Annual Report • May 22, 2019
Annual Report
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| AN DEN AKTIONÄR | 05 |
|---|---|
| Kennzahlen des Konzerns | 05 |
| Der Vorstand | 06 |
| Brief des Vorstands | 06 |
| Der Aufsichtsrat | 08 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 09 |
| Ringmetall am Kapitalmarkt | 12 |
| ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018 | 14 |
| Die Ringmetall Gruppe | 16 |
| Wirtschaftsbericht | 26 |
| Risiko- und Chancenbericht | 41 |
| Prognosebericht | 49 |
| Weitere gesetzliche Angaben | 51 |
| DER RINGMETALL KONZERN | 55 |
| Konzern-Bilanz | 56 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 58 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 59 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 60 |
| Konzern-Eigenkapitalspiegel | 62 |
| Konzern-Anhang | 64 |
| Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers | 126 |
| DIE RINGMETALL AG | 134 |
| Bilanz der AG | 136 |
| Gewinn- und Verlustrechnung der AG | 138 |
| Anhang der AG | 139 |
| Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers | 150 |
| SONSTIGES | 156 |
| Quellenangaben | 156 |
| Rechtliche Hinweise | 157 |
| Impressum | 157 |
| GUV-KENNZAHLEN TEUR |
2018 | 2017 | 2016 | 2015* | 2014* |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 110.567 | 102.348 | 94.294 | 66.678 | 65.828 |
| Gesamtleistung | 111.062 | 102.388 | 94.645 | 67.703 | 66.129 |
| Rohertrag | 46.125 | 45.356 | 41.678 | 31.209 | 31.841 |
| EBITDA | 10.431 | 12.041 | 11.194 | 5.438 | 6.965 |
| EBIT | 8.280 | 10.035 | 9.267 | 1.372 | 2.946 |
| Konzernjahresergebnis | 5.156 | 7.135 | 5.701 | -169 | 1.784 |
| BILANZ-KENNZAHLEN TEUR |
2018 | 2017 | 2016 | 2015* | 2014* |
|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 48.499 | 34.867 | 35.001 | 36.970 | 24.942 |
| Umlaufvermögen | 32.982 | 39.986 | 30.384 | 26.006 | 18.718 |
| Eigenkapital | 48.537 | 39.102 | 26.306 | 19.717 | 18.377 |
| Eigenkapitalquote | 59,0% | 51,6% | 39,7% | 30,9% | 41,4% |
| Verbindlichkeiten | 29.966 | 33.291 | 37.310 | 42.076 | 24.222 |
| Bilanzsumme | 82.271 | 75.796 | 66.239 | 63.909 | 44.557 |
nach IFRS (mit * gekennzeichnet nach HGB)
Christoph Petri studierte an der Universität Nürnberg und der University of Sydney Betriebswirtschaftslehre und schloss sein Studium 2006 als Diplom-Kaufmann ab. Im Anschluss daran begann er seine Karriere bei einer auf den Mittelstand fokussierten Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft in München. Im Jahr 2011 wurde er in den Vorstand von Ringmetall berufen, in dem er Vorstandssprecher und für das strategische Beteiligungsmanagement sowie für Finanzen, Investor Relations, Vertrieb und Marketing verantwortlich ist.
Konstantin Winterstein studierte an der TU Darmstadt und an der TU Berlin, wo er 1996 seinen Abschluss in Maschinenbau machte. 2004 erhielt er einen MBA am INSEAD in Fontainebleau und Singapur. Von 1997 bis 2014 hatte er verschiedene Positionen bei der BMW Group inne. Seit 2014 ist er Vorstand von Ringmetall und verantwortlich für das operative Beteiligungsmanagement sowie für Personal, IT, Technik und Produktion.
das Geschäftsjahr 2018 war in vielerlei Hinsicht ein bewegtes Jahr. Die Weltwirtschaft, die Politik und nicht zuletzt auch die Kapitalmärkte haben unser Unternehmen vor eine Vielzahl von Herausforderungen gestellt, die es zu bewältigen galt. Es freut uns daher um so mehr, dass das zurückliegende Jahr trotz aller widrigen Umstände für Ringmetall erneut sehr erfolgreich verlaufen ist. Erneut sind wir deutlich gewachsen. Erneut haben wir unsere Position als ein führender Spezialist in der Verpackungsbranche in unseren Kernmärkten weiter gefestigt und ausgebaut.
Mit 110,6 Millionen EUR konnte der Konzernumsatz abermals deutlich zulegen und fiel um 8,0 Prozent höher aus als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 10,4 Millionen EUR wie erwartet unter Vorjahr. Grund hierfür waren einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von rund 1,8 Millionen EUR, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Jahresziele 2018 in Art und Höhe noch nicht einschätzbar waren. Hierzu zählen im Wesentlichen die Umstellung des Konzernrechnungslegungsstandards auf IFRS, der Wechsel in den Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) inklusive der hierfür vorgeschriebenen Erstellung eines Wertpapierhandelsprospekts und der im unmittelbaren Anschluss durchgeführten Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht. Darüber hinaus mussten wir im Rahmen der Akquisition von Nittel eine transaktionsbedingte Vermittlungsprovision leisten, die anders als die Kaufpreiszahlung unmittelbar ergebniswirksam erfasst wurde. Ferner wurde der Produktionsstandort in Sessenhausen geschlossen und die Produktion auf einen anderen Standort verlagert. Unter Herausrechnung dieser einmaligen Sonderaufwendungen lagen wir also sowohl in Bezug auf den Konzernumsatz, als auch in Bezug auf das EBITDA im Rahmen der von uns kommunizierten Jahresziele.
Ein Blick auf die beiden Geschäftsbereiche zeigt, dass inzwischen wieder sowohl Industrial Packaging als auch Industrial Handling zum Konzernerfolg beigetragen haben. Der Schwung, den wir 2017 aus dem Turnaround des Bereichs Industrial Handling mitgenommen haben, diente 2018 als gute Grundlage für die Festigung und den Ausbau unserer Marktposition. Unsere Produktinnovationen erfreuen sich kontinuierlich steigender Nachfrage in den von uns adressierten Nischenmärkten.
Neben einem gesunden organischen Wachstum stellt aber ja bekanntlich auch das Wachstum aus regelmäßigen Zukäufen einen wichtigen Pfeiler unserer Expansionsstrategie dar. Wenngleich wir 2018 nicht alle Übernahmeverhandlungen zu dem von uns gewünschten Abschluss bringen konnten, so konnten wir im November 2018 mit der Akquisition von Nittel doch eine für uns besonders wichtige Transaktion vermelden. Durch die führende Position des Anbieters von Inlinern stellen wir uns zukünftig als Systemlieferant in der Fassindustrie auf und werden in vielerlei Hinsicht attraktive Synergien realisieren können. Weitere Zukäufe in diesem Teilsegment der Industriefassverpackungen sind daher geplant.
Obwohl wir mit dem Geschäftsverlauf grundsätzlich sehr zufrieden sein dürfen, haben die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres auch ihre Spuren in unseren Zahlen hinterlassen. Der deutliche Rückgang des US-Dollars gegenüber dem Euro im Vergleich zu 2017 etwa führte dazu, dass sich die starke operative Entwicklung unserer US-Tochtergesellschaft Self Industries auf dem Papier wenig ambitioniert darstellt. Zwar konnten Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr immer noch deutlich zulegen. In Euro umgerechnet fielen die Zuwächse jedoch deutlich geringer aus als in US-Dollar.
Die stark gestiegenen Stahlpreise führten überdies dazu, dass sich unsere Margen gegenüber dem Vorjahr reduzierten. Grundsätzlich sind die Verträge mit unseren Kunden in der Regel mit Preisgleitklauseln versehen. Steigende Rohstoffpreise können wir dementsprechend also an unsere Kunden weiterreichen. Der gleichbleibende Bruttoertrag pro Spannring bei gleichzeitig steigendem Verkaufspreis führt jedoch zwangsläufig zu einer geringeren Ergebnismarge. Zudem zeigte sich 2018 über längere Strecken, dass die großen Stahlpreisindizes, die als Basis für unsere Preisgleitklauseln dienen, sich nicht im Einklang mit den tatsächlich am Markt vorherrschenden Einkaufskonditionen bewegten, was unsere Margen zusätzlich belastete.
Zu guter Letzt wirkten sich auch die politischen Turbulenzen in der Türkei und der damit einhergehende Kollaps der türkischen Lira negativ auf den Geschäftsverlauf in der Türkei aus. Dies führte sogar dazu, dass unser Konzern 2018 einen leichten Verlust in dieser Region verbuchen musste. Im Laufe des vierten Quartals beruhigte sich die Situation jedoch zusehends. Die deutlich niedrigeren Wechselkurse machen es nun sogar sehr attraktiv, zukünftig weitere Teile der Produktion an den Niedriglohnstandort Türkei zu verlagern.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass das laufende Geschäftsjahr von deutlich weniger Gegenwind geprägt sein wird als das vergangene Jahr. Die allgemeine getrübte Stimmungslage in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen nehmen wir mit dem gebührenden Respekt zur Kenntnis, wenngleich im operativen Geschäftsverlauf aktuell nur geringe rezessive Tendenzen zu verzeichnen sind. Daher erfolgt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 zunächst im Rahmen einer größeren Bandbreite als üblich und wird im weiteren Jahresverlauf konkretisiert. Dementsprechend rechnen wir mit einem Konzernumsatz zwischen 120,0 und 130,0 Mio. EUR sowie einem EBITDA zwischen 12,0 und 14,0 Mio. EUR. Dies beinhaltet bereits ein Szenario, das von einer leicht rückläufigen Stahlpreisentwicklung ausgeht. Zudem ist der Umsatz- und Ergebnisbeitrag der erstmals zum 1. Januar 2019 konsolidierten Nittel Halle GmbH enthalten. Mögliche Effekte aus geplanten Unternehmenszukäufen sind nicht Teil der Prognose.
Das Wichtigste wie immer zum Schluss: Unser ausdrücklicher Dank gilt an dieser Stelle unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern! Ihr täglicher Einsatz für die Ringmetall Gruppe ist das Fundament, auf dem wir unsere Zukunft aufbauen und wir schätzen Ihr hohes Engagement sehr. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen auch 2019 ein starkes Team für eine starke Ringmetall Gruppe bilden zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen Der Vorstand der Ringmetall AG
Christoph Petri Konstantin Winterstein
Klaus Jaenecke begann seine Berufslaufbahn nach einem Betriebswirtschaftsstudium in Frankfurt, Paris und London im Jahre 1980 bei einer Beteiligungsgesellschaft in Mexiko. Es folgten Stationen bei den Investmentbanken Kleinwort, Benson und Goldman Sachs in London sowie New York mit dem Fokus auf Mergers & Acquisitions bevor er sich 1991 in diesem Feld in München selbständig machte. Klaus Jaenecke konzentriert sich seit vielen Jahren auf gute Corporate Governance in Firmen des industriellen Mittelstandes und ist Vorsitzender und Mitglied in mehreren Aufsichtsräten.
Markus Wenner ist geschäftsführender Partner der GCI Management Consulting, einem Beratungs- und Beteiligungsunternehmen für die mittelständische Wirtschaft. Davor war er für GSM Industries als Investment Manager tätig. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Deutschland und den USA begann Markus Wenner seine Karriere als Anwalt für die internationale Wirtschaftskanzlei Clifford Chance in den Bereichen Mergers & Acquisitions und Corporate Finance. Markus Wenner ist Gründer und Mitinhaber diverser Unternehmen sowie Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten und Beiräten.
Ralph Heuwing startete nach einem Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen und am MIT in Cambridge (USA) sowie einem MBA-Studium am INSEAD in Frankreich seine Karriere bei der Boston Consulting Group (BCG) als Berater. 2001 wurde er zum Geschäftsführer und Partner ernannt. Ralph Heuwing war von Mai 2007 bis Mai 2017 Finanzvorstand des Technologieunternehmens Dürr und verantwortete die kaufmännischen Bereiche des Konzerns, außerdem die IT und das Global Sourcing sowie zwei der fünf operativen Unternehmensbereiche von Dürr. Seit November 2017 ist er Finanzvorstand von Knorr-Bremse in München.
auch wenn das Jahr 2018 von zahlreichen weltwirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten geprägt war, so kann die Ringmetall Gruppe doch erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Und dies nicht nur im Hinblick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Ringmetall hat auch eine Reihe wichtiger interner Wachstumsschritte umgesetzt. Die Rechnungslegung des Konzerns wurde auf den internationalen Standard IFRS umgestellt. Mitte des Jahres wurde der Wechsel in den General Standard und somit den Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse vorgenommen und im Vorfeld der hierfür benötigte Wertpapierprospekt erstellt. Alles Schritte, die das Unternehmen insgesamt ein gutes Stück haben reifen lassen. Und nicht zuletzt hat Ringmetall mit der Übernahme von 100 Prozent der Geschäftsanteile von Nittel auch den Schritt in ein neues Produktsegment erfolgreich vorangetrieben.
Der Aufsichtsrat hat diese Schritte wie auch die allgemeine Geschäftsführung des Vorstands 2018 kontinuierlich überwacht. Dabei diskutierte er unterschiedliche Szenarien der Geschäftsentwicklung mit ihm und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Tätigkeiten des Vorstands konnte sich der Aufsichtsrat dabei stets überzeugen. Auf Basis eines regelmäßigen Austauschs war der Aufsichtsrat in sämtliche bedeutende Entscheidungen des Vorstands eingebunden und wurde umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle wesentlichen Aspekte der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage sowie der Compliance informiert.
Im Jahr 2018 fanden insgesamt vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Überdies gab es zahlreiche Telefonate und Telefonkonferenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. An den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen nahmen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teil.
In der Aufsichtsratssitzung vom 25. April 2018 ließ sich der Aufsichtsrat den Jahresabschluss durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly präsentieren und erörterte die zukünftige Dividendenpolitik mit dem Vorstand. Ferner wurde der aktuelle Stand der Erstellung des Wertpapierprospekts und der damit verbundenen Kapitalerhöhung besprochen sowie auf das bevorstehende Uplisting der Gesellschaft in das Marktsegment "General Standard" des Regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse eingegangen. Bezüglich der weiteren M&A-Aktivitäten wurden mögliche Übernahmekandidaten durch den Vorstand vorgestellt und diskutiert. Zudem wurde die Verlängerung des Vorstandsvertrags von Herrn Christoph Petri finalisiert.
Die Sitzung vom 2. Juli 2018 befasste sich neben dem aktuellen Geschäftsverlauf in allen Geschäftsbereichen vor allem mit der Besprechung der einzelnen Tagesordnungspunkte der bevorstehenden Hauptversammlung. Der Vorstand präsentierte zudem den aktuellen Stand der Prospekterstellung und des Uplisting-Prozesses. Ferner wurde eingehend der aktuelle Geschäftsverlauf in den Märkten China und Türkei besprochen und geeignete Schritte diskutiert. Zudem legte der Vorstand weitere Einzelheiten möglicher M&A-Transaktionen im Rahmen einer Shortlist dar. Abschließend besprach sich der Aufsichtsrat zu den anstehenden Neuwahlen im Gremium.
Am 30. August 2018 fand im Anschluss an die Hauptversammlung eine konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrates statt. Als neu in das Gremium gewähltes Mitglied wurde Herr Klaus F. Jaenecke zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Markus Wenner wurde erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt.
In der Sitzung vom 28. November 2018 diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat insbesondere das Budget inklusive des Investitionsplans für das Geschäftsjahr 2019. Weiterhin fand eine ausführliche Erörterung der Chancen und Risiken aus der Akquisition der Firma
Nittel statt, die mit der Erteilung eines Verhandlungsmandats zum Abschluss einer Transaktion einherging. Im Rahmen des Börsensegmentwechsels beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Thema der Corporate Governance der Ringmetall Gruppe. Sie orientiert sich an einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Auslegung des Wertschöpfungsgedankens und basiert auf dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Abweichungen von den Vorgaben des Kodex haben Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft im Rahmen einer Entsprechenserklärung nach § 161 AktG veröffentlicht.
Die Besetzung des Vorstands der Gesellschaft blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden auf der ordentlichen Hauptversammlung am 30. August 2018 neu gewählt. Für das aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl stehende Mitglied, Herrn Thilo von Selchow wurde Herr Klaus F. Jaenecke neu in den Aufsichtsrat gewählt. Die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder, Herr Markus Wenner und Herr Ralph Heuwing, wurden erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Seit den Neuwahlen am 30. August 2018 blieb die Zusammensetzung des Aufsichtsrats unverändert. Ausschüsse hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr keine gebildet.
Die Hauptversammlung vom 30. August 2018 wählte die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Nürnberg, zum Abschlussund Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018. Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte für das Geschäftsjahr 2018 den Jahresabschluss und den Lagebericht der Ringmetall AG, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
In der Aufsichtsratssitzung vom 29. April 2019 wurde der Jahresabschluss und Konzernabschluss mit dem unabhängigen Abschlussprüfer detailliert erörtert. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses der Ringmetall AG und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts der Ringmetall AG und des Ringmetall Konzerns und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr sowie über das Risikomanagement. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ringmetall AG und des Konzerns ein. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner hat auch der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018, den Lagebericht der Ringmetall AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Es ergaben sich keine Einwendungen, so dass der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Ringmetall AG und den Konzernabschluss gebilligt hat. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.
Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der Hauptversammlung am 14. Juni 2019 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der Ringmetall AG zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,06 EUR (2017: 0,06 EUR) je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.
Abschließend dankt der Aufsichtsrat ausdrücklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern für ihren Einsatz und ihr hohes Maß an Leistungsbereitschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr. Gleichermaßen gilt der Dank den beiden Vorständen der Gesellschaft.
Klaus F. Jaenecke Vorsitzender des Aufsichtsrats
Nach sechs aufeinander folgenden äußerst guten Börsenjahren erlebten die Aktienmärkte 2018 ein schwarzes Jahr. Konjunktursorgen, internationale Handelskonflikte und die vermeintlich drohende Gefahr eines Zinsanstiegs belasteten die Stimmung an den Börsen deutlich und sorgten für fallende Kurse. Anleger erlebten das verlustreichste Jahr seit der internationalen Finanzkrise 2008.
Der deutsche Leitindex DAX schloss das Jahr mit 10.558,96 Punkten ab und verbuchte somit einen Verlust von 18,3 Prozent. Im internationalen Vergleich schlug er sich damit deutlich schlechter als die meisten anderen großen Indizes. Der europäische Vergleichsindex Euro Stoxx 50 wies mit einem Rückgang von 14,3 Prozent eine leicht bessere Entwicklung auf. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average verzeichnete nur einen leichten Verlust von 5,6 Prozent, während der US-Technologieindex Nasdaq 100 sogar lediglich leicht, nämlich um 1,0 Prozent, im Jahresvergleich abgab.
Belastend wirkte sich vor allem der von US-Präsident Donald Trump angeheizte Handelskonflikt zwischen den USA und China auf die Märkte aus. Die breite Masse der Anleger befürchtete, dass eine Eskalation des Streits zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu einer deutlichen konjunkturellen Abkühlung und vor allem exportorientierte deutsche Unternehmen hart treffen könnte. Zudem belastete die Märkte die Angst vor einem ungeordneten Brexit, also einem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen. Da das Land der fünftgrößte Exportmarkt für deutsche Produkte darstellt, sorgte die Ungewissheit im Jahresverlauf für ein zunehmend schlechteres Sentiment gegenüber deutschen Aktien.
Zu guter Letzt verschlechterte sich das Marktumfeld für Aktien auch vor dem Hintergrund eines Endes der ultralockeren Geldpolitik der internationalen Notenbanken. Die US-Notenbank Fed strafft die geldpolitischen Zügel seit geraumer Zeit und hebt die Leitzinsen etappenweise an. Die letzte Erhöhung vor Jahresende 2018 sorgte für einen regelrechten Ausverkauf an den weltweiten Aktienmärkten. Investoren befürchteten, dass steigende Zinsen die Konjunkturentwicklung deutlich negativ beeinflussen könnten. Zugleich machen höhere Zinsen Anleihen von Staaten und Unternehmen im Vergleich mit Aktien tendenziell attraktiver.
Während sich Aktionäre der Ringmetall AG jahrelang über einen steigenden Kurs freuen konnten, musste sich die Aktie 2018 dem allgemein negativen Trend an den Börsen geschlagen geben. Nachdem sich der Aktienkurs bis ins zweite Quartal hinein noch deutlich positiv entwickelte und am 23. Mai 2018 mit 4,93 EUR auf Intraday-Basis einen neuen historischen Höchststand feiern konnte, gab er im weiteren Jahresverlauf deutlich nach. Die Ringmetall-Aktie beendete das Jahr mit einem Kurs von 2,81 EUR und einem Minus von 29,9 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Ultimo. Der deutsche Small-Cap-Index SDAX verlor im selben Zeitraum lediglich 14,3 Prozent.
Dabei zeigte sich die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns sehr solide und auch die geplante Internationalisierung der Anlegerschaft schritt 2018 weiter gut voran. Ein besonderer Fokus der Investor-Relations-Arbeit lag im abgelaufenen Jahr darin, die Aktie verstärkt auch im angelsächsischen Raum bekannt zu machen. Im Rahmen von Telefonkonferenzen mit britischen Investoren und Roadshows in London gelang es Ringmetall, zahlreiche institutionelle Investoren auf sich aufmerksam zu machen und von einem Investment zu überzeugen. Gleichzeitig wurden erste Kontakte zu US-Fonds aus den Regionen Chicago, New York und San Francisco aufgebaut und in mehreren Gesprächen vertieft. Am 27. Juli 2018 gab die Gesellschaft die Durchführung der bereits in der Ad-Hoc-Mitteilung vom 30. April 2018 angekündigten Kapitalerhöhung, im Volumen von bis zu 5 Prozent des Grundkapitals, mit Bezugsrecht bekannt. Den bisherigen Aktionären der Gesellschaft wurden in der Zeit vom 31. Juli bis 14. August 2018 insgesamt 1.384.240 junge Aktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Januar 2018 zum Preis von 4,10 EUR je junger Aktie im Verhältnis 20:1 (20 alte Aktien berechtigen zum Bezug einer neuen Aktie) zum Bezug angeboten. Die Kapitalerhöhung war leicht überzeichnet und dem Unternehmen floss hierdurch ein Bruttoemissionserlös in Höhe von 5.675.384,00 EUR aus der Kapitalerhöhung zu.
Nach erfolgter Billigung des Wertpapierprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 27. Juli hat das Unternehmen überdies die Zulassung der Aktien zum Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie den Wechsel vom Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse in den Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zum 31. Juli 2018 beantragt. Der Segmentwechsel wurde wie geplant vollzogen.
Auf der Hauptversammlung am 30. August 2018 waren 65,6 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft von 29.069.040,00 EUR durch die anwesenden Aktionäre vertreten. Wie auch bereits in den Vorjahren wurden sämtliche zur Abstimmung gekommenen Tagesordnungspunkte nahezu einstimmig verabschiedet. Im Rahmen der anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat stand der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Thilo von Selchow aus privaten Gründen nicht für eine erneute Wiederwahl zur Verfügung. Der Vorstand der Ringmetall AG dankt Herrn von Selchow in diesem Zusammenhang für seine intensive Unterstützung des Konzerns und wünscht ihm beruflich weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Herr Klaus F. Jaenecke, Unternehmer aus München und unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender der Hansgrohe SE, Schiltach. Die Aufsichtsratsmitglieder Ralph Heuwing und Markus Wenner wurden im Rahmen der Wahl in ihren Ämtern bestätigt. Die Wahl erfolgte in allen drei Fällen bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt. Für das Geschäftsjahr 2017 zahlte das Unternehmen eine Dividende in Höhe von 0,06 EUR je Aktie und damit 0,01 EUR je Aktie mehr als für das Geschäftsjahr 2016.
Im Mai 2018 hat die MainFirst Bank AG im Rahmen eines bezahlten Equity Research-Mandats ihre Erststudie zur Aktie der Ringmetall AG veröffentlicht. Neben der Montega Research AG veröffentlicht damit nun ein zweites unabhängiges Research-Haus Studien zum Unternehmen und trägt damit zur Meinungsbildung am Kapitalmarkt bei. Beide Analysten empfehlen die Ringmetall-Aktie in ihren Studien aktuell zum Kauf.
Ringmetall ist ein weltweit führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie mit Fokus auf Verpackungselemente im Bereich Industriefässer. Das Unternehmen ging im Jahr 2015 durch Umfirmierung und Anpassung des Geschäftsmodells aus ihrer Vorgängergesellschaft, der H.P.I. Holding, hervor. Diese wiederum wurde 1997 als Beteiligungsgesellschaft gegründet.
Aktiv in den Geschäftsbereichen Industrial Packaging und Industrial Handling Seit der Umfirmierung der Gesellschaft und der Anpassung des Geschäftsmodells ist Ringmetall als spezialisierte Industrie-Holding in den beiden Geschäftsbereichen Industrial Packaging und Industrial Handling tätig. Ringmetall entwickelt, produziert und vermarktet Produktlösungen für die Anwendung in der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Lebensmittelindustrie sowie der Logistikbranche und im agrarwirtschaftlichen Bereich.
Über 2.000 unterschiedliche Fassspannring-Varianten im Angebot
Im Geschäftsbereich Industrial Packaging entwickelt, produziert und vertreibt Ringmetall Verpackungselemente für die Fassindustrie. Zum Produktsortiment im Bereich Industrial Packaging zählen vor allem Verschlussspannringe und Form-Inliner (ab 2019), aber auch Deckel, Dichtungen, Griffe, komplette Verschlusseinheiten sowie anforderungsspezifische Spezialkomponenten in unterschiedlichsten Dimensionen und Qualitätsstufen. Die Produktgruppe der Spannringe stellt den wichtigsten Umsatzträger der Ringmetall Gruppe dar. Vom Hauptprodukt des Unternehmens, dem Fassspannring, stellt Ringmetall über 2.000 unterschiedliche Varianten her. Im Markt für Industriefässer konzentriert sich das Unternehmen primär auf die speziellen Anforderungen sogenannter Open Top Drums (Deckelfässer) und hier speziell Steel Drums (Stahlfässer), Plastic Drums (Plastikfässer), Fiber Drums (Faserstofffässer) und Pails (Eimer). Seit der Akquisition von Nittel Ende 2018 und dem damit verbundenen Eintritt in den Markt (ab 2019) für Innenhüllen für Industriefässer bietet der Konzern erstmals auch Produktlösungen im Bereich der Closed Top Drums (Geschlossene Fässer) an.
Im Geschäftsbereich Industrial Handling entwickelt, produziert und vertreibt Ringmetall Fahrzeuganbauteile für Spezialfahrzeuge in der Frachtlogistik und Lagerlogistik sowie im agrarwirtschaftlichen Bereich. Neben Anbauteilen für Traktoren, Landmaschinen und Lastfahrzeugen zählen hierzu vor allem solche für Gabelstapler und Flurförderzeuge. Zum Produktsortiment des Bereichs Industrial Handling zählen hauptsächlich Rückhaltesysteme und Anhängerkupplungssysteme. Aber auch Hubmastteile, Kupplungs- und Bremspedale mit speziellen Anforderungsprofilen, Hydraulikkomponenten und komplexe Schweißbaugruppen sind Teil des Produktangebots.
Ringmetall und ihre den beiden Geschäftsbereichen zugeordneten Tochtergesellschaften sind über eine Holding-Struktur miteinander verbunden. Die in München ansässige Muttergesellschaft der Holding, die Ringmetall AG, vereint zentrale Konzernfunktionen in sich, die sich maßgeblich mit der Konzernfinanzierung, Investor Relations, Strategie und Unternehmensentwicklung sowie der Vorbereitung und Durchführung von Unternehmensakquisitionen befassen. Neben der Holding-Gesellschaft bestand die Gruppe Ende 2018 aus insgesamt 20 Gesellschaften. Hiervon sind zehn Gesellschaften operativ tätig, zwei Gesellschaften reine Zwischen-Holdings sowie vier Gesellschaften als Verwaltungseinheiten tätig und zwei Gesellschaften ruhend.
Die einzelnen Tochtergesellschaften agieren weitestgehend unabhängig voneinander am Markt. Auf Basis regelmäßiger Management Meetings erörtern die Vorstände der Management Holding gemeinsam mit den Geschäftsführern der größten Tochtergesellschaften strategische Ansätze zur weiteren Entwicklung der Ringmetall Gruppe.
Die so erarbeiteten Maßnahmen werden dann zunächst in Teilbereichen auf Praktikabilität erprobt. Nach erfolgreicher Umsetzung werden bewährte Vorgehensweisen in den einzelnen Ländergesellschaften umgesetzt.
Die Entwicklung und Herstellung der Produkte findet an insgesamt zwölf Produktionsstandorten weltweit statt. Hierzu zählen in Deutschland die Standorte Attendorn (Nordrhein-Westfalen), Berg (Rheinland-Pfalz) und Ernsgaden (Bayern). Im Ausland bestehen Standorte in Valmadrera und Albavilla (Italien), Peterlee (Großbritannien), Reus (Spanien), Balcik (Türkei), Changshu (China) sowie Standorte in den USA in Birmingham (Alabama), Houston (Texas) und Shippensburg (Pennsylvania). Hinzu kommen Bürostandorte.
Internationaler Hauptsitz des Unternehmens und der Holding-Gesellschaft ist München, Deutschland. Als international aufgestellter Konzern sind alle Tochterunternehmen unter der Dachmarke Ringmetall vereint. Die Tochterunternehmen sind wiederum unter ihren Firmierungen als regional und überregional agierende Marken wirtschaftlich aktiv. Zu diesen Firmierungen zählen Berger Group Europe (August Berger Metallwarenfabrik), Self Industries, S.G.T., Cemsan und HSM Hans Sauermann. Die Tochtergesellschaften sind teilweise in Ländergesellschaften untergliedert, aus denen heraus sie international aktiv sind.
Internationaler Sitz der Ringmetall AG ist die bayerische Landeshauptstadt München
Ringmetall wurde 1997 unter dem Namen der Vorgängergesellschaft "H.P.I. Holding AG" gegründet. Das zunächst als Beteiligungsgesellschaft am Markt auftretende Unternehmen akquirierte, gründete und veräußerte ab 1998 zahlreiche Unternehmen. Ab 2011 begann das neue Management des Unternehmens die Geschäftsaktivitäten zunehmend auf Industrieverpackungen und das Handling von Industriegütern zu fokussieren. 2015 erfolgte die Umfirmierung zur Ringmetall AG, was gleichzeitig den Abschluss der Repositionierung des Unternehmens als Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie darstellt.
Die wesentlichen Schritte von der Gründung bis zur heutigen Aufstellung der Ringmetall Gruppe stellen sich wie folgt dar:
• Gründung der Gesellschaft unter der ehemaligen Firmierung "H.P.I. Holding"
1997
• Börsengang des Unternehmens im Freiverkehr der Frankfurter Börse
Weltweiter Markt für Industrieverpackungen wird bis zum Jahr 2023 weiter wachsen
Der weltweite Markt für Industrieverpackungen wurde vom Marktforschungsunternehmen Allied Market Research für das Jahr 2016 mit einem Gesamtvolumen von 53.743 Mio. USD bewertet. Bis zum Jahr 2023 soll der Markt auf 69.787 Mio. USD anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate; Abk: CAGR) von 3,9 Prozent von 2017 bis 2023 entspricht.
Die Segmentierung des Marktes nach Produktart erfolgt international in der Regel nach der Aufteilung Drums (Fässer), IBC's, Sacks (Säcke), Pails (Eimer) und Crates / Totes (Kisten). Des Weiteren erfolgt eine Segmentierung nach der für die Produkte verwendeten Materialart und hier in der Regel nach den Hauptmaterialgruppen Paperboard (Karton), Plastic (Plastik), Metal (Metall), Wood (Holz) und Fiber (Faserstoff).1
Im Übrigen wird der Markt noch nach den abnehmerseitigen Hauptindustrien unterschieden, in denen Industrieverpackungen zur Anwendung kommen. Diese werden in der Regel in die Anwendungsbereiche Chemical & Pharmaceutical (Chemie & Pharma), Building & Construction (Bau), Food & Beverage (Lebensmittel), Oil & Lubricants (Öle & Schmierstoffe), Agriculture & Horticulture (Landwirtschaft) und Others (Andere) unterteilt.
2016 teilte sich der Markt für Industrieverpackungen bei der Betrachtung nach Produktgruppen wie folgt auf: Drums 19,6 Prozent, IBC's 14,7 Prozent, Sacks 25,9 Prozent, Pails 14,2 Prozent, Crates / Totes 25,6 Prozent. Die Produkte des Bereichs Industrial Packaging der Ringmetall Gruppe kommen innerhalb dieser Produktgruppen aktuell in den Bereichen Drums und Pails zur Anwendung. Bis 2023 rechnen die Marktforscher mit einem CAGR im Bereich Drums nach Stückvolumen von 6,1 Prozent und im Bereich Pails von 4,3 Prozent.
Bei einer Aufteilung des Marktes nach Anwendungsbereichen entfielen 2016 auf die Industrien Chemical & Pharmaceutical 30,3 Prozent, Building & Construction 15,8 Prozent, Food & Beverage 27,3 Prozent, Oil & Lubricants 13,1 Prozent, Agriculture & Horticulture 6,9 Prozent, Others 1 Quelle: Allied Market Research, Global Industrial Packaging Market 2015-2023
6,6 Prozent. Die Produkte von Industrial Packaging kommen innerhalb dieser Anwendungsbereiche aktuell hauptsächlich in den Industriebereichen Chemical & Pharmaceutical und Food & Beverage zum Einsatz.
Die restlichen Industriebereiche spielen lediglich eine sehr untergeordnete Rolle. Für Industrieverpackungen für die chemische und pharmazeutische Industrie wird mit einem Wachstum bis 2023 nach Umsatzvolumen von 4,0 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent für die Lebensmittelindustrie gerechnet.
Zu den Hauptwachstumstreibern im Markt für Industrieverpackungen zählen allen voran die zunehmende Globalisierung und das weltweite Bevölkerungswachstum. Beide Treiber begünstigen die weltweite Zunahme von Exporten und Importen, die in der Regel Verschiffungen über lange Strecken mit sich bringen und somit den Bedarf an hochwertigen, belastbaren und sicheren Industrieverpackungen steigen lassen. Bei der Anwendung im chemischen und pharmazeutischen Bereich kommt überdies hinzu, dass die verschifften Güter in der Regel sensibel auf atmosphärische Einflüsse reagieren und eine Gefahr für ihre Umwelt darstellen. Aus diesem Grund wird ständig eine hohe Anzahl an Fässern und IBCs benötigt, um Chemikalien zu verschiffen und zu lagern.
In der Lebensmittelindustrie sind ähnliche Faktoren ausschlaggebend, nur dass hier weniger die Umwelt vor dem verpackten Gut geschützt werden muss, sondern viel häufiger das verpackte Gut vor der Umwelt. Sauerstoff, Licht und Feuchtigkeit führen hier häufig zu Zersetzungsprozessen, die Lebensmittel für den Verzehr ungeeignet machen und die daher durch entsprechende Industrieverpackungen verhindert werden sollen.
Auf globaler Ebene zählen zu den wichtigsten Wachstumsmärkten allen voran die Regionen Asia-Pacific (Asien und pazifischer Raum) mit einem erwarteten CAGR bis 2023 von 4,3 Prozent, LAMEA (Lateinamerika, Mittlerer Osten und Afrika) mit einem erwarteten CAGR von 3,4 Prozent bis 2023, gefolgt von Nord-Amerika mit erwarteten 2,6 Prozent und Europa mit erwarteten
1,8 Prozent CAGR. Ringmetall ist aktuell hauptsächlich in den Märkten Europa und Nordamerika aktiv und baut das Geschäft in den Wachstumsmärkten Asia-Pacific und LAMEA zunehmend aus.
Mit den beiden größten Kunden des Geschäftsbereichs Industrial Packaging, großen international agierenden Fassherstellern, machte Ringmetall 2018 rund 43 Prozent des Umsatzes des Geschäftsbereichs. Der restliche Umsatz des Geschäftsbereichs verteilte sich auf mehr als 50 Kunden. Die nicht unerhebliche Konzentration eines signifikanten Umsatzanteils auf zwei Kunden wird von Ringmetall dabei auch als Vorteil gesehen, da sich sowohl Zulieferer als auch Abnehmer als global agierende Unternehmen aufgrund ihres großen Umsatzanteils in ihren jeweiligen Industrien in einer gegenseitigen Abhängigkeit befinden.
Ringmetall hat seine Position im Markt für Industrieverpackungen mit Fokus auf den Fassspannring als sicherheitsrelevanten Teil bei Industriefässern konsequent durch organisches Wachstum und Zukäufe in den letzten Jahren ausgebaut. Mit insgesamt zwölf Produktionsstätten in Nordamerika, Europa und Asien kann die Ringmetall Gruppe als nach ihrer Einschätzung weltweit einziger Anbieter, Fassspannringe in einer globalen Verfügbarkeit bei nahezu gleichbleibender Produktqualität und zu marktkonformen Preisen anbieten. Der jährliche Umsatzanteil von Ringmetall am weltweiten Absatz von Fassspannringen beläuft sich nach eigener Einschätzung auf über 50 Prozent. Zu den Wettbewerbern im Bereich Industrial Packaging zählen mangels weltweit agierender Zulieferer hauptsächlich regionale Anbieter. Dies ist vor allem bei Betrachtung des Fassspannrings, dem Hauptprodukt des Geschäftsbereichs, der Fall.
Aufgrund der geringeren weltweiten Marktabdeckung und der deutlich geringeren Absatzmenge der regionalen Wettbewerber, sowie des stärkeren technischen Know-Hows der Ringmetall Gruppe - gemessen an der Vielfalt der in der Produktion verwendeten Maschinen - befindet sich Ringmetall aus eigener Sicht in einer insgesamt günstigen Wettbewerbssituation. Von Seiten der Wettbewerber sieht das Unternehmen keine Gefahr dahingehend, dass die Positionierung von Ringmetall am Markt nachhaltig unter Druck geraten könnte.
Mit der zum 1. Januar 2019 abgeschlossenen Akquisition von Nittel, dem führenden Produzenten von Form-Inlinern in Deutschland, stellt sich die Ringmetall Gruppe zunehmend auch als Systemanbieter für Industriefassverpackungen am Markt auf. Aufgrund des langjährigen Branchen-Know-Hows und dem belastbaren Netzwerk zu den wichtigsten Kundengruppen der Branche wird Ringmetall die zunehmende Verwendung von Inlinern in der Fassindustrie, auch vor dem Hintergrund eines steigenden Umweltbewusstseins und der Notwendigkeit nachhaltigen Wirtschaftens, weiter vorantreiben. Parallel hierzu plant das Unternehmen, die Konsolidierung des Markts für Form-Inliner aktiv voranzutreiben und weitere Akquisitionen in diesem Teilsegment des Verpackungsmarkts zu tätigen.
In den Märkten, die für den Geschäftsbereich Industrial Handling von Bedeutung sind, sieht sich die Ringmetall Gruppe eher als spezialisierter Nischenanbieter positioniert. Als Investitionsgüter werden Material Handling-Fahrzeuge wie Gabelstapler und lagertechnische Geräte – sogenannte Flurförderzeuge – in wirtschaftlich guten Zeiten stärker nachgefragt als in konjunkturellen Schwächephasen.
Der Markt für diese Fahrzeugklasse folgt mit einer Verzögerung von sechs bis neun Monaten tendenziell dem allgemeinen Konjunkturzyklus. Gemessen an den Auftragseingängen ist der europäische Markt für Flurförderzeuge seit 2009 mit einem CAGR von gut zehn Prozent gewachsen. Haupttreiber sind vor allem das starke Wachstum im E-Commerce, das höhere Investitionen in Lager- und Logistikkapazitäten erfordert, sowie ein anhaltend hoher Investitionsstau auf der Abnehmerseite.
2018 wies der Weltmarkt für Flurförderzeuge mit einem Plus von 10 Prozent beziehungsweise 143 Tsd. Flurförderzeugen erneut ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr auf. Führende Hersteller der Branche, wie Jungheinrich und Kion, rechnen auch für 2019 mit einer Fortsetzung des
Führende Hersteller von Flurförderzeugen rechnen für 2019 mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends
Wachstumstrends. In Anbetracht der gegenüber dem Vorjahr geringeren regionalen und globalen Wachstumsprognosen gehen sie jedoch von einer rückläufigen Dynamik und einer Wachstumsrate im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus.
Im zweiten Markt, der für die Entwicklung des Geschäftsbereichs Industrial Handling von Bedeutung ist – dem Landmaschinensektor - folgt die Nachfrage tendenziell der Entwicklung der Preise für die weltweit wichtigsten Nahrungsmittel. Die Entwicklung des Marktvolumens für Landmaschinen in der EU steht demnach in hoher Korrelation zur Entwicklung des Preisindex der Food & Agricultural Organization (FAO) der vereinten Nationen.
Ringmetall hat in seiner Industrial Handling-Sparte eine Nischenposition in den Produktbereichen Rückhaltesysteme für Gabelstapler, Brems- und Kupplungspedale, Anhängerkupplungen für LKW, Elektrokarren und für Zugmaschinen in der Landund Forstwirtschaft, Halterungen für Hydraulikkomponenten, Hubmastteile für Flurförderzeuge, Gussgehäuse und komplexe Schweißbaugruppen inne. Das Unternehmen hat jedoch in den letzten Jahren verstärkt in die Entwicklung eigener Produkte investiert und sieht sich aufgrund stetig steigender Kundennachfrage im Wettbewerbsumfeld gut positioniert. Zu den Wettbewerbern zählen zahlreiche mittelständische Betriebe und Konzerne, die grundsätzlich ähnliche Produkte am Markt vertreiben.
(Nicht geprüfter Abschnitt)
Die Ausführungen zu den Wettbewerbsstärken wurden nicht vom unabhängigen Abschlussprüfer geprüft und sind vom Prüfungsurteil ausgeklammert bzw. nicht Gegenstand des Prüfungsurteils, das im Bestätigungsvermerk wiedergegeben ist.
Ringmetall hat ausgereifte interne Strukturen, belastbare Branchennetzwerke und jahrelang gewachsene Kundenbeziehungen. Dadurch verfügt das Management der Ringmetall Gruppe über gute Erfahrungswerte hinsichtlich der Erwartungen und Bedürfnisse seiner Kunden. Die Stärken von Ringmetall sind vielseitig und können wie folgt zusammengefasst werden:
Die Tochtergesellschaften des Konzerns verfügen über langjährige Erfahrungen in allen Bereichen ihrer Geschäftstätigkeit. Sie sind daher mit einer Vielzahl von Problemstellungen vertraut, die sich aus der Entwicklung, Produktion und Vermarktung des Produktsortiments ergeben können. Die Erfahrung der Mitarbeiter im Umgang mit Produktionsmaschinen und im Ablauf von Produktionsprozessen äußert sich letztendlich in einer gleichbleibend hohen Qualität der Produkte bei lediglich geringem Produktionsausschuss und damit verbundenen Kosten.
Aufgrund des hohen Spezialisierungsgrads, der beispielsweise für die Bereitstellung eines umfassenden Produktportfolios von Fassspannringen notwendig ist, werden auch an den Maschinenpark von Ringmetall hohe Anforderungen gestellt. Die Produktionsmaschinen sind in ihrem Aufbau speziell auf die Belange einer Massenproduktion von technisch anspruchsvollen Gütern ausgerichtet und in dieser Form nicht frei am Markt erwerblich. Sie sind auf die speziellen Produktanforderungen zugeschnitten und werden größtenteils durch die Tochterunternehmen selbst aus Einzelkomponenten assembliert und an ihren Einsatzzweck angepasst. Auf diese Weise ist es Ringmetall möglich, seinen Kunden aus einem Sortiment von mittlerweile über 2.000 unterschiedlichen Spannringen immer ein für den spezifischen Anwendungszweck optimiertes Produkt anbieten zu können. Regelmäßig entwickelt die Ringmetall Gruppe auch neue Produkte in enger Abstimmung mit ihren Kunden, um den Anforderungen aus dem täglichen Gebrauch noch besser gerecht zu werden.
Zu den Kunden von Ringmetall zählen große international agierende Konzerne, die von ihren Zulieferern vor allem ein gleichbleibend hohes Maß an Produktqualität und eine optimale Produktverfügbarkeit erwarten. Mit zwölf Produktionsstandorten in sieben Ländern auf drei Kontinenten ist Ringmetall der einzige Produzent von Spannringen, der aufgrund seines internationalen Standortnetzwerks so kurzfristig auf globaler Ebene die Nachfrage der Industrie nach Spannringen bei einem gleichbleibenden Qualitätsstandard und zu marktkonformen Preisen anbieten kann. Aufgrund der Größe und der internationalen Allokation des eigenen Maschinenparks kann Ringmetall jederzeit auch auf kurzfristige Bedarfsschwankungen seitens seiner Kunden reagieren und so sicherstellen, dass die Menge an gelieferten Produkten sich möglichst optimal an der aktuellen Nachfragesituation des Kunden orientiert.
Qualität und Zuverlässigkeit des Angebots von Ringmetall haben über die Jahre zu gewachsenen und belastbaren Kundenbeziehungen geführt. In der Zusammenarbeit beider Parteien hat sich ein Grundverständnis für die gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit etabliert. So wurden klare Regelungen über die Zusammensetzung der Produktpreise getroffen, die beiden Seiten ein hohes Maß an Transparenz und Planbarkeit ermöglichen. Die von Ringmetall gelieferten Komponenten für das Industriefass entsprechen in ihren Kosten nur einem sehr geringen Teil des Gesamtpreises für ein komplettes Fassgebinde. Darüber hinaus entfällt der größte Teil des Endpreises für das gelieferte Endprodukt auf die Materialkosten (i.d.R. Stahl). Die auf ein einzelnes Produkt entfallende Marge steht also in einem nachvollziehbaren und vom Kunden akzeptierten Verhältnis zu der von Ringmetall gelieferten Qualität und Zuverlässigkeit. Für neue Wettbewerber würde es daher eine außerordentliche Herausforderung bedeuten, in diese gewachsenen Kundenbeziehungen einzutreten und sich als Konkurrent von Ringmetall am Markt zu etablieren. Aufgrund der vermeintlich geringen Preissensitivität seitens des Kunden würde sich der Aufbau einer Wettbewerbsposition im Markt daher hauptsächlich über die Bereiche Produktqualität, Produktinnovation und Produktverfügbarkeit anbieten. In allen drei Bereichen sieht sich Ringmetall jedoch gleichzeitig optimal aufgestellt und im Falle einer veränderten Wettbewerbssituation gut gerüstet.
Ringmetall investiert regelmäßig in die Entwicklung neuer Produkte und Maschinen. Der Entwicklungsaufwand steht dabei in einem gesunden Verhältnis zur Umsatzentwicklung des Unternehmens und besteht größtenteils aus Personalkosten für die involvierten Entwicklungsingenieure und Produktionstechniker. Im Jahr 2018 wurde im Bereich Industrial Packaging die Entwicklung einer neuen Maschinengeneration vorangetrieben. Der Entwicklung einer neuen Maschinengeneration im Bereich Industrial Packaging vorangetrieben
Grundverständnis für die gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit etabliert
neuartige Aufbau der Maschinen ermöglicht es einer Arbeitskraft in der Produktion zwei Maschinen gleichzeitig zu bedienen. Gleichzeitig erlaubt die Zusammenstellung der Maschinenkomponenten eine signifikante Reduktion der Umrüstzeiten, die regelmäßig beim Wechsel der Produktion zwischen unterschiedlichen Spannringtypen auftritt. Zudem wurden Investitionen in eine neue Software für das Produktions-Monitoring getätigt.
Im Bereich Industrial Handling verstärkt in die Entwicklung eigener Produkte investiert
Im Bereich Industrial Handling hat Ringmetall seit 2016 verstärkt in die Entwicklung von eigenen Produkten investiert. Hier hatte sich das Unternehmen in der Vergangenheit vor allem als Auftragsproduzent und sogenannte "verlängerte Werkbank" am Markt positioniert. Aufgrund des geringen Maßes an Spezialisierung fiel es dem Unternehmen aber zunehmend schwer, seine Produkte kostendeckend am Markt zu positionieren. Durch die Investition in eigenentwickelte Produktlösungen, die sich eng an der Kundennachfrage orientieren, ist es dem Unternehmen jedoch gelungen, neue Nachfrage am Markt zu generieren und den Geschäftsbereich wieder zu mehr Ertragsstärke zu verhelfen.
Ringmetall setzt bei Produktvermarktung auf gewachsene persönliche Kundenbeziehung
Die Produkte von Ringmetall im Bereich Industrial Packaging sind hoch spezialisierte Nischenprodukte, die ausschließlich als Zulieferprodukte von einer überschaubaren Anzahl von Kunden, nämlich Herstellern und Verwendern von Industriefässern, genutzt werden. Aus diesem Grund setzt Ringmetall bei der Produktvermarktung auf eine enge und gewachsene persönliche Kundenbeziehung.
Ein klassischer Marketingansatz für Konsumgüterhersteller, der auf Investitionen in umfangreiche Produktinformationsmaterialien, Anzeigenschaltungen oder Mailing-Kampagnen setzt, wird nicht verfolgt. Gleichwohl hält das Vertriebsteam von Ringmetall durch den Besuch von Fachmessen, auf denen Kunden der Gruppe vertreten sind, engen Kontakt zu den wichtigsten Entscheidern der Branche.
Auf gleiche Weise geht die Ringmetall Gruppe bei der Vermarktung ihrer Produkte im Bereich Industrial Handling vor. Hier erfolgt das Marketing ausschließlich über die direkte Ansprache der Kunden durch die Entwicklungsingenieure des Tochterunternehmens HSM. In persönlichen Gesprächen vermarktet das Unternehmen die eigenen Entwicklungskompetenzen und entwickelt dann passende Produktlösungen, die sich an den jeweiligen Vorgaben der Fahrzeughersteller orientieren.
Im Jahresdurchschnitt 2018 beschäftigte Ringmetall insgesamt 591 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent / FTE). Davon waren 131 Mitarbeiter in Verwaltungspositionen und 460 in der Produktion beschäftigt. Darüber hinaus beschäftigt Ringmetall regelmäßig Zeitarbeitskräfte, um möglichen Absatzschwankungen infolge sich ändernder allgemeinwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie der branchenbedingten geringen Umsatzvisibilität, also dem zeitlichen Vorlauf, mit dem Aufträge bis zur Auslieferung eingehen, von in der Regel maximal zwei Wochen, gerecht zu werden. Auf diese Weise werden Nachfragespitzen abgefedert und Auslastungszahlen ökonomisch maximiert. Aufgrund der zunehmend geringeren Verfügbarkeit von Facharbeitskräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt und einer guten Auftragslage übernimmt Ringmetall jedoch zunehmend auch gut geschulte Leiharbeiter in Festanstellungsverhältnisse. Auf diese Weise soll gleichzeitig engagierten Arbeitskräften ein planbareres Arbeitsleben ermöglicht werden.
In der Mitarbeitergewinnung und zur Verbesserung des Arbeitsklimas hat Ringmetall moderne Ansätze entwickelt und umgesetzt. Beispielsweise erhalten Mitarbeiter für regelmäßigen Arbeitseinsatz und geringen Krankenstand gesonderte Prämienzahlungen in Form von Tankgutscheinen. Überdies können Mitarbeiter Überstunden und Urlaubstage auf einem gesonderten Zeitarbeitskonto ansparen und in Form eines bis zu drei Monaten dauernden Sabbaticals nutzen.
Im Rahmen innerbetrieblicher Fortbildung, werden einzelne Produktionsmitarbeiter regelmäßig für die Dauer von zwei bis drei Monaten in speziellen Programmen im Bereich Qualitätssicherung geschult und so für den besonderen Stellenwert einer gleichbleibend hohen Produktionsqualität kontinuierlich sensibilisiert. Auch werden beispielsweise durch den Einsatz von Mitarbeitern in wechselnden Produktionsbereichen immer neue Kenntnisse vermittelt. Dies führt zu einer Erhöhung der Einsatzflexibilität und verringert die Risiken, die aus einer möglicherweise entstehenden Monotonie im Arbeitsalltag entstehen können.
Auch zwischen den Standorten von Ringmetall findet ein kontinuierlicher Wissenstransfer statt. Mitarbeiter werden in regelmäßigen Abständen für mehrmonatige Arbeitseinsätze an andere Standorte entsendet, um neue Eindrücke über den Konzern zu erhalten und Best Practice-Ansätze bei einzelnen Produktionsschritten auf internationalem Niveau zu vereinheitlichen. Besonders bewährt hat sich dieser Ansatz, um möglichst schnell einen Wissenstransfer bei neu zugekauften Tochtergesellschaften herzustellen. Die Entsendung erfolgt teilweise auch bewusst in branchenfremde, nicht konzerneigene Betriebe, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, neue Eindrücke zu gewinnen und selbständig Verbesserungsvorschläge für das betriebliche Vorschlagswesen zu generieren. Das mittlere Management wird überdies im Rahmen von internen und externen Seminaren regelmäßig speziell gefördert. Externes Schulungspersonal vermittelt im Rahmen von Coachings moderne Ansätze zur Mitarbeiterführung und sichert so ein gleichermaßen produktives und angenehmes Arbeitsklima bei Ringmetall.
Zur Schaffung einer konzernweiten Corporate Identity setzt Ringmetall auf einen einheitlichen Außenauftritt und fördert durch die Produktion von Imagefilmen ein verbessertes Zusammengehörigkeitsgefühl in der Belegschaft. Strategische und finanzielle Unternehmensziele werden auf allen Hierarchieebenen offen und regelmäßig kommuniziert. Mittels des konzernweit verbindlichen Verhaltenskodex ("Code of Conduct") wird sichergestellt, dass Ringmetall seinen Mitarbeitern ein einheitliches Leitbild vermittelt und diese unabhängig von nationaler Herkunft und möglichen Unterschieden zwischen den Kulturkreisen einheitliche Werte und Ziele verfolgen.
Strategische und finanzielle Unternehmensziele auf allen Hierarchieebenen kommuniziert
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi sieht die deutsche Wirtschaft gemäß ihres Jahreswirtschaftsberichts 2019 weiterhin auf Wachstumskurs.2 Allerdings habe der Gegenwind vornehmlich aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld zugenommen. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass sich die konjunkturelle Grunddynamik 2019 gegenüber dem Vorjahr merklich verlangsamen dürfte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2018 preisbereinigt um 1,5 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartet die Bundesregierung laut Bericht ein geringeres Wachstum in Höhe von 1,0 Prozent. Dennoch bleibe die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin hoch und der Beschäftigungsaufbau halte weiterhin an. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Zahl der Erwerbstätigen 2018 bei 44,8 Millionen.3 Für 2019 erwartet die Bundesregierung einen weiteren Anstieg um rund 0,4 Millionen. Die Inflationsrate stieg 2018 beschleunigt auf 1,9 Prozent, was jedoch weiterhin im Bereich der Zielmarke der Europäischen Zentralbank lag. Bereinigt um Energie- und Lebensmittelpreise (Kerninflation) lag die Preissteigerungsrate im Jahresdurchschnitt 2018 bei 1,5 Prozent.
Weltwirtschaftswachstum für 2018 mit 3,7 Prozent berechnet Die europäische Wirtschaft sieht der Internationale Währungsfonds zwar weiterhin im Wachstum begriffen, geht aber in seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2019 insgesamt von einer Abschwächung der Dynamik aus.4 Für das Wachstum des BIP der Eurozone errechnet die Organisation einen Wert von 1,8 Prozent für 2018, nach 2,4 Prozent im Vorjahr. Auch für die Jahre 2019 und 2020 erwartet der IWF dementsprechend eine Abschwächung des Wachstums auf 1,6 respektive 1,7 Prozent. Vor allem für Deutschland, Italien und Frankreich sowie infolge eines möglichen Brexit für Großbritannien wurden die möglichen Wachstumsraten nach unten korrigiert. Ein ähnliches Bild wird auf globaler Ebene gezeichnet. Insgesamt wird das Weltwirtschaftswachstum für 2018 mit 3,7 Prozent berechnet, bei einer Abschwächung des Wachstums auf 3,5 Prozent im Jahr 2019 respektive 3,6 Prozent im Jahr 2020.
Von einem ähnlichen Szenario geht der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in einer Publikation vom März 2019 aus.5 Nach Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der weltweite Umsatz mit Maschinen im Jahr 2018 insgesamt um 4 Prozent auf 2,6 Billionen EUR. Für 2019 geht der Verband von einem preisbereinigten Rückgang des Umsatzwachstums im Maschinenbau auf rund 3 Prozent aus.6
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) indes geht für das Gesamtjahr 2018 mit einem deutlichen Rückgang des Branchenumsatzes um 3,1 Prozent aus.7 Demnach zwang eine nachlassende Chemienachfrage von industriellen Kunden in Deutschland und Europa die Unternehmen dazu, ihre Produktion stark zu drosseln. Auch außerhalb Europas schwächte sich das Wachstum ab. Der VCI geht für 2019 nun von einem Rückgang der Chemieproduktion um 3,5 Prozent aus. Obwohl die Erzeugerpreise im Jahresverlauf voraussichtlich um 1 Prozent steigen werden, sinkt der Branchenumsatz voraussichtlich um 2,5 Prozent auf 198,5 Milliarden EUR.
Im Geschäftsjahr 2018 ist Ringmetall weiter gewachsen. Auch wurden die in den Vorjahren bereits eingeleiteten Strukturmaßnahmen sukzessive weiterentwickelt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns langfristig zu sichern und auszubauen und somit das weitere Wachstum mittel- und langfristig sicherzustellen.
Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union Anwendung finden.
2 Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2019.pdf?__blob=publicationFile&v=12, S. 63 ff
3 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/01/PD19_001_13321.html
4 Quelle: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/01/11/weo-update-january-2019
5 Quelle: http://rua.vdma.org/viewer/-/v2article/render/29952191
6 Quelle: http://www.vdma.org/article/-/articleview/29215430
7 Quelle: https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/rueckschlag-fuer-chemiegeschaeft-vci-presseabend-bericht-wirtschaftliche-lage-branche-4-quartal-2018.jsp
Der Geschäftsbereich Industrial Packaging verzeichnete 2018 erneut einen überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs. Begünstigt wurde dieser zum einen durch eine über weite Strecken des Geschäftsjahres 2018 hinweg positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung und, zum anderen eine bis ins zweite Halbjahr hinein dynamische Entwicklung der Abnehmerindustrien, allen voran der chemischen Industrie. Überdies hielt der Trend steigender Rohstoffpreise in den Hauptabsatzmärkten in Europa auch noch bis ins zweite Quartal 2018 an. In den USA setzte sich diese Entwicklung sogar bis in das vierte Quartal hinein fort. Dies sorgte im Wesentlichen im ersten Halbjahr - für steigende Absatzpreise und somit zusätzliche Umsatzzuwächse.
Des Weiteren wurde der in 2017, im Rahmen eines Asset Deals, erfolgreich abgeschlossene Zukauf der wesentlichen Produktionsanlagen des chinesischen Produzenten von Spannringen und Fassverschlusssystemen Hong-Ren wirtschaftlich vollzogen und seit Februar 2018 im Konzern integriert. Zu den Produkten von Hong-Ren zählen neben Fassspannringen für unterschiedliche Anwendungsbereiche auch Hebelverschlüsse für Industriefässer. Zur Hebung von Synergien wurde die Verlagerung der Produktion von Hong-Ren an den chinesischen Standort der Ringmetall Gruppe in Changshu vollzogen. Der Zielsetzung, die Geschäftsbeziehungen zu den Kunden weiter aufzubauen, die qualitativ hochwertigen Produkte des Unternehmens weiter zu optimieren und ein stetig steigendes Qualitätsbewusstsein auf dem chinesischen Markt für Gefahrgutverpackungen zu etablieren, ist Ringmetall damit 2018 mit wesentlichen Schritten näher gekommen.
Im Juli 2017 gab Ringmetall die Übernahme von 100 Prozent der Geschäftsanteile an der in Attendorn, Deutschland, ansässigen Latza GmbH bekannt. Im Rahmen der Akquisition hat Ringmetall den gesamten Produktionsbetrieb, inklusive einer Immobilie mit Produktionsflächen von rund 3.000 qm und aller Produktionsmaschinen erworben. Seit August 2017 wird die Gesellschaft konsolidiert. Diese Akquisition ermöglichte Ringmetall im Verlauf des Berichtsjahres einige Synergien einzuleiten. Die Effekte hieraus werden sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 vollständig materialisieren. So wurde bereits im Berichtsjahr die Verwaltung und Produktionsplanung bei der August Berger Metallwarenfabrik integriert. Teile der Ringproduktion wurden an die Standorte in Berg, Deutschland sowie in Italien verlagert. So kann insbesondere in Italien die Produktion zu wesentlichen Teilen auf vollautomatischen Anlagen erfolgen. Diese Verlagerung der Ringproduktion ermöglichte die Integration sowie Modernisierung der Deckelproduktion. Somit konnte die Produktion am ehemals angemieteten Standort in Sessenhausen Ende November 2018 geschlossen werden.
Ebenfalls im November 2018 gab Ringmetall die Übernahme der Nittel Halle GmbH bekannt. Aufgrund gesellschaftsrechtlicher Restriktionen kann Ringmetall erst ab Januar 2019 Kontrolle über den Geschäftsbetrieb ausüben, so dass der Einbezug in den Konzern erst ab Januar 2019 erfolgt. Ringmetall erwirbt im Rahmen dieser Akquisition den gesamten Produktionsbetrieb, inklusive einer Immobilie mit Produktionsflächen von rund 7.150 qm sowie Verwaltungsflächen von rund 620 qm und aller Produktionsmaschinen. Das in Halle an der Saale, Deutschland, ansässige Unternehmen fertigt insgesamt über 4.000 verschiedene Arten von Innenhüllen für Industriefässer, insbesondere Rundbodensäcke und Form-Inliner. Aktuell produziert das Unternehmen rund 10 Millionen Innenhüllen pro Jahr und erwirtschaftet so mit ca. 140 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 13 Millionen EUR. Die EBITDA-Marge lag dabei leicht unter Konzernniveau der Ringmetall Gruppe. Neben dem Produktionsstandort in Halle und dem Vertriebsstandort in Raunheim, werden durch Ringmetall auch die Anteile an den Auslandsgesellschaften in Frankreich (Nittel SARL, 80 Prozent), den Niederlanden (Nittel B.V., 50 Prozent) und Großbritannien (Nittel UK Ltd, 50 Prozent) erworben. Die Gesellschaften werden ab dem 1. Januar 2019 konsolidiert. Finanziert wurde die Akquisition aus vorhandenen freien liquiden Mitteln.
Insbesondere in Italien erfolgt Produktion wesentlich auf vollautomatischen Anlagen
Im Geschäftsbereich Industrial Handling konnte der positive Trend in Bezug auf eigenentwickelte Produkte fortgesetzt werden. Die Nachfrage, insbesondere im Bereich der Rückhaltesysteme für Gabelstapler, konnte auch in 2018 gesteigert werden. Ebenso konnte der Absatz mit Zulieferprodukten für die Landmaschinenindustrie weiter zulegen. Hier wurden vor allem Stabilisatoren nachgefragt. Dagegen konnten bei den Kupplungen die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018 nicht erfüllt werden.
Zur Finanzierung des weiteren internen und externen Wachstums von Ringmetall wurde im August / September 2018 erfolgreich eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Aktionäre in Höhe von rund fünf Prozent des Grundkapitals durchgeführt. Das Bezugsverhältnis für die neuen Aktien betrug 20:1. Der Bezugspreis wurde auf 4,10 EUR je neuer Aktie festgelegt. Im Zuge der Transaktion wurde das Grundkapital der Ringmetall AG von 27.684.800,00 EUR um 1.384.240,00 EUR auf 29.069.040,00 EUR gegen Bareinlagen erhöht. Insgesamt wurde ein Bruttoemissionserlös in Höhe von 5.674.400,00 EUR aus der Kapitalerhöhung erzielt.
| 2018 | 2017 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 110.567 | 99,6 | 102.348 | 100,0 | 8.219 | 8,0 |
| Bestandsveränderung | 495 | 0,4 | 40 | 0,0 | 455 | 1.137,5 |
| Gesamtleistung | 111.062 | 100 | 102.388 | 100,0 | 8.674 | 8,5 |
| Übrige betriebliche Erträge | 1.512 | 1,4 | 1.199 | 1,2 | 313 | 26,1 |
| Materialaufwand | ||||||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 54.366 | 49,0 | 46.603 | 45,5 | 7.763 | 16,7 |
| Bezogene Leistungen | 10.571 | 9,5 | 10.429 | 10,2 | 142 | 1,4 |
| Personalaufwand | 21.703 | 19,5 | 20.101 | 19,6 | 1.602 | 8,0 |
| Abschreibungen | 2.151 | 1,9 | 2.006 | 2,0 | 145 | 7,2 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 15.503 | 14,0 | 14.413 | 14,1 | 1.090 | 7,6 |
| Betriebsaufwand | 104.294 | 93,9 | 93.552 | 91,4 | 10.742 | 11,5 |
| EBITDA | 10.431 | 9,4 | 12.041 | 11,8 | -1.610 | -13,4 |
| EBIT | 8.280 | 7,5 | 10.035 | 9,8 | -1.755 | -17,5 |
| Finanzerträge | 12 | 0,0 | 19 | 0,0 | -7 | -36,8 |
| Finanzaufwendungen | 637 | 0,6 | 1.119 | 1,1 | -482 | -43,1 |
| Finanzergebnis | -625 | -0,6 | -1.100 | -1,1 | 475 | -43,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 7.655 | 6,9 | 8.935 | 8,7 | -1.280 | -14,3 |
| Ertragsteuern | 2.499 | 2,3 | 1.800 | 1,8 | 699 | 38,8 |
| Konzernjahresergebnis | 5.156 | 4,6 | 7.135 | 7,0 | -1.979 | -27,7 |
Der Konzernumsatz im Jahr 2018 belief sich auf 110,6 Mio. EUR (2017: 102,3 Mio. EUR). Damit lag der Konzernumsatz am oberen Ende der Prognose für das Berichtsjahr von 108,0 bis 112,0 Mio. EUR und entspricht damit den Erwartungen des Vorstandes. Der Anteil des Geschäftsbereichs Industrial Packaging am Gesamtumsatz lag mit 97,4 Mio. EUR (2017: 88,3 Mio. EUR) bei 88,1 Prozent (2017: 86,3 Prozent). Von den Umsatzerlösen im Konzern entfielen 35,0 Mio. EUR (2017: 34,3 Mio. EUR) auf Deutschland und rund 75,6 Mio. EUR (2017: 68,0 Mio. EUR) auf das Ausland. Der Zuwachs im Segment Industrial Packaging resultiert zu 3,6 Prozentpunkten beziehungsweise 3,2 Mio. EUR aus Akquisitionseffekten, zu 3,4 Prozentpunkten beziehungsweise 3,0 Mio. EUR aus Effekten der Stahlpreisentwicklung und zu 3,2 Prozentpunkten beziehungsweise 2,9 Mio. EUR aus organischem Wachstum. Der Anteil des Geschäftsbereichs Industrial Handling am Gesamtumsatz lag mit 13,2 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert (2017: 14,1 Mio. EUR). Die Umsatzentwicklung im Segment Industrial Handling resultiert fast ausschließlich aus der organischen Geschäftsentwicklung.
Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr auf 64,9 Mio. EUR angestiegen (2017: 57,0 Mio. EUR) und lag mit 58,5 Prozent der Gesamtleistung deutlich über dem Vorjahreswert (2017: 55,7 Prozent). Die Tatsache, dass die gestiegenen Rohstoffpreise nicht vollumfänglich an Kunden weitergereicht werden konnten, spiegelt sich in der gestiegenen Aufwandsquote von 49,0 Prozent wider (2017: 45,5 Prozent). Dies gilt analog für beide Segmente. Dagegen ergab sich der Rückgang im Verhältnis aus bezogenen Leistungen zu den Umsatzerlösen zum wesentlichen Teil aus dem Segment Industrial Handling.
Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich auf 15,5 Mio. EUR beliefen (2017: 14,4 Mio. EUR), resultierte aus einer Reihe von nicht operativen Aufwendungen. Ein wesentlicher Teil dieser Aufwendungen resultierte in Höhe von 1,5 Mio. EUR aus der Umstellung der Konzernrechnungslegung von HGB auf IFRS sowie der Erstellung eines Wertpapierprospekts in Verbindung mit dem im Berichtsjahr vollzogenen Segmentwechsel, durch den die Aktien der Ringmetall AG seit Mitte 2018 am geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) notiert sind. Ferner ergaben sich einmalige Aufwendungen in Verbindung mit der Schließung des Standorts Sessenhausen sowie der Produktionsverlagerung auf andere Standorte. Darüber hinaus entstanden im Rahmen der Vorbereitung der Akquisition von Nittel Provisionsaufwendungen für M&A Berater sowie an weitere externe Berater. Im Bereich Industrial Handling entsprach der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen dem Verhältnis der Entwicklung der Umsatzerlöse.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 10,4 Mio. EUR um 1,6 Mio. EUR beziehungsweise 13,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Wie dargestellt, kam es im Berichtsjahr zu einer Reihe von nicht operativen Aufwendungen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirkten. Daher erfolgte eine entsprechende Herausrechnung aus dem operativen Ergebnis auf Konzernebene und eine Darstellung als angepasstes EBITDA ("aEBITDA"). Diese einmaligen Sondereffekte beliefen sich auf 1,8 Mio. EUR. Somit beträgt das aE-BITDA 12,2 Mio. EUR. Im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2017 wurde für 2018 ein gegenüber dem Vorjahr leicht steigendes Ergebnis prognostiziert. Diese Erwartung wurde unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Sondereffekte erreicht.
Die Abschreibungen aus dem operativen Geschäft des Konzerns lagen bei 2,2 Mio. EUR (2017: 2,0 Mio. EUR).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist im Berichtsjahr auf 7,7 Mio. EUR zurückgegangen (2017: 8,9 Mio. EUR). Dies ist primär begründet in den einmaligen Sondereffekten sowie in der Entwicklung der Rohstoffpreise.
Das Finanzergebnis belief sich auf -0,6 Mio. EUR (2017: -1,1 Mio. EUR). Hierin waren Zinserträge in einem unwesentlichen Umfang enthalten. Bis auf einen Zinsaufwand von rund 19 TEUR resultierte das Finanzergebnis aus dem Segment Industrial Packaging und der Ringmetall AG. Der erwirtschaftete Cash Flow in Verbindung mit der Kapitalerhöhung ermöglichte neben einer planmäßigen Tilgung von Darlehen den Erwerb von Nittel.
Nach Abzug der Ertragsteuern ergab sich ein Konzernjahresergebnis in Höhe von 5,2 Mio. EUR (2017: 7,1 Mio. EUR)
Konzernjahresergebnis in Höhe von 5,2 Mio. EUR nach Abzug der Ertragsteuern
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % |
| Immaterielle Vermögenswerte | 582 | 0,7 | 321 | 0,4 | 261 | 81,3 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22.599 | 27,5 | 22.211 | 29,3 | 388 | 1,7 |
| Sachanlagen | 12.515 | 15,2 | 12.189 | 16,1 | 326 | 2,7 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 12.803 | 15,6 | 146 | 0,2 | 12.657 | 8.669,2 |
| Aktive latente Steuern | 790 | 1,0 | 943 | 1,2 | -153 | -16,2 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 49.289 | 59,9 | 35.810 | 47,2 | 13.479 | 37,6 |
| Vorräte | 11.610 | 14,1 | 10.950 | 14,4 | 660 | 6,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
13.763 | 16,7 | 12.460 | 16,4 | 1.303 | 10,5 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.510 | 1,8 | 918 | 1,2 | 592 | 64,5 |
| Kurzfristige Steuerforderungen | 163 | 0,2 | 322 | 0,4 | -159 | -49,4 |
| Barmittel und Bankguthaben | 5.936 | 7,2 | 14.936 | 19,7 | -9.000 | -60,3 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte |
0 | 0,0 | 400 | 0,5 | -400 | -100,0 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 32.982 | 40,1 | 39.986 | 52,8 | -7.004 | -17,5 |
| Summe Aktiva | 82.271 | 100 | 75.796 | 100 | 6.475 | 8,5 |
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PASSIVA | TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Gezeichnetes Kapital | 29.069 | 35,3 | 27.685 | 36,5 | 1.384 | 5,0 | |
| Kapitalrücklage | 16.664 | 20,3 | 12.532 | 16,5 | 4.132 | 33,0 | |
| Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen |
-1.361 | -1,7 | -2.131 | -2,8 | 770 | -36,1 | |
| Konzerngewinnvortrag (Vj. Konzernverlustvortrag) |
3.153 | 3,8 | -56 | -0,1 | 3.209 | -5.730,4 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 1.012 | 1,2 | 1.072 | 1,4 | -60 | -5,6 | |
| Summe Eigenkapital | 48.537 | 59,0 | 39.102 | 51,6 | 9.435 | 24,1 | |
| Pensionsähnliche Rückstellungen | 773 | 0,9 | 806 | 1,1 | -33 | -4,1 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 10.752 | 13,1 | 12.809 | 16,9 | -2.057 | -16,1 | |
| Passive latente Steuern | 783 | 1,0 | 462 | 0,6 | 321 | 69,5 | |
| Summe langfristige Schulden | 12.308 | 15,0 | 14.265 | 18,8 | -1.957 | -13,7 | |
| Sonstige Rückstellungen | 2.212 | 2,7 | 2.135 | 2,8 | 77 | 3,6 | |
| Kurzfristige Steuerschulden | 442 | 0,5 | 349 | 0,5 | 93 | 26,6 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 6.601 | 8,0 | 7.301 | 9,6 | -700 | -9,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
10.390 | 12,6 | 9.684 | 12,8 | 706 | 7,3 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.781 | 2,2 | 2.920 | 3,9 | -1.139 | -39,0 | |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten |
0 | 0,0 | 228 | 0,3 | -228 | -100,0 | |
| Summe kurzfristige Schulden | 21.426 | 26,0 | 22.429 | 29,6 | -1003 | -4,5 | |
| Summe Schulden | 33.734 | 41,0 | 36.694 | 48,4 | -2.960 | -8,1 | |
| Summe Passiva | 82.271 | 100 | 75.796 | 100 | 6.475 | 8,5 |
Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2018 deutlich gestiegen
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg zum 31. Dezember 2018 deutlich auf 82,3 Mio. EUR (31.12.2017: 75,8 Mio. EUR). Die wesentlichen Veränderungen auf der Aktivseite ergaben sich bei den langfristigen Vermögenswerten, mit einem Anstieg um 13,5 Mio. EUR, sowie bei den Barmitteln und Bankguthaben, mit einem Rückgang um 9,0 Mio. EUR. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital um 9,4 Mio. EUR gestiegen, während die langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 2,1 Mio. EUR sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um 1,1 Mio. EUR gesunken sind.
Die Summe der langfristigen Vermögenswerte ist mit 49,3 Mio. EUR wesentlich höher als im Vorjahr (31.12.2017: 35,8 Mio. EUR). Der Anstieg um 12,7 Mio. EUR in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist primär die Anzahlung auf die Anteile an der Nittel Halle GmbH begründet. Die fälligen Zahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb wurden noch vor dem Jahresende 2018 geleistet. Die Erhöhung bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,3 Mio. EUR spiegelt primär den weiteren Fortschritt bei der Vereinheitlichung des gruppenweiten ERP Systems wider sowie Investitionen in das systemgestützte Produktionscontrolling. Die Veränderungen beim Geschäfts- oder Firmenwert sind lediglich bedingt durch Wechselkurseffekte. Aufgrund gesellschaftsrechtlicher Restriktionen konnte Ringmetall zum Jahresende noch keine Kontrolle über die Anteile an Nittel ausüben, so dass eine Erstkonsolidierung Anfang 2019 erfolgt und zum Bilanzstichtag die Anzahlung auf den Erwerb erfasst werden konnte.
Unternehmen konnte seinen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen
Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt 33,0 Mio. EUR (31.12.2017: 40,0 Mio. EUR). Davon entfielen auf Vorräte 11,6 Mio. EUR (31.12.2017: 11,0 Mio. EUR), auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände 15,3 Mio. EUR (31.12.2017: 13,4 Mio. EUR). Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei 5,9 Mio. EUR (31.12.2017: 14,9 Mio. EUR). Ursächlich für diesen Rückgang ist im Wesentlichen der Bedarf an liquiden Mitteln für den Erwerb der Anteile an Nittel, der aus Eigenmitteln finanziert wurde. Dies verdeutlicht, dass das Unternehmen jederzeit in der Lage war, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Das Konzerneigenkapital stieg auf 48,5 Mio. EUR (31.12.2017: 39,1 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des Berichtsjahres bei 59,0 Prozent (31.12.2017: 51,6 Prozent). Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde im Geschäftsjahr eine Kapitalerhöhung durchgeführt, durch die sich das gezeichnete Kapital um 1,4 Mio. EUR und die Rücklagen um 4,1 Mio. EUR erhöhten. Die ohnehin hohe Eigenkapitalquote konnte somit auch 2018 weiter gesteigert werden.
Die Finanzverbindlichkeiten sind trotz der hohen Investitionen auch 2018 erneut deutlich gesunken, von 20,1 Mio. EUR auf 17,4 Mio. EUR per 31. Dezember 2018. Hierin sind kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6,6 Mio. EUR (31.12.2017: 7,3 Mio. EUR) enthalten.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) / Rückstellungen des Konzerns in Höhe von 14,8 Mio. EUR sind gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 Mio. EUR gesunken. Ursächlich hierfür waren die sonstigen Verbindlichkeiten, da sowohl die sonstigen Rückstellungen, als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gestiegen sind.
| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
TEUR | % | ||
| Umsatzerlöse | 940 | 940 | 0 | 0,0 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21 | 79 | -58 | -73,4 | |
| Personalaufwand | -948 | -889 | -59 | 6,6 | |
| Abschreibungen | -3 | -4 | 1 | -25,0 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.305 | -1.304 | -1.001 | 76,8 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 1.180 | 878 | 302 | 34,4 | |
| Erhaltene Gewinne aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages |
8.220 | 3.253 | 4.967 | 152,7 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 52 | 19 | 33 | 173,7 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
-326 | 0 | -326 | >100,0 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -12 | -50 | 38 | -76,0 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 6.819 | 2.922 | 3.897 | 133,4 | |
| Ertragsteuern | -405 | 231 | -636 | -275,3 | |
| Ergebnis nach Steuern | 6.414 | 3.153 | 3.261 | 103,4 | |
| sonstige Steuern | -39 | -7 | -32 | 457,1 | |
| Jahresergebnis | 6.375 | 3.146 | 3.229 | 102,6 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.028 | 4.543 | 1.485 | 32,7 | |
| Bilanzgewinn | 12.403 | 7.689 | 4.714 | 61,3 |
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss von 6,4 Mio. EUR. Dieser lag um 3,3 Mio. EUR über dem Jahresüberschuss des Vorjahres. Folgende Sachverhalte haben das Jahresergebnis maßgeblich beeinflusst:
Die konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR entsprachen den Umsatzerlösen des Vorjahres 0,9 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen sind um 0,1 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR gestiegen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem durch mehr in Anspruch genommene Fremdleistungen um 1,0 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR angestiegen. Ursächlich hierfür waren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Segmentwechsel an der Börse, der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS auf Konzernebene sowie Aufwendungen für Beratung und Dienstleistungen in der Vorbereitung von Unternehmenserwerben. Die Erträge aus Beteiligungen sind um 0,3 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR angestiegen. Die Zunahme resultierte aus den Anteilen an der HSM Sauermann GmbH & Co. KG. Deutlich angestiegen sind die Erträge aus den Ergebnisübernahmen. 2018 betrugen diese 8,2 Mio. EUR gegenüber 3,3 Mio. EUR im Vorjahr. Nach dem Aufwand aus den Ertragsteuern von 0,4 Mio. EUR lag das Jahresergebnis bei 6,4 Mio. EUR (2017: 3,1 Mio. EUR).
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss von 6,2 Mio. EUR
| 31.12.2018 gesamt | 31.12.2017 gesamt | Veränderung gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Vermögen | ||||||
| Sachanlagen | 5 | 0,0 | 7 | 0,0 | -2 | -28,6 |
| Finanzanlagen | 32.463 | 51,8 | 32.775 | 62,6 | -312 | -1,0 |
| Anlagevermögen | 32.468 | 51,8 | 32.782 | 62,6 | -314 | -1,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
29.464 | 47,0 | 11.078 | 21,2 | 18.386 | 166,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 180 | 0,3 | 75 | 0,1 | 105 | 140,0 |
| Barmittel und Bankguthaben | 277 | 0,4 | 7.813 | 15,0 | -7.536 | -96,5 |
| Umlaufvermögen | 29.921 | 47,7 | 18.966 | 36,3 | 10.955 | 57,8 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 31 | 0,0 | 15 | 0,0 | 16 | 106,7 |
| Aktive latente Steuern | 282 | 0,4 | 566 | 1,1 | -284 | -57,8 |
| Übrige Aktiva | 313 | 0,5 | 581 | 1,1 | -268 | -46,1 |
| 62.707 | 100 | 52.329 | 100 | 10.373 | 19,8 | |
| Kapital | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | 29.069 | 46,4 | 27.685 | 52,9 | 1.384 | 5,0 |
| Kapitalrücklage | 17.042 | 27,2 | 12.751 | 24,4 | 4.291 | 33,7 |
| Gewinnrücklagen | ||||||
| gesetzliche Rücklage | 1.155 | 1,8 | 1.155 | 2,2 | 0 | 0,0 |
| andere Gewinnrücklagen | 1.728 | 2,8 | 1.728 | 3,3 | 0 | 0,0 |
| Bilanzgewinn | 12.403 | 19,8 | 7.689 | 14,7 | 4.714 | 61,3 |
| Eigenkapital | 61.357 | 97,9 | 51.007 | 97,5 | 10.390 | 20,4 |
| 31.12.2018 gesamt | 31.12.2017 gesamt | Veränderung gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Rückstellungen | ||||||
| Steuerrückstellungen | 89 | 0,1 | 44 | 0,1 | 45 | 102,3 |
| Sonstige Rückstellungen | 514 | 0,8 | 515 | 1,0 | -1 | -0,2 |
| Summe Rückstellungen | 603 | 1,0 | 559 | 1,1 | 44 | 7,9 |
| Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
0 | 0,0 | 600 | 1,0 | -600 | -100,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
682 | 1,1 | 133 | 0,3 | 549 | 412,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
0 | 0,0 | 3 | 0,0 | -3 | -100,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 20 | 0,0 | 28 | 0,1 | -8 | -28,6 |
| Summe Verbindlichkeiten | 702 | 1,1 | 763 | 1,4 | -61 | -8,0 |
| Fremdkapital | 1.305 | 2,1 | 1.322 | 2,5 | -17 | -1,3 |
| 62.702 | 100 | 52.329 | 100 | 10.373 | 19,8 |
Die Bilanzsumme in Höhe von 62,7 Mio. EUR lag deutlich über dem Vorjahreswert von 52,3 Mio. EUR. Die Aktiva sind im Wesentlichen in der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 29,5 Mio. EUR (31.12.2017: 11,1 Mio. EUR) gestiegen. Dies resultierte vor allem aus den im Dezember 2018 getätigten Zahlungen im Zusammenhang mit der Akquisition von Nittel. Insofern hat die Ringmetall AG die erforderliche Liquidität an die Fidum Verwaltungs GmbH übertragen. Somit ergaben sich Forderungen gegenüber der Fidum Verwaltungs GmbH zum 31.12.2018 in Höhe von 10,5 Mio. EUR (31.12.2017: 0,0 Mio. EUR). Primär hierin ist auch der hohe Rückgang an Barmitteln und Bankguthaben auf 0,3 Mio. EUR begründet (31.12.2017: 7,8 Mio. EUR). Wie bereits ausgeführt, sind die Erträge aus Beteiligungen beziehungsweise Gewinnabführungen deutlich gestiegen. Dies resultierte in deutlich gestiegene Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Ursächlich für den Anstieg des gezeichneten Kapitals um 1,4 Mio. EUR sowie der Kapitalrücklage um 4,3 Mio. EUR ist die im Jahr 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung. Außerdem hat das Holding-Ergebnis das Eigenkapital um 6,4 Mio. EUR auf insgesamt 61,4 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote betrug 97,9 Prozent (31.12.2017: 97,5 Prozent). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden aufgrund getätigter Tilgungen von 0,6 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR reduziert.
Wie die obige Darstellung der Vermögenslage zeigt, haben sich die Kapitalstruktur sowohl des Konzerns, als auch der Ringmetall AG durch die Kapitalerhöhung sowie dem erwirtschafteten Ergebnis im Berichtsjahr nochmals deutlich zugunsten der Eigenkapitalquote verbessert.
Während die Eigenkapitalquote des Konzerns von 51,6 Prozent auf 59,0 Prozent anstieg, erreichte die Ringmetall AG im Berichtsjahr einen weiteren Anstieg der Eigenkapitalquote auf rund 97,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr von 97,5 Prozent. Die Finanzlage der Ringmetall AG war geprägt von der bezeichneten Kapitalerhöhung sowie dem Zahlungsmittelabfluss im Zusammenhang mit Nittel. Insgesamt ergibt sich ein deutlicher Rückgang des Finanzmittelfonds um 7,5 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 8.249 | 10.984 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen / zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte |
695 | 1.692 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen / immaterielle Vermögenswerte |
-4.513 | -1.328 |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | -11.373 | -5.472 |
| -15.191 | -5.108 | |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Kapitalzuführungen | 5.834 | 9.432 |
| Aufnahme / Tilgung von Finanzkrediten und Leasing sowie Zahlungsströme für Zinsen |
-5.864 | -3.818 |
| Auszahlungen für Dividenden | -2.020 | -1.770 |
| -2.050 | 3.844 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | ||
| Einfluss von Wechselkurseffekten | -8.992 | 9.720 |
| Finanzmittelfonds 1. Januar | 84 | -141 |
| Finanzmittelfonds 31. Dezember | 14.844 | 5.265 |
| 5.936 | 14.844 | |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds: | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.936 | 14.936 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | -92 |
| 5.936 | 14.844 |
Im Berichtsjahr 2018 verminderte sich der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit um 24,9 Prozent auf 8,3 Mio. EUR nach 11,0 Mio. EUR im Vorjahr. Neben den beschriebenen einmaligen Sonderaufwendungen wirkte sich insbesondere auch der Aufbau der Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen negativ auf den Cash Flow aus.
Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit lag mit -15,2 Mio. EUR um ein mehrfaches über dem Vorjahreswert von -5,1 Mio. EUR. Hervorzuheben sind die Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis in Höhe von 11,4 Mio. EUR, im Vergleich zu 5,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zahlungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen die Übernahme von Nittel, welche ab Januar 2019 konsolidiert wird. Der Anstieg an Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte von 1,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,5 Mio. EUR in 2018 verdeutlicht den vom Vorstand eingeschlagenen Weg die Gruppe nachhaltig zu modernisieren.
Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2018 auf -2,1 Mio. EUR nach 3,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung betrug rund fünf Prozent des Grundkapitals im Vergleich zu rund zehn Prozent des Grundkapitals im Jahr 2017. Ferner konnte die Auszahlung für die Akquisition von Nittel aus freien liquiden Mitteln getätigt werden. Somit ist der Saldo aus Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und Auszahlungen für Tilgungen sowie Zinsen mit -5,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr mit -3,8 Mio. EUR deutlich negativer. 2017 wurde die Zahlung für den Erwerb von Latza teilweise durch die Aufnahme von Finanzkrediten finanziert.
Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2018 beliefen sich auf 5,9 Mio. EUR, was einem Rückgang von 60,0 Prozent gegenüber dem Stand zum Vorjahresultimo in Höhe von 14,8 Mio. EUR entspricht.
Zu den bedeutendsten Investitionen im Berichtsjahr gehörten:
• Anzahlung auf den Anteilserwerb von Nittel mit Sitz in Halle (Deutschland). Die Investitionen beliefen sich ohne die angefallenen Transaktionskosten auf 12,7 Mio. EUR, wobei ein Teil des Kaufpreises zu einem späteren Zeitpunkt fällig ist.
Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.
Der Konzern verfügt über ein internes Management-Informationssystem für die Planung, Steuerung sowie Berichterstattung. Das Managementinformationssystem sichert die Transparenz über die aktuelle Geschäftsentwicklung und gewährleistet den permanenten Abgleich zur Unternehmensplanung. Die Planungsrechnung umfasst einen Zeitraum von drei Jahren, wovon ein Jahr sehr detailliert geplant wird. Neben der Unternehmensstrategie bilden primär der Umsatz sowie das EBIT-DA die zentralen Bezugsgrößen für die operative Steuerung. In Bezug auf die Ringmetall AG liegt der Fokus für die operative Steuerung auf der Liquidität sowie dem Ergebnis vor Steuern.
Bezüglich des Vergleiches der Prognose mit den Ist-Werten für die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA wird auf die Ausführungen in der Vermögens- und Ertragslage sowie innerhalb des Prognoseberichts verwiesen.
Von elementarer Bedeutung ist für Ringmetall die Zufriedenheit der Kunden hinsichtlich Qualität und Service. Das globale Qualitätsmanagementsystem sichert dabei einen hohen Qualitätsstandard. Jede Landesgesellschaft ist verantwortlich für die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen. Unterstützt werden die Gesellschaften dabei durch das übergeordnete zentrale Qualitätsmanagement. Somit werden zentral Vorgaben für die Systeme gegeben, interne Qualitäts-Audits durchgeführt und Schulungsmaßnahmen überwacht. Die Reklama-
Zufriedenheit der Kunden hinsichtlich Qualität und Service von elementarer Bedeutung
tionsquote hat sich im Berichtsjahr für den Bereich Industrial Packaging leicht von 0,2 Prozent auf 0,23 Prozent erhöht. Hierin eingerechnet sind Reklamationsvorgänge, die durch Vorprodukte und/oder externe Dienstleistungen verursacht wurden.
Im Bereich Industrial Handling ist die Planung der für die Produktion erforderlichen Rohstoffe noch wesentlich bedeutender als im Bereich Industrial Packaging. Daher ist die kontinuierliche Überwachung des Auftragseinganges und des Auftragsbestands im Geschäftsbereich Industrial Handling elementar.
Der Mitarbeiterzahl (FTE) wird neben der Stichtagsbetrachtung auch im Hinblick auf deren Entwicklung über definierte Zeiträume besondere Aufmerksamkeit zuteil. Die Bewertung des Ausmaßes der Mitarbeiterfluktuation wird dabei in Kontext zu externen Einflussfaktoren gesetzt, wie zum Beispiel standortbezogene makroökonomische Entwicklungstendenzen. Insgesamt beobachtet Ringmetall konzernweit eine im Branchenvergleich äußerst geringe Mitarbeiterfluktuation. Durch die anhaltend hohe Beschäftigungslage sieht sich natürlich auch Ringmetall mit dem Fachkräftemangel konfrontiert. Dies betrifft insbesondere Standorte, die in wirtschaftlich starken Regionen angesiedelt sind, wie die deutschen Standorte in den Regionen Karlsruhe (Standort Berg) sowie Ingolstadt (Standort Ernsgaden). Zum 31. Dezember 2018 waren im Segment Industrial Packaging rund 530 FTE (31.12.2017: 460 FTE) und im Segment Industrial Handling rund 70 FTE (31.12.2017: 80 FTE) beschäftigt.
Insgesamt wuchs Ringmetall im abgelaufenen Geschäftsjahr dynamisch weiter Insgesamt wuchs Ringmetall im abgelaufenen Geschäftsjahr dynamisch weiter und erhöhte den Umsatz im Rahmen der in der Prognose veröffentlichten Bandbreite. Mit 110,6 Mio. EUR lagen die Umsatzerlöse des Konzerns um 8,0 Prozent über dem Vorjahr und damit in der oberen Hälfte der Prognosebandbreite von 108,0 bis 112,0 Mio. EUR. Das aEBITDA lag mit 12,2 Mio. EUR leicht über dem Vorjahr. Im Vergleich zur Prognose von 12,5 bis 13,5 Mio. EUR lag das aEBITDA jedoch leicht unter Erwartung. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die oben dargestellten einmaligen Sonderaufwendungen, unter anderem verbunden mit der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS sowie dem durchgeführten Börsensegmentwechsel. Das EBITDA im Geschäftsjahr belief sich auf 10,4 Mio. EUR. Der Vorstand beurteilt den Geschäftsverlauf von Ringmetall als grundsätzlich sehr positiv. Lediglich einige makroökonomische Effekte, wie die Entwicklung der Stahlpreise sowie die Entwicklung des US-Dollars und der türkischen Lira zum Euro, wirkten sich zu Ungunsten des Unternehmens aus. Diese Effekte hatten sich auch bereits im Jahr 2017 negativ ausgewirkt und sind insbesondere vor dem Hintergrund der weltpolitischen Situation weiterhin von Bedeutung.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Geschäftsbereiche bewertet der Vorstand als weiterhin sehr zufriedenstellend. Im Bereich Industrial Packaging wirken sich vor allem die stabile Marktpositionierung von Ringmetall und die optimal ausgerichteten Vertriebsstrukturen sehr positiv auf das Umsatzund Ergebniswachstum aus. Auch die getätigten Investitionen werden sich künftig nachhaltig positiv auswirken. Im Bereich Industrial Handling erachtet der Vorstand die im Vorjahr eingeleiteten Schritte als sehr erfolgreich und bewertet die aktuellen Entwicklungen dementsprechend als nachhaltig.
Insgesamt beurteilt der Vorstand die Entwicklung der Ringmetall AG und ihren Erfolg als Management Holding als sehr gut. Durch gezielte Investitionen und Steuerung der operativen Teilbereiche im Konzern konnten die oben beschriebenen Ergebnisse im Berichtsjahr erreicht werden. Die Ertragslage, vor Berücksichtigung der einmaligen Sondereffekte, sowie die Vermögens- und Finanzlage der Ringmetall AG haben sich gut entwickelt und bilden eine gute Ausgangsbasis für zukünftige Akquisitionen und damit für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns.
Die Geschäftsbereiche des Konzerns sind Konjunkturschwankungen und Marktzyklen in den jeweiligen Regionen und Branchen ausgesetzt. Die konzernweite Identifikation und Analyse von Risiken und Chancen sind daher elementarer Bestandteil einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Konzernführung. Für die Erreichung der strategischen Ziele ist es von grundlegender Bedeutung, Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Das bei Ringmetall implementierte Managementsystem bindet daher das Management der einzelnen Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften aktiv in die Unternehmenssteuerung ein. Die Grundlagen und Vorgaben des Chancen- und Risikomanagementsystems werden dabei auf Konzernebene vorgegeben. Die Verantwortung für die Umsetzung der einzelnen Vorgaben tragen neben dem Vorstand die Geschäftsführung und das mittlere Management der einzelnen Tochtergesellschaften.
Das konzernweit etablierte Risikomanagement-System wurde auch 2018 gezielt weiterentwickelt. Neben der Fortführung von internen Revisionen wurde die im Vorjahr eingeführte softwarebasierte Lösung für das Risiko- Assessment gezielt weiterentwickelt. Die Software gibt klar definierte Kategorien vor, um eine zielgerichtete Evaluierung und Adressierung von Risiken optimal zu unterstützen. Auf diese Weise wird eine möglichst vollständige Erfassung von Risiken gewährleistet und die konzern-
GROUP CONTROLLING/ REVISION
Aggregation
MANAGEMENT DER GESCHÄFTS-BEREICHE
Beurteilung der Einzelrisiken
weite Vergleichbarkeit einzelner Risikoszenarien erhöht. Ein zentrales Ziel ist es, alle strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen potentiellen negativen Abweichungen (Risiken) frühzeitig zu erkennen, um diese entsprechend steuern sowie überwachen zu können. Potentielle positive Abweichungen (Chancen) werden separat, mittels weiterer Prozesse, analysiert und erfasst.
Das Risikomanagementsystem der Ringmetall Gruppe stellt über die Einbeziehung von Aufsichtsrat, Vorstand, Group- Controlling / Interner Revision und dem Management der Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften ein ganzheitliches System unterschiedlicher Kontrollinstanzen dar. Die Zuordnung der zentralen Kernaufgaben der einzelnen Instanzen ist wie folgt:
Ganzheitliches System unterschiedlicher Kontrollinstanzen
Analyse und Bewertung
Die stetige Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagementsystems erfolgt in enger Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Kernelement ist die Beurteilung der Chancen und Risiken.
Das Management der Geschäftsbereiche ermittelt und erfasst über das softwarebasierte Risikomanagementsystem die Risiken der operativen Einheiten. Im Rahmen der Erfassung erfolgt eine erste Bewertung durch Zuordnung zu vordefinierten Kategorien. Die Aggregation, weitergehende Bewertung sowie Darstellung der Risiken erfolgt zentral auf Gruppenebene. Die Risikobewertung stellt sich als das Produkt aus der Wahrscheinlichkeit des Eintritts und des beurteilten potenziellen Schadensausmaßes dar. Im Rahmen von Sitzungen des zentralen Managements mit dem Vorstand werden mitigierende Maßnahmen identifiziert, bewertet und Verantwortlichkeiten zugeordnet. Darauf aufbauend erfolgt die finale Bewertung durch den Vorstand sowie im Anschluss die Vorlage an den Aufsichtsrat.
Darüber hinaus werden akute Risiken aus dem operativen Tagesgeschäft, die bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ein hohes Schadenspotenzial aufweisen, unverzüglich an das Group-Controlling und den Vorstand kommuniziert. Analog zu der oben beschriebenen Vorgehensweise werden im Anschluss Maßnahmen beschlossen, um die so identifizierten Risiken einzugrenzen und zu mitigieren.
Das Risikomanagementsystem teilt sich in integrierte Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme auf. Diese Unterteilung ermöglicht es, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und diesen im Anschluss mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen. Die monatliche Berichterstattung informiert die jeweiligen Geschäftsführer und den Vorstand über den Stand der Gesellschaften.
Interne Richtlinien für die Genehmigung von Investitionen durch den Vorstand oder Aufsichtsrat ab einem bestimmten Auftragsvolumen stellen eine weitere Maßnahme der Risikoprävention dar. Auch sind abzuschließende Verträge oder einzugehende Verpflichtungen, die vom Normalfall abweichen (beispielsweise ein besonders hoher Auftragswert, vergleichsweise lange Vertragsdauer), im Vorfeld mit dem Group-Controlling, dem Vorstand und gegebenenfalls mit einem Juristen abzustimmen.
Im Rahmen von internen Revisionen werden bei den einzelnen Gesellschaften vor Ort regelmäßig Prüfungen durchgeführt. Wesentliche Bestandteile sind die Überprüfung der Werthaltigkeit, Bewertung und Vollständigkeit von Bilanzpositionen sowie die Einhaltung von internen Richtlinien. Die Berichterstattung erfolgt direkt an den Vorstand.
Für eine eindeutige Beurteilung, ab welchem Ausmaß identifizierte potentielle Risiken als wesentlich eingestuft werden müssen, werden die Risiken nach ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkung klassifiziert. In diesem Stadium erfolgt eine Beurteilung im Rahmen der sogenannten Bruttobetrachtung, d.h. ohne dass mögliche oder bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen in die Beurteilung einfließen. Im Folgenden sind die Skalen zur Messung der Bewertungskriterien illustriert.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5,0 | niedrig | mittel | mittel | mittelhoch | hoch | hoch | |||
| Grad der potentiellen Auswirklung | 2,0 | niedrig | niedrig | mittel | mittelhoch | mittelhoch | hoch | ||
| 1,0 | niedrig | niedrig | mittel | mittel | mittelhoch | hoch | |||
| 0,5 | niedrig | niedrig | niedrig | mittel | mittel | mittelhoch | |||
| 0,2 | niedrig | niedrig | niedrig | niedrig | mittel | mittelhoch | |||
| 0,1 | niedrig | niedrig | niedrig | niedrig | niedrig | mittel | |||
| 0,1 | 0,2 | 0,5 | 1 | 2 | 12 | ||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos | Quantifizierung | ||
|---|---|---|---|
| 1 | Unwahrscheinlich | Einmal alle 10 Jahre | < 100 TEUR |
| 2 | Selten | Einmal alle 5 Jahre | > 200 TEUR |
| 3 | Gelegentlich | Einmal alle 2 Jahre | > 500 TEUR |
| 4 | Regelmäßig | Einmal pro Jahr | > 1.000 TEUR |
| 5 | Häufig | Zweimal pro Jahr | > 2.000 TEUR |
| 6 | Sehr Häufig | Monatlich | > 5.000 TEUR |
Im Rahmen der Risikobeurteilung werden den Risiken Verantwortlichkeiten zugeteilt. Gleichzeitig erfolgt eine Analyse über die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen und der generellen Tragbarkeit eines Risikos unter Würdigung aller gegebenen Umstände. Die Analyse erfolgt dabei stets unter Einbeziehung der Interessenslagen aller involvierten Zielgruppen wie beispielsweise Kunden, Mitarbeitern oder Investoren.
Die Beurteilung der Effektivität und somit die Überwachung der jeweiligen Gegenmaßnahmen obliegt den Verantwortlichen. Neben der Dokumentation im Rahmen des nächsten Risk-Assessments erfolgt eine Information im Rahmen von Management-Besprechungen, sofern eine wesentliche negative Veränderung der zuvor getroffenen Beurteilung vorliegt.
Innerhalb des konzernweiten Kontrollsystems der Ringmetall Gruppe ist das Interne Kontrollsystem ("IKS") bezogen auf das Rechnungswesen ein zentraler Bestandteil. Die Sicherstellung der Einhaltung von für die Ringmetall Gruppe relevanten Vorschriften – intern sowie extern – und Richtlinien ist das zentrale Ziel. Diese Vorschriften und Richtlinien sind für alle Tochtergesellschaften der Gruppe verbindlich. Mögliche Auswirkungen von neuen Vorschriften auf die Ringmetall Gruppe werden gemeinsam mit externen Beratern analysiert. Die Umsetzung und entsprechende Überwachung erfolgt dann durch interne Instanzen.
Die bestehenden Kontrollprozesse und -systeme im Bereich der IT werden auch durch eine stetig fortschreitende Zentralisierung optimiert. Auch wird das zentrale Gruppen-ERP-System, das bereits in den meisten Tochtergesellschaften eingeführt wurde, stetig weiter implementiert. Zugriffsberechtigungen sind klar geregelt und werden zentral überwacht. Auch im Bereich der IT nutzt die Gruppe das Know-how von ausgewählten externen Spezialisten.
Die Erstellung der Einzelabschlüsse und der Berichterstattung an den zentralen Finanzbereich erfolgt meist durch das Rechnungswesen der Ländergesellschaften. Vereinzelt werden diese durch lokale, externe Spezialisten unterstützt. Vom zentralen Finanzbereich der Ringmetall Gruppe werden entsprechende Vorschriften und Richtlinien erlassen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses werden die gemeldeten Daten der Einzelgesellschaften in ein Konsolidierungstool importiert. Es erfolgt eine Durchsicht der berichteten Abschlüsse durch die Konzernzentrale. Sofern erforderlich erfolgt eine Anpassung an die Bilanzierungsrichtlinien der Ringmetall Gruppe. Mittels dieser Systeme und Kontrollen gewährleistet Ringmetall mit hinreichender Sicherheit einen gesetzeskonformen Konzernrechnungslegungsprozess.
Der zentrale Finanzbereich der Ringmetall Gruppe überwacht die Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken gruppenweit. Auch die Sicherstellung der Liquidität obliegt der Zentrale. Zur Verminderung des Zinsrisikos bei variabel verzins-
ten Darlehen werden bei Bedarf entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Devisentermingeschäfte werden nur abgeschlossen, sofern nach Einschätzung der Konzernzentrale wesentliche Zahlungsströme in Fremdwährung zu erwarten sind und Risiken aufgrund hoher Kursschwankungen bestehen. Gemäß den internen Richtlinien werden keine Geschäfte mit Finanzinstrumenten zu Spekulationszwecken genutzt.
Anzahl aller identifizierten Einzelrisiken leicht rückläufig. Im Vergleich zum Jahresende 2017 stellt sich die Gesamtrisikosituation nahezu unverändert dar. Die Anzahl aller identifizierten Einzelrisiken, unabhängig von der Klassifizierung, waren leicht rückläufig. Diese Entwicklung resultiert jedoch ausschließlich aus den Kategorien "mittel" und darunter.
Nachfolgend sind Einzelrisiken dargestellt, welche aus derzeitiger Betrachtungsweise das Konzernergebnis über eine Periode von 12 Monaten nachhaltig beeinflussen könnten. Diese Risiken wurden in der Analyse als "hoch", "mittelhoch" oder "mittel" bewertet. Sofern nicht gesondert erwähnt, hat sich die Einschätzung einer möglichen Ergebnisauswirkung auf die Finanz- und Ertragslage gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert.
Ein Marktrisiko ergibt sich daraus, dass sich die gesamtwirtschaftliche sowie branchenbezogene Entwicklung im Vergleich zur Planung bzw. Prognose negativ darstellt. Hierbei können sich auch periodische Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität unter anderem auf den weltweiten Transport von Gütern sowie den für das Segment Industrial Handling relevanten Markt für Flurförderzeuge auswirken. In Zeiten von hohen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten haben Kunden eine Tendenz, Investitionen zeitlich zu verschieben oder auch gänzlich zu streichen. Die Ringmetall Gruppe achtet stets darauf, die Kostenstruktur so zu gestalten, dass auf Nachfrageschwankungen reagiert werden kann. Jedoch würden sich nachhaltige Rückgänge bei den Umsatzerlösen ergebnisbelastend auswirken.
Auch wenn sich nach Einschätzung des Vorstands die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland und im europäischen Ausland als stabil bezeichnet, können erneute Finanzkrisenszenarien sowie ein wirtschaftlicher Abschwung derzeit grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.
Ringmetall ist mit einem Werk in der Türkei aktiv. Auch wenn dieses Werk Umsätze mit dem Ausland tätigt, liegt unverändert der Fokus auf dem lokalen türkischen Markt. Durch die weiterhin bestehende politische Krise innerhalb der Türkei sowie der Türkei mit dem Ausland ist sowohl die türkische Währung, als auch die türkische Wirtschaft unter Druck. Als Konsequenz hieraus ergaben sich für die türkische Tochtergesellschaft nachhaltige Einbußen in den Umsatzerlösen.
Das Risiko bezogen auf die Türkei wird aktuell als "mittelhoch" bewertet.
Immanent in einem Markt mit mehreren Anbietern ist das Risiko, bedingt durch steigenden Wettbewerbsdruck, die geplanten Ziele, insbesondere Ergebnisziele, nicht zu erreichen. Der Wettbewerb in den für die Ringmetall Gruppe relevanten Märkten wird auch sehr stark über den Preis geführt. Dieser Preis- sowie Margendruck kann sich verschärfen, wenn sich die effektiven Stahleinkaufspreise und die Stahlindizes gegenläufig entwickeln. Der hohe Qualitäts- und Serviceanspruch von unseren Kunden, stellt für unsere Wettbewerber, gerade im Segment Industrial Packaging, eine Wachstums- bzw. Markteintrittsbarriere dar. Dennoch kann auch hier perspektivisch ein weiterer Wettbewerbsdruck entstehen.
Die Ringmetall Gruppe geht vielfältige Wege um Wettbewerbsrisiken zu minimieren bzw. die eigene Marktposition weiter zu stärken sowie auszubauen. Die Steigerung der Effizienz in den Produktionsstätten sowie die Erschließung alternativer Bezugsquellen für Rohstoffe sind insofern elementar. Ferner investiert Ringmetall in Produktinnovationen und sucht fortwährend nach Möglichkeiten für den Ausbau und die Stärkung der Marktposition in Wachstumsregionen.
Insgesamt werden die Wettbewerbsrisiken als "mittelhoch" eingestuft.
Die Themenbereiche "Digitalisierung" und "Industrie 4.0" stellen Industrieunternehmen weltweit vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Aus Sicht von Ringmetall ist nach aktuellem Wissensstand nicht ausreichend abschätzbar, in welchem Umfang sich hieraus disruptive Veränderungen für das Geschäftsmodell ergeben könnten. Ringmetall investiert bereits seit geraumer Zeit in die Digitalisierung und Automatisierung unternehmensinterner Prozesse und Produktionsschritte und wird sich auch zukünftig eingehend mit der Thematik und den daraus resultierenden Herausforderungen befassen. So konnte 2018 die Entwicklung einer neuen Software (LEANFOCUS) für das Produktions-Monitoring erfolgreich abgeschlossen werden. Auch die Weiterentwicklung von spezifischen Produktionsanlagen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nachhaltig vorangebracht. Der Vorstand kann jedoch noch nicht abschließend abschätzen, ob die aktuellen Investitionen umfangreich genug sind, um zukünftigen Anforderungen zu genügen und somit die aktuelle Wettbewerbsposition zu verteidigen, beziehungsweise weiter ausbauen zu können. Aufgrund der nicht vollumfänglich erkennbaren Auswirkungen möglicher wirtschaftlicher Veränderungen, die aus den Themenbereichen "Digitalisierung" und "Industrie 4.0" resultieren könnten, sieht Ringmetall hierin unverändert ein Risiko. Jedoch, bedingt durch die in 2018 erfolgreich getätigten Investitionen, ergibt sich eine Herabstufung des Risikos im Vergleich zum Vorjahr von "mittelhoch" auf "mittel".
Mit den drei größten Kunden – allesamt international agierende Unternehmensgruppen – erzielte Ringmetall im Geschäftsjahr 2018 rund 45 Prozent der Umsatzerlöse. Die restlichen Umsatzerlöse erwirtschaftete das Unternehmen mit deutlich mehr als 50 Kunden.
Gerade im Segment Industrial Packaging wird die nicht unerhebliche Konzentration eines signifikanten Umsatzanteils auf zwei Kunden (rund 43 Prozent des Segmentumsatzes 2018) jedoch auch als Vorteil gesehen. Sowohl Zulieferer als auch Abnehmer befinden sich als global agierende Unternehmen aufgrund ihres großen Umsatzanteils in ihren jeweiligen Industrien in einer gegenseitigen Abhängigkeit. Unabhängig hiervon könnte ein Verlust eines oder mehrerer Hauptkunden oder ein deutlicher Rückgang der Bestellungen dieser Kunden zu einem deutlichen Absatzrückgang führen.
Bei Betrachtung aller relevanten Faktoren wird das Risiko einer Abhängigkeit von Großkunden als "mittel" eingestuft, im Vorjahr als "mittelhoch".
Ringmetall hat bei ihren Geschäftstätigkeiten einen hohen Bedarf an unterschiedlichen Rohstoffen, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen und anschließend weiterverarbeitet werden. Dies betrifft vor allem Stahl und verschiedene Komponenten wie Verschlüsse für die Fertigartikel. Hierzu führt Ringmetall mit unterschiedlichen Lieferanten Verhandlungen, um das nach eigener Ansicht günstigste Angebot zu erhalten und auch in keine Abhängigkeiten zu gelangen. Mit einigen Lieferanten wurden Rahmenverträge mit in der Regel einer maximalen Dauer von drei Monaten abgeschlossen, um die kontinuierliche Belieferung sowie eine gewisse Preisstabilität auf Einkaufsseite sicherzustellen. In diesem Zusammenhang beobachten die Kunden ihrerseits die Entwicklungen der Rohstoffpreise auf den verschiedenen Märkten und sind daher auch Grundlage für die Preisfindung.
Das Risiko wird aus den dargestellten Gründen als "mittel" eingeschätzt.
Ringmetall überprüft ihre Produkte stichprobenartig vor dem Verkauf im Rahmen ihres internen Qualitätsmanagementsystems. Grundsätzlich kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungspflichten mangelhafte Produkte ausgetauscht, repariert oder Kaufpreisminderungen hingenommen werden müssen. Das Qualitätsmanagementsystem wird stetig weiterentwickelt und regelmäßig durch interne sowie externe Parteien überprüft.
Unter Berücksichtigung der bestehenden Maßnahmen wird das Risiko von wesentlichen Gewährleistungsfällen als "mittel" beurteilt.
Hoher Bedarf an unterschiedlichen Rohstoffen von unterschiedlichen Lieferanten
Ringmetall verfügt im Segment Industrial Packaging über mehrere Produktionsstandorte in Deutschland sowie in anderen Ländern. Wohingegen im Segment Industrial Handling lediglich an einem Standort in Deutschland produziert wird. Auf Basis einer Analyse der Anlagen und Produktionsmittel wurden neuralgische Punkte identifiziert und, sofern technisch oder betriebswirtschaftlich realisierbar, entsprechende Alternativen geschaffen. Dennoch kann es bei Beschädigungen oder Zerstörungen im ungünstigsten Fall zu Lieferverzögerungen kommen. Im Segment Industrial Packaging verfügt Ringmetall über eine Vielzahl von vollautomatisierten Anlagen zur Herstellung von schweren Spannringen sowie Spannringtypen mit einer sehr hohen Stückzahl sowie weitere automatische Fertigungsanlagen für Verschlüsse und andere Anwendungen. Auch wenn jeder dieser Spannringe ebenso auf konventionellen Anlagen an mehreren Standorten gefertigt werden kann, könnte der Ausfall einer vollautomatisierten Anlage zu Lieferverzögerungen führen.
Qualitätsmanagement und definierte Prozesse
Diesen Produktionsrisiken begegnet Ringmetall mit dem Qualitätsmanagement und seinen definierten Prozessen, einschließlich systematischer Wartungen. Daher wird das Risiko als "mittel" eingestuft.
Ringmetall verlässt sich für die geschäftlichen und betrieblichen Tätigkeiten auf Informationstechnologie ("IT")-Systeme und Netzwerke bzw. elektronische Datenverarbeitungssysteme. In diesen Systemen und Netzwerken werden auch sensible Geschäftsinformationen und andere geschützte Informationen gespeichert und verarbeitet. Diese Systeme sind anfällig für Ausfälle durch Feuer, Überschwemmungen, Stromausfälle, Versagen von Telekommunikationseinrichtungen, Viren, Einbrüche und ähnliche Ereignisse oder Sicherheitsverletzungen.
Ringmetall hat durch Implementierung fortschrittlicher Sicherheitstechnologien, interner Kontrollen, widerstandsfähiger Netzwerke und Rechenzentren sowie eines Wiederherstellungsprozesses Maßnahmen im Hinblick auf diese Risiken ergriffen. Somit wird dieses Risiko in Gesamtbeurteilung als "mittel" eingestuft.
Für Ringmetall sind motivierte und qualifizierte Fachund Führungskräfte elementar für einen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. Um den Risiken aus einem entsprechenden Mangel entgegenzuwirken, hat Ringmetall in den vergangenen Jahren ihren Recruitment-Prozess verbessert und einige Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber umgesetzt. Sowohl die internen, als auch externen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden nachhaltig optimiert. Die Möglichkeiten für internationale Einsätze wurden außerdem deutlich ausgebaut und interne Karriereperspektiven wesentlich verbessert.
Die Einstufung von diesem Risiko ist sehr vom jeweiligen Standort abhängig. Insgesamt wird das Risiko aus Gruppensicht als "mittel" eingestuft.
Eine finale politische Lösung im Hinblick auf ein mögliches Ausscheiden von Großbritannien aus der Europäischen Union ist derzeit noch nicht absehbar. Wie weitreichend die Folgen wären, sofern es zu keiner Lösung kommt vermag niemand abschließend zu beurteilen. Eine der wesentlichen Maßnahmen die wir an unserem Standort in England treffen, ist der Aufbau von Lagerbeständen an Rohstoffen und Halbfabrikaten, um unsere Lieferfähigkeit weitestgehend zu gewährleisten. Sollte es durch den möglichen BREXIT zu einer Eintrübung der wirtschaftlichen Lage in England oder auch in der europäischen Wirtschaft kommen, dann besteht ein Risiko dahingehend, dass die Ergebnisentwicklung hinter der Planung bleibt.
Vor dem Hintergrund der Größe des Standortes in England, im Vergleich zur gesamten Gruppe, wird das Risiko durch den Vorstand als "mittel" eingestuft.
Der Vorstand beurteilt die Risikolage von Ringmetall im Wesentlichen als unverändert. Es wurden keine Einzelrisiken identifiziert, welche den Fortbestand der Ringmetall Gruppe gefährden könnten. Dies gilt analog für eine Gesamtbetrachtung aller Risiken. Die für wesentliche Risiken beschlossenen Gegenmaßnahmen sowie internen Kontrollen werden vom Vorstand regelmäßig analysiert.
Grundsätzlich werden die Chancen von Ringmetall im Rahmen des Strategieprozesses in Workshops ermittelt bzw. bewertet. Als Chancen werden solche Entwicklungen angesehen, die zu einer positiven Abweichung von der strategischen Planung und somit zu einer zusätzlichen Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen können. Die Reihenfolge der Chancen korreliert nicht unbedingt mit der gegenwärtigen Einschätzung ihrer Bedeutung für die Gruppe.
Der weltweite Markt für Industrieverpackungen wurde vom Marktforschungsunternehmen Allied Market Research für das Jahr 2016 mit einem Gesamtvolumen von 53.743 Mio. USD bewertet. Bis zum Jahr 2023 soll der Markt auf 69.787 Mio. USD anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 3,9 Prozent von 2017 bis 2023 entspricht.
Die Produkte von Industrial Packaging kommen aktuell hauptsächlich in den Industriebereichen Chemical & Pharmaceutical und Food & Beverage zum Einsatz. Für Industrieverpackungen für die chemische und pharmazeutische Industrie wird mit einem Wachstum bis 2023 nach Umsatzvolumen von 4,0 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent für die Lebensmittelindustrie gerechnet.
Zu den Hauptwachstumstreibern im Markt für Industrieverpackungen zählen allen voran die zunehmende Globalisierung und das weltweite Bevölkerungswachstum.8 Beide Treiber begünstigen die weltweite Zunahme von Exporten und Importen, die in der Regel Verschiffungen über lange Strecken mit sich bringen und somit den Bedarf an hochwertigen, belastbaren und sicheren Industrieverpackungen steigen lassen. Bei der Anwendung im chemischen und pharmazeutischen Bereich kommt überdies hinzu, dass die verschifften Güter in der Regel sensibel auf atmosphärische Einflüsse reagieren und eine Gefahr für ihre Umwelt darstellen. Aus diesem Grund wird ständig eine hohe Anzahl an Fässern und Intermediate Bulk Containern (IBC) benötigt, um Chemikalien zu verschiffen und zu lagern. In der
8 Quelle: Allied Market Research, Global Industrial Packaging Market 2015-2023 9 Quelle: Allied Market Research, Global Industrial Packaging Market 2015-2023
Lebensmittelindustrie sind ähnliche Faktoren ausschlaggebend, nur dass hier weniger die Umwelt vor dem verpackten Gut geschützt werden muss, sondern viel häufiger das verpackte Gut vor der Umwelt. Sauerstoff, Licht und Feuchtigkeit führen hier häufig zu Zersetzungsprozessen, die Lebensmittel für den Verzehr ungeeignet machen und die daher durch entsprechende Industrieverpackungen verhindert werden sollen.
Auf globaler Ebene zählen zu den wichtigsten Wachstumsmärkten allen voran die Regionen Asia-Pacific (Asien und pazifischer Raum) mit einem erwarteten CAGR bis 2023 von 4,3 Prozent, LAMEA (Lateinamerika, Mittlerer Osten und Afrika) mit einem erwarteten CAGR von 3,4 Prozent bis 2023, gefolgt von Nord-Amerika mit erwarteten 2,6 Prozent und Europa mit erwarteten 1,8 Prozent CAGR.9 Ringmetall ist aktuell hauptsächlich in den Märkten Europa und Nordamerika aktiv und baut das Geschäft in den Wachstumsmärkten Asia-Pacific und LAMEA zunehmend aus.
In den Märkten, die für den Geschäftsbereich Industrial Handling von Bedeutung sind, sieht sich Ringmetall eher als spezialisierter Nischenanbieter positioniert. Als Investitionsgüter werden Material-Handling-Fahrzeuge wie Gabelstapler und lagertechnische Geräte – sogenannte Flurförderzeuge – in wirtschaftlich guten Zeiten stärker nachgefragt als in konjunkturellen Schwächephasen. Der Markt für solche Fahrzeuge folgt mit einer Verzögerung von sechs bis neun Monaten tendenziell dem allgemeinen Konjunkturzyklus.
2018 wies der Weltmarkt für Flurförderzeuge mit einem Plus von 10 Prozent beziehungsweise 143 Tsd. Flurförderzeugen erneut ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr auf. Haupttreiber sind vor allem das starke Wachstum im E-Commerce, das höhere Investitionen in Lager- und Logistik-Kapazitäten erfordert, sowie ein der Investitionsstau auf der Abnehmerseite. Führende Hersteller der Branche, wie Jungheinrich und Kion, rechnen auch für 2019 mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends.
2018 wies der Weltmarkt für Flurförderzeuge erneut ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr auf
Im zweiten Markt, der für die Entwicklung des Geschäftsbereichs Industrial Handling von Bedeutung ist – dem Landmaschinensektor – folgt die Nachfrage tendenziell der Entwicklung der Preise für die weltweit wichtigsten Nahrungsmittel. Die Entwicklung des Marktvolumens für Landmaschinen in der EU steht demnach in hoher Korrelation zur Entwicklung des Preisindex der Food & Agricultural Organization (FAO) der vereinten Nationen. Die stetige Zunahme der Weltbevölkerung führt zu einem anhaltenden Wachstum der Nachfrage nach Lebensmitteln. In der Konsequenz wird dies auch zu steigenden Lebensmittelpreisen in vielen Bereichen führen. Dies kann, wie geschildert, zu einem Zuwachs bei der Nachfrage an Landmaschinen führen.
In den letzten Jahren verstärkt in die Entwicklung eigener Produkte investiert Ringmetall hat in seiner Industrial Handling Sparte eine Nischenposition in den Produktbereichen Rückhaltesysteme für Gabelstapler, Brems- und Kupplungspedale, Anhängerkupplungen für LKW, Elektrokarren und für Zugmaschinen in der Land- und Forstwirtschaft, Halterungen für Hydraulikkomponenten, Hubmastteile für Flurförderzeuge, Gussgehäuse und komplexe Schweißbaugruppen inne. Das Unternehmen hat dabei in den letzten Jahren verstärkt in die Entwicklung eigener Produkte investiert und sieht sich aufgrund stetig steigender Kundennachfrage im Wettbewerbsumfeld gut positioniert. 2019 werden die geplanten weiteren Investitionen in Anlagen sowie in die weitere Entwicklung von eigenen Produkten fokussiert weitergeführt.
Ringmetall untersucht ihre internen und externen Prozesse kontinuierlich nach Potenzialen zur Hebung von gruppeninternen Synergien oder zur Steigerung von Effizienzen. So werden beispielsweise regelmäßig Produktionsprozesse analysiert, um die Auslastung von Maschinen zu erhöhen, Umrüstzeiten zu reduzieren oder auch Mitarbeiterqualifikationen zu optimieren. Auch die Weiterentwicklung von Produktionsanlagen oder die Verlagerung von Produktionsteilen an nach regionalen Gesichtspunkten optimierte Standorte werden kontinuierlich vorangetrieben.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, und Ausfallrisiken. Ziel der Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden beziehungsweise zu begrenzen. Der Umgang mit diesen Risiken wurde bereits im Risikobericht in den entsprechenden Abschnitten ausführlich behandelt. Ringmetall verwendet im Bedarfsfall derivative Finanzinstrumente, um sich gegen Zins- und Marktrisiken abzusichern. Außerdem werden im Rahmen der Thesaurierungsaktivitäten in beschränktem Umfang Wertpapiere und Derivaten gehandelt. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.
Bei der Erstellung des Prognoseberichts orientiert sich Ringmetall an den Ausführungen und Prognosen der aktuell von meinungsführenden Institutionen wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem internationalen Währungsfonds (IWF) veröffentlichten Publikationen in Verbindung mit den Prognosen führender Wirtschaftsverbände, wie dem Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI). Darüber hinaus fließen die allgemein wahrnehmbare Stimmungslage an den Kapitalmärkten und die aktuelle Stimmungslage auf Kundenseite in die Entscheidungsfindung ein.
Die allgemeine getrübte Stimmungslage in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen nimmt der Vorstand der Ringmetall AG mit dem gebührenden Respekt zur Kenntnis, wenngleich im operativen Geschäftsverlauf aktuell nur geringe rezessive Tendenzen zu verzeichnen sind. Von daher geht der Vorstand der Gesellschaft weiterhin von einer grundsätzlich positiven Entwicklung in den relevanten Zielmärkten aus. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 und die Jahre danach plant das Unternehmen, seine Markt- und Wettbewerbsposition weiter zu festigen und auszubauen. Im Durchschnitt erwartet Ringmetall daher für die kommenden Jahre ein unverändertes organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent.
Anorganisches Wachstum durch die Akquisition relevanter Unternehmen oder Unternehmensteile bleiben nach wie vor ein zentraler Treiber für das weitere Wachstum der Ringmetall Gruppe. Zwar zeigt sich am Markt, dass sich die Bewertungsniveaus für Unternehmenszukäufe auf insgesamt erhöhtem Niveau bewegen, aufgrund der tendenziell wahrnehmbaren Abkühlung der allgemeinen Stimmungslage in der Wirtschaft erwartet der Vorstand jedoch keinen weiteren Anstieg dieser Bewertungsniveaus. Für den Fall, dass sich zentrale Indikatoren für das Wirtschaftswachstum weiter verschlechtern, geht der Vorstand überdies von tendenziell sinkenden Bewertungsniveaus aus, was sich grundsätzlich positiv auf die Verhandlungsposition auswirken dürfte. Der Vorstand von Ringmetall verfolgt in seiner grundsätzlichen Herangehensweise im Zuge von Unternehmensakquisitionen unverändert eine sehr konservative Grundhaltung. Aufgrund der langjährigen Erfahrung bei derartigen Transaktionen und der aus Käufersicht dominierenden Position in einzelnen entscheidenden Marktbereichen bewertet das Unternehmen seine Chancen als sehr gut, Transaktionen zu tendenziell günstigeren Bewertungsniveaus abschließen zu können, als dies vor dem Hintergrund der aktuellen Marktgegebenheiten zu erwarten ist. Ringmetall hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass das Unternehmen nachhaltig weiter in zugekaufte Unternehmensteile investiert und Arbeitsplätze langfristig sichert. Gerade bei der Akquisition mittelständischer Unternehmen genießt Ringmetall daher in Vertragsverhandlungen in der Regel einen bedeutsamen Vertrauensvorschuss von Seiten potenzieller Verkäufer. Sowohl im Bereich von Zukäufen vor dem Hintergrund weiterer internationaler Expansion, als auch von Akquisitionen zur vertikalen Erweiterung des Produktangebots bieten sich attraktive Wachstumspotenziale für Ringmetall. Dabei wird auch die Expansion des Geschäftsmodells in angrenzende Industrien als grundsätzlich mögliche Wachstumsoption bewertet, sofern das Unternehmen das Chancen-Risiko-Verhältnis hierfür als ebenfalls attraktiv bewertet. Auf dieser Basis bewertet der Vorstand neben weiteren Akquisitionen im Geschäftsbereich Industrial Packaging, insbesondere im Teilsegment der sogenannten Inliner für Industriefässer und -tanks, auch Zukäufe im Geschäftsbereich Industrial Handling als nach wie vor attraktive Optionen.
Vor dem Hintergrund der allgemein wahrnehmbaren gedämpften Stimmungslage in den relevanten Zielmärkten erfolgt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 zunächst im Rahmen einer größeren Bandbreite als üblich und wird im weiteren Jahresverlauf konkretisiert. Dementsprechend rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr 2019 mit einem Konzernumsatz zwischen 120,0 und 130,0 Mio. EUR sowie einem EBITDA zwischen 12,0 und 14,0 Mio. EUR. Dies beinhaltet bereits ein Szenario, das Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2019 mit Konzernumsatz zwischen 120,0 und 130,0 Mio. EUR
von einer leicht rückläufigen Stahlpreisentwicklung ausgeht. Zudem ist der Umsatz- und Ergebnisbeitrag der erstmals zum 1. Januar 2019 konsolidierten Nittel Halle GmbH enthalten. Mögliche Effekte aus geplanten Unternehmenszukäufen sind nicht Teil der Prognose. Bezogen auf die Ringmetall AG erwartet der Vorstand im Vergleich zum Berichtsjahr ein leicht steigendes Ergebnis vor Steuern, im Vergleich zum Berichtsjahr sowie eine stabile Finanzlage.
Weitere Investitionen in die Entwicklung neuer Produktionsmaschinen
Ringmetall wird im laufenden Geschäftsjahr weiter in die Entwicklung neuer Produktionsmaschinen und die weitere Automatisierung von Produktionsmaschinen unter Einsatz von Industrierobotern investieren. Vor allem die Ausweitung der Produktionskapazitäten im Teilgeschäftsbereich der Inliner für Industriefässer und -tanks wird 2019 im Vordergrund stehen. Dies ist zum einen durch die organische Schaffung von Kapazitäten sowie, zum anderen durch die Erweiterung der Kapazitäten im Zuge von Unternehmenszukäufen in diesem Segment geplant. Darüber hinaus wird das Unternehmen unverändert in die Verbesserung von Produktionsabläufen und die allgemeine Produktqualität investieren. Für die geplanten Schritte sieht sich das Unternehmen sowohl in finanzieller Hinsicht, als auch unter dem Gesichtspunkt der zur Verfügung stehenden Managementkapazitäten gut aufgestellt.
Eine transparente Berichterstattung über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat gehört für die Gesellschaft zu den Kernelementen guter Corporate Governance. Hinsichtlich weiterer Ausführungen zur Corporate Governance wird auf die Internetseite von Ringmetall und die dort veröffentlichte Entsprechenserklärung verwiesen.
Im Folgenden informieren wir über die Grundsätze des Vergütungssystems sowie über Struktur und Höhe der Leistungen.
Die Vergütung des Vorstands wird durch den Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das bestehende Vergütungssystem gewährleistet eine der Tätigkeit und Verantwortung angemessene Vergütung des Vorstands. Neben der persönlichen Leistung finden dabei auch die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Konzerns Berücksichtigung.
Die Gesamtvergütung setzt sich grundsätzlich aus einer erfolgsunabhängigen fixen und einer erfolgsbezogenen variablen Komponente zusammen. Bei einer vollständigen Zielerreichung beträgt der fixe Gehaltsbestandteil rund 60 Prozent, der variable Teil rund 40 Prozent der Gesamtvergütung. Die Höhe der Tantieme ist davon abhängig, inwieweit die zu Beginn des Geschäftsjahres zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand vereinbarten Ziele erreicht wurden.
Darüber hinaus kann die Vergütung des Vorstands Sachbezüge enthalten, die im Wesentlichen die nach den steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werte für die Dienstwagennutzung beinhalten.
In der fixen Vergütungsstruktur sind ebenfalls gesetzliche Sozialabgaben für die Sozialversicherung der beiden Vorstände enthalten. Diese Abgaben werden im Personalaufwand erfasst.
Die Bezüge der im Geschäftsjahr beschäftigten Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr auf:
| VORSTAND TEUR |
Beruf | Gesamt aufwand 2018 |
davon erfolgs unab hängig |
davon erfolgs abhängig |
|---|---|---|---|---|
| Herr Christoph Petri (Vorstandssprecher) |
Kaufmann | 270 | 160 | 110 |
| Herr Konstantin Winterstein |
Ingenieur | 293 | 183 | 110 |
| Gesamtaufwand | 563 | 343 | 220 |
| VORSTAND TEUR |
Beruf | Gesamt bezüge 2018 |
davon erfolgs unab hängig |
davon erfolgs abhängig |
|---|---|---|---|---|
| Herr Christoph Petri (Vorstandssprecher) |
Kaufmann | 230 | 160 | 70 |
| Herr Konstantin Winterstein |
Ingenieur | 253 | 183 | 70 |
| Gesamtbezüge (zahlungswirksam) |
483 | 343 | 140 |
Das ehemalige Vorstandsmitglied Jörg Rafael erhielt für 2018 erfolgsabhängige, zahlungswirksame Bezüge für seine frühere Tätigkeit in Höhe von 46 TEUR. Hiervon wurden 31 TEUR in 2018 aufwandswirksam verbucht.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Demnach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder in jedem Geschäftsjahr eine Vergütung, die sich aus einer fixen Vergütung und Reisekostenerstattungen zusammensetzt. In 2018 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates insgesamt 113 TEUR.
2018 erhielten Mitglieder des Aufsichtsrates insgesamt 113 TEUR
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der Ringmetall AG zum 31. Dezember 2018 beträgt rund 29 Mio. EUR. Es ist eingeteilt in 29.069.040 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR. Die Entwicklung des gezeichneten Kapitals ist im Konzernanhang ersichtlich.
Jede Aktie vermittelt eine Stimme und, gegebenenfalls mit Ausnahme eventueller nicht dividendenberechtigter junger Aktien, den gleichen Anteil am Gewinn nach Maßgabe der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenausschüttung. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz. Zum 31. Dezember 2018 befanden sich keine Aktien im eigenen Bestand.
Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Rechte zu. In den Fällen des § 136 Aktiengesetz ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen.
Bestellung von Vorstandsmitgliedern in der Regel auf drei Jahre begrenzt
Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgen auf der Grundlage der §§ 84, 85 Aktiengesetz. Gemäß § 84 Aktiengesetz werden die Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Der Aufsichtsrat der Ringmetall AG hat jedoch beschlossen, die Bestellung von Vorstandsmitgliedern in der Regel auf drei Jahre zu begrenzen. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Nach § 84 Absatz 2 Aktiengesetz kann der Aufsichtsrat ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 Absatz 1 Aktiengesetz in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands gemäß § 84 Absatz 3 Aktiengesetz widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
Die Satzung kann gemäß § 179 Aktiengesetz nur durch einen Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Soweit nicht zwingende Vorschriften des Gesetzes etwas Abweichendes bestimmen, werden Beschlüsse der Hauptversammlung – mit Ausnahme von Wahlen – nach § 133 Aktiengesetz, § 17 Absatz 1 der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und gegebenenfalls mit einfacher Mehrheit des vertretenen Kapitals gefasst. Für eine Änderung des Unternehmensgegenstandes ist gemäß § 179 Absatz 2 Aktiengesetz eine Mehrheit von 75 Prozent des vertretenen Grundkapitals erforderlich; von der Möglichkeit, hierfür eine größere Kapitalmehrheit zu bestimmen, wird in der Satzung kein Gebrauch gemacht. Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, kann gemäß § 17 Absatz 2 der Satzung der Aufsichtsrat beschließen. Satzungsänderungen werden nach § 181 Absatz 3 Aktiengesetz mit Eintragung in das Handelsregister wirksam.
In der Hauptversammlung vom 29. August 2014 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 10.200.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 14. August 2018 wurde das Grundkapital von 27.684.800,00 EUR um 1.384.240,00 EUR auf 29.069.040,00 EUR erhöht. Das Genehmigte Kapital vom 29. August 2014 (Genehmigte Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 6.735.760,00 EUR.
In der Hauptversammlung vom 31. August 2015 wurde der Vorstand bis zum 30. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 3.120.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/I). Das Genehmigte Kapital vom 31. August 2015 (Genehmigte Kapital 2015/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 832.000,00 EUR.
In der Hauptversammlung vom 30. August 2016 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 3.432.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2016/I). Das Genehmigte Kapital vom 30. August 2016 (Genehmigtes Kapital 2016/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 915.200,00 EUR.
In der Hauptversammlung vom 30. August 2018 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2023 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu 3.975.200 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2018/I).
Die Ringmetall AG hat im Geschäftsjahr 2018 keine Vereinbarungen abgeschlossen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels beinhalten, wie er unter anderem aufgrund eines Übernahmeangebots eintreten kann.
zum 31.12.2018
| AKTIVA TEUR |
Anhangangabe | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 16 | 582 | 321 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 15,16 | 22.599 | 22.211 |
| Sachanlagen | 17 | 12.515 | 12.189 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 18 | 12.803 | 146 |
| Aktive latente Steuern | 13 | 790 | 943 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 49.289 | 35.810 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 20 | 11.610 | 10.950 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
21 | 13.763 | 12.460 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 22 | 1.510 | 918 |
| Kurzfristige Steuerforderungen | 22 | 163 | 322 |
| Barmittel und Bankguthaben | 23 | 5.936 | 14.936 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 19 | - | 400 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 32.982 | 39.986 | |
| Bilanzsumme | 82.271 | 75.796 |
| PASSIVA TEUR |
Anhangangabe | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 24 | 29.069 | 27.685 |
| Kapitalrücklage | 24 | 16.664 | 12.532 |
| Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen | -1.361 | -2.131 | |
| Konzernergebnisvortrag | 3.153 | -56 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 24 | 1.012 | 1.072 |
| Summe Eigenkapital | 48.537 | 39.102 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionsähnliche Rückstellungen | 25 | 773 | 806 |
| Finanzverbindlickeiten | 27 | 10.752 | 12.809 |
| Passive latente Steuern | 13 | 783 | 462 |
| Summe langfristige Schulden | 12.308 | 14.077 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige Rückstellungen | 26 | 2.212 | 2.135 |
| Kurzfristige Steuerschulden | 442 | 349 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 27 | 6.601 | 7.301 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 28 | 10.390 | 9.684 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28 | 1.781 | 2.920 |
| Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten* |
19, 27 | - | 228 |
| Summe kurzfristige Schulden | 21.426 | 22.617 | |
| Summe Schulden | 33.734 | 36.694 | |
| Bilanzsumme | 82.271 | 75.796 |
* Die im Vorjahr als langfristige Schulden ausgewiesenen Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten wurden im Berichtsjahr zu den kurzfristigen Schulden umgegliedert. Der Ausweis im Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
| TEUR | Anhangangabe | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 10 | 110.567 | 102.348 |
| Sonstige Erträge | 10 | 1.512 | 1.199 |
| Bestandsveränderung an Fertigerzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen |
495 | 40 | |
| 112.574 | 103.587 | ||
| Materialaufwand | 11 | -64.937 | -57.032 |
| Personalaufwand | 11 | -21.703 | -20.101 |
| Sonstige Aufwendungen | 11 | -15.130 | -14.060 |
| Sonstige Steuern | 11 | -373 | -353 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 10.431 | 12.041 | |
| Abschreibungen | 16,17 | -2.151 | -2.006 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 8.280 | 10.035 | |
| Finanzerträge | 12 | 12 | 19 |
| Finanzierungsaufwendungen | 12 | -637 | -1.119 |
| Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen vor Steuern |
7.655 | 8.935 | |
| Ertragsteueraufwand | 13 | -2.499 | -1.800 |
| Konzerngesamtergebnis | 5.156 | 7.135 | |
| Vom Konzerngesamtergebnis entfallen auf: | |||
| Aktionäre der Ringmetall AG | 4.847 | 6.766 | |
| nichtbeherrschende Gesellschafter | 309 | 369 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 14 | 0,17 | 0,27 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 14 | 0,17 | 0,27 |
| TEUR | Anhangangabe | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | 5.156 | 7.135 | |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die künftig aufwands- oder ertragswirksam werden könnten: |
|||
| Währungsumrechnung | 6 | 760 | -1.897 |
| Posten des sonstigen Ergebnisses, die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden: |
|||
| IFRS 15 | 6 | 22 | 0 |
| Ergebnis aus der Neubewertung der Abfertigungsverpflichtung | 25 | 18 | 0 |
| Auf Komponenten des sonstigen Ergebnisses entfallende Ertragsteuer |
25 | 7 | 0 |
| Sonstiges Konzernergebnis | 807 | -1.897 | |
| Konzerngesamtergebnis | 5.963 | 5.238 | |
| Vom Konzerngesamtergebnis entfallen auf: | |||
| Aktionäre der Ringmetall AG | 5.606 | 4.866 | |
| nichtbeherrschende Gesellschafter | 357 | 372 |
| TEUR | Anhangangabe | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| 1. Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | |||
| Konzernergebnis | 14 | 5.156 | 7.135 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.151 | 2.006 | |
| Steueraufwand und latente Steuern | 13 | 2.499 | 1.800 |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagenabgängen | 10 | -400 | -521 |
| Zinsergebnis | 626 | 1.100 | |
| Cash Flow vor Steuern und Umfinanzierungen | 10.032 | 11.520 | |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen |
-1.963 | -77 | |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen | 44 | 394 | |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden |
705 | 1.705 | |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Bilanz - zahlungsunwirksam | 1.202 | -852 | |
| Cash Flow vor Steuern | 10.020 | 12.690 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.771 | -1.706 | |
| Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 8.249 | 10.984 | |
| 2. Cash Flow aus Investitionstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus Abgängen bei Sachanlagen | 35 | 1.677 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten |
660 | - | |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten |
- | 15 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -2.450 | -1.096 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -2.063 | -232 | |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis aus dem Vorjahr |
-250 | -2.170 | |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr |
- | -3.302 | |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis im folgenden Geschäftsjahr |
-11.123 | - | |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -15.191 | -5.108 |
| TEUR | Anhangangabe | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| 3. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus Kapitalzuführungen | 5.834 | 9.432 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | - | 2.831 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten/Leasing | -5.208 | -5.587 | |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividendenzahlung) | -2.020 | -1.770 | |
| Gezahlte und erhaltene Zinsen* | -656 | -1.062 | |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -2.050 | 3.844 | |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | |||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfond (Zwischensummen 1-3) |
-8.992 | 9.720 | |
| Einfluss von Wechselkurseffekten auf die Zahlungsmittel | 84 | -141 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 14.844 | 5.265 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.936 | 14.844 | |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 23 | 5.936 | 14.936 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | -92 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.936 | 14.844 |
* Aufgrund einer besseren Darstellung wurden die gezahlten und erhaltenen Zinsen unter Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen und nicht unter Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.
zum 31.12.2018
| TEUR | Anhang angabe |
Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Währungs umrechnungs rücklage |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1.2017 (IFRS) | 25.168 | 5.573 | -231 | |
| Konzernjahresergebnis 2017 | ||||
| Kapitalerhöhung | 2.517 | 6.959 | ||
| Dividendenzahlungen/Ausschüttungen | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -1.900 | |||
| Sonstige Veränderungen | ||||
| Änderung Konsolidierungskreis | ||||
| Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens |
2.517 | 6.959 | -1.900 | |
| Stand zum 31.12.2017 (IFRS) | 27.685 | 12.532 | -2.131 |
| Stand zum 1.1.2018 (IFRS) | 27.685 | 12.532 | -2.131 | |
|---|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis 2018 | 14 | |||
| Kapitalerhöhung | 24 | 1.384 | 4.132 | |
| Dividendenzahlungen/Ausschüttungen | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 6, 25 | 770 | ||
| Änderung Konsolidierungskreis | ||||
| Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens |
1.384 | 4.132 | 770 | |
| Stand zum 31.12.2018 (IFRS) | 29.069 | 16.664 | -1.361 |
| Neubewertung Abfertigungs verpflichtung |
Effekt aus der Erstanwendung IFRS 15 |
Konzern ergebnisvortrag |
Summe | Nicht beherrschende Gesellschafter |
Gesamtes Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 0 | -5.365 | 25.145 | 1.161 | 26.306 |
| 6.766 | 6.766 | 369 | 7.135 | ||
| 9.476 | 9.476 | ||||
| -1.258 | -1.258 | -512 | -1.770 | ||
| -1.900 | 3 | -1.897 | |||
| -12 | -12 | -12 | |||
| -187 | -187 | 51 | -136 | ||
| 0 | 0 | 5.309 | 12.885 | -89 | 12.796 |
| 0 | 0 | -56 | 38.030 | 1.072 | 39.102 |
| 0 | 0 | -56 | 38.030 | 1.072 | 39.102 |
|---|---|---|---|---|---|
| 4.847 | 4.847 | 309 | 5.156 | ||
| 5.516 | 5.516 | ||||
| -1.661 | -1.661 | -359 | -2.020 | ||
| 25 | 22 | 817 | -10 | 807 | |
| -24 | -24 | -24 | |||
| 25 | 22 | 3.162 | 9.495 | -60 | 9.435 |
| 25 | 22 | 3.106 | 47.525 | 1.012 | 48.537 |
Die Ringmetall AG (nachfolgend: "Ringmetall") ist ein führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie mit weltweiten Produktions- und Vertriebsstandorten. Die Hauptaktivitäten der Ringmetall und ihrer Tochterunternehmen werden den Geschäftsbereichen Industrial Packaging und Industrial Handling zugeordnet. Eine übergeordnete Funktion in der Organisationsstruktur übernimmt Ringmetall als geschäftsführende Holding. Sie vereint zentrale Konzernfunktionen in sich.
Sie wurde am 2. Dezember 1997 in das Handelsregister München (HRB 118683) des Amtsgerichts München als H.P.I. Holding Aktiengesellschaft eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist München. Die Anschrift lautet Innere Wiener Straße 9, 81667 München.
Ringmetall hat im Geschäftsjahr 2018 einen Börsensegmentwechsel in den Geregelten Markt (General Standard) der Deutschen Börse vollzogen. Am 26. Juli 2018 hat Ringmetall ein Wertpapierprospekt für das öffentliche Angebot von 1.384.240 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag für die Zulassung zum Regulierten Markt (General Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse veröffentlicht.
Der Konzernabschluss der Ringmetall wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen Angaben in TEUR. Die Beträge sind kaufmännisch gerundet.
Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Ergänzend wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Grundsätze über Ansatz, Bewertung und Ausweis werden von allen Gesellschaften innerhalb des Konsolidierungskreises einheitlich angewendet.
Die Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Zur Verbesserung der Darstellung und Information wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um die Zwischensummen "Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)" sowie "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)" erweitert.
Der Vorstand der Ringmetall AG hat den Konzernabschluss 2018 am 29. April 2019 zur Veröffentlichung genehmigt [Tag der Genehmigung zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch das Management].
Einzelheiten zu den wesentlichen Rechnungslegungsmethoden einschließlich der Änderungen von Rechnungslegungsmethoden finden sich in der Anhangangabe 6.
Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Ringmetall AG (Mutterunternehmen) aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) dargestellt, wodurch es zu Rundungsdifferenzen kommen kann.
In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, von denen einige Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf ändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ringmetall haben. Außerdem können sie Schätzungen enthalten, die Ringmetall in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Ringmetall weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern.
Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden sowie Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten, die die im Konzernabschluss erfassten Beträge wesentlich beeinflussen bzw. deren Änderung sich erheblich auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken kann, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:
Sämtliche Schätzungen und Ermessensentscheidungen werden fortlaufend überprüft und basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und sonstigen Faktoren, einschließlich Erwartungen über zukünftige Ereignisse, die das Unternehmen finanziell beeinflussen können, und die unter den gegebenen Umständen als sachgerecht gelten.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Anpassungen infolge von festgestellten Fehlern oder Änderungen vorheriger Schätzungen vorgenommen.
Der Konzernabschluss wurde auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, jedoch verlangen eine Reihe von Rechnungslegungsstandards die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Der Konzern hat ein Kontrollrahmenkonzept hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte festgelegt. Dazu gehört eine hausinterne Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert.
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:
• Anhangangabe 6 und 30 – Finanzinstrumente.
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 6.
Nachstehend sind sämtliche Tochterunternehmen der Ringmetall aufgeführt.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Ringmetall AG die unmittelbare oder mittelbare Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet.
Nachfolgende Tochterunternehmen werden von der Ringmetall AG im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 einbezogen:
| GESELLSCHAFT | Ort | Land | Anteil am Kapital (%) |
|---|---|---|---|
| August Berger Metallwarenfabrik GmbH | Berg | Deutschland | 100 |
| Fieder Verwaltungs GmbH | München | Deutschland | 100 |
| Berger Closures Limited | Peterlee | Großbritannien | 75,57 |
| Hollandring (BV) Besloten Vennootschap | Vaassen | Niederlande | 100 |
| Berger Group Europe Iberica, S.L. | Reus | Spanien | 100 |
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi | Dilovasi-Kocaeli | Türkei | 100 |
| S.G.T. S.r.l. | Albavilla | Italien | 80 |
| Berger Closing Rings (Changshu) Co., Ldt.* | Changshu | China | 100 |
| Berger Italia S.r.l. | Valmadrera | Italien | 100 |
| Metallwarenfabrik Berger GmbH | Sessenhausen | Deutschland | 100 |
| Berger US Inc. | Birmingham | USA | 100 |
| Self Industries Inc.** | Birmingham | USA | 100 |
| HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG | Ernsgaden | Deutschland | 100 |
| Latza GmbH | Attendorn | Deutschland | 100 |
| Berger Hong Kong Limited | Hong Kong | China | 80 |
| Societé Civile Immobiliére (SCI) Berger France*** | Niederlauterbach | Frankreich | 100 |
| Fidum Verwaltungs GmbH | München | Deutschland | 100 |
* Die Anteile werden über die Berger Hong Kong Limited, Hong Kong, gehalten. ** Die Anteile werden über die Berger US Inc., Birmingham, gehalten.
*** 51 Prozent werden über die Fieder Verwaltungs GmbH, München, gehalten.
Nachfolgende Tochterunternehmen werden von der Ringmetall AG nicht in den Konzernabschluss 31. Dezember 2018 einbezogen:
| GESELLSCHAFT | Ort | Land | Anteil am Kapital (%) |
|---|---|---|---|
| Berger Verwaltungs GmbH | Berg | Deutschland | 100 |
| HSM Hans Sauermann Verwaltungs GmbH | Ernsgaden | Deutschland | 100 |
Zum 1. Januar 2018 hat der Konzern erstmalig IFRS 15 sowie IFRS 9 angewendet. Aufgrund der vom Konzern gewählten Übergangsmethoden bei der Anwendung dieser Standards wurden die Vergleichsinformationen im vorliegenden Abschluss mit Ausnahme des separat dargestellten Wertminderungsaufwands für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere finanzielle Vermögenswerte nicht an die neuen Standards angepasst.
Die folgenden neuen Standards waren für das Geschäftsjahr 2018 erstmalig anzuwenden, ohne dass dies wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses von Ringmetall hat:
Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt in Abhängigkeit der beiden Kriterien "Business Modell" und "SPPI". Die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten ist unter IFRS 9 im Vergleich zu IAS 39 unverändert geblieben.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Auswirkungen der Veränderungen der Vermögenswerte für Klassifizierung und Bewertung, ohne Berücksichtigung von Wertminderungen für von IFRS 9 betroffenen Positionen, von IAS 39 zum 31. Dezember 2017 auf IFRS 9 zum 1. Januar 2018:
| IAS 39 | IFRS 9 | IAS 39 | IFRS 9 | |
|---|---|---|---|---|
| Bewertungs kategorie |
Bewertungs kategorie |
Buchwert 31.12.2017 |
Buchwert 1.1.2018 |
|
| Aktiva | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | L&R | AC | 146 | 146 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | AC | 12.460 | 12.460 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | AfS | FVPL | 400 | 400 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | L&R | AC | 14.936 | 14.936 |
| Gesamt | 27.942 | 27.942 | ||
| Passiva | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | L&R | FLAC | 12.809 | 12.809 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | L&R | FLAC | 9.684 | 9.684 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | L&R | FLAC | 7.301 | 7.301 |
| Gesamt | 29.794 | 29.794 |
Im Rahmen der Umstellung des Wertberichtigungsmodells von IAS 39 zum 31. Dezember 2017 auf IFRS 9 zum 1. Januar 2018 ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen. Deshalb wurde auf eine Anpassung der Wertminderung zum 1. Januar 2018 für finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "AC" und "FVOCIr" verzichtet.
Die Änderungen durch IFRS 9 hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden Konzernabschlusses, siehe hierzu die obige Darstellung.
Auf dem Wertminderungskonto war zum 31. Dezember 2017 ein Wertminderungsaufwand nach IAS 39 in Höhe von 270 TEUR ausgewiesen. Im Rahmen der Neubewertung haben sich keine Auswirkungen ergeben. Zum 1. Januar 2018 wurden auf dem Wertminderungskonto erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 in Höhe von 270 TEUR berücksichtigt.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ersetzt eine Vielzahl bestehender Regelungen zur Umsatzrealisierung in diversen Standards und Interpretationen. Die Zielsetzung des IFRS 15 besteht darin, im Rahmen eines 5 Stufen Modells Prinzipien zu schaffen, die ein Unternehmen bei der Berichterstattung über die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und daraus resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden anzuwenden hat.
Die Erstanwendung erfolgte nach der modifiziert retrospektiven Methode, d.h. die kumulierten Unterschiede zwischen altem und neuem Recht in Höhe von 22 TEUR wurden zum 1. Januar 2018 im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital gebucht. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich ein Ergebniseffekt vor Steuern von insgesamt 5 TEUR ergeben.
Bei Ringmetall ergeben sich Anpassungen aus der Realisierung von Umsatzerlösen aus Liefergeschäften über Konsignationslager, die nach dem neuen Standard (vgl. IFRS 15.B77ff.) nicht mehr unter die Regelungen für Konsignationslager fallen.
Aufgrund dessen haben sich bei Ringmetall Änderungen beim Zeitpunkt der Umsatzrealisierung bei den Lieferungen an die Konsignationslager bei den Kunden ergeben. Erfolgte die Umsatzrealisierung bisher nach IAS 18 (entscheidend war der Übergang der wesentlichen eigentumsbezogenen Chancen und Risiken [risk and reward]), gilt ein Vermögenswert nach IFRS 15 als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt (control) über den Vermögenswert erlangt hat.
Durch die Lieferung der Produkte von Ringmetall in die Konsignationslager kommen die Kunden sofort in den physischen Besitz der Vermögenswerte, wodurch die Verfügungsgewalt als übertragen gilt. Dies führt zu einer zeitlichen Vorverlagerung des Realisationszeitpunktes und somit zu einer früheren Erfassung der Umsatzerlöse.
Der Ausweis der noch nicht den Kunden in Rechnung gestellten Vermögenswerte ("Contract Assets" gem. IFRS 15 "Anhang A") erfolgt grundsätzlich unter den "Vermögenswerten aus Kundenverträgen". Erhaltene Anzahlungen, die gem. IFRS 15 als "Contract Liabilities" zu klassifizieren sind, werden unter den "Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen" ausgewiesen. Erfolgt die Entnahme aus dem Konsignationslager seitens des Kunden, wird die Produktlieferung dem Kunden in Rechnung gestellt und das Contract Asset zugunsten einer Forderung aus Lieferung und Leistung ausgebucht. Entsprechendes gilt für die Umsatzgeschäfte nach IFRS 15.35 c. Wenn die tatsächliche Auslieferung der Produkte an den Kunden erfolgt, wird fakturiert und das Contract Asset zugunsten einer Forderung aus Lieferung und Leistung ausgebucht. Da beide Positionen im Verhältnis zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. erhaltene Anzahlungen von untergeordneter Bedeutung sind und damit als nicht wesentlich eingestuft werden, erfolgt kein expliziter Ausweis durch eine eigene Bilanzposition in der Bilanz, sondern wird im jeweiligen Abschnitt des Konzernanhangs erläutert.
Insgesamt hat sich aus der Anwendung des IFRS 15 kein wesentlicher Einfluss auf die Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des vorliegenden Konzernabschlusses ergeben.
Hinsichtlich weiterer Ausführungen zu der Anwendung neuer Rechnungslegungsmethoden verweisen wir auf Abschnitt 35 dieses Anhangs.
In den Konzernabschluss werden neben der Ringmetall AG alle wesentlichen Tochterunternehmen, über die die Ringmetall AG Beherrschung ausüben kann, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft:
Die Ergebnisse der im Laufe eines Geschäftsjahres erworbenen Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt an in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen.
Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.
Nicht beherrschende Anteile am Ergebnis und Eigenkapital von Tochterunternehmen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Bilanz jeweils gesondert ausgewiesen.
Änderungen der Beteiligungsquoten der Ringmetall AG an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die nicht beherrschenden Anteile werden an die veränderte Anteilsquote der Gesellschafter angepasst. Eine Differenz zwischen dem Betrag dieser Anpassung und dem beizulegenden Zeitwert ist mit dem auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital zu verrechnen.
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Erwerbsbezogene Kosten werden als Aufwand erfasst.
Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.
Soweit die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und beizulegender Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen das zum Erwerbszeitpunkt neubewertete Nettovermögen des Akquisitionsobjektes übersteigt, ist ein Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzen. Ein sich im umgekehrten Fall ergebender negativer Unterschiedsbetrag ist unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam zu erfassen.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet.
Ist die erstmalige Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses am Ende eines Geschäftsjahres noch nicht abgeschlossen, gibt Ringmetall für die noch nicht abschließend ermittelten Posten vorläufige Beträge an.
Sofern innerhalb des Bewertungszeitraums neue Informationen bekannt werden, die die Verhältnisse zum Erwerbszeitpunkt erhellen, werden die vorläufig angesetzten Beträge korrigiert bzw. es werden zusätzliche Vermögenswerte oder Schulden angesetzt, falls erforderlich.
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet Ringmetall zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums um. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen und erfolgswirksam umgegliedert, wenn der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf einer ausländischen Tochtergesellschaft erfasst wird. Die Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung werden zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hingegen zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums.
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie auftreten.
Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert sowie Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst.
| Die für die Umrechnung verwendeten Wechselkurse der wesentlichen Währungen im Konzern ergeben sich aus der Tabelle: | |||
|---|---|---|---|
| Bilanz Stichtagskurs | GuV Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EURO | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| Großbritannien | GBP | 0,9011 | 0,8879 | 0,8865 | 0,8755 |
| China | CNY | 7,8691 | 7,7997 | 7,8137 | 7,6564 |
| Türkei | TRY | 6,0365 | 4,5339 | 5,5620 | 4,1319 |
| USA | USD | 1,1443 | 1,1979 | 1,1785 | 1,1345 |
Sämtliche Teilbereiche agieren nahezu vollständig auf ihrem jeweiligen länderspezifischen Heimatmarkt, so dass Geschäfte in fremder Währung von untergeordneter Bedeutung sind. Soweit Finanzierungen erforderlich sind, erfolgen diese in der Regel in lokaler Währung.
Ringmetall erzielt seine Umsatzerlöse fast ausschließlich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Spannringen und den dazugehörigen Verschlüssen (Segment Industrial Packaging) sowie mit der Produktion und Vermarktung von Fahrzeuganbauteilen für Spezialfahrzeuge in der Logistik und Lagerlogistik sowie der Landwirtschaft (Segment Industrial Handling). Es wird ausschließlich an Firmenkunden geliefert. Mit diesen Kunden werden Verträge abgeschlossen, die Grundlage für die Lieferbeziehung darstellen.
Die Leistungsverpflichtungen werden zu dem Zeitpunkt erfüllt, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die Güter erlangt hat. Zu diesem Zeitpunkt werden die Umsatzerlöse realisiert. Der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt wird in der Regel anhand der vereinbarten Auftragsbedingungen, insbesondere der Incoterms, bestimmt. Bei Transaktionen über Konsignationsläger wird bei bestimmten Verträgen die Übertragung der Verfügungsgewalt bereits mit Einlieferung in das Konsignationslager vollzogen, so dass die wirtschaftliche Verfügungsmacht vor dem rechtlichen Eigentum auf den Konsignationskunden übergeht.
Die Erlöse aus dem Verkauf werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet, dies sind die in den Kundenverträgen vereinbarten Preise. Die Zahlungen sind in der Regel in 30 bis 60 Tagen – in Einzelfällen aufgrund länderspezifischer Gegebenheiten auch in bis zu 90 Tagen – fällig und enthalten keine Finanzierungskomponenten.
Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden.
Dividendenerträge aus Anteilen werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch der Gesellschaft auf Zahlung entstanden ist.
Finanzierungsaufwendungen werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar.
Laufende oder latente Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn laufende oder latente Steuern aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren, werden die Steuereffekte bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einbezogen.
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung hinsichtlich Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. in Kürze geltenden Steuersätze berechnet.
Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden ergeben, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren.
Latente Steuern auf Verlustvorträge werden gebildet, sofern die Verluste innerhalb der kommenden fünf Jahre steuerlich genutzt werden können.
Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.
Latente Steueransprüche, die sich aus temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen ergeben, werden nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können. Zudem muss davon ausgegangen werden können, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zukunft umkehren werden.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.
Latente Steuerschulden und Steueransprüche werden auf Basis der erwarteten Steuersätze und der Steuergesetze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie der Konzern zum Abschlussstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Finanzinstrumente und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten werden nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten.
Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind.
Grundstücke und Gebäude, die zur Herstellung oder Lieferung von Gütern bzw. zur Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke gehalten werden, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Abschreibungen auf Gebäude werden erfolgswirksam erfasst. Für Gebäude und dazugehörige Mietereinbauten werden 5-50 Jahre als Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.
Technische Anlagen und Maschinen, Büro- und Geschäftsausstattung sowie andere Anlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen.
Die Abschreibung erfolgt derart, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten über deren Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden an jedem Abschlussstichtag überprüft. Sämtliche notwendigen Schätzungsänderungen werden durch Anpassung des Abschreibungsplans für die Zukunft berücksichtigt.
Die folgenden Nutzungsdauern wurden für die Ermittlung der Abschreibungen der Sachanlagen zugrunde gelegt:
Die dargestellten Abschreibungsregeln finden auch auf Vermögenswerte Anwendung, die Ringmetall im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen hält. Besteht jedoch keine hinreichende Sicherheit, dass das Eigentum am Ende des Leasingverhältnisses auf den Leasingnehmer übergeht, werden die Vermögenswerte über die kürzere Dauer aus Laufzeit des Leasingverhältnisses und erwarteter Nutzungsdauer abgeschrieben.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer und werden aufwandswirksam erfasst. Die Schätzung der erwarteten Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls mit Wirkung für die Zukunft angepasst.
Die Nutzungsdauern für Software, die der Berechnung der Abschreibungen zugrunde liegen, betragen zwischen drei und fünf Jahren.
Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.
In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.
Im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS wurden die in Vorjahren nach den Grundsätzen des HGB ermittelten Geschäfts- und Firmenwerte entsprechend der Vereinfachungsregelungen zum 1. Januar 2016 beibehalten.
Den aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert setzt Ringmetall im Zugangszeitpunkt in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem neubewerteten Nettovermögen des erworbenen Geschäftsbetriebs einerseits und der Summe aus hingegebenen Gegenleistungen zu beizulegenden Zeitwerten etwaiger vor dem Unternehmenszusammenschluss am Geschäftsbetrieb gehaltener Anteilen und dem Wert der nicht beherrschten Gesellschafter an.
Für Zwecke der Wertminderungsprüfung wird der Geschäfts- oder Firmenwert bei Erwerb auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (oder Gruppen davon) des Konzerns aufgeteilt, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus Synergien des Zusammenschlusses ziehen können.
Die betrachteten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind im Wesentlichen identisch mit den rechtlichen Einheiten der jeweiligen Teilbereiche.
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, welchen ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes zugeteilt wurde, sind wenigstens jährlich auf Wertminderung zu prüfen. Liegen Hinweise für eine Wertminderung einer Einheit vor, kann es erforderlich sein, häufiger Wertminderungstests durchzuführen. Wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsgenerierenden Einheit kleiner ist als der Buchwert der Einheit, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert des der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten auf Basis des relativen Verhältnisses ihrer Buchwerte zuzuordnen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.
Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden.
Bei der Veräußerung einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird der abgehende anteilige Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes bei der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn Ringmetall Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft den Standard IFRS 9 "Finanzinstrumente" und die daraus resultierenden Änderungen bei anderen IFRS Standards, die für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, erstmalig angewandt. Aufgrund der Übergangsvorschriften des IFRS 9 ist es möglich, dass Vergleichszahlen nicht angepasst werden müssen.
Dementsprechend hat die Gesellschaft die Anforderungen von IFRS 9 auf Instrumente angewandt, die zum 1. Januar 2018 bilanziert werden, und nicht auf Instrumente, die bereits vor dem 1. Januar 2018 ausgebucht wurden.
Bis zur Umstellung auf IFRS 9 wurden die finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen in die Kategorien nach IAS 39 eingeteilt und entsprechend bilanziert. Eventuelle Erstanwendungseffekte würden sich somit im Eigenkapital der Eröffnungsbilanz für das Geschäftsjahr 2018 niederschlagen.
Mit der Anwendung von IFRS 9 gibt es nun neue Anforderungen für:
IFRS 9 sieht die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten (nur Fremdkapitalinstrumente) sowohl anhand des Geschäftsmodells, das für die betroffenen finanziellen Vermögenswerte verwendet wird, als auch anhand der vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften des individuellen finanziellen Vermögenswertes (Solely Payments of Principal and Interest (SPPI) – Kriterium) vor. Eine Reihenfolge für diese Prüfung ist nicht vorgegeben.
Nach IFRS 9 sind folgende drei Geschäftsmodelle möglich:
Die Beurteilung des Geschäftsmodells erfordert eine Prüfung auf der Grundlage von Fakten und Umständen zum Zeitpunkt dieser Beurteilung. Das Grundmodell bei Ringmetall ist "Halteabsicht". Trotz Zuordnung zu diesem Geschäftsmodell sind ungeplante Verkäufe im normalen Geschäftsverlauf möglich.
Grundsätzlich kann die Gesellschaft beim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes die folgenden unwiderruflichen Optionen ausüben:
Die Ausübung der Fair Value Optionen kommt bei Ringmetall nicht zur Anwendung.
Ein finanzieller Vermögenswert, der ein Fremdkapitalinstrument ist, wird als "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (Amortized Cost – AC) klassifiziert und dementsprechend in der Folge bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert in einem "Halteabsicht"-Geschäftsmodell gehalten wird und die vertraglichen Zahlungsströme das SPPI-Kriterium erfüllen. Zudem darf eine mögliche Fair Value Option nicht angewandt worden sein, die allerdings nur möglich ist, wenn dadurch Bewertungs- und Ansatzinkonsistenzen vermieden werden können.
Hier wird der finanzielle Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der Folgebewertung erfolgt der Ansatz unter Anwendung der Effektivzinsmethode, angepasst um etwaige Wertminderungen unter Anwendung des Expected-Credit-Loss Modells (ECL-Modell).
Ein finanzieller Vermögenswert, der ein Fremdkapitalinstrument ist, wird als FVOCIr ("Fair Value through Other Comprehensive Income with recycling) klassifiziert und bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert in einem "Halte- und Verkaufsabsicht"- Geschäftsmodell gehalten wird und die vertraglichen Zahlungsströme das SPPI-Kriterium erfüllen. Zudem darf eine mögliche Fair Value Option nicht angewandt worden sein, die allerdings nur möglich ist, wenn dadurch Bewertungs- und Ansatzinkonsistenzen vermieden werden können.
Hier wird der finanzielle Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei alle Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts im Sonstigen Ergebnis, also im Eigenkapital, erfasst werden. Die Zinskomponenten (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) sowie Währungsumrechnungseffekte werden ergebniswirksam erfasst.
Die unrealisierten Gewinne und Verluste werden erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswertes in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Jeder finanzielle Vermögenswert (Fremdkapitalinstrument), der zu Handelszwecken gehalten wird oder nicht in die Geschäftsmodelle "Halteabsicht" oder "Halte- und Verkaufsabsicht" fällt, wird, ebenso wie Derivate und Eigenkapitalinstrumente, dem Geschäftsmodell "Sonstige" zugeordnet und ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert ("Fair Value through Profit and Loss – FVPL") bewertet.
Zusätzlich muss jeder finanzielle Vermögenswert (Fremdkapitalinstrumente), auch wenn er dem Geschäftsmodell "Halteabsicht" oder "Halte- und Verkaufsabsicht" entspricht, der nicht das SPPI-Kriterium erfüllt, zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam bewertet werden.
Finanzinstrumente werden hier einbezogen und zu Handelszwecken gehalten, wenn sie hauptsächlich für den Zweck der kurzfristigen Veräußerung hinsichtlich kurzfristiger Gewinnmitnahmen bestehen.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Die Regelungen zur Wertminderung unter IFRS 9 werden auf AC oder FVOCIr bewertete Fremdkapitalinstrumente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und auf außerbilanzielle Verpflichtungen, wie Kreditzusagen und Finanzgarantien, angewandt ("impairment-relevante Finanzinstrumente").
Dabei ändert sich der Ansatz der Bestimmung der Wertminderungen und der Risikovorsorge von einem Modell eingetretener Kreditausfälle (unter IAS 39), hin zu einem erwarteten Kreditausfallmodell (ECL-Modell unter IFRS 9), bei dem die Risikovorsorge bei Erstansatz des impairment-relevanten Finanzinstruments auf Basis der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Erwartungen potenzieller Kreditausfälle erfasst wird.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte aus IFRS 15 wird bei Ringmetall der vereinfachte Ansatz in Anspruch genommen. Hierzu werden die notwendigen Wertminderungen in einer Wertberichtigungstabelle anhand historischer Ausfallraten auf Fälligkeitskategorien, ergänzt um aktuelle Informationen und Erwartungen, ermittelt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach geografischen Gebieten gruppiert, da die Zahlungsmodalitäten je nach geografischem Gebiet voneinander abweichen.
Ansonsten kommt das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 zum Ansatz.
IFRS 9 gibt einen dreistufigen Ansatz für die Wertberichtigung von impairment-relevanten Finanzinstrumenten vor, welche zum Zeitpunkt der Entstehung oder des Erwerbs als nicht bonitätsbeeinträchtigt klassifiziert wurden. Dabei erfolgt eine zeitscheibenbasierte Berechnung des ECL unter der Verwendung der Probability-of-Default (PD), des erwarteten Exposure-at-Default (EAD) und Loss-Given-Default (LGD) unter Berücksichtigung des Effektivzinssatzes im Rahmen der Abzinsung.
Dieser Ansatz lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Stufe 1: Es wird eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten Ausfälle innerhalb von 12 Monaten gebildet. Dies entspricht dem Teil erwarteter Ausfälle aus Ausfallereignissen, die innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet werden, sofern keine Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz zu verzeichnen ist.
Stufe 2: Es wird eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten Ausfälle innerhalb der gesamten Restlaufzeit gebildet, wenn eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz zu verzeichnen ist. Dies entspricht dem Teil erwarteter Ausfälle aus Ausfallereignissen, die innerhalb der verbleibenden Restlaufzeit nach dem Bilanzstichtag erwartet werden und führt entsprechend zu einer höheren Risikovorsorge im Vergleich zur Stufe 1, sofern die Restlaufzeit länger als 12 Monate ist.
Stufe 3: Hier liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit hinsichtlich der Wertberichtigungserwartung bei 100 Prozent und ist somit schon eingetreten oder wird als sicher angenommen. Es handelt sich hiermit um bonitätsbeeinträchtigte, finanzielle Vermögenswerte. Dies kann auch schon bei Zugang gegeben sein.
Die Bestimmung, ob ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz vorliegt, legt Ringmetall anhand von angemessenen und belastbaren zukunftsorientierten Informationen fest, die ohne übermäßigen Aufwand verfügbar sind. Zur Bonitätsbeurteilung werden dabei insbesondere Ausfallwahrscheinlichkeiten, die von Ratingagenturen ermittelt wurden, berücksichtigt.
Ungeachtet der vorstehenden Angabe wird widerlegbar ein signifikanter Anstieg vermutet, wenn ein Schuldner mehr als 30 Tage im Rückstand ist.
Die Beurteilung hinsichtlich eines signifikanten Anstieges des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz ist Grundlage für die Eingruppierung in Stufe 1 oder Stufe 2 des ECL-Modells.
Ein Ausfall im Hinblick auf einen finanziellen Vermögenswert wird auf Basis der erzielbaren Zahlungsströme ermittelt.
Ungeachtet der vorstehenden Angabe wird widerlegbar ein Ausfall vermutet, wenn ein Schuldner mehr als 60 Tage im Rückstand ist. Aufgrund der Kundenstruktur sind Überschreitungen von Zahlungszielen nicht ungewöhnlich und führen in der Regel nicht zu Wertberichtigungen.
Derivate sind grundsätzlich der Kategorie "Sonstige" zuzuordnen und werden erfolgswirksam mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und bilanziert. Bewertungseffekte werden erfolgswirksam erfasst. Der Bewertung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle, wie z.B. das Black-Scholes-Modell oder der Heath-Jarrow-Morton-Modellrahmen, zugrunde.
Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) kommt bei Ringmetall nicht zur Anwendung.
Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller Schulden begründet.
Von den Konzernunternehmen emittierte Finanzinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung und den Definitionen als finanzielle Verbindlichkeiten oder Eigenkapital klassifiziert.
Zu jedem Abschlussstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört.
Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst.
Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.
Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf die jüngste Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert oder die zahlungsmittelgenerierende Einheit in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Bankguthaben mit einer anfänglichen Restlaufzeit von bis zu drei Monaten sowie Schecks, Wechsel und unterwegs befindliche Zahlungen. Die liquiden Mittel sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies wird dann angenommen, wenn der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird. Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat, deren Erfüllung wahrscheinlich mit dem Abfluss von Ressourcen einhergehen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist
Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.
Die Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungsverpflichtungen erfolgt nach IAS 19 unter Berücksichtigung der Richttafeln des jeweiligen Landes, der alters- und geschlechtsspezifischen Merkmale sowie weiterer demographischer Parameter.
Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasingverhältnisse klassifiziert.
Ringmetall ist Leasingnehmer. Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte setzt das Unternehmen zu Beginn des Leasingverhältnisses mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder, falls niedriger, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen an. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird innerhalb der Konzernbilanz als Finanzverbindlichkeit ausgewiesen. Die Leasingzahlungen werden in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, sodass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als sonstige Aufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Die Zugangsbewertung erfolgt bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten zu den Herstellungskosten. Forschungskosten gehören nicht zu den Herstellungskosten und werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.
Aktivierte Eigenleistungen unterliegen einer begrenzten Nutzungsdauer und werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (in der Regel innerhalb von 3 bis 10 Jahren) abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr sind für Forschung und Entwicklung nur unwesentliche Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden. Diese Aufwendungen sind im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Produktion entstanden.
Die Fidum Verwaltungs GmbH wurde zum 1. Januar 2018 im Rahmen der Vollkonsolidierung erstmalig in den Konzern einbezogen. Die Gesellschaft weist zum 1. Januar 2018 eine Bilanzsumme von 3 TEUR aus. Da das Tochterunternehmen bisher keiner eigenen Geschäftstätigkeit nachging, wurden im Geschäftsjahr 2018 keine Umsatzerlöse erzielt und lediglich ein Jahresfehlbetrag von 24 TEUR realisiert. Die Fidum Verwaltungs GmbH soll in Zukunft als eine Zwischenholding im Konzern fungieren.
Aus der Erstkonsolidierung haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, weshalb hier auf eine detaillierte Darstellung der Erstkonsolidierung verzichtet wird.
Im Februar 2018 erfolgte der Erwerb langfristiger Vermögenswerte in Form von Produktionsanlagen von der Changzhou Hong-Ren Packaging Equipment Co. Ltd. und Einbringung in die bestehende Tochtergesellschaft in China im Rahmen eines Asset Deals. Für die Anlagen wurde ein Kaufpreis von 407 TEUR bezahlt.
Auf eine detaillierte Darstellung des Erwerbs wird verzichtet, da die Transaktion und deren Auswirkungen als nicht wesentlich eingestuft werden.
Der Vorstand ist die verantwortliche Unternehmensinstanz nach IFRS 8. Für Zwecke der Unternehmensleitung ist der Konzern in die Geschäftssegmente "Industrial Packaging" und "Industrial Handling", basierend auf den von den Segmenten angebotenen Produkten, untergliedert.
Beide Segmente stellen auch die berichtspflichtigen Segmente dar.
Das Geschäftssegment "Industrial Packaging" ist auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Verpackungselementen für die Fassindustrie spezialisiert. Das Produktangebot, das sich ausschließlich auf Industriefässer konzentriert, umfasst neben dem Spannring, dem Deckel und der Dichtung auch Griffe, Verschlusseinheiten sowie anforderungsspezifische Spezialkomponenten.
Das zweite Geschäftssegment "Industrial Handling" produziert anwendungsorientierte Fahrzeuganbauteile für Spezialfahrzeuge in der Frachtlogistik und Lagerlogistik. Für Traktoren, Lastfahrzeuge sowie vor allem Flurförderfahrzeuge entwickelt und produziert dieses Segment Rückhaltesysteme, Hubmastteile und Kupplungs- und Bremspedale. Aber auch komplexe Schweißbaugruppen und Anhängerkupplungssysteme sowie Hydraulikkomponenten sind Teil des Produktangebots.
Der Vorstand beurteilt die Geschäftssegmente auf Basis des EBITDA. Das EBITDA stellt dabei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dar.
Der Umsatz zwischen den Segmenten wird zu Marktpreisen durchgeführt. Der Umsatz von externen Kunden, der an den Vorstand berichtet wird, wird nach denselben Grundsätzen wie in der Gewinn- und Verlustrechnung bemessen.
| 2018 | 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Segment umsatzerlöse |
Inter segmentäre Umsatzerlöse |
Umsatzerlöse von externen Kunden |
Segment umsatzerlöse |
Inter segmentäre Umsatzerlöse |
Umsatzerlöse von externen Kunden |
| Industrial Packaging |
107.278 | 9.897 | 97.381 | 96.945 | 8.658 | 88.287 |
| Industrial Handling |
13.183 | 0 | 13.183 | 14.077 | 16 | 14.061 |
| Sonstige | 951 | 948 | 3 | 1.027 | 1.027 | 0 |
| Gesamt | 121.412 | 10.845 | 110.567 | 112.049 | 9.701 | 102.348 |
Sämtliche Umsatzerlöse von externen Kunden resultieren aus dem Verkauf von Gütern. Durch die Erstanwendung von IFRS 15 kam es im Konzern zu Anpassungseffekten, die ausschließlich dem Segment Industrial Packaging zuzuordnen sind. Die Umsatzerlöse werden sowohl im Segment Industrial Packaging als auch im Segment Industrial Handling zeitpunktbezogen realisiert. Hinsichtlich der weiteren Erläuterungen zu den IFRS 15 Erstumstellungseffekten verweisen wir auf Anhangangabe 6.1.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Industrial Packaging | 10.833 | 12.086 |
| Industrial Handling | 1.274 | 1.161 |
| Sonstige | -1.674 | -974 |
| EBITDA vor Konsolidierung | 10.433 | 12.273 |
| Konsolidierungseffekte auf EBITDA | 0 | -232 |
| EBITDA | 10.433 | 12.041 |
| Abschreibung Sachanlagevermögen | -1.982 | -1.907 |
| Abschreibung immaterielle Vermögenswerte | -170 | -99 |
| EBIT | 8.280 | 10.035 |
| Finanzierungsergebnis | -625 | -1.100 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 7.655 | 8.935 |
| Ertragsteueraufwand | -2.499 | -1.800 |
| Jahresergebnis | 5.156 | 7.135 |
Die Beträge der Vermögenswerte, die dem Vorstand berichtet werden, werden auf dieselbe Art bewertet wie im Konzernabschluss. Diese Vermögenswerte werden nach Maßgabe der Geschäftstätigkeit auf die Segmente verteilt. Die geographische Zuordnung ist hier nicht von Bedeutung für den Vorstand.
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Industrial Packaging | 21.371 | 24.518 |
| Industrial Handling | 1.920 | 1.735 |
| Sonstige | 9.682 | 19.049 |
| Segmentvermögen | 32.973 | 45.302 |
| Überleitung Konzernbilanz | -13.274 | -17.907 |
| Nicht verteilt: | ||
| Sachanlagevermögen | 12.515 | 12.189 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 582 | 321 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22.599 | 22.211 |
| Aktive latente Steuern | 790 | 943 |
| Vorräte | 11.610 | 10.950 |
| kurzfristige Steuerforderungen | 163 | 322 |
| sonstige Vermögenswerte | 14.313 | 1.065 |
| zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0 | 400 |
| Vermögenswerte gemäß Konzernbilanz | 82.271 | 75.796 |
Das Segmentvermögen setzt sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankguthaben zusammen.
Die Segmentverbindlichkeiten werden auf dieselbe Art bewertet wie im Konzernabschluss. Diese Verbindlichkeiten werden nach Maßgabe der Geschäftstätigkeit auf die Segmente verteilt.
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Industrial Packaging | 27.693 | 41.123 |
| Industrial Handling | 1.470 | 960 |
| Sonstige | 9.238 | 2.197 |
| Segmentverbindlichkeiten | 38.401 | 44.280 |
| Überleitung Konzernbilanz | -14.493 | -15.414 |
| Nicht verteilt: | ||
| Finanzverbindlichkeiten aus Leasing | 1.045 | 807 |
| Finanzverbindlichkeiten sonstige Darlehen | 2.790 | 349 |
| Pensionsrückstellungen | 773 | 806 |
| Passive latente Steuern | 783 | 462 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.781 | 2.920 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.212 | 2.135 |
| kurzfristige Steuerschulden | 442 | 349 |
| Verbindlichkeiten gemäß Konzernbilanz | 33.734 | 36.694 |
Die Segmentverbindlichkeiten setzten sich aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den Finanzverbindlichkeiten zusammen.
Die Gesamtheit der langfristigen Vermögenswerte, die nicht latente Steuern sind, verteilt sich auf folgende Länder:
| 31.12.2018 Gesamtheit der langfristigen Vermögenswerte, die nicht latente Steuern sind |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gesamt | Deutschland | USA | Italien | Rest |
| Sachanlagevermögen | 12.515 | 8.263 | 890 | 1.949 | 1.413 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 582 | 284 | 0 | 50 | 248 |
| Goodwill | 22.599 | 6.530 | 11.835 | 4.135 | 99 |
| sonstige langfristige Vermögenswerte | 12.803 | 12.793 | 0 | 10 | 0 |
| Summe langfristige Vermögenswerte ohne latente Steuern |
48.499 | 27.870 | 12.725 | 6.144 | 1.760 |
| 31.12.2017 Gesamtheit der langfristigen Vermögenswerte, die nicht latente Steuern sind |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gesamt | Deutschland | USA | Italien | Rest |
| Sachanlagevermögen | 12.189 | 7.872 | 736 | 2.150 | 1.431 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 321 | 195 | 0 | 39 | 86 |
| Goodwill | 22.211 | 6.530 | 11.447 | 4.135 | 99 |
| sonstige langfristige Vermögenswerte | 146 | 137 | 0 | 10 | 0 |
| Summe langfristige Vermögenswerte ohne latente Steuern |
34.867 | 14.734 | 12.183 | 6.334 | 1.616 |
Die Umsatzerlöse aus mit konzernfremden Kunden getätigten Geschäften in Deutschland betragen 35.032 TEUR (2017: 34.304 TEUR). Die Umsatzerlöse aus mit konzernfremden Kunden getätigten Geschäften in den USA betragen 29.059 TEUR (2017: 26.168 TEUR). Die Umsatzerlöse mit fremden Kunden mit Sitz außerhalb Deutschlands und den USA belaufen sich auf 46.476 TEUR (2017: 41.876 TEUR).
Erlöse in Höhe von 22.811 TEUR (2017: 21.682 TEUR) bzw. 18.676 TEUR (2017: 17.276 TEUR) beruhen auf Geschäften mit zwei Kunden.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Fassspannringe, Deckel, u.ä. | 97.381 | 88.287 |
| Fahrzeuganbauteile, u.ä. | 13.183 | 14.061 |
| Sonstige | 3 | - |
| Gesamt | 110.567 | 102.348 |
Die Hauptaktivität des Konzerns besteht in der Herstellung und dem Vertrieb von Spannringen und den dazugehörigen Verschlüssen (Segment Industrial Packaging) sowie in der Produktion und Vermarktung von Fahrzeuganbauteilen für Spezialfahrzeuge in der Logistik und Lagerlogistik sowie der Landwirtschaft (Segment Industrial Handling).
Der Konzern hat Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gemäß IFRS 15 in Höhe von 110.564 TEUR erzielt. Sämtliche Umsatzerlöse in beiden Segmenten werden im Berichtsjahr wie im Vorjahr zeitpunktbezogen erzeugt und erfasst.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigung auf Forderungen |
634 | 84 |
| Gewinn/Verlust aus Abgang Sachanlagen | 400 | 521 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 321 | 38 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 121 | 94 |
| Erträge aus Mieteinnahmen | 16 | 27 |
| Sonstige Erträge | 20 | 435 |
| Gesamt | 1.512 | 1.199 |
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 54.366 | 46.603 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.571 | 10.429 |
| Gesamt | 64.937 | 57.032 |
In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind insbesondere Aufwendungen für Leiharbeitskräfte enthalten.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 17.901 | 16.561 |
| Soziale Abgaben | 3.802 | 3.540 |
| Gesamt | 21.703 | 20.101 |
In den Sozialen Abgaben sind Aufwendungen für die Rentenversicherung in Höhe von 980 TEUR (2017: 856 TEUR) enthalten.
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Jahr 2018 im Vergleich zum Jahr 2017 von 504 auf 591 erhöht.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die Warenausgabe | 3.801 | 3.645 |
| Aufwendungen für Beratungs- und sonstige externe Dienstleistungen | 2.989 | 2.084 |
| Aufwendungen im Zusammenhang mit Gebäuden | 2.555 | 1.952 |
| Aufwendungen für Verwaltung und EDV | 1.937 | 2.334 |
| Aufwendungen für Maschinen und Werkzeuge | 1.767 | 2.277 |
| Sonstige Steuern | 373 | 353 |
| Übrige Aufwendungen | 2.081 | 1.768 |
| Gesamt | 15.503 | 14.413 |
In den sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen für Operate Leasing in Höhe von 1.803 TEUR sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 224 TEUR enthalten.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 12 | 19 |
Zinserträge ergeben sich im Wesentlichen aus Erträgen aus Bankguthaben.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinsen auf Kontokorrent- und Bankkredite (nicht von nahestehenden Personen) |
636 | 1.105 |
| Zinsen aus Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen | 1 | 2 |
| Zinseffekt aus der Aufzinsung von Rückstellungen | - | 12 |
| Gesamt | 637 | 1.119 |
Der Rückgang der Zinsen auf Kontokorrent- und Bankkredite resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Tilgung der bestehenden Darlehensverbindlichkeiten.
Die Ringmetall AG unterliegt der inländischen Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Der für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 anzuwendende Körperschaftsteuersatz beträgt 15 Prozent. Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben. Die Gewerbeertragsteuer beträgt 17,15 Prozent des steuerpflichtigen Einkommens.
Auch die inländischen Tochterunternehmen unterliegen, soweit es sich um Kapitalgesellschaften handelt, der inländischen Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag sowie der Gewerbesteuer. Die inländische Personengesellschaft unterliegt nur der Gewerbesteuer. Die Gewerbeertragssteuer beträgt je nach individuellem Hebesatz zwischen 10,5 Prozent und 17,15 Prozent des steuerpflichtigen Einkommens.
Bei den ausländischen Tochterunternehmen werden für die Berechnung der Ertragsteuern und der latenten Steuern die am Bilanzstichtag gültigen oder bereits rechtskräftig beschlossenen Steuersätze verwendet. Je nach Land liegen die Steuersätze zwischen 19,0 Prozent und 33,3 Prozent.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | ||
| Laufendes Jahr | -2.044 | -1.796 |
| Anpassungen für Vorjahre | 7 | -91 |
| -2.037 | -1.887 | |
| Latenter Steueraufwand | ||
| davon aus Entstehung bzw. Auflösung temporärer Differenzen | -325 | -87 |
| davon aus Verlustvorträgen | -137 | 174 |
| -462 | 87 | |
| Steueraufwand | -2.499 | -1.800 |
Der latente Steuerertrag betrifft im Wesentlichen temporäre Unterschiede bei der Erfassung und Bewertung von Aktiva und Passiva nach den IFRS sowie aus erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen und Änderungen im Bestand der Verlustvorträge, die sich nicht durch Änderungen des Konsolidierungskreises ergeben. Sie werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.
Der Konzernsteuersatz für das Geschäftsjahr 2018 beträgt unverändert zum Vorjahr 32,98 Prozent.
Die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steuerergebnis ist nachfolgend dargestellt:
| TEUR | 2018 | % | 2017 | % |
|---|---|---|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 7.655 | 8.935 | ||
| Steuern auf der Grundlage des inländischen Steuersatzes des Mutterunternehmens |
-2.524 | -33,0 | -2.946 | -33,0 |
| Steuersatzunterschiede | 467 | 6,1 | 189 | 2,1 |
| Änderung von Steuersätzen | 57 | 0,7 | 353 | 4,0 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -259 | -3,4 | -130 | -1,5 |
| Nicht steuerbare Erträge | 96 | 1,3 | 63 | 0,7 |
| Verluste und temporäre Differenzen, für die keine Steueransprüche bilanziert werden konnten |
-251 | -3,3 | -326 | -3,6 |
| Periodenfremde tatsächliche Steuern | 7 | 0,1 | -91 | -1,0 |
| Minderung des latenten Steueraufwandes auf Grund bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste |
- | - | 594 | 6,6 |
| Steuereffekt aus permanenten Differenzen | -164 | -2,1 | 147 | 1,6 |
| Minderung des tatsächlichen Steueraufwandes auf Grund bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste |
- | - | 386 | -4,3 |
| Sonstige Steuereffekte | 72 | 0,9 | -39 | -0,4 |
| Effektiver Steueraufwand | -2.499 | -32,6 | -1.800 | -20,1 |
Die Zunahme des effektiven Steuersatzes im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltene Minderung des latenten Steueraufwandes auf Grund bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste zurückzuführen.
Der Konzern verfügt am Ende des Berichtzeitraums über nicht erfasste latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 658 TEUR (2017: 439 TEUR). Aktive latente Steuern wurden aufgrund der Unternehmensplanungen unter Berücksichtigung der Nutzbarkeit und Werthaltigkeit nicht aktiviert.
Die Ringmetall AG berücksichtigt keine latenten Steuerschulden für einbehaltene Gewinne der Tochtergesellschaften, falls diese Gewinne als voraussichtlich permanent investiert betrachtet werden. Für den Fall, dass diese Gewinne ausgeschüttet werden oder das Unternehmen seine Beteiligung an dem jeweiligen Tochterunternehmen veräußert, könnte eine zusätzliche Steuerschuld entstehen. Aufgrund der Ausschüttungspolitik der Gesellschaft ist diese latente Steuerschuld vom Wert unwesentlich und wird daher nicht passiviert.
Die aktiven und passiven latenten Steuern zeigen die folgende Entwicklung:
| Aktive latente Steuern TEUR |
2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 341 | 390 |
| Sachanlagen | 68 | 95 |
| Vorräte | 96 | 18 |
| Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 11 | 9 |
| Zur Veräußerung gehaltene Immobilien | - | -12 |
| Finanzierungsleasing | 30 | 41 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 1 | 1 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 23 | 24 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 474 | 612 |
| Gesamt | 1.044 | 1.178 |
| Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern | -254 | -235 |
| Aktive latente Steuern nach Saldierung | 790 | 943 |
| Passive latente Steuern TEUR |
2018 | 2017 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 230 | - |
| Sachanlagen | 614 | 606 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 158 | - |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | - | 38 |
| Finanzverbindlichkeiten | 10 | 20 |
| Finanzierungsleasing | 25 | 33 |
| Gesamt | 1.037 | 697 |
| Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern | -254 | -235 |
| Passive latente Steuern nach Saldierung | 783 | 462 |
Eine Aktivierung latenter Steuern ist insoweit vorzunehmen, als die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass zukünftige Erträge entsprechend den Geschäftserwartungen erwirtschaftet werden.
Bei einem inländischen Tochterunternehmen hat der Konzern im Geschäftsjahr 2018 und im Jahr 2017 steuerliche Verluste erwirtschaftet. Bei den nicht wertberichtigten aktiven latenten Steuern dieser Gesellschaft in Höhe von 172 TEUR geht die Ringmetall AG davon aus, dass das zukünftige steuerpflichtige Einkommen ausreichen wird, um die aktiven latenten Steuern wahrscheinlich realisieren zu können. Die heutige Einschätzung bezüglich der Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern kann sich ändern und Wertberichtigungen erforderlich machen.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern: | ||
| Aufwendungen im Zusammenhang mit Aktienausgaben | 78 | 22 |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasster latenter Steuern | 78 | 22 |
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 4.847 | 6.766 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 309 | 369 |
| Konzernjahresüberschuss | 5.156 | 7.135 |
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| a) Unverwässertes Ergebnis je Aktie | Euro je Aktie | Euro je Aktie |
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 0,17 | 0,27 |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | - | - |
| Summe unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,17 | 0,27 |
Die Ergebnisse und die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Stammaktien, die in die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie eingehen, sind nachfolgend wiedergegeben.
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Den Aktionären der Ringmetall AG zurechenbares Konzernjahresergebnis |
4.847 | 6.766 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie |
28.204 | 25.423 |
| b) Verwässertes Ergebnis je Aktie | Euro je Aktie | Euro je Aktie |
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 0,17 | 0,27 |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | - | - |
| Summe verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,17 | 0,27 |
Die Darstellung des Vorjahres wurde angepasst. Bei der Berechnung wird nicht das gesamte Konzernjahresergebnis verwendet, sondern das den Aktionären der Ringmetall AG zurechenbare Konzernjahresergebnis.
Im Berichtsjahr bestanden weder Mitarbeiteroptionen, Wandelanleihen noch andere Sachverhalte, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen würden, so dass das unverwässerte Ergebnis je Aktie und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch sind.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 24.364 | 23.830 |
| kumulierte Wertminderungsverluste | -1.765 | -1.619 |
| 22.599 | 22.211 | |
| Anschaffungskosten | ||
| Stand zu Beginn des Jahres | 23.830 | 24.016 |
| Zusätzliche erfasste Beträge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | 1.140 |
| Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen | 534 | -1.326 |
| Stand zum Ende des Jahres | 24.364 | 23.830 |
| Kumulierte Wertminderungsverluste | ||
| Stand zu Beginn des Jahres | 1.619 | 1.619 |
| Im Laufe des Jahres erfasste Wertminderungsverluste | - | - |
| Auswirkungen Wechselkursdifferenzen | 146 | - |
| Stand zum Ende des Jahres | 1.765 | 1.619 |
Die kumulierten Wertminderungsverluste betreffen in Höhe von 1.272 TEUR die CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi und in Höhe von 493 TEUR die Metallwarenfabrik Berger GmbH. Diese – in den Vorjahren vorgenommenen – Wertminderungen sind Folge der regelmäßig durchgeführten Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderlicher Wertminderungen bilanziert und ist gesondert in der Konzernbilanz ausgewiesen. Grundsätzlich wird für Zwecke der Wertminderungsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwert bei Erwerb auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sog. Cash Generating Units – CGU) des Konzerns aufgeteilt, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus Synergien des Zusammenschlusses ziehen können.
Zum jeweiligen Bewertungsstichtag wird der erzielbare Betrag jeder Cash Generating Unit auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes unter Verwendung von Cash-Flow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung ermittelten und genehmigten Finanzplänen basieren. Dabei wurde für ein Jahr eine Detailplanung zugrunde gelegt, die in einer vereinfachten Fortrechnung mit einem durchschnittlichen Wachstumspotenzial von 1,5 Prozent bis 2 Prozent für zwei weitere Jahre fortgeschrieben wurde. Nicht in den Planungsrechnungen enthaltene Perioden werden durch Ansatz des Restwertes (Terminal Value) abgebildet. Für die Cash-Flows nach dem Zeitraum von drei Jahren wird unterstellt, dass sie einer Wachstumsrate von 0 Prozent (2017: 0 Prozent) (growth rate) unterliegen. Die Diskontierung der Cash-Flows erfolgt mit dem risikoangepassten Zinssatz der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten von 7,1 Prozent bis 10,7 Prozent (2017: 5,6 Prozent bis 8,3 Prozent), dem die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC – weighted average cost of capital) zugrunde liegen. Der gewogene Durchschnitt der Kapitalkosten berücksichtigt einen Kapitalkostensatz von 8,21 Prozent (2017: 7,5 Prozent bis 11,5 Prozent) sowie einen Fremdkapitalkostensatz von 2,19 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent). Die Ermittlung erfolgt auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells (CAPM) unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen. Zur Ermittlung der risikoangepassten Zinssätze für Zwecke des Werthaltigkeitstests wurden spezifische Peer-Group-Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie Fremdkapitalkostensätze verwendet.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| August Berger Metallwarenfabrik GmbH | 578 | 578 |
| HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG | 3.973 | 3.973 |
| Berger Italia S.r.l. | 2.658 | 2.658 |
| S.G.T. S.r.l. | 1.477 | 1.477 |
| Self Industries Inc. | 11.835 | 11.447 |
| Berger Closures Limited | 99 | 99 |
| Metallwarenfabrik Berger GmbH | 838 | 838 |
| Latza GmbH | 1.141 | 1.141 |
| Gesamt | 22.599 | 22.211 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Im Folgenden werden die Grundannahmen erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashflow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts erstellt hat.
Bei den folgenden – der Berechnung des Nutzungswerts der Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugrunde gelegten – Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:
Geschäftsplan – Der Geschäftsplan wurde aufgrund von Einschätzungen der künftigen Geschäftsentwicklung durch die Unternehmensleitung erstellt. Diesen Einschätzungen lagen Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
Geplante Bruttogewinnmargen – Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.
Preissteigerung von Rohstoffen / Waren – Zur Berücksichtigung der Preissteigerung wurde überwiegend davon ausgegangen, dass es dem Konzern gelingen wird, Preissteigerungen bei Rohstoffen/Warenbezügen über die Verkaufspreise weiterzugeben. Die getroffenen Grundannahmen stimmen mit denen externer Informationsquellen überein.
Die ermittelten Nutzungswerte haben die Buchwerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten signifikant überschritten.
Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der Zahlungsmittel generierenden Einheiten getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit ihren erzielbaren Wert übersteigt.
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangaben 6.9 A und 6.9 B.
| 2018 TEUR |
Software | Geschäfts oder Firmenwert |
Immaterielle in der Enstehung |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand zum 1.1.2018 | 870 | 23.830 | 47 | 24.747 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Zugänge | 431 | - | 11 | 442 |
| Umbuchungen | 36 | - | -36 | - |
| Abgänge | -63 | - | - | -63 |
| Währungsumrechnung | -2 | 534 | -11 | 521 |
| Stand zum 31.12.2018 | 1.272 | 24.364 | 11 | 25.647 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
||||
| Stand zum 1.1.2018 | -597 | -1.619 | - | -2.216 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Zugänge | -170 | - | - | -170 |
| Umbuchungen | - | - | - | - |
| Abgänge | 63 | - | - | 63 |
| Währungsumrechnung | 3 | -146 | - | -143 |
| Stand zum 31.12.2018 | -701 | -1.765 | - | -2.466 |
| Buchwerte | ||||
| Stand zum 31.12.2018 | 571 | 22.599 | 11 | 23.181 |
| 2017 TEUR |
Software | Geschäfts oder Firmenwert |
Immaterielle in der Enstehung |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand zum 1.1.2017 | 682 | 24.015 | - | 24.697 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | 1.140 | - | 1.140 |
| Zugänge | 203 | - | 47 | 250 |
| Umbuchungen | - | - | - | - |
| Abgänge | -11 | - | - | -11 |
| Währungsumrechnung | -4 | -1.325 | - | -1.329 |
| Stand zum 31.12.2017 | 870 | 23.830 | 47 | 24.747 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
||||
| Stand zum 1.1.2017 | -513 | -1.619 | - | -2.132 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Zugänge | -98 | - | - | -98 |
| Umbuchungen | - | - | - | - |
| Abgänge | 12 | - | - | 12 |
| Währungsumrechnung | 2 | - | - | 2 |
| Stand zum 31.12.2017 | -597 | -1.619 | - | -2.216 |
| Buchwerte | ||||
| Stand zum 31.12.2017 | 273 | 22.211 | 47 | 22.531 |
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 6.8.
| 2018 TEUR |
Grund stücke und Gebäude |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, BGA* |
Sach anlagen im Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand zum 1.1.2018 | 9.077 | 35.890 | 6.183 | 178 | 51.328 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Zugänge | 67 | 1.497 | 499 | 387 | 2.450 |
| Umbuchungen | - | 374 | 56 | -430 | - |
| Abgänge | -34 | -547 | -197 | - | -778 |
| Währungsumrechnung | -9 | -196 | -24 | - | -229 |
| Stand zum 31.12.2018 | 9.101 | 37.018 | 6.517 | 135 | 52.771 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
|||||
| Stand zum 1.1.2018 | -4.191 | -29.718 | -5.230 | - | -39.139 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Zugänge | -228 | -1.343 | -410 | - | -1.981 |
| Umbuchungen | - | 43 | -43 | - | - |
| Abgänge | 17 | 538 | 189 | - | 744 |
| Währungsumrechnung | 4 | 102 | 14 | - | 120 |
| Stand zum 31.12.2018 | -4.398 | -30.378 | -5.480 | - | -40.256 |
| Buchwerte | |||||
| Stand zum 31.12.2018 | 4.703 | 6.640 | 1.037 | 135 | 12.515 |
* Betriebs- und Geschäftsausstattung
| 2017 TEUR |
Grund stücke und Gebäude |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, BGA* |
Sach anlagen im Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand zum 1.1.2017 | 7.930 | 34.734 | 6.065 | 74 | 48.803 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 2.327 | 1.207 | 172 | - | 3.706 |
| Zugänge | 182 | 838 | 288 | 185 | 1.493 |
| Umbuchungen | 1 | 59 | 21 | -81 | - |
| Abgänge | -1.100 | -613 | -323 | - | -2.036 |
| Währungsumrechnung | -263 | -335 | -40 | - | -638 |
| Stand zum 31.12.2017 | 9.077 | 35.890 | 6.183 | 178 | 51.328 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
|||||
| Stand zum 1.1.2017 | -3.417 | -28.064 | -5.034 | - | -36.515 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | -719 | -1.008 | -159 | - | -1.866 |
| Zugänge | -171 | -1.395 | -340 | - | -1.906 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - |
| Abgänge | 96 | 588 | 290 | - | 974 |
| Währungsumrechnung | 20 | 161 | 13 | - | 194 |
| Stand zum 31.12.2017 | -4.191 | -29.718 | -5.230 | - | -39.139 |
| Buchwerte | |||||
| Stand zum 31.12.2017 | 4.886 | 6.172 | 953 | 178 | 12.189 |
* Betriebs- und Geschäftsausstattung
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten die folgenden Sachverhalte:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Anzahlungen auf Unternehmenszusammenschlüsse | 12.743 | 0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 60 | 146 |
| Gesamt | 12.803 | 146 |
Die ausgewiesenen Anzahlungen auf Unternehmenszusammenschlüsse beinhalten die erste Kaufpreisrate für den Unternehmenserwerb an Nittel sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte von Nittel. Hinsichtlich weiterer Ausführungen wird auf Angabe 34 dieses Anhangs verwiesen. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, die nicht konsolidiert werden.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zur Veräußerung gehaltene Grundstücke | - | 400 |
| Im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten stehende Schulden: |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 228 |
Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung gehaltenen Grundstücke wird grundsätzlich durch den auf dem Immobilienmarkt durch einen potenziellen Käufer gebotenen Preis bestimmt.
Die im Vorjahr als der zur Veräußerung verfügbare Wert ausgewiesenen Grundstücke, die dem Segment Industrial Packaging zugeordnet worden waren, wurden im Geschäftsjahr 2018 nach über einem längeren Zeitraum geführten Verhandlungen veräußert.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.367 | 6.115 |
| Unfertige Erzeugnisse | 2.190 | 1.757 |
| Fertige Erzeugnisse | 3.032 | 3.047 |
| Geleistete Anzahlungen | 21 | 31 |
| Gesamt | 11.610 | 10.950 |
Teilweise unterliegt der Vorratsbestand einem Eigentumsvorbehalt der Lieferanten. Es wurden keine Vorräte als Sicherheit verpfändet.
In der Gesamtsumme der Vorräte sind Wertberichtigungen von 211 TEUR (2017: 171 TEUR) enthalten. Die erfolgswirksam innerhalb der GuV erfassten Aufwendungen für Wertberichtigung betragen 40 TEUR (2017: 161 TEUR).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von Kunden geschuldete Beträge für im gewöhnlichen Geschäftsverlauf verkaufte Güter. Sie sind im Allgemeinen innerhalb von 30 bis 60 Tagen – in Einzelfällen aufgrund länderspezifischer Gegebenheiten auch in bis zu 90 Tagen – zu begleichen und werden daher als kurzfristig eingestuft. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zum Betrag der unbedingten Gegenleistung erfasst. Sie enthalten keine Finanzierungskomponenten. Der Konzern hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen und bewertet sie zu fortgeführten Anschaffungskosten.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind am 31. Dezember 2018 Vermögenswerte aus Kundenverträgen in Höhe von 239 TEUR enthalten.
Die entsprechenden Buchwerte stellen sich zum Jahresende wie folgt dar:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.841 | 12.730 |
| Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste | -78 | -270 |
| Gesamt | 13.763 | 12.460 |
Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch Bonitätsprüfungen und ein Mahnwesen begrenzt. Im operativen Geschäft werden die offenen Forderungen standortbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht.
Die Berechnung der erwarteten Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt mittels einer Wertberichtigungstabelle. Anhand der bisherigen Erfahrungen mit Kreditverlusten bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden die über gesamte Vertragslaufzeit, während der Ringmetall dem Ausfallrisiko ausgesetzt ist, erwarteten Kreditverluste abgeschätzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nach geografischen Gebieten gruppiert, da die Zahlungsmodalitäten je nach geografischem Gebiet voneinander abweichen.
Im Geschäftsjahr 2018 wie auch in den Vorjahren sind nur in unbedeutender Höhe Forderungsverluste aus Lieferungen und Leistungen entstanden.
Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderter Forderungen:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| 60 bis 90 Tage | 402 | 1.709 |
| 91 bis 180 Tage | 138 | 889 |
| Mehr als 180 Tage | - | - |
| Summe | 540 | 2.598 |
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Jahres | 270 | 323 |
| Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste | 37 | 36 |
| Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen |
-132 | -27 |
| Wertaufholungen | -98 | -58 |
| Wechselkursänderungen | 1 | -4 |
| Stand zum Ende des Jahres | 78 | 270 |
Altersstruktur wertgeminderter Forderungen (Nominalwerte)
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| 60 bis 90 Tage | 30 | 220 |
| 91 bis 180 Tage | 10 | 115 |
| Mehr als 180 Tage | 86 | 47 |
| Summe | 126 | 382 |
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Abgrenzungen | 138 | 262 |
| Sonstige Forderungen | 1.372 | 656 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.510 | 918 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 400 |
| Kurzfristige Steuerforderungen | 163 | 322 |
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2018 setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand | 5.936 | 14.936 |
| Stand zum Ende des Jahres | 5.936 | 14.936 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige Anlagen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen dem Nominalwert.
Die Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2018 ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 29.069 | 27.685 |
| Das gezeichnete Kapital setzt sich wie folgt zusammen: | ||
| Stückaktien je 1 EUR | 29.069.040 | 27.685.000 |
a) Voll eingezahlte Stammaktien
| TEUR | Anzahl Anteile | Gezeichnetes Kapital |
Aufgeld |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2017 | 25.168.000 | 25.168 | 5.573 |
| Kapitalerhöhung | 2.516.800 | 2.517 | 6.959 |
| Stand zum 31.12.2017 | 27.684.800 | 27.685 | 12.532 |
| Kapitalerhöhung | 1.384.240 | 1.384 | 4.132 |
| Stand zum 31.12.2018 | 29.069.040 | 29.069 | 16.664 |
Die voll eingezahlten Stammaktien haben einen Nennwert von 1 EUR, tragen jeweils ein Stimmrecht und sind dividendenberechtigt.
Die Ringmetall AG hält keine eigenen Aktien.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 14. August 2018 gemäß § 5 der Satzung (Grundkapital, Genehmigtes Kapital) das Grundkapital von 27.684.800,00 EUR um 1.384.240,00 EUR auf 29.069.040,00 EUR erhöht. Es wurden 1.384.240 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR ausgegeben.
In der Hauptversammlung vom 29. August 2014 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 10.200.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 14.08.2018 wurde das Grundkapital von 27.684.800,00 EUR um 1.384.240,00 EUR auf 29.069.040,00 EUR erhöht. Das Genehmigte Kapital vom 29. August 2014 (Genehmigte Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 6.735.760,00 EUR.
In der Hauptversammlung vom 31. August 2015 wurde der Vorstand bis zum 30. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 3.120.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/I). Das Genehmigte Kapital vom 31. August 2015 (Genehmigte Kapital 2015/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 832.000,00 EUR.
In der Hauptversammlung vom 30. August 2016 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis EUR 3.432.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2016/I). Das Genehmigte Kapital vom 30.08.2016 (Genehmigtes Kapital 2016/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 915.200,00 EUR.
In der Hauptversammlung vom 30. August 2018 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2023 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 3.975.200 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2018/I).
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Jahres | 12.532 | 5.573 |
| Zuführungen aus Aufgeldern | 4.291 | 7.047 |
| Kosten im Zusammenhang mit der Zuführung | -159 | -88 |
| Stand 31.12. | 16.664 | 12.532 |
In der Kapitalrücklage werden hauptsächlich Aufgelder aus der Ausgabe von Anteilen ausgewiesen.
Die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen betreffen die Unterschiede aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen und die Auswirkungen der Neubewertung im Rahmen der Erfassung der Abfertigungsverpflichtungen sowie die Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 15.
Auf die Neubewertung im Rahmen der Erfassung der Abfertigungsverpflichtungen werden latente Steuern berechnet, die grundsätzlich nicht im Ergebnis der GuV-Rechnung, sondern als sonstiges Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Jahres | 1.072 | 1.161 |
| Anteil am Jahresergebnis | 309 | 369 |
| Ausschüttungen | -359 | -512 |
| Andere Veränderungen | -10 | 54 |
| Stand 31.12. | 1.012 | 1.072 |
Unter den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt der Ausweis von Verpflichtungen, die auf gesetzlichen Grundlagen in Italien bei den Konzerngesellschaften S.G.T. S.r.l. Albavilla, Italien, und der Berger Italia S.r.L. Valmadrera, Italien, basieren. Es handelt sich um sogenannte "Trattamento di Fine Rapporto (TFR)" bzw. Abfertigungsverpflichtungen, die von den italienischen Gesellschaften gegenüber den beschäftigten Mitarbeitern bestehen. Arbeitnehmer haben in Italien grundsätzlich einen Anspruch auf einen Trennungsabschlag. Es kommt in diesem Zusammenhang nicht auf den Grund der "Trennung vom Arbeitnehmer" an. Ein Zahlungsanspruch aus TFR entsteht bei jedem Beschäftigungsverhältnis. Es handelt sich um einen öffentlich-rechtlich geregelten Zusatzanspruch zur Altersversorgung, der nicht verhandelbar ist.
Die entsprechenden Mittel für den TFR müssen bei den Gesellschaften als Rückstellung für künftige Gesellschaftsverbindlichkeiten bilanziert werden. Bei der Auszahlung des TFR entstehen also primär keine Aufwendungen aufgrund des Rückstellungsverbrauchs; es erfolgt lediglich ein Liquiditätsabfluss. Der TFR nimmt u.a. Bezug auf die Gehaltshöhe, die der Beschäftigte erhalten hat. Zur Absicherung der Verpflichtungen hält der Konzern entsprechende verfügungsbeschränkte Barmittel über ein Versicherungsinstitut; die Rückstellungen werden jedoch nicht saldiert ausgewiesen.
Die Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen entspricht der Gesamtsumme der einzelnen von den Mitarbeitern am jeweiligen Bewertungsstichtag angesammelten Ansprüche, abzüglich bereits ausgezahlter Anzahlungen und entspricht dem Betrag, der bei Beendigung des jeweiligen Arbeitsverhältnisses am Bewertungsstichtag fällig würde.
Die Bewertung der Abfertigungsverpflichtungen erfolgt nach IAS 19. Es liegen entsprechende versicherungsmathematische Gutachten für die Konzerngesellschaften S.G.T. S.r.L. Albavilla, Italien, und der Berger Italia S.r.L. Valmadrera, Italien, zu den Bewertungsstichtagen 31. Dezember 2018 und 31. Dezember 2017 vor.
Nach den Vorgaben von IAS 19 wird dabei insbesondere berücksichtigt, zu welchem Zeitpunkt die entsprechenden Abfertigungsverpflichtungen anfallen und es wird eine Quantifizierung unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Barwertberechnung vorgenommen.
Als zugrundeliegende Parameter werden das Geschlecht und die Qualifikation sowie das Alter und die Betriebszugehörigkeit herangezogen. Im Rahmen des Bewertungsverfahrens werden die zukünftigen Verpflichtungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunkts unter Berücksichtigung der ökonomischen und demographischen Rahmenbedingungen und Prämissen berechnet. Hinsichtlich der demographischen Parameter wird dabei weiter in die Fallkonstellationen Kündigung, Berufsunfähigkeit und Tod unterschieden.
Bei den Berechnungen nach IAS 19 werden für die jeweiligen Bewertungsstichtage mit den jeweils festgelegten bzw. zugrundeliegenden Prämissen und Annahmen die Abfertigungsverpflichtungen auf der Grundlage der festgelegten Restlaufzeit der TFR Cash-Flows sowie der verbleibenden durchschnittlichen erwarteten Restarbeitsdauer in Jahren ermittelt.
Bei der Ermittlung der ausländischen Verpflichtungen wurden Richttafeln des jeweiligen Landes zugrunde gelegt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt. Die erwarteten Renditen der Fondsvermögen wurden vorsichtig auf Grundlage von Vergangenheitswerten geschätzt.
| Ausland 2018 | Ausland 2017 | |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 1,57 % | 1,30 % |
| Inflationsrate | 2,00 % | 2,00 % |
| Einkommensentwicklung | 3,31% | 3,12 % |
| Jährliche Zahlungsbeträge | 10-70 TEUR | 12-21 TEUR |
| Restlaufzeit der TFR Cash-Flows | 17 bzw. 19 Jahre | 18 Jahre |
| durchschnittliche erwartete Restarbeitsdauer | 13,47-17,16 Jahre | 12,70-17,44 Jahre |
Die Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 806 | 762 |
| laufender Dienstzeitaufwand | -81 | -32 |
| Zinsaufwand | 11 | 9 |
| Neubewertung | -25 | 9 |
| Sonstige Veränderungen | 62 | 58 |
| Stand 31.12. | 773 | 806 |
Der jährliche Aufwand für die Zuführung der Abfertigungsverpflichtung ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Gesamtkostenverfahren dem Personalaufwand zugeordnet. Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses dargestellt. Das Ergebnis aus der Neubewertung der Abfertigungsverpflichtung sowie die latenten Steuern darauf werden innerhalb des sonstigen Ergebnisses im Eigenkapital dargestellt.
Folgende Auswirkungen hätten sich auf die am 31. Dezember 2018 und 31. Dezember 2017 gebildete Rückstellung für Abfertigungsverpflichtungen ergeben, wenn die Berechnungsparameter (Abzinsungsfaktor 1,57 Prozent, 2017: 1,30 Prozent - 1,31 Prozent) sich wie folgt, geändert hätten:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz 1,32 % (-0,25 %) | +21 | +24 |
| Abzinsungssatz 1,82 % (+0,25 %) | -20 | -23 |
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 6.16.
| 2018 TEUR |
Resturlaub/ Überstunden |
Sonstige Personal |
Beratung | Gewähr leistungsrisiken |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 782 | 735 | 186 | 118 | 314 | 2.135 |
| In Anspruch genommene Rückstellungen |
(320) | (385) | (34) | - | (180) | (919) |
| Erhöhung der Rückstellungen |
524 | 484 | 75 | 10 | 307 | 1.400 |
| Aufgelöste Rückstellungen |
- | - | (152) | (118) | (134) | (404) |
| Währungsanpassung | - | - | - | - | - | - |
| Stand zum 31.12. |
986 | 834 | 75 | 10 | 307 | 2.212 |
| 2017 TEUR |
Resturlaub/ Überstunden |
Sonstige Personal |
Beratung | Gewähr leistungsrisiken |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 603 | 675 | 240 | 72 | 196 | 1.786 |
| In Anspruch genommene Rückstellungen |
(573) | (661) | (240) | (20) | (177) | (1.671) |
| Erhöhung der Rückstellungen |
752 | 759 | 191 | 68 | 302 | 2.072 |
| Aufgelöste Rückstellungen |
- | (26) | - | - | - | (26) |
| Währungsanpassung | - | (12) | (5) | (2) | (7) | (26) |
| Stand zum 31.12. |
782 | 735 | 186 | 118 | 314 | 2.135 |
Die personalbezogenen Rückstellungen beinhalten insbesondere zurückgestellte Beträge für Urlaubsansprüche, verdiente Überstunden und Prämien sowie Rückstellungen für Personalabfindungen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Urlaubs- und Überstundenansprüchen sowie der Erhöhung der Mitarbeiterzahlen.
In den sonstigen personalbezogenen Rückstellungen sind überwiegend Rückstellungen für Managementboni ausgewiesen.
Die Rückstellung für Beratung beinhaltet voraussichtliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit erhaltenen Leistungen. Ein wesentlicher Teil beinhaltet abgegrenzte Kosten aufgrund des Börsensegmentwechsels, der Konzernabschlussprüfung sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Nittel GmbH.
Die Rückstellung für Gewährleistungsrisiken basiert auf der besten Schätzung des Vorstandes hinsichtlich des zukünftigen Abflusses und berücksichtigt vor allem einzelfallbezogene Transaktionen.
| TEUR | Anhangangabe | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Schulden | |||
| Bankdarlehen | 27.2 | 8.671 | 12.203 |
| Sonstige Darlehen | 1.270 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
27.4 | 811 | 606 |
| Gesamt | 10.752 | 12.809 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Bankdarlehen | 27.2 | 4.847 | 6.979 |
| davon: Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen lang fristigen Vermögenswerten |
- | 228 | |
| Sonstige Darlehen | 1.520 | 349 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
27.4 | 234 | 201 |
| Gesamt | 6.601 | 7.529 |
Informationen darüber, inwieweit der Konzern Zinsänderungs-, Währungs- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt ist, sind in der Anhangangabe 30.4 dargestellt.
Die Aufgliederung der Schulden in kurz- und langfristig erfolgt entsprechend den hinterlegten Tilgungsplänen.
Die ausstehenden Darlehen weisen folgende Konditionen aus:
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Währung | Zinssatz | Fällig keitsjahr |
Nenn betrag |
Buchwert | Nenn betrag |
Buchwert | |
| A | EUR | EURIBOR +2,25 % |
2020 | 6.500 | 6.463 | 9.500 | 9.423 | |
| August Berger Metallwarenfabrik GmbH |
B | EUR | EURIBOR +2,25 % |
2020 | 5.000 | 4.973 | 5.000 | 4.959 |
| C | EUR | EURIBOR +2,25 % |
2020 | 1.000 | 1.000 | 2.500 | 2.500 | |
| Cemsan | TRY / EUR | 30,00 % | 2019 | 292 | 292 | 551 | 551 | |
| SGT s.r.l. | EUR | 2,60 % | 2023 | 210 | 210 | 257 | 257 | |
| Berger China | CNY /EUR | 6,09 % | 2019- 2023 |
534 | 534 | 540 | 540 | |
| EUR | 1,12 % | 2019 | 21 | 21 | 42 | 42 | ||
| Latza GmbH | EUR | 1,26 % | 2019 | 25 | 25 | 74 | 74 | |
| Gesamt | 13.582 | 13.518 | 19.301 | 19.182 |
Die Bankdarlehen sind mit Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 1.602 TEUR, sowie mit sonstigem Anlagevermögen in Höhe von 1.816 TEUR und Umlaufvermögen in Höhe von 10.164 TEUR besichert. Die angegebenen Werte entsprechen den Buchwerten aus den Einzelabschlüssen.
Der Konzern hat zur Akquisition von Gesellschaften einen Konsortialdarlehensvertrag abgeschlossen. Die darin vereinbarten einzureichenden Dokumente basieren auf den vormals relevanten deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB). Die Abstimmung mit den Konsortialbanken über die erforderlichen Anpassungen der im Konsortialvertrag stehenden Vereinbarungen in Bezug auf einzureichende Unterlagen und Termine sind noch nicht vollständig abgeschlossen.
Von den Konsortialbanken wurde jedoch bereits bestätigt, dass die vom Konzern erfolgte Vorgehensweise als vertragsgemäß akzeptiert wird.
Am Ende des Berichtszeitraums betreffen die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ausschließlich finanzierte Vermögenswerte in Form von technischen Anlagen und Maschinen (1.045 TEUR). Der Konzern mietet diese Anlagen und Maschinen im Rahmen eines Finanzierungsleasings. Die durchschnittliche Leasinglaufzeit beträgt fünf Jahre (Vj. 5 Jahre). Der Konzern hat die Möglichkeit, die Anlagen am Ende des vertraglich vereinbarten Zeitraums zum Nennwert zu erwerben.
Die den Verbindlichkeiten aus einem Finanzierungsleasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssätze sind jeweils am Tag des Vertragsabschlusses festgelegt worden und bewegen sich zwischen 0,47 Prozent und 2,37 Prozent (Vj. 3,9 Prozent und 5,7 Prozent) p.a. Die Fälligkeiten bewegen sich zwischen 2019 und 2025 (Vj. 2018 und 2023).
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind wie folgt fällig:
| Künftige Mindestzahlungen |
Zinszahlungen | Barwert der künftigen Mindestzahlungen |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| Unter einem Jahr | 250 | 211 | 16 | 10 | 234 | 201 | |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 758 | 555 | 29 | 16 | 729 | 540 | |
| Über fünf Jahre | 83 | 68 | 1 | 1 | 82 | 67 | |
| Gesamt | 1.091 | 834 | 46 | 27 | 1.045 | 807 |
Der Barwert der künftigen Mindestzahlungen entspricht dem Buchwert in der Bilanz.
Bedingte Mietzahlungen gab es im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahrszeitraum nicht.
| kurzfristig: TEUR |
31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.390 | 9.684 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.781 | 2.920 |
| Gesamt | 12.171 | 12.604 |
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangaben 6.11.
Zu den Währungs- und Liquiditätsrisiken des Konzerns hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten siehe Anhangangabe 30.4.
Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.
Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Steigerung der Rendite, unter Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital, und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an.
Der Konzern überwacht das Kapital mit Hilfe eines Verhältnisses bereinigter Nettoverschuldung zum Eigenkapital. Die bereinigte Nettoverschuldung umfasst prinzipiell zinstragende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Das Verhältnis der Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinstragende Kredite und Anleihen | 13.518 | 19.182 |
| Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente | -5.936 | -14.936 |
| Nettoverschuldung | 7.582 | 4.246 |
| Eigenkapital | 48.537 | 39.102 |
| Bilanzsumme | 82.271 | 75.796 |
| Eigenkapitalquote | 0,59 | 0,52 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die Einstufung der finanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten gemäß IFRS 9.
| TEUR | IFRS 9 Bewertungs kategorie |
IFRS 9 Buchwert 31.12.2018 |
IFRS 9 Buchwert 01.01.2018 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | AC | 60 | 146 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 13.763 | 12.460 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | FVPL | - | 400 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 5.936 | 14.936 |
| Gesamt | 19.759 | 27.942 | |
| Passiva | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 10.752 | 12.809 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 10.389 | 9.684 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 6.601 | 7.301 |
| Gesamt | 27.742 | 29.794 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 TEUR |
Anhang angabe |
Beizu legender Zeitwert Siche rungsinst rumente |
Gesamt | Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
Gesamt |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden Zinsswaps, die für Sicherungs geschäfte genutzt werden |
30.3 | -33 | -33 | - | -33 | - | -33 |
| Gesamt | -33 | -33 | - | -33 | - | -33 |
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 TEUR |
Anhang angabe |
Beizu legender Zeitwert Siche rungsinst rumente |
Gesamt | Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
Gesamt |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden Zinsswaps, die für Sicherungs geschäfte genutzt werden |
30.3 | -38 | -38 | - | -38 | - | -38 |
| Gesamt | -38 | -38 | - | -38 | - | -38 |
Es besteht die Annahme, dass bei den kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der Zeitwert dem Buchwert entspricht.
Die Bankdarlehen werden fast vollständig zu EURIBOR zuzüglicher einer Marge verzinst. Diese Marge hat sich im Vergleich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nur unwesentlich verändert. Von daher unterscheidet sich der Zeitwert nicht wesentlich vom Buchwert. Dies gilt analog für die bestehenden Finanzierungsleasingverträge. Bestehende Zinsswaps werden ausschließlich zu ökonomischen Sicherungszwecken eingesetzt.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 und Stufe 3 verwendet wurden, sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren:
| Art | Bewertungstechnik |
|---|---|
| Zinsswaps | Marktvergleichsverfahren: Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf standardisierten Berechnungen eines reputierten deutschen Kreditinstituts, wobei nur auf den Markt beobachtbare Inputfaktoren angesetzt werden. |
| Art | Bewertungstechnik | Wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren |
|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten* |
Abgezinste Cashflows in einem DCF-Verfahren unter Ansatz der Marktzinsen und Laufzeit der Verbindlichkeit |
Margenaufschlag auf Zins |
* Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten enthalten gesicherte und ungesicherte Bankdarlehen, ungesicherte Anleihen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen. Da der Fair Value dem Buchwert der Finanzinstrumente entspricht, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden keine weiteren Angaben gemacht.
Der Konzern ist den folgenden Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt:
Der Vorstand trägt die Verantwortung für den Aufbau und die Kontrolle des Konzernrisikomanagements. Der Vorstand hat dazu ein internes Fachgremium eingesetzt, das für die Überwachung und Weiterentwicklung der Risikomanagementrichtlinien des Konzerns zuständig ist. Dieses Gremium berichtet dem Vorstand regelmäßig über seine Tätigkeit. Die Grundsätze des Risikomanagementsystems lassen sich auf die finanziellen Risiken übertragen, diesbezüglich wird auf den Risikobericht im Konzernlagebericht verwiesen.
Die Risikomanagementrichtlinien des Konzerns wurden zur Identifizierung und Analyse der Risiken des Konzerns entwickelt, um geeignete Risikolimits und Kontrollen einzuführen und die Entwicklung der Risiken und die Einhaltung der Limits zu überwachen. Die Risikomanagementrichtlinien und das Risikomanagementsystem werden regelmäßig überprüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten des Konzerns aufgreifen zu können. Durch die bestehenden Ausbildungs- und Managementstandards sowie die zugehörigen Prozesse soll ein zielführendes Kontrollumfeld sichergestellt werden, in dem alle Mitarbeiter ihre jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten verstehen.
Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Richtlinien und Prozesse des Konzernrisikomanagements durch den Vorstand und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Verkauf von Waren. Es handelt sich dabei ausschließlich um kurzfristige Forderungen, die in der Regel innerhalb von ein bis zwei Monaten ausgeglichen werden.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.
Das Ausfallrisiko des Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden beeinflusst. Allerdings berücksichtigt der Vorstand auch die Merkmale der gesamten Kundenbasis, einschließlich des Ausfallrisikos der Branche und der Länder, in denen die Kunden tätig sind, da diese Faktoren das Ausfallrisiko ebenfalls beeinflussen können.
Der wesentliche Teil der Kunden des Konzerns sind global agierende Konzerne. Für keinen dieser Kunden war bisher die Erfassung einer Wertminderung notwendig. Zur Überwachung des Ausfallrisikos werden vor allem auf die zeitliche Abrechnung, die üblicherweise von Seiten des Kunden erfolgt und die zeitliche Zahlung der Abrechnung geachtet.
Der Vorstand schätzt auf Einzelbasis ein, ob überfällige Beträge nach wie vor in voller Höhe einbringlich sind. Diese Einschätzung basiert auf dem Zahlungsverhalten der Vergangenheit, der Beurteilung der Kreditwürdigkeit basierend auf veröffentlichten Finanzzahlen, sofern vorhanden, sowie die Höhe der bestehenden Forderungen. Insgesamt hat der Konzern Forderungsausfälle nur in einem untergeordneten Umfang zu verzeichnen.
Der Konzern hat am 31. Dezember 2018 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 5.936 TEUR (2017: 14.936 TEUR) im Bestand. Diese Summe stellt somit das maximale Ausfallrisiko im Hinblick auf diese Vermögenswerte dar. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei unterschiedlichen Banken oder Finanzinstituten in den Ländern unterhalten, in denen der Konzern tätig ist, der wesentliche Teil jedoch in Deutschland.
Der Konzern schließt zur Abdeckung des Zinsänderungsrisikos Zinsswaps ab. Derivate werden bei den deutschen Banken oder Finanzinstituten abgeschlossen, mit denen auch die variabel verzinsten Darlehen vereinbart wurden.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen pünktlich zur Fälligkeit zu erfüllen. Liquiditätsrisiken aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich nicht, da der Konzern zum Bilanzstichtag über Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 5.936 TEUR (2017: 14.936 TEUR) verfügt. Darüber hinaus werden mit hoher Sicherheit Zahlungsströme erwartet, die die Zins- und Tilgungszahlungen und die finanziellen Verbindlichkeiten hieraus laufzeitäquivalent bedienen können. In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen und durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
IFRS 7 fordert weiterhin eine Fälligkeitsanalyse sowohl für derivative als auch originäre finanzielle Verbindlichkeiten. Die nachfolgende Fälligkeitsanalyse zeigt, inwieweit die undiskontierten Cashflows im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2018 bzw. 31. Dezember 2017 die zukünftige Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.
Im Folgenden werden die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag einschließlich geschätzter Zinszahlungen dargestellt. Es handelt sich um undiskontierte Bruttobeträge inklusive geschätzter Zinszahlungen, jedoch ohne Darstellung der Auswirkung von Verrechnungen.
| 2018 TEUR |
Buchwert | Nominal betrag |
Gesamt | < 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bankdarlehen inkl. Zinsswaps | 13.551 | 13.615 | 13.615 | 4.887 | 8.728 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
1.045 | 1.091 | 1.091 | 250 | 758 | 83 |
| Gesamt | 14.596 | 14.706 | 14.706 | 5.137 | 9.486 | 83 |
| 2017 TEUR |
Buchwert | Nominal betrag |
Gesamt | < 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre |
| Bankdarlehen inkl. Zinsswaps | 19.206 | 19.325 | 19.325 | 6.993 | 12.328 | 4 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
807 | 834 | 834 | 211 | 555 | 68 |
Wie in der Anhangangabe 27 angegeben, verfügt der Konzern hauptsächlich über Bankdarlehen, die Auflagen enthalten. Ein künftiger Verstoß gegen die Auflagen kann dazu führen, dass das Darlehen früher als in der obigen Tabelle angegeben, zurückzuzahlen ist.
Die Zinszahlungen für variabel verzinsliche Darlehen und Anleihen in der obigen Tabelle wurden, sofern sie durch Swaps eingedeckt sind, mit einem festen Zinssatz angesetzt. Sie spiegeln die Marktverhältnisse für Terminzinssätze am Ende des Geschäftsjahres wider. Diese können sich mit der Veränderung der Marktzinssätze wandeln.
Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich die Marktpreise, beispielsweise Wechselkurse, Zinssätze oder Aktienkurse ändern und dadurch die Erträge des Konzerns oder der Wert der gehaltenen Finanzinstrumente beeinflusst werden. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren und gleichzeitig die Rendite zu optimieren.
Zur Steuerung der Marktrisiken erwirbt und veräußert der Konzern Derivate bzw. geht finanzielle Verbindlichkeiten ein. Sämtliche Transaktionen erfolgen innerhalb der Richtlinien des Risikomanagementausschusses. Für den Konzern werden zum Ende des Berichtszeitraums keine Risikokonzentrationen für dessen Gesellschaften gesehen.
Verschiedene Geschäftsvorfälle im Konzern lauten auf fremde Währung. Daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Wechselkursrisiken werden durch gezielte Steuerung der Zahlungsströme in Fremdwährung und in Einzelfällen mittels Devisentermingeschäfte gesteuert.
Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag beträgt:
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vermögenswerte | Schulden | Vermögenswerte | Schulden |
| USD | 4.204 | 1.279 | 3.491 | 1.114 |
| GBP | 1.235 | 326 | 1.600 | 172 |
| TRY | 750 | 407 | 570 | 1.047 |
| CNY | 653 | 842 | 404 | 878 |
| HKD | 1 | - | 501 | - |
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkung einer angenommenen Wechselkursänderung um +/-1000 Basispunkte bei Konstanz aller übrigen Variablen für die auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden auf die Gewinn- und Verlustrechnung:
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | Schulden | Vermögenswerte | Schulden | |||||
| Basispunkte | Basispunkte | |||||||
| -1000 | +1000 | -1000 | +1000 | -1000 | +1000 | -1000 | +1000 | |
| USD | -420 | 420 | 128 | -128 | -349 | 349 | 111 | -111 |
| GBP | -123 | 123 | 33 | -33 | -160 | 160 | 17 | -17 |
| TRY | -75 | 75 | 41 | -41 | -56 | 56 | 105 | -105 |
| CNY | -65 | 65 | 84 | -84 | -40 | 40 | 88 | -88 |
| HKD | - | - | - | - | -50 | 50 | - | - |
Der Konzern ist im Wesentlichen einem Zinsänderungsrisiko im Rahmen der Finanzierung von Akquisitionen ausgesetzt. Aus Bankdarlehen mit variabler Verzinsung, die in der Anhangangabe 27.2 aufgeführt sind, resultiert ein zinsbedingtes Cashflow-Risiko.
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer angenommenen Zinssatzänderung um jeweils +/-25 Basispunkte bei Konstanz aller übrigen Variablen für die Bankdarlehen der August Berger Metallwarenfabrik GmbH auf die Gewinn- und Verlustrechnung:
| 31.12.2018 Basispunkte |
31. 12.2017 Basispunkte |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Währung | Zinssatz | Fällig keitsjahr |
+25 | -25 | +25 | -25 | |
| A | EUR | EURIBOR +2,25 % |
2020 | 119 | -119 | 200 | -200 | |
| B | EUR | EURIBOR +2,25 % |
2020 | 125 | -125 | 125 | -125 | |
| August Berger Metallwarenfabrik GmbH |
C | EUR | EURIBOR +2,25 % |
2020 | 25 | -25 | 25 | -25 |
| Gesamt | 269 | -269 | 350 | -350 |
Diese Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit Zinsswaps abgesichert. Die Fälligkeit der Zinsswaps läuft zwischen 1 und 3 Jahre (2017: 1 – 4 Jahre).
Aufgrund der variablen Verzinsung würde sich das Zinsänderungsrisiko nur unwesentlich auf den Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auswirken.
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkung einer angenommenen Zinssatzänderung um +/-100 Basispunkte bei Konstanz aller übrigen Variablen für die derivativen Finanzinstrumente auf die GuV:
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| Zinsniveau | +100 Basispunkte -100 Basispunkte |
+100 Basispunkte | -100 Basispunkte | |
| Derivative Finanzinstrumente | 11 | -25 | 34 | -49 |
Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 6.
Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich hauptsächlich auf Grundstücke, technische Anlagen und Maschinen sowie verschiedene Büroausstattungen. Bei den Vereinbarungen zu den Grundstücken ist im Vertrag eine Klausel enthalten, wonach in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der vereinbarten Miete erfolgt.
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Unkündbare Mietleasingvereinbarungen | ||
| Bis zu einem Jahr | 2.071 | 2.235 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 5.182 | 4.859 |
| Länger als fünf Jahre | 1.258 | 2.343 |
| Gesamt | 8.511 | 9.437 |
Die verpflichtende Erstanwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse", der den IAS 17 ersetzt, erfolgt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Weitere Ausführungen siehe unter Anhangangabe 35.
Als Ultimate Controlling Party werden bei der Ringmetall die Aktionäre betrachtet. Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden nicht konsolidierte Tochterunternehmen bezeichnet sowie Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Ringmetall-Konzerns ausüben. Letztere umfassen alle Personen in Schlüsselpositionen sowie deren nahe Familienangehörige. Im Ringmetall-Konzern sind dies die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Die Vorstandsmitglieder verfügen über 54,3 Prozent (31. Dezember 2018) der Stimmrechtsanteile des Unternehmens.
Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben, waren wie folgt:
| Verkauf von Waren / Dienstleistungen | Erwerb von Waren / Dienstleistungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| Ringmetall AG | - | - | 71 | 58 |
| Tochtergesellschaften der Ringmetall AG |
- | 1 | 36 | 174 |
| Gesamt | - | 1 | 107 | 232 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen |
Verbindlichkeiten gegenüber naheste henden Unternehmen und Personen |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| Ringmetall AG | - | - | - | 16 |
| Tochtergesellschaften der Ringmetall AG |
- | - | 9 | - |
| Gesamt | - | - | 9 | 16 |
Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Aufsichtsrates und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben, waren wie folgt:
| Werte der Geschäftsvorfälle |
Salden ausstehend zum 31.12. |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| Vergütungen | 113 | 112 | 76 | 110 |
| Erstattung Spesen | 3 | 3 | - | 1 |
| Gesamt | 116 | 115 | 76 | 111 |
| Verkauf von Waren / Dienstleistungen | Erwerb von Waren / Dienstleistungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| Ringmetall AG | - | - | - | - |
| Tochtergesellschaften der Ringmetall AG |
2 | 1 | - | 303 |
| Gesamt | 2 | 1 | - | 303 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen |
Verbindlichkeiten gegenüber naheste henden Unternehmen und Personen |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| Ringmetall AG | - | - | - | - |
| Tochtergesellschaften der Ringmetall AG |
- | - | - | 60 |
| Gesamt | - | - | - | 60 |
Im Geschäftsjahr 2018 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 591 Mitarbeiter (Vj. 504 Mitarbeiter).
Der Ringmetallkonzern hat im Dezember 2018 die Verhandlungen zum Kauf der Nittel Gruppe abgeschlossen und 100 Prozent der Anteile an der Nittel GmbH & Co. KG (inklusive des Beteiligungsportfolios), 100 Prozent der Nittel GmbH sowie 50 Prozent der Nittel UK Limited erworben. Aufgrund gesellschaftsrechtlicher Regelungen im Kaufvertrag erlangte Ringmetall erst zum 1. Januar 2019 Beherrschung und Kontrolle über die Gruppe. Für diese wurde ein Kaufpreis von insgesamt 12,7 Mio. EUR, der in verschiedenen Tranchen zu zahlen ist, vereinbart. Die erste Tranche in Höhe von 10,5 Mio. EUR wurde bereits im Dezember 2018 bezahlt und im Konzernabschluss als solche erfasst. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses konnte die Aufteilung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte und Schulden noch nicht abschließend vorgenommen werden. Ringmetall geht gegenwärtig davon aus, dass sich aus dem Unternehmenserwerb ein Goodwill im einstelligen Millionen-Bereich ergibt. Würden keine gesellschaftsrechtlichen Kontrollbeschränkungen vorliegen, wäre der Unternehmenszusammenschluss zum 31. Dezember 2018 erstmals konsolidiert worden. Auswirkungen auf das EBITDA, Konzernergebnis oder das Ergebnis je Aktie hätten sich hieraus nicht ergeben.
Mit der ab 1. Januar 2019 dem Konzern zugehörigen Nittel Halle GmbH erweitert Ringmetall das Produktportfolio um insgesamt mehr als 4.000 verschiedene Arten von Fassinnenhüllen wie Rundbogensäcke und Form-Inliner. Nittel verfügt neben einer Produktionsstätte in Halle auch über einen Vertriebsstandort in Raunheim sowie über Anteile an Auslandstöchtern in Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien. Das zukünftig dem Konzern-Segment Industrial Packaging zugeordnete Unternehmen produziert mit ca. 140 Mitarbeitern etwa 10 Mio. Innenhüllen jährlich. Die Nittel Halle GmbH hat im Geschäftsjahr 2017 rund 12,7 Mio.EUR Umsatz und ein Jahresergebnis von 0,5 Mio.EUR erzielt.
Es ergaben sich keine weiteren angabepflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Ringmetall wendet die Grundsätze des Framework sowie alle zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 durch die EU im Rahmen des Endorsement übernommenen und verpflichtend anzuwendenden IFRS des International Accounting Standards Board (IASB) sowie die verpflichtend anzuwendenden Auslegungsregeln des International Financial Reporting Interpretations Committee des IASB (IFRIC) an.
Die folgenden neuen Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2018 erstmalig anzuwenden:
| Standard / Änderung / Interpretation | Zeitpunkt des Inkrafttretens |
Auswirkung auf Ringmetall |
|
|---|---|---|---|
| IAS 40 | Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien |
1.1.2018 | unwesentlich |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütung (Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen) |
1.1.2018 | unwesentlich |
| IFRS 4 | Anwendung des IFRS 9 mit IFRS 4 Versicherungsverträge |
1.1.2018 | unwesentlich |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1.1.2018 | siehe die Erläuterungen |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.1.2018 | siehe die Erläuterungen |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
1.1.2018 | unwesentlich |
| Div. | Jährliche Verbesserungen 2014-2016: Änderungen an IFRS 1 und IAS 16 |
1.1.2018 | unwesentlich |
Das IASB hat folgende, aus heutiger Sicht für Ringmetall grundsätzlich relevante, neue beziehungsweise geänderte Standards verabschiedet. Da diese Standards jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden sind beziehungsweise eine Übernahme durch die EU zum Teil noch aussteht, wurden sie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 nicht angewendet. Die neuen Standards beziehungsweise Änderungen von bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem jeweiligen Zeitpunkt des Inkrafttretens beginnen. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt für gewöhnlich nicht, auch wenn einzelne Standards dies zulassen.
| Standard / Änderung / Interpretation | Zeitpunkt des Inkrafttretens |
Auswirkung auf Ringmetall |
|
|---|---|---|---|
| IAS 19 | Änderung: Neubewertung bei einer Planänderung, -erfüllung oder -kürzung |
1.1.2019 | unwesentlich |
| IAS 28 | Änderung: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unterneh men und Joint Ventures |
1.1.2019 | unwesentlich |
| IFRS 9 | Änderung: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleis tung |
1.1.2019 | unwesentlich |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 1.1.2019 | siehe Erläuterungen |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 1.1.2021 | unwesentlich |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 1.1.2019 | unwesentlich |
| Div. | Jährliche Verbesserungen 2015-2017: Änderungen an IFRS 3 und IAS 12 |
1.1.2019 | unwesentlich |
Folgenden vom IASB neu herausgegebenen Standard, der im vorliegenden Konzernabschluss indes noch nicht verpflichtend anzuwenden war, hat Ringmetall nicht freiwillig vorzeitig angewandt.
Der Standard IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Für Leasingnehmer sieht der Standard eine Bilanzierung gemäß dem Right-of-Use-Ansatz vor. Dieser Standard ersetzt IAS 17 (Bilanzierung gemäß dem Risk-and-Reward-Ansatz) und ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwenden.
Gemäß IFRS 16 müssen Leasingnehmer nahezu alle Leasingverhältnisse nach einem einzigen Modell ähnlich der Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen nach IAS 17 in der Bilanz erfassen, da die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen aufgehoben wird. Die einzigen Ausnahmen von der Pflicht zur bilanziellen Erfassung betreffen kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse.
Der neue Standard hat zur Folge, dass zu Beginn eines Leasingverhältnisses ein Vermögenswert (das Recht zur Nutzung des Leasinggegenstands) und eine finanzielle Verbindlichkeit für Mietzahlungen angesetzt werden. Leasingnehmer müssen den Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit und den Abschreibungsaufwand für das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand gesondert erfassen.
Die Erstanwendung des neuen Standards zum 1. Januar 2019 erfolgt im Rahmen des modifiziert rückwirkenden Ansatzes und beurteilt die Vermögenswerte, als wäre IFRS 16 bereits immer angewendet worden, jedoch erfolgt die Aktivierung der Vermögenswerte in Höhe der Leasingverbindlichkeit zum Nettobarwert der zum Zeitpunkt der Erstanwendung ausstehenden Leasingzahlungen.
Im Geschäftsjahr 2018 hat der Konzern eine detaillierte Beurteilung der Auswirkungen von IFRS 16 vorgenommen. Zusammenfassend werden durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 nach gegenwärtigem Stand die folgenden Auswirkungen erwartet:
| Auswirkungen auf die Bilanz | TEUR |
|---|---|
| Aktiva (Nutzungsrechte am Leasinggegenstand) | |
| Gebäude auf fremdem Grund und Boden | 9.347 |
| Gabelstapler | 299 |
| PKW | 318 |
| 9.964 | |
| Passiva | |
| Leasingverbindlichkeiten | 9.962 |
Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wird sich das Betriebsergebnis des Konzerns verbessern, wohingegen die Zinsaufwendungen steigen werden. Dies liegt an der geänderten Bilanzierung von Aufwendungen aus Leasingverhältnissen, die nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft wurden.
Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personenhandelsgesellschaft werden die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB nutzen und deshalb auf die Aufstellung und Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen 2018 verzichten:
Der Vorstand schlägt vor, an die Aktionäre der Ringmetall AG aus dem Bilanzgewinn der Ringmetall AG von 12.402.724,73 EUR eine Dividende in Höhe von 1.744.142,40 EUR, d.s. 6 Cent je Aktien, auszuschütten. Der danach verbleibende Betrag in Höhe von 10.658.582,33 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Die Aktionäre der Ringmetall AG haben in der Hauptversammlung am 30. August 2018 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer gewählt. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für die Konzernabschlussprüfung inkl. der Prüfung inländischer Unternehmen zum 31. Dezember 2018 sowie der Prüfungsleistungen im Rahmen des Wertpapierprospektes beträgt insgesamt 311 TEUR (Honorar 2017 130 TEUR). Neben den vorgenannten Abschlussprüfungsleistungen und sonstigen Bestätigungsleistungen sind weitere Aufwendungen in Höhe von 72 TEUR (2017: 80 TEUR) für sonstige Leistungen berücksichtigt.
| Christoph Petri | |
|---|---|
| Vorstandssprecher | seit 01.04.2011 |
| Wohnort | Hamburg, Deutschland |
| Ausbildung | Kaufmann |
Aufsichtsratmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach §285 Nr. 10 HGB bei: • der Montega AG
| Konstantin Winterstein | |||
|---|---|---|---|
| Vorstand | seit 01.10.2014 | ||
| Wohnort | München, Deutschland | ||
| Ausbildung | Ingenieur | ||
| Aufsichtsratmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach §285 Nr. 10 HGB bei: |
• der Clariant AG, Schweiz
Die Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2018 setzt sich wie folgt zusammen:
| 2018 | 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gesamt bezüge |
davon erfolgsun abhängig |
davon erfolgs abhängig |
Gesamt bezüge |
davon erfolgsun abhängig |
davon erfolgsab hängig |
| Herr Christoph Petri (Vorstandssprecher) |
270 | 160 | 110 | 207 | 150 | 57 |
| Herr Konstantin Winterstein | 293 | 183 | 110 | 235 | 178 | 57 |
| Gesamt | 563 | 343 | 220 | 442 | 328 | 114 |
Das ehemalige Vorstandsmitglied Herr Jörg Rafael erhält für das Geschäftsjahr 2018 erfolgsabhängige Bezüge für seine frühere Tätigkeit in Höhe von 31 TEUR. Im Geschäftsjahr 2017 erhielt Herr Jörg Rafael eine erfolgsunabhängige Vergütung von 106 TEUR sowie eine erfolgsabhängige Vergütung von 16 TEUR.
| Klaus F. Jaenecke, München | |||
|---|---|---|---|
| Vorsitzender | seit 30.08.2018 | ||
| Berufliche Tätigkeit | Geschäftsführer der Jaenecke & Cie. GmbH & Co. KG, München | ||
| Bezüge in 2018: | 20 TEUR | ||
Aufsichtsratmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach §285 Nr. 10 HGB bei:
| Thilo von Selchow | |
|---|---|
| Mitglied | seit 01.09.2015 |
| Vorsitzender | seit 30.06.2016, Austritt 30.08.2018 |
| Berufliche Tätigkeit | Geschäftsführer der Thilo von Selchow GmbH |
| Bezüge in 2018: | 37 TEUR |
| Markus Wenner, München | |
|---|---|
| Mitglied | seit 01.09.2014 |
| Stellvertretender Vorsitzender | seit 30.06.2016 |
| Berufliche Tätigkeit | Geschäftsführer der GCI Management Consulting GmbH |
| Bezüge in 2018: | 33 TEUR |
Aufsichtsratmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach §285 Nr. 10 HGB bei:
• der Traumhaus AG, Wiesbaden
| Ralph Heuwing, München | |||
|---|---|---|---|
| Mitglied | seit 30.08.2016 | ||
| Berufliche Tätigkeit | Vorstandsmitglied der Knorr-Bremse AG | ||
| Bezüge in 2018: | 23 TEUR | ||
| Aufsichtsratmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach §285 Nr. 10 HGB bei: • der ManagementCapital Holding AG, München |
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Ringmetall AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite von Ringmetall unter http://ringmetall.de/wp-content/uploads/2019/01/RMG_Entsprechenserklaerung_ zum_Corporate_Governance_Kodex.pdf dauerhaft zugänglich gemacht.
München, 24. April 2019
Vorstandssprecher Vorstand
Christoph Petri Konstantin Winterstein
An die Ringmetall AG, München
Wir haben den Konzernabschluss der Ringmetall AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Ringmetall AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die in Abschnitt "Wettbewerbsstärken" ausgeführten Darstellungen im zusammengefassten Lagebericht sowie im Abschnitt "Weitere gesetzliche Angaben" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zum Corporate Governance Kodex, und die in Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1.) Ringmetall weist im Konzernabschluss Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 22,6 Mio. EUR aus, dies sind 27,5 % der Bilanzsumme.
Die ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, um einen möglichen Abwertungsbedarf auf den erzielbaren Betrag dieser Vermögenswerte zu ermitteln. Der Impairment-Test erfolgt auf Ebenen der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash generating Unit – CGU). Die Zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind im Wesentlichen identisch mit den rechtlichen Einheiten der in- und ausländischen Teilbereiche. Zu diesem Zweck ermittelt Ringmetall für jede CGU den erzielbaren Betrag nach dem Discounted-Cash-Flow-Verfahren. Ausgangspunkt hierfür sind Cash-Flow-Prognosen, die auf einer einjährigen Detailplanung mit vereinfachter Fortrechnung für die nächsten vier Geschäftsjahre und der ewigen Rente (Terminal Value) ohne weitere Wachstumssteigerung basieren. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse in der jeweiligen CGU einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und der aufgrund der insgesamt wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen möglicher Wertminderungen der Geschäfts- und Firmenwerte auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns sowie der Komplexität der Bewertung war die Bewertung der Geschäfts- und Firmenwerte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2.) Im Rahmen unserer Prüfung der Ermittlung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs (impairments) auf die Geschäftsund Firmenwerte haben wir die Abgrenzung der CGUs beurteilt. Zudem haben wir das methodische Vorgehen der Impairment-Tests sowie die Ermittlung der erzielbaren Beträge auf Basis des DCF-Verfahrens geprüft. Dabei haben wir die Bewertung der zugrundeliegenden Bewertungsparameter, insbesondere die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogen Parametern und der Annahmen der zugrundeliegenden Cash-Flow-Planungen einer kritischen Würdigung unterzogen und anhand der Erwartung über die künftige Marktentwicklung plausibilisiert sowie das Ergebnis rechnerisch nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte zu überprüfen.
3.) Die Angaben von Ringmetall zu den Geschäfts- und Firmenwerten sind im Abschnitt "16. Geschäfts- oder Firmenwert" des Konzern-Anhangs enthalten.
Die Prozesse und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen halten wir für angemessen.
3.) Zu weiteren Darstellungen der Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang "21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" sowie zu den Ausführungen zu IFRS 9 unter Abschnitt "6.1 Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagerbericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. August 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Ringmetall AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Andrea Meyer.
Nürnberg, 29. April 2019
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Edenhofer Wirtschaftsprüfer
Meyer Wirtschaftsprüferin
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss bzw. der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt und dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage der Gesellschaft bzw. des Konzerns, so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft bzw. des Konzerns beschrieben sind."
München, 30. April 2019
Christoph Petri Vorstandssprecher
Konstantin Winterstein Vorstand
zum 31.12.2018
| AKTIVA EUR |
31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1,00 | 1,00 | |
| II. Sachanlagen 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4.813,00 | 7.335,00 | |
| III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Beteiligungen |
32.462.826,05 0,00 |
32.713.388,64 61.533,87 |
|
| 32.462.826,05 | 32.774.922,51 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2. Sonstige Vermögensgegenstände |
29.463.891,36 179.830,92 |
11.077.891,82 74.983,14 |
|
| 29.643.722,28 | 11.152.874,96 | ||
| II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Scheck |
276.958,47 | 7.812.862,39 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 31.099,39 | 15.024,54 | |
| D. Aktive latente Steuern | 282.340,00 | 565.726,78 | |
| 62.701.760,19 | 52.328.747,18 |
| PASSIVA EUR |
31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 29.069.040,00 | 27.684.800,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 17.041.911,50 | 12.750.767,50 | |
| III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Rücklage 2. Andere Gewinnrücklagen |
1.154.800,00 1.727.585,77 |
1.154.800,00 1.727.585,77 |
|
| 2.882.385,77 | 2.882.385,77 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 12.402.724,73 | 7.689.055,29 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen |
89.216,39 513.717,50 |
43.603,61 514.964,00 |
|
| 602.933,89 | 558.567,61 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
0,00 682.545,16 0,00 |
600.000,00 132.690,41 |
|
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 20.219,14 | 2.830,79 27.649,81 |
|
| 702.764,30 | 763.171,01 | ||
| 62.701.760,19 | 52.328.747,18 |
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG EUR |
2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse |
940.000,00 | 940.000,00 | |
| 2. Gesamtleistung |
940.000,00 | 940.000,00 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge |
21.269,57 | 79.483,90 | |
| 4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
-901.427,55 -47.197,60 |
-853.373,03 -35.859,58 |
|
| -948.625,15 | -889.232,61 | ||
| 5. Abschreibungen a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-2.958,89 | -4.261,70 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-2.305.124,23 | -1.304.148,91 | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen |
1.179.538,04 | 877.867,26 | |
| 8. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungs- vertrags erhaltene Gewinne |
8.220.532,17 | 3.253.506,82 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
52.347,48 | 19.431,36 | |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
-325.562,59 | 0,00 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -12.431,75 | -50.370,41 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -404.885,39 | 230.583,28 | |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 6.414.099,26 | 3.152.858,99 | |
| 14. Sonstige Steuern | -39.341,82 | -7.278,00 | |
| 16. Jahresüberschuss | 6.374.757,44 | 3.145.580,99 | |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 6.027.967,29 | 4.543.474,30 | |
| 17. Bilanzgewinn | 12.402.724,73 | 7.689.055,29 |
Der Jahresabschluss der Ringmetall Aktiengesellschaft, München, zum 31. Dezember 2018 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Als kapitalmarktorientierte Gesellschaft im Sinne des § 264d HGB gilt die Gesellschaft nach § 267 Abs. 3 S. 2 HGB als große Gesellschaft. Zudem wurden die Vorschriften des Aktiengesetzes beachtet. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 118683 geführt.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.
Die Finanzanlagen setzen sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zusammen. Die Bewertung erfolgt jeweils zu den Anschaffungskosten beziehungsweise – aufgrund von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen – zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Soweit die Voraussetzungen für eine dauernde Wertminderung gegeben sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennbetrag. Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Die latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Aktivierung berücksichtigt auch bestehende körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden.
Die aktiven latenten Steuern, die eine zukünftige Steuerentlastung darstellen resultieren aus Verlustvorträgen. Die Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung aktiver latenter Steuern führt zu einer Ausschüttungssperre in Höhe von 282 TEUR.
Die passiven latenten Steuern, die eine zukünftige Steuerbelastung darstellen, resultieren aus dem Bilanzposten Anlagevermögen.
Der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt saldiert. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 302 TEUR und die passiven latenten Steuern auf 20 TEUR.
Der angewendete Steuersatz für die latenten Steuern beträgt für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer insgesamt 32,975 Prozent.
Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Es besteht aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, der Gewinnrücklage und dem Bilanzgewinn.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr, erfolgt zum Abschluss unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.
Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen zu Grunde gelegt, die sich auf den Ansatz, den Ausweis und die Bewertung der bilanzierten Vermögensgegenstande, Schulden und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die zu Grunde gelegten Annahmen und Schätzungen beziehen sich dabei im Wesentlichen auf die Berechnung latenter Steuern und auf die Bewertung von Rückstellungen.
Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). Die Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB i. V. m. § 16 Abs. 4 AktG wird in einer gesonderten Anlage dargestellt.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stellen, wie im Vorjahr, in voller Höhe sonstige Vermögensgegenstände dar und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen, wie im Vorjahr, in voller Höhe sonstige Verbindlichkeiten dar.
Das Grundkapital beträgt 29.069.040,00 EUR und ist eingeteilt in 29.069.040 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (eine Stückaktie entspricht damit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR ). Im Geschäftsjahr 2018 wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 14.08.2018 gemäß § 5 der Satzung (Grundkapital, Genehmigtes Kapital) das Grundkapital von 27.684.800,00 EUR um 1.384.240,00 EUR auf 29.069.040,00 EUR erhöht. Es wurden 1.384.240 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR ausgegeben.
In der Hauptversammlung vom 29. August 2014 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 10.200.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 14.08.2018 wurde das Grundkapital von 27.684.800,00 EUR um 1.384.240,00 EUR auf 29.069.040,00 EUR erhöht. Das Genehmigte Kapital vom 29. August 2014 (Genehmigte Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 6.735.760,00 EUR.
In der Hauptversammlung vom 31. August 2015 wurde der Vorstand bis zum 30. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 3.120.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/I). Das Genehmigte Kapital vom 31. August 2015 (Genehmigte Kapital 2015/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 832.000,00 EUR .
In der Hauptversammlung vom 30. August 2016 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 3.432.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2016/I). Das Genehmigte Kapital vom 30.08.2016 (Genehmigtes Kapital 2016/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 915.200,00 EUR. In der Hauptversammlung vom 30. August 2018 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2023 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu 3.975.200 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2018/I).
Die Kapitalrücklage resultiert aus Gewinnen von Veräußerungen eigener Anteile und dem Aufgeld aus Kapitalerhöhungen. Aus der Kapitalerhöhung des Geschäftsjahres 2018 wurden 4.291.144,00 EUR in die Kapitalrücklage eingestellt.
| EUR | 31.12.2018 |
|---|---|
| Gewinnvortrag | 7.689.055,29 |
| Ausschüttung | -1.661.088,00 |
| Jahresüberschuss | 6.374.757,44 |
| Bilanzgewinn | 12.402.724,73 |
Die Hauptversammlung hat am 30. August 2018 beschlossen, den Bilanzgewinn für das Jahr 2017 in Höhe von 7.689 TEUR wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 6 Cent je Stückaktie. Gesamtausschüttung in Höhe von 1.661 TEUR. Der restliche Bilanzgewinn in Höhe von 6.028 TEUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 282 TEUR, die ausschließlich auf die aktiven latenten Steuern entfallen.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalkosten, Aufwendungen für Prüfungs- und Abschlusskosten und Kosten der Aufsichtsratsvergütungen.
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
| ART DER VERBINDLICHKEIT zum 31.12.2018 EUR |
Betrag | davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr über 5 Jahre |
davon gesichert durch Pfand oder ähnliche Rechte |
Art der Sicherheit |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| gegenüber Kreditinstituten |
2018 2017 |
00,00 600.000,00 |
00,00 600.000,00 |
00,00 00,00 |
00,00 600.000,00 |
1) |
| aus Lieferungen und Leistungen |
2018 2017 |
682.545,16 132.690,41 |
682.545,16 132.690,41 |
00,00 00,00 |
||
| gegenüber verbundenen Unternehmen |
2018 2017 |
00,00 2.830,79 |
00,00 2.830,79 |
00,00 00,00 |
||
| sonstige Verbindlichkeiten |
2018 2017 |
20.219,14 27.649,81 |
20.219,14 27.649,81 |
00,00 00,00 |
||
| Summe | 2018 2017 |
702.764,30 763.171,01 |
702.764,30 763.171,01 |
00,00 00,00 |
00,00 600.000,00 |
1) Verpfändung von Geschäfts anteilen |
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 15 TEUR (2017: 18 TEUR ) enthalten.
Die Umsatzerlöse wurden, wie im Vorjahr, ausschließlich im Inland erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren, in Höhe von 3 TEUR (2017: 32 TEUR) enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen, die im Wesentlichen aus Forderungsverlusten resultieren, in Höhe von 451 TEUR (2017: 7 TEUR) enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 TEUR (2017: 25 TEUR) enthalten, weiter sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 TEUR (2017: 0 TEUR) enthalten.
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Erträge aus der Beteiligung an der HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG sowie der Société Civile Immobilière (SCI) Berger France.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen die Gewinnabführung der August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg.
In den Zinserträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen i.H.v. 49 TEUR (2017: 14 TEUR) enthalten.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (326 TEUR; 2017: 0 TEUR ) betreffen Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen.
In den Zinsaufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen i.H.v. 0 TEUR (2017: 6 TEUR ) enthalten.
Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 283 TEUR (2017: Ertrag 346 TEUR) enthalten.
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Kreditinstituten für verbundene Unternehmen in Höhe von 25.000 TEUR. Aufgrund der gegenwärtigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der zukünftigen Planung wird mit keiner Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen gerechnet.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasinggeschäften) mit einem Aufwand p.a. i. H. v. 44 TEUR. Die Gesamtverpflichtung bis zum Ende der Laufzeit beträgt 167 TEUR . Die Miet- und Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Dies sind auch die wesentlichen Vorteile des Geschäfts. Risiken bestehen in der Vertragsbindung durch die Verträge, da ein ggf. eintretender wesentlicher technischer Fortschritt bei den geleasten und gemieteten Wirtschaftsgütern nicht durch Neuanschaffungen kompensiert werden kann.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres kaufmännisch beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 3.
| VORSTAND TEUR |
Beruf | Gesamtbezüge in 2018 |
davon erfolgsunabhänig |
davon erfolgsabhängig |
|---|---|---|---|---|
| Herr Christoph Petri (Vorstandssprecher) |
Kaufmann | 270 | 160 | 110 |
| Herr Konstantin Winterstein | Ingenieur | 293 | 183 | 110 |
| Gesamtbezüge | 563 | 343 | 220 |
Die Mitglieder des Vorstands, Christoph Petri und Konstantin Winterstein sind Mitglied des Verwaltungs- und Aufsichtsratsorgans folgender Gesellschaften und Unternehmen:
Aufsichtsrat der Montega AG
Verwaltungsratsmitglied der Clariant AG, Schweiz, Beiratsmitglied der Finatem Fonds Management Verwaltungs GmbH, Frankfurt Beiratsmitglied der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH, Gotha
Das ehemalige Vorstandsmitglied Jörg Rafael erhält für 2018 erfolgsabhängige Bezüge für seine frühere Tätigkeit in Höhe von 31 TEUR. Die Aufwendungen für laufende Beratungsleistungen betragen 100 TEUR.
| Aufsichtsrat | Hauptberuf | Bezüge in 2018 TEUR |
Mitgliedschaft in weiteren Aufsichtsräten/ Kontrollgremien |
|
|---|---|---|---|---|
| Klaus F. Jaenecke Eintritt 30.08.2018 |
Vorsitzender | Geschäftsführer der Jaenecke & Cie. GmbH & Co. KG, München |
20 | Hansgrohe SE, Schiltach HMT Investmentclub SE & Co. KGaA, Grünwald Wintersteiger AG, Ried im Innkreis, Österreich Heinrich Otto KG, Reichenbach a.d. Fils |
| Thilo von Selchow Austritt 30.08.2018 |
Vorsitzender | Geschäftsführer der Thilo von Selchow GmbH |
37 | |
| Markus Wenner | stellv. Vorsitzender |
Geschäftsführer der GCI Manage ment Consulting GmbH |
33 | Traumhaus AG, Wiesbaden Wolftank Adisa Holding AG, Innsbruck, Österreich TeleService Holding AG, München Elbe Finanzgruppe AG, Dresden vPE Wertpapierhandels-Bank AG, München Value-Holdings Capital Partners AG, Gersthofen Metriopharm AG, Zug, Schweiz |
| Ralph Heuwing | Vorstandsmitglied der Knorr Bremse AG |
23 | Management Capital Holding AG, München |
In Bezug auf das Abschlussprüferhonorar wird auf den Konzernabschluss der Ringmetall AG verwiesen.
Die Ringmetall Aktiengesellschaft, München, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Er wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft eine Dividende in Höhe von 6 Cent je Stückaktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit §289f HGB mit der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance (§161 AktG) wurde abgegeben und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter http://ringmetall.de/investor-relations/corporate-governance eingesehen werden.
Der Ringmetall-Konzern hat im Dezember 2018 die Verhandlungen zum Kauf von Teilen der Nittel-Gruppe abgeschlossen und 100 Prozent der Nittel Halle GmbH, Halle (Saale), 50 Prozent der Nittel UK Limited, Southport, Großbritannien, 50 Prozent der Nittel B.V., Moerdijk, Niederlande, sowie 80 Prozent der Nittel France SAR, Merignac, Frankreich, erworben. Aufgrund gesellschaftsrechtlicher Regelungen im Kaufvertrag erlangte Ringmetall erst zum 1. Januar 2019 Beherrschung und Kontrolle über die Gruppe. Für diese wurde ein Kaufpreis von insgesamt 12,7 Mio. EUR, der in verschiedenen Tranchen zu zahlen ist, vereinbart. Die erste Tranche in Höhe von 10,2 Mio. EUR wurde bereits im Dezember 2018 bezahlt. Zur Finanzierung dieser Tranche reichte die Ringmetall AG noch im Berichtsjahr ein Darlehen an eine ihrer Tochtergesellschaften aus. Zur Finanzierung des restlichen Kaufpreises wird die Ringmetall auch diesen Teil als Darlehen an verbundene Unternehmen in 2019 ausreichen.
München, den
Vorstandssprecher Vorstand
Christoph Petri Konstantin Winterstein
zum 31.12.2018
| Ort | Land | Anteilam Kapital (%) |
Eigen kapital TEUR |
Jahres ergebnis TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Inland | ||||||
| August Berger Metallwarenfabrik GmbH |
Berg | Deutschland | 100,00 | 16.000 | 0 | |
| Berger Verwaltungs GmbH | Berg | Deutschland | 100,00 | 20 | -2 | |
| Fieder Verwaltungs GmbH | München | Deutschland | 100,00 | 0 | 24 | |
| Fidum Verwaltungs GmbH | München | Deutschland | 100,00 | 52 | -24 | |
| Latza GmbH | Attendorn | Deutschland | 100,00 | 2) | 360 | -430 |
| Metallwarenfabrik Berger GmbH | Attendorn | Deutschland | 100,00 | 2) | 737 | 221 |
| HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG | Ernsgaden | Deutschland | 100,00 | 964 | 875 | |
| HSM Hans Sauermann Verwaltungs GmbH |
Ernsgaden | Deutschland | 100,00 | 53 | 3 | |
| Ausland | ||||||
| Société Civile Immobilière (SCI) Berger France |
Niederlauterbach | Frankreich | 49,00 | 1) | 548 | 294 |
| Berger Closures Limited | Peterlee | Großbritannien | 75,57 | 2) | 1.523 | 759 |
| Hollandring (BV) Besloten Vennoot schap |
Vaassen | Niederlande | 100,00 | 2) | 195 | -11 |
| Berger Group Europe Iberica, S.L. | Reus | Spanien | 100,00 | 2) | 1.094 | 309 |
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi |
Dilovasi-Kocaeli | Türkei | 100,00 | 2) | -561 | -922 |
| S.G.T. S.r.l. | Albavilla | Italien | 80,00 | 3.364 | 853 | |
| Berger Closing Rings (Changshu) Co., Limited |
Changshu | China | 80,00 | 2), 4) | -223 | -236 |
| Berger Italia S.r.l. | Valmadrera | Italien | 100,00 | 2) | 4.093 | 1.055 |
| Berger US Inc. | Birmingham | USA | 100,00 | 2) | 13.546 | 0 |
| Self Industries Inc. | Birmingham | USA | 100,00 | 2), 3) | 14.754 | 2.039 |
| Berger Hong Kong Limited | Hong Kong | China | 80,00 | 2) | 1.399 | 1 |
1) die restlichen 51 Prozent werden durch Fieder Verwaltungs GmbH gehalten
2) mittelbar gehalten über die August Berger Metallwarenfabrik GmbH
3) mittelbar gehalten über die Berger US Inc.
4) mittelbar gehalten über die Berger Hong Kong Limited.
Die Währungsumrechnung für die Gesellschaften erfolgte wie folgt:
| Währung | EURO | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Berger Closures Limited | |||||
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | 1 GBP | = 1,10973 EUR | |||
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | 1 GBP | = 1,12803 EUR | |||
| CEMSAN Metal Parca Imalat Limited | |||||
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | 1 TL | = 0,16566 EUR | |||
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | 1 TL | = 0,17979 EUR | |||
| Berger Closing Rings (Changshu) Co. Limited | |||||
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | 1 CNY | = 0,12708 EUR | |||
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | 1 CNY | = 0,12798 EUR | |||
| Berger US Inc., Self Industries Inc. und Berger Hong Kong Limited | |||||
| Eigenkapital zum Devisenmittelkurs: | 1 USD | = 0,87393 EUR | |||
| Jahresüberschuss zum Devisenjahresmittelkurs: | 1 USD | = 0,84856 EUR |
im Geschäftsjahr 2018
| Anschaffungskosten/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| ANLAGEVERMÖGEN EUR |
Stand 01.01.2018 |
Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2018 |
|
| I.Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
10.640,00 | - | - | 10.640,00 | |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände |
10.640,00 | - | - | 10.640,00 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.289,45 | 436,89 | 436,89 | 24.289,45 | |
| Summe Sachanlagen |
24.289,45 | 436,89 | 436,89 | 24.289,45 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 34.915.864,82 | 75.000,00 | - | 34.990.864,82 | |
| 2. Beteiligungen | 61.533,87 | - | 61.533,87 | - | |
| Summe Finanzanlagen |
34.977.398,69 | 75.000,00 | 61.533,87 | 34.990.864,82 | |
| Summe Anlagevermögen |
35.012.328,14 | 75.436,89 | 61.970,76 | 35.025.794,27 |
| Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2018 |
Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2018 |
Stand 31.12.2018 |
Stand 31.12.2017 |
| 10.639,00 | - | - | 10.639,00 | 1,00 | 1,00 |
| 10.639,00 | - | - | 10.639,00 | 1,00 | 1,00 |
| 16.954,45 | 2.958,89 | 436,89 | 19.476,45 | 4.813,00 | 7.335,00 |
| 16.954,45 | 2.958,89 | 436,89 | 19.476,45 | 4.813,00 | 7.335,00 |
| 2.202.476,18 | 325.562,59 | - | 2.528.038,77 | 32.462.826,05 | 32.713.388,64 |
| - | - | - | - | - | 61.533,87 |
| 2.202.476,18 | 325.562,59 | - | 2.528.038,77 | 32.462.826,05 | 32.774.922,51 |
| 2.230.069,63 | 328.521,48 | 436,89 | 2.558.154,22 | 32.467.640,05 | 32.782.258,51 |
An die Ringmetall AG, München
Wir haben den Jahresabschluss der Ringmetall AG – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Ringmetall AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die in Abschnitt "Wettbewerbsstärken" ausgeführten Darstellungen im zusammengefassten Lagebericht sowie im Abschnitt "Weitere gesetzliche Angaben" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zum Corporate Governance Kodex, und die in Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1.) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 29.464 ausgewiesen. Dies sind 47,0 % der Bilanzsumme. Damit stellen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen einen wesentlichen Bestandteil des Gesamtvermögens dar. Der Einschätzung der Bonität der verbundenen Unternehmen sowie einer umfassenden Berücksichtigung der damit zusammenhängenden Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung der verbundenen Unternehmen die in weiten Teilen ermessensbehaftet ist kommt damit eine erhebliche Bedeutung im Rahmen der Bewertung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und somit zugleich eine erhebliche Bedeutung im Jahresabschluss der Ringmetall AG zu. Aus unserer Sicht ist dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für die Prüfung.
2.) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst den Prozess der Überprüfung der Saldenidentität und anschließend durch aussagebezogene Prüfungshandlungen die Übereinstimmung der ausgewiesenen Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten der jeweiligen verbundenen Unternehmen abgestimmt. Zudem haben wir die, auf der Unternehmensplanung der jeweiligen Tochtergesellschaft basierenden Bonitätseinschätzung nachvollzogen und die zugrundeliegende Planung sowie die Annahmen dieser Planung einer kritischen Würdigung unterzogen. Nach prüferischem Ermessen haben wir zudem die Identifikation potenziell risikobehafteter Forderungen nachvollzogen.
Die Prozesse und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen halten wir für angemessen.
3.) Die Angaben der Gesellschaft zu den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Abschnitt "Angaben zu bestimmten Bilanzpositionen sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung" des Anhangs enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutsche Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. September 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Abschlussprüfer der Ringmetall AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Andrea Meyer.
Nürnberg, 29. April 2019
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Edenhofer Wirtschaftsprüfer
Meyer Wirtschaftsprüferin
rueckschlag-fuer-chemiegeschaeft-vci-presseabend-bericht-wirtschaftliche-lage-branche-4-quartal-2018.jsp
Ringmetall AG HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG Detlef Szillat Marc Oeder Adobe Stock, Shutterstock
Sinnbüro Kommunikation sinnbuero.de
Motho-Design motho-design.com
Die in diesem Bericht publizierten Informationen stellen weder eine Empfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Erwerb oder Verkauf von Anlageinstrumenten, zur Tätigung von Transaktionen oder zum Abschluss irgendeines Rechtsgeschäftes dar. Die publizierten Informationen und Meinungsäußerungen werden von der Ringmetall AG ausschließlich zum persönlichen Gebrauch sowie zu Informationszwecken bereitgestellt; sie können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Ringmetall AG übernimmt keine Gewährleistung (weder ausdrücklich noch stillschweigend) für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der in diesem Bericht publizierten Informationen und Meinungsäußerungen. Dieser Bericht enthält zudem zukunftsbezogene Aussagen, die die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Ringmetall AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Zukunftsbezogene Aussagen sind naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren unterworfen, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung erheblich von den genannten zukunftsbezogenen Aussagen oder den darin implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweicht. Die Ringmetall AG übernimmt keine Verpflichtung dafür. Die Ringmetall AG ist insbesondere nicht verpflichtet, nicht mehr aktuelle Informationen aus dem Bericht zu entfernen oder sie ausdrücklich als solche zu kennzeichnen. Die Angaben in diesem Bericht stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen allein aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide gefällt werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen.
Ringmetall AG Innere Wiener Str. 9 81667 München Telefon: +49 89 45 220 980 Telefax: +49 89 45 220 98 22 E-Mail: [email protected] Web: www.ringmetall.de
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