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SBF AG Audit Report / Information 2011

Jul 30, 2013

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Audit Report / Information

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Publication

Schlör Bodensee Fruchtsaft Aktiengesellschaft

Radolfzell am Bodensee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011:

A. Wirtschaftsbericht

Die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist in der Fruchtsaft-Branche tätig. Unser Absatzmarkt ist in Deutschland und konzentriert sich im Wesentlichen mit der Premium-Marke „Schlör“ und der Marke „Jope“ auf den Vertrieb von Fruchtsäften, Nektaren und Schorlen, die im Bereich Getränkefachgroßhandel, Brauereien, Gastronomie und regionaler Lebensmittelhandel verkauft werden.

Die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist Produktionsstandort, Zentrum von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und Muttergesellschaft der Tochtergesellschaften Thüringer Fruchtsaft GmbH mit Sitz in Uhlstädt-Kirchhasel und Schlör Getränketechnik GmbH mit Sitz in Radolfzell. Die Thüringer Fruchtsaft GmbH ist Produktions- und Vertriebsstandort für Fruchtsäfte in Thüringen, die Schlör Getränketechnik beschäftigt sich mit der Entwicklung und Vertrieb neuartiger Lösungen und Techniken für Getränke.

1. Markt und Wettbewerb

Die allgemeine Lage der Fruchtsaftindustrie hat sich im Jahr 2011 nicht entspannt. Weiterhin ist die Fruchtsaftbranche gekennzeichnet von starkem Verdrängungswettbewerb und Ertragsverfall. Neben der üblichen Marktlage kam erschwerend hinzu, dass die Rohstoff- und Energiesituation sich drastisch verteuert hat. Eine Preiserhöhung am Markt zu platzieren, gestaltet sich ausgesprochen schwierig. Die Verteuerung der Produktkategorie Fruchthaltige Getränke verstärkt den Trend, dass der Konsument sich günstigeren Produkten zuwendet. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist im Jahr 2011 auf einen neuen Tiefstand von 35 Liter pro Person und Jahr gesunken.

Der Gesamtabsatz von fruchthaltigen Getränken (FHG) in 2011 war stark rückläufig. Laut GfK sank der Absatz im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland um 6,6 %, der Umsatz erhöhte sich um 2,2 % aufgrund von Preiserhöhungsrunden. Besonders stark zeichnete sich der Mengenrückgang im Segment Fruchtsaftgetränke und –nektare ab mit einem Absatzrückgang von -8,5 % bzw. -12,4 %.

Im Vergleich der einzelnen Verkaufsschienen mussten auch die Discounter Einbußen hinnehmen; ihr Marktanteil ist weiter gesunken und liegt für fruchthaltige Getränke bei 59,7 % (Vj. 62,4 %). Der traditionelle Lebensmittelhandel konnte zulegen auf 14,8 % Marktanteil bei FHG (Vj. 13,6 %). Der Abholmarktbereich liegt bei rund 2,3 % Marktanteil (Vj. 2,2 %) nahezu unverändert. Die Verbrauchermärkte und SB-Warenhäuser konnten im Marktanteil leicht zulegen auf 19,9 % (Vj. 18,7 %).

In der Verpackungsstruktur scheint sich nun eine gewisse Marktberuhigung zu ergeben und die Verhältnisse stabilisieren sich. Die PET-Einwegverpackungen konnten leicht hinzugewinnen auf einen Marktanteil von 49,7 % (Vj. 49,1 %). Die Kartonverpackung hat einen Anteil von 41,6 % Anteil (Vj. 41,7 %). Glasmehrweg hat bei FHG noch einen Quote von 5,9 % (Vj. 6,4 %). Hier tritt nun eine Verlangsamung der Rückgänge ein, was auf eine Stabilisierung der Mehrwegsituation hoffen lässt. Darüber hinaus ist anzumerken, dass in diesen Zahlen die Absätze in der Gastronomie nicht berücksichtigt sind, d.h. die reale Mehrwegquote ist deutlich höher. Andere Verpackungen haben bei FHG kaum eine Bedeutung. Die dargestellten Daten beziehen sich jeweils auf Veröffentlichungen der GfK-Marktforschung.

2. Geschäftsverlauf der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Umsatz- und Absatzlage

Dem allgemeinen Markttrend konnte sich unser Unternehmen nicht entziehen, jedoch konnten wir durch die Integration der Marke Jope unsere Umsätze deutlich erhöhen und somit gegen den allgemeinen Marktrückgang überproportional wachsen. Die Umsatzerlöse stiegen um 31,4 % und die Absätze wuchsen im gleichen Zeitraum um 13 %.

Die größte Sorge bereiteten die Beschaffungsmärkte für Rohware. In dem bereits schwierigen Marktumfeld kam nun erschwerend hinzu, dass die beiden wichtigsten Artikel Apfel und Orange erntebedingt zu starken Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite führten. Orangenkonzentrate sind auf ein Rekordniveau geschnellt. Darüber hinaus hat sich der Dollar gegenüber dem Euro verteuert, was zu einer weiteren Teuerung beiträgt. Preise für Apfelsaftkonzentrate sind ebenfalls auf sehr hohem Niveau, die bis über die neue Ernte 2011 anhielten. Andere Rohstoffe wie Sauerkirsche, Johannisbeere, Traubensaft, Exoten und Zucker haben sich ebenfalls drastisch verteuert. Eine Preiserhöhung konnte nur zeitverzögert und nicht in vollem Umfang am Markt durchgesetzt werden.

Produktion/Beschaffung:

in t 2011 2010 2009 2008 2007
Industrieobstverarbeitung 4.572 1.800 2.740 4.415 5.200

Die Ernte 2011 lag nach zwei Jahren schwacher Ernten endlich wieder auf gutem Niveau. Insgesamt haben wir 4.572 t Industrieobst angenommen (s. Tabelle). Die Rohstoffpreise lagen trotz dieser guten Ernte auf hohem Niveau, da in anderen Gebieten, gerade Osteuropa nicht ausreichend Mengen verarbeitet werden konnten. Eine Entspannung auf der Kostenseite ist somit kaum eingetreten. Die gekelterte Menge reicht jedoch aus um den Eigenbedarf voraussichtlich zu decken, so dass Zukäufe von Halbware in geringem Umfang als im Jahr zuvor nötig sein werden.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Die in ihrer Struktur unveränderte Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Unser Vermögen ist weiter von einer hohen Sachanlagenintensität mit 33,5 % (Vj. 34,0 %) der Bilanzsumme geprägt.

Die Warenbestandsquote von 30,2 % (Vj. 29,7 %) hat sich um 0,5 Prozentpunkte erhöht. Je nach Marktpreisen und Ernten kann es jedoch zum Ende eines Jahres bereits zu größeren Bevorratungen für die kommende Saison kommen, so dass die Bestände zum jeweiligen Bilanzstichtag nicht ohne weiteres vergleichbar sind. Die Forderungen betragen 16,9 % (Vj. 18,1 %) der Bilanzsumme. Auf liquide Mittel entfallen zum Bilanzstichtag TEUR 12 (Vj. TEUR 12).

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr (13,8 %) aufgrund des Jahresfehlbetrages um 9,1 Prozentpunkte auf 4,7 % reduziert.

Die Bankverbindlichkeiten haben sich um TEUR 143 reduziert und betragen 55,2 % (Vj. 56,7 %) der Bilanzsumme. Die gewährten Darlehen wurden planmäßig zurückgeführt. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 25,1 % (Vj. 15,2 %) der Bilanzsumme aus und sind zum Vorjahr um TEUR 968 gestiegen. Der Anstieg ist dem Ankauf der großen Ernte als auch den die hohen Rohstoffpreise geschuldet.

2011 2010 2009 2008 2007
Sachanlagenintensität 33,5 % 34,0 % 34,7 % 33,3 % 37,4 %
Warenbestandsquote 30,2 % 29,7 % 32,4 % 36,6 % 34,6 %
Eigenkapitalquote 4,7 % 13,8 % 13,3 % 15,3 % 13,6 %

2. Ertragslage

Im Jahr 2011 mussten wir einen deutlichen Jahresfehlbetrag von TEUR 895 (Geschäftsergebnis) ausweisen. Die Ertragslage ist nicht befriedigend. Dieser Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen der drastischen Verteuerung der Rohware geschuldet, die uns geradezu überrollte.

Die Umsätze konnten zwar deutlich gesteigert werden, jedoch haben die hohen Materialaufwendungen zu einem deutlich niedrigeren Rohertrag geführt als ursprünglich geplant. Bedingt durch die beschriebene Entwicklung erhöhte sich das aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ersichtliche Rohergebnis von TEUR 5.267 um TEUR 733 (+ 16 %). Bleibt aber deutlich hinter den Erwartungen.

Die betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.863 (Vj. TEUR 1.962) sind zwar erheblich gestiegen, liegen jedoch unter dem Planansatz. Durch die Integration der Marke Jope sind natürlich in allen Unternehmensbereichen zusätzliche Aufwendungen entstanden. So haben wir Mitarbeiter übernommen als auch teilweise neue eingestellt. Gerade auch die Logistik stellte uns vor neuen Herausforderungen und der Fuhrpark wurde deutlich erweitert.

Die Abschreibungen reduzierten sich planmäßig um TEUR 31 auf TEUR 459 (Vj. 491). Investitionen erfolgten vorrangig in der Anpassung von Maschinen. Des Weiteren wurden im üblichen Rahmen Ersatzbeschaffungen wie z.B. Flaschen getätigt. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrafen den Erwerb von Marken- und Vertriebsrechten.

Die Zinsenaufwendungen sind mit TEUR 484 (Vj. TEUR 445) weiter rückläufig.

Die Rentabilität hat sich wie folgt entwickelt:

2011 2010 2009 2008 2007
Gesamtrentabilität1) - 4,0 % 2,3 % 2,7 % 5,3 % 4,3 %

1) Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand/Bilanzsumme

3. Finanzlage

Die bestehenden Kredite wurden entsprechend den Verträgen geführt; die Bankverbindlichkeiten wurden trotz zusätzlicher Kredite für die Übernahme der Marken- und Vertriebsrechte zurückgeführt. Die Kreditlinien wurden im abgelaufenen Jahr in Anspruch genommen. Gerade die hohen Rohstoffpreise und insbesondere die Erntefinanzierung, ohne zusätzliche Erntekredite, wirken sich hier aus.

Die Zahlungsbereitschaft war bei den gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten zum Jahreswechsel 2011 auf 2012 nur bedingt gewährleistet. Die hohen Rohstoffpreise in allen Bereichen und die mengenmäßig gute Ernte führten zu erhöhtem Liquiditätsbedarf. Ebenso hat die Integration der Marke Jope uns finanziell gefordert. Dies führte zu erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzierungslücke wurde durch die Inanspruchnahme von verlängerten Zahlungszielen bei den Lieferanten und durch zusätzliche Bankmittel geschlossen. Die Bereitschaft der Banken zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen ist gering. Bei allen Schwierigkeiten, die der Markt uns bereitet, gehen wir davon aus, dass sich dennoch unsere Ertrags- und Liquiditätssituation auf Basis unserer Planungen für die Unternehmensgruppe in den beiden folgenden Geschäftsjahren verbessert, weshalb wir bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 von der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen sind. Zusätzliche Maßnahmen hinsichtlich Kapitalbeschaffung und Effizienzsteigerung sind im Gange. Hier rechnen wir gerade in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 mit konkreten Ergebnissen. Sollte der Fall eintreten, dass die den Planungen zugrunde gelegten Prämissen wie insbesondere Absatzmengen, Absatzpreise sowie Ertrags- und Liquiditätszuflüsse aus Ernten, der Übernahme und den neuen Geschäftsfelder wie die Vermarktung der Getränkekapsel nicht zum Erfolg führen, sind bestandsgefährdende Risiken, die im Wesentlichen aus einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft resultieren, nicht auszuschließen.

Im Jahr 2011 fand die planmäßige Betriebsprüfung des Finanzamtes über die Geschäftsjahre 2004 bis 2008 der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG statt. Über die Prüfungsfeststellung wurde Übereinstimmung erzielt. Soweit Korrekturen nötig waren, sind dies zum Bilanzstichtag berücksichtig worden.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland ist weiterhin gut. Die Konsumstimmung des Verbrauchers ist aufgehellt. Der Wettbewerbsdruck in der Getränkebranche bleibt jedoch ungebrochen hoch. Der Start in das neue Geschäftsjahr verlief erwartungsgemäß.

Zum Auftakt des neuen Jahres konnten wir einen neuen Großkunden für uns gewinnen. Gerade der Trend hin zur Regionalität bringt uns im Heimatgebiet Vorteile.

Im Juni 2012 feiern wir unser 90 jähriges Firmenjubiläum, das begleitet wird von verschiedenen Verkaufsaktivitäten, und somit zusätzliche Verkaufsimpulse im Flaschengeschäft setzt. Das innovative Getränkekapselsystem ist nun am Markt. Die ersten Geräte sind verkauft und ausgeliefert. Auch international ist der Verkauf angelaufen, so dass die Kapselproduktion nun läuft. Internationale Partner mit starken Marken und europäischen Vertriebskanal sind sowohl finanziell als auch lizenzrechtlich an Bord. Diese Zusammenarbeit, die ein deutlicher Meilenstein für unsere Unternehmensgruppe darstellt, bietet weiterhin großartige Wachstumsperspektiven.

Zusätzlich werden wir das Sortiment um weitere Produkte ergänzen, um die Attraktivität unsere Marken zu unterstreichen. Das Verkaufsgebiet wird verdichtet und in bestimmten Regionen weiter ausgebaut.

In Summe erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012 ein deutlich positives Ergebnis.

2. Risikobericht

Die Gesellschaft hat nur geringe Währungsrisiken. Ein in der Branche begründetes Risiko besteht in der Abhängigkeit von Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt (insbesondere für Früchte wie Orange).

Einem zunehmend preisaggressiven Wettbewerb am Markt begegnen wir durch innovative Produkte und verstärkte Vertriebsaktivitäten sowie kreative Verkaufskonzepte.

Das Unternehmen hat zur weiteren Transparenz und zur Absicherung unternehmerischer Risiken ein Management Informationssystem (MIS) implementiert. Mit Hilfe des MIS und des Qualitätsmanagementsystems werden alle Geschäftsprozesse erfasst, die maßgeblich zur Steuerung des Unternehmens benötigt werden. Die Systeme sind auf Plan- und Ist-Zahlen aufgebaut, um eine permanente Kontrolle zu ermöglichen.

Die externen Risiken wie die Branchenentwicklung und die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen kennzeichneten den deutschen Fruchtsaftmarkt. Die Verpackungsverordnung hat hier ihre Spuren hinterlassen. Diese steht zur Novellierung in 2013 an. Insofern erwarten wir keine Änderungen im laufenden Geschäftsjahr.

Der Trend zur Regionalisierung und Kauf von heimischen Produkten ist ungebrochen. Dies birgt neue Chancen für das Unternehmen, da wir stark in den Regionen verankert sind. Als Unternehmen vom Bodensee haben wir hier auch als Markenbotschafter eine der schönsten Regionen Deutschlands, die in der Kommunikation zum Verbraucher einen deutlich positiven Stellenwert hat.

Die Risiken für das Unternehmen durch Änderungen im Management und in der Organisation sind gering, da hier Kontinuität vorhanden ist.

3. Spezieller Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposition verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein entsprechendes Forderungsmanagement, das darauf ausgerichtet ist, Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen; absehbaren Ausfall- oder Bonitätsrisiken tragen wir durch entsprechende bilanzielle Vorsorge Rechnung.

Die saisonale Ernte stellt für die Gesellschaft ein nicht beeinflussbares Risiko dar. Dies wird in Zeiten schwacher Ernten jedoch durch entsprechende Zukäufe vom Markt minimiert.

Auch im Verbundbereich sehen wir uns aus unseren Beteiligungen und bestehenden Bürgschaften finanziellen Risiken gegenüber. Diese wurden jedoch durch vereinbarte Ausgleichszahlungen mit dem Kooperationspartner minimiert, die allerdings bei Überschreiten von vereinbarten Mindestabnahmemengen zu einem späteren Zeitpunkt ganz oder teilweise rückvergütet werden müssen.

Sonstige Risiken beschränken sich auf die Schlör Getränketechnik GmbH. Hier hat die Gesellschaft eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 150 seit Gründung im Jahre 2003 übernommen. Der Vertrieb in Deutschland für das Multidrinksystem ist angelaufen. So wird zurzeit ein Vertriebsnetz mit Händlern und Agenturen aufgebaut, um den Erfolg langfristig zu sichern.

4. Prognosebericht

Für 2012 rechnen wir mit einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens.

Wir werden uns weiterhin gemäß unserem Motto „Klasse statt Masse“ im Premium-Markt positionieren. Diese Strategie wird konsequent fortgesetzt. Wir haben am Markt einen exzellenten Ruf und die Kunden schätzen unsere Qualitätsprodukte.

Die Ertragssituation wird sich in 2012 deutlich verbessern, da wir aufgrund der umgesetzten Preiserhöhung und einer Entspannung im Rohstoffbereich damit rechnen können. Die Finanzlage wird sich durch zusätzliche Kapitalbeschaffung und durch bessere Erträge verbessern.

Aus heutiger Sicht rechnen mit einer normalen Ernte in 2012, so dass wir auch hier keine neuen Hürden erwarten.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind keine eingetreten.

Die ersten sechs Monate des neuen Jahres 2012 verliefen auf Planniveau. Positive Ansätze zeichnen sich auch im Zuge der Kapitalbeschaffung ab. Die Rohstoffmärkte haben sich bereits leicht entspannt und die Finanzlage verbessert sich Zunehmens.

In 2012 haben wir die QM-Zertifizierung für unsere Unternehmung wieder erlangt.

D. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Besonders erwähnenswert ist die Entwicklung im Bereich der Ein-Portions-Systeme (Getränkekapsel) für unser Unternehmen.

Radolfzell, 24.07.2012

Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

EUR 31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.939,00 75.864,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.984.186,24 2.088.534,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 705.217,00 806.843,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 617.837,00 459.421,81
3.307.240,24 3.354.799,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 356.470,95 371.833,36
2. Beteiligungen 18.256,54 15.338,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 4.213,41 4.213,41
378.940,90 391.385,53
3.886.120,14 3.822.048,58
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.634.683,00 1.664.680,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.341.507,00 1.261.447,00
2.976.190,00 2.926.127,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 672.997,63 619.080,66
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.180.097,40 2.358.659,84
2. Sonstige Vermögensgegenstände 66.461,20 56.283,37
2.919.556,23 3.034.023,87
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12.351,42 12.253,71
5.908.097,65 5.972.404,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 70.141,19 70.349,18
9.864.358,98 9.864.802,34
PASSIVA
EUR 31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.200.000,00 1.200.000,00
II. Kapitalrücklage 256.080,50 256.080,50
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 140.204,07 140.204,07
2. andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
140.204,07 140.204,07
IV. Bilanzverlust (Vj -gewinn) - 1.133.421,93 - 238.227,65
462.862,64 1.358.056,92
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 13.242,00 13.672,00
2. Steuerrückstellungen 33.794,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 377.698,87 207.934,66
424.734,87 221.606,66
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.434.329,77 5.577.482,28
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.471.344,19 1.800.119,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.499,82 26.715,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 945.587,69 880.821,67
8.886.761,47 8.285.138,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 90.000,00 0,00
9.864.358,98 9.864.802,34

Gewinn- und Verlustrechnung für 2011

EUR 2011

EUR
2010

EUR
1. Rohergebnis 5.299.209,92 4.564.945,79
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 2.041.127,68 - 1.630.615,36
b) Soziale Abgaben - 359.603,27 - 296.166,70
- 2.400.730,95 - 1.926.782,06
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 459.402,98 - 491.097,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.902.591,22 - 1.982.216,61
5. Erträge aus Beteiligungen 185,51 353,73
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.074,76 72.373,27
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 486.280,03 - 461.474,21
- 424.019,76 - 388.747,21
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 887.534,99 - 223.897,89
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 449,51 - 6.220,96
10. Sonstige Steuern - 8.108,80 - 8.108,80
- 7.659,29 - 14.329,76
11. Jahresfehlbetrag - 895.194,28 - 238.227,65
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 238.227,65 0,00
13. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0,00
b) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00
14. Bilanzverlust (Vj. -gewinn) - 1.133.421,93 - 238.227,65

Anhang für 2011

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften; die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Berücksichtigung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des BilMoG erfolgt erstmalig für das Geschäftsjahr 2010.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Durch die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des BilMoG wurden die im vergangenen Jahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften vollumfänglich fortgeführt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 10 und 15 Jahren) um planmäßige (lineare) Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze (zwischen 3 und 50 Jahren) abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2007 wurden bewegliche Vermögensgegenstände degressiv abgeschrieben. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in diesen Fällen in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Für Zugänge ab 2008 wird die lineare Abschreibung angewendet. Für Geringwertige Anlagegüter deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 liegen, wurde bis 2010 ein Sammelposten gebildet, welcher über 5 Jahre abgeschrieben wird; Abgänge bleiben unberücksichtigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Fertige Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital sind nicht berücksichtigt. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Flaschen und Flaschenkästen sind mit ihrem jeweiligen Pfandwert bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden erforderlichenfalls bei einzelnen Produkten von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch zu berücksichtigenden Kosten vorgenommen. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Neben handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte teilweise sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 6,00 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Aufgrund der Struktur der Berechtigten und der entsprechenden Vereinbarungen waren weder Gehaltsanpassungen noch Rentenanpassungen zu berücksichtigen.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung

%
Eigenkapital

EUR
Ergebnis

EUR
Thüringer Fruchtsaft GmbH Uhlstädt-Kirchhasel 84,74 547.326,19 - 199.618,81
Schlör-Getränketechnik GmbH Radolfzell 100,00 - 166.698,48 5.063,00
Bodin Vertriebs GmbH Radolfzell 100,00 25.376,52 - 1.237,03

Die Buchwerte der Finanzanlagen übersteigen die jeweiligen Zeitwerte nicht. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird unter Verweis auf die größenabhängigen Befreiungen des § 293 HGB verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 1.250 (Vj. TEUR 1.250) solche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Sie enthalten in Höhe von TEUR 673 (Vj. TEUR 619) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 66 (Vj. TEUR 56).

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nach einer Barkapitalerhöhung um EUR 200.000,00 (8.000 Stückaktien) aus dem genehmigten Kapital EUR 1.200.000,00; es ist eingeteilt in 47.194 nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie hat ein Stimmrecht. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 16. Juni 2015 das Grundkaptal der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu EUR 500.000,00 gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010/I). Diese Ermächtigung beträgt noch EUR 300.000,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Lohnsaftgeschäft, Pfandgeldverpflichtungen, Leergut, Prüfungskosten, Archivierungskosten und Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet. Daneben enthalten die sonstigen Rückstellungen solche für drohende Verluste aus einem Zinsswapgeschäft (zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument) mit einem Bezugsbetrag von TEUR 1.000 und einer Laufzeit bis zum 17. März 2013. Der beizulegende negative Zeitwert (Marktwert) von TEUR 45 wurde zurück gestellt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2011 31.12.2010
Restlaufzeit gesamt Restlaufzeit

bis 1 Jahr
gesamt
--- --- --- --- --- ---
bis 1 Jahr über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.057 2.377 5.434 3.249 5.577
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.471 0 2.471 1.800 1.800
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29 0 29 27 27
4. Sonstige Verbindlichkeiten 898 55 953 826 881
- davon aus Steuern 174 148
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 84 53
6.455 2.432 8.887 5.902 8.285

Die Bankverbindlichkeiten sind mit Grundschulden über insgesamt TEUR 3.017 besichert. Darüber hinaus sind Vorräte und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sicherungsübereignet. Weiterhin liegt eine Globalzession für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor.

Neben dem unter den sonstigen Rückstellungen beschriebenen Zinsderivatgeschäft wurde ein weiteres Zinsswapgeschäft (zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument) mit Laufzeit bis zum 2. Januar 2012 geschlossen. Der Bezugsbetrag lautete bei Vertragsabschluss zum 2. Januar 2007 auf TEUR 1.350 und reduziert sich halbjährlich um TEUR 40 (Bezugsbetrag zum Bilanzstichtag TEUR 950). Eine Rückstellung für drohende Verluste aus diesem Vertrag war nicht zu bilden, da das Finanzinstrument zur Absicherung eines variabel verzinslichen Darlehens (valutierend zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.050, Laufzeit bis 2025) abgeschlossen wurde und der Zinsswap das variabel verzinsliche Grundgeschäft wirtschaftlich in einen Festsatzkredit überführt. Die im Geschäftsjahr 2011 aus dem Swapgeschäft resultierenden Aufwendungen dienen damit ausschließlich der Modifizierung der Zinsausstattung des Grundgeschäfts.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft haftet aus selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 2.100 gegenüber verbundenen Unternehmen; zum Stichtag valutieren die gesicherten Schulden in Höhe von TEUR 1.531. Gegenüber verbundenen Unternehmen wurde eine Patronatserklärung bis in Höhe von TEUR 200 abgegeben. Die jeweiligen Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen und unserer Einschätzung erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist deshalb nicht zu rechnen.

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 390. Der Einsatz von Operating-Leasingverträgen trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12.

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 10 (Vj. TEUR 12).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 72) Zinsen von verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 28 gewerbliche Arbeitnehmer und 18 angestellte Arbeitnehmer sowie 3 Auszubildende beschäftigt; daneben bestanden 18 geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.

Vorstand

Dr. Frank Einsiedler, Ingenieur

Angaben zu den Bezügen des Vorstandes unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Franz Einsiedler (Vorsitzender), Kaufmann
Axel Graf Douglas, Dipl. Volkswirt
Wolfgang Metz, Sparkassendirektor i. R.
Max Schlör, Kaufmann
Jürgen Keck, Versandleiter, Arbeitnehmervertreter
Klaus Schaffart, Mitarbeiter der Füllerei, Arbeitnehmervertreter

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr TEUR 10.

Radolfzell, 17.07.2012

Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schlör Fruchtsaft AG, Radolfzell, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Der Wertansatz der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von € 2.976.190,00 ist nicht hinreichend nachgewiesen, da diese Vorräte nicht gemäß § 252 Abs. 1 Satz 3 HGB und den §§253, 255 und 256 HGB einzeln bewertet wurden und wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Wert der Vorräte gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Lagebricht hin. Dort stellt der Vorstand dar, dass er, basierend auf den Planungen für die Unternehmensgruppe davon ausgeht, dass sich die Ertrags-, Vermögens und Liquiditätssituation der Gesellschaft in den beiden folgenden Geschäftsjahren wesentlich verbessert. Basierend auf den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2012 geht der Vorstand davon aus, dass die Planungen aus heutiger Sicht erreicht werden können.

Der Vorstand weist auch auf die nur bedingt vorliegende Zahlungsbereitschaft zum Jahreswechsel 2011 auf 2012 der Gesellschaft hin.

Sollte der Fall eintreten, dass die den Planungen zugrunde gelegten Prämissen wie insbesondere Absatzmengen, Absatzpreise sowie Ertrags- und Liquiditätszuflüsse aus Ernten, der Übernahme und den neuen Geschäftsfeldern wie der Vermarktung der Getränkekapsel nicht zum Erfolg führen, sind Bestandsgefährdende Risiken, die im Wesentlichen aus einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft resultieren, nicht auszuschließen.

Villingen-Schwenningen, 24. August 2012

**Wirtschaftsrevision Süd GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hilpert, Wirtschaftsprüfer