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RWE AG — Interim / Quarterly Report 2009
Nov 12, 2009
362_10-q_2009-11-12_d0069fee-be3f-4441-97fc-1840eb90cd16.pdf
Interim / Quarterly Report
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BERICHT ÜBER DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2009
- • Betriebliches Ergebnis 4% unter Vorjahr
- Akquisition von Essent erfolgreich abgeschlossen
- Ergebnisprognose für 2009 bekräftigt
Auf einen Blick
| Eckdaten des RWE-Konzerns | Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
+ / – in % |
Jan – Dez 2008 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Außenabsatz Strom | Mrd. kWh | 207,4 | 235,8 | – 12,0 | 317,1 |
| Außenabsatz Gas | Mrd. kWh | 208,6 | 225,9 | – 7,7 | 327,8 |
| Außenumsatz | Mio. € | 33.769 | 34.454 | – 2,0 | 48.950 |
| Deutschland | Mio. € | 21.897 | 21.585 | 1,4 | 30.694 |
| Außerhalb Deutschlands | Mio. € | 11.872 | 12.869 | – 7,7 | 18.256 |
| EBITDA | Mio. € | 6.966 | 7.1891 | – 3,1 | 8.7731 |
| Betriebliches Ergebnis | Mio. € | 5.534 | 5.788 | – 4,4 | 6.826 |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern | Mio. € | 4.315 | 4.263 | 1,2 | 4.866 |
| Nettoergebnis | Mio. € | 2.791 | 2.211 | 26,2 | 2.558 |
| Nachhaltiges Nettoergebnis | Mio. € | 2.871 | 3.077 | – 6,7 | 3.367 |
| Ergebnis je Aktie | € | 5,24 | 4,09 | 28,1 | 4,75 |
| Nachhaltiges Nettoergebnis je Aktie | € | 5,39 | 5,69 | – 5,3 | 6,25 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | 4.126 | 4.349 | – 5,1 | 8.853 |
| Investitionen | Mio. € | 13.147 | 3.426 | 283,7 | 5.693 |
| In Sachanlagen | Mio. € | 3.701 | 2.525 | 46,6 | 4.454 |
| In Finanzanlagen | Mio. € | 9.446 | 901 | 948,4 | 1.239 |
| Free Cash Flow | Mio. € | 425 | 1.824 | – 76,7 | 4.399 |
| 30.09.09 | 31.12.08 | +/– in % | |||
| Nettoschulden des RWE-Konzerns | Mio. € | 25.662 | 18.659 | 37,5 | |
| Mitarbeiter 2 | 70.990 | 65.908 | 7,7 |
1 Angepasster Wert; siehe Erläuterung auf Seite 13
2 Umgerechnet in Vollzeitstellen
Inhalt
| Brief des Vorstandsvorsitzenden | |||
|---|---|---|---|
| RWE am Kapitalmarkt | 2 | ||
| Lagebericht | 4 | ||
| Wirtschaftliche Rahmenbedingungen | 4 | ||
| Wesentliche Ereignisse | 11 | ||
| Anmerkungen zur Berichtsweise | 13 | ||
| Geschäftsentwicklung | 14 | ||
| Ausblick 2009 | 33 | ||
| Entwicklung der Chancen und Risiken | 39 | ||
| Konzernabschluss (verkürzt) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 43 | ||||
| Aufstellung der erfassten Erträge | |||||
| und Aufwendungen | 44 | ||||
| Bilanz | 45 | ||||
| Kapitalflussrechnung | 46 | ||||
| Veränderung des Eigenkapitals | 47 | ||||
| Anhang | 48 | ||||
| Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht | 58 | ||||
| Organe | |||||
| Finanzkalender 2010 |
»Unser Strom- und Gasgeschäft ist robust. Deshalb können wir unsere Ziele für 2009 voraussichtlich erreichen. «
die ersten drei Quartale 2009 sind für RWE gut gelaufen. Wir konnten uns weitgehend von der schwachen Konjunktur abkoppeln. Der Strom- und Gasverbrauch ist in Deutschland, unserem größten Markt, zwar um 7% zurückgegangen. Das betraf uns aber nur in geringem Maße: Generell sichern wir unsere Stromproduktion bis zu drei Jahre vor Lieferung preislich ab, um Ertragsrisiken so weit wie möglich zu begrenzen. Das heißt, unsere Kraftwerke waren für 2009 schon vor Beginn der Krise praktisch ausverkauft. Dabei konnten wir Preise erzielen, die deutlich über dem aktuellen Marktniveau liegen. Unsere Kraftwerksgesellschaft RWE Power konnte ihr Ergebnis daher verbessern. Ein weiterer "Fels in der Brandung" war RWE Energy: Ihre Vertriebsaktivitäten profitierten vom vergleichsweise stabilen Verbrauch der Privathaushalte, aber auch von unserer vorsichtigen Vertragsgestaltung bei Großkunden. Das regulierte Netzgeschäft der RWE Energy lieferte robuste Erträge.
RWE Supply & Trading konnte das betriebliche Ergebnis verdoppeln: Der Energiehandel, dessen Ertrag typischerweise stark schwankt, realisierte überdurchschnittlich hohe Gewinne aus Termingeschäften der Vorjahre. Im Gas-Midstream-Geschäft führte unsere Strategie, den Gasbezug europaweit aus einer Hand zu steuern und zu optimieren, zu steigenden Ergebnissen.
Dass das betriebliche Ergebnis und das nachhaltige Nettoergebnis dennoch um 4 bzw. 7 % unter Vorjahr lagen, ist zum einen auf die enttäuschende Ertragslage im Großbritannien-Geschäft und in der Öl- und Gasförderung zurückzuführen: Bei RWE npower brach das betriebliche Ergebnis hauptsächlich wegen des extremen Preis- und Kostendrucks im britischen Strom- und Gasvertrieb um mehr als die Hälfte ein. Unsere Gas- und Ölfördergesellschaft RWE Dea verzeichnete insbesondere wegen gefallener Ölpreise einen ähnlichen Rückgang. Zum anderen konnte RWE Supply & Trading im dritten Quartal nicht an das hohe Ergebnisniveau des Vorjahresquartals anknüpfen.
Im vierten Quartal werden wir aber wieder aufholen. Die gute Entwicklung bei RWE Power und RWE Supply&Trading trägt maßgeblich dazu bei, aber auch Kostensenkungsmaßnahmen – vor allem im britischen Geschäft. Damit können wir den bisherigen Ausblick bestätigen: Für den RWE-Konzern ohne die zum 30. September 2009 erworbene Essent erwarten wir ein betriebliches Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahres. Hinzu kommt noch der Ergebnisbeitrag des niederländischen Energieversorgers. Sie können sich also schon heute auf eine attraktive Dividende freuen!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Jürgen Großmann Vorstandsvorsitzender der RWE AG
Essen, im November 2009
Deutliche Erholung an den Börsen – RWE-Performance über dem Branchendurchschnitt
Nach starken Kursverlusten durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigen die internationalen Aktienmärkte seit März wieder eine deutliche Aufwärtstendenz. Der deutsche Leitindex DAX 30 stieg in den ersten drei Quartalen um 18 % auf 5.675 Punkte. Die RWE-Aktien konnten ebenfalls Boden gut machen: Unsere Stämme notierten Ende September mit 63,47€, die Vorzüge mit 56,27€. Für die ersten neun Monate 2009 ergibt sich daraus eine Performance (Rendite aus Kursveränderung und Dividende) von 8 bzw. 15 %. Die RWE-Titel schnitten damit schwächer ab als der DAX 30, konnten den europäischen Branchenindex Dow Jones STOXX Utilities (+4%) aber hinter sich lassen.
Zu Jahresbeginn hatten die Aktienmärkte noch ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise gestanden. Danach führten positive Konjunktursignale zu einer deutlichen Aufhellung der Börsenstimmung. Auch Versorgertitel konnten davon profitieren, allerdings in wesentlich geringerem Maße als zyklische Branchen. Hier hatten auch die rezessionsbedingt niedrigeren Strom- und Gaspreise dämpfenden Einfluss. Nach Ablauf des Berichtszeitraums geriet der Börsenaufschwung etwas ins Stocken. Ende Oktober ging der DAX 30 mit 5.415 Punkten aus dem Handel, die RWE-Stämme mit 59,70€.
Die Lage an den Anleihemärkten hat sich im Jahresverlauf ebenfalls deutlich entspannt. Für Versorger wie RWE hatte dies zur Folge, dass sich die bei der Platzierung neuer Bonds zu zahlenden Aufschläge auf den jeweiligen Referenz-Zinssatz wieder stark verringert haben. Die Preise für die Absicherung des RWE-Kreditrisikos über fünfjährige Credit Default Swaps (CDS), die im Januar kurzzeitig bei über 100 Basispunkten gelegen hatten, fielen bis Ende Juli auf unter 35 Basispunkte, den tiefsten Stand seit Ende 2007. Im Oktober bewegten sie sich allerdings wieder oberhalb der 40-Punkte-Marke. Hintergrund ist, dass wir Ende September den niederländischen Energieversorger Essent erworben haben. Außerhalb der Versorgerbranche ist die Absicherung des Kreditrisikos in der Regel wesentlich teurer. Der Index iTraxx Europe, gebildet aus den CDS-Preisen von 125 großen europäischen Unternehmen, hatte im März kurzzeitig bei über 200 Basispunkten gelegen. Auch er hat inzwischen stark nachgegeben. Ende Oktober lag er bei 88 Basispunkten.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Konjunkturelle Talsohle durchschritten
Die Weltwirtschaft steht weiter im Zeichen der Konjunkturkrise. Allerdings scheint das Schlimmste überstanden zu sein. Zur Jahresmitte setzte ein leichter Aufschwung ein. Nach unseren Schätzungen ist die reale Wirtschaftsleistung der OECD-Staaten im dritten gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um 0,4% gestiegen. Auch im Euro-Raum konnte das konjunkturelle Tal durchschritten werden. Hier wird für das dritte Quartal ein Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3% geschätzt. Vergleicht man das BIP der ersten neun Monate 2009 mit dem entsprechenden Vorjahreswert, ergibt sich für den Euro-Raum ein Rückgang um 4,6%. Deutschland ist wegen der hohen Bedeutung der Exporte und der heimischen Ausrüstungsinvestitionen besonders stark von der Rezession betroffen. Die Wirtschaftsleistung lag hier um geschätzte 6% unter dem Niveau der ersten neun Monate 2008. Im dritten Quartal mehrten sich allerdings wieder die positiven Konjunktursignale. Der ifo-Geschäftsklima-Index für das verarbeitende Gewerbe hat sich seit Juni kontinuierlich verbessert, und die vorhandenen Maschinenparks werden wieder etwas stärker ausgelastet. In Großbritannien hat sich der Rückgang des privaten Konsums verlangsamt. Die Industrieproduktion zeigte im dritten Quartal leichte Erholungstendenzen. Im neunmonatigen Berichtszeitraum lag das britische BIP um etwa 5% unter dem Vorjahreswert. In unseren zentralosteuropäischen Märkten hat sich die Industrieproduktion zuletzt stabilisiert, in Polen ist sie gestiegen. Die polnische Wirtschaftsleistung dürfte im Berichtszeitraum aufgrund der robusten Binnenkonjunktur etwas höher gewesen sein als 2008. Tschechien und Ungarn sind stärker von Exporten abhängig. Von der Binnennachfrage gingen dort weniger Impulse aus. Nach unseren Schätzungen für die ersten neun Monate 2009 verringerte sich das tschechische BIP um 5 % und das ungarische um 7 %.
Witterung etwas wärmer als 2008
Während sich die wirtschaftliche Entwicklung vor allem in der Energienachfrage von Industrieunternehmen niederschlägt, wird der Energieverbrauch der Haushalte in starkem Maße von den Witterungsverhältnissen beeinflusst. Hier kommt die Temperaturabhängigkeit des Heizwärmebedarfs zum Tragen, die sich u. a. in saisonalen Umsatz- und Ergebnisschwankungen äußert: So erwirtschaften wir etwa zwei Drittel unseres Gasabsatzes in den Winter- und Herbstmonaten (1. und 4. Quartal). Aber auch beim Vergleich verschiedener Geschäftsjahre spielen die Wetterverhältnisse eine Rolle. In unseren Kernmärkten Deutschland, Großbritannien und Zentralosteuropa waren die Temperaturen in den Wintermonaten wesentlich niedriger als im Vorjahreszeitraum, im Frühling und Sommer dagegen höher – besonders in Kontinentaleuropa. Für den Berichtszeitraum ergibt sich damit eine insgesamt etwas wärmere Witterung. Neben dem Energieverbrauch wird auch das Stromangebot von den Wetterbedingungen beeinflusst, in erster Linie das der Windkraftanlagen. Entsprechend der kühlen Winterwitterung blieb das Windaufkommen im ersten Quartal in Deutschland deutlich hinter dem Vorjahresniveau und dem langjährigen saisonalen Durchschnitt zurück. Im Frühling lag es etwas über und im Sommer etwa auf Höhe dieser Referenzwerte. In Summe war daher für den Berichtszeitraum ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Konjunkturkrise dämpft Energieverbrauch in den RWE-Kernmärkten
Die Rezession hinterließ deutliche Spuren im Energieverbrauch. Etwas abgefedert wurde der negative Konjunktureffekt durch den vergleichsweise stabilen Strombedarf der Haushalte und des Dienstleistungssektors. Aus den bisher vorliegenden Daten geht hervor, dass der Stromverbrauch in Deutschland um etwa 7% niedriger war als in den ersten drei Quartalen 2008. In unseren Märkten Großbritannien (– 6 %), Polen (– 6 %), Ungarn (–5%) und Slowakei (–9%) ist er ebenfalls gesunken. Auch der Gasverbrauch war in starkem Maße von der konjunkturellen Entwicklung geprägt. In Deutschland und Tschechien ist er um schätzungsweise 7% gesunken, in Großbritannien um 11%, in Ungarn sogar um 22%.
Ölpreis trotz Erholung weiter deutlich unter Vorjahresniveau
An den internationalen Rohöl-Märkten ist die seit Mitte 2008 beobachtete dramatische Talfahrt der Preise im ersten Quartal 2009 zum Stillstand gekommen. Seither sind die Notierungen wieder gestiegen. Von den OPEC-Ländern beschlossene Produktionsdrosselungen und die aufkeimende Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung gaben dafür den Ausschlag. Nachdem der Brent-Preis im Februar mit 40US\$ je Barrel die Talsohle erreicht hatte, konnte er im Sommer wieder die 70-Dollar-Marke überschreiten. In den ersten neun Monaten 2009 wurde das Barrel mit durchschnittlich 57US\$ gehandelt. Der Vorjahreswert (111US\$) war fast doppelt so hoch.
Gaspreise noch durch Rohöl-Hausse von 2008 geprägt
Die europäischen Gasnotierungen spiegeln mit einigem Zeitverzug die Preisentwicklung am Ölmarkt wider. Erdgaseinfuhren nach Deutschland kosteten 14 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Weitergabe der Einfuhrpreisänderungen im Endkundengeschäft erfolgt ebenfalls verzögert. Hier war daher noch das extrem hohe Ölpreisniveau von 2008 zu spüren. Für Privathaushalte und kleine Gewerbebetriebe verteuerte sich Gas im Bundesdurchschnitt um 5 %, für Industrieunternehmen um 3 %. Außerhalb Deutschlands fielen die Steigerungsraten noch höher aus: In Tschechien mussten die genannten Kundengruppen 24 bzw. 13 % mehr bezahlen, in Ungarn 20 bzw. 16%. Sehr unterschiedlich haben sich die Gaspreise in Großbritannien entwickelt: Für Haushalte lagen sie um durchschnittlich 20% über dem Vorjahresniveau, für Industriekunden dagegen um 7% darunter. Letztere profitierten bereits vom massiven Preiseinbruch am britischen Erdgas-Spotmarkt, an dem Gaslieferungen für den jeweiligen Folgetag gehandelt werden. Im längerfristigen Terminhandel zeigte sich folgendes Bild: Lieferkontrakte für das kommende Kalenderjahr (Forward 2010) wurden am niederländischen TTF-Großhandelsmarkt im Berichtszeitraum mit durchschnittlich 19€ je Megawattstunde (MWh) abgerechnet. Das sind 13€ weniger, als in den ersten drei Quartalen 2008 für den Forward 2009 bezahlt werden musste.
In Europa und den USA weiterhin schwache Nachfrage nach Steinkohle
An den internationalen Märkten für Kraftwerks-Steinkohle haben sich die Preise auf niedrigem Niveau eingependelt. Im Rotterdamer Spothandel kostete die metrische Tonne im Durchschnitt der ersten drei Quartale 68US\$ (inkl. Fracht und Versicherung). Das ist wesentlich weniger als im Vergleichszeitraum 2008 (164US\$). In Europa und den USA dämpft die Wirtschaftskrise nach wie vor den Bedarf an Steinkohle. Preisstabilisierend wirkt die robuste Nachfrage aus China und Indien. In den Steinkohlenotierungen spiegeln sich auch die Preise für Seefrachten wider. Diese lagen nachfragebedingt ebenfalls weit unter Vorjahresniveau. Die Standardroute Südafrika-Rotterdam wurde im Berichtszeitraum mit durchschnittlich 12US\$ je Tonne abgerechnet, gegenüber 38US\$ in den ersten drei Quartalen 2008. Der Preis für deutsche Steinkohle wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ermittelt. Er orientiert sich mit einer Zeitverzögerung von mehreren Monaten an den Notierungen für importierte Steinkohle. Der BAFA-Preis für das erste Halbjahr 2009 lag bei 84€ je Tonne Steinkohleeinheit. Für das dritte Quartal lagen bei Abschluss dieses Berichts noch keine offiziellen Zahlen vor. Experten rechnen mit einem Wert von 69€.
CO2-Emissionshandel: Zertifikate-Preise zeitweise unter 10-Euro-Marke
Auch der europäische Handel mit CO2-Emissionsrechten steht im Zeichen der Rezession. Wegen Produktionsausfällen bei energieintensiven Betrieben kommen in großem Umfang zusätzliche Zertifikate auf den Markt. Das drückt die Preise. Emissionsrechte für 2009 wurden im Februar zeitweise mit weniger als 10€ je Tonne CO2 gehandelt. Ende September kosteten sie 13€. Dies entspricht auch ihrem Durchschnittspreis in den ersten drei Quartalen 2009. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum notierten 2008er-Zertifikate mit durchschnittlich 24€. Stark verbilligt haben sich auch "Certified Emission Reductions" (CER). Dabei handelt es sich um Zertifikate aus Emissionsreduktionen in Entwicklungs- und Schwellenländern im Rahmen des "Clean Development Mechanism". Die europäischen Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre heimischen Emissionen bis zu bestimmten Obergrenzen auch durch Einreichung von CERs abzudecken. Der Vorteil liegt darin, dass die Kosten für solche Zertifikate i. d. R. niedriger sind als die Marktpreise der von den EU-Staaten zugeteilten Emissionsrechte. Im Berichtszeitraum wurde ein CER für 2009 mit durchschnittlich 12€ je Tonne CO2 gehandelt. Der Vergleichswert für 2008 betrug 18€.
Rückläufige Preise an den europäischen Strommärkten
Die deutliche Verbilligung von Brennstoffen und Emissionsrechten spiegelte sich auf den europäischen Strom-Großhandelsmärkten wider. Im Spothandel an der Energiebörse EEX notierten Grundlastkontrakte im Durchschnitt der ersten neun Monate 2009 mit 39€ und Spitzenlastkontrakte mit 50€ je MWh. Damit lagen sie um 40 bzw. 41 % unter den Vergleichswerten für 2008. Auch im deutschen Strom-Terminhandel haben die Preise nachgegeben. Der Kalenderjahr-Forward für 2010 wurde mit durchschnittlich 50€ je MWh Grundlaststrom und 72€ je MWh Spitzenlaststrom gehandelt. Das sind 30 bzw. 29% weniger, als im Vorjahreszeitraum für den vergleichbaren Kontrakt bezahlt werden musste. Der Grundlast-Forward 2010 erreichte Ende Februar mit 43 € den tiefsten Stand seit Herbst 2005, erholte sich danach aber wieder etwas.
Um kurzfristige Absatz- und Preisrisiken zu begrenzen, verkaufen wir die Erzeugung unserer Kraftwerke nahezu vollständig auf Termin. Auf unsere Erlöse im Berichtszeitraum haben daher die aktuellen Preise nur untergeordneten Einfluss. Entscheidend ist vielmehr, zu welchen Konditionen Lieferkontrakte für 2009 in vorangegangenen Jahren abgeschlossen wurden. Am deutschen Markt notierte der Grundlast-Forward 2009 im Handelszeitraum 2007/2008 mit durchschnittlich 63€ je MWh. Der vergleichbare Wert für den 2008er-Forward lag bei 55€. Somit waren Terminverkäufe für 2009 um 15% teurer als solche für 2008. Der Anstieg ergab sich aus der bis Mitte letzten Jahres anhaltenden Hausse an den Commodity-Märkten.
Im deutschen Vertriebsgeschäft mit Haushalten und kleinen Gewerbebetrieben war der jüngste Rückgang der Preise im Stromgroßhandel noch kaum zu spüren. Die Stromtarife waren hier um durchschnittlich 5 % höher als in den ersten drei Quartalen 2008. Hintergrund ist, dass sich die Vertriebsgesellschaften großenteils lange im Voraus mit Strom eingedeckt haben und ihre Beschaffungskosten daher noch durch den Anstieg der Großhandelsnotierungen in Vorjahren geprägt sind. Industrieunternehmen beziehen Strom dagegen vielfach kurzfristiger. Deshalb sind die Preise in diesem Kundensegment bereits um etwa 5% gesunken.
Auch im britischen Stromgroßhandel waren die Notierungen rückläufig. Der durchschnittliche Spotpreis betrug im Berichtszeitraum 38£ (43€) je MWh Grundlast und 46£ (52€) je MWh Spitzenlaststrom. Er hat sich damit um 48 bzw. 49% verringert. Am britischen Strom-Terminmarkt zeigte die Preiskurve ebenfalls nach unten. Lieferverträge für das Kalenderjahr 2010 wurden in den ersten drei Quartalen 2009 mit durchschnittlich 46£ (52€) je MWh Grundlaststrom abgerechnet. Das sind 35 % weniger, als im Vorjahreszeitraum für den Forward 2009 bezahlt werden musste. In der Spitzenlast sank das Preisniveau um 33% auf 56£ (63€).
RWE verkauft die Stromproduktion der britischen Kraftwerke – ähnlich wie in Deutschland – weitgehend auf Termin. Für die Ertragslage von RWE npower besitzt die absolute Höhe der Notierungen allerdings nur begrenzte Aussagekraft. Denn unser britisches Erzeugungsportfolio besteht überwiegend aus Steinkohle- und Gaskraftwerken, bei denen auch die Kostenseite starken Marktschwankungen unterliegt. Maßgeblich für die Ergebnisentwicklung von RWE npower sind daher die sogenannten Clean Dark Spreads (Steinkohle) und Clean Spark Spreads (Gas). Sie werden ermittelt, indem man vom Strommarktpreis die Kosten für den jeweiligen Brennstoff und für CO2-Zertifikate abzieht. Britische Versorger, die ihre Stromproduktion für 2009 in den beiden Vorjahren auf Termin verkauften, erzielten im Durchschnitt niedrigere Clean Dark und Clean Spark Spreads als bei entsprechenden Terminverkäufen ihrer 2008er-Produktion. Auch bei kurzfristigen Spotmarkttransaktionen haben sich die realisierbaren Margen von Steinkohle- und Gaskraftwerken verschlechtert. Dies ergibt sich zum einen aus dem konjunkturbedingten Rückgang der Stromnachfrage, der besonders Mittel- und Spitzenlastkraftwerke traf. Zum anderen waren die britischen Kernkraftwerke – nach mehreren Stillständen im Vorjahr – wieder verstärkt am Netz. Ihre Mehrproduktion ging im Wesentlichen zu Lasten der Stromerzeugung aus Gas und Steinkohle.
Im britischen Endkundengeschäft haben die meisten Versorger seit Jahresbeginn ihre Tarife gesenkt. Das Strompreisniveau ist aber noch von deutlichen Anhebungen aus dem Vorjahr geprägt. Diese waren nötig, weil sich die Vertriebsgesellschaften zumeist frühzeitig mit Strom eingedeckt hatten. Die Endkundenpreise lagen daher in den ersten drei Quartalen noch über dem Niveau des Vergleichszeitraums 2008, für Haushalte und kleine Gewerbebetriebe um 7%, für Industrie- und Geschäftskunden um 26%.
Angezogen haben die Endkundenpreise auch in den meisten zentralosteuropäischen Strommärkten. Industriekunden in Polen und der Slowakei mussten 32 bzw. 20 % mehr bezahlen. In Ungarn ist das Preisniveau für diese Kundengruppe geringfügig gesunken. Für Privathaushalte hat sich die Stromrechnung in allen genannten Märkten erhöht, in Polen um 16 %, in Ungarn um 7 % und in der Slowakei um 3 %.
Wesentliche Ereignisse
Im Berichtszeitraum
RWE schließt Übernahme von Essent ab
Am 30. September 2009 hat RWE den Erwerb des niederländischen Energieversorgers Essent N.V. abgeschlossen. Wir haben 100 % an dem Unternehmen mit Sitz in Arnheim übernommen. Essents 50-%-Anteil an dem Joint Venture EPZ, dem Betreiber des Kernkraftwerks Borssele, ist derzeit nicht Teil der Transaktion und verbleibt vorerst bei den früheren Anteilseignern von Essent. Hier steht noch eine gerichtliche Klärung aus. Auch die Umweltsparte und das Verteilnetzgeschäft von Essent hat RWE nicht übernommen. Die Europäische Kommission hatte die Akquisition am 23. Juni 2009 unter der Bedingung genehmigt, dass die 51%-Beteiligung von Essent an den Stadtwerken Bremen (swb) veräußert wird. Dies ist am 21. Oktober erfolgt. Erwerber war die Freie Hansestadt Bremen, die die Beteiligung an den Oldenburger Energieversorger EWE AG weiterveräußert hat. Unter Berücksichtigung des Verkaufs des swb-Anteils und der Ausgliederung des EPZ-Anteils sowie weiterer Anpassungen beläuft sich der Transaktionswert für Essent auf rund 7,3 Mrd.€. Durch die Akquisition steigt RWE zu einem der führenden Energieversorger in der Benelux-Region auf. Essent wird fortan von einem vierköpfigen Vorstand geleitet, an dessen Spitze der Niederländer Peter Terium (46) steht. Terium war zuvor u.a. Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Supply&Trading.
RWE veräußert weitere Anteile an American Water
RWE hat die Beteiligung an American Water weiter zurückgeführt. Über ein Bankenkonsortium wurden im August 40,25 Millionen Aktien zum Stückpreis von 19,25US\$ am Markt platziert. Dadurch floss uns ein Netto-Erlös von rund 750 Mio.US\$ (525 Mio. €) zu. Unsere Beteiligung an American Water beträgt aktuell 23,5 %. Wir hatten den amerikanischen Wasserversorger im April 2008 an die Börse gebracht und im Juni 2009 unseren Anteil durch weitere Aktienplatzierungen auf 46,6 % gesenkt. Dementsprechend wurde das Unternehmen entkonsolidiert. Die Nettoschulden von American Water, die zum 31. Dezember 2008 bei 4.240 Mio. € lagen, werden in unserer Bilanz nicht mehr ausgewiesen.
RWE bündelt Neubau von Kraftwerken in RWE Technology GmbH
Künftig organisieren wir den Neubau von Kraftwerken im RWE-Konzern länderübergreifend: Ein neues Konzernunternehmen mit dem Namen RWE Technology GmbH soll unsere Expertise bündeln und damit Synergien bei der Umsetzung von Kraftwerksprojekten nutzen. Am 1. Januar 2010 wird es an den Start gehen. Vorsitzender der Geschäftsführung wird Matthias Hartung, der zurzeit Mitglied des Vorstands der RWE Power ist. RWE baut derzeit sechs große Kraftwerke in Deutschland, den Niederlanden und in Großbritannien. Weitere Anlagen sind geplant.
RWE rückt in den Dow Jones STOXX 50-Index auf
RWE ist zum 21. September in den renommierten Aktienindex Dow Jones STOXX 50 aufgenommen worden. Dieser enthält die 50 europäischen Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung im Streubesitz. Die Aufnahme von RWE ist deshalb von großer Bedeutung, weil Fonds, die sich am STOXX 50 orientieren, nun auch RWE-Aktien enthalten. Die Zusammensetzung des Dow Jones Stoxx 50 wird einmal jährlich überprüft und angepasst.
RWE qualifiziert sich erneut für zwei renommierte Nachhaltigkeitsindizes
RWE ist zum dritten Mal nach 2006 und 2008 in den Klimaschutz-Index des Carbon Disclosure Project (CDP) aufgenommen worden. Dies hat die Investorengruppe des CDP im September bekannt gegeben. Damit werden wir für unsere umfassende Berichterstattung über unsere CO2-Emissionen und unsere Klimaschutzstrategie ausgezeichnet. Im CDP haben sich große institutionelle Anleger zusammengeschlossen, um CO2-Emissionen und Klimavorsorge-Strategien der Unternehmen für den Finanzmarkt transparent zu machen. RWE wird darüber hinaus für ein weiteres Jahr in der Indexfamilie Dow Jones Sustainability (DJSI) vertreten sein. Die Dow Jones Sustainability Indizes werden von SAM Sustainable Asset Management in Kooperation mit Dow Jones Indizes ermittelt und veröffentlicht. Sie gelten als die weltweit wichtigste Indexgruppe für nachhaltige Unternehmensführung.
Nach Ablauf des Berichtszeitraums
EU-Kommission beendet kartellrechtliche Untersuchungen gegen RWE
Die Europäische Kommission hat ihre kartellrechtlichen Ermittlungen gegen RWE im deutschen Stromgeschäft eingestellt. Dies wurde uns im Oktober formal mitgeteilt. Damit bestätigt sich unsere, auch von unabhängigen Wirtschaftsprüfern vertretene Auffassung, dass sich RWE marktkonform verhält, also insbesondere keine Kraftwerkskapazität zurückhält und nicht den Großhandelspreis manipuliert. Die Kommission hatte 2006 im Anschluss an eine Untersuchung des Stromsektors Ermittlungen gegen mehrere europäische Energieversorger aufgenommen.
Moody's stuft Rating von RWE auf A2 herab
Anfang November hat Moody's unser langfristiges Rating erwartungsgemäß von A1 auf A2 gesenkt. Der Ausblick lautet weiterhin "negativ". Die Rating-Agentur begründet die Herabstufung im Wesentlichen damit, dass sich durch den Erwerb von Essent unsere Verschuldung erhöht und der finanzielle Spielraum verringert hat. Die neue Einstufung entspricht der durch Standard & Poor's. Nach unserer Einschätzung hat die Rating-Absenkung keine nennenswerten Folgen für die bestehenden oder künftig begebenen RWE-Anleihen.
RWE bereitet Kraftwerksbau in der Türkei vor
Ende Oktober haben wir mit dem griechischen Unternehmen Metka einen Vertrag über den Bau eines Gasund-Dampfturbinen-Kraftwerks in Denizli (Westtürkei) geschlossen. Eigentümer und Betreiber der 775-MW-Anlage soll ein Joint Venture von RWE (70%) und Turcas (30%) sein. Die endgültige Investitionsentscheidung wollen wir im ersten Quartal 2010 treffen. Ende 2012 soll das Kraftwerk ans Netz gehen.
Ausstieg aus Kernkraftprojekt in Bulgarien
Ende Oktober haben wir das Joint-Venture-Abkommen zur Entwicklung eines Kernkraftprojekts in Belene im Norden Bulgariens gekündigt. Partner war der staatliche Energieversorger NEK. Die Finanzierung des Vorhabens konnte nicht im vereinbarten Zeitrahmen geklärt werden. Sicherheitsaspekte haben bei der Entscheidung keine Rolle gespielt. RWE war an dem Projekt mit 49% beteiligt, NEK mit 51%.
Anmerkungen zur Berichtsweise
Veränderungen der Berichtssystematik
Wie im Bericht zum ersten Quartal erläutert, haben wir eine umfassende Reorganisation des RWE-Konzerns vorgenommen, die im Jahresabschluss 2009 zu einer neuen Segmentstruktur führen wird (siehe Seite 34). Unsere Berichterstattung über die ersten drei Quartale bleibt davon unbeeinflusst, da wir den Konzern in diesem Zeitraum nach der bisherigen Segmentstruktur gesteuert haben. Unabhängig davon gab es gegenüber 2008 einige Änderungen der Berichtsweise, die im Folgenden dargestellt werden. Um die Vergleichbarkeit der aktuellen Zahlen mit denen des Vorjahres zu gewährleisten, haben wir letztere entsprechend angepasst:
- • Die zum 1. Februar 2008 gegründete RWE Innogy, in der wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der regenerativen Energien gebündelt haben, wird ab 2009 als eigener Unternehmensbereich dargestellt. Zuvor war das Unternehmen auf Konzernebene in der Position "Sonstige, Konsolidierung" enthalten.
- • Zum 1. Juli haben wir die RWE Transportnetz Strom GmbH, die seit 1. September unter dem Namen "Amprion GmbH" firmiert, aus der RWE Energy herausgelöst und direkt der RWE AG zugeordnet. Wir weisen das Unternehmen auf Konzernebene unter der Position "Sonstige, Konsolidierung" aus.
- • RWE Key Account GmbH, die im Bereich RWE Energy unsere großen deutschen Industrie- und Geschäftskunden betreute, wurde auf die RWE Supply&Trading GmbH verschmolzen. In der Finanzberichterstattung ist dies ebenfalls rückwirkend berücksichtigt.
- • Eine weitere Anpassung betrifft die Ermittlung des EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen): Darin enthalten ist nun auch das betriebliche Beteiligungsergebnis. Wir gleichen damit die Ermittlung des EBITDA an die des betrieblichen Ergebnisses an. Der Ergebnisbeitrag aus Beteiligungen dürfte in den nächsten Jahren ansteigen und damit an Bedeutung gewinnen. Dies ergibt sich u.a. aus dem Wachstumsprogramm von RWE Innogy.
RWE-Bilanz spiegelt Essent-Akquisition wider
Wie auf Seite 11 dargestellt, haben wir am 30. September den Erwerb von Essent abgeschlossen. Die Eröffnungsbilanz des niederländischen Energieversorgers und unsere Kaufpreiszahlung sind im vorliegenden Zwischenabschluss berücksichtigt. Dies führt u.a. zu einer deutlich erhöhten Nettoverschuldung des RWE-Konzerns. Der Umsatz und das operative Ergebnis von Essent gehen erst ab dem vierten Quartal in die Konzernzahlen ein.
American Water weiter als "nicht fortgeführte Aktivität" erfasst
Auch im laufenden Geschäftsjahr klassifizieren wir American Water ("Bereich Wasser") als "nicht fortgeführte Aktivität". Wir haben unsere Beteiligung an dem amerikanischen Wasserversorger im Juni auf unter 50% abgesenkt und das Unternehmen entkonsolidiert. Unseren Restanteil weisen wir als "zur Veräußerung bestimmten Vermögenswert" aus. Wir haben unverändert die Absicht, American Water vollständig zu veräußern.
Geschäftsentwicklung
| Stromaufkommen Januar – September |
RWE Power 1 | RWE Innogy | RWE npower | RWE-Konzern 2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mrd. kWh | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| Eigenerzeugung | 108,3 | 135,8 | 3,0 | 2,9 | 18,4 | 27,1 | 131,9 | 168,2 | |
| Braunkohle | 52,5 | 55,1 | — | — | — | — | 52,5 | 55,1 | |
| Kernenergie | 25,1 | 37,1 | — | — | — | — | 25,1 | 37,1 | |
| Steinkohle | 21,6 | 33,1 | — | — | 7,2 | 11,9 | 29,4 | 45,7 | |
| Gas | 7,3 | 8,5 | 0,1 | 0,1 | 11,0 | 14,9 | 19,3 | 24,5 | |
| Erneuerbare Energien | 0,5 | 0,5 | 2,9 | 2,8 | — | — | 4,1 | 4,0 | |
| Pumpwasser, Öl, Sonstige | 1,3 | 1,5 | — | — | 0,2 | 0,3 | 1,5 | 1,8 | |
| Konzernexterner Strombezug | — | — | 0,1 | 0,2 | 19,53 | 12,93 | 87,8 | 80,0 | |
| Gesamt | 108,3 | 135,8 | 3,1 | 3,1 | 37,9 | 40,0 | 219,7 | 248,2 |
1 Inkl. Strombezüge aus Kraftwerken, die sich nicht im RWE-Eigentum befinden, über deren Einsatz wir aber aufgrund langfristiger Vereinbarungen frei verfügen können. In den ersten drei Quartalen 2009 waren dies 12,0 Mrd. kWh, davon 10,5 Mrd. kWh aus Steinkohle.
2 Inkl. Erzeugungs- und Bezugsmengen von Regionalgesellschaften der RWE Energy
3 RWE npower bezieht Strom im Wesentlichen über RWE Supply&Trading.
Stromerzeugung deutlich gesunken
In den ersten drei Quartalen 2009 hat der RWE-Konzern 131,9 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom produziert, 22 % weniger als im Vergleichszeitraum 2008. Eigenerzeugung und Fremdbezug summierten sich zu einem Stromaufkommen von 219,7 Mrd. kWh. Hier lagen wir um 11% unter dem Vorjahresniveau.
RWE Power steuerte 108,3 Mrd.kWh zur gesamten Eigenerzeugung bei. Darin enthalten ist auch die Produktion aus Kraftwerken, die sich nicht in RWE-Eigentum befinden, über deren Einsatz wir aber aufgrund langfristiger Verträge frei verfügen können. Gegenüber 2008 hat RWE Power 20 % weniger Strom erzeugt. Dies beruht u.a. auf einem revisionsbedingten Stillstand des Kernkraftwerks Biblis. Block B ist seit Ende Januar 2009 außer Betrieb, Block A seit Ende Februar. Im Vorjahreszeitraum war das Kraftwerk dagegen fast durchgängig verfügbar gewesen. Ohne den Biblis-Effekt ist die Stromerzeugung um 12 % gesunken. Vor allem die vertraglich gesicherten Steinkohlekraftwerke waren weniger am Netz. Hintergrund ist, dass wir einen Teil unserer Lieferverpflichtungen aus Termingeschäften nicht durch eigene Produktion, sondern – wegen der niedrigen Preise am Spotmarkt – kostengünstiger durch Fremdbezüge der RWE Supply&Trading abgedeckt haben.
Der auf Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien spezialisierte Unternehmensbereich RWE Innogy produzierte 3,0 Mrd. kWh. Obwohl die Auslastung der Laufwasserkraftwerke wetterbedingt hinter dem hohen Vorjahresniveau zurückblieb, ist die Stromerzeugung um 3% gestiegen. Das ergibt sich aus der Wachstumsstrategie des Unternehmens. RWE Innogy verfügte zum 30. September 2009 über 1,4 Gigawatt (GW) installierte Leistung. Das sind 0,2 GW mehr als ein Jahr zuvor. Bis 2012 sollen 4,5 GW in Betrieb oder im Bau sein.
Die Stromproduktion der RWE npower sank um 32 % auf 18,4 Mrd. kWh. Wie bereits auf Seite 9 dargestellt, haben sich in Großbritannien die Marktbedingungen für Steinkohle- und Gaskraftwerke erheblich verschlechtert. Dies ergibt sich aus dem konjunkturbedingten Rückgang der Stromnachfrage und einer wesentlich verbesserten Verfügbarkeit der britischen Kernkraftwerke.
RWE Energy trug 2,2 Mrd. kWh zur Stromerzeugung bei (Vorjahr: 2,4 Mrd. kWh). Davon ist der Großteil deutschen Regionalgesellschaften zuzuordnen. Im Wesentlichen handelt es sich hier um Strom aus Gas, Steinkohle und Wasserkraft.
Gasförderung rückläufig – Ölproduktion auf Vorjahresniveau
Unsere Upstream-Gesellschaft RWE Dea förderte im Berichtszeitraum 2.185 Mio. m³ Gas und 1.802 Tsd. m³ Öl. Umgerechnet in Öläquivalente summierte sich die Produktion auf 3.917 Tsd. m³ (24,6 Mio. Barrel) und lag damit um 7% unter dem Vergleichswert für 2008 (26,4 Mio. Barrel). Die Gasförderung verringerte sich um 11%. Besonders die aus der britischen Nordsee gewonnenen Mengen waren rückläufig. Wir verzeichneten dort einen natürlichen Förderrückgang durch die Ausschöpfung bestehender Reserven. Unsere Gasproduktion in Ägypten hat sich ebenfalls verringert, die in Norwegen dagegen erhöht. Beim Rohöl blieben die Volumina annähernd konstant. Auch hier traten natürliche Förderrückgänge auf, von denen besonders unsere deutschen und dänischen Felder betroffen waren. Gegenläufig wirkten Mengensteigerungen in Norwegen.
Stromabsatz spiegelt geringeren Kraftwerkseinsatz wider
Im Berichtszeitraum haben wir 207,4 Mrd. kWh Strom an konzernexterne Kunden geliefert, 12 % weniger als 2008. Der Rückgang ist im Wesentlichen RWE Supply & Trading zuzuordnen und ergibt sich großenteils daraus, dass der Handel mit fremdbezogenem Strom nicht im Absatz erfasst ist. Lässt man die Handelsaktivitäten unberücksichtigt, hat sich der Stromabsatz trotz negativer Konjunktureinflüsse leicht verbessert. Dazu trugen Kundengewinne der RWE Energy im Segment der Weiterverteiler bei.
| Außenabsatz Strom Januar – September |
RWE Power | RWE Supply&Trading | RWE Energy | RWE npower | RWE-Konzern 1 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mrd. kWh | 2009 | 2008 | 2009 | 20082 | 2009 | 20082 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| Privat- und Gewerbekunden |
0,2 | 0,2 | — | — | 25,5 | 26,2 | 14,6 | 15,6 | 40,6 | 42,2 |
| Industrie- und Geschäftskunden |
— | — | 23,4 | 23,8 | 27,8 | 28,5 | 22,0 | 22,8 | 73,2 | 75,6 |
| Weiterverteiler | 9,8 | 10,1 | — | — | 34,9 | 29,3 | — | — | 69,2 | 65,3 |
| Stromhandel | — | — | 24,4 | 52,7 | — | — | — | — | 24,4 | 52,7 |
| Gesamt | 10,0 | 10,3 | 47,8 | 76,5 | 88,2 | 84,0 | 36,6 | 38,4 | 207,4 | 235,8 |
1 Inkl. Stromabsatz von Amprion (vormals "RWE Transportnetz Strom") und RWE Innogy
2 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
RWE Power erzielte einen Außenabsatz von 10,0 Mrd.kWh (Vorjahr: 10,3 Mrd.kWh). Das ist deutlich weniger, als der Bereich produzierte. Typischerweise setzen wir unsere deutsche Erzeugung konzernintern ab – zum Weiterverkauf am Großhandelsmarkt durch RWE Supply&Trading oder zum Vertrieb an Endkunden und Weiterverteiler durch RWE Energy. Den außerhalb Deutschlands produzierten Strom vermarktet RWE Power dagegen selbst, u.a. den der ungarischen Tochtergesellschaft Mátra. Im Außenabsatz enthalten sind auch Erzeugungsmengen unserer deutschen Kernkraftwerke Gundremmingen und Emsland, die dem Minderheitsgesellschafter dieser Anlagen zustehen.
Bei RWE Supply&Trading ging der Stromabsatz um 38 % auf 47,8 Mrd. kWh zurück. Hauptgrund ist, dass das Unternehmen seine Stromverkäufe am Großhandelsmarkt in wesentlich geringerem Umfang durch konzerneigene Produktion, sondern verstärkt durch kostengünstigere Fremdbezüge abgedeckt hat. Wie schon erwähnt, ist der Handel mit fremdbezogenem Strom nicht im Außenabsatz erfasst. Im Großkundengeschäft der ehemaligen RWE Key Account verzeichneten wir Nachfrageausfälle infolge der Wirtschaftskrise. Stabilisierend wirkte, dass wir hier üblicherweise Verträge mit Abnahmegarantie ("Take or pay") abschließen.
RWE Energy steigerte die Stromlieferungen um 5 % auf 88,2 Mrd. kWh. Im Segment der Weiterverteiler konnten wir Kunden hinzugewinnen oder den Geschäftsumfang mit bestehenden Kunden ausweiten. Gegenläufig wirkte der negative Konjunktureinfluss auf den Stromverbrauch. Dies betraf vor allem unsere Industrie- und Geschäftskunden, aber auch kleine Gewerbebetriebe. Zum 30. September 2009 belieferte RWE Energy 10,2 Millionen Privat- und Gewerbekunden mit Strom, davon 7,0 Millionen in Deutschland, 2,2 Millionen in Ungarn und 0,9 Millionen in Polen. Diese Angaben beziehen sich ausschließlich auf unsere vollkonsolidierten Gesellschaften. In Deutschland hat sich die Zahl unserer Kunden im Berichtszeitraum um 58.000 erhöht. Unsere Discount-Gesellschaft eprimo hatte zum 30. September 600.000 Stromkunden unter Vertrag. Ende 2008 waren es 422.000 gewesen. Großen Zuspruch fand unser Produkt "ProKlima", das deutschen Privathaushalten einen konstanten Tarif über drei Jahre garantiert. Unsere Kunden erhalten damit Planungssicherheit, bleiben aber dank eines jährlichen Kündigungsrechts flexibel. Eine weitere Besonderheit von "ProKlima" liegt darin, dass der Strom nur aus Wasserkraft und Kernkraftwerken stammt und damit nahezu CO2-frei erzeugt wird. Bis Ende 2008 hatten sich bereits 130.000 Kunden für dieses Produkt entschieden, in den ersten neun Monaten 2009 kamen 270.000 hinzu. Seit April bietet auch eprimo Neukunden ein Produkt mit Preisgarantie an. Ende September lagen dafür bereits 138.000 Vertragsabschlüsse vor.
Bei RWE npower ging der Stromabsatz um 5 % auf 36,6 Mrd. kWh zurück. Die schwache Konjunktur führte besonders im Segment der Industrie- und Geschäftskunden zu Mengeneinbußen und förderte zugleich einen sparsameren Energieeinsatz von Privathaushalten. RWE npower musste außerdem leichte Kundenverluste hinnehmen. Zum 30. September 2009 belieferte das Unternehmen 4,2 Millionen Haushalte und kleine Gewerbebetriebe mit Strom, 16.000 weniger als Ende 2008. Bei britischen Privatkunden kommen wir aktuell auf einen Marktanteil von 15%.
| Außenabsatz Gas Januar – September |
RWE Dea | RWE Supply&Trading | RWE Energy | RWE npower | RWE-Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mrd. kWh | 2009 | 2008 | 2009 | 20081 | 2009 | 20081 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| Privat- und Gewerbekunden |
— | — | — | — | 44,9 | 41,9 | 30,1 | 32,0 | 75,0 | 73,9 |
| Industrie- und Geschäftskunden |
2,3 | 2,0 | 14,9 | 14,9 | 48,5 | 55,0 | 4,7 | 6,5 | 70,4 | 78,4 |
| Weiterverteiler | 11,1 | 12,3 | 6,3 | 6,5 | 45,8 | 54,8 | — | — | 63,2 | 73,6 |
| Gesamt | 13,4 | 14,3 | 21,2 | 21,4 | 139,2 | 151,7 | 34,8 | 38,5 | 208,6 | 225,9 |
1 Angepasste Werte
Gasabsatz um 8 % unter Vorjahresniveau
Der konzernexterne Gasabsatz verringerte sich um 8 % auf 208,6 Mrd. kWh. Wegen der schwachen Konjunktur fuhren zahlreiche Industrieunternehmen ihre Produktion herunter und benötigten deshalb weniger Gas. Außerdem haben wir bei deutschen Weiterverteilern Kunden verloren.
RWE Dea lieferte im Berichtszeitraum 13,4 Mrd.kWh Gas an konzernfremde Kunden, 6% weniger als im Vorjahr. Dies ergibt sich aus der rückläufigen Gasförderung.
RWE Supply & Trading kam auf einen Außenabsatz von 21,2 Mrd. kWh Gas. Der Bereich konzentriert sich auf die Gasbeschaffung für Gesellschaften des RWE-Konzerns und erzielt daher überwiegend Innenabsatz. Bei den konzernexternen Verkäufen handelt es sich zum einen um überschüssige Bezugsmengen, zum anderen um Lieferungen an große Industrie- und Geschäftskunden. In den ersten drei Quartalen lag der Gasabsatz trotz des negativen Konjunktureinflusses nur geringfügig unter dem Niveau von 2008.
RWE Energy verkaufte 139,2 Mrd. kWh Gas und damit 8% weniger als 2008. Aufgrund des verschärften Wettbewerbs am deutschen und tschechischen Gasmarkt haben einige unserer Kunden den Anbieter gewechselt oder decken nicht mehr ihren gesamten Bedarf bei uns. Das betrifft vor allem deutsche Weiterverteiler. Auch die Rezession führte zu Mengeneinbußen. Positiv wirkte die Geschäftsaufnahme der slowakischen Vertriebsgesellschaft RWE Gas Slovensko, die im Berichtszeitraum 1,6 Mrd. kWh Gas an Geschäftskunden lieferte. Im Segment der Privat- und Gewerbekunden verzeichneten wir Mengenzuwächse, u. a. wegen der kühlen Winterwitterung. Auch Akquiseerfolge von eprimo trugen dazu bei: Am 30. September 2009 hatte das Unternehmen 40.000 Gaskunden unter Vertrag, 26.000 mehr als Ende 2008. Insgesamt 3,6 Millionen Haushalte und kleine Gewerbebetriebe bezogen zum Bilanzstichtag Gas von RWE Energy. In Deutschland waren es 1,0 Millionen; hier kamen seit Jahresbeginn 37.000 hinzu. In Tschechien hatte RWE Energy Ende September 2,3 Millionen Privat- und Gewerbekunden, in den Niederlanden waren es 249.000.
Bei RWE npower sind die Gaslieferungen um 10% auf 34,8 Mrd. kWh gesunken. Dies ergibt sich u.a. aus konjunkturbedingten Nachfrageausfällen bei Industrieunternehmen. Auch bei den von RWE npower belieferten Privathaushalten war der Gasverbrauch rückläufig. Grund sind Energieeinsparungen, u.a. als Reaktion auf die Wirtschaftskrise. Zum 30. September 2009 versorgte RWE npower 2,7 Millionen Privat- und Gewerbekunden mit Gas. Seit Ende 2008 konnten wir 71.000 hinzugewinnen. Bei britischen Haushalten haben wir einen Marktanteil von 12 %. Die Zahl der Kunden, denen wir sowohl Strom als auch Gas liefern, betrug 2,4 Millionen.
Außenumsatz leicht unter Vorjahresniveau
Der RWE-Konzern erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2009 einen Außenumsatz von 33,8 Mrd.€. Das sind 2 % weniger als im Vorjahr. Auf wechselkursbereinigter Basis blieb der Umsatz stabil. Unsere wichtigste Auslandswährung, das britische Pfund, hat gegenüber dem Euro abgewertet: Im Berichtszeitraum mussten für ein Pfund durchschnittlich 1,13 € bezahlt werden; in der Vergleichsperiode 2008 waren es 1,27 €. Auch die tschechische Krone, der ungarische Forint und der polnische Zloty notierten schwächer. Der US-Dollar verteuerte sich dagegen von 0,66 auf 0,73€. Erst- und Entkonsolidierungen hatten per Saldo keine nennenswerten Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung.
| Außenumsatz in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 20081 |
+/- in % |
Jan – Dez 20081 |
|---|---|---|---|---|
| RWE Power | 1.008 | 1.011 | – 0,3 | 1.435 |
| RWE Innogy | 176 | 172 | 2,3 | 269 |
| RWE Dea | 901 | 1.362 | – 33,8 | 1.765 |
| RWE Supply&Trading | 4.992 | 5.841 | – 14,5 | 8.663 |
| RWE Energy | 18.176 | 17.247 | 5,4 | 24.613 |
| Regionen Deutschland | 12.782 | 12.130 | 5,4 | 17.111 |
| Regionen International | 4.700 | 4.719 | – 0,4 | 6.927 |
| Überregionale Aktivitäten | 319 | 197 | 61,9 | 298 |
| Sonstige, Konsolidierung | 375 | 201 | 86,6 | 277 |
| RWE npower | 5.702 | 6.076 | – 6,2 | 8.618 |
| Sonstige, Konsolidierung | 2.814 | 2.745 | 2,5 | 3.587 |
| RWE-Konzern | 33.769 | 34.454 | –2,0 | 48.950 |
| Davon: | ||||
| Stromerlöse | 22.276 | 23.133 | – 3,7 | 31.359 |
| Direkte Stromsteuer | 685 | 697 | – 1,7 | 964 |
| Gaserlöse | 8.790 | 8.150 | 7,9 | 13.768 |
| Ölerlöse | 711 | 970 | – 26,7 | 1.164 |
1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
Zum Außenumsatz der Unternehmensbereiche:
Der Außenumsatz der RWE Power belief sich auf 1.008 Mio. € (Vorjahr: 1.011 Mio. €). Darin enthalten sind im Wesentlichen die Stromverkäufe ausländischer Tochtergesellschaften (vor allem Mátra in Ungarn) und die Vermarktung von Braunkohle-Veredelungsprodukten, z.B. Briketts.
RWE Innogy setzte 176 Mio.€ um, 2% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultiert aus der Übernahme des spanischen Windkraftbetreibers Urvasco Energía im Juni 2008. Mit 107 Mio. € erzielte RWE Innogy mehr als die Hälfte der externen Erlöse in Deutschland, vor allem durch Strom- und Wärmeerzeugung von Biomasse- und Gasheizkraftwerken. Die Produktion aus den deutschen Wasserkraftwerken ist nur mit einem geringen Anteil enthalten, da sie größtenteils konzernintern abgesetzt wird.
Bei RWE Dea hat sich der Außenumsatz um ein Drittel auf 901 Mio.€ verringert. Das Unternehmen setzte seine Rohölförderung zu wesentlich niedrigeren Dollar-Preisen ab als im Vergleichszeitraum 2008. Etwas abgemildert wurde der negative Umsatzeffekt dadurch, dass die US-Währung aufwertete. Im deutschen Gasgeschäft profitierten wir von der marktüblichen Zeitverzögerung bei der Anpassung an die Ölnotierungen. Dadurch konnte RWE Dea ihr Gas insgesamt noch zu etwas höheren Preisen absetzen als 2008. Dem standen allerdings Erlöseinbußen durch den Rückgang der Gasförderung gegenüber.
Der Außenumsatz von RWE Supply&Trading sank um 15 % auf 4.992 Mio. €. Er stammt großenteils aus dem Verkauf von konzerneigener Stromerzeugung am Großhandelsmarkt. Dass RWE Supply&Trading ihre Lieferverpflichtungen verstärkt durch Zukäufe bei anderen Versorgern abdeckte, minderte die Erlöse, denn beim Handel mit fremdbezogenem Strom werden nur die Margen als Umsatz erfasst.
Der konzernexterne Umsatz der RWE Energy lag bei 18,2 Mrd.€ und damit um 5 % über dem Vorjahresniveau. Ohne Wechselkurseinflüsse wäre er noch stärker gestiegen. Die Stromerlöse der RWE Energy erhöhten sich um 7% auf 11,5 Mrd.€. Zurückzuführen ist das u.a. auf Absatzverbesserungen in Deutschland. Den Ausschlag aber gaben Preisanhebungen, mit denen wir gestiegene Beschaffungskosten berücksichtigen. Hierzu ist anzumerken, dass sich unsere Vertriebsgesellschaften – ähnlich wie die Mehrzahl unserer Wettbewerber – generell frühzeitig mit Strom eindecken. Die Beschaffungskosten für 2009 sind daher noch von den 2008 erreichten Preisspitzen am Großhandelsmarkt geprägt. Vor diesem Hintergrund haben einige unserer deutschen Regionalgesellschaften zum 1. April ihre Stromtarife in der Grundversorgung angehoben, u.a. RWE Westfalen-Weser-Ems und RWE Rhein-Ruhr um jeweils 6,8%. Im Gasverkauf hat RWE Energy 5,9 Mrd.€ umgesetzt. Damit konnte das Vorjahresniveau trotz Mengeneinbußen gehalten werden. Unsere deutschen Regionalversorger hatten 2008 die Entgelte angehoben, weil die Beschaffungskosten gestiegen waren. Die positiven Erlöseffekte wurden allerdings durch mehrere Preissenkungen im laufenden Jahr gemindert. Damit reagierten wir auf die zuletzt wieder rückläufigen Kosten beim Gaseinkauf.
Bei RWE npower ging der Außenumsatz um 6 % auf 5.702 Mio.€ zurück. Die Stromerlöse sanken um 8 % auf 4,1 Mrd.€, während die Gaserlöse mit 1,3 Mrd.€ unverändert blieben. Auf währungsbereinigter Basis verzeichneten wir bei beiden Produkten einen Anstieg, und zwar um 4 bzw. 13%. Hier wirkten sich noch Preiserhöhungen aus dem Vorjahr aus: RWE npower hatte die Strom- und Gastarife für Haushaltskunden Ende August um durchschnittlich 14 bzw. 26 % angehoben. Dem folgte zum 31. März 2009 eine wettbewerbsbedingte Strompreissenkung um 8 %.
Die folgende Übersicht zeigt eine Aufgliederung der Innenumsätze im RWE-Konzern:
| Innenumsatz in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 20081 |
+ / – in % |
Jan – Dez 20081 |
|---|---|---|---|---|
| RWE Power | 7.097 | 7.412 | – 4,2 | 9.982 |
| RWE Innogy | 95 | 94 | 1,1 | 122 |
| RWE Dea | 217 | 131 | 65,6 | 211 |
| RWE Supply&Trading | 14.739 | 13.331 | 10,6 | 20.571 |
| RWE Energy | 4.033 | 3.808 | 5,9 | 5.357 |
| RWE npower | 8 | 6 | 33,3 | 10 |
1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
Betriebliches Ergebnis um 4 % unter Vorjahr
In den ersten drei Quartalen 2009 erwirtschafteten wir ein EBITDA von 6.966 Mio.€ und ein betriebliches Ergebnis von 5.534 Mio.€. Damit blieben wir um 3 bzw. 4% hinter dem Vorjahresniveau zurück. Bei RWE Dea und RWE npower hat sich die Ertragslage erheblich verschlechtert. Dies konnte im ersten Halbjahr noch durch einen starken Ergebnisanstieg bei RWE Supply&Trading aufgefangen werden. Im dritten Quartal blieb der Ergebnisbeitrag dieses Bereichs dann allerdings deutlich hinter dem sehr hohen Vorjahresniveau zurück.
| Überleitung vom Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit zum EBITDA in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
+/– in % |
Jan – Dez 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 5.572 | 4.938 | 12,8 | 5.887 |
| + Beteiligungsergebnis | 181 | 344 | – 47,4 | 454 |
| – Neutrales Ergebnis | – 219 | 506 | – 143,3 | 485 |
| Betriebliches Ergebnis | 5.534 | 5.788 | – 4,4 | 6.826 |
| + Betriebliche Abschreibungen | 1.432 | 1.401 | 2,2 | 1.947 |
| EBITDA | 6.966 | 7.1891 | –3,1 | 8.7731 |
1 Angepasster Wert; siehe Erläuterung auf Seite 13
| EBITDA | Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 20081 |
+/– in % |
Jan – Dez 20081 |
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € RWE Power |
3.133 | 3.008 | 4,2 | 3.601 |
| RWE Innogy | 76 | 83 | – 8,4 | 103 |
| RWE Dea | 324 | 621 | – 47,8 | 748 |
| RWE Supply&Trading | 760 | 380 | 100,0 | 487 |
| RWE Energy | 2.403 | 2.382 | 0,9 | 3.093 |
| Regionen Deutschland | 1.437 | 1.477 | – 2,7 | 1.963 |
| Regionen International | 447 | 639 | – 30,0 | 652 |
| Überregionale Aktivitäten | 515 | 403 | 27,8 | 517 |
| Sonstige, Konsolidierung | 4 | – 137 | 102,9 | – 39 |
| RWE npower | 286 | 506 | – 43,5 | 714 |
| Sonstige, Konsolidierung | – 16 | 209 | – 107,7 | 27 |
| RWE-Konzern | 6.966 | 7.189 | –3,1 | 8.773 |
1 Angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
| Betriebliches Ergebnis in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 20081 |
+/– in % |
Jan – Dez 20081 |
|---|---|---|---|---|
| RWE Power | 2.785 | 2.678 | 4,0 | 3.142 |
| RWE Innogy | 30 | 50 | – 40,0 | 55 |
| RWE Dea | 153 | 436 | – 64,9 | 494 |
| RWE Supply&Trading | 760 | 380 | 100,0 | 486 |
| RWE Energy | 1.804 | 1.796 | 0,4 | 2.286 |
| Regionen Deutschland | 1.030 | 1.075 | – 4,2 | 1.407 |
| Regionen International | 317 | 512 | – 38,1 | 478 |
| Überregionale Aktivitäten | 385 | 343 | 12,2 | 440 |
| Sonstige, Konsolidierung | 72 | – 134 | 153,7 | – 39 |
| RWE npower | 147 | 379 | – 61,2 | 534 |
| Sonstige, Konsolidierung | – 145 | 69 | – 310,1 | – 171 |
| RWE-Konzern | 5.534 | 5.788 | –4,4 | 6.826 |
1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
Zum betrieblichen Ergebnis der Unternehmensbereiche:
RWE Power konnte das Ergebnis um 4% auf 2.785 Mio.€ verbessern. Maßgeblich dafür war, dass wir für unsere deutsche Stromproduktion höhere Preise realisierten. Allerdings hatten wir im Vorjahresvergleich auch erhebliche Zusatzbelastungen, insbesondere durch den revisionsbedingten Stillstand beider Blöcke des Kernkraftwerks Biblis (821 Mio.€) und durch Preiseffekte bei der Brennstoffbeschaffung (327 Mio.€). Gestiegen sind auch die Personalkosten. Unser Aufwand aus der Unterausstattung mit CO2-Emissionsrechten war mit 709 Mio.€ dagegen wegen der rückläufigen Stromerzeugung niedriger als im Vorjahreszeitraum (861 Mio.€).
Bei RWE Innogy sank das Ergebnis um 20 Mio.€ auf 30 Mio.€. Unser umfangreiches Investitionsprogramm auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ist mit hohen Vorlaufkosten und zusätzlichem Personalbedarf verbunden. Positiv wirkte die Erstkonsolidierung von Urvasco Energía.
RWE Dea schloss mit einem betrieblichen Ergebnis von 153 Mio.€ ab. Das sind 283 Mio.€ weniger als im Vorjahr, vor allem wegen niedrigerer Rohölnotierungen. Allerdings wurde dieser Effekt dadurch etwas abgemildert, dass das Unternehmen einen Teil seiner Ölproduktion schon frühzeitig preislich abgesichert hatte. Auch im Gasgeschäft hat sich die Ertragslage verschlechtert, obwohl wir im Durchschnitt etwas höhere Preise realisierten. Hier wirkte sich der Rückgang der Fördermengen aus.
RWE Supply&Trading konnte das Ergebnis gegenüber 2008 auf 760 Mio.€ verdoppeln. Im Energiehandel profitierten wir davon, dass sich erfolgreiche Termingeschäfte größeren Umfangs, die wir in Vorjahren abgeschlossen hatten, erst 2009 in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlugen. Dies betrifft u.a. die externe Vermarktung der Stromerzeugung von RWE Power und RWE npower. Die dabei erzielten Handelsmargen werden generell erst bei Erfüllung der Grundgeschäfte ergebniswirksam, d.h. bei Lieferung des Stroms. Im Gas-Midstream-Geschäft konnte RWE Supply&Trading ebenfalls stark zulegen. Dazu trugen allerdings in erheblichem Maße Sondereffekte bei, u.a. die Auflösung von Rückstellungen, die wir in Vorjahren aufgrund vertraglicher Unsicherheiten bei Bezugskontrakten gebildet hatten. Daneben erzielten wir hohe Ergebnisbeiträge aus der kontinuierlichen Optimierung unseres internationalen Gasbeschaffungsportfolios.
RWE Energy kam auf ein betriebliches Ergebnis von 1.804 Mio. €. Das entspricht etwa dem Vorjahreswert. Der Bereich profitierte von der erfolgreichen Fortführung des Effizienzsteigerungsprogramms. Stark erhöht hat sich das unter "Sonstige, Konsolidierung" ausgewiesene Ergebnis, weil vorjährige Belastungen aus Derivatgeschäften, die der preislichen Absicherung von Terminkontrakten dienten, weggefallen sind. Den positiven Effekten standen Margenrückgänge im deutschen und ungarischen Stromvertrieb gegenüber. Hinzu kamen negative Wechselkurseinflüsse. Aus der Regulierung des deutschen Netzgeschäfts entstanden uns im Berichtszeitraum keine nennenswerten Mehrbelastungen.
Bei den Business Units der RWE Energy zeigte sich folgende Entwicklung:
- • Regionen Deutschland: Bei den deutschen Regionalgesellschaften der RWE Energy verringerte sich das betriebliche Ergebnis trotz fortgesetzter Kostensenkungen um 4%. Hauptgrund waren Margenverschlechterungen im Stromvertrieb. Gestiegene Beschaffungskosten konnten nur teilweise in den Endkundenpreisen weitergegeben werden. Etwas verbessert hat sich die Ertragslage im Gasgeschäft. Im Vorjahr waren hier die Margen unter Druck geraten, weil Mehrkosten beim Gaseinkauf nicht in vollem Umfang in die Endkundenpreise eingeflossen sind. Zuletzt sind die Beschaffungskosten wieder zurückgegangen. Wie schon erläutert, reagierten unsere deutschen Vertriebsgesellschaften darauf bereits mit Preissenkungen.
- • Regionen International: Die kontinentaleuropäischen Vertriebs- und Netzaktivitäten außerhalb Deutschlands schlossen um 38% unter dem Vorjahreswert ab. Dieser enthielt allerdings noch positive Ergebniseffekte aus Maßnahmen zur Absicherung von Preisrisiken im niederländischen Gasgeschäft. Im ungarischen Strom- und im tschechischen Gasvertrieb mussten wir konjunktur- und wettbewerbsbedingte Absatzeinbußen hinnehmen. Negative Wechselkurseffekte trugen ebenfalls zum Ergebnisrückgang bei. Gegenläufig wirkten Kostensenkungen, die wir u.a. durch Reorganisations- und Rationalisierungsmaßnahmen in Ungarn und Tschechien erzielt haben.
- • Überregionale Aktivitäten: Hier verzeichneten wir eine Ertragsverbesserung um 12 %, u. a. wegen gestiegener Erlöse im tschechischen Gastransportgeschäft und wegen Kostensenkungen. Dem standen negative Wechselkurseffekte gegenüber. Außerdem führten Maßnahmen zum Ausbau der Marktposition von eprimo zu Mehraufwand.
Das betriebliche Ergebnis von RWE npower sank um 61% auf 147 Mio.€. Ohne Wechselkurseffekte ergab sich ein Minus von 56%. In der Stromerzeugung verzeichneten wir einen deutlichen Rückgang, denn die am britischen Markt erzielbaren Margen waren niedriger als im Vorjahr. Kraftwerksausfälle bei Wettbewerbern hatten 2008 dazu geführt, dass wir durch kurzfristige Vermarktung von Produktionskapazitäten einen außerordentlich hohen Ergebnisbeitrag erzielen konnten. Die Aufwendungen für den Zukauf von CO2-Emissionsrechten beliefen sich im Berichtszeitraum auf 24 Mio.€ (Vorjahr: 156 Mio.€). Im britischen Endkundengeschäft hat sich die Ertragslage besonders verschlechtert. Wie bereits erläutert, haben wir Ende März 2009 wettbewerbsbedingt die Strompreise gesenkt, obwohl unsere Strombezugskosten gestiegen waren. Auch Maßnahmen zur Förderung von Energieeinsparungen bei Haushalten verursachten zusätzlichen Aufwand. Die britischen Versorger sind hierzu im Rahmen staatlicher Programme verpflichtet. RWE npower hat im Jahresverlauf umfassende kostensenkende Maßnahmen gestartet, die sich 2009 mit rund 120 Mio.€ positiv im Ergebnis niederschlagen sollen. Die Entlastungen werden größtenteils erst im vierten Quartal eintreten.
Das unter der Position "Sonstige, Konsolidierung" ausgewiesene Ergebnis hat sich um 214 Mio.€ auf –145 Mio.€ verschlechtert – trotz Ertragsverbesserungen bei unserem Stromtransportnetz-Betreiber Amprion. Wegen der schwachen Konjunktur rechnen wir damit, wesentlich höhere Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein leisten zu müssen, und haben deshalb eine Rückstellung gebildet. Beim Pensions-Sicherungs-Verein handelt es sich um eine Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft, die die betriebliche Altersversorgung im Falle von Firmeninsolvenzen absichert. Im Berichtszeitraum fielen auch zusätzliche Beratungskosten an.
Überleitung zum Nettoergebnis: Positive Einmaleffekte
Die Überleitung vom betrieblichen Ergebnis zum Nettoergebnis ist durch positive Effekte aus der Marktbewertung von Commodity-Derivaten geprägt. Im Vorjahresvergleich kommt auch der Wegfall der Belastungen durch den Börsengang von American Water zum Tragen. Dem standen höhere Zinsaufwendungen und eine Abschreibung auf unsere Beteiligung am US-Unternehmen Excelerate gegenüber.
| Neutrales Ergebnis in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
+/– in Mio. € |
Jan – Dez 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Veräußerungsgewinne | 29 | 47 | – 18 | 89 |
| Firmenwertabschreibungen | — | — | — | — |
| Restrukturierungen, Sonstige | 190 | – 553 | 743 | – 574 |
| Neutrales Ergebnis | 219 | –506 | 725 | –485 |
Das neutrale Ergebnis lag mit 219 Mio. € um 725 Mio. € über dem Vorjahreswert. Im Einzelnen zeigte sich folgendes Bild:
- • In den ersten drei Quartalen 2009 fielen keine nennenswerten Veräußerungsgewinne an (29 Mio. €). Auch der Vorjahreswert (47 Mio. €) war sehr niedrig ausgefallen.
- • Das unter "Restrukturierungen, Sonstige" ausgewiesene Ergebnis belief sich auf 190 Mio.€. Gegenüber 2008 ist das ein Plus von 743 Mio. €. Ausschlaggebend dafür waren Effekte aus der bilanziellen Erfassung von Derivatgeschäften, die der preislichen Absicherung von Terminkontrakten (Grundgeschäften) dienen. Gemäß IFRS sind bestimmte Derivate mit den Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren, während die (genau umgekehrt reagierenden) Grundgeschäfte erst später bei ihrer Realisierung ertragswirksam erfasst werden dürfen. Dadurch entstehen kurzfristige Ergebniseffekte, die sich im Laufe der Zeit wieder aufheben. Die Derivate betrafen im Wesentlichen Gas-Terminverkäufe der RWE Supply&Trading und der RWE Energy. Veränderungen ihrer Marktwerte führten im Saldo zu Erträgen von 578 Mio.€, nachdem im Vorjahr Aufwand von 362 Mio.€ angefallen war. Gegenläufig zum erläuterten Derivate-Effekt wirkte, dass wir eine Abschreibung auf unsere At-Equity-Beteiligung an Excelerate in Höhe von 250 Mio.US\$ (182 Mio.€) vorgenommen haben. Das auf den Transport von verflüssigtem Erdgas (LNG) spezialisierte US-Unternehmen kann unsere Ertragserwartungen bislang nicht erfüllen. Hintergrund sind die derzeit schwierigen Rahmenbedingungen am LNG-Markt. In der Position "Restrukturierungen, Sonstige" ist auch die planmäßige Abschreibung auf den Kundenstamm von RWE npower enthalten. Mit 189 Mio. € lag sie wechselkursbedingt unter dem Vergleichswert für 2008 (214 Mio. €). Aus Veränderungen der Kernenergie- und Bergbaurückstellungen fielen Erträge in Höhe von 136 Mio. € an (Vorjahr: 93 Mio. €).
| Finanzergebnis in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
+/– in Mio. € |
Jan – Dez 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge | 478 | 624 | – 146 | 807 |
| Zinsaufwendungen | – 907 | – 660 | – 247 | – 965 |
| Zinsergebnis | –429 | –36 | –393 | –158 |
| Zinsanteil an den langfristigen Rückstellungen | – 676 | – 561 | – 115 | – 738 |
| Übriges Finanzergebnis | – 333 | – 422 | 89 | – 579 |
| Finanzergebnis | –1.438 | –1.019 | –419 | –1.475 |
Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 419 Mio. € auf – 1.438 Mio. €. Seine Einzelpositionen haben sich folgendermaßen verändert:
- • Das Zinsergebnis sank um 393 Mio. € auf 429 Mio. €. Wegen unserer Wachstumsinvestitionen und der Refinanzierung der Essent-Akquisition ist die Verschuldung gestiegen – und damit auch der Zinsaufwand. Mehrbelastungen resultierten auch aus den Gebühren für die Kreditlinie, die uns von Banken zur Zwischenfinanzierung der Essent-Akquisition eingeräumt wurde.
- • Die Zinsanteile an den langfristigen Rückstellungen stiegen um 115 Mio. € auf 676 Mio. €. Dazu trug bei, dass wir geringere Erträge unserer Pensionsfonds erwarten. Bei der Ermittlung der Zinsanteile werden die geplanten Fondserträge mindernd einbezogen.
- • Das "übrige Finanzergebnis" lag bei –333 Mio.€ (Vorjahr: –422 Mio.€). Belastungen resultierten großenteils daraus, dass wir Wertpapiere mit Buchverlusten verkauft haben. Außerdem mussten wir Abschreibungen auf Wertpapierbestände vornehmen.
Unsere fortgeführten Aktivitäten erwirtschafteten ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4.315 Mio.€. Das ist geringfügig mehr als 2008. Die Steuerquote betrug 32% (Vorjahr 28%). Nach Steuern belief sich das Ergebnis unserer fortgeführten Aktivitäten auf 2.947 Mio.€ und war damit 4% niedriger als im Vergleichszeitraum.
Die nicht fortgeführten Aktivitäten des RWE-Konzerns (American Water) lieferten einen Ergebnisbeitrag von 20 Mio.€. Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 598 Mio.€ angefallen, der sich aus dem Börsengang von American Water im April 2008 ergab: Bei der Platzierung von insgesamt 39,5% der Aktien des Unternehmens realisierten wir einen Emissionspreis unterhalb des Buchwertes und mussten eine Abwertung auf den Restbestand der Anteile vornehmen.
Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter fielen mit 176 Mio.€ wesentlich niedriger aus als 2008 (248 Mio.€). Einige RWE-Tochterunternehmen, an denen Konzernfremde eine Minderheitsbeteiligung halten, verzeichneten deutliche Ertragsrückgänge. Dies trifft insbesondere auf unsere ungarischen Vertriebsgesellschaften zu.
| Überleitung zum Nettoergebnis | Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
+/– in % |
Jan – Dez 2008 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Betriebliches Ergebnis | Mio. € | 5.534 | 5.788 | – 4,4 | 6.826 |
| Neutrales Ergebnis | Mio. € | 219 | – 506 | — | – 485 |
| Finanzergebnis | Mio. € | – 1.438 | – 1.019 | – 41,1 | – 1.475 |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern | Mio. € | 4.315 | 4.263 | 1,2 | 4.866 |
| Ertragsteuern | Mio. € | – 1.368 | – 1.206 | – 13,4 | – 1.423 |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten | Mio. € | 2.947 | 3.057 | –3,6 | 3.443 |
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten | Mio. € | 20 | – 598 | — | – 567 |
| Ergebnis | Mio. € | 2.967 | 2.459 | 20,7 | 2.876 |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | Mio. € | 176 | 248 | – 29,0 | 318 |
| Nettoergebnis | Mio. € | 2.791 | 2.211 | 26,2 | 2.558 |
| Nachhaltiges Nettoergebnis | Mio. € | 2.871 | 3.077 | –6,7 | 3.367 |
| Ergebnis je Aktie | € | 5,24 | 4,09 | 28,1 | 4,75 |
| Nachhaltiges Nettoergebnis je Aktie | € | 5,39 | 5,69 | – 5,3 | 6,25 |
| Steuerquote | % | 32 | 28 | — | 29 |
Für das Nettoergebnis des RWE-Konzerns ergibt sich damit eine deutliche Verbesserung. Es erhöhte sich um 26% auf 2.791 Mio.€. Unser Ergebnis je Aktie stieg von 4,09€ auf 5,24€. Wegen des von Februar bis Mai 2008 vorgenommenen Aktienrückkaufs hat sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen RWE-Aktien verringert. Sie lag in den ersten neun Monaten 2009 bei durchschnittlich 533,0 Millionen gegenüber 541,1 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Maßgeblich für unsere Dividendenpolitik ist das um Sondereinflüsse bereinigte, nachhaltige Nettoergebnis. Darin nicht enthalten ist das neutrale Ergebnis. Auch wesentliche Einmaleffekte im Finanzergebnis, bei den Ertragsteuern und beim Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten bleiben unberücksichtigt. In den ersten drei Quartalen betrug das nachhaltige Nettoergebnis 2.871 Mio.€ und war damit 7 % niedriger als 2008. Für das Gesamtjahr 2009 erwarten wir einen Wert in der Größenordnung des Vorjahres.
| Geplante Effizienzsteigerung gegenüber 2006 in Mio. € (kumuliert) |
2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 100 | 200 | 450 | 700 | 900 | 1.200 |
Effizienzsteigerungsprogramm: Kumulierte Ergebnisverbesserung um 450 Mio.€ bis Ende 2009
Unser Programm zur Effizienzsteigerung verläuft nach Plan. Vorgesehen sind Maßnahmen zur Kostensenkung und Erlössteigerung, die das jährliche Ergebnisniveau schrittweise bis 2012 um insgesamt 1,2 Mrd.€ verbessern. Dabei legen wir 2006 als Vergleichsjahr zugrunde. Mit dem Programm wollen wir u.a. die Leistungsfähigkeit unserer deutschen Strom- und Gasnetzaktivitäten erhöhen und damit die Auswirkungen von Entgeltkürzungen durch den Netzregulierer zumindest teilweise kompensieren. Weitere Einsparungen sollen durch Verbesserungen bei den IT-Dienstleistungen und im Einkauf sowie durch die Bündelung von Querschnittsfunktionen erreicht werden. Außerdem streben wir Mehrerlöse durch eine verbesserte technische Verfügbarkeit unseres Kraftwerksparks an. Im Zeitraum 2007/2008 haben wir mit dem Effizienzsteigerungsprogramm einen kumulierten Ergebnisbeitrag von 200 Mio.€ erzielt und wollen diesen Wert bis Ende 2009 auf 450 Mio.€ steigern.
Investitionen annähernd vervierfacht
Der RWE-Konzern hat 13.147 Mio.€ investiert, fast viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum (3.426 Mio.€). Stark angestiegen sind unsere Ausgaben für Finanzanlagen. Sie haben sich mit 9.446 Mio.€ mehr als verzehnfacht. Maßgeblich dafür war die Akquisition des niederländischen Energieversorgers Essent, den wir am 30. September mitsamt der inzwischen weiterveräußerten Beteiligung an swb erworben haben. Die Anschaffungskosten beliefen sich inklusive Nebenkosten auf 7.794 Mio.€. Darüber hinaus tätigte RWE Energy drei größere Transaktionen. Für die Übernahme der von kommunalen Aktionären gehaltenen 20 %-Beteiligung an der Regionalgesellschaft RWE Westfalen-Weser-Ems wurden 800 Mio. € ausgegeben. Weitere Mittel (188 Mio. €) setzte der Bereich für den Erwerb der restlichen Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft ein, die 19,8% am neuen Luxemburger Energieversorger ENOVOS hält (siehe Bericht zum ersten Quartal 2009). Außerdem hat RWE Energy von ExxonMobil den deutschen Energiedienstleister FAVORIT übernommen (143 Mio. €).
| Investitionen in Finanzanlagen in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 20081 |
+/– in Mio. € |
Jan – Dez 20081 |
|---|---|---|---|---|
| RWE Power | 42 | 1 | 41 | 1 |
| RWE Innogy | 153 | 505 | – 352 | 812 |
| RWE Dea | — | — | — | — |
| RWE Supply&Trading | 58 | 293 | – 235 | 321 |
| RWE Energy | 1.301 | 100 | 1.201 | 104 |
| RWE npower | 78 | — | 78 | 1 |
| Sonstige, Konsolidierung | 7.814 | 2 | 7.812 | — |
| Gesamt | 9.446 | 901 | 8.545 | 1.239 |
1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
| Investitionen in Sachanlagen1 in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 20082 |
+/– in Mio. € |
Jan – Dez 20082 |
|---|---|---|---|---|
| RWE Power | 1.284 | 1.009 | 275 | 1.455 |
| RWE Innogy | 290 | 143 | 147 | 290 |
| RWE Dea | 711 | 431 | 280 | 606 |
| RWE Supply&Trading | 1 | — | 1 | — |
| RWE Energy | 639 | 440 | 199 | 1.150 |
| RWE npower | 521 | 302 | 219 | 610 |
| Sonstige, Konsolidierung | 255 | 200 | 55 | 343 |
| Gesamt | 3.701 | 2.525 | 1.176 | 4.454 |
1 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
2 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
Stark erhöht haben sich auch die Investitionen in Sachanlagen. Der RWE-Konzern setzte hierfür 3.701 Mio.€ ein, 47 % mehr als 2008. Alle Unternehmensbereiche verzeichneten Zuwächse. Mehr als ein Drittel der Sachausgaben wurden von RWE Power getätigt: Wichtigste Einzelvorhaben des Bereichs sind ein 2.100-MW-Braunkohle-Doppelblock am Standort Neurath, ein 1.530-MW-Steinkohle-Doppelblock in Hamm, ein 1.560-MW-Steinkohle-Doppelblock im niederländischen Eemshaven und ein 875-MW-Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk in Lingen. Diese Anlagen sind derzeit im Bau. RWE Innogy verfolgt das Ziel, die Erzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien stark auszuweiten und kommt dabei gut voran. Der Bereich investierte doppelt so viel wie 2008. Im Vordergrund stehen Windkraftprojekte, so u. a. der Bau des 90-MW-Offshore-Windparks Rhyl Flats vor der walisischen Küste, den wir im laufenden Jahr abschließen wollen. Im Juli nahm RWE Innogy einen Onshore-Windpark mit 60 MW im Südosten Englands (Little Cheyne Court) in Betrieb und im Oktober einen weiteren mit 41 MW im Nordosten von Polen (Suwalki). RWE Dea investiert vor allem in die Entwicklung bestehender Fündigkeiten zur Vorbereitung der Produktionstätigkeit. Im Juli hat das Unternehmen außerdem Beteiligungen an zwei unerschlossenen Gasfeldern vor der englischen Nordseeküste erworben. Bei RWE Energy liegt der Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Netzinfrastruktur. Weitere Mittel fließen in den Ausbau der Gasspeicherkapazitäten. RWE npower errichtet derzeit zwei Gaskraftwerke, eines in Staythorpe mit einer Kapazität von 1.650 MW und eines in Pembroke mit 2.000 MW.
| Kapitalflussrechnung in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
+/– in % |
Jan – Dez 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 4.126 | 4.349 | – 5,1 | 8.853 |
| Davon: Effekt aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 207 | – 1.176 | 117,6 | 1.687 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | – 9.204 | 1.661 | — | – 3.584 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 7.144 | – 5.387 | — | – 5.907 |
| Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel |
12 | 4 | — | – 35 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | 2.078 | 627 | — | – 673 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 4.126 | 4.349 | – 5,1 | 8.853 |
| Abzgl. Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
– 3.701 | – 2.525 | – 46,6 | – 4.454 |
| Free Cash Flow | 425 | 1.824 | –76,7 | 4.399 |
Eckdaten der Kapitalflussrechnung
In den ersten drei Quartalen 2009 haben wir einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 4.126 Mio.€ erwirtschaftet. Das sind 223 Mio.€ bzw. 5% weniger als im Vorjahr. Stark angestiegen sind die Mittelabflüsse aus der Beschaffung von CO2-Emissionsrechten. Wegen verschärfter Rahmenbedingungen im europäischen Emissionshandel ab 2008 mussten wir uns für das vergangene Jahr in wesentlich größerem Umfang am Markt mit Zertifikaten eindecken. Dies führte aber erst 2009 zu einer Zusatzbelastung im Cash Flow, da die für ein Kalenderjahr benötigten Emissionsrechte typischerweise erst am Anfang des Folgejahres bezahlt werden. Die Mehrausgaben beliefen sich auf 1,0 Mrd. €. Gegenläufig wirkte ein Sondereffekt im Nettoumlaufvermögen. Er resultiert daraus, dass wir Teile unserer Stromerzeugung über Terminverkäufe (Futures) an der Energiebörse EEX bereits frühzeitig preislich fixiert haben. Mit solchen Sicherungsgeschäften verfolgen wir das Ziel, den kurzfristigen Einfluss volatiler Commodity-Preise auf unsere Ertragslage zu begrenzen. Am Bilanzstichtag lagen die Strommarkt-Notierungen unterhalb der bei Abschluss der Futures festgelegten Verkaufspreise. Für die Unterschiedsbeträge erhielten wir Ausgleichszahlungen (sog. "Variation Margins"), die sich auf 0,4 Mrd.€ summierten. Im Vorjahr hatten wir dagegen wegen des wesentlich höheren Preisniveaus am Strommarkt Zahlungen in Höhe von 0,6 Mrd.€ leisten müssen.
Aus der Investitionstätigkeit sind 9.204 Mio.€ abgeflossen. Das heißt, um diesen Betrag überstiegen unsere Ausgaben für Investitionen (inkl. Geldanlagen) die Einnahmen aus Anlagenabgängen und Unternehmensverkäufen. Größte Einzelposition ist die Übernahme von Essent: Die Kaufpreiszahlung belief sich auf 7.574 Mio.€. Davon abzuziehen sind miterworbene flüssige Mittel in Höhe von 686 Mio.€.
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 7.144 Mio.€. Er stammt großenteils aus den Anleihebegebungen vom Februar und Juni 2009, während die Dividendenzahlungen gegenläufig wirkten. Die flüssigen Mittel sind seit Jahresbeginn um 2.078 Mio.€ gestiegen.
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen, ergibt den Free Cash Flow. Dieser lag bei 425 Mio.€ und war damit um 1.399 Mio.€ niedriger als im Vergleichszeitraum 2008. Hier kam der deutliche Anstieg der Sachinvestitionen zum Tragen.
| Nettoschulden in Mio. € |
30.09.09 | 31.12.08 | + / – in % |
|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel | 3.327 | 1.249 | 166,4 |
| Wertpapiere | 6.096 | 8.052 | – 24,3 |
| Sonstiges Finanzvermögen | 2.820 | 4.832 | – 41,6 |
| Finanzvermögen fortgeführter Aktivitäten | 12.243 | 14.133 | –13,4 |
| Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper |
19.856 | 11.839 | 67,7 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 2.263 | 1.644 | 37,7 |
| Finanzverbindlichkeiten fortgeführter Aktivitäten | 22.119 | 13.483 | 64,1 |
| Nettofinanzschulden fortgeführter Aktivitäten | 9.876 | –650 | — |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 3.658 | 2.738 | 33,6 |
| Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen |
17 | — | — |
| Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich | 9.527 | 9.465 | 0,7 |
| Bergbaubedingte Rückstellungen | 2.618 | 2.866 | – 8,7 |
| Nettoschulden fortgeführter Aktivitäten | 25.662 | 14.419 | 78,0 |
| Nettoschulden nicht fortgeführter Aktivitäten | — | 4.240 | — |
| Nettoschulden des RWE-Konzerns | 25.662 | 18.659 | 37,5 |
Höhere Nettoschulden wegen Essent-Akquisition
Unsere Nettoschulden beliefen sich zum 30. September auf 25,7 Mrd.€. Verglichen mit dem Stand Ende 2008 sind sie um 7,0 Mrd. € gestiegen. Hauptgrund waren die wegen des Essent-Erwerbs außergewöhnlich hohen Investitionsausgaben. Unsere Ausschüttungen schlugen mit 2,6 Mrd. € zu Buche. Gegenläufig wirkte der operative Mittelzufluss. Außerdem haben wir Nettoschulden von American Water entkonsolidiert. Diese hatten Ende 2008 bei 4,2 Mrd. € gelegen. Seit Juni 2009 halten wir nur noch eine Minderheitsbeteiligung an dem amerikanischen Wasserversorger.
Bilanzstruktur
Der RWE-Konzern wies zum 30. September 2009 eine Bilanzsumme von 92,1 Mrd.€ aus. Der zum Bilanzstichtag erworbene niederländische Energieversorger Essent ist hier mit 15,6 Mrd.€ enthalten. Dass unsere Bilanzsumme dennoch um 1,3 Mrd. € unter dem Stand zum Jahresende 2008 lag, ist u. a. auf die Entkonsolidierung von American Water zurückzuführen. Sie schlug mit 7,6 Mrd. € zu Buche. Darüber hinaus haben sich unsere Finanzforderungen aus Sicherheitsleistungen (Variation Margins und Collaterals) um 1,9 Mrd. € verringert, unsere Derivatepositionen um 2,4 Mrd. € und unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,4 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote des RWE-Konzerns ist im Berichtszeitraum von 14,1% auf 14,4 % gestiegen. Das langfristig gebundene Vermögen war zum Bilanzstichtag zu 108 % durch langfristiges Kapital gedeckt – ein Beleg für die solide Finanz- und Kapitalstruktur von RWE.
| Konzernbilanzstruktur | 30.09.09 | 31.12.08 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | |||
| Aktiva | ||||||
| Langfristiges Vermögen | 54.300 | 58,9 | 41.763 | 44,7 | ||
| Davon: Immaterielle Vermögenswerte | 17.127 | 18,6 | 11.202 | 12,0 | ||
| Davon: Sachanlagen | 26.969 | 29,3 | 21.762 | 23,3 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | 37.847 | 41,1 | 51.667 | 55,3 | ||
| Davon: Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1 | 24.518 | 26,6 | 31.433 | 33,6 | ||
| Davon: Wertpapiere | 5.818 | 6,3 | 7.735 | 8,3 | ||
| Davon: Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 1.218 | 1,3 | 8.710 | 9,3 | ||
| Gesamt | 92.147 | 100,0 | 93.430 | 100,0 | ||
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 13.300 | 14,4 | 13.140 | 14,1 | ||
| Langfristige Schulden | 45.501 | 49,4 | 36.793 | 39,4 | ||
| Davon: Rückstellungen | 22.577 | 24,5 | 21.072 | 22,6 | ||
| Davon: Finanzverbindlichkeiten | 16.865 | 18,3 | 11.154 | 11,9 | ||
| Kurzfristige Schulden | 33.346 | 36,2 | 43.497 | 46,5 | ||
| Davon: Sonstige Verbindlichkeiten 1 | 23.067 | 25,0 | 28.769 | 30,8 | ||
| Davon: Zur Veräußerung bestimmte Schulden | — | — | 6.714 | 7,2 | ||
| Gesamt | 92.147 | 100,0 | 93.430 | 100,0 |
1 Inkl. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Deutlich mehr Mitarbeiter wegen Essent-Akqusition
Zum 30. September 2009 beschäftigte der RWE-Konzern 70.990 Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitstellen), davon 43 % außerhalb Deutschlands. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 ist das ein Plus von 5.082 Stellen bzw. 8 %. Durch Unternehmenskäufe kamen 4.958 Beschäftigte hinzu; größter Einzeleffekt war die erstmalige Einbeziehung von Essent (+4.298). Auch die Übernahme der auf Strom-, Gas- und Wasserinstallation spezialisierten Superior Plumbing Installation Group durch RWE npower führte zu einem nennenswerten Personalzuwachs (+480). Operative Veränderungen schlugen mit 124 zusätzlichen Stellen zu Buche. Besonders RWE Power und RWE Innogy haben neue Mitarbeiter eingestellt. Das ergibt sich u.a. aus der vermehrten Investitionstätigkeit.
| Mitarbeiter1 | 30.09.09 | 31.12.082 | +/– in % |
|---|---|---|---|
| RWE Power | 17.776 | 17.505 | 1,5 |
| RWE Innogy | 927 | 712 | 30,2 |
| RWE Dea | 1.261 | 1.144 | 10,2 |
| RWE Supply&Trading | 988 | 883 | 11,9 |
| RWE Energy | 27.872 | 28.314 | – 1,6 |
| RWE npower | 12.528 | 12.747 | – 1,7 |
| Essent | 4.298 | — | — |
| Sonstige | 5.340 | 4.603 | 16,0 |
| RWE-Konzern | 70.990 | 65.908 | 7,7 |
1 Umgerechnet in Vollzeitstellen
2 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13
Forschung und Entwicklung: Fokus auf mehr Effizienz und weniger Emissionen in der Stromerzeugung In den ersten drei Quartalen haben wir 73 Mio.€ für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet (Vorjahr: 58 Mio.€). Darüber hinaus aktivierten wir Entwicklungsausgaben in Höhe von 60 Mio.€ (Vorjahr: 30 Mio.€). Der Schwerpunkt unserer F&E-Tätigkeit liegt auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Emissionssenkung in fossil befeuerten Kraftwerken. Am 18. August 2009 haben wir eine Pilotanlage zur CO2-Wäsche in unserem Innovationszentrum Kohle am Standort Niederaußem offiziell in Betrieb genommen. Wir erproben damit die Abtrennung des Kohlendioxids aus dem Rauchgas unter realen Bedingungen und sammeln dadurch wertvolle Erfahrungen für spätere Großanlagen. Ausführliche Informationen zu unserer F & E-Tätigkeit geben wir im RWE-Geschäftsbericht 2008 auf den Seiten 96ff.
Ausblick 2009
Konjunkturprognose für 2009: Wirtschaft im Euro-Raum schrumpft um 4%
Unsere Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Weltwirtschaftsleistung in diesem Jahr um mehr als 2 % verringern könnte. Im Euro-Raum bleibt die Lage das gesamte Jahr hindurch schwierig: Wir schätzen, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 4% zurückgeht. Für Deutschland kann ein Minus von bis zu 5% nicht ausgeschlossen werden. Wie im Euro-Raum insgesamt werden sich hier die Investitionen in Ausrüstungen um zweistellige Prozentsätze verringern. Der Außenhandel – traditionell Motor der deutschen Wirtschaft – ist ähnlich stark betroffen. Nach Schätzungen fallen die Ausfuhren real um mehr als 15% hinter das Vorjahresniveau zurück. Im vierten Quartal 2009 dürfte die deutsche Wirtschaft ihren zur Jahresmitte begonnenen Wachstumskurs fortsetzen. Dies darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Erreichen einer realen Wirtschaftsleistung auf dem Niveau vor der Krise noch Jahre dauern kann. In Großbritannien wird das BIP um geschätzte 5% schrumpfen. Das Land ist in besonderem Maße von der Krise der Finanzmärkte betroffen und hat weiterhin mit der Schwäche des Immobiliensektors zu kämpfen. Während die britische Wirtschaftsleistung im dritten Quartal offenbar noch rückläufig war, lassen Indikatoren auf eine konjunkturelle Erholung zum Jahresende schließen. In Zentralosteuropa zeigt sich ein uneinheitliches Konjunkturbild. Für Tschechien wird aufgrund der starken außenwirtschaftlichen Verflechtung eine Verringerung des BIP um knapp 4% erwartet. In Ungarn könnte die Wirtschaftsleistung sogar um mehr als 6% schrumpfen, da hier zur Exportabhängigkeit eine Schwäche des privaten Konsums hinzutritt. Auch für die Slowakei wird ein deutlicher Rückgang vorausgesagt. Dagegen ist in Polen sogar ein leichter Zuwachs möglich. Basis dafür ist der robuste Konsum.
Deutlich niedrigeres Preisniveau auf den Brennstoffmärkten
Zwar hat sich der Preis für das Barrel Brent-Rohöl zuletzt weiter erholt und zeitweise die 80-Dollar-Marke überschritten. Im Gesamtjahresdurchschnitt wird er aber weit unter dem Vergleichswert für 2008 liegen (97US\$). Gleiches gilt auch für Erdgas, Steinkohle und CO2-Emissionsrechte. Die Notierungen am niederländischen TTF-Gasmarkt bewegen sich trotz festerer Ölpreise weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Steinkohle wurde am Rotterdamer Spotmarkt (inkl. Fracht und Versicherung) Ende Oktober mit 76US\$ pro metrische Tonne abgerechnet (Vorjahresdurchschnitt: 148US\$), Emissionsrechte für 2009 mit 15€ je Tonne CO2 (Vorjahresdurchschnitt: 22€).
Dank frühzeitiger Terminverkäufe weiterhin gute Ertragslage in der Stromerzeugung
Die stark verringerten Commodity-Notierungen schlagen sich bei RWE Dea in rückläufigen Erlösen aus der Gas- und Ölförderung nieder. Auf unsere diesjährige Ertragslage in der Stromerzeugung haben sie aber keinen wesentlichen Einfluss. Für 2009 hat RWE Power die deutsche Stromproduktion bereits nahezu komplett am Markt platziert. Für die Folgejahre sind über 90% (2010), über 65% (2011) und über 30% (2012) verkauft. Dabei wurden Großhandelspreise erzielt, die deutlich über dem aktuellen Niveau liegen. Bei diesen Terminverkäufen gehen wir grundsätzlich so vor, dass zeitgleich mit dem Abschluss eines Lieferkontrakts die zur Erzeugung benötigten Brennstoffe beschafft bzw. preislich abgesichert werden. Dies gilt auch für den Zukauf von CO2- Zertifikaten. Unsere Kosten für Gas, Steinkohle und Emissionsberechtigungen sind daher – ebenso wie unsere Stromerlöse – größtenteils noch durch das hohe Niveau der Terminpreise in Vorjahren bestimmt. Bei Braunkohle, die wir in unseren eigenen Tagebauen fördern, sind wir keinen Beschaffungspreisrisiken ausgesetzt. Den Uranbedarf unserer Kernkraftwerke haben wir über langfristige Bezugsverträge zu festen Konditionen gedeckt. Außerdem machen die Aufwendungen für die Brennstoffbeschaffung in der Kernenergie typischerweise nur einen geringen Teil der gesamten Erzeugungskosten aus.
Wir gehen davon aus, dass die Preise für Rohstoffe – und damit ebenso für Strom – auf mittlere Sicht wieder deutlich über dem aktuellen Niveau liegen werden. Auch Marktsignale deuten darauf hin. Beispielsweise zeigt die Terminpreiskurve für Rohöl derzeit steil nach oben, d.h. je weiter der Lieferzeitraum in der Zukunft liegt, desto höher ist das Preisniveau. Dies trifft auch für Strom zu: Ende Oktober notierte der Grundlast-Forward für 2010 mit 49€ je MWh. Der gleiche Kontrakt für die Folgejahre wurde mit 55€ (2011), 58€ (2012) und 62€ (2013) gehandelt.
Jahresabschluss 2009 orientiert sich an neuer Konzernstruktur
Die im Bericht zum ersten Quartal 2009 vorgestellte neue Konzernstruktur ist inzwischen weitgehend umgesetzt. Wir steuern unsere Aktivitäten fortan stärker nach nationalen Märkten. Das deutsche Vertriebs- und Netzgeschäft wurde gestrafft. Aus den beiden Regionalgesellschaften RWE Rhein-Ruhr und RWE Westfalen-Weser-Ems haben wir eine Vertriebsgesellschaft (RWE Vertrieb AG) und eine Verteilnetzgesellschaft (RWE Rheinland Westfalen Netz AG) gebildet. Die Zwischenholding RWE Energy wurde aufgelöst. In der zum 30. September erstkonsolidierten Essent führen wir unser gesamtes Geschäft in den Niederlanden und Belgien zusammen. Die Reorganisation führt zu der unten abgebildeten Berichtsstruktur, die wir bereits im Jahresabschluss 2009 zugrunde legen werden. Um die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen zu gewährleisten, werden wir diese anpassen. Unsere Prognose für das Gesamtjahr 2009 orientiert sich aber noch an der alten Segmentstruktur.
| Deutschland | Niederlande / Belgien |
Groß britannien |
Zentral- und Osteuropa |
Erneuerbare Energien |
Upstream Gas&Oil |
Trading /Gas Midstream |
Sonstige | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erzeugung | Vertrieb& Verteilnetze |
|||||||
| RWE Power | RWE Vertrieb inkl. RWE Aqua, eprimo RWE Energie effizienz inkl. E-Mobility RWE Rheinland Westfalen Netz enviaM/ Mitgas KEVAG LEW Süwag VSE KELAG |
Essent | RWE npower | RWE Hungaría RWE Polska VSE (Slowakei) RWE Transgas (Tschechien) RWE Transgas Net (Tschechien) |
RWE Innogy | RWE Dea | RWE Supply& Trading |
RWE AG Amprion (ehemals: RWE Transport netz Strom, Deutschland) Thyssengas (ehemals: RWE Transport netz Gas, Deutschland) Interne Dienstleister Konsolidierung |
| Ausblick | 2008 | aktualisierte Prognose 2009 vs. 2008 | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | ohne Essent | Effekt durch Essent | |
| Außenumsatz | 48.950 | unter Vorjahr | + ca. 1,5 Mrd. € |
| EBITDA | 8.7731 | in der Größenordnung des Vorjahres | + ca. 150 Mio. € |
| Betriebliches Ergebnis | 6.826 | in der Größenordnung des Vorjahres | + ca. 100 Mio. € |
| RWE Power | 3.142 | über Vorjahr | – |
| RWE Innogy | 55 | unter Vorjahr | – |
| RWE Dea | 494 | deutlich unter Vorjahr | – |
| RWE Supply&Trading | 4861 | deutlich über Vorjahr | – |
| RWE Energy | 2.2861 | auf Vorjahreshöhe | – |
| RWE npower | 534 | deutlich unter Vorjahr | – |
| Nachhaltiges Nettoergebnis | 3.367 | in der Größenordnung des Vorjahres | leicht positiver Effekt |
1 Angepasster Wert; siehe Erläuterung auf Seite 13
Umsatz operativ rückläufig
Der Außenumsatz des RWE-Konzerns 2009 wird - ohne Essent - voraussichtlich unter Vorjahr liegen. Wir veranschlagen die Erlöse des niederländischen Energieversorgers im vierten Quartal auf ca. 1,5 Mrd. €. Umsatzmindernd wirkt, dass RWE Supply & Trading weniger konzerneigene Stromproduktion am Großhandelsmarkt verkauft als 2008. Außerdem erwarten wir konjunktur- und wettbewerbsbedingte Einbußen im Gasgeschäft mit Endkunden und Weiterverteilern. Dem stehen Mehrerlöse im deutschen Stromvertrieb gegenüber. Basis dafür sind Preisanpassungen infolge gestiegener Beschaffungskosten und ein höherer Absatz.
Bisherige Ergebnisprognose bestätigt
Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise betreffen unser operatives Geschäft im laufenden Jahr nur in vergleichsweise geringem Maße. Das Ergebnis des RWE-Konzerns wird weiter auf hohem Niveau liegen. Allerdings erwarten wir in der Stromerzeugung erhebliche Zusatzbelastungen gegenüber 2008. Hervorzuheben sind länger andauernde Revisionen unserer beiden Kraftwerksblöcke in Biblis und Mehraufwand bei der Brennstoffbeschaffung. Dem stehen positive Effekte aus höheren realisierten Strom-Großhandelspreisen gegenüber. Im britischen Strom- und Gasgeschäft erwarten wir wegen extremen Preis- und Kostendrucks einen erheblichen Ergebnisrückgang. Wegen niedrigerer Öl- und Gaspreise wird auch der Upstream-Bereich weit unter Vorjahr abschließen. Die Ertragslage im regulierten deutschen Netzgeschäft können wir voraussichtlich durch weitere Kostensenkungen stabilisieren. Wie auf Seite 27 erläutert, planen wir steigende Ergebnisbeiträge unseres Effizienzsteigerungsprogramms.
Wir bekräftigen unsere Ergebnisprognose vom Februar 2009. Lässt man die Erstkonsolidierung von Essent außer Betracht, werden das EBITDA und das betriebliche Ergebnis voraussichtlich in der Größenordnung der jeweiligen Vorjahreswerte (8.773 Mio.€ bzw. 6.826 Mio.€) liegen. Die Einbeziehung von Essent ab 30.September 2009 bringt einen positiven Zusatzeffekt. Das Unternehmen wird voraussichtlich ein EBITDA von ca. 150 Mio.€ und ein betriebliches Ergebnis von ca. 100 Mio.€ erwirtschaften. Auch beim nachhaltigen Nettoergebnis gehen wir davon aus, dass es – ohne Essent – die Größenordnung des Vorjahreswertes (3.367 Mio.€) erreichen wird. Hier hat die Berücksichtigung des niederländischen Energieversorgers gegenläufige Auswirkungen: Dem operativen Ergebnis von Essent im vierten Quartal stehen die im selben Zeitraum anfallenden Kosten der Akquisitionsfinanzierung gegenüber. In Summe erwarten wir einen leicht positiven Effekt.
Zur Ergebnisentwicklung in den Unternehmensbereichen:
Das betriebliche Ergebnis der RWE Power wird höher ausfallen als im Vorjahr – trotz eines länger andauernden Stillstands unseres Kernkraftwerks Biblis. Für 2009 haben wir unsere deutsche Stromerzeugung bereits nahezu komplett am Markt platziert. Da die Kontrakte überwiegend 2007 und 2008 abgeschlossen wurden, profitieren wir noch von den bis Mitte vergangenen Jahres stark gestiegenen Strom-Großhandelspreisen. Die Revisionen im Kraftwerk Biblis werden aus heutiger Sicht gegenüber 2008 zu Belastungen in einer Größenordnung von 1,0 Mrd.€ führen. Die Wiederinbetriebnahme von Biblis hat sich weiter verzögert: Block B wird nach heutigem Planungsstand Mitte November wieder ans Netz gehen, Block A erst Mitte Januar 2010. Damit hätten die Anlagen zehn bzw. zehneinhalb Monate stillgestanden. Im August hatten wir noch mit Stillstandszeiten von acht bzw. sieben Monaten gerechnet. RWE Power wird die Mehrbelastungen aber voraussichtlich voll kompensieren können. Beim Brennstoffbezug rechnen wir mit negativen Preiseffekten von etwa 0,3 Mrd.€. Außerdem steigt der Personalaufwand. Die Kosten aus der Unterausstattung mit CO2-Zertifikaten werden voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau (1,1 Mrd.€) liegen. Wir rechnen damit, dass RWE Power für das laufende Geschäftsjahr ca. 35% der in Deutschland benötigten CO2-Zertifikate am Markt einkaufen oder über Projekte im Rahmen der Kyoto-Mechanismen "Clean Development Mechanism" und "Joint Implementation" beschaffen muss.
RWE Innogy wird das betriebliche Ergebnis aus dem Geschäft mit erneuerbaren Energien im laufenden Jahr trotz Ausbau der Erzeugungskapazitäten voraussichtlich noch nicht steigern können. Wir erwarten einen Wert unter Vorjahresniveau. Hintergrund ist, dass unser umfangreiches Investitionsprogramm mit hohen Vorlaufkosten und zusätzlichem Personalbedarf verbunden ist.
Bei RWE Dea wird sich das Ergebnis deutlich verschlechtern, vor allem wegen stark verringerter Preise für Rohöl und Gas. Außerdem rechnen wir mit niedrigeren Fördermengen.
RWE Supply&Trading erwartet, das Ergebnis gegenüber 2008 erheblich verbessern zu können. Dabei legen wir einen bereinigten Vorjahreswert zugrunde, der bereits das Großkundengeschäft der früheren RWE Key Account enthält. Prognosen zum Handelsgeschäft unterliegen besonderen Unwägbarkeiten. Unabhängig vom Geschäftsverlauf im vierten Quartal profitiert RWE Supply & Trading aber davon, dass sich im Ergebnis von 2009 noch erfolgreiche Handelstransaktionen aus Vorjahren niederschlagen.
Die Gesellschaften der früheren RWE Energy werden voraussichtlich auf Vorjahreshöhe abschließen, wenn man die Effekte aus der Umgliederung von RWE Transportnetz Strom (jetzt "Amprion") und RWE Key Account bereinigt. Die seit Januar 2009 geltende Anreizregulierung ist mit hohen Effizienzanforderungen an unser deutsches Strom- und Gasnetzgeschäft verbunden. Wir begegnen dem durch umfangreiche Kostensenkungen. Außerdem wollen wir unsere Ertragslage im Vertrieb verbessern. Dafür setzen wir unverändert auf eine wertorientierte Absatzstrategie. Gleichzeitig wollen wir Kundenverluste begrenzen und neue Kunden auch außerhalb unserer angestammten Vertriebsregionen hinzugewinnen, indem wir innovative Produkte entwickeln und vermarkten.
RWE npower wird aus heutiger Sicht deutlich unter Vorjahr abschließen. Wie bereits erläutert, haben sich die Margen im Erzeugungsgeschäft erheblich verschlechtert. Dies betrifft auch die kurzfristige Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten, mit der wir 2008 außergewöhnlich hohe Erträge erzielten. Die Kosten durch die Unterausstattung mit Emissionsrechten werden niedriger sein als im Vorjahr. Wir rechnen damit, dass RWE npower im laufenden Geschäftsjahr weniger als 10% der benötigten CO2-Zertifikate am Markt zukaufen muss. Insbesondere im Strom- und Gasvertrieb ist das Marktumfeld schwierig. Hier birgt der aggressive Wettbewerb erhebliche Risiken. Wie bereits erwähnt, hat RWE npower am 31. März 2009 die Preise im Stromgeschäft mit Privatkunden gesenkt – trotz höherer Beschaffungskosten. Dies wird zu erheblichen Ergebniseinbußen führen. Außerdem erwarten wir steigende Belastungen durch staatliche Programme, die die britischen Versorger dazu verpflichten, Energiesparmaßnahmen bei Privatkunden zu fördern und einkommensschwache Haushalte zu unterstützen. Der Zusatzaufwand daraus könnte sich gegenüber 2008 auf bis zu 100 Mio. € belaufen. RWE npower arbeitet an umfassenden kostensenkenden Maßnahmen, die sich 2009 mit 120 Mio.€ im Ergebnis niederschlagen sollen. Die positiven Effekte daraus werden sich größtenteils im vierten Quartal zeigen.
Ausschüttungsquote von 50 bis 60%
Unser Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2009 wird sich nach der erhöhten Ausschüttungsquote für 2008 wieder an der üblichen Quote von 50 bis 60% orientieren. Bemessungsgrundlage ist das um Sondereffekte bereinigte, nachhaltige Nettoergebnis.
Stark erhöhte Investitionen
Die Investitionen des RWE-Konzerns werden fast dreimal so hoch sein wie 2008. Hauptgrund ist die Akquisition von Essent. Aber auch die Ausgaben für Sachanlagen steigen deutlich: Sämtliche Unternehmensbereiche haben ihre Mittel aufgestockt. Über die Investitionsschwerpunkte haben wir auf Seite 28 berichtet. Für den Konzern ohne Essent rechnen wir mit Ausgaben in der Größenordnung von 6 Mrd. €. Durch den niederländischen Versorger kommt ein Investitionsvolumen von 300 bis 400 Mio. € hinzu.
Nettoschulden wegen Essent-Akquisition weit über Vorjahresniveau
Im Jahresabschluss 2009 werden wir deutlich höhere Nettoschulden ausweisen als 2008. Neben der Essent-Akquisition tragen dazu die stark wachsenden Sachinvestitionen und die Rekorddividende vom April bei, während ein weiterhin hoher Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit und die Entkonsolidierung von American Water gegenläufig wirken. Das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA ("Leverage Factor") wird Ende 2009 voraussichtlich in der Mitte unseres Zielkorridors von 2,8 bis 3,4 liegen. Bei dieser Prognose haben wir das erwartete ganzjährige EBITDA von Essent zugrunde gelegt.
Unsere gute Reputation als Anleihe-Emittent bietet uns jederzeit Zugang zu kurz- und langfristigen Finanzierungsquellen. Für 2009 betragen die Kapitalmarktfälligkeiten nur 0,2 Mrd.€.
Deutlich erhöhter Personalstand
Unsere Beschäftigtenzahl Ende 2009 wird weit über dem Vorjahresniveau liegen. Ausschlaggebend ist auch hier die Erstkonsolidierung von Essent. Darüber hinaus führt unsere verstärkte Investitionstätigkeit zu steigendem Personalbedarf.
Forschung und Entwicklung: Budget von rund 100 Mio.€ für 2009
Unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung wollen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausbauen. Im laufenden Jahr steht dafür ein Budget von rund 100 Mio. € zur Verfügung. Mehr als die Hälfte davon widmen wir Projekten zur Effizienzverbesserung und Emissionsreduktion in der Stromerzeugung.
Entwicklung der Chancen und Risiken
Das vorausschauende Management von Risiken und Chancen ist ein Kernelement unserer Geschäftstätigkeit. Im RWE-Konzern sorgt ein unternehmensübergreifendes Risikomanagementsystem dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden. Gleichzeitig werden aber auch Chancen und das damit verbundene Ergebnispotenzial identifiziert.
Organisation des Risikomanagements im RWE-Konzern
Die Verantwortung für das Risikomanagementsystem des RWE-Konzerns trägt der Vorstand der RWE AG. Er legt Regeln und Mindeststandards fest, die ein konzernübergreifendes Risikomanagement gewährleisten. Details zu Organisation und Prozessen des Risikomanagements sowie den damit betrauten Gremien finden sich im Geschäftsbericht 2008 auf den Seiten 101ff.
Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation durch die Unternehmensleitung
Neben den energiepolitischen Rahmenbedingungen stellt auch die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage für uns eine Herausforderung dar. Beides birgt erhebliche Ergebnisrisiken. Wie bereits dargestellt, hinterließ die Rezession beim Energieverbrauch deutliche Spuren. Auf der Erzeugungsseite bestehen Ergebnisrisiken für den Fall, dass die Konjunkturkrise über einen längeren Zeitraum anhält und die Commodity-Preise auf Jahre hinaus niedrig bleiben. Für 2009 und 2010 haben wir unsere Stromerzeugung großenteils bereits vor Eintreten der Baisse auf Termin verkauft. Im Geschäft mit Industrieunternehmen, Geschäftskunden und Weiterverteilern sehen unsere Lieferverträge größtenteils feste Abnahmeverpflichtungen vor. Die Zahlungsausfälle unserer Kunden bewegen sich bislang auf moderatem Niveau. Wir werden die Geschäfts- und Bonitätsentwicklung unserer Vertragspartner weiterhin zeitnah verfolgen. Insgesamt sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der RWE AG oder des RWE-Konzerns gefährden könnten.
Wichtige Risiken- und Chancenkategorien
Nachfolgend werden wesentliche Risiken und Chancen erläutert, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Liquiditätsposition des RWE-Konzerns haben können. Für ausführlichere Informationen verweisen wir erneut auf den Geschäftsbericht.
• Risiken und Chancen aus Commodity-Preisschwankungen: Die Preisentwicklung an den Commodity-Märkten hat zentrale Bedeutung für unsere Ertragslage, insbesondere in der Stromerzeugung. Beispielsweise könnten fallende Stromnotierungen oder steigende Brennstoffkosten zu rückläufigen Deckungsbeiträgen führen. Allerdings ergeben sich bei gegenläufigen Preisentwicklungen auch Chancen. Die Commodity-Risiken der Erzeugungs- und Vertriebsgesellschaften werden über Absicherungsvorgaben gesteuert, die die RWE AG festgelegt hat. Im Erzeugungsgeschäft begrenzen wir die Risiken auch dadurch, dass wir unseren Strom größtenteils frühzeitig über Terminkontrakte absetzen und die für die Erzeugung benötigten Brennstoffe und Emissionszertifikate preislich absichern. Dabei nimmt RWE Supply&Trading eine zentrale Rolle ein. Das Unternehmen ist die Schnittstelle des RWE-Konzerns zu den weltweiten Großhandelsmärkten für Energie und Energierohstoffe und dient als interner Transaktionspartner für die Absicherung von Commodity-Risiken. Die Handelsaktivitäten sind jedoch nicht ausschließlich auf die Begrenzung von Risiken ausgerichtet. In einem durch Limite beschränkten Umfang betreibt RWE Supply&Trading Eigenhandel, der darauf abzielt, Preisänderungen auf den Energiemärkten gezielt zu nutzen.
Das integrierte Handels- und Risikomanagementsystem im Energiehandel des RWE-Konzerns ist eng an die für Handelsgeschäfte geltenden Best-Practice-Regelungen angelehnt. In unseren Erzeugungs- und Vertriebsgesellschaften werden die Commodity-Positionen permanent überwacht und den zuständigen Gremien, u. a. dem Risikokomitee der RWE AG, mitgeteilt. Darüber hinaus informiert sich der Vorstand der RWE AG quartalsweise über unsere konsolidierten Risikopositionen im Commodity-Bereich. Die Risiko-Obergrenzen im Energiehandel werden vom Vorstand der RWE AG festgelegt und kontinuierlich überwacht. Um das Preisrisiko zu messen, ermitteln wir u.a. den Value at Risk (VaR). Die zentrale Steuerungsgröße ist der Global VaR, der sich auf das Handelsgeschäft der RWE Supply & Trading bezieht und maximal 40 Mio. € betragen darf. Den VaR-Werten im RWE-Konzern liegt ein Konfidenzniveau von 95% zugrunde. Dabei wird für die Positionen eine Haltedauer von einem Tag unterstellt. Das bedeutet, dass der Tagesverlust die Höhe des Global VaR mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % nicht überschreitet. Der Global VaR der RWE Supply & Trading lag in den ersten neun Monaten 2009 bei durchschnittlich 15 Mio.€, der maximale Tageswert bei 21 Mio.€. Unsere Risikoanalyse stützt sich jedoch nicht nur auf die Höhe des VaR. Wir beziehen auch Extremszenarien in die Betrachtung mit ein ("Stress Tests"), ermitteln, welchen Einfluss sie auf Liquidität und Ertragslage haben können, und ergreifen gegebenenfalls entsprechende Steuerungsmaßnahmen.
• Finanzwirtschaftliche Risiken: Schwankungen von Währungs-, Zins- und Aktienkursen können unser Ergebnis ebenfalls stark beeinflussen. Wegen unserer internationalen Präsenz kommt dem Management von Wechselkursveränderungen große Bedeutung zu. Die Konzerngesellschaften sind verpflichtet, sämtliche Währungsrisiken über die RWE AG abzusichern. Diese ermittelt die Nettofinanzposition je Währung und sichert sie – wenn nötig – mithilfe externer Marktpartner ab. Der durchschnittliche VaR für die Fremdwährungsposition der RWE AG lag im Berichtszeitraum unter 1 Mio.€.
Große Bedeutung messen wir auch dem Zinsmanagement bei. Zinsrisiken bestehen hauptsächlich wegen unserer zinstragenden Anlagen und Finanzschulden. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen sichern wir uns durch originäre und derivative Finanzgeschäfte ab. Der VaR für das Zinsrisiko aus unseren Finanzschulden und den dazugehörigen Absicherungsgeschäften belief sich im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 173 Mio.€. Der VaR aus zinstragenden Anlagen unter Einschluss der Absicherungen betrug 25 Mio.€, der für das Aktienkursrisiko 23 Mio.€.
Die Risiken und Chancen aus den Wertveränderungen der Wertpapiere steuern wir durch professionelles Fondsmanagement. Finanzgeschäfte des Konzerns werden mit einer zentralen Risikomanagement-Software erfasst und von der RWE AG überwacht. Dies ermöglicht einen Risikoausgleich über die Einzelgesellschaften hinweg. Für unsere Konzernunternehmen haben wir Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen in internen Richtlinien verbindlich festgelegt.
• Bonität von Geschäftspartnern: Aus unseren Geschäftsbeziehungen mit Finanzinstituten, Handelspartnern, Kunden und Lieferanten ergeben sich Kreditrisiken. Unser Risikomanagement zielt darauf ab, diese in einem angemessenen Rahmen zu halten. Dabei berücksichtigen wir, dass die aktuelle Finanzkrise zu einem
deutlichen Anstieg der Ausfallraten bei unseren Geschäftspartnern führen könnte. Wir begrenzen unsere Kreditrisiken, indem wir Limite festlegen und diese – insbesondere bei Änderung der Bonität – zeitnah anpassen. Gegebenenfalls lassen wir uns Barsicherheiten stellen oder Bankgarantien geben. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, schließen wir auch Kreditversicherungen ab. Im Finanz- und im Energiehandelsbereich unterhalten wir vorwiegend Kreditbeziehungen zu Banken und Handelspartnern mit hoher Bonität. Diese wird mit einem internen Bewertungsverfahren ermittelt, das vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise um einen Frühwarnindikator ergänzt wurde. Handelsgeschäfte schließen wir grundsätzlich auf Basis von Rahmenverträgen ab, wie sie u.a. von der European Federation of Energy Traders (EFET) veröffentlicht werden. Die Kreditrisiken im Energiehandel und im Finanzbereich messen wir täglich.
- Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko liegt darin, dass die flüssigen Mittel möglicherweise nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Solche Verpflichtungen bestehen bei RWE insbesondere in der Ablösung fälliger Finanzverbindlichkeiten. Des Weiteren müssen wir Barsicherheiten stellen, wenn sich Handelskontrakte bei einer Bewertung mit aktuellen Marktpreisen in der Verlustzone befinden. Wir stufen unser Liquiditätsrisiko trotz der aktuellen Finanzmarktkrise als gering ein. Basis dafür ist unsere solide Finanzierung. Wir verfügen über einen starken operativen Cash Flow, erhebliche liquide Mittel, ungenutzte Kreditlinien und weiteren finanziellen Spielraum durch unser Commercial-Paper-Programm und unser Debt-Issuance-Programm (siehe Geschäftsbericht 2008, Seite 86). Durch vorausschauende Liquiditätsplanung stellen wir sicher, dass wir jederzeit zahlungsfähig sind.
- Regulierung: Der ständige Wandel des politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfelds kann die Ertragslage des RWE-Konzerns in starkem Maße beeinflussen. Angesichts des großen Anteils von Braun- und Steinkohlekraftwerken an unserem Stromerzeugungsportfolio sind wir erheblichen Risiken aus dem EU-weiten CO2-Emissionshandelssystem ausgesetzt. Diese können sich insbesondere aus erhöhten Beschaffungskosten für CO2-Zertifikate ergeben. In der dritten Emissionshandelsperiode von 2013 bis 2020 werden Stromversorger in Deutschland und Großbritannien kaum noch kostenfreie Zertifikatezuteilungen erhalten. Wir streben an, unsere Emissionen deutlich zu senken und das Stromerzeugungsportfolio – vor allem mit den anstehenden Kraftwerksinvestitionen – flexibler auszurichten. Darüber hinaus begrenzen wir CO2-Risiken durch Klimaschutzprojekte im Rahmen der Kyoto-Mechanismen "Clean Development Mechanism" und "Joint Implementation".
Ergebnisrisiken für unsere deutschen Strom- und Gasnetzgesellschaften ergeben sich in erster Linie im Zusammenhang mit der seit 2009 geltenden Anreizregulierung. Hier sind einige Detailfragen noch ungeklärt, die für RWE von finanzieller Bedeutung sind, insbesondere zur Berücksichtigung von Verlustenergiekosten. Die Auswirkungen der Regulierung auf unsere Ertragslage können wir durch Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung im Netzgeschäft teilweise kompensieren. Auch außerhalb Deutschlands sind unsere Netz- und Vertriebsaktivitäten regulatorischen Risiken ausgesetzt.
Risiken können sich ferner aus der Verschärfung der kartellrechtlichen Preismissbrauchsaufsicht ergeben, die Ende 2007 in Kraft getreten ist. So besteht die Möglichkeit, dass unsere Preissetzung im Vertriebsgeschäft überprüft wird.
• Rechtliche Verfahren: Einzelne Gesellschaften des RWE-Konzerns sind durch ihren Geschäftsbetrieb oder Unternehmenskäufe in Gerichtsprozesse und Schiedsverfahren involviert, oder es werden außergerichtlich Ansprüche gegen sie geltend gemacht. Wir erwarten hieraus jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des RWE-Konzerns. Darüber hinaus sind Konzernunternehmen an verschiedenen behördlichen Verfahren direkt beteiligt oder zumindest von deren Ergebnissen betroffen.
Aufgrund genehmigungsrechtlicher Risiken in unseren Tagebauen und Kernkraftwerken könnte es zu einer Beeinträchtigung der Rohstoff-Förderung und der Stromerzeugung kommen. Außerdem besteht die Gefahr finanzieller Einbußen, sofern Investitionsausgaben für Kraftwerksneubauten bereits anfallen, bevor sämtliche für den Bau und Betrieb erforderlichen Genehmigungen durch öffentlich-rechtliche Stellen vorliegen. Dem beugen wir durch sorgfältige Vorbereitung und Begleitung unserer Genehmigungsanträge so weit wie möglich vor. Aufgrund des umfangreichen Wachstumsprogramms und zahlreicher Ersatzinvestitionen ist die Zahl unserer Genehmigungsverfahren zurzeit besonders hoch.
Im Endkundengeschäft sind wir in Deutschland von gerichtlichen Verfahren bezüglich der Wirksamkeit von Preismechanismen betroffen. Hieraus können Belastungen auf uns zukommen.
Seit dem Frühjahr 2009 führt das Bundeskartellamt branchenweite Untersuchungen im Strom- und Gassektor und seit September 2009 auch im Fernwärmegeschäft durch. Aus den Prüfungen können sich Risiken ergeben.
Derzeit laufen mehrere Spruchverfahren im Zusammenhang mit gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen. Sie wurden durch außenstehende Aktionäre angestrengt und haben den Zweck, die Angemessenheit der Umtauschverhältnisse bzw. der Höhe der angebotenen Barabfindung zu prüfen. Wir sehen hier nur geringe Risiken, denn die Umtauschverhältnisse und Barabfindungen sind von unabhängigen Gutachtern ermittelt worden. Sollten rechtskräftige Gerichtsentscheidungen dennoch von diesen Ergebnissen abweichen, erfolgt ein Ausgleich durch bare Zuzahlung an alle betroffenen Aktionäre, auch wenn sie nicht am Spruchverfahren selbst beteiligt waren.
Dieser Bericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Aussagen daher nicht übernehmen.
Konzernabschluss (verkürzt)
Gewinn- und Verlustrechnung1
| in Mio. € | Jul – Sep 2009 |
Jul – Sep 2008 |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/Stromsteuer) | 9.383 | 9.733 | 33.769 | 34.454 |
| Erdgas- / Stromsteuer | – 269 | – 268 | – 1.041 | – 1.052 |
| Umsatzerlöse | 9.114 | 9.465 | 32.728 | 33.402 |
| Bestandsveränderung der Erzeugnisse / Andere aktivierte Eigenleistungen |
91 | 61 | 207 | 167 |
| Materialaufwand | – 5.901 | – 5.865 | – 20.900 | – 22.453 |
| Personalaufwand | – 1.150 | – 1.025 | – 3.392 | – 3.115 |
| Abschreibungen | – 535 | – 544 | – 1.629 | – 1.623 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | – 274 | – 379 | – 1.442 | – 1.440 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit fortgeführter Aktivitäten |
1.345 | 1.713 | 5.572 | 4.938 |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen | 105 | 71 | 33 | 238 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 3 | 36 | 148 | 106 |
| Finanzerträge | 707 | 359 | 1.511 | 1.266 |
| Finanzaufwendungen | – 1.229 | – 760 | – 2.949 | – 2.285 |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern | 931 | 1.419 | 4.315 | 4.263 |
| Ertragsteuern | – 346 | – 316 | – 1.368 | – 1.206 |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten | 585 | 1.103 | 2.947 | 3.057 |
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten | 17 | 30 | 20 | – 598 |
| Ergebnis | 602 | 1.133 | 2.967 | 2.459 |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | – 33 | – 78 | – 176 | – 248 |
| Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG | 569 | 1.055 | 2.791 | 2.211 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie in € |
1,07 | 1,97 | 5,24 | 4,09 |
| Davon: aus fortgeführten Aktivitäten in € | (1,04) | (1,99) | (5,25) | (5,30) |
| Davon: aus nicht fortgeführten Aktivitäten in € | (0,03) | (– 0,02) | (– 0,01) | (– 1,21) |
1 Angepasste Vorjahreszahlen
Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen1
| in Mio. € | Jul – Sep 2009 |
Jul – Sep 2008 |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis | 602 | 1.133 | 2.967 | 2.459 |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 189 | – 50 | 228 | 493 |
| Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | 234 | – 54 | 418 | – 271 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten im Sicherungszusammenhang | 143 | 293 | 175 | – 286 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
– 153 | 131 | – 624 | 203 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) |
413 | 320 | 197 | 139 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) |
1.015 | 1.453 | 3.164 | 2.598 |
| Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend | (964) | (1.301) | (3.105) | (2.167) |
| Davon: auf andere Gesellschafter entfallend | (51) | (152) | (59) | (431) |
1 Beträge nach Steuern
Bilanz
| Aktiva in Mio. € |
30.09.09 | 31.12.08 |
|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 17.127 | 11.202 |
| Sachanlagen | 26.969 | 21.762 |
| Investment Property | 176 | 180 |
| At-Equity-bilanzierte Beteiligungen | 3.758 | 3.268 |
| Übrige Finanzanlagen | 739 | 681 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 3.879 | 3.061 |
| Latente Steuern | 1.652 | 1.609 |
| 54.300 | 41.763 | |
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Vorräte | 2.966 | 2.540 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.050 | 10.415 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 16.468 | 21.018 |
| Wertpapiere | 5.818 | 7.735 |
| Flüssige Mittel | 3.327 | 1.249 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 1.218 | 8.710 |
| 37.847 | 51.667 | |
| 92.147 | 93.430 | |
| Passiva in Mio. € |
30.09.09 | 31.12.08 |
| Eigenkapital | ||
| Anteile des RWE-Konzerns | 12.502 | 11.587 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 798 | 1.553 |
| 13.300 | 13.140 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 22.577 | 21.072 |
| Finanzverbindlichkeiten | 16.865 | 11.154 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.728 | 2.984 |
| Latente Steuern | 2.331 | 1.583 |
| 45.501 | 36.793 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 5.025 | 5.685 |
| Finanzverbindlichkeiten | 5.254 | 2.329 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.736 | 11.031 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 14.331 | 17.738 |
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | 6.714 | |
| 33.346 | 43.497 | |
Kapitalflussrechnung
| in Mio. € | Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis | 2.967 | 2.459 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | 1.754 | 1.612 |
| Veränderung der Rückstellungen | – 1.058 | – 123 |
| Latente Steuern / Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen / Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren |
256 | 1.577 |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 207 | – 1.176 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | 4.126 | 4.349 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten | 11 | 288 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 4.137 | 4.637 |
| Investitionen in Anlagegegenstände /Akquisitionen | – 12.223 | – 3.339 |
| Einnahmen aus Anlagenabgängen /Desinvestments | 1.098 | 1.091 |
| Veränderung der Wertpapiere und Geldanlagen | 1.921 | 3.909 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten1 | –9.204 | 1.661 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten | – 78 | – 487 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | –9.282 | 1.174 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | 7.144 | –5.387 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten | 65 | 195 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 7.209 | –5.192 |
| Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel | 2.064 | 619 |
| Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel | 12 | 4 |
| Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel nicht fortgeführter Aktivitäten | 2 | 4 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | 2.078 | 627 |
| Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums | 1.249 | 1.922 |
| Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums | 3.327 | 2.549 |
1 In den ersten drei Quartalen 2009 nach Dotierung Contractual Trust Arrangement (40 Mio. €)
Veränderung des Eigenkapitals
| Gezeichnetes Kapital und Kapital rücklage der |
Gewinn rücklage und Bilanz gewinn |
Eigene Aktien |
Accumulated Other Com prehensive Income |
Anteile des RWE Konzerns |
Anteile anderer Gesell schafter |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | RWE AG | ||||||
| Stand: 01.01.08 | 2.728 | 11.077 | 120 | 13.925 | 734 | 14.659 | |
| Rückkauf eigener Aktien | – 2.500 | – 2.500 | – 2.500 | ||||
| Dividendenzahlungen | – 1.689 | – 1.689 | – 186 | – 1.875 | |||
| Ergebnis | 2.211 | 2.211 | 248 | 2.459 | |||
| Other Comprehensive Income | 120 | – 164 | – 44 | 183 | 139 | ||
| Total Comprehensive Income | 2.331 | – 164 | 2.167 | 431 | 2.598 | ||
| Übrige Veränderungen | 640 | 640 | |||||
| Stand: 30.09.08 | 2.728 | 11.719 | –2.500 | –44 | 11.903 | 1.619 | 13.522 |
| Stand: 01.01.09 | 2.598 | 11.200 | –2.500 | 289 | 11.587 | 1.553 | 13.140 |
| Veräußerung eigener Aktien | – 52 | 228 | 176 | 176 | |||
| Dividendenzahlungen | – 2.401 | – 2.401 | – 123 | – 2.524 | |||
| Ergebnis | 2.791 | 2.791 | 176 | 2.967 | |||
| Other Comprehensive Income | – 588 | 902 | 314 | – 117 | 197 | ||
| Total Comprehensive Income | 2.203 | 902 | 3.105 | 59 | 3.164 | ||
| Übrige Veränderungen | 35 | 35 | – 691 | – 656 | |||
| Stand: 30.09.09 | 2.598 | 10.985 | –2.272 | 1.191 | 12.502 | 798 | 13.300 |
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die RWE AG mit Sitz am Opernplatz 1 in 45128 Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern").
Der Konzernzwischenbericht zum 30. September 2009, der am 10. November 2009 zur Veröffentlichung freigegeben wurde, wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernabschlusses der RWE AG zum 30. September 2009 ein gegenüber dem Jahresabschluss verkürzter Berichtsumfang gewählt. Im Konzernzwischenbericht werden – mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Änderungen und Neuregelungen – die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 angewendet. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss darstellt.
Für Entsorgungsrückstellungen im Kernenergiebereich und bergbaubedingte Rückstellungen wird ein Zinssatz von 5,00 % (31.12.2008: 5,00 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit einem Zinssatz von 5,25% im Inland und 5,50% im Ausland (31.12.2008: 6,00% bzw. 6,50%) abgezinst.
Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der International Accounting Standards Board (IASB) hat eine Reihe von Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS verabschiedet, die für den RWE-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwenden sind:
Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (2008) "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards": Der IASB hat im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses ("Annual Improvement Process") einen Sammelstandard herausgegeben. Darin enthalten ist eine Vielzahl kleinerer IFRS-Änderungen, die darauf abzielen, Vorschriften zu konkretisieren und Inkonsistenzen zu beseitigen. Die meisten Änderungen sind bereits für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Der RWE-Konzernabschluss wurde durch sie nicht wesentlich beeinflusst.
IFRS 1 (2008) und IAS 27 (2008) "Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen" hat für Einzelabschlüsse von IFRS-Erstanwendern Erleichterungen bei der erstmaligen Bewertung von Beteiligungen eingeführt. Der RWE-Konzernabschluss wurde durch sie nicht beeinflusst.
IFRS 2 Änderung (2008) "Ausübungsbedingungen und Annullierungen" stellt die Definition von "Ausübungsbedingungen" bei aktienbasierten Vergütungen klar und legt fest, dass alle Annullierungen von aktienbasierten Vergütungsplänen – unabhängig von der kündigenden Partei – identisch zu bilanzieren sind. Die erstmalige Anwendung führte zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.
IAS 1 (2007) "Darstellung des Abschlusses" enthält neue Vorschriften zur Darstellung des Abschlusses. Insbesondere sind nicht eigentümerbezogene Eigenkapitalveränderungen künftig von den eigentümerbezogenen Eigenkapitalveränderungen strikt zu trennen und erweiterte Angaben zum Other Comprehensive Income zu machen. Die Anwendung von IAS 1 (2007) wird im RWE-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 zu Änderungen in der Darstellung und zu erweiterten Anhangangaben führen.
IAS 23 (2007) "Fremdkapitalkosten": Mit der überarbeiteten Fassung von IAS 23 hat der IASB ein Wahlrecht abgeschafft, das die Behandlung von Fremdkapitalkosten betrifft, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung qualifizierter Vermögenswerte anfallen. Diese Fremdkapitalkosten sind nunmehr verpflichtend als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten solcher Vermögenswerte zu aktivieren.
IAS 32 (2008) und IAS 1 (2008) "Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen" enthält neue Vorschriften zur Abgrenzung von Fremd- und
Eigenkapital. Bestimmte Finanzinstrumente, die bisher als Fremdkapital zu klassifizieren waren, sind künftig als Eigenkapital auszuweisen. Die geänderten Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.
Die Änderungen (2008) an IAS 39 und IFRS 7 "Umgliederung finanzieller Vermögenswerte – Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften" enthalten Übergangsregelungen und eine Klarstellung zum Anwendungszeitpunkt der im Jahr 2008 eingeführten Möglichkeit, bestimmte bisher zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende nicht derivative finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Die erstmalige Anwendung hatte keine Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.
IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" regelt den Ausweis von Umsatzerlösen im Zusammenhang mit Kundenbonusprogrammen, die von den Herstellern bzw. Dienstleistungsanbietern selbst oder durch Dritte angeboten werden. Die erstmalige Anwendung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.
Neue Rechnungslegungsvorschriften
Der IASB hat weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die in der Europäischen Union aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die zum jetzigen Zeitpunkt zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt.
Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (2009) "Improvements to IFRSs": Der IASB hat im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses ("Annual Improvement Process") einen weiteren Sammelstandard herausgegeben. Darin enthalten ist eine Vielzahl kleinerer IFRS-Änderungen, die darauf abzielen, Vorschriften zu konkretisieren und Inkonsistenzen zu beseitigen. Die meisten Änderungen
sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
IFRS 1 (2008) "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards" ist eine Neufassung des IFRS 1, bei der nur die Struktur des Standards, nicht aber sein Inhalt verändert wurde. Die Neuregelung ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Der RWE-Konzernabschluss wird dadurch nicht beeinflusst.
IFRS 1 Änderungen (2009) "Additional Exemptions for First-time Adopters" führt für IFRS-Erstanwender weitere Erleichterungen bei der Umstellung auf IFRS ein. Die Neuregelung ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Der RWE-Konzernabschluss wird dadurch nicht beeinflusst.
IFRS 2 Änderungen (2009) "Group Cash-settled Sharebased Payment Transactions" konkretisiert insbesondere, wie eine einzelne Tochtergesellschaft in einem Konzern bestimmte anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in ihrem eigenen Abschluss bilanzieren soll. Ferner nimmt der geänderte Standard Regelungen auf, die vormals in IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2" und IFRIC 11 "IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" enthalten waren. IFRIC 8 und IFRIC 11 wurden daher vom IASB zurückgezogen. Die Neuregelung ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Der RWE-Konzernabschluss wird dadurch nicht beeinflusst.
IFRS 3 (2008) "Unternehmenszusammenschlüsse" enthält geänderte Vorschriften zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben. Insbesondere werden der Anwendungsbereich von IFRS 3 und die Bilanzierung von sukzessiven Anteilserwerben geändert. Ferner räumt IFRS 3 (2008) den Unternehmen ein Wahlrecht ein: Die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter können mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit dem anteiligen Nettovermögen bewertet werden. Je nachdem, für welche der beiden Möglichkeiten sich ein Unternehmen entscheidet, wird im Rahmen des Unternehmenserwerbs ein eventuell vorhandener Geschäftsoder Firmenwert vollständig oder nur mit dem Anteil des Mehrheitseigentümers ausgewiesen. IFRS 3 (2008) ist erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Seine Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
IAS 27 (2008) "Konzern- und Einzelabschlüsse": Mit der überarbeiteten Fassung von IAS 27 hat der IASB insbesondere die Vorschriften zur Bilanzierung von Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern eines Konzerns geändert: Transaktionen, durch die ein Mutterunternehmen seine Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ändert, ohne die Beherrschung aufzugeben, sind künftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren. Neu geregelt wurde auch die Bilanzierung im Falle des Verlusts einer beherrschenden Stellung gegenüber einem Tochterunternehmen: Der Standard legt fest, wie ein Entkonsolidierungserfolg berechnet und eine nach Teilveräußerung verbleibende Restbeteiligung am ehemaligen Tochterunternehmen bewertet werden muss. Die Neufassung des IAS 27 ist spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Folgen für den RWE-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
IAS 32 Änderung (2009) "Classification of Rights Issues" ändert die Bilanzierung beim Emittenten von bestimmten Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen in Fremdwährung. Die genannten Instrumente sind künftig als Eigenkapital zu klassifizieren. Die am 8. Oktober 2009 veröffentlichte Neuregelung ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
IAS 39 Änderungen (2008) "Geeignete Grundgeschäfte" konkretisiert die Grundsätze der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Änderungen betreffen die Voraussetzungen zur Qualifikation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft einer Sicherungsbeziehung. Ferner klären sie Zweifelsfragen bezüglich der Absicherung von einseitigen Risiken. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Sie werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss haben.
IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Vereinbarungen, bei denen private Unternehmen mit der öffentlichen Hand Verträge abschließen, die auf die Erfüllung hoheitlicher Aufgaben gerichtet sind. Das private Unternehmen nutzt dabei Infrastruktur, die in der Verfügungsmacht der öffentlichen Hand verbleibt. Es ist für den Bau, den Betrieb und die Erhaltung der Infrastruktur verantwortlich. IFRIC 12 ist in der Europäischen Union erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 29. März 2009 beginnen. Die Anwendung wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss haben.
IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien" regelt die Bilanzierung von Immobilienverkäufen, bei denen es vor Abschluss der Bauarbeiten zum Vertragsabschluss mit dem Erwerber kommt. Die Interpretation klärt insbesondere, unter welchen Voraussetzungen IAS 11 bzw. IAS 18 anzuwenden ist und zu welchem Zeitpunkt die Umsatzerlöse zu realisieren sind. Die Interpretation ist in der Europäischen Union erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen. Sie wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss haben.
IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" klärt Zweifelsfälle im Zusammenhang mit der Währungssicherung eines ausländischen Geschäftsbetriebs. Insbesondere wird durch die Interpretation festgelegt, welches Risiko gesichert werden kann, welche Konzernunternehmen das Sicherungsinstrument halten können und wie im Falle des Abgangs der ausländischen Einheit zu bilanzieren ist. Die Interpretation ist in der Europäischen Union erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Juni 2009 beginnen. IFRIC 16 wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss haben.
IFRIC 17 "Distributions of Non-cash Assets to Owners" stellt Regeln zur Bilanzierung von Sachdividenden auf. Die Interpretation ist erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Sie wird den RWE-Konzernabschluss voraussichtlich nicht wesentlich beeinflussen.
IFRIC 18 "Transfers of Assets from Customers" regelt die Bilanzierung von Vermögenswerten, die Kunden einem Unternehmen übertragen, damit sie an ein Netz angeschlossen werden oder dauerhaften Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen erhalten. IFRIC 18 ist erstmals auf die Bilanzierung von Vermögenswerten anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 übertragen werden. Die Folgen der Neuregelung für den RWE-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
Folgende bereits in Kraft getretene IFRS werden im RWE-Konzern nicht angewendet, da ihre Anerkennung durch die EU noch aussteht:
IFRS 7 Änderungen (2009) "Improving Disclosures about Financial Instruments" sehen erweiterte Anhangangaben zu Finanzinstrumenten vor. Insbesondere ist künftig in einer sogenannten "Fair Value Hierarchie" darzustellen, inwieweit beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten auf Basis von veröffentlichten Marktpreisen oder nicht beobachtbaren internen Unternehmensdaten ermittelt worden sind. Ferner werden die Angabepflichten zu Liquiditätsrisiken aus Finanzinstrumenten erweitert. Das IASB hat die verpflichtende Anwendung bereits für Geschäftsjahre vorgesehen, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Im RWE-Konzernabschluss werden durch die erstmalige Anwendung voraussichtlich zusätzliche Anhangangaben erforderlich.
Die Änderungen an IFRIC 9 und IAS 39 "Embedded Derivatives" stellen die Regelungen klar, nach denen bei einer Umgliederung eines bisher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Finanzinstruments in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" geprüft werden muss, ob darin eingebettete Derivate trennungspflichtig sind. Das IASB hat die verpflichtende Anwendung bereits für Geschäftsjahre vorgesehen, die am oder nach dem 30. Juni 2009 enden. Auf den RWE-Konzernabschluss wird die erstmalige Anwendung voraussichtlich keine Auswirkungen haben.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Die Veränderungen in den ersten drei Quartalen 2009 betreffen im Wesentlichen die Essent-Gruppe mit 137 erstmals konsolidierten Gesellschaften sowie die Bereiche RWE Energy, RWE npower und RWE Innogy. Hier sind insgesamt 30 Gesellschaften erstmals konsolidiert worden. Sechzehn ehemals vollkonsolidierte Unternehmen sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.
Der Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar:
| 30.09.09 | 31.12.08 | |
|---|---|---|
| Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen |
463 | 318 |
| Anzahl der at-Equity-bilanzierten Beteiligungen |
124 | 94 |
Unternehmenserwerbe. Folgende Anteilserwerbe sind zu erwähnen:
Am 30. September 2009 hat RWE 100 % des stimmberechtigten Eigenkapitals des niederländischen Energieversorgers Essent N.V. gegen Zahlung (zum Teil bedingt) von insgesamt 7.794 Mio.€ erworben.
Aufgrund des Kontrollerwerbs zum Stichtag wird die Essent-Gruppe nur mit den Bilanzwerten in den RWE Konzernabschluss einbezogen. Folgende Vermögenswerte und Schulden wurden übernommen:
| Bilanzposten der Essent-Gruppe (vorläufige Werte) in Mio. € |
IFRS-Buch werte vor Erstkonsoli dierung |
IFRS-Buch werte (beizu legender Zeitwert) bei Erstkonsoli dierung |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 3.913 | 6.483 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.514 | 5.693 |
| Langfristige Schulden | 1.089 | 2.082 |
| Kurzfristige Schulden | 5.525 | 5.693 |
| Nettovermögen | 2.813 | 4.401 |
| Anteile anderer Gesellschafter | – 2 | |
| Anschaffungskosten | 7.794 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.395 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3.395 Mio.€ resultiert im Wesentlichen aus zu erwartenden zukünftigen Nutzen- und Synergieeffekten.
Die miterworbene 51%-Beteiligung an den Stadtwerken Bremen wird wegen bestehender Veräußerungsabsicht und der vertraglich ausgeschlossenen Kontrollmöglichkeit als "Zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert" ausgewiesen.
Wäre der Unternehmenszusammenschluss mit Essent bereits zum 1. Januar dieses Jahres erfolgt, so würden das Konzernergebnis rd. 3,2 Mrd. € und der Konzernumsatz rd. 38,2 Mrd.€ betragen.
Aufgrund der komplexen Struktur und Größe der Transaktion sowie der Nähe zum Bilanzstichtag ist die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses noch nicht abschließend festgestellt.
Darüber hinaus hat RWE Innogy am 7. Mai 2009 den Anteil an der Danta de Energías, S.A., Spanien, um 49,32 Prozentpunkte auf 98,65 % gegen Zahlung von 48 Mio. € aufgestockt.
Ferner hat RWE Energy 100 % der Anteile an der Favorit Fernwärme GmbH am 30. Juni 2009 gegen Zahlung von 143 Mio. € erworben.
Über die Essent-Gruppe hinaus wurden insgesamt folgende Vermögenswerte und Schulden aus Unternehmenserwerben übernommen:
| Bilanzposten der übrigen erworbenen Unternehmen in Mio. € |
IFRS-Buch werte vor Erstkonsoli dierung |
IFRS-Buch werte (beizu legender Zeitwert) bei Erstkonsoli dierung |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 108 | 262 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 48 | 48 |
| Langfristige Schulden | 96 | 143 |
| Kurzfristige Schulden | 40 | 40 |
| Nettovermögen | 20 | 127 |
| Anteile anderer Gesellschafter | – 6 | |
| Bisheriger Anteilswert | – 15 | |
| Neubewertung bisheriger Anteile | – 34 | |
| 72 | ||
| Anschaffungskosten | 191 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 119 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 119 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem erwarteten zukünftigen Nutzen.
Seit der erstmaligen Konsolidierung haben die erworbenen Unternehmen 18,6 Mio. € zum Umsatz und 1,1 Mio. € zum Ergebnis des Konzerns beigetragen.
Nicht fortgeführte Aktivitäten (Discontinued Operations). Seit Einleitung des Verkaufs wird American Water Works Company Inc., Wilmington/Delaware, USA, als nicht fortgeführte Aktivität (Discontinued Operation) ausgewiesen. Nach dem Verkauf der ersten Aktientranche im Vorjahr wurden in den ersten drei Quartalen 2009 einschließlich Mehrzuteilungsoptionen ("Greenshoes") weitere insgesamt 55,65 Mio. Aktien in zwei Tranchen zum Preis von 17,25 US\$ bzw. 19,25 US\$ pro Aktie veräußert. Parallel dazu hat American Water 2009 sein Kapital um rund 250 Mio. US\$ durch Ausgabe neuer Aktien erhöht.
Insgesamt reduzierte sich der verbleibende Anteil des RWE-Konzerns an American Water auf rd. 23,5 %. Aufgrund des Verlusts der Stimmrechtsmehrheit und der weiterhin bestehenden Veräußerungsabsicht wird nunmehr anstelle der Vermögenswerte und Schulden American Water als
assoziiertes Unternehmen gemäß IFRS 5 als "Zur Veräußerung bestimmter Vermögenswert" ausgewiesen. Ergebnisbestandteile werden weiterhin als "Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten" gezeigt.
Gemäß IFRS 5 sind zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten.
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten basiert im Wesentlichen auf dem Börsenkurs von American Water. Die sich hieraus ergebenden Bewertungsanpassungen sind in den nachfolgend genannten Fair-Value-Anpassungen enthalten. Schwankungen des Börsenkurses können das Konzernergebnis in Zukunft beeinflussen.
Nachfolgend sind wichtige Kennzahlen der Aktivitäten von American Water dargestellt:
| Eckdaten von American Water 1 in Mio. € |
Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.346 | 1.161 |
| Aufwendungen / Erträge | – 1.164 | – 1.028 |
| Ergebnis vor Steuern | 182 | 133 |
| Ertragsteuern | – 67 | – 54 |
| Ergebnis | 115 | 79 |
1 einschließlich Verrechnung planmäßiger Abschreibungen
Zum 31. Dezember 2008 entfielen auf American Water langfristige Vermögenswerte von 8.432 Mio.€, kurzfristige Vermögenswerte von 278 Mio.€, langfristige Schulden von 5.824 Mio.€ und kurzfristige Schulden von 890 Mio.€.
Im Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten sind –23 Mio.€ Ergebnis aus Veräußerung (Vorjahreszeitraum: 0 Mio. €) und –2 Mio.€ Fair-Value-Anpassungen (Vorjahreszeitraum: –783 Mio.€) enthalten.
Das im zweiten und dritten Quartal 2009 von American Water zugeflossene Beteiligungsergebnis betrug 20 Mio.€.
Umsatzerlöse
Erlöse aus Energiehandelsaktivitäten werden netto, d.h. mit der realisierten Rohmarge als Umsatz, ausgewiesen.
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen lagen in den ersten drei Quartalen 2009 bei 73 Mio.€ (Vorjahreszeitraum: 58 Mio.€).
Eigenkapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. April 2008 wurde der Vorstand der RWE AG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 16. April 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 287.951.360,00 € durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stammaktien gegen Baroder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 21. Oktober 2010 Aktien der Gesellschaft, gleich welcher Gattung, im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb eigener Aktien darf auch unter Einsatz von Putoder Call-Optionen durchgeführt werden.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen oder – unter bestimmten Bedingungen und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre – an Dritte zu veräußern.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2009 wurde der Vorstand ferner bis zum 21. April 2014 zur Ausgabe von Options- oder Wandelanleihen ermächtigt. Der Gesamtnennwert der Anleihen ist auf 6.000 Mio.€ begrenzt. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden. Zur Bedienung der Anleihen hat die Hauptversammlung die Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von 144 Mio. €, eingeteilt in 56 Mio. Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, beschlossen.
Die RWE AG hat vom 2. Februar bis zum 16. Februar 2009 rund 2,9 Millionen Stammaktien der RWE AG im Gegenwert von 177 Mio.€ erworben. Die Aktien wurden zur Erfüllung des am 22. Dezember 2008 geschlossenen Vergleichs im Spruchverfahren aus Anlass der Fusion von RWE und VEW an ehemalige VEW-Aktionäre übertragen. Im gleichen Zeitraum hat die RWE AG rund 2,9 Millionen in ihrem Bestand vorhandene eigene Stammaktien im Gegenwert von 176 Mio.€ veräußert.
Zum 30. September 2009 wurden Anschaffungskosten eigener Anteile der RWE AG in Höhe von 2.272 Mio. € (28.846.473 Stammaktien) vom Buchwert des Eigenkapitals abgesetzt. Das auf sie entfallende Grundkapital beträgt 73.846.970,88 € (5,13 % des gezeichneten Kapitals).
In den ersten drei Quartalen 2009 haben darüber hinaus Unternehmen der RWE AG 7.200 Stammaktien zum durchschnittlichen Anschaffungspreis von 57,79 € je Aktie am Kapitalmarkt erworben, um sie an Mitarbeiter der RWE AG und von Tochterunternehmen auszugeben. Das anteilige Grundkapital beträgt 18.432 € (0,013 ‰ des gezeichneten Kapitals). Im Rahmen der Vermögensbildung wurden davon insgesamt 15 Stammaktien zum durchschnittlichen Kurs von 57,27 € je Stückaktie sowie anlässlich von Dienstjubiläen 7.185 Stammaktien zum durchschnittlichen Kurs von 37,34 € an Mitarbeiter ausgegeben. Der Erlös der Aktienausgaben belief sich auf insgesamt 269.146,95 €. Die jeweiligen Kaufpreisvergünstigungen für Mitarbeiter wurden als aktienbasierte Entlohnungen aufwandswirksam mit ihrem Fair Value bei Begebung erfasst.
Aktienkursbasierte Vergütungen
Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde gesondert über konzernweit bestehende aktienkursbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der RWE AG und nachgeordneter verbundener Unternehmen berichtet.
Im Rahmen des Long-Term Incentive Plan für Führungskräfte ("Beat") wurde im ersten Quartal 2009 eine weitere Tranche begeben.
Gewinnausschüttung
Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 22. April 2009 beschlossen, die vorgeschlagene Dividende je Aktie für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 4,50 € je Stamm- und
Vorzugsaktie auszuschütten. Die Ausschüttung betrug insgesamt 2.401 Mio. €.
Finanzverbindlichkeiten
In den ersten drei Quartalen 2009 wurden Euro-Anleihen im Nominalvolumen von 4.500 Mio. € mit Laufzeiten zwischen 2,25 und 12,5 Jahren (Nominalverzinsung: 2,5 bis 6,5 %) emittiert. Darüber hinaus wurden GBP-Anleihen im Nominalvolumen von 1.500 Mio. GBP mit Laufzeiten zwischen 13 und 30 Jahren (Nominalverzinsung: 5,5 bis 6,125 %) emittiert.
Übrige Verbindlichkeiten
Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten 1.292 Mio. € (31.12.2008: 1.294 Mio. €) kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus gewährten Andienungsrechten
(Put-Optionen) von Minderheitenanteilen, die gemäß IAS 32 anzusetzen waren.
Ergebnis je Aktie
| Jan – Sep 2009 |
Jan – Sep 2008 |
||
|---|---|---|---|
| Nettoergebnis | Mio. € | 2.791 | 2.211 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) | Tsd. Stück | 532.990 | 541.081 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie | € | 5,24 | 4,09 |
Auf Stammaktien und auf Vorzugsaktien entfällt jeweils das gleiche Ergebnis je Aktie.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Assoziierte Unternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten in den ersten drei Quartalen 2009 zu Erträgen in Höhe von 773 Mio.€ (Vorjahreszeitraum: 492 Mio.€) und Aufwendungen in Höhe von 138 Mio.€ (Vorjahreszeitraum: 81 Mio.€). Zum 30. September 2009 betrugen die Forderungen 688 Mio.€ (31.12.2008: 684 Mio.€) und die Verbindlichkeiten 14 Mio.€ (31.12.2008: 13 Mio.€). Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.
Auch die Gesellschaften der Georgsmarienhütte-Gruppe zählen zu den nahestehenden Unternehmen der RWE AG, da der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Dr. Jürgen Großmann, Gesellschafter der Georgsmarienhütte Holding GmbH ist. Für Unternehmen der GeorgsmarienhütteGruppe haben RWE-Konzernunternehmen in den ersten drei Quartalen 2009 Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5,4 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 5,3 Mio. €) erbracht. Die Lieferungen und Leistungen der Georgsmarienhütte-Gruppe für Gesellschaften des RWE-Konzerns summierten sich in den ersten drei Quartalen 2009 auf 1,7 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 1,6 Mio. €). Zum 30. September 2009 hatte die Georgsmarienhütte-Gruppe Forderungen in Höhe von 0,2 Mio. € (31.12.2008: 0 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. € (31.12.2008: 0,4 Mio. €) gegenüber RWE-Konzerngesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden sich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.
Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen abgeschlossen oder durchgeführt.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Ausführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält der Lagebericht.
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die RWE Aktiengesellschaft, Essen
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung und Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Veränderung des Eigenkapitals sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der RWE Aktiengesellschaft, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2009, die Bestandteile des Quartalfinanzberichts nach § 37x Abs. 3 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Essen, den 11. November 2009
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Manfred Wiegand Markus Dittmann Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Aufsichtsrat
Dr. Manfred Schneider Vorsitzender seit 1. Mai 2009 Dr. Thomas R. Fischer Vorsitzender bis 30. April 2009 Frank Bsirske Stellvertretender Vorsitzender Dr. Paul Achleitner Werner Bischoff Carl-Ludwig von Boehm-Bezing Heinz Büchel Dieter Faust Andreas Henrich Heinz-Eberhard Holl Hans-Peter Lafos Dr. Gerhard Langemeyer Dagmar Mühlenfeld Dr. Wolfgang Reiniger Günter Reppien Karl-Heinz Römer – bis 30. September 2009 – Dagmar Schmeer Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz Uwe Tigges Prof. Karel Van Miert verstorben am 22. Juni 2009 Manfred Weber Dr. Dieter Zetsche – seit 16. Juli 2009 –
Vorstand
| Dr. Jürgen Großmann | |
|---|---|
| Vorsitzender | |
| Dr. Leonhard Birnbaum | |
| Alwin Fitting | |
| Dr. Ulrich Jobs | |
| Dr. Rolf Pohlig | |
| Dr. Rolf Martin Schmitz |
– seit 28. Oktober 2009 –
Finanzkalender 2010
| 25. Februar 2010 | Bericht zum Geschäftsjahr 2009 |
|---|---|
| 22. April 2010 | Hauptversammlung |
| 23. April 2010 | Dividendenzahlungen |
| 12. Mai 2010 | Zwischenbericht über das erste Quartal 2010 |
| 12. August 2010 | Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2010 |
| 11. November 2010 | Zwischenbericht über die ersten drei Quartale 2010 |
Der Zwischenbericht über das erste bis dritte Quartal 2009 ist am 12. November 2009 veröffentlicht worden.
Die Hauptversammlung sowie alle Veranstaltungen zur Veröffentlichung von Finanzberichten werden live im Internet übertragen. Die Aufzeichnung der Internetübertragungen ist mindestens zwölf Monate abrufbar.
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