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SBF AG Annual Report 2012

Aug 22, 2013

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Annual Report

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Publication

Schlör Bodensee Fruchtsaft Aktiengesellschaft

Radolfzell am Bodensee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Bilanz

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 294346,00 199939,00
II. Sachanlagen 2832328,74 3307240,24
III. Finanzanlagen 558940,90 378940,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2793726,00 2976190,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2924293,33 2919556,23
III Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13974,14 12351,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2653,61 70141,19
D. Abrenzung latenter Steuern 345000,00 0,00
Summe 9765262,72 9864358,98
Passiva
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1200000,00 1200000,00
II. Kapitalrücklage 256080,50 256080,50
III Gewinnrücklage 140204,07 140204,07
IV. Bilanzverlust -807046,62 -1133421,93
B. Rückstellungen 264830,51 424734,87
C. Verbindlichkeiten 8627194,26 8886761,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 84000,00 90000,00
Summe 9765262,72 9864358,98

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2012 - 31.12.2012 01.01.2011 - 31.12.2011
--- --- --- --- ---
1. Rohergebnis 5.431.697,34 5.266.849,26
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.782.288,65 -2.004.982,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -353.885,48 -2.136.174,13 -395.748,03 -2.400.730,95
3. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -458.284,71 -459.402,98
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.492.204,93 -2.862.633,72
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 185,51
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.801,87 62.074,76
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -428.669,83 -484.081,71
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.834,39 -877.739,83
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 344.963,06 449,51
10. Sonstige Steuern -16.753,36 -17.903,96
11. Jahresüberschuss 326.375,31 -895.194,28
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.133.421,93 238.227,65
7. Bilanzverlust -807.046,62 -1.133.421,93

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, geerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274.444,81 160.000,00 0,00 434.444,81
274.444,81 160.000,00 0,00 434.444,81
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 4.893.133,21 0,00 170.564,00 4.722.569,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.932.724,14 30.021,15 0,00 10.962.745,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.607.973,48 41.921,77 18.403,95 1.631.491,30
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 19.771,50 0,00 19.771,50
17.433.830,83 91.714,42 188.967,95 17.336.577,30
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 401.333,56 180.000,00 0,00 581.333,56
2. Beteiligungen 18.256,34 0,00 0,00 18.256,34
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 4.350,00 0,00 0,00 4.350,00
428.939,90 180.000,00 0,00 608.939,90
Abschreibungen
01.01.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, geerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.505,81 65.593,00 0,00 140.098,81
74.505,81 65.593,00 0,00 140.098,81
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2.908.946,97 96.953,00 0,00 3.005.899,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.227.507,14 172.897,15 0,00 10.400.404,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 990.136,48 122.841,56 15.033,74 1.097.944,30
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
14.126.590,59 392.691,71 15.033,74 14.504.248,56
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 49.999,00 0,00 0,00 49.999,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
49.999,00 0,00 0,00 49.999,00
Buchwerte
31.12.2011 31.12.2012
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, geerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.939,00 294.346,00
199.939,00 294.346,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.984.186,24 1.716.669,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 705.217,00 562.341,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 617.837,00 533.547,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 19.771,50
3.307.240,24 2.832.328,74
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 351.334,56 531.334,56
2. Beteiligungen 18.256,34 18.256,34
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 5.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 4.350,00 4.350,00
378.940,90 558.940,90

Anhang für 2012

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften; die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Durch die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des BilMoG wurden die im vergangenen Jahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften grundsätzlich fortgeführt. Erstmalig werden im Jahresabschluss zum 31.12.2012 aktive latente Steuern angesetzt. Bei der Bewertung der Vorräte werden erstmalig Zinsen für Fremdkapital in zulässiger Höhe berücksichtigt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige (lineare) Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2007 wurden bewegliche Vermögensgegenstände degressiv abgeschrieben. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in diesen Fällen in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Für Zugänge ab 2008 wird die lineare Abschreibung angewendet. Für Geringwertige Anlagegüter deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 liegen, wurde bis 2010 ein Sammelposten gebildet, welcher über 5 Jahre abgeschrieben wird; Abgänge bleiben unberücksichtigt. Ab dem Jahr 2011 werden geringwertige Anlagengüter mit einem Wert unter € 410 sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Fertige Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungsgemeinkosten und (erstmalig) Zinsen für Fremdkapital berücksichtigt werden. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Flaschen sind mit ihrem jeweiligen Pfandwert bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden erforderlichenfalls bei einzelnen Produkten von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch zu berücksichtigenden Kosten vorgenommen. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Neben handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte teilweise sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 6,00 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Aufgrund der Struktur der Berechtigten und der entsprechenden Vereinbarungen waren weder Gehaltsanpassungen noch Rentenanpassungen zu berücksichtigen.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassebnittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind zwei Markenrechte aktiviert, bei denen sich die verbleibende Restnutzungsdauer auf 8 bzw. 9 Jahre beläuft. Diese Restnutzungsdauer basiert auf Absatzplanungen; sie spiegelt den Zeitraum der gewinnbringenden Markennutzung wieder.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
--- ---
Thüringer Fruchtsaft GmbH, Uhlstädt-Kirchhasel 84,74
Schlör-Getränketechnik GmbH, Radolfzell 100,00
Bodin Vertriebs GmbH, Radolfzell 100,00

Die Buchwerte der Finanzanlagen übersteigen die jeweiligen Zeitwerte nicht. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird unter Verweis auf die größenabhängigen Befreiungen des § 293 HGB verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 1.250 (Vj. TEUR 1.250) Forderungen aus der Ausreichung eines Darlehens. Die Restlaufzeit liegt über einem Jahr. Die übrigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind mitzugehörig zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Aktive Latente Steuern

Basierend auf den in den vergangenen Jahre entstandene Verlustvorträge und den innerhalb der nächsten fünf Jahren zu erwartenden Verlustverrechnungen wurde eine aktive latente Steuer gemäß § 274 (1) Satz 2 HGB gebildet. Darauf begründet ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe der in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latente Steuern (TEUR 345).

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nach einer Barkapitalerhöhung um EUR 200.000,00 (8.000 Stückaktien) aus dem genehmigten Kapital EUR 1.200.000,00; es ist eingeteilt in 47.194 nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie hat ein Stimmrecht. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 16. Juni 2015 das Grundkaptal der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu EUR 500.000,00 gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010/I). Diese Ermächtigung beträgt noch EUR 300.000,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Lohnsaftgeschäft, Pfandgeldverpflichtungen für die 0,2 l Flaschen, Prüfungskosten und für Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet. Darüber hinaus wurde eine Rückstellung für Verluste aus einem Zinsswapgeschäft gebildet. Dabei handelt es sich um ein zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument mit einem Bezugsbetrag von TEUR 1.000 und einer Laufzeit bis zum 17. März 2013. Der beizulegende negative Zeitwert (Marktwert) von TEUR 11 wurde zurück gestellt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2012
Restlaufzeit
--- --- --- --- ---
bis 1 Jahr über 5 Jahre gesamt gesamt
--- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.673 1.984 4.657 5.449
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.886 0 2.886 2.471
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26 0 26 35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.058 0 1.058 931
- davon aus Steuern 187 187 53
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 91 91 83
6.643 1.984 8.627 8.886

Die Bankverbindlichkeiten sind mit Grundschulden über insgesamt TEUR 3.017 besichert. Darüber hinaus sind Vorräte und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sicherungsübereignet. Weiterhin liegt eine Globalzession für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der Ausreichung kurzfristiger Darlehen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft haftet aus selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 2.100 gegenüber verbundenen Unternehmen; zum Stichtag valutieren die gesicherten Schulden in Höhe von TEUR 1.531. Gegenüber verbundenen Unternehmen wurde eine Patronatserklärung bis in Höhe von TEUR 200 abgegeben. Die jeweiligen Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen und unserer Einschätzung, basierend auf den vorliegenden Planungsrechnungen) erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist deshalb nicht zu rechnen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 60.

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 9 (Vj. TEUR 10).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 24.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von TEUR 82 (Vj. TEUR 62) Zinsen von verbundenen Unternehmen.

Die ausgewiesenen Erträge aus Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren aus der Aktivierung der latenten Steuern.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 26 gewerbliche Arbeitnehmer und 18 angestellte Arbeitnehmer sowie 4 Auszubildende beschäftigt; daneben bestanden 15 geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.

Vorstand

Dr. Frank Einsiedler, Ingenieur

Angaben zu den Bezügen des Vorstandes unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Franz Einsiedler (Vorsitzender), Kaufmann
Axel Graf Douglas, Dipl. Volkswirt
Wolfgang Metz, Sparkassendirektor i. R.
Max Schlör, Kaufmann
Jürgen Keck, Versandleiter, Arbeitnehmervertreter
Klaus Schaffart, Mitarbeiter der Füllerei, Arbeitnehmervertreter (bis 26.09.2012)
Friedhelm Müller, Betriebsleiter, Arbeitnehmervertreter (ab 27.09.2012)

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr TEUR 6.

Radolfzell, den 08.04.2013

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unser Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist bei den Erläuterungen zur Ertragslage aufgeführt, dass die Liquiditätslage angespannt ist und der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet ist, wenn die bestehende Unternehmensplanungen nicht eintreten.

Nach unser Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 08.04.2013

**Moore Stephens KPWT AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Thomas Ziegler, Wirtschaftsprüfer

Josef Ecker, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012:

A. Wirtschaftsbericht

Die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist in der Fruchtsaft-Branche tätig. Unser Absatzmarkt ist in Deutschland und konzentriert sich im Wesentlichen mit der Premium-Marke „Schlör“ und der Marke „Jope“ auf den Vertrieb von Fruchtsäften, Nektaren und Schorlen, die im Bereich Getränkefachgroßhandel, Brauereien, Gastronomie und regionaler Lebensmittelhandel verkauft werden.

Die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist Produktionsstandort, Zentrum von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und Muttergesellschaft der Tochtergesellschaften Thüringer Fruchtsaft GmbH mit Sitz in Uhlstädt-Kirchhasel und Schlör Getränketechnik GmbH mit Sitz in Radolfzell. Die Thüringer Fruchtsaft GmbH ist Produktions- und Vertriebsstandort für Fruchtsäfte in Thüringen, die Schlör Getränketechnik beschäftigt sich mit der Entwicklung und Vertrieb neuartiger Lösungen und Techniken für Getränke.

1. Markt und Wettbewerb

Die allgemeine Lage der Fruchtsaftindustrie hat sich im Jahr 2012 nicht entspannt. Weiterhin ist die Fruchtsaftbranche gekennzeichnet von starkem Verdrängungswettbewerb und Ertragsverfall. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist weiter rückläufig. Die schwierige Rohstoffsituation hat sich kaum verändert, so dass die Industrie teilweise Preiserhöhungen an den Markt gegeben hat, jedoch nicht im vollen Umfang vom Handel akzeptiert wurde. Obendrein führte die Verteuerung auch teilweise zu einer Abkehr des Verbrauchers von der Kategorie „fruchthaltige Getränke“.

Der Gesamtabsatz von fruchthaltigen Getränken (FHG) in 2012 war wiederum stark rückläufig. Laut GfK sank der Absatz im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland um 9,7%, der Umsatz ging um 4,2% zurück. Der Rückgang des Umsatzes viel aufgrund von Preiserhöhungsrunden geringer aus. Besonders stark zeichnete sich der Mengenrückgang im Segment Fruchtsäfte und nektare ab mit einem Absatzrückgang von -7,2% bzw. größer als -20,0%.

Im Vergleich der einzelnen Verkaufsschienen mussten alle Absatzstätten deutliche Rückgänge hinnehmen. Dennoch konnten im Bereich des Lebensmittelhandels die Vollsortimenter weiterhin Marktanteile ausbauen. Der traditionelle Lebensmittelhandel konnte zulegen auf 15,5% Marktanteil bei FHG (Vj. 14,7%). So liegt der Marktanteil Discount für fruchthaltige Getränke bei 61% (Vj. 59,9%). Der Abholmarktbereich liegt bei rund 2,2% Marktanteil (Vj. 2,3%) nahezu unverändert. Die Verbrauchermärkte und SB-Warenhäuser hatten im Marktanteil verloren auf 18,3% (Vj. 19,7%).

In der Verpackungsstruktur gibt es aktuell keine großen Verschiebungen mehr. Die PET-Einwegverpackung hat leicht verloren auf einen Marktanteil von 49,0% (Vj. 49,5%). Die Kartonverpackung hat einen Anteil von 42,4% Anteil (Vj. 41,8%). Glasmehrweg hat bei FHG noch einen Quote von 5,4% (Vj. 5,9%). Zur Mehrwegquote ist anzumerken, dass in diesen Zahlen die Absätze in der Gastronomie nicht berücksichtigt sind, d.h. die reale Mehrwegquote ist höher. Andere Verpackungen haben bei FHG kaum eine Bedeutung. Die dargestellten Daten beziehen sich jeweils auf Veröffentlichungen der GfK-Marktforschung.

2. Geschäftsverlauf der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Umsatz- und Absatzlage

Durch die Integration der Marke Jope hatten wir im Vorjahr einen deutlichen Umsatz- und Absatzzuwachs, den wir in 2012 nicht halten konnten. Vielmehr nutzten wir das Jahr 2012 um Sortimentsbereinigungen durchzuführen und stellten Nutzen und Ertrag in Vordergrund.

So verbuchen wir im Jahr 2012 einen Umsatzrückgang von TEUR 1.073 und beim Absatz einen Mengenverlust von 1,3 Mio Liter.

Die Beschaffungsmärkte für Rohware sind weiterhin schwierig und nahezu unberechenbar. So gab es extreme Verteuerungen in Sauerkirsch- und Traubensaft, die im vollen Umfang nur schwer am Markt realisierbar sind. In dem bereits schwierigen Marktumfeld sind die beiden wichtigsten Artikel Apfel und Orange weiterhin relativ teuer in der Beschaffung. Eine Entlastung der Rohstoffpreise gab es nahezu keine.

Produktion/Beschaffung:

in 2012 2011 2010 2009 2008
Industrieobstverarbeitung 2.017 4.572 1.800 2.740 4.415

Die Ernte 2012 lag hinter unseren Erwartungen. Insgesamt haben wir 2.017 t Industrieobst angenommen (s. Tabelle). Die Rohstoffpreise lagen aufgrund der geringen Ernte hier vor Ort auf hohem Niveau. Auch in anderen Gebieten, konnten wohl nicht ausreichend Mengen verarbeitet werden, wobei das Erntebild sich hier sehr unterschiedlich zeigte: so waren der Streuobstbehang im Württembergischen extrem gut, im restlichen Deutschland hingegen eher schwach. Frankreich und Italien hatten sehr kleine Ernten. Hingegen war die Ernte in Osteuropa allem Anschein nach deutlich besser als zunächst angenommen.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Die in ihrer Struktur unveränderte Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Unser Vermögen ist weiter von einer hohen Sachanlagenintensität mit 29,1% (Vj. 33,5%) der Bilanzsumme geprägt.

Die Warenbestandsquote von 28,7% (Vj. 30,2%) hat sich um 1,5 Prozentpunkte erniedrigt. Je nach Marktpreisen und Ernten kann es jedoch zum Ende eines Jahres bereits zu größeren Bevorratungen für die kommende Saison kommen, so dass die Bestände zum jeweiligen Bilanzstichtag nicht ohne weiteres vergleichbar sind. Die Forderungen betragen 16,4% (Vj. 16,9%) der Bilanzsumme. Auf liquide Mittel entfallen zum Bilanzstichtag TEUR 14 (Vj. TEUR 12).

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr (4,7%) aufgrund des positiven Jahresergebnisses um 3,4 Prozentpunkte auf 8,1% erhöht.

Die Bankverbindlichkeiten haben sich um TEUR 786 reduziert und betragen 47,8% (Vj. 55,2%) der Bilanzsumme. Die gewährten Darlehen wurden planmäßig und teilweise vorzeitig zurückgeführt. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 29,7% (Vj. 25,1%) der Bilanzsumme aus und sind zum Vorjahr um TEUR 410 gestiegen. Der Anstieg ist dem Ankauf der Ernte als auch den hohen Rohstoffpreise geschuldet.

2012 2011 2010 2009 2008
Sachanlagenintensität 29,1 % 33,5 % 34,0 % 34,7 % 33,3 %
Warenbestandsquote 28,7 % 30,2 % 29,7 % 32,4 % 36,6 %
Eigenkapitalquote 8,1 % 4,7 % 13,8 % 13,3 % 15,3 %

2. Ertragslage

Im Jahr 2012 haben wir die Grundlagen für eine nachhaltige Ertragsverbesserung im Unternehmen gelegt. So dass wir einen Jahresüberschuss von TEUR 326 nach dem deutlichen Jahresfehlbetrag im Vorjahr ausweisen. Der Jahresüberschuss hat sich um TEUR 1.221 deutlich verbessert und wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft wieder Gewinne schreiben werden.

Die Umsätze sind in 2012 zwar rückläufig, jedoch haben wir durch verbessertes Kostenmanagement und durch Verbesserung der Marge unseren Rohertrag steigern können. Das Rohergebnis von TEUR 5.511 ist um TEUR 215 (+4 %) gestiegen zum Vorjahr.

Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 529 beinhalten im Wesentlichen den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögen (einmal Effekt) und Erträge aus Vermietungen.

Die betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.538 (Vj. TEUR 2.879) sind um TEUR 341 deutlich gesunken.

Die Abschreibungen liegen bei TEUR 458 (Vj. 459). Investitionen erfolgten vorrangig in der Anpassung von Maschinen. Des Weiteren wurden im üblichen Rahmen Ersatzbeschaffungen wie z.B. Flaschen getätigt. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrafen den Erwerb von Marken- und Vertriebsrechten.

Die Zinsaufwendungen sind aufgrund der weiteren Tilgung bei den Banken stark rückläufig. Somit ist das Finanzergebnis mit Aufwendungen von TEUR 371 (Vj. TEUR 424) deutlich verbessert.

Bedingt durch die in den vergangenen Jahren entstandenen Verlustvorträge nutzen wir den einmal Effekt für die aktive latente Steuer als Ertragssteuer in Höhe von TEUR 344 nach § 274 (1) Satz 2 HGB.

Die Rentabilität hat sich wie folgt entwickelt:

2012 2011 2010 2009 2008
Gesamtrentabilität1) 3,7% -4,5% 2,3% 2,7% 5,3%

1) Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand/Bilanzsumme

3. Finanzlage

Die bestehenden Kredite wurden entsprechend den Verträgen geführt. Die Kreditlinien wurden im abgelaufenen Jahr in Anspruch genommen. Gerade die weiterhin hohen Rohstoffpreise und insbesondere die Erntefinanzierung, ohne zusätzliche Erntekredite, wirken sich hier aus.

Die Zahlungsbereitschaft war bei den gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten zum Jahreswechsel 2012 auf 2013 gegeben. Die hohen Rohstoffpreise in allen Bereichen und die teuren Ernten führten zu weiterhin hohem Liquiditätsbedarf. Die Marke Jope ist finanziell im Jahr 2012 vollständig verarbeitet und Kredite hierfür zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 414 erhöht. Die Bereitschaft der Banken zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen ist gering. Bei allen Schwierigkeiten, die der Markt uns bereitet, gehen wir davon aus, dass sich unsere Ertrags- und Liquiditätssituation auf Basis unserer Planungen für die Unternehmensgruppe in den folgenden Geschäftsjahren weiter verbessert. Zusätzliche Maßnahmen hinsichtlich Kapitalbeschaffung und Effizienzsteigerung sind umgesetzt bzw. im Gange, um die angespannte Liquiditätslage zu verbessern. So laufen Gespräche mit möglichen Investoren zur Zeichnung von weiterem Eigenkapital. Wir arbeiten auch an der Neustrukturierung der Passivseite unserer Bilanz, durch Umstrukturierung der Bankverbindlichkeiten, um zinsgünstigere Darlehen zu erhalten als auch die Tilgungsraten zu verringern bzw. auszusetzen. Zur Effizienzsteigerung haben wir einen Teil der Logistik ausgegliedert und stellen uns durch die Neuordnung der vertrieblichen Seite anders auf. Hier rechnen wir gerade im Jahres 2013 mit konkreten positiven Ergebnissen.

Die in den Planungen zugrunde gelegten Prämissen wie insbesondere Absatzmengen, Absatzpreise sowie Ertrags- und Liquiditätszuflüsse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, den Ernten und den neuen Geschäftsfelder in den Tochtergesellschaften wie die Produktion und Vermarktung der Getränkekapsel zeigen den gewünschten Erfolg, so dass bestandsgefährdende Risiken, die im Wesentlichen aus einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft resultieren, reduziert sind. Gerade das neue Geschäftsfeld Getränkekapsel führt bei den Tochtergesellschaft zu positiven Erträgen, die dann auch zu positiven Entlastungen bei der Mutter führen.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland ist weiterhin stabil. Die Konsumstimmung des Verbrauchers ist ebenfalls stabil. Der Wettbewerbsdruck in der Getränkebranche bleibt jedoch ungebrochen hoch. Der Start in das neue Geschäftsjahr verlief erwartungsgemäß.

Zum Auftakt des neuen Jahres konnten wir neue Weichen im Bereich der Logistik stellen und einen neuen Großkunden für uns gewinnen. Gerade der Trend hin zur Regionalität bringt uns im Heimatgebiet weitere Vorteile.

Mit der Einführung eines Maut- und Dieselzuschlags sind wir Vorreiter in unsere Saftbranche und setzen Zeichen, um die weiter steigenden Logistikkosten für unsere Fruchtsäfte von den Rohstoffpreisen zu entkoppeln. Dies führt zu mehr Fairness und Transparenz für unsere Kunden.

Weiterhin stehen Sortimentsentwicklung und zusätzliche Verkaufsaktivitäten im Vordergrund.

Das innovative Getränkekapselsystem wird bei den Tochtergesellschaften weitervorangetrieben. Gerade International ist der Verkauf angelaufen, so dass die Kapselproduktion bei der Tochtergesellschaft gut anläuft und positive Erträge bei der Muttergesellschaft zu erwarten sind. Internationale Partner mit starken Marken und europäischen Vertriebskanal sind sowohl finanziell als auch lizenzrechtlich an Bord. Diese Zusammenarbeit, die ein deutlicher Meilenstein für unsere Unternehmensgruppe darstellt, bietet weiterhin großartige Wachstumsperspektiven. Haushaltsmärkte mit einem eigenständigen Haushaltsgerät stehen nun gerade bei der Weiterentwicklung des Marktes im Vordergrund.

Zusätzlich werden wir das Sortiment um weitere Produkte ergänzen, um die Attraktivität unsere Marken zu unterstreichen. Das Verkaufsgebiet wird verdichtet und in bestimmten Regionen weiter ausgebaut.

In Summe erwarten wir für das Geschäftsjahr 2013 ein deutlich positives Ergebnis.

2. Risikobericht

Die Gesellschaft hat nur geringe Währungsrisiken. Ein in der Branche begründetes Risiko besteht in der Abhängigkeit von Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt (insbesondere für Früchte wie Orange).

Einem zunehmend preisaggressiven Wettbewerb am Markt begegnen wir durch innovative Produkte und verstärkte Vertriebsaktivitäten sowie kreative Verkaufskonzepte.

Das Unternehmen hat zur weiteren Transparenz und zur Absicherung unternehmerischer Risiken ein Management Informationssystem (MIS) implementiert. Mit Hilfe des MIS und des Qualitätsmanagementsystems werden alle Geschäftsprozesse erfasst, die maßgeblich zur Steuerung des Unternehmens benötigt werden. Die Systeme sind auf Plan- und Ist-Zahlen aufgebaut, um eine permanente Kontrolle zu ermöglichen.

Die externen Risiken wie die Branchenentwicklung und die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen kennzeichneten den deutschen Fruchtsaftmarkt. Die Verpackungsverordnung hat hier ihre Spuren hinterlassen. Diese steht zur Novellierung in 2013 an und wird entscheidend von der Politik geprägt sein.

Der Trend zur Regionalisierung und Kauf von heimischen Produkten ist ungebrochen. Dies birgt neue Chancen für das Unternehmen, da wir stark in den Regionen verankert sind. Als Unternehmen vom Bodensee haben wir hier auch als Markenbotschafter eine der schönsten Regionen Deutschlands, die in der Kommunikation zum Verbraucher einen deutlich positiven Stellenwert hat.

Die Risiken für das Unternehmen durch Änderungen im Management und in der Organisation sind gering, da hier Kontinuität vorhanden ist.

3. Spezieller Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposition verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein entsprechendes Forderungsmanagement, das darauf ausgerichtet ist, Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen; absehbaren Ausfall- oder Bonitätsrisiken tragen wir durch entsprechende bilanzielle Vorsorge Rechnung.

Die saisonale Ernte stellt für die Gesellschaft ein nicht beeinflussbares Risiko dar. Dies wird in Zeiten schwacher Ernten jedoch durch entsprechende Zukäufe vom Markt minimiert.

Auch im Verbundbereich sehen wir uns aus unseren Beteiligungen und bestehenden Bürgschaften finanziellen Risiken gegenüber. Diese wurden jedoch durch vereinbarte Ausgleichszahlungen mit dem Kooperationspartner minimiert, die allerdings bei Überschreiten von vereinbarten Mindestabnahmemengen zu einem späteren Zeitpunkt ganz oder teilweise rückvergütet werden müssen.

Sonstige Risiken beschränken sich auf die Schlör Getränketechnik GmbH. Hier hat die Gesellschaft eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 150 seit Gründung im Jahre 2003 übernommen.

Der Vertrieb in Deutschland für das Multidrinksystem ist angelaufen. So wird zurzeit ein Vertriebsnetz mit Händlern und Agenturen aufgebaut, um den Erfolg langfristig zu sichern.

4. Prognosebericht

Für 2013 rechnen wir mit einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens.

Wir werden uns weiterhin gemäß unserem Motto „Klasse statt Masse“ im Premium-Markt positionieren. Diese Strategie wird konsequent fortgesetzt. Wir haben am Markt einen exzellenten Ruf und die Kunden schätzen unsere Qualitätsprodukte.

Die Ertragssituation wird sich in 2013 weiter stabilisieren, da die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft erste positive Beiträge liefern.

Aus heutiger Sicht rechnen mit einer normalen Ernte in 2013.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind keine eingetreten.

D. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Besonders erwähnenswert ist die Entwicklung im Bereich der Ein-Portions-Systeme (Getränkekapsel) für unser Unternehmen.

Radolfzell, den 08.04.2013

Bericht des Aufsichtsrates der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Der Aufsichtsrat der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG hat sich im Geschäftsjahr 2012 intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befasst. Er hat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft übertragenen Aufgaben und Befugnisse zur Beratung und Überwachung des Vorstandes uneingeschränkt wahrgenommen.

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat in fünf Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand die Entwicklung der Geschäfte der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG besprochen. Von besonderer Bedeutung waren die schwierigen Märkte, die nicht befriedigende Ertragslage und die strategische Ausrichtung. Außerdem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah über bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Umsatz- und Ertragssituation, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Insbesondere zwischen dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats hat ein stetiger Austausch über alle wesentlichen strategischen und operativen Entscheidungen und deren Umsetzung stattgefunden. Hierbei stand der Aufsichtsratsvorsitzende der Unternehmensleitung beratend zur Seite.

Im Geschäftsjahr 2012 ist der Aufsichtsrat zu insgesamt fünf Sitzungen zusammengetreten bei denen er von der Vorstandschaft über die Geschäftspolitik, die Unternehmensführung, die Unternehmensplanung sowie über die operativen und strategischen Maßnahmen umfassend informiert wurde. Wesentliche Maßnahmen und bevorstehende strategische und operative Entscheidungen wurden während der Sitzungen erörtert. Darüber hinaus fanden im Rahmen der Überwachung und Beratung des Vorstandes Telefonkonferenzen statt.

Im Rahmen der Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses hat die Vorstandschaft der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG den Jahresüberschuss festgestellt. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 326.375,31 € und wird in gleicher Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat war an allen Sitzungen immer beschlussfähig. Zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand über Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert.

Die dem Aufsichtsrat entsprechend den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen zur Prüfung und Zustimmung vorgelegen Geschäfte und Maßnahmen wurden beschlossen.

Besetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, und zwar aus vier Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden und aus zwei Mitgliedern der Arbeitnehmer, deren Wahl sich nach den Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes 1952 richtet. Wahlen standen keine an. Durch das Ausscheiden von Klaus Schaffart aus dem Unternehmen rückte im Rahmen der Vertreterfunktion Friedhelm Müller in den Aufsichtsrat nach.

Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Franz Einsiedler. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrates sind Axel Graf Douglas, Wolfgang Metz, Max Schlör, Jürgen Keck, Klaus Schaffart (bis 26.09.2012), Friedhelm Müller (ab 27.09.2012).

Jahresabschlussprüfung

Die MOORE STEPHENS KPWT AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bestätigungsvermerk enthält einen Hinweis zur finanziellen Lage der Gesellschaft, der jedoch den Bestätigungsvermerk nicht einschränkt.

Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis des Prüfungsberichts der Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. An seiner Beratung hat der Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Prüfungsergebnisse berichtet.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und als abschließendes Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Vorstand

Mitglied des Vorstandes im Geschäftsjahr 2012 ist gegenwärtig Dr. Frank Einsiedler.

Schlusswort

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die konstruktive Zusammenarbeit und seine Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr 2012. Auch den Mitarbeitern der Gesellschaft gilt der Dank des Aufsichtsrates für ihr Engagement.

Radolfzell, im April 2013

gez. Franz Einsiedler

Vorsitzender des Aufsichtsrates