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Salzgitter AG Interim / Quarterly Report 2021

May 12, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28321984

Salzgitter Aktiengesellschaft

Salzgitter

Quartalsmitteilung 3 Monate 2021

Salzgitter-Konzern in Zahlen

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Q1 2021 Q1 2020 +/​-
Rohstahlerzeugung Tt 1.644,5 1.681,5 - 37,0
Außenumsatz Mio. € 2.094,1 2.108,3 - 14,2
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 606,4 566,2 40,2
Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl Mio. € 214,4 194,5 19,9
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € 256,6 295,9 - 39,3
Geschäftsbereich Handel Mio. € 673,3 703,4 - 30,1
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 300,9 310,3 - 9,4
Industrielle Beteiligungen /​Konsolidierung Mio. € 42,5 38,0 4,5
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 202,8 57,2 145,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 128,6 - 16,9 145,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 117,3 - 31,4 148,7
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 43,1 - 6,8 49,9
Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl Mio. € - 21,0 - 4,2 - 16,9
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € - 7,5 - 4,6 - 2,9
Geschäftsbereich Handel Mio. € 44,7 0,3 44,4
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 25,0 5,2 19,8
Industrielle Beteiligungen /​Konsolidierung Mio. € 33,0 - 21,3 54,4
Konzernergebnis Mio. € 76,6 - 43,7 120,3
Ergebnis je Aktie - unverwässert 1,38 - 0,83 2,21
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) 1) % 13,2 - 2,4 15,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 108,8 - 142,8 251,6
Investitionen 2) Mio. € 79,1 94,9 - 15,8
Abschreibungen 2) 3) Mio. € - 74,2 - 74,1 - 0,1
Bilanzsumme Mio. € 8.599,5 8.429,8 169,7
Langfristige Vermögenswerte Mio. € 4.205,8 4.024,8 181,0
Kurzfristige Vermögenswerte Mio. € 4.393,7 4.405,0 - 11,3
davon Vorräte Mio. € 1.892,5 2.097,3 - 204,8
davon Finanzmittel Mio. € 578,4 464,5 113,9
Eigenkapital Mio. € 2.834,6 2.976,5 - 141,8
Fremdkapital Mio. € 5.764,9 5.453,3 311,5
Langfristige Schulden Mio. € 3.342,1 3.311,8 30,3
Kurzfristige Schulden Mio. € 2.422,7 2.141,5 281,2
davon Bankverbindlichkeiten 4) Mio. € 905,5 814,9 90,6
Nettofinanzposition zum Stichtag 5) Mio. € - 447,1 - 415,4 - 31,7
Beschäftigte
Personalaufwand Mio. € - 424,3 - 439,0 14,7
Stammbelegschaft zum Stichtag 6) Mitarbeiter 22.475 23.308 - 833
Gesamtbelegschaft zum Stichtag 7) Mitarbeiter 24.136 25.014 - 878

Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS

1) annualisiert

2) ohne Finanzanlagen, ab Geschäftsjahr 2019 unter erstmaliger Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhältnisse

3) planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen

4) kurz- und langfristige Bankverbindlichkeiten

5) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments

6) ohne Ausbildungsverhältnisse und ohne passive Altersteilzeit

7) inkl. Ausbildungsverhältnisse und inkl. passiver Altersteilzeit

Ertragslage des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche

Ertragslage des Konzerns

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Q1 2021 Q1 2020
Rohstahlerzeugung Tt 1.644,5 1.681,5
Außenumsatz Mio. € 2.094,1 2.108,3
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 202,8 57,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 128,6 - 16,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 117,3 - 31,4
Konzernergebnis Mio. € 76,6 - 43,7
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) 1) % 13,2 - 2,4
Investitionen 2) Mio. € 79,1 94,9
Abschreibungen 2) Mio. € - 74,2 - 74,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 108,8 - 142,8
Nettofinanzposition 3) Mio. € - 447,1 - 415,4
Eigenkapitalquote % 33,0 35,3

1) annualisiert

2) ohne Finanzanlagen, ab Geschäftsjahr 2019 unter erstmaliger Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhältnisse

3) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments

Der Salzgitter-Konzern erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 einen Vorsteuergewinn von 117,3 Mio. € (Q1 2020: - 31,4 Mio. €). Hierzu trugen bei einer anhaltenden Marktbelebung und aufwärtsgerichteten Stahlpreisentwicklung vor allem die erfreulichen Ergebnisse der Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel sowie 42,5 Mio. € Beitrag der at-equity (IFRS-Bilanzierung) einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (Q1 2020: - 18,7 Mio. €) bei. Nahezu alle Segmente zeigten im Quartalsverlauf eine kontinuierliche Steigerung ihrer Monatsergebnisse. Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil (2.094,1 Mio. €; Q1 2020: 2.108,3 Mio. €). Aus 76,6 Mio. € Nachsteuerresultat (Q1 2020: - 43,7 Mio. €) errechnen sich 1,38 € Ergebnis je Aktie (Q1 2020: - 0,83 €) sowie 13,2 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Q1 2020: - 2,4 %). Die Eigenkapitalquote erreichte 33,0 % (Q1 2020: 35,3 %). Darüber hinaus summieren sich die - verglichen mit den jeweiligen Einstandskosten - nicht aus der Bilanz ersichtlichen stillen Reserven aus dem Kauf der Beteiligung an der Aurubis AG und den vorsorglich erworbenen CO2-Zertifikaten für die am 1. Januar 2021 begonnene vierte Periode des Europäischen Treibhausgas-Emissionshandelssystems inzwischen auf über eine Milliarde Euro.

Sondereffekte /​ EBT Geschäftsbereiche und Konzern

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EBT Restrukturierung Impairment/​Zuschreibung
in Mio. € Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Flachstahl 43,1 - 6,8 - - - -
Grobblech/​Profilstahl - 21,0 - 4,2 - - - -
Mannesmann - 7,5 - 4,6 - - - -
Handel 44,7 0,3 - - - -
Technologie 25,0 5,2 - - - -
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung 33,0 - 21,3 - - - -
Konzern 117,3 - 31,4 - - - -

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Sonstiges EBT ohne Sondiereffekte
in Mio. € Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020
--- --- --- --- ---
Flachstahl - - 43,1 - 6,8
Grobblech/​Profilstahl - - - 21,0 - 4,2
Mannesmann - - - 7,5 - 4,6
Handel - - 44,7 0,3
Technologie - - 25,0 5,2
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung - - 33,0 - 21,3
Konzern - - 117,3 - 31,4

Geschäftsbereich Flachstahl

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Q1 2021 Q1 2020
Auftragseingang Tt 1.187,6 1.193,1
Auftragsbestand zum Stichtag Tt 1.078,4 917,8
Rohstahlerzeugung Tt 1.032,1 1.069,1
Walzstahlproduktion Tt 960,5 944,3
Versand Tt 1.181,0 1.208,3
Segmentumsatz 1) Mio. € 785,1 748,2
Außenumsatz Mio. € 606,4 566,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 43,1 - 6,8

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Entwicklung europäischer Stahlmarkt

Auch gut ein Jahr nach ihrem Ausbruch hat die Corona-Pandemie Deutschland und weite Teile Europas fest im Griff. Die positive Entwicklung der konjunkturellen Indikatoren zeigte jedoch, dass der erneute Lockdown die produktionsnahen Bereiche nicht so hart getroffen hat wie im Frühjahr 2020. Vielmehr profitierte der deutsche Stahlmarkt von einer robusten Erholung der inländischen und gesamteuropäischen Industrie. So blieb die in der zweiten Jahreshälfte 2020 einsetzende positive Marktdynamik auch zu Beginn des ersten Quartals 2021 ungebrochen. Die Nachfrage aus dem stahlverarbeitenden Gewerbe war weiterhin hoch. Das traditionell schwache vierte Quartal wurde 2020 für die europäischen Stahlhersteller zu einem der auftragsstärksten seit Jahren. Bereits Ende November waren viele Werke für das erste Quartal 2021 ausgebucht. Dieser Trend setzte sich auch im Berichtszeitraum fort. Treiber der temporären Materialverknappung auf dem Weltmarkt und des Anstiegs der Flachstahlpreise ist die global hohe Nachfrage. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die europäische Stahlindustrie bleiben dennoch herausfordernd. Wenngleich sich die Lage zuletzt stabilisierte und durch den kräftigen Nachfrageaufschwung wichtiger Abnehmergruppen eine Aufwärtsbewegung eingesetzt hat, ist die Nachhaltigkeit dieses Trends und damit die Erholungsperspektive mit Unsicherheit behaftet. Angesichts globaler Überkapazitäten und wegen des massiven Lageraufbaus in wichtigen stahlproduzierenden Ländern besteht die Gefahr von erneuten Handelsumlenkungen in den EU-Stahlmarkt und drastischen Importanstiegen. Vor diesem Hintergrund ist eine Verlängerung der zum 30. Juni 2021 auslaufenden Safeguard-Maßnahmen unerlässlich.

Beschaffung Eisenerz

Zu Beginn des Jahres 2021 trat noch keine wesentliche Marktberuhigung ein. So bewegte sich die Erznotierung im ersten Quartal zwischen 150 und 180 USD /​ dmt CFR China. Mitte Februar wurde mit 178,45 USD /​ dmt CFR China der höchste Wert seit September 2011 verzeichnet. Die nach dem chinesischen Neujahrsfest gestiegenen Margen der chinesischen Stahlhersteller sowie die weltweit hohe Stahlnachfrage sorgten für einen weiterhin hohen Eisenerzbedarf. Es herrscht derzeit eine gewisse Unsicherheit, ob sich die angekündigten beziehungsweise bereits umgesetzten Produktionsrestriktionen zur Reduzierung der Umweltverschmutzung in einigen Gebieten Chinas nachhaltig auf die Eisenerznachfrage auswirken werden oder ob es lediglich zu Verschiebungen der Stahlherstellung in andere Regionen kommt. Um weiteren Einschränkungen entgegenzuwirken, versuchen chinesische Unternehmen durch den Einsatz von höherwertigen Feinerzen und direkt hochofenfähigem Material wie Pellets und Stückerz ihre Emissionen zu verringern. Der Erzpreis des ersten Quartals 2021 lag mit 166,90 USD/​ dmt um 88 % über dem Vorjahresquartal. Um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern, werden definierte Eisenerzmengen durch Hedging preislich gesichert.

Kokskohle

Ab Mitte Januar 2021 kam es zu deutlichen Preissteigerungen. Dies ist auf einen erhöhten Bedarf in Verbindung mit einer geringen freien Spotmenge - bedingt durch die Produktionsanpassungen der australischen Produzenten - zurückzuführen. So ist der Preis bis Ende Januar um knapp 60 USD/​ t auf über 160 USD /​ t FOB Australien gestiegen. Im Februar kam es aber bereits wieder zu deutlichen Korrekturen, als europäische Markteilnehmer zwei Partien australischer Kokskohle mit Liegetagen im März per Auktion wiederverkauft haben. Auch in den folgenden Wochen zeigte sich, dass entgegen der Aussagen der Produzenten doch ausreichend hochwertige Kokskohle FOB Australien zur Verfügung stand. So fiel der Preis kontinuierlich auf knapp über 110 USD /​ t. Zum Ende des Quartals verharrten die Preise für hochwertige Kokskohle weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Der chinesische Importstopp für australische Kohlen seit Ende Oktober 2020 führt zu immer stärkeren Verwerfungen der langjährigen Marktmechanismen. Für das erste Quartal 2021 ergibt sich ein Durchschnitt von 127,14 USD /​ t FOB Australien. Dieser liegt 18 % unter dem Vorjahresquartal. Definierte Kokskohlemengen sichern wir durch Hedging preislich ab, um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Flachstahl erreichte im ersten Quartal 2021 das gute Vorjahresniveau. Der Orderbestand legte infolge der starken Buchungen spürbar gegenüber dem der ersten drei Monate 2020 zu, während der Versand den Vergleichswert nahezu einstellte. Die Rohstahlproduktion und Walzstahlerzeugung bewegten sich ebenfalls etwa auf dem Level des Vorjahres. Wegen der ausreichenden Brammenverfügbarkeit im Konzernverbund blieb ein Hochofen weiterhin außer Betrieb. Segment- und Außenumsatz waren aufgrund deutlicher Erlössteigerungen höher als ein Jahr zuvor. Der Geschäftsbereich Flachstahl erzielte vor allem dank des verbesserten Preisniveaus einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 43,1 Mio. € (1. Quartal 2020: - 6,8 Mio. €).

Investitionen

Den erhöhten Kundenanforderungen nach feuerverzinkten, höher- und höchstfesten Stahlgüten wird mit dem strategischen Investitionsprojekt "Neubau Feuerverzinkung 3" Rechnung getragen. Im Berichtszeitraum wurde der Hallenbau fertiggestellt und der Bau der Anlagenfundamente fortgesetzt.

SALCOS® (SAlzgitter Low CO2 Steelmaking)

Wir nehmen mit unserem SALCOS®-Konzept eine Vorreiterrolle in Sachen Dekarbonisierung der Stahlindustrie ein. Der technische Ansatz von SALCOS® besteht darin, CO2-Emissionen im Herstellungsprozess selbst direkt zu vermeiden, indem der bisher in der Stahlerzeugung auf Basis von Eisenerz notwendige Kohlenstoff schrittweise in neu zu bauenden Direktreduktionsanlagen durch anfangs Erdgas und später Wasserstoff ersetzt wird. SALCOS® ermöglicht es, unter weitgehender Nutzung der bestehenden, der Rohstahlherstellung nachgelagerten Produktionsanlagen die CO2-Emissionen des Hüttenwerkes in Salzgitter bis 2030 um 30 % zu senken. In der vollständigen Umsetzung bis 2050 kann sogar eine Reduzierung von über 95 % erzielt werden.

Mit dem Projekt "Windwasserstoff (WindH2) Salzgitter" sammelt die SZFG Betriebserfahrung in dem für SALCOS® wesentlichen Themenbereich "Wasserstoff aus erneuerbaren Energien". Im Zuge des Projektes haben wir im März 2021 auf dem Werksgelände der SZFG eine 2,5-Megawatt-PEM-Elektrolyseanlage (PEM = Protonen Exchange Membran) in Betrieb genommen, die den gegenwärtigen Wasserstoffbedarf am Standort Salzgitter für Glühprozesse komplett decken kann. Dies stellt einen wichtigen Baustein hin zu einer wasserstoffbasierten Stahlerzeugung dar.

Zusätzlich arbeitet die Salzgitter AG gemeinsam mit der Sunfire GmbH und anderen Partnern bereits seit 2016 im EU-Forschungsprojekt "GrInHy" (= Green Industrial Hydrogen). Dabei werden neue Wege zur effizienten Wasserstoffherstellung erprobt, die künftig einen Beitrag zur CO2-reduzierten Stahlherstellung mit SALCOS® leisten könnten. Ende 2020 wurde im Rahmen des Nachfolgeprojektes "GrInHy2.0" der weltweit leistungsstärkste Hochtemperatur-Elektrolyseur zur energieeffizienten Wasserstofferzeugung bei der SZFG in Betrieb genommen. Im Rahmen des Projektes wird erstmals eine Hochtemperatur-Elektrolyse mit einer elektrischen Nennleistung von 720 Kilowatt im industriellen Umfeld eingesetzt. Bis Ende 2022 soll der Elektrolyseur mindestens 13.000 Stunden in Betrieb sein und über 100 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.

Anfang Dezember 2020 überreichte Bundesumweltministerin Svenja Schulze der Salzgitter AG den Förderbescheid für den Bau der ersten flexibel mit Wasserstoff und Erdgas zu betreibenden Eisenerz-Direktreduktionsanlage (DRI-Anlage) im kleinen Maßstab. Die neue Anlage, deren Produktionsbeginn im ersten Halbjahr 2022 vorgesehen ist, stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Realisierung von SALCOS® dar. Aus dem Betrieb werden weitere Kenntnisse gewonnen, um in wenigen Jahren im großen Maßstab flexibel, effizient und CO2-arm direkt reduziertes Eisen (DRI (Direct Reduced Iron)) produzieren zu können. Zunächst wird das DRI der Kleinanlage im Hochofenprozess zur Einsparung von Einblaskohle und im Elektrolichtbogenofen des Werkes Peine eingesetzt. Das Projekt befindet sich zurzeit in der Engineeringphase.

Erweiterung des Produktspektrums um grünen Flachstahl

Seit Ende 2020 werden CO2-arme, grüne Stahlbrammen mit einem differenzierten Abmessungs- und Gütenspektrum in dem Elektrostahlwerk der Peiner Träger GmbH produziert und anschließend bei der SZFG zu Warm- und Kaltband weiterverarbeitet. Hierfür erhielt die Salzgitter AG als erster europäischer Stahlhersteller zwei Konformitätsaussagen nach dem VERIsteel-Standard von TÜV SÜD. Diese Methode ermöglicht den Nachweis der produktspezifischen CO2-Emissionen bei der Stahlproduktion und begleitet den Prozess der Dekarbonisierung. Demnach werden durch den Wechsel des Stahlerzeugungsverfahrens von der konventionellen Hochofenroute auf die Elektrostahlroute eine Reduktion von mehr als 75 % in der CO2-Bilanz der Bramme und mehr als 66 % in der CO2-Bilanz des feuerverzinkten Coils erreicht. Die CO2-armen Stahlgüten stoßen auf großes Interesse von Kunden aus verschiedenen Branchen.

Geschäftsbereich Grobblech/​ Profilstahl

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Q1 2021 Q1 2020
Auftragseingang 1) Tt 525,1 583,8
Auftragsbestand 1) zum Stichtag Tt 408,1 369,4
Rohstahlerzeugung Tt 270,2 295,3
Walzstahlproduktion Tt 521,6 538,4
Versand 1) Tt 527,2 531,0
Segmentumsatz 2) Mio. € 414,6 385,9
Außenumsatz Mio. € 214,4 194,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € - 21,0 - 4,2

1) ohne DMU-Gruppe

2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Der Quartoblechmarkt startete dank einer starken Nachfrage der lagerhaltenden Händler, die seit Jahresbeginn von historischen Tiefständen berichteten, und gestützt von der Knappheit im Bandblechmarkt freundlich in das Jahr 2021. Der Bereich Stahlbau verzeichnete im ersten Quartal einen kontinuierlichen Auftragszulauf, während das Verbrauchergeschäft weiterhin verhalten und von einer pandemiebedingten Unsicherheit geprägt blieb. Die gestiegenen Eisenerz-, Schrott- und Schwarzmeerbrammenpreise in Verbindung mit dem Wegfall von Wettbewerbskapazitäten sorgten für eine spürbare Sogwirkung im Grobblechmarkt. Insbesondere im Sortiment für Einfachgüten zogen die Preise im Vergleich zu den niedrigen Werten des Vorquartals an, die Steigerungen schlugen sich in den Aufträgen ab Ende des ersten Quartals nieder.

Wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Bauindustrie auch in diesem Jahr robust. Dies wirkte sich positiv auf die Auslastung der Hersteller auf dem europäischen Trägermarkt aus und spiegelte sich in einem guten Bestellverhalten des lagerhaltenden Handels wider. Zu Jahresbeginn haben die niedrigen Lagerbestände, die deutlich anziehenden Schrottkosten und die damit verbundene Spekulation auf weiter steigende Preise für eine zufriedenstellende Nachfrage im Trägermarkt gesorgt. Jedoch hatte sich die Margensituation trotz der spürbar höheren Verkaufspreise wegen des extremen Schrottpreisanstiegs insgesamt verschlechtert. Infolge der auch im weiteren Quartalsverlauf auskömmlichen Nachfrage zogen die Verkaufspreise zunächst weiter an, zeigten sich im März analog zu den im Februar fallenden Schrottpreisen aber leicht rückläufig.

Beschaffung Stahlschrott

Der deutsche Stahlschrottmarkt entwickelte sich im ersten Quartal 2021 volatil. So kam es zu Beginn des Jahres wegen der sehr hohen Tiefseeexportnachfrage sowie des hohen Bedarfs der inländischen Verbraucher zu starken Preisanstiegen von 70 €/​ t bis zu knapp unter 100 €/​ t. Im Februar gaben die Preise auf dem Schrottmarkt in Deutschland angesichts der Zurückhaltung der türkischen Verbraucher bis zu 36 €/​ t nach, bevor sie im März nachfragebedingt zwischenzeitlich erneut zulegten. Zum Ende des Quartals gingen die internationalen Preise jedoch mit dem überraschenden Rückzug der türkischen Stahlwerke wieder zurück.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Grobblech/​ Profilstahl erreichte in den ersten drei Monaten 2021 vor allem aufgrund schwächerer Orderzuläufe der Mülheimer Grobblechgesellschaft nicht das Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand rangierte dagegen merklich über dem Vergleichsquartal und spiegelt die gesteigerten Mengen der Peiner Träger GmbH (PTG) wider. Rohstahlerzeugung und Walzstahlproduktion kamen unter dem Level des Vorjahres aus. Segment- und Außenumsatz übertrafen bei einer nahezu stabilen Versandtonnage das erste Quartal 2020 deutlich. Dies ist auf die Umsatzsteigerung der PTG und DEUMU Deutsche Erz und Metall-Union-Gruppe (DMU-Gruppe) zurückzuführen. Der Geschäftsbereich verbuchte 21,0 Mio. € Verlust vor Steuern (1. Quartal 2020: - 4,2 Mio. €). Die Ergebnisse der Grobblechgesellschaften unterschritten das Vorjahresresultat insbesondere als Folge niedrigerer Erlöse erheblich. Auch die PTG verzeichnete unter anderem wegen höherer Kosten für Energie einen geringeren Vorsteuergewinn als ein Jahr zuvor. Alle drei Gesellschaften wiesen im Quartalsverlauf verbesserte Monatsergebnisse auf. Die DMU-Gruppe steigerte ihr Resultat im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2020 mengen- und preisbedingt spürbar.

Investitionen

Die im Rahmen des Wachstumsprogramms "Salzgitter AG 2021" gestartete Investitionsmaßnahme "Neue Wärmebehandlungslinie" bei der Ilsenburger Grobblech GmbH dient dazu, das Produktportfolio zu erweitern und eine stärkere Positionierung im höherwertigen Gütensegment zu erreichen. Die Anlage befindet sich im Hochlauf und es werden sowohl Leistungstests gefahren als auch Kundenbleche erzeugt.

Geschäftsbereich Mannesmann

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Q1 2021 Q1 2020
Auftragseingang Mio. € 412,7 319,5
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. € 448,3 402,3
Rohstahlerzeugung Hüttenwerke Krupp Mannesmann (30 %) Tt 342,1 317,1
Versand Rohre 1) Tt 96,8 135,4
Segmentumsatz 2) Mio. € 381,2 406,3
Außenumsatz Mio. € 256,6 295,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € - 7,5 - 4,6

1) Ausweis von nach IFRS 15 bewerteten Mengen

2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Die Stahlrohrindustrie verzeichnete im ersten Quartal 2021 eine allgemein erhöhte Nachfrage. Steigende Energiepreise führten zu vermehrten Buchungen im Bereich Präzisrohre seitens der Industrie und Energiebranche. Positiv auf die Abrufmengen wirkten sich auch die nachlassenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Produktion und Absatz der Automobil- und Zulieferindustrie aus. Im Bereich der nahtlosen Edelstahlrohre trat ausgehend von einer starken Wiederbelebung des asiatischen Marktes für alle Arten von Anwendungen - beispielsweise Energieerzeugung, Chemie und Petrochemie - eine Stabilisierung ein. Die Öl- und Gasindustrie ist dank des signifikanten Anstiegs des Barrelpreises wieder erstarkt und eine anziehende Nachfrage sowohl für Projekte im Bereich OCTG als auch für Verteilungsrohrleitungen konnte festgestellt werden. Die Märkte für mittlere Leitungsrohre und spiralnahtgeschweißte Großrohre waren besonders stark durch die Vormaterialpreiserhöhungen geprägt. Eine Trendwende der Projektsituation für Großrohre ist bei einer anhaltenden Zurückhaltung der Investoren aus der Energieinfrastruktur im Segment Öl und Gas noch nicht erkennbar.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann übertraf den Level des Vergleichszeitraums erheblich. So hat sich bei der Präzisrohrgruppe die Ordertätigkeit - wie schon im Laufe des zweiten Halbjahres 2020 - im ersten Quartal 2021 wieder auf einem stabilen und zufriedenstellenden Niveau eingependelt. Ab Februar spiegelten sich die positiven Marktentwicklungen auch bei der Edelstahlrohrgruppe in deutlich anziehenden Bestellungen wider. Der Orderbestand des Geschäftsbereiches erhöhte sich demzufolge im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls sichtbar. Bei einem niedrigeren Rohrversand gingen der Segment- und Außenumsatz zurück. Zwar verzeichnete die Präzisrohrgruppe einen absatz- und erlösbedingt verbesserten Umsatz, die übrigen Produktbereiche erreichten die Vergleichswerte jedoch nicht. Der Geschäftsbereich Mannesmann verbuchte - 7,5 Mio. € Ergebnis vor Steuern (1. Quartal 2020: - 4,6 Mio. €).

Außerhalb des Konsolidierungskreises unterschritten Ordereingang und -bestand der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) bei ausbleibenden größeren Projektbuchungen der US-Gesellschaften das vom Auftrag "Baltic Pipe" geprägte Niveau des ersten Quartals 2020. Der Umsatz blieb aufgrund der geringeren Versandmenge der US-Gesellschaften unter dem Vergleichswert. Der at-equity-Beitrag der EP-Gruppe kam entsprechend unter Vorjahr aus.

Investitionen

Im Zuge des Ausbaus der mexikanischen Präzisrohrgesellschaft am Standort El Salto wird der Homologationsprozess kontinuierlich fortgeführt. In der neuen Linie 2 wurden weitere Serien- sowie Musterfertigungen gestartet. Kundenseitig sind im Berichtszeitraum neue Freigaben zur Serienfertigung erfolgt. Im ersten Quartal 2021 wurde für den Standort Montbard der Edelstahlrohrgruppe die Investition in die Erweiterung des Produktionsabmessungsspektrums mit dem Ziel, Vormaterial-Blöcke bis zu einem Außendurchmesser von 380 mm verarbeiten zu können, genehmigt. Die komplette Realisierungsphase erstreckt sich bis in den Herbst 2022. Die Maßnahme ermöglicht den Zugang zu neuen Absatzsegmenten insbesondere in der Öl- und Gasexploration sowie der Petrochemie.

Geschäftsbereich Handel

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Q1 2021 Q1 2020
Versand Tt 888,0 977,5
Segmentumsatz 1) Mio. € 681,7 707,9
Außenumsatz Mio. € 673,3 703,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 44,7 0,3

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Der merkliche Preisanstieg in allen Produktkategorien zum Jahresende 2020 hat sich in den ersten drei Monaten 2021 fortgesetzt. Die Nachfragesituation im lagerhaltenden Bereich zeigte sich stabil, wohingegen im internationalen Trading protektionistische Handelsmaßnahmen weiterhin zu einer verminderten Ordertätigkeit führten. Zum Ende des Quartals war ein deutlicher Anstieg der Seefrachtkosten verbunden mit einer Verknappung von verfügbaren Frachtkapazitäten festzustellen.

Geschäftsverlauf

Das Absatzvolumen des Geschäftsbereiches Handel fiel im ersten Quartal 2021 geringer aus als im Vergleichszeitraum, da sich das internationale Trading nach wie vor in einem herausfordernden Marktumfeld bewegte. Der lagerhaltende Handel dagegen stellte das Vorjahresniveau ein, der Versand der UES-Gruppe lag leicht darüber. Segment- und Außenumsatz erreichten die Werte des ersten Vierteljahres 2020 trotz der spürbaren Verbesserung im lagerhaltenden Handel nicht. Der Gewinn vor Steuern übertraf mit 44,7 Mio. € die Vergleichsperiode (1. Quartal 2020: 0,3 Mio. €) erheblich. Dies ist insbesondere auf Preissteigerungen, in Kombination mit günstigen Einstandspreisen, im lagerhaltenden Bereich und bei der UES-Gruppe zurückzuführen. Auch das internationale Trading erreichte ein im Vergleich zum Vorjahr höheres, positives Ergebnis.

Investitionen

Der Investitionsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Handel besteht in dem Erhalt und der Modernisierung bestehender Anlagen. Darüber hinaus werden die im Rahmen der Strategie "Salzgitter AG 2021" und "FitStructure 2.0" angestoßenen Maßnahmen weiterverfolgt. Im Fokus stehen dabei Projekte zur Digitalisierung - insbesondere Softwarelösungen und der Ausbau der IT-Hardware - im europäischen Lagerhandel und Vertrieb.

Geschäftsbereich Technologie

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Q1 2021 Q1 2020
Auftragseingang Mio. € 358,0 337,3
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. € 734,3 739,3
Segmentumsatz 1) Mio. € 301,0 310,4
Außenumsatz Mio. € 300,9 310,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 25,0 5,2

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) legten die Auftragseingänge zum Beginn des Geschäftsjahres 2021 im Vergleich zum Vergleichszeitraum erfreulich zu. Vor allem im Ausland, insbesondere in den Nicht-Euro-Ländern, zog die Nachfrage erheblich an. Die Inlandsnachfrage zeigte sich leicht gesteigert. Im Markt für Verpackungsmaschinen schlug sich die beschriebene Dynamik ebenfalls in der Marktentwicklung nieder.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie lag im ersten Quartal 2021 deutlich über dem Vorjahreswert und folgte damit der Entwicklung des Marktes. Bei der KHS-Gruppe bewegte sich die Ordertätigkeit zu Jahresbeginn dank der anhaltend guten Nachfrage im Projektgeschäft leicht über dem Niveau des Vergleichszeitraums, während die Orderzuläufe der Klöckner DESMA Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) und der DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) spürbar höher waren als ein Jahr zuvor. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches erreichte annähernd den Vorjahrlevel. Segment- und Außenumsatz kamen etwas unter dem ersten Vierteljahr 2020 aus. Die KHS-Gruppe übertraf ihr Vorjahresergebnis, gestützt durch den Buchgewinn aus der Veräußerung des Pouch-Geschäftes, erheblich. Auch der KDE-Gruppe gelang es, einen positiven Ergebnisbeitrag zu erwirtschaften. Die KDS verzeichnete im abgelaufenen Quartal zwar ein negatives Resultat, das jedoch über dem der ersten drei Monate 2020 lag. Insgesamt verzeichnete der Geschäftsbereich Technologie einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 25,0 Mio. € (1. Quartal 2020: 5,2 Mio. €).

Die KHS-Gruppe verfolgt nach wie vor konsequent das umfassende Effizienz- und Wachstumsprogramm "KHS Future". Mit den Schwerpunkten Kostensenkungen und Ausweitung des Servicegeschäfts trug es bereits wesentlich zur bereits erzielten Ergebnissteigerung bei und soll auch künftig die Entwicklung des Unternehmens im wettbewerbsintensiven und herausfordernden Marktumfeld stützen.

Investitionen

Der Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf die Fortsetzung der Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen. Um die organisatorischen Abläufe zu optimieren, wurden außerdem bei der KHS-Gruppe in Deutschland und in den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Für den chinesischen Markt befindet sich ein Investitionsprogramm zur strategischen Neuausrichtung in der Umsetzung.

Industrielle Beteiligungen/​ Konsolidierung

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Q1 2021 Q1 2020
Umsatz 1) Mio. € 220,8 204,9
Außenumsatz Mio. € 42,5 38,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 33,0 - 21,3

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen/​ Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, nahm infolge vermehrter wirtschaftlicher Aktivitäten im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2020 spürbar zu. Auch der Außenumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum merklich.

Der Gewinn vor Steuern (33,0 Mio. €; 1. Quartal 2020: - 21,3 Mio. €) beinhaltet 42,5 Mio. € Beitrag der nach der EquityMethode (IFRS-Bilanzierung) ausgewiesenen Beteiligung an der Aurubis AG (1. Quartal 2020: - 18,7 Mio. €). Die Ergebnisse aus der Bewertung von Derivatepositionen sowie das Zinsergebnis des Cash-Managements des Konzernfinanzkreises lieferten abermals einen positiven Beitrag (11,1 Mio. €; 1. Quartal 2020: 8,4 Mio. €). Die überwiegend für den Konzern tätigen Dienstleistungsgesellschaften erwirtschaften zwar erneut ein positives Resultat, konnten jedoch das durch den einmaligen Ertrag aus einem Immobilienverkauf geprägte Ergebnis des Vergleichszeitraumes nicht erreichen.

Finanz- und Vermögenslage

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns erhöhte sich im ersten Quartal 2021 gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 362 Mio. €.

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag um 39 Mio. €. Dabei nahmen die Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (+ 23 Mio. €) zu. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (+ 79 Mio. €) rangierten im Berichtszeitraum annähernd auf dem Niveau der planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens (- 74 Mio. €). Die latenten Ertragsteueransprüche reduzierten sich insbesondere aufgrund verringerter Pensionsrückstellungen (- 56 Mio. €); bedingt durch einen höheren Bewertungszinssatz. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben zum Vergleichsstichtag um 401 Mio. € zugenommen. Dies ist insbesondere auf die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsvermögenswerte zurückzuführen (+ 384 Mio. €). Daneben erhöhten sich auch kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte (+ 49 Mio. €) sowie Wertpapiere (+ 50 Mio. €). Dem entgegen standen jedoch gesunkene Vorräte (- 41 Mio. €) und Finanzmittel (- 43 Mio. €).

Auf der Passivseite verringerten sich bei einem gegenüber dem Jahresende höheren Pensionszinssatz von 1,4 % (31.12.2020: 1,1 %) die Pensionsrückstellungen um - 119 Mio. €. Das Eigenkapital legte auch wegen des positiven Ergebnisses zu (+ 156 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug bei gestiegenem Eigenkapital und erhöhter Bilanzsumme weiterhin solide 33,0 %. Die langfristigen Schulden bewegten sich insgesamt - 134 Mio. € unter dem Vergleichsstichtag, hier spiegeln sich neben den geringeren Pensionsrückstellungen auch gesunkene langfristige Finanzschulden (- 10 Mio. €) wider. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 341 Mio. € zu. Gegenüber dem Jahresende wurden erheblich höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsverbindlichkeiten (+ 265 Mio. €) sowie gestiegene sonstige Verbindlichkeiten (+ 41 Mio. €) und kurzfristige Finanzschulden (+ 28 Mio. €) verzeichnet.

Die Nettofinanzposition erreichte mit - 447 Mio. € ungefähr das Niveau des letzten Bilanzstichtages (- 432 Mio. €). Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren (664 Mio. €; 31.12.2020: 659 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von 1.111 Mio. € (31.12.2020: 1.091 Mio. €) gegenüber; davon 906 Mio. € bei Kreditinstituten (31.12.2020: 885 Mio. €). Wie bisher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen nicht in der Nettofinanzposition berücksichtigt. Das gestiegene Geschäftsvolumen zeigt sich zum Bilanzstichtag in den deutlich gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die die Nettofinanzposition erst zum Zahlungszeitpunkt beeinflussen.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Bei einem Vorsteuerergebnis von 117 Mio. € ergibt sich ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 109 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 143 Mio. €). Während das verbesserte Ergebnis den operativen Cashflow positiv beeinflusst, steht diesem der Anstieg des Working Capitals entgegen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von - 123 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 95 Mio. €) spiegelt den restriktiveren Umgang mit neuen Investitionen bei gleichzeitigem Fortschritt der beiden großen strategischen Projekte wider und beinhaltet überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen (- 78 Mio. €; Vorjahreszeitraum: - 101 Mio. €). Daneben wurde in langfristige Geldanlagen investiert (- 50 Mio. €).

Rückzahlungen von Krediten und Zinsauszahlungen führten zu einem negativen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (- 35 Mio. €; Vorjahreszeitraum: + 4 Mio. €).

Wegen des negativen Gesamt-Cashflows verminderte sich der Finanzmittelbestand (578 Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2020 (621 Mio. €) entsprechend.

Mitarbeiter

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31.03.2021 31.12.2020 Veränderung
Stammbelegschaft 1) 22.475 22.604 - 129
Geschäftsbereich Flachstahl 6.010 5.999 11
Geschäftsbereich Grobblech/​Profilstahl 2.260 2.272 - 12
Geschäftsbereich Mannesmann 4.317 4.366 - 49
Geschäftsbereich Handel 1.931 1.946 - 15
Geschäftsbereich Technologie 5.353 5.433 - 80
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung 2.604 2.588 16
Ausbildungsverhältnisse 1.124 1.264 - 140
Passive Altersteilzeit 538 548 - 10
Gesamtbelegschaft 24.136 24.416 - 280

Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen möglich.

1) ohne Organmitglieder

Am 31. März 2021 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 22.475 Mitarbeiter und somit 129 Personen weniger als zum Ende des Geschäftsjahres 2020.

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 117 Ausgebildete übernommen, von denen 82 befristete Verträge erhielten. Gegenläufig wirkten vor allem der Eintritt von Beschäftigten in die passive Phase der Altersteilzeit sowie das Erreichen der Altersgrenze.

Die Gesamtbelegschaft belief sich auf 24.136 Personen.

Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 31. März 2021 bei 977 und damit um 61 Personen unter dem Wert des Vorjahresstichtags.

Zum Umgang mit der Corona-Pandemie haben wir neben zahlreichen Maßnahmen zum Gesundheits- und Infektionsschutz bereits 2020 ein flächendeckendes Monitoring-System implementiert und so Transparenz bezüglich des Infektionsgeschehens im gesamten Konzern geschaffen. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern und für die Liquiditätssicherung wird in Teilen des Konzerns weiterhin auf Kurzarbeit zurückgegriffen, wenn auch mit deutlich abnehmender Intensität gegenüber den noch im Sommer 2020 erreichten Höchstständen. Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in den inländischen Konzerngesellschaften 590 Mitarbeiter in Kurzarbeit, vor allem in den Geschäftsbereichen Technologie und Mannesmann sowie bei der Salzgitter Europlatinen GmbH.

Für die nordwestdeutsche Stahlindustrie wurde am 27. März 2021 ein Tarifabschluss erzielt, der nachfolgend auch im Tarifgebiet Ost übernommen wurde. Der Abschluss sieht für die dem Tarifvertrag Stahl unterliegenden Gesellschaften - entsprechend rund 56 % der inländischen Gesamtbelegschaft - zusätzlich zum geschuldeten Arbeitsentgelt die Zahlung einer einmaligen Corona-Beihilfe in Höhe von 500 € im Juni 2021 vor. Im Dezember 2021 sowie im Februar 2022 erhalten die Beschäftigten darüber hinaus eine wiederkehrende Zahlung zur Beschäftigungssicherung in Höhe von jeweils 250 €, ab Februar 2023 beträgt diese Zahlung 600 € im Jahr. Der Arbeitgeber kann die wiederkehrenden Zahlungen zur Beschäftigungssicherung je nach wirtschaftlicher Lage des Unternehmens in Freizeit umwandeln. Der Tarifvertrag hat eine Mindestlaufzeit von 15 Monaten bis zum 31. Mai 2022.

In der Metall- und Elektroindustrie wurde am 30. März 2021 im Pilotbezirk Nordrhein-Westfalen ein Tarifabschluss erzielt. Auch der Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie - der für Gesellschaften mit rund 27 % der inländischen Gesamtbelegschaft maßgeblich ist - sieht die Zahlung einer einmaligen Corona-Beihilfe in Höhe von 500 € im Juni 2021 vor. Die Beschäftigten erhalten darüber hinaus im Februar 2022 ein Transformationsgeld in Höhe von 18,4 % des monatlichen regelmäßigen Arbeitsentgelts, das ab Februar 2023 auf dann 27,6 % ansteigt. Das Transformationsgeld kann im Falle einer kollektiven Arbeitszeitabsenkung bei Beschäftigungsproblemen mit einem vereinbarten Teilentgeltausgleich verrechnet werden. Darüber hinaus wurden die Voraussetzungen, unter denen das bereits seit 2019 gezahlte tarifliche Zusatzgeld B entfallen kann, konkretisiert sowie die tariflichen Möglichkeiten zur Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich erweitert. Der Tarifvertrag hat eine Mindestlaufzeit von 21 Monaten bis 30. September 2022.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsbereiche gehen, verglichen mit dem Vorjahr, vom nachstehend beschriebenen Verlauf des Geschäftsjahres 2021 aus:

Basierend auf einem hohen Auftragsbestand rechnet das Flachstahlsegment im ersten Halbjahr 2021 trotz der andauernden Pandemiesituation mit einer die Kapazität auslastenden Nachfrage sowie einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Preisniveau. Diese positive Entwicklung sollte auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten. Auf der Rohstoffseite werden für Eisenerz erheblich höhere Einsatzkosten prognostiziert. Unterstützt von weiteren, zusätzlichen Effekten aus dem Maßnahmenprogramm "FitStructure 2.0" gehen wir für den Geschäftsbereich Flachstahl von einem deutlich gestiegenen Umsatz sowie einem sehr erfreulichen Vorsteuergewinn von über 200 Mio. € aus.

Im Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl war der freundliche Jahresauftakt des Quartoblechmarkts getrieben von historisch niedrigen Lagerbeständen des Handels und wesentlich gestützt von der Knappheit im Bandblechbereich. Ebenso hat der Wegfall von Wettbewerbskapazitäten eine deutliche Sogwirkung im Markt. Ob dies eine generelle Trendwende darstellt, ist derzeit nicht absehbar. Gleichwohl belasten weiterhin fehlende Aufträge zur Lieferung von Vormaterial für Rohrleitungen die Belegung in Mülheim. Für das Profilstahlgeschäft prognostizieren wir ein unverändert auf Kurzfristigkeit ausgerichtetes, volatiles Marktumfeld. Für das gesamte Segment gehen wir, nach einem eher verhaltenen Start in das Jahr 2021, im weiteren Jahresverlauf - begleitet durch das aktuell positive Sentiment, erste Effekte aus der Inbetriebnahme der neuen Wärmebehandlungslinie in Ilsenburg sowie weiteren Effizienzgewinnen aus der Umsetzung von "FitStructure 2.0" - von einer sich sukzessiv verbessernden Situation aus. Insofern erwarten wir einen gegenüber Vorjahr merklich gesteigerten Umsatz sowie einen spürbar verringerten Vorsteuerverlust.

Der Geschäftsbereich Mannesmann verzeichnet 2021 im Vergleich zu dem von den Corona-Auswirkungen beeinflussten Vorjahr eine verbesserte Marktlage, insbesondere im Präzisrohrbereich. Dagegen herrscht im Großrohrgeschäft nach wie vor eine unzureichende Nachfrage. Die EUROPIPE-Gruppe ist trotz der Grundlast sichernden Produktion des Auftrages "Qatargas" in Deutschland weiterhin von einer unbefriedigenden Auslastung gekennzeichnet. Ebenso ist die Buchungslage bei der Mannesmann Grossrohr GmbH aktuell unzureichend. Im Segment der mittleren Leitungsrohre erwarten wir hingegen eine wieder anziehende Mengenentwicklung. Die Präzisrohrgesellschaften starteten mit einem sehr guten Auftragsbestand infolge der wiederbelebten Nachfrage insbesondere aus der Automobilindustrie in das Jahr und dürften eine Fortsetzung der erfreulichen Markterholung verzeichnen. Im Edelstahlrohrbereich antizipieren wir ebenfalls einen Nachfragezuwachs. Insgesamt prognostizieren wir für den Geschäftsbereich deutlich steigende Absatzmengen und - in Verbindung mit gestiegenen Vormaterialpreisen - ein erhöhtes Umsatzniveau. Unterstützt durch weitere maßnahmenbedingte Einsparungen ergibt sich ein sichtbar verbessertes, jedoch weiterhin negatives Vorsteuerresultat.

Der Geschäftsbereich Handel antizipiert eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung für seine Gesellschaften, auch wenn die außerordentlich gute Ergebnislage des ersten Vierteljahres in diesem Umfang nicht für die kommenden Monate zu erwarten ist. Wir gehen davon aus, dass die Wachstumsraten der Verkaufspreise zurückgehen und letztere auf hohem Niveau verbleiben. Durch steigende Bestandspreise dürfte sich somit der erhebliche Ergebnisanstieg des ersten Quartals, insbesondere im lagerhaltenden Handel, zum zweiten Halbjahr hin normalisieren. Im internationalen Trading wird trotz der weiterhin schwierigen Handelsbedingungen mit einer Zunahme der Versandmenge gerechnet. Insgesamt erwarten wir für das Segment deutlich gesteigerte Absatz- und Umsatzwerte, die letztlich in einem merklich über dem Vorjahr auskommenden Ergebnis vor Steuern resultieren dürften.

Infolge hoher Auftragszuläufe zum Jahresende 2020 und einem über dem Vergleichszeitraum liegenden Auftragseingang im ersten Quartal 2021, erwarten die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie eine anhaltend gute Auftragslage. Mit der konsequenten Weiterführung des Effizienz- und Wachstumsprogramms "KHS Future" sowie der Vermarktung innovativer Neuprodukte erwarten wir für die KHS-Gruppe eine weiter verbesserte Profitabilität bei gleichzeitig leichtem Volumen- und Umsatzzuwachs. Insbesondere die Erschließung von Marktanteilen im Standardgeschäft soll den positiven Pfad unterstützen. Die beiden DESMA-Spezialmaschinenbauer antizipieren eine spürbare Markterholung und eine - auch dank der eingeleiteten Kostensenkungsprogramme - erkennbar verbesserte Ertragslage. Für den gesamten Geschäftsbereich wird folglich mit einem über dem Vorjahr liegenden Umsatz sowie erheblich gesteigertem Vorsteuergewinn gerechnet, der zudem von Einmaleffekten positiv beeinflusst wird.

Angesichts des guten Starts in das Jahr, der dynamisch gestiegenen Walzstahlpreise, gleichwohl unter ausdrücklichem Hinweis auf das nach wie vor immanente Risiko der Corona-Pandemie, erwarten wir im Geschäftsjahr 2021 für den Salzgitter-Konzern nunmehr:

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einen auf mehr als 8,5 Mrd. € gesteigerten Umsatz,
einen Vorsteuergewinn zwischen 300 Mio. € und 400 Mio. € sowie
eine sichtbar über dem Vorjahreswert liegende Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE).

Wir weisen darauf hin, dass darüber hinaus Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungskursen den Verlauf des Geschäftsjahres 2021 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch in positiver Richtung annehmen.

Risikomanagement

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2020.

Nach den erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, gerade in der ersten Hälfte des Vorjahres, verzeichneten wir im weiteren Verlauf eine deutliche Nachfrageerholung. In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen kann es jedoch zu fortdauernden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der wirtschaftlichen Aktivität kommen und sich gleichermaßen das Risiko für abrupte Veränderungen der Stahlnachfrage und der Importströme erhöhen. Bereits 2020 haben wir daher ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zur Ergebnis- und Liquiditätsicherung initiiert, das in Abhängigkeit der weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie auch weiterhin kurzfristig und zielgerichtet angewendet wird.

Trotz der eingeschränkten Planungssicherheit sehen wir uns in der aktuellen Situation gut gerüstet, diese Phase deutlich erhöhter Anforderungen an das Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie die solide Aufstellung des Salzgitter-Konzerns sind Basis für diese Einschätzung.

Für den Salzgitter-Konzern ist die Entwicklung der Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, der Energiepreise und der Währungskurse (vor allem USD /​ EUR) besonders bedeutend. Ergebniseffekte für Risiken hieraus sind im laufenden Jahr in den Gesellschaften - soweit abschätzbar - einbezogen worden. Um darüberhinausgehende Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen des Auslandsgeschäfts.

Branchenspezifische Risiken

Zum Schutz des EU-Stahlmarktes vor Umlenkungen von Stahleinfuhren im Zuge der US-Sonderzölle auf Stahl hat die EU-Kommission im Juli 2018 Schutzmaßnahmen (Safeguards) in Form von Zollkontingenten erlassen. Sollten diese im Juli 2021 auslaufen, könnten die Einfuhren wieder stark steigen und die jüngste positive Entwicklung auf dem EU-Stahlmarkt unterminieren. Ende Februar 2021 hat die EU-Kommission auf Drängen von zwölf EU-Mitgliedstaaten ein Prüfverfahren zur Verlängerung eröffnet. Mit Ergebnissen ist im Juni 2021 zu rechnen.

Weitere Risiken ergeben sich aus Versuchen von Importeuren, bestehende Handelsschutzmaßnahmen zu umgehen und sie somit unwirksam zu machen. Um derartigen Praktiken entgegenzuwirken, werden die Warenströme kontinuierlich überwacht und potentielle Verstöße über den Europäischen Stahlverband Eurofer an die EU-Kommission und die EU-Korruptionsbekämpfungsbehörde OLAF weitergeleitet.

Neben der EU haben auch zahlreiche Drittstaaten mit eigenen Schutzmaßnahmen auf die 2018 eingeführten US-Einfuhrzölle für Stahlprodukte reagiert. Dadurch werden Exporte erschwert, zusätzliche Umlenkungen in den EU-Markt drohen. Von neuen Handelsschutzmaßnahmen, wie Antidumpingzöllen, sind einige Konzernunternehmen - wie beispielsweise aus dem Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl in Kanada - auch direkt betroffen.

Da sich die EU mit dem Vereinigten Königreich in letzter Minute geeinigt hat, konnte ein "No-Deal-Szenario" beim Brexit vermieden werden. Risiken aus dem Ausscheiden des Vereinigten Königreiches aus der EU verbleiben dennoch durch unterbrochene Lieferketten und die Veränderung der Warenströme. Im Zuge des Übergangs zeigten sich vielfach Probleme bei der Einfuhr aufgrund unklarer Prozesse sowie Zollrisiken im bilateralen Stahlhandel, insbesondere durch die Sonderrolle Nordirlands und der bestehenden Schutzmaßnahmen.

Die Sanktionspolitik der USA sorgt weiterhin für Risiken hinsichtlich zukünftiger Geschäftstätigkeit - unter anderem mit Russland -, vor allem in Bezug auf bestehende oder neue Pipeline-Projekte. Im März haben die USA neue Sanktionen aufgrund des Falls Nawalny gegen Russland verhängt. Auch mit einer Rücknahme der US-232-Maßnahmen auf Stahleinfuhren ist bislang nicht zu rechnen. Insofern bleiben die Risiken aus einer protektionistischen US-Handelspolitik im Allgemeinen bestehen. Mögliche Belastungen aus diesen Themenfeldern werden in regelmäßigen Forecasts in der Konzernergebnisvorschau berücksichtigt.

Zwischenabschluss

I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € Q1 2021 Q1 2020
Umsatzerlöse 2.094,1 2.108,3
Bestandsveränderungen/​ andere aktivierte Eigenleistungen - 18,2 - 36,5
Gesamtleistung 2.075,9 2.071,8
Sonstige betriebliche Erträge 114,8 90,1
Materialaufwand 1.333,1 1.378,8
Personalaufwand 424,3 439,0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 74,2 74,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 265,2 260,8
Ergebnis aus Wertminderung und Wertaufholung von finanziellen Vermögenswerten - 1,4 - 2,5
Beteiligungsergebnis - -
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 36,1 - 18,3
Finanzierungserträge 1,9 2,4
Finanzierungsaufwendungen 13,2 22,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 117,3 - 31,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 40,7 12,3
Konzernergebnis 76,6 - 43,7
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG 74,9 - 44,7
Minderheitenanteil 1,7 1,0
Gewinnverwendung
Konzernergebnis 76,6 - 43,7
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr - 12,1
Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 1,7 1,0
Dividendenzahlung - -
Entnahme aus (+)/​ Einstellung in (-) andere Gewinnrücklagen - 74,9 44,7
Bilanzgewinn der Salzgitter AG - 12,1
Ergebnis je Aktie (in €) - unverwässert 1,38 - 0,83
Ergebnis je Aktie (in €) - verwässert - - 0,83

II. Gesamtergebnisrechnung

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in Mio. € Q1 2021 Q1 2020
Konzernergebnis 76,6 - 43,7
Reklassifizierbare Gewinne und Verluste
Wertänderungen aus der Währungsumrechnung 9,2 - 13,5
Wertänderungen aus Cashflow-Hedges - 10,0 - 15,3
Zeitwertänderungen - 13,6 - 15,7
Erfolgswirksame Realisierung 3,5 0,4
Latente Steuern - -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 4,3 2,8
Zeitwertänderungen - -
Erfolgswirksame Realisierung - -
Währungsumrechnung 4,3 2,8
Latente Steuern - -
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Veränderungen -1,0 - 0,3
Zwischensumme 2,5 - 26,2
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste
Wertänderungen aus erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten Eigenkapitalinstrumenten - -
Zeitwertänderungen - -
Latente Steuern - -
Neubewertungen 82,1 110,2
Neubewertung Pensionen 107,1 142,7
Latente Steuern - 25,0 - 32,5
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - -
Zwischensumme 82,1 110,2
Sonstiges Ergebnis 84,6 84,0
Gesamtergebnis 161,2 40,2
Auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallendes Gesamtergebnis 159,5 39,3
Auf Anteile Fremder entfallendes Gesamtergebnis 1,7 0,9
161,2 40,2

III. Konzernbilanz

Aktiva

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in Mio. € 31.03.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 216,9 223,1
Sachanlagen 2.206,6 2.200,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 81,1 81,5
Finanzielle Vermögenswerte 55,1 54,6
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 1.192,0 1.169,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10,3 11,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 16,1 22,3
Ertragssteuererstattungsansprüche 1,6 0,5
Latente Ertragsteueransprüche 426,1 481,9
4.205,8 4.244,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 1.892,5 1.933,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.312,8 923,9
Vertragsvermögenswerte 295,1 300,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 236,8 188,3
Ertragsteuererstattungsansprüche 26,5 23,7
Wertpapiere 50,0 0,0
Finanzmittel 578,4 621,4
4.392,0 3.991,2
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 1,7 1,7
4.393,7 3.992,9
8.599,5 8.237,4

Passiva

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in Mio. € 31.03.2021 31.12.2020
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 161,6 161,6
Kapitalrücklage 257,0 257,0
Gewinnrücklagen 2.750,4 2.594,5
Andere Rücklagen 24,5 26,4
Bilanzgewinn 0,0 0,0
3.193,5 3.039,5
Eigene Anteile - 369,7 - 369,7
2.823,8 2.669,8
Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital 10,8 9,1
2.834,6 2.678,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 2.179,9 2.298,6
Latente Ertragsteuerschulden 73,6 73,9
Ertragsteuerschulden 30,4 30,4
Sonstige Rückstellungen 265,0 267,1
Finanzschulden 739,2 749,4
Sonstige Verbindlichkeiten 54,0 57,1
3.342,1 3.476,4
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 213,1 210,4
Finanzschulden 516,4 488,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.020,2 802,4
Vertragsverbindlichkeiten 319,8 272,8
Ertragsteuerschulden 10,3 5,5
Sonstige Verbindlichkeiten 342,9 302,8
2.422,7 2.082,1
8.599,5 8.237,4

IV. Kapitalflussrechnung

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in Mio. € Q1 2021 Q1 2020
Ergebnis vor Steuern (EBT) 117,3 - 31,4
Abschreibungen (+) /​ Zuschreibungen (-) auf langfristige Vermögenswerte 74,1 74,0
Gezahlte (-) /​ erhaltene (+) Ertragsteuern - 12,6 - 3,3
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/​Erträge (-) 11,2 74,2
Zinsaufwendungen 13,2 16,9
Gewinn (-) /​Verlust (+) aus dem Abgang

von langfristigen Vermögenswerten
1,7 - 1,3
Zunahme (-) /​ Abnahme (+) der Vorräte 46,0 142,4
Zunahme (-) /​ Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- 426,2 - 280,8
Zahlungswirksamer Verbrauch der Rückstellungen ohne Verbrauch der Ertragsteuerrückstellungen - 50,0 - 64,2
Zunahme (+) /​ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit

zuzuordnen sind
334,1 - 69,2
Mittelabfluss /​-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 108,8 - 142,8
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten,

Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
3,1 3,5
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte,

Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
- 78,2 - 100,9
Einzahlungen aus Geldanlagen - 0,0
Auszahlungen für Geldanlagen - 50,0 -
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 2,5 3,4
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte - 0,0 - 0,7
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 122,7 - 94,7
Auszahlungen an Unternehmenseigner - -
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten - 15,5
Rückzahlungen von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten - 10,4 - 6,5
Zinsauszahlungen - 24,5 - 5,4
Mittelabfluss /​-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit - 34,9 3,6
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 621,4 700,5
Wechselkursänderungen des Finanzmittelbestandes 5,8 - 2,1
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes - 48,7 - 233,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 578,4 464,5

Anhang

Segmentberichterstattung

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in Mio. € Flachstahl Grobblech /​ Profilstahl Mannesmann
Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 606,4 566,2 214,4 194,5 256,6 295,9
Umsatz mit anderen Segmenten 177,7 181,1 199,9 191,1 18,3 39,7
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 1,0 1,0 0,2 0,2 106,3 70,7
Segmentumsatz 785,1 748,2 414,6 385,9 381,2 406,3
Zinsertrag (konsolidiert) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,3
Zinsertrag von anderen Segmenten - - - - - -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,1 0,0 1,3 1,8 0,7 0,8
Segmentzinsertrag 0,1 0,0 1,3 1,9 0,9 1,1
Zinsaufwand (konsolidiert) 2,7 2,9 0,5 0,7 1,4 1,6
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - - -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,9 3,7 0,3 0,5 1,1 1,8
Segmentzinsaufwand 3,6 6,6 0,8 1,1 2,6 3,5
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 2,1 2,7 0,5 0,6 0,7 0,9
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 31,4 34,8 9,1 7,1 14,0 12,8
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 31,4 34,8 9,1 7,1 14,0 12,8
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 78,0 34,6 - 12,4 2,2 8,1 10,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 46,6 - 0,2 - 21,5 - 4,9 - 5,9 - 2,2
Periodenergebnis des Segments 43,1 - 6,8 - 21,0 - 4,2 - 7,5 - 4,6
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - - 6,4 0,4
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 30,0 29,7 26,7 34,6 9,5 13,8

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in Mio. € Handel Technologie Summe der Segmente
Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 673,3 703,4 300,9 310,3 2.051,6 2.070,3
Umsatz mit anderen Segmenten 8,4 4,5 0,1 0,1 404,4 416,4
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,0 0,0 - - 107,6 71,9
Segmentumsatz 681,7 707,9 301,0 310,4 2.563,6 2.558,7
Zinsertrag (konsolidiert) 0,7 0,5 0,3 0,2 1,3 1,0
Zinsertrag von anderen Segmenten - - - - - -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 2,2 1,6 0,3 0,0 4,5 4,3
Segmentzinsertrag 2,9 2,1 0,6 0,2 5,8 5,3
Zinsaufwand (konsolidiert) 2,1 3,7 0,6 0,8 7,4 9,7
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - - -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,1 0,1 0,3 0,3 2,7 6,4
Segmentzinsaufwand 2,2 3,8 0,8 1,1 10,0 16,1
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 0,3 0,4 0,4 0,5 4,0 5,1
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 4,1 3,8 6,6 6,5 65,2 65,0
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 4,1 3,8 6,6 6,5 65,2 65,0
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 48,1 5,8 31,8 12,6 153,6 65,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 44,0 1,9 25,3 6,1 88,5 0,8
Periodenergebnis des Segments 44,7 0,3 25,0 5,2 84,3 - 10,1
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - - 6,4 0,4
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 3,1 2,3 4,6 10,2 73,8 90,6

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in Mio. € Industrielle

Beteiligungen/​ Konsolidierung
Konzern
Q1 2021 Q1 2020 Q1 2021 Q1 2020
--- --- --- --- ---
Außenumsatz 42,5 38,0 2.094,1 2.108,3
Umsatz mit anderen Segmenten 178,3 166,9 582,7 583,4
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 107,6 71,9
Segmentumsatz 220,8 204,9 2.784,3 2.763,6
Zinsertrag (konsolidiert) 0,6 1,5 1,9 2,4
Zinsertrag von anderen Segmenten 2,7 6,4 2,7 6,4
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 4,5 4,3
Segmentzinsertrag 3,3 7,9 9,1 13,2
Zinsaufwand (konsolidiert) 5,8 7,3 13,2 16,9
Zinsaufwand an andere Segmente 4,5 4,3 4,5 4,3
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 2,7 6,4
Segmentzinsaufwand 10,3 11,6 20,3 27,7
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 2,2 3,0 6,2 8,1
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 9,1 9,2 74,2 74,1
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 9,1 9,2 74,2 74,1
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 49,2 - 8,5 202,8 57,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 40,1 - 17,7 128,6 - 16,9
Periodenergebnis des Segments 33,0 - 21,3 117,3 - 31,4
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 42,5 - 18,7 36,1 - 18,3
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 5,3 4,3 79,1 94,9

Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. März 2021 der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse.

2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurden im Quartalsabschluss zum 31. März 2021 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahmen grundsätzlich keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden vorgenommen.

3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2021 wurde ein Rechnungszinssatz von 1,4 % zugrunde gelegt (31. Dezember 2020: 1,1%). Die daraus resultierende Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung Pensionen) und führt zu einer korrespondierenden Eigenkapitalerhöhung.

4. Der Ansatz der den Finanzierungsverbindlichkeiten zugeordneten Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen angesetzt.

In der nachfolgenden Darstellung sind die historischen Anschaffungskosten der Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten zu entnehmen, die nach IFRS 16 Leasingverhältnissen bilanziert sind:

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in Mio. € 31.03.2021 31.12.2020
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119,2 119,4
Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen 43,9 39,9
Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24,9 25,1
Langfristige Vermögenswerte 188,0 184,4
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22,1 19,9
Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen 18,6 16,4
Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15,9 14,6
Abschreibungen 56,6 50,8
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 137,0 139,5

Auf die langfristigen Leasingverbindlichkeiten entfallen 109,5 Mio. €. In den ersten drei Monaten 2021 ergaben sich zudem 6,6 Mio. € Abschreibungen, 0,7 Mio. € Zinsaufwendungen sowie Zahlungsmittelabflüsse von insgesamt 7,2 Mio. €.

5. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Salzgitter AG haben beschlossen, ein weiteres Betriebsgrundstück sowie das dazugehörige Verwaltungsgebäude des Geschäftsbereiches Handel zu verkaufen. Die Abwicklung der Veräußerungen ist bis Ende 2021 geplant.

Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsätze nach Geschäftsfeldern werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich in der Berichtsperiode auf 1,38 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Neben den Geschäftsbeziehungen zu vollkonsolidierten Tochtergesellschaften existieren Beziehungen zu Gesellschaften, die als nahestehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Die Kategorie der gemeinschaftlichen Tätigkeiten beinhaltet ausschließlich die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg. In der Kategorie der anderen nahestehenden Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen des Landes Niedersachsen.

Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen umfasst im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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in Mio. € Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen Forderungen Verbindlichkeiten
01.01.-31.03.2021 01.01.-31.03.2021 31.03.2021 31.03.2021
--- --- --- --- ---
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 3,3 3,6 3,6 2,6
Gemeinschaftsunternehmen 3,8 0,2 3,7 -
Gemeinschaftliche Tätigkeiten 1,6 0,2 30,0 38,2
Assoziierte Unternehmen - 0,0 0,2 0,0
Andere nahestehende Unternehmen 0,0 0,5 5,2 85,8

Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Haftungsausschluss

Einige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt - unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen - keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Die Quartalsmitteilung der Salzgitter AG steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.