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RWE AG

Quarterly Report May 15, 2018

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Quarterly Report

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RWE Aktiengesellschaft

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Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2018

Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2018

RWE und E.ON vereinbaren umfassenden Tausch von Geschäftsteilen und Beteiligungen
E.ON wird innogy übernehmen - RWE steigt zu Europas Nr. 3 bei den erneuerbaren Energien auf
Vorstand der RWE AG strebt für das Geschäftsjahr 2018 Dividende von 0,70 € je Aktie an
Bereinigtes EBITDA des RWE-Konzerns im ersten Quartal mit 1,9 Mrd. € im Rahmen der Erwartungen

Zukunft. Sicher. Machen.

AUF EINEN BLICK

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Eckdaten des RWE-Konzerns Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
2018 2017 in % 2017
--- --- --- --- --- ---
Stromerzeugung Mrd. kWh 49,9 57,8 - 13,7 202,2
Außenabsatz Strom Mrd. kWh 69,3 70,0 - 1,0 261,1
Außenabsatz Gas Mrd. kWh 96,0 95,5 0,5 254,1
Außenumsatz (ohne Erdgas-/Stromsteuer) Mio. € 11.615 12.532 - 7,3 42.434
Bereinigtes EBITDA Mio. € 1.891 2.131 - 11,3 5.756
Bereinigtes EBIT Mio. € 1.416 1.623 - 12,8 3.646
Ergebnis vor Steuern Mio. € 1.304 1.674 - 22,1 3.056
Nettoergebnis Mio. € 620 946 - 34,5 1.900
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 517 689 - 25,0 1.232
Ergebnis je Aktie 1,01 1,54 - 34,4 3,09
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 0,84 1,12 - 25,0 2,00
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 364 - 1.133 132,1 - 1.754
Investitionen Mio. € 558 391 42,7 2.629
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 321 282 13,8 2.260
in Finanzanlagen Mio. € 237 109 117,4 369
Free Cash Flow1 Mio. € 15 - 1.329 101,1 - 3.849
31.03.2018 31.12.2017
Nettoschulden Mio. € 20.908 20.227 3,4
Mitarbeiter2 58.391 59.547 - 1,9

1 Geänderte Definition; siehe Erläuterung auf Seite 15

2 Umgerechnet in Vollzeitstellen

WESENTLICHE EREIGNISSE

Im Berichtszeitraum

Tauschgeschäft vereinbart: E.ON wird innogy übernehmen - RWE steigt zu Europas Nr. 3 bei den erneuerbaren Energien auf

Die Energieversorger RWE und E.ON haben gemeinsam die Weichen für eine grundlegende Neuaufteilung ihrer Geschäftsaktivitäten gestellt. Während RWE damit zu Europas Nr. 3 bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aufsteigt, vergrößert E.ON seine Netz- und Vertriebsaktivitäten, die künftig die Haupttätigkeitsfelder des Unternehmens sein werden. Dies soll im Wege eines umfassenden Tauschgeschäfts erreicht werden, das die Unternehmen am 12. März vertraglich vereinbart haben. E.ON wird den von RWE gehaltenen 76,8 %-Anteil an der innogy SE erwerben. Im Gegenzug erhält RWE folgende Geschäftsteile und Vermögenswerte: (1) eine Beteiligung von 16,67 % an E.ON, die durch eine Sachkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital geschaffen wird; (2) nahezu das gesamte Erneuerbare-Energien-Geschäft von E.ON; (3) das Erneuerbare-Energien-Geschäft von innogy; (4) die Minderheitsbeteiligungen der E.ON-Tochter PreussenElektra an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Gundremmingen und Emsland in Höhe von 25 % bzw. 12,5 %; (5) das Gasspeichergeschäft von innogy und (6) den 37,9 %o-Anteil von innogy am österreichischen Energieversorger KELAG. Daneben wird RWE eine Zahlung von 1,5 Mrd. € an E.ON leisten. Die Übertragung der Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen soll mit ökonomischer Rückwirkung zum 1. Januar 2018 erfolgen. Der Transaktion lag bei Vertragsabschluss eine Bewertung unseres 76,8 %o-Anteils an innogy mit 40 € je Aktie zugrunde. Darin enthalten sind die Dividenden der innogy SE für die Geschäftsjahre 2017 und 2018, die RWE weiter zustehen.

Mit den Erneuerbare-Energien-Aktivitäten von E.ON und innogy übernimmt RWE Kapazitäten zur CO2 -freien Stromerzeugung in Höhe von 8 GW. Der Großteil davon sind Windparks an Land und im Meer. Neben bestehenden Anlagen erhalten wir eine attraktive Projektpipeline, mit der wir unsere Position bei den erneuerbaren Energien in Europa und Nordamerika ausbauen können. Unsere führende Rolle bei der konventionellen Stromerzeugung bleibt von der Transaktion unberührt. RWE steigt in seinen Kernmärkten Deutschland, Großbritannien und Benelux zum Allrounder der Stromerzeugung auf, der mit seinen flexiblen Kraftwerken die Sicherheit der Versorgung gewährleistet und zugleich aktiv am Umbau des Energiesektors in Richtung einer klimaschonenden Stromproduktion mitwirkt. Die Minderheitsbeteiligung an dem auf Stromerzeugung aus Wasserkraft spezialisierten Kärntner Energieversorger KELAG stärkt unsere Position bei den erneuerbaren Energien zusätzlich. Die deutschen und tschechischen Gasspeicher von innogy, die dem Segment Energiehandel zugeordnet werden, passen gut zu unseren bestehenden Gasaktivitäten. Angesichts der wachsenden Bedeutung des Energieträgers Gas für die Stromerzeugung gehen wir davon aus, dass sich im Gasspeichergeschäft auf längere Sicht attraktive Renditen erzielen lassen.

RWE stellt sich durch das Tauschgeschäft mit E.ON nicht nur strategisch, sondern auch finanziell stärker auf. Wir erwarten, dass der Verschuldungsfaktor des Konzerns, der das Verhältnis der Nettoschulden zum bereinigten EBITDA wiedergibt und im vergangenen Jahr 3,5 betrug, nach Abschluss der Transaktion bei unter 3,0 liegen wird. Das Geschäft mit den erneuerbaren Energien, das sich durch einen hohen Anteil stabiler regulierter Erträge auszeichnet, dürfte dann mehr als die Hälfte zum bereinigten EBITDA des RWE-Konzerns beitragen.

Der vereinbarte Tausch von Beteiligungen und Geschäftsteilen wird in mehreren Schritten vollzogen. Bereits am 27. April hat E.ON den Minderheitsaktionären von innogy ein freiwilliges öffentliches Angebot zur Übernahme ihrer Anteile unterbreitet. E.ON bietet ihnen einen Preis von 40 € je Aktie, abzüglich der innogy-Dividenden für die Geschäftsjahre 201 7 und 2018. Das entspricht einer Prämie von 28 %o auf den Schlusskurs der innogy-Aktie zum 22. Februar (31,29 €) - den letzten Wert, der von Übernahmespekulationen noch weitgehend unbeeinflusst war. Vorstand und Aufsichtsrat von innogy haben am 10. Mai erklärt, dass sie das Angebot aus finanzieller Sicht für angemessen halten, aber aufgrund unzureichender Informationen keine Empfehlung dazu abgeben könnten. Auf die Übernahme unserer innogy-Mehrheitsbeteiligung durch E.ON hat die Stellungnahme keinen Einfluss. Sobald alle erforderlichen Zustimmungen durch die zuständigen Kartell- und Aufsichtsbehörden vorliegen, kann dieser Transaktionsschritt vollzogen werden. Das wird aller Voraussicht nach bis Mitte 2019 geschehen. Gleichzeitig leisten wir die vereinbarte Zahlung von 1,5 Mrd. € und erhalten die 16,67 %-Beteiligung an E.ON sowie die Minderheitsanteile an den Kernkraftwerken Gundremmingen und Emsland. Im letzten Schritt überträgt uns E.ON die eigenen und die zu innogy gehörenden Erneuerbare-Energien-Aktivitäten, das Gasspeichergeschäft von innogy und den KELAG-Anteil. Wir sind zuversichtlich, die gesamte Transaktion bis Ende 2019 abschließen zu können.

RWE verkauft Mehrheitsbeteiligung an Mátra

RWE Power und der Energieversorger EnBW haben gemeinsam ihre Beteiligungen von 50,9 % bzw. 21,7 % am ungarischen Stromerzeuger Mátrai Erőmű Zrt. (kurz: Mátra) verkauft. Die Transaktion wurde im März 2018 abgeschlossen. Erwerber ist ein Konsortium aus der tschechischen EP Holding und dem ungarischen Investor Lőrinc Mészáros. Mátra ist auf die Förderung und Verstromung von Braunkohle spezialisiert. Ende 2017 beschäftigte das Unternehmen etwas mehr als 2.000 Mitarbeiter und verfügte über eine Nettoerzeugungskapazität von rund 840 MW. Die Gesellschaft hat für uns strategisch an Bedeutung verloren, weil wir uns bei der konventionellen Stromerzeugung auf die Kernmärkte Deutschland, Großbritannien und Benelux konzentrieren wollen.

Britische Kapazitätsmarktauktion für 2021/2022: RWE sichert sich Prämie für 6,6 GW Erzeugungsleistung

Anfang 2018 haben zwei weitere Auktionen für den britischen Kapazitätsmarkt stattgefunden. Im Vordergrund stand für uns das Bieterverfahren für den Vorhaltezeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022, das am 8. Februar 2018 nach drei Tagen abgeschlossen werden konnte. Mit Ausnahme des Steinkohlekraftwerks Aberthaw und einiger kleiner Neubauprojekte haben sich alle bei der Auktion vertretenen RWE-Anlagen für eine Prämienzahlung qualifiziert. Zusammen verfügen sie über eine gesicherte Leistung von 6,6 GW. Die im Bieterverfahren ermittelte Kapazitätsprämie lag mit 8,40 £/kW (vor Inflationsanpassung) allerdings deutlich unter den Markterwartungen. An der Auktion nahmen Bestandsanlagen und Neubauprojekte mit insgesamt 74,2 GW teil, von denen 50,4 GW zum Zuge kamen. Wenige Tage zuvor war ein weiteres Bieterverfahren durchgeführt worden, das sich auf den Vorhaltezeitraum vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 bezog. Für diese Periode hatte es bereits im Dezember 2014 eine Auktion gegeben, bei der sich Anlagen mit insgesamt 49,3 GW - darunter 8,0 GW von RWE - für eine Prämie von 19,40 £/kW qualifizierten. Die neuerliche Auktion diente dem Zweck, verbliebene Kapazitätslücken zu schließen. Dabei wurden 5,8 GW zusätzliche Erzeugungsleistung für eine Prämie von 6,00 £/kW ersteigert. RWE hatte sich mit einer Kleinanlage an dem Verfahren beteiligt, die allerdings keine Zahlung erhalten wird.

RWE beendet Rating durch Standard & Poor's

Mitte Februar 2018 hat Standard & Poor's das RWE-Kreditrating auf unseren Wunsch zurückgezogen. Hintergrund ist, dass wir im Zuge der Reorganisation des Konzerns den Großteil unserer Kapitalmarktschulden auf unsere neue Tochtergesellschaft innogy übertragen haben. Da seither so gut wie keine Senior-Anleihen der RWE AG mehr ausstehen, halten wir die zwei verbliebenen Ratings von Moody's und Fitch für ausreichend. Standard & Poor's hatte uns vor Beendigung des Ratings die Bonitätsnote BBB- gegeben, die im Bereich Investment-Grade liegt. In dieser Kategorie bewegen sich auch die Einstufungen von Moody's (Baa3) und Fitch (BBB). Die beiden Agenturen haben nach Bekanntwerden unseres geplanten Tauschgeschäfts mit E.ON eine Überprüfung unserer Bonitätsnote angekündigt. Wegen der positiven Auswirkung der Transaktion auf unsere Ertragskraft sind wir zuversichtlich, unser Investment-Grade-Rating halten zu können.

innogy platziert Anleihe über 1 Mrd. €

Ende Januar hat innogy eine Senior-Anleihe mit einem nominalen Volumen von 1 Mrd. € und einer Laufzeit von elfeinhalb Jahren begeben. Unsere Tochter nutzte damit das günstige Marktzinsniveau. Bei einem Kupon von 1,5 % und einem Ausgabekurs von 98,785 % ergibt sich eine Anleiherendite von 1,617 % pro Jahr. Die Emission wurde von der innogy Finance B.V. unter der Garantie der innogy SE getätigt. Sie stieß auf reges Anlegerinteresse und war mehrfach überzeichnet. Die vereinnahmten Mittel dienen u. a. zur Refinanzierung fälliger Verbindlichkeiten.

innogy und Stadtwerke Aachen legen Netzgeschäft in der neuen Regionetz GmbH zusammen

Am 1. Januar 2018 ist die neue Aachener Netzgesellschaft Regionetz GmbH an den Start gegangen. Das Unternehmen ist durch den Zusammenschluss von Netzaktivitäten der Stadtwerke Aachen AG (kurz: STAWAG) und der in Stolberg ansässigen innogy-Tochter EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH entstanden. Mit seinen rund 600 Mitarbeitern betreibt es Verteilnetze für Strom, Gas, Wärme und Wasser im Raum Aachen sowie in Teilen der Kreise Heinsberg und Düren. Mehrheitseigentümer von Regionetz ist die STAWAG. innogy besitzt einen Kapitalanteil von etwas unter 50 %, übt aber eine beherrschende Stellung gemäß IFRS 10 aus und muss die Gesellschaft deshalb vollkonsolidieren. Nähere Informationen zu der Transaktion finden Sie im RWE-Geschäftsbericht 2017 auf Seite 150 f.

EU beschließt Reform des europäischen Emissionshandelssystems

Das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben im Februar bzw. März 2018 eine grundlegende Reform des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) beschlossen. Vorausgegangen waren sogenannte Trilog-Gespräche von Vertretern der beiden Gremien und der EU-Kommission, die im November 2017 zu einer Einigung führten. Mit der Reform, die im April 2018 in Kraft getreten ist, soll das ETS gestärkt und auf das europäische Treibhausgasminderungsziel für 2030 ausgerichtet werden. Bis 2030 müssen die Wirtschaftssektoren, die am ETS teilnehmen, ihre Emissionen gegenüber 2005 um 43 % reduziert haben. Die Zahl der an den Markt ausgegebenen CO2 -Zertifikate soll deshalb während der vierten Emissionshandelsperiode von 2021 bis 2030 um jährlich 2,2 % gesenkt werden. Gegenwärtig wird ein Reduktionsfaktor von 1,74 % angewandt. Mit der ETS-Novelle will man außerdem den hohen Überschuss an Zertifikaten abbauen, die zurzeit am Markt verfügbar sind. Verglichen mit der alten Rechtslage können nun wesentlich mehr Emissionsrechte in die sogenannte Marktstabilitätsreserve (MSR) überführt werden. Bei der MSR, die ab 2019 zum Einsatz kommt, handelt es sich um ein Instrument, mit dem das Angebot an Zertifikaten flexibler an die Nachfrage angepasst werden soll. Die Neuregelung sieht vor, dass zwischen 2019 und 2023 überschüssige Zertifikate von jährlich bis zu 24 % der Marktzuteilungsmenge einbehalten und in die MSR überführt werden. Ab 2023 sollen Emissionsrechte aus dem Bestand der MSR gelöscht werden, soweit dieser die Auktionsmenge des Vorjahres übersteigt. Den Mitgliedstaaten wird überdies erlaubt, nationale emissionsmindernde Maßnahmen, die zur Schließung von Kraftwerken führen, mit der Löschung entsprechender Zertifikatmengen zu flankieren.

Europäischer Rat und Europäisches Parlament wollen Kohlekraftwerke von Kapazitätsmärkten ausschließen

Nach dem Europäischen Rat hat im Februar 2018 auch der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments seinen Standpunkt zur Novelle der Strommarktverordnung festgelegt. Dabei ging er auch auf Mindeststandards ein, die nationale Regierungen beachten müssen, falls sie Kapazitätsmechanismen eingeführt haben oder dies noch tun wollen. Ebenso wie der Rat wollen die Parlamentarier Kraftwerke mit CO2 -Emissionen von mehr als 550 g/kWh von Kapazitätsmärkten ausschließen. Dies soll auch für Bestandsanlagen gelten, und zwar spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung. Kraftwerke in strategischen Reserven sollen davon aber ausgenommen werden, sofern sie pro Jahr weniger als 200 kg CO2 /kW emittieren. Bei einem modernen Braunkohleblock wäre die Laufzeit damit auf ungefähr 200 Volllaststunden im Jahr begrenzt. Zudem soll es bei der Einführung von Kapazitätsmechanismen einen Vorrang für strategische Reserven geben. Bereits Mitte Dezember 2017 hatten sich die Mitgliedstaaten im Europäischen Rat auf eine gemeinsame Position zur Neugestaltung des Strommarkts geeinigt und sich für die 550-Gramm-Regelung ausgesprochen. Nach den Vorstellungen des Rates sollen nur Kraftwerke, die pro Jahr weniger als 700 kg CO2 /kW emittieren, davon ausgenommen werden. Ein moderner Braunkohleblock dürfte unter diesem Regime nur etwa 750 Volllaststunden pro Jahr betrieben werden, um für Kapazitätszahlungen in Frage zu kommen. Für Bestandsanlagen soll dies aber erst ab 2030 gelten. Sowohl die Parlaments- als auch die Ratsposition hätten zur Folge, dass Kohlekraftwerke allenfalls an strategischen Reserven, nicht aber an marktbasierten Kapazitätsmechanismen teilnehmen könnten. Nun müssen sich beide Institutionen auf eine gemeinsame Position verständigen. Dazu werden sie in Trilog-Gespräche eintreten, an denen auch Vertreter der Kommission teilnehmen.

Deutschland: Kommission soll Konzept zur Erreichung der Klimaschutzziele im Energiebereich vorlegen

Am 12. März hat die neue Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD ihren Koalitionsvertrag geschlossen. Darin bekennen sich die Regierungsparteien zu den nationalen und internationalen Klimaschutzzielen für 2020, 2030 und 2050. Die in der vergangenen Legislaturperiode verabschiedeten Maßnahmenpakete "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020" und "Klimaschutzplan 2050" sollen vollständig umgesetzt werden. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass die erneuerbaren Energien zügiger ausgebaut werden. Ihr Anteil am Stromverbrauch soll bis 2030 auf mindestens 65 %o steigen. Außerdem will die Bundesregierung eine Kommission mit der Erarbeitung eines Aktionsprogramms für den Energiesektor beauftragen. Der Kommission mit der Bezeichnung "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" sollen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften sowie den betroffenen Ländern und Regionen angehören. Nach den Vorstellungen der Regierung wird das Gremium ergänzende Maßnahmen für den Energiesektor erarbeiten, mit denen die "Handlungslücke" zur Erreichung des Klimaziels 2020 so weit wie möglich geschlossen werden kann. Deutschland hatte sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um mindestens 40 %o gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Nach Einschätzung der Bundesregierung wird diese Vorgabe kaum einzuhalten sein. Darüber hinaus soll die Kommission Maßnahmen vorschlagen, die gewährleisten, dass die bis 2030 angestrebte Emissionssenkung um 55 % gegenüber 1990 zuverlässig erreicht wird. Dies soll unter Beachtung des Zieldreiecks Versorgungssicherheit, Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit und ohne Strukturbrüche geschehen. Zu den Aufgaben der Kommission zählt auch, einen Plan zur Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung zu entwickeln und dabei die notwendigen rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und strukturpolitischen Begleitmaßnahmen zu konkretisieren. Die Ergebnisse der Kommissionsarbeit sollen Ende 2018 vorliegen und Basis für ein Gesetzespaket sein, das die Koalitionspartner im kommenden Jahr verabschieden wollen.

Nach Ablauf des Berichtszeitraums

RWE schüttet für das abgelaufene Geschäftsjahr 1,50 € je Stamm- und Vorzugsaktie aus

Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 26. April 2018 dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2017 mit breiter Mehrheit zugestimmt. Dementsprechend haben wir Anfang Mai 1,50 € je Stamm- und Vorzugsaktie ausgeschüttet. Der Betrag setzt sich zusammen aus der regulären Dividende von 0,50 € und einer Sonderzahlung von 1,00 €, mit der wir unsere Aktionäre an der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer beteiligt haben. Für das Geschäftsjahr 2018 strebt der Vorstand eine Ausschüttung von 0,70 € an.

innogy zahlt Dividende von 1,60 € je Aktie

Die Hauptversammlung der innogy SE hat am 24. April 2018 beschlossen, für das vergangene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,60 € je Aktie zu zahlen. Bezogen auf das bereinigte Nettoergebnis in Höhe von 1.224 Mio. €, das unsere Tochter 2017 erzielte, betrug die Ausschüttungsquote 73 %.

Uwe Tigges als Vorstandsvorsitzender von innogy bestätigt - Arno Hahn neuer Personalvorstand

Der Aufsichtsrat der innogy SE hat in seiner Sitzung vom 24. April Uwe Tigges (58) zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft ernannt. Uwe Tigges hatte diese Funktion zuvor interimsweise ausgeübt, nachdem Peter Terium im Dezember 2017 aus dem innogy-Vorstand ausgeschieden war. Der Aufsichtsrat hat darüber hinaus Arno Hahn (55) mit Wirkung ab dem 1. Mai 2018 für drei Jahre zum Vorstandsmitglied bestellt. Arno Hahn übernimmt von Tigges die Zuständigkeit für das Personalressort und folgt ihm als Arbeitsdirektor nach. Bislang war er Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Westnetz GmbH. Diese Ämter wird er zunächst behalten.

innogy sichert sich Fördermittel für neuen Offshore-Windpark in der deutschen Nordsee

Bei einer Auktion im April hat sich innogy erfolgreich um eine staatliche Förderung des Offshore-Windkraft-Projekts Kaskasi beworben. Der Windpark Kaskasi soll über eine Erzeugungskapazität von 325 MW verfügen. Sein Standort unweit von Helgoland zeichnet sich durch gute Windverhältnisse und moderate Wassertiefen aus. Vorteilhaft ist auch die Nähe zum bestehenden innogy-Windpark Nordsee Ost. Die Entscheidung zum Bau von Kaskasi soll im Frühjahr 2020 getroffen werden. Nach aktueller Planung könnte der Windpark im Jahr 2022 den Betrieb aufnehmen.

ANMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISE

Unveränderte Segmentstruktur zum ersten Quartal 2018

Der mit E.ON vereinbarte Tausch von Geschäftsteilen und Beteiligungen (siehe Seite 1 f.) wird sich in einer veränderten Berichtsweise niederschlagen. Sämtliche Geschäftsteile von innogy, die langfristig auf E.ON übergehen, werden wir bis zu ihrem Verkauf als "nicht fortgeführte Aktivitäten" klassifizieren. Nähere Erläuterungen dazu finden Sie auf Seite 16. Wir werden die Berichtsweise im Laufe dieses Geschäftsjahres umstellen. In der vorliegenden Zwischenmitteilung über das erste Quartal orientieren wir uns noch an der bisherigen Darstellungsform mit den folgenden vier Segmenten:

Braunkohle & Kernenergie: Das Segment umfasst unsere deutsche Stromerzeugung aus den Energieträgern Braunkohle und Kernkraft sowie unsere Braunkohleförderung im Rheinland. Die Aktivitäten werden von RWE Power verantwortet. Auch unsere im März 2018 veräußerte 50,9 %-Beteiligung am ungarischen Braunkohleverstromer Mátra weisen wir in diesem Segment aus. Ebenfalls darin enthalten sind unsere Anteile am niederländischen Kernkraftwerksbetreiber EPZ (30 %) und an der deutschen URANIT (50 %), die mit 33 % an der auf Uran-Anreicherung spezialisierten Urenco beteiligt ist.
Europäische Stromerzeugung: Hier berichten wir über unsere Stromerzeugung aus Gas, Steinkohle und Biomasse. Dieses Geschäft ist auf Deutschland, Großbritannien und Benelux konzentriert und wird von RWE Generation gesteuert. Zu dem Segment gehören auch einige Wasserkraftwerke in Deutschland und Luxemburg, unsere 70 %-Beteiligung am türkischen Gaskraftwerk Denizli sowie die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte RWE Technology International.
Energiehandel: Dieses Segment deckt das Tätigkeitsfeld der RWE Supply & Trading ab. Die Gesellschaft ist im Energie- und Rohstoffhandel und im Gasgeschäft aktiv. In Deutschland und in Nachbarländern beliefert sie einige große Industrie- und Geschäftskunden mit Strom und Gas. Daneben vermarktet RWE Supply & Trading die Stromerzeugung von RWE und optimiert den Kraftwerkseinsatz; die mit den letzgenannten Aktivitäten erzielten Ergebnisbeiträge weisen wir in den Segmenten Braunkohle & Kernenergie und Europäische Stromerzeugung aus.
innogy: Hier ist das Geschäft mit den erneuerbaren Energien, den Verteilnetzen und dem Vertrieb gebündelt. Verantwortet wird es von unserer Tochter innogy SE. Die Gesellschaft gehört zu den führenden europäischen Stromerzeugern aus regenerativen Quellen - insbesondere Wind- und Wasserkraft - mit regionalem Fokus auf Deutschland, Großbritannien, Spanien, die Niederlande und Polen. Zweites operatives Standbein von innogy ist der Betrieb von Stromverteilnetzen (Deutschland, Slowakei, Ungarn, Polen) und von Gasverteilnetzen (Deutschland, Tschechien, Kroatien). Hinzu kommt als dritter Geschäftsbereich der Vertrieb von Strom, Gas und Energielösungen. Absatzmärkte sind Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Belgien, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Polen und einige weitere zentralosteuropäische Länder. Zu innogy gehören auch einige vollkonsolidierte deutsche Regionalversorger. Außerdem hält die Gesellschaft zahlreiche Minderheitsbeteiligungen an Versorgungsunternehmen, z. B. an deutschen Stadtwerken und an der österreichischen KELAG.

Einzelne Gesellschaften mit segmentübergreifenden Aufgaben wie z. B. die Konzernholding RWE AG weisen wir unter "Sonstige, Konsolidierung" aus. In der Position enthalten ist auch unser 25,1 %-Anteil am deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion.

Geänderter Umsatzausweis durch Anwendung von IFRS 15

Im Geschäftsjahr 2018 wenden wir erstmals den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" an, der die Erfassung von Umsatzerlösen neu regelt. Die Vorjahreszahlen haben wir nicht angepasst. Eine der Neuerungen durch IFRS 15 besteht darin, dass Veränderungen der Marktwerte von Commodity-Derivaten, die vor der Realisierung der Kontrakte eintreten, nicht mehr als Umsatzerlöse oder Materialaufwand, sondern im sonstigen betrieblichen Ergebnis zu berücksichtigen sind. Eine weitere methodische Anpassung nach IFRS 15 betrifft die bilanzielle Abbildung durchgeleiteter Fördergelder im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Beim sog. Marktprämienmodell verkauft der Betreiber einer EEG-Anlage den Strom an einen Direktvermarkter. Neben dem vom Direktvermarkter gezahlten Stromentgelt erhält der Anlagenbetreiber eine Prämie, mit der die Differenz zwischen dem Stromentgelt und dem (höheren) EEG-Fördersatz ausgeglichen wird. Diese vom Verteilnetzbetreiber an den Anlagenbetreiber gezahlte Prämie wird vom Übertragungsnetzbetreiber erstattet. Bislang haben die Verteilnetzbetreiber die erstatteten Prämien als Umsatz und die gezahlten Prämien als Materialaufwand gebucht. Nach IFRS 15 ist dies nun nicht mehr erlaubt.

Höhere Ergebniswirksamkeit von Finanzinstrumenten wegen IFRS 9

Ebenfalls ab 2018 setzen wir den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 9 "Finanzinstrumente" um, der die Bilanzierung von Finanzinstrumenten betrifft. Auf eine rückwirkende Anpassung der Vorjahreszahlen wurde auch hier verzichtet. IFRS 9 führt zu Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, bei der Sicherungsbilanzierung und bei der Erfassung von Wertminderungen aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle. Eine Folge davon ist, dass Veränderungen der Marktwerte bestimmter Wertpapiere nicht länger ergebnisneutral erfasst werden und sich somit die Volatilität der Gewinn- und Verlustrechnung erhöht. Darüber hinaus mindert die Erfassung erwarteter Kreditverluste unser Finanzvermögen. Die Nettoschulden fallen dadurch geringfügig höher aus.

Zukunftsbezogene Aussagen

Die vorliegende Zwischenmitteilung enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar. Wir haben sie auf Basis aller Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments zur Verfügung standen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffen oder unvorhergesehene Risiken eintreten, können die tatsächlichen von den erwarteten Entwicklungen abweichen. Für die Aussagen können wir daher keine Gewähr übernehmen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Außenumsatz 7 % unter Vorjahr

Der RWE-Konzern hat im ersten Quartal 2018 einen Außenumsatz von 11.615 Mio. € erwirtschaftet. Erdgas- und Stromsteuer sind in dieser Zahl nicht enthalten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich unsere Erlöse um 7 % verringert. Beim Stromumsatz verzeichneten wir einen Rückgang um 9% auf 7.329 Mio. €. Hauptgrund dafür war, dass bestimmte Sachverhalte wegen der Erstanwendung von IFRS 15 nicht mehr im Umsatz gezeigt werden dürfen (siehe Erläuterung auf Seite 7). Hinzu kam, dass innogy wettbewerbsbedingte Absatzeinbußen hinnehmen musste, vor allem im Geschäft mit deutschen Haushalten, Geschäftskunden und Industrieunternehmen. Der Gasumsatz des RWE-Konzerns lag mit 3.286 Mio. € um 10 % unter Vorjahr. Ein zentraler Faktor war auch hier die Erstanwendung von IFRS 15. Dagegen wirkten sich die relativ kühlen Temperaturen im ersten Quartal positiv auf den Gasumsatz aus, insbesondere im britischen und niederländischen Privatkundengeschäft.

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Außenumsatz Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in % 2017
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Braunkohle & Kernenergie 278 279 - 0,4 1.163
Europäische Stromerzeugung 213 214 - 0,5 725
Energiehandel 1.105 1.234 - 10,5 3.074
innogy 10.009 10.797 - 7,3 37.455
Sonstige, Konsolidierung 10 8 25,0 17
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) 11.615 12.532 - 7,3 42.434
Erdgas-/Stromsteuer 794 762 4,2 2.151
RWE-Konzern 12.409 13.294 - 6,7 44.585

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Außenumsatz nach Produkten1 Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in % 2017
--- --- --- --- ---
Stromerlöse 7.329 8.067 - 9,1 30.568
Davon:
Braunkohle & Kernenergie 96 99 - 3,0 381
Europäische Stromerzeugung 123 128 - 3,9 422
Energiehandel 617 671 - 8,0 1.864
innogy 6.493 7.169 - 9,4 27.900
Gaserlöse 3.286 3.663 - 10,3 8.971
Davon:
Energiehandel 193 455 - 57,6 1.054
innogy 3.088 3.206 - 3,7 7.907
Sonstige Erlöse 1.000 802 24,7 2.895
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) 11.615 12.532 - 7,3 42.434

1 Nicht separat ausgewiesen sind geringe Gaserlöse im Segment Europäische Stromerzeugung sowie geringe Strom- und Gaserlöse unter "Sonstige, Konsolidierung".

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Innenumsatz Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in % 2017
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Braunkohle & Kernenergie 677 763 -11,3 2.993
Europäische Stromerzeugung 1.064 1.349 - 21,1 4.166
Energiehandel 4.865 5.065 - 3,9 13.634
innogy 862 591 45,9 2.591

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Bereinigtes EBITDA Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in % 2017
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Braunkohle & Kernenergie 180 213 -15,5 671
Europäische Stromerzeugung 159 167 - 4,8 463
Energiehandel - 24 146 - 116,4 271
innogy 1.582 1.617 - 2,2 4.331
Sonstige, Konsolidierung - 6 - 12 50,0 20
RWE-Konzern 1.891 2.131 - 11,3 5.756

Bereinigtes EBITDA 11 % unter Vorjahr

Im Berichtszeitraum erzielten wir ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) von 1.891 Mio. €. Damit lagen wir insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Gegenüber dem Vorjahresquartal hat sich das bereinigte EBITDA um 11 % verringert. Gesunkene Kraftwerksmargen und eine schwache Performance im Energiehandel trugen maßgeblich dazu bei. Unsere Tochter innogy musste Ergebniseinbußen im Vertrieb hinnehmen, profitierte aber zugleich von einer wetterbedingt höheren Auslastung ihrer Windparks. In den einzelnen Segmenten zeigte sich folgende Entwicklung:

Braunkohle & Kernenergie: Das bereinigte EBITDA hat sich hier um 33 Mio. € auf 180 Mio. € verringert. Hauptgrund dafür war, dass wir für den Strom unserer Braunkohle- und Kernkraftwerke einen niedrigeren Großhandelspreis erzielt haben als 2017. Die Erzeugung dieser Anlagen hatten wir bereits in Vorjahren nahezu vollständig auf Termin verkauft. Negativ wirkte auch, dass Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen aufgrund seiner Stilllegung zum Jahresende 2017 nicht mehr zum Ergebnis beitrug. Mit Einsparungen im Rahmen unseres Effizienzsteigerungsprogramms konnten wir die genannten Belastungen nur zu einem geringen Teil ausgleichen.
Europäische Stromerzeugung: In diesem Segment erzielten wir ein bereinigtes EBITDA von 159 Mio. €. Damit lagen wir um 5 % unter dem hohen Vorjahreswert, der durch Buchgewinne aus Grundstücksverkäufen begünstigt war. Die Margen, die wir bei Terminverkäufen von Strom aus unseren Gas- und Steinkohlekraftwerken erzielten, waren etwas niedriger als 2017. Positiven Einfluss hatte, dass wir seit Oktober 2017 Prämienzahlungen für die Teilnahme am britischen Kapazitätsmarkt erhalten.
Energiehandel: Das bereinigte EBITDA hat sich hier um 170 Mio. € auf - 24 Mio. € verschlechtert. Ausschlaggebend dafür war eine schwache Performance im Handelsgeschäft. Für das Gesamtjahr 2018 gehen wir allerdings weiterhin davon aus, im prognostizierten Korridor von 100 bis 300 Mio. € abzuschließen.
innogy: Unsere Tochtergesellschaft erwirtschaftete ein bereinigtes EBITDA von 1.582 Mio. €. Das sind 2 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen dem Vertriebsgeschäft zuzuordnen: Neben rückläufigen Einmalerträgen machten sich hier wettbewerbsbedingte Absatzeinbußen bemerkbar. Hinzu kam, dass innogy in den Niederlanden zusätzliches Gas zu ungünstigen Spotmarktkonditionen beschaffen musste, um witterungsbedingten Mehrbedarf ihrer Kunden zu decken. Gestiegen ist der Ergebnisbeitrag des Segments Erneuerbare Energien. Eine Rolle spielte dabei, dass die Windparks von innogy wegen besserer Wetterverhältnisse stärker ausgelastet waren als im Vorjahreszeitraum. Auch die Inbetriebnahme neuer Windkraftkapazitäten schlug positiv zu Buche. Erzeugungsanlagen, die keine feste staatliche Vergütung erhalten, profitierten zudem vom gestiegenen Preisniveau im Stromgroßhandel. Im Verteilnetzgeschäft konnte innogy ebenfalls zulegen, u. a. wegen höherer Gewinne aus der Veräußerung von Netzen. Solche Verkäufe finden i. d. R. dann statt, wenn Netzgesellschaften das Konzessionsrecht nach kommunalen Neuausschreibungen an einen Wettbewerber abtreten müssen.

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Bereinigtes EBIT Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in % 2017
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Braunkohle & Kernenergie 114 139 -18,0 399
Europäische Stromerzeugung 85 91 - 6,6 155
Energiehandel - 25 145 - 117,2 265
innogy 1.236 1.261 - 2,0 2.816
Sonstige, Konsolidierung 6 - 13 146,2 11
RWE-Konzern 1.416 1.623 - 12,8 3.646

Das bereinigte EBIT lag im ersten Quartal bei 1.416 Mio. € und damit 13 % unter dem Vergleichswert für 2017. Vom bereinigten EBITDA unterscheidet es sich durch die betrieblichen Abschreibungen, die im Berichtszeitraum 475 Mio. € betrugen (Vorjahr: 508 Mio. €).

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Neutrales Ergebnis Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in Mio. € 2017
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Veräußerungsgewinne/-verluste - 45 3 - 48 118
Ergebniseffekte aus Derivaten 298 228 70 - 719
Firmenwert-Abschreibungen - - - - 479
Sonstige - 55 46 - 101 1.241
Neutrales Ergebnis 198 277 - 79 161

Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Effekte erfassen, belief sich auf 198 Mio. € (Vorjahr: 277 Mio. €). Seine Einzelpositionen entwickelten sich wie folgt:

Veräußerungen von Beteiligungen und Vermögenswerten führten per saldo zu einem Buchverlust von 45 Mio. €, nachdem es im Vorjahresquartal noch geringfügige Buchgewinne gegeben hatte. Der Verlust stand im Zusammenhang mit dem auf Seite 2 erläuterten Verkauf des ungarischen Braunkohleverstromers Mátra: Wegen der Transaktion wurden Aufwendungen ergebniswirksam, die aus der Umrechnung des Mátra-Abschlusses in Euro resultierten und bisher im Eigenkapital erfasst waren.
Wertveränderungen bei Derivaten, mit denen wir uns gegen Preisschwankungen absichern, schlugen sich mit 298 Mio. € positiv im Ergebnis nieder (Vorjahr: 228 Mio. €). Gemäß IFRS sind die Derivate mit ihren Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren, während diejenigen Geschäfte, die mit den Derivaten abgesichert werden, erst später bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen. Dadurch entstehen kurzfristige Ergebniseffekte, die sich im Laufe der Zeit aufheben.
Das unter der Position "Sonstige" ausgewiesene Ergebnis fiel mit - 55 Mio. € negativ aus (Vorjahr: 46 Mio. €). Maßgeblich dafür war, dass wir Rückstellungen für Aufwendungen gebildet haben, die wir im Zusammenhang mit der geplanten E.ON-innogy-Transaktion erwarten (siehe Seite 1 f.).

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Finanzergebnis Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in Mio. € 2017
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Zinserträge 39 62 - 23 220
Zinsaufwendungen - 201 - 226 25 - 907
Zinsergebnis - 162 - 164 2 - 687
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen - 66 - 12 - 54 - 261
Übriges Finanzergebnis - 82 - 50 - 32 197
Finanzergebnis - 310 - 226 - 84 - 751

Unser Finanzergebnis hat sich um 84 Mio. € auf - 310 Mio. € verschlechtert. Im Einzelnen ergaben sich hier folgende Veränderungen:

Das Zinsergebnis lag mit - 162 Mio. € knapp über Vorjahr. Zwar erzielten wir niedrigere Zinserträge; gesunken sind aber auch die Zinsaufwendungen, was im Wesentlichen auf die Tilgungen und Rückkäufe von Hybridanleihen im vergangenen Jahr zurückzuführen ist (siehe Geschäftsbericht 2017, Seite 54).
Die Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen belasteten das Ergebnis mit 66 Mio. € und damit stärker als 2017. Ein Grund dafür ist, dass der Vorjahreswert (- 12 Mio. €) durch Diskontsatzanhebungen bei den Kernenergierückstellungen begünstigt war. Die dadurch ausgelösten Absenkungen der Verpflichtungsbarwerte waren in den Zinsanteilen als Erträge berücksichtigt worden. Auch bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen hatte es im Vorjahr positive Effekte aus Diskontsatzänderungen gegeben, die nun entfallen sind.
Das "Übrige Finanzergebnis" sank um 32 Mio. € auf - 82 Mio. €. In der Position sind Verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren enthalten, die wegen der Umstellung auf IFRS 9 erstmalig ergebniswirksam abgebildet werden. Die Marktwertveränderungen waren 2017 noch erfolgsneutral erfasst. Gegenläufig wirkte, dass niedrigere Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren anfielen.

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Überleitung zum Nettoergebnis Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
2018 2017 in % 2017
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Bereinigtes EBITDA Mio. € 1.891 2.131 - 11,3 5.756
Betriebliche Abschreibungen Mio. € - 475 - 508 6,5 - 2.110
Bereinigtes EBIT Mio. € 1.416 1.623 - 12,8 3.646
Neutrales Ergebnis Mio. € 198 277 - 28,5 161
Finanzergebnis Mio. € - 310 - 226 - 37,2 - 751
Ergebnis vor Steuern Mio. € 1.304 1.674 - 22,1 3.056
Ertragsteuern Mio. € - 358 - 390 8,2 - 741
Ergebnis Mio. € 946 1.284 - 26,3 2.315
Davon:
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Mio. € 311 324 - 4,0 373
Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Mio. € 15 14 7,1 42
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 620 946 - 34,5 1.900
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 517 689 - 25,0 1.232
Ergebnis je Aktie 1,01 1,54 - 34,4 3,09
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 0,84 1,12 - 25,0 2,00
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (Durchschnitt) Mio. Stück 614,7 614,7 - 614,7
Steuerquote % 27 23 - 24

Das Ergebnis vor Steuern hat sich um 22 %o auf 1.304 Mio. € verringert. Die Steuerquote betrug 27 %o. Sie war damit vier Prozentpunkte höher als im ersten Quartal 2017. Ein Grund dafür ist, dass im steuerlichen Organkreis der RWE AG Verluste anfielen, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden, während im Vorjahr noch ein positives Steuerergebnis ausgewiesen werden konnte. Aktive latente Steuern sind ein Anspruch auf künftige Steuerermäßigungen, der sich aus Unterschieden im Ansatz und/oder in der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz ergibt. Die Aktivierung latenter Steuern setzt voraus, dass in späteren Geschäftsjahren steuerliche Gewinne anfallen, die eine Nutzung der Steuerermäßigungen erlauben. Für den Organkreis der RWE AG ist das nicht mit hinreichender Sicherheit absehbar.

Nach Steuern erzielten wir ein Ergebnis von 946 Mio. € (Vorjahr: 1.284 Mio. €). Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter haben sich um 4 %o auf 311 Mio. € verringert. Ausschlaggebend dafür war, dass unsere Tochter innogy, an der Minderheitsaktionäre 23,2 %o halten, ein niedrigeres Nettoergebnis erwirtschaftete.

Auf Hybridkapitalgeber entfielen Ergebnisanteile von 15 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €). Der Betrag entspricht den Finanzierungskosten für unsere Hybridanleihe über 750 Mio. £, die nach IFRS Eigenkapital darstellt, weil sie eine theoretisch unbegrenzte Laufzeit hat. Das übrige Hybridkapital von RWE wird den Schulden zugerechnet; seine Verzinsung erfassen wir im Finanzergebnis.

Aus den dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber 2017 deutlich verringertes Nettoergebnis von 620 Mio. € (Vorjahr: 946 Mio. €). Bei 614,7 Mio. ausstehenden RWE-Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie 1,01 € (Vorjahr: 1,54 €).

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Überleitung zum bereinigten Nettoergebnis Januar - März Ursprüngliche Werte Bereinigung Bereinigte Werte Bereinigte Werte
in Mio. € 2018 2018 2017
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Bereinigtes EBIT 1.416 - 1.416 1.623
Neutrales Ergebnis 198 - 198 - -
Finanzergebnis - 310 41 - 269 - 273
Ergebnis vor Steuern 1.304 - 157 1.147 1.350
Ertragsteuern - 358 36 - 322 - 350
Ergebnis 946 - 121 825 1.000
Davon:
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 311 - 18 293 297
Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 15 - 15 14
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 620 - 103 517 689

Bereinigtes Nettoergebnis: Deutlicher Rückgang auf 517 Mio. €

Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 517 Mio. €. Vom Nettoergebnis unterscheidet es sich dadurch, dass das gesamte neutrale Ergebnis und weitere wesentliche Sondersachverhalte herausgerechnet werden. Eliminiert wurden beispielsweise die Effekte im Finanzergebnis, die sich dadurch ergaben, dass Veränderungen der Marktwerte bestimmter Wertpapieren seit 2018 gemäß IFRS 9 erfolgswirksam erfasst werden müssen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das bereinigte Nettoergebnis um 172 Mio. € verringert. Das ist in erster Linie auf den Rückgang beim bereinigten EBITDA zurückzuführen.

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Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in Mio. € 2017
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Braunkohle & Kernenergie 43 55 - 12 269
Europäische Stromerzeugung 24 11 13 147
Energiehandel 1 1 - 7
innogy 253 215 38 1.839
Sonstige, Konsolidierung - - - - 2
RWE-Konzern 321 282 39 2.260

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Investitionen in Finanzanlagen Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in Mio. € 2017
--- --- --- --- ---
Braunkohle & Kernenergie - - - 1
Europäische Stromerzeugung 2 - 2 1
Energiehandel 26 1 25 30
innogy 210 108 102 327
Sonstige, Konsolidierung - 1 - - 1 10
RWE-Konzern 237 109 128 369

Investitionen um 43 % höher als 2017

Im ersten Quartal hat der RWE-Konzern 558 Mio. € investiert. Gegenüber 2017 ist das ein Plus von 43 %o. Die Ausgaben für Finanzanlagen haben sich mit 237 Mio. € mehr als verdoppelt. Wichtigste Einzeltransaktion im Berichtszeitraum war die Zusammenführung des Netzgeschäfts der innogy-Tochter EWV mit dem Netzgeschäft der Aachener Stadtwerke in der neuen Regionetz GmbH (siehe Seite 3). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 321 Mio. €. Sie waren damit 14 % höher als vor einem Jahr, u. a. weil innogy zusätzliche Mittel für die Modernisierung der Netzinfrastruktur und den Breitbandausbau einsetzte.

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Kapitalflussrechnung Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2018 2017 in Mio. € 2017
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Funds from Operations 1.866 1.819 47 - 1.545
Veränderung des Nettoumlaufvermögens - 1.502 - 2.952 1.450 - 209
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 364 - 1.133 1.497 - 1.754
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - 825 - 698 - 127 2.691
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 371 940 - 569 - 1.536
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 21 11 10 - 19
Veränderung der flüssigen Mittel - 69 - 880 811 - 618
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 364 - 1.133 1.497 - 1.754
Abzüglich Investitionen1 - 465 - 356 - 109 - 2.580
Zuzüglich Desinvestitionen/Anlagenabgänge1 116 160 - 44 485
Free Cash Flow 15 - 1.329 1.344 - 3.849

1 Die Position umfasst ausschließlich zahlungswirksame Vorgänge.

Operativer Cash Flow: Deutlicher Anstieg wegen erhaltener Sicherheitsleistungen

Unser Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 364 Mio. €. Er war durch typische saisonale Belastungen im Vertrieb geprägt: Während die Strom- und Gasliefermengen und damit auch die Beschaffungsausgaben zu Jahresbeginn witterungsbedingt überdurchschnittlich hoch sind, verteilen sich die Zahlungen der Kunden gleichmäßig über das Jahr. Gegenüber dem ersten Quartal 2017 (- 1.133 Mio. €) hat sich der operative Cash Flow allerdings deutlich verbessert. Hauptgrund dafür war, dass wir bei Termingeschäften mit CO2 -Zertifikaten und anderen Commodities hohe Sicherheitsleistungen - sog. Variation Margins - erhalten haben. Variation Margins sind Zahlungen, mit denen Transaktionspartner Gewinn- bzw. Verlustpositionen, die durch die tägliche Neubewertung laufender Kontrakte aufgedeckt werden, untereinander ausgleichen. Ihr Einfluss auf den Cash Flow ist aber nur vorübergehender Natur und endet mit der Realisierung der Transaktionen.

Durch die Investitionstätigkeit sind 825 Mio. € abgeflossen (Vorjahr: 698 Mio. €). Neben den oben dargestellten Investitionen haben kurzfristige Wertpapieranlagen dazu beigetragen. Dem standen Einnahmen aus der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen gegenüber.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 371 Mio. € (Vorjahr: 940 Mio. €). Im Berichtszeitraum wurden Finanzschulden in Höhe von 1,1 Mrd. € neu aufgenommen und in Höhe von 0,6 Mrd. € getilgt. Durch Ausschüttungen an Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften und Hybridkapitalgeber sind in Summe 144 Mio. € abgeflossen.

Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit haben sich unsere liquiden Mittel per Saldo um 69 Mio. € verringert.

Die hohen Variation Margins spiegelten sich auch im Free Cash Flow wider. Dieser belief sich auf 15 Mio. € (Vorjahr: - 1.329 Mio. €). Seit dem Halbjahresabschluss 2017 verwenden wir eine neue Definition des Free Cash Flow: Wir ermitteln ihn, indem wir vom operativen Cash Flow die gesamten Investitionen (inkl. der Ausgaben für Finanzanlagen) abziehen und die Einnahmen aus Desinvestitionen und Anlagenabgängen hinzurechnen. Die Vorjahreszahl wurde entsprechend angepasst.

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Nettoschulden 31.03.2018 31.12.2017 +/-
in Mio. € in Mio. €
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Flüssige Mittel1 3.889 3.933 - 44
Wertpapiere 5.416 5.131 285
Sonstiges Finanzvermögen 2.063 1.863 200
Finanzvermögen 11.368 10.927 441
Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper 15.746 15.099 647
Währungskurssicherung von Anleihen 20 27 - 7
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.083 2.102 - 19
Finanzverbindlichkeiten 17.849 17.228 621
Nettofinanzschulden 6.481 6.301 180
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.914 5.420 494
Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen - 142 - 103 - 39
Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich 5.984 6.005 - 21
Bergbaubedingte Rückstellungen 2.416 2.322 94
Rückstellungen für den Rückbau von Windparks 359 359 -
Korrektur Hybridkapital - 104 - 77 - 27
Zuzüglich 50 % des als Eigenkapital ausgewiesenen Hybridkapitals 448 470 - 22
Abzüglich 50 % des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals - 552 - 547 - 5
Nettoschulden 20.908 20.227 681

1 Inklusive "zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte" (Mátra) haben sich die flüssigen Mittel von 3.958 Mio. € auf 3.889 Mio. € verringert (- 69 Mio. €).

Nettoschulden etwas höher als zum Vorjahresende

Unsere Nettoschulden lagen zum 31. März 2018 bei 20,9 Mrd. € und damit 0,7 Mrd. € über dem Stand zum 31. Dezember 2017. Während sich die im Free Cash Flow berücksichtigten Einflussfaktoren nahezu saldierten, sind die Pensionsrückstellungen um 0,5 Mrd. € gestiegen. Eine Rolle spielte hier, dass sich das Planvermögen, mit dem wir den Großteil unserer Pensionsverpflichtungen abdecken, aufgrund ungünstiger Marktentwicklungen verringert hat. Außerdem haben wir den durchschnittlichen Diskontierungssatz für die Barwertermittlung bei den deutschen Pensionsverpflichtungen von 2,0 auf 1,9 %o abgesenkt. Beide Sachverhalte machten Anhebungen der Rückstellungen erforderlich. Darüber hinaus trugen Ausschüttungen an Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften und an Hybridkapitalgeber zum Anstieg der Nettoschulden bei.

PROGNOSE 2018

Geänderte Berichtsweise wegen E.ON-innogy-Transaktion macht Prognoseanpassung erforderlich

Der mit E.ON vereinbarte Tausch von Geschäftsteilen und Beteiligungen hat erhebliche Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung über das laufende Geschäftsjahr. Gemäß IFRS werden wir die langfristig auf E.ON übergehenden Teile von innogy bis zu ihrem Verkauf als "nicht fortgeführte Aktivitäten" ausweisen. Dies betrifft in erster Linie das Netz- und Vertriebsgeschäft. Die Umstellung erfolgt noch im laufenden Geschäftsjahr. Im Einzelnen werden wir dann folgendermaßen berichten:

In der Gewinn- und Verlustrechnung zeigen wir das E.ON zuzuordnende innogy-Geschäft nur noch verdichtet im Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten. In den Konzernzahlen für Absatz, Umsatz, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBIT, neutrales Ergebnis, Finanzergebnis und Ertragsteuern wird es nicht mehr berücksichtigt. Die Vorjahreswerte passen wir entsprechend an.
In der Konzernbilanz werden die betreffenden Geschäftsteile unter den Posten "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" und "Zur Veräußerung bestimmte Schulden" zusammengefasst. Bei den Bilanzwerten des Vorjahres halten wir gemäß IFRS an der bisherigen Darstellungsweise fest.
In der Kapitalflussrechnung des Konzernabschlusses weisen wir die Cash Flows der nicht fortgeführten Aktivitäten in gesonderten Positionen aus. Bei der verkürzten Kapitalflussrechnung im Lagebericht gehen wir anders vor: Hier zeigen wir ausschließlich die Cash Flows fortgeführter Aktivitäten, und zwar sowohl für die Berichts- als auch die Vorjahreszeiträume.

Die methodische Umstellung wirkt sich damit auch auf Kennzahlen aus, die Gegenstand unseres im März veröffentlichten Prognoseberichts waren (siehe Geschäftsbericht 2017, Seite 83 ff.). Beispielsweise wird das bereinigte EBITDA des RWE-Konzerns nun wesentlich niedriger ausfallen, als wir bisher kommuniziert haben. Auch beim bereinigten Nettoergebnis ist die Prognose vom März gegenstandslos geworden. Nach Überarbeitung der internen Planung werden wir einen aktualisierten Ausblick für 2018 veröffentlichen.

Darstellung des RWE-Konzerns mit innogy als reiner Finanzbeteiligung: Ergebnisprognose unverändert

Für Steuerungszwecke nutzen wir auch Konzernzahlen, in denen innogy als reine Finanzbeteiligung erfasst ist und nicht als vollkonsolidierte Gesellschaft. Abweichend von den IFRS-Vorgaben bilanzieren wir dabei unseren 76,8 %-Anteil an dem Unternehmen unter den "Übrigen Finanzanlagen". Im bereinigten EBITDA berücksichtigen wir innogy ausschließlich mit der Dividendenzahlung an RWE. Nähere Angaben dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2017 auf Seite 60. Unser Ausblick vom März enthielt Angaben dazu, wie sich einzelne, nach der beschriebenen Methode ermittelte Kennzahlen voraussichtlich entwickeln werden. Beim bereinigten EBITDA haben wir für 2018 eine Bandbreite von 1,4 bis 1,7 Mrd. € prognostiziert (Vorjahr: 2,1 Mrd. €) und beim bereinigten Nettoergebnis einen Korridor von 0,5 bis 0,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,0 Mrd. €). Diesen Ausblick bestätigen wir. Bei den Nettoschulden (Vorjahr: 4,5 Mrd. €) gehen wir allerdings jetzt von einem moderaten Rückgang aus, nachdem wir zunächst einen moderaten Anstieg vorausgesagt hatten. Hauptgrund dafür sind die hohen Mittelzuflüsse aus Variation Margins: Ihr positiver Einfluss wird voraussichtlich noch zum Jahresende spürbar sein, da die betroffenen Kontrakte teilweise erst nach 2018 realisiert werden.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)

Gewinn- und Verlustrechnung

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Jan - Mrz Jan - Mrz
in Mio. € 2018 2017
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Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/Stromsteuer) 12.409 13.294
Erdgas-/Stromsteuer - 794 - 762
Umsatzerlöse 11.615 12.532
Materialaufwand - 8.169 - 8.794
Personalaufwand - 1.190 - 1.156
Abschreibungen - 474 - 527
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 292 - 249
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen 87 66
Übriges Beteiligungsergebnis 37 28
Finanzerträge 282 333
Finanzaufwendungen - 592 - 559
Ergebnis vor Steuern 1.304 1.674
Ertragsteuern - 358 - 390
Ergebnis 946 1.284
Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 311 324
Davon: Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 15 14
Davon: Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 620 946
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie in € 1,01 1,54

Gesamtergebnisrechnung

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Jan - Mrz Jan - Mrz
in Mio. €1 2018 2017
--- --- ---
Ergebnis 946 1.284
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen - 186 532
Marktbewertung von Eigenkapitalinstrumenten - 27
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam umzugliedern sind - 213 532
Unterschied aus der Währungsumrechnung 101 20
Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 19
Marktbewertung von Fremdkapitalinstrumenten - 5
Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung 1.066 - 500
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind 1.162 - 461
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) 949 71
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 1.895 1.355
Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend 1.564 957
Davon: auf Hybridkapitalgeber der RWE AG entfallend 15 14
Davon: auf andere Gesellschafter entfallend 316 384

1 Beträge nach Steuern

Bilanz

Aktiva

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in Mio. € 31.03.2018 31.12.2017
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 12.456 12.383
Sachanlagen 25.055 24.9471
At-Equity-bilanzierte Beteiligungen 2.856 2.846
Übrige Finanzanlagen 1.223 1.109
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.725 1.782
Latente Steuern 2.615 2.627
45.930 45.694
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 1.309 1.924
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.959 5.405
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8.313 7.082
Wertpapiere 5.163 4.893
Flüssige Mittel 3.889 3.933
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 128
25.633 23.365
71.563 69.059

1 Angepasster Wert

Passiva

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in Mio. € 31.03.2018 31.12.2017
Eigenkapital
Anteile der Aktionäre der RWE AG 8.295 6.759
Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 895 940
Anteile anderer Gesellschafter 4.633 4.292
13.823 11.991
Langfristige Schulden
Rückstellungen 19.735 19.249
Finanzverbindlichkeiten 14.472 14.414
Übrige Verbindlichkeiten 2.220 2.393
Latente Steuern 730 718
37.157 36.774
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 5.550 5.137
Finanzverbindlichkeiten 3.358 2.787
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.680 5.077
Übrige Verbindlichkeiten 6.995 7.182
Zur Veräußerung bestimmte Schulden 111
20.583 20.294
71.563 69.059

Kapitalflussrechnung

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Jan - Mrz Jan - Mrz
in Mio.€ 2018 2017
--- --- ---
Ergebnis 946 1.284
Abschreibungen/Zuschreibungen 476 124
Veränderung der Rückstellungen 322 514
Latente Steuern/Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren 122 - 103
Veränderung des Nettoumlaufvermögens - 1.502 - 2.952
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 364 - 1.133
Investitionen in Anlagegegenstände/Akquisitionen - 465 - 357
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestitionen 116 160
Veränderung der Wertpapiere und Geldanlagen - 476 - 501
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit1 - 825 - 698
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 371 940
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel - 90 - 891
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 21 11
Veränderung der flüssigen Mittel - 69 - 880
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums 3.958 4.576
Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen 25
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 3.933 4.576
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums 3.889 3.696

1 Nach Erst-/Nachdotierung von Planvermögen in Höhe von 41 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 134 Mio. €)

Finanzkalender 2018/2019

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14. August 2018 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2018
14. November 2018 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2018
14. März 2019 Bericht über das Geschäftsjahr 2018
3. Mai 2019 Hauptversammlung
8. Mai 2019 Dividendenzahlung
15. Mai 2019 Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2019
14. August 2019 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2019
14. November 2019 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2019

Die vorliegende Zwischenmitteilung ist am 15. Mai 2018 veröffentlicht worden.

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