Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

SBF AG Annual Report 2008

Apr 16, 2010

5454_rns_2010-04-16_1d4a8e90-94e0-4b81-9858-fe6fbe2e3cbf.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

Schlör Bodensee Fruchtsakt Aktiengesellschaft

Radolfzell am Bodensee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008

I. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Branche

Laut aktuellen Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg ergaben sich für das Jahr 2008 folgende Mengen- und Umsatzentwicklungen:

Menge Umsatz
Fruchthaltige Getränke Gesamt -5,5% +3,5%
Fruchtnektar +12,1% +14,3%
Fruchtsaft -8,3% +3,4%
Fruchtsaftgetränke -14% -6,6%

Angaben aus Veröffentlichung: Flüssiges Obst 02.2009

Bei den Vertriebswegen für die fruchthaltigen Getränke stagnierte in 2008 zum ersten Mal die Absatzschiene Discount mit einem Anteil von 63% des Gesamtmarktes. 21,7% wurden über die SB-Warenhäuser/Verbrauchermärkte und 9,1% über den traditionellen Lebensmittelhandel abgesetzt. Die Getränkeabholmärkte trugen nur 2,9% zum Absatz von fruchthaltigen Getränken bei.

Die Fruchtsaftindustrie steht weiterhin unter hohem Kostendruck. Laut ifo-Institut ist die Ertragslage für die Branche als „angespannt" einzuschätzen aufgrund höherer Preise für Fruchtsaftkonzentrate, Energie und Verpackungsmaterialien.

Die Mehrwegquote fällt weiter ab auf ein aktuelles Tief von ca. 8%. Im Gegenzug steigt der Einweganteil, vor allem für PET-Falschen, die Ihren Absatz über Eigenmarken des Handels, verstärkt auf niedrigstem Preisniveau im Discount, haben.

Unser Unternehmen

Absatzlage:

in hl 2008 2007 2006 2005 2004
Fruchtsaft Menge 231.211 225.661 198.290 195.190 195.673
Veränderung in % +2,5% +13,8% +1,6% -0,2% -16,7
In TEuro 2008 2007 2006 2005 2004
Fruchtsaft 11.172 10.090 9.662 9.683 10.217
Handelware 211 245 492 376 444
Sonstige Erlöse 28 472 388 243 202
Gesamtumsatz 11.412 10.807 10.542 10.302 10.863
Veränderung in % +5,5% +2,5% +2,3% -5,2% -11,1

Die Schlör AG konnte in der schwierigen Marktlage die Umsätze zum 31.12.2008 kräftig steigern. Insgesamt konnte der Umsatz in 2008 um 605 T€ gesteigert werden, dies entspricht einem Plus von +5,5% auf einen Gesamtumsatz von 11.412 T€. Die Menge hat sich ebenfalls positiv entwickelt, so dass hier ein Plus von 5.550 hl (+2,5%) sich ergibt auf ein Gesamtvolumen von 231.211 hl. Die Schlör AG konnte sich somit gegen den Markttrend wesentlich besser entwickeln. Dies ist zum Teil auf Einführung einer Vielzahl von Innovationen und durch die Ausrichtung des Unternehmens auf neue Produkte, wie die Gastronomie-Flasche, KEG-Fässer und Bag-in-Box, gelungen. Die Ausrichtung des Unternehmens als Premium-Anbieter im Sinne von „Klasse statt Masse" führt zum Erfolg.

Produktion/Beschaffung:

in t 2008 2007 2006 2005 2004
Industrieobstverarbeitung 4.415 5.200 2.900 1.442 2.547

Die Ernte 2008 war in Menge und in Preis eine ordentliche Ernte. Die Schlör AG hat insgesamt 4.415 ton Industrieobst angenommen. Dies ist zwar im Vergleich zur Ernte 2007 785 ton weniger Menge (-15%) jedoch weit über dem üblichen Aufkommen der davor liegenden Jahre. Die Versorgung mit Frischsaft aus der Eigenproduktion war in der Ernte 2008 ausreichend.

Investitionen

Investitionen erfolgten vorrangig in der Modernisierung der Maschinen. Desweiteren wurde der Fuhrpark modernisiert, zusätzliche Gebinde wie Flaschen und Fässer angeschafft. Weiterhin fielen erhebliche Kosten für die Entwicklung und die Innovation neuer Produkte an.

Finanzierungsmaßnahmen

Die bestehenden Kredite wurden entsprechend den Verträgen geführt. Die Bankverbindlichkeiten konnten weiter zurückgeführt werden.

Kapitalerhöhung:

Die bereits genehmigte Kapitalerhöhung in Höhe von 152.790 € bei der Schlör AG ist vollzogen und ordentlich am 23.12.2008 im Handelsregister eingetragen worden. Das gezeichnete Kapital der Schlör AG beträgt nun eine Million Euro.

Personal- und Sozialbereich

Die Personalkosten sind weiter gesunken. Wir beschäftigen durchschnittlich 48 Mitarbeiter. Unsere Mitarbeiter werden im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems geschult. Ein Schulungsplan zur Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter existiert.

Umweltschutz- und Qualitätspolitik

Das Qualitätshandbuch wurde nach der jetzt gültigen Norm DIN EN ISO 9001 fortgeschrieben. Die Zwischenzertifizierung hat stattgefunden. Im Handbuch sind die Unternehmenspolitik und die Unternehmensleitsätze formuliert. Wir gehen hier auf Fragen des Umweltschutzes ein. Auch wird zu der gegenwärtigen, aber auch künftigen Stellung unseres Unternehmens eingegangen.

Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand

Wir haben uns in einem schwierigen Marktfeld gut behaupten können. Die Ausrichtung des Unternehmens auf eine Nischenpolitik trägt Früchte. Weiterhin ist unsere Qualität als Premium-Anbieter unser wichtigstes Gut. Wir werden weiterhin an Innovationen arbeiten, um den Markterfolg zu sichern.

II. Lage der Gesellschaft

Vermögens- und Finanzlage

2008 2007 2006 2005 2004
Sachanlagenintensität 33,3% 37,4% 36,6% 42,9% 43,8%
Warenbestandsquote 36,6% 34,6% 39,4% 35,2% 36,2%
Eigenkapitalquote 15,3% 13,6% 14,2% 15,0% 14,8%

Unser Vermögen ist weiter von einer hohen Sachanlagenintensität geprägt. Die Warenbestandsquote erhöhte sich leicht um +2%. Diese liegt jedoch im Schnitt der letzten Jahre noch gut. Weiterhin wird auf die niedrige Vorratspolitik geachtet, soweit es die Ernten zulassen. Die Eigenkapitalquote konnte um +1,2% Punkte auf 15,3% verbessert werden. Hier macht sich die gezeichnete Kapitalerhöhung bemerkbar.

Die Zahlungsbereitschaft war bei den gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten gewährleistet. Jedoch wurde die Liquidität der Gesellschaft in Folge der extrem teuren Ernte 2007 und des fast unverändertem Finanzierungsrahmen für die Ernte 2008 stark beansprucht.

Ertragslage

2008

TEUR
2007

TEUR
2006

TEUR
2005

TEUR
2004

TEUR
Rohertrag 5.145 5.466 5.453 5.427 5.517
Personal- u. Sachaufwand 4.498 4.641 4.506 4.386 4.594
Abschreibung 639 624 602 6.091 601
Betriebsergebnis 8 201 345 432 322
Finanzergebnis -427 -498 -443 -449 -459
übrige Erträge/Aufwendun- gen und Steuern 428 246 125 30 145
Jahresergebnis 9 -51 27 13 8

Der Rohertrag sank in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr aufgrund gestiegener Rohstoffkosten. Die Kosten sanken gegenüber dem Vorjahr um 141 TEuro, trotz gegenläufiger Kostenerhöhungen u. a. die Energiekosten. Ansonsten sind die Kosten, vor allem im Personalbereich, in allen wesentlichen Positionen auf Vorjahresniveau geblieben bzw. gefallen. Insgesamt liegt das Jahresergebnis bei 9 TEuro. Die Abschreibungen sind mit 639 TEuro leicht gestiegen und sind weiterhin auf hohem Niveau.

Das Finanzergebnis wurde verbessert, zeigt jedoch noch immer den hohen Fremdmittelbedarf. Die Zinsaufwendungen sind hoch, da auch das Zinsniveau insgesamt gestiegen ist. Die sonstigen Erträge/Aufwendungen fallen wesentlich höher aus (+182 T€), da hier im Leergutbereich ein Systemwechsel bedingt durch das neue Leergut im Bereich 0,2 l vorgenommen worden ist. Das Jahresergebnis wurde in der Summe durch einen a. o. Ertrag in Höhe von T€ 472 durch die im Anhang erläuterte Bewertungsänderung beim Leergut beeinflusst.

Die Rentabilität hat sich wie folgt entwickelt:

2008 2007 2006 2005 2004
Umsatzrentabilität 1) 4,2% 4,6% 4,8% 5,3% 4,6%
Gesamtrentabilität 2) 4,3% 4,3% 4,6% 5,4% 4,8%

1) Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand/Umsatzerlöse

2) Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand/Bilanzsumme

Die erzielten Rentabilitäten blieben nahezu konstant. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2008 konnte gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Sie ist jedoch nicht befriedigend.

Risikobericht

Risikomanagement

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der Gesellschaft ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:

Das Unternehmen hat zur weiteren Transparenz und zur Absicherung unternehmerischer Risiken ein Management Informationssystem (MIS) implementiert. Mit Hilfe des MIS und des Qualitätsmanagementsystems werden alle Geschäftsprozesse erfasst, die maßgeblich zur Steuerung des Unternehmens benötigt werden. Die Systeme sind auf Plan- und Ist-Zahlen aufgebaut, um eine permanente Kontrolle zu ermöglichen.

Die risikopolitischen Ziele und Strategien sind in den Schlör Unternehmensleitsätzen formuliert.

Im Rahmen der Risikoinventur haben wir die Risikofelder und die Instrumente zur Risikoquantifizierung und Risikobewältigung definiert. Die externen Risiken wie die Branchenentwicklung und die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen kennzeichnen den deutschen Fruchtsaftmarkt. Die Verpackungsverordnung beeinflusst die Marktlage. Die Chancen für Einwegverpackungen sind gestiegen; das Mehrwegsystem geht geschwächt aus den gesetzlich erzwungenen Veränderungen hervor. Im „Pfandchaos" besteht auch viel Unsicherheit für die Marktteilnehmer, so dass Chancen durch die klare Unternehmenspositionierung auf Mehrweg gegeben sind. Die Risiken für das Unternehmen durch Änderungen im Management und in der Organisation sind gering, da hier Kontinuität vorhanden ist. Im Bereich der leistungswirtschaftlichen Risiken liegen keine wesentlichen

Veränderungen vor: die Betriebsmittelausstattung wurde durch technische Erneuerungen verbessert; die Beschaffungs- und Absatzmärkte sind durch die vorhandenen Beobachtungsinstrumente stets im Fokus und das finanzwirtschaftliche Risiko wird sowohl intern als auch extern stets kontrolliert. Chancen und Risiken werden im Unternehmen stets abgewogen.

Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale

Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungen existieren nicht.

Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Sonstige Risiken beschränken sich im Wesentlichen auf die Schlör Getränketechnik GmbH. Hier hat die AG eine Bürgschaft in Höhe von 150.000 € seit Gründung im Jahre 2003 übernommen. Neue Lizenzverträge mit einem neuen Kooperationspartner liegen vor, die in 2009 ff. zu sichtbaren Erfolgen führen müssten.

Bei der Thüringer Fruchtsaft GmbH wurde in neue Zukunftsgeschäftsfelder investiert. Auch hier trägt die AG im Rahmen Ihrer Beteiligungen und bestehender Bürgschaften ein finanzielles Risiko, das jedoch über entsprechende Kooperationsverträge minimiert wird.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ereignet.

IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Das wirtschaftliche Umfeld ist bedingt durch die Wirtschaftskrise und die bestehenden Branchenprobleme nicht einfacher geworden. Eine Vorhersage wie sich dies auf den Konsum auswirkt ist schwierig. Bei der Planung rechnen wir mit einem Umsatzrückgang, der jedoch maßgeblich aufgrund neuer Preise im Industriegeschäft Rohstoff bedingt entsteht. Bei der Ertragslage rechnen wir mit einer Verbesserung. Die Kosten sollen weiter reduziert werden.

Radolfzell, den 21.07.2009

Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Der Vorstand

Bilanz zum 31.12.2008

AKTIVSEITE

31.12.2008

31.12.2007

A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 13.964,00 17.389,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.224.943,00 2.342.457,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 999.829,00 1.109.481,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.012,49 674.559,64
4. geleistete Anzahlungen 116.265,06 113.383,50
3. 702.049,55 4.239.881,14
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 382.172,12 376.672,12
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.213,41 4.110,37
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000,00 5.000,00
4. sonstige Ausleihungen 1.252.575,13 1.256.536,07
1.643.960,66 1.642.318,56
Summe Anlagevermögen 5.359.974,21 5.899.588,70
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.670.334,27 3.344.288,95
2. fertige Erzeugnisse und Waren 1.399.490,87 575.038,66
4.069.825,14 3.919.327,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 696.358,07 822.592,13
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 837.404,68 458.106,40
2. Sonstige Vermögensgegenstände 83.386,96 125.811,04
1.617.149,71 1.406.509,57
III. Kassenbestand 1.147,40 32.652,79
Summe Umlauftermögen 5.688.122,25 5.358.489,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 71.013,40 69.359,46
Summe AKTIVA 11.119.109,86 11.327.438,13
PASSIVSEITE
3 .12.2008

31.12.2007

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 847.210,00
II. Kapitalrücklage 256.080,50 253.156,50
III. Gewinnrücklagen 486.237,43 486.237,43
IV. Bilanzgewinn
1. Verlustvortrag (Vj. Gewinn-) -51.231,68 47,02
2. Jahresüberschuss/-fehlbetrag) 8.708,73 -51.278,70
-42.522,95 -51.231,68
Summe Eigenkapital 1.699.794,98 1.535.372,25
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 58.395,00 61.263,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 1.848,00
3. Sonstige Rückstellungen 84.718,00 152.148,42
Summe Rückstellungen 143.113,00 215.259,42
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.105.206,23 6.698.557,92
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.478,80 24.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.726.413,49 1.363.915,47
4. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 62.475,24 209.765,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.378.628,12 1.280.567,10
davon
- aus Steuern T€ 410 (i. Vj. T€ 201)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 67 (T€ 75)
Summe Verbindlichkeiten 9.276.201,88 9.576.806,46
Summe Passiva 11.119.109,86 11.327.438,13

Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2008

2008

2007

1. Umsatzerlöse 11.410.972,69 10.807.036,20
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnis -591.362,04 88.166,89
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 181.388,50
4. sonstige betriebliche Erträge 467.696,24 258.761,04
5. Materialaufwand -5.674.254,89 -5.610.032,02
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -1.782.322,91 -1.806.340,00
b. Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -367.343,21 -411.378,89
-2.149.666,12 -2.217.718,89
7. Abschreibungen auf Sachanlagen -639.246,98 -624.166,40
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.349.227,38 -2.423.032,80
9. Zinsen und ähnliche Erträge 115.764,47 32.084,37
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -543.134,92 -530.057,37
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 47.541,07 -37.570,48
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -23.276,56 2.641,06
13. Sonstige Steuern -15.555,78 -16.349,28
14. Jahresüberschuss/- fehlbetrag 8.708,73 -51.278,70
15. Verlustvortrag (im Vj. Gewinn-) -51.231,68 47,02
16. Bilanzverlust -42.522,95 -51.231,68

Anhang zum 31.12.2008

der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG, Radolfzell

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen wurden die folgenden Grundsätze angewendet:

1. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet.
2. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear bzw. in Vorjahren auch degressiv. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und beweglichen Sachanlagen betragen 2 bis 74 Jahre. Die Grundstücke werden über einen Zeitraum von 40 bis 50 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. d. § 6 EStG werden im Rahmen der geänderten gesetzlichen Bestimmungen abgeschrieben. Im Jahr 2008 wurde die Behandlung der Leergüter (Flaschen, Kästen und KEG-Fässer) geändert. Sie werden nicht mehr im Anlagevermögen, sondern unter den Vorräten geführt.
3. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.
4. Im Bereich der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die fertigen und unfertigen Leistungen werden mit den bis zum Stichtag angefallenen Herstellungskosten bewertet. Die Waren werden mit den durchschnittlichen Einstandspreisen angesetzt. Die erstmals hier ausgewiesenen Leergüter werden mit dem Pfandwert ausgewiesen.
5. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
6. Für die von der Gesellschaft gegebene Pensionszusage wird eine Pensionsrückstellung nach § 6 a EStG mit dem versicherungsmathematischen Teilwert gebildet. Den Berechnungen sind die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2005G mit einem Rechnungszinssatz von 6% zugrunde gelegt.
7. Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt.
8. Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

C. ERLÄUTERUNGEN DES JAHRESABSCHLUSSES

I. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz (Aufstellung zum Anteilsbesitz gem. § 287 HGB)

Name des Unternehmens Sitz Kapitalanteil

€/

%
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in €
Thüringer Fruchtsaft GmbH Rudolstadt € 247.100

84,74%
€ 33.877,-
Schlör Getränketechnik GmbH Radolfzell € 50.000

100%
€ 2.958,-
Bodin Vertriebs GmbH Radolfzell € 25.000

100%
€ 127,-

2. Umlaufvermögen

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Steuererstattungen und Gutschriften zusammen.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im wesentlichen Werbekostenzuschüsse und Einlistungsgebühren.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen Rückstellungen für noch zu erfüllende Lohnsaftlieferungen (T€ 62) und übrige Rückstellungen (T€ 12).

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich gem. § 268 Abs. 5 HGB wie folgt:

Gesamtbetrag Restlaufzeit
Bezeichnung T€ Vorjahr

T€
davon

gesichert

T€
bis zu 1 Jahr

T€
Vorjahr

T€
über 5 Jahre

T€
Vorjahr

T€
--- --- --- --- --- --- --- ---
- Bankverbindlichkeiten 6.105 6.699 6.105 3.563 (3.941) 1.733 (1.917)
- Lieferungen und Leistungen 1.726 1.364 1.726 (1.364)
- Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 62 210 62 (210)
- Sonstige Verbindlichkeiten 1.379 1.280 1.305 (944)

Zur Sicherung der gewährten Bankdarlehen bestehen Grundschulden und Sicherungsübereignungsverträge der jeweiligen Investitionen des Anlagevermögens. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Zur Zinssicherung für ein mittlerweile getilgtes Darlehen i. H. v. T€ 2.000 wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft (Rate-Cap-Agreement) im Jahr 2003 abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode berechnet. Hierbei wurde der Zahlungsstrom (Cashflow) mit dem risiko- und laufzeitenadäquaten Marktzins diskontiert. Aufgrund des Absicherungscharakters war eine Rückstellungsbildung nicht erforderlich.

6. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus dem Verkauf von Waren i. H. v. T€ 11.172, von Handelswaren i. H. v. T€ 211 und sonstigen Erlösen i. H. v. T€ 28 zusammen.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen Dienstleistungserträge (T€ 216), Auflösung von Rückstellungen (T€ 100), sonstige Erträge (T€ 97), Erträge aus Anlageverkäufen (T€ 30) und Mieterträgen (T€ 6) ausgewiesen.

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betrugen im Geschäftsjahr T€ 33 (im Vorjahr T€ 33).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Betriebskosten (T€ 1.115), Verwaltungskosten (T€ 211). Vertriebskosten (T€ 492) und Versandkosten (T€ 449). Von den Sonstigen Aufwendungen betreffen T€ 380 Verluste aus Anlagenabgängen.

Die Steuern vorn Einkommen und vorn Ertrag entfallen auf die Körperschaftsteuer (T€ 7) und die Gewerbesteuer (T€ 17).

Das Jahresergebnis wurde durch einen a. o. Ertrag in Höhe von T€ 472 durch die unter Ziff. B beschriebene Bewertungsänderung des Leerguts beeinflusst.

D. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen, soweit diese nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, bestehen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen in Höhe der verbleibenden Ratenzahlungen der vertraglichen Laufzeit mit T€ 532.

Des Weiteren bestehen Eventualverbindlichkeiten aus übernommenen Bürgschaften i. H. v. T€ 409 (Vorjahr T€ 409) für Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis.

Für die Schlör Getränketechnik GmbH wurde zur Vermeidung der Überschuldung eine Rangrücktrittsvereinbarung über T€ 263 abgeschlossen.

E. SONSTIGE ANGABEN

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 48 (im Vorjahr 49).

Die Aufwendungen im Geschäftsjahr für den Aufsichtsrat betrugen T€ 10, die Bezüge für den Vorstand T€ 107.

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt € 1.000.000,-. Es ist in 39.194 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie hat ein Stimmrecht.

Mitglieder des Vorstands

Franz Einsiedler (Vorsitzende) (bis 26.6.2008)
Axel Graf Douglas (bis 26.6.2008)
Dr. Frank Einsiedler

Mitglieder des Aufsichtsrats

Leo Benz, Vorsitzender (bis 23.6.2008)
Franz Einsiedler, Unternehmer i. R., Vorsitzender (ab 26.6.2008)
Axel Graf Douglas, Dipl. Volkswirt (ab 26.6.2008)
Hans Dreher (bis 23.6.2008)
Wolfgang Metz, Sparkassendirektor i. R.
Max Schlör, Kaufmann
Jürgen Keck, Versandleiter bei der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG
Friedhelm Müller, Betriebsleiter bei der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

F. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 8.708,73 mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen.

Radolfzell, den 21. Juli 2009

Dr. Frank Einsiedler

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2008

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand

1.1.2008

Zugänge

Abgänge

Stand

31.12.2008

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Lizenzen 49.444,81. 0,00 0,00 49.444,81
II. Sachanlagen
a. Grundstücke und Bauten 4.571.243,10 0,00 0,00 4.571.243,10
b. Technische Anlagen 10.604.832,19 287.231,65 417.280,44 10.474.783,40
c. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.713.130,26 187.464,29 556.949,07 1.343.645,48
d. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 113.383,50 2.881,56 0,00 116.265,06
17.002.589,05 477.577,50 974.229,51 16.505.937,04
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 376.672,12 5.500,00 0,00 382.172,12
2. Geschäftsguth. bei Gen. 4.110,37 103,04 0,00 4.213,41
3. Wertpapiere 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
4. sonstige Ausleihungen 1.256.536,07 0,00 3.960,94 1.252.575,13
1.642.318,56 5.603,04 3.960,94 1.643.960,66
Summe 18.694.352,42 477.577,50 978.190,45 18.193.739,47
ABSCHREIBUNGEN
Stand

1.1.2008

Zugänge

Abgänge

Stand

31.12.2008

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Lizenzen 32.055,81 3425,00 0,00 35.480,81
II. Sachanlagen
a. Grundstücke und Bauten 2.228.786,10 117.514,00 0,00 2.346.300,10
b. Technische Anlagen 9.495.351,19 311.669,40 332.066,19 9.474.954,40
c. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.038.570,62 206.639,58 262.577,21 982.632,99
d. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.762.707,91 635.822,98 594.643,40 12.803.887,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguth. bei Gen. 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 12.794.763,72 635.822,98 594.643,40 12.803.887,49
RESTBUCHWERTE
Stand

31.12.2008

Stand 31.12.2007

--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Lizenzen 13.964,00 17.389,00
II. Sachanlagen
a. Grundstücke und Bauten 2.224.943,00 2.342.457,00
b. Technische Anlagen 999.829,00 1.109.481,00
c. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.012,49 674.559,64
d. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.265,06 113.383,50
3.702.049,55 4.239.881,14
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 382.172,12 376.672,12
2. Geschäftsguth. bei Gen. 4.213,41 4.110,37
3. Wertpapiere 5.000,00 5.000,00
4. sonstige Ausleihungen 1.252.575,13 1.256.536,07
1.643.960,66 1.642.318,56
Summe 5.359.974,21 5.899.588,70

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses – unter Einbeziehung eines Verlustvortrages – geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

Radolfzell, den 30.07.2009

Schlör Bodensee Fruchtsaft AG

Franz Einsiedler (Vorsitzender des Aufsichtsrates)

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SCHLÖR BODENSEE FRUCHTSAFT AG, Radolfzell, für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2008 geprüft. Die Durchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und durch den Lagebericht vermittelndes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen zu keinen Einwendungen geführt:

1. Von der Tochtergesellschaft SGT GmbH (SGT) wurden im Jahr 2007 Vermögensgegenstände in Höhe von 156 T€ an die Schlör AG weiterveräußert und bei der Schlör AG bilanziert. Die Höhe bzw. Werthaltigkeit der Leistung konnte nicht überprüft werden. Der Restbuchwert per 31.12.2008 beläuft sich auf 122 T€. Im Jahr 2008 gab es weitere Leistungsverrechnungen für einen aktivierten Saft-Zylinder in Höhe von 15 T€ und für Abfüllleistungen in Höhe von 58 T€ (als Aufwand verbucht). Die Werthaltigkeit der Vermögensgegenstände und die Angemessenheit der Leistungsverrechnung konnte nicht beurteilt werden, da keine ausreichenden und angemessenen Prüfungsnachweise vorlagen.
2. Die SGT GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft ist bilanziell überschuldet. Zur Vermeidung der Überschuldung wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung zwischen der SGT und der Schlör AG abgeschlossen. Des Weiteren wurden Sicherheiten zur Absicherung eines Bankdarlehens in Höhe von (150 T€) gestellt. Eine Abwertung der Beteiligung (50 T€) und der saldierten Darlehensforderung (126 T€) bzw. die Bildung einer Rückstellung für drohende Inanspruchnahme aus der Bürgschaft (67 T€) wurden bislang nicht vorgenommen. Eine Sanierung der SGT durch den in 2008 abgeschlossenen Kooperationsvertrag mit einem neuen Vertriebspartner, kann aus heutiger Sicht nicht beurteilt werden. Eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert scheint jedoch geboten.
3. Im Rahmen der Entwicklung neuer Vertriebsprodukte wurden im Jahr 2007 Eigenleistungen in Höhe von 181 T€ aktiviert, für deren Höhe ein entsprechender Fremdvergleich fehlt. Der Restbuchwert per 31.12.2008 beläuft sich auf 113 T€ für Anlagen im Bau.
4. Die Bilanzierung der Vorräte erfolgt zum Teil über den gem. § 252 HGB aktivierungsfähigen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Des Weiteren wurde bei der Bewertung im Rahmen der verlustfreien Bewertung das strenge Niederwertprinzip nicht beachtet (gesunkene Wiederbeschaffungskosten auf dem Beschaffungsmarkt).

Die Höhe der Überbewertung konnte nicht ermittelt werden, da uns keine ausreichenden und angemessenen Prüfungsnachweise, insbesondere in Form einer nachvollziehbaren Kostenrechnung und einer nachvollziehbaren Lagerbuchhaltung, vorgelegt werden konnten. Des Weiteren wurden Anfragen zu nicht plausiblen Bewertungsgrundlagen nicht beantwortet. Aus Grund dieser Prüfungshemmnisse war es nicht möglich eine hinreichende Sicherheit über die angesetzten Bemessungsgrundlagen und Bewertungsparameter bei den Wertansätzen der Herstellungskosten der Vorräte zum Bilanzstichtag zu erzielen. Die im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ausgewiesenen Vorräte in Höhe von 4,069 Mill. € haben einen Anteile von ca. 36% der Bilanzsumme.
5. Bei dem sog. Lohnsaftgeschäft werden die Kosten für die Verarbeitung der unentgeltlichen Obstanlieferung als Umsatzerlöse im Berichtsjahr erfasst. Der Wert der nicht abgeholten Menge wird mit dem Wert der Verarbeitungskosten abzüglich des Warenwerts bei den Vorräten aktiviert. Für die noch zu erbringenden Abfüllleistungen wird eine Rückstellung gebildet. Die Verbuchung führt zu einem unzutreffenden Ausweis in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, da in der Summe ein zu hoher Gewinn ausgewiesen wird, der erst im Jahr der Abholung der Ware entsteht. In der Summe ergibt dies einen unzutreffenden Gewinnausweis in Höhe von 114 T€.

Mit diesen Einschränkungen entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Mit den gemachten Einschränkungen steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Beurteilung der zukünftigen Lage konnte auf Grund fehlender Unterlagen für 2009 (Zwischenabschlüsse oder BWA) nicht eindeutig beantwortet werden. Nach Auskünften des Vorstands wird das wirtschaftliche Ergebnis über die Liquidität gesteuert. Auswertungen über das MIS als Instrument des Risikomanagements konnten nicht mit den aktuellen Zahlen zur Verfügung gestellt werden.

Überlingen, den 5. August 2009

**Treuhand Überlingen GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Felix Falk, Wirtschaftsprüfer