AI assistant
Rolls-Royce Holdings PLC — Annual Report 2013
Aug 8, 2014
5271_rns_2014-08-08_91fcfd07-3b13-4228-94e9-7fcb785b3fb5.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication

Rolls-Royce Power Systems AG
Friedrichshafen
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2013
Überwachung und Beratung des Vorstands.
Auch im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Dabei hat sich der Aufsichtsrat von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichtennachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher sowie mündlicher Form zeitnah und umfassend über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Der Aufsichtsrat erhielt zudem monatlich schriftliche Berichte über die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. In den Ausschüssen und im Aufsichtsrat sind alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert worden. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat seine Beschlüsse dazu gefasst.
Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses standen auch außerhalb der Gremiensitzungen in regelmäßigem und engem Kontakt mit dem Vorstand und informierten sich über wesentliche Entwicklungen im Unternehmen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter berieten in getrennten Vorgesprächen vor den Plenumssitzungen die Themen der jeweiligen Tagesordnung.
Schwerpunkte der Beratungen im Plenum.
Im Geschäftsjahr2013 wurden insgesamt fünf ordentliche Sitzungen abgehalten. In den Sitzungen waren all Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend oder entschuldigt. Stimmbotschaften der nicht anwesenden Mitglieder lagen dem Aufsichtsratsvorsitzenden vor. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren neben den nachfolgend genannten Themenschwerpunkten insbesondere die eingehende Berichterstattung über die Arbeit in den Ausschüssen durch die jeweiligen Ausschussvorsitzenden, der Halbjahresabschluss und die Regelberichterstattung zur Markteinschätzung, zur Geschäftsentwicklung sowie zum Risikomanagement.
Ein Schwerpunkt der Beratung war die Konzernstrategie sowie die Wachstumsstrategien für die Bereiche Antriebssysteme, Dezental Energie sowie Service & Distribution. Darüber hinaus wurde über die Integration des Geschäftes mit mittelschnell laufenden Diesel- und Gasmotoren von Bergen Engines A.S. und deren Synergieeffekten beraten. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Verbesserung des bestehenden Compliance Management Systems und verfolgte umfänglich die Ergebnisse der Untersuchungen möglicher Compliance-Verstöße und deren Konsequenzen.
Aufgrund eines externen Hinweises wurde im Jahre 2011 eine interne Untersuchung im Zusammenhang mit auffälligen Zahlungsvorgängen bei der MTU Asia Pte. Ltd. durchgefühlt. diese Untersuchung wurde aufgrund von Auffälligkeiten im Jahre 2012 auf weitere Länder der Vertriebsorganisation Asien ausgeweitet und im Laufe des Jahre 2013 abgeschlossen.
Die Untersuchungen ergaben, dass es in einzelnen Ländern der Vertriebsorganisation Asien zu auffälligen Provisionszahlungen an Vertriebspartner gekommen ist. Es liegen Hinweise dafür vor, dass einzelne Vertriebspartner möglicherweise unlautere Zahlungen vorgenommen haben. Das Unternehmen kooperiert bei der Aufklärung der Sachverhalte in vollem Umfang mit den Ermittlungsbehörden.
Die durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführten Untersuchungen wurden eng durch den vom Aufsichtsrat beauftragten besonderen Sachverständigen im Sinne von §111 Abs. 2 AktG begehet. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss wurden in regelmäßigen Abständen umfassend über die Ergebnisse der Untersuchungen unterrichtet.
Arbeit in den Ausschüssen.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse (Präsidialausschuss, Prüfungsausschuss und Vermittlungsausschuss) gebildet. die Ausschüsse bereiten Themengebiete zur Diskussion im Plenum und zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats vor. Im gesetzlichen Rahmen hat der Aufsichtsrat in geeigneten Fällen Beschlusszuständigkeiten des Aufsichtsrats auf einzelne Ausschüsse übertragen.
Präsidialausschuss.
Der Präsidialausschuss trat im Jahr 2013 zu insgesamt sieben Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich u. a. mit der Neubesetzung der Stell des Vorstandsvorsitzenden sowie mit den Vorstandsgehältern. Ebenso befasste sich der Präsidialausschuss intensiv und in enger Absprache mit dem Prüfungsausschuss über die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Ermittlungen zu den möglichen Compliance-Verstößen und den festzulegenden Konsequenzen.
Prüfungsausschuss.
Der Prüfungsausschuss hielt im Jahr 2013 insgesamt zehn Sitzungen ab. Er befasste sich insbesondere mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, mit der Erörterung des zusammengefassten Lageberichts, der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts und den Quartalsfinanzberichten für das Geschäftsjahr 2013. die Rechnungslegung und Risikoüberwachung sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer wurden ebenfalls eingehend erörtert. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss damit, den Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 vorzubereiten (KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart) und holte dessen Unabhängigkeitserklärung ein. Entsprechender Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2013 wurde erteilt. Darüber hinaus prüfte der Prüfungsausschuss die Vergütung für die KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, und legte gemeinsam mit dem Abschlussprüfer die Schwerpunkte für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 fest. Der Prüfungsausschuss überwachte entsprechend den gesetzlichen Anforderungen den Prozess der Rechnungslegung sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Des Weiteren wurden die mittelfristige Unternehmensplanung sowie die Konzernfinanzierung erörtert. Ein weiterer Schwerpunkt in den Sitzungen des Prüfungsausschusses war die Behandlung der möglichen Compliance-Verstöße innerhalb der Rolls-Royce Power Systems Gruppe. Ebenso wurden die Qualitätssicherung der Konzernrevision, die Überprüfung, Weiterentwicklung und Umsetzung des bestehenden Compliance Management Systems durch den Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG behandelt. Über die Zielsetzung des vom Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 aufgesetzten Kosteneinsparungs- und Effizienzprogramm wurde der Prüfungsausschuss informiert.
Vermittlungsausschuss.
Sitzungen des Vermittlungsausschusses gemäß § 27Abs.3 MitbestG waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 nicht erforderlich.
Interessenkonflikte.
Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen gewesen wären und über die die Hauptversammlung hätte informiert werden müssen.
Jahres- und Konzernabschluss 2013.
Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, prüfte den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Rolls-Royce Power Systems AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2013 und erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.
Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013. die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie die zu prüfenden Unterlagenlagen jedem Aufsichtsratsmitglied vor und wurden in der Bilanzsitzung am 20. März 2014 intensiv erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erstattete dem Aufsichtsrat vollumfänglich Bericht. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 18.März 2014 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 20.März 2014 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat billigte mit Beschluss vom 20. März 2014 den von der Gesellschaft am 28. Februar 2014 aufgestellten Jahresabschluss und den von der Gesellschaft ebenfalls am 28. Februar 2014 aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Durch Wirksamwerden des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zum 1. Januar 2013 entfällt der Verwendungsvorschlag zum Bilanzgewinn.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand.
Im Jahr 2013 schieden aus dem Aufsichtsrat aus: Heinz Brechtel, Stefan Büchner, Andrew Heath, Dr. Edgar Krökel, Patrick Müller und Dr. Jutta Nübel. Statt derer wurden gewählt: Thomas Bittelmeyer, Matthias Gründler, Thomas Hundsdörfer, Alain Michaelis, Dr. Frank Reintjes und Achim Zinser. Andreas Renschler gab den Vorsitz im Aufsichtsrat an John Paterson ab. Am 25. Februar 2014 legte Andreas Renschler sein Aufsichtsratsmandat mit sofortiger Wirkung nieder.
Im Geschäftsjahr 2013 gab es im Vorstand folgende Veränderung: Jörg Schwitalla wurde zum 1. Januar 2013 Mitglied des Vorstands. Joachim Coers schied zum 30. Juni 2013 auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Vorstand aus. Dr. Ulrich Dohte übernahm mit Wirkung ab dem 1. Juli 2013 den Vorstandsvorsitz.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihr Engagement im Geschäftsjahr 2013.
Friedrichshafen, 20. März 2014
Für den Aufsichtsrat
John Paterson, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernlagebericht und Lagebericht
der Rolls-Royce Power Systems AG
In diesem Bericht können durch Rundung Differenzen zwischen den Einzelwerten und den daraus resultierenden Summen auftreten.
Grundlagen des Konzerns
Historie des Rolls-Royce Power Systems Konzerns
Die Geschichte des heutigen Rolls-Royce Power Systems Konzerns reicht über ein Jahrhundert zurück. Keimzelle des Unternehmens ist die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH, die am 23. März 1909 von Karl Maybach und Graf Ferdinand von Zeppelin gegründet wurde. Zunächst entwickelte und baute die Gesellschaft Motoren für die Luftschiffe der Zeppelin-Werke. Im Jahr 1918 firmierte sie in Maybach-Motorenbau GmbH um. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs stieg das Unternehmen kurzzeitig in den Automobilbau sowie in die Herstellung von Hochleistungsdieselmotoren ein. Seit dem Jahr 1969 firmiert es unter dem Namen MTU Friedrichshafen GmbH (für »Motoren- und Turbinen-Union«). Bis zum Jahr 2006 hatte sich die MTU-Friedrichshafen-Gruppe zu einem wesentlichen Bestandteil der Off-Highway-Aktivitäten des damaligen DaimlerChrysler-Konzerns entwickelt, den dieser an einen Finanzinvestor verkaufte. Daraus entstand der Tognum-Konzern, der im Jahr 2007 an die Börse ging. Im Jahr 2011 wurde das Unternehmen mehrheitlich durch Rolls-Royce und Daimler übernommen. Im Jahr 2013 folgte der erfolgreiche Squeeze Out und im Jahr 2014 wurde die Gesellschaft in Rolls-Royce Power Systems AG umbenannt.
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Die Rolls-Royce Power Systems AG mit Sitz in Friedrichshafen ist ein Spezialist für Großmotoren, Antriebssysteme sowie dezentrale Energieanlagen und firmierte vormals unter dem Namen Tognum AG Im Geschäftsjahr 2013 erzielte der Konzern einen Umsatz von 3.339,9 Mio. Euro. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2013 weltweit 11.532 Mitarbeiter.
PRODUKTPORTFOLIO.
Unter der Marke MTU vertreibt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe schnelllaufende Dieselmotoren und Antriebssysteme für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie Pumpenantriebe für die Öl- und Gasindustrie. Das Produktportfolio an dezentralen Energieanlagen der Marke MTU Onsite Energy umfasst Dieselaggregate für Notstrom, Grund- und Spitzenlast sowie Blockheizkraftwerke zur Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis von Gasmotoren und/oder Gasturbinen. Die norwegische Tochtergesellschaft Bergen Engines stellt mittelschnelllaufende Diesel- und Gasmotoren für Schiffe und Energieanlagen her. Darüber hinaus gehören Einspritzsysteme von L'Orange zum Produktportfolio.
Da die Rolls-Royce Power Systems AG nicht mehr börsennotiert ist, entfällt die Segmentberichterstattung in diesem Geschäftsbericht.
KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONZERNSTRUKTUR.
Die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (vormals Engine Holding GmbH), Friedrichshafen, ist der alleinige Anteilseigner der Rolls-Royce Power Systems AG. Das oberste Mutterunternehmen ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien. Zwischen der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH und der Rolls-Royce Power Systems AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Zum Rolls-Royce Power Systems Konzern gehört neben der Rolls-Royce Power Systems AG als Konzernobergesellschaft mit Sitz in Friedrichshafen/Deutschland eine weltumspannende Fertigungs-, Vertriebs- und Servicestruktur. Sie umfasst neben der Konzernobergesellschaft weitere 33 vollkonsolidierte Tochterunternehmen (31. Dezember 2012: 24). Die größte Einzelgesellschaft des Rolls-Royce Power Systems Konzerns ist die MTU Friedrichshafen GmbH mit Sitz in Friedrichshafen. Weitere Konzernunternehmen, die wesentlich zum Geschäftsvolumen beitragen, sind die Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, MTU America Inc. (vormals Tognum America Inc.), Detroit/USA, und die MTU Asia Pte. Ltd. (vormals Tognum Asia Pte. Ltd.), Singapur/Singapur, als Obergesellschaft des Teilkonzerns MTU Asia Group, in dem die asiatischen Tochterunternehmen gebündelt sind. Zentrale Produktionsstandorte des Rolls-Royce Power Systems Konzerns befinden sich in Deutschland, Norwegen, den USA und in China.
Zum 1. Juli 2013 hat die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH 100 % ihrer Anteile an der Bergen Engines AS in die Rolls-Royce Power Systems AG eingebracht und gleichzeitig hat die Vinters International Limited ihre Kontrollrechte an der Bergen-Gruppe ebenfalls der Rolls-Royce Power Systems AG übergeben. Die Rolls-Royce Power Systems AG hat bei der Einbringung der Bergen-Gruppe vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese Common-Control-Transaktion rückwirkend zum 1. Januar 2013 im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG nach der Buchwertmethode abzubilden, da seit dem 1. Januar 2013 die Rolls-Royce Power Systems Gruppe und die Bergen-Gruppe unter gemeinsamer Beherrschung (»common control«) der Rolls-Royce Gruppe stehen.
Mit Wirkung zum 14. Oktober 2013 erhöhte die Rolls-Royce Power Systems AG ihre Anteile durch Einziehung der restlichen Gesellschaftsrechte vom Minderheitsgesellschafter der Onsite Energy Systems GmbH auf 100 % (vormals: 75,1 %).
Berichtszeitraum und Vergleichsperioden
Wir berichten in diesem zusammengefassten Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012. Im Vergleichszeitraum war die Bergen-Gruppe noch nicht konsolidiert. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst. Der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Rolls-Royce Power Systems Konzerns zusammengefasst. Die Risiken und Chancen der Rolls-Royce Power Systems AG als Mutterunternehmen sind untrennbar mit denen des Rolls-Royce Power Systems Konzerns verbunden. In diesem Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den Rolls-Royce Power Systems Konzern. Informationen zur Lage des Mutterunternehmens Rolls-Royce Power Systems AG sind in einem separaten Kapitel enthalten.
Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Rolls-Royce Power Systems Konzerns stellen wir im Vergleich zu den Werten zum 31. Dezember 2012 dar. Sowohl die Abschlüsse der Berichtsperiode als auch die der Vergleichsperiode wurden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den gemäß §315a HGB (Handelsgesetzbuch) zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften.
Wirtschaftsbericht des Rolls-Royce Power Systems Konzerns
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Zurückhaltung prägte die weltwirtschaftliche Entwicklung 2013. Die Schuldenproblematik in Europa, die Fiskalkrise in den USA sowie die schwächere Wachstumsdynamik in den BRIC-Staaten führten insgesamt zu gemäßigtem Wachstum. Die Erwartung einer deutlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte erfüllte sich nur teilweise.
Weltwirtschaftliche Entwicklung
In der Eurozone gab es 2013 eine leichte Erholung. Die Stimmung in den meisten Krisenländern hellte sich auf, und die Wirtschaftsleistung nahm zum ersten Mal seit 2011 wieder zu. Die EZB senkte die Zinsen auf einen Tiefststand, um die Gefahr einer Deflation zu dämmen und die Vergabe von Krediten an Unternehmen anzukurbeln.
Deutschland war auch 2013 das Zugpferd der Eurozone und konnte trotz der schwachen Impulse aus anderen Mitgliedsländern weiterhin leicht wachsen. Die globalen Unsicherheiten trafen jedoch den deutschen Maschinenbau. Die Umsätze entwickelten sich seit Jahresbeginn unstetig. Zum Jahresende deutete sich allerdings eine Stabilisierung an. Insgesamt konnte nach Schätzungen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) 2013 das Produktionsniveau des Vorjahres nahezu erreicht werden (-1%).
Das gedämpfte Wachstum in den aufstrebenden Schwellenländern (BRIC-Staaten) setzte sich 2013 fort. Durch die schleppende weltwirtschaftliche Entwicklung sank insgesamt die Auslandsnachfrage nach Exportgütern und Rohstoffen. Erst zum Jahresende zogen Exporte und die Industrieproduktion wieder an.
Eine mögliche Zinsanhebung durch die US-amerikanische Notenbank schürte Sorgen vor einem Ende der Liquiditätsschwemme, führte zu Kapitalabflüssen aus Schwellenländern und belastete die erforderliche Investitionstätigkeit. Dies betraf insbesondere Indien, Indonesien, Brasilien, die Türkei und Südafrika. Die geringere Nachfrage aus China und Europa sowie strukturelle Probleme, z. B. schwache Infrastrukturen und bürokratische Hürden, belasteten die Entwicklung Brasiliens und Indiens 2013 zusätzlich.
Trotz geringerer Exportnachfrage konnte die chinesische Wirtschaft 2013 gleichmäßig zulegen. Chinas Führung betonte mit der Ankündigung zahlreicher Maßnahmen, die Wirtschaft zu liberalisieren und den Binnenkonsum zu fördern. Zukünftig werden infolgedessen robuste, jedoch einstellige Wachstumsraten erwartet.
Die grundsätzliche Stärke der US-Wirtschaft spiegelte sich 2013 im Abbau der Arbeitslosigkeit und im gleichmäßigen Wachstum trotz fiskalischer Einsparungen wieder. Die übermäßige Verschuldung im privaten Sektor und die Ungleichgewichte am Immobilienmarkt konnten weitgehend bereinigt werden. Auch das staatliche Haushaltsdefizit wurde 2013 deutlich verringert.
Japan führte eine expansive Geld- und Fiskalpolitik ein. Dadurch wurde 2013 eine deutliche Abwertung des Yen erreicht, sodass sich Exporte und Wirtschaftswachstum positiv entwickelten. Während die langjährige Deflation beendet werden konnte, erreichte die Staatsschuldenquote ein Rekordniveau.
Aufgrund der starken Exportorientierung haben Wechselkurse einen großen Einfluss auf die Geschäfte des Rolls-Royce Power Systems Konzerns. Die auffälligsten Entwicklungen waren 2013 die massive Abwertung des Yen sowie die Abschwächung der Währungen vieler Schwellenländer gegenüber dem Euro. Seit dem Frühjahr konnte eine leichte Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar beobachtet werden.
Branchenentwicklung
Nach Schätzungen des VDMA konnte 2013 der globale Umsatz des Maschinenbaus im schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld um 1 % zulegen, jedoch mit deutlichen regionalen und sektoralen Unterschieden. Von den fünf wichtigsten Ländern des Maschinenbaus konnten nur die USA und China ihre Produktion bis zum Sommer ausbauen. In Deutschland, Japan und Italien schrumpfte sie hingegen.
Marktposition
Relevant für die Rolls-Royce Power Systems Gruppe ist der Markt für schnelllaufende Dieselmotoren für Off-Highway-Anwendungen im Leistungsbereich von 100 Kilowatt bis 10 Megawatt. Die wichtigsten etablierten Wettbewerber der Rolls-Royce Power Systems Gruppe sind Caterpillar, Cummins, MAN Diesel und Wärtsilä.
ENGINES
Im Bereich der Marineanwendungen hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr weiterhin stabilisiert. Im Yachtmarkt ist die Wirtschaftskrise vor allem im Mittelmeerraum jedoch weiterhin spürbar. Ausgenommen bleibt der Bereich der Megayachten, welcher sich global gesehen erneut etwas stärker entwickelte.
Das Segment der kommerziellen Marineanwendungen wurde durch die anhaltend positiven Impulse im Offshore-Segment getrieben.
Der Markt für militärische Schiffe entwickelte sich im Jahr 2013 weiterhin positiv. Im Fokus standen Themen wie Küstenschutz, die Sicherung und der Schutz von Rohstoffquellen sowie die zunehmende Industrialisierung in der Arktis. Projekte wurden durch die Erneuerung bestehender Flottenstrukturen im Westen sowie durch die Expansion bestehender Flotten im Raum Asien/Lateinamerika zusätzlich getrieben.
Im Leistungsbereich zwischen 500 und 10.000 Kilowatt nimmt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe mit Marktanteilen von teilweise über 30 % in bestimmten Segmenten eine Spitzenposition ein. Speziell im Bereich der Megayachten, der Schnellfähren oder auch bei Fregatten und Patrouillenbooten zählt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe zu den führenden Anbietern.
Weltweit beobachten wir im Agriculture-Segment, d. h. bei Motoren für den Antrieb landwirtschaftlicher Fahrzeuge, insbesondere in Nord- und Südamerika eine starke Nachfrage. Sie übertraf 2013 sogar deutlich das hohe Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Rohstoffen führte zu hohen Preisen und unterstützte so Investitionen. Neue Emissionsanforderungen für 2014 haben das Umsatzwachstum der Agriculture-, Bau- und Industriemaschinen in Europa gefördert.
Der Markt für Bergbaumaschinen musste deutliche Rückgänge hinnehmen, ausgelöst durch die erheblichen Investitionskürzungen der Minenbetreiber. In den letzten Jahren fand ein starker Ausbau neuer Minen statt. Dies war von der gestiegenen Rohstoffnachfrage aus den Entwicklungsländern (in erster Linie China) getrieben und hob die Verbräuche an Neuequipment auf Rekordniveaus an. In Verbindung mit rückläufigen Rohstoffpreisen seit 2012 sowie gestiegenen Kosten führt das aktuell zur Verschiebung zusätzlicher Minenprojekte. Betreiber haben ihren Fokus auf Effizienzsteigerung und Cashflowoptimierung gelegt. Dies dämpft die Beschaffung von Neufahrzeugen.
Der Bahnmarkt entwickelte sich auch 2013 positiv. Getrieben wird das moderate Wachstum in diesem Marktsegment insbesondere durch anhaltend starke Warenverkehrsnachfrage sowie Erneuerungsbedarf für alternde Flottenbestände.
Nach den Boomjahren haben insbesondere in den USA die Investitionen in Anlagen zu Erschließung von Schiefergesteinsreserven nachgelassen. Existierende Überkapazitäten mussten erst abgebaut werden. Dies konnten auch neu anlaufende Investitionen in die Internationalisierung des Schiefergastrends (China, Argentinien etc.) noch nicht kompensieren.
ONSITE ENERGY & COMPONENTS
Der weltweite Markt für Motoren- und Systemprodukte im Bereich der dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung sah sich im Jahr 2013 einem weiterhin schwierigeren Marktumfeld gegenüber. Verantwortlich hierfür war in erster Linie das verhaltene Wirtschaftswachstum in den BRIC-Staaten. Positiven Einfluss hatte hingegen das freundlichere Investitionsklima in Nordamerika, was sich insbesondere auf Investitionen in sogenannte Datacenter auswirkte.
Weiterhin positiv entwickelte sich der Markt für größere Anlagen zur Stromerzeugung insbesondere in den afrikanischen Staaten sowie in den Schwellenländern Asiens. Sowohl in diesem Segment als auch im Gesamtmarkt zeigte sich der anhaltende Trend hin zu gasgefeuerten Anlagen. Er wird durch den Ausbau der globalen Erdgasinfrastruktur (LNG und Pipelines), geringere spezifische Emissionen sowie ein höheres Erdgasangebot insbesondere durch die Förderung in Nordamerika begünstigt.
Unsicherheiten in der europäischen Energiepolitik sowie Rückgänge bei der Förderung von Biogas führten zu Investitionsverschiebungen und Rückgängen in diesem Segment.
Eine leicht abgeschwächte Entwicklung im Jahr 2013 verzeichnete der Markt für Einspritzsysteme, in dem unser Tochterunternehmen L'Orange GmbH, Stuttgart, tätig ist.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Der Rolls-Royce Power Systems Konzern deckt mit seinem Produktprogramm zahlreiche Anwendungsbereiche ab und ist in vielen Märkten vertreten. Er kann sich deshalb insbesondere in seinen Hauptabsatzregionen Europa, Amerika und Asien nicht vollständig von den jeweiligen Konjunkturentwicklungen der einzelnen Märkte abkoppeln. Da wir jedoch ein differenziertes Produktportfolio pflegen und unser Geschäft global ausgewogen verteilt ist, ist unsere Unternehmensgruppe für Entwicklungen, die nur in einzelnen Wirtschaftsregionen oder Anwendungsbereichen auftreten, vergleichsweise wenig anfällig.
Der Markt verlangt nach immer effizienteren, leistungsfähigeren und gleichzeitig schadstoffärmeren Motoren und dezentralen Energieanlagen. Dieser Trend erfordert von allen Wettbewerbern eine permanente Weiterentwicklung und technische Optimierung der angebotenen Produkte. Mit unserer hohen technologischen Kompetenz setzen wir Standards und treiben Innovationen voran, vor allem bei der eigenständigen Entwicklung und Herstellung von Schlüsselkomponenten der Dieselmotorenfertigung (Einspritzung, Elektronik, Aufladung und Abgasnachbehandlung).
Auch Rohstoff- und Materialpreise beeinflussen unsere Geschäftsentwicklung. Unsere hauptsächlichen Vormaterialien sind hochvergütete Stähle, Gusserzeugnisse, Halbzeuge, Aluminiumlegierungen sowie weitere Metalle und Legierungen. Darüber hinaus sind Erdöl (Diesel) und Strom von Bedeutung. Risiken aus Preissteigerungen begegnen wir durch langfristige Lieferverträge und Rohstoffsicherungen.
Daneben wirkte sich der gestiegene Personalaufwand auf die wirtschaftliche Lage des Rolls-Royce Power Systems Konzerns aus. Der Anstieg ist unter anderem auf die Erstkonsolidierung der Bergen-Gruppe zurückzuführen. Gegenläufige Effekte ergaben sich vor allem durch den Rückgang der Überstundenkonten.
Auch Wechselkursrelationen, insbesondere die des US-Dollars zum Euro, haben Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des Rolls-Royce Power Systems Konzerns. Der im Vergleich zum Jahr 2012 gestiegene Euro zu US-Dollar-Wechselkurs beeinflusste die deutsche Exportwirtschaft und somit die Rolls-Royce Power Systems Gruppe tendenziell negativ. Das Jahreshoch des Wechselkurses wurde Ende Oktober mit 1,38 US-Dollar erreicht. Zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen tätigen wir Sicherungsgeschäfte.
In den Ländern, in denen wir aktiv sind, gelten die unterschiedlichsten Gesetze und Vorschriften. Besondere Bedeutung für die Geschäftstätigkeit der Rolls-Royce Power Systems Gruppe haben Exportkontrollregelungen, umweltrechtliche Bestimmungen in Bezug auf Produktionsverfahren, Standorte und Erzeugnisse sowie die Vorschriften für das militärische Beschaffungswesen.
Geschäftsentwicklung
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 trotz des konjunkturellen Gegenwinds ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Umsatz lag aufgrund der Erstkonsolidierung der Bergen-Gruppe deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Kapazitätsauslastung hat sich in der Berichtsperiode verbessert. Dank der konsequenten Umsetzung unserer Strategie haben wir trotz höherer Verwaltungs- und Entwicklungskosten unsere Ergebniserwartung des Geschäftsberichts 2012 mit einer bereinigten Umsatzrendite (bereinigtes EBIT im Verhältnis zum Umsatz) auf dem Niveau des Jahres 2012 voll erfüllt.
Vor allem der hohe Leistungs- und Technologiestandard unserer Produkte war ausschlaggebend für den stetigen Erfolg von der Rolls-Royce Power Systems Gruppe. Unsere Stärken sehen wir dabei in unserer Fähigkeit, kundenspezifische Antriebs- und Energiesysteme zu konzipieren und anzubieten, in unserem umfangreichen Produktportfolio sowie in einer weltweit aktiven und renommierten Vertriebsorganisation. Mit diesem ausgewogenen Geschäftsmodell ist die Abhängigkeit von Konjunkturzyklen einzelner Anwendungsbereiche und Regionen begrenzt.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF.
Folgende produkt- und marktorientierte strategische Ziele haben wir im Jahr 2013 erfolgreich umgesetzt:
| ― | hohe Umsätze mit Antrieben für Schiffe von öffentlichen Auftraggebern, |
| ― | Baureihe 8000 seit 2012 mit einer Leistung von 10 Megawatt verfügbar sowie |
| ― | Wachstum bei Antriebssystemen für die Landwirtschaft. |
Insgesamt bewegten sich die Umsatzerlöse mit 3.339,9 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Auch ohne die Bergen-Gruppe hätten wir den prognostizierten Umsatz auf Vorjahresniveau erreicht.
Mit einer bereinigten Umsatzrendite von 10,2% haben wir unsere Prognose aus dem Geschäftsbericht 2012 mit einer Rendite auf Vorjahresniveau erfüllt. Auch ohne die Bergen-Gruppe hätten wir das prognostizierte Ziel erreicht. Diesen Erfolg haben wir dank verbesserter Kapazitätsauslastung und dem Abbau von Zeitguthaben erreicht.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wollten wir gegenüber dem Vorjahr auf dem hohen Niveau halten, was wir mit Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 216,4 Mio. Euro (Vorjahr: 203,6 Mio. Euro) umgesetzt haben. Durch Investitionen in Zukunftstechnologien stellen wir unsere Technologieführerschaft auch künftig sicher.
Die Investitionen wollten wir steigern. Vor allem aufgrund von zeitlichen Verschiebungen aufgrund von Kapazitätsengpässen kam es jedoch zu einem Rückgang auf 161,6 Mio. Euro (Vorjahr: 183,5 Mio. Euro).
Mit einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 274,9 Mio. Euro haben wir das Ziel eines positiven Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit erreicht.
Lage
Ertragslage
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN
| in Mio. Euro | 2012 (angepasst)1 | 2013 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 3.014,5 | 3.339,9 | 10,8 % |
| EBIT | 282,5 | 336,6 | 19,2% |
| Bereinigtes EBIT | 295,4 | 341,7 | 15,7% |
| Bereinigte Umsatzrendite (bereinigtes EBIT/Umsatz) | 9,8% | 10,2% |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
AUFTRAGSEINGANG.
Der Auftragseingang für den Rolls-Royce Power Systems Konzern erhöhte sich in der Berichtsperiode um 14,9% auf 3.539,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3.079,7 Mio. Euro).
UMSATZ.
Der Konzernumsatz erhöhte sich in der Berichtsperiode um 10,8% auf 3.339,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3.014,5 Mio. Euro).
Während sich der Bereich der kommerziellen Schiffe und Yachten leicht positiv entwickelte, war der Trend im Behördengeschäft deutlich aufwärts gerichtet. Innerhalb des Anwendungsbereichs Industrial war das Geschäft mit Bahnmotoren und Bergbauantrieben aufgrund der Investitionszurückhaltung der Kunden erwartungsgemäß schwächer. In der Anwendung Oil & Gas kam es durch eine geringere Investitionstätigkeit angesichts der immer noch niedrigen Rohstoffpreise zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Im Bereich Defense legte der Umsatz infolge stärkerer Projekttätigkeit zu.
Sowohl der Umsatz mit Dieselsystemen als auch das Liefergeschäft mit OEM-Kunden entwickelten sich positiv. Die Umsatzerlöse im Anwendungsbereich OE Gas Power Systems sanken aufgrund der rückläufigen Nachfrage nach Gassystemen. Bei den Einspritzsystemen verzeichneten wir einen Rückgang, der Bereich After Sales entwickelte sich stabil.
ERGEBNISENTWICKLUNG.
In der Berichtsperiode belief sich das EBIT auf 336,6 Mio. Euro (Vorjahr: 282,5 Mio. Euro). Ein direkter Vorjahresvergleich anhand dieser Ergebnisgröße hat allerdings nur geringe Aussagekraft, da die Daten Einmaleffekte bzw. nicht operative Sachverhalte enthalten. Nach Herausrechnen dieser Effekte ergibt sich für die Berichtsperiode ein bereinigtes EBIT von 341,7 Mio. Euro (Vorjahr: 295,4 Mio. Euro).
Folgende Einmaleffekte bzw. nicht operative Sachverhalte wurden bei der Ermittlung des bereinigten EBIT berücksichtigt:
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN: BEREINIGUNG EBIT
| in Mio. Euro | 2012 (angepasst) | 2013 |
|---|---|---|
| EBIT | 282,5 | 336,6 |
| Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) | 20,1 | 14,0 |
| Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften | 0,2 | -4,3 |
| Effekte aus dem Ausstieg aus den Aktivitäten der Onsite Energy Fuel Cell Systems | -7,4 | -4,6 |
| Bereinigtes EBIT | 295,4 | 341,7 |
Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 10,2% (Vorjahr: 9,8%). Das bereinigte EBIT stieg um 15,7% auf 341,7 Mio. Euro (Vorjahr: 295,4 Mio. Euro). Die gegenüber dem Vorjahr verbesserte Marge resultiert aus der erstmaligen Einbeziehung der Bergen-Gruppe, der verbesserten Kapazitätsauslastung und dem Abbau von Überstunden.
Die Vertriebskosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% auf 238,8 Mio. Euro (Vorjahr: 245,4 Mio. Euro). Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Bergen-Gruppe mit 147,7 Mio. Euro (Vorjahr: 130,5 Mio. Euro) um 13,2 % über dem Vorjahr. Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen planmäßig auf 216,4 Mio. Euro (Vorjahr: 203,6 Mio. Euro). Wie in den Vorjahren investieren wir bewusst in die Zukunft, um mit neuen Motoren und Systemen unseren Technologievorsprung weiter auszubauen und damit das zukünftige Wachstum der Rolls-Royce Power Systems Gruppe zu sichern.
BRUTTOERGEBNIS.
Das Bruttoergebnis in der Berichtsperiode betrug 935,8 Mio. Euro (Vorjahr: 866,0 Mio. Euro). Bereinigt um die für das Bruttoergebnis relevanten Einmaleffekte und nicht operativen Sachverhalte ergab sich im dargestellten Berichtszeitraum ein bereinigtes Bruttoergebnis von 945,1 Mio. Euro (Vorjahr: 868,0 Mio. Euro) und somit eine bereinigte Bruttoergebnismarge von 28,3% (Vorjahr: 28,8%). Dämpfend wirkte sich der verschlechterte Produktmix aus.
ZINSERGEBNIS.
Der um 4,0 Mio. Euro gesunkene Zinsaufwand ist weitgehend auf das reduzierte Kreditvolumen zurückzuführen. Die Zinserträge waren mit 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) stabil. Daraus ergibt sich ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 21,8 Mio. Euro (Vorjahr: 25,5 Mio. Euro).
BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE.
Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich in der Berichtsperiode auf 213,6 Mio. Euro (Vorjahr: 180,9 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der oben genannten Einmaleffekte und nicht operativen Sachverhalte sowie unter Anwendung einer Konzernsteuerquote von 32,1 % (Vorjahr: 29,6%) ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis von 217,1 Mio. Euro (Vorjahr: 190,0 Mio. Euro). Der Anstieg der Konzernsteuerquote resultiert weitgehend aus der Wertberichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen und einer strukturellen Verschiebung des Steueraufwands in Länder mit Steuersätzen oberhalb der Konzernsteuerquote. Das bereinigte Ergebnis je Aktie2 für die Berichtsperiode beläuft sich damit auf 1,65 Euro (Vorjahr: 1,45 Euro).
KAPITALVERZINSUNG.
Zur Darstellung der Gesamtkapitalrendite verwenden wir die Kennzahl RONA (Return on Net Assets). Das Nettovermögen (Net Assets) umfasst das im Rolls-Royce Power Systems Konzern gebundene und zu verzinsende Kapital. Auf Konzernebene wird das Nettovermögen passivisch abgeleitet und enthält die Positionen Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und verzinsliches Fremdkapital abzüglich Zahlungsmittel. Den so ermittelten Kapitaleinsatz setzen wir als Durchschnittswert3 in Relation zu unserer operativen Ergebnissteuerungsgröße, dem bereinigten EBIT. Der daraus resultierende RONA wird dem Konzernkapitalkostensatz gegenübergestellt.
Im Berichtsjahr wurde für die interne Steuerung des Rolls-Royce Power Systems Konzerns ein einheitlicher interner Verzinsungsanspruch vor Steuern von 12% p. a. verwendet. Dieser Wert wurde als langjähriger Durchschnitt festgesetzt. Somit ist sichergestellt, dass nicht allein kurzfristige Schwankungen der Determinanten des internen Verzinsungsanspruchs langfristige Investitionsentscheidungen beeinflussen. Der interne Verzinsungsanspruch wird unabhängig von dem nach IAS 36 ermittelten WACC (Weighted Average Cost of Capital) festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2013 ergab sich unter Ansatz der durchschnittlichen Net Assets in Höhe von 1.363,6 Mio. Euro und dem bereinigten EBIT von 341,7 Mio. Euro ein bereinigter RONA von 25,1 % (Vorjahr: 23,6%).
2 Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des den Eigentümern der Rolls-Royce Power Systems AG zustehenden Konzernergebnisses durch die Anzahl der Aktien in Höhe von 131.380.000 Stück ermittelt.
3 (Jahresanfangsbestand + Jahresendbestand)/2
Vermögenslage
Abweichend zur Bilanzgliederung nach IFRS wird hier aus Gründen der Übersichtlichkeit eine auf die wesentlichen Positionen verkürzte Konzernbilanz dargestellt. Diese bildet auch die Grundlage für die weitere Kommentierung.
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN: BILANZ
AKTIVA
| in Mio. Euro | 31.12.2012 (angepasst) | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1.190,3 | 1.239,3 |
| Vorräte | 820,1 | 993,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 520,3 | 637,4 |
| Flüssige Mittel | 290,9 | 316,3 |
| Übrige Vermögenswerte | 108,9 | 142,3 |
| Bilanzsumme | 2.930,4 | 3.328,7 |
PASSIVA
| in Mio. Euro | 31.12.2012 (angepasst) | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 780,1 | 885,3 |
| Rückstellungen | 977,0 | 984,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 470,1 | 552,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 352,6 | 418,8 |
| Erhaltene Anzahlungen | 255,2 | 385,6 |
| Übrige Verbindlichkeitspositionen | 95,4 | 102,0 |
| Bilanzsumme | 2.930,4 | 3.328,7 |
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um 13,6%. Im Folgenden werden die wesentlichen Veränderungen erläutert, von denen viele aus der Erstkonsolidierung der Bergen-Gruppe resultieren.
AKTIVSEITE.
Die langfristigen Vermögenswerte veränderten sich nur geringfügig. Die Vorräte stiegen infolge der vorlaufenden Produktion, der entsprechenden Handelsbestände und der Erstkonsolidierung der Bergen-Gruppe um 21,1 % auf 993,3 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 820,1 Mio. Euro). Davon entfielen 112,8 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 0,0 Mio. Euro) auf die Bergen-Gruppe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 22,5% auf 637,4 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 520,3 Mio. Euro). Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 8,7% auf 316,3 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 290,9 Mio. Euro).
Das Net Working Capital4 erhöhte sich - im Wesentlichen bedingt durch die Erstkonsolidierung der Bergen-Gruppe - um 12,8% auf 826,3 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 732,6 Mio. Euro).
4 Net Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ./. Erhaltene Anzahlungen
PASSIVSEITE.
Die Entwicklung des Eigenkapitals im Vergleich zum 31. Dezember 2012 ergibt sich weitgehend aus der Sacheinlage der Bergen-Gruppe. Die Eigenkapitalquote belief sich insgesamt auf 26,6% (31. Dezember 2012: 26,6%). Die Rückstellungen stiegen um 0,8 % auf 984,9 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 977,0 Mio. Euro). Die finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 17,4% auf 552,1 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 470,1 Mio. Euro). Als Folge des erfreulichen Auftragseingangs stiegen die erhaltenen Anzahlungen um 51,1 % auf 385,6 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 255,2 Mio. Euro).
AUSWIRKUNGEN VON BILANZIERUNGSANSÄTZEN AUF DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE.
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe verwendete für das Jahr 2013 erstmalig die sogenannte SORIE-Methode nach IAS 19 (revised). Wäre in der Rolls-Royce Power Systems Gruppe im Geschäftsjahr 2013 noch die Korridormethode angewandt worden, hätte sich im Eigenkapital ein positiver Effekt in Höhe von 47,3 Mio. Euro ergeben. Die Pensionsrückstellung wäre um denselben Betrag geringer ausgewiesen worden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« auf Seite 39 im Konzernanhang.
Finanzlage
FINANZIERUNG.
Im Rahmen einer langfristigen Finanzierung verfügen wir über eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2018, welche derzeit nicht gezogen ist. Darüber hinaus erhielt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe bereits im Dezember 2011 von der Europäischen Investitionsbank ein Darlehen in Höhe von 125 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2016 für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Im Juli 2012 wurde es um 75 Mio. Euro erhöht. Zusätzlich finanziert die KfW IPEX-Bank Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von 50 Mio. Euro.
Die Verträge zur vorgenannten revolvierenden Kreditlinie und die Darlehen enthalten bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen, die unter anderem das Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zur Ergebnisgröße EBITDA, den Verkauf von Vermögenswerten und die M&A-Aktivitäten betreffen.
AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE.
Wir nutzen das Leasing bei Immobilien, beim Fuhrpark und im IT-Bereich, um die Kapitalbindung und Investitionsrisiken zu begrenzen. Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden im Geschäftsjahr 2013 Leasingaufwendungen in Höhe von 56,5 Mio. Euro (Vorjahr: 56,9 Mio. Euro) erfolgswirksam erfasst. Zu den künftigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen verweisen wir auf den Abschnitt »Leasingverhältnisse« ab Seite 88 im Konzernanhang.
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN: CASHFLOW
| in Mio. Euro | 2012 (angepasst) | 2013 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 278,9 | 274,9 | -1,4% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -99,5 | -74,2 | 25,4% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -308,8 | -168,7 | 45,4% |
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug 274,9 Mio. Euro (Vorjahr: 278,9 Mio. Euro) und wurde wesentlich durch den Anstieg der Verbindlichkeiten sowie der Vorräte beeinflusst. In der aktuellen Berichtsperiode belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf-74,2 Mio. Euro (Vorjahr: -99,5 Mio. Euro). Die Veränderung in Höhe von 25,3 Mio. Euro resultiert hauptsächlich aus der Erstkonsolidierung der Bergen-Gruppe. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -168,7 Mio. Euro (Vorjahr: -308,8 Mio. Euro) veränderte sich hauptsächlich durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten im Zuge der Neufinanzierung im Jahr 2012.
INVESTITIONEN.5
In der Berichtsperiode tätigten wir Investitionen in Höhe von 161,6 Mio. Euro (Vorjahr: 183,5 Mio. Euro), davon entfielen 124,2 Mio. Euro auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 136,6 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum erwarben wir vor allem Produktions- und produktionsnahe Anlagen. Die Investitionen in Sonderbetriebsmittel dienen der Weiterentwicklung von bestehenden Baureihen und der Optimierung des Fertigungsprozesses.
Darüber hinaus umfassen die Investitionen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 37,4 Mio. Euro (Vorjahr: 47,0 Mio. Euro), die zu einem großen Teil die Entwicklung der künftigen Motorbaureihen 1000, 1100, 1300 und 1500 betreffen.
5 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, ohne Finanzanlagen und ohne Neuzugänge im Konsolidierungskreis
NETTOFINANZVERSCHULDUNG.
Die Nettofinanzverschuldung wies zum Stichtag aufgrund des positiven Free Cashflows (der sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammensetzt) einen Überhang an liquiden Mitteln gegenüber den zinstragenden Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 65,8 Mio. Euro auf (31. Dezember 2012: 40,1 Mio. Euro). Die Quote von Nettofinanzverschuldung zu bereinigtem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation auf materielle und immaterielle Vermögenswerte) belief sich somit auf-0,1 (Vorjahr: -0,1).
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Wir konnten mit unseren Produkten in nahezu allen Anwendungsbereichen und Absatzmärkten an der befriedigenden Entwicklung der Off-Highway-Märkte partizipieren. Der Rolls-Royce Power Systems Konzern besitzt ausreichend finanzielle Flexibilität, um die zukünftigen Investitionsanforderungen im Rahmen der Wachstums- und Produktstrategie konsequent umzusetzen. Wir investieren auch weiterhin stark in den Bereich Forschung und Entwicklung, um den Technologievorsprung weiter auszubauen. Auf die künftigen, schärferen Emissionsanforderungen ist unser Produktportfolio bestens vorbereitet - darüber hinaus verbessern wir unsere Produkte in Bezug auf wesentliche kundenrelevante Eigenschaften wie Kraftstoffverbrauch und Lebenszykluskosten kontinuierlich weiter. Insgesamt befindet sich der Rolls-Royce Power Systems Konzern zum Ende der Berichtsperiode in einer wirtschaftlich soliden Lage und ist auf weiteres profitables Wachstum ausgerichtet.
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Über verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren berichten wir im Abschnitt »Lage« ab Seite 9. Über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sowie Arbeitnehmer- und Umweltbelange berichten wir in den Kapiteln »Mitarbeiter« und »Nachhaltigkeitsbericht« ab Seite 16.
Lagebericht zum Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG nach HGB
Nachfolgend ist der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG dargestellt.
Lage
Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT): GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2013
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Finanzergebnis | 228,3 | 268,7 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -108,4 | -100,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 94,3 | 75,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -25,9 | -23,6 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 188,4 | 219,9 |
| Außerordentlicher Aufwand | -0,4 | -0,4 |
| Außerordentliches Ergebnis | -0,4 | -0,4 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -19,5 | 9,2 |
| Überschuss vor Ergebnisabführung | 168,5 | 228,7 |
| Aufwendungen aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages | -168,5 | -228,7 |
| Jahresüberschuss | 0,0 | 0,0 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 93,7 | 93,7 |
| Bilanzgewinn | 93,7 | 93,7 |
Die Rolls-Royce Power Systems AG erzielte im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 219,9 Mio. Euro (Vorjahr: 188,4 Mio. Euro). Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 16,7%. Im Wesentlichen stützt sich dieses Ergebnis auf die Erträge aus der Gewinnabführung der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, in Höhe von 255,8 Mio. Euro (Vorjahr: 257,7 Mio. Euro). Zum positiven Ergebnis der Rolls-Royce Power Systems AG trugen außerdem die sonstigen betrieblichen Erträge mit insgesamt 75,3 Mio. Euro (Vorjahr: 94,3 Mio. Euro) bei. Diese Position enthält vorwiegend Erträge aus konzerninternen Umlagen in Höhe von 72,2 Mio. Euro (Vorjahr: 76,9 Mio. Euro).
Belastet wurde das Ergebnis durch die allgemeinen Verwaltungskosten von 100,5 Mio. Euro (Vorjahr: 108,4 Mio. Euro) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 23,6 Mio. Euro (Vorjahr: 25,9 Mio. Euro). Ursächlich für die gesunkenen Verwaltungskosten ist hauptsächlich der Rückgang der Beratungskosten.
Am 25. September 2012 wurde zwischen der Rolls-Royce Power Systems AG und der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (bis zum 21. Mai 2013 Engine Holding GmbH) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Das steuerliche Einkommen der Rolls-Royce Power Systems AG inklusive aller deutschen Organgesellschaften wird seit dem Veranlagungszeitraum 2012 der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH zugerechnet und bei dieser der deutschen Körperschaft- und Gewerbesteuer unterworfen.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Rolls-Royce Power Systems Konzerns sollte sich in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG widerspiegeln. Außerdem hatten wir wesentliche Beiträge zum Ergebnis aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH prognostiziert. Mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 219,9 Mio. Euro und den Erträgen aus der Gewinnabführung der MTU Friedrichshafen GmbH in Höhe von 255,8 Mio. Euro haben wir diese Ziele erreicht.
AUSBLICK FÜR DIE ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG.
Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des Rolls-Royce Power Systems Konzerns wird sich auch in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG für das Jahr 2014 entsprechend widerspiegeln. Insbesondere erwarten wir wesentliche Beiträge zum Ergebnis aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH. Weitere Informationen zur Prognose für den Rolls-Royce Power Systems Konzern befinden sich im Prognosebericht ab Seite 25.
Vermögenslage der Rolls-Royce Power Systems AG
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT): BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013
AKTIVA
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Sachanlagen | 0,9 | 0,8 |
| Finanzanlagen | 925,0 | 1.359,6 |
| 925,9 | 1.360,4 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 368,4 | 549,4 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 252,1 | 233,2 |
| 620,5 | 782,6 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,5 | 1,2 |
| Bilanzsumme | 1.547,9 | 2.144,2 |
PASSIVA
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 131,4 | 131,4 |
| Kapitalrücklage | 262,6 | 662,7 |
| Gewinnrücklagen | 335,1 | 335,1 |
| Bilanzgewinn | 93,7 | 93,7 |
| 822,8 | 1.222,9 | |
| Rückstellungen | 67,5 | 68,5 |
| Verbindlichkeiten | 657,6 | 852,8 |
| Bilanzsumme | 1.547,9 | 2.144,2 |
AKTIVSEITE.
Zum 31. Dezember 2013 belief sich die Bilanzsumme der Rolls-Royce Power Systems AG auf 2.144,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.547,9 Mio. Euro). Auf der Aktivseite trug dazu insbesondere das Finanzanlagevermögen der Rolls-Royce Power Systems AG bei. Es besteht im Wesentlichen aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen machen einen großen Teil des Umlaufvermögens aus. Sie resultieren aus dem Finanzverkehr innerhalb der Rolls-Royce Power Systems Gruppe.
PASSIVSEITE.
Das Eigenkapital der Rolls-Royce Power Systems AG stieg gegenüber dem Vorjahr auf 1.222,9 Mio. Euro (Vorjahr: 822,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 57,0% (Vorjahr: 53,2%). Der Anstieg resultiert aus der Sacheinlage der Bergen-Gruppe.
Die Rückstellungen setzen sich überwiegend aus Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Steuerrückstellungen betreffen überwiegend noch nicht endgültig veranlagte Steuern. Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr vorwiegend Personalrückstellungen.
Die Verbindlichkeiten der Rolls-Royce Power Systems AG setzten sich im Wesentlichen aus zwei Bestandteilen zusammen: zum einen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 250,6 Mio. Euro (Vorjahr: 250,6 Mio. Euro), die hauptsächlich im Zusammenhang mit der Finanzierung der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, stehen, und zum anderen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 590,6 Mio. Euro (Vorjahr: 388,6 Mio. Euro), die sich aus dem Finanzverkehr innerhalb der Rolls-Royce Power Systems Gruppe sowie dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben.
Finanzlage der Rolls-Royce Power Systems AG
FINANZIERUNG.
Im Rahmen einer langfristigen Finanzierung verfügen wir über eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 300 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2018, welche derzeit nicht gezogen ist. Darüber hinaus erhielt die Rolls-Royce Power Systems AG bereits im Dezember 2011 von der Europäischen Investitionsbank ein Darlehen in Höhe von 125 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2016 für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Im Juli 2012 wurde es um 75 Mio. Euro erhöht. Zusätzlich finanziert die KfW IPEX-Bank Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von 50 Mio. Euro.
Die Verträge zur vorgenannten revolvierenden Kreditlinie und die Darlehen enthalten bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen, die unter anderem das Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zur Ergebnisgröße EBITDA, den Verkauf von Vermögenswerten und die M&A-Aktivitäten betreffen. Zusammen mit dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stellen sie die Mittel für das operative Geschäft sowie für die Finanzierung des organischen und externen Wachstums zur Verfügung.
Forschung und Entwicklung
Zum Ende des Jahres 2013 widmeten sich in der Rolls-Royce Power Systems Gruppe rund 10% der Gesamtbelegschaft Forschungs- und Entwicklungsaufgaben.
Um unsere Ziele zu erreichen, erbrachten wir im Berichtszeitraum Entwicklungsleistungen in Höhe von 253,2 Mio. Euro (Vorjahr: 241,4 Mio. Euro). Die Entwicklungsaufwendungen stiegen planmäßig um 6,3% auf 216,4 Mio. Euro (Vorjahr: 203,6 Mio. Euro). Der Anstieg beruht vor allem auf der erstmaligen Einbeziehung der Bergen-Gruppe.
Bei den Nachfolgern der Baureihen 2000 und 4000 wollen wir mit verstärkten Entwicklungsaufwendungen die Technologieführerschaft sicherstellen. Aus diesem Grund betrachten wir die zukünftig noch strengeren Emissionsrichtlinien als große Chance für uns. Auch die erfolgreiche Baureihe 1163 für Marineanwendungen entwickeln wir für neue Emissionsrichtlinien weiter. Der B32:40-Motor von Bergen Engines erfährt eine Weiterentwicklung für die Kernkraftwerk-Anwendung. Des Weiteren entwickeln wir Gasmotoren zur Stromerzeugung und im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung weiter. Mit dem 20V4000 ist die Rolls-Royce Power Systems Gruppe in eine neue Leistungsklasse vorgedrungen. Außerdem hat MTU die Naval Vessel Rules-Zertifizierung (NVR) durch das American Bureau of Shipping (ABS) nach 1.500 Stunden Erprobung des 20-Zylinder-Motors der Baureihe 8000 erhalten.
Die aktivierten Entwicklungskosten bewegten sich mit 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro) weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die bezahlten Entwicklungsleistungen stiegen projektbedingt auf 34,6 Mio. Euro (Vorjahr: 34,4 Mio. Euro).
Die Entwicklungsquote (Verhältnis der Entwicklungsleistungen zum Umsatz) bewegte sich im Berichtszeitraum mit 7,6% (Vorjahr: 8,0%) weiterhin auf einem hohen Niveau. Damit wollen wir auch in Zukunft die Technologieführerschaft sicherstellen.
Mitarbeiter
Mitarbeiterentwicklung
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN: MITARBEITER NACH REGIONEN
| 31.12.2012 | 31.12.2013 | Veränd. | |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 8.328 | 8.251 | -0,9% |
| Europa ohne Deutschland | 402 | 1.437 | 257,5% |
| USA | 944 | 960 | 1,7% |
| Asien | 805 | 884 | 9,8% |
| Gesamtbelegschaft | 10.479 | 11.532 | 10,0% |
In der Rolls-Royce Power Systems Gruppe waren zum 31. Dezember 2013 insgesamt 11.532 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.479 Mitarbeiter) beschäftigt. Der signifikante Mitarbeiterzuwachs von 10,0 % gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Erstkonsolidierung der Bergen-Gruppe mit Hauptsitz in Norwegen. Insgesamt 1.105 Mitarbeiter an den weltweiten Standorten der Bergen-Gruppe zählen seit 2013 zur Rolls-Royce Power Systems Gruppe.
Aus- und Weiterbildung
Jedes Jahr stellen wir über 100 junge Menschen in ein Ausbildungsverhältnis ein. Damit sichern wir langfristig unseren Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften und bieten den jungen Erwachsenen eine fundierte Ausbildung oder ein duales Studium. Insgesamt 477 Auszubildende absolvierten zum 31. Dezember 2013 eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der Rolls-Royce Power Systems Gruppe.
Der Rolls-Royce Power Systems Konzern offeriert den Beschäftigten zudem ein breites Spektrum an Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen. Das vielfältige Angebot ermöglicht die individuelle, aufgabenbezogene Weiterentwicklung der einzelnen Mitarbeiter und fördert zugleich die systematische Qualifizierung der Belegschaft gemäß den Unternehmens- und Fachbereichszielen. Allein am größten Standort in Friedrichshafen haben sich im vergangen Jahr 6.949 Teilnehmer/innen in 1.108 Schulungen weitergebildet. Neben den Schulungen als Präsenzveranstaltungen bieten wir über eine Onlineplattform eine fortlaufend erweiterte Auswahl an E-Learning-Kursen an.
Seit Jahren bauen wir unser Gesundheitsmanagement stetig aus. Dazu gehören die Schwerpunkte Sport und Bewegung, gesunde Ernährung, Medizin und Prävention sowie die Work-Life-Balance. Außerdem erlangten wir 2013 das Exzellenzsiegel des Corporate Health Awards sowie die Rezertifizierung für »Beruf und Familie«.
Nachhaltigkeitsbericht
Tagtäglich beschäftigen wir uns in der Rolls-Royce Power Systems Gruppe mit Themen, die unser Leben und das künftiger Generationen beeinflussen. Dazu gehören Mobilität, der sparsame Energie- und Kraftstoffverbrauch, der effiziente Einsatz von Rohstoffen und das Minimieren von Emissionen. Unser Anspruch ist es, im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Menschen und Umwelt nachhaltig und verantwortungsvoll zu handeln.
ZERTIFIZIERUNGEN.
Alle drei Säulen der Nachhaltigkeit - Ökonomie, Ökologie und Soziales -sind in unseren Leitlinien und im Management verankert. Die Managementsysteme, an denen sich die Rolls-Royce Power Systems Gruppe orientiert, sind ISO 14001 (Umweltschutz), ISO 9001, KTA, IAEA 50-C-Q, IRIS (Qualität) sowie OHSAS 18001 und OHRIS (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz). Sie sorgen dafür, dass weltweit einheitliche Prozesse konsequent angewendet und in die Betriebsabläufe integriert werden. Auch im vergangenen Jahr haben wir unsere Fortschritte überprüft und im April die jährliche Begutachtung des Qualitätsmanagementsystems auf Basis von ISO 9001 mit einem viertägigen Audit in Friedrichshafen erfolgreich abgeschlossen. Bereits im März wurden die MTU-Standorte in Hongkong sowie in Pune einem Audit unterzogen. An der Rezertifizierung nach OHRIS nahm im Juli MTU Onsite Energy Gas Power Systems in Augsburg erfolgreich teil. L'Orange unterzog sich der Auditierung nach den Qualitätsstandards der European Foundation for Excellence (EFQM) und erreichte dabei den Reifegrad »4 Sterne« bei »Recognised for Excellence«.
Im Februar 2013 hat die Rolls-Royce Power Systems Gruppe die eigene Organisationseinheit »Integrität und Compliance« eingerichtet. Sie soll die Integritätskultur und die konzernweiten Compliance-Management-Prozesse stärken. Dem ging wenige Monate zuvor die Einführung eines Helpdesk voraus, bei dem sich Mitarbeiter Klarheit darüber verschaffen können, welches Verhalten als gesetzes- und richtlinienkonform gilt und welches nicht. Außerdem ließ die Rolls-Royce Power Systems Gruppe ihr Compliance-Management-System in wichtigen Teilbereichen durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zertifizieren.
IM DIALOG.
Um den unterschiedlichen Erwartungen von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Eigentümern, Medien, Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen angemessen zu begegnen, pflegen wir einen für alle Seiten konstruktiven Dialog.
Zum vertriebsorientierten Austausch mit Kunden und Interessenten nutzen wir unsere Präsenz auf wichtigen Leitmessen in aller Welt. Dazu zählten im vergangenen Jahr 2013 zum Beispiel die Baufachmesse Bauma im April in München, die Powergen Asia im Oktober in Bangkok, die Landtechnikmesse Agritechnica im November in Hannover sowie ebenfalls im November die Schiffsmesse Europort in Rotterdam. Darüber hinaus veranstalteten wir im Dezember erneut ein Railtechnology-Forum in Friedrichshafen.
Mit Bürgern und Behörden an unserem Hauptstandort Friedrichshafen stehen wir in regem Austausch. Anlieger in der Nähe des MTU-Werks 2 hatten sich über Prüfstandemissionen beschwert. Ihre Sorgen und Anliegen nehmen wir ernst. Im Rahmen unserer kontinuierlichen Umweltschutzaktivitäten hatten wir ein TÜV-Gutachten in Auftrag gegeben, das im Oktober 2010 schädliche Umwelteinwirkungen - auch auf die menschliche Gesundheit - ausschloss. Ein aktuelles Gutachten bestätigt diese Einschätzung. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und der Stadt Friedrichshafen suchen wir nach geeigneten Maßnahmen, Vorsorge nach dem aktuellen Stand der Technik zu treffen. Dazu haben wir eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese untersuchte, ob es Möglichkeiten gibt, komplexe Motorenprüfstände mit Abgasreinigungssystemen auszustatten. Planungen zur Modernisierung der Anlagen sind inzwischen angelaufen.
Für die Mitarbeiterkommunikation nutzen wir unter anderem das Magazin »Einblick« sowie das konzernweite Intranet inklusive eines dialogbasierten internen Blogs.
Mit der Auszeichnung unserer besten Lieferanten prämieren wir Zulieferunternehmen für Produktionsmaterial für außergewöhnliche Leistungen. Die Bewertung erfolgt nach den vier Kriterien Qualität, Logistik, Umweltschutz und Kooperation. Die Ergebnisse stellen wir den Lieferanten im monatlichen Feedback zur Verfügung. Ziel ist es, die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Globale Verantwortung ernst zu nehmen bedeutet eben auch, nicht an den eigenen Unternehmensgrenzen stehen zu bleiben.
Nachtragsbericht
Zur besseren Sichtbarkeit der unternehmerischen Bindung an den Rolls-Royce Konzern wurde die Tognum AG mit Wirkung zum 9. Januar 2014 in Rolls-Royce Power Systems AG umbenannt.
Am 25. Februar 2014 legte Andreas Renschler sein Aufsichtsratsmandat mit sofortiger Wirkung nieder.
Chancen- und Risikobericht
Chancenbericht
Neben den Risiken, denen die Rolls-Royce Power Systems Gruppe ausgesetzt ist, bieten die Weltmärkte dem Unternehmen auch zahlreiche Chancen. Diese können sich - ebenso wie die Risiken - auf die Vermögenssituation der Rolls-Royce Power Systems Gruppe auswirken.
Systematische Erfassung und Nutzung der Chancen
In der Rolls-Royce Power Systems Gruppe werden Chancen dezentral erfasst, bewertet, gesteuert und kontrolliert. Auf der operativen Ebene erfassen wir Markt- und Vertriebschancen. Dazu werden in den Regionen Auftrags- und Kundenprojektlisten erstellt, die Projekte priorisiert und anschließend gemeinsam mit den Leitern der Geschäftsbereiche konsequent abgearbeitet. Außerdem erfassen wir in unseren Rolls-Royce Power Systems-TOP-Fachlenkungskreisen Effizienzsteigerungspotenziale. Wir verwenden hier unter anderem die Methoden Benchmarking, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), Kaizen und Lean Management. Die Potenziale, die hierbei zutage treten, verfolgen wir ebenfalls konsequent weiter. Der Gesamtvorstand wird vierteljährlich über den aktuellen Fortschritt aller Arbeitspakete unterrichtet.
Auf der strategischen Ebene werden Chancen im Rahmen der jährlichen strategischen Planung erfasst: In Strategieklausuren mit Szenario-Workshops werden Potenziale sowohl in den Märkten und Anwendungen als auch in Produktion, IT und Verwaltung aufgezeigt und entsprechende Prioritäten gesetzt. Bei der langfristigen Produktplanung erfassen wir Chancen, die sich aus Neuentwicklungen oder der Anpassung bestehender Produkte an zusätzliche Kundenbedürfnisse ergeben, und priorisieren sie. Darüber hinaus arbeiten wir mit SWOT-Analysen.
Trends als Chancen
Aus den folgenden Trends leiten sich in den kommenden Jahren große Möglichkeiten für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Rolls-Royce Power Systems Gruppe ab:
DYNAMISCHE SCHWELLENLÄNDER.
Mit der im langfristigen Mittel wachsenden Dynamik vieler Schwellenländer - sowohl in der Produktion als auch im Konsum - entstehen günstige wirtschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen in Regionen, in denen wir schon tätig sind oder verstärkt tätig werden wollen.
GLOBALISIERUNG.
Die unabhängig von kurzfristigen Tendenzen stetig zunehmende Globalisierung bei Produktionsstandorten und Handelsströmen wird dazu beitragen, dass noch mehr Energie erzeugt wird, noch mehr Rohstoffe gefördert und noch mehr Güter und Personen transportiert werden.
DEZENTRALER ENERGIEBEDARF.
In vielen Ländern zeichnet sich eine asymmetrische Entwicklung der dezentralen Energienachfrage und des Energieangebots ab. in den Industrieländern wird diese Entwicklung von zunehmenden strukturellen Problemen bei den Netzkapazitäten begleitet. Außerdem führt der Klimawandel (intensive Winter, heiße Sommer, Naturkatastrophen) zu einer erhöhten Anfälligkeit der Netze und somit zu einer steigenden Nachfrage nach Notstrom- und Spitzenlastanlagen.
ROHSTOFFKNAPPHEIT.
Rohstoffe und Energie werden auf lange Sicht zunehmend knapp. Die damit verbundenen gesetzlichen und anderen Regulierungen werden zu einer weiter steigenden Nachfrage nach noch effizienteren Produktions- und Transportsystemen führen.
SICHERHEIT.
Die Globalisierung erhöht die Nachfrage nach Produkten und Systemen, die zum Schutz nationaler und regionaler Grenzen und Küsten oder öffentlicher Einrichtungen eingesetzt werden können.
Diese für unser Geschäft relevanten Megatrends können wir zum Wohle unserer Anspruchsgruppen nutzen und dabei unsere Motoren, Systeme und Dienstleistungen in den jeweiligen Märkten noch besser positionieren.
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Als international agierendes Unternehmen ist der Rolls-Royce Power Systems Konzern vielfältigen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich zum einen aus möglichen signifikanten Veränderungen auf den relevanten Märkten, in denen sich die Rolls-Royce Power Systems Gruppe bewegt, und zum anderen aus einer potenziellen Verschiebung der Wettbewerbsposition der Rolls-Royce Power Systems Gruppe. In der Folge kann - abhängig von der jeweiligen Bedeutung dieser Risiken - die Vermögenssituation der Eigentümer der Rolls-Royce Power Systems AG mehr oder weniger stark betroffen sein.
Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hat auf Basis der Unternehmensstrategie eine Risikomanagementstrategie festgelegt, die im Risikomanagementsystem umgesetzt ist. Das Risikomanagement bewegt sich in einem Kontrollumfeld, das entscheidend für seine Wirksamkeit ist: Wichtige Einflussgrößen sind unsere Unternehmenskultur, die Sensibilität für risikobehaftete Entwicklungen und Ereignisse sowie unsere Fähigkeit, mit den Risiken umzugehen und das Risikomanagementsystem effektiv einzusetzen.
Die konzernweit erkannten Risiken werden vom zentralen Risikomanagement zusammengeführt, konsolidiert, analysiert und ausgewertet. Bei der Konsolidierung und Analyse wird besonderes Augenmerk auf die singuläre, kumulative oder additive Eigenschaft der Risiken gelegt. Eine Saldierung mit Chancen wird hierbei nicht vorgenommen. Das Risikomanagement wird von einem Risk Review Team bei der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken und der Gesamtrisikoposition des Rolls-Royce Power Systems Konzerns unterstützt.
Das Risikomanagementsystem in Bezug auf Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken wird zusätzlich monatlich analysiert und gesteuert. Detaillierte Informationen sind den Absätzen zu den Einzelrisiken unter dem Punkt »Finanzrisiken« und dem Konzernanhang unter dem Punkt »Finanzrisikomanagement« im Abschnitt »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« zu entnehmen.
Die Einhaltung der Risikomanagementprozesse wird regelmäßig von der internen Konzernrevision geprüft. Zusätzlich befasst sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.
Risiken
Bei der Betrachtung der Risiken unterscheiden wir im Folgenden zwischen Markt-, Produktportfolio-, Beteiligungsportfolio- und unternehmensstrategischen Risiken sowie Technologie-, Qualitäts-, Personal-, IT-, Finanz-, Umwelt-, Rechnungslegungs- und sonstigen Risiken.
RISIKOARTEN
MARKTRISIKEN
Der Vertriebserfolg der Produkte der Rolls-Royce Power Systems Gruppe hängt grundsätzlich auch vom konjunkturzyklischen Nachfrageverhalten unserer Kunden ab. Bei einer teilweise schwächeren Nachfragesituation nach Investitionsgütern ist die Rolls-Royce Power Systems Gruppe auch aufgrund der unsicheren Lage auf den Finanzmärkten weiterhin einer dynamischen Risikosituation ausgesetzt. Die wirtschaftliche Situation betrifft jedoch nicht alle Teilmärkte und Anwendungsbereiche gleichermaßen. Durch die weltweite Aufstellung der Rolls-Royce Power Systems Gruppe und die breiten Anwendungsbereiche der Produkte der Rolls-Royce Power Systems Gruppe verringern wir die Auswirkungen einzelner Nachfragerückgänge auf das Ergebnis. Zusätzlich zur konjunkturellen Situation wirken sich auch verschiedene andere Faktoren, beispielsweise öffentliche Budgets, auf den Erfolg der Rolls-Royce Power Systems Gruppe aus. Teilweise wirken die verschiedenen Einflüsse gegenläufig. Es finden daher regelmäßig Markteinschätzungen unter besonderer Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung, der sonstigen makroökonomischen Faktoren und des Wettbewerbsumfelds statt. Auch durch die Flexibilisierung der Produktionskapazitäten sowie Maßnahmen zur Reduzierung der Fixkosten werden mögliche Risiken aus Produktions- und Absatzschwankungen verringert. Grundsätzlich können bei einer Auslastung der Produktion an den Kapazitätsgrenzen durch unvorhergesehene Ereignisse Lieferrisiken entstehen und zu Vertragsstrafen führen.
Wegen des starken Wettbewerbs auf dem Markt für Motoren können Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Vorprodukten nicht immer vollständig an Kunden weitergegeben werden. Zur Verringerung von Preis- und Bezugsrisiken auf der Beschaffungsseite setzen wir deshalb auf weltweit koordinierte Einkaufsaktivitäten, langfristige Lieferverträge und die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bei Rohstoffen setzen wir zusätzlich Hedging-instrumente ein.
Teilweise sind Zulieferer und Kunden von einer grundsätzlich schwierigen Fremdfinanzierungssituation betroffen. Bei erhöhten Abrufen durch die Rolls-Royce Power Systems Gruppe kann es zudem bei Lieferanten zu Lieferengpässen kommen.
PRODUKTPORTFOLIORISIKEN
Die Präsenz im Leistungsbereich unterhalb der Baureihe 2000 wird von uns durch Motoren der Baureihen 1000, 1100, 1300, 1500 und 1600 ausgebaut und das Produktportfolio für die kommenden Emissionsgesetzgebungen angepasst. Die Produktion und Vermarktung der Baureihe 1600 für die Anwendung dezentrale Energieversorgung (Geschäftsbereich Onsite Energy) begann bereits im Jahr 2009. Seit dem Jahr 2013 bedienen wir die Anwendung Bahn mit einer 12-Zylinder-Variante der Baureihe 1600, welche die Emissionsstufe EUIIIB erfüllt. Die derzeit in der Entwicklung befindlichen Motoren für Bau- und Industriemaschinen (C&I) der Baureihen 1000, 1100, 1300 und 1500 für die ab dem Jahr 2014 geltenden Emissionsgesetzgebungen decken den Leistungsbereich bis 460 Kilowatt ab. Diese Motoren basieren auf Daimler-Technologie und werden von der Rolls-Royce Power Systems Gruppe gezielt für das C&I-Anforderungsprofil ausgelegt. Für Leistungen bis 730 Kilowatt werden ab dem Jahr 2014 die C&I-Motoren der Baureihe 1600 eingeführt. Diese Neuerungen erhöhen die Attraktivität unseres Produktportfolios, sind aber andererseits mit Markteinführungsrisiken verbunden.
BETEILIGUNGSPORTFOLIORISIKEN
Das Beteiligungsportfolio des Rolls-Royce Power Systems Konzerns beschränkt sich größtenteils auf Unternehmen in 100-prozentigem Eigentum der Rolls-Royce Power Systems AG oder ihrer Tochterunternehmen. Dadurch ergeben sich keine wesentlichen Beteiligungsportfoliorisiken, etwa in Form von Risiken durch absehbare Konflikte mit Minderheitsaktionären. Darüber hinaus bestehen Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen, bei denen wir jedoch in der Regel weitreichende Mitbestimmungs- und Informationsrechte haben. Ansonsten weist das Beteiligungsportfolio keine wesentlichen erkennbaren Risiken auf.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN
Zum 1. Juli 2013 haben wir die rechtliche Integration der Bergen AS in den Rolls-Royce Power Systems Konzern abgeschlossen. Die von Bergen Engines produzierten mittelschnelllaufenden Diesel- und Gasmotoren ergänzen das Produktportfolio der Rolls-Royce Power Systems Gruppe. Unter dem Dach von Rolls-Royce und Daimler bieten Rolls-Royce Power Systems und Bergen Engines also in Zukunft ein deutlich erweitertes Produkt- und Servicespektrum an, das vollständige Energieanlagen umfasst.
Mit der rechtlichen Integration von Bergen Engines war der Weg für eine funktionelle Integration in die Rolls-Royce Power Systems Gruppe frei. Wir stärken unsere Zusammenarbeit, um Synergien zu schaffen und unser vereintes Potenzial zu nutzen. Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe kann damit neue Märkte erschließen und den Verkaufserfolg steigern - dabei kommt uns das gemeinsame Vertriebsnetzwerk zugute.
Strategische Entscheidungen beinhalten naturgemäß das Risiko von Fehlentscheidungen. Strategische Risiken können insbesondere aufgrund von Entscheidungen rund um die Produktentwicklung, von Investitionsentscheidungen wie der Standortwahl oder im Zusammenhang mit M&A-Aktivitäten (Fusionen und Übernahmen) entstehen. Strategische Entscheidungen sind bei der Rolls-Royce Power Systems Gruppe mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verbunden.
Mit neuen Produkten ist ganz allgemein das Risiko verbunden, dass sie unwirtschaftlich sein könnten, weil sie entweder in der Entwicklung zu teuer sind oder vom Markt nicht angenommen werden. Die Neuproduktentwicklung wird im Rahmen von Projekten durchgeführt. Um die Risiken auszuschließen bzw. diesen entgegenzuwirken, führen wir im Rahmen des Projektauftrags Risikoanalysen durch, und zu sogenannten Milestones passieren die Projekte definierte Quality Gates. Bei Produktneuentwicklungen nehmen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen vor. Bei M&A-Aktivitäten setzen wir ein Due-Diligence-Verfahren (Unternehmensprüfung) ein, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handhaben.
Die Organisation der Rolls-Royce Power Systems Gruppe wird bei Bedarf an Strategieänderungen angepasst. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Unternehmensstrategie auch in einem schwierigen Marktumfeld als tragfähig erweisen wird, wenn auch unter Anpassung an reduzierte Wachstumserwartungen in wichtigen Märkten.
Um seine weltweite Wachstumsstrategie umzusetzen, geht die Rolls-Royce Power Systems Gruppe auch Joint Ventures ein. Diese unterstützen insbesondere unsere Aktivitäten in Asien, wirken einer höheren Risikoposition entgegen und werden als Chancen betrachtet.
Öffentliche Aufträge setzen regelmäßig lokale Wertschöpfungsanteile voraus. Dem Risiko, diese Aufträge nicht annehmen oder gar vertragliche Verpflichtungen nicht einhalten zu können, wirken wir unter anderem mit einer weiteren Internationalisierung unserer Wertschöpfung entgegen. Zur internationalen Produktionsstrategie gehört auch das US-amerikanische Produktionswerk in Aiken, South Carolina/USA, das neben der Montage von Motoren auch die Fertigung von Teilen aufgenommen hat und mit dem Ziel, weitere Marktanteile in den USA und im US-Dollar-Raum zu gewinnen, zu einer breiten Produktionsbasis in den USA entwickelt wird. Mit der Umsetzung einer internationalen Produktionsstrategie geht eine produktionsstandortbezogene Beschaffungsstrategie einher, die darauf abzielt, die Abhängigkeit von den westeuropäischen Zuliefermärkten zu reduzieren.
TECHNOLOGIERISIKEN
Die Technologierisiken zählen zu den wesentlichen Risiken des Rolls-Royce Power Systems Konzerns. Wachsende Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produkte sowie zunehmend rigidere Abgasvorschriften sind wesentliche Herausforderungen bei der technischen Weiterentwicklung der Produkte. Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe begegnet diesen Risiken mit einer stetigen Optimierung des Entwicklungsprozesses.
QUALITÄTSRISIKEN
Nicht zuletzt aufgrund der anerkannten Qualität seiner Produkte und seiner weltweiten Servicepräsenz sieht sich die Rolls-Royce Power Systems Gruppe gut positioniert. Die technische Spezifikation der Produkte erfordert eine hohe Qualität der Zulieferer. Um diese sicherzustellen, wählen wir die Lieferanten sorgfältig aus und überprüfen sie regelmäßig.
Bei Produktmängeln entstehen Reputations- und Haftungsrisiken. Diesen Risiken beugen wir durch eine sorgfältige Produktentwicklung und ein effektives Qualitätsmanagement vor. Dennoch auftretenden einzelnen Mängeln begegnen wir aktiv. Wir bieten unseren Kunden ein weltumspannendes und zuverlässiges Servicenetz. Zusätzlich werden die Auswirkungen von Risiken durch Versicherungsverträge reduziert.
PERSONALRISIKEN
Den Auswirkungen von reduzierten Wachstumserwartungen in wichtigen Märkten wirken wir im Bereich Personal durch unsere flexible Beschäftigungsstrategie entgegen. Bis Ende des Jahres 2015 soll weltweit die Zahl der indirekten Mitarbeiter um rund 400 verringert werden. Zu den Maßnahmen zählen die Reduzierung von Leiharbeitskräften, das Angebot der Altersteilzeit sowie die Nichtverlängerung befristeter Verträge. Außerdem nutzen wir das Instrument der flexiblen Arbeitszeitkonten, um im indirekten Bereichen Personalkapazitäten zu reduzieren.
Einem möglichen zukünftigen Personalbeschaffungsrisiko begegnen wir, indem wir uns als Wunscharbeitgeber präsentieren. Zukünftige Ingenieure sprechen wir bereits während ihres Studiums gezielt an, zum Beispiel sponsern wir seit sechs Jahren den jährlichen Formula Student Germany Event am Hockenheimring und unterstützten zusätzlich studentische Rennteams. Die angehenden Ingenieure wenden technisches Knowhow an und konkurrieren mit dem Gesamtkonzept in verschiedenen internationalen Wettbewerben miteinander. Über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Xing und YouTube werden verschiedene Zielgruppen vom Schüler bis zum Berufserfahrenen angesprochen.
Um zukünftige Bedarfe bei Fach- und Führungskräften zu decken, haben wir vielfältige Maßnahmen initiiert. Ein internationales Traineeprogramm für Absolventen verschiedener Fachrichtungen wurde etabliert. Einem möglichen Facharbeitermangel begegnen wir außerdem proaktiv, indem wir zahlreiche Ausbildungsplätze in mehr als 15 Ausbildungsberufen anbieten. Ein Aus- und Weiterbildungsprogramm mit internen und externen Veranstaltungen trägt zur Motivation der Mitarbeiter bei und erhöht deren Qualifizierung. Die geringe Fluktuationsrate und eine lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zeigen, dass die bestehenden Maßnahmen erfolgreich sind. Mit unserer Betriebskindertagesstätte am Standort Friedrichshafen positionieren wir uns in der Region noch besser als attraktiver Arbeitgeber. Insgesamt verfolgen wir im Bereich Personal eine präventive Risikostrategie.
IT-RISIKEN
Die zentralen Geschäftsprozesse unserer Einzelunternehmen und die der gesamten Gruppe sind in hohem Maße von IT-Prozessen und -Aktivitäten abhängig. Die Sicherheit der EDV-Systeme und die Sicherheit der Daten unterliegen sowohl externen Risiken wie Infiltrationsversuchen und Schadsoftware als auch technischen Risiken wie einem Serverausfall oder fehlerhafter Software. Um diese Risiken zu minimieren, haben wir die IT-Organisation im Rahmen der globalen IT-Strategie weiterentwickelt und entsprechend den Anforderungen kontinuierlich optimiert. Die Zuverlässigkeit der IT-Systeme wird dabei durch eine konsequente Standardisierung der IT-Infrastruktur in der gesamten Gruppe und deren stetige Anpassung an den Stand der Technik gewährleistet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sicherheit der E DV-Systeme und des Datenbestands gelegt. Diese Sicherheit wird durch redundante Hardware und den Einsatz aktueller Softwarelösungen gewährleistet und weiterentwickelt. Zudem identifiziert ein Information Security Officer weltweit Risiken für die Informationssicherheit, leitet Gegenmaßnahmen ab und steuert deren Umsetzung.
FINANZRISIKEN
Als international agierender Konzern ist die Rolls-Royce Power Systems Gruppe im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeiten und bei der Finanzierung generell Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden soweit möglich durch geeignete Gegenpositionen minimiert (»natural hedge«, z. B. durch Bezug von Vorprodukten in der Währung der Umsatzlegung). Die verbleibenden Nettorisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen ergreift grundsätzlich das Group Treasury des Konzerns.
Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist in einer konzernweit verbindlichen internen Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettorisikopositionen für alle Konzerngesellschaften vorgibt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Die Effektivität der Risikoabsicherungen wird im Zuge des internen Reportings überwacht und gesteuert. Weitere Informationen zu Finanzierungs- und Finanzmarktrisiken finden sich im Konzernanhang im Abschnitt »Finanzrisikomanagement« ab Seite 50.
WÄHRUNGS- UND ZINSÄNDERUNGSRISIKEN.
Währungsrisiken können aus Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten Zahlungsströmen entstehen, die auf eine andere Währung als den Euro lauten. Um diese Risiken einzudämmen oder gänzlich auszuschließen, nimmt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe Darlehen in Fremdwährungen auf und setzt Devisentermingeschäfte und bei Bedarf Optionen ein. Diese Maßnahmen gelten vor allem für Währungsrisiken, die aus Engagements in US-Dollar resultieren.
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe verfügt zum Stichtag über keine variabel verzinslichen Bankdarlehen, die Zinsänderungsrisiken bergen würden. In Bezug auf das Management von Zinsänderungsrisiken sieht die konzernweite Richtlinie Zinsswaps, Caps und Floors (Ober- und Untergrenzen) als mögliche Sicherungsinstrumente vor. Für die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsbereich besteht ein Kontrahentenrisiko bezüglich der Banken, die Vertragspartner sind.
LIQUIDITÄTSRISIKEN.
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe verfolgt eine konservative Finanzierungsstrategie. Das Unternehmen verfügt über keine Nettofinanzverschuldung und eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote. Dies trägt neben der stabilen Ertragskraft zu einer Bonitätsbewertung durch die refinanzierenden Banken bei, die dem Investment Grade entspricht. Diese Bewertung wirkt sich unmittelbar auf die Konditionen der Finanzierungen aus. Unterstützt durch die mittelfristige Rahmenfinanzierung sind wir damit im Bereich Finanzierung gut aufgestellt. Die geschlossenen Darlehensverträge beinhalten Vereinbarungen zur Einhaltung marktüblicher Kennzahlen (Covenants). Bei Nichteinhaltung der Covenants haben die Banken das Recht, die Finanzierungsverträge zu kündigen. Die Liquidität des Unternehmens stellen wir durch langfristige und ausreichende Kredit- und Bürgschaftslinien bei einer größeren Anzahl von überwiegend europäischen Banken sicher. Außerdem gewährleisten der gute Cashflow und das aktive Cashmanagement, dass finanzielle Mittel bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.
RISIKEN AUS FORDERUNGSAUSFÄLLEN.
Risiken aus Forderungsausfällen, die bei der Rolls-Royce Power Systems Gruppe im geschäftsüblichen Umfang bestehen, sichern wir mit gängigen Mitteln der Forderungsabsicherung sowie mit einem aktiven Forderungsmanagement ab. Das Risiko minimieren wir bereits im Vorfeld, indem wir die wirtschaftliche Situation unserer Kunden überprüfen und bewerten. Kreditlinien gewähren wir nur in begrenztem Umfang. Darüber hinaus reagieren wir bei erkennbaren Ausfallrisiken mit entsprechenden Wertberichtigungen.
UMWELTRISIKEN
Nicht zuletzt entstehen mit den Betriebsaktivitäten im Rolls-Royce Power Systems Konzern auch Umweltrisiken, etwa beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wie Dieselkraftstoff und Mineralölen. Den daraus entstehenden Risiken setzen wir regelmäßige Umweltschutz-Audits entgegen, die sicherstellen, dass sowohl nationale Umweltschutzvorschriften als auch die hohen konzerninternen Umweltvorgaben eingehalten werden.
RECHNUNGSLEGUNGSRISIKEN
In den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG wurden zum 31. Dezember 2013 neben dem Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG 33 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden überwiegend dezentral erstellt. Die Konsolidierung der Rolls-Royce Power Systems Gruppe erfolgt weitgehend in der Konzernzentrale. Die länderspezifischen Rechnungslegungsstandards der Tochterunternehmen werden auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet, soweit nicht bereits im jeweiligen Einzelabschluss des Tochterunternehmens nach IFRS bilanziert wird. Eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung in Bezug auf Ansatz, Bewertung und Ausweis stellen wir durch ein Bilanzierungshandbuch sicher, das laufend aktualisiert wird. Unterstützt wird der Erstellungsprozess des Konzernabschlusses zum einen durch einen konzernweit gültigen Abschlusskalender, zum anderen durch eine auf die Bedürfnisse der Rolls-Royce Power Systems Gruppe entwickelte Konsolidierungssoftwarelösung. Themen wie Finanzierung und Steuern werden durch die Zentralbereichsfunktionen Group Treasury beziehungsweise Group Taxes in der Konzernzentrale gebündelt.
Aufgrund der Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, Falschaussagen im Jahres-/Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können. Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden von der Rolls-Royce Power Systems AG verschiedene Maßnahmen und Kontrollen etabliert. Für eine zutreffende Erfassung der Transaktionen in der Buchführung wurden in die Arbeitsabläufe Fehler vermeidende und aufdeckende, manuelle wie auch automatische Kontrollen in der Rechnungslegungssoftware installiert. Des Weiteren werden die Tochterunternehmen von Gesellschaftsbetreuern in der Konzernzentrale unterstützt, die eine Qualitätskontrolle bzw. Plausibilisierung für die übernommenen Daten bilden und den Tochterunternehmen bei komplexen Fragestellungen zur Seite stehen.
Bei der Durchführung von allgemeinen Schätzungen, z. B. zur Ermittlung von Geschäfts- oder Firmenwerten oder immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, besteht ein Risiko der Werthaltigkeit. Zur Prüfung derselben wird jährlich und bei Anzeichen einer Wertminderung ein Wertminderungstest durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen und Peer Groups oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert, um die Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen.
Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit der Rolls-Royce Power Systems Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Aus diesem Grund ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, die durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung von Analysen künftiger Markt- und Absatzmöglichkeiten eingegrenzt werden.
Im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken aus den Zusagen von Pensionsleistungen. Zur Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.
Generell gelten konzernweit das Vier-Augen-Prinzip sowie die Funktionstrennung bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann.
SONSTIGE RISIKEN
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe hat entschlossene Konsequenzen aus der Untersuchung bezüglich möglicher irregulärer Zahlungen des Tochterunternehmens MTU Asia gezogen. Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe hatte im Februar 2011 eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben, nachdem das Unternehmen einen entsprechenden externen Hinweis erhalten hatte. Der Abschlussbericht den Themenkomplex Korea betreffend wurde im Oktober 2011, der Nachtragsbericht im September 2012 vorgelegt
Die 2011 für weitere Regionen in Auftrag gegebene Risikoanalyse wurde 2012 abgeschlossen. Zusätzlich wurden spezifische Untersuchungen in einzelnen Ländern veranlasst, die mittlerweile abgeschlossen sind. Die Abschlussberichte zu den Untersuchungen bezüglich Korea, Vietnam, Indonesien und Thailand wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Das dortige Verfahren dauert an. Die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungshandlungen werden zur gezielten Verbesserung der Unternehmensorganisation genutzt. Um eine Verankerung der höchsten Verhaltensstandards über die gesamte Organisation hinweg sicherzustellen, hat der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat bereits im November 2011 eine sofortige umfangreiche und unabhängige Untersuchung des Compliance-Systems beauftragt und 2012 mit externer Unterstützung ein Projekt gestartet, um dieses mit dem Ziel auszubauen, es gemäß IDW PS980 zu zertifizieren. Das Testat zur Konzeptionsprüfung haben wir im Februar 2013, das Testat zur Angemessenheit und Implementierung im Juli 2013 erhalten.
Es sind Gerichtsverfahren gegen die Rolls-Royce Power Systems Gruppe anhängig, andere können anhängig werden. Es handelt sich jedoch aus unserer Sicht um normale und im Zusammenhang mit unserem Geschäft stehende Vorgänge. Wesentliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, aber natürlich grundsätzlich möglich. Bei Bedarf bilden wir im üblichen Rahmen Rückstellungen. Im Übrigen wirken wir solchen Risiken durch unser Vertragsmanagement und eine hohe Produktqualität entgegen.
Bei behördlichen Zertifizierungen begegnen wir einem hohen Regulierungsgrad. Trotz unserer Technologieführerschaft kann es dabei zu Risiken kommen. Sich ändernde Emissionsregelungen können bei Verschärfungen zu erhöhten Entwicklungsbedarfen führen, während Aufweichungen der erhöhten Anforderungen, zum Beispiel durch Flexibilisierung in der Einführungsphase, zu Neubewertungen von Entwicklungen führen können. Insbesondere aufgrund der Vielfalt der Anwendungen und der Bearbeitung von Märkten weltweit gelten für unsere Produkte sehr vielfältige Emissionsregelungen, deren Erfüllung - auch aufgrund hoch komplexer Genehmigungsprozesse - Unsicherheiten unterworfen ist.
GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION
Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens wird anhand des Risikoportfolios aller wesentlichen Einzelrisiken beurteilt. Dabei werden auch die Abhängigkeiten der Risiken untereinander berücksichtigt. Eine Aufrechnung der Risiken mit Chancen erfolgt hierbei nicht. Es bestehen weder konsolidierte noch nicht konsolidierte Zweckgesellschaften.
Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich eine wesentliche Beeinträchtigung der Unternehmenslage durch Risiken, ob durch Einzelrisiken oder auch durch Wechselwirkungen mehrerer Risiken, nicht abgezeichnet. Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hält die Risikolage für begrenzt und beherrschbar. Wie im vorangegangenen Jahr 2012 hat die Unternehmensleitung festgestellt, dass eine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risikoexposition derzeit nicht erkennbar ist. Negative Trends auf den Märkten und eine weitere Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können jedoch nicht ausgeschlossen werden und sich entsprechend auf die Risikolage auswirken.
Prognosebericht
Nach einem schwierigen Jahr zeichnet sich für 2014 eine weltwirtschaftliche Wachstumsbeschleunigung ab. Vor allem die Aussichten für die führenden Industrienationen haben sich laut Oxford Economics verbessert.
2014 wird für die Eurozone insgesamt erstmals seit 2011 wieder ein leichtes Wachstum prognostiziert. Einige der Peripherieländer, z. B. Spanien, Portugal und Irland, konnten durch Reformen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und die Aussichten für das kommende Jahr deutlich verbessern. In einigen Kernländern der Eurozone wie Frankreich und Italien hingegen mangelt es bisher an einschneidenden Reformen. Deutschland ist nach wie vor das Zugpferd des Wirtschaftsraums. Günstige Finanzierungsbedingungen und zurückkehrendes Vertrauen infolge der abflauenden Krise in der Eurozone bilden hier die Grundlage für zunehmende Investitionsbereitschaft im Laufe des Jahres.
Die USA konnten 2013 die wirtschaftlichen Probleme kontinuierlich abbauen - die Arbeitslosigkeit sank, Investitionen nahmen zu, und der Immobilienmarkt normalisierte sich weiter. Finanzpolitische Sparmaßnahmen, die 2013 das Wachstum stark beeinträchtigten, werden 2014 weniger stark ins Gewicht fallen. Eine Wiederholung des fiskalpolitischen Desasters, welches 2013 zu einem zeitweiligen Stillstand der öffentlichen Verwaltung führte, wird sich 2014 voraussichtlich nicht wiederholen. Aufgrund ihrer höheren Widerstandskraft kann die US-Wirtschaft auch den Rückgang der Anleihekäufe durch die amerikanische Notenbank aushalten. Somit steht einem soliden Wachstum 2014 nichts entgegen.
Die aufstrebenden Schwellenländer verloren im letzten Jahr an Glanz. Mangelnde Reformbereitschaft, Korruption, schwache Infrastruktur und Inflation bremsen die weiteren Aussichten unter anderem in Brasilien, Indien und Russland. China hat die Weichen für eine Neuorientierung der Wirtschaft gestellt. Zukünftig strebt das Land ein qualitativ höherwertiges und nachhaltigeres Wachstum an, welches mit stärkerem Konsum und geringeren Investitionen einhergehen wird.
Japans massives wirtschaftspolitisches Umlenken zeigte 2013 Wirkung. Der Yen wertete wie geplant ab, was auch 2014 Exporte und Investitionen unterstützen wird. Die hohe Verschuldung des Landes ist ein zunehmendes Risiko, weshalb 2014 Mehrwertsteuererhöhungen anstehen. Trotzdem wird über das Gesamtjahr mit einem moderaten Wirtschaftswachstum gerechnet.
Das Weltwirtschaftswachstum wird für 2014 mit 3,0 % prognostiziert. Dies würde eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresniveau darstellen (2,2 %).
Die Erholung der Weltkonjunktur wird mit insgesamt steigender Investitionstätigkeit einhergehen. Nach zwei Jahren mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten erwartet daher der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für 2014 einen deutlichen Zuwachs des Weltmaschinenumsatzes. Davon werden auch die Off-Highway-Märkte profitieren.
Als einer der weltweit führenden Anbieter für Motoren, komplette Antriebssysteme und dezentrale Energieanlagen wollen wir vorausdenken und in Bewegung bleiben. Die Beschäftigungssituation können wir dabei durch verschiedene personalpolitische Instrumente und Regelungen flexibel an den Bedarf anpassen. Bis Ende des Jahres 2015 soll die Zahl der indirekten Mitarbeiter weltweit um rund 400 verringert werden. Das wollen wir erreichen, indem wir Angebote zu Altersteilzeit oder einen früheren Eintritt in die Rente unterbreiten. Außerdem werden befristete Verträge von Mitarbeitern und Leiharbeitnehmern nicht verlängert.
Um unseren Technologievorsprung weiter auszubauen, sollen unsere bereinigten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Jahr 2014 leicht über dem Niveau des Jahres 2013 liegen. Wir arbeiten beispielsweise an der Entwicklung der Baureihen 1000 bis 1600 für verschiedene zukünftige Anwendungen. Die Baureihen 2000, 4000 und 1163 bereiten wir auf strengere Emissionsrichtlinien vor. Gasmotoren entwickeln wir neben der stationären Anwendung auch für den mobilen Einsatz weiter. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt der Entwicklung auf Hybridantrieben für Bahnanwendungen.
Unsere Investitionen werden 2014 ebenfalls weiter leicht ansteigen, dabei stehen neben den europäischen Standorten auch größere Investitionsprojekte in den USA und in Asien an. Dadurch schaffen wir die Voraussetzungen für das langfristig erwartete Umsatzwachstum.
Sowohl für die geplanten Investitionen als auch für mögliche Zukäufe stehen dem Rolls-Royce Power Systems Konzern ausreichend liquide Mittel aus dem erwarteten positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zur Verfügung. Gegebenenfalls haben wir auch gesicherten Zugriff auf bestehende Kreditlinien. Unsere solide Finanzierungsstruktur wollen wir beibehalten.
Das Jahr 2014 ist noch mit vielen Unsicherheiten behaftet. Wie bereits im Vorjahr haben wir unterschiedliche Szenarien entwickelt, um auf den jeweiligen Konjunkturverlauf und spezifische Marktentwicklungen reagieren zu können. Sollten sich die derzeitigen Wachstumsprognosen der für die Rolls-Royce Power Systems Gruppe relevanten Märkte einstellen, rechnen wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2014 mit einem moderaten Umsatz- und Ergebniswachstum. Eine positive Entwicklung erwarten wir insbesondere im Behördengeschäft und bei der Bergen-Gruppe. Relativ sensibel reagieren die Bereiche Oil & Gas, Bergbaumaschinen und Energieerzeugungssysteme bzw. Motoren für Energieerzeugungssysteme auf lokale Gaspreis- und allgemeine Konjunkturentwicklungen.
Ob wir unsere Ziele erreichen, hängt wesentlich von der weltwirtschaftlichen und insbesondere der branchenspezifischen Entwicklung ab. Ein konjunktureller Rückschlag und/oder eine deutliche Abschwächung des US-Dollars könnten dazu führen, dass wir unsere Erwartungen unterschreiten. Sollte es jedoch zu einer Beschleunigung der konjunkturellen Entwicklung kommen, sehen wir zusätzliche Umsatz- und Ertragschancen.
Friedrichshafen, den 28. Februar 2014
Rolls-Royce Power Systems AG
Der Vorstand
Konzernabschluss Rolls-Royce Power Systems AG, 31. Dezember 2013
Konzerngesamtergebnisrechnung
der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
| in Mio. Euro | Anhang Nr. | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst)1 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4 | 3.014,5 | 3.339,9 |
| Umsatzkosten | 5 | -2.148,5 | -2.404,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 866,0 | 935,8 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 13,9 | 11,2 |
| Vertriebskosten | 7 | -245,4 | -238,8 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 8 | -130,5 | -147,7 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 9 | -203,6 | -216,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10 | -4,5 | -7,0 |
| Ergebnis der betrieblichen Aktivität | 296,0 | 337,1 | |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzinvestitionen | 7,2 | -2,0 | |
| Sonstige Finanzerträge | 11 | 17,6 | 29,5 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | 11 | -38,2 | -28,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 282,5 | 336,6 | |
| Zinserträge | 12 | 2,0 | 1,7 |
| Zinsaufwendungen | 12 | -27,5 | -23,5 |
| Ergebnis vor Steuern | 257,0 | 314,8 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 20 | -76,0 | -101,2 |
| Konzernergebnis | 180,9 | 213,6 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Verluste vor Steuern | 27 | -105,7 | -1,6 |
| Latente Steuern aus versicherungsmathematischen Verlusten | 27 | 29,0 | 0,3 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können | |||
| Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten | -2,3 | -41,6 | |
| Sonstiges Ergebnis | -79,0 | -42,9 | |
| Gesamtergebnis | 101,8 | 170,7 | |
| Konzernergebnis | 180,9 | 213,6 | |
| davon auf die Anteilseigner der Rolls-Royce Power Systems AG entfallendes Konzernergebnis | 180,9 | 213,6 | |
| Gesamtergebnis | 101,8 | 170,7 | |
| davon auf die Anteilseigner der Rolls-Royce Power Systems AG entfallendes Gesamtergebnis | 101,8 | 170,7 | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 13 | 1,38 | 1,63 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | 13 | 1,38 | 1,63 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften konsolidierten Konzernabschlusses.
Konzernkapitalflussrechnung1
der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, zum 31. Dezember 2013
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst)2 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 180,9 | 213,6 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 121,8 | 124,1 |
| Eliminierung der Veränderung der latenten Steuern | 1,7 | 1,3 |
| Veränderung der derivativen Finanzinstrumente | -17,9 | -1,9 |
| Veränderung der Vorräte | 69,8 | -119,7 |
| Veränderung der Forderungen | -3,3 | -54,3 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten | -53,8 | 112,4 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen | -52,2 | -25,2 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | 18,2 | -21,3 |
| Zahlungsunwirksame Wechselkursbewertung von Darlehen | 9,2 | 0,0 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | 4,5 | 45,9 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 278,9 | 274,9 |
| davon erhaltene Zinsen | 1,8 | 1,6 |
| davon gezahlte Zinsen | -6,3 | -6,7 |
| davon gezahlte Ertragsteuern3 | -96,6 | -93,9 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagevermögen | -136,6 | -122,3 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen | 4,0 | 1,4 |
| Auszahlungen für den Erwerb von immateriellem Anlagevermögen | -47,0 | -37,4 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellem Anlagevermögen | 0,2 | 0,1 |
| Erhöhung der Zahlungsmittel aus der Änderung des Konsolidierungskreises | 0,0 | 81,2 |
| Auszahlungen (netto) für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) | -3,5 | 0,0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzinvestitionen | 0,0 | -4,0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen »Available for Sale« | 0,0 | -0,3 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Beteiligungen »Available for Sale« | 29,4 | 4,8 |
| Einzahlungen/Auszahlungen für sonstige Geldanlagen | 54,0 | 2,3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -99,5 | -74,2 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 125,0 | 1,9 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -329,4 | -2,1 |
| Auszahlung für Dividende | -98,9 | -168,5 |
| Kapitaltransaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | -5,6 | 0,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -308,8 | -168,7 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -129,4 | 32,0 |
| Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 420,9 | 290,9 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -0,7 | -6,6 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 290,9 | 316,3 |
1 Erläuterung im Konzernanhang in Kapitel 38 »Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung«
2 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
3 Für das Geschäftsjahr 2013 sind 37,2 Mio. Euro Steuervorauszahlungen der Rolls-Royce Power Systems AG enthalten (Vorjahr: 46,8 Mio. Euro), die im Zuge der steuerlichen Organschaft mit der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH, Friedrichshafen, auf diese übertragen und im Jahr 2014 von ihr erstattet werden.
Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften konsolidierten Konzernabschlusses.
Konzernbilanz
der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, zum 31. Dezember 2013
| in Mio. Euro | Anhang Nr. | 01.01.2012 (angepasst)1 | 31.12.2012 (angepasst)1 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 17 | 431,9 | 451,6 | 454,5 |
| Sachanlagen | 18 | 535,8 | 598,4 | 651,7 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen | 19 | 32,0 | 36,6 | 34,0 |
| Aktive latente Steuern | 20 | 83,8 | 76,3 | 73,5 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 21 | 122,1 | 26,8 | 25,0 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 0,8 | 0,5 | 0,6 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.206,4 | 1.190,3 | 1.239,3 | |
| Vorräte | 22 | 879,7 | 820,1 | 993,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 514,7 | 520,3 | 637,4 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 12,3 | 30,5 | 4,4 | |
| Zahlungsmittel | 24 | 420,9 | 290,9 | 316,3 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 25 | 23,3 | 8,9 | 49,7 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 60,6 | 69,6 | 88,1 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.911,6 | 1.740,1 | 2.089,4 | |
| Bilanzsumme | 3.118,0 | 2.930,4 | 3.328,7 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften konsolidierten Konzernabschlusses.
| in Mio. Euro | Note | 01.01.2012 (angepasst)1 | 31.12.2012 (angepasst)1 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 131,4 | 131,4 | 131,4 | |
| Kapitalrücklage | 257,7 | 257,7 | 372,7 | |
| Gewinnrücklage und andere Rücklagen | 517,3 | 391,0 | 381,2 | |
| Den Anteilseignern der Rolls-Royce Power Systems AG zuzurechnendes Eigenkapital | 906,4 | 780,1 | 885,3 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 3,2 | 0,0 | 0,0 | |
| Eigenkapital | 26 | 909,6 | 780,1 | 885,3 |
| Pensionsrückstellungen | 27 | 370,2 | 490,0 | 505,4 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 28 | 194,3 | 186,4 | 205,2 |
| Passive latente Steuern | 20 | 70,1 | 35,6 | 33,9 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten2 | 29 | 427,5 | 255,0 | 247,8 |
| Erhaltene Anzahlungen | 42,8 | 44,5 | 45,4 | |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 6,0 | 8,9 | 11,3 | |
| Langfristige Schulden | 1.110,8 | 1.020,4 | 1.049,1 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | 363,6 | 352,6 | 418,8 |
| Laufende Ertragsteuerverpflichtungen | 28,2 | 26,8 | 21,5 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 28 | 348,3 | 300,7 | 274,2 |
| Kurzfristige finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten2 | 29 | 90,3 | 215,1 | 304,3 |
| Erhaltene Anzahlungen | 23 | 246,8 | 210,7 | 340,2 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 31 | 20,2 | 24,1 | 35,4 |
| Kurzfristige Schulden | 1.097,5 | 1.129,9 | 1.394,3 | |
| Bilanzsumme | 3.118,0 | 2.930,4 | 3.328,7 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
2 Zur Berechnung der Nettofinanzverschuldung = zinstragende Finanzverbindlichkeiten ./. Zahlungsmittel; davon zinstragende langfristige Finanzverbindlichkeiten 246,3 Mio. Euro (Vorjahr: 250,5 Mio. Euro) bzw. kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro)
Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften konsolidierten Konzernabschlusses.
Veränderung des Konzerneigenkapitals1
der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, zum 31. Dezember 2013
| Gewinnrücklage und andere Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Kumulierte Gewinne | Gewinne/Verluste aus Planvermögen sowie sonstige Anpassungen aufgrund IAS 19 (revised) | Kumulierte Währungsdifferenzen | Summe Gewinnrücklage und andere Rücklagen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2012 wie zuvor berichtet | 131,4 | 257,7 | 487,4 | -2,7 | 484,6 | |
| Änderungen von Rechnungslegungsmethoden (IAS 19) | 32,7 | 32,7 | ||||
| Angepasster Stand am 01.01.2012 | 131,4 | 257,7 | 487,4 | 32,7 | -2,7 | 517,3 |
| Konzernergebnis | 181,7 | 181,7 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -77,6 | -2,3 | -79,9 | |||
| Gesamtergebnis | 181,7 | -77,6 | -2,3 | 101,8 | ||
| Kapitaltransaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | -2,4 | -2,4 | ||||
| Dividende | -98,8 | -98,8 | ||||
| Gewinnabführung an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH | -168,5 | -168,5 | ||||
| Hypothetisch tatsächliche Steuer2 | 41,5 | 41,5 | ||||
| Stand am 31.12.2012 | 131,4 | 257,7 | 440,9 | -44,9 | -5,0 | 391,0 |
| Stand am 01.01.2013 | 131,4 | 257,7 | 440,9 | -44,9 | -5,0 | 391,0 |
| Konzernergebnis | 213,6 | 213,6 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -1,3 | -41,6 | -42,9 | |||
| Gesamtergebnis | 213,6 | -1,3 | -41,6 | 170,7 | ||
| Änderung des Konsolidierungskreises | 115,0 | |||||
| Gewinnabführung an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH | -228,7 | -228,7 | ||||
| Hypothetisch tatsächliche Steuer2 | 48,4 | 48,4 | ||||
| Stand am 31.12.2013 | 131,4 | 372,7 | 474,1 | -46,2 | -46,6 | 381,2 |
| in Mio. Euro | Den Anteilseignern der Rolls-Royce Power Systems AG zuzurechnendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2012 wie zuvor berichtet | 873,7 | 3,2 | 876,9 |
| Änderungen von Rechnungslegungsmethoden (IAS 19) | 32,7 | 32,7 | |
| Angepasster Stand am 01.01.2012 | 906,4 | 3,2 | 909,6 |
| Konzernergebnis | 181,7 | 181,7 | |
| Sonstiges Ergebnis | -79,9 | -79,9 | |
| Gesamtergebnis | 101,8 | 101,8 | |
| Kapitaltransaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern | -2,4 | -3,2 | -5,6 |
| Dividende | -98,8 | -98,8 | |
| Gewinnabführung an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH | -168,5 | -168,5 | |
| Hypothetisch tatsächliche Steuer2 | 41,5 | 41,5 | |
| Stand am 31.12.2012 | 780,1 | 780,1 | |
| Stand am 01.01.2013 | 780,1 | 780,1 | |
| Konzernergebnis | 213,6 | 213,6 | |
| Sonstiges Ergebnis | -42,9 | -42,9 | |
| Gesamtergebnis | 170,7 | 170,7 | |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 114,9 | 114,9 | |
| Gewinnabführung an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH | -228,7 | -228,7 | |
| Hypothetisch tatsächliche Steuer2 | 48,4 | 48,4 | |
| Stand am 31.12.2013 | 885,3 | 885,3 |
1 Erläuterung im Konzernanhang in Kapitel 26 | »Eigenkapital«
2 Betrag, den die Rolls-Royce Power Systems AG im Inland an laufenden Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr ohne das Organschaftsverhältnis mit der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH hätte aufwenden müssen
Die nachfolgenden erläuternden Anhangangaben sind integraler Bestandteil des geprüften konsolidierten Konzernabschlusses.
Konzernanhang
Erläuternde Anhangangaben
1 | Allgemeine Grundlagen
Die Rolls-Royce Power Systems AG (bis zum 9. Januar 2014: Tognum AG) ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland und hat ihren Firmensitz am Maybachplatz 1 in 88045 Friedrichshafen/Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm eingetragen. Das gezeichnete Kapital der Rolls-Royce Power Systems AG befindet sich zu 100% im Eigentum der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH, Friedrichshafen (bis zum 21. Mai 2013: Engine Holding GmbH, Friedrichshafen). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Das Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Rolls-Royce Holding plc, London/Großbritannien. Dieser Konzernabschluss wird beim Companies House offengelegt. Die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH, Friedrichshafen, ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Daimler AG, Stuttgart, und der Vinters International Ltd. (einem Tochterunternehmen der Rolls-Royce Group plc) und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Rolls-Royce Power Systems AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hat den Konzernabschluss am 28. Februar 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Rolls-Royce Power Systems erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro. Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen Euro (Mio. Euro) dargestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente.
Die Konzerngesamtergebnisrechnung wird nach dem international gebräuchlichen Umsatzkostenverfahren erstellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der oben genannten Normen erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Konzernbilanz oder der Konzerngesamtergebnisrechnung sowie die Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken.
Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die den IFRS entsprechend neben der Konzerngesamtergebnisrechnung der Periode, der Konzernbilanz, der Veränderung des Konzerneigenkapitals und der Konzernkapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.
2 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
In den Konzernabschluss wurden neben der Rolls-Royce Power Systems AG 33 in- und ausländische Tochterunternehmen (Vorjahr: 24) einbezogen, die von der Rolls-Royce Power Systems AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Beherrschung im Sinne des International Accounting Standard (IAS) 27 ist dann gegeben, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem das Control-Verhältnis vorliegt. Tochterunternehmen werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem diese Kontrolle endet. Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden Tochterunternehmen ferner dann, wenn sie für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.
Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß der Erwerbsmethode nach IFRS 3 »Unternehmenszusammenschlüsse« bilanziert. Die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung unabhängig vom Umfang der nicht beherrschenden Anteile mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das anteilige, zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern sind mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest (Impairment-Test) nach IAS 36 »Wertminderungen von Vermögenswerten« zu unterziehen. Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte sind verboten. Immaterielle Vermögenswerte, die dem Unternehmen voraussichtlich auf unbestimmte Zeit Zahlungsmittelzuflüsse liefern, sind mit einer unbestimmten Nutzungsdauer anzusetzen. Die planmäßige Abschreibung solcher immaterieller Vermögenswerte ist untersagt.
Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.
Gemeinschaftsunternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Danach werden die Anschaffungskosten um die Eigenkapitalveränderung, die dem Kapitalanteil der Rolls-Royce Power Systems AG entspricht, erhöht oder verringert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden einschließlich außerplanmäßiger Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts im Finanzergebnis der Konzerngesamtergebnisrechnung berücksichtigt.
KONSOLIDIERUNGSKREIS
Zum 31. Dezember 2013 wurden folgende Unternehmen bzw. Teilkonzerne vollkonsolidiert:
| KAPITALANTEIL in % |
31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen | 100,0 | 100,0 |
| MTU Ibérica Propulsión y Energía S.L., Coslada/Spanien | 100,0 | 100,0 |
| Karl Maybach-Hilfe GmbH, Friedrichshafen | 100,0 | 100,0 |
| L'Orange GmbH, Stuttgart | 100,0 | 100,0 |
| MTU Anlagenvermietung GmbH, Friedrichshafen | 100,0 | 100,0 |
| MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100,0 | 100,0 |
| MTU Australia Pty. Ltd., Kings Park/Australien | 100,0 | 100,0 |
| MTU Benelux B.V., Dordrecht/Niederlande | 100,0 | 100,0 |
| MTU America Inc., Detroit/USA | 100,0 | 100,0 |
| MTU Italia S.r.l., Arcola/Italien | 100,0 | 100,0 |
| MTU Onsite Energy Corporation, Mankato/USA | 100,0 | 100,0 |
| MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg | 100,0 | 100,0 |
| MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf | 75,1 | 100,0 |
| MTU Polska Sp.Z.o.o., Warschau/Polen | 100,0 | 100,0 |
| MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.Ş., Hadımköy/Türkei | 100,0 | 100,0 |
| MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.Ş. Avrupa Serbest Bölge Şubesi, Çorlu/Türkei | 100,0 | 100,0 |
| MTU UK Ltd., East Grinstead/Großbritannien | 100,0 | 100,0 |
| MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg | 100,0 | 100,0 |
| Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen | 0,0 | 100,0 |
Bei der MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur (vormals: Tognum Asia Pte. Ltd.), handelt es sich um einen asiatischen Teilkonzern. Dieser Teilkonzern umfasst folgende vollkonsolidierte Unternehmen: MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur (Obergesellschaft des Teilkonzerns), MTU Hong Kong Ltd., Hong Kong/China, MTU Engineering (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China, MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien, PT MTU Indonesia, Jakarta/Indonesien, MTU China Co. Ltd., Shanghai/China, sowie die MTU Japan Co. Ltd., Tokio/Japan. Der Kapitalanteil der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, an der MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, beträgt 100%. Die MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, wiederum hielt zum 31. Dezember 2013 jeweils 100% der Anteile an den vollkonsolidierten Unternehmen.
Bei der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, handelt es sich um einen norwegischen Teilkonzern. Dieser Teilkonzern umfasst folgende vollkonsolidierte Unternehmen: Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen (Obergesellschaft des Teilkonzerns), Bergen Engines B.V., Rotterdam/Niederlande, Bergen Engines Denmark AS, Aalborg/Dänemark, Bergen Engines India Private Limited, New Delhi/Indien, Bergen Engines S.L., Tarragona/Spanien, Bergen Engines S.r.l., Genua/Italien, Bergen Engines Ltd., Bedford/Großbritannien, Bergen Engines Property Co AS, Bergen/Norwegen, und Bergen Engines Bangladesh Private Ltd., Dhaka/Bangladesh. Der Kapitalanteil der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, an der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, beträgt 100%. Die Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, hält zum 31. Dezember 2013 direkt und indirekt jeweils 100% der Anteile an den vollkonsolidierten Unternehmen.
Zusätzliche Informationen zum Konsolidierungskreis sind in Abschnitt 3 | »Veränderung des Konsolidierungskreises« ersichtlich.
Die folgenden, in Deutschland ansässigen Unternehmen haben von der Befreiungsvorschrift des §264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und auf die Offenlegung des Jahresabschlusses 2013 sowie auf die Erstellung eines Lageberichts verzichtet:
| ― | MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, |
| ― | MTU Anlagenvermietung GmbH, Friedrichshafen, |
| ― | MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg, |
| ― | L'Orange GmbH, Stuttgart, |
| ― | MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg. |
Zum 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2012 wurden folgende Gesellschaften als Gemeinschaftsunternehmen at equity bilanziert:
| KAPITALANTEIL in % |
31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| MTU Detroit Diesel Australia Pty. Ltd., Chipping Norton/Australien | 50,0 | 50,0 |
| Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China | 49,0 | 49,0 |
| Tognum Transmashholding B.V., Amsterdam/Niederlande | 0,0 | 50,0 |
NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN
Für die Erstellung des Konzernabschlusses wurden sämtliche durch das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) veröffentlichten neuen und geänderten Standards und Interpretationen angewendet, soweit diese für Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2013 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden waren.
| STANDARD/INTERPRETATION | Zeitpunkt des Inkrafttretens1 | Endorsement2 | ||
|---|---|---|---|---|
| Änderung | IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | 01.07.2012 | 5.06.2012 |
| Änderung | IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 01.01.2013 | 5.06.2012 |
| Änderung | IFRS 7 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 01.01.2013 | 13.12.2012 |
| Neu | IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 01.01.2013 | 11.12.2012 |
| Änderung | Diverse | Improvement Project 2009-2011 | 01.01.2013 | 27.03.2013 |
1 Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt
2 Übernahme der IFRS-Standards bzw. -Interpretationen durch die EU-Kommission
―
Das IASB gab im Juni 2011 eine Änderung des IAS 1 »Darstellung des Abschlusses« heraus. Demzufolge wird der Ausweis der im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung dargestellten Posten geändert. Unternehmen haben nach wie vor die Wahl, das Periodenergebnis und das sonstige Ergebnis zusammen in einer durchgehenden Aufstellung oder in zwei separaten, aufeinander aufbauenden Aufstellungen zu präsentieren. Mit den Änderungen soll eine deutlichere Abgrenzung der Einzelpositionen des sonstigen Ergebnisses sowie eine übersichtlichere Darstellung dieser Posten erreicht werden. Die Änderung ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Im ersten Jahr der Anwendung sind Vergleichsangaben erforderlich (retrospektive Anwendung). Die Neuregelungen des IAS 1 haben Auswirkungen auf die Darstellung der Posten im sonstigen Ergebnis des Konzernabschlusses der Rolls-Royce Power Systems AG.
―
Das IASB gab am 16. Juni 2011 die endgültige Fassung der Änderungen des IAS 19 heraus. Diese haben grundlegende Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) und von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) zur Folge. Die wesentlichen Änderungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| ― | Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste infolge von Neubewertungen (Remeasurements) sind sofort bei Entstehung im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die bisher zulässige Abgrenzung nach dem Korridoransatz und auch eine sofortige Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung sind nicht mehr zulässig. |
| ― | Der leistungsorientierte Aufwand gliedert sich in der Gewinn- und Verlustrechnung in den laufenden und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand sowie den Nettofinanzaufwand auf. Diese Aufgliederung kann in der Gewinn- und Verlustrechnung oder in den Anhangangaben erfolgen. |
| ― | Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird nach den neuen Regelungen in der Periode erfasst, in der die zugrunde liegende Planänderung stattfindet. Eine solche Veränderung der Leistungsverpflichtung wird noch über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Ansprüche verteilt. Es erfolgt daher keine Verteilung mehr. |
| ― | Erweiterte Anhangangaben im Hinblick auf die Charakteristika der Leistungspläne und der im Abschluss erfassten Beträge sowie mögliche Auswirkungen und Risiken von leistungsorientierten Plänen auf die Zahlungsströme des Unternehmens werden erforderlich. |
Die Änderungen des IAS 19 sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Auf eine frühere Anwendung wurde verzichtet. Der vorliegende Konzernabschluss ist der erste Konzernabschluss, in dem die Rolls-Royce Power Systems Gruppe IAS 19 (revised 2011) angewendet hat. IAS 19 (revised 2011) wurde rückwirkend in Übereinstimmung mit IAS 8 angewendet. Entsprechend ist eine Bilanz zum 1. Januar 2012 angegeben. Die zum 1. Januar bzw. 31. Dezember 2012 vorgenommenen Anpassungen der betroffenen Posten in der Konzernbilanz sowie der Konzerngesamtergebnisrechnung sind nachfolgend dargestellt:
| ANGABEN in Mio. EUR |
Betrag angepasst 01.01.2012 | Anpassung | Betrag veröffentlicht 01.01.2012 |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 83,8 | 0,7 | 83,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.206,4 | 0,7 | 1.205,7 |
| Summe Aktiva | 3.118,0 | 0,7 | 3.117,3 |
| Gewinnrücklage und andere Rücklagen | 517,3 | 32,7 | 484,6 |
| Den Anteilseignern der Rolls-Royce Power Systems AG zuzurechnendes Eigenkapital | 906,4 | 32,7 | 873,7 |
| Eigenkapital | 909,6 | 32,7 | 876,9 |
| Pensionsrückstellungen | 370,2 | -45,2 | 415,4 |
| Passive latente Steuern | 70,1 | 13,2 | 56,9 |
| Langfristige Schulden | 1.110,8 | -32,0 | 1.142,8 |
| Summe Passiva | 3.118,0 | 0,7 | 3.117,3 |
| ANGABEN in Mio. EUR |
Betrag angepasst 31.12.2012 | Anpassung | Betrag veröffentlicht 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 76,3 | 0,9 | 75,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.190,3 | 0,9 | 1.189,4 |
| Summe Aktiva | 2.930,4 | 0,9 | 2.929,5 |
| Gewinnrücklage und andere Rücklagen | 389,9 | -45,9 | 435,8 |
| Den Anteilseignern der Rolls-Royce Power Systems AG zuzurechnendes Eigenkapital | 779,0 | -45,9 | 824,9 |
| Eigenkapital | 779,0 | -45,9 | 824,9 |
| Pensionsrückstellungen | 490,0 | 62,7 | 427,3 |
| Passive latente Steuern | 35,2 | -15,9 | 51,1 |
| Langfristige Schulden | 1.020,7 | 46,8 | 973,9 |
| Summe Passiva | 2.930,4 | 0,9 | 2.929,5 |
| ANGABEN in Mio. EUR |
Betrag angepasst 31.12.2012 | Anpassung | Betrag veröffentlicht 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzkosten | -2.148,5 | -0,1 | -2.148,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 866,0 | -0,1 | 866,1 |
| Ergebnis der betrieblichen Aktivität | 296,0 | -0,1 | 296,1 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 282,6 | -0,1 | 282,7 |
| Zinsaufwendungen | -27,5 | -1,0 | -26,5 |
| Ergebnis vor Steuern | 257,0 | -1,1 | 258,1 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -76,1 | 0,3 | -76,4 |
| Konzernergebnis | 180,9 | -0,8 | 181,7 |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen | -106,8 | -106,8 | |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | 29,0 | 29,0 | |
| Sonstiges Ergebnis | -77,8 | -77,8 | |
| Gesamtergebnis | 101,7 | -77,8 | 179,5 |
| Konzernergebnis: | 180,9 | -0,8 | 181,7 |
| davon auf die Anteilseigner der Rolls-Royce Power System AG entfallendes Konzernergebnis | 180,9 | -0,8 | 181,7 |
| Gesamtergebnis: | 101,7 | -77,8 | 179,5 |
| davon auf die Anteilseigner der Rolls-Royce Power System AG entfallendes Gesamtergebnis | 101,7 | -77,8 | 179,5 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) | 1,38 | -0,01 | 1,38 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | 1,38 | -0,01 | 1,38 |
| ― | Wäre in der Rolls-Royce Power Systems Gruppe im Geschäftsjahr 2013 noch die Korridormethode angewandt worden, hätte sich im Eigenkapital ein positiver Effekt in Höhe von 47,3 Mio. Euro ergeben. Die Pensionsrückstellung wäre um den denselben Betrag geringer ausgewiesen worden. Die geänderte Definition der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) wirkt sich auf die Bilanzierung der im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge aus. Bislang wurden die Aufstockungsbeträge als Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses klassifiziert und demzufolge im Zeitpunkt der Vereinbarung eines Altersteilzeitvertrags mit ihrem Gesamtbetrag zurückgestellt. Aufgrund der definitorischen Änderung erfüllt der Aufstockungsbetrag bei Anwendung des IAS 19 (revised 2011) nicht mehr die Voraussetzungen für das Vorliegen von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es handelt sich vielmehr grundsätzlich um andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die über die betreffende Dienstzeit der Arbeitnehmer ratierlich anzusammeln sind. Aus dieser Änderung des Standards ergab sich für Rolls-Royce Power Systems AG ein Anpassungsbetrag innerhalb der Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Auf eine Darstellung dieses Anpassungsbetrages in den oben dargestellten Tabellen wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. |
| ― | Das IASB veröffentlichte am 16. Dezember 2011 eine Ergänzung zu IFRS 7 »Finanzinstrumente: Anhangangaben« bezüglich der Saldierung von Finanzinstrumenten. Demnach besteht die Pflicht zur Offenlegung unabhängig davon, ob die Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden geführt hat. Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Durch die Neuregelungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rolls-Royce Power Systems Gruppe. |
| ― | IFRS 13 »Bewertung zum beizulegenden Zeitwert« wurde am 12. Mai 2011 durch das IASB veröffentlicht. IFRS 13 gibt standardübergreifend einheitliche Bewertungsmaßstäbe für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) vor, indem unter anderem der Begriff neu definiert und dargestellt wird, welche Methoden für dessen Bestimmung infrage kommen. Dabei definiert der Standard den beizulegenden Zeitwert (für einen spezifischen Vermögenswert oder eine spezifische Schuld) als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen. Der Standard ist jedoch nicht auf Bewertungen in Verbindung mit IAS 36, IAS 17 und bei Geschäftsvorfällen im Rahmen von nach IFRS 2 bilanzierten aktienorientierten Vergütungen anzuwenden. Neben neuen Definitionen wurden auch die erforderlichen Anhangangaben im Zusammenhang mit einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erweitert. Künftig sind unter anderem die Bewertungsmethoden offenzulegen, die auf die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden angewandt werden, einschließlich der in diesen Bewertungsmethoden verwendeten Eingangsgrößen, sowie deren Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Der neue Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 13 hat der Konzern die neuen Vorschriften zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert prospektiv angewendet und keine Vorjahres-Vergleichsinformationen für neue Angaben zur Verfügung gestellt. Ungeachtet dessen hatte die Änderung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. |
| ― | Im Rahmen des Annual Improvement Project wurden Änderungen an fünf Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung in Ansatz, die Bewertung und Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 und IFRS 1. Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Durch die Neuregelungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rolls-Royce Power Systems Gruppe. |
Darüber hinaus hat das IASB die nachfolgend genannten Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards veröffentlicht, die bereits von der Europäischen Union übernommen worden sind (Endorsement), deren Anwendung aber noch nicht für das Geschäftsjahr 2013 verpflichtend ist und die im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG nicht vorzeitig angewendet werden.
| STANDARD/INTERPRETATION | Zeitpunkt des Inkrafttretens1 | Endorsement2 | ||
|---|---|---|---|---|
| Änderung | IAS 32 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 01.01.2014 | 13.12.2012 |
| Neu | IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 01.01.2014 | 11.12.2012 |
| Neu | IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.2014 | 11.12.2012 |
| Neu | IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.01.2014 | 11.12.2012 |
1 Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt
2 Übernahme der IFRS-Standards bzw. -Interpretationen durch die EU-Kommission
―
Das IASB veröffentlichte am 16. Dezember 2011 eine Ergänzung zu IAS 32 »Finanzinstrumente: Darstellung«, welche die Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten klarstellt. Hierin betont der Standardsetzer zum einen ausdrücklich, dass ein unbedingter, rechtlich durchsetzbarer Aufrechnungsanspruch auch bei Insolvenz einer beteiligten Partei vorliegen muss. Zum anderen werden beispielhaft Kriterien angeführt, unter denen eine Bruttoerfüllung von finanziellem Vermögenswert und finanzieller Verbindlichkeit dennoch zu einer Saldierung führt. Die Ergänzung ist verpflichtend retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
―
IFRS 10 »Konzernabschlüsse« wurde am 12. Mai 2011 durch das IASB veröffentlicht und ersetzt die Konsolidierungsleitlinien im bisherigen IAS 27 »Konzern- und Einzelabschlüsse« und von SIC-12 »Konsolidierung Zweckgesellschaften«. Da IAS 27 nunmehr nur noch die Vorschriften enthält, die auf separate Einzelabschlüsse anzuwenden sind, wurde der Standard in IAS 27 »Einzelabschlüsse« umbenannt. Die Zielsetzung des IFRS 10 besteht in der Bereitstellung von Prinzipien zur Darstellung und Aufstellung von Konzernabschlüssen bei Beherrschung eines oder mehrerer Unternehmen durch das Mutterunternehmen. Die Beherrschung eines Unternehmens, die sich künftig neben einer Stimmrechtsmehrheit auch aufgrund anderer vertraglicher Vereinbarungen ergeben kann, ist hier Grundlage einer Konsolidierung. Das Beherrschungskonzept gemäß IFRS 10 umfasst dabei folgende drei Elemente, die kumulativ erfüllt sein müssen:
| ― | Verfügungsgewalt, |
| ― | variable Rückflüsse und |
| ― | die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch Ausübung der Verfügungsgewalt. |
Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG hinsichtlich einer Vollkonsolidierung eines at equity einbezogenen Tochterunternehmens werden sich hieraus nicht ergeben.
―
IFRS 11 »Gemeinschaftliche Vereinbarungen« wurde am 12. Mai 2011 durch das IASB veröffentlicht und behandelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements). Diese entstehen, wenn zwei oder mehr Vertragsparteien durch vertragliche Regelungen eine gemeinschaftliche Führung (Joint Control) vereinbaren. Dabei wird zwischen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation), bei der die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien Rechte an Vermögenswerten und Verpflichtungen an Verbindlichkeiten haben, und einem Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) unterschieden, bei dem diese Parteien Rechte am Eigenkapital haben. Der neue Standard ersetzt IAS 31 »Anteile an Gemeinschaftsunternehmen« und schafft die bisherige Möglichkeit der Quotenkonsolidierung ab. Die zwingende Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen erfolgt künftig gemäß den Vorschriften des IAS 28 »Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen«, der sich bislang ausschließlich mit assoziierten Unternehmen befasste. Sowohl die Erweiterung des Anwendungsbereiches des IAS 28 um die Gemeinschaftsunternehmen als auch der neue IFRS 11 sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss hinsichtlich der Klassifizierung der at equity einbezogenen Gesellschaften als Gemeinschaftsunternehmen der Rolls-Royce Power Systems AG werden sich hieraus nicht ergeben.
―
IFRS 12 »Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen« wurde am 12. Mai 2011 durch das IASB veröffentlicht und führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 respektive IFRS 10, IAS 31 respektive IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen. Ziel des neuen Standards ist die Vereinheitlichung und Erweiterung der Anhangangaben für sämtliche Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen sowie an nicht konsolidierten Zweckgesellschaften. Gemäß den neuen Anforderungen im IFRS 12 müssen Unternehmen quantitative und qualitative Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, Ermessungsentscheidungen und Annahmen bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises sowie die mit der Beteiligung in Verbindung stehenden Risiken besser einschätzen zu können. IFRS 12 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Neuregelungen werden im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG Auswirkungen auf den Umfang der Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen haben.
Neue Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen werden für gewöhnlich vom Konzern nicht vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet. Die erstmalige Anwendung des jeweiligen Standards bzw. der jeweiligen Interpretation ist mit der verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union (nach Endorsement) beabsichtigt.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Jahresabschlüsse der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in die Konzernberichtswährung Euro umgerechnet. In der Regel ist die funktionale Währung der ausländischen Konzernunternehmen die jeweilige Landeswährung. Eine Ausnahme ist der Teilkonzern der MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, dessen funktionale Währung teilwese der Euro ist.
Die Umrechnung in Euro erfolgt bei Vermögenswerten und Schulden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag, bei Aufwendungen und Erträgen zu gewogenen Durchschnittskursen der jeweiligen Periode. Die Differenzen aus der Umrechnung werden ergebnisneutral in das Eigenkapital einbezogen. Eine im sonstigen Ergebnis erfasste Umrechnungsdifferenz wird erst dann ergebniswirksam, wenn die entsprechende Unternehmenseinheit entkonsolidiert wird.
Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.
Da die Rolls-Royce Power Systems AG kein Tochterunternehmen mit Sitz in einem Hyperinflationsland hat, war eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 »Rechnungslegung in Hochinflationsländern« nicht notwendig.
Für die wichtigsten Fremdwährungen der Rolls-Royce Power Systems Gruppe gelten folgende Währungskurse:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| LAND | Währung | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| USA | USD | 1,3194 | 1,3791 | 1,2848 | 1,3281 |
| Singapur | SGD | 1,6111 | 1,7414 | 1,6055 | 1,6619 |
| Großbritannien | GBP | 0,8161 | 0,8337 | 0,8109 | 0,8493 |
| Japan | JPY | 113,6100 | 144,7200 | 102,4900 | 129,6600 |
| Australien | AUD | 1,2712 | 1,5423 | 1,2407 | 1,3777 |
| Schweiz | CHF | 1,2072 | 1,2276 | 1,2053 | 1,2311 |
| Norwegen | NOK | 8,3630 | 7,8067 |
ANNAHMEN, SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSAUSÜBUNG DES MANAGEMENTS
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf
| ― | die Abbildung zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben, |
| ― | die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte), |
| ― | die Aktivierung von selbst erstellten Vermögenswerten (Entwicklungskosten), |
| ― | die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, |
| ― | die Einbringbarkeit von Forderungen, |
| ― | die Bewertung von Vorräten, |
| ― | die Ermittlung der Gesamtkosten bei langfristigen Dienstleistungsverträgen und langfristigen Fertigungsaufträgen |
| ― | die Beurteilung wirtschaftlicher Chancen und Risiken von Leasingverträgen sowie |
| ― | die Bilanzierung und Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. |
Im Rahmen von Unternehmenserwerben werden im Allgemeinen Schätzungen zur Ermittlung des Zeitwerts (Fair Value) der erworbenen Vermögenswerte vorgenommen. Grundsätzlich wird der Zeitwert anhand einer geeigneten Bewertungsmethode ermittelt, die in der Regel auf der Prognose zukünftiger Zahlungsmittelflüsse beruht. In Ausnahmefällen werden externe Sachverständige hinzugezogen.
Zur Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mittels der Discounted-Cashflow-Methode ein Nutzungswert ermittelt (vgl. Abschnitt 17 | »Immaterielle Vermögenswerte«). Hierfür sind Annahmen über die künftige Geschäftsentwicklung und allgemeine Rahmendaten zu treffen (z. B. Zinsniveau, Wechselkursentwicklung). Durch die Veränderung dieser Einflussfaktoren kann sich der Nutzungswert der ZGE verändern, wodurch sich ein Wertminderungsbedarf ergeben könnte.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend der auf Seite 44 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Um die zu aktivierenden Beträge zu ermitteln, hat die Rolls-Royce Power Systems AG Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus diesen Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows zu treffen, die die Vermögenswerte voraussichtlich generieren werden.
Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen unterliegt die konzerneinheitliche Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern der Einschätzung der Unternehmensleitung.
Für Forderungen können sich insoweit Bonitäts- und Ausfallrisiken ergeben, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und dadurch Vermögensverluste auftreten. Die Ermittlung der erforderlichen Wertberichtigungen erfolgt unter anderem unter Berücksichtigung der Kundenbonität, vorliegender Sicherheiten sowie von Erfahrungen aufgrund historischer Ausfallraten. Der tatsächliche Zahlungsausfall der Kunden kann infolge der zugrunde gelegten Einflussfaktoren vom erwarteten Zahlungsausfall abweichen.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- und Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts werden vom voraussichtlichen Verkaufspreis des Endprodukts die bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten abgezogen. Sofern Annahmen zu den künftigen Marktpreisen oder Absatzmöglichkeiten des Endprodukts nicht zutreffen, kann es hierdurch zu einem weiteren Wertminderungsbedarf für den Vorratsbestand kommen.
Erlöse aus langfristigen Dienstleistungsverträgen (vorwiegend Wartungsverträge) werden unter Rückgriff auf den jeweiligen Fertigstellungsgrad erfasst. Im Rahmen der Cost-to-Cost-Methode ist hierfür die Ermittlung der voraussichtlichen Gesamtkosten erforderlich, die auf Erfahrungswerten aus früheren Aufträgen basiert. Sollte es jedoch aufgrund von nicht vorhersehbaren Sondereffekten zu Abweichungen von den Schätzwerten kommen, könnte zum Bilanzstichtag ein zu hoher Fertigstellungsgrad ermittelt worden sein, wodurch zu hohe Umsatzerlöse erfasst würden (hinsichtlich des Gesamtbetrags der Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen wird auf Abschnitt 4 | »Umsatzerlöse« des Konzernanhangs verwiesen).
Für die wirtschaftliche Zurechnung von Leasingobjekten ist entscheidend, wer die mit dem Eigentum des Objekts verbundenen wesentlichen wirtschaftlichen Risiken und Chancen trägt. Hierfür sind unter anderem Annahmen zum Marktpreis des Leasingobjekts am Vertragsende und zum Barwert der Mindestleasingzahlungen zu treffen.
Für die Bilanzierung von Rückstellungen hat die Unternehmensleitung Annahmen zu treffen, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Rolls-Royce Power Systems AG aufgrund bestimmter Geschäftsvorfälle ein Abfluss wirtschaftlichen Nutzens droht. Der Bewertung von Rückstellungen liegen Schätzungen über die Höhe und den Zeitpunkt der möglichen wirtschaftlichen Abflüsse zugrunde. Sofern Höhe und Zeitpunkt der Inanspruchnahmen von den getroffenen Schätzungen abweichen, sind Auswirkungen auf das Ergebnis der Rolls-Royce Power Systems Gruppe möglich.
Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich später tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNG
Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen aus dem Verkauf von Gütern erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen werden, und wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der Rolls-Royce Power Systems Gruppe der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird.
Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad der jeweiligen Geschäfte erfasst. Bei langfristigen Service- und Wartungsverträgen und verlängerten separat berechneten Gewährleistungen werden die Umsatzerlöse in der Regel linear über die Vertragslaufzeit verteilt oder - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt - entsprechend der Relation der bereits angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) erfasst. Die Ermittlung der erwarteten Gesamtkosten erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten.
Als Hersteller von Motoren und Antriebs- und Energieerzeugungssystemen betreibt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe auch die Aufarbeitung von Motoren sowie das dazugehörige Ersatzteilgeschäft. Es unterteilt sich in das Geschäft und den Vertrieb von neuen Ersatzteilen (vgl. hierzu »Grundsätze zur Ertragsrealisierung beim Verkauf von Waren«) und von neuwertigen, aber aufgearbeiteten Ersatzteilen. Die beim Verkauf dieser aufgearbeiteten Motoren oder Teile erhaltene Pfandzahlung wird - angelehnt an die Bilanzierung klassischer Pfandsysteme - als Rückstellung bilanziert, wobei eine geschätzte Rücklaufquote zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens herangezogen wird.
Erlösschmälerungen wie Rücklieferungen, Rabatte, Skonti und Boni werden von den Bruttoerlösen abgesetzt. Die Herstellungskosten des Umsatzes enthalten die Kosten der verkauften eigengefertigten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Zu den Herstellungskosten der eigengefertigten Erzeugnisse gehören die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, die zurechenbaren Teile der Produktionsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen, die übrigen immateriellen Vermögenswerte und die Abwertungen von Vorräten. Nutzungsentgelte und Lizenzgebühren werden entsprechend den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Transaktionen abgegrenzt und vereinnahmt.
Fremdkapitalkosten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehen (also Vermögenswerten, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu bringen), werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.
Dividendenerträge werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung berücksichtigt.
LANGFRISTIGE AUFTRAGSFERTIGUNG
Langfristige Fertigungsaufträge werden nach der PoC-Methode bilanziert. Der Fertigstellungsgrad wird dabei anhand des Verhältnisses der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten bestimmt (Cost-to-Cost-Methode). Die Auftragserlöse werden je nach Fertigstellungsgrad des Auftrags im Gewinn oder Verlust erfasst. Ist das Ergebnis des Fertigungsauftrages nicht zuverlässig bestimmbar, werden Erlöse in der Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst (Zero-Profit-Methode). Ist der Auftrag verlustbringend, wird der gesamte geschätzte Verlust des Auftrags zum Zeitpunkt der Identifizierung realisiert.
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
ENTGELTLICH ERWORBENE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt linear.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens jährlich einem Impairment-Test unterzogen und unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und Markennamen waren im Rolls-Royce Power Systems-Konzern keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert.
SELBST ERSTELLTE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE.
Kosten für die Entwicklung neuer oder deutlich verbesserter Produkte und Prozesse werden aktiviert, sofern die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss die Rolls-Royce Power Systems Gruppe die Absicht haben, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, sowie über hierfür ausreichende Ressourcen verfügen. Die aktivierten Kosten umfassen Materialkosten, Fertigungslöhne und zurechenbare allgemeine Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt.
Hierzu können folgende Kosten zählen:
| EINZELKOSTEN | GEMEINKOSTEN (DIREKT ZURECHENBAR) |
|---|---|
| Materialeinzelkosten | Materialgemeinkosten |
| Fertigungseinzelkosten | Fertigungsgemeinkosten |
| Sondereinzelkosten der Fertigung | Abschreibungen des Anlagevermögens |
| Entwicklungsbezogene Kosten der Verwaltung |
Entwicklungskosten, die die Ansatzkriterien von IAS 38 nicht erfüllen, werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie anfallen.
Innerhalb der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte existierte zum Bilanzstichtag ein nach IAS 23 qualifizierter Vermögenswert, sodass Fremdkapitalkosten in Höhe von 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) aktiviert wurden. Der Zinssatz betrug zum Bilanzstichtag 2,39% (Vorjahr: 2,39%).
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE.
Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem anteiligen, zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Reinvermögen zum Erwerbszeitpunkt.
Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auch unterjährig - einem Impairment-Test unterzogen. Weitere Informationen hinsichtlich des Impairment-Tests sind in Abschnitt 17 | »Immaterielle Vermögenswerte« des Konzernanhangs ersichtlich.
Der planmäßigen Abschreibung immaterieller Vermögenswerte liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| IN JAHREN | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 2 - 9 |
| Marke | 3 - 5 |
| Technologie | 5 - 8 |
| Kundenbeziehungen | 5 - 20 |
| Entwicklungskosten in der Produktionsphase | 5 - 10 |
SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um kumulierte planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungsaufwendungen.
Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis, Anschaffungsnebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie die anteiligen Kosten für die betriebliche Altersvorsorge und die freiwilligen sozialen Leistungen. Weder zum Vorjahr noch zum Bilanzstichtag existierte ein nach IAS 23 qualifizierter Vermögenswert, sodass innerhalb der Sachanlagen keine Fremdkapitalkosten aktiviert wurden.
Die Abschreibung auf Sachanlagen wird, dem wirtschaftlichen Nutzenverlauf entsprechend, planmäßig linear vorgenommen. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| IN JAHREN | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude | 8 - 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 - 20 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 14 |
WERTMINDERUNGEN VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND SACHANLAGEN
Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer wird gemäß IAS 36 mindestens an jedem Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen vorliegen. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bestimmt. Der erzielbare Betrag ist als der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert definiert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswerts, wird ein Wertminderungsverlust in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfolgswirksam erfasst. Für den Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die separate Cashflows identifiziert werden können. Sind die Cashflows für einen Vermögenswert nicht separat identifizierbar, wird der Impairment-Test auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) durchgeführt, welcher der Vermögenswert angehört.
Zuschreibungen auf den neuen erzielbaren Betrag erfolgen, wenn die Gründe für Wertminderungen aus den Vorjahren entfallen. Die Wertobergrenze für Zuschreibungen sind die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die sich ergäben, wenn in den Vorjahren keine Wertminderungen erfasst worden wären.
Zur Durchführung des jährlichen Impairment-Tests für Geschäfts- oder Firmenwerte werden diese den ZGE zugeordnet. Die ZGE werden jährlich mindestens einmal auf Werthaltigkeit geprüft oder wenn Anhaltspunkte vorliegen, dass der Buchwert der ZGE über dem erzielbaren Betrag liegt. Sofern der erzielbare Betrag der ZGE nicht den Buchwert ihres Reinvermögens deckt, werden die Wertminderungen erfolgswirksam nach den Vorschriften des IAS 36 vorgenommen. Eine Wertaufholung des Geschäfts- oder Firmenwerts in den Folgeperioden ist ausgeschlossen. Die Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird nach denselben Grundsätzen vorgenommen.
VORRÄTE
Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen, fertige Erzeugnisse und Waren sowie geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die mithilfe der Einzelzuordnung bestimmten Vorräten zugeordnet werden. Zur Bemessung der Anschaffungs- und Herstellungskosten wird die Standardkostenmethode herangezogen, bei der die normale Höhe des Materialeinsatzes und der Löhne sowie die normale Leistungsfähigkeit und Kapazitätsauslastung berücksichtigt werden.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Entfallen die Gründe für Wertminderungen, werden entsprechende Zuschreibungen auf den neuen Nettoveräußerungswert vorgenommen. Wertobergrenze sind die historischen (bzw. fortgeschriebenen) Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen Wertansätzen in der IFRS-Bilanz und in der Steuerbilanz gebildet. Daneben sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfasst, sofern sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren Steuerminderlasten ergeben. Für die Berechnung der latenten Steuern werden jeweils die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gültigen bzw. mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwarteten Steuersätze verwendet.
Zum Bilanzstichtag werden die aktivierten aktiven latenten Steuern auf ihre Werthaltigkeit überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis im relevanten Planungszeitraum zur Verfügung stehen wird. Bisher nicht angesetzte latente Steueransprüche werden am Bilanzstichtag neu überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Realisierung des latenten Steueranspruchs erzielt wird.
Die Rolls-Royce Power Systems AG und ihre deutschen Organgesellschaften sind seit 2012 aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags Mitglied des Organkreises der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH als Organträger. Um eine Vergleichbarkeit des eigenständigen Konzernabschlusses der Rolls-Royce Power Systems AG nach IFRS mit den Vorjahren herzustellen, weist die Rolls-Royce Power Systems AG wie bereits im Vorjahr latente Steuern aus, die den Beträgen entsprechen, welche die Rolls-Royce Power Systems AG ohne das Organschaftsverhältnis mit der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH hätte bilden müssen (hypothetische latente Steuern).
Aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts, eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit im Rahmen eines Geschäftsvorfalls, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und bei dem durch diesen erstmaligen Ansatz weder das bilanzielle Ergebnis vor Ertragsteuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst werden, werden keine latenten Steuern angesetzt.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und sich diese auf Ertragsteuern desselben Steuersubjekts und derselben Steuerbehörde beziehen.
ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz angesetzt, wenn die Rolls-Royce Power Systems Gruppe Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung ist abhängig von der Kategorisierung.
IAS 39 unterteilt finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien:
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, |
| ― | bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, |
| ― | Kredite und Forderungen sowie |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. |
Finanzinstrumente der Kategorie »Kredite und Forderungen« werden bei Lieferung und Leistungserfüllung erfasst, also zum Zeitpunkt des Entstehens des Zahlungsanspruchs (Erfüllungstag). Derivate werden zum Handelstag, alle übrigen finanziellen Vermögenswerte zum Erfüllungstag eingebucht. Der Handelstag ist der Tag, an dem die Rolls-Royce Power Systems Gruppe die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts eingegangen ist. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird.
Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum Zeitpunkt des Verkaufs (Handelstag) oder bei Erlöschen des Anspruchs. Eine Ausbuchung wird auch dann vorgenommen, wenn eine Forderung uneinbringlich geworden ist. Die bei der Ausbuchung entstandenen Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam behandelt.
Bei einem Finanzinstrument wird eine Wertminderung vorgenommen, wenn objektive Anzeichen hierfür vorliegen. Für ein Finanzinstrument können solche Anzeichen sein:
| ― | erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten, |
| ― | Vertragsbruch des Schuldners, z. B. Ausfall von Zins- oder Tilgungszahlungen, |
| ― | Zugeständnisse an einen Schuldner, die im Regelfall nicht gewährt würden, |
| ― | eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens oder eines sonstigen Sanierungsbedarfs beim Schuldner sowie |
| ― | beobachtbare Daten, die auf eine Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme schließen lassen (z. B. nachteilige Veränderungen im Zahlungsverhalten von Schuldnern, nationale oder lokale wirtschaftliche Gegebenheiten). |
Die Ermittlung eines Wertminderungsaufwands unter Rückgriff auf die objektiven Hinweise erfolgt jeweils unter Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten bzw. sonstigen Kreditverbesserungen. Für die Klasse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der Buchwert unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintritt, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintritt, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst.
Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Darunter fallen sonstige Forderungen, finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden.
Die Kategorie »Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte« umfasst alle finanziellen Vermögenswerte, die keiner der anderen Bewertungskategorien zugeordnet werden. Da für die nicht börsennotierten Beteiligungen, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind (dabei handelt es sich ausschließlich um Anteile an GmbHs bzw. vergleichbaren ausländischen Rechtsformen), kein aktiver Markt existiert, mit dessen Hilfe die beizulegenden Zeitwerte verlässlich ermittelt werden können, und da sich der beizulegende Zeitwert nicht mit vertretbarem Aufwand auf anderem Wege zuverlässig ermitteln lässt, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Für diese Beteiligungen liegt zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht vor.
Beteiligungen werden ebenfalls den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugerechnet, sofern nicht von der Möglichkeit des IAS 39 Gebrauch gemacht wird, diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Beteiligungen, bei denen von der Möglichkeit des IAS 39 Gebrauch gemacht wird (Fair Value Option), werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Zeitwert wird unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Modelle (Bewertungsmethoden) und unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter ermittelt.
Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten einschließlich Finanzschulden. Sie sind anzusetzen, wenn der Konzern Vertragspartei der Regelungen eines Finanzinstruments wird. Verbindlichkeiten, die aus einer Verpflichtung zum Kauf von Gütern oder Dienstleistungen eingegangen werden, sind am Erfüllungstag der zugrundeliegenden Lieferungen bzw. Leistungen anzusetzen. Im Falle von Finanzverbindlichkeiten ist die entsprechende Verbindlichkeit zum Erfüllungstag anzusetzen, also am Tag der Wertstellung. Derivate werden zum Handelstag bilanziert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie erfüllt, d. h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen getilgt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Im Falle einer finanziellen Verbindlichkeit, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, erfolgt die Bewertung nach Abzug von Transaktionskosten von der erhaltenen Gegenleistung. Die Folgebewertung ist abhängig von der Kategorisierung.
IAS 39 unterteilt finanzielle Verbindlichkeiten in folgende Kategorien:
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten und |
| ― | sonstige Verbindlichkeiten. |
In den Folgeperioden werden sonstige Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Im Sinne einer transparenteren Unternehmensberichterstattung fasst die Rolls-Royce Power Systems Gruppe Finanzinstrumente gemäß IFRS 7.6 entsprechend ihrer jeweils zugrunde liegenden Charakteristika in verschiedene Klassen zusammen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Klassen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
| ― | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, |
| ― | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, |
| ― | Beteiligungen, bewertet zu Anschaffungskosten, |
| ― | zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewertete Derivate (Vermögenswerte), |
| ― | sonstige Forderungen und Vermögenswerte, |
| ― | Finanzierungsverbindlichkeiten, |
| ― | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, |
| ― | zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewertete Derivate (finanzielle Verbindlichkeiten) und |
| ― | sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. |
Hinsichtlich der Zuordnung der einzelnen Klassen zu den entsprechenden Bewertungskategorien nach IAS 39 verweisen wir auf die Ausführungen unter Abschnitt 33 | »Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten« im Konzernanhang. Die Bewertungskategorie »Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente« findet innerhalb der Rolls-Royce Power Systems Gruppe keine Anwendung.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Im Rolls-Royce Power Systems-Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung der Währungsrisiken und des Risikos schwankender Rohstoffpreise eingesetzt. Im Rahmen der Zugangsbewertung werden die Derivate zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag des Vertragsabschlusses bewertet.
Derivative Finanzinstrumente gehören zur Kategorie »Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten«. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Hedge Accounting wird im Rolls-Royce Power Systems-Konzern nicht angewendet.
In die Kategorie »Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten« fallen ebenfalls Optionen, bei denen der Zeitwert unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Modelle (Bewertungsmethoden) und unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter ermittelt wird.
ZAHLUNGSMITTEL
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Geld unterwegs und Sichteinlagen, die nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen und eine ursprüngliche Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.
LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER
Leistungen an Arbeitnehmer umfassen neben kurzfristig fällig werdenden Leistungen außerdem Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, andere langfristig fällige Leistungen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe gewährt gegenwärtig fast allen Mitarbeitern in Deutschland und teilweise auch Beschäftigten im Ausland Pensionszusagen.
Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden in Abhängigkeit von ihrem wirtschaftlichen Gehalt, der sich aus den grundlegenden Leistungsbedingungen und Leistungsvoraussetzungen des Plans ergibt, entweder als Leistungszusagen (Defined Benefit, DB) oder als Beitragszusagen (Defined Contribution, DC) klassifiziert.
Altersversorgungspläne, die nicht eindeutig als DC klassifiziert werden können, sind als DB-Zusagen anzusehen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für eine Leistungszusage entspricht dem Saldo aus dem Barwert der Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag und dem Zeitwert eines eventuell vorhandenen Planvermögens. Die Berechnung der DBO beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren. Zur Ermittlung der DBO wird der Rechnungszins zum jeweiligen Bilanzstichtag anhand aktueller Kapitalmarktdaten und mit Blick auf die Fristigkeit der bestehenden Verpflichtungen bestimmt. Außerdem werden langfristige Trendannahmen für die zu erwartenden Gehalts-, Inflations- und Rentensteigerungen nach dem Prinzip der bestmöglichen Schätzung festgelegt und bei der Bewertung berücksichtigt. Die Verpflichtungen werden jährlich durch unabhängige qualifizierte Versicherungsmathematiker bewertet.
Abfindungen werden gezahlt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder gegen eine Abfindung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet, und werden erfasst, wenn der Rolls-Royce Power Systems-Konzern eine nicht rückgängig zu machende Verpflichtung eingegangen ist. Leistungen, die mehr als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst.
ERFOLGSORIENTIERTE VERGÜTUNGSFORMEN
Im Falle einer erfolgsorientierten Vergütungstransaktion, die in bar abgegolten wird, werden die erworbenen Güter oder Dienstleistungen und wird die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Schuld angesetzt. Bis zur Begleichung der Schuld wird deren beizulegender Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag neu bestimmt, und alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, die wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe sich verlässlich schätzen lässt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet. Aus der Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellung werden im übrigen Finanzergebnis erfasst.
LEASING
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen ist in Übereinstimmung mit IAS 17 »Leasingverhältnisse« dem Leasingnehmer zuzurechnen, wenn dieser alle wesentlichen mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt (Finanzierungsleasing). Leasingverhältnisse, bei denen der primäre Teil der Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing klassifiziert. Die diesbezüglich geleisteten Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses aufwandswirksam erfasst.
ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN
| POSITION | BEWERTUNGSMETHODE |
|---|---|
| Aktiva | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test) |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | |
| Entgeltlich erworbene sonstige immaterielle | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Vermögenswerte | |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Herstellungskosten der Entwicklung (Einzelkosten und direkt zurechenbare Gemeinkosten) |
| Sachanlagen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Kredite und Forderungen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgswirksam zum Fair Value |
| Zur Veräußerung verfügbar | Erfolgsneutral zum Fair Value |
| Vorräte | Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Zahlungsmittel | Nennwert |
| Passiva | |
| Rückstellungen | |
| Pensionsrückstellungen | Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren) |
| Sonstige Rückstellungen | Erfüllungsbetrag (mit bestmöglicher Schätzung) |
| Finanzielle Schulden | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgswirksam zum Fair Value |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Erfüllungsbetrag |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Erfüllungsbetrag |
FINANZRISIKOMANAGEMENT
Als weltweit agierender Konzern ist die Rolls-Royce Power Systems Gruppe im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich Währungs- und Zinsrisiken sowie in gewissem Maße auch Rohstoffpreisrisiken ausgesetzt. Durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente werden diese Risiken begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden in der Rolls-Royce Power Systems Gruppe grundsätzlich durch das Group Treasury der Rolls-Royce Power Systems AG durchgeführt.
FREMDWÄHRUNGSRISIKO.
Die Währungsrisiken, denen die Rolls-Royce Power Systems Gruppe ausgesetzt ist, resultieren insbesondere aus Geschäftsabschlüssen mit internationalen Vertragspartnern, die zu Zahlungsströmen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung des jeweiligen Tochterunternehmens führen. Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe reduziert dieses Risiko, indem sie Geschäftstransaktionen (Verkäufe und Zukäufe von Produkten und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten) vorzugsweise in der jeweiligen funktionalen Währung abrechnet. Außerdem wird ein Teil des Fremdwährungsrisikos aus der Umsatzlegung durch die Beschaffung von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung ausgeglichen.
Das verbleibende Fremdwährungsrisiko in der Rolls-Royce Power Systems Gruppe wird zentral für alle Konzernunternehmen durch das Group Treasury der Rolls-Royce Power Systems AG aktiv gesteuert. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch eine konzernweit verbindliche interne Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen zur Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettowährungspositionen für alle Konzernunternehmen vorgibt. Sofern dem keine devisenrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, werden Sicherungsgeschäfte über das Group Treasury des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns abgewickelt, welches derivative Finanzinstrumente spiegelbildlich mit externen Partnern abschließt.
Fremdwährungsrisiken bestehen vor allem dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten und geplante Transaktionen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen. Im Rolls-Royce Power Systems-Konzern trifft dies insbesondere auf den US-Dollar zu, aber auch auf den Singapur-Dollar, die norwegische Krone, das Britische Pfund und den Schweizer Franken.
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe verfügt in den bedeutendsten Währungen sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite über erhebliche Währungspositionen. Diese gegenläufigen Währungspositionen werden für die nächsten zwölf Monate ermittelt und fließen saldiert unter Berücksichtigung der Devisenbestände in die transaktionsbezogene Nettofremdwährungsposition ein. Diese Nettofremdwährungsposition wird durch den Einsatz von Devisensicherungen aktiv gesteuert. Die transaktionsbezogene Nettofremdwährungsposition nach Sicherungen betrug zum Bilanzstichtag 187,7 Mio. Euro (Vorjahr: 200,4 Mio. Euro).
Der Betrag der in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfassten Kursverluste aus der Realisierung von Währungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus deren Bewertung und der Bewertung der Devisenbestände zum Jahresende belief sich im Jahr 2013 auf-0,8 Mio. Euro (Vorjahr: Kursverlust in Höhe von -13,2 Mio. Euro).
ZINSRISIKO.
Veränderungen der Marktzinsen wirken sich auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus. Wesentliche Zinssatzsteigerungen können daher die Rentabilität, Liquidität und Finanzlage des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns beeinträchtigen.
Die Zinsrisikopositionen der Rolls-Royce Power Systems Gruppe werden für alle Konzernunternehmen zentral gesteuert. Ziel des Zinsrisikomanagements der Rolls-Royce Power Systems Gruppe ist es, das Risiko von finanziellen Verlusten aufgrund nachteiliger Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Bis zur Refinanzierung der Rolls-Royce Power Systems Gruppe im dritten Quartal 2012 wurden Zinsswaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus den variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten eingesetzt. Die Ablösung dieser Zinsswaps führte im Vorjahr zu einem positiven Ergebniseffekt von 0,3 Mio. Die zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten sind mit Festzinssätzen ausgestattet.
ROHSTOFFPREISRISIKO.
Im Zusammenhang mit dem Bezug von Teilelieferungen und Rohstoffen sowie im Bereich der Energiekosten ist die Rolls-Royce Power Systems Gruppe Marktpreisrisiken ausgesetzt, die aus den Preisschwankungen an den Energie- und Rohstoffmärkten resultieren. Wesentliche Preissteigerungen können daher die Rentabilität, Liquidität und Finanzlage des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns zusätzlich beeinträchtigen. Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe begegnet diesen Risiken durch die Vereinbarung von Preisfixierungen im Rahmen langfristiger Lieferverträge und den Einsatz von Rohstoffsicherungen.
Sofern dem keine rechtlichen oder steuerlichen Bestimmungen entgegenstehen, werden Sicherungsgeschäfte im Rolls-Royce Power Systems-Konzern über das Group Treasury der Rolls-Royce Power Systems AG abgewickelt, welches derivative Finanzinstrumente spiegelbildlich mit externen Partnern abschließt.
Rohstoffpreisrisiken bestehen vor allem dort, wo Preise für Vormaterialien an die Preisentwicklungen der Rohstoffmärkte gekoppelt sind. Hierbei sind neben den Energiekostenveränderungen insbesondere die Preisentwicklungen von Industriemetallen und Stahl von Bedeutung. Diese Risiken wurden durch den Einsatz von Commodityswaps begrenzt. Die Bewertung der Commodityswaps zum Bilanzstichtag führte zu einem Ergebniseffekt von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro).
AUSFALLRISIKO.
Im Rolls-Royce Power Systems-Konzern besteht aufgrund der Kundenstruktur keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bezüglich der Werthaltigkeit der Finanzforderungen lagen zum Abschlussstichtag keine Hinweise auf eine Wertminderung vor. Das maximale Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher in der Höhe des Buchwerts gegenüber den jeweiligen Kontrahenten.
Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos ist in Abschnitt 33 | »Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten« des Konzernanhangs ersichtlich. Des Weiteren verfolgt der Rolls-Royce Power Systems-Konzern eine Geschäftspolitik, die dieses Risiko im Hinblick auf einzelne Kontrahenten auf einen bestimmten Betrag beschränkt. Dem Forderungsausfallrisiko wird durch aktives Forderungsmanagement sowie durch die hierfür gebildeten Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen.
LIQUIDITÄTSRISIKO.
Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die Rolls-Royce Power Systems Gruppe nicht genügend Finanzmittel besitzt, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Diesem Risiko wird durch ein systematisches Liquiditätsmanagement vorgebeugt. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie im Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung bei planmäßiger Entwicklung sicher. Am Bilanzstichtag standen der Rolls-Royce Power Systems AG Kreditlinien über insgesamt 550,0 Mio. Euro zur Verfügung (Vorjahr: 550,0 Mio. Euro), davon wurden 250,0 Mio. Euro (Vorjahr: 250,0 Mio. Euro) in Anspruch genommen.
Die folgende Übersicht zeigt die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive vertraglicher Zinszahlungen:
| Cashflows 2014 | Cashflows 2015 | Cashflows 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Buchwert zum 31.12.2013 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzierungsverbindlichkeiten1 | 250,5 | 5,5 | 4,3 | 5,8 | 7,8 | 5,7 |
| Derivative Finanzinstrumente | 3,6 | 3,3 | 0,3 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 418,8 | 418,8 | ||||
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 298,0 | 296,7 | 0,6 | |||
| 970,9 | 5,5 | 723,1 | 5,8 | 8,7 | 5,7 |
| Cashflows 2016 | Cashflows ≥ 2017 | ||
|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Tilgung | Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzierungsverbindlichkeiten1 | 132,7 | 3,0 | 105,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,6 | ||
| 133,3 | 3,0 | 105,8 |
1 Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden jeweils die endfälligen Tilgungsbeträge berücksichtigt.
| Cashflows 2013 | Cashflows 2014 | Cashflows 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Buchwert zum 31.12.2012 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzierungsverbindlichkeiten1 | 250,8 | 6,0 | 0,4 | 5,5 | 4,0 | 5,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | 5,5 | 1,9 | 0,7 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 352,6 | 331,6 | 0,1 | 4,1 | 0,1 | |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 213,9 | 213,0 | 0,5 | |||
| 822,8 | 6,0 | 546,9 | 5,6 | 9,3 | 6,0 |
| Cashflows 2015 | Cashflows ≥ 2016 | ||
|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Tilgung | Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzierungsverbindlichkeiten1 | 7,8 | 8,7 | 238,5 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,1 | 2,8 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4,6 | 0,3 | 12,3 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,5 | ||
| 13,0 | 9,0 | 253,6 |
1 Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden jeweils die endfälligen Tilgungsbeträge berücksichtigt
Es wurden alle Instrumente einbezogen, die am 31. Dezember 2013 im Bestand und für die Zahlungen vertraglich bereits vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs (per 31. Dezember) umgerechnet.
SENSITIVITÄTSANALYSEN
Durch Sensitivitätsanalysen wird für jede Art von Marktrisiko ermittelt, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen der jeweiligen Risikovariablen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, zum Bilanzstichtag hätten.
ZINSSENSITIVITÄT.
Gemäß den Anforderungen des IFRS 7 wurden die Auswirkungen von Veränderungen unserer wichtigsten Zinssätze auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, analysiert. Die Auswirkung von Zinssatzänderungen auf künftige Cashflows war von dieser Analyse ausgenommen. Variabel verzinste Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht (vgl. hierzu auch die Ausführungen unter Abschnitt 29 | »Finanzielle Verbindlichkeiten« im Konzernanhang). Die Veränderungen des Marktzinssatzes wirkten sich daher nur auf die kurzfristigen Geldanlagen aus.
Die Zinssensitivitätsanalyse nimmt eine Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (einen Prozentpunkt) nach oben und nach unten bei sonst gleichen Rahmenbedingungen an. Die Abweichungen zu den tatsächlich angesetzten Zinsen bzw. beizulegenden Zeitwerten und die potenziellen Effekte auf das Konzernergebnis sowie das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag, jeweils vor Steuern, sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Im Geschäftsjahr 2013 basierte die Darstellung auf einer Bestimmung der Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, wobei die Auswirkungen auf das Zinsergebnis im Falle der Neuberechnung anhand der hypothetischen Marktzinsen bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten und Geldanlagen einbezogen wurden.
| in Mio. Euro | Konzernergebnis | Konzerneigenkapital Gesamteffekt | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | BP 100+ | BP 100- | BP 100+ | BP 100- |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Effekt aus originären Finanzinstrumenten (Änderung Zinszahlungen) | 1,0 | -0,2 | 1,0 | -0,2 |
| Effekt aus derivativen Finanzinstrumenten (Fair-Value-Änderung) | ||||
| Gesamt | 1,0 | -0,2 | 1,0 | -0,2 |
| in Mio. Euro | Konzernergebnis | Konzerneigenkapital Gesamteffekt | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | BP 100+ | BP 100- | BP 100+ | BP 100- |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Effekt aus originären Finanzinstrumenten (Änderung Zinszahlungen) | 1,0 | -0,2 | 1,0 | -0,2 |
| Effekt aus derivativen Finanzinstrumenten (Fair-Value-Änderung) | ||||
| Gesamt | 1,0 | -0,2 | 1,0 | -0,2 |
WÄHRUNGSSENSITIVITÄT.
Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Unternehmen der Rolls-Royce Power Systems Gruppe abgeschlossen worden sind. Effekte aus der Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen in die Konzernberichtswährung (Euro) sind nach IFRS 7 nicht in die Sensitivitätsanalyse mit einzubeziehen.
Bei einer Aufwertung bzw. Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar um 10% zum 31. Dezember 2013 im Bereich der originären Finanzinstrumente (bilanzierte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) würden sich das Konzernergebnis vor Steuern rein rechnerisch um 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) und das Konzerneigenkapital vor Steuern um 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) erhöhen bzw. vermindern. Würde der Euro gegenüber sämtlichen anderen Währungen im Bereich der originären Finanzinstrumente um 10% auf- oder abgewertet, ergäbe sich rein rechnerisch eine Verminderung bzw. Erhöhung des Konzernergebnisses und des Konzerneigenkapitals, jeweils vor Steuern, um 0,5 Mio. Euro (Vorjahr 0,6 Mio. Euro). Diese Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Variablen wie Zinssätze, Preise und Kosten in der jeweiligen Fremdwährung unverändert bleiben.
Die nachfolgenden Ausführungen zu den Effekten im Bereich der derivativen Finanzinstrumente beziehen sich somit auf die Absicherungen im operativen Bereich. Die derivativen Finanzinstrumente beinhalten auch Währungssicherungsgeschäfte auf noch nicht bilanzierte und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende künftige Transaktionen.
Bei einer Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar um 10% zum 31. Dezember 2013 im Bereich der derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) würden sich das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, um 14,1 Mio. Euro erhöhen (Vorjahr: 23,1 Mio. Euro). Würde der Euro gegenüber dem US-Dollar im Bereich der derivativen Finanzinstrumente um 10% abgewertet, ergäbe sich eine Verringerung des Konzernergebnisses und des Konzerneigenkapitals, jeweils vor Steuern, um 14,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,1 Mio. Euro).
Bei einer Aufwertung des Euros gegenüber sämtlichen anderen Währungen um 10% zum 31. Dezember 2013 im Bereich der derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) würden sich das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, um 5,9 Mio. Euro verringern (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro). Würde der Euro gegenüber sämtlichen anderen Währungen im Bereich der derivativen Finanzinstrumente um 10% abgewertet, ergäbe sich eine Erhöhung des Konzernergebnisses und des Konzerneigenkapitals, jeweils vor Steuern, um 5,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro).
ROHSTOFFSENSITIVITÄT.
Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse für den Rohstoffbereich wurden die Auswirkungen von Veränderungen der Rohstoffpreise auf die zum Stichtag im Bestand befindlichen Rohstoffderivate untersucht. Hierbei wurden die Auswirkungen von Marktpreisveränderungen bei den zugrunde liegenden Rohstoffen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, analysiert. Die Auswirkung von Rohstoffpreisänderungen auf künftige Cashflows ist von dieser Analyse ausgenommen. Die den Derivaten zugrunde liegenden Grundgeschäfte wurden in der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt.
Bei den zum Geschäftsjahresende bestehenden derivativen Rohstoffsicherungen (vgl. hierzu Abschnitt 32 | »Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des operativen Geschäfts« im Konzernanhang) wurden die beizulegenden Zeitwerte anhand der hypothetischen Marktpreise neu berechnet und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.
Die Rohstoffsensitivitätsanalyse nimmt eine Verschiebung der Marktpreise um 10% nach oben und nach unten bei sonst gleichen Rahmenbedingungen an. Bei einem Anstieg der Rohstoffpreise um 10 % zum 31. Dezember 2013 würden sich das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital, jeweils vor Steuern, um 1,6 Mio. Euro erhöhen (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro). Bei einem um 10% niedrigeren Rohstoffpreisniveau ergäbe sich eine Verringerung des Konzernergebnisses und des Konzerneigenkapitals, jeweils vor Steuern, um 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro).
KAPITALMANAGEMENT
Zielsetzung des Kapitalmanagements ist es, ein solides Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen die jederzeitige Erfüllung operativer Zahlungsverpflichtungen, der Kapitaldienst für Fremdkapitalgeber und die Ergebnisabführung an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH sichergestellt werden. Darüber hinaus will sich die Rolls-Royce Power Systems Gruppe ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung ihres Wachstumskurses erhalten.
Zurzeit verfügt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe über kein offizielles externes Rating. Das konzernweite Finanzrisikoprofil wird zentral durch das Group Treasury des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns aktiv gesteuert und überwacht. Durch die stabile Eigenkapitalquote sowie die auf sehr geringem Niveau stabile Nettofinanzverschuldung konnte bei den refinanzierenden Banken eine dem Investment Grade entsprechende Bonitätsbewertung sichergestellt werden.
Vor allem durch die Einbeziehung der Bergen-Gruppe zum 1. Januar 2013 und das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2013 erhöhte sich das Konzerneigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um 105,2 Mio. Euro auf 885,3 Mio. Euro. Eigenkapitalmindernd wirkte die Ergebnisabführung an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 228,7 Mio. Euro. Gegenläufig dazu wirkte ein Steuereffekt in Höhe von 48,4 Mio. Euro. Der um 21,3 Mio. Euro verbesserte Free Cashflow (der sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammensetzt) führte zu einer positiven bilanziellen Nettofinanzverschuldung (zinstragende Finanzverbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel) von 65,8 Mio. Euro (Vorjahr: 40,1 Mio. Euro).
Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum EBITDA beträgt unverändert weniger als 1:1 und liegt damit deutlich unter dem mit den refinanzierenden Banken vereinbarten Niveau von 3,25:1. Des Weiteren wurde mit den Banken vereinbart, dass die Konzerneigenkapitalquote nicht weniger als 20% betragen darf. Aufgrund der Eigentümerstruktur, der aktuellen Kapitalstruktur sowie der mittelfristigen Cashflowplanung des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns sehen wir eine Verletzung der oben genannten Covenants als unwahrscheinlich an.
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital in Mio. Euro | 780,1 | 885,3 |
| in Prozent der Bilanzsumme | 26,6 % | 26,6% |
| Nettofinanzverschuldung in Mio. Euro | -40,1 | -65,8 |
Mit einer Eigenkapitalquote von 26,6 % zum 31. Dezember 2013, in der die Ergebnisabführung an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH bereits berücksichtigt ist, weist die Rolls-Royce Power Systems Gruppe eine solide und angemessene Finanzstruktur auf.
Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie der Rolls-Royce Power Systems Gruppe wird stets gewährleistet, dass sowohl der Rolls-Royce Power Systems-Konzern als auch die Konzernunternehmen über eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung verfügen. Neben einer adäquaten Finanzierung wird den Tochterunternehmen ein erforderlicher Liquiditätsspielraum zur Verfügung gestellt. Im Berichtsjahr wurden alle extern auferlegten Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Um dies zu gewährleisten, erfolgt vor der Durchführung von Maßnahmen, die einen wesentlichen Effekt auf die Kapitalstruktur des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns haben könnten, stets eine Überprüfung, ob die Fähigkeit der Rolls-Royce Power Systems AG zur Einhaltung der externen Mindestkapitalanforderungen beeinträchtigt werden könnte.
3 | Veränderung des Konsolidierungskreises
In den Konzernabschluss werden neben der Rolls-Royce Power Systems AG alle Unternehmen einbezogen, an denen die Rolls-Royce Power Systems AG nach dem sogenannten Control-Konzept die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen kann, was regelmäßig mit einer Mehrheit der Stimmrechte verbunden ist. Zum 31. Dezember 2013 wurden, neben der Rolls-Royce Power Systems AG selbst, 33 Tochterunternehmen (31. Dezember 2012: 24) vollständig einbezogen.
Die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH ist das Mutterunternehmen der Rolls-Royce Power Systems AG und wird seit dem 1. Januar 2013 im Konzernabschluss der Rolls-Royce Group plc (nachfolgend als Rolls-Royce-Gruppe bezeichnet) vollkonsolidiert.
Zum 1. Juli 2013 hat die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH 100 % ihrer Anteile an der Bergen Engines AS in die Rolls-Royce Power Systems AG eingebracht, und gleichzeitig hat die Vinters International Limited ihre Kontrollrechte an der Bergen-Gruppe ebenfalls der Rolls-Royce Power Systems AG übergeben. Seit 1. Januar 2013 wird die Bergen-Gruppe bei der Rolls-Royce Power Systems AG vollkonsolidiert.
Die Rolls-Royce Power Systems AG hat bei der Einbringung der Bergen-Gruppe vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese Common-Control-Transaktion rückwirkend zum 1. Januar 2013 im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG nach der Buchwertmethode abzubilden, da seit dem 1. Januar 2013 die Rolls-Royce Power Systems Gruppe und die Bergen-Gruppe unter gemeinsamer Beherrschung (»common control«) der Rolls-Royce Gruppe stehen. Die Buchwertfortführung erfolgt daher aus den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses der Rolls-Royce Gruppe zum 31. Dezember 2012. Im Zuge dieser Transaktion hat die Rolls-Royce Power Systems AG Nettovermögenswerte der Bergen-Gruppe in Höhe von 115,0 Mio. Euro übernommen, wobei die Vermögenswerte 266,1 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten 151,1 Mio. Euro betragen. Der Nettovermögenszugang in Höhe von 115,0 Mio. Euro hat im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG die Kapitalrücklage um den gleichen Betrag erhöht.
Bei dieser Common-Control-Transaktion wurde kein Geschäfts- oder Firmenwert übernommen. Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Umsatzerlöse der Bergen-Gruppe 285,7 Mio. Euro und das EBIT 37,4 Mio. Euro.
Das Produktportfolio der Bergen-Gruppe umfasst im Wesentlichen die folgenden drei Bestandteile:
| ― | einen Bereich für mittelschnell laufende Hubkolbenmotoren, der unter der Marke »Rolls-Royce« operiert, mit einer starken Position im Segment der Offshore-Schiffstechnik und einem sich rasch entwickelnden Bereich für Gasmotoren, der die Schiffstechnik- und Stromerzeugungsmärkte bedient; |
| ― | einen Bereich für Stromerzeugungsprojekte, der in ausgewählten Ländern weltweit operiert und dauerbetriebene Kraftwerke, die auf Hubkolbenmotoren basieren, beliefert und bedient, sowie |
| ― | eine Produktionsstätte in Bergen/Norwegen, die durch eine spezielle Gießerei unterstützt wird und über technische, Forschungs- und Entwicklungs- und andere unterstützende Einrichtungen verfügt. |
Die Bergen-Gruppe umfasst folgende Gesellschaften:
| ― | Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen |
| ― | Bergen Engines Denmark A/S, Aalborg/Dänemark |
| ― | Bergen Engines India Private Limited, Neu Delhi/Indien |
| ― | Bergen Engines B.V., Rotterdam/Niederlande |
| ― | Bergen Engines S.L., Tarragona/Spanien |
| ― | Bergen Engines S.r.l., Genua/Italien |
| ― | Bergen Engines Limited, Bedford/Großbritannien |
| ― | Bergen Engines Property Co AS, Bergen/Norwegen |
| ― | Bergen Engines Bangladesh Private Limited, Dhaka/Bangladesch |
Am 4. April 2012 übernahm die Rolls-Royce Power Systems Gruppe nach erfolgter Zustimmung der Kartellbehörden 75,1 % der Anteile am bayerischen Stromaggregatehersteller Aggretech AG, Ruhstorf. Durch den Einstieg bei der Aggretech AG, Ruhstorf, treibt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe den Ausbau des Geschäfts mit dezentralen Energieanlagen konsequent voran. Mit Wirkung zum 21. Juni 2012 wurde die Aggretech AG, Ruhstorf, in MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, umfirmiert.
Die Erstkonsolidierung der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, erfolgte gemäß IFRS 3 »Unternehmenserwerbe« unter Anwendung der Erwerbsmethode. Die Ergebnisse der erworbenen Gesellschaft wurden beginnend mit dem 1. April 2012 in den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG einbezogen.
Der Gesamtkaufpreis enthält 75,1 % der Eigenkapitalanteile an der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, die restlichen Gesellschaftsanteile an der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, wurden vom bisherigen Eigentümer gehalten. Für diese restlichen Gesellschaftsanteile in Höhe von 24,9 % wurden zwischen der Rolls-Royce Power Systems AG und dem bisherigen Eigentümer eine Verkaufs- und eine Kaufoption vereinbart. Die Transaktion wurde aufgrund der vereinbarten Optionen so abgebildet, als sei der Erwerb zum 4. April 2012 bereits zu 100% erfolgt. Die aus der Verkaufsoption resultierende Verbindlichkeit wurde zum Zeitpunkt des Erwerbs mit 2,8 Mio. Euro bewertet und unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Höhe der Verbindlichkeit entsprach dem abgezinsten, rechnerisch erwarteten Auszahlungsbetrag bei Ausübung der Option (voraussichtlich im Jahr 2016). Die Kaufoption wurde als schwebendes Geschäft bilanziert.
Im wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Erwerb der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, wurden auch Immobilien erworben, die vorwiegend aus bebauten und unbebauten Grundstücken bestehen. Diese Grundstücke und Immobilien werden von der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, genutzt.
Das erworbene Nettovermögen und der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, sowie der Immobilien, die im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, ermitteln sich wie folgt:
| in Mio. Euro | 01.04.2012 |
|---|---|
| Kaufpreis für den Erwerb der Geschäftsanteile (75,1 %) | 3,7 |
| Option auf die ausstehenden Anteilsrechte | 2,8 |
| Anschaffungskosten für den Erwerb der Immobilien | 14,6 |
| Gesamtkaufpreis | 21,1 |
| Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens | 6,0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 15,1 |
Die direkt der Akquisition zurechenbaren Kosten in Höhe von 0,3 Mio. Euro wurden im Vorjahr erfolgswirksam innerhalb der allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.
Der Gesamtkaufpreis, bestehend aus der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, und den Immobilien, wurde den erworbenen Vermögenswerten und Schulden nach finaler Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet:
| Mio. EUR | Buchwert nach Akquisition |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,2 |
| Sachanlagen | 25,8 |
| davon aus dem Kauf der Immobilien | 14,6 |
| Vorräte | 14,2 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 15,3 |
| Zahlungsmittel | 0,2 |
| Aktive latente Steuern | 3,0 |
| Rückstellungen | -15,4 |
| Verbindlichkeiten | -36,5 |
| Passive latente Steuern | -0,9 |
| Nettovermögen | 6,0 |
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte innerhalb der Sachanlagen zum Erwerbszeitpunkt 4. April 2012 ist nach abgeschlossener Ermittlung der Marktwerte des Sachanlagevermögens zum 31. März 2013 als final anzusehen. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich eine Verminderung der Sachanlagen in Höhe von 2,0 Mio. Euro. Die passive latente Steuern verminderten sich um 0,6 Mio. Euro.
Die Bilanzierung des Kaufpreises für den Erwerb der 75,1 % Eigenkapitalanteile an der MTU Onsite Energy Systems GmbH ist zum 31. März 2013 ebenfalls als final anzusehen.
Zum 31. März 2013 bestehen weder Eventualforderungen noch -verbindlichkeiten.
Der steuerlich nicht abzugsfähige Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 15,1 Mio. Euro spiegelt im Wesentlichen die zu erwartenden Synergien durch zukünftige Kundenbeziehungen im Onsite-Energy-Segment sowie die Sicherung und den Ausbau des Absatzmarktes durch MTU-Motoren wider. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde der ZGE »Onsite Energy Systems« zugeordnet. Im Rahmen des Kaufs der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, wurden keine wesentlichen immateriellen Vermögensgegenstände erworben.
Die im Rahmen des Erwerbs von langfristigen materiellen Vermögenswerten aufgedeckten stillen Reserven weisen folgende Nutzungsdauer auf:
| aufgedeckte stille Reserven in Mio. Euro |
Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|---|
| Maschinen, andere Anlagen | 2,0 | 18 |
Mit Wirkung zum 14. Oktober 2013 erhöhte die Rolls-Royce Power Systems AG ihre Anteile durch Einziehung der restlichen Gesellschaftsrechte von dem Minderheitsgesellschafter der Onsite Energy Systems GmbH auf 100 % (vormals: 75,1 %).
Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung
4 | Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Gütern, wobei das Produktprogramm neben Dieselmotoren auch Diesel- und Gasmotorensysteme sowie hochwertige Motoren- und Antriebskomponenten wie Hochdruckeinspritzsysteme und das Ersatzteilgeschäft umfasst. Hinzu kommen Gasturbinen, maßgeschneiderte Elektroniksysteme für die Steuerung und Überwachung der Motoren und Antriebsanlagen sowie Dienstleistungen wie Wartungs- oder Entwicklungsaufträge.
Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2013 um 325,4 Mio. Euro auf 3.339,9 Mio. Euro.
In den Umsatzerlösen sind 52,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) Erlöse aus langfristiger Auftragsfertigung enthalten. Davon beziehen sich 36,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) auf noch nicht fertiggestellte Aufträge. Die angefallenen Kosten dieser noch nicht fertiggestellten Aufträge belaufen sich auf 29,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), was zu einem Ergebnis in Höhe von 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) führt.
Gemäß IAS 18.35(b) lässt sich der Umsatz der Rolls-Royce Power Systems Gruppe in die folgenden Kategorien aufteilen:
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten | 2.752,0 | 3.054,7 |
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Dienstleistungen und sonstigen Leistungen | 262,5 | 285,2 |
| 3.014,5 | 3.339,9 |
5 | Umsatzkosten
Die Umsatzkosten umfassen die gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die für die verkauften Produkte, Waren und Dienstleistungen anfallen. Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Herstellungskosten und werden denjenigen Baureihen/Komponenten zugeordnet, durch die sie verursacht werden. Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 13,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,1 Mio. Euro). Sie sind in den Umsatzkosten enthalten. Die Umsatzkosten beinhalten Erträge im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus den Aktivitäten der Onsite Energy Fuel Cell Systems in Höhe von 4,7 Mio. Euro, die im Wesentlichen auf die Auflösung der Restrukturierungsrückstellungen zurückzuführen sind. Im Vorjahr waren in den Umsatzkosten Erträge aus der Auflösung der Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 7,1 Mio. Euro enthalten.
6 | Sonstige betriebliche Erträge
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten | 0,5 | 0,3 |
| Übrige | 13,4 | 10,8 |
| 13,9 | 11,2 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Berichtsjahr Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro). Darüber hinaus umfassen die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge eine Vielzahl von Erträgen, die im Einzelnen nur von untergeordneter Bedeutung sind.
7 | Vertriebskosten
Zu den Vertriebskosten gehören alle Vertriebseinzel- und Vertriebsgemeinkosten. Darunter fallen grundsätzlich alle Personal-, Material- und Abschreibungsaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen des Vertriebsbereichs.
Die Vertriebskosten gingen im Geschäftsjahr 2013 um 6,6 Mio. Euro auf 238,8 Mio. Euro zurück.
8 | Allgemeine Verwaltungskosten
Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche (unter anderem Controlling, Finanz- und Rechnungswesen sowie Steuer- und Rechtsabteilung, Unternehmenskommunikation, Personal und Strategie), die nicht mit der Produktion, dem Vertrieb oder der Forschung und Entwicklung in Verbindung stehen. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 17,2 Mio. Euro auf 147,7 Mio. Euro (Vorjahr: 130,5 Mio. Euro), vorrangig aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Bergen-Gruppe. Im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus den Aktivitäten der Onsite Energy Fuel Cell Systems beinhalteten die allgemeinen Verwaltungskosten im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio.
Die im Geschäftsjahr 2013 berechneten Honorare und Auslagen für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, sowie für dessen verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB betrugen 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) und setzten sich aus Abschlussprüfungsleistungen für den Konzernabschluss sowie für die gesetzlich vorgeschriebenen Abschlüsse der Rolls-Royce Power Systems AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen zusammen. Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen wurden 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro), für Steuerberatungsleistungen 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) und für sonstige Leistungen 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) berechnet.
9 | Forschungs- und Entwicklungskosten
In den Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 216,4 Mio. Euro (Vorjahr: 203,6 Mio. Euro) sind neben dem Gesamtbetrag der Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten auch die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne aktivierte Entwicklungskosten) in Höhe von 6,3 Mio. Euro enthalten (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert vorrangig aus der Einbeziehung der Bergen-Gruppe.
10 | Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | -1,0 | -0,9 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | -3,5 | -6,2 |
| -4,5 | -7,0 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen eine Vielzahl von Aufwendungen, die im Einzelnen nur von untergeordneter Bedeutung sind.
11 | Übriges Finanzergebnis
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnung | 7,8 | 16,7 |
| Erträge aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 0,2 | 5,3 |
| Erträge aus der Bewertung von Derivaten | 8,2 | 7,5 |
| Übrige Finanzerträge | 1,4 | |
| Sonstige Finanzerträge | 17,6 | 29,5 |
| Aufwendungen aus Währungsumrechnung | -20,4 | -14,0 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen | -4,4 | -4,2 |
| Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten | -10,5 | -8,2 |
| Übrige Finanzaufwendungen | -3,0 | -1,5 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | -38,2 | -28,0 |
| Übriges Finanzergebnis | -20,7 | 1,5 |
Das übrige Finanzergebnis verbesserte sich um 22,2 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: -20,7 Mio. Euro). Zu dieser Verbesserung trug vor allem die Bewertung der Devisenbestände bei. Im Vorjahr wirkte die Bewertung des US-Dollar-Darlehens, das im dritten Quartal 2012 zurückgeführt wurde, belastend auf das Finanzergebnis.
Die Erträge aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten betrafen im Geschäftsjahr 2013 den Erlös aus der Veräußerung der Anteile an der MTU Services Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia, sowie vereinnahmte Dividendenzahlungen. Im Vorjahr waren in dieser Position ausschließlich vereinnahmte Dividendenzahlungen enthalten.
12 | Zinsergebnis
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst)1 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Krediten und Forderungen | 0,3 | 0,1 |
| Sonstige Zinserträge | 1,7 | 1,6 |
| Zinserträge | 2,0 | 1,7 |
| Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten | -8,1 | -6,2 |
| Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen | -19,4 | -17,3 |
| Zinsaufwendungen | -27,5 | -23,5 |
| Zinsergebnis | -25,6 | -21,8 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
Das Zinsergebnis in Höhe von -21,8 Mio. Euro verbesserte sich um 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: -25,6 Mio. Euro). Zu dieser Entwicklung trugen gesunkene Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen bei.
Für nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden im Berichtszeitraum Gesamtzinserträge in Höhe von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) bzw. ein Gesamtzinsaufwand in Höhe von 6,2 Mio. Euro (Vorjahr: 8,0 Mio. Euro) gemäß IFRS 7.20(b) gebucht.
13 | Ergebnis je Aktie
Nach IAS 33 berechnet sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) mittels Division des den Stammaktionären der Rolls-Royce Power Systems AG (ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) zustehenden Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien (1. Januar bis 31. Dezember 2013: 131.380.000 Aktien).
| 01.01. - 31.12.2012 (angepasst)1 | 01.01. - 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis in Mio. Euro | 180,9 | 213,6 |
| Aktienzahl in Stück (gewichteter Durchschnitt) | 131.375.000 | 131.380.000 |
| Ergebnis in Euro je Aktie | 1,38 | 1,63 |
1 Die Vorjahreszahl wurde aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
Weder zum 31. Dezember 2013 noch zum 31. Dezember 2012 waren Optionen auf Aktien ausstehend, die den Gewinn pro Aktie verwässerten. Somit ergab sich weder im Geschäftsjahr 2013 noch im Vorjahr ein davon abweichendes verwässertes Ergebnis je Aktie (diluted earnings per share).
14 | Personalaufwand
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst)1 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -582,4 | -673,4 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -118,0 | -131,9 |
| davon Pensionsaufwand für leistungsorientierte Pläne | -9,2 | -11,6 |
| davon Pensionsaufwand für beitragsorientierte Pläne | -51,4 | -63,8 |
| Gesamtpersonalaufwand | -700,3 | -805,3 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst
Die Aufwendungen für die Altersversorgung beinhalten den Aufwand für im Geschäftsjahr 2013 hinzuerworbene Versorgungsansprüche. Die erwartete Rendite des Planvermögens und der Zinsaufwand werden innerhalb des Zinsergebnisses ausgewiesen.
Im Pensionsaufwand für beitragsorientierte Pläne sind die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten.
| 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Arbeiter/Angestellte | 9.757 | 10.875 |
| Auszubildende/ Praktikanten | 558 | 650 |
| 10.315 | 11.525 |
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich11.525 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.315).
Bei der direkten Gegenüberstellung ist zudem zu beachten, dass die Vergleichbarkeit dieser kopfzahlbezogenen Größen durch den Einsatz von Mitarbeitern mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen beeinflusst wird.
15 | Materialaufwand
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.188,7 | -407,6 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -423,3 | -1.356,9 |
| -1.612,0 | -1.764,5 |
16 | Erfolgsorientierte Vergütungen
LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT (LTIC) 2009:
Im Mai 2009 wurde ein LTIC-Programm für Führungskräfte eingeführt. Im Rahmen dieses Programms gewährt die Rolls-Royce Power Systems Gruppe bezugsberechtigten Mitarbeitern virtuelle Aktien (Phantom Shares), die nach Ablauf von vier Jahren dazu berechtigen, eine Auszahlung in bar zu erhalten.
Durch Division des individuellen Zuteilungsbetrages mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der Aktie der Rolls-Royce Power Systems AG im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2009 wurde die jeweilige ursprüngliche Anzahl der zugeteilten virtuellen Aktien pro Teilnahmeberechtigtem berechnet. Über den Performancezeitraum von drei Jahren wird durch die Entwicklung des Ergebnisses je Aktie einerseits sowie die relative Entwicklung des Aktienkurses der Rolls-Royce Power Systems AG im Vergleich zur Performance des M DAX in den Geschäftsjahren 2009 bis 2011 andererseits ein Gesamtperformancefaktor ermittelt. Dieser Gesamtperformancefaktor bestimmt durch Multiplikation mit der ursprünglichen Anzahl der zugeteilten virtuellen Aktien die endgültige Anzahl erdienter virtueller Aktien. Durch die Multiplikation der endgültigen Anzahl erdienter virtueller Aktien mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der Aktie der Rolls-Royce Power Systems AG im Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2012 ergibt sich der Auszahlungsbetrag des LTIC-Programms. Die Auszahlung erfolgt nach Ablauf einer Haltefrist von einem Jahr im Juli 2013. Die Höhe dieser aktienbasierten Vergütung ist ferner vom Jahreseinkommen und der Eingruppierung der Mitarbeiter abhängig. Es existiert sowohl eine Untergrenze (10% bzw. 13% des Jahreseinkommens) als auch eine Obergrenze (25% bzw. 30% des Jahreseinkommens) für die Höhe der Vergütung aus dem LTIC-Programm. Für Mitglieder des Vorstands wurden die Auszahlungsgrenzen vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrats mit mindestens 10% und maximal 50% des jeweiligen Zielwerts festgelegt.
Den bezugsberechtigten Führungskräften wird zudem für das Jahr der Zuteilung sowie für die beiden Folgejahre (Geschäftsjahre 2009 bis 2011) ein Dividendenäquivalent für jede ihnen zugeteilte virtuelle Aktie ausgezahlt.
Die Bilanzierung der LTIC-Programme 2009 bis 2011 erfolgt gemäß IFRS 2 nach den Vorschriften für aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich. Danach wird der Gesamtwert der den Führungskräften gewährten virtuellen Aktien bzw. Aktienoptionen zum Ausgabetag mithilfe eines Optionspreisbewertungsmodells bestimmt. Der errechnete Gesamtwert des Sondervergütungsprogramms wird als Personalaufwand über den Zeitraum der Leistungserbringung durch den Begünstigten verteilt. Der Wert der virtuellen Aktie multipliziert mit der Zahl der ausstehenden virtuellen Aktien ergibt die maximale Verbindlichkeit aus dem Aktienoptionsplan zum Bewertungstag. Die zeitratierliche Gewichtung mit dem bis dahin erdienten Anteil der Erdienungszeit ergibt die erdiente Verbindlichkeit und damit den Rückstellungsbedarf.
Das LTIC-Programm 2009 kam im Geschäftsjahr 2013 nach der Hauptversammlung zur Auszahlung.
LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT (LTIC) 2010:
Im Mai 2010 wurde ein weiteres LTIC-Programm für Führungskräfte mit den gleichen Parametern und Bedingungen wie im oben dargestellten Programm aus dem Jahr 2009 eingeführt. Die bezugsberechtigten Mitarbeiter erhielten ebenfalls virtuelle Aktien, die sie nach Ablauf von vier Jahren dazu berechtigen, eine Auszahlung in bar zu erhalten.
LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT (LTIC) 2011:
Im Mai 2011 wurde ein zusätzliches LTIC-Programm für Führungskräfte mit den gleichen Parametern und Bedingungen wie in den oben dargestellten Programmen aus den Jahren 2009 und 2010 eingeführt. Im Sinne einer administrativen Vereinheitlichung aller bislang aufgelegten LTIC-Programme erhielten die Durchführungsbestimmungen des LTIC 2011 rückwirkende Gültigkeit für alle laufenden LTIC-Programme. Diese rückwirkende Gültigkeit findet jedoch nur Anwendung bei allen Mitarbeitern, die die Teilnahmevoraussetzungen am LTIC 2011 erfüllen und zum Zeitpunkt der Zuteilung des LTIC 2011 in einem aktiven, ungekündigten Arbeitsverhältnis bei der Rolls-Royce Power Systems AG oder einem nachgeordneten verbundenen Unternehmen standen. Wesentlich für die Anwendbarkeit und die rückwirkende Gültigkeit der Durchführungsbestimmungen des LTIC 2011 ist das Erfolgen einer individuellen Zuteilung im Rahmen des LTIC 2011 sowie die ausdrückliche und uneingeschränkte Zustimmung des einzelnen Mitarbeiters per Unterschrift. Für Mitarbeiter, die vor dem Zeitpunkt der Zuteilung des LTIC 2011 endgültig aus dem Unternehmen ausgeschieden waren, finden weiterhin die entsprechenden Durchführungsbestimmungen des jeweiligen LTIC-Programms aus den Jahren 2009 und 2010 Anwendung.
Mit den Durchführungsbestimmungen des LTIC 2011 wurde an der oben beschriebenen Programmsystematik insofern keine Veränderung vorgenommen, als weiterhin die bezugsberechtigten Mitarbeiter ebenfalls virtuelle Aktien erhalten, die sie nach Ablauf von vier Jahren dazu berechtigen, eine Auszahlung in bar zu erhalten. Ferner wird weiterhin über den Performancezeitraum von drei Jahren durch die Entwicklung des Ergebnisses je Aktie einerseits sowie die relative Entwicklung des Aktienkurses der Rolls-Royce Power Systems AG im Vergleich zur Performance des MDAX in den Geschäftsjahren 2011 bis 2013 andererseits ein Gesamtperformancefaktor ermittelt.
Nach Bekanntwerden der Übernahme der Rolls-Royce Power Systems AG durch die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH wurde es erforderlich, dass die Durchführungsbestimmungen des LTIC 2011 ergänzt und angepasst werden. Infolgedessen wurde der Paragraf ersatzlos gestrichen, wonach alle bezugsberechtigten Mitarbeiter zum Kaufen und Halten von Aktien der Rolls-Royce Power Systems AG verpflichtet gewesen wären.
Für den Fall des Delistings der Aktie der Rolls-Royce Power Systems AG von der Börse nach der gänzlichen Übernahme der Rolls-Royce Power Systems AG durch die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH erfolgte ferner die Umstellung der Berechnungsgrundlage des relativen Erfolgsfaktors. Da im Zuge des Delistings der Aktie der Rolls-Royce Power Systems AG keine weiteren Aktienkurse börslich festgestellt werden können, wurde die Komponente des externen durchschnittlichen Aktienkurses eines jeden ersten Quartals durch eine auf internen Kennzahlen ermittelte Erfolgsgröße ersetzt. Diese Erfolgsgröße basiert auf den internen Kennzahlen EBIT-N, Nettofinanzverschuldung sowie der bestehenden Anzahl an Aktien der Rolls-Royce Power Systems AG.
In die Ermittlung des Gesamtperformancefaktors über den Performancezeitraum von drei Jahren fließen dementsprechend die Entwicklung der so berechneten Erfolgsgröße in Relation zur Entwicklung des MDAX sowie die Entwicklung des Ergebnisses je Aktie ein. Der auszahlungsrelevante durchschnittliche Aktienkurs wird ebenfalls durch die intern ermittelte Erfolgsgröße ersetzt.
Die Teilnahmevoraussetzungen für die Ergänzungen zu den Durchführungsbestimmungen entsprechen denen der ursprünglichen Durchführungsbestimmungen für das LTIC 2011.
BEWERTUNG DER LONG-TERM INCENTIVE CONCEPTS 2009/2010/2011:
Zum 31. Dezember 2013 wurden insgesamt 1,2 Mio. Euro Aufwand und 10,7 Mio. Euro Verbindlichkeiten (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro Aufwand und 19,3 Mio. Euro Verbindlichkeiten) für die genannten Sondervergütungsprogramme gemäß IFRS 2 bilanziert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 beinhalteten die LTIC-Programme insgesamt 572.613 virtuelle Aktien (Vorjahr: 1.021.396 virtuelle Aktien). Auf die einzelnen Programme entfielen hierbei:
| ― | LTIC 2009: 0 virtuelle Aktien (Vorjahr: 446.790 virtuelle Aktien), |
| ― | LTIC 2010: 317.623 virtuelle Aktien (Vorjahr: 317.907 virtuelle Aktien) und |
| ― | LTIC 2011: 254.990 virtuelle Aktien (Vorjahr: 256.699 virtuelle Aktien). |
Um den Fair Value einer virtuellen Aktie aus dem LTIC-Programm zu ermitteln, wird ein Monte-Carlo-Verfahren eingesetzt. Dazu wird die zeitliche Entwicklung der »Earnings per Share« (EPS), der Tognum-Aktie und des M DAX über die Laufzeit des Plans stochastisch simuliert, um jeweils am Ende der dreijährigen Performanceperiode die auszuzahlende Stückzahl bzw. am Ende der sich anschließenden einjährigen Haltezeit den Auszahlungswert für den Begünstigten zu ermitteln. Die Auszahlungslimits für die repräsentativen Vertreter der Führungsebenen werden hierbei berücksichtigt.
LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT (LTIC) 2012:
Mit der erneuten Auflage des LTIC-Programms für Führungskräfte wurde 2012 ein Wechsel der Planart von einem aktienbasierten Programm hin zu einem nicht-aktienbasierten Cash-Plan vollzogen. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über einen Performancezeitraum von einem Jahr und einem Erdienungszeitraum von weiteren drei Jahren. Die Programmperformance wird auf Basis der Erreichung eines definierten EBIT-N Zielwertes ermittelt. Um den effizienten Zusammenschluss einzelner Gesellschaften unter dem Dach der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH sowie die Entwicklung von gemeinsamen Synergiepotenzialen zu forcieren, wurde zusätzlich ein Integrationsbonus ausgelobt. Dieser zusätzliche Bonus orientiert sich prozentual am jeweiligen individuellen Zuteilungswert. Über die auszahlungsrelevante Höhe hat der Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH am 4. Februar 2013 abschließend entschieden. Die verabschiedete Höhe des Integrationsbonus beträgt 10 % des individuellen Zuteilungswertes. Da der für den einjährigen Performancezeitraum definierte EBIT-N Zielwert nicht erreicht wurde, beträgt die Programmperformance null. Dementsprechend kommt bei Auszahlung des LTIC 2012 nach Ablauf der vierjährigen Programmlaufzeit die zuvor beschriebene Auszahlungsuntergrenze (10% bzw. 13% des Jahreseinkommens) zum Tragen. In diesem Auszahlungsbetrag ist der verabschiedete Integrationsbonus bereits enthalten und wird nicht gesondert ausgezahlt. Bei bezugsberechtigten Mitarbeitern, die innerhalb der Programmlaufzeit aus dem Unternehmen ausscheiden, wird der Auszahlungsbetrag zeitanteilig berechnet.
Die Bilanzierung von LTIC 2012 und 2013 erfolgt gemäß IAS 19 nach den Vorschriften für Leistungen an Arbeitnehmer.
LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT (LTIC) 2013:
Im Februar 2013 wurde vom Aufsichtsrat eine weitere Auflage des LTIC-Programms für Führungskräfte beschlossen. Dieses Programm ist ebenfalls ein Performance-Cash-Plan. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über einen Performancezeitraum von drei Jahren. Nach Ablauf der Programmlaufzeit kommt dieses Programm in 2016 zur Auszahlung. Die Programmperformance wird auf Basis der Erreichung der über den dreijährigen Zeitraum definierten Zielwerte EBIT-N und Cash Conversion ermittelt. Um das globale Wachstum von Rolls-Royce Power Systems nachhaltig zu forcieren, enthält die Berechnung des EBIT-N Zielwertes neben der avisierten internen Wachstumsrate ebenfalls die Wachstumsrate der Weltwirtschaft. Die Cash Conversion gibt das Verhältnis von operativem Cashflow zu EBIT-N an. Beide Werte werden kumulativ über die Programmlaufzeit erhoben. Die Auszahlungen des LTIC 2013 enthalten keine minimale Untergrenze und maximale Obergrenze wie bei den Programmen LTIC 2009-2012, sondern sind durch eine Programmperformance zwischen 0 und 200 %, anzuwenden auf den Zuteilungsbetrag, definiert.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
17 | Immaterielle Vermögenswerte
| in Mio. Euro | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | Aktivierte Entwicklungskosten | Geschäfts- oder Firmenwert | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2012 | 398,7 | 136,5 | 185,4 | 47,1 | 767,7 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,2 | 13,6 | 13,8 | ||
| Zugänge | 10,6 | 3,4 | 32,9 | 47,0 | |
| Umbuchungen | 1,4 | -1,3 | 0,2 | ||
| Abgänge | -0,6 | -0,6 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -0,5 | -0,2 | -0,7 | ||
| Stand am 31.12.2012 | 409,8 | 139,9 | 198,8 | 78,7 | 827,3 |
| Stand am 01.01.2013 | 409,8 | 139,9 | 198,8 | 78,7 | 827,3 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 1,4 | 1,4 | |||
| Zugänge | 15,0 | 2,3 | 20,2 | 37,4 | |
| Umbuchungen | 0,6 | -0,5 | 0,1 | ||
| Abgänge | -3,3 | -3,3 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -1,2 | -0,4 | -1,6 | ||
| Stand am 31.12.2013 | 420,8 | 142,2 | 199,8 | 98,3 | 861,2 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| Stand am 01.01.2012 | -276,7 | -59,1 | -335,9 | ||
| Abschreibungen | -27,5 | -13,1 | -40,6 | ||
| Abgänge | 0,4 | 0,4 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,5 | 0,5 | |||
| Stand am 31.12.2012 | -303,4 | -72,3 | -375,6 | ||
| Stand am 01.01.2013 | -303,4 | -72,3 | -375,6 | ||
| Abschreibungen | -21,8 | -13,6 | -35,4 | ||
| Abgänge | 3,2 | 3,2 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 1,2 | 1,2 | |||
| Stand am 31.12.2013 | -320,9 | -85,8 | -406,7 | ||
| Buchwert | |||||
| Stand am 31.12.2012 | 106,4 | 67,6 | 198,8 | 78,7 | 451,6 |
| Stand am 31.12.2013 | 100,0 | 56,3 | 199,8 | 98,3 | 454,5 |
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte in den folgenden Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten: Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.
Die Bilanzposition »Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte« setzt sich aus folgenden Gruppen zusammen:
| ― | Marken, |
| ― | Technologien, |
| ― | Kundenbeziehungen sowie |
| ― | Übrige (enthält unter anderem Software). |
Die Veränderung dieser Gruppen stellt sich wie folgt dar:
| in Mio. Euro | Marken | Technologie | Kundenbeziehungen | Übrige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2012 | 56,5 | 151,5 | 81,5 | 109,2 | 398,7 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,2 | 0,2 | |||
| Zugänge | 10,6 | 10,6 | |||
| Umbuchungen | 1,4 | 1,4 | |||
| Abgänge | -0,6 | -0,6 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -0,2 | -0,1 | -0,2 | -0,5 | |
| Stand am 31.12.2012 | 56,3 | 151,5 | 81,4 | 120,6 | 409,8 |
| Stand am 01.01.2013 | 56,3 | 151,5 | 81,4 | 120,6 | 409,8 |
| Zugänge | 15,0 | 15,0 | |||
| Umbuchungen | 0,6 | 0,6 | |||
| Abgänge | -3,3 | -3,3 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -0,5 | -0,2 | -0,5 | -1,2 | |
| Stand am 31.12.2013 | 55,8 | 151,5 | 81,2 | 132,3 | 420,8 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| Stand am 01.01.2012 | -7,1 | -142,9 | -43,5 | -83,3 | -276,7 |
| Abschreibungen | -1,8 | -6,6 | -8,0 | -11,2 | -27,5 |
| Abgänge | 0,4 | 0,4 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,2 | 0,1 | 0,2 | 0,5 | |
| Stand am 31.12.2012 | -8,7 | -149,5 | -51,4 | -93,9 | -303,4 |
| Stand am 01.01.2013 | -8,7 | -149,5 | -51,4 | -93,9 | -303,4 |
| Abschreibungen | -0,8 | -1,9 | -8,0 | -11,1 | -21,8 |
| Abgänge | 3,2 | 3,2 | |||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,4 | 0,2 | 0,5 | 1,2 | |
| Stand am 31.12.2013 | -9,1 | -151,4 | -59,2 | -101,3 | -320,9 |
| Buchwert | |||||
| Stand am 31.12.2012 | 47,6 | 2,0 | 30,0 | 26,7 | 106,4 |
| Stand am 31.12.2013 | 46,7 | 0,1 | 22,0 | 31,1 | 100,0 |
Die Marke »MTU« als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer wurde mit dem Buchwert von 46,5 Mio. Euro berücksichtigt (Vorjahr: 46,5 Mio. Euro). Seit Einführung der Marke im Jahr 1969 schützt die MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, den Wert der Marke »MTU« durch die Geschäftspolitik und dadurch, dass keine Nutzungsrechte an Dritte gewährt werden, die nicht dem Vertriebsnetz der Rolls-Royce Power Systems AG angehören.
Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 wurden 216,4 Mio. Euro (Vorjahr: 203,6 Mio. Euro) als Aufwand für Forschung und Entwicklung erfasst. Wie im Vorjahr bestanden zum Bilanzstichtag keine Sicherungsabtretungen von immateriellen Vermögenswerten, Patenten, gewerblichen Schutzrechten und Marken.
Zur Durchführung des Impairment-Tests sind die Geschäfts- oder Firmenwerte und die Marke den ZGE zugeordnet, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Die ZGE orientieren sich an der niedrigsten Ebene innerhalb der Rolls-Royce Power Systems Gruppe, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.
Bei der Rolls-Royce Power Systems Gruppe wurden fünf (Vorjahr: vier) ZGE identifiziert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich auf die ZGE wie folgt:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | Veränderung Konsolidierungskreis | Währungsumrechnungsdifferenzen | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Engines | 138,8 | 138,8 | ||
| Injection Systems | 12,5 | 12,5 | ||
| Onsite Energy Systems | 47,5 | 1,4 | -0,4 | 48,5 |
| Distribution | ||||
| Bergen | ||||
| 198,8 | 1,4 | -0,4 | 199,8 |
Kriterium für die Abgrenzung einer ZGE ist, dass diese weitgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten Mittelzuflüsse erwirtschaftet. Innerhalb der ZGE Engines sind beispielsweise die Applikationen keine ZGE, da nur auf übergeordneter Ebene eine Gruppe von Vermögenswerten zugeordnet werden kann, die Mittelzuflüsse erzeugt, welche weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Eine Unterscheidung nach Applikationen erfolgt aufgrund der den Motoren innewohnenden Spezifikationen, die allerdings alle auf denselben Basismotoren basieren. Die Applikationen erzeugen keine weitestgehend unabhängigen Cashflows, da diese immer die Basismotoren benötigen. Die Produktion der Motoren für die unterschiedlichen Applikationen ist durch den hohen Anteil gemeinsamer Nutzung von Produktionsmitteln gekennzeichnet. Die in diesem Zusammenhang stehenden Informationen (Umsatz und Auftragseingang) dienen auf Applikationenebene der Vertriebssteuerung und der Bearbeitung der Absatzmärkte. Zudem sind die Basismotoren innerhalb des Produktionsprozesses nicht selbstständig vermarktungsfähig bzw. stellen keine marktgängigen Zwischenprodukte dar.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer lagen zum Bilanzstichtag in der ZGE Engines in Form von Markenrechten in Höhe von 34,9 Mio. Euro und bei der ZGE Onsite Energy Systems in Höhe von 11,6 Mio. Euro vor (Buchwert der Marke MTU somit unverändert zum Vorjahr: 46,5 Mio. Euro).
Im Rahmen des Impairment-Tests wurde der Buchwert der ZGE dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) gegenübergestellt, welcher der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten (Fair Value less Cost to Sell) und Nutzungswert (Value in Use) ist. Als erzielbarer Betrag für die ZGE wurde für die Impairment-Tests zum 31. Dezember 2013 jeweils der Nutzungswert (Value in Use) nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren zugrunde gelegt.
Bei der Ermittlung dieser Beträge lagen allen fünf ZGE folgende Annahmen zugrunde:
―
Ermittlung der zukünftigen Cashflows (Zahlungseingänge und -ausgänge ohne Berücksichtigung von Finanzierungsaktivitäten und Steuern);
―
Annahmen über mögliche Veränderungen dieser geplanten Cashflows, die sowohl aus einer unterschiedlichen Höhe als auch aus einem abweichenden zeitlichen Anfall resultieren können;
―
Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten nach Steuern (WACC nach Steuern) unter Berücksichtigung von
| ― | risikofreiem Basiszins, |
| ― | unternehmerischem Risiko (Marktrisikoprämie multipliziert mit dem ermittelten Betafaktor auf Grundlage einer Peer-Group-Analyse), |
| ― | Fremdkapitalkosten sowie |
| ― | Kapitalstruktur der Peer-Group-Unternehmen; |
―
iterative Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten vor Steuern (WACC vor Steuern).
Zudem bildeten die folgenden wesentlichen Annahmen den Ausgangspunkt bei der Ermittlung des Nutzungswerts der jeweiligen ZGE:
| ― | Der Detailplanungszeitraum beträgt bei allen ZGE drei Jahre. Die WACC vor Steuern nach den dargestellten Kriterien betragen für die ZGE Engines 10,2 % (Vorjahr: 10,4%), für die ZGE Injection Systems 10,2% (Vorjahr: 10,3%), für die ZGE Onsite Energy Systems 10,1 % (Vorjahr: 10,3%), für die ZGE Distribution 10,1 % (Vorjahr: 10,3%) und für die ZGE Bergen 10,2 %. |
| ― | Für den sich der Detailplanung anschließenden Zeitraum der »ewigen Rente« werden als zu diskontierende Größe nachhaltig erzielbare Cashflows unter Zugrundelegung einer nachhaltigen Reinvestitionsrate bestimmt. Bei der Bestimmung der »ewigen Rente« wurde eine Wachstumsrate von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) berücksichtigt. |
| ― | Die Ermittlung von separaten Cashflows der einzelnen ZGE zu den einzelnen Plangrößen erfolgt durch Rolls-Royce Power Systems unter Rückgriff auf externe Informationsquellen (z. B. Markt- und Branchenstudien), wobei für die Einzelgesellschaften charakteristische Sachverhalte anhand von Erfahrungswerten berücksichtigt werden. Insbesondere zur Planung der Umsatzerlöse und Absatzpreise werden die allgemeinen Markt- und Branchentrends um konzernspezifische Sachverhalte angepasst. Die Entwicklung der Material- und Personalkosten wird dagegen in erster Linie anhand allgemeiner Markt- und Branchentrends ermittelt. Allgemeine makroökonomische Daten finden bei der Unternehmensplanung ebenso Berücksichtigung. |
Unter Zugrundelegung der genannten Annahmen ergibt sich wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf hinsichtlich der den ZGE zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Marke »MTU«.
18 | Sachanlagen
| in Mio. Euro | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2012 | 280,0 | 340,3 | 267,9 | 38,5 | 926,6 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0,9 | 10,9 | 1,4 | 0,0 | 13,2 |
| Zugänge | 23,8 | 33,2 | 39,8 | 39,8 | 136,6 |
| Umbuchungen | 4,3 | 14,0 | 2,0 | -20,4 | 0,0 |
| Abgänge | -4,3 | -9,6 | -2,4 | -3,6 | -19,9 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -0,4 | -0,9 | -0,5 | -0,5 | -2,3 |
| Stand am 31.12.2012 | 304,3 | 387,9 | 308,1 | 53,7 | 1.054,1 |
| Stand am 01.01.2013 | 304,3 | 387,9 | 308,1 | 53,7 | 1.054,1 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 41,3 | 18,3 | 32,6 | 2,5 | 94,7 |
| Zugänge | 12,0 | 22,7 | 32,9 | 56,6 | 124,2 |
| Umbuchungen | 21,5 | 52,4 | -16,6 | -58,7 | -1,5 |
| Abgänge | -0,6 | -5,7 | -6,7 | -0,3 | -13,3 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -5,6 | -7,5 | -2,3 | -0,8 | -16,2 |
| Stand am 31.12.2013 | 373,0 | 468,1 | 348,0 | 53,1 | 1.242,1 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| Stand am 01.01.2012 | -48,2 | -176,0 | -164,8 | -1,9 | -390,8 |
| Abschreibungen | -10,9 | -29,0 | -41,3 | -81,2 | |
| Abgänge | 4,2 | 7,4 | 2,1 | 1,9 | 15,5 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,1 | 0,3 | 0,4 | 0,8 | |
| Stand am 31.12.2012 | -54,8 | -197,2 | -203,7 | -455,7 | |
| Stand am 01.01.2013 | -54,8 | -197,2 | -203,7 | -455,7 | |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -31,1 | -10,9 | -18,6 | -60,6 | |
| Abschreibungen | -12,7 | -35,3 | -40,7 | -88,8 | |
| Umbuchungen | -0,1 | -10,7 | 10,9 | ||
| Abgänge | 0,1 | 1,7 | 5,7 | 7,4 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2,5 | 3,2 | 1,6 | 7,2 | |
| Stand am 31.12.2013 | -96,2 | -249,2 | -244,9 | -590,4 | |
| Buchwert | |||||
| Stand am 31.12.2012 | 249,5 | 190,8 | 104,4 | 53,7 | 598,4 |
| Stand am 31.12.2013 | 276,7 | 218,9 | 103,0 | 53,1 | 651,7 |
Wie im Vorjahr bestanden keine Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen.
Die Abschreibungen auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte in den folgenden Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten: Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.
19 | Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen
GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Die Finanzkennzahlen des at equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmens Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China, stellen sich bezogen auf die 49 % Anteile der Rolls-Royce Power Systems Gruppe zusammengefasst wie folgt dar:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 26,5 | 17,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 5,6 | 4,1 |
| Kurzfristige Schulden | 20,4 | 11,4 |
| Langfristige Schulden | 0,0 | 0,0 |
| Erträge | 22,8 | 12,5 |
| Aufwendungen | 21,9 | 13,6 |
Der Buchwert der Anteile an Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China, der innerhalb der Bilanzposition »Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen« enthalten ist, belief sich auf 9,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro).
Die Finanzkennzahlen des at equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmens MTU Detroit Diesel Australia Pty. Ltd., Chipping Norton/Australien, stellen sich bezogen auf die 50 % Anteile der Rolls-Royce Power Systems Gruppe zusammengefasst wie folgt dar:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 52,2 | 39,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 12,6 | 10,5 |
| Kurzfristige Schulden | 18,1 | 13,2 |
| Langfristige Schulden | 18,6 | 14,5 |
| Erträge | 109,8 | 93,4 |
| Aufwendungen | -107,8 | -94,6 |
Der Buchwert der Anteile an MTU Detroit Diesel Australia Pty. Ltd., Chipping Norton/Australien, der innerhalb der Bilanzposition »Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen« enthalten ist, belief sich auf 20,6 Mio. Euro (Vorjahr: 26,2 Mio. Euro).
Am 21. Juni 2013 gründeten die JSC Transmashholding, einer der größten russischen Hersteller von Schienenfahrzeugen, und die Rolls-Royce Power Systems das Gemeinschaftsunternehmen Tognum Transmashholding B.V., Amsterdam/Niederlande, die zu 50 % als at equity bilanziertes Unternehmen in den Rolls-Royce Power Systems Konzern einfließt. Dieses Gemeinschaftsunternehmen hat eine 100%ige Tochtergesellschaft, die MTU Transmashholding Diesel Technologies OOO, Kolomna/Russland. Das neue Werk ist für die Herstellung von Dieselmotoren zum Einsatz in Lokomotiven, Bergbaufahrzeugen und zur dezentralen Energieerzeugung ausgelegt. Da sich die MTU Transmashholding Diesel Technologies OOO, Kolomna/Russland, noch in Planung befindet, gibt es derzeit keine wesentlichen Finanzkennzahlen.
Der Buchwert der Anteile an der Tognum Transmashholding B.V., Amsterdam/Niederlande, der innerhalb der Bilanzposition »Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen« enthalten ist, belief sich auf 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro).
20 | Ertragsteuern
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Am 25. September 2012 wurde zwischen der Rolls-Royce Power Systems AG und der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Aufgrund der Eintragung dieses Vertrags in das zuständige Handelsregister am 19. Dezember 2012 trat rückwirkend zum 1. Januar 2012 zwischen der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (Organträgerin) und der Rolls-Royce Power Systems AG (Organgesellschaft) eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft nach deutschen Steuervorschriften in Kraft. Hiernach wird das steuerliche Einkommen der Rolls-Royce Power Systems AG inklusive aller deutschen Organgesellschaften seit dem Veranlagungszeitraum 2012 der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH zugerechnet und bei dieser der deutschen Körperschaft- und Gewerbesteuersteuer unterworfen. Es wurde kein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.
Diesen steuerlichen Verhältnissen folgend hätte ein Ausweis der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Organkreises grundsätzlich auf Ebene des Organträgers - der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH - zu erfolgen.
Um eine Vergleichbarkeit des eigenständigen Konzernabschlusses der Rolls-Royce Power Systems AG nach IFRS mit den Vorjahren herzustellen, wird auf Ebene der Rolls-Royce Power Systems AG eine hypothetische tatsächliche Steuer ausgewiesen, die dem Betrag entspricht, den die Rolls-Royce Power Systems AG im Inland an laufenden Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2013 (analog Vorjahr) ohne das Organschaftsverhältnis mit der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH hätte bezahlen müssen. Dieser hypothetische tatsächliche Steueraufwand beträgt 48,4 Mio. Euro (Vorjahr: 41,5 Mio. Euro) und wurde ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Im latenten Steueraufwand ist ein entsprechender hypothetischer latenter Steuerertrag in Höhe von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,3 Mio. Euro) enthalten. Die in den latenten Steuern enthaltenen hypothetischen passiven latenten Steuern des Organkreises der Rolls-Royce Power Systems AG betrugen zum Bilanzstichtag 25,7 Mio. Euro (tatsächliche passive latente Steuern im Vorjahr: 45,8 Mio. Euro, unter Berücksichtigung der Umstellung innerhalb der Pensionsrückstellung IAS 19 und Altersteilzeitrückstellung Vorjahr: 30,3 Mio. Euro).
Die folgenden Angaben beziehen sich demnach neben den ausländischen laufenden Steuern und den latenten Steuern auch auf diese hypothetischen Steuern der Rolls-Royce Power Systems AG für das Geschäftsjahr 2013.
Die deutschen Gesellschaften unterliegen einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuerbelastung von 12,60 % (Vorjahr: 12,25%). Für den Veranlagungszeitraum betrug der Körperschaftsteuersatz 15,0% zuzüglich eines Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer von 5,5%. Daraus ergab sich ein im Vergleich zum Vorjahr veränderter kombinierter Ertragsteuersatz für die deutschen Gesellschaften von 28,425 % (Vorjahr: 28,075 %). Für die ausländischen Gesellschaften liegen der Ermittlung die in den einzelnen Ländern geltenden nominalen Ertragsteuersätze zugrunde. Diese bewegten sich zwischen 17 % und 41 % (Vorjahr: zwischen 17 % und 46 %). Für den Rolls-Royce Power Systems-Konzern resultierte daraus ein rechnerischer nominaler Konzernsteuersatz von 29,5% (Vorjahr: 29,5 %).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
| in Mio. Euro | 01.01. -31.12.2012 (angepasst)1 | 01.01. -31.12.2013 |
|---|---|---|
| Laufender Ertragsteueraufwand | ||
| davon Deutschland | -36,9 | -50,6 |
| davon Ausland | -37,5 | -49,5 |
| -74,4 | -100,1 | |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | ||
| davon Deutschland | -9,6 | 0,9 |
| davon Ausland | 8,0 | -2,0 |
| -1,6 | -1,1 | |
| -76,0 | -101,2 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
LATENTE STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus den temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 8,8 | 7,4 | 41,4 | 40,9 |
| Sachanlagen | 0,3 | 0,3 | 47,8 | 50,0 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Vermögenswerte | 1,6 | 1,0 | ||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,2 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | 43,6 | 47,1 | 0,1 | 5,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1,7 | 4,0 | 0,2 | |
| Zahlungsmittel | 0,1 | 0,2 | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,1 | 0,1 | 3,8 | 4,5 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 0,2 | 0,3 | 0,6 | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Pensionsrückstellungen | 46,2 | 46,3 | 1,0 | 0,8 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 11,0 | 15,2 | 10,0 | 8,5 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1,6 | 1,9 | ||
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 0,1 | |||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,1 | 0,7 | ||
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 26,8 | 22,3 | 0,9 | 0,7 |
| Kurzfristige finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten | 5,7 | 5,5 | 0,2 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 0,2 | 0,2 | ||
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 0,1 | 0,1 | ||
| Steuerliche Verlustvorträge/Steuergutschriften | 2,1 | 1,9 | ||
| 148,3 | 152,9 | 107,2 | 113,3 | |
| Saldierung | -72,0 | -79,4 | -72,0 | -79,4 |
| Summe latente Steuern | 76,3 | 73,5 | 35,2 | 33,9 |
Die konsolidierungsbedingten aktiven latenten Steuern beliefen sich auf 21,3 Mio. Euro (Vorjahr: 16,3 Mio. Euro).
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen und zum Realisierungszeitpunkt erwarteten länderspezifischen Steuersätzen. Diese lagen für das Geschäftsjahr 2013 zwischen 17% und 46% (Vorjahr: zwischen 17% und 46%).
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche, netto zum Periodenbeginn | 13,7 | 41,0 |
| Latente Steueraufwendungen/-erträge | -2,3 | -1,1 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 1,2 | 1,5 |
| Erfolgsneutral (z. B. nach IAS 39) | 29,0 | 0,3 |
| Währungseffekte | -0,6 | -2,1 |
| Latente Steueransprüche, netto zum Periodenende | 41,0 | 39,6 |
Auf die in der Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesen latenten Steueraufwendungen von 1,1 Mio. Euro entfallen 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) auf die Entstehung bzw. Umkehrung temporärer Differenzen.
STEUERLICHE VERLUSTVORTRÄGE
Der Bewertung aktiver latenter Steuern wurde die erwartete künftige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses auf Basis der Unternehmensplanung für die folgenden fünf Geschäftsjahre zugrunde gelegt.
Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über bislang noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften in Höhe von rund 42,3 Mio. Euro (Vorjahr: 24,9 Mio. Euro). Im Gesamtbetrag der aktiven latenten Steuern sind 1,9 Mio. Euro latente Steuern aus Verlustvorträgen oder Steuerminderungsansprüche enthalten (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro). Der Betrag für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, für die in der Bilanz keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, belief sich auf 35,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,0 Mio. Euro). Die darauf entfallenden, nicht angesetzten aktiven latenten Steuern betrugen 10,0 Mio. Euro (Vorjahr. 5,0 Mio. Euro).
LAUFENDE ERTRAGSTEUERN
Die Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen enthalten noch nicht endgültig veranlagte Gewinne der inländischen und ausländischen Gesellschaften.
STEUERLICHE ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 101,2 Mio. Euro (Vorjahr: 76,0 Mio. Euro) lag um 8,3 Mio. Euro höher (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro höher) als der auf das Vorsteuerergebnis rechnerisch erwartete Steueraufwand von 92,9 Mio. Euro (Vorjahr: 76,2 Mio. Euro).
Der Unterschied zwischen dem laufenden und dem erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 257,0 | 314,8 |
| Ertragsteuersatz der Gruppe in % | 29,5 | 29,5 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | -75,8 | -92,9 |
| Auswirkung wegen abweichender Steuersätze | -1,8 | -0,8 |
| Auswirkung steuerfreier Erträge/gewerbesteuerlicher Kürzungen | 6,4 | 1,8 |
| Auswirkung von nicht abziehbaren Betriebsausgaben/gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen | -5,4 | -1,4 |
| Auswirkung Elimiminierung Dividende Bergen Engines AS | -5,7 | |
| Gewerbesteuerliche Hinzurechnung nach § 8 Abs. 1 GewStG | -0,7 | -0,7 |
| Auswirkung periodenfremder Ertragsteuern | 5,4 | 5,3 |
| Auswirkung von Steuersatzänderungen | 0,1 | 3,1 |
| Auswirkungen aufgrund von Nichtansatz und Wertberichtigung latenter Steuern einschließlich deren Umkehrung | -0,6 | -4,5 |
| Auswirkung nicht anrechenbarer/abzugsfähiger Ertragssteuer | -2,8 | |
| Veränderung permanenter bilanzieller Differenzen | -3,3 | -2,6 |
| Sonstige Abweichungen | -0,3 | -0,2 |
| Ausgewiesener Ertragssteueraufwand | -76,0 | -101,2 |
| Effektiver Steuersatz in % | 29,59 | 32,16 |
21 | Langfristige finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Beteiligungen | 25,1 | 24,3 |
| Übrige | 1,7 | 0,7 |
| 26,8 | 25,0 |
In den sonstigen Beteiligungen sind als zur Veräußerung verfügbar eingestufte Finanzinstrumente enthalten, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden, da eine verlässliche Ermittlung des Fair Value nicht möglich war. Bei diesen Finanzinstrumenten handelt es sich um GmbH-Anteile sowie um Anteile an vergleichbaren ausländischen Rechtsformen. Der Buchwert der Anteile belief sich zum Bilanzstichtag auf 24,3 Mio. Euro (Vorjahr: 25,1 Mio. Euro). Diese Anteile sind nicht börsennotiert, und es besteht kein aktiver Markt. Eine verlässliche Ermittlung des Fair Value wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich. Eine Veräußerung der Anteile ist zurzeit nicht vorgesehen. Der Rückgang innerhalb der sonstigen Beteiligungen resultiert im Wesentlichen aus einer Rückzahlung der Agio-Reserve aus der Kapitalrücklage der MTU South Africa (Pty) Ltd., Kapstadt/Republik Südafrika, in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Gegenläufig wirkten sich die Gründung der MTU Rus LLC., Moskau/Russland, sowie der MTU Korea Ltd., Seoul/Korea, aus, deren Beteiligungsbuchwerte sich zum Bilanzstichtag auf 0,3 Mio. Euro beliefen.
Der Rückgang der übrigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte um 1,0 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) ist im Wesentlichen auf den Verkauf einer Staatsanleihe der MTU Italia S.r.l. gegenüber dem italienischen Finanzamt zurückzuführen. Die erstmalige Bilanzierung der Staatsanleihe erfolgte als Finanzinstrument gemäß IAS 39.43 zum beizulegenden Zeitwert und belief sich zum Zeitpunkt des Verkaufs auf 1,2 Mio. Euro.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden wie im Vorjahr keine langfristigen finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.
22 | Vorräte
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 292,4 | 338,7 |
| Unfertige Erzeugnisse | 268,4 | 344,7 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 200,2 | 228,9 |
| Geleistete Anzahlungen | 59,1 | 81,0 |
| 820,1 | 993,3 |
Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Herstellungskosten der Vorräte, die in der Konzerngesamtergebnisrechnung als Aufwand innerhalb der Umsatzkosten erfasst sind, 1.515,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1.445,8 Mio. Euro). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die diesbezügliche Abwertung belief sich im Berichtsjahr auf 11,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro).
Von den gesamten Vorräten waren 211,4 Mio. Euro (Vorjahr: 214,5 Mio. Euro) zum Nettoveräußerungswert aktiviert. Wie im Vorjahr wurden keine Vorräte für Verbindlichkeiten verpfändet.
23 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 549,9 | 669,6 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -29,6 | -32,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 520,3 | 637,4 |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten. 628,2 Mio. Euro der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Für die restlichen 9,2 Mio. Euro beträgt die Laufzeit mehr als ein Jahr.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) aus langfristiger Auftragsfertigung enthalten. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 340,2 Mio. Euro (Vorjahr: 210,7 Mio. Euro) enthalten zum Bilanzstichtag erhaltene Anzahlungen bezüglich langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro).
Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von -32,2 Mio. Euro (Vorjahr: -29,6 Mio. Euro) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Stand zum Periodenbeginn | -26,8 | -29,6 |
| Zuführungen | -7,5 | -10,4 |
| Auflösungen | 3,3 | 5,1 |
| Inanspruchnahmen | 1,4 | 4,3 |
| Wechselkurseffekte und andere Veränderungen | -1,6 | |
| Stand zum 31.12. | -29,6 | -32,2 |
Hierbei wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Grundsätzlich werden alle Forderungen, deren Fälligkeit 180 Tage überschreitet, in den Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, die in der Regel zu 100% wertberichtigt sind. Nach Berücksichtigung dieser Wertberichtigungen betrug der Buchwert dieser Forderungen zum Stichtag 637,4 Mio. Euro (Vorjahr: 520,3 Mio. Euro). Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen.
Die folgende Tabelle zeigt den Buchwert der Forderungen nach Einzelwertberichtigung:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 520,3 | 637,4 |
| davon weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen | 351,1 | 451,4 |
| davon überfällige, nicht einzelwertberichtigte Forderungen | ||
| weniger als 30 Tage | 71,1 | 99,8 |
| 30 bis 59 Tage | 28,1 | 25,3 |
| 60 bis 89 Tage | 4,2 | 9,7 |
| 90 bis 119 Tage | 12,4 | 6,7 |
| 120 Tage und mehr | 44,6 | 44,5 |
Hinsichtlich des nicht wertgeminderten, aber sich im Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen daraufhin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand von intern wie extern eingeholten Informationen.
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe setzt zur Absicherung ihrer Forderungen branchenübliche Instrumente wie Avale, Akkreditive oder Warenkreditversicherungen ein. Zum 31. Dezember 2013 waren durch solche Instrumente Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von ca. 133,8 Mio. Euro (Vorjahr: 153,1 Mio. Euro) abgesichert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die durch Warenkreditversicherungen abgesichert sind, würde im Fall eines Zahlungsausfalls ein Selbstbehalt in Höhe von 10% bis 15% zum Tragen kommen. Der beizulegende Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente entspricht weitgehend dem Nominalwert der abgesicherten Forderungen.
Wie im Vorjahr wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Steuererstattungsansprüche aus sonstigen Steuern | 22,4 | 32,2 |
| Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte | 41,2 | 50,1 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 5,9 | 5,8 |
| Sonstige Vermögenswerte | 69,6 | 88,1 |
Unter Steuererstattungsansprüchen aus sonstigen Steuern werden alle Forderungen der Rolls-Royce Power Systems Gruppe gegenüber Steuerbehörden ausgewiesen (z. B. Vorsteuer).
Die übrigen nicht finanziellen Vermögenswerte umfassen primär geleistete Vorauszahlungen für zu empfangende Dienstleistungen, debitorische Kreditoren, Provisionsvorschüsse an Handelsvertreter sowie Vorschüsse an Mitarbeiter für Reisekosten und Ähnliches. Des Weiteren sind in »Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte« Pfandforderungen aus dem Reman-Geschäft (Aufbereitung von Altteilen) in Höhe von 8,7 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 11,6 Mio. Euro).
24 | Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Schecks | 0,1 | 0,1 |
| Kassen und Bankguthaben | 288,0 | 316,0 |
| Cash in Transit | 2,7 | 0,2 |
| 290,9 | 316,3 |
Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verfügungsbeschränkungen von Zahlungsmitteln.
25 | Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 5,9 | 6,9 |
| Übrige | 2,9 | 42,9 |
| 8,9 | 49,7 |
Der Anstieg in der Bilanzposition »Übrige« innerhalb der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 40,0 Mio. Euro auf 42,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) resultiert im Wesentlichen aus einem im Jahr 2013 ausgegebenen Darlehen an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH, Friedrichshafen, dessen Buchwert sich per 31. Dezember 2013 auf 37,7 Mio. Euro belief. Das am 30. Juni 2014 zur Rückzahlung fällige Darlehen dient der Vorauszahlung von Ertragssteuern. Diese Zahlungsverpflichtung wurde im Zuge der steuerlichen Organschaft mit der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH, Friedrichshafen, auf diese übertragen. Darüber hinaus sind in dieser Bilanzposition »Übrige« rund 3,2 Mio. Euro Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen enthalten, deren Buchwerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Weitere Erläuterungen zu den Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen befinden sich in Abschnitt 0 »Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen« des Konzernanhangs.
Erläuterungen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in Abschnitt 32 | »Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des operativen Geschäfts« des Konzernanhangs enthalten.
26 | Eigenkapital
GRUNDKAPITAL
Das Grundkapital der Rolls-Royce Power Systems AG beträgt 131.380.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, auf die ein anteiliges rechnerisches Grundkapital in Höhe von 1,00 Euro je Aktie entfällt. Gemäß Hauptversammlung der Rolls-Royce Power Systems AG vom 4. Juni 2013 wurde die Erhöhung des Grundkapitals um 5 Tsd. Euro durch Ausgabe von 5.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen. Die Erhöhung des Grundkapitals erfolgte gegen Sacheinlage mit Eintragung im Handelsregister Ulm HRB 721 056 am 25. Juni 2013. Sämtliche Aktien sind voll emittiert und einbezahlt. Jede Stückaktie gewährt dem Besitzer ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung der Rolls-Royce Power Systems AG.
ENTWICKLUNG UND ZUSAMMENSETZUNG DES EIGENKAPITALS
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien, gemindert um die der Kapitalbeschaffung direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Die Kapitalrücklage umfasst auch die Beträge der gemäß § 150 Abs. 1 AktG zu bildenden gesetzlichen Rücklage. Hinsichtlich der Verwendung der Kapitalrücklage gelten die Vorschriften des § 150 Abs. 3 und Abs. 4 AktG. Die Kapitalrücklage hat sich im Zuge der Integration der Bergen-Gruppe in den Rolls-Royce Power Systems Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 115,0 Mio. Euro auf 372,7 Mio. Euro (Vorjahr: 257,7 Mio. Euro) erhöht.
Die Gewinnrücklagen und anderen Rücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet werden. Des Weiteren sind im Eigenkapital die ergebnisneutrale Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie notwendige Anpassungen aufgrund der Anwendung von IAS 19 (revised) ausgewiesen. Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der Gewinnrücklagen und anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2013 sowie im Vorjahr ist in der Übersicht »Veränderung des Konzerneigenkapitals« auf Seite 32 dargestellt.
GENEHMIGTES KAPITAL
Die ordentliche Hauptversammlung vom 18. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 17. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 48.662.500 Euro durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Diese Ermächtigung ist durch Änderung von § 5 (Grundkapital) der Satzung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2013 erloschen.
BEDINGTES KAPITAL
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Juni 2007 wurde ein bedingtes Kapital von 13.000.000 Euro geschaffen. Dieses bedingte Kapital diente der Gewährung von Aktien an Berechtigte von - gegebenenfalls noch zu begebenden - Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2013 wurde das bedingte Kapital aufgehoben.
GEWINNVERWENDUNG
Basierend auf dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH wird für das Geschäftsjahr 2013 ein Gewinn in Höhe von 228,7 Mio. Euro an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH abgeführt.
27 | Pensionsrückstellungen
Innerhalb der Rolls-Royce Power Systems Gruppe bestehen sowohl Verpflichtungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen (vgl. Abschnitt 14 | »Personalaufwand« im Konzernanhang) als auch aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Aufgrund der Änderungen durch IAS 19 (revised) wurden die Vorjahreswerte angepasst.
BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE
Bei der Rolls-Royce Power Systems AG beziehen sich die Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionspläne im Wesentlichen auf die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Im Jahr 2013 betrug der Aufwand im Zusammenhang mit beitragsorientierten Pensionsplänen 63,8 Mio. Euro (Vorjahr: 51,4 Mio. Euro).
LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE
Die zugesagten Leistungen in Deutschland unterscheiden sich nach der Stellung des Mitarbeiters im Unternehmen und entsprechen branchenüblichen Versorgungszusagen. Für Vorstände existieren Sonderregelungen.
Tarifmitarbeiter und leitende Führungskräfte haben Ansprüche auf Altersleistung, vorgezogene Altersleistung sowie Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen aus Direktzusagen. Die Höhe der Verpflichtung ist unter anderem von Faktoren wie Dienstzeit, Einkommen und Alter abhängig.
Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Die Schwankungen resultieren insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen (Abzinsungsfaktoren, Dienstzeit, Einkommen und Lebenserwartung).
Für einen Teil der tariflichen Mitarbeiter wird jährlich ein definierter Betrag zur Verfügung gestellt, der in einen Kapitalbaustein umgerechnet und einem fiktiven Konto gutgeschrieben wird. Bei Rentenbeginn erfolgt die Umrechnung in und Auszahlung als eine lebenslängliche Rente. Im Rahmen der Versorgungszusage besteht darüber hinaus für diese Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Entgeltumwandlung das Versorgungskonto zu erhöhen.
Die Zusagen für leitende Führungskräfte über einen Bausteinplan und etwaige Regelungen zur Entgeltumwandlung bleiben unverändert bestehen.
Für alle Berechtigten beträgt die Witwen- und Witwerrente 60% der Alters- bzw. Invalidenrente. Darüber hinaus erhält ein Teil der Mitarbeiter Leistungen aus der Karl Maybach-Hilfe GmbH, Friedrichshafen, in Form einer jährlichen Sonderzahlung.
Die Versorgungszusagen im Ausland umfassen im Wesentlichen Pensionszusagen in den USA. Die Plangestaltung orientiert sich an landestypischen Gegebenheiten.
Die gewichtete Laufzeit der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für die Berichtsperiode beträgt 15,4 Jahre. Für das Jahr 2014 ergibt sich eine erwartete direkte Leistungszahlung von 26,1 Mio. Euro.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf den Bilanzwert übergeleitet werden:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsverpflichtungen | 496,5 | 513,6 |
| Marktwert der Planvermögen | -6,6 | -8,4 |
| Finanzierungsstatus zum Ende der Periode | 489,9 | 505,2 |
| Sonstige Vermögenswerte | 0,2 | |
| Bilanzwert zum Ende der Periode | 489,9 | 505,4 |
Der Finanzierungsstatus zeigt die Deckung der Pensionsverpflichtungen durch das Planvermögen zum Bewertungsstichtag. Die bei der Rolls-Royce Power Systems Gruppe bestehenden Versorgungszusagen werden fast ausschließlich intern finanziert.
ENTWICKLUNG DES VERPFLICHTUNGSUMFANGS (DBO)
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsverpflichtungen zum Beginn des Geschäftsjahres | 375,9 | 496,5 |
| Unternehmenstransaktionen | 2,0 | |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9,3 | 11,6 |
| Zinsaufwand | 19,5 | 17,4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Veränderung demografischer Annahmen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Veränderung finanzieller Annahmen | 108,0 | -1,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus Veränderung erfahrungsbedingter Annahmen | -0,5 | 3,2 |
| Vermögensübertragungen/(Vermögensübernahmen) | 2,0 | 3,9 |
| Leistungszahlungen | -17,2 | -18,7 |
| Währungseffekte | -0,3 | -0,9 |
| Barwert der Versorgungsverpflichtungen zum Geschäftsjahresende | 496,5 | 513,6 |
| davon intern finanziert (ohne Planvermögen) | 486,9 | 503,2 |
| davon mit Planvermögen hinterlegt | 9,6 | 10,4 |
ENTWICKLUNG DES PLANVERMÖGENS
Das zur Finanzierung der Versorgungsverpflichtungen zur Verfügung stehende Planvermögen veränderte sich wie folgt:
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Beginn des Geschäftsjahres | 5,6 | 6,6 |
| Unternehmenstransaktionen | 2,2 | |
| Erträge aus Planvermögen | 0,3 | 0,1 |
| Arbeitgeberbeiträge | 0,4 | 0,1 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) | 0,5 | 0,1 |
| Leistungszahlungen | -0,2 | -0,3 |
| Währungseffekte | -0,1 | -0,4 |
| Marktwert des Planvermögens zum Geschäftsjahresende | 6,6 | 8,4 |
| Tatsächliche Erträge des Planvermögens | 0,8 | 0,3 |
ZUSAMMENSETZUNG DES PLANVERMÖGENS
Das Planvermögen der Gesellschaft setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalinstrumente (Aktiver Markt) | 2,6 | 0,3 |
| Unternehmensanleihen (Aktiver Markt) | 3,4 | 5,5 |
| Sonstige nicht börsennotierte Anlagen (z. B. Versicherungen) | 0,1 | 2,6 |
| Andere | 0,5 | |
| Gesamt | 6,6 | 8,4 |
BESTANDTEILE DES PERIODENBEZOGENEN NETTOPENSIONSAUFWANDS FÜR LEISTUNGSZUSAGEN
Der erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne setzte sich wie folgt zusammen:
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 (angepasst)1 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | -9,4 | -11,6 |
| Zinsaufwand | -20,5 | -17,4 |
| Zinserträge des Planvermögens | 1,1 | 0,1 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | ||
| Gesamt | -28,7 | -28,9 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst
Entsprechend der Zuordnung der Personalaufwendungen der Mitarbeiter sind der Dienstzeitaufwand und der Aufwand aus Plananpassungen in den folgenden Positionen der Konzerngesamtergebnisrechnung enthalten: Umsatzkosten, Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten sowie Forschungs- und Entwicklungskosten.
Der Zinsaufwand und die Zinserträge des Planvermögens werden im Zinsergebnis erfasst.
PRÄMISSEN
Die Annahmen zu Rechnungszins, zum Gehalts- und Rententrend sowie zur langfristigen Rendite des Planvermögens, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs und des Nettopensionsaufwands zugrunde liegen, variieren unter anderem in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Währung, in der die Leistungszusagen bestehen bzw. die Anlage des Fondsvermögens erfolgt, sowie von den Kapitalmarkterwartungen.
Der versicherungsmathematischen Berechnung des Verpflichtungsumfangs zum jeweiligen Bewertungsstichtag liegen folgende Annahmen zugrunde (gewichteter Durchschnitt):
| In % | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 3,57 % | 3,62 % |
| Gehaltstrend/Anwartschaftsdynamik | 2,76 % | 2,78 % |
| Inflationsrate | 2,00 % | 2,01 % |
| Rententrend | 2,00 % | 2,00 % |
Die für die Berechnung des Verpflichtungsumfangs zum jeweiligen Bilanzstichtag verwendeten Prämissen gelten auch für die Ermittlung des laufenden Dienstzeitaufwands und des Zinsaufwands des folgenden Geschäftsjahres.
Die unterstellten Abzinsungsfaktoren spiegeln die Umlaufrenditen wider, die am Bewertungsstichtag des jeweiligen Pensionsplans für festverzinsliche Unternehmensanleihen guter Bonität mit den Verpflichtungen entsprechender Laufzeit gemessen werden. Die in der oben stehenden Tabelle nicht genannten versicherungsmathematischen Annahmen wie Fluktuation, Sterblichkeit, Invalidität etc. werden entsprechend den im jeweiligen Land anerkannten Erwartungen unter Berücksichtigung der Verhältnisse und Erwartungen der betroffenen Unternehmen bestimmt.
Die Pensionspläne für die deutschen Gesellschaften sind nicht durch Planvermögen finanziert. Die Finanzierung der Pläne wird ausschließlich durch die jeweiligen Gesellschaften sichergestellt.
SENSITIVITÄTEN
Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung wird durch die oben genannten Prämissen beeinflusst. In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wird dargestellt, wie sich die Verpflichtung durch eine mögliche Änderung der entsprechenden Annahmen verändert hätte.
Bei einem um 0,25 % Punkte höheren (geringeren) Rechnungszins wäre die Pensionsverpflichtung bei Konstanz der anderen Annahmen um 18,5 Mio. Euro gesunken (um 20,1 Mio. Euro gestiegen).
Wenn die Inflationsrate um 0,25 % Punkte höher (geringer) gewesen wäre, wäre die Pensionsverpflichtung bei Konstanz der anderen Annahmen um 11,9 Mio. Euro gestiegen (um 11,4 Mio. Euro gesunken).
Eine Steigerung der Lebenserwartung um 1 Jahr bei Konstanz der anderen Annahmen würde zu einer Erhöhung der Pensionsverpflichtung von 12,9 Mio. Euro führen.
28 | Sonstige Rückstellungen
RÜCKSTELLUNG FÜR GEWÄHRLEISTUNGS - UND KULANZVERPFLICHTUNGEN
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe gewährt diverse Produktgarantien, die üblicherweise die Funktion eines Produkts für eine bestimmte Zeitspanne garantieren. Die Rückstellung für diese Garantien enthält sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen. Die Verpflichtungen können verschiedene Ursachen haben, beispielsweise Rechtsstreitigkeiten oder Maßnahmen zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit. Der Zeitpunkt der Inanspruchnahme ist vom Eintreten des Gewährleistungsanspruchs abhängig und kann sich über den gesamten Garantie- und Kulanzzeitraum erstrecken. Die Unsicherheiten hinsichtlich des Betrages oder der Fälligkeit der Abflüsse sind durch die Erfahrungswerte der Rolls-Royce Power Systems Gruppe gering.
RÜCKSTELLUNG FÜR PERSONAL-/SOZIALVERPFLICHTUNGEN UND ALTERSTEILZEIT
Die Rückstellungen für Personal- und Sozialverpflichtungen werden unter anderem für Arbeitnehmerjubiläen, Sondervergütungen und Verpflichtungen aus Altersteilzeit gebildet. Die Unsicherheiten hinsichtlich des Betrages oder der Fälligkeit der Abflüsse sind durch die zugrunde liegenden Gutachten und der Erfahrungswerte der Rolls-Royce Power Systems Gruppe gering.
ÜBRIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die übrigen sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem Rückstellungen für Pfandzahlungen von Kunden im Rahmen des Erwerbs wiederaufarbeitbarer Ersatzteile, für Nachtragsaufwendungen bzw. fehlende Kosten bereits abgerechneter Aufträge, für die Preisprüfung öffentlicher Auftraggeber, für Verkaufsaufwendungen sowie für Verpflichtungen aus Service- und Wartungsverträgen. Die Unsicherheiten hinsichtlich des Betrages oder der Fälligkeit der Abflüsse sind durch die Erfahrungswerte der Rolls-Royce Power Systems Gruppe gering. Die Restrukturierungsrückstellungen beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro). Sie beinhalten Verpflichtungen aus Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus den Aktivitäten der Onsite Energy Fuel Cell Systems, der am 28. Dezember 2010 vom Aufsichtsrat beschlossen wurde.
| in Mio. Euro | Vortragswert (angepasst)1 | Veränderung Konsolidierungskreis | Inanspruchnahme | Zuführungen | Auflösungen | Umbuchungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen | 248,6 | 11,6 | -88,0 | 96,3 | -14,7 | |
| Personal-/Sozialverpflichtungen und Altersteilzeit | 81,2 | -40,1 | 38,5 | -4,4 | -0,4 | |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 4,8 | -0,1 | -4,6 | |||
| Übrige sonstige Rückstellungen | 152,5 | 17,3 | -61,3 | 80,1 | -36,1 | |
| 487,1 | 28,9 | -189,5 | 215,0 | -59,9 | -0,4 |
| in Mio. Euro | Aufzinsung | Währungsumrechnung | Stand 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen | 3,6 | -3,2 | 254,1 |
| Personal-/Sozialverpflichtungen und Altersteilzeit | 0,5 | -0,4 | 75,0 |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 0,1 | ||
| Übrige sonstige Rückstellungen | 0,1 | -2,4 | 150,2 |
| 4,2 | -6,0 | 479,4 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
Die Aufgliederung in langfristige und kurzfristige Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 (angepasst)1 | 31.12.2013 | ||
|---|---|---|---|---|
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen | 107,6 | 141,0 | 98,0 | 156,1 |
| Personal-/Sozialverpflichtungen und Altersteilzeit | 43,3 | 37,9 | 40,9 | 34,2 |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 4,8 | 0,1 | ||
| Übrige sonstige Rückstellungen | 145,0 | 7,5 | 135,2 | 15,0 |
| 300,7 | 186,4 | 274,2 | 205,2 |
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geänderten IAS 19 angepasst.
Die Inanspruchnahme der langfristigen Rückstellungen wird voraussichtlich in spätestens fünf Jahren erfolgen, bei Rückstellungen für Altersteilzeit gegebenenfalls auch später.
29 | Finanzielle Verbindlichkeiten
LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 250,5 | 246,3 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 4,6 | 1,5 |
| 255,0 | 247,8 |
Die Rolls-Royce Power Systems AG verfügt zur Unternehmensfinanzierung über langfristige Kredite der Europäischen Investitionsbank und der KfW IPEX-Bank. Das Darlehen der Europäischen Investitionsbank dient der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Im vierten Quartal 2011 wurden 125,0 Mio. Euro in Anspruch genommen, im dritten Quartal 2012 wurde das Darlehen um 75,0 Mio. Euro auf 200,0 Mio. Euro aufgestockt. Außerdem wurde im dritten Quartal 2012 zur zusätzlichen Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ein Darlehen der KfW IPEX-Bank in Höhe von 50,0 Mio. Euro in Anspruch genommen. Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Währung | Nominalwert (in Mio. Nominalwährung) | Durchschnittl. gewichtete Restlaufzeit (in Jahren) | Durchschnittl. gewichteter Effektivzins (in %) | Buchwert (in Mio. Euro) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EIB Darlehen | EUR | 200,0 | 200,0 | 3,2 | 2,4 | 200,0 | 200,0 |
| KfW-Darlehen | EUR | 50,0 | 50,0 | 3,6 | 2,4 | 50,0 | 50,0 |
| Sonstige | EUR | 0,5 | 0,2 | 2,0 | 5,0 | 0,5 | 0,2 |
| 250,5 | 250,2 |
Von den 50,0 Mio. Euro des KfW-Darlehens sind zum 31. Dezember 2013 den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) zuzurechnen.
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe hat keine Verbindlichkeiten mit einer gewichteten Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Grundpfandrechte oder Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen.
KURZFRISTIGE FINANZIELLE UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten Kreditinstitute | 0,3 | 4,2 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten (negative Marktwerte) | 1,9 | 3,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 213,0 | 296,7 |
| 215,1 | 304,3 |
Die Verbindlichkeiten aus Derivaten beinhalten negative Marktwerte aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte und der Rohstoffderivate. Die Marktwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den Buchwerten. Erläuterungen zu derivativen Finanzinstrumenten befinden sich in Abschnitt 32 | »Derivative Finanzinstrumente« des Konzernanhangs.
In den sonstigen Verbindlichkeiten ist die Gewinnabführung in Höhe von 228,7 Mio. Euro (Vorjahr: 168,5 Mio. Euro) an die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH enthalten. Außerdem umfassen die sonstigen Verbindlichkeiten Verpflichtungen aus Gehalts- und Lohnabrechnungen sowie rückständigen Urlaubs- und Überstundenvergütungen.
Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Grundpfandrechte oder Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen.
30 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 352,6 | 418,8 |
| 352,6 | 418,8 |
Innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 21,0 Mio. Euro) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.
31 | Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern | 17,5 | 18,1 |
| Übrige | 6,5 | 17,2 |
| 24,1 | 35,4 |
Sonstige Angaben
32 | Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des operativen Geschäfts
Zum Bilanzstichtag hatte die Rolls-Royce Power Systems Gruppe derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Rohstoffpreisänderungsrisiken im Bestand. Devisentermingeschäfte und Commodityswaps wurden dabei zur Absicherung der Marktpreisrisiken eingesetzt. Devisentermingeschäfte bestehen insbesondere in den Währungen US-Dollar, Singapur-Dollar, Norwegische Kronen und Britische Pfund. Commodityswaps wurden ausschließlich in Euro abgeschlossen.
Devisentermingeschäfte und Commodityswaps wurden dabei mit externen Kontraktpartnern abgeschlossen.
Alle derivativen Finanzinstrumente werden als Stand-Alone-Derivate behandelt.
Die folgende Tabelle zeigt Art und Umfang der im Bestand befindlichen Währungs- und Rohstoffpreissicherungsgeschäfte (im Vorjahr auch Zinssicherungsgeschäfte) inklusive der bilanzierten beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag:
| Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | Nominalbetrag (in Fremdwährung) | Finanzielle Vermögenswerte (in Mio. Euro) |
Finanzielle Verbindlichkeiten (in Mio. Euro) |
Fälligkeit |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungssicherungsgeschäft | ||||
| USD | 184,3 | 6,2 | 2014 | |
| USD | 10,6 | 0,2 | 2015 | |
| NOK | 616,2 | 0,4 | 0,8 | 2014 |
| NOK | 7,4 | 0,1 | 2015 | |
| SGD | 61,0 | 1,5 | 2014 | |
| SGD | 6,0 | 2015 | ||
| GBP | 5,2 | 0,2 | 2014 | |
| INR | 115,8 | 0,3 | 2014 | |
| CNY | 5,0 | 0,1 | 2014 | |
| 7,1 | 2,8 |
| Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | Absicherungsmenge (in metrischen Tonnen) | Finanzielle Vermögenswerte (in Mio. Euro) |
Finanzielle Verbindlichkeiten (in Mio. Euro) |
Fälligkeit |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rohstoffsicherungsgeschäft | ||||
| Commodityswap Aluminium | 996 | 0,2 | 2014 | |
| Commodityswap Aluminium | 495 | 2015 | ||
| Commodityswap Diesel | 4.263 | 0,1 | 2014 | |
| Commodityswap Diesel | 4.263 | 0,1 | 2015 | |
| Commodityswap Kupfer | 576 | 0,2 | 2014 | |
| Commodityswap Kupfer | 378 | 0,1 | 2015 | |
| Commodityswap Nickel | 60 | 0,2 | 2014 | |
| Commodityswap Nickel | 45 | 0,1 | 2015 | |
| 0,1 | 0,9 |
| Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | Nominalbetrag (in Fremdwährung) | Finanzielle Vermögenswerte (in Mio. Euro) |
Finanzielle Verbindlichkeiten (in Mio. Euro) |
Fälligkeit |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungssicherungsgeschäft | ||||
| USD | 236,5 | 5,4 | 0,5 | 2013 |
| USD | 58,6 | 0,5 | 2014 | |
| USD | 10,6 | 0,1 | 2015 | |
| SGD | 30 | 0,2 | 0,3 | 2013 |
| GBP | 5,5 | 0,1 | 2013 | |
| 5,6 | 1,5 |
| Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | Absicherungsmenge (in metrischen Tonnen) | Finanzielle Vermögenswerte (in Mio. Euro) |
Finanzielle Verbindlichkeiten (in Mio. Euro) |
Fälligkeit |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rohstoffsicherungsgeschäft | ||||
| Commodityswap Aluminium | 660 | 2013 | ||
| Commodityswap Aluminium | 660 | 2014 | ||
| Commodityswap Diesel | 4.263 | 0,1 | 2013 | |
| Commodityswap Diesel | 2.834 | 0,1 | 2014 | |
| Commodityswap Kupfer | 360 | 0,1 | 2013 | |
| Commodityswap Kupfer | 270 | 2014 | ||
| Commodityswap Nickel | 36 | 2013 | ||
| Commodityswap Nickel | 36 | 2014 | ||
| Commodityswap Stahl | 6.190 | 0,9 | 2013 | |
| 0,2 | 1,0 |
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden anhand der Marktinformationen am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Devisenderivaten bestimmt sich in Abhängigkeit von den Devisenterminkursen. Die beizulegenden Zeitwerte der Rohstoffderivate werden maßgeblich durch die Rohstoffpreisterminkurve bestimmt.
33 | Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Die folgende Übersicht stellt - gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39 - die in der Konzerngesamtergebnisrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar:
| in Mio. Euro | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | 6,2 | 3,8 |
| davon nach der Fair-Value-Option bewertete Finanzinstrumente | -4,6 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | ||
| erfolgswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst | 0,2 | 5,3 |
| Kredite und Forderungen | -4,1 | -5,2 |
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -9,2 | 0,5 |
| -7,0 | 4,3 |
Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten umfassen die Bewertungsergebnisse der Devisentermingeschäfte und der Rohstoffderivate.
Die Nettogewinne bzw. -verluste der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten den Erlös aus der Veräußerung der Anteile an der MTU Services Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia, sowie vereinnahmte Dividendenzahlungen.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen schließen die Ergebnisse aus Wertminderungen, Zuschreibungen und Währungsumrechnungseffekten ein.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten das Ergebnis aus Währungsumrechnungseffekten.
Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert und den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der in den einzelnen Bilanzposten enthaltenen Finanzinstrumente nach Klassen sowie nach den Bewertungskategorien des IAS 39. Des Weiteren ist auf Seite 87 die Definition der einzelnen Kategorien dargestellt.
| in Mio. Euro | Kategorie gemäß IAS 39 | Buchwert 31.12.2013 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert, erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert, erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 637,4 | 637,4 | 637,4 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | n. a. | 316,3 | 316,3 | 316,3 | ||
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen, zu Anschaffungskosten bewertet1 | AfS | 24,3 | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 7,2 | 7,2 | 7,2 | ||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | LaR | 43,3 | 43,3 | 0,0 | 43,3 | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 1.028,5 | 997,0 | 7,2 | 1.004,2 | ||
| Passiva | ||||||
| Finanzierungsverbindlichkeiten | FLAC | 479,2 | 479,2 | 479,2 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 418,8 | 418,8 | 418,8 | ||
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 3,6 | 3,6 | 3,6 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 69,2 | 69,2 | 69,2 | ||
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 970,9 | 967,2 | 3,6 | 970,9 |
1 Für die zu Anschaffungskosten bewerteten und zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ist der beizulegende Zeitwert der Instrumente nicht zuverlässig bestimmbar.
| in Mio. Euro | Kategorie gemäß IAS 39 | Buchwert 31.12.2012 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert, erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert, erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 520,3 | 520,3 | 520,3 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 290,9 | 290,9 | 290,9 | |||
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen, zu Anschaffungskosten bewertet1 | AfS | 26,3 | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | FAHfT/FVO | 6,0 | 6,0 | 6,0 | ||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | LaR | 3,3 | 3,3 | 3,3 | ||
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 846,8 | 814,5 | 6,0 | 820,5 | ||
| Passiva | ||||||
| Finanzierungsverbindlichkeiten | FLAC | 250,8 | 250,8 | 250,8 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 352,6 | 352,6 | 352,6 | ||
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 5,5 | 5,5 | 5,5 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 213,9 | 213,9 | 213,9 | ||
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 822,8 | 817,3 | 5,5 | 822,8 |
1 Für die zu Anschaffungskosten bewerteten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ist der beizulegende Zeitwert der Instrumente nicht zuverlässig bestimmbar.
Davon wurden gemäß IAS 39 nach Kategorien aggregiert:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||
| davon zu Handelszwecken gehalten (Financial Assets Held for Trading, FAHfT) | 6,0 | 7,2 |
| Kredite und Forderungen (Loans and Receivables, LaR) | 523,6 | 680,7 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale Financial Assets, AfS) | 26,3 | 24,3 |
| davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 26,3 | 24,3 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Financial Liabilities measured at Amortised Cost, FLAC) | 817,3 | 967,2 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken (Financial Liabilities Held for Trading, FLHfT) | 5,5 | 3,6 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der flüssigen Mittel, der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte und kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten.
Die langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte, Finanzierungsverbindlichkeiten und langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche, auf die entsprechenden Laufzeiten bezogene Zinssätze verwendet.
Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, handelt es sich um nicht börsennotierte Beteiligungen, für die ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden konnte.
Sofern für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind, keine Marktpreise (z. B. Börsenkurse) vorliegen, werden die Zeitwerte unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Modelle (Bewertungsmethoden) und unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter ermittelt. Bei Devisentermingeschäften wird der Devisenterminkurs, bei Zinsderivaten werden die Marktzinssätze und bei Rohstoffderivaten deren Marktpreise - jeweils zum Bilanzstichtag der Bewertung - zugrunde gelegt.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie:
| 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | |||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||
| Derivative Finanzinstrumente | 7,2 | ||
| Gesamt | 7,2 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | |||
| Derivative Finanzinstrumente | 3,6 | ||
| Gesamt | 3,6 |
| 31.12.2012 | |||
|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | |||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||
| Derivative Finanzinstrumente | 6,0 | ||
| Gesamt | 6,0 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | |||
| Derivative Finanzinstrumente | 2,6 | 2,8 | |
| Gesamt | 2,6 | 2,8 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Rolls-Royce Power Systems AG sind im Folgenden beschrieben.
STUFE 1:
Es existieren notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten.
STUFE 2:
Es existieren andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preis) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind. Im Rolls-Royce Power Systems-Konzern fallen die Devisentermingeschäfte und Rohstoffderivate in die Stufe 2.
Devisentermingeschäfte werden auf Basis aktueller Terminkurse bewertet. Dabei werden die in den bilanzierten Devisentermingeschäften fixierten Terminkurse mit den zum Stichtag ermittelten Terminkursen verglichen und die Vor- bzw. Nachteile entsprechend als finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten bilanziert. Für die Ermittlung der Terminkurse zum Stichtag werden die veröffentlichten Referenzkurse (Kassakurse) der Europäischen Zentralbank sowie am Markt beobachtete Terminaufschläge bzw. -abschläge verwendet.
Die Marktwerte für die bilanzierten Rohstoffsicherungsgeschäfte werden von den Finanzinstituten ermittelt, mit denen die Rohstoffsicherungsgeschäfte jeweils abgeschlossen wurden. Dabei handelt es sich um indikative (hypothetische) Marktwerte der Einzelabschlüsse auf Mark-to-Market-Niveau zum jeweils genannten Datum.
STUFE 3:
Es liegen Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten vor, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die Zeitwerte werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Modelle (Bewertungsmethoden) und unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter ermittelt. Im Vorjahr war die Option auf die restlichen Geschäftsanteile der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, die im Geschäftsjahr 2013 vollständig erworben wurden, der Stufe 3 zugeordnet.
Die Bewertung der Option auf die restlichen Gesellschaftsanteile der MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung erfolgsneutral als Verbindlichkeit in Höhe von 2,8 Mio. Euro erfasst. Mit Wirkung zum 14. Oktober 2013 wurden die restlichen Anteile vom Minderheitsgesellschafter eingezogen und daher betrug die Put-option zum 31. Dezember 2013 0,0 Mio. Euro.
34 | Leasingverhältnisse
Die Rolls-Royce Power Systems Gruppe ist Leasingnehmer in verschiedenen Operating-Leasingverhältnissen. Die Leasingverhältnisse betreffen Mieten für Außenlager und Mobilien.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse stellen sich für die verschiedenen Perioden wie folgt dar:
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Künftige Mindestleasingzahlungen | ||
| fällig innerhalb 1 Jahres | 35,4 | 35,7 |
| fällig in 1 bis 5 Jahren | 74,5 | 76,0 |
| fällig nach 5 Jahren | 56,1 | 47,3 |
| 166,0 | 159,0 |
Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden im Geschäftsjahr 2013 Aufwendungen in Höhe von 56,5 Mio. Euro (Vorjahr: 56,9 Mio. Euro) erfolgswirksam erfasst.
35 | Eventualschulden sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen
EVENTUALSCHULDEN
Zum 31. Dezember2013 bestanden Eventualschulden aus Haftungsverhältnissen in Höhe von 80,1 Mio. Euro (Vorjahr:78,9 Mio. Euro). Diese beinhalten unter anderem Garantien gegenüber Kreditinstituten für die Finanzierung zugunsten verbundener Unternehmen.
In den Eventualverbindlichkeiten sind Bürgschaften gegenüber Gläubigern von Joint Ventures im Wert von 51,7 Mio. Euro enthalten.
SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
| in Mio. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen, übrige | 1.309,5 | 1.445,4 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Einkaufsvereinbarungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Komponenten und Ersatzteile im Wert von 1.410,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1.090,9 Mio. Euro). In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 24,5 Mio. Euro (Vorjahr: 17,2 Mio. Euro) enthalten und Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 23,2 Mio. Euro). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen, Wartungsverträge und allgemeine Betriebsaufwendungen bewegten sich im geschäftsüblichen Rahmen und sind im Wesentlichen innerhalb eines Jahres fällig.
36 | Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 »Kapitalflussrechnungen« werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel wie Barmittel und Sichteinlagen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode durch Korrektur des Konzernergebnisses um Bestandsveränderungen bei derivativen Finanzinstrumenten, Vorräten, Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie zahlungsunwirksamen Posten ermittelt. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt und Effekte aus Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises dabei bereinigt.
37 | Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN
Die Rolls-Royce Power Systems AG ist gemäß IAS 24 verpflichtet, Angaben in Bezug auf Geschäftsbeziehungen mit Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, Joint Ventures, Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss sowie Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats zu machen. Nahe stehende Unternehmen, die von der Rolls-Royce Power Systems Gruppe beherrscht werden oder auf die von der Rolls-Royce Power Systems Gruppe ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, sind in der Anteilsbesitzliste verzeichnet. Die Aufstellung der vollständigen Anteilsbesitzliste der Rolls-Royce Power Systems Gruppe zum 31. Dezember 2013 ist in Abschnitt 39 | »Anteilsbesitz der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen« ersichtlich.
Die im Zuge der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG einbezogenen Tochterunternehmen sind im Konzernanhang unter Abschnitt 2 | »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« aufgeführt. Die Rolls-Royce Power Systems AG unterhält zu verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen geschäftsübliche Beziehungen, die aus dem normalen Geschäftsverkehr resultieren. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Rolls-Royce Power Systems Gruppe nicht wesentlich. Transaktionen der Konzernunternehmen mit Joint Ventures, assoziierten Unternehmen und Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Unternehmen zuzurechnen.
Geschäftsvorfälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und sind daher nicht Bestandteil dieser Anhangangabe.
| Betrag der Geschäftsvorfälle (01.01. - 31.12.2012) | Betrag der Geschäftsvorfälle (01.01. - 31.12.2013) | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | Volumen der erbrachten Leistungen | Volumen der erhaltenen Leistungen | Volumen der erbrachten Leistungen | Volumen der erhaltenen Leistungen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Tochterunternehmen | 33,8 | 10,4 | 42,9 | 11,4 |
| Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 69,9 | 1,3 | 41,3 | 1,9 |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss | 73,1 | 376,8 | 64,3 | 512,0 |
| Unternehmen mit beherrschendem Einfluss | 7,6 | 13,8 | ||
| 176,8 | 388,5 | 156,1 | 539,0 |
| Ausstehende Salden 31.12.2012 | Ausstehende Salden 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | Forderungen | Verbindlichkeiten | Forderungen | Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Tochterunternehmen | 9,7 | 0,1 | 15,8 | 1,2 |
| Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 9,7 | 0,2 | 11,3 | 0,1 |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss | 12,0 | 69,7 | 6,2 | 100,4 |
| Unternehmen mit beherrschendem Einfluss | 5,6 | 1,6 | ||
| 31,4 | 70,0 | 39,0 | 103,2 |
Die Geschäftsbeziehungen der Gesellschaften der Rolls-Royce Power Systems Gruppe mit sonstigen nahe stehenden Unternehmen und Personen sowie mit Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen resultieren vorwiegend aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr.
Das Transaktionsvolumen aus den Geschäftsbeziehungen mit den Unternehmen des Daimler-Konzerns und die daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sind in oben stehender Tabelle in der Zeile »Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss« ausgewiesen
Seit der Vollkonsolidierung der Rolls-Royce Power Systems AG in den Rolls-Royce Konzern gehören die Gesellschaften des Rolls-Royce Konzerns zu den »Unternehmen mit beherrschendem Einfluss«. Das Transaktionsvolumen aus den Geschäftsbeziehungen mit den genannten Gesellschaften und die daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sind in oben stehender Tabelle in der Zeile »Unternehmen mit beherrschendem Einfluss« prospektiv ausgewiesen.
Die Rolls-Royce Power Systems AG hat für das Geschäftsjahr 2013 gegenüber der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH eine Verpflichtung aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 228,7 Mio. Euro (Vorjahr: 168,5 Mio. Euro). Ferner gewährte die Rolls-Royce Power Systems AG der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH, Friedrichshafen ein Darlehen in Höhe von 37,7 Mio. Euro.
Daneben besteht mit der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH ein Vertrag zur Erbringung von Finanzdienstleistungen im Zuge der jährlichen Erstellung des Jahres- und des Konzernabschlusses.
NAHE STEHENDE PERSONEN
Konzernunternehmen haben mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns sowie mit anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit Unternehmen, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats ist in Abschnitt 38 | »Organe« des Konzernanhangs ersichtlich.
Arbeitnehmervertreter, die im Aufsichtsrat tätig sind, erhalten Vergütungen für Arbeitsleistungen außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit..
Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der Rolls-Royce Power Systems AG betrugen:
| in Mio. EUR | 01.01. - 31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 3,0 | 3,9 |
| davon feste Vergütung | 1,9 | 2,2 |
| davon erfolgsbezogene Vergütung | 1,1 | 1,7 |
| Langfristig fällige Leistungen (Erfolgsorientierte Vergütung) | 0,9 | 1,5 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0,8 | 1,3 |
| davon laufender Dienstzeitaufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen | 0,8 | 1,3 |
| 4,7 | 6,7 |
Die kurzfristig fälligen Leistungen umfassen insbesondere Gehälter sowie erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile. Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses schließen den im Geschäftsjahr für die Pensionsverpflichtungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand ein.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands der Rolls-Royce Power Systems AG, die ihre Geschäftstätigkeit vor 2013 beendeten, beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 869.353 Euro (Vorjahr: 1.008.188 Euro). Zum 31. Dezember 2013 betrug die Rückstellung für Pensionszusagen an diese Vorstände 12.537.557 Euro (Vorjahr: 11.136.939 Euro), die Rückstellungen für die LTIC-Programme beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 886.571 Euro (Vorjahr: 2.190.219 Euro).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 wurden die Aufsichtsratsmitglieder mit insgesamt 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) vergütet.
38 | Organe
MITGLIEDER DES VORSTANDS
Jörg Schwitalla ist seit dem 1. Januar 2013 Vorstandsmitglied für den Geschäftsbereich »Personal & Integrität«. Joachim Coers schied als Vorstandsvorsitzender auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2013 aus dem Unternehmen aus. Dr.-Ing. Ulrich Dohle hat daraufhin zum 1. Juli 2013 den Vorsitz des Vorstandes übernommen.
Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG setzt sich somit wie folgt zusammen:
DR.-ING. ULRICH DOHLE
Vorsitzender des Vorstands - Chief Executive Officer (CEO - seit 1. Juli 2013)
Ressort »Corporate Functions & Technology«
DR. MICHAEL HAIDINGER
Ressort »Business Units Engines & Onsite Energy weltweites Distributions- und Servicegeschäft«
DIETER ROYAL
Ressort »Corporate Services« - Chief Financial Officer (CFO)
JÖRG SCHWITALLA
Ressort »Personal, Integrität & Operations«
AUFSICHTSRAT
Auf Anteilseignerseite sind im Geschäftsjahr 2013 Stefan Buchner (bis 18. April 2013), Andrew Heath (bis 24. Juli 2013) und Dr. Edgar Krökel (bis 18. April 2013) aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. In der ordentlichen Hauptversammlung am 18. April 2013 wurden Matthias Gründler sowie Dr. Frank Reintjes und in der Hauptversammlung am 24. Juli 2013 Alain Michaelis als Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt. Am 25. Februar 2014 legte Andreas Renschler sein Aufsichtsratsmandat mit sofortiger Wirkung nieder.
Auf Arbeitnehmervertreterseite sind zum 18. April 2013 Heinz Brechtel, Dr. Jutta Nübel und Patrick Müller aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für sie kamen Thomas Bittelmeyer, Thomas Hundsdörfer und Achim Zinser in den Aufsichtsrat.
Dem Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG gehören somit folgende Aufsichtsratsmitglieder an:
JOHN PATERSON (Vorsitzender)
BA (Hons) in Engineering Science
President Marine & Industrial Power Systems bei Rolls-Royce
AXEL ARENDT
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtschaftsingenieur
Selbstständiger Unternehmensberater
ANDREAS BEMERL*
Betriebswirt (VWA)
Kaufmännischer Angestellter (Corporate Controlling Engines), Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen
FRANZ BENZ*
Freigestellter Betriebsrat, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen
THOMAS BITTELMEYER* (Stellvertretender Vorsitzender)
Freigestellter Betriebsrat, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen
MATTHIAS GRÜNDLER
Betriebswirt (IfW)
Mitglied des Bereichsvorstands Daimler Trucks & Buses bei der Daimler AG, Stuttgart
THOMAS HUNDSDÖRFER*
Diplom-Kaufmann
Leiter Controlling Distribution, Mergers & Acquisitions, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen
ALAIN MICHAELIS
Group Operations Director bei Rolls-Royce
DR. FRANK REINTJES
Doktor der Wirtschaftswissenschaften
Mitglied des Bereichsvorstands Daimler Trucks bei der Daimler AG, Stuttgart
LILO RADEMACHER*
Gewerkschaftssekretärin, zweite Bevollmächtigte und Kassiererin der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben
ANDREAS RENSCHLER (BIS 25. FEBRUAR 2014)
Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Stuttgart (bis 28. Januar 2014)
ACHIM ZINSER*
Freigestellter Betriebsrat, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen
* Arbeitnehmervertreter
39 | Anteilsbesitz der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen
| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT UNMITTELBARER/MITTELBARER ANTEILSBESITZ: | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital in Tsd. EUR |
Anmerkungen1) | Ergebnis in Tsd. EUR |
Anmerkungen1) |
|---|---|---|---|---|---|
| MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen | 100% | 205.174 | 0 | 3) | |
| MTU Australia Pty. Ltd., Kings Park/Australien | 100% | 23.248 | -1.195 | ||
| MTU Detroit Diesel Australia Pty. Ltd., Chipping Norton/Australien | 50% | 56.185 | 2) | 4.021 | 2) |
| MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100% | 148.709 | 33.126 | ||
| MTU Hong Kong Ltd., Hong Kong/China | 100% | 28.292 | 8.370 | ||
| MTU Engineering (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China | 100% | 19.881 | 3.045 | ||
| MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien | 100% | 2.990 | 516 | ||
| PT MTU Indonesia, Jakarta/Indonesien | 100% | 10.489 | 1.620 | ||
| MTU Japan Co. Ltd., Tokio/Japan | 100% | 6.241 | 2.026 | ||
| MTU China Co. Ltd., Shanghai/China | 100% | 1.049 | 44 | ||
| Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China | 49% | 25.893 | 668 | ||
| MTU Korea Ltd., Seoul/Südkorea | 100% | 207 | 0 | 5) | |
| L'Orange GmbH, Stuttgart | 100% | 9.799 | 0 | 4) | |
| L'Orange Fuel Injection Trading (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China | 100% | 854 | 2) | 180 | 2) |
| MTU Anlagenvermietung GmbH, Friedrichshafen | 100% | 7.822 | 0 | 4) | |
| MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg | 100% | 5.080 | 0 | 4) | |
| MTU Italia S.r.l., Arcola/Italien | 100% | 21.383 | 2.424 | ||
| MTU Benelux B.V., Dordrecht/Niederlande | 100% | 15.498 | 2.321 | ||
| MTU do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien | 100% | 10.034 | 2) | -2.455 | 2) |
| MTU America Inc., Detroit/USA | 100% | 300.798 | 63.833 | ||
| MTU Onsite Energy Corp., Mankato/USA | 100% | 52.133 | 7.375 | ||
| Karl Maybach-Hilfe GmbH (Unterstützungskasse), Friedrichshafen | 100% | 7.225 | 0 | ||
| MTU France SAS, Beauchamp/Frankreich | 100% | 4.951 | 2) | 908 | 2) |
| MTU Israel Ltd., Nathanya/Israel | 100% | 626 | 2) | 41 | 2) |
| MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.Ş., Hadımköy/Türkei | 100% | 20.445 | -2.616 | ||
| MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.Ş. Avrupa Serbest Bölge Şubesi, Çorlu/Türkei | 100% | 15.897 | 12.587 | ||
| MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg | 100% | 11.783 | 0 | 4) | |
| Envirovent AG, Tägerwilen/Schweiz | 100% | 367 | 2) | -3 | 2) |
| MTU Polska Sp.z.o.o., Warschau/Polen | 100% | 30.901 | 4 | ||
| MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika | 100% | 11.481 | 2) | 2.699 | 2) |
| Prokura Diesel Services Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika | 100% | 34 | 2) | 6 | 2) |
| MTU UK Ltd., East Grinstead/Großbritannien | 100% | 6.204 | 1.774 | ||
| MTU Ibérica Propulsión y Energía S.L., Coslada/Spanien | 100% | -10.815 | -2.598 | ||
| MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf | 100% | -9.928 | -12.762 | ||
| Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen | 100% | 139.002 | -7.686 | ||
| Bergen Engines BV, Rotterdam/Niederlande | 100% | -385 | -559 | ||
| Bergen Engines Denmark A/S, Aalborg/Dänemark | 100% | 846 | 246 | ||
| Bergen Engines India Private Limited, Neu Delhi/Indien | 100% | 11.747 | -513 | ||
| Bergen Engines S.L., Tarragona/Spanien | 100% | 7.189 | 2.786 | ||
| Bergen Engines S.r.l., Genua/Italien | 100% | 4.771 | 574 | ||
| Bergen Engines Ltd., Bedford/Großbritannien | 100% | 1.011 | 476 | ||
| Bergen Engines Property Co AS, Bergen/Norwegen | 100% | 9.622 | 1.792 | ||
| Bergen Engines Bangladesh Private Limited, Dhaka/Bangladesh | 100% | 775 | -140 | ||
| MTU Rus LLC., Moskau/Russland | 100% | -156 | -271 | 5) | |
| Tognum Transmashholdings B.V., Amsterdam/Niederlande | 50% | 4.042 | -75 | ||
| MTU Transmashholding Diesel Technologies OOO, Kolomna/Russland | 50% | 2 | 0 | 5) |
1) Werte 2013
2) Werte 2012
3) EAV mit der Rolls-Royce Power Systems AG
4) EAV mit der MTU Friedrichshafen GmbH
5) Neugründung im Jahr 2013
40 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zur besseren Sichtbarkeit der unternehmerischen Bindung an den Rolls-Royce Konzern sowie der im Jahr 2013 erfolgten Vollkonsolidierung in die Rolls-Royce Gruppe wurde die Tognum AG mit Wirkung zum 9. Januar 2014 in Rolls-Royce Power Systems AG umbenannt.
Am 25. Februar 2014 legte Andreas Renschler sein Aufsichtsratsmandat mit sofortiger Wirkung nieder.
Friedrichshafen, 28. Februar 2014
Rolls-Royce Power Systems AG
Dr.-Ing. Ulrich Dohle, Vorsitzender des Vorstands Chief Executive Officer (CEO) Ressort »Corporate Functions & Technology«
Dr. Michael Haidinger, Mitglied des Vorstands Ressort »Business Units Engines & Onsite Energy, weltweites Distributions- und Servicegeschäft«
Dieter Royal, Mitglied des Vorstands Ressort »Corporate Services« (CFO)
Jörg Schwitalla, Mitglied des Vorstands Ressort »Personal, Integrität & Operations«
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzernbilanz, Veränderung des Konzerneigenkapitals und Konzernanhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 28. Februar 2014
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Dauner, Wirtschaftsprüfer
Mokler, Wirtschaftsprüfer