Audit Report / Information • Jun 2, 2017
Audit Report / Information
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München
Konzernabschluss
zum
und
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 mit Bestätigungsvermerk
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016
| EUR | Geschäftsjahr EUR |
Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|
| I. Gezeichnetes Kapital | 25.168.000,00 | 22.880.000,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 5.703.727,50 | 2.958.127,50 | |
| III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -231.100,42 | -540.063,41 | |
| IV. Verlustvortrag | -8.926.629,76 | -6.863.712,22 | |
| V. Konzerngewinn | 2.319.979,31 | -642.652,42 | |
| VI. Nicht beherrschende Anteile | 1.160.819,01 | 1.925.185,34 | |
| 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen |
513.832,59 2.568.373,33 |
3.082.205,92 | 131.212,86 1.985.146,14 2.116.359,00 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unter nehmen 5. Sonstige Verbindlichkeiten |
21.913.175,15 172.672,12 9.778.443,92 83.274,35 4.506.869,85 |
36.454.435,39 | 27.107.603,05 121.286,98 9.056.528,13 83.607,22 5.706.672,09 42.075.697,47 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 42,00 | |
| EUR | Geschäftsjahr EUR |
Vorjahr EUR |
EUR | Geschäftsjahr EUR |
Vorjahr EUR |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | A. Eigenkapital | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | I. Gezeichnetes Kapital | 25.168.000,00 | 22.880.000,00 | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche | II. Kapitalrücklage | 5.703.727,50 | 2.958.127,50 | ||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
169.508,06 | 232.202,78 | III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -231.100,42 | -540.063,41 | ||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 21.307.521,17 | 21.477.029,23 | 23.055.352,23 23.287.555,01 |
IV. Verlustvortrag | -8.926.629,76 | -6.863.712,22 | |
| II. Sachanlagen | V. Konzerngewinn | 2.319.979,31 | -642.652,42 | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | VI. Nicht beherrschende Anteile | 1.160.819,01 | 1.925.185,34 | ||||
| einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen |
4.894.843,07 6.404.194,40 |
5.986.906,59 6.007.391,56 |
B. Rückstellungen | ||||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.030.575,20 73.481,03 |
12.403.093,70 | 1.119.139,01 180.706,84 13.294.144,00 |
1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen |
513.832,59 2.568.373,33 |
3.082.205,92 | 131.212,86 1.985.146,14 2.116.359,00 |
| III. Finanzanlagen | C. Verbindlichkeiten | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Sonstige Anteile 3. Sonstige Ausleihungen |
75.564,59 71.115,07 0,00 |
146.679,66 | 75.564,59 71.115,27 242.113,32 388.793,18 |
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unter |
21.913.175,15 172.672,12 9.778.443,92 |
27.107.603,05 121.286,98 9.056.528,13 |
|
| B. Umlaufvermögen | nehmen 5. Sonstige Verbindlichkeiten |
83.274,35 4.506.869,85 |
83.607,22 5.706.672,09 |
||||
| I. Vorräte | 36.454.435,39 | 42.075.697,47 | |||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4. Geleistete Anzahlungen |
5.215.167,45 1.845.941,26 3.179.775,75 39.960,89 |
10.280.845,35 | 4.485.308,41 1.279.286,70 3.324.804,62 16.347,00 9.105.746,73 |
D. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 42,00 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Sonstige Vermögensgegenstände |
13.077.491,54 1.162.275,35 |
14.239.766,89 | 12.781.052,71 1.168.878,14 13.949.930,85 |
||||
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
5.310.847,18 | 2.950.445,17 | |||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 104.915,31 | 194.956,81 | |||||
| D. Aktive latente Steuern | 768.259,63 | 737.411,51 | |||||
| 64.731.436,95 | 63.908.983,26 | 64.731.436,95 | 63.908.983,26 |
| EUR | Geschäftsjahr EUR |
Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 94.344.825,98 | 66.677.989,81 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
338.141,41 | -73.026,37 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 64.125,08 | 98.468,12 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 755.866,35 | 837.885,63 | |
| 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Wa ren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen |
40.810.863,81 12.156.448,99 |
52.967.312,80 | 26.064.284,08 9.429.899,94 35.494.184,02 |
| 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
15.309.809,09 | 12.824.169,95 | |
| Altersversorgung und für Unterstützung | 3.322.704,90 | 18.632.513,99 | 2.616.351,32 15.440.521,27 |
| 7. Abschreibungen Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
4.971.472,35 | 4.065.780,19 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 12.543.461,95 | 11.167.761,29 | |
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
7.886,68 | 11.993,66 | |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9.166,40 | 6.297,63 | |
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
250.000,00 | 0,00 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.154.204,27 | 673.256,96 | |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.883.416,34 | 513.360,05 | |
| 14. Ergebnis nach Steuern | 3.117.630,20 | 204.744,70 | |
| 15. Sonstige Steuern | 444.838,81 | 373.981,73 | |
| 16. Konzernjahresüberschuss | 2.672.791,39 | -169.237,03 | |
| 17. Nicht beherrschende Anteile | -352.812,08 | -473.415,39 | |
| 18. Konzerngewinn | 2.319.979,31 | -642.652,42 | |
Die Ringmetall Aktiengesellschaft mit Sitz in München wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 118683 geführt.
Die Ringmetall Aktiengesellschaft hat als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte erstmals zum 31. Dezember 2001. Für die im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften, die vor 2001 erworben worden sind, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 S. 3 HGB auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung mit den Wertverhältnissen zum 01. Januar 2001.
Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben, wie die Muttergesellschaft, den 31. Dezember als Abschlussstichtag.
Im Geschäftsjahr erfolgten folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:
· Die Anteile an der italienischen Tochtergesellschaft S.G.T. S.r.l., Albavilla wurden von bisher 51 % auf 80 % erhöht.
Der Konsolidierungskreis besteht neben dem Mutterunternehmen aus vier inländischen und zehn ausländischen Tochtergesellschaften.
Alle Tochterunternehmen werden aufgrund einer Mehrheitsbeteiligung nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB vollkonsolidiert.
Zum 31. Dezember 2016 sind drei Unternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaften ergeben sich ebenfalls aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes und sind für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach § 308 HGB einheitlich nach den auf den Jahresabschluss der Ringmetall Aktiengesellschaft angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden aufgestellt.
Bei der Kapitalkonsolidierung wurde für Alterwerbe die Buchwertmethode und für Neuanschaffungen seit dem Geschäftsjahr 2012 die Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB angewendet. Der maßgebliche Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Anteile ist grundsätzlich der Beteiligungserwerb. Dabei erfolgte die Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem anteiligen Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbes bzw. der Kapitalerhöhung. Für die im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften, die vor 2001 erworben worden sind, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 S. 3 HGB auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung mit den Wertverhältnissen zum 1. Dezember 2001.
Die verbleibenden positiven aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wurden als Firmenwert ausgewiesen und über die Nutzungsdauer von 10 Jahren ergebniswirksam abgeschrieben. Für Alterwerbe im Konzern wurden die aktiven Unterschiedsbeträge mit Gewinnrücklagen verrechnet und der Restbetrag als Firmenwert ausgewiesen und über die Nutzungsdauer von 10 Jahren ergebniswirksam abgeschrieben.
Des Weiteren wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung stille Reserven bei Gebäuden der August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg, aufgedeckt, die mit linear 2 % im Berichtsjahr abgeschrieben werden. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der Buchwert dieser aufgedeckten stillen Reserven TEUR 1.339. Zudem wurden stille Reserven bei der HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 765 aufgedeckt. Die angesetzte Restnutzungsdauer der stillen Reserven betrug 7 Jahre. Der Buchwert beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 410.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gemäß § 303 HGB aufgerechnet.
Bei Anlagenverkäufen und auf Vorratsbestände innerhalb des Konzerns werden die Zwischenergebnisse eliminiert.
Die konzerninternen Umsatzerlöse sowie andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet.
Der Konzernjahresabschluss beinhaltet die gesetzlichen Änderungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes. Dabei wurde auch die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend angepasst.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Geschäfts- und Firmenwerten werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben bzw. beim Vorliegen von dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauer basiert auf den langfristigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie den Lebenszyklen der Produkte des erworbenen Unternehmens.
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen vermindert. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen notwendig waren, wurden diese vorgenommen. Zugänge im beweglichen Anlagevermögen werden linear abgeschrieben.
Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die sonstigen Ausleihungen, die zum Barwert angesetzt sind, wurden im Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben.
Die Vorräte sind im Wesentlichen zu Durchschnittspreisen am Stichtag basierend auf Anschaffungskosten oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder Nettoverkaufserlösen aktiviert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bilanziert, vermindert um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung von erkennbaren Risiken.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt worden.
Fremdwährungsposten werden in den Einzelabschlüssen zum Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Prüfung zum aktuellen Devisenkassamittelkurs, notwendige Anpassungen werden vorgenommen. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschluss unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen in Großbritannien, China, USA und in der Türkei wurden im Berichtsjahr nach § 308a HGB wie folgt umgerechnet: Die Bilanz wurde unter Anwendung der Stichtagsmethode umgerechnet, d.h. die Jahresabschlussposten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das mit historischen Kursen angesetzt wurde. Die Gewinnund Verlustrechnung wurde mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen sind in der Konzernbilanz unter der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital enthalten.
Es wurden folgende Umrechnungskurse angewandt:
| Devisenmittelkurs zum 31.12.2016: | |
|---|---|
| Berger Closures Limited | 1 GBP = 1,1675 EUR |
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited | 1 TL = 0,2694 EUR |
| Berger Closing Rings (Changshu) Co. Limited | 1 CNY = 0,1366 EUR |
| Self Industries Inc. und Berger US Inc. | 1 USD = 0,9491 EUR |
Devisenjahresmittelkurs vom 01.01.2016 – 31.12.2016: Berger Closures Limited 1 GBP = 1,2245 EUR CEMSAN Metal Parca Imalat Limited 1 TL = 0,2300 EUR Berger Closing Rings (Changshu) Co. Limited 1 CNY = 0,1361 EUR Self Industries Inc. und Berger US Inc. 1 USD = 0,9039 EUR
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang). Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ist ebenfalls in einer gesonderten Anlage (Anlage 2 zum Anhang) beigefügt.
Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.
Die latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Aktivierung berücksichtigt auch bestehende körperschaftsteuerliche Verlustvorträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden. Die aktiven latenten Steuern, die eine zukünftige Steuerentlastung darstellen, resultieren aus dem Bilanzposten Anlagevermögen, Vorräte, Forderungen und sonstige Rückstellungen sowie aus Verlustvorträgen.
Die passiven latenten Steuern, die eine zukünftige Steuerbelastung darstellen, resultieren aus den Bilanzposten Anlagevermögen sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten.
Latente Steuern werden zusätzlich für temporäre Differenzen zwischen den landesrechtlichen Jahresabschlüssen und den Handelsbilanzen II sowie für die Ergebnisse der Zwischengewinneliminierung und Schuldenkonsolidierung angesetzt.
Der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt saldiert. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf TEUR 995 und die passiven latenten Steuern auf TEUR 227.
Als Steuersatz wird der voraussichtlich gültige unternehmensindividuelle Steuersatz für das Einkommen und den Ertrag der betreffenden Landesgesellschaft angewandt:
Bei konzerninternen Lieferungen und Leistungen (Zwischengewinneliminierung) wurde der Steuersatz desjenigen Unternehmens angewandt, das die Lieferungen empfangen hat.
Das Grundkapital beträgt EUR 25.168.000,00 und ist eingeteilt in 25.168.000,00 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (eine Stückaktie entspricht damit einem rechnerischen Beteiligungswert von je EUR 1,00). Im Geschäftsjahr 2016 wurde das Grundkapital von EUR 22.880.000,00 um EUR 2.288.000,00 auf EUR 25.168.000,00 erhöht.
In der Hauptversammlung vom 10. April 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Dezember 2017 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.900.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre teilweise ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2013/I). Das Genehmigte Kapital vom 10. April 2013 (Genehmigte Kapital 2013/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 200.000,00.
In der Hauptversammlung vom 29. August 2014 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 10.200.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Das Genehmigte Kapital vom 29. August 2014 (Genehmigte Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 8.120.000,00.
In der Hauptversammlung vom 31. August 2015 wurde der Vorstand bis zum 30. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 3.120.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/I). Das Genehmigte Kapital vom 31. August 2015 (Genehmigte Kapital 2015/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 832.000,00.
In der Hauptversammlung vom 30. August 2016 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 3.432.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2016/I).
Die Kapitalrücklage resultiert aus Gewinnen von Veräußerungen eigener Anteile und dem Aufgeld aus Kapitalerhöhungen. Aus der Kapitalerhöhung des Geschäftsjahres 2016 wurden EUR 2.745.600,00 in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die Ergebnisverwendung des Ringmetall Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Ringmetall Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Bilanzgewinn der Ringmetall Aktiengesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2016 EUR 5.801.874,30 und setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | |
|---|---|
| EUR | |
| Gewinnvortrag | 3.204.610,95 |
| Jahresüberschuss | 2.597.263,35 |
| Bilanzgewinn | 5.801.874,30 |
Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von EUR 219.842,64, die ausschließlich auf die aktiven latenten Steuern entfallen.
Die Hauptversammlung hat am 30. August 2016 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn für das Jahr 2015 eine Ausschüttung einer Dividende von 5 Cent je Stückaktie. Die Gesamtausschüttung belief sich auf EUR 1.258.400,00.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Urlaube und Überstunden, Personalversorgung, Tantiemen, ausstehende Rechnungen, Jahresabschlusskosten sowie Gewährleistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten i.H.v. TEUR 292 (Vorjahr TEUR 389) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie i.H.v. TEUR 240 (Vorjahr TEUR 99) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Angabe der Vorjahreswerte zum 31.12.2015):
| Art der Verbindlichkeit | Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre TEUR TEUR TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gegenüber Kreditinstituten | 21.913 | (27.108) | 5.253 | (6.326) | 16.544 (20.568) | 116 | (214) | |
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
173 | (121) | 173 | (121) | 0 | (0) | 0 | (0) |
| aus Lieferungen und Leistungen |
9.778 | (9.056) | 9.475 | (8.832) | 285 | (224) | 18 | (0) |
| Wechselverbindlichkeiten | 0 | (0) | 0 | (0) | 0 | (0) | 0 | (0) |
| gegenüber verbundenen Unternehmen |
83 | (84) | 83 | (84) | 0 | (0) | 0 | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.507 | (5.707) | 4.121 | (3.247) | 386 | (2.460) | 0 | (0) |
| Summe | 36.454 | (42.076) | 19.105 | (18.610) | 17.215 (23.252) | 134 | (214) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden, Bürgschaften, Abtretung der Außenstände, Geschäftsanteilen sowie Sicherungsübereignungen von Maschinen gesichert.
Die Umsatzerlöse in der Zeit vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 teilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| Industrial Packaging | 79,1 | 51,3 |
| Industrial Handling | 15,3 | 15,4 |
| Konzernumsatz | 94,4 | 66,7 |
Von den Umsatzerlösen im Konzern entfallen EUR 34,1 Mio. (Vorjahr EUR 31,9 Mio.) auf das Inland und EUR 60,3 Mio. (Vorjahr EUR 34,8 Mio.) auf das Ausland.
Im Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz wurde die Definition der Umsatzerlöse neu geregelt, somit ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich. Der Ausweis der Umsatzerlöse des Vorjahres wurde nicht geändert. Bei einer Berücksichtigung der neuen Definition der Umsatzerlöse haben sich die Umsatzerlöse um TEUR 131 erhöht. Um diesen Betrag haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge reduziert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich um TEUR 652 erhöht. Um diesen Betrag haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vermindert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr TEUR 100), die im Wesentlichen auf Versicherungsentschädigungen sowie auf die Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen sind. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr TEUR 393) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr TEUR 194) die im Wesentlichen auf die Zuführungen zur Pauschalwertberichtigung auf Forderungen zurückzuführen sind. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 503 (Vorjahr TEUR 210) enthalten. Des Weiteren wurde der Vorjahresausweis aufgrund des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes angepasst. Die außerordentlichen Aufwendungen (EUR 38.552) des Vorjahres werden abweichend zum Vorjahr innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres beinhalten den Ergebniseffekt aus der Endkonsolidierung einer Tochtergesellschaft.
In den Zinserträgen sind Zinserträge gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3), in den Zinsaufwendungen Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) enthalten.
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens resultieren aus Erträgen aus der Aufzinsung der sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 12).
Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr TEUR 133) enthalten.
Die Gesellschaft berichtet über die derivativen Finanzinstrumente wie folgt:
| Nominalwert (TEUR) |
Marktwert (TEUR) |
Endlaufzeit | Methode der Ermittlung |
|
|---|---|---|---|---|
| Swap | 3.900 | -27,5 | 30.11.2020 | mark-to-market |
| Swap | 1.500 | -19,3 | 20.11.2020 | mark-to-market |
| CAP | 700 | 0 | 28.09.2018 | mark-to-market |
| CAP | 1.250 | 0 | 31.12.2017 | mark-to-market |
| Floor | 2.600 | 14 | 30.11.2020 | mark-to-market |
| Floor | 1.000 | 9 | 30.11.2020 | mark-to-market |
| Swap | -1.000 | -12 | 30.11.2020 | mark-to-market |
| Swap | -2.600 | -18 | 30.11.2020 | mark-to-market |
Der Marktwert entspricht dem Betrag, zu dem am Bilanzstichtag eine Glattstellung der Kontrakte erfolgen könnte. Für den sich aus den Zinsswaps ergebenden dargestellten negativen Zeitwerten wurde keine Drohverlustrückstellung gebildet, da diese in vollem Umfang Bestandteil von Bewertungseinheiten sind. Die Darlehensverträge und Kreditlinienvereinbarungen bilden mit den jeweiligen Zinsswaps, Floors bzw. Caps eine Sicherungsbeziehung. Die gegenläufigen Zahlungsströme der Darlehen und korrespondierenden Finanzinstrumente gleichen sich über die jeweilige Laufzeit aus. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen Parameter und Bedingungen von Grund- und Sicherungsgeschäft ist die Eignung des Sicherungsgeschäfts zur wirksamen Absicherung des Grundgeschäfts grundsätzlich gegeben. Das Sicherungsgeschäft ist dazu geeignet, das Zinsänderungsrisiko (Cash Flow Risiko), welches auf die Entwicklung des Grundgeschäfts Einfluss hat, hinreichend abzudecken. Die Effektivität des Sicherungszusammenhangs wird sowohl zu Beginn, für die Zukunft als auch für die Dauer des Sicherungszusammenhangs als hoch wirksam eingestuft. Da die wesentlichen Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (Critical Term Match) und es sich ferner um einen perfekten micro hedge handelt, sind die Voraussetzungen für eine Einschätzung als "hoch wirksam" vollständig gegeben.
Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen aus Dauerschuldverhältnissen (im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen) mit einem Aufwand p.a. in Höhe von TEUR 1.939. Die Gesamtverpflichtung bis zum Ende der Laufzeit beträgt TEUR 9.920. Um die Kapitalbindung zu reduzieren wurden Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Im Gegenzug entstehen dem Unternehmen mehrjährige Zahlungsverpflichtungen. Das Bestellobligo beläuft sich 31. Dezember 2016 auf TEUR 5.308.
Nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich keine bedeutenden Sachverhalte ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Die beiden Tochtergesellschaften August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg (Amtsgericht Landau HRB 21795) und HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG, Ernsgaden (Amtsgericht Ingolstadt HRA 170365) wurden in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen. Die Voraussetzungen der Befreiung nach § 264 bzw. § 264b HGB liegen vor. Von der Befreiung wurde nur hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht.
Die August Berger Metallwarenfabrik GmbH ist aufgrund des Einbezugs in den Konzernabschluss der Ringmetall Aktiengesellschaft von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.
Im Geschäftsjahr sind keine nach § 314 I Nr. 13 HGB angabepflichtigen Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.
Die Gesellschaften des Ringmetall AG-Konzerns haben vom Abschlussprüfer folgende Dienstleistungen in Anspruch genommen:
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 81 |
| sonstige Leistungen | 12 |
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 94 | 103 |
| gewerbliche Arbeitnehmer | 347 | 329 |
| 441 | 432 |
Die Organe der Muttergesellschaft sind wie folgt besetzt:
Vorstand: Herr Christoph Petri, (Vorstandssprecher), Kaufmann Herr Konstantin Winterstein, Ingenieur Herr Jörg Rafael, Kaufmann
Aufsichtsrat: Thilo von Selchow, (Vorsitzender), Geschäftsführer der Thilo von Selchow GmbH Markus Wenner, (stellvertretender Vorsitzender), Rechtsanwalt Ralph Heuwing (ab 30. August 2016), Vorstand der Dürr Aktiengesellschaft Hubertus Reincke (bis 30. August 2016), Kaufmann
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der Muttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 betragen TEUR 809. Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 TEUR 66.
München, 27. April 2017
Christoph Petri Jörg Rafael Konstantin Winterstein
Vorstandssprecher Vorstand Vorstand
Anlage 1 zum Anhang
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Aufgelaufene Abschreibungen | Nettobuchwerte | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 01 2016 EUR |
Zugänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Abgänge EUR |
Währungs differenzen EUR |
31 12 2016 EUR |
01.01.2016 EUR |
Zuführungen EUR |
Umbuchungen EUR |
Abgänge EUR |
Währungs differenzen EUR |
31 12 2016 EUR |
31.12.2016 EUR |
31 12 2015 EUR |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen. gewerbliche Schutzrechte sowie |
||||||||||||||
| Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2. Geschäfts- oder Firmenwert |
731 170.53 26 823 734.81 |
26 518.51 564 100.11 |
$\blacksquare$ | 15.330,00 | 3 3 7 9 1 7 461 694.26 |
738 979.87 27 849 529,18 |
498 967,75 3768382.58 |
88 755.73 2 708 111.02 |
COL | 15 328,00 | 2923,67 65.514.41 |
569 471.81 6 542 008 01 |
169 508.06 21 307 521.17 |
232 202,78 23 055 352.23 |
| 27 554 905.34 | 590 618.62 | 15.330,00 | 458 315,09 | 28.588.509,05 | 4 267 350,33 | 2796.866,75 | $\sim$ | 15.328,00 | 62.590,74 | 7 111 479,82 | 21 477 029.23 | 23.287.555,01 | ||
| Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 Technische Anlagen und Maschinen |
9822318.05 33 080 715 12 |
67 049 85 1 222 662,93 |
274 991.82 398 211,98 |
730 488.51 16 737,18 |
501 574.13 347 721.17 |
8 932 297.08 34 337 131,68 |
3835411.46 27 073 323,56 |
620.618.96 1.197 405,98 |
45 962,31 45 962,31 |
405.486.49 16 736,11 |
59.052.23 275 093,84 |
4 037 454.01 27 932 937.28 |
4894843.07 6 404 194,40 |
5986906,59 6 007 391,56 |
| 3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
6 000 600.50 | 280 879,83 | 85 642,97 | 72813.06 | 57.940,15 | 6.065.084,15 | 4 881 461,49 | 356.580,66 | COLLE | 49.719,83 | 153 813,37 | 5 034 508,95 | 1 030 575.20 | 1 119 139,01 |
| im Bau | 180 706.84 49 084 340 51 |
486 485 02 2 057 077 63 |
587 560,83 | 6.150,00 826 188 75 |
907 235,45 | 73 481.03 49 407 993 94 |
35 790 196,51 | 2 174 605,60 | $\sim$ $\sim 10^{-1}$ |
471 942,43 | 487 959.44 | 37 004 900.24 | 73 481,03 12 403 093 70 |
180 706,84 13 294 144,00 |
| Finanzanlagen | ||||||||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen 2 Sonstige Anteile 3 Sonstige Ausleihungen |
75 564.59 606 541.56 992 113.32 |
7886.68 | $\blacksquare$ | 0,20 | $\sim 10^{-1}$ COL |
75.564,59 606 541,36 1000000.00 |
535 426.29 750.000.00 |
250.000.00 | COL | 535 426.29 1 000 000.00 |
75.564,59 71.115,07 |
75.564,59 71.115,27 242 113.32 |
||
| 1 674 219.47 78 313 465.32 |
7886.68 2 655 582.93 |
0,20 841,518,95 |
448 920,36 | 1 682 105.95 79 678 608.94 |
1 285 426.29 41 342 973.13 |
250.000,00 5 221 472.35 |
487.270.43 | 425 368.70 | 1 535 426.29 45 651 806.35 |
146 679.66 34 026 802.59 |
388 793.18 36.970.492.19 |
|||
| Anteil am Kapital |
|
|---|---|
| Name und Sitz der Gesellschaft | % |
| In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen | |
| Tochterunternehmen der Ringmetall Aktiengesellschaft, München | |
| August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg, Deutschland | 100,00 |
| HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG, Ernsgaden, Deutschland | 100,00 |
| Fieder Verwaltungs GmbH, München, Deutschland | 100,00 |
| Société Civile Immobilière (SCI) Berger France, Niederlauterbach, Frankreich* | 100,00* |
| Tochterunternehmen der August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg | |
| Metallwarenfabrik Berger GmbH, Sessenhausen, Deutschland | 100,00 |
| Berger Closures Limited, Peterlee, Großbritannien | 75,57 |
| Hollandring (BV) Besloten Vennootschap, Vaasen, Niederlande | 100,00 |
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi, Dilovasi-Kocaeli, Türkei | 100,00 |
| S.G.T. S.r.l., Albavilla, Italien | 80,00 |
| Berger Italia S.r.l., Valmadrera, Italien | 100,00 |
| Berger Closing Rings (Changshu) Co., Ltd., Changshu, China | 90,00 |
| Berger Group Europe Iberica, S.L.U., Reus, Spanien | 100,00 |
| Self Industries Inc., Birmingham, USA ** | 100,00 |
| Berger US Inc., Birmingham, USA | 100,00 |
| * 51 % werden über Fieder Verwaltungs GmbH gehalten. |
** wird mittelbar über die Berger US Inc. gehalten.
| Tochterunternehmen der Ringmetall AG | Eigenkapital | Ergebnis | Anteil am Kapital |
|---|---|---|---|
| Berger Verwaltungs GmbH, Berg, Deutschland | TEUR 24 | TEUR -2 | 100 % |
| Fidum Verwaltungs GmbH, München, Deutschland | TEUR 4 | TEUR -2 | 100 % |
| HSM Hans Sauermann Verwaltungs GmbH, Ernsgaden, | TEUR 47 | TEUR 3 | 100 % |
| Deutschland |
| Kapitalflussrechnung nach DRS-21 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) | 2.673 | -170 | |
| +/- | Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände | ||
| des Anlagevermögens | 5.221 | 4.066 | |
| +/- | Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | 583 | 152 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 20 | 130 |
| -/+ | Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer |
||
| Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -1.510 | -7.133 | |
| +/- | Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus | ||
| Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder | |||
| Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 321 | 8.087 | |
| -/+ | Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 23 | -5 |
| +/- | Zinsaufwendungen / Zinserträge | 1.145 | 655 |
| +/- | Ertragsteueraufwand/-ertrag | 1.883 | 513 |
| -/+ | Ertragsteuerzahlungen | -1.424 | -366 |
| = | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 8.935 | 5.929 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -27 | -86 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 331 | 45 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -2.057 | -1.290 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | 0 | 300 |
| - | Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | -1.518 | -17.757 |
| + | Erhaltene Zinsen | 40 | 119 |
| = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.231 | -18.669 |
| + | Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des | ||
| Mutterunternehmens | 5.034 | 3.182 | |
| + | Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) | ||
| Krediten | 410 | 22.090 | |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und | ||
| (Finanz-) Krediten | -5.330 | -8.233 | |
| - | Gezahlte Zinsen | -1.148 | -765 |
| - | Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -1.258 | -1.144 |
| - | Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter | -323 | -227 |
| = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.615 | 14.903 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 3.089 | 2.163 | |
| +/- | Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -143 | 2 |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 2.319 | 154 |
| = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.265 | 2.319 |
| Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: | |||
| - Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks | 5.311 | 2.950 | |
| - Kontokorrentkredit | -46 | -631 | |
| 5.265 | 2.319 |
Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge/Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus kurzfristigen Kontokorrentverbindlichketen gegenüber Kreditinstituten sowie den flüssigen Mitteln zusammen.
| Mutterunternehmen | Nicht beherrschende Anteile | Konzern eigenkapital |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzern eigenkapital |
kumuliertes übriges Konzernergebnis |
Eigenkapital | Minderheiten kumuliertes übriges kapital Konzernergebnis |
Eigenkapital | |||||
| Eigenkapital differenz aus Währungs umrechnung |
andere neutrale Transaktionen |
Eigenkapital differenz aus Währungs umrechnung |
andere neutrale Transaktionen |
||||||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |||
| Stand 01.01.2015 | 20.800.000,00 | 1.855.727,50 | -6.251.653,33 | -233.247,66 | 0,00 | 16.170.826,51 | 2.245.745,12 | -39.591,03 | 0,00 | 2.206.154,09 | 18.376.980,60 |
| Ausgabe von Anteilen | 2.080.000,00 | 1.102.400,00 | 3.182.400,00 | 3.182.400,00 | |||||||
| Gezahlte Dividenden | -1.144.000,00 | -1.144.000,00 | -226.792,86 | -226.792,86 | -1.370.792,86 | ||||||
| Änderung des Konsolidierungskreises | 576.360,75 | -335.033,62 | 241.327,13 | -525.144,62 | -21.433,91 | -546.578,53 | -305.251,40 | ||||
| Konzernjahresergebnis | -642.652,42 | -642.652,42 | 473.415,39 | -2.079,17 | 471.336,22 | -171.316,20 | |||||
| Übriges Konzernergebnis | -44.419,64 | 28.217,87 | -16.201,77 | 21.066,42 | 21.066,42 | 4.864,65 | |||||
| Stand 31.12.2015 | 22.880.000,00 | 2.958.127,50 | -7.506.364,64 | -540.063,41 | 0,00 | 17.791.699,45 | 1.967.223,03 | -42.037,69 | 0,00 | 1.925.185,34 | 19.716.884,79 |
| Stand 01.01.2016 | 22.880.000,00 | 2.958.127,50 | -7.506.364,64 | -540.063,41 | 17.791.699,45 | 1.967.223,03 | -42.037,69 | 1.925.185,34 | 19.716.884,79 | ||
| Ausgabe von Anteilen | 2.288.000,00 | 2.745.600,00 | 5.033.600,00 | 5.033.600,00 | |||||||
| Gezahlte Dividenden | -1.258.400,00 | -1.258.400,00 | -323.091,60 | -323.091,60 | -1.581.491,60 | ||||||
| Änderung des Konsolidierungskreises | -205.312,35 | -205.312,35 | -730.587,54 | -730.587,54 | -935.899,89 | ||||||
| Konzernjahresergebnis | 2.319.979,31 | 70.244,68 | 2.390.223,99 | 352.812,08 | -9.584,32 | 343.227,76 | 2.733.451,75 | ||||
| Übriges Konzernergebnis | 43.447,23 | 238.718,31 | 282.165,54 | -53.914,95 | -53.914,95 | 228.250,59 | |||||
| Stand 31.12.2016 | 25.168.000,00 | 5.703.727,50 | -6.606.650,45 | -231.100,42 | 0,00 | 24.033.976,63 | 1.266.355,97 | -105.536,96 | 0,00 | 1.160.819,01 | 25.194.795,64 |
Ringmetall ist ein weltweit führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie. Der Fokus des Unternehmens liegt auf qualitativ hochwertigen und an die spezifischen Kundenwünsche angepassten Verpackungselementen. Darüber hinaus entwickelt und produziert Ringmetall Anbausysteme für Spezialfahrzeuge in der Logistik und Lagerlogistik.
Der Geschäftsbereich Industrial Packaging ist auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Verpackungselementen für die Fassindustrie spezialisiert. Die Unternehmen der Ringmetall-Gruppe konzentrieren sich in ihrem Produktangebot ausschließlich auf die technologisch anspruchsvollen Teilelemente von Industriefässern. Hierzu zählen neben dem Spannring, dem Deckel und der Dichtung auch Griffe, Verschlusseinheiten sowie anforderungsspezifische Spezialkomponenten. Mit der weltweit umfangreichsten Produktpipeline und zwölf Produktionsstandorten in sieben Ländern auf drei Kontinenten ist die Ringmetall Gruppe seit Jahren Weltmarktführer bei Fassspannringen mit einem Weltmarktanteil von über 70 Prozent.
Zu den Hauptkunden des Unternehmens zählen die größten internationalen Produzenten von Industriefässern. Aber auch die Endabnehmer der Industriefässer beziehen kleinere Mengen teilweise direkt vom Unternehmen. Zu ihnen zählen neben einigen mittelständischen Unternehmen vor allem global produzierende Konzerne der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie sowie der Lebensmittelindustrie. Mit dem Industriefass als einem der wichtigsten Transportmittel für flüssige und granulare Güter in der globalisierten Welt, ist Ringmetall als hochspezialisierter Nischenanbieter ein wichtiger Zulieferer im internationalen Güterverkehr.
Diese Nähe zur internationalen Logistikbranche nutzt die Ringmetall Gruppe mit ihrem zweiten Geschäftsbereich Industrial Handling. Hier liefert das Unternehmen anwendungsorientierte Fahrzeuganbauteile für Spezialfahrzeuge in der Frachtlogistik und Lagerlogistik. Neben Traktoren und Lastfahrzeugen zählen hierzu vor allem Flurförderfahrzeuge. Für sie entwickelt Ringmetall Rückhaltesysteme, Hubmastteile und Kupplungs- und Bremspedale mit speziellen Anforderungsprofilen. Aber auch komplexe Schweißbaugruppen und Anhängerkupplungssysteme sowie Hydraulikkomponenten sind Teil des Produktangebots.
Zu den Kunden des Geschäftsbereichs zählen namhafte Hersteller von Flurförderfahrzeugen sowie Hersteller von Nutzfahrzeugen für die Land- und Forstwirtschaft. Aber auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen aus Zulieferindustrien der Automobilwirtschaft und der Spezialindustrie zählen zum Kundenstamm.
Neben der optimalen Ausrichtung des Konzerns auf profitables organisches Wachstum, zählt die Akquisition von Unternehmen und deren Integration in die Ringmetall Gruppe zu den zentralen Ansätzen des Geschäftsmodells der Ringmetall AG. Die diesbezüglichen Aktivitäten fokussieren sich dabei ausschließlich auf profitable Unternehmen, die aufgrund Ihrer technologischen Stellung und ihrer langjährigen Kundenbeziehungen zu den führenden Anbietern in ihren Märkten zählen. Gleichzeitig müssen sich Möglichkeiten ergeben, mittels der Integration in die Ringmetall Gruppe signifikante Synergien zu heben und die Positionierung zentraler Einzelmarken des Konzerns weiter zu stärken.
Als international aufgestellter Konzern vereint das Unternehmen regional und überregional anerkannte Marken unter der global agierenden Marke Ringmetall. Die einzelnen Marken der Ringmetall Gruppe sind je nach Größe wiederum in einzelne Ländergesellschaften unterteilt. Als operative Geschäftseinheiten sind sie verantwortlich für Entwicklungsprojekte und Produktinnovationen. Sie strukturieren ihre Produktion im Hinblick auf aktuelle Marktgegebenheiten und sind verantwortlich für die optimale Mitarbeiterstruktur im ihrem Tochterunternehmen. Auch der Vertrieb und die Beziehung zu den Hauptkunden der Ländergesellschaften liegen maßgeblich im Verantwortungsbereich dieser Strukturebene.
Die einzelnen Marken der Ringmetall Gruppe werden den beiden Geschäftsbereichen Industrial Packaging und Industrial Handling untergeordnet. Dem Geschäftsbereich Industrial Packaging werden dabei diejenigen Marken zugeordnet, die Produkte im Bereich der Spezialverpackungselemente anbieten. Hierzu zählen die Marken Berger Group Europe, Self Industries, Hollandring, S.G.T. und Cemsan. Dem Geschäftsbereich Industrial Handling werden die Marken zugeordnet, die Fahrzeuganbauteile für Spezialfahrzeuge in der Logistik und Lagerlogistik vermarkten. In diesen Bereich fällt die Marke HSM.
Eine übergeordnete Funktion in der Organisationsstruktur übernimmt die Ringmetall Holding. Nach dem Modell einer klassischen Management Holding vereint sie zentrale Konzernfunktionen in sich. Hierzu gehören die Bereiche Konzernfinanzierung, Investor Relations, Strategie und Unternehmensentwicklung sowie die Vorbereitung und Durchführung von Unternehmensakquisitionen.
Auf Basis regelmäßiger Management Meetings erörtern die Vorstände der Management Holding gemeinsam mit den Geschäftsführern der größten Tochtergesellschaften strategische Ansätze zur weiteren Entwicklung der Ringmetall Gruppe. Die so erarbeiteten Maßnahmen werden dann zunächst in Teilbereichen des Konzerns auf Praktikabilität erprobt. Nach erfolgreicher Umsetzung werden bewährte Vorgehensweisen auf Gesamtkonzernebene in den einzelnen Ländergesellschaften umgesetzt.
Die Ringmetall AG wurde 1997 gegründet. Das zunächst als Beteiligungsgesellschaft agierende Unternehmen akquirierte, gründete und veräußerte ab 1998 zahlreiche Unternehmen. Ab 2011 begann das neue Management des Unternehmens, die Geschäftsaktivitäten zunehmend auf die Bereiche Industrieverpackungen und Handling von Industriegütern zu fokussieren.
2015 erfolgte die Umfirmierung der Gruppe in Ringmetall AG, was gleichzeitig den Abschluss der Repositionierung des Unternehmens als Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie darstellt.
Die wesentlichen Schritte von der Gründung bis zur heutigen Aufstellung der Ringmetall Gruppe stellten sich wie folgt dar:
1997
· Gründung der Ringmetall AG unter der ehemaligen Firmierung "H.P.I. Holding"
1998
· Börsengang des Unternehmens im Freiverkehr der Deutschen Börse
Die Ringmetall AG positioniert sich als profitabler Nischenanbieter in der Verpackungsindustrie. Als der weltweit führende Produzent von Fassspannringen zählt das Unternehmen zu den wichtigsten Zulieferern im internationalen Güterverkehr. Im Geschäftsbereich Industrial Packaging bietet Ringmetall ein Produktsortiment von über 2.000 Varianten von Spannringen. Im Rahmen gemeinschaftlicher Projekte mit seinen Kunden entwickelt das Unternehmen ständig neue Spannringvarianten, die sich hinsichtlich unterschiedlichster Parameter wie Materialeigenschaften, Wiederverwendbarkeit oder Anpressdruck an den spezifischen Kundenanforderungen orientieren.
Die in der Produktion eingesetzten Maschinen und Produktionsstraßen werden nahezu ausschließlich von den Ingenieuren des Konzerns konzipiert, getestet und gebaut. Auf diese Weise sichert sich das Unternehmen einen weltweit einzigartigen Standard im Produktions-Know-how, der die marktführende Position des Unternehmens sichert und ein nachhaltiges profitables Wachstum garantiert.
Das organische Wachstum im Bereich der Spezialverpackungselemente zeigt sich nachhaltig stabil im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Beeinflusst wird das organische Wachstum von der Entwicklung der chemischen Industrie. Aufgrund der spezifischen Eigenschaften der in der Chemieindustrie produzierten Stoffe, zählen Unternehmen dieses Industriezweigs zu den Hauptnutzern von Produkten der Ringmetall Gruppe. Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld beläuft sich das organische Wachstumspotenzial des Konzerns dementsprechend auf vier bis fünf Prozent pro Jahr.
Neben der optimalen Ausrichtung des Konzerns auf profitables organisches Wachstum, ist die Akquisition von Unternehmen und deren Integration ein zentraler Ansatz der Wachstumsstrategie der Ringmetall Gruppe. Die diesbezüglichen Aktivitäten fokussieren sich dabei ausschließlich auf profitable Unternehmen, die aufgrund Ihrer technologischen Stellung und ihrer langjährigen Kundenbeziehungen zu den führenden Anbietern in ihren Märkten zählen. Gleichzeitig müssen sich im Akquisitionsprozess Möglichkeiten aufzeigen, mittels einer Integration in die Ringmetall Gruppe signifikante Synergien heben zu können und die Positionierung zentraler Marken des Konzerns weiter zu stärken.
Bei der Finanzierung von Akquisitionen kommt dem Unternehmen sein hoher freier Cashflow aus dem operativen Geschäft zugute. Auf Basis der typischerweise marktkonformen Akquisitionskonditionen ermöglicht dies dem Unternehmen eine zügige Rückzahlung von Unternehmenskrediten, was sich positiv auf die Renditen der Gruppe auswirkt. Überdies setzt die Ringmetall AG auf eine kontinuierliche, transparente Kommunikation mit den Kapitalmärkten. Dies ermöglicht der Gruppe, auch größere attraktive Akquisitionen finanziell stemmen zu können und jederzeit maximal flexibel agieren zu können. Im März 2017 hat die Ringmetall AG hierzu den Wechsel in das Wachstumssegment der Deutschen Börse "Scale" vollzogen und plant überdies zukünftig den Wechsel in ein reguliertes Marktsegment.
Die Ringmetall Gruppe steuert ihre Konzerngesellschaften auf internationaler Ebene maßgeblich über zwei zentrale Steuerungsgrößen, über die sich unabhängig von regionalen Unterschieden eine vergleichsweise uneingeschränkte Vergleichbarkeit ableiten lässt. Dies ist zum einen der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). Auf Basis dieser beiden Kennzahlen veröffentlicht das Unternehmen jährlich einen Ausblick auf die im laufenden Jahr zu erwartende Entwicklung des Konzerns. Die Veröffentlichung erfolgt jeweils im Rahmen der Bekanntgabe der vorläufigen Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Neben den beiden zentralen Steuerungsgrößen nutzt das Unternehmen weitere, untergeordnete Finanzkennzahlen zur Steuerung der Konzerngesellschaften. Hierzu zählen das Ergebnis vor Steuern und Zinsen bzw. Finanzergebnis (EBIT) sowie spezifische Termin-, Qualitäts- und Produktivitätskennzahlen, die sich an den Anforderungen einzelner Ländergesellschaften orientieren. Für diese Kennzahlen findet keine Veröffentlichung eines Ausblicks statt.
Ringmetall arbeitet kontinuierlich an der Optimierung der wichtigsten, im Kapitalmarktumfeld Anwendung findenden Finanzkennzahlen (KPIs) und orientiert sich dabei an den Veröffentlichungen der größten international vergleichbaren Unternehmen (Peer Group). Nähere Informationen zu der im laufenden Geschäftsjahr zu erwartenden Entwicklung der beiden zentralen Steuerungsgrößen Umsatz und EBITDA werden im Abschnitt 5 "Prognose- und Chancenbericht" veröffentlicht.
Der Bereich Forschung und Entwicklung nimmt in der Ringmetall Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Im Vordergrund steht vor allem die Entwicklung von Verschlusssystemen für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Bis heute hat Ringmetall über 2.000 verschiedene Spannringvarianten entwickelt, die sich je nach einem vom Kunden vorgegebenen Anforderungsprofil hinsichtlich Durchmesser, Materialeigenschaften, Anpressdruck sowie zahlreicher weiterer Parameter unterscheiden. Hinzu kommen auf den jeweiligen Verwendungszweck ausgerichtete Verschlusssysteme, Dichtungen und Deckel.
Neben den Verpackungslösungen entwickelt Ringmetall auch die entsprechenden Maschinen zur Produktion von Spannringen weitestgehend selbst. Bei der Konzeption neuer Maschinenmodelle kann Ringmetall auf jahrelange Erfahrung und hochspezialisierte Ingenieure zurückgreifen. Teilweise greift der Konzern jedoch auch auf externe Spezialisten zurück. Auf diese Weise sichert sich die Ringmetall Gruppe konzernweit ein einzigartiges Know-how im Bereich der Spannringproduktion, was die Position des weltweiten Marktführers langfristig sichert.
Der zuordenbare Aufwand für die Entwicklungsleistung und die Assemblierung der Produktionsmaschinen werden dabei direkt kostenwirksam verbucht. Der Aufwand für extern bezogene Maschinenteile wird in der Regel bilanziert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.
Die weltwirtschaftliche Gesamtlage entwickelte sich nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2016 leicht schwächer als im Vorjahr. Mit 3,1 Prozent zeigte sich das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt weniger dynamisch, verglichen mit einem Anstieg von 3,4 Prozent im Jahr 2015. Die geringere Dynamik ging dabei maßgeblich von den Industrieländern aus, die mit 1,6 Prozent weniger stark wuchsen (2015: 2,1 Prozent). Die Entwicklungs- und Schwellenländer dagegen konnten ihr Wachstumsmomentum mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent auf Vorjahresniveau halten.
Unter den Industrienationen entwickelten sich vor allem die USA (2016: 1,6 Prozent) deutlich weniger stark als im Vorjahr. Gleiches gilt für Großbritannien (2,0 Prozent) und die Euro-Zone (1,7 Prozent). Frankreich (1,3 Prozent), Italien (0,9 Prozent) und Spanien (3,2 Prozent) entwickelten sich unverändert bzw. nahezu unverändert gut im Vergleich zum Vorjahr, während sich das Wachstum in Deutschland (1,7 Prozent) beschleunigte. Im Vergleich der Entwicklungs- und Schwellenländer waren ähnlich wie bereits im Vorjahr in Russland (-0,6 Prozent) und Brasilien (-3,5 Prozent) rezessive Tendenzen zu verzeichnen, während vor allem in Asien erneut teilweise starkes Wachstum zu verzeichnen war: China (6,7 Prozent) und Indien (6,6 Prozent) wuchsen nach wie vor merklich. In Mexiko (2,2 Prozent) schwächte sich das Wachstum geringfügig ab. Die Regionen Mittlerer Osten, Nordafrika, Afghanistan und Pakistan (3,8 Prozent) wuchsen dagegen deutlich dynamischer, während sich das Wachstum in Saudi-Arabien (1,4 Prozent) jedoch überdurchschnittlich stark abschwächte.
Eine konträre Entwicklung zeigte sich in weiten Teilen bei der Entwicklung der weltweiten Inflation. Sie stieg in den Industrienationen im Jahr 2016 im Durchschnitt deutlich auf 0,7 Prozent an (2015: 0,3 Prozent). In den Entwicklungs- und Schwellenländern fiel sie mit 4,5 Prozent leicht geringer aus als im Vorjahr (2015: 4,7 Prozent). Hauptgrund des Anstiegs in den Industrienationen war ein nach längerer Zeit erstmals wieder moderat gestiegener Ölpreis, während sich in den Schwellenländern insgesamt stabilere Wechselkurse, abgesehen von der Türkei, zu den jeweiligen Landeswährungen positiv auswirkten.
Ein omnipräsentes Thema war 2016 erneut die Entwicklung der weltweiten Zinsen. Die US-Notenbank Fed hatte bereits Ende 2015 erstmals den Leitzins wieder angehoben. Infolge der politischen Unsicherheiten, die sich aus dem Brexit-Referendum und den Wahlen in den USA ergaben, wartete sie 2016 mit einer erneuten Anhebung der Zinsen auf 0,50 bis 0,75 Prozent bis zum Dezember des Jahres. In Europa senkte die Europäische Zentralbank im März den Leitzins zum ersten Mal auf 0,00 Prozent, den Einlagenzinssatz sogar auf -0,4 Prozent. Das bestehende Anleihekaufprogramm wurde auf ein Volumen von 80 Mrd. Euro erhöht und zusätzlich auf Unternehmensanleihen ausgeweitet. Ferner wurde Ende des Jahres eine Verlängerung des Kaufprogramms um ein weiteres Jahr bekannt gegeben.
Der Rückgang des Euro gegenüber dem US-Dollar setzte sich 2016 weiter fort. Zum Jahresultimo fiel der Wechselkurs gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 1,0523 US-Dollar je Euro (31.12.2015: 1,0865). Maßgebliche Treiber dieser Entwicklung waren neben guten US-Konjunkturdaten auch die Wahl Trumps zum US-Präsidenten und die Zinserhöhung in den USA, der die Ausweitung des Anleihekaufprogramms und die Zinssenkung der EZB gegenüberstanden.
Bedeutend für die Entwicklung der Ringmetall Gruppe ist überdies die Entwicklung der weltweiten Rohstoffpreise, insbesondere des Stahlpreises. Insgesamt war 2016 ein allgemeiner Anstieg der Rohstoffpreise zu verzeichnen. Der Preis für Stahl (Hot Rolled Steel Coils) verteuerte sich in US-Dollar im Jahresverlauf um rund 62 Prozent. Ringmetall minimiert das Risiko von Stahlpreisveränderungen jedoch weitestgehend, indem das Unternehmen konzernweit nur in geringem Ausmaß Produktionsvorräte auf Lager hält und seinen Bedarf streng an der aktuellen Auftragslage der jeweiligen Tochtergesellschaften ausrichtet. Vor allem im Bereich Industrial Packaging ist das Unternehmen überdies regelmäßig in der Lage, seine Vertriebskonditionen um aktuelle Stahlpreisveränderungen zu adjustieren.
Mit der Akquisition von Self Industries in den USA hatte die Ringmetall Gruppe Ende 2015 die bisher bedeutendste Unternehmenstransaktion in der Geschichte des Konzerns abgeschlossen. Überdies hatte das Unternehmen mit der Reorganisation der Geschäftsbereiche in die neu geschaffenen Segmente Industrial Packaging und Industrial Handling die strukturellen Grundlagen für die Weiterentwicklung des Konzerns hin zu einem internationalen Spezialisten in der Verpackungsindustrie geschaffen. 2016 war somit das erste Geschäftsjahr, in dem sich die neue weltweite Vertriebsstärke des Konzerns als führender Anbieter von Spezialverpackungslösungen erstmals auch in einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg sichtbar materialisierte.
Vor diesem Hintergrund wurde ab dem zweiten Quartal die Kapitalmarktkommunikation deutlich ausgebaut und die proaktive und transparente Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Investoren des Unternehmens als ein zentrales Element der Unternehmensführung im Konzern verankert. Im weiteren Jahresverlauf stieg das Interesse von Kapitalmarktteilnehmern an der Ringmetall Gruppe deutlich an. Im Rahmen von Einzelgesprächen, Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen brachten Vorstand und die Investor Relations Abteilung des Unternehmens die neue Ausrichtung des Konzerns zahlreichen Investoren nahe und befand sich auch darüber hinaus in regem Austausch mit Aktionären der Gesellschaft.
Im Juli des Jahres nutzte der Vorstand der Gesellschaft das deutlich gestiegene Interesse der Investoren und führte eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts durch. Im Rahmen der deutlich überzeichneten Transaktion platzierte das Unternehmen 2,288 Millionen neue Aktien zu je 2,20 Euro. Zum einen wurde im Rahmen der Platzierung der Streubesitz der Ringmetall AG um zehn Prozent ausgeweitet, was die Aktie grundsätzlich für Investoren attraktiver machen sollte. Zum anderen finanziert der Emissionserlös von rund 5 Millionen Euro das weitere interne und externe Wachstum der Gruppe und eröffnet so die Möglichkeit weiterer Unternehmensakquisitionen.
So wurde bereits Ende Juli die erste kleinere Akquisition bekannt gegeben, in der Ringmetall im Rahmen eines Asset Deals die Spannringproduktion eines Großkunden in den USA übernahm. In Folge wurde diese in die Produktion der US-Tochtergesellschaft Self Industries eingegliedert. Der jährliche Umsatzbeitrag aus der Akquisition beläuft sich auf knapp eine Million Euro.
Im Geschäftsbereich Industrial Packaging stand neben der Integration von Self Industries in die Ringmetall Gruppe, im Rahmen derer die Optimierung von Einkaufsprozessen und die Einführung von Automatisierungsschritten in der Produktion maßgebliche Schritte waren, vor allem Produktions- und Kostenoptimierungen bei den Tochtergesellschaften in China und der Türkei im Vordergrund. In China wurde ab Mitte des Jahres im Zuge personeller Veränderungen neues Know-how in die Produktion eingebracht, was sich bereits nach kurzer Zeit in einer deutlichen Verbesserung der Prozesse und somit auch Steigerung des Qualitätsniveaus bemerkbar machte. Verbesserte Prozessabläufe in der Türkei führten auch hier zu einer steigenden Umsatz- und Ergebnissituation. Jedoch beurteilt der Vorstand der Ringmetall Gruppe die aktuelle politische Lage vor Ort zunehmend vorsichtig und wird die zukünftigen Entwicklungen unter enger Beobachtung halten.
Insgesamt entwickelten sich die weltweiten Aktivitäten des Konzernes im abgelaufenen Geschäftsjahr wie prognostiziert positiv. In Deutschland konnte der Aufwärtstrend stabil fortgesetzt werden. Verbesserte Konditionen im Stahleinkauf führten gleichzeitig zu einer leicht überproportionalen Ergebnisverbesserung. Ein ähnliches Bild zeigte sich auf dem US-Markt, wo jedoch die Optimierungserfolge aufgrund der erstmaligen Einführung zahlreicher bewährter Maßnahmenpakete deutlich höher ausfielen. Auf dem italienischen Markt wurden die internen Prognosen für die Geschäftsentwicklung sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig deutlich übertroffen. Auch hier führten Optimierungen im Einkauf zu einer überproportionalen Margensteigerung, der jedoch teilweise höhere Kosten für bezogene Dienstleistungen entgegenstanden. In der Türkei wurden zweistellige Wachstumsraten erzielt, was sich zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung der Landesgesellschaft beigetragen hat. In China war besonders zum Jahresende hin ein deutlicher Anstieg der Absatzzahlen zu verzeichnen. Umsatz und Ergebnis markierten hier im Dezember ein neues Rekordniveau.
Neben der positiven Entwicklung im Geschäftsbereich Industrial Packaging, zeigte auch der Bereich Industrial Handling ab dem dritten Quartal erste Anzeichen einer Ergebnisverbesserung. Eine nachhaltige Verbesserung der Ergebnissituation erwartet das Unternehmen jedoch erst ab 2017. Investitionen in neue Produktinnovationen, die bereits 2016 vorgenommen worden, sollen hier die Erfolgschancen des Unternehmens zunehmend verbessern.
Die Ringmetall AG erzielte im Berichtszeitraum Erträge aus Umsatzerlösen T€ 700 (Vj. T€ 455), Gewinnabführungsverträgen T€ 3.968 (Vj. T€ 2.372) und Erträge aus Beteiligungen T€ 345 (Vj T€ 417), diese gliedern sich wie folgt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung | T€ | T€ |
| Erträge aus Umsatzerlösen | 700 | 455 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 3.968 | 2.372 |
| Erträge aus Beteiligungen | 345 | 417 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 101 | 54 |
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung | T€ | T€ |
| Erträge aus Umsatzerlösen | 700 | 455 |
| Erträge aus Beteiligungen inkl. Gewinnabführung | 4.313 | 2.789 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 101 | 54 |
| Personalaufwand | -1.059 | -675 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.056 | -533 |
| Abschreibungen | -3 | -3 |
| Ergebnis vor Steuern / Ergebnis der gewöhnlichen Ge schäftstätigkeit |
2.648 | 2.013 |
Die Aktiengesellschaft beschäftigte drei Vorstände, sowie zwei Mitarbeiter in Vollzeit.
Der Personalaufwand betrug in 2016 T€ 1.059 (Vj. T€ 675). Davon entfielen ca. T€ 1.026 (Vj. T€ 655) auf Löhne und Gehälter und auf soziale Abgaben T€ 33 (Vj. T€ 20).
Der Konzernumsatz im Jahr 2016 betrug € 94,4 Mio. (Vj. € 66,7 Mio.) inkl. Industrial Handling (€ 15,3 Mio.; Vorjahr € 15,4 Mio.). Der Anteil von Industrial Packaging am Gesamtumsatz liegt mit € 79,1 Mio. (Vj. € 51,3 Mio.) bei ca. 84 % (Vj. 77 %). Von den Umsatzerlösen im Konzern entfallen € 34,1 Mio. (Vj. € 31,9 Mio.) auf Deutschland und rund € 60,3 Mio. (Vj. € 34,8 Mio.) auf das Ausland.
Der Materialaufwand mit T€ 52.967 (Vj. T€ 35.494) liegt damit bei 55,9 % (Vj. 53,2 %) zur Gesamtleistung.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 12.543; Vj. T€ 11.129) beinhalteten im Vorjahr einmalige Aufwendungen für die Neustrukturierung der Kreditverbindlichkeiten, die Akquisitionskosten der Self Industries Inc., den Erwerb von weiteren Anteilen an der türkischen Tochtergesellschaft sowie Kosten aus der Verschmelzung der Löbnitzer Verformungstechnik GmbH auf die August Berger Metallwarenfabrik GmbH i.H.v. rund T€ 1.186. Im Berichtsjahr sind bezogen auf Kapitalmaßnahmen bei Tochtergesellschaften nur in einem geringen Umfang Aufwendungen angefallen. Der Anstieg im Vergleich zu 2015 resultiert im Wesentlichen aus der im Vorjahr erworbenen Self Industries Inc.
Die Abschreibungen aus dem operativen Geschäft im Konzern lagen bei T€ 4.971 (Vj. T€ 4.066). Ursächlich für den Anstieg ist im Wesentlichen Self Industries Inc.
Das Ergebnis vor Steuern (Vj. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) konnte im Geschäftsjahr (T€ 5.001) deutlich gegenüber dem Vorjahr (T€ 718) gesteigert werden. Dieser Anstieg wurde ausschließlich durch die Berger-Gruppe erwirtschaftet. Neben dem Wegfall der oben beschriebenen einmaligen Aufwendungen, der ganzjährigen Konsolidierung von Self Industries Inc. konnten auch einige andere Gesellschaften in der Berger-Gruppe das Ergebnis deutlich steigern.
Das Zinsergebnis betrug T€ -1.145 (Vj. T€ -667) und setzt sich aus Zinsaufwendungen T€ -1.154 (Vj. T€ -673) und Zinserträgen T€ 9 (Vj. T€ 6) zusammen. Primär durch die Finanzierung des Erwerbs von Self Industries Inc. sind die Zinsaufwendungen gestiegen.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung | T€ | T€ |
| Umsatz | 94.345 | 66.678 |
| Betriebsleistung | 94.747 | 67.703 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 756 | 838 |
| Rohertrag | 41.780 | 31.209 |
| Zinsergebnis | -1.145 | -667 |
| Ergebnis vor Steuern (Vj. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) |
5.001 | 718 |
Im Geschäftsjahr 2016 waren im Konzern durchschnittlich 441 (Vj. 432) Mitarbeiter/innen beschäftigt.
Die fachliche und soziale Kompetenz der Mitarbeiter, die durch ihre hohe Qualifikation mit das wichtigste Fundament des Unternehmens sind, sind ein wichtiger Leistungsindikator. Schlüsselpositionen werden grundsätzlich nur an erfahrene und qualifizierte Personen vergeben.
Der Personalaufwand im Konzern betrug in 2016 € 18,6 Mio. (Vj. € 15,4 Mio.). Davon entfielen ca. € 15,3 Mio. (Vj. € 12,8 Mio.) auf Löhne und Gehälter sowie auf soziale Abgaben € 3,3 Mio. (Vj. € 2,6 Mio.). Die Personalaufwandsquote sank deutlich auf 19,7 % gegenüber dem Vj. mit 23,1 %. Insbesondere durch den ganzjährigen Einbezug der Neuerwerbe sind die Personalkosten gestiegen.
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | Passiva | 23.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | T€ | T€ | T€ | T€ | ||
| Anlagevermögen | 32.782 | 33.021 | Eigenkapital | 39.556 | 33.183 | |
| Umlaufvermögen | 8.795 | 3.438 | Rückstellungen | 375 | 135 | |
| Rechnungsabgrenzungs posten / latente Steuern |
252 | 225 | Verbindlichkeiten | 1.898 | 3.366 | |
| Bilanzsumme | 41.829 | 36.684 | Bilanzsumme | 41.829 | 36.684 |
| 31.12.2015 | 23.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | Passiva | T€ | T€ |
| 252 | 225 | Verbindlichkeiten | 1.898 | 3.366 |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | Passiva | 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | T€ | T€ | T€ | T€ | ||
| Anlagevermögen | 34.027 | 36.971 | Eigenkapital | 25.195 | 19.717 | |
| davon Finanzanlagen | 147 | 389 | davon Anteile Dritter | 1.161 | 1.925 | |
| Umlaufvermögen | 29.831 | 26.006 | Rückstellungen | 3.082 | 2.116 | |
| Rechnungsabgrenzungs posten / latente Steuern |
873 | 932 | Verbindlichkeiten | 36.454 | 42.076 | |
| davon aus Lieferungen/Leistungen |
9.778 | 9.056 | ||||
| aus Finanzverbindlichkeiten | 21.923 | 27.108 | ||||
| erhaltene Anzahlungen | 163 | 121 | ||||
| ggü. verb. Unternehmen | 83 | 84 | ||||
| Sonstige | 4.507 | 5.707 | ||||
| Bilanzsumme | 64.731 | 63.909 | Bilanzsumme | 64.731 | 63.909 |
| 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | Passiva | T€ | T€ |
| 873 | 932 | Verbindlichkeiten | 36.454 | 42.076 |
| davon aus Lieferungen/Leistungen |
9.778 | 9.056 | ||
| aus Finanzverbindlichkeiten | 21.923 | 27.108 | ||
| erhaltene Anzahlungen | 163 | 121 | ||
| ggü. verb. Unternehmen | 83 | 84 | ||
| Sonstige | 4.507 | 5.707 | ||
Die Bilanzsumme im Konzern zum 31. Dezember 2016 stieg leicht auf € 64,7 Mio. (Vj. € 63,9 Mio.).
Das Anlagevermögen im Konzern ist von € 36,9 Mio. auf € 34,0 Mio gesunken. Ursächlich hierfür sind Investitionen welche niedriger waren als die Abschreibungen. Diese betragen € 4.9 Mio. (Vj. € 4,1 Mio.). Hierin enthalten sind Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte i.H.v. € 2,7 Mio. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 2,1 € Mio..
Das Umlaufvermögen im Konzern beträgt € 29,8 Mio. (Vj. € 26,0 Mio.). Davon entfallen auf Vorräte € 10,3 Mio. (Vj. € 9,1 Mio.), auf Forderungen aus Lieferung und Leistung, sowie sonstige Vermögensgegenstände € 14,2 Mio. (Vj. € 13,9 Mio.). Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei € 5,3 Mio. (Vj. € 2,9 Mio.). Aufgrund der bestehenden liquiden Mittel war man jederzeit in der Lage den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Das Konzerneigenkapital stieg auf € 25,2 Mio. (Vj. € 19,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt im Geschäftsjahr bei 38,9 % (Vj. 30,9 %). Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde im Geschäftsjahr eine Kapitalerhöhung (€ 5,0 Mio.) durchgeführt. Auch ohne diese Kapitalerhöhung würde sich ein leichter Anstieg der Eigenkapitalquote ergeben.
Die Konzernverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind deutlich auf € 21,9 Mio. (Vj. € 27,1 Mio.) gesunken.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten / Rückstellungen im Konzern (kurzfristiges Fremdkapital) blieben nahezu konstant bei T€ 22.187 (Vj. T€ 20.726).
Der operative Cashflow mit € 10,0 Mio. in 2016 (Ergebnis vor Steuern (Vj. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) zzgl. Abschreibungen) konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden (Vj. € 4,8 Mio.).
In das Anlagevermögen wurden Investitionen in Höhe von T€ 2.656 (Vj. T€ 16.140) getätigt. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 5.221 (Vj. T€ 4.066) gegenüber. Die Investitionen des Vorjahres waren von dem Kauf der Self Industries geprägt.
Die Geschäftsbereiche des Konzerns sind Konjunkturschwankungen und Marktzyklen in den jeweiligen Regionen und Branchen ausgesetzt. Als Bestandteil einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Gruppenführung gehört die Identifikation und Analyse von Risiken und Chancen für die Ringmetall Gruppe dazu. Für die Erreichung der strategischen Ziele ist es elementar, Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Das in der Ringmetall Gruppe praktizierte Managementsystem bezieht daher das Management der einzelnen Geschäftsbereiche aktiv ein und wird vom Vorstand verantwortlich geleitet. Die Verantwortung für die Umsetzung des Chancen- und Risikomanagementsystems in den Geschäftsbereichen trägt das jeweilige Management.
Das in den Vorjahren eingeführte System wurde in 2016 gezielt ausgebaut. So wurden im Berichtsjahr interne Revisionen durchgeführt.
Die stetige Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagementsystems erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Vorstand und Aufsichtsrat. Ein zentraler Bestandteil ist die Beurteilung der Chancen und Risiken. Für die Evaluierung wurde eine entsprechende Kategorisierung entwickelt welches mittels einem Bottom Up Prozess eine möglichst umfassende Identifizierung der Chancen und Risiken gewährleisten soll.
Das Management der Geschäftsbereiche ermittelt durch eine Analyse die Risiken, erstellt eine erste Bewertung und berichtet diese an die nächste Instanz. Auf Vorstandsebene erfolgt dann eine tiefergehende Analyse sowie Bewertung, in Bezug auf die zeitliche Dimension, die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der wertmäßigen potentiellen Schadenshöhe.
Das eingesetzte Risikoinstrumentarium besteht aus integrierten Planungs-, Berichts- und Kontrollsystemen. Es ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen gegenzusteuern. Die monatliche Berichterstattung informiert die jeweiligen Geschäftsführer und den Vorstand über den Stand der Gesellschaften.
Risiken aus dem Metallhandel werden durch mittelfristige Rahmenverträge mit den entsprechenden Lieferanten reduziert. Somit können kurzfristige Stahlpreisschwankungen abgefangen bzw. abgefedert werden. Darüber hinaus sind diese Preisschwankungen den Kunden bekannt und sind daher auch Grundlage für die Preisfindung. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt.
Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung. Die derzeit erhöhten Unsicherheiten berücksichtigen wir durch zusätzliche Risikoszenarien sowie kurzfristige Aktualisierung unserer Liquiditätsplanung, um bei Bedarf umgehend entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Durch die laufende Überwachung und des geplanten Kapitaldienstes wird das Risiko niedrig gehalten.
Finanzinstrumente werden ausschließlich für Sicherungsgeschäfte verwendet. Die daraus resultierenden Risiken sind als gering einzustufen. Weitere Angaben zu den abgeschlossenen Finanzinstrumenten sind im Anhang dargestellt.
Ausfallrisiken begrenzen wir durch interne Länderratings, die fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand reduzieren wir, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Soweit keine Großkunden in Insolvenz gehen, ist das Risiko als niedrig einzuschätzen.
Nachhaltigkeit dient dazu, wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt sowie gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln zu verbinden. Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtungen im Rahmen der Nachhaltigkeit oder gegen Gesetze stellen ein Reputationsrisiko dar und können zu operativen und strategischen Risiken führen. Um Risiken und Chancen aus Nachhaltigkeitsaspekten frühzeitig zu erkennen, haben wir ein diesbezügliches globales Managementsystem eingeführt. Die Ergebnisse werden dazu genutzt, Veränderungsprozesse im Unternehmen anzustoßen, um auf etwaige Risiken vorbereitet zu sein und Chancen entsprechend nutzen zu können. Um Sicherheit und Gesundheit sowie Arbeits- und Sozialstandards zu überprüfen, haben wir globale Monitoring-Systeme etabliert. Diese beziehen unternehmensübergreifend auch unsere Lieferanten mit ein. Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit relevanten Interessensvertretern, um die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftsaktivitäten sicherzustellen.
Informationstechnologien werden eingesetzt, um mögliche Risiken zu reduzieren. Es bestehen integrierte, gruppenweit standardisierte IT-Infrastrukturen und Anwendungen, Back-up-Systeme, Spiegeldatenbanken, Viren- und Zugangsschutz sowie Verschlüsselungssysteme.
Innerhalb des konzernweiten Kontrollsystems der Ringmetall Gruppe ist das IKS (Interne Kontrollsystem) bezogen auf das Rechnungswesen ein zentraler Bestandteil. Die Sicherstellung der Einhaltung von für die Ringmetall Gruppe relevanten Vorschriften (intern und extern) und Richtlinien ist das zentrale Ziel. Diese Vorschriften und Richtlinien sind von allen Gesellschaften der Gruppe einzuhalten. Mögliche Auswirkungen von neuen Vorschriften auf die Ringmetall Gruppe werden gemeinsam mit externen Beratern analysiert. Die Umsetzung und entsprechende Überwachung erfolgt dann durch interne Instanzen.
Die bestehenden Kontrollprozesse und –systeme im Bereich der IT werden auch durch eine stetige fortschreitende Zentralisierung optimiert. Auch wird das zentrale Gruppen ERP System, welches bereits die meisten Gesellschaften nutzen, stetig weiter implementiert. Zugriffsberechtigungen sind klar geregelt und werden zentral überwacht. Auch im Bereich der IT nutzt die Gruppe das Know-how von ausgewählten externen Spezialisten.
Die Erstellung der Einzelabschlüsse und der Berichterstattung an den zentralen Finanzbereich erfolgt meist durch das Rechnungswesen der Ländergesellschaften. Vereinzelt werden diese durch lokale, externe Spezialisten unterstützt. Vom zentralen Finanzbereich der Ringmetall Gruppe werden entsprechende Vorschriften und Richtlinien erlassen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses werden die gemeldeten Daten der Einzelgesellschaften in ein Konsolidierungstool geladen. Es erfolgt eine Durchsicht der berichteten Abschlüsse durch die Konzernzentrale. Sofern erforderlich erfolgt hier dann eine Anpassung an die Bilanzierungsrichtlinien der Ringmetall Gruppe. Mittels dieser Systeme und Kontrollen gewährleistet Ringmetall mit hinreichender Sicherheit einen gesetzeskonformen Konzernrechnungslegungsprozess.
Der zentrale Finanzbereich der Ringmetall Gruppe überwacht die Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken gruppenweit. Auch die Sicherstellung der Liquidität obliegt der Zentrale. Zur Verminderung des Zinsrisikos bei variabel verzinsten Darlehen werden bei Bedarf entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Devisentermingeschäfte werden nur abgeschlossen, sofern nach Einschätzung der Konzernzentrale wesentliche Zahlungsströme in Fremdwährung zu erwarten sind und Risiken aufgrund hoher Kursschwankungen bestehen. Gemäß den internen Richtlinien werden keine Geschäfte mit Finanzinstrumenten zu Spekulationszwecken genutzt.
Die Ringmetall AG verfügt über eine weltweit marktführende Position in ihrem Kerngeschäft Industrial Packaging. Für das laufende Geschäftsjahr 2017 und die Jahre danach plant das Unternehmen weiter profitabel zu wachsen und seine marktdominierende Stellung weiter auszubauen.
Den wichtigsten Treiber für das weltweite Wachstum der Gruppe stellt die Entwicklung der Chemiebranche, als mit Abstand größter absatzseitiger Industriezweig, dar. Auf der Grundlage aktueller Marktdaten geht der Vorstand der Ringmetall AG von einer weiterhin soliden Entwicklung der chemischen Industrie aus. Für die kommenden Jahre erwartet das Unternehmen daher ein organisches Wachstumspotenzial von drei bis fünf Prozent pro Jahr im Umsatz.
Darüber hinaus bewertet der Vorstand das aktuelle Marktumfeld für weiteres anorganisches Wachstum als attraktiv. Auf der Basis einer umfassenden Analyse der Branche für Spezialverpackungssysteme ergeben sich Chancen für weitere kleinere Akquisitionen im Kernbereich Industrial Packaging. Sowohl im Bereich von Zukäufen vor dem Hintergrund weiterer internationaler Expansion als auch von Akquisitionen zur vertikalen Erweiterung des Produktangebots bieten sich daher weitere Wachstumspotenziale für die Ringmetall Gruppe. Dabei wird auch die Expansion des Geschäftsmodells in angrenzende Industrien als grundsätzlich mögliche Wachstumsoption bewertet, sofern das Unternehmen das Chancen-Risiko-Verhältnis hierfür als ebenfalls attraktiv bewertet.
Im Konzernabschluss 2015 wurde für das Geschäftsjahr ein Umsatzniveau von über 90 Millionen Euro bei einem EBITDA von etwa 11 bis 12 Millionen Euro prognostiziert. Wie die Zahlen aus dem Konzernabschluss 2016 belegen, hat die Ringmetall Gruppe diese Prognose planmäßig erreicht.
Für das Geschäftsjahr 2017 geht der Vorstand der Ringmetall AG daher von einem organischen Wachstumspotenzial im Umsatz auf ein Niveau von 98,0 bis 103,0 Millionen Euro aus, sowie von einem Anstieg des EBITDA auf ein Niveau zwischen 11,5 und 13,0 Millionen Euro. Diese Einschätzung reflektiert eine konservativ zurückhaltende Prognose möglicher Entwicklungsszenarien in der Türkei, in der Ringmetall einen Produktionsstandort unterhält.
Darüber hinaus geht der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr von mindestens einem Unternehmenszukauf aus. Der mögliche anorganische Umsatzzuwachs aus den Akquisitionsaktivitäten des Unternehmens wird im Bereich zwischen 3,0 und 20,0 Millionen Euro prognostiziert. Vor dem Hintergrund einer konservativen Umsatz- und Ergebnisplanung sind diesbezügliche Effekte aus Unternehmenszukäufen nicht in der Prognose zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2017 enthalten.
Mittelfristig geht der Vorstand zum Jahr 2021 von einem organischen und anorganischen Wachstumspotenzial der Ringmetall Gruppe auf ein Umsatzniveau von über 200 Millionen Euro aus. Gleichzeitig erwartet der Vorstand eine Ausweitung der EBITDA-Marge auf ein Niveau zwischen 12,5 und 15,0 Prozent. Maßgebliche Treiber der konzernweiten Ergebnisexpansion werden die weitere Automatisierung von Produktionsschritten sein, sowie die Hebung von Synergien innerhalb des Unternehmensverbunds.
München, 27. April 2017
Vorstandssprecher Vorstand Vorstand
Christoph Petri Jörg Rafael Konstantin Winterstein
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung der Ringmetall Aktiengesellschaft sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, in Jahres- und Konzernabschluss und in dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermitteln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Schwabach, den 28. April 2017
WPH HOFBAUER & MAIER GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Tobias Göstl Stefan Maier Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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