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RWE AG — Audit Report / Information 2012
Jun 17, 2013
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Audit Report / Information
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Publication

Berichtigung
Aufgrund eines technischen Versehens ist die Veröffentlichung vom 31.05.2013 fehlerhaft.
RWE Power AG
Essen und Köln
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
Bericht über das Geschäftsjahr 2012
der RWE Power AG
Inhalt
Bilanz zum 31. Dezember 2012
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
Anhang
Lagebericht
| 1. | Geschäft und Rahmenbedingungen |
| 2. | Wesentliche Vorgänge des Geschäftsjahres |
| 3. | Geschäftsentwicklung |
| 4. | Personal |
| 5. | Forschung und Entwicklung |
| 6. | Chancen und Risiken |
| 7. | Prognosebericht |
| 8. | Nachtragsbericht |
Bestätigungsvermerk
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012
Aufstellung des Anteilsbesitzes (§ 285 HGB) zum 31. Dezember 2012
Bilanz zum 31. Dezember 2012
Aktiva
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | Mio. € | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | (1) | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 9 | 9 | |
| Sachanlagen | 5.290 | 5.397 | |
| Finanzanlagen | (2) | 11.869 | 10.671 |
| 17.168 | 16.077 | ||
| Vorabraum | 0 | 3 | |
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | (3) | 956 | 1.110 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 5.083 | 4.944 |
| Flüssige Mittel | (5) | 1 | 1 |
| 6.040 | 6.055 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 15 | 12 | |
| 23.223 | 22.147 | ||
| Passiva | |||
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
| Anhang | Mio. € | Mio. € | |
| Eigenkapital | (6) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 1.032 | 1.032 | |
| Kapitalrücklage | 992 | 992 | |
| Gewinnrücklagen | 1.453 | 1.453 | |
| 3.477 | 3.477 | ||
| Sonderposten | (7) | 89 | 89 |
| Rückstellungen | (8) | 11.884 | 12.510 |
| Verbindlichkeiten | (9) | 7.477 | 5.743 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (10) | 296 | 328 |
| 23.223 | 22.147 |
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
| 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | Mio. € | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | (15) | 9.331 | 9.561 |
| Strom-/ Erdgas- und Kohlesteuer | (16) | -7 | -7 |
| Umsatzerlöse (inklusive Strom-/ Erdgas- und Kohlesteuer) | 9.324 | 9.554 | |
| Bestandsveränderungen | -6 | -12 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 45 | 101 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (17) | 644 | 801 |
| 10.007 | 10.444 | ||
| Materialaufwand | (18) | -4.859 | -5.246 |
| Personalaufwand | (19) | -1.314 | -1.483 |
| Abschreibungen auf immaterielle VG und Sachanlagen | (20) | -623 | -488 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (21) | -887 | -2.181 |
| -7.683 | -9.398 | ||
| 2.324 | 1.046 | ||
| Ergebnis Finanzanlagen | (22) | 456 | 547 |
| Zinsergebnis | (23) | -732 | -669 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -9 | -5 | |
| -285 | -127 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.039 | 919 | |
| Außerordentliches Ergebnis | (24) | - | - |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (25) | -428 | -542 |
| Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | -1.611 | -377 | |
| Jahresüberschuss | - | - |
Anhang
Allgemeine Grundlagen
Alleinige Gesellschafterin der RWE Power AG ist die RWE AG, Essen. Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RWE AG einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wird; dieser ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Damit sind wir von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.
Zwischen der RWE AG und der RWE Power AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt worden.
RWE Power AG unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) in der Fassung vom 28. Dezember 2012. Gemäß § 6b Abs. 1 EnWG besteht für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 die Offenlegungspflicht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Des Weiteren ergibt sich aus der Nichtanwendbarkeit von § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB für RWE Power AG die Verpflichtung zur Erstellung eines Lageberichtes.
Es sind keine Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Sinne von § 6b Abs. 2 EnWG getätigt worden, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und die nicht nur von untergeordneter Bedeutung sind.
RWE Power AG ist ein im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen mit der Folge der Kontentrennungspflicht nach § 6b Abs. 3 EnWG. Es bestehen ausschließlich Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG.
Zur Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt; die im Anhang genannten Beträge werden in Millionen Euro (Mio. €) angegeben.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Aktiva
Anlagevermögen
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB. Die Abschreibungen für unsere typischen Anlagen basieren auf folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 33 / 50 |
| Technische Anlagen | |
| - Thermische Kraftwerke | 15 / 19 |
| - Wasserkraftwerke | 25 / 50 |
| - Tagebaubereich | 4 - 10 und 25 |
| - Veredlungsbereich | 15 |
| Tagebauaufschlüsse | 33 bzw. 35 |
| Sonstige Versorgungsanlagen (einschließlich Fernwärme) | 15 - 25 |
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen für Zugänge bis zum 31. Dezember 2009 werden - soweit steuerlich zulässig - sowohl degressiv als auch linear vorgenommen. Bei der degressiven Abschreibungsmethode erfolgt der Wechsel auf die lineare Rechnung, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2010 wird grundsätzlich die lineare Methode angewendet. Auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden Abschreibungen monatsgenau verrechnet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis einschließlich 150 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € werden auf Grund untergeordneter Bedeutung einem Sammelposten zugeführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Tagebauaufschlüsse werden linear bzw. leistungsabhängig abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist.
Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei der jeweilige Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag herangezogen wird. Sofern es sich dabei um Zweckvermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen handelt, erfolgt die Saldierung des zum Zeitwert bewerteten Zweckvermögens mit der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert; zinslose und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt, sofern keine gleichwertigen Vorteile gegenüberstehen. In Einzelfällen wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Vorabraum
Die Bewertung erfolgt auf der Basis der Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Gemeinkosten. Der Abraumverbrauch wird nach dem Fifo-Verfahren ermittelt.
Umlaufvermögen
CO2-Emissionsrechte werden als immaterielle Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens unter den Vorräten bilanziert. Die von der deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) kostenlos ausgegebenen Zertifikate werden mit einem Merkposten von 1 € angesetzt. Die zugekauften Emissionsrechte sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert. Die Bestandsbewertung der CO2-Emissionsrechte erfolgt am Bilanzstichtag zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenwert.
Vorräte werden auf der Basis von Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - im Wesentlichen mit dem gewogenen gleitenden Durchschnittswert - unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Ansatz von freiwilligen sozialen Leistungen und Kosten der betrieblichen Altersversorgung wird nicht angewendet. Fremdkapitalzinsen sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Kernbrennelemente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden arbeitsabhängig nach Maßgabe des Verbrauchs und leistungsabhängig nach Maßgabe der Nutzungsdauer des Reaktors vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Sofern es sich dabei um Zweckvermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen handelt, erfolgt die Saldierung mit der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Passiva
Sonderposten
RWE Power AG nimmt das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB in Anspruch. Seit dem 1. Januar 2010 werden keine neuen Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet.
Der Unterschiedsbetrag zwischen den nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen und den handelsrechtlichen Normalabschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen worden.
Die steuerfreien Zulagen und die steuerpflichtigen Zuschüsse der öffentlichen Hand sind als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert. Die steuerfreien Zulagen werden linear entsprechend der Nutzungsdauer der zulagenbegünstigten Vermögensgegenstände, die steuerpflichtigen Zuschüsse abschreibungskonform verrechnet.
Zuschüsse der öffentlichen Hand für ab 2004 angeschaffte Vermögensgegenstände werden unmittelbar erfolgswirksam vereinnahmt.
Rückstellungen
Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung geschätzter künftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober des laufenden Geschäftsjahres veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre laufzeitadäquat abgezinst.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Personalanpassungsmaßnahmen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der „Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) gebildet. Sie werden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank für Oktober 2012 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 5,06 % (Vorjahr 5,13 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden folgende jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen zu Grunde gelegt:
| Rechnungsannahmen in Prozent | Lohn- und Gehaltssteigerungen | Rentensteigerungen | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Pensionsverpflichtungen | 2,75 % | 2,75 % | 1,75 % | 1,75 % |
| Deputatverpflichtungen | 1,75 % | 1,75 % | 1,75 % | 1,75 % |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 1,00 % | 1,00 % | 1,00 % | 1,00 % |
| Altersteilzeit | 2,75 % | 2,75 % | ||
| Jubiläumsverpflichtungen | 2,75 % | 2,75 % |
Die Pensionsrückstellungen umfassen neben den vertraglich zugesagten Barbezügen Rückstellungen für Deputatverpflichtungen, die auf der Basis des Ablösebetrages bzw. der Selbstkosten bewertet werden.
Die Rückstellung für Entsorgung im Kernenergiebereich basiert auf öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen sowie den Betriebsgenehmigungen der Kernkraftwerke und ist mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.
Die bergbaubedingte Rückstellung gründet auf öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen und wird mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die als Rechnungsabgrenzungsposten passivierten Baukostenzuschüsse und anderen Vorauseinnahmen werden vertragsabhängig zu Gunsten des Ergebnisses aufgelöst.
Währungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung, bei Deckung durch Termingeschäfte mit dem Sicherungskurs bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt, sofern keine Bewertungseinheit besteht.
Latente Steuern
Auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft der RWE Power AG mit der RWE AG bilanziert RWE Power AG als Organgesellschaft keine latenten Steuern.
Energiesteuer
In der Gewinn- und Verlustrechnung ist in einem gesonderten Posten nach den Umsatzerlösen die unmittelbar geschuldete Erdgassteuer sowie die geschuldete Kohle-und Stromsteuer ausgewiesen. Die über Zukäufe gezahlte Erdgassteuer ist im Materialaufwand enthalten.
Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Auf Grund des Baufortschritts der Blöcke F und G des Braunkohlenkraftwerks in Neurath (BoA 2&3) werden 1.935 Mio. € aus Anlagen im Bau in technische Anlagen und Maschinen umgebucht. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel auf der Seite 30.
(2) Finanzanlagen
Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 ist die Speicherbecken Geeste OHG der RWE Power AG und der E.ON Kernkraftwerk GmbH (SBG), Geeste, auf die Gesellschaft Kraftwerksbeteiligungs-OHG der RWE Power AG und der E.ON Kernkraftwerk GmbH (KWB-OHG), Lingen verschmolzen worden. Für RWE Power AG ergibt sich daraus keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen vermindern sich um 9 Mio. € aufgrund von Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte zweier JI/CDM-Projektgesellschaften.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhen sich gegenüber RWE AG um 1.000 Mio. €, gegenüber der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG (GSH) unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgung in Höhe von 14 Mio. € des verzinslichen Darlehens um insgesamt 248 Mio. € und gegenüber einer weiteren Tochtergesellschaft um 3 Mio. €. Die zu Beginn des Geschäftsjahres bestehende Ausleihung an SBG in Höhe von 16 Mio. € ist vor der Verschmelzung der SBG auf die KWB-OHG an RWE Power AG zurückgeführt worden. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mindern sich aufgrund der Darlehensrückzahlungen von vier anderen Tochtergesellschaften um 19 Mio. €.
Die verzinslichen Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erhöhen sich durch ein neues Darlehen an die Schluchseewerke AG um 4 Mio. €. Daneben bewirkt die planmäßige Tilgung des Darlehens mit der Kraftwerk Voerde STEAG-RWE oHG einen Rückgang um 7 Mio. €.
Eine Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB befindet sich auf den Seiten 61 und 62.
(3) Vorräte
| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| CO2-Emissionsrechte | 182 | 285 |
| Kernbrennelemente | 133 | 120 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 617 | 668 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 22 | 25 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2 | 2 |
| Geleistete Anzahlungen | .1 | 10 |
| 956 | 1.110 |
1 Betrag in geringer Höhe
(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| in Mio. € | 31.12.2012 | davon RLZ1 > 1 Jahr |
31. 12. 2011 | davon RLZ1 > 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 34 | 36 | ||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.227 | 7 | 3.232 | 7 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 107 | 90 | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.715 | 725 | 1.586 | 665 |
| 5.083 | 732 | 4.944 | 672 |
1 RLZ = Restlaufzeit
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 130 Mio. € (Vorjahr 120 Mio. €). Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen 77 Mio. € (Vorjahr 74 Mio. €) auf Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten das verzinsliche Verrechnungskonto mit der RWE AG in Höhe von 2.534 Mio. € (Vorjahr 2.211 Mio. €).
(5) Flüssige Mittel
| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | .1 | .1 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1 | 1 |
| 1 | 1 |
1 Betrag in geringer Höhe
(6) Eigenkapital
| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 1.032 | 1.032 |
| Kapitalrücklage | 992 | 992 |
| Gewinnrücklagen, andere | 1.453 | 1.453 |
| 3.477 | 3.477 |
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 1.032.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, die zu 100 % von der RWE AG gehalten werden.
Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten die Überdeckungsbeträge der langfristigen Rückstellungen aus der zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 vorgenommenen erfolgsneutralen Umbewertung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) in Höhe von 1.440 Mio. €.
(7) Sonderposten
| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Sonderposten mit Rücklageanteil | ||
| Steuerrechtliche Rücklagen | .1 | .1 |
| Steuerrechtliche Abschreibungen | 78 | 83 |
| 78 | 83 | |
| Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen | ||
| Steuerpflichtige Zuschüsse | 11 | 6 |
| Steuerfreie Zulagen | .1 | .1 |
| 11 | 6 | |
| 89 | 89 |
1 Betrag in geringer Höhe
Die steuerrechtlichen Rücklagen wurden bis zum 31. Dezember 2009 gemäß § 6b und § 7c EStG gebildet.
Die steuerrechtlichen Abschreibungen wurden bis zum 31. Dezember 2009 gemäß §§ 6b, 7b, 7d, 51 EStG - Konjunkturmaßnahmen -, §§ 79, 82, 82a, 82e EStDV und gemäß § 4 Fördergebietsgesetz vorgenommen.
Die Veränderung des Sonderpostens mit Rücklageanteil hat das Ergebnis des Geschäftsjahres mit 5 Mio. € positiv beeinflusst.
(8) Rückstellungen
| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 228 | 227 |
| Steuerrückstellungen | - | 8 |
| Rückstellung für Entsorgung im Kernenergiebereich | 7.874 | 7.695 |
| (abzüglich geleisteter Anzahlungen) | (754) | (716) |
| Bergbaubedingte Rückstellung | 1.867 | 1.752 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.915 | 2.828 |
| 11.884 | 12.510 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Das mit der Pensionsverpflichtung saldierte Deckungsvermögen beträgt 171 Mio. € (Vorjahr 144 Mio. €).
Rückstellung für Entsorgung im Kernenergiebereich: Die Rückstellung setzt sich zusammen aus der Verpflichtung zur Entsorgung von Brennelementen, der Rückstellung für die Stilllegung sowie der Rückstellung für sonstige Entsorgungsmaßnahmen.
Die Rückstellung für Entsorgung von Brennelementen wird abbrandabhängig (Arbeitsanteil) bzw. zeitanteilig über 19 Jahre (Leistungsanteil) angesammelt. Sie umfasst die Kosten der Entsorgungswege der Wiederaufarbeitung sowie die Kosten der direkten Endlagerung. Zugehörige Kosten für Transport, Abfallbehandlung und Abfallrücknahme einschließlich der Kosten für Zwischenlagerung, Konditionierung, basierend auf Verträgen und Schätzungen interner und externer Experten, sind ebenso erfasst wie die auf Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz beruhenden Kosten für die Endlagerung mit dazugehörigen Vorfinanzierungskosten.
Die Rückstellung für die Stilllegung der Kernkraftwerksanlagen, für die wir die atomrechtliche Verantwortung haben, wird über einen Zeitraum von 25 Jahren angesammelt. Der Kostenermittlung liegen externe Fachgutachten für den Restbetrieb und den direkten Abbau der Anlagen zu Grunde. Darüber hinaus werden auch hier Endlagerkosten berücksichtigt.
Die Rückstellung für sonstige Entsorgungsmaßnahmen wird für die Entsorgung radioaktiver Betriebsabfälle gebildet.
Durch die bergbaubedingte Rückstellung werden die am Bilanzstichtag bestehenden und bei Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen aus verursachten bzw. bereits eingetretenen Bergschäden sowie die Verpflichtungen zur Wiedernutzbarmachung berücksichtigt. Sie wird aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen gebildet, die im Wesentlichen auf dem Bundesberggesetz basieren und vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert werden. Soweit die Verpflichtung durch Kohleförderung wirtschaftlich verursacht ist, wird eine ratierliche Ansammlung vorgenommen. Des Weiteren sind Verpflichtungen für die Verlegung von Übertageobjekten berücksichtigt, die aus den im Rahmen des Braunkohlenabbaus notwendigen Verlegungen von Ortschaften und sonstigen Objekten wie Straßen, Bahnlinien, Flüssen oder Versorgungsleitungen resultieren.
Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für die Rückgabeverpflichtung von CO2-Rechten, für Verpflichtungen aus Restrukturierungsmaßnahmen, für Verpflichtungen aus Strombeschaffung und -abgabe, für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, für die finanzielle Absicherung einer nicht-atomrechtlichen Verpflichtung aus der Stilllegung von Kernkraftwerksprojekten und für andere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.
(9) Verbindlichkeiten
| in Mio. € | 31.12.2012 | davon RLZ2 < 1 Jahr | davon RLZ2 1 - 5 Jahre | davon RLZ2 > 5 Jahre | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | .1 | .1 | .1 | .1 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 2 | 2 | 2 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 646 | 646 | .1 | .1 | 731 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.577 | 6.071 | 506 | 4.675 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 83 | 32 | 22 | 29 | 89 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 169 | 128 | 26 | 15 | 246 |
| davon aus Steuern | (34) | (34) | (107) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (4) | (4) | (10) | ||
| 7.477 | 6.879 | 554 | 44 | 5.743 |
1 Betrag in geringer Höhe
2 RLZ = Restlaufzeit
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten das verzinsliche Verrechnungskonto mit der RWE AG in Höhe von 2.007 Mio. €. Diese Finanzverbindlichkeit gehört zum separat geführten Teilbetrieb der Steinkohlen- und Gaskraftwerke, der zum 1. Januar 2013 an die RWE Generation SE, Essen, abgespalten wird. RWE Generation SE ist als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der RWE AG einbezogen und zu 100 % im Anteilsbesitz der RWE AG. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 1.587 Mio. € (Vorjahr 1.459 Mio. €) und von den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, 22 Mio. € (Vorjahr 21 Mio. €) auf Lieferungen und Leistungen.
(10) Rechnungsabgrenzungsposten
Von den passiven Rechnungsabgrenzungsposten entfallen 19 Mio. € auf erhaltene Optionsprämien und 13 Mio. € auf erhaltene Baukostenzuschüsse.
(11) Haftungsverhältnisse
| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen | 1.265 | 1.139 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | (1.260) | (1.134) |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 141 | 148 |
| 1.406 | 1.287 |
Aus den bei RWE AG bilanzierten Pensionsverpflichtungen ergibt sich aufgrund der bei RWE Power AG liegenden wirtschaftlichen Be- und Entlastungen eine Gewährleistungsverpflichtung von 1.240 Mio. € (Vorjahr 1.111 Mio. €).
Aufgrund der in diesem Geschäftsjahr und den bereits vorher erfolgten Übertragungen von bestimmten Altersversorgungsverpflichtungen auf die RWE Pensionsfonds AG besteht für den Fall einer möglichen zukünftigen Unterdeckung des Pensionsfonds eine gesetzliche Nachschussverpflichtung in der Eigenschaft als Arbeitgeber.
Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) wurden im Geschäftsjahr 2008 Vermögenswerte auf einen Treuhänder, den RWE Pensionstreuhand e.V., zur externen Finanzierung von Teilen der betrieblichen Altersversorgung übertragen. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt der Buchwert des treuhänderisch gebundenen Vermögens der RWE Power AG 161 Mio. €. Davon entfallen 150 Mio. € auf Wertpapiere (Fondsanteile) und 11 Mio. € auf Bankbestände (Treuhandkonto). Mit der Bewertungsumstellung nach BilMoG werden beide Beträge mit der Pensionsverpflichtung saldiert.
Gegenüber E.I. du Pont de Nemours and Company, Wilmington/Delaware, USA, besteht eine Rückbürgschaft in Höhe von 80 Mio. € (105 Mio. US-Dollar) für Kreditverpflichtungen von Tochtergesellschaften der CONSOL Energy Inc. in Pittsburgh, USA, u. a. im Zusammenhang mit dem Bau des Baltimore-Terminals.
Für Gewährleistungen und Bürgschaften, die in ihrer Höhe unbestimmt sind, bestehen zwei Merkposten von jeweils 0,51 € und vier Merkposten von jeweils 1,00 €.
Im Zusammenhang mit der Abspaltung und Ausgliederung von Teilbetrieben haften wir gemäß § 133 UmwG als Gesamtschuldner für die Verbindlichkeiten des übertragenden Rechtsträgers, die vor dem Wirksamwerden der Spaltungen begründet worden sind.
Derzeit gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen aus.
(12) Derivative Finanzinstrumente
| Derivate innerhalb von Bewertungseinheiten | Nominalvolumen | Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | positiv | negativ | |
| --- | --- | --- | --- |
| Devisen- / Zinsderivate | - | - | - |
| Commodity-Derivate | 16.038 | 2.173 | -1.032 |
| 16.038 | 2.173 | -1.032 |
| Derivate ohne Bewertungseinheiten | Nominalvolumen | Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | positiv | negativ | |
| --- | --- | --- | --- |
| Devisen- / Zinsderivate | 769 | 72 | -39 |
| Commodity-Derivate | 1.398 | 129 | -509 |
| 2.167 | 201 | -548 |
Bei RWE Power AG werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Commodity-Risiken eingesetzt. Bei den eingesetzten Derivaten handelt es sich um Zinsswapgeschäfte, Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Commodity-Optionen und Commodity-Swaps. Durch konzernverbindliche Richtlinien sind Nutzung, Kontrolle und Verantwortlichkeiten klar geregelt.
Die derivativen Finanzinstrumente sind zum Teil Bestandteil einer Bewertungseinheit zur Absicherung einer Marge aus dem Stromverkauf, wobei die bereits kontrahierten Stromverkäufe und die korrespondierenden Forwardgeschäfte für die Brennstoffbeschaffung hinsichtlich Gas, Steinkohle und Emissionsrechten in einem Makrohedge zusammengefasst worden sind. Über ein Risikomanagementmodell erfolgt eine regelmäßige Positionsbestimmung für die Stromvermarktungsmengen im marktliquiden Zeitraum bis zum Jahr 2015 und die daraus resultierende Menge an Brennstoffen und Emissionsrechten; diese Positionen unterliegen einem Preisänderungsrisiko.
Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft innerhalb der Bewertungseinheit werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt gelassen, weil sie sich wertgleich gegenüberstehen.
Die bis 2015 kontrahierte Stromverkaufsmenge beläuft sich auf 250 TWh, die entsprechenden Brennstoffmengen betragen für Steinkohle 15 Mio. t und für Gas 387 Mio. cbm. Das darauf bezogene Deckungsvolumen an CO2-Rechten beträgt 202 Mio. t.
Ausgehend von den Ergebnissen der Kraftwerkseinsatzplanung sichert RWE Power AG eine Strommarge in einem Value At Risk-Ansatz (VaR) unter Einsatz eines entsprechenden Risikomanagementtools für die Jahre 2012 und 2013. Mit diesem VaR-Tool wird in Abhängigkeit von der Stromvermarktungsmenge, die durch die Liquidität des Strommarktes und die Höhe der Vertriebsanbuchungen innerhalb des RWE-Konzerns bestimmt ist, wöchentlich die Beschaffungsposition für die Brennstoffe und Emissionsrechte fixiert, die den VaR minimiert und damit eine risikominimale Gesamtposition darstellt. Als Input fließen in das VaR-Tool Commodity-Mengen, Energiepreise sowie entsprechende Volatilitäten und Korrelationen ein.
Für die Jahre 2014 und 2015 wird diese Vorgehensweise durch einen linearen technologiebasierten Sicherungsansatz abgelöst. Dabei werden die offenen Positionen der jeweiligen Commodities in sogenannte Spreadpositionen überführt, wobei die Strompositionen auf Basis der Brennstoffpositionen den einzelnen Erzeugungstechnologien zugeordnet werden. Diese Spreadpositionen werden durch die Anzahl der in den Jahren noch verbleibenden Hedgezeitpunkte geteilt; unter Berücksichtigung von Liquiditäten für Kohle, Gas und CO2 und unter Beachtung der Marktliquidität von Strom ergeben sich daraus die endgültigen Hedges je Commodity.
Auf Basis dieser Sicherungsstrategie für die Commodity-Positionen werden Hedgegeschäfte nur so lange vorgenommen und fortlaufend angepasst, wie eine positive Strommarge existiert. Damit entstehen aus diesen Geschäften keine Verluste. Die Höhe des gesicherten Risikos entspricht maximal den negativen Zeitwerten der Commodity-Derivate innerhalb der Bewertungseinheit.
Für Finanz- oder Commodity-Derivate sowie für defizitäre Stromlieferverträge außerhalb der Bewertungseinheit sind Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 421 Mio. € passiviert worden. Innerhalb der Bewertungseinheit sind bei Commodity-Derivaten und defizitären Strombezugsverträgen drohende Verluste in Höhe von 1.240 Mio. € vermieden worden.
Der beizulegende Wert entspricht grundsätzlich dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente, soweit dieser verlässlich bestimmbar ist. Liegt ein verlässlich feststellbarer Marktwert nicht vor, wird der beizulegende Zeitwert aus dem Marktwert gleichartiger Finanzinstrumente abgeleitet oder mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt.
(13) Ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB
Im Geschäftsjahr bestehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge.
(14) Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt insgesamt 0,5 Mrd. €; das Bestellobligo gegenüber verbundenen Unternehmen weist einen geringfügigen Wert auf. Daneben bestehen für künftige Kraftwerksrevisionen und Großreparaturen Zahlungsverpflichtungen aus bereits erteilten Bestellungen.
Zahlungsverpflichtungen aus Strombezügen bestehen bei vertraglich gebundenen Kraftwerken in Höhe von 11,0 Mrd. €; davon sind 0,4 Mrd. € innerhalb eines Jahres fällig. Aus langfristigen Bezugsverträgen einheimischer Steinkohle als Einsatzbrennstoffe in unseren Kraftwerken bestehen Mindestabnahmeverpflichtungen in Höhe von 0,4 Mrd. € (davon 0,1 Mrd. € fällig bis zu einem Jahr). Für einen Teil der Gaskraftwerke gibt es Mindestabnahmemengen auf der Basis ölpreisgebundener Gasbezugsverträge. Daraus ergibt sich eine Zahlungsverpflichtung von 0,1 Mrd. €, die überwiegend innerhalb eines Jahres fällig ist. Es ergeben sich weitere Zahlungsverpflichtungen aus bestehenden Verträgen im Zusammenhang mit dem Gaseinsatz.
Im Rahmen der Beteiligung an JI/CDM-Programmen besteht für RWE Power AG eine finanzielle Verpflichtung von insgesamt 0,1 Mrd. €, die überwiegend innerhalb eines Jahres fällig ist. Weitere Zahlungsverpflichtungen resultieren aus Forward-Geschäften im Zusammenhang mit der Beschaffung von CO2-Rechten gegenüber der RWE Supply & Trading GmbH.
Im Kernenergiebereich bestehen langfristige Bezugs- und Dienstleistungsverträge für Uran, Konversion, Anreicherung und Fertigung.
Aus der Mitgliedschaft in verschiedenen Gesamthandschaften, die im Zusammenhang mit Kraftwerksobjekten, mit Ergebnisabführungsverträgen und zur Abdeckung des nuklearen Haftpflichtrisikos bestehen, obliegt uns die gesetzliche bzw. vertragliche Haftung.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(15) Umsatzerlöse
| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Strom | 8.640 | 8.917 |
| Fernwärme | 110 | 102 |
| Rohkohle und Kohleprodukte | 305 | 298 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 276 | 244 |
| 9.331 | 9.561 |
Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im Inland mit der RWE Supply & Trading GmbH getätigt (8.494 Mio. €; Vorjahr 8.781 Mio. €).
(16) Strom- / Erdgas- und Kohlesteuer
Die von RWE Power AG geschuldete Stromsteuer beträgt wie im Vorjahr 5 Mio. €, die unmittelbar geschuldete Erdgassteuer beträgt 2 Mio. € gegenüber einem geringfügigen Wert im Vorjahr. Die Kohlesteuer auf Kohlelieferungen weist einen geringfügigen Wert auf (Vorjahr 2 Mio. €).
(17) Sonstige betriebliche Erträge
Die hierin enthaltenen Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil betragen 5 Mio. € (Vorjahr 10 Mio. €) und entfallen auf die Entnahme wegen planmäßiger oder vorzeitiger Realisation steuerrechtlicher Abschreibungen.
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen sind in Höhe von 26 Mio. € entstanden. Ferner wurden Rückstellungen in Höhe von 184 Mio. € aufgelöst. Davon entfallen 114 Mio. € auf die Auflösung der Rückstellung für Entsorgung im Kernenergiebereich.
Die Erträge aus der Währungsumrechnung von ausländischen Geschäftsvorfällen betragen 3 Mio. € (Vorjahr 16 Mio. €).
(18) Materialaufwand
| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 4.086 | 4.155 |
| davon CO2-Aufwand | (455) | (587) |
| Abschreibungen auf Kernbrennelemente | 34 | 156 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 739 | 935 |
| 4.859 | 5.246 |
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten die Einsatzstoffe für die Stromerzeugung, die Strom- und sonstigen Energiebezüge sowie die Zuführung zur Rückstellung für die Brennelement-Entsorgung im Kernenergiebereich.
(19) Personalaufwand
| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 1.006 | 1.034 |
| Soziale Abgaben | 189 | 195 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 118 | 251 |
| Aufwendungen für Unterstützung | 1 | 3 |
| 1.314 | 1.483 |
Mit Wirkung zum 1. November 2011 hat RWE Power AG weitere im Rahmen einer Schuldbeitrittsvereinbarung bei RWE AG bilanzierte Altersversorgungsverpflichtungen auf die RWE Pensionsfonds AG entgeltlich gegen einen Einlösungsbeitrag übertragen. Die Durchführung von Leistungen der betrieblichen Alterversorgung für diesen Kreis von Versorgungsberechtigten erfolgt zukünftig durch einen nicht versicherungsförmigen Pensionsfonds. Die Aufwendungen für Altersversorgung sind im Vorjahr durch den geleisteten Einlösungsbeitrag beeinflusst. In den zukünftigen Geschäftsjahren fallen demgegenüber für die übertragenen Altersversorgungsverpflichtungen keine weiteren Pensionsaufwendungen an.
Aus dem im Geschäftsjahr 2010 ausgeübten Verteilungswahlrecht für die Bewertungsumstellung der bei der RWE AG bilanzierten Pensionsverpflichtungen gemäß Art. 67 Absatz 1 EGHGB resultierte im Vorjahr ein einmaliger Altersversorgungsaufwand in Höhe von 110 Mio. €
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 7.760 | 7.915 |
| Angestellte | 5.454 | 5.653 |
| 13.214 | 13.568 | |
| Auszubildende | 794 | 838 |
| 14.008 | 14.406 |
Die Angabe erfolgt in Mitarbeiteräquivalenten entsprechend dem prozentualen Beschäftigungsgrad.
(20) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 47 Mio. € (Vorjahr 46 Mio. €) und betreffen mit 33 Mio. € die vollständige Abschreibung eines Gaskraftwerkes wegen dauerhafter Wertminderung.
(21) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Fremdleistungen in Höhe von 454 Mio. € (Vorjahr 484 Mio. €). Daneben führt die Veränderung der Rückstellung für Finanz- und Commodity-Derivate außerhalb der oben beschriebenen Bewertungseinheit zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 214 Mio. €; durch die im Vorjahr gebildete und im Geschäftsjahr in Anspruch genommene Rückstellung sinkt der sonstige betriebliche Aufwand um 875 Mio. €. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von ausländischen Geschäftsvorfällen betragen 2 Mio. € (Vorjahr 23 Mio. €).
(22) Ergebnis Finanzanlagen
| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus | ||
| Gewinnabführungsverträgen | 95 | 79 |
| davon verbundene Unternehmen | (95) | (79) |
| Beteiligungen | 75 | 134 |
| davon verbundene Unternehmen | (60) | (49) |
| anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 381 | 390 |
| davon verbundene Unternehmen | (378) | (384) |
| 551 | 603 | |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | -95 | -56 |
| davon verbundene Unternehmen | (-94) | (-55) |
| 456 | 547 |
(23) Zinsergebnis
| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5 | 15 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (4) | (13) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -737 | -684 |
| davon an verbundene Unternehmen | (-28) | (-50) |
| -732 | -669 |
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten die Zinszuführung zur eigenbilanzierten Altersversorgungsrückstellung in Höhe von 23 Mio. € abzüglich des Ertrags aus dem der Pensionsverpflichtung gegenüberstehenden Deckungsvermögen in Höhe von 20 Mio. €.
Mit der aktuell gültigen Schuldbeitrittsvereinbarung entfällt seit dem 1. November 2011 die Weiterbelastung des Zinsaufwandes für die bei der RWE AG bilanzierten Pensionsverpflichtungen.
Des Weiteren enthält diese Position die Aufwendungen aus der Aufzinsung der übrigen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 703 Mio. € (Vorjahr 609 Mio. €), wobei der Anstieg gegenüber dem Vorjahr durch die Rückstellung für Entsorgung im Kernenergiebereich mit 53 Mio. € und durch Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 34 Mio. € bestimmt wird.
(24) Außerordentliches Ergebnis
Im Geschäftsjahr 2012 und im Vorjahr sind keine außerordentlichen Erträge und Aufwendungen entstanden.
(25) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern in Höhe von 428 Mio. € (Vorjahr 542 Mio. €) werden dem Organträger erstattet. Die selbst geschuldeten Steuern weisen wie im Vorjahr einen geringfügigen Betrag auf.
(26) Sonstige Angaben
Organe
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf den Seiten 28 und 29 aufgeführt.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 betragen 3.177.784,03 €. Der Vorstand hält nach Ausübung und Neuzuteilung im Geschäftsjahr 2012 am Bilanzstichtag im Rahmen des „RWE Long Term Incentive Plan Beat 2010" 207.396 Stück am Aktienkurs der RWE-Stammaktien gemessene Wertsteigerungsrechte (Performance Shares) mit einem beizulegenden Zeitwert von 2.576.314,54 € zum Zeitpunkt ihrer Gewährung.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 2.571.126,54 €. Für Pensionsverpflichtungen (einschließlich Deputate) gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sind 9.924.081 € zurückgestellt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats belaufen sich auf 471.395,15 €.
Köln und Essen, 21. Januar 2013
RWE Power Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Hartung
Dr. Hartmann
Voß
Dr. Weigand
Winkel
ORGANE
Aufsichtsrat
| Dr. Rolf Martin Schmitz Essen Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der RWE AG |
|
| Werner Bischoff1 Monheim Stellv. Vorsitzender Gewerkschaftssekretär |
|
| Heike Arndt1 - bis 24. Februar 2012 - Kaarst Bezirksleiterin der IG Bergbau, Chemie, Energie Alsdorf |
|
| Rudolf Bertram Eschweiler Bürgermeister der Stadt Eschweiler |
|
| Walther Boecker Hürth Bürgermeister der Stadt Hürth |
|
| Dr. h.c. Wolfgang Clement2 Bonn Bundesminister a.D. |
|
| Dieter Faust1 Eschweiler Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RWE Power AG |
|
| Reinhold Gispert1 Gundersheim Betriebsratsvorsitzender KKW Biblis der RWE Power AG |
|
| Dr. Bernhard Günther - seit 1. Januar 2013 - Essen Mitglied des Vorstands der RWE AG |
|
| Hans Peter Lafos1 Bergheim Gewerkschaftssekretär des ver.di-Landesbezirks NRW |
|
| Harald Louis1 - seit 7. Januar 2013 - Jülich Betriebsratsvorsitzender Tagebau Inden der RWE Power AG |
|
| Manfred Maresch1 - seit 21. April 2012 - Viersen Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie Alsdorf |
|
| Dr. Matthias Müller1 Braunschweig DGB Bundesvorstand, Leiter Abteilung Finanzen |
|
| Reinhard Paß1 Essen Oberbürgermeister der Stadt Essen |
|
| Hans-Jürgen Petrauschke Grevenbroich Landrat des Rhein-Kreises Neuss |
|
| Dr. Rolf Pohlig - bis 31. Dezember 2012 - Essen Mitglied des Vorstands der RWE AG |
|
| Norbert Pohlmann1 Bergheim Betriebsratsvorsitzender Technikzentrum/Hauptwerkstatt Grefrath der RWE Power AG |
|
| Michael Reuther - seit 1. Juli 2012 - Frankfurt am Main Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG |
|
| Jürgen Roters Köln Oberbürgermeister der Stadt Köln |
|
| Gisbert Rühl Essen Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE |
|
| Uwe Schummer1 Willich MdB Kreis Viersen |
|
| Wolfgang Spelthahn Niederzier Landrat des Kreises Düren |
|
| Dr. Eric Strutz Frankfurt a.M. - bis 30. Juni 2012 - Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG |
|
| Dr. Michael Werhahn Neuss Mitglied des Vorstands der Wilh. Werhahn KG |
|
| Leonhard Zubrowski1 Lippetal - bis 31. Dezember 2012 - Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RWE Power AG |
1 Vertreter der Arbeitnehmer
2 Neutrales Mitglied
Vorstand
| Dr. Johannes Lambertz - bis 31. Dezember 2012 - Ressort Vorstandsvorsitz/ Braunkohlenkraftwerke/Tagebaue |
|
| Matthias Hartung - seit 1. Januar 2013 - Ressort Vorstandsvorsitz |
|
| Dr. Ulrich Hartmann Ressort Kernkraftwerke, Steinkohlen-/Gas-/Wasserkraftwerke (bis 31. Dezember 2012) Ressort Braunkohlenkraftwerke/Tagebaue, Kernkraftwerke, Wasserkraftwerke (seit 1. Januar 2013) |
|
| Antonius Voß - bis 28. Februar 2013 - Ressort Finanzen |
|
| Dr. Frank Weigand - seit 1. Januar 2013 - Ressort Finanzen |
|
| Erwin Winkel Ressort Personal und Veredlung |
Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2012 |
Zugänge | Umbuchungen/ Umgliederungen |
Abgänge | Stand 31.12.2012 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Bergwerksgerechtsame | 29 | - | - | - | 29 |
| Sonstige Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 52 | .1 | .1 | 5 | 48 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 81 | .1 | .1 | 5 | 77 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.989 | 64 | 28 | 26 | 3.055 |
| Tagebauaufschlüsse | 1.126 | 11 | 1.137 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 15.912 | 328 | 1.986 | 622 | 17.604 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 402 | 27 | 6 | 14 | 421 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.223 | 105 | -2.020 | 308 | |
| Summe Sachanlagen | 22.652 | 535 | 0 | 662 | 22.525 |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.062 | 0 | 0 | 15 | 1.047 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 9.499 | 1.265 | 0 | 49 | 10.715 |
| Beteiligungen | 115 | 0 | 2 | 113 | |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 77 | 5 | 0 | 8 | 74 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 3 | 1 | 4 | ||
| Sonstige Ausleihungen | 57 | 5 | 0 | 9 | 53 |
| Summe Finanzanlagen | 10.813 | 1.276 | 0 | 82 | 12.006 |
| Summe Anlagevermögen | 33.546 | 1.810 | - | 749 | 34.608 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2012 |
Abschrei- bungen des Berichts- jahres |
Umbu- chungen |
Abgänge | Zuschrei- bungen |
Stand 31.12.2012 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Bergwerksgerechtsame | 23 | .1 | - | - | - | 23 |
| Sonstige Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 49 | 1 | - | 5 | - | 45 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 72 | 1 | - | 5 | - | 68 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.936 | 74 | .1 | 9 | -1 | 2.000 |
| Tagebauaufschlüsse | 843 | 57 | 0 | 900 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 14.163 | 468 | .1 | 619 | .1 | 14.013 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 311 | 23 | .1 | 13 | .1 | 321 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Summe Sachanlagen | 17.255 | 622 | 0 | 641 | -1 | 17.235 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 122 | 0 | 0 | 14 | 0 | 108 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Beteiligungen | 20 | 9 | 0 | .1 | 0 | 29 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 0 | .1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 142 | 9 | 0 | 14 | 0 | 137 |
| Summe Anlagevermögen | 17.469 | 632 | 0 | 660 | -1 | 17.440 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2012 |
Stand 31.12.2011 |
|
| --- | --- | --- |
| Mio. € | Mio. € | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Bergwerksgerechtsame | 6 | 6 |
| Sonstige Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3 | 3 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 9 | 9 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.055 | 1.053 |
| Tagebauaufschlüsse | 237 | 283 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.592 | 1.749 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 100 | 91 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 306 | 2.221 |
| Summe Sachanlagen | 5.290 | 5.397 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 939 | 940 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.715 | 9.499 |
| Beteiligungen | 84 | 95 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 74 | 77 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 4 | 3 |
| Sonstige Ausleihungen | 53 | 57 |
| Summe Finanzanlagen | 11.869 | 10.671 |
| Summe Anlagevermögen | 17.168 | 16.077 |
1 Betrag in geringer Höhe
Lagebericht 2012
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Das Geschäftsfeld der RWE Power AG sind der wirtschaftliche Betrieb und die Instandhaltung ihrer Kraftwerke in Deutschland. Gleichzeitig treibt die RWE Power AG auch strategische Projekte und Geschäftsideen in Deutschland voran und ist Innovationsmotor in der konventionellen Stromerzeugung und CO2-Vermeidung sowie für -Abtrennung und -Nutzung.
Als führender deutscher Stromerzeuger setzt die RWE Power AG auf einen breiten Energiemix und kann dabei mit ihren Braunkohlentagebauen zu wesentlichen Teilen auf eine eigene Rohstoffbasis zurückgreifen. Der breite Energiemix versetzt das Unternehmen in die Lage, flexibel und erfolgreich zu agieren und die Ziele Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit im verschärften Konkurrenzumfeld nachhaltig zu managen. Zugleich werden Synergien erschlossen, die die Wettbewerbsposition stärken.
Die RWE Power AG verfolgt das Ziel, die Wettbewerbsstellung im deutschen Strommarkt durch den Erhalt und die Erneuerung der Erzeugungskapazitäten zu sichern.
Zwischen der RWE Power AG und der RWE AG, die 100 % der Unternehmensanteile hält, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Außer der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft aufgrund des Gewinnabführungsvertrages besteht mit der RWE AG ein umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis.
1.1 Konjunkturelle Entwicklung
Die globale Wirtschaftsleistung stieg 2012 nach ersten Schätzungen um 2,3 % über das Vorjahresniveau an. Dem gegenüber dürfte sich im vergangenen Jahr das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone, insbesondere aufgrund der von der Staatsschuldenkrise ausgehenden Unsicherheiten, voraussichtlich um ca. 0,5 % verringert haben. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Währungsgebiets, wird wahrscheinlich im Jahresvergleich um rund 1 % gestiegen sein. Dabei hatte insbesondere der private Konsum einen stabilisierenden Einfluss.
1.2 Energiemarkt
1.2.1 Strom- und Gasnachfrage
Aus den bisher vorliegenden Daten geht hervor, dass der Stromverbrauch in Deutschland 2012 um circa 1 % rückläufig war. Hier spielte insbesondere die gedämpfte industrielle Produktion eine entscheidende Rolle. Die Gasnachfrage lag mit voraussichtlich 1 % leicht über dem Vorjahreswert. Grund für den Anstieg dürften im Wesentlichen die kühleren Temperaturen gewesen sein, die auch den Einfluss des geringeren Einsatzes von Gas in der Stromversorgung überkompensierten.
1.2.2 Strompreise
Die Strompreise an der Großhandels-Börse EEX sind im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr merklich gesunken und verringerten sich um 17 % auf rund 43 EUR/MWh (Base-Kontrakt) bzw. um 15 % auf knapp 49 EUR/MWh (Peak-Kontrakt). Diese Entwicklung kann in wesentlichen Teilen auf den Preisrückgang bei Steinkohle und Emissionszertifikaten sowie zunehmende Einspeisungen aus Windkraft- und Solaranlagen zurückgeführt werden. Im Endkundengeschäft zeigte sich im vergangenen Jahr eine uneinheitliche Entwicklung: Haushaltskunden mussten im Durchschnitt rund 3,5 % mehr bezahlen, Industriekunden hingegen annähernd 1,5 % weniger.
1.2.3 Gaspreise
Der Preis für Gasimporte nach Deutschland, der immer noch in Teilen durch ölindizierte Langfristverträge bestimmt wird, lag 2012 mit voraussichtlich 29 EUR/MWh um etwas mehr als 10 % höher als vor einem Jahr. Dies ist vorrangig auf höhere Ölpreise in den Jahren 2011/12 gegenüber 2010/11 zurückzuführen, die den Gaspreisformeln zugrunde lagen. Die Gaspreis-Notierungen am niederländischen Spotmarkt, die auch für den deutschen Markt eine wesentliche Rolle spielen, lagen mit einem Durchschnittswert von gut 25 EUR/MWh rund 10 % über dem entsprechenden Vorjahreswert. Entsprechend entwickelten sich die Endkundenpreise: Die Tarife für Haushalte stiegen um etwa 5 %, während sich die Preise für Industriekunden um schätzungsweise 12 % erhöhten.
1.2.4 Öl- und Kohlepreise
Der Preis der international gehandelten Ölsorte Brent lag im Jahr 2012 im Jahresmittel bei 112 $/bbl und damit in etwa auf dem Vorjahresniveau. Preistreibenden Faktoren wie den Iransanktionen und der politisch instabilen Lage im nahen Osten standen moderierende Einflüsse wie die konjunkturell gedämpfte Nachfrage und eine steigende Produktion in Nicht-OPEC-Staaten - insbesondere den USA - gegenüber. Kohle wurde mit rund 93 $/t (API#2) im europäischen Spotmarkt gehandelt und verbilligte sich somit um etwa 24 %. Der Grenzübergangspreis (BAFA) für Kohle nach Deutschland reduzierte sich nach ersten Schätzungen um knapp 10 % auf rund 93 EUR/t SKE.
1.2.5 CO2-Zertifikate-Preis
Für die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen sind von den jeweiligen Unternehmen im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems Zertifikate entsprechend der emittierten CO2-Menge zu erwerben. Der Preis für diese sogenannten EUAs (EU Allowance Units) ist 2012 aufgrund der konjunkturbedingten gedämpften industriellen Produktion und zunehmender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf durchschnittlich rund 7,4 EUR/t CO2 gefallen und liegt damit rund 43 % unter dem Vorjahreswert.
1.3 Energiepolitik
Die energiepolitische Diskussion betraf 2012 auf Bundesebene vor allem die Auswirkungen der Energiewende auf Versorgungssicherheit und Strompreise. In Brüssel und Düsseldorf beherrschten dagegen Debatten über notwendige Maßnahmen für mehr Klimaschutz die Szenerie.
So hat die Politik, nachdem es im Februar 2012 schon zu kritischen Netzsituationen gekommen war, Sorge vor einem Zusammenbruch der Stromversorgung in den kommenden Wintern. Bislang sichern sich die Übertragungsnetzbetreiber mit bilateralen Verträgen Reservekraftwerke. Verschiedene Kraftwerksbetreiber haben allerdings angekündigt, unrentabel gewordene Anlagen stillzulegen. Um dies zu verhindern, hat der Gesetzgeber jetzt im Rahmen der EnWG-Novelle ein Stilllegungsverbot für systemrelevante Kraftwerke beschlossen. Vorübergehende und dauerhafte Stilllegungen sind zudem nunmehr 12 Monate im Voraus anzukündigen. Mittelfristig soll dieses Verbot in ein marktwirtschaftliches Verfahren - Ausschreibungen einer strategischen Reserve - überführt werden.
Der im Oktober für 2013 angekündigte drastische Anstieg der EEG-Umlage sowie die mit der wachsenden Einspeisung von erneuerbaren Energien zunehmenden Probleme in Sachen Netzstabilität und Versorgungssicherheit lassen eine Reform des EEG zunehmend dringlicher erscheinen. Auf einem Energiegipfel im November von Kanzlerin, Bundesumweltminister und den Ministerpräsidenten der Länder wurde eine stärkere Abstimmung der Ausbaustrategien der Länder vereinbart; die Bundesregierung hat dabei ihr Ausbauziel für den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in 2020 auf 40 % erhöht. Bis Mai 2013 soll das BMWi daran anknüpfend Vorschläge für eine EEG-Novelle vorlegen. Angesichts der anstehenden Bundestagswahl ist aber frühestens 2014 mit einer Umsetzung zu rechnen. Bis dahin geht der Ausbau weiter. Auch die Absenkung der Einspeisevergütungen für Photovoltaik im Sommer dürfte daran angesichts der weiter stark sinkenden Modulpreise wenig ändern. Der Druck auf die Wirtschaftlichkeit konventioneller Kraftwerke wird also anhalten.
Der Netzausbau für die Strom- und Gasseite ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Im Mai bzw. Dezember 2012 haben die deutschen Übertragungsnetzbetreiber bzw. die Fernleitungsnetzbetreiber einen Entwurf für den Netzentwicklungsplan, der bis 2022 reicht, vorgelegt. Nach Prüfung hat die Bundesnetzagentur den Plan mit einigen Änderungen im November an die Bundesregierung übergeben. Das Bundeskabinett hat hierzu kurz vor Weihnachten den Entwurf für ein Bundesbedarfsplangesetz verabschiedet, in dem der Netzausbaubedarf gesetzlich festgeschrieben werden soll. Danach soll das Höchstspannungsnetz auf 2.900 km Länge modernisiert und um 2.800 km Länge erweitert werden, darunter drei Gleichstromleitungen in Nord-Süd-Richtung. Bei Umsetzung dürfte danach in Deutschland auch bei einem weiteren Ausbau der Erneuerbaren eine in weiten Teilen engpass- und redispatchfreie Stromübertragung möglich werden.
Die Bundesnetzagentur hat am 31. Oktober 2012 Festlegungen zum Redispatch veröffentlicht, die zum 17. Dezember 2012 in Kraft traten. Neben den Rahmenbedingungen für die Eingriffsmöglichkeiten der Übertragungsnetzbetreiber in die Fahrweise der Kraftwerke wurden insbesondere Regelungen für eine Vergütung beschlossen. Aus Sicht von RWE bestehen allerdings erhebliche Bedenken gegen die Angemessenheit der Vergütung.
Bis zum 7. Januar 2013 musste die europäische Industrieemissionsrichtlinie (IED) in nationales Recht umgesetzt werden. Die in der Novellierung der 13. und 17. BImSchV enthaltenen Grenzwerte für Luftschadstoffe kommen einer 1:1-Umsetzung der Richtlinie sehr nah; diese dürften die RWE-Kraftwerke ohne größere Nachrüstungen unter verstärktem Einsatz von Hilfsstoffen einhalten können. Der deutsche Gesetzgeber trägt damit dem Ziel der Richtlinie Rechnung, mit der europaweiten Vereinheitlichung der Werte durch das neue Regelwerk Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Mitgliedsländern abzubauen.
Zum Jahresende 2012 lief der bisherige Spitzenausgleich bei der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe und damit auch für die Energiewirtschaft und den Bergbau aus. Mit einer Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes hat der Gesetzgeber eine Fortführung ermöglicht, die allerdings noch unter Vorbehalt der beihilferechtlichen Prüfung durch die EU-Kommission steht. Danach wird der Spitzenausgleich weiter gewährt, wenn die Unternehmen in den Jahren 2013 bis 2015 Energiemanagementsysteme einführen und das gesamte produzierende Gewerbe zusätzlich ab 2015 eine jährliche Effizienzsteigerung von 1,3 % nachweist. Die RWE Power AG will sich an diesen Effizienzmaßnahmen beteiligen.
Ungeachtet des Kernenergie-Ausstiegsbeschlusses ist die Frage nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle weiter ungelöst. Seit November 2011 wird unter Federführung des BMU im Rahmen von Bund-Länder-Arbeitsgruppen ein Artikelgesetz zur Suche und Auswahl eines Standorts für ein Endlager (Standortauswahlgesetz) für hochradioaktive Abfälle erarbeitet. Nachdem es im Frühjahr 2012 eine deutliche Annäherung zwischen Regierung und Opposition gab, herrschte in der zweiten Jahreshälfte weitgehend Stillstand in den Beratungen. Der aktuelle Gesetzentwurf sieht vor, deutschlandweit nach einem Standort zu suchen. Nach Festlegung von Auswahlkriterien sollen mehrere Standorte mit verschiedenen Wirtsgesteinen zunächst obertägig und dann - nach entsprechender Auswahl - auch untertägig untersucht werden. Zwischen Regierung und Oppositionsparteien besteht insbesondere Uneinigkeit über den Umgang mit dem Standort Gorleben sowie über die organisatorische Ausgestaltung und die Zuständigkeiten in diesem Prozess. Das Gesetzesvorhaben hat für die Betreiber von Kernkraftwerken hohe Relevanz, da es erhebliche zusätzliche Kosten verursachen kann, wenn sich die im jetzigen Gesetzentwurf vorgesehene Regelung durchsetzt, wonach die Abfallverursacher für die Kosten des Suchprozesses aufkommen sollen. In das Verfahren soll die Öffentlichkeit umfassend eingebunden werden. Am Ende sollen aber Bundestag und Bundesrat den Standort per Gesetz festlegen. Ob sich Regierung und Opposition noch vor der Bundestagswahl auf einen Gesetzentwurf einigen können, ist unklar.
Die Landesregierung will den Klimaschutz in NRW voranbringen. Der Entwurf für ein Landesklimaschutzgesetz NRW sieht eine Minderung der Treibhausgasemissionen in NRW von mindestens 25 % bis 2020 und mindestens 80 % bis 2050 vor. Kritisch sehen wir, dass eine Doppelregulierung für Anlagen, die bereits dem Emissionshandel unterliegen, nicht ausgeschlossen und die Rechtssicherheit in der Verknüpfung von Klimaschutzgesetz und Raumordnung nur unzureichend gewährleistet ist. Tiefgreifende Änderungen an dem Entwurf, der Anfang 2013 verabschiedet werden soll, sind aber nicht mehr zu erwarten. Weil das Gesetz selbst keine konkreten Maßnahmen oder Strategien zur Erreichung der Klimaschutzziele enthält, sollen diese in einem Klimaschutzplan festgeschrieben werden. Der Plan wird seit September 2012 in einem Dialogverfahren unter breiter Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen erarbeitet; hier liegen u. a. Forderungen nach Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus fossilen Kraftwerken und nach emissionsbegrenzenden Regelungen in der Raumordnung vor. Die Landesregierung hofft, durch diesen Prozess die zur Umsetzung des Klimaschutzgesetzes notwendigen, weiteren gesetzgeberischen und planungsrechtlichen Maßnahmen auf eine breitere öffentliche Basis zu stellen. Voraussichtlich im Sommer 2013 soll der Entwurf dem Landtag zur Beschlussfassung zugehen. Erst auf dieser Grundlage können die Auswirkungen des Gesetzes (belastende Maßnahmen) für RWE Power genauer bestimmt werden.
Im September verabschiedeten EU-Parlament und Ministerrat eine neue Richtlinie zur Energieeffizienz, mit der die EU-Kommission auf dem Weg, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 % zu erhöhen, vorankommen will. Neben Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz beim Endkunden enthält die Richtlinie auch Regeln zum Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in neuen Kraftwerken, aber auch in Bestandsanlagen, sofern diese modernisiert werden. Der Kraftwerksbetreiber wird danach zu einer Kosten-Nutzen-Analyse verpflichtet, ob KWK im Einzelfall vorteilhaft ist. Fällt diese Prüfung positiv aus, soll KWK im Rahmen der Genehmigung obligatorisch vorgegeben werden. Nach der Veröffentlichung Mitte November verbleiben den Mitgliedstaaten nun 18 Monate für die nationale Umsetzung. Dabei kommt es im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der KWK-Vorschriften entscheidend auf die nationale Umsetzung der Kosten-Nutzen-Analyse und die Ausgestaltung der Spielräume an, die die Richtlinie hier lässt.
Auch wenn das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) als zentrales Klimaschutzinstrument nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird, so werden doch angesichts der sich abzeichnenden Überausstattung mit Emissionszertifikaten und des daraus resultierend niedrigen Zertifikatspreises Reformen gefordert. Die EU-Kommission hat hierzu im November 2012 Vorschläge für die dritte Handelsperiode 2013-2020 vorgelegt. Danach soll zunächst die Versteigerung von 900 Millionen Zertifikaten aus den Jahren 2013-2015 in die Jahre 2019-2020 verschoben werden („Backloading"). Die Kommission diskutiert weitergehende, strukturelle Reformvorschläge für das ETS, z. B. einen ehrgeizigeren Minderungspfad oder die endgültige Streichung der zurückgehaltenen Zertifikate. Ziel beider Maßnahmen ist vordringlich eine Steigerung der Zertifikatspreise. Inwieweit die Kommission mit ihrer Tätigkeit einzelstaatliche Maßnahmen, wie z. B. die Einführung von CO2-Steuern, beeinflusst, ist ungewiss. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise und der Sorge vor weiteren Belastungen aus Strompreissteigerungen ist offen, inwieweit die Mitgliedstaaten diesen Weg mitgehen werden.
2. Wesentliche Vorgänge des Geschäftsjahres
2.1 Rechtliche Verfahren
Nachdem bereits gegen sämtliche Festsetzungen der Kernbrennstoffsteuer (KernbrSt) im Jahre 2011 Klagen bei den zuständigen Finanzgerichten (FG) Hamburg und München eingereicht wurden, ist auch gegen die Festsetzungen des Jahres 2012 jeweils Klage erhoben worden. Die Klage der Kernkraftwerke Lippe-Ems GmbH (KLE) für 2011 ist beim FG Hamburg anhängig und dient als Musterverfahren. Alle anderen Verfahren der Jahre 2011 und 2012 sind bis zu einer Entscheidung des FG Hamburg ruhend gestellt worden.
Hinsichtlich des Klageverfahrens der KLE gegen die Festsetzung der KernbrSt vom Juni 2011 ist die mündliche Verhandlung auf den 29. Januar 2013 terminiert worden. In einer mündlichen Erörterung im Oktober 2012 hat das zuständige Gericht deutlich gemacht, dass seines Erachtens Zweifel an der formellen Verfassungsmäßigkeit der KernbrSt bestehen und deswegen eine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Betracht gezogen wird. Dies entspricht unserer Rechtsauffassung. Eine endgültige Entscheidung über den weiteren Verfahrensweg wird dann im Januar 2013 getroffen. Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass die Verfahren dem BVerfG und ggf. später dem EuGH vorgelegt werden. Eine Entscheidung durch das BVerfG wird nicht vor Herbst 2015 erwartet.
Gegen die 13. AtG-Novelle hat die RWE Power AG im Hinblick auf den gesetzlichen Entzug der Berechtigungen zum Leistungsbetrieb der Bibliser Blöcke sowie vor dem Hintergrund der Entwertung der Mülheim-Kärlich-Strommengen am 9. Februar 2012 Verfassungsbeschwerde eingelegt. Gerügt werden insbesondere die Verletzung des Eigentumsgrundrechts aus Art. 14 GG sowie die Verletzung des allgemeinen Gleichheitsgrundsatzes (Art. 3 GG). Die 13. AtG-Novelle greift unseres Erachtens in verfassungswidriger Weise in das Eigentumsrecht der RWE Power AG ein und hat verschiedene feste Abschaltdaten für die einzelnen Kernkraftwerke bestimmt, ohne dass für die damit verbundene Ungleichbehandlung von Kraftwerken eine sachliche Rechtfertigung besteht. Wie die Sicherheitsüberprüfung durch die Reaktorsicherheitskommission in 2011 zeigte, können alle deutschen Kernkraftwerke unabhängig vom Typ, der Baulinie und ihrem Alter sicher betrieben werden. Die Verfassungsbeschwerde ist darauf gerichtet, die Verfassungswidrigkeit der Gesetzesnovelle festzustellen und damit eine Basis für Entschädigungsansprüche zu schaffen.
Eine verlässliche Prognose, wann eine mündliche Verhandlung und dann eine Entscheidung ergehen wird, ist derzeit kaum möglich.
Eine weitere Verfassungsbeschwerde gegen die 13. AtG-Novelle wurde am 2. August 2012 von der RWE Power AG und zugleich von der RWE AG, der Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH und der KLE beim BVerfG erhoben. Mit dieser weiteren Verfassungsbeschwerde machen zum einen die vorgenannten Betreibergesellschaften die Verletzung ihrer Grundrechte aus Artikel 14 GG (Eigentumsverletzung), Artikel 3 Abs. 1 GG (Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz), Artikel 12 GG (Recht auf Berufsfreiheit) und Artikel 2 Abs. 1 GG (Allgemeine Handlungsfreiheit) geltend und darüber hinaus die RWE Power AG und die RWE AG die Verletzung ihrer Eigentumsrechte als unmittelbare bzw. mittelbare Gesellschafterinnen der vorgenannten Betreibergesellschaften. Auch in diesem Verfahren lässt sich keine verlässliche Prognose geben, wann das BVerfG über die Beschwerde verhandeln und entscheiden wird.
Vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Kassel hat die RWE Power AG zwei Klageverfahren gegen das Hessische Umweltministerium (zuständige Aufsichtsbehörde für das KKW Biblis) wegen Rechtswidrigkeit der Anordnungen des Landes Hessen betreffend die am 18. März 2011 angeordneten einstweiligen Stilllegungen der Blöcke A und B des KKW Biblis erhoben. Die zunächst als Anfechtungsklagen erhobenen Klagen wurden nach Ablauf des 3-monatigen Moratoriums zwischenzeitlich in sogenannte Fortsetzungsfeststellungsklagen umgestellt. In beiden Verfahren hat der VGH Kassel am 14. Juli 2012 durch Zwischenurteil die Zulässigkeit der erhobenen Klagen festgestellt. Das beklagte Land Hessen hat gegen die Nichtzulassung der Revisionen durch den VGH Kassel keine Nichtzulassungsbeschwerden erhoben. Damit ist über die Zulässigkeit beider Klagen endgültig entschieden. Inzwischen hat der VGH Kassel mitgeteilt, dass über die Begründetheit der Klagen am 27. Februar 2013 verhandelt werden soll. Wir erwarten, dass beide Rechtsstreitigkeiten in jedem Falle erst durch das Bundesverwaltungsgericht entschieden werden. Eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts erwarten wir allerdings kaum noch in 2013.
Am 6. August 2012 hat die RWE Power AG beim Hessischen Umweltministerium für Biblis A und für Biblis B jeweils einen Antrag auf Erteilung von Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen gestellt. Die damit eingeleiteten Genehmigungsverfahren werden mehrere Jahre dauern. Eine Entscheidung über die tatsächliche Durchführung der Stilllegung wird erst nach Vorliegen einer entsprechenden Genehmigung erfolgen können.
Die Streitigkeiten mit den kommunalen Minderheitsgesellschaftern der Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG (GEKKO) konnten auf dem Verhandlungsweg beigelegt werden. Die Vergleichsvereinbarung wurde im Januar 2012 wirksam.
2.2 Kraftwerksportfolio
2.2.1 Neubauten
Am 15. August 2012 wurden die beiden neuen Blöcke der BoA 2&3 in Neurath offiziell in Betrieb genommen.
Im Zusammenhang mit Kraftwerksneubauten wurden bis Ende 2012 alle im Rheinischen Revier noch in Betrieb befindlichen 150 MW-Blöcke stillgelegt. Die Stilllegungen wurden den zuständigen Behörden angezeigt.
Die außergerichtlichen Gespräche mit dem Dampferzeugerkonsortium wegen des erheblichen Terminverzugs an beiden Blöcken und zur Verantwortlichkeit für den schweren Unfall im Jahre 2007 haben zu keinem Ergebnis geführt. Die RWE Power AG hat daher Ende Juni 2012 Leistungsklage auf Ersatz der verzögerungsbedingten Schäden eingereicht, das Konsortium hat im Gegenzug seinerseits Klage auf Erstattung der unfallbedingten Mehrkosten erhoben. Aufgrund der vielen und komplexen zugrundeliegenden Sachverhalte ist mit einer langen Prozessdauer zu rechnen. Beim Steinkohlendoppelblock Westfalen D&E hat nach erfolgreichen Druckproben der Dampferzeuger die warme Inbetriebnahme der Systeme begonnen. Die Aufnahme des kommerziellen Betriebs ist für Ende November 2013 bzw. für Mitte März 2014 avisiert.
Gegen den Lieferanten der beiden Dampferzeuger hat die RWE Power AG Ende Mai 2012 Feststellungsklage wegen der Verzögerung bei der Errichtung erhoben. Auch hier rechnen wir mit einer längeren Verfahrensdauer.
Die 2010 begonnene Erweiterung des SEO-Pumpspeicherkraftwerks Vianden, Luxemburg, um eine elfte Maschine mit einer Leistung von 200 MW schritt 2012 weiter voran. Unerwartete geologische Probleme erforderten eine Verstärkung des Baugrubenverbaus und Anpassungen beim Bauablauf zur Erstellung des Unterwasserstollens. Durch Kompensationsmaßnahmen konnte der zeitliche Verzug auf vier Monate begrenzt werden. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2013 vorgesehen. Die neue Maschine wird je zur Hälfte gemeinsam mit der luxemburgischen Enovos genutzt und trägt damit zur Stärkung der langjährigen Energiepartnerschaft zwischen Luxemburg und RWE bei.
2.2.2 Optimierung
Das Heizkraftwerk Dortmund wird durch die Errichtung einer Vorschaltgasturbine (rund 14 MWel) für den Kessel 11 modernisiert. Das Projekt wird bis Herbst 2013 realisiert und bewirkt einen starken Ausbau der Stromproduktion in Kraft-Wärme-Kopplung, eine Reduktion des Primärenergiefaktors1 um ca. 40 % und die Senkung der CO2-Emissionen. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH beteiligt sich an diesem Gemeinschaftsprojekt zu 50 % mit einem Baukostenzuschuss, der in einer im Juli 2012 geschlossenen Ergänzungsvereinbarung zum bestehenden Wärmelieferungsvertrag (bis 2022) geregelt ist und die bisher erfolgreiche vertragliche Partnerschaft weiter stabilisiert.
1 Verhältnis von aufgewendeter Primärenergie zur genutzten Endenergie.
Am Kraftwerksstandort Gersteinwerk wurde eine zusätzliche Erdgas-Anschlussleitung an das Netz der Open Grid Europe gebaut. Die Endabnahme und Übergabe an den Standort erfolgten Ende März 2012. Seitdem befindet sich die Anlage im kommerziellen Betrieb.
Zum 1. April 2012 erfolgte die vorläufige Einstellung der Betriebsbereitschaft und Dauerkonservierung des Dampfteils von Block I des Kraftwerks Gersteinwerk. Die beiden Dampfteile der Blöcke F und G wurden aus strategischen Gründen zunächst nur in der Sommersaison konserviert. Am Standort wurde in diesem Zuge ein Minimalbetriebskonzept, mit dem die nachhaltige Verbesserung der Kostenposition realisiert werden soll, umgesetzt.
2.2.3 Neubauoptionen
Im Verfahren zur Änderung des Regionalplans für ein BoAplus-Kraftwerk am Standort Niederaußem wurde Anfang 2012 das Scopingverfahren durchgeführt. Auf dieser Basis wurden die für den weiteren Genehmigungsprozess erforderlichen Unterlagen und Gutachten erstellt und eingereicht. Am 29. Juni 2012 hat der Regionalrat Köln den Erarbeitungsbeschluss zur Änderung des Regionalplans - Ausweisung der Kraftwerksfläche - gefasst und die Öffentlichkeitsbeteiligung eingeleitet. Unüberwindbare Genehmigungshürden haben sich hieraus bisher nicht ergeben. Dies gilt auch für die erforderliche kommunale Bauleit- bzw. Flächennutzungsplanung der Kreisstadt Bergheim. Der Wettbewerbsprozess für die Kraftwerkshauptkomponenten wurde planmäßig eingeleitet.
Die Scopingunterlagen für ein immissionsschutzrechtliches Vorbescheidsverfahren zum Neubau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks am Standort Gersteinwerk wurden bei der Bezirksregierung Arnsberg am 26. Oktober 2012 vorgelegt, die Antragsunterlagen nach BImSchG und für die wasserrechtlichen Erlaubnisse nach dem Wasserhaushaltsgesetz werden Anfang 2013 eingereicht. Das gesamte Vorbescheidsverfahren dürfte nach bisherigen Erfahrungen ein knappes Jahr in Anspruch nehmen.
Die Schluchseewerk AG hat die Arbeiten für die Projektentwicklung zum Bau eines neuen Pumpspeicherkraftwerks Atdorf mit einer Leistung von bis zu 1.400 MW fortgeführt. Ein positiver Raumordnungsbeschluss für das Projekt liegt bereits vor. Auf Wunsch der baden-württembergischen Landesregierung wurde für das Projekt ein Runder Tisch eingerichtet. Zum 1. Juli 2012 wurde das Planfeststellungsverfahren offiziell eröffnet. Das Genehmigungsverfahren wird weiter verfolgt.
2.3 Netzdienstleistungen
Für die winterlichen Starklastphasen erwartet Amprion Probleme im südlichen Netzgebiet, die zu Black-outs führen können. Aus diesem Grund hatten Amprion und die RWE Power AG 2011 einen Vertrag zum Umbau und Betrieb des Generators in Biblis, Block A, für einen sogenannten Phasenschieberbetrieb abgeschlossen. Seit Februar 2012 ist der Phasenschieber mit dem Netz synchronisiert und stellt Amprion kapazitive und induktive Blindleistung auf Anforderung zur Verfügung. Im Dezember 2012 ist ein Anschlussvertrag mit Amprion zu Verlängerung des Phasenschieberbetriebs bis Ende 2018 geschlossen worden.
Nach der im Vorjahr durchgeführten Leittechnikertüchtigung im Steinkohleblock K2 des Kraftwerks Gersteinwerk erfolgte Anfang März 2012 die Präqualifikation für die Bereitstellung von +/- 40 MW Sekundärregelleistung im Netzgebiet der Amprion.
2.4 Braunkohlenbergbau
Die Braunkohlenförderung in den drei Tagebauen des Rheinischen Reviers lag 2012 mit 101,7 Mio. t um 6,4 % über Vorjahresniveau. Der Rohkohleneinsatz in den Veredlungsbetrieben stieg um 2,5 % auf 12,1 Mio. t.
Die Anfang April 2012 begonnene Umsiedlung von Kerpen-Manheim im Abbaugebiet des Tagebaus Hambach verläuft planmäßig. Für das benachbarte Merzenich-Morschenich hat der Braunkohlenausschuss die Aufstellung des Braunkohlenplanes beschlossen und der Landesregierung zur Genehmigung zugeleitet.
Im Verfahren zur Zulassung des 3. Rahmenbetriebsplans (2020-2030) sowie des Sonderbetriebsplans Artenschutz für den Tagebau Hambach wurde im ersten Quartal 2012 das Beteiligungsverfahren durchgeführt. Die eingegangenen Stellungnahmen werden derzeit noch ausgewertet.
Ab Mitte April 2012 wurde ein Teil des Hambacher Forstes im Vorfeld des Tagebaues Hambach von Umweltaktivisten in Form eines Waldcamps besetzt. Es lag in einem Areal, das im Winterhalbjahr 2012/13 für den Tagebau gerodet werden musste. Im Sinne der Deeskalation duldete RWE Power zunächst die Waldbesetzung. Mitte November 2012 wurde das Camp geräumt.
Am 30. Mai 2012 begannen die Baumaßnahmen zur Wiederherstellung der A 44 in der Rekultivierung des Tagebaus Garzweiler. Während der Grundstückserwerb im zweiten Umsiedlungsabschnitt des Abbaugebiets Garzweiler II in 2012 weitgehend abgeschlossen werden konnte, wurde für den dritten Abschnitt das Verfahren zur Standortfindung für den Neuort geführt.
Nach Bewertung der im Verfahren zur zweiten Änderung des Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Inden eingegangenen Bedenken und Anregungen wurde die Zulassung von der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg Ende Dezember 2012 erteilt und veröffentlicht. Die im Abbaugebiet erforderlichen Erwerbe zur Umsiedlung von Pier wurden abgeschlossen.
Zur weiteren Verbesserung der Transparenz in der Analyse von Bergschäden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Konzept für ein Bergschadensmonitoring erarbeitet.
Das Energiedienstleistungszentrum Kraftwerk Goldenberg und die Fabrik Ville/Berrenrath wurden zu Jahresbeginn unter einer Leitung zusammengefasst. Zur Ausdehnung der Braunkohlenstaubproduktion wurde im Juli 2012 eine zweite Walzenschüsselmühle am Standort Knapsacker Hügel in Betrieb genommen.
2.5 Deutsche Steinkohle
Zum Jahresende wurde die Lieferung von jährlich 0,8 Mio. t SKE deutscher Steinkohle für die Jahre 2013 und 2014 zu den Standorten Voerde, Bergkamen, Gersteinwerk und Westfalen mit der Ruhrkohle Verkaufsgesellschaft mbH vereinbart.
2.6 Umweltschutz
Mit einem umfassenden Umweltmanagement trägt die RWE Power AG der Verantwortung für einen schonenden Umgang mit den Ressourcen und die Reduktion des Schadstoffausstoßes Rechnung. Schwerpunkte bilden weiterhin technische Maßnahmen zur Emissionsminderung der Kraftwerke, die Grundwasseranreicherung in den Feuchtgebieten, die Abfallbeseitigung, die Rekultivierung von Abbauflächen sowie Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubkonzentrationen im Bereich der Tagebaue.
3. Geschäftsentwicklung
3.1 Vermögenslage
Bilanzstruktur
Aktiva
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 9 | 0 | 9 | 0 |
| Sachanlagen | 5.290 | 23 | 5.397 | 25 |
| Finanzanlagen | 11.869 | 51 | 10.671 | 48 |
| 17.168 | 74 | 16.077 | 73 | |
| Vorabraum | 0 | 0 | 3 | 0 |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 956 | 4 | 1.110 | 5 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 5.083 | 22 | 4.944 | 22 |
| Flüssige Mittel | 1 | 0 | 1 | 0 |
| 6.040 | 26 | 6.055 | 27 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 15 | 0 | 12 | 0 |
| 23.223 | 100 | 22.147 | 100 | |
| Passiva | ||||
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
| Mio. € | % | Mio. € | % | |
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 1.032 | 5 | 1.032 | 5 |
| Kapitalrücklage | 992 | 4 | 992 | 4 |
| Gewinnrücklagen | 1.453 | 6 | 1.453 | 7 |
| 3.477 | 15 | 3.477 | 16 | |
| Sonderposten | 89 | 0 | 89 | 0 |
| Rückstellungen | 11.884 | 51 | 12.510 | 57 |
| Verbindlichkeiten | 7.477 | 33 | 5.743 | 26 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 296 | 1 | 328 | 1 |
| 23.223 | 100 | 22.147 | 100 |
Der Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme ist mit 23 % geringer als der Anteil der Finanzanlagen. Dies ist neben dem Anstieg des Finanzanlagevermögens auch durch die Altersstruktur des Kraftwerksparks der RWE Power AG bedingt. Der Anteil der Finanzanlagen beträgt 51 % der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahresanteil in Höhe von 48 %. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen an Tochtergesellschaften sowie um verzinsliche Ausleihungen an die RWE AG. Die Ausleihungen an RWE AG haben sich im Geschäftsjahr um 1.000 Mio. € erhöht.
Im Umlaufvermögen haben sich die jeweiligen Anteile an der Bilanzsumme bei Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie bei flüssigen Mitteln gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert.
Auf der Passivseite stellen die Rückstellungen mit 51 % den größten Anteil an der Bilanzsumme dar. Ihre Höhe hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6 % verringert. Hauptsächlicher Bestandteil ist hier die Rückstellung für die Entsorgung im Kernenergiebereich mit 7.874 Mio. €, welche sich gegenüber dem vergangenen Jahr leicht erhöht hat.
Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 1.734 Mio. € auf 7.477 Mio. € angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 6.577 Mio. € beinhalten das verzinsliche Verrechnungskonto mit der RWE AG in Höhe von 2.007 Mio. € im Zusammenhang mit der Finanzierung der als separaten Teilbetrieb geführten Steinkohlen- und Gaskraftwerke, die zum 1. Januar 2013 an die RWE Generation SE, Essen, abgespalten werden. RWE Generation SE ist als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der RWE AG einbezogen und zu 100 % im Anteilsbesitz der RWE AG.
Die Eigenkapitalquote der RWE Power AG liegt bei 15 % gegenüber dem Vorjahreswert von 16 %.
3.2 Finanzlage
3.2.1 Finanzierung
Die RWE Power AG ist in das konzernweite Cash-Management der RWE AG integriert.
Hiernach führt die RWE Power AG ihre Liquidität im Rahmen des Cash-Pools an die RWE AG über ein entsprechendes Finanzierungsmittelkonto ab. Der voraussichtliche Liquiditätsbedarf und -überschuss wird anhand von Finanzplänen ermittelt.
Der Bestand auf dem Finanzierungsmittelkonto ist im Geschäftsjahr 2012 um 1.684 Mio. € gesunken aufgrund der Abrechnung von Stromerlösen und Energiebezügen, durch Entgeltzahlungen an Mitarbeiter, aufgrund gestiegener Ausleihungen an RWE AG sowie durch die Abführung des Ergebnisses vor Steuern an die RWE AG. Daneben führte die Dotierung einer Finanzforderung gegen die RWE AG zu einer entsprechenden Finanzverbindlichkeit in Höhe von 2.007 Mio. € im Zusammenhang mit der Finanzierung des zum 1. Januar 2013 an die RWE Generation SE abzuspaltenden Teilbetriebs.
3.2.2 Investitionen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen der RWE Power AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 insgesamt auf 535 Mio. €; das sind 37 % weniger als im Vorjahr. Im Vordergrund standen Investitionen im Kraftwerksbereich. Größte Einzelprojekte waren die BoA 2&3 in Neurath und die Steinkohlen-Doppelblöcke in Hamm. Die Investitionen in diese Projekte sind gegenüber dem Vorjahr gesunken aufgrund des Baufortschritts. Hinzu kamen Maßnahmen in den Tagebauen und der Erwerb betriebsnotwendiger Grundstücke. Investitionen in Finanzanlagen wurden in Form von Ausleihungen in Höhe von 1.270 Mio. € an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, getätigt.
3.3 Ertragslage
Die RWE Power AG hat sich 2012 trotz erheblicher Belastungen durch negative Preiseffekte und höhere Kernbrennstoffsteuerzahlungen zufriedenstellend entwickelt. Maßgeblich dafür waren der Wegfall der vorjährigen Belastungen aus dem beschleunigten Kernenergieausstieg infolge der AtG-Novelle und verminderte operative Kosten.
3.3.1 Produktion und Absatz
Das Stromaufkommen der RWE Power AG belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf insgesamt 140,7 TWh und lag damit um 2 % über dem Vorjahresniveau. Maßgeblich war vor allem die gestiegene Stromerzeugung aus Braunkohle; hier wirkte sich die gute Verfügbarkeit der neuen BoA 2&3 aus. Dadurch konnte die infolge des Wegfalls der Erzeugung in Biblis verminderte Einspeisung aus Kernenergie überkompensiert werden. Die Erzeugung aus Steinkohle in eigenen und Vertragskraftwerken nahm kommerziell bedingt zu. Demgegenüber sank die Produktion der Gaskraftwerke insbesondere aufgrund der erhöhten Einspeisung aus erneuerbaren Energien.
Die Vermarktung der weitestgehend bereits in Vorperioden kontrahierten Strommengen erfolgte im Wesentlichen über die RWE Supply & Trading GmbH.
Im Rahmen des Geschäftsbereichs „Commercial Asset Optimisation (CAO)" vermarktet die RWE Supply & Trading GmbH die liquiden Commodity-Positionen der RWE Power AG.
3.3.2 Umsatz und Ergebnis
Im Geschäftsjahr 2012 verminderten sich die Umsatzerlöse der RWE Power AG gegenüber dem Vorjahr um 230 Mio. € auf 9.331 Mio. €.
Ausschlaggebend war der Rückgang der Umsatzerlöse im Stromgeschäft um 277 Mio. € auf 8.640 Mio. €. Ursächlich war die rückläufige Entwicklung der Terminmarktpreise in den vergangenen Jahren. Demgegenüber nahmen die sonstigen Umsatzerlöse leicht zu; hier werden insbesondere die Erlöse aus dem Kohlengeschäft und Betriebsführungserlöse ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 157 Mio. € auf 644 Mio. € gesunken. Darin enthalten ist die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 184 Mio. €.
Der Materialaufwand stellt mit 4.859 Mio. € den größten Posten dar und ist um 7,4 % geringer als im vergangenen Jahr.
Der Personalaufwand liegt mit 1.314 Mio. € um 169 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Im Vorjahr ergab sich ein einmaliger Altersversorgungsaufwand in Höhe von 110 Mio. € aus dem im Geschäftsjahr 2010 ausgeübten Verteilungswahlrecht für die Bewertungsumstellung der bei der RWE AG bilanzierten Pensionsverpflichtungen gemäß Art. 67 Absatz 1 EGHGB.
Die Abschreibungen sind insgesamt um 135 Mio. € auf 623 Mio. € gestiegen und betreffen im Wesentlichen die BoA 2&3. In etwa auf Niveau des Vorjahres befinden sich die außerplanmäßigen Abschreibungen mit 47 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 59,3 % auf 887 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen durch die im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung für Finanz- und Commodity-Derivate außerhalb einer Bewertungseinheit verursacht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2012 sind hauptsächlich durch Aufwendungen für Fremdleistungen in Höhe von 454 Mio. € bestimmt.
Das negative Zinsergebnis in Höhe von 732 Mio. € ist um 63 Mio. € höher als der negative Vorjahreswert in Höhe von 669 Mio. € und ist wesentlich durch die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen bestimmt.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 2.039 Mio. € und ist somit um 1.120 Mio. € höher als im vergangenen Jahr. Ebenso ist das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung um 1.234 Mio. € auf 1.611 Mio. € gestiegen.
4. Personal
Am 31. Dezember 2012 betrug der Stand der Mitarbeiter im Unternehmen 12.934 (gemessen in Mitarbeiteräquivalenten), ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 558 Mitarbeiter. Er beruht im Wesentlichen auf der Inanspruchnahme der AmT-Regelung - einer Abfindungsregelung in monatlichen Teilbeträgen, mit der die RWE Power AG notwendige Anpassungsschritte für im Überhang befindliche Mitarbeiter sozialverträglich umsetzt - und auf Wechseln in die Passivphase der Altersteilzeit.
Im September 2012 wurde beschlossen, das Angebot der AmT-Regelung für Mitarbeiter im Überhang auf die Geburtsjahrgänge 1958 bis einschließlich 1960 zu erweitern. Das Ausscheiden aus dem Unternehmen über die AmT-Regelung ist bis Ende 2015 möglich. Die Inanspruchnahmequote von rd. 90 % zeigt, dass die AmT-Regelung die angestrebte Wirkung als Personalregulierungsinstrument hat und auch zum künftig noch notwendig werdenden Personalabbau maßgeblich beitragen wird. Ein neuer Tarifvertrag lag bis zur Aufstellung des Lageberichts noch nicht vor. Zur Zeit laufen Verhandlungen über einen Anschlusstarifvertrag und die Beschäftigungssicherung.
5. Forschung und Entwicklung
Das Innovationsprogramm der RWE Power AG im Bereich der Forschung und Entwicklung (F&E) unterstützt die frühzeitige Anpassung an künftige Marktanforderungen. Im Vordergrund stehen die Weiterentwicklung der Kraftwerkstechnik und die Erarbeitung innovativer Lösungen zur effizienten Rohstoffnutzung sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Rohstoffe und Produkte aus dem Kraftwerksprozess. Die hieraus abgeleiteten Maßnahmenbündel konzentrieren sich auf CO2-Emissionsminderung und -Nutzung, Flexibilitätssteigerung, Energiespeicher und neue Geschäftsoptionen.
Die Schwerpunkte im Bereich der Kraftwerkstechnik liegen in der Flexibilisierung des Kraftwerksportfolios und der Integration der Erneuerbaren Energien, der Emissionsminderung sowie in der Entwicklung von Konzepten und Techniken für die Verbrennung von Kohlen mit schwierigen Feuerungseigenschaften und für alternative Brennstoffe. Zur Nutzung vorhandener Rohstoffe und zur Erschließung neuer Märkte werden Konzepte für die stoffliche Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger entwickelt, Optionen zur Nutzung von weiteren vorhandenen Rohstoffen und Kraftwerksnebenprodukten untersucht sowie Möglichkeiten der Aufbereitung und des Transports von Rohstoffen erprobt.
Für die Flexibilisierung bestehender und künftiger Kraftwerke werden Werkstoffe entwickelt, die höhere Lastgradienten erlauben. Als Ergänzung zu Pumpspeichern werden zudem Energiespeichertechniken entwickelt, die es erlauben, überschüssigen regenerativen Strom zu speichern bzw. die Strom- und Wärmeproduktion in KWK-Anlagen zu entkoppeln. Eine Langzeitspeicherung wird durch die Umwandlung überschüssigen Stroms in Methan möglich. Die notwendigen Katalysatoren werden in einer Testanlage im Kraftwerk Niederaußem erprobt.
Durch Effizienzsteigerung konventioneller Kraftwerke will RWE Power AG die Emissionen reduzieren und zugleich die Wirtschaftlichkeit verbessern. Zu diesem Zweck hat die RWE Power AG für Braunkohlenkraftwerke die Wirbelschichttrocknung mit interner Abwärmenutzung entwickelt, die in einer Prototypanlage in kommerzieller Größe im Kraftwerk Niederaußem erprobt wird. Effizienzsteigerungen lassen sich auch durch Erhöhung der Dampfparameter erreichen. Die RWE Power AG engagiert sich dazu in verschiedenen europäischen und nationalen Forschungsprojekten. Durch Abtrennung von CO2 aus dem Kraftwerksrauchgas und dessen Speicherung in tiefen geologischen Formationen können die CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken in die Atmosphäre massiv gesenkt werden. Mit einer Pilotanlage zur CO2-Wäsche entwickeln und erproben wir im Kraftwerk Niederaußem eine Technik zur Abtrennung von CO2 aus Rauchgas, die in konventionellen Kraftwerken eingesetzt werden kann und auch als Nachrüstoption geeignet ist. Zur Entwicklung der CO2-Speicherung beteiligt sich die RWE Power AG u. a. an einem Verbundprojekt, in dem im brandenburgischen Ketzin seit 2008 CO2 injiziert und die im Untergrund ablaufenden Prozesse der CO2-Ausbreitung erforscht werden.
Sowohl in betriebsnahen Versuchen als auch mittels thermochemischer Berechnungen und Laboruntersuchungen werden Verbrennungskonzepte für schwierig zu verfeuernde Kohlen und für alternative Brennstoffe erarbeitet. Die stoffliche Nutzung rheinischer Braunkohle hinsichtlich der Umwandlung in flüssige Energieträger bietet bei der erwarteten Verknappung und Verteuerung von konkurrierenden Importenergieträgern grundsätzlich attraktive Perspektiven, ist jedoch derzeit noch nicht wirtschaftlich. Zur Aufrechterhaltung dieser Zukunftsoption werden im Rahmen von Studien Anlagenkonzepte mit dem Ziel erarbeitet, das Know-how für die Schlüsseltechnologien abzusichern. Zusätzlich wird die Nutzung vorhandener Rohstoffe und von Kraftwerksnebenprodukten untersucht. Das mengenmäßig größte Nebenprodukt des Kraftwerksprozesses ist CO2. Dieses kann in biotechnologischen oder chemischen Prozessen als Rohstoff genutzt werden; dazu hat RWE Power AG verschiedene Projekte aufgelegt.
6. Chancen und Risiken
Im Hinblick auf die Früherkennung von Chancen und Risiken ist die RWE Power AG in das konzernweite Risikomanagementsystem der RWE AG fest integriert. Die kontinuierliche systematische Erfassung, Bewertung und Steuerung von wesentlichen Chancen und Risiken, erfolgen nach einheitlichen Standards durch operative Einheiten der RWE Power AG mit Unterstützung von Fachabteilungen. Identifizierte Risiken/Chancen werden hinsichtlich der erwarteten Schadens-/Chancenhöhe bzw. ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und klassifiziert. Wertmaßstäbe für die Beurteilung der Höhe bilden das durchschnittliche Betriebliche Ergebnis und das Eigenkapital des Unternehmensbereichs. Ein revolvierendes Risikoreporting, das in den regulären Planungs- und Controllingprozess integriert ist, gewährleistet eine zentrale Zusammenfassung und Kommunikation aller erkannten Risiken und wesentlichen Chancen an die Entscheidungsträger im Unternehmen. Mittels internem Kontrollsystem und wiederkehrenden Überprüfungen durch die interne Revision wird die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überwacht. Ferner erfolgt eine jährliche Systemprüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung.
Im Rahmen des Chancenmanagements sieht die RWE Power AG die Nichtzulässigkeit der von der Bundesregierung zeitlich befristet bis Ende 2016 eingeführten Kernbrennstoffsteuer (KernbrSt) als wesentlich an. Aus Sicht der RWE Power AG verstößt die KernbrSt gegen europäisches Recht. Eine endgültige Entscheidung in der Sache durch das BVerfG ist aber erst in Zukunft zu erwarten. Ferner wird die Chance eines Gewinnens der gegen das Dampferzeugerkonsortium der BoA 2&3 beim Landesgericht Mönchengladbach erhobenen Klage wegen des der RWE Power AG durch fehlerhafte Leistungserbringung entstandenen Schadens gesehen. Die Preisentwicklung an den Commodity-Märkten besitzt großen Einfluss auf die zu erwartende Ergebnissituation und beinhaltet natürlicherweise auch Chancen. Beispielsweise könnten wieder steigende Strompreisnotierungen oder fallende Brennstoffkosten zu steigenden Deckungsbeiträgen führen und den Wert unseres Kraftwerksportfolios steigern.
Für die Ermittlung und Absicherung von Preisänderungs- und (Kredit-)Ausfallrisiken erfolgt der Einsatz konzerneinheitlicher Methoden. Deren Anwendung ist durch verbindliche Richtlinien und regelmäßiges Monitoring sichergestellt. Der gezielte Einsatz moderner derivativer Finanzinstrumente zur Risikobegrenzung ist im Rahmen von Konzernrichtlinien und unternehmensspezifisch gewährter Limite definiert. Die Bewertung von Betriebs- und Umfeldrisiken erfolgt weitgehend auf Basis von Szenarien.
Unsichere politische Rahmenbedingungen, sich wandelnde Marktstrukturen sowie schwankende Strom- und Brennstoffpreise stellen große unternehmerische Herausforderungen dar. Den Fortbestand der RWE Power AG gefährdende Risiken bzw. Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RWE Power AG wesentlich beeinträchtigen könnten, waren Ende 2012 jedoch nicht bekannt. Die nachfolgend aufgeführten Risikosachverhalte wurden als wesentlich für die RWE Power AG erachtet. Zu beachten ist, dass Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die gegenwärtig noch als unwesentlich eingeschätzt werden, bei unerwarteten gravierenden Änderungen der Umfeldbedingungen ebenfalls zu wesentlichen Beeinträchtigungen führen können.
6.1 Umfeldrisiken
Ermäßigungen bei Energiesteuern (sogenannter Spitzenausgleich) werden künftig nur gewährt, wenn nach Einführung von Energie Management Systemen ab 2015 Effizienzsteigerungen im Vergleich zu einem Ausgangswert erreicht werden. Inwieweit die gesetzlich fixierten Effizienzminderungsziele zukünftig erreicht werden können, ist jedoch noch offen. Ferner ist unklar, ob die EU die notwendige beihilferechtliche Genehmigung erteilen wird.
Es drohen deutlich höhere Anforderungen bei den technischen Netzanschlussbedingungen für Großkraftwerke.
Zur Bestimmung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle wird durch das BMU ein Entwurf für ein Standortauswahlgesetz entwickelt. Die Kosten des mehrstufigen Auswahlprozesses sollen nach derzeitigem Stand Abfallverursacher und damit die Kernkraftwerksbetreiber tragen.
Im Hinblick auf den CO2-Zertifikatehandel in der EU drohen weiterhin regulatorische Risiken. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass bereits beschaffte Zertifikate in der kommenden dritten Handelsperiode infolge von Beschlüssen der EU-Kommission nicht mehr eingesetzt werden können und somit wertlos werden. Eine mögliche Ursache könnte z. B. ein Systemwechsel vom marktbasierten europäischen Handelssystem hin zu einem CO2-Steuermodell sein, der u. U. einen kompletten Wertverlust des CO2-Portfolios nach sich ziehen könnte.
6.2 Betriebsrisiken
Die Gewährleistung einer zuverlässigen Energieversorgung für alle Kunden, die den weitestgehenden Ausschluss von ungeplanten Betriebsunterbrechungen der Kraftwerksanlagen erfordert, ist für die RWE Power AG oberstes Gebot. Dem potenziellen Risiko ungeplanter Anlagenausfälle bzw. Stromproduktionsunterbrechungen begegnen wir u. a. mit einem hohen Sicherheitsniveau, weit vorausschauender Planung, vorbeugenden Instandhaltungsmaßnahmen sowie der qualifizierten und regelmäßigen Durchführung von Prüf- und Wartungsarbeiten. Außerdem steigern wir die Flexibilität des Kraftwerksparks.
Beim Betrieb und der Instandsetzung unserer Tagebauanlagen und sonstigen technischen Einrichtungen in unseren Betrieben können infolge verschiedener Ursachen (z. B. Unfälle, Fehlbedienungen, Materialermüdung etc.) Schäden auftreten, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind. Gravierende Störungen im gesamten Betriebsablauf können die Folge sein. Mittels konsequenter Schulungen und Unterweisungen des Bedienpersonals, einer regelmäßigen Überwachung und Instandhaltung der Anlagen und Prozesse sowie zahlreicher anderer Maßnahmen wird dem drohenden Risiko vorbeugend begegnet.
Bei den neuen Großkraftwerksanlagen in Neurath und in Hamm kann das ungeplante Auftreten von Großschäden in der mehrjährigen Einlaufphase nicht ausgeschlossen werden. Mit intensiven Qualitätskontrollen bei den Lieferanten und auf den Baustellen wird versucht, das Risiko bereits im Vorfeld einzugrenzen.
Im Rahmen des Neubauprojekts Steinkohlendoppelblock Westfalen D&E Hamm können wir als Bauherr weiterhin ungeplant auftretende Verzögerungen nicht vollkommen ausschließen. Als Folge drohen längere zeitliche Verschiebungen der kommerziellen Inbetriebnahme und höhere ungeplante Investitionsausgaben. Hierdurch kann die Wirtschaftlichkeit der Projekte nachhaltig negativ beeinflusst werden. So kann u. a. aktuell weiterhin nicht ausgeschlossen werden, dass es trotz der ergriffenen Maßnahmen zur Optimierung der Beiz- und Inbetriebnahmeprozesse zu Schädigungen des Dampferzeugers kommen kann, die ggf. zeit- und kostenintensive Sanierungsarbeiten nach sich ziehen. Seitens der RWE Power AG wird versucht, das Risiko von Terminverzögerungen mittels eines effektiven Termin- und Qualitätsmanagements sowie einer Herstellerüberwachungssteuerung zu mindern.
Im geplanten Neubauprojekt Pumpspeicherwerk Atdorf fallen aktuell bereits Vorlaufkosten bei der zuständigen Beteiligung Schluchseewerk AG u. a. zur Genehmigungsvorbereitung etc. an. Eine konkrete Baubeschlussentscheidung durch den zuständigen Aufsichtsrat ist zwar erst in den nächsten Jahren vorgesehen, jedoch kann das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass das Projekt aufgrund fehlender Marktimpulse vorzeitig eingestellt wird. In diesem Fall entstehen Sunk costs und es droht eine Sonderabschreibung beim Schluchseewerk in Höhe der bereits bis dahin aktivierten Projektvorlaufkosten. In Höhe des RWE-Power-Beteiligungsanteils käme es zu der entsprechenden negativen Ergebniswirkung bei der RWE Power AG.
Beim Kraftwerksneubauprojekt der Beteiligung Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft (GKM) besteht das Risiko einer verspäteten Inbetriebnahme des neuen Kraftwerksblockes 9 infolge von Verzögerungen bei der Errichtung des Dampferzeugers und des Sekundärstahlbaus durch den Hersteller. Ferner drohen daraus resultierende Projektmehrkosten. Mittels eines konsequenten und proaktiven Claimmanagements sowie der Qualitätssicherung in allen Projektphasen tritt man dem Risiko seitens GKM entgegen. Es erfolgen darüber hinaus regelmäßige Abstimmgespräche zur Qualitätssicherung mit den Anteilseignern der RWE Power AG, MVV RHE und EnBW Kraftwerke.
6.3 Finanzrisiken
Aktuell ist die RWE Power AG Kreditrisiken an unterschiedlichen Stellen im Unternehmen ausgesetzt. Kreditrisiken bzw. Lieferantenausfallrisiken bestehen z. B. im Zusammenhang mit der Lieferung technischer Hauptkomponenten für das Neubauprojekt Westfalen, mit der Aufrechterhaltung des Kernbrennstoffkreislaufs sowie im Bereich langfristiger Commodity-Transaktionen (Strom, CO2-Zertifikate, Gas etc.). Seitens der RWE Power AG wird die Markt- und Wettbewerbssituation beobachtet und das betreffende Rating für Auftragnehmer wiederkehrend geprüft. Durch verschiedene Maßnahmen, u. a. die Gestaltung von Sicherungskonzepten, Vertragsklauseln, die Vergabe und das Monitoring von Ratings sowie von Kreditlimiten wird versucht, das Risiko zu begrenzen.
6.4 Marktrisiken
Durch den Abschluss mittel- und langfristiger Lieferverträge auf Termin für die Stromproduktion unseres Kraftwerksportfolios begrenzen wir die im liberalisierten Strommarkt auftretenden Preisänderungsrisiken und versuchen gleichzeitig, sich darbietende Chancen zu nutzen. Im Zuge der Risikobegrenzung erfolgen im Rahmen der Brennstoffbeschaffung korrespondierend zu den Stromverkäufen konzernintern Sicherungsgeschäfte mittels genehmigter derivativer Finanzinstrumente. Weiterhin erfolgt ein permanentes Monitoring der erwarteten Stromverkäufe und der daran bemessenen Zu- und Verkäufe von CO2-Emissionszertifikaten.
7. Prognosebericht
7.1 Konjunktur
Nach ersten Prognosen wird die globale Wirtschaftsleistung 2013 wahrscheinlich um etwa 2,5 % steigen - vorausgesetzt, dass die Staatsschuldenkrise nicht eskaliert. Im Euro-Raum werden die notwendigen Maßnahmen zur Konsolidierung der Staatshaushalte das Wachstum voraussichtlich belasten. Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone könnte somit insgesamt stagnieren. Etwas günstiger scheinen die Perspektiven für die deutsche Volkswirtschaft zu sein: Nach einem Wachstum von rund 1 % im vergangenen Jahr hält der Sachverständigenrat auch für 2013 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von nahezu 1 % für möglich. Die schwierige Lage der europäischen Nachbarländer wird wahrscheinlich die Ausfuhren belasten, stabilisierende Impulse werden jedoch durch die robuste Beschäftigungssituation und die gestiegenen verfügbaren Einkommen erwartet.
7.2 Strom- und Gasnachfrage
Nachdem das zurückliegende Jahr klimatisch in etwa auf dem Niveau des langjährigen Mittel lag, dürfte im Fall eines Jahres 2013 mit normalen Temperaturen der witterungsabhängige Gas- und Stromverbrauch wieder im Bereich des Vorjahreswertes liegen. Aufgrund der moderaten Wirtschaftswachstumsaussichten für 2013 sollte der konjunkturabhängige Teil der Strom- und Gasnachfrage voraussichtlich wieder das Vorjahresniveau erreichen. Ein negativer Einfluss auf die Gasnachfrage ist im Hinblick auf die voraussichtlich niedrigeren CO2- und Kohlepreise bei höheren Gaspreisen zu erwarten, die die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Gas in der Stromerzeugung weiterhin beeinträchtigen.
7.3 Energiepreise
Bei den international gehandelten Commodities Öl und Kohle notierten die Forward-Kontrakte für das Jahr 2013 bei zuletzt (Ende Dezember 2012) rund 106 $/bbl bzw. 93 $/t und damit etwa 5 % unter bzw. auf dem Preisniveau des Jahres 2012. Gas-Forwardkontrakte (TTF) für 2013 wurden mit rund 26 EUR/MWh bewertet, einem Anstieg von gut 7 % gegenüber dem Jahr 2012. Aufgrund der erwarteten niedrigeren Ölnotierungen dürften die Preise für Gasimporte auf Basis überwiegend ölindexierter Kontrakte hingegen etwas nachgeben. Niedriger wurden auch CO2-Zertifikat-Forwards für 2013 gegen Ende des abgelaufenen Jahres gehandelt; sie lagen mit 6,7 EUR/t rund 10 % unter den Preisen von 2012. Im Strommarkt erwarteten Händler in den letzten Dezembertagen 2012 höhere Preise für das kommende Jahr: Der Base-Forwardkontrakt der EEX notierte mit rund 44 EUR/MWh etwas über den durchschnittlichen Spotmarkt-Preisen von 2012, während der Peak-Forwardkontrakt mit etwa 56 EUR/MWH rund 15 % über dem durchschnittlichen Peakpreis im Jahr 2012 lag.
7.4 Ausblick für die RWE Power AG
Die RWE Power AG agiert in einem schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld. Daraus ergeben sich große Herausforderungen, während Entlastungen nicht zu erwarten sind. Das Tempo der Veränderungen und das Ausmaß der Unsicherheit haben 2012 weiter zugenommen. Auch über ein Jahr nach Einleitung der Energiewende hat die Politik das Marktdesign für die Erneuerbaren Energien und damit die künftige Rolle der konventionellen Kraftwerke noch nicht geregelt. Gleichzeitig drohen weitere wettbewerbsverzerrende staatliche Eingriffe auf nationaler wie auf europäischer Ebene. Zusätzlich zu den Kernbrennstoffsteuerzahlungen ist ab 2013 auch der Wegfall der kostenlosen Zuteilung der CO2-Emissionszertifikate zu verkraften.
Marktseitig steigt der Wettbewerbsdruck. Durch den hoch subventionierten Zubau von Erneuerbaren Energien fallen die Strompreise und somit auch unsere Margen; außerdem schrumpft der Markt für konventionelle Kraftwerke weiter. Mit wachsenden Kapazitäten bei Windkraft und Photovoltaik und der Inbetriebnahme neuer Gas- und Kohlenkraftwerke nimmt der wirtschaftliche Druck auf die älteren Bestandsanlagen zu. Derartige konventionelle Kraftwerke mit hohen variablen Kosten liegen in der europäischen Merit Order auf den hinteren Plätzen, ihre Auslastung geht zurück.
Nach den hohen Werten der letzten Jahre erwarten wir in den kommenden beiden Jahren deutlich zurückgehende Ergebnisse. Belastungen ergeben sich vor allem durch die verschlechterte Margenentwicklung. Diese resultiert aus Absatzrückgängen in Verbindung mit negativen Strom- und Brennstoffpreiseffekten, Belastungen aus der Vollauktionierung der CO2-Emissionszertifikate und den Kernbrennstoffsteuerzahlungen. Hinzu kommen steigende Abschreibungen mit Fortschreiten des Neubauprogramms.
8. Nachtragsbericht
RWE hat ihr Erzeugungsgeschäft in einer internationalen Gesellschaft als europäische Aktiengesellschaft mit Sitz in Essen gebündelt. Die neue Konzerngesellschaft ist ab dem 1. Januar 2013 als RWE Generation SE operativ tätig. Sie steuert alle konventionellen Kraftwerke des Konzerns in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden.
Die zur RWE Power AG gehörenden deutschen Steinkohlen- und Gaskraftwerke werden auf die RWE Generation SE übertragen. Die neue Konzerngesellschaft steuert außerdem die der RWE Power AG gehörenden Kraftwerke sowie die britischen und niederländischen Kohlen-, Gas- und Biomasse-Kraftwerke nach deren Trennung vom Vertriebsgeschäft bei RWE npower bzw. Essent sowie zukünftig das neue Gaskraftwerk in Denizli, Türkei.
Zum 1. Januar 2013 gingen die Arbeitsverhältnisse der in den Steinkohle- und Gaskraftwerken der RWE Power AG beschäftigten rund 1.050 Mitarbeiter aufgrund einer vorgelagerten Betriebsverpachtung per Betriebsübergang nach § 613a BGB auf die RWE Generation SE über.
Mit der zum 1. Januar 2013 wirksam werdenden Abspaltung der dem Teilbetrieb zuzuordnenden Steinkohle- und Gaskraftwerke auf die RWE Generation SE werden die entsprechenden Vermögens- und Schuldenpositionen von RWE Power AG auf die RWE Generation SE übertragen. Die sich aus diesem Teilbetrieb ergebenden Ertrags- und Aufwandskomponenten wirken sich ab dem 1. Januar 2013 in der Gewinn- und Verlustrechnung der RWE Generation SE aus.
Köln und Essen, 21. Januar 2013
RWE Power Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Hartung
Dr. Hartmann
Voß
Dr. Weigand
Winkel
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 30. Januar 2013 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RWE Power Aktiengesellschaft, Köln und Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschlusses und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung, sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt."
Essen, 30. Januar 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Manfred Wiegand, Wirtschaftsprüfer
ppa. Ralph Welter, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der RWE Power AG hat im Geschäftsjahr 2012 seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Geschäftsführung laufend überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, umfassend und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage sowie wesentliche Vorgänge in der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus hat der Vorstand bedeutsame Einzelvorgänge sowie Fragen der Unternehmensstrategie und der Unternehmenspolitik auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats beraten.
Im Berichtsjahr fanden drei ordentliche und zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In Berichten des Vorstands wurden dem Aufsichtsrat die bedeutenden Geschäftsvorgänge im Unternehmen sowie bei den Beteiligungen vorgestellt und nach ausführlicher Beratung die erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Im Vordergrund der Beratungen im Geschäftsjahr standen die Entwicklung der Geschäftsfelder der RWE Power und die Lage des Unternehmens. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere der steigende Wettbewerbs- und Ergebnisdruck in Folge der sog. Energiewende und die Auswirkungen auf die Kraftwerke und Tagebaue des Unternehmens thematisiert. Weitere Beratungsschwerpunkte waren weiterhin die energiepolitischen Rahmenbedingungen auf europäischer sowie auf Bundes- und Landesebene. Hierzu zählen zum Beispiel die EU-Energieeffizienzrichtlinie, das Endlagersuchgesetz der Bundesregierung und das geplante Klimaschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen.
Andere ausführlich erörterte Themen waren neben dem laufenden Geschäft der RWE Power AG und ihrer Beteiligungen die Umstrukturierung des RWE-Konzerns. Hier fanden die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns und die Gründung einer europäischen Erzeugungsgesellschaft, der RWE Generation SE, besondere Beachtung.
Der Personalausschuss wurde im Berichtszeitraum zu zwei Sitzungen einberufen und hat die ihm übertragenen Entscheidungen über personelle Angelegenheiten des Vorstands getroffen. Weitere Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren gefasst.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der RWE Power AG für das Geschäftsjahr 2012 ist unter Einbeziehung der Buchführung durch die am 24. Februar 2012 von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Jahresabschluss, Lagebericht und Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zum 22. Februar 2013 zugeleitet worden.
Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats über die wesentlichen Prüfungsergebnisse berichtet und zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht umfassend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Zum 31. Dezember 20012 schied Herr Dr. Johannes Lambertz als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft aus. Als Nachfolger ernannte der Aufsichtsrat mit Wirkung ab 1. Januar 2013 Herrn Matthias Hartung. Herr Antonius Voß scheidet zum 28. Februar 2013 als Mitglied des Vorstands aus der Gesellschaft aus. Als Nachfolger wurde Herr Dr. Frank Weigand mit Wirkung ab 1. Januar 2013 zum Mitglied des Vorstands bestellt.
Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter wurde als Nachfolger des zum 24. Februar 2012 ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds Frau Heike Arndt mit Wirkung zum 21. April 2012 Herr Manfred Maresch zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Leonhard Zubrowski hat sein Mandat mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2012 niedergelegt. Als Nachfolger wurde mit Wirkung zum 7. Januar 2013 Herr Harald Louis bestellt.
Für den am 30. Juni 2012 als Anteilseignervertreter aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Herr Dr. Eric Strutz wurde Herr Dr. Michael Reuther mit Wirkung ab 1. Juli 2012 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Herr Dr. Rolf Pohlig hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2012 niedergelegt. Als Nachfolger wurde Herr Dr. Bernhard Günther mit Wirkung ab 1. Januar 2013 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre wertvolle Mitarbeit.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Betriebsvertretungen für die im Geschäftsjahr 2012 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
22. Februar 2013
Der Aufsichtsrat
Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorsitzender
Aufstellung des Anteilsbesitzes (§ 285 HGB)
| Name und Sitz | Anteil am Kapital | Währung | Geschäftsjahr | Eigenkapital | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| in % | Währung in Tausend | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Direkte Beteiligungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Abwasser-Gesellschaft Knapsack, GmbH, Hürth (Rheinl.) | 32,6 | EUR | 2011 | 478 | 248 |
| BPR Energie Geschäftsbesorgung GmbH, Essen (Ruhr) | 100 | EUR | 2012 | 17.301 | 27 |
| CARBON CDM Korea Ltd., Seoul/Seoul (Südkorea [Republik Korea]) | 49 | KRW | 2011 | 12.672.770 | 12.597.770 |
| CARBON Climate Protection GmbH, Langenlois/Niederösterreich (Österreich) | 50 | EUR | 2011 | ./. 577 | 536 |
| CARBON Egypt Ltd., Kairo/Kairo (Ägypten) | 49 | EGP | 2011 | 44.895 | 44.245 |
| Carl Scholl GmbH, Köln | 100 | EUR | 2012 | 358 | ./. 170 |
| Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen AG & Co. oHG, Gorleben | 31 | EUR | 2011 | 662 | 161 |
| Gemeinschaftskraftwerk Bergkamen A OHG der STEAG GmbH und der RWE Power AG, Bergkamen | 51 | EUR | 2012 | 14.316 | 1.359 |
| Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen (Ruhr) | rd. 77,12 | EUR | 2012 | 50.000 | ./. 110.203 |
| Gemeinschaftswerk Hattingen GmbH, Essen (Ruhr) | 52 1) | EUR | 2011 | 4.939 | - 2) |
| GfS Gesellschaft für Simulatorschulung mbH, Essen (Ruhr) | rd. 30,73 | EUR | 2011 | 54 | 3 |
| GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH, Essen (Ruhr) 3) | 28 | EUR | 2011 | 905 | 2.020 |
| Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft, Mannheim | 40 | EUR | 2011 | 114.142 | 6.647 |
| HM&A Verwaltungs GmbH i.L., Essen (Ruhr) | 100 | EUR | 2012 4) | 378 | 1 |
| HOCHTEMPERATUR-KERNKRAFTWERK GmbH (HKG). Gemeinsames Europäisches Unternehmen, Hamm (Westf.) | 31 | EUR | 2011 | 0 | 0 |
| Kernkraftwerke Lippe-Ems GmbH, Lingen (Ems) | 87,5 5) | EUR | 2012 | 432.269 | - 6) |
| Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH, Gundremmingen | 75 | EUR | 2012 | 84.184 | 8.343 |
| Kernkraftwerk Lingen GmbH, Lingen (Ems) | 100 | EUR | 2012 | 20.034 | - 6) |
| KMG Kernbrennstoff-Management Gesellschaft mbH, Essen (Ruhr) | 100 | EUR | 2012 | 696.225 | - 6) |
| Kraftwerk Buer Betriebsgesellschaft mbH i.L., Gelsenkirchen | 50 | EUR | 2012 7) | 13 | ./. 0 |
| Kraftwerk Buer GbR, Gelsenkirchen | 50 | EUR | 2011 | 5.113 | 0 |
| Kraftwerksbeteiligungs-OHG der RWE Power AG und der E.ON Kernkraft GmbH, Lingen (Ems) | 87,5 | EUR | 2012 | 144.433 | 5.010 |
| Kraftwerk Voerde OHG der STEAG GmbH und RWE Power AG, Voerde (Niederrhein) | 25 | EUR | 2011 | 5.060 | 423 |
| KSG Kraftwerks-Simulator-Gesellschaft mbH, Essen (Ruhr) | rd. 30,73 | EUR | 2011 | 538 | 26 |
| Mátrai Erörnü Zártkörüen Müködö Részvénytársaság, Visonta/Heves (Ungarn) | rd. 50,92 | HUF | 2012 | 102.953.112 | 17.986.332 |
| Mingas-Power GmbH, Essen (Ruhr) | 40 | EUR | 2011 | 5.080 | 4.410 |
| RD Hanau GmbH, Hanau | 100 | EUR | 2011 | 0 | ./. 423 |
| RE GmbH, Köln | 100 | EUR | 2012 | 12.463 | - 6) |
| Restabwicklung SNR 300 GmbH, Essen (Ruhr) | 100 | EUR | 2012 | 4.164 | ./. 164 |
| Rheinische Baustoffwerke GmbH, Bergheim (Erft) | 100 | EUR | 2012 | 9.236 | - 6) |
| RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen GmbH, Köln | 100 | EUR | 2012 | 76.681 | 39.987 |
| RWE Power Benelux B.V., Hoofddorp/Nord-Holland (Niederlande) | 100 | EUR | 2011 | 646 | 14 |
| RWE Power Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. KG, Grevenbroich | 100 | EUR | 2011 8) | 0 | 0 |
| RWE Power Climate Protection GmbH, Essen (Ruhr) | 100 | EUR | 2012 | 23 | - 6) |
| RWE Power Zweite Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung mbH, Grevenbroich | 100 | EUR | 2011 9) | 24 | ./. 1 |
| Schluchseewerk Aktiengesellschaft, Laufenburg (Baden) | 50 | EUR | 2011 | 59.339 | 2.809 |
| Société Electrique de l'Our S.A., Luxemburg/Luxemburg (Luxemburg) 3) | rd. 40,31 | EUR | 2011 | 12.953 | ./. 491 |
| SRS EcoTherm GmbH, Salzbergen | 90 | EUR | 2012 | 11.070 | 3.797 |
| STEAG - Kraftwerksbetriebsgesellschaft mbH, Essen (Ruhr) | rd. 21,43 | EUR | 2011 | 327 | 2 |
| Steinkohlendoppelblock Verwaltungs GmbH, Essen (Ruhr) | 100 | EUR | 2011 | 206 | 50 |
| TE Plomin d.o.o., Plomin/Istarska (Kroatien) | 50 | HRK | 2011 | 241.985 | 11.514 |
| Versuchsatomkraftwerk Kahl GmbH, Karlstein am Main | 80 | EUR | 2011 | 5.711 | 31 |
| VEW-VKR Fernwärmeleitung Shamrock-Bochum GbR, Gelsenkirchen | 44,9 | EUR | 2011 | 0 | 0 |
| Wohnungsbaugesellschaft für das Rheinische Braunkohlenrevier GmbH, Köln | 50 | EUR | 2011 | 45.678 | 658 |
| Indirekte Beteiligungen | |||||
| Agenzia Carboni S.R.L., Genua/Ligurien (Italien) | 100 | EUR | 2011 | 398 | 6 |
| Kieswerk Kaarst GmbH & Co. KG, Bergheim (Erft) | 51 | EUR | 2011 | 598 | 98 |
| Kieswerk Kaarst Verwaltungs GmbH, Bergheim (Erft) | 51 | EUR | 2011 | 27 | 0 |
| KÜCKHOVENER Deponiebetrieb GmbH & Co. KG, Bergheim (Erft) | 50 | EUR | 2011 | 47 | ./. 3 |
| KÜCKHOVENER Deponiebetrieb Verwaltungs-GmbH, Bergheim (Erft) | 50 | EUR | 2011 | 35 | 1 |
| Mátrai Erörnü Központi Karbantartó KFT, Visonta/Heves (Ungarn) | 100 | HUF | 2011 | 815.381 | 110.980 |
| MIROS Mineralische Rohstoffe, GmbH i.L., Bergheim (Erft) | 100 | EUR | 2011/12 | 0 | 0 |
| Ningxia Antal New Energy Resources Joint Stock Co., Ltd., Yinchuan/Ningxia (China) | 25 | CNY | 2011 | 137.172 | 8.338 |
| Rheinbraun Benelux N.V., Wondelgem/Gent/Ost-Flandern/Flandern (Belgien) | 100 | EUR | 2012 | 9.605 | 28 |
| Rheinbraun Brennstoff GmbH, Köln | 100 | EUR | 2012 | 63.316 | - 6) |
| RKH Rheinkies Hitdorf GmbH & Co. KG i.L., Bergheim (Erft) | rd. 33,33 | EUR | 2011 | 306 | 4 |
| RKH Rheinkies Hitdorf Verwaltungs GmbH i.L., Bergheim (Erft) | rd. 33,33 | EUR | 2011 | 43 | 2 |
| ROTARY-MATRA Kútfúró és Karbantartó KFT, Visonta/Heves (Ungarn) | 100 | HUF | 2011 | 231.903 | 4.523 |
| RSB LOGISTIC GMBH, Köln | 100 | EUR | 2012 | 19.304 | - 6) |
| RWE Power Climate Protection China GmbH, Essen (Ruhr) | 100 | EUR | 2012 | 25 | - 6) |
| RWE Power Climate Protection Clean Energy Technology (Beijing) Co., Ltd., Beijing (China) | 100 | CNY | 2011 | 1.904 | 190 |
| RWE Power Climate Protection Southeast Asia Co., Ltd., Bangkok/Bangkok (Thailand) | 100 | THB | 2011 10) | 0 | ./. 10 |
| Shanxi Baolai Power Development Co., Ltd., Tàiyuán/Shanxi (China) | 25 | CNY | 2011 | 14.521 | ./. 2.023 |
| TCP Petcoke Corporation, Dover/Delaware (USA) 3) | 50 | USD | 2011 | 24.732 | 24.640 |
| URANIT GmbH, Jülich | 50 | EUR | 2011 | 91.780 | 29.747 |
Währungskurse 2012
Südkorea (Republik Korea):
Devisenkassamittelkurs Stichtag 31.12.2012: EUR 1,00 = KRW 1.406,23 bzw. KRW 1,00 = EUR 0,00071
Devisenkassamittelkurs Durchschnitt 2012: EUR 1,00 = KRW 1.448,0025 / KRW 1,00 = EUR 0,00069
Ägypten:
Devisenkassamittelkurs Stichtag 31.12.2012: EUR 1,00 = EGP 8,3908 bzw. EGP 1,00 = EUR 0,11918
Devisenkassamittelkurs Durchschnitt 2012: EUR 1,00 = EGP 7,86986 / EGP 1,00 = EUR 0,12707
Ungarn:
Devisenkassamittelkurs Stichtag 31.12.2012: EUR 1,00 = HUF 292,3 bzw. HUF 1,00 = EUR 0,00342
Devisenkassamittelkurs Durchschnitt 2012: EUR 1,00 = HUF 288,21417 / HUF 1,00 = EUR 0,00347
Kroatien:
Devisenkassamittelkurs Stichtag 31.12.2012: EUR 1,00 = HRK 7,5575 bzw. HRK 1,00 = EUR 0,13232
Devisenkassamittelkurs Durchschnitt 2012: EUR 1,00 = HRK 7,52609 / HRK 1,00 = EUR 0,13287
China:
Devisenkassamittelkurs Stichtag 31.12.2012: EUR 1,00 = CNY 8,2207 bzw. CNY 1,00 = EUR 0,12164
Devisenkassamittelkurs Durchschnitt 2012: EUR 1,00 = CNY 8,14509 / CNY 1,00 = EUR 0,12277
Thailand:
Devisenkassamittelkurs Stichtag 31.12.2012: EUR 1,00 = THB 40,347 bzw. THB 1,00 = EUR 0,02478
Devisenkassamittelkurs Durchschnitt 2012: EUR 1,00 = THB 40,05708 / THB 1,00 = EUR 0,02496
USA:
Devisenkassamittelkurs Stichtag 31.12.2012: EUR 1,00 = USD 1,3194 bzw. USD 1,00 = EUR 0,75792
Devisenkassamittelkurs Durchschnitt 2012: EUR 1,00 = USD 1,29317 / USD 1,00 = EUR 0,7733
Fußnoten
1) Beteiligungsanteil = 52 %, Stimmrechtsanteil < 50 % - daher kein Verbundenes Unternehmen
2) Ergebnisabführungsvertrag über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts
3) Auf der Basis eines konsolidierten Jahresabschlusses
4) Letztes Rumpf-Geschäftsjahr 2012: 01.01.2012 - 12.10.2012 (Liquidationsschluss-Bilanz 2012 per 12.10.2012)
5) Direkte und indirekte Beteiligung zu insgesamt (durchgerechnet) 87,5 %
6) Ergebnisabführungsvertrag
7) Letztes Rumpf-Geschäftsjahr 2012: 01.01.2012 - 31.05.2012 (Liquidationsschluss-Bilanz 2012 per 31.05.2012)
8) 1. Rumpf-Geschäftsjahr 2011: 28.09.2011 - 31.12.2011
9) 1. Rumpf-Geschäftsjahr 2011: 02.08.2011 - 31.12.2011
10) 1. Rumpf-Geschäftsjahr 2011: 26.10.2011 - 31.12.2011