AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

SAF-HOLLAND SE

Quarterly Report Aug 29, 2008

6218_10-q_2008-08-29_67ed93cc-11d4-47d0-bfd6-c859f6dd9c37.pdf

Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Werte bewegen.

HALBJAHRESBERICHT ZUM 30. JUNI 2008

Konzernkennzahlen

in Mio. e Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
Umsatzerlöse 458,0 411,6 238,7 199,1
Umsatzkosten 377,0 337,6 196,2 163,8
Bruttoergebnis 81,0 74,0 42,5 35,3
Periodenergebnis 17,3 3,1 9,7 -1,4
Ergebnis je Aktie in Euro1) 0,92 0,16 0,52 -0,08
Bereinigtes EBITDA 43,7 36,2 22,5 15,3
Bereinigtes EBIT 37,5 30,3 19,4 12,3
Operativer Cashflow2) 20,3 29,0 18,0 19,9

1) Die Anzahl der Aktien wird angenommen, als wäre die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30.06.2008 in den Jahren 2007 und 2008 unverändert gewesen.

2) Operativer Cashflow ist Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuer zahlungen.

Umsätze nach Regionen

in Mio. e Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
Europa 322,0 250,9 168,9 125,3
Nordamerika 136,0 160,7 69,8 73,8
Summe 458,0 411,6 238,7 199,1

Umsätze nach Business Units

in Mio. e Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
Trailer Systems 327,8 273,3 169,1 134,0
Powered Vehicle Systems 37,0 45,1 19,3 20,0
Aftermarket 93,2 93,2 50,3 45,1
Summe 458,0 411,6 238,7 199,1

Weitere Finanzdaten

in Mio. e 30.06.2008 31.03.2008 31.12.2007
Bilanzsumme 595,2 564,9 554,6
Eigenkapitalquote (in %) 19,7 19,9 19,5
Mitarbeiter (im Durchschnitt) 3.037 3.099 2.996
Umsatz je Mitarbeiter (in T e) 150,8 70,8 271,0

Inhaltsverzeichnis

  • 04 VORWORT DES MANAGEMENT BOARD
  • 06 HIGHLIGHTS
  • 07 DIE AKTIE

09 KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

  • 10 I Geschäfts- und Rahmenbedingungen
  • 10 II Überblick über den Geschäftsverlauf
  • 16 III Nachtragsbericht
  • 17 IV Risikobericht
  • 17 V Prognosebericht

18 KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

  • 19 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 20 Konzernbilanz
  • 21 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 22 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 23 Konzernanhang
  • 32 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
  • 34 FINANZ-GLOSSAR
  • 36 TECHNIK-GLOSSAR
  • 38 FINANZKALENDER UND KONTAKT
  • 39 IMPRESSUM

Vorwort des Management Board

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Aktionäre,

wir freuen uns, Ihnen für das 1. Halbjahr 2008 Rekordergebnisse zu präsentieren. Das pro fitable Wachstum reflektiert unsere starke Marktposition und bestätigt die strategischen Vorteile des Zusammenschlusses der Gesellschaften Holland und SAF im Jahr 2006. Unverändert ein Treiber unseres Geschäfts sind die steigenden Transportvolumina in globalisierten Märkten.

Nach einer außerordentlich dynamischen Entwicklung in den vergangenen Jahren haben steigende Rohstoffpreise und Inflationsängste in Europa zu einer Verlangsamung des Wachstums beigetragen. Nahezu unbeeindruckt davon scheinen die weltweiten Wachstumsregionen wie China ihren Aufschwung fortzusetzen und bestärken uns in unserem Kurs, das internationale Geschäft auszubauen. Dazu haben wir in diesem Jahr einen wichtigen Meilenstein gesetzt: Mit dem Kauf des Stützwinden-Geschäfts von Austin-Westran haben wir nicht nur unsere Marktposition in diesem Bereich ausgebaut, sondern zusätzlich eine Produktionsstätte in China erworben. Als einer der wenigen Systemanbieter für die Trailer- und Truck-Industrie ist SAF-HOLLAND in allen aussichtsreichen Wachstumsmärkten vertreten. Ob in Brasilien, Russland, Indien oder China – wir sind in Märkten aktiv, die uns attraktive Potenziale eröffnen. Und in Europa schließen wir eine wichtige strategische Lücke: Mit dem Kauf der Georg Fischer Verkehrstechnik GmbH, einer Tochtergesellschaft der Georg Fischer AG, rundet der Konzern sein europäisches Programm mit Sattelkupplungen ab und erweitert sein Trailer-Geschäft um den Lkw-Sektor in Europa.

Bei der Erhöhung unserer Produktivität und der Nutzung von Synergieeffekten durch den Zusammenschluss kommen wir zügig voran. So haben wir eine Tochtergesellschaft in Großbritannien verkauft und ein Werk in Deutschland geschlossen. Weitere Schritte sind in diesem Jahr geplant. Produktseitig werden wir auf der Leitmesse IAA für Nutzfahrzeuge unser Stützwinden-Programm, das bislang nur in Nordamerika verfügbar war, für Europa vorstellen. Und umgekehrt beginnt im 4. Quartal die Produktion von Achssystemen in Nordamerika.

SAF-HOLLAND sieht trotz eines mittlerweile gedämpften Umfelds gute Chancen, seine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 im unteren Bereich der angekündigten Zielkorridore von 900 bis 950 Mio. Euro Umsatz und 8,0 bis 8,5 Prozent bereinigte EBIT-Marge zu erreichen. Unsere Maßnahmen wie der Kauf des Stützwinden-Geschäfts von Austin-Westran und die Aufnahme der Produktion unserer eigenen Achssysteme in Nordamerika im 4. Quartal sorgen dafür, dass SAF-HOLLAND langfristig auf Wachstum eingestellt ist – ganz im Sinne unserer Kunden, Geschäftspartner, Aktionäre und Mitarbeiter.

Mit freundlichen Grüßen

Rudi Ludwig Chief Executive Officer (CEO)

05

Highlights 1. Halbjahr 2008

  • >> KONZERNUMSATZ STEIGT IM 1. HALBJAHR 2008 UM 11,3% AUF 458,0 MIO. EURO, WECHSELKURSBEREINIGT UM 16,3% AUF 478,5 MIO. EURO
  • Business Unit Trailer Systems mit Umsatzplus von 19,9%
  • Business Unit Powered Vehicle Systems verbessert Marge
  • Business Unit Aftermarket erzielt erstmals Umsatz (wechselkursbereinigt) über Vorjahreszeitraum

>> ERGEBNIS DEUTLICH VERBESSERT

  • Periodenergebnis erhöht sich auf 17,3 Mio. Euro von 3,1 Mio. Euro
  • Bereinigtes EBIT steigt um 23,8% auf 37,5 Mio. Euro
  • Bereinigte EBIT-Marge mit 8,2% im Zielkorridor für 2008
  • >> ERGEBNIS JE AKTIE ERREICHT 0,92 EURO
  • >> ERSTMALS DIVIDENDE AUSGESCHÜTTET: AKTIONÄRE ERHIELTEN IM APRIL 42,47 EURO-CENT JE ANTEIL
  • >> EIGENKAPITALQUOTE MIT 19,7% LEICHT VERBESSERT
  • >> NEUE KREDITVEREINBARUNG SENKT ZINSAUFWAND
  • >> MARKTPOSITION IN CHINA MIT AKQUISITION DES STÜTZWINDEN-GESCHÄFTS VON AUSTIN-WESTRAN GESTÄRKT
  • >> ERWERB DER GEORG FISCHER VERKEHRSTECHNIK GMBH STÄRKT MARKTPOSITION VON SAF-HOLLAND IN DER EUROPÄISCHEN LKW-INDUSTRIE
  • >> REORGANISATION VERLÄUFT PLANMÄSSIG: STANDORT SCHLOSS HOLTE VERKAUFT UND PRODUKTION VERLAGERT
  • >> STRATEGISCHE KOOPERATION MIT DAF-PARTS GESTARTET ZAHL DER SERVICE-STÜTZPUNKTE STEIGT AUF WELTWEIT RUND 8.000 STATIONEN
  • >> AUSBLICK 2008
  • Umsatz am unteren Ende des erwarteten Zielkorridors von 900 bis 950 Mio. Euro
  • Bereinigte EBIT-Marge am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 8,0 bis 8,5%

Die Aktien der SAF-HOLLAND S.A. sind seit dem 26. Juli 2007 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN: LU0307018795). Im Rahmen des IPO wurden 5,12 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung (zum Ausgabepreis von 19,00 Euro je Aktie) sowie 2,38 Mio. Aktien aus dem Bestand der Altaktionäre bei institutionellen Investoren platziert. Mit dem Emissionserlös von 97,3 Mio. Euro aus der Kapitalerhöhung hat der Konzern in erster Linie Gesellschafterdarlehen, Verkäuferdarlehen und Bankverbindlichkeiten getilgt. Außerdem wurden Vorzugsaktien und wandelbare Vorzugsaktien zurück gezahlt sowie IPOund Transaktionskosten beglichen.

Das 1. Halbjahr 2008 war geprägt von weiterhin schlechten Konjunkturaussichten in den USA sowie der Verunsicherung auf den internationalen Finanzmärkten. Die anhaltende US-Immobilienkrise sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten internationaler Banken, vor allem Hypothekenbanken, schürten zudem Rezessionsängste. Hinzu kamen steigende Rohstoffpreise und Inflationstendenzen im Euroraum, die die Finanzmärkte stark belasteten und zu volatilen Kursentwicklungen führten.

Die Aktie von SAF-HOLLAND hat sich im 1. Halbjahr parallel zu den führenden deutschen Aktienindizes entwickelt. Während der SDAX in den ersten sechs Monaten des Jahres um 18,4% und der DAX um 20,2% fiel, ging der Aktienkurs des Konzerns von 13,68 Euro zu Jahresbeginn um 19,6% auf 11,0 Euro zum Stichtag 30. Juni 2008 zurück. Ihren höchs ten Schlusskurs erreichte die SAF-HOLLAND-Aktie am 2. Januar 2008 mit 14,19 Euro, am 17. März lag ihr tiefster Wert bei 9,20 Euro.

SAF-HOLLAND S.A. ist der enge Dialog mit Anlegern und Analysten wichtig. Daher hat die Gesellschaft ihre Roadshow-Aktivitäten im 1. Halbjahr nochmals erhöht. Neben Analystenkonferenzen im März und Mai stellte sich das Management auf zehn Roadshows innerhalb Europas und der USA dem Gespräch mit internationalen Investoren. Zusätzlich nahm die Berenberg Bank im 2. Quartal als siebtes Wertpapierhaus die Coverage für SAF-HOLLAND auf. Das wachsende Interesse der Analysten und Bankhäuser spiegelt nach Ansicht der Gesellschaft das Vertrauen in die Wachstumsstrategie des Konzerns wider.

Auf der Hauptversammlung am 24. April 2008 in Luxemburg stimmten die Aktionäre der SAF-HOLLAND S.A. allen Vorschlägen von Management Board und Board of Directors zur Tagesordnung zu. Sie beschlossen eine Dividende in Höhe von 42,47 Euro-Cent je Aktie, was bezogen auf den Schlusskurs des zurückliegenden Geschäftsjahres einer attraktiven Dividendenrendite von 3,1% entspricht.

Analystenempfehlungen1)

Institution Analyst Empfehlung Kursziel (5) Datum
Société Générale Frédéric Labia Neutral 20,00 06.11.2007
Morgan Stanley David Cramer / Adam Jonas Overweight 25,00 29.11.2007
Sal. Oppenheim Ulrich Scholz Buy 21,00 20.12.2007
HSBC Trinkaus & Burkhart AG Niels Fehre Overweight 20,00 07.05.2008
Viscardi AG Robert Willis / Isabell Friedrichs Buy 20,00 14.05.2008
Dresdner Kleinwort Saul Rans / Georg Remshagen Buy 15,80 11.06.2008
Berenberg Bank Christian Ludwig Buy 19,00 17.07.2008
equinet AG2) Mathias Heymann Buy 14,00 04.08.2008

1) Die Übersicht enthält Banken und Wertpapierhäuser, die regelmäßig Kommentare, Bewertungen und Empfehlungen zur SAF-HOLLAND-Aktie vornehmen. SAF-HOLLAND kann keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Darstellung übernehmen. Die von den aufgeführten Analysten ge mach ten Empfehlungen geben nur die Auffassung dieser Analysten wieder und stellen nicht die Meinung von SAF-HOLLAND dar.

2) Aufnahme der Coverage im

  1. Quartal 2008.
Aktionärsstruktur Angaben in %
Pamplona Capital Partners I, LP 34,5
Management 12,3
Frühere Eigentümer 13,4
Streubesitz 39,8
Stand: 30.06.2008

Konzern-Zwischenlagebericht

  • 10 I GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
  • 10 II ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
  • 10 II.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • 11 II.2 Wesentliche Ereignisse im 1. Halbjahr 2008
  • 12 II.3 Umsatzentwicklung
  • 13 II.4 Ergebnisentwicklung
  • 14 II.5 Geschäftsverlauf in den Business Units
  • 15 II.6 Finanzierung
  • 15 II.7 Investitionen
  • 15 II.8 Liquiditätslage
  • 16 II.9 Vermögenslage
  • 16 II.10 Mitarbeiter
  • 16 II.11 Forschung und Entwicklung
  • 16 III NACHTRAGSBERICHT
  • 17 IV RISIKOBERICHT
  • 17 V PROGNOSEBERICHT

Konzern-Zwischenlagebericht Für das 1. Halbjahr 2008 der SAF-HOLLAND S.A.

I GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Die SAF-HOLLAND S.A. zählt zu den weltweit führenden Herstellern und Anbietern von hochwertigen Produktsystemen und Bauteilen vorrangig für Trailer sowie für Lkw, Busse und Wohnmobile. Die Produktpalette umfasst Achs- und Federungssysteme, Sattel- und An hängerkupplungen, Königszapfen und Stützwinden.1) Zum Unternehmen gehören 21 Pro duktionsstandorte in Europa, Nordamerika, Brasilien, Australien, China und Indien. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über ein Servicenetz mit weltweit rund 8.000 Stationen.

Die Gesellschaft wurde im Dezember 2005 für den Erwerb der SAF-Gruppe gegründet, eines europäischen Marktführers für Herstellung und Vertrieb von Achsen und Achs systemen für die Trailerindustrie. Die Akquisition erfolgte auf indirektem Weg über zwei Zwischengesellschaften zum 31.03.2006. Ebenfalls über eine Zwischengesellschaft wurde zum 18.12.2006 die Übernahme der US-amerikanischen Holland-Gruppe, eines amerika nischen Marktführers im Bereich Komponenten und Systeme für die Truck- und Trailer industrie, abgewickelt. Entsprechend der Kundenstruktur ist der Konzern in die drei Business Units Trailer Systems, Powered Vehicle Systems und Aftermarket gegliedert.

II ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

II.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltweit trüben sich die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum ein. Ausgehend von den USA greifen die Finanzkrise und die daraus resultierende konjunkturelle Abschwächung zunehmend auf andere Regionen über. Zugleich liegen die Rohstoffpreise, insbesondere für Rohöl, auf Rekordniveau und sorgen damit für steigende Betriebskosten bei Nutzern wie beispielsweise Speditionen. Auch der schwache Dollar belastet die europäischen Unternehmen, da sich Exporte entsprechend verteuern. In Summe soll die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 4,1% wachsen (Vj: 5,0%). Besonders schwach sind die Erwartungen für die USA mit einem Anstieg um 1,3% (Vj: 2,2%). Für die Eurozone wird ein Wachstum von 1,7% (Vj: 2,6%) und für Deutschland von 2,0% (Vj: 2,5%) prognostiziert. Auch in den Wachstumsmärkten dürfte sich die Konjunktur abkühlen, aber auf deutlich höherem Niveau: Für China wird ein Zuwachs von 9,7% (Vj: 11,9%), für Brasilien von 4,9% (Vj: 5,4%) vorausgesagt. Für das nächste Jahr wird weltweit ebenfalls ein weiterer Rückgang der Wachstumsdynamik erwartet.2)

Der europäische Trailermarkt – für SAF-HOLLAND der größte Absatzmarkt – entwickelte sich im 1. Halbjahr weiterhin positiv. Angesichts der sehr hohen Nachfrage zu Jahresbeginn und des Rekordniveaus 2007 soll das Geschäft nach Ansicht von Marktkennern auf Jahressicht an Dynamik verlieren. Nach Meinung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zeichnet sich in der deutschen Anhänger- und Aufbautenindustrie nach der Boomphase der vergangenen Jahre nun eine Normalisierung ab. Auf dem Inlandsmarkt wurden demnach seit Jahresbeginn über 143.000 Anhänger abgesetzt, das entspricht laut VDA dem Vorjahresniveau. Für 2009 wird mit einem Rückgang gerechnet – daher agieren die Trailerproduzen ten zunehmend vorsichtig. Die sich abzeichnende Marktschwäche in den westeuropäischen Ländern könnte durch die wachsende Nachfrage in anderen Ländern ausgeglichen werden. Das Truckgeschäft in den USA entwickelt sich derzeit auf erwartet niedrigem Niveau,

1) Wichtige finanztechnische und produktspezifische Begriffe sind im Glossar auf den Seiten 34 bis 37 erläutert.

2) IWF, World Economic Outlook, Juli 2008.

vergleichbar mit dem 2. Halbjahr 2007. Mittel- bis langfristig dürfte die Nachfrage nach Transportkapazität angesichts der globalen Handelsströme weiter zulegen.

II.2 Wesentliche Ereignisse im 1. Halbjahr 2008

Im 1. Halbjahr 2008 hat die SAF-HOLLAND S.A. sowohl Umsatz als auch Periodenergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum kräftig gesteigert. Ausschlaggebend waren vor allem die starke Marktposition in Europa und ein deutlicher Zuwachs im Trailergeschäft. Einhergehend mit der positiven Entwicklung hat die Gesellschaft den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten fortgesetzt.

Wesentlicher Fokus von SAF-HOLLAND ist der Ausbau seiner internationalen Aktivitäten in den Wachstumsmärkten. Diesen Weg setzte das Unternehmen im 2. Quartal erfolgreich fort: Mit der Akquisition des Stützwinden-Geschäfts von Austin-Westran hat SAF-HOLLAND seine Präsenz in China, einem der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte für Nutzfahr zeuge, gestärkt. Der Erwerb des nordamerikanischen Unternehmens schloss die Stützwinden-Produktion in Xiamen, Südchina, ein.

Durch den Abschluss eines Kooperationsvertrags mit DAF-Parts, einem Tochterunternehmen von DAF-Trucks, hat SAF-HOLLAND sein internationales Servicenetzwerk von 7.000 auf über 8.000 Service-Stützpunkte vergrößert. Damit verwirklichte die Gesellschaft einen weiteren Schritt zum Ausbau des Ersatzteilgeschäfts. Ziel ist es, den Anteil des Aftermarket-Segments mittelfristig von 20% auf 25% des Konzernumsatzes zu erhöhen.

Die ordentliche Hauptversammlung der SAF-HOLLAND S.A. am 24.04.2008 folgte dem Vorschlag von Management Board und Board of Directors, für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende in Höhe von 42,47 Euro-Cent je Aktie zu zahlen. Insgesamt betrug die Ausschüttungssumme 8,0 Mio. Euro, was einer Dividendenrendite von 3,1% entspricht.

Im Berichtszeitraum hat SAF-HOLLAND seine Aktivitäten vorangebracht, um die Produk tivität des Konzerns weiter zu erhöhen. Das betrifft vor allem die Konsolidierung von Standorten in Europa und Nordamerika, um zügig Synergien aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen SAF und Holland zu realisieren. So wurde im 1. Quartal ein Standort in Großbritannien an einen Kunden verkauft und im Juli folgten Schließung und Verkauf eines Standortes in Schloss Holte, Ostwestfalen. Mit der damit verbundenen Ver lagerung der Produktion von Königszapfen und Sattelkupplungen in ein bestehendes Achsenwerk nach Wörth in Bayern profitiert das Unternehmen von einer besseren Ausnutzung seiner Produktionsflächen und senkt gleichzeitig die Infrastrukturkosten sowie den Verwaltungsaufwand.

1) Unter Berücksichtigung des US-\$/Euro-Wechselkurses zum 19.02.2008; unter Berücksichtigung des Wechselkurses zum 30.06.2008: rund 320 Mio. Euro.

Zur langfristigen Senkung der Fremdkapitalkosten trägt der Abschluss einer neuen Kreditvereinbarung in Höhe von 325 Mio. Euro1) bei. Die neue Finanzierung hat eine Laufzeit von fünf Jahren und senkt die Kreditkosten um 1,00 bis 1,25 Prozentpunkte.

II.3 Umsatzentwicklung

Nach dem überdurchschnittlich hohen Wachstum des europäischen Trailer- und Lkw-Marktes im vergangenen Jahr hat sich diese Dynamik im 2. Quartal 2008 abgeschwächt. Im 1. Halbjahr 2008 erhöhte SAF-HOLLAND den Umsatz dennoch kräftig um 11,3% auf 458,0 Mio. Euro (Vj: 411,6). Bereinigt um Wechselkurseffekte stieg der Umsatz sogar um 16,3% auf 478,5 Mio. Euro (Vj: 411,6). Allein im 2. Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 19,9% auf 238,7 Mio. Euro (Vj: 199,1) und übertraf somit die gute Entwicklung der ersten drei Monate. Wachstumstreiber waren weiterhin das Europa-Geschäft, das in den ersten sechs Monaten um 28,3% auf 322,0 Mio. Euro (Vj: 250,9) zulegte und damit 70,3% zum Konzernumsatz beitrug. In den USA wirkt sich beim Vergleich der Berichtszeiträume 2008 und 2007 noch das von Sondereffekten beeinflusste sehr gute 1. Quartal 2007 aus. Ausschlaggebend waren neue Emissionsvorschriften in den USA, die in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres noch zu Vorzieheffekten führten und den Absatz von Zugmaschinen überdurchschnittlich erhöhten. Vor diesem Hintergrund gingen die Um satz erlöse in den USA im 1. Halbjahr 2008 erwartungsgemäß um 15,4% auf 136,0 Mio. Euro (Vj: 160,7) zurück, wechselkursbereinigt nur um 2,6% auf 156,5 Mio. Euro (Vj: 160,7).

Umsatzentwicklung nach Regionen

Angaben in Mio. 1 Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
Europa 322,0 70,3% 250,9 61,0% 168,9 125,3
Nordamerika 136,0 29,7% 160,7 39,0% 69,8 73,8
Summe 458,0 100,0% 411,6 100,0% 238,7 199,1

Umsatzentwicklung nach Regionen (wechselkursbereinigt)

Angaben in Mio. 1 Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
Europa 322,0 67,3% 250,9 61,0% 168,9 125,3
Nordamerika 156,5 32,7% 160,7 39,0% 80,9 73,8
Summe 478,5 100,0% 411,6 100,0% 249,8 199,1

Umsatzentwicklung nach Business Units

Gesamt 458,0 100,0% 411,6 100,0% 238,7 199,1
Aftermarket 93,2 20,3% 93,2 22,6% 50,3 45,1
Powered Vehicle Systems 37,0 8,1% 45,1 10,9% 19,3 20,0
Trailer Systems 327,8 71,6% 273,3 66,4% 169,1 134,0
Angaben in Mio. 1 Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
334,8 70,0% 273,3 66,4% 172,7 134,0
42,6 8,9% 45,1 11,0% 22,4 20,0
101,1 21,1% 93,2 22,2% 54,7 45,1
478,5 100,0% 411,6 100,0% 249,8 199,1

Umsatzentwicklung nach Business Units (wechselkursbereinigt)

II.4 Ergebnisentwicklung

1) Die Anzahl der Aktien wird dabei angenommen, als wäre die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30.06. in den Jahren 2007 und 2008 unverändert gewesen.

Bereinigtes EBIT im 1. Halbjahr

2. Quartal fort. Das Periodenergebnis legte bis Ende Juni 2008 um mehr als das Fünffache auf 17,3 Mio. Euro (Vj: 3,1) zu, da Transaktions- und Integrationskosten das Ergebnis im Vorjahreszeitraum belasteten. Zugleich hat der Konzern im 1. Halbjahr 2008 die Vertriebskosten trotz steigender Umsätze reduziert und die Finanzaufwendungen gesenkt. Das Ergebnis je Aktie stieg signifikant auf 0,92 Euro nach 0,16 Euro je Aktie im Vorjahreszeitraum.1) Die Bruttomarge lag mit 17,7% (Vj: 18,0%) zwar noch leicht unter dem Vorjahreswert, konnte jedoch um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem 1. Quartal 2008 aufholen.

Die Ergebnisverbesserung, die SAF-HOLLAND im 1. Quartal verzeichnete, setzte sich im

Der Zusammenschluss der Unternehmen SAF und Holland Ende 2006 und der Börsengang 2007 haben Kosten verursacht, die nicht originär dem operativen Geschäft des Konzerns zuzurechnen sind. Um ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Ertragslage zu vermeiden, weist SAF-HOLLAND deshalb bereinigte Ergebnisgrößen aus. Das EBIT wurde um die Effekte aus der Kaufpreisallokation nach dem Zusammenschluss der Gesellschaften sowie um Trans aktions- und Integrationskosten bereinigt. Das bereinigte EBIT stieg von 30,3 Mio. Euro auf 37,5 Mio. Euro 2008. Gleichzeitig erhöhte sich die bereinigte EBIT-Marge auf 8,2% (Vj: 7,4%) – sie liegt damit im Zielkorridor für das Jahr 2008.

Überleitung für bereinigte Ergebnisgrößen

Angaben in Mio. € Q1–Q2/2008 Q1–Q2/2007 Q2/2008 Q2/2007
EBIT 33,5 16,3 17,4 2,0
EBITDA 42,7 25,5 22,0 6,6
Bereinigtes EBIT/EBITDA
Abschreibungen aus PPA2) 3,0 3,3 1,5 1,7
Step-up-Vorräte aus PPA2) 0,3 1,2 0,3 0
Transaktions- und Integrationskosten 0,7 9,5 0,2 8,6
Bereinigtes EBIT 37,5 30,3 19,4 12,3
Abschreibungen 6,2 5,9 3,1 2,9
Bereinigtes EBITDA 43,7 36,2 22,5 15,2

2) Kaufpreisallokation (PPA) nach dem Erwerb der SAF-Gruppe und der Holland-Gruppe 2006.

II.5 Geschäftsverlauf in den Business Units

Übersicht über die Business Units

Business Unit
Trailer Systems
Business Unit
Business Unit
Powered Vehicle Systems
Aftermarket
Total
Angaben in Mio. 1 Q1–Q2
2008
Q1–Q2
2007
Q1–Q2
2008
Q1–Q2
2007
Q1–Q2
2008
Q1–Q2
2007
Q1–Q2
2008
Q1–Q2
2007
Umsatzerlöse 327,8 273,3 37,0 45,1 93,2 93,2 458,0 411,6
Umsatzkosten 285,3 236,8 31,5 38,7 60,2 62,2 377,0 337,6
Bruttoergebnis 42,5 36,5 5,5 6,4 33,0 31,0 81,0 74,0
in % vom Umsatz 13,0 13,4 14,8 14,2 35,4 33,3 17,7 18,0

Das dynamische Wachstum der Trailer Business Unit im 1. Quartal wurde im 2. Quartal übertroffen. In den Monaten April bis Juni stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zur Vorjahresperiode um 26,2% auf 169,1 Mio. Euro (Vj: 134,0). Für das 1. Halbjahr verzeichnete das Trailersegment ein Wachstum von 19,9% auf 327,8 Mio. Euro (Vj: 273,3), wechselkursbereinigt um 22,5% auf 334,8 Mio. Euro (Vj: 273,3) Die Business Unit profitierte vor allem von ihrer starken Marktstellung und der zu Jahresbeginn noch hohen Wachstumsdynamik der europäischen Trailerindustrie. Die Bruttomarge verringerte sich leicht von 13,4% auf 13,0%. Ausschlaggebend waren Produktanpassungen, ein veränderter Kundenmix sowie Materialpreissteigerungen, die nur mit einer gewissen Zeitverzögerung an den Markt weitergegeben werden konnten. SAF-HOLLAND beabsichtigt, sein europäisches Achsen geschäft um die Produkte der ehemaligen Holland-Gesellschaft zu ergänzen. Dazu wird auch der im April getätigte Kauf des Stützwinden-Geschäfts von Austin-Westran einen wichtigen Beitrag leisten. So ist geplant, die in China produzierten Stützwinden-Kompo nen ten nach Europa zu transportieren, wo sie montiert und schließlich an die europäischen Kunden aus geliefert werden.

Nach einer äußerst erfolgreichen Vorjahresperiode ging der Umsatz in der Business Unit Powered Vehicle Systems erwartungsgemäß auf 37,0 Mio. Euro (Vj: 45,1) zurück. Einflussfaktoren waren die Wechselkurseffekte, da die Business Unit derzeit ausschließlich im amerika nischen Markt agiert, und die regulatorisch bedingten Vorzieheffekte bis einschließlich Anfang 2007. Der um die Wechselkurse bereinigte Umsatz sank von 45,1 Mio. Euro auf 42,6 Mio. Euro 2008. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten konnte das Segment seinen Umsatz im 2. Quartal deutlich beleben. Mit 19,3 Mio. Euro (Vj: 20,0) lagen die Erlöse in diesem Zeitraum 3,5% unter dem Vorjahreswert, wechselkursbereinigt verzeichnete das Segment hingegen ein Wachstum von 12,0% auf 22,4 Mio. Euro (Vj: 20,0). Ein besserer Kunden-Produkt-Mix erhöhte die Bruttomarge des Produktsegments von 14,2 auf 14,8%. SAF-HOLLAND hat dank seiner guten Marktposition einen staatlichen Auftrag in Nord amerika erhalten. Die Auslieferung der Produkte hat im 2. Quartal begonnen, die Laufzeit des Auftrags beträgt sechs Jahre.

Die Business Unit Aftermarket verzeichnete erstmals einen konstanten Umsatz von 93,2 Mio. Euro (Vj: 93,2). Wechselkursbereinigt konnte das Segment das Vorjahresniveau um 8,5% auf 101,1 Mio. Euro (Vj: 93,2) übertreffen. Die Auswahl neuer Bezugsquellen verbesserte zudem die Bruttomarge des Segments von 33,3 auf 35,4%. Das Aftermarket-Geschäft trägt maßgeblich zum Erfolg von SAF-HOLLAND bei. Zum einen erhält das Unternehmen über den direkten Zugang zum Endkunden wichtige Anregungen für seine Produktentwicklungen, zum anderen kann die Gesellschaft ihre Kunden schnell und zuverlässig mit Ersatzteilen versorgen. Ganz im Interesse der Nutzer legt SAF-HOLLAND ein besonderes Augenmerk auf die sogenannten Costs of Ownership. Damit sollen die über die Lebenszeit eines Produktes anfallenden Kosten möglichst niedrig gehalten werden. Einfluss darauf haben neben den Betriebs- und Gewährleistungskosten auch entgangene Einkünfte durch Ausfallzeiten. Mit gewichtsre duzierten Produkten, hoher Qualität und einem international ausgebauten Servicenetzwerk leistet SAF-HOLLAND dazu wegweisende Beiträge. So hat das Unternehmen erst im Mai einen Servicevertrag mit DAF-Parts abgeschlossen, um den Kunden noch zeitnäher und zuverlässiger Reparatur- und Ersatzteil-Leistungen anbieten zu können. Insgesamt wurde das bestehende Netzwerk von 7.000 auf nunmehr über 8.000 Servicestellen erweitert.

II.6 Finanzierung

Im 1. Halbjahr 2008 profitierte der Konzern von der Reduzierung der Verschuldung und erstmals von den neuen Finanzierungskonditionen. Dadurch sanken die Finanzaufwendungen erheblich – auf 8,4 Mio. Euro nach 13,4 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Die neue Kreditlinie hat ein Volumen von 325 Mio. Euro (auf Basis der Wechselkurse zum 30.06.2008: rund 320,1 Mio. Euro). Sie ist untergliedert in einen Kredit über 140 Mio. Euro mit einer halbjährlichen Tilgung von 5,5 Mio. Euro und einen flexiblen Kreditrahmen (Revolving Credit Facility) von 185 Mio. Euro. Der Kreditrahmen hat eine Laufzeit von fünf Jahren und senkt die Finanzierungskosten um 1,00 bis 1,25 Prozentpunkte. Die Finanzierung, bereitgestellt durch ein Konsortium unter Führung von Dresdner Kleinwort und UniCredit, bestätigt das Vertrauen in die strategische Ausrichtung von SAF-HOLLAND. Überdies hat die Gesellschaft planmäßig ihre Vorbereitungen vorangetrieben, um bis Ende 2008 das Cash-Pooling in Europa und Nordamerika weiter zu automatisieren.

II.7 Investitionen

SAF-HOLLAND hat im 1. Halbjahr 2008 insgesamt rund 18,1 Mio. Euro (Vj: 7,8) investiert. Die Mittel flossen vor allem in die Kapazitätserweiterung und in den Erwerb des Stütz winden-Geschäfts von Austin-Westran.

II.8 Liquiditätslage

Der Konzern verfügte zum Stichtag 30.06.2008 über liquide Mittel in Höhe von 20,9 Mio. Euro (31.12.2007: 27,8) Euro. Grund für den Rückgang ist ein erhöhter Working-Capital-Bedarf, der vor allem aus den planmäßig gestiegenen Vorräten resultiert. Mit Blick auf die steigenden Rohstoffpreise, die Verlagerung je eines Werks in Deutschland und Nordamerika sowie einen großen Projektauftrag wurden die Vorräte erhöht. Bis zum Jahresende 2008 will SAF-HOLLAND den Working-Capital-Bedarf um 20 Mio. Euro verringern – ein entsprechendes Projekt wurde bereits gestartet.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuerzahlungen betrug im 1. Halbjahr 20,3 Mio. Euro (Vj: 29,0). Er spiegelt die gewachsene Geschäftstätigkeit, die größere Fertigungskapazität in der Achsproduktion und den steigenden Umsatz in Form von höheren Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wider. Der Cashflow aus Inves titionstätigkeit lag bei -20,3 Mio. Euro (Vj: -14,7). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

war im Berichtszeitraum mit -0,1 Mio. Euro (Vj: -11,3) nahezu ausgeglichen. Er ist geprägt von der erstmaligen Zahlung einer Dividende von insgesamt 8,0 Mio. Euro (entspricht 42,47 Euro-Cent je Aktie) und dem Abschluss der neuen Finanzierung, woraus Ein- und Auszahlungen in identischer Höhe resultieren. Im Vergleich zum 30.06.2007 stiegen die liquiden Mittel leicht auf 20,9 Mio. Euro (Vj: 18,5).

II.9 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2008 auf 595,2 Mio. Euro (31.12.2007: 554,6). Die langfristigen Schulden gingen leicht auf 328,4 Mio. Euro (31.12.2007: 329,2) zurück. Im Vergleich zum Stichtag 30.06.2007 reduzierten sie sich infolge des Börsengangs erheblich um 89,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht im 1. Halbjahr auf 19,7% (31.12.2007: 19,5%).

II.10 Mitarbeiter

Im 1. Halbjahr beschäftigte der Konzern durchschnittlich 3.037 Mitarbeiter (Vj: 2.949). Der Anstieg resultiert vor allem aus dem Kauf des Stützwinden-Geschäfts von Austin-Westran. Der Umsatz je Mitarbeiter belief sich im 1. Halbjahr auf rund 151.000 Euro (Vj: rund 140.000).

II.11 Forschung und Entwicklung

SAF-HOLLAND hat im 1. Halbjahr die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung leicht auf 6,0 Mio. Euro (Vj: 5,9) erhöht. Die F&E-Quote betrug 1,3% (Vj: 1,4%). Der Konzern konzentriert sich vor allem darauf, mit innovativen Produkten seine gute Marktposition als Premiumanbieter auszubauen. Im Mittelpunkt der F&E-Aktivitäten steht der Technologieaustausch zwischen Nordamerika und Europa. So wird auf der Nutzfahrzeug-IAA im Herbst eine neue Generation von Sattelstützen vorgestellt. Überdies zeigt der Konzern erstmals in Europa die Sattelkupplung "Holland FWAL Lightweight", die bislang ausschließlich in Nordamerika vertrieben wurde. Durch die Verwendung von Aluminium ist die Sattelkupplung deutlich leichter als herkömmliche Lösungen aus Guss oder Stahl. Durch das geringere Gewicht sinkt der Spritverbrauch oder erhöht sich die Zuladung.

III NACHTRAGSBERICHT

Die SAF-HOLLAND S.A. hat im Juli planmäßig die Verlagerung ihrer Produktion von Königszapfen und Sattelkupplungen aus dem früheren Holland-Werk in Schloss Holte, Ostwest falen, in die Achsenproduktionsstätte im bayerischen Wörth abgeschlossen. Damit setzte die Gesellschaft eine der im Rahmen des Zusammenschlusses von Holland und SAF vorgesehenen Maßnahmen zur Straffung ihrer Produktionseinheiten um.

Die Gesellschaft übernimmt alle Kapitalanteile an der Georg Fischer Verkehrstechnik GmbH, Singen, einer Tochtergesellschaft der Georg Fischer AG, Schaffhausen (Schweiz). Die Akquisition ist ein wichtiger Schritt in der Wachstumsstrategie von SAF-HOLLAND: Durch sie stärkt die Gesellschaft ihre Position in den europäischen Märkten für Sattelkupplungen und wird zu einem bedeutenden Zulieferer der europäischen Lkw-Industrie. Die Georg Fischer Verkehrstechnik GmbH produziert und vertreibt Sattelkupplungen und Trilex-Räder für den Nutzfahrzeugsektor und erwirtschaftete 2007 mit rund 80 Mitarbeitern einen Umsatz von

über 60 Mio. Euro. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der Kartellbehörden. Es ist geplant, die Akquisition über einen Mix aus Fremdkapital und zusätzlichem Eigenkapital zu finanzieren. Das notwendige Fremdkapital ist durch eine Kreditlinie abgesichert, die durch ein Bankenkonsortium unter Führung von Dresdner Kleinwort und Unicredit Group im Februar 2008 bereitgestellt wurde. Hinsichtlich des zusätzlichen Eigenkapitals wird das Board of Directors der SAF-HOLLAND S.A. eine Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital um knapp unter 10 Prozent beschließen. SAF-HOLLAND beabsichtigt, die neuen Aktien bei institutionellen Investoren in Europa zu platzieren und damit den Freefloat zu erhöhen. Pamplona Capital Partners I LP, die über 34,5 Prozent der Aktienanteile von SAF-HOLLAND S.A. verfügen, beabsichtigen, einen wesentlichen Teil der Kapitalerhöhung zu zeichnen. Zusätzlich haben sie eine Garantie zur Zeichnung aller nicht platzierten neuen Aktien abgegeben. Die Kapitalerhöhung wird durch das Bankhaus HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG koordiniert.

IV RISIKOBERICHT

Die Risiken für den Konzern sind unverändert überschaubar. Im Vergleich zum Risikoprofil zum Ende des Geschäftsjahres 2007, veröffentlicht im Geschäftsbericht 2007, ist jedoch zusätzlich der unerwartet stark gestiegene Ölpreis zu nennen. Dieselpreise auf Rekord niveau erhöhen die Betriebskosten für die Spediteure und andere Nutzer, die sie nicht in vollem Umfang an die eigenen Kunden weitergeben können. Speditionen und Hersteller halten sich daher bei Investitionen zurück. SAF-HOLLAND verfolgt deshalb kontinuierlich den Ansatz, leistungsstarke Produkte zu entwickeln, welche die laufenden Betriebskosten des Endkunden senken. Für alle bekannten Risiken ist ausreichend Vorsorge getroffen. Der Bestand der Gesellschaft ist auch weiterhin gesichert.

V PROGNOSEBERICHT

Volatile Energie- und Rohstoffpreise, Wechselkursschwankungen zwischen Euro und Dollar sowie die Auswirkungen der Finanzkrise werden auch in den nächsten Monaten die Wachstumserwartungen in den amerikanischen und europäischen Trailer- und Truck-Märkten bestimmen und beeinflussen somit das Kaufverhalten der Endkunden wie beispielsweise Speditionen. Die konjunkturelle Abkühlung in Europa hat die Wachstumsdynamik der Trailer- und Truck-Industrie bereits abgeschwächt. Vor diesem Hintergrund geht SAF- HOLLAND davon aus, dass sich in Europa im Jahresverlauf das Geschäft auf einem im Vergleich zum Vorjahr moderateren Niveau bewegen wird. In Nordamerika dürfte es sich angesichts der Immobilienkrise und anhaltender Rezessionsängste 2008 erwartungs gemäß weiter schwach entwickeln.

Wachstumsimpulse erwartet der Konzern vor allem im weiterhin ertragreichen Aftermarket-Segment, das zudem in Nordamerika von einer ersten Belebung des Ersatzteilmarktes profitiert. Im Bereich Powered Vehicle Systems wird sich ein staatlicher Auftrag auf die Umsatzentwicklung vom 4. Quartal an positiv auswirken. SAF-HOLLAND sieht trotz eines mittlerweile gedämpften Umfelds gute Chancen, seine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 im unteren Bereich der angekündigten Zielkorridore von 900 bis 950 Mio. Euro Umsatz und 8,0 bis 8,5 Prozent bereinigte EBIT-Marge zu erreichen.

Konzern-Zwischenabschluss

  • KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
  • KONZERNBILANZ
  • KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
  • KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
  • ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
  • 1 INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN
  • 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
  • 23 2.1 Grundlagen der Erstellung des Zwischenabschlusses
  • 23 2.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • 3 DIVIDENDEN
  • 4 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
  • 5 ERTRAGSTEUERN
  • 6 SACHANLAGEN
  • 7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
  • 8 GEWINNRÜCKLAGEN
  • 9 ERGEBNIS JE AKTIE
  • 10 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
  • 11 KAPITALFLUSSRECHNUNG
  • 12 VERZINSLICHE DARLEHEN UND AUSLEIHUNGEN
  • 13 FINANZINSTRUMENTE
  • 14 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2008

Angaben in T 1 Anhang 01.01.08
–30.06.08
01.01.07
–30.06.07
01.04.08
–30.06.08
01.04.07
–30.06.07
Umsatzerlöse (4) 457.981 411.645 238.705 199.055
Umsatzkosten -377.002 -337.648 -196.185 -163.787
Bruttoergebnis vom Umsatz 80.979 73.997 42.520 35.268
Sonstige betriebliche Erträge 1.180 203 839 -103
Vertriebskosten -23.509 -23.555 -12.953 -11.910
Allgemeine Verwaltungskosten -19.542 -28.865 -9.846 -18.417
Forschungs- und Entwicklungskosten -6.035 -5.910 -3.324 -3.031
Betriebliches Ergebnis (4) 33.073 15.870 17.236 1.807
Finanzerträge 338 2.716 182 2.197
Finanzaufwendungen -8.382 -13.437 -3.333 -6.118
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 429 409 209 178
Ergebnis vor Steuern 25.458 5.558 14.294 -1.936
Ertragsteuern (5) -8.166 -2.476 -4.632 571
Periodenergebnis 17.292 3.082 9.662 -1.365
Davon auf die Anteilseigner des
Mutterunternehmens entfallend
17.292 3.082 9.662 -1.365
Ergebnis je Aktie1) in EUR (9) 0,92 0,03
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR (9) 0,92 0,00

1) Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für das Vorjahr basiert auf der Anzahl der Aktien nach Aktienstückelung in 0,01-1- Aktien im Juni 2007. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für das 1. Halbjahr 2007 ist aufgrund der im Rahmen des IPO zurückgezahlten Vorzugsaktien lediglich beschränkt vergleichbar mit dem aktuellen Ergebnis je Aktie.

Konzernbilanz

Zum 30. Juni 2008

Angaben in T 1 Anhang 30.06.08 31.12.07
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
335.982 333.806
Firmenwert 67.352 69.111
Immaterielle Vermögenswerte 121.455 118.580
Sachanlagen (6) 110.586 108.556
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 13.741 13.842
Finanzielle Vermögenswerte 2.226 1.674
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.907 2.617
Latente Steueransprüche 17.715 19.426
Kurzfristige Vermögenswerte 259.168 220.760
Vorräte 117.468 96.714
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 113.950 86.191
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5.841 4.949
Forderungen aus Ertragsteuern 1.030 5.149
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 20.879 27.757
Summe Aktiva 595.150 554.566
Passiva
Eigenkapital 117.446 108.157
Grundkapital 188 188
Kapitalrücklage 93.146 93.146
Gewinnrücklagen (8) 507 0
Bilanzgewinn 21.102 12.317
Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 2.503 2.506
Langfristige Schulden 328.351 329.214
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.865 11.401
Sonstige Rückstellungen 4.062 4.230
Verzinsliche Darlehen und Ausleihungen (12) 262.352 261.293
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 704 821
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.868 2.908
Sonstige Verbindlichkeiten 180 237
Latente Steuerschulden 47.320 48.324
Kurzfristige Schulden 149.353 117.195
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.089 2.221
Sonstige Rückstellungen 7.097 8.899
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.559 6.922
Verzinsliche Darlehen und Ausleihungen (12) 8.720 1.627
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 446 443
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten
115.373 90.877
Sonstige Schulden 9.069 6.206
Summe Passiva 595.150 554.566

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2008

Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend
Angaben in T 1 Grund-
kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Bilanz-
gewinn
Kumulierte
erfolgs
neutrale
Eigenkapital
verände-
rungen
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 1. Januar 2008 188 93.146 0 12.317 2.506 108.157
Fremdwährungsumrechnung -30 -30
Bewertungsergebnis Cashflow-Hedges 27 27
Summe des direkt im Eigenkapital
erfassten Ergebnisses
0 0 0 0 -3 -3
Periodenergebnis 17.292 17.292
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 0 17.292 -3 17.289
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 19 -19 0
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 488 -488 0
Gezahlte Dividenden -8.000 -8.000
Stand 30. Juni 2008 188 93.146 507 21.102 2.503 117.446

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2007

neutrale
Wandelbare Eigenkapital
Grund- Kapital- Vorzugs- verände- Gesamtes
Angaben in T 1 kapital rücklage Bilanzgewinn aktien rungen Eigenkapital
Stand 1. Januar 2007 1.184 109 811 7.193 72 9.369
Fremdwährungsumrechnung 3.838 3.838
Summe des direkt im Eigenkapital
erfassten Ergebnisses 0 0 0 0 3.838 3.838
Periodenergebnis 3.082 3.082
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 3.082 0 3.838 6.920
Ausgabe von CPECs 40 40
Eigenkapitaltransaktion 76 76
Stand 30. Juni 2007 1.184 109 3.969 7.233 3.910 16.405

Konzern-Kapitalflussrechnung

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2008

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern
25.458
5.558
+
Aufwendungen in Verbindung mit dem Börsengang
0
3.287
-
Finanzerträge
-338
-2.716
+
Finanzaufwendungen
8.382
13.437
-
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen
-429
- 409
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
9.253
9.620
-
Wertberichtigung von kurzfristigen Vermögenswerten
-416
-132
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen
-564
147
+
Aufwand aus Eigenkapitaltransaktion
0
76
Ergebnis vor Änderungen des Net Working Capital
41.346
28.868
+/- Veränderung der sonstigen Rückstellungen und Pensionen
-2.639
-986
+/- Veränderung der Vorräte
-18.033
-8.220
+/- Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-25.604
-9.766
+/- Veränderung der Forderungen aus Ertragsteuern und
sonstigen Vermögenswerten
3.054
-6.385
+/- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
20.718
16.384
+/- Veränderung der sonstigen Schulden
1.413
9.099
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuerzahlungen
20.255
28.994
-
gezahlte Ertragsteuern
-6.608
-6.727
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
13.647
22.267
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-
Erwerb von Tochterunternehmen nach Abzug der erworbenen Zahlungsmittel (11)
-3.270
-7.220
-
Erwerb von Sachanlagevermögen
(6)
-10.682
-7.528
-
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
-7.411
-289
-
Erwerb von Finanzanlagen
0
-253
+
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen
751
264
+
erhaltene Zinsen
286
305
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit
-20.326
-14.721
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
+
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung
0
41
+
Einzahlungen von Unternehmenseignern
0
99
-
Dividendenzahlung an die Aktionäre
(3)
-8.000
0
-
Zahlungen für Aufwendungen in Verbindung mit dem Börsengang
-546
-3.800
-
Zahlungen für Finanzierungsleasing
-229
-255
-
gezahlte Zinsen
-7.748
-9.920
-
Tilgung von kurz- und langfristigen Finanzschulden
(12)
-256.999
-3.998
+
Einzahlungen aus der Aufnahme kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten (12)
273.400
6.567
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-122
-11.266
Nettoabnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
-6.801
-3.720
Wechselkursbedingte Änderungen von Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten
-77
299
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Beginn der Berichtsperiode
27.757
21.938
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Berichtsperiode
20.879
18.517
Angaben in T 1
Anhang
01.01.08
–30.06.08
01.01.07
–30.06.07

23

Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2008

1 INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Am 21. Dezember 2005 wurde die SAF-HOLLAND S.A. (kurz "Konzern", "Gruppe" oder "Gesellschaft"), ein gewerbliches Unternehmen in Luxemburg mit der Rechtsform einer "Société Anonyme", gegründet. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in L-2320 Luxemburg, Boulevard de la Pétrusse 68–70. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B Nummer 113.090 in Luxemburg eingetragen.

Die Aktien der SAF-HOLLAND S.A. werden im Prime Standard der Frankfurter Börse gehandelt.

2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

2.1 Grundlagen der Erstellung des Zwischenabschlusses

Die Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses für das 1. Halbjahr 2008 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie dieser in der Europäischen Union anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für einen Konzern abschluss des Geschäftsjahres vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 gelesen werden.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wird in Euro aufgestellt und ist, sofern nichts anderes angegeben, auf Tausend (TEUR) gerundet.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde vom Konzernabschlussprüfer, ERNST & YOUNG S.A., weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

2.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bei der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2007 angewandten Methoden. Ausnahmen hierzu sind die unten aufgelisteten geänderten bzw. neuen Bestimmungen.

IFRIC 12 – Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

Diese Interpretation regelt die bilanzielle Behandlung von im Rahmen von Dienstleistungskonzessionen übernommenen Verpflichtungen und erhaltenen Rechten im Abschluss des Konzessionsnehmers. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind keine Konzessionsnehmer im Sinne von IFRIC 12. Diese Interpretation hatte daher keine Aus wirkung auf den Konzern.

IFRIC 14 IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung

Diese Interpretation gibt Leitlinien zur Bestimmung des Höchstbetrags des Überschusses aus einem leistungsorientierten Plan, der nach IAS 19 als Vermögenswert aktiviert werden darf. Zum 30. Juni 2008 besteht für den leistungsorientierten Pensionsplan in Kanada ein Überschuss i.H.v. TEUR 952. Dessen ungeachtet hatte diese Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

3 DIVIDENDEN

Die für das Geschäftsjahr 2007 vorgeschlagene Dividende in Höhe von TEUR 8.000 (42,47 Cent pro Aktie; 2006: 0,00 Cent pro Aktie) wurde am 24. April 2008 auf der Hauptversammlung genehmigt. Die Zahlung der Dividende erfolgte am 28. April 2008.

4 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Für Management-Zwecke ist der Konzern in kundenbezogene Geschäftseinheiten (Business Units), basierend auf deren Produkten und Dienstleistungen, aufgeteilt. Die drei zu berichtenden Kernbereiche sind Trailer Systems, Powered Vehicle Systems und Aftermarket.

In Bezug auf die Aufteilung der Segmente hat sich keine Veränderung zum Konzern abschluss 31. Dezember 2007 ergeben. Daher verweisen wir für weitere Beschreibungen auf den Geschäftsbericht 2007.

Informationen zu Segmenterlösen und -ergebnis für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2008:

2008
Business Units
Angaben in T 1 Trailer
Systems
Powered
Vehicle
Systems
Aftermarket Anpassungen/
Eliminierungen
Konsolidiert
Umsatzerlöse 327.782 37.009 93.190 0 457.981
Bereinigtes EBIT 22.327 1.597 14.942 -1.385 37.481

Informationen zu Segmenterlösen und -ergebnis für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2007:

2007
Business Units
Angaben in T 1 Trailer
Systems
Powered
Vehicle
Systems
Aftermarket Anpassungen/
Eliminierungen
Konsolidiert
Umsatzerlöse 273.351 45.060 93.234 0 411.645
Bereinigtes EBIT 17.103 1.660 11.270 286 30.319

In den Anpassungen/Eliminierungen sind Aufwendungen der Muttergesellschaften, Reduzierungen der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und Sonstiges enthalten, die keiner Business Unit zugeordnet werden.

Business Units
Angaben in T 1 Trailer
Systems
Powered
Vehicle
Systems
Aftermarket Anpassungen/
Eliminierungen
Konsolidiert
Stand 30.06.2008 374.075 59.866 133.055 28.154 595.150
Stand 31.12.2007 345.755 56.254 119.297 33.260 554.566

Vermögenswerte der operativen Segmente vom 30.06.2008 im Vergleich zum 31.12.2007:

Die Vermögenswerte der Business Units enthalten nicht die Anteile, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, Derivate, Vermögenswerte aus latenten Steuern und aus Ertragsteuern, da diese auf Konzernebene gesteuert werden.

Das Management beurteilt das Reporting der operativen Segmente basierend auf dem bereinigten EBIT. Dieser zugrunde liegende Maßstab enthält keine Sondereffekte wie beispielsweise Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aufgrund der Kaufpreisallokation (PPA) sowie Restrukturierungs- und Integrationskosten.

Eine Überleitung vom betrieblichen Ergebnis zum bereinigten EBIT ergibt sich wie folgt:

Angaben in T 1 01.01.08–30.06.08 01.01.07–30.06.07
Betriebliches Ergebnis 33.073 15.870
Zusätzliche Abschreibungen auf Sachanlagevermögen
und immaterielle Vermögenswerte aus PPA +3.026 +3.342
Step-up Vorräte aus PPA +268 +1.168
Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang sowie Kosten
aus Restrukturierung und Unternehmenszusammenschluss +685 +9.530
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen +429 +409
Bereinigtes EBIT 37.481 30.319

5 ERTRAGSTEUERN

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwandes setzten sich in der Konzern-Zwischengewinn- und Verlustrechnung wie folgt zusammen:

Gesamt -8.166 -2.476
Latente Ertragsteuern aufgrund Entstehung und Umkehrung
temporärer Differenzen
-10 2.125
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -8.156 -4.601
Angaben in T 1 01.01.08–30.06.08 01.01.07–30.06.07

25

Die Steuerquote lag im 1. Halbjahr 2008 aufgrund der Unternehmensteuerreform in Deutschland bei 32,08% im Vergleich zu 44,55% im 1. Halbjahr 2007.

6 SACHANLAGEN

Das vom Unternehmen erworbene Sachanlagevermögen betrug TEUR 10.682 zum 30. Juni 2008, davon TEUR 4.584 im 1. Quartal 2008.

Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres gab es keine wesentlichen Abgänge im Sachanlage vermögen.

7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen wie folgt zusammen:

Gesamt 20.879 18.517
Kurzfristige Einlagen 4.002 9.980
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 16.877 8.537
Angaben in T 1 30.06.08 30.06.07

8 GEWINNRÜCKLAGEN

Die Hauptversammlung beschloss am 24. April 2008, TEUR 19 in die gesetzliche Rücklage und TEUR 488 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

9 ERGEBNIS JE AKTIE

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete Anzahl an während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien zuzüglich der gewichteten durchschnittlichen Anzahl an Stammaktien geteilt. Hierbei wurde der am 18. Juni 2007 durchgeführte Aktiensplit auf 0,01-3-Aktien nach den Vorschriften von IAS 33 bereits zu Beginn der Vorperiode berücksichtigt. Das verwässerte Ergebnis je Aktie für 2007 berücksichtigt noch wandelbare potenzielle Aktien (CPECs), die im Rahmen des IPO vollständig zurückgezahlt wurden. Für das 1. Halbjahr 2008 ergeben sich keine Ver wässerungseffekte.

Ergebnis je Aktie 30.06.08 30.06.07
Periodenergebnis TEUR 17.292 3.082
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien Tausend 18.837 118.382
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien
bereinigt um den Verwässerungseffekt
Tausend 18.837 879.705
Ergebnis je Aktie
Unverwässert EUR 0,92 0,03
Verwässert EUR 0,92 0,00

10 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die SAF-HOLLAND S.A. hat das Stützwinden-Geschäft von Austin-Westran erworben. Der Kauf schließt auch die in China ansässige Produktion von Austin-Westran ein. Die neu akquirierte Gesellschaft aus dem Austin-Westran-Deal ist die Xiamen Austin-Westran Machinery Co., Ltd. SAF-HOLLAND erweitert somit seine Präsenz im weltweit drittgrößten und am schnellsten wachsenden Markt für Nutzfahrzeuge.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Management Board und des Board of Directors der SAF-HOLLAND S.A. zum 30. Juni 2008:

Name Position
Management Board
Rudi Ludwig Chief Executive Officer
Wilfried Trepels Chief Financial Officer
Samuel Martin Chief Operating Officer
Detlef Borghardt Leiter der Business Unit Trailer Systems
Steffen Schewerda Leiter Group Operations
Jack Gisinger Leiter der Business Unit Powered Vehicle Systems
Tim Hemingway President & Chief Executive Officer SAF-HOLLAND do Brasil Ltda.
Board of Directors
Dr. Rolf Bartke Mitglied des Board of Directors (Vorsitzender)
Ulrich Otto Sauer Mitglied des Board of Directors (stellvertr. Vorsitzender)
Dr. Siegfried Goll Mitglied des Board of Directors
Rudi Ludwig Mitglied des Board of Directors
Richard W. Muzzy Mitglied des Board of Directors
Gerhard Rieck Mitglied des Board of Directors
Bernhard Schneider Mitglied des Board of Directors
Martin Schwab Mitglied des Board of Directors

Zum 30. Juni 2008 wurden Stammaktien in Höhe von TEUR 39 vom Management in den Schlüsselpositionen bzw. den von ihnen beherrschten Gesellschaften gehalten.

Die im 1. Halbjahr 2007 auf das Management entfallenden Zinsen für PECs in Höhe von TEUR 596 wurden im Vorjahr als Verbindlichkeit abgegrenzt, aber im Rahmen der Ablösung der PECs bezahlt. Aufgrund der Rückzahlung der PECs im Juli 2007 sind in 2008 keine Zinsen angefallen.

Aktionäre mit bedeutendem Einfluss auf den Konzern sind:

  • Pamplona Capital Partner I, LP
  • Ulrich Otto Sauer

Ulrich Otto Sauer, Mitglied des Board of Directors, agiert in bestimmten Bereichen als Berater der SAF-HOLLAND GmbH. Für die erbrachten Serviceleistungen im 1. Halbjahr 2008 erhielt Ulrich Otto Sauer TEUR 75, davon entfielen auf das 2. Quartal 2008 TEUR 37. Zu sätzlich bezahlte die SAF-HOLLAND GmbH im 2. Quartal 2008 TEUR 6 Mietaufwendungen an Ulrich Otto Sauer, im 1. Halbjahr 2008 belaufen sich die Mietaufwendungen auf TEUR 12.

Ebenfalls agiert Richard Muzzy, Mitglied des Board of Directors, in bestimmten Bereichen als Berater der SAF-HOLLAND Inc. Für die erbrachten Serviceleistungen im 2. Quartal 2008 erhielt Richard Muzzy TUSD 35 bzw. TUSD 70 für das 1. Halbjahr 2008.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen per 30. Juni 2008:

Angaben in T 1 Erlöse aus
Verkäufen an
nahestehende
Unternehmen
Käufe von
nahestehenden
Unternehmen
Von nahe
stehenden
Unternehmen
geschuldete
Beträge
Nahestehenden
Unternehmen
geschuldete
Beträge
Jinan SAF AL-KO Axle Co., Ltd. 372 526 688 215
SAF AL-KO Vehicle Technology Yantai Co., Ltd. 2 311 321 93
SAF-HOLLAND Nippon, Ltd. 70 0 15 0
Lakeshore Air LLP 0 165 0 0
FWI S.A. 0 10.056 0 287
Irwin Seating Company 694 0 170 0
1.138 11.058 1.194 595
Angaben in T 1 Erlöse aus
Verkäufen an
nahestehende
Unternehmen
Käufe von
nahestehenden
Unternehmen
Von nahe
stehenden
Unternehmen
geschuldete
Beträge
Nahestehenden
Unternehmen
geschuldete
Beträge
Jinan SAF AL-KO Axle Co., Ltd. 241 0 254 0
SAF AL-KO Vehicle Technology Yantai Co., Ltd. 12 0 354 0
SAF-HOLLAND Nippon, Ltd. 266 0 80 0
Lakeshore Air LLP 0 126 0 25
FWI S.A. 0 13.810 0 771
Irwin Seating Company 799 0 211 0
1.318 13.936 899 796

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen per 30. Juni 2007:

Die Verkäufe an und Einkäufe von nahestehenden Unternehmen ereigneten sich zu marktüblichen Preisen. Offene Bilanzpositionen zum 30. Juni 2008 sind ungesichert und zinsfrei, die Abrechnung erfolgt in bar. Garantien an oder von verbundenen Unternehmen bezüglich der Forderungen oder Verbindlichkeiten wurden nicht gewährt. Zum 31. Dezember 2007 hat der Konzern keine Verluste aus Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen verzeichnet. Die Bewertung, bei der die finanzielle Position der nahestehenden Unternehmen analysiert sowie der Markt, in dem diese Unternehmen operieren, untersucht wird, erfolgt in jeder Berichtsperiode.

11 KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß der Regelung IAS 7 erstellt und klassifiziert den Cashflow in die Bereiche Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit wurde mit Hilfe der indirekten Methode ermittelt. Dagegen wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf Basis der direkten Methode berechnet. Investitionstätigkeiten sind der Erwerb und die Veräußerung langfristiger Vermögenswerte und sonstiger Finanzinvestitionen, die nicht zu den Zahlungsmitteläquivalenten gehören. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls nach der direkten Methode erstellt. Finanztätigkeiten sind Aktivitäten, die sich auf den Umfang und die Zusammensetzung der Eigenkapitalposten und der Ausleihungen des Unternehmens auswirken.

Die Netto-Akquisitionen von Tochterunternehmen im 1. Halbjahr 2008 betrugen TEUR 3.270, welche Ausgaben für die Austin-Westran-Transaktion betreffen (2007: TEUR 7.220, welche Ausgaben für den Unternehmenskauf der Holland-Gruppe am 18. Dezember 2006 betreffen und im 1. Quartal 2007 bezahlt wurden).

12 VERZINSLICHE DARLEHEN UND AUSLEIHUNGEN

Am 19. Februar 2008 hat SAF-HOLLAND S.A. eine Vereinbarung mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen, die die frühere LBO-Finanzierung ersetzt und die Versorgung der Gruppe mit kurz- und langfristigen Finanzmitteln zu günstigeren Zinskonditionen gewährleistet. Der vereinbarte Kreditrahmen hat einen Umfang von 320 Mio. Euro und wird mit einer Laufzeit von fünf Jahren bereitgestellt.

Die neue Vereinbarung beinhaltet eine Euro-Tranche ("Facility A1") und eine US-\$-Tranche ("Facility A2") sowie eine revolvierende Multiwährungskredit-Tranche ("Facility B"). Diese sind nachfolgend abgebildet:

Von den Lang-
zeitkrediten abge-
rufener Betrag
Nominalwert
nach Abzug der
Finanzierungskosten
Verfügbarer
Kreditrahmen
Angaben in T 1 30.06.08 30.06.08 30.06.08
Facility A1 78.161 77.028 78.161
Facility A2 56.966 55.930 56.966
Facility B 130.998 128.606 185.000
266.125 261.5641) 320.127

Die verzinslichen Darlehen und Ausleihungen des Konzerns sind durch gesamtschuldnerische Haftung der Konzerngesellschaften gegenüber der Bank besichert.

13 FINANZINSTRUMENTE

Die Gruppe ist infolge ihrer Finanzierungsaktivitäten Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Ab sicherung des hieraus resultierenden Cashflow-Risikos hält der Konzern unverändert zum 31. Dezember 2007 Zinsswaps sowie Verlängerungsoptionen für diese Swaps.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich die Marktwerte der Derivate wie folgt:

30.06.08 31.12.07
Angaben in T 1 Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Zinsswaps 1.543 1.785 1.269 1.518
Verlängerungsoption für die Swaps 0 1.181 0 1.390
1.543 2.966 1.269 2.908

In der Berichtsperiode wurden Wertänderungen der Swaps in Höhe von TEUR 27 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen der Swaption wurde im ersten Halbjahr in Höhe von TEUR 140 (nach Steuern) ergebniswirksam verbucht.

1) Die verzinslichen Darlehen und Aus leihungen lt. Konzern-Zwischenbilanz in Höhe von TEUR 271.072 enthalten wie in obiger Tabelle ersichtlich TEUR 261.564 verzinsliche und besicherte Darlehen und des Weiteren TEUR 1.262 Zinsaufwand, TEUR 8.008 Kontokorrentkredite und TEUR 238 sonstige Ausleihungen.

14 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die SAF-HOLLAND S.A. hat planmäßig ihre Produktion von Königszapfen und Sattelkupplungen in ihrem früheren Holland-Werk Schloss Holte, Westfalen, eingestellt. Die Aktivitäten wurden nach Wörth am Main in ein bestehendes Werk für Achssysteme verlagert. Damit hat SAF-HOLLAND eine der vorgesehenen Maßnahmen zur Straffung ihrer Produktionseinheiten realisiert. Durch die Konsolidierung steigt einerseits die Produktivität, andererseits sinken die Infrastrukturkosten und der Verwaltungsaufwand.

Die Gesellschaft übernimmt alle Kapitalanteile an der Georg Fischer Verkehrstechnik GmbH, Singen, einer Tochtergesellschaft der Georg Fischer AG, Schaffhausen (Schweiz). Die Akquisition ist ein wichtiger Schritt in der Wachstumsstrategie von SAF-HOLLAND: Durch sie stärkt die Gesellschaft ihre Position in den europäischen Märkten für Sattelkupplungen und wird zu einem bedeutenden Zulieferer der europäischen Lkw-Industrie. Die Georg Fischer Verkehrstechnik GmbH produziert und vertreibt Sattelkupplungen und Trilex-Räder für den Nutzfahrzeugsektor und erwirtschaftete 2007 mit rund 80 Mitarbeitern einen Umsatz von über 60 Mio. Euro. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der Kartellbehörden. Es ist geplant, die Akquisition über einen Mix aus Fremdkapital und zusätzlichem Eigenkapital zu finanzieren. Das notwendige Fremdkapital ist durch eine Kreditlinie abgesichert, die durch ein Bankenkonsortium unter Führung von Dresdner Kleinwort und Unicredit Group im Februar 2008 bereitgestellt wurde. Hinsichtlich des zusätzlichen Eigenkapitals wird das Board of Directors der SAF-HOLLAND S.A. eine Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital um knapp unter 10 Prozent beschließen. SAF-HOLLAND beabsichtigt, die neuen Aktien bei institutionellen Investoren in Europa zu platzieren und damit den Freefloat zu erhöhen. Pamplona Capital Partners I LP, die über 34,5 Prozent der Aktienanteile von SAF-HOLLAND S.A. verfügen, beabsichtigen, einen wesentlichen Teil der Kapitalerhöhung zu zeichnen. Zusätzlich haben sie eine Garantie zur Zeichnung aller nicht platzierten neuen Aktien abgegeben. Die Kapitalerhöhung wird durch das Bankhaus HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG koordiniert.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Luxemburg, August 2008 SAF-HOLLAND S.A.

Dr. Rolf Bartke Rudi Ludwig Vorsitzender des Board of Directors Chief Executive Officer (CEO)

Bruttoergebnis: Umsatzerlöse minus Umsatzkosten.

Bruttomarge: Bruttoergebnis/Umsatz x 100%.

Cashflow: spiegelt die Zahlungsströme während einer Periode wider, informiert über Mittelherkunft und -verwendung und ist eine Kennziffer für die Finanzierungskraft eines Unternehmens.

Cash-Pooling: konzernweite Steuerung der liquiden Mittel. Dient dem optimalen Einsatz der Finanzmittel und verbessert das Finanzergebnis.

EBIT: Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

EBIT bereinigt: EBIT ohne Sondereffekte wie zum Beispiel Transaktions- und Integrationskosten (Berechnung auf Seite 13).

EBITDA: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

EBITDA bereinigt: EBITDA ohne Sondereffekte.

Goodwill: ist definiert als Differenz zwischen dem Kaufpreis für ein Unternehmen und dessen Substanzwert.

Impairment-Test: Überprüfung, ob die bilanzierten Werte von immateriellen Vermögensgegenständen mit der tatsächlichen Werthaltigkeit übereinstimmen.

IPO: Initial Public Offering, Börsengang mit Kapitalerhöhung.

Jahresüberschuss bereinigt: Jahresüberschuss ohne Sondereffekte mit einheitlicher Steuerquote.

Net Working Capital: Umlaufvermögen minus liquider Mittel minus (nicht verzinslicher) Verbindlichkeiten.

Nutzungswert: entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows aus einem Gegenstand des Anlagevermögens.

PPA: Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Im Zuge des Erwerbs der SAF-Gruppe und der Holland-Gruppe wurden die stillen Reserven aufgedeckt, die sich aus der Differenz zwischen Buchwerten der erworbenen Einheiten und den gezahlten Kaufpreisen ergeben haben. Aus der Aufdeckung der stillen Reserven entstehen Abschreibungen, die bei der Ermittlung von Ergebnisgrößen wie zum Beispiel EBIT bereinigt werden. Bei unbestimmten Nutzungsdauern, die zum Beispiel für den Goodwill gelten, muss ein sogenannter Impairment-Test durchgeführt werden, der die Werthaltigkeit überprüft.

ROCE: Return on Capital Employed. EBIT minus Steueraufwand/Anlagevermögen vermindert um passive latente Steuern plus Net Working Capital x 100%.

ROI: Return on Investment, zeigt an, ab welchem Zeitpunkt die Erträge einer Investition die Aufwendungen übersteigen.

Steuerquote: Steueraufwand/Ergebnis vor Steuern x 100%.

Substanzwert: Summe aller Vermögensgegenstände minus Schulden.

Umschlaghäufigkeit: Vorräte/Umsatzkosten x 365 Tage.

35

Technik-Glossar

Sattelkupplung

nimmt den Königszapfen auf und dient der Befestigung des Sattelaufliegers an der Zugmaschine. SAF-HOLLAND produziert neben den klassischen Produkten auch technische Besonderheiten wie eine schmiermittelfreie Sattelkupplung oder besonders leichte Konstruktionen aus Aluminium.

Federung

stellt die Verbindung zwischen Achse und Fahrzeug her, um Straßenunebenheiten auszugleichen und die Manövrierfähigkeit zu verbessern. Modular aufgebautes Federungssystem von SAF-HOLLAND für bis zu drei angetriebene Achsen im Verbund. Jede Achse ist einzeln aufgehängt. Für Gesamtgewichte von 10 bis 40 Tonnen.

Königszapfen

dient der Befestigung des Trailers in der Sattelkupplung. Die SAF-HOLLAND-Produkte werden weltweit vertrieben und zählen zu den sichersten auf dem Markt.

Stützwinden

tragen den Sattelauflieger, wenn er nicht an die Zugmaschine angekuppelt ist. Einfahrbare Stützwinden von SAF-HOLLAND sind mit einer speziellen Beschichtung ausgestattet, welche die Lebensdauer deutlich erhöht.

INTEGRAL ist ein einzigartiges Achssystem für Trailer, das aus der eigentlichen Achse mit Scheibenbremse und dem Luftfederungs-

SAF-HOLLAND gewährt für das INTRA-ALL-IN-Achssystem unter bestimmten Voraus-

setzungen und unter Berücksich-

system besteht.

tigung der geltenden Garantiebestimmungen Wartungskostenfreiheit bis zu einer Laufzeit von 72 Monaten beziehungsweise 1 Mio. Kilometern.

Finanzkalender und Kontakt

Finanzkalender

19. November 2008 Bericht zum 3. Quartal 2008
26. März 2009 Jahresabschluss 2008 und Geschäftsbericht
23. April 2009 Hauptversammlung

Kontakt

Barbara Zanzinger SAF-HOLLAND GROUP GmbH Hauptstraße 26 63856 Bessenbach Deutschland

Tel.: +49 (0)6095 301-617 Fax: +49 (0)6095 301-200

Mail: [email protected] Web: www.safholland.com

Verantwortlich: SAF-HOLLAND S.A. 68–70, Boulevard de la Pétrusse 2320 Luxembourg Luxemburg

Redaktionsschluss: 28. August 2008 Veröffentlichungstermin: 29. August 2008 Redaktion: equinet Communications AG, Frankfurt am Main Gestaltung und Realisation: wagneralliance Werbung GmbH, Offenbach am Main

Der Halbjahresbericht ist ebenfalls in englischer Sprache erhältlich.

Disclaimer

Dieser Bericht enthält bestimmte Aussagen, die weder Finanzergebnisse noch historische Informationen wiedergeben. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Ereignisse werden erheblich von denen in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen abweichen können. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten werden von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der SAF-HOLLAND S.A. unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Synergieeffekte sowie gesetzliche und politische Entscheidungen. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass die hier genannten Aussagen zur zukünftigen Entwicklung nur den Kenntnisstand zum Zeitpunkt dieser Präsentation widerspiegeln. Die SAF-HOLLAND S.A. sieht sich auch nicht dazu verpflichtet, Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien eingetreten sind.

www.safholland.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.