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SBF AG Audit Report / Information 2010

Feb 14, 2012

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Audit Report / Information

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Publication

Schlör Bodensee Fruchtsaft Aktiengesellschaft

Radolfzell am Bodensee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010:

A. Wirtschaftbericht

Die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist in der Fruchtsaft-Branche tätig. Unser Absatzmarkt ist in Deutschland und konzentriert sich im Wesentlichen mit der Premium-Marke „Schlör" und der Marke „Jope" auf den Vertrieb von Fruchtsäften, Nektaren und Schorlen, die im Bereich Getränkefachgroßhandel, Brauereien, Gastronomie und regionaler Lebensmittelhandel verkauft werden.

Die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist Produktionsstandort, Zentrum von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und Muttergesellschaft der Tochtergesellschaften Thüringer Fruchtsaft GmbH mit Sitz in Uhlstädt-Kirchhasel und Schlör Getränketechnik GmbH mit Sitz in Radolfzell. Die Thüringer Fruchtsaft GmbH ist Produktions- und Vertriebsstandort für Fruchtsäfte in Thüringen, die Schlör Getränketechnik beschäftigt sich mit der Entwicklung neuartiger Lösungen und Techniken für Getränke.

1. Markt und Wettbewerb

Die allgemeine Lage der Fruchtsaftindustrie hat sich im Jahr 2010 nicht entspannt. Weiterhin ist die Fruchtsaftbranche gekennzeichnet von starkem Verdrängungswettbewerb. Neben der üblichen Marktlage kam erschwerend hinzu, dass der Winter sich bis ins Frühjahr gezogen hat und auch die restlichen Monate im Jahr im Wesentlichen zu kühl und zu nass waren, so dass der Konsument nicht in Trinklaune kam. Des Weiteren drückte die Unsicherheit aus der Banken- und Wirtschaftskrise auf die Kauflaune des Verbrauchers, so dass teilweise ein Konsumverzicht bei Premium-Artikeln oder bei Besuchen in der Gastronomie stattgefunden hat. Obendrein verursachte der lange Winter Fröste in Europa, die sich dann in Folge noch negativ auf das Ernteaufkommen insbesondere Kern- und Steinobst auswirkte. Dies alles ging an der Fruchtsaftbranche nicht spurlos vorbei.

Der Gesamtabsatz von fruchthaltigen Getränken (FHG) in 2010 war weiterhin rückläufig. Laut GfK sank der Absatz im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland um 5,0 %, der Umsatz reduzierte sich um 4,5 %. Besonders stark zeichnete sich der Preisverfall im Segment Fruchtsaftgetränke ab mit einem Erlösrückgang von -10,7 % und einem Absatzrückgang von -12,5 %.

Im Vergleich der einzelnen Verkaufsschienen mussten auch die Discounter Einbußen hinnehmen; ihr Marktanteil liegt bei 62,5 % für fruchthaltige Getränke (Vj. 63,6 %). Der traditionelle Lebensmittelhandel konnte zulegen auf 10,3 % Marktanteil bei FHG (Vj. 9,3 %). Der Abholmarktbereich liegt bei rund 2,2 % Marktanteil (Vj. 2,6 %). Die Verbrauchermärkte und SB-Warenhäuser konnten im Marktanteil leicht punkten auf 21,9 % (Vj. 21,3 %).

In der Verpackungsstruktur konnten die PET-Einwegverpackungen weiterhin auf einen Marktanteil von 49,3 % (Vj. 45,1 %) zulegen. Die Kartonverpackung hat auf 41,5 % Anteil (Vj. 44,8 %) verloren. Glasmehrweg hat bei FHG noch einen Quote von 6,4 % (Vj. 6,9 %). Hier tritt nun eine Verlangsamung der Rückgänge ein, was auf eine Stabilisierung der Mehrwegsituation hoffen lässt. Andere Verpackungen haben bei FHG kaum eine Bedeutung. Die dargestellten Daten beziehen sich jeweils auf Veröffentlichungen der GfK-Marktforschung.

2. Geschäftsverlauf der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Umsatz- und Absatzlage

Dem allgemeinen Markttrend konnte sich unser Unternehmen nicht entziehen. Die Umsatzerlöse gingen um 8,0 % zurück und die Absätze sanken im gleichen Zeitraum um 13 %. Ein Teil des Umsatzverlustes ist auf gesunkenen Preise im Halbwarenbereich zurückzuführen, da wir in Folge der Vorjahresernten die Preise für Halbware am Markt anpassen mussten. Die bereits erwähnten Wetterlagen und krisenbedingte Konsumzurückhaltung trafen uns in der Gastronomie/Hotellerie und anderen Außerhausveranstaltungen stark. So zieht sich der Umsatz- und Absatzrückgang durch nahezu alle Bereiche unseres Unternehmens: im Flaschengeschäft haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von 8 % und in der Verkaufsmenge von 11 % hinnehmen müssen. Bei den Systemprodukten konnten wir im Bereich Bag-in-Box den Umsatz um 3 % steigern und den Absatz halten, bei den Keg-Fässern mussten wir jedoch auch zum ersten Mal einen Umsatzrückgang von 12 % und im Absatz ein Minus von 7 % hinnehmen.

In dieser bereits schwierigen Marktlage kam nun erschwerend hinzu, dass die beiden wichtigsten Artikel Apfel und Orange erntebedingt zu starken Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite führten. Orangenkonzentrate haben sich ab Mitte des Jahres nahezu verdreifacht. Eine Preiserhöhung konnte jedoch nur zeitverzögert und nicht in vollem Umfang am Markt durchgesetzt werden. Durch die Fröste im Frühjahr fiel im Herbst die Erntemenge für Apfel wesentlich geringer aus als erwartet. Die wichtigsten Erzeugerländer in der EU (Deutschland und Polen) wiesen sehr geringe Ernten aus, was zu erhöhten Beschaffungspreisen beim Apfel führte Auch wir hatten eine sehr schlechte Ernte (s. Tabelle):

Produktion/Beschaffung:

in t 2010 2009 2008 2007 2006
Industrieobstverarbeitung 1.800 2.740 4.415 5.200 2.900

Die Ernte 2010 lag in der Menge deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Insgesamt haben wir 1.800 t Industrieobst angenommen. Dazu haben sich die Einstandspreise für die Rohware verdoppelt. Die Menge reicht jedoch nur zum Teil aus, so dass Zukäufe von Halbware zur Sicherstellung der Eigenversorgung erfolgen mussten.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Die in ihrer Struktur unveränderte Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Unser Vermögen ist weiter von einer hohen Sachanlagenintensität mit 34,0 % (Vj. 34,7 %) der Bilanzsumme geprägt.

Die Warenbestandsquote von 29,7 % (Vj. 32,4 %) hat sich um 2,7 Prozentpunkte reduziert. Hier kommt die niedrige Vorratspolitik zum Tragen, soweit es die Ernten zulassen. Je nach Marktpreisen kann es jedoch zum Ende eines Jahres bereits zu größeren Bevorratungen für die kommende Saison kommen, so dass die Bestände zum jeweiligen Bilanzstichtag nicht ohne weiteres vergleichbar sind. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 23,9 % (Vj. 21,4 %) der Bilanzsumme. Auf liquide Mittel entfallen zum Bilanzstichtag TEUR 12 (Vj. TEUR 4).

Das Eigenkapital wurde im Zuge einer Barkapitalerhöhung im laufenden Geschäftsjahr auf TEUR 1.200 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr (13,3 %) trotz des Jahresfehlbetrages um 0,5 Prozentpunkte auf 13,8 % leicht verbessert.

Die Bankverbindlichkeiten haben sich um TEUR 215 reduziert und betragen 56,7 % (Vj. 55,4 %) der Bilanzsumme. Die gewährten Darlehen wurden planmäßig zurückgeführt. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 15,2 % (Vj. 15,1 %) der Bilanzsumme aus und sind zum Vorjahr um TEUR 84 gesunken. Hinsichtlich der Fristigkeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

Neben einem zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 durchgeführten Erwerb der Marke "Jope" stehen in 2011 keine größeren Investitionsvorhaben an.

2010 2009 2008 2007 2006
Sachanlagenintensität 34,0 % 34,7 % 33,3 % 37,4 % 36,6 %
Warenbestandsquote 29,7 % 32,4 % 36,6 % 34,6 % 39,4 %
Eigenkapitalquote 13,8 % 13,3 % 15,3 % 13,6 % 14,2 %

2. Ertragslage

Im Jahr 2010 mussten wir einen Jahresfehlbetrag von TEUR 238 (Geschäftsergebnis) ausweisen. Die Ertragslage ist wiederum nicht befriedigend. Dieser Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen dem geringeren Umsatz und der fehlenden Ertragskraft aus der schwachen Ernte geschuldet.

Bedingt durch die beschriebene Entwicklung der Umsatzerlöse und der zu verkraftenden Einstandspreiserhöhungen verminderte sich das aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ersichtliche Rohergebnis von TEUR 4.832 auf TEUR 4.534 (- 6,2 %). Die Materialeinsatzquote hat sich dabei allerdings um rund 0,8 Prozentpunkte auf 54,6 % verbessert.

Die betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.962 (Vj. TEUR 1.939) sind trotz erhöhter Kosten für Reparatur- und Wartungsaufwendungen und höheren Frachtkosten nur um TEUR 23 höher ausgefallen. Aufgrund von Effizienzsteigerung konnten die Personalkosten um weitere TEUR 175 zum Vorjahr reduziert werden.

Die Abschreibungen reduzierten sich um TEUR 86 auf TEUR 491 (Vj. 577). Investitionen erfolgten vorrangig in der Anpassung bzw. Modernisierung von Maschinen. Des Weiteren wurden im üblichen Rahmen Ersatzbeschaffungen wie z.B. Flaschen angeschafft. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrafen den Erwerb von Marken- und Vertriebsrechten der Marke "Kohm".

Die Zinsen sind auf TEUR 445 (Vj. TEUR 565) stark gefallen.

Die Rentabilität hat sich wie folgt entwickelt:

2010 2009 2008 2007 2006
Gesamtrentabilität1) 2,3 % 2,7 % 5,3 % 4,3 % 4,8 %

1) Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand/Bilanzsumme

3. Finanzlage

Die bestehenden Kredite wurden entsprechend den Verträgen geführt; die Bankverbindlichkeiten wurden planmäßig zurückgeführt. Die Kreditlinien wurden im abgelaufenen Jahr weitestgehend in Anspruch genommen. Insbesondere finanzieren wir die Ernte aus den bestehenden Linien, die zum Jahresende noch immer nachwirken.

Die Zahlungsbereitschaft war bei den gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten zum Jahreswechsel 2010 auf 2011 nur bedingt gewährleistet. Zum einen wurden die Forderungen gegen Tochterunternehmen in Folge schlechter Ernten aufgebaut, bei unverändertem Finanzierungsrahmen gegenüber den Banken. Des Weiteren wurde das Unternehmen zusätzlich beansprucht durch die zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 umgesetzte Übernahme der Marke "Jope" und dem damit verbundenen höheren Produktionsvolumen. Hier mussten zum Jahresende und zum Jahresbeginn 2011 umfangreiche Investitionen im Umlaufvermögen vorfinanziert werden, die der Produktionsübernahme dienten. Dies führte zu erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzierungslücke wurde durch die Inanspruchnahme von verlängerten Zahlungszielen bei den Lieferanten und durch zusätzliche Bankmittel geschlossen. Alle unsere Geschäftsbanken haben ihre Finanzierungszusagen im bisherigen Umfang aufrechterhalten bzw. aufgestockt. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Ertrags- und Liquiditätssituation auf Basis unserer Planungen für die Unternehmensgruppe in den beiden folgenden Geschäftsjahre wesentlich verbessert, weshalb wir bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 von der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen sind. Zusätzlich wird für 2011 eine weitere Kapitalerhöhung angestrebt. Sollte der Fall eintreten, dass die den Planungen zugrunde gelegten Prämissen wie insbesondere Absatzmengen, Absatzpreise sowie Ertrags- und Liquiditätszuflüsse aus Ernten, der Übernahme und den neuen Geschäftsfelder wie die Vermarktung der Getränkekapsel nicht zum Erfolg führen, sind bestandsgefährdende Risiken, die im Wesentlichen aus einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft resultieren, nicht auszuschließen.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die allgemeine Wirtschaftslage erholt sich kräftig. Dies hellt die aktuelle Konsumstimmung des Verbrauchers auf. Der Wettbewerbsdruck in der Getränkebranche bleibt ungebrochen hoch. Der Start in das neue Geschäftsjahr war hervorragend. Bereits in den ersten drei Monaten konnten wir ein Umsatzplus von 28 % einfahren.

Durch die Übernahme der Marke Jope und des hieraus resultierenden Produktionsvolumen rechnen wir in 2011 mit einem kräftigen Umsatzsprung. Diese Synergie aus der Übernahme beschert uns neue Kunden als auch eine kräftige Erholung der Ertragskraft.

Weiterhin werden wir im Frühjahr mit neuen Verkaufskonzepten an den Markt herantreten, um zusätzliche Verkaufsimpulse im Flaschengeschäft zu erzielen. Das innovative Getränkekapselsystem ist nun fertig gestellt. Die ersten Geräte sind bereits im Verkauf und werden an den Markt ausgeliefert. Internationale Partner mit starken Marken und europäischen Vertriebskanal sind sowohl finanziell als auch lizenzrechtlich an Bord. Diese Zusammenarbeit, die ein deutlicher Meilenstein für unsere Unternehmensgruppe darstellt, bietet großartige Wachstumsperspektiven.

Zusätzlich werden wir das Sortiment um weitere Produkte ergänzen, um die Attraktivität unsere Marken zu unterstreichen. Das Verkaufsgebiet wird verdichtet und in bestimmten Regionen weiter ausgebaut.

Für das Systemgeschäft (Bag-in-Box, Fässer, Kanister) gehen wir von einem weiteren Wachstum aus. Gerade im Bag-in-Box-Segment sehen wir noch Potential.

In Summe erwarten wir für das Geschäftsjahr 2011 ein positives Ergebnis.

2. Risikobericht

Die Gesellschaft hat nur geringe Währungsrisiken. Ein in der Branche begründetes Risiko besteht in der Abhängigkeit von Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt (insbesondere für Früchte wie Orange).

Einem zunehmend preisaggressiven Wettbewerb am Markt begegnen wir durch innovative Produkte und verstärkte Vertriebsaktivitäten sowie kreative Verkaufskonzepte.

Das Unternehmen hat zur weiteren Transparenz und zur Absicherung unternehmerischer Risiken ein Management Informationssystem (MIS) implementiert. Mit Hilfe des MIS und des Qualitätsmanagementsystems werden alle Geschäftsprozesse erfasst, die maßgeblich zur Steuerung des Unternehmens benötigt werden. Die Systeme sind auf Plan- und Ist-Zahlen aufgebaut, um eine permanente Kontrolle zu ermöglichen.

Die externen Risiken wie die Branchenentwicklung und die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen kennzeichnen den deutschen Fruchtsaftmarkt. Die Verpackungsverordnung beeinflusst die Marktlage. Die neuerliche Diskussion über Kennzeichnung von Einweg und Mehrwegverpackungen eröffnet uns neue Chancen, sich mit Mehrweg und Glas im Premium-Bereich weiter zu positionieren.

Die Risiken für das Unternehmen durch Änderungen im Management und in der Organisation sind gering, da hier Kontinuität vorhanden ist.

3. Spezieller Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposition verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein entsprechendes Forderungsmanagement, das darauf ausgerichtet ist, Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen; absehbaren Ausfall- oder Bonitätsrisiken tragen wir durch entsprechende bilanzielle Vorsorge Rechnung.

Die saisonale Ernte stellt für die Gesellschaft ein nicht beeinflussbares Risiko dar. Dies wird in Zeiten schwacher Ernten jedoch durch entsprechende Zukäufe vom Markt minimiert.

Auch im Verbundbereich sehen wir uns aus unseren Beteiligungen und bestehenden Bürgschaften finanziellen Risiken gegenüber. Diese wurden jedoch durch vereinbarte Ausgleichszahlungen mit dem Kooperationspartner minimiert, die allerdings bei Überschreiten von vereinbarten Mindestabnahmemengen zu einem späteren Zeitpunkt ganz oder teilweise rückvergütet werden müssen. Nach langer Entwicklungsphase für das neue MarktmgmiteGetGetkänkpkapsel datscGaeiGterätnnuerienirig^rundunie d5^füilnrführufincfendiet2in120sj1ätt, so dass der Mittelrückfluss einsetzen kann.

Sonstige Risiken beschränken sich auf die Schlör Getränketechnik GmbH. Hier hat die Gesellschaft eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 150 seit Gründung im Jahre 2003 übernommen. Jedoch sind auch hier neue Geschäftsfelder in Arbeit, so dass hier das Risiko der deutlich reduziert wird.

4. Prognosebericht

Für 2011 rechnen wir mit einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens.

Wir werden uns weiterhin gemäß unserem Motto „Klasse statt Masse" im Premium-Markt positionieren. Diese Strategie wird konsequent fortgesetzt. Wir haben am Markt einen exzellenten Ruf und die Kunden schätzen unsere Qualitätsprodukte.

Die Ertragssituation wird sich in 2011 deutlich verbessern, da wir mit Synergien in allen Bereichen aus der Übernahme von weiteren Produktionsvolumen rechnen. Die Finanzlage wird sich hierdurch positiv verbessern.

Wir rechnen mit einer normalen Ernte in 2011, so dass wir Entlastung aus dem Rohstoffbereich haben.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind die Übernahme zum 01.01.2011 der Marken- und Vertriebsrechte an „Jope" und den damit verbundenen Produktionsvolumen. Durch die Übernahme unterstreichen wir, dass unser Unternehmen den Konsolidierungsprozess der Fruchtsaftbranche mitgestalten will. Innerhalb der Branche zählen wir zu den führenden Fruchtsaftbetrieben. Bereits das erste Quartal 2011 hat gezeigt, dass sich die erwarteten Ergebnisbeiträge einstellen. Ebenso hat sich die Finanzlage bereits deutlich verbessert, so dass wir die Planungen aus heutiger Sicht erreichen.

D. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Besonders erwähnenswert ist die Entwicklung im Bereich der Ein-Portions-Systeme (Getränkekapsel) für unser Unternehmen.

Radolfzell, 20.05.2011

Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrates

der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Der Aufsichtsrat der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG hat sich im Geschäftsjahr 2010 intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befasst. Er hat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft übertragenen Aufgaben und Befugnisse zur Beratung und Überwachung des Vorstandes uneingeschränkt wahrgenommen.

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat in fünf Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand die Entwicklung der Geschäfte der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG besprochen. Von besonderer Bedeutung waren die nicht befriedigende Ertragslage, die strategische Ausrichtung und die Erschließung neuer Märkte. Außerdem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah über bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Umsatz- und Ertragssituation, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Insbesondere zwischen dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats hat ein stetiger Austausch über alle wesentlichen strategischen und operativen Entscheidungen und deren Umsetzung stattgefunden. Hierbei stand der Aufsichtsratsvorsitzende der Unternehmensleitung beratend zur Seite.

Im Geschäftsjahr 2010 ist der Aufsichtsrat zu insgesamt fünf Sitzungen zusammengetreten bei denen er von der Vorstandschaft über die Geschäftspolitik, die Unternehmensführung, die Unternehmensplanung sowie über die operativen und strategischen Maßnahmen umfassend informiert wurde. Wesentliche Maßnahmen und bevorstehende strategische und operative Entscheidungen wurden während der Sitzungen erörtert. Darüber hinaus fanden im Rahmen der Überwachung und Beratung des Vorstandes Telefonkonferenzen statt.

Im Rahmen der Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses hat die Vorstandschaft der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG den Verlust festgestellt. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 238.227,65 € und wird in gleicher Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat war an allen Sitzungen immer beschlussfähig. Zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand über Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert.

Die dem Aufsichtsrat entsprechend den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen zur Prüfung und Zustimmung vorgelegen Geschäfte und Maßnahmen wurden beschlossen.

Besetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, und zwar aus vier Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden und aus zwei Mitgliedern der Arbeitnehmer, deren Wahl sich nach den Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes 1952 richtet. Bei der diesjährigen Wahl der Arbeitnehmervertreter wurden in den Aufsichtsrat die Herren Jürgen Keck und Klaus Schaffart gewählt.

Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Franz Einsiedler. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrates sind Axel Graf Douglas, Wolfgang Metz, Max Schlör, Jürgen Keck, Klaus Schaffart.

Jahresabschlussprüfung

Die Wirtschaftsrevision Süd GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bestätigungsvermerk erhält eine Ergänzung zur finanziellen Lage der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis des Prüfungsberichts der Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. An seiner Beratung hat der Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Prüfungsergebnisse berichtet.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und als abschließendes Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Vorstand

Mitglied des Vorstandes im Geschäftsjahr 2010 ist gegenwärtig Dr. Frank Einsiedler.

Schlusswort

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die konstruktive Zusammenarbeit und seine Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr 2010. Auch den Mitarbeitern der Gesellschaft gilt der Dank des Aufsichtsrates für ihr Engagement.

Radolfzell, im Juni 2011

gez. Franz Einsiedler, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

EUR 31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.864,00 10.539,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.088.534,24 2.108.139,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 806.843,00 1.018.316,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 459.421,81 513.944,61
3.354.799,05 3.640.399,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 366.833,36 366.833,36
2. Beteiligungen 15.338,76 15.338,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 5.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 4.213,41 4.213,41
391.385,53 391.385,53
3.822.048,58 4.042.324,14
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.664.680,00 2.285.000,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.261.447,00 1.116.000,00
2.926.127,00 3.401.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 599.080,66 682.222,84
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.358.659,84 2.242.471,28
2. Sonstige Vermögensgegenstände 72.700,42 19.279,87
3.030.440,92 2.943.973,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12.253,71 3.548,64
5.968.821,63 6.348.522,63
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 70.349,18 102.897,23
9.861.219,39 10.493.744,00
PASSIVA
EUR 31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.200.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 256.080,50 256.080,50
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 140.204,07 140.204,07
2. andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
140.204,07 140.204,07
IV. Bilanzverlust (Vj -gewinn) - 238.227,65 0,00
1.358.056,92 1.396.284,57
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 13.672,00 55.628,00
2. Sonstige Rückstellungen 207.934,66 311.656,00
221.606,66 367.284,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.593.607,97 5.808.155,13
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.502.704,43 1.586.386,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.715,37 25.590,39
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.158.528,04 1.310.042,99
8.281.555,81 8.730.175,43
9.861.219,39 10.493.744,00

Gewinn- und Verlustrechnung für 2010

EUR 2010

EUR
2009

EUR
1. Rohergebnis 4.534.451,45 4.832.085,29
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 1.620.049,57 - 1.745.609,26
b) Soziale Abgaben - 306.732,49 - 356.811,79
- 1.926.782,06 - 2.102.421,05
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 491.097,80 - 577.534,30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.962.336,30 - 1.939.109,67
5. Erträge aus Beteiligungen 328,69 0,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72.398,31 72.807,81
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 445.587,92 - 565.859,41
- 372.860,92
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 218.625,63 - 280.031,33
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.086,00 - 8,96
10. Sonstige Steuern - 26.688,02 - 23.470,12
- 19.602,02 - 23.479,08
11. Jahresfehlbetrag - 238.227,65 - 303.510,41
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 - 42.522,95
13. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 95.348,10
b) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 250.685,26
14. Bilanzverlust (Vj. -gewinn) - 238.227,65 0,00

Anhang für 2010

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften; die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Berücksichtigung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des BilMoG erfolgt erstmalig für das Geschäftsjahr 2010; die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Durch die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des BilMoG wurden die im vergangenen Jahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nicht vollumfänglich fortgeführt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 10 und 15 Jahren) um planmäßige (lineare) Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze (zwischen 3 und 50 Jahren) abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2007 wurden bewegliche Vermögensgegenstände degressiv abgeschrieben. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in diesen Fällen in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Für Zugänge ab 2008 wird die lineare Abschreibung angewendet. Für Geringwertige Anlagegüter deren Anschaffungsbzw. Herstellungskosten zwischen EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 liegen, wurde ein Sammelposten gebildet, welcher über 5 Jahre abgeschrieben wird; Abgänge bleiben unberücksichtigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Fertige Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital sind nicht berücksichtigt. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Flaschen und Flaschenkästen sind mit ihrem jeweiligen Pfandwert bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden erforderlichenfalls bei einzelnen Produkten von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch zu berücksichtigenden Kosten vorgenommen. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Neben handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte teilweise sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird erstmalig ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 5,15 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Aufgrund der Struktur der Berechtigten und der entsprechenden Vereinbarungen waren weder Gehaltsanpassungen noch Rentenanpassungen zu berücksichtigen.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Auf den Sammelposten für Anlagegüter zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 entfallen zum Bilanzstichtag Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 26 und kumulierte Abschreibungen in Höhe von TEUR 13; im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen von TEUR 5 verrechnet.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung

%
Eigenkapital

EUR
Ergebnis

EUR
Thüringer Fruchtsaft GmbH

Uhlstädt-Kirchhasl
84,74 746.945,00 - 152.569,93
Schlör-Getränketechnik GmbH

Radolfzell
100,00 - 171.761,48 5.164,32
Bodin Vertriebs GmbH

Radolfzell (Daten aus 2009)
100,00 25.000,00 151,00

Die Buchwerte der Finanzanlagen übersteigen die jeweiligen Zeitwerte nicht. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird unter Verweis auf die größenabhängigen Befreiungen des § 293 HGB verzichtet.

Rückstellungen für Pensionen

Der sich aus den geänderten Bewertungsvorschriften ergebende Unterschiedsbetrag im Zeitpunkt der Erstanwendung in Höhe von EUR 750,00 wurde aufwandswirksam erfasst. Auf Grund des geringfügigen Betrages wurde von einem Ausweis unter dem außerordentlichen Ergebnis abgesehen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Lohnsaftgeschäft, Pfandgeldverpflichtungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet. Daneben enthalten die sonstigen Rückstellungen solche für drohende Verluste aus einem Zinsswapgeschäft (zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument) mit einem Bezugsbetrag von TEUR 1.000 und einer Laufzeit bis zum 17. März 2013. Der beizulegende negative Zeitwert (Marktwert) von TEUR 47 wurde zurück gestellt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2010 31.12.2009
Restlaufzeit gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr gesamt
--- --- --- --- --- ---
bis 1 Jahr über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.448 1.408 5.593 3.486 5.808
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.503 0 1.503 1.586 1.586
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27 0 27 26 26
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.104 0 1.159 1.255 1.310
- davon aus Steuern 148 295
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 53 57
6.082 1.408 8.282 6.353 8.730

Die Bankverbindlichkeiten sind mit Grundschulden über insgesamt TEUR 3.017 besichert. Darüber hinaus sind Vorräte und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sicherungsübereignet. Weiterhin liegt eine Globalzession für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor.

Neben dem unter den sonstigen Rückstellungen beschriebenen Zinsderivatgeschäft wurde ein weiteres Zinsswapgeschäft (zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument) mit Laufzeit bis zum 2. Januar 2012 geschlossen. Der Bezugsbetrag lautete bei Vertragsabschluss zum 2. Januar 2007 auf TEUR 1.350 und reduziert sich halbjährlich um TEUR 40 (Bezugsbetrag zum Bilanzstichtag TEUR 1.030). Zum Stichtag lag der beizulegende Zeitwert (Marktwert) bei TEUR -39. Eine Rückstellung für drohende Verluste aus diesem Vertrag war nicht zu bilden, da das Finanzinstrument zur Absicherung eines variabel verzinslichen Darlehens (valutierend zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.050, Laufzeit bis 2025) abgeschlossen wurde und der Zinsswap das variabel verzinsliche Grundgeschäft wirtschaftlich in einen Festsatzkredit überführt. Die im Geschäftsjahr 2010 aus dem Swapgeschäft resultierenden Aufwendungen dienen damit ausschließlich der Modifizierung der Zinsausstattung des Grundgeschäfts.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft haftet aus selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 2.100 gegenüber verbundenen Unternehmen; zum Stichtag valutieren die gesicherten Schulden in Höhe von TEUR 1.531. Gegenüber verbundenen Unternehmen wurde eine Patronatserklärung bis in Höhe von TEUR 200 abgegeben. Die jeweiligen Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen und unserer Einschätzung erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist deshalb nicht zu rechnen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 204.

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 12 (Vj. TEUR 29).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von TEUR 67 (Vj. TEUR 66) Zinsen von verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 27 gewerbliche Arbeitnehmer und 18 angestellte Arbeitnehmer sowie 2 Auszubildende beschäftigt; daneben bestanden 18 geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.

Vorstand

Dr. Frank Einsiedler, Ingenieur

Angaben zu den Bezügen des Vorstandes unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Franz Einsiedler (Vorsitzender), Kaufmann
Axel Graf Douglas, Dipl. Volkswirt
Wolfgang Metz, Sparkassendirektor i. R.
Max Schlör, Kaufmann
Jürgen Keck, Versandleiter, Arbeitnehmervertreter
Klaus Schaffart, Mitarbeiter der Füllerei, Arbeitnehmervertreter (ab 1. August 2010)
Friedhelm Müller, Betriebsleiter, Arbeitnehmervertreter (bis 31. Juli 2010)

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr TEUR 12.

Radolfzell, 20.05.2011

Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Der Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010

EUR
Anpassung

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.444,81 0,00 75.000,00 0,00 124.444,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.571.243,10 234.450,87 87.439,24 0,00 4.893.133,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.763.931,51 - 644,13 67.230,13 0,00 10.830.517,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.607.464,49 224.425,48 41.253,27 0,00 1.873.143,24
16.942.639,10 458.232,22 195.922,64 0,00 17.596.793,96
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 366.833,36 0,00 0,00 0,00 366.833,36
2. Beteiligungen 15.338,76 0,00 0,00 0,00 15.338,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 4.213,41 0,00 0,00 0,00 4.213,41
391.385,53 0,00 0,00 0,00 391.385,53
17.383.469,44 458.232,22 270.922,64 0,00 18.112.624,30
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010

EUR
Anpassung

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.905,81 0,00 9.675,00 0,00 48.580,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.463.104,10 234.450,87 107.044,00 0,00 2.804.598,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.745.615,51 - 644,13 278.703,13 0,00 10.023.674,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.093.519,88 224.525,88 95.675,67 0,00 1.413.721,43
13.302.239,49 458.332,62 481.422,80 0,00 14.241.994,91
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
13.341.145,30 458.332,62 491.097,80 0,00 14.290.575,72
Buchwerte
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.864,00 10.539,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.088.534,24 2.108.139,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 806.843,00 1.018.316,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 459.421,81 513.944,61
3.354.799,05 3.640.399,61
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 366.833,36 366.833,36
2. Beteiligungen 15.338,76 15.338,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 5.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 4.213,41 4.213,41
391.385,53 391.385,53
3.822.048,58 4.042.324,14

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schlör Fruchtsaft AG, Radolfzell, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Lagebricht hin. Dort stellt der Vorstand dar, dass alle Geschäftsbanken ihre Finanzierungszusagen im bisherigen Umfang aufrecht erhalten bzw. aufgestockt haben und dass er basierend auf den Planungen für die Unternehmensgruppe davon ausgeht, dass sich die Ertrags- und Liquiditätssituation der Gesellschaft in den beiden folgenden Geschäftsjahren wesentlich verbessert, weshalb bei der Aufstellung des Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 von der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen wurde. Basierend auf dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011, in dem deutliche Umsatzzuwächse und positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet werden konnten, geht der Vorstand davon aus, dass die Planungen aus heutiger Sicht erreicht werden können. Sollte allerdings der Fall eintreten, dass die den Planungen zugrunde gelegten Prämissen nicht zum Erfolg führen, sind bestandsgefährdende Risiken nicht auszuschließen.

Villingen-Schwenningen, 23. Mai 2011

**Wirtschaftsrevision Süd GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Fischer, Wirtschaftsprüfer

Hilpert, Wirtschaftsprüfer