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S Immo AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 30, 2021
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Interim / Quarterly Report
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KENNZAHLEN
| 01.01.–30.06.2021 | 01.01.–30.06.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatz | EUR Mio. | 91,1 | 87,8 |
| EBITDA | EUR Mio. | 39,6 | 36,1 |
| EBIT | EUR Mio. | 166,3 | 41,8 |
| EBT | EUR Mio. | 164,1 | 20,0 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 137,3 | 16,1 |
| NOI-Ratio | in % | 56,2 | 50,9 |
| FFO I | EUR Mio. | 25,6 | 17,4 |
| FFO II | EUR Mio. | 25,0 | 51,6 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 1,93 | 0,22 |
| Operativer Cashflow | EUR Mio. | 36,5 | 34,3 |
| Operativer Cashflow je Aktie | EUR | 0,51 | 0,48 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | EUR Mio. | -93,6 | -16,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | EUR Mio. | 124,1 | 108,4 |
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 3.486,8 | 3.122,6 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 1.558,6 | 1.383,8 |
| Eigenkapitalquote | in % | 44,7 | 44,3 |
| Verbindlichkeiten | EUR Mio. | 1.928,1 | 1.738,8 |
| Liquide Mittel zum Ende des Quartals | EUR Mio. | 127,8 | 64,5 |
| Schlusskurs zum Ende des Quartals | EUR | 20,20 | 16,96 |
| EPRA-NAV je Aktie | EUR | 27,51 | 24,32 |
| EPRA-NTA je Aktie | EUR | 27,21 | 24,06 |
| Buchwert je Aktie | EUR | 21,92 | 19,34 |
| Kursabschlag zum Buchwert je Aktie | in % | -8 | -12 |
| Immobilienvermögen | EUR Mio. | 2.709,5 | 2.476,9 |
| davon Entwicklungsprojekte und unbebaute Grundstücke | EUR Mio. | 43,5 | 38,2 |
INHALTSVERZEICHNIS
- S. 2 — Brief des Vorstands
- S. 3 — S IMMO am Kapitalmarkt
Zwischenlagebricht
- S. 8 — Wirtschaftsbericht
- S. 12 — Risikomanagementbericht
- S. 13 — Ausblick
Konzernzwischenabschluss
- S. 14 — Konzernbilanz zum 30.06.2021
- S. 16 — Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021
- S. 17 — Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021
- S. 18 — Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.04.2021 bis zum 30.06.2021
- S. 19 — Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 01.04.2021 bis zum 30.06.2021
- S. 20 — Konzern-Geldflussrechnung vom 01.01.2021 bis zum 30.06.20211
- S. 22 — Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- S. 23 — Konzernanhang
- S. 30 — Erklärung des Vorstands gemäß § 125 Abs. 1 Z 3 Börsegesetz
- S. 31 — Finanzkalender 2021
- S. 32 — Kontakt/Impressum
hinter uns liegt ein ereignisreiches erstes Halbjahr. Die COVID-19-Pandemie hat weiterhin gravierende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, wobei der zunehmende Impffortschritt eine Erholung eingeleitet hat und die Prognosen langsam optimistischer werden. Für die S IMMO war das erste Halbjahr sicherlich maßgeblich durch das Übernahmeangebot der IMMOFINANZ AG geprägt, das Ende Juni zurückgezogen wurde, nachdem sich die außerordentliche Hauptversammlung gegen die Aufhebung des Höchststimmrechts entschieden hat. Wir möchten diese einleitenden Worte nützen, um unseren Aktionärinnen und Aktionären einen großen Dank dafür auszusprechen, dass sie unserer Empfehlung gefolgt sind und uns ihr Vertrauen für eine Fortführung des Erfolgskurses der S IMMO geschenkt haben. Die vorliegenden Zahlen bestätigen das Wachstumspotenzial unserer Gesellschaft eindrucksvoll.
Starkes operatives Ergebnis, Bewertungsergebnis auf Vorkrisenniveau
Während im Hotelergebnis die Auswirkungen der Pandemie noch stark spürbar sind, verzeichneten die Mieterlöse eine Steigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode von über 5 %. Diese Verbesserung wurde trotz der nach wie vor herausfordernden Pandemie erreicht und ist einerseits auf Zukäufe, andererseits aber auch auf ein sorgfältiges Management des Bestandsportfolios zurückzuführen. Das Ergebnis aus der Immobilienbewertung liegt mit EUR 131,5 Mio. nicht nur deutlich über dem Vorjahr, sondern ist auch im Mehrjahresvergleich ausgesprochen erfreulich. Somit ist es uns gelungen, das Periodenergebnis trotz COVID-19 auf EUR 137,3 Mio. zu steigern – das entspricht in etwa einer Verachtfachung des Vorjahreswerts.
Kapitalmarkt
Die Kurssteigerung der S IMMO Aktie im ersten Halbjahr und das damit verbundene höhere Investoreninteresse waren einerseits Reaktion auf die sehr erfolgreiche operative Tätigkeit des Unternehmens, andererseits natürlich auch eine Konsequenz des Übernahmeangebots der IMMOFINANZ AG. Der Schlusskurs zum 30.06.2021 betrug EUR 20,20 – das entspricht einer Year-to-Date-Performance von 19,1 %. Erfreulich ist außerdem, dass einige neue Analysen und Kursziele veröffentlicht worden sind – das durchschnittliche Kursziel der Analysehäuser liegt zum 23.08.2021 bei EUR 24,08.

v.l.n.r.: Friedrich Wachernig, Bruno Ettenauer, Herwig Teufelsdorfer
Ausblick
Im Juli 2021 haben wir die Anteile an der CA Immobilien Anlagen AG in das Übernahmeangebot der Starwood Capital Group eingeliefert und somit zu einem Preis von EUR 37,00 je Aktie verkauft. So konnten rund EUR 230 Mio. vor Steuern lukriert werden – ein Wert, der deutlich über den Anschaffungskosten des Aktienpakets liegt. Diese Mittel sollen nun für direkte Immobilieninvestments genützt werden. Zu diesem Zweck prüfen wir aktuell sehr intensiv Ankaufsmöglichkeiten – allen voran in Budapest und Bukarest gibt es einige spannende Investmentopportunitäten, zu denen wir konkrete Gespräche führen. Ziel ist es, Immobilien zu erwerben, die unmittelbar Cashflow erwirtschaften und einen wertvollen Ergebnisbeitrag liefern. Das sichert die Dividendenfähigkeit unserer Gesellschaft und schafft die Basis für weiteres Wachstum.
Was das zweite Halbjahr bringen mag, ist Ende August noch schwer abschätzbar – der Wettlauf zwischen Impffortschritt und Virusmutationen scheint entscheidend. Klar ist aber, dass wir weiterhin intensiv an unserem Portfolio, unseren Projekten und der Ertragsstärke der S IMMO arbeiten. Ganz gleich, wie ereignisreich die kommenden Monate werden: Unser stabiles Geschäftsmodell und unsere komfortable Liquiditätssituation schaffen eine ideale Ausgangssituation für unsere weiteren Vorhaben.
Bei Ihnen, unseren sehr geschätzten Aktionärinnen und Aktionären, möchten wir uns – wie immer an dieser Stelle – für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken. Bleiben Sie gesund!
Ihr Vorstandsteam
Bruno Ettenauer Herwig Teufelsdorfer Friedrich Wachernig
S IMMO AM KAPITALMARKT
Internationales Kapitalmarktumfeld
Das zweite Quartal 2021 war geprägt von den gesundheitspolitischen Bemühungen der Regierungen, bis zum Sommer weitgehend Normalität für die Bevölkerung zu schaffen. Weltweit wurden Impfprogramme gestartet und die Durchimpfungsraten begannen zu steigen. Damit einhergehend setzte auch eine Konjunkturerholung ein. Diese positive Entwicklung zeigte sich auf den internationalen Aktienmärkten: Sowohl US- als auch europäische Börsen konnten im ersten Halbjahr zulegen. So schloss beispielsweise der Down Jones Index das erste Halbjahr mit einer Year-to-Date-Performance von 12,7 % und der deutsche Leitindex DAX mit 13,2 %. Auch der österreichische Leitindex ATX profierte von der Wirtschaftsdynamik und führte mit einer Performance von 22,4 % das internationale Spitzenfeld an.
S IMMO Aktie
Die Kurssteigerung der S IMMO Aktie im ersten Halbjahr und das damit verbundene höhere Investoreninteresse standen einerseits mit der sehr guten operativen Tätigkeit des Unternehmens und andererseits mit dem weiter unten beschriebenen freiwilligen Übernahmeangebot der IMMOFINANZ AG in Zusammenhang. Das erste Halbjahr beendete die Aktie mit einer starken Performance bei einem Kurs von EUR 20,20. Mit einem Kurszuwachs von 19,1 % entwickelte sie sich besser als der Branchenindex für Immobilienaktien an der Wiener Börse IATX und einige für das Unternehmen relevante internationale Indizes (siehe untenstehende Tabelle).

Das Übernahmeangebot der IMMOFINANZ AG und die außerordentliche Hauptversammlung
Am 14.03.2021 gab die IMMOFINANZ AG die Absicht zur Abgabe eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an die Aktionärinnen und Aktionäre der S IMMO AG bekannt. Dabei unterlag der Vollzug des Angebots der Bedingung, dass die Hauptversammlung der S IMMO AG die Aufhebung des seit 2006 in der Satzung des Unternehmens verankerten Höchststimmrechts beschließt. In einer weiteren Aussendung am 25.03.2021 veröffentlichte die IMMOFINANZ AG die Erhöhung
Übersicht über die S IMMO Aktie und Indizes
| S IMMO Aktie | ATX | IATX | DAX | DJIA | S&P 500 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 | 16,96 | 2.780,44 | 329,19 | 13.718,78 | 30.606,48 | 3.756,07 |
| 30.06.2021 | 20,20 | 3.402,02 | 375,87 | 15.531,04 | 34.502,51 | 4.303,25 |
| Year-to-Date-Performance | 19,10 % | 22,36 % | 14,18 % | 13,21 % | 12,73 % | 14,57 % |
Performancedaten zum 30.06.2021
S IMMO Aktie
| 6 Monate | 19,10 % |
|---|---|
| 1 Jahr | 26,57 % |
| 3 Jahre (p.a.) | 6,13 % |
Aktienstammdaten
| ISIN | AT0000652250/SPI |
|---|---|
| Börsenkürzel | Reuters: SIAG.VI/Bloomberg: SPI:AV |
| Handelsplatz | Wiener Börse |
| Marktsegment | Prime Market |
| Index-Zugehörigkeit | ATX/IATX/GPR General |
| Marktkapitalisierung (30.06.2021) | EUR 1.486,9 Mio. |
| Anzahl der Aktien (30.06.2021) | 73.608.896 |
| Market Maker | Erste Group/Hauck & Aufhäuser/Baader Bank/Raiffeisen Centrobank |
Anleihedaten zum 30.06.2021
| ISIN | Laufzeit | Kupon | Gesamtnennbetrag in TEUR |
|---|---|---|---|
| AT0000A2MKW4 (Green Bond) | 04.02.2028 | 1,750 % | 150.000,00 |
| AT0000A1DBM5 | 09.04.2025 | 3,250 % | 33.993,50 |
| AT0000A1DWK5 | 21.04.2027 | 3,250 % | 65.000,00 |
| AT0000A1Z9D9 | 06.02.2024 | 1,750 % | 100.000,00 |
| AT0000A1Z9C1 | 06.02.2030 | 2,875 % | 50.000,00 |
| AT0000A285H4 | 22.05.2026 | 1,875 % | 150.000,00 |
| AT0000A2AEA8 | 15.10.2029 | 2,000 % | 100.000,00 |
des Angebotspreises von EUR 18,04 auf EUR 22,25 je S IMMO Aktie (cum-dividend Basis). Nachdem der 3. Senat der Übernahmekommission am 15.04.2021 beschlossen hatte, die Veröffentlichung der Angebotsunterlage gemeinsam mit der Bestätigung des Sachverständigen vorläufig zu untersagen, erfolgte die Freigabe Mitte Mai und die Veröffentlichung schlussendlich am 19.05.2021. Nach einer sorgfältigen Prüfung der Angebots-
Unsere Aktionärshotline: 0800 501045
Website: www.simmoag.at Blog: blog.simmoag.at
1
unterlagen lehnten der Vorstand und der Aufsichtsrat der S IMMO AG in einer Stellungnahme am 03.06.2021 das Übernahmeangebot zu den vorliegenden Bedingungen ab, da unter anderem der Angebotspreis von EUR 22,25 deutlich unter dem EPRA-NAV lag und die zu erwartenden Steigerungen des inneren Werts der S IMMO AG nicht berücksichtigte.1
Am 24.06.2021 wurde in einer von der IMMOFINANZ AG beantragten außerordentlichen Hauptversammlung über den Beschlussvorschlag der IMMOFINANZ AG zur Aufhebung des satzungsmäßigen Höchststimmrechts abgestimmt. Die für die Abschaffung erforderliche (Kapital-)Mehrheit wurde nicht erreicht, womit eine wesentliche Bedingung des Übernahmeangebots nicht eingetroffen ist. Am 28.06.2021 gab die IMMO-FINANZ AG in einer Aussendung bekannt, dass das Übernahmeangebot nicht abgeändert wird und somit entfällt.
Aktiendaten
| 30.06.2021 | 30.06.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (EPS) | EUR | 1,93 | 0,22 |
| FFO I je Aktie | EUR | 0,36 | 0,24 |
| FFO II je Aktie | EUR | 0,35 | 0,72 |
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Schlusskurs | EUR | 20,20 | 16,96 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz für die letzten 100 Tage | Stück1 | 197.700 | 206.038 |
| EPRA-NAV je Aktie | EUR | 27,51 | 24,32 |
| Kurs-Abschlag zum EPRA-NAV je Aktie | in % | -27 | -30 |
| EPRA-NTA je Aktie | EUR | 27,21 | 24,06 |
| Buchwert je Aktie | EUR | 21,92 | 19,34 |
| Kursabschlag zum Buchwert je Aktie | in % | -8 | -12 |
| 1 Doppelzählung |

1 Auf Basis der in der Meldung vom 21.09.2018 gemeldeten Anzahl der gehaltenen Stimmrechte.
2 Auf Basis der in der Meldung vom 10.02.2021 gemeldeten Anzahl der gehaltenen Stimmrechte.
3 Auf Basis der in der Meldung vom 12.11.2020 gemeldeten Anzahl der gehaltenen Stimmrechte.
Weitere Investor-Relations-Aktivitäten und Analysteneinschätzungen
Im ersten Halbjahr wurden Investorenkonferenzen sowie Investorenmeetings weiterhin virtuell abgehalten. Im ersten Quartal nahm die S IMMO unter anderem an der German Corporate Conference von Kepler Cheuvreux, der Erste-Conviction-Konferenz und der Investorenkonferenz von Baader-Helvea teil. Im zweiten Quartal präsentierte sich die Gesellschaft im Zuge der Investorenkonferenz der Raiffeisen Centrobank AG. Gemeinsam mit Edison Investment Research wurden an zwei Tagen Gespräche mit Investoren aus Irland, Großbritannien und den USA geführt. Verstärkt kam es auch zu Anfragen für One-on-One-Gespräche unabhängig von Kooperationen mit Banken und anderen Dienstleistern. Im zweiten Quartal waren außerdem viele Anfragen beziehungsweise Anrufe von Privataktionärinnen und -aktionären zu verzeichnen. Bei den Investorengesprächen ging es um die operative Geschäftstätigkeit, die Strategie der S IMMO AG im Umgang mit der Pandemie, aber auch um die Perspektiven des Unternehmens – speziell im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot.
Bedingt durch das Übernahmeangebot kam es auch zu einem verstärkten Interesse der Analysten an der S IMMO. Die transparente Kommunikation hinsichtlich der geplanten Standalone-Strategie und die Fortsetzung der erfolgreichen, bisherigen Wachstumsstrategie führte zu höheren Kurszielen für die S IMMO Aktie. Das durchschnittliche Kursziel belief sich zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 23.08.2021 auf EUR 24,08.
Berechnung FFO I
| in TEUR | 30.06.2021 | 30.06.2020 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 137.308 | 16.107 |
| Nicht cashwirksamer Steueraufwand | 24.331 | 2.105 |
| Angepasstes Periodenergebnis | 161.639 | 18.212 |
| Nicht cashwirksames Ergebnis aus der Immobilienbewertung | -131.477 | -10.226 |
| Nicht cashwirksame Abschreibungen | 4.733 | 4.529 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien | 0 | 0 |
| Nicht cashwirksame sonstige Effekte | -2.526 | -1.778 |
| Nicht cashwirksame Bewertung von Finanzinstrumenten | -5.713 | 3.797 |
| Nicht cashwirksame Währungsdifferenzen | -1.038 | 2.848 |
| FFO I (ohne Verkaufsergebnis) | 25.618 | 17.382 |
| FFO I je Aktie in EUR | 0,36 | 0,24 |
EPRA-Kennzahlen
| in EUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|
| EPRA-NAV je Aktie | 27,51 | 24,32 | |
| Kurs-Abschlag zum EPRA-NAV je Aktie in % |
-27 | -30 | |
| EPRA-NRV je Aktie | 29,79 | 26,40 | |
| EPRA-NTA je Aktie | 27,21 | 24,06 | |
| EPRA-NDV je Aktie | 23,10 | 20,38 | |
| EPRA Net Initial Yield in % | 4,0 | 4,3 |
| in TEUR | 30.06.2021 | 30.06.2020 |
|---|---|---|
| EPRA-Earnings und EPRA Ergebnis je Aktie (EPRA-EPS) |
||
| Periodenergebnis nach Minderheiten gemäß IFRS |
136.746 | 15.858 |
| Ergebnis aus der Immobilienbewertung |
-131.477 | -10.226 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien (inklusive Nebenkosten) |
0 | 0 |
| Steuern auf Verkaufsergebnis | 0 | 5.396 |
| Bewertung von Finanzinstrumenten | -5.713 | 3.797 |
| Latente Steuern auf EPRA-Anpassungen |
23.592 | -2.426 |
| EPRA-Anpassungen für at equity bewertete Unternehmen |
-1.834 | 0 |
| Minderheitenanteile auf EPRA-Anpassungen |
0 | 0 |
| EPRA-Earnings | 21.315 | 12.399 |
| EPRA-Ergebnis je Aktie (EPRA-EPS) in EUR |
0,30 | 0,17 |
EPRA-Kennzahlen
Die Definition des Net Asset Values (NAV) wurde von der European Public Real Estate Association (EPRA) geändert. Seit dem Geschäftsjahr 2020 erfolgt die Darstellung neben den weiterhin angeführten Kennzahlen EPRA-NAV und EPRA-NNNAV anhand der neuen Kennzahlen EPRA Net Reinstatement Value (EPRA-NRV), EPRA Net Tangible Assets (EPRA-NTA) und EPRA Net Disposal Value (EPRA-NDV). Die genaue Beschreibung der neuen Kennzahlen befindet sich im Geschäftsbericht 2020 der S IMMO AG ab Seite 26 beziehungsweise auf der Homepage der EPRA (www.epra.com).
EPRA-NAV, EPRA-NNNAV, EPRA-NRV, EPRA-NTA, EPRA-NDV
30.06.2021
| in TEUR | EPRA-NAV | EPRA-NNNAV | EPRA-NRV | EPRA-NTA | EPRA-NDV |
|---|---|---|---|---|---|
| Auf die Aktionäre entfallendes Eigenkapital | 1.555.039 | 1.555.039 | 1.555.039 | 1.555.039 | 1.555.039 |
| Je Aktie in EUR | 21,92 | 21,92 | 21,92 | 21,92 | 21,92 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 0 | -398 | 0 |
| Bewertung sonstiger langfristiger Vermögensgegenstände |
129.121 | 129.121 | 129.121 | 129.121 | 106.824 |
| Fair Value von derivativen Finanzinstrumenten | 32.982 | 0 | 32.982 | 32.982 | 0 |
| Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente | -7.107 | 0 | -7.107 | -7.107 | 0 |
| Sonstige latente Steuern | 241.190 | 0 | 241.190 | 220.402 | 0 |
| Fair Value von Finanzverbindlichkeiten | 0 | -30.799 | 0 | 0 | -30.799 |
| Latente Steuern auf Anpassungen der Verbindlichkeiten |
0 | 7.700 | 0 | 0 | 7.700 |
| Erwerbsnebenkosten | 0 | 0 | 161.989 | 0 | 0 |
| Errechnete EPRA-Kennzahl | 1.951.225 | 1.661.061 | 2.113.214 | 1.930.039 | 1.638.763 |
| Errechnete EPRA-Kennzahl je Aktie in EUR | 27,51 | 23,42 | 29,79 | 27,21 | 23,10 |
31.12.2020
| in TEUR | EPRA-NAV | EPRA-NNNAV | EPRA-NRV | EPRA-NTA | EPRA-NDV |
|---|---|---|---|---|---|
| Auf die Aktionäre entfallendes Eigenkapital | 1.380.551 | 1.380.551 | 1.380.551 | 1.380.551 | 1.380.551 |
| Je Aktie in EUR | 19,34 | 19,34 | 19,34 | 19,34 | 19,34 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 0 | -251 | 0 |
| Bewertung sonstiger langfristiger Vermögensgegenstände |
118.684 | 118.684 | 118.684 | 118.684 | 98.059 |
| Fair Value von derivativen Finanzinstrumenten | 41.969 | 0 | 41.969 | 41.969 | 0 |
| Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente | -9.139 | 0 | -9.139 | -9.139 | 0 |
| Sonstige latente Steuern | 203.848 | 0 | 203.848 | 185.870 | 0 |
| Fair Value von Finanzverbindlichkeiten | 0 | -31.838 | 0 | 0 | -31.838 |
| Latente Steuern auf Anpassungen der Verbindlichkeiten |
0 | 7.960 | 0 | 0 | 7.960 |
| Erwerbsnebenkosten | 0 | 0 | 149.007 | 0 | 0 |
| Errechnete EPRA-Kennzahl | 1.735.913 | 1.475.356 | 1.884.919 | 1.717.684 | 1.454.732 |
| Errechnete EPRA-Kennzahl je Aktie in EUR | 24,32 | 20,67 | 26,40 | 24,06 | 20,38 |
ZWISCHENLAGEBERICHT
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftlicher Überblick
Die Konjunkturentwicklung in der Europäischen Union (EU) ist vom Erfolg der nationalen Impfprogramme und dem davon abhängigen weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie bestimmt. Die aktuellen Prognosen werden unter der Annahme getroffen, dass keine impfschutzresistenten Mutationen auftreten und die Menge der verfügbaren Impfstoffdosen für den weiteren Impffortschritt ausreicht. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass die Durchimpfungsrate im Herbst 2021 nicht hoch genug sein wird, um eine weitere Ansteckungswelle gänzlich auszuschließen.
Laut der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zeigte sich zur Jahresmitte ein starker Aufschwung der österreichischen Wirtschaft. Für die Jahre 2021 und 2022 erwarten die Expertinnen und Experten ein Wachstum von 3,9 % beziehungsweise von 4,2 %. Der Aufholprozess wird 2023 abgeschlossen sein und sich mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9 % normalisieren. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Man geht von einem realen BIP-Wachstum von 4 % für 2021 beziehungsweise 5 % für 2022 aus.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind in den EU-Mitgliedstaaten nach wie vor unterschiedlich und auch bei dem Tempo der Erholung dürften erhebliche Unterschiede zu verzeichnen sein. In ihrer Sommerprognose erwartet die Europäische Kommission für 2021 ein Wirtschaftswachstum von 4,8 % und für 2022 ein Wachstum von 4,5 % in der EU. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht von einer ähnlichen Entwicklung aus und prognostiziert für den Euroraum ein Wachstum von 4,3 % für 2021 und von 4,4 % für 2022. Die Konjunkturerholung in der CEE-Region (Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien) wird mit 4,0 % für das aktuelle Jahr und mit 4,8 % für das kommende Jahr prognostiziert.
Es wird erwartet, dass auch das Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene im positiven Bereich liegen wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem weltweiten Wachstum von 6,0 % für 2021 und von 4,9 % für 2022. Auch die OECD geht von einem Wachstumsszenario für die Weltwirtschaft von 5,8 % für 2021 und von 4,4 % für 2022 aus.
Der Immobilienmarkt im Überblick
Die COVID-19-Pandemie wirkte sich auf den Immobilienmarkt im Rückblick unterschiedlich aus. Der Hotel- und der Retail-Markt waren auch in der vergangenen Jahreshälfte stark von den Pandemieauswirkungen betroffen. Wenig verwunderlich ist daher, dass sich Investoren auf resilientere Assetklassen wie Wohnen, Büro oder Logistik verlassen. Der Büromarkt hat sich in Europa in etwa auf Vorkrisenniveau eingependelt.
Österreich
Der Wiener Büromarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr überwiegend positiv. In der ersten Jahreshälfte wurden in Wien etwa 66.000 m² vermietet – rund 16 % mehr als im Vorjahr, was die Krisensicherheit und Stabilität des Markts unterstreicht. Aus diesem Grund konnte sich auch die Leerstandsrate weiter verbessern und liegt im ersten Halbjahr bei 4,5 %. Der geringe Leerstand und das limitierte Angebot an verfügbaren Flächen sorgten dafür, dass die Spitzenmieten im zweiten Quartal auf EUR 26,00/m²/Monat anstiegen. Zum Jahresende rechnet CBRE mit einer Vermietungsleistung von ca. 160.000 m² und einer weiteren Reduktion der Leerstandsrate. 2021 sollen ca. 83.000 m² und damit nochmals 10 % weniger Flächen als im Vorjahr fertiggestellt werden.
Im Einzelhandel blieben die erwarteten Betriebsschließungen dank staatlicher Krisenhilfen weitestgehend aus. Insolvenzen wurden von einigen Akteuren als Möglichkeit wahrgenommen, um in den österreichischen Markt einzusteigen. Dennoch befindet sich der Sektor noch immer unter dem Niveau von 2019. Gute Standorte erfreuen sich nach wie vor einer hervorragenden Nachfrage, Spitzenmieten und -renditen bleiben unverändert.
Im Hotelsektor konnte Insolvenzen mithilfe von staatlichen Hilfen entgegengewirkt werden. Die gelockerten Reisebestimmungen
| Spitzenmieten (EUR/m²/Monat) |
Spitzen-Bruttorenditen (%) |
Gesamtvermietungs leistung (m²) |
Leerstandsquote (%) |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| HJ 2021 | HJ 2020 | HJ 2021 | HJ 2020 | HJ 2021 | HJ 2020 | HJ 2021 | HJ 2020 | HJ 2021 | HJ 2020 | HJ 2021 | HJ 2020 | |
| Büro | Büro | Retail | Retail | Büro | Büro | Retail | Retail | Büro | Büro | Büro | Büro | |
| Berlin | 38,50 | 37,50 | 250,00 | 290,00 | 2,55 | 2,70 | 3,35 | 3,25 | 337.000 | 271.000 | 3,2 | 1,5 |
| Bratislava | 17,00 | 17,00 | 65,002 | 67,00² | 5,30 | 5,60 | 6,002 | 6,00² | 66.000 | 38.000 | 12,2 | 9,8 |
| Budapest | 26,00 | 26,00 | 110,00 | 120,00 | 5,25 | 5,75 | 5,50 | 5,75 | 98.000 | 91.000 | 9,8 | 7,3 |
| Bukarest | 18,75 | 18,75 | 45,00 | 50,00 | 7,00 | 7,00 | 8,00 | 8,00 | 57.000 | 60.000 | 12,2 | 10,2 |
| Wien | 26,00 | 25,00 | 320,00 | 325,00 | 3,25 | 3,45 | 3,45 | 3,30 | 66.000 | 57.000 | 4,5 | 4,6 |
| Zagreb | 15,50 | 15,50 | 70,00 | 70,00 | 8,00 | 8,00 | 6,75 | 6,75 | 8.0003 | 12.000³ | 4,5 | 4,0 |
Immobilienmarkt im Überblick 1
Quelle:
1 CBRE Research
2 Daten für Einkaufszentren. Die restlichen Retail-Daten gelten für Einzelhandelsflächen in Haupteinkaufsstraßen.
3 Schätzung
führen zu steigenden Übernachtungszahlen. Österreich verzeichnet seit Öffnung der Hotels im Frühjahr eine hervorragende Buchungslage. Eine steigende Durchimpfungsrate lässt ebenfalls optimistische Prognosen für das kommende Halbjahr zu.
Deutschland
Alle Wachstumsaussichten für den Berliner Wohnimmobilienmarkt haben sich bestätigt. Die Hauptstadt verzeichnet ein rapides Bevölkerungswachstum. Seit 2014 ist die Einwohnerzahl in der deutschen Hauptstadt um 7 % gestiegen, das entspricht etwa einer Viertelmillion Menschen. Demgegenüber ist der Wohnungsbestand um nur 5 % gewachsen. Daher liegt die Leerstandsrate in Berlin bei unter 1 %. Der Fokus der Entwickler liegt eher auf den Randgebieten Berlins und im Brandenburger Umland, wo die Infrastruktur laufend verbessert wird. Die durchschnittliche Bestandsmiete liegt in Berlin bei EUR 12,75/m²/ Monat (2020: EUR 11,76/m²/Monat). Im April dieses Jahres hat das deutsche Bundesverfassungsgericht die Gesetzgebungskompetenz des Landes Berlin in Sachen Mietendeckel verneint, womit dieser seine Gültigkeit verloren hat. Ein derartiger Eingriff in den Berliner Wohnungsmarkt ist somit zumindest fürs Erste abgewendet.
Der Berliner Büromarkt verzeichnete ebenfalls eine sehr gute Halbjahresbilanz. Beim Vergleich der bundesweiten Flächenumsätze erreichte Berlin noch vor München den ersten Platz und ist weiterhin Spitzenreiter unter den Bürostandorten. Auf ein starkes erstes Quartal mit 181.000 m² vermieteter Fläche folgte ein robustes zweites Quartal. Mit einer Gesamtvermietungsleistung von rund 337.000 m² lag Berlin nur 1 % unter dem Vorjahresniveau. Die Leerstandsrate stieg moderat auf 3,2 %, was sich auf ausbleibende Modernisierungsmaßnahmen zurückführen lässt. Hochwertige Flächen in Top-Lagen sind immer noch stark nachgefragt. Die Spitzenmieten blieben stabil bei EUR 38,50/ m²/Monat (2020: EUR 40,00/m²/Monat). Die Durchschnittsmieten dagegen sind mit EUR 27,30/m²/Monat zwar volatiler, deutschlandweit allerdings unübertroffen. Der Flächenumsatz liegt für die kommende Jahreshälfte bei etwa 700.000 m² und damit leicht über dem Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund des niedrigen Leerstands und der hohen Nachfrage nach modernen Flächen geht BNP Paribas von stabilen bis leicht steigenden Mietpreisen aus.
CEE
Während der Büromarkt in Budapest im Jahre 2020 stark von den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie betroffen war, wurden im ersten Quartal 2021 24.700 m² neue Büroflächen umgesetzt. Die Leerstandsrate stieg leicht auf 9,8 %, was einem Zuwachs von 0,7 Prozentpunkten zum Vorquartal und einem Anstieg von 3,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz des schwachen Markts blieb die durchschnittliche Angebotsmiete auf einem stabilen Niveau von EUR 26,00/m²/Monat. Die Nachfrage nach Büroflächen blieb ebenfalls stabil. BNP Paribas erwartet eine langsame Erholung
Quellen: BNP Paribas, Budapest Research Forum, B2B Wien, CBRE, Colliers, Cushman & Wakefield, Deloitte, EU Komission, Guthmann Marktreport, International Monetary Fund (IMF), Oesterreichische Nationalbank (OeNB), Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Property Forum Europe
des Markts mit hoher Neuflächenproduktion und einem leichten Anstieg der Leerstandsrate.
Die Büroflächenvermietung in Bratislava betrug im ersten Halbjahr 2021 66.000 m². Die gesamte Leerstandsrate stieg auf 12,2 %, während die Leerstandsrate im Stadtzentrum auf 6,5 % sank. Die Spitzenrenditen für Büros blieben stabil bei 5,3 % und die Spitzenmieten bei max. EUR 17,00/m²/Monat im Stadtzentrum.
Die Gesamtvermietungsleistung in Zagreb belief sich in der ersten Jahreshälfte auf 8.000 m². Die Spitzenmieten hielten sich auf einem guten Niveau von EUR 15,50/m²/Monat. Die Nachfrage nach neuen Büroflächen blieb stabil, vor allem auf Grund von Umzügen und Vorvermietungen. Die Gesamtleerstandsrate stieg auf etwa 4,5 %. Die Renditen für Büroflächen lagen bei 8,0 %.
Seit Jahresbeginn wurde die Vermietungsaktivität von Büroflächen in Bukarest ebenfalls stärker von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Die Gesamtvermietungsleistung der Büroflächen betrug 57.000 m². Der Bestand an modernen Büroflächen in Bukarest erreichte rund 3,0 Mio. m². Die Leerstandsrate lag im zweiten Quartal bei 12,2 % und ist damit 2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.
Der moderne Einzelhandelsbestand an Einkaufszentren und Fachmarktzentren in Rumänien betrug Ende des zweiten Quartals 2021 3,9 Mio. m². Davon entfielen auf Bukarest rund 30 %, das entspricht etwa 1,2 Mio. m². Die Spitzenmieten im zweiten Quartal waren etwas niedriger als im Vorjahr bei EUR 45,00/m²/ Monat und die Spitzenrenditen blieben stabil bei 8,0 %.
Die Hotels in der CEE-Region haben im vergangenen Jahr stark unter den pandemiebedingten Schließungen gelitten, was zu einem deutlichen Rückgang bei den Investitionen führte. Verglichen mit dem Rekordwert von EUR 1,4 Mrd. im Jahr 2019, wurde ein signifikanter Rückgang des Transaktionsvolumens um 74,2 % verzeichnet. Eine steigende Durchimpfungsrate bewirkte dennoch einen Wiederbelebungseffekt der Investmentaktivitäten und zeigt das große Wachstumspotenzial der CEE-Region. Nichtsdestotrotz spüren Hotelbesitzer weiterhin die Auswirkungen der Pandemie. Die meisten erwarten, dass sich der Markt zwischen 2022 und 2024 auf Vorkrisenniveau erholen wird, abhängig von der Größe und Bedeutung der Destination. Die Hauptstädte sind nach wie vor sehr beliebte Ziele.
Geschäfts- und Ergebnisentwicklung
Immobilienportfolio
Das Immobilienportfolio der S IMMO bestand per 30.06.2021 aus 363 Objekten (31.12.2020: 358) mit einem Buchwert von EUR 2.709,5 Mio. (31.12.2020: EUR 2.476,9 Mio.) und einer Gesamtnutzfläche (vermietbare Gesamtnutzfläche inklusive Potenzialprojekte) von rund 1,3 Mio. m² (31.12.2020: 1,3 Mio. m²). Im Berichtszeitraum lag der Vermietungsgrad bei 93,2 %. Die Gesamt-Mietrendite belief sich auf 5,0 %. Die Berechnung des Vermietungsgrads und der Mietrendite umfasst dabei alle Ertragsliegenschaften im engeren Sinn (ohne Liegenschaften mit Entwicklungspotenzial und ohne Hotels im Eigenbetrieb).
Nach Buchwert betrachtet, bildeten Objekte in Österreich einen Portfolioanteil von 18,0 % (31.12.2020: 18,5 %) und in Deutschland von 48,7 % (31.12.2020: 49,3 %). Die Immobilien in CEE machten 33,3 % (31.12.2020: 32,2 %) aus.

1 Ohne Vienna Marriott Hotel und Budapest Marriott Hotel und ohne Umgliederung von Teilen der Betriebskostenerlöse
Mieterlöse nach Nutzungsart 1

Umgliederung von Teilen der Betriebskostenerlöse
Zum 30.06.2021 bestand das Portfolio nach Hauptnutzungsarten ohne Grundstücke zu 44,5 % aus Bürogebäuden (31.12.2020: 43,1 %), zu 16,8 % aus Geschäftsimmobilien (31.12.2020: 17,9 %), zu 30,8 % aus Wohnobjekten (31.12.2020: 30,2 %) und zu 7,9 % aus Hotels (31.12.2020: 8,8 %).
Steigerung Umsatzerlöse und Bruttoergebnis
Im ersten Halbjahr konnten die Gesamterlöse gegenüber dem Vergleichszeitraum von EUR 87,8 Mio. auf EUR 91,1 Mio. gesteigert werden. Diese Verbesserung, die trotz der nach wie vor herausfordernden Pandemiesituation gelang, ist auf Ankäufe sowie auf ein sorgfältiges operatives Management des Bestandsportfolios zurückzuführen. Während die Mieterlöse einen Anstieg von EUR 60,6 Mio. auf EUR 63,9 Mio. verzeichneten, waren die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung auch im ersten Halbjahr 2021 von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen und lagen unter dem Vorjahresniveau.
Der Aufwand aus der Immobilienbewirtschaftung lag mit rund EUR 31,9 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau (1. Hj. 2020: EUR 32,1 Mio.). Innerhalb dieser Position verringerten sich die Forderungswertberichtigungen und -abschreibungen gegenüber dem Vorjahr deutlich und betrugen EUR -0,3 Mio. (1. Hj. 2020: EUR -3,4 Mio.). Kompensiert wurde dieser Effekt im Wesentlichen durch höhere Instandhaltungsaufwendungen, die vor allem im deutschen Portfolio während der COVID-19-Pandemie getätigt wurden.
Das Hotelergebnis war von der anhaltenden COVID-19-Krise auch im Jahresvergleich beeinflusst, da das erste Quartal 2020 von den Auswirkungen der Pandemie noch kaum betroffen war. Auf Grund erheblicher operativer Anstrengungen und auf Grund von erhaltenen COVID-19-Förderungen konnte aber insgesamt ein positives Bruttoergebnis aus der Hotelbewirtschaftung erzielt werden.
Insgesamt verbesserte sich das Bruttoergebnis von EUR 45,7 Mio. auf EUR 53,2 Mio.
Anstieg EBITDA, deutlich positives Bewertungsergebnis
Der Verwaltungsaufwand des ersten Halbjahres enthielt eine Reihe von Sondereffekten, insbesondere von Beratungskosten im Zusammenhang mit dem freiwilligen Übernahmeangebot der IMMOFINANZ AG an die Aktionärinnen und Aktionäre der S IMMO AG, welches letztendlich im Juni 2021 zurückgezogen wurde, und belief sich auf EUR 13,6 Mio. (1. Hj. 2020: EUR 9,6 Mio.). Auf Grund der deutlich positiven Entwicklung des Bruttoergebnisses stieg das EBITDA jedoch um rund 10 % auf EUR 39,6 Mio. (1. Hj. 2020: EUR 36,1 Mio.).
Das Ergebnis aus der Immobilienbewertung verbesserte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 deutlich auf EUR 131,5 Mio. (1. Hj. 2020: EUR 10,2 Mio.). Dieses Ergebnis ist auch im Mehrjahresvergleich sehr erfreulich und liegt beispielsweise nur minimal unter dem Wert des ersten Halbjahres 2019. Rund 72 % dieses Anstiegs sind auf das deutsche Portfolio zurückzuführen, rund 22 % auf österreichische Immobilien und etwa 6 % auf das Segment CEE.
In weiterer Folge stieg auch das EBIT signifikant auf EUR 166,3 Mio. (1. Hj. 2020: EUR 41,8 Mio.), was zum überwiegenden Teil auf die Bewertung des Immobilienportfolios, aber auch auf laufende operative Erfolge zurückzuführen ist.
Deutlicher Anstieg des Periodenergebnisses und Ergebnis je Aktie
Auch das Finanzergebnis verbesserte sich erheblich gegenüber dem Vorjahr und belief sich per 30.06.2021 auf EUR -2,2 Mio. (1. Hj. 2020: EUR -21,8 Mio.). Zurückzuführen ist diese deutliche Verbesserung vor allem auf Dividendenerträge für die Veranlagung in die Anteile der CA Immobilien Anlagen AG, welche 2020 COVID-19-bedingt erst im zweiten Halbjahr zur Auszahlung gelangten, auf deutlich verbesserte Derivatbewertungen, positive Wechselkurseffekte und ein höheres Ergebnis für at equity bewertete Anteile.
Der Steueraufwand spiegelt im Wesentlichen die Erhöhung von latenten Steuern im Zusammenhang mit der positiven Immobilienbewertung wider.
Insgesamt konnte das Periodenergebnis um mehr als das Achtfache des Vorjahreswerts gesteigert werden und erreichte EUR 137,3 Mio. (1. Hj. 2020: EUR 16,1 Mio.). Das Ergebnis je Aktie vervielfachte sich ebenfalls und stieg auf EUR 1,93 (1. Hj. 2020: EUR 0,22).
Konzernbilanz
Die Bilanzsumme der S IMMO Gruppe erhöhte sich unter anderem auf Grund der positiven Immobilienbewertungen, der Emission eines Green Bonds im ersten Quartal beziehungsweise dem Ankauf von Immobilien auf EUR 3.486,8 Mio. per 30.06.2021 (31.12.2020: EUR 3.122,6 Mio.). So hat die S IMMO im ersten Halbjahr 2021 mehrere Liegenschaften in Deutschland und zum Ende des zweiten Quartals eine Büroimmobilie in Rumänien erworben. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich gegenüber dem Jahresende deutlich und lag per 30.06.2021 bei EUR 127,8 Mio. (31.12.2020: EUR 64,5 Mio.).
Auch eine Erholung der Börsenkurse und damit ein Anstieg der Buchwerte der als FVOCI bilanzierten und in der Position "andere finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesenen Anteile an der CA Immobilien Anlagen AG und der IMMOFINANZ AG trugen zum Anstieg der Bilanzsumme bei.
Im dritten Quartal wurden sämtliche an der CA Immobilien Anlagen AG gehaltenen Anteile in das Anfang Juli veröffentlichte Angebot der Starwood Capital Group zu einem Preis von EUR 37,00 je Aktie eingeliefert. Der erzielte Mittelzufluss vor Steuern liegt mit über EUR 230 Mio. deutlich über den historischen Anschaffungskosten der Anteile. Die aus der Veräußerung lukrierten Mittel sollen nun für direkte Immobilieninvestments verwendet werden.
Das Eigenkapital ohne Fremdanteile erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021 auf EUR 1.555,0 Mio. (31.12.2020: EUR 1.380,6 Mio.). Per 30.06.2021 belief sich der Buchwert je Aktie auf EUR 21,92 (31.12.2020: EUR 19,34). Die Eigenkapitalquote konnte neuerlich erhöht werden und betrug zum Ende des zweiten Quartals 44,7 % (31.12.2020: 44,3 %).
Finanzierung – Verbesserung der LTV-Ratio
Eine wesentliche Kennzahl zur Beurteilung der Finanzierungsstruktur ist die Loan-to-Value-Ratio (LTV-Ratio). Die S IMMO unterscheidet zwei Arten dieser Kennzahl: LTV-Ratio für durch Immobilien (Hypotheken) besicherte Finanzierungen und LTV-Ratio für unbesicherte Finanzierungen. Letztere sind im Wesentlichen die von der S IMMO AG emittierten Anleihen. Die bilanzierten Immobilieninvestments der S IMMO beliefen sich per 30.06.2021 auf EUR 3.264,9 Mio. (31.12.2020: EUR 2.973,6 Mio.). Die LTV-Ratio für durch Immobilien besicherte Finanzierungen lag mit 29,4 % (31.12.2020: 31,3 %) unter dem Niveau zum Jahresende 2020. Die LTV-Ratio für unbesicherte Finanzierungen abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug per 30.06.2021 15,9 % (31.12.2020: 15,5 %). Insgesamt verbesserte sich die LTV-Ratio der Gesellschaft auf 45,3 % (31.12.2020: 46,8 %). Die Berechnungsmethode beider Kennzahlen ist im Geschäftsbericht 2020 ausführlich dargestellt.
Der EPRA-NAV hat sich gegenüber dem Jahresende erneut deutlich verbessert und betrug zum 30.06.2021 EUR 27,51 (31.12.2020: EUR 24,32). Auch der EPRA-NTA stieg von EUR 24,06 per Jahresende 2020 auf EUR 27,21 per 30.06.2021.
Risikomanagementbericht
Als international tätiger Immobilienkonzern ist die S IMMO Gruppe mit einer Vielzahl von Risiken und Chancen konfrontiert, die sowohl auf die operative Geschäftstätigkeit, die Entscheidungsprozesse als auch auf die strategische Unternehmensführung Einfluss haben könnten. Durch die Identifizierung, Analyse, Steuerung und Überwachung der Risiken und Chancen versucht die Gruppe, negative Entwicklungen und potenzielle Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen und diese so weit als möglich aktiv zu minimieren. Dennoch kann das Eintreten von Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Eine detaillierte Erläuterung möglicher Risiken für das laufende Geschäftsjahr sowie das Risikomanagement der S IMMO AG sind im Geschäftsbericht 2020 (Seite 59 ff.) dargestellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der genannten Risiken hängt von einer Vielzahl von Faktoren – unter anderem von der Konjunkturentwicklung in den jeweiligen Märkten – ab.
Die steigenden Impfquoten in Europa haben dazu geführt, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie zunehmend gelockert werden konnten, was wiederum eine Wirtschaftserholung eingeleitet hat. In der Sommerprognose der Europäischen Kommission schätzen Expertinnen und Experten, dass die Wirtschaft in der Europäischen Union (EU) in diesem Jahr um 4,8 % und im kommenden Jahr um 4,5 % wachsen wird. Das reale BIP könnte sich im vierten Quartal 2021 auf Vorkrisenniveau einpendeln. Die Öffnung der Wirtschaft macht sich vor allem im Dienstleistungssektor bemerkbar. Eine Wiederbelebung ist ebenso in der Tourismusbranche spürbar und auch der private Konsum zieht wieder an.
Die Wachstumsprognosen sind allerdings mit Unsicherheiten verbunden, allen voran mit der weiteren Ausbreitung der – auch in Europa mittlerweile vorherrschenden – Delta-Variante des SARS-CoV-2-Virus beziehungsweise anderer Mutationen. Die zentrale Frage hierbei ist, ob es zu einer vierten Welle kommt und wie stark diese ausgeprägt sein wird. Die Situation könnte sich in den Herbst- und Wintermonaten auf Grund von Influenza-Erkrankungen nochmals zuspitzen. In diesem Zusammenhang steht auch die Unsicherheit, welche Maßnahmen von den Regierungen gesetzt werden und ob weitere "harte Lockdowns" erforderlich sein könnten. Sollten wieder striktere Maßnahmen notwendig werden, so hätte dies erneut negative Effekte auf das Konsum- und Reiseverhalten. Dies könnte in weiterer Folge negative Auswirkungen auf die Mieteinnahmen der S IMMO AG auf Grund von Ausfällen, Erlässen, Minderungen oder Stundungen haben. Auch das Vermietungs- und Leerstandsrisiko könnte verstärkt schlagend werden. Ein nachhaltiger Rückgang des allgemeinen Mietniveaus könnte sich auch in einer niedrigeren Immobilienbewertung niederschlagen. Mittelfristig wird sich zeigen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf Homeoffice und die Digitalisierung in der Arbeitswelt auswirkt.
Eine neuerliche Rezession sowie Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld könnten sich auf das Investitionsverhalten und somit auf die Börsenkurse und letztendlich auf die Kursentwicklung der S IMMO Aktie und die Marktkapitalisierung der S IMMO AG auswirken.
Grundsätzlich hat sich in den vergangenen Monaten allerdings gezeigt, dass sich das nach Regionen und Nutzungsarten diversifizierte Immobilienportfolio der S IMMO in der Krise gut bewährt hat. Das Unternehmen begegnet allen Risiken mit sorgfältigem Risikomonitoring und verantwortungsvoller Risikopolitik. Allerdings kann das Eintreten von Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Für potenzielle Risiken wird bilanzielle Vorsorge getroffen.
Ausblick
Die S IMMO AG setzt nach dem Entfall des Übernahmeangebots der IMMOFINANZ AG ihren eigenständigen Wachstumskurs fort. Der Vorstand hat bereits im Mai angekündigt, im Falle eines Scheiterns des Übernahmeangebots eine Entflechtung der Immobiliengesellschaften durch den Verkauf der Beteiligungen an der IMMOFINANZ AG und der CA Immobilien Anlagen AG anzustreben. Die dadurch lukrierten Mittel in Höhe von etwa EUR 500 Mio. sollen für den Ankauf von ertragsstarken Immobilien und die profitable Weiterentwicklung der günstig eingekauften Grundstücksreserven (vor allem im Berliner Einzugsgebiet) verwendet werden. Damit werden die Ertragsstärke und Dividendenfähigkeit der Gesellschaft nachhaltig gestärkt, auch in Hinblick auf eventuelle Risiken des weiteren Verlaufs der Pandemie und einer sich daraus ergebenden Inflation. Der Investitionsfokus liegt dabei primär auf der CEE-Region.
Die Veräußerung ihrer rund 6-Prozent-Beteiligung an der CA Immobilien AG hat die S IMMO bereits im Juli 2021 umgesetzt und ihre Anteile in das Übernahmeangebot der SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., eine von der Starwood Capital Group kontrollierte Gesellschaft, eingeliefert. Auf Basis des Angebotspreises von EUR 37,00 je Aktie generierte die Gesellschaft einen Mittelzufluss (vor Steuern) von rund EUR 230 Mio. und realisierte einen Veräußerungserfolg von knapp EUR 100 Mio. über den Gesamtinvestitionszeitraum. Zusätzlich hat die S IMMO AG aus dieser Beteiligung insgesamt Dividendenzahlungen in Höhe von rund EUR 25 Mio. vereinnahmt.
KONZERNZWISCHEN-ABSCHLUSS
Konzernbilanz
zum 30.06.2021
| Aktiva in TEUR | Anhang angabe |
30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||
| Vermietete Immobilien | 3.1.1. | 2.547.334 | 2.316.747 |
| Entwicklungsprojekte und unbebaute Grundstücke | 3.1.1. | 43.521 | 38.175 |
| 2.590.855 | 2.354.922 | ||
| Selbst genutzte Immobilien | 3.1.2. | 114.312 | 117.617 |
| Sonstiges Sachanlagevermögen | 5.899 | 6.346 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 398 | 251 | |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 26.742 | 24.376 | |
| Beteiligungen | 4.885 | 4.609 | |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 3.1.3. | 556.895 | 497.721 |
| Latente Steuern | 1.332 | 1.178 | |
| 3.301.318 | 3.007.020 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 220 | 208 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.735 | 4.270 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 16.648 | 13.787 | |
| Andere Vermögenswerte | 30.757 | 28.477 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.1.4. | 127.783 | 64.503 |
| 181.143 | 111.245 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3.1.5. | 4.322 | 4.345 |
| 185.465 | 115.590 | ||
| 3.486.783 | 3.122.610 |
| Passiva in TEUR | angabe | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 3.1.6. | ||
| Grundkapital | 257.731 | 259.397 | |
| Kapitalrücklagen | 167.472 | 173.855 | |
| Sonstige Rücklagen | 1.129.836 | 947.299 | |
| 1.555.039 | 1.380.551 | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 3.607 | 3.277 | |
| 1.558.646 | 1.383.828 | ||
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Anleiheverbindlichkeiten | 3.1.7. | 646.581 | 497.215 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 3.1.8. | 867.297 | 873.801 |
| Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 1.350 | 1.349 | |
| Andere Verbindlichkeiten | 734 | 957 | |
| Latente Steuern | 235.415 | 195.887 | |
| 1.751.377 | 1.569.209 |
Anhang-
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
|---|---|---|---|
| Anleiheverbindlichkeiten | 3.1.7. | 0 | 28.529 |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.1.8. | 127.730 | 99.273 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1.217 | 2.384 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.341 | 3.616 | |
| Andere Verbindlichkeiten | 44.472 | 35.771 | |
| 176.760 | 169.573 |
3.486.783 3.122.610
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021
| in TEUR | Anhang angabe |
01–06/2021 | 01–06/2020 |
|---|---|---|---|
| Erlöse | |||
| Mieterlöse | 3.2.1. | 63.859 | 60.572 |
| Betriebskostenerlöse | 17.060 | 15.996 | |
| Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung | 3.2.1. | 10.156 | 11.182 |
| 91.075 | 87.750 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.968 | 1.086 | |
| Aufwand aus der Immobilienbewirtschaftung | 3.2.2. | -31.895 | -32.076 |
| Aufwand aus der Hotelbewirtschaftung | 3.2.2. | -7.962 | -11.052 |
| Bruttoergebnis | 53.186 | 45.708 | |
| Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien | 6 | 40.550 | |
| Buchwerte veräußerter Immobilien | -6 | -40.550 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien | 0 | 0 | |
| Verwaltungsaufwand | -13.582 | -9.583 | |
| Ergebnis vor Steuern, Immobilienbewertung, Abschreibungen und Finanzergebnis (EBITDA) |
39.604 | 36.125 | |
| Abschreibungen | -4.733 | -4.529 | |
| Ergebnis aus der Immobilienbewertung | 3.2.3. | 131.477 | 10.226 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 166.348 | 41.822 | |
| Finanzierungaufwand | 3.2.4. | -14.662 | -24.155 |
| Finanzierungsertrag1 | 3.2.4. | 10.241 | 979 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 3.2.4. | 2.199 | 1.364 |
| Finanzergebnis | -2.222 | -21.812 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 164.126 | 20.010 | |
| Ertragsteuern | 3.2.5. | -26.818 | -3.903 |
| Periodenergebnis | 137.308 | 16.107 | |
| davon den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbar | 136.746 | 15.858 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar | 562 | 249 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| unverwässert = verwässert | 1,93 | 0,22 |
1 Davon Dividendenerträge aus Beteiligungen an börsennotierten Immobiliengesellschaften: 1. Hj. 2021: EUR 6,3 Mio. (1. Hj. 2020: EUR 0)
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021
| in TEUR | 01–06/2021 | 01–06/2020 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 137.308 | 16.107 |
| Bewertung Cashflow-Hedge | 5.034 | -4.372 |
| Ertragsteuern auf Cashflow-Hedge | -1.053 | 654 |
| Umgliederung erfolgswirksamer Derivatbewertungseffekte | 174 | 1.686 |
| Ertragsteuern auf Umgliederung erfolgswirksamer Derivatbewertungseffekte | -43 | -421 |
| Währungsrücklage | -1.134 | 2.713 |
| Sonstiges Ergebnis (bei Realisierung erfolgswirksam) | 2.978 | 260 |
| Bewertung von finanziellen Vermögenswerten FVOCI | 57.084 | -164.979 |
| Ertragsteuern aus Bewertung von finanziellen Vermögenswerten FVOCI | -14.271 | 41.245 |
| Sonstiges Ergebnis (bei Realisierung nicht erfolgswirksam) | 42.813 | -123.734 |
| Sonstiges Ergebnis | 45.791 | -123.475 |
| davon den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbar | 45.791 | -123.475 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar | 0 | 0 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | 183.099 | -107.368 |
| davon den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbar | 182.537 | -107.617 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar | 562 | 249 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
vom 01.04.2021 bis zum 30.06.2021
| in TEUR | Anhang angabe |
04–06/2021 | 04–06/2020 |
|---|---|---|---|
| Erlöse | |||
| Mieterlöse | 3.2.1. | 31.867 | 29.439 |
| Betriebskostenerlöse | 7.930 | 6.398 | |
| Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung | 3.2.1. | 8.262 | 1.269 |
| 48.059 | 37.106 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 314 | 759 | |
| Aufwand aus der Immobilienbewirtschaftung | 3.2.2. | -13.640 | -15.233 |
| Aufwand aus der Hotelbewirtschaftung | 3.2.2. | -4.769 | -2.713 |
| Bruttoergebnis | 29.964 | 19.919 | |
| Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien | 6 | 36.831 | |
| Buchwerte veräußerter Immobilien | -6 | -36.831 | |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien | 0 | 0 | |
| Verwaltungsaufwand | -8.452 | -5.157 | |
| Ergebnis vor Steuern, Immobilienbewertung, Abschreibungen und Finanzergebnis (EBITDA) |
21.512 | 14.762 | |
| Abschreibungen | -2.383 | -2.240 | |
| Ergebnis aus der Immobilienbewertung | 3.2.3. | 128.997 | 41.765 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 148.126 | 54.287 | |
| Finanzierungaufwand | 3.2.4. | -7.604 | -10.298 |
| Finanzierungsertrag1 | 3.2.4. | 8.718 | 412 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 3.2.4. | 2.051 | 1.311 |
| Finanzergebnis | 3.165 | -8.575 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 151.291 | 45.712 | |
| Ertragsteuern | 3.2.5. | -23.877 | -8.185 |
| Periodenergebnis | 127.414 | 37.527 | |
| davon den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbar | 126.872 | 37.297 | |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar | 542 | 230 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| unverwässert = verwässert | 1,79 | 0,52 |
1 Davon Dividendenerträge aus Beteiligungen an börsennotierten Immobiliengesellschaften: Q2 2021: EUR 6,3 Mio. (Q2 2020: EUR 0)
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
vom 01.04.2021 bis zum 30.06.2021
| in TEUR | 04–06/2021 | 04–06/2020 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 127.414 | 37.527 |
| Bewertung Cashflow-Hedge | 1.185 | -1.925 |
| Ertragsteuern auf Cashflow-Hedge | -210 | 203 |
| Umgliederung erfolgswirksamer Derivatbewertungseffekte | 87 | 1.015 |
| Ertragsteuern auf Umgliederung erfolgswirksamer Derivatbewertungseffekte | -22 | -253 |
| Währungsrücklage | -1.084 | -328 |
| Sonstiges Ergebnis (bei Realisierung erfolgswirksam) | -45 | -1.289 |
| Bewertung von finanziellen Vermögenswerten FVOCI | 19.708 | -20.541 |
| Ertragsteuern aus Bewertung von finanziellen Vermögenswerten FVOCI | -4.927 | 5.135 |
| Sonstiges Ergebnis (bei Realisierung nicht erfolgswirksam) | 14.781 | -15.406 |
| Sonstiges Ergebnis | 14.736 | -16.695 |
| davon den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbar | 14.736 | -16.695 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar | 0 | 0 |
| Konzern-Gesamtergebnis der Periode | 142.150 | 20.832 |
| davon den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuordenbar | 141.608 | 20.602 |
| davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar | 542 | 230 |
Konzern-Geldflussrechnung
vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021
| in TEUR | 01–06/2021 | 01–06/2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 164.126 | 20.010 |
| Ergebnis aus der Immobilienbewertung | -131.477 | -10.226 |
| Abschreibungen | 4.733 | 4.529 |
| Gewinne/Verluste aus der Veräußerung von Immobilien | 0 | 0 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -3.060 | -1.798 |
| Finanzergebnis | 2.222 | 21.812 |
| Operativer Cashflow | 36.544 | 34.327 |
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -4.060 | -1.807 |
| Rückstellungen, sonstige Finanzverbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten | -250 | 16 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 513 | -11.864 |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | 32.747 | 20.673 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in Immobilienvermögen (vermietete Immobilien, Entwicklungsprojekte und unbebaute Grundstücke, selbst genutzte Immobilien) |
-14.259 | -48.663 |
| Investitionen in immaterielles Vermögen | -212 | -33 |
| Investitionen in sonstiges Sachanlagevermögen | -296 | -245 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Eigenkapitalinstrumenten anderer Unternehmen | 0 | 0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten anderer Unternehmen | 0 | -8.158 |
| Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | -38 | -38 |
| Desinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte | 16 | 0 |
| Investitionen in at equity bewertete Unternehmen | 0 | -2.634 |
| Desinvestitionen in at equity bewertete Unternehmen | 0 | 1.275 |
| Nettocashflow aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen abzüglich liquider Mittel | 0 | 0 |
| Nettocashflow aus Erstkonsolidierungen | -84.345 | 25 |
| Nettocashflow aus Veränderung von at equity bewerteten Unternehmen | -150 | 409 |
| Veräußerung von Immobilienvermögen | 6 | 40.550 |
| Dividenden von at equity bewerteten Unternehmen | 305 | 441 |
| Erhaltene Dividenden | 4.597 | 0 |
| Beteiligungserträge | 343 | 267 |
| Erhaltene Zinsen | 420 | 40 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -93.613 | -16.764 |
| in TEUR | 01–06/2021 | 01–06/2020 | |
|---|---|---|---|
| Fortsetzung Konzern-Geldflussrechnung | |||
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Ausgabe von Aktien | 0 | 146.477 | |
| Rückkauf eigener Aktien | -8.049 | -10.274 | |
| Anleiheemissionen | 149.143 | 0 | |
| Tilgung Anleihen | -28.549 | 0 | |
| Rückkauf Anleihen | 0 | 0 | |
| Auszahlung für den Tausch von Anleihen | 0 | 0 | |
| Ausschüttung Fremdanteile | -232 | -8 | |
| Geldzufluss aus Finanzierungen | 84.560 | 49.579 | |
| Geldabfluss aus Finanzierungen | -50.738 | -56.734 | |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | |
| Gezahlte Zinsen | -21.989 | -20.614 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 124.146 | 108.426 | |
| Liquide Mittel 01.01. | 64.503 | 111.564 | |
| Nettoveränderung der liquiden Mittel | 63.280 | 112.335 | |
| Liquide Mittel 30.06.1 | 127.783 | 223.899 |
1 Die Auswirkungen von Währungsdifferenzen auf den Bestand der liquiden Mittel sind unwesentlich und werden daher nicht gesondert dargestellt.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| in TEUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Wäh rungs rücklagen |
Rücklage Hedge Accoun ting |
Rücklage für Eigen kapital instrumente |
Übrige Rück lagen |
Zwischen summe S IMMO Gesell schafter |
Nicht beherr schende Anteile |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2021 | 259.397 | 173.855 | -11.337 | -18.802 | -2.140 | 979.577 | 1.380.551 | 3.277 | 1.383.828 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 136.746 | 136.746 | 562 | 137.308 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | -1.134 | 4.112 | 42.813 | 0 | 45.791 | 0 | 45.791 |
| Ausgabe von Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rückkauf eigener Aktien | -1.666 | -6.383 | 0 | 0 | 0 | 0 | -8.049 | 0 | -8.049 |
| Ausschüttung betreffend nicht beherrschende Anteile |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -232 | -232 |
| Stand 30.06.2021 | 257.731 | 167.472 | -12.471 | -14.690 | 40.673 | 1.116.323 | 1.555.039 | 3.607 | 1.558.646 |
| Stand 01.01.2020 | 240.544 | 68.832 | -14.735 | -17.123 | 91.419 | 973.238 | 1.342.175 | 2.910 | 1.345.085 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15.858 | 15.858 | 249 | 16.107 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 2.713 | -2.454 | -123.734 | 0 | -123.475 | 0 | -123.475 |
| Ausgabe von Aktien | 24.314 | 122.766 | 0 | 0 | 0 | 0 | 147.080 | 0 | 147.080 |
| Rückkauf eigener Aktien | -2.297 | -8.056 | 0 | 0 | 0 | 0 | -10.353 | 0 | -10.353 |
| Ausschüttung betreffend nicht beherrschende Anteile |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -8 | -8 |
| Stand 30.06.2020 | 262.561 | 183.542 | -12.022 | -19.576 | -32.315 | 989.095 | 1.371.285 | 3.151 | 1.374.436 |
Konzernanhang
(verkürzt)
1. Der Konzern
Die S IMMO Gruppe (S IMMO AG und ihre Tochtergesellschaften) ist ein international tätiger Immobilienkonzern. Die Konzern-Muttergesellschaft der S IMMO Gruppe, die S IMMO AG mit Sitz in 1010 Wien, Friedrichstraße 10, notiert seit 1987 an der Wiener Börse, seit 2007 im Prime-Market-Segment. Am 18.09.2017 wurde die S IMMO AG erstmals in den österreichischen Leitindex ATX aufgenommen. Tochtergesellschaften bestehen in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Zum 30.06.2021 ist die S IMMO Gruppe Eigentümerin von Immobilien in allen zuvor genannten Ländern. Die S IMMO Gruppe betreibt Ankauf und Verkauf, Immobilien-Projektentwicklung, Vermietung und Asset Management, Hotels und Einkaufszentren sowie Revitalisierungen und Sanierungen von Immobilien in Österreich, Deutschland und CEE (Slowakei, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Kroatien).
2. Grundsätze der Rechnungslegung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
2.1. Grundsätze der Rechnungslegung
Der Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021 wird in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt und enthält nicht alle Informationen, die in einem vollständigen IFRS-Konzernabschluss anzugeben sind. Der Zwischenabschluss sollte daher in Verbindung mit dem letzten IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2020 gelesen werden.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Konzernabschlusses per 31.12.2020 wurden bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses zum 30.06.2021 weiterhin angewandt.
Der zum 30.06.2021 aufgestellte Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der Rechnungslegung aller in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften der S IMMO Gruppe zu Grunde. Der Bilanzstichtag sämtlicher Unternehmen ist der 31.12. eines Jahres.
Im ersten Quartal 2021 wurde erstmalig die SOPOT Property d.o.o., Kroatien, in den Konzernzwischenabschluss der S IMMO AG als vollkonsolidiertes Unternehmen miteinbezogen. Im zweiten Quartal 2021 wurden die SPC DELTA PROPERTY DEVELOPMENT COMPANY SRL, Rumänien, und die SPC SIG-MA PROPERTY DEVELOPMENT COMPANY SRL, Rumänien, im Wege von Share Deals übernommen. Ein Unternehmenszusammenschluss im Sinne von IFRS 3 war bei keiner der neu konsolidierten Gesellschaften gegeben, da kein Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 vorlag.
Im ersten Quartal 2021 wurden die Anteile an der bisher auf Grund untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaft Einkaufs-Center Sofia Verwaltungs GmbH, Deutschland, veräußert. Im zweiten Quartal 2021 wurde die bisher vollkonsolidierte Einkaufs-Center Sofia GmbH & Co KG, Deutschland, aufgelöst.
Der Konzernzwischenabschluss ist in 1.000 Euro ("TEUR"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
2.2. Berichtswährung und Währungsumrechnung
Die Konzernberichtswährung (Darstellungswährung) ist der Euro. Die funktionale Währung wird anhand der Kriterien von IAS 21 bestimmt und ist bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften der Euro.
3. Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss
3.1. Bilanz
3.1.1. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| in TEUR | Vermietete Immobilien |
Entwicklungs projekte und unbe baute Grundstücke |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2020 | 2.188.317 | 21.846 |
| Zugänge | 101.840 | 18.209 |
| Abgänge | -469 | -6 |
| Umgliederungen | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
| Zeitwertänderungen (über GuV erfasst) |
33.269 | 2.471 |
| Umgliederungen zu den zur Veräußerung gehaltenen Immobilien |
-6.210 | -4.345 |
| Stand am 31.12.2020 | 2.316.747 | 38.175 |
| davon verpfändet | 2.234.907 | 0 |
| Zugänge | 100.463 | 3.978 |
| Abgänge | -8 | 0 |
| Umgliederungen | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
| Zeitwertänderungen (über GuV erfasst) |
130.132 | 1.368 |
| Umgliederungen zu den zur Veräußerung gehaltenen Immobilien |
0 | 0 |
| Stand am 30.06.2021 | 2.547.334 | 43.521 |
| davon verpfändet | 2.377.330 | 0 |
Außerdem wurde bei den zur Veräußerung gehaltenen Immobilien eine Zeitwertänderung in Höhe von TEUR -23 (1. Hj. 2020: TEUR 6.977) über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zusammensetzung:
Vermietete Immobilien
| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Österreich | 436.060 | 406.960 |
| Deutschland | 1.285.167 | 1.190.110 |
| CEE | 826.107 | 719.677 |
| 2.547.334 | 2.316.747 |
Entwicklungsprojekte und unbebaute Grundstücke
| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Österreich | 0 | 0 |
| Deutschland | 35.843 | 30.900 |
| CEE | 7.678 | 7.275 |
| 43.521 | 38.175 |
Die Bewertungsmethoden für das erste Halbjahr 2021 entsprechen Level 3 der Bewertungshierarchie des IFRS 13.86. Die Bewertungsergebnisse des ersten Halbjahres 2021 für die "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" beruhen zum überwiegenden Teil auf externen Bewertungsgutachten und betreffen alle Segmente.
3.1.2. Selbst genutzte Immobilien
Der Geschäftsbereich der selbst genutzten Hotels umfasst die Zimmervermietung sowie die Gastronomie. Die Hotels werden größtenteils in Form von Managementverträgen betrieben, wodurch das Risiko der Auslastung bei der S IMMO Gruppe liegt. Daher fallen derartige Hotels nicht unter den Anwendungsbereich des IAS 40 (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) und sind als Sachanlagen gemäß IAS 16 zu behandeln. Trotz der Auswirkungen von COVID-19 war die Erfassung eines Wertminderungsaufwands zum 30.06.2021 nicht notwendig.
3.1.3. Andere finanzielle Vermögenswerte
Die anderen finanziellen Vermögenswerte enthalten größtenteils Aktien der Gesellschaften IMMOFINANZ AG und CA Immobilien Anlagen AG, die als FVOCI (Fair Value through OCI, Level 1 der Bewertungshierarchie des IFRS 13.86) bilanziert werden. Die Bewertung erfolgte zu den am 30.06.2021 an der Wiener Börse erzielten Schlusskursen im sonstigen Ergebnis. Auf Grund der Erholung der Märkte im ersten Halbjahr 2021 war für FVOCI bewertete Unternehmensanteile insgesamt eine Aufwertung in Höhe von TEUR 57.084 im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
3.1.4. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 127.653 | 64.362 |
| Kassenbestand | 130 | 141 |
| 127.783 | 64.503 |
3.1.5. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Immobilienvermögen wird dann "zur Veräußerung gehalten", wenn die Absicht besteht, diese Immobilie zeitnah zu veräußern. Diese Absicht besteht derzeit bei einer Immobilie in Rumänien.
3.1.6. Eigenkapital
Am 28.10.2020 begann ein Aktienrückkauf-Programm, welches am 30.06.2021 endete. Im ersten Halbjahr 2021 wurden 458.521 Aktien rückgekauft. Somit hielt die S IMMO AG per 30.06.2021 2.676.872 Stück (31.12.2020: 2.218.351 Stück) eigene Aktien.
3.1.7. Anleiheverbindlichkeiten
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Eckdaten der ausgegebenen Anleihen:
| Gesamtnenn betrag in TEUR |
Kupon | Effektiv verzinsung |
Laufzeit bis |
|---|---|---|---|
| 150.000,0 | 1,75 % | 1,84 % | 04.02.2028 |
| 33.993,5 | 3,25 % | 3,36 % | 09.04.2025 |
| 65.000,0 | 3,25 % | 3,31 % | 21.04.2027 |
| 100.000,0 | 1,75 % | 1,90 % | 06.02.2024 |
| 50.000,0 | 2,875 % | 2,93 % | 06.02.2030 |
| 150.000,0 | 1,875 % | 1,96 % | 22.05.2026 |
| 100.000,0 | 2,00 % | 2,01 % | 15.10.2029 |
Alle Anleihen notieren im Corporates-Prime-Segment der Wiener Börse. Die Anleihe mit der ISIN AT0000A2MKW4 wurde im ersten Quartal 2021 begeben.
3.1.8. Sonstige Finanzverbindlichkeiten
Die sonstigen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten betragen in Summe TEUR 995.027 (31.12.2020: TEUR 973.074) und beinhalten im Wesentlichen hypothekarisch besicherte Kredite, Derivate und Leasingverbindlichkeiten.
Im ersten Halbjahr 2021 gab es wie im Vorjahr keine Covenant-Breaches.
3.1.9. Derivative Finanzinstrumente
Die S IMMO Gruppe verwendet derzeit Swaps und Caps zur Steuerung des Zinsrisikos im Zusammenhang mit variabel verzinsten Immobilienfinanzierungen.
Der Ausweis der Zinsderivate erfolgt unter den langfristigen anderen finanziellen Vermögenswerten (30.06.2021: TEUR 1.434; 31.12.2020: TEUR 938) und den langfristigen Finanzverbindlichkeiten (30.06.2021: TEUR 34.417; 31.12.2020: TEUR 42.908). Die Fair-Value-Bewertung der Derivate erfolgt auf Basis der Einschätzungen von externen Sachverständigen. Die Bewertung entspricht einer Level-2-Bewertung laut IFRS 13. CVAs/DVAs fanden in analoger Anwendung der Methoden zum 31.12.2020 Eingang in die Derivatbewertung.
Im ersten Halbjahr 2021 wurden Bewertungsveränderungen in Höhe von TEUR 5.208 (1. Hj. 2020: TEUR -2.687) exklusive latenter Steuern und latente Steuern für Derivate in Höhe von TEUR -1.096 (1. Hj. 2020: TEUR 233) im sonstigen Ergebnis erfasst. Insgesamt wurden somit TEUR 4.112 (1. Hj. 2020: TEUR -2.454) im sonstigen Ergebnis erfasst.
30.06.2021
| in TEUR | Volumen | Positiver Zeitwert |
Negativer Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Swaps | 699.796 | 1.387 | -34.417 |
| Caps | 190.000 | 47 | 0 |
| Summe | 889.796 | 1.434 | -34.417 |
31.12.2020
| in TEUR | Volumen | Positiver Zeitwert |
Negativer Zeitwert |
|
|---|---|---|---|---|
| Swaps | 650.440 | 917 | -42.908 | |
| Caps | 190.000 | 21 | 0 | |
| Summe | 840.440 | 938 | -42.908 |
3.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
3.2.1. Miet- und Betriebskostenerlöse und Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung
Die Mieterlöse verteilen sich nach der Nutzungsart der Einzelmietflächen wie folgt:
| in TEUR | 01–06/2021 | 01–06/2020 |
|---|---|---|
| Gewerbe ohne Hotel | 45.767 | 43.890 |
| Hotel | 897 | 1.109 |
| Wohnimmobilien | 17.195 | 15.573 |
| Mieterlöse laut Gewinn- und Verlustrechnung |
63.859 | 60.572 |
Die Mieterlöse sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, was vor allem auf Zugänge von vermieteten Immobilien zurückzuführen ist. Wie in Kapitel 3.2.2. beschrieben, waren im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2020 jedoch keine wesentlichen Wertberichtigungen und Abschreibungen betreffend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgswirksam zu erfassen.
Die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung waren im ersten Halbjahr 2021 mit TEUR 10.156 niedriger als im Vorjahr (TEUR 11.182). Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das erste Quartal 2020 von der COVID-19-Pandemie noch weitgehend unberührt war. Eine positive Auswirkung im Halbjahresvergleich hatten der Erhalt von Zuschüssen im ersten Halbjahr 2021 und eine beginnende Erholung des relevanten Tourismussegments. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich bleibt jedoch schwer abschätzbar.
3.2.2. Aufwendungen aus der Immobilien- und der Hotelbewirtschaftung
Bei den Aufwendungen aus der Immobilienbewirtschaftung handelt es sich fast ausschließlich um Aufwendungen im Zusammenhang mit den "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien". Diese umfassen im Wesentlichen Betriebskosten, Wertberichtigungen von offenen Mietforderungen, Instandhaltungsaufwendungen und Vermittlungsprovisionen.
Die Aufwendungen aus der Hotelbewirtschaftung beinhalten hauptsächlich Aufwendungen für Speisen, Getränke, Gastronomiebedarf, Hotelzimmer, Lizenz- und Managementgebühren, Instandhaltungskosten, Betriebskosten, Provisionen, Personalaufwand und Werbekosten. Die Aufwendungen aus der Hotelbewirtschaftung unterliegen – ebenso wie die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung – generell saisonalen Schwankungen, welche durch die Auswirkungen der COVID-19-Krise vollkommen überlagert wurden und keine Bedeutung erlangten. Da das erste Quartal 2020 von den Auswirkungen der Pandemie operativ noch weitgehend unberührt war, kam es in einer Like-for-like-Betrachtung zu einer Verringerung von Erlösen und Aufwendungen aus der Hotelbewirtschaftung. Insgesamt verbesserte sich das Bruttoergebnis aus der Hotelbewirtschaftung auf TEUR 2.194 (1. Hj. 2020: TEUR 130), was auf den Erhalt von Zuschüssen im Zusammenhang mit COVID-19 sowie auf operative Erfolge im Hotelmanagement zurückzuführen ist.
Für Wertberichtigungen und Abschreibungen betreffend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Erhöhungen zu erfassen, sodass sich in der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020, das von erheblichen COVID-19-bedingten Wertberichtigungsbedarfen geprägt war, eine deutliche Verbesserung ergab (1. Hj. 2021: TEUR -327; 1. Hj. 2020: TEUR -3.423).
Von den Abschreibungen und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen im ersten Halbjahr 2021 TEUR 180 (1. Hj. 2020: TEUR 1.834) auf das Segment CEE, TEUR 133 (1. Hj. 2020: TEUR 1.463) auf das Segment Deutschland und TEUR 14 (1. Hj. 2020: TEUR 126) auf das Segment Österreich.
3.2.3. Ergebnis aus der Immobilienbewertung
Das Bewertungsergebnis nach Region gliedert sich wie folgt:
| in TEUR | 01–06/2021 | 01–06/2020 | |
|---|---|---|---|
| Österreich | 28.856 | -2.180 | |
| Deutschland | 94.519 | 32.888 | |
| CEE | 8.102 | -20.481 | |
| 131.477 | 10.226 |
3.2.4. Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 01–06/2021 | 01–06/2020 | |
|---|---|---|---|
| Finanzierungsaufwand | -14.662 | -24.155 | |
| Finanzierungsertrag | 10.241 | 979 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen |
2.199 | 1.364 | |
| -2.222 | -21.812 |
Im Finanzergebnis für das erste Halbjahr 2021 war ein Dividendenertrag für das Investment in die CA Immobilien Anlagen AG in Höhe von TEUR 6.341(1. Hj. 2020: TEUR 0) enthalten. Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte die Dividendenausschüttung der CA Immobilien Anlagen AG COVID-19-bedingt erst im zweiten Halbjahr und betrug TEUR 6.317.
Das Finanzergebnis des ersten Halbjahres 2021 war auch geprägt von im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten erfolgswirksamen Bewertungseffekten von Finanzinstrumenten.
3.2.5. Ertragsteuern
| in TEUR | 01–06/2021 | 01–06/2020 | |
|---|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | -2.190 | -6.585 | |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | -24.628 | 2.681 | |
| -26.818 | -3.903 |
4. Geschäftssegmente
Bei der S IMMO Gruppe erfolgt die Segmentberichterstattung nach Regionen. Die Betrachtung und Analyse der regionalen Struktur folgt der strategischen Ausrichtung, die zwischen Österreich, Deutschland und CEE differenziert. Die Segmente setzen sich länderweise wie folgt zusammen:
Österreich: Im Geschäftssegment Österreich sind alle österreichischen Tochterunternehmen erfasst, außer jene mit Immobilienbesitz in Deutschland.
Deutschland: Das Geschäftssegment Deutschland umfasst neben den deutschen Tochterunternehmen auch Tochterunternehmen mit gesellschaftsrechtlichem Sitz in Österreich, die Immobilien in Deutschland halten.
CEE: Im Geschäftssegment CEE sind die Tochterunternehmen in der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Kroatien erfasst.
Den Segmentinformationen liegen die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zu Grunde.
Jeder Geschäftsbereich wird unabhängig von den anderen operativ geführt. Verantwortliche Unternehmensinstanz ("Chief Operating Decision Maker") der Geschäftsbereiche ist der Vorstandsvorsitzende.
| Österreich | Deutschland | CEE | Summe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| Mieterlöse | 9.402 | 9.578 | 28.297 | 27.032 | 26.160 | 23.962 | 63.859 | 60.572 |
| Betriebskostenerlöse | 2.003 | 1.970 | 6.109 | 6.174 | 8.948 | 7.852 | 17.060 | 15.996 |
| Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung |
6.331 | 5.102 | 0 | 0 | 3.825 | 6.080 | 10.156 | 11.182 |
| Gesamterlöse | 17.736 | 16.650 | 34.406 | 33.206 | 38.933 | 37.894 | 91.075 | 87.750 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 190 | 245 | 460 | 219 | 1.318 | 623 | 1.968 | 1.086 |
| Aufwand aus der Immobilienbewirtschaftung |
-3.622 | -3.265 | -15.886 | -15.565 | -12.387 | -13.246 | -31.895 | -32.076 |
| Aufwand aus der Hotelbewirtschaftung |
-4.318 | -6.007 | 0 | 0 | -3.644 | -5.045 | -7.962 | -11.052 |
| Bruttoergebnis | 9.986 | 7.623 | 18.980 | 17.860 | 24.220 | 20.225 | 53.186 | 45.708 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verwaltungsaufwand | -9.229 | -5.239 | -3.167 | -3.247 | -1.186 | -1.096 | -13.582 | -9.583 |
| EBITDA | 757 | 2.384 | 15.813 | 14.612 | 23.035 | 19.129 | 39.604 | 36.125 |
| Abschreibungen | -2.454 | -2.401 | -94 | -93 | -2.186 | -2.035 | -4.733 | -4.529 |
| Ergebnis aus der Immobilienbewertung |
28.856 | -2.180 | 94.519 | 32.888 | 8.102 | -20.481 | 131.477 | 10.226 |
| EBIT | 27.159 | -2.197 | 110.238 | 47.407 | 28.950 | -3.387 | 166.348 | 41.822 |
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
| Langfristiges Vermögen | 1.062.880 | 977.120 | 1.323.088 | 1.221.862 | 915.350 | 808.038 | 3.301.318 | 3.007.020 |
Langfristiges Fremdkapital 867.926 719.682 516.231 484.911 367.221 364.616 1.751.377 1.569.209
5. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten
In der S IMMO Gruppe sind zum 30.06.2021 mehrere Rechtsstreitigkeiten offen, jedoch sind sowohl die einzelnen Beträge als auch die Summe der Beträge nach Einschätzung des Managements von untergeordneter Bedeutung.
6. Wesentliche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Nahestehende Unternehmen und Personen der S IMMO Gruppe sind:
- die Organe der S IMMO Gruppe
- die IMMOFINANZ AG
- die assoziierten Unternehmen und Joint-Venture-Unternehmen des Konzerns
Im ersten Halbjahr 2021 gab es keine Related-Party-Transaktionen mit den Anteilseignern der S IMMO AG.
Die Organe der S IMMO Gruppe sind:
Vorstand der S IMMO AG per 30.06.2021:
- Dr. Bruno Ettenauer, MRICS (Vorstandsvorsitzender)
- DI Herwig Teufelsdorfer, MRICS
- Mag. Friedrich Wachernig, MBA
Mag. Ernst Vejdovszky schied im Laufe des ersten Halbjahres 2021 aus dem Vorstand aus.
Aufsichtsrat der S IMMO AG per 30.06.2021:
- Dr. Karin Rest, EMBA (Vorsitzende)
- Christian Hager
- (1. stellvertretender Vorsitzender)
- DI Manfred Rapf (2. stellvertretender Vorsitzender)
- Mag. Hanna Bomba
- MMag. Holger Schmidtmayr, MRICS, Arbeitnehmervertreter
- Mag. Elisabeth Wagerer, Arbeitnehmervertreterin
Mit Ausnahme der assoziierten Unternehmen bestanden zum 30.06.2021 keine Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen der S IMMO Gruppe.
Die S IMMO Gruppe vergibt Darlehen an assoziierte Unternehmen, die at equity bewertet werden. Per 30.06.2021 bestanden aus diesen Ausleihungen keine Forderungen mehr (31.12.2020: TEUR 0). Im ersten Halbjahr 2021 fielen keine Zinserträge aus Ausleihungen an (1. Hj. 2020: TEUR 380). Es kam auch zu keinen anderen Transaktionen im Zusammenhang mit den assoziierten Unternehmen beziehungsweise den Gemeinschaftsunternehmen, die at equity bewertet werden.
Es gab keine Related-Party-Transaktionen im Sinne von IAS 24 mit den nicht konsolidierten Tochterunternehmen.
7. Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode
Im Juli 2021 wurden die Anteile an der CA Immobilien Anlagen AG in das Übernahmeangebot der Starwood Capital Group eingeliefert und somit zu einem Preis von EUR 37,00 je Aktie verkauft.
Auch im dritten Quartal 2021 bestehen die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden Unsicherheiten in den Märkten, in denen die S IMMO Gruppe tätig ist, fort.
Wien, am 27.08.2021
Der Vorstand:
Dr. Bruno Ettenauer, MRICS e.h.
DI Herwig Teufelsdorfer, MRICS e.h.
Mag. Friedrich Wachernig, MBA e.h.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDS
gemäß § 125 Abs. 1 Z 3 Börsegesetz
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt."
Wien, am 27.08.2021
Der Vorstand


Dr. Bruno Ettenauer, MRICS DI Herwig Teufelsdorfer, MRICS Mag. Friedrich Wachernig, MBA
FINANZKALENDER 2021
27.08.2021 Ergebnis 1. Halbjahr 2021 26.11.2021 Ergebnis 1.– 3. Quartal 2021


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