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RWE AG

Quarterly Report May 15, 2019

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Quarterly Report

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RWE Aktiengesellschaft

Essen

Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2019

Bereinigtes EBITDA des Konzerns wegen außergewöhnlich guter Handelsperformance um 48 % über Vorjahr
RWE bekräftigt Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2019
Europäische Kommission gibt RWE grünes Licht für Tauschgeschäft mit E.ON
Umwandlung der RWE-Vorzugsaktien in Stammaktien beschlossen

AUF EINEN BLICK

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Eckdaten des RWE-Konzerns1 Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

2018
+/-

in

%
Jan - Dez

2018
Stromerzeugung Mrd. kWh 41,4 49,2 - 15,9 176,0
Außenumsatz (ohne Erdgas-/Stromsteuer) Mio. € 3.869 3.685 5,0 13.2982
Bereinigtes EBITDA Mio. € 824 555 48,5 1.538
Bereinigtes EBIT Mio. € 570 345 65,2 619
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern Mio. € 453 356 27,2 49
Nettoergebnis Mio. € 961 620 55,0 335
Ergebnis je Aktie 1,56 1,01 54,5 0,54
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten Mio. € -1.777 1.308 -235,9 4.611
Investitionen Mio. € 225 165 36,4 1.260
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 210 99 112,1 1.079
in Finanzanlagen Mio. € 15 66 -77,3 181
Free Cash Flow Mio. € -1.932 1.121 -272,3 3.439
31.03.2019 31.12.2018
Nettoschulden fortgeführter Aktivitäten Mio. € 8.079 4.389 84,1
Mitarbeiter3 17.908 17.748 0,9

1 Geänderte Berichtsweise; siehe Erläuterung im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 40

2 Angepasster Wert wegen Änderungen bei der Erfassung von Umsätzen aus Derivatgeschäften

3 Umgerechnet in Vollzeitstellen

WESENTLICHE EREIGNISSE

Im Berichtszeitraum

Europäische Kommission gibt RWE grünes Licht für Tauschgeschäft mit E.ON

Bei der Umsetzung des im März 2018 vereinbarten Tauschgeschäfts mit E.ON sind wir weiter vorangekommen. Am 22. Januar 2019 haben wir den Erwerb der für uns bestimmten Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen bei der Europäischen Kommission angemeldet und erhielten am 26. Februar die Freigabe aus Brüssel. Vorausgegangen war eine mehrmonatige Vorprüfung, durch die sich die Kommission schon frühzeitig ein genaues Bild von den wettbewerblichen Auswirkungen der Transaktion machen konnte. Auch nationale Wettbewerbsbehörden haben uns bereits Genehmigungen erteilt. Dabei ging es in erster Linie um den im Rahmen der Transaktion vorgesehenen Erwerb einer Finanzbeteiligung an E.ON. Das deutsche Bundeskartellamt und die britische Competition and Markets Authority (CMA) haben uns dafür am 26. Februar bzw. am 8. April 2019 grünes Licht gegeben. Nun muss noch die US-Kartellbehörde der Transaktion zustimmen. Entsprechende Anträge sind von RWE und E.ON am 1. Mai 2019 gestellt worden. Für den E.ON-Teil der Transaktion steht zudem noch die Freigabe durch die EU-Kommission aus.

Sobald alle erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Kartell- und Aufsichtsbehörden vorliegen, soll die Transaktion in zwei Schritten abgeschlossen werden: Zunächst erhält E.ON unsere 76,8 %-Beteiligung an innogy und eine Zahlung von 1,5 Mrd. €, während wir eine Finanzbeteiligung an E.ON (16,67 %) und die von E.ON gehaltenen Minderheitsanteile an den Kernkraftwerken Gundremmingen (25 %) und Emsland (12,5 %) übernehmen. Dies wird voraussichtlich im dritten Quartal geschehen. Im zweiten Schritt wird uns E.ON dann die eigenen und die zu innogy gehörenden Erneuerbare-Energien-Aktivitäten überlassen; ferner erhalten wir aus dem innogy-Portfolio das Gasspeichergeschäft und die Minderheitsbeteiligung am österreichischen Energie-versorger Kelag (37,9 %). Weitere Informationen zu der Transaktion finden Sie im RWE-Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 18 und 35 f.

RWE erwirbt tschechische Netz-Beteiligung von innogy zum Weiterverkauf an Macquarie

Ende Februar haben wir die Mehrheitsbeteiligung der innogy SE am tschechischen Gasnetzbetreiber innogy Grid Holding (IGH) erworben. Dazu hatten wir uns im Rahmen des Tauschgeschäfts mit E.ON verpflichtet. Ebenso hatten wir zugesagt, die IGH-Beteiligung an E.ON weiterzuverkaufen. Allerdings hat das vom australischen Finanzdienstleister und Infrastrukturinvestor Macquarie geführte Konsortium MIRA, das die restlichen Anteile an IGH hält, ein Vorkaufsrecht geltend gemacht. Dementsprechend wird nun MIRA anstelle von E.ON das 50,04 %-Paket übernehmen. Der Kaufpreis beträgt rund 1,8 Mrd. €. Wir haben das Paket zu den gleichen Konditionen erworben und hätten es auch zu diesen Konditionen an E.ON weitergereicht. Die IGH-Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellfreigabe. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Übernahme unserer innogy-Beteiligung durch E.ON plangemäß abgeschlossen werden kann.

Strukturwandel-Kommission schlägt Fahrplan für deutschen Kohleausstieg vor

In Deutschland, unserem wichtigsten Erzeugungsmarkt, zeichnet sich ein beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung ab. Im Januar 2019 hat die von der Bundesregierung eingerichtete Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" nach langen Beratungen ein Konzept vorgelegt, wie das Land seine Klimaschutzziele im Energiesektor erreichen kann, ohne dass es zu Strukturbrüchen, sozialen Härten oder einer Gefährdung der Versorgungssicherheit kommt. Das Gremium aus Vertretern von Industrie, Gewerkschaften, Wissenschaft, Verbänden, Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen empfiehlt, dass Deutschland bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung aussteigt. Allerdings soll 2032 geprüft werden, ob dieses Ziel erreichbar ist und ob das Enddatum sogar auf 2035 vorgezogen werden kann.

Darüber hinaus legt die Kommission Etappenziele für den Kohleausstieg fest: Durch Stillegungen oder Umrüstungen soll der Bestand an Braunkohle- und Steinkohlekraftwerken im Markt bis Ende 2022 auf jeweils 15 GW Erzeugungsleistung gesenkt werden. Gegenüber Ende 2017 entspricht das einem Rückgang um mindestens 12,5 GW, davon 7,7 GW aus Steinkohle und annähernd 5 GW aus Braunkohle. In den Zahlen enthalten sind Stilllegungen, die zwischenzeitlich stattgefunden haben oder schon angekündigt worden sind. Ebenfalls miterfasst sind Braunkohleblöcke, die Ende 2017 noch nicht in die Sicherheitsbereitschaft überführt worden waren. Im Jahr 2030 sollen dann nur noch Braunkohlekraftwerke mit insgesamt 9 GW und Steinkohlekraftwerke mit insgesamt 8 GW am Markt sein (ohne Reserven).

Ferner rät die Kommission, in Höhe der zusätzlich eingesparten CO2 -Mengen Emissionsrechte aus dem nationalen Versteigerungsbudget zu löschen. Die für die stillgelegten Kraftwerke nicht mehr benötigten Zertifikate stünden sonst anderen Teilnehmern am europäischen Emissionshandelssystem zur Verfügung und würden ihnen zusätzliche Emissionen erlauben. Die Kommission schlägt außerdem vor, dass in den Jahren 2023, 2026 und 2029 eine Überprüfung der bis dahin umgesetzten Maßnahmen vorgenommen wird. Dabei sollen u. a. die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, den Klimaschutz, das Strompreisniveau und die Strukturentwicklung in den betroffenen Regionen analysiert und nötigenfalls gegensteuernde Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Der Politik wird ferner empfohlen, den Stilllegungsfahrplan im Einvernehmen mit den Betreibern umzusetzen und diesen angemessene Entschädigungsleistungen zu gewähren. Betriebsbedingte Kündigungen sowie unangemessene soziale und ökonomische Nachteile für die Beschäftigten sollen verhindert werden, u. a. durch ein staatliches Anpassungsgeld. Die Kommission hält es ferner für wünschenswert, dass der Hambacher Forst erhalten bleibt. Im Hinblick auf die Umsiedlungen in den Tagebauregionen werden die Länder aufgefordert, in einen Dialog mit den Betroffenen zu treten, um soziale und wirtschaftliche Härten zu vermeiden.

Die Vorschläge der Kommission sind bei Politikern und Interessenverbänden überwiegend auf Zustimmung gestoßen. Positiv hervorgehoben wurde, dass nun ein breiter Konsens gefunden sei, der für die Politik die Basis sein könne, um Planungssicherheit für Unternehmen, Beschäftigte und Regionen zu schaffen. Beobachter gehen deshalb davon aus, dass die Bundesregierung das Konzept der Kommission in den wesentlichen Punkten umsetzen wird. Für unser rheinisches Braunkohlegeschäft hätte das gravierende Konsequenzen. RWE hat im Rahmen der Sicherheitsbereitschaft bereits vier Kraftwerksblöcke vorzeitig vom Netz genommen und wird Ende September 2019 einen weiteren Block folgen lassen. Zusätzliche Stilllegungen sind deshalb umso schwieriger und führen zu Belastungen, die weit über die entgangenen Stromerlöse hinausgehen. Beispielsweise müssten wir kurzfristig in erheblichem Umfang Stellen abbauen und Sozialprogramme für die betroffenen Beschäftigten auflegen. Bei einer frühzeitigen Schließung von Tagebauen müssten neue Rekultivierungskonzepte erarbeitet und die Bergbaurückstellungen wegen ihrer früheren Inanspruchnahme erhöht werden. Zusätzliche Kosten entstünden bei einem Erhalt des Hambacher Forstes, sofern dieser überhaupt technisch möglich ist. Des Weiteren sind erhebliche Investitionen erforderlich, um Tagebaue und Kraftwerke auf ein neues Betriebskonzept umzustellen. Welche Belastungen insgesamt auf uns zukommen, können wir erst dann verlässlich abschätzen, wenn die Bundesregierung nach Gesprächen mit uns konkrete Pläne dazu vorgelegt hat. Positiv werten wir, dass die Kommission die Notwendigkeit angemessener Entschädigungsleistungen für Kraftwerksbetreiber anerkennt und dabei ausdrücklich auch die Folgekosten für die Tagebaue einbezieht.

Entscheidung zum Hambacher Forst: Verwaltungsgericht Köln weist Klage des BUND zurück

Das Verwaltungsgericht Köln hat am 12. März entschieden, dass es sich beim Hambacher Forst um kein potenzielles Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie handelt. Damit ist eine Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) abgewiesen worden. Nach Ansicht der Richter war die Zulassung des Hauptbetriebsplans 2018-2020 für den Tagebau Hambach durch die Bezirksregierung in Arnsberg rechtmäßig. Dieser Plan sieht u. a. die Rodung des Hambacher Forstes vor. Dazu wird es allerdings zunächst nicht kommen, denn am vorläufigen Rodungsstopp, den das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster am 5. Oktober 2018 in einem Eilverfahren verhängt hatte, ändert sich durch das Kölner Urteil nichts. Im nächsten Schritt muss nun das OVG Münster selbst über den naturschutzrechtlichen Status des Hambacher Forstes entscheiden. Außerdem hatte RWE Power erklärt, bis Herbst 2020 auf eine Rodung zu verzichten. Nach den zum Teil gewalttätigen Protesten im Hambacher Forst wollen wir so zur Deeskalation der Lage beitragen.

Niederländische Regierung legt Gesetzentwurf zum Kohleausstieg vor

Auch in den Niederlanden kündigt sich ein frühzeitiger Kohleausstieg an. Mitte März hat die Regierung dem Parlament einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. Danach darf in Kraftwerken aus den 1990er Jahren spätestens ab 2025 keine Steinkohle mehr eingesetzt werden. Für Anlagen jüngeren Baudatums soll das Verbot fünf Jahre später in Kraft treten. Somit würde in den Niederlanden ab 2030 keine Kohle mehr verstromt. Ausgleichszahlungen an die betroffenen Energieversorger sind im Gesetzentwurf nicht vorgesehen. Derzeit sind in den Niederlanden noch fünf Steinkohlekraftwerke in Betrieb. Zwei davon gehören uns: Amer 9 und Eemshaven. Die erstgenannte Anlage mit 631 MW Nettoleistung müsste nach dem Gesetzentwurf Ende 2024 die Kohleverstromung einstellen; für das Kraftwerk Eemshaven mit 1.554 MW wäre dies Ende 2029 der Fall. Die Anlagen könnten dann allenfalls noch mit anderen Brennstoffen weiterbetrieben werden. Derzeit rüsten wir sie bereits für die Beifeuerung von Biomasse um. Dafür erhalten wir Fördermittel, mit denen wir die Investitionsausgaben und den Mehraufwand bei der Brennstoffbeschaffung finanzieren. Eine Umrüstung auf 100-prozentige Biomassenutzung wäre mit erheblichen Zusatzbelastungen verbunden. Im Dialog mit der Politik treten wir für einen Ausgleich unserer finanziellen Nachteile aus dem geplanten Kohleausstieg ein und werden nötigenfalls auch rechtliche Schritte einleiten.

EU schränkt Teilnahme von Kohlekraftwerken an Kapazitätsmechanismen ein

Das Europäische Parlament hat am 26. März 2019 eine Reform der EU-Gesetzgebung zum Strommarkt verabschiedet. Die Zustimmung durch den Ministerrat ist nur noch Formsache und dürfte in Kürze erfolgen. Die neuen Regeln greifen teilweise ab 1. Januar 2020 (Strommarktverordnung). Andere Bestimmungen (Strommarktrichtlinie) müssen von den Mitgliedstaaten bis Ende 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. Ein Kernelement der Reform sind Vorgaben zur Ausgestaltung von Kapazitätsmechanismen. Die neue Strommarktverordnung sieht vor, dass Kraftwerke mit CO2 -Emissionen von mehr als 550 g/kWh nur sehr eingeschränkt an solchen Mechanismen teilnehmen dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie pro Jahr nicht mehr als 350 kg CO2 je Kilowatt installierter Leistung emittieren. Kohlekraftwerke können daher nicht mit voller Auslastung an einem allgemeinen Kapazitätsmarkt teilnehmen, wohl aber an Reserveregelungen, die nur wenige Betriebsstunden vorsehen. Die deutsche Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft ist damit weiterhin zulässig. Die Obergrenze von 550 Gramm soll für neue Kraftwerke am 1. Januar 2020 wirksam werden. Für Bestandsanlagen gilt eine Übergangsregelung bis Mitte 2025. Bereits existierende Kapazitätsverträge und solche, die im laufenden Jahr abgeschlossen werden, bleiben von den Grenzwerten gänzlich unberührt.

RWE beendet Steinkohleverstromung am Kraftwerksstandort Werne

Am 29. März 2019 haben wir den mit Steinkohle befeuerten Teil von Kombiblock K des Gersteinwerks in Werne (Westfalen) endgültig vom Netz genommen. Damit wird an dem Standort keine Steinkohle mehr verstromt. Wirtschaftliche Gründe haben uns zu der Stilllegung bewogen: Notwendige Investitionen im Rahmen einer turnusgemäßen Revision hätten sich nicht mehr gelohnt. Der Block K besteht aus einer Vorschaltgasturbine (K1) mit einer Nettoleistung von 112 MW und einer zweiten - jetzt stillgelegten - Turbine (K2), die mit Dampf aus der Verbrennung von Steinkohle betrieben wurde und über 620 MW verfügte. Strom wird im Gersteinwerk weiterhin erzeugt: Neben der erwähnten Vorschaltgasturbine K1 sind dort zwei Erdgas-Kombiblöcke und eine weitere Vorschaltgasturbine mit einer Gesamtkapazität von rund 1.000 MW im Einsatz.

STEAG erwirbt Mehrheitsbeteiligung von RWE am Steinkohlekraftwerk Bergkamen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 haben wir unseren 51 %-Anteil am Steinkohlekraftwerk Bergkamen an den Essener Energieversorger STEAG abgegeben. Dieser war zuvor bereits mit 49 % an der Anlage beteiligt und machte nun von einem vertraglichen Kaufrecht Gebrauch. Hinsichtlich der Höhe des Preises ist Vertraulichkeit vereinbart worden. Das Kraftwerk ist seit 1981 in Betrieb und verfügt über eine Erzeugungsleistung von 720 MW. RWE war für die kaufmännische Verwaltung zuständig, während STEAG die technische Betriebsführung verantwortete. Mit dem Anteilsverkauf endete auch ein Vertrag, der uns zum Bezug des Stroms der Anlage verpflichtete.

RWE trennt sich von belgischem Heizkraftwerk

Mit dem Verkauf des belgischen Heizkraftwerks Inesco an den britischen Chemiekonzern INEOS konnten wir Ende Februar 2019 eine weitere Desinvestition abschließen. Die elf Jahre alte Anlage befindet sich auf dem Gelände eines von INEOS betriebenen Chemieparks bei Antwerpen. Sie wird mit Gas befeuert und verfügt über eine elektrische Nettoleistung von 133 MW. Neben Strom liefert sie auch Dampf und demineralisiertes Wasser an die im Chemiepark ansässigen Unternehmen. Ein Grund für unsere Verkaufsentscheidung war die enge Einbindung des Kraftwerks in die Geschäftsaktivitäten von INEOS.

Bund übernimmt von RWE die Standort-Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle

Zum 1. Januar 2019 haben wir die Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle an den Standorten unserer Kernkraftwerke Emsland, Biblis und Gundremmingen an die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übertragen. Rechtliche Grundlage dafür ist das Ende 2016 verabschiedete Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung, mit dem der Staat die Zuständigkeit für die Abwicklung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle übernommen hat. Die deutschen Kernkraftwerksbetreiber haben dem Bund dafür 24,1 Mrd. € bereitgestellt. Die Mittel sind Mitte 2017 in einen öffentlich-rechtlichen "Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung" eingezahlt worden. Die Verantwortung für die Stilllegung und den sicheren Rückbau der Kraftwerke liegt weiterhin bei den Unternehmen. Ebenso obliegt ihnen, die radioaktiven Abfälle fachgerecht zu verpacken, ehe diese an die BGZ übergeben werden. Zum 1. Januar 2019 sind insgesamt elf dezentrale Zwischenlager von den Kernkraftwerksbetreibern an die BGZ übergegangen. Anfang 2020 sollen die Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle folgen, darunter zwei am RWE-Standort Biblis.

RWE kündigt Hybridanleihe über 750 Mio. £

Mit Wirkung zum 20. März 2019 haben wir eine Hybridanleihe über 750 Mio. £ gekündigt, ohne sie durch neues Hybridkapital zu ersetzen. Die Anleihe war sieben Jahre zuvor begeben worden. Sie hatte einen Kupon von 7 % und eine theoretisch unbegrenzte Laufzeit. Wir haben vom erstmaligen Kündigungsrecht Gebrauch gemacht. Damit trugen wir der soliden Finanzlage von RWE Rechnung. Außerdem hat das geplante Tauschgeschäft mit E.ON unsere Ertragsperspektiven verbessert.

Nach Ablauf des Berichtszeitraums

Anteilseigner beschließen Umwandlung der RWE-Vorzugsaktien in Stammaktien

Die RWE AG wird ihre insgesamt 39.000.000 Vorzugsaktien in Stammaktien umwandeln. Das hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 3. Mai 2019 beschlossen. Die Anteilseigner folgten damit einem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats. Am gleichen Tag stimmte eine gesonderte Versammlung der Vorzugsaktionäre dem Vorschlag ebenfalls zu. Die stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden nun im Verhältnis 1:1 ohne Zuzahlung in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt, deren Zahl sich damit von 575.745.499 auf 614.745.499 erhöht. Zunächst muss aber noch die Satzung des Unternehmens angepasst und die Satzungsänderung ins Handelsregister eingetragen werden. Voraussichtlich im Juni 2019 dürfte die Umwandlung vollzogen sein.

RWE schüttet 0,70 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 aus

Die Hauptversammlung der RWE AG hat darüber hinaus dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2018 zugestimmt. Dementsprechend haben wir am 8. Mai 0,70 € je Stamm- und Vorzugsaktie ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2019 strebt der Vorstand eine Dividende von 0,80 € an.

innogy zahlt Dividende von 1,40 € je Aktie

Die Hauptversammlung der innogy SE vom 30. April 2019 hat für das vergangene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,40 € je Aktie beschlossen. Bezogen auf das bereinigte Nettoergebnis in Höhe von 1.026 Mio. €, das unsere Tochter 2018 erzielt hatte, betrug die Ausschüttungsquote 76 %.

Banken stocken Kreditrahmen von RWE auf 5 Mrd. € auf

Mitte April 2019 haben wir unsere syndizierte Kreditlinie über 3 Mrd. € vor Ende der Laufzeit durch eine neue Vereinbarung über 5 Mrd. € ersetzt. Hintergrund ist die geplante Neuaufstellung des RWE-Konzerns, durch die sich unser operatives Geschäft um die Erneuerbare-Energien-Aktivitäten von E.ON und innogy vergrößern wird. Der erhöhte Kreditrahmen wird uns von einem Konsortium aus 27 internationalen Banken gewährt. Er besteht aus zwei Tranchen: eine über 3 Mrd. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren und eine über 2 Mrd. € mit zweijähriger Laufzeit. Mit dem Einverständnis der Banken kann die erstgenannte Tranche zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Bei der zweiten Tranche besteht diese Option für ein Jahr; hier ist keine Zustimmung der Banken erforderlich. Syndizierte Kreditlinien dienen uns zur Sicherung der Liquidität. Bislang mussten wir sie nicht in Anspruch nehmen.

RWE schließt Bau neuer Kohlekraftwerke aus - Projekt "BoAplus" endgültig vom Tisch

Pläne für ein neues hocheffizientes Braunkohlekraftwerk als Ersatz für emissionsintensivere Altanlagen werden wir nicht weiter verfolgen. Das haben wir Ende April bekannt gegeben. RWE wird künftig schwerpunktmäßig in erneuerbare Energien investieren und keine Kohlekraftwerke mehr bauen. Seit 2012 hatte es Überlegungen gegeben, am Standort Niederaußem einen Braunkohleblock mit optimierter Anlagentechnik (BoAplus) zu errichten. Das Kraftwerk sollte mit modernster Technologie ausgestattet werden und über eine Nettoleistung von 1.100 MW verfügen. Dafür wären ältere Kraftwerksblöcke mit insgesamt 1.200 MW stillgelegt worden. Neue Kohlekraftwerke haben in unserer Strategie aber keinen Platz mehr. RWE bekennt sich zu den europäischen und nationalen Klimaschutzzielen. In den vergangenen sechs Jahren hat das Unternehmen seine CO2 -Emissionen bereits um ein Drittel gesenkt.

ANMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISE

Konzernstruktur mit vier Segmenten

In unserer derzeitigen Finanzberichterstattung untergliedern wir den RWE-Konzern in vier Segmente: (1) Braunkohle & Kernenergie, (2) Europäische Stromerzeugung, (3) Energiehandel und (4) fortgeführte innogy-Aktivitäten. Das letztgenannte Segment enthält jene Geschäftsteile von innogy, die nach Abschluss des Tauschgeschäfts mit E.ON bei RWE verbleiben werden. In der Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2018, die wir am 15. Mai 2018 veröffentlicht haben, gab es stattdessen noch das Segment "innogy", in dem unsere Tochtergesellschaft in Gänze erfasst war. Um die Vergleichbarkeit der aktuellen Zahlen mit denen des Vorjahres zu gewährleisten, haben wir letztere in die neue Berichtsweise überführt. Nähere Informationen zu den methodischen Anpassungen finden Sie im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 40.

Die einzelnen Segmente bestehen aus den folgenden Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen:

Braunkohle & Kernenergie: Hier berichten wir über unsere deutsche Stromerzeugung aus den Energieträgern Braunkohle und Kernkraft sowie unsere Braunkohleförderung im Rheinland. Diese Aktivitäten werden von unserer Tochtergesellschaft RWE Power gesteuert. Unter Braunkohle & Kernenergie berücksichtigen wir ferner unsere Anteile am niederländischen Kernkraftwerksbetreiber EPZ (30 %) und an der deutschen URANIT (50 %), die mit 33 % an der auf Uran-Anreicherung spezialisierten Urenco beteiligt ist. Zu dem Segment gehörte auch unsere 51 %-Beteiligung am ungarischen Braunkohleverstromer Matra, die wir im März 2018 veräußert haben.
Europäische Stromerzeugung: Dieses Segment umfasst unsere Stromerzeugung aus Gas, Steinkohle und Biomasse, deren regionaler Fokus auf Deutschland, Großbritannien und Benelux liegt. Ebenso darin enthalten sind unsere 70 %-Beteiligung am türkischen Gaskraftwerk Denizli, einige Wasserkraftwerke in Deutschland und Luxemburg sowie die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte RWE Technology International. All diese Aktivitäten werden von RWE Generation verantwortet.
Energiehandel: Hier stellen wir das Geschäft von RWE Supply & Trading dar, die auf den Eigenhandel mit Commodities spezialisiert ist. Darüber hinaus fungiert die Gesellschaft als Zwischenhändler für Gas, beliefert Großkunden mit Energie und tätigt kurz- bis mittelfristige Investitionen in Energieanlagen oder Energieunternehmen, bei denen sich durch wertsteigernde Maßnahmen und anschließende Weiterveräußerung attraktive Renditen erzielen lassen (Principal Investments). Zu den Aufgaben von RWE Supply & Trading gehört auch die Vermarktung des von RWE erzeugten Stroms und die kommerzielle Optimierung des Kraftwerkseinsatzes; die mit den letztgenannten Aktivitäten erzielten Ergebnisbeiträge werden allerdings in den Segmenten Braunkohle & Kernenergie und Europäische Stromerzeugung ausgewiesen.
Fortgeführte innogy-Aktivitäten: Hauptbestandteil dieses Segments ist das Erneuerbare-Energien-Geschäft von innogy. Unsere Tochter gehört zu den führenden Stromerzeugern aus regenerativen Quellen mit regionalem Fokus auf Europa, hier vor allem Deutschland und Großbritannien, sowie Startpositionen in den USA und Australien. Diese Aktivitäten wird uns E.ON nach der Übernahme von innogy zurückgeben. Sie gehen dann in unsere operative Verantwortung über. Gleiches gilt für die Gasspeicher von innogy, die in Deutschland und Tschechien angesiedelt sind. Auch die von innogy gehaltene 37,9 %-Beteiligung am österreichischen Energieversorger Kelag wird im Konzern verbleiben und ist somit Teil dieses Segments.

Gesellschaften mit segmentübergreifenden Aufgaben wie die Konzernholding RWE AG weisen wir unter "Sonstige, Konsolidierung" aus. In der Position enthalten ist auch unser 25,1 %-Anteil am deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion.

Erstanwendung von IFRS 16: Höhere Nettoschulden, höhere Abschreibungen

In der Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2019 wenden wir erstmals den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Nach dem neuen Standard sind Leasingverhältnisse grundsätzlich in der Bilanz zu erfassen, es sei denn, sie sind kurzfristig (bis zwölf Monate) oder beziehen sich auf geringwertige Güter. Der Leasingnehmer hat für die geleasten Vermögenswerte ein Nutzungsrecht zu aktivieren und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingzahlungen zu passivieren. Nähere Erläuterungen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 107. Die geänderte Vorgehensweise führt zu einer Erhöhung der Bilanzsumme und der Nettoschulden. In der Gewinn- und Verlustrechnung steigen die Abschreibungen und das Finanzergebnis verschlechtert sich; diesen Effekten stehen etwa gleich große Entlastungen beim EBITDA gegenüber, so dass das Nettoergebnis nahezu unbeeinflusst bleibt. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen haben wir verzichtet.

Zukunftsbezogene Aussagen

Die vorliegende Zwischenmitteilung enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar. Wir haben sie auf Basis aller Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments zur Verfügung standen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffen oder unvorhergesehene Risiken eintreten, können die tatsächlichen von den erwarteten Entwicklungen abweichen. Für die Aussagen können wir daher keine Gewähr übernehmen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

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Außenumsatz1 Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2019 2018 in % 2018
--- --- --- --- ---
Braunkohle & Kernenergie 250 294 -15,0 1.132
Europäische Stromerzeugung 218 274 - 20,4 925
Energiehandel 3.048 2.808 8,5 10.100
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 347 298 16,4 1.124
Sonstige, Konsolidierung 6 11 - 45,5 17
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) 3.869 3.685 5,0 13.298
Erdgas-/Stromsteuer 39 35 11,4 141
RWE-Konzern 3.908 3.720 5,1 13.439

1 Änderungen bei der Erfassung von Umsätzen aus Derivatgeschäften haben zur Anpassung von Vorjahreswerten geführt.

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Außenumsatz nach Produkten1 Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2019 2018 in % 2018
--- --- --- --- ---
Stromerlöse 2.989 2.835 5,4 10.090
Davon:
Braunkohle & Kernenergie 69 106 - 34,9 303
Europäische Stromerzeugung 163 175 - 6,9 542
Energiehandel 2.469 2.306 7,1 8.447
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 288 247 16,6 799
Gaserlöse 531 486 9,3 1.565
Davon:
Energiehandel 510 470 8,5 1.502
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 12 11 9,1 47
Sonstige Erlöse 349 364 - 4,1 1.643
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) 3.869 3.685 5,0 13.298

1 Änderungen bei der Erfassung von Umsätzen aus Derivatgeschäften haben zur Anpassung von Vorjahreswerten geführt. Wegen Geringfügigkeit nicht gesondert ausgewiesen sind Stromerlöse unter "Sonstige, Konsolidierung" und Gaserlöse im Segment Europäische Stromerzeugung.

Außenumsatz 5 % über Vorjahr

Im ersten Quartal 2019 erzielte RWE mit den fortgeführten Aktivitäten einen Außenumsatz von 3.869 Mio. € (ohne Erdgas- und Stromsteuer). Das sind 5 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit unserem Hauptprodukt Strom erwirtschafteten wir Erlöse von 2.989 Mio. €, was einem Plus von ebenfalls 5 % entspricht. Hintergrund ist, dass RWE Supply & Trading beim Verkauf unserer Erzeugung am Großhandelsmarkt und bei der Belieferung von Industriekunden höhere Preise realisiert hat. Allerdings gab es gegenläufige Mengeneffekte, weil wir wesentlich weniger Strom aus Braun- und Steinkohle produziert haben. Unser Gasumsatz hat sich um 9 % auf 531 Mio. € erhöht. Dabei kam uns zugute, dass RWE Supply & Trading ihr Gasgeschäft mit Großkunden ausbauen konnte.

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Innenumsatz Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2019 2018 in % 2018
--- --- --- --- ---
Braunkohle & Kernenergie 613 661 - 7,3 2.340
Europäische Stromerzeugung 1.024 1.003 2,1 3.768
Energiehandel 1.403 1.633 - 14,1 3.434
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 104 119 - 12,6 386

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Bereinigtes EBITDA Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2019 2018 in % 2018
--- --- --- --- ---
Braunkohle & Kernenergie 188 180 4,4 356
Europäische Stromerzeugung 63 159 - 60,4 334
Energiehandel 255 - 24 - 183
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 314 254 23,6 699
Sonstige, Konsolidierung 4 - 14 128,6 - 34
RWE-Konzern 824 555 48,5 1.538

Bereinigtes EBITDA 48 % über Vorjahr

Unser bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) belief sich auf 824 Mio. €. Damit lagen wir um 269 Mio. € bzw. 48 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Ausschlaggebend dafür war eine außergewöhnlich gute Performance im Handelsgeschäft der RWE Supply & Trading. In den einzelnen Segmenten zeigte sich folgende Entwicklung:

Braunkohle & Kernenergie: Das bereinigte EBITDA ist hier um 8 Mio. € auf 188 Mio. € gestiegen. Positiven Einfluss hatte, dass wir für den Strom unserer Braunkohle- und Kernkraftwerke einen etwas höheren Großhandelspreis erzielt haben als 2018. Die Erzeugung dieser Anlagen hatten wir bereits in Vorjahren nahezu vollständig auf Termin verkauft. Demgegenüber belasteten wartungsbedingte Kraftwerksstillstände und der vorläufige Rodungsstopp im Hambacher Forst unsere Ertragslage. Beide Sachverhalte trugen wesentlich dazu bei, dass wir weniger Braunkohle verstromt haben als 2018.
Europäische Stromerzeugung: In diesem Segment hat sich das bereinigte EBITDA um 96 Mio. € auf 63 Mio. € verringert, u. a. weil wir weniger Strom aus Steinkohle produziert haben. Rückläufig waren auch die Erträge, die wir mit der kommerziellen Optimierung des Kraftwerkseinsatzes erzielen konnten. Außerdem haben wir keine Kapazitätsprämien für unsere britischen Kraftwerke mehr erhalten. Grund dafür ist, dass die von der EU-Kommission erteilte Genehmigung für den Kapazitätsmarkt Ende 2018 vom Gericht der Europäischen Union für unwirksam erklärt worden ist und bis zum Abschluss eines erneuten Genehmigungsverfahrens keine Zahlungen an die Kraftwerksbetreiber geleistet werden dürfen. Im Vorjahreszeitraum waren uns noch Prämien in Höhe von 19 Mio. € gewährt worden. Trotz des schwachen ersten Quartals halten wir am Ausblick zum Ganzjahresergebnis des Segments fest (siehe Geschäftsbericht 2018, Seite 83 f.). Allerdings dürfte das EBITDA wohl am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite von 250 bis 350 Mio. € liegen.
Energiehandel: Das bereinigte EBITDA fiel hier mit 255 Mio. € außerordentlich hoch aus, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch negativ gewesen war (- 24 Mio. €). Ausschlaggebend dafür ist, dass sich die Performance im Handelsgeschäft gegenüber dem schwachen Vorjahresniveau erheblich verbessert hat. Auch im Gasgeschäft konnte RWE Supply & Trading zulegen. An unserer Prognose für das Gesamtjahr 2019, die ein EBITDA zwischen 100 und 300 Mio. € vorsieht, halten wir trotz des starken ersten Quartals fest. Damit berücksichtigen wir, dass die Handelsergebnisse auch unterjährig stark schwanken können. Allerdings sehen wir gute Chancen, im oberen Bereich des Prognosekorridors abzuschließen.
Fortgeführte innogy-Aktivitäten: Das bereinigte EBITDA des bei RWE verbleibenden innogy-Geschäfts erhöhte sich um 60 Mio. € auf 314 Mio. €. Eine Rolle spielte dabei, dass die Windparks von innogy wegen günstiger Wetterverhältnisse insgesamt besser ausgelastet waren als 2018. Erneuerbare-Energien-Anlagen, die nicht mit festen Einspeisevergütungen gefördert werden, profitierten zudem von gestiegenen Notierungen im Stromgroßhandel. Auch der fortgesetzte Ausbau der Windkraftkapazitäten von innogy schlug sich positiv im Ergebnis nieder.

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Bereinigtes EBIT Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2019 2018 in % 2018
--- --- --- --- ---
Braunkohle & Kernenergie 107 114 - 6,1 77
Europäische Stromerzeugung -13 85 - 115,3 37
Energiehandel 252 - 25 - 177
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 219 171 28,1 349
Sonstige, Konsolidierung 5 - - - 21
RWE-Konzern 570 345 65,2 619

Das bereinigte EBIT belief sich auf 570 Mio. €. Damit lag es um 225 Mio. € bzw. 65 % über dem Vergleichswert für 2018. Vom bereinigten EBITDA unterscheidet es sich durch die betrieblichen Abschreibungen, die im Berichtszeitraum 254 Mio. € betrugen (Vorjahr: 210 Mio. €).

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Neutrales Ergebnis Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2019 2018 in Mio. € 2018
--- --- --- --- ---
Veräußerungsergebnis 21 - 46 67 - 25
Ergebniseffekte aus Derivaten - 47 181 - 228 - 146
Sonstige 8 - 16 24 10
Neutrales Ergebnis - 18 119 - 137 - 161

Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht operative oder aperiodische Effekte erfassen, hat sich um 137 Mio. € auf - 18 Mio. € verschlechtert. Ausschlaggebend dafür waren negative Effekte aus der Bewertung von Derivaten, nachdem es im Vorjahr noch positive Effekte gegeben hatte. Mit den Derivaten sichern wir uns gegen Preisrisiken ab. Gemäß IFRS sind solche Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren, während diejenigen Geschäfte, die mit ihnen abgesichert werden, erst später bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen. Die Folge sind temporäre Ergebniswirkungen, die sich im Laufe der Zeit aufheben. Teilweise kompensiert wurde der negative Derivateffekt durch ein deutlich verbessertes Ergebnis aus der Veräußerung von Beteiligungen und Vermögenswerten. Im Berichtszeitraum erzielten wir Buchgewinne von 21 Mio. €, die u. a. aus dem Verkauf des belgischen Gaskraftwerks Inesco stammten (siehe Seite 4). In der Zwischenmitteilung des Vorjahres hatten wir dagegen ein negatives Veräußerungsergebnis ausgewiesen (- 46 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung unserer 51 %-Beteiligung am ungarischen Braunkohleverstromer Matra zurückzuführen war.

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Finanzergebnis Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2019 2018 in Mio. € 2018
--- --- --- --- ---
Zinserträge 37 34 3 166
Zinsaufwendungen - 52 - 43 - 9 - 180
Zinsergebnis - 15 - 9 - 6 - 14
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen - 136 - 52 - 84 - 264
Übriges Finanzergebnis 52 - 47 99 - 131
Finanzergebnis - 99 - 108 9 - 409

Unser Finanzergebnis hat sich um 9 Mio. € auf - 99 Mio. € erhöht. Im Berichtszeitraum erzielten wir mit unserem Wertpapier-Portfolio Kursgewinne, nachdem im Vorjahr Kursverluste angefallen waren. Dies führte zu einer starken Verbesserung beim "übrigen Finanzergebnis". Gegenläufig wirkte, dass die Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen gestiegen sind. Eine Rolle spielte dabei, dass sich der Diskontierungssatz verringert hat, den wir zur Berechnung der Kernenergierückstellungen verwenden. Die dadurch verursachte Anhebung der Verpflichtungsbarwerte wurde zum Teil als Aufwand in den Zinsanteilen berücksichtigt.

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Überleitung zum Nettoergebnis Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

2018
+/-

in

%
Jan - Dez

2018
Bereinigtes EBITDA Mio. € 824 555 48,5 1.538
Betriebliche Abschreibungen Mio. € - 254 - 210 - 21,0 - 919
Bereinigtes EBIT Mio. € 570 345 65,2 619
Neutrales Ergebnis Mio. € - 18 119 -115,1 - 161
Finanzergebnis Mio. € - 99 - 108 8,3 - 409
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern Mio. € 453 356 27,2 49
Ertragsteuern Mio. € - 78 - 61 - 27,9 - 103
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten Mio. € 375 295 27,1 - 54
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten Mio. € 1.013 651 55,6 1.127
Ergebnis Mio. € 1.388 946 46,7 1.073
Davon:
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Mio. € 412 311 32,5 679
Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Mio. € 15 15 - 59
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 961 620 55,0 335
Ergebnis je Aktie 1,56 1,01 54,5 0,54
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (Durchschnitt) Mio. Stück 614,7 614,7 - 614,7
Steuerquote % 17 17 - -

Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern war mit 453 Mio. € wesentlich höher als 2018 (356 Mio. €). Die Ertragsteuern beliefen sich auf 78 Mio. €, was einer Steuerquote von 17 % entspricht. Dieser niedrige Wert erklärt sich u. a. damit, dass wir steuerfreie Dividenden vereinnahmten. Außerdem erwirtschaften wir einen Teil unserer Ergebnisse in Ländern mit vergleichsweise geringen Steuersätzen. Nach Steuern erzielten wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten ein Ergebnis von 375 Mio. € (Vorjahr: 295 Mio. €).

Der Ergebnisbeitrag der nicht fortgeführten Aktivitäten lag mit 1.013 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (651 Mio. €). Das ergibt sich zum großen Teil aus den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften: Danach dürfen wir bei den nicht fortgeführten Aktivitäten seit Beginn ihres gesonderten Ausweises zum 30. Juni 2018 keine Abschreibungen mehr berücksichtigen. Im Quartalsergebnis des Vorjahres waren die Abschreibungen dagegen noch enthalten.

Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter haben sich um 101 Mio. € auf 412 Mio. € erhöht. Ausschlaggebend dafür war, dass wir für innogy im RWE-Konzernabschluss u. a. wegen des oben beschriebenen Abschreibungseffekts ein deutlich höheres Ergebnis ausweisen. Dementsprechend sind auch die Ergebnisanteile gestiegen, die den mit insgesamt 23,2 % beteiligten Minderheitsaktionären unserer Tochtergesellschaft zuzurechnen sind.

Die Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber von RWE beliefen sich wie im Vorjahr auf 15 Mio. €. Der Betrag entspricht den Finanzierungskosten für unsere Hybridanleihe über 750 Mio. £, die wir zum 20. März 2019 abgelöst haben (siehe Seite 4). Diese Anleihe hatte keine vorab festgelegte Laufzeitbegrenzung. Daher waren die Mittel, die wir durch sie vereinnahmt haben, gemäß IFRS als Eigenkapital zu klassifizieren. Das übrige Hybridkapital von RWE wird den Schulden zugerechnet; seine Verzinsung erfassen wir im Finanzergebnis.

Aus den dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber 2018 deutlich verbessertes Nettoergebnis von 961 Mio. € (Vorjahr: 620 Mio. €). Bei 614,7 Mio. ausstehenden RWE-Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie 1,56 € (Vorjahr: 1,01 €).

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Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

in Mio. €
Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

2018
+/-

in

Mio. €
Jan - Dez

2018
Braunkohle & Kernenergie 53 43 10 230
Europäische Stromerzeugung 42 24 18 245
Energiehandel 2 1 1 13
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 113 31 82 592
Sonstige, Konsolidierung - - - - 1
RWE-Konzern 210 99 111 1.079

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Investitionen in Finanzanlagen

in Mio. €
Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

2018
+/-

in

Mio. €
Jan - Dez

2018
Braunkohle & Kernenergie - - - -
Europäische Stromerzeugung 1 2 - 1 4
Energiehandel - 26 - 26 37
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 13 39 - 26 141
Sonstige, Konsolidierung 1 - 1 2 - 1
RWE-Konzern 15 66 - 51 181

Investitionen um 36 % höher als 2018

Im ersten Quartal 2019 hat RWE Investitionen in Höhe von 225 Mio. € getätigt. Gegenüber 2018 ist das ein Plus von 60 Mio. € bzw. 36 %. Für Sachanlagen setzten wir 210 Mio. € ein, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten wir bei den fortgeführten innogy-Aktivitäten: Im Vordergrund stand hier der Bau des britischen Offshore-Windparks Triton Knoll. Gestiegen sind auch die Sachinvestitionen in der konventionellen Stromerzeugung. Zusätzliche Ausgaben haben wir u. a. für die Instandhaltung unserer britischen Gaskraftwerke und für Umsiedlungen im rheinischen Braunkohlerevier getätigt. Unsere Investitionen in Finanzanlagen fielen mit 15 Mio. € kaum ins Gewicht. Im Vorjahr waren noch 66 Mio. € eingesetzt worden, u. a. für den Erwerb von Onshore-Windkraftprojekten in den USA.

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Kapitalflussrechnung1

in Mio. €
Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

2018
+/-

in

Mio. €
Jan - Dez

2018
Funds from Operations 386 750 -364 138
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -2.163 558 -2.721 4.473
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -1.777 1.308 -3.085 4.611
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 2.047 -944 2.991 -2.999
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 1.277 -328 1.605 -1.559
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 15 21 - 6 13
Veränderung der flüssigen Mittel 1.562 57 1.505 66
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -1.777 1.308 -3.085 4.611
Abzüglich Investitionen2 -194 -177 - 17 -1.246
Zuzüglich Desinvestitionen/Anlagenabgänge2 39 -10 49 74
Free Cash Flow -1.932 1.121 -3.053 3.439

1 Sämtliche Positionen beziehen sich ausschließlich auf die fortgeführten Aktivitäten.

2 Erfasst sind nur zahlungswirksame Vorgänge.

Operativer Cash Flow: Hohe Belastungen durch gezahlte Variation Margins

Im ersten Quartal 2019 haben wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von - 1.777 Mio. € erzielt. Damit lagen wir deutlich unter dem Vorjahreswert (1.308 Mio. €). Maßgeblich dafür waren Effekte, die das Nettoumlaufvermögen betrafen. Beispielsweise gab es im Berichtszeitraum hohe Mittelabflüsse aus Variation Margins, die Termingeschäfte mit Strom, Rohstoffen und CO2 -Zertifikaten betrafen. Bei Variation Margins handelt es sich um Zahlungen, mit denen Transaktionspartner untereinander Gewinn- oder Verlustpositionen ausgleichen, die durch die tägliche Neubewertung laufender Kontrakte aufgedeckt werden. Ihr Einfluss auf den Cash Flow ist aber nur vorübergehender Natur und kehrt sich spätestens mit der Realisierung der Transaktionen um. Im Vorjahr hatten Commodity-Preisveränderungen dazu geführt, dass wir hohe Margin-Zahlungen erhalten haben. Einige der betroffenen Kontrakte sind im Berichtszeitraum realisiert worden, was den Cash Flow zusätzlich belastete.

Die Investitionstätigkeit unserer fortgeführten Aktivitäten erbrachte einen Mittelzufluss von 2.047 Mio. €. Ausschlaggebend dafür waren Einnahmen aus Wertpapierverkäufen, während die bereits dargestellten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen gegenläufig wirkten. Im Vorjahreszeitraum waren 944 Mio. € abgeflossen, u. a. weil wir umfangreiche Wertpapierkäufe getätigt haben.

Auch die Finanzierungstätigkeit unserer fortgeführten Aktivitäten führte zu einem Mittelzufluss, und zwar in Höhe von 1.277 Mio. €. Im ersten Quartal 2019 haben wir Finanzschulden in Höhe von 3.502 Mio. € aufgenommen und in Höhe von 1.279 Mio. € abgelöst. Hinzu kam die Tilgung der Hybridanleihe über 750 Mio. £, durch die 869 Mio. € abflossen (siehe Seite 4). Ausschüttungen an Hybridkapitalgeber und Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften schlugen mit 69 Mio. € zu Buche.

Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit haben sich unsere liquiden Mittel per Saldo um 1.562 Mio. € erhöht.

Die oben erwähnten Effekte aus Variation Margins prägten auch die Entwicklung des Free Cash Flow. Dieser belief sich im Berichtsquartal auf - 1.932 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert (1.121 Mio. €).

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Nettoschulden

in Mio. €
31.03.2019 31.12.2018 +/-

in

Mio. €
Flüssige Mittel 4.384 3.523 861
Wertpapiere 2.423 3.863 -1.440
Sonstiges Finanzvermögen 2.565 2.809 - 244
Finanzvermögen 9.372 10.195 - 823
Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper 4.613 1.657 2.956
Währungskurssicherung von Anleihen 7 12 - 5
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.351 1.107 244
Finanzverbindlichkeiten 5.971 2.776 3.195
Nettofinanzvermögen 3.401 7.419 -4.018
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.199 3.287 - 88
Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen - 117 - 213 96
Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich 6.040 5.944 96
Bergbaubedingte Rückstellungen 2.535 2.516 19
Rückstellungen für den Rückbau von Windparks 389 362 27
Korrektur Hybridkapital - 566 - 88 - 478
Zuzüglich 50 % des als Eigenkapital ausgewiesenen Hybridkapitals - 470 - 470
Abzüglich 50 % des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals - 566 - 558 - 8
Nettoschulden fortgeführter Aktivitäten 8.079 4.389 3.690
Nettoschulden nicht fortgeführter Aktivitäten 17.768 14.950 2.818
Nettoschulden 25.847 19.339 6.508

Nettoschulden: Deutlicher Anstieg wegen operativem Mittelabfluss und Erstanwendung von IFRS 16

Die Nettoschulden beliefen sich zum 31. März 2019 auf 25,9 Mrd. €. Gegenüber Ende 2018 haben sie sich um 6,5 Mrd. € erhöht.

Die Nettoschulden der fortgeführten Aktivitäten sind um 3,7 Mrd. € auf 8,1 Mrd. € gestiegen, u. a. wegen des negativen operativen Cash Flows. Der Erwerb der von innogy gehaltenen 50,04 %-Beteiligung an IGH schlug mit 1,8 Mrd. € zu Buche, wirkte auf Konzernebene aber neutral, da er bei den nicht fortgeführten Aktivitäten zu einem entsprechenden Mittelzufluss führte. Die Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 erhöhte die Nettoschulden der fortgeführten Aktivitäten um 0,4 Mrd. €. Auch die Rückzahlung der Hybridanleihe über 750 Mio. £ wirkte sich aus, und zwar mit ebenfalls 0,4 Mrd. €. Das ergibt sich dadurch, dass Hybridkapital bei der Berechnung der Nettoschulden zur Hälfte als Eigenkapital eingestuft wird. Allerdings hat innogy zeitgleich ein Darlehen an uns zurückgezahlt, das etwa so hoch war wie der Tilgungsbetrag. Dies geschah im Rahmen einer Vereinbarung, die unsere Tochter im Vorfeld des Börsengangs 2016 mit uns getroffen hatte (siehe Geschäftsbericht 2016, Seite 52).

Die Nettoschulden der nicht fortgeführten Aktivitäten lagen mit 17,8 Mrd. € um 2,8 Mrd. € über dem Stand vom Jahresende 2018. Die Erstanwendung von IFRS 16 kam hier mit 1,9 Mrd. € zum Tragen. Weitere Ursachen waren ein saisonal bedingt negativer operativer Cash Flow von - 1,3 Mrd. € und die erwähnte Darlehensrückzahlung an die RWE AG, während die Einnahmen aus dem IGH-Verkauf das Finanzvermögen erhöhten.

PROGNOSE 2019

RWE bekräftigt Ausblick für 2019

Unsere Prognose zum laufenden Geschäftsjahr, die wir im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 83 f. veröffentlicht haben, gilt unverändert fort. Für den Konzern veranschlagen wir ein bereinigtes EBITDA von 1,4 bis 1,7 Mrd. € (Vorjahr: 1,5 Mrd. €). Bei Abschreibungen von voraussichtlich rund 1 Mrd. € ergibt sich für das bereinigte EBIT eine Größenordnung von 0,4 bis 0,7 Mrd. €. Auch unsere Ergebnis-Prognose für die Segmente können wir bekräftigen. Ein Überblick über die erwartete EBITDA-Entwicklung finden Sie in der folgenden Tabelle.

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Ausblick zum bereinigten EBITDA

in Mio. €
Ist 2018 Prognose 2019
RWE-Konzern 1.538 1.400-1.700
Davon:
Braunkohle & Kernenergie 356 300-400
Europäische Stromerzeugung 334 250-350
Energiehandel 183 100-300
Fortgeführte innogy-Aktivitäten 699 800-900

Bestätigen können wir auch den Ausblick zu den Investitionen: Diese werden nach aktueller Planung deutlich höher sein als 2018 (1,3 Mrd. €). Größere Ausgaben entfallen u. a. auf den Bau des britischen Offshore-Windparks Triton Knoll und des australischen Solarkraftwerks Limondale. Nähere Informationen über die beiden Großprojekte finden Sie im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 38. Wegen der verstärkten Investitionstätigkeit gehen wir davon aus, dass die Nettoschulden unserer fortgeführten Konzernaktivitäten Ende 2019 deutlich über dem Vorjahresniveau (4,4 Mrd. €) liegen werden. Damit rechnen wir auch deshalb, weil wir 2018 im Zusammenhang mit Commodity-Termingeschäften hohe Variation Margins erhalten haben und sich die positiven Cash-Effekte mit der Realisierung der Kontrakte, die zum Teil 2019 fällig werden, wieder umkehren.

RWE-Zahlen mit innogy als reiner Finanzbeteiligung: Ergebnisprognose ebenfalls unverändert

Für Steuerungszwecke nutzen wir auch Konzernzahlen, in denen innogy als reine Finanzbeteiligung erfasst ist. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist unsere Tochter dabei lediglich mit der RWE zustehenden Dividende berücksichtigt. Nähere Angaben dazu, wie diese Zahlen berechnet werden, finden Sie im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 58. Das bereinigte EBITDA von RWE wird sich bei Anwendung dieser Methode im Geschäftsjahr 2019 auf voraussichtlich 1,2 bis 1,5 Mrd. € belaufen (Vorjahr: 1,5 Mrd. €). Das um aperiodische und nicht operative Effekte bereinigte Nettoergebnis veranschlagen wir auf 0,3 bis 0,6 Mrd. € (Vorjahr: 0,6 Mrd. €). Auch diese Prognosen entsprechen den bisherigen Erwartungen.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)

Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

20181
Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/Stromsteuer) 3.908 3.720
Erdgas-/Stromsteuer - 39 - 35
Umsatzerlöse2 3.869 3.685
Materialaufwand - 2.819 - 2.508
Personalaufwand - 523 - 471
Abschreibungen - 254 - 210
Sonstiges betriebliches Ergebnis 188 - 82
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen 62 48
Übriges Beteiligungsergebnis 29 2
Finanzerträge 200 176
Finanzaufwendungen - 299 - 284
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern 453 356
Ertragsteuern - 78 - 61
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 375 295
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten 1.013 651
Ergebnis 1.388 946
Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 412 311
Davon: Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 15 15
Davon: Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 961 620
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie in € 1,56 1,01
Davon: aus fortgeführten Aktivitäten in € 0,52 0,39
Davon: aus nicht fortgeführten Aktivitäten in € 1,04 0,62

1 Angepasste Vorjahreswerte

2 Eine Darstellung der Umsatzerlöse nach Produkten und Segmenten finden Sie auf Seite 8.

Gesamtergebnisrechnung

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Beträge nach Steuern - in Mio. € Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

20181
Ergebnis 1.388 946
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen

und ähnlicher Verpflichtungen
- 82 - 186
Marktbewertung von Eigenkapitalinstrumenten 104 - 27
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam

umzugliedern sind
22 - 213
Unterschied aus der Währungsumrechnung 105 101
Marktbewertung von Fremdkapitalinstrumenten 34 - 5
Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung - 1.344 935
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen,

die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind
- 1.205 1.031
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen

(Other Comprehensive Income)
- 1.183 818
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen

(Total Comprehensive Income)
205 1.764
Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend - 158 1.433
Davon: auf Hybridkapitalgeber der RWE AG entfallend 15 15
Davon: auf andere Gesellschafter entfallend 348 316

1 Angepasste Vorjahreswerte

Bilanz

Aktiva

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in Mio. € 31.03.2019 31.12.2018
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 2.214 2.193
Sachanlagen 12.988 12.409
At-Equity-bilanzierte Beteiligungen 1.487 1.467
Übrige Finanzanlagen 402 400
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.129 1.302
Latente Steuern 931 824
19.151 18.595
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 1.179 1.631
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.789 1.963
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10.334 10.291
Wertpapiere 2.165 3.609
Flüssige Mittel 4.384 3.523
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 43.520 40.496
63.371 61.513
82.522 80.108

Passiva

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in Mio. € 31.03.2019 31.12.2018
Eigenkapital
Anteile der Aktionäre der RWE AG 7.456 8.736
Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 940
Anteile anderer Gesellschafter 5.090 4.581
12.546 14.257
Langfristige Schulden
Rückstellungen 15.442 15.863
Finanzverbindlichkeiten 2.418 1.998
Übrige Verbindlichkeiten 556 508
Latente Steuern 884 1.638
19.300 20.007
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 2.731 2.615
Finanzverbindlichkeiten 3.546 766
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.546 2.429
Übrige Verbindlichkeiten 7.743 7.238
Zur Veräußerung bestimmte Schulden 34.110 32.796
50.676 45.844
82.522 80.108

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € Jan - Mrz

2019
Jan - Mrz

20181
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 375 295
Abschreibungen/Zuschreibungen 255 210
Veränderung der Rückstellungen - 97 74
Latente Steuern/zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/Ergebnis

aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren
- 147 171
Veränderung des Nettoumlaufvermögens - 2.163 558
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten - 1.777 1.308
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten - 1.278 - 944
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit - 3.055 364
Investitionen in Anlagegegenstände/Akquisitionen - 194 - 177
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestitionen 39 - 10
Veränderung der Wertpapiere und Geldanlagen 2.202 - 757
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten2 2.047 - 944
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten - 200 119
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 1.847 - 825
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 1.277 - 328
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten 200 699
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 1.477 371
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 269 - 90
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 15 21
Veränderung der flüssigen Mittel 284 - 69
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums 5.225 3.958
Davon: als "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen 1.702 25
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 3.523 3.933
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums 5.509 3.889
Davon: als "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen 1.125
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 4.384 3.889

1 Angepasste Vorjahreswerte

2 Nach Erst-/Nachdotierung von Planvermögen in Höhe von 42 Mio. € (Vorjahr: 41 Mio. €)

Finanzkalender 2019/2020

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14. August 2019 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2019
14. November 2019 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2019
12. März 2020 Bericht über das Geschäftsjahr 2019
28. April 2020 Hauptversammlung
4. Mai 2020 Dividendenzahlung
14. Mai 2020 Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2020
13. August 2020 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2020
12. November 2020 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2020

Die vorliegende Zwischenmitteilung ist am 15. Mai 2019 veröffentlicht worden.

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