Audit Report / Information • Jun 20, 2018
Audit Report / Information
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Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 und des zusammgefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2017
Bei dieser PDF-Datei des Prüfungsberichts handelt es sich ledig-HINWEIS: lich um ein unverbindliches Ansichtsexemplar. Maßgeblich ist ausschließlich der in Papierform erstellte und ausgelieferte Prüfungsbericht
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nur der original unterschriebene Bericht ist verbindlich
| 1. | Prüfungsauftrag | 1 |
|---|---|---|
| 2. | Grundsätzliche Feststellungen | $\overline{2}$ |
| Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter | $\overline{2}$ | |
| 3 1 | Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung | 5 |
| 4. | Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung | 8 |
| 4.1. | Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 4.1.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 4.1.2. Jahresabschluss 4.1.3. Bericht über die Lage der Gesellschaft |
8 8 8 9 |
| 4.2. | Gesamtaussage des Jahresabschlusses 4.2.1. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen 4.2.2. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses |
9 9 10 |
| 4.3. | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | 11 |
| 5. | Wiedergabe des Bestätigungsvermerks | 12 |
| Anlage 1 | Bilanz zum 31. Dezember 2017 |
|---|---|
| Anlage 2 | Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 |
| Anlage 3 | Anhang für das Geschäftsjahr 2017 |
| Anlage 4 | Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 |
| Anlage 5 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers |
| Anlage 6 | Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften |
Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.
Durch die ordentliche Hauptversammlung der
(im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Ringmetall" genannt)
wurden wir, die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 gewählt.
Daraufhin beauftragte uns der Aufsichtsrat, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 nach §§ 317 ff. HGB zu prüfen.
Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 1 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als kleine Kapitalgesellschaft einzustufen und daher nicht prüfungspflichtig gemäß §§ 316 ff. HGB.
Wir wurden auch beauftragt, den von der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 aufzustellenden Konzernabschluss zu prüfen. Über diese Prüfung berichten wir gesondert.
Dieser Bericht ist ausschließlich an die Ringmetall Aktiengesellschaft, München, gerichtet.
Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.
Dieser Prüfungsbericht wurde von uns nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450), erstellt.
Für die Durchführung unseres Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die als Anlage diesem Bericht beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 maßgebend.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass abweichend vom Wortlaut der AAB hinsichtlich der Nr. 9 (2) bis einschließlich Nr. 9 (6) gilt, dass die dort vorgesehenen Haftungsbeschränkun-
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gen nicht für grob fahrlässig verursachte Schadensfälle Anwendung finden.
Aus dem unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellten Jahresabschluss sowie dem zusammengefassten Lagebericht und den sonstigen geprüften Unterlagen heben wir folgende Aspekte hervor, die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind:
Ringmetall und die ihren beiden Geschäftsbereichen zugeordneten Tochtergesellschaften sind über eine Holding-Struktur miteinander verbunden. Die in München ansässige Muttergesellschaft die Ringmetall AG, vereint zentrale Konzernfunktionen in sich, die sich maßgeblich mit der Konzernfinanzierung, Investor Relations, Strategie und Unternehmensentwicklung sowie der Vorbereitung und Durchführung von Unternehmensakquisitionen befassen. Neben der Holding-Gesellschaft gehören zu Ringmetall insgesamt 19 Gesellschaften. Hiervon sind zwei Gesellschaften reine Zwischen-Holdings, fünf Gesellschaften als Verwaltungseinheiten tätig sowie weitere elf Gesellschaften operativ tätig. Eine Gesellschaft ist aktuell ruhend.
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von TEUR 3.146. Dieser liegt um TEUR 548 über dem Jahresüberschuss des Vorjahres. Folgende Sachverhalte haben das Jahresergebnis maßgeblich beeinflusst:
Zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken enthält der Konzern-Lagebericht folgende wesentlichen Aspekte:
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Der Vorstand beurteilt die Risikolage von Ringmetall als im Wesentlichen unverändert.
Gegenstand unserer Prüfung waren die Buchführung und der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) der Gesellschaft und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die uns erteilten Aufklärungen und Nachweise liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es. diese Unterlagen unter Einbeziehung der Buchführung und die gemachten Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen.
Die Prüfung der Einhaltung solcher gesetzlicher Vorschriften, die nicht die Rechnungslegung
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Die Prüfung der Einhaltung solcher gesetzlicher Vorschriften, die nicht die Rechnungslegung betreffen, gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den geprüften Jahresabschluss ergeben oder als die Nichtbeachtung solcher Gesetze erfahrungsgemäß Risiken zur Folge haben kann, denen im Bericht zur Lage der Gesellschaft Rechnung zu tragen ist.
Wir haben unsere Prüfung in den Monaten Januar 2018 bis April 2018 durchgeführt. In dem Monat Dezember 2017 haben wir eine Vorprüfung durchgeführt.
Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von WPH HOFBAUER & MAIER GMBH, Schwabach, geprüfte und am 28. April 2017 uneingeschränkt testierte und am 29. August 2017 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016.
Die Jahresabschlussprüfung erfolgte nach §§ 317 ff. HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Im Rahmen der Prüfung sind Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Rechnungslegung (Fehlerrisiken) festzustellen und zu beurteilen sowie in angemessener Weise auf die beurteilten Risiken zu reagieren (risikoorientierter Prüfungsansatz). Auf der Grundlage des risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir im Rahmen der Prüfungsplanung eine Risiko-
analyse durchgeführt und darauf aufbauend eine Prüfungsstrategie erarbeitet. Die Risikoanalyse basiert auf unserem Verständnis
und unserer Beurteilung
Nach Maßgabe der festgestellten und beurteilten Fehlerrisiken wurden Prüfungsschwerpunkte festgelegt und ein entsprechendes Prüfprogramm entwickelt. In diesem Prüfprogramm sind der Ansatz und die Schwerpunkte der Prüfung sowie Art und Umfang der Prüfungshandlungen festgelegt. Dabei wurden auch die zeitliche Abfolge der Prüfung und der Mitarbeitereinsatz geplant.
Im Rahmen der Prüfungsstrategie haben wir folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:
Funktionsprüfungen von Kontrollmaßnahmen und aussagebezogene Prüfungshandlungen analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen - wurden ausschließlich in Stichproben durchgeführt. Die Auswahl der Stichproben erfolgte nach berufsüblichen Grundsätzen.
Saldenbestätigungen bzw. - mitteilungen und Auskünfte Dritter haben wir von sämtlichen Kreditinstituten sowie von Rechtsanwälten und Steuerberatern eingeholt.
Von der Geschäftsführung und den von ihr beauftragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise erbracht und die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung abgegeben worden. Darin wird insbesondere versichert, dass in der Buchführung alle buchungspflichtigen Vorgänge und in dem vorliegenden Jahresabschluss alle bilanzierungspflichtigen Vermögenswerte, Verpflichtungen und Abgrenzungen, außerdem sämtliche Aufwendungen und Erträge enthalten, ferner alle Wagnisse berücksichtigt sowie alle erforderlichen Angaben gemacht sind.
Die Buchführung und das Belegwesen sind nach unseren Feststellungen ordnungsgemäß und entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in Buchführung und Jahresabschluss ordnungsgemäß abgebildet.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir festgestellt, dass die von der Gesellschaft getroffenen Maßnahmen geeignet sind, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.
Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 ist ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind beachtet worden.
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Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Aktiengesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind vollständig und zutreffend.
Der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 entspricht den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. Unsere Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass im zusammengefassten Lagebericht die wesentlichen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind und dass die gemachten Angaben nach § 289 Abs. 2 HGB vollständig und zutreffend sind.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Einzelnen im Anhang dargestellt und wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Daraus heben wir hervor:
Die Finanzanlagen setzen sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betragen TEUR 32.713, d.s. 62,5% der Bilanzsumme. Sie umfassen sieben unmittelbare Beteiligungen, die wiederum 12 mittelbare Beteiligungen halten. Die Bewertung erfolgt jeweils zu den Anschaffungskosten beziehungsweise - aufgrund von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen - zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Soweit die Voraussetzungen für eine dauernde Wertminderung gegeben sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Werthaltigkeitstest wird einmal jährlich auf Ebene der einzelnen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligung durchgeführt. Für jedes verbundene Unternehmen wird auf Basis fortgeschriebener Unternehmensplanungen Unternehmenswertermittlungen entsprechend den Vorgaben des IDW RS HFA 10 vorgenommen. Im Berichtsjahr ergaben sich dabei folgende Bewertungsmaßnahmen:
| Abschreibungen TEUR |
Zuschreibungen TEUR |
|
|---|---|---|
| Mittelbare Beteiligung: | ||
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited | 2.431 |
Die Bewertungsmaßnahmen bei den mittelbaren Beteiligungen der Ringmetall AG betreffen die Beteiligungen der August Berger Metallwarenfabrik GmbH und schlagen sich in deren Jahresabschluss nieder. Folgewirkungen bei der unmittelbaren Beteiligung der Ringmetall AG an der August Berger Metallwarenfabrik GmbH ergaben sich nicht.
Der Jahresabschluss vermittelt insgesamt, d. h. aus dem Zusammenwirken von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
| 2017 | 2016* | 2015* | 2014* | 2013* | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | TEUR | 940 | 700 | 0 | 0 | 0 |
| Personalaufwand | TEUR | 889 | 1.059 | 675 | 581 | 440 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | TEUR | 1.304 | 1.056 | 533 | 662 | 918 |
| Erträge aus Beteiligungen | TEUR | 878 | 345 | 417 | 1.278 | 279 |
| Erträge aus Ergebnisabführungen | TEUR | 3.254 | 3.968 | 2.372 | 2.738 | 2.095 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wert- papiere des Umlaufvermögens |
TEUR | 0 | 250 | 0 | 250 | 500 |
| Jahresergebnis * | TEUR | 3.146 | 2.597 | 1.923 | 3.046 | 670 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | TEUR | 32.713 | 32.713 | 32.713 | 26.713 | 26.713 |
| Bilanzsumme | TEUR | 52.329 | 41.829 | 36.684 | 34.507 | 33.019 |
| Eigenkapital | TEUR | 51.007 | 39,556 | 33.183 | 29.222 | 27.293 |
| Eigenkapitalquote | % | 97,5 | 94,6 | 90,5 | 84,7 | 82,7 |
| Eigenkapitalrentabilität [1] | % | 6 | 7 | 6 | 10 | $\overline{2}$ |
| Gesamtkapitalrentabilität [2] | % | 6 | 6 | 6 | 10 | 2 |
[1] Eigenkapitalrentabilität = Jahresergebnis /Eigenkapital
[2] Gesamtkapitalrentabilität = (Jahresergebnis + Fremdkapitalzinsen)/Gesamtkapital
* Basierend auf dem von WPH Hofbauer & Maier GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2013, 31.Dezember 2014,
31. Dezember 2015 und 31. Dezember 2016
Aufgrund der ansonsten aus dem Jahresabschluss für die Abschlussadressaten ersichtlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft haben wir auf weitergehende Erläuterungen und eine detaillierte Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verzichtet. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen in Abschnitt 2 "Grundsätzliche Feststellungen" sowie auf den zusammengefassten Lagebericht der Ringmetall AG.
Wir haben dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 der Ringmetall Aktiengesellschaft, München, in der diesem Bericht als Anlage 1 bis 3 (Jahresabschluss) und Anlage 4 (zusammengefasster Lagebericht) beigefügten Fassung den unter dem Datum vom 4. Mai 2018 in Nürnberg unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:
An die Ringmetall Aktiengesellschaft, München
Wir haben den Jahresabschluss -- bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts der Rinametall Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und über den zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
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Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Für Veröffentlichung oder die Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.
Nürnberg, 4. Mai 2018
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Edenho Wirtschaftsprüfe
Mever
Wirtschaftsprüferin
Ringmetall Aktiengesellschaft, München; Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht zum 31. Dezember 2017
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| AKTIVA | 31.12.2017 | 31.12.2016 | PASSIVA | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | EUR | EUR | TEUR | ||
| A. ANLAGEVERMÖGEN | A. EIGENKAPITAL | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, |
I. Gezeichnetes Kapital | 27.684.800,00 | 25.168 | ||||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an |
II. Kapitalrücklage | 12.750.767,50 | 5.704 | ||||
| solchen Rechten und Werten | 1,00 | $\mathbf 0$ | III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Rücklagen |
1.154.800,00 | 1.155 | ||
| II. Sachanlagen | 2. andere Gewinnrücklagen | 1.727.585,77 | 1.728 | ||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung | 7.335,00 | $\overline{7}$ | 2.882.385,77 | 2.882 | |||
| IV. Bilanzgewinn | 7.689.055,29 | 5.802 | |||||
| III. Finanzanlagen | 51.007.008,56 | 39.556 | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 32.713.388,64 | 32.713 | B. RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| 2. Beteiligungen | 61.533,87 | 62 | 1. Steuerrückstellungen | 43.603,61 | 15 | ||
| 32.774.922,51 32.782.258,51 |
32.775 32.782 |
2. sonstige Rückstellungen | 514.964,00 | 558.567,61 | 360 375 |
||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | C. VERBINDLICHKEITEN | ||||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögens- | |||||||
| gegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
11.077.891,82 | 6.737 | 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
600.000,00 132.690,41 |
1.400 43 |
||
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 74.983,14 | 115 | 3. Verbindlichkeiten gegenüber |
||||
| 11.152.874,96 | 6.852 | verbundenen Unternehmen | 2.830,79 | 426 | |||
| II. Kassenbestand und Bankguthaben | 7.812.862,39 | 1.943 | 4. sonstige Verbindlichkeiten | 27.649,81 | 763.171,01 | 29 1.898 |
|
| 18.965.737,35 | 8.795 | ||||||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 15.024,54 | 32 | |||||
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 565.726,78 | 220 | |||||
| 52.328.747,18 | 41.829 | 52.328.747,18 | 41.829 |
$\frac{020.1 + 1,10}{0}$
| 2017 EUR |
2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 940.000,00 | 700 |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 79.483,90 | 101 |
| 3. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) soziale Abgaben und Aufwendungen |
853.373,03 | 1.026 |
| für Altersversorgung und für Unterstützung | 35.859,58 889.232,61 |
33 1.059 |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
4.261,70 | 3 |
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.304.148,91 | 1.056 |
| 6. Erträge aus Beteiligungen | 877.867,26 | 345 |
| 7. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- abführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne |
3.253.506,82 | 3.968 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
0,00 | 8 |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 19.431,36 | 3 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wert- papiere des Umlaufvermögens |
0,00 | 250 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 50.370,41 | 110 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -230.583,28 | 48 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 3.152.858,99 | 2.600 |
| 14. sonstige Steuern | 7.278,00 | $\overline{2}$ |
| 15. Jahresergebnis | 3.145.580,99 | 2.597 |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.543.474,30 | 3.205 |
| 17. Bilanzgewinn | 7.689.055,29 | 5.802 |
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Der Jahresabschluss der Ringmetall Aktiengesellschaft, München, zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 118683 geführt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen nach § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.
Die Finanzanlagen setzen sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen zusammen. Die Bewertung erfolgt jeweils zu den Anschaffungskosten beziehungsweise - aufgrund von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen - zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Soweit die Voraussetzungen für eine dauernde Wertminderung gegeben sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennbetrag. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Die latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Aktivierung berücksichtigt bestehende gewerbe- und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden.
Die passiven latenten Steuern, die eine zukünftige Steuerbelastung darstellen, resultieren aus dem Bilanzposten Anlagevermögen. Der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt saldiert. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf TEUR 598 und die passiven latenten Steuern auf TEUR 32.
Der angewendete Steuersatz für die latenten Steuern beträgt für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer insgesamt rund 33%.
Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Es besteht aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, der Gewinnrücklage und dem Bilanzgewinn.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschluss unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.
Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen zu Grunde gelegt, die sich auf den Ansatz, den Ausweis und die Bewertung der bilanzierten Vermögensgegenstände, Schulden und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die zu Grunde gelegten Annahmen und Schätzungen beziehen sich dabei im Wesentlichen auf die Berechnung latenter Steuern und auf die Bewertung von Rückstellungen.
Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). Die Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 16 Abs. 4 AktG stellt sich wie folgt dar:
(alle Werte in TEUR)
| Name der Gesellschaft | Ort | Land | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital zum 31.12.2017 |
Jahreser- gebnis 2017 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Inland | ||||||
| August Berger Metallwarenfabrik GmbH |
Berg | Deutschland | 100 | 16.000 | 0 | |
| Berger Verwaltungs GmbH | Berg | Deutschland | 100 | 22 | $-2$ | |
| Fieder Verwaltungs GmbH | München | Deutschland | 100 | $\Omega$ | -34 | |
| Fidum Verwaltungs GmbH | München | Deutschland | 100 | 1 | -3 | |
| Latza GmbH | Attendorn | Deutschland | 100 | 2), 4) |
190 | $-31$ |
| Metallwarenfabrik Berger GmbH | Sessenhausen | Deutschland | 100 | 475 | 21 | |
| HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG |
Ernsgaden | Deutschland | 100 | 964 | 878 | |
| HSM Hans Sauermann Verwal- tungs GmbH |
Ernsgaden | Deutschland | 100 | 50 | 3 | |
| Ausland | ||||||
| Société Civile Immobilière (SCI) Berger France |
Niederlauter- bach |
Frankreich | 49 | 1) | 254 | 46 |
| Berger Closures Limited | Peterlee | Großbritannien | 75,57 | 2) | 1.603 | 825 |
| Hollandring (BV) Besloten Vennootschap |
Vaassen | Niederlande | 100 | 2) | 206 | -9 |
| Berger Group Europe Iberica, S.L. | Reus | Spanien | 100 | 2) | 949 | 337 |
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi |
Dilovasi- Kocaeli |
Türkei | 100 | 2) | 127 | -534 |
| S.G.T.S.r.l. | Albavilla | Italien | 80 | 2) | 3.311 | 836 |
| Berger Closing Rings (Changshu) Co. Ldt. |
Changshu | China | 100 | 2), 5) |
$-474$ | $-282$ |
| Berger Italia S.r.l. | Valmadrera | Italien | 100 | 2) | 4.589 | 1.228 |
| Berger US Inc. | Birmingham | USA | 100 | 2) | 12.939 | $\Omega$ |
| Self Industries Inc. | Birmingham | USA | 100 | 2), 3) |
14.373 | 1.498 |
| Berger Hong Kong Limited | Hong Kong | China | 80 | 2) | 1.336 | 0 |
1) die restlichen 51 % werden durch Fieder Verwaltungs GmbH gehalten
2) mittelbar gehalten über die August Berger Metallwarenfabrik GmbH
3) mittelbar gehalten über die Berger US Inc.
4) Rumpfwirtschaftsjahr vom 1.8.2017 bis 31.12.2017
5) mittelbar gehalten über die Berger Hong Kong Limited.
| Name der Gesellschaft (Alle Werte in TEUR) Beteiligungen |
Ort | Land | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital zum 31.12.2016* |
Jahreser- gebnis 2016* |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||||
| Zimmer & Kreim GmbH & Co. KG | Brensbach | Deutschland | 6 | 1.399 | 177 |
| UB Z&K Verwaltungs GmbH * letzter veröffenlticher Jahresabschluss |
Brensbach | Deutschland | 6 | 25 | ** |
** keine Angaben verfügbar
| Berger Closures Limited | ||
|---|---|---|
| -- | -------------------------------- | -- |
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | 1 GBP = 1,12631 EUR |
|---|---|
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | $1$ GBP = 1,14223 EUR |
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited | |
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | 1 TL = $0,22056$ EUR |
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | 1 TL = $0,24202$ EUR |
| Berger Closing Rings (Changshu) Co. Limited | |
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | $1$ CNY = 0,12821 EUR |
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | $1$ CNY = 0,13061 EUR |
| Berger US Inc., Self Industries Inc. und Berger Hong Kong Limited | |
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | $1$ USD = 0,83476 EUR |
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | $1 \text{ USD} = 0.83476 \text{ EUR}$ |
|---|---|
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | $1$ USD = 0,88141 EUR |
Anlage 3
Seite 5
Ringmetall Aktiengesellschaft, München
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ANLAGEVERMÖGEN | 1.1.201 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2017 EUR |
1.1.2017 EUR |
Zugänge € |
Abgänge EUR |
31.12.2017 €UR |
31.12.2017 EUR |
31.12.2016 EUR |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Entgeltlich erworbene Konzessionen, Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
10.640,00 | 8co | 0,00 | 10.640,00 | 10.639,00 | 0,00 | 0,00 | 10.639,00 | 1,00 | 1,00 |
| I. Sachanlagen | ||||||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
22.211,45 | 4.108,70 | 2.030,70 | 24.289,45 | 14.723,45 | 4.261,70 | 2.030,70 | 16.954,45 | 7.335,00 | 7.488,00 |
| II. Finanzanlagen | ||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3. sonstige Ausleihungen 2. Beteiligungen |
1.000.000,00 34.915.864,82 61.533,87 |
0,00 88 8 |
0,00 8,00 1.000.000,00 |
34.915.864,82 8ç 61.533,87 |
2.202.476,18 0,00 1.000.000,00 |
8,00 0,00 0,00 |
OO 0,00 1.000.000,00 |
2.202.476,18 8 0,00 |
32.713.388,64 61.533,87 0,00 |
32.713.388,64 61.533,87 |
| 35.977.398,69 | 0,00 | 1.000.000,00 | 34.977.398,69 | 3.202.476,18 | 0,00 | 1.000.000.00 | 2.202.476,18 | 32.774.922,51 | 0,00 32.774.922,51 |
|
| 36.010.250,14 | 4.108,70 | 1.002.030,70 | 35.012.328,14 | 3.227.838,63 | 4.261,70 | 1.002.030,70 | 2.230.069,63 | 32.782.258,51 | 32.782.411,51 | |
46/2018
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stellen, wie im Vorjahr, in voller Höhe sonstige Vermögensgegenstände dar und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen, wie im Vorjahr, in voller Höhe sonstige Verbindlichkeiten dar und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Das Grundkapital beträgt EUR 27.684.800,00 und ist eingeteilt in 27.684.800,00 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (eine Stückaktie entspricht damit einem rechnerischen Beteiligungswert von je EUR 1,00). Im Geschäftsjahr 2017 wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 24. November 2017 gemäß § 5 der Satzung (Grundkapital, Genehmigtes Kapital) das Grundkapital von EUR 25.168.000,00 um EUR 2.516.800,00 auf EUR 27.684.800,00 erhöht.
In der Hauptversammlung vom 10. April 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zum 31. Dezember 2017 gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 2.900.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre teilweise ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2013/I). Das Genehmigte Kapital vom 10. April 2013 (Genehmigtes Kapital 2013/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 200.000,00.
In der Hauptversammlung vom 29. August 2014 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 10.200.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Das Genehmigte Kapital vom 29. August 2014 (Genehmigtes Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 8.120.000,00.
In der Hauptversammlung vom 31. August 2015 wurde der Vorstand bis zum 30. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 3.120.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/I). Das Genehmigte Kapital vom 31. August 2015 (Genehmigtes Kapital 2015/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 832.000,00.
In der Hauptversammlung vom 30. August 2016 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinla-
46/2018
gen um insgesamt bis zu EUR 3.432.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2016/I). Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 24.11.2017 wurde das Grundkapital von EUR 25.168.000,00 um EUR 2.516.800,00 auf EUR 27.684.800,00 erhöht. Das Genehmigte Kapital vom 30. August 2016 (Genehmigtes Kapital 2016/l) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 915.200.00.
Die Kapitalrücklage resultiert aus Gewinnen von Veräußerungen eigener Anteile und dem Aufgeld aus Kapitalerhöhungen. Aus der Kapitalerhöhung des Geschäftsjahres 2017 wurden EUR 7.047.040,00 in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die Hauptversammlung hat am 29. August 2017 beschlossen, den Bilanzgewinn 2016 in Höhe von TEUR 5.802 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 5 Cent je Stückaktie, d.h TEUR 1.258. Der verbleibende Bilanzgewinn von TEUR 4.544 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 566, die auf die aktiven latenten Steuern entfallen.
Der Vorstand schlägt vor eine Dividendenausschüttung an Aktionäre der Ringmetall AG in Höhe von 1.661.088,00 EUR, d.s. 6 Cent je Aktien, vorzunehmen sowie den nach Ausschüttung vom Jahresüberschuss in Höhe von 3.145.580,99 EUR verbleibenden Betrag in Höhe von 1.484.492,99 EUR in den Bilanzgewinn vorzutragen.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Prüfungs- und Abschlusskosten, Kosten der Aufsichtsratsvergütungen und Verpflichtungen für Personal.
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| Art der Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2017 |
Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
davon gesichert durch Pfand- |
Art der Sicher |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | über 5 Jahre | oder ähnliche | heit | |||
| Rechte | ||||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |||
| gegenüber Kreditinstituten | 600.000,00 | 600.000.00 | 0.00 | 600.000.00 | 1) | |
| Vorjahr: | 1.400.000,00 | 800.000.00 | 0,00 | 1.400.000,00 | ||
| aus Lieferungen und Leistungen | 132.690,41 | 132.690,41 | 0,00 | |||
| Vorjahr: | 43.169.62 | 43.169,62 | 0.00 | |||
| gegenüber verbundene Unternehmen | 2.830,79 | 2.830,79 | 0,00 | |||
| Vorjahr | 425.991,44 | 425.991,44 | 0.00 | |||
| sonstige Verbindlichkeiten | 27.649,81 | 27.649.81 | 0,00 | |||
| Vorjahr: | 29.171.53 | 29.171,53 | 0.00 | |||
| Summe | 763.171,01 | 763.171,01 | 0,00 | 600.000,00 | ||
| Vorjahr: | 1.898.332.59 | 1.298.332,59 | 0,00 | 1.400.000.00 |
1) Verpfändung von Geschäftsanteilen
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 28) enthalten.
Die Umsatzerlöse werden wie im Vorjahr ausschließlich im Inland mit verbundenen Unternehmen erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten TEUR 7 (Vj. TEUR 0) periodenfremde Aufwendungen.
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Erträge aus der Beteiligung an der HSM Sauermann GmbH & Co. KG.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen die Gewinnabführung der August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg.
46/2018
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beinhalten Erträge aus der Aufzinsung der sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 8).
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Abschreibungen auf Finanzanlagen des Vorjahres betreffen die sonstigen Ausleihungen.
In den Zinserträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 3) enthalten.
In den Zinsaufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 14) enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 69) enthalten. Weiter sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2) enthalten.
Die Steuern vom Einkommen beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 346 (Vorjahr TEUR 42).
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HBG bestehen für Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Kreditinstituten für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 25.000 und aus Avalen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 19. Aufgrund der gegenwärtigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der zukünftigen Planung wird mit keiner Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen gerechnet.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasinggeschäften) mit einem Aufwand p.a. i. H. v. TEUR 55. Die Gesamtverpflichtung bis zum Ende der Laufzeit beträgt TEUR 143.
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Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 4.
| Vorstand: | Herr Christoph Petri, Kaufmann (Vorstandssprecher) |
|---|---|
| Herr Konstantin Winterstein, Ingenieur | |
| Herr Jörg Rafael, Kaufmann (bis 30.04.2017) | |
| Andelskeheards — Thile see Orthbrook Alexandre and a Andreal Andelskeheard and Thill — And |
Aufsichtsrat: Thilo von Selchow, (Vorsitzender), Geschäftsführer der Thilo von Selchow GmbH Markus Wenner, (stellvertretender Vorsitzender), Rechtsanwalt Ralph Heuwing, Vorstandsmitglied der Knorr-Bremse AG
Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a und Nr. 9b HGB wird auf die Befreiungsmöglichkeit nach § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.
Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit in 2017 TEUR 110.
Die Ringmetall Aktiengesellschaft, München, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach § 315e HGB auf. Er wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergaben sich nicht.
München, den 4. Mai 2018
Christoph Petri Vorstandssprecher
Konstantin Winterstein Vorstand
Konzernabschluss
zum
und
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 mit Bestätigungsvermerk
Die Ringmetall AG, München, ist ein weltweit führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie. Sie ging im Jahr 2015 durch Umfirmierung und Anpassung des Geschäftsmodells aus ihrer Vorgängergesellschaft, der H.P.I. Holding AG, hervor. Die H.P.I. Holding AG wiederum wurde 1997 als Beteiligungsgesellschaft gegründet.
Mit der Umfirmierung der Gesellschaft und der Anpassung des Geschäftsmodells ist Ringmetall als spezialisierte Industrie-Holding in ihren beiden Geschäftsbereichen Industrial Packaging (Industrieverpackungen) und Industrial Handling (Industrie-Handling) tätig. Hier entwickelt, produziert und vermarktet Ringmetall Produktlösungen für die Anwendung in der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Lebensmittelindustrie sowie der Logistikbranche und im agrarwirtschaftlichen Bereich.
Im Geschäftsbereich Industrial Packaging entwickelt, produziert und vertreibt Ringmetall Verpackungselemente für die Fassindustrie. Zum Produktsortiment im Bereich Industrial Packaging zählen vor allem Verschlussspannringe, Deckel, Dichtungen, Griffe, komplette Verschlusseinheiten sowie anforderungsspezifische Spezialkomponenten in unterschiedlichsten Dimensionen und Qualitätsstufen. Die Produktgruppe der Spannringe stellt den wichtigsten Umsatzträger der Ringmetall Gruppe dar. Insgesamt stellt Ringmetall über 2.000 unterschiedliche Arten von Spannringen her. Innerhalb der Fassindustrie fokussiert sich das Unternehmen auf die speziellen Anforderungen von Industriefässern und fertigt Teile für sogenannte Open Top Drums (Deckelfässer) und hier speziell Steel Drums (Stahlfässer), Plastic Drums (Plastikfässer), Fiber Drums (Faserstofffässer) und Pails (Eimer).
Im Geschäftsbereich Industrial Handling entwickelt, produziert und vertreibt Ringmetall anwendungsorientierte Fahrzeuganbauteile für Spezialfahrzeuge in der Frachtlogistik und Lagerlogistik sowie im agrarwirtschaftlichen Bereich. Neben Anbauteilen für Traktoren, Landmaschinen und Lastfahrzeugen zählen hierzu vor allem solche für Gabelstapler und Flurförderfahrzeuge. Zum Produktsortiment des Bereichs Industrial Handling zählen hauptsächlich Rückhaltesysteme, Hubmastteile sowie Kupplungs- und Bremspedale mit speziellen Anforderungsprofilen, aber auch komplexe Schweißbaugruppen und Anhängerkupplungssysteme sowie Hydraulikkomponenten sind Teil des Produktangebots.
Ringmetall und die ihren beiden Geschäftsbereichen zugeordneten Tochtergesellschaften sind über eine Holding-Struktur miteinander verbunden. Die in München ansässige Muttergesellschaft, vereint zentrale Konzernfunktionen in sich, die sich maßgeblich mit der Konzernfinanzierung. Investor Relations, Strategie und Unternehmensentwicklung sowie der Vorbereitung und Durchführung von Unternehmensakquisitionen konzentrieren. Neben der Holding-Gesellschaft gehören zu Ringmetall insgesamt 19 Gesellschaften. Hiervon sind zwei Gesellschaften reine Zwischen-Holdings, fünf Gesellschaften als Verwaltungseinheiten tätig sowie weitere elf Gesellschaften operativ tätig. Eine Gesellschaft (Berger Verwaltungs GmbH) ist aktuell ruhend.
Die einzelnen Tochtergesellschaften agieren weitestgehend unabhängig voneinander am Markt. Auf Basis regelmäßiger Management Meetings erörtern die Vorstände der Holding gemeinsam mit den Geschäftsführern der größten Tochtergesellschaften strategische Ansätze zur weiteren Entwicklung der Ringmetall Gruppe. Die so erarbeiteten Maßnahmen werden dann zunächst in Teilbereichen auf Praktikabilität erprobt. Nach erfolgreicher Umsetzung werden bewährte Vorgehensweisen in den einzelnen Ländergesellschaften umgesetzt.
Die Entwicklung und Herstellung der Produkte findet an insgesamt dreizehn Produktionsstandorten weltweit statt. Hierzu zählen in Deutschland die Standorte Attendorn (Nordrhein-Westfalen), Berg (Rheinland-Pfalz), Ernsgaden (Bayern) und Sessenhausen (Rheinland-Pfalz). Im Ausland bestehen Standorte in Valmadrera und Albavilla (Italien), Peterlee (Großbritannien), Reus (Spanien), Dilovasi-Kocaeli (Türkei), Changshu (China) sowie Standorte in den USA in Birmingham (Alabama), Houston (Texas) und Shippensburg (Pennsylvania). Hinzu kommen Bürostandorte. Internationaler Hauptsitz des Unternehmens und der Holding-Gesellschaft ist München, Deutschland.
Als international aufgestellter Konzern sind alle Tochterunternehmen unter der Dachmarke Ringmetall vereint. Die Tochterunternehmen sind wiederum unter ihren Firmierungen als regional und überregional agierende Marken wirtschaftlich aktiv. Zu diesen Firmierungen zählen Berger Group Europe (August Berger Metallwarenfabrik), Self Industries, Hollandring, S.G.T., Cemsan und HSM Hans Sauermann. Die Tochtergesellschaften sind teilweise in Ländergesellschaften untergliedert, aus denen heraus sie international aktiv sind.
Im Jahresdurchschnitt 2017 beschäftigte Ringmetall insgesamt 504 (Vj. 441) Mitarbeiter. Davon waren 98 (Vj. 94) Mitarbeiter in Verwaltungspositionen und 406 (Vj. 347) in der Produktion beschäftigt.
Aufgrund der geringen Umsatzvisibilität, also dem zeitlichen Vorlauf, mit dem Aufträge bis zur Auslieferung eingehen, von in der Regel maximal vier Wochen, greift Ringmetall regelmäßig auf Leiharbeiter in ihrer Produktion zurück. Auf diese Weise werden Nachfragespitzen abgefedert und die Auslastungszahlen ökonomisch maximiert.
Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage konnte Ringmetall in den letzten Monaten zunehmend bereits gut geschulte Leiharbeiter in Festanstellungsverhältnisse übernehmen, um mehr Arbeitnehmern ein planbareres Arbeitsleben zu ermöglichen.
In der Mitarbeitergewinnung und zur Verbesserung des Arbeitsklimas hat Ringmetall moderne Ansätze entwickelt und umgesetzt. Beispielsweise erhalten Mitarbeiter für regelmäßigen Arbeitseinsatz und geringen Krankenstand gesonderte Prämienzahlungen in Form von Tankgutscheinen. Überdies können Mitarbeiter Überstunden und Urlaubstage auf einem gesonderten Zeitarbeitskonto ansparen und in Form eines bis zu drei Monaten dauernden Sabbaticals zu nutzen.
Im Rahmen innerbetrieblicher Fortbildung, werden einzelne Produktionsmitarbeiter regelmäßig für die Dauer von zwei bis drei Monaten in speziellen Programmen der Qualitätssicherung geschult und so für den besonderen Stellenwert einer gleichbleibend hohen Produktionsqualität kontinuierlich sensibilisiert. Auch werden beispielsweise durch den Einsatz von Mitarbeitern in ständig wechseinden Produktionsbereichen immer neue Kenntnisse vermittelt. Dies führt zu einer Erhöhung der Einsatzflexibilität und verringert Risiken, die aus einer möglicherweise entstehenden Monotonie im Arbeitsalltag entstehen können.
Auch zwischen den Standorten von Ringmetall findet ein regelmäßiger Wissenstransfer statt. Mitarbeiter werden in regelmäßigen Abständen für mehrmonatige Arbeitseinsätze an andere Standorte entsendet, um neue Eindrücke über den Konzern zu erhalten und Best Practice-Ansätze bei einzelnen Produktionsschritten auf internationalem Niveau zu vereinheitlichen. Besonders bewährt hat sich dieser Ansatz, um möglichst schnell einen Wissenstransfer bei neu zugekauften Tochtergesellschaften herzustellen. Die Entsendung erfolgt dabei teilweise auch bewusst in branchenfremde, nicht konzerneigene Betriebe, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, neue Eindrücke zu gewinnen und selbständig Verbesserungsvorschläge für das betriebliche Vorschlagswesen zu generieren.
Das mittlere Management wird überdies im Rahmen von internen und externen Seminaren regelmäßig speziell gefördert. Externe Psychologen vermitteln im Rahmen von Coachings moderne Ansätze zur Mitarbeiterführung und sichern so ein gleichermaßen produktives und angenehmes Arbeitsklima bei Ringmetall.
Zur Schaffung einer konzernweiten Corporate Identity setzt Ringmetall auf einen einheitlichen Außenauftritt und fördert durch die Produktion von Imagefilmen ein verbessertes Zusammengehörigkeitsgefühl in der Belegschaft. Strategische und finanzielle Unternehmensziele werden auf allen Hierarchieebenen offen und regelmäßig kommuniziert. Mittels dem 2017 konzernweit eingeführten Verhaltenskodex ("Code of Conduct") wird sichergestellt, dass Ringmetall seinen Mitarbeitern ein einheitliches Leitbild vermittelt und diese unabhängig von nationaler Herkunft und möglichen Unterschieden zwischen den Kulturkreisen einheitliche Werte und Ziele verfolgen.
Die Ringmetall AG ist Muttergesellschaft der insgesamt 19 zu Ringmetall gehörenden Unternehmen. Die wesentlichen Beteiligungen sind die Berger Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften sowie die HSM GmbH & Co. KG. Die Konzernstruktur zum 31. Dezember 2017 wird in der folgenden Abbildung verdeutlicht.
Die zentrale Holdingstruktur des Konzerns sowie die damit auf Ebene der Muttergesellschaft gebündelten Managementfunktionen bilden den Kern von Ringmetall. Die Ringmetall AG plant und koordiniert das weltweite Wachstum ihrer weitestgehend unabhängig geführten, aber durch Synergien vernetzten mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften und fungiert als Impulsgeber für das operative Geschäft.
Im umsatzstärksten Geschäftsfeld Industrial Packaging zählen gemäß einer Sektorstudie von Allied Market Research der Trend zur Globalisierung, das allgemeine Wachstum der Weltbevölkerung und der zunehmende internationale Warenverkehr kundenseitig zu den wichtigsten Wachstumstreibern (Quelle: Allied Market Research, Global Industrial Packaging Market 2015-2023). Zu den wichtigsten Abnehmerindustrien von Open Top Fässern und damit auch von Fassspannringen zählen vor allem die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Lebensmittelindustrie. Vor dem Hintergrund der genannten Wachstumstreiber und den Wachstumspotenzialen der wichtigsten Abnehmerindustrien geht Ringmetall mittelfristig von einem durchschnittlichen organischen Wachstum von drei bis fünf Prozent pro Jahr aus.
Mittelfristig geht der Vorstand bis zum Jahr 2021 von einem organischen und anorganischen Wachstumspotenzial von Ringmetall auf ein Umsatzniveau von über 200 Mio. EUR aus. Gleichzeitig erwartet der Vorstand eine Ausweitung der EBITDA-Marge auf ein Niveau zwischen 12,5 % und 15,0 %. Maßgebliche Treiber der konzernweiten Ergebnisexpansion werden die weitere Automatisierung von Produktionsschritten sowie die Hebung von Synergien innerhalb des Unternehmensverbunds sein.
Im Bereich Industrial Packaging plant Ringmetall auch anorganisch weiter zu wachsen. Durch gezielte Akquisitionen soll die eigene globale Marktführerschaft weiter gefestigt und ausgebaut werden. Akquisitionsziele sind zum einen Unternehmen, die sich durch ihr Produktportfolio komplementär zum Produktportfolio von Ringmetall zeigen. Zum anderen beabsichtigt Ringmetall auch die Akquisition von Unternehmen, die aufgrund ihrer regionalen Vertriebsaktivitäten oder spezieller Voraussetzungen für eine schnellere Marktpenetration fokussierter Wachstumsregionen besonders attraktiv erscheinen.
Parallel zu den Möglichkeiten, die sich aus externem Wachstum ergeben können, analysiert die Ringmetall Gruppe auch fortlaufend intern, ob und in welchem Umfang sich weitere Möglichkeiten zur Schaffung konzerninterner Synergien ergeben. Identifizierte Potenziale werden auf Ebene der Tochtergesellschaften in unternehmensübergreifenden Arbeitsgruppen weiter erörtert und geeignete Maßnahmenpakete eingeleitet. Seit Übernahme der US-Tochter Self Industries Ende 2015 beispielsweise wurden bereits umfangreiche Synergiepotenziale im Hinblick auf internationale Vertriebskooperationen identifiziert, die in den kommenden Monaten und Jahren die Position von Ringmetall stärken sollen.
Zu den zentralen Steuerungsgrößen der Ringmetall Gruppe, nach denen auf internationaler Ebene alle Konzerngesellschaften gleichermaßen beurteilt werden können, zählen im Wesentlichen die standardisierten Finanzkennzahlen nach den anwendbaren Rechnungslegungsstandards, wie Umsatz, EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) und EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) sowie Termin-, Qualitäts- und Produktivitätskennzahlen. Darüber hinaus trägt das Unternehmen den Interessen internationaler Finanzanalysten Rechnung und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung der wichtigsten, im Kapitalmarktumfeld Anwendung findenden weiteren Finanzkennzahlen (KPIs).
Die zentralen Steuerungsgrößen und Kennzahlen (KPIs) der Ringmetall Gruppe bilden die Basis des Reportings gegenüber Management, Vorstand, Aufsichtsrat und Anteilseignern. Ferner sind sie integraler Bestandteil der Berichterstattung gegenüber dem Kapitalmarkt. Sie unterteilen sich in "bedeutsame Leistungsindikatoren" und "weitere Kennzahlen".
Zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren zählen dabei:
Zu den bedeutsamen nicht finanziellen Leistungsindikatoren zählen dabei:
Zu den weiteren Kennzahlen zählen:
Da Ringmetall ausschließlich eine Management- und Holdingfunktion für den Ringmetall Konzern ausübt, verfügt die Ringmetall AG über keine eigenen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren sondern steuert ihre unternehmerischen Aktivitäten nach den Leistungsindikatoren des Konzerns.
Im Vordergrund der Forschung und Entwicklung steht im Geschäftsbereich Industrial Packaging die Entwicklung von Verschlusssystemen für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. In ihrer langjährigen Firmenhistorie hat Ringmetall bis heute über 2.000 verschiedene Spannringvarianten konzipiert, die sich je nach einem vom Kunden vorgegebenen Anforderungsprofil hinsichtlich Durchmesser, Materialeigenschaften, Anpressdruck sowie zahlreicher weiterer Parameter unterscheiden. Hinzu kommen auf den jeweiligen Verwendungszweck ausgerichtete Verschlusssysteme, Dichtungen und Deckel.
Neben den Verpackungslösungen entwickelt Ringmetall auch die entsprechenden Maschinen zur Produktion von Spannringen weitestgehend selbst. Bei der Konzeption neuer Maschinenmodelle kann Ringmetall auf jahrelange Erfahrung und hochspezialisierte Ingenieure zurückgreifen. Teilweise greift der Konzern jedoch auch auf externe Spezialisten zurück. Auf diese Weise sichert sich die Ringmetall Gruppe konzernweit ein einzigartiges Know-how im Bereich der Spannringproduktion, was die Position des weltweiten Marktführers langfristig sichert.
Im Geschäftsbereich Industrial Handling investiert Ringmetall seit 2016/2017 verstärkt in eigenentwickelte Produkte. Während das Unternehmen in der Vergangenheit hauptsächlich im Auftrag von Fremdanbietern produzierte, zielt die Eigenentwicklung von Produktlösungen stärker darauf ab, den Geschäftsbereich besser im Markt zu positionieren und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zu den selbstentwickelten Produkten zählen unter anderem patentierte Sicherheitsrückhaltesysteme für Gabelstapler, patentiere Stabilisatorstreben für Traktoren, Unterlenker Fanghaken patentierte für Traktoren sowie Halterungen für Hydraulikkomponenten zur Nutzung in der Landwirtschaft. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 zeigte sich, dass die neue Produktpalette auf hohes Interesse am Markt stößt und zu verbesserten Ergebnismargen des Geschäftsbereichs geführt hat.
Gemäß Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-
2018.pdf?__blob=publicationFile&v=12, S. 7) befindet sich die deutsche Wirtschaft in einem kräftigen konjunkturellen Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2017 preisbereinigt um 2,2
Prozent gestiegen. Für das laufende Jahr 2018 erwartet die Bundesregierung ein weiteres Wachstum um 2,4 Prozent. Begünstigend wirkt sich das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld aus, das zur Belebung des Außenhandels und der Bereitschaft zu verstärkten Investitionen beigetragen hat. Das positive gesamtwirtschaftliche Umfeld zeigt sich insbesondere auch am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen lag 2017 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts bei 44,3 Millionen und damit auf einem neuen Höchststand. Die Tendenz zum Beschäftigungsaufbau setzt sich auch 2018 fort und wird voraussichtlich zu einem Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen auf 44,8 Millionen führen. Die Preissteigerungsrate belief sich 2017 auf 1,8 Prozent und lag damit in der Nähe der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank (EZB) für das Eurowährungsgebiet insgesamt.
Die wirtschaftliche Situation in Europa hat sich insgesamt weiter verbessert. Alle 28 EU-Staaten verzeichneten 2017 ein Wirtschaftswachstum. Der internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2018 für das Jahr 2017 von einem Wachstum des BIP in der Europäischen Union (EU) von 1,8 Prozent auf 2,4 Prozent aus. Die Arbeitslosigkeit in der EU ist aktuell auf dem niedrigsten Stand seit neun Jahren.
Auch weltweit stehen die Zeichen weiterhin Wachstum. Der IWF $\mathsf{a}$ uf. (Quelle: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2018/01/11/world-economic-outlook-update-
january-2018, Absatz 1 ff) geht für 2017 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,7 Prozent aus nach einem Wachstum von 3,2 Prozent im Jahr 2016. Vor allem Europa und Asien entwickelten sich gemäß IWF besser als bisher erwartet. Als wichtiger Wachstumstreiber für die kommenden Jahre wird vor allem die veränderte US-Steuerpolitik bewertet. Aufgrund der deutlich sinkenden Steuerbelastung für Unternehmen geht der IWF für 2018 und 2019 von einer weiteren Beschleunigung des Wachstums auf 3,9 Prozent pro Jahr aus.
Nach aktuellen Veröffentlichungen des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) zeigt sich auch das weltweite Industriewachstum 2017 überraschend deutlich im Aufwind. Es lag mit rund sechs Prozent deutlich über dem Wachstum im Vorjahreszeitraum. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der einen bedeutenden Stimmungsindikator für einen großen Teil der Kunden im Bereich Industrial Packaging darstellt, geht in der chemisch-pharmazeutischen Industrie für das Jahr 2017 von einem Produktionszuwachs im Vergleich zum Vorjahr von 3,8 Prozent aus (Quelle: https://www.vci.de/vci/downloads-vci/media-weitere-downloads/2018-03-07-aktualisierte-chemiekennzahlen-chemie-2017-prognose-2018.pdf, S. 1). Für das Jahr 2018 und darüber hinaus wird weiterhin von einem wachstumsfreundlichen Umfeld ausgegangen.
Im Geschäftsjahr 2017 ist Ringmetall weiter gewachsen und hat gleichzeitig wichtige Strukturmaßnahmen umgesetzt, um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns langfristig zu sichern und auszubauen und somit das weitere Wachstum mittel- und langfristig sicherzustellen.
Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde erstmals nach den International Financial Reporting Standards aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union Anwendung finden ("IFRS"). Vorjahreszahlen liegen damit ebenfalls nach den IFRS vor, so dass die Vergleichbarkeit gegeben ist. Die Umstellung der Konzernberichterstattung erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund des für 2018 geplanten Segmentwechsels in den Teilbereich des Geregelten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (General Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse und des in diesem Zusammenhang zu erstellenden Wertpapierprospekts.
Der Geschäftsbereich Industrial Packaging verzeichnete 2017 einen überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs. Begünstigt wurde dieser zum einen durch eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung und eine überaus dynamische Entwicklung der Abnehmerindustrien, allen voran der chemischen Industrie. Überdies sorgten steigende Rohstoffpreise für insgesamt steigende Absatzpreise und somit zusätzliche Umsatzzuwächse.
Des Weiteren wurden weitere Unternehmenszukäufe erfolgreich abgeschlossen. Im Juni 2017 wurde die Akquisition des chinesischen Produzenten von Spannringen und Fassverschlusssystemen Hong-Ren im Rahmen eines Asset Deals bekannt gegeben. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im ersten Quartal 2018. Hong-Ren mit Sitz in Changshu, China, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von rund 1,2 Millionen Euro bei einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Zu den Produkten von Hong-Ren zählen neben Fassspannringen für unterschiedliche Anwendungsbereiche auch Hebelverschlüsse für Industriefässer. Das Unternehmen ist überdurchschnittlich gut am chinesischen Markt positioniert und verfügt über langjährige Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden der Verpackungsindustrie. Zur Hebung von Synergien wurde die Verlagerung der Produktion von Hong-Ren an den chinesischen Standort der Ringmetall-Gruppe in Changshu initiiert. Ziel ist es, die Geschäftsbeziehungen zu den Kunden fortzuführen und auszubauen, die qualitativ hochwertigen Produkte des Unternehmens weiter zu optimieren und ein stetig steigendes Qualitätsbewusstsein auf dem chinesischen Markt für Gefahrgutverpackungen zu etablieren.
Ende Juli 2017 gab Ringmetall die Übernahme von 100 Prozent der Geschäftsanteile an der in Attendorn, Deutschland, ansässigen Latza GmbH bekannt. Im Rahmen der Akquisition hat Ringmetall den gesamten Produktionsbetrieb, inklusive einer Immobilie mit Produktionsflächen von rund 3.000 qm und aller Produktionsmaschinen erworben. Die Belegschaft von 45 Mitarbeitern zum Zeitpunkt der Übernahme wurde ebenfalls komplett übernommen. Der zu erwartende jährliche Umsatzbeitrag der Latza GmbH beläuft sich auf 4 bis 5 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge liegt dabei auf vergleichbarem Niveau wie Ringmetall. Latza verfügt über ein qualitativ hochwertiges Produktportfolio aus Spannringen unterschiedlichster Abmessungen, Materialbreiten und Oberflächenbeschichtungen inklusive der dazugehörigen Plombiersplinte. Ein Großteil der Produkte ist auf die speziellen Anforderungen von Weißblechgebinden ausgerichtet. Zusätzliche Synergien aus der Übernahme erwartet sich das Unternehmen aus einer innovativen, neu entwickelten Federspannringtechnologie.
Im Geschäftsbereich Industrial Handling zeigten 2017 die Investitionen in eigenentwickelte Produkte erste Erfolge. Die Nachfrage stieg hier insbesondere im Bereich der Rückhaltesysteme für Gabelstapler. Aber auch der Absatz mit Zulieferprodukten für die Landmaschinenindustrie konnte zulegen. Hier wurden vor allem Stabilisatoren und Kupplungssysteme nachgefragt.
Zur Finanzierung des Weiteren internen und externen Wachstums von Ringmetall wurde im November 2017 erfolgreich eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in Höhe von rund zehn Prozent des Grundkapitals durchgeführt. Insgesamt wurden 2.516.800 neue Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung bei qualifizierten Anlegern und den Vorstandsmitgliedern der Ringmetall AG platziert. Der Platzierungspreis wurde auf EUR 3,80 je neuer Aktie festgelegt. Im Zuge der Transaktion wurde das Grundkapital der Ringmetall AG von EUR 25.168.000,00 um EUR 2.516.800,00 auf EUR 27.684.800,00 gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre erhöht. Insgesamt wurde ein Bruttoemissionserlös in Höhe von EUR 9.563.840,00 aus der Kapitalerhöhung erzielt.
| 2017 | Vorjahr | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 102.348 | 100,0 | 94.294 | 99,6 | 8.054 | 8,5 |
| Bestandsveränderung | 40 | 0,0 | 351 | 0,4 | $-311$ | -88,6 |
| Gesamtleistung | 102.388 | 100,0 | 94.645 | 100,0 | 7.743 | 8,2 |
| Übrige betriebliche | ||||||
| Erträge | 1.199 | 1,2 | 645 | 0,7 | 554 | 85,9 |
| Materialaufwand | ||||||
| Roh-, Hilfs- und | ||||||
| Betriebsstoffe | 46.603 | 45,5 | 40.811 | 43,1 | 5.792 | 14,2 |
| Bezogene Leistungen | 10.429 | 10,2 | 12.156 | 12,8 | $-1.727$ | $-14,2$ |
| Personalaufwand | 20.101 | 19,6 | 18.633 | 19,7 | 1.468 | 7,9 |
| Abschreibungen | 2.006 | 2,0 | 1.927 | 2,0 | 79 | 4,1 |
| Übrige betriebliche | ||||||
| Aufwendungen | 14.413 | 14,1 | 12.496 | 13,2 | 1.917 | 15,3 |
| Betriebsaufwand | 93.552 | 91,4 | 86.023 | 90,9 | 7.529 | 8,8 |
| EBITDA | 12.041 | 11,8 | 11.194 | 11,8 | 847 | 7,6 |
| EBIT | 10.035 | 9,8 | 9.267 | 9,8 | 768 | 8,3 |
| Finanzerträge | 19 | 0,0 | 17 | 0,0 | 2 | 11,8 |
| Finanzaufwendungen | 1.119 | 1,1 | 1.635 | 1,7 | $-516$ | $-31,6$ |
| Finanzergebnis | $-1.100$ | $-1,1$ | $-1.618$ | $-1,7$ | 518 | $-32,0$ |
| Ergebnis vor | ||||||
| Ertragsteuern | 8.935 | 8,7 | 7.649 | 8,1 | 1.286 | 16,8 |
| Ertragsteuern | 1.800 | 1,8 | 1.948 | 2,1 | $-148$ | $-7,6$ |
| Konzernjahresergebnis | 7.135 | 7,0 | 5.701 | 6,0 | 1.434 | 25,2 |
Der Konzernumsatz im Jahr 2017 betrug 102,3 Mio. EUR (Vj. 94,2 Mio. EUR) inkl. Industrial Handling (14,1 Mio.; Vj. 15,3 Mio. EUR). Damit lag der Konzernumsatz am oberen Ende der Prognose für das Berichtsjahr (98,0 bis 103,0 Mio. EUR). Der Anteil von Industrial Packaging am Gesamtumsatz liegt mit 88,3 Mio. EUR (Vj. 79,0 Mio. EUR) bei ca. 86 % (Vj. 84 %). Von den Umsatzerlösen im Konzern entfallen 34,3 Mio. EUR (Vj. 34,1 Mio. EUR) auf Deutschland und rund 68,0 Mio. EUR (Vj. 60,3 Mio. EUR) auf das Ausland. Der Zuwachs resultiert zu einem geringen Teil aus Akquisitionseffekten (rund 2.0 Mio. EUR) und zum größten Teil aus organischem Wachstum im Segment Industrial Packaging. Diese Entwicklung ergibt sich sowohl aus gestiegenen Rohstoffpreisen (Stahl), die zu einem Teil an Kunden weitergereicht werden konnten, als auch aus einer Mengensteigerung der verkauften Produkte.
Der Materialaufwand ist auf 57,0 Mio. EUR angestiegen (Vj. 53,0 Mio. EUR) und liegt mit 55,7 Prozent der Gesamtleistung leicht besser als im Vorjahr (Vj. 55,9 %). Die Tatsache, dass die gestiegenen Rohstoffpreise nicht vollumfänglich an Kunden weitergereicht werden konnten, spiegelt sich in der gestiegenen Aufwandsquote wider (45,5 %; Vj. 43,1 %). Dies gilt analog für beide Segmente. Dagegen ergibt sich der Rückgang bei dem Verhältnis aus bezogenen Leistungen zu den Umsatzerlösen zum wesentlichen Teil aus dem Segment Industrial Handling.
Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (14,4 Mio. EUR; Vj. 12,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus höheren Transportkosten bedingt durch die deutliche Zunahme an verkauften Artikeln, der erstmaligen Einbeziehung der Latza GmbH sowie höheren Kosten für externe Dienstleister. Diese Effekte zeigten sich im Segment Industrial Packaging. Im Industrial Handling konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht reduziert werden.
In dieser Position enthalten sind einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Umstellung der Konzernrechnungslegung auf IFRS in Höhe von rund 0,3 Mio. EUR.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) mit 12,0 Mio. EUR lag um 0,8 Mio. EUR oder 7,6 Prozent über dem Vorjahr. Im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2016 wurde für 2017 eine Prognose in Höhe von 11,5 bis 13,0 Mio. EUR angegeben, basierend auf HGB. Durch die Umstellung von HGB auf IFRS ergab sich für das EBITDA 2017 keine signifikante Veränderung.
Die Abschreibungen aus dem operativen Geschäft im Konzern lagen bei 2,0 Mio. EUR (Vj. 1,9 Mio. EUR).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern konnte im Geschäftsjahr auf 8,9 Mio. EUR gesteigert werden und liegt damit deutlich höher als im Vorjahr (7,6 Mio. EUR). Dieser Anstieg wurde von beiden Segmenten erwirtschaftet.
Das Finanzergebnis betrug -1,1 Mio. EUR (Vj. -1,6 Mio. EUR). Hierin sind Zinserträge in einem unwesentlichen Umfang enthalten. Bis auf einen Zinsaufwand von rund TEUR 10, resultiert das Finanzergebnis aus dem Segment Industrial Packaging und der Ringmetall AG. Der erwirtschaftete Cash Flow ermöglichte neben einer planmäßigen Tilgung von Darlehen zu wesentlichen Teilen den Erwerb der Latza GmbH.
Zusammen mit den Ertragsteuern ergibt sich ein Konzernjahresergebnis in Höhe von 7,1 Mio. EUR (Vj. 5,7 Mio. EUR).
| 31.12.2017 | Vorjahr | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | TEUR | in % | TEUR | in % | TEUR | in % |
| Immaterielle Vermögenswerte | 321 | 0,4 | 169 | 0,3 | 152 | 89,9 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22.211 | 29,3 | 22.397 | 33,8 | $-186$ | 0,8 |
| Sachanlagen | 12.189 | 16,1 | 12.288 | 18,6 | -99 | 0,8 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 146 | 0,2 | 147 | 0,2 | -1 | 0,7 |
| Aktive latente Steuern | 943 | 1,2 | 854 | 1,3 | 89 | 10,4 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 35.810 | 47,2 | 35.855 | 54,1 | $-45$ | 0,1 |
| Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
10.950 | 14,4 | 10.189 | 15,4 | 760 | 7,5 |
| und sonstige Forderungen | 12.460 | 16,4 | 13.078 | 19,7 | -619 | 4,7 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 918 | 1,2 | 934 | 1,4 | $-16$ | 1,7 |
| Kurzfristige Steuerforderungen | 322 | 0,4 | 472 | 0,7 | $-150$ | 31,6 |
| Barmittel und Bankguthaben | 14.936 | 19,7 | 5.311 | 8,0 | 9.625 | >100,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige | ||||||
| Vermögenswerte | 400 | 0,5 | 400 | 0,6 | 0 | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 39.986 | 52,8 | 30.384 | 45,9 | 9.601 | 31,6 |
| Summe Aktiva | 75.796 | 100,0 | 66.239 | 100,0 | 9.556 | 14,4 |
| Gezeichnetes Kapital | 27.685 | 36,5 | 25.168 | 38,0 | 2.517 | 10,0 |
| Kapitalrücklage | 12.532 | 16,5 | 5.573 | 8,4 | 6.960 | >100,0 |
| Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen |
$-2.131$ | 2,8 | $-231$ | 0,3 | $-1.899$ | >100,0 |
| Konzernverlustvortrag | $-56$ | 0,1 | $-5.365$ | 8,1 | 5.309 | $-99,0$ |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 1.072 | 1,4 | 1.161 | 1,8 | -88 | $-7,7$ |
| Summe Eigenkapital | 39.102 | 51,6 | 26.306 | 39,7 | 12.796 | 48,6 |
| Pensionsähnliche Rückstellungen | 806 | 1,1 | 762 | 1,2 | 44 | 5,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 12.809 | 16,9 | 17.000 | 25,7 | -4.191 | $-24,7$ |
| Passive latente Steuern Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung |
462 | 0,6 | 75 | 0,1 | 387 | >100,0 |
| gehaltenen Vermögenswerten | 188 | 0,2 | 228 | 0,3 | -39 | $-17,5$ |
| Summe langfristige Schulden | 14.265 | 18,8 | 18.065 | 27,3 | $-3.800$ | $-21,0$ |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| 2.135 | 2,8 | 1.786 | 2,7 | 349 | 19,5 | |
| Kurzfristige Steuerschulden | 349 | 0,5 | 578 | 0,9 | $-230$ | $-39,6$ |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.301 | 9,6 | 8.396 | 12,7 | $-1.096$ | - 13,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.684 | 12,8 | 9.356 | 14,1 | 329 | 3,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.920 | 3,9 | 1.712 | 2,6 | 1.208 | 70,6 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten |
40 | 0,1 | 39 | 0,1 | $\mathbf{1}$ | 2,6 |
| Summe kurzfristige Schulden | 22.429 | 29,6 | 21.868 | 33,0 | 561 | 2,6 |
| Summe Schulden | 36.694 | 48,4 | 39.933 | 60,3 | $-3.239$ | $-8,1$ |
| 75.796 | 100,0 | 66.239 | 100,0 | 9.557 | 14,4 | |
Die Bilanzsumme im Konzern stieg zum 31. Dezember 2017 deutlich auf 75,8 Mio. EUR (Vj. 66,2 Mio. EUR). Die wesentliche Veränderung auf der Aktivseite ergab sich bei den Barmitteln und Bankguthaben, die um rund 9,6 Mio. EUR gestiegen sind. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital um 12,8 Mio. EUR gestiegen, während die langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 4,2 Mio. EUR gesunken sind.
Die Summe der langfristigen Vermögenswerte ist mit 35,8 Mio. EUR nur unwesentlich niedriger als im Vorjahr (35,9 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie den Geschäfts- und Firmenwert beliefen sich auf 2,9 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises ergab sich eine Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes und der Sachanlagen von insgesamt 3,7 Mio. EUR
Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt 40,0 Mio. EUR (Vj. 30,4 Mio. EUR). Davon entfallen auf Vorräte 11,0 Mio. EUR (Vj. 10,2 Mio. EUR), auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände 12,5 Mio. EUR (Vj. 13,1 Mio. EUR). Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei 14,9 Mio. EUR (Vj. 5,3 Mio. EUR). Neben dem erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschuss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich hier insbesondere die durchgeführte Kapitalerhöhung ausgewirkt. Aufgrund der bestehenden liquiden Mittel war das Unternehmen jederzeit in der Lage den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Das Konzerneigenkapital stieg auf 39,1 Mio. EUR (Vj. 26,3 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote liegt zum Ende des Berichtsjahres bei 51,6 Prozent (Vj. 39,7 %). Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde im Geschäftsjahr eine Kapitalerhöhung (Erhöhung gezeichnetes Kapital um 2,5 Mio. EUR und der Rücklagen um 7,0 Mio. EUR) durchgeführt. Auch ohne diese Kapitalerhöhung würde sich ein Anstieg der Eigenkapitalquote ergeben.
Die Finanzverbindlichkeiten sind deutlich auf 20,1 Mio. EUR (Vj. 25,4 Mio. EUR) gesunken. Hierin sind kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 7,3 Mio. EUR (Vj. 8,4 Mio. EUR) enthalten.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) / Rückstellungen im Konzern (15,1 Mio. EUR) sind gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. EUR gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die sonstigen Verbindlichkeiten und die sonstigen Rückstellungen.
| 2017 | Vorjahr | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 940 | 700 | 240 | 34,3 |
| Übrige betriebliche Erträge | 79 | 101 | $-22$ | $-21,4$ |
| Personalaufwand | $-889$ | $-1.059$ | 170 | $-16,0$ |
| Abschreibungen | $-4$ | -3 | $-1$ | 33,9 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | $-1.304$ | $-1.056$ | $-248$ | 23,5 |
| Erträge aus Beteiligungen | 878 | 345 | 533 | >100,0 |
| Erhaltene Gewinne aufgrund eines | ||||
| Gewinnabführungsvertrages | 3.253 | 3.968 | $-715$ | $-18,0$ |
| Erträge aus anderen Wertpapieren | 0 | 8 | -8 | $-100,0$ |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 19 | 3 | 16 | >100,0 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und | ||||
| auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | $\mathbf 0$ | $-250$ | 250 | $-100,0$ |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -50 | $-110$ | 60 | -54,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.922 | 2.648 | 275 | 10,4 |
| Ertragsteuern | 231 | -48 | 279 | >100,0 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.153 | 2.600 | 554 | 21,3 |
| sonstige Steuern | $-7$ | $-2$ | $-5$ | >100,0 |
| Jahresergebnis | 3.146 | 2.597 | 549 | 21,1 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.543 | 3.205 | 1.338 | 41,8 |
| Bilanzgewinn | 7.689 | 5.802 | 1.887 | 32,5 |
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von 3,1 Mio. EUR. Dieser liegt um 0,6 Mio. EUR über dem Jahresüberschuss des Vorjahres. Folgende Sachverhalte haben das Jahresergebnis maßgeblich beeinflusst:
Aus konzerninternen Dienstleistungen erzielte Ringmetall um 0,2 Mio. EUR höhere Umsatzerlöse (2017: 0,9 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen sind um 0,2 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR zurückgegangen. Primär ursächlich hierfür ist das Ausscheidens eines Vorstands und der damit reduzierten Vorstandsbezüge während des Berichtsjahres. Demgegenüber sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem durch mehr in Anspruch genommene Fremdleistungen um 0,5 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR angestiegen. Die Erträge aus Beteiligungen sind um 0,25 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR angestiegen. Die Zunahme resultiert aus den Anteilen an der HSM Sauermann GmbH &Co. KG. Demgegenüber sind die Erträge aus den Ergebnisübernahmen um 0,7 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR zurückgegangen, da die Zwischenholding August Berger Metallwarenfabrik GmbH Abschreibungen von 2,4 Mio. EUR auf ihre Anteile an der Cemsan Metal Parca Imalat Ltd, Türkei, vorgenommen hat. Zusammen mit dem Ertrag aus den Ertragsteuern von 0,2 Mio. EUR, vor allem aus aktiven latenten Steuern auf gewerbe- und körperschaftssteuerliche Verlustvorträge, ergibt sich das Jahresergebnis von 3,1 Mio. EUR.
| gesamt gesamt gesamt TEUR % TEUR % TEUR % Vermögen $\mathbf 0$ 0 Sachanlagen 7 0,0 7 0,0 0 $-0.0$ Finanzanlagen 32.775 62,6 32.775 78,4 0 0,0 Anlagevermögen 32.782 62,6 78,4 32.782 0,0 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.078 21,2 6.737 16,1 4.341 64,4 Sonstige Vermögenswerte 75 0,1 115 0,3 -40 $-34,8$ Barmittel und Bankguthaben 7.813 15,0 1.943 4,6 5.870 >100,0 Umlaufvermögen 18.966 36,3 8.795 21,0 10.171 >100,0 Rechnungsabgrenzungsposten 15 32 0,0 0,1 $-17$ $-53,1$ Aktive latente Steuern 566 220 1,1 0,5 346 >100,0 Übrige Aktiva 581 252 1,1 0,6 329 >100,0 52.329 100,0 41.829 100,0 10.500 25,1 Kapital Gezeichnetes Kapital 27.685 52,9 25.168 60,2 2.517 10,0 Kapitalrücklage 12.751 24,4 5.704 13,6 7.047 >100,0 Gewinnrücklagen 0 1.155 2,2 1.155 2,8 0 0,0 1.728 3,3 1.728 4,1 0 0,0 7.689 14,7 5.802 13,9 1.887 32,5 51.007 97,5 39.556 94,6 11.451 28,9 Steuerrückstellungen 44 0,1 15 0,0 29 >100,0 Sonstige Rückstellungen 515 1,0 360 0,9 155 43,1 Summe Rückstellungen 559 1,1 375 0,9 184 49,0 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600 1,0 1.400 3,3 $-800$ $-57,1$ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 133 0,3 43 0,1 90 >100,0 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3 0,0 426 1,0 $-423$ $-99,3$ Sonstige Verbindlichkeiten 28 0,1 29 0,1 -2 $-3,5$ Summe Verbindlichkeiten 763 1.898 1,4 4,5 $-1.135$ $-59,8$ 1.322 2,5 5,4 2.273 -951 $-41,9$ 52.329 100,0 41.829 100,0 10.500 25,1 |
31.12.2017 | Vorjahr | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| - gesetzliche Rücklage | |||||||
| - andere Gewinnrücklagen | |||||||
| Bilanzgewinn | |||||||
| Eigenkapital | |||||||
| Rückstellungen | |||||||
| Fremdkapital | |||||||
Außerdem hat das Holdingergebnis das Eigenkapital um 1,9 Mio. EUR auf insgesamt 51,0 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 97,5% (Vj. 94,6 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind tilgungsbedingt von 1,4 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR zurückgegangen.
Wie die Darstellung der Vermögenslage unter Punkt 2.6 zeigt, hat sich die Kapitalstruktur des Konzerns als auch der Ringmetall AG durch die Emission junger Aktien im Berichtsjahr nochmals deutlich zugunsten der Eigenkapitalquote verbessert.
Während im Konzern die Eigenkapitalquote von 39,7 Prozent auf 51,6 Prozent anstieg, zeigt die Ringmetall AG im Berichtsjahr eine nochmals höhere Eigenkapitalquote von rund 97,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr von 94,6 Prozent Die Finanzlage der Ringmetall AG war geprägt von der bezeichneten Kapitalerhöhung und der Ausgabe junger Aktien. Die Zuflüsse wurden zum Teil durch die Zahlungsmittelabflüsse für die laufende Geschäftstätigkeit sowie die Finanzierungstätigkeit kompensiert, führten insgesamt jedoch zu einem deutlichen Anstieg des Finanzmittelfonds von 9,6 Mio. EUR.
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 9.922 | 7.936 |
| Cash Flow aus investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen / zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte |
1.692 | 337 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen / | ||
| immaterielle Vermögenswerte | $-1.328$ | $-2.057$ |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | $-5.472$ | $-1.518$ |
| $-5.108$ | $-3.238$ | |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Kapitalzuführungen | 9.432 | 4.892 |
| Aufnahme / Tilgung von Finanzkrediten und Leasing | $-2.756$ | $-4.920$ |
| Auszahlungen für Dividenden | $-1.770$ | $-1.581$ |
| 4.906 | $-1.609$ | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 9.720 | 3.089 |
| Einfluss von Wechselkurseffekte | $-141$ | $-143$ |
| Finanzmittelfonds 1. Januar | 5.265 | 2.319 |
| Finanzmittelfonds 31. Dezember | 14.844 | 5.265 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds: | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14.936 | 5.311 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | $-92$ | $-46$ |
| 14.844 | 5.265 | |
Im Berichtsjahr 2017 erhöhte sich der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit um 25,0 Prozent auf 9,9 Mio. EUR nach 7,9 Mio. EUR im Vorjahr.
Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit lag mit -5,1 Mio. EUR um 58,3 Prozent über dem Vorjahreswert von -3,2 Mio. EUR. Hervorzuheben sind hier die Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Diese sind im Wesentlichen auf den Verkauf des Immobilienbestands in der Türkei, einer Produktionshalle, zurückzuführen. Von den Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis in Höhe von 5,5 Mio. EUR entfielen 2,2 Mio. EUR auf die vertraglich vereinbarte Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber dem ehemaligen Eigentümer der US-Tochtergesellschaft Self Industries, die im Rahmen des Unternehmenserwerbs in Vorjahren vereinbart wurde. Die restlichen 3,3 Mio. EUR stehen in Zusammenhang mit Kaufpreiszahlungen im Rahmen der Akquisition von Latza und der Gründung der Tochtergesellschaft in Hong Kong.
Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2017 auf 4,9 Mio. EUR nach -1,6 Mio. EUR im Vorjahr. Der deutliche Zuwachs steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit der im vierten Quartal 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von rund zehn Prozent des Grundkapitals. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von -2,8 Mio. EUR lassen sich im Wesentlichen dem Fremdfinanzierungsanteil aus der Akquisition von Latza zuordnen.
Die liquiden Mittel zum 31.12.2017 beliefen sich auf 14,8 Mio. EUR, was einem Anstieg von 181,9 Prozent gegenüber dem Stand zum Vorjahresultimo in Höhe von 5,3 Mio. EUR entspricht.
Zu den bedeutendsten Investitionen im Geschäftsjahr gehörten:
Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cash Flow finanziert, abgesehen von dem Erwerb der Latza GmbH. Hierfür wurde eine bestehende Kreditlinie genutzt.
Die Ringmetall AG hat im Berichtsjahr keine nennenswerten Investitionen vorgenommen. Die beschriebenen Konzernkreiserweiterungen erfolgten ausschließlich durch die unmittelbare Tochtergesellschaft August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg.
Bezüglich des Vergleiches der Prognose mit den Ist-Werten für die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA wird auf die Ausführungen in der Vermögens- und Ertragslage sowie innerhalb des Prognoseberichts verwiesen.
Von elementarer Bedeutung ist für Ringmetall die Zufriedenheit der Kunden sowohl hinsichtlich Qualität als auch Service. Das globale Qualitätsmanagementsystem sichert dabei einen hohen Qualitätsstandard. Jede Ländergesellschaft ist verantwortlich für die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen. Unterstützt werden die Gesellschaften dabei durch das übergeordnete zentrale Qualitätsmanagement. Somit werden zentral Vorgaben für die Systeme gegeben, interne Qualitäts-Audits durchgeführt und vorgenommene Schulungsmaßnahmen überwacht. Bis auf eine Ländergesellschaft haben alle Ländergesellschaften die internen Zielvorgaben sowohl bei der Reklamationsquote (reklamierte Stückzahl zu verkaufte Stückzahl) als auch der absoluten Anzahl an Reklamationen erreicht. Die bei der betroffenen Ländergesellschaft erforderlichen Maßnahmen wurden eingeleitet und zeigen bereits die erwarteten Erfolge. Die Reklamationsquote im Berichtsjahr für den Bereich Industrial Packaging lag unter 0,2 %. Hierin eingerechnet sind Reklamationsvorgänge die durch Vorprodukte und/oder externe Dienstleistungen verursacht wurden.
Im Bereich Industrial Handling ist die Planung der für die Produktion erforderlichen Rohstoffe noch wesentlich bedeutender als im Bereich Industrial Packaging. Daher ist die kontinuierliche Überwachung des Auftragseinganges und des Auftragsbestands im Geschäftsbereich Industrial Handling elementar.
Der Mitarbeiterzahl (FTE) wird neben der Stichtagsbetrachtung auch im Hinblick auf deren Entwicklung über definierte Zeiträume besondere Aufmerksamkeit zuteil. Die Bewertung des Ausmaßes der Mitarbeiterfluktuation wird dabei in Kontext zu weiteren externen Einflussfaktoren gesetzt, wie zum Beispiel standortbezogene makroökonomische Entwicklungstendenzen. Insgesamt beobachtet Ringmetall konzernweit eine im Branchenvergleich äußerst geringe Mitarbeiterfluktuation. Zum 31. Dezember 2017 waren im Segment Industrial Packaging knapp 460 FTE und im Segment Industrial Handling rund 80 FTE beschäftigt.
Insgesamt wuchs Ringmetall im abgelaufenen Geschäftsjahr dynamisch weiter und erhöhte Umsatz und Ergebnis im Rahmen der in der Prognose veröffentlichten Bandbreiten. Mit 102,3 Mio. EUR lagen die Umsatzerlöse im Konzern 8,5 Prozent über dem Vorjahr und am oberen Ende der Prognosebandbreite. Das EBITDA lag mit 12,4 Mio. EUR (unter Berücksichtigung der sonstigen ertragsunabhängigen Steuern) 6,5 Prozent höher als im Vorjahr und damit in der Mitte der Prognosebandbreite. Der Vorstand beurteilt den Geschäftsverlauf von Ringmetall als grundsätzlich
sehr positiv. Lediglich einige externe Effekte, wie die Entwicklung der Stahlpreise sowie die Entwicklung des US-Dollars und der türkischen Lira zum Euro, wirkten sich zu Ungunsten des Unternehmens aus. Aufgrund der dynamischen organischen Entwicklung des Umsatzes und zusätzlicher positiver Effekte aus Unternehmensakquisitionen ließen sich diese negativen Entwicklungen insgesamt zufriedenstellend kompensieren.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Geschäftsbereiche bewertet der Vorstand als ebenfalls sehr zufriedenstellend. Im Bereich Industrial Packaging wirken sich vor allem die stabile Marktpositionierung von Ringmetall und die optimal ausgerichteten Vertriebsstrukturen sehr positiv auf das Umsatz- und Ergebniswachstum aus. Im Bereich Industrial Handling erachtet der Vorstand die im Rahmen des Turnarounds eingeleiteten Schritte als sehr erfolgreich und bewertet die aktuellen Entwicklungen dementsprechend als nachhaltig.
Insgesamt beurteilt der Vorstand die Entwicklung der Ringmetall AG und ihren Erfolg als Holding- und Managementmutterunternehmen als sehr gut. Durch gezielte Investitionen und Steuerung der operativen Teilbereiche im Konzern konnten die oben beschriebenen Ergebnisse im Berichtsjahr erreicht werden. Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Ringmetall AG hat sich gut entwickelt und bildet eine gute Ausgangsbasis für weiteren Erweiterungen im Beteiligungsportfolio und damit in der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns.
Im Februar 2018 erfolgte der Erwerb der Anlagen und des operativen Geschäftes der Changzhou Hong-Ren Packaging Equipment Co. Ltd. und Einbringung in die bestehende Tochtergesellschaft in China. Im Geschäftsjahr erwirtschaftete die Hong-Ren Packaging Equipment Co. Ltd. einen Jahresumsatz von rund 1,2 Mio. EUR.
Ringmetall strebt für 2018 einen Börsensegmentwechsel in den Geregelten Markt (General Standard) der Deutschen Börse an. Die erforderlichen Schritte und Maßnahmen wurden eingeleitet und in wesentlichen Teilen auch bereits umgesetzt.
Die Geschäftsbereiche des Konzerns sind Konjunkturschwankungen und Marktzyklen in den jeweiligen Regionen und Branchen ausgesetzt. Die konzernweite Identifikation und Analyse von Risiken und Chancen sind daher elementarer Bestandteil einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Konzernführung. Für die Erreichung der strategischen Ziele ist es von grundlegender Bedeutung. Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Das bei Ringmetall implementierte Managementsystem bindet daher das Management der einzelnen Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften aktiv in die Unternehmenssteuerung ein. Die Grundlagen und Vorgaben des Chancen- und Risikomanagementsystems werden dabei auf Konzernebene vorgegeben. Die Verantwortung für die Umsetzung der einzelnen Vorgaben tragen neben dem Vorstand die Geschäftsführung und das mittlere Management der einzelnen Tochtergesellschaften.
Das konzernweit etablierte Risikomanagement-System wurde auch 2017 gezielt weiterentwickelt. Neben der Fortführung von internen Revisionen wurde eine softwarebasierte Lösung für das Risiko Assessment entwickelt und eingeführt. Diese Software gibt klar definierte Kategorien vor, um eine zielgerichtete Evaluierung und Adressierung von Risiken optimal zu unterstützen. Auf diese Weise wird eine möglichst vollständige Erfassung von Risiken gewährleistet und die konzernweite Vergleichbarkeit einzelner Risikoszenarien erhöht. Ein zentrales Ziel ist es, alle strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen potentiellen negativen Abweichungen (Risiken) frühzeitig zu erkennen, um diese entsprechend steuern sowie überwachen zu können. Potentielle positive Abweichungen (Chancen) werden separat, mittels weiterer Prozesse, analysiert und erfasst.
Das Risikomanagementsystem der Ringmetall Gruppe stellt über die Einbeziehung von Aufsichtsrat, Vorstand, Group Controlling/Interner Revision und dem Management der Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften ein ganzheitliches System unterschiedlicher Kontrollinstanzen dar. Die Zuordnung der zentralen Kernaufgaben der einzelnen Instanzen ist wie folgt:
Die stetige Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagementsystems erfolgt in enger Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Kernelement ist die Beurteilung der Chancen und Risiken.
Das Management der Geschäftsbereiche ermittelt und erfasst über das softwarebasierte Risikomanagementsystem die Risiken der operativen Einheiten. Im Rahmen der Erfassung erfolgt eine erste Bewertung durch Zuordnung zu vordefinierten Kategorien. Die Aggregation, weitergehende Bewertung sowie Darstellung der Risiken erfolgt zentral auf Gruppenebene. Die Risikobewertung stellt sich als das Produkt aus der Wahrscheinlichkeit des Eintritts und des beurteilten potentiellen Schadensausmaßes dar. Im Rahmen von Sitzungen des zentralen Managements mit dem Vorstand werden mitigierende Maßnahmen identifiziert, bewertet und Verantwortlichkeiten zugeordnet. Darauf aufbauend erfolgt die finale Bewertung durch den Vorstand sowie im Anschluss die Vorlage an den Aufsichtsrat.
Darüber hinaus werden akute Risiken aus dem operativen Tagesgeschäft, die bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ein hohes Schadenspotenzial aufweisen, unverzüglich an das Group Controlling und den Vorstand kommuniziert. Analog zu der oben beschriebenen Vorgehensweise werden im Anschluss Maßnahmen beschlossen, um die so identifizierten Risiken einzugrenzen und zu mitigieren.
Das Risikomanagementsystem teilt sich in integrierte Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme auf. Diese Unterteilung ermöglicht es, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und diesen im Anschluss mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen. Die monatliche Berichterstattung informiert die jeweiligen Geschäftsführer und den Vorstand über den Stand der Gesellschaften.
Interne Richtlinien für die Genehmigung von Investitionen durch den Vorstand oder Aufsichtsrat ab einem bestimmten Auftragsvolumen stellen eine weitere Maßnahme der Risikoprävention dar. Auch sind abzuschließende Verträge oder einzugehende Verpflichtungen, die vom Normalfall abweichen (beispielsweise ein besonders hoher Auftragswert, vergleichsweise lange Vertragsdauer), im Vorfeld mit dem Group Controlling, dem Vorstand und gegebenenfalls mit einem Juristen abzustimmen.
Im Rahmen von internen Revisionen werden bei den einzelnen Gesellschaften vor Ort regelmäßig Prüfungen durchgeführt. Wesentliche Bestandteile sind die Überprüfung der Werthaltigkeit, Bewertung und Vollständigkeit von Bilanzpositionen sowie die Einhaltung von internen Richtlinien. Die Berichterstattung erfolgt direkt an den Vorstand.
Für eine eindeutige Beurteilung, ab welchem Ausmaß identifizierte potentielle Risiken als wesentlich eingestuft werden müssen, werden die Risiken nach ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkung klassifiziert. In diesem Stadium erfolgt eine Beurteilung im Rahmen der sogenannten Bruttobetrachtung, d.h. ohne dass mögliche oder bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen in die Beurteilung einfließen. Im Folgenden sind die Skalen zur Messung der Bewertungskriterien illustriert.
Überblick zu der Risikokategorisierung:
| 5,0 | niedrig | mittel | mittel | mittelhoch | hoch | hoch | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 뽇 | 2,0 | niedrig | niedrig | mittel | ittelhoch | mittelhoch | hoch |
| potentiellen Grad der |
1,0 | niedrig | niedrig | mittel | mittel | mittelhoch | hoch |
| Auswirk | 0,5 | niedrig | niedrig | niedrig | mittel | mittel | mittelhoch |
| 0,2 | niedrig | niedrig | niedrig | niedrig | mittel | mittelhoch | |
| 0,1 | niedrig | niedrig | niedrig | niedrig | niedrig | mittel | |
| 0,1 | 0,2 | 0,5 | 2 | 12 | |||
| $\overline{2}$ | 3 | 4 | 5 | 6 | |||
| Eintrittswahrscheinlichkeit |
| Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos | Quantifizierung | ||
|---|---|---|---|
| 1 Unwahrscheinlich | Einmal alle 10 Jahre | < 100 TEUR | |
| $\mathcal{P}$ | Selten | Einmal alle 5 Jahre | > 200 TEUR |
| $\overline{3}$ | Gelegentlich | Einmal alle 2 Jahre | > 500 TEUR |
| 4 | Regelmäßig | Einmal pro Jahr | > 1.000 TEUR |
| 5. | Häufig | Zweimal pro Jahr | > 2.000 TEUR |
| 6 Sehr Häufig | Monatlich | > 5.000 TEUR |
Im Rahmen der Risikobeurteilung werden den Risiken Verantwortlichkeiten zugeteilt. Gleichzeitig erfolgt eine Analyse über die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen und der generellen Tragbarkeit eines Risikos unter Würdigung aller gegebenen Umstände. Die Analyse erfolgt dabei stets unter Einbeziehung der Interessenlagen aller involvierten Zielgruppen wie beispielsweise Kunden, Mitarbeitern oder Investoren.
Die Beurteilung der Effektivität und somit die Überwachung der jeweiligen Gegenmaßnahmen obliegt den Verantwortlichen. Neben der Dokumentation im Rahmen des nächsten Risk-Assessments erfolgt eine Information im Rahmen von Management Besprechungen, sofern eine wesentliche negative Veränderung der zuvor getroffenen Beurteilung vorliegt.
Innerhalb des konzernweiten Kontrollsystems der Ringmetall Gruppe ist das Interne Kontrollsystem ("IKS") bezogen auf das Rechnungswesen ein zentraler Bestandteil. Die Sicherstellung der Einhaltung
von für die Ringmetall Gruppe relevanten Vorschriften - intern sowie extern - und Richtlinien ist das zentrale Ziel. Diese Vorschriften und Richtlinien sind für alle Tochtergesellschaften der Gruppe verbindlich. Mögliche Auswirkungen von neuen Vorschriften auf die Ringmetall Gruppe werden gemeinsam mit externen Beratern analysiert. Die Umsetzung und entsprechende Überwachung erfolgt dann durch interne Instanzen.
Die bestehenden Kontrollprozesse und -systeme im Bereich der IT werden auch durch eine stetige fortschreitende Zentralisierung optimiert. Auch wird das zentrale Gruppen-ERP-System, das bereits in den meisten Tochtergesellschaften eingeführt wurde, stetig weiter implementiert. Zugriffsberechtigungen sind klar geregelt und werden zentral überwacht. Auch im Bereich der IT nutzt die Gruppe das Know-how von ausgewählten externen Spezialisten.
Die Erstellung der Einzelabschlüsse und der Berichterstattung an den zentralen Finanzbereich erfolgt meist durch das Rechnungswesen der Ländergesellschaften. Vereinzelt werden diese durch lokale, externe Spezialisten unterstützt. Vom zentralen Finanzbereich der Ringmetall Gruppe werden entsprechende Vorschriften und Richtlinien erlassen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses werden die gemeldeten Daten der Einzelgesellschaften in ein Konsolidierungstool importiert. Es erfolgt eine Durchsicht der berichteten Abschlüsse durch die Konzernzentrale. Sofern erforderlich erfolgt eine Anpassung an die Bilanzierungsrichtlinien der Ringmetall Gruppe. Mittels dieser Systeme und Kontrollen gewährleistet Ringmetall mit hinreichender Sicherheit einen gesetzeskonformen Konzernrechnungslegungsprozess.
Der zentrale Finanzbereich der Ringmetall Gruppe überwacht die Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken gruppenweit. Auch die Sicherstellung der Liquidität obliegt der Zentrale. Zur Verminderung des Zinsrisikos bei variabel verzinsten Darlehen werden bei Bedarf entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Devisentermingeschäfte werden nur abgeschlossen, sofern nach Einschätzung der Konzernzentrale wesentliche Zahlungsströme in Fremdwährung zu erwarten sind und Risiken aufgrund hoher Kursschwankungen bestehen. Gemäß den internen Richtlinien werden keine Geschäfte mit Finanzinstrumenten zu Spekulationszwecken genutzt.
Nachfolgend sind Einzelrisiken dargestellt, weiche aus derzeitiger Betrachtungsweise das Konzernergebnis über eine Periode von 12 Monaten nachhaltig beeinflussen könnten. Diese Risiken wurden in der Analyse als "hoch", "mittelhoch" oder "mittel" bewertet. Sofern nicht gesondert erwähnt, hat sich die Einschätzung einer möglichen Ergebnisauswirkung auf die Finanz- und Ertragslage gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert.
Die Finanzkrise begann im Jahr 2007 und ist eine globale Bankenkrise, Finanzkrise und Wirtschaftskrise, die im Sommer 2007 als US-Immobilienkrise (auch "Subprime-Krise" genannt) begann. Nachdem sich die Finanzmärkte wieder etwas beruhigt hatten, wurde seit Oktober 2009 die Staatsschuldenkrise im Euroraum sichtbar. Diese hat sich während des Zeitraums, der von den historischen Finanzinformationen abdeckt ist, ausgeweitet. Die Auswirkungen der Krise erstreckten sich bis auf einzelne Tätigkeitsbereiche der Ringmetall Gruppe sowie die operative Geschäftstätigkeit in den relevanten Märkten.
Auch wenn sich nach Einschätzung des Vorstandes die Finanzlage in den europäischen Ländern beruhigt hat, können erneute Finanzkrisenszenarien grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.
Ringmetall ist mit einem Werk auch in der Türkei aktiv. Auch wenn dieses Werk Umsätze mit dem Ausland tätigt, liegt derzeit der Fokus auf dem lokalen türkischen Markt. Durch die seit längerem bestehende politische Krise innerhalb der Türkei sowie der Türkei mit dem Ausland ist sowohl die türkische Währung als auch die türkische Wirtschaft unter Druck. Als Konsequenz hieraus ergaben sich für die türkische Tochtergesellschaft nachhaltige Einbußen in den Umsatzerlösen.
Das Risiko bezogen auf die Türkei wird aktuell als "mittelhoch" bewertet.
Die Themenbereiche "Digitalisierung" und "Industrie 4.0" stellen Industrieunternehmen weltweit vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Aus Sicht von Ringmetall ist nach aktuellem Wissenstand nicht ausreichend abschätzbar, in welchem Umfang sich hieraus disruptive Veränderungen für das Geschäftsmodell ergeben könnten. Ringmetall investiert bereits seit geraumer Zeit in die Digitalisierung und Automatisierung unternehmensinterner Prozesse und Produktionsschritte und wird sich auch zukünftig eingehend mit der Thematik und den daraus resultierenden Herausforderungen befassen. Der Vorstand kann jedoch noch nicht abschließend abschätzen, ob die aktuellen Investitionen umfangreich genug sind, um zukünftigen Anforderungen zu genügen und somit die aktuelle Wettbewerbsposition verteidigen beziehungsweise weiter ausbauen zu können. Aufgrund der nicht vollumfänglich erkennbaren Auswirkungen möglicher wirtschaftlicher Veränderungen, die aus den Themenbereichen "Digitalisierung" und "Industrie 4.0" resultieren könnten, stuft Ringmetall
die hiermit in Verbindung stehenden Risiken auf Basis einer konservativen Herangehensweise grundsätzlich als "mittelhoch" ein.
Mit den drei größten Kunden – allesamt international agierende Unternehmensgruppen – erzielte Ringmetall im Geschäftsjahr 2017 rund 47 % der Umsatzerlöse. Die restlichen Umsatzerlöse erwirtschaftete das Unternehmen mit deutlich mehr als 50 Kunden.
Gerade im Segment Industrial Packaging wird die nicht unerhebliche Konzentration eines signifikanten Umsatzanteils auf zwei Kunden (rund 40 % des Segmentumsatzes 2017) jedoch auch als Vorteil gesehen. Sowohl Zulieferer als auch Abnehmer befinden sich als global agierende Unternehmen aufgrund ihres großen Umsatzanteils in ihren jeweiligen Industrien in einer gegenseitigen Abhängigkeit. Unabhängig hiervon könnte ein Verlust eines oder mehrere Hauptkunden oder ein deutlicher Rückgang der Bestellungen dieser Kunden zu einem deutlichen Absatzrückgang führen.
Bei Betrachtung aller relevanten Faktoren wird das Risiko einer Abhängigkeit von Großkunden als "mittelhoch" eingestuft.
Ringmetall hat bei ihren Geschäftstätigkeiten einen hohen Bedarf an unterschiedlichen Rohstoffen, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden und anschließend weiterverarbeitet werden. Dies betrifft vor allem Stahl und verschiedene Komponenten wie Verschlüsse für die Fertigartikel. Hierzu führt Ringmetall mit unterschiedlichen Lieferanten Verhandlungen, um das ihrer Ansicht nach günstigste Angebot zu erhalten. Mit einigen Lieferanten wurden Rahmenverträge mit in der Regel einer maximalen Dauer von drei Monaten abgeschlossen, um die kontinuierliche Belieferung sowie eine gewisse Preisstabilität auf Einkaufsseite sicherzustellen. In diesem Zusammenhang beobachten die Kunden ihrerseits die Entwicklungen der Rohstoffpreise auf den verschiedenen Märkten und sind daher auch Grundlage für die Preisfindung.
Das Risiko wird aus den dargestellten Gründen als "mittel" eingeschätzt.
Als weltweit agierender Konzern ist die Ringmetall Gruppe einer Reihe von Marktrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Kreditrisiken, Adressausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Risiken, die aus einer Veränderung der Zinsen und Währungskurse resultieren. Das Zinsrisiko ergibt sich aus marktbedingten Zinssatzschwankungen. Diese Fluktuationen beeinflussen sowohl den Zinsaufwand als auch den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten. Bei den Währungskursrisiken gibt es sowohl operative Transaktionsrisiken sowie Translationsrisiken, die sich durch die Währungsumrechnung der Abschlüsse von verbundenen Unternehmen, deren funktionale Währung nicht der Berichtswährung von Ringmetall entspricht, ergeben. Adressausfallrisiken ergeben sich,
wenn eine oder mehrere Gegenparteien (zum Beispiel Kunden) nicht in der Lage sind, ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen, d. h. die geschuldeten Beträge in voller Höhe pünktlich zu bezahlen. Wann immer sich Adressausfallrisiken realisieren, kann dies dazu führen, dass Forderungen ausfallen und nicht eingezogen werden können.
Unter anderem durch das stetige Monitoring der bestehenden Forderungen, einer fortlaufenden Aktualisierung der Liquiditätsplanung sowie des gezielten Einsatzes von Derivaten ausschließlich zu Sicherungszwecken, wird das Risiko als "mittel" eingestuft.
Ringmetall überprüft ihre Produkte vor dem Verkauf im Rahmen ihres internen Qualitätsmanagementsystems. Grundsätzlich kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungspflichten mangelhafte Produkte ausgetauscht, repariert oder Kaufpreisminderungen hingenommen werden müssen. Das Qualitätsmanagementsystem wird stetig weiterentwickelt und regelmäßig durch interne sowie externe Parteien überprüft.
Unter Berücksichtigung der bestehenden Maßnahmen wird das Risiko von wesentlichen Gewährleistungsfällen als "mittel" beurteilt.
Bei verschiedenen Anwendungen werden insbesondere im Segment Industrial Handling Patente genutzt oder es existiert ein vertragliches Recht Patente zu nutzen. Ferner sind einzelne Produkte durch Patente geschützt. Diese Rechte sind in der Regel langfristig gesichert. Auch im Falle existierender Patente und Lizenzen kann nicht gewährleistet werden, dass diese von Wettbewerbern beachtet werden. Im Fall einer Missachtung müssten die Verletzungen zunächst von Ringmetall erkannt werden bevor rechtliche Maßnahmen eingeleitet werden können und diese greifen. Bis zu einem solchen Zeitpunkt könnte es nachteilige Auswirkungen haben. Ferner, ein Auslaufen von Nutzungsrechten verbunden mit dem Scheitern einer Einigung für die weitere Nutzung könnte sich ebenso nachteilig auswirken.
Insgesamt werden die in diesem Zusammenhang bestehenden möglichen negativen Auswirkungen als "mittel" eingestuft.
Ringmetall verfügt im Segment Industrial Packaging über mehrere Produktionsstandorte in Deutschland sowie in anderen Ländern. Wohingegen im Segment Industrial Handling lediglich an einem Standort in Deutschland produziert wird. Auf Basis einer Analyse der Anlagen und Produktionsmittel wurden neuralgische Punkte identifiziert und sofern technisch oder betriebswirtschaftlich realisierbar entsprechende Alternativen geschaffen. Dennoch kann es bei Beschädigungen oder Zerstörungen im ungünstigsten Fall zu Lieferverzögerungen kommen. Im
Segment Industrial Packaging verfügt Ringmetall über eine Vielzahl von vollautomatisierten Anlagen zur Herstellung von schweren Spannringen sowie Spannringtypen mit einer sehr hohen Stückzahl sowie weitere automatische Fertigungsanlagen für Verschlüsse und andere Anwendungen. Auch wenn jeder dieser Spannringe ebenso auf konventionellen Anlagen an mehreren Standorten gefertigt werden kann, könnte der Ausfall einer vollautomatisierten Anlage zu Lieferverzögerungen führen.
Diesen Produktionsrisiken begegnet Ringmetall mit dem Qualitätsmanagement und seinen definierten Prozessen, einschließlich systematischer Wartungen. Daher wird das Risiko als "mittel" eingestuft.
Ringmetall verlässt sich für die geschäftlichen und betrieblichen Tätigkeiten auf Informationstechnologie ("IT")-Systeme und Netzwerke bzw. elektronische Datenverarbeitungssysteme. In diesen Systemen und Netzwerken werden auch sensible Geschäftsinformationen und andere geschützte Informationen gespeichert und verarbeitet. Diese Systeme sind anfällig für Ausfälle durch Feuer, Überschwemmungen, Stromausfälle, Versagen von Telekommunikationseinrichtungen, Viren, Einbrüche und ähnliche Ereignisse oder Sicherheitsverletzungen.
Ringmetall hat durch Implementierung fortschrittlicher Sicherheitstechnologien, interner Kontrollen, widerstandsfähiger Netzwerke und Rechenzentren sowie eines Wiederherstellungsprozesses Maßnahmen im Hinblick auf diese Risiken ergriffen. Somit wird dieses Risiko in Gesamtbeurteilung als "mittel" eingestuft.
Auch für Ringmetall sind motivierte und qualifizierte Fach- und Führungskräfte elementar für einen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. Um den Risiken aus einem entsprechenden Mangel entgegenzuwirken, hat Ringmetall in den vergangenen zwei Jahren ihren Recruitment Prozess verbessert und einige Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber umgesetzt. Sowohl die interne als auch externen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden nachhaltig optimiert. Die Möglichkeiten für internationale Einsätze wurden außerdem deutlich aus- und interne Karriereperspektiven wesentlich aufgebaut.
Die Einstufung von diesem Risiko ist sehr vom jeweiligen Standort abhängig. Insgesamt wird das Risiko aus Gruppensicht als "mittel" eingestuft.
Der Vorstand beurteilt die Risikolage von Ringmetall als im Wesentlichen unverändert. Es wurden keine Einzelrisiken identifiziert, welche den Fortbestand der Ringmetall Gruppe gefährden könnten. Dies gilt analog für eine Gesamtbetrachtung aller Risiken. Die für wesentliche Risiken beschlossenen Gegenmaßnahmen sowie internen Kontrollen werden vom Vorstand regelmäßig analysiert.
Grundsätzlich werden die Chancen von Ringmetall im Zusammenhang mit dem Strategieprozess sowie Workshops ermittelt bzw. bewertet. Als Chancen werden solche Entwicklungen angesehen, die zu einer positiven Abweichung von der strategischen Planung und somit zu einer zusätzlichen Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen können. Die Reihenfolge der Chancen korreliert nicht unbedingt mit der gegenwärtigen Einschätzung ihrer Bedeutung für die Gruppe.
Der weitweite Markt für Industrieverpackungen wurde vom Marktforschungsunternehmen Allied Market Research für das Jahr 2016 mit einem Gesamtvolumen von 53.743 Mio. USD bewertet. Bis zum Jahr 2023 soll der Markt auf 69.787 Mio. USD anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 3,9 Prozent von 2017 bis 2023 entspricht.
Die Produkte von Industrial Packaging kommen aktuell hauptsächlich in den Industriebereichen Chemical & Pharmaceutical und Food & Beverage zum Einsatz. Für Industrieverpackungen für die chemische und pharmazeutische Industrie wird mit einem Wachstum bis 2023 nach Umsatzvolumen von 4,0 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent für die Lebensmittelindustrie gerechnet.
Zu den Hauptwachstumstreibern im Markt für Industrieverpackungen zählen allen voran die zunehmende Globalisierung und das weltweite Bevölkerungswachstum (Quelle: Allied Market Research, Global Industrial Packaging Market 2015-2023). Beide Treiber begünstigen die weltweite Zunahme von Exporten und Importen, die in der Regel Verschiffungen über lange Strecken mit sich bringen und somit den Bedarf an hochwertigen, belastbaren und sicheren Industrieverpackungen steigen lassen. Bei der Anwendung im chemischen und pharmazeutischen Bereich kommt überdies hinzu, dass die verschifften Güter in der Regel sensibel auf atmosphärische Einflüsse reagieren und eine Gefahr für ihre Umwelt darstellen. Aus diesem Grund wird ständig eine hohe Anzahl an Fässern und IBCs benötigt, um Chemikalien zu verschiffen und zu lagern. In der Lebensmittelindustrie sind ähnliche Faktoren ausschlaggebend, nur dass hier weniger die Umwelt vor dem verpackten Gut geschützt werden muss, sondern viel häufiger das verpackte Gut vor der Umwelt. Sauerstoff, Licht und
Feuchtigkeit führen hier häufig zu Zersetzungsprozessen, die Lebensmittel für den Verzehr ungeeignet machen und die daher durch entsprechende Industrieverpackungen verhindert werden sollen.
Auf globaler Ebene zählen zu den wichtigsten Wachstumsmärkten allen voran die Regionen Asia-Pacific ("Asien und pazifischer Raum") mit einem erwarteten CAGR bis 2023 von 4.3 Prozent. LAMEA ("Lateinamerika, Mittlerer Osten und Afrika") mit einem erwarteten CAGR von 3,4 Prozent bis 2023. gefolgt von Nord-Amerika mit erwarteten 2,6 Prozent und Europa mit erwarteten 1,8 Prozent CAGR (Quelle: Allied Market Research, Global Industrial Packaging Market 2015-2023). Ringmetall ist aktuell hauptsächlich in den Märkten Europa und Nordamerika aktiv und baut das Geschäft in den Wachstumsmärkten Asia-Pacific und LAMEA zunehmend aus.
In den Märkten, die für den Geschäftsbereich Industrial Handling von Bedeutung sind, sieht sich Ringmetall eher als spezialisierter Nischenanbieter positioniert. Als Investitionsgüter werden Material-Handling-Fahrzeuge wie Gabelstapler und lagertechnische Geräte - sogenannte Flurförderfahrzeuge in wirtschaftlich guten Zeiten stärker nachgefragt als in konjunkturellen Schwächephasen. Der Markt für solche Fahrzeuge folgt mit einer Verzögerung von sechs bis neun Monaten tendenziell dem allgemeinen Konjunkturzyklus.
Gemessen an den Auftragseingängen ist der europäische Markt für Flurförderfahrzeuge seit 2009 mit einem CAGR [Compound Annual Growth Rate, durchschnittliches jährliches Wachstum] von 10,9 Prozent gewachsen. Haupttreiber sind vor allem das starke Wachstum im E-Commerce, das höhere Investitionen in Lager- und Logistik-Kapazitäten erfordert, sowie ein anhaltend hoher Investitionsstau auf der Abnehmerseite. Auch für 2018 und darüber hinaus wird mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends gerechnet.
Im zweiten Markt, der für die Entwicklung des Geschäftsbereichs Industrial Handling von Bedeutung ist - dem Landmaschinensektor - folgt die Nachfrage tendenziell der Entwicklung der Preise für die weltweit wichtigsten Nahrungsmittel. Die Entwicklung des Marktvolumens für Landmaschinen in der EU steht demnach in hoher Korrelation zur Entwicklung des Preisindex der Food & Agricultural Organization (FAO) der vereinten Nationen. Die stetige Zunahme der Weltbevölkerung führt zu einem anhaltenden Wachstum der Nachfrage nach Lebensmitteln. In der Konsequenz wird dies auch zu steigenden Lebensmittelpreisen in vielen Bereichen führen. Dies kann, wie geschildert, zu einem Zuwachs bei der Nachfrage an Landmaschinen führen.
Ringmetall hat in seiner Industrial Handling Sparte eine Nischenposition in den Produktbereichen Rückhaltesysteme für Gabelstapler, Brems- und Kupplungspedale, Anhängekupplungen für LKW, Elektrokarren und für Zugmaschinen in der Land- und Forstwirtschaft, Halterungen für Hydraulikkomponenten, Hubmastteile für Flurförderfahrzeuge, Gussgehäuse und komplexe Schweißbaugruppen inne. Das Unternehmen hat jedoch in den letzten Jahren verstärkt in die Entwicklung eigener Produkte investiert und sieht sich aufgrund stetig steigender Kundennachfrage im Wettbewerbsumfeld gut positioniert. Auch 2018 werden die Investitionen in Anlagen sowie in die weitere Entwicklung von eigenen Produkten fokussiert weitergeführt.
Ringmetall untersucht ihre internen und externen Prozesse kontinuierlich nach Potenzialen zur Hebung von gruppeninternen Synergien oder zur Steigerung von Effizienzen. So werden beispielsweise regelmäßig Produktionsprozesse analysiert, um die Auslastung von Maschinen zu erhöhen, Umrüstzeiten zu reduzieren oder auch Mitarbeiterqualifikationen zu optimieren. Auch die Weiterentwicklung von Produktionsanlagen oder die Verlagerung von Produktionsteilen an nach regionalen Gesichtspunkten optimierte Standorte werden kontinuierlich vorangetrieben.
Auf Basis der aktuell von meinungsführenden Institutionen wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem internationalen Währungsfonds (IWF) veröffentlichten Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Verbindung mit den Prognosen führender Wirtschaftsverbände wie dem Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) geht Ringmetall von einer anhaltend positiven Entwicklung in den für sie relevanten Einzelmärkten aus. Für das laufende Jahr 2018 und die Jahre danach plant das Unternehmen seine Markt- und Wettbewerbsposition weiter zu festigen und auszubauen. Für die kommenden Jahre erwartet Ringmetall ein unverändertes organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich drei bis fünf Prozent.
Für darüberhinausgehendes anorganisches Wachstum durch Akquisitionen relevanter Unternehmen oder Unternehmensteilen bewertet Ringmetall die aktuelle Marktlage für Zukäufe trotz gestiegener Bewertungsniveaus als nach wie vor sehr attraktiv und befindet sich mit mehreren Unternehmen in fortgeschrittenem Stadium der Verkaufsverhandlungen. Der Vorstand von Ringmetall verfolgt in seiner grundsätzlichen Herangehensweise im Zuge von Unternehmensakquisitionen unverändert eine sehr konservative Grundhaltung. Aufgrund der langjährigen Erfahrung bei derartigen Transaktionen und der aus Käufersicht dominierenden Position in einzelnen entscheidenden Marktbereichen bewertet das Unternehmen seine Chancen als sehr gut, Transaktionen zu tendenziell günstigeren
Bewertungsniveaus abschließen zu können, als dies vor dem Hintergrund der aktuellen Marktgegebenheiten zu erwarten ist. Ringmetall hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass das Unternehmen nachhaltig weiter in zugekaufte Unternehmensteile investiert und Arbeitsplätze langfristig sichert. Gerade bei der Akquisition mittelständischer Unternehmen genießt Ringmetall daher in Verhandlungen in der Regel einen bedeutsamen Vertrauensvorschuss von Seiten potenzieller Verkäufer.
Sowohl im Bereich von Zukäufen vor dem Hintergrund weiterer internationaler Expansion als auch von Akquisitionen zur vertikalen Erweiterung des Produktangebots bieten sich attraktive Wachstumspotenziale für Ringmetall. Dabei wird auch die Expansion des Geschäftsmodells in angrenzende Industrien als grundsätzlich mögliche Wachstumsoption bewertet, sofern das Unternehmen das Chancen-Risiko-Verhältnis hierfür als ebenfalls attraktiv bewertet. Auf dieser Basis bewertet der Vorstand neben weiteren Akquisitionen im Geschäftsbereich Industrial Packaging auch Zukäufe im Geschäftsbereich Handling als attraktive Option.
Für das Gesamtjahr 2018 geht der Vorstand von Ringmetall von einer Fortsetzung des Wachstumstrends aus. Auf rein organischer Basis wird daher ein Wachstum im Konzernumsatz auf 107,0 bis 112,0 Millionen EUR erwartet. Das EBITDA wird gegenüber dem Vorjahreswert leicht steigend erwartet. Hierin enthalten sind bereits Sonderaufwände, die in Zusammenhang mit dem für 2018 angestrebten Börsensegmentwechsel in den geregelten Markt (General Standard) der Deutschen Börse und der damit verbundenen Börsenprospekterstellung erwartet werden.
Darüber hinaus investiert Ringmetall kontinuierlich weiter in höhere Qualitätsstandards, die Verbesserung der Produktqualität und die Senkung der Produktionsausschussquoten. Im Kerngeschäftsfeld Industrial Packaging plant das Unternehmen daher auch 2018 die Anzahl der Reklamationsfälle im Verhältnis zu den durchgeführten Aufträgen und auch die Quote der reklamierten Stückzahl im Verhältnis zur insgesamt verkauften Stückzahl weiter zu senken.
Akquisitionsseitig geht der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr von mindestens einem Unternehmenszukauf aus. Grundsätzlich sieht sich das Unternehmen auch für größere Akquisitionen sowohl in finanzieller Hinsicht als auch unter Managementkapazitätsgesichtspunkten gut aufgestellt. Der mögliche anorganische Umsatzzuwachs aus den Akquisitionsaktivitäten wird daher im Bereich zwischen 5,0 und 40,0 Millionen Euro prognostiziert. Vor dem Hintergrund einer konservativen Umsatz- und Ergebnisplanung sind diesbezügliche Effekte aus Unternehmenszukäufen nicht in der Prognose zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2018 enthalten.
München, 4. Mai 2018
Christoph Petri Vorstandssprecher Konstantin Winterstein
Vorstand
Anlage 5
An die Rinametall Aktiengesellschaft, München
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts der Ringmetall Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsiahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen. dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und über den zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 4. Mai 2018
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Edenhofer Wirtschaftsprüfe
46/2018
Meyer Wirtschaftsprüferin
(1) Die Auftragsbedingungen gelten für Verträge zwischen Wirtschaftsprüfern oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (im Nachstehenden zusammenfassend "Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (im Nachstehenden zusammenfassend "Wirtschaftsprüfer" genannt) und ihren Auftraggebern über Prüfungen, Steuerberatung, Beratungen in wirtschaftlichen Angelegenheiten und sonstige Aufträge, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich schriftlich vereinbart oder gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist.
(2) Dritte können nur dann Ansprüche aus dem Vertrag zwischen Wirtschaftsprüfer und Auftraggeber herleiten, wenn dies ausdrücklich vereinbart
ist oder sich aus zwingenden gesetzlichen Regelungen ergibt. Im Hinblick auf solche Ansprüche gelten diese Auftragsbedingungen auch diesen Dritten gegenüber.
(1) Gegenstand des Auftrags ist die vereinbarte Leistung, nicht ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg. Der Auftrag wird nach den Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Berufsausübung ausgeführt. Der Wirtschaftsprüfer übernimmt im Zusammenhang mit seinen Leistungen keine Aufgaben der Geschäftsführung. Der Wirtschaftsprüfer ist für die Nutzung oder Umsetzung der Ergebnisse seiner Leistungen nicht verantwortlich. Der Wirtschaftsprüfer ist berechtigt, sich zur Durchführung des Auftrags sachverständiger Personen zu bedienen.
(2) Die Berücksichtigung ausländischen Rechts bedarf - außer bei betriebswirtschaftlichen Prüfungen - der ausdrücklichen schriftlichen Vereinbarung.
(3) Ändert sich die Sach- oder Rechtslage nach Abgabe der abschließenden beruflichen Äußerung, so ist der Wirtschaftsprüfer nicht verpflichtet, den Auftraggeber auf Änderungen oder sich daraus ergebende Folgerungen hinzuweisen.
(1) Der Auftraggeber hat dafür zu sorgen, dass dem Wirtschaftsprüfer alle für die Ausführung des Auftrags notwendigen Unterlagen und weiteren Informationen rechtzeitig übermittelt werden und ihm von allen Vorgängen und Umständen Kenntnis gegeben wird, die für die Ausführung des Auftrags von Bedeutung sein können. Dies gilt auch für die Unterlagen und weiteren Informationen, Vorgänge und Umstände, die erst während der Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers bekannt werden. Der Auftraggeber wird dem Wirtschaftsprüfer geeignete Auskunftspersonen benennen.
(2) Auf Verlangen des Wirtschaftsprüfers hat der Auftraggeber die Vollständigkeit der vorgelegten Unterlagen und der weiteren Informationen sowie der gegebenen Auskünfte und Erklärungen in einer vom Wirtschaftsprüfer formulierten schriftlichen Erklärung zu bestätigen.
(1) Der Auftraggeber hat alles zu unterlassen, was die Unabhängigkeit der Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfers gefährdet. Dies gilt für die Dauer des Auftragsverhältnisses insbesondere für Angebote auf Anstellung oder Übernahme von Organfunktionen und für Angebote, Aufträge auf eigene Rechnung zu übernehmen.
(2) Sollte die Durchführung des Auftrags die Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers, die der mit ihm verbundenen Unternehmen, seiner Netzwerkunternehmen oder solcher mit ihm assoziierten Unternehmen, auf die die Unabhängigkeitsvorschriften in gleicher Weise Anwendung finden wie auf den Wirtschaftsprüfer, in anderen Auftragsverhältnissen beeinträchtigen, ist der Wirtschaftsprüfer zur außerordentlichen Kündigung des Auftrags berechtigt.
Soweit der Wirtschaftsprüfer Ergebnisse im Rahmen der Bearbeitung des Auftrags schriftlich darzustellen hat, ist alleine diese schriftliche Darstellung maßgebend. Entwürfe schriftlicher Darstellungen sind unverbindlich. Sofern nicht anders vereinbart, sind mündliche Erklärungen und Auskünfte des Wirtschaftsprüfers nur dann verbindlich, wenn sie schriftlich bestätigt werden. Erklärungen und Auskünfte des Wirtschaftsprüfers außerhalb des erteilten Auftrags sind stets unverbindlich.
(1) Die Weitergabe beruflicher Äußerungen des Wirtschaftsprüfers (Arbeitsergebnisse oder Auszüge von Arbeitsergebnissen – sei es im Entwurf oder in der Endfassung) oder die Information über das Tätigwerden des Wirtschaftsprüfers für den Auftraggeber an einen Dritten bedarf der schriftlichen Zustimmung des Wirtschaftsprüfers, es sei denn, der Auftraggeber ist zur Weitergabe oder Information aufgrund eines Gesetzes oder einer behördlichen Anordnung verpflichtet.
(2) Die Verwendung beruflicher Äußerungen des Wirtschaftsprüfers und die Information über das Tätigwerden des Wirtschaftsprüfers für den Auftraggeber zu Werbezwecken durch den Auftraggeber sind unzulässig.
(1) Bei etwaigen Mängeln hat der Auftraggeber Anspruch auf Nacherfüllung durch den Wirtschaftsprüfer. Nur bei Fehlschlagen, Unterlassen bzw. unberechtigter Verweigerung, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit der Nacherfüllung kann er die Vergütung mindern oder vom Vertrag zurücktreten; ist der Auftrag nicht von einem Verbraucher erteilt worden, so kann der Auftraggeber wegen eines Mangels nur dann vom Vertrag zurücktreten, wenn die erbrachhe Leistung wegen Fehlschlagens, Unterlassung, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit der Nacherfüllung für ihn ohne Interesse ist. Soweit darüber hinaus Schadensersatzansprüche bestehen, gilt Nr. 9.
(2) Der Anspruch auf Beseitigung von Mängeln muss vom Auftraggeber unverzüglich in Textform geltend gemacht werden. Ansprüche nach Abs. 1. die nicht auf einer vorsätzlichen Handlung beruhen, verjähren nach Ablauf eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.
(3) Offenbare Unrichtigkeiten, wie z.B. Schreibfehler, Rechenfehler und formelle Mängel, die in einer beruflichen Äußerung (Bericht, Gutachten und dgl.) des Wirtschaftsprüfers enthalten sind, können jederzeit vom Wirtschaftsprüfer auch Dritten gegenüber berichtigt werden. Unrichtigkeiten, die geeignet sind, in der beruflichen Äußerung des Wirtschaftsprüfers enthaltene
Ergebnisse infrage zu stellen, berechtigen diesen, die Äußerung auch Dritten gegenüber zurückzunehmen. In den vorgenannten Fällen ist der Auftraggeber vom Wirtschaftsprüfer tunlichst vorher zu hören.
(1) Der Wirtschaftsprüfer ist nach Maßgabe der Gesetze (§ 323 Abs. 1 HGB, § 43 WPO, § 203 StGB) verpflichtet, über Tatsachen und Umstände, die ihm bei seiner Berufstätigkeit anvertraut oder bekannt werden. Stillschweigen zu bewahren, es sei denn, dass der Auftraggeber ihn von dieser Schweigepflicht entbindet.
(2) Der Wirtschaftsprüfer wird bei der Verarbeitung von personenbezogenen baten die nationalen und europarechtlichen Regelungen zum Datenschutz beachten.
(1) Für gesetzlich vorgeschriebene Leistungen des Wirtschaftsprüfers, insbecondere Prüfungen, gelten die jeweils anzuwendenden gesetzlichen Haftungsbeschränkungen, insbesondere die Haftungsbeschränkung des § 323 Ahs. 2 HGB
(2) Sofern weder eine gesetzliche Haftungsbeschränkung Anwendung findet noch eine einzelvertragliche Haftungsbeschränkung besteht, ist die Haftung des Wirtschaftsprüfers für Schadensersatzansprüche jeder Art, mit Ausnahme von Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, sowie von Schäden, die eine Ersatzpflicht des Herstellers nach § 1 ProdHaftG begründen, bei einem fahrlässig verursachten einzelnen Scha-
densfall gemäß § 54a Abs. 1 Nr. 2 WPO auf 4 Mio. € beschränkt.
(3) Einreden und Einwendungen aus dem Vertragsverhältnis mit dem Auftraggeber stehen dem Wirtschaftsprüfer auch gegenüber Dritten zu.
(4) Leiten mehrere Anspruchsteller aus dem mit dem Wirtschaftsprüfer ter contra incommune in den man and the bestehenden Vertragsverhältnis Ansprüche aus einer fahrlässigen Pflichtver-
letzung des Wirtschaftsprüfers her, gilt der in Abs. 2 genannte Höchstbetrag
für die betreffenden Ansprüch
(5) Ein einzelner Schadensfall im Sinne von Abs. 2 ist auch bezüglich eines aus mehreren Pflichtverletzungen stammenden einheitlichen Schadens gegeben. Der einzelne Schadensfall umfasst sämtliche Folgen einer Pflichtverletzung ohne Rücksicht darauf, ob Schäden in einem oder in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren entstanden sind. Dabei gilt mehrfaches auf gleicher oder gleichartiger Fehlerquelle beruhendes Tun oder Unterlassen als ginteritiefter Pflichtverletzung, wenn die betreffenden Angelegenheiten miteinander in rechtlichem oder wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. In diesem Fall kann der Wirtschaftsprüfer nur bis zur Höhe von 5 Mio. € in Anspruch genommen werden. Die Begrenzung auf das Fünffache der Mindestversicherungssumme gilt nicht bei gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtprüfungen
(6) Ein Schadensersatzanspruch erlischt, wenn nicht innerhalb von sechs Monaten nach der schriftlichen Ablehnung der Ersatzleistung Klage erhoben wird und der Auftraggeber auf diese Folge hingewiesen wurde. Dies gilt nicht für Schadensersatzansprüche, die auf vorsätzliches Verhalten zurückzufüh-Tur Schadensersauzanspruche, die auf vorsätzliches verhalten zurückzundr-
Ten sind, sowie bei einer schuldhaften Verletzung von Leben, Körper oder
Gesundheit sowie bei Schäden, die eine Ersatzpflicht des Herstellers nach § 1 ProdHaftG begründen. Das Recht, die Einrede der Verjährung geltend zu machen, bleibt unberührt.
(1) Ändert der Auftraggeber nachträglich den durch den Wirtschaftsprüfer geprüften und mit einem Bestätigungsvermerk versehenen Abschluss oder Lagebericht, darf er diesen Bestätigungsvermerk nicht weiterverwenden
Hat der Wirtschaftsprüfer einen Bestätigungsvermerk nicht erteilt, so ist ein Hinweis auf die durch den Wirtschaftsprüfer durchgeführte Prüfung im Lagebericht oder an anderer für die Öffentlichkeit bestimmter Stelle nur mit schriftlicher Einwilligung des Wirtschaftsprüfers und mit dem von ihm genehmigten Wortlaut zulässig
(2) Widerruft der Wirtschaftsprüfer den Bestätigungsvermerk, so darf der Bestätigungsvermerk nicht weiterverwendet werden. Hat der Auftraggeber den Bestätigungsvermerk bereits verwendet, so hat er auf Verlangen des Wirtschaftsprüfers den Widerruf bekanntzugeben.
(3) Der Auftraggeber hat Anspruch auf fünf Berichtsausfertigungen. Weitere Ausfertigungen werden besonders in Rechnung gestellt.
(1) Der Wirtschaftsprüfer ist berechtigt, sowohl bei der Beratung in steuerlichen Einzelfragen als auch im Falle der Dauerberatung die vom Auftraggeber genannten Tatsachen, insbesondere Zahlenangaben, als richtig und vollständig zugrunde zu legen; dies gilt auch für Buchführungsaufträge. Er hat jedoch den Auftraggeber auf von ihm festgestellte Unrichtigkeiten hinzuweisen
(2) Der Steuerberatungsauftrag umfasst nicht die zur Wahrung von Fristen erforderlichen Handlungen, es sei denn, dass der Wirtschaftsprüfer hierzu ausdrücklich den Auftrag übernommen hat. In diesem Fall hat der Auftraggeber dem Wirtschaftsprüfer alle für die Wahrung von Fristen wesentlichen Unterlagen, insbesondere Steuerbescheide, so rechtzeitig vorzulegen, dass dem Wirtschaftsprüfer eine angemessene Bearbeitungszeit zur Verfügung steht
(3) Mangels einer anderweitigen schriftlichen Vereinbarung umfasst die laufende Steuerberatung folgende, in die Vertragsdauer fallenden Tätigkeiten:
a) Ausarbeitung der Jahressteuererklärungen für die Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie der Vermögensteuererklärungen, und zwar auf Grund der vom Auftraggeber vorzulegenden Jahresabschlüsse und sonstiger für die Besteuerung erforderlicher Aufstellungen und Nachweise
b) Nachprüfung von Steuerbescheiden zu den unter a) genannten Steuern
c) Verhandlungen mit den Finanzbehörden im Zusammenhang mit den unter a) und b) genannten Erklärungen und Bescheiden
d) Mitwirkung bei Betriebsprüfungen und Auswertung der Ergebnisse von Betriebsprüfungen hinsichtlich der unter a) genannten Steuern
e) Mitwirkung in Einspruchs- und Beschwerdeverfahren hinsichtlich der unter a) genannten Steuern
Der Wirtschaftsprüfer berücksichtigt bei den vorgenannten Aufgaben die wesentliche veröffentlichte Rechtsprechung und Verwaltungsauffassung
(4) Erhält der Wirtschaftsprüfer für die laufende Steuerberatung ein Pauschalhonorar, so sind mangels anderweitiger schriftlicher Vereinbarungen die unter Abs. 3 Buchst. d) und e) genannten Tätigkeiten gesondert zu honorieren.
(5) Sofern der Wirtschaftsprüfer auch Steuerberater ist und die Steuerberatervergütungsverordnung für die Bemessung der Vergütung anzuwenden ist, kann eine höhere oder niedrigere als die gesetzliche Vergütung in Textform vereinbart werden.
(6) Die Bearbeitung besonderer Einzelfragen der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Einheitsbewertung und Vermögensteuer sowie aller Fragen der Umsatzsteuer, Lohnsteuer, sonstigen Steuern und Abgaben erfolgt auf Grund eines besonderen Auftrags. Dies gilt auch für
a) die Bearbeitung einmalig anfallender Steuerangelegenheiten. z.B. auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer, Kapitalverkehrsteuer, Grunderwerbsteuer,
b) die Mitwirkung und Vertretung in Verfahren vor den Gerichten der Finanz- und der Verwaltungsgerichtsbarkeit sowie in Steuerstrafsachen
c) die beratende und gutachtliche Tätigkeit im Zusammenhang mit Umwandlungen, Kapitalerhöhung und -herabsetzung, Sanierung, Eintritt und Ausscheiden eines Gesellschafters, Betriebsveräußerung, Liquidation und deraleichen und
d) die Unterstützung bei der Erfüllung von Anzeige- und Dokumentationspflichten.
(7) Soweit auch die Ausarbeitung der Umsatzsteuerjahreserklärung als zusätzliche Tätigkeit übernommen wird, gehört dazu nicht die Überprüfung
zusätzliche Tätigkeit übernommen wird, gehört dazu nicht die Überprüfung in Betracht kommenden umsatzsteuerrechtlichen Vergünstigungen wahrgenommen worden sind. Eine Gewähr für die vollständige Erfassung der Unterlagen zur Geltendmachung des Vorsteuerabzugs wird nicht übernommen.
Die Kommunikation zwischen dem Wirtschaftsprüfer und dem Auftraggeber kann auch per E-Mail erfolgen. Soweit der Auftraggeber eine Kommunikation per E-Mail nicht wünscht oder besondere Sicherheitsanforderungen stellt, wie etwa die Verschlüsselung von E-Mails, wird der Auftraggeber den Wirtschaftsprüfer entsprechend in Textform informieren.
(1) Der Wirtschaftsprüfer hat neben seiner Gebühren- oder Honorarforderung Anspruch auf Erstattung seiner Auslagen; die Umsatzsteuer wird zusätzlich berechnet. Er kann angemessene Vorschüsse auf Vergütung und Auslagenersatz verlangen und die Auslieferung seiner Leistung von der vollen Befriedigung seiner Ansprüche abhängig machen. Mehrere Auftraggeber haften als Gesamtschuldner.
(2) Ist der Auftraggeber kein Verbraucher, so ist eine Aufrechnung gegen Forderungen des Wirtschaftsprüfers auf Vergütung und Auslagenersatz nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.
Der Wirtschaftsprüfer ist nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des § 2 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes teilzunehmen.
Für den Auftrag, seine Durchführung und die sich hieraus ergebenden Ansprüche gilt nur deutsches Recht.
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