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Rolls-Royce Holdings PLC Annual Report 2017

Jun 5, 2018

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Annual Report

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Publication

Rolls-Royce Power Systems AG

Friedrichshafen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und Konzernlagebericht

Rolls-Royce Power Systems AG

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2017

der Rolls-Royce Power Systems AG

Überwachung und Beratung des Vorstands. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Dabei hat sich der Aufsichtsrat von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher sowie mündlicher Form zeitnah und umfassend über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren monatlich schriftliche Berichte über die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erhalten. In den Ausschüssen und im Aufsichtsrat sind alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert worden. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat seine Beschlüsse dazu gefasst.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Gremiensitzungen in regelmäßigem und engem Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über wesentliche Entwicklungen im Unternehmen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter berieten in getrennten Gesprächen vor den Plenarsitzungen die Themen der jeweiligen Tagesordnung.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum. Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt vier ordentliche und zwei außerordentliche Sitzungen abgehalten. In den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend oder entschuldigt. Stimmbotschaften der nicht anwesenden Mitglieder lagen dem Aufsichtsratsvorsitzenden vor. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren neben den nachfolgend genannten Themenschwerpunkten insbesondere die eingehende Berichterstattung über die Arbeit in den Ausschüssen, der Jahres- sowie Halbjahresabschluss und die Regelberichterstattung zum Risikomanagement.

Ein Schwerpunkt der Beratung war weiterhin die Integration des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns in den Rolls-Royce-Konzern und die daraus resultierende Konzernstrategie, insbesondere in Bezug auf das Zukunftsprogramm RRPS 2018 "Shaping our Future". Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Markteinschätzung, der Geschäftsentwicklung und dem Budget, wobei hier der Schwerpunkt auf Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie Vertriebs- und Verwaltungskosten lag. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat über die Entwicklung psychischer Erkrankungen sowie den diesbezüglich getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung, über den Status zur Arbeitsplatzsicherheit und Unfallstatistik sowie über personelle Veränderungen im oberen Management regelmäßig informieren. Des Weiteren verfolgte der Aufsichtsrat umfänglich die Ergebnisse der Untersuchungen möglicher Compliance-Verstöße und deren Konsequenzen.

Aufgrund eines externen Hinweises wurde im Jahre 2011 eine interne Untersuchung im Zusammenhang mit auffälligen Zahlungsvorgängen bei der MTU Asia Pte. Ltd. durchgeführt. Diese Untersuchung wurde aufgrund von Auffälligkeiten im Jahre 2012 auf weitere Länder der Vertriebsorganisation Asien ausgeweitet. Die im Jahr 2014 begonnene Aufarbeitung weiterer etwaiger compliance-relevanter Vorgänge im Unternehmen wurde im Jahr 2017 fortgesetzt und ausgeweitet.

Die Untersuchungen ergaben insbesondere, dass es - in erster Linie in einzelnen Ländern u.a. in Asien - zu auffälligen Provisionszahlungen an Vertriebspartner gekommen ist bzw. gekommen sein könnte. Es liegen Hinweise bzw. Verdachtsmomente dafür vor, dass einzelne Vertriebspartner möglicherweise unlautere Zahlungen vorgenommen haben könnten. Während die interne Aufarbeitung im Berichtsjahr zunächst abgeschlossen werden konnte, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwartungsgemäß ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Auslandsbestechung, der Bestechung im privaten Sektor und der Steuerhinterziehung gegen unbekannte Verantwortliche betroffener Unternehmen eingeleitet. Die Ermittlungen sind an die Steuerfahndung Ulm abgegeben und auf die Zielmärkte Brasilien und Griechenland ausgeweitet worden. Schwerpunkt sind aus Sicht der Staatsanwaltschaft steuerstrafrechtliche Aspekte. Das Unternehmen kooperiert bei der Aufklärung der Sachverhalte weiterhin in vollem Umfang mit den Ermittlungsbehörden.

Die durch externe Beratungsgesellschaften durchgeführten Untersuchungen wurden eng durch den vom Aufsichtsrat beauftragten besonderen Sachverständigen im Sinne von § 111 Abs. 2 AktG begleitet. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss wurden in regelmäßigen Abständen umfassend über die Ergebnisse der Untersuchungen unterrichtet.

ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse (Präsidialausschuss, Prüfungsausschuss und Vermittlungsausschuss) gebildet. Die Ausschüsse bereiten Themengebiete zur Diskussion im Plenum und zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats vor. Im gesetzlichen Rahmen hat der Aufsichtsrat in geeigneten Fällen Beschlusszuständigkeiten des Aufsichtsrats auf einzelne Ausschüsse übertragen.

PRÄSIDIALAUSSCHUSS. Der Präsidialausschuss trat im Jahr 2017 zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich u. a. mit der Zielerreichung der Vorstände für 2016 sowie der Zielvereinbarung der Vorstände für das Berichtsjahr 2017. Weiterhin behandelte das Gremium die Entwicklung des Frauenanteils im Unternehmen und die Effizienz im Aufsichtsrat.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS. Der Prüfungsausschuss hielt im Jahr 2017 insgesamt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich insbesondere mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, mit der Erörterung des zusammengefassten Lageberichts, der prüferischen Durchsicht des zum Halbjahr aus dem Konzernabschluss abgeleiteten und nach IFRS erstellten Berichtspakets für das Geschäftsjahr 2017. Die Rechnungslegung und Risikoüberwachung sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer wurden ebenfalls eingehend erörtert. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss damit, den Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung bezüglich der Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 vorzubereiten (KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart) und holte dessen Unabhängigkeitserklärung ein. Entsprechender Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2017 wurde erteilt. Darüber hinaus legte der Prüfungsausschuss gemeinsam mit dem Abschlussprüfer die Schwerpunkte für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 fest. Der Prüfungsausschuss überwachte entsprechend den gesetzlichen Anforderungen den Prozess der Rechnungslegung sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Ein weiterer Schwerpunkt in den Sitzungen des Prüfungsausschusses war die Behandlung der möglichen Compliance-Verstöße innerhalb der Rolls-Royce Power Systems-Gruppe. Ebenso wurden die Qualitätssicherung der Konzernrevision, die Umsetzung der Weiterentwicklungen des bestehenden Compliance Management Systems sowie die Markt- und Wettbewerbersituation behandelt. Über die Umsetzung des vom Unternehmen aufgesetzte Transformationsprogramm RRPS 2018 "Shaping our Future" wurde der Prüfungsausschuss regelmäßig und vollumfänglich informiert. Auch hinsichtlich der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung ließ sich der Prüfungsausschuss durch den Datenschutzbeauftragten regelmäßig informieren.

VERMITTLUNGSAUSSSCHUSS. Sitzungen des Vermittlungsausschusses gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 nicht erforderlich.

INTERESSENKONFLIKTE. Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen gewesen wären und über die die Hauptversammlung hätte informiert werden müssen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2017. Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, prüfte den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Rolls-Royce Power Systems AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2017 und erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie die zu prüfenden Unterlagen lagen jedem Aufsichtsratsmitglied vor und wurden in der Bilanzsitzung am 16. März 2018 intensiv erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erstattete dem Aufsichtsrat vollumfänglich Bericht. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 15. März 2018 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. März 2018 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat billigte mit Beschluss vom 16. März 2018 den von der Gesellschaft am 15. März 2018 aufgestellten Jahresabschluss und den von der Gesellschaft ebenfalls am 15. März 2018 aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

VERÄNDERUNG IM AUFSICHTSRAT UND VORSTAND. Auf der Anteilseignerseite sind im Berichtsjahr folgende Mitglieder ausgeschieden: Harry Holt (bis 9. Mai 2017) und Colin Smith (bis 31. Januar 2018). In der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 wurde Simon Carlisle mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat gewählt. Die Nachbesetzung von Colin Smith erfolgt voraussichtlich in der ordentlichen Hauptversammlung am 16. März 2018.

Auf der Arbeitnehmerseite sind im Geschäftsjahr 2017 folgende Mitglieder ausgeschieden: Bernd Krüper (bis 31. Oktober 2017) und Lilo Rademacher (bis 1. November 2017). Mit Beschluss des Amtsgerichts Ulm vom 13. November 2017 wurden Dr. Andreas Kunz als Ersatzmitglied für Bernd Krüper sowie Helene Sommer als Ersatzmitglied für Lilo Rademacher zu Mitgliedern des Aufsichtsrats als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt.

Im Geschäftsjahr 2017 gab es im Vorstand folgende Veränderung: Andreas Schell ist seit 1. Januar 2017 Vorsitzender des Vorstands, nachdem Dr. Ulrich Dohle mit Ablauf des 31. Dezember 2016 ruhestandsbedingt aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihr Engagement im Geschäftsjahr 2017.

Friedrichshafen, 16. März 2018

Für den Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG

Axel Arendt, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht und Lagebericht (zusammengefasster Lagebericht)

der Rolls-Royce Power Systems AG

In diesem Bericht können durch Rundung Differenzen zwischen den Einzelwerten und den daraus resultierenden Summen auftreten.

Grundlagen des Konzerns

Historie des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns

Die Geschichte des heutigen Rolls-Royce Power Systems-Konzerns (im Folgenden: "RRPS-Konzern") reicht über ein Jahrhundert zurück. Keimzelle des Konzerns ist die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH, die am 23. März 1909 von Karl Maybach und Graf Ferdinand von Zeppelin gegründet wurde. Gegenstand des Unternehmens war zunächst die Entwicklung und Produktion von Motoren für die Luftschiffe der Zeppelin-Werke. Im Jahr 1918 firmierte das Unternehmen in Maybach-Motorenbau GmbH um. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs widmete sich das Unternehmen kurzzeitig dem Automobilbau sowie der Herstellung von Hochleistungsdieselmotoren. Seit dem Jahr 1969 firmiert die Gesellschaft unter dem Namen MTU Friedrichshafen GmbH (für "Motoren- und Turbinen-Union"). Bis zum Jahr 2006 hatte sich der Konzern mit seiner Muttergesellschaft MTU Friedrichshafen GmbH zu einem wesentlichen Bestandteil der Off-Highway-Aktivitäten des damaligen DaimlerChrysler-Konzerns entwickelt. In 2006 wurde der Konzern an einen Finanzinvestor verkauft. Das Unternehmen wurde unter der Tognum AG gebündelt, die ab 2007 an der Börse (M-Dax) notierte. 2011 wurde das Unternehmen mehrheitlich durch ein Gemeinschaftsunternehmen der Rolls-Royce plc und Daimler AG übernommen. Im Jahr 2014 wurde die Tognum AG in Rolls-Royce Power Systems AG umfirmiert. Die Daimler AG verkaufte ihren Anteil von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (RRPSH) im August 2014 an den Partner Rolls-Royce plc. Die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH wurde in 2015 auf die heutige Konzernmutter Rolls-Royce Power Systems AG verschmolzen.

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Rolls-Royce Power Systems AG mit Sitz in Friedrichshafen ist einer der weltweit führenden Anbieter von Kolbenmotoren, Antriebssystemen und dezentralen Energieanlagen. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Konzern einen um Hedging Effekte bereinigten Umsatz von 3.334,5 Mio. Euro. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2017 weltweit 10.794 Mitarbeiter.

PRODUKTPORTFOLIO. Das Produktportfolio umfasst schnelllaufende Motoren und Antriebssysteme der Marke MTU für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie Pumpenantriebe für die Öl- und Gasindustrie. Unter der Marke MTU Onsite Energy vermarktet das Unternehmen Systemlösungen zur Energieversorgung auf Basis von Diesel- und Gasmotoren: von Anlagen für Notstrom-, Grund- und Spitzenlastversorgung bis hin zu leistungsfähigen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Die norwegische Tochterfirma Bergen Engines AS stellt mittelschnelllaufende Motoren für Schiffe und Energieanlagen her. L'Orange rundet das Portfolio mit Kraftstoffeinspritzsystemen für Großmotoren ab.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONZERNSTRUKTRUR. Die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien, ist die alleinige Anteilseignerin der Rolls-Royce Power Systems AG. Das oberste Mutterunternehmen ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien. Mit der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, wurde am 2./15. Juli 2015 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2015 zugestimmt hat.

Zum RRPS-Konzern gehört neben der Rolls-Royce Power Systems AG als Konzernobergesellschaft mit Sitz in Friedrichshafen eine weltumspannende Fertigungs-, Vertriebs- und Servicestruktur. Sie umfasst neben der Konzernobergesellschaft weitere 34 vollkonsolidierte Tochterunternehmen (31. Dezember 2016: 33). Die größte Einzelgesellschaft des RRPS-Konzerns ist die MTU Friedrichshafen GmbH mit Sitz in Friedrichshafen. Weitere Konzernunternehmen, die wesentlich zum Geschäftsvolumen beitragen, sind Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, MTU America Inc., Detroit/USA, und MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, als Obergesellschaft des Teilkonzerns MTU Asia Group, in dem die asiatischen Tochterunternehmen gebündelt sind. Zentrale Produktionsstandorte des RRPS-Konzerns befinden sich in Deutschland, Norwegen, den USA und in China.

Der Konsolidierungskreis der Rolls-Royce Power Systems AG wurde im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um eine Gesellschaft erweitert. Am 22. März 2017 wurde die MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, von der Rolls-Royce Power Systems AG gegründet. Im Dezember 2017 hat die Rolls-Royce Power Systems AG ihre Anteile an der MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, in die MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, eingebracht und ist zu 100 % an dieser Gesellschaft beteiligt. Bei der MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, handelt es sich um einen Teilkonzern, der die MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, umfasst. Die Einbeziehung dieses Unternehmens hat keinen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des RRPS-Konzerns.

Berichtszeitraum und Vergleichsperioden

Wir berichten in diesem zusammengefassten Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016. Der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des RRPS-Konzerns zusammengefasst. Die Chancen und Risiken der Rolls-Royce Power Systems AG als Konzernmutter sind untrennbar mit denen des RRPS-Konzerns verbunden. Im vorliegenden Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den RRPS-Konzern. Informationen zur Lage des Mutterunternehmens Rolls-Royce Power Systems AG sind in einem separaten Kapitel enthalten.

Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des RRPS-Konzerns stellen wir im Vergleich zu den Werten zum 31. Dezember 2016 dar. Sowohl die Abschlüsse der Berichtsperiode als auch die der Vergleichsperiode wurden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den gemäß § 315e HGB (Handelsgesetzbuch) zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Wirtschaftsbericht des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2017 erlebte die Weltwirtschaft einen gesunden Aufschwung, welcher die Erwartungen vom Jahresanfang übertraf. Die positive Entwicklung betraf hoch entwickelte und aufstrebende Volkswirtschaften gleichermaßen. Welthandel und Investitionen zogen an, und die Rohstoffpreise erholten sich.

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2017 endete eine fünfjährige Schwächephase des Weltwirtschaftswachstums. Der Aufschwung war dynamischer als zu Jahresbeginn erwartet. Prognosen für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und wichtiger Industriezweige wurden daher über das Jahr nach oben korrigiert. Sowohl die Industriestaaten als auch die meisten Entwicklungsländer konnten von der Wachstumsdynamik profitieren.

Der gesamte Euroraum profitierte von der starken Exportnachfrage, die durch den zum Jahresanfang schwachen Euro sowie von der anhaltend expansiven Geldpolitik begünstigt wurde. Die Region zeigte sich 2017 widerstandsfähig gegenüber den politischen Unsicherheiten.

Das starke Wirtschaftswachstum in den USA entsprach den Erwartungen vom Jahresbeginn. Das Land setzte die ununterbrochene Erholung seit der Krise 2009 fort. Die Wirtschaft war nahezu voll ausgelastet. Die wirtschaftsfreundliche Politik der Trump-Administration beflügelte vor allem den Energiesektor.

Die japanische Wirtschaft entwickelte sich im Jahresverlauf, unterstützt durch ein fiskalpolitisches Konjunkturprogramm, sehr positiv. Konsum, Investitionen und Exporte zogen an.

Für die rohstoffexportierenden Länder waren die Erholung der Preise im Jahresverlauf und die höhere Nachfrage hilfreich. Der immer noch relativ niedrige Ölpreis und die niedrige Produktionsquoten der OPEC belasteten auch 2017 das Wachstum vieler erdölexportierender Länder.

Die chinesische Wirtschaft erreichte 2017 ein Wachstum von 6,7 % und übertraf das gesetzte Wachstumsziel deutlich, gestützt durch Konjunkturprogramme, Reformen und Exporte.

Indiens Maßnahmen zur Demonetisierung und die Einführung einer einheitlichen Mehrwertsteuer für das Land verursachten erwartete Turbulenzen und bremsten das insgesamt sehr dynamische Wachstum leicht.

Die russische Wirtschaft erreichte ein Wachstum von 1,7 %. Investitionen erfolgten vor allem im Energie- und im Transportsektor.

Brasilien konnte die tiefe Rezession überwinden, Konsum und Industrieproduktion nahmen zu.

Branchenentwicklung

Nach Schätzungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wuchs der globale reale Umsatz des Maschinenbaus 2017 um 6 % und übertraf deutlich die Erwartungen zu Jahresbeginn (2 %).

In der EU stiegen die Maschinenbauumsätze insgesamt um 4 %. Haupttreiber waren osteuropäische Länder, die teilweise zweistellige Wachstumsraten erreichten. Deutschland und Italien erzielten 3 % Wachstum, Frankreich erreichte 2 %. Im Vereinigten Königreich wuchsen die Umsätze um 5 %, begünstigt durch den schwachen Wechselkurs des britischen Pfunds.

Die Maschinenproduktion in den USA stieg 2017 um 3 % analog zum gesamtwirtschaftlichen Aufschwung.

Japans Maschinenbauumsätze legten um 8 % zu, begünstigt durch steigende Investitionen im Land.

Die Prognose für Chinas Maschinenbauumsätze lag für 2017 bei 8 %. Haupttreiber ist der zunehmende Automatisierungsbedarf der Industrie.

Marktposition

Relevant für den RRPS-Konzern ist der Markt für schnelllaufende und mittelschnelllaufende Diesel- und Gasmotoren für Off-Highway-Anwendungen im Leistungsbereich von 75 Kilowatt bis 20 Megawatt. Die wichtigsten etablierten Wettbewerber von Rolls-Royce Power Systems sind Caterpillar (Geschäftsbereich Energy & Transportation), Cummins, Wärtsilä und MAN Diesel.

Im Jahr 2017 gab es eine Erholung in Märkten, die für Rolls-Royce Power Systems relevant sind.

BAUMASCHINEN & LANDTECHNIK. Durch die gute Konjunktur im Bausektor entwickelte sich der Markt vor allem in Europa und China sehr positiv und wuchs, getrieben durch eine Investitionswelle im Infrastrukturbereich, deutlich. Die Stimmung im Bereich Landtechnik verbesserte sich in den USA und Europa ebenfalls merklich. Der nordamerikanische Markt hat seine Talsohle durchschritten. Das Marktwachstum wurde hauptsächlich durch die aufstrebenden Märkte (BRIC) getrieben. Vom steigenden Bedarf an Landmaschinen konnte auch Rolls-Royce Power Systems profitieren.

RAIL, MINING, OIL & GAS. Während der Markt für Powerpacks (DMU) zunahm, schrumpfte der Markt für Lokomotivantriebe. Betreiber großer Minen steigerten im Vergleich zum niedrigen Vorjahresniveau ihre Investitionen spürbar. Der festere Ölpreis beflügelte Investitionen in Nordamerika, und die Zahl der aktiven nordamerikanischen Bohrgeräte (RigCount) nahm deutlich zu.

ENERGIEANLAGEN. Der Markt für Anlagen zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme profitierte vom verbesserten ökonomischen Umfeld und Investitionsklima. Der Markt für dieselgetriebene Anwendungen wurde vor allem vom Bedarf an Mission-Critical-Anwendungen getrieben, insbesondere der chinesische Markt wuchs aufgrund des Ausbaus von Datacentern stark. Der Markt für gasgetriebene Lösungen wurde durch den Bedarf an flexiblen Lösungen und den Ausbau der erneuerbaren Energien beflügelt, primär in den USA und Europa.

MARINE. Das nach wie vor schwierige Umfeld war von erheblichen Rückgängen bei den Investitionen der Offshore-Öl- und -Gas-Industrie geprägt, positive Impulse gab es durch Fähren, Passagierschiffe und Hafeninfrastruktur. Der Yachtmarkt zeigte sich solide.

BEHÖRDENGESCHÄFT. Das Behördengeschäft normalisierte sich 2017 verglichen mit dem hohen Vorjahresniveau.

MITTELSCHNELLLÄUFER. Das Wachstum im Markt für Systeme mit mittelschnelllaufenden Motoren zur Stromerzeugung erholte sich projektgetrieben deutlich. Die Nachfrage nach mittelschnelllaufenden Motoren aus der Schiffsindustrie war aufgrund anhaltender Überkapazitäten aufseiten der Betreiber weiterhin sehr niedrig.

EINSPRITZSYSTEME. Die fortgesetzte Schwäche im Marinemarkt der mittelschnelllaufenden Motoren führte zu einem schwierigen Marktumfeld. Diesem Trend entgegengesetzt zeigte sich eine Erholung im Öl- und Gas-Markt.

Brexit

Insgesamt wird ein moderater Einfluss des Brexit auf den RRPS-Konzern erwartet. Zu den Risiken zählen Zölle und andere Handelsbeschränkungen aufgrund eines harten Brexit, die den grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr in das Vereinigte Königreich behindern und verteuern würden. Ein weiteres Risiko stellt eine anhaltende Abwertung des britischen Pfund dar, wodurch Wettbewerber, die im Vereinigten Königreich produzieren, einen Vorteil hätten. Wartungsverträge beispielsweise im Bahnsegment könnten durch Handelsbarrieren und Währungsverschiebungen betroffen sein.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Der RRPS-Konzern deckt mit seinem Produktprogramm zahlreiche Anwendungsbereiche ab und ist in vielen Märkten vertreten. Konjunkturelle Markteinflüsse in den Hauptabsatzregionen Europa, Amerika und Asien kann der RRPS-Konzern mit einem differenziert gepflegten Produktportfolio und dem global ausgewogenen Geschäft ausgleichen. Damit ist die Unternehmensgruppe für Entwicklungen, die nur in einzelnen Wirtschaftsregionen oder Anwendungsbereichen auftreten, vergleichsweise wenig anfällig.

Der Markt verlangt nach immer effizienteren, leistungsfähigeren und gleichzeitig schadstoffärmeren Motoren und dezentralen Energieanlagen. Dieser Trend erfordert von allen Wettbewerbern eine permanente Weiterentwicklung und technische Optimierung der angebotenen Produkte. Mit unserer hohen technologischen Kompetenz setzen wir Standards und treiben Innovationen voran, vor allem bei der eigenständigen Entwicklung und Herstellung von Schlüsselkomponenten der Dieselmotorenfertigung (Einspritzung, Elektronik, Aufladung und Abgasnachbehandlung).

Auch Rohstoff- und Materialpreise beeinflussen unsere Geschäftsentwicklung. Unsere hauptsächlich verwendeten Vormaterialien sind hochvergütete Stähle, Gusserzeugnisse, Halbzeuge, Aluminiumlegierungen sowie weitere Metalle und Legierungen. Darüber hinaus sind Erdöl (Diesel) und Strom von Bedeutung. Risiken aus Preissteigerungen begegnen wir durch langfristige Lieferverträge und Rohstoffsicherungen.

Auch Wechselkursrelationen, insbesondere die des US-Dollar zum Euro, haben Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des RRPS-Konzerns. Der Jahresdurchschnittskurs des Euro im Verhältnis zum US-Dollar lag im abgelaufenen Jahr mit 1,13 US-Dollar etwa 2 % höher als im Vorjahr und wirkte sich daher leicht dämpfend auf die deutsche Exportwirtschaft aus. Der RRPS-Konzern sichert sich gegen Wechselkursrisiken durch eine aktive Steuerung der Bezugs- und Fertigungsquellen (Natural Hedging) und Sicherungsgeschäfte ab. Hierdurch konnte insbesondere der Wechselkursanstieg des Euro zum US-Dollar im zweiten Halbjahr deutlich abgemildert werden.

In den Ländern, in denen wir aktiv sind, gelten die unterschiedlichsten Gesetze und Vorschriften. Besondere Bedeutung für die Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns haben Exportkontrollregelungen, umweltrechtliche Bestimmungen in Bezug auf Produktionsverfahren, Standorte und Erzeugnisse sowie die Vorschriften für das militärische Beschaffungswesen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren berichten wir im Abschnitt "Lage". Der RRPS-Konzern nutzt für die interne Steuerung die finanziellen Leistungsindikatoren bereinigter Umsatz und bereinigtes EBIT. Es handelt sich dabei um die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20. Über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sowie Arbeitnehmer- und Umweltbelange berichten wir in den Kapiteln "Mitarbeiter" und "Nachhaltigkeitsbericht". Für die interne Steuerung benutzen wir den nichtfinanziellen Leistungsindikator Mitarbeiterzahl. Es handelt sich dabei um den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator im Sinne des DRS 20.

Geschäftsentwicklung

Der RRPS-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2017 einen bereinigten Umsatz von 2,6 % über dem Niveau des Vorjahres. Vor allem der hohe Leistungs- und Technologiestandard unserer Produkte war ausschlaggebend für den stetigen Erfolg des RRPS-Konzerns. Unsere Stärken sehen wir dabei in unserer Fähigkeit, kundenspezifische Antriebs- und Energiesysteme zu konzipieren und anzubieten, in unserem umfangreichen Produktportfolio sowie in einer weltweit aktiven und renommierten Vertriebsorganisation. Mit diesem ausgewogenen Geschäftsmodell ist die Abhängigkeit von Konjunkturzyklen einzelner Anwendungsbereiche und Regionen begrenzt.

Nach dem erfolgreichen Start der Customer Care Center (CCC) an den Standorten Friedrichshafen und Novi/USA im zweiten Halbjahr 2017 wurde am 24. Januar 2018 das dritte CCC in Singapur eröffnet. Zielsetzung der CCC ist es, kritische Störungen wie Motorausfälle schnell zu beheben, um die Ausfallzeiten für den Kunden so kurz wie möglich zu halten. Durch die weltweite Präsenz an drei Standorten in jeweils unterschiedlichen Zeitzonen und mithilfe einer gemeinsamen, auf einer Cloud basierenden Plattform ist es uns möglich, Störungen rund um die Uhr kundenorientiert zu bearbeiten. Durch die CCC wird unser globales Servicenetzwerk konsequent weiter ausgebaut. Unsere Kunden profitieren nachhaltig. So wurde beispielsweise die Reaktionszeit für die Bearbeitung kritischer Motoren- und Systemschäden signifikant reduziert. Ein wesentlicher Erfolgsbeitrag zur weiteren Optimierung des Kundenservices und der Produkt-Konnektivität ist die Zusammenarbeit des CCC mit der Digitalen Einheit.

Seit April 2017 treibt der Bereich Digital Solutions die Digitalisierung im Unternehmen voran. Entwickelt werden primär digitale Produkte und Services, die einen weitreichenden Kundennutzen erzeugen. Die Arbeitsweise folgt dem Stil eines Start-ups, das heißt Denken in Lösungen, Schnelligkeit, Agilität und die Nähe zum Endkunden. Ein umfassender Kundenservice, unterstützt durch digitale Produkte, steht dabei im Vordergrund. Bereits 2017 wurden für unsere Kunden digitale Produkte für mobile Endgeräte zur Verfügung gestellt. Diese Kundenlösungen entlasten unseren First-Level-Support erheblich und ermöglichen dem Endkunden ein zentrales Monitoring unserer Produkte.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN Und des PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFs.

Unter anderem verzeichneten wir im Jahr 2017 folgende produkt- und marktorientierten Erfolge:

Ein Vertrag für die regelmäßige Wartung der 30 MTU-Motoren der Baureihe 4000, die in Hitachi-Muldenkippern in der Kupfermine Lumwana in Sambia laufen, wurde abgeschlossen.

Bergen Engines, Bergen/Norwegen, eine Tochtergesellschaft der Rolls-Royce Power Systems AG, unterzeichnet Verträge über die Lieferung von zwei Kraftwerken nach Bangladesch mit einer Gesamtleistung von mehr als 262 Megawatt elektrischer Leistung sowie die Auslieferung von 100 PowerPacks für die Züge des Intercity-Express-Programms in Großbritannien.

Die Situation des RRPS-Konzerns war im Geschäftsjahr 2017 durch den erwarteten Aufschwung sowie Strukturveränderungsmaßnahmen im Rahmen unseres Transformationsprogramms "RRPS 2018" erfreulich. Das Programm zielt auf eine umfassende und tief greifende Neuausrichtung des RRPS-Konzerns bis 2018 und darüber hinaus ab. Ziel ist es, nachhaltig Kosten zu reduzieren, Vertrieb und Service zu stärken und die Nutzung der digitalen Möglichkeiten zur Entwicklung wertschöpfender Dienstleistungen voranzutreiben. Die ursprüngliche Prognose eines bereinigten Umsatzes und Ergebnisses leicht über dem Niveau des Jahres 2016 konnte übertroffen werden. Das bereinigte Ergebnis entwickelte sich sehr positiv und lag 41,8 % über dem Vorjahresergebnis.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 457,4 Mio. Euro (Vorjahr: 220,7 Mio. Euro) lag deutlich über den ursprünglichen Erwartungen. Positiv wirkte hier insbesondere die Weiterentwicklung des konzernweiten Cashmanagements. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit - 133,2 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: - 147,4 Mio. Euro).

Lage

Ertragslage

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN

In Mio. Euro 2016 2017 Veränderung
Auftragseingang 3.198,2 3.532,1 10,4 %
Umsatz 3.256,5 3.340,2 2,6 %
Bereinigter Umsatz 3.249,3 3.334,5 2,6 %
EBIT 174,7 327,9 87,7 %
Bereinigtes EBIT 269,7 382,4 41,8 %
Umsatzrendite (bereinigtes EBIT/Umsatz) 8,3 % 11,5 %

AUFTRAGSEINGANG. Im Jahr 2017 verzeichneten wir mit 3.532,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3.198,2 Mio. Euro) einen Auftragseingang deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach einem schwachen Vorjahr kam es hauptsächlich projektbedingt im Behördengeschäft sowie durch die rohstoffpreisgetriebene Erholung im Öl- und Gas-Geschäft sowie im Bergbaugeschäft zu einem starken Wachstum. Das Geschäft für Mittelschnellläufer lag vor allem durch Aggregate für die Stromerzeugung ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau.

UMSATZ. Der bereinigte Konzernumsatz stieg in der Berichtsperiode um 2,6 % auf 3.334,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3.249,3 Mio. Euro). Das Wachstum resultierte im Wesentlichen aus einer stärkeren Nachfrage im Industrial-Bereich nach kleinen, von Daimler im Auftrag der MTU entwickelten und gefertigten Motoren im unteren Leistungsbereich für Agriculture und C&I sowie durch die Erholung im Öl- und Gas-Geschäft. Ebenso positiv entwickelte sich das Service-Geschäft, welches ebenfalls von höheren Rohstoffpreisen profitierte. Dies spiegelte sich sowohl bei den Ersatzteilverkäufen als auch beim Reman-Geschäft (Wiederaufbereitung von Produkten wie z. B. Ersatzteilen oder Motoren am Ende ihres Lebenszyklus zum Standard eines neuwertigen Produkts) wider. Einen Umsatzrückgang musste der Bereich Marine mit Motoren in der Anwendung Yacht verbuchen. Das Defense-Geschäft lag projektbedingt, maßgeblich durch ein umsatzstarkes Geschäft 2016 für die deutsche Bundeswehr als Endkunde, ebenfalls unter dem Vorjahr. Eine weitere Aufteilung des Umsatzes erfolgt im Konzernanhang in Abschnitt 4 "Umsatzerlöse".

ERGEBNISENTWICKLUNG. In der Berichtsperiode erzielte der RRPS-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 327,9 Mio. Euro (Vorjahr: 174,7 Mio. Euro). Diese Ergebnisgröße enthält jedoch periodenbezogene Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte. Diese Effekte sind im bereinigten EBIT nicht zu berücksichtigen und umfassen im Wesentlichen Einmalkosten im Zusammenhang mit dem konzernweiten Transformationsprogramm "RRPS 2018". Nach Bereinigung dieser Effekte ergibt sich für die Berichtsperiode ein bereinigtes EBIT von 382,4 Mio. Euro (Vorjahr: 269,7 Mio. Euro).

Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte sind bei der Ermittlung des bereinigten EBIT zu korrigieren:

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN: BEREINIGUNG EBIT

In Mio. Euro 2016 2017
EBIT 174,7 327,9
Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) 4,7 4,4
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften - 1,6 - 14,2
Kosten für Transformation 55,3 58,3
Konzernumlage Rolls-Royce plc 36,6 6,0
Bereinigtes EBIT 269,7 382,4

Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 11,5 % (Vorjahr: 8,3 %). Das bereinigte EBIT stieg um 41,8 % auf 382,4 Mio. Euro (Vorjahr: 269,7 Mio. Euro). Das gegenüber dem Vorjahr hohe bereinigte EBIT resultierte vor allem aus dem Umsatzwachstum, einem verbessertem Produktmix und den kostenreduzierenden Maßnahmen des Transformationsprogramms "RRPS 2018". "RRPS 2018" realisierte auch 2017 weitere Fortschritte für den RRPS-Konzern.

BRUTTOERGEBNIS. Das Bruttoergebnis in der Berichtsperiode betrug 945,7 Mio. Euro (Vorjahr: 870,8 Mio. Euro). Bereinigt um die für das Bruttoergebnis relevanten Sondereffekte und nicht operativen Sachverhalte ergab sich im dargestellten Berichtszeitraum ein bereinigtes Bruttoergebnis von 969,5 Mio. Euro (Vorjahr: 883,0 Mio. Euro) und somit eine bereinigte Bruttoergebnismarge von 29,0 % (Vorjahr: 27,2 %).

Funktionskosten. Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten bewegten sich mit 395,5 Mio. Euro (Vorjahr: 395,5 Mio. Euro) auf dem Vorjahresniveau. Die bereinigten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 199,5 Mio. Euro (Vorjahr: 216,3 Mio. Euro), was einen fokussierten Ansatz in der Produktentwicklung widerspiegelt. Wie in den Vorjahren investiert der RRPS-Konzern bewusst in die Zukunft, um mit neuen Motoren und Systemen unseren Technologievorsprung weiter auszubauen und damit das zukünftige Wachstum des RRPS-Konzerns zu sichern.

ZINSERGEBNIS. Der Zinsaufwand lag mit 14,8 Mio. Euro (Vorjahr: 20,0 Mio. Euro) unter dem Vorjahresniveau. Dies ist hauptsächlich auf die gesunkenen finanziellen Verbindlichkeiten durch die Tilgung eines Bankdarlehens sowie auf geringere Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die Zinserträge stiegen auf 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) leicht an. Daraus ergibt sich ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: 18,2 Mio. Euro).

BEREINIGTES Konzernergebnis. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich in der Berichtsperiode auf 196,8 Mio. Euro (Vorjahr: 99,8 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte vor allem aus dem guten operativen Ergebnis im Jahr 2017. Unter Berücksichtigung der oben genannten Sondereffekte und nicht operativen Sachverhalte sowie unter Anwendung einer Konzernsteuerquote von 37,6 % (Vorjahr: 36,2 %) ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis von 235,0 Mio. Euro (Vorjahr: 146,3 Mio. Euro).

Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte wurden bei der Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses unter Anwendung der Bereinigungslogik der Muttergesellschaft Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, berücksichtigt:

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN: BEREINIGUNG KONZERNERGEB NIS

In Mio. Euro 2016 2017
Konzernergebnis 99,8 196,8
Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) 4,7 4,4
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften - 1,6 - 14,2
Pensionszinsen 14,4 12,6
Kosten für Transformation 55,3 58,3
Steueraufwand - 26,4 - 23,0
Bereinigtes Konzernergebnis 146,3 235,0

Vermögenslage

Abweichend zur Bilanzgliederung nach IFRS wird im Folgenden aus Gründen der Übersichtlichkeit eine auf die wesentlichen Positionen verkürzte Konzernbilanz dargestellt. Diese bildet auch die Grundlage für die weiteren Ausführungen.

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN: BILANZ

AKTIVA

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 1.354,2 1.326,9
Vorräte 829,7 820,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 745,3 729,9
Flüssige Mittel 282,7 400,3
Übrige Vermögenswerte 116,3 112,8
Bilanzsumme 3.328,2 3.389,9

PASSIVA

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Eigenkapital 1.175,2 1.188,6
Rückstellungen 1.167,1 1.245,9
Finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten 209,0 134,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405,7 391,1
Erhaltene Anzahlungen 277,0 297,7
Übrige Verbindlichkeitspositionen 94,3 131,8
Bilanzsumme 3.328,2 3.389,9

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1,9 %.

AKTIVSEITE. Die langfristigen Vermögenswerte sanken infolge der Reduzierung der Sachanlagen um 2,0 % auf 1.326,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.354,2 Mio. Euro). Die Vorräte bewegten sich mit 820,0 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 829,7 Mio. Euro) weitgehend auf dem Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2,1 % auf 729,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 745,3 Mio. Euro). Die flüssigen Mittel stiegen um 41,6 % auf 400,3 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 282,7 Mio. Euro) und damit auf das Niveau vom 31. Dezember 2015.

Das Net Working Capital1 sank um 3,5 % auf 861,1 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 892,3 Mio. Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen erhaltenen Anzahlungen und den gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

PASSIVSEITE. Das Eigenkapital belief sich auf 1.188,6 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.175,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 35,1 % (31. Dezember 2016: 35,3 %) und befindet sich damit auf einem soliden Niveau.

Die Rückstellungen erhöhten sich auf 1.245,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.167,1 Mio. Euro). Ursächlich dafür waren steigende Pensionsrückstellungen und sonstige kurzfristige Rückstellungen. Die finanziellen und sonstigen Verbindlichkeiten sanken vor allem aufgrund der Reduzierung von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 35,5 % auf 134,7 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 209,0 Mio. Euro).

Finanzlage

FINANZIERUNG. Der RRPS-Konzern hat von der KfW IPEX-Bank ein Darlehen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von nun noch 23,1 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis August 2020 erhalten. Das Darlehen enthält bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen. Das im Vorjahr ausgewiesene Darlehen von der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 75,0 Mio. Euro wurde am 31. Juli 2017 vollständig zurückgeführt. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2020. Diese ist zum 31. Dezember 2017 nicht in Anspruch genommen worden und steht vollständig zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.

AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE. Wir nutzen das Leasing bei Immobilien, beim Fuhrpark und im IT-Bereich, um die Kapitalbindung und Investitionsrisiken zu begrenzen. Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden im Geschäftsjahr 2017 Leasingaufwendungen in Höhe von 65,9 Mio. Euro (Vorjahr: 65,0 Mio. Euro) erfolgswirksam erfasst.

1 Net Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ./. Erhaltene Anzahlungen

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: CASHFLOW

In Mio. Euro 2016 2017 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 220,7 457,4 107,2 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 147,4 - 133,2 9,6 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 193,4 - 181,4 6,2 %

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um 107,2 % auf 457,4 Mio. Euro (Vorjahr: 220,7 Mio. Euro) und wurde vor allem durch das gestiegene Konzernergebnis positiv beeinflusst. Positiv wirkte sich auch der Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Auch der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen hatte einen positiven Effekt auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. In der aktuellen Berichtsperiode lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit - 133,2 Mio. Euro (Vorjahr: - 147,4 Mio. Euro) 9,6 % unter der Vergleichsperiode. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 181,4 Mio. Euro (Vorjahr: - 193,4 Mio. Euro) verringerte sich geringfügig.

INVESTITIONEN.2 In der Berichtsperiode tätigten wir Investitionen in Höhe von 121,3 Mio. Euro (Vorjahr: 148,5 Mio. Euro), davon entfielen 67,4 Mio. Euro auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 73,7 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum erwarben wir vor allem Produktions- und produktionsnahe Anlagen. Die Investitionen in Sonderbetriebsmittel dienen der Weiterentwicklung von bestehenden Baureihen und der Optimierung des Fertigungsprozesses.

Darüber hinaus umfassen die Investitionen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 53,9 Mio. Euro (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro), welche überwiegend die Entwicklung neuer Motorbaureihen und Software betreffen.

Investitionsverpflichtungen. Wir haben Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 8,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro) und Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) erfasst. Zu deren Finanzierung stehen uns ausreichend liquide Mittel aus dem erwarteten positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zur Verfügung. Gegebenenfalls haben wir auch gesicherten Zugriff auf bestehende Kreditlinien.

NETTOFINANZVERSCHULDUNG.3 Die Nettofinanzverschuldung wies zum Stichtag aufgrund des positiven Free Cashflows (der sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammensetzt) einen Überhang an liquiden Mitteln gegenüber den zinstragenden Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 368,6 Mio. Euro auf (31. Dezember 2016: 170,6 Mio. Euro). Die Quote von Nettofinanzverschuldung zu bereinigtem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation auf materielle und immaterielle Vermögenswerte) belief sich somit auf - 0,7 (Vorjahr: - 0,4).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Dank der positiven wirtschaftlichen Lage und unseren konstanten Bemühungen zur Kostenoptimierung hat sich die Ertragslage 2017 stark positiv entwickelt. Der RRPS-Konzern besitzt ausreichend finanzielle Flexibilität, um die zukünftigen Investitionsanforderungen im Rahmen der Wachstums- und Produktstrategie konsequent umzusetzen. Wir investieren auch weiterhin stark in den Bereich Forschung und Entwicklung, um den Technologievorsprung weiter auszubauen. Auf die künftigen, strengeren Emissionsanforderungen ist unser Produktportfolio bestens vorbereitet - darüber hinaus verbessern wir unsere Produkte in Bezug auf wesentliche kundenrelevante Eigenschaften wie Kraftstoffverbrauch und Lebenszykluskosten kontinuierlich weiter. Der RRPS-Konzern befindet sich zum Ende der Berichtsperiode in einer wirtschaftlich soliden Lage und ist weiterhin auf profitables Wachstum ausgerichtet.

2 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, ohne Finanzanlagen und ohne Neuzugänge im Konsolidierungskreis

3 Zur Berechnung der Nettofinanzverschuldung = zinstragende Finanzverbindlichkeiten (ohne Finanzierungsverbindlichkeiten aus Finance Lease) ./. Zahlungsmittel

Lagebericht zum Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG nach HGB

Nachfolgend ist der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG dargestellt.

Lage

Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT):

GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

In Mio. Euro 2016 2017
Umsatzerlöse 104,2 69,3
Sonstige betriebliche Erträge 1,6 4,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 22,6 - 22,4
Personalaufwand - 67,0 - 65,4
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 0,2 - 0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 87,9 - 52,4
Finanzergebnis 214,6 137,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 19,0 - 62,4
Ergebnis nach Steuern 123,6 7,5
Sonstige Steuern - 0,3 - 0,8
Jahresüberschuss 123,4 6,7

Die Rolls-Royce Power Systems AG erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 123,6 Mio. Euro). Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 93,9 %. Im Wesentlichen stützt sich das Ergebnis nach Steuern auf Umsatzerlöse von 69,3 Mio. Euro (Vorjahr: 104,2 Mio. Euro). Diese Position enthält vorwiegend Erträge aus konzerninternen Leistungsverrechnungen in Höhe von 68,9 Mio. Euro (Vorjahr: 103,4 Mio. Euro). Belastet wurde das Ergebnis durch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 52,4 Mio. Euro (Vorjahr: 87,9 Mio. Euro), die im Wesentlichen Beratungskosten enthalten. Zum Ergebnis der Rolls-Royce Power Systems AG trugen außerdem die Erträge aus der Gewinnabführung der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, in Höhe von 303,6 Mio. Euro (Vorjahr: 211,7 Mio. Euro) bei, die im Finanzergebnis enthalten sind. Dem wirkt jedoch der Sondereffekt aus Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund der Abwertung der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, in Höhe von 164,2 Mio. Euro entgegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Ertragssteuern in Höhe von 62,4 Mio. Euro (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro) Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2017 sowie Steuernachzahlungen und Steuererstattungen für Vorjahre umfassen.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN und des PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFs. Die Rolls-Royce Power Systems AG nutzt für die interne Steuerung den finanziellen Leistungsindikator Ergebnis nach Steuern. Es handelt sich dabei um den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator im Sinne des DRS 20. Die wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns sollte sich in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG widerspiegeln. Das Ergebnis nach Steuern lag trotz des außergewöhnlich guten Ertrags aus Gewinnabführungen in Höhe von 303,6 Mio. Euro unter unserer Erwartung. Dies ist auf die außerplanmäßige Abwertung der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, zurückzuführen. Ohne den Sondereffekt hätten wir aus unserer geschäftsüblichen operativen Tätigkeit unser Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahrsniveau überschritten.

AUSBLICK FÜR DIE ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG. Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns wird sich auch in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG für das Jahr 2018 entsprechend widerspiegeln. Insbesondere erwarten wir einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen. Dieser Ergebnisbeitrag wird voraussichtlich das Niveau der Gewinnabführung des Jahres 2017 erreichen. Auch bei den Erträgen aus anderen Beteiligungen erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstige operative Geschäftstätigkeit und deren Umfang werden im Geschäftsjahr 2018 unverändert weiter bestehen. Ein vergleichbarer Sondereffekt im Finanzergebnis zeichnet sich im Geschäftsjahr 2018 nicht ab, insofern erwarten wir ein Ergebnis nach Steuern moderat über dem Niveau des Vorjahres. Weitere Informationen zur Prognose für den RRPS-Konzern befinden sich im Prognosebericht ab Seite 25.

Vermögenslage der Rolls-Royce Power Systems AG

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT):

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2017

AKTIVA

In Mio. Euro 2016 2017
Anlagevermögen
Sachanlagen 0,4 0,0
Finanzanlagen 1.637,6 1.475,6
1.638,0 1.475,6
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 240,7 259,7
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 157,0 258,5
397,8 518,2
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,5
Bilanzsumme 2.036,1 1.994,3

PASSIVA

In Mio. Euro 2016 2017
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 131,4 131,4
Kapitalrücklage 804,8 804,8
Gewinnrücklagen 327,8 327,8
Jahresüberschuss (Vorjahr: Bilanzgewinn) 100,0 6,7
1.364,0 1.270,7
Rückstellungen 78,8 103,3
Verbindlichkeiten 593,3 620,3
Bilanzsumme 2.036,1 1.994,3

AKTIVSEITE. Zum 31. Dezember 2017 belief sich die Bilanzsumme der Rolls-Royce Power Systems AG auf 1.994,3 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 2.036,1 Mio. Euro). Auf der Aktivseite trug dazu insbesondere das Finanzanlagevermögen der Rolls-Royce Power Systems AG bei. Es besteht im Wesentlichen aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen. Die Beteiligung an der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, wurde um 164,2 Mio. Euro auf 223,8 Mio. Euro abgewertet.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen machen einen großen Teil des Umlaufvermögens aus. Sie resultieren aus dem Finanzverkehr innerhalb des RRPS-Konzerns.

PASSIVSEITE. Das Eigenkapital der Rolls-Royce Power Systems AG belief sich auf 1.270,7 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.364,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 63,7 % (31. Dezember 2016: 67,0 %) und befindet sich damit auf einem soliden Niveau. Der Rückgang resultiert aus der Dividendenausschüttung, welcher nicht aus dem durch den Sondereffekt belasteten Jahresüberschuss kompensiert werden konnte.

Die Rückstellungen setzen sich aus Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Steuerrückstellungen betreffen insbesondere noch nicht endgültig veranlagte Steuern. Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr vorwiegend Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten der Rolls-Royce Power Systems AG setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 570,4 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 463,0 Mio. Euro) zusammen, die sich aus dem Finanzverkehr innerhalb des RRPS-Konzerns ergeben.

Finanzlage der Rolls-Royce Power Systems AG

FINANZIERUNG. Die Rolls-Royce Power Systems AG hat von der KfW IPEX-Bank ein Darlehen für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von nun noch 23,1 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis August 2020 erhalten. Das Darlehen enthält bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen. Das im Vorjahr ausgewiesene Darlehen von der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 75,0 Mio. Euro wurde am 31. Juli 2017 vollständig zurückgeführt. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2020. Diese ist zum 31. Dezember 2017 nicht in Anspruch genommen worden und steht vollständig zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.

Forschung und Entwicklung

Zum Ende des Jahres 2017 widmeten sich im RRPS-Konzern rund 11 % der Gesamtbelegschaft Forschungs- und Entwicklungsaufgaben.

Um unsere Ziele zu erreichen, erbrachten wir im Berichtszeitraum bereinigte Entwicklungsleistungen in Höhe von 218,8 Mio. Euro (Vorjahr: 235,6 Mio. Euro). Die bereinigten Entwicklungsaufwendungen sind mit 199,5 Mio. Euro (Vorjahr: 216,3 Mio. Euro) weiterhin auf einem hohen Niveau. Darin enthalten sind Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro).

Bei der Weiterentwicklung der Baureihen 2000 und 4000 wollen wir mit verstärkten Entwicklungsaufwendungen die Technologieführerschaft sicherstellen. Aus diesem Grund betrachten wir die zukünftig noch strengeren Emissionsrichtlinien als große Chance für uns.

Anfang Oktober 2014 haben wir die neueste Generation der Baureihe 2000 Genset-Motoren mit einem 2200 bar Common-Rail-Einspritzsystem und höheren Leistungen für die 50-Hertz-Märkte eingeführt. Seit Januar 2016 sind diese auch in einer 60-Hertz-Variante lieferbar. Anfang 2017 wurden die bereits am Markt befindlichen 12V/16V2000M96-Motoren für Hochleistungs-Marineanwendungen (Yacht, Sportsfishing), die die Emissionsstufe EPA3 erfüllen, durch die neu entwickelte 10V2000M96-Version ergänzt.

Bei den Landanwendungen der Baureihe 4000 sind seit 2015 die 12-Zylinder-Frac/Mining-Motoren in Serie, die 16V-Motoren folgen 2018. Diese Motoren erfüllen als einzige ihrer Klasse die Emissionsstufe US EPA Tier 4 final ohne Abgasnachbehandlung. Weiterhin konnten wir uns mit unserer AGR-Emissionsminderungstechnologie gegenüber unseren Konkurrenten durchsetzen und liefern ab Ende 2017 Bahnmotoren aus, die im Sonderbetrieb die aktuell gültigen Stickoxidemissionen (EU IIIB) um 50 % unterschreiten und dank Dieselpartikelfilter völlig rauchfrei laufen.

Bei der Baureihe 4000 der Anwendung Marine werden aktuell schwerpunktmäßig Motoren für die Emissionsstufe EPA Tier 4 und IMO3 entwickelt. Es werden sowohl die Arbeitsschiff- und Bordstromanwendungen als auch die Hochleistungsanwendungen bedient. Im Jahr 2017 konnten erste Motoren an Kunden ausgeliefert werden. Neben der Einhaltung der Emissionsgrenzwerte ist die Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs ein zentrales Entwicklungsziel. Ein weiteres Ziel ist die Anhebung der Leistung auf 160 kW je Zylinder. Die Partikelanforderung bei EPA Tier 4 konnte innermotorisch dargestellt werden, sodass die Kunden auf einen Dieselpartikelfilter verzichten können.

Mit einem Marinemotor der Baureihe 4000Mx4 EPA Tier 3 konnte im November 2017 ein Zertifizierungslauf gemäß der ABS Naval Vessel Rules erfolgreich abgeschlossen werden. Diese Zulassung ist notwendig, um Motoren im US-Markt in behördlichen Schiffen zu platzieren.

Der erste Auftrag des neu entwickelten 4000er U-Boot-Motors konnte termingerecht abgenommen und ausgeliefert werden. Zusätzlich wurde der äußerst anspruchsvolle 1000-Stunden-Dauerlauf mit einem sehr positiven Ergebnis abgeschlossen.

Die bewährten Gassysteme von MTU Onsite Energy mit den Motoren der Baureihe 4000 haben eine gefestigte Marktposition erreicht. Im asiatischen Raum werden mehrere flexible Kraftwerke mit Gesamtleistungen von über 100 Megawatt betrieben. In England sind wir sehr erfolgreich mit der Teilnahme am Regelenergiemarkt, um kurzfristige hohe Energiebedarfe abzudecken. Die Motoren können in wenigen Minuten ihre volle elektrische Leistung bei hohem Wirkungsgrad ins Netz speisen. Ende 2017 endet die Felderprobung der Bi-Fuel Kits in den USA; hier wird bei Fracking-Systemen Dieselkraftstoff im Motor durch Zuführung von günstigem Gas ersetzt. Für Anfang 2018 erwarten wir die Serienfreigabe. Eine weitere Anwendung für Gasmotoren befindet sich in der letzten Phase der Entwicklung: 2018 werden die ersten Schiffe mit MTU-Gasmotoren ihren Betrieb im holländischen Wattenmeer aufnehmen.

Seit 2017 bietet MTU zusätzlich zur bisher verfügbaren 20-Zylinder-Version (bis 10.000 Kilowatt Leistung) einen 16-Zylinder-Motor der Baureihe 8000 an. Mit einer Leistung von bis zu 8.000 Kilowatt bei 1.150 Umdrehungen in der Minute ist der neue Motor vor allem für Behördenschiffe wie Patrouillenboote und militärische Schiffe, aber auch für Fähren und große Yachten geeignet.

Das Angebot unserer Baureihe 1600 für Industrie- und Agraranwendungen umfasst durch die Ergänzung einer 10V-Variante nun den Leistungsbereich von 561 bis 730 Kilowatt. Darüber hinaus ist dieser emissionsoptimierte Motor (US EPA Tier 4 final) mithilfe eines speziellen Kits in der Lage, bis zu einem Kraftstoffschwefelgehalt von 350 ppm betrieben zu werden. Damit ist die nahezu weltweite Einsetzbarkeit gewährleistet. Das Portfolio der Baureihe 1600 wurde konsequent auf die Kundenbedürfnisse angepasst und damit ein großer Beitrag zur Wertschöpfung geleistet. Die 6R und 8V GenDrive-Varianten sowie die 10V und 12V C&I- und Lok-Varianten werden ausgephast.

Aktuell werden die Baureihe 1000-1500 für die neue, ab Januar 2019 gültige Emissionsstufe Stage V weiterentwickelt. Im Zuge dieser Entwicklungsarbeiten werden auch die Maximalleistungen jeder Baureihe angehoben. Die Höchstleistung der Baureihe 1500 wird dann 480 Kilowatt betragen. Diese Motorsysteme werden auch nach Tier4-Regularien zertifiziert.

Die aktivierten Entwicklungskosten bewegten sich mit 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,7 Mio. Euro) auf dem Niveau des Vorjahres. Das Verhältnis von aktivierten Entwicklungskosten zu bereinigtem Entwicklungsaufwand betrug somit 7,8 % (Vorjahr: 7,3 %). Die bezahlten Entwicklungsleistungen lagen bei 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro).

Die Entwicklungsquote (Verhältnis der Entwicklungsleistungen zum Umsatz) lag bei 6,6 % (Vorjahr: 7,3 %). Damit wollen wir auch in Zukunft die Technologieführerschaft sicherstellen.

Mitarbeiter

Mitarbeiterentwicklung

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN:

MITARBEITER NACH REGIONEN

31.12.2016 31.12.2017 Veränderung
Deutschland 7.896 7.750 - 1,8 %
EMEA (Europe, Middle East, Africa) ohne Deutschland 1.447 1.410 - 2,6 %
USA 837 787 - 6,0 %
Asien 835 847 1,4 %
Gesamtbelegschaft 11.015 10.794 - 2,0 %

In dem RRPS-Konzern waren zum 31. Dezember 2017 insgesamt 10.794 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.015 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Veränderung von -2,0 % gegenüber dem Vorjahr ist das Ergebnis der Maßnahmen im Rahmen unserer unternehmensweiten Transformation.

Ausbildung und Weiterbildung

Berufsausbildung hat bei uns Tradition - seit über 90 Jahren bieten wir jungen Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Karriere mit einer fundierten Ausbildung oder einem dualen Studium in unserem Unternehmen zu beginnen. Insgesamt 392 Auszubildende absolvierten zum 31. Dezember 2017 eine Ausbildung oder ein duales Studium beim RRPS-Konzern weltweit. Unsere Leidenschaft für die Berufsausbildung macht auch vor unseren internationalen Tochtergesellschaften nicht Halt: An den MTU-Standorten z. B. in den USA und Südafrika ist unser Ausbildungsprogramm nach deutschem Vorbild ebenfalls sehr gefragt.

Nach der Ausbildung ist der Weg jedoch nicht zu Ende. Die Rolls-Royce Power Systems AG bietet den Beschäftigten darüber hinaus ein breites Spektrum an Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die hausinterne Academy an. Am größten Standort Friedrichshafen werden durch die Academy mehr als 200 unterschiedliche Trainingsthemen angeboten, die in zahlreichen Präsenz- und E-Learning-Veranstaltungen mithilfe des Learning-Managementsystems "Training@Academy" durchgeführt werden. Dabei werden Fähigkeiten in den Bereichen soziale, methodische und interkulturelle Kompetenzen, Datenverarbeitung, Compliance, Sprachen, Recht etc. geschult.

Gesundheitsmanagement

Die Leistungsfähigkeit und Gesundheit unserer Mitarbeiter zu erhalten wird heutzutage auch unter dem Aspekt der demografischen Veränderung zunehmend wichtiger. Seit Jahren bauen wir unser Gesundheitsmanagement aus und verbessern es kontinuierlich. Das ganzheitliche Konzept umfasst die Schwerpunkte Sport und Bewegung, gesunde Ernährung, Medizin und Prävention sowie Life-Balance. Es ist uns ein Anliegen, unsere Mitarbeiter auf dem Weg zu einem eigenverantwortlichen Gesundheitsbewusstsein zu begleiten und zu fördern.

Im Jahr 2017 widmeten wir uns im Rahmen unserer gesundheitlichen Schwerpunktkampagne dem Thema psychische Gesundheit. Unter dem Motto "Zeit für mich" wurde den Mitarbeitern eine Vielzahl an Aktionen geboten, die vornehmlich die psychische Gesundheit stabilisieren. Angefangen von einfachen Entspannungs- oder Bewegungsübungen, die in den Alltag integriert werden können, bis hin zu 1-3 tägigen intensiven Gesundheitsseminaren und Kursen war für jeden Mitarbeiter ein passender Inhalt dabei. Herauszuheben in diesem Jahr ist die Erlebnisausstellung "GRENZen erLEBEN", in der die Mitarbeiter mithilfe auditiver, visueller und haptischer Reize in die Gefühlslage eines Depressionspatienten eintauchen konnten. Mit der Erlebnisausstellung, die von mehr als 1.000 Mitarbeitern und Führungskräften besucht wurde, konnte ein erster Schritte bei der Enttabuisierung des Themas Depression/Burnout gesetzt werden.

Nachhaltigkeitsbericht

Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und Nachhaltigkeit sind Bestandteil unserer Unternehmensgrundsätze. Unser Ziel ist profitables Wachstum bei gleichzeitiger Förderung ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsaspekte.

Nachhaltigkeitsstrategie und - ziele. Die 2015 im RRPS-Konzern begonnene Implementierung des konzernübergreifenden Zieleprogramms wurde 2017 ausgebaut und weitere Maßnahmen wurden eingeleitet.

INTEGRITÄT UND COMPLIANCE. Im Januar 2017 unterzeichnete Rolls-Royce plc zwei Vereinbarungen mit den US-amerikanischen und britischen Behörden im Zusammenhang mit Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen. Wesentliche Bestandteile dieser Vereinbarungen sind der Aufschub der Strafverfolgung für Rolls-Royce plc sowie die Verpflichtung, das unternehmensweite Compliance-Programm weiter auszubauen und dessen Wirksamkeit durch geeignete Anpassungen nachhaltig zu verbessern. Der RRPS-Konzern sieht in diesen Vereinbarungen die Chance, die Güte seiner Compliance-Prozesse weiter zu steigern und das Verständnis für regelkonformes Verhalten konzernweit und konsistent zu erhöhen. Alle Stakeholder sollen sich darauf verlassen können, dass sich das Unternehmen der Bedeutung korrekten Verhaltens bewusst ist. Für Bestechung und alle anderen Formen von unrechtmäßigem Verhalten ist kein Platz bei Rolls-Royce Power Systems. Integrität ist für uns ein sehr hohes Gut. Wir wollen mit der Qualität unserer Leistungen und Produkte überzeugen und im fairen Wettbewerb das Vertrauen unserer Kunden gewinnen.

VERHALTENSKODEX. Wer wir sind und wie wir handeln ist für unsere Mitarbeiter und unsere Stakeholder, die ein Interesse an unserem Unternehmen haben, von zentraler Bedeutung. Wir sehen das Vertrauen, das unsere Mitarbeiter, Partner und Kunden in uns setzen, als wichtigste Ressource und als Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolges an. Das bedeutet für uns, dass wir das, was wir sagen, tun und es richtig tun. Unsere Unternehmensgrundsätze sind im Globalen Verhaltenskodex von Rolls-Royce plc für alle Mitarbeiter und Führungskräfte verbindlich festgehalten. Diese Grundsätze beziehen sich auf sämtliche Arbeitsbereiche im Unternehmen und sind Richtschnur für das unternehmerische Handeln aller Rolls-Royce-Unternehmensgruppen. Richtlinien, Handlungsanleitungen und Schulungen tragen dazu bei, dass die ethischen Grundsätze in den Geschäftsalltag übersetzt und von den Angehörigen des Unternehmens beachtet und eingehalten werden.

EFFEKTIVES COMPLIANCE-PROGRAMM. Zur Sicherstellung eines wirksamen Compliance-Programms passen wir das Programm den sich verändernden Rahmenbedingungen an und verbessern es kontinuierlich. Zielsetzung des Compliance-Programms ist es, Fehlverhalten und Compliance-Verstöße zu verhindern und eine integre und regelgetreue Unternehmensführung sicherzustellen. Dabei setzen wir die notwendigen Kontrollen und Verfahren um, damit mögliches Fehlverhalten frühzeitig erkannt und konsequent geahndet werden kann. Es geht uns aber auch darum, unseren Mitarbeitern mit dem Compliance-Programm und dem Globalen Verhaltenskodex Orientierung und Handlungsanleitung für ihre tägliche Arbeit zu geben. Der Vorstand des RRPS-Konzerns hat in diesem Zusammenhang beschlossen, seine Compliance-Aktivitäten noch weiter voranzutreiben - auch im Bereich der Beziehungen mit Geschäfts- und Vertriebspartnern. Der RRPS-Konzern ist heute in 130 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder durch ihre Geschäftspartner aktiv. Die regelkonforme und redliche Abwicklung aller Geschäfte fordert eine entsprechend ausgebildete und weltweit aufgestellte Compliance-Organisation sowie wirksame Prozesse und Kontrollen. In diesem Zuge wurde die Abteilung 2017 personell verstärkt. Ebenso wurden die Erwartungen des RRPS-Konzerns bezüglich Integrität und Compliance an externe Vertriebspartner sowie an Lieferanten und Dienstleister kommuniziert. Durch stringente Prozesse wird deren Einhaltung als Grundlage jeglicher Zusammenarbeit nachgehalten und sichergestellt. Gleichzeitig ist und bleibt es die Aufgabe des Vorstands und aller Führungskräfte, das Bewusstsein für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch für die Geschäftsethik permanent im Unternehmen zu verankern und eine Kultur der Transparenz zu etablieren.

Umwelt - und Klimaschutz. Das MTU-Werk in Friedrichshafen ist Teil eines Modellprojekts für ökologische Nahwärme zur energieeffizienten Versorgung eines innerstädtischen Wohnquartiers. Seit Oktober 2016 liefert die MTU an das Stadtwerk am See Abwärme aus dem eigenen Betriebsnetz für die Heizung und das Warmwasser der Wohnhäuser.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Zur konsequenten Reduzierung der Arbeitsunfälle wurde ein unternehmensweites Projekt mit den Kernbereichen Risiko, Safety Culture und Leadership aufgesetzt. Weitere Maßnahmen sind für 2018 geplant.

produktverantwortung und innovationen. Unsere Innovationskraft nutzen wir für die Entwicklung von Lösungen, die sowohl den Kundennutzen erhöhen als auch die Umweltbilanz verbessern. Auch 2017 haben wir unser Produktportfolio im Hinblick darauf weiter ausgebaut.

Im Anwendungsbereich Marine bietet die neue Motorengeneration der Baureihe 4000 einen effizienten, ressourcenschonenden Antrieb, der für die niedrigen Grenzwerte der Emissionsrichtlinien IMO III und EPA Tier 4 entwickelt wurde. Damit werden die Stickoxidemissionen gegenüber IMO II um 75 % reduziert und die Partikelemissionen gegenüber EPA 3 um 65 %. Neben den geringeren Emissionen konnte im Vergleich zum Vorgängermodell auch der Kraftstoffverbrauch um 5 % verringert werden.

Mit der Entwicklung eines Gasmotors für die kommerzielle Schifffahrt sind wir Vorreiter für technologischen Wandel. Die ersten schnelllaufenden MTU Gasmotoren werden 2018 in Katamaranen im niederländischen Wattenmeer verkehren. Besonders geeignet ist der neue Gasmotor für Schlepper, Fähren, Schubboote und Spezialschiffe wie Forschungsboote, die auch in sensiblen und schützenswerten Gebieten verkehren. Der Gasmotor stößt im Vergleich zu einem Dieselmotor ohne Abgasnachbehandlung keinen Ruß und keine Schwefeloxide aus, 90 % weniger Stickoxide und 10 % weniger Treibhausgas. Damit hält er die seit 2016 geltenden IMO-III-Abgasnormen ohne zusätzliche Abgasnachbehandlung ein.

Das knüpft an unsere langjährigen Erfahrungen im stationären Bereich mit Gasaggregaten in KWK-Systemen (Kraft-Wärme-Kopplung) an. 2017 hat MTU Onsite Energy Gas Power Systems das fünftausendste Gasmotorenaggregat der Baureihen 400 und 4000 ausgeliefert. Seit über 40 Jahren entwickelt unsere Augsburger Tochter KWK-Anlagen. Mit dem Gasmotoren- und System-Know-how wurde der Wirkungsgrad der Anlagen sukzessive gesteigert, um den eingesetzten Brennstoff optimal zu nutzen. KWK-Anlagen mit Gasmotoren sind eine effiziente und umweltschonende Technologie, da elektrische und thermische Energie in den Anlagen parallel genutzt werden.

In der Anwendung Bahn steht mit dem MTU Hybrid PowerPack ein moderner Hybridantrieb zur Verfügung. Damit wird Bremsenergie in elektrische Energie umgewandelt, in einer Batterie zwischengespeichert und im weiteren Fahrtverlauf zur Beschleunigung oder als Unterstützung bei Anstiegen genutzt. Dadurch lassen sich bis zu 25 % des Dieselkraftstoffs einsparen, bei gleichzeitig deutlich geringeren Abgas- und Geräuschemissionen. Der Dieselmotor kann bei schwacher Auslastung in einem energetisch günstigeren Betriebspunkt genutzt oder ganz ausgeschaltet werden. So lassen sich Emissionen deutlich reduzieren: Pro Kilometer entstehen bis zu 230 Gramm weniger CO2 und bis zu 0,92 Gramm weniger NOx als bei konventionellen Systemen.

IM DIALOG. Um den unterschiedlichen Erwartungen von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Eigentümern, Medien, Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen angemessen zu begegnen, pflegen wir einen für alle Seiten konstruktiven Dialog.

Wir investieren am Standort Friedrichshafen einen zweistelligen Millionenbetrag für eine neue Kamin- und Filteranlage für Prüfstände, um sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den Anliegen von Bürgern und Anwohnern gerecht zu werden. Das Projekt zur Errichtung eines Abgassammelkamins mit einer Abgasnachbehandlungsanlage wurde im Frühjahr 2016 gestartet. Als Pilotprojekt werden die zwei größten Prüfstände mit einer Abgasnachbehandlungsanlage ausgerüstet, für die nach langer Suche ein geeigneter Lieferant gefunden wurde. Diese Anlage soll den Rußausstoß der angeschlossenen Prüfstände auf ein Minimum reduzieren. Mit der Investition geht das Unternehmen weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus, da bisher für eine solche Anlagenkonfiguration keine Grenzwerte festgelegt sind. Der RRPS-Konzern wird der einzige Motorenhersteller weltweit mit einer Anlage dieser Art und Größe sein. Der Baubeginn war im Dezember 2016. Die Anlagentechnik wurde im Laufe des Jahres 2017 aufgebaut und unter Realbedingungen getestet.

VERANTWORTUNG FÜR DIE GESELLSCHAFT. Neben der Förderung von Bildung, Gesundheit und Sicherheit engagieren wir uns beim RRPS-Konzern auch vielfältig für soziale und gesellschaftliche Belange außerhalb des Unternehmens, beispielsweise mit Spenden für lokale gemeinnützige Vereine.

Mit Förderkonzepten und Spenden unterstützen wir auch speziell technisch-naturwissenschaftliche Bildung für junge Menschen. Unter anderem wurde für junge Flüchtlinge eine neunmonatige berufliche Einstiegsqualifizierung konzipiert, die 2017 erfolgreich verlaufen ist. Dieses Programm wird auch 2018 fortgesetzt. Weiteren zehn Flüchtlingen wird der Weg in eine berufliche Zukunft geebnet und ein wichtiger Beitrag zur Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft geleistet. Im Rahmen der Formula Student Germany ist Rolls-Royce Power Systems einer der Hauptsponsoren sowie Stifter des Sonderpreises "Most Innovative Powertrain Award". Als Hauptsponsor der ersten Stunde unterstützen wir seit 2002 den vom VfB Friedrichshafen veranstalteten MTU-Hallencup. Das in Friedrichshafen ausgetragene internationale U15-Fußballturnier zählt zu den größten und beliebtesten Turnieren dieser Art in Europa. Auch sind wir Förderer des Friedrichshafener MTU-Leistungs-zentrums, eines Leistungsstützpunkts für talentierte Nachwuchsfußballer lokaler Vereine.

Erklärung zur Unternehmensführung

Das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" wurde am 6. März 2015 vom Deutschen Bundestag sowie am 27. März 2015 vom Bundesrat verabschiedet.

Das Gesetz verpflichtet börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen, verbindliche Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den obersten Managementebenen festzulegen.

Der Vorstand hat am 24. Juni 2015 für die Führungsebene 2 eine (Mindest-) Zielgröße von null (0) Frauen und für die Führungsebene 3 eine (Mindest-) Zielgröße von acht (8) Frauen festgelegt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 15. Juli 2015 beschlossen, eine Zielgröße von null (0) Frauen im Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG festzulegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG hat der Aufsichtsrat in derselben Sitzung einen Frauenanteil von mindestens einer (1) Frau festgelegt.

Die Besetzungsziele für den Vorstand, die Führungsebenen 2 und 3 sowie für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht geändert. Die Erfüllung der festgelegten Besetzungsziele zum 31. Dezember 2017 wurde durch eine Selbstüberprüfung festgestellt.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 wurde der Konsolidierungskreis der Rolls-Royce Power Systems AG um ein Unternehmen reduziert. Die MTU Onsite Energy Corp., Mankato/USA, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 auf die MTU America Inc., Detroit/USA, verschmolzen. Die Verschmelzung der beiden Gesellschaften hat keinen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des RRPS-Konzerns.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Neben den Risiken, denen der RRPS-Konzern ausgesetzt ist, bieten die Weltmärkte dem Unternehmen auch zahlreiche Chancen. Diese können sich - ebenso wie die Risiken - auf die Vermögenssituation des RRPS-Konzerns auswirken.

Systematische Erfassung und Nutzung der Chancen

Im RRPS-Konzern werden Chancen dezentral erfasst, bewertet, gesteuert und kontrolliert. Auf der operativen Ebene erfassen wir Markt- und Vertriebschancen. Dazu werden in den Regionen Auftrags- und Kundenprojektlisten erstellt, die Projekte priorisiert und anschließend gemeinsam mit den Leitern der Anwendungsbereiche konsequent abgearbeitet. Außerdem erfassen wir in unserem Transformationsprogramm "RRPS 2018" Effizienzsteigerungspotenziale. Wir verwenden unter anderem die Methoden Benchmarking, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), Kaizen und Lean Management. Die Potenziale, die hierbei zutage treten, verfolgen wir ebenfalls konsequent weiter. Der Gesamtvorstand wird vierteljährlich über den aktuellen Fortschritt aller Arbeitspakete unterrichtet.

Auf der strategischen Ebene werden Chancen im Rahmen der jährlichen strategischen Planung erfasst: In Strategieklausuren mit Szenario-Workshops werden Potenziale sowohl in den Märkten und Anwendungen als auch in Produktion, IT und Verwaltung aufgezeigt und entsprechende Prioritäten gesetzt. Bei der langfristigen Produktplanung erfassen wir Chancen, die sich aus Neuentwicklungen oder der Anpassung bestehender Produkte an zusätzliche Kundenbedürfnisse ergeben, und priorisieren sie. Darüber hinaus arbeiten wir mit SWOT-Analysen.

Trends als Chancen

Aus den folgenden Trends leiten sich in den kommenden Jahren große Möglichkeiten für eine nachhaltige Weiterentwicklung des RRPS-Konzerns ab:

URBANISIERUNG. Der Anteil der Weltbevölkerung in urbanen Regionen wird von über 50 % heute auf knapp 70 % im Jahr 2050 steigen. Dieser Trend betrifft vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer. Einkommen werden steigen, Bedürfnisse zunehmen und zu wachsendem Fracht- und Personenverkehr sowie Rohstoffbedarf führen.

DIGITALISIERUNG. Auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizienz wird die Bedeutung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Maschinen vernetzen sich, übermitteln permanent ihre Betriebsdaten, werden mit Geodaten optimal geleitet oder aus der Ferne gesteuert. Integrierte System- und Servicelösungen werden an Bedeutung gewinnen und neue Marktchancen entstehen. Der Bedarf an Notstrominfrastruktur steigt weiter.

EMISSIONSREGULIERUNG. Die politische Diskussion zielt auf eine weitere Reduzierung der Emissionen ab. Dieser Herausforderung wird die Industrie nur mit innovativen Motorkonzepten und leistungsfähigen Abgasnachbehandlungssystemen erfolgreich begegnen können.

DEZENTRALER ENERGIEBEDARF. In den Entwicklungs- und Schwellenländern kann die steigende Nachfrage nach Strom nur teilweise bedient werden. Auch in den Industrieländern gibt es zunehmende strukturelle Probleme aufgrund von alternder Infrastruktur und zunehmender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Dies bietet Potenzial für dezentrale Energielösungen zur Erzeugung von Strom und Wärme.

ROHSTOFFKNAPPHEIT. Rohstoffe und Energie werden auf lange Sicht knapp. Dies wird zu steigender Nachfrage nach noch effizienteren Produktions- und Transportsystemen führen. Eine wichtige Entwicklung ist der Einsatz von neuen Technologien beim Ressourcenabbau, beispielsweise bei der Förderung von Schieferöl und -gas in den USA. Auch China hat diesbezüglich ambitionierte Pläne.

SICHERHEIT. Wachsende Migrationsströme bedingen steigende Verteidigungsbudgets in den Industriestaaten. Um die Handlungsfähigkeit sicherzustellen, müssen Systeme erneuert und beschafft werden, die zum Schutz nationaler und regionaler Grenzen, Küsten oder öffentlicher Einrichtungen benötigt werden.

Diese für unser Geschäft relevanten Megatrends können wir zum Vorteil für unsere Zielgruppen nutzen und dabei unsere Motoren, Systeme und Dienstleistungen in den jeweiligen Märkten noch besser positionieren.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Als international agierendes Unternehmen ist der RRPS-Konzern vielfältigen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich zum einen aus möglichen signifikanten Veränderungen auf den relevanten Märkten, in denen sich das Unternehmen bewegt, und zum anderen aus einer potenziellen Verschiebung der Wettbewerbsposition. In der Folge kann - abhängig von der jeweiligen Bedeutung dieser Risiken - die Vermögenssituation der Eigentümerin der Rolls-Royce Power Systems AG mehr oder weniger stark betroffen sein.

Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hat auf Basis der Unternehmensstrategie eine Risikomanagementstrategie festgelegt, die im Risikomanagementsystem umgesetzt ist. Das Risikomanagementsystem berücksichtigt zudem die Anforderungen der Eigentümerin der Rolls-Royce Power Systems AG. Das Risikomanagement bewegt sich in einem Kontrollumfeld, das entscheidend für seine Wirksamkeit ist: Wichtige Einflussgrößen sind unsere Unternehmenskultur, die Sensibilität für risikobehaftete Entwicklungen und Ereignisse sowie unsere Fähigkeit, mit Risiken umzugehen und das Risikomanagementsystem effektiv einzusetzen.

Die konzernweit erkannten Risiken werden vom zentralen Risikomanagement zusammengeführt, konsolidiert, analysiert und ausgewertet. Bei der Konsolidierung und Analyse wird besonderes Augenmerk auf die singuläre, kumulative oder additive Eigenschaft der Risiken gelegt. Eine Saldierung mit Chancen wird hierbei nicht vorgenommen. Das Risikomanagement wird bei der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken und der Gesamtrisikoposition des RRPS-Konzerns von einem Risk Review Panel unterstützt.

Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen Ausmaßes des Risikos bei Eintritt (siehe Tabelle). Bei der Bewertung des Ausmaßes wird die Wirkung vor Maßnahmen (Bruttobewertung) sowie nach Gegenmaßnahmen und bilanzieller Vorsorge (Nettobewertung) grundsätzlich als Auswirkung auf den EBIT betrachtet. Qualitatives Bewertungskriterium ist die mögliche Auswirkung auf die Reputation des Unternehmens. Basierend auf der Bewertung erfolgt eine gestufte Berichterstattung, die den jeweiligen Erfordernissen der verschiedenen Adressaten gerecht wird.

Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit/Mögliches Ausmaß - 3-Jahres-Zeitraum

Stufe Eintrittswahrscheinlichkeit
Niedrig 0 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 5 %
Mittel 5 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 25 %
Hoch 25 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 50 %
Sehr hoch 50 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 80 %
Extrem hoch 80 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 100 %
Stufe Mögliches Ausmaß
Sehr niedrig 1 Mio. Euro < Ausmaß < 7 Mio. Euro
Niedrig 7 Mio. Euro < Ausmaß < 15 Mio. Euro
Mittel 15 Mio. Euro < Ausmaß < 35 Mio. Euro
Hoch 35 Mio. Euro < Ausmaß < 70 Mio. Euro
Sehr hoch Ausmaß > 70 Mio. Euro

Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken werden zusätzlich monatlich analysiert und gesteuert. Detaillierte Informationen sind den Absätzen zu den Einzelrisiken unter dem Punkt "Finanzrisiken" und dem Konzernanhang unter dem Punkt "Finanzrisikomanagement" im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" zu entnehmen.

Die Einhaltung der Risikomanagementprozesse im Unternehmen wird regelmäßig von unabhängigen Dritten geprüft. Zusätzlich befassen sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats des RRPS-Konzerns sowie der Prüfungsausschuss der Rolls-Royce plc für das Geschäftsfeld Power Systems mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

Risiken

Bei der Betrachtung der Risiken unterscheiden wir im Folgenden zwischen Markt- und Wettbewerbs-, Compliance-, Produktportfolio-, Beteiligungsportfolio- und unternehmensstrategischen Risiken sowie Technologie-, Qualitäts-, Personal-, IT-, Finanz-, Umwelt-, Rechnungslegungs- und sonstigen Risiken.

RISIKOARTEN

MARKT - UND WETTBEWERBSRISIKEN

Der Vertriebserfolg der Produkte des RRPS-Konzerns hängt grundsätzlich auch vom konjunkturzyklischen Nachfrageverhalten unserer Kunden ab. Die deutliche Belebung der globalen Konjunktur und des Geschäftsklimas im vergangenen Jahr beflügelte die Nachfrage nach Investitionsgütern und bietet Unternehmenschancen. Einige Risiken könnten jedoch zumindest kurzfristig die Weltkonjunktur bremsen, z. B. der Einbruch der weltweiten Finanzmärkte, eine abrupte Abschwächung der chinesischen Konjunktur, die Auswirkungen eines Handelskriegs oder Exportrestriktionen infolge politischer Spannungen. Aufgrund der starken Diversifikation der Zielmärkte und der globalen Ausrichtung des Unternehmens verringern wir die Auswirkung einzelner Nachfragerückgänge auf das Ergebnis.

Zusätzlich zur konjunkturellen Situation wirken sich auch verschiedene andere Faktoren, beispielsweise öffentliche Budgets, auf den Erfolg des RRPS-Konzerns aus. Teilweise wirken die verschiedenen Einflüsse gegenläufig. Es finden daher regelmäßig Markteinschätzungen unter besonderer Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung, der sonstigen makroökonomischen Faktoren und des Wettbewerbsumfelds statt. Auch durch die Flexibilisierung der Produktionskapazitäten sowie Maßnahmen zur Reduzierung der Fixkosten werden mögliche Risiken aus Produktions- und Absatzschwankungen verringert. Grundsätzlich können bei einer Auslastung der Produktion an den Kapazitätsgrenzen durch unvorhergesehene Ereignisse Lieferrisiken entstehen und zu Vertragsstrafen führen.

Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Vorprodukten können aufgrund des starken Wettbewerbs im Markt nicht immer vollständig an Kunden weitergegeben werden. Zur Verringerung von Preis- und Bezugsrisiken auf der Beschaffungsseite setzen wir deshalb auf weltweit koordinierte Einkaufsaktivitäten, langfristige Lieferverträge und die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bei Rohstoffen setzen wir zusätzlich derivative Finanzinstrumente ein.

Das Wettbewerbsumfeld des RRPS-Konzerns kann als fordernd beschrieben werden. Markteintritte in das Kerngeschäft gefördert von Unternehmenskooperationen stellen ein Risiko dar. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen mit einer regelmäßigen Überprüfung der strategischen Ausrichtung sowie der Definition und Umsetzung diverser Maßnahmen.

Teilweise sind Zulieferer und Kunden von einer grundsätzlich schwierigen Fremdfinanzierungssituation betroffen. Bei erhöhten Abrufen durch den RRPS-Konzern kann es zudem bei Lieferanten zu Lieferengpässen kommen.

Die wesentlichen berichteten Marktrisiken wurden nach Maßnahmen (Nettobewertung) mit einer mittleren Auswirkung und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bewertet.

COMPLIANCERISIKEN

Im Jahr 2016 fand eine risikoorientierte Integritätsprüfung von Geschäftspartnern statt, die 2017 fortgesetzt wurde. Aufgrund der starken Risikoaversion des RRPS-Konzerns im Hinblick auf Compliance-Risiken besteht die Möglichkeit, dass weitere Partnerverträge beendet werden. Daraus resultieren ein Umsatzrisiko und das Risiko möglicher Ausgleichsforderungen von ehemaligen Partnern. Diese Risiken wurden nach Maßnahmen (Nettobewertung) mit einer hohen Auswirkung und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bewertet.

PRODUKTPORTFOLIORISIKEN

Die Präsenz im Bereich der Gasmotoren bauen wir durch Motoren für mobile Anwendungen aus. Die neuen MTU-Gasmotoren eignen sich aufgrund ihres dynamischen Beschleunigungsverhaltens, ihrer Umweltfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit ganz besonders für Schleppschiffe, Fähren, Schubboote sowie für Spezialschiffe für beispielsweise die Forschung und Behörden.

Die ersten Vorserienmotoren dieses Typs für den Schiffsbetrieb wurden bereits Ende 2017 an die Werft Strategic Marine in Vietnam ausgeliefert, die sie in Katamarane für die niederländische Reederei Doeksen einbauen wird. Ab 2018 verlassen die ersten zertifizierten Serien-Gasmotoren das Werk. Die Stadtwerke Konstanz erhalten Ende 2018 die ersten Motoren der 8-Zylinder-Version für eine neue Bodenseefähre. Die Werft Damen Shipyards wird 2019 einen neuen Hafenschlepper ausrüsten.

Der neue 16-Zylinder-Gasmotor von MTU wird ab 2018 als zertifizierter Serienmotor mit einem Leistungsbereich von etwa 1.500 bis 2.000 Kilowatt angeboten. Eine 8-Zylinder-Version mit einer Leistung von etwa 750 bis 1.000 Kilowatt wird folgen. Dieser Motor hält die seit 2016 geltenden IMO-III-Abgasnormen ohne zusätzliche Abgasnachbehandlung ein.

Diese Neuerungen erhöhen die Attraktivität unseres Produktportfolios, sind aber andererseits mit Markteinführungsrisiken verbunden.

BETEILIGUNGSPORTFOLIORISIKEN

Das Beteiligungsportfolio des RRPS-Konzerns beschränkt sich größtenteils auf Unternehmen in 100-prozentigem Eigentum der Rolls-Royce Power Systems AG oder ihrer Tochterunternehmen. Dadurch ergeben sich keine wesentlichen Beteiligungsportfoliorisiken, etwa in Form von Risiken durch absehbare Konflikte mit Minderheitsaktionären. Darüber hinaus bestehen Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen, bei denen wir jedoch in der Regel weitreichende Mitbestimmungs- und Informationsrechte haben.

Im Hinblick auf das Beteiligungsportfoliorisiko im Einzelabschluss des Mutterunternehmens besteht ein Risiko hinsichtlich potenzieller Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Strategische Entscheidungen beinhalten naturgemäß das Risiko von Fehlentscheidungen. Strategische Risiken können insbesondere aufgrund von Entscheidungen rund um die Produktentwicklung, von Investitionsentscheidungen wie der Standortwahl oder im Zusammenhang mit Fusions- und Übernahmeaktivitäten entstehen. Strategische Entscheidungen sind beim RRPS-Konzern mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verbunden.

Mit neuen Produkten ist ganz allgemein das Risiko verbunden, dass sie unwirtschaftlich sein könnten, weil sie entweder in der Entwicklung zu teuer sind oder vom Markt nicht angenommen werden. Die Neuproduktentwicklung wird im Rahmen von Projekten durchgeführt. Um die Risiken auszuschließen bzw. diesen entgegenzuwirken, führen wir im Rahmen des Projektauftrags Risikoanalysen durch. Zu sogenannten Milestones passieren die Projekte definierte Quality Gates. Bei Produktneuentwicklungen nehmen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen vor. Bei Fusions- und Übernahmeaktivitäten setzen wir ein Due-Diligence-Verfahren (Unternehmensprüfung) ein, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handhaben.

Die Organisation des RRPS-Konzerns wird bei Bedarf an Strategieänderungen angepasst. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Unternehmensstrategie auch in einem schwierigen Marktumfeld als tragfähig erweisen wird.

Öffentliche Aufträge setzen regelmäßig lokale Wertschöpfungsanteile voraus. Dem Risiko, diese Aufträge nicht annehmen oder gar vertragliche Verpflichtungen nicht einhalten zu können, wirken wir unter anderem mit einer Internationalisierung unserer Wertschöpfung entgegen. Gestützt wird die internationale Produktionsstrategie durch unsere ausländischen Werke u. a. in den USA, in China und der Türkei. Mit der Umsetzung einer internationalen Produktionsstrategie geht eine produktionsstandortbezogene Beschaffungsstrategie einher, die darauf abzielt, die Abhängigkeit von den westeuropäischen Zulieferermärkten zu reduzieren.

TECHNOLOGIERISIKEN

Die Technologierisiken zählen zu den wesentlichen Risiken des RRPS-Konzerns. Wachsende Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produkte sowie zunehmend rigidere Abgasvorschriften sind wesentliche Herausforderungen bei der technischen Weiterentwicklung der Produkte. Der RRPS-Konzern begegnet diesen Risiken mit einer stetigen Optimierung des Entwicklungsprozesses.

QUALITÄTSRISIKEN

Nicht zuletzt aufgrund der anerkannten Qualität seiner Produkte und seiner weltweiten Servicepräsenz sieht sich der RRPS-Konzern gut positioniert. Die technische Spezifikation der Produkte erfordert eine hohe Qualität der Zulieferer. Um diese sicherzustellen, wählen wir die Lieferanten sorgfältig aus und überprüfen sie regelmäßig.

Bei Produktmängeln entstehen Reputations- und damit Umsatzausfall- sowie Kosten- und Haftungsrisiken. Diese Risiken wurden nach Maßnahmen (Nettobewertung) mit einer hohen Auswirkung und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bewertet. Dies ist auf den sehr hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens in allen Bereichen zurückzuführen. Wir begegnen diesen Risiken mit einer noch sorgfältigeren Produktentwicklung und einem effektiven Qualitätsmanagement. Auftretenden einzelnen Mängeln begegnen wir aktiv. Wir bieten unseren Kunden ein weltumspannendes und zuverlässiges Servicenetz. Zusätzlich werden die Auswirkungen von Risiken durch Versicherungsverträge reduziert.

PERSONALRISIKEN

Im Bereich Personal unternehmen wir verschiedenste Maßnahmen, um dem Unternehmen zum einen die erforderliche Flexibilität für die Erreichung der Jahresziele zu ermöglichen und zum anderen sicherzustellen, dass wir auch die für die Zukunft erforderliche Personalressource halten bzw. entwickeln. Unser Fokus liegt auf dem Management von Personalressourcen und -kosten sowie der Personalentwicklung.

Einem möglichen zukünftigen Personalbeschaffungsrisiko begegnen wir, indem wir uns als Wunscharbeitgeber präsentieren. Zukünftige Ingenieure sprechen wir bereits während ihres Studiums gezielt an, z. B. sponsern wir seit zehn Jahren den jährlichen Formula Student Germany Event am Hockenheimring und unterstützten zusätzlich studentische Rennteams. Die angehenden Ingenieure wenden technisches Know -how an und konkurrieren mit ihrem Gesamtkonzept in verschiedenen internationalen Wettbewerben miteinander. Über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Xing, LinkedIn und kununu werden verschiedene Zielgruppen vom Schüler bis zum Berufserfahrenen angesprochen.

Um zukünftige Bedarfe bei Fach- und Führungskräften zu decken, haben wir vielfältige Maßnahmen initiiert. Einem möglichen Facharbeitermangel begegnen wir proaktiv, indem wir zahlreiche Ausbildungsplätze in mehr als zehn Ausbildungsberufen anbieten. Ein Aus- und Weiterbildungsprogramm mit internen und externen Veranstaltungen erhöht die Qualifizierung unserer Mitarbeiter und trägt zu deren beruflicher Weiterentwicklung bei.

Die geringe Fluktuationsrate und eine lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zeigen, dass die be -stehenden Maßnahmen erfolgreich sind. Mit unserer Betriebskindertagesstätte am Standort Friedrichshafen positionieren wir uns in der Region noch besser als attraktiver Arbeitgeber. Insgesamt verfolgen wir im Bereich Personal eine präventive Risikostrategie.

IT-RISIKEN

Die zentralen Geschäftsprozesse unserer Einzelunternehmen und die der gesamten Gruppe sind in hohem Maße von IT-Prozessen und -Aktivitäten abhängig. Die Sicherheit der EDV-Systeme und der Daten unterliegen sowohl externen Risiken wie Infiltrationsversuchen und Schadsoftware als auch technischen Risiken wie einem Serverausfall oder fehlerhafter Software. Um diese Risiken zu minimieren, haben wir die IT-Organisation im Rahmen der globalen IT-Strategie weiterentwickelt und entsprechend den Anforderungen kontinuierlich optimiert. Die Zuverlässigkeit der IT-Systeme wird dabei durch eine konsequente Standardisierung der IT-Infrastruktur in der gesamten Gruppe und deren stetige Anpassung an den Stand der Technik gewährleistet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sicherheit der EDV-Systeme und des Datenbestands gelegt. Diese Sicherheit wird durch redundante Hardware und den Einsatz aktueller Softwarelösungen gewährleistet und weiterentwickelt. Zudem identifiziert ein Information Technology Security Officer weltweit Risiken für die Informationssicherheit, leitet Gegenmaßnahmen ab und steuert deren Umsetzung.

FINANZRISIKEN

Als international agierender Konzern ist der RRPS-Konzern im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeiten und bei der Finanzierung generell Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden soweit möglich durch geeignete Gegenpositionen minimiert ("Natural Hedging", z. B. durch Bezug von Vorprodukten in der Währung der Umsatzlegung). Die verbleibenden Nettorisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen ergreift grundsätzlich das Group Treasury des Konzerns.

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist in einer konzernweit verbindlichen internen Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettorisikopositionen für alle Konzerngesellschaften vorgibt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Die Effektivität der Risikoabsicherungen wird im Zuge des internen Reportings überwacht und gesteuert. Weitere Informationen zu Finanzierungs- und Finanzmarktrisiken befinden sich im Konzernanhang im Abschnitt "Finanzrisikomanagement".

währungs- und zinsänderungsrisiken. Währungsrisiken können aus Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten Zahlungsströmen entstehen, die auf eine andere Währung als den Euro lauten. Um diese Risiken einzudämmen oder gänzlich auszuschließen, setzt der RRPS-Konzern Devisentermingeschäfte und bei Bedarf Optionen ein. Diese Maßnahmen gelten vor allem für Währungsrisiken, die aus Engagements in US-Dollar resultieren.

Der RRPS-Konzern verfügte zum Stichtag über keine variabel verzinslichen Bankdarlehen, die Zinsänderungsrisiken bergen würden. In Bezug auf das Management von Zinsänderungsrisiken sieht die konzernweite Richtlinie Zinsswaps, Caps und Floors (Ober- und Untergrenzen) als mögliche Sicherungsinstrumente vor. Für die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsbereich besteht ein Kontrahentenrisiko bezüglich der Banken, die Vertragspartner sind.

LIQUIDITÄTSRISIKEN. Die Rolls-Royce Power Systems-Gruppe verfolgt eine konservative Finanzierungsstrategie. Das Unternehmen verfügt über keine Nettofinanzverschuldung und eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote. Dies trägt neben der stabilen Ertragskraft zu einer Bonitätsbewertung durch die refinanzierenden Banken bei, die dem Investment Grade entspricht. Diese Bewertung wirkt sich unmittelbar auf die Konditionen der von Banken bereitgestellten Avallinien aus. Unterstützt durch die mittelfristig zugesagte Rahmenfinanzierung der Rolls-Royce plc sind wir damit im Bereich Finanzierung gut aufgestellt. Die geschlossenen Kreditverträge beinhalten Vereinbarungen zur Einhaltung marktüblicher Kennzahlen (Covenants). Bei Nichteinhaltung der Covenants haben die Banken das Recht, die Kreditverträge zu kündigen. Die Liquidität des Unternehmens stellen wir durch eine fest zugesagte mittelfristige Kreditlinie sowie ausreichende Kredit- und Avallinien bei einer größeren Anzahl von überwiegend europäischen Banken sicher. Außerdem gewährleisten der gute Cashflow und das aktive Cashmanagement, dass finanzielle Mittel bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.

RISEKEN AUS FORDERUNGSAUSFÄLLEN. Risiken aus Forderungsausfällen, die beim RRPS-Konzern im geschäftsüblichen Umfang bestehen, sichern wir mit gängigen Mitteln der Forderungsabsicherung sowie mit einem aktiven Forderungsmanagement ab. Das Risiko minimieren wir bereits im Vorfeld, indem wir die wirtschaftliche Situation unserer Kunden überprüfen und bewerten sowie mit Zahlungssicherungsinstrumenten wie Akkreditiven absichern. Kreditlinien gewähren wir nur in begrenztem Umfang. Darüber hinaus reagieren wir bei erkennbaren Ausfallrisiken mit entsprechenden Wertberichtigungen.

UMWELTRISIKEN

Nicht zuletzt entstehen mit den Betriebsaktivitäten im RRPS-Konzern auch Umweltrisiken, etwa beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wie Dieselkraftstoff und Mineralölen. Den daraus entstehenden Risiken setzen wir regelmäßige Umweltschutz-Audits entgegen, die sicherstellen, dass sowohl nationale Umweltschutzvorschriften als auch die hohen konzerninternen Umweltvorgaben eingehalten werden.

RECHNUNGSLEGUNGSRISIKEN

In den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG wurden zum 31. Dezember 2017 neben dem Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG 34 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden überwiegend dezentral erstellt. Die Konsolidierung des RRPS-Konzerns erfolgt weitgehend in der Konzernzentrale. Die länderspezifischen Rechnungslegungsstandards der Tochterunternehmen werden auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet, soweit nicht bereits im jeweiligen Einzelabschluss des Tochterunternehmens nach IFRS bilanziert wird. Eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung in Bezug auf Ansatz, Bewertung und Ausweis stellen wir durch ein Bilanzierungshandbuch sicher, das quartalsweise aktualisiert wird. Unterstützt wird der Erstellungsprozess des Konzernabschlusses zum einen durch einen konzernweit gültigen Abschlusskalender, zum anderen durch eine auf die Bedürfnisse des RRPS-Konzerns entwickelte Konsolidierungssoftwarelösung. Themen wie Finanzierung und Steuern werden durch die Zentralbereichsfunktionen Group Treasury bzw. Group Taxes in der Konzernzentrale gebündelt.

Aufgrund der Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, Falschaussagen im Jahres-/Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können. Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden vom RRPS-Konzern verschiedene Maßnahmen und Kontrollen etabliert. Für eine zutreffende Erfassung der Transaktionen in der Buchführung wurden Fehler vermeidende und aufdeckende, manuelle wie auch automatische Kontrollen (sogenannte interne Finanzkontrollen) in der Rechnungslegungssoftware installiert. Des Weiteren werden die Tochterunternehmen von Fachexperten in der Konzernzentrale unterstützt, die eine Qualitätskontrolle bzw. Plausibilisierung für die übernommenen Daten bilden und den Tochterunternehmen bei komplexen Fragestellungen zur Seite stehen.

Die Folgebewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ist angesichts der Schätzungen, die im Rahmen der Bewertung vorzunehmen sind, und der zu treffenden Annahmen mit Unsicherheiten behaftet. Zur Prüfung derselben wird jährlich und bei Anzeichen einer Wertminderung unmittelbar ein Wertminderungstest durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf eine anerkannte Ratingagentur und Peer Group objektiviert, um die Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen.

Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten-, Cash- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Aus diesem Grund ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, die durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung von Analysen künftiger Markt- und Absatzmöglichkeiten eingegrenzt werden.

Im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken aus den Zusagen von Pensionsleistungen. Zur Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Generell gelten konzernweit das Vier-Augen-Prinzip sowie die Funktionstrennung bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann.

SONSTIGE RISIKEN

Aus der 2011 gestarteten umfangreichen internen und externen Untersuchung zu möglichen irregulären Zahlungen in Asien, die mittlerweile abgeschlossen sind, werden bestehende und durchsetzbare zivilrechtliche Ersatzansprüche gegenüber Dritte geltend gemacht. Nach Abschluss weiterer interner Untersuchungen zu möglichen irregulären Zahlungen außerhalb Asiens dauern die externen Untersuchungen an. Auch hier unterstützt das Unternehmen die Ermittlung der Behörden vollumfänglich. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird über den jeweiligen Stand der Untersuchungen stets unterrichtet.

Bei behördlichen Zertifizierungen begegnen wir einem hohen Regulierungsgrad. Sich ändernde Emissionsregelungen können bei Verschärfungen zu erhöhten Entwicklungsbedarfen führen, während Aufweichungen der erhöhten Anforderungen, beispielsweise durch Flexibilisierung in der Einführungsphase, Neubewertungen von Entwicklungen nach sich ziehen können. Insbesondere aufgrund der Vielfalt der Anwendungen und der Bearbeitung von Märkten weltweit gelten für unsere Produkte sehr vielfältige Emissionsregelungen, deren Erfüllung - auch aufgrund hoch komplexer Genehmigungsprozesse - Unsicherheiten unterworfen ist. Trotz unserer Technologieführerschaft kann es dabei zu Risiken insbesondere hinsichtlich der jederzeit vollständigen und fristgerechten Umsetzung der jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen kommen.

Darüber hinaus sind Gerichtsverfahren anhängig, andere können anhängig werden. Es handelt sich jedoch aus unserer Sicht um normale und im Zusammenhang mit unserem Geschäft stehende Vorgänge. Wesentliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, aber natürlich grundsätzlich möglich. Bei Bedarf bilden wir im üblichen Rahmen Rückstellungen. Im Übrigen wirken wir solchen Risiken durch unser Vertragsmanagement und eine hohe Produktqualität entgegen.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION

Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens wird anhand des Risikoportfolios aller wesentlichen Einzelrisiken beurteilt. Dabei werden auch die Abhängigkeiten der Risiken untereinander berücksichtigt. Eine Aufrechnung der Risiken mit Chancen erfolgt hierbei nicht. Es bestehen weder konsolidierte noch nicht konsolidierte Zweckgesellschaften.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich keine wesentliche Beeinträchtigung der Unternehmenslage durch Risiken, ob durch Einzelrisiken oder auch durch Wechselwirkungen mehrerer Risiken, abgezeichnet. Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hält die Risikolage für begrenzt und beherrschbar. Wie im vorangegangenen Jahr 2016 hat die Unternehmensleitung festgestellt, dass eine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risikoexposition derzeit nicht erkennbar ist. Negative Trends auf den Märkten und eine mögliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können jedoch nicht ausgeschlossen werden und sich entsprechend auf die Risikolage auswirken.

Prognosebericht

Für 2018 wird erwartet, dass die gesunde Dynamik anhält und die Weltwirtschaft weiterhin mit über 3 % wächst. Für den weltweiten Maschinenbau liegt die Prognose des VDMA bei 4 % Wachstum 2018 nach 6 % im Jahr 2017.

Der Aufschwung in den europäischen Ländern setzt sich voraussichtlich auch 2018 fort. Neben der guten Binnenkonjunktur profitieren vor allem die Maschinenbauer von der stärkeren Nachfrage aus China, den USA und Russland.

Für die USA wird eine weitere Steigerung des Wirtschaftswachstums erwartet. Wichtige Treiber sind der schwache US-Dollar, der die Exporte stützt, und die Senkung der Unternehmenssteuern. In welchem Ausmaß die angekündigte Investitionsoffensive im Infrastrukturbereich 2018 umgesetzt wird, ist unsicher.

Die meisten Schwellenländer werden das robuste Wachstum von 2017 auch 2018 fortsetzen, unterstützt durch die insgesamt bessere Weltkonjunktur und gestiegene Rohstoffnachfrage.

China wird voraussichtlich auch 2018 weiter dynamisch wachsen und die Restrukturierung der Wirtschaft weg vom export- und investitionsgetriebenen Wachstum hin zu einer nachhaltigen Entwicklung fortsetzen.

Für Indien wird erwartet, dass das Land die Turbulenzen infolge der Steuerreform und der Maßnahmen zur Demonetisierung der Wirtschaft überwinden und die Wachstumsdynamik weiter steigern kann.

Brasilien und Russland setzen ihren Erholungskurs fort. Eine deutliche Zunahme der Investitionen wird in Brasilien erst nach den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2018 erwartet.

Die skizzierte Entwicklung wird durch eine Reihe von Risiken bedroht. Das politische Umfeld weist nach wie vor Unsicherheiten auf. Ein Paradigmenwechsel in der Handelspolitik erhöht die Gefahr eines Handelskriegs. Die Wahrscheinlichkeit von Reaktionen an den Finanzmärkten ist durch weltweit massive Schuldenstände und aufgrund restriktiver Geldpolitik und steigender Zinsen erhöht. Des Weiteren gefährden geopolitische Risiken die weltwirtschaftliche Entwicklung.

In 2016 haben wir im Rahmen eines unternehmensweiten Transformationsprojekts unsere Organisationsstruktur und unsere Prozesse einer intensiven Prüfung unterzogen. Zudem wurde im Zuge des Transformationsprogramms eine Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung abgeschlossen. Im Laufe des Jahres 2017 wurden weltweit einige strukturelle Anpassungen vorgenommen, die in 2018 fortgeführt werden. Wir rechnen mit einem leichten Rückgang der Mitarbeiterzahlen in 2018. Die Beschäftigungssituation können wir durch verschiedene personalpolitische Instrumente und Regelungen flexibel an den Bedarf anpassen.

Unsere Investitionen werden im Jahr 2018 leicht über dem Niveau von 2017 liegen. Dabei werden neben der Entwicklung neuer Baureihen auch größere Investitionsprojekte an unseren weltweiten Standorten fortgesetzt.

Sowohl für die geplanten Investitionen als auch für mögliche Zukäufe stehen dem RRPS-Konzern ausreichend liquide Mittel aus dem erwarteten positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zur Verfügung. Gegebenenfalls haben wir auch gesicherten Zugriff auf bestehende konzerninterne Kreditlinien. Unsere solide Finanzierungsstruktur wollen wir beibehalten.

Das Jahr 2018 ist noch mit vielen Unsicherheiten behaftet. Sollten sich die derzeitigen Wachstumsprognosen der für den RRPS-Konzern relevanten Märkte einstellen, rechnen wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2018 mit einem hohen einstelligem Wachstum beim bereinigten Umsatz. Relativ sensibel reagieren die Bereiche Öl und Gas, Bergbaumaschinen und Energieerzeugungssysteme bzw. Motoren für Energieerzeugungssysteme auf lokale Rohstoffpreise und allgemeine Konjunktur-/Projektentwicklungen. Wir erwarten ein bereinigtes Bruttoergebnis sowie ein bereinigtes EBIT auf einem stabilen Margenniveau des Vorjahres.

Ob wir unsere Ziele erreichen, hängt wesentlich von der weltwirtschaftlichen und insbesondere der branchenspezifischen Entwicklung ab. Ein konjunktureller Rückschlag oder negative Währungseinflüsse könnten dazu führen, dass wir unsere Erwartungen unterschreiten. Sollte es jedoch zu einer Beschleunigung der konjunkturellen Entwicklung kommen, sehen wir zusätzliche Umsatz- und Ertragschancen.

Friedrichshafen, den 15. März 2018

Rolls-Royce Power Systems AG

Der Vorstand

Konzernabschluss 31. Dezember 2017

Rolls-Royce Power Systems AG

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

In Mio. Euro Anhang Nr. 01.01.- 31.12.2016 01.01. - 31.12.2017
Umsatzerlöse 3 3.256,5 3.340,2
Umsatzkosten 4 - 2.385,7 - 2.394,5
- Bruttoergebnis vom Umsatz 870,8 945,7
Sonstige betriebliche Erträge 5 26,4 21,1
Vertriebskosten 6 - 266,6 - 265,7
Allgemeine Verwaltungskosten 7 - 203,5 - 169,7
Forschungs- und Entwicklungskosten 8 - 217,6 - 200,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 - 19,8 - 11,6
- Ergebnis der betrieblichen Aktivität 189,7 319,8
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzinvestitionen 0,8 - 4,2
Sonstige Finanzerträge 10 55,8 77,4
Sonstige Finanzaufwendungen 10 - 71,6 - 65,1
- Ergebnis vor Zinsen und Steuern 174,7 327,9
Zinserträge 11 1,8 2,2
Zinsaufwendungen 11 - 20,0 - 14,8
- Ergebnis vor Steuern 156,5 315,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag 18 - 56,7 - 118,4
Konzernergebnis 99,8 196,8
- Sonstiges Ergebnis nach Steuern
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Versicherungsmathematische Verluste vor Steuern 27 - 47,2 - 21,5
Latente Steuern aus versicherungsmathematischen Verlusten 18 13,1 5,7
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 6,7 - 67,6
- Sonstiges Ergebnis - 27,4 - 83,4
- Gesamtergebnis 72,4 113,4
Konzernergebnis: 99,8 196,8
davon auf die Anteilseigner der Rolls-Royce Power Systems AG entfallendes Konzernergebnis 99,8 196,8
- Gesamtergebnis: 72,4 113,4
davon auf die Anteilseigner der Rolls-Royce Power Systems AG entfallendes Gesamtergebnis 72,4 113,4

Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses.

Konzernkapitalflussrechnung1

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, zum 31. Dezember 2017

In Mio. Euro 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2017
Konzernergebnis 99,8 196,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 127,0 122,3
Eliminierung der Veränderung der latenten Steuern 3,7 10,2
Veränderung der derivativen Finanzinstrumente 2,3 - 17,3
Veränderung der Vorräte 60,9 - 21,8
Veränderung der Forderungen 18,7 - 12,2
Veränderung der Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten - 41,3 68,2
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen - 32,4 83,7
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte - 12,4 10,2
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge - 5,5 17,2
- Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 220,7 457,4
davon erhaltene Zinsen 1,5 1,2
davon gezahlte Zinsen - 5,8 - 2,0
davon gezahlte Ertragsteuern - 65,9 - 85,7
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagevermögen - 73,7 - 67,4
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen 1,1 0,9
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellem Anlagevermögen - 74,8 - 53,9
Dividende aus at-Equity bilanzierten Finanzinvestitionen 0,0 0,2
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzinvestitionen - 13,0
- Cashflow aus Investitionstätigkeit - 147,4 - 133,2
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0,7 10,1
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten - 132,7 - 90,5
Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Darlehen2 - 1,4 - 1,1
Auszahlung für Dividende - 60,0 - 100,0
- Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 193,4 - 181,4
- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 120,1 142,9
Zahlungsmittel zu Beginn der Periode 404,4 282,7
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 1,6 - 25,3
- Zahlungsmittel am Ende der Periode 282,7 400,3

1 Erläuterung im Konzernanhang in Kapitel 36 | "Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung"

2 Davon Auszahlungen für Finance Lease: 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro)

Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

In Mio. Euro Anhang Nr. 31.12.2016 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte 15 477,5 489,4
Sachanlagen 16 740,3 700,7
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen 17 9,7 17,3
Aktive latente Steuern 18 87,5 78,6
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 19 35,7 38,0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3,5 2,9
- Langfristige Vermögenswerte 1.354,2 1.326,9
Vorräte 20 829,7 820,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 745,3 729,9
Laufende Ertragsteueransprüche 19,9 11,2
Zahlungsmittel 23 282,7 400,3
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 24 16,3 19,1
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 22 80,2 80,1
Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte 25 2,3
- Kurzfristige Vermögenswerte 1.974,1 2.063,0
Bilanzsumme 3.328,3 3.389,9
in Mio. Euro Anhang Nr. 31.12.2016 31.12.2017
Gezeichnetes Kapital 131,4 131,4
Kapitalrücklage 514,8 514,8
Gewinnrücklage und andere Rücklagen 529,0 542,4
- Eigenkapital 26 1.175,2 1.188,6
Pensionsrückstellungen 27 697,9 730,6
Ertragsteuerverpflichtungen 0,4
Sonstige langfristige Rückstellungen 28 208,5 214,4
Passive latente Steuern 18 0,3 1,2
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 29 38,3 29,9
Erhaltene Anzahlungen 17,0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 29,9 45,2
- Langfristige Schulden 975,3 1.038,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 405,7 391,1
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen 25,5 40,5
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 28 260,7 301,0
Kurzfristige finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten1 29 170,7 104,8
Erhaltene Anzahlungen 277,0 280,7
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 31 38,2 44,8
- Kurzfristige Schulden 1.177,8 1.163,0
Bilanzsumme 3.328,3 3.389,9

Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses.

1 Zur Berechnung der Nettofinanzverschuldung = zinstragende Finanzverbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten aus Finance Lease) ./. Zahlungsmittel; davon zinstragende langfristige Finanzverbindlichkeiten 21,8 Mio. Euro (Vorjahr: 28,7 Mio. Euro) bzw. kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 9,8 Mio. Euro (Vorjahr: 83,4 Mio. Euro)

Veränderung des Konzerneigenkapitals1

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, zum 31. Dezember 2017

Gewinnrücklage und andere Rücklagen
In Mio. Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage kumulierte Gewinne Gewinne/ Verluste aus Planvermögen sowie sonstige erfolgsneutrale Anpassungen kumulierte Währungsdifferenzen
--- --- --- --- --- --- ---
- Stand am 01.01.2016 131,4 514,8 - 587,0 - 113,3 42,9
Konzernergebnis 99,8
Sonstiges Ergebnis - 34,1 6,7
- Gesamtergebnis - 99,8 - 34,1 6,7
Dividende an die Vinters International Ltd. - 60,0
Stand am 31.12.2016 131,4 514,8 626,8 - 147,4 49,6
- Stand am 01.01.2017 131,4 514,8 - 626,8 - 147,4 49,6
Konzernergebnis 196,8
Sonstiges Ergebnis - 15,8 - 67,6
- Gesamtergebnis - 196,8 - 15,8 - 67,6
Dividende an die Vinters International Ltd. - 100,0
Stand am 31.12.2017 131,4 514,8 723,6 - 163,2 - 18,0
Gewinnrücklage und andere Rücklagen
In Mio. Euro Summe Gewinnrücklage und andere Rücklagen Gesamt
--- --- ---
- Stand am 01.01.2016 516,6 1.162,8
Konzernergebnis 99,8 99,8
Sonstiges Ergebnis - 27,4 - 27,4
- Gesamtergebnis 72,4 72,4
Dividende an die Vinters International Ltd. - 60,0 - 60,0
Stand am 31.12.2016 529,0 1.175,2
- Stand am 01.01.2017 529,0 1.175,2
Konzernergebnis 196,8 196,8
Sonstiges Ergebnis - 83,4 - 83,4
- Gesamtergebnis 113,4 113,4
Dividende an die Vinters International Ltd. - 100,0 - 100,0
Stand am 31.12.2017 542,4 1.188,6

1 Erläuterung im Konzernanhang in Kapitel 26 | "Eigenkapital"

Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften Konzernabschlusses.

Konzernanhang

Erläuternde Anhangangaben

1| Allgemeine Grundlagen

Die Rolls-Royce Power Systems AG (im Folgenden: RRPS AG) ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland und hat ihren Firmensitz am Maybachplatz 1 in 88045 Friedrichshafen. Die RRPS AG ist ein Spezialist für Großmotoren, Antriebssysteme und dezentrale Energieanlagen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm eingetragen (Nr. HRB 721 056). Das gezeichnete Kapital der RRPS AG befindet sich zu 100 % im Eigentum der Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien (einem Tochterunternehmen der Rolls-Royce Group plc). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Das Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien. Dieser Konzernabschluss wird beim Companies House offengelegt. Die RRPS AG, Friedrichshafen, ist zu 100 % im Eigentum der Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien (einem Tochterunternehmen der Rolls-Royce Group plc). Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der RRPS AG wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Gegenstand des Konzernabschlusses sind die RRPS AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Vorstand der RRPS AG hat den Konzernabschluss am 15. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die RRPS AG erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro. Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen Euro (Mio. Euro) angegeben. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente.

Der Jahresabschluss des Mutterunternehmens RRPS AG wurde nach den Vorschriften des HGB erstellt. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Konzerngesamtergebnisrechnung wird nach dem international gebräuchlichen Umsatzkostenverfahren erstellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der oben genannten Normen erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Konzernbilanz oder der Konzerngesamtergebnisrechnung sowie die Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die den IFRS entsprechend neben der Konzerngesamtergebnisrechnung der Periode, der Konzernbilanz, der Veränderung des Konzerneigenkapitals und der Konzernkapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

2| Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

In den Konzernabschluss wurden neben der RRPS AG 34 in- und ausländische Tochterunternehmen (Vorjahr: 33) einbezogen, die von der RRPS AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Beherrschung im Sinne des International Financial Reporting Standard (IFRS) 10 ist dann gegeben, wenn das Unternehmen die Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens sowie Anrechte auf die variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen hat und mit seiner Verfügungsgewalt diese Rückflüsse beeinflussen kann. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem das Beherrschungsverhältnis vorliegt. Tochterunternehmen werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem diese Beherrschung endet. Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden Tochterunternehmen ferner dann, wenn sie für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage (hinsichtlich der nach IFRS einschlägigen Kriterien) des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns (im Folgenden: RRPS-Konzern) von untergeordneter Bedeutung sind.

Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß der Erwerbsmethode nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" bilanziert. Die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung unabhängig vom Umfang der nicht beherrschenden Anteile mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das anteilige, zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern sind mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest (Impairment-Test) nach IAS 36 "Wertminderungen von Vermögenswerten" zu unterziehen. Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte sind verboten. Immaterielle Vermögenswerte, die dem Unternehmen voraussichtlich auf unbestimmte Zeit Zahlungsmittelzuflüsse liefern, sind mit einer unbestimmten Nutzungsdauer anzusetzen. Die planmäßige Abschreibung solcher immaterieller Vermögenswerte ist untersagt.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Unternehmen bestehenden Vermögenswerte und Schulden werden eliminiert.

Gemeinschaftsunternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Danach werden die Anschaffungskosten um die Eigenkapitalveränderung erhöht oder verringert, die dem Kapitalanteil der RRPS AG entspricht. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden einschließlich außerplanmäßiger Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts im Finanzergebnis der Konzerngesamtergebnisrechnung berücksichtigt.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Zum 31. Dezember 2017 wurden folgende Unternehmen bzw. Teilkonzerne vollkonsolidiert:

Kapitalanteil

in %
31.12.2016 31.12.2017
MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen 100,0 % 100,0 %
MTU Ibérica Propulsión y Energla S.L., Coslada/Spanien 100,0 % 100,0 %
Karl Maybach-Hilfe GmbH, Friedrichshafen 100,0 % 100,0 %
L'Orange GmbH, Stuttgart 100,0 % 100,0 %
MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100,0 % 100,0 %
MTU Benelux B.V., Dordrecht/Niederlande 100,0 % 100,0 %
MTU America Inc., Detroit/USA 100,0 % 100,0 %
MTU Italia S.r.l., Arcola/Italien 100,0 % 100,0 %
MTU Onsite Energy Corporation, Mankato/USA 100,0 % 100,0 %
MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg 100,0 % 100,0 %
MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf 100,0 % 100,0 %
MTU Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,0 % 100,0 %
MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.S., Hadimköy/Türkei 100,0 % 100,0 %
MTU UK Ltd., East Grinstead/Großbritannien 100,0 % 100,0 %
MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg 100,0 % 100,0 %
Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen 100,0 % 100,0 %
MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100,0 % 100,0 %
MTU Middle East FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100,0 % 100,0 %
Fluid Mechanics LLC, Novi/USA 100,0 % 100,0 %
MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 0,0 % 100,0 %

Bei der MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, handelt es sich um einen asiatischen Teilkonzern. Dieser Teilkonzern umfasst folgende vollkonsolidierte Unternehmen: MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur (Obergesellschaft des Teilkonzerns), MTU Hong Kong Ltd., Hongkong/China, MTU Engineering (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China, MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien, PT MTU Indonesia, Jakarta/Indonesien, MTU China Co. Ltd., Shanghai/China, sowie MTU Japan Co. Ltd., Tokio/Japan. Der Kapitalanteil der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, an der MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, beträgt 100 %. Die MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, wiederum hielt zum 31. Dezember 2017 jeweils 100 % der Anteile an den vollkonsolidierten Unternehmen.

Bei der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, handelt es sich um einen norwegischen Teilkonzern. Dieser Teilkonzern umfasst folgende vollkonsolidierte Unternehmen: Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen (Obergesellschaft des Teilkonzerns), Bergen Engines B.V., Rotterdam/Niederlande, Bergen Engines Denmark AS, Aalborg/Dänemark, Bergen Engines India Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien, Bergen Engines S.L., Tarragona/Spanien, Bergen Engines S.r.l., Genua/Italien, Bergen Engines Ltd., Bedford/Großbritannien, Bergen Engines Property Co AS, Bergen/Norwegen, und Bergen Engines Bangladesh Private Limited, Dhaka/Bangladesch. Der Kapitalanteil der RRPS AG, Friedrichshafen, an der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, beträgt 100 %. Die Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, hielt zum 31. Dezember 2017 direkt und indirekt jeweils 100 % der Anteile an den vollkonsolidierten Unternehmen.

Die folgenden Gesellschaften haben aufgrund lokaler Gesetzgebung ein vom Konzernabschluss abweichendes Geschäftsjahr: Bergen Engines India Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien (Stichtag: 31. März), und MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien (Stichtag: 31. März).

Der Konsolidierungskreis der RRPS AG wurde im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um ein Unternehmen erweitert. Am 22. März 2017 wurde die MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, von der RRPS AG gegründet. Im Dezember 2017 hat die RRPS AG ihre Anteile an der MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, in die MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, eingebracht und ist zu 100 % an dieser Gesellschaft beteiligt. Bei der MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, handelt es sich um einen Teilkonzern, der die MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, umfasst. Die Einbeziehung dieses Unternehmens hat keinen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des RRPS-Konzerns.

Die folgenden, in Deutschland ansässigen Unternehmen haben von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und auf die Offenlegung des Jahresabschlusses 2017 sowie auf die Erstellung eines Lageberichts verzichtet:

MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen
MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg
L'Orange GmbH, Stuttgart
MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg
MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf

Zum 31. Dezember 2017 wurden folgende Gesellschaften als Gemeinschaftsunternehmen at equity bilanziert:

Kapitalanteil

in %
31.12.2016 31.12.2017
Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China 49,0 % 49,0 %
MTU Yuchai Power Company Ltd., Yulin/China 0,0 % 50,0 %
EPIX Power Systems LLC, Houston/USA 0,0 % 50,0 %
Mest Co. Ltd., Gyeongsangnam-do/Südkorea 0,0 % 46,8 %

Am 27. Januar 2017 hat MTU America Inc., Detroit/USA, mit einer Kapitaleinlage von 1,8 Mio. US-Dollar 50,0 % der Anteile an der EPIX Power Systems LLC, Houston/USA, erworben. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde ab dem 1. Januar 2017 at equity in den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems einbezogen.

Die MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, hat am 22. Februar 2017 für 1.845,0 Mio. Südkoreanische Won 46,77 % der Anteile an der Mest Co. Ltd., Gyeongsangnam-do/Südkorea, erworben. Mest Co. Ltd. agiert als Distributor in Korea und wurde ab dem 1. Januar 2017 als assoziiertes Unternehmen at equity in den Konzernabschluss der RRPS AG einbezogen.

Die MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, hat am 18. Januar 2017 für insgesamt rund 10,5 Mio. Euro 50,0 % der Anteile an der MTU Yuchai Power Company Ltd., Yulin/China, erworben. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde ab dem 1. Januar 2017 at equity in den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems einbezogen.

Daneben hält der RRPS-Konzern wie bereits im Vorjahr weitere Beteiligungen an drei Unternehmen, deren Anteilsbesitz unter 20 % liegt.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Für die Erstellung des Konzernabschlusses wurden sämtliche durch das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) veröffentlichten neuen und geänderten Standards und Interpretationen angewendet, soweit diese für Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2017 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden waren:

Standard/Interpretation Zeitpunkt des Inkrafttretens1 Endorsement2
Änderung IAS 7 Angabeninitiative (Änderung an IAS 7 Kapitalflussrechnung) 01.01.2017 09.11.2017
Änderung IAS 12 Erfassung von latenten Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste 01.01.2017 09.11.2017

1 Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt

2 Übernahme der IFRS-Standards bzw. -Interpretationen durch die EU-Kommission

Mit der Änderung des IAS 7 folgt das IASB der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben bereitzustellen hat, die es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit beurteilen zu können.
Die Änderungen des IAS 12 zielen insbesondere darauf ab, die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten klarzustellen.

Darüber hinaus hat das IASB die nachfolgend genannten Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards veröffentlicht, die bereits von der Europäischen Union übernommen worden sind (Endorsement), deren Anwendung aber noch nicht für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtend ist und die im Konzernabschluss der RRPS AG nicht vorzeitig angewendet werden.

Standard/Interpretation Zeitpunkt des Inkrafttretens1 Endorsement2
Neu IFRS 15 Erlöse aus den Verträgen mit Kunden 01.01.2018 22.09.2016
Neu IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 22.11.2016
Änderung IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" 01.01.2018 31.10.2017
Änderung IFRS 4 Anwendung des IFRS 9 mit IFRS 4 Versicherungsverträge 01.01.2018 03.11.2017
Neu IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.2019 31.10.2017

1 Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt

2 Übernahme der IFRS-Standards bzw. -Interpretationen durch die EU-Kommission

Die Änderungen in "Klarstellungen zu IFRS 15" adressieren insbesondere die Themen "Identifizierung von Leistungsverpflichtungen", "Prinzipal/Agent-Erwägungen" und "Lizenzen" und zielen auf Übergangserleichterungen für modifizierte Verträge und abgeschlossene Verträge ab. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen (gleicher Zeitpunkt des Inkrafttretens wie IFRS 15).

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden und fordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ersetzt die bestehenden Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" und ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

Leasingverträge, die unter IAS 17 "Leasingverhältnisse" fallen,
Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte und Pflichten, die unter IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IAS 27 "Separate Abschlüsse" oder IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" fallen,
Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 "Versicherungsverträge" und
nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern.

Wir haben im Berichtsjahr die Analyse, inwieweit die Anwendung der neuen Standards Auswirkungen auf die Bilanzierung der Umsatzerlöse haben wird, fortgesetzt und insbesondere folgende Veränderungen gegenüber der heutigen Bilanzierung identifiziert:

VERKAUF VON PRODUKTEN: Nach momentan gültigen Vorschriften ist der Transfer der wesentlichen Risiken und Chancen ausschlaggebend für den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung. Bei Anwendung der in IFRS 15 enthaltenen Kriterien zum Kontrollübergang an den Kunden kann es in Abhängigkeit der vertraglichen Lieferbedingungen in Einzelfällen zu einer zeitlich nachgelagerten Umsatzerfassung für Produkte kommen.

ERBRINGEN VON DIENSTLEISTUNGEN: Im norwegischen Teilkonzern Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, werden Umsätze für präventive Maßnahmen in langfristigen Wartungsverträgen künftig gemäß IFRS 15 erfasst. Das bedeutet, dass die Umsatzrealisierung künftig mit Durchführung der Wartungsleistungen erfolgt. Demgegenüber werden Umsätze nach heutiger Bilanzierung auf Grundlage der gelaufenen Betriebsstunden der zu wartenden Motoren realisiert.

Künftig wird nach IFRS 15 der Leistungsfortschritt für jeden Vertrag einzeln anhand des Verhältnisses der tatsächlichen Kosten zu den insgesamt zur Erfüllung der Leistungsverpflichtung erwarteten Kosten gemessen. Ein Großteil der Kosten bezieht sich auf die Überholung einzelner Komponenten, die zu verschiedenen Zeitpunkten während der Vertragslaufzeit erbracht wird. Da zwischen den einzelnen Überholungen Betriebsstunden aufgelaufen sind, wird sich der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung im Vergleich zur momentanen Bilanzierungspraxis verschieben.

Der Konzern hat entschieden, folgende Wahlrechte des IFRS 15 zu nutzen:

Bei Vertragsanbahnung anfallende Kosten werden bei ihrem Entstehen als Aufwand erfasst, wenn der Abschreibungszeitraum, den das Unternehmen andernfalls erfasst hätte, nicht mehr als ein Jahr beträgt.
Beträgt die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Gutes oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung durch den Kunden maximal ein Jahr, wird die Höhe der zugesagten Gegenleistung nicht um die Auswirkungen einer signifikanten Finanzierungskomponente angepasst.

Eine quantitative Analyse der Auswirkungen des IFRS 15 auf das Geschäftsjahr 2017 hat ergeben, dass der kumulierte Effekt der Umsatzverschiebung für 2017 weniger als 1 % der konsolidierten Konzernumsätze beträgt. Das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2017 verändert sich ebenfalls um weniger als 1%. Da im ersten Halbjahr 2018 die Implementierung von Prozessen zur Einführung des IFRS 15-Standards erfolgt, können die vorgenannten Auswirkungen Änderungen unterliegen.

Der Konzern wird IFRS 15 im Geschäftsjahr 2018 vollständig in Form der retrospektiven Methode anwenden. Das Vergleichsjahr 2017 wird im Geschäftsbericht 2018 entsprechend angepasst und die kumulierten Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung werden im Eigenkapital zum 1. Januar 2017 rückwirkend dargestellt.

Die Änderungen an IFRS 4 zielen darauf ab, die Auswirkungen aus den unterschiedlichen Erstanwendungs-zeitpunkten von IFRS 9 und dem Nachfolgestandard zu IFRS 4 vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze, die bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen von Versicherern genutzt werden können: der Überlagerungsansatz und der Aufschubansatz. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RRPS AG werden sich hieraus nicht ergeben.
Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Dieser basiert dabei auf den Zahlungsstromeigenschaften und dem Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. IFRS 9 sieht auch ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert, sowie neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um insbesondere die Steuerungsaktivitäten von nicht finanziellen Risiken besser darstellen zu können. Der RRPS-Konzern analysiert derzeit die Auswirkungen der Erstanwendung. Auf Basis der bereits erfolgten Analysen hinsichtlich des neuen Wertminderungsmodells erwarten wir keine wesentliche Veränderung bei der Höhe der Wertberichtigungen. IFRS 9 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
Nach IFRS 16 werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse derart bilanziert, dass auf der Aktivseite das mit dem Leasingverhältnis einhergehende Nutzungsrecht als Vermögenswert (sogenannter "Right-of-Use Asset") und auf der Passivseite die entsprechende abgezinste Leasingverbindlichkeit erfasst werden. Erleichterungen gibt es für Leasinggegenstände mit geringem Wert sowie für Leasingverhältnisse mit kurzer Laufzeit. Die Leasingzahlungen für diese Leasingverhältnisse können linear (oder gemäß einer anderen systematischen Grundlage der Verteilung) über die Laufzeit des Vertrags als Aufwand erfasst werden. Nach dem bisherigen IAS 17 wurde noch zwischen bilanzwirksamen Finance Leases und ausschließlich ergebniswirksamen Operating Leases unterschieden. Diese Unterscheidung zwischen zwei verschiedenen Leasingarten fällt mit Inkrafttreten von IFRS 16 bei der Bilanzierung beim Leasingnehmer künftig weg. Sofern ein Vertrag als Leasingverhältnis klassifiziert wird, fällt es in den Anwendungsbereich dieses Standards und ist somit zu bilanzieren. Andernfalls handelt es sich um einen aufwandswirksamen Servicevertrag. IFRS 16 ist erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist bei gleichzeitiger Anwendung des IFRS 15 zulässig, jedoch nicht beabsichtigt.

Der RRPS-Konzern wird den Standard für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2019 voraussichtlich modifiziert retrospektiv anwenden und damit auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichten. Der Konzern hat im Jahr 2017 eine erste Beurteilung der möglichen Auswirkungen auf seinen Konzernabschluss abgeschlossen. Derzeit werden wesentliche Effekte aus der Bilanzierung der geleasten Immobilien erwartet. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung wird von zukünftigen wirtschaftlichen Bedingungen abhängen, etwa dem Zinssatz des Konzerns zum 1. Januar 2019, der Zusammensetzung des Leasingportfolios zu diesem Zeitpunkt, der Einschätzung des Konzern über die Ausübung von Verlängerungsoptionen, dem Ausmaß, in dem der Konzern Ausnahmeregelungen und Ansatzbefreiungen in Anspruch nimmt, sowie den Währungskursen zum Übergangszeitpunkt.

Zum 31. Dezember 2017 betrugen die künftigen Mindestleasingzahlungen für nicht kündbare Operating-Leasingverhältnisse (auf nicht abgezinster Basis) 144,8 Mio. Euro (vgl. Abschnitt 34 |15 | "Leasingverhältnisse). Bei einem bereits ab dem 1. Januar 2018 anzuwendenden IFRS 16 wäre eine Leasingverbindlichkeit bzw. ein Right-of-Use Asset in Höhe von 90,4 Mio. Euro zu bilanzieren gewesen.

Des Weiteren veröffentlichte das IASB die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die von der Europäischen Union noch nicht übernommen und deshalb im vorliegenden Konzernabschluss nicht angewendet wurden:

Standard/Interpretation
Neu IFRS 17 Versicherungsverträge
Neu IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung
Änderung IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung
Änderung IAS 28 Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
Änderung Diverse Jährliche Verbesserungen 2015-2017
Der neue Standard "Versicherungsverträge" regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen und ersetzt den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4. In den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach IFRS 17 werden Versicherungsverträge grundsätzlich nach dem allgemeinen Modell bewertet. Darunter werden für eine Gruppe von Versicherungsverträgen bei erstmaligem Ansatz der Erfüllungswert und die vertragliche Servicemarge ermittelt. In Abhängigkeit davon, worauf sich Änderungen der zugrunde liegenden Parameter beziehen, werden im Rahmen der Folgebewertung entweder das versicherungstechnische Ergebnis oder die versicherungstechnischen Finanzerträge/-aufwendungen berührt bzw. es kann zunächst zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge kommen, die erst in späteren Perioden die Gewinn- und Verlustrechnung berührt. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RRPS AG werden sich hieraus nicht ergeben.
Der IFRIC 23 ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen. Solche Unsicherheiten entstehen, wenn die Anwendung des jeweilig geltenden Steuerrechts auf eine spezifische Transaktion nicht eindeutig ist und daher auch von der Auslegung durch die Steuerbehörden abhängt, die dem Unternehmen bei der Aufstellung des Abschlusses jedoch nicht bekannt ist. Wenn sich Tatsachen und Umstände, die Grundlage für die Beurteilung der Unsicherheit waren, geändert haben oder wenn neue relevante Informationen vorliegen, ist die Beurteilung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Die Auswirkungen werden derzeit geprüft.
Nach den bisherigen Vorschriften von IFRS 9 ist die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt, wenn der Kreditgeber im Falle einer Kündigung durch den Kreditnehmer eine Ausgleichszahlung leisten müsste. Diese bestehenden Vorschriften werden durch die Änderungen am IFRS 9 dahingehend angepasst, dass auch bei negativen Ausgleichszahlungen eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (bzw. in Abhängigkeit des Geschäftsmodells erfolgsneutral zum Fair Value) möglich ist. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RRPS AG werden sich hieraus nicht ergeben.
Die Änderungen an IAS 28 stellen klar, dass ein Unternehmen dazu verpflichtet ist, IFRS 9 "Finanzinstrumente" einschließlich dessen Wertminderungsvorschriften auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden, die im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in das assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen und nicht nach der Equity-Methode abgebildet werden. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der RRPS AG werden sich hieraus nicht ergeben.
Im Rahmen der "Jährlichen Verbesserungen an den IFRS", Zyklus 2015-2017, wurden Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IAS 12 "Ertragsteuern" sowie IAS 23 "Fremdkapitalkosten" vorgenommen. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Die Auswirkungen werden derzeit geprüft.

Neue Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen werden für gewöhnlich vom Konzern nicht vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet. Die erstmalige Anwendung des jeweiligen Standards bzw. der jeweiligen Interpretation ist mit der verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union (nach Endorsement) beabsichtigt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in die Konzernberichtswährung Euro umgerechnet. In der Regel ist die funktionale Währung der ausländischen Konzernunternehmen die jeweilige Landeswährung. Eine Ausnahme ist der Teilkonzern der MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, dessen funktionale Währung teilweise der Euro ist.

Die Umrechnung in Euro erfolgt bei Vermögenswerten und Schulden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag, bei Aufwendungen und Erträgen zu gewogenen Durchschnittskursen der jeweiligen Periode. Die Differenzen aus der Umrechnung werden ergebnisneutral in das Eigenkapital einbezogen. Eine im sonstigen Ergebnis erfasste Umrechnungsdifferenz wird erst dann ergebniswirksam, wenn die entsprechende Unternehmenseinheit entkonsolidiert wird.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Da die RRPS AG kein Tochterunternehmen mit Sitz in einem Hyperinflationsland hat, war eine Rechnungs -legung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" nicht notwendig.

Für die wichtigsten Fremdwährungen des RRPS-Konzerns gelten folgende Währungskurse:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Land Währung 31.12.2016 31.12.2017 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
--- --- --- --- --- ---
USA USD 1,0541 1,1993 1,1069 1,1295
Singapur SGD 1,5234 1,6024 1,5275 1,5587
Großbritannien GBP 0,8562 0,8872 0,8195 0,8767
Japan JPY 123,4000 135,0100 120,2000 126,6900
Australien AUD 1,4596 1,5346 1,4883 1,4730
Schweiz CHF 1,0739 1,1702 1,0902 1,1115
Norwegen NOK 9,0863 9,8403 9,2906 9,3263

ANNAHMEN, SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSAUSÜBUNG DES MANAGEMENTS

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

die Abbildung zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben,
die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte),
die Aktivierung von selbst erstellten Vermögenswerten (Entwicklungskosten),
die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen,
die Bewertung von Vorräten,
die Werthaltigkeit von Forderungen,
die Ermittlung der Gesamtkosten bei langfristigen Dienstleistungsverträgen,
die Beurteilung wirtschaftlicher Chancen und Risiken von Leasingverträgen sowie
die Bilanzierung und Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen.

Im Rahmen von Unternehmenserwerben werden im Allgemeinen Schätzungen zur Ermittlung des Zeitwerts (Fair Value) der erworbenen Vermögenswerte vorgenommen. Grundsätzlich wird der Zeitwert anhand einer geeigneten Bewertungsmethode ermittelt, die in der Regel auf der Prognose zukünftiger Zahlungsmittelflüsse beruht. In Ausnahmefällen werden externe Sachverständige hinzugezogen.

Zur Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mittels der Discounted-Cashflow-Methode ein Nutzungswert ermittelt (vgl. Abschnitt 15 | "Immaterielle Vermögenswerte"). Hierfür sind Annahmen über die künftige Geschäftsentwicklung und allgemeinen Rahmendaten zu treffen (z. B. Zinsniveau, Wechselkursentwicklung). Durch die Veränderung dieser Einflussfaktoren kann sich der Nutzungswert der ZGE verändern, wodurch sich ein Wertminderungsbedarf ergeben könnte.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend der auf Seite 43 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert, sofern die einschlägigen Kriterien des IAS 38 erfüllt sind. Um die zu aktivierenden Beträge zu ermitteln, hat die RRPS AG Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus diesen Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows zu treffen, die die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte voraussichtlich generieren werden.

Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen unterliegt die konzerneinheitliche Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern der Einschätzung der Unternehmensleitung.

Für Forderungen können sich insoweit Bonitäts- und Ausfallrisiken ergeben, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und dadurch Vermögensverluste auftreten. Die Ermittlung der erforderlichen Wertberichtigungen erfolgt unter anderem unter Berücksichtigung der Kundenbonität, vorliegender Sicherheiten sowie von Erfahrungen aufgrund historischer Ausfallraten. Der tatsächliche Zahlungsausfall der Kunden kann infolge der zugrunde gelegten Einflussfaktoren vom erwarteten Zahlungsausfall abweichen. Verringert sich der Wertberichtigungsbedarf in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung eingetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, erfolgt eine erfolgswirksame Wertaufholung für die in früheren Perioden erfasste Wertberichtigung.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- und Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts werden vom voraussichtlichen Verkaufspreis des Endprodukts die bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten abgezogen. Sofern Annahmen zu den künftigen Marktpreisen oder Absatzmöglichkeiten des Endprodukts nicht zutreffen, kann es hierdurch zu einem weiteren Wertminderungsbedarf für den Vorratsbestand kommen.

Erlöse aus langfristigen Dienstleistungsverträgen (vorwiegend Wartungsverträge) werden unter Rückgriff auf den jeweiligen Fertigstellungsgrad erfasst. Im Rahmen der Cost-to-Cost-Methode ist hierfür die Ermittlung der voraussichtlichen Gesamtkosten erforderlich, die auf Erfahrungswerten aus früheren Aufträgen basiert. Sollte es jedoch aufgrund von nicht vorhersehbaren Sondereffekten zu Abweichungen von den Schätzwerten kommen, könnte zum Bilanzstichtag ein zu hoher Fertigstellungsgrad ermittelt worden sein, wodurch zu hohe Umsatzerlöse erfasst würden (hinsichtlich des Gesamtbetrags der Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen wird auf Abschnitt 3 | "Umsatzerlöse" des Konzernanhangs verwiesen).

Für die wirtschaftliche Zurechnung von Leasingobjekten ist entscheidend, wer die mit dem Eigentum des Objekts verbundenen wesentlichen wirtschaftlichen Risiken und Chancen trägt. Hierfür sind unter anderem Annahmen zum Marktpreis des Leasingobjekts am Vertragsende und zum Barwert der Mindestleasingzahlungen zu treffen.

Für die Bilanzierung von Rückstellungen hat die Unternehmensleitung Annahmen zu treffen, mit welcher Wahrscheinlichkeit der RRPS AG aufgrund bestimmter Geschäftsvorfälle ein Abfluss wirtschaftlichen Nutzens droht. Der Bewertung von Rückstellungen liegen Schätzungen über die Höhe und den Zeitpunkt der möglichen wirtschaftlichen Abflüsse zugrunde. Sofern Höhe und Zeitpunkt der Inanspruchnahmen von den getroffenen Schätzungen abweichen, sind Auswirkungen auf das Ergebnis des RRPS-Konzerns möglich.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich später tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

ERTRAGS - UND AUFWANDSREALISIERUNG

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen aus dem Verkauf von Produkten erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen werden, und wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der RRPS-Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird.

Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad der jeweiligen Geschäfte erfasst. Bei langfristigen Service- und Wartungsverträgen und verlängerten separat berechneten Gewährleistungen werden die Umsatzerlöse in der Regel linear über die Vertragslaufzeit verteilt oder - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt - entsprechend der Relation der bereits angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) erfasst. Die Ermittlung der erwarteten Gesamtkosten erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten.

Als Hersteller von Motoren und Antriebs- und Energieerzeugungssystemen betreibt der RRPS-Konzern auch die Aufarbeitung von Motoren sowie das dazugehörige Ersatzteilgeschäft, unterteilt in das Geschäft und den Vertrieb von neuen Ersatzteilen und von neuwertigen, aber aufgearbeiteten Ersatzteilen. Die beim Verkauf dieser aufgearbeiteten Motoren oder Teile erhaltene Pfandzahlung wird - angelehnt an die Bilanzierung klassischer Pfandsysteme - als Rückstellung bilanziert, wobei eine geschätzte Rücklaufquote zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens herangezogen wird.

Erlösschmälerungen wie Rücklieferungen, Rabatte, Skonti und Boni werden von den Bruttoerlösen abgesetzt. Die Herstellungskosten des Umsatzes enthalten die Kosten der verkauften eigengefertigten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Zu den Herstellungskosten der eigengefertigten Erzeugnisse gehören die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, die zurechenbaren Teile der Produktionsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen, die übrigen immateriellen Vermögenswerte und die Abwertungen von Vorräten. Nutzungsentgelte und Lizenzgebühren werden entsprechend den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Transaktionen abgegrenzt und vereinnahmt.

Fremdkapitalkosten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehen (also Vermögenswerten, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu bringen), werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

Dividendenerträge werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung berücksichtigt.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

ENTGELTLICH ERWORBENE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt linear.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens jährlich einem Impairment-Test unterzogen und unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und Markennamen waren im RRPS-Konzern keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert.

Innerhalb der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte existierte zum Bilanzstichtag ein nach IAS 23 qualifizierter Vermögenswert. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) aktiviert. Der Zinssatz betrug 2,48 % (Vorjahr: 2,32 %).

SELBST ERSTELLTE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE. Kosten für die Entwicklung neuer oder deutlich verbesserter Produkte und Prozesse werden aktiviert, sofern die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss der RRPS-Konzern die Absicht haben, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen sowie über hierfür ausreichende Ressourcen verfügen. Die aktivierten Kosten umfassen Materialkosten, Fertigungslöhne und zurechenbare allgemeine Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt.

Hierzu können folgende Kosten zählen:

Einzelkosten Gemeinkosten (direkt zurechenbar)
Materialeinzelkosten Materialgemeinkosten
Fertigungseinzelkosten Fertigungsgemeinkosten
Sondereinzelkosten der Fertigung Abschreibungen des Anlagevermögens
Entwicklungsbezogene Kosten der Verwaltung

Entwicklungskosten, die die Ansatzkriterien von IAS 38 nicht erfüllen, werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie anfallen. Forschungskosten werden in der Periode aufwandswirksam erfasst.

Innerhalb der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte existierte zum Bilanzstichtag ein nach IAS 23 qualifizierter Vermögenswert. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) aktiviert. Der Zinssatz betrug 2,48 % (Vorjahr: 2,32 %).

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen, zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Reinvermögen zum Erwerbszeitpunkt. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auch unterjährig - einem Impairment-Test unterzogen. Weitere Informationen hinsichtlich des Impairment-Tests sind in Abschnitt 15 | "Immaterielle Vermögenswerte" des Konzernanhangs ersichtlich.

Der planmäßigen Abschreibung immaterieller Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

In Jahren Nutzungsdauer
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 3-10
Kundenbeziehungen 5-20
Entwicklungskosten in der Produktionsphase 5-10

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um kumulierte planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungsaufwendungen.

Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis, Anschaffungsnebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, die anteiligen Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und die freiwilligen sozialen Leistungen sowie die herstellungsbezogenen Verwaltungskosten. Weder im Vorjahr noch zum Bilanzstichtag existierte ein nach IAS 23 qualifizierter Vermögenswert, sodass innerhalb der Sachanlagen keine Fremdkapitalkosten aktiviert wurden.

Die Abschreibung auf Sachanlagen wird, dem wirtschaftlichen Nutzenverlauf entsprechend, planmäßig linear vorgenommen. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

In Jahren Nutzungsdauer
Gebäude 8-50
Technische Anlagen und Maschinen 5-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-14

WERTMINDERUNGEN VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND SACHANLAGEN

Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer wird gemäß IAS 36 mindestens an jedem Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen vorliegen. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bestimmt. Der erzielbare Betrag ist als der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert definiert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswerts, wird ein Wertminderungsverlust in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfolgswirksam erfasst. Für den Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die separate Cashflows identifiziert werden können. Sind die Cashflows für einen Vermögenswert nicht separat identifizierbar, wird der Impairment-Test auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) durchgeführt, welcher der Vermögenswert angehört.

Zuschreibungen auf den neuen erzielbaren Betrag erfolgen, wenn die Gründe für Wertminderungen aus den Vorjahren entfallen. Die Wertobergrenze für Zuschreibungen sind die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die sich ergäben, wenn in den Vorjahren keine Wertminderungen erfasst worden wären.

Zur Durchführung des jährlichen Impairment-Tests für Geschäfts- oder Firmenwerte werden diese den ZGE zugeordnet. Die ZGE werden jährlich mindestens einmal auf Werthaltigkeit geprüft oder wenn Anhaltspunkte vorliegen, dass der Buchwert der ZGE über dem erzielbaren Betrag liegt. Sofern der erzielbare Betrag der ZGE nicht den Buchwert ihres Reinvermögens deckt, werden die Wertminderungen erfolgswirksam nach den Vorschriften des IAS 36 vorgenommen. Eine Wertaufholung des Geschäfts- oder Firmenwerts in den Folgeperioden ist ausgeschlossen. Die Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird nach denselben Grundsätzen vorgenommen. Die Folgebewertung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer richtet sich nach denselben Grundsätzen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird regelmäßig zum 30. November überprüft.

VORRÄTE

Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen, fertige Erzeugnisse und Waren sowie geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die mithilfe der Einzelzuordnung bestimmten Vorräten zugeordnet werden. Zur Bemessung der Anschaffungs- und Herstellungskosten wird die Standardkostenmethode herangezogen, bei der die normale Höhe des Materialeinsatzes und der Löhne sowie die normale Leistungsfähigkeit und Kapazitätsauslastung berücksichtigt werden.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Entfallen die Gründe für Wertminderungen, werden entsprechende Zuschreibungen auf den neuen Nettoveräußerungswert vorgenommen. Wertobergrenze sind die historischen (bzw. fortgeschriebenen) Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden gesondert als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft, wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Die entsprechenden Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe wird zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert und dann den verbleibenden Vermögenswerten und Schulden auf anteiliger Basis zugeordnet - mit der Ausnahme, dass den Vorräten, finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen, Vermögenswerten im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer, die weiterhin gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden, kein Verlust zugeordnet wird. Wertminderungsaufwendungen bei der erstmaligen Einstufung als zur Veräußerung gehalten oder zur Ausschüttung gehalten und spätere Gewinne und Verluste bei Neubewertung werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und alle nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungsunternehmen werden nicht mehr nach der Equity-Methode bilanziert, sobald sie als zur Veräußerung gehalten oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft sind.

LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen Wertansätzen in der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz gebildet. Daneben sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfasst, sofern sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren Steuerminderlasten ergeben. Für die Berechnung der latenten Steuern werden jeweils die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gültigen bzw. mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwarteten Steuersätze verwendet.

Zum Bilanzstichtag werden die aktivierten aktiven latenten Steuern auf ihre Werthaltigkeit überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis im relevanten Planungszeitraum zur Verfügung stehen wird. Bisher nicht angesetzte latente Steueransprüche werden am Bilanzstichtag neu überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Realisierung des latenten Steueranspruchs erzielt wird.

Aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts, eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit im Rahmen eines Geschäftsvorfalls, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und bei dem durch diesen erstmaligen Ansatz weder das bilanzielle Ergebnis vor Ertragsteuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst werden, werden keine latenten Steuern angesetzt.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und sich diese auf Ertragsteuern desselben Steuersubjekts und derselben Steuerbehörde beziehen.

ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz angesetzt, wenn der RRPS-Konzern Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung ist abhängig von der Kategorisierung.

IAS 39 unterteilt finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
Kredite und Forderungen sowie
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Finanzinstrumente der Kategorie "Kredite und Forderungen" werden bei Lieferung und Leistungserfüllung erfasst, also zum Zeitpunkt des Entstehens des Zahlungsanspruchs (Erfüllungstag). Derivate werden zum Handelstag, alle übrigen finanziellen Vermögenswerte zum Erfüllungstag eingebucht. Der Handelstag ist der Tag, an dem der RRPS-Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts eingegangen ist. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird.

Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum Zeitpunkt des Verkaufs (Handelstag) oder bei Erlöschen des Anspruchs. Eine Ausbuchung wird auch dann vorgenommen, wenn eine Forderung uneinbringlich geworden ist. Die bei der Ausbuchung entstandenen Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam behandelt.

Bei einem Finanzinstrument wird eine Wertminderung vorgenommen, wenn objektive Anzeichen hierfür vorliegen. Für ein Finanzinstrument können solche Anzeichen sein:

erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten,
Vertragsbruch des Schuldners, z. B. Ausfall von Zins- oder Tilgungszahlungen,
Zugeständnisse an einen Schuldner, die im Regelfall nicht gewährt würden,
eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens oder eines sonstigen Sanierungsbedarfs beim Schuldner sowie
beobachtbare Daten, die auf eine Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme schließen lassen (z. B. nachteilige Veränderungen im Zahlungsverhalten von Schuldnern, nationale oder lokale wirtschaftliche Gegebenheiten).

Die Ermittlung eines Wertminderungsaufwands unter Rückgriff auf die objektiven Hinweise erfolgt jeweils unter Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten bzw. sonstigen Kreditverbesserungen. Für die Klasse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der Buchwert unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintritt, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintritt, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts abgezinst.

Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Darunter fallen sonstige Forderungen, finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden.

Die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst alle finanziellen Vermögenswerte, die keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet werden. Da für die nicht börsennotierten Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind (dabei handelt es sich ausschließlich um Anteile an GmbHs bzw. vergleichbaren ausländischen Rechtsformen), kein aktiver Markt existiert, mit dessen Hilfe die beizulegenden Zeitwerte verlässlich ermittelt werden können, und da sich der beizulegende Zeitwert nicht mit vertretbarem Aufwand auf anderem Wege zuverlässig ermitteln lässt, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Für diese Beteiligungen liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor.

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten einschließlich Finanzschulden. Sie sind anzusetzen, wenn der Konzern Vertragspartei der Regelungen eines Finanzinstruments wird. Verbindlichkeiten, die aus einer Verpflichtung zum Kauf von Gütern oder Dienstleistungen eingegangen werden, sind am Erfüllungstag der zugrunde liegenden Lieferungen bzw. Leistungen anzusetzen. Im Falle von Finanzverbindlichkeiten ist die entsprechende Verbindlichkeit zum Erfüllungstag anzusetzen, also am Tag der Wertstellung. Derivate werden zum Handelstag bilanziert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie erfüllt, d. h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen getilgt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Im Falle einer finanziellen Verbindlichkeit, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, erfolgt die Bewertung nach Abzug von Transaktionskosten von der erhaltenen Gegenleistung. Die Folgebewertung ist abhängig von der Kategorisierung.

IAS 39 unterteilt finanzielle Verbindlichkeiten in folgende Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten und
sonstige Verbindlichkeiten.

In den Folgeperioden werden sonstige Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Im Sinne einer transparenteren Unternehmensberichterstattung fasst der RRPS-Konzern Finanzinstrumente gemäß IFRS 7.6 entsprechend ihrer jeweils zugrunde liegenden Charakteristika in verschiedene Klassen zusammen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Klassen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten,
zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewertete Derivate (Vermögenswerte),
sonstige Forderungen und Vermögenswerte,
Finanzierungsverbindlichkeiten,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewertete Derivate (finanzielle Verbindlichkeiten) und
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Hinsichtlich der Zuordnung der einzelnen Klassen zu den entsprechenden Bewertungskategorien nach IAS 39 verweisen wir auf die Ausführungen unter Abschnitt 33 | "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" im Konzernanhang. Die Bewertungskategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente" findet innerhalb des RRPS-Konzerns keine Anwendung.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Im RRPS-Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung der Währungsrisiken und des Risikos schwankender Rohstoffpreise eingesetzt. Im Rahmen der Zugangsbewertung werden die Derivate zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag des Vertragsabschlusses bewertet.

Derivative Finanzinstrumente gehören zur Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten". Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Hedge Accounting wird im RRPS-Konzern nicht angewendet.

In die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" fallen ebenfalls Optionen, bei denen der Zeitwert unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Modelle (Bewertungsmethoden) und unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter ermittelt wird.

ZAHLUNGSMITTEL

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Geld unterwegs und Sichteinlagen, die nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen und eine ursprüngliche Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.

LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Leistungen an Arbeitnehmer umfassen neben kurzfristig fällig werdenden Leistungen außerdem Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, andere langfristig fällige Leistungen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Der RRPS-Konzern gewährt gegenwärtig fast allen Mitarbeitern in Deutschland und teilweise auch Beschäftigten im Ausland Pensionszusagen.

Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden in Abhängigkeit von ihrem wirtschaftlichen Gehalt, der sich aus den grundlegenden Leistungsbedingungen und Leistungsvoraussetzungen des Plans ergibt, entweder als Leistungszusagen (Defined Benefit, DB) oder als Beitragszusagen (Defined Contribution, DC) klassifiziert.

Altersversorgungspläne, die nicht eindeutig als DC klassifiziert werden können, sind als DB-Zusagen anzusehen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für eine Leistungszusage entspricht dem Saldo aus dem Barwert der Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag und dem Zeitwert eines eventuell vorhandenen Planvermögens. Die Berechnung der DBO beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertver-fahren. Zur Ermittlung der DBO wird der Rechnungszins zum jeweiligen Bilanzstichtag anhand aktueller Kapitalmarktdaten und mit Blick auf die Fristigkeit der bestehenden Verpflichtungen bestimmt. Außerdem werden langfristige Trendannahmen für die zu erwartenden Gehalts-, Inflations- und Rentensteigerungen nach dem Prinzip der bestmöglichen Schätzung festgelegt und bei der Bewertung berücksichtigt. Die Verpflichtungen werden jährlich durch unabhängige qualifizierte Versicherungsmathematiker bewertet.

Abfindungen werden gezahlt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder gegen eine Abfindung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet, und werden erfasst, wenn der RRPS-Konzern eine nicht rückgängig zu machende Verpflichtung eingegangen ist. Leistungen, die mehr als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst.

ERFOLGSORIENTIERTE VERGÜTUNGSFORMEN

Im Falle einer erfolgsorientierten Vergütungstransaktion, die in bar abgegolten wird, werden die erworbenen Güter oder Dienstleistungen und wird die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld angesetzt. Bis zur Begleichung der Schuld wird deren beizulegender Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag neu bestimmt und alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, die wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe sich verlässlich schätzen lässt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet. Aus der Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellung werden im übrigen Finanzergebnis erfasst.

LEASING

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen ist in Übereinstimmung mit IAS 17 "Leasingverhältnisse" dem Leasingnehmer zuzurechnen, wenn dieser alle wesentlichen mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt (Finanzierungsleasing). Leasingverhältnisse, bei denen der primäre Teil der Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing klassifiziert. Die diesbezüglich geleisteten Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses aufwandswirksam erfasst.

ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN

Position Bewertungsmethode
- Aktiva
Geschäfts- oder Firmenwerte Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test)
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene sonstige immaterielle
Vermögenswerte (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Herstellungskosten der Entwicklung (Einzelkosten und direkt
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zurechenbare Gemeinkosten)
Sachanlagen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Bis zur Endfälligkeit gehalten (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum Fair Value
Zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum Fair Value
Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vorräte und Nettoveräußerungswert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert
Zur Veräußerung stehende Vermögenswerte abzüglich Veräußerungskosten
Zahlungsmittel Nennwert
- Passiva
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren)
Sonstige Rückstellungen Erfüllungsbetrag (mit bestmöglicher Schätzung)
Finanzielle Schulden
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum Fair Value
Sonstige Verbindlichkeiten Erfüllungsbetrag
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Erfüllungsbetrag

FINANZRISIKOMANAGEMENT

Der RRPS-Konzern agiert weltweit und ist im Zuge seiner operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich Währungs- und Zinsrisiken sowie in gewissem Maße auch Rohstoffpreisrisiken ausgesetzt. Durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente werden diese Risiken begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden im RRPS-Konzern grundsätzlich durch das Group Treasury der RRPS AG durchgeführt. Für weitere Aufführungen verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzrisiken" im Konzernlagebericht.

FREMDWÄHRUNGSRISIKO. Die Währungsrisiken, denen der RRPS-Konzern ausgesetzt ist, resultieren insbesondere aus Geschäftsabschlüssen mit internationalen Vertragspartnern, die zu Zahlungsströmen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung des jeweiligen Tochterunternehmens führen. Der RRPS-Konzern reduziert dieses Risiko, indem er Geschäftstransaktionen (Verkäufe und Zukäufe von Gütern und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten) vorzugsweise in der jeweiligen funktionalen Währung abrechnet. Außerdem wird ein Teil des Fremdwährungsrisikos aus der Umsatzlegung durch die Beschaffung von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung ausgeglichen.

Das verbleibende Fremdwährungsrisiko im RRPS-Konzern wird zentral für alle Konzernunternehmen durch das Group Treasury der RRPS AG aktiv gesteuert. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch eine konzernweit verbindliche interne Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen zur Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettowährungspositionen für alle Konzernunternehmen vorgibt. Sofern dem keine devisenrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, werden Sicherungsgeschäfte über das Group Treasury des RRPS-Konzerns abgewickelt, welches derivative Finanzinstrumente mit externen Finanzinstituten sowie der Rolls-Royce plc abschließt.

Fremdwährungsrisiken bestehen vor allem dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen. Im RRPS-Konzern trifft dies insbesondere auf den US-Dollar zu, aber auch auf Singapur-Dollar, Norwegische Kronen, Britische Pfund, Schweizer Franken, Chinesische Renminbi und Indische Rupien.

Der RRPS-Konzern verfügt in den bedeutendsten Währungen sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite über erhebliche Währungspositionen. Diese gegenläufigen Währungspositionen werden für die nächsten zwölf Monate ermittelt und fließen saldiert unter Berücksichtigung der Devisenbestände in die transaktionsbezogene Nettofremdwährungsposition ein. Diese Nettofremdwährungsposition wird durch den Einsatz von Devisensicherungen aktiv gesteuert. Zum Bilanzstichtag betrug die transaktionsbezogene Nettofremdwährungsposition vor Sicherungen 410,8 Mio. Euro (Vorjahr: 427,6 Mio. Euro) und nach Sicherungen 128,9 Mio. Euro (Vorjahr: 138,0 Mio. Euro).

Der Betrag der in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfassten Kursgewinne aus der Realisierung von Währungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus deren Bewertung und der Bewertung der Devisenbestände zum Jahresende belief sich im Jahr 2017 auf 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: Kursgewinn in Höhe von 8,2 Mio. Euro).

ZINSRISIKO. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus. Wesentliche Zinssatzsteigerungen können daher die Rentabilität, Liquidität und Finanzlage des RRPS-Konzerns beeinträchtigen.

Die Zinsrisikopositionen des RRPS-Konzerns werden für alle Konzernunternehmen zentral gesteuert. Ziel des Zinsrisikomanagements des RRPS-Konzerns ist es, das Risiko von finanziellen Verlusten aufgrund nachteiliger Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Hierbei können unterschiedliche Sicherungsinstrumente wie Zinsswaps zum Einsatz kommen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten sind mit Festzinssätzen ausgestattet. Gegenwärtig liegt kein Risiko aus variablen Zinssatzänderungen vor, daher erfolgt keine quantitative Angabe für das Gesamtexposure des Zinsrisikos.

ROHSTOFFPREISRISIKO. Im Zusammenhang mit dem Bezug von Teilelieferungen und Rohstoffen sowie im Bereich der Energiekosten ist der RRPS-Konzern Marktpreisrisiken ausgesetzt, die aus den Preisschwankungen an den Energie- und Rohstoffmärkten resultieren. Wesentliche Preissteigerungen können daher die Rentabilität, Liquidität und Finanzlage des Konzerns zusätzlich beeinträchtigen. Der RRPS-Konzern begegnet diesen Risiken durch die Vereinbarung von Preisfixierungen im Rahmen langfristiger Lieferverträge und den Einsatz von Rohstoffsicherungen.

Sofern dem keine rechtlichen oder steuerlichen Bestimmungen entgegenstehen, werden Sicherungsgeschäfte im RRPS-Konzern über das Group Treasury der RRPS AG abgewickelt, welches entsprechende derivative Finanzinstrumente spiegelbildlich mit externen Partnern abschließt.

Rohstoffpreisrisiken bestehen vor allem dort, wo Preise für Vormaterialien an die Preisentwicklungen der Rohstoffmärkte gekoppelt sind. Hierbei sind neben den Energiekostenveränderungen insbesondere die Preisentwicklungen von Industriemetallen und Stahl von Bedeutung. Zur Begrenzung der wesentlichen Risiken erfolgt ein aktives Hedging für Diesel und Kupfer. Die Sicherungsstrategie sieht hierbei Absicherungsquoten von bis zu 80 % der ermittelten Preisrisiken für einen revolvierenden Zeitraum von zwölf Monaten bzw. von bis zu 60 % für die anschließenden zwölf Monate durch Einsatz von Commodityswaps vor. Die Bewertung der Commodityswaps zum Bilanzstichtag führte zu einem Ergebniseffekt von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro).

AUSFALLRISIKO. Im RRPS-Konzern besteht aufgrund der Kundenstruktur keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bezüglich der Werthaltigkeit der Finanzforderungen lagen zum Abschlussstichtag keine Hinweise auf eine Wertminderung vor. Das maximale Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher in der Höhe des Buchwerts gegenüber den jeweiligen Kontrahenten.

Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos ist in Abschnitt 33 | "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" des Konzernanhangs ersichtlich. Des Weiteren verfolgt der RRPS-Konzern eine Geschäftspolitik, die dieses Risiko im Hinblick auf einzelne Kontrahenten auf einen bestimmten Betrag beschränkt. Dem Forderungsausfallrisiko wird durch aktives Forderungsmanagement sowie durch die hierfür gebildeten Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen.

LIQUIDITÄTSRISIKO. Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass der RRPS-Konzern nicht genügend Finanzmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Diesem Risiko wird durch ein systematisches Liquiditätsmanagement vorgebeugt. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie im Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung bei planmäßiger Entwicklung sicher. Am Bilanzstichtag standen der RRPS AG Kreditlinien über insgesamt 331,7 Mio. Euro zur Verfügung (Vorjahr: 411,4 Mio. Euro), davon wurden 31,7 Mio. Euro (Vorjahr: 111,4 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive vertraglicher Zinszahlungen:

Cashflows 2018 Cashflows 2019 Cashflows 2020
in Mio. Euro Buchwert zum 31.12.2017 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzierungsverbindlichkeiten1 31,7 0,7 9,8 0,5 13,3 0,2
Derivative Finanzinstrumente 6,8 6,6 0,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 391,1 391,1
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 96,3 88,3 1,2
525,9 0,7 495,8 0,5 14,6 0,2
Cashflows 2020 Cashflows >2021
in Mio. Euro Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- ---
Finanzierungsverbindlichkeiten1 8,5
Derivative Finanzinstrumente
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1,3 5,5
9,8 5,5

1 Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden jeweils die endfälligen Tilgungsbeträge berücksichtigt.

Cashflows 2017 Cashflows 2018 Cashflows 2019
in Mio. Euro Buchwert zum 31.12.2016 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzierungsverbindlichkeiten1 Derivative Finanzinstrumente 112,1 14,3 2,2 83,4 11,7 0,7 7,7 2,3 0,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405,7 405,7
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 82,7 75,5 1,5
614,8 2,2 576,3 0,7 11,5 0,5
Cashflows 2019 Cashflows >2020
in Mio. Euro Tilgung Zinsen Tilgung
--- --- --- ---
Finanzierungsverbindlichkeiten1 Derivative Finanzinstrumente 13,3 0,3 0,1 7,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 1,3 4,4
14,9 0,1 12,1

1 Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden jeweils die endfälligen Tilgungsbeträge berücksichtigt.

Es wurden alle Instrumente einbezogen, die am 31. Dezember 2017 im Bestand und für die Zahlungen vertraglich bereits vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs (per 31. Dezember) umgerechnet.

SENSITIVITÄTSANALYSEN

Durch Sensitivitätsanalysen wird für jede Art von Marktrisiko ermittelt, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen der jeweiligen Risikovariablen auf das Konzernergebnis vor Steuern zum Bilanzstichtag hätten.

ZINSSENSITIVITÄT. Gemäß den Anforderungen des IFRS 7 wurden die Auswirkungen von Veränderungen der wichtigsten Zinssätze auf das Konzernergebnis vor Steuern analysiert. Die Auswirkung von Zinssatzänderungen auf künftige Cashflows war von dieser Analyse ausgenommen. Variabel verzinste Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht (vgl. hierzu auch die Ausführungen unter Abschnitt 29 | "Finanzielle Verbindlichkeiten" im Konzernanhang). Die Veränderungen des Marktzinssatzes wirkten sich daher nur auf die kurzfristigen Geldanlagen aus.

Die Zinssensitivitätsanalyse nimmt eine Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (einen Prozentpunkt) nach oben und nach unten bei sonst gleichen Rahmenbedingungen an. Die Abweichungen zu den tatsächlich angesetzten Zinsen bzw. beizulegenden Zeitwerten und die potenziellen Effekte auf das Konzernergebnis zum Bilanzstichtag vor Steuern sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Im Geschäftsjahr 2017 basierte die Darstellung auf einer Bestimmung der Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern, wobei die Auswirkungen auf das Zinsergebnis im Falle der Neuberechnung anhand der hypothetischen Marktzinsen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten und Geldanlagen einbezogen wurden.

In Mio. Euro Konzerngesamtergebnisrechnung
BP 100+ BP 100-
--- --- ---
- 31.12.2017
Effekt aus originären Finanzinstrumenten (Änderung Zinszahlungen) 0,7
Effekt aus derivativen Finanzinstrumenten (Fair-Value-Änderung)
Gesamt 0,7
In Mio. Euro Konzerngesamtergebnisrechnung
BP 100+ BP 100-
--- --- ---
- 31.12.2016
Effekt aus originären Finanzinstrumenten (Änderung Zinszahlungen) 1,0
Effekt aus derivativen Finanzinstrumenten (Fair-Value-Änderung)
Gesamt 1,0

WÄHRUNGSSENSITIVITÄT. Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Unternehmen des RRPS-Konzerns abgeschlossen worden sind. Effekte aus der Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen in die Konzernberichtswährung (Euro) sind nach IFRS 7 nicht in die Sensitivitätsanalyse einzubeziehen.

Bei einer Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um 10 % zum 31. Dezember 2017 im Bereich der originären Finanzinstrumente (bilanzierte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) würde sich das Konzernergebnis vor Steuern rechnerisch um 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro) erhöhen bzw. vermindern. Würde der Euro gegenüber sämtlichen anderen Währungen im Bereich der originären Finanzinstrumente um 10 % auf- oder abgewertet, ergäbe sich rechnerisch eine Verminderung bzw. Erhöhung des Konzernergebnisses vor Steuern um 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Diese Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Variablen wie Zinssätze, Preise und Kosten in der jeweiligen Fremdwährung unverändert bleiben.

Die nachfolgenden Ausführungen zu den Effekten im Bereich der derivativen Finanzinstrumente beziehen sich somit auf die Absicherungen im operativen Bereich. Die derivativen Finanzinstrumente beinhalten auch Währungssicherungsgeschäfte auf noch nicht bilanzierte und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende künftige Transaktionen.

Bei einer Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um 10 % zum 31. Dezember 2017 im Bereich der derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) würde sich das Konzernergebnis vor Steuern um 2,5 Mio. Euro verringern (Vorjahr: Erhöhung um 0,1 Mio. Euro). Würde der Euro gegenüber dem US-Dollar im Bereich der derivativen Finanzinstrumente um 10 % abgewertet, ergäbe sich eine Erhöhung des Konzernergebnisses vor Steuern um 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: Verringerung um 0,1 Mio. Euro).

Bei einer Aufwertung des Euro gegenüber sämtlichen anderen Währungen um 10 % zum 31. Dezember 2017 im Bereich der derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) würde sich das Konzernergebnis vor Steuern um 3,9 Mio. Euro verringern (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro). Würde der Euro gegenüber sämtlichen anderen Währungen im Bereich der derivativen Finanzinstrumente um 10 % abgewertet, ergäbe sich eine Erhöhung des Konzernergebnisses vor Steuern um 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro).

ROHSTOFFSENSITIVITÄT. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse für den Rohstoffbereich wurden die Auswirkungen von Veränderungen der Rohstoffpreise auf die zum Stichtag im Bestand befindlichen Rohstoffderivate untersucht. Hierbei wurden die Auswirkungen von Marktpreisveränderungen bei den zugrunde liegenden Rohstoffen auf das Konzernergebnis vor Steuern analysiert. Die Auswirkung von Rohstoffpreisänderungen auf künftige Cashflows ist von dieser Analyse ausgenommen. Die den Derivaten zugrunde liegenden Grundgeschäfte wurden in der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt.

Bei den zum Geschäftsjahresende bestehenden derivativen Rohstoffsicherungen (vgl. hierzu Abschnitt 32 | "Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des operativen Geschäfts" im Konzernanhang) wurden die beizulegenden Zeitwerte anhand der hypothetischen Marktpreise neu berechnet und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.

Die Rohstoffsensitivitätsanalyse nimmt eine Verschiebung der Marktpreise um 10 % nach oben und nach unten bei sonst gleichen Rahmenbedingungen an. Bei einem Anstieg der Rohstoffpreise um 10 % zum 31. Dezember 2017 würde sich das Konzernergebnis vor Steuern um 1,2 Mio. Euro erhöhen (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Bei einem um 10 % niedrigeren Rohstoffpreisniveau ergäbe sich eine Verringerung des Konzernergebnisses vor Steuern um 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).

KAPITALMANAGEMENT

Zielsetzung des Kapitalmanagements ist es, ein solides Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen die jederzeitige Erfüllung operativer Zahlungsverpflichtungen, der Kapitaldienst für Fremdkapitalgeber und die Dividendenausschüttung an die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien, sichergestellt werden. Darüber hinaus will sich der RRPS-Konzern ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung seines Wachstumskurses erhalten.

Zurzeit verfügt der RRPS-Konzern über kein offizielles externes Rating. Das konzernweite Finanzrisikoprofil wird zentral durch das Group Treasury des RRPS-Konzerns aktiv gesteuert und überwacht. Durch die stabile Eigenkapitalquote sowie die auf sehr geringem Niveau stabile Nettofinanzverschuldung konnte bei den refinanzierenden Banken eine dem Investment Grade entsprechende Bonitätsbewertung sichergestellt werden.

Zur positiven bilanziellen Nettofinanzverschuldung (zinstragende Finanzverbindlichkeiten - ohne Finanzverbindlichkeiten aus Finance Lease - abzüglich flüssiger Mittel) von 368,6 Mio. Euro (Vorjahr: 170,6 Mio. Euro) trug die Erhöhung der in den Zahlungsmitteln ausgewiesenen kurzfristigen Geldanlage bei Rolls-Royce plc bei.

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Eigenkapital in Mio. Euro 1.175,2 1.188,6
in Prozent der Bilanzsumme 35,3 % 35,1 %
- Nettofinanzverschuldung in Mio. Euro - 170,6 - 368,6

Mit einer Eigenkapitalquote von 35,1 % zum 31. Dezember 2017 weist der RRPS-Konzern eine solide und angemessene Finanzstruktur auf.

Mit den Banken wurden Covenants vereinbart. Aufgrund der Eigentümerstruktur, der aktuellen Kapitalstruktur sowie der mittelfristigen Cashflowplanung des RRPS-Konzerns sehen wir eine Verletzung der vereinbarten Covenants als unwahrscheinlich an.

Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie des RRPS-Konzerns wird stets gewährleistet, dass sowohl der Konzern als auch die Konzernunternehmen über eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung verfügen. Neben einer adäquaten Finanzierung wird den Tochterunternehmen ein erforderlicher Liquiditätsspielraum zur Verfügung gestellt. Im Berichtsjahr wurden alle extern auferlegten Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Um dies zu gewährleisten, erfolgt vor der Durchführung von Maßnahmen, die einen wesentlichen Effekt auf die Kapitalstruktur des RRPS-Konzerns haben könnten, stets eine Überprüfung, ob die Fähigkeit der RRPS AG zur Einhaltung der externen Mindestkapitalanforderungen beeinträchtigt werden könnte.

Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

3 | Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, wobei das Produkt- und Leistungsprogramm neben schnelllaufenden und mittelschnelllaufenden Dieselmotoren auch Diesel- und Gasmotorensysteme, hochwertige Motoren- und Antriebskomponenten wie Hochdruckeinspritzsysteme, das Ersatzteilgeschäft und die Grundüberholung von Motoren umfasst. Hinzu kommen maßgeschneiderte Elektroniksysteme für die Steuerung und Überwachung der Motoren und Antriebsanlagen sowie Dienstleistungen für Wartungs- und Entwicklungsaufträge.

Gemäß IAS 18.35(b) lässt sich der Umsatz des RRPS-Konzerns in die folgenden Kategorien aufteilen:

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten 2.935,3 2.972,9
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Dienstleistungen und sonstigen Leistungen 321,2 367,3
3.256,5 3.340,2

4| Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die für die verkauften Produkte, Waren und Dienstleistungen anfallen. Die Umsatzkosten stiegen um 8,8 Mio. Euro auf 2.394,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2.385,7 Mio. Euro).

5| Sonstige betriebliche Erträge

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Erträge aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten 1,3 0,2
Übrige sonstige betriebliche Erträge 25,1 20,9
26,4 21,1

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Berichtsjahr eine Vielzahl von Erträgen, die im Einzelnen nur von untergeordneter Bedeutung sind.

6| Vertriebskosten

Zu den Vertriebskosten gehören alle Vertriebseinzel- und Vertriebsgemeinkosten. Darunter fallen grundsätzlich alle Personal-, Material- und Abschreibungsaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen des Vertriebsbereichs.

Die Vertriebskosten gingen im Geschäftsjahr 2017 um 0,9 Mio. Euro auf 265,7 Mio. Euro (Vorjahr: 266,6 Mio. Euro) zurück.

7| Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche (im Wesentlichen Controlling, Finanz- und Rechnungswesen sowie die Steuer- und Rechtsabteilung, Unternehmenskommunikation, Personal und Strategie), die nicht mit der Produktion, dem Vertrieb oder der Forschung und Entwicklung in Verbindung stehen. Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen um 33,8 Mio. Euro auf 169,7 Mio. Euro (Vorjahr: 203,5 Mio. Euro) zurück. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Beratungskosten für das Transformationsprogramm "RRPS 2018" sowie gesunkenen Aufwendungen für Compliance-Untersuchungen.

Die im Geschäftsjahr 2017 berechneten Honorare und Auslagen für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neu-Ulm, sowie für dessen verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB betrugen 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) und setzten sich aus Abschlussprüfungsleistungen für den Konzernabschluss sowie für die gesetzlich vorgeschriebenen Abschlüsse der RRPS AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen zusammen. Ferner enthält dieser Betrag Leistungen betreffend der Prüfung der für die Konsolidierungszwecke erstellten IFRS-Berichtspakete der Einheiten. Für andere Bestätigungsleistungen wurden 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) und für Steuerberatungsleistungen 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) berechnet.

8| Forschungs- und Entwicklungskosten

In den Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 200,1 Mio. Euro (Vorjahr: 217,6 Mio. Euro) sind neben dem Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auch die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro) enthalten.

9| Sonstige betriebliche Aufwendungen

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten - 1,0 - 2,8
Verluste aus Wertminderung und dem Abgang von kurzfristigen Vermögenswerten 0,0 - 1,4
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen - 18,8 - 7,4
- 19,8 - 11,6

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Geschäftsjahr 2017 einen Verlust aus Wertminderung in Höhe von 1,4 Mio. Euro, der aus der Neubewertung von langfristigen Vermögenswerten resultiert, die als zum Verkauf bestimmt klassifiziert wurden (siehe Anhangangabe 25 | "Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte").

10 | Übriges Finanzergebnis

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Erträge aus Währungsumrechnung 18,2 34,8
Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten (available for sale) 0,5
Erträge aus der Bewertung von Derivaten 37,6 42,0
- Sonstige Finanzerträge 55,8 77,4
Aufwendungen aus Währungsumrechnung - 14,7 - 19,3
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen - 12,3 - 1,4
Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten - 44,6 - 44,4
- Sonstige Finanzaufwendungen - 71,6 - 65,1
Übriges Finanzergebnis - 15,8 12,2

Das übrige Finanzergebnis beträgt 12,2 Mio. Euro (Vorjahr: - 15,8 Mio. Euro) und verbesserte sich somit um 28,0 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf das positive Ergebnis aus der Währungsumrechnung in Höhe von 15,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) sowie auf den Rückgang des Aufwands aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 10,9 Mio. Euro zurückzuführen.

Die Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten (available for sale) beinhalten im Geschäftsjahr eine Dividende von MTU France, Beauchamp/Frankreich.

11 | Zinsergebnis

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Zinserträge aus Krediten und Forderungen 0,5 0,3
Sonstige Zinserträge 1,3 1,9
- Zinserträge 1,8 2,2
Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten - 5,7 - 2,2
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen - 14,4 - 12,6
- Zinsaufwendungen - 20,1 - 14,8
Zinsergebnis - 18,3 - 12,6

Das Zinsergebnis in Höhe von - 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: - 18,3 Mio. Euro)verbesserte sich um 5,7 Mio. Euro. Dies ist hauptsächlich auf die gesunkenen Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten (Tilgung Bankdarlehen) und aus Pensionsverpflichtungen zurückzuführen.

Für nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden im Berichtszeitraum Gesamtzinserträge in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) bzw. ein Gesamtzinsaufwand von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro) gemäß IFRS 7.20(b) gebucht.

12 | Personalaufwand

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Löhne und Gehälter - 691,8 -707,2
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 144,2 - 145,5
davon Pensionsaufwand für leistungsorientierte Pläne - 13,9 - 17,1
davon Pensionsaufwand für beitragsorientierte Pläne - 61,0 - 61,8
Gesamtpersonalaufwand - 836,1 - 852,7

Die Aufwendungen für die Altersversorgung beinhalten den Aufwand für im Geschäftsjahr 2017 hinzuerworbene Versorgungsansprüche. Die erwartete Rendite des Planvermögens und der Zinsaufwand werden innerhalb des Zinsergebnisses ausgewiesen.

Im Pensionsaufwand für beitragsorientierte Pläne sind die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten.

01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
direkte/indirekte Mitarbeiter 10.417 10.241
Auszubildende/Praktikanten 671 622
11.088 10.863

Der RRPS-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 10.863 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.088). Die durchschnittliche Anzahl der indirekten Mitarbeiter betrug 6.418 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.488), die der direkten Mitarbeiter 3.823 (Vorjahr: 3.929). Die Veränderung ist auf die Maßnahmen der unternehmensweiten Transformation zurückzuführen.

Bei der direkten Gegenüberstellung ist zudem zu beachten, dass die Vergleichbarkeit dieser kopfzahlbezogenen Größen durch den Einsatz von Mitarbeitern mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen beeinflusst wird.

13 | Materialaufwand

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Ware - 1.333,6 - 1.374,6
Aufwendungen für bezogene Leistungen -466,1 -442,8
- 1.799,7 - 1.817,4

14 | Erfolgsorientierte Vergütungen

LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT (LTIC) 2014Im Februar 2014 wurde vom Aufsichtsrat eine weitere Auflage eines LTIC-Programms für Führungskräfte beschlossen. Dieses Programm ist ein Performance-Cashplan. Seine Laufzeit erstreckt sich über einen Performancezeitraum von drei Jahren, nach deren Ablauf dieses Programm im Geschäftsjahr 2017 zur Auszahlung kommt. Die Programmperformance wird auf Basis der Erreichung der über den dreijährigen Zeitraum definierten Zielwerte EBIT-N und Cash Conversion ermittelt. Um das globale Wachstum von RRPS nachhaltig zu forcieren, enthält die Berechnung des EBIT-N Zielwerts neben der avisierten internen Wachstumsrate ebenfalls die Wachstumsrate der Weltwirtschaft. Die Cash Conversion gibt das Verhältnis von operativem Cashflow zu EBIT-N an. Beide Werte werden kumulativ über die Programmlaufzeit erhoben. Die Auszahlungen des LTIC 2014 enthalten keine minimale Untergrenze und maximale Obergrenze wie bei den Programmen der Vorjahre, vielmehr ist die individuelle Auszahlung durch die tatsächliche Programmperformance zwischen 0 % und 200 %, anzuwenden auf den Zuteilungsbetrag, definiert.

LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT (LTIC) 2015. Im Februar 2015 wurde vom Aufsichtsrat eine weitere Auflage eines LTIC-Programms für Führungskräfte mit den gleichen Parametern und Bedingungen des zuvor dargestellten Programms aus dem Jahr 2014 beschlossen. Dieses Programm ist ebenfalls ein Performance-Cashplan. Seine Laufzeit erstreckt sich über einen Performancezeitraum von drei Jahren, nach deren Ablauf dieses Programm im Geschäftsjahr 2018 zur Auszahlung kommt. Die Programmperformance wird auf Basis der Erreichung der über den dreijährigen Zeitraum definierten Zielwerte EBIT-N und Cash Conversion ermittelt.

Die Bilanzierung der LTIC-Programme 2014 und 2015 erfolgt gemäß IAS 19 nach den Vorschriften für Leistungen an Arbeitnehmer.

Bei bezugsberechtigten Mitarbeitern, die innerhalb der Programmlaufzeit aus dem Unternehmen ausscheiden, wird unter Beachtung der jeweiligen Durchführungsbestimmungen der Auszahlungsbetrag zeitanteilig berechnet. Im Fall von Eigenkündigung entfallen sämtliche Ansprüche.

LONG-TERM INCENTIVE PLAN (LTIP) 2016. Im Dezember 2015 wurde vom Aufsichtsrat der RRPS AG die Aufhebung und Einstellung des LTIC-Programms für Führungskräfte beschlossen. Es erfolgen somit weder weitere Auflagen des Programms noch weitere Zuteilungen.

Im Jahr 2016 wurden für die Führungskräfte der RRPS AG die bisherigen Vergütungsrichtlinien auf die Vergütungsrichtlinien der Rolls-Royce plc umgestellt. Damit einhergehend wurde bei der RRPS AG der LTIP der Rolls-Royce plc adoptiert und eingeführt. Teilnahmeberechtigt an diesem Plan sind Führungskräfte, die den Wechsel auf die Rolls-Royce-Vergütungsrichtlinien einvernehmlich angenommen haben.

Der LTIP der Rolls-Royce plc ist ein aktienbasiertes Programm mit einer Laufzeit von drei Jahren. Im Rahmen des LTIP 2016 werden die Zuteilungsbeträge mit einem Stichtagswechselkurs in Britische Pfund umgerechnet und mit einem Stichtagsaktienkurs in Rolls-Royce-Aktien umgewandelt. 70 % dieser Aktien sind an den Verbleib im Unternehmen bis zur Programmfälligkeit gekoppelt. Weitere 30 % dieser Aktien sind abhängig von der Rolls-Royce plc Cashflow-Performance.

Der Rolls-Royce plc LTIP ist ein Programm, das zentral von Rolls-Royce aufgelegt, umgesetzt und administriert wird. Das Programm wird gemäß den jeweiligen Durchführungsbestimmungen der Rolls-Royce plc abgewickelt. Entsprechende Rückstellungen für Aktienzuteilungen werden zentral bei Rolls-Royce plc vorgenommen. Lediglich für die geringe Anzahl an Cash-Zuteilungen werden bei den jeweiligen lokalen Unternehmen des Rolls-Royce-Konzerns Rückstellungen gebildet.

Für das Rolls-Royce plc LTIP 2016 wurden bei der RRPS AG und ihren verbundenen Unternehmen Rückstellungen für Cash-Zuteilungen in Höhe von 79.000 Euro gebildet. Die Bilanzierung dieser Cash-Zuteilungen erfolgt gemäß IAS 19 nach den Vorschriften für Leistungen an Arbeitnehmer.

LONG-TERM INCENTIVE PLAN (LTIP) 2017. 2017 wurde ein weiterer LTIP der Rolls-Royce plc eingeführt und teilnahmeberechtigten Führungskräften der RRPS AG angeboten. Dieses Programm ist ebenfalls ein aktienbasiertes Programm mit einer Laufzeit von drei Jahren. Die Programmperformance wird nach den zuvor genannten Bedingungen des LTIP 2016 ermittelt. Abweichend vom Vorjahr sind gemäß den unterschiedlichen Managementebenen 30 % bzw. 50 % dieser Aktien an den Verbleib im Unternehmen bis zur Programmfälligkeit gekoppelt. Weitere 50 % bzw. 70 % dieser Aktien sind abhängig von der Rolls-Royce plc Cashflow-Performance.

Neu eingestellte Mitarbeiter, die bei ihrem vorherigen Arbeitgeber Ansprüche auf eine Langfristvergütung erworben und diese durch den Arbeitgeberwechsel verloren haben, erhalten Ausgleichzuteilungen. Hierbei werden die bestehenden Ansprüche zum Zeitpunkt des Wechsels bewertet und mit einer entsprechenden wertgleichen Anzahl Aktien der Rolls-Royce plc ausgeglichen. Eine Auszahlung erfolgt in bar unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Aktien- und Wechselkurses zum Zeitpunkt, zu dem die ursprünglichen Long-Term-Incentive-Programme des vorherigen Arbeitgebers zur Ausschüttung gekommen wären.

Für diese Ausgleichszahlungen wurden bei der RRPS AG und ihren verbundenen Unternehmen Rückstellungen in Höhe von 30.000 Euro gebildet. Die Bilanzierung dieser Zuteilungen erfolgt gemäß IAS 19 nach den Vorschriften für Leistungen an Arbeitnehmer.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

15 | Immaterielle Vermögenswerte

In Mio. Euro Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte Aktivierte Entwicklungskosten Geschäfts- oder Firmenwert Geleistete Anzahlungen Gesamt
- Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand am 01.01.2016 534,1 168,8 202,2 26,4 931,5
Zugänge 17,6 15,7 1,3 40,2 74,8
Umbuchungen 0,8 - 0,8
Abgänge - 30,3 - 30,3
Währungsumrechnungsdifferenzen 1,1 0,5 0,4 0,2 2,2
- Stand am 31.12.2016 523,3 185,0 203,9 66,0 978,2
- Stand am 01.01.2017 523,3 185,0 203,9 66,0 978,2
Zugänge 4,4 15,6 33,8 53,9
Umbuchungen 15,4 - 10,1 - 0,5 - 4,3 0,5
Abgänge - 7,3 - 7,3
Währungsumrechnungsdifferenzen - 4,9 - 0,5 - 1,5 - 0,7 - 7,6
- Stand am 31.12.2017 530,9 190,1 201,8 94,9 1.017,8
- Abschreibungen und Wertminderungen
- Stand am 01.01.2016 - 376,4 - 112,3 -488,7
Abschreibungen - 28,2 - 13,2 - 41,4
Abgänge 30,3 30,3
Währungsumrechnungsdifferenzen - 1,0 - 1,0
- Stand am 31.12.2016 - 375,3 - 125,5 - 500,8
- Stand am 01.01.2017 - 375,3 - 125,5 - 500,8
Abschreibungen - 26,3 - 12,6 - 38,9
Abgänge 7,3 7,3
Währungsumrechnungsdifferenzen 4,0 4,1
- Stand am 31.12.2017 - 390,3 - 138,1 - 528,4
- Buchwert
- Stand am 31.12.2016 148,0 59,5 203,9 66,0 477,4
- Stand am 31.12.2017 140,6 52,0 201,8 94,9 489,4

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte in den folgenden Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten: Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.

Die Bilanzposition "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte" setzt sich aus folgenden Gruppen zusammen:

Marken,
Technologien,
Kundenbeziehungen sowie
Übrige (enthält unter anderem Software).

Die Veränderung dieser Gruppen stellt sich wie folgt dar:

In Mio. EUR Marken Technologie Kundenbeziehungen Übrige Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand zum 01.01.2016 55,6 151,5 82,3 244,6 534,1
Zugänge 17,6 17,6
Umbuchungen 0,8 0,8
Abgänge - 30,3 - 30,3
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,1 1,0 1,1
Stand am 31.12.2016 55,6 151,5 82,4 233,7 523,3
Stand zum 01.01.2017 55,6 151,5 82,4 233,7 523,3
Zugänge 4,4 4,4
Umbuchungen 15,4 15,4
Abgänge - 7,3 - 7,3
Währungsumrechnungsdifferenzen - 0,4 - 4,5 - 4,9
Stand am 31.12.2017 55,6 151,5 82,0 241,7 530,9
Abschreibungen und
Wertminderungen
Stand zum 01.01.2016 - 9,1 - 151,5 - 71,3 - 144,5 - 376,4
Abschreibungen - 2,0 - 26,2 - 28,2
Abgänge 30,3 30,3
Währungsumrechnungsdifferenzen - 0,1 - 0,9 - 1,0
Stand am 31.12.2016 - 9,1 - 151,5 - 73,4 - 141,3 - 375,3
Stand am 01.01.2017 - 9,1 - 151,5 - 73,4 - 141,3 - 375,3
Abschreibungen - 2,1 - 24,2 - 26,3
Abgänge 7,3 7,3
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,3 3,7 4,0
Stand am 31.12.2017 - 9,1 - 151,5 - 75,1 - 154,5 - 390,3
Buchwert
Stand am 31.12.2016 46,5 9,0 92,4 148,0
Stand am 31.12.2017 46,5 6,9 87,3 140,6

Die Marke "MTU" als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer wurde zum Bilanzstichtag in der ZGE RRPS ohne Bergen in Höhe von 46,5 Mio. Euro berücksichtigt (Vorjahr: 46,5 Mio. Euro) und war somit unverändert. Seit Einführung der Marke im Jahr 1969 schützt die MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, den Wert der Marke "MTU" durch die Geschäftspolitik und dadurch, dass keine Nutzungsrechte an Dritte gewährt werden, die nicht dem Vertriebsnetz der RRPS AG angehören. Die Restnutzungsdauer der Kundenbeziehungen beträgt sechs Jahre.

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 wurden 200,1 Mio. Euro (Vorjahr: 217,6 Mio. Euro) als Aufwand für Forschung und Entwicklung erfasst. Wie im Vorjahr bestanden zum Bilanzstichtag keine Sicherungsabtretungen von immateriellen Vermögenswerten, Patenten, gewerblichen Schutzrechten und Marken.

Zur Durchführung des Impairment-Tests sind der Geschäfts- oder Firmenwert und die Marke "MTU" der ZGE Rolls-Royce Power Systems ohne Bergen zugeordnet. Der Geschäfts- und Firmenwert zum 31. Dezember 2017 betrug 201,8 Mio. Euro (Vorjahr: 203,9 Mio. Euro). Die ZGE Bergen beinhaltete keinen Geschäfts- oder Firmenwert. Die ZGE orientieren sich an der niedrigsten Ebene innerhalb des RRPS-Konzerns, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.

Beim RRPS-Konzern wurden zwei ZGE identifiziert. Die ZGE blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Kriterium für die Abgrenzung einer ZGE ist, dass diese weitgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten Mittelzuflüsse erwirtschaftet. Innerhalb der ZGE Rolls-Royce Power Systems ohne Bergen sind beispielsweise die Applikationen keine ZGE, da nur auf übergeordneter Ebene eine Gruppe von Vermögenswerten zugeordnet werden kann, die Mittelzuflüsse erzeugt, welche weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Eine Unterscheidung nach Applikationen erfolgt aufgrund der den Motoren innewohnenden Spezifikationen, die allerdings alle auf denselben Basismotoren basieren. Die Applikationen erzeugen keine weitestgehend unabhängigen Cashflows, da diese immer die Basismotoren benötigen. Die Produktion der Motoren für die unterschiedlichen Applikationen ist durch den hohen Anteil gemeinsamer Nutzung von Produktionsmitteln gekennzeichnet. Die in diesem Zusammenhang stehenden Informationen (Umsatz und Auftragseingang) dienen auf Applikationenebene der Vertriebssteuerung und der Bearbeitung der Absatzmärkte. Zudem sind die Basismotoren innerhalb des Produktionsprozesses nicht selbstständig vermarktungsfähig bzw. stellen keine marktgängigen Zwischenprodukte dar.

Im Rahmen des Impairment-Tests wurde der Buchwert der ZGE dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) gegenübergestellt, welcher der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten (Fair Value less Cost to Sell) und Nutzungswert (Value in Use) ist. Als erzielbarer Betrag für die ZGE wurde für die Impairment-Tests zum 31. Dezember 2017 jeweils der Nutzungswert (Value in Use) nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren zugrunde gelegt.

Bei der Ermittlung dieser Beträge wurden beiden ZGE folgende Annahmen zugrunde gelegt:

Ermittlung der zukünftigen Cashflows (Zahlungseingänge und -ausgänge ohne Berücksichtigung von Finanzierungsaktivitäten und Steuern);

Annahmen über mögliche Veränderungen dieser geplanten Cashflows, die sowohl aus einer unterschiedlichen Höhe als auch aus einem abweichenden zeitlichen Anfall resultieren können;

Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten nach Steuern (WACC nach Steuern) unter Berücksichtigung von

risikofreiem Basiszins,
unternehmerischem Risiko (Marktrisikoprämie multipliziert mit dem ermittelten Betafaktor auf Grundlage einer Peer-Group-Analyse),
Fremdkapitalkosten sowie
Kapitalstruktur der Peer-Group-Unternehmen;

iterative Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten vor Steuern (WACC vor Steuern).

Zudem bildeten die folgenden wesentlichen Annahmen den Ausgangspunkt bei der Ermittlung des Nutzungswerts der jeweiligen ZGE:

Der Detailplanungszeitraum beträgt bei beiden ZGE fünf Jahre. Die WACC vor Steuern nach den dargestellten Kriterien betrugen für die ZGE Rolls-Royce Power Systems ohne Bergen 9,5 % (Vorjahr: 8,9 %) und für die ZGE Bergen 9,0 % (Vorjahr: 8,7 %).
Für den sich der Detailplanung anschließenden Zeitraum der ewigen Rente werden als zu diskontierende Größe nachhaltig erzielbare Cashflows unter Zugrundelegung einer nachhaltigen Reinvestitionsrate bestimmt. Bei der Bestimmung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) berücksichtigt.
Die Ermittlung von separaten Cashflows der einzelnen ZGE zu den einzelnen Plangrößen erfolgt durch RRPS unter Rückgriff auf externe Informationsquellen (z. B. Markt-/Branchenstudien), wobei für die Einzelgesellschaften charakteristische Sachverhalte anhand von Erfahrungswerten berücksichtigt werden. Insbesondere zur Planung der Umsatzerlöse und Absatzpreise werden die allgemeinen Markt- und Branchentrends um konzernspezifische Sachverhalte angepasst. Die Entwicklung der Material- und Personalkosten wird dagegen in erster Linie anhand allgemeiner Markt- und Branchentrends ermittelt. Allgemeine makroökonomische Daten finden bei der Unternehmensplanung ebenso Berücksichtigung. Insgesamt geht das Management bei den Cashflow-Prognosen von der Annahme eines steigenden EBIT aus.

Unter Zugrundelegung der oben genannten Annahmen ergibt sich wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf hinsichtlich der ZGE RRPS ohne Bergen und ihrem zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, der Marke "MTU" sowie der ZGE Bergen.

In der nachfolgenden, nach IFRS vorgeschriebenen Sensitivitätsanalyse wird dargestellt, ob es bei der ZGE RRPS ohne Bergen und der ZGE Bergen durch eine mögliche Änderung der entsprechenden Annahmen zu einer Wertminderung kommt. Bei einer Verminderung der künftigen Zahlungsströme (ZGE RRPS ohne Bergen) um 10,0 % ergäbe sich kein Wertminderungsbedarf. Bei einer Erhöhung der zur Diskontierung verwendeten Kapitalkosten um 1,0 % bei unveränderten Zahlungsströmen (ZGE RRPS ohne Bergen) würde sich ebenfalls kein Wertminderungsbedarf ergeben. Auch eine Reduzierung der Wachstumsrate in der Phase der ewigen Rente um 0,25 % bei Konstanz der anderen Annahmen würde zu keinem Wertminderungsbedarf führen. In der ZGE Bergen würde keiner der oben beschriebenen Veränderungen der Parameter zu einem Wertminderungsbedarf führen.

16 | Sachanlagen

In Mio. Euro Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
- Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand am 01.01.2016 422,4 592,0 409,9 64,6 1.488,7
Zugänge 4,1 19,8 23,3 26,6 73,7
Umbuchungen 12,9 39,6 1,8 - 54,3
Abgänge - 0,9 - 1,4 - 6,8 - 0,2 - 9,4
Währungsumrechnungsdifferenzen 3,8 5,2 1,1 0,4 10,5
- Stand am 31.12.2016 442,3 655,1 429,2 37,0 1.563,5
- Stand am 01.01.2017 442,3 655,1 429,2 37,0 1.563,5
Zugänge 5,5 19,0 19,7 23,1 67,3
Umbuchungen - 10,7 43,2 0,4 - 33,5 - 0,6
Abgänge - 1,4 - 8,5 - 19,8 - 1,7 - 31,4
Abgänge in das kurzfristige Vermögen (held for sale), IFRS 51 - 2,2 - 1,5 - 3,7
Währungsumrechnungsdifferenzen - 10,9 - 18,0 - 5,2 - 0,4 - 34,5
- Stand am 31.12.2017 422,6 689,3 424,4 24,3 1.560,6
- Abschreibungen und Wertminderungen
- Stand am 01.01.2016 - 119,5 - 312,5 - 306,5 - 1,9 -740,4
Abschreibungen - 16,1 - 34,2 - 34,7 - 0,7 - 85,6
Abgänge 0,4 1,1 6,7 8,2
Währungsumrechnungsdifferenzen - 2,1 - 2,4 - 0,8 - 5,3
- Stand am 31.12.2016 - 137,3 -348,0 - 335,3 - 2,5 - 823,2
- Stand am 01.01.2017 - 137,3 -348,0 - 335,3 - 2,5 - 823,2
Abschreibungen - 15,9 - 37,4 - 30,1 - 83,4
Umbuchungen 14,1 - 14,0 0,1
Abgänge 1,3 6,9 19,1 0,7 28,0
Abgänge in das kurzfristige Vermögen (held for sale), IFRS 51 1,1 0,3 1,4
Währungsumrechnungsdifferenzen 3,9 9,3 4,0 - 0,1 17,2
- Stand am 31.12.2017 - 132,8 - 382,8 -342,3 - 2,0 - 859,9
-
- Buchwert
- Stand am 31.12.2016 305,0 307,2 94,0 34,5 740,3
- Stand am 31.12.2017 289,8 306,5 82,1 22,3 700,7

1 Siehe Anhangangabe 25 | "Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte" für ausführlichere Informationen bezüglich der Umbuchung in das zum Verkauf bestimmte Vermögen

Wie im Vorjahr bestanden keine Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen.

Die Abschreibungen auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte in den folgenden Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten: Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.

Die Sachanlagen enthalten auch gemietete technische Anlagen mit einem Buchwert von insgesamt 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro), die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte Finance Leases) dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Im Geschäftsjahr 2017 gab es, wie auch im Vorjahr, keine neuen auf gemietete Sachanlagen entfallenden Zugänge. Die laufenden Abschreibungen aus Finance Lease des Geschäftsjahres betrugen 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).

Die Abgänge in das kurzfristige Vermögen werden im Abschnitt 25 | "Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte" näher beschrieben.

17 | Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Die Finanzkennzahlen des at equity bilanzierten assoziierten Unternehmens Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China, stellen sich bezogen auf die 49 % Anteile des RRPS-Konzerns zusammengefasst wie folgt dar:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 18,3 13,2
Langfristige Vermögenswerte 2,8 2,6
Kurzfristige Schulden 11,0 6,9
Erträge 10,0 4,0
Aufwendungen - 9,9 - 0,7

Der Buchwert der Anteile an Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China, der in der Bilanzposition "Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen" enthalten ist, belief sich auf 7,9 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro).

Die Finanzkennzahlen des at equity bilanzierten assoziierten Unternehmens Mest Co. Ltd., Gyeongsangnam-do/Südkorea, stellen sich bezogen auf die 46,77 % Anteile des RRPS-Konzerns zusammengefasst wie folgt dar:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 9,1
Langfristige Vermögenswerte 3,0
Kurzfristige Schulden 10,0
Langfristige Schulden 2,1
Erträge 8,7
Aufwendungen - 17,7

Die MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, hat am 22. Februar 2017 für 1.845,0 Mio. Südkoreanische Won 46,77 % der Anteile an der Mest Co. Ltd., Gyeongsangnam-do/Südkorea, erworben. Mest Co. Ltd. wird als Distributor in Korea agieren und wurde erstmalig zum 1. Januar 2017 als assoziiertes Unternehmen at equity in den Konzernabschluss der RRPS AG einbezogen. Der Buchwert der Anteile an der Mest Co. Ltd., Gyeongsangnam-do/Südkorea, der in der Bilanzposition "Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen" enthalten ist, belief sich zum 31. Dezember 2017 aufgrund des anteilig entstandenen Verlusts auf 0,0 Mio. Euro.

GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Die Finanzkennzahlen des at equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmens EPIX Power Systems LLC, Houston/USA, stellen sich bezogen auf die 50 % Anteile des RRPS-Konzerns zusammengefasst wie folgt dar:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 1,5
Kurzfristige Schulden 0,6
Aufwendungen - 1,0

Am 27. Januar 2017 hat MTU America Inc., Detroit/USA, mit einer Kapitaleinlage von 1,8 Mio. US-Dollar 50,0 % der Anteile an der EPIX Power Systems LLC, Houston/USA, erworben. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde erstmalig zum 1. Januar 2017 at equity in den Konzernabschluss des RRPS-Konzerns einbezogen. Der Buchwert der Anteile an der EPIX Power Systems LLC, Houston/USA, zum 31. Dezember 2017 der in der Bilanzposition "Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen" enthalten ist, belief sich auf 0,9 Mio. Euro.

Die Finanzkennzahlen des at equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmens MTU Yuchai Power Company Ltd., Yulin/China, stellen sich bezogen auf die 50 % Anteile des RRPS-Konzerns zusammengefasst wie folgt dar:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 3,6
Langfristige Vermögenswerte 1,0
Kurzfristige Schulden 3,5
Aufwendungen - 1,4

Die MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, hat am 18. Januar 2017 für insgesamt rund 10,5 Mio. Euro 50,0 % der Anteile an der MTU Yuchai Power Company Ltd., Yulin/China, erworben. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde erstmalig zum 1. Januar 2017 at equity in den Konzernabschluss des RRPS-Konzerns einbezogen. Zum 31. Dezember 2017 belief sich der Buchwert der Anteile an der MTU Yuchai Power Company Ltd., Yulin/China, der in der Bilanzposition "Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen" enthalten ist, auf 8,5 Mio. Euro.

18 | Ertragsteuern

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die RRPS AG ist ertragsteuerlicher Organträger aller deutschen Gesellschaften. Hiernach wird das ertragsteuerliche Einkommen aller deutschen Organgesellschaften der RRPS AG zugerechnet und bei dieser der deutschen Körperschaft- und Gewerbesteuer unterworfen. Es wurde kein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Diesen steuerlichen Verhältnissen folgend, erfolgt der Ausweis der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Organkreises auf Ebene des Organträgers. Die deutschen Gesellschaften unterlagen einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuerbelastung von 12,6 % (Vorjahr: 12,6 %). Für den Veranlagungszeitraum betrug der Körperschaftsteuersatz 15,0 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer von 5,5 %. Daraus ergab sich ein im Vergleich zum Vorjahr unveränderter kombinierter Ertragsteuersatz für die deutschen Gesellschaften von 28,4 % (Vorjahr: 28,4 %).

Für die ausländischen Gesellschaften lagen der Ermittlung die in den einzelnen Ländern geltenden nominalen Ertragsteuersätze zugrunde. Diese bewegten sich zwischen 15,0 % und 41,0 % (Vorjahr: zwischen 16,5 % und 39,0 %). Für den RRPS-Konzern resultierte daraus ein rechnerischer nominaler Konzernsteuersatz von 29,5 % (Vorjahr: 29,5 %).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
- Laufender Ertragsteueraufwand - 52,9 - 108,3
davon Deutschland - 19,8 - 62,1
davon Ausland - 33,1 - 46,2
- Latenter Steueraufwand - 3,8 - 10,1
davon Deutschland - 5,9 11,7
davon Ausland 2,1 - 21,8
Steueraufwand gesamt - 56,7 - 118,4

In den laufenden Steueraufwendungen sind Steueraufwendungen für Vorjahre für Deutschland und das Ausland in Höhe von 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) enthalten.

LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus den temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:

In Mio. Euro Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
--- --- --- --- ---
- Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 5,7 2,5 28,7 30,9
Sachanlagen 1,2 1,2 57,2 43,9
Nach der Equity-Methode bilanzierte Vermögenswerte 0,1
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0,1 0,2
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0,7 1,8 2,0 2,3
- Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 56,2 43,2 1,5 1,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1,1 1,9 1,4 0,8
Zahlungsmittel 0,2 8,4
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1,4 0,2 4,5 9,3
- Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0,1 0,2 2,7 2,4
- Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 91,4 97,1
Sonstige langfristige Rückstellungen 10,5 8,8 7,3 10,4
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2,4 1,7
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0,1 0,2 0,3
Erhaltene Anzahlungen, langfristig 1,6
- Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,1 1,4 1,4 2,0
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 18,0 12,2 10,8 11,8
Kurzfristige finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten Erhaltene Anzahlungen 22,1 0,7 16,5 2,6 3,2 0,6
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1,2 0,7 0,1
Steuerliche Verlustvorträge/Steuergutschriften 1,2 1,7
Saldierung - 129,2 - 115,1 - 129,2 - 115,1
Rundungsdifferenz -0,3
Summe latente Steuern 87,5 191,2 0,3 113,7

Die konsolidierungsbedingten aktiven latenten Steuern beliefen sich auf 22,9 Mio. Euro (Vorjahr: 21,1 Mio. Euro).

Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der RRPS AG als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5 %igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passivischen Steuerlatenz unterbleiben, wenn es bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umkehren. Da diese Umkehrung nicht erwartet wird, waren hieraus bilanziell keine Steuerlatenzen zu berücksichtigen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen und zum Realisierungszeitpunkt erwarteten länderspezifischen Steuersätzen. Diese lagen für das Geschäftsjahr 2017 zwischen 15,0 % und 35,0 % (Vorjahr: 16,5 % und 38,0 %).

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
- Latente Steueransprüche, netto zum Periodenbeginn 76,1 87,2
Latente Steueraufwendungen/-erträge - 3,8 - 10,1
Erfolgsneutral (z. B. nach IAS 39) 13,1 5,7
Währungseffekte 1,8 - 5,6
Rundungsdifferenz 0,2
- Latente Steueransprüche, netto zum Periodenende 87,2 77,4

Der in der Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesene latente Steueraufwand von 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro) beinhaltet einen latenten Steuerertrag von 13,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro).

STEUERLICHE VERLUSTVORTRÄGE

Der Bewertung aktiver latenter Steuern wurde die erwartete künftige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses auf Basis der Unternehmensplanung für die folgenden fünf Geschäftsjahre zugrunde gelegt.

Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über bislang noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften in Höhe von rund 135,7 Mio. Euro (Vorjahr: 88,6 Mio. Euro). Im Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern waren latente Steuern aus Verlustvorträgen oder Steuerminderungsansprüche von 1,7 Mio. Euro enthalten (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro). Der Betrag für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, für die in der Bilanz keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belief sich auf 130,8 Mio. Euro (Vorjahr: 83,5 Mio. Euro). Die darauf entfallenden, nicht angesetzten aktiven latenten Steuern betrugen 29,1 Mio. Euro (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro).

Relevant für die Beurteilung von Ansatz und Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung ihrer künftigen Realisierbarkeit. Die Realisierbarkeit ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne, in denen sich Bewertungsunterschiede umkehren bzw. steuerliche Verlustvorträge, Zinsvorträge und Steuerguthaben geltend gemacht werden können.

Es wird davon ausgegangen, dass die Realisierbarkeit der Vorteile aus den bilanzierten aktiven latenten Steuern wahrscheinlich ist. Es besteht eine hinreichende Gewinnerwartung für die Zukunft.

LAUFENDE ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen enthalten noch nicht endgültig veranlagte Gewinne der inländischen und ausländischen Gesellschaften.

STEUERLICHE ÜBERLEITUNGSRECHNUNG

Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 118,4 Mio. Euro (Vorjahr: 56,7 Mio. Euro) lag um 25,4 Mio. Euro höher (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro höher) als der auf das Vorsteuerergebnis rechnerisch erwartete Steueraufwand von 93,0 Mio. Euro (Vorjahr: 46,1 Mio. Euro).

Der Unterschied zwischen dem laufenden und dem erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Ergebnis vor Ertragsteuern 156,4 315,2
Ertragsteuersatz der Gruppe 29,5 % 29,5 %
- Erwarteter Ertragsteueraufwand - 46,1 - 93,0
Auswirkung wegen abweichender Steuersätze 2,3 2,5
Auswirkung steuerfreier Erträge/gewerbesteuerlicher Kürzungen 0,8 0,6
Auswirkung von nicht abziehbaren Betriebsausgaben/gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen - 6,8 - 4,9
Gewerbesteuerliche Hinzurechnung nach § 8 Abs. 1 GewStG - 0,6 - 0,5
Auswirkung periodenfremder Ertragsteuern - 1,1 - 4,4
Auswirkung von Steuersatzänderungen 0,3 - 11,3
Auswirkungen aufgrund Nichtansatz und Wertberichtigung latenter Steuern einschließlich deren Umkehrung - 11,3 - 6,4
Auswirkung nicht anrechenbarer/abzugsfähiger Ertragsteuern - 0,4 - 0,1
Veränderung permanenter bilanzieller Differenzen 6,2 - 1,9
Sonstige Abweichungen 0,9
- Ausgewiesener Ertragsteueraufwand - 56,7 - 118,4
- Effektiver Steuersatz in % 36,2 % 37,6 %

19 | Langfristige finanzielle Vermögenswerte

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Sonstige Beteiligungen 34,9 34,9
Übrige 0,8 3,1
35,7 38,0

In den sonstigen Beteiligungen waren als zur Veräußerung verfügbar eingestufte Finanzinstrumente enthalten, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden, da eine verlässliche Ermittlung des Fair Value nicht möglich war. Bei diesen Finanzinstrumenten handelt es sich um GmbH-Anteile sowie um Anteile an vergleichbaren ausländischen Rechtsformen. Der Buchwert der Anteile belief sich zum Bilanzstichtag auf 34,9 Mio. Euro (Vorjahr: 34,9 Mio. Euro). Diese Anteile sind nicht börsennotiert und es besteht kein aktiver Markt. Eine verlässliche Ermittlung des Fair Value wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich. Eine Veräußerung der Anteile ist zurzeit nicht vorgesehen. Innerhalb der sonstigen Beteiligungen ergaben sich keine Änderungen im Vergleich zum Vorjahr.

20 | Vorräte

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 292,4 295,2
Unfertige Erzeugnisse 227,3 237,4
Fertige Erzeugnisse und Waren 294,1 267,7
Geleistete Anzahlungen 15,8 19,7
829,6 820,0

Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die Herstellungskosten der Vorräte, die in der Konzerngesamtergebnisrechnung als Aufwand innerhalb der Umsatzkosten erfasst sind, 1.637,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.612,0 Mio. Euro). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungs-/Herstellungs-kosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die diesbezügliche Abwertung belief sich im Berichtsjahr auf 8,4 Mio. Euro (Vorjahr: 15,6 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung der Vorräte in Höhe von 15,5 Mio. Euro vorgenommen.

Von den gesamten Vorräten waren 75,6 Mio. Euro (Vorjahr: 100,6 Mio. Euro) zum Nettoveräußerungswert aktiviert. Wie im Vorjahr wurden keine Vorräte für Verbindlichkeiten verpfändet.

21 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 775,9 760,9
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 30,6 - 31,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 745,3 729,9

Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten. 716,6 Mio. Euro der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Für die restlichen 13,4 Mio. Euro beträgt die Laufzeit mehr als ein Jahr.

Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von - 31,0 Mio. Euro (Vorjahr: - 30,6 Mio. Euro) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
- Stand zum Periodenbeginn - 25,4 - 30,6
Zuführungen - 7,2 - 14,3
Auflösungen 1,4 10,6
Inanspruchnahmen 0,9 2,6
Wechselkurseffekte und andere Veränderungen - 0,4 0,7
- Stand zum 31.12. - 30,6 - 31,0

Hierbei wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Grundsätzlich werden alle Forderungen, deren Fälligkeit 180 Tage überschreitet, in den Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, die in der Regel zu 100 % wertberichtigt sind. Nach Berücksichtigung dieser Wertberichtigungen betrug der Buchwert dieser Forderungen zum Stichtag 729,9 Mio. Euro (Vorjahr: 745,3 Mio. Euro). Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt den Buchwert der Forderungen nach Einzelwertberichtigung:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 745,3 729,9
davon weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 564,8 578,9
davon überfällige, nicht einzelwertberichtigte Forderungen
weniger als 30 Tage 83,6 58,4
30 bis 59 Tage 12,0 14,3
60 bis 89 Tage 7,5 11,2
90 bis 119 Tage 9,9 4,4
120 bis 365 Tage 36,4 26,2
365 Tage und mehr 31,1 36,5

Hinsichtlich des nicht wertgeminderten, aber sich im Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand von intern wie extern eingeholten Informationen.

Der RRPS-Konzern setzt zur Absicherung seiner Forderungen branchenübliche Instrumente wie Avale, Akkreditive oder Warenkreditversicherungen ein. Zum 31. Dezember 2017 waren durch solche Instrumente Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von ca. 140,3 Mio. Euro (Vorjahr: 131,2 Mio. Euro) abgesichert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die durch Warenkreditversicherungen abgesichert sind, würde im Fall eines Zahlungsausfalls ein Selbstbehalt in Höhe von 10 % zum Tragen kommen. Der beizulegende Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente entspricht weitgehend dem Nominalwert der abgesicherten Forderungen.

22 | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Steuererstattungsansprüche aus sonstigen Steuern 29,9 30,0
Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 41,8 41,5
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 8,5 8,6
Sonstige Vermögenswerte 80,2 80,1

Unter Steuererstattungsansprüchen aus sonstigen Steuern werden alle Forderungen des RRPS-Konzerns gegenüber Steuerbehörden ausgewiesen (z. B. Vorsteuer).

Die übrigen nicht finanziellen Vermögenswerte umfassen primär geleistete Vorauszahlungen für zu empfangende Dienstleistungen, debitorische Kreditoren, Provisionsvorschüsse an Handelsvertreter sowie Vorschüsse an Mitarbeiter für Reisekosten und Ähnliches. Des Weiteren sind in "Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte" Pfandforderungen aus dem Reman-Geschäft (Aufbereitung von Altteilen) in Höhe von 5,7 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro).

23 | Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzten sich wie folgt zusammen:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Kassen und Bankguthaben 162,6 190,1
Zahlungsmitteläquivalente 115,0 210,2
Cash in Transit 5,1
282,7 400,3

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verfügungsbeschränkungen von Zahlungsmitteln.

24 | Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 2,3 9,9
Übrige 14,0 9,2
16,3 19,1

In der Bilanzposition "Übrige" sind rund 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro) Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen enthalten, deren Buchwerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Weitere Erläuterungen zu den Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen befinden sich in Abschnitt 37 | "Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" des Konzernanhangs.

Erläuterungen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in Abschnitt 32 |"Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des operativen Geschäfts" des Konzernanhangs enthalten.

25 | Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte

Im November 2017 verpflichtete sich das Management zu einem Plan, das Grundstück und die Gebäude sowie weitere Gegenstände des Sachanlagevermögens der MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, zu verkaufen. Dementsprechend werden die betroffenen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2017 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und im kurzfristigen Vermögen ausgewiesen. Die Verkaufsbemühungen für die Veräußerung dieser Vermögenswerte haben bereits begonnen und es wird mit einem Verkauf im März 2018 gerechnet.

WERTMINDERUNGSAUFWAND BEZÜGLICH DER ZUM VERKAUF BESTIMMTEN VERMÖGENSWERTE

Bei den Abschreibungen auf die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entstanden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurden. Die Wertminderungsaufwendungen haben den Buchwert der Sachanlagen gemindert.

BUCHWERTE DER ZUM VERKAUF BESTIMMTEN VERMÖGENSWERTE

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Grundstücke und Bauten 1,1
Technische Anlagen und Maschinen - 1,2
- 2,3

KUMULATIVE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN, DIE IM SONSTIGEN ERGEBNIS ENTHALTEN SIND

Im sonstigen Ergebnis sind keine kumulativen Erträge und Aufwendungen enthalten, die in Verbindung mit den zum Verkauf bestimmten Vermögenswerten stehen.

BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Die nicht wiederkehrende Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte wurde, basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechniken, als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet.

26 | Eigenkapital

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der RRPS AG beträgt 131.380.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, auf die ein anteiliges rechnerisches Grundkapital in Höhe von 1,00 Euro je Aktie entfällt. Sämtliche Aktien sind voll emittiert und einbezahlt. Jede Stückaktie gewährt dem Besitzer ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung der RRPS AG.

ENTWICKLUNG UND ZUSAMMENSETZUNG DES EIGENKAPITALS

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien, gemindert um die der Kapitalbeschaffung direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Die Kapitalrücklage umfasst auch die Beträge der gemäß § 150 Abs. 1 AktG zu bildenden gesetzlichen Rücklage. Hinsichtlich der Verwendung der Kapitalrücklage gelten die Vorschriften des § 150 Abs. 3 und Abs. 4 AktG. Die Kapitalrücklage beträgt gegenüber den Vorjahr unverändert 514,8 Mio. Euro.

Die Gewinnrücklagen und anderen Rücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet werden. Des Weiteren ist im Eigenkapital die ergebnisneutrale Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ausgewiesen.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der Gewinnrücklagen und anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2017 sowie im Vorjahr ist in der Übersicht "Veränderung des Konzerneigenkapitals" auf Seite 32 dargestellt.

GEWINNVERWENDUNG

Der Vorstand schlägt vor, den nach den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) ermittelten Jahresüberschuss der RRPS AG für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 7,7 Mio. Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen.

27 | Pensionsrückstellungen

Innerhalb des RRPS-Konzerns bestehen sowohl Verpflichtungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen (vgl. Abschnitt 12 | "Personalaufwand" im Konzernanhang) als auch aus leistungsorientierten Pensionsplänen.

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Bei der RRPS AG beziehen sich die Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionspläne im Wesentlichen auf die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Im Jahr 2017 betrug der Aufwand im Zusammenhang mit beitragsorientierten Pensionsplänen 61,8 Mio. Euro (Vorjahr: 61,0 Mio. Euro).

LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE

Die zugesagten Leistungen in Deutschland unterscheiden sich nach der Stellung des Mitarbeiters im Unternehmen und entsprechen branchenüblichen Versorgungszusagen. Für Vorstände existieren Sonderregelungen.

Tarifmitarbeiter und leitende Führungskräfte haben Ansprüche auf Altersleistung, vorgezogene Altersleistung sowie Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen aus Direktzusagen. Die Höhe der Verpflichtung ist unter anderem von Faktoren wie Dienstzeit, Einkommen und Alter abhängig.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Die Schwankungen resultieren insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen (Abzinsungsfaktoren, Dienstzeit, Einkommen und Lebenserwartung).

Für einen Teil der tariflichen Mitarbeiter wird jährlich ein definierter Betrag zur Verfügung gestellt, der in einen Kapitalbaustein umgerechnet und einem fiktiven Konto gutgeschrieben wird. Bei Rentenbeginn erfolgt die Umrechnung in und Auszahlung als eine lebenslängliche Rente. Im Rahmen der Versorgungszusage besteht darüber hinaus für diese Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Entgeltumwandlung das Versorgungskonto zu erhöhen.

Die Zusagen für leitende Führungskräfte über einen Bausteinplan und etwaige Regelungen zur Entgeltumwandlung bleiben unverändert bestehen.

Für alle Berechtigten beträgt die Witwen- und Witwerrente 60 % der Alters- bzw. Invalidenrente. Darüber hinaus erhält ein Teil der Mitarbeiter Leistungen aus der Karl Maybach-Hilfe GmbH, Friedrichshafen, in Form einer jährlichen Sonderzahlung.

Die Versorgungszusagen im Ausland umfassen im Wesentlichen Pensionszusagen in den USA. Die Plangestaltung orientiert sich an landestypischen Gegebenheiten.

Die gewichtete Laufzeit der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für die Berichtsperiode beträgt 17,9 Jahre. Für das Jahr 2018 ergibt sich eine erwartete direkte Leistungszahlung von 21,5 Mio. Euro.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf den Bilanzwert übergeleitet werden:

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Barwert der Versorgungsverpflichtungen 698,0 730,7
Marktwert der Planvermögen - 0,1 - 0,1
- Finanzierungsstatus zum Ende der Periode 697,9 730,6
- Bilanzwert zum Ende der Periode 697,9 730,6

Der Finanzierungsstatus zeigt die Deckung der Pensionsverpflichtungen durch das Planvermögen zum Bewertungsstichtag. Von den Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 730,7 Mio. Euro entfallen 723,0 Mio. Euro auf

Versorgungszusagen in Deutschland. Die beim RRPS-Konzern bestehenden Versorgungszusagen werden fast ausschließlich intern finanziert.

ENTWICKLUNG DES VERPFLICHTUNGSUMFANGS (DBO)

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
- Barwert der Versorgungsverpflichtungen zum Beginn des Geschäftsjahres 642,2 698,0
Laufender Dienstzeitaufwand 15,3 17,1
Zinsaufwand 14,4 12,6
Plankürzungen oder -abgeltungen - 4,5
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,2
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Veränderung demografischer Annahmen - 0,1 - 0,1
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Veränderung finanzieller Annahmen 52,7 25,3
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Veränderung erfahrungsbedingter Annahmen - 5,3 - 3,6
Vermögensübertragungen/(Vermögensübernahmen) 3,0 2,9
Leistungszahlungen - 20,0 - 20,4
Währungseffekte 0,1 - 1,1
Barwert der Versorgungsverpflichtungen zum Geschäftsjahresende 698,0 730,7
davon intern finanziert (ohne Planvermögen) 697,8 730,5
davon mit Planvermögen hinterlegt 0,2 0,2

ENTWICKLUNG DES PLANVERMÖGENS

Das zur Finanzierung der Versorgungsverpflichtungen zur Verfügung stehende Planvermögen veränderte sich wie folgt:

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
- Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Beginn des Geschäftsjahrs 3,1 0,1
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 0,1
Plankürzungen oder -abgeltungen - 3,0
Währungseffekte - 0,1
Marktwert des Planvermögens zum Geschäftsjahresende 0,1 0,1

ZUSAMMENSETZUNG DES PLANVERMÖGENS

Das Planvermögen der Gesellschaft setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Sonstige nicht börsennotierte Anlagen (z. B. Versicherungen) 0,1 0,1
Gesamt 0,1 0,1

BESTANDTEILE DES PERIODENBEZOGENEN NETTO PENSIONSAUFWANDS FÜR LEISTUNGSZUSAGEN

Der erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne setzte sich wie folgt zusammen:

In Mio. Euro 01.01.-31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Laufender Dienstzeitaufwand - 15,3 - 17,1
Zinsaufwand - 14,4 - 12,6
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 0,2
Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen 1,5
Gesamt - 28,4 - 29,7

Entsprechend der Zuordnung der Personalaufwendungen der Mitarbeiter sind der Dienstzeitaufwand und der Aufwand aus Plananpassungen in den folgenden Positionen der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten: Umsatzkosten, Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten sowie Forschungs- und Entwicklungskosten.

Der Zinsaufwand und die Zinserträge des Planvermögens werden im Zinsergebnis erfasst.

PRÄMISSEN

Die Annahmen zu Rechnungszins, zum Gehalts- und Rententrend sowie zur langfristigen Rendite des Planvermögens, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs und des Nettopensionsaufwands zugrunde liegen, variieren unter anderem in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Währung, in der die Leistungszusagen bestehen bzw. die Anlage des Fondsvermögens erfolgt, sowie von den Kapitalmarkterwartungen.

Der versicherungsmathematischen Berechnung des Verpflichtungsumfangs für die deutschen Versorgungspläne zum jeweiligen Bewertungsstichtag liegen folgende Annahmen zugrunde:

In % 31.12.2016 31.12.2017
Rechnungszins 1,80 % 1,65 %
Gehaltstrend/Anwartschaftsdynamik 2,50 % 2,50 %
Inflationsrate 1,60 % 1,75 %
Rententrend 1,60 % 1,75 %

Die Prämissen für die versicherungsmathematische Berechnung des Verpflichtungsumfangs für ausländische Versorgungspläne weichen teilweise von denen der deutschen Versorgungspläne ab. Diese Abweichungen sind unter Berücksichtigung der dazugehörigen Versorgungsverpflichtung allerdings von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht näher erläutert.

Die für die Berechnung des Verpflichtungsumfangs zum jeweiligen Bilanzstichtag verwendeten Prämissen gelten auch für die Ermittlung des laufenden Dienstzeitaufwands und des Zinsaufwands des folgenden Geschäftsjahres.

Im Berichtsjahr wurde aufgrund der Harmonisierung der Berechnungsgrundlagen im Rolls-Royce Konzern die Ermittlung des unterstellten Abzinsungsfaktors umgestellt Der Abzinsungsfaktor wurde mittels der Umlaufrendite der von Aon Hewitt herangezogenen Eurozonen-AA-Unternehmensanleihen ermittelt. Geplante Cashflows wurden auf die Umlaufrendite abgestimmt und ein aktueller Wert festgelegt, daraus wurde dann ein entsprechender Abzinsungsfaktor berechnet. Der angewandte Abzinsungsfaktor ist ein gewichteter Durchschnitt des Faktors aller deutschen Pläne von RRPS und Rolls-Royce Deutschland. Die in der oben stehenden Tabelle nicht genannten versicherungsmathematischen Annahmen wie Fluktuation, Sterblichkeit, Invalidität etc. werden entsprechend den im jeweiligen Land anerkannten Erwartungen unter Berücksichtigung der Verhältnisse und Erwartungen der betroffenen Unternehmen bestimmt.

Die Pensionspläne für die deutschen Gesellschaften sind nicht durch Planvermögen finanziert. Die Finanzierung der Pläne wird ausschließlich durch die jeweiligen Gesellschaften sichergestellt.

AUFTEILUNG DER VERPFLICHTUNG

Die Pensionsverpflichtung teilt sich wie folgt auf:

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Aktive Planteilnehmer 362,9 356,3
Unverfallbare Ansprüche 56,1 67,8
Rentner 279,0 306,6
Gesamt 698,0 730,7

SENSITIVITÄTEN

Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung wird durch die oben genannten Prämissen beeinflusst. In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wird dargestellt, wie sich die Verpflichtung durch eine mögliche Änderung der entsprechenden Annahmen verändert hätte.

Bei einem um 0,25 Prozentpunkte höheren (geringeren) Rechnungszins wäre die Pensionsverpflichtung bei Konstanz der anderen Annahmen um 31,8 Mio. Euro gesunken (um 33,2 Mio. Euro gestiegen).

Wenn die Inflationsrate um 0,25 Prozentpunkte höher (geringer) gewesen wäre, wäre die Pensionsverpflichtung bei Konstanz der anderen Annahmen um 15,1 Mio. Euro gestiegen (um 14,7 Mio. Euro gesunken).

Eine Steigerung der Lebenserwartung um ein Jahr bei Konstanz der anderen Annahmen würde zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtung von 19,6 Mio. Euro führen.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtungen beträgt 17,9 Jahre.

28 | Sonstige Rückstellungen

RÜCKSTELLUNG FÜR GEWÄHRLEISTUNGS- UND KULANZVERPFLICHTUNGEN

Der RRPS-Konzern gewährt diverse Produktgarantien, die üblicherweise die Funktion eines Produkts für eine bestimmte Zeitspanne garantieren. Die Rückstellung für diese Garantien enthält sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen. Die Verpflichtungen können verschiedene Ursachen haben, beispielsweise Rechtsstreitigkeiten oder Maßnahmen zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit. Der Zeitpunkt der Inanspruchnahme ist vom Eintreten des Gewährleistungsanspruchs abhängig und kann sich über den gesamten Garantie- und Kulanzzeitraum erstrecken. Die Unsicherheiten hinsichtlich des Betrags oder der Fälligkeit der Abflüsse sind durch die Erfahrungswerte des RRPS-Konzerns gering.

RÜCKSTELLUNG FÜR PERSONAL-/SOZIALVERPFLICHTUNGEN UND ALTERSTEILZEIT

Die Rückstellungen für Personal- und Sozialverpflichtungen werden unter anderem für Arbeitnehmerjubiläen, Sondervergütungen und Verpflichtungen aus Altersteilzeit gebildet. Die Unsicherheiten hinsichtlich des Betrags oder der Fälligkeit der Abflüsse sind durch die zugrunde liegenden Gutachten und Erfahrungswerte des RRPS-Konzerns gering.

ÜBRIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die übrigen sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem Rückstellungen für Pfandzahlungen von Kunden im Rahmen des Erwerbs wiederaufarbeitbarer Ersatzteile, für Nachtragsaufwendungen bzw. fehlende Kosten bereits abgerechneter Aufträge, für die Preisprüfung öffentlicher Auftraggeber, für Verkaufsaufwendungen sowie für Verpflichtungen aus Service- und Wartungsverträgen. Die Unsicherheiten hinsichtlich des Betrags oder der Fälligkeit der Abflüsse sind durch die Erfahrungswerte des RRPS-Konzerns gering.

Die Aufgliederung in langfristige und kurzfristige Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

In Mio. Euro Stand 31.12.2016 Inanspruchnahme Zuführungen Auflösungen Aufzinsung Währungsumrechnung
Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen 278,4 - 81,9 94,5 - 4,2 1,1 - 4,4
Personal-/ Sozialverpflichtungen und Altersteilzeit 68,0 - 41,9 49,4 - 1,4 0,2 - 0,6
Übrige sonstige
Rückstellungen 122,9 - 79,7 147,1 - 26,5 0,1 - 5,7
469,2 - 203,5 291,0 - 32,1 1,4 - 10,7
In Mio. Euro Stand 31.12.2017
Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen 283,5
Personal-/ Sozialverpflichtungen und Altersteilzeit 73,7
Übrige sonstige
Rückstellungen 158,2
515,4
In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen 113,0 165,4 117,7 165,8
Personal-/Sozialverpflichtungen und Altersteilzeit 32,4 35,5 38,1 35,6
Übrige sonstige Rückstellungen 115,3 7,6 145,2 13,0
260,7 208,5 301,0 214,4

Die Inanspruchnahme der langfristigen Rückstellungen wird voraussichtlich in spätestens fünf Jahren erfolgen, bei Rückstellungen für Altersteilzeit gegebenenfalls auch später.

29 | Finanzielle Verbindlichkeiten

LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Finanzverbindlichkeiten 28,7 21,8
Verbindlichkeiten aus Derivaten (negative Marktwerte) 2,6 0,1
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 6,1 5,1
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 0,9 2,9
38,3 29,9

Die RRPS AG verfügt zur Unternehmensfinanzierung über langfristige Kredite der Europäischen Investitionsbank und der KfW IPEX-Bank. Das Darlehen der Europäischen Investitionsbank dient der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Im vierten Quartal 2011 wurden 125,0 Mio. Euro in Anspruch genommen, im dritten Quartal 2012 wurde das Darlehen um 75,0 Mio. Euro auf 200,0 Mio. Euro aufgestockt. Außerdem wurde im dritten Quartal 2012 zur zusätzlichen Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ein Darlehen der KfW IPEX-Bank in Höhe von 50,0 Mio. Euro in Anspruch genommen, hiervon wurden 2016 7,7 Mio. Euro zurückgeführt. Die Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Nominalwert Durchschnittl. gewichtete Restlaufzeit Durchschnittl. gewichteter Effektivzins
Währung (in Mio. Nominalwährung) (in Jahren) (in %)
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
EIB-Darlehen EUR 75,0 75,0
KfW-Darlehen EUR 30,8 23,1 1,4 2,4 30,8
Sonstige EUR 5,6 8,6 1,3 2,8 5,6
111,4
Buchwert
(in Mio. Euro)
--- ---
31.12.2017
--- ---
EIB-Darlehen
KfW-Darlehen 23,1
Sonstige 8,6
31,7

Von den 23,1 Mio. Euro des KfW-Darlehens waren zum 31. Dezember 2017 den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro) zuzurechnen. Das EIB-Darlehen wurde im Juli 2017 vollständig getilgt.

Der RRPS-Konzern hat keine Verbindlichkeiten mit einer gewichteten Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Grundpfandrechte oder Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen.

KURZFRISTIGE FINANZIELLE UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 83,4 8,4
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 1,5
Verbindlichkeiten aus Derivaten (negative Marktwerte) 11,7 6,6
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 0,7 0,8
Sonstige Verbindlichkeiten 74,8 87,5
170,6 104,8

Der Rückgang in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten resultiert aus der vollständigen Tilgung des im Juli 2017 fälligen EIB-Darlehens in Höhe 75,0 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten aus Derivaten beinhalten negative Marktwerte aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte und der Rohstoffderivate. Die Marktwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den Buchwerten. Erläuterungen zu derivativen Finanzinstrumenten befinden sich in Abschnitt 32 | "Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des operativen Geschäfts" des Konzernanhangs.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verpflichtungen aus Gehalts- und Lohnabrechnungen sowie rückständigen Urlaubs- und Überstundenvergütungen und sind um 12,7 Mio. Euro auf 87,5 Mio. Euro angestiegen (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro).

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Grundpfandrechte oder Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen.

ÜBERLEITUNG DER BEWEGUNG DER SCHULDEN AUF DEN CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Schulden Eigenkapital
Finanz-

verbindlich-

keiten
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen Verbindlichkeiten aus Derivaten (negative Marktwerte) Verbindlichkeiten aus Finance Lease Übrige sonstige Verbindlich-

keiten
Gezeichnetes Kapital
--- --- --- --- --- --- ---
Bilanz zum 31.12.2016 112,1 14,3 6,8 75,7 131,4
Veränderungen des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit:
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 8,6 1,5
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten - 90,5
Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Darlehen - 1,1
Auszahlung für Dividende
Gesamtveränderung des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit - 81,9 1,5 - 1,1
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden:
Änderung des beizulegenden Zeitwerts - 7,6
Zinsaufwendungen, nicht zahlungswirksam 0,2
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden - 7,6 0,2 14,7
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf das Eigenkapital
Bilanz zum 31.12.2017 30,2 1,5 6,7 5,9 90,4 131,4
Eigenkapital
Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Gesamt
--- --- --- ---
Bilanz zum 31.12.2016 514,8 529,0 1.384,1
Veränderungen des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit:
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 10,1
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten - 90,5
Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Darlehen - 1,1
Auszahlung für Dividende - 100,0 - 100,0
Gesamtveränderung des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit - 100,0 - 181,4
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden:
Änderung des beizulegenden Zeitwerts - 7,6
Zinsaufwendungen, nicht zahlungswirksam 0,2
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 7,3
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf das Eigenkapital 113,4 120,7
Bilanz zum 31.12.2017 514,8 542,4 1.323,3
Schulden Eigenkapital
Finanz-

verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Derivaten (negative Marktwerte) Verbindlichkeiten aus Finance Lease Übrige sonstige Verbindlichkeiten Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
Bilanz zum 31.12.2015 244,1 11,8 7,5 67,7 131,4 514,8
Veränderungen des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit:
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0,7
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten - 132,7
Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Darlehen - 1,4
Auszahlung für Dividende
Gesamtveränderung des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit - 132,0 - 1,4
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden:
Änderung des beizulegenden Zeitwerts 2,5
Zinsaufwendungen, nicht zahlungswirksam 0,7
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 2,5 0,7 8,0
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf das Eigenkapital
Bilanz zum 31.12.2016 112,1 14,3 6,8 75,7 131,4 514,8
Eigenkapital
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Gesamt
--- --- ---
Bilanz zum 31.12.2015 516,6 1493,9
Veränderungen des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit:
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0,7
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten - 132,7
Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Darlehen - 1,4
Auszahlung für Dividende - 60,0 - 60,0
Gesamtveränderung des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit - 60,0 - 193,4
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden:
Änderung des beizulegenden Zeitwerts 2,5
Zinsaufwendungen, nicht zahlungswirksam 0,7
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 11,2
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf das Eigenkapital 113,4 72,4
Bilanz zum 31.12.2016 542,4 1384,1

30 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405,7 391,1
405,7 391,1

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.

31 | Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Sonstige Steuern 19,4 19,2
Übrige 18,8 25,6
38,2 44,8

Sonstige Angaben

32 | Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des operativen Geschäfts

Zum Bilanzstichtag hatte der RRPS-Konzern derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Rohstoffpreisänderungsrisiken im Bestand. Devisentermingeschäfte und Commodityswaps wurden dabei zur Absicherung der Marktpreisrisiken eingesetzt. Devisentermingeschäfte bestehen insbesondere in den Währungen US-Dollar, Singapur-Dollar, Indische Rupie, Norwegische Krone, Schweizer Franken, Britisches Pfund und Südafrikanischer Rand. Commodityswaps wurden ausschließlich in Euro abgeschlossen.

Devisentermingeschäfte und Commodityswaps wurden mit externen Kontraktpartnern abgeschlossen.

Alle derivativen Finanzinstrumente werden als Stand-Alone-Derivate behandelt.

Die folgende Tabelle zeigt Art und Umfang der im Bestand befindlichen Währungs- und Rohstoffpreissicherungsgeschäfte inklusive der bilanzierten beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag:

Beizulegender Zeitwert
31.12.2017 Nominalbetrag in Fremdwährung in Mio. Finanzielle Vermögenswerte

in Mio. Euro
Finanzielle Verbindlichkeiten

in Mio. Euro
Fälligkeit
--- --- --- --- ---
- Währungssicherungsgeschäft
USD 402,2 5,0 1,6 2018
USD 38,5 2,5 0 2019
USD 9,3 0,2 0 2020
GBP 5,4 0,1 0 2018
GBP 5,4 0 0 2019
SGD 65,0 0 1,1 2018
SGD 20,0 0 0,1 2019
NOK 1.346,0 2,7 2,2 2018
CHF 31,0 0 1,5 2018
CHF 4,0 0 0 2019
INR 161,9 0 0,2 2018
ZAR 5,8 0 0 2018
10,5 6,7
Beizulegender Zeitwert
31.12.2017 Absicherungsmenge in metrischen Tonnen Finanzielle Vermögenswerte

in Mio. Euro
Finanzielle Verbindlichkeiten

in Mio. Euro
Fälligkeit
--- --- --- --- ---
- Rohstoffsicherungsgeschäft
Commodityswap Diesel 4.800 0,3 0 2018
Commodityswap Diesel 4.260 0,1 0 2019
Commodityswap Kupfer 660 1,2 0 2018
Commodityswap Kupfer 585 0,4 0 2019
2,0 0
Beizulegender Zeitwert
31.12.2016 Nominalbetrag in Fremdwährung in Mio. Finanzielle Vermögenswerte

in Mio. Euro
Finanzielle Verbindlichkeiten

in Mio. Euro
Fälligkeit
--- --- --- --- ---
- Währungssicherungsgeschäft
USD 306,2 0,1 9,8 2017
USD 46,1 2,0 2018
USD 6,1 0,3 2019
GBP 35,7 0,6 2017
SGD 65,0 0,1 0,3 2017
SGD 30,0 0,2 2018
NOK 507,1 0,7 2017
CHF 22,0 0,1 2017
INR 592,2 0,7 2017
INR 132,8 0,2 2018
ZAR 9,5 2017
1,0 14,1
Beizulegender Zeitwert
31.12.2016 Absicherungsmenge in metrischen Tonnen Finanzielle Vermögenswerte

in Mio. Euro
Finanzielle Verbindlichkeiten

in Mio. Euro
Fälligkeit
--- --- --- --- ---
- Rohstoffsicherungsgeschäft
Commodityswap Diesel 3.060 0,2 2017
Commodityswap Diesel 6.540 0,5 2018
Commodityswap Kupfer 660 0,4 2017
Commodityswap Kupfer 660 0,6 2018
1,5 0,2

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden anhand der Marktinformationen am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Devisenderivaten bestimmt sich in Abhängigkeit von den Devisenterminkursen. Die beizulegenden Zeitwerte der Rohstoffderivate werden maßgeblich durch die Rohstoffpreisterminkurve bestimmt.

Die RRPS AG schließt im Wesentlichen Derivate mit Rolls-Royce plc innerhalb der Rolls-Royce-Gruppe ab. Den gruppeninternen Derivaten liegen keine vertraglichen Saldierungsvereinbarungen zugrunde. Die von der RRPS AG gruppenextern kontrahierten Derivate unterliegen dagegen vertraglichen Saldierungsvorschriften, aufgrund derer jedoch eine Saldierung in der Bilanz nach IAS 32 nicht möglich ist. Die Darstellung in der Bilanz erfolgt daher auf Bruttobasis. Die Anzahl und die beizulegenden Zeitwerte für die gruppenextern kontrahierten Derivate sind zum Berichtsstichtag unwesentlich, sodass keine gesonderte Darstellung von potenziellen Saldierungsmöglichkeiten erfolgt.

33 | Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die folgende Übersicht stellt - gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39 - die in der Konzerngesamtergebnisrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar:

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten - 6,9 - 2,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,5
Kredite und Forderungen - 5,7 - 4,0
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0,5 0,0
- 12,1 - 5,9

Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten umfassen die Bewertungsergebnisse der Devisentermingeschäfte und der Rohstoffderivate.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten Ergebnisse aus Abschreibungen, Zuschreibungen, Zinsen, Dividenden und Umbuchungen von Bewertungseffekten aus dem Eigenkapital bei Veräußerung von Wertpapieren beziehungsweise Beteiligungen.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen schließen die Ergebnisse aus Wertminderungen, Zuschreibungen und Währungsumrechnungseffekten ein.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten das Ergebnis aus Währungsumrechnungseffekten.

Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert und den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der in den einzelnen Bilanzposten enthaltenen Finanzinstrumente nach Klassen sowie nach den Bewertungskategorien des IAS 39. Des Weiteren ist auf Seite 84 die Definition der einzelnen Kategorien dargestellt.

Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach IAS 17
In Mio. Euro Kategorie gemäß IAS 39 Buchwert 31.12.2017 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
- Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 LaR 729,9 729,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente n.a. 400,3 400,3
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen, zu Anschaffungskosten bewertet2 AfS 34,9
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte FAHfT 12,6 12,6
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte LaR 9,6 9,6
Summe finanzielle Vermögenswerte 1.187,3 1.139,8 12,6
- Passiva
Finanzierungsverbindlichkeiten3 FLAC 31,7 31,7
Verbindlichkeiten aus Finance Lease FLAC 5,9 5,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 391,1 391,1
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 6,8 0,0 6,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten3 FLAC 90,4 90,4
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 525,9 513,2 6,8 5,9
In Mio. Euro Beizulegender Zeitwert 31.12.2017
- Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 729,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 400,3
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen, zu Anschaffungskosten bewertet2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 12,6
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 9,6
Summe finanzielle Vermögenswerte 1.152,4
- Passiva
Finanzierungsverbindlichkeiten3 31,7
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 5,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 391,1
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 6,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten3 90,4
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 525,9

1 In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen in Höhe von 31,0 Mio. Euro enthalten.

2 Für die zu Anschaffungskosten bewerteten und zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ist der beizulegende Zeitwert der Instrumente nicht zuverlässig bestimmbar, da kein aktiver Markt besteht. Des Weiteren handelt es sich hierbei hauptsächlich um Beteiligungen an nicht voll konsolidierten Gesellschaften, die von untergeordneter Bedeutung und aus denen keine wesentlichen Ergebnisse entstanden sind.

3 Es wird unterstellt, dass der Buchwert dem Fair Value entspricht, da der wesentliche Bestandteil der Verbindlichkeiten als kurzfristig einzustufen ist.

Bewertung nach IAS 39 Bewertung nach IAS 17
In Mio. Euro Kategorie gemäß IAS 39 Buchwert 31.12.2016 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
- Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 LaR 745,3 745,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente n.a. 282,7 282,7
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen, zu Anschaffungskosten bewertet2 AfS 34,9
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte FAHfT 2,7 2,7
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte LaR 14,3 14,3
Summe finanzielle Vermögenswerte 1.079,9 1.042,3 2,7
- Passiva
Finanzierungsverbindlichkeiten3 FLAC 112,1 112,1
Verbindlichkeiten aus Finance Lease FLAC 6,9 6,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 405,7 405,7
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 14,3 14,3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten3 FLAC 75,7 75,7
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 614,7 593,5 14,3 6,9
In Mio. Euro Beizulegender Zeitwert 31.12.2016
- Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 745,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 282,7
Übrige finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen, zu Anschaffungskosten bewertet2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte 2,7
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 14,3
Summe finanzielle Vermögenswerte 1.045,0
- Passiva
Finanzierungsverbindlichkeiten3 112,1
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 6,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405,7
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 14,3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten3 75,7
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 614,7

1 In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen in Höhe von 30,6 Mio. Euro enthalten.

2 Für die zu Anschaffungskosten bewerteten und zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ist der beizulegende Zeitwert der Instrumente nicht zuverlässig bestimmbar, da kein aktiver Markt besteht. Des Weiteren handelt es sich hierbei hauptsächlich um Beteiligungen an nicht voll konsolidierten Gesellschaften, die von untergeordneter Bedeutung und aus denen keine wesentlichen Ergebnisse entstanden sind.

3 Es wird unterstellt, dass der Buchwert dem Fair Value entspricht, da der wesentliche Bestandteil der Verbindlichkeiten als kurzfristig einzustufen ist.

Davon wurden gemäß IAS 39 nach Kategorien aggregiert:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 2,7 12,6
davon zu Handelszwecken gehalten (Financial Assets Held for Trading, FAHfT) 2,7 12,6
Kredite und Forderungen (Loans and Receivables, LaR) 759,7 739,5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale Financial Assets, AfS) 34,9 34,9
davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 34,9 34,9
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost, FLAC) 600,3 519,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken (Financial Liabilities Held for Trading, FLHfT) 14,3 6,8

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der flüssigen Mittel, der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte und kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten.

Die langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte, Finanzierungsverbindlichkeiten und langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche, auf die entsprechenden Laufzeiten bezogene Zinssätze verwendet.

Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, handelt es sich um nicht börsennotierte Beteiligungen, für die ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden konnte.

Sofern für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind, keine Marktpreise (z. B. Börsenkurse) vorliegen, werden die Zeitwerte unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Modelle (Bewertungsmethoden) und unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter ermittelt. Bei Devisentermingeschäften wird der Devisenterminkurs, bei Zinsderivaten werden die Marktzinssätze und bei Rohstoffderivaten deren Marktpreise - jeweils zum Bilanzstichtag der Bewertung - zugrunde gelegt.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie:

In Mio. Euro 31.12.2017
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
- Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 12,6
Gesamt 12,6
- Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 6,8
Gesamt 6,8
In Mio. Euro 31.12.2016
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
- Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 2,7
Gesamt 2,7
- Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 14,3
Gesamt 14,3

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der RRPS AG sind im Folgenden beschrieben. Umgruppierungen zwischen den Stufen der Fair Value-Hierarchie werden am Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine Umgliederungen.

STUFE 1. Es existieren notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten.

STUFE 2. Es existieren andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preis) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind. Im RRPS-Konzern fallen die Devisentermingeschäfte und Rohstoffderivate in die Stufe 2.

Devisentermingeschäfte werden auf Basis aktueller Terminkurse bewertet. Dabei werden die in den bilanzierten Devisentermingeschäften fixierten Terminkurse mit den zum Stichtag ermittelten Terminkursen verglichen und die Vor- bzw. Nachteile entsprechend als finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten bilanziert. Für die Ermittlung der Terminkurse zum Stichtag werden die veröffentlichten Referenzkurse (Kassakurse) der Europäischen Zentralbank sowie am Markt beobachtete Terminaufschläge bzw. -abschläge verwendet.

Die Marktwerte für die bilanzierten Rohstoffsicherungsgeschäfte werden von den Finanzinstituten ermittelt, mit denen die Rohstoffsicherungsgeschäfte jeweils abgeschlossen wurden. Dabei handelt es sich um indikative (hypothetische) Marktwerte der Einzelabschlüsse auf Mark-to-Market-Niveau zum jeweils genannten Datum.

STUFE 3. Es liegen Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vor, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die Zeitwerte werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Modelle (Bewertungsmethoden) und unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter ermittelt.

34 | Leasingverhältnisse

Der RRPS-Konzern ist Leasingnehmer in verschiedenen Operating-Leasingverhältnissen. Die Leasingverhältnisse betreffen Mieten für Immobilien, Außenlager und Mobilien.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse stellen sich für die verschiedenen Perioden wie folgt dar:

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
- Künftige Mindestleasingzahlungen
fällig innerhalb 1 Jahres 43,6 41,7
fällig in 1 bis 5 Jahren 93,4 67,7
fällig nach 5 Jahren 51,0 35,4
188,0 144,8

Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden im Geschäftsjahr 2017 Aufwendungen in Höhe von 65,9 Mio. Euro (Vorjahr: 65,0 Mio. Euro) erfolgswirksam erfasst.

Der RRPS-Konzern ist Leasingnehmer in einem Finance-Leasing-Verhältnis. Die Verpflichtungen aus dem Finance Lease betreffen Sachanlagen, die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Finance-Lease-Verträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

31.12.2017
in Mio. Euro Künftige Mindestleasingzahlungen Zinszahlungen Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
--- --- --- ---
fällig innerhalb 1 Jahres 1,3 0,5 0,8
fällig in 1 bis 5 Jahren 5,1 1,3 3,7
fällig nach 5 Jahren 1,5 0,1 1,3
7,9 1,9 5,8
31.12.2016
in Mio. Euro Künftige Mindestleasingzahlungen Zinszahlungen Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
--- --- --- ---
fällig innerhalb 1 Jahres 1,4 0,6 0,8
fällig in 1 bis 5 Jahren 5,3 1,7 3,6
fällig nach 5 Jahren 2,8 0,4 2,5
9,5 2,7 6,9

35 | Eventualschulden sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

EVENTUALSCHULDEN

Zum 31. Dezember 2017 bestanden Eventualschulden aus Haftungsverhältnissen in Höhe von 59,4 Mio. Euro (Vorjahr: 67,1 Mio. Euro). Diese beinhalten unter anderem Garantien gegenüber Kreditinstituten für die Finanzierung zugunsten verbundener Unternehmen. In den Eventualverbindlichkeiten waren Bürgschaften gegenüber Gläubigern von Joint Ventures im Wert von 29,2 Mio. Euro (Vorjahr: 31,3 Mio. Euro) enthalten.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, übrige 1.373,2 1.485,1

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Einkaufsvereinbarungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Komponenten und Ersatzteile im Wert von 1.471,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.343,6 Mio. Euro). Darüber hinaus sind Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 8,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro) und Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) enthalten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen, Wartungsverträge und allgemeine Betriebsaufwendungen bewegten sich im geschäftsüblichen Rahmen und sind im Wesentlichen innerhalb eines Jahres fällig.

36| Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Im Geschäftsjahr 2017 gab es wie im Vorjahr keinen zahlungsunwirksamen Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel wie Barmittel und Sichteinlagen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode durch Korrektur des Konzernergebnisses um Bestandsveränderungen bei derivativen Finanzinstrumenten, Vorräten, Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie zahlungsunwirksamen Posten ermittelt. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt und Effekte aus Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises dabei bereinigt.

37| Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN

Die RRPS AG ist gemäß IAS 24 verpflichtet, Angaben in Bezug auf Geschäftsbeziehungen mit Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, Joint Ventures, Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss sowie Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats zu machen. Nahe stehende Unternehmen, die vom RRPS-Konzern beherrscht werden oder auf die vom RRPS-Konzern ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, sind in der Anteilsbesitzliste verzeichnet. Die Aufstellung der vollständigen Anteilsbesitzliste des RRPS-Konzerns zum 31. Dezember 2017 ist in Abschnitt 39 | "Anteilsbesitz der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen" ersichtlich.

Die im Zuge der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der RRPS AG einbezogenen Tochterunternehmen sind im Konzernanhang unter Abschnitt 2 | "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" aufgeführt. Die RRPS AG unterhält zu verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen geschäftsübliche Beziehungen, die aus dem normalen Geschäftsverkehr resultieren. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des RRPS-Konzerns nicht wesentlich. Transaktionen der Konzernunternehmen mit Joint Ventures, assoziierten Unternehmen und Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Unternehmen zuzurechnen.

Geschäftsvorfälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und sind daher nicht Bestandteil dieser Anhangangabe.

Betrag der Geschäftsvorfälle (01.01. - 31.12.2016) Betrag der Geschäftsvorfälle (01.01. - 31.12.2017)
In Mio. Euro Volumen der erbrachten Leistungen Volumen der erhaltenen Leistungen Volumen der erbrachten Leistungen Volumen der erhaltenen Leistungen
--- --- --- --- ---
Tochterunternehmen 49,0 19,1 73,5 35,6
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 3,6 0,3 41,1 2,2
Unternehmen mit beherrschendem Einfluss 93,4 21,4 78,5 12,1
146,0 40,8 193,1 49,9
Ausstehende Salden 31.12.2016 Ausstehende Salden 31.12.2017
In Mio. Euro Forderungen Verbindlichkeiten Forderungen Verbindlichkeiten
--- --- --- --- ---
Tochterunternehmen 19,7 0,3 16,3 1,9
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 2,1 14,5 4,4
Unternehmen mit beherrschendem Einfluss 20,0 61,1 21,5 28,4
41,8 61,4 52,3 34,7

Die Geschäftsbeziehungen der Gesellschaften des RRPS-Konzerns mit sonstigen nahe stehenden Unternehmen und Personen sowie mit Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen resultieren vorwiegend aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr.

Das Transaktionsvolumen aus den Geschäftsbeziehungen mit den Unternehmen des Rolls-Royce-Konzerns fällt unter "Unternehmen mit beherrschendem Einfluss". Das Transaktionsvolumen aus den Geschäftsbeziehungen mit den genannten Gesellschaften und die daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sind in oben stehender Tabelle in der Zeile "Unternehmen mit beherrschendem Einfluss" ausgewiesen.

In den in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmitteln in Höhe von 400,3 Mio. Euro sind 210,0 Mio. Euro kurzfristige Geldanlagen bei Rolls-Royce plc enthalten. Darüber hinaus existiert zum einen eine Kreditlinie in Höhe von 300,0 Mio. Euro, die zum 31. Dezember 2017 nicht in Anspruch genommen ist und vollständig zur Verfügung steht. Zum anderen hat die Rolls-Royce plc zum 31. Dezember 2017 eine Garantie für Bankverbindlichkeiten der RRPS AG aus den Kreditverträgen mit der KfW IPEX-Bank GmbH in Höhe von 23,1 Mio. Euro übernommen.

NAHE STEHENDE PERSONEN

Konzernunternehmen haben mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats des RRPS-Konzerns sowie mit anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit Unternehmen, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des RRPS-Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats ist in Abschnitt 38 | "Organe" des Konzernanhangs ersichtlich.

Arbeitnehmervertreter, die im Aufsichtsrat tätig sind, erhalten Vergütungen für Arbeitsleistungen außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit.

Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der RRPS AG betrugen:

In Mio. Euro 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2017
Kurzfristig fällige Leistungen 1,7 2,3
davon feste Vergütung 1,2 1,0
davon erfolgsbezogene Vergütung 0,5 1,3
Langfristig fällige Leistungen (erfolgsorientierte Vergütung) 0,6 0,1
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,2 0,4
davon laufender Dienstzeitaufwand aus Erhöhung der Pensionsrückstellungen 0,2 0,4
2,5 2,8

Die kurzfristig fälligen Leistungen umfassen insbesondere Gehälter sowie erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile. Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses schließen den im Geschäftsjahr für die Pensionsverpflichtungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand ein.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2017 Vorschüsse in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) an Vorstände ausbezahlt.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands der RRPS AG, die ihre Geschäftstätigkeit vor 2017 beendeten, beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf insgesamt 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2017 betrug die Rückstellung für Pensionszusagen an diese Vorstände 24,8 Mio. Euro (Vorjahr: 19,1 Mio. Euro), die Rückstellungen für die LTIC-Programme beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro).

Die Vorstandsmitglieder nehmen ebenfalls am Long-Term Incentive Plan (LTIP) von Rolls-Royce plc teil.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 wurden die Aufsichtsratsmitglieder mit insgesamt 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) vergütet.

38 | Organe

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Der Vorstand der RRPS AG setzt sich wie folgt zusammen:

ANDREAS SCHELL

Vorsitzender des Vorstands - Chief Executive Officer (CEO) Ressort "Corporate Functions, Sales, Operations & Technology"

MARCUS A. WASSENBERG

Ressort "Corporate Services, HR, Integrity" - Chief Financial Officer (CFO)

AUFSICHTSRAT

Auf der Anteilseignerseite schieden im Geschäftsjahr 2017 folgende Mitglieder aus: Harry Holt (bis 9. Mai 2017) und Colin Smith (bis 31.01.2018).

In der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 wurde Simon John Carlisle mit sofortiger Wirkung als Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt.

Auf der Arbeitnehmerseite schieden im Geschäftsjahr 2017 folgende Mitglieder aus: Bernd Krüper (bis 31. Oktober 2017) und Lilo Rademacher (bis 1. November 2017).

Mit Beschluss des Amtsgerichts Ulm vom 13. November 2017 wurden Dr. Andreas Kunz als Ersatzmitglied für Bernd Krüper sowie Helene Sommer als Ersatzmitglied für Lilo Rademacher zu Mitgliedern des Aufsichtsrats als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt.

Dem Aufsichtsrat der RRPS AG gehören somit folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

AXEL ARENDT (Vorsitzender)

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtschaftsingenieur

Selbstständiger Unternehmensberater

ANDREAS BEMERL*

Betriebswirt (VWA)

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

FRANZ BENZ*

Freigestellter Betriebsrat, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

THOMAS BITTELMEYER* (StellvertretenderVorsitzender)

Betriebsratsvorsitzender, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

SIMON JOHN CARLISLE

Director - Strategy Civil Aerospace bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

MARK GREGORY

General Counsel bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

DR: ANDREAS KUNZ*

Doktor-Ingenieur

Entwicklungsleiter kommerzielle Motoren, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

MIKAEL MAKINEN

President - Marine bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

COLIN SMITH

Group President bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

HELENE SOMMER*

Politikwissenschaftlerin (BA)

Gewerkschaftssekretärin, zweite Bevollmächtigte und Kassiererin der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben

DR. ROBERT WATSON

Chief of Staff des Chief Executive bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

ACHIM ZINSER*

Freigestellter Betriebsrat, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

* Arbeitnehmervertreter

Innerhalb des Gesamtaufsichtsrats wurden ein Vermittlungsausschuss, ein Präsidialausschuss und ein Prüfungs-ausschuss gebildet.

Der Vermittlungsausschuss setzt sich aus Axel Arendt (Vorsitzender), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Simon Carlisle und Achim Zinser zusammen.

Der Präsidialausschuss setzt sich aus Axel Arendt (Vorsitzender), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Colin Smith und Helene Sommer zusammen.

Dem Prüfungsausschuss gehören Axel Arendt (Vorsitzender), Achim Zinser (stellvertretender Vorsitzender), Andreas Bemerl und Mark Gregory an.

39 | Anteilsbesitz der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, Zusatzangaben nach HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Unmittelbarer/mittelbarer Anteilsbesitz: Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital

in Tsd. Euro
Anmerkungen1) Ergebnis

in Tsd. Euro
Anmerkungen1)
MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen 100 % 495.174 0 5)
MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 % 192.045 50.664
MTU Hong Kong Ltd., Hongkong/China 100 % 37.400 5.900
MTU Engineering (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China 100 % 24.990 978
MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100 % 7.220 1.565
PT MTU Indonesia, Jakarta/Indonesien 100 % 15.451 1.341
MTU Japan Co. Ltd., Tokio/Japan 100 % 11.824 495
MTU China Co. Ltd., Shanghai/China 100 % 1.351 142
Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China 49 % 27.110 - 2.467
MEST Co. Ltd. 47 % 4.635 926 3)
MTU Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100 % 287 53
L'Orange GmbH, Stuttgart 100 % 9.799 0 1)
L'Orange Fuel Injection Trading (Suzhou) Co. Ltd.,
Suzhou/China 100 % 2.011 2) 1.108 2)
L'Orange Fuel Injection (Ningbo) Co. Ltd., Ningbo City/China 100 % 1.016 2) - 2.240 2)
L'Orange Unterstützungskasse GmbH, Glatten 100 % 32 - 9
MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg 100 % 5.080 0 1)
MTU Italia S.r.l., Arcola/Italien 100 % 23.111 1.759
MTU Benelux B.V., Dordrecht/Niederlande 100 % 19.572 2.123
MTU do Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien 100 % 6.546 4) - 2.514 4)
MTU America Inc., Detroit/USA 100 % 405.734 54.452
MTU Onsite Energy Corp., Mankato/USA 100 % 66.485 4.533
Fluid Mechanics LLC, Novi/USA 100 % - 542 - 594
EPIX Power Systems LLC, Houston/USA 50 % 890 - 604 3)
Karl Maybach-Hilfe GmbH (Unterstützungskasse), Friedrichshafen 100 % 7.225 0
MTU France SAS, Beauchamp/Frankreich 100 % 8.557 4) 929 4)
MTU Israel Ltd., Nathanya/Israel 100 % 1.330 2) 1.017 2)
MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.S., Hadimköy/Türkei 100 % 35.346 11.362
MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg 100 % 11.783 0 1)
MTU Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 % 3.655 9
MTU Yuchai Power Company Ltd. 50 % 19.183 - 2.225 3)
MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 6.222 - 66 3)
MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 9.310 - 3.346
Prokura Diesel Services Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 12 1
MTU UK Ltd., East Grinstead/Großbritannien 100 % 10.194 2.596
MTU Ibérica Propulsión y Energía S.L., Coslada/Spanien 100 % 6.604 - 322
MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf 100 % - 8.887 10.432
Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen 100 % 41.301 - 23.092
Bergen Engines BV, Rotterdam/Niederlande 100 % 3.814 - 779
Bergen Engines Denmark A/S, Aalborg/Dänemark 100 % 2.974 1.301
Bergen Engines India Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien 100 % 12.694 119
Bergen Engines S.L., Tarragona/Spanien 100 % 11.505 1.827
Bergen Engines S.R.L., Genua/Italien 100 % 11.487 2.175
Bergen Engines Ltd., Bedford/Großbritannien 100 % 1.294 731
Bergen Engines Property Co AS, Bergen/Norwegen 100 % 4.655 2.072
Bergen Engines Bangladesh Private Limited,
Dhaka/Bangladesch 100 % 4.059 - 84
MTU Rus LLC, Moskau/Russland 100 % 4.232 4) 1.045 4)
MTU Middle East FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 % - 4.929 - 261

1 EAV mit der MTU Friedrichshafen GmbH

2 Werte 2016

3 Erstmalige Einbeziehung 2017

4 Werte 31. Dezember 2017 vorläufig

5 EAV mit der RRPS AG

40 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 wurde der Konsolidierungskreis der RRPS AG um ein Unternehmen reduziert. Die MTU Onsite Energy Corp., Mankato/USA, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 auf die MTU America Inc., Detroit/USA, verschmolzen.

Friedrichshafen, 15. März 2018

Rolls-Royce Power Systems AG

Andreas Schell, Vorsitzender des Vorstands, Chief Executive Officer (CEO) Ressort "Corporate Functions, Sales, Operations & Technology"

Marcus A. Wassenberg, Mitglied des Vorstands, Chief Financial Officer (CFO) Ressort "Corporate Services, HR, Integrity & Purchasing"

BESÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzernbilanz, Veränderung des Konzerneigenkapitals und Konzernanhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 16. März 2018

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mokier, Wirtschaftsprüfer

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer