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Ringmetall AG Annual Report 2015

Jun 28, 2016

359_10-k_2016-06-28_01b3c374-aa6a-40e9-9cec-12f07e0ef7ae.pdf

Annual Report

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Ringmetall Aktiengesellschaft

München

Konzernabschluss

zum

31. Dezember 2015

und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015

A K T I V A

31.12.2015
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert
232.202,78
23.055.352,23
223.083,00
9.670.427,28
23.287.555,01 9.893.510,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken 5.986.906,59 6.176.737,95
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
6.007.391,56 7.075.748,99
Geschäftsausstattung 1.119.139,01 1.184.383,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 180.706,84 234.885,48
III. Finanzanlagen 13.294.144,00 14.671.756,21
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.564,59 75.564,59
2. Sonstige Anteile 71.115,27 71.089,71
3. Sonstige Ausleihungen 242.113,32 230.119,66
388.793,18 376.773,96
36.970.492,19 24.942.040,45
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.485.308,41 3.111.647,22
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
3. Fertige Erzeugnisse und Waren
1.279.286,70
3.324.804,62
1.395.944,37
1.923.872,21
4. Geleistete Anzahlungen 16.347,00 7.847,07
9.105.746,73 6.439.310,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.781.052,71 8.623.357,15
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.168.878,14 1.141.747,24
13.949.930,85 9.765.104,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.950.445,17 2.514.071,98
26.006.122,75 18.718.487,24
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 194.956,81 292.528,83
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 737.411,51 603.636,92
63.908.983,26 44.556.693,44

P A S S I V A

A. EIGENKAPITAL

  • V. Bilanzverlust

B. RÜCKSTELLUNGEN

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 22.880.000,00 20.800.000,00
II. Kapitalrücklage 2.958.127,50 1.855.727,50
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -540.063,41 -233.247,66
IV. Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz 1.925.185,34 2.206.154,09
V. Bilanzverlust
1. Verlustvortrag -6.863.712,22 -7.779.810,48
2. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -642.652,42 1.528.157,15
-7.506.364,64 -6.251.653,33
19.716.884,79 18.376.980,60
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 131.212,86 136.616,26
2. Sonstige Rückstellungen 1.985.146,14 1.821.143,19
2.116.359,00 1.957.759,45
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.107.603,05 14.875.367,79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 121.286,98 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.056.528,13 6.718.271,45
4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener
Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 11.175,28
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
83.607,22 84.916,05
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.706.672,09 2.532.222,82
42.075.697,47 24.221.953,39

C. VERBINDLICHKEITEN

    1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.107.603,05 14.875.367,79
    1. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener
    1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 42,00 0,00

63.908.983,26 44.556.693,44

RINGMETALL AKTIENGESELLSCHAFT, MÜNCHEN

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2015

2015
EUR
2014
EUR
1. Umsatzerlöse 66.677.989,81 65.828.221,58
2. Erhöhung oder Verminderung des
Bestandes an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen
-73.026,37 68.755,19
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 98.468,12 231.523,03
4. Sonstige betriebliche Erträge 837.885,63 870.923,02
5. Materialaufwand
a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
b)
Aufwendungen für bezogene
-26.064.284,08 -24.169.910,26
Leistungen -9.429.899,94 -10.117.993,83
-35.494.184,02 -34.287.904,09
6. Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter
b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen
-12.824.169,95 -12.883.932,20
für Altersversorgung und für
Unterstützung
-2.616.351,32 -2.757.564,15
-15.440.521,27 -15.641.496,35
7. Abschreibungen
a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
-4.065.780,19 -4.018.905,45
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.129.209,29 -9.898.569,71
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 11.993,66 43.106,98
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.297,63 2.936,93
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
0,00 -250.000,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -673.256,96 -602.289,45
13. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
756.656,75 2.346.301,68
14. Außerordentliche Aufwendungen -38.552,00 0,00
15. Außerordentliches Ergebnis -38.552,00 0,00
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -513.360,05 -315.793,86
17. Sonstige Steuern -373.981,73 -246.840,22
18. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -169.237,03 1.783.667,60
19. Anteile anderer Gesellschafter am
Jahresergebnis
-473.415,39 -255.510,45
20. Konzernanteil am Jahresergebnis -642.652,42 1.528.157,15

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015

I. Allgemeine Angaben

1. Vorbemerkung

Ringmetall Aktiengesellschaft, München, hat als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte erstmals zum 31. Dezember 2001. Für die im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften, die vor 2001 erworben worden sind, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 S. 3 HGB auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung mit den Wertverhältnissen zum 01.01.2001.

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben wie die Muttergesellschaft den 31. Dezember als Abschlussstichtag.

2. Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr erfolgten folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

  • · Erwerb der Self Industries Inc., USA (Beteiligungshöhe 100 %)
  • · Gründung der Berger US Inc., USA (Beteiligungshöhe 100 %)
  • · Erwerb der Metallwarenfabrik Berger GmbH, Deutschland (Beteiligungshöhe 100 %)
  • · Erhöhung der Beteiligung der CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi, Türkei (von 60 % auf 100 %)
  • · Veräußerung der Techberg s.r.o., Slowakei (Beteiligungshöhe 51 %)
  • · Verschmelzung der Löbnitzer Verformungstechnik GmbH auf die August Berger Metallwarenfabrik GmbH

Der Konsolidierungskreis besteht neben dem Mutterunternehmen aus vier inländischen und zehn ausländischen Tochtergesellschaften.

Alle Tochterunternehmen werden aufgrund einer Mehrheitsbeteiligung nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB vollkonsolidiert.

Zum 31. Dezember 2015 sind drei Unternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaften ergeben sich ebenfalls aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes und sind für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

II. Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach § 308 HGB einheitlich nach den auf den Jahresabschluss der Ringmetall AG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde für Alterwerbe die Buchwertmethode und für Neuanschaffungen seit dem Geschäftsjahr 2012 die Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB angewendet. Der maßgebliche Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Anteile ist grundsätzlich der Beteiligungserwerb. Dabei erfolgte die Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem anteiligen Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbes bzw. der Kapitalerhöhung. Für die im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften, die vor 2001 erworben worden sind, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 S. 3 HGB auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung mit den Wertverhältnissen zum 1. Dezember 2001.

Die verbleibenden positiven aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wurden als Firmenwert ausgewiesen und über die Nutzungsdauer von 10 Jahren ergebniswirksam abgeschrieben. Für Alterwerbe im Konzern wurden die aktiven Unterschiedsbeträge mit Gewinnrücklagen verrechnet und der Restbetrag als Firmenwert ausgewiesen und über die Nutzungsdauer von 10 Jahren ergebniswirksam abgeschrieben.

Des Weiteren wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung stille Reserven bei Gebäuden der August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg, aufgedeckt, die mit linear 2 % im Berichtsjahr abgeschrieben werden. Zum 31. Dezember 2015 beträgt der Buchwert dieser aufgedeckten stillen Reserven TEUR 1.377. Zudem wurden stille Reserven bei der HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 765 aufgedeckt. Die Restnutzungsdauer der stillen Reserven beträgt 6 Jahre. Der Buchwert beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 520.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gemäß § 303 HGB aufgerechnet.

Bei Anlagenverkäufen und auf Vorratsbestände innerhalb des Konzerns werden die Zwischenergebnisse eliminiert.

Die konzerninternen Umsatzerlöse sowie andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aktiva

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben bzw. beim Vorliegen von dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauer basiert auf den langfristigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie den Lebenszyklen der Produkte des erworbenen Unternehmens.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge im beweglichen Anlagevermögen werden linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die sonstigen Ausleihungen wurden zum Barwert mit einem Zinssatz von 2,2% angesetzt. Der Zinssatz orientiert sich an festverzinslichen Wertpapieren mit entsprechender Laufzeit.

Die Vorräte sind im Wesentlichen zu Durchschnittspreisen am Stichtag basierend auf Anschaffungskosten oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder Nettoverkaufserlösen aktiviert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bilanziert, vermindert um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung von erkennbaren Risiken.

Die Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten, bei erkennbaren Einzelrisiken mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Passiva

Der Konzern-Eigenkapitalspiegel ist in einer gesonderten Anlage beigefügt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsposten werden in den Einzelabschlüssen zum Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Prüfung zum aktuellen Devisenkassamittelkurs, notwendige Anpassungen werden vorgenommen. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschluss unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen in Großbritannien, China und in der Türkei wurden im Berichtsjahr nach § 308a HGB wie folgt umgerechnet: Die Bilanz wurde unter Anwendung der Stichtagsmethode umgerechnet, d.h. die Jahresabschlussposten wurden mit dem Stichtagskurs bewertet, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das mit historischen Kursen angesetzt wurde. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen sind in der Konzernbilanz unter der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital enthalten.

Des Weiteren ist in dieser Position die Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Kursen bei dem slowakischen Tochterunternehmen enthalten.

Es wurden folgende Umrechnungskurse angewandt:

1 GBP = 1,3568 EUR
1 TL = 0,3142 EUR
1 CNY = 0,1410 EUR
1 USD = 0,9152 EUR
Devisenjahresmittelkurs 2015:
Berger Closures Limited 1 GBP = 1,3770 EUR
CEMSAN Metal Parca Imalat Limited 1 TL = 0,3322 EUR
Berger Closing Rings (Changshu) Co. Limited 1 CNY = 0,1445 EUR
Self Industries Inc. und Berger US Inc. 1 USD = 0,9177 EUR

IV. Angaben zu bestimmten Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Aktiva

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang). Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ist ebenfalls in einer gesonderten Anlage (Anlage 2 zum Anhang) beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen solche in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 88) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Restlaufzeiten aller weiteren Forderungen liegen unter einem Jahr.

Latente Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Aktivierung berücksichtigt auch erstmalig bestehende körperschaftsteuerliche Verlustvorträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden. Die aktiven latenten Steuern, die eine zukünftige Steuerentlastung darstellen, resultieren aus dem Bilanzposten Anlagevermögen, Vorräte und sonstige Rückstellungen sowie aus Verlustvorträgen.

Die passiven latenten Steuern, die eine zukünftige Steuerbelastung darstellen, resultieren aus dem Bilanzposten Anlagevermögen.

Der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt saldiert. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf TEUR 797 und die passiven latenten Steuern auf TEUR 60.

Latente Steuern werden zusätzlich für temporäre Differenzen zwischen den landesrechtlichen Jahresabschlüssen und den Handelsbilanzen II sowie für die Ergebnisse der Zwischengewinneliminierung und Schuldenkonsolidierung angesetzt.

Als Steuersatz wird der voraussichtlich gültige unternehmensindividuelle Steuersatz für das Einkommen und den Ertrag der betreffenden Landesgesellschaft angewandt:

  • Ringmetall AG, München: 32,975 %
  • August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg, Deutschland: 28,425 %
  • HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG, Ernsgaden: 15,93 %
  • Metallwarenfabrik Berger GmbH, Sessenhausen, Deutschland: 29,74 %
  • Berger Closures Limited, Peterlee, Großbritannien: 21,5 %
  • Société Civile Immobilière (SCI) Berger France, Niederlauterbach, Frankreich: 33,3 %
  • Self Industries Inc. ,Birmingham, USA: 38,50 %
  • Berger US Inc.,Birmingham, USA: 38,50 %
  • CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi, Dilovasi-Kocaeli, Türkei: 18,0 %
  • S.G.T. S.r.l., Albavilla, Italien: 27,5 %
  • Berger Italia S.r.l., Valmadrera, Italien: 27,5 %
  • Berger Closing Rings (Changshu) Co., Ltd., Changshu, China: 25,0 %
  • Berger Group Europe Iberica, S.L., Reus, Spanien: 30,0 %

Bei konzerninternen Lieferungen und Leistungen (Zwischengewinneliminierung) wurde der Steuersatz desjenigen Unternehmens angewandt, das die Lieferungen empfangen hat.

Passiva

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 22.880.000,00 und ist eingeteilt in 22.880.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (eine Stückaktie entspricht damit einem rechnerischen Beteiligungswert von je EUR 1,00). Im Geschäftsjahr 2015 wurde das Grundkapital von EUR 20.800.000 um EUR 2.080.000 auf EUR 22.880.000 erhöht.

In der Hauptversammlung vom 10. April 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Dezember 2017 gegen Bar- oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.900.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2013/I). Das Genehmigte Kapital vom 10. April 2013 (Genehmigte Kapital 2013/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 200.000,00.

In der Hauptversammlung vom 29. August 2014 wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 10.200.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Das Genehmigte Kapital vom 29. August 2014 (Genehmigte Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 8.120.000,00.

In der Hauptversammlung vom 31. August 2015 wurde der Vorstand bis zum 30. August 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 3.120.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015).

Die Kapitalrücklage resultiert aus Gewinnen von Veräußerungen eigener Anteile und dem Aufgeld aus Kapitalerhöhungen. Aus der Kapitalerhöhung des Geschäftsjahres 2015 wurden EUR 1.102.400 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Urlaube und Überstunden, Jahresabschlusskosten, Tantiemen sowie Gewährleistungen.

Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten i.H.v. TEUR 389 (Vorjahr TEUR 413) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie i.H.v. TEUR 99 (Vorjahr TEUR 166) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Angabe der Vorjahreswerte):

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 27.108 (14.875) 6.326 (7.083) 20.568 (7.347) 214 (445)
Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
121 (0) 121 (0) 0 (0) 0 (0)
aus Lieferungen und
Leistungen
9.056 (6.718) 8.832 (6.635) 224 (83) 0 (0)
Wechselverbindlichkeiten 0 (11) 0 (11) 0 (0) 0 (0)
gegenüber verbundenen
Unternehmen
84 (85) 84 (85) 0 (0) 0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.707 (2.532) 3.247 (2.256) 2.460 (276) 0 (0)
Summe 42.076 (24.221) 18.610 (16.070) 23.252 (7.706) 214 (445)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden, Bürgschaften, Abtretung der Außenstände sowie Sicherungsübereignungen von Maschinen gesichert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2015 teilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

31.12.2015
Mio. EUR
31.12.2014
Mio. EUR
Berger-Gruppe 52 49
HSM Hans Sauermann GmbH & Co.KG (i.Vj. Okt. bis Dez.)
Konzernumsatz
15
67
17
66

Von den Umsatzerlösen im Konzern entfallen EUR 31,9 Mio. (Vorjahr EUR 33,1 Mio.) auf das Inland und EUR 34,8 Mio. (Vorjahr EUR 32,7 Mio.) auf das Ausland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 100 die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, Anlagenverkäufen sowie Versicherungsentschädigungen zurückzuführen sind. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 393 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 194, die im Wesentlichen aus Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Anlagenverkäufen resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 210 enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) enthalten.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beinhalten Erträge aus der Aufzinsung der sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr 43).

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten den Ergebniseffekt aus der Endkonsolidierung der Techberg s.r.o..

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr TEUR 522) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft berichtet über die derivativen Finanzinstrumente wie folgt:

Nominalwert Marktwert Zeitpunkt des Methode der
(TEUR) (TEUR) Ausgleichseintritt Ermittlung
Cap 1.100 0 s
30.09.2018
mark-to-market

Der Marktwert entspricht dem Betrag, zu dem am Bilanzstichtag eine Glattstellung der Kontrakte erfolgen könnte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen aus Dauerschuldverhältnissen (im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen) mit einem Aufwand p.a. i. H. v. EUR 1,4 Mio.. Die Gesamtverpflichtung bis zum Ende der Laufzeit beträgt EUR 4,5 Mio. Um die Kapitalbindung zu reduzieren wurden Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Im Gegenzug entstehen dem Unternehmen mehrjährige Zahlungsverpflichtungen. Das Bestellobligo beläuft sich zum 31.12.2015 auf EUR 3,4 Mio..

Nahestehende Personen

Im Geschäftsjahr sind keine nach § 314 I Nr. 13 HGB angabepflichtigen Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Die Gesellschaften des Ringmetall AG-Konzerns haben vom Abschlussprüfer folgende Dienstleistungen in Anspruch genommen:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 81
sonstige Leistungen 12

Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich beschäftigt:

2015 2014
Angestellte
Gewerbliche Arbeitnehmer
103
329
86
305
432 391

Die Organe der Muttergesellschaft sind wie folgt besetzt:

Vorstand: Herr Jörg Rafael, Kaufmann, einzelvertretungsberechtigt Herr Christoph Petri, Kaufmann Herr Konstantin Winterstein, Ingenieur

Aufsichtsrat: Hubertus Reincke, (Vorsitzender), Kaufmann (ab 31. August 2015) Thilo von Selchow, (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführer Thilo von Selchow GmbH (ab 31. August 2015) Markus Wenner, Rechtsanwalt Herr Dr. Norbert Poth (Vorsitzender), Unternehmensberater (bis 31. August 2015) Herr Günther Köppel (stellvertretender Vorsitzender), Kaufmann (bis 31. August 2015)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der Muttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 betragen TEUR 565. Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit in 2015 TEUR 49.

München, den 2. Juni 2016

Vorstand Vorstand Vorstand

Jörg Rafael Christoph Petri Konstantin Winterstein

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 der Ringmetall Aktiengesellschaft, München

Anschaffungs- und Herstellungskosten Aufgelaufene Abschreibungen Nettobuchwerte
01.01.2015
EUR
Veränderung des
Konsolidierungs
kreis
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Währungs
differenzen
EUR
31.12.2015
EUR
01.01.2015
EUR
Veränderung des
Konsolidierungs
kreis
EUR
Zuführungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Währungs
differenzen
EUR
31.12.2015
EUR
31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 651.686,51 -6.403,00 85.901,16 - 1,00 -13,14 731.170,53 428.603,51 -6.403,00 76.850,58 - - -83,34 498.967,75 232.202,78 223.083,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert
3. Geleistete Anzahlungen
12.070.779,02
-
-
-
14.752.955,79
-
-
-
-
-
-
-
26.823.734,81
-
2.400.351,74
-
-
-
1.368.308,59
-
-
-
-
-
-277,75
-
3.768.382,58
-
23.055.352,23
-
9.670.427,28
-
12.722.465,53 -6.403,00 14.838.856,95 - 1,00 -13,14 27.554.905,34 2.828.955,25 -6.403,00 1.445.159,17 - - -361,09 4.267.350,33 23.287.555,01 9.893.510,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 9.786.234,31 20.175,43 175.876,91 - 1.353,00 -158.615,60 9.822.318,05 3.609.496,36 10.853,43 201.924,85 - 23,34 13.160,16 3.835.411,46 5.986.906,59 6.176.737,95
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
34.148.376,35 -1.661.526,80 799.347,93 -41.621,63 178.892,68 15.031,95 33.080.715,12 27.072.627,36 -1.599.663,96 2.016.470,32 -298.192,65 141.141,91 23.224,40 27.073.323,56 6.007.391,56 7.075.748,99
Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
5.092.627,88 396.349,97 260.193,41 270.356,70 16.225,24 -2.702,22 6.000.600,50 3.908.244,07 293.060,97 402.225,85 298.192,65 14.508,33 -5.753,72 4.881.461,49 1.119.139,01 1.184.383,81
im Bau 234.885,48 120.400,00 54.156,43 -228.735,07 - - 180.706,84 - - - - - - - 180.706,84 234.885,48
49.262.124,02 -1.124.601,40 1.289.574,68 - 196.470,92 -146.285,87 49.084.340,51 34.590.367,79 -1.295.749,56 2.620.621,02 - 155.673,58 30.630,84 35.790.196,51 13.294.144,00 14.671.756,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.564,59 - - - - - 75.564,59 - - - - - - - 75.564,59 75.564,59
2. Sonstige Anteile 606.516,00 25,56 - - - - 606.541,56 535.426,29 - - - - - 535.426,29 71.115,27 71.089,71
3. Sonstige Ausleihungen 980.119,66 - 11.993,66 - - - 992.113,32 750.000,00 - - - - 750.000,00 242.113,32 230.119,66
1.662.200,25 11.993,66 - - - 1.674.219,47 1.285.426,29 - - - - - 1.285.426,29 388.793,18 376.773,96
63.646.789,80 -1.131.004,40 16.140.425,29 - 196.471,92 -146.299,01 78.313.465,32 38.704.749,33 -1.302.152,56 4.065.780,19 - 155.673,58 30.269,75 41.342.973,13 36.970.492,19 24.942.040,47

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2015

Anteil am
Kapital
Name und Sitz der Gesellschaft %
In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
Tochterunternehmen der Ringmetall Aktiengesellschaft, München
August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg, Deutschland 100,00
HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG, Ernsgaden, Deutschland 100,00
Fieder Verwaltungs GmbH, München, Deutschland 100,00
Société
Civile
Immobilière
(SCI)
Berger
France,
Niederlauterbach,
100,00*
Frankreich*
Tochterunternehmen der August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg
Metallwarenfabrik Berger GmbH, Sessenhausen, Deutschland 100,00
Berger Closures Limited, Peterlee, Großbritannien 75,57
Hollandring (BV) Besloten Vennootschap, Vaasen, Niederlande 100,00
CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirketi, Dilovasi-Kocaeli, Türkei 100,00
S.G.T. S.r.l., Albavilla, Italien 51,00
Berger Italia S.r.l., Valmadrera, Italien 100,00
Berger Closing Rings (Changshu) Co., Ltd., Changshu, China 90,00
Berger Group Europe Iberica, S.L., Reus, Spanien 100,00
Self Industries Inc., Birmingham, USA ** 100,00
Berger US Inc., Birmingham, USA 100,00

* 51 % werden über Fieder Verwaltungs GmbH gehalten.

** wird mittelbar über die Berger US Inc. gehalten.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Tochterunternehmen der Ringmetall AG Eigenkapital Ergebnis
Berger Verwaltungs GmbH, Berg, Deutschland; TEUR 26 TEUR -2 100,00
Fidum Verwaltungs GmbH, München, Deutschland TEUR
7
TEUR -2 100,00
HSM
Hans
Sauermann
Verwaltungs
GmbH,
TEUR 44 TEUR 3 100,00
Ernsgaden, Deutschland

Ringmetall Aktiengesellschaft, München

Konzernkapitalflussrechnung

TEUR 2015
TEUR
2014
TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von
Minderheitsgesellschaftern vor außerordentlichen Posten) -132 1.784
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.066 4.269
+ Zunahme der Rückstellungen 158 274
+ / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 92 -73
- / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
-5 0
- / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (soweit
nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -6.992 -748
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva (soweit nicht
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 8.096 -1.679
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.283 3.827
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens 45 42
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.290 -1.496
- Auszahlungen / Einzahlungen für Investitionen in das
+ immaterielle Anlagevermögen
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten
-86 -107
Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 300 0
- Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten
Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -17.757 -150
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -18.788 -1.711
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und
Minderheitsgesellschafter -1.371 -1.991
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 3.182 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 22.090 1.559
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -8.233 -2.920
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 15.668 -3.352
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.163 -1.236
+ / - Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 2 56
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 154 1.334
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.319 154
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der
Periode
+ Zahlungsmittel 2.950 2.514
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -631 -2.360
2.319 154

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie den flüssigen Mitteln zusammen.

Mutterunternehmen Minderheitsgesellschafter Konzern
eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes
Konzern
eigenkapital
kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapital Minderheiten
kapital
kumuliertes übriges
Konzernergebnis
Eigenkapital
Eigenkapitaldifferenz
aus Währungs
umrechnung
andere neutrale
Transaktionen
Eigenkapitaldiff
erenz aus
Währungs
umrechnung
andere
neutrale
Transaktionen
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2014 20.800.000,00 35.727,50 -6.583.326,82 -324.027,23 0,00 13.928.373,45 2.209.654,20 -70.461,93 0,00 2.139.192,27 16.067.565,72
Ausgabe von Anteilen 1.820.000,00 1.820.000,00 1.820.000,00
Gezahlte Dividenden
noch nicht ausbezahlte Dividenden
-1.040.000,00 -1.040.000,00 -367.527,23 -367.527,23
0,00
-1.407.527,23
0,00
0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 1.528.157,15 90.779,57 1.618.936,72 255.510,45 -1.523,14 253.987,31 1.872.924,03
Übriges Konzernergebnis -156.483,66 -156.483,66 148.107,70 32.394,04 180.501,74 24.018,08
Stand 31.12.2014 20.800.000,00 1.855.727,50 -6.251.653,33 -233.247,66 0,00 16.170.826,51 2.245.745,12 -39.591,03 0,00 2.206.154,09 18.376.980,60
Stand 01.01.2015 20.800.000,00 1.855.727,50 -6.251.653,33 -233.247,66 16.170.826,51 2.245.745,12 -39.591,03 2.206.154,09 18.376.980,60
Ausgabe von Anteilen 2.080.000,00 1.102.400,00 3.182.400,00 3.182.400,00
Gezahlte Dividenden
noch nicht ausbezahlte Dividenden
-1.144.000,00 -1.144.000,00 -226.792,86 -226.792,86
0,00
-1.370.792,86
0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 576.360,75 -335.033,62 0,00 -525.144,62 -21.433,91 -546.578,53 -546.578,53
Konzernjahresergebnis -642.652,42 -642.652,42 473.415,39 -2.079,17 471.336,22 -171.316,20
Übriges Konzernergebnis -44.419,64 28.217,87 -16.201,77 21.066,42 21.066,42 4.864,65
Stand 31.12.2015 22.880.000,00 2.958.127,50 -7.506.364,64 -540.063,41 0,00 17.791.699,45 1.967.223,03 -42.037,69 0,00 1.925.185,34 19.716.884,79

Ringmetall Aktiengesellschaft, München

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2015

LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

Die Ringmetall AG ist ein weltweit führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie. In den Geschäftsbereichen Industrial Packaging ("Industrieverpackungen") und Industrial Handling ("Industriehandling") entwickelt, produziert und vermarktet das Unternehmen Produktlösungen für Anwendungen in der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Lebensmittelindustrie sowie der Logistikbranche.

Hauptsitz des Unternehmens und Sitz der Holding ist München (Deutschland). Die Entwicklung und Produktion der einzelnen Systemlösungen findet an zwölf Produktionsstandorten in sieben Ländern auf drei Kontinenten statt. Zu den über 400 Mitarbeitern zum 31.12.2015 des Konzerns zählen vor allem Ingenieure, Maschinenfacharbeiter, sowie Produkt- und Vertriebsspezialisten mit jahrelangem Branchen-Knowhow.

1.2 Konzernstruktur

Im Geschäftsbereich Industrial Packaging entwickelt und produziert das Unternehmen hauptsächlich hoch spezialisierte Fassverschlusssysteme. Zu den einzelnen Systemkomponenten zählen neben der Hauptkomponente, dem Spannring, auch Deckel, Dichtungen, Verschlusseinheiten, Griffe und unterschiedlichste Spezialteile. Mit einem Weltmarktanteil von über 80 Prozent und mittlerweile über 3.000 für unterschiedlichste Anwendungen konzipierten Spannringsystemen ist die Ringmetall AG Weltmarktführer im Bereich Fassspannringe.

Der Geschäftsbereich Industrial Handling entwickelt und produziert Spezialfahrzeuganbauteile für Flurförderfahrzeuge, Traktoren und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Bei den Spezialkomponenten handelt es sich ausschließlich um Anbausysteme für Nischenanwendungen. Dazu gehören unter anderem Rückhaltesysteme und Hubmastteile für Gabelstapler, Spezial-Brems- und Kupplungspedale, komplexe Schweißbaugruppen sowie spezialisierte Anhängerkupplungssysteme und Halterungen für Hydraulikkomponenten zur Nutzung in der Forst- und Landwirtschaft.

Da das Handling von Verpackungssystemen neben der Verpackungslösung selbst auf einen interdisziplinären Bedarf der Kunden trifft, sieht sich die Ringmetall-Gruppe gut aufgestellt, um ihren Weltmarktanteil weiter zu festigen und ihre Produktmargen weiter auszuweiten.

1.3 Unternehmensstruktur

Die Ringmetall AG und ihre den einzelnen Geschäftsbereichen zugeordneten Tochtergesellschaften bilden eine auf profitables Wachstum ausgerichtete Holding-Struktur. Die in München ansässige Holding-Gesellschaft selbst vereint dabei zentrale Konzernfunktionen in sich, die maßgeblich der Konzernfinanzierung und der strategischen Ausrichtung der Gruppe dienen.

Zum 31.12.2015 gehörten insgesamt 17 Unternehmen zur Ringmetall Gruppe, an denen die Ringmetall AG direkt oder indirekt beteiligt ist. Die einzelnen Marken der Tochtergesellschaften agieren dabei weitestgehend unabhängig voneinander am Markt. Wenngleich innerhalb der Gruppe kontinuierlich Produktions- und Vermarktungssynergien gehoben werden. Zu den eigenständig auftretenden Konzernmarken der Ringmetall Gruppe zählen Berger Group Europe, CEMSAN und Self Industries sowie HSM Hans Sauermann.

Anteilsbesitz der Ringmetall AG zum 31. Dezember 2015:

  • § Anteile (100 %) an August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Deutschland
  • § Anteile (100 %) an Berger Verwaltungs GmbH, Deutschland
  • § Anteile (100 %) an der Fieder Verwaltungs GmbH, Deutschland
  • § Anteile (100 %) an der Fidum Verwaltungs GmbH, Deutschland
  • § Anteile ( 49 %) an der Société Civile Immobilière (SCI) Berger France, Frankreich 1) 2)
  • § Anteile (75,57 %) an Berger Closures Limited, Großbritannien
  • § Anteile (100 %) an Hollandring B.V., Niederlande 2)
  • § Anteile (100 %) an Berger Group Europe Iberica, S.L., Spanien 2)
  • § Anteile (100 %) an CEMSAN Metal Parca Imalat Limited Sirkete, Türkei 2)
  • § Anteile ( 51 %) an S.G.T. S.r.l., Italien 2)
  • § Anteile ( 90 %) an Berger Closing Rings (Changshu) Co., Ltd., China 2) 2)
  • § Anteile (100 %) an Berger Italia S.r.l., Italien
  • § Anteile (100 %) an Berger US Inc., USA 2)
  • § Anteile (100 %) an Self Industries Inc., USA 2)
  • § Anteile (100 %) an HSM Hans Sauermann GmbH & Co. KG, Deutschland
  • § Anteile (100 %) an HSM Hans Sauermann Verwaltungs GmbH, Deutschland
  • § Anteile (100 %) an Metallwarenfabrik Berger GmbH, Deutschland 2)

1) die restlichen 51 % werden über die Fieder Verwaltungs GmbH, München, gehalten

2) mittelbar gehalten über die August Berger Metallwarenfabrik GmbH, Berg

Im Dezember 2015 wurde die US-amerikanische Self Industries, Inc., mit Sitz in Birmingham/Alabama und Niederlassungen in Texas und Pennsylvania, erworben, ein international führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie.

Zudem wurde die Metallwarenfabrik Berger GmbH, Sessenhausen, Deutschland als Spezialist für die Deckelproduktion erworben.

1.4 Unternehmenshistorie

Die Ringmetall AG wurde 1997 unter dem Namen H.P.I. Holding gegründet. Das als Beteiligungsgesellschaft agierende Unternehmen akquirierte, gründete und veräußerte ab 1998 zahlreiche Unternehmen. Im Jahr 2007 erfolgte der Börsengang der Gesellschaft im Freiverkehr der Deutschen Börse, gefolgt von einem Wechsel in den Entry Standard der Börse Frankfurt im Jahr 2012.

In Folge der Veränderungen im Vorstand des Unternehmens in den Jahren 2011 und 2014 fokussierte sich das Unternehmen zunehmend auf die Ausweitung des Geschäfts mit Industrieverpackungen und dem Handling von Industriegütern.

2015 erfolgte die Umfirmierung der Gruppe in Ringmetall AG, was gleichzeitig den Abschluss der Repositionierung des Unternehmens als Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie darstellt. Mit Übernahme des US-Unternehmens Self Industries Ende 2015 untermauerte Ringmetall diesen Ansatz.

1.5 Strategie und Wachstumsperspektiven

Die Strategie, einer zentralen Holdingstruktur mit weitestgehend unabhängig geführten, aber durch Synergien vernetzten Tochtergesellschaften, wird auch zukünftig fortgeführt werden. Im Bereich Industrial Packaging plant das Unternehmen, seine globale Marktführerschaft zu festigen und durch gezielte Akquisitionen weiter auszubauen.

Akquisitionsziele werden zum einen Unternehmen sein, die sich durch ihr Produktportfolio komplementär zum Produktportfolio der Ringmetall Gruppe zeigen. Zum anderen beabsichtigt das Unternehmen auch die Akquisition von Unternehmen, die aufgrund ihrer regionalen Vertriebsaktivitäten oder spezieller Voraussetzungen für eine schnellere Marktpenetration fokussierter Wachstumsregionen besonders attraktiv erscheinen.

Parallel zu den Möglichkeiten, die sich aus externem Wachstum ergeben können, analysiert die Ringmetall Gruppe aber auch fortlaufend intern, ob und in welchem Umfang sich weitere Möglichkeiten zur Schaffung konzerninterner Synergien ergeben. Identifizierte Potenziale werden auf Ebene der Tochtergesellschaften in unternehmensübergreifenden Arbeitsgruppen weiter erörtert und geeignete Maßnahmenpakete eingeleitet. Seit Übernahme der US-Tochter Self Industries Ende 2015 beispielsweise wurden bereits umfangreiche Synergiepotenziale im Hinblick auf internationale Vertriebskooperationen identifiziert, die in den kommenden Monaten und Jahren die Position der Gruppe stärken.

1.6 Steuerungssystem

Zu den zentralen Steuerungsgrößen der Ringmetall Gruppe, nach denen auf internationaler Ebene alle Konzerngesellschaften gleichermaßen beurteilt werden können, zählen im Wesentlichen die standardisierten Finanzkennzahlen, wie Umsatz, EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) und EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) sowie Termin-, Qualitäts- und Produktivitätskennzahlen.

Darüber hinaus trägt das Unternehmen den Interessen internationaler Finanzanalysten Rechnung und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung der wichtigsten, im Kapitalmarktumfeld Anwendung findenden Finanzkennzahlen (KPIs).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliches Umfeld / Gesamtwirtschaftliche Lage

Deutschland gilt seit Jahren als die starke Nation in der Euro-Zone und als Lokomotive der europäischen Wirtschaft. Dies gilt auch uneingeschränkt für das Jahr 2015, gleichwohl einige Kritiker völlig zu Unrecht behaupten, Deutschland wäre ins Mittelfeld abgesunken. Sie begründen ihre Behauptung mit der Tatsache, dass Länder wie Irland, Luxemburg, Slowakei, Spanien, Slowenien, Lettland und die Niederlande ein höheres Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Deutschland erwirtschaftet hätten. Deutschlands Plus von 1,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt muss man jedoch von der gesamtwirtschaftlichen Leistung betrachten.

Viel wichtiger in diesem Zusammenhang ist jedoch die dazu direkt vergleichbare Staatsverschuldung, die bei der Bundesrepublik Deutschland bei nur 78% des BIP für das Jahr 2015 liegt. Neben Deutschland hat im Jahr 2015 nur noch Frankreich ein leichtes positives Verhältnis zwischen Bruttoinlandsprodukt und Staatsverschuldung in der Euro-Zone herstellen können.

Der deutsche Staat konnte nach Berechnungen der Statistiker 2015 zudem erneut einen Überschuss erwirtschaften. Er betrug 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), nach plus 0,3 Prozent im Vorjahr und einem Minus von 0,1 Prozent 2013. Die europäischen Verträge erlauben eine maximale Obergrenze beim Defizit von 3,0 Prozent.

Insgesamt war die konjunkturelle Lage in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2015 durch ein stetiges und solides Wirtschaftswachstum geprägt. Mit dem Plus von 1,7 Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts konnte auch das Wachstum des Vorjahres nicht nur gehalten sondern sogar leicht übertroffen werden. In den Jahren 2012 und 2013 betrug das Wirtschaftswachstum lediglich 0,4 bzw. 0,3 Prozent.

Das positive Ergebnis der wirtschaftlichen Entwicklung ist auch im Jahr 2015 hauptsächlich wieder auf den privaten Konsum der Bürger zurück zu führen. Von den 1,7 Prozent Wachstumsplus entfällt ein ganzer Prozentpunkt auf die Ausgaben der privaten Konsumenten. Dies ist der stärkste Beitrag nach dem Boomjahr 2000. Gestützt wurde die Kauflust der Verbraucher durch eine steigende Beschäftigung sowie höhere Löhne und Gehälter bei gleichzeitiger niedriger Inflation.

Die deutsche Wirtschaft war auch 2015 in hohem Maße exportorientiert. Fast jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Export ab. Gleichzeitig ist Deutschland als rohstoffarmes Land auch auf Importe angewiesen – vor allem im Energiebereich. Trotz dieser Import-Abhängigkeit liegen in Deutschland die Warenausfuhren seit Jahrzehnten über den Wareneinfuhren. Zudem wurde 2015 ein neuer Rekordüberschuss bei der Handelsbilanz erzielt: 248 Milliarden Euro.

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes verzeichnete Deutschland im Jahr 2015 erstmals mehr als 43 Millionen Erwerbstätige. Nach vorläufigen Berechnungen waren das rund 329.000 Erwerbspersonen oder 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise stiegen vergangenes Jahr um lediglich 0,3 Prozent.

Der Ausblick für das Jahr 2016 wird bereits von positiven Vorzeichen begleitet: In den Monaten Januar bis März ist die deutsche Wirtschaft so kräftig gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Erstmals zeigt sich seit langem wieder eine Zunahme an höheren Investitionen und auch die Konsumausgaben bleiben auf positivem Wachstumskurs. Auch der deutsche Arbeitsmarkt steuert nach der Ansicht von Experten auf weitere Rekorde zu. So werden in Deutschland im Jahr 2016 neue Höchstwerte bei den Erwerbstätigen erreicht und die Zahl der Arbeitnehmer wird um wenigsten 500.000 auf dann insgesamt 43,5 Millionen zunehmen.

Dennoch darf man bei dem Ausblick der deutschen Wirtschaft für 2016 auch nicht die bestehenden Risiken außer Acht lassen. Da ist zum einen China: Die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt scheinen vorbei zu sein. Die jüngsten Börsenturbulenzen haben die Unsicherheit noch verstärkt. Das trifft auch deutsche Unternehmen - etwa Maschinen- und Autobauer - denn China ist ein gewaltiger Absatzmarkt für Waren "Made in Germany".

Auch die Eurokrise stellt eine latente Gefahr für die Entwicklung der Wirtschaft dar. Die Kehrseite des niedrigen Eurokurses sind steigende Importpreise - etwa für Öl, das international in Dollar gehandelt wird. Das trifft nicht nur Unternehmen, die Rohstoffe auf dem Ausland beziehen, sondern auch die Verbraucher. Denn Import-Ware wie IT könnte tendenziell teurer werden.

Die Diskussion über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sehen viele Ökonomen mit Sorge. Der britische Premier David Cameron hat für den 23. Juni 2016 ein Referendum versprochen. Dann sollen die Briten entscheiden, ob sie die EU verlassen wollen oder nicht.

Hinzu kommt die allgemeine Gefährdungslage durch Terror und Gewalt. Mit dem deutschen Militärbeitrag zum Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) wächst auch in Deutschland die Sorge vor Anschlägen.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Ringmetall AG

Das Geschäftsjahr 2015 der Ringmetall AG (seit 31.08.2015 der neue Name der H.P.I. Holding AG, München) verlief planmäßig zufriedenstellend. So konnte der Jahresumsatz trotz gesunkener Stahlpreise von T€ 65.828 auf T€ 66.678 oder um 1,3 Prozent gesteigert werden.

Getragen wurde diese Umsatzsteigerung vornehmlich durch das Segment Industrieverpackungen. Der Umsatzanstieg in diesem Bereich lag bei knapp 2,1 Mio. Euro auf T€ 51.276. Ein Anstieg von 4,3%.

Bereits im Jahr 2014 wurde die Verschmelzung der Produktionsstätte Löbnitzer Verformungstechnik GmbH mit dem Stammsitz der Berger Gruppe in Berg/Rheinland-Pfalz vorbereitet und Anfang 2015 vollzogen. Diese organisatorische Veränderung, die mit einer einvernehmlichen Lösung mit der Belegschaft möglich wurde, führt nun zu einer deutlichen Optimierung der Produktionskapazitäten sowie zu einer wesentlich höheren Wirtschaftlichkeit.

Zur gleichen Zeit wurde die Mehrheitsbeteiligung in der Slowakei (Techberg s.r.o., Slowakei) Anfang 2015 veräußert. Hintergrund für diese Maßnahme ist die Entscheidung der Ringmetall AG zur Trennung von Randaktivitäten bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. So wurden die bisher in der Slowakei gefertigten Produkte von den Tochterunternehmen in der Türkei und Italien übernommen.

Die Aktivitäten in Italien waren auch in 2015 sehr zufriedenstellend. Dem gegenüber wurden die Aktivitäten in der Türkei nochmals einer neuerlichen wirtschaftlichen und strukturellen Überprüfung unterzogen. Dies hat im Jahr 2015 zu einer vollständigen Übernahme der ausstehenden 40% der Gesellschaftsanteile der Firma Cemsan geführt. Verbunden mit einem Wechsel im dortigen Management kann die Ringmetall AG nun eine noch bessere Kontrolle der Geschäftsentwicklung ausüben. Erste Erfolge dieser Veränderungen zeichnen sich bereits deutlich im Verlauf der ersten Monate des neuen Geschäftsjahres 2016 ab.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Ringmetall AG zwei weitere Unternehmensakquisitionen durchgeführt: Zur Unternehmensgruppe zählt nun die Metallwarenfabrik Berger GmbH, Sessenhausen. Das neue Tochterunternehmen ist ein führender Produzent von Fassdeckeln und wird aktuell in den Verpackungsbereich integriert. Die Akquisition der Metallwarenfabrik Berger in Sessenhausen ist ein wesentlicher Meilenstein in der konsequenten Entwicklung hin zum Systemlieferanten für die Fassindustrie.

Die zweite, deutlich größere Transaktion erfolgte in den USA. Im Dezember wurden via Asset Deal alle Vermögensgegenstände der Self Industries Inc., einem Spezialanbieter von Dichtungs- und Verschluss-Systemen, mit Hauptsitz in Birmingham, Alabama (USA) übernommen. Mit 120 Mitarbeitern und Niederlassungen in Alabama, Pennsylvania und Texas erwirtschaftet das Unternehmen 25,983 Mio. Euro Umsatz. Self Industries verfügt über eine ähnliche Marktstellung in Nordamerika, wie die Berger Gruppe in Europa. Dieser Zukauf steht im Kontext der weiteren Internationalisierung der Ringmetall AG und eröffnet der Berger Gruppe neue Märkte und mehr Kundennähe.

In diesem Zusammenhang hat die Ringmetall AG noch im Juli 2015 eine Kapitalerhöhung um 2.080.000 Aktien auf nunmehr ein Grundkapital von 22.880.000 Aktien bei hauptsächlich institutionellen Investoren platziert. Aus dieser Kapitalerhöhung des Geschäftsjahres 2015 wurden EUR 1.102.400 in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Kapitalerhöhung wurde zur Stärkung des Eigenkapitals für die in 2015 vollzogenen Unternehmensakquisitionen durchgeführt.

Die Transaktion in den USA hat zusätzlich das Ergebnis der Ringmetall AG stark belastet. So sind außerordentliche Kosten im Zusammenhang mit dieser Transaktion von mehr als 1,3 Mio. Euro entstanden.

In China konnten in 2015 ebenso weitere entscheidende Meilensteine erreicht werden. Es konnte nicht nur der Unternehmensumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 deutlich ausgebaut werden, auch die Ertragssituation konnte deutlich verbessert werden. Es wachsen rasch Bekanntheitsgrad des Unternehmens sowie die Akzeptanz für unsere hochqualitativen Produkte. Die Qualität der Produkte hat sich in China als entscheidender Faktor für den Markt heraus gestellt. Mit der Entsendung eines hochspezialisierten Fachmannes für Spannringprodukte an den chinesischen Standort wird sich der Geschäftsverlauf auch zukünftig erfolgreich gestalten lassen, sodass Ende 2016 endgültig die Gewinnschwelle erreicht werden soll.

Der Geschäftsbereich Industrial Handling hat mit 15.402 Mio. Euro in 2015 den Umsatz des Vorjahres von 16.587 Mio. Euro deutlich verfehlt. Der Rückgang des Umsatzes ist auf den Umstand zurück zu führen, dass die Entwicklung einer neuen Produktgeneration deutlich mehr Ressourcen gebunden hatte als ursprünglich angenommen.

Mit der Entwicklung der neuen Produktgeneration sind Mehrkosten durch die Herstellung neuer Produktformen und die Durchführung umfassender Feldversuche einhergegangen. Diese belasten das Ergebnis 2015 des Segments Industrial Handling. Die neue Produktgeneration umfasst aber auch margenträchtige Eigenprodukte, die in den Folgejahren die Unternehmensergebnisse der Vorjahre wieder erreichen und überschreiten lassen werden.

Rückblickend lässt sich das Geschäftsjahr 2015 der Ringmetall AG als ein Jahr des Übergangs und der Neuausrichtung zusammenfassen. Die Kosten für die unterschiedlichen Akquisitionen sowie die Neuausrichtung des Produktportfolios haben das Ergebnis außerordentlich und einmalig belastet. Die Früchte dessen werden nun in 2016 voll zum Tragen kommen.

2.3 Ertragslage AG

Die Ringmetall AG erzielte im Berichtszeitraum Erträge aus Gewinnabführungsverträgen T€ 2.372 (Vj. T€ 2.738) und Erträge aus Beteiligungen T€ 417 (Vj T€ 1.278), diese gliedern sich wie folgt:

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung Ringmetall AG

Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung 2015
T€
2014
T€
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.372 2.738
Erträge aus Beteiligungen 417 1.278
Sonstige betriebliche Erträge 509 310
Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung 2015
T€
2014
T€
Erträge aus Beteiligungen inkl. Gewinnabführung 2.789 4.016
Sonstige betriebliche Erträge 509 310
Personalaufwand -675 -581
Sonstige betriebliche Aufwendungen -533 -662
Abschreibungen -3 -252
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.013 2.743

Mitarbeiter

Die Aktiengesellschaft beschäftigte drei Vorstände, sowie eine Mitarbeiterin in Vollzeit.

Der Personalaufwand betrug in 2015 T€ 675 (Vj. T€ 581). Davon entfielen ca. T€ 655 (Vj. T€ 565) auf Löhne und Gehälter und auf soziale Abgaben T€ 20 (Vj. T€ 16).

2.4 Ertragslage Konzern

Der Konzernumsatz im Jahr 2015 betrug € 66,7 Mio. (Vj. € 65,8 Mio.) inkl. HSM Sauermann (€ 15,4 Mio.). Der Anteil der Berger-Gruppe am Gesamtumsatz liegt mit € 51,3 Mio. (Vj. € 49,2 Mio.) bei ca. 77 % (Vj. 75 %). Von den Umsatzerlösen im Konzern entfallen € 31,9 Mio. (Vj. € 33,1 Mio.) auf Deutschland und rund € 34,8 Mio. (Vj. € 32,7 Mio.) auf das Ausland.

Der Materialaufwand mit T€ 35.494 (Vj. T€ 34.288) liegt damit bei 53,2 % (Vj. 51,9 %) zur Gesamtleistung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 11.129; Vj. T€ 9.899) beinhalten einmalige Aufwendungen für die Neustrukturierung der Kreditverbindlichkeiten, die Akquisitionskosten der Self Industries Inc., den Erwerb von weiteren Anteilen an der türkischen Tochtergesellschaft sowie Kosten aus der Verschmelzung der Löbnitzer Verformungstechnik GmbH auf die August Berger Metallwarenfabrik GmbH i.H.v. rund T€ 1.186.

Abschreibungen

Die Abschreibungen aus dem operativen Geschäft im Konzern lagen bei T€ 4.066 (Vj. T€ 4.019).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich aufgrund der gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2015 deutlich auf T€ 757 (Vj. T€ 2.346) verringert.

Das Zinsergebnis betrug T€ -667 (Vj. T€ -599) und setzt sich aus Zinsaufwendungen T€ -673 (Vj. T€ -602) und Zinserträgen T€ 6 (Vj. T€ 3) zusammen.

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Ringmetall AG - Konzern

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung 2015
T€
2014
T€
Umsatz 66.678 65.828
Betriebsleistung 67.703 66.129
Sonstige betriebliche Erträge 838 871
Rohertrag 31.209 31.841
Zinsergebnis -667 -599
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 757 2.346

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2015 waren im Konzern durchschnittlich 432 (Vj. 391) Mitarbeiter/innen beschäftigt.

Die fachliche und soziale Kompetenz der Mitarbeiter, die durch ihre hohe Qualifikation mit das wichtigste Fundament des Unternehmens sind, sind ein wichtiger Leistungsindikator. Schlüsselpositionen werden grundsätzlich nur an erfahrene und qualifizierte Personen vergeben.

Der Personalaufwand im Konzern betrug in 2015 € 15,4 Mio. (Vj. € 15,6 Mio.). Davon entfielen ca. € 12,8 Mio. (Vj. € 12,9 Mio.) auf Löhne und Gehälter, auf soziale Abgaben € 2,6 Mio. (Vj. € 2,7 Mio.). Die Personalaufwandsquote sank leicht auf 23,1 % gegenüber dem Vj. 23,7 %. Die Personalkosten werden im nächsten Jahr aufgrund des ganzjährigen Einbezugs der Neuerwerbe steigen.

2.5 Finanz- und Vermögenslage, Investitionen

Verkürzte Vermögens- und Finanzlage Ringmetall AG

2015 2014 2015 2014
Aktiva T€ T€ Passiva T€ T€
Anlagevermögen 33.021 27.011 Eigenkapital 33.183 29.222
Umlaufvermögen 3.438 7.162 Rückstellungen 135 226
Rechnungsabgrenzungs
posten / latente Steuern
225 334 Verbindlichkeiten 3.366 5.059
Bilanzsumme 36.684 34.507 Bilanzsumme 36.684 34.507
2014 2015 2014
T€ T€ Passiva T€ T€
225 334 Verbindlichkeiten 3.366 5.059

Verkürzte Vermögens- und Finanzlage der Ringmetall AG - Konzern

Aktiva 2015
2014
Passiva
T€
T€
2015 2014
T€ T€
Anlagevermögen 36.971 24.942 Eigenkapital 19.717 18.377
davon Finanzanlagen 389 377 davon Anteile Dritter 1.925 2.206
Umlaufvermögen 26.006 18.719 Rückstellungen 2.116 1.958
Rechnungsabgrenzungs
posten / latente Steuern 932 896 Verbindlichkeiten 42.076 24.222
aus Lieferungen/Leistungen 9.056 6.718
aus Finanzverbindlichkeiten 27.108 14.875
Erhaltene Anzahlungen 121 0
ggü. verb. Unternehmen 84 85
Sonstige 5.707 2.544
Bilanzsumme 63.909 44.557 Bilanzsumme 63.909 44.557
T€ 2014
T€
Passiva 2015
T€
2014
T€
932 896 Verbindlichkeiten 42.076 24.222
aus Lieferungen/Leistungen 9.056 6.718
aus Finanzverbindlichkeiten 27.108 14.875
Erhaltene Anzahlungen 121 0
ggü. verb. Unternehmen 84 85
Sonstige 5.707 2.544

Die Bilanzsumme im Konzern zum 31.12.2015 stieg auf € 63,9 Mio. (Vj. € 44,5 Mio.).

Das Anlagevermögen im Konzern stieg von € 24,9 Mio. auf € 36,9 Mio. Die Abschreibungen betragen T€ 4.066 (Vj. T€ 4.269). Die Geschäfts- und Firmenwerte haben sich von € 9,9 Mio. auf € 23,1 Mio. erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Firmenakquisitionen.

Das Umlaufvermögen im Konzern beträgt € 26,0 Mio. (Vj. € 18,7 Mio.). Davon entfallen auf Vorräte € 9,1 Mio. (Vj. € 6,4 Mio.), auf Forderungen aus Lieferung und Leistung, sowie sonstige Vermögensgegenstände € 13,9 Mio. (Vj. € 9,8 Mio.). Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei € 2,9 Mio. (Vj. € 2,5 Mio.).

Das Konzerneigenkapital stieg auf € 19,7 Mio. (Vj. € 18,4 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme damit im Geschäftsjahr bei 30,9 % (Vj. 41,4 %). Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde im Geschäftsjahr eine Kapitalerhöhung durchgeführt.

Die Konzernverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen auf € 27,1 Mio. (Vj. € 14,9 Mio.). Diese Steigerung resultiert insbesondere aus dem Kapitalbedarf für die Unternehmenserwerbe.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten / Rückstellungen im Konzern (kurzfristiges Fremdkapital) blieben nahezu konstant bei T€ 20.726 (Vj. T€ 18.029).

Der operative Cashflow liegt in 2015 (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zzgl. Abschreibungen) bei T€ 4.823 (Vj. T€ 6.615).

Investitionen

In das Anlagevermögen wurden Investitionen in Höhe von T€ 16.140 (Vj. T€ 1.751) getätigt. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 4.066 (Vj. T€ 4.269) gegenüber.

3 Risikoüberwachung und Risikobericht

Die Geschäftsbereiche des Konzerns sind Konjunkturschwankungen und Marktzyklen in den jeweiligen Regionen und Branchen ausgesetzt.

Das eingesetzte Risikoinstrumentarium besteht aus integrierten Planungs-, Berichts- und Kontrollsystemen. Es ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen gegenzusteuern. Die monatliche Berichterstattung informiert die jeweiligen Geschäftsführer und den Vorstand über den Stand der Gesellschaften.

Risiken aus dem Metallhandel werden durch mittelfristige Rahmenverträge mit den entsprechenden Lieferanten reduziert. Somit können kurzfristige Stahlpreisschwankungen abgefangen bzw. abgefedert werden. Darüber hinaus sind diese Preisschwankungen den Kunden bekannt und sind daher auch Grundlage für die Preisfindung. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt.

Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme erkennen wir frühzeitig im Rahmen unserer Liquiditätsplanung. Die derzeit erhöhten Unsicherheiten berücksichtigen wir durch zusätzliche Risikoszenarien sowie kurzfristige Aktualisierung unserer Liquiditätsplanung, um bei Bedarf umgehend entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Durch die laufende Überwachung und des geplanten Kapitaldienstes wird das Risiko niedrig gehalten.

Ausfallrisiken begrenzen wir durch interne Länderratings, die fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand reduzieren wir, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Soweit keine Großkunden in Insolvenz gehen, ist das Risiko als niedrig einzuschätzen.

Nachhaltigkeit dient dazu, wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt sowie gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln zu verbinden. Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtungen im Rahmen der Nachhaltigkeit oder gegen Gesetze stellen ein Reputationsrisiko dar und können zu operativen und strategischen Risiken führen. Um Risiken und Chancen aus Nachhaltigkeitsaspekten frühzeitig zu erkennen, haben wir ein diesbezügliches globales Managementsystem eingeführt. Die Ergebnisse werden dazu genutzt, Veränderungsprozesse im Unternehmen anzustoßen, um auf etwaige Risiken vorbereitet zu sein und Chancen entsprechend nutzen zu können. Um Sicherheit und Gesundheit sowie Arbeits- und Sozialstandards zu überprüfen, haben wir globale Monitoring-Systeme etabliert. Diese beziehen unternehmensübergreifend auch unsere Lieferanten mit ein. Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit relevanten Interessensvertretern, um die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftsaktivitäten sicherzustellen.

Informationstechnologien werden eingesetzt, um mögliche Risiken zu reduzieren. Es bestehen integrierte, gruppenweit standardisierte IT-Infrastrukturen und Anwendungen, Backup-Systeme, Spiegeldatenbanken, Viren- und Zugangsschutz sowie Verschlüsselungssysteme.

4 Prognose- und Chancenbericht

Die Ringmetall AG und ihre Verbundunternehmen können nun aus einer gestärkten Marktposition heraus agieren. Für 2016 wird ein Umsatzniveau von über 90 Mio. Euro bei einem EBITDA von etwa 11 bis 12 Mio. Euro angestrebt. Soweit die Weltwirtschaft und insbesondere die Chemieindustrie keinen deutlichen Abschwung erfährt.

Insbesondere die ganzjährige Konsolidierung der neuen Tochtergesellschaften in den USA werden einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg beitragen. Aber auch die Aktivitäten in China und der Türkei haben deutliches Steigerungspotenzial. Für Europa erwarten wir ein stabiles Geschäft mit leichten Steigerungsraten von 2-4%.

Zukünftige Potenziale ergeben sich zum einen durch den klaren Fokus auf eigenständige, margenstärkere Produkte im Segment Industrial Handling. Zum anderen im Bereich Verpackung durch die Möglichkeit internationale Großkunden deutlich besser und gezielter zu bedienen.

5 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

München, 2. Juni 2016

Vorstand Vorstand Vorstand

Jörg Rafael Christoph Petri Konstantin Winterstein

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Ringmetall Aktiengesellschaft sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzern abzugeben.

Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, in Jahres- und Konzernabschluss und in dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermitteln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Schwabach, den 3. Juni 2016

WPH HOFBAUER & MAIER GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Tobias Göstl Stefan Maier