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Salzgitter AG — Management Reports 2013
Jun 17, 2014
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Management Reports
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Salzgitter AG Salzgitter Konzernabschluss zum 31.12.2013 Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter AG Geschäftsjahr 2013 A. Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter AG Grundlagen des Konzerns I. Unternehmen und Organisation 1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Der Salzgitter-Konzern zählt mit nahezu 9 Mio. t Rohstahlkapazität, über 25.000 Mitarbeitern sowie 9 Mrd. € Außenumsatz im Jahr 2013 zu den führenden Stahltechnologie- und Anlagenbau-Konzernen Europas. Weltweit gehören fast 200 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zum Salzgitter-Konzern. Globale Präsenz Unternehmen und Organisation Unsere Kernkompetenzen liegen in der Produktion von Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen sowie deren Weiterverarbeitung und dem Handel mit diesen Produkten. Zudem sind wir erfolgreich im Sondermaschinen- und Anlagenbau tätig. Stahl und Technologie ― Bandstahl ― Grobblech ― Profilstahl ― Engineering ― Logistikleistungen ― Spritgießmaschinen ― Pipelinerohre ― Präzirohre ― Edelstahlrohre ― LagerhaltenderHandel ― Internationales Trading ― Getränkeabfüllanlagen Unter Führung der Salzgitter AG (SZAG) als Holding war der Konzern bis 31. Dezember 2013 in die fünf Unternehmensbereiche Stahl, Handel, Röhren, Dienstleistungen und Technologie untergliedert. Am 1. Januar 2014 trat eine neue Konzernstruktur in Kraft. Dazu wurden die Konzerngesellschaften organisatorisch fünf Geschäftsbereichen zugeordnet: ― Flachstahl, ― Grobblech/Profilstahl, ― Energie, ― Handel und ― Technologie. Die vorwiegend konzernintern tätigen Dienstleistungsunternehmen wurden entweder den Geschäftsfeldern ihrer größten Konzernkunden zugeordnet oder werden geschäftsbereichsübergreifend als Shared Service in einem der Vorstandsressorts zentral geführt. Weiterführende Informationen enthält das Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie". Alle wesentlichen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns sind unter der Zwischenholding Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gebündelt. Auf diese Weise können wir unter anderem ein zentrales und uneingeschränktes Finanzmanagement für den Konzern durchführen. Die SZAG steuert über die Zwischenholding Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) die SKWG sowie sämtliche Beteiligungen als Management-Holding, wobei der Vorstand der SZAG mit dem Vorstand der SMG sowie der Geschäftsführung der SKWG personenidentisch ist. Die Leitung und Kontrolle des Konzerns wird somit von den verantwortlichen Organen der SZAG (Vorstand, Aufsichtsrat) wahrgenommen. Die für die unternehmerische Führung der Divisionen spezifischen Verantwortungen waren bis 31. Dezember 2013 in den entsprechenden Unternehmensbereichen sowie Tochtergesellschaften unterhalb der Holding angesiedelt. Seit dem 1. Januar 2014 werden die Aktivitäten innerhalb der Geschäftsbereiche von einem Geschäftsbereichsleiter - einem Geschäftsführer aus den jeweiligen Gesellschaften der Bereiche - koordiniert. Vorstand und Geschäftsbereichsleiter bilden die neue Konzerngeschäftsleitung. So wird sichergestellt, dass die Aktivitäten der Gesellschaften bereichsübergreifend, aber zugleich nah am operativen Geschäft koordiniert und gesteuert werden. Rechtliche Einflussfaktoren Da die industrielle Produktion des Konzerns zum größten Teil in Deutschland stattfindet, werden diese und das damit verbundene Geschäft von den hier geltenden rechtlichen Vorschriften maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen insbesondere die deutschen Steuervorschriften sowie die Umweltschutzvorschriften Deutschlands und der Europäischen Union. Die im Berichtsjahr gültige Struktur des Salzgitter-Konzerns ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt. Eine detaillierte Auflistung der Beteiligungen finden Sie im "Anhang" Weitere Informationen zu den einzelnen Unternehmensbereichen enthält das Kapitel "Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Unternehmensbereiche". Unternehmensbereiche Schematische Darstellung Stand: September 2013 1) verschmolzen im Geschäftsjahr 2013 2. Leitung und Kontrolle Vorstand Die Mitglieder des Vorstands der Salzgitter AG (SZAG) werden vom Aufsichtsrat bestellt; er kann die Bestellung widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft, leitet sie und führt ihre Geschäfte in eigener Verantwortung. Einschränkend ist festgelegt worden, dass bestimmte Geschäfte nur mit Genehmigung des Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen. Die Hauptversammlung kann über Fragen der Geschäftsführung nur dann entscheiden, wenn der Vorstand es verlangt. Dem Vorstand der SZAG gehörten im Geschäftsjahr 2013 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an: Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender Unternehmensbereich Technologie bis 31. Dezember 2013 Unternehmensbereich Stahl vom 1. Februar bis 31. Dezember 2013 a) ― Aurubis AG, Hamburg (Vorsitzender) ― Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, seit 1. Januar 2013 ― Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg (Vorsitzender), seit 1. Januar 2013 ― KHS GmbH, Dortmund (Vorsitzender) ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) ― Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig ― Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig ― Peiner Träger GmbH, Peine (Vorsitzender), seit 1. Januar 2013 ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (Vorsitzender), seit 1. Januar 2013 ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender) ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter (Vorsitzender), bis 16. Dezember 2013 ― TÜV Nord AG, Hannover b) ― Ets. Robert et Cie S.A.S., Le Thillay, Frankreich, (Comité de Surveillance) Burkhard Becker Finanzen a) ― Aurubis AG, Hamburg, seit 1. März 2013 ― EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr ― KHS GmbH, Dortmund ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr ― Nord/LB Kapitalanlagegesellschaft AG, Hannover ― Peiner Träger GmbH, Peine ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf ― Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr ― Stahl GmbH, Salzgitter, bis 16. Dezember 2013 b) ― Nord/LB Capital Management GmbH, Hannover (Aufsichtsrat) Wolfgang Eging Unternehmensbereich Röhren bis 31. Dezember 2013 Geschäftsbereich Energie seit 1. Januar 2014 Vorsitzender des Vorstands der Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr a) ― EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) ― Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg (Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf ― Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen (Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) b) ― Borusan Mannesmann Boru Yatirim Holding A.S., Istanbul, Türkei (Verwaltungsrat, stellvertretender Vorsitzender) Heinz Groschke Unternehmensbereich Handel bis 31. Dezember 2013 Geschäftsbereich Handel seit 1. Januar 2014 Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf a) ― EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr ― KHS GmbH, Dortmund ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen b) ― Salzgitter Mannesmann (España) S. A., Madrid, Spanien (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann International (Asia) Pte. Ltd., Singapur (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann International (Canada) Inc., Vancouver, Kanada (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann International (HK) Ltd., Hongkong, China (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann International (México) S. A. de C. V., Mexico City, Mexico (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston/Texas, USA (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann (Italia) S. r. l., Mailand, Italien (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann Pentasteel International (India) Pvt. Ltd., Mumbai, Indien (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann (Scandinavia) AB, Lulea, Schweden (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann Trade (Beijing) Co. Ltd., Beijing, China (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann (UK) Ltd., Harrogate, Großbritannien (Board of Directors, Vorsitzender) Michael Kieckbusch Personal seit 20. Februar 2013 Unternehmensbereich Dienstleistungen vom 20. Februar bis 31. Dezember 2013 a) ― KHS GmbH, Dortmund, seit 1. Februar 2013 ― Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, seit 1. April 2013 ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr, seit 1. Februar 2013 ― Peiner Träger GmbH, Peine, seit 1. April 2013 ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter, seit 1. April 2013 ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, seit 1. Februar 2013 ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter, vom 1. April 2013 bis 16. Dezember 2013 ― SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter (Vorsitzender seit 12. März 2013) ― Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender seit 6. März 2013) b) ― Allianz für die Region GmbH, Braunschweig (Aufsichtsrat), seit 1. Februar 2013 ― Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH; Hamburg (Aufsichtsrat, Vorsitzender), seit 1. Februar 2013 ― Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), seit 13. Juni 2013 ― Wohnungsbaugesellschaft mbH, Salzgitter, Salzgitter (Aufsichtsrat), seit 1. Februar 2013 Johannes Nonn Unternehmensbereich Stahl bis 31. Januar 2013 Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter bis 31. Januar 2013 Peter-Jürgen Schneider Personal bis 19. Februar 2013 Unternehmensbereich Dienstleistungen bis 19. Februar 2013 a) ― Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg bis 31. Januar 2013 ― KHS GmbH, Dortmund bis 31. Januar 2013 ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr bis 31. Januar 2013 ― Peiner Träger GmbH, Peine, bis 31. Januar 2013 ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter, bis 31. Januar 2013 ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, bis 31. Januar 2013 ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter, bis 19. Februar 2013 ― SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter (Vorsitzender), bis 31. Januar 2013 ― Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender), bis 31. Januar 2013 b) ― Allianz für die Region GmbH, Braunschweig (Aufsichtsrat), bis 31. Januar 2013 ― Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg (Aufsichtsrat, Vorsitzender), bis 31. Januar 2013 ― Wohnungsbaugesellschaft mbH Salzgitter, Salzgitter (Aufsichtsrat), bis 31. Januar 2013 Konzerngeschäftsleitung seit 1. Januar 2014 Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender Burkhard Becker Finanzen Wolfgang Eging Geschäftsbereich Energie Ulrich Grethe Geschäftsbereich Flachstahl Heinz Groschke Geschäftsbereich Handel Michael Kieckbusch Personal Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer Geschäftsbereich Technologie Dr.-Ing. Roger Schlim Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl Aufsichtsrat Rainer Thieme Vorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i. R., Osnabrück a) ― Köster Holding AG, Osnabrück Dr. Hans-Jürgen Urban Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main a) ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter (stellvertretender Vorsitzender), bis 16. Dezember 2013 ― Treuhandverwaltung IGEMET GmbH, Frankfurt am Main Konrad Ackermann seit 23. Mai 2013 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund, seit 1. August 2013 a) ― KHS GmbH, Dortmund Bernhard Breemann Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck a) ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf Ulrike Brouzi seit 23. Mai 2013 Mitglied des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover a) ― NORD/LB Capital Management GmbH, Hannover (stellvertretende Vorsitzende) ― NORD/LB Kapitalanlagegesellschaft AG, Hannover (stellvertretende Vorsitzende) b) ― NORD/LB Luxembourg S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat) ― NORD/LB Covered Finance Bank S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat) Annelie Buntenbach seit 23. Mai 2013 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Berlin ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Hasan Cakir Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter, seit 21. März 2013 Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter a) ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter Ulrich Dickert Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Dr. Thea Dückert seit 23. Mai 2013 Mitglied des Bundestages a. D. Gastdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Oldenburg b) ― Norddeutscher Rundfunk, Hamburg (Verwaltungsrat) Karl Ehlerding Geschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH & Co., Hamburg a) ― Elbstein AG, Hamburg (Vorsitzender), seit 25. Oktober 2013 ― KHS GmbH, Dortmund ― MATERNUS-Kliniken AG, Berlin ― WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG, Frankfurt am Main ― Lloyd Werft Bremerhaven AG, Bremerhaven b) ― German Dry Docks GmbH & Co. KG, Bremerhaven (Verwaltungsrat), seit 4. Juli 2013 Hannelore Elze bis 23. Mai 2013 Gewerkschaftssekretärin des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a) ― AluNorf GmbH, Neuss ― Hydro Aluminium Deutschland GmbH, Bonn (stellvertretende Vorsitzende) ― Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, Grevenbroich (stellvertretende Vorsitzende) ― NORSK Hydro Deutschland Verwaltungs-GmbH, Grevenbroich (stellvertretende Vorsitzende) Roland Flach seit 23. Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG i. R., Duisburg Vorsitzender des Vorstands der KHS AG i. R., Dortmund a) ― KHS GmbH, Dortmund b) ― Klöckner DESMA Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad/Indien (Board of Directors) Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig a) ― Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig ― Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig Ulrich Kimpel Betriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg a) ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr Dr. Dieter Köster Geschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH & Co. KG, Osnabrück Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG i.R., Osnabrück a) ― Köster Holding AG, Osnabrück (Vorsitzender) Bernd Lauenroth Gewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a) ― Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte Thomas Lehne seit 13. Mai 2013 Betriebsratsvorsitzender der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter a) ― SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter Volker Mittelstädt Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Dr. Arno Morenz bis 23. Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der Aachener Rückversicherung AG i. R., Aachen Mitglied des Präsidiums der DSW Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., Düsseldorf, bis 17. November 2013 a) ― alfabet AG, Berlin (Vorsitzender), bis 21. Juni 2013 ― Business Keeper AG, Berlin (Vorsitzender) b) ― Fidelity Funds, Luxembourg (Verwaltungsrat) ― FIL Investment Management GmbH, Kronberg im Taunus (Aufsichtsrat) Hartmut Möllring bis 23. Mai 2013 Finanzminister des Landes Niedersachsen bis 19. Februar 2013 Minister für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt seit 22. April 2013 a) ― Bremer Landesbank, Bremen (stellvertretender Vorsitzender) seit 22. April 2013 ― Deutsche Messe AG, Hannover, bis Februar 2013 ― Norddeutsche Landesbank-Girozentrale, Hannover (Vorsitzender), bis Februar 2013 b) ― JadeWeserPort Logistic Zone GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), bis Februar 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs-Beteiligungs-GmbH, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), bis Februar 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), bis Februar 2013 Prof. Dr. Hannes Rehm Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer, Hannover Vorsitzender des Vorstands der Norddeutsche Landesbank-Girozentrale i. R., Hannover a) ― ÖPP Deutschland AG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender), bis Februar 2013 Dr. Rudolf Rupprecht bis 23. Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der MAN AG i. R., München ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Peter-Jürgen Schneider seit 23. Mai 2013 Finanzminister des Landes Niedersachsen seit 20. Februar 2013 a) ― Bremer Landesbank, Bremen (stellvertretender Vorsitzender), seit 20. Februar 2013 ― Deutsche Messe AG, Hannover, seit 4. April 2013 ― Norddeutsche Landesbank-Girozentrale, Hannover (Vorsitzender), seit 20. Februar 2013 b) ― JadeWeserPort Logistic Zone GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), seit 27. März 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs-Beteiligungs-GmbH, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), seit 27. März 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), seit 27. März 2013 Christian Schwandt bis 31. März 2013 Konzern-Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter AG, Salzgitter, bis 21. März 2013 Mitglied des Betriebsrats der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter, bis 31. März 2013 ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Dr. Werner Tegtmeier Staatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung a) ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr ― Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr Dr. Johannes Teyssen Vorsitzender des Vorstands der E.ON SE, Düsseldorf a) ― Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main Helmut Weber bis 23. Mai 2013 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Düsseldorf, bis 31. Juli 2013 ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E. h. Martin Winterkorn bis 23. Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, Wolfsburg Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart a) ― Audi AG, Ingolstadt (Vorsitzender) ― Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, Stuttgart ― FC Bayern München AG, München b) ― Scania AB, Södertälje, Schweden (Aufsichtsrat, Vorsitzender) ― weitere unternehmensinterne Mandate im Volkswagen-Konzern a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsraten i. S. d. § 125 AktG b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und auslandischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Ausschüsse des Aufsichtsrats Präsidium: Rainer Thieme, Vorsitzender Hasan Cakir seit 21. März 2013 Hartmut Möllring bis 23. Mai 2013 Peter-Jürgen Schneider seit 23. Mai 2013 Christian Schwandt bis 21. März 2013 Dr. Hans-Jürgen Urban Prüfungsausschuss: Prof. Dr. Hannes Rehm, Vorsitzender Konrad Ackermann seit 23. Mai 2013 Hannelore Elze bis 23. Mai 2013 Bernd Lauenroth seit 23. Mai 2013 Rainer Thieme Helmut Weber bis 23. Mai 2013 Strategieausschuss: Rainer Thieme, Vorsitzender Hasan Cakir Ulrich Kimpel Hartmut Möllring bis 23. Mai 2013 Prof. Dr. Hannes Rehm Peter-Jürgen Schneider seit 23. Mai 2013 Dr. Hans-Jürgen Urban Nominierungsausschuss: Hartmut Möllring bis 23. Mai 2013 Peter-Jürgen Schneider seit 23. Mai 2013 Rainer Thieme Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Das Vergütungssystem des Vorstands Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bemisst sich nach ihrer Aufgabe und persönlichen Leistung sowie nach dem Erfolg des Unternehmens. Ihre Höhe orientiert sich insgesamt an der Üblichkeit der Vergütung im Vergleichsumfeld. Nach dem derzeitigen Vergütungssystem besteht die Vergütung aus folgenden Komponenten: einer festen jährlichen Grundvergütung, auszuzahlen in gleichen monatlichen Teilbeträgen, einer variablen jährlichen Vergütung sowie einer Pensionszusage. Die variable Vergütung bemisst sich zu einem Teil nach der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds im betreffenden Geschäftsjahr, gemessen an der Erreichung vereinbarter persönlicher Ziele, und zu einem Teil nach dem Unternehmenserfolg, gemessen an der erzielten Verzinsung des eingesetzten Kapitals des Konzerns (ROCE/Return on Capital employed) im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Durch die mehrjährige Bemessungsgrundlage werden Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erzeugt. Der ergebnisabhängige Teil ist nach oben begrenzt (Cap). Die zugesagte Pensionszahlung hängt von der Dauer der Konzernzugehörigkeit ab und beträgt maximal 60 % der festen Grundvergütung. Die variablen Vergütungskomponenten sind dafür ohne Bedeutung. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die noch nicht abgelaufene Laufzeit ihres Anstellungsvertrages, wobei dieser Anspruch auf den Wert von drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf die vereinbarte Vergütung bis zum Ablauf des Vertrages; dieser Anspruch ist jedoch begrenzt auf den Wert von zwei Jahresvergütungen (feste Grundvergütung und variable Vergütung). Den einzelnen Vorstandsmitgliedern sind weder im Geschäftsjahr 2013 noch für das Vorjahr von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglieder Leistungen zugesagt oder gewährt worden. Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder scroll in € Jahresbezug für 2013 (2012) Feste Vergütung Sachbezüge Variable Vergütung Vergütungen für Aufsichtsratstätigkeiten in Tochtergesellschaften Insgesamt Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender 924.000 17.333 602.000 2.950 1.546.283 (900.000) (17.455) (600.000) (1.750) (1.519.205) Burkhard Becker 475.000 19.444 280.000 2.600 777.044 (420.000) (15.772) (245.000) (2.650) (683.422) Wolfgang Eging 492.000 20.138 294.000 900 807.038 (480.000) (20.021) (280.000) (1.000) (781.021) Heinz Groschke 492.000 27.832 294.000 1.000 814.832 (480.000) (26.251) (280.000) (1.100) (787.351) Michael Kieckbusch seit 20.02.2013 361.264 29.289 205.000 2.500 598.054 Johannes Nonn bis 31.01.2013 40.000 1.970 23.000 64.970 (480.000) (24.359) (280.000) (1.600) (785.959) Peter-Jürgen Schneider bis 19.02.2013 63.908 6.091 38.608 108.607 (480.000) (37.373) (280.000) (3.200) (800.573) Gesamtsumme 2.848.172 122.097 1.736.608 9.950 4.716.827 (3.240.000) (141.231) (1.965.000) (11.300) (5.357.531) Pensionsanspruch scroll in € Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls Stand: 31.12.2013 (Stand: 31.12.2012) Zuführung zur Pensionsrückstellung im Geschäftsjahr 2013 (2012) Barwert der Pensionsansprüche 2013 (2012) Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender 568.8001) 779.211 7.532.158 (540.000)1) (1.865.938) (6.752.947) Burkhard Becker 288.0001)2) 738.570 3.316.556 (252.000)1) (531.204) (2.577.986) Wolfgang Eging 308.4481)2) 602.884 6.072.250 (288.000)1) (1.167.025) (5.469.366) Heinz Groschke 322.0561)2) 262.839 5.718.883 (288.000)1) (1.152.792) (5.456.044) Michael Kieckbusch seit 20.02.2013 252.0001) 1.736.5893) 2.636.735 Johannes Nonn bis 31.01.2013 (288.000)1) (723.646) (1.990.384) Peter-Jürgen Schneider bis 19.02.2013 (118.656)2) (522.659) (2.047.917) Gesamtsumme 1.739.304 4.120.093 25.276.582 (1.774.656) (5.963.264) (24.294.644) 1) unter Einbeziehung einer gegen Vergütung übernommenen Versorgungszusage des Vorarbeitgebers 2) Pensionsanspruch zum Vertragsende (Endalter>65) 3) Zuführungsbetrag ggü. der bisherigen Zusage Das Vergütungssystem des Aufsichtsrats Seit Beginn der Amtsperiode des derzeitigen Aufsichtsrats am 23. Mai 2013 erhält - entsprechend einem Beschluss der Hauptversammlung 2013 - jedes Mitglied des Aufsichtsrats pro Geschäftsjahr ein Fixum von 60.000 €. Die feste Vergütung beträgt für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte und für den Vorsitzenden das Dreifache. Zudem bekommt jedes Mitglied für Ausschusstätigkeiten 5.000 €, die jeweiligen Ausschussvorsitzenden und die Mitglieder des Prüfungsausschusses 10.000 € sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 30.000 €. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dessen Stellvertreter wird eine Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht vergütet. Pro Sitzungsteilnahme wird ein Sitzungsgeld von 500 €gezahlt; die Mitwirkung an einer fernmündlichen Konsultation und Beschlussfassung gilt nicht als Sitzungsteilnahme. In der vorangegangenen Amtsperiode des Aufsichtsrats galt zuletzt - entsprechend einem Beschluss der Hauptversammlung 2010 - folgende Vergütungsregelung: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhielt eine Jahresvergütung bestehend aus einer festen und einer variablen Komponente. Die feste Grundvergütung betrug 40.000 € je Aufsichtsratsmitglied. Der variable Teil war auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und betrug 300,00 € je volle 5 Mio. € auf denjenigen Teil des Ergebnisses vor Steuern und vor Abzug der Anteile fremder Gesellschafter im Konzernabschluss der Gesellschaft (EBT), der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (zu vergütendes Jahr einschließlich) 150 Mio. € überstieg. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhielt das Zweifache und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache des sich aus der Addition der jeweiligen Vergütungskomponenten ergebenden Betrags. Die jährliche Gesamtvergütung aus den beiden Komponenten war beim Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf 160.000 €, beim stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf 120.000 € und bei den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats auf 80.000 € begrenzt. Zusätzlich wurden jedem Mitglied Sitzungsgelder gezahlt und gegebenenfalls Ausschussmitgliedschaften vergütet. Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder scroll in € Jahresbezug für 2013 (2012) Feste Vergütung Ausschussvergütung Sitzungsgelder Insgesamt Rainer Thieme, Vorsitzender 138.333 8.333 7.500 154.167 (80.000) (20.000) (7.500) (107.500) Dr. Hans-Jürgen Urban, stellv. Vorsitzender 95.000 4.167 5.000 104.167 (60.000) (10.000) (5.000) (75.000) Konrad Ackermann seit 23.05.2013 40.000 6.667 2.500 49.167 Bernhard Breemann 51.667 2.000 53.667 (40.000) (2.000) (42.000) Ulrike Brouzi seit 23.05.2013 40.000 1.500 41.500 Annelie Buntenbach seit 23.05.2013 40.000 1.500 41.500 Hasan Cakir 51.667 9.167 4.500 65.333 (40.000) (2.000) (42.000) Ulrich Dickert 51.667 2.000 53.667 (40.000) (2.000) (42.000) Dr. Thea Dückert seit 23.05.2013 40.000 1.000 41.000 Karl Ehlerding 51.667 2.000 53.667 (40.000) (2.000) (42.000) Hannelore Elze bis 23.05.2013 16.667 2.083 2.000 20.750 (40.000) (5.000) (3.500) (48.500) Roland Flach seit 23.05.2013 40.000 1.500 41.500 Prof. Dr.-Ing., Dr. h.c. Jürgen Hesselbach 51.667 2.000 53.667 (40.000) (2.000) (42.000) Ulrich Kimpel 51.667 5.000 3.000 59.667 (40.000) (5.000) (2.500) (47.500) Dr. Dieter Köster 51.667 2.000 53.667 (40.000) (2.000) (42.000) Bernd Lauenroth 51.667 6.667 3.000 61.333 (40.000) (2.000) (42.000) Thomas Lehne seit 13.05.2013 40.000 1.500 41.500 Frank Markowski bis 31.08.2012 0 (26.667) (1.000) (27.667) Volker Mittelstädt 51.667 2.000 53.667 (13.333) (1.000) (14.333) Dr. Arno Morenz bis 23.05.2013 16.667 1.000 17.667 (40.000) (2.000) (42.000) Hartmut Möllring bis 23.05.2013 16.667 4.167 2.500 23.333 (40.000) (10.000) (5.500) (55.500) Prof. Dr. Hannes Rehm 51.667 26.667 5.000 83.333 (40.000) (15.000) (4.500) (59.500) Dr. Rudolf Rupprecht bis 23.05.2013 16.667 1.000 17.667 (40.000) (2.000) (42.000) Peter-Jürgen Schneider seit 23.05.2013 40.000 3.333 2.000 45.333 Christian Schwandt bis 31.03.2013 10.000 1.250 1.000 12.250 (40.000) (10.000) (4.500) (54.500) Dr. Werner Tegtmeier 51.667 2.000 53.667 (40.000) (2.000) (42.000) Dr. Johannes Teyssen 51.667 1.500 53.167 (40.000) (1.500) (41.500) Helmut Weber bis 23.05.2013 16.667 2.083 2.000 20.750 (40.000) (5.000) (4.000) (49.000) Prof. Dr. Martin Winterkorn bis 23.05.2013 16.667 500 17.167 (40.000) (1.000) (41.000) Summe 1.243.333 79.583 65.000 1.387.917 (900.000) (80.000) (61.500) (1.041.500) Darüber hinaus erhielten folgende Aufsichtsratsmitglieder Vergütungen für Aufsichtsratsmandate bei Tochtergesellschaften: scroll in € Jahresbezug für 2013 (2012) Feste Vergütung Ausschussvergütung Sitzungsgelder Insgesamt Konrad Ackermann (KHS) 10.000 750 10.750 Bernhard Breemann 10.000 300 10.300 (SMHD) (10.000) (300) (10.300) Hasan Cakir 8.000 400 8.400 (SZFG) (8.000) (300) (8.300) Karl Ehlerding 10.000 500 10.500 (KHS) (10.000) (750) (10.750) Roland Flach (KHS) 10.000 750 10.750 Ulrich Kimpel 10.000 300 10.300 (MRW) (3.333) (100) (3.433) Thomas Lehne (SZST) 5.000 400 5.400 Frank Markowski 0 (MRW) (6.666) (200) (6.866) (MPR) 0 (2.000) (100) (2.100) Christian Schwandt 0 (SZST) (1.250) (100) (1.350) Dr. Werner Tegtmeier 10.000 300 10.300 (MRW) (10.000) (300) (10.300) (SMP) 5.000 300 5.300 (2.917) (200) (3.117) Dr. Hans-Jürgen Urban 15.000 400 15.400 (SZS) (15.000) (400) (15.400) Summe 93.000 4.400 97.400 (69.166) (2.750) (71.916) Gesamtsumme 1.336.333 79.583 69.400 1.485.317 (969.166) (80.000) (64.250) (1.113.416) Die gewerkschaftsangehörigen Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. 3. Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung entspricht dem Corporate Governance-Bericht und ist unter http://www.salzgitter-ag.de/de/Investor_Relations/Corporate_Governance/ jederzeit zugänglich. 4. Mitarbeiter Die Entwicklung des Salzgitter-Konzerns hängt besonders von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Deshalb investieren wir gezielt in Nachwuchssicherung, Personalentwicklung und ein gesundes Arbeitsumfeld. Ziel ist, die Talente und die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter zu stärken, ihnen eine motivierende Arbeitsumgebung zu bieten und sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Dies trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns angesichts der aktuellen unternehmerischen Herausforderungen und der veränderten demografischen Bedingungen zu erhalten. Entwicklung der Belegschaft scroll 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung Stammbelegschaft Konzern1) 23.164 23.247 -83 Unternehmensbereich Stahl 7.091 7.091 0 Unternehmensbereich Handel 2.142 2.052 90 Unternehmensbereich Röhren 5.431 5.552 -121 Unternehmensbereich Dienstleistungen 3.600 3.746 -146 Unternehmensbereich Technologie 4.738 4.639 99 Holding 162 167 -5 Ausbildungsverhältnisse 1.495 1.542 -47 Passive Altersteilzeit 636 769 -133 Gesamtbelegschaft 25.295 25.558 -263 1) ohne Organmitglieder Am 31. Dezember 2013 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.164 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; sie verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 83 Personen. Dabei berücksichtigt sind 116 Mitarbeiter, die aufgrund der Neukonsolidierung der Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMS) aus dem Unternehmensbereich Handel erstmals in der Personalstatistik erfasst wurden. Unter Einbezug der Ausbildungsverhältnisse und Personen in passiver Altersteilzeit belief sich die Gesamtbelegschaft auf 25.295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ende des Jahres beschäftigten wir 894 Leiharbeitnehmer, dies entspricht 3,7 % der Summe aus Stamm- und Leiharbeitskräften. Damit hat sich die Anzahl der externen Leiharbeitnehmer im Berichtszeitraum um 287 verringert. Am 31. Dezember 2013 befanden sich 536 Belegschaftsmitglieder in Kurzarbeit. Regionale Verteilung Stammbelegschaft Der Personalaufwand belief sich 2013 auf 1.567,5 Mio. € und lag 4,1 % über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf Tariferhöhungen und Einmaleffekte aus der Umsetzung des Reorganisationsprogramms "Salzgitter AG 2015" zurückzuführen. "Salzgitter AG 2015" Unser Reorganisationsprogramm haben wir initiiert, um vor dem Hintergrund der Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie die Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns zu stabilisieren. Die vorgenommenen Veränderungen der Strukturen und Prozessabläufe im Konzern ziehen auch Personalanpassungen nach sich. So wurde ein Abbaupotenzial von mehr als 1.500 Stellen in den Gesellschaften identifiziert, die Maßnahmen aus dem Programm "Salzgitter AG 2015" umsetzen. Die Personalanpassungen nehmen wir möglichst sozialverträglich vor, dabei ist es unser Ziel, Instrumente auf freiwilliger Basis zu nutzen. Für die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen haben Vorstand und Arbeitnehmervertreter der Salzgitter AG (SZAG) unter Begleitung der IG Metall einen Zukunftsvertrag geschlossen, der vor allem die zur Verfügung stehenden personalwirtschaftlichen Instrumente definiert. Die Schwerpunkte der Personalanpassung lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Abbau von Arbeitnehmerüberlassungen und dem Abschluss von Aufhebungsverträgen. Weitere Informationen zum Programm "Salzgitter AG 2015" enthält das Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie". Tarifabschlüsse im Inland Die westdeutsche Stahlindustrie schloss im März 2013 einen Tarifvertrag, den später auch das Tarifgebiet Ost übernahm. Die Einigung gilt für rund 50 % der inländischen Konzernmitarbeiter. Sie beinhaltet eine Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie der Ausbildungsvergütungen um 3,0% ab 1. März 2013. Der Vertrag kann frühestens zum 31. Mai 2014 gekündigt werden. Die Metall- und Elektroindustrie erzielte im Mai einen Pilotabschluss für das Tarifgebiet Bayern, dem sich das übrige Bundesgebiet anschloss. Der Vertrag bezieht rund 25% der inländischen Konzernmitarbeiter ein und sieht ab 1. Juli 2013 eine Erhöhung der Entgelte sowie der Ausbildungsvergütungen um 3,4 % vor. Mit Stichtag 1. Mai 2014 erfolgt eine weitere Anhebung von 2,2 %. Die Einigung hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2014. Im Unternehmensbereich Handel wurde eine Steigerung der Effektiventgelte um 2,75% zum 1. August 2013 und weitere 1,8 % ab 1. Juni 2014 vereinbart. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten 90 € als Einmalzahlung im Januar 2014. Die Laufzeit dieser Einigung endet am 31. Juli 2015. Tarifzugehörigkeit Konzern (Inland) Nachwuchssicherung Nachhaltige Personalpolitik bedeutet, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Ausbildung zu investieren. Ende 2013 beschäftigten wir konzernweit 1.274 Auszubildende und Studierende im Praxisverbund, denen wir eine attraktive Ausbildung in über 30 Berufen und dualen Studiengängen bieten. Darüber hinaus bestanden 221 sonstige Ausbildungsverhältnisse mit Praktikanten, Werkstudenten und Trainees. Damit lag unsere Ausbildungsquote wieder über dem eigenen Bedarf. So sichern wir nicht nur unseren Nachwuchs, sondern leisten außerdem einen gesellschaftspolitischen Beitrag. Bei der Nachwuchssicherung setzen wir seit vielen Jahren auf langfristig angelegte Aktivitäten wie Partnerschaften mit Schulen und Universitäten. Darüber hinaus haben wir auch 2013 eine Reihe standortbezogener Veranstaltungen durchgeführt, auf denen junge Menschen die SZAG und die beruflichen Perspektiven in den Konzerngesellschaften kennenlernen konnten. Mittelpunkt unserer Recruiting-Aktivitäten ist der persönliche Kontakt auf Hochschulmessen, Informationstagen und anderen Veranstaltungen. Ergänzend nutzen wir Social-Media-Angebote wie den seit einigen Jahren bestehenden Karriereblog oder den YouTube-Kanal der SZAG, um mit Nachwuchskräften in Verbindung zu treten. Erneut wurde die SZAG zu einem der 100 beliebtesten Arbeitgeber für angehende Ingenieure gewählt. Dieses Urteil fällten knapp 14.000 examensnahe Studierende der Ingenieurwissenschaften im "trendence Graduate Barometer 2013". Nachhaltige Personalpolitik Im Rahmen des konzernweiten Projekts "GO - Die Generationen-Offensive 2025" entwickelt die SZAG bereits seit 2005 Strategien, um die Folgen des demografischen Wandels zu bewältigen. Durch "GO" schaffen wir die notwendigen personalpolitischen Rahmenbedingungen, damit wir auch bei veränderten Belegschaftsstrukturen konkurrenz- und innovationsfähig bleiben und uns als attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte behaupten. Die Förderung der Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte haben wir daher in der Berichtsperiode konsequent fortgesetzt. Nachdem wir 2012 unsere Personalentwicklungsprogramme im Konzern um ein Mentoringprogramm für Frauen ergänzt haben, ist der erste Turnus dieses Angebotes mittlerweile beendet, weitere Durchläufe sind geplant. Das Programm unterstützt qualifizierte Mitarbeiterinnen, die seit mehreren Jahren erfolgreich in ihrer Position tätig sind, bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung. Betriebliches Gesundheitsmanagement Ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement ist für uns selbstverständlicher Bestandteil unserer Personalpolitik. Zahlreiche Angebote tragen dazu bei, die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Zu den Schwerpunkten zählten auch 2013 die Förderung der gesundheitlichen Eigenverantwortung, die Schulung der Führungskräfte, ein umfängliches Konzept für Mitarbeiter mit Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich sowie ein betriebliches Konzept zur psychischen Gesundheit. Eingebettet sind diese Maßnahmen in unser Projekt "GO - Die Generationen-Offensive 2025 der Salzgitter AG" zur Bewältigung des demografischen Wandels. Kommunikation Unser Konzernforum stand in diesem Jahr unter dem Motto "Weiterdenken - Ziele, Wege, Werte" Insgesamt 311 Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte aus allen Konzerngesellschaften verfolgten die Informationen des Vorstands zur allgemeinen Lage des Konzerns sowie zur Finanz- und Personalpolitik. Weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung innovativer Prozesse und Projekte, die im Rahmen des Reorganisationsprogramms "Salzgitter AG 2015" initiiert worden sind. Einen besonderen Akzent mit hochaktuellem Bezug setzte der Vortrag von Prof. Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands der PricewaterhouseCoopers AG, zum Thema "Europa im Bann der Finanz- und Wirtschaftskrise - Aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Stahlindustrie" Leitbild Die Entwicklung des neuen Konzernleitbilds haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich fortgeführt. Als sichtbare Unternehmensphilosophie soll es die gemeinsame konzernweite Identität widerspiegeln und stärken. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Gesellschaften sowie Hierarchieebenen hatten 2012 die Werte herausgearbeitet, die für den Salzgitter-Konzern zukünftig richtungsweisend sein sollen. Damit hatten sie die Leitbildgrundlage geschaffen. Als weitere zentrale Inhalte wurden Aussagen zu den unternehmerischen Zielen und den Wegen zur Zielerreichung formuliert. Diesen Leitbildentwurf haben wir 2013 im Konzern auf breiter Basis diskutiert, womit wir die Mitarbeiterbeteiligung und Akzeptanz sicherstellen wollen. Zudem wurden diverse gesellschaftsübergreifende Projekte zu den neuen Werten initiiert, um vorhandene Stärken auszubauen und Entwicklungspotenziale zu heben. Diesen Weg wollen wir auch 2014 weiter beschreiten, bevor das neue Leitbild in seiner endgültigen Fassung verabschiedet wird. 5. Die Salzgitter-Aktie Kapitalmarkt und Kursentwicklung der Salzgitter-Aktie Die Aktienmärkte zeigten sich 2013 sehr freundlich. Nach einem verhaltenen Start setzte ab Mitte April ein ausgeprägter Aufwärtstrend ein, dabei überwand der DAX erstmals seit 2007 die Kursmarke von 7.000 Punkten. Die wirtschaftliche Erholung in den USA sowie erste Anzeichen einer Stabilisierung der europäischen Konjunktur waren wesentliche Treiber hierfür. Die unverändert niedrigen Leitzinsen in vielen Industrienationen und die daraus resultierenden geringen Anleihenrenditen verstärkten den Trend, da sie die Attraktivität von Aktienanlagen steigerten. Ende Juni setzte eine zweite Hausse ein, die - von kurzen Gewinnmitnahmen unterbrochen - bis zum Jahresende anhielt und am 30. Dezember im Allzeithöchststand mit 9.594,35 Punkten kulminierte. Insgesamt verbesserte der DAX seine Jahresschlussnotierung 2013 gegenüber dem Vorjahreswert um 25 %, der MDAX stieg sogar um 39 %. Aktienkurs Salzgitter AG versus Europäischer Stahlindex, MDAX und DAX im Jahr 2013 Quellen: XETRA-Schlusskurse Deutsche Börse AG, Datastream STEELEU Im Gegensatz dazu blieb der Kapitalmarkt - angesichts der enormen Herausforderungen der europäischen Stahlindustrie - Stahltiteln gegenüber äußerst skeptisch. Die Salzgitter-Aktie erreichte daher ihren Höchststand - ausgehend von 39,43 € Jahresendkurs 2012 - mit 41,56 € schon am 3. Januar. Mangels positiver Nachrichten und in Erwartung von Einzelheiten des konzernweiten Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015" durchlief unsere Aktie eine bis in den Juli anhaltende Konsolidierungsphase. Die Berichterstattung über die Fortschritte von "Salzgitter AG 2015" im Rahmen der Veröffentlichung des Halbjahresberichts wurde vom Kapitalmarkt überwiegend positiv aufgenommen, sodass sich unser Aktienkurs bis Mitte November von seinem Tiefststand (24,54 € am 7. August 2013) um rund 25% erholte. Im letzten Monat kam es dann zu leichten Gewinnmitnahmen, sodass die Salzgitter-Aktie zum Jahresende mit 31,00 € aus dem Handel ging. Die durchschnittlichen Tagesumsätze unserer Aktie an den deutschen Börsen steigerten sich 2013 gegenüber dem Vorjahr um rund 9 % auf circa 347.000 Stück. Mit aufgelaufenen 2,7 Mrd. € Handelsvolumen belegte die Salzgitter AG (SZAG) in der MDAX-Rangliste der Deutsche Börse AG per 30. Dezember 2013 den 14. Platz. Die sich ohne Berücksichtigung eigener sowie der durch das Land Niedersachsen gehaltenen Aktien ergebende Free-Float-Marktkapitalisierung von rund 1,1 Mrd. € bedeuteten Rang 39 bezüglich dieses Kriteriums. Aktionärsstruktur Unsere Aktionärsstruktur hat sich laut einer im November 2013 in Auftrag gegebenen Untersuchung gegenüber dem Jahresende 2012 geringfügig verändert. Neben 10 % eigenen Aktien hielten in Deutschland registrierte Aktionäre inklusive des Großinvestors Land Niedersachsen mindestens 41,9 % der Salzgitter-Aktien; dies stellt eine Erhöhung von rund 3,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr (2012: 38,6 %) dar. Der von deutschen institutionellen Investoren gehaltene Anteil stieg auf 15,4% (2012: 12,1 %), derjenige im Besitz von ausländischen Aktionären reduzierte sich auf 19,9 % (2012: 25,9 %). 28,2 % unserer Investoren konnten nicht identifiziert werden. Hierbei dürfte es sich um in- und ausländische Privatanleger sowie nicht veröffentlichungspflichtige institutionelle Investoren wie beispielsweise Versicherungen und Stiftungen handeln. Der Streubesitz beziehungsweise Free Float der Salzgitter-Aktie beträgt unverändert 63,5 %. Aktionärsstruktur Stand: 12/2013 Eigene Aktien Der Bestand an eigenen Aktien der SZAG belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 6.009.700 Stück und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2012 nicht verändert. Informationen für Kapitalanleger scroll 2013 2012 2011 2010 2009 Grundkapital1) Mio. € 161,6 161,6 161,6 161,6 161,6 Anzahl Aktien1) Mio. Stück 60,1 60,1 60,1 60,1 60,1 Anzahl ausstehender Aktien1) Mio. Stück 54,1 54,1 54,1 54,1 54,3 Börsenkapitalisierung1)2) Mio. € 1.676,7 2.132,4 2.089,4 3.124,6 3.716,4 Jahresschlusskurs1)3) € 31,00 39,43 38,63 57,77 68,44 Höchstkurs3) € 41,56 48,95 65,64 74,32 73,40 Tiefstkurs3) € 24,54 27,03 32,43 45,76 40,22 Ergebnis je Aktie/EPS4) € -9,10 -1,89 4,31 0,55 -7,10 Cashflow je Aktie/CPS4) € 2,31 7,90 -3,63 21,96 22,75 Dividende je Aktie/DPS € 0,205) 0,25 0,45 0,32 0,25 Dividendensumme Mio. € 12,05) 13,5 27,0 19,3 15,1 1) alle Angaben zum 31.12. 2) berechnet auf Basis des jeweiligen Jahresschlusskurses, multipliziert mit den ausstehenden Aktien per 31.12. 3) alle Daten beziehen sich auf Kurse des XETRA-Handels 4) berechnet unter Berücksichtigung der gewichteten Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien 5) vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung Wertpapierkennnummer: 620200, ISIN: DE0006202005 Dividende Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 0,20 € je Aktie zu beschließen. Bei einem nominalen Grundkapital von 161,6 Mio. € ergeben sich 12,0 Mio. € Gesamtausschüttung. Investor Relations Unsere vielfältigen Kommunikationsangebote für private und institutionelle Investoren erfreuten sich auch 2013 einer starken Nachfrage. Auf sehr gut besuchten Analystenkonferenzen in Frankfurt am Main und London stellten wir die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012 sowie der ersten sechs Monate 2013 vor und diskutierten sie intensiv mit Vertretern des Kapitalmarktes. Wir veranstalteten anlässlich der Veröffentlichung des ersten Quartals- und des Neunmonatsberichts 2013 Telefonkonferenzen. Außerdem präsentierten wir uns auf zahlreichen Investorenkonferenzen sowie Roadshows in Deutschland, Europa und den USA. Investoren und Analysten nutzten rege die Gelegenheit, unsere Produktionsstandorte zu besuchen, wo sie sich vor Ort über Prozesse, Anlagen sowie Produkte informierten. Zudem wurden die Geschäftslage und die Potenziale des Salzgitter-Konzerns mit den Konzernvorständen und weiteren Führungskräften diskutiert. Über 20 Analysten nahmen im Dezember an unserem Capital-Markets-Day mit den Schwerpunkten "Salzgitter AG 2015" sowie "Automobilkompetenz des Konzerns" teil. Der Freundeskreis der Aktionäre der Salzgitter AG richtete eine Reihe von Veranstaltungen für unsere Privataktionäre aus, die sich einen Überblick über aktuelle Entwicklungen des Konzerns und seines wirtschaftlichen Umfelds verschaffen konnten. Dazu gewann er auch Mitglieder des Konzernvorstands als Referenten. Im Geschäftsjahr 2013 veröffentlichten mindestens 27 Finanzinstitute Empfehlungen und Studien zur SZAG. Zum Jahresende lauteten deren Ratings wie folgt: ― 7 Kaufen/Outperform ― 5 Halten/Neutral ― 15 Verkaufen/Underperform Ein Institut nahm 2013 die Coverage unseres Unternehmens auf. Derzeit berichten folgende Finanzinstitute regelmäßig über den Salzgitter-Konzern: scroll Baader Bank Jefferies Bank of America/Merrill Lynch JP Morgan Bankhaus Lampe Kepler Cheuvreux BHF Bank M.M. Warburg Citigroup Main First Commerzbank Maquarie Capital Credit Suisse Metzler Davy Morgan Stanley Deutsche Bank NORD/LB DZ-Bank S&P Capital IQ Equinet Société Générale EXANE BNP Paribas Steubing Goldman Sachs UBS HSBC II. Ziele und Erfolgsfaktoren 1. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie Das oberste Ziel des Salzgitter-Konzerns "Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum" bleibt auch unter den aktuell schwierigen Rahmenbedingungen unverändert bestehen. Unsere Strategie und die darauf basierenden Entscheidungen sowie taktischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die auf Selbstbestimmung angelegte Unternehmenspolitik umzusetzen. Für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zum Nutzen aller Stakeholder sind finanzielle Stabilität und bilanzielle Solidität des Konzerns ebenso wesentliche Voraussetzungen wie dessen Fähigkeit zur Anpassung an sich ändernde Verhältnisse. Bewegt sich der Salzgitter-Konzern doch in einem Marktumfeld, das gegenwärtig von einer Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie bestimmt ist. Aufgrund des erheblich verschärften Wettbewerbs, der vor allem aus der fortdauernden Unterauslastung zahlreicher südeuropäischer Hersteller resultiert, stehen die Stahl produzierenden Gesellschaften unter besonders hohem wirtschaftlichen Druck. Am härtesten ist die Peiner Träger GmbH (PTG) betroffen, deren Profilstahlprodukte die Bauindustrie verarbeitet. Diese befindet sich in vielen südeuropäischen Ländern in einer tiefen Rezession. Um die Wettbewerbsfähigkeit auch unter den mittelfristig erschwerten Rahmenbedingungen zu gewährleisten, haben wir das Reorganisationsprojekt "Salzgitter AG 2015" initiiert, mit dem Ziel, die bisher stark dezentral angelegten Strukturen und Abläufe der gesamten Unternehmensgruppe an die verschärften Anforderungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds anzupassen. Die neue, ab 1. Januar 2014 in Kraft getretene Konzernorganisation ist ausgerichtet auf hohe Kunden- und Marktorientierung sowie eindeutige und schlanke Führungsstrukturen. Sie bildet zudem die Ausgangsbasis für umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Prozessabläufe. Die zukünftige Segmentierung der Gesellschaften ermöglicht eine effektive, abgestimmte und effiziente Erfüllung der Kundenbedarfe und Marktanforderungen. Hierzu werden die Konzerngesellschaften organisatorisch fünf Geschäftsbereichen zugeordnet: Flachstahl, Grobblech/Profilstahl, Energie, Handel und Technologie. Die vorwiegend konzernintern tätigen Dienstleistungsunternehmen werden entweder in die Geschäftsbereiche ihrer größten Konzernkunden eingegliedert oder geschäftsbereichsübergreifend als Shared Services in einem der Vorstandsressorts zentral geleitet. Die Zusammenführung von Gesellschaften mit einem gemeinsamen Marktsegment oder eng verzahnter Wertschöpfungskette sowie die Auflösung der Zwischenholdings bilden die Voraussetzungen für eine verbesserte Marktbearbeitung und schlanke Organisationsstrukturen. Der Vorstand der Salzgitter AG (SZAG) wird von ursprünglich sechs auf drei Mitglieder verkleinert; er besteht aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem Finanzvorstand und dem Personalvorstand. Die Aktivitäten innerhalb der Geschäftsbereiche koordiniert ein Geschäftsbereichsleiter, ein Vertreter aus den jeweiligen Gesellschaften der Bereiche. Vorstand und Geschäftsbereichsleiter bilden die neue Konzerngeschäftsleitung, die die Aktivitäten der Gesellschaften, unmittelbar und unter Einbezug operativer Expertise, bereichsübergreifend koordiniert und steuert. Als weiteres wesentliches Kernelement des Programms "Salzgitter AG 2015" haben wir eine Vielzahl konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesseffizienz konzipiert, die nun zur Umsetzung anstehen oder sich bereits in Realisierung befinden. So investiert die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) 70 Mio. € in den Bau einer Kohleeinblasanlage (Pulverized Coal Injection; PCI), um die Kosten der Metallurgie zu reduzieren. Unter den derzeitigen Gegebenheiten ergäbe sich eine Amortisationszeit von nur zwei Jahren. Das insgesamt identifizierte und mit Projekten unterlegte Ergebnisverbesserungspotenzial im Konzern beläuft sich auf über 200 Mio. € pro Jahr. Es umfasst zu mehr als der Hälfte die Weiterentwicklung technischer Prozesse und Initiativen in den Bereichen Instandhaltung, Logistik, Beschaffung sowie Datenverarbeitung, außerdem eine Personalreduzierung oberhalb von 1.500 Stellen. Für die Umsetzung der personalbezogenen Maßnahmen haben Vorstand und Arbeitnehmervertreter der SZAG unter Begleitung der IG Metall einen Zukunftsvertrag abgeschlossen, der vor allem die zur Verfügung stehenden personalwirtschaftlichen Instrumente im Sinne einer möglichst sozialverträglichen Personalanpassung definiert. Für die PTG haben wir ein tragfähiges Unternehmenskonzept vereinbart, das die spezifischen, extrem schwierigen Marktbedingungen berücksichtigt. Die Produktionskapazität wurde im Rahmen eines alternierenden Zwei-Ofen-Betriebs auf 1 Mio. t pro Jahr zurückgenommen und die Belegschaft auf knapp 800 Mitarbeiter angepasst. Der Aufbau des Shared Service Center Rechnungswesen, den wir 2012 als ersten Schritt in Richtung Neuordnung unserer Kernprozesse initiiert hatten, ist für den Standort Salzgitter vorläufig abgeschlossen. Wir arbeiten am Aufbau eines Standortes in Nordrhein-Westfalen. Aufgrund der optimierten Prozesse rechnen wir mit nennenswerten Kosteneinsparungen, wie wir sie bereits durch die zentralisierte Renten- und Entgeltabrechnung erreicht haben. Die Erreichung unserer Unternehmensziele hängt wesentlich von den wertvollen Beiträgen unserer Mitarbeiter ab. Deshalb haben die zukunftsorientierte Ausbildung, die systematische Förderung der Belegschaft und das Recruitment hoch qualifizierter Nachwuchskräfte für uns einen bedeutenden strategischen Stellenwert. Um die Vereinbarkeit der Konzernziele mit den Bestrebungen unserer operativen Einheiten "top-down" wie "bottom-up" zu gewährleisten und eine systematische Vorgehensweise zu ermöglichen, bedienen wir uns seit Jahren einer Palette von Führungsinstrumenten. Diese haben wir innerhalb des Programms "Salzgitter AG 2015" überprüft und an die Anforderungen der veränderten Konzern- und Führungsorganisation angepasst. Konzernstruktur ab Januar 2014 GB = Geschäftsbereich Stand Januar 2014 Führungs- und Steuerungsinstrumente Wir verfolgen eine nachhaltige und kontinuierliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns. Dazu setzt das Unternehmen neben einer regelmäßigen übergeordneten Abstimmung der Ziele auf Vorstandsebene und entsprechender Berichterstattung an die Aufsichts- und Kontrollgremien die folgenden Führungsinstrumente ein: ― Return on Capital employed (ROCE), ― das Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP) und ― individuelle Zielvereinbarungen für leitende und außertarifliche Mitarbeiter. Neben dem ROCE stellen für den Salzgitter-Konzern der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dar. Als weitere Steuerungsgrößen betrachten wir unter anderem die Auftragseingänge, die Versandmenge sowie die Entwicklung der Cashflows. Unternehmensinternes Steuerungssystem - ROCE Das oberste Ziel unseres Unternehmens ist die Erhaltung der "Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum" Als quantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe gilt für den Konzern eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE = Return on Capital employed) von mindestens 12 % über einen Konjunkturzyklus hinweg; diesen haben wir als einen Zeitraum von in der Regel fünf Jahren definiert. Der ROCE setzt das EBIT I in Relation zum "Capital employed" und misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals: Das "EBIT I" (Earnings Before Interest and Tax) zur Berechnung des ROCE entspricht dem Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand, bereinigt um den Zinsanteil für Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Zinserträge bleiben im EBIT I, da sie als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angesehen werden und somit zur Verzinsung des eingesetzten Kapitals beitragen. scroll in Mio. € 2013 2012 EBT -477,8 -29,4 + Zinsaufwand 125,3 167,1 - Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen -63,6 -77,9 = EBIT I -416,1 59,8 Das "Capital employed" umfasst das verzinsliche Eigen- und Fremdkapital. Zur Ermittlung dieser Kennzahl ziehen wir von der Bilanzsumme die Pensionsrückstellungen und die nicht verzinsbaren Bilanzposten ab. scroll in Mio. € 2013 2012 Bilanzsumme 8.061 8.930 - Pensionsrückstellungen -2.070 -2.182 - Übrige Rückstellungen ohne Steuerrückstellungen -691 -678 - Verbindlichkeiten ohne Anleihen, Bank- und Wechselverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Forfaitierung -1.096 -1.329 - Aktive latente Steuern -237 -260 = Capital employed 3.967 4.481 Um den ROCE zu berechnen, eliminieren wir die Pensionsrückstellungen und den darauf bezogenen Zinsaufwand, da das Management diese Komponenten kurz- bis mittelfristig nicht durch Dispositionen beeinflussen kann. Die Komponenten der Kennzahlen sind aus den Angaben des Konzernabschlusses hergeleitet. Für die Berechnung verwenden wir stichtagsbezogene Bilanzwerte. Da der ROCE-Zielwert (12 %) durchschnittlich innerhalb des Konjunkturzyklus im Konzern erreicht werden soll, hat er einen mittel- bis langfristigen Charakter. Daraus entwickeln wir für jeden Unternehmensbereich und jede Gesellschaft spezifische strategische Ziele. Diese haben wir - gegebenenfalls aktualisiert - bei der Mittelfristplanung berücksichtigt. Für den Zeitraum 2004 bis einschließlich 2013 haben wir trotz der gegenwärtig unbefriedigenden Ergebnisperformance mit 13,0 % das Profitabilitätsziel übertroffen. Im Jahr 2013 erwirtschafteten wir einen ROCE von -10,5 % (Vorjahr: 1,3 %). Nach Herausrechnen der Nettogeldanlagen bei Kreditinstituten betrug der ROCE aus dem industriellen Geschäft -14,5 % (Vorjahr: 0,7 %). Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP) Wir sehen es als eine unserer permanenten Managementaufgaben, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu verbessern, indem wir unsere Wertschöpfungsprozesse kontinuierlich optimieren. Das Augenmerk legen wir auf die systematische und konsequente Erschließung vorhandener Potenziale in sämtlichen Unternehmensbereichen. Als Instrument haben wir bereits 1996 das Konzept des Ergebnisverbesserungsprogramms (EVP) als ein einheitliches Managementinstrument im Salzgitter-Konzern eingeführt. Im EVP bündeln wir alle konkret definierten, ergebnisoptimierenden Maßnahmen der Gesellschaften, sofern deren Effekte anhand von Finanzkennzahlen mess- und bewertbar sind. Für alle Projekte ist eine streng systematische Vorgehensweise für die Erfolgsmessung vorgegeben; dabei gelten verbindliche und standardisierte Bewertungskriterien. Ergebnisse aus gesellschaftsspezifischen Programmen finden ebenfalls Eingang in das EVP. Zu nennen sind hier unter anderem "Fit4Future" (KHS-Gruppe) sowie die Strukturprogramme der wesentlichen Gesellschaften im Unternehmensbereich Stahl. Die sich aus dem Restrukturierungsprogramm "Salzgitter 2015" ergebenen Maßnahmen zur Erhöhung der Prozesseffizienz und die daraus resultierende Reduzierung des Personalaufwandes weisen ein nachhaltiges Ergebnisverbesserungspotenzial von mehr als 200 Mio. € aus und werden ebenfalls im EVP berücksichtigt. Die Zielerreichung wird monatlich gemessen. Zur Verfolgung der personalbezogenen Maßnahmen ist zusätzlich ein Personalcontrolling eingerichtet worden. Mitarbeiter nehmen aktiv am EVP teil Im Gegensatz zu reinen Top-down-Ansätzen sichert im EVP-Konzept das Engagement aller Beteiligten eine erfolgreiche Umsetzung der vereinbarten Schritte: So fließen auch Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Die Akzeptanz dieses hauptsächlich auf Eigeninitiative beruhenden Programms und die Bereitschaft, dessen Strukturen und Institutionen zu nutzen, um mit eigenen Projekten zur kontinuierlichen Ergebnissteigerung beizutragen, sind daher über alle Managementebenen hinweg sehr hoch. Die drei Buchstaben E, V, P stehen als Synonyme für effizientes und nachhaltiges Wirtschaften in Eigeninitiative und haben über die Jahre in der Unternehmenskultur des Konzerns einen zentralen Stellenwert erhalten. Projekterfolge In 2013 haben wir die Anzahl der aktiven und monetär bewerteten Maßnahmen (inkl. "Salzgitter AG 2015") deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern können. Mithilfe dieser haben wir auch einen höheren Full-Year-Effekt (FYE) erreichen können. Aufgrund der Maßnahmen aus "Salzgitter AG 2015" und der damit einhergehenden internen Optimierung ist eine stärkere Konjunkturunabhängigkeit des FYE erreicht worden. Das erfreuliche Resultat des EVP ergibt sich aus den Beiträgen verschiedener Teilbereiche: Neben Aktivitäten auf den Absatzmärkten mit Produkten höherer Wertschöpfung und ausgeweiteten Vertriebskanälen haben wir durch verbesserte Prozessabläufe in Produktion und Verwaltung sowie über einen optimierten Material- und Fremdleistungseinsatz ein erhebliches Potenzial identifiziert. Um die gesteckten Ziele im Konzern zu erreichen, sind zum Teil aufwandserhöhende Schritte - wie beispielsweise Investitionen - erforderlich, die wir auch in unserer Erfolgsrechnung berücksichtigen. Individuelle Zielvereinbarungen für leitende und außertarifliche Mitarbeiter Zielvereinbarungen stellen ein Verbindungselement zwischen den Unternehmenszielen und den persönlichen Bestrebungen eines jeden Mitarbeiters dar. Die SZAG untergliedert diese in individuelle Vorgaben für den einzelnen leitenden oder außertariflichen Angestellten und eine kollektive quantitative Komponente, die das Konzernziel einer mindestens 12%igen Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) reflektiert. Der angestrebte Wert wird dabei für jede Tochtergesellschaft festgelegt. Die individuellen Ziele werden aus denjenigen der nächsthöheren Organisationseinheit abgeleitet und zwischen dem Vorgesetzten und seinem Mitarbeiter vereinbart. Darüber hinaus achten wir vermehrt darauf, dass die Wechselwirkungen der verschiedenen Vorgaben für die Gesamtheit der Mitarbeiter eine positive Wirkung auf das Gesamtergebnis des Konzerns haben. Strategie Wachstumsstrategie 2013 stand die Ausarbeitung und Einleitung des Programms "Salzgitter AG 2015" im Vordergrund. Dessen zügige Maßnahmenumsetzung ist Voraussetzung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und soll eine wichtige Grundlage für die zukünftigen Gestaltungsspielräume bei der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns schaffen. Die damit verbundenen strategischen Ziele können wir folgendermaßen klassifizieren: ― Interne Ziele ― Optimieren der Qualität ― Erhöhen der Produktivität und Steigern der Energie- und Ressourceneffizienz ― Abrundung des Produktprogramms ― Kunden- und marktorientierte Produktinnovationen ― Schließen der Lücken und Optimieren der Wertschöpfungs- beziehungsweise Logistikkette ― Reduzierung der Abhängigkeit von Lieferungen Dritter in sensitiven Bereichen Externe Ziele ― Attraktive Akquisitionen in unseren Kerngeschäftsfeldern ― Selektiver Ausbau regionaler Marktpositionen ― Ergänzen/Erweitern des Produktprogramms und Serviceangebots ― Industrielle Diversifikation Weiteres Wachstum des Konzerns wollen wir vorzugsweise auf der Basis unseres vorhandenen technologischen und industriellen Know-hows generieren. Größere Wachstumsschritte in einem sich schnell verändernden und manchmal kaum prognostizierbaren internationalen Umfeld sind grundsätzlich mit hohen geschäftlichen Risiken verbunden, da auf der Basis historischer Daten, Erkenntnisse und Erfahrungen - unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel - weit in die Zukunft wirkende Entscheidungen getroffen werden müssen. Deshalb haben zurzeit unsere externen Wachstumsziele wegen der anhaltenden Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise in vielen europäischen Staaten sowie der damit verbundenen konjunkturellen Risiken geringere Priorität gegenüber den Maßnahmen zur Performancesteigerung. Kleinere bis mittelgroße Akquisitionen sind jedoch denkbar und problemlos finanzierbar. Wir wollen potenzielle Konsolidierungsprozesse in unseren wichtigsten Tätigkeitsfeldern Stahl, Handel, Röhren und Technologie ohne Handlungsdruck auch zukünftig aktiv begleiten. Dabei bleibt die Prämisse bestehen, sich weder an Bieterschlachten um Akquisitionsobjekte zu beteiligen noch ungerechtfertigt hohe Preise zu zahlen. Strategische Ausrichtung nach Geschäftsbereichen Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Flachstahl sind die Stahlerzeugung im voll integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und die anschließende Verarbeitung zu hochwertigen Flachstahlprodukten. Über angegliederte Stahl-Service-Center der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS)1) bedienen wir die zunehmenden Anarbeitungsbedarfe unserer Kunden. Die weiterverarbeitenden Gesellschaften Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) sowie Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) verlängern mit kundenspezifischen Produkten aus der Automobil- und Baubranche die Wertschöpfungskette innerhalb des Geschäftsbereiches. Die seitens der SZFG getätigten Investitionen der vergangenen Jahre zielen auf ein ausgewogenes Produktprogramm und diversifiziertes Kundenspektrum ab. Zudem können wir den Fremdzukauf von Röhrenvormaterial reduzieren und unsere Kosten infolge verbesserter Anlageneffizienz senken. So wie bei dem 2013 eingeleiteten Bau einer Kohleeinblasanlage zur Verringerung der Kosten im Bereich der Metallurgie werden bei zukünftigen Investitionsentscheidungen die Flexibilisierung und Verbesserung des Energie- und Ressourceneinsatzes ebenso eine größere Rolle spielen wie die Erschließung neuer Produktqualitäten, um die hochwertigen Bedarfe unserer Kunden zu decken. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl fasst die Gesellschaften des Konzerns zusammen, die überwiegend in projektorientierten Geschäften Bau- und Infrastrukturkunden bedienen. Die hier gebündelten Grobblechaktivitäten erlauben, verbunden mit einer komplementären Ergänzung des Produktangebotes, eine optimierte Marktbearbeitung. Durch die Integration der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) als Schrottversorger der Peiner Träger GmbH (PTG) können wir die Logistikprozesse enger koordinieren und flexibler steuern. Im Bereich der Grobblechaktivitäten haben wir uns frühzeitig auf dem wachsenden Markt der Windturmindustrie positioniert. Unsere hier bereits getätigten und laufenden Investitionen zielen auf eine weitere Stärkung unserer führenden Stellung als Vormateriallieferant in dieser aufstrebenden Industrie ab. Mit kapazitativen Anpassungen wirken wir bei der PTG gegen die mittelfristig schwierige Lage im europäischen Profilstahlmarkt. Die Röhrenaktivitäten im Konzern, die zu einem wesentlichen Anteil auf Infrastrukturprojekte der Energiewirtschaft ausgerichtet sind und wegen der tendenziell langfristigen Bedarfsorientierung dieser Industrie einen spätzyklischen Charakter besitzen, bündelt der Geschäftsbereich Energie. Gerade die Tochtergesellschaften des Konzerns, die in den Markt leitungsgebundener Medientransporte liefern, sollten dank ihrer hervorragenden Wettbewerbsstellung weiterhin davon profitieren, dass der Zugang zu Energie und Wasser eine wesentliche Voraussetzung für den Wohlstand einer Gesellschaft ist. Zunehmende Energiebedarfe der BRIC-Staaten, der Ausbau der USA zum Selbstversorger bei Öl und Gas und gleichzeitig effizienzbedingt rückläufige Energienachfrage der Industrienationen führen dazu, dass die Wachstumsmöglichkeiten speziell außerhalb Westeuropas liegen, wobei sich die Wettbewerbsintensität in einigen Märkten erheblich verstärkt hat. Diesen Entwicklungen folgend wird der Geschäftsbereich Energie seine global ausgerichteten Strukturen und die Zusammenarbeit mit starken Partnern wie dem internationalen Handelsgeschäft des Konzerns weiter ausbauen. Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms der Präzisrohr-Gruppe haben wir Kapazitätsanpassungen bei der französischen Präzisrohrgesellschaft Salzgitter Mannesmann Précision Etirage SAS (MPE) als Folge sinkender Nachfrage in West- und Südeuropa vorgenommen. Zudem soll eine Straffung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie ein damit verbundenes Produktivitätssteigerungsprogramm die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Präzisrohr-Gruppe verbessern. Neben einer gut ausgebauten Organisation lagerhaltender europäischer Stahlhandelsniederlassungen verfügt der Geschäftsbereich Handel über ein weltweites Tradingnetzwerk und verbindet unsere Produktionsgesellschaften mit den internationalen Absatz- und Beschaffungsmärkten. Wir werden das internationale Handelsgeschäft weiter ausbauen, unsere Kundenbeziehungen nachhaltig fördern und die Vermarktung von Salzgitter-Produkten auf Drittländermärkten vorantreiben. Im Geschäftsbereich Technologie setzt die KHS GmbH (KHSDE) als Anbieter von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie auf technologisch und qualitativ hochwertige Lösungen. Ein internationales Produktions- und Servicenetzwerk stellt ein umfassendes, abgestimmtes Produktportfolio aus einer Hand bereit. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Entwicklung nachhaltiger innovativer Produkte für unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage - von der Planung bis hin zu ihrer Verwertung. Zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit setzen wir in der KHS-Gruppe das 2011 initiierte Restrukturierungsprogramm "Fit4Future" konsequent fort. Unsere Dienstleistungsgesellschaften sind darauf ausgerichtet, die produzierenden Konzerneinheiten bestmöglich mit Serviceangeboten zu unterstützen. Sie erbringen vorrangig konzerninterne Leistungen auf Non-Profit-Basis. Im Rahmen der neuen Konzernorganisation werden sie entweder den Geschäftsfeldern ihrer größten Konzernkunden zugeordnet oder geschäftsbereichsübergreifend als Shared Services in einem der Vorstandsressorts zentral geführt. Die Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF) besitzt einen besonderen Stellenwert für den Konzern. Sie bündelt die Werkstoff-, Produkt-, Prozess- und Anwendungsforschung auf dem neuesten Stand der Technik - vorrangig für die Gesellschaften der Segmente Stahl und Röhren, aber auch für unsere Kunden und Partner. 1) bis 31.12.2013 Hövelmann & Lueg GmbH und Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandbearbeitung mbH 2. Investitionen Wie bereits in den Vorjahren lag 2013 der Schwerpunkt der Investitionsmaßnahmen des Salzgitter-Konzerns auf dem Unternehmensbereich Stahl. Die wichtigsten Projekte erläutern wir in den nachfolgenden Ausführungen zu den einzelnen Segmenten. Die Zugänge zum Anlagevermögen aus Investitionen betrugen 342 Mio. € (Vorjahr: 393 Mio. €). Die 286 Mio. € aktivierten Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte wurden durch die planmäßigen Abschreibungen (338 Mio. €) gedeckt. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 57 Mio. €. Im Wesentlichen war dies auf weitere Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen zurückzuführen. Investitionen/Abschreibungen1) scroll Investitionen Abschreibungen2) in Mio. € Konzern davon UB Stahl Konzern davon UB Stahl 2013 286 180 523 409,1 2012 325 187 358 248 2011 361 233 359 249 2010 497 410 377 275 2009 677 541 543 308 Summe 2.146 1.550 2.160 1.489 1) ohne Finanzanlagen 2) planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen Von den Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfielen in diesem Geschäftsjahr auf den Unternehmensbereich Stahl 180 Mio. €, das Segment Röhren 46 Mio. € und den Handelsbereich 10 Mio. €. Die Unternehmensbereiche Dienstleistungen und Technologie investierten 31 Mio. € beziehungsweise 18 Mio. €. Investitionen in Sachanlagen und Abschreibungen auf Sachanlagen nach Unternehmensbereichen scroll Investitionen1) Abschreibungen1)2) in Mio. € 2013 2012 2013 2012 Stahl 179,5 187,0 409,1 248,1 Handel 10,3 16,6 12,6 11,3 Röhren 46,2 49,9 48,4 46,1 Dienstleistungen 31,4 49,5 26,2 24,9 Technologie 17,6 19,2 24,8 25,7 Sonstiges/Konsolidierung 0,5 3,1 1,9 2,1 Konzern 285,6 325,3 523,0 358,2 1) einschl. immaterieller Vermögenswerte 2) planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen Unternehmensbereich Stahl Investitionsschwerpunkt der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) war im Jahr 2013 die Optimierung vorhandener Anlagen. Dazu wurden folgende Projekte vorangebracht: Um die Kosten der Metallurgie zu reduzieren, investiert die SZFG 70 Mio. € in den Bau einer Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage. Die hohe Wirtschaftlichkeit der Maßnahme ergibt sich aus der Substitution von Öl und Fremdkoks durch günstigere Staubkohle. Diese wird in der Kohlemahltrocknungsanlage erzeugt und anschließend in die Hochöfen eingeblasen. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2015 vorgesehen. Die Tandemstraße wurde um eine Einlaufgruppe ergänzt, die einen Bandspeicher und eine Schweißmaschine umfasst. Sie erlaubt einen teilkontinuierlichen Walzbetrieb und optimiert auf diese Weise sowohl die Anlageneffizienz als auch die Qualität der erzeugten Produkte. Die Einlaufgruppe wurde im vierten Quartal erfolgreich in Betrieb genommen. Die Investitionsmaßnahme "Ersatz Konverter A" wurde 2013 abgeschlossen. Sie umfasste die Vergrößerung des Gefäßes um rund 50 m3 und eine Verbesserung des Antriebskonzepts. Ziel ist die Optimierung der Erzeugungsmenge bei verringerten Betriebskosten. Die Peiner Träger GmbH (PTG) hat 2013 die Investitionstätigkeit infolge der schwierigen wirtschaftlichen Situation auf das Notwendigste beschränkt. Die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) konzentrierte sich 2013 weiterhin vor allem auf die Umsetzung der Großinvestition "ILG 2015" Durch sie soll die Einsatzmenge dicker Brammen (350 mm starkes Vormaterial) mehr als verdoppelt und das Blechgewicht von 21 auf 28 t erhöht werden. Unternehmensbereich Röhren Die Investitionen der EUROPIPE-Gruppe dienten im Wesentlichen der Prozessoptimierung und dem Ziel, mithilfe einer kontinuierlichen Verbesserung der Produktqualität ihre führende Marktposition zu behaupten. So installierte beispielsweise das Werk Mülheim eine automatisierte Vermessungseinrichtung zur Ermittlung der Rohrgeometrie. Die Großinvestition "Ersatz der Querteilschere" im Blechwalzwerk Mülheim der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) wurde 2013 erfolgreich abgeschlossen. Am Standort Siegen der Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) nahm eine weltweit einzigartige Wasserdruckprüfanlage den Betrieb auf. Sie ermöglicht die zeitgleiche Prüfung von bis zu drei Rohren unterschiedlicher Länge und Durchmesser. Das Werk Hamm investierte in eine Ultraschallprüfanlage, mit der komplette Rohre bis zu einem Außendurchmesser von 24 Zoll getestet werden können. Um der gestiegenen Nachfrage der Kunden aus den NAFTA-Staaten zu begegnen, hat die Salzgitter Mannesmann Precisión S.A. de C.V. (MPM), El Salto (Mexiko), im Rahmen des Werksausbaus bestehende Anlagen um eine neue Kurzlängenfertigung für Rohrabschnitte ergänzt. Die Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe hat im Werk Montbard einen neuen Blankglühofen sowie eine zusätzliche Ultraschallprüfanlage in Betrieb genommen und damit produktionstechnische Engpässe beseitigt. Mit der zum Jahresende genehmigten Erweiterung der Extrusionspresse wurde der Grundstein für den mittelfristigen Ausbau des Produktportfolios um größer dimensionierte, nahtlose Edelstahlrohre gelegt. Unternehmensbereich Handel Die Investitionstätigkeit des Handelsbereiches richtete sich im Geschäftsjahr 2013 erneut auf die Modernisierung bestehender und den Erwerb neuer Anlagen. So hat die Universal Eisen und Stahl-Gruppe sowohl in Neuss als auch am Standort der amerikanischen Tochtergesellschaft in Houston die Anarbeitungsmöglichkeiten erweitert und trägt so dem steigenden Kundenbedarf nach mehr Serviceleistungen Rechnung. Zudem investierte die niederländische Gesellschaft Salzgitter Mannesmann Staalhandel B.V. (SMNL) zur Sicherung des Profilstahlgeschäfts und zum Ausbau des Handels mit Flachprodukten in den Bau einer neuen Halle. Unternehmensbereich Dienstleistungen Im Rahmen der Standardisierung und Erneuerung ihres Lokparks hat die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS) 2013 weitere acht Lokomotiven und somit insgesamt 26 von 40 bestellten Einheiten erhalten. Unternehmensbereich Technologie Der Unternehmensbereich Technologie konzentrierte sich 2013 auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der KHS-Gruppe nachhaltig zu verbessern. Eine Prozessoptimierung sollen die derzeit in Deutschland und den Auslandsgesellschaften durchgeführten IT-Projekte bringen. Mit dem "Produktkonfigurator" wurde bereits 2012 ein weitreichendes Projekt für die softwarebasierte Konfiguration der KHS-Produkte und -Verpackungslinien gestartet. Diese soll zukünftig auf Basis hoch standardisierter Produkte und Prozesse eine noch effizientere Angebotserstellung sowie Auftragsabwicklung ermöglichen. Die Implementierung erfolgt dabei eng abgestimmt auf das Customer-Relationship-Management-(CRM-)System. Erste Maschinenkonfigurationen wurden 2013 fertiggestellt. Angelehnt an die erfolgreiche Vorgehensweise im Werk Kleve, wird im Werk Worms eine Fließfertigung implementiert, um die Montagezeiten und Logistikkosten zu reduzieren. Das KHS-Programm Fit4Future enthält als wichtigen strategischen Baustein den Ausbau des Streckblasmaschinengeschäfts und somit der PET-Linien. Bei der KHS Corpoplast GmbH (BEVCP) wurde daher zur Erweiterung der Montageflächen eine neue Halle errichtet. Die Fertigstellung fand im Februar 2013 statt. 3. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung (FuE) des Salzgitter-Konzerns gehen deutlich über die klassische Weiterentwicklung bestehender Produkte und Prozesse hinaus. Innovationen sind zumeist Ergebnisse systematisch gesteuerter Prozesse: von der Trendanalyse in klar definierten Produkt- und Technologiefeldern über die Ideenfindung und deren Bewertung anhand ihrer strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung, die Patentanalyse, die eigentliche FuE bis hin zur Umsetzung der Resultate in der Produktion. Die Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF), eines der führenden Stahl-Forschungsinstitute, ist dabei koordinierend verantwortlich für Innovationen und die Produktentwicklung in den Unternehmensbereichen Stahl und Röhren. Sie fördert eine enge Vernetzung mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern, auch im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsprojekte. Daraus resultierende Kooperationen werden gegenüber dem Zukauf externen Know-hows bevorzugt. Aus diesem Grund sind innerhalb des Berichtszeitraumes keine wesentlichen entsprechenden Aufwendungen entstanden. Darüber hinaus beteiligt sich die SZMF aktiv an der Mitgestaltung relevanter Normen und Standards. In Salzgitter konzentrieren sich die Aktivitäten des Produktsegments Warm- und Kaltband auf die Entwicklung sowie die Optimierung neuer Stähle und Beschichtungen. Dies geschieht entlang der gesamten Prozesskette der Stahlherstellung, -beschichtung und -verarbeitung. Um komplette Lösungen anbieten zu können, werden die komplexen Weiterverarbeitungsprozesse der Kunden einbezogen, bis hin zum fertigen Bauteil-Engineering. Am Standort Duisburg liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Rohr, Profil und Grobblech. Das Leistungsspektrum für Rohre reicht von geschweißten oder nahtlosen Präzis- und Leitungsrohren bis zu großformatigen Pipelines. Hier werden ebenfalls anhand numerischer Simulationen und experimenteller Versuche Stähle und Verarbeitungs-Know-how entwickelt. Weitere Kompetenzfelder sind ingenieurtechnische Analysen zur Werkstoff- und Bauteilmechanik, strukturmechanische und umformtechnische Untersuchungen, die Entwicklung und der Bau zerstörungsfreier Prüfanlagen, aber auch Dienstleistungen rund um gewerblichen Rechtsschutz und Normung. Im Unternehmensbereich Technologie gehen Tradition und Innovation Hand in Hand, da FuE wichtige Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Produkte bilden. Die Innovations- und Produktentwicklungsprozesse richten sich hier konsequent an den Kunden- und Marktbedürfnissen aus. Ziel ist die Technologie- und Serviceführerschaft mit qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Produkten. Innovationskraft ist unsere Stärke: Dies belegt die im Unternehmensbereich Technologie auf 4.190 (2012: 3.676) gestiegene Gesamtanzahl der aktiven Patente und Patentanmeldungen sowie die Zunahme der angemeldeten oder eingetragenen Markenrechte auf 524 (2012: 487). Daraus ergeben sich zum Jahresende 2013 für den Gesamtkonzern 4.907 (2012: 4.332) angemeldete Patent- und 1.399 (2012: 1.358) Markenschutzrechte. FuE-Aufwendungen 2013 verfügte der Salzgitter-Konzern über ein Gesamtbudget für FuE und FuE-nahe Aktivitäten in Höhe von 103,2 Mio. €; davon bestritten Drittkunden 15,3 Mio. €. Der Anstieg um etwa 6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf die Aktivitäten der SZFG zur neuen Bandgießtechnologie (BCT) zurückzuführen. Innerhalb der Unternehmensbereiche ergibt sich folgende Aufteilung: Diese FuE-Aktivitäten der Salzgitter AG (SZAG) wurden über Kooperationsprojekte mit anderen Marktakteuren und Forschungseinrichtungen auf ein Gesamtprojektbudget von mehr als 200 Mio. € gehebelt, und so wurde der Nutzen entsprechend gesteigert. Im Konzern betrugen die wertschöpfungsbezogenen FuE-Aufwendungen 7,4 % (2012: 5,1 %). Forschung- und Entwicklungsaufwand nach Unternehmensbereichen Am 31. Dezember 2013 waren 828 Personen in FuE und dem FuE-nahen Bereich tätig, 302 als Mitarbeiter der SZMF und 526 als Beschäftigte der operativen Gesellschaften. Dieses Verhältnis unterstreicht die Prozess- und damit die Kundenorientierung unserer FuE-Aktivitäten. Qualifikationsstruktur in der SZMF FuE-Schwerpunkte 2013 Die FuE-Schwerpunkte richten sich nach den Anforderungen des Marktes oder unserer Kunden. Dabei sind häufig nicht nur Produkte, sondern Problemlösungen gefragt. Das Thema Nachhaltigkeit stand 2013 im Mittelpunkt der FuE-Arbeit. Beispiele dafür waren die Inbetriebnahme der Bandgießtechnologie, der Aufbau einer Hochleistungs-Laserschweiß-Versuchsanlage zur Untersuchung der Schweißeigenschaften von Leichtbau- und Pipelinestählen, die Modellierung der Werkstoffeigenschaften in Rohren zur Reduzierung des Ressourceneinsatzes sowie die Entwicklung von Hochleistungsstählen für effizientere Kraftwerke. Zudem ermöglicht ein Ökobilanzierungsmodell, ein umfassendes Bild über den Ressourceneinsatz bei der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) zu erstellen. Und der Unternehmensbereich Technologie setzte verstärkt auf ganzheitliche Systemlösungen statt der Entwicklung einzelner Maschinen. Hier einige weiterführende Informationen zu den genannten Projekten: Besonders ressourceneffizient: Bandgießtechnologie und HSD®-Stahl Mit der Bandgießtechnologie investiert die SZAG im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts gezielt in die energie- und ressourcenschonende Stahlherstellung der Zukunft. Eine neue Pilotanlage der SZFG am Standort Peine hat die Warminbetriebnahme erfolgreich absolviert und befindet sich im Einfahrbetrieb. In nachgeschalteten Prozessstufen durchläuft das 1.000 mm breite und 15 mm dicke Bandgussmaterial bereits erste Warmwalz- und Weiterveredelungstests. Der Schwerpunkt liegt auf der Herstellung neuer hochmanganhaltiger Leichtbaustähle wie dem höchstfesten und gleichzeitig gut umformbaren HSD®-Stahl. 2013 wurde eine Vielzahl von Kundenprojekten zur Potenzialbewertung dieses Werkstoffes intensiv vorangetrieben. Studien in verschiedenen Industriebereichen erfolgten unter Einbeziehung der Umform-, Füge- und Simulationstechnik. Diverse Prototypen-Bauteile aus HSD®-Stahl wurden bereits erstellt und erfolgreich getestet. Laser bringt es auf den Punkt Die SZMF hat Ende 2012 einen neuen Hochleistungs-Schweißlaser in Betrieb genommen. Die Versuchsanlage enthält eine prozessintegrierte, induktive Wärmebehandlung und liegt mit einer Laserausgangsleistung von 16 kW im "High-End-Bereich" Sie ersetzt ein altes 3-kW-System. Die Anlage ermöglicht es, bis zu 18 mm dicke Bleche in einer Lage sicher zu verschweißen. Damit kann diese Schweißtechnologie sowohl im Flachstahl- als auch im Rohrbereich erstmalig in einem solchen Dickenspektrum für die Produktentwicklung eingesetzt werden. Life Cycle Assessment (LCA): Ökobilanzierung von Stahlprodukten Der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen der Erde sowie die Minimierung der Umweltbelastungen sind zentrale Herausforderungen der heutigen Zeit. Als Indikatoren für Umweltwirkungen und die Nachhaltigkeit von Produkten dienen Ergebnisse aus Life Cycle Assessments (LCA), Ökobilanzen genannt. Seitens der SZMF wurde der komplette Stahlherstellungsprozess für die Hauptprodukte der SZFG ökobilanziell modelliert. Zudem wurde ein Werkzeug entwickelt, das die Daten aus dem LCA-Modell verwendet, um für unterschiedliche Realisierungsvarianten der Baugruppen aus Stahl die CO2 -Äquivalente und den kumulierten Energieaufwand zu berechnen. Hiermit können Kunden zukünftig bei der Materialauswahl im Sinne einer positiven Ökobilanz unterstützt werden. Neues Werkstoffmodell senkt Kosten und Entwicklungszeit in der Rohrproduktion Um die Qualität der Rohrprodukte des Salzgitter-Konzerns stetig zu verbessern, analysiert und optimiert die SZMF kontinuierlich die Herstellungsprozesse, Produkteigenschaften und Anwendungsfälle. Dafür hat sich die numerische Simulation als Analysewerkzeug ergänzend zu experimentellen Versuchen etabliert. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik (IWM), Freiburg, hat die SZMF ein Werkstoffmodell erarbeitet, das für numerische Simulationen noch realitätsnähere Ergebnisse liefert. Die hohe Genauigkeit der Vorhersage hilft insbesondere bei der Prozessgestaltung: Hier werden der Werkzeugverschleiß minimiert und die Toleranzgenauigkeiten der Rohrprodukte weiter erhöht. Darüber hinaus können neue Produktionsprozesse schneller und mit weniger Ressourcen- und Personalaufwand getestet und eingefahren werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, aus den Vormaterialeigenschaften und der Kenntnis der einzelnen Produktionsschritte auf die Eigenschaften der Endprodukte zu schließen. Dies ist im Falle sehr strikter Kundenvorgaben wichtig, um die Produktion entsprechend anzupassen. Power Austenit: Einsatz in den Kraftwerken von morgen Gemeinsam mit der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes GmbH (SMST) hat die SZMF einen Werkstoff zum Einsatz in der nächsten Generation von Kraftwerken entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Stahl, der über eine spezielle Gefügestruktur (Austenit) verfügt und auf einer kostengünstigen Eisenbasislegierung beruht. Ein neuartiges Verstärkungskonzept führt zu den geforderten mechanischen Eigenschaften für die Verwendung bei sehr hohen Temperaturen. Gleichzeitig ist der Werkstoff so optimiert, dass er gegen Korrosion - verursacht durch Rauchgase und Aschen - hochbeständig ist. Somit lassen sich Wirkungsgrade von über 50 % in Kraftwerken erreichen und erhebliche Ressourceneinsparungen realisieren. Neuartige Flaschenetikettierung über Direktbedruckung Die KHS GmbH (KHSDE) präsentierte 2013 auf der Weltleitmesse der Getränkeindustrie "drinktec" die KHS Innoprint PET-Technologie als eine Systemlösung für die digitale Direktbedruckung von bis zu 36.000 PET-Flaschen pro Stunde. Anhand hoch entwickelter Tintenstrahltechnologie werden Behälter unmittelbar mit UV-Tinten bedruckt. Hierbei wird ein brillantes Farbbild realisiert, sodass das Etikettenmaterial aus Kunststoff oder Papier vollständig entfällt. Auf Kundenwunsch lässt sich jede einzelne Flasche mit einem neuen Motiv dekorieren. Die Tinten auf den bedruckten PET-Flaschen lassen sich für das Recycling vollständig entfernen. KHS Innoprint PET setzt so neue Industriestandards hinsichtlich Flexibilität, Umrüstzeiten sowie Druckqualität und Nachhaltigkeit. Nachhaltiges Produzieren und Verpacken Mit Nature MultiPack™ hat die KHS Gruppe ein nachhaltiges Verpackungssystem geschaffen, das Verpackungseinheiten aus PET-Flaschen oder Dosen erzeugt und völlig auf den Einsatz von Verpackungsmaterial verzichtet. Durch speziell entwickelte Klebstoffe werden Behälter zu einfachen Multipacks verbunden, die sich mithilfe eines Tragegriffs bequem transportieren lassen. Nach dem einfachen Lösen der Behälter aus dem Verbund bleibt das Restgebinde erhalten. Nature MultiPack™ wird als Komplettsystem in einem Verpackungsmarkt angeboten, dessen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltschutz ständig wachsen. Zukünftige FuE-Schwerpunkte des Konzerns Die relevanten Megatrends in den Bereichen Mobilität, Energie und Rohstoffe wirken sich unmittelbar auf die zukünftige Stahlverwendung aus. Damit unser Werkstoff hierfür weiter innovative Lösungen liefert, besonders im Hinblick auf die Energieeffizienz, unternehmen wir umfangreiche Anstrengungen in FuE. Konkrete Beispiele sind Werkstoffentwicklungen für den Automobil-Leichtbau und neuartige Konzepte für den Bau von Windenergieanlagen, aber auch solarthermische Kraftwerke, moderne fossile Hochtemperaturkraftwerke mit hohen Wirkungsgraden oder verbrennungseffizientere Dieselmotoren mit druckbeständigeren Einspritzleitungen. Im Unternehmensbereich Technologie setzen wir im Bereich der Abfüll- und Verpackungstechnik konsequent unser Strategieprogramm "Fit4Future" um. Unsere Produktentwicklungen kombinieren explizit Kundennutzen und Nachhaltigkeit durch minimalen Ressourcenverbrauch und maximale Effizienz. So stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit. Der modulare Aufbau von Anlagen und Maschinen bleibt ein Schwerpunkt, um aus einem standardisierten Baukasten heraus größtmögliche Flexibilität zu erreichen. Mehrperiodenübersicht zum Forschungs- und Entwicklungsbereich scroll 20133) 20123) 20113) 20103) 20093) FuE-Aufwand Mio. € 88 82 79 78 81 FuE-Mitarbeiter Blm. 828 879 910 972 916 FuE-Quote1) % 1,0 0,8 0,8 0,9 1,2 FuE-Intensität2) % 7,4 5,1 4,4 4,9 9,0 scroll 20083) 2007 2006 2005 2004 FuE-Aufwand 80 60 58 58 57 FuE-Mitarbeiter 983 725 688 706 701 FuE-Quote1) 0,6 0,6 0,7 0,8 1,0 FuE-Intensität2) 3,0 2,2 2,0 2,9 4,2 1) FuE-Aufwand bezogen auf den Konzernumsatz 2) FuE-Aufwand bezogen auf die Konzernwertschöpfung 3) KHS GmbH voll konsolidiert 4. Schutz der Umwelt Europäische Klimaschutzpolitik und deutsche Energiewende Die bisherige Energie- und Klimaschutzpolitik der Europäischen Union verfolgt aus Sicht der Salzgitter AG (SZAG) einen zu einseitig nach innen gerichteten Blick. Sie konzentriert sich vor allem auf das Erreichen rein europäisch gesteckter Zielmarken in den Bereichen CO2 -Minderung, Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Auch wenn diese Themen grundsätzlich für eine konsistente Klimaschutzpolitik von Bedeutung sind, so ist in Anbetracht des globalen Kontexts eine zunehmend ganzheitliche internationale Betrachtung des Themas erforderlich. Die für Europa geschaffenen Instrumente dürfen nicht allein mit Blick auf die hiesigen Ziele weiterentwickelt, sondern müssen auf ihre internationale Einsetzbarkeit und Akzeptanz hin kritisch hinterfragt werden. Nur dies bietet zum einen Chancen, durch überzeugende Struktur und Einfachheit der Instrumentenausgestaltung beispielsweise zu einer Globalisierung des Emissionshandels beizutragen. Zum anderen ist darauf aufbauend nur so die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie abzusichern. Die weltweiten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die CO2 -Emissionen nehmen weiterhin stetig zu, obwohl die Staatengemeinschaft prinzipiell das "Zwei-Grad-Ziel" anerkannt hat. Zu dessen Einhaltung müsste bereits im Laufe dieser Dekade der Weg für eine deutliche Minderung des weltweiten Treibhausgasausstoßes beschritten werden. Wesentlicher Grund für das weitere Ansteigen der Emissionen ist aus Sicht der SZAG, dass in nahezu allen Volkswirtschaften der Entwicklungs- und Schwellenländer - im Übrigen völlig nachvollziehbar - das Streben nach mehr Wohlstand im Hier und Jetzt über den Zielen eines globalen Klimaschutzes steht. Deshalb halten wir es im Hinblick auf die Vorreiterrolle Deutschlands für zielführender, die ökonomischen und ressourcenschonenden Wirkungen der Energiewende klarer herauszuarbeiten und zum gedanklichen Ausgangspunkt für die Umstellung des Energiesystems zu machen. Dazu muss der Prozess koordinierter angegangen werden, sodass jede erneuerbar erzeugte Kilowattstunde Strom möglichst auch sinnvoll verbraucht werden kann. Nur wenn die deutsche Energiewende ein ökonomischer Erfolg wird und es dabei nicht zu flächigen Stromausfällen kommt, kann sie international Nachahmer finden und so dem Klimaschutz dienen. Zunehmende Systematisierung des Energiemanagements im Salzgitter-Konzern Das im Jahr 2011 begonnene konzernweite Projekt zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz haben wir zielgerichtet ausgebaut: Inzwischen besitzen alle wesentlichen energieverbrauchenden Produktionsgesellschaften der Unternehmensbereiche Stahl und Röhren ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Dies stellt für die einzelnen Standorte eine zielführende Aufbau- und Ablauforganisation zur systematischen Bearbeitung der Energiethematik sicher. Außerdem hat die SZAG ein konzernübergreifendes Forum für Energiemanagement eingerichtet, das die Energiebeauftragten der Konzerngesellschaften zu einem strukturierten, regelmäßigen Austausch über energetische Optimierungen und Maßnahmen nutzen. Ein wesentlicher Baustein dabei ist eine gemeinsame Wissensplattform: In einer Datenbank stellen sich die Konzerngesellschaften gegenseitig bereits mehr als 600 Energieeffizienzmaßnahmen zur Verfügung. Dies unterstützt auf sehr positive Weise die Möglichkeit, aus Erfahrungen voneinander zu lernen. Hohes Maß an Anerkennung für Energiemanagement und -effizienz der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) Seit 2007 schreibt die Deutsche Energie-Agentur (dena) den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützten "Energy Efficiency Award" aus. Ausgehend von den vielfältigen Aktivitäten zur Optimierung der Energieverbräuche in ihrem integrierten Hüttenwerk hat sich die SZFG im Jahr 2013 mit dem Projekt "Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Optimierung der Kuppelgasnutzung" um diesen renommierten Preis beworben. Gegenstand des Antrags waren sowohl die Managementansätze der SZFG zur Effizienzsteigerung als auch ausgewählte, bereits umgesetzte Projekte wie die Brennstoffreduzierung in Wärmöfen und die Modernisierung des Kuppelgaskraftwerkes. Unter großer Anerkennung der internationalen Fachwelt erzielte die SZFG im Rahmen des dena-Kongresses am 25. November 2013 in Berlin unter 87 eingereichten Bewerbungen aus elf Staaten den ersten Platz. Neue Schlackenstrategie im Unternehmensbereich Stahl Die SZFG hat den Auftrag zur Aufbereitung der im Segment Stahl erzeugten Schlacken und anfallenden Schuttmaterialien an einen erfahrenen Stahlwerksdienstleister neu vergeben. Zu den beauftragten Tätigkeiten gehört unter anderem die Betriebsführung des SZFG-eigenen Reststoffzentrums Barum, in dem sowohl Reststoffe für die Wiederverwendung aufbereitet als auch nicht verwertbare Abfallanteile deponiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt wurde im Zuge der Auftragsvergabe auf eine koordinierte und optimierte Verarbeitung aller im Unternehmensbereich Stahl erzeugten Schlacken gelegt, um einerseits im Interesse des Salzgitter-Konzerns Synergieeffekte besser zu nutzen und andererseits durch die stärker gebündelte Vermarktung der aus den Schlacken erzeugten Düngemittel und Verkehrsbaustoffe Wettbewerbsvorteile zu generieren. Diese Maßnahme führt die Schlacken unter Umweltgesichtspunkten noch zielgerichteter einer ressourcenschonenden Nutzung zu. Energetische Optimierung der Ofentechnik bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) Die MGB hat 2013 im Blechwalzwerk die Ofendecke des Hubbalkenofens erneuert und den Bereich der Rekuperatoren modernisiert. Dadurch kann der Wärmeverlust bei kontinuierlicher Produktion um 30 % reduziert werden. Zudem wurden die Heißwindleitungen des Üfens so optimiert, dass zukünftig eine geringere Ventilationsförderleistung benötigt wird. Dies hat eine Senkung des Stromverbrauchs dieses Einzelaggregats um 40 % zur Folge. Richtungsweisende Fortschritte durch Produkte der KHS-Gruppe Bereits in den vergangenen Jahren zeichnete der TÜV Süd zahlreiche Produkte der KHS-Gruppe mit dem Label "Energieeffiziente Anlagentechnik" aus und bestätigte so deren niedrige Energie- und Medienverbräuche. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gelang der KHS-Gruppe, neben weiteren energie- und ressourcensparenden Innovationen, wie dem Innofill DVD und dem Innosept Asbofill ASR, mit der Neuentwicklung der Anlagentechnik AirbagPlus ein zusätzlicher Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und Kostenreduzierung bei der Herstellung von PET-Flaschen. Aufgrund des hohen Verbrauchs an Druckluft ist der Streckblasprozess grundsätzlich ein energieaufwendiges Verfahren. AirbagPlus vermindert den Druckluftverbrauch um 40 % und senkt somit den Energiebedarf. Außerdem überzeugt das neue KHS-Ultra-Clean-Konzept durch höhere Nachhaltigkeit, Flexibilität, Kostenreduktion und Platzeinsparung bei gleichzeitig höchster mikrobiologischer Sicherheit. Diese neue Lösung besteht aus der Streckblasmaschine InnoPET Blomax Serie IV mit einem Füller-Verschließersystem. Daraus ergibt sich letztlich ein um 40 % verringerter Platzbedarf beim Kunden sowie ein in etwa 20 % geringerer Reinigungsmittel- und Sterilluftverbrauch. Umweltschutz in Zahlen Im Unternehmensbereich Stahl betrugen die laufenden Umweltschutzaufwendungen 2013 rund 179 Mio. €. Die Aufwendungen für den Umweltschutz der inländischen Gesellschaften des Unternehmensbereiches Röhren beliefen sich auf etwa 12 Mio. €. Sie verteilen sich wie in den nebenstehenden Grafiken dargestellt. Umweltschutzaufwendungen Unternehmensbereich Stahl Umweltschutzaufwendungen inländischer Gesellschaften Unternehmensbereich Röhren Wirtschaftsbericht III. Überblick über den Geschäftsverlauf 1. Globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen Konjunkturelles Umfeld1) Die Weltwirtschaft stabilisierte sich 2013. Dabei waren die zu bewältigenden Herausforderungen enorm: Die im Frühjahr wirksam gewordenen Haushaltskürzungen in den USA dämpften das dortige Wachstum, und auch Europa kämpfte mit den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise. Dennoch nahm die Weltkonjunktur während der zweiten Jahreshälfte Fahrt auf. In den Industrienationen verbesserte sich die Nachfrage - teilweise kam es zu stärker als erwarteten Vorratsaufstockungen. In den Schwellenländern, mit Ausnahme Chinas, blieb die Binnennachfrage verhalten; die Erholung der Exporte war Haupttreiber der konjunkturellen Verbesserung. Aktuellen Erhebungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge betrugt das Wachstum der Weltwirtschaft 2013 3,0 % und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (2012: 3,1 %). Die Eurozone durchschritt im Jahr 2013 die konjunkturelle Talsohle. Ab dem Frühjahr war eine zaghafte Erholung in den meisten Ländern feststellbar. Vor allem West- und Südeuropa, aber ebenso alle anderen großen Euro-Volkswirtschaften - ausgenommen Deutschland - verzeichneten bessere Wirtschaftskennzahlen als 2012. In rund der Hälfte aller Euroländer blieb die wirtschaftliche Entwicklung trotzdem rezessiv. Die hohe Verschuldung wirkte weiterhin konjunkturhemmend. Haupttreiber der Verbesserung blieb der Außenhandel; allerdings erholte sich auch die Binnenwirtschaft erstmals seit zwei Jahren. Insgesamt verblieb die Eurozone 2013 mit -0,4 % Wirtschaftswachstum laut IWF in der Rezession. Die Kontraktionsrate halbierte sich gleichwohl gegenüber der Vergleichsperiode (2012: -0,7 %). In Deutschland setzte die Volkswirtschaft 2013 ihr moderates Wachstum fort. Nach dem langen Winter zu Jahresbeginn zog die Wirtschaftsleistung an, wobei es im zweiten Quartal zu Nachholeffekten kam. Die Rezession in einigen wichtigen europäischen Absatzmärkten und der etwas schwächere Welthandel belasteten die deutsche Wirtschaft. Der private Konsum war daher die Hauptstütze der Konjunktur. Inländische Ausrüstungsinvestitionen zeigten zum Ende des Berichtszeitraumes positive Tendenzen, waren auf Jahressicht jedoch genauso rückläufig wie die Exportwirtschaft. Der Beschäftigungsaufbau schwächte sich deutlich ab, dennoch erreichte die Zahl der Erwerbstätigen 2013 das siebte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Das Bruttoinlandsprodukt stieg gemäß Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,4 %. 1) Die Informationen stammen im Wesentlichen aus den folgenden Quellen: Internationaler Währungsfonds (1/2014) World Economic Outlook Update, Wirtschaftsvereinigung Stahl: Stahlprognose 2014/2015, BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie: Herbstgutachten 2013; Statistisches Bundesamt, Januar 2014 Gesamtwirtschaftliche Indikatoren Deutschland 1) Quelle: Statistisches Bundesamt 2) Quelle: Deutsche Bundesbank Beschaffung Volatiler Spotmarkt sorgt für starke Schwankungen bei Erzpreisen Die Marktentwicklung war 2013 erneut geprägt von einer großen Schwankungsbreite der Erzpreise. Die Spotmarkt-Notierung für Feinerz stieg im ersten Quartal auf 160 USD/dmt (Trocken-Metrische Tonne) CFR China, den Jahreshöchstwert. Bereits im März setzte eine deutliche Gegenbewegung ein, die den Spotmarkt zur Jahresmitte auf ein Niveau von 110 USD/dmt absinken ließ. Eine erneute Trendwende gab es zu Beginn des dritten Quartals. Bedingt durch niedrige Lagerbestände in den Häfen und eine konstant hohe Stahlproduktion in China von mehr als 60 Mio. t pro Monat rangierte die Notierung in der zweiten Jahreshälfte zwischen 130 bis 140 USD/dmt. Die beschriebene Entwicklung führte für die Referenzsorte Carajas-Feinerz in der Rückrechnung des chinesischen Spotmarktes im "alten" VALE-Modell (Preisbildung basierend auf den Spot-Notierungen des Vorquartals minus ein Monat) in den aufeinanderfolgenden Quartalen zu Preisen von 91, 126, 115 und 107 USD/dmt (alle Preise auf Basis FOB Brasilien). Entspannung auf dem Kokskohlemarkt Die Quartalspreise für Kokskohle mit Benchmarkcharakter werden nach wie vor zwischen großen Produzenten und Abnehmern verhandelt. Während in den vergangenen Jahren aufgrund von Überschwemmungen und mehrmonatigen Streiks in Australien Lieferprobleme auftraten, hat sich die Marktlage 2013 weitestgehend entspannt. Für die ersten drei Monate des Berichtszeitraumes wurden 165 USD/t FOB als Benchmarkpreis für qualitativ hochwertige Kokskohle vereinbart. Im zweiten Quartal wurde die flächendeckende Akzeptanz der Benchmark-Preise auf eine harte Probe gestellt. Ende März hatten BHP Billiton und Nippon Steel einen Quartalspreis von 172 USD/t FOB für Sorten des Premiumsegments festgelegt, den ein breites Kundensegment als nicht marktkonform einstufte. Als Folge dessen kam es verstärkt zu individuellen, bilateralen Preisvereinbarungen, die je nach Qualität und Zeitpunkt der Abschlüsse zwischen 161 und 169 USD/t FOB rangierten. Der Quartalsbenchmark lief so Gefahr, seine Leitpreiswirkung für den Weltmarkt zu verlieren und die Entwicklung hin zu kurzfristigeren Preisperioden zu verstärken. Die Benchmarkabschlüsse des dritten (145 USD/t FOB) und vierten Quartals (152 USD/t FOB) adaptierten die Marktteilnehmer hingegen größtenteils. Seefrachten mit steigender Tendenz Der Frachtenmarkt war 2013 unverändert von großen Überkapazitäten gekennzeichnet. Neubautonnage drängte auf den Markt und hielt die Frachtraten in den meisten Relationen niedrig. Nachdem die Benchmarkrate Tubarão-Rotterdam Ende 2012 noch bei 10,00 USD/t notierte, lag sie während der beiden ersten Quartale 2013 durchschnittlich nur bei rund 8,10 USD/t. Die Sommermonate brachten eine deutliche Marktbelebung, die primär auf hohe Befrachtungsmengen der chinesischen Stahlerzeuger zurückzuführen ist. So kletterte die Benchmarkrate im Oktober auf 15,00 USD/t und damit den höchsten Wert seit Dezember 2011. Zum Jahresende rangierte sie bei 13,90 USD/t. Preisschwankungen bei Metallen und Ferro-Legierungen Die internationalen Märkte für Metalle und Legierungen stellten sich 2013 uneinheitlich dar: Die Preise der Massenlegierungen blieben zunächst stabil, bevor sie in der zweiten Jahreshälfte leicht nachgaben und zum Jahresabschluss im Durchschnitt merklich unter denen des Vorjahres herauskamen. Börsennotierte Stoffe wie Zink, Nickel, Kupfer und Aluminium zeigten sich im Verlauf des Jahres recht volatil. Preise für flüssige Reduktionsmittel stabil Die Preise für flüssige Reduktionsmittel (schweres Heizöl und Ersatzreduktionsstoffe) waren ungewohnt konstant mit nur geringen Schwankungen und wiesen aufgrund regionaler Markteinflüsse insgesamt einen deutlichen Rückgang gegenüber 2012 aus. Die Rohölnotierungen bewegten sich ebenfalls in einer engen Bandbreite. Der Jahresmittelwert von 109 USD/Barrel fiel im Vorjahresvergleich um 3 USD/Barrel. Anziehende Preise für Stahlschrott in der zweiten Jahreshälfte Zum Jahresauftakt zeigten sich die Preise auf dem deutschen Stahlschrottmarkt bei relativ guter Nachfrage nahezu stabil. Bereits ab Februar machte sich jedoch eine Marktschwäche bemerkbar, die bis Juli einen durchgängigen Preisverfall nach sich zog. Hauptursachen waren die rückläufige Stahlproduktion sowie fehlende Exportmöglichkeiten als Folge des ungünstigen Euro-Wechselkursverhältnisses. Im Spätsommer dann zogen die Preise in Deutschland vor allem wegen der sehr lebhaften Schrottnachfrage der türkischen, aber auch der inländischen Verbraucher an. Diese Entwicklung setzte sich grundsätzlich bis zum Ende des Berichtszeitraumes fort. Fremdstrompreis leicht rückläufig Die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) deckt nahezu ihren gesamten Strombedarf mithilfe des werkseigenen Kraftwerkes. Dagegen bezieht die Peiner Träger GmbH (PTG) Fremdstrom strukturiert am Termin- und Spotmarkt. Verglichen mit dem Vorjahr verringerte sich der durchschnittliche Fremdstrompreis (Energiepreis zuzüglich gesetzlicher Abgaben und Netznutzung), den die PTG zu entrichten hatte, geringfügig. Dabei entwickelten sich die einzelnen Bestandteile des Preises unterschiedlich: Die Abgaben für Kraft-Wärme-Koppelung und für Erneuerbare Energien blieben konstant, während der reine Energiepreis nachließ und die Netznutzungskosten anzogen. Anstieg Erdgaspreis trotz sinkender Heizölnotierungen Der Erdgaspreis für den Werksverbund SZFG/PTG ist durch eine Preisgleitklausel an leichtes (HEL) und schweres Heizöl (HS) gebunden, wobei sich Änderungen mit einem halben Jahr (HEL) und drei Monaten (HS) zeitlich versetzt auswirken. Die maßgeblichen Heizölpreise reduzierten sich gegenüber 2012. Dennoch stieg der durchschnittliche Bezugspreis, da 2012 eine Teilmenge zu einem Festpreis gesichert wurde, der deutlich unter dem ölgebundenen Preis lag. Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe und Energieträger Nachlassende Märkte bei Hilfs- und Betriebsstoffen Die Märkte für Hilfs- und Betriebsstoffe waren im Jahr 2013 weitgehend von einer guten Verfügbarkeit der Produkte geprägt, die auf eine abgeschwächte Nachfrage traf. Dies führte überwiegend zu einer Senkung der Bezugspreise. Vormaterial - Halbzeug-Preisentwicklung volatil Innerhalb des ersten Quartals 2013 erholte sich der Stahlmarkt etwas und die Nachfrage zog merklich an. Folglich stiegen die Brammenpreise in Europa, Asien und Lateinamerika und erreichten im April ihren Höchststand. Bereits ab Mitte des zweiten Quartals brachen sie jedoch spürbar ein und fielen auf einen Stand, der noch unter dem des Schlussquartals 2012 lag. Die Brammenpreise stabilisierten sich zunächst auf diesem niedrigen Niveau, um sich gegen Ende des dritten Quartals zu erholen und bis zum Jahresende einem Aufwärtstrend zu folgen. Im Unternehmensbereich Röhren werden weiterhin zwei maßgebliche Routen zur weitgehenden Eigenversorgung genutzt, die um Zukäufe bei strategischen Partnern ergänzt werden können. Die der Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) zustehende Liefermenge der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) bedient schwerpunktmäßig die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) mit Brammen für die Grobblecherzeugung als Vormaterial der längsnahtgeschweißten Großrohre. Zudem erhalten die Präzisrohrgesellschaften Röhrenrund zur Produktion nahtloser Präzisrohre. Der Bedarf der Röhrengesellschaften an Warmband wird hauptsächlich über die Warmbreitbandstraße der SZFG abgedeckt. Dafür werden die Kapazitäten der HKM auch im Sinne einer Optimierungsstrategie zur Belieferung von Gesellschaften des Unternehmensbereiches Stahl eingesetzt. Das Einkaufsvolumen des Unternehmensbereiches Technologie verringerte sich trotz steigendem Umsatz leicht. Dies resultierte zum Teil aus verbesserten Einkaufskonditionen, die dank Standardisierungsmaßnahmen der Technik, langfristiger Lieferverträge und rückläufiger Rohmaterialpreise erreicht werden konnten. Die größte Tochtergesellschaft KHS GmbH (KHSDE) konzentrierte sich auf den konsequenten Ausbau des Warengruppenmanagements und des Lieferantenportals. Weitere Schwerpunkte waren die frühzeitige Einbindung des Einkaufs in die Entwicklung und das Projektgeschäft, eine vermehrte Nutzung der internationalen Beschaffungsmärkte sowie eine strategische Zusammenarbeit mit Schlüssellieferanten, um deren Know-how bereits im Produktentstehungsprozess zu berücksichtigen. Absatzstrukturen Die Unternehmen des Salzgitter-Konzerns unterhalten vielfältige Lieferbeziehungen zu in- und ausländischen Kunden der unterschiedlichsten Branchen, deren Konjunkturzyklen sich phasenverschoben, teilweise sogar gegenläufig entwickeln. Insofern fällt der Steuerung der Absatzstrukturen eine wichtige Rolle zu. Folgende Formen werden unterschieden: Monats- und Quartalsverträge Ein Großteil der Liefermengen des Unternehmensbereiches Stahl wird weiterhin auf der Grundlage von Quartalsverträgen an die Kunden abgegeben. Aufgrund der anhaltenden Volatilität der Beschaffungsmarktpreise ist im vergangenen Jahr die Bedeutung von Monatsabschlüssen gestiegen. Sowohl Basispreise als auch Aufschläge für Güten und Abmessungen, die die Walzstahlhersteller gewöhnlich quartalsweise annoncieren, werden mit einer vermehrten Anzahl von Kunden für Einzelmonate verhandelt und abgeschlossen. Die Präzisrohrgesellschaften verkaufen ihre Produkte schwerpunktmäßig an die Automobilindustrie, aber ebenso an den Maschinenbau, den Handel und den Energiebereich. Die Produktion ist kundenbezogen und ausschließlich auftragsgebunden. Während ein Großteil der Lieferungen in der Vergangenheit an längerfristige Preisvereinbarungen gekoppelt war, werden nunmehr meist Verträge mit Laufzeiten von drei bis maximal sechs Monaten oder indexbasierten Preisanpassungen realisiert. Im Geschäft mit dem lagerhaltenden Handel sind Preisabschlüsse kurzfristig geworden. Längerfristige Verträge Die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) vereinbart für einen Teil ihres Absatzes Verträge, bei denen die Preise in turnusmäßigen Verhandlungen für einen längeren Zeitraum als ein Quartal fixiert werden. Typische Kundengruppen für diese Art Lieferbeziehung sind die Automobilindustrie und deren Zulieferer, spezialisierte Kaltbandhersteller und Stahl-Service-Center (SSC). Die Automobilhersteller binden zunehmend die SSC in sogenannte Resale-Modelle ein und verhandeln Preis, Menge und Spezifikationen des vom SSC abzudeckenden Stahlbedarfs mit den Stahlerzeugern direkt. Die Verkürzung der Vertragslaufzeiten auf der Rohstoffbeschaffungsseite macht es grundsätzlich erforderlich, die Zahl der länger laufenden Verträge zu reduzieren. Auch die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) setzt bis zu einem Viertel ihrer Produktion über Lieferabkommen ab, die längerfristige Preisbindungen enthalten (beispielsweise Projektgeschäfte im Tank- und Stahlbau und Offshore-Windbereich). Dabei begrenzt sie das Risiko durch eine weitestgehende Synchronisation der Fristigkeitsstrukturen auf der Einkaufs- und Beschaffungsseite sowie mithilfe von Preisgleitklauseln. Die Peiner Träger GmbH (PTG) vertreibt seit jeher nur kleine Tonnagen über längerfristige Kontrakte. Spotmarktgeschäfte Im Spotmarkt werden einzelne Geschäfte, bestehend aus Lieferung, Abnahme und Bezahlung einer definierten Produktmenge, unmittelbar abgewickelt. Der Unternehmensbereich Handel organisiert den größten Teil seines Absatzes über derartige kurzfristige Liefervereinbarungen, wobei die Beziehungen zu den wichtigsten Kunden im In- und Ausland normalerweise über viele Jahre gewachsen sind. Typische Abnehmerbranchen sind mittlere und kleinere herstellerunabhängige Stahlhändler, Stahlbauunternehmen sowie Maschinen- und Anlagenbauer. Projektlieferungen Der Röhrenbereich versorgt seine Kunden vorwiegend über Projektverträge. Neben internationalen Pipelinevorhaben und Blechlieferungen für Energieleitungen werden auch die Lieferungen für Kraftwerksneubauten und Chemieanlagen auf diese Weise kontrahiert. Gleiches gilt für einige Produkte des Stahlbereiches, allen voran Spundwand- und Trapezprofile, die in Tief- und Hochbauvorhaben zum Einsatz kommen. Der Unternehmensbereich Handel akquiriert und beliefert Auslandsprojekte als Lagerhalter, dazu als Mittler zwischen den Stahl- und Röhrenherstellern des Konzerns oder fremden Produzenten einerseits und den Endabnehmern andererseits. Gewöhnlich gelten die Konditionen für die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Projekte; es existieren jedoch Aufträge, die Anpassungsvereinbarungen oder Preisgleitklauseln enthalten. Die Produkte des Unternehmensbereiches Technologie umfassen Komplettanlagen und Einzelmaschinen, die mit einem zunehmend größer werdenden Standardisierungsgrad auftragsbezogen gefertigt werden. Grundsätzlich veröffentlicht der Salzgitter-Konzern keine Einzelheiten der Vertragsgestaltung wie Preise, sonstige Konditionen und Laufzeiten. Die öffentlich verfügbaren Spotmarkt-Preisinformationen können für viele Stahl- und Röhrenprodukte zur Orientierung herangezogen werden, gelten aber nur für absolute Standardprodukte; sie stellen lediglich einen kleinen Teil des Lieferprogramms dar. 2. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage Industriekrise in Europa prägt Geschäftsjahr 2013 - Fokus auf konsequenter Umsetzung von "Salzgitter AG 2015" Die anhaltende Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie stellte den Salzgitter-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr vor besondere Herausforderungen. Ein zunehmend scharfer Preiswettbewerb im europäischen Markt sowie die eklatante Unterauslastung des Großrohrbereiches prägten die Ertragslage maßgeblich. Darüber hinaus belasteten Abschreibungen auf das Anlagevermögen der Peiner Träger GmbH (PTG) sowie einmalige Restrukturierungsaufwendungen das Ergebnis vor Steuern mit in Summe 240 Mio. €. Vor diesem Hintergrund besitzt das im Herbst 2012 initiierte und ab der zweiten Jahreshälfte 2013 umgesetzte Programm "Salzgitter AG 2015" auch künftig höchste Priorität. Erste zählbare Erfolge sind zusätzliche Motivation, die umfassenden Maßnahmen konsequent fortzuführen. Nahezu 40 % Eigenkapitalquote und 300 Mio. € Nettofinanzguthaben per 31. Dezember 2013 bilden hierfür eine solide finanzielle Basis. Der Konzernaußenumsatz reduzierte sich aufgrund niedrigerer Durchschnittserlöse für viele Stahlprodukte sowie gesunkener Versandmengen in den Unternehmensbereichen Röhren und Handel auf 9.244,2 Mio. € (2012: 10.397,2 Mio. €). Insgesamt verbuchte der Salzgitter-Konzern -477,8 Mio. € Ergebnis vor Steuern (2012: -29,4 Mio. €). Darin enthalten sind 185,0 Mio. € Sonderabschreibungen (Impairment) im Trägerbereich, 54,6 Mio. € Restrukturierungsaufwendungen für das Programm "Salzgitter AG 2015" sowie -55,4 Mio. € Nachsteuer-Ergebnisbeitrag aus der at equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) (2012: +55,5 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern betrug -489,6 Mio. € (2012: -99,8 Mio. €). Hieraus errechnen sich -9,10 € Ergebnis je Aktie (2012:-1,89 €). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals lag bei -10,5 % (2012: 1,3 %). 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Unternehmensbereiche Die Salzgitter AG (SZAG) steuerte bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 als Management-Holding die fünf Unternehmensbereiche Stahl, Handel, Röhren, Dienstleistungen und Technologie. Nachfolgend wird die wirtschaftliche Entwicklung dieser Bereiche für das Geschäftsjahr 2013 auf der Basis der Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) beschrieben. Der Bereich Sonstiges/Konsolidierung stellt kein Segment gemäß den IFRS dar. Die Überleitung der Summe der Segmentvermögen und -schulden zur Bilanzsumme des Konzerns sowie die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und -ergebnisse zum Konzernumsatz beziehungsweise Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns sind im "Anhang" dargestellt. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2014 wurde eine neue Konzernorganisation implementiert (siehe Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie"). Unternehmensbereich Stahl scroll Eckdaten 2013 2012 Auftragseingang Tt 5.293 5.650 Auftragsbestand per 31.12. Tt 1.166 1.300 Versand Tt 5.425 5.422 Salzgitter Flachstahl1) Tt 4.294 4.216 Peiner Träger1) Tt 1.223 1.383 Ilsenburger Grobblech Tt 783 754 Hoesch Spundwand und Profil Tt 192 164 Salzgitter Bauelemente Tt 44 38 Salzgitter Europlatinen Tt 71 89 Konsolidierung Tt -1.183 -1.222 Segmentumsatz2) Mio. € 3.559,3 3.831,5 Salzgitter Flachstahl Mio. € 2.661,7 2.832,3 Peiner Träger Mio. € 694,8 840,5 Ilsenburger Grobblech Mio. € 615,2 667,8 Hoesch Spundwand und Profil Mio. € 158,0 134,6 Salzgitter Bauelemente Mio. € 48,9 49,5 Salzgitter Europlatinen Mio. € 72,0 90,9 Konsolidierung Mio. € -691,2 -784,0 Umsatz mit anderen Segmenten Mio. € 1.171,2 1.176,8 Außenumsatz3) Mio. € 2.388,2 2.654,7 Ergebnis Unternehmensbereich vor Steuern (EBT) Mio. € -428,2 -176,3 Salzgitter Stahl4) Mio. € -0,8 -2,7 Salzgitter Flachstahl Mio. € -89,6 -84,7 Peiner Träger Mio. € -290,9 -62,0 Ilsenburger Grobblech Mio. € -26,5 2,9 Hoesch Spundwand und Profil Mio. € -28,7 -35,6 Salzgitter Bauelemente Mio. € 0,4 2,2 Salzgitter Europlatinen Mio. € 3,1 3,3 Konsolidierung Mio. € 4,8 0,4 EBITDA Mio. € 70,9 178,7 EBIT Mio. € -338,2 -69,4 Investitionen5) Mio. € 180 187 1) inklusive Lieferungen innerhalb des UB Stahl 2) inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen 3) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns 4) verschmolzen im Geschäftsjahr 2013 5) ohne finanzielle Vermögenswerte Der Unternehmensbereich Stahl umfasst sechs operative Gesellschaften und bis Dezember 2013 eine Zwischenholding. Die Produktionsstandorte in Salzgitter, Peine, Ilsenburg und Dortmund sind mit hochmoderner Anlagentechnik ausgerüstet, die bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit und der Qualität der Erzeugnisse fortlaufend optimiert wird. Die dem Segment zugeordneten Gesellschaften sind im "Anhang" aufgelistet. Die Produktpalette enthält vor allem: ― Walzstahl in Form von Coils (aufgerollte Flachstahlbänder), die je nach Herstellungsverfahren als Warmbreitband (WBB) oder Kaltbreitband (KBB) bezeichnet werden, ― der Länge nach geteiltes WBB (Spaltband), ― aus WBB durch Querteilen erzeugtes Blech, ― oberflächenveredeltes WBB und KBB (verzinkt, organisch beschichtet), ― profilierte Bleche und Sandwichelemente für die Bauindustrie, ― Tailored Blanks (zugeschnittene und geschweißte Tafeln), Patchwork-Platinen und Stanzteile für die Automobilindustrie, ― Grobbleche (gewalzte Flachstahltafeln von mehr als 3 mm Dicke), ― mittlere und schwere warmgewalzte Profile (Träger), in erster Linie mit I-, H- und U-Querschnitt sowie ― warmgewalzte Spundwanderzeugnisse. Stahlkonjunktur weiterhin eingetrübt Die globale Rohstahlproduktion legte 2013 bei verhaltener Weltkonjunktur 3,5 % zu und markierte mit 1,61 Mrd. t einen neuen Höchststand. Haupttreiber der Entwicklung war erneut China, aber auch Indien und Südamerika verzeichneten Zuwächse. Hingegen war die Erzeugung in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens rückläufig. Trotz des Produktionswachstums fiel die Kapazitätsauslastung im globalen Mittel erstmals seit 2009 unter die 80 %-Marke. Eine der Hauptursachen hierfür war die schlechte Auslastung der europäischen Stahlindustrie. Während der Ausbau von Kapazitäten in den Schwellenländern anhielt, wurden lediglich in der Europäischen Union (EU) und in den Vereinigten Staaten Kapazitäten stillgelegt. Rohstahlproduktion Welt Quelle: World Steel Association 23.01.2014 (Vorjahr entsprechend angepasst) Nach dem erneuten Einbruch in 2012 verlangsamte sich die Schrumpfung des EU-Stahlmarktes im vergangenen Jahr. Die Marktversorgung mit Walzstahl ging nur noch geringfügig zurück, da sich dank der abgeschwächten Rezession und eines weniger ausgeprägten Lagereffekts während des zweiten Halbjahres Stabilisierungstendenzen zeigten. Die Rohstahlerzeugung der EU sank 2013 auf 165,6 Mio. t. Ungeachtet der Kapazitätsrücknahmen bewegte sich die Auslastung das fünfte Jahr in Folge unterhalb von 80 %. Der deutsche Stahlmarkt erreichte mit einer Marktversorgung von rund 38 Mio. t und einer Rohstahl-Produktion von 42,6 Mio. t nahezu das Niveau des Vergleichszeitraumes. Dennoch war das zurückliegende Jahr für die deutsche Stahlindustrie aufgrund der schwachen EU-Binnenkonjunktur und weiterer sich ungünstig entwickelnder Rahmenbedingungen außerordentlich herausfordernd: Vor allem während des ersten Halbjahres blieb der Stahlbedarf verhalten. Darüber hinaus hat sich der Preisdruck in Europa infolge der starken Unterauslastung europäischer Wettbewerber bei anhaltend hohen Rohstoff- und Energiekosten nochmals verschärft. Quellen: World Steel Association, Wirtschaftsvereinigung Stahl Geschäftsverlauf im Unternehmensbereich Der konsolidierte Auftragseingang des Unternehmensbereiches Stahl betrug 5.293 Tt und verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahr (-357 Tt). Dies war zum einen auf Sondergeschäfte der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) zurückzuführen, die bereits Ende 2012 akquiriert, aber erst während des ersten Quartals 2013 abgearbeitet wurden. Zum anderen wurde - als Reaktion auf die anhaltende Marktschwäche - die Produktionsmenge bei der Peiner Träger GmbH (PTG) ab August auf 1 Mio. t pro Jahr eingeschränkt. Der Auftragsbestand sank zum Stichtag auf 1.166 Tt. Segmentumsatz Während der Versand die Menge des Vorjahres einstellte, nahm der Außenumsatz der Stahldivision (2.388,2 Mio. €) gegenüber dem Vergleichszeitraum preisbedingt merklich ab. Der Segmentumsatz, der zudem die Geschäftsbeziehungen mit Konzerngesellschaften außerhalb des Stahlbereiches - beispielsweise des Unternehmensbereiches Handel - umfasst, gab in ähnlicher Größenordnung nach und rangierte bei 3.559,3 Mio. €. EBT Der Unternehmensbereich Stahl verbuchte einen signifikanten Vorsteuerverlust (428,2 Mio. €). Neben den erheblichen Ergebnisauswirkungen unauskömmlicher Margen waren auch Sonderbelastungen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung auf das Anlagevermögen der PTG (Impairment) in Höhe von 185,0 Mio. € sowie ein Mehraufwand aus der zweimonatigen Reparatur des Hochofens A bei der SZFG enthalten. Einmalaufwendungen für das Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" belasteten zusätzlich. Gesamterzeugungsmengen1) der wichtigsten Produktionsanlagen im Unternehmensbereich Stahl scroll 2013 2012 2011 2010 2009 Roheisen (SZFG) Tt 4.073 4.273 4.289 4.020 3.149 Rohstahl Tt 5.581 6.086 5.659 5.201 4.073 davon SZFG Tt 4.391 4.588 4.578 4.322 3.369 davon PTG Tt 1.190 1.499 1.081 878 704 SZFG Warmwalzwerk: Warmbreitband (WBB) Tt 3.583 3.469 3.396 3.228 2.393 Kaltwalzwerk: Kaltbreitband (KBB) Tt 1.450 1.458 1.509 1.590 1.248 Verzinkungsanlagen: verzinktes WBB/KBB Tt 1.119 1.146 1.189 1.232 1.001 Bandbeschichtungsanlagen: beschichtetes WBB/KBB Tt 163 193 221 191 195 PTG: Profile / Träger Tt 1.048 1.258 1.027 931 796 davon Schwere Trägerstraße: große Profile Tt 468 533 406 381 371 davon Universalmittelstraße: andere Profile Tt 579 725 621 550 426 ILG: Grobbleche Tt 786 761 789 739 658 HSP: Spundwandprodukte, Grubenausbau, Wulstflach Tt 206 175 130 109 94 SZBE: profilierte Bleche und Sandwichelemente Mio. m2 3,4 3,1 3,7 3,2 2,6 SZEP: Tailored Blanks, Patchwork-Platinen und Stanzteile Tt 67 88 95 72 45 1) Die Gesamterzeugungsmengen beinhalten nicht nur Fertigerzeugnisse (z.B. "zum Verkauf bestimmtes WBB"), sondern auch Mengen, die weitere Produktionsstufen durchlaufen (z.B. "WBB als Vorprodukt der Kaltwalzstufe"). Die einzelnen Stahlgesellschaften berichteten Folgendes: Die Rohstahlerzeugung des Unternehmensbereiches Stahl ging aufgrund eines Reparaturstillstands bei der SZFG und wegen der Reduzierung der Produktionskapazität in Peine gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres deutlich auf 5.581 Tt zurück. Einschließlich der anteiligen Mengen des Joint Ventures Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM), das dem Unternehmensbereich Röhren zugeordnet ist, betrug die Rohstahlproduktion des Konzerns 7.149 Tt. Die Versorgung mit Vormaterial erfolgte weitgehend konzernintern. Die Walzstahlerzeugung des Stahlbereiches war mit 5.489 Tt nur etwas geringer als im Vergleichszeitraum. Der europäische Flachstahlmarkt startete zunächst mit einem von Lagerergänzungen gekennzeichneten Auftrieb in das Jahr 2013. Dieser Effekt flaute allerdings rasch ab, sodass das Ordervolumen bereits während des zweiten Quartals wieder hinter die Jahresanfangswerte zurückfiel. Erst der Sommer brachte eine erneute Nachfragebelebung. Zugleich verschärfte sich der Preisdruck weiter. Die Spotmarktpreise für Flachstahl, die ab dem zweiten Quartal kontinuierlich gefallen waren, erholten sich erst im Laufe des Herbstes wieder etwas. Auftragseingang und -bestand der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) blieben unter dem Niveau des Vorjahres. Obwohl die Rohstahlerzeugung geringer war, rangierte die Walzstahlproduktion infolge des verstärkten Zukaufs von Brammen auf dem 2012er-Level. Der Absatz legte leicht zu, während sich der Umsatz erlösbedingt gegenüber dem Vorjahr reduzierte. Vor allem aufgrund unauskömmlicher Margen, aber auch wegen des Mehraufwandes für die umfangreiche Hochofenreparatur sowie der Restrukturierungsaufwendungen für "Salzgitter AG 2015" war das Vorsteuerresultat erneut spürbar negativ. Die Konjunkturentwicklung Südeuropas, die Aussetzung von Infrastrukturprojekten als Folge staatlicher Finanzierungsengpässe und eine ausgeprägte Schwäche des internationalen Großrohrmarktes kennzeichneten den europäischen Grobblechmarkt. Auch in den Exportmärkten herrschten für europäische Produzenten schwierige Bedingungen. Hierzu zählen die politisch instabile Situation im Nahen Osten sowie der Kapazitätsaufbau in Indien und China. Bedeutsame Nischenmärkte wie die Windturmindustrie, das Tankbausegment oder der Spezialtankschiffbau entwickelten sich hingegen weiterhin erfreulich. Das insgesamt herausfordernde Umfeld führte 2013 zu einer geringen Kapazitätsauslastung der europäischen Werke, was sich in einer hohen Wettbewerbsintensität sowie einem Preisverfall besonders im einfachen und mittleren Gütensegment manifestierte. Der Auftragseingang der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) rangierte auf Vorjahresniveau. Dabei profitierte die ILG von der Sortimentserweiterung um die 350er-Bramme und ihrer Positionierung als flexibler Komplettanbieter. Die konsequente Besetzung von Nischen- und Sondersortimentsmärkten trug ebenfalls zur Stabilisierung des Orderzulaufs bei. Die Absatzmenge zog auch dank Versandüberhängen aus 2012 gegenüber Vorjahr an. Der Auftragsbestand zum Stichtag war niedriger, aber immer noch zufriedenstellend. Aufgrund der Erlöserosion ergab sich ein rückläufiger Umsatz und - trotz Entlastungen auf der Vormaterialseite sowie reduzierter Verarbeitungskosten - ein deutlicher Verlust vor Steuern. Die schwierige Lage des europäischen Trägermarktes setzte sich 2013 fort und war nach wie vor von einem signifikanten Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gekennzeichnet. Die unklare wirtschaftliche Situation ließ die Bauinvestoren bei der Vergabe von Projekten sehr zurückhaltend agieren. Der lagerhaltende Handel legte zwecks Minimierung von Bestandrisiken ein sehr kurzfristiges Buchungsverhalten an den Tag. Infolgedessen wurde bereits ab Jahresbeginn unter den Trägerproduzenten ein intensiver Preiskampf ausgetragen, was zu deutlich verminderten Margen führte. Die reale Nachfrage in Kerneuropa brach im Frühjahr weiter ein. Die Preise entwickelten sich während des zweiten und zu Beginn des dritten Quartals rückläufig. Erholungstendenzen bei den Auftragseingängen hielten infolge der bestandsorientierten Disposition des Handels nur kurz an. Der Versuch von europäischen Herstellern, auf Exportmärkte auszuweichen, führte auch dort zu einem erhöhten Preisdruck. Das Unternehmenskonzept der Peiner Träger GmbH (PTG) wurde im Geschäftsjahr 2013 an die schwierigen Marktbedingungen angepasst. So nahm PTG die Produktionskapazität nach dem Sommerstillstand bei einem alternierenden Zwei-Ofen-Betrieb auf je 1 Mio. t Roh- und Walzstahl pro Jahr zurück (1-Mio.-t-Modell) und stellte den konzerninternen Brammenabsatz ab September 2013 ein. Die Belegschaft wurde zum Jahreswechsel auf rund 800 Mitarbeiter reduziert. Auftragseingang und -bestand, Roh- und Walzstahlerzeugung, Versand sowie Umsatz der PTG kamen merklich unter dem Vorjahr aus. Die Nettoerlöse reduzierten sich infolge des starken Preisdrucks weiter. Der hohe Vorsteuerverlust der PTG enthält neben der im Vergleich zu 2012 erheblichen Verschlechterung des operativen Ergebnisses auch 185,0 Mio. € unterjährig vorgenommene Abschreibungen auf das Anlagevermögen (Impairment). Zudem belasteten Restrukturierungsaufwendungen im Rahmen von "Salzgitter AG 2015". Der Spundwandmarkt ist stark auf die Investitionstätigkeit der öffentlichen Haushalte angewiesen, die wegen der Finanzmittelknappheit noch immer limitiert ist. Nennenswerte Impulse blieben daher im Berichtszeitraum aus. Speziell Projekte zum Ausbau von Wasserstraßen und Hafenanlagen wurden nach wie vor zurückgestellt. Die HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) verzeichnete vor allem dank der neuen Z-Profilreihe und des somit hinzugewonnenen US-amerikanischen Absatzmarktes eine Steigerung der Produktion. Die verfügbare Kapazität konnte jedoch nicht vollständig ausgelastet werden. Der Umsatzzuwachs war auf höhere Absatzmengen zurückzuführen. Die HSP verbuchte einen Vorsteuerverlust, der niedriger ausfiel als 2012. Die Pkw-Inlandsproduktion und der Export legten 2013 zu. Absatz und Umsatz der Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) blieben auf hohem Niveau, wenngleich die Rekordwerte der Jahre 2011 und 2012 nicht wiederholt wurden. Aufgrund einer verbesserten Kostenstruktur erreichte die Gesellschaft dennoch annähernd das positive Vorsteuerergebnis aus 2012. Auf dem Markt der Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) hielten der hohe Preis- und Mengendruck an. Trotz eines ausgeweiteten Versands bewegte sich der Umsatz erlös- und sortimentsbedingt nur auf dem Vorjahresniveau. Der Vorsteuergewinn fiel niedriger aus als in der Vergleichsperiode. Unternehmensbereich Handel scroll Eckdaten 2013 2012 Versand Tt 5.902 6.039 Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe Tt 5.181 5.569 Universal Eisen und Stahl-Gruppe Tt 222 236 Hövelmann & Lueg Tt 281 257 SMS1) Tt 256 - Konsolidierung Tt -38 -22 Segmentumsatz2) Mio. € 3.945,7 4.672,1 Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe Mio. € 3.408,3 4.254,2 Universal Eisen und Stahl-Gruppe Mio. € 221,5 259,8 Hövelmann & Lueg Mio. € 181,2 174,3 SMS1) Mio. € 160,5 - Konsolidierung Mio. € -25,9 -16,2 Umsatz mit anderen Segmenten Mio. € 67,1 25,3 Außenumsatz3) Mio. € 3.878,6 4.646,8 Ergebnis Unternehmensbereich vor Steuern (EBT) Mio. € 25,7 77,1 Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe Mio. € 24,8 66,4 Universal Eisen und Stahl-Gruppe Mio. € 6,6 16,0 Hövelmann & Lueg Mio. € -5,7 -5,4 SMS3) Mio. € 1,2 - Konsolidierung Mio. € -1,2 0,0 EBITDA Mio. € 52,4 111,5 EBIT Mio. € 38,4 93,7 Vorräte Mio. € 357 350 1) rückwirkend zum 01.01.2013 Erstkonsolidierung 2) inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen 3) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns Der Unternehmensbereich Handel umfasst neben einer gut ausgebauten Organisation lagerhaltender europäischer Stahlhandelsniederlassungen vier auf Grobblech beziehungsweise bei Flachprodukten als Stahl-Service-Center (SSC) organisierte, spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Trading-Netzwerk. Er vertreibt außer den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns auch Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Zusätzlich beschafft er auf den internationalen Märkten Halbzeuge für Konzerngesellschaften sowie externe Kunden. Rückwirkend zum 1. Januar 2013 wurde die Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMS), eine Gesellschaft des Unternehmensbereiches Handel, in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG (SZAG) aufgenommen. Die Einzelgesellschaften sind im "Anhang" aufgeführt. Verhaltene Nachfrage bei anhaltendem Preisdruck Impulse aus Afrika und fernöstlichen Regionen prägten die internationalen Stahlmärkte im Geschäftsjahr 2013. Die Nachfrage blieb aber trotz vereinzelt beobachteter Erholungssignale insgesamt verhalten, begleitet von sinkenden Preisen in den meisten Regionen und Produktbereichen. Die Stahlnachfrage innerhalb Europas nahm nach den saisonüblichen Lagerergänzungen über das erste Quartal wieder spürbar ab; in Deutschland zeigte sie sich vergleichsweise solide, blieb aber weiterhin unter dem Vergleichsniveau. Ein zwischenzeitiger Bedarfsanstieg sowie der entsprechende Preisaufbau waren nicht nachhaltig und blieben ohne nennenswerte kompensatorische Effekte. Aus der Bauindustrie erfolgten nur zögerlich Abrufe von Profilstahlprodukten. Geschäftsverlauf im Unternehmensbereich Angesichts der schwierigen Marktbedingungen zeigte der Unternehmensbereich Handel auch 2013 einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Die vergleichsweise robuste Entwicklung des internationalen Tradings trug wesentlich zum Erfolg des Handelsbereiches bei. Die Versandmengen (5.902 Tt) erreichten wegen der Erstkonsolidierung der SMS nahezu die Werte des Vorjahres, wodurch die Rückgänge im lagerhaltenden Handel und im Trading nahezu ausgeglichen wurden. Vor diesem Hintergrund rangierten Segment- (3.945,7 Mio. €) und Außenumsatz (3.878,6 Mio. €) unterhalb der Vorjahreswerte. Segmentumsatz Die Division erwirtschaftete angesichts der beschriebenen Geschäftslage vorzeigbare 25,7 Mio. € Gewinn vor Steuern. EBT Die Handelsgesellschaften entwickelten sich wie folgt: Die Versandmenge der Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe (SMHD-Gruppe) war 2013 niedriger als das Geschäftsvolumen des Vorjahres. Der Umsatz reduzierte sich wegen des rückläufigen Absatzes, verbunden mit im Jahresdurchschnitt niedrigeren Erlösen. Die daraus folgenden geringeren Margen spiegelten sich in einem spürbar schwächeren Ergebnis vor Steuern wider. Die europäischen lagerhaltenden Gesellschaften verzeichneten über das Jahr betrachtet nachlassende Absatzmengen. Erholungssignale zum Sommer hin hatten keine nachhaltige Wirkung. Der Umsatz wurde zwar im ersten Quartal zwischenzeitig durch einen Preisanstieg begünstigt, die daraus jedoch resultierenden Margenverbesserungen wurden während der folgenden Monate von abnehmenden Erlösen und Mengen wieder aufgezehrt. Damit blieben Versand und Umsatz hinter den Werten des Vorjahres zurück. Der Vorsteuergewinn des Geschäftsjahres 2012 wurde erheblich unterschritten. Der Absatz des internationalen Tradings lag geringfügig unter dem außerordentlich hohen Vorjahresniveau. Die erfreulichen Warmflachlieferungen nach Fernost und Südamerika, ein auf beachtlichem Level stabiles Afrika-Geschäft sowie eine positive Entwicklung im Bereich der Langprodukte prägten das Geschäftsjahr 2013 maßgeblich. Die abwärtsgerichtete Preisentwicklung sowie ein Rückgang des Projektgeschäfts ließen allerdings Umsatz und Ergebnis vor Steuern unterhalb der Vergleichswerte auskommen. Die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) bot im Berichtszeitraum ein zweigeteiltes Bild: Während die deutsche Gesellschaft von soliden Verkäufen an den Maschinenbau sowie einem guten Exportgeschäft profitierte, sah sich das US-amerikanische Tochterunternehmen mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Die im vergangenen Jahr getätigten Investitionen in neue Biege- sowie eigene Schweißkapazitäten liefen zwar zufriedenstellend an, konnte die Einflüsse des Gesamtmarktes aber nicht kompensieren. Aufgrund niedrigerer Absatzpreise verringerten sich Umsatz und Vorsteuergewinn der UES-Gruppe bei nahezu konstantem Versand. Die Stahl-Service-Center Hövelmann & Lueg GmbH (HLG) und die Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMS) wiesen 2013 eine erfreuliche Absatzsteigerung auf, wozu die gemeinsame Vertriebsstrategie mit der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) wesentlich beigetragen hat. Die Ausweitung des Umsatzes war wegen der ungünstigen Preisentwicklung unterproportional. Das negative Ergebnis vor Steuern spiegelte den anhaltenden Preis- und Wettbewerbsdruck wider. Unternehmensbereich Röhren scroll Eckdaten 2013 2012 Auftragseingang Mio. € 1.325 1.928 Auftragsbestand per 31.12. Mio. € 572 837 Versand Rohre Tt 909 1.122 EUROPIPE-Gruppe (50 %) Tt 313 375 Sz Mannesmann Großrohr Tt 89 139 Sz Mannesmann Line Pipe Tt 207 293 Sz Mannesmann Precision-Gruppe Tt 268 286 Sz Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe Tt 32 30 Konsolidierung Tt 0 0 Segmentumsatz1) Mio. € 1.702,0 2.089,0 EUROPIPE-Gruppe (50 %) Mio. € 354,7 439,5 Sz Mannesmann Grobblech Mio. € 271,8 428,9 Sz Mannesmann Großrohr Mio. € 102,9 150,3 Sz Mannesmann Line Pipe Mio. € 221,1 324,9 Sz Mannesmann Precision-Gruppe Mio. € 463,4 534,7 Sz Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe Mio. € 356,1 361,4 Konsolidierung Mio. € -68,0 -150,7 Umsatz mit anderen Segmenten Mio. € 278,7 529,5 Außenumsatz2) Mio. € 1.423,4 1.559,5 Ergebnis Unternehmensbereich vor Steuern (EBT) Mio. € -94,8 7,8 EUROPIPE-Gruppe (50 %) Mio. € -26,4 20,2 Sz Mannesmann Grobblech Mio. € -58,7 -3,2 Sz Mannesmann Großrohr Mio. € -2,4 -3,8 Sz Mannesmann Line Pipe Mio. € -8,2 14,0 Sz Mannesmann Precision-Gruppe Mio. € -32,9 -30,7 Sz Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe Mio. € 18,4 13,3 Konsolidierung Mio. € 15,3 -2,1 EBITDA Mio. € -28,5 76,5 EBIT Mio. € -77,0 30,4 1) inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen 2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns Der Unternehmensbereich Röhren besitzt auf drei Kontinenten über zahlreiche Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die geschweißte und nahtlose Stahlrohre herstellen und weiterverarbeiten. Die Produktpalette umfasst im Wesentlichen Leitungsrohre aller Durchmesser - von Gaspipelines bis zu Einspritzrohren für Dieselmotoren, rostfreie Ölfeld- und Kesselrohre, Präzisrohre und kaltgefertigte Rohre für den Automobil- und Maschinenbau sowie Konstruktionsrohre verschiedener Querschnitte. Die Sparte verfügt über eine eigene Rohstahlversorgung in Form der 30 %-Beteiligung an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH ([HKM], technische Rohstahlkapazität 6 Mio. t), ein modernes Grobblechwalzwerk und eine Halbzeugproduktion für die Nahtlosrohrherstellung. Auch dieses Segment nutzt unsere Handelsorganisation intensiv für den Absatz seiner Produkte und den Halbzeugbezug. Die Einzelgesellschaften der Division sind im "Anhang" aufgeführt. Weltweite Stahlrohrproduktion erneut ausgeweitet Die globale Stahlrohrerzeugung wuchs 2013 abermals kräftig und markierte mit 155 Mio. t ein neues Allzeithoch. Dies war weitestgehend auf China zurückzuführen, dessen Anteil an der Weltproduktion auf 52% (81 Mio. t) anstieg. Stahlrohrproduktion Welt nach Herstellverfahren Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre 1) Hochrechnung Die weltweite Herstellung von Großrohren war 2013 leicht rückläufig (22 Mio. t). Hingegen erreichte die Fertigung geschweißter Stahlrohre bis 406 mm Außendurchmesser (87 Mio. t) und die der Nahtlosrohre (47 Mio. t) neue Rekordwerte, wo mittlerweile zwei Drittel der gesamten Erzeugung auf China entfallen. Die europäische Stahlrohrproduktion ging um rund 4 % (12,5 Mio. t) zurück. Auch die deutschen Produzenten mussten vor allem wegen des Einbruchs auf dem Großrohrmarkt erhebliche Rückgänge verkraften (2,8 Mio. t; -10 %). Diverse Quellen: u.a. Steel Guru, Metal Bulletin Research, SBB Geschäftsverlauf im Unternehmensbereich Die schwache Auftrags- und Beschäftigungslage im Großrohrbereich prägte 2013 den Geschäftsverlauf des Röhrensegments. Gleiches galt in abgeschwächter Form auch für die Bereiche HFI-geschweißte Rohre und Präzisrohre. Lediglich die Edelstahlrohre setzten die gute Performance des Vorjahres fort. Insgesamt blieben Auftragseingang und -bestand rund ein Drittel unter dem 2012er-Niveau. Der Absatz (909 Tt) lag merklich unter dem Level des Vorjahreszeitraumes. Mit Ausnahme der nahtlosen Edelstahlrohre verminderte sich in allen Produktbereichen die versandte Menge, wobei die Großrohre und die HFI-geschweißten Rohre die größten Abweichungen zeigten. Demzufolge blieben auch Segment-(1.702,0 Mio. €) und Außenumsatz (1.423,4 Mio. €) unter den Werten der Vergleichsperiode. Segmentumsatz Vor dem Hintergrund der über einen langen Zeitraum andauernden unbefriedigenden Auftrags- und Beschäftigungslage im Segment Großrohre sowie der in weiten Teilen unter Druck stehenden Erlöse und Margen wies der Unternehmensbereich Röhren 94,8 Mio. € Vorsteuerverlust aus (Vorjahresgewinn: 7,8 Mio. €). Außer dem Produktbereich nahtlose Edelstahlrohre, der an die gute Entwicklung des Vorjahres anknüpfte und seinen Gewinn deutlich steigerte, verzeichneten alle übrigen rückläufige Ergebnisse und schlossen negativ ab. EBT Geschäftsverlauf der einzelnen Produktbereiche: Produktbereich Großrohre: Neben der Gaspipeline South Stream - für die die Auftragsvergabe letztlich im Januar 2014 erfolgte - standen 2013 keine weiteren Großprojekte zur Vergabe an. Die wenigen kleineren Projekte waren entsprechend hart umkämpft. Niedrige Orderzuläufe erforderten bei der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) nach Auslaufen des Großauftrags Ichthys im Frühjahr 2013 weitgehend Kurzarbeit in den europäischen Werken. Dagegen profitierten die nordamerikanischen EP-Gesellschaften aufgrund der dortigen konjunkturell verbesserten Lage von zwei großvolumingen Aufträgen, die ein hohes Volumen aufwiesen. Versand und Umsatz der EP-Gruppe blieben sowohl mengen- als auch erlösbedingt hinter den Vorjahreswerten zurück. Dies verursachte einen erheblichen Vorsteuerverlust. Bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB). sorgte die anhaltend schwache Nachfrage nach Blechen zur Rohrerzeugung für Absatz- und Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr. Die bereits seit Jahresmitte und vor allem zum Ende des Berichtszeitraumes ungenügende Auslastung führte, verbunden mit geringeren Margen, zu einem deutlichen Vorsteuerverlust. Nach Fertigstellung des Großauftrags für einen französischen Kunden machten fehlende Projektaktivitäten europäischer und außereuropäischer Energieunternehmen ab Oktober bei der Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) Kurzarbeit erforderlich. Demzufolge lagen Versand und Umsatz merklich unter den Werten aus 2012. Das Ergebnis vor Steuern blieb auf dem von kleinlosigen Aufträgen geprägten negativen Vorjahresniveau. Einem positiven Jahresauftakt folgte ab März 2013 eine starke Eintrübung des Geschäfts mit HFI-geschweißten Rohren der Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP). Die Vergabe von Rohrprojekten verlief äußerst schleppend, vor allem das US-Geschäft litt unter dem Verfall der Gaspreise als Folge des dortigen Schiefergasbooms. So waren die Werke ab Juni nur einschichtig ausgelastet. Erst die letzten Monate des Jahres brachten wieder größere Aufträge für Öl- und Gasleitungsrohre. Entsprechend kam der Ordereingang unter dem des Vorjahres aus. Auch Absatz und Umsatz waren rückläufig, sodass die MLP einen Verlust vor Steuern verbuchte. Auf dem Präzisrohrmarkt belebte sich während des zweiten Halbjahres insbesondere in Deutschland dank der exportstarken Premium-Automobilhersteller die Bestelltätigkeit. Ordereingang und -bestand der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) stiegen somit im Vergleich zum Vorjahr an. Da die vorhandenen Produktionsanlagen der SMP-Gruppe - ebenso wie die der Wettbewerber - unterausgelastet waren, wurde die Kapazität in allen Werken zurückgenommen und an einzelnen Standorten Kurzarbeit gefahren. Neben reduzierten Versandmengen spiegeln die gesunkenen Umsatzerlöse und der hohe Vorsteuerverlust den intensiven Preiswettbewerb wider. 2013 wurde die Ablauf- und Aufbauorganisation der Präzisrohrgruppe im Rahmen des Programms "Salzgitter AG 2015" weiter gestrafft. Dafür wurde in einem ersten Schritt die Salzgitter Mannesmann Präzisrohr GmbH (MPR) rückwirkend zum 1. Januar 2013 auf die Salzgitter Mannesmann Precision GmbH (SMP) verschmolzen. Darüber hinaus wurde für die Präzisrohrgruppe ein umfassendes Programm zur Produktivitätsverbesserung gestartet. Entgegen der rückläufigen Nachfrage im Standardgeschäft entwickelte sich das margenstarke Projektgeschäft bei den nahtlosen Edelstahlrohren der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) während des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich positiv. Gesunkene Legierungspreise waren die Ursache für einen leicht unter dem 2012er-Level liegenden wertmäßigen Auftragseingang. Der Orderbestand erreichte nahezu das Niveau des Vorjahres. Infolge eines gestiegenen Versands erwirtschaftete die MST-Gruppe einen deutlich höheren Vorsteuergewinn als in der Vergleichsperiode. Unternehmensbereich Dienstleistungen scroll Eckdaten 2013 2012 Segmentumsatz1) Mio. € 1.175,5 1.358,6 DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union Mio. € 720,6 904,7 SZST Salzgitter Service und Technik Mio. € 116,1 119,1 Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter Mio. € 111,6 114,4 TELCAT-Gruppe2) Mio. € 54,6 55,9 GESIS Gesellschaft für Informationssysteme Mio. € 39,9 40,3 Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft Mio. € 39,4 37,7 Salzgitter Automotive Engineering Mio. € 26,6 19,9 Salzgitter Hydroforming Mio. € 38,5 39,0 Salzgitter Mannesmann Forschung Mio. € 34,6 36,0 Glückauf Immobilien Mio. € 12,1 11,6 Sonstige Gesellschaften Mio. € 0,9 0,9 Konsolidierung Mio. € -19,1 -21,0 Umsatz mit anderen Segmenten Mio. € 776,4 946,2 Außenumsatz3) Mio. € 399,2 412,4 Ergebnis Unternehmensbereich vor Steuern (EBT) Mio. € 5,2 15,9 DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union Mio. € -4,4 4,4 SZST Salzgitter Service und Technik Mio. € 3,0 -0,8 Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter Mio. € -5,3 0,7 TELCAT-Gruppe2) Mio. € 2,2 2,8 GESIS Gesellschaft für Informationssysteme Mio. € 2,6 3,0 Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft Mio. € 7,7 6,3 Salzgitter Automotive Engineering Mio. € -2,6 -3,2 Salzgitter Hydroforming Mio. € 1,3 1,5 Salzgitter Mannesmann Forschung Mio. € 0,0 0,4 Glückauf Immobilien Mio. € 0,6 1,0 Konsolidierung Mio. € 0,0 -0,3 EBITDA Mio. € 38,9 47,6 EBIT Mio. € 12,7 22,7 1) inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen 2) ohne TBM 3) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns Der Unternehmensbereich Dienstleistungen fasst eine Reihe von Servicegesellschaften zusammen, die hauptsächlich auf die Bedarfe innerhalb des Konzerns ausgerichtet sind, aber ebenso erfolgreich auch für Drittkunden arbeiten. Die Division konzipiert und realisiert ein breit gefächertes Portfolio attraktiver, wettbewerbsfähiger Services. Diese reichen von der Rohstoffversorgung und Logistik über IT- und zentrale Verwaltungsdienstleistungen sowie Automotive-Produkte bis hin zu Forschung und Entwicklung. Im "Anhang" finden Sie eine Übersicht der Einzelgesellschaften. Die Beschäftigungssituation der stahlproduzierenden Einheiten prägt die Geschäftstätigkeit der unmittelbar mit der Stahlerzeugung verbundenen Gesellschaften stark. Der Segmentumsatz (1.175,5 Mio. €) blieb spürbar hinter dem Vorjahreswert zurück. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem Rückgang bei der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU), der überwiegend auf den geringeren konzerninternen Stahlschrottbedarf zurückzuführen war. Der Außenumsatz (399,2 Mio. €) lag dagegen nur leicht unter dem Vorjahreslevel. Segmentumsatz Die Dienstleistungssparte erwirtschaftete 5,2 Mio. € und erzielte ein deutlich unterhalb der Vergleichsperiode rangierendes Vorsteuerergebnis. Dafür ausschlaggebend waren vor allem das unauskömmliche Resultat der DMU - was im Wesentlichen aus dem geringeren Bedarf an Stahlschrottmengen innerhalb des Konzerns resultierte - und das der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS). EBT Unternehmensbereich Technologie scroll Eckdaten 2013 2012 Auftragseingang Mio. € 1.246 1.121 Auftragsbestand per 31.12. Mio. € 597 464 Segmentumsatz1) Mio. € 1.124,6 1.094,7 KHS-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 1017,8 980,0 KDE-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 61,3 71,9 Klöckner DESMA Schuhmaschinen Mio. € 39,0 35,9 RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH Mio. € 5,8 6,2 Sonstige Gesellschaften Mio. € 2,8 1,4 Konsolidierung Mio. € -2,1 -0,7 Umsatz mit anderen Segmenten Mio. € 1,0 1,1 Außenumsatz2) Mio. € 1.123,6 1.093,6 Ergebnis Unternehmensbereich vor Steuern (EBT) Mio. € 13,9 9,5 KHS-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 10,6 -0,4 KDE-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 1,8 5,9 Klöckner DESMA Schuhmaschinen Mio. € 3,2 2,9 RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH Mio. € 1,2 4,1 Sonstige Gesellschaften Mio. € -2,9 0,0 Konsolidierung Mio. € 0,0 -2,9 EBITDA Mio. € 40,1 38,1 EBIT Mio. € 15,4 12,4 1) inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen 2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns Die Technologiesparte der Salzgitter AG (SZAG) umfasst international aktive Maschinenbauunternehmen, Umsatzschwergewicht ist die KHS GmbH (KHSDE), die in der Abfüll- und Verpackungstechnik zu den weltweit führenden Anlagenherstellern zählt, Die KHS-Gruppe ist Komplettanbieter von der Intralogistik über das Processing bis zur Abfüllung und Verpackung der Getränke, Weitere Gesellschaften des Segments sind im Sondermaschinenbau für die Schuhindustrie tätig oder stellen Gummi- und Silikon-Spritzgießmaschinen her, Ferner ist dem Unternehmensbereich Technologie die RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH (RSE) zugeordnet, die Gewerbeimmobilien in Deutschland verwaltet und entwickelt, Die Einzelunternehmen sind im "Anhang" aufgelistet. Auftragseingänge des deutschen Maschinenbaus leicht rückläufig Laut Statistik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) blieben die Ordereingänge der Branche 2013 sowie die Umsätze hinter den Werten des Vorjahres zurück. Sowohl die Auslandsnachfrage als auch die Inlandsnachfrage lagen unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen zeigte hingegen ein deutliches Wachstum (+5 %). Geschäftsverlauf im Unternehmensbereich Die Gesellschaften des Unternehmensbereiches Technologie blicken erneut auf ein Wachstumsjahr zurück. Die Auftragseingänge rangierten 2013 dank der Akquisition einiger Großprojekte im Bereich der Abfülltechnik durch die KHS-Gruppe deutlich über Vorjahresniveau. Die Abschlüsse werden bis weit in das Jahr 2014 hinein für eine gute Auslastung sorgen. Auch die Orderzuläufe der Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) und der KDE-Gruppe waren erfreulich. Der Auftragsbestand der Sparte übertraf den Vorjahreswert signifikant. Segment- (1.124,6 Mio. €) und Außenumsatz (1.123,6 Mio. €) des Unternehmensbereiches Technologie stiegen verglichen zum Vorjahr an. Die Investitionszurückhaltung im Automotive-Bereich sowie ein verringertes Wachstum auf dem indischen Markt führten zwar zu Einbußen bei der KDE-Gruppe, denen jedoch Zuwächse der KHS-Gruppe als auch der KDS gegenüberstanden. Segmentumsatz Das Segment Technologie erwirtschaftete 2013 erfreuliche 13,9 Mio. € Gewinn vor Steuern und übertraf damit den Wert des Vergleichszeitraumes erheblich und festigte den im Vorjahr vollzogenen Turnaround. Dieser Erfolg ist in erster Linie auf die konstant hohe Auslastung der Produktionsstätten sowie die fortschreitende Umsetzung des "Fit4Future"-Programms der KHS-Gruppe zurückzuführen. Ein spürbarer Ergebnisrückgang bei den KDE-Gesellschaften wirkte gegenläufig. EBT Auf der drinktec 2013 demonstrierte die KHS-Gruppe anhand ihres eindrucksvollen Angebots innovativer Technologien den konsequenten Weg des Unternehmens entlang seiner Vision "First Choice in Technology and Service" Nahezu über das gesamte Produktportfolio wurden Neuerungen vorgestellt, die nicht nur einen signifikanten Kundennutzen bieten, sondern sich auch durch Nachhaltigkeit und einen schonenden Umgang mit Ressourcen auszeichnen. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Weltneuheiten KHS Innoprint, die eine Direktbedruckung von PET-Flaschen ermöglicht, und das Verpackungssystem Nature Multi Pack, das PET-Flaschen ausschließlich mithilfe spezieller Klebstoffe zu Multipacks verbindet. Auf Verpackungsfolien kann somit verzichtet werden. Neben fachlichen Diskussionen wurden konkrete Projekte endverhandelt. Zudem präsentierte die KHS ihr umfassendes Serviceangebot. Um nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu erreichen, verfolgt die KHS-Gruppe weiterhin konsequent ihre Restrukturierungsmaßnahmen. Das zu diesem Zweck aufgelegte "Fit4Future"-Programm umfasst elf Bausteine. Dazu gehören die Verschlankung von Strukturen und Geschäftsprozessen der Gruppe, Kostensenkungen, ferner die Flexibilität hinsichtlich des volatilen Auftragseingangs zu erhöhen und die Komplexität durch operative Exzellenz im Produktionsnetzwerk sowie durch Standardisierung des weltweiten Produktprogramms weiter zu verringern. 2013 wurde das Programm um einen weiteren Baustein ergänzt. Dieser widmet sich der gezielten Personalentwicklung der KHS-Mitarbeiter und der internen Kommunikation. Sonstiges/Konsolidierung Im Bereich Sonstiges/Konsolidierung sind Aktivitäten erfasst, die nicht direkt einem Unternehmensbereich zugeordnet sind. Als Management-Holding ist die Salzgitter AG (SZAG) nicht selbst operativ tätig, sondern steuert die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG), in der die wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe gehalten werden. Der Umsatz des Bereiches Sonstiges, der im Wesentlichen durch das Halbzeuggeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, stieg im Geschäftsjahr 2013 wegen höherer interner Vormateriallieferungen auf 475,4 Mio. € (Vorjahresperiode: 249,5 Mio. €). Der Außenumsatz blieb nahezu konstant (31,4 Mio. €, Vorjahr: 30,2 Mio. €). Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 0,4 Mio. € und war damit deutlich geringer als im Vorjahr (36,7 Mio. €). Das Ergebnis enthält einen Nachsteuerverlust aus der at equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) von 55,4 Mio. € (Vorjahr: Gewinn nach Steuern 55,5 Mio. €). Positiv wirkte das Zinsergebnis aus dem Cashmanagement des Konzern-Finanzkreises. Stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen stützten ebenfalls das Ergebnis; insbesondere die Wertänderung der in die Umtauschanleihe auf Aktien der NAAG eingebetteten Optionsstruktur. Der wesentliche Werttreiber der Optionsstruktur ist die Entwicklung des Stichtagskurses der Aktie der NAAG. 4. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Abschlusses des Geschäftsjahres 2012 erschwerten die wenig belastbaren Konjunkturprognosen für Deutschland, vor allem aber in Bezug auf die europäische Entwicklung eine valide und detaillierte Ergebnisprognose des Salzgitter-Konzerns. Für das Jahr 2013 unterstellten wir, dass die Rahmenbedingungen sich nicht weiter verschlechtern würden, und prognostizierten einen stabilen Umsatz sowie ein positives Ergebnis vor Steuern im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Wir wiesen zugleich darauf hin, dass zum erwarteten Vorsteuerergebnis gegebenenfalls noch Effekte aus der Umsetzung des Konzernprojektes "Salzgitter AG 2015" hinzukommen könnten. Aufgrund des Ausbleibens der saisonalen Belebung und wegen der schwerwiegenden Strukturkrise des europäischen Stahlmarktes, die sich bei stabil hohen Rohstoff- und Energiekosten in einem zunehmenden Margendruck manifestierte, passten wir Anfang Mai die Prognose des Salzgitter-Konzerns an. Wir sagten nunmehr für das Geschäftsjahr 2013 ein negatives Ergebnis vor Steuern im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich voraus. Hierzu sollten - wie zuvor bereits angekündigt - gegebenenfalls noch Einmaleffekte aus der Umsetzung des bereits im Vorjahr initiierten Reorganisationsprogramms "Salzgitter AG 2015" hinzukommen. Der Salzgitter-Konzern verzeichnete im ersten Quartal 2013 einen Verlust vor Steuern von 15,8 Mio. €, was die Notwendigkeit des Programms unterstrich. Anfang August konkretisierten wir den zu erwartenden Jahres-Vorsteuerverlust vor Einmaleffekten aus dem Programm "Salzgitter AG 2015" angesichts der negativen Marktentwicklungen und aufgrund der erforderlichen Abschreibung auf das Anlagevermögen (Impairment) der Peiner Träger GmbH (PTG). Wir gingen nunmehr von einem negativen Ergebnis vor Steuern in der Größenordnung von 400 Mio. € aus. Der Salzgitter-Konzern wies im ersten Halbjahr 2013 ein Vorsteuerresultat von -298,7 Mio. € aus. Ein extrem verschärfter Wettbewerb, der aus der fortdauernden Unterauslastung zahlreicher südeuropäischer Produzenten resultierte, drückte die erzielbaren Absatzpreise für die meisten Walzstahlerzeugnisse unter deren Herstellkosten. Weitere Ergebnisbelastungen ergaben sich aus einem eklatanten Auftragsmangel im Großrohrgeschäft des Röhrensegments. Zudem wurde ein negativer Nachsteuer-Ergebnisbeitrag der at equity einbezogenen 25 %-Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) von 54,2 Mio. € verbucht. Das Vorsteuerresultat für die ersten neun Monate 2013 betrug -363,0 Mio. €. Die im August abgegebene Prognose wurde beibehalten. Insgesamt schloss der Salzgitter-Konzern das Geschäftsjahr 2013 mit 477,8 Mio. € Vorsteuerverlust ab. Er beinhaltet 185,0 Mio. € Impairment im Trägerbereich, 54,6 Mio. € einmalige Aufwendungen für konzernweite Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Programms "Salzgitter AG 2015", die vorrangig im Unternehmensbereich Stahl anfielen sowie einen negativen Nachsteuer-Ergebnisbeitrag der NAAG (25%-Beteiligung) im Bereich Sonstiges/Konsolidierung in Höhe von -55,4 Mio. €. Der Außenumsatz rangierte bei 9,2 Mrd. € und unterschritt damit das erwartete Vorjahresniveau. Mit unseren Veröffentlichungen wiesen wir stets auf Chancen und Risiken hin, die das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 beeinflussen können. Wir haben erläutert, dass sich möglicherweise zusätzliche positive oder negative Effekte aus strukturellen und methodischen Veränderungen ergeben, die ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen können. Hierzu zählen insbesondere Bewertungsansätze gemäß IFRS-Standards und deren Handhabung. So sind in den Abschluss des Geschäftsjahres unter anderem Restrukturierungsaufwendungen aus dem Projekt "Salzgitter AG 2015", bilanzielle Wertanpassungen des Anlagevermögens (Impairments) sowie stichtagsbezogene Bewertungseffekte eingeflossen. Der Unternehmensbereich Stahl unterstellte gegenüber 2012 höhere Umsätze sowie ein zwar klar verbessertes, aber dennoch negatives Vorsteuerergebnis. Diese Prognose basierte auf erwarteten Entlastungen beim Rohstoff- und Vormaterialbezug, einem stabilisierten Versand sowie den positiven Auswirkungen der aufgelegten Strukturprogramme. Der Unternehmensbereich Stahl verbuchte 2013 wegen der nach wie vor unauskömmlichen Margen einen erheblichen Vorsteuerverlust von 428,2 Mio. €. Dieser umfasst neben dem Impairment bei der PTG (185,0 Mio. €) auch einen Mehraufwand aus der zweimonatigen Reparatur des Hochofens A bei der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG). Zudem belasteten Restrukturierungsaufwendungen das Resultat. Die Handelssparte rechnete im internationalen Trading mit einer Normalisierung des zuletzt sehr lebhaften Projektgeschäfts, sah jedoch zusätzliche Absatzpotenziale in Amerika. Unter dieser Prämisse, ergänzt durch zufriedenstellende Margen im Lagerhandel, erschienen ein begrenztes Umsatzplus sowie ein mittlerer zweistelliger Millionengewinn 2013 realisierbar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte der Unternehmensbereich Handel in einem schwierigen Marktumfeld einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Insbesondere dank des vergleichsweise robusten internationalen Tradings erzielte die Division einen Gewinn vor Steuern von 25,7 Mio. €. Dieser rangierte jedoch margenbedingt spürbar unter dem Vorjahresresultat. Der Unternehmensbereich Röhren ging davon aus, dass es aufgrund des spätzyklischen Charakters des Röhrengeschäfts im Laufe des Jahres 2013 zu konjunkturbedingten, temporären Unterbeschäftigungsphasen kommen könnte. Es war absehbar, dass hiervon insbesondere der Großrohrbereich betroffen sein dürfte. Insgesamt wurden leicht rückläufige Umsätze sowie ein gegenüber dem Vorjahresresultat vergleichbarer Ergebnisbeitrag antizipiert. In der Berichtsperiode schlugen sich im Unternehmensbereich Röhren die unbefriedigende Auftrags- und Beschäftigungslage im Produktsegment Großrohre sowie in weiten Teilen unter Druck stehende Erlöse und Margen in einem deutlichen Verlust vor Steuern von 94,8 Mio. € nieder. Das Dienstleistungssegment prognostizierte Umsatz und Vorsteuerergebnis auf Vorjahresniveau. Mit 5,2 Mio. € erreichte der Unternehmensbereich Dienstleistungen 2013 abermals ein positives Vorsteuerergebnis, das jedoch spürbar unter dem 2012er Level rangierte. Ausschlaggebend dafür waren vor allem das unauskömmliche Resultat der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) sowie der VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS). Für den Technologiebereich wurde entsprechend der Entwicklung der Auftragseingänge eine fortgesetzte Umsatz- und Ergebnisdynamik geplant. Die KHS-Gruppe sollte mithilfe des bereits 2011 eingeleiteten und konsequent realisierten "Fit4Future"-Programms gesteigerte Umsätze, verbesserte Preisqualität und additive Kostensenkungen erreichen. Die Erwartungen für die im Sondermaschinenbau tätigen Gesellschaften der KDE-Gruppe und KDS waren ebenfalls positiv. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte der Unternehmensbereich Technologie erfreuliche 13,9 Mio. € Gewinn vor Steuern. IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage des Konzerns Die Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie stellte den Salzgitter-Konzern im Jahr 2013 vor besondere Herausforderungen. Ein zunehmend scharfer Preiswettbewerb im europäischen Markt sowie temporäre Unterauslastungen im Röhrensegment belasteten die Ertragslage maßgeblich. Das von Abschreibungen auf das Anlagevermögen (Impairment) gekennzeichnete, unbefriedigende Stahlergebnis und der hohe Vorsteuerverlust der Röhrensparte konnten von den positiven Ergebnisbeiträgen der anderen Unternehmensbereiche nicht ausgeglichen werden. Auch die 25 %-Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) brachte in diesem Jahr keine Kompensation. Der Außenumsatz sank deutlich auf 9.244,2 Mio. € (-11 %). Er verteilt sich wie folgend auf die Unternehmensbereiche: Konzernumsatz nach Unternehmensbereichen Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse blieb nahezu konstant: So lag der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Salzgitter-Konzerns unverändert in der Europäischen Union (5,8 Mrd. €; 62 % Umsatzanteil), wobei Deutschland mit 3,9 Mrd. € Erlösen beziehungsweise einem Anteil von 42 % weiterhin der mit Abstand größte Einzelmarkt war. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele unserer Produkte als Zulieferungen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft letztendlich doch den Weg in das Ausland finden. Konzernumsatz nach Regionen Der Salzgitter-Konzern verbuchte 477,8 Mio. € Verlust vor Steuern (2012: -29,4 Mio. €). Dieser beinhaltet 185,0 Mio. € Impairment im Trägerbereich sowie einmalige Aufwendungen in Höhe von 54,6 Mio. € für konzernweite Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Programms "Salzgitter AG 2015", die vorrangig im Unternehmensbereich Stahl anfielen. Die Segmente zeigten folgende Resultate: Der Unternehmensbereich Stahl verzeichnete wegen der nach wie vor unauskömmlichen Margen einen erheblichen Vorsteuerverlust von 428,2 Mio. € (2012: -176,3 Mio. €). Dieser umfasst neben der außerplanmäßigen Abschreibung des Anlagevermögens bei der Peiner Träger GmbH (PTG) (185,0 Mio. €) auch einen Mehraufwand aus der zweimonatigen Reparatur des Hochofens A bei der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG). Zudem belasteten Restrukturierungsaufwendungen das Resultat. In einem schwierigen Marktumfeld zeigte der Unternehmensbereich Handel einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Insbesondere dank des vergleichsweise robusten internationalen Tradings erzielte die Division einen Gewinn vor Steuern von 25,7 Mio. €. Dieser rangierte jedoch margenbedingt spürbar unter dem Vorjahresresultat. Die unbefriedigende Auftrags- und Beschäftigungslage im Segment Großrohre sowie in weiten Teilen unter Druck stehende Erlöse und Margen schlugen sich im Unternehmensbereich Röhren in einem deutlichen Vorsteuerverlust von 94,8 Mio. € nieder (Vorjahresgewinn: 7,8 Mio. €). Mit 5,2 Mio. € erreichte der Unternehmensbereich Dienstleistungen abermals ein positives, wenn auch spürbar niedrigeres Vorsteuerergebnis als in der Vergleichsperiode. Ausschlaggebend dafür waren vor allem das unauskömmliche Resultat der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) sowie der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS). Der Unternehmensbereich Technologie erzielte erfreuliche 13,9 Mio. € Gewinn vor Steuern und festigte den im Vorjahr vollzogenen Turnaround. Dieser Erfolg ist auf die konstant hohe Auslastung der Produktionsstätten sowie die fortschreitende Umsetzung des "Fit4Future"-Programms der KHS-Gruppe zurückzuführen. Im Bereich Sonstiges/Konsolidierung belief sich der Gewinn vor Steuern auf 0,4 Mio. € und kam damit signifikant unterhalb des Vorjahresresultats (36,7 Mio. €) aus. Im Ergebnis sind 55,4 Mio. € Nachsteuerverlust aus der at equity einbezogenen Beteiligung an der NAAG enthalten (Gewinn nach Steuern 2012: 55,5 Mio. €). Das positive Zinsergebnis aus dem Cashmanagement des Konzern-Finanzkreises sowie stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen begünstigten den Ergebnisausweis. Ergebnis der Unternehmensbereiche und Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag scroll in Mio. € 2013 2012 Stahl -428,2 -176,3 Handel 25,7 77,1 Röhren -94,8 7,8 Dienstleistungen 5,2 15,9 Technologie 13,9 9,5 Sonstiges/Konsolidierung 0,4 36,7 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -477,8 -29,4 Steuern 11,8 70,4 Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag1) -489,6 -99,8 1) einschl. Anteile fremder Gesellschafter Entwicklung ausgewählter GuV-Posten Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist im Kapitel "Anhang" ausführlich dargestellt. Nachfolgend werden ausgewählte Posten erläutert. Vor allem die wesentlich geringeren Erzeugnisbestände des Röhren- und Stahlbereiches zum Bilanzstichtag bewirkten eine Abnahme des Postens "Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen" Sowohl Mengen- als auch Preisreduzierungen bei Rohstoffen, Halbfertigwaren und fremdbezogenen Stahlprodukten sowie Umsatzminderungen spiegelten sich in den gesunkenen Materialaufwendungen wider. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ist durch einen Verlustanteil gekennzeichnet, der sich aus der 25 %-Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) als Nachsteuerbeitrag ergab. Nach Berücksichtigung von 11,8 Mio. € Steueraufwand beträgt der Konzernjahresfehlbetrag 489,6 Mio. €. Der Steueraufwand betrifft insbesondere Steuerzahlungen ausländischer Gesellschaften. Mehrperiodenübersicht zur Ertragslage scroll in Mio. € 2013 2012 2011 2010 2009 2008 EBT -477,8 -29,4 201,6 48,9 -496,5 1.003,4 EBIT I1) -416,1 59,8 264,7 102,9 -468,1 1.072,1 EBIT2) -390,6 98,0 304,5 159,8 -411,3 1.026,9 EBITDA3) 133,8 462,7 666,8 539,7 156,9 1.317,2 EBT-Marge -5,2 -0,3 2,1 0,6 -6,4 8,0 EBIT-Marge2) -4,2 0,9 3,1 1,9 -5,3 8,2 EBITDA-Marge3) 1,5 4,5 6,8 6,5 2,0 10,5 ROCE % -10,5 1,3 5,6 2,2 -10,5 21,9 ROCE % aus Industriellem Geschäft4) -14,5 0,7 6,2 2,7 -17,3 26,9 scroll in Mio. € 2007 2006 2005 2004 EBT 1.313,9 1.854,8 940,9 322,8 EBIT I1) 1.350,7 1.900,5 970,0 345,6 EBIT2) 1.312,4 1.891,6 1.017,4 411,1 EBITDA3) 1.543,1 2.092,9 1.233,5 732,1 EBT-Marge 12,9 22,0 13,2 5,4 EBIT-Marge2) 12,9 22,4 14,2 6,9 EBITDA-Marge3) 15,1 24,8 17,3 12,3 ROCE % 28,0 47,8 38,9 24,4 ROCE % aus Industriellem Geschäft4) 46,9 55,1 49,4 - 1) ohne Zinsaufwand Pensionsrückstellungen 2) EBT + Zinsaufwand/Zinsertrag 3) EBT + Zinsaufwand/ - Zinsertrag + Abschreibungen 4) bereinigt um Nettogeldanlagen und die hieraus resultierenden Zinserträge Wertschöpfung des Salzgitter-Konzerns Die betriebliche Wertschöpfung des Konzerns erreichte 2013 einen Wert von 1.180 Mio. €. Der Rückgang von 26,2 % gegenüber dem Vorjahr hatte zur Folge, dass die Aufwendungen für die Mitarbeiter (1.631 Mio. €) hierdurch nicht gedeckt werden konnten. Die öffentliche Hand erhielt in Form von Steuern und Abgaben 1,0 % (Vorjahr: 4,4 %). Der Darlehensgeber-Anteil erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert (2,6 %) geringfügig auf 3,0 %. Als Dividende für die Aktionäre (einschließlich eigener Anteile) werden für das abgelaufene Geschäftsjahr 1,0 % der Wertschöpfung (Vorjahr: 0,9%) verwendet. Seit 2003 sind 3,45 Mrd. € aus der Wertschöpfung im Konzern verblieben, 2013 wurden 510 Mio. € verzehrt. Wertschöpfung scroll 31.12.2013 31.12.2012 in Mio. € % in Mio. € % Entstehung Konzernleistung 9.363 100,0 10.743 100,0 Vorleistungen 8.183 87,4 9.143 85,1 Wertschöpfung 1.180 12,6 1.600 14,9 Verwendung Mitarbeiter 1.631 138,2 1.584 99,0 Öffentliche Hand 12 1,0 70 4,4 Aktionäre (Dividende) 12 1,0 15 0,9 Darlehensgeber 35 3,0 41 2,6 Konzern verbleibend -510 -43,2 -110 -6,9 Wertschöpfung 1.180 100,0 1.600 100,0 2. Finanz- und Vermögenslage Finanzmanagement Im Salzgitter-Konzern führt die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG), eine 100%ige Tochtergesellschaft der Salzgitter AG (SZAG), seit dem 1. Januar 2012 das Cash- und Devisenmanagement für die Konzerngesellschaften überwiegend zentral durch. Joint-Venture-Gesellschaften sind hierin nicht einbezogen. Die interne Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich über Bereitstellung von Kreditlinien im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs und in Einzelfällen über Garantiezusagen für externe Kredite. Um den Finanzbedarf ausländischer Konzernunternehmen zu decken - insbesondere außerhalb des Euroraumes - nutzt die Salzgitter-Gruppe lokale Kreditmärkte. Gleichzeitig zieht sie auch Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften zur Finanzierung heran. Lieferungen und Leistungen innerhalb der Salzgitter-Gruppe werden über konzerninterne Konten gebucht. Das zentrale Finanzmanagement ermöglicht uns gegebenenfalls eine kosteneffiziente Fremdkapitalbeschaffung und hat positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Über eine Finanzplanung mit mehrjährigem Planungshorizont sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit sechsmonatigem Prognosezeitraum ermitteln wir den Liquiditätsbedarf des Konzerns. Vorhandene Geldanlagen, mittelfristige bilaterale Kreditlinien, ein Konsortialkreditrahmen sowie die erfolgreiche Begebung einer Wandelanleihe in 2009 und einer Umtauschanleihe in 2010 auf einen Teilwert der Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) stellen unseren Liquiditätsbedarf sicher. Unsere internationalen Geschäftsaktivitäten führen zu Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Um das dabei entstehende Wechselkursrisiko abzusichern, besteht für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns im Rahmen der Konzernrichtlinien die Verpflichtung, Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung zu sichern. Die Revision überwacht das Einhalten dieser Vorgabe. Für Währungsgeschäfte in USD - ein maßgeblicher Anteil unserer Fremdwährungsgeschäfte - wird zunächst konzernintern die Aufrechnung von Verkaufs- und Einkaufspositionen (Netting) geprüft. Die sich darüber hinaus ergebenden Spitzenbeträge werden von uns mittels marktüblicher Sicherungsgeschäfte abgedeckt. Die Pensionsrückstellungen sind weiterhin wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung. Sie betrugen bei einem vom aktuellen Niveau der Kapitalmarktzinsen abgeleiteten erhöhten Rechnungszinssatz (3,25 %) 2.070 Mio. € (Vorjahr: 2.182 Mio. € mit 3,00 %). Nach den Vorschriften der internationalen Rechnungslegung wurde die Auswirkung in der Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung (ausführliche Darstellung im Kapitel "Anhang") zeigt die Herkunft und Verwendung der Geldströme. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Finanzmittel" Finanzmittel scroll in Mio. € 2013 2012 Zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 125,1 427,2 Abfluss aus Investitionstätigkeit -196,6 -443,7 Abfluss aus Finanzierungstätigkeit -29,3 -51,7 Veränderung der Finanzmittel -100,8 -68,2 Konsolidierungskreisänderung/Wechselkursänderungen -0,8 0,6 Finanzmittel am Bilanzstichtag 777,0 878,6 Der Konzern erzielte 125 Mio. € Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Vorjahr: 427 Mio. €). In der Verringerung zum Vorjahr spiegelt sich vor allem das negative Konzernergebnis wider. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (197 Mio. €) sank gegenüber der Vergleichsperiode (444 Mio. €) insbesondere aufgrund reduzierter Investitionen (-46 Mio. €) sowie positiver Zahlungsflüsse aus Geldanlagen (184 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2013 ergab sich ein negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 29 Mio. €. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Zinsauszahlungen von 13 Mio. €. Außerdem schütteten wir an die Aktionäre der SZAG für das Geschäftsjahr 2012 rund 14 Mio. € oder 0,25 €/Aktie aus. Die Nettogeldanlage bei Kreditinstituten von 299 Mio. € hat im Vergleich zum Vorjahr (2012: 497 Mio. €) deutlich abgenommen. Den reduzierten Geldanlagen einschließlich der Wertpapiere (975 Mio. €) standen zum Geschäftsjahresende Verbindlichkeiten von 676 Mio. € (Vorjahr: 713 Mio. €) bei Kreditinstituten gegenüber. Letztere enthalten 592 Mio. € Verpflichtungen aus Wandel-/Umtauschanleihen. Die Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen stellten sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt dar: Mehrperiodenübersicht zur Finanzlage scroll 2013 2012 2011 2010 2009 2008 Zahlungsbereitschaft I (%)1) 135 156 169 192 211 157 Zahlungsbereitschaft II (%)2) 234 262 287 287 302 281 Dynamische Verschuldung (%)3) 6,4 22,0 -12,1 30,1 406,8 64,9 Gearing (%)4) 152,9 145,1 120 125,9 106,2 100,3 Cashflow (Mio. €) aus laufender Geschäftstätigkeit 125 427 -197 209 1.190 547 Nettoverschuldung gegenüber Kreditinstituten (Mio. €)5) -299 -497 -508 -1.272 -1.561 -991 scroll 2007 2006 2005 2004 Zahlungsbereitschaft I (%)1) 211 252 150 100 Zahlungsbereitschaft II (%)2) 317 365 253 187 Dynamische Verschuldung (%)3) -304,5 -95,5 41,3 20,2 Gearing (%)4) 98,0 101,9 169,1 278,0 Cashflow (Mio. €) aus laufender Geschäftstätigkeit 781 488 468 352 Nettoverschuldung gegenüber Kreditinstituten (Mio. €)5) -2.115 -2.283 -822 -71 1) (kurzfristige Vermögenswerte - Vorräte) x 100) / (kurzfristige Schulden + Dividendenvorschlag) 2) (kurzfristige Vermögenswerte x 100) / (kurzfristige Schulden + Dividendenvorschlag) 3) (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit x 100) / (lang- und kurzfristige Finanz schulden (inkl. Pensionen) - Geldanlagen) 4) (lang- und kurzfristige Schulden (inkl. Pensionen) x 100) / (Eigenkapital) 5) - ≙ Guthaben, + ≙ Verschuldung Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Konzerns hat sich im Vergleich zum Stichtagswert des Geschäftsjahres 2012 (8.930 Mio. €) um 9,7 % auf 8.061 Mio. € vermindert. Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte (-273 Mio. €) resultierte insbesondere aus gesunkenen Sachanlagen (-236 Mio. €) sowie niedrigeren Ertragssteueransprüchen (237 Mio. €; Vorjahr 260 Mio. €). Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich aufgrund des Abbaus des Vorratsvermögens (-153 Mio. €) sowie eines geringeren Forderungsbestands (-307 Mio. €). Vermögens- und Kapitalstruktur scroll in Mio. € 31.12.2013 % 31.12.2012 % Langfristige Vermögenswerte 3.519 43,7 3.792 42,5 Kurzfristige Vermögenswerte 4.542 56,3 5.137 57,5 Aktiva 8.061 100,0 8.930 100,0 Eigenkapital 3.187 39,5 3.643 40,8 Langfristige Schulden 2.943 36,5 3.339 37,3 Kurzfristige Schulden 1.931 24,0 1.947 21,8 Passiva 8.061 100,0 8.930 100,0 Bei den langfristigen Vermögenswerten blieben die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (286 Mio. €) unterhalb der Abschreibungen (338 Mio. €). Zusätzlich wirkte sich ein Impairment (185 Mio. €) mindernd auf das Sachanlagevemögen aus. Das kurzfristig gebundene Nettovermögen (Working Capital) kam mit 2.520 Mio. € (-6,9 %) leicht unterhalb des Vorjahresniveaus aus. Die Eigenkapitalquote (39,5 %) ist im Vergleich zum Vorjahr (40,8 %) - trotz gesunkenem Konzerneigenkapital - nahezu konstant geblieben. Ausschlaggebend hierfür waren die Reduzierung der Pensionsrückstellungen aufgrund der stichtagsbezogenen Erhöhung des Zinssatzes auf 3,25 % (Vorjahr: 3,00 %), Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten (-247 Mio. €). Im Übrigen ist der Rückzahlungsbetrag der Wandelanleihe in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert worden. Mehrperiodenübersicht zur Vermögenslage scroll 2013 2012 2011 2010 2009 2008 Anlagenintensität (%)1) 43,7 42,5 41,8 39,7 39,5 33,5 Vorratsintensität (%)2) 23,8 23,2 23,9 19,9 18,2 29,3 Abschreibungsquote (%)3) 21,8 13,6 13,5 14,2 21,3 11,7 Debitorenlaufzeit (Tage)4) 56,3 54,2 53,7 51,7 49,3 48,4 Capital employed (Mio. €) 3.967 4.481 4.733 4.596 4.457 4.886 Working Capital (Mio. €) 2.520 2.694 2.753 2.193 1.981 3.338 scroll 2007 2006 2005 2004 Anlagenintensität (%)1) 25,8 23,4 35,1 45,3 Vorratsintensität (%)2) 24,8 23,7 26,6 25,5 Abschreibungsquote (%)3) 11,7 13,9 14,5 22,6 Debitorenlaufzeit (Tage)4) 54,5 47,9 44,9 55,4 Capital employed (Mio. €) 4.829 3.974 2.496 1.418 Working Capital (Mio. €) 2.845 2.159 1.809 1.479 1) (langfristige Vermögenswerte) x 100) / (Gesamtvermögen) 2) (Vorräte x 100) / (Gesamtvermögen) 3) (Abschreibungen auf Sachanlageverm./immat. Vermögenswerte x 100) / (Sachanlageverm./immat. Vermögenswerte) 4) (Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen x 365) / (Umsatzerlöse) 3. Jahresabschluss der Salzgitter AG Der Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) für das Geschäftsjahr 2013 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers, Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wird vollständig im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die SZAG führt die Konzern-Unternehmensbereiche, bei denen das operative Geschäft liegt, unverändert als Management-Holding. Die Ertragslage der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen und damit deren Werthaltigkeit abhängig. Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften werden über die 100%ige Tochtergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) von deren 100%iger Tochtergesellschaft Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gehalten. Weder zwischen der SZAG und der SMG noch zwischen der SMG und der SKWG bestehen Ergebnisabführungsverträge. Es besteht jedoch jeweils eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste. Die SZAG ist als nicht operative Holdinggesellschaft in das Steuerungskonzept des Salzgitter-Konzerns eingebunden und unterliegt somit den gleichen Steuerungsgrößen und den gleichen Chancen und Risiken wie der Salzgitter-Konzern. Hierbei werden die rechtlichen Anforderungen an die Steuerung der SZAG berücksichtigt. Bilanz der Salzgitter AG (Kurzfassung) scroll in Mio. € 31.12.2013 % 31.12.2012 % Anlagevermögen 44,4 4,3 43,9 4,2 Sachanlagen1) 20,7 2,0 21,1 2,0 Finanzanlagen 23,8 2,3 22,8 2,2 Umlaufvermögen 989,4 95,7 1.004,3 95,8 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände2) 989,4 95,7 1.004,3 95,8 Finanzmittel 0,0 0,0 0,0 0,0 Aktiva 1.033,8 100,0 1.048,2 100,0 scroll in Mio. € 31.12.2013 % 31.12.2012 % Eigenkapital 381,4 36,9 384,4 36,7 Rückstellungen 337,8 32,7 347,6 33,2 Verbindlichkeiten 314,6 30,4 316,1 30,2 davon Bankverbindlichkeiten [0,0] [0,0] Passiva 1.033,8 100,0 1.048,2 100,0 1) einschl. immaterieller Vermögensgegenstände 2) einschl. Rechnungsabgrenzungsposten Die Forderungen aus der im Rahmen des konzernweiten Cashmanagements der Tochtergesellschaft SKWG zur Verfügung gestellten Liquidität (980 Mio. €) bilden unverändert die wesentlichen Aktivposten. Die gehaltenen eigenen Aktien werden nach den Vorschriften des HGB offen vom Eigenkapital abgesetzt. Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital Pensionsverpflichtungen von 309 Mio. € sowie die Rückzahlungsverpflichtung (297 Mio. €) gegenüber der niederländischen Emittentin der Wandelschuldverschreibung ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,9 % (Vorjahr: 36,7 %). Gewinn- und Verlustrechnung der Salzgitter AG (Kurzfassung) scroll in Mio. € 2013 2012 Sonstige betriebliche Erträge 27,1 33,5 Personalaufwand 22,4 22,3 Abschreibungen1) 1,2 1,3 Sonstige betriebliche Aufwendungen 24,0 22,2 Beteiligungsergebnis 63,4 49,3 Zinsergebnis -31,7 -27,4 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11,3 9,7 Steuern -0,6 2,6 Außerordentliches Ergebnis -0,1 0,0 Jahresüberschuss 10,5 12,3 1) einschl. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Erhebung einer Konzernumlage sowie aus Anlagenabgängen. Das Beteiligungsergebnis betrifft nahezu ausschließlich den von der SMG vereinnahmten Ergebnisbeitrag. In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2013 160 Mitarbeiter beschäftigt. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB Das gezeichnete Kapital setzte sich am Bilanzstichtag aus 60.097.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen mit einem rechnerischen Anteil jeder Aktie am Grundkapital von 2,69 €. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Diese ergeben sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestanden am Bilanzstichtag nach Kenntnis des Vorstands nur insoweit, als der Gesellschaft aus den von ihr gehaltenen eigenen Aktien (6.009.700 Stück) keine Stimmrechte zustanden und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus von ihnen gehaltenen Aktien kein Stimmrecht bei der Beschlussfassung über ihre eigene Entlastung zustanden. Eine Beteiligung am Kapital von mehr als 10 % der Stimmrechte bestand am Bilanzstichtag nur seitens der Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH (HanBG), Groß Berßen, die gemäß ihrer Mitteilung vom 2. April 2002 mit 25,5 % der Stimmrechte an der SZAG beteiligt ist; dies entsprach infolge der seitdem gesunkenen Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag einem Stimmrechtsanteil von 26,5 %. Alleiniger Gesellschafter der HanBG ist das Land Niedersachsen. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Am Kapital beteiligte Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und die Änderung der Satzung erfolgen allein nach den Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Vorstand hat aufgrund von Beschlüssen der Hauptversammlung folgende vier Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: ― Er kann in der Zeit bis zum 23. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 30.048.500 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgeben (Genehmigtes Kapital 2012), wobei unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur bis zu 12.019.400 Stück (20 % aller am 24. Mai 2012 ausgegebenen Aktien) ausgegeben werden dürfen. Die 20%-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte beziehungsweise Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente beziehen, die seit dem 24. Mai 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. ― Der Vorstand kann des Weiteren mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd. € begeben und den Inhabern der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 26.498.043 Stück (Bedingtes Kapital 2013) gewähren. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden bis zu einem Gesamtnennbetrag von Schuldverschreibungen, mit denen Wandlungsrechte auf Aktien verbunden sind, deren anteiliger Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre darf dabei nur erfolgen, soweit seit dem 23. Mai 2013 noch nicht Aktien mit einem Anteil von 20 % des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Aktien aus genehmigtem Kapital sind seit dem 23. Mai 2013 bis zum Bilanzstichtag nicht ausgegeben worden. ― Der Vorstand hat am 6. Oktober 2009 von einer Ermächtigung zur Ausgabe einer Schuldverschreibung Gebrauch gemacht und eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.550.457 neue Aktien aus bedingtem Kapital (Bedingtes Kapital 2009), ausübbar bis zum 27. September 2016. Bis zum Bilanzstichtag hat noch kein Inhaber der Wandelschuldverschreibungen sein Wandlungsrecht ausgeübt. ― Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum Ablauf des 7. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 10 % zu erwerben und zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Es bestehen folgende wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen mit folgenden Wirkungen: ― Bei der Wandelschuldverschreibung von 2009 über 296 Mio. € und der Umtauschschuldverschreibung von 2010 über 295 Mio. € ist jeweils im Falle eines Kontrollwechsels jeder Anleihegläubiger innerhalb einer bestimmten Frist berechtigt, die Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen; außerdem wird, falls Anleihegläubiger ihr Wandlungs- beziehungsweise Umtauschrecht innerhalb einer bestimmten Frist ausüben, das Wandlungs- beziehungsweise Umtauschverhältnis nach einer bestimmten Formel angepasst. ― Nach dem 2012 mit einem Bankenkonsortium geschlossenen Vertrag über eine Kreditlinie von 500 Mio. € hat im Falle eines Kontrollwechsels jede Konsortialbank das Recht, ihre Beteiligung an der Kreditlinie zu kündigen und ggf. Rückzahlung zu verlangen. ― Nach einer Vereinbarung der Gesellschafter der EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr, von deren Geschäftsanteilen der Konzern 50% hält, kann die Gesellschaft im Falle eines Kontrollwechsels Geschäftsanteile ohne Zustimmung des betroffenen Gesellschafters einziehen, sofern die Geschäftstätigkeit des dann beherrschenden Dritten in Konkurrenz zu der Tätigkeit der Gesellschaft steht. Statt der Einziehung können die übrigen Gesellschafter verlangen, dass der Geschäftsanteil an einen benannten Erwerber abzutreten ist. Für den Fall eines Übernahmeangebotes haben die Mitglieder des Vorstands unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht zur Kündigung ihres Anstellungsvertrages und einen Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ihres Vertrages, wobei dieser Anspruch auf einen Höchstbetrag begrenzt ist. Gewinnverwendung der Salzgitter AG Die SZAG weist für das Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss von 10,5 Mio. € aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (1,6 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 12,1 Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn (12,1 Mio. €) für die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 0,20 € je Aktie (bezogen auf das in 60.097.000 Aktien eingeteilte Grundkapital von 161,6 Mio. €) zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht dividendenberechtigt sind. V. Risiko, Chancen- und Prognosebericht 1. Chancen- und Risikomanagementsystem Die Erwartungen für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und deren mögliche Auswirkung auf unser Unternehmen - unter Ausnutzung sich bietender Chancen und Risiken - kommentieren wir im Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns" Abgrenzung von Risiko- und Chancenmanagement Wir betrachten das Risiko- und das Chancenmanagement grundsätzlich getrennt. Ein separates Reportingsystem dokumentiert die Risiken und unterstützt deren Überwachung. Hingegen sind die Erfassung und Kommunikation von Chancen integrale Bestandteile des etablierten Steuerungs- und Controllingsystems zwischen den Tochter-/Beteiligungsgesellschaften und der Holding. Dem Management der Einzelgesellschaften obliegt unmittelbar das Identifizieren, Analysieren und Umsetzen operativer Chancen. Gemeinsam mit der Holding des Konzerns werden zielgerichtete Maßnahmen erarbeitet, um Stärken zu konturieren und strategische Wachstumspotenziale zu erschließen. Dafür haben wir eine Reihe von Instrumenten implementiert, die im Kapitel "Führungs- und Steuerungselemente" beschrieben werden. Chancen und Chancenmanagement Die laufende Beobachtung und Analyse der relevanten Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbsentwicklungen im Konzernumfeld sind zentrale Bestandteile des Chancenmanagements. Diese Aufgaben erledigen sowohl die Zentralbereiche als auch dezentral die operativen Tochtergesellschaften. Die simultane Durchführung ist eine wesentliche Grundlage für das zeitnahe Erkennen potenzieller Chancen und die Ableitung geeigneter Strategien. So können wir vorhandene Fähigkeiten, Stärken und Kernkompetenzen unserer Unternehmensgruppe bereits frühzeitig bei der Vorbereitung und Umsetzung strategischer Entscheidungen nutzen. Im Rahmen des Reorganisationsprojekts "Salzgitter AG 2015" gestalten wir die Strukturen und Abläufe unserer Organisation effizienter und effektiver, um die in einem herausfordernden Umfeld existenten Marktchancen schneller und gezielter aufgreifen zu können. Zudem haben wir konkrete Maßnahmen mit einem Gesamtergebnispotenzial von über 200 Mio. € konzipiert, die sich bereits in Umsetzung befinden beziehungsweise zur Realisierung anstehen. Weitere Informationen zum Programm "Salzgitter AG 2015" enthält das Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie". Mit den umfassenden Investitionen der vergangenen Geschäftsjahre haben wir unser Produktionsprogramm weiter ausgebaut und so die Voraussetzungen geschaffen, zukünftige Chancen besser wahrzunehmen. Anlagenproduktivität und effizienter Ressourceneinsatz bilden ebenso wie die fortlaufende Optimierung der Produktqualität weitere wesentliche Bausteine unseres Unternehmenserfolgs. Für ausführliche Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Investitionen". Chancen ergeben sich insbesondere auch aus unseren vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Über aktuelle Projekte informieren wir im Kapitel "Forschung und Entwicklung". Neben den initiierten Maßnahmen zum organischen Wachstum prüfen wir stets auch externe Wachstumsmöglichkeiten auf ihre Beitragspotenziale zum Unternehmenserfolg des Salzgitter-Konzerns. Weitere Informationen sind in den Kapiteln "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" sowie "Mitarbeiter" nachzulesen. Risiken und Risikomanagement Im vergangenen Jahr hat sich unser Risikomanagement auch angesichts der Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise bewährt und als effektiv erwiesen. Innerhalb der satzungsgemäßen Geschäftstätigkeit ist es oft unumgänglich, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung, um Chancen wahrzunehmen. Die Unternehmensführung muss daher sämtliche relevanten Risiken überschauen und kontrollieren können. Aus diesem Grunde ist eine vorausblickende und wirkungsvolle Risikolenkung für unseren Konzern ein wichtiger und wertschaffender Bestandteil des Managements zur Existenzsicherung des gesamten Unternehmens, des Kapitals unserer Aktionäre und der Arbeitsplätze. Qualifiziertes Top-down-Regelwerk Es ist Aufgabe der Management-Holding, die Richtlinien vorzugeben, die die Basis für eine einheitliche und angemessene Behandlung von Risiken und deren Kommunikation im Konzern bilden. Das entsprechende Konzept vermitteln wir unseren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mithilfe eines Risikoleitfadens. Darin sind die Grundsätze zur ― Identifikation, ― Bewertung, ― Bewältigung, ― Kommunikation und ― Dokumentation von Risiken formuliert, mit denen das konzernweite Risikoinventar harmonisiert wird, um auf diese Weise die Aussagefähigkeit für den Gesamtkonzern zu gewährleisten. Entsprechend den Erfordernissen entwickeln wir unser Risikomanagementsystem stetig weiter. Identifikation Im Sinne des Risikomanagements des Salzgitter-Konzerns identifizieren wir Sachverhalte in unseren Geschäftsbereichen, die nicht in unserer Planung oder in unserer Vorausschau berücksichtigt sind. Der Schaden respektive die Schadenshöhe ergibt sich aus der potenziellen Abweichung zu unserem prognostizierten beziehungsweise voraussichtlichen Ergebnis. Die Risikokoordinatoren in unseren Gesellschaften sorgen hier für einen kontinuierlichen Prozess. Wir haben eine Risikocheckliste entwickelt, die zur Unterstützung der Identifikation herangezogen werden kann. Zugleich ordnet diese die Risiken den Risikoarten zu. Die im Salzgitter-Konzern angewandte Einteilung der Risikoarten besteht aus folgenden vier Hauptgruppen: ― allgemeine externe Risiken, ― leistungswirtschaftliche Risiken, ― finanzwirtschaftliche Risiken und ― allgemeine interne Risiken. Um eine Grundsystematik zu gewährleisten, erfassen und führen wir - unabhängig von der Schadenshöhe - für einige Risikoarten, beispielsweise für die leistungswirtschaftlichen Risiken Absatz, Beschaffung, Bevorratung und Produktionsausfall in Verbindung mit den technischen Kernaggregaten, Pflichtrisiken in unserem Inventar. Bei externen Risiken sind neben Umweltschutzrisiken in Bezug auf den Betrieb von Anlagen seit jüngster Zeit umweltpolitische und energiepolitische Risiken für unseren Konzern besonders bedeutsam. Beispielhaft für den finanzwirtschaftlichen Part ist das Forderungsmonitoring, für die internen Risiken sind es Einschätzungen zur Informationstechnik. Erfahrungsgemäß decken wir damit die wesentlichen Risiken unseres Konzernrisikoportfolios ab. Bewertung Um die Risiken nachvollziehen und bewerten zu können, quantifizieren wir generell die Schadenshöhe, wobei wir alle beeinflussenden Umstände berücksichtigen. Dabei wird die Schadenshöhe um Rückstellungen und Wertberichtigungen vermindert, worauf wir in der Risikodokumentation hinweisen. Risiken aus Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen und anderen Schadens- und Haftpflichtfällen, für die wir einen Versicherungsschutz haben, erfassen wir nicht. Gravierende Schäden hieraus wälzen wir, mit Ausnahme des Selbstbehaltes, auf unsere Versicherungsgeber über. Damit unser Versicherungsschutz immer dem aktuellen Stand entspricht, überprüfen wir Umfang und Inhalt kontinuierlich und passen diesen bei Bedarf an. Hinsichtlich der Höhe des Schadens unterscheiden wir zwischen Großrisiken ab einer Bruttoschadenshöhe von mindestens 25 Mio. € und sonstigen Risiken mit einer Bruttoschadenshöhe von weniger als 25 Mio. €. Beim Überleiten von der Brutto- auf die Nettoschadenshöhe beziehen wir sämtliche Schadensbewältigungsmaßnahmen ein. Risikomanagement und Controlling der Salzgitter AG (SZAG) sind klar gegeneinander abgegrenzt und ergänzen sich. Ein Risikotatbestand kann daher im Controlling (beispielsweise als Rückstellung), im Risikomanagement (mit Bewältigungsmaßnahmen) oder in beiden Betrachtungen enthalten sein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit haben wir wertmäßig in fünf Wahrscheinlichkeitsklassen eingeordnet: drei "unwahrscheinliche" und zwei "wahrscheinliche" Einstufungen. Das Eintreten von Risiken der Kategorien "unwahrscheinlich" ist nach sorgfältigem kaufmännischem, technischem und juristischem Ermessen eher nicht zu erwarten. Bei den Risikoeinstufungen "wahrscheinlich" ist ein Schaden für das Unternehmen durch ein unerwünschtes Ereignis nicht mehr auszuschließen. Bewältigung Zu jedem Risiko halten wir die für die Bewertung und Bewältigung des Risikos getroffenen respektive noch zu treffenden Maßnahmen fest und berichten darüber in der nachfolgend dargelegten Weise. Kommunikation und Dokumentation Prinzipiell binden wir alle voll konsolidierten Firmen der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech/Profilstahl, Handel, Technologie und des Bereiches Sonstiges/Konsolidierung sowie einige nicht konsolidierte Gesellschaften in das Risikomanagement ein. Aus dem Geschäftsbereich Energie erfassen wir neben den voll konsolidierten Gesellschaften das Gemeinschaftsunternehmen EUROPIPE GmbH (EP), einschließlich seiner Tochtergesellschaften, gemäß der Richtlinie der SZAG. Risiken integrieren wir in die unterjährigen Vorschauen, die Mittelfristplanung und in Strategiegespräche. Mit dem Ziel, potenzielle Risiken zu vermeiden beziehungsweise entstandene Risiken zu kontrollieren, zu bewältigen und Vorsorge zu treffen, haben wir verschiedene Verfahren, Regelungen und Instrumente festgelegt. Als bedeutsames Element zur Risikoverminderung dient unser Internes Kontrollsystem, das sich an den Prinzipien des COSO-Modells orientiert. Das COSO-Modell basiert auf dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission herausgegebenen "Internal Control - Integrated Framework" Die hohe Transparenz bezüglich risikobehafteter Entwicklungen ermöglicht es uns als Konzern, frühzeitig und zielgerichtet Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Bedingungen, die zu erfüllen sind, damit die Maßnahmen auch wirken können, dokumentieren wir, überprüfen sie periodisch und aktualisieren sie gegebenenfalls. Durch unser konzernweites Berichtssystem stellen wir sicher, dass das Konzernmanagement die notwendigen sachgerechten Informationen erhält. Die Konzerngesellschaften übermitteln den Risikostatus gemäß den Meldegrenzen anhand monatlicher Controllingreports oder ad hoc, und zwar unmittelbar an den Vorstand. Die identifizierten und bewerteten Risiken analysieren wir auf Konzernebene, verfolgen sie detailliert und passen sie in unsere wirtschaftliche Gesamtlage ein. Der Vorstand berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat über die Risikosituation des Konzerns sowie - wenn angemessen - über Tatbestände einzelner Risiken. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss etabliert, der in seinen regelmäßigen Sitzungen auch das Risikomanagement behandelt. 2. Einzelrisiken Geschäftsbereichszuordnungen Im Salzgitter-Konzern wirken die wesentlichen Preis- und Beschaffungsrisiken benötigter Rohstoffe beziehungsweise Energien vor allem in den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl sowie Energie. Dies gilt auch für Produktionsausfallrisiken wegen der besonderen Relevanz der Kernaggregate wie zum Beispiel der Walzstraßen. Bei den finanzwirtschaftlichen Risiken koordiniert und steuert die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) die Risiken für die Gesellschaften im Konzernfinanz- und Organkreis geschäftsbereichsübergreifend. Alle weiteren aufgezeigten Sachverhalte finden sich in ihrer Wirkung in allen Geschäftsbereichen wieder. Branchenspezifische Risiken Ausgehend von den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen auf den internationalen Märkten ist die Entwicklung ― der Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, ― der Währungskurse (vor allem USD-EUR) und ― der Energiepreise besonders bedeutend für den Salzgitter-Konzern. Um die Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen im Auslandsgeschäft. Aktuell stellt für den Salzgitter-Konzern die europäische Stahlkrise eine erhebliche Belastung dar. Aufgrund der anhaltenden Rezession in einigen Staaten Europas und der damit verbundenen rückläufigen Stahlnachfrage bestehen erhebliche unausgelastete Produktionskapazitäten insbesondere in Südeuropa. Infolge des daraus resultierenden harten Wettbewerbs rangieren die erzielbaren Absatzpreise für eine Vielzahl von Walzstahlerzeugnissen unterhalb der Herstellkosten. Darunter litten besonders unsere Geschäftsbereiche Flachstahl und Grobblech / Profilstahl. Darüber hinaus war im Berichtsjahr auch der Weltmarkt für Großrohre von einer eklatanten Nachfrageschwäche betroffen. Ungeachtet der Tatsache, dass sich für unser Joint Venture EUROPIPE die Situation mit Vergabe des ersten Strangs der South Stream Pipeline im Januar 2014 aufhellte, müssen wir auch im Jahr 2014 von einer schwierigen Ertrags- und Beschäftigungslage in diesem Bereich ausgehen. Neben der Erzeugung von Walzstahl und Stahlrohren ist die Salzgitter AG (SZAG) auch in den Bereichen Handel und Technologie tätig. Mithilfe dieses breit gefächerten Beteiligungsportfolios wird die Abhängigkeit von der stark zyklischen Stahlkonjunktur etwas verringert. Risiken aus Veränderungen in den Stahl- und Röhrenmärkten begrenzen wir durch die Sicherstellung schneller Entscheidungsprozesse, um uns zeitnah auf neue Gegebenheiten einzustellen. Aus heutiger Sicht sind für die SZAG keine bestandsgefährdenden Risiken aus der branchenspezifischen Entwicklung zu erkennen. Hinsichtlich der aktuellen Diskussionen zur Klima- und Energiepolitik verweisen wir auf das Kapitel "Schutz der Umwelt". Ein derzeitig wenig überschaubares, weil politisches Risiko besteht aus dem gegenüber der Bundesrepublik Deutschland am 18. Dezember 2013 eingeleiteten EEG-Beihilfeprüfverfahren der EU-Kommission, das sich insbesondere gegen die Besondere Ausgleichsregelung des deutschen EEG 2012 für stromintensive Unternehmen richtet. Dies kann auch die bereits in Anspruch genommenen EEG-Umlagebegrenzungen bei Gesellschaften des Salzgitter Konzerns im Jahr 2013 in Höhe von rund 43 Mio. € betreffen. Auch für das Jahr 2014 liegen für bestimmte Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bereits Begrenzungsbescheide vor. Aufgrund derer werden diese Konzerngesellschaften ebenso nur eine verringerte EEG-Umlage zu leisten haben. Der Vorteil daraus wird sich voraussichtlich auf einen Betrag von etwa 55 Mio. € belaufen. Das Verfahren wird von der EU-Kommission ergebnisoffen geführt. Die Wahrscheinlichkeit einer Rückforderung für die gewährten Begrenzungen in den Jahren 2013 und 2014 erachten wir - ebenso wie die Bundesregierung - als gering. Im Zusammenhang mit der extern bezogenen Strommenge wird es als wahrscheinlich angesehen, dass diese Strommenge zukünftig weniger umfangreich von der EEG-Umlage befreit sein wird. Für den Salzgitter-Konzern hätte die Umsetzung des aktuellen Entwurfes zu den Umwelt- und Energiebeihilfeleitlinien zur Folge, dass sich die jährlichen Aufwendungen für den Fremdstrom bedingt durch eine höhere EEG-Umlage im unteren bis mittleren zweistelligen Mio. €-Bereich erhöhen würden. Ausgehend von einem Kabinettsbeschluss der Bundesregierung auf Basis eines Eckpunktepapiers des BMWiE Ende Januar 2014 ist es möglich, dass zukünftig auch eigenerzeugter und -verbrauchter Strom unter anderem aus Kuppelgaskraftwerken mit einer EEG-Umlage belastet wird. Im ungünstigen Fall würde dieses zu einer zusätzlichen Ergebnisbelastung im mittleren zweitstelligen Mio. €-Bereich jährlich führen. Wir erachten es momentan als eher unwahrscheinlich, dass das Eckpunktepapier in der jetzigen Form umgesetzt wird. Nach dem momentanen politischen Diskussionsstand im Zusammenhang mit möglichen EEG-Gesetzesänderungen ist nicht auszuschließen, dass auch dem Stahlerzeugungsprozess vorgelagerte Produktionsstufen in anderen Branchen zukünftig in einem deutlich geringeren Umfang als gegenwärtig von der EEG-Umlage befreit werden. Die Marktbedingungen könnten unsere Lieferanten veranlassen, diese höheren Produktionskosten weiterzureichen. Im Salzgitter-Konzern könnte dies zu einer zusätzlichen Ergebnisbelastung im unteren bis mittleren zweistelligen Mio. €-Bereich pro Jahr führen. Darüber hinaus wird sich für unseren Konzern voraussichtlich auch die Notwendigkeit des Zukaufs von CO2 -Zertifikaten für die dritte ETS-Handelsperiode von 2013 bis 2020 ergeben. Je nach Entwicklung des CO2 -Zertifikatepreises sehen wir hieraus ein Risiko aus unmittelbaren Belastungen aus dem CO2 -Handel. Mittelbar ist in diesem Zusammenhang die Verteuerung des Fremdstrombezugspreises risikobehaftet. Insgesamt sehen wir ein Risiko im mittleren zweistelligen Millionenbereich pro Jahr. Der ressourcenschonende Einsatz der Energieträger ist für uns ein wichtiger Aspekt. Aus diesem Grund intensivieren wir unser konzernweites Energiemonitoring, auch um den Einfluss tendenziell steigender Strompreise, den wir in Deutschland insbesondere wegen der eingeleiteten Energiewende sehen, besser zu erfassen. Daraus sich ergebenden Risiken kann so besser begegnet werden. Preisrisiken wesentlicher benötigter Rohstoffe Die Einkaufspreise von Rohstoffen, insbesondere Eisenerz und Kokskohle, sind äußerst volatil. Zur Preisstabilisierung wurde mit einem Erzlieferanten - von dem traditionell ein signifikantes Mengenvolumen bezogen wird - für den Zeitraum April 2013 bis März 2014 wieder ein Jahresvertrag mit einer Flexibilisierungsklausel abgeschlossen. Die Lieferverträge mit dem Marktführer für Kokskohle werden monatlich bepreist. Dies betrifft etwa ein Drittel der Bezugsmenge der SZAG. Eine grundlegende Änderung dieser Risiken erwarten wir aus heutiger Sicht nicht. Der Salzgitter-Konzern strebt grundsätzlich danach, die Preisschwankungen bei den Rohstoffen durch "natural hedging" auszugleichen: Mithilfe eines permanenten Absatz- und Beschaffungsmonitorings überwacht der Konzern, dass sich preislich fixierte Verkäufe im Gleichgewicht mit preislich fixierten Rohstoffeinkäufen befinden. So ist es möglich, Veränderungen frühzeitig zu erfassen, um eventuell daraus entstehenden Risiken rechtzeitig zu begegnen. Darüber hinaus setzen wir im begrenzten Umfang Hedging für Erz ein. Beschaffungsrisiken Dem generellen Risikoaspekt der nicht bedarfsgerechten Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (Erz, Kohle) und Energien (Strom, Gas) wirken wir durch einen abgesicherten Bezug entgegen: zum einen über längerfristige Rahmenverträge und zum anderen über den Einkauf in verschiedenen Regionen und/oder bei mehreren Lieferanten. Außerdem betreiben wir eine entsprechende Lagerpolitik. Nach unserer Einschätzung der Beschaffungsquellen ist die mittelfristige Verfügbarkeit dieser Rohstoffe in den benötigten Mengen und Qualitäten gewährleistet. Strom beziehen wir größtenteils auf vertraglich abgesicherter Basis, soweit der Bedarf unsere eigene Stromerzeugung übersteigt. Darüber hinaus wurde ein konzernweites Projekt zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz aufgesetzt. Um auch für seltene Netzausfälle gerüstet zu sein, investieren wir in besonders sensiblen Bereichen, wie beispielsweise dem Rechenzentrum, in Notstromaggregate. Aus diesen Gründen halten wir Versorgungsengpässe für unwahrscheinlich und erwarten insofern keine belastenden Auswirkungen. Besonders wichtig ist für uns auch der termingetreue Bahntransport der Erz- und Kohlemengen vom Überseehafen in Hamburg bis zum Standort Salzgitter. Unser Vertragspartner, der diese logistische Aufgabe garantiert, ist die DB Schenker Rail Deutschland AG, die Frachttochter der Deutschen Bahn AG. Für etwaige Beeinträchtigungen, zum Beispiel wegen Streiks, haben wir einen detaillierten Notfallplan erarbeitet. Dieser enthält eine vorausschauende Lagerhaltung und intensive Abstimmungen zwischen der DB Schenker und uns, um den regulären Zugverkehr weitgehend unterbrechungsfrei aufrechtzuerhalten. Optional sind der intensivere Einsatz der konzerneigenen Eisenbahn sowie vermehrte Binnenschifftransporte für Teilmengen denkbar. Darüber hinaus begegnen wir möglichen Einschränkungen an Wochenenden und Feiertagen im Vormaterialzulauf über die Schiene durch eine engere Abstimmung mit der Bahn beziehungsweise der Option vermehrter Eigentransporte. Absatzrisiken Ein für uns typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben. Für die aktuelle ökonomische Situation verweisen wir mit Blick auf das Geschäftsjahr 2014 auf das Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns". Auf das generelle Risiko, deshalb in eine existenzbedrohende Lage zu geraten, antworten wir mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten, Abnehmerbranchen und regionalen Absatzmärkten, um eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios zu erzielen. Aktuell gleichen sich konjunkturelle Effekte in den einzelnen Geschäftsbereichen aufgrund der oben genannten Stahlkrise und der Schwäche im Großrohrmarkt nicht wie vorgesehen aus. Produktionsausfallrisiken Dem Risiko eines ungeplanten längerfristigen Stillstandes unserer Schlüsselaggregate steuern wir mit laufenden Anlagenkontrollen, einer vorbeugenden Instandhaltung sowie ständigen Modernisierungen und Investitionen gegen. Potenziellen Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie anderen denkbaren Schadens- und Haftpflichtfällen beugt der Konzern durch Versicherungsverträge vor, die sicherstellen, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten oder völlig ausgeschlossen sind. Umfang und Inhalt dieser Versicherungen überprüfen wir laufend und passen sie bei Bedarf an. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind, und das damit verbundene Schadenpotenzial halten wir für gering. Rechtliche Risiken Um mögliche Risiken aus etwaigen Verstößen gegen die vielfältigen steuer-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetze auszuschließen, verpflichten wir unsere Mitarbeiter auf deren strikte Einhaltung. Wir lassen uns umfassend rechtlich beraten, sowohl von unseren eigenen Fachleuten als auch fallbezogen von ausgewiesenen externen Spezialisten. Zur Koordination der stahl- und verbandspolitischen Initiativen des Konzerns und um ihre systematische Verfolgung zu garantieren, haben wir eine konzerninterne Anlaufstelle für internationale Angelegenheiten eingerichtet. Bedeutsame Rechtsrisiken sind für uns nicht erkennbar. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) koordiniert die Finanzmittelströme und steuert die Zins- und Währungsrisiken im Konzernfinanzkreis. Als Risikohorizont hat sich ein rollierender Betrachtungszeitraum von bis zu drei Jahren bewährt, der sich an einem Planungsrahmen orientiert. Die erlassenen Richtlinien verpflichten sämtliche Gesellschaften des Konzernkonsolidierungskreises, Finanzrisiken zum Entstehungszeitpunkt abzufedern. So sind beispielsweise risikobehaftete offene Positionen oder Finanzierungen im internationalen Tradinggeschäft seitens der betreffenden Tochtergesellschaften der SKWG mitzuteilen. Diese entscheidet dann Uber Hedging-Maßnahmen, wobei sie das jeweilige Konzern-Exposure beachtet. Grundsätzlich lassen wir Finanz- und Währungsrisiken nur in Verbindung mit unseren produktions- und handelstypischen Prozessen zu (siehe auch Ausführungen zu "Währungsrisiken" und "Zinsrisiken"). Im Verhältnis zu den operativen sind die finanzwirtschaftlichen Risiken von eher geringerer Bedeutung. Währungsrisiken Zu unseren Beschaffungs- oder Absatzgeschäften in ausländischen Währungen gehören naturgemäß Wechselkursänderungsrisiken. So hat die Dollarkursentwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Rohstoff- und Energiebeschaffungskosten sowie auf die Exporterlöse, zum Beispiel im Röhrenbereich oder im Maschinenbau. Die Effekte sind zwar gegenläufig, aber aufgrund der sehr unterschiedlichen Geschäftsvolumina überwiegt der Dollarbedarf für die Beschaffungsseite. Grundsätzlich saldieren wir derartige Fremdwährungszahlungsströme EUR-USD im Konzernfinanzkreis (Netting) und minimieren so das Risikopotenzial. Die Volatilität der Finanzrisiken verringern wir, indem wir derivative Finanzinstrumente abschließen, deren Wertentwicklung entgegengesetzt zu den operativen Geschäften verläuft. Die Marktwerte aller derivativen Finanzinstrumente werden monatlich festgestellt. Zum Geschäftsjahresabschluss simulieren wir zudem die Sensitivität dieser Instrumente nach den Vorgaben des IFRS 7 (siehe Kapitel "Anhang"). Die Sicherungsbeziehungen werden bilanziell nicht als Hedge Accounting abgebildet. Forderungsausfallrisiken Wir begegnen unseren Forderungsrisiken mit einem straffen internen Obligomanagement. Zu etwa zwei Dritteln begrenzen wir diese mithilfe der Warenkreditversicherungen und anderer Sicherheiten. Während es zu Beginn der Finanzkrise noch spürbare Limitkürzungen oder gar gänzliche Deckungsentzüge der Warenkreditversicherer gab, die aus unserer Perspektive vor allem die Automobilzuliefererbranche und Kunden im osteuropäischen Raum betrafen, hat sich die Vergabepraxis seit dem Geschäftsjahr 2010 wieder normalisiert. Dennoch beobachten und bewerten wir weiterhin den Fortgang der ungesicherten Positionen sehr sorgfältig und berücksichtigen diesen bei unseren Geschäften. Translationsrisiken aus der Überführung von Fremdwährungspositionen in die Berichtswährung sichern wir nicht ab, da sie im Verhältnis zur Konzernbilanz von untergeordneter Bedeutung sind. Nähere Informationen hierzu sind im "Anhang" zu finden. Infolge der vorbeugenden Maßnahmen halten wir bestandsgefährdende Risiken aus diesem Bereich für unwahrscheinlich. Liquiditätsrisiken Die Management-Holding beobachtet die Liquiditätslage des Konzerns bei allen im Konzernfinanzkreis eingebundenen Gesellschaften im Rahmen eines zentralen Cash- und Zinsmanagements. Dabei gelten für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien. Sofern diese über eigene Kreditlinien verfügen, sind sie für die entsprechende Risikominimierung selbst verantwortlich und berichten über eventuelle Risiken innerhalb der Konzernführungs- und -controllingstrukturen. Darüber hinaus könnten Risiken aus notwendigen Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen bei Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entstehen, sofern deren Geschäftsentwicklung nachhaltig unbefriedigend verliefe. Aus diesem Risikofeld sind jedoch keine bestandsgefährdenden Belastungen zu erwarten. Wir begegnen diesem Risiko mit einer rollierenden Liquiditätsplanung. Aufgrund der verfügbaren Barmittel und Kreditlinien sehen wir derzeit keine Gefährdung für unseren Konzern. Zinsrisiken Die im Verhältnis zur Bilanzsumme bedeutsame Position der liquiden Mittel ist einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Unsere Geldanlagepolitik orientiert sich grundsätzlich an Anlageklassen angemessener Bonität bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit der Positionen. Um das Zinsänderungsrisiko im Auge zu behalten, erstellen wir regelmäßige Zinsanalysen, deren Ergebnisse direkt in die Anlageentscheidung einfließen. Langfristige strukturelle Zinsrisiken könnten sich aus einer dauerhaften Kluft zwischen Geldanlagezins sowie zins- und einkommensbedingten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen ergeben. Ein derartiges Risiko ist im Augenblick nicht erkennbar; sollte es - aus heutiger Sicht unerwartet - auftreten, bietet die robuste Bilanz des Konzerns eine gute Basis für korrigierende Maßnahmen. Steuerrisiken Die in die Organschaft einbezogenen Gesellschaften erfassen und dokumentieren ihre Steuerrisiken in enger Abstimmung mit der Steuerabteilung der Holdinggesellschaft. Die SZAG, die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) sowie die SKWG tragen grundsätzlich die bilanzielle Vorsorge, zum Beispiel für die Risiken aus Betriebsprüfungen ihrer steuerlichen Organkreise. Selbstständig steuerpflichtige Tochterunternehmen, vor allem Auslandsgesellschaften der Geschäftsbereiche Handel, Energie und Technologie, müssen eigene bilanzielle Vorkehrungen treffen. Sofern steuerliche Risiken erkennbar waren, ist für diese Vorsorge getroffen worden; weitere sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Unsere Klage gegen die im Jahr 2000 von der Europäischen Kommission erhobene Forderung auf Zahlung eines Ausgleichs für Steuervorteile, die wir in der Zeit vor 1995 aufgrund der damaligen gesetzlichen Zonenrandförderung erhielten, ist nach jahrelangem Rechtsstreit durch Urteil des Gerichts der Europäischen Union vom 22. Januar 2013 abgewiesen worden. Den Betrag, der 2009 auf 17,8 Mio. € (einschließlich eines beträchtlichen Zinsanteils) festgesetzt worden war, hatten wir bereits 2009 unter Vorbehalt gezahlt. Personalrisiken Am Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte nimmt die SZAG aktiv teil. Auf das Risiko der Fluktuation und den damit verbundenen Wissensverlust reagieren wir mit breit angelegten Personalentwicklungsmaßnahmen. Hierzu sind explizit Spezialistenlaufbahnen eingeführt worden, die für unsere Fachleute eine adäquate berufliche Perspektive schaffen. Mit dem konzernweit verwendeten Wissenstransfer haben wir ein Instrument, das im Falle der Nachfolge die Übertragung aller wissensrelevanten Informationen, Kontakte und Verknüpfungen der beruflichen Tätigkeit gewährleistet. Außerdem bieten wir attraktive Modelle zur betrieblichen Altersversorgung an, die angesichts sinkender Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung immer wichtiger werden. Bereits im Jahr 2005 haben wir vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung das Projekt "GO - Die Generationen-Offensive 2025 der SZAG" gestartet, um rechtzeitig auf die betrieblichen Konsequenzen zu antworten und langfristig unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Fokus steht die systematische Vorbereitung sämtlicher Belegschaftsmitglieder auf ein längeres Erwerbsleben. Durch die vielfältigen Maßnahmen sind wir in diesem Risikobereich gut vorbereitet (siehe Kapitel "Mitarbeiter"). Produkt- und Umweltrisiken Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung schützt uns vor Produkt- und Umweltrisiken. Zu diesen gehören beispielsweise: ― das Zertifizieren nach internationalen Normen, ― das ständige Modernisieren der Anlagen, ― die Weiterentwicklung unserer Produkte und ― ein umfassendes Umweltmanagement. Der Leiter Umweltschutz- und Energiepolitik der SZAG bündelt und koordiniert die gesellschaftsübergreifenden Umwelt- und Energiepolitikthemen, vertritt den Konzern bei umwelt- und energiepolitischen Fragen nach außen und steuert konzernweite Einzelprojekte. Risiken aus Grundstücksbesitz könnten sich insbesondere aus den Altlasten früherer Nutzungen ergeben. Dem begegnen wir, indem wir Sanierungspflichten erfüllen. Zur bilanziellen Vorsorge bilden wir angemessene Rückstellungen. Auch aus diesem Risikoaspekt ergeben sich unseres Wissens keine unbeherrschbaren Sachverhalte. Informationstechnische Risiken Risiken aus dem Umfeld der Informationstechnologie (IT) beugen wir mit dem Aufbau und dem Erhalt von konzerninternem Know-how für IT-Dienstleistungen in den Tochtergesellschaften vor. Dadurch stellen wir sicher, dass wir uns stets auf dem aktuellen Stand der Technik bewegen. Die Richtlinienkompetenz der Konzern-IT-Leitung gewährleistet die konsistente Weiterentwicklung der konzernweiten IT-Systeme und ist Grundlage für den wirtschaftlichen Einsatz der erforderlichen Investitionsmittel. Stetige technologische Erneuerungen unserer Hard- und Softwareressourcen garantieren die Verfügbarkeit, Wartung und IT-Sicherheit auf höchstem Niveau. Die historisch gewachsenen heterogenen IT-Strukturen im Konzern werden nach und nach bereinigt. Die Risiken aus diesem Bereich sind beherrschbar, und wir schätzen deren Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Unternehmensstrategische Risiken Zur Sicherung der zukünftigen Ertragskraft investieren wir regelmäßig, während der vergangenen Jahre vor allem erheblich an unseren Konzernstandorten in Salzgitter und Peine. Mit der KHS GmbH (KHSDE) besitzen wir eines der drei größten Unternehmen im Weltmarkt für Getränkeabfüllmaschinen. Damit wollen wir zukünftig unsere Abhängigkeit vom "typischen" Stahlzyklus reduzieren. Vertiefende Informationen hierzu finden Sie in den Kapiteln "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" und "Investitionen". Risiken im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen, die nicht in unserem mehrheitlichen Besitz sind, grenzen wir mittels geeigneter Berichts- und Konsultationsstrukturen, der Mitwirkung in Aufsichtsgremien und vertraglicher Regelungen ein. So sind Mitglieder des Vorstands der SZAG im Aufsichtsrat des 50 %-Joint-Venture EUROPIPE GmbH (EP) vertreten, um die Transparenz zu sichern. Auch bei der Beteiligung Aurubis AG (NAAG) sind zwei Mitglieder des Vorstands unseres Unternehmens im Aufsichtsrat. 3. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns Beurteilung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung Nachdem wir die Gesamtrisikolage des Salzgitter-Konzerns überprüft haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2013 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestanden. Dies gilt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Gesamtkonzern. Das Hauptrisiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft stellt weiterhin eine mögliche Eskalation der Schuldenkrise im Euroraum dar. Unter der Prämisse, dass diese Vertrauens-, Konjunktur- und Staatsschuldenkrise nach wie vor beherrschbar ist, blicken wir - trotz der Strukturkrise der europäischen Stahlbranche - mit vorsichtigem Optimismus auf das Geschäftsjahr 2014. Neben diesen konjunkturellen und strukturellen Aspekten können sich aus Entscheidungen deutscher und europäischer Energie- und Umweltpolitik eventuell weitere, unter Umständen sogar existenzielle Risiken ergeben. Obgleich die erreichbare Planungssicherheit noch längst nicht wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt ist, sehen wir uns in der aktuellen Situation gut gerüstet, diese Phase deutlich erhöhter Anforderungen an das Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie unsere solide Aufstellung sind Basis für diese Einschätzung. Der Abschlussprüfer hat das bei der Salzgitter AG (SZAG) gemäß Aktiengesetz konzernumfassend installierte Risikofrüherkennungssystem geprüft. Die Prüfung ergab, dass es seine Aufgaben erfüllt und in vollem Umfang den aktienrechtlichen Anforderungen genügt. Die Revision der SZAG kontrolliert die verwendeten Systeme als unabhängige Instanz konzernweit auf Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz und gibt gegebenenfalls Anstöße zu deren Weiterentwicklung. Rating des Unternehmens Für die SZAG existiert kein externes Rating von im Kapitalmarkt akzeptierten internationalen Ratingagenturen. Wir sehen dazu gegenwärtig auch keinen Anlass, denn wir haben - trotz eines eigenfinanzierten erheblichen Wachstums in den Jahren 2004 bis 2008 - ein im Branchenvergleich weit überdurchschnittliches finanzielles Standing erreicht, das wir auch in der Finanz- und der Schuldenkrise bewahren konnten. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§289 Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB) In Ergänzung zu den im Risikobericht bereits getroffenen Ausführungen können die wesentlichen Merkmale des im Salzgitter-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden: Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erfolgt im Zusammenwirken der Bereiche Controlling, Recht, Revision, Rechnungswesen, Steuern sowie Treasury, deren Funktionen klar getrennt und einzelne Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet sind. Ziel ist es, mittels implementierter Kontrollen hinreichend sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften zu sichern, umfasst es alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen. Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Prüfungsausschuss (Aufsichtsrat) regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Salzgitter AG (SZAG). Dieser befasst sich auch mit der Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Mit dem Abschlussprüfer ist vereinbart, dass dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet wird, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Der Salzgitter-Konzern ist dezentral organisiert, und so liegt die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Normen durch die Gesellschaften bei deren Organen. Der Vorstand wirkt unter anderem mithilfe der Holdingabteilungen auf die Einhaltung hin. Die Konzern-Revision der SZAG prüft unabhängig und im Auftrag des Vorstands der SZAG unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften risikoorientiert die rechnungslegungsbezogenen Betriebs- und Geschäftsabläufe der SZAG und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Bei der Prüfungsplanung und -durchführung seitens der Internen Revision werden Risiken im (Konzern-)Rechnungslegungsprozess berücksichtigt. Hierfür werden speziell im Rechnungswesen qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt. Grundlage der Tätigkeit ist ein jährlicher Prüfungsplan, der auf Basis der gesetzlichen Vorschriften festgelegt wird. Über das Ergebnis der Prüfungen unterrichtet die Konzern-Revision den Vorstand der SZAG sowie den Konzernabschlussprüfer in Form von Prüfungsberichten. Die Umsetzung der in den Prüfungsberichten vereinbarten Maßnahmen und Empfehlungen wird durch die Konzern-Revision nachgehalten. Das Konzern-Rechnungswesen der SZAG erstellt die Konzernabschlüsse. Unabhängige Wirtschaftsprüfer prüfen und testieren die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen werden jährlich Konzernrichtlinien formuliert und den Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Diese bilden die Grundlage für einen einheitlichen, ordnungsgemäßen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess sowohl hinsichtlich der HGB-Rechnungslegung als auch gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage getroffen. Die Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Zusätzlich zur Festlegung des Konsolidierungskreises sind die Bestandteile der von den Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Hierzu kommt ein standardisierter und vollständiger Formularsatz zum Einsatz. Die Konzernrichtlinien enthalten auch konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs mit entsprechendem Saldenabstimmungsprozess sowie die Ermittlung des beizulegenden Wertes von Beteiligungen. In regelmäßig stattfindenden Konzernveranstaltungen für Rechnungswesenleiter werden die Gesellschaften über gesetzliche Veränderungen informiert. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe eines einheitlichen und IT-gestützten Workflows konzernweit erfasst. Dieser beinhaltet ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Prüfziffern. Diese Kontroll- und Überprüfungsmechanismen sind sowohl prozessintegriert als auch prozessunabhängig konzipiert. So bilden beispielsweise neben manuellen Prozesskontrollen unter anderem unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" maschinelle IT-Prozesskontrollen einen wesentlichen Bestandteil. Im Übrigen sind im Konzern integrierte Buchhaltungs- und Konsolidierungssysteme im Einsatz. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zum Sicherstellen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrekturen der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Einbezug der von den Abschlussprüfern vorgelegten Berichte beziehungsweise der hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Unter Verwendung bereits in der Konsolidierungssoftware festgelegter Kontrollmechanismen und Plausibilitätskontrollen werden fehlerbehaftete Formularabschlüsse bereits vor dem Konsolidierungsprozess korrigiert. Die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien bei Werthaltigkeitstests wird für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten (Cash Generating Units) mittels zentraler Durchführung sichergestellt. Einer einheitlichen Regelung unterliegt unter anderem auch die Bewertung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen durch die zentrale Festlegung von konzernweit anzuwendenden Parametern. 4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im folgenden Geschäftsjahr Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert 2014 ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft als in den Vorjahren, wobei die regionalen Ausprägungen weiterhin unterschiedlich ausfallen werden: In den etablierten Volkswirtschaften sollte die Zuwachsrate demnach 2,2 % betragen (2013: 1,3%). Haupttreiber dieser Entwicklung dürften das weitere Anziehen der Binnennachfrage in den USA sowie - im begrenzten Maße - die allmähliche Erholung des Euroraumes sein. In Japan wirken hingegen Steuererhöhungen belastend. Das Wachstum der Schwellenländer sollte zwar weiterhin höher sein als das der Industrieländer, aber es wird ein langsamerer Anstieg als in den Vorjahren erwartet. Insgesamt rechnet der IWF damit, dass die Weltwirtschaft 2014 um 3,7 % zulegen wird. Die erwartete sukzessive Stabilisierung der Eurozone 2014 gründet darauf, dass die Begleiteffekte der Haushaltskonsolidierungen tendenziell abnehmen und die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit einiger Peripherieländer positive Impulse auf die Exportwirtschaft haben werden. Zudem wird eine moderate Belebung der Konsum- und Investitionsbereitschaft erwartet - trotz der weiterhin konjunkturdämpfenden Auswirkungen von hohen Schuldenständen und Arbeitslosigkeit. Insgesamt sieht der IWF für das Jahr 2014 1,0 % Wirtschaftswachstum der Eurozone und damit ein Ende der Rezession. In Deutschland soll 2014 der verhaltene Aufschwung anhalten, da die vergleichsweise niedrige Erwerbslosenquote sowie die investitionsförderlichen Finanzierungsbedingungen die Binnenwirtschaft beleben dürften. Auch die Bedingungen für den Außenhandel sollten sich als Folge der günstigeren wirtschaftlichen Verfassung vieler Absatzländer verbessern. Die Prognosen für den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts reichen von 1,2 % bis zu 2,0 %. BIP Deutschland: Bandbreite der Prognosen 2014 Quelle: BDA Stand 05.02.2014 (p = Prognose) Weltstahlmarkt wächst weiter Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) prognostiziert für 2014 ein Wachstum der globalen Stahlnachfrage von 3,4 %. Die Rohstahlproduktion soll auf 1,67 Mrd. t (+3,7 %) ansteigen. Angesichts des absehbaren weiteren globalen Kapazitätsausbaus ist jedoch 2014 keine Erhöhung der Auslastungsrate zu erwarten. Mit Blick auf die Marktversorgung der EU 28 zeichnet sich für 2014, ausgehend von dem erreichten niedrigen Niveau, eine moderate Verbesserung ab. Impulsgeber dürften sowohl der reale Bedarf als auch ein positiver Lagerzyklus sein. Der antizipierte Zuwachs (+2,1 %) und die Entwicklung der Rohstahlproduktion (+1,6 %) fallen dennoch verhalten aus. Die WV Stahl geht davon aus, dass sich die Stahlnachfrage in Deutschland erholen wird. Damit dürfte auch eine leichte Ausweitung der Rohstahlproduktion einhergehen (+1,0%; 43,0 Mio. t). Das generelle Marktumfeld sollte im Prognosezeitraum allerdings anspruchsvoll bleiben, da keine durchgreifende Reduzierung der Unterauslastung bei den Stahlunternehmen in der EU-Peripherie zu erwarten ist. Die außerordentlich hohe Wettbewerbsintensität dürfte daher fortbestehen. Steigende globale Stahlrohrnachfrage getragen von China und Nordamerika Die Entwicklung der Stahlrohrproduktion wird global sehr unterschiedlich eingeschätzt: So dürften der Infrastrukturausbau und der zunehmende Energiebedarf die Nachfrage in den Schwellenländern, vor allem in China, weiterhin stützen. Der Schiefergasboom und die zunehmende industrielle Aktivität aufgrund vergleichsweise günstiger Energiepreise sollten auch in Nordamerika belebend wirken. Hingegen fehlen in Westeuropa Impulse für eine durchgreifende Trendumkehr. Insbesondere die Bauindustrie betreffende Prognosen bleiben verhalten. Eine moderate konjunkturelle Erholung könnte aber vor allem in Südeuropa zu einer Stabilisierung der Stahlrohrnachfrage führen. Nach wie vor unterausgelastete Kapazitäten dürften die Margen jedoch unter Druck halten. Die deutschen Hersteller beurteilen besonders den Großrohrsektor zurückhaltend. Infolge des Mangels an Großprojekten - mit Ausnahme von South Stream - dürfte mindestens das erste Quartal schwach ausfallen. Die Produzenten kleiner geschweißter und nahtloser Stahlrohre erwarten eine Nachfrage auf Vorjahresniveau. Die Präzisrohrindustrie sollte im Automotive-Bereich weiter von der starken Position der deutschen Premiumhersteller auf den Weltmärkten profitieren. Maschinenbau rechnet 2014 mit Wachstum Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) prognostiziert insgesamt für das Jahr 2014 einen Umsatzanstieg (+3 %). Dabei sollte der Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen kräftige Nachfrageimpulse aus Branchenevents wie zum Beispiel der im Mai 2014 in Düsseldorf stattfindenden "interpack" erhalten. Ebenso starke Effekte werden aus dem "drinktec"-Nachmessegeschäft erwartet. 2014 geht der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen daher von einem Umsatzzuwachs (+6 %) aus. Die im Unternehmensbereich vertretenen Maschinenbauunternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie erwarten ebenfalls ein Umsatzwachstum. (+6 %). Unternehmensspezifische operative Frühindikatoren Wir beobachten und analysieren laufend unser Umfeld, um Risiken und Chancen für das operative Geschäft rechtzeitig zu erkennen. Dabei nutzen wir das Wissen unserer direkt in den Märkten aktiven Mitarbeiter sowie aggregierte volkswirtschaftliche Kennzahlen. Damit beurteilen wir sowohl die spezifische Lage der einzelnen Absatzmärkte als auch die allgemeinen makroökonomischen Rahmenbedingungen des Konzerns. Auf dieser Basis erstellen wir unsere rollierenden Unternehmensplanungen und Absatzprognosen in jeder Tochtergesellschaft, aber ebenso auf Konzernebene. Die Integration spezifischer Informationen zu Produkt- und Marktentwicklungen ermöglicht letztlich die Ableitung einer fundierten Strategie. Für den Geschäftsbereich Flachstahl sowie für die Präzisrohrgruppe mit Kundenbeziehungen in die Automobilbranche können wir zukünftige Absatz- und Umsatzzahlen anhand der Verkaufsprognosen für motorgetriebene Fahrzeuge und Fahrzeugteile, regional und länderspezifisch differenziert, ableiten. Um die Geschäftsentwicklung unserer Großrohrgesellschaften abzuschätzen, informieren wir uns kontinuierlich über den Status geplanter Pipeline-Großprojekte, die bereits Jahre vorher bekannt sind. Darüber hinaus bedienen wir uns wichtiger Einzelindikatoren wie zum Beispiel des Ölpreises oder leiten Schlussfolgerungen aus energiepolitischen Entscheidungen ab. Die Konjunktur der Bau- und Chemiebranche sowie des Maschinenbaus beeinflusst den Geschäftsverlauf einzelner Konzerngesellschaften stark. Auch hat die Entwicklung des Maschinenbaus naturgemäß unmittelbaren Einfluss auf die zukünftige Beschäftigungssituation im Geschäftsbereich Technologie. Gerade in einem stark volatilen Umfeld wie dem der Stahlindustrie ist die Aussagekraft der Indikatoren, was ihre Fristigkeit betrifft, zu prüfen. Zudem können Situationen entstehen, in denen kurz- bis mittelfristige Ungleichgewichte bei Angebot und Nachfrage, zum Beispiel durch überhöhte Lagerbestände bei Händlern und Endverbrauchern oder ungünstige Importsituationen, langfristige Trends temporär überlagern. Dazu können spekulationsgetriebene Nachfragesteigerungen zeitweise über strukturelle Marktdefizite hinwegtäuschen respektive kann deren Umkehr Überangebote erzeugen. Sichere und detaillierte Langfristprognosen sind aufgrund der Vielzahl von Einflussfaktoren und deren komplexem Zusammenspiel weder für Einzelgesellschaften noch den Gesamtkonzern auf seriöse Weise machbar. 5. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns 5.1 Planungsprozess Grundsätzlich Ist die Unternehmensplanung der Salzgitter AG (SZAG) an den strategischen Zielen ausgerichtet und umfasst unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen unternehmerische Gestaltungsmaßnahmen. Sie bildet somit die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber gleichzeitig langfristige Aspekte hinsichtlich Investitionen sowie der Sicherstellung bilanzieller und finanzieller Stabilität. Folglich fließen sowohl die zum Zeitpunkt der Planerstellung herrschenden Markterwartungen als auch die vorgesehenen unternehmerischen Maßnahmen in diese Planung ein, die von uns in einem konzernumfassenden Prozess erstellt wird: Die Einzelziele der Tochterunternehmen werden in einem kombinierten Top-down- und Bottom-up-Ansatz zwischen dem jeweiligen Management und dem Konzernvorstand diskutiert und festgelegt. Alle Einzelplanungen werden schließlich zu einer Konzernplanung konsolidiert. Der aufwändige Planungsprozess des Konzerns wird einmal vor Beginn eines jeden neuen Geschäftsjahres durchlaufen, startet in der Regel im August und endet mit einer Präsentation der Ergebnisse in der letzten Konzern-Aufsichtsratssitzung des jeweiligen Geschäftsjahres. 5.2. Erwartete Ertragslage Die nachfolgende Prognose wurde auf Basis der zum 1. Januar 2014 in Kraft getretenen neuen Konzernstruktur erstellt. Als Orientierungshilfe für den Vorjahresvergleich sind im Anhang auch die sich nach vorläufiger Konsolidierung ergebenden Werte des Geschäftsjahres 2013 in neuer Konzernstruktur dargestellt. Prognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation sind schon grundsätzlich, besonders aber im gegenwärtigen europäischen Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Darüber hinaus sind ergebnisbeeinflussende Effekte als Konsequenz der europäischen und deutschen Energie- und Klimapolitik schwer abschätzbar. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zu den einzelnen Geschäftsbereichen unterstellen, dass es in Europa nicht erneut zu einer rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr eine überschaubare konjunkturelle Erholung von Mengen und Erlösen in anhaltend umkämpften Märkten. Neue Unternehmensstruktur: Außenumsatz und Ergebnis vor Steuern nach vorläufiger Konsolidierung scroll 2013 Außenumsatz Mio. € 9.244 Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 2.018 Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl Mio. € 1.042 Geschäftsbereich Energie Mio. € 1.321 Geschäftsbereich Handel Mio. € 3.546 Geschäftsbereich Technologie Mio. € 1.118 Sonstiges / Konsolidierung Mio. € 200 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € -478 Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € -85 Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl Mio. € -403 Geschäftsbereich Energie Mio. € -47 Geschäftsbereich Handel Mio. € 31 Geschäftsbereich Technologie Mio. € 13 Sonstiges / Konsolidierung Mio. € 14 Vor diesem Hintergrund gehen die Geschäftsbereiche von nachstehendem Verlauf des Geschäftsjahres 2014 aus: Der Geschäftsbereich Flachstahl erwartet angesichts nach wie vor unter Druck stehender Erlöse infolge noch immer unterausgelasteter Kapazitäten in der EU auch für 2014 einen schwierigen Geschäftsverlauf. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 werden in etwa ähnlich hohe Umsätze sowie ein etwas verbessertes, aber dennoch negatives Vorsteuerergebnis unterstellt. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl rechnet gegenüber 2013 mit leicht anziehenden Umsätzen. Gleichzeitig wird ein deutlich reduzierter Vorsteuerverlust prognostiziert. Hauptgründe hierfür sind das weitgehend umgesetzte 1 Mio. t Konzept und die - sich nicht wiederholende - in 2013 entstandene Einmalbelastung als Folge des Impairments bei der Peiner Träger GmbH (PTG). Auch für den Geschäftsbereich Energie wird 2014 noch nicht mit einer durchgreifenden Markterholung gerechnet. Die EUROPIPE GmbH (EP) wird im ersten Quartal wiederum stark unterausgelastet sein und Kurzarbeit verfahren. Die Buchung signifikanter Mengen für den Großauftrag South Stream führt ab dem zweiten Quartal zu einer Besserung der Situation. Die anderen Röhrengesellschaften erwarten einen grundsätzlich positiveren Geschäftsverlauf. Vor diesem Hintergrund rechnen wir insgesamt mit überschaubar anziehenden Umsätzen und einem gegenüber Vorjahr merklich gesteigerten Ergebnis vor Steuern. Der Geschäftsbereich Handel plant 2014 einen geringfügigen Umsatzzuwachs und ein Vorsteuerergebnis in etwa auf Vorjahresniveau. Der lagerhaltende Handel kalkuliert mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung. Basis hierfür bilden eine mögliche Trendwende in den west- und südeuropäischen Ländern sowie anziehende Preise in Europa. Im internationalen Trading wird mit einem zufriedenstellenden Resultat gerechnet. Der Geschäftsbereich Technologie antizipiert entsprechend der Entwicklung der Auftragseingänge und vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestandes eine Umsatzausweitung und merkliche Ergebniserhöhung. Die KHS-Gruppe sollte sowohl ein Umsatzplus als auch eine verbesserte Preisqualität erzielen können. Mithilfe des bereits 2011 eingeleiteten und konsequent realisierten "Fit4Future"-Programms werden im laufenden Jahr additive Kostensenkungen und somit insgesamt ein höheres Vorsteuerresultat erreicht. Die Aussichten für die anderen Gesellschaften sind ebenfalls positiv. Für den Bereich Sonstiges/Konsolidierung, welcher hauptsächlich von den Kosten für die Management-Holding, stichtagsbezogenen Bewertungseffekten aus Devisen- und Derivatepositionen, der hier erfassten Dienstleistungsunternehmen sowie der weiteren Beteiligungen inklusive der Aurubis AG (NAAG) geprägt ist, wird ein Vorsteuerresultat auf dem Vorjahresniveau unterstellt. Auf Grundlage der Planungen der einzelnen Geschäftsbereiche und unter Berücksichtigung merklicher Maßnahmeneffekte sowie struktureller Verbesserungen aus dem initiierten Konzernprogramm "Salzgitter AG 2015" gehen wir für den Salzgitter-Konzern im Jahr 2014 von ― etwa 10 Milliarden Euro Umsatz, ― einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 deutlich gesteigerten Vorsteuerergebnis nahe Break Even und ― einer wieder moderat positiven Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aus. Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungsparitäten den Verlauf des Geschäftsjahres 2014 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann - wie die aktuellen Ereignisse zeigen - ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei rund 12 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie und Handel im Schnitt 25 € Margenverlust pro Tonne bereits ausreichen, um 300 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen. Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens. 5.3 Erwartete Finanzlage Unsere Finanzreserven werden zu einem Teil der Finanzierung der in Realisierung befindlichen Investitionen und dem Aufbau des Working Capitals dienen. Wir halten es nach wie vor für unverzichtbar, einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an liquiden Mitteln vorzuhalten, um bei Verschärfung des Umfeldes nicht kurzfristig Geld am Kapitalmarkt aufnehmen zu müssen. Das umfangreiche Investitionsprogramm im Stahlbereich ist im Wesentlichen abgeschlossen. Daher beschränken wir das Investitionsbudget unseres Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 auf 200 Mio. €. Der zahlungswirksame Teil des Budgets 2014 dürfte zusammen mit dem Nachlauf bereits in Vorjahren genehmigter Investitionen etwa 300 Mio. € (Vorjahr 360 Mio. €) betragen. Die effektive Auslösung der Investitionen erfolgt - wie bisher - sukzessive und im Einklang mit der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Infolge der absehbaren Mittelabflüsse für Investitionen wird sich der Finanzmittelbedarf für das Geschäftsjahr 2014 leicht unterhalb der Abschreibungen bewegen, sodass eine unternehmensinterne Finanzierung gegeben ist. Die Finanzlage unseres Konzerns sollte sich insbesondere unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren umgesetzten Kapitalmarktmaßnahmen auch zum Ende des Geschäftsjahres 2014 vergleichsweise solide zeigen. Externe Finanzierungsmaßnahmen werden mit Blick auf die Nutzung attraktiver Platzierungsbedingungen kontinuierlich geprüft. Neben der Sicherung des Spielraums für unternehmerische Entscheidungen spielt die Würdigung der Auswirkungen auf das Zinsergebnis eine entscheidende Rolle. Die Höhe der Dividende wird sich weiterhin an der Gewinnentwicklung orientieren. Die branchenüblichen zyklischen Schwankungen schlagen sich naturgemäß einerseits in den Ergebnissen der Gruppe, anderseits im Aktienkurs nieder. Der Einzelabschluss der SZAG ist für die Ausschüttungsfähigkeit maßgeblich. Der Salzgitter-Konzern verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher attraktiver Dividendenzahlungen, die unter der Prämisse tatsächlicher operativer Gewinnerzielung außerhalb von volatilen Stichtagseinflüssen geleistet werden sollen. Dabei muss sich die Zyklizität der Ergebnisentwicklung nicht in vollem Umfang niederschlagen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Salzgitter-Konzern wegen seiner breiten Aufstellung und soliden finanziellen Fundierung für herausfordernde Phasen immer noch vergleichsweise gut gerüstet ist. Hierauf legen wir auch in Zukunft großen Wert. 6. Nachtragsbericht Beteiligungsgesellschaft EUROPIPE ist Hauptlieferant für ersten Offshore-Strang der South-Stream-Pipeline EUROPIPE, eine 50/50-Beteiligung des Salzgitter-Konzerns und der AG der Dillinger Hüttenwerke, wird 450.000 Tonnen Stahlrohre für den ersten Strang des Offshore-Abschnitts der South-Stream-Pipeline liefern. Dieser Großauftrag, der in einem herausfordernden Wettbewerb gewonnen wurde, führt bei EUROPIPE ab dem zweiten Quartal zu einer zufriedenstellenden Grundauslastung für die kommenden zwölf Monate. Das Vormaterial wird in Form von hochwertigem Grobblech seitens der beiden Gesellschafter geliefert. Das South-Stream-Pipeline-System wird russische Gasvorkommen mit Zentral- und Südosteuropa verbinden. Die Pipeline führt durch das Schwarze Meer und soll Ende 2015 in Betrieb gehen. Geplant ist der Bau von vier offshore-Strängen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von EUROPIPE: www.europipe.com Konzernabschluss I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung scroll in Mio. € Anhang 2013 2012 Umsatzerlöse [1] 9.244,2 10.397,2 Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen [2] -87,0 23,7 9.157,2 10.420,9 Sonstige betriebliche Erträge [3] 235,4 260,2 Materialaufwand [4] 6.653,6 7.712,8 Personalaufwand [5] 1.567,5 1.506,4 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [6] 523,0 358,2 Sonstige betriebliche Aufwendungen [7] 1.006,4 1.078,5 Beteiligungsergebnis [8] 14,4 17,6 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen [9] -55,1 54,5 Finanzierungserträge [10] 46,2 45,8 Finanzierungsaufwendungen [11] 125,4 172,4 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -477,8 -29,4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [12] 11,8 70,4 Konzernjahresfehlbetrag -489,6 -99,8 Auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallender Konzernjahresfehlbetrag -492,3 -102,0 Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis [13] 2,7 2,2 scroll Gewinnverwendung in Mio. € Anhang 2013 2012 Konzernjahresfehlbetrag -489,6 -99,8 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15,1 27,1 Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 2,7 2,2 Dividendenzahlung -13,5 -24,3 Einstellung in andere/Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 502,8 114,3 Bilanzgewinn der Salzgitter AG 12,1 15,1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) [14] -9,10 -1,89 Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) [14] -9,10 -1,89 II. Gesamtergebnisrechnung scroll in Mio. € 2013 2012 Konzernjahresfehlbetrag -489,6 -99,8 Reklassifizierbare Gewinne und Verluste Veränderungen aus der Währungsumrechnung -14,8 -0,9 Wertänderung aus Sicherungsgeschäften davon Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst 0,1 -0,2 davon erfolgswirksame Realisierung abgerechneter Sicherungsgeschäfte 0,2 -1,1 Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar gehaltene Vermögenswerte" -1,5 4,3 erfolgsneutrale Veränderung aus assoziierten Unternehmen 4,8 -1,5 Latente Steuern auf laufende erfolgsneutrale Veränderungen -0,1 -1,3 Zwischensumme -11,3 -0,7 Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste Neubewertung Pensionen 79,8 -315,6 Erfolgsneutrale Veränderungen aus assoziierten Unternehmen 1,6 -11,9 Latente Steuern auf laufende erfolgsneutrale Veränderungen -16,4 67,9 Zwischensumme 65,0 -259,6 Sonstiges Ergebnis (Other Comprehensive Income) 53,8 -260,2 Gesamtergebnis (Total Comprehensive Income) -435,8 -359,9 Auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallendes Gesamtergebnis -438,9 -361,9 Auf Anteile Fremder entfallendes Gesamtergebnis 3,0 1,9 -435,8 -359,9 III. Konzernbilanz Aktiva scroll in Mio. € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte [15] 113,2 112,3 Sachanlagen [16] 2.283,2 2.519,7 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [17] 21,3 22,8 Finanzielle Vermögenswerte [18] 218,8 192,1 Assoziierte Unternehmen [19] 638,5 680,3 Latente Ertragsteueransprüche [20] 237,2 260,4 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte [21] 6,4 4,7 3.518,6 3.792,3 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte [22] 1.915,2 2.068,0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [23] 1.425,0 1.544,8 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte [24] 308,6 482,4 Ertragsteuererstattungsansprüche [25] 17,9 31,1 Wertpapiere [26] 98,4 132,5 Finanzmittel [27] 777,0 878,6 4.542,1 5.137,4 8.060,7 8.929,7 Passiva in Mio. € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital [28] 161,6 161,6 Kapitalrücklage [29] 238,6 238,6 Gewinnrücklagen [30] 3.136,2 3.589,7 Bilanzgewinn [31] 12,1 15,1 3.548,5 4.005,0 Eigene Anteile [30] -369,7 -369,7 3.178,8 3.635,3 Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital [32] 8,1 8,2 3.186,9 3.643,5 Langfristige Schulden Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen [33] 2.069,7 2.182,2 Latente Ertragsteuerschulden [20] 62,4 66,8 Ertragsteuerschulden [25] 149,1 193,5 Sonstige Rückstellungen [34] 315,9 284,4 Finanzschulden [35] 345,8 612,1 2.942,9 3.339,0 Kurzfristige Schulden Sonstige Rückstellungen [34] 324,1 337,2 Finanzschulden [36] 404,1 158,2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [37] 819,8 918,6 Ertragsteuerschulden [25] 55,6 57,5 Sonstige Verbindlichkeiten [38] 327,3 475,7 1.930,9 1.947,2 8.060,7 8.929,7 IV. Kapitalflussrechnung (42) Kapitalflussrechnung scroll in Mio. € 2013 2012 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) -477,8 -29,4 Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 524,4 355,0 Gezahlte (-/erhaltene (+) Ertragsteuern -45,9 7,8 Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 197,9 137,8 Zinsaufwendungen 125,3 167,1 Gewinn (-/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2,1 4,4 Zunahme (-/Abnahme (+) der Vorräte 171,7 42,7 Zunahme (-/Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 145,3 -139,2 Zahlungswirksamer Verbrauch der Rückstellungen ohne Verbrauch der Ertragsteuerrückstellungen -245,4 -266,8 Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -268,2 147,8 Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 125,1 427,2 Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 13,1 3,9 Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen -274,7 -320,8 Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) für Geldanlagen 138,5 -45,6 Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 4,2 2,0 Auszahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte -77,8 -83,2 Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -196,6 -443,7 Auszahlungen an Unternehmenseigner -13,5 -24,3 Einzahlungen (+)/Rückzahlungen (-) aus der Aufnahme von Krediten und anderen Finanzschulden -3,1 -9,1 Zinsauszahlungen -12,7 -18,3 Mittelabfluss aus der Finanzierung -29,3 -51,7 Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 878,6 946,2 Finanzmittelbestand Konsolidierungskreisveränderung 4,3 1,0 Wechselkursänderungen des Finanzmittelbestandes -5,1 -0,4 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -100,8 -68,2 Finanzmittelbestand am Ende der Periode 777,0 878,6 V. Veränderung des Eigenkapitals (28 bis 32) Veränderung des Eigenkapitals scroll in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklage Verkauf/ Rückkauf eigener Aktien Sonstige Gewinn- rücklagen Rücklage aus Währungs- umrechnung Wert- änderungs- rücklage aus Sicherungs- geschäften Stand 01.01.2012 161,6 238,6 -369,7 4.311,1 -15,0 1,1 Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - 1,7 - - Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb von Minderheiten - - - - - - Gesamtergebnis - - - 0,3 -0,9 -1,3 Dividende - - - - - - Entnahme Gewinnrücklage im Konzern - - - -114,3 - - Sonstiges - - - -0,2 - - Stand 31.12.2012 161,6 238,6 -369,7 4.198,5 -15,8 -0,2 Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - -1,5 - - Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb von Minderheiten - - - - - - Gesamtergebnis - - - -0,3 -14,8 0,3 Dividende - - - - - - Entnahme Gewinnrücklage im Konzern - - - -502,8 - - Sonstiges - - - 1,6 - - Stand 31.12.2013 161,6 238,6 -369,7 3.695,5 -30,5 0,1 scroll in Mio. € Wertänderungs- rücklage aus Available for Sale Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapital Veränderungen Konzern- bilanzgewinn Eigenkapital (ohne Anteile Fremder) Anteile Fremder Eigenkapital Stand 01.01.2012 -14,0 -316,3 27,1 4.024,4 9,0 4.033,5 Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - 1,7 0,1 1,8 Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb von Minderheiten - - - - - - Gesamtergebnis 4,3 -262,4 -102,0 -361,9 1,9 -359,9 Dividende - - -24,3 -24,3 -3,2 -27,5 Entnahme Gewinnrücklage im Konzern - - 114,3 - - - Sonstiges - -4,5 - -4,7 0,3 -4,4 Stand 31.12.2012 -9,7 -583,2 15,1 3.635,3 8,2 3.643,5 Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - -1,5 - -1,5 Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb von Minderheiten - - - - - - Gesamtergebnis -1,5 69,8 -492,3 -438,9 3,0 -435,8 Dividende - - -13,5 -13,5 -2,8 -16,3 Entnahme Gewinnrücklage im Konzern - - 502,8 - - - Sonstiges - -4,2 - -2,6 -0,3 -2,9 Stand 31.12.2013 -11,2 -517,6 12,1 3.178,8 8,1 3.186,9 VI. Anhang (43) Segmentberichterstattung scroll in Mio. € Stahl Handel Röhren 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Außenumsatz 2.388,2 2.654,7 3.878,6 4.646,8 1.423,4 1.559,5 Umsatz mit anderen Segmenten 1.171,2 1.176,8 67,1 25,3 277,8 528,9 Umsatz mit nicht einem operativen Segment zuzuordnenden Konzerngesellschaften - - - - 0,9 0,6 Segmentumsatz 3.559,3 3.831,5 3.945,7 4.672,1 1.702,0 2.089,0 Zinsertrag (konsolidiert) 6,5 2,6 6,1 6,1 0,7 1,0 Zinsertrag von nicht einem operativen Segment zuzuordnenden Konzerngesellschaften 0,1 0,2 0,2 1,6 0,5 - Segmentzinsertrag 6,6 2,8 6,3 7,7 1,2 1,0 Zinsaufwand (konsolidiert) 23,2 33,5 9,7 14,3 8,6 8,9 Zinsaufwand an nicht einem operativen Segment zuzuordnende Konzerngesellschaften 73,4 76,2 9,3 10,1 10,4 14,7 Segmentzinsaufwand 96,6 109,7 19,0 24,4 18,9 23,6 Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36) 224,1 233,1 12,6 11,3 48,4 46,1 Wertminderungsaufwand (gemäß IAS 36) bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 185,0 15,0 - - - - Zuschreibungen (gemäß IAS 36) bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 2,5 - - - 5,6 Wertminderungsaufwand bei finanziellen Vermögenswerten - - 1,4 6,5 0,1 - Periodenergebnis des Segments -428,2 -176,3 25,7 77,1 -94,8 7,8 davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen - - - - 0,4 -1,0 Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 69,6 27,9 6,5 35,4 29,2 28,2 Betriebliches Segmentvermögen 2.656,9 3.090,4 1.217,3 1.283,8 1.093,2 1.246,5 davon Anteile an assoziierten Unternehmen - - - - 135,8 111,4 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 179,5 187,0 10,3 16,6 46,2 49,9 Betriebliche Segmentschulden 2.257,4 2.590,1 1.109,2 1.175,3 886,6 1.010,0 scroll in Mio. € Dienstleistungen Technologie Summe der Segmente 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Außenumsatz 399,2 412,4 1.123,6 1.093,6 9.212,8 10.367,0 Umsatz mit anderen Segmenten 770,4 940,3 0,6 0,7 2.287,1 2.671,8 Umsatz mit nicht einem operativen Segment zuzuordnenden Konzerngesellschaften 6,0 5,9 0,4 0,5 7,3 7,0 Segmentumsatz 1.175,5 1.358,6 1.124,6 1.094,7 11.507,1 13.045,9 Zinsertrag (konsolidiert) 1,1 0,8 3,9 3,6 18,2 14,1 Zinsertrag von nicht einem operativen Segment zuzuordnenden Konzerngesellschaften 10,6 11,4 - 0,1 11,4 13,4 Segmentzinsertrag 11,7 12,2 3,9 3,7 29,6 27,5 Zinsaufwand (konsolidiert) 13,1 15,1 4,6 5,5 59,2 77,3 Zinsaufwand an nicht einem operativen Segment zuzuordnende Konzerngesellschaften 6,2 4,0 0,8 1,0 100,0 106,0 Segmentzinsaufwand 19,3 19,0 5,4 6,5 159,2 183,3 Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36) 26,2 24,9 24,8 25,7 336,1 341,1 Wertminderungsaufwand (gemäß IAS 36) bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - - - - 185,0 15,0 Zuschreibungen (gemäß IAS 36) bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - - - - - 8,1 Wertminderungsaufwand bei finanziellen Vermögenswerten - - - - 1,4 6,5 Periodenergebnis des Segments 5,2 15,9 13,9 9,5 -478,2 -66,0 davon Ergebnis aus assoziierten Unternehmen - - - - 0,4 -1,0 Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 19,9 18,9 35,8 36,7 161,0 147,1 Betriebliches Segmentvermögen 658,3 656,9 875,0 832,6 6.500,7 7.110,3 davon Anteile an assoziierten Unternehmen - - - - 135,8 111,4 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 31,4 49,5 17,6 19,2 285,1 322,2 Betriebliche Segmentschulden 671,4 680,1 847,3 466,5 5.771,9 5.922,0 Konzernanlagevermögen 2013 scroll in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2013 Währungs- differenzen Konsolidie- rungskreis- verände- rungen Zugänge Abgänge Umbu- chungen 31.12.2013 Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302,2 -0,5 9,2 8,7 11,6 1,5 309,6 Geleistete Anzahlungen 0,9 - - 0,1 1,0 0,3 0,3 303,1 -0,5 9,2 8,8 12,6 1,8 309,9 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.474,9 -3,7 12,0 7,1 3,8 16,9 1.503,4 Technische Anlagen und Maschinen 5.761,1 -5,8 4,8 155,1 78,1 102,7 5.939,7 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 366,3 -1,2 1,1 20,8 13,3 3,4 377,2 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 152,7 -0,2 - 93,7 0,3 -124,7 121,3 7.755,1 -11,0 18,0 276,8 95,6 -1,7 7.941,5 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 29,5 - - - 1,2 - 28,3 Finanzielle Vermögenswerte Anteile an verbundenen Unternehmen 53,9 - -20,0 1,6 4,0 - 31,6 Beteiligungen 10,2 - - - 1,0 - 9,2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 81,5 - - 49,9 - - 131,5 Wertpapiere des Anlagevermögens 32,6 -0,1 - 4,6 1,3 - 36,0 Sonstige Ausleihungen 22,4 -0,6 - 0,7 3,1 - 19,4 200,6 -0,7 -20,0 56,8 9,4 - 227,6 8.288,4 -12,2 7,2 342,4 118,7 - 8.507,3 scroll in Mio. € Wertberichtigungen 01.01.2013 Währungs- differenzen Konsolidie- rungskreis- verände- rungen Zuschrei- bungen des Geschäfts- jahres Abschrei- bungen des Geschäfts- jahres1) Abgänge Sonstige ergebnis- neutrale Verände- rungen Umbu- chungen 31.12.2013 Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190,9 0,2 -0,3 - 16,2 10,4 - - 196,6 Geleistete Anzahlungen - - - - - - - - - 190,9 0,2 -0,3 - 16,2 10,4 - - 196,6 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 804,3 -1,0 2,6 - 77,4 1,2 - - 882,2 Technische Anlagen und Maschinen 4.146,0 -2,8 0,8 - 401,5 69,4 - 0,2 4.476,3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 284,3 -0,7 0,8 - 27,6 12,4 - - 299,5 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,7 - - - - 0,2 - -0,2 0,3 5.235,4 -4,5 4,2 - 506,5 83,2 - - 5.658,3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6,7 - - - 0,3 - - - 7,0 Finanzielle Vermögenswerte Anteile an verbundenen Unternehmen 8,3 - - - 1,3 - - - 9,5 Beteiligungen 0,8 - - - 0,1 1,0 - - - Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - - - - - - Wertpapiere des Anlagevermögens -1,1 -0,1 - - - - - - -1,2 Sonstige Ausleihungen 0,5 - - - - - - - 0,5 8,5 -0,1 - - 1,4 1,0 - - 8,8 5.441,4 -4,4 3,9 - 524,4 94,6 - - 5.870,6 scroll in Mio. € Buchwerte 31.12.2013 31.12.2012 Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112,9 111,3 Geleistete Anzahlungen 0,3 0,9 113,2 112,3 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 621,2 670,6 Technische Anlagen und Maschinen 1.463,3 1.615,1 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 77,7 82,0 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 121,0 152,0 2.283,2 2.519,7 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 21,3 22,8 Finanzielle Vermögenswerte Anteile an verbundenen Unternehmen 22,0 45,7 Beteiligungen 9,2 9,3 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 131,5 81,5 Wertpapiere des Anlagevermögens 37,2 33,7 Sonstige Ausleihungen 18,9 21,9 218,8 192,1 2.636,5 2.846,9 1) Die Zusammensetzung der hierin enthaltenen Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) ist im Anhang, Ziffer 6, dargestellt. Konzernanlagevermögen 2012 scroll in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2012 Währungs- differenzen Konsolidie- rungskreis- veränderungen Zugänge Abgänge Umbu- chungen 31.12.2012 Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 306,2 -0,2 0,1 6,4 11,2 1,0 302,2 Geleistete Anzahlungen 0,9 - - 0,3 - -0,3 0,9 307,1 -0,2 0,1 6,7 11,2 0,7 303,1 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.451,8 -0,6 2,5 16,9 3,0 7,3 1.474,9 Technische Anlagen und Maschinen 5.551,7 -2,1 12,2 167,5 39,1 70,9 5.761,1 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 356,3 -0,4 0,5 24,8 17,8 3,0 366,3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 127,9 -0,2 0,7 109,3 1,8 -83,2 152,7 7.487,7 -3,3 15,9 318,4 61,6 -2,0 7.755,1 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 30,9 - - 0,1 2,8 1,3 29,5 Finanzielle Vermögenswerte Anteile an verbundenen Unternehmen 58,5 - -8,7 7,8 3,7 - 53,9 Beteiligungen 10,1 0,1 - - - - 10,2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 43,1 - -2,2 41,5 1,0 - 81,5 Wertpapiere des Anlagevermögens 26,4 - - 7,1 0,9 - 32,6 Sonstige Ausleihungen 13,0 -0,4 - 11,0 1,2 - 22,4 151,1 -0,3 -10,8 67,4 6,8 - 200,6 7.976,8 -3,7 5,1 392,7 82,5 - 8.288,4 scroll in Mio. € Wertberichtigungen 01.01.2012 Währungs- differenzen Konsolidie- rungskreis- veränderungen Zuschrei- bungen des Geschäfts- jahres Abschrei- bungen des Geschäfts- jahres1) Abgänge Sonstige- ergebnis- neutrale Verände- rungen Umbu- chungen 31.12.2012 Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 186,3 -0,1 - - 15,8 11,2 - - 190,9 Geleistete Anzahlungen - - - - - - - - - 186,3 -0,1 - - 15,8 11,2 - - 190,9 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 779,9 0,3 - 2,5 31,0 4,4 804,3 Technische Anlagen und Maschinen 3.900,4 -1,0 2,5 5,6 282,1 32,5 - 0,1 4.146,0 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 272,4 -0,2 0,2 - 28,9 17,0 - - 284,3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1,4 - - - - 0,6 - -0,1 0,7 4.954,1 -0,9 2,7 8,1 342,0 54,4 - - 5.235,4 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6,9 - - - 0,4 0,5 - - 6,7 Finanzielle Vermögenswerte Anteile an verbundenen Unternehmen 13,9 - -7,0 1,7 6,5 3,5 - - 8,3 Beteiligungen 0,8 - - - - - - - 0,8 Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - - - - - - Wertpapiere des Anlagevermögens -0,1 - - - - 0,1 -0,9 - -1,1 Sonstige Ausleihungen 0,4 0,2 - - - - -0,2 - 0,5 15,0 0,2 -7,0 1,7 6,5 3,6 -1,0 - 8,5 5.162,3 -0,8 -4,3 9,8 364,7 69,7 -1,0 - 5.441,4 scroll in Mio. € Buchwerte 31.12.2012 31.12.2011 Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111,3 119,9 Geleistete Anzahlungen 0,9 0,9 112,3 120,8 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 670,6 671,9 Technische Anlagen und Maschinen 1.615,1 1.651,3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 82,0 83,9 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 152,0 126,5 2.519,7 2.533,6 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 22,8 24,0 Finanzielle Vermögenswerte Anteile an verbundenen Unternehmen 45,7 44,6 Beteiligungen 9,3 9,3 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 81,5 43,1 Wertpapiere des Anlagevermögens 33,7 26,5 Sonstige Ausleihungen 21,9 12,6 192,1 136,1 2.846,9 2.814,5 1) Die Zusammensetzung der hierin enthaltenen Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) ist im Anhang, Ziffer 6, dargestellt. Anteilsbesitzliste scroll Kürzel Währung unmittelbar in % mittelbar in % Eigenkapital in 1.000 WE Jahresergebnis in 1.000 WE 1. In den Konzern einbezogene Tochterunternehmen a) Inland Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter SZFG EUR 5,05 94,95 185.287 0 Peiner Träger GmbH, Peine PTG EUR 5,18 94,82 54.930 0 Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg ILG EUR 5,37 94,63 26.213 0 Salzgitter Bauelemente Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZBE EUR 100,00 1.013 0 HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dortmund HSP EUR 100,00 14.724 0 Salzgitter Europlatinen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZEP EUR 100,00 4.886 0 Hövelmann & Lueg GmbH, Schwerte HLG EUR 5,10 94,90 2.999 0 Salzgitter Mannesmann Handel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMHD EUR 5,10 94,90 75.211 0 Salzgitter Mannesmann International Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMID EUR 100,00 10.312 0 Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMSD EUR 100,00 22.892 0 Stahl-Center Baunatal Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Baunatal SCB EUR 100,00 5.583 0 Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss UES EUR 5,10 94,90 14.975 0 Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH, Karlsruhe SMS EUR 100,00 10.877 0 Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH, Salzgitter MGR EUR 5,10 94,90 7.029 0 Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr MRW EUR 100,00 1.018 0 Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr MGB EUR 100,00 10.633 0 Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH, Zeithain MRS EUR 100,00 14.665 0 Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim an der Ruhr SMP EUR 100,00 51.680 0 Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen MLP EUR 100,00 19.838 0 Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr MST EUR 100,00 15.118 0 Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid MSTD EUR 100,00 33.805 0 KHS GmbH, Dortmund KHSDE EUR 100,00 206.017 0 Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH, Fridingen KDE EUR 100,00 3.835 0 Klöckner Desma Schuhmaschinen GmbH, Achim KDS EUR 100,00 8.758 0 RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSE EUR 100,00 37.078 1.172 Klöckner PET-Technologie GmbH, Salzgitter SMPET EUR 100,00 97.946 0 KHS Corpoplast GmbH, Hamburg BEVCP EUR 100,00 47.800 0 KHS Plasmax GmbH, Hamburg BEVPX EUR 100,00 1.534 0 DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Peine DMU EUR 5,10 94,90 10.699 0 Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter VPS EUR 5,10 94,90 12.974 0 Hansaport Hafenbetriebsgesellscha ft mit beschränkter Haftung, Hamburg HAN EUR 51,00 5.156 0 Salzgitter Automotive Engineering Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück SZAB EUR 100,00 19.974 0 Salzgitter Hydroforming GmbH & Co. KG, Crimmitschau SZHF EUR 100,00 15.054 1.355 Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG, Osnabrück SZAE EUR 100,00 6 -30 Salzgitter Automotive Engineering Immobilien GmbH & Co. KG, Osnabrück SZAI EUR 100,00 347 91 GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mit beschränkter Haftung, Salzgitter GES EUR 100,00 2.626 0 TELCAT KOMMUNIKATIONSTECHNIK GmbH, Salzgitter TCG EUR 100,00 526 0 Glückauf Immobilien GmbH, Peine GIG EUR 5,19 94,81 30 0 SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter SZST EUR 100,00 250 0 Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter SZMF EUR 100,00 804 0 TELCAT MULTICOM GmbH, Salzgitter TMG EUR 100,00 2.996 0 Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter SMG EUR 100,00 2.583.278 0 Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter SKWG EUR 100,00 515.070 0 b) Ausland Salzgitter Mannesmann Staalhandel B.V., Oosterhout SMNL EUR 100,00 82.432 2.257 Salzgitter Mannesmann International (Canada) Inc., Vancouver SMIV CAD 100,00 24.435 -584 UNIVERSAL STEEL AMERICA, Inc., Henderson UESUS USD 100,00 23.342 1.421 Salzgitter Mannesmann Acélkereskedelmi Kft., Budapest SMHU HUF 100,00 3.235.973 169.839 Salzgitter Mannesmann Stahlhandel s.r.o., Prag SMCZ CZK 100,00 28.896 -12.758 Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Sp. z o.o., Slupca SMPL PLN 100,00 16.013 5.076 Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston SMIH USD 100,00 14.178 1.633 Salzgitter Mannesmann Précision Etirage SAS, Chéu MPE EUR 100,00 13.082 3.352 Salzgitter Mannesmann Precisie B.V., Helmond MPN EUR 100,00 10.859 -1.337 Salzgitter Mannesmann Precisión S.A. de C.V, El Salto MPM USD 100,00 -9.448 978 Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes France SAS, Montbard MSTF EUR 100,00 55.038 7.989 Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Italia S.r.l., Costa Volpino MSTI EUR 100,00 7.770 2.717 Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes USA, Inc., Houston MSTU USD 100,00 21.015 1.281 KHS USA Inc., Waukesha KHSUS USD 100,00 73.719 3.322 KHS Industria de Máquinas Ltda., Sao Paulo KHSBR BRL 100,00 -21.689 1.333 KHS Mexico S.A. de C.V., Zinacantepec KHSME MXN 100,00 128.213 45.302 KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad KHSIN INR 94,50 1.006.146 267.836 KHS Pacific Pty. Ltd., Tullamarine KHSAU AUD 100,00 3.599 3.399 KHS Manufacturing (South Africa) (Pty.) Ltd., Kramerville KHSSA ZAR 100,00 53.406 11.748 KHS RUS OOO, Moskau KHSRU RUB 99,00 130.034 75.519 KHS Asia Pte. Ltd., Singapur KHSSI EUR 100,00 410 230 KHS Japan Corporation, Osaka KHSJA JPY 100,00 303.640 48.760 Klöckner DESMA Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad KDEIN INR 100,00 482.532 57.299 DESMA USA, Inc., Hebron KDEUS USD 100,00 5.099 867 DESMA Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica KDESL EUR 90,00 1.811 200 DESMA Rubber Injection Machinery (Wuxi) Co. Ltd., Wuxi DRIM CNY 100,00 15.484 4.329 Salzgitter Finance B.V, Oosterhout SZFBV EUR 100,00 3.298 361 2. Nicht in den Konzern einbezogene Tochterunternehmen a) Inland SESTA Stahl Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SSG EUR 100,00 51 0 SBH Stahlblechhandel GmbH, Neuss SBH EUR 100,00 39 2 SMS Immobilie Rheinhafen Verwaltungs-GmbH, Karlsruhe SMSIV EUR 100,00 25 0 Hildesheimer Stahlhandel GmbH & Co. KG, Hildesheim HSH EUR 100,00 34 -318 Stahlhandel GmbH, Hildesheim STI EUR 100,00 37 3 Mannesmannröhren Werke Qualifizierungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr MQG EUR 100,00 26 0 RSE Projektentwicklungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEPE EUR 100,00 25 0 SEITZ ENZINGER Noll GmbH, Bad Kreuznach SEN EUR 100,00 27 0 Holstein und Kappert GmbH, Dortmund KD EUR 100,00 24 0 Phoenix Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr PHOI EUR 100,00 -27.628 -2.835 RSE Phoenix Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr PHOH EUR 100,00 33 0 Phoenix Office Garden GmbH, Mülheim an der Ruhr PHOG EUR 100,00 33 2 Gewerbepark am Borsigturm GmbH, Mülheim an der Ruhr GAB EUR 100,00 -2.714 4 RSE Falkenhagen GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEFH EUR 100,00 521 8 RSE Borslggelände GmbH, Mülhelm an der Ruhr RSEBG EUR 100,00 306 -10 RSE Projektmanagement Holding-Verwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEGG EUR 94,00 26 1 RSE Projektmanagement Holding GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr RSEPM EUR 100,00 7 -2 RSE Projektmanagement GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEPA EUR 100,00 -14.490 -50 Klöckner PET International GmbH, Salzgitter PETIG EUR 100,00 21 -1 Salzgitter Mannesmann Technik GmbH, Salzgitter SMTG EUR 100,00 28 1 RSE Grundstücksverwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEGV EUR 100,00 25 -1 VPS Infrastruktur GmbH, Salzgitter VPSI EUR 100,00 25 0 BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH, Braunschweig BSH EUR 100,00 -216 -190 Salzgitter Hydroforming Verwaltungs GmbH, Crimmitschau SZHV EUR 100,00 58 3 Salzgitter Magnesium-Technologie Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZMT EUR 100,00 887 51 Salzgitter Automotive Engineering Verwaltungsgesellschaft mbH, Osnabrück SZAW EUR 100,00 47 2 Salzgitter Automotive Engineering Immobilien Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück SZEV EUR 100,00 46 1 Salzgitter Mannesmann Personalservice GmbH, Mülheim an der Ruhr SZMP EUR 100,00 1.049 0 betterCALL GmbH, Salzgitter BCG EUR 100,00 401 51 TELEFONBAU MARIENFELD GmbH & Co. KG, Essen TBM EUR 100,00 6.259 264 NorthStar Telecom GmbH, Salzgitter NST EUR 100,00 323 12 Salzgitter Mannesmann Dritte Verwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter SMDV EUR 100,00 26 0 GVG Grundbesitz- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter GVGG EUR 100,00 109 4 KHS Corpoplast Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg CVG EUR 100,00 26 0 b) Ausland Salzgitter Mannesmann (Scandinavia) AB, Lulea SMSC SEK 100,00 321 -1.447 Salzgitter Mannesmann International (México) S.A. de C.V., Mexico D.F. SMIM MXN 100,00 14.698 4.649 UNIVERSAL STEEL HOLLAND B.V., SK Papendrecht USN EUR 100,00 7.176 505 UNIVERSAL Aciers Sarl, Couzon au Mont d'Or UAC EUR 100,00 1.622 -152 UNIVERSAL OCEL spol. s r.o., Prag UOC CZK 100,00 101.839 11.059 UNIVERSAL Stal Sp. z o.o., Gliwice USP PLN 100,00 36.937 2.314 Salzgitter Mannesmann (Italia) S.r.l., Milano SMIT EUR 100,00 1.254 71 Salzgitter Mannesmann (France) S.A.R.L., Saint Mandé SMFR EUR 100,00 882 -178 Salzgitter Mannesmann (UK) Ltd., Harrogate SMUK GBP 100,00 1.169 238 Salzgitter Mannesmann (Espana) S.A., Madrid SMSP EUR 100,00 -45 -101 Salzgitter Mannesmann International (Asia) Pte. Ltd., Singapur SMSG USD 100,00 5.567 446 Salzgitter Mannesmann Trade (Beijing) Co., Ltd., Beijing SMCN CNY 100,00 -99 -120 Salzgitter Mannesmann International (HK) Ltd., Hongkong SMHK EUR 100,00 9.887 704 Salzgitter Mannesmann International Tehran (Private Joint Stock Company), Teheran SMIR IRR 100,00 -455.900 -336.000 Salzgitter Mannesmann Distributie S.R.L., Bukarest SMRO RON 100,00 2.964 -1.785 Salzgitter Mannesmann Pentasteel International (India) Pvt. Ltd., Mumbai SMPI INR 51,00 76.520 29.651 Salzgitter Mannesmann International do Brasil Ltda., Sao Paulo SMBR BRL 85,00 951 -323 Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Austria GmbH, Gratkorn SMSA EUR 100,00 3.795 10 KHS UK Ltd., Solihull KHSGB GBP 100,00 785 262 KHS Machine & Equipment (Qinhuangdao) Co., Ltd., Qinhuangdao KHSC CNY 100,00 7.368 3.949 Klöckner Holstein Seitz S.A., Sant Cugat del Valles KHSSP EUR 100,00 588 104 KHS Skandinavien ApS, Albertslund KHSDK DKK 100,00 185 -120 KHS Benelux B.V, Breda KHSNL EUR 100,00 277 48 KHS FRANCE S.A.R.L., Torcy KHSFR EUR 100,00 856 526 KHS Czech s.r.o., Ceské Budejovice KHSTS CZK 100,00 4.832 1.770 KHS Schweiz GmbH, Wolfwil KHSCH CHF 100,00 541 238 KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf KHSÖS EUR 100,00 454 71 KHS Makine Sanayi VE Ticaret Limited Sirket, Istanbul KHSTK TRY 100,00 184 101 KHS Italia S.r.l., Pero KHSIT EUR 100,00 17 -194 KHS Ukraine OOO, Kiew KHSUK UAH 100,00 3.711 2.344 KHS Sibiu S.R.L., Sibiu KHSRO RON 100,00 416 -30 KHS Andes S. A. S., Bogotá KHSCO COP 100,00 1.250.154 913.307 KHS East Africa Ltd., Nairobi KHSEA KES 100,00 26.250 -30.160 Kisters Limited, Solihull KIGB GBP 100,00 254 0 DESMA Machinery & Engineering Co. Ltd., Guangzhou KDSM CNY 100,00 714 29 KHS Argentina S.A., Buenos Aires KHSAR ARS 95,00 907 849 KHS Korea Co. Ltd., Seoul KHSSK KPW 100,00 149.928 74.682 KHS Corpoplast Argentina S.A., Buenos Aires BEVAR ARS 100,00 641 41 KHS Corpoplast Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai BEVCN CNY 100,00 42.723 13.172 KHS Corpoplast (UK) Ltd., Houghton Le Spring BEVUK GBP 100,00 157 0 KHS Corpoplast España SL, Sant Cugat del Valles BEVSP EUR 100,00 274 -400 Corpoplast Beverages Equipment (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou CBE CNY 100,00 8.458 -12.287 Salzgitter Hydroforming s.r.o., Chomutov HFCZ CZK 100,00 1.973 637 3. Quotenkonsolidierte Gemeinschaftsunternehmen a) Inland EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr EP EUR 50,00 150.622 -60.516 MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim an der Ruhr MPC EUR 100,00 4.631 -9.598 b) Ausland EUROPIPE France S.A., Grande Synthe EPF EUR 100,00 7.851 -4 Berg Steel Pipe Corporation, Wilmington BSPC USD 100,00 116.910 16.265 Berg Spiral Pipe Corporation, Wilmington BSPM USD 100,00 38.172 -2.156 BERG EUROPIPE Holding Corp., New York BEHC USD 100,00 191.416 -30 4. Assoziierte Unternehmen a) Inland Hüttenwerke Krupp Mannesmann Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Duisburg HKM EUR 30,00 363.438 31 Aurubis AG, Hamburg NAAG EUR 25,00 1.177.751 109.007 5. Beteiligungen an anderen Unternehmen a) Inland ERZKONTOR RUHR GMBH, Essen ERE EUR 33,33 107 0 Beck & Co. Industriebedarf GmbH & Co. KG, Mönchengladbach BIG EUR 51,25 1 -102 Bahners GmbH, Mönchengladbach BGN EUR 50,00 39 0 EUROPIPE 1. Verwaltungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr EPV EUR 100,00 32 0 EUROPIPE Projekt GmbH, Mülheim an der Ruhr EPP EUR 100,00 41 15 Klöckner Mercator Versicherungsvermittlung GmbH & Co. KG, Dortmund KMVV EUR 50,00 91 201 DEUTRANS Rohstoff- und Recycling-Logistik GmbH, Braunschweig DRRL EUR 50,00 37 0 GVZ Entwicklungsgesellschaft Salzgitter mbH, Salzgitter GVZ EUR 21,43 41 0 Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter SZWE 49,00 Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung Salzgitter, Salzgitter WBG EUR 25,05 48.843 2.604 WBV Wohnbau Betreuungs & Verwaltungs GmbH, Salzgitter WBV EUR 100,00 26 0 b) Ausland TAPIOMETALL Müszaki Kereskedelm Kft., Tápiószele TMK HUF 29,40 190.139 -18.497 Salzgitter (West Africa) Ltd., Lagos SWA NGN 40,00 49 0 Mannesmann Coating Kazakhstan, Kulsary MCK 25,00 Borusan Mannesmann Boru Yatirim Holding A.S., Istanbul BMB TRY 23,00 96.317 21.660 Berg Europipe Corp., Wilmington BEC USD 100,00 994 644 KHS-Zagora AD, Stara Zagora KHSBU BGN 50,00 1.687 959 Impuls AD, Gabrovo I98 BGN 15,15 4.880 867 KHS AG (Thailand) Ltd., Bangkok BEVTH THB 49,00 54.918 7.282 scroll Kürzel Bemerkungen 1. In den Konzern einbezogene Tochterunternehmen a) Inland Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter SZFG EAV Peiner Träger GmbH, Peine PTG EAV Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg ILG EAV Salzgitter Bauelemente Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZBE EAV HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dortmund HSP EAV Salzgitter Europlatinen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZEP EAV Hövelmann & Lueg GmbH, Schwerte HLG EAV Salzgitter Mannesmann Handel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMHD EAV Salzgitter Mannesmann International Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMID EAV Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMSD EAV Stahl-Center Baunatal Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Baunatal SCB EAV Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss UES EAV Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH, Karlsruhe SMS EAV Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH, Salzgitter MGR EAV Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr MRW EAV Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr MGB EAV Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH, Zeithain MRS EAV Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim an der Ruhr SMP EAV Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen MLP EAV Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr MST EAV Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid MSTD EAV KHS GmbH, Dortmund KHSDE EAV Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH, Fridingen KDE EAV Klöckner Desma Schuhmaschinen GmbH, Achim KDS EAV RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSE Klöckner PET-Technologie GmbH, Salzgitter SMPET EAV KHS Corpoplast GmbH, Hamburg BEVCP EAV KHS Plasmax GmbH, Hamburg BEVPX EAV DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Peine DMU EAV Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter VPS EAV Hansaport Hafenbetriebsgesellscha ft mit beschränkter Haftung, Hamburg HAN EAV Salzgitter Automotive Engineering Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück SZAB Verlustübernahme aufgrund von Verlustübernahmeerklärung Salzgitter Hydroforming GmbH & Co. KG, Crimmitschau SZHF Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG, Osnabrück SZAE Salzgitter Automotive Engineering Immobilien GmbH & Co. KG, Osnabrück SZAI GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mit beschränkter Haftung, Salzgitter GES EAV TELCAT KOMMUNIKATIONSTECH NIK GmbH, Salzgitter TCG EAV Glückauf Immobilien GmbH, Peine GIG EAV SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter SZST EAV Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter SZMF EAV TELCAT MULTICOM GmbH, Salzgitter TMG EAV Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter SMG Verlustübernahme aufgrund von Verlustübernahmeerklärung Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter SKWG Verlustübernahme aufgrund von Verlustübernahmeerklärung b) Ausland Salzgitter Mannesmann Staalhandel B.V., Oosterhout SMNL Salzgitter Mannesmann International (Canada) Inc., Vancouver SMIV UNIVERSAL STEEL AMERICA, Inc., Henderson UESUS Salzgitter Mannesmann Acélkereskedelmi Kft., Budapest SMHU Salzgitter Mannesmann Stahlhandel s.r.o., Prag SMCZ Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Sp. z o.o., Slupca SMPL Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston SMIH Salzgitter Mannesmann Précision Etirage SAS, Chéu MPE Salzgitter Mannesmann Precisie B.V., Helmond MPN Salzgitter Mannesmann Precisión S.A. de C.V, El Salto MPM Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes France SAS, Montbard MSTF Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Italia S.r.l., Costa Volpino MSTI Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes USA, Inc., Houston MSTU KHS USA Inc., Waukesha KHSUS Jahresabschluss nach IFRS KHS Industria de Máquinas Ltda., Sao Paulo KHSBR Jahresabschluss nach IFRS KHS Mexico S.A. de C.V., Zinacantepec KHSME Jahresabschluss nach IFRS KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad KHSIN Jahresabschluss nach IFRS KHS Pacific Pty. Ltd., Tullamarine KHSAU Jahresabschluss nach IFRS KHS Manufacturing (South Africa) (Pty.) Ltd., Kramerville KHSSA Jahresabschluss nach IFRS KHS RUS OOO, Moskau KHSRU Jahresabschluss nach IFRS KHS Asia Pte. Ltd., Singapur KHSSI Jahresabschluss nach IFRS KHS Japan Corporation, Osaka KHSJA Jahresabschluss nach IFRS Klöckner DESMA Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad KDEIN Jahresabschluss nach IFRS DESMA USA, Inc., Hebron KDEUS Jahresabschluss nach IFRS DESMA Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica KDESL DESMA Rubber Injection Machinery (Wuxi) Co. Ltd., Wuxi DRIM Salzgitter Finance B.V, Oosterhout SZFBV 2. Nicht in den Konzern einbezogene Tochterunternehmen a) Inland SESTA Stahl Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SSG EAV, Geschäftsjahr bis 30.09.2013, Abschluss ist nicht testiert SBH Stahlblechhandel GmbH, Neuss SBH Abschluss ist nicht testiert SMS Immobilie Rheinhafen Verwaltungs-GmbH, Karlsruhe SMSIV Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Hildesheimer Stahlhandel GmbH & Co. KG, Hildesheim HSH Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Stahlhandel GmbH, Hildesheim STI Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Mannesmannröhren Werke Qualifizierungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr MQG EAV RSE Projektentwicklungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEPE EAV SEITZ ENZINGER Noll GmbH, Bad Kreuznach SEN Geschäftsjahr bis 30.09.2013, Abschluss ist nicht testiert Holstein und Kappert GmbH, Dortmund KD Geschäftsjahr bis 30.09.2013, Abschluss ist nicht testiert Phoenix Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr PHOI Geschäftsjahr bis 31.12.2012 RSE Phoenix Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr PHOH Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Phoenix Office Garden GmbH, Mülheim an der Ruhr PHOG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Gewerbepark am Borsigturm GmbH, Mülheim an der Ruhr GAB Geschäftsjahr bis 31.12.2012 RSE Falkenhagen GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEFH Geschäftsjahr bis 31.12.2012 RSE Borslggelände GmbH, Mülhelm an der Ruhr RSEBG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 RSE Projektmanagement Holding-Verwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEGG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 RSE Projektmanagement Holding GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr RSEPM Geschäftsjahr bis 31.12.2012 RSE Projektmanagement GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEPA Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Klöckner PET International GmbH, Salzgitter PETIG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann Technik GmbH, Salzgitter SMTG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 RSE Grundstücksverwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEGV Geschäftsjahr bis 31.12.2012 VPS Infrastruktur GmbH, Salzgitter VPSI EAV, Geschäftsjahr bis 31.12.2012 BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH, Braunschweig BSH Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Hydroforming Verwaltungs GmbH, Crimmitschau SZHV Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Magnesium-Technologie Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZMT Salzgitter Automotive Engineering Verwaltungsgesellschaft mbH, Osnabrück SZAW Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Automotive Engineering Immobilien Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück SZEV Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann Personalservice GmbH, Mülheim an der Ruhr SZMP EAV, Geschäftsjahr bis 31.12.2012 betterCALL GmbH, Salzgitter BCG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 TELEFONBAU MARIENFELD GmbH & Co. KG, Essen TBM Geschäftsjahr bis 31.12.2012 NorthStar Telecom GmbH, Salzgitter NST Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann Dritte Verwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter SMDV EAV GVG Grundbesitz- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter GVGG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 KHS Corpoplast Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg CVG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 b) Ausland Salzgitter Mannesmann (Scandinavia) AB, Lulea SMSC Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann International (México) S.A. de C.V., Mexico D.F. SMIM Geschäftsjahr bis 31.12.2012 UNIVERSAL STEEL HOLLAND B.V., SK Papendrecht USN UNIVERSAL Aciers Sarl, Couzon au Mont d'Or UAC UNIVERSAL OCEL spol. s r.o., Prag UOC UNIVERSAL Stal Sp. z o.o., Gliwice USP Salzgitter Mannesmann (Italia) S.r.l., Milano SMIT Geschäftsjahr bis 31.12.2012, Abschluss ist nicht testiert Salzgitter Mannesmann (France) S.A.R.L., Saint Mandé SMFR Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann (UK) Ltd., Harrogate SMUK Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann (Espana) S.A., Madrid SMSP Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann International (Asia) Pte. Ltd., Singapur SMSG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann Trade (Beijing) Co., Ltd., Beijing SMCN Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann International (HK) Ltd., Hongkong SMHK Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann International Tehran (Private Joint Stock Company), Teheran SMIR Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann Distributie S.R.L., Bukarest SMRO Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann Pentasteel International (India) Pvt. Ltd., Mumbai SMPI Geschäftsjahr bis 31.03.2013 Salzgitter Mannesmann International do Brasil Ltda., Sao Paulo SMBR Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Austria GmbH, Gratkorn SMSA Geschäftsjahr bis 31.12.2012 KHS UK Ltd., Solihull KHSGB KHS Machine & Equipment (Qinhuangdao) Co., Ltd., Qinhuangdao KHSC Klöckner Holstein Seitz S.A., Sant Cugat del Valles KHSSP Abschluss ist nicht testiert KHS Skandinavien ApS, Albertslund KHSDK KHS Benelux B.V, Breda KHSNL KHS FRANCE S.A.R.L., Torcy KHSFR Abschluss ist nicht testiert KHS Czech s.r.o., Ceské Budejovice KHSTS Jahresabschluss nach IFRS, Abschluss ist nicht testiert KHS Schweiz GmbH, Wolfwil KHSCH Jahresabschluss nach IFRS, Umfirmierung im Geschäftsjahr, Abschluss ist nicht testiert KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf KHSÖS Abschluss ist nicht testiert KHS Makine Sanayi VE Ticaret Limited Sirket, Istanbul KHSTK Abschluss ist nicht testiert KHS Italia S.r.l., Pero KHSIT Geschäftsjahr bis 31.12.2012, Abschluss ist nicht testiert KHS Ukraine OOO, Kiew KHSUK Jahresabschluss nach IFRS, Geschäftsjahr bis 31.12.2012, Abschluss ist nicht testiert KHS Sibiu S.R.L., Sibiu KHSRO Jahresabschluss nach IFRS, Abschluss ist nicht testiert KHS Andes S. A. S., Bogotá KHSCO Jahresabschluss nach IFRS, Abschluss ist nicht testiert KHS East Africa Ltd., Nairobi KHSEA Gründung oder Neuerwerb im Geschäftsjahr, Rumpfgeschäftsjahr Mai-Dezember 2013 Kisters Limited, Solihull KIGB Jahresabschluss nach IFRS, Abschluss ist nicht testiert DESMA Machinery & Engineering Co. Ltd., Guangzhou KDSM Geschäftsjahr bis 31.12.2012 KHS Argentina S.A., Buenos Aires KHSAR Geschäftsjahr bis 31.12.2012 KHS Korea Co. Ltd., Seoul KHSSK Abschluss ist nicht testiert KHS Corpoplast Argentina S.A., Buenos Aires BEVAR Geschäftsjahr bis 31.12.2012 KHS Corpoplast Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai BEVCN Geschäftsjahr bis 31.12.2012 KHS Corpoplast (UK) Ltd., Houghton Le Spring BEVUK Geschäftsjahr bis 31.12.2011 KHS Corpoplast España SL, Sant Cugat del Valles BEVSP Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Corpoplast Beverages Equipment (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou CBE Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Salzgitter Hydroforming s.r.o., Chomutov HFCZ Geschäftsjahr bis 31.12.2012 3. Quotenkonsolidierte Gemeinschaftsunternehmen a) Inland EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr EP MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim an der Ruhr MPC b) Ausland EUROPIPE France S.A., Grande Synthe EPF Berg Steel Pipe Corporation, Wilmington BSPC Berg Spiral Pipe Corporation, Wilmington BSPM BERG EUROPIPE Holding Corp., New York BEHC 4. Assoziierte Unternehmen a) Inland Hüttenwerke Krupp Mannesmann Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Duisburg HKM Aurubis AG, Hamburg NAAG Geschäftsjahr bis 30.09.2013 5. Beteiligungen an anderen Unternehmen a) Inland ERZKONTOR RUHR GMBH, Essen ERE Geschäftsjahr bis 30.09.2012 Beck & Co. Industriebedarf GmbH & Co. KG, Mönchengladbach BIG Geschäftsjahr bis 30.09.2013 Bahners GmbH, Mönchengladbach BGN Geschäftsjahr bis 30.09.2013 EUROPIPE 1. Verwaltungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr EPV Geschäftsjahr bis 31.12.2012, Abschluss ist nicht testiert EUROPIPE Projekt GmbH, Mülheim an der Ruhr EPP Geschäftsjahr bis 31.12.2012, Abschluss ist nicht testiert Klöckner Mercator Versicherungsvermittlung GmbH & Co. KG, Dortmund KMVV Geschäftsjahr bis 31.12.2011 DEUTRANS Rohstoff- und Recycling-Logistik GmbH, Braunschweig DRRL Geschäftsjahr bis 31.12.2012 GVZ Entwicklungsgesellschaft Salzgitter mbH, Salzgitter GVZ in Liquidation, Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter SZWE Gründung oder Neuerwerb im Geschäftsjahr, Rumpfgeschäftsjahr Februar -Dezember 2013 Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung Salzgitter, Salzgitter WBG Geschäftsjahr bis 31.12.2012 WBV Wohnbau Betreuungs & Verwaltungs GmbH, Salzgitter WBV EAV, Geschäftsjahr bis 31.12.2012 b) Ausland TAPIOMETALL Müszaki Kereskedelm Kft., Tápiószele TMK Geschäftsjahr bis 31.12.2010, Abschluss ist nicht testiert Salzgitter (West Africa) Ltd., Lagos SWA ruhende Geschäftstätigkeit, Geschäftsjahr bis 30.09.1993, Abschluss ist nicht testiert Mannesmann Coating Kazakhstan, Kulsary MCK Gründung oder Neuerwerb im Geschäftsjahr Borusan Mannesmann Boru Yatirim Holding A.S., Istanbul BMB Geschäftsjahr bis 31.03.2013 Berg Europipe Corp., Wilmington BEC KHS-Zagora AD, Stara Zagora KHSBU Geschäftsjahr bis 31.12.2012, Abschluss ist nicht testiert Impuls AD, Gabrovo I98 Geschäftsjahr bis 31.12.2012 KHS AG (Thailand) Ltd., Bangkok BEVTH Geschäftsjahr bis 31.12.2012 Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss der Salzgitter AG (SZAG) wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten, mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Salzgitter-Konzerns. Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter Standards: scroll Standard/Interpretation Anwendungspflicht Übernahme durch EU-Kommission1) voraussichtliche Auswirkungen IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses - Änderungen 01.07.2012 ja Änderung in der Darstellung IFRS 1 Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender - Änderungen 01.01.2013 ja keine IFRS 7 Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 01.01.2013 ja Anhangsangaben IFRS 13 Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert 01.01.2013 ja Anhangsangaben IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte - Änderungen 01.01.2013 ja keine IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - Änderungen 01.01.2013 ja Anhangsangaben Annual Improvements IFRS 2009- 2011 01.01.2013 ja keine wesentlichen2) IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - Darlehen der öffentlichen Hand 01.01.2013 ja keine IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine 01.01.2013 ja keine 1) am 31 12 2013 2) Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an Standards (IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34) und daraus sich ergebender Folgeänderungen Aus der Änderung des IAS 19 resultierten neben den Anpassungen in den entsprechenden Anhangsangaben auch Veränderungen in der Bewertung der Personalrückstellungen. Nicht vorzeitig angewendete Standards: scroll Standard/Interpretation Anwendungspflicht Übernahme durch EU-Kommission1) voraus sichtliche Auswirkungen IFRS 10 Konzernabschlüsse inkl. Übergangsleitlinien 01.01.2014 ja keine wesentlichen IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen - inkl. Übergangsleitlinien 01.01.2014 ja GuV, Bilanz IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen - inkl. Übergangsleitlinien 01.01.2014 ja Anhangsangaben IAS 27 Einzelabschlüsse 01.01.2014 ja keine IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2014 ja keine IAS 32 Änderung: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 01.01.2014 ja keine wesentlichen IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten -Angaben zum erzielbaren Betrag bei nichtfinanziellen Vermögenswerten 01.01.2014 ja Anhangsangaben IAS 39 Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften 01.01.2014 ja keine wesentlichen IFRIC 21 Abgaben 01.01.2014 nein keine Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2010- 2012 und Zyklus 2011- 2013) 01.07.2014 nein keine wesentlichen2) IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer -Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 01.07.2014 nein nicht absehbar IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung frühestens 01.01.2017 nein nicht absehbar IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 nein keine 1) am 3112 2013 2) Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an Standards (IFRS 1, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24, IAS 38, IAS 40) und daraus sich ergebender Folgeanderungen Der aus dem IFRS 11 resultierende Wechsel von der Quotenkonsolidierung zur at-equity Bewertung bei der EP-Gruppe und der Wechsel von der at-equity Bewertung zur Quotenkonsolidierung bei HKM haben zusammen eine Umsatzminderung in Höhe von ca. 44 Mio. € zur Folge. Auf das Ergebnis ergeben sich aufgrund der Steuereffekte keine nennenswerten Einflüsse. Die Bilanzsumme erhöht sich um ca. 211 Mio. €. Die Salzgitter AG ist als börsennotierte Konzernobergesellschaft gemäß § 315a HGB verpflichtet, einen Konzernjahresabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards und Vorschriften aufzustellen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Gesellschaft der im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 9207 eingetragenen Salzgitter AG hat ihren Sitz in Salzgitter. Die Anschrift des Vorstands der Salzgitter AG ist Eisenhüttenstraße 99, 38239 Salzgitter. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden am 27. Februar 2014 durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Das Geschäftsjahr der Salzgitter AG und ihrer im Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr. Zwei Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden die Beträge in Millionen Euro (Mio.€) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Am 17. Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.salzgitter-ag.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist auch im Kapitel "Corporate Governance-Bericht" des Geschäftsberichts abgedruckt. Konsolidierungsgrundsätze und -methoden Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten, von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften Abschlüssen der Salzgitter AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die Salzgitter AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen ziehen. Diese Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem der Salzgitter-Konzern die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Das Ergebnis eines veräußerten Tochterunternehmens ist bis zum Veräußerungszeitpunkt in den Konzernabschluss einzubeziehen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Erlösen aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und den Buchwerten der Vermögenswerte abzüglich der Schulden zum Zeitpunkt der Veräußerung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern den aus dem Konsolidierungskreis ausscheidenden Beteiligungsgesellschaften Geschäfts- und Firmenwerte zugeordnet waren, die vor dem 1. Oktober 1995 erworben wurden, wird die in der Vergangenheit vorgenommene erfolgsneutrale Verrechnung mit den Gewinnrücklagen nicht aufgehoben. Ein Joint Venture liegt gemäß IAS 31 vor, wenn zwei oder mehrere Partner eine wirtschaftliche Tätigkeit unter gemeinschaftlicher Führung durchführen. Als gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte Teilhabe an der Führung einer wirtschaftlichen Geschäftstätigkeit definiert. Nach der Benchmark-Methode erfolgt die Berücksichtigung von Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss gemäß IAS 31 durch Quotenkonsolidierung. Im Konzernabschluss werden nach der Equity-Methode diejenigen Beteiligungen an Gesellschaften bewertet, bei denen der Salzgitter-Konzern die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Gesellschaften maßgeblich zu beeinflussen. Kann der Konzern keinen maßgeblichen Einfluss ausüben, werden die Anteile an den Gesellschaften gemäß IAS 39 in den Konzernabschluss einbezogen. Die Bestimmung der Zeitpunkte für die Aufnahme und für das Ausscheiden aus dem Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Die assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt des Erwerbs mit ihrem anteiligen Eigenkapital angesetzt. Der Equity-Bewertung liegt jeweils der letzte geprüfte Jahresabschluss oder bei einem vom Konzernabschluss abweichenden Geschäftsjahr ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember zugrunde. Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3.4 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei gilt als Erwerber derjenige, der die Kontrolle über das erworbene Unternehmen erlangt hat, sodass er Nutzen aus dem erworbenen Unternehmen ziehen kann. Die Gegenleistung für einen Erwerb ist zu bestimmen aus der Summe der zum Tauschzeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der entrichteten Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Es besteht ein Wahlrecht bei einem nicht 100%igen Anteilserwerb, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d. h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten sind bei Anfall in voller Höhe erfolgswirksam zu erfassen. Nachfolgende Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sind gegen die Erwerbskosten zu berichtigen, sofern es sich um Berichtigungen innerhalb des Bewertungszeitraumes handelt. Alle sonstigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer als ein Vermögenswert oder als eine Schuld eingestuften bedingten Gegenleistung sind gemäß den entsprechenden IFRS-Regelungen zu bilanzieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer bedingten Gegenleistung, die als Eigen-kapital eingestuft ist, werden nicht erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses ist der zuvor vom Konzern an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu zu bestimmen (im Zeitpunkt der Kontrollerlangung) und der daraus resultierende Gewinn bzw. Verlust gegebenenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind - sofern sie die Ansatzbedingungen gemäß IFRS 3 erfüllen - zu ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Der Bewertungszeitraum ist der Zeitraum vom Erwerbszeitpunkt bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Konzern vollständige Informationen über Fakten und Umstände zum Erwerbszeitpunkt erlangt hat, jedoch maximal ein Jahr vom Erwerbszeitpunkt an. Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Bei Vermögenswerten und Verpflichtungen, die in fremder Währung valutieren, sind grundsätzlich die Anschaffungskosten mit dem Umrechnungskurs des Stichtags anzusetzen, an dem die Realisation des Anschaffungsvorgangs eingetreten ist. Es wird grundsätzlich kursgesichert. Konzerninterne Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischengewinne aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft die auf den gleichen Stichtag aufgestellten Jahresabschlüsse von 43 (Vorjahr 45) inländischen und 27 (Vorjahr 27) ausländischen verbundenen Unternehmen. Zwei inländische (Vorjahr zwei) und vier ausländische (Vorjahr vier) Gemeinschaftsunternehmen werden anteilig nach der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Anteilsquote am jeweiligen Gemeinschaftsunternehmen sind dem Konzern folgende Vermögenswerte, Schulden sowie Aufwands- und Ertragsposten (ohne Beteiligungs-, Zins- und Steuerergebnis) zuzurechnen: scroll in Mio. € 2013 2012 Langfristige Vermögenswerte 96,8 100,6 Kurzfristige Vermögenswerte 122,1 167,8 Langfristige Schulden 56,7 45,4 Kurzfristige Schulden 32,2 49,3 Erträge 287,8 287,6 Aufwendungen 267,3 319,3 Im Berichtsjahr werden zwei (Vorjahr zwei) inländische Beteiligungen, auf die die Salzgitter AG maßgeblichen Einfluss ausübt, nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Nicht konsolidiert werden wegen ihrer auch insgesamt geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 34 (Vorjahr 35) inländische und 44 (Vorjahr 45) ausländische Tochtergesellschaften. Bei den nichtkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um nicht operative Mantel- bzw. Holdinggesellschaften sowie sehr kleine Vertriebs- oder Immobiliengesellschaften. Zusammensetzung und Entwicklung des Konsolidierungskreises (ohne Salzgitter AG) und des Kreises der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften: scroll Stand 31.12.2012 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2013 Konsolidierte Tochterunternehmen 72 1 3 70 davon Inland 45 1 3 43 davon Ausland 27 - - 27 Gemeinschaftsunternehmen 6 - - 6 davon Inland 2 - - 2 davon Ausland 4 - - 4 Assoziierte Unternehmen 2 - - 2 davon Inland 2 - - 2 davon Ausland - - - - Der Zugang betrifft ein bisher nicht konsolidiertes Unternehmen des Unternehmensbereichs Handel. Die Abgänge betreffen je ein Unternehmen in den Unternehmensbereichen Stahl, Röhren sowie Dienstleistungen, jeweils durch Verschmelzung. Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in € umgerechnet. Da die Gesellschaften aus Sicht der Salzgitter AG ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht überwiegend selbstständig betreiben, entspricht die jeweilige funktionale Währung der Währung des Sitzlandes dieser Unternehmen. Bei einer Gesellschaft ist die funktionale Währung nicht der Währung des Sitzlandes, sondern sie betreibt ihre Geschäfte in €. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Stichtagskurs; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Differenzen werden bis zur Veräußerung der Tochtergesellschaft erfolgsneutral erfasst. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswert in der Berichtswährung bilanziert. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen, Veränderungen der Rücklagen mit Stichtagskursen umgerechnet. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten wesentlichen Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt: scroll Stichtagskurs Durchschnittskurs Fremdwährung pro 1 € 31.12.2013 31.12.2012 2013 2012 Australischer Dollar 1,5423 1,2712 1,3777 1,2407 Brasilianischer Real 3,2576 2,7036 2,8687 2,5084 Indische Rupie 85,3660 72,5600 77,9300 68,5973 Japanischer Yen 144,7200 113,6100 129,6627 102,4900 Kanadischer Dollar 1,4671 1,3137 1,3684 1,2842 Mexikanischer Peso 18,0731 17,1845 16,9641 16,9029 Polnischer Sloty 4,1543 4,0740 4,1975 4,1847 Russischer Rubel 45,3246 40,3295 42,3370 39,9262 Südafrikanischer Rand 14,5660 11,1727 12,8330 10,5511 Tschechische Krone 27,4270 25,1510 25,9797 25,1490 Ungarischer Forint 297,0400 292,3000 296,8730 289,2500 US-Dollar 1,3791 1,3194 1,3281 1,2848 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Salzgitter-Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unter Beachtung der Vorschriften des IASB aufgestellt. Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Salzgitter-Konzern zustehen. Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu Zeitwerten. Schätzungen und Annahmen Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Alle Schätzungen und Annahmen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Bilanzierung von Erwerben Als mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer international anerkannten Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis in der Regel die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cashflows ist. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat, sowie der unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes. Aktiver Firmenwert Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag (Netto-Verkaufserlös) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. In der Regel ist im Salzgitter-Konzern die zahlungsmittelgenerierende Einheit die einzelne juristische Einheit. Im Einzelfall werden juristische Einheiten zu einer Gruppe zusammengefasst. Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind. Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde. Werthaltigkeit der Vermögenswerte Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, und die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten. Umsatzrealisierung bei kundenspezifischer Auftragsfertigung Bestimmte Konzerngesellschaften des Unternehmensbereiches Technologie tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als kundenspezifische Fertigungsaufträge, die nach der "Percentage-of-Completion-Methode" bilanziert werden, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Cost-to-Cost-Methode) auszuweisen sind. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Beurteilungen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Da der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Im Falle bestimmter Ereignisse kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und der durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Leistungen an Arbeitnehmer Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen unter anderem versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssatz, erwartete Gehaltssteigerungen und Sterblichkeitsraten. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen. Immaterielle Vermögenswerte Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Aus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktive Unterschiedsbeträge für vor dem 1. Oktober 1995 erworbene Unternehmen bleiben unverändert mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Oktober 1995 erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden aktiviert, jährlich auf Wertminderungen überprüft und, soweit erforderlich, abgeschrieben. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird nach Neubewertung des erworbenen Reinvermögens gemäß IFRS 3 unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten eines assoziierten Unternehmens über den Konzernanteil an den beizulegenden Nettozeitwerten der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs ist als Geschäfts- oder Firmenwert zu erfassen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwertes der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteils auf Wertminderung geprüft. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, im Regelfall zwischen 3 und 5 Jahre, abgeschrieben. Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden in der Regel über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifizierten Vermögenswerte werden über Zeiträume zwischen 5 und 19 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern der Zufluss eines verlässlich schätzbaren Nutzens für den Konzern wahrscheinlich ist und die Anschaffungs-/Herstellungskosten zuverlässig bemessen werden können. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten ermittelt. Es werden Kosten einbezogen, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung der Vermögenswerte erforderlich sind, um diese für den vom Management des Konzerns beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit zu machen. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass den Entwicklungsausgaben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse gegenüberstehen werden. Der Entwicklungsprozess ist von einer Forschungsphase zu unterscheiden. Entwicklung ist die Anwendung des Forschungsergebnisses und findet vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Nutzung statt. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie ebenfalls direkt zurechenbare Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Nutzungsdauer der entwickelten Anlagenmodelle. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten gezeigt. Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten sowie geschätzter Abbruch- und Wiederherstellungskosten ermittelt. Kosten für die regelmäßige Wartung und Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Aufwand verrechnet. Erneuerungs- und Erhaltungsaufwendungen werden nur dann als nachträgliche Herstellungskosten aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Verlängerung der Nutzungsdauer, einer erheblichen Verbesserung oder einer bedeutenden Nutzungsänderung der Sachanlage führen. Wesentliche Bestandteile von Gegenständen des Sachanlagevermögens, die in regelmäßigen Zeitabständen eines Ersatzes bedürfen, werden als eigenständige Vermögenswerte aktiviert und über deren wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde: Wirtschaftliche Nutzungsdauer scroll Bauten inkl. als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 10 bis 50 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 30 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre Fremdkapitalkosten In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierende Vermögenswerte werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Leasing Der Konzern tritt sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber auf. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden. Bei Vorliegen eines Mehrkomponentenvertrages wird entsprechend IFRIC 4 von einem Leasingverhältnis ausgegangen, wenn die Erfüllung des Vertrages von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängt und der Vertrag die Übertragung dieses Nutzungsrechts regelt. In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst als Verbindlichkeit passiviert. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing genutzt, wird der Barwert der Leasingzahlungen als Leasingforderung angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Bruttoforderung und Barwert der Forderung wird als unrealisierter Finanzertrag erfasst. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses nach der Annuitätenmethode erfasst, aus der sich eine konstante Verzinsung der Leasingforderung ergibt. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Teil des Nutzens und der Risiken aus dem Eigentum am Leasingobjekt beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing qualifiziert. Die unter diesen Leasingverhältnissen zu leistenden Leasingraten werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie werden nach IAS 40 mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert ("Cost Model"). Die als Finanzinvestition gehaltenen abnutzbaren Immobilien werden über eine Laufzeit von 10 bis zu 50 Jahren linear abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Im Konzernanhang erfolgt die Angabe des beizulegenden Zeitwertes dieser Immobilien, der nach international anerkannten Bewertungsmethoden wie zum Beispiel der DCF-Methode ermittelt wird oder, soweit aktuelle Marktpreise vergleichbarer Immobilien verfügbar sind, aus diesen abgeleitet wird. Für den wesentlichen Teil der Immobilienbestände werden in regelmäßigen Abständen Bewertungen von unabhängigen Gutachtern vorgenommen (max. alle 5 Jahre). Diese Wertermittlung basiert ab dem Geschäftsjahr 2013 auf einer alternativen Potentialnutzung, der sog. Highest and Best Use-Methode gemäß IFRS13. Finanzielle Vermögenswerte - Kategorisierung Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte Im Salzgitter-Konzern werden ausschließlich finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die von Beginn an als "Zu Handelszwecken gehalten" eingeordnet wurden. Derivate gelten als zu Handelszwecken gehalten, sofern sie nicht in einer dokumentierten Sicherungsbeziehung zu Grundgeschäften stehen. Die Option, Finanzinstrumente bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren (Fair Value Option), wird im Salzgitter-Konzern nicht ausgeübt. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen Darlehen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Auch erworbene Forderungen sind hier einzuordnen. Darlehen und Forderungen sind in der Bilanz in den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten enthalten. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Von dieser Kategorie wurde im aktuellen Geschäftsjahr im Salzgitter-Konzern kein Gebrauch gemacht. Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Diese Finanzinstrumente lassen sich nicht als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" einstufen, da Derivate aus dieser Kategorie explizit ausgeschlossen werden. Sie bilden somit systematisch eine weitere Kategorie. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzurechnen sind. Finanzielle Vermögenswerte - Ansatz und Bewertung Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf eines Vermögenswertes verpflichtet. Die Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden im Salzgitter-Konzern zum Erfüllungstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem der Vermögenswert an den bzw. vom Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrer ersten Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzinstrumente der Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", "Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung" und der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" werden in der Folgebewertung mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" und der Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die beizulegenden Zeitwerte notierter Anteile bemessen sich nach den Schlusskursen im elektronischen Handel. Die Bewertung unwesentlicher nicht börsennotierter Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten, weil kein Preis eines aktiven Marktes verfügbar ist und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt durch eigene Berechnungen. Basierend auf den EZB-Referenzkursen der jeweiligen Währungspaare und den Zinsdifferenzen der jeweiligen Laufzeiten der Devisenterminkontrakte wurden die für den Abschlussstichtag geltenden Terminkurse (Outrightkurse) ermittelt. Dabei wurden ausgehend von standardisierten Laufzeiten die Zinsdifferenzen der tatsächlichen Laufzeiten durch Interpolation ermittelt. Die Informationen zu den standardisierten Laufzeiten wurden einem handelsüblichen Marktinformationssystem entnommen. Die ermittelte Differenz des vertraglich vereinbarten Fremdwährungsbetrages zum Kontraktterminkurs und zum Stichtagsterminkurs wird auf den Bilanzstichtag mit dem Euro-Zinssatz entsprechend der Restlaufzeit abgezinst. Die Bewertung der sonstigen Derivate erfolgt grundsätzlich anhand von Berechnungen der emittierenden Kreditinstitute mit anerkannten Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton). Eingebettetete Derivate werden mithilfe der Black-Scholes-Methode bewertet, wobei die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Bei wesentlichen Marktwerten wird das Adressenausfallrisiko in Form eines Kreditrisikoabschlags berücksichtigt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden im Eigenkapital erfasst. Wenn Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert werden, werden die im Eigenkapital kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Vermögenswerte - Wertanpassung und Ausbuchung Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zu jedem Bilanzstichtag wird für finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" angehören, überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung des finanziellen Vermögenswertes bzw. der Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Wertminderungen von Finanzinstrumenten der Kategorien "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" sowie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" werden erfolgswirksam erfasst; Zuschreibungen erfolgen ebenfalls erfolgswirksam. Im Falle von Finanzinstrumenten, die als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes als Wertminderung erfolgswirksam berücksichtigt. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten werden erfolgsneutral rückgängig gemacht; Wertminderungen von Schuldinstrumenten werden erfolgswirksam rückgängig gemacht. Eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" wird vorgenommen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch vorliegen. Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Saldierung von Finanzinstrumenten Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Finanzielle Vermögenswerte - Hedge Accounting Die Methode zur Erfassung von Gewinnen oder Verlusten von Derivaten hängt davon ab, ob das Derivat als Sicherungsinstrument designiert wurde, und, wenn dies der Fall ist, von der Art der Sicherungsbeziehung. Der Konzern designiert Derivate entweder als Sicherung des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes bzw. einer Verbindlichkeit (Fair Value Hedge), als Sicherung von Zahlungsströmen aus einer höchstwahrscheinlich künftig eintretenden Transaktion oder als Sicherung des Währungsrisikos einer festen Verpflichtung (beides Cashflow Hedge). Fair Value Hedge Die Marktwertänderungen von Derivaten, die als Fair Value Hedge zu qualifizieren sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit den - dem gesicherten Risiko zurechenbaren - Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der gesicherten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfasst. Cashflow Hedge Der effektive Teil der Marktwertänderungen von Derivaten, die für eine Absicherung von Zahlungsströmen oder zur Währungssicherung fester Verpflichtungen bestimmt sind und qualifizierte Hedges darstellen, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam berücksichtigt. Im Eigenkapital ausgewiesene Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Resultiert eine abgesicherte zukünftige Transaktion jedoch im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswertes (zum Beispiel Vorratsvermögen) oder einer Verbindlichkeit, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Erstbewertung der Anschaffungskosten des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit mit einbezogen. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert wird oder das Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für Hedge Accounting erfüllt, so verbleibt der kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die zugrunde liegende Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, sind die kumulierten Gewinne oder Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen. Bewegungen in der Rücklage für Cashflow Hedges im Eigenkapital werden im Eigenkapitalspiegel sowie in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Durchschnittskosten oder einzeln zugeordneten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage der Normalbeschäftigung ermittelt. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die produktionsbezogenen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswertes werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Ergeben sich am Abschlussstichtag niedrigere Werte aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte, so werden diese angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands bzw. Bestandsveränderung erfasst. Durch ausreichend bemessene Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken mit Auswirkung auf den erwarteten Nettoveräußerungswert Rechnung getragen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie selbst erzeugte Rohstoffe werden mit Konzernherstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten auch die auf systematischer Basis ermittelten oder zugerechneten variablen und fixen Gemeinkosten enthalten. Rechte zur Emission von CO2 -Gasen werden unter den Vorräten (Hilfs- und Betriebsstoffe) bilanziert, da die Emissionsrechte für die Produktion verwendet werden. Erstausstattungen an Emissionsrechten, die unentgeltlich erworben worden sind, werden mit Anschaffungskosten von null € erfasst. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann vorgenommen, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Objektive Hinweise sind dabei zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Kundenspezifische Auftragsfertigung Nach IAS 11 werden die Auftragsumsätze und -ergebnisse jedes Auftrags entsprechend dem tatsächlichen Grad der Fertigstellung ermittelt "Percentage-of-Completion-Methode" Der Fertigstellungsgrad wird aus dem Verhältnis zwischen den bislang angefallenen Auftragskosten und den geschätzten Gesamtkosten zum jeweiligen Stichtag errechnet. Die entsprechenden Auftragskosten werden sofort bei entsprechendem Anfall erfolgswirksam. Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht zuverlässig ermittelbar, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden aktivisch von den unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Forderungen aus Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen einzelner Fertigungsaufträge die Forderungen aus Fertigungsaufträgen übersteigen, wird der überschüssige Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wenn voraussichtlich die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse überschreiten, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst und, soweit er die bereits angefallenen Auftragskosten übersteigt, als Verbindlichkeit aus Auftragsfertigung ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. In den Pensionsrückstellungen sind auch Überbrückungszahlungen in Sterbefällen enthalten. Grundlage für die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen sind versicherungsmathematische Annahmen und Berechnungen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden nach dem von den IFRS vorgeschriebenen üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Zinsergebnis. Die Neubewertungen werden in den Pensionsrückstellungen im Jahr ihres Entstehens vollständig ergebnisneutral erfasst. Wesentliche angewandte versicherungsmathematische Prämissen im Salzgitter-Konzern: scroll 31.12.2013 31.12.2012 Rechnungszins 3,25 % 3,00 % Gehaltstrend 2,75 % 2,75 % Rententrend 1,75 % 1,75 % Fluktuationsrate 1,00 % 1,00 % Für die Ermittlung des Rechnungszinses wurden wie bereits im Vorjahr hochwertige und langlaufende Unternehmensanleihen aus dem maßgeblichen Bloomberg-Index herangezogen. Dieser berücksichtigt all jene Unternehmensanleihen mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren, die von mindestens einer der führenden Ratingagenturen mindestens ein AA-Rating erhalten haben. Auf dieser Datenbasis wurde ein Rechnungszins von 3,25 % abgeleitet. Bei unveränderter Anwendung des im Geschäftsjahr 2012 verwendeten Rechnungszinses von 3,00 % wären die Pensionsrückstellungen um rund 70 Mio.€ höher ausgewiesen worden. Aufgrund der erfolgsneutralen Verrechnung innerhalb der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste hätten sich die versicherungsmathematischen Gewinne des Geschäftsjahres 2013 und damit das Eigenkapital um denselben Betrag vermindert. Der Zinsaufwand für das Geschäftsjahr 2014 hätte sich bei einem Rechnungszins von 3,00 % um rund 3 Mio. € reduziert. Bei der Bewertung der Sterbewahrscheinlichkeiten der Berechtigten wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet. Wie bereits in den Vorjahren werden bei den beim Essener Verband geführten Empfängern die zur Anwendung kommenden Richttafeln von Prof. Heubeck (RT 2005 G) für die Rückstellungsbewertung in Bezug auf die Lebenserwartung angepasst, da dadurch für diesen Personenkreis eine realitätsnähere Bewertung der Verpflichtungen erfolgt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Lebenserwartungen der Essener Verbands-Empfänger erneut überprüft und aktualisiert und die Fortführung der Modifikation im Wesentlichen bestätigt. Ertragsteuern Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Zum 31. Dezember 2013 werden die latenten Steuern inländischer Kapitalgesellschaften mit einem Gesamtsteuersatz von 30,6 % (Vorjahr 30,6%) bewertet. Dieser Steuersatz setzt sich zusammen aus dem im Konzern geltenden 14,8 %igen Gewerbesteuersatz (Vorjahr: 14,8%) und dem 15,8 %igen Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) (Vorjahr: 15,8%). Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen erwarteten Steuerersparnisse werden aktiviert. Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt. Die Vermögenswerte aus zukünftigen Steuerentlastungen umfassen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie die Steuerersparnisse aus als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen. Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes verrechnet, wenn das Unternehmen einen Anspruch auf Verrechnung tatsächlicher Steuerschulden und Steueransprüche hat und die Steuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden; die Verrechnung erfolgt, soweit sich die Fristigkeiten entsprechen. Ertragsteuerschulden werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Veränderung der latenten Ertragsteuerschulden wird unter Ziffer (20) erläutert. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, deren Eintritt wahrscheinlich zu einer Vermögensbelastung führen wird. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Finanzielle Verbindlichkeiten Für finanzielle Verbindlichkeiten bestehen zwei Bewertungskategorien. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten Da der Salzgitter-Konzern Finanzinstrumente beim erstmaligem Ansatz nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten designiert (Nichtanwendung der Fair-Value-Option), fallen unter diese Kategorie ausschließlich die Derivate, die nicht im Hedge Accounting abgebildet werden. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird dann über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode verteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern die Begleichung der Verbindlichkeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen wird. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen aus Warenverkäufen erfolgt dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind sowie der Gefahrenübergang stattgefunden hat, also wesentliche Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen. Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden die Umsätze nach dem Leistungsfortschritt realisiert "Percentage-of-Completion-Methode". Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Zinsaufwendungen und -erträge werden zeitanteilig erfasst. Im Rahmen von Konsolidierungskreisänderungen werden erworbene Dividendenansprüche im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgsneutral erfasst. Nach IAS 20 dürfen Zuschüsse erst bilanziert werden, wenn die notwendigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und zu erwarten ist, dass die Zuschüsse tatsächlich gewährt werden. Vermögenswertbezogene Zuschüsse werden grundsätzlich als Abzug von den Anschaffungs-/Herstellungskosten bilanziert. Sofern sich ein ertragsbezogener Zuschuss auf zukünftige Geschäftsjahre bezieht, wird er periodengerecht abgegrenzt und der Anteil für zukünftige Perioden in einen Abgrenzungsposten eingestellt. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment Test) An jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger als dessen Buchwert ist. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Ertragswert. Der Ertragswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen. Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Finanzrisikomanagement Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: dem Marktrisiko (Fremdwährungs-, Zins- und Marktpreisrisiko), dem Kredit- sowie einem Liquiditätsrisiko. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen von Entwicklungen der Finanzmärkte auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement erfolgt eigenständig durch die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Salzgitter AG, entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien. Das Management gibt sowohl die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vor als auch Richtlinien für bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel die Absicherung von Fremdwährungsrisiken, Zins- und Kreditrisiken, den Einsatz von Finanzinstrumenten sowie die Anlage von Liquiditätsüberschüssen. Fremdwährungsrisiko Der Konzern ist international tätig und infolgedessen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die auf Wechselkursänderungen diverser Währungspaare basieren. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen und bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Diese entstehen, wenn Transaktionen auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entspricht. Auf Ebene der Konzernunternehmen werden grundsätzlich Devisentermingeschäfte mit der Inhouse-Bank des Konzerns zur Absicherung der Kalkulationsbasis abgeschlossen. Die Inhouse-Bank des Konzerns entscheidet im Rahmen der jeweils gültigen Absicherungsstrategie über den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente. Im Konzern wird bei Vorliegen einer effektiven Sicherungsbeziehung bei Abschluss der Transaktion die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft sowie das Ziel seines Risikomanagements und die zugrunde liegende Strategie dokumentiert. Im Konzern wird dann bei Beginn der Sicherungsbeziehung und danach fortlaufend die Einschätzung, ob die Derivate, die in der Sicherungsbeziehung verwendet werden, hocheffektiv die Änderungen des Zeitwertes oder der Cashflows des Grundgeschäfts kompensieren, überprüft. Kreditrisiko Bezüglich möglicher Kreditrisiken existieren im Konzern Handlungsvorschriften sowie ein effizientes Forderungsmanagement, die sicherstellen, dass Verkäufe nur getätigt werden, wenn der Kunde in der Vergangenheit ein angemessenes Zahlungsverhalten aufgewiesen hat. Verträge über derivative Finanzinstrumente und Finanztransaktionen werden nur mit Finanzinstituten guter Bonität abgeschlossen. Der Konzern hat eine Geschäftspolitik, die das Kreditrisiko im Hinblick auf die einzelnen Finanzinstitute auf einen bestimmten Betrag beschränkt. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsmanagement des Konzerns schließt eine ausreichende Reserve an flüssigen Mitteln, handelbaren Wertpapieren und die Möglichkeit zur Finanzierung durch bilaterale Kreditlinien, einen mittelfristigen Konsortialkreditrahmen sowie Kapitalmarktinstrumente ein. Cashflow- und Fair-Value-Zinsrisiko Das Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch verzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten. Eine variable Verzinsung setzt den Konzern einem Cashflow-Zinsrisiko aus, welches den Zinsaufwand bzw. die Zinserträge beeinflusst. Aus den festverzinslichen Verbindlichkeiten entsteht ein Fair-Value-Zinsrisiko, das sich jedoch nur bei einer Bilanzierung der Finanzinstrumente zu Zeitwerten bilanziell auswirkt. Weitere Ausführungen zum Risikomanagement der Salzgitter AG erfolgen im Rahmen des Risikoberichts. Kapitalrisikomanagement Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zum Zwecke der Schuldenreduktion zu veräußern. Weitere Ausführungen sind im Konzernlagebericht im Abschnitt IV.2. "Finanz- und Vermögenslage" enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse scroll in Mio. € 2013 2012 Aufgliederung nach Sparten Flachstahl 3.876,8 4.167,4 Profilstahl 938,6 1.031,9 Rohre 1.871,6 2.452,1 Abfüll- und Verpackungsanlagen 1.072,6 1.005,1 Sonstige 1.484,6 1.740,8 9.244,2 10.397,2 Aufgliederung nach Regionen Inland 3.908,7 4.342,5 Übrige EU 1.880,7 1.956,5 Übriges Europa 367,1 364,4 Amerika 1.200,3 1.207,8 Asien 934,6 1.615,4 Afrika 901,3 886,2 Australien/Ozeanien 51,5 24,4 9.244,2 10.397,2 Die Aufteilung der Umsatzerlöse enthält eine zusätzliche Darstellung nach Produktgruppen, die nicht der Segmentberichterstattung entspricht. Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse nach der "Percentage-of-Completion-Methode" in Höhe von 610,9 Mio.€ (Vorjahr 587,4 Mio.€). (2) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen scroll in Mio. € 2013 2012 Veränderungen des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -99,7 17,2 Andere aktivierte Eigenleistungen 12,7 6,5 -87,0 23,7 Die teilweise Reduktion der Produktionskapazitäten im Stahlbereich sowie die nachfragebedingt verminderten Erzeugnisbestände des Röhrenbereiches haben im Vergleich zum Vorjahr zu einer Verringerung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen geführt. (3) Sonstige betriebliche Erträge scroll in Mio. € 2013 2012 Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 94,8 112,7 Erträge aus der Bewertung von Finanzderivaten und Fremdwährungspositionen 42,1 18,7 Erträge aus Wechselkursveränderungen 17,6 21,8 Betriebliche Nebenerträge 15,8 12,8 Erträge aus Anlagenverkäufen 8,6 3,9 Miet-, Pacht- und Lizenzerträge 7,4 7,7 Erstattungen Bundesanstalt für Arbeit 6,3 11,5 Kostenweiterbelastungen 6,1 5,9 Rückerstattungen früherer Jahre 4,3 1,4 Zuschüsse 4,2 4,8 Versicherungserstattungen 3,0 8,0 Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 0,8 7,3 Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens 0,1 0,3 Erträge aus Rechten - 9,4 Zuschreibungen auf Sachanlagen - 8,1 Übrige Erträge 24,3 25,9 Sonstige betriebliche Erträge 235,4 260,2 Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten konsolidierter Unternehmen. (4) Materialaufwand scroll in Mio. € 2013 2012 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 6.231,8 7.316,1 Aufwendungen für bezogene Leistungen 421,8 396,7 Materialaufwand 6.653,6 7.712,8 Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten vorwiegend Aufwendungen für Einsatzstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, Reserveteile, Energien und Werksgeräte. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um umsatzbezogene Lohnarbeiten und auftragsbezogene Transportleistungen. Einhergehend mit der Umsatzreduzierung verminderte sich der Materialaufwand. (5) Personalaufwand scroll in Mio. € 2013 2012 Löhne und Gehälter 1.303,4 1.233,2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 264,1 273,2 davon Altersversorgung [122,2] [127,0] Personalaufwand 1.567,5 1.506,4 Im Geschäftsjahr 2013 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen im Salzgitter-Konzern 95,7 Mio. € (Vorjahr 106,8 Mio. €). Als Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen werden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellungszuführungen enthalten fast ausschließlich laufenden Versorgungsaufwand für im Geschäftsjahr erdiente Anwartschaften der Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, die unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen wird. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Mitarbeiter in passiver Altersteilzeit) scroll 2013 2012 Gewerbliche Arbeitnehmer 14.182 14.682 Angestellte 9.156 8.750 Konzernmitarbeiter 23.338 23.432 Von den Konzernmitarbeitern entfallen 631 (Vorjahr 649) auf Gemeinschaftsunternehmen. (6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr planmäßig verrechnet und sind im Anlagespiegel dargestellt. Darüber hinaus wurden folgende Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen berücksichtigt: scroll in Mio. € 2013 2012 Technische Anlagen und Maschinen 185,0 15,0 Wertminderungsaufwendungen 185,0 15,0 scroll in Mio. € 2013 2012 Grundstücke und Rechte - 2,5 Technische Anlagen und Maschinen - 5,6 Wertaufholungen - 8,1 Die Wertminderungsaufwendungen werden nach den Vorschriften des IAS 36 ermittelt. Die Abschreibung erfolgte dabei auf den höheren Betrag von Nutzungswert oder Nettoveräußerungspreis. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, bei Sachanlagen sowie bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Goodwills und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im Salzgitter-Konzern grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis herangezogen. Basis für die Ermittlung des Nettoveräußerungspreises ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die drei Folgejahre. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst; dem liegen allgemeine Wirtschafts- und Konjunkturdaten zugrunde, die durch eigene Einschätzungen ergänzt wurden. Die Ermittlung des Nettoveräußerungspreises erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6,00 % (Vorjahr 6,23 %) für den Unternehmensbereich Technologie bzw. von 6,66 % p. a. (Vorjahr 6,49 % p. a.) für die übrigen Unternehmensbereiche. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Peiner Träger GmbH ergab sich der Wertminderungsbetrag vor dem Hintergrund des geänderten Unternehmenskonzepts, das die Rücknahme der Produktionskapazität mittels alternierenden Zweiofenbetriebs und der Reduzierung der Belegschaft beinhaltet. Eine Absenkung bzw. Anhebung des Zinssatzes für die Wertminderungsberechnung für getestetes Immaterielles und Sachanlagevermögen um 1% auf 5,94 % bzw. 6,06 % für den Unternehmensbereich Technologie und 6,59 % bzw. 6,73 % für die übrigen Unternehmensbereiche bewirkt eine Absenkung des Gesamtwertminderungsbetrags um 5,5 Mio. € (Vorjahr 12,6 Mio. €) bzw. eine Erhöhung von 24,5 Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio. €). (7) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll in Mio. € 2013 2012 Vertriebsaufwendungen 340,6 346,1 Fremdleistungen und Rückstellungsbildung 278,5 300,9 Verwaltungskosten einschl. Versicherungskosten, Gebühren, Honorare sowie Beratungskosten 90,0 98,0 Werbung/Information und Reisekosten 61,1 58,2 Mieten und Pachten 36,9 35,8 Wertberichtigungen auf Forderungen 24,3 19,9 Kursverluste 21,2 46,3 Sonstige Steuern 20,7 21,5 EDV-Kosten 19,8 19,8 Soziale Sach- u. Personalkosten 16,7 17,5 Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzderivaten und Fremdwährungspositionen 7,7 35,1 Verlust aus Anlagenabgängen 6,4 8,9 Aufwendungen für den Finanz- und Geldverkehr 5,5 9,1 Abschreibungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte 1,4 6,5 Übrige Aufwendungen 75,6 54,9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.006,4 1.078,5 In der Position "Verwaltungskosten einschl. Versicherungskosten, Gebühren, Honorare sowie Beratungskosten" sind Versicherungsaufwendungen in Höhe von 31,3 Mio. € (Vorjahr 34,0 Mio. €), Aufwendungen für Gebühren, Honorare und Gutachten in Höhe von 15,5 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €) sowie Beratungskosten in Höhe von 9,5 Mio. € (Vorjahr 14,3 Mio. €) enthalten. Darüber hinaus ist in diesem Posten, ebenso wie in der Position "Übrige Aufwendungen", eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der konsolidierten Unternehmen enthalten. Die im Vorjahr gesondert ausgewiesenen Abschreibungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte wurden aufgrund der geringen Höhe und des nicht erforderlichen Ausweises nach IAS 1 im Berichtsjahr 2013 in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. (8) Beteiligungsergebnis scroll in Mio. € 2013 2012 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2,2 0,4 davon aus verbundenen Unternehmen [2,2] [0,1] Erträge aus Beteiligungen 12,8 21,0 davon aus verbundenen Unternehmen [10,4] [18,4] Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,6 3,8 davon aus verbundenen Unternehmen [0,6] [3,8] Beteiligungsergebnis 14,4 17,6 Im Beteiligungsergebnis des Vorjahres ist ein Sondereffekt von 9,0 Mio. € enthalten, der auf eine Kapitalrückführung eines verbundenen Unternehmens zurückzuführen ist. (9) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen scroll in Mio. € 2013 2012 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -55,1 54,5 Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen stammt von Aurubis AG, Hamburg, sowie Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg. (10) Finanzierungserträge scroll in Mio. € 2013 2012 Erträge aus Ausleihungen 0,4 0,3 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45,8 45,5 davon aus verbundenen Unternehmen [1,4] [2,1] Finanzierungserträge 46,2 45,8 (11) Finanzierungsaufwendungen scroll in Mio. € 2013 2012 Zinsanteil aus den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen 63,6 77,9 Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 61,8 94,5 davon an verbundene Unternehmen [1,0] [1,6] Finanzierungsaufwendungen 125,4 172,4 Der Rückgang der sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall von Sondereffekten des Vorjahres. (12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag scroll in Mio. € 2013 2012 Ertragsteuern laufender Steueraufwand/Steuerertrag (+/-) 11,7 23,1 latenter Steueraufwand/Steuerertrag (+/-) 0,1 47,3 11,8 70,4 davon periodenfremd [-7,5] [- 10,2] Gesamt 11,8 70,4 Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 11,8 Mio. € betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die periodenfremden Ertragsteuern betreffen latente und tatsächliche Steuererträge für Vorjahre. Die Verminderung der laufenden Ertragsteuern resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen inländischen Konzernjahresergebnis. Trotz des geringeren Ergebnisses ist im Geschäftsjahr kein Anstieg des latenten Steuerertrags, sondern lediglich ein Rückgang des latenten Steueraufwands auf 0,1 Mio. € zu verzeichnen. Dies ist im Wesentlichen durch die Neueinschätzung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern begründet. Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge wurde der tatsächliche Steueraufwand um 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) gemindert. Zukünftige Dividendenzahlungen führen zu keinen ertragsteuerlichen Konsequenzen. Für Körperschaftsteuerminderungsguthaben deutscher Gesellschaften sind Ansprüche in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) bilanziert. Für Geschäftsvorfälle, die direkt das Eigenkapital beeinflusst haben, wurden latente Steuern in Höhe von 122,6 Mio. € (Vorjahr 139,1 Mio. €) erfasst. Die Veränderung der erfolgsneutralen latenten Steuern betrifft in Höhe von 16,4 Mio. € (Vorjahr 67,9 Mio. €) die Neubewertungen der Pensionsverpflichtungen. Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch Immaterielle Vermögenswerte 9,9 10,7 11,2 11,1 Sachanlagen 86,9 165,2 38,8 176,4 Finanzielle Vermögenswerte 0,5 2,0 0,5 1,1 Kurzfristige Vermögenswerte 16,5 88,5 16,1 113,2 Pensionsrückstellungen 130,6 - 165,1 - Sonstige Rückstellungen 78,2 6,7 81,7 8,7 Sonderposten mit Rücklageanteil - 3,9 - 4,3 Verbindlichkeiten 22,2 2,6 24,4 2,1 Sonstige Posten 47,3 4,0 63,5 1,0 Gesamt 392,1 283,6 401,3 317,9 Zusammensetzung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Körperschaftsteuer 37,1 59,7 Gewerbesteuer 29,1 50,5 Aktivierte Steuerersparnisse 66,2 110,2 Entwicklung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen: scroll in Mio. € 2013 2012 Aktivierte Steuerersparnisse 1.1. 110,2 175,2 Veränderung des Konsolidierungskreises - 1,3 Aktivierung von Steuerersparnissen aus Verlustvorträgen 0,8 4,1 Wertberichtigung von Verlustvorträgen -44,0 -62,3 Nutzung von Verlustvorträgen -0,8 -8,1 Aktivierte Steuerersparnisse 31.12. 66,2 110,2 Durch die ab 2004 in Deutschland eingeführte "Mindestbesteuerung" werden die steuerlichen Verlustvorträge bis zu einem Betrag von 1 Mio. € unbeschränkt, darüber hinaus nur noch zu 60% mit dem laufenden steuerlichen Ergebnis verrechnet. Für einige Inlandsgesellschaften wurden für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.473,8 Mio. € (Vorjahr 1.437,5 Mio.€) sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.993,7 Mio. € (Vorjahr 1.959,7 Mio.€) keine latenten Steuern aktiviert, da aus heutiger Sicht die Möglichkeit der Nutzung als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Die steuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für ausländische nicht werthaltige Verlustvorträge in Höhe von 128,4 Mio. € (Vorjahr 131,9 Mio. €) wurden ebenfalls keine aktiven latenten Steuern aktiviert. Davon sind 116,0 Mio. € (Vorjahr 128,6 Mio.€) unbegrenzt, 10,9 Mio. € (Vorjahr 2,6 Mio. €) begrenzt innerhalb der nächsten 5 Jahre und 1,5 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €) begrenzt innerhalb der nächsten 20 Jahre nutzbar. Zusätzlich wurden für in- und ausländische Gesellschaften auf abzugsfähige temporäre Differenzen keine aktiven latenten Steuern in Höhe von 140,1 Mio.€ (Vorjahr 86,6 Mio. €) gebildet. Bei Konzerngesellschaften, die im laufenden oder vorherigen Geschäftsjahr steuerliche Verluste erzielt haben, sind zum 31. Dezember 2013 aufgrund zukünftig zu erwartender steuerpflichtiger Erträge latente Steueransprüche in Höhe von 170,1 Mio. € (Vorjahr 188,3 Mio. €) ausgewiesen. Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand (+) bzw. -ertrag (-): scroll in Mio. € 2013 2012 Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss vor Ertragsteuer -477,8 -29,4 Erwarteter Ertragsteuerertrag (30,6%) -146,2 -9,0 Steueranteil für: Unterschiede aus Steuersätzen 1,6 -0,6 Auswirkungen von gesetzlichen Steuersatzänderungen 0,6 -0,5 Steuergutschriften -0,3 -0,6 steuerfreie Erträge -3,9 -20,2 steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige permanente Differenzen 15,7 32,4 Effekte aus temporären Differenzen und Verlusten ohne Bildung latenter Steuern 63,8 17,7 Neueinschätzung aktivierter Vorteile 89,9 62,3 Nutzung von zuvor nicht aktivierten Vorteilen -0,9 -0,5 periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge -7,5 -10,2 sonstige Abweichungen -1,0 -0,4 Tatsächlicher Ertragsteueraufwand/-ertrag 11,8 70,4 Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 11,8 Mio. € weicht gegenüber dem erwarteten Ertragsteuerertrag von -146,2 Mio. € um insgesamt 158,0 Mio. € ab. Dies resultiert im Wesentlichen aus Effekten aus der Neueinschätzung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und auf sonstige aktive latente Steuern sowie der Nichtaktivierung latenter Steuern auf laufende Verluste. Dem stehen gegenüber Effekte aus steuerfreien Erträgen und periodenfremde Steuererträge. (13) Anteil fremder Gesellschafter am Konzernjahresergebnis scroll in Mio. € 2013 2012 Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 2,7 2,2 Der Anteil fremder Gesellschafter am Jahresergebnis entfällt im Geschäftsjahr auf folgende Gesellschaften: ― Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, ― KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad, ― KHS RUS OOO, Moskau, und ― DESMA Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica. (14) Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallenden Konzernjahresüberschuss beziehungsweise Konzernjahresfehlbetrag und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Es errechnet sich gemäß IAS 33 mit -9,10 € (Vorjahr -1,89 €) je Aktie. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert bzw. der Periodenverlust je Aktie erhöht wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe vorhanden. Jedoch ergibt sich bei deren Berücksichtigung eine Verringerung des Periodenverlustes je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft, wodurch diese Options- und Wandelrechte zu keiner Verwässerung führen. Daher beträgt das verwässerte Ergebnis -9,10 € (Vorjahr -1,89 €) je Aktie. scroll Ausgegebene Aktien Eigene Aktien Aktien im Umlauf Verwässernde potenzielle Aktien Geschäftsjahresanfang 60.097.000 6.009.700 54.087.300 3.550.457 Erwerb von eigenen Aktien - - - - Abgabe von eigenen Aktien - - - - Geschäftsjahresende 60.097.000 6.009.700 54.087.300 3.550.457 Gewichtete Aktienanzahl 60.097.000 6.009.700 54.087.300 3.550.457 Ergebnis je Aktie scroll 2013 2012 Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag in Mio. € -489,6 -99,8 Anteil fremder Gesellschafter in Mio. € 2,7 2,2 Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG in Mio. € -492,3 -102,0 Ergebnis je Aktie - unverwässert (in €) -9,10 -1,89 Verwässertes Ergebnis in Mio. € -481,8 -91,4 Ergebnis je Aktie - verwässert (in €) -9,10 -1,89 Erläuterungen zur Bilanz Langfristige Vermögenswerte (15) Immaterielle Vermögenswerte Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Vom gesamten Bestand der aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr 0,1 Mio. € planmäßig (Vorjahr 0,1 Mio. €) abgeschrieben. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 103,2 Mio. € (Vorjahr 96,1 Mio. €) einschließlich 15,3 Mio. € (Vorjahr 14,4 Mio. €) für Externe. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. (16) Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen resultieren überwiegend aus Unternehmensbereichen Stahl, Röhren und Dienstleistungen. Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Technische Anlagen und Maschinen 52,6 58,9 Als Finanzierungsleasing aktivierte Vermögenswerte 52,6 58,9 Der Betrag der erfassten Wertminderungsaufwendungen ist unter Textziffer (6) dargestellt. Die Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen haben sich aufgrund von Fremdfinanzierungsbedingungen im Ausland auf 53,1 Mio. € erhöht (Vorjahr 7,6 Mio. €). Öffentliche Zuwendungen in Höhe von 2,3 Mio.€ (Vorjahr 7,4 Mio.€) wurden von den Anschaffungskosten der Sachanlagen abgesetzt. (17) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um unbebaute und bebaute Grundstücke, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht zu Produktions- oder Verwaltungszwecken gehalten werden. Die Immobilien setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Salzgitter Klöckner-Werke GmbH 19,5 19,7 Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH 1,2 1,2 RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH 0,6 1,8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 21,3 22,8 Im Berichtszeitraum sind Mieterträge von 5,9 Mio.€ (Vorjahr 6,0 Mio. €) angefallen. Die direkten betrieblichen Aufwendungen betrugen 4,0 Mio.€ (Vorjahr 3,6 Mio. €) und sind im Wesentlichen für Objekte angefallen, für die im Berichtsjahr Mieteinnahmen erzielt wurden. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Verpflichtungen zur Durchführung von Reparaturen, Instandhaltung, Verbesserung etc. Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns wird unter Anwendung des Ertragswertverfahrens, der Discounted-Cashflow-Methode bzw. mittels Vergleich mit aktuellen Marktwerten vergleichbarer Immobilien ermittelt. Als Inputfaktoren sind unter anderem die erwarteten Mieterträge, mögliche Leerstandskosten sowie Instandhaltungskosten in die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte eingeflossen. Die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden turnusgemäß von externen Gutachtern bewertet. Die Wertermittlung basiert auf einer alternativen Potentialnutzung, der sog. Highest and Best Use-Methode gemäß IFRS 13 und ist der Fair Value Hierachie in Level 3 einzuordnen. Zum 31. Dezember 2013 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 31,9 Mio. € (Vorjahr 34,0 Mio.€). (18) Finanzielle Vermögenswerte Die Entwicklung der einzelnen Posten der finanziellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Anteile an verbundenen Unternehmen 22,0 45,7 Beteiligungen 9,2 9,3 Wertpapiere des Anlagevermögens 37,2 33,7 Sonstige Ausleihungen 150,4 103,4 Finanzielle Vermögenswerte 218,8 192,1 Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert aus einer Erstkonsolidierung sowie der Verschmelzung einer bisher nicht konsolidierten Einheit. Die sonstigen Ausleihungen entfallen im Wesentlichen auf Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen. (19) Assoziierte Unternehmen scroll in Mio. € 2013 2012 Anfangsbestand 1.1. 680,3 600,9 Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres -55,1 54,5 Kapitalerhöhung 21,9 18,0 Bewertungsanpassungen im Rahmen der Equity Methode (Aurubis) - 33,8 Dividenden -15,2 -13,5 Sonstige Eigenkapitalveränderungen 6,5 -13,4 Buchwert 31.12. 638,5 680,3 Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen "at equity" hat sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr insbesondere aufgrund der negativen Jahresergebnisse der Gesellschaften um 41,8 Mio. € verringert. Der beizulegende Zeitwert an der Aurubis AG zum 31. Dezember 2013 beträgt 497,9 Mio. € (Vorjahr 605,2 Mio. €). Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat festgestellt, dass der Konzernabschluss zum 30. September 2010 des assoziierten Unternehmens Aurubis fehlerhaft ist, weil Teile der in den unfertigen Erzeugnissen enthaltenen Vermögenswerte nicht nach dem First-in-First-out-Verfahren oder nach der Durchschnittsmethode, sondern auf Basis der Anschaffungskosten des Jahres 2004 bewertet worden sind. Im Ergebnis wurden die Bilanzposten Vorräte und Konzern-Eigenkapital im Konzernabschluss der Aurubis zu niedrig ausgewiesen. Die Salzgitter AG hatte in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 (und zuvor) die Equity-Fortschrelbung auf Basis der nunmehr als fehlerhaft festgestellten Daten von Aurubis (Gewinn zu niedrig bzw. Verlust zu hoch ausgewiesen) vorgenommen. Die aufgrund der oben genannten Feststellung der BaFin erforderliche Änderung des Bewertungsverfahrens bei Aurubis wurde bereits im Konzernabschluss 2012 der Salzgitter AG berücksichtigt. Die assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar: scroll 2013 in Mio. € Vermögen Schulden Erträge Gewinn Anteil (%) Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 1.524,2 1.071,5 2.525,8 1,2 30,0 Aurubis AG, Hamburg 4.058,3 2.159,7 11.828,1 -214,9 25,0 scroll 2012 in Mio. € Vermögen Schulden Erträge Gewinn Anteil (%) Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 1.373,9 1.002,5 2.782,6 -3,2 30,0 Aurubis AG, Hamburg 4.755,7 2.541,6 14.090,1 236,4 25,0 (20) Latente Ertragsteueransprüche und latente Ertragsteuerschulden Sofern die Realisierung von Steuervorteilen als wahrscheinlich gilt, besteht eine Aktivierungspflicht. Eine Verrechnung ist nur möglich, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern fristenkongruent gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Nach Saldierung ergeben sich für das Geschäftsjahr 2013 folgende latente Steueransprüche und Steuerschulden: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Latente Ertragsteueransprüche 237,2 260,4 Realisierung innerhalb von 12 Monaten 10,0 11,2 Realisierung nach mehr als 12 Monaten 227,2 249,2 Latente Ertragsteuerschulden 62,4 66,8 Realisierung innerhalb von 12 Monaten 56,2 62,4 Realisierung nach mehr als 12 Monaten 6,2 4,4 Saldo aus latenten Ertragsteueransprüchen und -schulden 174,8 193,6 (21) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Die langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Bruttogesamtinvestition 6,6 5,1 Nicht realisierte Finanzerträge 0,5 0,4 Buchwert 6,1 4,7 In dieser Position werden die Geschäfte aus dem Finanzierungsleasing von Telekommunikationsanlagen bei zwei Tochtergesellschaften aus dem Unternehmensbereich Dienstleistungen ausgewiesen. Alle Geschäfte haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Die restlichen Forderungen betreffen mit 0,3 Mio. € Steuerforderungen. Kurzfristige Vermögenswerte (22) Vorräte scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 627,6 664,3 Unfertige Erzeugnisse 528,5 536,8 Unfertige Leistungen 9,4 10,2 Fertige Erzeugnisse und Waren 720,7 830,0 Geleistete Anzahlungen 29,0 26,7 Vorräte 1.915,2 2.068,0 Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus ihrem Verkauf oder ihrer Verwendung voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungserlöse werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Dies führte im Berichtszeitraum zu einer Zuschreibung von 4,8 Mio. € (Vorjahr 23,2 Mio. €). Vorräte werden entsprechend dem IAS 2 einzeln bewertet oder es wird die Durchschnittsmethode angewandt. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr 508,1 Mio. € (Vorjahr 412,9 Mio. €). Die in der Vorperiode zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vorratsbestände wurden im Berichtsjahr überwiegend verbraucht. Wertminderungen von Vorräten wurden in Höhe von 81,2 Mio. € (Vorjahr 85,9 Mio. €) als Aufwand erfasst. Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen in Höhe von 8,1 Mio.€ (Vorjahr 8,7 Mio.€) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. (23) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Forderungen gegen fremde Dritte 1.407,5 1.522,4 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16,9 22,0 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,6 0,4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.425,0 1.544,8 Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 24,3 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €) wurden für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte gestützte Kreditrisiko sowie für besondere Länderrisiken vorgenommen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 14,0 Mio. € (Vorjahr 13,7 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Forfaitierung von Forderungen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (35) "Langfristige Finanzschulden" und Ziffer (36) "Kurzfristige Finanzschulden". In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der "Percentage-of-Completion-Methode" folgende Forderungen aus Auftragsfertigung enthalten: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Herstellungskosten einschließlich Ergebnis der Fertigungsaufträge 388,6 300,4 Erhaltene Anzahlungen -234,4 -174,7 Forderungen aus Auftragsfertigung 154,2 125,7 Bei den Forderungen aus Auftragsfertigung werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Gewinnanteile und verlustfreier Bewertung die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. (24) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 77,7 100,7 davon übrige Forderungen [17,0] [15,8] davon Kreditforderungen [60,7] [84,9] Sonstige Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 1,8 3,0 davon übrige Forderungen [1,8] [3,0] Schuldscheindarlehen 99,9 99,5 Terminkontrakte - 99,5 Sonstige Steuererstattungsansprüche 31,9 48,1 Rechnungsabgrenzungsposten 12,7 11,9 Derivate 6,3 11,6 Vorschüssig gezahlte Werksrenten 3,5 8,6 Zuschüsse Altersteilzeit 5,1 8,4 Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte 0,9 7,3 Übrige Vermögenswerte 68,8 83,8 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 308,6 482,4 In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 5,1 Mio. € (Vorjahr 8,4 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht. Für sonstige Forderungen bestehen in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Bruttogesamtinvestition 3,8 1,8 Nicht realisierte Finanzerträge 0,5 0,4 Buchwert 3,3 1,4 Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien. Die künftigen Mindestmieterträge aus diesen Verträgen betragen: Künftige Mindestmieterträge scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 bis 1 Jahr 4,1 4,8 1 bis 5 Jahre 3,8 6,0 über 5 Jahre 1,3 1,3 Gesamt 9,2 12,1 In den Erträgen des laufenden Jahres sind 0,9 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €) als bedingte Mieterträge erfasst worden. (25) Ertragssteuererstattungsansprüche und Ertragssteuerschulden Die zum 31. Dezember 2013 bestehenden Ertragssteuererstattungsansprüche in Höhe von 17,9 Mio. € (Vorjahr 31,1 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Kapitalertragssteuerforderungen dreier inländischer Konzerngesellschaften. Dem stehen langfristige Ertragssteuerschulden in Höhe von 149,1 Mio. € (Vorjahr 193,5 Mio. €) sowie kurzfristige Ertragssteuerschulden in Höhe von 55,6 Mio.€ (Vorjahr 57,5 Mio.€) gegenüber. Erstattungsansprüche werden mit Steuerschulden saldiert, wenn ein einklagbares Recht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, besteht und ein Ausgleich auf Netto-Basis herbeigeführt werden soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Steuererstattungsanspruch und Steuerschuld gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Steuerbehörde eine Verrechnung gestattet. (26) Wertpapiere Unter den Wertpapieren werden Aktien zur kurzfristigen Geldanlage sowie kurzfristige Termingelder und Fonds im Gesamtbetrag von 98,4 Mio. € (Vorjahr 132,5 Mio.€) ausgewiesen. Die hier ausgewiesenen Geldanlagen haben eine Laufzeit von mehr als drei und weniger als zwölf Monaten. (27) Finanzmittel Die Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Guthaben bei Kreditinstituten 341,4 492,9 Termingelder 435,0 385,0 Schecks, Kassenbestand 0,6 0,7 Finanzmittel 777,0 878,6 Die hier ausgewiesenen Termingelder haben eine Laufzeit von weniger als drei Monaten. Eigenkapital (28) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt unverändert 161.615.273,31 €. Für die insgesamt 60.097.000 Stückaktien ergibt sich ein rechnerischer Nennwert von 2,69 € je Aktie. Sämtliche Aktien sind gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz auf der Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben worden (2.487.355 Stück Ermächtigung vom 26. Mai 2004, 462.970 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2006, 2.809.312 Stück Ermächtigung vom 21. Mai 2008, 35.600 Stück Ermächtigung vom 27. Mai 2009 und 214.463 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2010), um sie insbesondere für künftige Akquisitionen, die Erfüllung von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder zur Abgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens verwenden zu können. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital in der Zeit bis zum 23. Mai 2017 um bis zu 80.807.636,65€ durch Ausgabe von bis zu 30.048.500 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Dabei darf das Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zusammengerechnet jedoch nur um bis zu 32.323.054,66 € (20 % des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 12.019.400 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht werden. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte bzw. Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente beziehen, die seit dem 24. Mai 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd. € zu begeben und den Inhabern der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 26.498.043 Stück (Bedingtes Kapital 2013) zu gewähren. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden bis zu einem Gesamtnennbetrag von Schuldverschreibungen, mit denen Wandlungsrechte auf Aktien verbunden sind, deren anteiliger Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre darf dabei nur erfolgen, soweit seit dem 23. Mai 2013 noch nicht Aktien mit einem Anteil von 20 % des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Aktien aus genehmigtem Kapital sind seit dem 23. Mai 2013 bis zum Bilanzstichtag nicht ausgegeben worden. Der Nennwert der von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen betrug am Bilanzstichtag insgesamt 296.450.000 €. Sie verbriefen einen Zinsanspruch von 1,125 % p. a. sowie ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum Preis von 83,4963 €/Aktie, ausübbar bis zum 27. September 2016. Für die Bedienung des Wandlungsrechtes aus den Wandelschuldverschreibungen ist das Grundkapital der Gesellschaft um 9.458.031,99 EUR, eingeteilt in 3.550.457 auf Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen, welche die Gesellschaft am 6. Oktober 2009 begeben hat, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen. Der Vorstand ist weiterhin aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 8. Juni 2010 ermächtigt, bis zum Ablauf des 7. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem auf sie entfallenden Anteil von bis zu 10% am Grundkapital zu erwerben. Von dieser Ermächtigung ist im Geschäftsjahr 2010 teilweise Gebrauch gemacht worden. (29) Kapitalrücklage Von der Kapitalrücklage in Höhe von unverändert 238,6 Mio. € entfallen 115,2 Mio. € auf ein anlässlich einer Kapitalerhöhung am 1. Oktober 1970 eingebrachtes Agio. Weitere 54,4 Mio. € stehen im Zusammenhang mit einer in 2009 begebenen Wandelschuldverschreibung. Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt. (30) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre und Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, denen insbesondere Verrechnungen aktiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Tochterunternehmen gegenüberstehen. Daneben enthalten die Gewinnrücklagen weitere Bestandteile, die direkt im Eigenkapital gemäß den Vorschriften des IASB erfasst wurden. Bei der Salzgitter AG bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen. In den Gewinnrücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von - 30,5 Mio. € (Vorjahr - 15,8 Mio. €) enthalten. Die Wertänderungsrücklage aus den finanziellen Vermögenswerten/Finanzinstrumenten beträgt - 11,1 Mio. € (Vorjahr - 9,9 Mio.€). Die Veränderung beruht vor allem auf dem gesunkenen Marktwert eines börsennotierten indischen Produktionsunternehmens aus dem Unternehmensbereich Röhren. Gemäß den Regelungen des IAS 19 (rev. 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer" werden sämtliche Pensionsverpflichtungen bilanziert und die Neubewertungen direkt im Eigenkapital erfasst. Die Salzgitter AG hielt am Bilanzstichtag unverändert 6.009.700 eigene Aktien. Auf sie entfallen unverändert 16.161.527,33 € (= 10,00 %) des Grundkapitals. Die eigenen Aktien werden zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von 369,7 Mio. € direkt vom Eigenkapital abgezogen. (31) Bilanzgewinn Für Ausschüttungen an die Aktionäre der Salzgitter AG ist gemäß deutschem Handelsrecht das Ergebnis des deutschen handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Salzgitter AG maßgeblich. Im Salzgitter-Konzernjahresabschluss wird der Bilanzgewinn in gleicher Höhe wie im Abschluss der Salzgitter AG ausgewiesen. Die Überleitung vom Konzernjahresergebnis zum Bilanzgewinn der Salzgitter AG ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,20 € je Aktie (= 12,1 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 161,6 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 31. Dezember 2013 von 31,00 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 0,6 % (Vorjahr 0,6 %). Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind. (32) Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital Der Posten enthält die Anteile fremder Gesellschafter am gezeichneten Kapital, an den offenen Rücklagen sowie an den Gewinnen und Verlusten der einbezogenen Konzernunternehmen. Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf: ― Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, ― KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad, ― KHS RUS OOO, Moskau, und ― DESMA Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist anteilsmäßig das Ergebnis unter der Position "Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss" ausgewiesen. Langfristige Schulden (33) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Daneben bestehen im Salzgitter-Konzern leistungsorientierte Versorgungszusagen, von denen ein geringer Teil durch Planvermögen (im Wesentlichen Lebensversicherungen und Rückdeckungsversicherungen) gedeckt ist. Im Inland existieren Kollektiv- und Einzelzusagen in Form von unmittelbaren Direktzusagen des Arbeitgebers. Der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter in den inländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns erhält eine Altersversorgung auf Basis einer im Dezember 2006 abgeschlossenen Konzernbetriebsvereinbarung ("Salzgitter-Rente"). Im Rahmen dieser kollektiven Versorgungszusage bringt der Arbeitgeber jährlich einen festen Prozentsatz des versorgungsfähigen Jahreseinkommens als Versorgungsbeitrag in das individuelle Versorgungskonto des Mitarbeiters ein. Die Höhe des sich daraus ergebenden Versorgungsbausteins richtet sich nach dem Alter des Mitarbeiters im jeweiligen Beitragsjahr. Im Leistungsfall steht dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine monatliche Rente zu, ein Kapitalwahlrecht besteht nicht. Die vor dem Inkrafttreten der Konzernbetriebsvereinbarung gewährten Versorgungszusagen sahen in der Regel eine Rentenleistung in Abhängigkeit von den Einkommensverhältnissen bei Ausscheiden bzw. bei Eintritt des Leistungsfalls vor (sog. endgehaltsbezogene Zusagen). Diese Ansprüche wurden im Geltungsbereich der Konzernbetriebsvereinbarung abgelöst und durch Überleitungsregelungen in die Salzgitter-Rente überführt. Die Gesellschaften des Unternehmensbereichs Technologie sowie einige wenige Gesellschaften der Unternehmensbereiche Handel und Dienstleistungen wurden bislang nicht in den Geltungsbereich der Konzernbetriebsvereinbarung aufgenommen. Die in diesen Gesellschaften ggf. bestehenden sonstigen Versorgungszusagen sind für Neueintritte weitestgehend geschlossen. Für leitende Mitarbeiter der Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bestehen Einzelzusagen im Wesentlichen aufgrund der Leistungsordnungen des Essener Verbandes. Entsprechend dieser Versorgungsordnungen werden die Anwärter in Abhängigkeit von ihrer Position im Unternehmen einer bestimmten Leistungsgruppe zugewiesen. Der maximale Anspruch der jeweiligen Leistungsgruppe ist in der Regel nach 25 Jahren erreicht und wird ratierlich erdient. Im Leistungsfall wird dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine Rentenleistung ohne Kapitaloption gewährt. Aufgrund des vorherrschenden Durchführungswegs der Direktzusage trägt der Salzgitter-Konzern sämtliche aus der Versorgungszusage sich ergebenden Risiken. Bilanzielle Vorsorge wird durch die Bildung von Rückstellungen betrieben. Dem Langlebigkeitsrisiko trägt der Konzern dadurch Rechnung, dass er bei der Bewertung der Versorgungsverpflichtungen für die Bezieher von Leistungen aus Essener Verbands-Zusagen von einer längeren Lebenserwartung ausgeht als nach den Sterbetafeln 2005 G von Heubeck zu erwarten wäre. Die Rentenleistungen an die Empfänger aufgrund von Kollektivzusagen werden entsprechend § 16 BetrAVG alle drei Jahre überprüft und im Falle einer Anpassungspflicht an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Eine Mindestanpassung oder eine über die Preisentwicklung hinausgehende Rentenanpassung ist vertraglich nicht zugesagt. Im Bereich der Einzelzusagen wird die Leistungsanpassung jährlich durch den Essener Verband festgelegt und von der Gesellschaft unverändert übernommen. Aufgrund des lediglich unbedeutenden Planvermögens wird auf ein Asset-Liability-Matching verzichtet. Die voraussichtlichen Liquiditätsabflüsse werden im Rahmen der rollierenden Unternehmensplanung bewertet und bei der Cash-Flow-Planung des Konzerns berücksichtigt. In den ausländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns existieren nur in unwesentlicher Höhe Versorgungszusagen, die zu geringen Teilen durch Planvermögen gedeckt sind (i.W. Versicherungen). Übersicht über die Verarbeitung der Pensionsrückstellungen im Jahresabschluss 31.12.2013: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Bilanzierte Pensionsrückstellungen 2.069,7 2.182,2 scroll in Mio. € 2013 2012 Aufwendungen und Erträge lt. Gewinn- und Verlustrechnung Dienstzeitaufwand (Personalaufwand) 26,5 20,2 Nettozinsaufwand 63,6 77,9 90,1 98,1 scroll in Mio. € 2013 2012 Entwicklung der Neubewertung Stand 1.1. 731,0 415,4 Anpassungen - -0,1 Veränderung im Geschäftsjahr -79,8 315,7 Stand 31.12. 651,2 731,0 Aus Wesentlichkeitsgründen wurde keine Anpassung des Vorjahres auf IAS 19 neu vorgenommen. Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz zum 31.12.2013 ermittelt sich wie folgt: scroll in Mio. € Anwartschaftsbarwert Planvermögen Netto-Pensionsverpflichtung Stand 01.01.2013 2.192,8 10,6 2.182,2 Dienstzeitaufwand 26,5 - 26,5 Zinsaufwand/-ertrag 63,9 0,3 63,6 90,4 0,3 90,1 Neubewertungen (Pensionsverpflichtungen) Erfahrungsbedingte Gewinne (-)/ Verlust (+) -4,8 - -4,8 Gewinn (-)/ Verlust (+) aus Veränderung der demographischen Annahmen -6,0 - -6,0 Gewinn (-)/ Verlust (+) aus Veränderung der finanziellen Annahmen -69,5 - -69,5 Erträge aus Planvermögen, die nicht bereits im Zinsertrag enthalten sind - -0,5 0,5 -80,3 -0,5 -79,8 gezahlte Versorgungsleistungen (Verbrauch) -121,7 -0,2 -121,5 Fondsdotierungen Arbeitgeber - 0,9 -0,9 Arbeitnehmer 0,1 0,1 - Währungsdifferenzen -0,4 -0,1 -0,3 Übertragungen/Umbuchungen/Konsolidierungskreisänderungen -0,2 -0,1 -0,1 Stand 31.12.2013 2.080,7 11,0 2.069,7 Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz zum 31.12.2012 ermittelte sich wie folgt: scroll in Mio. € Anwartschaftsbarwert Planvermögen Netto-Pensionsverpflichtung Stand 01.01.2012 1.901,0 7,8 1.893,2 Dienstzeitaufwand 20,2 - 20,2 Zinsaufwand/-ertrag 78,1 0,2 77,9 98,3 0,2 98,1 Neubewertungen (Pensionsverpflichtungen) Erfahrungsbedingte Gewinne (-)/ Verlust (+) - - - Gewinn (-)/ Verlust (+) aus Veränderung der demographischen Annahmen - - - Gewinn (-)/ Verlust (+) aus Veränderung der finanziellen Annahmen 317,6 - 317,6 Erträge aus Planvermögen, die nicht bereits im Zinsertrag enthalten sind - 1,9 -1,9 317,6 1,9 315,7 gezahlte Versorgungsleistungen (Verbrauch) -124,5 - -124,5 Fondsdotierungen Arbeitgeber - 0,7 -0,7 Arbeitnehmer - - - Währungsdifferenzen - - - Übertragungen/Umbuchungen/Konsolidierungskreisänderungen 0,4 - 0,4 Stand 31.12.2012 2.192,8 10,6 2.182,2 Aufteilung des Barwerts der Verpflichtungen: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Barwert der Verpflichtungen im Inland 2.055,8 2.168,4 davon Anwärter 643,6 670,9 davon Empfänger 1.412,2 1.497,5 Barwert der Verpflichtungen im Ausland 24,9 24,4 Tatsächlicher Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung 2.080,7 2.192,8 Die Sensitivität der Pensionsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar: scroll in Mio. € Referenz Sensitivitätsmaß + Einheit -Einheit Rechnungszins 3,25 % 0,5 %-Punkte -124,1 +139,2 Gehaltstrend 2,75 % 0,5 %-Punkte +4,2 -4,0 Rententrend 1,75 % 0,25 %-Punkte +55,1 -53,0 Lebenserwartung Heubeck2005G/ Mod. Salzgitter 1 Jahr +100,8 -99,4 Die Rentenzahlungen in Folgejahren stellen sich wie folgt dar: scroll in Mio. € 2014 125,0 2015 123,5 2016 121,5 2017 121,3 2018 118,9 2019-2023 566,1 2024-2033 974,6 Die Duration nach Macaulay beläuft sich auf 13,47 Jahre. (34) Sonstige Rückstellungen In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen und der sonstigen langfristigen Rückstellungen dargestellt: scroll in Mio. € 01.01.2013 Währungs- differenzen Zugang/Abgang aus Kons.-Kreis-Veränderung Übertragung Umbuchung Verbrauch Sonstige Steuern 11,2 -0,1 - - - -2,9 Personal 158,9 -0,4 0,1 - - -38,4 davon Jubiläumsrückstellungen [49,8] [-] [-] [- 0,1] [-] [- 4,5] davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [59,7] [-] [-] [-] [-] [- 24,1] Betriebstypische Risiken 169,1 - - - 0,9 -4,6 Übrige Risiken 282,4 -2,8 0,6 - -0,9 -76,4 davon Preisnachlässe/Reklamationen [116,4] [- 0,9] [-] [-] [- 1,0] [- 40,0] davon Risiken aus schwebenden Geschäften [27,9] [- 0,1] [-] [-] [4,0] [- 0,8] Gesamt 621,6 -3,3 0,7 - - -122,3 scroll in Mio. € Auflösung Zuführung Aufzinsung 31.12.2013 Sonstige Steuern -0,7 3,8 0,4 11,7 Personal -3,9 74,1 -1,4 189,0 davon Jubiläumsrückstellungen [- 0,1] [6,4] [- 0,5] [51,0] davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [- 1,9] [20,3] [-] [54,0] Betriebstypische Risiken -3,5 14,5 7,6 184,0 Übrige Risiken -60,2 113,2 -0,6 255,3 davon Preisnachlässe/Reklamationen [- 23,7] [66,0] [-] [116,8] davon Risiken aus schwebenden Geschäften [- 12,8] [9,9] [-] [28,1] Gesamt -68,3 205,6 6,0 640,0 Für das Vorjahr ergeben sich folgende Vergleichszahlen: scroll in Mio. € 01.01.2012 Währungs- differenzen Zugang/Abgang aus Kons.-Kreis-Veränderung Übertragung Umbuchung Verbrauch Sonstige Steuern 9,2 -0,1 - - - -0,4 Personal 164,9 -0,2 0,1 -0,5 -0,7 -54,9 davon Jubiläumsrückstellungen [47,8] [-] [-] [-] [-] [- 3,3] davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [67,3] [0,1] [-] [0,2] [- 0,8] [- 37,6] Betriebstypische Risiken 162,8 -0,1 - - -2,6 -6,7 Übrige Risiken 275,0 -1,3 0,2 - 2,6 -78,9 davon Preisnachlässe/Reklamationen [102,7] [- 0,3] [0,2] [-] [- 4,2] [- 34,1] davon Risiken aus schwebenden Geschäften [22,1] [-] [-] [-] [1,3] [- 1,6] Gesamt 611,9 -1,7 0,3 -0,5 -0,7 -140,9 scroll in Mio. € Auflösung Zuführung Aufzinsung 31.12.2012 Sonstige Steuern -3,0 4,7 0,8 11,2 Personal -4,6 43,0 11,8 158,9 davon Jubiläumsrückstellungen [- 0,7] [1,5] [4,5] [49,8] davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [- 1,7] [27,8] [4,4] [59,7] Betriebstypische Risiken -11,1 8,6 18,2 169,1 Übrige Risiken -65,3 150,1 - 282,4 davon Preisnachlässe/Reklamationen [- 29,7] [81,8] [-] [116,4] davon Risiken aus schwebenden Geschäften [- 13,0] [19,1] [-] [27,9] Gesamt -84,0 206,4 30,8 621,6 Bei den Personalrückstellungen wurde aus Wesentlichkeitsgründen keine Anpassung des Vorjahres auf IAS 19 neu vorgenommen. Die Restrukturierungsaufwendungen des Jahres beziehen sich insbesondere auf das konzernweite Restrukturierungsprojekt "Salzgitter AG 2015" Sie belaufen sich insgesamt auf 54,6 Mio. €, wovon 40,8 Mio. € durch die Rückstellungszuführung begründet sind, 13,8 Mio. € wurden als laufende Aufwendungen für Restrukturierung berücksichtigt. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen wurden generell mit einem laufzeitabhängigen Zinssatz zwischen 2,75 % und 3,5%p.a. (Vorjahr 2,75 %) abgezinst. Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 5,1 Mio. € (Vorjahr 8,4 Mio.€) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen gebildet. Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Preisnachlässe/Reklamationen, Prozessrisiken, Gewährleistungen und Risiken aus schwebenden Geschäften. Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen: scroll in Mio. € Gesamt 31.12.2013 kurzfristig langfristig Sonstige Steuern 11,7 11,7 - Personal 189,0 48,6 140,4 davon Jubiläumsrückstellungen [51,0] [-] [51,0] davon Sozialplan/Altersteilzeit/Demographiefonds [54,0] [18,6] [35,4] Betriebstypische Risiken 184,0 9,6 174,4 Übrige Risiken 255,3 254,2 1,1 davon Preisnachlässe/Reklamationen [116,8] [116,8] [-] davon Risiken aus schwebenden Geschäften [28,1] [28,1] [-] Gesamt 640,0 324,1 315,9 scroll in Mio. € Gesamt 31.12.2012 kurzfristig langfristig Sonstige Steuern 11,2 11,2 - Personal 158,9 36,1 122,8 davon Jubiläumsrückstellungen [49,8] [-] [49,8] davon Sozialplan/Altersteilzeit/Demographiefonds [59,7] [20,7] [39,0] Betriebstypische Risiken 169,1 7,5 161,6 Übrige Risiken 282,4 282,4 - davon Preisnachlässe/Reklamationen [116,4] [116,4] [-] davon Risiken aus schwebenden Geschäften [27,9] [27,9] [-] Gesamt 621,6 337,2 284,4 (35) Langfristige Finanzschulden scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Anleihen 282,9 550,5 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 51,2 57,2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11,5 3,9 Verbindlichkeiten aus Forfaitierung 0,2 0,5 Finanzschulden 345,8 612,1 Die unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen: scroll in Mio. € Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit> 5 Jahre 31.12.2013 Mindestleasingzahlungen 32,6 31,2 63,8 Finanzierungskosten 8,4 4,2 12,6 Barwert der Mindestleasingzahlungen 24,2 27,0 51,2 scroll in Mio. € Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit> 5 Jahre 31.12.2012 Mindestleasingzahlungen 33,6 39,2 72,8 Finanzierungskosten 9,7 5,9 15,6 Barwert der Mindestleasingzahlungen 23,9 33,3 57,2 Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen. Kurzfristige Schulden (36) Kurzfristige Finanzschulden scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Anleihen 286,6 - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72,7 117,9 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24,9 23,6 gegenüber Beteiligungsunternehmen 3,2 0,6 Verbindlichkeiten aus Forfaitierung 9,8 9,2 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 6,0 6,3 Sonstige Finanzschulden 0,9 0,6 Kurzfristige Finanzschulden 404,1 158,2 Die Gesellschaften Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston, und Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, haben konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt 9,8 Mio. Mio. € verkauft, die weiterhin bei den Gesellschaften bilanziert werden. Die Forderungen wurden abgetreten. Das Ausfallrisiko liegt weiter bei den Gesellschaften. Die erhaltenen Mittel werden als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Buchwert der Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten dem beizulegenden Zeitwert. Die unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Mindestleasingzahlungen 8,9 9,5 Finanzierungskosten 2,9 3,2 Barwert der Mindestleasingzahlungen 6,0 6,3 Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. (37) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten 757,9 876,2 gegenüber verbundenen Unternehmen 8,9 8,2 gegenüber Beteiligungsunternehmen 53,0 34,2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 819,8 918,6 In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der "Percentage-of-Completion-Methode" folgende Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung enthalten: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Erhaltene Anzahlungen 141,4 111,7 Abzüglich Herstellungskosten einschließlich Ergebnis der Fertigungsaufträge -73,5 -74,7 Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung 67,9 37,0 Unter den Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung werden die Fertigungsaufträge mit passivischen Salden ausgewiesen, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinn- und Verlustanteilen übersteigen. (38) Sonstige Verbindlichkeiten scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1,7 3,1 gegenüber Beteiligungsunternehmen - - Übrige Verbindlichkeiten 325,6 472,6 davon aus erhaltenen Anzahlungen [86,3] [183,8] davon gegenüber Mitarbeitern [84,5] [85,6] davon Derivate [41,8] [81,1] davon aus Steuern [34,5] [42,5] davon im Rahmen der sozialen Sicherheit [12,4] [15,4] davon aus Kundenguthaben [4,2] [3,2] davon aus Zinsabgrenzungen [1,7] [1,7] davon übrige Verbindlichkeiten [60,2] [59,3] Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 327,3 475,7 Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 14,1 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. (39) Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der Valutierung am Bilanzstichtag ausgewiesen werden. Die gesamte Höhe beträgt 148,2 Mio. € (Vorjahr 193,2 Mio.€). Innerhalb der Haftungsverhältnisse bestehen Bürgschaften und Garantien mit insgesamt 115,4 Mio. € (Vorjahr 160,2 Mio. €). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen. Die Salzgitter AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Für mögliche finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren sind von der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Die möglichen Verpflichtungen aus dem gegenüber der Bundesrepublik Deutschland am 18. Dezember 2013 eingeleiteten EEG-Beihilfeprüfverfahren seitens der EU-Kommission, das sich insbesondere gegen die Besondere Ausgleichsregelung des deutschen EEG 2012 für stromintensive Unternehmen richtet, erachten wir als nicht bilanzierungspflichtige Eventualverbindlichkeit. Deren Umfang kann die bei Gesellschaften des Salzgitter Konzerns im Jahr 2013 bereits in Anspruch genommenen EEG-Umlagebegrenzungen in Höhe von rund 43 Mio. € betreffen. Das Verfahren wird von der EU-Kommission ergebnisoffen geführt. Die Salzgitter AG selbst ist kein direkter Verfahrensteilnehmer, so dass eine Kontrolle über die zukünftigen Entwicklungen damit nicht gegeben ist. Wir sehen einen Ressourcenabfluss in diesem Zusammenhang als gering an. (40) Sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll in Mio. € 31.12.2013 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Bestellobligo 79,6 79,8 - Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 34,7 74,2 117,9 Übrige finanzielle Verpflichtungen 595,6 302,1 76,2 Gesamt 709,9 456,1 194,1 scroll in Mio. € 31.12.2012 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Bestellobligo 113,7 46,7 - Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 34,8 73,2 123,8 Übrige finanzielle Verpflichtungen 671,8 386,6 80,9 Gesamt 820,3 506,5 204,7 Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen vor allem langfristige Abnahmeverpflichtungen der Gesellschaften des Unternehmensbereiches Stahl für die Sicherstellung des Vormaterialbezugs für Rohstoffe und Seefrachten. Aufgrund der derzeitigen Marktsituation ist diese Angabe für die Beurteilung der Finanzlage relevant. (41) Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 ergibt sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten: scroll 2013 in Mio. € Buchwert Ansatz nach IAS 39 31.12.2013 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehaltene Finanz- instrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungs- beziehung zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Aktiva Finanzielle Vermögenswerte 218,8 150,4 68,4 - - - Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 6,4 Mio. €); davon Finanzinstrumente 6,1 - - - - - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.425,0 1.425,0 - - - - Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 308,6 Mio. €); davon Finanzinstrumente 259,2 249,6 - 6,1 0,2 - Wertpapiere 98,4 - 34,6 63,8 - - Finanzmittel 777,0 - 777,0 - - - Aktiva Finanzinstrumente 1.825,0 880,0 69,9 0,2 - Passiva Langfristige Finanzschulden 345,8 - - - - 294,6 Kurzfristige Finanzschulden 404,1 - - - - 398,1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 819,8 - - - - 819,8 Sonstige Verbindlichkeiten (lt. Bilanz 327,3 Mio. €); davon Finanzinstrumente 96,2 - - 41,7 0,1 54,4 Passiva Finanzinstrumente - - 41,7 0,1 1.566,9 scroll 2013 in Mio. € Ansatz nach IAS 17 Fair Value Aktiva Finanzielle Vermögenswerte - 238,3 Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 6,4 Mio. €); davon Finanzinstrumente 6,1 6,4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 1.425,0 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 308,6 Mio. €); davon Finanzinstrumente 3,3 259,5 Wertpapiere - 98,4 Finanzmittel - 777,0 Aktiva Finanzinstrumente 9,4 Passiva Langfristige Finanzschulden 51,2 368,7 Kurzfristige Finanzschulden 6,0 413,3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 819,8 Sonstige Verbindlichkeiten (lt. Bilanz 327,3 Mio. €); davon Finanzinstrumente - 96,2 Passiva Finanzinstrumente 57,2 Die Ermittlung der Fair Value Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung, welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt. Die Fair Value Angabe für langfristige Finanzschulden (368,7 Mio. €) enthält den Fair Value für eine begebene Anleihe in Höhe von 303,7 Mio. €, die hiervon abweichend ermittelt wird. Hier leitet sich der Fair Value aus dem Marktwert der Anleihe unter Eliminierung eines, anhand einer anerkannten Methode (Black-Scholes) bewerteten eingebetteten Derivats ab, dessen Wert wiederum vor allem vom Aktienkurs eines börsennotierten Unternehmens abhängt. Die Berechnungsparameter basieren auf Daten aus direkt und indirekt beobachtbaren Inputfaktoren. Die Fair Value Angaben sind somit insgesamt Level 2 zuzuordnen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 ergab sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten: scroll 2012 in Mio. € Buchwert Ansatz nach IAS 39 31.12.2012 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehaltene Finanz- instrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungs- beziehung zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Aktiva Finanzielle Vermögenswerte 192,1 103,4 88,7 - - - Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 4,7 - - - - - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.544,8 1.544,8 - - - - Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 482,4 Mio. €); davon Finanzinstrumente 313,3 293,0 7,3 11,4 0,2 - Wertpapiere 132,5 50,3 23,6 58,6 - - Finanzmittel 878,6 - 878,6 - - - Aktiva Finanzinstrumente 1.991,5 998,2 70,0 0,2 - Passiva Langfristige Finanzschulden 612,1 - - - - 554,9 Kurzfristige Finanzschulden 158,2 - - - - 151,9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 918,6 - - - - 918,6 Sonstige Verbindlichkeiten (lt. Bilanz 475,7 Mio. €); davon Finanzinstrumente 134,0 - - 80,7 0,4 52,9 Passiva Finanzinstrumente - - 80,7 0,4 1.678,3 scroll 2012 in Mio. € Ansatz nach IAS 17 Fair Value Aktiva Finanzielle Vermögenswerte - 211,8 Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 4,7 4,2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 1.544,8 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 482,4 Mio. €); davon Finanzinstrumente 1,4 314,4 Wertpapiere - 132,5 Finanzmittel - 878,6 Aktiva Finanzinstrumente 6,1 Passiva Langfristige Finanzschulden 57,2 654,1 Kurzfristige Finanzschulden 6,3 158,2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 918,6 Sonstige Verbindlichkeiten (lt. Bilanz 475,7 Mio. €); davon Finanzinstrumente - 134,0 Passiva Finanzinstrumente 63,5 Innerhalb des Postens "Wertpapiere" werden Geldmarktfonds in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und Commercial Paper mit einer Laufzeit von über drei Monaten in der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzmittel verfügen größtenteils über kurze Restlaufzeiten, weshalb deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem Fair Value entsprechen. Zur Ermittlung des Fair Values von Derivaten verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzielle Vermögenswerte - Ansatz und Bewertung" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Die Wertpapiere sind börsennotiert und werden auf Grundlage des Börsenkurses zum Bilanzstichtag bewertet. Ebenso wird bei börsennotierten Unternehmensanteilen der finanziellen Vermögenswerte vorgegangen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten, somit stellen die bilanzierten Werte die Fair Values dar. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte unterschiedlichen Leveln der Fair Value Hierachie-zugeordnet. Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden Level 2: Bewertungsparameter bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt (aus der Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. Falls die für die Bestimmung des Fair Values verwendeten Inputfaktoren nicht nur einem Level zugeordnet werden können, erfolgt die Zuordnung in ihrer Gesamtheit insgesamt in dem Level der dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. In der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" befinden sich insgesamt Vermögenswerte in Höhe von 68,4 Mio. € (Vorjahr 88,7 Mio. €). Davon sind für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 31,2 Mio. € (Vorjahr 55,0 Mio. €) keine verlässlichen Fair Values zu ermitteln, da sie nicht am Markt notiert sind. Darüber hinaus befinden sich in dieser Kategorie Wertpapiere in Höhe von 34,6 Mio. € (Vorjahr 30,9 Mio. €) sowie Finanzmittel in Höhe von 777,0 Mio. € (Vorjahr 878,6 Mio. €). Fair-Value-Ermittlung Aktiva: scroll in Mio. € 31.12.2013 zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt Level 1 71,8 63,8 - 135,6 Level 2 - 6,1 0,2 6,3 Level 3 - - - - Gesamt 71,8 69,9 0,2 141,9 scroll in Mio. € 31.12.2012 zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt Level 1 64,6 58,6 - 123,2 Level 2 - 11,4 0,2 11,6 Level 3 - - - - Gesamt 64,6 70,0 0,2 134,8 Fair-Value-Ermittlung Passiva: scroll in Mio. € 31.12.2013 zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt Level 1 - - - Level 2 41,7 0,1 41,8 Level 3 - - - Gesamt 41,7 0,1 41,8 scroll in Mio. € 31.12.2012 zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt Level 1 - - - Level 2 80,7 0,4 81,1 Level 3 - - - Gesamt 80,7 0,4 81,1 Zur Abdeckung wesentlicher Teile des Risikos von Forderungsausfällen und zur Nutzung eines besonderen Auskunftsdiensts bestehen Kreditversicherungen bei den einzelnen Konzerngesellschaften. Die Kreditversicherung erstreckt sich bei den Gesellschaften des Unternehmensbereiches Stahl nicht auf die Umsatztätigkeit mit Direkthändlern und Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie, für die Globalsicherheiten über die Delkrederestelle Stahl bestellt sind. Das Ausfallrisiko der Finanzinstrumente entsteht aus der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" Am Bilanzstichtag stellt sich das Ausfallrisiko im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen dar: scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Maximales Ausfallrisiko Abgesichertes Ausfallrisiko Maximales Ausfallrisiko Abgesichertes Ausfallrisiko Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.425,0 841,2 1.544,8 968,7 Sonstige Forderungen 249,6 3,7 293,0 8,4 Finanzielle Vermögenswerte 150,4 0,7 103,4 - Wertpapiere - - 50,3 - Gesamt 1.825,0 845,6 1.991,5 977,1 Zusätzlich bestehen Ausfallrisiken bei zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten In Höhe der positiven Marktwerte der Derivate sowie bei Leasingforderungen in Höhe der bilanzierten Werte, für die das Ausfallrisiko nicht abgesichert ist. Die Analyse des Alters der Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag in Höhe von 234,8 Mio. € (Vorjahr 229,3 Mio. €) überfällig, aber nicht wertgemindert sind, ergab Folgendes: scroll 31.12.2013 in Mio. € überfällig seit < 30 Tagen 31-60 Tagen 61-90 Tagen 91-180 Tagen > 180 Tagen Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen 151,9 37,0 9,9 22,7 13,3 scroll 31.12.2012 in Mio. € überfällig seit < 30 Tagen 31-60 Tagen 61-90 Tagen 91-180 Tagen > 180 Tagen Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen 152,0 30,0 14,9 19,1 13,3 Ein Betrag von 93,3 Mio. € (Vorjahr 93,9 Mio. €) der überfälligen nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" ist durch Kreditversicherungen gesichert. Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 90 Tagen überfällig sind, betreffen in der Regel Stammkunden, bei denen der Zahlungseingang wie in den Vorjahren nicht in Frage steht. Im Berichtsjahr wurden im Salzgitter-Konzern für die Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" Wertminderungen in Höhe von 24,3 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €) sowie Wertaufholungen und Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von 15,2 Mio. € (Vorjahr 11,3 Mio. €) erfasst. Eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" wird vorgenommen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch vorliegen. Die Wertminderungen werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Für die Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, wird von einer jederzeitigen Einbringlichkeit ausgegangen. Die Nettoergebnisse der Kategorien stellen sich wie folgt dar: scroll in Mio. € 2013 2012 Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten 43,7 -22,5 Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen 15,0 7,3 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 13,9 13,9 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -31,8 -36,1 Summe 40,8 -37,4 Das Nettoergebnis der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten" enthält im Wesentlichen die Ergebniseffekte aus der Stichtagsbewertung von eingebetteten Derivaten, kurzfristigen Wertpapieren und Devisentermingeschäften. In den Kategorien "Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen" und "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind Zinserträge in Höhe von 29,6 Mio. € (Vorjahr 34,9 Mio. €) enthalten. Zinsaufwendungen in Höhe von 31,2 Mio. € (Vorjahr 33,7 Mio. €) sind der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zugeordnet. Daneben sind in diesen Kategorien Effekte aus Währungsumrechnung und Wertminderung enthalten. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Gewinne aus dem Abgang von zu Anschaffungskosten bewerteten nicht konsolidierten Gesellschaften erzielt. Verluste aus dem Abgang entstanden im Geschäftsjahr 2013 und im Vorjahr ebenfalls nicht. Für die zum Bilanzstichtag erfassten Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurden im Berichtsjahr erfolgswirksame Wertberichtigungen von 1,4 Mio.€ (Vorjahr 4,9 Mio. €) erfasst. Für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente entstanden Aufwendungen für den Finanz- und Geldverkehr in Höhe von 5,5 Mio. € (Vorjahr 9,1 Mio.€), die sofort erfolgswirksam erfasst wurden. Die Entwicklung der Wertänderungsrücklage von Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" stellt sich wie folgt dar: scroll in Mio. € 2013 2012 Stand 1.1. -9,7 -14,0 erfolgsneutrale Werterhöhung 0,9 4,5 Abgang - 0,2 erfolgsneutrale Wertminderung 2,4 - Stand 31.12. -11,2 -9,7 Die erfolgsneutrale Wertminderung in Höhe von 2,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2013 betrifft im Wesentlichen die Anteile an einem indischen Produktionsunternehmen der Röhrenindustrie sowie Wertpapiere, die im Zusammenhang mit der Entgeltumwandlung gehalten werden. Der Salzgitter-Konzern wendete Hedge Accounting nach IAS 39 im Geschäftsjahr 2013 ausschließlich für Devisentermingeschäfte an. Dabei wurden die Währungsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges gesichert. Die entsprechenden Marktwerte gestalteten sich wie folgt: scroll Positive Marktwert in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Devisentermingeschäfte - Cashflow Hedges 0,2 0,2 scroll Negative Marktwerte in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Devisentermingeschäfte - Cashflow Hedges 0,1 0,4 Die im Rahmen von Cashflow Hedges gesicherten Grundgeschäfte werden generell innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Bilanzstichtag erfolgswirksam. Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage, die erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht wurde, zeigt die folgende Aufstellung: scroll in Mio. € 2013 2012 Stand 1.1. -0,2 1,1 erfolgsneutrale Werterhöhung 0,1 - erfolgsneutrale Wertminderung - -0,2 Realisierung 0,2 -1,1 Stand 31.12. 0,1 -0,2 Die Effektivität aller Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Berichtsstichtag überprüft. Dabei werden die kumulierten Wertänderungen des Grundgeschäfts mit den kumulierten Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts verglichen. Im Geschäftsjahr entstanden Ineffektivitäten aus Cashflow Hedges in geringfügiger Höhe. Für Fremdwährungsforderungen bestehen Kurssicherungen über verschiedene Banken durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Die betreffenden Ansprüche sind zum jeweils vereinbarten Kurs angesetzt. Es wurden sowohl Sicherungsbeziehungen für feste Verpflichtungen als auch für erwartete zukünftige Transaktionen begründet. Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ist die unsaldierte Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge, bewertet zum jeweiligen Erfüllungskurs. Die Marktwerte wurden grundsätzlich auf Basis der Verhältnisse am Bilanzstichtag ermittelt, und zwar zu den Werten, zu denen die betreffenden derivativen Finanzgeschäfte gehandelt bzw. notiert wurden, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der zu bilanzierende Zeitwert der Derivate ergibt sich aus der Bewertung des gesicherten Fremdwährungsbetrages mit der Kursdifferenz zwischen dem Kurs bei Abschluss des Termingeschäfts und dem Terminkurs am Bilanzstichtag; dieser Betrag wird entsprechend der Restlaufzeit auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate sind zum Ende des Berichtsjahres und des Vorjahres die folgenden wesentlichen Zinssätze eingeflossen: scroll Laufzeit EUR Zinssatz (%) GBP Zinssatz (%) USD Zinssatz (%) 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 1 Monat 0,2160 0,1090 0,4894 0,4931 0,1677 0,2087 3 Monate 0,2870 0,1870 0,5253 0,5150 0,2461 0,3060 6 Monate 0,3890 0,3200 0,6228 0,6669 0,3480 0,5083 1 Jahr 0,5560 0,5420 0,9113 1,0138 0,5831 0,8435 2 Jahre 0,5290 0,3830 1,0310 0,7300 0,4870 0,3840 4 Jahre 1,0150 0,6120 1,8330 0,8720 1,3330 0,6290 10 Jahre 2,1820 1,5690 3,0060 1,8630 3,0860 1,7850 Die Liquiditätsstruktur sämtlicher finanzieller Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar: scroll 31.12.2013 in Mio. € bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 819,8 - - Finanzschulden 408,3 312,8 0,1 Leasingverbindlichkeiten 8,9 32,6 31,2 Sonstige Verbindlichkeiten 54,4 - - scroll 31.12.2012 in Mio. € bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 918,6 - - Finanzschulden 162,7 586,8 1,0 Leasingverbindlichkeiten 9,5 33,6 39,2 Sonstige Verbindlichkeiten 53,2 - - Zum 31. Dezember 2013 stehen den Auszahlungen aus Derivaten in Höhe von 769,9 Mio. € (Vorjahr 874,4 Mio. €) Einzahlungen in Höhe von 764,1 Mio. € (Vorjahr 869,9 Mio. €) gegenüber. Derivate haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Saldierung Die Salzgitter AG schließt Finanztermingeschäfte nur mit Kernbanken und ausschließlich auf Grundlage eines standardisierten Vertrags für Finanztermingeschäfte ab. Dieser Vertrag enthält eine bedingte Aufrechnungsvereinbarung, nach der - im Insolvenzfall - die Partei, die den höheren Betrag schuldet, die Differenz zahlt. Derivate mit positiven bzw. negativen Marktwerten werden in der Bilanz nicht miteinander saldiert. Die Spalte "nicht saldierte Beträge" enthält die Beträge der bilanzierten Derivate, die die Saldierungskriterien des IAS 32.42 nicht erfüllen. scroll 31.12.2013 in Mio. € Bruttobuchwert Saldierungsbetrag Nettobuchwert nicht saldierte Beträge Gesamtnettobetrag positive Marktwerte Derivate 4,3 - 4,3 2,2 2,1 negative Marktwerte Derivate 10,5 - 10,5 2,2 8,3 scroll 31.12.2012 in Mio. € Bruttobuchwert Saldierungsbetrag Nettobuchwert nicht saldierte Beträge Gesamtnettobetrag positive Marktwerte Derivate 7,5 - 7,5 4,4 3,1 negative Marktwerte Derivate 11,3 - 11,3 4,4 6,9 Sensitivitätsanalyse Nach IFRS 7 ist für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Ziel dieser Sensitivitätsanalyse ist die Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital der Gesellschaft. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme der Finanzinstrumente zu ermitteln. Der Salzgitter-Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Im Sinne der Sensitivitätsanalyse des IFRS 7 sind dies Zinsrisiken, Wechselkursrisiken und sonstige Preisrisiken. Für die Zinsrisiken wird im Rahmen der Sensitivitätsanalyse eine Veränderung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte unterstellt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um 10 % gegenüber den Fremdwährungen angenommen. Die sonstigen Preisrisiken ergeben sich für den Salzgitter-Konzern aus Veränderungen von Rohstoffpreisen oder Börsenindices. Hier werden die Auswirkungen einer Änderung der jeweiligen Preisnotierungen um 10 % berechnet. Die Ermittlung der Sensitivitäten erfolgte durch Banken oder interne Berechnungen anhand anerkannter Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton). Der Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag ist repräsentativ für das Geschäftsjahr. scroll 31.12.2013 ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % -10 % -10 % -10 % USD -31,5 -1,1 -32,6 44,7 1,4 46,1 GBP 1,5 0,1 1,6 -1,8 -0,2 -2,0 Übrige Währungen -0,5 -1,7 -2,2 0,5 1,6 2,1 Währungssensitivitäten -30,5 -2,7 -33,2 43,4 2,8 46,2 Sensitivitätsmaß +100 bp +100 bp +100 bp -100 bp -100 bp -100 bp Zinssensitivitäten -3,2 - -3,2 3,1 - 3,1 Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % -10 % -10 % -10 % Sonstige Preissensitivitäten -10,9 - -10,9 7,9 - 7,9 scroll 31.12.2012 ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % -10 % -10 % -10 % USD -31,9 -2,5 -34,4 60,8 3,0 63,8 GBP 0,6 0,4 1,0 -0,8 -0,5 -1,3 Übrige Währungen - -1,1 -1,1 -0,4 1,1 0,7 Währungssensitivitäten -31,3 -3,2 -34,5 59,6 3,6 63,2 Sensitivitätsmaß +100 bp +100 bp +100 bp -100 bp -100 bp -100 bp Zinssensitivitäten -6,8 - -6,8 6,3 - 6,3 Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % -10 % -10 % -10 % Sonstige Preissensitivitäten -28,4 - -28,4 25,4 - 25,4 (42) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung weist für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Kapitalflussrechnung ist nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der Salzgitter AG abgeleitet. Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und Termingeldern (Laufzeit unter drei Monate) zusammen. Im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind die Erträge und Aufwendungen aus Anlagenabgängen eliminiert. Die Zinseinzahlungen betragen 27,8 Mio. € (Vorjahr 32,4 Mio. €). Die Einzahlungen aus Beteiligungsergebnissen im Geschäftsjahr 2013 belaufen sich auf 29,6 Mio. € (Vorjahr 31,0 Mio. €). Die im Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit ausgewiesenen Investitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie zu den Finanzanlagen. Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen eine Ausleihung und eine Kapitalerhöhung zugunsten der HKM GmbH. Die Ein- und Auszahlungen aus/für Geldanlagen umfassen Anleihefonds, Terminkontrakte, Schuldscheindarlehen und Termingelder (Laufzeit über drei Monate). Die Einzahlungen im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich auf 149,8 Mio. € (Vorjahr 104,7 Mio. €), die Auszahlungen betrugen 11,3 Mio. € (Vorjahr 150,3 Mio. €). Die Zinsauszahlungen sind ausschließlich der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,0 Mio. € getilgt und 6,9 Mio.€ aufgenommen worden. (Vorjahr Tilgung 9,1 Mio. €; Aufnahme keine). (43) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Die Segmentierung des Salzgitter-Konzerns in fünf Unternehmensbereiche folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. In der Segmentberichterstattung sind die Geschäftsaktivitäten des Salzgitter-Konzerns entsprechend der nach unterschiedlichen Produkten bzw. Dienstleistungen gegliederten Konzernstruktur den Unternehmensbereichen Stahl, Handel, Röhren, Dienstleistungen und Technologie zugeordnet. Die Salzgitter AG als Management-Holding, die Zwischenholdings Salzgitter Mannesmann GmbH und Salzgitter-Klöckner-Werke GmbH, die Salzgitter Finance B.V. sowie die Aurubis AG sind keinem Unternehmensbereich zugeordnet. Der Unternehmensbereich Stahl stellt hochwertige Marken- und Spezialstähle her. Hauptprodukte sind Warmbreitband und Feinblech, Profilstähle und Spundwände sowie Grobbleche, Bauelemente, Platinen und Tailored Blanks. Im Unternehmensbereich Röhren werden vor allem Pipelinerohre, HFI-geschweißte Rohre, Präzisrohre und Edelstahlrohre gefertigt. Der Unternehmensbereich Handel sorgt über ein dichtes europäisches Vertriebsnetz sowie weltweit angesiedelte Handelsgesellschaften und Vertriebsbüros für die Vermarktung der Produkte und Leistungen des Salzgitter-Konzerns. Die Gesellschaften des Unternehmensbereiches Dienstleistungen sind überwiegend für den Konzern tätig. Das Leistungsspektrum umfasst dabei die Bereiche Informationsverarbeitung, Telekommunikationsdienstleistungen, Schrotthandel, Umschlag und Lagerung von Massenschüttgütern, Transportleistungen sowie weitere Dienstleistungen unter anderem für die Automobilindustrie. Der Unternehmensbereich Technologie betätigt sich vor allem im Geschäftsfeld Abfüll- und Verpackungstechnik. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen - wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen - getätigt. Das betriebliche Segmentvermögen und die betrieblichen Segmentschulden setzen sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten bzw. dem Fremdkapital - ohne verzinsliche Ansprüche sowie ohne Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten - zusammen. Die geografische Zuweisung der Umsätze folgt dem Sitz des Rechnungsempfängers. Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen 2.347,5 Mio. € (Vorjahr 2.554,6 Mio. €) auf das Inland und 208,0 Mio.€ (Vorjahr 214,6 Mio. €) auf Drittländer. Weitere 725,0 Mio. € (Vorjahr 762,7 Mio. €) betreffen nicht einem Segment zugeordnete konsolidierte Einheiten. Im Geschäftsjahr 2013 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Salzgitter-Konzerns getätigt. Die Überleitung der Summe des Segmentvermögens und der Segmentschulden zur Bilanzsumme des Konzerns sowie die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und Segmentergebnisse zum Konzernumsatz bzw. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich aus folgenden Übersichten: scroll in Mio. € 2013 2012 Gesamtumsatz der Segmente 11.507,1 13.045,9 Andere Umsätze 31,4 30,2 Eliminierung der Umsätze mit anderen Segmenten -2.287,1 -2.671,8 Eliminierung der Umsätze mit nicht einem Segment zuzurechnenden Konzerngesellschaften -7,3 -7,0 Umsatzerlöse 9.244,2 10.397,2 scroll in Mio. € 2013 2012 Gesamtbetrag der Periodenergebnisse der Segmente -478,2 -66,0 Andere Periodenergebnisse 0,4 36,7 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -477,8 -29,4 scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Gesamtbetrag des Segmentvermögens 6.500,7 7.110,3 Anderes Vermögen 1.292,2 1.515,9 Ertragsteuererstattungsansprüche 17,9 31,1 Latente Ertragsteueransprüche 237,2 260,4 Rechnungsabgrenzungsposten 12,7 11,9 Bilanzsumme 8.060,7 8.929,7 scroll in Mio. € 31.12.2013 31.12.2012 Gesamtbetrag der Segmentschulden 5.771,9 5.922,0 Andere Schulden -1.173,2 -963,7 Steuerschulden 267,1 317,8 Konzerneigenkapital 3.186,9 3.643,5 Rechnungsabgrenzungsposten 8,0 10,1 Bilanzsumme 8.060,7 8.929,7 Die anderen Umsätze, Periodenergebnisse, Vermögen und Schulden entfallen auf die Gesellschaften Salzgitter AG, Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter Klöckner-Werke GmbH und Salzgitter Finance B.V., die nicht einem operativen Segment zuzuordnen sind. Informationen zu den assoziierten Unternehmen sind den entsprechenden Kapiteln in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz zu entnehmen. Das Andere Vermögen beinhaltet im Wesentlichen Finanzmittel sowie die at-equity bewerteten Anteile an der Aurubis AG. In den Anderen Schulden werden vor allem die Pensionsrückstellungen der Holdinggesellschaften sowie die Effekte aus der Konsolidierung von Verbindlichkeiten und Forderungen aus dem Konzernverrechnungsverkehr ausgewiesen. (44) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Neben den Geschäftsbeziehungen zu - in den Konzernabschluss einbezogenen - vollkonsolidierten und quotenkonsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu assoziierten Unternehmen und Beteiligungen, die als nahe stehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Wesentliche Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und der nahe stehenden Gesellschaft des Salzgitter-Konzerns: scroll in Mio. € Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen 2013 2012 2013 2012 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 15,2 22,4 447,2 554,0 Offene Posten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kauf bzw. Verkauf von Waren und Dienstleistungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und der nahe stehenden Gesellschaft des Salzgitter-Konzerns: scroll in Mio. € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg 1,5 2,7 50,4 34,2 Gegenüber der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, besteht zusätzlich eine langfristige Kreditforderung in Höhe von 129,0 Mio. € (Vorjahr 80,0 Mio. €). Die empfangenen Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial für den Unternehmensbereich Röhren. Es bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Gesellschaften in Höhe von 31,6 Mio. € (Vorjahr 32,0 Mio. €). Vergütung für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen: scroll in Mio. € 2013 2012 Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen 8,3 8,6 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1,3 1,4 Gesamt 9,6 10,0 Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im Salzgitter-Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. (45) Angaben zu den für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honoraren gemäß § 314 Nr. 9 HGB scroll in Mio. € 2013 2012 Abschlussprüfungsleistungen 2,3 2,0 Andere Bestätigungsleistungen 0,1 0,1 Steuerberatungsleistungen 0,1 0,1 Sonstige Leistungen - 1,0 Darüber hinaus sind bei weiteren Abschlussprüfern Aufwendungen in Höhe von unter 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) für die Prüfung der Jahresabschlüsse konsolidierter Inlandsgesellschaften sowie keine Aufwendungen (Vorjahr unter 0,1 Mio. €) für sonstige Beratungs- und Steuerberatungsleistungen an inländische Konzerngesellschaften entstanden. (46) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, werden im Lagebericht erläutert. (47) Verzicht auf Offenlegung und Erstellung eines Lageberichts nach § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen und Erstellung eines Lageberichts befreit: ― Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter ― Peiner Träger GmbH, Peinea ― Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg ― HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH, Dortmund ― Salzgitter Europlatinen GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Bauelemente GmbH, Salzgitter ― Glückauf Immobilien GmbH, Peine ― SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter ― Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg ― GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mbH, Salzgitter ― telcat multicom GmbH, Salzgitter ― telcat Kommunikationstechnik GmbH, Salzgitter ― DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH, Peine ― Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf ― Hövelmann & Lueg GmbH, Schwerte ― Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf ― Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Düsseldorf ― Stahl-Center Baunatal GmbH, Baunatal ― Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss ― Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (ab dem 3. Januar 2014 firmierend als Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH) ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim ― Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen ― Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH, Zeithain ― Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim ― Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim ― Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes GmbH, Mülheim ― Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid ― KHS GmbH, Dortmund ― Klöckner PET-Technologie GmbH, Salzgitter ― Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen ― Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH, Achim ― KHS Corpoplast GmbH, Hamburg ― KHS Plasmax GmbH, Hamburg ― Salzgitter Automotive Engineering Beteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück ― Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG, Osnabrück ― Salzgitter Automotive Engineering Immobilien GmbH & Co. KG, Osnabrück ― Salzgitter Hydroforming GmbH & Co. KG, Crimmitschau (48) Aufsichtsrat und Vorstand Für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erhielten die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 4,7 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €). Davon entfielen auf leistungsabhängige Bestandteile der Vergütung 1,7 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betragen 25,3 Mio. € (Vorjahr 24,3 Mio. €). Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bezogen für das Geschäftsjahr insgesamt 2,0 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €). Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind mit insgesamt 34,2 Mio. € (Vorjahr 29,8 Mio. €) zurückgestellt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr insgesamt 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio.€). Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Salzgitter AG ist im "Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter AG" im Abschnitt I.2. "Leitung und Kontrolle" offengelegt. (49) Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Salzgitter, den 27. Februar 2014 Der Vorstand Fuhrmann Becker Eging Groschke Kieckbusch Organe der Gesellschaft Vorstand Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender Unternehmensbereich Technologie bis 31. Dezember 2013 Unternehmensbereich Stahl vom 1. Februar bis 31. Dezember 2013 a) ― Aurubis AG, Hamburg (Vorsitzender) ― Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, seit 1. Januar 2013 ― Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg (Vorsitzender), seit 1. Januar 2013 ― KHS GmbH, Dortmund (Vorsitzender) ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) ― Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig ― Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig ― Peiner Träger GmbH, Peine (Vorsitzender), seit 1. Januar 2013 ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (Vorsitzender), seit 1. Januar 2013 ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender) ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter (Vorsitzender) bis 16. Dezember 2013 ― TÜV Nord AG, Hannover b) ― Ets. Robert et Cie S.A.S. Le Thillay, Frankreich (Comité de Surveillance) Burkhard Becker Finanzen a) ― Aurubis AG, Hamburg, seit 1. März 2013 ― EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr ― KHS GmbH, Dortmund ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr ― Nord/LB Kapitalanlagegesellschaft AG, Hannover ― Peiner Träger GmbH, Peine ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter, bis 16. Dezember 2013 b) ― Nord/LB Capital Management GmbH, Hannover (Aufsichtsrat) Wolfgang Eging Unternehmensbereich Röhren bis 31. Dezember 2013 Geschäftsbereich Energie seit 1. Januar 2014 Vorsitzender des Vorstands der Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr a) ― EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) ― Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg (Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf ― Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen (Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender) b) ― Borusan Mannesmann Boru Yatirim Holding A.S, Istanbul, Türkei (Verwaltungsrat, stellvertretender Vorsitzender) Heinz Groschke Unternehmensbereich Handel bis 31. Dezember 2013 Geschäftsbereich Handel seit 1. Januar 2014 Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf a) ― EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr ― KHS GmbH, Dortmund ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter ― Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen b) ― Salzgitter Mannesmann (España) S. A., Madrid, Spanien (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann International (Asia) Pte. Ltd., Singapur (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann International (Canada) Inc., Vancouver, Canada (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann International (HK) Ltd., Hong Kong, China (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann International (México) S. A. de C. V., Mexico City, Mexico (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston/Texas, USA (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann (Italia) S. r. l., Mailand, Italien (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann Pentasteel International (India) Pvt. Ltd., Mumbai, Indien (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann (Scandinavia) AB, Lulea, Schweden (Verwaltungsrat) ― Salzgitter Mannesmann Trade (Beijing) Co. Ltd., Beijing, China (Board of Directors, Vorsitzender) ― Salzgitter Mannesmann (UK) Ltd., Harrogate, Großbritannien (Board of Directors, Vorsitzender) Michael Kieckbusch Personal seit 20. Februar 2013 Unternehmensbereich Dienstleistungen vom 20. Februar bis 31. Dezember 2013 a) ― KHS GmbH, Dortmund, seit 1. Februar 2013 ― Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, seit 1. April 2013 ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr, seit 1. Februar 2013 ― Peiner Träger GmbH, Peine, seit 1. April 2013 ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter, seit 1. April 2013 ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, seit 1. Februar 2013 ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter, vom 1. April 2013 bis 16. Dezember 2013 ― SZST Salzgitter Stahl und Technik GmbH, Salzgitter (Vorsitzender seit 12. März 2013 ) ― Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender seit 6. März 2013) b) ― Allianz für die Region GmbH, Braunschweig (Aufsichtsrat), seit 1. Februar 2013 ― Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH; Hamburg (Aufsichtsrat, Vorsitzender), seit 1. Februar 2013 ― Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), seit 13. Juni 2013 ― Wohnungsbaugesellschaft mbH, Salzgitter, Salzgitter (Aufsichtsrat), seit 1. Februar 2013 Johannes Nonn Unternehmensbereich Stahl bis 31. Januar 2013 Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter bis 31. Januar 2013 Peter-Jürgen Schneider Personal bis 19. Februar 2013 Unternehmensbereich Dienstleistungen bis 19. Februar 2013 a) ― Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg bis 31. Januar 2013 ― KHS GmbH, Dortmund bis 31. Januar 2013 ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr bis 31. Januar 2013 ― Peiner Träger GmbH, Peine bis 31. Januar 2013 ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter bis 31. Januar 2013 ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf bis 31. Januar 2013 ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter bis 19. Februar 2013 ― SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter (Vorsitzender) bis 31. Januar 2013 ― Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender) bis 31. Januar 2013 b) ― Allianz für die Region GmbH, Braunschweig (vormals Projekt Region Braunschweig GmbH) (Aufsichtsrat) bis 31. Januar 2013 ― Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg (Aufsichtsrat, Vorsitzender) bis 31. Januar 2013 ― Wohnungsbaugesellschaft mbH Salzgitter, Salzgitter (Aufsichtsrat) bis 31. Januar 2013 a) = Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG b) = Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Aufsichtsrat Rainer Thieme Vorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i. R., Osnabrück a) ― Köster Holding AG, Osnabrück Dr. Hans-Jürgen Urban Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main a) ― Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter (stellvertretender Vorsitzender) bis 16. Dezember 2013 ― Treuhandverwaltung IGEMET GmbH, Frankfurt am Main Konrad Ackermann seit 23. Mai 2013 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund, seit 1. August 2013 a) ― KHS GmbH, Dortmund Bernhard Breemann Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Düsseldorf Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck a) ― Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf Ulrike Brouzi seit 23. Mai 2013 Mitglied des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover a) ― NORD/LB Capital Management GmbH, Hannover (stellvertretende Vorsitzende) ― NORD/LB Kapitalanlagegesellschaft AG, Hannover (stellvertretende Vorsitzende) b) ― NORD/LB Luxembourg S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat) ― NORD/LB Covered Finance Bank S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat) Annelie Buntenbach seit 23. Mai 2013 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Berlin ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Hasan Cakir Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter, seit 21. März 2013 Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter a) ― Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter Ulrich Dickert Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Dr. Thea Dückert seit 23. Mai 2013 Mitglied des Bundestages a. D. Gastdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Oldenburg b) ― Norddeutscher Rundfunk, Hamburg (Verwaltungsrat) Karl Ehlerding Geschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH & Co., Hamburg a) ― Elbstein AG, Hamburg (Vorsitzender), seit 25. Oktober 2013 ― KHS GmbH, Dortmund ― MATERNUS-Kliniken AG, Berlin ― WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG, Frankfurt am Main ― Lloyd Werft Bremerhaven AG, Bremerhaven seit 27. Februar 2012 b) ― German Dry Docks GmbH & Co. KG, Bremerhaven (Verwaltungsrat), seit 4. Juli 2013 Hannelore Elze Bis 23. Mai 2013 Gewerkschaftssekretärin des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a) ― AluNorf GmbH, Neuss ― Hydro Aluminium Deutschland GmbH, Bonn (stellvertretende Vorsitzende) ― Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, Grevenbroich (stellvertretende Vorsitzende) ― NORSK Hydro Deutschland Verwaltungs-GmbH, Grevenbroich (stellvertretende Vorsitzende) Roland Flach seit 23. Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG i. R., Duisburg Vorsitzender des Vorstands der KHS AG i. R., Dortmund a) ― KHS GmbH, Dortmund b) ― Klöckner DESMA Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad / Indien (Board of Directors) Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig a) ― Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig ― Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig Ulrich Kimpel Betriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg a) ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr seit 10. September 2012 Dr. Dieter Köster Geschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH & Co. KG, Osnabrück Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG i.R., Osnabrück a) ― Köster Holding AG, Osnabrück (Vorsitzender) Bernd Lauenroth Gewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a) ― Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte Thomas Lehne seit 13. Mai 2013 Betriebsratsvorsitzender der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter a) ― SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter Volker Mittelstädt Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Dr. Arno Morenz bis 23. Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der Aachener Rückversicherung AG i. R., Aachen Mitglied des Präsidiums der DSW Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., Düsseldorf bis 17. November 2013 a) ― alfabet AG, Berlin (Vorsitzender) bis 21. Juni 2013 ― Business Keeper AG, Berlin (Vorsitzender) b) ― Fidelity Funds, Luxembourg (Verwaltungsrat) FIL Investment Management GmbH, Kronberg im Taunus (Aufsichtsrat) Hartmut Möllring bis 23. Mai 2013 Finanzminister des Landes Niedersachsen bis 19. Februar 2013 Minister für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt seit 22. April 2013 a) ― Bremer Landesbank, Bremen (stellvertretender Vorsitzender) seit 22. April 2013 ― Deutsche Messe AG, Hannover bis Februar 2013 ― Norddeutsche Landesbank - Girozentrale, Hannover (Vorsitzender) bis Februar 2013 b) ― JadeWeserPort Logistic Zone GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat) bis Februar 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs-Beteiligungs-GmbH, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat) bis Februar 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat) bis Februar 2013 Prof. Dr. Hannes Rehm Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer Hannover Vorsitzender des Vorstands der Norddeutsche Landesbank - Girozentrale i. R., Hannover a) ― ÖPP Deutschland AG, Berlin (stellvertretender Vorsitzender) bis Februar 2013 Dr. Rudolf Rupprecht bis 23.Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der MAN AG i. R., München ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Peter-Jürgen Schneider seit 23. Mai 2013 Finanzminister des Landes Niedersachsen seit 20. Februar 2013 a) ― Bremer Landesbank, Bremen (stellvertretender Vorsitzender), seit 20. Februar 2013 ― Deutsche Messe AG, Hannover, seit 4. April 2013 ― Norddeutsche Landesbank-Girozentrale, Hannover (Vorsitzender), seit 20. Februar 2013 b) ― JadeWeserPort Logistic Zone GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), seit 27. März 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs-Beteiligungs-GmbH, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), seit 27. März 2013 ― JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (Aufsichtsrat), seit 27. März 2013 Christian Schwandt Bis 31. März 2013 Konzern-Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter AG, Salzgitter bis 21. März 2013 Mitglied des Betriebsrats der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter bis 31. März 2013 ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Dr. Werner Tegtmeier Staatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung a) ― Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr ― Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr Dr. Johannes Teyssen Vorsitzender des Vorstands der E.ON SE, Düsseldorf a) ― Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main Helmut Weber bis 23. Mai 2013 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Düsseldorf, bis 31. Juli 2013 ― keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Prof. Dr. Dr.-h.c. mult. Martin Winterkorn bis 23. Mai 2013 Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, Wolfsburg Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart a) ― Audi AG, Ingolstadt (Vorsitzender) ― Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, Stuttgart ― FC Bayern München AG, München b) ― Scania AB, Södertälje, Schweden (Aufsichtsrat, Vorsitzender) ― weitere unternehmensinterne Mandate im Volkswagen-Konzern a) = Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG b) = Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den von der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Hannover, den 27. Februar 2014 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Thomas Stieve, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Mathias Schellhorn, Wirtschaftsprüfer