforderungen zugeordnet und die menden und den Arbeitnehmenden zum Stichtag ist auf die
Die Schaeffler Gruppe versteht sich als ein verantwortungsbewusstes Unternehmen, das sich zu fairen Arbeitsbedingungen und der Einhaltung von Menschenrechten bekennt. Dies zeigt sich in verschiedenen Initiativen und Prozessen, die darauf abzielen, eine inklusive, sichere und gesunde Arbeitsumgebung zu schaffen und gleichzeitig die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu minimieren.
Die Unternehmenspolitik untersagt strikt den Einsatz von Zwangsarbeit und Kinderarbeit. Mitarbeitende haben jederzeit das Recht, sich von ihrer Beschäftigung zu lösen, und es ist verboten, Ausweispapiere oder Einwanderungsunterlagen einzubehalten. Stellenangebote werden in zugänglicher Sprache veröffentlicht, und wichtige Arbeitsbedingungen werden transparent dargelegt.
Darüber hinaus investiert die Schaeffler Gruppe in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden durch freiwillige Schulungen zu Themen wie Inklusion, Diskriminierung und psychische Gesundheit. Ein Beschwerdemechanismus steht zur Verfügung, um Mitarbeitenden die Meldung von Problemen zu ermöglichen.
Die Reduzierung von Arbeitsunfällen hat höchste Priorität, und die Schaeffler Gruppe verfolgt das strategische Ziel, die Arbeitsunfallrate bis 2024 jährlich um durchschnittlich 10 % zu senken. Diese Ziele werden durch Managementsysteme, Befragungen und spezifische Kennzahlen nachverfolgt.
Merkmale der Arbeitnehmenden des Unternehmens [S1-6]
Im Zuge der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG die Schaeffler AG wird das bisherige Ziel der Schaeffler Gruppe zur Steigerung des Anteils von Frauen im Top-Management revalidiert. Aus diesem Grund erfolgt im Berichtsjahr keine Berichterstattung dazu. Die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Sicherstellung von Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie sonstiger arbeitsbezogener Rechte im Zusammenhang mit den als wesentlich identifizierten Auswirkungen und Risiken wird dennoch im Rahmen von Managementsystemen (siehe Abschnitt ESRS S1-3), Befragungen (siehe Abschnitt ESRS S1-2) und spezifischen Kennzahlen nachverfolgt.
Zur Erhebung der Anzahl von Arbeitnehmenden und der Art der Verträge wurden die internen Belegschaftskategorien der Schaeffler Gruppe aus dem existierenden global verfügbaren Reportingsystem den ESRS-Anforderungen zugeordnet und die Kennzahlen
| Stichtag in Personenzahl | 31.12.2024 | 1) Durchschnitt 2024 |
|---|---|---|
| Männlich | 85.564 | 70.149 |
| Weiblich | 30.373 | 22.242 |
| Divers | 0 | 0 |
| Keine Angaben | 0 | 0 |
| Gesamtzahl der Arbeitnehmenden | 115.937 | 92.931 |
1) Im Hinblick auf Arbeitnehmendenzahlen wird im Folgenden immer auf Stichtags- Kennzahlen abgestellt, außer es wird explizit auf die Durchschnittsbetrachtung verwiesen.
Der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Arbeitnehmenden und den Arbeitnehmenden zum Stichtag ist auf die# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 97 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog [S1-8]
Darstellung von Informationen über Arbeitnehmende nach Art des Vertrags, aufgeschlüsselt nach Geschlecht
| Weiblich | Männlich | Sonstige | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Zahl der Arbeitnehmenden | 30.373 | 85.564 | 0 | 115.937 |
| Zahl der Arbeitnehmenden mit unbefristeten Arbeitsverträgen | 26.887 | 77.376 | 0 | 104.263 |
| Zahl der Arbeitnehmenden mit befristeten Arbeitsverträgen | 3.285 | 7.839 | 0 | 11.124 |
| Zahl der Abrufkräfte | 201 | 349 | 0 | 550 |
Der Großteil der Arbeitnehmenden ist unbefristet angestellt. Befristungen sind z. B. auf Kapazitätsspitzen, Sonderprojekte und Krankheits- bzw. Elternzeitvertretungen zurückzuführen, der Anteil an Arbeitnehmenden mit befristeten Arbeitsverträgen beträgt im Geschäftsjahr 2024 9,6 %.
Berichterstattung über tarifvertragliche Abdeckung und den sozialen Dialog auf Länderebene 1)
| Abdeckung | Sozialer Dialog | |
|---|---|---|
| Arbeitnehmende – EWR (nur EWR) | 97,3 % | Deutschland |
| Deutschland | 80–100 % | Deutschland |
1) Für Länder im EWR mit > 50 Arbeitnehmenden, die > 10 % der Gesamtzahl ausmachen.
Der Anteil an Arbeitnehmenden im Europäischen Wirtschaftsraum, die von Tarifverträgen abgedeckt sind, beträgt im Berichtsjahr 97,3 %. Die tarifvertragliche Abdeckung wurde jeweils über die Zugehörigkeit der Arbeitnehmenden zu tarifgebundenen Standorten ermittelt. Die Schaeffler Gruppe verfügt über einen Europäischen Betriebsrat, sodass alle Arbeitnehmenden in Europa durch vertretende Arbeitnehmende abgedeckt sind.
Angaben zu Ländern mit erheblicher Anzahl 1) an Arbeitnehmenden
| Land | Personen im Praktikum |
|---|---|
| Deutschland | 35.529 |
| China | 18.946 |
1) Gemäß ESRS definiert als Länder, in denen das Unternehmen 50 oder mehr Arbeitnehmende hat, die mindestens 10 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmenden ausmachen.
Die Schaeffler Gruppe berücksichtigt interne Stakeholder, wie den Aufsichtsrat, der den globalen Zielwert festlegt. Damit der Zielwert auf allen Unternehmensebenen umgesetzt wird, wird dieser mit den Sparten abgestimmt. Das Ziel wurde im Vorstand und Aufsichtsrat der Schaeffler AG freigegeben. Die Entwicklung der LTIR wird regelmäßig sowohl dem Aufsichtsrat als auch dem Konzernbetriebsrat berichtet. Zudem werden abgeleitete Projekte u. a. im E, H & S (Environment, Health & Safety) Ausschuss in Personenzahl Arbeitnehmende des Konzernbetriebsrats abgestimmt.
Angaben zu Anzahl an Arbeitnehmenden, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Art des Vertrags, Austritte und Alter sowie sonstige arbeitsbezogene Rechte des Unternehmens.
Die Zahl der Arbeitnehmenden weicht von der in Kapitel Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit dargestellten Anzahl der Mitarbeitern ab, da im Begriff Arbeitnehmende gemäß ESRS auch Aushilfen berücksichtigt werden. Für die Einhaltung der ESRS-Vorgabe sind insb. Beschäftigungs- und Ausbildungsverhältnisse klar abzugrenzen. Die Einordnung dazu, ob die Ausbildung im Vordergrund steht, wurde anhand der global geltenden internen Belegschaftskategorien vorgenommen. Die Entscheidung darüber, welchen dieser Kategorien Einzelpersonen zugeordnet werden, erfolgt lokal. Demnach sind z. B. Auszubildende und Personen im Praktikum nicht der Gruppe der Arbeitnehmenden zugeordnet und damit auch nicht Teil der eigenen Arbeitskräfte des Unternehmens.
Die Schaeffler Gruppe hat zum aktuellen Zeitpunkt keine ergebnisorientierten und zeitgebundenen Ziele zum Thema Gleichbehandlung und Chancengleichheit sowie sonstige arbeitsbezogene Rechte verabschiedet, da sich die Berichterstattung momentan noch im Aufbau befindet.
Diversität [S1-9]
Angaben zu Fluktuation
| Anzahl | % | |
|---|---|---|
| Personenzahl der Arbeitnehmenden, die das Unternehmen verlassen haben | 9.866 | |
| Prozentsatz der Arbeitnehmendenfluktuation im Verhältnis zur Gesamtanzahl der Arbeitnehmenden | 10,7 |
Die Fluktuation beträgt 10,7 % und ist im Berichtsjahr über arbeitnehmerinitiierte Austritte hinaus vorwiegend auf Pensionierungen, arbeitgeberinitiierte Austritte sowie die geplanten Austritte befristet eingestellter Arbeitnehmenden zurückzuführen.
Geschlechterverteilung auf der obersten Führungsebene
| Personenanzahl | % | |
|---|---|---|
| Zahl der weiblichen Arbeitnehmenden auf der obersten Führungsebene | 179 | 19,8 |
| Zahl der männlichen Arbeitnehmenden auf der obersten Führungsebene | 723 | 80,2 |
| Zahl der sonstigen Arbeitnehmenden auf der obersten Führungsebene | 0 | 0 |
| Zahl der Arbeitnehmenden ohne Angabe auf der obersten Führungsebene | 0 | 0 |
Bei den Angaben zur Gleichstellung der Geschlechter auf der obersten Führungsebene werden die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands als oberste Führungsebene definiert.
Verteilung der Arbeitnehmenden nach Altersgruppen
| Personenanzahl | % | |
|---|---|---|
| Arbeitnehmende unter 30 Jahren | 17.304 | 14,9 |
| Arbeitnehmende zwischen 30–50 Jahren | 72.002 | 62,1 |
| Arbeitnehmende über 50 Jahren | 26.631 | 23,0 |
Angemessene Entlohnung und Vergütungskennzahlen
Die Schaeffler Gruppe hat zum 1.10.2024 die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG begründet. Die Zahl der Arbeitnehmenden weicht von der in Kapitel Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit dargestellten Anzahl der Mitarbeitern ab, da im Begriff Arbeitnehmende gemäß ESRS auch Aushilfen berücksichtigt werden.
Die LTIR beträgt im Berichtsjahr 1,6. Der Großteil der Arbeitnehmenden ist unbefristet angestellt. Die tarifvertragliche Abdeckung wurde jeweils über die Zugehörigkeit der Arbeitnehmenden zu tarifgebundenen Standorten ermittelt. Die Schaeffler Gruppe verfügt über einen Europäischen Betriebsrat, sodass alle Arbeitnehmenden in Europa durch vertretende Arbeitnehmende abgedeckt sind.
Im Berichtszeitraum gab es weder Todesfälle bei den eigenen Arbeitskräften noch bei anderen an den Standorten der Schaeffler Gruppe tätigen Arbeitskräften, die auf arbeitsbedingte Verletzungen zurückzuführen sind.
Gesundheitsschutz und Sicherheit [S1-14]
Der Anteil der Arbeitnehmenden, die über die ISO 45001-Zertifizierung für das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement- System 2024 abgedeckt sind, beträgt im Geschäftsjahr 2024 92,2 %.
Arbeitsbedingte Unfälle werden von lokalen und regionalen Verantwortlichen in die Unfalldatenbank eingetragen. Dort werden die Unfälle klassifiziert, woraus die meldepflichtigen Arbeitsunfälle abgeleitet werden können. Meldepflichtige arbeitsbedingte Unfälle liegen vor, wenn eine medizinische Behandlung durchgeführt wurde und ein direkter Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit besteht. Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle von Arbeitnehmenden im Berichtszeitraum beträgt 769, was einer Quote von 4,8 Arbeitsunfällen pro 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden entspricht. Es sind nur Unfälle enthalten, die nach der allgemeinen Definition der ESRS arbeitsbedingt sind. Arbeitsunfälle nach abweichenden nationalen Vorgaben sind in der Kennzahl auf Grund eingeschränkter Vergleichbarkeit, sowohl zwischen eigenen Standorten als auch im externen Vergleich zu anderen Unternehmen, nicht enthalten.
Unfälle, die zu mindestens einem Ausfalltag führen, sind relevant, wobei analog zu oben genanntem Ziel Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG nicht berücksichtigt werden. Zusätzlich zu den Arbeitnehmenden werden Auszubildende, Personen im Praktikum sowie Bachelor- und Masterstudierende, die eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, berücksichtigt.
Im Sinne der ESRS-Definition werden hier nicht Unfälle gezählt, die aufgrund lokaler rechtlicher Vorgaben meldepflichtig sind, sondern nach dem Verständnis der ESRS als meldepflichtig in der Berichterstattung verstanden werden.
Die unbereinigte Gender Pay Gap wird das Verdienstgefälle zwischen den durchschnittlichen Gehältern von Frauen und Männern aufgezeigt, allerdings ohne Berücksichtigung struktureller Faktoren wie Alter, Job-Familie, Wertigkeit der Position (Grading Level), Leistung usw. Somit gibt die unbereinigte Gender Pay Gap keinen Aufschluss über eine ungleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit. Zur Berechnung des Gender Pay Gaps wird der Stundenlohn herangezogen.
Der geltenden Referenzwert für eine angemessene Entlohnung definiert Schaeffler grundsätzlich als den gesetzlichen Mindestlohn in einem Land. Sofern mehrere gesetzliche Mindestlöhne in einem Land gelten, werden diese Werte entsprechend berücksichtigt. In den Ländern, in denen kein gesetzlicher Mindestlohn verfügbar ist, wird der gesetzliche Mindestlohn eines vergleichbaren Landes in wirtschaftlicher Hinsicht herangezogen. Als Entlohnung der Arbeitnehmenden wurde die Summe der jährlich fixen Grundvergütung sowie der jährlichen fixen Zulagen herangezogen.
Für die Ermittlung dieser Kennzahlen wurde grundsätzlich das jährliche Zielgehalt eines jeden Arbeitnehmenden für jede Vergütungskomponente an dem definierten Stichtag berücksichtigt. Einmalzahlungen und wiederkehrende Zulagen, die vor dem 1. Oktober 2024 ausbezahlt wurden, wurden als tatsächliche Zahlung berücksichtigt und, falls zutreffend, manuell für das letzte Quartal hochgerechnet, um das gesamte Geschäftsjahr 2024 widerzuspiegeln. Es gibt keine Anhaltspunkte, weshalb die Datenerhebung zum Ende des Berichtszeitraums maßgeblich andere Ergebnisse hervorbringen würde. Allerdings können geringfügige Abweichungen aufgrund der manuellen Datenerhebung und der Betrachtung der Zielver- beschriebene Vorgehensweise hinsichtlich Methodik, Datenerhebung, Konsolidierung und Berechnung der drei Vergütungskennzahlen gelten für alle Arbeitnehmenden zum Stichtag gleichermaßen. Um die relevanten Vergütungsbestandteile als Grundlage der Ermittlung dieser Kennzahlen zu erhalten, führte Schaeffler einen globalen Datenerhebungsprozess auf individueller Personenebene durch. Dieser Prozess wurde in den Schaeffler Regionen und Ländern durchgeführt, um relevante Vergütungsbestandteile pro Arbeitnehmende zu erhalten, wobei die Daten zentral konsolidiert, auf Konsistenz und größere Abweichungen validiert und die Kennzahlen ermittelt wurden.
Während des Berichtszeitraums wurden keine Arbeitnehmenden der Schaeffler Gruppe unter dem oben definierten Referenzwert für eine angemessene Entlohnung identifiziert.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Nachhaltigkeitsbericht
Soziales
Arbeitskräfte des Unternehmens [ESRS S1]
Dieser umfasst das jährliche Grundgehalt, garantierte fixe Zahlungen, kurzfristige und langfristige variable Vergütungsbestandteile, Erfolgsbeteiligungen, zusätzliche Sachbezüge, wie Versicherungs- und Pensionsleistungen oder Werte für Firmenwagen, die im Rahmen der ESRS für die unbereinigte Gender Pay Gap relevant sind, wurden bei der Ermittlung der unbereinigten Gender Pay Gap nicht berücksichtigt. Diese können aufgrund der unterschiedlichen Systemlandschaften und lokalen Marktgegebenheiten nur mit unverhältnismäßigem Aufwand ermittelt werden. Allerdings werden solche zusätzlichen Sachbezüge durch die Schaeffler Gruppe unter Berücksichtigung von globalen und lokalen internen Richtlinien angeboten, welche keine unterschiedliche Behandlung zwischen weiblichen und männlichen Arbeitnehmenden vorsehen. Diese Sachbezüge wurden unter der Annahme nicht berücksichtigt, dass ihr Fehlen keinen signifikanten Einfluss auf die zentrale Aussage der unbereinigten Gender Pay Gap hat, was auch durch Stichproben bestätigt werden konnte. Geringfügige Abweichungen können nicht ausgeschlossen werden.
Für das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung wird der Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmenden und die jährliche Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson herangezogen. Sie umfasst das jährliche Grundgehalt, garantierte fixe Zahlungen, kurzfristige und langfristige variable Vergütungsbestandteile, Erfolgsbeteiligungen und Einmalzahlungen, sonstige Zulagen sowie Überstundenvergütung und Schichtzulagen. Um sicherzustellen, dass die jährliche Gesamtvergütung eines jeden Arbeitnehmenden vergleichbar ist (z. B. aufgrund von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung), wird die jährliche Gesamtvergütung auf Vollzeitäquivalente hochgerechnet. Um unterschiedliche Währungen und Geldwerte zwischen den Ländern zu berücksichtigen und vergleichen zu können, wird die Kaufkraftparität verwendet. Dies ermöglicht einen genaueren Vergleich der Lebensstandards zwischen den Ländern, indem die relativen Lebenshaltungskosten und Inflationsraten berücksichtigt werden. Der Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmenden (ohne die am höchsten bezahlte Einzelperson) und die dazugehörige Person wird aus der Gesamtpopulation ermittelt. Die am höchsten bezahlte Einzelperson ist der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG. Das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmenden der Schaeffler Gruppe beträgt 68:1.
Im Berichtsjahr werden erstmalig die durch die ESRS geforderten drei Vergütungskennzahlen ermittelt und veröffentlicht. Die drei Kennzahlen lauten:
- Angemessene Entlohnung
- Unbereinigte Gender Pay Gap (geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle)
- Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung
Die unbereinigte globale Gender Pay Gap der Schaeffler Gruppe beträgt 16,1 %. Dies entspricht der Differenz zwischen dem Durchschnittseinkommen von weiblichen und männlichen Arbeitnehmenden, ausgedrückt als Prozentsatz des Durchschnittseinkommens männlicher Arbeitnehmer.
Grundgehalt, garantierte fixe Zahlungen, kurzfristige und langfristige variable Vergütungsbestandteile, Erfolgsbeteiligungen, zusätzliche Sachbezüge, wie Versicherungs- und Pensionsleistungen oder Werte für Firmenwagen, die im Rahmen der ESRS für die unbereinigte Gender Pay Gap relevant sind, wurden bei der Ermittlung der unbereinigten Gender Pay Gap nicht berücksichtigt. Diese können aufgrund der unterschiedlichen Systemlandschaften und lokalen Marktgegebenheiten nur mit unverhältnismäßigem Aufwand ermittelt werden. Allerdings werden solche zusätzlichen Sachbezüge durch die Schaeffler Gruppe unter Berücksichtigung von globalen und lokalen internen Richtlinien angeboten, welche keine unterschiedliche Behandlung zwischen weiblichen und männlichen Arbeitnehmenden vorsehen. Diese Sachbezüge wurden unter der Annahme nicht berücksichtigt, dass ihr Fehlen keinen signifikanten Einfluss auf die zentrale Aussage der unbereinigten Gender Pay Gap hat, was auch durch Stichproben bestätigt werden konnte. Geringfügige Abweichungen können nicht ausgeschlossen werden.
Aufgrund der Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG, der komplexen Systemlandschaften und daraus resultierenden manuellen Datenerhebung und -konsolidierung wurde als Stichtag der 1. Oktober 2024 herangezogen. Zu diesem Stichtag sind alle Arbeitnehmenden der Schaeffler Gruppe inklusive der Arbeitnehmenden der Tochtergesellschaften der infolge der Verschmelzung erloschenen Vitesco Technologies Group AG berücksichtigt.
Der durchschnittliche Stundenlohn von Männern und Frauen pro Land wird berechnet, um im ersten Schritt die unbereinigte Gender Pay Gap pro Land zu bestimmen. Im zweiten Schritt wird die gewichtete unbereinigte Gender Pay Gap der Schaeffler Gruppe berechnet, wobei die Anzahl der Arbeitnehmenden pro Land im Verhältnis aller Arbeitnehmenden der Schaeffler Gruppe berücksichtigt wird.
Da alle Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen unabhängig vom Meldekanal gemäß internen Vorgaben in die Fallmanagementdatenbank eingegeben werden müssen, gilt diese als maßgebliche Quelle für die Berichterstattung. Um das potenzielle Risiko zu mindern, dass nicht alle Fälle direkt an die zentrale Stelle gemeldet werden, werden vierteljährlich Bestätigungen von den regionalen Verantwortlichen eingefordert, um potenzielle Meldelücken zu schließen.
Im Berichtszeitraum gab es im Zusammenhang mit den vorstehend beschriebenen Vorfällen und Beschwerden in Bezug auf Menschenrechte weder Geldbußen oder Sanktionen noch Schadensersatzzahlungen. Dies wurde durch eine Abfrage durch die zentrale Compliance bei regionalen Ansprechpartnern bestätigt.
Die nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD werden mindestens einmal pro Quartal auf eingegangene Meldungen geprüft, wobei es im Berichtszeitraum keine Meldungen gab.
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten [S1-17]
Im Berichtszeitraum wurden vier Fälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, gemeldet. Darüber hinaus wurden 29 weitere Beschwerden im Zusammenhang mit Menschenrechten über Kanäle eingereicht, über die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können. Darunter war ein Vorfall in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens, der als schwerwiegend eingestuft wird und gegen die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Unternehmen und Menschenrechte, die Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstößt.
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [ESRS S2]
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette [ESRS S2]
ARBEITSBEDINGUNGEN
Widerlige Arbeitsbedingungen für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
(Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen)
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Die Schaeffler Gruppe unterhält ein umfassendes Lieferantennetzwerk in verschiedenen Ländern. Aufgrund der komplexen Lieferketten ist das Unternehmen einer gewissen Exposition für Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden wesentliche Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette sowie wesentliche Risiken für die Arbeitskräfte in der Schaeffler Gruppe identifiziert. Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
| Auswirkungen und Risiken in Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette |
|---|
| Arbeitsbedingungen |
| Widrige Arbeitsbedingungen für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| (Tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen) |
| Zeithorizont: kurzfristig, mittelfristig, langfristig |
| Wertschöpfungskettenstufe: vorgelagert, eigenes Geschäft, nachgelagert |
Die Schaeffler Gruppe bestehen potenzielle negative Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette im Zusammenhang mit den Lieferketten. Auswirkungen können v.a. in der vorgelagerten Wertschöpfungskette auftreten, d.h. bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen, der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten sowie im Rahmen von Transportaktivitäten. Es bestehen etwa Risiken für die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitskräfte beim Umgang mit gefährlichen Chemikalien und schweren Maschinen.
Darüber hinaus können auch Arbeitskräfte in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen, deren Aufbereitung und beim Schmelzen von Vorprodukten sowie Arbeitskräfte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, z. B. bei Montagearbeiten in der Automobilproduktion, von schlechten oder menschenrechtswidrigen Arbeitsbedingungen betroffen sein. Insbesondere der Bergbau kann in Ländern mit schwacher Gerichtsbarkeit stattfinden, in denen es nur wenige Gesetze und Vorschriften gibt oder die Behörden die Menschenrechte nur begrenzt achten. Die aufgeführten Arbeitskräfte sind tendenziell einer erhöhten Gefahr für Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt:
- Diskriminierungen ausgesetzt sind und ihre Rechte daher besonders schützenswert sind. Dazu gehören auch Gewerkschaftsmitglieder, die potenziell benachteiligt werden können.
- Menschenrechte nur begrenzt achten. Die aufgeführten Arbeitskräfte sind tendenziell einer erhöhten Gefahr für Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt:
- Gesundheit und Sicherheit durch den Umgang mit schweren Maschinen und Gefahrstoffen.
- Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette können auch mit unzureichenden Löhnen, Hindernissen bei Tarifverhandlungen und einem Mangel an gewerkschaftlicher Organisation konfrontiert sein.
Diese sind außerdem gekennzeichnet durch potenzielle systematische Verstöße gegen das Völkerrecht, einschließlich Menschenrechtsverletzungen. Im Falle der als ARBEITSBEDINGUNGEN wesentlich identifizierten tatsächlichen negativen Auswirkungen handelt es sich um individuelle Vorfälle, die in der vorgelagerten Wertschöpfungskette des Unternehmens aufgetreten sind.
Potenzielle negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen bestehen auch in der nachgelagerten Wertschöpfungskette z. B. bei Kunden sowie in Logistik- und Transportprozessen. In diesem Zusammenhang kann es etwa zu Auswirkungen auf die Arbeitskräfte, die in der Gewinnung von Konfliktmineralien wie Gold, Tantal, Zinn und Wolfram oder kritischen Rohstoffen kommen. Außerdem können die Arbeitskräfte prekären Arbeitsbedingungen ausgesetzt sein.
Zu diesen Arbeitskräften zählen auch marginalisierte Gruppen und Rechteinhabende, die aufgrund ihrer besonderen Position in der Gesellschaft und deren Strukturen in besonderem Maße Diskriminierungen ausgesetzt sind und ihre Rechte daher besonders schützenswert sind. Dazu gehören auch Gewerkschaftsmitglieder, die potenziell benachteiligt werden können.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
101 Nachhaltigkeitsbericht
Soziales
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [ESRS S2]
Insbesondere bei der Beschaffung und Gewinnung von Rohstoffen sowie ihrer Weiterverarbeitung in den internationalen Logistikketten wurden wesentliche potenzielle negative Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit sowie weitere arbeitsbezogene Rechte identifiziert. Diese wesentlichen Auswirkungen sind mit der Geschäftstätigkeit der Schaeffler Gruppe verbunden und entstammen dem Geschäftsmodell.
Durch die Abhängigkeit des Unternehmens von Arbeitskräften und Materialien in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie die erhöhte Gefahr von Menschenrechtsverletzungen können auch finanzielle Risiken für die Schaeffler Gruppe entstehen, wenn in diesem Zusammenhang gegen die Sorgfaltspflichten des LkSG verstoßen wird.
Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne.
| Auswirkungen | Risiken | Chancen |
|---|---|---|
| * Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, aber nicht zu den Arbeitskräften des Unternehmens gehören, sind vom ESRS S1 abgedeckt. Arbeitskräfte, die im Betrieb eines Gemeinschaftsunternehmens oder einer Zweckgesellschaft mit Beteiligung des berichterstattenden Unternehmens tätig sind, sind nicht von den im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wesentlichen Auswirkungen betroffen. 31 Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen und Risiken dar. | • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. | |
| * Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. stoffen wie Aluminium, Kupfer, Glimmer und Palladium und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. 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So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. 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So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. 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So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. 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So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind. Das gilt auch für Personen, die an der Raffi- Arbeitskräfte, die am Standort des Unternehmens arbeiten, • Darüber hinaus wurden bei Audits bei direkten Zulieferern tatsächliche negative Aus- nation und der Herstellung von Materialien wie Kunststoffen wirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt. So kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß im Hinblick auf Bezahlung angemessener Löhne. und einem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in bestimmten Ländern. beschäftigt sind# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 |
Soziales
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [ESRS S2]
Der Geschäftspartnerkodex wurde vom Executive Board der Schaeffler Gruppe genehmigt. Auf oberster Ebene ist der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG für dessen Umsetzung verantwortlich. Der Geschäftspartnerkodex wurde unter Berücksichtigung interner Stakeholder beschlossen. Eine Einbeziehung weiterer Stakeholder, wie Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, hat 2024 nicht stattgefunden. Der Geschäftspartnerkodex ist auf der Unternehmenswebseite der Schaeffler Gruppe veröffentlicht.
Die wesentlichen Änderungen des Geschäftspartnerkodex und die darin fixierte, erweiterte Erwartungshaltung an das unternehmerische Handeln der Geschäftspartner beziehen sich auf die Themen Menschenrechte, Umwelt, Konfliktmineralien sowie die Zusammenarbeit in der Lieferkette. Auch wurde der Kodex um die Erwartung ergänzt, dass Rechte lokaler Gemeinschaften und indigener Völker zu achten sind.
Im Folgenden sind die drei Grundlagendokumente bzw. Richtlinien als Bestandteil des Menschenrechts-CMS aufgeführt. In diesem sind die Verfahren in Bezug auf Präventiv- und Abhilfemaßnahmen im Falle wesentlicher negativer Auswirkungen auf die Arbeitskräfte niedergelegt (siehe Abschnitt ESRS S1-3).
Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte
Die Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte beschreibt die Menschenrechtsstrategie der Schaeffler Gruppe und unter Berücksichtigung der Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) (siehe Abschnitt ESRS S1-2). Dort stand im Berichtszeitraum u. a. im Fokus, wie Risiken in komplexen Rohstofflieferketten unter Einbezug aller betroffenen Stakeholdergruppen adressiert werden können. Zudem wurde in Workshops der Umgang mit skizzierten Fällen der Menschenrechtsverletzungen durch Lieferanten diskutiert. Von Geschäftspartnern wird außerdem erwartet, dass sie potenziell von ihrer Geschäftstätigkeit betroffenen Rechteinhabern einen Beschwerdemechanismus gemäß UN-Leitprinzipien zur Verfügung stellen oder wenigstens einen bestehenden externen Beschwerdemechanismus unterstützen oder empfehlen. Durch die Nutzung des Hinweisgebersystems im Berichtsjahr durch Arbeitskräfte in der Lieferkette liegen der Schaeffler Gruppe Indizien vor, dass eine Wirksamkeit grundsätzlich gegeben ist. Darüber hinaus trifft die Schaeffler Gruppe Vorkehrungen, um potenziell Beteiligte vor Benachteiligung und Vergeltungs- oder Bestrafungsmaßnahmen zu schützen. Der Schutz der Rechteinhabenden hat bei allen Untersuchungen von Hinweisen höchste Priorität. Die Richtlinien, die dies sicherstellen sollen, werden im Abschnitt ESRS G1-1 angegeben.
Menschenrechts-Compliance-Richtlinie
Die Richtlinie definiert als Teil des Menschenrechts-CMS verbindliche Mindestvorgaben für alle Mitarbeitenden über die Einhaltung nationaler und internationaler Anforderungen und Standards in Bezug auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Schaeffler Gruppe und der Lieferkette (siehe Abschnitt ESRS S1-1). Mit dem Menschenrechts-CMS beugt die Schaeffler Gruppe aktiv der Verletzung von Menschenrechten in der Lieferkette vor. Falls erkennbar wird, dass die Schaeffler Gruppe durch ihre Geschäftsaktivitäten zu tatsächlichen Menschenrechtsverletzungen beiträgt oder mit diesen indirekt in Verbindung steht, bemüht sich das Unternehmen um eine entsprechende Beseitigung und Abhilfe. Im Zusammenhang mit den Geschäftspartnern behält sich das Unternehmen angemessene Reaktionsmöglichkeiten vor. Sie erstrecken sich von der Aufforderung zur unverzüglichen Beseitigung der Verletzung über rechtliche Schritte bis hin zur Kündigung der Geschäftsbeziehung.
Die Schaeffler Gruppe hat sich für ihr eigenes unternehmerisches Handeln Standards und Mindestanforderungen auferlegt und erwartet von ihren Partnern in der Lieferkette, sie ebenfalls zu erfüllen. Bis zum 30. September 2024 beschrieb der Lieferantenkodex diese Vorgaben. Die Anerkennung des Lieferantenkodex wurde im Hinblick auf Produktionsmateriallieferanten und Nicht-produktionsmateriallieferanten im Anwendungszeitraum überarbeitet. Zum 1. Oktober 2024 trat der Geschäftspartnerkodex in Kraft. Die Schaeffler Gruppe fordert ihre Geschäftspartner darin auf, ihrer Größe und ihren Geschäftsaktivitäten entsprechend, die bestmögliche und risikobasierte Anstrengungen zu unternehmen, die im Geschäftspartnerkodex festgelegten Standards und Mindestanforderungen in ihrer Geschäftstätigkeit umzusetzen und entlang ihrer Lieferkette zu adressieren.
Der Geschäftspartnerkodex beinhaltet das Verbot von Kinderarbeit und Schutz junger Arbeitskräfte, das Verbot von Zwangsarbeit und Menschenhandel, das ethische Anwerben von Arbeitskräften, die Förderung von Gesundheit und Sicherheit, die Wahrung der Vereinigungsfreiheit und des Rechts auf Kollektivverhandlungen, das Verbot von Diskriminierung sowie Förderung der Vielfalt und wacht. Die Förderung einer angemessenen Vergütung und angemessener Arbeitszeiten.
Politik zur Unterbindung von Menschenhandel
Mithilfe dieser Politik positioniert sich die Schaeffler Gruppe nach außen und legt die grundlegenden Prinzipien dar, mittels derer die Schaeffler Gruppe Menschenhandel, moderne Sklaverei und Zwangsarbeit – einschließlich betrügerischer Praktiken bei der Anwerbung von Mitarbeitenden – unterbinden möchte (siehe Abschnitt ESRS S1-1). Der Geschäftspartnerkodex gilt für alle natürlichen und juristischen Personen, die Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen selbst oder über Dritte, z. B. verbundene Unternehmen, Vertriebspartner, Subunternehmer oder Beauftragte an die Schaeffler Gruppe verkaufen oder für diese erbringen.
Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [S2-2]
Die Schaeffler Gruppe möchte neben den Interessen der eigenen Arbeitskräfte auch die Interessen der Arbeitskräfte in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette in ihren Sorgfaltspflichtprozessen berücksichtigen. Dies erfolgte im Jahr 2024 im Rahmen eines Multi-Stakeholder-Ansatzes. Bestandteil des Ansatzes ist u. a. der Schaeffler Stakeholder Dialog (siehe Abschnitt ESRS S1-1). Dort stand im Berichtszeitraum u. a. im Fokus, wie und Kanäle, um Bedenken zu äußern [S2-3] Meldungen von Fehlverhalten zur Verfügung stehenden Kanälen der Schaeffler Gruppe zu informieren. Zudem wurde in Workshops der Umgang mit skizzierten Fällen der Menschenrechtsverletzungen durch Lieferanten diskutiert. Von Geschäftspartnern wird außerdem erwartet, dass sie potenziell von ihrer Geschäftstätigkeit betroffenen Rechteinhabern einen Beschwerdemechanismus gemäß UN-Leitprinzipien zur Verfügung stellen oder wenigstens einen bestehenden externen Beschwerdemechanismus unterstützen oder empfehlen. Durch die Nutzung des Hinweisgebersystems im Berichtsjahr durch Arbeitskräfte in der Lieferkette liegen der Schaeffler Gruppe Indizien vor, dass eine Wirksamkeit grundsätzlich gegeben ist. Darüber hinaus trifft die Schaeffler Gruppe Vorkehrungen, um potenziell Beteiligte vor Benachteiligung und Vergeltungs- oder Bestrafungsmaßnahmen zu schützen. Der Schutz der Rechteinhabenden hat bei allen Untersuchungen von Hinweisen höchste Priorität. Die Richtlinien, die dies sicherstellen sollen, werden im Abschnitt ESRS G1-1 angegeben.
Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit mit Stakeholdern zu fördern und angemessene Maßnahmen zur Risikomitigation zu entwickeln, engagiert sich die Schaeffler Gruppe außerdem aktiv in Branchendialogen und -initiativen und ist Mitglied verschiedener Organisationen. So nimmt die Schaeffler Gruppe z. B. an dem Branchendialog der Automobilindustrie teil, der im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte stattfindet. Zusammen mit Delegierten aus Industrie, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und weiteren Stakeholdern beteiligt sich das Unternehmen außerdem regelmäßig an Initiativen des Branchendialogs, z. B. bei der Analyse der Zertifizierungen für kritische Rohstoffe (siehe Abschnitt ESRS S2-4).
Neben der Mitgliedschaft in der Responsible Minerals Initiative (RMI) beteiligt sich die Schaeffler Gruppe seit 2021 auch an der Initiative for Responsible Mining Assurance (IRMA) (siehe Abschnitt ESRS S2-4). IRMA bewertet unabhängig die Performance einzelner Minen anhand eines multistakeholder- und konsensbasierten Standards, der sich auf die Verringerung negativer sozialer und ökologischer Einwirkungen fokussiert. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der effektiven Einbindung von betroffenen Arbeitskräften und der von Minentätigkeiten betroffenen Bevölkerung und Gruppen. Über IRMA findet ein kontinuierlicher Austausch statt.
Maßnahmen [S2-4]
Um den wesentlichen Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sowie den Risiken für die Schaeffler Gruppe zu begegnen, wurden im Berichtsjahr verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Wenn nicht anders dargestellt, wird bei Wirksamkeitskontrollen jährlich evaluiert, ob die Maßnahmen die wesentlichen Auswirkungen und Risiken adressieren und das Maßnahmenziel erreicht wird. Zudem werden alle Maßnahmen als fortlaufend betrachtet.
Beschwerdemechanismus und Hinweisgebersystem
Bei der Schaeffler Gruppe als international tätigem Unternehmen können wesentliche negative Auswirkungen und Risiken auf die Umwelt und Menschen in der Wertschöpfungskette nicht ausgeschlossen werden. Ziel der Schaeffler Gruppe ist es jedoch, ihnen entlang der Wertschöpfungskette vorzubeugen bzw. sie zu verhindern. Diese Erwartungshaltung richtet die Schaeffler Gruppe auch an ihre Geschäftspartner. Ein wesentliches Element des Menschenrechts-CMS ist die jährliche Risikoanalyse gemäß dem LkSG, die im Abschnitt ESRS S1-3 ausführlich beschrieben wird. Im Jahr 2024 wurden rd. 30.000 Lieferanten überprüft und rd. 1.300 Lieferanten mit Risiken identifiziert. Als prioritäre Risiken wurden Arbeitssicherheit, Zwangsarbeit und Vereinigungsfreiheit in der Lieferkette identifiziert. Die Präventiv- sowie Abhilfemaßnahmen und deren Wirksamkeit werden im Abschnitt ESRS S2-4 erläutert.
Ein vergleichbares Vorgehen erwartet die Schaeffler Gruppe auch von ihren Lieferanten.
Neben den Mitarbeitenden und externen Personen stehen den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette verschiedene Meldewege, einschließlich eines elektronischen Hinweisgebersystem, als Beschwerdesystem zur Verfügung. Dieses wird neben den Informationen zur Überwachung und Wirksamkeit ausführlich im Abschnitt ESRS S1-2 beschrieben.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 104 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [ESRS S2]
Über die Verfügbarkeit des Hinweisgebersystems und die verschiedenen Meldewege wird in Im Rahmen des Menschenrechts-CMS (siehe Abschnitt ESRS Als Wirksamkeitskontrolle wird jährlich bei der Maßnahmenplanung der Verfahrensordnung zum Hinweisgebersystem, im Unterneh- S2-3) werden geeignete Präventions- und Abhilfemaßnahmen evaluiert, ob die oben beschriebenen Verfahren die als wesentlich menskodex und im Lieferantenkodex bzw. Geschäftspartnerko- definiert und umgesetzt. Ausgangspunkt für die Ableitung von identifizierten Auswirkungen und Risiken adressieren und das dex ab dem 1. Oktober 2024 berichtet. geeigneten Maßnahmen sind Risiken, die im Rahmen der jähr- definierte Ziel erreicht wird. Zurzeit wird eine interne Guideline lichen Risikoanalysen gemäß dem LkSG identifiziert wurden, entwickelt, die die Funktion und die ranghöchste Position innerhalb sowie öffentlich zugängliche Berichte, der Beschwerdemecha- des Unternehmens für die operative Verantwortung der Einbezie- nismus (siehe Abschnitt ESRS S1-3) oder Auditierungen. Durch hung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festlegen und folgende präventive Standardmaßnahmen soll die Achtung der das Einbezug der Ergebnisse in die Konzepte ermöglichen soll. Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich und in der Liefer- kette sichergestellt und Verstöße gegen Arbeits- und Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 104 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [ESRS S2] Menschenrechts-CMS (siehe Abschnitt ESRS S2-3) werden geeignete Präventions- und Abhilfemaßnahmen evaluiert, ob die oben beschriebenen Verfahren die als wesentlich als Wirksamkeitskontrolle definiert und umgesetzt. Ausgangspunkt für die Ableitung von identifizierten Auswirkungen und Risiken adressieren und das geeigneten Maßnahmen sind Risiken, die im Rahmen der jähr- definierte Ziel erreicht wird. Zurzeit wird eine interne Guideline lichen Risikoanalysen gemäß dem LkSG identifiziert wurden, entwickelt, die die Funktion und die ranghöchste Position innerhalb sowie öffentlich zugängliche Berichte, der Beschwerdemecha- des Unternehmens für die operative Verantwortung der Einbezie- nismus (siehe Abschnitt ESRS S1-3) oder Auditierungen. Durch hung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festlegen und folgende präventive Standardmaßnahmen soll die Achtung der das Einbezug der Ergebnisse in die Konzepte ermöglichen soll. Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich und in der Liefer- kette sichergestellt und Verstöße gegen Arbeits- und Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 104 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [ESRS S2] Die Geschäftspartner der Schaeffler Gruppe werden seit dem 1. Oktober 2024 über den Geschäftspartnerkodex aufgefordert, ihre Arbeitskräfte sowie ihre Partner in der Wertschöpfungskette auf die Arbeitsbedingungen und sonstigen arbeitsbezogenen Rechte der Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöp- fungskette zu achten. Das Vorgehen des Unternehmens entspricht hierbei dem OECD Due Diligence Five Steps Frame- work. Als finalen Schritt behält sich das Unternehmen vor, mit auffälligen Lieferanten keine neuen Verträge abzuschließen. Die Schaeffler Gruppe hat dazu ein Konzept für die Tier-n-Lieferkette entwickelt, mit dem sie zugleich erreichen will, dass diese Vorgaben unter Berücksichtigung international wirksamer Bestim- mungen gegen Zwangsarbeit eingehalten werden. Dabei orien- tiert sich die Schaeffler Gruppe auch an den Vorgaben des US-amerikanischen Gesetzes zur Verhinderung von Zwangs- arbeit der uigurischen Bevölkerung (engl.: Uyghur Forced Labor Prevention Act, UFLPA). Um Beschaffungs- sowie Importrisiken für die Schaeffler Gruppe zu mitigieren, werden ausgewählte Lieferketten auf Hinweise zu Zwangsarbeit analysiert. Für Vorfälle bei direkten Lieferanten setzt sich die Schaeffler Gruppe mit dem konkreten Sachverhalt im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auseinander. Es wird gemeinsam mit dem Lieferanten nach einem Lösungsansatz gesucht, um Abhilfe zu schaffen und dessen Umsetzung ggf. mithilfe eines Audits unabhängig zu überprüfen.
Die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen und Konzepte zur Sicher- stellung von Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie sonstiger arbeitsbezogener Rechte im Zusammenhang mit den identifizierten wesentlichen Auswirkungen und Risiken wird jährlich evaluiert. Außerdem werden Maßnahmen schriftlich adressiert und nachgehalten.
Die Schaeffler Gruppe bereitet zurzeit ein Pilotprojekt für die Kupferlieferkette in Peru vor. Das Projekt soll in Kooperation mit anderen Unternehmen der Automobilindustrie unter Begleitung zivilgesellschaftlicher Organisationen im Rahmen des Branchen- dialogs Automobilindustrie realisiert werden. Ziel des Projekts ist es, Möglichkeiten zu identifizieren, wie einkaufende Unter- nehmen positiv auf die Situation von betroffenen Rechteinha- benden – z. B. Arbeitskräfte von Minenunternehmen oder von Minentätigkeiten betroffener Gemeinschaften – einwirken kön- nen. Hierzu werden die menschen- und umweltrechtlichen Risi- ken in der vorgelagerten Kupfer-Lieferkette gemeinschaftlich analysiert und adressiert.
Im Jahr 2024 wurde eine abstrakte Risikoanalyse des Kupferberg- baus in Peru sowie ein Stakeholder-Mapping durchgeführt. Schaeffler Gruppe ein analytisches Rahmenwerk zur Qualitäts- bewertung von Zertifizierungssystemen für kritische Rohstoff- lieferketten. Diese Zertifizierungen, die in der Regel von Multi- Stakeholder- und Industrie-Initiativen angeboten werden, decken verschiedene Rohstoffe und Stufen der Lieferkette ab und unterscheiden sich erheblich in ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund hat die Schaeffler Gruppe als Basis des zuvor genannten analytischen Rahmenwerks ein Kriterien-Set entwi- ckelt, um den Beitrag von Zertifizierungsinitiativen zur effekti- ven Adressierung wesentlicher negativer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und betroffene Gemeinschaften zu bewer- ten. Anhand dieses Kriterien-Sets bewertet das Unternehmen, ob und wie ein Zertifizierungssystem im Rahmen der Nachhaltig- keits-Due-Diligence in der Lieferkette angewendet wird. Das Kriterien-Set dient insbesondere zur Ableitung von Maßnahmen, um das Zertifizierungssystem, z. B. durch Mitwirkung in den Multi-Stakeholder-Gremien, zu verbessern oder Maßnahmen über die Nutzung des Zertifizierungssystems hinaus einzuleiten. Die Reevaluierung der Zertifizierungssysteme soll alle ein bis zwei Jahre erfolgen.
Für die Schaeffler Gruppe ist die verantwortungsvolle Beschaf- fung von Rohstoffen wie Zinn, Wolfram, Tantal oder Gold ein wichtiges Anliegen, da deren Vertrieb in einigen Ländern zur Finanzierung kriegerischer Auseinandersetzungen und Men- schenrechtsverletzungen beiträgt. Das Unternehmen nutzt die Vorgehensweise Reasonable Country of Origin Inquiries (RCOI), um nachzuverfolgen, aus welchen Regionen Tier-n-Lieferanten Komponenten mit kritischen Rohstoffen beziehen. Bei Bedarf können gezielt Maßnahmen in der Lieferkette eingeleitet werden, um wesentliche potenzielle negative Auswirkungen und Risiken in Bezug auf die Arbeitsbedingungen und sonstigen arbeitsbezogenen Rechte der Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöp- fungskette zu vermeiden.
Nicht nur die Minen, sondern auch die Schmelzen werden untersucht. Hierzu werden die direkten Lieferanten der Schaeffler Gruppe bei einer jährlichen Abfrage aufgefordert, anzugeben, ob deren Schmelzen von der Responsible Minerals Initiative (RMI) zertifiziert sind. Die Abfrage erfolgt anhand standardisierter, von der RMI herausgegebener Fragebogen und
Diese Selbstauskunft zu Nachhaltigkeit ist ein gemeinsamer Fragebogen der Initiative Drive Sustainability, die in Zusammen- arbeit mit den Verbänden von CSR Europe daran arbeitet, Nach- haltigkeit in der automobilen Lieferkette zu verbessern. Der SAQ beinhaltet Fragen zu den Themen Nachhaltigkeitsmanagement, Umwelt, Menschenrechte und Arbeitsbedingungen, Ethik und Compliance sowie verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung.
Zertifizierungsinitiativen wie z. B. die Responsible Minerals Initiative (RMI) oder die Initiative for Responsible Mining Assu- rance (IRMA) können maßgeblich zur Umsetzung von Due- Diligence-Maßnahmen in der Tier-n-Lieferkette beitragen. Als Bestandteil des Umsetzungsprogramms entwickelt die Schaeffler Gruppe ein analytisches Rahmenwerk zur Qualitäts- bewertung von Zertifizierungssystemen für kritische Rohstoff- lieferketten. Diese Zertifizierungen, die in der Regel von Multi- Stakeholder- und Industrie-Initiativen angeboten werden, decken verschiedene Rohstoffe und Stufen der Lieferkette ab und unterscheiden sich erheblich in ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund hat die Schaeffler Gruppe als Basis des zuvor genannten analytischen Rahmenwerks ein Kriterien-Set entwi- ckelt, um den Beitrag von Zertifizierungsinitiativen zur effekti- ven Adressierung wesentlicher negativer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und betroffene Gemeinschaften zu bewer- ten. Anhand dieses Kriterien-Sets bewertet das Unternehmen, ob und wie ein Zertifizierungssystem im Rahmen der Nachhaltig- keits-Due-Diligence in der Lieferkette angewendet wird. Das Kriterien-Set dient insbesondere zur Ableitung von Maßnahmen, um das Zertifizierungssystem, z. B. durch Mitwirkung in den Multi-Stakeholder-Gremien, zu verbessern oder Maßnahmen über die Nutzung des Zertifizierungssystems hinaus einzuleiten. Die Reevaluierung der Zertifizierungssysteme soll alle ein bis zwei Jahre erfolgen.
Die Schaeffler Gruppe setzt sich aktiv mit der Gefahr von Zwangsarbeit in ihrer Lieferkette auseinander und bezieht in ihrem Geschäftspartnerkodex hierzu Position. Sie möchte damit die Verletzung der korrespondierenden arbeitsbezogenen Rechte von Arbeitskräften in der Lieferkette verhindern. Dementspre- chend duldet das Unternehmen weder Zwangs- oder Pflicht- arbeit, moderne Sklaverei, unfreiwillige oder ausbeuterische Arbeit noch Menschenhandel oder andere Formen von Aus- beutung in seiner direkten und indirekten Lieferkette. Die Schaeffler Gruppe hat dazu ein Konzept für die Tier-n-Lieferkette entwickelt, mit dem sie zugleich erreichen will, dass diese Vor- gaben unter Berücksichtigung international wirksamer Bestim- mungen gegen Zwangsarbeit eingehalten werden. Dabei orien- tiert sich die Schaeffler Gruppe auch an den Vorgaben des US-amerikanischen Gesetzes zur Verhinderung von Zwangs- arbeit der uigurischen Bevölkerung (engl.: Uyghur Forced Labor Prevention Act, UFLPA). Um Beschaffungs- sowie Importrisiken für die Schaeffler Gruppe zu mitigieren, werden ausgewählte Lieferketten auf Hinweise zu Zwangsarbeit analysiert. Für Vorfälle bei direkten Lieferanten setzt sich die Schaeffler Gruppe mit dem konkreten Sachverhalt im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auseinander. Es wird gemeinsam mit dem Lieferanten nach einem Lösungsansatz gesucht, um Abhilfe zu schaffen und dessen Umsetzung ggf. mithilfe eines Audits unabhängig zu überprüfen.
Die Schaeffler Gruppe bereitet zurzeit ein Pilotprojekt für die Kupferlieferkette in Peru vor. Das Projekt soll in Kooperation mit anderen Unternehmen der Automobilindustrie unter Begleitung zivilgesellschaftlicher Organisationen im Rahmen des Branchen- dialogs Automobilindustrie realisiert werden. Ziel des Projekts ist es, Möglichkeiten zu identifizieren, wie einkaufende Unter- nehmen positiv auf die Situation von betroffenen Rechteinha- benden – z. B. Arbeitskräfte von Minenunternehmen oder von Minentätigkeiten betroffener Gemeinschaften – einwirken kön- nen. Hierzu werden die menschen- und umweltrechtlichen Risi- ken in der vorgelagerten Kupfer-Lieferkette gemeinschaftlich analysiert und adressiert.
Im Jahr 2024 wurde eine abstrakte Risikoanalyse des Kupferberg- baus in Peru sowie ein Stakeholder-Mapping durchgeführt. Schaeffler Gruppe ein analytisches Rahmenwerk zur Qualitäts- bewertung von Zertifizierungssystemen für kritische Rohstoff- lieferketten. Diese Zertifizierungen, die in der Regel von Multi- Stakeholder- und Industrie-Initiativen angeboten werden, decken verschiedene Rohstoffe und Stufen der Lieferkette ab und unterscheiden sich erheblich in ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund hat die Schaeffler Gruppe als Basis des zuvor genannten analytischen Rahmenwerks ein Kriterien-Set entwi- ckelt, um den Beitrag von Zertifizierungsinitiativen zur effekti- ven Adressierung wesentlicher negativer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und betroffene Gemeinschaften zu bewer- ten. Anhand dieses Kriterien-Sets bewertet das Unternehmen, ob und wie ein Zertifizierungssystem im Rahmen der Nachhaltig- keits-Due-Diligence in der Lieferkette angewendet wird. Das Kriterien-Set dient insbesondere zur Ableitung von Maßnahmen, um das Zertifizierungssystem, z. B. durch Mitwirkung in den Multi-Stakeholder-Gremien, zu verbessern oder Maßnahmen über die Nutzung des Zertifizierungssystems hinaus einzuleiten. Die Reevaluierung der Zertifizierungssysteme soll alle ein bis zwei Jahre erfolgen.
Zur Übersichtlichkeit und für die operative Steuerung des Risiko- managements hat die Schaeffler Gruppe ein analytisches Rahmenwerk zur Qualitätsbewertung von Zertifizierungssystemen für kritische Rohstoff- lieferketten entwickelt. Diese Zertifizierungen, die in der Regel von Multi-Stakeholder- und Industrie-Initiativen angeboten werden, decken verschiedene Rohstoffe und Stufen der Lieferkette ab und unterscheiden sich erheblich in ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund hat die Schaeffler Gruppe als Basis des zuvor genannten analytischen Rahmenwerks ein Kriterien-Set entwi- ckelt, um den Beitrag von Zertifizierungsinitiativen zur effekti- ven Adressierung wesentlicher negativer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und betroffene Gemeinschaften zu bewer- ten. Anhand dieses Kriterien-Sets bewertet das Unternehmen, ob und wie ein Zertifizierungssystem im Rahmen der Nachhaltig- keits-Due-Diligence in der Lieferkette angewendet wird. Das Kriterien-Set dient insbesondere zur Ableitung von Maßnahmen, um das Zertifizierungssystem, z. B. durch Mitwirkung in den Multi-Stakeholder-Gremien, zu verbessern oder Maßnahmen über die Nutzung des Zertifizierungssystems hinaus einzuleiten. Die Reevaluierung der Zertifizierungssysteme soll alle ein bis zwei Jahre erfolgen.
Als Bestandteil des Umsetzungsprogramms entwickelt die Schaeffler Gruppe ein analytisches Rahmenwerk zur Qualitäts- bewertung von Zertifizierungssystemen für kritische Rohstoff- lieferketten. Diese Zertifizierungen, die in der Regel von Multi- Stakeholder- und Industrie-Initiativen angeboten werden, decken verschiedene Rohstoffe und Stufen der Lieferkette ab und unterscheiden sich erheblich in ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund hat die Schaeffler Gruppe als Basis des zuvor genannten analytischen Rahmenwerks ein Kriterien-Set entwi- ckelt, um den Beitrag von Zertifizierungsinitiativen zur effekti- ven Adressierung wesentlicher negativer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und betroffene Gemeinschaften zu bewer- ten. Anhand dieses Kriterien-Sets bewertet das Unternehmen, ob und wie ein Zertifizierungssystem im Rahmen der Nachhaltig- keits-Due-Diligence in der Lieferkette angewendet wird. Das Kriterien-Set dient insbesondere zur Ableitung von Maßnahmen, um das Zertifizierungssystem, z. B. durch Mitwirkung in den Multi-Stakeholder-Gremien, zu verbessern oder Maßnahmen über die Nutzung des Zertifizierungssystems hinaus einzuleiten. Die Reevaluierung der Zertifizierungssysteme soll alle ein bis zwei Jahre erfolgen.
Als Bestandteil des Umsetzungsprogramms entwickelt die Schaeffler Gruppe ein analytisches Rahmenwerk zur Qualitäts- bewertung von Zertifizierungssystemen für kritische Rohstoff- lieferketten. Diese Zertifizierungen, die in der Regel von Multi- Stakeholder- und Industrie-Initiativen angeboten werden, decken verschiedene Rohstoffe und Stufen der Lieferkette ab und unterscheiden sich erheblich in ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund hat die Schaeffler Gruppe als Basis des zuvor genannten analytischen Rahmenwerks ein Kriterien-Set entwi- ckelt, um den Beitrag von Zertifizierungsinitiativen zur effekti- ven Adressierung wesentlicher negativer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und betroffene Gemeinschaften zu bewer- ten. Anhand dieses Kriterien-Sets bewertet das Unternehmen, ob und wie ein Zertifizierungssystem im Rahmen der Nachhaltig- keits-Due-Diligence in der Lieferkette angewendet wird. Das Kriterien-Set dient insbesondere zur Ableitung von Maßnahmen, um das Zertifizierungssystem, z. B. durch Mitwirkung in den Multi-Stakeholder-Gremien, zu verbessern oder Maßnahmen über die Nutzung des Zertifizierungssystems hinaus einzuleiten. Die Reevaluierung der Zertifizierungssysteme soll alle ein bis zwei Jahre erfolgen.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 105 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [ESRS S2]
Zertifizierungsinitiativen wie z. B. die Responsible Minerals Initiative (RMI) oder die Initiative for Responsible Mining Assu- rance (IRMA) können maßgeblich zur Umsetzung von Due- Diligence-Maßnahmen in der Tier-n-Lieferkette beitragen. Als Bestandteil des Umsetzungsprogramms entwickelt die Schaeffler Gruppe ein analytisches Rahmenwerk zur Qualitäts- bewertung von Zertifizierungssystemen für kritische Rohstoff- lieferketten. Diese Zertifizierungen, die in der Regel von Multi- Stakeholder- und Industrie-Initiativen angeboten werden, decken verschiedene Rohstoffe und Stufen der Lieferkette ab und unterscheiden sich erheblich in ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund hat die Schaeffler Gruppe als Basis des zuvor genannten analytischen Rahmenwerks ein Kriterien-Set entwi- ckelt, um den Beitrag von Zertifizierungsinitiativen zur effekti- ven Adressierung wesentlicher negativer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und betroffene Gemeinschaften zu bewer- ten. Anhand dieses Kriterien-Sets bewertet das Unternehmen, ob und wie ein Zertifizierungssystem im Rahmen der Nachhaltig- keits-Due-Diligence in der Lieferkette angewendet wird. Das Kriterien-Set dient insbesondere zur Ableitung von Maßnahmen, um das Zertifizierungssystem, z. B. durch Mitwirkung in den Multi-Stakeholder-Gremien, zu verbessern oder Maßnahmen über die Nutzung des Zertifizierungssystems hinaus einzuleiten. Die Reevaluierung der Zertifizierungssysteme soll alle ein bis zwei Jahre erfolgen.
Betroffene Gemeinschaften [ESRS S3]
Die Schaeffler Gruppe entwickelt Nachhaltigkeit in ihren Lieferketten systematisch weiter. Um wesentlichen potenziellen negativen Auswirkungen sowie wesentlichen Risiken in Bezug auf die Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie sonstigen arbeitsbezogenen Rechte der Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette vorzubeugen, werden seit 2020 standardisierte Self-Assessment-Questionnaires (SAQ) an ausgewählte Lieferanten versandt und verifiziert.
Die Schaeffler Gruppe zählt zu den Gründungsmitgliedern der Responsible Supply Chain Initiative (RSCI) e.V. Hierbei handelt es sich um eine Nachhaltigkeitsinitiative, die unter der Schirmherrschaft des Verbands der Automobilindustrie (VDA) steht. Mit einem eigens entwickelten Assessment-Standard unterstützt die RSCI ihre Mitglieder dabei, mehr Transparenz in globalen Lieferketten zu schaffen und potenziellen Verstößen gegen Rechte von Arbeitskräften vorzubeugen. Die Schaeffler Gruppe fördert aktiv die Etablierung dieses Assessment-Standards, indem sie ausgewählte Lieferanten zur Auditierung nach RSCI-Standard auffordert. Im Rahmen von RSCI-Audits werden potenzielle Verletzungen von Arbeitskräfterechten in Form von Interviews ermittelt. Das Teilen der Auditergebnisse mit der Schaeffler Gruppe ermöglicht die gemeinsame Entwicklung von Abhilfemaßnahmen. Die Umsetzung und Wirksamkeit dieser Maßnahmen werden durch ein Re-Audit überprüft.
Zusätzlich findet ein regelmäßiger Austausch mit anderen Mitgliedsunternehmen der RSCI statt, um von gemeinsamen Erfahrungen zu profitieren. Dabei werden auch branchenspezifische Ziele und Kennzahlen [S2-5] oder länderspezifische Risiken diskutiert und geeignete Maßnahmen besprochen.
Im Berichtszeitraum wurden bei einem Lieferanten ein Diskriminierungsfall sowie zwei Fälle von Menschenrechtsverletzungen festgestellt, bei denen die im Abschnitt ESRS S1-1 genannten internationalen Standards, die für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette gelten, nicht eingehalten wurden. Hierbei handelt es sich um einen Fall eines schwerwiegenden Verstoßes im Hinblick auf angemessene Bezahlung sowie einen Fall von Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Indien.
Die Schaeffler Gruppe hat zum jetzigen Zeitpunkt keine ergebnisorientierten und zeitgebundenen Ziele sowie Kennzahlen zum Thema Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette gesetzt, da sich die Berichterstattung momentan noch im Aufbau befindet. Die Schaeffler Gruppe verfolgt dennoch die Ambition, ihr Lieferantennetzwerk transparenter zu gestalten und die als wesentlich identifizierten negativen Auswirkungen in der Lieferkette im Rahmen der Menschenrechts-CMS entsprechend den Anforderungen des LkSG zu behandeln.
Betroffene Gemeinschaften [ESRS S3]
Auswirkungen in Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften
RECHTE INDIGENER VÖLKER
Verletzungen der Rechte indigener Völker
(Potenzielle negative Auswirkungen)
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
Als produzierendes Unternehmen für eine Vielzahl von Industrieprodukten und Komponenten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette kommt es in der vorgelagerten Wertschöpfungskette auf die Beschaffung und Gewinnung von Rohstoffen sowie deren Weiterverarbeitung angewiesen. In den nachgelagerten Wertschöpfungskettenstufen bedient die Sparte Bearings & Industrial Solutions (B&IS) der Schaeffler Gruppe Kunden aus dem Bereich der Rohstoffgewinnung.
Aufgrund des Geschäftsmodells und der beschriebenen Tätigkeiten der Schaeffler Gruppe könnten Gemeinschaften und indigene Völker in der Tier-n-Lieferkette sowie in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, z. B. bei der Gewinnung von Metallen, Mineralien oder Rohstoffen von wesentlichen Auswirkungen betroffen sein.
Grundlage für die Identifizierung der wesentlichen Auswirkungen ist die Critical-Raw-Materials-Analyse (siehe Abschnitt ESRS S2 SBM-3), die im Rahmen der Schaeffler Nachhaltigkeits-Roadmap 2024 angestoßen wurde. Sie bildet die Basis für die zukünftige Entwicklung eines Tier-n-Due-Diligence-Systems, das die strategische Priorisierung von Rohstofflieferketten ermöglicht und die Einhaltung von Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferkette sicherstellen soll. In dieser Analyse wurden neben den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette auch die betroffenen Gemeinschaften und indigenen Völker in der vorgelagerten Wertschöpfungskette betrachtet. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass die Risiken für betroffene Gemeinschaften im Zusammenhang mit bestimmten Rohstoffen besonders hoch sein können. Dies betrifft insbesondere die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte betroffener Gemeinschaften sowie Einschränkungen der Rechte indigener Völker, z. B. durch die Verletzung des Prinzips der freien, vorherigen und informierten Zustimmung (engl.: Free, Prior and Informed Consent, FPIC). Außerdem bestehen erhöhte Gesundheits- und Umweltrisiken als Folge einer möglichen Exposition gegenüber giftigen Substanzen oder der Verschmutzung von Boden und Wasser.
Bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen sowie der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette kommt es zu potenziellen negativen Auswirkungen auf die Rechte indigener Völker.
Insbesondere Bergbauaktivitäten bergen weltweit erhebliche Risiken für die Menschenrechte indigener Völker. Dazu gehören Konflikte um Landnutzung und -besitz – insbesondere in Regionen, in denen die Rechte nicht vollständig dokumentiert sind – sowie der Verlust von Lebensgrundlagen, natürlichen Ressourcen und kulturelle Rechte. Dies gefährdet lokale Traditionen, Bräuche oder kulturelle Stätten. Die damit verbundene Zerstörung von Ökosystemen, Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung, Verletzung von Landrechten und kulturelle Verwässerung, also der Verlust oder die Abschwächung von kulturellen Merkmalen und Traditionen, können sich negativ auf die Lebensgrundlagen und den Lebensstandard dieser Gemeinschaften auswirken.
Darüber hinaus bedient die Sparte Bearings & Industrial Solutions (B&IS) der Schaeffler Gruppe auch Kunden aus dem Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette aus den gleichen Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden sein können. Diese könnten mit Verstößen gegen deren wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, Bürgerrechte und politische Rechte einhergehen.
WIRTSCHAFTLICHE, SOZIALE UND KULTURELLE RECHTE VON GEMEINSCHAFTEN
Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) [SBM-3]
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
Die Verletzung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten der umliegenden Gemeinschaften – infolge der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen und der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette – führt zu potenziellen negativen Auswirkungen.
Darüber hinaus bedient die Sparte B&IS der Schaeffler Gruppe auch Kunden aus dem Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette aus den gleichen Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden sein können.
BÜRGERRECHTE UND POLITISCHE RECHTE VON GEMEINSCHAFTEN
Verletzungen der Bürger- und politischen Rechte der umliegenden Gemeinschaften
(Potenzielle negative Auswirkungen)
Durch Missachtung der Bürger- und politischen Rechte von umliegenden Gemeinschaften bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen und der Herstellung von Vorprodukten und Komponenten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette entstehen potenzielle negative Auswirkungen auf diese Gemeinschaften.
In einigen Regionen ist die Toleranz gegenüber Meinungs- und Versammlungsfreiheit gering und Personen, die sich für die Menschenrechte einsetzen, werden von den lokalen Regierungen nicht ausreichend geschützt. Wenn Bedenken geäußert oder Missstände aufgezeigt werden, kann es zu einem erhöhten Risiko von Verfolgung, Unterdrückung und gewaltsamer Vertreibung von Demonstrierenden kommen.
Auch der Einsatz privater bzw. öffentlicher Sicherheitskräfte durch Zulieferer kann aufgrund mangelnder Schulung oder unzureichender Überwachung zu Menschenrechtsverletzungen führen.
Darüber hinaus bedient die Sparte B&IS der Schaeffler Gruppe auch Kunden aus dem Bereich der Rohstoffgewinnung, deren Aktivitäten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette aus den gleichen Gründen mit negativen Auswirkungen verbunden sein können.
Die Schaeffler Gruppe zählt zu den Gründungsmitgliedern der Responsible Supply Chain Initiative (RSCI) e.V. Hierbei handelt es sich um eine Nachhaltigkeitsinitiative, die unter der Schirmherrschaft des Verbands der Automobilindustrie (VDA) steht. Mit einem eigens entwickelten Assessment-Standard unterstützt die RSCI ihre Mitglieder dabei, mehr Transparenz in globalen Lieferketten zu schaffen und potenziellen Verstößen gegen Rechte von Arbeitskräften vorzubeugen. Die Schaeffler Gruppe fördert aktiv die Etablierung dieses Assessment-Standards, indem sie ausgewählte Lieferanten zur Auditierung nach RSCI-Standard auffordert. Im Rahmen von RSCI-Audits werden potenzielle Verletzungen von Arbeitskräfterechten in Form von Interviews ermittelt. Das Teilen der Auditergebnisse mit der Schaeffler Gruppe ermöglicht die gemeinsame Entwicklung von Abhilfemaßnahmen. Die Umsetzung und Wirksamkeit dieser Maßnahmen werden durch ein Re-Audit überprüft.
Zusätzlich findet ein regelmäßiger Austausch mit anderen Mitgliedsunternehmen der RSCI statt, um von gemeinsamen Erfahrungen zu profitieren. Dabei werden auch branchenspezifische Ziele und Kennzahlen [S2-5] oder länderspezifische Risiken diskutiert und geeignete Maßnahmen besprochen.
Im Berichtszeitraum wurden bei einem Lieferanten ein Diskriminierungsfall sowie zwei Fälle von Menschenrechtsverletzungen festgestellt, bei denen die im Abschnitt ESRS S1-1 genannten internationalen Standards, die für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette gelten, nicht eingehalten wurden. Hierbei handelt es sich um einen Fall eines schwerwiegenden Verstoßes im Hinblick auf angemessene Bezahlung sowie einen Fall von Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Indien.
Die Schaeffler Gruppe hat zum jetzigen Zeitpunkt keine ergebnisorientierten und zeitgebundenen Ziele sowie Kennzahlen zum Thema Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette gesetzt, da sich die Berichterstattung momentan noch im Aufbau befindet. Die Schaeffler Gruppe verfolgt dennoch die Ambition, ihr Lieferantennetzwerk transparenter zu gestalten und die als wesentlich identifizierten negativen Auswirkungen in der Lieferkette im Rahmen der Menschenrechts-CMS entsprechend den Anforderungen des LkSG zu behandeln.
Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen Auswirkungen dar.# Nachhaltigkeitsbericht
Betroffene Gemeinschaften [ESRS S3]
Die Schaeffler Gruppe ist bestrebt, die Interessen betroffener Gemeinschaften und indigener Völker zukünftig in den Sorgfaltspflichtprozessen des Unternehmens stärker zu berücksichtigen. Menschenrechts-Compliance-Richtlinie
Gleichwohl engagiert sich die Schaeffler Gruppe aktiv in Branchen- und -initiativen und ist Mitglied verschiedener Organisationen. So nimmt die Schaeffler Gruppe z. B. an den Branchendialogen der Automobilindustrie teil, in deren Rahmen die Schaeffler Gruppe zusammen mit weiteren Unternehmen und unter Begleitung zivilgesellschaftlicher Organisationen u. a. ein Pilotprojekt in der Kupferlieferkette Peru vorantreibt (siehe Abschnitt ESRS S2-4).
Zudem ist die Schaeffler Gruppe in weiteren Initiativen wie der Responsible Minerals Initiative (RMI) und der Initiative for Responsible Mining Assurance (IRMA) aktiv. Insbesondere IRMA legt Wert darauf, dass die Rechte und Interessen indigener Völker respektiert und eingehalten werden. Weitere Informationen sind im Abschnitt ESRS S2-2 dargelegt.
Die Schaeffler Gruppe hat ein Kriterien-Set zur Beurteilung der Wirksamkeit von Zertifizierungssystemen, wie u. a. IRMA und RMI, erarbeitet (siehe Abschnitt ESRS S2-4).
Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, um Bedenken zu äußern [S3-3]
Als international tätiges Unternehmen kann die Schaeffler Gruppe nicht prinzipiell ausschließen, dass es in ihrer Wertschöpfungsstufe zu wesentlichen negativen Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und indigene Völker kommt. Ziel der Schaeffler Gruppe ist es jedoch, diesen wesentlichen Auswirkungen vorzubeugen bzw. sie zu verhindern. Bei diesem Ziel schließt die Schaeffler Gruppe ihre Geschäftspartner ein. Im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse gemäß dem LkSG (siehe Abschnitt ESRS S1-3) werden menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken oder Verstöße, die durch die eigene Geschäftstätigkeit oder die der Geschäftspartner entstehen, erfasst. Die Ergebnisse der Risikoanalyse münden in einen Maßnahmenplan.
Beschwerdemechanismus und Hinweisgebersystem
Um mögliche Rechtsverstöße zu adressieren, stehen den eigenen Arbeitskräften sowie Arbeitskräften entlang der Wertschöpfungs- und weiteren externen Personen, wie betroffenen Gemeinschaften, verschiedene Meldewege, einschließlich eines elektronischen Hinweisgebersystem, als Beschwerdesystem zur Verfügung. Dieses wird neben den Informationen zur Überwachung und Wirksamkeit im Abschnitt ESRS S1-3 beschrieben.
Maßnahmen [S3-4]
Die Schaeffler Gruppe setzt sich dafür ein, dass ihre Praktiken und keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften haben oder dazu beitragen. Dabei greift sie auf verschiedene Grundlagendokumente, Richtlinien (siehe Abschnitt ESRS S3-1) und Managementsysteme (siehe Abschnitt ESRS S3-3) zurück und orientiert sich an nationalen sowie internationalen Standards, um die Einhaltung von Menschenrechten, einschließlich der Arbeitnehmendenrechte, sicherzustellen. Der Ansatz ist eng verbunden mit der Erwartungserhaltung ggü. den Geschäftspartnern, diese Standards und Mindestanforderungen ebenfalls einzuhalten. Maßnahmen im Zusammenhang mit der verantwortungsvollen Beschaffung und Gewinnung von Rohstoffen werden im Abschnitt ESRS S2-4 beschrieben. Maßnahmen im Zusammenhang mit der Nutzung natürlicher Ressourcen und
Konzepte [S1]
diese Vorgaben und liefert damit verbindliche Regelungen für die Gestaltung der Geschäftsbeziehungen der Schaeffler Gruppe. Der Geschäftspartnerkodex wurde im Oktober 2024 umfassend ergänzt (siehe Abschnitt ESRS S2-1), u. a. um die Rechte lokaler Gemeinschaften und indigener Völker zu stärken. Die betroffenen Gemeinschaften und indigenen Völker wurden im Berichtsjahr nicht direkt einbezogen. Zukünftig soll eine Einbindung betroffener Rechteinhabenden stattfinden (siehe Abschnitt ESRS S3-2).
Neben der Ausrichtung der Grundlagendokumente und Richtlinien der Schaeffler Gruppe an globalen Standards und Rahmenwerken (siehe Abschnitt ESRS S1-1 und ESRS S2-1) wird auch die Einhaltung der internationalen Vertragswerke über bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen berücksichtigt. Zusätzlich erkennt die Schaeffler Gruppe das Prinzip der freien, vorherigen und informierten Zustimmung (engl.: Free, Prior and Informed Consent, FPIC) an. Das FPIC-Prinzip wird in der Deklaration der Rechte indigener Völker (engl.: Declaration on the Rights of Indigenous Peoples, UNDRIP) beschrieben und ist eine Schutzmaßnahme zur Wahrung der Rechte indigener Völker. Es basiert auf dem Recht auf Selbstbestimmung und dem Recht, frei von Diskriminierung zu sein, welche in verschiedenen völkerrechtlichen Verträgen garantiert sind.
Unternehmenskodex
Der Unternehmenskodex beschreibt übergreifend die Werte und Verhaltensgrundsätze der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt ESRS S1-1). Die Schaeffler Gruppe achtet geltende lokale, nationale, internationale und traditionelle Rechte bezüglich Land, Gewässern und Ressourcen sowie die Rechte lokaler Gemeinschaften und indigener Völker, die von den Geschäftstätigkeiten der Gruppe betroffen sein könnten, auf angemessene Lebensbedingungen. Der Kodex wurde im Oktober 2024 um diese Rechte umfassend ergänzt.
Geschäftspartnerkodex
Der Geschäftspartnerkodex (vormals Lieferantenkodex) beschreibt die Ansprüche der Schaeffler Gruppe an seine Geschäftspartner, dass sie aktive Einbindung betroffener Rechteinhabenden stattfinden (siehe Abschnitt ESRS S3-2).
Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften [S3-2]
Für die Schaeffler Gruppe ist die Achtung der Menschenrechte, inklusive der Arbeitnehmendenrechte, ein wichtiger Aspekt aller Geschäftsaktivitäten. Die Rechte von betroffenen Gemeinschaften und indigenen Völkern sind hierbei eingeschlossen. Das Unternehmen erwartet von seinen Geschäftspartnern, dass sie diesen Anspruch teilen. Die Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte beschreibt die Menschenrechtsstrategie der Schaeffler Gruppe unter Berücksichtigung der Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG). Die Grundsatzerklärung schließt als potenziell betroffene Personengruppe neben den eigenen Mitarbeitenden und den Arbeitskräften in der Lieferkette auch betroffene Gemeinschaften und indigene Völker mit ein. Sie wird fortlaufend aktualisiert.
Im Berichtsjahr fand noch kein direkter Austausch mit betroffenen Gemeinschaften und indigenen Völkern statt.
Weiterführend definiert die Menschenrechts-Compliance-Richtlinie verbindliche Mindestvorgaben für alle Mitarbeitenden über die Einhaltung von nationalen und internationalen Anforderungen und Standards in Bezug auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Schaeffler Gruppe und der Lieferkette. Im Rahmen der verbindlichen Mindestanforderungen definiert sie die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten zur Achtung von Boden- und Gemeinschaftsrechten in den Geschäftstätigkeiten. Das schließt die Rechte betroffener Gemeinschaften und indigener Völker in Bezug auf das Verbot von Zwangsumsiedlungen und die Achtung von Landrechten ein. Die Schaeffler Gruppe respektiert die Rechte von Gemeinschaften, einschließlich indigener Völker, in Übereinstimmung mit geltendem Recht. Die Schaeffler Gruppe gibt im Rahmen der Menschenrechts-Compliance-Richtlinie vor, dass der Erwerb, die Erschließung oder sonstige Nutzung von Land, Wäldern und Gewässern, die die Grundlage für das Überleben und die Lebensqualität von Personen oder Gemeinschaften bilden, deren Rechte bei allen geschäftlichen Aktivitäten nicht beeinträchtigen darf.
Zurzeit wird eine interne Guideline entwickelt, die die Funktion und die ranghöchste Position innerhalb des Unternehmens für die operative Verantwortung der Einbeziehung betroffener Gemeinschaften festlegt und sicherstellt, dass die Ergebnisse in die Konzepte der Schaeffler Gruppe einfließen. Mit den beiden letztgenannten Dokumenten regelt das Unternehmen den Umgang mit den Menschenrechten im Hinblick auf die Rechte lokaler Gemeinschaften und indigener Völker.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 108 Nachhaltigkeitsbericht Soziales Betroffene Gemeinschaften [ESRS S3]
Die beschriebene Maßnahme führt zu keinen wesentlichen, abgrenzbaren Investitions- (CapEx) oder Betriebsausgaben (OpEx) und wird im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeiten umgesetzt und für das Jahr 2025 geplant.
Im Berichtszeitraum wurden keine Probleme bzw. Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten im Hinblick auf betroffene Gemeinschaften und indigene Völker gemeldet. Daher wurden auch keine Abhilfemaßnahmen ergriffen.
Ziele [S3-5]
Die Schaeffler Gruppe hat sich bisher kein ergebnisorientiertes zeitorientiertes Ziel zum Thema betroffene Gemeinschaften gesetzt, da sich die Berichterstattung noch im Aufbau befindet. Wirksamkeitskontrollen plant das Unternehmen für den Zeitraum nach der Implementierung der beschriebenen Maßnahmen.
Beschwerdemechanismus zu informieren. Darüber hinaus trifft die Schaeffler Gruppe Vorkehrungen, um potenziell Beteiligte und vor allem Rechteinhabende vor Benachteiligung und Vergeltungs- oder Bestrafungsmaßnahmen zu schützen. Der Schutz der Rechteinhabenden hat bei allen Untersuchungen höchste Priorität. Die entsprechenden Regelungen sind in der Verfahrensordnung zum Hinweisgebersystem enthalten und im ESRS G1-1 dargestellt. Ob potenziell betroffene Gemeinschaften die Meldekanäle kennen und diesen vertrauen, wurde jedoch bisher nicht kontrolliert.# Unternehmensführung [ESRS G1]
5.4 Unternehmensführung
SCHUTZ VON HINWEISGEBENDEN
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
Es bestehen potenzielle negative Auswirkungen auf hinweisgebende Personen in der gesamten Wertschöpfungskette, deren Schutz vor Repressalien und Vergeltungsmaßnahmen nicht jederzeit gewährleistet werden kann, wenn ihre Anonymität gefährdet ist und die Fälle nicht vertraulich behandelt werden. Dies gilt insbesondere für potenzielle Hinweisgebende in der Wertschöpfungskette, bei denen die Schaeffler Gruppe aufgrund begrenzter Einflussmöglichkeiten auf andere Parteien, die mit diesen Fällen in Verbindung stehen, möglicherweise nicht in der Lage ist, wirksame Schutzmaßnahmen gegen Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen. Ein unzureichender Schutz von hinweisgebenden Personen kann dazu führen, dass schwerwiegende Umwelt- oder Sozial-/Menschenrechtsverletzungen zu spät gemeldet werden, was wiederum zu Verzögerungen bei der Umsetzung von Abhilfemaßnahmen führen kann.
Auswirkungen von Korruption und Bestechung (Potenzielle negative Auswirkungen)
| Zeithorizont: | kurzfristig | mittelfristig | langfristig |
|---|---|---|---|
| Wertschöpfungskettenstufe: | vorgelagert | eigenes Geschäft | nachgelagert |
Durch Korruptions- und Bestechungsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung über die eigene Geschäftstätigkeit bis hin zur Entsorgung – kommt es zu potenziellen negativen Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt. So ist etwa der Bergbausektor besonders anfällig für Korruption, da es weltweit nur sehr wenige wirtschaftlich nutzbare Mineralvorkommen gibt. Daher besteht ein enormer Druck, diese Vorkommen zu erkunden und zu erschließen – trotz möglicher schwerwiegender negativer Folgen für Umwelt und/oder Menschen. Dies kann dazu führen, dass potenzielle Hinweisgebende aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen und Bestrafung davon abgehalten werden, ihre Anliegen zu melden.
Darüber hinaus befinden sich einige direkte und indirekte Zulieferer, aber auch eigene Standorte der Schaeffler Gruppe, in Ländern mit hohem Korruptions- und Bestechungsrisiko, was wiederum vielfältige negative Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt haben kann. Gleiches gilt für Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die Recycling- und Abfallwirtschaft z. B. agiert in einigen Ländern mit schwacher Regulierung. Trotz möglicher schwerwiegender Folgen für die Umwelt könnten Abfälle aufgrund von Korruption und Bestechung illegal entsorgt oder gehandelt werden, um Gewinne zu erzielen.
UNTERNEHMENSKULTUR
(Tatsächliche positive Auswirkungen)
Durch die starke und werteorientierte Unternehmenskultur der Schaeffler Gruppe bestehen tatsächliche positive Auswirkungen auf Mitarbeitende und Gesellschaft. Als globales Familienunternehmen hat sich die Schaeffler Gruppe mit ihren Mitarbeitenden zu den Werten Integrität, Fairness und gegenseitigem Respekt verpflichtet. Die Unternehmenskultur fördert das Zugehörigkeitsgefühl und erhöht Bindung und Produktivität der Mitarbeitenden.
Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung [G1-1]
Für die Schaeffler Gruppe sind wirtschaftlicher Erfolg, eine nachhaltige Unternehmensvision sowie ein Bewusstsein für die sozialen und ökologischen Belange der eigenen Geschäftstätigkeit traditionell eng miteinander verbunden. Nachhaltig ist neben den Werten Innovativ, Exzellent und Leidenschaftlich fest in der Unternehmenskultur der Schaeffler Gruppe verankert.
Die Unternehmenskultur wird basierend auf den nachfolgend beschriebenen Grundlagendokumenten und Richtlinien umgesetzt. Dazu gehören neben dem Unternehmenskodex als Grundlagendokument die Richtlinie Einkauf und Lieferantenmanagement sowie die Business Integrity Compliance Richtlinie.
Unternehmenskodex
Der Unternehmenskodex beschreibt übergreifend die Werte und Verhaltensgrundsätze der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt ESRS S1-1), die die Unternehmenskultur fördern. Sie sind von den Mitgliedern des Executive Boards der Schaeffler Gruppe sowie allen Führungskräften und Mitarbeitenden einzuhalten. Integrität, Fairness und gegenseitiger Respekt stellen das Fundament für ihre weltweite Geschäftstätigkeit dar. Das Unternehmen möchte so die Voraussetzung für seinen nachhaltigen Geschäftserfolg schaffen. Der Unternehmenskodex enthält darüber hinaus die Leitlinien für das Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Dritten – darunter Wahrung des fairen Wettbewerbs und Korruptionsbekämpfung.
MANAGEMENT DER BEZIEHUNGEN ZU LIEFERANTEN, EINSCHLIESSLICH ZAHLUNGSPRAKTIKEN
Auswirkungen von Zahlungspraktiken auf die wirtschaftliche Situation von Lieferanten (Potenzielle negative Auswirkungen)
Es bestehen potenzielle negative Auswirkungen auf Lieferanten aufgrund der Zahlungspraktiken der Schaeffler Gruppe. In der Automobilindustrie ist die Vereinbarung von längeren Zahlungsfristen und deren Ausschöpfung weit verbreitet. Grundsätzlich werden alle Lieferanten der Schaeffler Gruppe vertraglich gleich behandelt, allerdings können verlängerte Zahlungsfristen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schwerwiegendere Folgen haben, einschließlich Liquiditätsproblemen.
Business Integrity Compliance Richtlinie
Die im Berichtsjahr aktualisierte Business Integrity Compliance Richtlinie gibt verbindliche Handlungsanweisungen zur Geschäftsintegrität vor. Dabei bezieht sie sich insbesondere auf die folgenden Compliance-Risikofelder: Korruption und Bestechung, Interessenkonflikte, Lobbyarbeit und Interessenvertretung sowie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Damit die Mitarbeitenden der Schaeffler Gruppe über das Hinweisgebersystem informiert werden.
Die Richtlinie konkretisiert die Regelungen des Unternehmens kodex und soll das Risiko entsprechender Gesetzesverstöße reduzieren. Die Richtlinie gilt bindend für die Schaeffler Gruppe und deckt damit die eigenen Geschäftstätigkeiten und die Geschäftsbeziehungen zu unmittelbaren Geschäftspartnern ab. Sie wurde vom Executive Board der Schaeffler Gruppe genehmigt. Auf oberster Ebene ist der Vorstandsvorsitzende für die Umsetzung verantwortlich. Neben den bereits genannten internationalen Standards im Abschnitt ESRS S1-1 steht die Richtlinie auch im Einklang mit dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption. Die Richtlinie ist intern veröffentlicht.
Sie bieten einen wirksamen Schutz vor Benachteiligung oder Bestrafung. Dies gilt auch für die Weiterverfolgung von Meldungen über Vorfälle von Korruption und Bestechung. Insbesondere Mitarbeitende, die im Einkauf oder Vertrieb beschäftigt sind, sind dem Risiko von Korruption und Bestechung in besonderem Maße ausgesetzt. Im Rahmen von Compliance-Schulungen werden Mitarbeitende und Führungskräfte mit dem Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe und relevanten Konzernrichtlinien vertraut gemacht und für Compliance-Risiken in ihrem Geschäftsalltag sensibilisiert.
Im Rahmen des Pilotprojekts der Kupferlieferkette Peru zielt die Schaeffler Gruppe darauf ab, Möglichkeiten zu identifizieren, wie einkaufende Unternehmen positiv auf die Situation von betroffenen Rechteinhabenden, z. B. Arbeitskräfte von Minenunternehmen oder von Minentätigkeiten betroffene Gemeinschaften, einwirken können. Nähere Informationen können im Abschnitt ESRS S2-4 nachgelesen werden. Die Maßnahme ist als fortlaufend zu betrachten. Es ist geplant, nach ihrer Implementierung angemessene Wirksamkeitskontrollen durchzuführen.
Die Geschäftspartner der Schaeffler Gruppe werden seit dem 1. Oktober 2024 über den Geschäftspartnerkodex aufgefordert, potenziell betroffene Interessengruppen auf die zur Meldung von Fehlverhalten zur Verfügung stehenden Kanäle der Schaeffler Gruppe hinzuweisen und sie über den
Über die Verfügbarkeit des Hinweisgebersystems und die verschiedenen Meldewege wird in der Verfahrensordnung zum Hinweisgebersystem, im Unternehmenskodex und im Lieferantenkodex bzw. Geschäftspartnerkodex berichtet.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden sowohl wesentliche negative als auch positive Auswirkungen im Zusammenhang mit Unternehmenskultur, Schutz von Hinweisgebenden, dem Management von Lieferantenbeziehungen sowie Korruption und Bestechung identifiziert. Diese sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
Angaben zur Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane sowie Angaben zu deren Fachwissen in Bezug auf Unternehmensführung siehe Abschnitt ESRS 2 GOV-1.
Ergänzende Informationen zu ESRS 2 GOV-1 5 b ab Seite i7ff.
Als sich die Schaeffler Gruppe mit ihren Mitarbeitenden zu den Werten Integrität, Fairness und gegenseitigem Respekt verpflichtet. Die Unternehmenskultur fördert das Zugehörigkeitsgefühl und erhöht Bindung und Pro- duktivität der Mitarbeitenden.
Die Unternehmenskultur wird basierend auf den nachfolgend beschriebenen Grundlagendokumenten und Richtlinien umgesetzt. Dazu gehören neben dem Unternehmenskodex als Grund- lagendokument die Richtlinie Einkauf und Lieferantenmanage- ment sowie die Business Integrity Compliance Richtlinie.
Die im Berichtsjahr aktualisierte Business Integrity Compliance Richtlinie gibt verbindliche Handlungsanweisungen zur Geschäftsintegrität vor. Dabei bezieht sie sich insbesondere auf die folgenden Compliance-Risikofelder: Korruption und Beste- chung, Interessenkonflikte, Lobbyarbeit und Interessenvertre- tung sowie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Damit die Mitarbeitenden der Schaeffler Gruppe über das Hinweisgebersystem informiert werden.
Sie bieten einen wirksamen Schutz vor Benachteiligung oder Bestrafung. Dies gilt auch für die Weiterverfolgung von Meldungen über Vorfälle von Korruption und Bestechung. Insbesondere Mitarbeitende, die im Einkauf oder Vertrieb beschäftigt sind, sind dem Risiko von Korruption und Bestechung in besonderem Maße ausgesetzt. Im Rahmen von Compliance-Schulungen werden Unternehmenskodex Mitarbeitende und Führungskräfte mit dem Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe und relevanten Konzernrichtlinien vertraut gemacht und für Compliance-Risiken in ihrem Geschäftsalltag sensibilisiert.
Unternehmensführung
Unternehmensführung
Schutz von Hinweisgebenden
Korruption und Bestechung
Unternehmensführung [ESRS G1]
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe:
vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Es bestehen potenzielle negative Auswirkungen auf hinweisgebende Personen in der
gesamten Wertschöpfungskette, deren Schutz vor Repressalien und Vergeltungsmaß-
nahmen nicht jederzeit gewährleistet werden kann, wenn ihre Anonymität gefährdet ist
und die Fälle nicht vertraulich behandelt werden.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden sowohl wesent-
liche negative als auch positive Auswirkungen im Zusammen-
hang mit Unternehmenskultur, Schutz von Hinweisgebenden,
dem Management von Lieferantenbeziehungen sowie Korruption
ist, wirksame Schutzmaßnahmen gegen Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.
und Bestechung identifiziert. Diese sind in der folgenden Über-
Dies gilt insbesondere für potenzielle Hinweisgebende in der Wertschöpfungskette, bei
sicht dargestellt.
denen die Schaeffler Gruppe aufgrund begrenzter Einflussmöglichkeiten auf andere
33
Parteien, die mit diesen Fällen in Verbindung stehen, möglicherweise nicht in der Lage
Ein unzureichender Schutz von hinweisgebenden Personen kann dazu führen, dass schwer-
wiegende Umwelt- oder Sozial-/Menschenrechtsverletzungen zu spät gemeldet werden,
was wiederum zu Verzögerungen bei der Umsetzung von Abhilfemaßnahmen
Impacts, Risks and Opportunities (IROs) [SBM-3]
führen kann.
Zeithorizont: kurzfristig mittelfristig langfristig
Wertschöpfungskettenstufe:
vorgelagert eigenes Geschäft nachgelagert
Durch Korruptions- und Bestechungsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungs-
kette – von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung über die eigene Geschäftstätigkeit
bis hin zur Entsorgung – kommt es zu potenziellen negativen Auswirkungen auf Men-
schen, Gesellschaft und Umwelt.
So ist etwa der Bergbausektor besonders anfällig für Korruption, da es weltweit nur
sehr wenige wirtschaftlich nutzbare Mineralvorkommen gibt. Daher besteht ein enor-
mer Druck, diese Vorkommen zu erkunden und zu erschließen – trotz möglicher
schwerwiegender negativer Folgen für Umwelt und/oder Menschen.
Dies kann dazu führen, dass potenzielle Hinweisgebende aus Angst vor Vergeltungs-
maßnahmen und Bestrafung davon abgehalten werden, ihre Anliegen zu melden.
Darüber hinaus befinden sich einige direkte und indirekte Zulieferer, aber auch eigene
Standorte der Schaeffler Gruppe, in Ländern mit hohem Korruptions- und Bestechungs-
risiko, was wiederum vielfältige negative Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft
und Umwelt haben kann.
Gleiches gilt für Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die Recyc-
ling- und Abfallwirtschaft z. B. agiert in einigen Ländern mit schwacher Regulierung.
Trotz möglicher schwerwiegender Folgen für die Umwelt könnten Abfälle aufgrund von Korrup-
tion und Bestechung illegal entsorgt oder gehandelt werden, um Gewinne zu erzielen.
Auswirkungen in Zusammenhang mit der Unternehmensführung werden
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 109
[ESRS G1]
5.4 Unternehmensführung
SCHUTZ VON HINWEISGEBENDEN
KORRUPTION UND BESTECHUNG
Fehlender angemessener Schutz von Hinweisgebenden
Auswirkungen von Korruption und Bestechung
Unternehmensführung [ESRS G1]
Es bestehen potenzielle negative Auswirkungen auf hinweisgebende Personen in der
gesamten Wertschöpfungskette, deren Schutz vor Repressalien und Vergeltungsmaß-
nahmen nicht jederzeit gewährleistet werden kann, wenn ihre Anonymität gefährdet ist
und die Fälle nicht vertraulich behandelt werden.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden sowohl wesent-
liche negative als auch positive Auswirkungen im Zusammen-
Dies gilt insbesondere für potenzielle Hinweisgebende in der Wertschöpfungskette, bei
hang mit Unternehmenskultur, Schutz von Hinweisgebenden,
denen die Schaeffler Gruppe aufgrund begrenzter Einflussmöglichkeiten auf andere
dem Management von Lieferantenbeziehungen sowie Korruption
Parteien, die mit diesen Fällen in Verbindung stehen, möglicherweise nicht in der Lage
ist, wirksame Schutzmaßnahmen gegen Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.
und Bestechung identifiziert. Diese sind in der folgenden Über-
Ein unzureichender Schutz von hinweisgebenden Personen kann dazu führen, dass schwer-
sicht dargestellt.
wiegende Umwelt- oder Sozial-/Menschenrechtsverletzungen zu spät gemeldet werden,
33
was wiederum zu Verzögerungen bei der Umsetzung von Abhilfemaßnahmen
Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen
führen kann.
Auswirkungen dar.
Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) [SBM-3]
Durch Korruptions- und Bestechungsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungs-
kette – von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung über die eigene Geschäftstätigkeit
bis hin zur Entsorgung – kommt es zu potenziellen negativen Auswirkungen auf Men-
schen, Gesellschaft und Umwelt.
So ist etwa der Bergbausektor besonders anfällig für Korruption, da es weltweit nur
sehr wenige wirtschaftlich nutzbare Mineralvorkommen gibt. Daher besteht ein enor-
mer Druck, diese Vorkommen zu erkunden und zu erschließen – trotz möglicher
schwerwiegender negativer Folgen für Umwelt und/oder Menschen.
Dies kann dazu führen, dass potenzielle Hinweisgebende aus Angst vor Vergeltungs-
maßnahmen und Bestrafung davon abgehalten werden, ihre Anliegen zu melden.
Darüber hinaus befinden sich einige direkte und indirekte Zulieferer, aber auch eigene
Standorte der Schaeffler Gruppe, in Ländern mit hohem Korruptions- und Bestechungs-
risiko, was wiederum vielfältige negative Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft
und Umwelt haben kann.
Gleiches gilt für Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die Recyc-
ling- und Abfallwirtschaft z. B. agiert in einigen Ländern mit schwacher Regulierung.
Trotz möglicher schwerwiegender Folgen für die Umwelt könnten Abfälle aufgrund von Korrup-
tion und Bestechung illegal entsorgt oder gehandelt werden, um Gewinne zu erzielen.
Auswirkungen in Zusammenhang mit der Unternehmensführung werden
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 110
[ESRS G1]
5.4 Unternehmensführung
UNTERNEHMENSKULTUR
MANAGEMENT DER BEZIEHUNGEN ZU LIEFERANTEN,
EINSCHLIESSLICH ZAHLUNGSPRAKTIKEN
(Tatsächliche positive Auswirkungen)
Auswirkungen von Zahlungspraktiken auf die wirtschaftliche Situation von Lieferanten
Angaben zur Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichts-
Durch die starke und werteorientierte Unternehmenskultur der Schaeffler Gruppe bestehen
organe sowie Angaben zu deren Fachwissen in Bezug auf Unter-
tatsächliche positive Auswirkungen auf Mitarbeitende und Gesellschaft.
nehmensführung siehe Abschnitt ESRS 2 GOV-1.
Als globales Familienunternehmen hat sich die Schaeffler Gruppe mit ihren Mitarbei-
Es bestehen potenzielle negative Auswirkungen auf Lieferanten aufgrund der Zah-
tenden zu den Werten Integrität, Fairness und gegenseitigem Respekt verpflichtet.
lungspraktiken der Schaeffler Gruppe. In der Automobilindustrie ist die Vereinbarung
Die Unternehmenskultur fördert das Zugehörigkeitsgefühl und erhöht Bindung und Pro-
von längeren Zahlungsfristen und deren Ausschöpfung weit verbreitet. Grundsätzlich
duktivität der Mitarbeitenden.
werden alle Lieferanten der Schaeffler Gruppe vertraglich gleich behandelt, allerdings
können verlängerte Zahlungsfristen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schwer-
wiegendere Folgen haben, einschließlich Liquiditätsproblemen.
Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung [G1-1]
Für die Schaeffler Gruppe sind wirtschaftlicher Erfolg, eine nach-
haltige Unternehmensvision sowie ein Bewusstsein für die sozia-
len und ökologischen Belange der eigenen Geschäftstätigkeit traditio-
nell eng miteinander verbunden. Nachhaltig ist neben den Werten Innovativ, Exzellent
und Leidenschaftlich fest in der Unternehmenskultur der Schaeffler Gruppe verankert.
33
Die identifizierten Zeithorizonte stellen eine Einschätzung des frühesten Eintrittszeitpunkts der wesentlichen
Auswirkungen dar.
Auswirkungen
Chancen
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 110
Business Integrity Compliance Richtlinie
Die Unternehmenskultur wird basierend auf den nachfolgend einen wirksamen Schutz vor Benachteiligung oder Bestrafung beschriebenen Grundlagendokumenten und Richtlinien umge-
bieten. Dies gilt auch für die Weiterverfolgung von Meldungen setzt. Dazu gehören neben dem Unternehmenskodex als Grund-
über Vorfälle von Korruption und Bestechung. Insbesondere lagebendokument die Richtlinie Einkauf und Lieferantenmanage-
Mitarbeitende, die im Einkauf oder Vertrieb beschäftigt sind, ment sowie die Business Integrity Compliance Richtlinie.
sind dem Risiko von Korruption und Bestechung in besonderem
Maße ausgesetzt. Im Rahmen von Compliance-Schulungen werden
Unternehmenskodex die Mitarbeitenden der Schaeffler Gruppe über das Hinweis-
gebersystem informiert.
Der Unternehmenskodex beschreibt übergreifend die Werte und
Compliance-Schulungen
Verhaltensgrundsätze der Schaeffler Gruppe (siehe Abschnitt
ESRS S1-1), die die Unternehmenskultur fördern. Sie sind von
Das Unternehmen möchte gesetzeskonformes Verhalten und
den Mitgliedern des Executive Boards der Schaeffler Gruppe sowie
ein Handeln im Einklang mit den Regelungen und Werten der
allen Führungskräften und Mitarbeitenden einzuhalten. Integrität,
Schaeffler Gruppe durch ein systematisches und zielgruppen-
Fairness und gegenseitiger Respekt stellen das Fundament für ihre
spezifisches Schulungsprogramm fördern. Im Rahmen von web-
weltweite Geschäftstätigkeit dar. Das Unternehmen möchte so die
basierten Trainings und Präsenzschulungen werden Mitarbei-
Voraussetzung für seinen nachhaltigen Geschäftserfolg schaffen.
tende und Führungskräfte mit dem Unternehmenskodex der
Der Unternehmenskodex enthält darüber hinaus die Leitlinien für
Schaeffler Gruppe und relevanten Konzernrichtlinien vertraut
das Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Dritten – darunter
gemacht und für Compliance-Risiken in ihrem Geschäftsalltag
Wahrung des fairen Wettbewerbs und Korruptionsbekämpfung.
sensibilisiert.
Die im Berichtsjahr aktualisierte Business Integrity Compliance
Richtlinie gibt verbindliche Handlungsanweisungen zur
Geschäftsintegrität vor. Dabei bezieht sie sich insbesondere auf
die folgenden Compliance-Risikofelder: Korruption und Beste-
chung, Interessenkonflikte, Lobbyarbeit und Interessenvertre-
tung sowie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Damit
die Richtlinie die Regelungen des Unternehmens-
kodex und soll das Risiko entsprechender Gesetzesverstöße
reduzieren. Die Richtlinie gilt bindend für die Schaeffler Gruppe
und deckt damit die eigenen Geschäftstätigkeiten und die
Geschäftsbeziehungen zu unmittelbaren Geschäftspartnern ab.
Sie wurde vom Executive Board der Schaeffler Gruppe genehmigt.
Auf oberster Ebene ist der Vorstandsvorsitzende für die Umset-
zung verantwortlich. Neben den bereits genannten internationalen
Standards im Abschnitt ESRS S1-1 steht die Richtlinie auch im
Einklang mit dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen
Korruption. Die Richtlinie ist intern veröffentlicht.# Unternehmensführung
Schulungen werden stetig weiterentwickelt
Die Schulungen werden stetig weiterentwickelt und an das Aufgabengebiet der Mitarbeitenden angepasst. Sie befassen sich thematisch u. a. mit Integrität, dem Unternehmenskodex der Schaeffler Gruppe, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruptionsbekämpfung, Menschenrechten, Tax Compliance sowie Export Control Compliance. Das Hinweisgebersystem und dessen Handhabung ist ebenfalls Teil des Schulungsprogramms. Die Zuweisung der einzelnen Schulungen folgt einem risikobasierten Ansatz, wonach risikobehaftete Gruppen von Mitarbeitenden die Trainings verpflichtend absolvieren müssen. Vorgesetzte sind dafür verantwortlich, Mitarbeitenden die webbasierten Trainings und/oder die Teilnahme an einer Präsenzschulung zu ermöglichen. Die Häufigkeit der Compliance-Schulungen variiert je nach Art des Trainings. Einige Schulungen müssen z. B. nur einmalig oder bei wesentlichen inhaltlichen Änderungen absolviert werden, während andere Schulungen wie „Refreshing Integrity & Security @ Schaeffler“ jährlich zu wiederholen sind.
Richtlinie Einkauf und Lieferantenmanagement
Die Richtlinie Einkauf und Lieferantenmanagement beschreibt die grundlegenden Verantwortlichkeiten aller Einkaufsbereiche. Ziel der Richtlinie ist es, sicherzustellen, dass gesetzliche, soziale und kundenbezogene Anforderungen in der externen Lieferkette eingehalten werden. Die Richtlinie gilt für die gesamte Schaeffler Gruppe, insbesondere für alle Mitarbeitenden innerhalb der Einkaufsorganisation sowie für Mitarbeitende mit Aufgaben bei Einkaufsvorgängen, die in Funktionsbereichen außerhalb der Einkaufsorganisation tätig sind. Auf oberster Ebene ist der Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf für die Umsetzung der Richtlinie Einkauf und Lieferantenmanagement verantwortlich. Die Genehmigung erfolgte durch das Executive Board der Schaeffler Gruppe. Die Richtlinie steht mit den bereits genannten internationalen Standards im Kapitel S1 im Einklang. Die Interessen der wichtigsten Stakeholder wurden sowohl über die Anforderungsanalyse, z. B. kundenspezifische Anforderungen, als auch in dem jährlich stattfindenden Stakeholder Dialog mit der Zivilgesellschaft und weiteren Beteiligten berücksichtigt. Die Richtlinie ist intern veröffentlicht.
Mehr zum Compliance Management System ab Seite i20f.
Hinweisgebersystem und Schutz von Hinweisgebenden
Teil des Compliance Management Systems (CMS) der Schaeffler Gruppe ist das konzernweite Hinweisgebersystem, über das Hinweise zu möglichem Fehlverhalten, wie Verstöße gegen den Unternehmenskodex, unternehmensinterne Richtlinien und die Nichteinhaltung gesetzlicher Vorgaben, gemeldet werden können. Weitere Informationen zu den Meldewegen und -kategorien, den Verfahren nach einer Meldung sowie den Maßnahmen, mit denen die Schaeffler Gruppe den Schutz der Hinweisgebenden (Whistleblower) sicherstellen möchte, finden sich in der Verfahrensordnung zum Hinweisgebersystem im Abschnitt ESRS S1-3.
Gemeldete Hinweise sollen dabei möglichst unabhängig, objektiv und unverzüglich untersucht werden. Wenn die Untersuchung nicht unabhängig durchgeführt werden kann, weil die ermittelnden Personen befangen sind oder ein Interessenkonflikt vorliegt, wird die Untersuchung von einer unabhängigen Stelle durchgeführt. Die internen Prozesse und Vorgaben sollen Hinweisgebenden bei ihren Entscheidungen. Entsprechend den gesetzlichen sowie internen Vorgaben, u. a. weiteren Richtlinien, sind Risikoabschätzungen regelmäßig durch die verantwortlichen Funktionen der Schaeffler Gruppe durchzuführen. Die Ergebnisse der Risikoabschätzung werden etwa bei der Lieferantenauswahl berücksichtigt, die relevanten sozialen und ökologischen Kriterien und stehen zum Vergabezeitpunkt zur Verfügung.
Die Einkaufskonditionen bzw. die Auswahl- und Entscheidungsprozesse der Schaeffler Gruppe werden kontinuierlich durch den Zentralbereich Einkaufsstrategie und Strategisches Lieferantenmanagement auf allgemeine Strategieanforderungen des Unternehmens überprüft und angepasst. Dies erfolgt in Abstimmung mit weiteren Fachbereichen oder Fachfunktionen innerhalb des Unternehmens. Die Umsetzung der Vorgaben erfolgt in den verantwortlichen Geschäftsbereichen.
Verlängerte Zahlungsfristen können für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schwerwiegendere Folgen haben. Im Einklang mit dem Unternehmenskodex sowie dem Geschäftspartnerkodex (siehe Abschnitt ESRS S2-1) zielt die Schaeffler Gruppe darauf ab, Zahlungen vertragsgemäß zu tätigen. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Lieferanten und der Schaeffler Gruppe hinsichtlich der Zahlungsbedingungen unabhängig von ihrer Größe ungleich behandelt werden (siehe Abschnitt ESRS G1-6). Die Zahlungsbedingungen, die Verhinderung verspäteter Zahlungen inkludieren, sind in der Richtlinie Einkauf und Lieferantenmanagement geregelt. Dabei erfolgt der Verweis auf die individuellen Einkaufsverträge, die einvernehmlich geschlossen werden.
Des Weiteren kommen Lieferanten nur als Geschäftspartner für die Schaeffler Gruppe infrage, wenn sie einen festgelegten Freigabeprozess durchlaufen haben. Das Unternehmen wählt Lieferanten nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien aus und bewertet die Lieferperformance stetig auf Basis von transparenten Kriterien. Einkaufs- und Lieferantenverantwortliche berücksichtigen grundsätzlich soziale und ökologische Kriterien, z. B. den Umgang mit Konfliktmineralien bzw.
Unternehmensführung
[ESRS G1] Management der Beziehungen zu Lieferanten
Globale Lieferketten sind derzeit von geopolitischen Spannungen, technologischen Fortschritten und sich ändernden Verbraucheranforderungen stark betroffen, weshalb der Unternehmenserfolg der Schaeffler Gruppe stark von der Agilität und Resilienz ihrer Lieferanten abhängig ist. In diesem Zusammenhang ist ein möglichst effizientes Lieferantenmanagement, das auf einer engen, fairen und abgestimmten Zusammenarbeit basiert, entscheidend dafür, Kundenzufriedenheit zu steigern und die ESG-Ziele des Unternehmens zu erreichen.
[G1-2]
Zur Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung von Korruption und Bestechung wurde ein Business Integrity CMS eingerichtet. Es umfasst insbesondere die Steuerung und Überwachung der Aktivitäten zur Vermeidung bzw. frühzeitigen Erkennung von Rechtsverstößen in den Bereichen Korruption und Bestechung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie wirtschaftskriminellen Handlungen. Darüber hinaus regelt das Business Integrity CMS die aktive Risikosteuerung und soll damit auch die Schaeffler Gruppe und ihre Mitarbeitenden schützen. Die Einführung, Umsetzung, Angemessenheit und Wirksamkeit des Business Integrity CMS wurde zuletzt 2022 durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach Maßgabe des Standards IDW PS 980 zur Prüfung von CMS bestätigt. Die Prüfung des Business Integrity CMS umfasste die gesamte Schaeffler Gruppe.
Das CMS folgt einem risikobasierten Ansatz. Dies erfordert die Durchführung einer Risikoanalyse, um entsprechende präventive und detektive Maßnahmen einzuführen und zu entwickeln. Die Maßnahmen zur Korruptions- und Bestechungsprävention bestehen aus der Implementierung von Grundlagendokumenten und Richtlinien, wie dem Unternehmenskodex, dem Geschäftspartnerkodex und der Business Integrity Compliance Richtlinie, Prüfungs- und Freigabeprozessen, z. B. bei Zuwendungen, sowie Schulungen. Das Schulungsprogramm der Schaeffler Gruppe, das auch E-Learning-Programme umfasst, gibt einen Überblick über die relevanten Anti-Korruptionsgesetze und -bestimmungen. Zusätzlich gibt es ein vertiefendes, verpflichtendes E-Learning-Modul für Zielgruppen mit einem höheren Risiko in Bezug auf Bestechung und Korruption sowie spezifische Schulungen für Personen, die den Due-Diligence-Prozess für Dritte nutzen. Des Weiteren werden Compliance-Kontrollen durchgeführt, bei Verdachtsfällen auf Verstöße werden Compliance-Untersuchungen durchgeführt und bei einer festgestellten Compliance-Verletzung werden Abhilfemaßnahmen ergriffen.
[G1-3]
Wie im Unternehmenskodex, dem Geschäftspartnerkodex (siehe Abschnitt ESRS S2-1) und in der Business Integrity Compliance Richtlinie der Schaeffler Gruppe festgelegt (siehe Abschnitt ESRS G1-1 und ESRS G1-2), sind Integrität und Compliance für das unternehmerische Handeln von grundlegender Bedeutung. Alle Mitarbeitenden müssen die geltenden Antikorruptionsgesetze in den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, einhalten.
Grundlage dafür sind bei der Schaeffler Gruppe die Werte und Verhaltensgrundsätze, die im Geschäftspartnerkodex (siehe Abschnitt ESRS S2-1) beschrieben sind und die von allen Lieferanten und deren Arbeitskräften sowie entlang ihrer Lieferkette einzuhalten sind. Der Geschäftspartnerkodex setzt klare Erwartungen in Bezug auf ethische Geschäftspraktiken, Umweltschutz, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und Arbeitsbedingungen. Lieferanten sollen entsprechende, angemessene Due-Diligence-Verfahren und Managementsysteme einrichten, um diese Werte und verbundenen Erwartungen einzuhalten und darüber Risiken zu ermitteln, abzumildern und ihnen vorzubeugen. Darüber hinaus hat der Zentralbereich Einkaufsstrategie und Strategisches Lieferantenmanagement die Aufgabe, die Risikobetrachtung aus geopolitischer, operativer, nachhaltiger und finanzieller Sicht sicherzustellen. Die regionalen und divisionalen Einkaufs- und Lieferantenmanagementverantwortlichen leiten Maßnahmen ein, um Risiken in der Lieferkette zu reduzieren. Damit bildet das Risikomanagement des Einkaufs einen zentralen Bestandteil des strategischen Lieferantenmanagements.
Des Weiteren kommen Lieferanten nur als Geschäftspartner für die Schaeffler Gruppe infrage, wenn sie einen festgelegten Freigabeprozess durchlaufen haben. Das Unternehmen wählt Lieferanten nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien aus und bewertet die Lieferperformance stetig auf Basis von transparenten Kriterien. Einkaufs- und Lieferantenverantwortliche berücksichtigen grundsätzlich soziale und ökologische Kriterien, z. B. den Umgang mit Konfliktmineralien bzw. Bestechung. Alle Mitarbeitenden müssen die geltenden Antikorruptionsgesetze in den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, einhalten.# Zusammengefasster Lagebericht
Jahresabschluss 2024
112 Nachhaltigkeitsbericht
Unternehmensführung
Unternehmensführung [ESRS G1]
Alle risikobehafteten Funktionen sind über Schulungsprogramme abgedeckt, wobei unter risikobehafteten Funktionen insbesondere Einkauf und Vertrieb verstanden werden. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr kein verpflichtendes Compliance-Training im Hinblick auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung absolviert. Die Abteilung Forensics & Investigations ist dafür verantwortlich, Untersuchungen von vermuteten Compliance-Verstößen unab- hängig, objektiv und unverzüglich gemäß den Grundsätzen und Richtlinien der Schaeffler Gruppe durchzuführen. Die Abteilung Teil des zentralen Kompetenzteams für Compliance. Der Group Chief Compliance Officer der Schaeffler Gruppe berichtet die Ergebnisse von Untersuchungen festgestellter Compliance- Verstöße vierteljährlich und anlassbezogen an das Executive Board der Schaeffler Gruppe und den Prüfungsausschuss.
Kennzahlen
Korruptions- oder Bestechungsfälle [G1-4]
Innerhalb der Bearbeitung und Dokumentation von möglichen Verstößen gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften für die gesamte Schaeffler Gruppe und bearbeitet alle dahingehend eingehenden Hinweise aus internen und externen Quellen. Im Berichtsjahr ergaben sich daraus keine Verurteilungen zu Verstößen gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften und somit auch keine Geldstrafen. Dementsprechend erachtet die Schaeffler Gruppe die in Abschnitt ESRS G1-3 dargelegten Verfahren zur Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung von Vorwürfen oder Vorfällen in Bezug auf Korruption und Bestechung derzeit als wirksam. Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich.
Zahlungspraktiken [G1-6]
Zum 31. Dezember 2024 waren sechs Verfahren anhängig, in denen Lieferanten die Zahlung vermeintlich geschuldeter vertrag- licher Gegenleistungen fordern, z. B. den Kaufpreis gelieferter Ware. Mahnbescheide, bei denen kein streitiges Verfahren eingeleitet wurde, bleiben unberücksichtigt. Bei den genannten Verfahren wird derzeit durch Gerichte geprüft, ob ein Zahlungs- verzug durch die Schaeffler Gruppe vorliegt. Aus Sicht des Unter- nehmens trifft dies jedoch in keinem der Fälle zu. Vielmehr handelt es sich um Situationen, in denen z. B. Zahlungen für Lieferungen, die aus Sicht der Schaeffler Gruppe mangelhaft sind, bewusst ausgesetzt wurden.
Eine Aufschlüsselung der Kennzahlen nach KMU ist derzeit nicht durchgängig möglich, da diese Kategorisierung in den Daten- erfassungssystemen der Schaeffler Gruppe nicht abgebildet ist. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Lieferanten in Bezug auf Prozesse und Systeme sowie die angebotenen Standard- zahlungsbedingungen unabhängig von ihrer Größe ungleich behandelt werden.
Der Begriff Standardzahlungsbedingung wird durch die Schaeffler Gruppe im Sinne der ESRS als die anteilig nach geleisteten Zahlungen am meisten angewandte Zahlungs- bedingung je Hauptkategorie von Lieferanten interpretiert. Grundsätzlich gibt es bei der Schaeffler Gruppe vielfältige Ausgestaltungsmöglichkeiten für die Vereinbarung von Zahlungsbedingungen. Die Ermittlung der relevanten Daten- punkte erfolgte durch Auswertung verfügbarer Informationen aus den internen Buchungssystemen.
Die Kreditorenlaufzeit (engl.: Days Payable Outstanding, DPO) beträgt 69,2 Tage und entspricht der durchschnittlichen Zeit, die die Schaeffler Gruppe benötigt, um Lieferantenrechnungen zu begleichen. Grundlage für die Ermittlung der Kennzahl ist der Durchschnitt der Verhältnisse zwischen Bestand der Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen zu den Quartalsenden des Berichtsjahres und den Umsatzkosten der entsprechenden Quar- tale.
Die folgende Tabelle stellt die Standardzahlungsbedingungen der Schaeffler Gruppe in Tagen dar, aufgeschlüsselt nach Haupt- kategorien der Lieferanten sowie den Prozentsatz seiner Zahlun- gen, bei denen diese Standardbedingungen angewandt werden.
| Hauptkategorie von Lieferanten | Bezeichnung | Ø Anwendung in Tagen | Anteil der Zahlungen in % |
|---|---|---|---|
| Automotive Technologies | 75 Tage zum Monatsende | 90 | 14,8 |
| Bearings & Industrial Solutions | 90 Tage zum Monatsende | 105 | 13,6 |
| Vehicle Lifetime Solutions | 60 Tage zum Monatsende | 75 | 20,5 |
| Vitesco | Innerhalb von 90 Tagen | 90 | 35,6 |
| Corporate & Others | Sofort zahlbar | 0 | 15,1 |
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 113
Nachhaltigkeitsbericht
Weitere Angaben
In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten
5.5 Weitere Angaben In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten
Die folgende Tabelle listet alle Angabepflichten auf, denen die Schaeffler Gruppe auf Grundlage sich an den unter ESRS 1 genannten Kriterien (siehe Abschnitt ESRS 2 IRO-1) nachgekommen ist, und gibt an, an welcher Stelle des Nachhaltigkeitsberichts die entsprechenden Angaben zu finden sind. Die Ermittlung der zu berichtenden Datenpunkte und der damit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte orientiert ESRS S4 wurde im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als nicht wesentlich für die Schaeffler Gruppe eingestuft und ist daher nicht im ESRS-Index aufgeführt.
| ESRS-Index | Angabepflicht | Abschnitt/Kapitel | Angabepflicht | Abschnitt/Kapitel |
|---|---|---|---|---|
| ESRS 2 BP-1 | Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung | ESRS 2 | ESRS E1-4 | Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel |
| ESRS 2 BP-2 | Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen | ESRS 2 | ESRS E1-5 | Energieverbrauch und Energiemix |
| ESRS 2 GOV-1 | Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane | ESRS 2 | ESRS E1-6 | THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen |
| ESRS 2 GOV-2 | Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen | ESRS 2 | ESRS E2 | Umweltverschmutzung |
| ESRS 2 GOV-3 | Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme | ESRS 2 | ESRS E2-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung |
| ESRS 2 GOV-4 | Erklärung zur Sorgfaltspflicht | ESRS 2 | ESRS E2-2 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung |
| ESRS 2 GOV-5 | Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung | ESRS 2 | ESRS E2-3 | Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung |
| ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | ESRS 2 | ESRS E3 | Wasser- und Meeresressourcen |
| ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen | ESRS 2 | ESRS E3-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen |
| ESRS 2 SBM-1 | Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette | ESRS 2 | ESRS E3-2 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen |
| ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | ESRS 2 | ESRS E3-3 | Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen |
| ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | ESRS 2 | ESRS E3-4 | Wasserverbrauch |
| ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | ESRS 2 | ESRS E4 | Biologische Vielfalt und Ökosysteme |
| ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökostystemen | ESRS 2 | ESRS E4-1 | Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell |
| ESRS E1 | Klimawandel | ESRS 2 | ESRS E4-2 | Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen |
| ESRS 2 GOV-3 | Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme | ESRS 2 | ESRS E4-3 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen |
| ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezoge- nen Auswirkungen, Risiken und Chancen | ESRS 2 | ESRS E4-4 | Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen |
| ESRS E1 | Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel | ESRS E1 | ESRS E5 | Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| ESRS E1 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten | ESRS E1 | ESRS IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | ESRS 2 | ESRS E5-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | ESRS 2 | ESRS E5-2 | Maßnahmen und Mittel in Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | ESRS 2 | ESRS E5-3 | Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft |
| ESRS 2 IRO-1 | Auswirkungen, Risiken und Chancen und |
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 114
Nachhaltigkeitsbericht
Weitere Angaben
In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten
| Angabepflicht | Abschnitt/Kapitel |
|---|---|
| ESRS S2 | Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
| ## Nachhaltigkeitsbericht | |
| ### Weitere Angaben | |
| #### Angaben aufgrund anderer Rechtsvorschriften oder allgemein anerkannter Verlautbarungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung |
Die folgende Tabelle enthält alle Datenpunkte, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben, wie in ESRS 2 Anhang B aufgeführt. Sie gibt an, an welcher Stelle die als wesentlich identifizierten Datenpunkte im Nachhaltigkeitsbericht der Schaeffler Gruppe zu finden sind und welche Datenpunkte als „nicht wesentlich“ bewertet wurden.
| Benchmark- Verordnungs- EU-Klimagesetz- Abschnitt/ Angabepflicht Datenpunkt Bezeichnung | SFDR-Referenz | Säule-3-Referenz | Referenz Referenz | Wesentlichkeit | Kapitel |
|---|---|---|---|---|---|
| ESRS 2 GOV-1 21d Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen | ESRS 2 GOV-1 | ESRS 2 GOV-1 | |||
| ESRS 2 GOV-1 21e Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind | ESRS 2 GOV-1 | ESRS 2 GOV-4 | |||
| ESRS 2 GOV-4 30 Erklärung zur Sorgfaltspflicht | ESRS 2 GOV-4 | ||||
| ESRS 2 SBM-1 40d i Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen | ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |||
| ESRS 2 SBM-1 40d ii Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien | ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |||
| ESRS 2 SBM-1 40d iii Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen | ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |||
| ESRS 2 SBM-1 40d iv Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak | ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |||
| ESRS E1-1 14 Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 | ESRS E1-1 | ESRS E1-1 | |||
| ESRS E1-1 16g Unternehmen, die von den Paris-abgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind | ESRS E1-1 | ||||
| ESRS E1-4 34 THG-Emissions-Reduktionsziele | ESRS E1-4 | ||||
| ESRS E1-5 38 Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren) | ESRS E1-5 | ||||
| ESRS E1-5 37 Energieverbrauch und Energiemix | ESRS E1-5 | ESRS E1-5 | |||
| ESRS E1-5 40-43 Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren | ESRS E1-5 | ||||
| ESRS E1-6 44 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen | ESRS E1-6 | ESRS E1-6 | |||
| ESRS E1-6 53-55 Intensität der THG-Bruttoemissionen | ESRS E1-6 | ||||
| ESRS E1-7 56 Entnahme von Treibhausgasen und CO2-Zertifikate | ESRS E1-7 | nicht wesentlich | |||
| ESRS E1-9 66 Risikoposition des Referenzwert-Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen Risiken | ESRS E1-9 | n.a. 1) | |||
| ESRS E1-9 66a 66c Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko/Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesentlichem physischen Risiko befinden | ESRS E1-9 | n.a. 1) | |||
| ESRS E1-9 67c Aufschlüsselungen des Buchwerts seiner Immobilien nach Energieeffizienzklassen | ESRS E1-9 | n.a. 1) | |||
| ESRS E1-9 69 Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen | ESRS E1-9 | n.a. 1) | |||
| ESRS E2-4 28 Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europäisches Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird | ESRS E2-4 | nicht wesentlich | |||
| ESRS E3-1 9 Wasser- und Meeresressourcen | ESRS E3-1 | ESRS E3-1 | |||
| ESRS E3-1 13 Spezielles Konzept | ESRS E3-1 | ||||
| ESRS E3-1 14 Nachhaltige Ozeane und Meere | ESRS E3-1 | nicht wesentlich | |||
| ESRS E3-4 28c Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers | ESRS E3-4 | nicht wesentlich | |||
| ESRS E3-4 29 Gesamtwasserverbrauch in m3 je Nettoerlös aus eigenen Tätigkeiten | ESRS E3-4 | nicht wesentlich | |||
| ESRS 2 SBM-3 E4 16a i | ESRS 2 SBM-3 E4 16a i | nicht wesentlich | |||
| ESRS 2 SBM-3 E4 16b | ESRS 2 SBM-3 E4 16b | ESRS 2 E4 IRO-1 | |||
| ESRS 2 SBM-3 E4 16c | ESRS 2 SBM-3 E4 16c | ESRS 2 E4 IRO-1 | |||
| ESRS E4-2 24b Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft | ESRS E4-2 | ESRS E4-2 | |||
| ESRS E4-2 24c Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im Bereich Ozeane/Meere | ESRS E4-2 | nicht wesentlich | |||
| ESRS E4-2 24d Konzepte zur Bekämpfung der Entwaldung | ESRS E4-2 | nicht wesentlich | |||
| ESRS E5-5 37d Nicht recycelte Abfälle | ESRS E5-5 | ESRS E5-5 | |||
| ESRS E5-5 39 Gefährliche und radioaktive Abfälle | ESRS E5-5 | ||||
| ESRS 2 SBM-3 – S1 14f Risiko von Zwangsarbeit | ESRS 2 S1 SBM-3 | ||||
| ESRS 2 SBM-3 – S1 14g Risiko von Kinderarbeit | ESRS 2 S1 SBM-3 | ||||
| ESRS S1-1 20 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik | ESRS S1-1 | ||||
| ESRS S1-1 21 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden | ESRS S1-1 | ESRS S1-1 | |||
| ESRS S1-1 22 Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels | ESRS S1-1 | ESRS S1-1 | |||
| ESRS S1-1 23 Konzepte oder ein Managementsystem in Bezug auf die Verhütung von Arbeitsunfällen | ESRS S1-1 | ||||
| ESRS S1-3 32c Bearbeitung von Beschwerden | ESRS S1-3 | ESRS S1-3 | |||
| ESRS S1-14 88b 88c Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle | ESRS S1-14 | ESRS S1-14 | |||
| ESRS S1-14 88e Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage | ESRS S1-14 | n. a. |
1) Anwendung der ESRS Phase-in Option.
ihr Zusammenspiel mit Strategie und ESRS 2 SBM-3 Geschäftsmodell ESRS S2 E5-4 Ressourcenzuflüsse ESRS E5 S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette ESRS S2 E5-5 Ressourcenabflüsse ESRS E5 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug S2-2 auf Auswirkungen ESRS S2 Soziales Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens S2-3 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können ESRS S2 ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger ESRS 2 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur ESRS 2 SBM-3 und Geschäftsmodell ESRS S1 Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöp- S1-1 Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens ESRS S1 fungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ESRS S2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmen- Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der S1-2 denvertretern in Bezug auf Auswirkungen ESRS S1 S2-5 Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang wesentlicher Risiken und Chancen ESRS S2 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften S1-3 Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können ESRS S1 ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger ESRS 2 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung ESRS 2 SBM-3 Geschäftsmodell ESRS S3 wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie S3-1 Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften ESRS S3 S1-4 die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ESRS S1 S3-2 Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen ESRS S3 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene S1-5 Chancen ESRS S1 S3-3 Gemeinschaften Bedenken äußern können ESRS S3 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene S1-6 Merkmale der Arbeitnehmenden des Unternehmens ESRS S1 Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung S1-7 Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens ESRS S1 wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirk- S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog ESRS S1 S3-4 samkeit dieser Maßnahmen ESRS S3 S1-9 Diversitätskennzahlen ESRS S1 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der S1-10 Angemessene Entlohnung ESRS S1 Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und S3-5 Chancen ESRS S3 S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung ESRS S1 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit sowie zusätzliche unternehmensspezi- Unternehmensführung S1-14 fische Kennzahl „Rate der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen (LTIR)“ ESRS S1 ESRS G1 Unternehmensführung S1-16 Vergütungskennzahlen ESRS S1 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit ESRS 2 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane ESRS 2 S1-17 Menschenrechten ESRS S1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkun- ESRS 2 IRO-1 gen, Risiken und Chancen ESRS 2 G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung ESRS G1 G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten ESRS G1 G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung ESRS G1 G1-4 Korruptions- und Bestechungsfälle ESRS G1 G1-6 Zahlungspraktiken ESRS G1# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
6. Prognosebericht
6.1 Erwartete Entwicklung Konjunktur und Absatzmärkte
Auf Basis der Prognose von S&P Global Market Intelligence (Januar 2025) erwartet die Schaeffler Gruppe für das Geschäftsjahr 2025 ein Wachstum der globalen Industrieproduktion um etwa 2,5 % (2024: 1,9 %), während bei den für das Unternehmen besonders relevanten Branchen Maschinenbau, Transportmittel und elektrische Ausrüstungen von einem Zuwachs zwischen 2,0 % und 2,5 % ausgegangen wird (2024: 0,4 %).
Im Hinblick auf mögliche Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft wird auf die Ausführungen im Chancen- und Risikobericht verwiesen.
Auf Basis der Prognose von S&P Global Mobility (Januar 2025) rechnet die Schaeffler Gruppe für das Geschäftsjahr 2025 bei der globalen Automobilproduktion mit einem Rückgang um etwa 0,5 % auf ca. 89,0 Mio. Stück (2024: 89,4 Mio. Stück).
Die Schaeffler Gruppe erwartet auf Grundlage der Prognose von S&P Global Mobility (November 2024) für den weltweiten Fahrzeugbestand im Geschäftsjahr 2025 einen Zuwachs zwischen 2,0 % und 2,5 % sowie einen weiteren Anstieg des Durchschnittsalters (2024: Wachstum in Höhe von 2,4 %, Durchschnittsalter von 11,3 Jahren).
- 34 Enthält von S&P Global Market Intelligence © bereitgestellte Inhalte [World Economic Service Forecast, Januar 2025]. Alle Rechte vorbehalten.
- 35 Gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt auf Basis von Marktwechselkursen.
- 36 Enthält von S&P Global Mobility © bereitgestellte Inhalte [IHS Markit Light Vehicle Production Forecast (Base), Januar 2025]. Alle Rechte vorbehalten.
- 37 Gemessen an der Stückzahl produzierter Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu sechs Tonnen.
- 38 Enthält von S&P Global Mobility © bereitgestellte Inhalte [IHS Markit Vehicles In Operation (VIO) Forecast, November 2024]. Alle Rechte vorbehalten.
- 39 Gemessen an der Anzahl von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von weniger als 3,5 Tonnen.
- 40 Enthält von S&P Global Market Intelligence © bereitgestellte Inhalte [Comparative Industry Service Forecast, Januar 2025]. Alle Rechte vorbehalten.
- 41 Gemessen an der realen Wertschöpfung.
6.2 Ausblick Schaeffler Gruppe
Ausblick 2025
Die Schaeffler Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr mit einem deutlichen währungsbereinigten Umsatzwachstum.
Zugleich geht das Unternehmen davon aus, im Geschäftsjahr 2025 eine EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 3 und 5 % zu erzielen. Dabei wird für die Sparte „Powertrain & Chassis“ voraussichtlich eine höhere positive und die Sparte E-Mobility eine negative EBIT-Marge vor Sondereffekten im Vergleich zur Gruppen-Prognose erwartet.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Schaeffler Gruppe einen Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten in Höhe von -200 bis 0 Mio. EUR. Hierbei sind wesentliche Auszahlungen für Integrationsaktivitäten und Restrukturierungen berücksichtigt.
Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2024 als Grundlage für die Prognose ist wesentlich durch den Erwerb der Vitesco Technologies Group AG beeinflusst. Für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 30. September 2024 wurde das anteilige Konzernergebnis gemäß der 38,9%-Beteiligungsquote nach der Equity-Methode in das EBIT der Schaeffler Gruppe einbezogen. Erst ab dem Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 31. Dezember 2024 wurden im Rahmen der Vollkonsolidierung alle auf diesen Zeitraum entfallenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Free Cash Flow in den Konzernabschluss der Schaeffler AG integriert.
| Ist 2024 | Ausblick 2025 | |
|---|---|---|
| Schaeffler Gruppe | ||
| deutliches Umsatzwachstum 1) | 12,9 % | |
| EBIT-Marge vor Sonder-effekten 2) | 4,5 % | 3 bis 5 % |
| Free Cash Flow 3) | 363 Mio. EUR | -200 bis 0 Mio. EUR |
- 1) Währungsbereinigtes Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr.
- 2) Zur Definition der Sondereffekte siehe Seite 25f.
- 3) Vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten.
Das für 2025 prognostizierte deutliche Umsatzwachstum ist daher vorwiegend akquisitionsbedingt. Die im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigeren Erwartungen für die EBIT-Marge vor Sondereffekten und die deutlich niedrigeren Erwartungen für den Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten resultieren ebenfalls im Wesentlichen aus der oben genannten Akquisition. Sie spiegeln die erwarteten Ergebnisbelastungen im Geschäftsjahr 2025 aus der neuen Sparte E-Mobility sowie die Auszahlungen für Integrations- und Restrukturierungsaktivitäten wider.
Herzogenaurach, 18. Februar 2025
Der Vorstand
Jahresabschluss 2024
1. Bilanz
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | Veränderung 31.12.2024 in EUR | Veränderung 31.12.2023 in % | |
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 591,00 | 901,00 | -310,00 | -34,4 |
| Sachanlagen | 2.559.426,00 | 638.437,00 | 1.920.989,00 | > 100 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.549.543.034,11 | 14.688.784.417,13 | 2.860.758.616,98 | 19,5 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.201.076.559,56 | 185.843.144,40 | 1.015.233.415,16 | > 100 |
| Finanzanlagen | 18.750.619.593,67 | 14.874.627.561,53 | 3.875.992.032,14 | 26,1 |
| Anlagevermögen | 18.753.179.610.,67 | 14.875.266.899,53 | 3.877.912.711,14 | 26,1 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 11.387.190.008,93 | 10.074.041.105,87 | 1.313.148.903,06 | 13,0 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsver- | 944,68 | 16.526,70 | -15.582,02 | -69,9 |
| hältnis besteht | ||||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 76.633.803,07 | 329.199.805,02 | -252.566.001,95 | -76,7 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 11.463.824.756,68 | 10.403.257.437,59 | 1.060.567.319,09 | 10,2 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 236.707.734,75 | 270.561.298,19 | -33.853.563,44 | -12,5 |
| Umlaufvermögen | 11.700.532.491,43 | 10.673.818.735,78 | 1.026.713.755,65 | 9,6 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 9.126.726,21 | 690.599,38 | 8.436.126,83 | > 100 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 5.194.542,10 | 4.597.369,13 | 597.172,97 | 13,0 |
| Bilanzsumme | 30.468.033.370,41 | 25.554.373.603,82 | 4.913.659.766,59 | 19,2 |
| PASSIVA | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 944.884.641,00 | 666.000.000,00 | 278.884.641,00 | 41,9 |
| Kapitalrücklagen | 4.291.692.932,87 | 2.359.000.000,00 | 1.932.692.932,87 | 81,9 |
| Gewinnrücklagen | 4.332.890.571,35 | 4.208.133.697,72 | 124.756.873,63 | 3,0 |
| Bilanzgewinn | 417.372.260,72 | 425.592.764,88 | -8.220.504,16 | -1,9 |
| Eigenkapital | 9.986.840.405,94 | 7.658.706.462,60 | 2.328.134.043,34 | 30,4 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 80.911.620,06 | 75.453.279,08 | 5.458.340,98 | 7,2 |
| Steuerrückstellungen | 40.912.010,60 | 21.753.519,93 | 19.158.490,67 | 88,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 148.095.325,83 | 166.119.167,13 | -18.023.841,30 | -10,8 |
| Rückstellungen | 269.918.956,49 | 263.325.966,14 | 6.592.990,35 | 2,5 |
| Anleihen | 4.100.000.001,17 | 2.950.000.001,15 | 1.150.000.000,02 | 39,0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 1.814.500.000,01 | 917.500.391,75 | 897.000.000,00 + 0,01 | 97,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.391.547,01 | 10.125.014,31 | 22.266.532,70 | > 100 |
| Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen | 14.164.009.351,55 | 13.605.431.706,39 | 558.577.645,16 | 4,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern 2.068.391,26 EUR | 100.373.108,24 | 149.284.061,48 | -48.910.953,24 | -32,8 |
| (Vj.: 2.021.506,18 EUR), davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | ||||
| 2.457,11 EUR (Vj.: 2.768,79 EUR) | ||||
| Verbindlichkeiten | 20.211.274.007,98 | 17.632.341.175,08 | 2.578.932.832,90 | 14,6 |
| Bilanzsumme | 30.468.033.370,41 | 25.554.373.603,82 | 4.913.659.766,59 | 19,2 |
2. Gewinn- und Verlustrechnung
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 124# Gewinn- und Verlustrechnung
| Veränderung | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| 1 Umsatzerlöse | 36.791.558,93 | 15.549.917,72 | > 100,0 |
| 2 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -34.387.952,93 | -14.756.966,41 | > 100,0 |
| 3 Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.403.606,00 | 792.951,31 | > 100,0 |
| 4 Allgemeine Verwaltungskosten | -230.720.796,37 | -171.181.048,90 | 34,8 |
| 5 Sonstige betriebliche Erträge | 576.560.185,53 | 626.709.139,48 | -8,0 |
| 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen | -739.032.749,62 | -556.286.703,14 | 32,9 |
| 7 Erträge aus Beteiligungen | 1.571.446.255,57 | 1.000.139.356,16 | 57,1 |
| • aus verbundenen Unternehmen | 1.571.446.255,57 EUR (Vj.: 1.000.139.356,16 EUR) | ||
| 8 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 35.732.998,56 | 3.015.517,16 | > 100,0 |
| • aus verbundenen Unternehmen | 35.732.998,56 EUR (Vj.: 3.015.517,16 EUR) | ||
| 9 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 83.088.470,60 | 94.245.375,67 | -11,8 |
| • aus verbundenen Unternehmen | 69.419.680,72 EUR (Vj.: 88.572.338 EUR) | ||
| 10 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | 0,00 | 0,0 |
| 11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -836.722.041,15 | -552.837.389,29 | 51,4 |
| • aus verbundenen Unternehmen | 546.596.199,16 EUR (Vj.: 384.870.947,08 EUR) | ||
| 12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -45.716.669,11 | -23.293.310,47 | 96,3 |
| 13 Ergebnis nach Steuern | 417.039.260,01 | 421.303.887,98 | -1,0 |
| 14 Sonstige Steuern | 333.000,71 | 4.288.876,90 | -92,2 |
| 15 Jahresüberschuss | 417.372.260,72 | 425.592.764,88 | -1,9 |
| 16 Gewinnvortrag | 0,00 | 0,00 | 0,0 |
| 17 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0,0 |
| 18 Bilanzgewinn | 417.372.260,72 | 425.592.764,88 | -1,9 |
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 125
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
3. Anhang
3.1 Allgemeine Angaben zum
Gesamtrechtsnachfolge der Vitesco Technologies Group AG an. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.
Jahresabschluss
Im Rahmen dessen wurden sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie alle vertraglichen Vereinba-
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Betrag rungen übernommen. Das Verschmelzungsergebnis in Höhe von angesetzt, der der Zeit nach dem Bilanzstichtag wirtschaftlich -24 Mio. EUR wurde erfolgswirksam als sonstiger betrieblicher zu-
gerechnet ist. Aufwand erfasst. Aufgrund der Verschmelzung zum 1. Januar 2024
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist die Vergleichbarkeit i.S.d. § 265 Abs. 2 HGB zum Vorjahr
ist der Saldo aus Altersversorgungsverpflichtungen und Ver- eingeschränkt. Bei wesentlichen Änderungen im Zusammenhang mögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger mit der Verschmelzung werden diese an entsprechender Stelle entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden im Anhang erläutert.
oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen. Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt
zum beizulegenden Zeitwert bzw. zum Börsenkurs des Fonds-
vermögens.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den
handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögens-
gegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten so-
wie für Verlust- und Zinsvorträge ermittelt. Dabei fließen auch
die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz der Organ-
töchter bzw. Personengesellschaften ein. Der Berechnung der
latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,8 %
(Vj.: 28,8 %) zugrunde, der sich voraussichtlich zum Zeitpunkt
des Abbaus der Differenzen bzw. der Nutzung von Verlustvor-
trägen ergeben wird. Die passiven latenten Steuern werden mit
aktiven latenten Steuern verrechnet. Der Aktivüberhang wird in
der Bilanz nicht angesetzt.
Zum Bilanzstichtag wurden die BEPS Pillar 2 Regelungen
(MinBestRL-UmsG) bereits in deutsches Recht überführt (MinStG)
und sind ab dem 1. Januar 2024 anwendbar. Die
Schaeffler Gruppe fällt in den Anwendungsbereich dieser
Regelungen.
Die Mindeststeuer wird auf Ebene der INA-Holding von der
Schaeffler GmbH & Co. KG als Konzernmutter des IHO-Gesamt-
konzerns als Obergesellschaft (sog. Ultimate Parent Entity)
erhoben. Die Schaeffler AG fungiert als Konzernmutter des
Schaeffler-Teilkonzerns als sog. „Partially owned Parent Entity“.
Die Belastung durch Mindeststeuer für die Schaeffler AG beläuft
sich auf ca. 333 TEUR. Die INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG
kann die von der Schaeffler AG verursachte Mindeststeuer gemäß § 3 Abs. 6 MinStG belasten.
Die Schaeffler Gruppe wendet die Ausnahme gemäß § 274 Abs. 3 HGB an, wonach keine aktiven und passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit den Ertragsteuern der BEPS Pillar 2 Regelungen bilanziert und auch keine Angaben dazu geleistet werden.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G (Vj.: 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method – PUC) ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden zukünftige jährliche Entgeltanpassungen von 3,25 % (Vj.: 3,25 %), Rentenanpassungen von 1,0 bzw. 2,2 % und eine Fluktuation von 2,1 % berücksichtigt. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2024 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt 1,90 % (Vj.: 1,82 %).
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller erkennbaren
3.2 Bilanzierungs- und Bewertungs-
methoden
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs-kosten angesetzt. Sie werden über die voraussichtliche Nutzungs-dauer von zwei bis vier Jahren linear abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Es wird von einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von zwei bis acht Jahren ausgegangen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten oder wegen dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und – soweit unverzinslich – bei Restlaufzeiten von einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Die Schaeffler AG, Herzogenaurach, ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Fürth unter der Nummer HRB 14738 registriert. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestim-mungen des deutschen Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn-und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Rückwirkend zum 1. Januar 2024 wurde die Vitesco Technologies Group AG als übertragender Rechtsträger auf die Schaeffler AG als übernehmender Rechtsträger verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister erfolgte am 1. Okto-ber 2024. Zugleich wurde die Umwandlung der stimmrechtslosen Vorzugsaktien von Schaeffler in stimmberechtigte Stammaktien vollzogen. Entsprechend dem im Verschmelzungsvertrag vom 13. März 2024 festgelegten Umtauschverhältnis erhielten bisherige Vitesco-Aktionäre je Vitesco-Aktie 11,4 neu ausgegebene Schaeffler-Stammaktien. Im Zuge der Vereinheitlichung der Aktiengattungen bei Schaeffler wurden zudem die bislang börsengehandelten stimmrechtslosen Vorzugsaktien von Schaeffler im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt. Durch den Vollzug der Transaktion mit der Vitesco Technologies Group AG erhöht sich die Anzahl der ausgegebenen Schaeffler-Aktien von 666.000.000 auf 944.884.641 Stück.
Die Verschmelzung erfolgte teilweise durch Upstream-Merger zur Buchwertmethode. Zeitgleich fand eine Kapitalerhöhung in Höhe von 179 Mio. EUR statt. Die Buchwerte der Vitesco Techno-logies Group AG wurden zum 1. Januar 2024 in die Schaeffler AG über-tragen. Die Schaeffler AG trat zum 1. Januar 2024 die
einen Jahr betreffen. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil einer Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremd-währungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte werden auf Basis von Discounted-Cash-Flow-Bewertungsmodellen und der am Stich-tag gültigen Wechselkurse sowie risiko- und laufzeitadäquaten Zinssätze ermittelt. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Konzernexterne Zinswährungsswaps mit spiegelbildlich abge-schlossenen konzerninternen Sicherungsgeschäften werden zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Bilanzierung der Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Der Performance Share Unit Plan (PSUP) wird als aktivenbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert und in Höhe des zeitan-teiligen beizulegenden Zeitwerts der Zahlungsverpflichtung innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Ver-pflichtungen werden zu jedem Bilanzstichtag neu bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt auf Basis einer Monte-Carlo-Simulation. Dem Modell werden die jeweiligen Vertragsbedingungen zugrunde gelegt (u. a. minimale und maxi-male Auszahlungswerte, Zielstaffel des TSR-Erfolgsziels, erwar-tete Dividendenzahlungen und Volatilität der Stammaktie bzw. Vorzugsaktie der Schaeffler AG sowie der Vergleichsindizes SXAGR und SXNGR). Daraus resultierende Veränderungen werden als Personalaufwand erfasst und unter den Verwaltungskosten ausgewiesen.
Anleihen und Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.# Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verlusten in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet worden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit sich dadurch noch nicht realisierte Verluste ergeben, werden entsprechende Drohverlustrückstellungen gebildet. Nicht realisierte Kursgewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
127 Anhang Erläuterungen zur Bilanz
3.3 Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
| Immaterielle Vermögens- gegenstände | Sach- anlagen | Finanz- anlagen | Anteile an verbundenen Unternehmen | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | Sonstige Anlagen im Konzern | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||||
| Bestand zum 01. Januar 2024 | 208 | 1.512 | 14.787.444 | 185.843 | 14.973.287 | 14.975.007 | |
| Zugänge | 0 | 300 | 3.347.157 | 1.026.223 | 4.373.381 | 4.375.622 | |
| Abgänge | 0 | -75 | -585.059 | -10.990 | -596.049 | -596.124 | |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Bestand zum 31. Dezember 2024 | 208 | 1.736 | 17.549.543 | 1.201.077 | 18.750.620 | 18.754.504 | |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | |||||||
| Bestand zum 01. Januar 2024 | 207 | 0 | 98.660 | 0 | 98.660 | 98.740 | |
| Zugänge | 0 | 320 | 0 | 0 | 320 | 320 | |
| Zuschreibung | 0 | 0 | 98.660 | 0 | 98.660 | 98.660 | |
| Abgänge | 0 | -75 | 0 | 0 | -75 | -75 | |
| Bestand zum 31. Dezember 2024 | 207 | 1.118 | 0 | 0 | 0 | 1.325 | |
| Nettobuchwerte | |||||||
| zum 01. Januar 2024 | 1 | 639 | 14.688.784 | 185.843 | 14.874.627 | 14.875.266 | |
| zum 31. Dezember 2024 | 1 | 619 | 17.549.543 | 1.201.077 | 18.750.620 | 18.753.180 |
Die Zugänge der Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen den Zugang der Anteile an der Vitesco Technologies GmbH im Rahmen der Verschmelzung mit der Vitesco Technologies Group AG in Höhe von 3.012.235 TEUR (Vj.: 0 TEUR), der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG in Höhe von 431.000 TEUR (Vj.: 0 TEUR), der Schaeffler Invest GmbH in Höhe von 146.569 TEUR (Vj.: 56.853 TEUR), der Schaeffler Verwaltungsholding Vier GmbH in Höhe von 118.000 TEUR (Vj.: 128.800 TEUR), und der Schaeffler Ultra Precision Drives GmbH in Höhe von 31.150 TEUR (Vj.: 0 TEUR). Auf den Buchwert der Anteile der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG wurde im Geschäftsjahr eine Wertaufholung in Höhe von 98.660 TEUR (Vj.: 57.825 TEUR) aufgrund in 2023 angestoßener strategischer Neuausrichtung mit Anpassung des Geschäftsmodells vorgenommen.
Am 30. Oktober 2024 wurde durch Gesellschafterbeschluss eine Sacheinlage in Form der Anteile an der Schaeffler Holding Sverige AB, die im Wesentlichen das operative Geschäft der im Geschäftsjahr 2023 erworbenen Ewellix Gruppe beinhaltet, in die Schaeffler Technologies AG & Co. KG vollzogen. Dementsprechend verzeichnete die Schaeffler AG einen Abgang des Buchwerts der Beteiligung in Höhe von 585.059 TEUR, die von der Schaeffler AG im Vorjahr erworben wurde. Ein Gutachten vom 28. Oktober 2024 setzte den Verkehrswert der Anteile u.a. aufgrund der schwächeren Geschäftsentwicklung sowie noch nicht realisierter Synergien durch eine verzögerte Integration des Geschäfts auf 338.616 TEUR fest. Die Differenz zum Buchwert in Höhe von 246.445 TEUR wurde als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Die Anteile an der Schaeffler Technologies AG & Co. KG erhöhten sich durch die Sacheinlage um den Verkehrswert in Höhe von 338.616 TEUR. Im Gegensatz zum Vorjahr bestehen keine Ausleihungen mehr gegenüber der LuK do Brasil Embreagens Ltda. (Vj.: 190 TEUR).
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
128 Anhang Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen und sonstige Vermögens- gegenstände
| in TEUR | Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | Restlaufzeit über 5 Jahre | Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | Restlaufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2024 | 31.12.2024 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2023 | 31.12.2023 | |
| Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 11.365.744 | 0 | 0 | 10.074.041 | 0 | 0 |
| • davon kurzfristige Ausleihungen | 9.692.658 | 0 | 0 | 9.114.165 | 0 | 0 |
| • davon sonstige Finanzforderungen | 61.026 | 0 | 0 | 26.920 | 0 | 0 |
| • davon aus Lieferungen und Leistungen | 62.051 | 0 | 0 | 26.636 | 0 | 0 |
| • davon sonstige Forderungen | 1.550.008 | 0 | 0 | 906.320 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | 0 | 0 | 16 | 0 | 0 |
| • davon aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 0 | 0 | 16 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 76.634 | 0 | 0 | 329.200 | 0 | 0 |
Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten noch nicht an die Schaeffler AG bezahlte Gewinnanteile der Schaeffler Technologies AG & Co. KG in Höhe von 1.550.000 TEUR (Vj.: 900.000 TEUR). Im Geschäftsjahr zahlte die Schaeffler Technologies AG & Co. KG zum Ausgleich der Gewinnanteile aus dem Vorjahr 900.000 TEUR an die Schaeffler AG. Die Mittel wurden ihrerseits vollständig zur Tilgung von bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Schaeffler Technologies AG & Co. KG verwendet.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthielten im Vorjahr im Wesentlichen kurzfristige finanzielle Vermögenswerte aus Sicherheitsleistungen eines eingebetteten Total Return Swap in Höhe von 263 Mio. EUR, der im Geschäftsjahr 2024 zurückgezahlt wurde.
Die restlichen bAV-Anwartschaften (Tarifmitarbeiter und leitende Angestellte) werden durch die gesetzliche Insolvenz- sicherungs- pflicht beim PSVaG gegen Insolvenz gesichert. Eine zusätzliche Absicherung mittels übertragenen Planvermögens findet hier nicht statt.
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögens- gegenstände | 35.440 | 36.491 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 5.195 | 4.597 |
| Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände | 35.201 | 36.391 |
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus den verrechneten Vermögens- gegenständen | 3.465 | 1.801 |
| Zinsaufwand aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 1) | -828 | -1.556 |
| Zinsaufwendungen/-erträge aus der Verrechnung | 2.637 | 245 |
1) Der Zinsaufwand bezieht sich auf den gesamten Bestand an Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.
Bei den mit den Pensionsverpflichtungen verrechneten Vermögens- werten handelt es sich im Wesentlichen um Rückdeckungs- versicherungen sowie Anteile an Aktien-, Renten- und Geld- marktfonds.
Die bAV-Anwartschaften der Vorstände sind durch eine Rück- deckungsversicherung mit der Allianz gegen Insolvenz gesichert. Das hierbei übertragene Vermögen an die Allianz stellt Plan- vermögen dar.
Eigenkapital
| in TEUR | |
|---|---|
| 2024 | |
| Gezeichnetes Kapital | |
| Das gezeichnete Kapital der Schaeffler AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 zum einen durch die Upstream-Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG um 100 Mio. EUR. Zum anderen wurde die Verschmelzung durch eine Kapitalerhöhung durchgeführt. In der Hauptversammlung am 25. April 2024 wurde diese in Höhe von 179 Mio. EUR auf 945 Mio. EUR (Vj.: 666 Mio. EUR) beschlossen. |
Es ist eingeteilt in 944.884.641 Stückaktien (Vj.: 666.000.000), auf die jeweils ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR entfällt. Durch die in der außerordentlichen Hauptver- sammlung am 2. Februar 2024 beschlossene Vereinheitlichung der Aktiengattungen, besteht keine Unterteilung in Stammaktien (Vj.: 500 Mio.) und stimmrechtslose Vorzugsaktien (Vj.: 166 Mio.) mehr. Sämtliche Aktien sind nun stimmberechtigte Stammaktien.
Die INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG hielt zum Handels- start am 1. Oktober 2024 rund 79 % der Schaeffler-Stammaktien. Der Streubesitz beläuft sich auf rd. 21 %.
In der ordentlichen Hauptversammlung am 25. April 2024 wurde die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals, im Einklang mit der Verpflichtung der Gesellschaft unter dem Verschmelzungs- vertrag mit der Vitesco Technologies Group AG vom 13.
Kapitalrücklage
| in TEUR | |
|---|---|
| 2024 | |
| Die Kapitalrücklage erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 durch die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG um 1.932 Mio. EUR auf 4.292 Mio. EUR (Vj.: 2.359 Mio. EUR). Es handelt sich bei dieser Veränderung um das aus der Differenz zwischen dem Buchwert des übernommenen Reinvermögens der Vitesco Technologies Group AG und dem Nennbetrag der neuen Aktien entstandene Agio, das aufgrund schuldrechtlicher Vereinbarung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt wurde. Bei den neuen Aktien handelt es sich um diejenigen, die infolge der in der Hauptversammlung am 25. April 2024 beschlossenen Kapitalerhöhung entstanden sind. |
Pensionsrückstellungen
| Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | in TEUR |
|---|---|
| 31.12.2024 | |
| Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | -99.429 |
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögens- gegenstände | 18.517 |
| Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | -80.912 |
| in TEUR | |
|---|---|
| 31.12.2023 | |
| Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | -88.616 |
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögens- gegenstände | 13.163 |
| Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | -75.453 |
Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um bAV-Anwartschaften für Tarifmitarbeiter auf der Basis von Versorgungsordnungen und um Einzelzusagen an leitende Ange- stellte.
Gewinnrücklage
Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operati- ven Geschäftstätigkeit werden aufgrund des Imparitätsprinzips positive Marktwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von 102.956 TEUR (Vj.: 87.397 TEUR) nicht aktiviert. Dies entspricht einem Nominalvolumen von 5.273.885 TEUR (Vj.: 4.123.885 TEUR). Das hierbei übertragene Vermögen an die Allianz stellt Plan- vermögen dar.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
129 Anhang Erläuterungen zur Bilanz
tigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und rungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu# März 2024
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände
19.936
19.089
beschlossen. Der Vorstand wurde damit ermächtigt, mit Zustim- mung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. April 2029 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 125 Mio. EUR durch Ausgabe von bis zu 125 Mio. neuen Stück- aktien gegen Sacheinlagen von Ansprüchen anspruchsberechtigter Aktionäre auf Gewährung zusätzlicher Aktien, die durch gericht- liche Entscheidung (§ 11 Abs. 1 des Spruchverfahrensgesetzes) oder gerichtlichen Vergleich (§ 11 Abs. 2 bis 4 des Spruchverfah- rensgesetzes) festgestellt oder durch die Gesellschaft durch anerkannte oder durch die Gesellschaft durch anerkannte Vergleich zur Vermeidung oder Beendigung eines Spruchverfahrens anerkannt wurden, zu erhöhen. Das im Verschmelzungsvertrag mit der Vitesco Technologies Group AG festgelegte Umtauschverhältnis ist Gegenstand eines seit 4. Oktober 2024 am Landgericht Nürnberg-Fürth anhängigen Spruchverfahrens.
Für das Geschäftsjahr 2024 schlagen Vorstand und Aufsichts- rat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 236 Mio. EUR auszuschütten sowie den verbleibenden Bilanz- gewinn in Höhe von 181 Mio. EUR in die anderen Gewinnrück- lagen einzustellen.
Die Gewinnrücklage zum Stichtag beträgt 4.333 Mio. EUR (Vj.: 4.208 Mio. EUR) und umfasst ausschließlich andere Gewinn- rücklagen.
Sonstige Rückstellungen
Bilanzgewinn
Im Geschäftsjahr 2024 wurde aus dem Bilanzgewinn des Vorjah- res eine Dividende in Höhe von 295 Mio. EUR (Vj.: 295 Mio. EUR) an die Gesellschafter ausgeschüttet und der verbleibende Betrag in Höhe von 131 Mio. EUR (Vj.: 245 Mio. EUR) in die Gewinnrück- lage eingestellt. Der Bilanzgewinn entspricht dem Jahresüberschuss in Höhe von 417 Mio. EUR (Vj.: 426 Mio. EUR).
Sonstige Rückstellungen
| in TEUR | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Drohverlustrückstellungen aus schwebenden Geschäften | 90.941 | 111.471 |
| Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen, Tantiemen und aktienbasierte Vergütungen | 20.437 | 22.168 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 36.717 | 32.480 |
| Summe sonstige Rückstellungen | 148.095 | 166.119 |
Zum Bilanzstichtag existiert kein bedingtes Kapital und es wurden keine Beschlüsse zur Bildung von bedingtem Kapital gefasst.
Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurde für negative Marktwerte aus Devisen- termingeschäften eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 90.905 TEUR (Vj.: 66.234 TEUR) ausgewiesen. Dies entspricht einem Nominalvolumen von 4.463.054 TEUR (Vj.: 4.719.387 TEUR). Im Geschäftsjahr 2024 bestehen keine Drohverlustrückstellun- gen für einen Total Return Swap mehr (Vj.: 41.081 TEUR).
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 130
Anhang
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Verbindlichkeiten
Pfandrechte oder ähnliche Rechte bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh- men enthalten zum Stichtag wie im Vorjahr keine Verbindlichkei- ten gegenüber Gesellschaftern.
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | Restlaufzeit über 5 Jahre | Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | Restlaufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | ||||
| in TEUR | in TEUR | ||||
| Anleihen (nicht konvertibel) | |||||
| 750.000 | 500.000 | 2.850.000 | 800.000 | 2.150.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 221.390 | 847.030 | 746.080 | 0 | 917.500 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.392 | 0 | 0 | 10.125 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 14.164.009 | 0 | 0 | 13.605.432 | 0 |
| • davon Darlehen | 10.863.130 | 0 | 0 | 11.253.018 | 0 |
| • davon sonstige Finanzverbindlichkeiten | 3.266.374 | 0 | 0 | 2.321.085 | 0 |
| • davon aus Lieferungen und Leistungen | 1.664 | 0 | 0 | 3.004 | 0 |
| • davon sonstige Verbindlichkeiten | 32.842 | 0 | 0 | 28.324 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 100.373 | 0 | 0 | 149.284 | 0 |
| • davon aus Steuern | 2.068 | 0 | 0 | 2.022 | 0 |
Des Weiteren hat die Schaeffler AG am 19. Juli 2024 eine Über- nahmevereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank über den Kreditvertrag der Vitesco Technologies GmbH in Höhe von 250 Mio. EUR abgeschlossen.
Am 20. September 2024 hat die Schaeffler AG Übernahmeverein- barungen für zwei Kreditverträge der Vitesco Technologies GmbH und weiterer Vitesco-Konzerngesellschaften mit der KfW IPEX- Bank in Höhe von jeweils 45 Mio. EUR abgeschlossen.
Die Schaeffler AG als oberste Muttergesellschaft der Schaeffler Gruppe erbringt Leistungen im Rahmen der Konzern- leitung in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Treasury, Rechtsberatung, Steuerberatung, Compliance, Personalwesen, Interne Revision, Qualitätsmanagement und Geschäftsführung.
Im Zusammenhang mit der Cash-Pool-Funktion und der internen Konzernfinanzierung der Schaeffler Gruppe bestehen kurzfris- tige Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Latente Steuern
Die betragsmäßig wesentlichen passiven latenten Steuern resul- tieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen im Bereich des Anlagevermögens. Die mit diesen passiven latenten Steuern saldierten wesentlichen aktiven latenten Steuern resultieren aus Rückstellungen und aus Verlust- und Zinsvorträgen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Erläuterung der Umsatzerlöse
Die Erhöhung der Finanzschulden gegenüber dem 31. Dezem- ber 2024 ist im Wesentlichen auf die Platzierung zweier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,1, Mrd. EUR im Januar 2024 sowie einer weiteren Anleihe in Höhe von 850 Mio. EUR im März 2024 zurückzuführen. Gegenläufig hat die Schaeffler AG im März 2024 eine ausstehende Anleihe über 800 Mio. EUR zum Ende der Lauf- zeit planmäßig zurückgezahlt.
Im Januar 2024 hat die Schaeffler AG das im Dezember 2023 unterzeichnete Darlehen mit der Europäischen Investitionsbank über eine Laufzeit von sechs Jahren in Höhe von 420 Mio. EUR vollständig in Anspruch genommen.
Am 13. Mai 2024 hat die Schaeffler AG eine variable verzinste Schuldscheintranche in einem Volumen von 50 Mio. EUR und ursprünglicher Fälligkeit am 13. Mai 2030 vorzeitig zurückgezahlt.
Im zweiten Quartal 2024 hat die Schaeffler AG außerdem Über- nahmevereinbarungen mit den Gläubigern der Schuldschein- darlehen der Vitesco Technologies GmbH abgeschlossen. Die Schuldübernahme in einem Volumen von 187 Mio. EUR wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Im Rahmen der Verschmelzung wurden Umsatzerlöse in Höhe von 17 Mio. EUR von der Vitesco Technologies Group AG über- nommen.
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Inland | 35.650 | 14.580 |
| Ausland | 1.141 | 970 |
| Summe Umsatzerlöse | 36.792 | 15.550 |
Die Schaeffler AG als oberste Muttergesellschaft der Schaeffler Gruppe erbringt Leistungen im Rahmen der Konzern- leitung in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Treasury, Rechtsberatung, Steuerberatung, Compliance, Personalwesen, Interne Revision, Qualitätsmanagement und Geschäftsführung.
Im Zusammenhang mit der Cash-Pool-Funktion und der internen Konzernfinanzierung der Schaeffler Gruppe bestehen kurzfris- tige Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die zum 31. Dezember 2023 ausstehenden kurzfristigen Com- mercial Paper in Höhe von 90 Mio. EUR waren zum 31. Dezem- ber 2024 vollständig zurückgezahlt.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 131
Anhang
Sonstige Angaben
Angaben bei der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 100.760 | 78.723 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 14.723 | 16.322 |
| • davon für Altersversorgung | 5.033 | 8.225 |
| Personalaufwand | 115.483 | 95.045 |
| Zahlungsverpflichtungen | 26.422 | 4.145 |
| • davon aus mehrjährigen Leasing- verpflichtungen | 25.745 | 3.468 |
| • davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 677 | 677 |
Am 13. Mai 2024 hat die Schaeffler AG eine variable verzinste Schuldscheintranche in einem Volumen von 50 Mio. EUR und ursprünglicher Fälligkeit am 13. Mai 2030 vorzeitig zurückgezahlt.
Im zweiten Quartal 2024 hat die Schaeffler AG außerdem Über- nahmevereinbarungen mit den Gläubigern der Schuldschein- darlehen der Vitesco Technologies GmbH abgeschlossen. Die Schuldübernahme in einem Volumen von 187 Mio. EUR wurde zum 1. Oktober 2024 rechtswirksam.
Im Rahmen der Verschmelzung wurden Umsatzerlöse in Höhe von 17 Mio. EUR von der Vitesco Technologies Group AG über- nommen.
Die zum 31. Dezember 2023 ausstehenden kurzfristigen Com- mercial Paper in Höhe von 90 Mio. EUR waren zum 31. Dezem- ber 2024 vollständig zurückgezahlt.
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Steueraufwendungen und -erträge aus Vorjahren | -13.933 | 7.212 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.313 | 3.518 |
| Periodenfremde Aufwendungen (Vj.: Erträge) | -12.620 | 10.730 |
Angaben bei der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens
| in TEUR | 2024 | 2023 | in % |
|---|---|---|---|
| Veränderung | |||
| Nicht bilanzierungsfähige Zinsergebnis | |||
| > 100 | |||
| > 100 | |||
| 0,0 |
Das Zinsergebnis hat sich im Wesentlichen aufgrund der Auf- nahme neuer Darlehen und deutlich gestiegener variabler Ver- zinsung von Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Bei den Zins- aufwendungen von insgesamt 837 Mio. EUR (Vj.: 553 Mio. EUR) resultieren 370 Mio. EUR (Vj.: 79 Mio. EUR) aus Anleihen. Die Veränderung der nicht bilanzierungsfähigen Zahlungs- verpflichtungen in Höhe von 22.276 TEUR resultiert im Wesent- lichen aus der im Rahmen der Verschmelzung erfolgten Über- nahme des Gebäude- und Grundstückleasingvertrages der Vitesco Technologies Group AG. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028 und ist nur aus wichtigem Grund künd- bar.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskurs- gewinne in Höhe von 416.852 TEUR (Vj.: 563.628 TEUR) ent- halten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von 433.310 TEUR (Vj.: 506.562 TEUR).
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 427 TEUR (Vj.: 28 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 828 TEUR (Vj.: 1.556 TEUR) enthal- ten, da eine Saldierung gem. § 246 Abs 2 S 2 HGB erforderlich ist.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten einen Verlust aus dem Abgang der Ewellix-Gruppe in Höhe von 246 Mio.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| in TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||
| Steueraufwendungen und -erträge aus Vorjahren | -13.933 | 7.212 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.313 | 3.518 |
| Periodenfremde Aufwendungen (Vj.: Erträge) | -12.620 | 10.730 |
Haftungsverhältnisse
Zum 31. Dezember 2024 bestanden Bürgschaften und Garantien für verbundene Unternehmen in Höhe von 212.056 TEUR (Vj.: 198.622 TEUR).
Das finanzielle Risiko für die Schaeffler AG, das aufgrund der Inanspruchnahme aus der Haftung für fremde Verbindlichkeiten entstehen könnte, sieht das Unternehmen aufgrund der Ertrags- lage der verbundenen Unternehmen als gering an.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
| Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter | 2024 | 2023 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Schaeffler Industrial Remanufacturing Services AG & Co. KG, Herzogenaurach | |||
| Schaeffler Sondermaschinenbau AG & Co. KG, Herzogenaurach |
132 Anhang Sonstige Angaben
Gesellschaftsorgane
Vorstand
| Name | Funktion | Bestellung | Ablauf des Mandats | Weitere Mandate |
|---|---|---|---|---|
| Andreas Schick | Vorstand Produktion, Supply Chain Management & Einkauf | 1. April 2018 | 31. März 2026 | Mitglied des Aufsichtsrats der Continental AG, Hannover; Mitglied des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024); Aufsichtsrat der Schaeffler (China) Co., Ltd., Taicang, China |
| Sascha Zaps (seit 1. Mai 2024) | Vorstand Bearings & Industrial Solutions | 1. Mai 2024 | 30. April 2027 | Mitglied des Beirats der Schaeffler Consul-ting GmbH, Herzogenaurach (bis 30. September 2024) |
| Klaus Rosenfeld | Vorsitzender des Vorstands | 24. Oktober 2014 | 30. Juni 2029 | Mitglied des Aufsichtsrats der Continental AG, Hannover; Mitglied des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024); Aufsichtsrat der Schaeffler (China) Co., Ltd., Taicang, China |
| Matthias Zink | Vorstand Powertrain & Chassis | 1. Januar 2017 | 31. Dezember 2029 | Vorsitzender des Beirats der Schaeffler ByWire Technologie GmbH & Co. KG, Herzogenaurach; Mitglied des Gesellschafterausschusses der Schaeffler Holding (China) Co., Ltd., Shanghai, China; Mitglied des Beirats der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach |
| Jens Schüler | Vorstand Vehicle Lifetime Solutions | 1. Januar 2022 | 31. Dezember 2029 | Mitglied des Gesellschafterausschusses der TecAlliance GmbH, Ismaning; Vorsitzender des Beirats der Partslife GmbH, Neu-Isenburg; Mitglied des Board of Directors der Schaeffler India Ltd., Pune, Indien |
| Claus Bauer | Vorstand Finanzen & IT | 1. September 2021 | 31. August 2025 | Mitglied des Beirats der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach |
| Thomas Stierle (seit 1. Oktober 2024) | Vorstand E-Mobility | 1. Oktober 2024 | 30. September 2027 | |
| Dr. Stefan Spindler (bis 30. April 2024) | Vorstand Bearings & Industrial Solutions | 1. Mai 2015 | 30. April 2024 | |
| Uwe Wagner | Vorstand F&E | 1. Oktober 2019 | 30. September 2027 | Mitglied des Beirats der Compact Dynamics GmbH, Starnberg; Mitglied des Beirats der Schaeffler ByWire Technologie GmbH & Co. KG, Herzogenaurach; Mitglied des Beirats der Xtronic GmbH, Böblingen |
| Dr. Astrid Fontaine | Vorständin Personal und Arbeitsdirektorin | 1. Januar 2024 | 31. Dezember 2026 | Mitglied des Beirats der Schaeffler Consul-ting GmbH, Herzogenaurach |
Mehr zu den Funktionen und Sparten ab Seite 2ff.
Aufsichtsrat
| Name | Funktion | Bestellung | Ablauf des Mandats | Weitere Mandate Laufenden. Die Erhöhung des Nettokonzernergebnisses der Vitesco Technologies Group AG in Höhe von 24 Mio. EUR. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der | Aushilfen | 33 | 24 | 37,5 |
| folgenden Unternehmen: Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach, • Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach, • | Summe | 620 | 557 | 11,3 |
| Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | 132 | Anhang | Sonstige Angaben | Gesellschaftsorgane | Andreas Schick | Sascha Zaps (seit 1. Mai 2024) | Vorstand Produktion, Supply Chain Management & Einkauf | Vorstand Bearings & Industrial Solutions | Bestellung: 1. April 2018 | Bestellung: 1. Mai 2024 | Ablauf des Mandats: 31. März 2026 | Ablauf des Mandats: 30. April 2027 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der | Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der Schaeffler Consul- |
| Mitglieder des Vorstands der Schaeffler AG, Herzogenaurach sind: | SupplyOn AG, Hallbergmoos; | Mitglied des Beirats der Schaeffler | ting GmbH, Herzogenaurach (bis 30. September 2024) | Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach; | Mitglied des Board of | Klaus Rosenfeld | Directors der Schaeffler India Ltd., Pune, Indien | Matthias Zink | Vorsitzender des Vorstands | Vorstand Powertrain & Chassis | Jens Schüler | Bestellung: 24. Oktober 2014 | Bestellung: 1. Januar 2017 | Vorstand Vehicle Lifetime Solutions | Ablauf des Mandats: 30. Juni 2029 | Ablauf des Mandats: 31. Dezember 2029 | Bestellung: 1. Januar 2022 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Continental AG, | Ablauf des Mandats: 31. Dezember 2029 | Weitere Mandate: Vorsitzender des Beirats der Schaeffler ByWire | Hannover; | Mitglied des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies | Technologie GmbH & Co. KG, Herzogenaurach; | Aufsichtsrat der | Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024); | Aufsichtsrat der | Schaeffler (China) Co., Ltd., Taicang, China | Caruso GmbH, Mannheim; | Mitglied des Gesellschafterausschusses der | Schaeffler Holding (China) Co., Ltd., Shanghai, China; | Mitglied des Beirats der | Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenau- | rach | Im Geschäftsjahr 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden | Partslife GmbH, Neu-Isenburg; | Mitglied des Board of Directors der Schaeffler India Ltd., Pune, Indien | Claus Bauer | Thomas Stierle (seit 1. Oktober 2024) | Dr. Stefan Spindler (bis 30. April 2024) | Vorstand Finanzen & IT | Vorstand E-Mobility | Vorstand Bearings & Industrial Solutions | Bestellung: 1. September 2021 | Ablauf des Mandats: 31. August 2025 | Bestellung: 1. Oktober 2024 | Bestellung: 1. Mai 2015 | Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der Schaeffler Immobilien | Ablauf des Mandats: 30. September 2027 | Ablauf des Mandats: 30. April 2024 | AG & Co. KG, Herzogenaurach | Uwe Wagner | Dr. Astrid Fontaine | Mehr zu den Funktionen und Sparten ab Seite 2ff. | Vorstand F&E | Vorständin Personal und Arbeitsdirektorin | Bestellung: 1. Oktober 2019 | Bestellung: 1. Januar 2024 | Ablauf des Mandats: 30. September 2027 | Ablauf des Mandats: 31. Dezember 2026 | Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der Compact Dyna- | mics GmbH, Starnberg; | Mitglied des Beirats der Schaeffler | ByWire | Technologie GmbH & Co. KG, Herzogenaurach; | Mitglied des Beirats der Xtronic GmbH, Böblingen | Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | 133 | Anhang | Sonstige Angaben | Aufsichtsrat | Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger | Ulrike Hasbargen | Vorsitzender der Fraunhofer Zukunftsstiftung | Steuerberaterin/Wirtschaftsprüferin | Die Gesellschaft hat nach § 11 der Satzung einen Aufsichtsrat | Bestellung: 1. Dezember 2014 | Bestellung: 23. April 2021 | aus 20 Mitgliedern. | Weitere Mandate: Aufsichtsratsvorsitzender der ARRI AG, | München (bis 15. November 2024); | Mitglied des Aufsichtsrats der Ernst & | Mitglied des Aufsichtsrats der | Young GmbH, Stuttgart (bis 1. Februar 2024); | Mitglied des | Bauerfeind AG, Zeulenroda-Triebes; | Mitglied des Aufsichts- | Aufsichtsrats der EY Verwaltungs-GmbH Wirtschaftsprüfungs- | rats der Bilz AG, Leonberg; | Mitglied des Beirats der Friedhelm | gesellschaft, Stuttgart (seit 1. Februar 2024); | Mitglied des | Georg F. W. Schaeffler | Stiftung GmbH & Co. KG, Haiger (bis 30. April 2024); | Mitglied | Aufsichtsrats der EY Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungs- | Gesellschafter der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG | des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies Group AG, Regens- | gesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart (seit | Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG | burg (bis 1. Oktober 2024) | 15. Juli 2024) | Bestellung: 24. Oktober 2014 | Weitere Mandate: Mitglied des Beirats der ATESTEO Manage- | ment GmbH, Herzogenaurach; | Mitglied des Aufsichtsrats der | Dr. Holger Engelmann | Thomas Höhn* | Continental AG, Hannover; | Mitglied des Aufsichtsrats der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Okto- | Vorsitzender des Vorstands der Webasto SE | 1. Bevollmächtigter IG Metall Schweinfurt | ber 2024) | Bestellung: 1. Dezember 2014 | Bestellung: 8. Mai 2020 | Prof. Dr. Bernd Gottschalk | Hanna Köhler* (seit 9. Dezember 2024) | Horst Ott* (seit 25. April 2024) | Geschäftsführender Gesellschafter der AutoValue GmbH | Betriebsratsvorsitz Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Bezirksleiter der IG Metall Bayern | Bestellung: 1. Dezember 2014 | Bestellung: 9. Dezember 2024 | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG | Weitere Mandate: Mitglied des Board of Directors der AEye, Inc., | Dublin, USA; | Mitglied des Aufsichtsrats der BENTELER Inter- | Bestellung: 25. April 2024 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG, | national AG, Salzburg, Österreich; | Mitglied des Aufsichtsrats der | München (seit 15. Mai 2024) | OPmobility SE, Levallois-Perret, Frankreich | Susanne Lau* | Industriekauffrau | Vorsitzende des Betriebsrats Hamburg | Bestellung: 8. August 2018 | Sabine Bendiek | Senior Advisor | Bestellung: 24. April 2019 | Dr. Alexander Putz* | Leiter Werk Herzogenaurach | Bestellung: 1. Oktober 2022 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Suse S.A., Luxemburg (seit 1. Februar 2024); Mitglied des Beirats der Vistra Ltd., Singapur (seit 1. Februar 2024); Mitglied des Beirats der Sunlight Group Energy Storage Systems Industrial and Commercial Single Member Société Anonyme, Athen, Griechenland (seit 1. Juli 2024) | * Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. | Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | 134 | Anhang | Sonstige Angaben | Katherina Reiche | Robin Stalker | Im Geschäftsjahr 2024 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden | Vorsitzende des Vorstands der Westenergie AG | Chartered Accountant | Bestellung: 20. April 2023 | Bestellung: 1. Dezember 2014 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der DEW21 GmbH, | Dortmund; Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der | NEW AG, Mönchengladbach; | Mitglied des Aufsichtsrats der Schmitz Cargobull AG, Horstmar | RheinEnergie AG, Köln; | Mitglied des Board of Directors | VGP NV, | Antwerpen, Belgien | Jürgen Wechsler* (bis 25. April 2024) | Ehemaliger Bezirksleiter der IG Metall Bayern | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG | Bestellung: 2. Dezember 2014 | Prof. TU Graz e.h. KR Ing. Siegfried Wolf | Unternehmer | Bestellung: 24. Oktober 2014 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Miba AG, Laakirchen, Österreich; Mitglied des Aufsichtsrats der Mitterbauer Beteiligungs-AG, Laakirchen, Österreich; Mitglied des Aufsichtsrats der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; Aufsichtsratsvorsitzender der Steyr Automotive GmbH, Steyr, Österreich; Aufsichtsratsvorsitzender der Vitesco Technologies Group AG, Regensburg (bis 1. Oktober 2024) | Andrea Grimm* (bis 31. Oktober 2024) | Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Herzogenaurach | Bestellung: 8. April 2017 | Maja Reusch* (seit 8. Januar 2025) | 1. Bevollmächtigte der IG Metall – Geschäftsstelle Offenburg | Bestellung: 8. Januar 2025 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Grohe AG, Hemer | Jürgen Schenk* | Betriebsratsvorsitzender Schweinfurt | Bestellung: 8. Mai 2020 | Barbara Resch* (bis 31. Dezember 2024) | Bezirksleiterin IG Metall Baden-Württemberg | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG | Bestellung: 19. November 2015 | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Dettingen (bis 31. Dezember 2024); Mitglied des Aufsichtsrats der Rheinmetall AG, Düsseldorf | Prof. Dr.-Ing. Tong Zhang | Direktor vom Institut für Brennstofffahrzeugtechnik an der Tongji Universität in Shanghai, China | Bestellung: 1. Dezember 2014 | Helga Schönhoff* | Mitglied des Betriebsrats Schaeffler Automotive Bühl GmbH & Co. KG | Bestellung: 8. Mai 2020 | Ulrich Schöpplein* | Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Schaeffler Technologies AG & Co. KG Standort Schweinfurt | Bestellung: 8. Mai 2020 | Markus Zirkel* | Betriebsratsvorsitzender Hirschaid Konzernbetriebsratsvorsitzender Schaeffler AG | Bestellung: 26. März 2024 | Stellvertretender Vorsitzender Europabetriebsrat Schaeffler | Weitere Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der VR-Bank Bamberg Forchheim eG, Bamberg | * Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. | Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 | 135 | Anhang | Sonstige Angaben | Gesamtbezüge der Gesellschaftsorgane | Abschlussprüferhonorar | Ehemalige Mitglieder des Vorstands (bzw. deren Hinterbliebene) der Schaeffler AG bzw. ihrer Rechtsvorgänger erhielten im Geschäftsjahr 2024 Bezüge in Höhe von 4 Mio. EUR (Vj.: 2 Mio. EUR). | Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 285 Nr. 9a Satz 1 bis 3 HGB beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 18 Mio. EUR (Vj.: 19 Mio. EUR). | Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB werden im Konzernabschluss der Schaeffler AG, Herzogenaurach, gemacht. | Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands (bzw. |
Ergänzungen:
- EUR sowie den Effekt aus der Verschmelzung mit der Vitesco Technologies Group AG in Höhe von 24 Mio. EUR.
- Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der folgenden Unternehmen: Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach, • Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, Herzogenaurach, •
- Im Geschäftsjahr 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden: Dr. Stefan Spindler (bis 30. April 2024)
- Im Geschäftsjahr 2024 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden: Jürgen Wechsler* (bis 25. April 2024), Andrea Grimm* (bis 31. Oktober 2024), Barbara Resch* (bis 31. Dezember 2024)
- Hinweis: * Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.# Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
Anhang
Sonstige Angaben
Anteilsbesitzliste
| Gesellschaft | Ort | code | Kon- zern- betei- ligung in % | Eigen- kapital in TEUR | Jahres- ergebnis in TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| A. Verbundene Unternehmen | |||||
| I. Deutschland | |||||
| Schaeffler ByWire Verwaltungs GmbH | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 31 | 0 |
| Schaeffler Raytech Technologie GmbH & Co. KG | Schweinfurt | DE | 100,0 | 726.565 | 0 |
| Schaeffler Consulting GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 2.025 | 0 |
| Schaeffler Digital Solutions GmbH ¹) | Chemnitz | DE | 100,0 | 622 | 0 |
| CBF Europe GmbH ²⁾ ³⁾ | Wuppertal | DE | 100,0 | -3.865 | 0 |
| Schaeffler Elmotec Statomat GmbH | Karben | DE | 100,0 | -1.267 | -3.113 |
| Compact Dynamics GmbH ¹) | Starnberg | DE | 100,0 | 4.555 | 0 |
| Schaeffler Engineering GmbH ¹) | Werdohl | DE | 100,0 | 6.512 | 0 |
| Schaeffler Ultra Precision Drives GmbH | Hameln | DE | 100,0 | -12.242 | -5.653 |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions Germany GmbH & Co. KG | Frankfurt | DE | 100,0 | 1.901.368 | 371.203 |
| Schaeffler Europa Logistik GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 25 | 0 |
| Schaeffler Versicherungs- Vermittlungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 8.282 | 0 |
| Schaeffler Friction Products GmbH ¹) | Morbach | DE | 100,0 | 5.131 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Drei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 2.232.178 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Eins GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 4.567.977 | 0 |
| Schaeffler Aerospace Germany Beteiligungs GmbH | Schweinfurt | DE | 100,0 | 57 | 2 |
| Schaeffler Aerospace Germany GmbH & Co. KG | Schweinfurt | DE | 100,0 | 111.443 | 11.878 |
| Schaeffler AS Auslandshol- ding GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 20.369 | 0 |
| Schaeffler Automotive Aftermarket International Holding GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 56.928 | 0 |
| Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 2.317.738 | 0 |
| Schaeffler Beteiligungs- gesellschaft mbH | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 379 | 2 |
| Schaeffler Beteiligungs- verwaltungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 40.841 | 0 |
| Schaeffler KWK Verwaltungs GmbH | Langen | DE | 100,0 | 29 | 0 |
| Schaeffler Monitoring Services GmbH ¹) | Herzo-grath | DE | 100,0 | 816 | 0 |
| Schaeffler Schweiz GmbH | Romanshorn | CH | 100,0 | 6.005 | 1.154 |
| Ewellix Switzerland AG | Liestal | CH | 100,0 | 23.046 | -660 |
| Schaeffler Chile Rodamien- tos Ltda. | Santiago | CL | 100,0 | 1.172 | 534 |
| Schaeffler (China) Co., Ltd. | Taicang | CN | 100,0 | 670.481 | 227.934 |
| Schaeffler Management Verwaltungs GmbH ¹) | Morbach | DE | 100,0 | 15.781 | 0 |
| Schaeffler Schweinfurt Beteiligungs GmbH ¹) | Schweinfurt | DE | 100,0 | 17.770 | -18.522 |
| Schaeffler Sondermaschinen- bau AG & Co. KG | Erlangen | DE | 100,0 | 12.427.763 | -630.682 |
| Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 9.296 | 2.482 |
| Schaeffler Ultra Precision Exzellenz GmbH | Hameln | DE | 100,0 | -12.242 | -5.653 |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions Germany GmbH & Co. KG | Frankfurt | DE | 100,0 | 1.901.368 | 371.203 |
| Schaeffler Europa Logistik GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 25 | 0 |
| Schaeffler Versicherungs- Vermittlungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 8.282 | 0 |
| Schaeffler Friction Products GmbH ¹) | Morbach | DE | 100,0 | 5.131 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Drei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 2.232.178 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Eins GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 4.567.977 | 0 |
| Schaeffler Aerospace Germany Beteiligungs GmbH | Schweinfurt | DE | 100,0 | 57 | 2 |
| Schaeffler Aerospace Germany GmbH & Co. KG | Schweinfurt | DE | 100,0 | 111.443 | 11.878 |
| Schaeffler AS Auslandshol- ding GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 20.369 | 0 |
| Schaeffler Automotive Aftermarket International Holding GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 56.928 | 0 |
| Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 2.317.738 | 0 |
| Schaeffler Beteiligungs- gesellschaft mbH | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 379 | 2 |
| Schaeffler Beteiligungs- verwaltungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 40.841 | 0 |
| Schaeffler KWK Verwaltungs GmbH | Langen | DE | 100,0 | 29 | 0 |
| Schaeffler Monitoring Services GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 816 | 0 |
| Schaeffler Schweiz GmbH | Romanshorn | CH | 100,0 | 6.005 | 1.154 |
| Ewellix Switzerland AG | Liestal | CH | 100,0 | 23.046 | -660 |
| Schaeffler Chile Rodamien- tos Ltda. | Santiago | CL | 100,0 | 1.172 | 534 |
| Schaeffler (China) Co., Ltd. | Taicang | CN | 100,0 | 670.481 | 227.934 |
| Schaeffler Bühl Auslands- holding GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 59.029 | 0 |
| Schaeffler Bühl Verwaltungs GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 1.809.970 | 0 |
| Schaeffler IAB Beteiligungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 4.567.977 | 0 |
| Schaeffler IAB Verwaltungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.322.860 | 0 |
| Schaeffler IDAM Beteili- gungs GmbH | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 26 | 1 |
| Schaeffler Immobilien AG & Co. KG | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 194.214 | -19.052 |
| Schaeffler Industrial Drives SPV GmbH & Co. KG | Suhl | DE | 100,0 | 7.668 | 122 |
| Schaeffler Industrial Unterstützungskasse der FAG Kugelfischer e.V. | Schweinfurt | DE | 100,0 | -14 | 20 |
| Schaeffler Beteiligungs- verwaltungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 40.841 | 0 |
| Schaeffler KWK Verwaltungs GmbH | Langen | DE | 100,0 | 29 | 0 |
| Schaeffler Monitoring Services GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 816 | 0 |
| Schaeffler Schweiz GmbH | Romanshorn | CH | 100,0 | 6.005 | 1.154 |
| Ewellix Switzerland AG | Liestal | CH | 100,0 | 23.046 | -660 |
| Schaeffler Chile Rodamien- tos Ltda. | Santiago | CL | 100,0 | 1.172 | 534 |
| Schaeffler (China) Co., Ltd. | Taicang | CN | 100,0 | 670.481 | 227.934 |
| Schaeffler Bühl Auslands- holding GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 59.029 | 0 |
| Schaeffler Bühl Verwaltungs GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 1.809.970 | 0 |
| Schaeffler IAB Beteiligungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 4.567.977 | 0 |
| Schaeffler IAB Verwaltungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.322.860 | 0 |
| Schaeffler IDAM Beteili- gungs GmbH | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 26 | 1 |
| Schaeffler Immobilien AG & Co. KG | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 194.214 | -19.052 |
| Schaeffler Industrial Drives SPV GmbH & Co. KG | Suhl | DE | 100,0 | 7.668 | 122 |
| Schaeffler Industrial Unterstützungskasse der FAG Kugelfischer e.V. | Schweinfurt | DE | 100,0 | -14 | 20 |
| Schaeffler Beteiligungs- verwaltungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 40.841 | 0 |
| Schaeffler KWK Verwaltungs GmbH | Langen | DE | 100,0 | 29 | 0 |
| Schaeffler Monitoring Services GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 816 | 0 |
| Schaeffler Schweiz GmbH | Romanshorn | CH | 100,0 | 6.005 | 1.154 |
| Ewellix Switzerland AG | Liestal | CH | 100,0 | 23.046 | -660 |
| Schaeffler Chile Rodamien- tos Ltda. | Santiago | CL | 100,0 | 1.172 | 534 |
| Schaeffler (China) Co., Ltd. | Taicang | CN | 100,0 | 670.481 | 227.934 |
| Schaeffler Bühl Auslands- holding GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 59.029 | 0 |
| Schaeffler Bühl Verwaltungs GmbH ¹) | Bühl | DE | 100,0 | 1.809.970 | 0 |
| Schaeffler IAB Beteiligungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 4.567.977 | 0 |
| Schaeffler IAB Verwaltungs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.322.860 | 0 |
| Schaeffler IDAM Beteili- gungs GmbH | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 26 | 1 |
| Schaeffler Immobilien AG & Co. KG | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 194.214 | -19.052 |
| Schaeffler Industrial Drives SPV GmbH & Co. KG | Suhl | DE | 100,0 | 7.668 | 122 |
| Schaeffler Industrial Unterstützungskasse der FAG Kugelfischer e.V. | Schweinfurt | DE | 100,0 | -14 | 20 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Zwei GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.748.118 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 36.526 | 0 |
| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Sechs GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,0 | 1.586.863 | 0 |
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| Schaeffler Verwaltungs-holding Vier GmbH ¹) | Herzogenaurach | DE | 100,```markdown | ||
| ## II. Ausland |
| Gesellschaft | Ort | code | Beteiligung in % | Eigenkapital in TEUR | Jahresergebnis in TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Schaeffler (Xiangtan) Co., Ltd. | Xiangtan CN | 100,0 | 62.190 | 11.990 | |
| Schaeffler Automotive Solutions Argentina S.R.L. | Buenos Aires AR | 100,0 | 3.990 | 972 | |
| Vitesco Technologies Czech Republic s.r.o. | Trutnov CZ | 100,0 | 768.435 | 100.942 | |
| Schaeffler Production CZ s.r.o. | Lans- kroun CZ | 100,0 | 48.174 | 463 | |
| Aftermarket Services Consulting (Shanghai) Co. | Shanghai CN | 100,0 | 30.272 | -6 | |
| Schaeffler Danmark ApS | Aarhus DK | 100,0 | 14.987 | 487 | |
| Schaeffler Austria GmbH | St. Veit AT | 100,0 | 12.339 | -27.778 | |
| Schaeffler Iberia, S.L.U. | Elgoibar ES | 100,0 | 29.553 | 513 | |
| Schaeffler Australia Pty Ltd. | Belrose AU | 100,0 | 17.499 | 3.197 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions Spain S.L. | Madrid ES | 100,0 | 14.178 | 3.751 | |
| Schaeffler Aerosint SA | Herstal BE | 100,0 | -3.251 | -1.802 | |
| Schaeffler Belgium BV/SRL | Gent BE | 100,0 | 14.053 | 767 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Consulting (Shanghai) LLP | Shanghai CN | 70,4 | 3.124 | -1.451 | |
| Schaeffler Intelligent Driving Technology (Changsha) Co., Ltd. | Changsha CN | 100,0 | 1.330 | -1.838 | |
| Schaeffler Finland Oy | Espoo FI | 100,0 | 12.857 | 490 | |
| Schaeffler Bulgaria OOD | Sofia BG | 100,0 | 1.544 | 606 | |
| Schaeffler France SAS | Haguenau FR | 100,0 | 130.426 | 9.466 | |
| Ewellix Bulgaria EOOD | Sofia BG | 100,0 | -1.755 | -1.614 | |
| Schaeffler Brasil Ltda. | Sorocaba BR | 100,0 | 159.771 | 34.802 | |
| Vitesco Technologies Canada Inc. | Stratford CA | 100,0 | 76.309 | 22.804 | |
| Schaeffler Smart Machinery (Taicang) Co., Ltd | Taicang CN | 100,0 | 6.808 | 2.136 | |
| ETC Technology (Shanghai) Co., Ltd | Shanghai CN | 92,6 | 3.817 | -5.777 | |
| Ewellix Motion Technolo- gies (Pinghu) Co., Ltd | Pinghu City CN | 100,0 | 24.175 | 191 | |
| Schaeffler Aerospace France S.A.S. | Toulouse FR | 100,0 | 196.912 | 25.054 | |
| Vitesco Technologies Schaeffler Aerospace Canada Inc. | Stratford CA | 100,0 | 76.309 | 22.804 | |
| Schaeffler (UK) Limited | Sheffield GB | 100,0 | 99.507 | 72.334 | |
| Ewellix Canada Ltd | Toronto CA | 100,0 | 2.268 | 263 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions UK Limited | Hereford GB | 100,0 | 11.027 | 1.698 | |
| Vitesco Technologies Canada, Inc. | Chatham CA | 100,0 | 2.827 | -1.600 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions Italy S.R.L. | Mailand IT | 100,0 | 3.483 | 1.857 | |
| Vitesco Technologies UK Ltd | Basildon GB | 100,0 | 15.459 | 710 | |
| Ewellix Italy S.r.l. | Turin IT | 100,0 | 3.516 | 169 | |
| Schaeffler Japan Co., Ltd. | Yokohama JP | 100,0 | 31.844 | 7.282 | |
| Schaeffler (Malaysia) Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur MY | 100,0 | 12.334 | -62 | |
| Vitesco Technologies Japan Automotive and Industrial KK | Yokohama JP | 100,0 | 11.010 | 7.054 | |
| Schaeffler Nederland B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 709 | -3.650 | |
| Schaeffler Special Machinery Netherlands B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 1.597 | 565 | |
| Schaeffler Korea Corporation | Ansan-shi KR | 100,0 | 47.051 | 9.971 | |
| Hydron Energy B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 841 | -107 | |
| Schaeffler Hong Kong Company Limited | Hong Kong HK | 100,0 | 28.909 | 2.561 | |
| Schaeffler Smart Maintenance Tools B.V. | Epe NL | 100,0 | 5.432 | 947 | |
| Schaeffler Korea | Chang- won-si KR | 100,0 | 238.102 | 20.738 | |
| Ewellix Benelux B.V. | Utrecht NL | 100,0 | 2.658 | 402 | |
| Schaeffler Magyarorszag Ipari Kft. | Budapest HU | 100,0 | 5.797 | 820 | |
| Schaeffler Savaria Kft | Szombat- hely HU | 100,0 | 239.438 | 29.869 | |
| Vitesco Technologies Holding Netherlands B.V. | Maastricht NL | 100,0 | 2.931.503 | 256.617 | |
| Schaeffler Debrecen Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 19.553 | -1.389 | |
| Schaeffler Norge AS | Sandnes NO | 100,0 | 5.654 | 421 | |
| Vitesco Technologies Korea (Gyeonggi- do) LLC | Icheon-si KR | 100,0 | 137.477 | 20.348 | |
| Schaeffler Peru S.A.C. | Lima PE | 100,0 | 708 | 79 | |
| Schaeffler Special Machinery Kft | Szombat-hely HU | 100,0 | 11 | 11 | |
| Schaeffler Philippines Inc. | Makati City PH | 100,0 | 571 | -279 | |
| Schaeffler Kazakhstan TOO | Almatay KZ | 100,0 | -76 | 94 | |
| Vitesco Technologies Hungary Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 185.449 | -67.222 | |
| Schaeffler Industrial Solutions Poland Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 70.767 | 9.169 | |
| Schaeffler Indonesia | Jakarta ID | 100,0 | 6.070 | 1.146 | |
| SIA "Schaeffler Baltic" | Riga LV | 100,0 | 1.795 | 259 | |
| Schaeffler Transmisión, S. Europe Sp. z o.o. | Breslau PL | 100,0 | 6.342 | 2.132 | |
| Schaeffler Israel Ltd. | Yokneam Illit IL | 100,0 | 515 | 116 | |
| Schaeffler Automotive Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 4.906 | 436 | |
| Schaeffler Technology Aftermarket Solutions India Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 7.704 | 1.846 | |
| Schaeffler Portugal, Unipessoal, Lda. | Caldas da Rainha PT | 100,0 | 20.632 | 645 | |
| Ewellix India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 36 | -40 | |
| Rodamientos FAG S.A. de C.V. | Puebla MX | 100,0 | 726 | -149 | |
| Schaeffler Romania S.R.L. | Brasov RO | 100,0 | 231.990 | -1.200 | |
| KRSV Innovative Auto Parts Private Limited | Bengaluru IN | 74,1 | -4.032 | -3.266 | |
| Vitesco Technologies India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 42.648 | 15.335 | |
| Schaeffler Mexico, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 79.648 | 26.823 | |
| Vitesco Technologies Romania S.R.L. | Timisoara RO | 100,0 | 4.624 | 15.038 | |
| Schaeffler Mexico Servicios, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 5.753 | -207 | |
| Baner, Romania S.R.L. | Ghimbav RO | 100,0 | 32.800 | 1.227 | |
| Dhruva Automation and Controls Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 404 | -101 | |
| Schaeffler SR d.o.o. | Belgrad RS | 100,0 | 735 | 134 | |
| OOO Vitesco Technologies RUS | Kaluga RU | 100,0 | 8.245 | 127 | |
| Schaeffler Special Machinery S. de RL de CV | Puebla MX | 100,0 | 4.274 | -449 | |
| Schaeffler Italia S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 77.971 | 28.390 | |
| INA Invest S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 23.880 | 9.039 | |
| Schaeffler Sverige AB | Arlandas- tad SE | 100,0 | 10.131 | 1.714 | |
| Vitesco Technologies Mexico, S. de R.L. de C.V. | Silao de la Victoria MX | 100,0 | 247.246 | 4.873 | |
| Schaeffler Holding Sverige AB | Stockholm SE | 100,0 | 343.691 | -2 | |
| Triatic Holdco AB | Partille SE | 100,0 | 145.291 | 14.559 | |
| Ewellix AB | Partille SE | 100,0 | 299.047 | 136.795 | |
| Schaeffler (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | 32.838 | 936 | |
| Schaeffler Aerospace (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | -5.004 | -268 | |
| Schaeffler Slovenija d.o.o. | Maribor SI | 100,0 | 970 | 212 | |
| Hubei Cathay Smart New Energy Fund Partnership (LP) | Wuhan CN | 5,5 | 140.551 | 719 | |
| Leadrive Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 3,4 | 96.481 | -85.313 | |
| Schaeffler Kysuce, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 | |
| Schaeffler-CARS Railway Technology Co. Ltd. | Tianjin City CN | 50,0 | 7.267 | 1.225 | |
| Schaeffler Transmission Systems, LLC | Wooster US | 100,0 | 802.645 | 109.471 | |
| FAG Bearings LLC | Danbury US | 100,0 | -37.594 | -1.629 | |
| Schaeffler Aerospace USA Corporation | Danbury US | 100,0 | 251.712 | 16.760 | |
| Schaeffler Holding LLC | Danbury US | 100,0 | 0 | 0 | |
| Schaeffler Invest USA LLC | Danbury US | 100,0 | -429 | -277 | |
| Schaeffler Special Machinery LLC | Wilmington US | 100,0 | -2.117 | -2.615 | |
| Triatic HoldCo LLC | Wilmington US | 100,0 | -834 | -1.296 | |
| Ewellix USA LLC | Wilmington US | 100,0 | 14.989 | -607 | |
| Schaeffler Battery Technology LLC | Wilmington US | 100,0 | 508 | 488 | |
| Schaeffler Slovensko, spol. s.r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 2.353 | 450 | |
| Schaeffler Skalica, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 | |
| Vitesco Technologies Schaeffler Holding (China) GmbH | Shanghai CN | 100,0 | 918.338 | 418.876 | |
| Vitesco Automotive Tianjin Co., Ltd. | Tianjin CN | 100,0 | 262.463 | 87.163 | |
| Schaeffler Trading (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 100,0 | 121.465 | 81.799 | |
| Vitesco Automotive Wuhu Co., Ltd. | Wuhu CN | 100,0 | 179.308 | 20.787 | |
| Vitesco Automotive Changchun Co., Ltd. | Changchun CN | 100,0 | 92.216 | 16.260 | |
| WPB Water Pump Bearing | Yinchuan CN | 100,0 | 522.132 | 76.868 | |
| Schaeffler Friction Products GmbH & Co. KG | Aurach DE | 100,0 | 108.266 | 6.935 | |
| Schaeffler Hydrogen (Suzhou) Co., Ltd. | Suzhou CN | 100,0 | 46.238 | 5.248 | |
| Schaeffler Aerospace Xtronic GmbH | Boeblin-gen DE | 100,0 | 5.467 | 0 | |
| Schaeffler Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 100,0 | 0 | 0 | |
| WPB Water Pump Bearing | Taicang CN | 100,0 | 949 | 639 | |
| Schaeffler Colombia Ltda. | Bogota CO | 100,0 | 488 | 101 | |
| Schaeffler (Nanjing) Co., Ltd. | Nanjing City CN | 100,0 | 290.723 | 46.546 | |
| Schaeffler (Xiangtan) Co., Ltd. | Xiangtan CN | 100,0 | 62.190 | 11.990 | |
| Schaeffler Middle East FZE | Jebel Ali AE | 100,0 | 10.652 | 915 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions France SAS | Clamart FR | 100,0 | 11.512 | 4.370 | |
| Ewellix France SAS | Chambéry FR | 100,0 | 16.560 | -5.136 | |
| Eco Adapt SAS | Paris FR | 100,0 | 3.733 | 649 | |
| Schaeffler Canada Inc. | Oakville CA | 100,0 | 47.274 | 2.846 | |
| Ewellix Motion Technolo- gies System (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 100,0 | 590 | 477 | |
| Vitesco Technologies Solutions UK Limited | Chatham CA | 100,0 | 2.827 | -1.600 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions Italy S.R.L. | Mailand IT | 100,0 | 3.483 | 1.857 | |
| Vitesco Technologies UK Ltd | Basildon GB | 100,0 | 15.459 | 710 | |
| Ewellix Italy S.r.l. | Turin IT | 100,0 | 3.516 | 169 | |
| Schaeffler (Malaysia) Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur MY | 100,0 | 12.334 | -62 | |
| Schaeffler Japan Co., Ltd. | Yokohama JP | 100,0 | 31.844 | 7.282 | |
| Vitesco Technologies Japan Automotive and Industrial KK | Yokohama JP | 100,0 | 11.010 | 7.054 | |
| Schaeffler Nederland B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 709 | -3.650 | |
| Schaeffler Special Machinery Netherlands B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 1.597 | 565 | |
| Schaeffler Korea Corporation | Ansan-shi KR | 100,0 | 47.051 | 9.971 | |
| Hydron Energy B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 841 | -107 | |
| Schaeffler Hong Kong Company Limited | Hong Kong HK | 100,0 | 28.909 | 2.561 | |
| Schaeffler Smart Maintenance Tools B.V. | Epe NL | 100,0 | 5.432 | 947 | |
| Schaeffler Korea | Chang- won-si KR | 100,0 | 238.102 | 20.738 | |
| Ewellix Benelux B.V. | Utrecht NL | 100,0 | 2.658 | 402 | |
| Schaeffler Magyarorszag Ipari Kft. | Budapest HU | 100,0 | 5.797 | 820 | |
| Schaeffler Savaria Kft | Szombat-hely HU | 100,0 | 239.438 | 29.869 | |
| Vitesco Technologies Holding Netherlands B.V. | Maastricht NL | 100,0 | 2.931.503 | 256.617 | |
| Schaeffler Debrecen Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 19.553 | -1.389 | |
| Schaeffler Norge AS | Sandnes NO | 100,0 | 5.654 | 421 | |
| Vitesco Technologies Korea (Gyeonggi- do) LLC | Icheon-si KR | 100,0 | 137.477 | 20.348 | |
| Schaeffler Peru S.A.C. | Lima PE | 100,0 | 708 | 79 | |
| Schaeffler Special Machinery Kft | Szombat-hely HU | 100,0 | 11 | 11 | |
| Schaeffler Philippines Inc. | Makati City PH | 100,0 | 571 | -279 | |
| Schaeffler Kazakhstan TOO | Almatay KZ | 100,0 | -76 | 94 | |
| Vitesco Technologies Hungary Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 185.449 | -67.222 | |
| Schaeffler Industrial Solutions Poland Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 70.767 | 9.169 | |
| Schaeffler Indonesia | Jakarta ID | 100,0 | 6.070 | 1.146 | |
| SIA "Schaeffler Baltic" | Riga LV | 100,0 | 1.795 | 259 | |
| Schaeffler Transmisión, S. Europe Sp. z o.o. | Breslau PL | 100,0 | 6.342 | 2.132 | |
| Schaeffler Israel Ltd. | Yokneam Illit IL | 100,0 | 515 | 116 | |
| Schaeffler Automotive Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 4.906 | 436 | |
| Schaeffler Technology Aftermarket Solutions India Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 7.704 | 1.846 | |
| Schaeffler Portugal, Unipessoal, Lda. | Caldas da Rainha PT | 100,0 | 20.632 | 645 | |
| Ewellix India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 36 | -40 | |
| Rodamientos FAG S.A. de C.V. | Puebla MX | 100,0 | 726 | -149 | |
| Schaeffler Romania S.R.L. | Brasov RO | 100,0 | 231.990 | -1.200 | |
| KRSV Innovative Auto Parts Private Limited | Bengaluru IN | 74,1 | -4.032 | -3.266 | |
| Vitesco Technologies India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 42.648 | 15.335 | |
| Schaeffler Mexico, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 79.648 | 26.823 | |
| Vitesco Technologies Romania S.R.L. | Timisoara RO | 100,0 | 4.624 | 15.038 | |
| Schaeffler Mexico Servicios, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 5.753 | -207 | |
| Baner, Romania S.R.L. | Ghimbav RO | 100,0 | 32.800 | 1.227 | |
| Dhruva Automation and Controls Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 404 | -101 | |
| Schaeffler SR d.o.o. | Belgrad RS | 100,0 | 735 | 134 | |
| OOO Vitesco Technologies RUS | Kaluga RU | 100,0 | 8.245 | 127 | |
| Schaeffler Special Machinery S. de RL de CV | Puebla MX | 100,0 | 4.274 | -449 | |
| Schaeffler Italia S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 77.971 | 28.390 | |
| INA Invest S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 23.880 | 9.039 | |
| Schaeffler Sverige AB | Arlandas- tad SE | 100,0 | 10.131 | 1.714 | |
| Vitesco Technologies Mexico, S. de R.L. de C.V. | Silao de la Victoria MX | 100,0 | 247.246 | 4.873 | |
| Schaeffler Holding Sverige AB | Stockholm SE | 100,0 | 343.691 | -2 | |
| Triatic Holdco AB | Partille SE | 100,0 | 145.291 | 14.559 | |
| Ewellix AB | Partille SE | 100,0 | 299.047 | 136.795 | |
| Schaeffler (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | 32.838 | 936 | |
| Schaeffler Aerospace (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | -5.004 | -268 | |
| Schaeffler Slovenija d.o.o. | Maribor SI | 100,0 | 970 | 212 | |
| Hubei Cathay Smart New Energy Fund Partnership (LP) | Wuhan CN | 5,5 | 140.551 | 719 | |
| Leadrive Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 3,4 | 96.481 | -85.313 | |
| Schaeffler Kysuce, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 | |
| Schaeffler-CARS Railway Technology Co. Ltd. | Tianjin City CN | 50,0 | 7.267 | 1.225 | |
| Schaeffler Transmission Systems, LLC | Wooster US | 100,0 | 802.645 | 109.471 | |
| FAG Bearings LLC | Danbury US | 100,0 | -37.594 | -1.629 | |
| Schaeffler Aerospace USA Corporation | Danbury US | 100,0 | 251.712 | 16.760 | |
| Schaeffler Holding LLC | Danbury US | 100,0 | 0 | 0 | |
| Schaeffler Invest USA LLC | Danbury US | 100,0 | -429 | -277 | |
| Schaeffler Special Machinery LLC | Wilmington US | 100,0 | -2.117 | -2.615 | |
| Triatic HoldCo LLC | Wilmington US | 100,0 | -834 | -1.296 | |
| Ewellix USA LLC | Wilmington US | 100,0 | 14.989 | -607 | |
| Schaeffler Battery Technology LLC | Wilmington US | 100,0 | 508 | 488 | |
| Schaeffler Slovensko, spol. s.r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 2.353 | 450 | |
| Schaeffler Skalica, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 | |
| Vitesco Technologies Schaeffler Holding (China) GmbH | Shanghai CN | 100,0 | 918.338 | 418.876 | |
| Vitesco Automotive Tianjin Co., Ltd. | Tianjin CN | 100,0 | 262.463 | 87.163 | |
| Schaeffler Trading (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 100,0 | 121.465 | 81.799 | |
| Vitesco Automotive Wuhu Co., Ltd. | Wuhu CN | 100,0 | 179.308 | 20.787 | |
| Vitesco Automotive Changchun Co., Ltd. | Changchun CN | 100,0 | 92.216 | 16.260 | |
| WPB Water Pump Bearing | Yinchuan CN | 100,0 | 522.132 | 76.868 | |
| Schaeffler Friction Products GmbH & Co. KG | Aurach DE | 100,0 | 108.266 | 6.935 | |
| Schaeffler Hydrogen (Suzhou) Co., Ltd. | Suzhou CN | 100,0 | 46.238 | 5.248 | |
| Schaeffler Aerospace Xtronic GmbH | Boeblin-gen DE | 100,0 | 5.467 | 0 | |
| Schaeffler Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 100,0 | 0 | 0 | |
| WPB Water Pump Bearing | Taicang CN | 100,0 | 949 | 639 | |
| Schaeffler Colombia Ltda. | Bogota CO | 100,0 | 488 | 101 | |
| Schaeffler (Nanjing) Co., Ltd. | Nanjing City CN | 100,0 | 290.723 | 46.546 | |
| Schaeffler (Xiangtan) Co., Ltd. | Xiangtan CN | 100,0 | 62.190 | 11.990 | |
| Schaeffler Middle East FZE | Jebel Ali AE | 100,0 | 10.652 | 915 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions France SAS | Clamart FR | 100,0 | 11.512 | 4.370 | |
| Ewellix France SAS | Chambéry FR | 100,0 | 16.560 | -5.136 | |
| Eco Adapt SAS | Paris FR | 100,0 | 3.733 | 649 | |
| Schaeffler Canada Inc. | Oakville CA | 100,0 | 47.274 | 2.846 | |
| Ewellix Motion Technolo- gies System (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 100,0 | 590 | 477 | |
| Vitesco Technologies Solutions UK Limited | Hereford GB | 100,0 | 11.027 | 1.698 | |
| Vitesco Technologies Canada, Inc. | Chatham CA | 100,0 | 2.827 | -1.600 | |
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions Italy S.R.L. | Mailand IT | 100,0 | 3.483 | 1.857 | |
| Vitesco Technologies UK Ltd | Basildon GB | 100,0 | 15.459 | 710 | |
| Ewellix Italy S.r.l. | Turin IT | 100,0 | 3.516 | 169 | |
| Schaeffler (Malaysia) Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur MY | 100,0 | 12.334 | -62 | |
| Schaeffler Japan Co., Ltd. | Yokohama JP | 100,0 | 31.844 | 7.282 | |
| Vitesco Technologies Japan Automotive and Industrial KK | Yokohama JP | 100,0 | 11.010 | 7.054 | |
| Schaeffler Nederland B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 709 | -3.650 | |
| Schaeffler Special Machinery Netherlands B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 1.597 | 565 | |
| Schaeffler Korea Corporation | Ansan-shi KR | 100,0 | 47.051 | 9.971 | |
| Hydron Energy B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 841 | -107 | |
| Schaeffler Hong Kong Company Limited | Hong Kong HK | 100,0 | 28.909 | 2.561 | |
| Schaeffler Smart Maintenance Tools B.V. | Epe NL | 100,0 | 5.432 | 947 | |
| Schaeffler Korea | Chang- won-si KR | 100,0 | 238.102 | 20.738 | |
| Ewellix Benelux B.V. | Utrecht NL | 100,0 | 2.658 | 402 | |
| Schaeffler Magyarorszag Ipari Kft. | Budapest HU | 100,0 | 5.797 | 820 | |
| Schaeffler Savaria Kft | Szombat-hely HU | 100,0 | 239.438 | 29.869 | |
| Vitesco Technologies Holding Netherlands B.V. | Maastricht NL | 100,0 | 2.931.503 | 256.617 | |
| Schaeffler Debrecen Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 19.553 | -1.389 | |
| Schaeffler Norge AS | Sandnes NO | 100,0 | 5.654 | 421 | |
| Vitesco Technologies Korea (Gyeonggi- do) LLC | Icheon-si KR | 100,0 | 137.477 | 20.348 | |
| Schaeffler Peru S.A.C. | Lima PE | 100,0 | 708 | 79 | |
| Schaeffler Special Machinery Kft | Szombat-hely HU | 100,0 | 11 | 11 | |
| Schaeffler Philippines Inc. | Makati City PH | 100,0 | 571 | -279 | |
| Schaeffler Kazakhstan TOO | Almatay KZ | 100,0 | -76 | 94 | |
| Vitesco Technologies Hungary Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 185.449 | -67.222 | |
| Schaeffler Industrial Solutions Poland Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 70.767 | 9.169 | |
| Schaeffler Indonesia | Jakarta ID | 100,0 | 6.070 | 1.146 | |
| SIA "Schaeffler Baltic" | Riga LV | 100,0 | 1.795 | 259 | |
| Schaeffler Transmisión, S. Europe Sp. z o.o. | Breslau PL | 100,0 | 6.342 | 2.132 | |
| Schaeffler Israel Ltd. | Yokneam Illit IL | 100,0 | 515 | 116 | |
| Schaeffler Automotive Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 4.906 | 436 | |
| Schaeffler Technology Aftermarket Solutions India Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 7.704 | 1.846 | |
| Schaeffler Portugal, Unipessoal, Lda. | Caldas da Rainha PT | 100,0 | 20.632 | 645 | |
| Ewellix India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 36 | -40 | |
| Rodamientos FAG S.A. de C.V. | Puebla MX | 100,0 | 726 | -149 | |
| Schaeffler Romania S.R.L. | Brasov RO | 100,0 | 231.990 | -1.200 | |
| KRSV Innovative Auto Parts Private Limited | Bengaluru IN | 74,1 | -4.032 | -3.266 | |
| Vitesco Technologies India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 42.648 | 15.335 | |
| Schaeffler Mexico, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 79.648 | 26.823 | |
| Vitesco Technologies Romania S.R.L. | Timisoara RO | 100,0 | 4.624 | 15.038 | |
| Schaeffler Mexico Servicios, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 5.753 | -207 | |
| Baner, Romania S.R.L. | Ghimbav RO | 100,0 | 32.800 | 1.227 | |
| Dhruva Automation and Controls Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 404 | -101 | |
| Schaeffler SR d.o.o. | Belgrad RS | 100,0 | 735 | 134 | |
| OOO Vitesco Technologies RUS | Kaluga RU | 100,0 | 8.245 | 127 | |
| Schaeffler Special Machinery S. de RL de CV | Puebla MX | 100,0 | 4.274 | -449 | |
| Schaeffler Italia S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 77.971 | 28.390 | |
| INA Invest S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 23.880 | 9.039 | |
| Schaeffler Sverige AB | Arlandas- tad SE | 100,0 | 10.131 | 1.714 | |
| Vitesco Technologies Mexico, S. de R.L. de C.V. | Silao de la Victoria MX | 100,0 | 247.246 | 4.873 | |
| Schaeffler Holding Sverige AB | Stockholm SE | 100,0 | 343.691 | -2 | |
| Triatic Holdco AB | Partille SE | 100,0 | 145.291 | 14.559 | |
| Ewellix AB | Partille SE | 100,0 | 299.047 | 136.795 | |
| Schaeffler (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | 32.838 | 936 | |
| Schaeffler Aerospace (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | -5.004 | -268 | |
| Schaeffler Slovenija d.o.o. | Maribor SI | 100,0 | 970 | 212 | |
| Hubei Cathay Smart New Energy Fund Partnership (LP) | Wuhan CN | 5,5 | 140.551 | 719 | |
| Leadrive Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 3,4 | 96.481 | -85.313 | |
| Schaeffler Kysuce, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 | |
| Schaeffler-CARS Railway Technology Co. Ltd. | Tianjin City CN | 50,0 | 7.267 | 1.225 | |
| Schaeffler Transmission Systems, LLC | Wooster US | 100,0 | 802.645 | 109.471 | |
| FAG Bearings LLC | Danbury US | 100,0 | -37.594 | -1.629 | |
| Schaeffler Aerospace USA Corporation | Danbury US | 100,0 | 251.712 | 16.760 | |
| Schaeffler Holding LLC | Danbury US | 100,0 | 0 | 0 | |
| Schaeffler Invest USA LLC | Danbury US | 100,0 | -429 | -277 | |
| Schaeffler Special Machinery LLC | Wilmington US | 100,0 | -2.117 | -2.615 | |
| Triatic HoldCo LLC | Wilmington US | 100,0 | -834 | -1.296 | |
| Ewellix USA LLC | Wilmington US | 100,0 | 14.989 | -607 | |
| Schaeffler Battery Technology LLC | Wilmington US | 100,0 | 508 | 488 | |
| Schaeffler Slovensko, spol. s.r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 2.353 | 450 | |
| Schaeffler Skalica, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 |
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 - 138
Anhang - Sonstige Angaben
| Gesellschaft | Ort | code | Beteiligung in % | Eigenkapital in TEUR | Jahresergebnis in TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions Italy S.R.L. | Mailand IT | 100,0 | 3.483 | 1.857 | |
| Maquila Mexico, S. de R.L. de C.V. | Silao de la Victoria MX | 100,0 | 81.711 | 12.653 | |
| Vitesco Technologies UK Ltd | Basildon GB | 100,0 | 15.459 | 710 | |
| Ewellix Italy S.r.l. | Turin IT | 100,0 | 3.516 | 169 | |
| Schaeffler (Malaysia) Sdn. Bhd. | Kuala Lumpur MY | 100,0 | 12.334 | -62 | |
| Schaeffler Japan Co., Ltd. | Yokohama JP | 100,0 | 31.844 | 7.282 | |
| Schaeffler Greece | Athen GR | 100,0 | 621 | 126 | |
| Schaeffler Nederland B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 709 | -3.650 | |
| Vitesco Technologies Japan Automotive and Industrial KK | Yokohama JP | 100,0 | 11.010 | 7.054 | |
| Schaeffler Special Machinery Netherlands B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 1.597 | 565 | |
| Schaeffler Korea | Ansan-shi KR | 100,0 | 47.051 | 9.971 | |
| Hydron Energy B.V. | Barneveld NL | 100,0 | 841 | -107 | |
| Schaeffler Hong Kong Company Limited | Hong Kong HK | 100,0 | 28.909 | 2.561 | |
| Schaeffler Smart Maintenance Tools B.V. | Epe NL | 100,0 | 5.432 | 947 | |
| Schaeffler Korea | Chang- won-si KR | 100,0 | 238.102 | 20.738 | |
| Ewellix Benelux B.V. | Utrecht NL | 100,0 | 2.658 | 402 | |
| Schaeffler Magyarorszag Ipari Kft. | Budapest HU | 100,0 | 5.797 | 820 | |
| Schaeffler Savaria Kft | Szombat-hely HU | 100,0 | 239.438 | 29.869 | |
| Vitesco Technologies Holding Netherlands B.V. | Maastricht NL | 100,0 | 2.931.503 | 256.617 | |
| Schaeffler Debrecen Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 19.553 | -1.389 | |
| Schaeffler Norge AS | Sandnes NO | 100,0 | 5.654 | 421 | |
| Vitesco Technologies Korea (Gyeonggi- do) LLC | Icheon-si KR | 100,0 | 137.477 | 20.348 | |
| Schaeffler Peru S.A.C. | Lima PE | 100,0 | 708 | 79 | |
| Schaeffler Special Machinery Kft | Szombat-hely HU | 100,0 | 11 | 11 | |
| Schaeffler Philippines Inc. | Makati City PH | 100,0 | 571 | -279 | |
| Schaeffler Kazakhstan TOO | Almatay KZ | 100,0 | -76 | 94 | |
| Vitesco Technologies Hungary Kft. | Debrecen HU | 100,0 | 185.449 | -67.222 | |
| Schaeffler Industrial Solutions Poland Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 70.767 | 9.169 | |
| Schaeffler Indonesia | Jakarta ID | 100,0 | 6.070 | 1.146 | |
| SIA "Schaeffler Baltic" | Riga LV | 100,0 | 1.795 | 259 | |
| Schaeffler Transmisión, S. Europe Sp. z o.o. | Breslau PL | 100,0 | 6.342 | 2.132 | |
| Schaeffler Israel Ltd. | Yokneam Illit IL | 100,0 | 515 | 116 | |
| Schaeffler Automotive Spolka z.o.o. | Warschau PL | 100,0 | 4.906 | 436 | |
| Schaeffler Technology Aftermarket Solutions India Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 7.704 | 1.846 | |
| Schaeffler Portugal, Unipessoal, Lda. | Caldas da Rainha PT | 100,0 | 20.632 | 645 | |
| Ewellix India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 36 | -40 | |
| Rodamientos FAG S.A. de C.V. | Puebla MX | 100,0 | 726 | -149 | |
| Schaeffler Romania S.R.L. | Brasov RO | 100,0 | 231.990 | -1.200 | |
| KRSV Innovative Auto Parts Private Limited | Bengaluru IN | 74,1 | -4.032 | -3.266 | |
| Vitesco Technologies India Private Limited | Pune IN | 100,0 | 42.648 | 15.335 | |
| Schaeffler Mexico, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 79.648 | 26.823 | |
| Vitesco Technologies Romania S.R.L. | Timisoara RO | 100,0 | 4.624 | 15.038 | |
| Schaeffler Mexico Servicios, S. de R.L. de C.V. | Guanajuato MX | 100,0 | 5.753 | -207 | |
| Baner, Romania S.R.L. | Ghimbav RO | 100,0 | 32.800 | 1.227 | |
| Dhruva Automation and Controls Pvt. Ltd. | Pune IN | 100,0 | 404 | -101 | |
| Schaeffler SR d.o.o. | Belgrad RS | 100,0 | 735 | 134 | |
| OOO Vitesco Technologies RUS | Kaluga RU | 100,0 | 8.245 | 127 | |
| Schaeffler Special Machinery S. de RL de CV | Puebla MX | 100,0 | 4.274 | -449 | |
| Schaeffler Italia S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 77.971 | 28.390 | |
| INA Invest S.r.l. | Momo IT | 100,0 | 23.880 | 9.039 | |
| Schaeffler Sverige AB | Arlandas- tad SE | 100,0 | 10.131 | 1.714 | |
| Vitesco Technologies Mexico, S. de R.L. de C.V. | Silao de la Victoria MX | 100,0 | 247.246 | 4.873 | |
| Schaeffler Holding Sverige AB | Stockholm SE | 100,0 | 343.691 | -2 | |
| Triatic Holdco AB | Partille SE | 100,0 | 145.291 | 14.559 | |
| Ewellix AB | Partille SE | 100,0 | 299.047 | 136.795 | |
| Schaeffler (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | 32.838 | 936 | |
| Schaeffler Aerospace (Singapore) Pte. Ltd. | Singapur SG | 100,0 | -5.004 | -268 | |
| Schaeffler Slovenija d.o.o. | Maribor SI | 100,0 | 970 | 212 | |
| Hubei Cathay Smart New Energy Fund Partnership (LP) | Wuhan CN | 5,5 | 140.551 | 719 | |
| Leadrive Technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai CN | 3,4 | 96.481 | -85.313 | |
| Schaeffler Kysuce, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 | |
| Schaeffler-CARS Railway Technology Co. Ltd. | Tianjin City CN | 50,0 | 7.267 | 1.225 | |
| Schaeffler Transmission Systems, LLC | Wooster US | 100,0 | 802.645 | 109.471 | |
| FAG Bearings LLC | Danbury US | 100,0 | -37.594 | -1.629 | |
| Schaeffler Aerospace USA Corporation | Danbury US | 100,0 | 251.712 | 16.760 | |
| Schaeffler Holding LLC | Danbury US | 100,0 | 0 | 0 | |
| Schaeffler Invest USA LLC | Danbury US | 100,0 | -429 | -277 | |
| Schaeffler Special Machinery LLC | Wilmington US | 100,0 | -2.117 | -2.615 | |
| Triatic HoldCo LLC | Wilmington US | 100,0 | -834 | -1.296 | |
| Ewellix USA LLC | Wilmington US | 100,0 | 14.989 | -607 | |
| Schaeffler Battery Technology LLC | Wilmington US | 100,0 | 508 | 488 | |
| Schaeffler Slovensko, spol. s.r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 2.353 | 450 | |
| Schaeffler Skalica, spol. s r.o. | Nove Mesto SK | 100,0 | 258.490 | 11.063 |
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024 - 139
Anhang - Sonstige Angaben
3.6 Aufstellung des Jahresabschlusses
Der Vorstand der Schaeffler AG hat den Jahresabschluss am 18. Februar 2025 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat der Schaeffler AG freigegeben. Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG hat die Aufgabe, den Jahresabschluss zu prüfen und zu billigen.
Herzogenaurach, 18. Februar 2025
Schaeffler Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Klaus Rosenfeld
Andreas Schick
Uwe Wagner
Vorsitzender
Claus Bauer
Jens Schüler
Sascha Zaps
Dr. Astrid Fontaine
Thomas Stierle
Matthias Zink
| Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions LLC | USA | 100,0 | 28.669 |
| -1.732 | |||
| Schaeffler Special Fund S.L.P. | Paris | FR | 34,5 |
| Nove Machinery, spol. s r.o. | Mesto | SK | 100,0 |
| 4.406 | |||
| Schaeffler Manufacturing Co., Ltd. | |||
| Bien Hoa | TH | 100,0 | |
| 1.125 | |||
| -3.231 | |||
| Napino Control Systems Pvt.Ltd. | Gurgaon | IN | 30,0 |
| 24.751 | |||
| 4.038 | |||
| Vitesco Technologies Port (Thailand) Co., Ltd | Rayong | TH | 100,0 |
| 48.155 | |||
| 14.827 | |||
| Statomat Special Machines (India) Pvt. Ltd. | Mumbai | IN | 79,9 |
| -1.220 | |||
| -246 | |||
| Schaeffler Turkey Endüstri ve Otomotiv Ticaret Sirketi | Istanbul | TR | 100,0 |
| 6.100 | |||
| 958 | |||
| Stegra AB | Stockholm | SE | 4,0 |
| 992.754 | |||
| -74.333 | |||
| Schaeffler Taiwan Co., Ltd. | Taipei | TW | 100,0 |
| 1.369 | |||
| 147 | |||
| Agility Robotics Inc. | Dover | US | 1,1 |
| 75.127 | |||
| -49.714 | |||
| B. Beteiligungen | |||
| I. Deutschland | |||
| Vitesco Technologies Taiwan Co., Ltd | Taipei | TW | 100,0 |
| 469 | |||
| -6 | |||
| Baukunst Fund I LP | Wilmington | US | 10,3 |
| 25.037 | |||
| -929 | |||
| Cofinity-X GmbH | Köln | DE | 10,0 |
| 21.042 | |||
| -9.370 | |||
| ABBA Linear Tech Co., Ltd. | Taoyuan | TW | 100,0 |
| 7.089 | |||
| -5.175 | |||
| Colinx, LLC | Greenville | US | 20,0 |
| 2.909 | |||
| -88 | |||
| Contitech-INA Beteiligungsgesellschaft mbH | Hannover | DE | 50,0 |
| 23 | |||
| 2 | |||
| Schaeffler Group USA, Inc. | Fort Mill | US | 100,0 |
| 710.020 | |||
| -60.348 | |||
| Contitech-INA GmbH & Co. KG | Hannover | DE | 50,0 |
| 210 | |||
| 0 | |||
| LuK-Aftermarket Service, LLC | Valley City | US | 100,0 |
| -3.628 | |||
| 0 | |||
| Earlybird-X Seed Fund I GmbH & Co.KG | München | DE | 20,8 |
| 14.017 | |||
| -4.143 | |||
| Schaeffler Transmission, LLC | Wooster | US | 100,0 |
| 212.973 | |||
| 7.304 | |||
| GET Fund I GmbH & Co. KG | München | DE | 12,6 |
| Schaeffler Ukraine GmbH | Kiew | UA | 100,0 |
| 760 | |||
| 272 | |||
| LuK Clutch Systems, LLC | Wooster | US | 100,0 |
| 162.725 | |||
| 7.423 | |||
| INA Bearings (Pty) Ltd. | Elizabeth | ZA | 100,0 |
| 16.069 | |||
| 602 | |||
| Schaeffler South Africa (Pty.) Ltd. | Johannesburg | ZA | 100,0 |
| 24.817 | |||
| 4.143 | |||
| Clean Hydrogen Equipment | USA | 100,0 | 235.114 |
| -26.550 | |||
| Kysucke Solutions s.r.o. | Skalica | SK | 100,0 |
| 146.359 | |||
| 4.216 | |||
| Innoplate SAS | Haguenau | FR | 50,0 |
| 23.234 | |||
| 91 | |||
| Eurings Zrt. | Debrecen | HU | 37,0 |
| 7.126 | |||
| 1.075 | |||
| Schaeffler Vietnam Co., Ltd. | City | VN | 100,0 |
| 21.123 | |||
| -4.216 | |||
| Vitesco Technologies (Thailand) Co., Ltd | Rayong | TH | 100,0 |
| 48.155 | |||
| 14.827 | |||
| Schaeffler South Africa (Pty.) Ltd. | Johannesburg | ZA | 100,0 |
| 24.817 | |||
| 4.143 | |||
| Schaeffler Taiwan Co., Ltd. | Taipei | TW | 100,0 |
| 1.369 | |||
| 147 | |||
| Wilming- ton US | |||
| Wilming- ton US | |||
| USA LLC | |||
| Hills US | |||
| Bien Hoa (Thailand) Co., Ltd | |||
| City VN | |||
| Gurgaon IN | |||
| Rayong TH | |||
| Elizabeth ZA | |||
| Mumbai IN | |||
| Johannes- burg ZA | |||
| Istanbul TR | |||
| holm SE | |||
| Taipei TW | |||
| Dover US | |||
| Wilming- ton US | |||
| Köln DE | |||
| Taoyuan TW | |||
| Greenville US | |||
| Kiew UA | |||
| Hannover DE | |||
| Fort Mill US | |||
| Hannover DE | |||
| Valley City US | |||
| Wooster US | |||
| München DE | |||
| Wooster US |
1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
2) Angabe Jahresabschluss 2023.
3) Noch kein Jahresabschluss aufgestellt.
4) Angabe Abschluss 31. August 2024
5) Es bestand ein Ergebnisabführungsvertrag in 2023
6) Gemäß lokaler Gesetzgebung von der Aufstellung eines Jahresabschlusses befreit
7) Gesellschaft in Gründung, daher keine Angaben zum Jahresabschluss.
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
140 Anhang
Aufstellung des Jahresabschlusses
Der Vorstand der Schaeffler AG hat den Jahresabschluss am 18. Februar 2025 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat der Schaeffler AG freigegeben. Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG hat die Aufgabe, den Jahresabschluss zu prüfen und zu billigen.
Schaeffler Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Klaus Rosenfeld
Andreas Schick
Uwe Wagner
Vorsitzender
Claus Bauer
Jens Schüler
Sascha Zaps
Dr. Astrid Fontaine
Thomas Stierle
Matthias Zink
Zusammengefasster Lagebericht Jahresabschluss 2024
146 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.