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Rhön-Klinikum AG — Management Reports 2011
May 9, 2012
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Management Reports
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RHÖN-KLINIKUM AG
Bad Neustadt a.d.Saale
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Offenlegung Jahresfinanzbericht Konzern
Testatsexemplar
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011
KONZERNLAGEBERICHT 2011
| ― | Im Geschäftsjahr 2011 haben wir trotz erschwerter Umfeldbedingungen und erheblichen Preisdrucks bewiesen, dass qualitativ hochwertige Medizin für jedermann erreichbar ist. Wir haben mehr als 2.277.000 Patienten behandelt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 11,5 %. |
| ― | Mit unseren Umsatz- und Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2011 sind wir klar innerhalb des Erwartungsbereiches und haben damit wie in der Vergangenheit die selbstgesteckten Ziele trotz eines herausfordernden regulatorischen Umfeldes zuverlässig erreicht. |
| ― | Die Ergebnissteigerung von 11,0 % auf nunmehr 161,1 Mio. € ist aufgrund der gleichzeitigen Steigerung unseres operativen Cash-Flow um 18,8 % von Nachhaltigkeit geprägt. |
| ― | Wir gehen gestärkt in die Akquisition von neuen Kliniken und setzen unsere erfolgreichen Integrationen in den RHÖN-KLINIKUM Konzern im Jahr 2012 fort. |
1 ERGEBNISSE UND PROGNOSE
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.629,1 | 2.550,4 | 3,1% |
| EBITDA | 354,7 | 307,3 | 15,4% |
| EBIT | 213,2 | 197,9 | 7,7% |
| EBT | 186,5 | 173,9 | 7,2% |
| Operativer Cash-Flow | 303,9 | 255,9 | 18,8% |
| Konzerngewinn | 161,1 | 145,1 | 11,0% |
| Bilanzsumme | 3.175,3 | 3.058,2 | 3,8% |
| Investitionen | 317,4 | 403,3 | -21,3% |
| Eigenkapital | 1.598,7 | 1.495,2 | 6,9% |
| Nettofinanzverschuldung | 551,9 | 551,5 | 0,1% |
Unsere Ergebniszahlen zeigen, dass wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 ohne nennenswerte Akquisitionen aus internem Wachstum heraus unsere Ziele erreicht haben.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der RHÖN-KLINIKUM Konzern in seiner Geschichte die höchsten Leistungs- und Ergebniszahlen. Dies ist uns gelungen, weil wir seit Jahren unser medizinisches Angebot konsequent weiter ausgebaut haben und weiter ausbauen werden. Unsere Patienten konnten wir in Deutschland in unseren 53 Kliniken mit insgesamt 15.973 Betten und 38 Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) mit 166,5 Arztsitzen behandeln. Um das Wohl unserer Patienten haben sich die aktuell 39.325 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesorgt; der Frauenanteil liegt bei rund 75 %. Wir konnten im Geschäftsjahr 2.277.153 Patienten behandeln und somit 11,5 % mehr als im Vorjahr.
Die Leistungsfähigkeit unserer Kliniken wird an dem gegenüber dem Vorjahr um 18,8 % gestiegenen operativen Cash-Flow deutlich. Die erwirtschafteten Mittel haben wir auch im Geschäftsjahr 2011 wieder zu einem Großteil in den Ausbau und zur Modernisierung unserer Standorte in Höhe von 317,4 Mio. € investiert, für eine zukunftsweisende Medizintechnik und optimierte betriebliche Abläufe.
Wir konnten den Konzernumsatz trotz erschwerter Umfeldbedingungen um 3,1 % auf nunmehr 2,63 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Konzerngewinn stieg um 11,0 % auf 161,1 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,13 € (Vj. 1,01 €).
Die EBITDA-Marge beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr adjustiert 12,8 %, die berichtete sogar 13,5 % und ist für das erwirtschaftete EBITDA von 354,7 Mio. € (adjustiert 337,7 Mio. €) verantwortlich. Das EBITDA im Konzern ist somit gegenüber dem Vorjahr um 15,4 % (adjustiert 12,9 %) gestiegen. Adjustiert heißt um die Effekte PTZ und Vorjahresbudget angepasst, wie im Kapitel 6.2 ausführlich beschrieben. EBIT und EBT stiegen um mehr als 7 % auf 213,2 Mio. € bzw. 186,5 Mio. €. Entsprechend konnten die EBIT- und die EBT-Marge um jeweils 0,3 % auf 8,1 % bzw. 7,1 % gesteigert werden.
Unser Eigenkapital erhöhte sich auf 1.598,7 Mio. € (Vj. 1.495,2 Mio. €) und spiegelt eine Eigenkapitalquote von über 50 % wider. Die Nettofinanzverschuldung konnte konstant bei rund 552 Mio. € gehalten werden und entspricht dem 1,6-fachen des EBITDA im Konzern (Vj. 1,8-fach).
Prognose 2012
Für das Jahr 2012 erwarten wir unter Berücksichtigung der Akquisition der Dr. Horst Schmidt Kliniken, Wiesbaden, einen Umsatz in Höhe von rund 2,85 Mrd. € innerhalb einer Bandbreite von 2,5 % nach oben und unten. Mit diesem Umsatzziel geht die Prognose für das EBITDA in Höhe von 350 Mio. € und für den Konzerngewinn in Höhe von 145 Mio. € einher, die sich beide innerhalb einer Bandbreite von 5 % nach oben und unten bewegen können. Wir werden diese Prognose auch unter den erneut herausfordernden Rahmenbedingungen des Gesundheitsmarktes erreichen.
2 WIRTSCHAFTLICHES UND RECHTLICHES UMFELD
2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Im Jahr 2011 setzte sich der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland fort. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 3 % schwächte sich das Wachstum gegenüber 3,6 % des Vorjahres zwar etwas ab, war aber angesichts der anhaltenden Schuldenkrise im Euroraum höher als erwartet. Für Wachstumsimpulse sorgten insbesondere private Konsumausgaben und ein deutlicher Anstieg der Investitionen von Unternehmen in Maschinen, Geräte sowie Bauten.
Die Neuverschuldung des Staates konnte im Jahr 2011 deutlich reduziert werden. Sie lag mit 1 % unter der für den Euroraum festgelegten Stabilitätsgrenze von 3,0 %.
Die gute Konjunktur fand auch Niederschlag in der Einnahmesituation der kommunalen Haushalte. Angesichts der Last hoher Altschulden wird die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte allerdings weiterhin oberstes Ziel bleiben. Nach den vom Deutschen Städtetag vorgelegten Daten zur kommunalen Finanzlage zeigt sich zudem eine wachsende Schere zwischen armen und reichen Kommunen.
Die sich im Verlauf des letzten Kalenderjahres abzeichnende konjunkturelle Abschwächung wurde durch die Verlangsamung der globalen Wirtschaftsentwicklung und durch realwirtschaftliche Belastungen im Euro-Raum genährt.
2.2 Entwicklung der Branche
Die Gesundheitsbranche erwies sich im Jahr 2011 wieder als stabiler und wichtiger Wachstumsmarkt. Hiervon zeugt insbesondere der kontinuierliche Anstieg der Beschäftigten. Allein im Jahr 2011 war jeder neunte Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft tätig (4,8 Millionen Beschäftigte). Nach Umfragen in der Branche wird im Jahr 2012 mit einem Zuwachs von 70.000 Arbeitsstellen in der Gesundheitswirtschaft gerechnet. Infolge des prognostizierten Fachkräftemangels ist von steigenden Löhnen auszugehen.
Die Nachfrage insbesondere nach hochqualifizierten Arbeitskräften im ärztlichen und pflegerischen Bereich ist stärker als das nationale Angebot. Deutlich spürbar wird der Umstand sein, dass künftig insbesondere im Ärztlichen Dienst die Schere in Deutschland zwischen in den Beruf eintretenden und ausscheidenden Medizinern zunehmend auseinandergehen wird. Die Suche nach qualifizierten neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland ist daher eine wichtige Aufgabe zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit unserer Kliniken. Hier unternehmen wir verstärkt Anstrengungen zur Findung und Bindung von Mitarbeitern. Neben der tariflichen Eingruppierung und Entlohnungssystemen werden auch nicht pekuniäre Bestandteile für die Attraktivität von Arbeitsplätzen immer wichtiger. Teilzeitarbeitsmodelle für Eltern und Mitarbeiter, die ihre Angehörigen pflegen, Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Kinderbetreuungsangebote in verschiedenen Kliniken sind nur einige Elemente, die für die Personalbindung und die Attraktivität als Arbeitgeber im Gesundheitswesen wichtig sind.
Die anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die im Jahr 2010 beschlossenen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen wirkten sich auf die Einnahmesituation der Gesetzlichen Krankenversicherung aus. Das für 2011 prognostizierte Finanzierungsdefizit der Gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht eingetreten - ganz im Gegenteil. Der Gesundheitsfonds und die gesetzlichen Krankenkassen verzeichnen zum Jahresende deutliche Überschüsse. Der Gesundheitsfonds wird voraussichtlich mit einem Überschuss von rund 4,4 Mrd. € abschließen und damit über eine Liquiditätsreserve von rund 8,6 Mrd. € verfügen.
Die finanziellen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser blieben allerdings angesichts der gesetzlichen Reglementierungen bei den Preis- und Leistungszuwächsen herausfordernd. Aufgrund des am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen GKV-Finanzierungsgesetzes sind die Zuwächse der Krankenhäuser durch eine reduzierte Veränderungsrate sowie verpflichtende Abschläge auf vereinbarte Mehrleistungen begrenzt. Die Veränderungsrate, die an die Grundlohnsummenveränderungsrate gekoppelt ist, ist als Ausgleich für die entstandenen Lohnsteigerungen konzipiert. Die Veränderungsrate von 1,15 % für das Jahr 2011 wurde um 25 Basispunkte auf 0,9 % reduziert. Zusätzlich mussten die Krankenhäuser im Geschäftsjahr 2011 auf sogenannte Mehrleistungen, die mit den Krankenkassen vereinbart wurden, einen Abschlag von 30 % hinnehmen. Die von Kliniken des RHÖN-KLINIKUM Konzerns in Abrechnung gebrachten effektiven Basisfallwerte (der Preis für die erbrachten Leistungen auch aufgrund der sog. Fehlschätzungskorrekturen) sind gegenüber dem Jahr 2010 nur um 0,3 % gestiegen.
Im Gegensatz hierzu stiegen die tatsächlichen Personal- und Sachkosten um ca. 2 % bis 3 %. Für die Krankenhäuser bedeutet dies, dass die Kostensteigerungen im Personal- und Sachkostenbereich durch die begrenzten Zuwächse nur anteilig kompensiert werden. Soweit Kliniken nicht in der Lage waren, entweder überproportionale Leistungszuwächse zu vereinbaren und zu erreichen oder Effizienzpotenziale für sich zu erschließen, waren Verschlechterungen der Ertragslagen zwangsweise durch den Gesetzgeber vorgegeben. Der Rationalisierungsdruck bei den Krankenhäusern ist damit nochmals erhöht worden. Eine Entlastung zeichnet sich auch hier aufgrund der gegenwärtigen gesetzlichen Lage in 2012 nicht ab.
Die Zahl der Krankenhäuser, die sich in die Verlustzone bewegen, steigt kontinuierlich. Nach Prognosen des Krankenhaus-Rating-Reports 2011 des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) sind bis 2020 rund 200 Krankenhäuser (10 %) von der Schließung bedroht. Hauptursache sei die fehlende oder zu niedrige Investitionsfähigkeit.
Die Transaktionstätigkeit im Krankenhaussektor lag im Jahr 2011 über dem Vorjahresniveau und gewann im zweiten Halbjahr an Raum. Zu beobachten war insbesondere eine Zunahme an Transaktionen größerer Einheiten.
Die demographische Entwicklung führt zunehmend zu einem regionalen Ungleichgewicht in der medizinischen Versorgung. Gerade strukturschwache Regionen sind von der Abwanderung - gerade junger Menschen - und von einer Überalterung der Bevölkerung gekennzeichnet. Die dadurch regional ausgelöste Strukturkrise wirkt sich auch auf die medizinische Versorgung aus. Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist, sind erste Weichen gestellt worden, demographiebedingten Versorgungsengpässen in der ambulanten ärztlichen Versorgung entgegenzuwirken. Der Weg zur Organisation einer sektor- und standortübergreifenden Versorgung ist durch die demographische Entwicklung unaufhaltsam vorgezeichnet und wird zu einer der größten strukturellen Herausforderungen.
2.3 Entwicklungen im Konzern
Im Jahr 2011 hat sich der RHÖN-KLINIKUM Konzern auf dem Weg zum integrierten Gesundheitsversorger weiterentwickelt. Durch unseren gesunden Wachstumskurs, der als wesentliches Element belastbare und integrierte Versorgungsstrukturen in einer Region in den Vordergrund stellt, lösen wir bewusst mit Blick auf die tatsächlichen Patientenbedürfnisse die Grenzen zwischen Krankenhäusern und ambulanten Versorgungszentren auf und schaffen die Voraussetzungen für eine patientennahe und offene Medizin von morgen.
Wir haben auch im Geschäftsjahr 2011 weiter auf den quantitativen und qualitativen Ausbau der akutstationären Strukturen gesetzt. Ferner sind wir der festen Überzeugung, dass wir im ambulanten Bereich durch die Etablierung von Medizinischen Versorgungszentren erhebliche Wachstumschancen haben. Für die Erweiterung unseres medizinischen Angebotes stehen bei uns insbesondere die sogenannten klinik-assoziierten MVZ, mit denen das jeweilige Einzugsgebiet unserer Kliniken erweitert wird und die sogenannten Facharzt-MVZ, die wir in den medizinischen Fachbereichen entwickeln wollen, die perspektivisch aus der stationären Behandlung herausfallen.
Wir haben im Jahr 2011 auch ohne größere Akquisitionen bewiesen, dass unser Weg des weiteren Konzernwachstums über originäres Wachstum erfolgreich möglich ist. Wesentliche Meilensteine des Wachstums waren in 2011:
| ― | Im Geschäftsjahr 2011 konnte der RHÖN-KLINIKUM Konzern durch seine wohnortnahe Versorgungskompetenz und hohen Qualität seines medizinischen Angebots 2.277.153 Patienten von seiner Leistungsfähigkeit und damit 11,5 % mehr als im Geschäftsjahr 2010 überzeugen. |
| ― | Wir haben uns im Geschäftsjahr 2011 an allen relevanten Bieterverfahren zu Klinikakquisitionen beteiligt. Dabei lassen wir uns in unserer Entscheidungsfindung bei Übernahmen und Beteiligungen von der strategischen Bedeutung einer Klinik, ihrer Ertragschancen sowie der generellen Entwicklungsmöglichkeiten in ihrer Region und innerhalb des Konzerns leiten. |
| ― | Unsere ophthalmologischen Facharzt-MVZ haben wir im Jahr 2011 konsequent weiter ausgebaut. Hierzu haben wir 25 weitere augenärztliche Facharztsitze erworben. Die darüber hinausgehenden ambulanten Strukturen haben wir durch weitere 17,5 Facharztsitze unterschiedlicher Fachrichtungen ausgebaut. Zum 1. Januar 2012 bzw. 1. Februar 2012 haben wir weitere 5 augenärztliche und 7,5 kliniknahe Facharztsitze erworben. |
| ― | Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 292 Mio. € konnten wir unsere Bestandskliniken konsequent ausbauen und damit die Grundlagen für weiteres qualifiziertes und nachhaltiges Wachstum schaffen. |
| ― | Im dritten Quartal 2011 haben wir mit der Siemens AG eine Vereinbarung getroffen, welche die wirtschaftlichen, insbesondere die bilanziellen Nachteile durch die Einstellung des Entwicklungsprojektes "Partikeltherapie Marburg", kompensiert. |
Unser erklärtes Ziel ist die Schaffung einer breiten Vertrauensbasis unserer Patienten in die Medizin und die Qualität der Behandlung. Unser Ansporn ist es, für unsere Patienten auch künftig all unsere Kompetenz, unsere Ausrichtung auf die Patientenbedürfnisse und unsere Investitions- und Finanzkraft einzusetzen, um das in uns gesetzte Vertrauen zu erfüllen.
3 UNTERNEHMENSVERFASSUNG
Unser Ziel ist, eine wohnortnahe, hochwertige und bezahlbare Versorgung für jedermann anzubieten. Die Basis für gute Medizin ist für uns der Dreiklang aus ärztlicher Therapiefreiheit, kontinuierlichen Investitionen in eine moderne Medizin und die Gestaltung von Abläufen und Strukturen rund um unsere Patienten. Qualität und Wirtschaftlichkeit gehen für uns in der Gesundheitsversorgung Hand in Hand, damit gute Medizin für alle gleichermaßen verfügbar ist und bleibt.
Die Unternehmensverfassung der RHÖN-KLINIKUM AG und ihres Konzerns basiert auf einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung. Unsere Unternehmensverfassung bildet den Gesamtrahmen von Regeln und Richtlinien, nach denen der Konzern geführt und kontrolliert wird (Compliance) sowie alle Maßnahmen und Vorkehrungen, die eine ethisch einwandfreie Unternehmensführung (Corporate Governance) sicherstellen. Zusammen mit einem effizienten und offensiven Umgang mit Chancen und Risiken (Chancen- und Risikomanagement) und einer wirksamen Absicherung der bestmöglichen Behandlungsqualität (Qualitätsmanagement) sollen diese Eckpunkte unserer Unternehmensverfassung das Vertrauen der Anleger in das Unternehmen festigen und dazu beitragen, den Unternehmenswert kontinuierlich und nachhaltig zu steigern.
3.1 Corporate Social Responsibility
Nachhaltige Wertschöpfung und langfristiges Engagement sind die zentralen Prinzipien unseres unternehmerischen Handelns, zu denen wir uns als Gesundheitsversorger genauso bekennen wie als Arbeitgeber und als börsennotierte Gesellschaft. Nachhaltige Wertschöpfung verstehen wir daher nicht nur als ökonomische Konsequenz eines gesunden, kontinuierlichen Unternehmenswachstums. Gerade für uns als Gesundheitsdienstleister ist ökonomischer Erfolg untrennbar mit ökologischer und sozialer Verantwortung verbunden: Denn dauerhaft erfolgreiche Gesundheitsversorgung bedarf einer gesunden Arbeits- und Lebensumwelt. Mit Blick auf das Vertrauen unserer Patienten, Mitarbeiter und Anleger haben wir uns ethisch dazu verpflichtet, dass Sein und Schein langfristig übereinstimmen. Neben ausgewogenen und aufrichtigen Leistungsbeziehungen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gründet unsere Wertschöpfung in wesentlichem Maße auf einem umsichtigen und verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt.
Unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft
Unsere Aufgabe der Gesundheitsfürsorge ist ganz natürlich mit unserem Grundverständnis von sozialer Verantwortung verknüpft: Gesundheit bedeutet Lebensqualität - sie ist das höchste Gut der Menschen. Wir sind der Überzeugung, dass jeder Mensch Anspruch auf eine bezahlbare und hochqualitative medizinische Versorgung hat. Gesundheit darf nicht Luxus sein. Deshalb möchten wir dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit und Sozialverträglichkeit des deutschen Gesundheitssystems auch künftig zu gewährleisten.
Um unserem ambitionierten Unternehmensziel gerecht zu werden, setzen wir auf Wirtschaftlichkeit und Innovation in der Gesundheitsversorgung. Rationalisierung verstehen wir als die Schaffung rationaler - vernünftiger - Strukturen, die die Betreuung unserer Patienten verbessern und zugleich die Produktivität des Krankenhauses erhöhen. Das Ergebnis: Die Qualität der Behandlung steigt. Alle Patienten profitieren von einer hochwertigen Versorgung mit medizinischen Leistungen.
Zugleich fördern wir Innovation in unseren Kliniken, in medizinischen Leistungsallianzen mit den Medizinischen Versorgungszentren, konzernweit sowie in Kooperation mit externen Forschungs- und Entwicklungspartnern. Unserem Kliniknetzwerk und damit den Patienten unserer Kliniken kommt darüber hinaus das hohe Innovationspotenzial der Forschungsaktivitäten an den Universitäten in Gießen, Marburg und Leipzig zugute. Unser Ziel ist, unsere Patienten so früh wie möglich an den Erfolgen moderner Medizinforschung teilhaben zu lassen und diese damit noch besser behandeln und heilen zu können.
Unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt
Als einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland sehen wir im Schutz unserer Umwelt eine besondere Verpflichtung und Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit eng verbunden ist. Umwelteinflüsse können gesundheitliche Risiken für den Menschen bedeuten. Der Schutz der menschlichen Gesundheit und die Schonung der Umweltqualität gehen daher Hand in Hand.
Effektives Umweltmanagement ist für uns zugleich ein ökonomischer Imperativ: Um steigende Kosten etwa im Bereich der Energieversorgung abzufedern, ist effizientes Energie- und Umweltmanagement auch eine wirtschaftliche Verantwortung, die wir mit Blick auf unser Unternehmensziel einer bezahlbaren und qualitätsvollen Medizin für jedermann natürlich annehmen.
Einen besonderen Fokus legen wir auf nachhaltiges Energiemanagement: Hierzu setzen wir auf Innovation und investieren kontinuierlich in Forschung und Entwicklung energieeffizienter Verfahren - etwa im Rahmen unserer Feldversuche zum Einsatz von Brennstoffzellen.
Ausführlichere Informationen zu unserem Engagement rund um Umwelt und Gesundheit finden Sie in unserem Geschäftsbericht.
Unsere Verantwortung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Der Erfolg unseres Unternehmens und jeder unserer Kliniken gründet sich auf dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um die kontinuierliche Qualifizierung, individuelle Entwicklung und die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich zu fördern, setzen wir gezielt auf Kompetenzmanagement und Organisationsentwicklung.
Ein Kernpunkt unserer Strategie ist der Wissenstransfer innerhalb unseres Klinikverbunds. Diesen fördern wir insbesondere durch Öffnung unserer dezentralen Fort- und Weiterbildungsangebote in den Kliniken sowie eine enge Verzahnung von Medizin und Management (z. B. durch unser Ärztliches Management Programm).
In Zeiten des lebenslangen Lernens gilt es für uns, durch gezielte Maßnahmen die Kompetenzen unserer Mitarbeiter auf alle aktuellen und zukünftigen Anforderungen hin optimal vorzubereiten und die individuelle Entwicklung in Bezug auf die betriebliche Karriere, aber auch in punkto Familien- und Sozialplanung zu unterstützen. Daher nehmen Maßnahmen wie die interne Aus- und Weiterbildung von Führungs- und Fachkräften, individuelle Karriereförderung sowie vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebote einen hohen Stellenwert ein.
Die Attraktivität eines Arbeitsplatzes wird zunehmend auch durch geeignete Angebote zur Vereinbarung von Beruf und Familie mitbestimmt. Es ist unsere klare Zielsetzung, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu überzeugen.
Neben dem internen Dialog und Wissensaustausch ist uns auch der Kontakt zu Hochschulabsolventen und jungen Fachkräften sehr wichtig, die sich in der beruflichen Orientierung befinden. Daher präsentieren wir uns regelmäßig auf Augenhöhe gegenüber potenziellen Interessenten auf Messen, Kongressen und Hochschulkontaktbörsen.
Weitere Details zu unseren Aktivitäten im Bereich Personalentwicklung finden Sie in unserem Geschäftsbericht.
3.2 Erklärung zur Unternehmensführung und Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) enthält neben der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG auch Angaben zu Unternehmensführungspraktiken. Darüber hinaus werden die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die eingerichteten Gremien beschrieben.
Zu näheren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Homepage, auf der die Erklärung zur Unternehmensführung unter www.rhoen-klinikum-ag.com öffentlich zugänglich ist.
Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex
Für den Vorstand und den Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG ist eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Unternehmensführung von besonderer Bedeutung. Zusammen mit einer transparenten, rechtlich einwandfreien und ethisch verfassten Unternehmenskultur bildet die Corporate Governance die Voraussetzung für den Erhalt und die Stärkung des Vertrauens, das uns Patienten, Aktionäre, Geschäftspartner und Mitarbeiter entgegen bringen sowie für eine beständige Wertschöpfung in unseren Unternehmungen.
Aufsichtsrat und Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG haben sich turnusgemäß eingehend mit dem Corporate Governance Kodex, dessen Entwicklung und Änderungen sowie seiner Entsprechung bei der RHÖN-KLINIKUM AG und ihren Tochtergesellschaften befasst. Als Ergebnis dieser Beratungen wurde am 26. Oktober 2011 gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 eine von Vorstand und Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG gemeinsam getragene, aktualisierte Entsprechenserklärung nach §161 AktG abgegeben. Danach wird dem Deutschen Corporate Governance Kodex mit folgenden Ausnahmen vollumfänglich entsprochen:
| ― | Ziffer 7.1.2 (Frist zur Zugänglichmachung des Konzernabschlusses) und der |
| ― | Ziffer 5.4.1 (Benennung konkreter Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats) |
Von den nicht obligatorischen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beachten wir die meisten.
Wie bisher auch, räumen wir einer konzernweiten sorgfältigen Rechnungslegung sowie deren Überprüfung durch Abschlussprüfer und Prüfungsausschuss eine angemessene Zeit ein und veröffentlichen unseren Konzernabschluss erst im April.
Der Aufsichtsrat sieht von der Benennung konkreter Ziele hinsichtlich seiner Zusammensetzung in zeitlicher Hinsicht oder in Form von Quoten ab und wird sich bei Wahlvorschlägen - unter Wahrung der Kriterien Internationalität, Interessenskonflikte, Vielfalt und angemessene Beteiligung von Frauen - ausschließlich von der Eignung der Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen.
3.3 Corporate Governance
Gezeichnetes Kapital
Das im Konzernabschluss ausgewiesene gezeichnete Kapital der RHÖN-KLINIKUM AG entfällt vollständig auf 138.232.000 stimmberechtigte, auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,50 €. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen - auch wenn sie sich aus Vereinbarungen von Gesellschaftern ergeben können - bestehen nicht bzw. sind uns nicht bekannt. Keine unserer Aktien ist mit Sonderrechten ausgestattet, die ihrem Inhaber besondere Kontrollbefugnisse verleihen. Mitarbeiter, die Aktien halten, üben ihr Stimmrecht frei aus. Die Aktionäre können ihre Stimmrechte bei der Hauptversammlung selbst ausüben oder Stimmrechtsvertreter bestellen. Die direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital gemäß § 21 ff. WpHG haben wir detailliert in unserem Anhang angegeben.
Die Hauptversammlung vom 8. Juni 2011 hat die Gesellschaft ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 31. Dezember 2012 eigene Aktien mit einem auf sie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 10 Prozent zu erwerben und diese Aktien unter bestimmten Voraussetzungen in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern.
Konzernabschluss, Kommunikation mit Aktionären und Analysten
Der Konzernabschluss wird nach den Grundsätzen der in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und sowohl nach nationalen als auch nach internationalen Prüfungsstandards geprüft. Der Halbjahresabschluss wird auf freiwilliger Basis nach den gleichen vorgenannten Grundsätzen einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Bei der Auftragsvergabe an Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wird auf die erforderliche Unabhängigkeit der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geachtet. Den Prüfungsauftrag für den Jahres- sowie für den Halbjahresabschluss des Konzerns und für die Prüfung der Konzernobergesellschaft erteilt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nach pflichtgemäßer Prüfung gemäß der Beschlussfassung in der Hauptversammlung.
In jedem Jahr geben wir Anfang Februar die vorläufigen Geschäftszahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres bekannt. Unseren Konzernabschluss veröffentlichen wir im April des neuen Geschäftsjahres. Die ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise in den ersten sechs Monaten des folgenden Geschäftsjahres statt. Unsere Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr geben wir im Februar bekannt. Es finden eine Vielzahl von Analystengesprächen und Investorenkontaktgesprächen statt. Über die Geschäftsentwicklung berichten wir vier Mal im Jahr im Rahmen von telefonischen Analystenkonferenzen. Über alle sonstigen wesentlichen wiederkehrenden Termine informieren wir unsere Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten und Medien durch unseren Finanzkalender, der im Geschäftsbericht und im Internet veröffentlicht ist.
Organe der Gesellschaft
Vorstand und Aufsichtsrat sind nach deutschem Aktienrecht konstituiert. Danach leitet der Vorstand die Gesellschaft und führt die Geschäfte; der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand entspricht den aktienrechtlichen Bestimmungen (Aufsichtsrat: § 101 ff. AktG; Vorstand: § 84 AktG) und den Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes. Die Hauptversammlung als beschließendes Organ benötigt für Satzungsänderungen (§§ 179 ff. AktG) und die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern eine Mehrheit von 90 % des bei der Hauptversammlung vertretenen Kapitals.
Der Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG ist nach den Vorgaben des Mitbestimmungsgesetzes paritätisch mit insgesamt 20 Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt und trat im Jahr 2011 zu vier ordentlichen Sitzungen (2010: vier ordentlichen Sitzungen) zusammen. Die Amtsperiode eines Mitglieds beträgt fünf Jahre. Die Altersgrenze beträgt 75 Jahre. Der Aufsichtsrat entscheidet regelmäßig im Plenum bzw. in den zuständigen Fachausschüssen, denen ein Beschlussrecht zusteht, bei Einzelfällen auch im Umlaufverfahren.
Der Aufsichtsrat hat insgesamt sieben Ausschüsse konstituiert. Es bestehen als beschließende Ausschüsse der Vermittlungsausschuss, der Personalausschuss, der Prüfungsausschuss und der Investitions-, Strategie- und Finanzausschuss. Mit Beratungs-, Überwachungs- bzw. Vorschlagskompetenz sind der Nominierungsausschuss zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung, der Antikorruptionsausschuss zur Bekämpfung und Vermeidung von Korruptionssachverhalten und der Medizininnovations- und Qualitätsausschuss zur Weiterentwicklung und Absicherung der medizinischen Qualität ausgestattet.
Für die Tätigkeit des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie für die Zusammenarbeit beider Organe bestehen Geschäftsordnungen.
Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG wurde in 2011 vom Vorsitzenden und bei dessen Abwesenheit durch den vom Aufsichtsrat ernannten ständigen Vertreter geleitet. Zur Zusammensetzung des Vorstandes wird auf den Konzernanhang verwiesen. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt die Geschäfte in gemeinschaftlicher Verantwortung nach Maßgabe einer Geschäftsordnung. Die Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder ergeben sich aus operativen bzw. funktionalen Zuständigkeiten. Dem Vorstandsvorsitzenden obliegen die Unternehmenspolitik und die grundsätzliche strategische Ausrichtung des Konzerns. Für den Vorstand wurde eine Altersgrenze von 65 Jahren beschlossen.
Organvergütungen
Die Vergütung für Aufsichtsrat und Vorstand sind in der Satzung der Gesellschaft bzw. durch Beschlussfassung des Aufsichtsrats nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und bestehen aus festen und variablen Bestandteilen. Den variablen Vergütungsbestandteilen bei Vorstand und Aufsichtsrat liegen vom Konzerngewinn abgeleitete Bemessungsgrundlagen zugrunde. Darüber hinaus werden Vorständen Sachbezüge (Dienstwagen, Versicherungen) und eine bedingte Altersvorsorgeleistung in Höhe von bis zu 1,5 Jahresgehältern gewährt. Erhält ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Abfindung, so darf die Summe dieser Leistung einschließlich der Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Vergütungsbestandteile in Form von Aktienoptionsplänen, aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder ähnliche Vergütungen bestehen nicht. Für den Vorstand und Aufsichtsrat bestehen Vergütungssysteme, welche Höhe und Struktur der jeweiligen Einkommen festlegen.
Für die Vorstandsvergütungen bestehen faktische Obergrenzen, da positive Ergebnisentwicklungen nur unterproportional vergütungsrelevant werden und selbst bei Ergebniskonstanz die variablen Vergütungen im Vergleich zum Vorjahr bereits abnehmen.
Die Vergütung der im Geschäftsjahr 2011 amtierenden Mitglieder des Vorstands belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 6,5 Mio. € (Vj. 9,1 Mio. €). Von diesem Betrag entfielen 1,4 Mio. € (Vj. 1,9 Mio. €) bzw. 22,1 % (Vj. 21,1 %) auf erfolgsunabhängige Komponenten und 5,1 Mio. € (Vj. 7,2 Mio. €) bzw. 77,9 % (Vj. 78,8 %) auf variable Gehaltsbestandteile. Die Ansprüche auf Altersvorsorgeleistungen der Mitglieder des Vorstands betrugen 3,5 Mio. € (Vj. 7,1 Mio. €). Zum Bilanzstichtag nicht mehr amtierende Vorstände bzw. deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2011 Vergütungen für Altersvorsorgeleistungen in Höhe von 5,4 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €).
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung geregelt. Sie ist leistungsbezogen und orientiert sich am Zeitaufwand, an den Aufgaben und an der funktional übernommenen Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des RHÖN-KLINIKUM Konzerns. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen.
Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats betrug 2,7 Mio. € (Vj. 2,4 Mio. €). Von dem Gesamtbetrag entfielen auf fixe Vergütungen 0,8 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) bzw. 31,2 % (Vj. 32,2 %). Ergebnisabhängig wurden Vergütungen in Höhe von 1,9 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) bzw. 68,8 % (Vj. 67,8 %) gezahlt.
Zu weiteren Einzelheiten, insbesondere zu den individualisierten Vergütungen für den Aufsichtsrat und den Vorstand, wird auf den Vergütungsbericht als Teilbericht zum Corporate Governance Bericht sowie auf den Konzernanhang verwiesen.
Aktienbesitz von Organmitgliedern
Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand hielten zum 31. Dezember 2011 zusammen 12,56 % am Grundkapital. Auf den Aufsichtsrat entfallen hiervon 12,56 % der ausgegebenen Aktien. Herr Eugen Münch und seine Ehefrau Ingeborg Münch halten zusammen 12,45 % des Grundkapitals und die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats 0,11 % der ausgegebenen Aktien. Die Mitglieder des Vorstands halten zusammen 0,003 % des Grundkapitals.
Weiterhin legen wir alle meldepflichtigen Transaktionen nach §15a WpHG von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats offen. Uns wurden im Geschäftsjahr 2011 die im Corporate Governance Bericht und im Konzernanhang aufgeführten Transaktionen gemeldet.
Verträge mit Kontrollwechselklausel
Die Unternehmenskaufverträge der von uns akquirierten Kliniken sowie verschiedene Verträge über Finanzinstrumente sehen Regelungen vor, wonach unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots, z. B. eine Rückübertragung der Gesellschaftsanteile bzw. die Anleihen- und Kreditgeber eine sofortige Rückzahlung verlangen können. Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen, wonach Vorstand oder Arbeitnehmer im Falle einer Unternehmensübernahme Ansprüche auf Entschädigung ableiten können.
3.4 Compliance
»Tue nichts, was du nicht willst, dass es dir angetan werde und unterlasse nichts, was du wünschst, dass es dir getan würde«
Dieses Unternehmensprinzip gilt seit jeher sowohl für die RHÖN-KLINIKUM AG als auch für jede einzelne Konzerngesellschaft, sowohl in der ärztlichen und nichtärztlichen Patientenversorgung als auch in der Verwaltung und im Bereich des Managements. Diese Leitlinie ist Grundlage für jede unserer Entscheidungen und für unser gesamtes Handeln, in jeder Lage des Entscheidungsfindungsprozesses, denn die Erreichung unserer Unternehmensziele erfordert laut unseren Vorstellungen stets auch die Einhaltung sowohl der gesetzlichen, jedoch auch unserer eigenen ethischen Maßstäbe und Vorschriften.
In der Umsetzung und Erfüllung dieser Aufgabe haben wir abteilungsübergreifend eine Vielzahl von Instrumenten und Möglichkeiten geschaffen. Im Personalbereich wird sichergestellt, dass jeder Arbeitsvertrag, sei es individuell oder kollektivrechtlich, auf dieses Prinzip Bezug nimmt. Der Bereich des Qualitätsmanagement erfüllt dieses Grundprinzip mit dem notwendigen Leben und Compliance unterstützt sämtliche anderen Abteilungen bei der Umsetzung und auch Durchsetzung dieses obersten Leitsatzes.
Über die gesetzlich geforderten Grundlagen von Compliance hinaus besteht im Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG an jedem Standort ein Compliance-Management-System, das vom Management bis hin zum einzelnen Mitarbeiter nicht nur die Einhaltung dieses Prinzips, sondern auch allgemein die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben, aber auch von ethischen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen beachtet. Hierbei sind wir nicht nur auf die internen Strukturen beschränkt, unser Compliance-Management-System verlangt auch die Einhaltung gängiger Compliancevorschriften bei unseren Geschäftspartnern.
Auf Grundlage der konzernweit gültigen Geschäftsordnung Compliance, die für jeden Mitarbeiter Gültigkeit besitzt, sind verschiedene Stellen aller Hierarchien mit verschiedenen Aufgaben und Funktionen betraut, vorwiegend mit der internen Beratungs- und Informationsfunktion, jedoch auch im Bereich von Präventions- oder Schutzmaßnahmen oder mit Implementierungsaufgaben. Die jeweiligen Organe der Gesellschaften werden hierdurch durch die Compliance-Beauftragten vor Ort, aber auch durch den konzernweiten Leiter Compliance und den Antikorruptions- und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates im Rahmen ihrer jeweiligen Aufgaben unterstützt.
Zum Zwecke der Transparenz und der Information aller beteiligter Personen haben wir im Rahmen von Konzernbetriebsvereinbarungen, Richtlinien und Handlungsempfehlungen Vorgaben geschaffen, die jedermann die Möglichkeit gibt, unser Unternehmensziel im Einklang mit unseren Wertvorstellungen zu erreichen. Ein Compliance-Management-System kann jedoch nicht statisch ausgerichtet sein, daher überprüfen wir regelmäßig anhand interner, aber auch externer Vorgänge die Wirksamkeit und Aktualität dieses Systems und passen unsere Regelwerke stetig an die neuesten Gegebenheiten an. Schulung und Information der Mitarbeiter über die Bedeutung und Umsetzung unserer Unternehmensleitlinie und über Compliance hat hierbei ebenfalls einen sehr hohen Stellenwert, sei es im Rahmen von internen Fortbildungsmaßnahmen oder im Rahmen der Gremienarbeit, zum Beispiel bei der Arbeitnehmer- oder Auszubildendenvertretung bzw. bei der Ausbildung unserer Nachwuchsführungskräfte. Nur durch die enge Verzahnung von regelhafter Kontrolle und Anpassung des Systems, verbunden mit Information und Aufklärung aller Ebenen des Konzerns und seiner Gesellschaften kann das erreicht werden, wofür die RHÖN-KLINIKUM AG bürgt:
Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen optimalen Versorgung für jedermann auf der Basis einer sozialen und ethischen Verantwortung für unsere Patienten und Mitarbeiter.
3.5 Medizinische Qualität
Täglich erbringen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Einrichtungen ein Höchstmaß an Qualität für unsere Patienten. Das abgelaufene Geschäftsjahr verdeutlicht, dass unsere Kliniken auf der Grundlage eines ganzheitlichen Qualitätsverständnisses eine Vielzahl von Verbesserungen erreichen konnten. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen.
Die RHÖN-KLINIKUM AG hat im Jahr 2011 eine Fülle von Maßnahmen zur Sicherung und Steigerung der Qualität in der klinischen Leistungserbringung etabliert und durchgeführt. Diese Maßnahmen erstrecken sich auf den gesamten Prozess der Leistungserbringung von der Aufnahme der Patienten ins Krankenhaus über die Prozesse während der klinischen Behandlung bis hin zur Entlassung.
Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg einer konsequenten Erhöhung der Patientensicherheit ist die sogenannte "elektronische Arzneimitteltherapie-Sicherheitsprüfung (eAMTS)". Die RHÖN-KLINIKUM AG hat im Jahr 2011 unter Beteiligung aller relevanten Berufsgruppen des Konzerns wie Medizin, Pflege, Apotheke, Controlling und Qualitätsmanagement Anforderungen an ein solches System ausgearbeitet und formuliert. Dabei stand das Ziel im Vordergrund, alle Ärztinnen und Ärzte bei der Medikamentenvergabe unter Wahrung der Verordnungsfreiheit zu unterstützen, indem medizinische und pharmazeutische Kompetenz mit Hilfe des Systems zusammengeführt werden.
Mit der vollständig flächendeckenden Einführung des Critical Incident Reporting Systems (CIRS) im Jahr 2011 ist ein wichtiger Beitrag zu einer weiter verbesserten Patientensicherheit in den Einrichtungen des Konzerns geleistet worden.
»Ihre Meinung ist uns wichtig!« Unter diesem Motto befragen wir in unseren Einrichtungen regelmäßig und strukturiert Patienten und Einweiser, um weitere Grundlagen für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung zu gewinnen. Denn nur so können wir sicherstellen, dass wir Qualität nicht bloß behaupten, sondern diese gemäß unserem Anspruch tatsächlich auch erreichen.
Nach einer Reihe von aufsehenerregenden Hygienefällen in deutschen Kliniken erließ der Gesetzgeber im Juli 2011 eine Novelle des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Für viele Krankenhäuser kam die Umsetzung dieser Forderungen überraschend und stellte sie vor erhebliche Probleme. Die Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG dagegen waren durch das seit Jahren etablierte, konzernweit vereinheitlichte Hygienemanagement auf die anstehenden Veränderungen eingestellt und erfüllten bereits weitgehend die gesetzlichen Anforderungen. Die seit 2008 für alle Kliniken verbindlich eingeführten Monatsberichte an den leitenden Konzernhygieniker zu meldepflichtigen und hygienekritischen Erregern und Infektionen haben sich als zentrales Steuerungsinstrument als unverzichtbar erwiesen. Mit der Verbesserung der Basishygiene haben wir es nicht bewenden lassen. Durch die strikte Umsetzung der Konzernleitlinie zur Erkennung von und zum Umgang mit MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) -positiven Patienten konnten wir auch die Rate der nosokomialen, innerhalb der Klinik erworbenen, Übertragungen dieses notorischen Hospitalismuskeims kontinuierlich senken.
Dass die RHÖN-KLINIKUM AG ihren Anspruch an hohe Qualität und Transparenz erfüllt, belegt die Beteiligung unserer Kliniken am Internetportal qualitätskliniken.de. In diesem Portal wird die hohe Qualität unserer Einrichtungen im Vergleich zu anderen Kliniken für die Öffentlichkeit dargestellt. Als Initiator von qualtitäskliniken.de hat die RHÖN-KLINIKUM AG gemeinsam mit ihren Partnern das erklärte Ziel, die Qualität ihrer Einrichtungen systematisch weiter zu steigern und diese Entwicklung Patienten wie Fachleuten transparent zu machen.
3.6 Berichterstattung gemäß § 289 Abs. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB über interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem in unserem Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Im RHÖN-KLINIKUM Konzern besteht das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem, das die Erstellung der Jahresabschlüsse für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG und die RHÖN-KLINIKUM AG selbst und ihrer Tochtergesellschaften sicherstellt. Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist mit Bezug auf die Rechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet.
Der Konzernrechnungslegungsprozess ist so organisiert, dass für jede der Tochtergesellschaften zu jedem Stichtag - d. h. monatlich, vierteljährlich und jährlich - auf Basis einer konzernweit einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie und eines konzernweit einheitlichen Buchhaltungsprogramms ein handelsrechtlicher Abschluss in konzerneigenen Rechenzentren erstellt wird. Aus diesen Abschlüssen wird für jedes Quartal ein Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) abgeleitet. Die Abschlussdaten der Tochtergesellschaften werden mittels zertifizierter Konsolidierungssoftware nach der Kapitalkonsolidierung und einer Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Eliminierung etwaiger Zwischengewinne zu einem Konzernabschluss zusammengefasst. IFRS-relevante Umbewertungen bzw. Umgliederungen werden auf Konzernebene nach einheitlichen Kriterien durchgeführt.
Die Abschlüsse werden zeitnah nach Ablauf des jeweiligen Stichtags an das Konzernrechnungswesen gemeldet, erstellt und veröffentlicht. Zusammen mit der Abteilung Controlling und fallweise auch mit der Abteilung Interne Revision werden die Abschlüsse analysiert, plausibilisiert und bewertet.
Sowohl für die Erstellung der Einzelabschlüsse nach HGB als auch für die Erstellung des Konzernabschlusses nach den gültigen IFRS gibt es zur Vereinheitlichung der Bilanzierung entsprechend umfangreiche Bilanzierungsvorgaben, deren Einhaltung stringent überwacht wird. Sowohl bei den Einzelgesellschaften als auch im Konzern bestehen klare Verantwortlichkeiten für die Erstellung der Jahresabschlüsse. Die dabei zur Anwendung kommenden fallweise präventiven oder nachgelagerten bzw. manuellen oder automatisierten Kontrollen tragen den Grundsätzen der Funktionstrennung Rechnung.
Die Quartalsabschlüsse, der Halbjahresfinanzbericht sowie der Jahresabschluss werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zur Prüfung vorgelegt. Die Prüfungsergebnisse des Prüfungsausschusses werden dokumentiert. Darüber hinaus beauftragt der Prüfungsausschuss regelmäßig auch den Abschlussprüfer mit der Durchführung einer rechnungslegungsbezogenen Schwerpunktprüfung. Soweit sich aus den Prüfungen des Prüfungsausschusses sowie des Abschlussprüfers Verbesserungen des Konzernrechnungslegungsprozesses ableiten lassen, werden diese unverzüglich etabliert.
4 UMGANG MIT CHANCEN UND RISIKEN
Nur ein Unternehmen, das seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, ist in der Lage, sich bietende Chancen unternehmerisch verantwortlich zu nutzen. Der Umgang mit Chancen und Risiken und deren nachhaltige Steuerung ist eine unternehmerische Kernaufgabe und im Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG fest in der Führungskultur verankert. Unsere wertorientierte Unternehmensstrategie berücksichtigt Chancen und Risiken gleichermaßen, schützt die Interessen unserer Aktionäre und anderer Kapitalmarktteilnehmer und trägt der gesetzlich vorgeschriebenen Früherkennung von bestandsgefährdenden Risiken in vollem Umfang Rechnung.
Insbesondere unsere Patienten sind darauf angewiesen, dass wir Chancen und Risiken adäquat handhaben. Wir als Gesundheitsdienstleister sehen die Gefährdung von Leben und Gesundheit unserer Patienten stets als größtes Risiko, denn in medizinischen und pflegerischen Bereichen können selbst kleinste Fehler verheerende Auswirkungen haben. Deshalb genießen Maßnahmen, die diese Risiken vermeiden, bei uns höchste Priorität. Dabei gilt es, Chancen und Risiken permanent gegeneinander abzuwägen.
Gute Medizin zukunftsfest zu gestalten ist ein zentrales Anliegen unseres Konzerns. Die ordnungspolitischen und gesetzgeberischen Rahmenbedingungen sowie der zunehmende Kosten-, Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck innerhalb der Branche bergen zwar Risiken, eröffnen aber auch Chancen unser auf Wachstum ausgerichtetes Geschäftsmodell vom klassischen Klinikbetreiber zum integrierten Gesundheitsversorger weiter voranzutreiben.
4.1 Elemente unseres Chancen- und Risikomanagements
Unser Chancen- und Risikomanagementsystem basiert auf folgenden Elementen:
| ― | Präventiv festgelegte Verfahren, klar definierte Strukturen und das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen bilden die Basis. Jeder Mitarbeiter hat die persönliche Pflicht, aktiv Schäden von unseren Patienten, unseren Geschäftspartnern und vom Unternehmen abzuwenden. |
| ― | Risikoidentifikation und Chancenerkennung sind in die geschäftsüblichen Arbeitsabläufe integriert, denn nur Chancen und Risiken, die wir kennen, können wir auch steuern. Primäres Ziel der Risikosteuerung ist, unter Abwägung der damit verbundenen Chancen, die Risikominimierung, wenn möglich die Risikovermeidung - aber: Keine Chancen ohne Risiken. |
| ― | Chancen und Risiken werden systematisch bewertet und dokumentiert um eine effiziente Risikobewältigung zu gewährleisten und Rückschlüsse auf die Gesamtrisikolage zuzulassen. Die Gefährdung von Leben und Gesundheit wird dabei von uns immer als hohes und als unser größtes Risiko angesehen. |
| ― | Durch zeitnahe, offene interne und externe Kommunikation schaffen wir Vertrauen und die Basis für Selbstkritik und kontinuierliches Lernen. Indem wir das Risikomanagementsystem regelmäßig überprüfen, bewerten und an sich permanent ändernde Rahmenbedingungen anpassen, sichern wir die Akzeptanz des Systems und entwickeln es weiter. |
4.2 Schwerpunkte 2011
Im Geschäftsjahr 2011 haben wir uns verstärkt mit dem Thema medizinische Qualitätssicherung befasst. Mit der konzernweiten Einführung des Critical Incident Reporting Systems (CIRS) im Berichtsjahr wurde ein wichtiger Beitrag zu einer weiter verbesserten Patientensicherheit in den Einrichtungen des Konzerns geleistet. Durch das CIRS werden kritische Ereignisse, d. h. jene Vorfälle gemeldet, in denen kein Schaden aufgetreten ist, die aber zu einem Schaden an Patienten und Mitarbeitern hätten führen können. Aus ihnen kann rechtzeitig gelernt und durch geeignete Verbesserungsmaßnahmen können Personenschäden in der Behandlung und im Berufsalltag verhütet werden. Das fachliche Konzept zum systematischen Fehlermanagement lehnt sich eng an die Empfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit an und stellt eine wichtige Komponente des Risikomanagements im klinischen Bereich dar.
Des Weiteren haben wir uns im Berichtsjahr mit den Schwerpunktfeldern Hygiene, Brandschutz, Datenschutz und Datensicherheit beschäftigt. Diese Themen haben wir konzernweit angesprochen, daraus resultierende Risiken identifiziert und diesen Risiken entsprechende Vermeidungs- bzw. Minimierungsstrategien entgegengesetzt.
Ferner wurden unsere Aktivitäten zur Standortsicherung durch Überprüfungen des Leistungsportfolios fortgesetzt. Basierend auf tiefgehenden Markt- und Umfeldanalysen haben wir unter Berücksichtigung demographischer Entwicklungen Leistungspotenziale an den einzelnen Klinikstandorten identifiziert. Davon ausgehend werden über Masterpläne bestehende Chancen als Potenziale in Umsatz und Ergebnis umgesetzt. Über unsere Leistungs- und Ergebnisüberwachungssysteme stellen wir auch unterjährig sicher, dass unsere Zielvorgaben für das Geschäftsjahr erreicht werden. Stringente monatlich durchgeführte Abweichungsanalysen von Leistung, Umsatz und Ergebnis tragen maßgeblich dazu bei, dass wir unsere Prognosen einhalten.
Anlässlich eines Ermittlungsverfahrens gegen Servicegesellschaften wurden im September 2011 auch Räumlichkeiten an verschiedenen Klinikstandorten durch den Zoll durchsucht. Wir sehen den Ermittlungsergebnissen gelassen entgegen, da wir davon überzeugt sind, jederzeit rechtskonform gehandelt zu haben.
4.3 Risikofelder
Als Gesundheitsdienstleister setzen wir uns mit einer äußerst komplexen Risikolandschaft auseinander. Faktoren wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen, der zunehmende Kosten-, Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck innerhalb der Branche oder die steigenden Ansprüche der Patienten eröffnen nicht nur Chancen sondern bergen auch Risiken.
Nachstehende Risikofelder haben maßgeblichen Einfluss auf die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
Gesamtwirtschaftliche und gesetzgeberische Risiken
Da wir ausschließlich auf dem inländischen Gesundheitsmarkt tätig sind, berühren uns außenwirtschaftliche Faktoren kaum.
Von den Entwicklungen der Binnenkonjunktur sind wir mittelbar betroffen, da die Gesundheitsausgaben vom Beitragsaufkommen der Versicherten und damit von der Lage am Arbeitsmarkt abhängen.
Die Versorgungsstrukturen des deutschen Gesundheitsmarktes sind in hohem Maße durch staatliche Lenkung geprägt. Sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich bestehen stringente Planungs- und Zulassungsregeln. Veränderungen der staatlichen Bedarfsplanung können die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Einrichtung positiv oder negativ beeinflussen.
Per Gesetz sind in Deutschland u. a. auch die Entgelthöhe für Gesundheitsdienstleistung und die Förderung von Investitionen geregelt. Unterschiedliche politische Zielsetzungen beziehungsweise sich verändernde finanzielle Möglichkeiten oder Notwendigkeiten können daher direkt und indirekt den gesetzgeberischen Rahmen und damit auch die wirtschaftlichen Bedingungen der Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen positiv oder negativ berühren.
Aus Anlass von Unternehmenszusammenschlüssen werden regelmäßig kartellrechtliche Prüfungen durchgeführt. Entscheidungen des Kartellamts haben damit Einfluss auf das Wachstum eines im Gesundheitsbereich tätigen Konzerns.
Krankenhäuser weisen üblicherweise Personalkostenquoten zwischen 50 % und 70 % aus. Daraus ergibt sich eine beträchtliche Abhängigkeit von tariflichen Entwicklungen. Ferner ist der Erfolg von Einrichtungen im Gesundheitswesen davon abhängig, dass man im erforderlichen Umfang ausreichend qualifiziertes Personal jederzeit rekrutieren kann, um die gesteckten Wachstumsziele zu erreichen.
Markt- oder Absatzrisiken
Aufgrund der staatlichen Krankenhausbedarfsplanung verfügen alle Plankrankenhäuser in Deutschland faktisch über einen staatlich regulierten Gebietsschutz. Klassische Markt- und Absatzrisiken bestehen nur dort, wo Standortschließungen durch Planfortschreibungen festgelegt werden bzw. die Qualitätseinschätzung eines Krankenhauses durch einweisende Ärzte oder Patienten deutlich schlechter ausfällt als für benachbarte Kliniken und dadurch Patientenwanderbewegungen ausgelöst werden.
Finanzmarktrisiken
Wir sind ausschließlich in Deutschland tätig, unterliegen also keinen Transaktions- und Währungsrisiken.
Im Konzern bestehen Finanzschulden inklusive negativer Marktwerte von Finanzderivaten in Höhe von 1.065,1 Mio. € und zinstragende Anlagen in Höhe von 477,5 Mio. €. Damit unterliegen wir grundsätzlich Zinsrisiken. Diesen Zinsrisiken begegnen wir mit Zinssicherungsgeschäften und sind somit kurz- und mittelfristig hiervon weitgehend unabhängig. Andere als zu Sicherungszwecken dienende derivative Finanzinstrumente werden von uns nicht eingesetzt.
Wertpapiere, ausgenommen 24.000 Stück eigene Aktien, werden im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG nicht gehalten. Entsprechende Bonitäts- und Kursrisiken bestehen ebenfalls nicht.
Betriebs- und Produktionsrisiken
Der medizinische Fortschritt und der Anspruch, Patienten als Ganzes und nicht partikulär zu diagnostizieren und zu therapieren, erfordern eine Organisation von immer stärker interdisziplinär-arbeitsteiligen Prozessen. Dieser Kooperationsbedarf besteht nicht nur im Krankenhaus, sondern auch zwischen der ambulanten und stationären Versorgung. Störungen im Prozessablauf bergen Risiken für den Patienten und die Klinik. Wir legen allerhöchsten Wert darauf, diese Risiken zu minimieren, indem wir Behandlungsqualität mit qualifizierten und geschulten Mitarbeitern durch leitliniengerechtes Vorgehen in betriebssicheren und hygienegerechten Krankenhausgebäuden sicher stellen. Die permanente Überwachung aller Aufbau- und Ablauforganisationen bei der Behandlung von Patienten sowie die konsequente Ausrichtung aller Anstrengungen auf die Bedürfnisse unserer Patienten erzeugen ein Höchstmaß an Behandlungsqualität und begrenzt bestehende Betriebs- und Produktionsrisiken.
Für nicht abwendbare Risiken besteht ein angemessener und regelmäßig aktualisierter Versicherungsschutz.
Beschaffungsrisiken
In Zeiten wachsenden wirtschaftlichen Drucks auf die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft gewinnen - neben dem optimalen Einsatz von Sachmitteln - die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung.
Deshalb ist es für uns von zentraler Bedeutung sicherzustellen, dass wir Fachkräfte von uns überzeugen und an unser Unternehmen binden können. Unsere Unternehmensgröße ermöglicht uns, eigene, qualitativ hochwertige Kompetenzstandards für die einzelnen Berufsgruppen zu schaffen und anzuwenden. Durch den Aufbau und Ausbau strukturierter Rekrutierungs- und Qualifizierungskonzepte für den ärztlichen Dienst, die Pflege und die Gesundheitsberufe sowie für unseren Führungskräftenachwuchs sehen wir Möglichkeiten, dem gegenwärtigen Personalmangel effizient zu begegnen. Soweit es nicht dauerhaft gelingt, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichendem Umfang für uns zu gewinnen, können daraus entwicklungsbeeinträchtigende Sachverhalte und damit Risiken für einzelne Standorte entstehen.
In Bezug auf die Materialbeschaffung sind wir im Bereich medizinischer Einrichtungen und Ausstattungen sowie beim medizinischen Bedarf auf Fremdanbieter angewiesen. Aus diesen Geschäftsbeziehungen können Risiken, beispielsweise ausgelöst durch Lieferschwierigkeiten und Qualitätsprobleme, entstehen. Konzernweit stellen wir durch kontinuierliche Markt- und Produktbeobachtung sicher, dass sich Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, von Produkten und Dienstleistern in engen Grenzen halten.
Erfolgs- und Liquiditätsrisiken
Leistungsschwankungen in unseren Einrichtungen können zu Umsatz- und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen führen. Durch regelmäßige Zeit- und Betriebsvergleiche bezüglich Leistung, Umsatz und Ergebnis sowie ausgewählter betriebswirtschaftliche Kennzahlen und andere Indikatoren ist es möglich, frühzeitig unerwünschte Entwicklungen zu erkennen und - wo angebracht und notwendig -korrigierend einzugreifen. Monatliche Erfolgs- und Liquiditätskontrollen sichern unsere veröffentlichten Prognosen sowie unseren Liquiditätsstatus ab.
4.4 Ergebnisse der Risikoinventur 2011 und Gesamteinschätzung
Die Risikoinventur des Geschäftsjahres 2011 zeigt einen weiterhin positiven Trend. Die Grundsätze des gesetzlich vorgeschriebenen Systems zur Früherkennung von bestandsgefährdenden Risiken wurden im Berichtsjahr analog zu den Vorjahren fortgeführt. Entsprechend wurde auch der Risikokatalog überprüft und aktualisiert.
Die Überprüfung der Risikolage im Konzern und in den Einzelgesellschaften der RHÖN-KLINIKUM AG hat für das Geschäftsjahr 2011 als Gesamteinschätzung ergeben, dass bestandsgefährdende Risiken weder für die Einzelgesellschaften noch für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG bestehen und weiterhin auch keine entwicklungsbeeinträchtigenden Sachverhalte gesehen werden.
5 MEDIZINISCHE FORSCHUNG UND TRANSFER IN DIE PRAXIS
Mit der Übernahme der Universitätskliniken Gießen und Marburg und deren Integration in den Konzernverbund sowie dem langjährigen Betreiben des Herzzentrums Leipzig beteiligen sich unsere Kliniken am kontinuierlichen Transfer von Wissen aus der Forschung in die Praxis, um besser und gezielter die medizinische Krankenversorgung durchzuführen. Die unmittelbare Anbindung der Konzernkliniken an die universitäre Maximalversorgung und der damit verbundene direkte Zugang auf die hochschulmedizinischen Forschungsergebnisse führen dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in moderne Medizin zu übersetzen und qualifiziert in die Fläche zu tragen. Mit dieser Anbindung der Konzerneinrichtungen an die universitätsmedizinische Forschung und Lehre bieten wir als verantwortungsbewusster privater Gesundheitsdienstleister - ganz der Logik unserer Unternehmensphilosophie folgend - unseren Patienten über alle Versorgungsstufen hinweg ein breites Spektrum einer qualitätsvollen, unabhängigen und für jedermann bezahlbaren Medizin.
Neben unseren universitätsmedizinischen Standorten pflegen zahlreiche weitere Konzernkliniken den offenen wissenschaftlichen Dialog. Das reicht von der Federführung wissenschaftlicher Konferenzen, über die Teilnahme an klinischen Langzeitstudien und vielversprechenden internationalen Forschungsprojekten, bis hin zur Wahrnehmung universitärer Lehraufträge sowie dem Angebot konkreter Fortbildungsmaßnahmen für Krankenhausärzte.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg und weiteren Partnern des Forschungsnetzwerks den Zuschlag als neue Standorte des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) erteilt.
Besonders hervorzuheben ist, dass das Universities of Giessen &Marburg Lung Center (UGMLC) die koordinierende Funktion im gesamten Deutschen Zentrum für Lungenforschung übernimmt. Beteiligt an dem UGMLC sowie dem DZL ist auch das in Bad Nauheim ansässige Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung.
Die Zentralklinik Bad Berka und das Universitätsklinikum Gießen und Marburg beispielsweise erhielten die Auszeichnung "Exzellenzzentrum für Neuroendokrine Tumore". Die Zertifizierungen erfolgten im Auftrag der renommierten European Neuroendokrine Tumor Society (ENETS) und zeichnet eine kleine Zahl europäischer Zentren aus, die über eine herausragende klinische und wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Neuroendokrinen Tumore verfügen.
Für die IT-gestützten Behandlungsabläufe in der Zentralen Notaufnahme wurde das Klinikum Frankfurt (Oder) mit dem "Golden Helix Award 2011" ausgezeichnet.
Diese Maßnahmen und Aktivitäten helfen uns, die moderne medizinische Forschung unseren Patienten schnell verfügbar zu machen und diese damit noch besser behandeln und heilen zu können. Weitere konkrete Beispiele zur medizinischen Forschung und Entwicklung im RHÖN-KLINIKUM Konzern finden Sie in unserem Geschäftsbericht.
6 KONZERNENTWICKLUNG
6.1 Unsere Kliniken und ihre Leistungsfähigkeit
Der RHÖN-KLINIKUM Konzern ist mit seinen 53 Kliniken und 38 MVZ ein führender Gesundheitsversorger in Deutschland. Wir stellen damit einen Marktanteil von knapp 4 %. Der akutstationäre Bereich umfasst rund 97 % des Konzernumsatzes und wird an einigen Standorten ergänzt durch die Angebote unserer Rehabilitationskliniken.
Unser Konzern ist grundsätzlich einstufig gegliedert. Die einzelnen Klinikgesellschaften sind rechtlich selbständige Kapitalgesellschaften und haben ihren Sitz an der jeweiligen Betriebsstätte. Sie sind unmittelbare Tochtergesellschaften der RHÖN-KLINIKUM AG (Konzernobergesellschaft), die ihren Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale hat.
Bedeutende Standorte mit einem akutstationären Versorgungsangebot sind die Kliniken am Stammsitz Bad Neustadt, unsere Wissenschaftsstandorte in Gießen, Marburg und Leipzig sowie die Klinikstandorte mit überregionalem Einzugsgebiet in Bad Berka, Frankfurt (Oder), Hildesheim, Karlsruhe, München, Pforzheim und Wiesbaden.
Gegenüber dem Vorjahr haben sich folgende Veränderungen der Bettenkapazitäten ergeben:
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| Kliniken | Betten | |
|---|---|---|
| Stand am 01.01.2011 | 53 | 15.900 |
| Änderung der Bedarfsplanungen (Saldo) | - | 73 |
| Stand am 31.12.2011 | 53 | 15.973 |
Zum 31. Dezember 2011 werden zum Bilanzstichtag 53 Kliniken mit 15.973 Betten / Plätzen an insgesamt 43 Standorten in 10 Bundesländern in unseren Konzernabschluss einbezogen. Seit dem 31. Dezember 2010 ergaben sich mit per Saldo 73 Betten / Plätzen lediglich geringfügige Planbettenänderungen bei unseren akutstationären Kapazitäten.
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| Planbetten/Plätze | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | Absolut | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stationäre Kapazitäten | ||||
| Akutkliniken | 14.157 | 14.169 | -12 | -0,1 |
| Rehabilitationskliniken und sonstige stationäre Kapazitäten | 1.380 | 1.362 | 18 | 1,3 |
| 15.537 | 15.531 | 6 | 0,0 | |
| Teilstationäre und tagesklinische Kapazitäten | 436 | 369 | 67 | 18,2 |
| Insgesamt | 15.973 | 15.900 | 73 | 0,5 |
Bis zum 31. Dezember 2011 haben wir konzernweit 38 MVZ mit insgesamt 166,5 medizinischen Fachrichtungen (Facharztsitzen) überwiegend an oder in der Nähe unserer Klinikstandorte eröffnet oder erworben. Dabei resultiert ein Abgang bei den MVZ aus der Verschmelzung unserer MVZ in Bad Kissingen und Hammelburg im Interesse einer Straffung von Arbeitsprozessen. Die abgehenden Facharztsitze betreffen im Wesentlichen beantragte und nicht erworbene Sitze in nicht bedarfsgeplanten Fachrichtungen. Aus dem Abgang resultieren weder planmäßige noch außerplanmäßige Abschreibungen.
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| Zeitpunkt | MVZ | Facharztsitze | |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2011 | 33 | 125,5 | |
| Inbetriebnahmen | |||
| Düsseldorf | 01.01.2011 | 1 | 11,0 |
| Pforzheim III | 01.01.2011 | 1 | 2,0 |
| Siegburg | 01.07.2011 | 1 | 7,0 |
| Frankfurt (Oder) | 01.07.2011 | 1 | 3,0 |
| Magdeburg | 01.07.2011 | 1 | 2,0 |
| Mönchengladbach/Erkelenz | 01.10.2011 | 1 | 7,0 |
| Erweiterungen | |||
| Verschiedene Standorte | - | 14,0 | |
| Abgänge | |||
| Verschiede Standorte | -1 | -5,0 | |
| Stand am 31.12.2011 | 38 | 166,5 |
Auch im Geschäftsjahr 2011 haben wir unsere ambulanten Kapazitäten weiter ausgebaut. Insbesondere haben wir verstärkt in sogenannte "Fach-MVZ", wie z. B. augenchirurgische Zentren (ADTC), investiert. Damit decken wir auch künftig diejenigen Leistungsbereiche ab, die bisher vorwiegend im Rahmen einer stationären Patientenbehandlung erbracht wurden. In diesem Zusammenhang haben wir mit Wirkung zum 1. Januar 2011 eine mehrheitliche Beteiligung an unserem ophthalmologischen Zentrum in Düsseldorf mit 10 augenärztlichen Sitzen und einem anästhesiologischen Sitz erworben. Mit Wirkung zum 1. Juli 2011 bzw. 1. Oktober 2011 haben wir jeweils ein weiteres Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum mit jeweils 7 Facharztsitzen in Siegburg bzw. in Mönchengladbach/Erkelenz erworben.
Am 1. Januar 2012 haben wir ein weiteres MVZ mit einem orthopädischen Sitz in Olpe in Betrieb genommen und unsere bestehenden MVZ um 12 Facharztsitze erweitert. Somit starten wir ins Geschäftsjahr 2012 mit insgesamt 39 MVZ und 179,5 Facharztsitzen.
Die Patientenzahlen in unseren Kliniken und MVZ entwickelten sich wie folgt:
Januar bis Dezember
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| 2011 | 2010 | Abweichung | ||
|---|---|---|---|---|
| absolut | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stationär und teilstationär behandelte Patienten in unseren | ||||
| Akutkliniken | 664.041 | 654.437 | 9.604 | 1,5 |
| Rehabilitationskliniken und sonstigen Einrichtungen | 11.195 | 10.293 | 902 | 8,8 |
| 675.236 | 664.730 | 10.506 | 1,6 | |
| Ambulant behandelte Patienten | ||||
| in unseren Akutkliniken | 1.037.580 | 1.009.264 | 28.316 | 2,8 |
| in unseren MVZ | 564.337 | 367.788 | 196.549 | 53,4 |
| Gesamt | 2.277.153 | 2.041.782 | 235.371 | 11,5 |
Im Geschäftsjahr 2011 haben wir die Behandlung unserer Patienten um 11,5 % steigern können. Wir behandelten 2.277.153 Patienten, das ist ein Plus von 235.371 Patienten gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs entfällt mit 95,5 % auf die Behandlung ambulanter Patienten. Nach Abzug von Konsolidierungseffekten (Klinik Hildesheimer Land GmbH und Ersterfassungen bei den MVZ) verbleibt ein internes Wachstum der Patientenzahl von 134.204 Patienten bzw. 6,6 %. Dieses entfällt mit 8.641 Patienten bzw. 1,3 % auf den stationären Bereich sowie mit 125.563 Patienten bzw. 9,1 % auf den ambulanten Bereich.
Das Wachstum im stationären Bereich - gemessen in Bewertungsrelationen - beträgt im Geschäftsjahr 2011 1,6 %.
Die Fallerlöse im stationären und ambulanten Bereich stellen sich wie folgt dar:
Januar bis Dezember
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Fallerlös | ||
| im stationären Bereich (€) | 3.665 | 3.643 |
| im ambulanten Bereich (€) | 97 | 94 |
Die durchschnittlichen Fallerlöse sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im stationären Bereich um 22 € bzw. 0,6 % angestiegen. Hiervon entfallen rund 0,3 %-Punkte auf den gesetzlichen Preiseffekt. Im ambulanten Bereich liegt der Anstieg bei 3 € bzw. 3,2 %. Hierbei hat sich die Integration der übernommenen augenchirurgischen Diagnostik- und Therapiezentren mit vergleichsweise höheren Fallerlösen positiv ausgewirkt.
Wir beschäftigten am 31. Dezember 2011 in unserem Konzern 39.325 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2010: 38.058):
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| Anzahl | |
|---|---|
| Stand am 31.12.2010 | 38.058 |
| Personalveränderungen in Klinikgesellschaften | 660 |
| Personalveränderungen in MVZ-Gesellschaften | 277 |
| Personalveränderungen in Servicegesellschaften | 330 |
| Stand am 31.12.2011 | 39.325 |
Die Erhöhung im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2010 um 1.267 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter resultiert mit 660 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Personalaufbau verbunden mit Leistungsausweitungen in unseren Bestandskliniken, mit 277 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Personalveränderungen in unseren MVZ-Gesellschaften insbesondere durch den Erwerb unserer augenärztlichen Diagnostik- und Therapiezentren sowie mit 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Aufstockungen des Personals bei unseren Servicegesellschaften.
Der Anteil ärztlicher Mitarbeiter belief sich stichtagsbezogen auf 14,1 % (Vj. 13,9 %), der Anteil der pflegerischen und medizinischen Fachkräfte auf 56,2 % (Vj. 56,4 %). Im Jahresdurchschnitt haben wir bei den Vollkräften einen Anstieg von 3,0 % zu verzeichnen. Der Frauenanteil liegt bei rund 75 %.
6.2 Geschäftsentwicklung
Aus rechentechnischen Gründen können in den nachstehenden Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.
Unsere Kliniken haben sich im Geschäftsjahr 2011 trotz erschwerter Umfeldbedingungen aufgrund verschiedener regulatorischer und konjunktureller Erschwernisse weiter erfolgreich zu integrierten Gesundheitsanbietern weiterentwickelt. Wir haben über den ganzen Konzern erhebliche Leistungssteigerungen erreicht, die über dem Bundesdurchschnitt liegen. Insbesondere unseren operativen Cash-Flow als Garant für zukünftige Investitionen und Leistungsfähigkeit konnten wir gegenüber dem Vorjahr um beträchtliche 18,8 % steigern.
Umsatz und Ergebniszahlen
Die RHÖN-KLINIKUM AG und die Siemens AG haben im dritten Quartal 2011 eine Vereinbarung getroffen, welche die finanziellen Nachteile bei der RHÖN-KLINIKUM AG für die Einstellung des Entwicklungsprojektes "Partikeltherapie Marburg" kompensiert. Die Einstellung des Projektes führte zu außerordentlichen Abschreibungen in Höhe von 17,0 Mio. €, die durch Ausgleichszahlungen der Siemens AG kompensiert wurden. Die Maßnahmen führten zu einer Erhöhung des EBITDA bei entsprechend gestiegenen Abschreibungen. Ingesamt ergeben sich keine Auswirkungen auf das EBIT und das Konzernergebnis. Die nachfolgend beschriebenen Effekte sind um die Effekte der Ausgleichszahlung Siemens AG für die Einstellung des Entwicklungsprojektes "Partikeltherapie Marburg" adjustiert.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stellt sich gemäß den für Steuerungszwecke verwendeten Kennzahlen wie folgt dar:
Januar - Dezember
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| 2011 | 2010 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ertrag | ||||
| Umsatzerlöse | 2.629,1 | 2.550,4 | 78,7 | 3,1 |
| Sonstige Erträge | 199,2 | 178,7 | 20,5 | 11,5 |
| Gesamt | 2.828,3 | 2.729,1 | 99,2 | 3,6 |
| Aufwand | ||||
| Materialaufwand | 678,6 | 656,9 | 21,7 | 3,3 |
| Personalaufwand | 1.562,1 | 1.513,8 | 48,3 | 3,2 |
| Sonstiger Aufwand | 249,9 | 251,1 | -1,2 | -0,5 |
| Gesamt | 2.490,6 | 2.421,8 | 68,8 | 2,8 |
| EBITDA | 337,7 | 307,3 | 30,4 | 9,9 |
| Abschreibungen | 124,5 | 109,4 | 15,1 | 13,8 |
| EBIT | 213,2 | 197,9 | 15,3 | 7,7 |
| Finanzergebnis | 26,7 | 24,0 | 2,7 | 11,3 |
| EBT | 186,5 | 173,9 | 12,6 | 7,2 |
| Ertragsteuern | 25,4 | 28,8 | -3,4 - | 11,8 |
| Konzerngewinn | 161,1 | 145,1 | 16,0 | 11,0 |
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2011 um 78,7 Mio. € bzw. 3,1 % auf ein neues Rekordhoch von 2.629,1 Mio. € (Vj. 2.550,4 Mio. €) angestiegen. Davon entfallen auf Umsätze in unseren Akut- und Rehabilitationskliniken 2.588,9 Mio. € (Vj. 2.528,1 Mio. €) und auf Umsätze in unseren Medizinischen Versorgungszentren 40,2 Mio. € (Vj. 22,3 Mio. €). Der Anstieg entfällt mit 60,2 Mio. € bzw. 2,4 % auf internes Wachstum. Zu berücksichtigen ist, dass in den Umsatzerlösen des Vorjahres ein periodenfremder Budgeteffekt von 8,3 Mio. € enthalten war.
Bei den sonstigen Erträgen sind die Einnahmen aus Hilfs- und Nebengeschäften angestiegen und führen zu einer Erhöhung u. a. aus gestiegenen Arzneimittelverkäufen und aus Erträgen aus dem Verkauf von Energie in Höhe von 10,0 Mio. €. Im Übrigen sind die sonstigen Erträge auch für ohne Beanstandungen abgeschlossene Prüfungen von Fällen durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen angestiegen.
Ein steuerlicher Einmaleffekt im zweiten Quartal 2011 in Höhe von 9,0 Mio. €, der zu einer Verbesserung der Ertragsteuerquote führt, resultiert aus dem Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen mit 4 Konzernkliniken. Dieser Effekt verbessert auch nachhaltig das Steuerergebnis.
Nach einem Ergebnis für das erste Quartal 2011 von 38,0 Mio. € (Vj. 34,3 Mio. €), dem zweiten Quartal von 46,2 Mio. € (Vj. 36,7 Mio. €) und dem dritten Quartal von 36,1 Mio. € (Vj. 36,2 Mio. €) haben wir im vierten Quartal ein Ergebnis von 40,8 Mio. € (Vj. 37,9 Mio. €) erwirtschaftet. Bei der Ableitung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ist zu berücksichtigen, dass im zweiten Quartal 2010 ein periodenfremder Budgeteffekt von 8,3 Mio. € enthalten war.
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| 2011 % |
2010 % |
|
|---|---|---|
| EBITDA-Marge | 12,8 | 12,0 |
| EBIT-Marge | 8,1 | 7,8 |
| EBT-Marge | 7,1 | 6,8 |
| Umsatzrentabilität | 6,1 | 5,7 |
| Eigenkapitalrentabilität (nach Steuern) | 10,4 | 9,9 |
Durch konsequente konzernweite Effizienzsteigerungen stieg die EBITDA-Marge gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 von 12,0 % auf 12,8 %. Im Wesentlichen führten die Inbetriebnahmen unserer Neu- und Erweiterungsbauten zu einem leicht überproportionalen Anstieg der Abschreibungen um 15,1 Mio. € bzw. 13,8 % auf 124,5 Mio. €. Die EBIT-Marge ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 vor diesem Hintergrund leicht von 7,8 % auf 8,1 % angestiegen.
Auf Grund der unterproportionalen Entwicklung des Finanzaufwandssaldos stieg die EBT-Marge von 6,8 % auf 7,1 %.
Bedingt durch den steuerlichen Einmaleffekt aus dem Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 9,0 Mio. € ist die Umsatzrentabilität überproportional von 5,7 % auf 6,1 % angestiegen. Die um diesen Effekt bereinigte Umsatzrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 2011 5,8 %.
Unsere Eigenkapitalrentabilität stieg von 9,9 % auf 10,4 %. Ohne Berücksichtigung des steuerlichen Einmaleffektes liegt die Eigenkapitalrentabilität mit 9,9 % auf Vorjahresniveau. Unsere Quoten, bezogen auf die Umsatzerlöse, entwickelten sich wie folgt:
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| 2011 % |
2010 % |
|
|---|---|---|
| Materialquote | 25,8 | 25,8 |
| Personalquote | 59,4 | 59,4 |
| Sonstige Aufwandsquote | 9,5 | 9,8 |
| Abschreibungsquote | 4,7 | 4,2 |
| Finanzergebnisquote | 1,0 | 0,9 |
| Steuerquote | 1,0 | 1,1 |
Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21,7 Mio. € bzw. 3,3 % auf 678,6 Mio. € (Vj. 656,9 Mio. €) erhöht. Deutliche Preisanhebungen konnten durch Produktstandardisierung und Anwenderberatung überkompensiert werden. Aufwandserhöhend wirkten sich kontinuierlich steigende von Honorarkräften bezogene Leistungen aus, die nur teilweise originäre Personalaufwendungen kompensieren. Bereinigt um den Effekt der Honorarkräfte ist der Materialaufwand um 15,9 Mio. € bzw. 2,6 % angestiegen und die Materialquote ging gegenüber dem Vorjahr von 24,4 % auf 24,3 % zurück.
Im Anstieg der Personalaufwendungen um 48,3 Mio. € bzw. 3,2 % wirkten sich mit 9,5 Mio. € die erstmals ganzjährig anfallenden Personalaufwendungen der im Vorjahr erstkonsolidierten Klinik Hildesheimer Land GmbH sowie der MVZ-Inbetriebnahmen aus. Bereinigt um diese Konsolidierungseffekte ergibt sich ein Anstieg der Personalaufwendungen um 38,8 Mio. € bzw. 2,6 % auf 1.552,6 Mio. € (Vj. 1.513,8 Mio. €). Die Personalquote ist gegenüber dem Vorjahr mit 59,4 % unverändert. Hierbei spiegeln sich - bei konzernweiten Tarifeffekten von über 2 % - Effizienzsteigerungen und die Verlagerung von ärztlichen Leistungen auf Honorarärzte wider. Die gesetzlichen Sozialabgaben einschließlich der Aufwendungen für Altersvorsorge betrugen 20,5 % (Vj. 20,1 %) der Löhne und Gehälter.
Der sonstige Aufwand ist im Geschäftsjahr 2011 um 1,2 Mio. € bzw. 0,5 % auf 249,9 Mio. € (Vj. 251,1 Mio. €) zurückgegangen. Die korrespondierende Aufwandsquote sank von 9,8 % auf 9,5 %.
Die überproportionale Erhöhung der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 Mio. € bzw. 13,8 % auf 124,5 Mio. € (Vj. 109,4 Mio. €) und damit auch der Anstieg der Abschreibungsquote von 4,2 % auf 4,7 % ist im Wesentlichen bedingt durch die Inbetriebnahmen unserer Neu- und Erweiterungsbauten in Salzgitter und Erlenbach (Dezember 2010 bzw. Februar 2011), die Fertigstellungen der Baumaßnahmen in Marburg und Gießen (März bzw. Mai 2011) sowie in Hildesheim (Oktober 2011).
Das Nettofinanzergebnis hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,7 Mio. € bzw. 11,3 % verschlechtert. Ergebniswirksam zu erfassende Marktwertänderungen der Finanzinstrumente wirkten sich im Geschäftsjahr 2011 mit 0,0 Mio. € (Vj. Aufwand 0,2 Mio. €) - jeweils vor Steuern - aus. Weitere aus der Veränderung des Zinsniveaus resultierende Abwertungen der von uns zur Zinssicherung erworbenen Caps und Swaps sind mit insgesamt 8,9 Mio. € ergebnisneutral beim Eigenkapital erfasst.
Mit Rückwirkung zum 1. Januar 2011 hat die RHÖN-KLINIKUM AG mit den Kliniken in Leipzig, Meiningen, Karlsruhe und Kipfenberg Ergebnisabführungsverträge mit steuerlicher Auswirkung abgeschlossen. Zum einen konnten bei der RHÖN-KLINIKUM AG bis zum letzten Bilanzstichtag aufgelaufene nicht aktivierte Verlust- und Zinsvorträge in Höhe der Tarifbesteuerung aktiviert werden, da durch Zurechnung der Ergebnisbeiträge aus den steuerlichen Organgesellschaften nunmehr eine Verrechenbarkeit gegeben ist. Dieser einmalige Effekt wirkte sich mit 9,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2011 aus. Des Weiteren können laufende steuerliche Verluste der RHÖN-KLINIKUM AG künftig dauerhaft steuerlich genutzt werden, wodurch sich die Steuerlast im Konzern nachhaltig um jährlich mindestens 2,0 Mio. € ermäßigen wird. Gegenläufig hat sich mit 2,0 Mio. € aufwandserhöhend im Wesentlichen der Anstieg der steuerlichen Bemessungsgrundlage ausgewirkt. Per Saldo führten vorgenannte Effekte zu einem Rückgang der Steuerquote um 0,1 %-Punkte auf 1,0 %.
Der Konzerngewinn ist um 16,0 Mio. € (+ 11,0 %) auf 161,1 Mio. € (Vj. 145,1 Mio. €) gestiegen. Zu dieser deutlichen Steigerung im Geschäftsjahr 2011 hat der steuerliche Einmaleffekt von 9,0 Mio. € aus dem Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen beigetragen, wo hingegen im Vorjahr lediglich ein periodenfremder Effekt aus Budgetverhandlungen von 6,1 Mio. € erfasst war. Ohne diese beiden Ergebniseffekte haben wir eine Steigerung des um vorgenannte Effekte bereinigten Konzernergebnisses um 13,1 Mio. € bzw. 9,4 % erzielt.
Der Ergebnisanteil der Minderheitsgesellschafter ist um 0,4 Mio. € auf 5,0 Mio. € zurückgegangen. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem periodenfremden Budgeteffekt des Geschäftsjahres 2010, an dem der Minderheitsgesellschafter überproportional partizipiert hat.
Der auf die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG für 2011 entfallende Gewinnanteil ist gegenüber dem Vorjahr um 16,4 Mio. € bzw. 11,7 % auf 156,1 Mio. € (Vj. 139,7 Mio. €) gestiegen. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 von 1,13 € (Vj. 1,01 €). Wir planen, aus dem Bilanzgewinn der RHÖN-KLINIKUM AG einen Betrag von 62,2 Mio. € (Vj. 51,1 Mio. €) zur Ausschüttung einer Dividende von 45 Cent je Stammaktie (Vj. 37 Cent) vorzuschlagen.
Vermögens-, Finanz- und Kapitalstruktur
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||
| Langfristiges Vermögen | 2.246,1 | 70,7 | 2.195,3 | 71,8 |
| Kurzfristiges Vermögen | 929,2 | 29,3 | 862,9 | 28,2 |
| 3.175,3 | 100,0 | 3.058,2 | 100,0 | |
| PASSIVA | ||||
| Eigenkapital | 1.598,7 | 50,3 | 1.495,2 | 48,9 |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.044,4 | 32,9 | 964,1 | 31,5 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 532,2 | 16,8 | 598,9 | 19,6 |
| 3.175,3 | 100,0 | 3.058,2 | 100,0 |
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % auf 3.175,3 Mio. € (Vj. 3.058,2 Mio. €). Der Anstieg resultiert u. a. aus der planmäßigen Abarbeitung unserer Investitionsprogramme seit dem letzten Bilanzstichtag. Zu berücksichtigen ist, dass in der Veränderung der langfristigen Vermögenswerte der Abgang von Anlagen im Bau resultierend aus der Einstellung bzw. Rückabwicklung des Entwicklungsprojekts "Partikeltherapie Marburg" in Höhe von 62,8 Mio. € enthalten ist, verbunden mit einem entsprechenden Zahlungseingang (kurzfristiges Vermögen) in gleicher Höhe.
Die Eigenkapitalquote stieg seit dem letzten Bilanzstichtag von 48,9 % auf 50,3 %. Wir weisen nunmehr ein Eigenkapital in Höhe von 1.598,7 Mio. € (Vj. 1.495,2 Mio. €) aus. Der Anstieg um 103,5 Mio. € resultiert aus dem Konzerngewinn in Höhe von 161,1 Mio. € abzüglich der an Aktionäre und Minderheitsgesellschafter vorgenommenen Ausschüttungen in Höhe von 54,2 Mio. € sowie abzüglich des mit 8,9 Mio. € ergebnisneutral beim Eigenkapital erfassten Abwertungsbedarfs des effektiven Teils der Zinssicherungsinstrumente (Cash-Flow-Hedge). Im Übrigen fanden im Geschäftsjahr 2011 im Zusammenhang mit dem Erwerb der ophthalmologischen Facharztsitze in Düsseldorf, Mönchengladbach, Siegburg und Wuppertal Einzahlungen von Minderheiten in das Eigenkapital der Tochtergesellschaften von insgesamt 5,5 Mio. € statt, die zu einer Erhöhung des Anteils der Minderheiten am Konzern-Eigenkapitel in entsprechender Höhe geführt haben. Die negativen Marktwerte der als Zinssicherungsinstrumente designierten derivativen Finanzinstrumente sind nach Berücksichtigung der latenten Steuern insgesamt mit 30,3 Mio. € (Vj. 21,4 Mio. €) als Abzugsposten erfasst.
Das langfristige Vermögen ist rechnerisch zu 117,7 % (Vj. 112,0 %) durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten finanziert. Die Nettofinanzverschuldung gegenüber Kreditinstituten stieg seit dem letzten Bilanzstichtag von 551,5 Mio. € unwesentlich um 0,4 Mio. € auf 551,9 Mio. € an und ist damit nahezu unverändert. Die Nettofinanzverschuldung ermittelt sich wie folgt:
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| 31.12.2011 Mio. € |
31.12.2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Zahlungsmittel | 477,5 | 415,7 |
| Finanzschulden (kurzfristig) | 57,6 | 69,5 |
| Finanzschulden (langfristig) | 1.007,5 | 922,7 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungs-Leasing | 0,3 | 0,5 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.065,4 | 992,7 |
| Zwischensumme | 587,9 | 577,0 |
| Negativer Marktwert Derivate (kurzfristig) | 0,0 | 0,0 |
| Negativer Marktwert Derivate (langfristig) | -36,0 | -25,5 |
| Nettofinanzverschuldung | 551,9 | 551,5 |
Die Herkunft und Verwendung unserer liquiden Mittel ist aus nachstehender Übersicht zu entnehmen:
Januar bis Dezember
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Mittelzufluss (+)/-abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit | 236,2 | 221,5 |
| Mittelzufluss (+)/-abfluss (-) aus Investitionstätigkeit | -188,0 | -316,0 |
| Mittelzufluss (+)/-abfluss (-) aus Finanzierungstätigkeit | -1,5 | 67,1 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 46,7 | -27,4 |
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 393,2 | 420,6 |
| Finanzmittelfonds am 31.12. | 439,9 | 393,2 |
Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 236,2 Mio. € (Vj. 221,5 Mio. €). Die Zunahme resultierte insbesondere aus dem um 16,0 Mio. € höheren Konzerngewinn.
Die Einstellung bzw. Rückabwicklung des Entwicklungsprojekts "Partikeltherapie Marburg" führte zu einem Abgang von Anlagen im Bau in Höhe von 62,8 Mio. €, verbunden mit einem entsprechenden Zahlungseingang in gleicher Höhe, der den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte. Im Übrigen resultiert der Rückgang aus geringeren Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen, insbesondere wegen Fertigstellung der Baumaßnahmen in Gießen und Marburg im ersten Halbjahr 2011.
Ursächlich für die Veränderung des Mittelzu-/-abflusses aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen die gestiegene Ausschüttung an die Aktionäre und Minderheiten der RHÖN-KLINIKUM AG in Höhe von 10,6 Mio. €, der Einzahlungen im Rahmen von Eigenkapitaltransaktionen in Höhe von 7,2 Mio. € gegenüberstehen, sowie der geringere Finanzierungsbedarf in Höhe von 65,2 Mio. €.
Das Finanzmanagement des RHÖN-KLINIKUM Konzerns ist im Wesentlichen zentral organisiert und umfasst die Funktionen Kapitalbeschaffung, konzerninternes Liquiditätsmanagement sowie Finanzabwicklung. Die in diesem Zusammenhang implementierten Prozesse tragen den fundamentalen Grundsätzen des Vieraugenprinzips, der Funktionstrennung sowie der Transparenz Rechnung. Wir haben das Finanzmanagement als Dienstleister innerhalb unseres Geschäftsmodells etabliert.
Unser Finanzmanagement bewegt sich in dem konkurrierenden Zielsystem von Liquidität, Risikominimierung, Rentabilität und Flexibilität.
Oberste Priorität hat dabei die Liquiditätssicherung mit dem Ziel, eine fristenkongruente und auf den Planungs- bzw. Projekthorizont des Unternehmens abgestimmte Laufzeitfixierung zu realisieren. Zur Liquiditätssicherung stehen neben den internen Cash-Flows verschiedene voneinander unabhängige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten in ausreichender Höhe zur Verfügung. Geldanlagen werden extrem konservativ disponiert.
An zweiter Stelle der Zielrangliste steht für uns die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Diese treten gegebenenfalls als Anschlussfinanzierungen und Zinsschwankungen auf. Das Geschäftsmodell der RHÖN-KLINIKUM AG ist langfristig ausgerichtet. Deshalb decken wir unseren Finanzbedarf regelmäßig langfristig gesichert ab, um das Refinanzierungsrisiko zu minimieren. Das Risiko aus Zinsschwankungen begrenzen wir durch Zinssicherungsgeschäfte. Dadurch erreichen wir eine mittelfristige Kalkulierbarkeit unseres Zinsaufwands.
Nicht außer Acht lassen wir natürlich auch Rentabilitätsaspekte bei unseren Finanzinstrumenten. Bei Geldanlagen sowie bei Darlehensaufnahmen streben wir eine Aufwands- bzw. Ertragsoptimierung an.
Unsere Finanzierungsstrukturen steuern wir nach folgenden finanzwirtschaftlichen Kennzahlen:
Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
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| Sollwert | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| Nettokreditverschuldung / EBITDA | ≤ 3 | 1,6 | 1,8 |
| EBITDA / Nettozinsaufwand | ≥ 6 | 13,3 | 12,8 |
Unsere Innenfinanzierungskraft hat deutlich zugenommen. Der Cash-Flow, ermittelt aus dem Konzerngewinn zuzüglich Abschreibungen und sonstiger nicht liquiditätswirksamer Sachverhalte, stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 48,0 Mio. € bzw. 18,8 % auf 303,9 Mio. € (Vj. 255,9 Mio. €).
Zum Bilanzstichtag verfügen wir über kurzfristig verfügbare Geldanlagen sowie über freie Kreditlinien von zusammen rund 710 Mio. €. Unser mittel- bis langfristiger Finanzbedarf wird laufend überwacht und Verhandlungen zu Folgeverträgen werden frühzeitig aufgenommen. Honoriert wurde die gute Finanzausstattung des Konzerns von der Rating-Agentur Moody's im Februar 2012 mit einer Bestätigung unseres Baa2-Ratings. Das Rating ist mit einem stabilen Ausblick versehen.
Investitionen
Die Gesamtinvestitionen im Geschäftsjahr 2011 von 317,4 Mio. € (Vj. 403,3 Mio. €) gliedern sich wie folgt auf:
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| Einsatz von Fördermitteln Mio. € |
Einsatz von Eigenmitteln Mio. € |
Insgesamt Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Laufende Investitionen | 46,5 | 245,4 | 291,9 |
| Übernahmen | 0,0 | 25,5 | 25,5 |
| Insgesamt | 46,5 | 270,9 | 317,4 |
Im Geschäftsjahr 2011 haben wir in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien insgesamt 317,4 Mio. € (Vj. 403,3 Mio. €) investiert. Von diesen Investitionen betreffen 46,5 Mio. € (Vj. 54,9 Mio. €) Fördermittel nach KHG, die von uns anschaffungskostenmindernd berücksichtigt werden.
Im Konzernabschluss weisen wir Nettoinvestitionen in Höhe von 270,9 Mio. € (Vj. 348,4 Mio. €) aus. Von den Nettoinvestitionen entfallen 25,5 Mio. € (Vj. 4,4 Mio. €) auf Anlagegüter, die im Rahmen von Übernahmen zugingen und 245,4 Mio. € (Vj. 344,0 Mio. €) auf laufende Investitionen des Geschäftsjahres.
Die Investitionen im Zusammenhang mit Übernahmen entfallen mit 25,5 Mio. € vollständig auf den Erwerb von Kassenarztsitzen. Zum Bilanzstichtag stehen noch 4,8 Mio. € Kaufpreiszahlungen aus.
Unsere Investitionen in 2011 verteilen sich auf folgende Regionen:
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| Mio. € | |
|---|---|
| Bayern | 70,7 |
| Baden-Württemberg | 13,5 |
| Brandenburg | 6,3 |
| Hessen | 87,4 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 0,7 |
| Niedersachsen | 82,6 |
| Nordrhein-Westfalen | 18,4 |
| Sachsen | 13,7 |
| Sachsen-Anhalt | 10,6 |
| Thüringen | 13,5 |
| Gesamtinvestitionen | 317,4 |
| Nach KHG finanziert | 46,5 |
| Nettoinvestitionen | 270,9 |
Aus Unternehmenskaufverträgen haben wir bis 2014 noch Investitionsverpflichtungen in Höhe von 42,0 Mio. € die wir in künftige Erweiterungen und Modernisierungen investieren werden. Bei diesen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Krankenhausneu- oder -umbauten und medizintechnische Ausstattungen, die planmäßig bis 2014 in Betrieb gehen werden.
6.3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Trotz erschwerter Umfeldbedingungen und erheblichem Preisdruck haben wir im Jahr 2011 bewiesen, dass sich eine qualitativ hochwertige Medizin für jedermann und das Erreichen von anspruchsvollen wirtschaftlichen Zielen im deutschen Gesundheitswesen vereinbaren lassen. Darauf sind wir besonders stolz. Wir rechnen wiederum mit einer steigenden Nachfrage in unseren Krankenhäusern und einem entsprechenden Ergebnisbeitrag im Geschäftsjahr 2012.
Der RHÖN-KLINIKUM Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 den höchsten Konzerngewinn von 161,1 Mio. €, das höchste EBITDA und EBIT sowie den höchsten operativen Cash-Flow mit 303,9 Mio. € seit der Unternehmensgründung. Dem liegen Steigerungen bei Patientenzahlen von +11,5 %, beim operativen Cash-Flow von +18,8 % und beim EBITDA von +15,4 % zugrunde. Damit haben wir unsere Marktposition und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr mit Hilfe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf neue Bestmarken erhöht.
Der RHÖN-KLINIKUM Konzern hat seine für das Geschäftsjahr 2011 prognostizierten Ziele aus originärem Wachstum heraus erreicht. Dies zeigt das solide Geschäftsmodell und die Stärke des Konzerns. Die sich in den kommenden Jahren für uns bietenden internen und externen Wachstumschancen können wir aufgrund der verfügbaren Liquidität in vollem Umfang nutzen.
Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist solide ausgerichtet und der RHÖN-KLINIKUM Konzern ist für weiteres Wachstum durch Akquisitionen sehr gut gerüstet. Der Vorstand bekennt sich weiterhin zu einem konsequenten und qualifizierten Wachstumskurs auf Basis einer konservativen und liquiditätsstarken Kapitalstruktur bei angemessener Berücksichtigung von Anteilseignerinteressen.
7 NACHTRAG 2011
Im Bieterverfahren um die HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, Klinikum der Landeshauptstadt Wiesbaden, hat uns die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wiesbaden am 9. Februar 2012 mit großer Mehrheit ihr Vertrauen ausgesprochen und der Veräußerung eines 49 Prozentanteils an die RHÖN-KLINIKUM AG zugestimmt. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden den Menschen und der Stadt mit unserer jahrzehntelangen medizinischen Erfahrung als zuverlässiger Partner zur Verfügung stehen.
Seit dem 31. Dezember 2011 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG erwartet wird.
Die positive Leistungsentwicklung des Vorjahres 2011 hat sich in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2012 weiter fortgesetzt. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung weiteres internes und externes Wachstum erzielen können um unsere Ziele zu erreichen.
8 AUSBLICK
8.1 Strategische Zielsetzung
Unsere hohe Investitionsfähigkeit, die sich letztendlich aus den Überschüssen unserer Kliniken nährt, bildet die Basis für eine nachhaltige, effiziente und damit auch bezahlbare klinische Versorgung. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir Neubauten in Gießen, Marburg, Hildesheim, Erlenbach und München eröffnet. Dies ist zugleich Ausgangspunkt unseres gesunden Wachstumskurses, der als wesentliches Element belastbare und integrierte Versorgungsstrukturen in einer Region in den Vordergrund stellt. Dabei lösen wir bewusst mit Blick auf die tatsächlichen Patientenbedürfnisse die Grenzen zwischen Krankenhäusern und ambulanten Versorgungszentren auf und schaffen die Voraussetzungen für eine patientennahe und offene Medizin von morgen.
Auch künftig wird ein qualifiziertes internes und externes Wachstum der bestimmende Faktor für die Entwicklung des Konzerns sein. Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen ist internes Umsatzwachstum nur in Grenzen - in der Regel um 3 % bis zu 5 % - möglich.
Wir entwickeln unser Geschäftsmodell vom klassischen Klinikbetreiber zum integrierten Gesundheitsversorger konsequent weiter. Dies bedeutet auch, dass wir den Trend zur ambulanten Leistungserstellung nicht nur mitgehen, sondern uns an die Spitze der Bewegung stellen und neue Versorgungsmodelle umsetzen.
Vorrangig werden wir versuchen, unsere Kapazitäten im akutstationären und ambulanten Bereich durch Akquisitionen auszubauen, um ein gesundes Wachstum zu generieren. Nicht außer Acht lassen werden wir die qualitative und quantitative Verbreiterung unseres Leistungsangebotes an bereits bestehenden Standorten. Zusammen mit Kooperationspartnern streben wir in unseren Regionen ein flächendeckendes Versorgungsnetz mit verzahnten ambulanten und stationären Strukturen an. Wir bieten deutschlandweit qualitativ hochwertige Medizin, indem wir mit den geeigneten größeren Kliniken sowie Fachkliniken Netzwerke bilden, die telemedizinisch unterstützt werden.
Bei der Übernahme von Einrichtungen setzen wir unverändert auf unsere Doppelstrategie "Kompetenz und Verlässlichkeit" sowie "Qualität vor Quantität". Wir werden daher jede medizinisch und zugleich wirtschaftlich sinnvolle Gelegenheit zum Ausbau unseres Versorgungsnetzes nutzen. Im stationären Bereich streben wir weiteres Wachstum durch Übernahmen von Krankenhäusern an. Im ambulanten Bereich setzen wir primär auf ein Drei-Säulenkonzept durch Aufbau von Fach-MVZ, klinik-assoziierten MVZ und Stand-Alone MVZ. Dabei werden wir zukünftig weiter mehr als bisher niedergelassenen Ärzten Beteiligungsmodelle anbieten, da dies die Eigenverantwortlichkeit der Ärzte als Mitunternehmer fördert. Durch die Fach-MVZ zusammen mit unseren Kliniken können wir eine optimierte Versorgungskette vom Erstkontakt bis zur spezialisierten Diagnostik und Therapie im ambulanten und stationären Bereich abbilden. Parallel dazu werden wir unsere klinik-assoziierten MVZ weiterentwickeln, um die jeweiligen Klinikstandorte neben anderen Kooperationen in der Versorgung zu vernetzen.
Wir werden in unserem Konzern konsequent den Wissenstransfer von den Universitätskliniken Gießen und Marburg, dem Herzzentrum Leipzig sowie den weiteren Wissenschaftsstandorten weiter fördern. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, die Eingang in Diagnose- und Therapieverfahren gefunden haben, sollen schnellstmöglich allen unseren Kliniken zugänglich gemacht werden.
8.2 Konjunktur und rechtliche Rahmenbedingungen
Die Perspektive für die deutsche Wirtschaft hat sich zuletzt wieder spürbar aufgehellt. Die in Europa vorhandene Staatsschuldenkrise birgt weiterhin große Risiken. In 2012 ist die Wiederaufnahme des Wachstumsprozesses aus heutiger Sicht wieder absehbarer. Es wird im Jahr 2012 eine sich weiter ausdehnende Geldpolitik vorherrschen, die vermehrt Liquidität in den Umlauf gibt und somit für ein niedriges Zinsniveau sorgt. Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist von der konjunkturellen Lage unbeirrt auf Expansionskurs.
Das Ende 2011 beschlossene und in 2012 in Kraft tretende Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der GKV (GKV-VStG) soll die Sicherstellung einer guten, flächendeckenden und bedarfsgerechten medizinischen Versorgung sicherstellen. Das Gesetz sieht unter anderem vor, den Ärztemangel in strukturschwachen Gebieten zu beseitigen. Für die stationären Gesundheitseinrichtungen ist das Gesetz dagegen trotz kleinerer Einschränkungen in der ambulant spezialärztlichen Versorgung weitgehend als neutral zu beurteilen.
Beim Gesundheitswesen allgemein gehen wir von einer weiter auch demographisch bedingten steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen aus. Diese wird allerdings den Kliniken nicht vollständig vergütet, da für nachgefragte und erbrachte Mehrleistungen - unabhängig davon, ob vereinbart oder nicht vereinbart - nach den bekannten gesetzlichen Bestimmungen Preisabschläge hinzunehmen sind. Auf der Kostenseite rechnen wir auch im Jahr 2012 mit deutlichen Lohn- und Sachkostensteigerungen von über 2 % bis 3 %, denen auf der Erlösseite kein entsprechender Ausgleich gegenübersteht.
Die Veränderungsrate auf der Einnahmenseite für das Jahr 2012 von 1,98 % wird um 50 Basispunkte auf 1,48 % reduziert. Zusätzlich müssen die Krankenhäuser im Geschäftsjahr 2012 auf sogenannte Mehrleistungen, die mit den Krankenkassen vereinbart wurden, einen individuell auszuhandelnden Abschlag hinnehmen - im Vorjahr belief sich diese Kürzung auf 30 %. Die Landesbasisfallwerte für die Häuser des RHÖN-KLINIKUM Konzern steigen wahrscheinlich effektiv auch aufgrund der Fehlschätzungskorrekturen nur um 0,75 %. Die Preiskomponente auf der Erlösseite deckt nur ansatzweise die zusätzlichen Kosten und muss durch Effizienzsteigerungen und Umstrukturierungen ausgeglichen werden, die wir auch in 2012 konsequent weiterverfolgen werden.
Unabhängig von der im Personalbereich vorherrschenden Tarifschere ist die Beschaffung von qualifiziertem Spitzenpersonal im Ärztlichen Dienst sowie in der Pflege aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels eine für die Zukunft zu bewältigende Aufgabe. Wir begegnen dieser und der vermehrt gestellten Forderung von Arbeitnehmern nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit gezielten Konzepten zur Verbesserung der Attraktivität als Arbeitgeber im Gesundheitswesen.
Für die Gesundheitslandschaft in Deutschland und besonders den Krankenhäusern müssen künftig weitere Effizienzpotenziale zur Verfügung stehen bzw. sie müssen in der Lage sein, diese durch geeignete investive Maßnahmen zu heben. Ist dies nicht der Fall, wird der bestehende Ergebnis- und Margendruck weiter anhalten.
Als Folge dieser Entwicklungen erwarten wir 2012 vermehrt weitere Marktbereinigungen im Krankenhaussektor durch Schließungen, Übernahmen oder Fusionen. Sowohl im kirchlichen und kommunalen, als auch im privaten Bereich rechnen wir neben der klassischen Privatisierung von Krankenhäusern vermehrt mit Zusammenschlüssen zu regionalen Verbünden. Auch auf der Seite der Krankenkassen sehen wir noch weitere Zusammenschlüsse und Konzentrationsbestrebungen.
8.3 Prognose
Der RHÖN-KLINIKUM Konzern ist in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2012 weiter auf Wachstumskurs. Die Leistungen der Kliniken konnten wiederum gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Die Patientenzahlen nehmen kontinuierlich weiter zu. Dies ist vor dem Hintergrund der Preisabschläge auf der Einnahmenseite und des Kostendrucks auf der Ausgabenseite zu sehen. Wir sind jedoch zuversichtlich, unsere Prognose erreichen zu können.
Unter Berücksichtigung der Akquisition der HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, Wiesbaden, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012 Umsätze in Höhe von rund 2,85 Mrd. € innerhalb einer Bandbreite von 2,5 % nach oben und unten. Mit diesem Umsatzziel geht eine Prognose für das EBITDA in Höhe von 350 Mio. € und für den Konzerngewinn in Höhe von 145 Mio. € einher, die sich beide innerhalb einer Bandbreite von 5 % nach oben und unten bewegen können. Dabei gehen wir davon aus, dass wir die HSK Anfang April 2012 konsolidieren können und der anteilige, die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung belastende, Verlust der HSK sich auf ca. 20 bis 30 Mio. € beläuft.
Wir werden unsere interne und externe Wachstumsstrategie unter den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen auch über das Jahr 2012 hinaus fortsetzen. Der nachhaltige organische Wachstumstrend in unseren Bestandskliniken von ca. 2 % bis 3 % beim Volumen- und ca. 3 % bis 5 % Wachstum beim Umsatz und Ergebnis wird sich fortschreiben.
Bad Neustadt a. d. Saale, 7. März 2012
Der Vorstand
Volker Feldkamp
Dr. Erik Hamann
Martin Menger
Wolfgang Pföhler
Dr. Irmgard Stippler
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
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| Anhang | 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.1 | 2.629.148 | 2.550.384 |
| Sonstige Erträge | 6.2 | 216.222 | 178.722 |
| 2.845.370 | 2.729.106 | ||
| Materialaufwand | 6.3 | 678.622 | 656.902 |
| Personalaufwand | 6.4 | 1.562.100 | 1.513.848 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 6.5 | 141.535 | 109.399 |
| Sonstige Aufwendungen | 6.6 | 249.925 | 251.100 |
| Operatives Ergebnis | 213.188 | 197.857 | |
| Finanzierungserträge | 6.8 | 8.845 | 7.418 |
| Finanzierungsaufwendungen | 6.8 | 35.569 | 31.423 |
| Finanzergebnis (netto) | -26.724 | -24.005 | |
| Ergebnis vor Steuern | 186.464 | 173.852 | |
| Ertragsteuern | 6.9 | 25.391 | 28.783 |
| Konzerngewinn | 161.073 | 145.069 | |
| davon entfallend auf | |||
| Minderheitsgesellschafter | 6.10 | 4.959 | 5.376 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 156.114 | 139.693 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR | |||
| unverwässert | 6.11 | 1,13 | 1,01 |
| verwässert | 6.11 | 1,13 | 1,01 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
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| Anhang | 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Konzerngewinn | 161.073 | 145.069 | |
| davon entfallend auf | |||
| Minderheitsgesellschafter | 6.10 | 4.959 | 5.376 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 156.114 | 139.693 | |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten | -10.544 | -6.235 | |
| Ertragsteuern | 1.669 | 987 | |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Cash-flow Hedges) | -8.875 | -5.248 | |
| Summe Nettoergebnis, das direkt im Eigenkapital erfasst wird | -8.875 | -5.248 | |
| davon entfallend auf | |||
| Minderheitsgesellschafter | 0 | 0 | |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | -8.875 | -5.248 | |
| Konzerngewinn und Nettoergebnis, das direkt im Eigenkapital erfasst wird | 152.198 | 139.821 | |
| davon entfallend auf | |||
| Minderheitsgesellschafter | 4.959 | 5.376 | |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 147.239 | 134.445 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011
Aktiva
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| Anhang | 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 7.1 | 365.436 | 346.863 |
| Sachanlagen | 7.2 | 1.859.052 | 1.827.488 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 10.3.3 | 4.653 | 4.873 |
| Ertragsteueransprüche | 7.3 | 11.572 | 13.616 |
| Latente Steuerforderungen | 7.4 | 3.278 | 777 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.6 | 310 | 190 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.7 | 1.754 | 1.534 |
| 2.246.055 | 2.195.341 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 7.8 | 50.292 | 47.941 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.9 | 351.973 | 331.417 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.10 | 32.902 | 30.080 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.11 | 11.510 | 10.121 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 7.12 | 4.997 | 27.601 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.13 | 477.536 | 415.743 |
| 929.210 | 862.903 | ||
| 3.175.265 | 3.058.244 | ||
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 7.14 | 345.580 | 345.580 |
| Kapitalrücklage | 7.14 | 395.994 | 395.994 |
| Sonstige Rücklagen | 7.14 | 813.483 | 717.381 |
| Eigene Anteile | 7.14 | -76 | -76 |
| Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital | 7.14 | 1.554.981 | 1.458.879 |
| Minderheitsanteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital | 7.14 | 43.677 | 36.316 |
| 1.598.658 | 1.495.195 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Finanzschulden | 7.15 | 1.007.506 | 922.682 |
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des | |||
| Arbeitsverhältnisses | 7.16 | 8.905 | 12.591 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 7.19 | 23.669 | 21.577 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.20 | 4.341 | 7.252 |
| 1.044.421 | 964.102 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Finanzschulden | 7.15 | 57.624 | 69.475 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.18 | 128.994 | 151.509 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 7.21 | 8.728 | 8.790 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.17 | 20.710 | 22.373 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 7.19 | 144.844 | 164.231 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.20 | 171.286 | 182.569 |
| 532.186 | 598.947 | ||
| 3.175.265 | 3.058.244 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung
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| Gezeichnetes Kapital T€ |
Kapitalrücklage T€ |
Sonstige Rücklagen1) T€ |
Eigene Anteile T€ |
Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital T€ |
Minderheitsanteile konzernfremder Gesellschafter1) T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2009/01.01.2010 | 345.580 | 395.994 | 634.597 | -76 | 1.376.095 | 46.844 |
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen | - | - | - | - | 0 | 98 |
| Anteilskauf nach Erlangung Control | - | - | -10.199 | - | -10.199 | -13.846 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -41.462 | - | -41.462 | -2.156 |
| Konzerngewinn und Nettoergebnis, das direkt im Eigenkapital erfasst wird | - | - | 134.445 | - | 134.445 | 5.376 |
| Stand 31.12.2010 | 345.580 | 395.994 | 717.381 | -76 | 1.458.879 | 36.316 |
| Stand 31.12.2010/01.01.2011 | 345.580 | 395.994 | 717.381 | -76 | 1.458.879 | 36.316 |
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen | - | - | - | - | 0 | 5.479 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -51.137 | - | -51.137 | -3.077 |
| Konzerngewinn und Nettoergebnis, das direkt im Eigenkapital erfasst wird | - | - | 147.239 | - | 147.239 | 4.959 |
| Stand 31.12.2011 | 345.580 | 395.994 | 813.483 | -76 | 1.554.981 | 43.677 |
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| Eigenkapital T€ |
|
|---|---|
| Stand 31.12.2009/01.01.2010 | 1.422.939 |
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | |
| Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen | 98 |
| Anteilskauf nach Erlangung Control | -24.045 |
| Dividendenausschüttungen | -43.618 |
| Konzerngewinn und Nettoergebnis, das direkt im Eigenkapital erfasst wird | 139.821 |
| Stand 31.12.2010 | 1.495.195 |
| Stand 31.12.2010/01.01.2011 | 1.495.195 |
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | |
| Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen | 5.479 |
| Dividendenausschüttungen | -54.214 |
| Konzerngewinn und Nettoergebnis, das direkt im Eigenkapital erfasst wird | 152.198 |
| Stand 31.12.2011 | 1.598.658 |
1 Einschließlich des sonstigen Ergebnisses (OCI)
Kapitalflussrechnung
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| Anhang | 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 186,5 | 173,8 | |
| Finanzergebnis (netto) | 6.8 | 26,8 | 23,8 |
| Abschreibungen und Ergebnisse aus dem Abgang von Vermögenswerten | 6.5 | 142,8 | 110,6 |
| Nicht zahlungswirksame Bewertungen derivativer Finanzinstrumente | 7.22 | 0,0 | 0,2 |
| 356,1 | 308,4 | ||
| Veränderung des Netto-Umlaufvermögens | |||
| Veränderung der Vorräte | 7.8 | -2,4 | -1,9 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.9 | -20,1 | -20,0 |
| Veränderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen Vermögenswerte | 7.10 f. | -4,8 | 4,4 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.18 | -13,7 | 10,2 |
| Veränderung übrige Nettoschulden / Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | 7.19 f. | -35,9 | -29,0 |
| Veränderung der Rückstellungen | 7.16 f. | -5,4 | 0,7 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 6.9 | -2,3 | -31,0 |
| Zinsauszahlungen | -35,3 | -20,3 | |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 236,2 | 221,5 | |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 7.2 | -254,2 | -323,6 |
| Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | 4 | -20,6 | -5,0 |
| Verkaufserlöse aus dem Abgang von Vermögenswerten | 78,0 | 5,2 | |
| Zinseinzahlungen | 6.8 | 8,8 | 7,4 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -188,0 | -316,0 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Finanzschulden | 7.15 | 80,0 | 396,2 |
| Rückzahlung von Finanzschulden | 7.15 | -32,9 | -283,9 |
| Dividendenzahlungen an Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 7.14 | -51,1 | -41,5 |
| Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter und Einzahlungen von Minderheitsgesellschaftern | 7.14 | 2,5 | -3,7 |
| Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit | -1,5 | 67,1 | |
| Veränderung der Finanzmittelfonds | 7.13 | 46,7 | -27,4 |
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 393,2 | 420,6 | |
| Finanzmittelfonds am 31.12. | 7.13 | 439,9 | 393,2 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011
1 Grundlegende Informationen
Die RHÖN-KLINIKUM AG entwickelt sich kontinuierlich von einem Krankenhausbetreiber weiter zu einem Gesundheitsversorger. Unverändert liegt der Schwerpunkt aller Aktivitäten bei der Errichtung, dem Erwerb und dem Betreiben von Krankenhäusern in allen Versorgungsstufen, vorwiegend im Akutbereich. An einigen Standorten werden als Ergänzung zu den akutstationären Angeboten auch Rehabilitationen angeboten. Konsequent ausgebaut werden ambulante Strukturen in Form von medizinischen Versorgungszentren sowie Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten. Wir erbringen unsere Dienstleistungen ausschließlich in Deutschland.
Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und ist seit 1989 börsennotiert (MDAX®). Sitz der Gesellschaft ist in Bad Neustadt a. d. Saale, Salzburger Leite 1, Deutschland.
2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss basiert auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die stetig angewendet wurden. Die Aufstellungswährung und die funktionale Währung des Konzerns ist der EURO. Die Zahlen im Anhang sind im Wesentlichen in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung
Der Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 31. Dezember 2011 wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standard Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union im Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwenden sind.
a) Neue Rechnungslegungsvorschriften im Geschäftsjahr 2011
Neue Standards und Interpretationen mit praktischer Relevanz im Geschäftsjahr 2011
Folgende geänderte Standards, die bereits von der Europäischen Union verabschiedet worden sind, werden ab dem Geschäftsjahr 2011 sowie in den Folgejahren von der RHÖN-KLINIKUM AG beachtet und im Falle praktischer Relevanz angewendet:
Sammelstandard "Improvements to IFRSs" (Mai 2010)
Im Mai 2010 hat der IASB den dritten jährlich erscheinenden Sammelstandard "Improvements to IFRSs" zur Vornahme kleiner Änderungen an IFRS veröffentlicht. Diese Änderungen haben zum Ziel, den Inhalt der Vorschriften zu konkretisieren und unbeabsichtigte Inkonsistenzen zwischen Standards zu beheben. Ein Großteil der Änderungen ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden.
Neufassung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen"
Am 4. November 2009 hat der IASB eine überarbeitete Fassung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" veröffentlicht. Mit der Änderung des IAS 24 soll insbesondere die Verständlichkeit und Eindeutigkeit des Standardtextes erhöht werden. Durch die überarbeitete Fassung von IAS 24 werden Regelungen in Bereichen präzisiert, in denen der Standard bisher Inkonsistenzen aufwies oder die praktische Anwendung durch unpräzise Formulierungen erschwert wurde. So wurde im überarbeiteten IAS 24 vor allem die bedeutende Vorschrift des IAS 24.9, die Begriffsbestimmung von nahe stehenden Unternehmen und Personen (related party), fundamental überarbeitet. Ein weiterer Bereich der Überarbeitung von IAS 24 bildet ferner die Einführung einer Erleichterungsvorschrift für Unternehmen, die unter der Beherrschung, der gemeinschaftlichen Führung oder dem maßgeblichen Einfluss der öffentlichen Hand stehen (sogenannte government-related entities).
Neue Standards und Interpretationen ohne praktische Relevanz im Geschäftsjahr 2011
Folgende geänderte bzw. neu veröffentlichte Standards und Interpretationen, die bereits von der Europäischen Union verabschiedet wurden, haben aus derzeitiger Sicht für 2011 sowie folgende Geschäftsjahre keine praktische Relevanz für die RHÖN-KLINIKUM AG:
Änderung des IAS 32 "Klassifizierung von Bezugsrechten"
Änderungen zu IFRS 1 "Begrenzte Ausnahme für Vergleichsangaben nach IFRS 7 für erstmalige Anwender"
Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"
Änderungen zu IFRIC 14 "Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen"
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten"
b) Neue Rechnungslegungsvorschriften ab dem Geschäftsjahr 2012
Neue Standards und Interpretationen mit praktischer Relevanz ab dem Geschäftsjahr 2012
Folgende geänderte bzw. neu veröffentlichte Standards, die noch nicht von der Europäischen Union verabschiedet wurden, haben aus derzeitiger Sicht ab dem Geschäftsjahr 2013 praktische Relevanz:
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Der IASB hat im November 2009 den Standard IFRS 9 zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 regelt ein neuer, weniger komplexer Ansatz die Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Demnach gibt es nunmehr nur noch zwei anstatt vier Bewertungskategorien für aktivische Finanzinstrumente: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (fair value) oder Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost). Eine Bewertung mit den fortgeführten Anschaffungskosten erfordert dabei das planmäßige Halten des finanziellen Vermögenswertes zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme sowie Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes, die zu Zahlungsströmen zu festgelegten Zeitpunkten führen, die ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Finanzinstrumente, die diese beiden Bedingungen nicht erfüllen, sind zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Kategorisierung basiert zum einen auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens, zum anderen auf charakteristischen Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des jeweiligen Vermögenswertes. Der Standard sieht eine retrospektive Anwendung auf alle bestehenden finanziellen Vermögenswerte vor, wobei zur Kategorisierung nach den neuen Regelungen die Umstände am Tag der Erstanwendung des Standards maßgeblich sind.
Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9, Finanzinstrumente, um Regelungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten erweitert. Mit Ausnahme der Regelungen für freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (sogenannte Fair-Value-Options) wurden die Vorschriften unverändert aus IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, in IFRS 9 übernommen. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die RHÖN-KLINIKUM AG überprüft derzeit die genauen Auswirkungen im Hinblick auf Bilanzierung und Bewertung.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
Im Mai 2011 hat der IASB als Teil des Paketes von 5 neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" veröffentlicht. Dieser ersetzt die in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" erhaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. IFRS 10 ändert die Definition der Beherrschung dahingehend, dass nun zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien Anwendung finden. Der geänderten Definition zufolge setzt Beherrschung Verfügungsgewalt und variable Rückflüsse für das Vorliegen eines Beherrschungsverhältnisses voraus. Verfügungsgewalt ist die Möglichkeit gegenwärtig die Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die variablen Rückflüsse haben. Die Verfügungsgewalt ist basierend auf gegenwärtigen Tatsachen und Umständen festzustellen und kontinuierlich zu beurteilen. Ein vorübergehendes Beteiligungsverhältnis befreit nicht von der Konsolidierungspflicht. Die Anwendungsrichtlinien in IFRS 10 enthalten Beispiele, die zeigen, dass ebenfalls eine Beherrschung mit weniger als 50 % der Stimmrechte vorliegen kann. Das Prinzip den Konzernabschluss des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen als ein einziges Unternehmen darzustellen sowie die Konsolidierungsverfahren bleiben unverändert. IFRS 10 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nur in Verbindung mit den Neuregelungen von IFRS 11 und IFRS 12 sowie den Änderungen an IAS 27 und IAS 28 möglich. Gravierende Auswirkungen auf die Bilanzierung von Unternehmen werden im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG nicht erwartet.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen"
Als weiteren Teil des Paketes von 5 neuen Standards hat der IASB im Mai 2011 IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" veröffentlicht. IFRS 11 definiert eine gemeinschaftliche Vereinbarung als Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Partnerunternehmen per Vertrag die gemeinschaftliche Kontrolle über diese Vereinbarung ausüben. Gemeinschaftliche Vereinbarungen können gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen sein. Bei ersteren handelt es sich um eine gemeinschaftliche Vereinbarung, die den Partnerunternehmen dieser gemeinschaftlichen Vereinbarung direkte Rechte an den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten überträgt. Ein Gemeinschaftsunternehmen dagegen räumt den Partnerunternehmen Rechte am Netto-Reinvermögen oder Ergebnis der Vereinbarung ein. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 bilanziert. Eine Einbeziehung nach der Quotenkonsolidierung ist nicht mehr gestattet. IFRS 11 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist auch hier nur in Verbindung mit den Neuregelungen von IFRS 10 und IFRS 12 sowie den Änderungen an IAS 27 und IAS 28 möglich. Die RHÖN-KLINIKUM AG bilanziert ihre Gemeinschaftsunternehmen bereits nach der Equity-Methode und ist somit von den Änderungen nicht betroffen.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen"
Als dritten von 5 neuen Standards hat der IASB im Mai 2011 IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" veröffentlicht. Dieser schreibt die erforderlichen Angaben für Unternehmen vor, die in Übereinstimmung mit den neuen Standards IFRS 10 und IFRS 11 bilanzieren. IFRS 12 ersetzt die in IAS 28 enthaltenen Angabepflichten. Unternehmen müssen gemäß IFRS 12 Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (Zweckgesellschaften) verbunden sind. Es sind Angaben in den folgenden Bereichen erforderlich: Wesentliche Ermessensentscheidungen und Annahmen, um festzustellen, ob ein Unternehmen ein anderes beherrscht, gemeinschaftlich beherrscht, einen wesentlichen Einfluss ausübt oder ein sonstiges Engagement bei anderen Unternehmen hat, Angaben zu Anteilen an Tochterunternehmen, Anteilen an gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen sowie Anteile an nicht konsolidierten Zweckgesellschaften. IFRS 12 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine frühere oder teilweise frühere Anwendung ist unabhängig von der Anwendung von IFRS 10 und IFRS 11 sowie den Änderungen von IAS 27 und IAS 28 zulässig. Die RHÖN-KLINIKUM AG überprüft derzeit die genauen Auswirkungen auf die Angaben im Konzernanhang. Von ausführlicheren Angaben im Anhang ist auszugehen.
IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert"
Im Mai 2011 hat der IASB den Standard IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" veröffentlicht. IFRS 13 regelt, wie zum beizulegenden Zeitwert (fair value) zu bewerten ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert, sofern ein anderer Standard die Anwendung von diesem vorschreibt. Per Definition ist der beizulegende Zeitwert der Preis, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würden. Der beizulegende Zeitwert einer Verbindlichkeit bildet folglich das Ausfallrisiko ab. IFRS 13 enthält keine Angabe, auf welche Sachverhalte der beizulegende Zeitwert anzuwenden ist und schließt lediglich IAS 17, IFRS 2 sowie andere Bewertungsgrößen, die dem beizulegenden Zeitwert ähnlich, jedoch nicht deckungsgleich sind, von der Anwendung aus. Die bekannte 3-stufige Fair Value-Hierarchie ist weiterhin anzuwenden. Darüber hinaus sind nach IFRS 13 umfassende Anhangsangaben erforderlich, die den Vorschriften des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" ähneln, aber für alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gelten. IFRS 13 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Vergleichszahlen vor der erstmaligen Anwendung von IFRS 13 sind nicht anzupassen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die RHÖN-KLINIKUM AG prüft derzeit die genauen Auswirkungen im Hinblick auf Bilanzierung und Bewertung. Es ist mit erweiterten Angabepflichten zu rechnen.
Neufassung des IAS 27 "Einzelabschlüsse"
Im Mai 2011 hat der IASB als Teil eines von 5 neuen Standards die Neufassung des IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" veröffentlicht. Dieser wird in IAS 27 "Einzelabschlüsse" umbenannt und beinhaltet zukünftig nur noch Vorschriften zu Einzelabschlüssen. Die bestehenden Regelungen bleiben unverändert. Die Änderungen zu IAS 27 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nur in Verbindung mit IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 sowie IAS 28 möglich. Gravierende Auswirkungen auf die Bilanzierung von Unternehmen werden im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG nicht erwartet.
Neufassung des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen"
Als letzter von 5 neuen Standards hat der IASB im Mai 2011 die Neufassung des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" veröffentlicht. Dieser wird in IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" umbenannt. IAS 28 beschreibt weiterhin die Bilanzierung von assoziierten Unternehmen sowie die Anwendung der Equity-Methode bei assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen. Die Änderungen ergeben sich aus der Veröffentlichung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Der neue IAS 28 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nur in Verbindung mit IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 sowie IAS 27 möglich. Die RHÖN-KLINIKUM AG prüft derzeit die genauen Auswirkungen im Hinblick auf Bilanzierung und Bewertung.
Änderungen zu IAS 1 "Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses"
Im Juni 2011 hat der IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Diese betreffen den Ausweis der im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Posten. Die Posten des sonstigen Ergebnisses (other comprehensive income, OCI) sollen danach gruppiert werden, ob diese zukünftig noch mal in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (sogenanntes Recycling) oder nicht. Die Änderung betrifft ausschließlich die Darstellung der Posten in der Gesamtergebnisrechnung, nicht die Erfassung, Bewertung der Posten oder Erfordernisse, die sich durch das Recycling ergeben. Das Wahlrecht die Posten vor oder nach Steuern darzustellen bleibt bestehen. Des Weiteren wurde der in IAS 1 verwendete Begriff Gesamtergebnisrechnung in Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis geändert. Der geänderte Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Auswirkungen ergeben sich auf die Darstellung im Abschluss, jedoch nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Änderungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer"
Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die bedeutendste Änderung des IAS 19 besteht darin, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Umbewertungen umbenannt werden und sofort bei Entstehung im sonstigen Ergebnis (other comprehensive income, OCI) zu erfassen sind. Das Wahlrecht zwischen sofortiger Erfassung im Gewinn oder Verlust, im sonstigen Ergebnis (OCI) oder nach der Korridormethode entfällt. Bei Planänderungen, die zu Veränderungen der Leistungsverpflichtung führen, die auf Arbeitsleistungen in zurückliegenden Perioden zurückzuführen sind, entsteht ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand. Dieser wird in der Periode erfasst, in der die zugrundeliegende Planänderung stattfindet, es erfolgt keine Verteilung mehr. Leistungen an Arbeitnehmer, die noch an eine Verpflichtung zur Erbringung von zukünftigen Arbeitsleistungen geknüpft sind, stellen keine Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar. IAS 19 fordert umfangreiche Anhangsangaben im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen, insbesondere sind zusätzliche Angaben zu Merkmalen und Risiken der Leistungspläne erforderlich. Die Änderungen des IAS 19 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die RHÖNKLINIKUM AG überprüft derzeit die genauen Auswirkungen im Hinblick auf Bilanzierung und Bewertung.
Änderungen an IFRS 7 und IFRS 9 "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang"
Der IASB hat im Dezember 2011 Änderungen an IFRS 7 und IFRS 9 "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang" veröffentlicht. Durch die Änderung wird die verpflichtende Anwendung des IFRS 9 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben. IFRS 9 nennt zudem Ausnahmeregelungen, unter denen ein Unternehmen im Übergang auf den neuen Standard anstatt einer Anpassung von Vorjahreszahlen zusätzliche Angaben im Anhang vornehmen kann. Des Weiteren fordert IFRS 9 zusätzliche Anhangangaben, die als Änderungen in den bestehenden IFRS 7 einfließen. Diese betreffen auf Basis der jeweiligen Bewertungskategorie gemäß IAS 39 die Buchwertänderungen, die sich aus der Umstellung auf IFRS 9 ergeben, sofern diese sich nicht auf Bewertungseffekte zum Zeitpunkt der Umstellung beziehen, und zusätzlich die Buchwertänderungen, die auf solche Effekte zurückzuführen sind. Für finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die aus der Umstellung auf IFRS 9 künftig mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sind zusätzliche Angaben erforderlich. Weiterhin muss auf Basis der Anhangangaben eine Überleitung der Bewertungskategorien gemäß IAS 39 und IFRS 9 auf Bilanzpositionen sowie Klassen von Finanzinstrumenten möglich sein. Die RHÖN-KLINIKUM AG prüft derzeit die genauen Auswirkungen im Hinblick auf Bilanzierung und Bewertung.
Änderung an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten"
Im Dezember 2011 hat der IASB Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" in Bezug auf die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Das gegenwärtige Saldierungsmodell nach IAS 32 ist von den Änderungen nicht betroffen. Demzufolge sind finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten nur dann zu saldieren, wenn am Abschlussstichtag ein Rechtsanspruch auf Verrechnung vorliegt und beabsichtigt ist, entweder einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Die Änderungen stellen klar, dass am Abschlussstichtag der Anspruch auf Saldierung bestehen muss, also unabhängig von einem künftigen Ereignis ist. Der Anspruch muss für alle Vertragsparteien im gewöhnlichen Geschäftsablauf und auch bei Insolvenz einer beteiligten Partei durchsetzbar sein. IAS 32 stellt außerdem klar, dass eine Bruttoabwicklungsmethode unter bestimmten Voraussetzungen effektiv einer Nettoabwicklung entsprechen kann und damit das Kriterium des IAS 32 erfüllt ist. Jedoch muss die Methode dazu führen, dass Ausfall- und Liquiditätsrisiken eliminiert sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Abwicklungsverfahren verarbeitet werden. Generalverrechnungsvereinbarungen, bei denen der rechtliche Anspruch auf Saldierung nur bei dem Eintritt von künftigen Ereignissen durchsetzbar ist, erfüllen die Saldierungskriterien auch in Zukunft nicht. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die RHÖN-KLINIKUM AG prüft derzeit die genauen Auswirkungen im Hinblick auf Bilanzierung und Bewertung.
Änderung an IFRS 7 "Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden"
Im Dezember 2011 hat der IASB Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" in Bezug auf die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Dieser nennt weitere neue Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen. Die Offenlegung dieser Angaben ist unabhängig davon, ob die Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden geführt hat. Qualitative Beschreibungen und quantitative Angaben der Aufrechnungsansprüche sind anzugeben. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die RHÖN-KLINIKUM AG prüft derzeit die genauen Auswirkungen im Hinblick auf Bilanzierung und Bewertung.
Neue Standards und Interpretationen ohne praktische Relevanz ab dem Geschäftsjahr 2012
Folgende geänderten bzw. neu veröffentlichten Standards und Interpretationen, die noch nicht von der Europäischen Union verabschiedet wurden, haben aus derzeitiger Sicht für 2012 sowie folgende Geschäftsjahre keine praktische Relevanz:
Änderung des IAS 12 "Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte" Änderungen des IFRS 1 "Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten"
IFRIC 20 "Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau"
Die Aufstellung von Konzernabschlüssen nach IFRS erfordert Annahmen und Schätzungen. Des Weiteren macht die Anwendung der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements erforderlich. Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, sind aufgeführt und erläutert.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten, eingeschränkt durch die zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam angesetzten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente).
Der Konzernabschluss wird am 25. April 2012 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.
2.2 Konsolidierung
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
2.2.1 Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern "control" über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50,0 %. Bei der Beurteilung, ob "control" vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausüb- oder umwandelbar sind, berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem "control" auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem "control" endet. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode.
Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.
Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IAS 39 bewertet, und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.
Als Geschäftswert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegendem Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Konzerninterne Transaktionen und Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften werden sofern notwendig angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
2.2.2 Transaktionen mit Minderheiten
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen (Minderheitsgesellschaftern) werden wie Transaktionen mit Eigenkapitalgebern behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
2.2.3 Assoziierte Unternehmen und gemeinschaftlich geführte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, jedoch kein "control" besitzt, da der Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % beträgt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen (Joint Ventures) werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen oder gemeinschaftlich geführten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Geschäftswert (unter Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und die kumulierten Veränderungen gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, werden keine weiteren Verluste erfasst, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen oder gemeinschaftlich geführte Unternehmen eine Verpflichtung eingegangen oder hat für diese Zahlungen geleistet.
Nicht realisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen oder gemeinschaftlich geführten Unternehmen werden anteilig eliminiert, soweit die zugrundeliegenden Sachverhalte wesentlich sind.
Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung (Impairmenttest) wird der Buchwert eines at-equity bewerteten Unternehmens mit dessen erzielbarem Betrag verglichen. Falls der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, ist eine Wertminderung (Impairment) in Höhe des Differenzbetrags vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine entsprechende erfolgswirksame Zuschreibung.
Die Abschlüsse der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die assoziierten Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht nach der Equity-Methode konsolidiert. Sie werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Zeitwerten im Konzernabschluss berücksichtigt.
2.2.4 Veräußerung von Tochterunternehmen
Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht wird.
2.3 Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß IFRS 8 auf Basis des Management Approach, d. h. aus der Perspektive des Managements. Die externe Berichterstattung orientiert sich an intern verwendeten Steuerungs- und Berichtsgrößen sowie Berichtsstrukturen, die den Entscheidungsträgern zur Verfügung stehen und von diesen genutzt werden.
Als operatives Segment wird ein Unternehmensbestandteil gesehen, der Geschäftstätigkeiten betreibt, mit denen Erträge erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können, dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens mit Blick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu diesem Segment und die Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden und für den einschlägige Finanzinformationen vorliegen.
Die ermittelten operativen Segmente werden auf die berichtspflichtigen Segmente reduziert. Dies geschieht im Wesentlichen durch Zusammenfassung von homogenen operativen Segmenten, wenn diese vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen. Auslöser der Berichtspflicht ist regelmäßig das Überschreiten segmentbezogener Wesentlichkeitsschwellen. IFRS 8 nennt folgende 3 segmentbezogene Wesentlichkeitsschwellen:
die Segmenterlöse betragen mindestens 10 % der kumulierten (internen und externen) Segmenterlöse,
das Segmentergebnis beträgt mindestens 10 % des Maximums aus den kumulierten positiven bzw. negativen Segmentergebnissen oder
das Segmentvermögen beträgt mindestens 10 % des kumulierten Segmentvermögens.
Die geforderte Erlössegmentierung besagt, dass so lange berichtspflichtige Segmente gebildet werden müssen, bis die Erlöse der identifizierten berichtspflichtigen Segmente 75 % der gesamten externen Erlöse ausmachen. Die übrigen nicht berichtspflichtigen Segmente sind als "Alle übrigen Segmente" auszuweisen und der Ursprung dieser Erträge ist zu beschreiben.
Im Anhang sind im Rahmen der Erläuterung der Segmentabgrenzung grundlegende Informationen über die Ermittlung und Identifizierung der berichtspflichtigen Segmente zu machen. Dies umfasst die Nennung der Bestimmungsfaktoren der Segmentberichterstattung und die Angabe der Produkte und Dienstleistungen mit denen die einzelnen Segmente ihre Erträge erwirtschaften.
Darüber hinaus müssen detaillierte Angaben zu Segmentergebnis, Segmentvermögen und Segmentschulden gemacht werden. Des Weiteren sind Informationen zu Produkten und Dienstleistungen, räumlichen Aktivitäten und den wesentlichen Kunden des Unternehmens anzugeben. IFRS 8 fordert auch ergänzende Angaben zu den intern verwendeten Methoden zur Behandlung von Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten sowie zu Unterschieden zwischen den intern verwendeten Rechnungslegungsmethoden und den Methoden, die im Abschluss Anwendung finden. Ergänzend zu den verbalen Angaben ist eine Überleitungsrechnung von den folgenden Segmentdaten auf den Abschluss zu erstellen: Diese umfasst die Gesamterlöse aller berichtspflichtigen Segmente, das Gesamtergebnis der berichtspflichtigen Segmente vor Steuern und die Aufgabe von Geschäftsbereichen, das Gesamtvermögen der berichtspflichtigen Segmente, die gesamten Schulden der berichtspflichtigen Segmente sowie den Gesamtbetrag der berichtpflichtigen Segmente für jeden anderen wesentlichen Posten, der gesondert berichtet wird.
Segmentinformationen früherer Jahre, die als Vergleichsinformationen dienen, sind bei erstmaliger Anwendung anzupassen.
2.4 Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
2.4.1 Geschäftswert
Der Geschäftswert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns an den Nettovermögenswerten des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Geschäftswert wird den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Der Geschäftswert wird mindestens einem jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Eine Überprüfung findet darüber hinaus auch dann statt, wenn Ereignisse oder Umstände drauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Wertaufholungsbeträge werden nicht berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Geschäftswerts, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.
Der Geschäftswert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt. Diese entsprechen bei der RHÖN-KLINIKUM AG grundsätzlich den einzelnen Krankenhäusern, soweit der zugehörige Goodwill kooperierender Einheiten nicht auf übergeordneter Ebene überwacht wird.
Falls der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet, wird ein Wertminderungsverlust erfasst. Der erzielbare Betrag entspricht dabei dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten sowie dem Nutzungswert des Vermögenswertes.
2.4.2 Computersoftware
Erworbene Computersoftwarelizenzen werden zu ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert. Diese Kosten werden über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben (3 bis 7 Jahre) und unter dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Kosten, die mit der Entwicklung von Websites oder Pflege von Computersoftware verbunden sind, werden im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
2.4.3 Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu historischen Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - entsprechend ihrer jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben und unter dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
2.4.4 Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Aktivierungspflichtige Entwicklungskosten liegen nicht vor.
2.4.5 Öffentliche Zuwendungen
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Buchwertminderung von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der geförderten Vermögensgegenstände abgesetzt. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Derartige Zuwendungen werden im Rahmen der gesetzlich normierten Investitionsförderung von Krankenhäusern gewährt.
Öffentliche Zuschüsse für laufende Betriebskosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Die Zuwendungen sind in der Regel an Bedingungen geknüpft, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes eingehalten werden müssen. Zuwendungen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Kliniken seitens der öffentlichen Hand zugesagt werden, werden ebenfalls wie oben beschrieben bilanziert.
Noch nicht zweckentsprechend verwendete Fördermittel werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag abgegrenzt.
2.5 Sachanlagen
Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude umfassen hauptsächlich Krankenhausbauten. Sie werden ebenso wie die übrigen Sachanlagen zu ihren historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Anschaffungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Die Herstellungskosten umfassen darüber hinaus den Herstellungskosten zurechenbare Gemeinkosten.
Nachträgliche Anschaffungs-/Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs-/ Herstellungskosten des Vermögenswertes oder - sofern einschlägig - als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.
Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Bei allen weiteren Vermögenswerten erfolgt die Abschreibung linear, wobei die Anschaffungskosten über die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte wie folgt auf den Restbuchwert abgeschrieben werden:
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| Gebäude | 331 /3 Jahre |
| Maschinen und technische Anlagen | 5 bis 15 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 12 Jahre |
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
2.6 Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ohne Geschäftswert)
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages vor. Können dem einzelnen Vermögenswert keine eigenständigen Mittelzuflüsse zugeordnet werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrages für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Cash-Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Position Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen. An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst wurde, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwandes eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser darf allerdings nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen ergeben hätte, wenn in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswertes, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.
2.7 Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus den Forderungen, Eigenkapitaltiteln, derivativen Finanzinstrumenten mit positiven beizulegenden Zeitwerten und den Zahlungsmitteln.
Diese finanziellen Vermögenswerte werden grundsätzlich in die folgenden Kategorien unterteilt:
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, |
| ― | Darlehen und Forderungen, |
| ― | bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. |
Die Kategorisierung hängt von dem Zweck ab, für den die jeweiligen finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Kategorisierung zu jedem Stichtag.
Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag angesetzt, dem Tag, an dem der Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes abgewickelt wird.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" angehören, werden zunächst zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet; Transaktionskosten werden aufwandswirksam erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Gewinne oder Verluste aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwertes von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten, einschließlich Dividenden- und Zinszahlungen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Finanzierungsaufwendungen und -erträge in der Periode ihres Anfalls ausgewiesen.
Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, werden die beizulegenden Zeitwerte mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern, die Verwendung aktueller Marktpreise anderer Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem betrachteten Vermögenswert ähnlich sind, Discounted-Cash-Flow-Verfahren sowie Optionspreismodelle, welche soweit wie möglich von Marktdaten und so wenig wie möglich von unternehmensindividuellen Daten Gebrauch machen. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.
2.7.1 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Diese Kategorie hat 2 Unterkategorien: Finanzielle Vermögenswerte, die entweder von Beginn an als "zu Handelszwecken gehalten" eingeordnet wurden (held for trading einschließlich Derivate), und solche, die bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen durch Nutzung der Fair-Value-Option als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" eingestuft wurden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Hedges qualifiziert sind.
Als zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 gelten auch bestimmte Sicherungsinstrumente, die zwar im RHÖN-KLINIKUM Konzern nach betriebswirtschaftlichen Kriterien der Zinssicherung dienen, für die jedoch kein IAS 39 für Hedge-Accounting angewendet wurde. Es handelt sich dabei um derivative Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Zinsswaps und Optionen. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, soweit diese innerhalb der nächsten 12 Monate fällig sind.
2.7.2 Darlehen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
Darlehen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht 12 Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Vermögenswerte, deren Fälligkeit 12 Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt, werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Dieser Kategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen zugeordnet. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
2.7.3 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie ausdrücklich zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet werden konnten. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.
2.8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet.
Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an vermieteten Gegenständen bei uns als Leasinggeber (Operating-Leasing), werden diese unter entsprechender Kennzeichnung in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die Leasinggegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und entsprechend den Bilanzierungsgrundsätzen für Sachanlagen abgeschrieben. Mieterlöse werden linear über die Vertragslaufzeit berücksichtigt.
2.9 Vorräte
Vorräte beinhalten im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Diese werden zu Anschaffungskosten (einschließlich Nebenkosten) bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden auf Grundlage der Durchschnittsmethode bestimmt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis im ordentlichen Geschäftsgang abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten dar.
2.10 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung wird erfolgswirksam in der Position sonstiger Aufwand erfasst. Wesentliche finanzielle Schwierigkeiten auf Seiten eines Schuldners und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit bezüglich einer schuldnerseitigen Insolvenz können Indikatoren für eine Wertminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sein. Die wertminderungsbedingte Abwertung bemisst sich am Unterschiedsbetrag zwischen dem laufenden Buchwert einer Forderung und den Cash-Flows, die mit der Forderung erwartet werden.
2.11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal 3 Monaten. In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt.
2.12 Eigenkapital
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital (netto nach Steuern) als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert.
Erwirbt ein Unternehmen des Konzerns Eigenkapitalanteile der RHÖN-KLINIKUM AG, wird der Wert der bezahlten Gegenleistung, einschließlich direkt zurechenbarer zusätzlicher Kosten (netto nach Steuern) vom Eigenkapital, das den Aktionären des Unternehmens zusteht, abgezogen, bis die Aktien entweder eingezogen, wieder ausgegeben oder weiterverkauft werden. Werden solche Anteile nachträglich wieder ausgegeben oder verkauft, wird die erhaltene Gegenleistung netto nach Abzug direkt zurechenbarer zusätzlicher Transaktionskosten und damit zusammenhängender Ertragsteuern im Eigenkapital, das den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zusteht, erfasst.
Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus Finanztransaktionen resultierenden Zinsänderungsrisiken ein. Dabei werden die Vorschriften zu Sicherungsmaßnahmen gemäß IAS 39 (Hedge-Accounting) angewendet. Dies mindert die Volatilität der Gewinn- und Verlustrechnung.
Mittels Cash-Flow-Hedge werden die in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten gegen künftige Zahlungsstromschwankungen abgesichert. Liegt ein Cash-Flow-Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstrumentes bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral als Hedge-Reserve im Eigenkapital erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstrumentes wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Börsenpreise vor, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG bei Beendigung des Finanzinstrumentes zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste.
Der Konzern dokumentiert bei Abschluss der Transaktion die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel seines Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Strategie beim Abschluss von Sicherungsgeschäften. Darüber hinaus erfolgt zu Beginn der Sicherungsbeziehung und in der Folge eine Dokumentation der Einschätzung, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen der Cash-Flows der Grundgeschäfte effektiv kompensieren.
Der volle beizulegende Zeitwert der als Sicherungsinstrumente designierten derivativen Finanzinstrumente wird als langfristiger Vermögenswert bzw. langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, sofern die Restlaufzeit des gesicherten Grundgeschäfts länger als 12 Monate ist, und als kurzfristiger Vermögenswert bzw. kurzfristige Verbindlichkeit, sofern die Restlaufzeit kürzer ist.
Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge-Accounting vor oder sind Teile der Sicherungsbeziehung ineffektiv, werden die hierauf entfallenden Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzierungserträgen bzw. Finanzierungsaufwendungen erfasst. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung, wird das Sicherungsgeschäft nach den Regeln des IAS 39 als Hedge-Accounting bilanziert.
Der Konzern führt auch Sicherungsmaßnahmen durch, die nicht als Hedge-Accounting dargestellt werden, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.
2.13 Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente. Die Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden.
Langfristige Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Begleichung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.
2.14 Laufende und latente Steuern
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Latente Steuern werden, unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode, für alle temporären Differenzen zwischen steuerlichen Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und den jeweiligen IFRS-Konzernbuchwerten angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern beruht auf einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer).
Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem eine steuerliche Vorteilsnahme aus der Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist.
Latente Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit temporären Differenzen bei Beteiligungen an Tochterunternehmen werden grundsätzlich angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern gesteuert werden kann und dass eine Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist.
2.15 Leistungen an Arbeitnehmer
2.15.1 Pensionsverpflichtungen und sonstige langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
Im Konzern existieren unterschiedliche Pensionspläne. Die Pläne werden durch Zahlungen an Versicherungsgesellschaften oder Pensionskassen oder durch Bildung von Rückstellungen (unmittelbare Zusagen) finanziert, deren Höhe auf versicherungsmathematischen Berechnungen basiert. Der Konzern hat sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pensionspläne.
Ein beitragsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, unter dem der Konzern feste Beitragszahlungen an eine eigenständige Gesellschaft (Versicherungsgesellschaft oder Pensionskasse) leistet. Der Konzern könnte lediglich im Rahmen der Subsidiärhaftung in Anspruch genommen werden, zusätzliche Beiträge zu leisten. Da wir das Risiko des Ausfalls einer Versicherungsgesellschaft oder Pensionskasse für äußerst gering halten, bilanzieren wir derartige Zusagen wie beitragsorientierte Pläne.
Ein leistungsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, der nicht unter die Definition eines beitragsorientierten Plans fällt. Er ist typischerweise dadurch charakterisiert, dass er einen Betrag an Pensionsleistungen festschreibt, den ein Mitarbeiter bei Renteneintritt erhalten wird und dessen Höhe üblicherweise von einem oder mehreren Faktoren wie Alter, Dienstzeit und Gehalt abhängig ist.
Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag, angepasst um kumulierte nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste und nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand.
Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen hoher Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen, abgezinst werden.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden dann erfolgswirksam erfasst, wenn der Nettobetrag aus beiden 10,0 % des höheren Betrages von DBO und gegebenenfalls existierendem Planvermögen überschreitet (Korridorregelung). Die anteilig zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entsprechen dem wie zuvor beschriebenen Betrag, geteilt durch die erwartete durchschnittliche Restdienstzeit der am Plan teilnehmenden Arbeitnehmer.
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Änderungen des Pensionsplans hängen vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum ab (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst.
Bei beitragsorientierten Plänen leistet der Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.
Aufgrund tarifvertraglicher Regelungen leistet der Konzern für eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern Beiträge an die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und an andere Versorgungswerke des öffentlichen Dienstes (Zusatzversorgungskasse für Gemeinden, ZVK). Die Beiträge werden im Rahmen von Umlageverfahren erhoben.
Bei den vorliegenden Plänen handelt es sich um gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber (IAS 19.7), da sich die beteiligten Unternehmen sowohl das Risiko der Kapitalanlage als auch das biometrische Risiko teilen.
Die VBL-/ZVK-Versorgung ist grundsätzlich als leistungsorientierter Versorgungsplan einzuordnen (IAS 19.27), auf den die Voraussetzungen des IAS 19.30 zutreffen und der daher als beitragsorientierter Plan zu bilanzieren ist. Vereinbarungen im Sinne von IAS 19.32A bestehen nicht, so dass der Ansatz eines entsprechenden Vermögenswertes oder einer Schuld entfällt. Der Erfassung eines etwaigen Schuldpostens in unserer Bilanz gehen vorrangig einzulösende Gewährsträgerverpflichtungen öffentlicher Gebietskörperschaften vor.
Die laufenden Beitragszahlungen an die VBL/ZVK haben wir als Aufwendungen für Altersversorgung der jeweiligen Jahre als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Personalaufwand ausgewiesen.
Die sonstigen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer betreffen Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen aufgrund von Altersteilzeit. Die Bewertung im Sinne von IAS 19 erfolgt durch einen unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter. Die Altersteilzeitleistungen werden mit dem Barwert der Verpflichtungen bewertet. Während der Arbeitsphase wird bei dem Unternehmen ein Erfüllungsrückstand aufgebaut, da den Mitarbeitern in der Arbeitsphase nicht die vollen Bezüge für die erbrachte Arbeitsleistung ausgezahlt werden (Blockmodell). Als Rechnungsgrundlagen für die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen werden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 2,6 % (Vj. 3,2 %) verwendet. Ferner wird ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % angenommen. Die Berücksichtigung des Aufstockungsbetrages erfolgt sofort erfolgswirksam.
2.15.2 Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erbracht, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Darunter fallen auch die Aufstockungsbeträge aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden, oder nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat. Leistungen, die nach mehr als 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst.
2.15.3 Tantiemen und Ergebnisbeteiligungen
Für Tantiemen und Ergebnisbeteiligungen wird eine Verbindlichkeit basierend auf einem am Konzernergebnis bzw. an den Ergebnissen der einbezogenen Tochtergesellschaften orientierten Bewertungsverfahren passiviert. Der Konzern passiviert eine Verbindlichkeit in den Fällen, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.
2.16 Rückstellungen
Rückstellungen für Umstrukturierungen und rechtliche Verpflichtungen werden erfasst, wenn das Unternehmen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge eines Ereignisses der Vergangenheit hat, wenn es wahrscheinlich ist, dass es im Zuge der Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen kommt und wenn der Wert des Ressourcenabflusses verlässlich bestimmt werden kann. Umstrukturierungsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kosten aus der frühzeitigen Beendigung von Anstellungsverträgen mit Mitarbeitern. Rückstellungen werden insbesondere nicht gebildet für künftige operative Verluste.
Besteht eine Mehrzahl gleichartiger Verpflichtungen, erfolgt die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme auf Grundlage einer Gesamtbetrachtung der gleichartigen Verpflichtungen. Eine Rückstellungsbildung erfolgt auch dann, wenn die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus einzelnen dieser Verpflichtungen als gering einzuschätzen ist.
Rückstellungen werden zum Barwert der mit dem Begleichen der Verpflichtung erwarteten Zahlungen bewertet. Dabei wird mit einem Vorsteuer-Zinssatz diskontiert, der die aktuellen Markterwartungen bezüglich des Zeitwertes des Geldes und der Risikopotenziale der Verpflichtung reflektiert. Werterhöhungen von Rückstellungen, die auf zeitbedingten Zinseffekten beruhen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwand gezeigt.
2.17 Ertragsrealisierung
Erträge werden in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der für die Erbringung von Dienstleistungen und für den Verkauf von Waren erhaltenen Gegenleistung erfasst. Erträge aus konzerninternen Verkäufen und Leistungserbringungen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Erträge werden wie folgt realisiert:
2.17.1 Stationäre und ambulante Krankenhausleistungen
Krankenhausleistungen werden entsprechend dem Leistungsfortschritt im Verhältnis von erbrachter zur Gesamtdienstleistung in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Dienstleistungen erfolgen. Die Abrechnung der mit den Kostenträgern vereinbarten Leistungsrechnung erfolgt im Wesentlichen auf Basis verweildauerunabhängiger, pauschalierter Entgelte. In Teilbereichen kommen tagesgleiche Pflegesätze zur Abrechnung.
Die Krankenhausleistungen sind im Rahmen eines vereinbarten Budgets der Höhe nach begrenzt. Daraus folgt, dass Mehrleistungen (Budgetüberschreitungen) und Minderleistungen (Budgetunterschreitungen) im Rahmen der gesetzlichen Regelungen wechselseitig auszugleichen sind.
2.17.2 Zinserträge
Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.
2.17.3 Ausschüttungs- und Dividendenerträge
Gewinnausschüttungen werden im Zeitpunkt erfasst, in dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht.
2.18 Leasing
Leasingtransaktionen im Sinne des IAS 17 können aus Miet- und Pachtverhältnissen resultieren und werden entweder als Finanzierungs-Leasing oder als Operating-Leasing klassifiziert.
Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden grundsätzlich als Finanzierungs-Leasing, d. h. wie tatsächlich erworbenes Anlagevermögen, behandelt. Die Vermögenswerte werden aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben; die künftigen Leasingzahlungen werden mit ihrem Barwert als Verbindlichkeiten passiviert.
Leasingtransaktionen, bei denen ein wesentlicher Anteil der mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
2.19 Fremdkapitalkosten
Kosten der Fremdkapitalaufnahmen wurden bei den entsprechenden Posten abgesetzt und nach der Effektivzinsmethode verteilt. Im Übrigen wurden die Zinsen als laufender Aufwand erfasst.
Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung/Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte entstehen, werden während des gesamten Herstellungsprozesses bis zur Inbetriebnahme aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden aufwandswirksam gebucht.
2.20 Dividendenausschüttungen
Die Ansprüche der Anteilseigener auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist.
2.21 Finanzrisikomanagement
2.21.1 Finanzrisikofaktoren
Die RHÖN-KLINIKUM AG unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere folgenden Risiken:
| ― | dem Kredit- und Bonitätsrisiko, |
| ― | dem Liquiditätsrisiko und |
| ― | dem Zinsänderungsrisiko. |
Ziel des finanziellen Risikomanagements ist die Begrenzung der aufgeführten Risiken durch laufende operative Aktivitäten sowie dem Einsatz derivativer und nicht-derivativer (z. B. Festzinsdarlehen) Finanzinstrumente. Die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Grundgeschäften, d. h. für Handels- oder spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz.
Grundsätzlich werden Finanzierungsinstrumente zur Begrenzung des Kontrahentenrisikos nur mit führenden Finanzinstituten abgeschlossen.
Das Finanzrisikomanagement erfolgt durch die Abteilung Treasury unter Aufsicht des Finanzvorstandes entsprechend den vom Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten Leitlinien. Die Risikoidentifikation und -bewertung erfolgt durch den Vorstand in Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Finanzvorstand gibt sowohl die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vor als auch Richtlinien für bestimmte Bereiche, wie z. B. den Umgang mit dem Zins- und Kreditrisiko, dem Einsatz derivativer und nicht-derivativer Finanzinstrumente sowie die Investition von Liquiditätsüberschüssen.
2.21.2 Kredit- und Bonitätsrisiko
Der Konzern erbringt zu über 90 % Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Sozialversicherung und im Übrigen an Selbstzahler, die bei privaten Krankenversicherungen abgesichert sind. Signifikante Konzentrationen bezüglich einzelner Kostenträger bestehen nicht. Die Krankenhausleistungen werden in der Regel innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist durch die Kostenträger beglichen. Hinsichtlich der Ausfallrisiken im Geschäftsjahr 2011 wird auf die Ausführungen unter dem Punkt 7.9 ff. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte verwiesen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht der Summe der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertberichtigung. Kontrahentenrisiken aus Abschlüssen von Finanztransaktionen werden durch die Einhaltung von Regeln und Limits minimiert.
2.21.3 Liquiditätsrisiko
Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln, die Möglichkeit zur Finanzierung eines adäquaten Betrages im Rahmen zugesagter Kreditlinien und die Fähigkeit zur Emission am Markt ein. Aufgrund der Dynamik des Marktumfeldes, in dem der Konzern operiert, ist es unser Ziel, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend verfügbare Kreditlinien bestehen und ein jederzeitiger Zugang zu den Kapitalmärkten möglich ist. Um jederzeitige Handlungsfähigkeit sicher zu stellen, wird eine strategische Mindestliquidität aus Cash-Positionen und freien, sofort verfügbaren Kreditlinien gehalten. Zur Überwachung des Liquiditätsrisikos wird täglich ein Liquiditätsreport erstellt. Zusätzlich werden kurz- bis mittelfristige Liquiditätsplanungsrechnungen durchgeführt.
2.21.4 Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko resultiert aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung des Zinsniveaus und wirkt auf alle verzinslichen Positionen sowie auf Zinsderivate. Die RHÖNKLINIKUM AG unterliegt damit grundsätzlich Zinsänderungsrisiken.
Von den konzernweit bestehenden Finanzverbindlichkeiten waren zum Bilanzstichtag 50,9 % (Vj. 57,0 %) fest verzinslich und 49,1 % (Vj. 43,0 %) variabel verzinslich. Unter Berücksichtigung der gegebenen und geplanten Schuldenstruktur werden im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG Zinsderivate zur Minimierung der Zinsänderungsrisiken eingesetzt. Die unterhaltenen Bankguthaben waren zu 60,0 % (Vj. 67,8 %) fest verzinslich mit einer Zinslaufzeit über 1 Monat, aber unter 3 Monaten oder täglich kündbar angelegt.
Zinsänderungsrisiken werden mittels Sensitivitätsanalysen überwacht. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken.
Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten aus und werden demzufolge in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.
Derivate unterliegen Zinsänderungsrisiken hinsichtlich ihres Marktwertes und ihrer Cash-Flows.
Betrachtet wird eine hypothetische Schwankung des Marktzinsniveaus zum Bilanzstichtag um +/- 100 Basispunkte.
Bei einem um 100 Basispunkte erhöhten Zinsniveau hätte sich das Finanzergebnis um 0,9 Mio. € erhöht. Bei einem um 100 Basispunkte reduzierten Marktzinsniveau wäre das Finanzergebnis um 0,4 Mio. € niedriger ausgefallen.
Die hypothetische Auswirkung auf das Finanzergebnis bei steigenden Zinsen ergibt sich aus potentiellen Effekten der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten von -1,2 Mio. € sowie den Effekten aus den variabel verzinslichen Guthaben bei Kreditinstituten von 2,1 Mio. €. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, so hätte sich die Bewertung der Derivate um 12,8 Mio. € erhöht. Die Wertänderung der Derivate hätte sich mit einem Anteil von 12,8 Mio. € erhöhend auf das Eigenkapital ausgewirkt.
Die hypothetischen Auswirkungen ad hoc sinkender Zinsen auf das Finanzergebnis resultieren aus den Effekten der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten von 1,2 Mio. € sowie den Effekten aus den variabel verzinslichen Guthaben bei Kreditinstituten von -1,6 Mio. €. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, hätte sich die Bewertung der Derivate um 13,7 Mio. € vermindert. Die Wertänderung der Derivate hätte sich mit einem Anteil von 13,7 Mio. € vermindernd auf das Eigenkapital ausgewirkt.
2.21.5 Management von Eigen- und Fremdkapital
Das Ziel des Managements bei dem Umgang mit dem Eigenkapital und Fremdkapital ist die strikte Verfolgung einer Fristenkongruenz (horizontale Bilanzstruktur) von Mittelherkunft und Mittelverwendung. Langfristig gebundenes Vermögen soll langfristig finanziert sein. Zur langfristigen Mittelherkunft zählen die in der Bilanz ausgewiesenen Positionen Eigenkapital und langfristige Schulden. Diese Kennzahl soll mindestens 100 % betragen und betrug im Berichtsjahr 117,7 % (Vj. 112,0 %). Langfristige Mittelverwendungen betreffen Finanz- und Sachanlagen. Obwohl der Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG bei einer Personalkostenquote von über 50 % häufig der Dienstleistungsbranche zugerechnet wird, ist das Geschäftsmodell langfristig ausgerichtet und initial investitionsgetrieben. Die Investitionskosten wollen wir nachhaltig durch mindestens 35,0 % Eigenkapital unterlegen. Zum 31. Dezember 2011 waren dies auf Konzernebene 50,3 % (Vj. 48,9 %).
Das Konzernwachstum wird im Übrigen durch angemessene Maßnahmen beim Eigenkapital über die Gewinnverwendungsbeschlüsse bei den einbezogenen Gesellschaften gesteuert. Bei Thesaurierung von Teilen der Jahresüberschüsse orientiert sich das Management an einer Eigenkapitalquote von 25 %.
Für die Finanzierung eines weiteren gesunden Wachstums durch Eigenkapitalmittel ließ sich das Management ein genehmigtes Kapital in Höhe von 43,2 Mio. € von der Hauptversammlung vom 10. Juni 2009 bis zum 31. Mai 2012 genehmigen.
Beim Einsatz von Fremdkapital orientiert sich das Management zur Risikominimierung an nachfolgenden Steuerungsgrößen. Es wird angestrebt, den Quotienten aus Nettokreditverschuldung (= Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) und EBITDA auf maximal das 3-fache sowie das Verhältnis des EBITDA zum Nettofinanzergebnis auf minimal das 6-fache zu begrenzen.
Die Nettoverschuldung darf gemäß den abgeschlossenen Kreditvereinbarungen maximal das 3fache (3,0) des EBITDA von 354,7 Mio. € (Vj. 307,3 Mio. €) betragen. Die Obergrenze würde im Geschäftsjahr 2011 bei 1.064,1 Mio. € (Vj. 921,9 Mio. €) liegen. Diese Kennzahl wurde im Berichtsjahr mit dem Verhältnis 1,6 (Vj. 1,8) eingehalten.
Das Finanzergebnis aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung multipliziert mit dem Faktor 6 darf den EBITDA-Wert des Geschäftsjahres nicht unterschreiten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 lag das EBITDA bei 354,7 Mio. € und das Finanzergebnis bei 26,7 Mio. €. Die daraus abgeleitete Kennzahl von 13,3 (Vj. 12,8) eröffnet noch erheblichen Kreditspielraum und Zinsanstiege können zusätzlich abgefedert werden.
Die Kapitalkosten des Konzerns sind mit sämtlichen oben erwähnten Kennzahlen eng verknüpft, so dass Abweichungen zu einer Verschlechterung der Kreditkondition führen würden.
3 Kritische Schätzungen und Beurteilungen bei der Bilanzierung und Bewertung
Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend überprüft und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen.
Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Diese Unsicherheiten betreffen in besonderem Maße:
die Parameter der Planung, die dem Wertminderungstest für Geschäftswerte zugrunde gelegt werden
Annahmen bei der Bestimmung von Pensionsverpflichtungen
Annahmen und Wahrscheinlichkeiten bei der Bemessung von Rückstellungen
Annahmen bezüglich des Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert.
3.1 Geschätzte Wertminderung der Geschäftswerte
Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten der Geschäftswerte wurden die operativen Cash-Flows der einzelnen Kliniken mit dem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC = Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 5,94 % (Vj. 5,90 %) diskontiert. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergab sich kein Wertminderungsbedarf. Schlüsselannahmen mit wesentlichem Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten sind der WACC sowie die durchschnittliche EBIT-Marge. Für das durchschnittliche Umsatzwachstum sowie die durchschnittliche EBIT-Marge verweisen wir auf unsere Erläuterung unter Punkt 7.1. Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht ab einem unterstellten Kapitalkostensatz von 6,0 % (Vj. 7,1 %) der erzielbare Betrag dem Buchwert.
3.2 Umsatzrealisierung
Die Krankenhäuser des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG unterliegen wie alle anderen Krankenhäuser in Deutschland den gesetzlichen Entgeltregelungen.
Diese sehen regelmäßig prospektive Entgeltvereinbarungen vor, um Planungs- und Erlössicherheit zu schaffen. In der Praxis jedoch finden diese Verhandlungen erst im Verlauf des Geschäftsjahres oder sogar erst nach dessen Ablauf statt, so dass hinsichtlich der vergüteten Leistungsmenge zum Bilanzstichtag Unsicherheiten bestehen, die durch sachgerechte Schätzungen in der Bilanz als Ansprüche oder Verbindlichkeiten abgebildet werden. Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass die mit den Schätzungen verbundenen Ungenauigkeiten deutlich unter 1 % unserer Umsatzerlöse liegen.
Der Konzern tätigt über 90 % seiner Umsätze mit den gesetzlichen Krankenkassen. Grundsätzlich werden zu Jahresbeginn mit den gesetzlichen Krankenkassen die verschiedenen Budgets für die einzelnen Krankenhäuser festgelegt. Die Bewertung der diagnosebezogenen Fallgruppen (Diagnosis Related Groups, DRGs) wird bundesweit einheitlich über den DRG-Katalog vorgenommen. Die Bewertungsrelationen werden jährlich vom "Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH" (InEK) überprüft und angepasst.
Bei einer mengenmäßigen Über- oder Unterschreitung des vereinbarten Gesamtbudgets werden für Mehr- oder Minderleistungen nur die zusätzlich angefallenen bzw. entfallenen variablen Kosten in Höhe pauschalierter Sätze vergütet bzw. abgezogen. Bis zur Erstellung der Konzernbilanz lagen in fast allen Kliniken genehmigte Entgeltvereinbarungen vor, so dass eventuelle Mehr- oder Mindererlösausgleiche genau kalkuliert werden konnten. In den Kliniken, in denen für 2011 noch keine Budgetvereinbarungen vorlagen, haben wir uns aus diesem Grund bei der Bilanzierung strikt an die rechtlichen Rahmenbedingungen gehalten. Wir gehen davon aus, dass die Vereinbarungen für 2011 keinen negativen Einfluss auf das Ergebnis 2012 haben werden.
3.3 Ertragsteuern
Für die Bildung von Steuerrückstellungen sowie von latenten Steuerposten sind Schätzungen erforderlich.
Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer Steuervorschriften und der Höhe und des Zeitpunkts künftiger, zu versteuernder Einkünfte, die Änderungen des Steuerergebnisses in künftigen Perioden zur Folge haben. Für mögliche Folgen der Betriebsprüfung durch die Steuerverwaltung bildet der Konzern angemessene Rückstellungen. Berücksichtigt werden dabei insbesondere verschiedene Faktoren wie Erfahrungen aus früheren Betriebsprüfungen sowie unterschiedliche Auslegungen des materiellen Steuerrechts zwischen Steuerpflichtigen und Finanzverwaltungen im Hinblick auf den jeweiligen Sachverhalt.
4 Unternehmenserwerbe
Konzernobergesellschaft ist die RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft mit Sitz in Bad Neustadt a.d. Saale. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der RHÖN-KLINIKUM AG als Obergesellschaft 103 inländische Tochterunternehmen, wovon 96 Gesellschaften vollkonsolidiert werden, sowie 2 nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen. Davon ist eine Gesellschaft ein Joint Venture und die andere Gesellschaft ein assoziiertes Unternehmen. Die übrigen Gesellschaften werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Zeitwerten im Konzernabschluss erfasst.
Mit notariellem Kaufvertrag vom 13. September 2010 hat die MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Düsseldorf GmbH (vormals: RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 29) 10 augenärztliche Kassenarztsitze und einen anästhesistischen Kassenarztsitz erworben. Die Wirksamkeitsvoraussetzungen traten vertragsgemäß zum 1. Januar 2011 ein; die Einbeziehung in den Konzern erfolgte daher zum 1. Januar 2011. Im Rahmen des Erwerbs der Kassenarztsitze sind Kosten in Höhe von 0,3 Mio. € angefallen, die im Aufwand des Geschäftsjahres 2010 berücksichtigt wurden. Die endgültige Kaufpreisallokation hat folgende Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns in 2011:
MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Düsseldorf GmbH
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| Buchwert vor Akquisition Mio. € |
Anpassungsbetrag Mio. € |
Zeitwert nach Akquisition Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Erworbene Vermögenswerte und Schulden | |||
| Sachanlagen | 0,5 | 0,5 | |
| Erworbenes Nettovermögen | 0,5 | ||
| + Geschäftswert | 11,7 | ||
| Anschaffungskosten | 12,2 | ||
| ./. ausstehende Kaufpreiszahlungen | 0,0 | ||
| ./. übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0,0 | ||
| Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion | 12,2 |
Im Geschäftsjahr 2011 wurden 17,5 kliniknahe und 14 ophthalmologische Kassenarztsitze erworben, für die die Wirksamkeitsvoraussetzungen vertragsgemäß noch im Berichtszeitraum 2011 eintraten. Die Einbeziehung in den Konzern erfolgte ebenfalls im Geschäftsjahr 2011. Im Rahmen des Erwerbs der Kassenarztsitze sind Kosten in Höhe von 0,1 Mio. € angefallen, die im Aufwand erfasst wurden. Die endgültige Kaufpreisallokation hat folgende Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns in 2011:
Kauf Arztsitze Jan - Dezember 2011
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| Buchwert vor Akquisition Mio. € |
Anpassungsbetrag Mio. € |
Buchwert nach Akquisition Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Erworbene Vermögenswerte und Schulden | |||
| Sachanlagen | 3,0 | 3,0 | |
| Erworbenes Nettovermögen | 3,0 | ||
| + Geschäftswert | 10,2 | ||
| Anschaffungskosten | 13,2 | ||
| ./. ausstehende Kaufpreiszahlungen | -4,8 | ||
| ./. übernomme Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0,0 | ||
| Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion | 8,4 |
Des Weiteren wurden in 2011 7,5 kliniknahe und 5 ophthalmologische Kassenarztsitze erworben. Die Wirksamkeitsvoraussetzungen traten vertragsgemäß zum 1. Januar 2012 bzw. 1. Februar 2012 ein, so dass die Kassenarztsitze im ersten Quartal 2012 übertragen werden. Die Einbeziehung in den Konzern erfolgt ebenfalls im ersten Quartal 2012. Im Rahmen des Erwerbs der Kassenarztsitze sind keine Kosten angefallen. Die vorläufige Kaufpreisallokation sieht folgende Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns im ersten Quartal 2012 vor:
Kauf Arztsitze mit Wirksamkeit 01.01.2012
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| Buchwert vor Akquisition Mio. € |
Anpassungsbetrag Mio. € |
Buchwert nach Akquisition Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Erworbene Vermögenswerte und Schulden | |||
| Sachanlagen | 0,8 | 0,8 | |
| Erworbenes Nettovermögen | 0,8 | ||
| + Geschäftswert | 6,4 | ||
| Anschaffungskosten | 7,2 | ||
| ./. ausstehende Kaufpreiszahlungen | -7,2 | ||
| ./. übernomme Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0,0 | ||
| Zahlungsmittelabfluß aus Transaktion | 0,0 |
Der Goodwill in Höhe von 11,7 Mio. € und 10,2 Mio. € bzw., 6,4 Mio. € beinhaltet im Wesentlichen Synergieeffekte, die aus dem Ausbau der medizinischen Versorgungszentren erwartet werden. Es ist davon auszugehen, dass die erfassten Goodwills für steuerliche Zwecke abzugsfähig sind.
5 Segmentberichterstattung
Unsere Krankenhäuser werden in rechtlich selbständigen Tochterunternehmen geführt, die ihren Geschäftsbetrieb im regionalen Umfeld nach den Richtlinien und Vorgaben der Muttergesellschaft ausüben. Unselbständige Krankenhausbetriebsstätten oder Niederlassungen bestehen innerhalb des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG nicht.
Nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" sind die Segmentinformationen entsprechend der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger darzustellen ("Management-Approach").
Hauptentscheidungsträger der RHÖN-KLINIKUM AG ist der Gesamtvorstand, der die strategischen Entscheidungen für die Gruppe trifft und dem auf Basis der Zahlen der einzelnen Krankenhäuser bzw. Gesellschaften berichtet wird. Dementsprechend verfügt die RHÖN-KLINIKUM AG mit ihren Akutkliniken und anderen Einrichtungen unverändert über nur ein berichtspflichtiges Segment, da die anderen Bereiche wie Rehabilitationseinrichtungen, Medizinische Versorgungszentren und Servicegesellschaften einzeln und in Summe nicht die quantitativen Schwellenwerte des IFRS 8 überschreiten.
6 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
6.1 Umsatzerlöse
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen stellt sich wie folgt dar:
Geschäftsfelder
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Akutkliniken | 2.541,8 | 2.483,8 |
| Medizinische Versorgungszentren | 40,2 | 22,3 |
| Rehabilitationskliniken | 47,1 | 44,3 |
| 2.629,1 | 2.550,4 |
Regionen
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Freistaat Bayern | 516,1 | 505,5 |
| Freistaat Sachsen | 372,1 | 351,8 |
| Freistaat Thüringen | 306,7 | 315,7 |
| Land Brandenburg | 117,6 | 111,7 |
| Land Baden-Württemberg | 126,7 | 124,2 |
| Land Hessen | 583,6 | 557,3 |
| Land Niedersachsen | 413,0 | 404,5 |
| Land Nordrhein-Westfalen | 64,9 | 51,3 |
| Land Mecklenburg-Vorpommern | 6,3 | 6,4 |
| Land Sachsen-Anhalt | 122,1 | 122,0 |
| 2.629,1 | 2.550,4 |
Die Umsatzerlöse stellen nach IAS 18 Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen dar und sind im Geschäftsjahr 2011 um 78,7 Mio. € bzw. 3,1 % auf 2.629,1 Mio. € angestiegen. Davon entfallen auf Umsätze in unseren Akut- und Rehabilitationskliniken 2.588,9 Mio. € (Vj. 2.528,1 Mio. €) und auf Umsätze in unseren Medizinischen Versorgungszentren 40,2 Mio. € (Vj. 22,3 Mio. €). Vom Umsatzzuwachs entfallen 60,2 Mio. € bzw. 2,4 % auf internes Wachstum. Zu berücksichtigen ist, dass in den Umsatzerlösen des Vorjahres ein periodenfremder Budgeteffekt von 8,3 Mio. € enthalten war.
6.2 Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Leistungen | 149,8 | 139,8 |
| Erträge aus Fördermitteln und sonstigen Zuwendungen | 16,8 | 13,8 |
| Erträge aus wertberichtigten Forderungen | 3,1 | 2,5 |
| Erträge aus Schadensersatzleistungen / Sonstige Erstattungen | 19,3 | 4,9 |
| Übrige | 27,2 | 17,7 |
| 216,2 | 178,7 |
Als Erträge aus Leistungen werden Erlöse aus Hilfs- und Nebenbetrieben in Höhe von 136,7 Mio. € (Vj. 127,5 Mio. €) sowie Miet- und Pachterlöse in Höhe von 13,1 Mio. € (Vj. 12,3 Mio. €) ausgewiesen. Der Anstieg der Erlöse aus Hilfs- und Nebenbetrieben resultiert aus gestiegenen Arzneimittelverkäufen und höheren Erträgen aus dem Verkauf von Energie.
Zur Kompensation bestimmter zweckgebundener Aufwendungen, die im Zusammenhang von mit öffentlichen Mitteln geförderten Maßnahmen stehen (z. B. Personal- und Sachkosten für Forschung und Lehre, Leistungen nach dem Altersteilzeitgesetz), erhielt der Konzern Fördermittel und sonstige Zuwendungen.
Die RHÖN-KLINIKUM AG und die Siemens AG haben im dritten Quartal 2011 eine Vereinbarung getroffen, welche die finanziellen Nachteile bei der RHÖN-KLINIKUM AG für die Einstellung des Entwicklungsprojektes "Partikeltherapie Marburg" kompensiert. Die Einstellung des Projektes führte zu außerordentlichen Abschreibungen in Höhe von 17,0 Mio. €, die durch Ausgleichszahlungen der Siemens AG in gleicher Höhe kompensiert wurden. Die Ausgleichszahlungen führten zu einem Anstieg der Erträge aus Schadensersatzleistungen / Sonstige Erstattungen.
Die übrigen sonstigen Erträge entfallen u.a. mit 6,6 Mio. € (Vj. 5,8 Mio. €) auf Erstattungen der Kostenträger für ohne Beanstandungen abgeschlossene Prüfungen von Fällen durch den medizinischen Dienst der Krankenversicherung, mit 1,1 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) auf aktivierte Eigenleistungen sowie mit 6,9 Mio. € (Vj. 6,9 Mio. €) auf Mittel zur Kompensation von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Durchführung von Studien.
6.3 Materialaufwand
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 554,6 | 538,8 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 124,0 | 118,1 |
| 678,6 | 656,9 |
Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr bei einer konstanten Materialquote von 25,8 % um 21,7 Mio. € bzw. 3,3 % auf 678,6 Mio. € angestiegen. Deutliche Preisanhebungen konnten durch Produktstandardisierung und Anwenderberatung im Geschäftsjahr 2011 überkompensiert werden. Aufwandserhöhend wirkten sich kontinuierlich steigende von Honorarärzten bezogene Leistungen aus, die nur teilweise originäre Personalaufwendungen kompensieren. Bereinigt um den Effekt der Honorarärzte ist die Materialaufwandsquote von 24,4 % um 0,1 %-Punkte auf 24,3 % zurückgegangen. Vom Anstieg der Materialaufwendungen entfallen 3,0 Mio. € bzw. 0,5 % auf Konsolidierungseffekte.
6.4 Personalaufwand
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 1.296,1 | 1.260,3 |
| Sozialversicherungsabgaben | 108,8 | 101,2 |
| Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | ||
| beitragsorientierte Pläne | 155,1 | 150,1 |
| leistungsorientierte Pläne | 2,1 | 2,2 |
| 1.562,1 | 1.513,8 |
Die Aufwendungen für die beitragsorientierten Pläne betreffen Zahlungen an die Zusatzversorgungskassen (ZVK) und die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Die leistungsorientierten Pläne entfallen auf Versorgungszusagen von Konzerngesellschaften und betreffen Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten sowie auf Abfindungsleistungen für Mitglieder des Vorstandes nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Im Personalaufwand sind Abfindungen in Höhe von 0,7 Mio. € enthalten.
Der Anstieg der Personalaufwendungen entfällt mit 9,5 Mio. € auf die erstkonsolidierte Klinik Hildesheimer Land GmbH und Inbetriebnahmen von MVZ-Gesellschaften. Bereinigt um vorgenannte Konsolidierungseffekte ergibt sich ein Anstieg der Personalaufwendungen um 38,8 Mio. € bzw. 2,6 %.
6.5 Abschreibungen und Wertminderungen
Der Posten enthält planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Der Anstieg um 32,1 Mio. € bzw. 29,3 % auf 141,5 Mio. € beinhaltet die im Rahmen der Einstellung des Entwicklungsprojektes "Partikeltherapie Marburg" entstandenen außerordentlichen Abschreibungen in Höhe von 17,0 Mio. €, die in gleicher Höhe zu einem Anstieg der sonstigen Erträge führten, sowie mit 0,7 Mio. € erstmals erfasste Abschreibungen der erstkonsolidierten Klinik Hildesheimer Land GmbH sowie MVZ-Gesellschaften. Die verbleibenden 14,4 Mio. € sind u.a. den Inbetriebnahmen unseres Neubaus in Salzgitter (Dezember 2010), unseres Erweiterungsbaus in Erlenbach (Februar 2011), den Fertigstellungen der Baumaßnahmen in Marburg und Gießen (März bzw. Mai 2011) sowie in Hildesheim (Oktober 2011) und den laufenden Investitionen zuzurechnen.
6.6 Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen entfallen auf:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Instandhaltung und Wartung | 91,8 | 89,0 |
| Gebühren, Beiträge und Beratungskosten | 58,8 | 56,9 |
| Verwaltungs- und EDV-Kosten | 22,3 | 20,9 |
| Abwertungen auf Forderungen | 2,6 | 7,6 |
| Versicherungen | 8,9 | 11,2 |
| Mieten und Pachten | 15,5 | 14,7 |
| Reisekosten, Bewirtung, Repräsentationskosten | 8,1 | 7,3 |
| Sonstige Personal- und Weiterbildungsaufwendungen | 14,0 | 12,3 |
| Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 1,9 | 1,7 |
| Sonstige Steuern | 1,2 | 1,3 |
| Übrige | 24,8 | 28,2 |
| 249,9 | 251,1 |
Die sonstigen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2011 um 1,2 Mio. € bzw. 0,5 % auf 249,9 Mio. € zurückgegangen.
6.7 Forschungskosten
Unsere Forschungsaktivitäten erstrecken sich vorrangig auf Prozessoptimierungen bei der stationären Krankenhausversorgung und nicht auf die Herstellung von vermarktungsfähigen Produkten. Die Forschungsergebnisse entstehen daher in der Regel als Folge von bzw. im sachlichen Zusammenhang mit krankenversorgenden Tätigkeiten und sind daher nur sehr eingeschränkt isoliert abgrenz- und bewertbar. In Abhängigkeit des Umfangs der den Forschungsaktivitäten zuzurechnenden Kosten veranschlagen wir unsere jährlichen Forschungsaufwendungen mit einem Betrag innerhalb einer Bandbreite von 0,5 % bis 3,0 % unserer Umsatzerlöse. Sie entfallen insbesondere auf Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Rahmen der Übernahme der beiden Universitäts- und Wissenschaftsstandorte Gießen und Marburg haben wir uns verpflichtet, jährlich einen Betrag von mindestens 2,0 Mio. € den beiden medizinischen Fakultäten zur Verfügung zu stellen.
6.8 Finanzergebnis - netto
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Finanzerträge | ||
| Bankguthaben | 7,6 | 6,1 |
| Sonstige Zinserträge | 1,3 | 1,3 |
| 8,9 | 7,4 | |
| Finanzaufwendungen | ||
| Anleihe | 16,1 | 15,1 |
| Bankschulden | 17,5 | 13,8 |
| Verluste aus Zeitwertänderung derivativer Finanzinstrumente | 0,0 | 0,2 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 2,0 | 2,3 |
| 35,6 | 31,4 | |
| -26,7 | -24,0 |
Sonstige Zinserträge betreffen insbesondere Zinserträge aus Steuerforderungen.
In den Sonstigen Zinserträgen sind Gewinnanteile an at-equity-Unternehmen in Höhe von 45 Tsd. € enthalten. Im Vorjahr wurden Verlustanteile an at-equity-Unternehmen in Höhe von 30 Tsd. € in den Sonstigen Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Aufgrund von IAS 17 (Leasingverhältnisse) werden Finanzierungs-Leasing-Verträge unter den Sachanlagen und der in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil in Höhe von 21 Tsd. € (Vj. 232 Tsd. €) unter den sonstigen Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Das Gesamtzinsergebnis nach IFRS 7 für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" angehören, beläuft sich im Geschäftsjahr 2011 auf 31,3 Mio. € (Vj. 29,9 Mio. €) und setzt sich mit 8,2 Mio. € aus Erträgen (Vj. 6,5 Mio. €) sowie mit 39,5 Mio. € aus Aufwendungen (Vj. 36,4 Mio. €) zusammen.
6.9 Ertragsteuern
Als Ertragsteuern wird die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und in geringem Umfang die Gewerbeertragsteuer ausgewiesen. Zusätzlich werden in diesem Posten latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf erwartete realisierbare Verlustvorträge, die in der Regel zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind, erfasst.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | 26,2 | 29,8 |
| Latente Steuerabgrenzungen | -0,8 | -1,0 |
| 25,4 | 28,8 |
Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Mio. € auf 25,4 Mio. € (Vj. 28,8 Mio. €) zurückgegangen. Die Ertragsteuerbelastung liegt bei 13,6 % (Vj. 16,6 %).
Mit Rückwirkung zum 1. Januar 2011 hat die RHÖN-KLINIKUM AG mit den Kliniken in Leipzig, Meiningen, Karlsruhe und Kipfenberg Ergebnisabführungsverträge mit steuerlicher Auswirkung abgeschlossen. Dadurch konnten bei der RHÖN-KLINIKUM AG bis zum letzten Bilanzstichtag 31.12.2010 aufgelaufene nicht aktivierte Verlust- und Zinsvorträge in Höhe der Tarifbesteuerung aktiviert werden, da durch Zurechnung der Ergebnisbeiträge aus den steuerlichen Organschaften nunmehr eine Verrechenbarkeit gegeben ist. Dieser einmalige Effekt wirkt sich mit 9,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2011 aus.
Die Überleitung vom rechnerischen Steueraufwand auf das Ergebnis vor Ertragsteuern auf den Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
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| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio € | % | Mio € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 186,5 | 100,0 | 173,9 | 100,0 |
| Rechnerischer Steueraufwand (Steuersatz 15,0 %, Vj. 15,0 %) | 28,0 | 15,0 | 26,1 | 15,0 |
| Solidaritätszuschlag (Steuersatz 5,5%) | 1,5 | 0,8 | 1,4 | 0,8 |
| Ausschüttungsbedingter Mehraufwand | 2,2 | 1,2 | 0,6 | 0,3 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 0,3 | 0,2 | 0,2 | 0,1 |
| Steuern Vorjahre | 0,3 | 0,2 | 0,3 | 0,2 |
| Gewerbeertragsteuer | 0,6 | 0,3 | 0,4 | 0,2 |
| Einbuchung abzugrenzender Verlustvorträge | -9,0 | -4,8 | -0,9 | -0,5 |
| Ausbuchung bisher abgegrenzter Verlustvorträge | 1,8 | 1,0 | 0,9 | 0,5 |
| Sonstiges | -0,3 | -0,2 | -0,2 | -0,1 |
| Effektiver Ertragsteueraufwand | 25,4 | 13,6 | 28,8 | 16,6 |
Hinsichtlich der Zuordnung der Steuerabgrenzungen zu den einzelnen Vermögenswerten und Schulden verweisen wir auf die Erläuterungen zur Konzernbilanz.
6.10 Auf Minderheitsgesellschafter entfallender Gewinn
Hierbei handelt es sich um Gewinnanteile, die anderen Gesellschaftern zustehen.
6.11 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 errechnet sich als Quotient des den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zustehenden Konzernergebnisses und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl.
Die Entwicklung der im Umlauf befindlichen Stammaktien ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich:
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| Anzahl zum 01.01.2011 | Anzahl zum 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Stückaktien | 138.232.000 | 138.232.000 |
| Eigene Aktien | -24.000 | -24.000 |
| 138.208.000 | 138.208.000 |
Wegen weiterer Einzelheiten verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital (Punkt 7.14).
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:
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| Stammaktien | |
|---|---|
| Anteil am Konzerngewinn in Tsd € | 156.114 |
| (Vorjahr) | (139.693) |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien in Tsd Stück | 138.208 |
| (Vorjahr) | (138.208) |
| Gewinn je Aktie in € | 1,13 |
| (Vorjahr) | (1,01) |
| Dividende je Aktie in € | 0,45 |
| (Vorjahr) | (0,37) |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da an den Bilanzstichtagen keine Options- und Wandlungsrechte ausgegeben waren.
7 Erläuterungen zur Konzernbilanz
7.1 Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
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| Geschäftswerte Mio € |
Sonstige immaterielle Vermögenswerte Mio € |
Gesamt Mio € |
|
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| 01.01.2011 | 323,1 | 54,8 | 377,9 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | 21,9 | 0,0 | 21,9 |
| Zugänge | 0,0 | 4,3 | 4,3 |
| Abgänge | 0,0 | 1,4 | 1,4 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,4 | 0,4 |
| 31.12.2011 | 345,0 | 58,1 | 403,1 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||
| 01.01.2011 | 0,0 | 31,0 | 31,0 |
| Abschreibungen | 0,0 | 7,9 | 7,9 |
| Abgänge | 0,0 | 1,2 | 1,2 |
| 31.12.2011 | 0,0 | 37,7 | 37,7 |
| Bilanzwert 31.12.2011 | 345,0 | 20,4 | 365,4 |
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| Geschäftswerte Mio € |
Sonstige immaterielle Vermögenswerte Mio € |
Gesamt Mio € |
|
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| 01.01.2010 | 323,2 | 43,1 | 366,3 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | -0,1 | 0,0 | -0,1 |
| Zugänge | 0,0 | 12,4 | 12,4 |
| Abgänge | 0,0 | 1,0 | 1,0 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,3 | 0,3 |
| 31.12.2010 | 323,1 | 54,8 | 377,9 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||
| 01.01.2010 | 0,0 | 24,6 | 24,6 |
| Abschreibungen | 0,0 | 7,1 | 7,1 |
| Abgänge | 0,0 | 0,7 | 0,7 |
| 31.12.2010 | 0,0 | 31,0 | 31,0 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 323,1 | 23,8 | 346,9 |
Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird im Wesentlichen Software ausgewiesen. Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor.
Geschäftswerte unterliegen einem jährlichen Wertminderungstest für ihre jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit (jedes Krankenhaus, soweit der zugehörige Geschäftswert kooperierender Einheiten nicht auf übergeordneter Ebene überwacht wird). Dieser Wertminderungstest wird jährlich zum 1. Oktober durchgeführt. Dabei wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag für die Einheit verglichen, der als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der Einheit ermittelt wurde. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis eines zahlungsstromorientierten Bewertungsverfahrens (DCF-Verfahren) ermittelt. Dabei wird auf Basis einer 10-Jahresdetailplanung und der anschließenden Berücksichtigung einer ewigen Rente ein entsprechender Barwert errechnet. Zur Berechnung des Barwerts der ewigen Rente wird ein Wachstumsabschlag von -0,5 % (Vj. -0,5 %) berücksichtigt. Diese Planung ist integraler Bestandteil der Unternehmensplanung und beruht insoweit auf den tatsächlichen Erwartungen der Geschäftsführung für die jeweilige Einheit sowie auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen. Wir sind der Auffassung, dass nur mit dieser längeren Detailbetrachtung die bereits mit dem Unternehmenserwerb geplanten Maßnahmen wie z.B. Abriss- und Wiederaufbau bzw. Sanierungsmaßnahmen zutreffend erfasst werden können. Zum Jahresende wird überprüft, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse auch unverändert die Ergebnisse des Wertminderungstests stützen. Dies war zum 31. Dezember 2011 der Fall.
Wir haben die Werthaltigkeit des Geschäftswerts der erworbenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2011 anhand der Daten der aktuellen Unternehmensplanung überprüft. Hierbei ergaben sich keine Hinweise, dass sich die Unternehmenswerte zwischen dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und dem Bilanzstichtag negativ verändert haben.
Als Abzinsungssatz unter Berücksichtigung eines Steuervorteils aus einer fiktiven Fremdfinanzierung (tax shield) werden die gewichteten Kapitalkosten eines potenziellen Investors aus der Gesundheitsbranche zum Bewertungszeitpunkt herangezogen. Diesen Abzinsungssatz haben wir für 2011 mit 5,94 % (Vj. 5,90 %) ermittelt. Wesentliche Geschäftswerte entfallen auf folgende zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:
Gesellschaft
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH | 137,5 | 137,5 |
| MEDIGREIF-Gruppe | 93,9 | 93,9 |
| Zentralklinik Bad Berka GmbH | 13,8 | 13,8 |
| MVZ ADTC Düsseldorf GmbH | 11,7 | 0,0 |
| Klinikum Hildesheim GmbH | 10,5 | 10,5 |
| St. Elisabeth-Krankenhaus GmbH | 9,1 | 9,1 |
| Klinikum Salzgitter GmbH | 8,6 | 8,6 |
| Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda GmbH | 6,2 | 6,2 |
| Klinikum Pirna GmbH | 6,0 | 6,0 |
| Klinikum Pforzheim GmbH | 5,8 | 5,8 |
| Amper Kliniken AG | 5,2 | 5,2 |
| Übrige Geschäftswerte unter 5,0 Mio € | 36,7 | 26,5 |
| 345,0 | 323,1 |
Das durchschnittliche Umsatzwachstum im Planungszeitraum 2012-2022 (Vj. 2011-2021) der wesentlichen geschäftswerttragenden Gesellschaften liegt in einer Bandbreite von 1,3 % bis 3,9 % (Vj. 1,4 % bis 3,9 %).
In einer Bandbreite von 6,7 % bis 17,3 % (Vj. 6,2 % bis 13,6 %) bewegen sich die EBIT-Margen der Gesellschaften während des Planungszeitraums.
Im Zusammenhang mit dem Impairmenttest wurde zusätzlich eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Innerhalb des Tests wurden folgende Prämissen angewendet:
EBIT-Rückgang um 10 %
Erhöhung WACC um 0,5 %.
Als Ergebnis der Sensitivitätsanalyse konnten wir feststellen, dass sich bei einem Rückgang des EBIT um 10 % ein Abwertungsbedarf in Höhe von 0,9 Mio. € ergibt. Bei einer Erhöhung des WACC um 0,5 % entsteht ein Abwertungsbedarf in Höhe von 0,4 Mio. €.
Den geschäftswerttragenden Gesellschaften wird eine homogene Struktur während der Planung unterstellt.
7.2 Sachanlagen
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| Grundstücke und Gebäude Mio € |
Technische Anlagen und Maschinen Mio € |
Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio € |
Anlagen im Bau Mio € |
Gesamt Mio € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| 01.01.2011 | 1.504,6 | 69,9 | 491,5 | 490,8 | 2.556,8 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | 0,1 | 0,0 | 3,5 | 0,0 | 3,6 |
| Zugänge | 67,9 | 5,6 | 74,3 | 93,3 | 241,1 |
| Abgänge | 27,0 | 1,9 | 16,7 | 63,0 | 108,6 |
| Umbuchungen | 335,9 | 10,0 | 17,7 | -364,0 | -0,4 |
| 31.12.2011 | 1.881,5 | 83,6 | 570,3 | 157,1 | 2.692,5 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| 01.01.2011 | 403,5 | 42,6 | 283,2 | 0,0 | 729,3 |
| Abschreibungen | 65,4 | 5,3 | 62,7 | 0,0 | 133,4 |
| Abgänge | 12,2 | 1,9 | 15,2 | 0,0 | 29,3 |
| 31.12.2011 | 456,7 | 46,0 | 330,7 | 0,0 | 833,4 |
| Bilanzwert 31.12.2011 | 1.424,8 | 37,6 | 239,6 | 157,1 | 1.859,1 |
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| Grundstücke und Gebäude Mio € |
Technische Anlagen und Maschinen Mio € |
Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio € |
Anlagen im Bau Mio € |
Gesamt Mio € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| 01.01.2010 | 1.428,7 | 66,4 | 458,4 | 298,7 | 2.252,2 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | 4,2 | 0,0 | 0,3 | 0,0 | 4,5 |
| Zugänge | 39,5 | 2,4 | 54,4 | 235,3 | 331,6 |
| Abgänge | 4,2 | 0,9 | 25,2 | 0,9 | 31,2 |
| Umbuchungen | 36,4 | 2,0 | 3,6 | -42,3 | -0,3 |
| 31.12.2010 | 1.504,6 | 69,9 | 491,5 | 490,8 | 2.556,8 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| 01.01.2010 | 363,3 | 39,1 | 249,9 | 0,0 | 652,3 |
| Abschreibungen | 41,9 | 4,3 | 55,8 | 0,0 | 102,0 |
| Abgänge | 1,7 | 0,8 | 22,5 | 0,0 | 25,0 |
| 31.12.2010 | 403,5 | 42,6 | 283,2 | 0,0 | 729,3 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 1.101,1 | 27,3 | 208,3 | 490,8 | 1.827,5 |
Im Geschäftsjahr sind Fremdkapitalkosten in Höhe von 5,6 Mio. € (Vj. 7,5 Mio. €) angefallen, die für die Finanzierung der Anschaffung/Herstellung qualifizierter Vermögenswerte entstanden sind und in den Sachanlagenzugängen erfasst wurden. Es wurde ein durchschnittlicher Zinssatz von 4,0 % (Vj. 4,1 %) verwendet, der die allgemeinen Fremdkapitalkosten des Konzerns für die Aufnahme von Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten widerspiegelt.
Das Grundvermögen ist zur Sicherung von Bankdarlehen im Gesamtrestbuchwert von 15,6 Mio. € (Vj. 33,2 Mio. €) mit Grundpfandrechten belastet. Die durch Grundpfandrechte/Grundschulden besicherten Finanzschulden betragen zum Stichtag 5,9 Mio. € (Vj. 13,8 Mio. €).
Fördermittel und Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Finanzierung von Investitionen werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der geförderten Vermögenswerte abgesetzt und mindern die laufenden Abschreibungen. Der abgesetzte fortgeführte Betrag der zweckentsprechend verwendeten Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz beläuft sich auf 735,1 Mio. € (Vj. 777,8 Mio. €). Zur Absicherung von bedingt rückzahlbaren Einzelfördermaßnahmen nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (z. B. für Krankenhausneuerrichtungen bzw. wesentliche Erweiterungen) in Höhe von 246,1 Mio. € (Vj. 235,3 Mio. €) sind Grundpfandrechte in Höhe von 460,0 Mio. € (Vj. 445,5 Mio. €) bestellt. Umstände, die Anlass für eine Rückzahlung dieser Zuwendungen geben, liegen nicht vor.
Die technischen Anlagen und Maschinen schließen die folgenden Beträge mit ein, bei denen der Konzern Leasingnehmer in einem Finanzierungs-Leasing-Verhältnis ist.
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Anschaffungskosten - Aktivierte Leasingobjekte aus | ||
| Finanzierungs-Leasing | 9,3 | 9,3 |
| Kumulierte Abschreibungen | 9,0 | 8,7 |
| Nettobuchwert | 0,3 | 0,6 |
7.3 Ertragsteueransprüche
Unter diesem Posten ausgewiesene Körperschaftsteuer-Anrechnungsguthaben betreffen Ansprüche i. S. v. § 37 KStG, die innerhalb eines Auszahlungszeitraumes von 2013 bis 2017 in jeweils gleichen Jahresbeträgen zur Auszahlung gelangen. Sie sind mit dem Barwert in Höhe von 11,6 Mio. € (Vj. 13,6 Mio. €) angesetzt. Die Bewertung erfolgt auf Basis des historischen laufzeitadäquaten Zinssatzes von 4,0 %.
7.4 Latente Steuerforderungen
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und wenn die latenten Steuern gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen. Die folgenden Beträge wurden saldiert:
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| aktivisch Mio € |
passivisch Mio € |
aktivisch Mio € |
passivisch Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verlustvorträge | 13,8 | 0,0 | 11,6 | 0,0 |
| Sachanlagen/Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,0 | 19,8 | 0,0 | 20,4 |
| Verzinsliche Schulden | 5,6 | 0,0 | 3,9 | 0,0 |
| Bewertungsunterschiede bei Tochtergesellschaften | 0,0 | 0,9 | 0,0 | 0,9 |
| Übrige Aktiva und Passiva | 8,0 | 3,4 | 10,9 | 4,3 |
| Gesamt | 27,4 | 24,1 | 26,4 | 25,6 |
| Saldo | 3,3 | 0,8 |
Latente Steuerforderungen für steuerliche Verlustvorträge werden mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist. Verlustvorträge aus früheren Klinikübernahmen werden dann in die Bemessungsgrundlage zur Abgrenzung aktiv latenter Steuern einbezogen, wenn diese steuerlich hinreichend konkretisierbar sind. Dem Ansatz latenter Steuerforderungen aus Verlustvorträgen liegen steuerliche Planungsrechnungen für einen Zeitraum von 5 Jahren zugrunde. Die Steuerbasis, die für die Steuerabgrenzung genutzt wird, beträgt 87,2 Mio. € (Vj. 73,0 Mio. €). Am Bilanzstichtag bestehen bisher nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 136,7 Mio. € (Vj. 108,3 Mio. €), von denen in Höhe von 49,5 Mio. € (Vj. 35,3 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Steuerliche Verlustvorträge können das laufende steuerliche Ergebnis in Deutschland zeitlich unbegrenzt bis zu einem Betrag von 1,0 Mio. € in vollem Umfang mindern. Darüber können jedoch nur noch 60,0 % des verbleibenden laufenden steuerlichen Ergebnisses mit steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet werden.
Latente Steuern aus den Sachanlagen resultieren aus den im Steuerrecht vorgeschriebenen Nutzungsdauern und den nach IFRS wirtschaftlich gegebenen Abschreibungsdauern. Zudem wurden steuerliche Sonderabschreibungen in IFRS korrigiert.
Bei den verzinslichen Schulden handelt es sich um latente Steuerunterschiede aus der Behandlung von Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr und aus der unterschiedlichen steuerlichen Behandlung von Kosten im Zusammenhang mit den Aufnahmen von Finanzschulden.
Latente Steuerverbindlichkeiten auf nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochterunternehmen in Höhe von 115,0 Mio. € (Vj. 105,8 Mio. €), die bei der Muttergesellschaft in Höhe von 5,0 % der Dividendensumme auf die ausgeschütteten Beträge zu steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen führen, wurden im Konzernabschluss berücksichtigt.
Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerforderungen (Vj. Steuerverpflichtungen) zum Beginn des Jahres | 0,8 | -1,3 |
| Ergebnisneutrale Erfassung latenter Steuern im Zusammenhang mit im Eigenkapital ergebnisneutral erfassten derivativen Finanzinstrumenten | 1,7 | 1,0 |
| Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung aus laufenden Verrechnungen | 0,8 | 1,1 |
| Latente Steuerforderungen zum Ende des Jahres | 3,3 | 0,8 |
7.5 At-equity bewertete Beteiligungen
Die als at-equity bewerteten Beteiligungen betreffen ein assoziiertes Unternehmen sowie ein Joint Venture. Gegenstand des assoziierten Unternehmens, firmierend als Medizinisches Versorgungszentrum Nikomedicum Bad Sachsa GmbH, sind die Gründung und der Betrieb eines medizinischen Versorgungszentrums im Sinne von § 95 SGB V zur Erbringung aller hiernach zulässigen ärztlichen und nichtärztlichen Leistungen und aller hiermit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten sowie die Bildung von Kooperationen mit ambulanten und stationären Leistungserbringern der Krankenhausbehandlung und der Vorsorge und Rehabilitation. Gegenstand des Joint Ventures, firmierend unter Energiezentrale Universitätsklinikum Gießen GmbH, ist die - zusammen mit den Stadtwerken Gießen - Energieversorgung der Universitätsklinik Gießen.
Die Voraussetzungen zur Bilanzierung beider Anteile nach der Equity-Methode liegen vor. Anteilig hat der Konzern folgende Anteile an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen:
Daten Bilanz der at-equity bewerteten Beteiligungen
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| 31.12.2011 Mio. € |
31.12.2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1,2 | 1,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1,4 | 0,5 |
| Langfristige Schulden gegenüber Gesellschafter | 2,3 | 1,9 |
| Kurzfristige Schulden | 0,2 | 0,4 |
| Eigenkapital | 0,1 | 0,1 |
| Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 0,1 | 0,1 |
Daten Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bewerteten Beteiligungen
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,7 | 0,1 |
| Jahresergebnis | 0,0 | 0,0 |
Anteile an Unternehmen, die nach der at-equity-Methode bilanziert werden, sind mit 107 Tsd. € (Vj. 62 Tsd. €) wegen Unwesentlichkeit unter den Sonstigen Vermögenswerten (langfristig) ausgewiesen.
7.6 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Beteiligungen | 0,2 | 0,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,1 | 0,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) (Finanzinstrumente) | 0,3 | 0,2 |
Beteiligungen betreffen Unternehmen, an denen wir zwischen 20,0 % und 50,0 % beteiligt sind. Diese werden nicht konsolidiert. Sie werden in der Regel zu Anschaffungskosten angesetzt.
7.7 Sonstige Vermögenswerte (langfristig)
Unter den sonstigen Vermögenswerten (langfristig) in Höhe von 1,8 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) werden in Höhe von 1,7 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) im Wesentlichen nicht insolvenzgesicherte Rückdeckungsansprüche für Pensionsverpflichtungen sowie in Höhe von 0,1 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) Anteile an Unternehmen, die nach der at-equity-Methode bilanziert werden, ausgewiesen.
7.8 Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 50,3 Mio. € (Vj. 47,9 Mio. €) betreffen im Wesentlichen den medizinischen Bedarf. Hierbei wurden Wertberichtigungen in Höhe von 5,5 Mio. € (Vj. 5,2 Mio. €) abgesetzt. Sämtliche Vorräte befinden sich im Eigentum der RHÖN-KLINIKUM AG und den mit der RHÖN-KLINIKUM AG verbundenen Unternehmen. Abtretungen und Verpfändungen liegen nicht vor.
7.9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| 31.12.2011 < 1 Jahr Mio € |
31.12.2010 < 1 Jahr Mio € |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) | 366,0 | 350,3 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -14,0 | -18,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 352,0 | 331,4 |
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) in Höhe von 352,0 Mio. € (Vj. 331,4 Mio. €) sind die erkennbaren Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Diese werden nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen. Zuführungen zu Wertberichtigungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Auflösungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Es gibt bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Konzentration von Kreditrisiken, da die Forderungen nahezu ausschließlich gegenüber öffentlichen Kostenträgern bestehen. Der einzelne öffentliche Kostenträger ist zwar grundsätzlich insolvenzfähig, aufgrund der Gesamthaftung der Kostenträger schätzen wir das Ausfallrisiko als gering ein.
Die Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Forderungen entsprechen aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten im Wesentlichen ihren Buchwerten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen folgende Fälligkeitsstruktur auf:
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| Buchwert | davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | davon wertgemindert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | 0-30 Tage Mio € |
31-90 Tage Mio € |
91-180 Tage Mio € |
Mio € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2011 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 366,0 | 279,9 | 41,1 | 11,4 | 9,1 | 24,5 |
| 31.12.2010 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 350,3 | 263,1 | 40,8 | 10,4 | 9,0 | 27,0 |
Hinsichtlich des in Höhe von 279,9 Mio. € (Vj. 263,1 Mio. €) weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Der Konzern schätzt den Anteil der uneinbringlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag auf Basis von Altersstrukturlisten und Erfahrungswerten der Vergangenheit als Prozentsatz in Abhängigkeit von der Außenstandsdauer. Zusätzlich bilanziert der Konzern Einzelwertberichtigungen, wenn aufgrund besonderer Umstände nicht mit der Einbringlichkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu rechnen ist.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 14,0 Mio. € (Vj. 18,9 Mio. €).
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3,7 Mio. € (Vj. 3,2 Mio. €) aufwandswirksam ausgebucht. Diese Forderungsausfälle wurden über Ausgleichsmechanismen nach dem Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) teilweise kompensiert. Aus bereits ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten noch Zahlungseingänge in Höhe von 0,5 Mio. € (Vj. 0,5 Mio. €) erfolgswirksam vereinnahmt werden.
7.10 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
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| 31.12.2011 < 1 Jahr Mio € |
31.12.2010 < 1 Jahr Mio € |
|
|---|---|---|
| Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht | 7,0 | 9,0 |
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 25,9 | 21,1 |
| 32,9 | 30,1 |
Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht betreffen überwiegend Ausgleichsansprüche nach dem Krankenhausentgeltgesetz bzw. nach der Bundespflegesatzverordnung.
In den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind insbesondere mit 8,5 Mio. € (Vj. 5,5 Mio. €) Forderungen aus Leistungserbringungen, die nicht primär mit der Patientenbehandlung im Krankenhaus in Verbindung stehen sowie mit 1,5 Mio. € (Vj. 2,2 Mio. €) Forderungen gegen Mitarbeitern insbesondere aus Abrechnungen im Rahmen des Liquidationsrechts der Chefärzte enthalten. Im Übrigen sind debitorische Kreditoren in Höhe von 1,7 Mio. € (Vj. 1,9 Mio. €) sowie Forderungen aus einem Sanierungszuschuss in Höhe von 2,5 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) erfasst.
Auf die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden keine Zuschreibungen oder Wertberichtigungen vorgenommen.
7.11 Sonstige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte in Höhe von 11,5 Mio. € (Vj. 10,1 Mio. €) entfallen mit 6,5 Mio. € (Vj. 6,1 Mio. €) auf vorausbezahlte Aufwendungen, insbesondere Versicherungsaufwendungen, sowie mit 5,0 Mio. € (Vj. 4,0 Mio. €) auf Rückforderungsansprüche gegenüber Versicherern aus Haftpflichtfällen.
7.12 Laufende Ertragsteueransprüche
Laufende Ertragsteueransprüche umfassen Körperschaftsteuererstattungsansprüche gegenüber Finanzbehörden.
7.13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Bank- und Kassenbestand | 142,0 | 81,9 |
| Kurzfristige Bankeinlagen | 335,5 | 333,8 |
| 477,5 | 415,7 |
Zum Bilanzstichtag belief sich der effektive Zinssatz für Bankeinlagen auf 1,8 % (Vj. 1,6 %), wobei die Anlagen eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Tagen (Vj. 9 Tage) hatten.
Zahlungsmittel und Kontokorrentkredite werden zum Zweck der Kapitalflussrechnung wie folgt zusammengefasst:
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente | 477,5 | 415,7 |
| Kontokorrentkredite | -37,6 | -22,5 |
| Finanzmittelfonds | 439,9 | 393,2 |
7.14 Eigenkapital
Das Grundkapital der RHÖN-KLINIKUM AG beträgt 345.580.000 €. Es ist unterteilt in 138.232.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 2,50 € je Aktie.
Die Entwicklung des Grundkapitals der RHÖN-KLINIKUM AG im Überblick:
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| Anzahl | Rechnerischer Anteil am Grundkapital € |
|
|---|---|---|
| Stammaktien Stand 01.01.2011 | 138.232.000 | 345.580.000 |
| Veränderung 2011 | 0 | 0 |
| Stammaktien Stand 31.12.2011 | 138.232.000 | 345.580.000 |
Durch Ermächtigung der Hauptversammlung vom 31. Mai 2007 kann das Grundkapital der RHÖN-KLINIKUM AG durch die Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen erhöht werden. Die RHÖN-KLINIKUM AG verfügt zum 31. Dezember 2011 unverändert über ein genehmigtes Kapital von 43.220.000 €, das bis zum 31. Mai 2012 einmalig oder mehrmalig bis zur Höhe von 43.220.000 € begeben werden kann. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
In der Kapitalrücklage wird unverändert das Agio aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 396,0 Mio. € ausgewiesen.
Die Sonstigen Rücklagen zum Stichtag in Höhe von 813,5 Mio. € (Vj. 717,4 Mio. €) enthalten mit 843,8 Mio. € (Vj. 738,8 Mio. €) die in den zurückliegenden Jahren erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie Effekte aus Konsolidierungsmaßnahmen. Ferner werden Marktwertänderungen der als Zinssicherungsinstrumente designierten derivativen Finanzinstrumente nach Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital unter den Sonstigen Rücklagen erfasst. Aus Hedge-Beziehungen sind per 31. Dezember 2011 insgesamt 30,3 Mio. € (Vj. 21,4 Mio. €) in die Sonstigen Rücklagen eingestellt, die das Eigenkapital gemindert haben.
Die Summe aus Konzerngewinn und Nettoergebnis, das direkt im Eigenkapital erfasst wird, enthält neben dem Konzerngewinn in Höhe von 161,1 Mio. € (Vj. 145,1 Mio. €) die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten in Höhe von 10,5 Mio. € (Vj. 6,2 Mio. €) abzüglich latenter Ertragsteuern in Höhe von 1,7 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €), die kumuliert in den Sonstigen Rücklagen enthalten sind.
Eigene Anteile werden in Höhe von 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) vom Eigenkapital abgesetzt. Der Bestand an eigenen Anteilen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| Anzahl | |
|---|---|
| Eigene Anteile Stand 01.01.2011 | 24.000 |
| Veränderung 2011 | 0 |
| Eigene Anteile Stand 31.12.2011 | 24.000 |
Nach dem deutschen Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand hat im Rahmen der Aufstellungen des Jahresabschlusses bereits im Rahmen seiner Zuständigkeiten Einstellungen aus dem Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen vorgenommen und diese so bemessen, dass der verbleibende Bilanzgewinn dem vorgeschlagenen Ausschüttungsbetrag von 45 Cent (Vj. 37 Cent) je Aktie exakt entspricht.
Die Aktionäre stimmten während der letzten Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstands zu, so dass im Geschäftsjahr 2011 eine tatsächliche Dividendenausschüttung in Höhe von 37 Cent (Vj. 30 Cent) je Aktie erfolgte.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung daher vor, aus dem Bilanzgewinn der RHÖN-KLINIKUM AG 62,2 Mio. € (Vj. 51,1 Mio. €) zur Ausschüttung einer Dividende von 45 Cent je Stammaktie (Vj. 37 Cent) zu verwenden. Der Gewinnverwendungsvorschlag steht unter dem Vorbehalt der Billigung durch den Aufsichtsrat.
Der auf die eigenen Aktien entfallende Betrag der Ausschüttung soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die Minderheitsanteile in Höhe von 43,7 Mio. € (Vj. 36,3 Mio. €) betreffen unmittelbar bzw. mittelbar gehaltene Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital folgender einbezogener Tochterunternehmen:
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| Anteile im Fremdbesitz | ||
|---|---|---|
| 31.12.2011 % |
31.12.2010 % |
|
| --- | --- | --- |
| Krankenhausgesellschaften | ||
| Amper Kliniken AG, Dachau | 5,1 | 5,1 |
| Frankenwaldklinik Kronach GmbH, Kronach | 5,1 | 5,1 |
| Kliniken München Pasing und Perlach GmbH, München | 1,3 | 1,3 |
| Klinikum Gifhorn GmbH, Gifhorn | 4,0 | 4,0 |
| Klinikum Pforzheim GmbH, Pforzheim | 5,1 | 5,1 |
| Klinikum Salzgitter GmbH, Salzgitter | 5,1 | 5,1 |
| Krankenhaus Boizenburg GmbH, Boizenburg (vormals: IGB Integratives Gesundheitszentrum Boizenburg GmbH, Boizenburg) | 8,0 | 8,0 |
| Städtisches Krankenhaus Wittingen GmbH, Wittingen | 4,0 | 4,0 |
| St. Elisabeth-Krankenhaus GmbH Bad Kissingen, Bad Kissingen | 1,5 | 1,5 |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen | 5,0 | 5,0 |
| Zentralklinik Bad Berka GmbH, Bad Berka | 12,5 | 12,5 |
| MVZ-Gesellschaften | ||
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Mönchengladbach/ Erkelenz GmbH, Erkelenz (vormals: RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 31, Bad Neustadt a.d. Saale) | 10,0 | - |
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Siegburg GmbH, Siegburg (vormals: RK-Klinik Betriebs GmbH Nr. 36, Bad Neustadt a. d. Saale) | 30,0 | - |
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Düsseldorf GmbH, Düsseldorf | 40,0 | 5,0 |
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Wuppertal GmbH, Wuppertal | 45,0 | 45,0 |
| MVZ Universitätsklinikum Marburg GmbH, Marburg | 5,0 | 5,0 |
| Q.sana Gesellschaft bürgerlichen Rechts | 20,0 | - |
| Servicegesellschaften | ||
| KDI Klinikservice GmbH, Dachau | 5,1 | 5,1 |
| RK-Cateringgesellschaft Mitte mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Cateringgesellschaft Süd mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Cateringgesellschaft West mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Mitte mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Nord mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Ost mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Süd mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft West mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Zentral mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 49,0 | 49,0 |
| RK-Wäschereinigung Süd GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale (vormals: RK-Wäschereinigung GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale) | 49,0 | 49,0 |
| Übrige Gesellschaften | ||
| Altmühltalklinik-Leasing-GmbH, Kipfenberg | 49,0 | 49,0 |
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der ophthalmologischen Facharztsitze in Düsseldorf, Mönchengladbach, Siegburg und Wuppertal (siehe Punkt 4) erfolgten Einzahlungen von Minderheiten in das Eigenkapital der Tochtergesellschaften von insgesamt 5,5 Mio. €, die zu einer Erhöhung des Anteils der Minderheiten am Konzern-Eigenkapital in entsprechender Höhe geführt haben. Da der Konzern jedoch weiterhin die Kontrolle über diese Tochtergesellschaften hat, wird dies erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion erfasst.
7.15 Finanzschulden
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit>1 Jahr Mio € |
Restlaufzeit <1 Jahr Mio € |
Restlaufzeit>1 Jahr Mio € |
Restlaufzeit <1 Jahr Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzschulden Anleihe | 397,2 | 12,6 | 396,6 | 12,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 574,3 | 7,4 | 500,6 | 34,4 |
| Negative Marktwerte derivater Finanzinstrumente | 36,0 | 0,0 | 25,5 | 0,0 |
| Summe langfristige Finanzschulden | 1.007,5 | 20,0 | 922,7 | 47,0 |
| Kurzfristige Finanzschulden | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,0 | 37,6 | 0,0 | 22,5 |
| Summe kurzfristige Finanzschulden | 0,0 | 37,6 | 0,0 | 22,5 |
| Summe Finanzschulden gesamt | 1.007,5 | 57,6 | 922,7 | 69,5 |
Die RHÖN-KLINIKUM AG hat im Geschäftsjahr 2006 einen syndizierten Kredit in Höhe von 400,0 Mio. € unter der Konsortialführerschaft der Commerzbank AG, Niederlassung Luxemburg, zur Finanzierung von Investitionen aufgenommen. Dieser Vertrag hat eine Laufzeit bis 2013, wobei ein Teilbetrag in Höhe von 55,0 Mio. € bereits im Jahr 2012 fällig wird. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 werden 285,0 Mio. € des Gesamtvolumens beansprucht. Der laufzeitgebundene Zinssatz liegt im Berichtsjahr zwischen 1,34 % p. a. und 2,02 % p. a.. Das nicht ausgeschöpfte Kreditvolumen ist mit 0,20 % p. a. zu verzinsen.
Im Geschäftsjahr 2007 wurden zur Umschuldung bestehender variabel verzinslicher Verbindlichkeiten zwei Festzinsdarlehen mit einem Gesamtvolumen von 90,0 Mio. € und einer Laufzeit bis 2017 abgeschlossen, welche mit 5,23 % bzw. 5,13 % p. a. verzinst werden.
Im Geschäftsjahr 2008 hat die RHÖN-KLINIKUM AG zur Umschuldung bestehender variabel verzinslicher Verbindlichkeiten ein Festzinsdarlehen mit einem Volumen von 10,0 Mio. € und einer Laufzeit bis 2017 abgeschlossen, welches mit 5,10 % p. a. verzinst wird. Ferner wurden zwei Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. € und Laufzeiten bis 2013 bzw. 2015 begeben, die variabel nach dem 3-Monats-EURIBOR verzinst werden. Zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken wurde hierzu ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein Darlehen mit einem Volumen von 15,0 Mio. € und einer Laufzeit von 10 Jahren aufgenommen. Die Verzinsung ist mit 5,45 % p. a. bis Laufzeitende festgeschrieben.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die RHÖN-KLINIKUM AG eine Anleihe mit einem Volumen von 400,0 Mio. € und einer Laufzeit von 6 Jahren erfolgreich am Markt platziert (ISIN XS0491047154). Der Kupon der Anleihe beträgt 3,875 %, der Ausgabekurs wurde bei 99,575 % festgelegt. Dies ergibt eine Gesamtrendite von 3,956 %. Der Emissionserlös dient der Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten sowie allgemeinen Unternehmenszwecken.
Weiterhin wurde im Geschäftsjahr 2010 eine revolvierende Kreditlinie über 150,0 Mio. € vereinbart. Die Linie, die als Liquiditätsreserve dient, weist per 31. Dezember 2011 keine Inanspruchnahme auf. Das nicht ausgeschöpfte Kreditvolumen ist mit 0,56 % p. a. zu verzinsen.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine wesentlichen neuen Geschäfte zur Finanzierung abgeschlossen.
Von den langfristigen Finanzschulden sind 468,0 Mio. € (Vj. 392,4 Mio. €) nicht fest verzinst. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos wurden 79,7 % des nicht fest verzinslichen Volumens durch diverse Zinsderivate gesichert. Die mit den verzinslichen Verbindlichkeiten verbundenen Zinsänderungsrisiken und vertraglichen Zinsanpassungstermine stellen sich wie folgt dar:
Ende Zinsbindung
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinssatz % |
Ursprungswert Mio € |
Buchwert Darlehen Mio € |
Zinssatz1 % |
Ursprungswert Mio € |
Buchwert Darlehen Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihe | 4,06 | 400,0 | 397,2 | 4,06 | 400,0 | 396,6 |
| Zinsen Anleihe | 12,6 | 12,6 | ||||
| 400,0 | 409,8 | 400,0 | 409,2 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||||||
| 2011 | 1,60 | 447,9 | 410,3 | |||
| 2012 | 2,05 | 480,2 | 461,0 | 5,34 | 3,7 | 2,9 |
| 2013 | 4,45 | 2,0 | 0,8 | 4,46 | 2,0 | 1,2 |
| 2014 | 5,60 | 1,5 | 0,6 | 5,60 | 1,5 | 0,8 |
| 2015 | 0,00 | 0,0 | 0,0 | 0,00 | 0,0 | 0,0 |
| 2016 | 0,00 | 0,0 | 0,0 | 0,00 | 0,0 | 0,0 |
| 2017 | 5,17 | 102,5 | 101,3 | 5,17 | 102,5 | 101,5 |
| >2018 | 5,34 | 19,6 | 18,0 | 5,33 | 19,6 | 18,3 |
| 605,8 | 581,7 | 577,2 | 535,0 | |||
| 1.005,8 | 991,5 | 977,2 | 944,2 |
1 Gewogener Zinssatz
Die effektiven Zinssätze zum Bilanzstichtag lauten:
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| 31.12.2011 % |
31.12.2010 % |
|
|---|---|---|
| Anleihe | 4,06 | 4,06 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2,71 | 2,18 |
| Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1,75 | 2,73 |
Die Restlaufzeiten der Finanzschulden betragen:
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 57,6 | 69,5 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 854,3 | 377,3 |
| Über 5 Jahre | 153,2 | 545,4 |
| Summe | 1.065,1 | 992,2 |
Von den ausgewiesenen Finanzschulden sind 5,9 Mio. € (Vj. 13,8 Mio. €) durch Grundpfandrechte/Grundschulden besichert.
Die zum 31. Dezember 2011 im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus Zinssicherungsgeschäften werden kontinuierlich bis zur Rückzahlung der Bankverbindlichkeiten ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
7.16 Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Für die Zeit nach der Pensionierung werden einem Teil der Mitarbeiter im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung durch den Konzern laufende Versorgungsleistungen zugesagt. Dabei erfolgt die betriebliche Altersversorgung sowohl leistungs- als auch beitragsorientiert. Die Verpflichtungen des Konzerns umfassen sowohl bereits laufende Pensionen als auch Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen.
Die Finanzierung leistungsorientierter Verpflichtungen erfolgt über Rückstellungsbildung. Beiträge im Rahmen beitragsorientierter Pläne werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen betreffen Versorgungszusagen von 4 (Vj. 4) Konzerngesellschaften. Es handelt sich um Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten. Die Rückstellungen betreffen aktive Anwärter, ausgeschiedene Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie Rentenempfänger. Die Leistungen hängen von den Dienstjahren und dem pensionsfähigen Gehalt ab.
Neben den allgemeinen Pensionsplänen besteht für die Mitglieder des Vorstandes ein Plan, der Altersvorsorgeleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsieht. Die Vorstände erhalten neben ihrer laufenden Vergütung bei Beendigung ihrer Vorstandstätigkeit eine in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses und der Höhe der Bezüge stehende Altersvorsorgeleistung, die auf das 1,5-fache der letzten Jahresbezüge begrenzt ist. Bei der Berechnung des Verpflichtungsumfangs wurde nicht wie bei den übrigen Pensionsplänen auf ein einheitliches Pensionsalter abgestellt, sondern die individuellen Vertragsdauern zu Grunde gelegt.
Der im Ergebnis erfasste Aufwand für leistungsorientierte Pläne ermittelt sich wie folgt:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Aufwand für erdiente Versorgungsansprüche (Dienstzeitaufwand) | 0,8 | 1,1 |
| Aufzinsung der erwarteten Versorgungsansprüche (Zinsaufwand) | 0,3 | 0,6 |
| Verrechnete versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 1,0 | 0,3 |
| 2,1 | 2,0 |
Der Pensionsaufwand wird vollständig unter dem Personalaufwand ausgewiesen.
Der bilanzierte Rückstellungsbetrag zeigt folgende Zusammensetzung und Entwicklung in der Bilanz und ermittelt sich wie folgt:
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungsumfang (Defined Benefit Obligation) | 9,8 | 14,4 |
| Noch nicht verrechnete versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -0,9 | -1,8 |
| Pensionsrückstellungen (Defined Benefit Liability) | 8,9 | 12,6 |
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 12,6 | 11,0 |
| Aufwand für erdiente Versorgungsansprüche (Dienstzeitaufwand) | 0,8 | 1,1 |
| Aufzinsung der erwarteten Versorgungsansprüche (Zinsaufwand) | 0,3 | 0,6 |
| Verrechnete mathematische Gewinne und Verluste | 1,0 | 0,3 |
| Planänderung | 0,0 | 0,2 |
| Geleistete Zahlungen | -5,8 | -0,6 |
| Stand 31.12. | 8,9 | 12,6 |
Der Berechnung liegen folgende Annahmen zugrunde:
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| 31.12.2011 % |
31.12.2010 % |
|
|---|---|---|
| Rechnungszinsfuß | 4,90 | 4,95 |
| Erwartete Einkommensentwicklung | 2,50 | 2,50 |
| Erwartete Rentenentwicklung | 2,00 | 2,00 |
Der Verpflichtungsumfang (Defined Benefit Obligation) sowie der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen bei Planschulden (Experience Adjustment) hat sich wie folgt entwickelt:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
2009 Mio € |
2008 Mio € |
2007 Mio € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungsumfang (Defined Benefit Obligation) 31.12. | 9,8 | 14,4 | 12,3 | 11,0 | 9,6 |
| Zeitwert des Planvermögens | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Unterdeckung 31.12. | 9,8 | 14,4 | 12,3 | 11,0 | 9,6 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden | 0,5 | 0,7 | -0,1 | 0,7 | -0,3 |
Die Entwicklung des Verpflichtungsumfanges (Defined Benefit Obligation) im Geschäftsjahr 2011 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 14,4 | 12,3 |
| Dienstzeitaufwand | 0,8 | 1,1 |
| Zinsaufwand | 0,3 | 0,6 |
| Rentenzahlungen | -5,8 | -0,6 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0,1 | 1,0 |
| Stand 31.12. | 9,8 | 14,4 |
Die im Jahr 2011 erwarteten zu zahlenden Pensionen in 2012 belaufen sich auf 1,8 Mio. € (Vj. 5,8 Mio. €).
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden unverändert zum Vorjahr die Richttafeln 2005 G nach Professor Dr. Klaus Heubeck verwendet.
7.17 Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| 01.01.2011 Mio € |
Änderung Konsolidierungskreis Mio € |
Verbrauch Mio € |
Auflösung Mio € |
Zuführung Mio € |
31.12.2011 Mio € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abrissverpflichtungen | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Haftpflichtrisiken | 22,0 | 0,0 | 9,2 | 0,0 | 7,3 | 20,1 |
| Übrige Rückstellungen | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,5 |
| 22,4 | 0,0 | 9,2 | 0,0 | 7,5 | 20,7 |
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| davon <1 Jahr Mio € |
davon>1 Jahr Mio € |
|
|---|---|---|
| Abrissverpflichtungen | 0,1 | 0,0 |
| Haftpflichtrisiken | 20,1 | 0,0 |
| Übrige Rückstellungen | 0,5 | 0,0 |
| 20,7 | 0,0 |
Die Rückstellungen für Abrissverpflichtungen entfallen auf vertraglich vereinbarte Leistungen zur Räumung von bebauten Grundstücken. Es wird erwartet, dass die Rückstellungen im Geschäftsjahr 2012 in Anspruch genommen werden.
Die Rückstellungen für Haftpflichtrisiken betreffen Schadensersatzansprüche Dritter. Ihnen stehen Rückforderungsansprüche gegenüber Versicherern in Höhe von 5,0 Mio. € (Vj. 4,0 Mio. €) gegenüber, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Nach Einschätzung des Vorstands wird die Abwicklung dieser Haftpflichtfälle über die zurückgestellten Beträge hinaus keine wesentlichen zusätzlichen Aufwendungen mit sich bringen. Der Zeitpunkt von Zahlungsabflüssen aus Haftpflichtrisiken hängt im Wesentlichen vom Verlauf und Ergebnis einzelner Haftungsfälle ab.
Übrige Rückstellungen betreffen Risiken aus der Endabrechnung von Fördermitteln.
Die Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
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| 31.12.2011 Mio € |
davon <1 Jahr Mio € |
davon>1 Jahr Mio € |
31.12.2010 Mio € |
davon <1 Jahr Mio € |
davon>1 Jahr Mio € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abrissverpflichtungen | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | 0,0 |
| Haftpflichtrisiken | 20,1 | 20,1 | 0,0 | 22,0 | 22,0 | 0,0 |
| Übrige Rückstellungen | 0,5 | 0,5 | 0,0 | 0,3 | 0,3 | 0,0 |
| 20,7 | 20,7 | 0,0 | 22,4 | 22,4 | 0,0 |
Im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG bestehen im Geschäftsjahr 2011 Eventualverbindlichkeiten in einem Volumen von maximal 1,5 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €). Zum jetzigen Zeitpunkt geht die RHÖN-KLINIKUM AG in der Zukunft von keiner nennenswerten Inanspruchnahme aus.
7.18 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
scroll
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr Mio € |
> 1 Jahr Mio € |
< 1 Jahr Mio € |
> 1 Jahr Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 129,0 | 0,0 | 151,5 | 0,0 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Dritten. Der Gesamtbetrag von 129,0 Mio. € (Vj. 151,5 Mio. €) ist innerhalb eines Jahres fällig.
7.19 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
scroll
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr Mio € |
> 1 Jahr Mio € |
< 1 Jahr Mio € |
> 1 Jahr Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten KHG | 98,3 | 0,0 | 112,8 | 0,0 |
| Kaufpreise | 4,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Leasing | 0,2 | 0,1 | 0,2 | 0,3 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 41,5 | 23,6 | 51,2 | 21,3 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente) | 144,8 | 23,7 | 164,2 | 21,6 |
Die Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht betreffen noch nicht zweckentsprechend verwendete pauschale Fördermittel nach landesrechtlichen Vorschriften zur Krankenhausfinanzierung sowie Ausgleichsverpflichtungen nach der Bundespflegesatzverordnung bzw. dem Krankenhausentgeltgesetz.
Die Kaufpreise betreffen vertraglich festgelegte und an Bedingungen geknüpfte Verpflichtungen.
Die ausgewiesenen Buchwerte der in diesem Posten erfassten kurzfristigen monetären Verbindlichkeiten entsprechen deren Zeitwerten. Die langfristigen übrigen Verbindlichkeiten wurden nach der Effektivzinsmethode auf Basis der historischen Marktzinsen abgezinst.
Auf die langfristigen übrigen finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 12,4 Mio. € (Vj. 13,5 Mio. €) entfallen 12,2 Mio. € (Vj. 13,3 Mio. €) auf Verpflichtungen aus Forschungszuschüssen gegenüber der Universität Gießen und Marburg.
7.20 Sonstige Verbindlichkeiten
scroll
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr Mio € |
> 1 Jahr Mio € |
< 1 Jahr Mio € |
> 1 Jahr Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Personalverbindlichkeiten | 133,0 | 4,3 | 150,4 | 7,2 |
| Abgrenzungen | 11,3 | 0,0 | 9,5 | 0,0 |
| Betriebssteuern und Sozialversicherungen | 21,4 | 0,0 | 21,3 | 0,0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 2,2 | 0,0 | 0,8 | 0,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3,4 | 0,0 | 0,6 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (Nicht-Finanzinstrumente) | 171,3 | 4,3 | 182,6 | 7,2 |
Personalverbindlichkeiten entfallen auf ergebnisabhängige Vergütungen, Verpflichtungen aus nicht genommenem Urlaub, Altersteilzeitverpflichtungen sowie Abfindungsverpflichtungen.
Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen den Nutzungs- und Überlassungsvertrag der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH mit dem Carreras-Leukämie-Centrum. Für die Nutzung der Räume durch Forschung und Lehre leistete die Universität pauschale Nutzungsentgeltvorauszahlungen in Höhe von 1,6 Mio. €.
7.21 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
Die laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 8,7 Mio. € (Vj. 8,8 Mio. €) entfallen auf noch nicht veranlagte Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für das abgelaufene Geschäftsjahr und auf Vorjahre.
7.22 Derivative Finanzinstrumente
Der Konzern ist mit seinen Finanzschulden und zinstragenden Anlagen Schwankungen des Marktzinses ausgesetzt. Von unseren langfristigen Finanzschulden (Anleihe und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) in Höhe von 991,5 Mio. € (Vj. 944,2 Mio. €) waren 523,5 Mio. € (Vj. 551,8 Mio. €) mit festen Zinskonditionen und Laufzeiten bis 2027 ausgestattet. Für die übrigen langfristigen Finanzschulden, die variabel verzinslich sind, bestehen Zinssicherungen in einem Volumen von 473,0 Mio. € (Vj. 578,8 Mio. €). Davon entfallen 200,0 Mio. € auf einen im Geschäftsjahr 2009 abgeschlossenen Forwardswap, der zwei Ende 2011 bzw. zu Beginn 2012 auslaufende Zinscaps in Höhe von zusammen ebenfalls 200,0 Mio. € ablösen soll.
Aus den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten entstanden Erträge in Höhe von 0,0 Mio. € (Vj. Verluste 0,2 Mio. €).
Die derivativen Finanzinstrumente sind zu Marktwerten (Stichtagsbewertung auf der Basis anerkannter Bewertungsmodelle, die auf aktuellen Marktdaten beruhen) angesetzt. Ein Großteil der Sicherungsinstrumente wird im Rahmen des Hedge-Accounting als Einheit mit dem Grundgeschäft gesehen. Bei diesen Hedge-Beziehungen werden Veränderungen der Marktwerte der Derivate abzüglich latenter Steuern in einer Hedge-Rücklage im Eigenkapital in Höhe von 30,3 Mio. € (Vj. 21,4 Mio. €) vorgemerkt.
Die Überwachung und Steuerung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt durch den Vorstand in Zusammenarbeit mit der unter dem Vorstand angesiedelten Fachabteilung.
2011
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| Zeitwert | Laufzeit | Referenzzinssatz | Höchstzinssatz bzw. Festzinssatz | Bezugsbetrag | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | von | bis | 31.12.2011 % |
% | 31.12.2011 Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswap passiv | -26,9 | 11.06.2008 | 11.06.2018 | 1,47 | 4,65 | 150,0 |
| -0,3 | 02.01.2007 | 30.09.2018 | 1,39 | 3,94 | 3,8 | |
| -0,1 | 16.01.2008 | 06.03.2013 | 1,47 | 4,25 | 2,0 | |
| 0,0 | 30.09.2009 | 30.12.2013 | 1,39 | 2,31 | 0,7 | |
| 0,0 | 30.09.2009 | 30.06.2014 | 1,39 | 2,42 | 1,5 | |
| 0,0 | 30.11.2009 | 28.03.2013 | 1,39 | 1,83 | 1,0 | |
| -0,2 | 30.11.2009 | 30.06.2016 | 1,39 | 2,57 | 5,4 | |
| -0,4 | 31.03.2010 | 30.12.2022 | 1,39 | 2,79 | 8,7 | |
| Zinscaps aktiv | 0,0 | 02.01.2007 | 01.01.2012 | 1,78 | 4,00 | 100,0 |
| Forwardswap passiv | -7,9 | 02.01.2012 | 07.06.2013 | 0,92 | 3,49 | 200,0 |
2010
scroll
| Zeitwert | Laufzeit | Referenzzinssatz | Höchstzinssatz bzw. Festzinssatz | Bezugsbetrag | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | von | bis | 31.12.2010 % |
% | 31.12.2010 Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswap aktiv | 0,0 | 04.05.2004 | 31.12.2011 | 3,01 | 5,70 | 1,0 |
| Zinsswap passiv | -19,5 | 11.06.2008 | 11.06.2018 | 1,01 | 4,65 | 150,0 |
| -0,3 | 02.01.2007 | 30.09.2018 | 1,01 | 3,94 | 4,3 | |
| -0,1 | 16.01.2008 | 06.03.2013 | 1,01 | 4,25 | 2,0 | |
| 0,0 | 30.09.2009 | 30.12.2013 | 1,01 | 2,31 | 1,0 | |
| 0,0 | 30.09.2009 | 30.06.2014 | 1,01 | 2,42 | 1,9 | |
| 0,0 | 30.11.2009 | 28.03.2013 | 1,01 | 1,83 | 1,9 | |
| -0,1 | 30.11.2009 | 30.06.2016 | 1,01 | 2,57 | 6,6 | |
| 0,0 | 15.03.2001 | 15.03.2011 | 1,01 | 5,74 | 0,6 | |
| 0,0 | 31.03.2010 | 30.12.2022 | 1,01 | 2,79 | 9,5 | |
| Zinscaps aktiv | 0,0 | 02.01.2007 | 01.01.2012 | 1,23 | 4,00 | 100,0 |
| 0,0 | 02.01.2007 | 31.12.2011 | 1,23 | 4,00 | 100,0 | |
| Forwardswap passiv | -5,2 | 02.01.2012 | 07.06.2013 | 1,01 | 3,49 | 200,0 |
7.23 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten
7.23.1 Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
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| Bewertungskategorie nach IAS 39 | 2011 | davon Finanzinstrument | 2010 | davon Finanzinstrument | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Buchwert Mio € |
Zeitwert Mio € |
Mio € | Buchwert Mio € |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | 0,3 | 0,3 | 0,3 | 0,2 | 0,2 | |
| davon Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| davon derivative Finanzinstrumente (HfT) | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 384,9 | 384,9 | 384,9 | 361,5 | 361,5 | |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | Kredite+Forderungen | 384,9 | 384,9 | 384,9 | 361,4 | 361,4 |
| davon Wertpapiere (HfT) | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| davon derivative Finanzinstrumente (HfT) | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Kredite + Forderungen | 477,5 | 477,5 | 477,5 | 415,7 | 415,7 |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | 1.007,5 | 1.007,5 | 888,7 | 922,7 | 922,7 | |
| davon Finanzschulden | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 971,5 | 971,5 | 852,7 | 897,2 | 897,2 |
| davon derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | n.a. | 36,0 | 36,0 | 36,0 | 25,5 | 25,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 23,7 | 23,7 | 24,1 | 21,6 | 21,6 | |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 23,6 | 23,6 | 24,0 | 21,3 | 21,3 |
| davon aus Finanzierungsleasing | n.a. | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,3 | 0,3 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 129,0 | 129,0 | 129,0 | 151,5 | 151,5 |
| Finanzschulden | 57,6 | 57,6 | 57,6 | 69,5 | 69,5 | |
| davon Finanzschulden | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 57,6 | 57,6 | 57,6 | 69,5 | 69,5 |
| davon derivative Finanzinstrumente (HfT) | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 144,8 | 144,8 | 144,8 | 164,2 | 164,2 | |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 144,6 | 144,6 | 144,6 | 164,0 | 164,0 |
| davon aus Finanzierungsleasing | n.a. | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
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| davon Finanzinstrument Zeitwert Mio € |
|
|---|---|
| Aktiva | |
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | 0,2 |
| davon Beteiligungen | 0,2 |
| davon derivative Finanzinstrumente (HfT) | 0,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 361,5 |
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 361,4 |
| davon Wertpapiere (HfT) | 0,0 |
| davon derivative Finanzinstrumente (HfT) | 0,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 415,7 |
| Passiva | |
| Langfristige Schulden | |
| Finanzschulden | 772,4 |
| davon Finanzschulden | 746,9 |
| davon derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | 25,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 22,3 |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 22,0 |
| davon aus Finanzierungsleasing | 0,3 |
| Kurzfristige Schulden | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 151,5 |
| Finanzschulden | 69,5 |
| davon Finanzschulden | 69,5 |
| davon derivative Finanzinstrumente (HfT) | 0,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 164,2 |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 164,0 |
| davon aus Finanzierungsleasing | 0,2 |
Aggregiert nach Bewertungkategorien stellen sich die oben dargestellten Werte wie folgt dar:
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| Bewertungskategorie nach IAS 39 | 2011 | davon Finanzinstrument | 2010 | davon Finanzinstrument | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Buchwert Mio € |
Zeitwert Mio € |
Mio € | Buchwert Mio € |
Zeitwert Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite + Forderungen | 862,4 | 862,4 | 777,1 | 777,1 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 | ||
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.326,3 | 1.207,9 | 1.303,5 | 1.153,9 | ||
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung unserer zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie:
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| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige derivative Vermögenswerte | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Wertpapiere | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige derivative Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Langfristige derivative Schulden | 0,0 | 36,0 | 0,0 | 36,0 |
| Kurzfristige derivative Schulden | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf unsere Vermögenswerte und Schulden sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Schulden an aktiven Märkten
Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind, und
Stufe 3: Informationen für Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben in der Regel überwiegend kurze Restlaufzeiten. Deshalb entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten.
In den Finanzschulden sind Darlehen gegenüber Kreditinstituten sowie eine Anleihe enthalten. Der Zeitwert der Darlehen gegenüber Kreditinstituten sowie der Zeitwert der sonstigen Verbindlichkeiten ermitteln sich aus den diskontierten Zahlungsströmen. Zur Diskontierung wurde ein der RHÖN-KLINIKUM AG entsprechender risiko- und laufzeitadäquater Zinssatz verwendet. Der Zeitwert der Anleihe ermittelt sich aus dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert am letzten Handelstag des Berichtsjahres.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mit kurzen Restlaufzeiten entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten.
Der Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing wurde mittels Marktzinskurve zum Stichtag ermittelt und entspricht dem aktuellen Buchwert.
7.23.2 Nettoergebnis nach Bewertungskategorien
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| aus Kursgewinnen | aus der Folgebewertung | aus Abgang | Nettoergebnis | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | zum Zeitwert Mio € |
Wertberichtigung Mio € |
Mio € | 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 0,0 | 0,0 | -5,0 | -1,8 | -6,8 | 4,1 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Summe | 0,0 | 0,0 | -5,0 | -1,8 | -6,8 | 4,3 |
+ = Aufwand - = Ertrag
Das Nettoergebnis aus der Folgebewertung von Krediten und Forderungen setzt sich aus den Erträgen und Aufwendungen aus Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Der Abgang enthält die als uneinbringlich ausgebuchten Forderungen saldiert mit Erträgen aus Zahlungen aus in der Vergangenheit wertberichtigten Forderungen.
Aus Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten ergaben sich im Geschäftsjahr keine Aufwendungen und Erträge.
Bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um die erfolgswirksame Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten.
7.23.3 Finanzielle Verbindlichkeiten (Fälligkeitsanalyse)
Aus nachfolgender Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungsleistungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente ersichtlich:
Zahlungsabflüsse
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| 2012 Mio € |
2013-2018 Mio € |
>2018 Mio € |
|
|---|---|---|---|
| Finanzschulden | -84,0 | -1.059,1 | -8,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -129,0 | 0,0 | 0,0 |
| Derivate | 0,0 | -35,6 | -0,4 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -107,6 | -11,0 | -12,4 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -0,3 | -0,1 | 0,0 |
| -320,9 | -1.105,8 | -21,7 |
Die folgende Tabelle stellt die Fälligkeitsanalyse des Vorjahres dar:
Zahlungsabflüsse
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| 2011 Mio € |
2012-2017 Mio € |
>2017 Mio € |
|
|---|---|---|---|
| Finanzschulden | -75,2 | -956,6 | -26,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -151,5 | 0,0 | 0,0 |
| Derivate | 0,0 | -5,5 | -20,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -145,5 | -7,8 | -13,5 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -0,3 | -0,4 | 0,0 |
| -372,5 | -970,3 | -60,3 |
Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Geplante Zahlungen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht in die Berechnung mit einbezogen. Zinszahlungen wurden unter den Vereinbarungen, die zum Bilanzstichtag gültig waren, in die zukünftigen Cash-Flow-Zahlungen eingerechnet. Kurzfristige Verbindlichkeiten und jederzeit kündbar vereinbarte Verbindlichkeiten wurden in das jeweils kürzeste Zeitraster eingegliedert.
8 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des RHÖN-KLINIKUM Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash-Flow- Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden die kurzfristigen Kontokorrentkredite von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten abgesetzt. Eine Überleitung wird bei den Erläuterungen zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gegeben. In der Kapitalflussrechnung wurden 27,2 Mio. € (Vj. 35,8 Mio. €) ausstehende Baurechnungen sowie nicht zahlungswirksame Verluste derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 0,0 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) berücksichtigt.
Die Einstellung bzw. Rückabwicklung des Entwicklungsprojekts "Partikeltherapie Marburg" führte zu einem Abgang von Anlagen im Bau, verbunden mit einem entsprechenden Zahlungseingang in Höhe von 62,8 Mio. €.
Ausschüttungen an die Minderheitsgesellschafter betrugen 3,1 Mio. € (Vj. 2,1 Mio. €). Ferner fanden im Geschäftsjahr 2011 Eigenkapitaltransaktionen in Höhe 5,1 Mio. € im Zusammenhang mit der mehrheitlichen Übernahme des ophthalmologischen Zentrums in Düsseldorf, weitere Transaktionen in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. € im Zusammenhang mit der Übernahme der ophthalmologischen Zentren in Mönchengladbach, Siegburg und Wuppertal sowie eine Transaktion mit einer Servicegesellschaft in Höhe von 0,1 Mio. € aus 2010, die erst im Geschäftsjahr 2011 zahlungswirksam wurde, statt.
Die Kapitalflussrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen zwei Stichtagen dar. In diesen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind im RHÖN-KLINIKUM Konzern ausschließlich Zuflüsse aus der fortzuführenden Geschäftstätigkeit enthalten, da wir keine Geschäfte aufgegeben haben.
9 Anteilsbesitz
9.1 In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
Krankenhausgesellschaften
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| Anteil am Kapital % |
Eigenkapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| Krankenhausgesellschaften | |||
| Amper Kliniken AG, Dachau | 94,9 | 83.636 | 10.975 |
| Aukamm-Klinik für operative Rheumatologie und Orthopädie GmbH, Wiesbaden | 100,0 | 1.857 | 1.010 |
| Bördekrankenhaus GmbH, Neindorf | |||
| (vormals: MEDIGREIF Bördekrankenhaus GmbH, Neindorf) | 100,0 | 1.272 | 284 |
| Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Hildburghausen GmbH, Hildburghausen | 100,0 | 20.884 | 6.565 |
| Fachkrankenhaus Vogelsang-Gommern GmbH, Greifswald (vormals: MEDIGREIF Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft Fachkrankenhaus Vogelsang-Gommern mit beschränkter Haftung, Greifswald) | 100,0 | 4.447 | 2.069 |
| Frankenwaldklinik Kronach GmbH, Kronach | 94,9 | 27.861 | 1.676 |
| Gesundheitsmanagement GmbH, Greifswald (vormals: MEDIGREIF - Betriebsgesellschaft für Krankenhäuser und Integrative Gesundheitszentren mit beschränkter Haftung (MEDIGREIF BKIG mbH), Greifswald) | 100,0 | 14.000 | 13.642 |
| Haus Saaletal GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 254 | 65 |
| Herz- und Gefäß-Klinik GmbH Bad Neustadt, Bad Neustadt a. d. Saale1 | 100,0 | 12.158 | 0 |
| Herzzentrum Leipzig GmbH, Leipzig1 | 100,0 | 19.911 | 0 |
| Klinik "HAUS FRANKEN" GMBH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 22.096 | 49 |
| Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe GmbH, Karlsruhe1 | 100,0 | 5.847 | 0 |
| Klinik Hildesheimer Land GmbH, Bad Salzdetfurth | 100,0 | 1.851 | 244 |
| Klinik Kipfenberg GmbH Neurochirurgische und Neurologische Fachklinik, Kipfenberg1 | 100,0 | 3.100 | 0 |
| Kliniken Herzberg und Osterode GmbH, Herzberg am Harz | 100,0 | 15.473 | 562 |
| Kliniken Miltenberg-Erlenbach GmbH, Erlenbach | 100,0 | 10.952 | -589 |
| Kliniken München Pasing und Perlach GmbH, München | 98,7 | 36.020 | 7.875 |
| Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Frankfurt (Oder) | 100,0 | 73.724 | 7.661 |
| Klinikum Gifhorn GmbH, Gifhorn | 96,0 | 20.527 | 5.027 |
| Klinikum Hildesheim GmbH, Hildesheim | 100,0 | 64.380 | 12.341 |
| Klinikum Meiningen GmbH, Meiningen1 | 100,0 | 16.055 | 0 |
| Klinikum Pforzheim GmbH, Pforzheim | 94,9 | 65.718 | 3.496 |
| Klinikum Pirna GmbH, Pirna | 100,0 | 21.578 | 5.703 |
| Klinikum Salzgitter GmbH, Salzgitter | 94,9 | 28.909 | 1.500 |
| Klinikum Uelzen GmbH, Uelzen | 100,0 | 23.330 | 3.125 |
| Krankenhaus Boizenburg GmbH, Boizenburg (vormals: IGB Integratives Gesundheitszentrum Boizenburg GmbH, Boizenburg) | 92,0 | 1.411 | 811 |
| Krankenhaus Cuxhaven GmbH, Cuxhaven | 100,0 | 17.504 | 426 |
| Krankenhaus Jerichower Land GmbH, Burg (vormals: MEDIGREIF Kreiskrankenhaus Burg GmbH, Burg) | 100,0 | 15.094 | 3.577 |
| Krankenhaus Köthen GmbH, Köthen | 100,0 | 11.487 | 1.487 |
| Krankenhaus St. Barbara Attendorn GmbH, Attendorn | 100,0 | 8.334 | -1.911 |
| Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda GmbH, Friedrichroda | 100,0 | 12.850 | 1.288 |
| Krankenhaus Zerbst GmbH, Zerbst (vormals: Krankenhaus Anhalt-Zerbst GmbH, Zerbst) | 100,0 | 4.702 | 1.449 |
| Mittelweser Kliniken GmbH Nienburg Hoya Stolzenau, Nienburg | 100,0 | 26.551 | 1.258 |
| Neurologische Klinik GmbH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 4.809 | 2.019 |
| Park-Krankenhaus Leipzig GmbH, Leipzig | 100,0 | 12.818 | 4.801 |
| Soteria Klinik Leipzig GmbH, Leipzig | 100,0 | 3.504 | 1.480 |
| St. Elisabeth-Krankenhaus GmbH Bad Kissingen, Bad Kissingen | 98,5 | 8.679 | -50 |
| St. Petri-Hospital Warburg GmbH, Warburg | 100,0 | 3.650 | -2.330 |
| Städtisches Krankenhaus Wittingen GmbH, Wittingen | 96,0 | 3.043 | -1.006 |
| Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH, Wiesbaden | 100,0 | 13.242 | 1.744 |
| Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen | 95,0 | 81.320 | 15.206 |
| Weißeritztal-Kliniken GmbH, Freital | 100,0 | 28.368 | 3.153 |
| Wesermarsch-Klinik Nordenham GmbH, Nordenham | 100,0 | 2.981 | -4.486 |
| Zentralklinik Bad Berka GmbH, Bad Berka | 87,5 | 116.450 | 18.625 |
1 Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Offenlegungspflicht gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
MVZ-Gesellschaften
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| Anteil am Kapital % |
Eigen kapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| MVZ-Gesellschaften | |||
| Medizinisches Versorgungszentrum Anhalt GmbH, Zerbst | 100,0 | 382 | 127 |
| Medizinisches Versorgungszentrum Nikomedicum Bad Sachsa GmbH, Bad Sachsa | 45,0 | 74 | 54 |
| Medizinisches Versorgungszentrum Sachsen-Anhalt GmbH, Burg | 100,0 | 846 | -228 |
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Mönchengladbach/ Erkelenz GmbH, Erkelenz (vormals: RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 31, Bad Neustadt a. d. Saale) | 90,0 | 144 | -236 |
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Siegburg GmbH, Siegburg (vormals: RK-Klinik Betriebs GmbH Nr. 36, Bad Neustadt a. d. Saale) | 70,0 | 304 | -498 |
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Düsseldorf GmbH, Düsseldorf | 60,0 | 12.838 | 422 |
| MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Wuppertal GmbH, Wuppertal | 55,0 | 131 | -162 |
| MVZ Campus Gifhorn GmbH, Gifhorn (vormals RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 16, Bad Neustadt a. d. Saale) | 100,0 | 35 | -7 |
| MVZ Management GmbH Attendorn, Attendorn | 100,0 | 128 | -630 |
| MVZ Management GmbH Baden-Württemberg, Pforzheim | 100,0 | 170 | 14 |
| MVZ Management GmbH Brandenburg, Frankfurt (Oder) | 100,0 | 234 | -218 |
| MVZ Management GmbH Nord, Nienburg | 100,0 | 611 | -1.839 |
| MVZ Management GmbH Ost, Pirna | 100,0 | 997 | 414 |
| MVZ Management GmbH Sachsen-Anhalt, Köthen | 100,0 | 166 | -194 |
| MVZ Management GmbH Süd, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 101 | -2.431 |
| MVZ Management GmbH Thüringen, Bad Berka | 100,0 | 138 | -983 |
| MVZ Management GmbH West, Wiesbaden | 100,0 | 1.029 | -1.330 |
| MVZ Service Gesellschaft mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 1.490 | 1 |
| MVZ Universitätsklinikum Marburg GmbH, Marburg | 95,0 | 128 | 17 |
| Q.sana Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Weimar | 80,0 | -75 | -75 |
Forschungs- und Bildungsgesellschaften
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| Anteil am Kapital % |
Eigenkapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| Forschungs- und Bildungsgesellschaften | |||
| ESB-Gemeinnützige Gesellschaft für berufliche Bildung mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 1.668 | -118 |
| Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der klinischen Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin und zur Betreuung von Patienten an den Universitäten Gießen und Marburg mbH, Marburg | 100,0 | 32 | 0 |
Grundbesitzgesellschaften
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| Anteil am Kapital % |
Eigenkapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| Grundbesitzgesellschaften | |||
| Altmühltalklinik-Leasing GmbH, Kipfenberg | 51,0 | 7.419 | 761 |
| BGL Grundbesitzverwaltungs-GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 25.911 | 298 |
| GPG Gesellschaft für Projekt- und Grundstücksentwicklung GmbH, Leipzig | 100,0 | 320 | 46 |
| Grundstücksgesellschaft Park Dösen GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 5.921 | -218 |
| GTB Grundstücksgesellschaft mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 46.549 | 2.338 |
Servicegesellschaften
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| Anteil am Kapital % |
Eigenkapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| Servicegesellschaften | |||
| KDI Klinikservice GmbH, Dachau | 94,9 | 123 | 3 |
| RK Reinigungsgesellschaft Nordost mbH, Bad Neustadt a. d. Saale (vormals: RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 33, Bad Neustadt a. d. Saale) | 100,0 | 25 | -6 |
| RK-Cateringgesellschaft Mitte mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 77 | 0 |
| RK-Cateringgesellschaft Süd mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 51 | 0 |
| RK-Cateringgesellschaft West mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 101 | 4 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Mitte mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 33 | 0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Nord mbH, Bad Neustadt a.d. Saale | 51,0 | 208 | 0 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Ost mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 756 | 409 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Süd mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 101 | 18 |
| RK-Reinigungsgesellschaft West mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 95 | 5 |
| RK-Reinigungsgesellschaft Zentral mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 51,0 | 187 | 32 |
| RK-Wäschereinigung Süd GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale (vormals: RK-Wäschereinigung GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale) | 51,0 | 30 | 0 |
| UKGM Service GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 103 | 10 |
Vorratsgesellschaften/sonstige Gesellschaften
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| Anteil am Kapital % |
Eigenkapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| Vorratsgesellschaften/sonstige Gesellschaften | |||
| Amper Medico Gesellschaft für medizinische Dienstleistungen mbH, Dachau | 94,9 | 137 | 8 |
| Energiezentrale Universitätsklinikum Gießen GmbH, Gießen | 50,0 | 144 | 68 |
| HEILBAD BAD NEUSTADT GMBH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 2.454 | 545 |
| Kinderhort Salzburger Leite gemeinnützige Gesellschaft mbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 232 | -65 |
| Klinik Feuerberg GmbH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 43 | -4 |
| Leben am Rosenberg GmbH, Kronach | 100,0 | 165 | 15 |
| Psychosomatische Klinik GmbH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 28 | -3 |
| PTZ GmbH, Marburg | 100,0 | 19.200 | 3.504 |
| RK Bauträger GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 263 | -11 |
| RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 32, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 36 | -5 |
| RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 34, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 35 | -5 |
| RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 35, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 190 | -3 |
| RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 37, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 27 | -4 |
| Wolfgang Schaffer GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale | 100,0 | 592 | 28 |
9.2 Sonstige Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 Ziff. 2 ff. HGB
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| Anteil am Kapital % |
Eigenkapital Tsd € |
Jahresergebnis Tsd € |
|
|---|---|---|---|
| 4QD - Qualitätskliniken.de GmbH, Berlin1 | 25,0 | 363 | -878 |
| Christliches Hospiz Pforzheim GmbH, Pforzheim1 | 13,6 | 1.573 | 3 |
| Hospiz Mittelhessen gGmbH, Wetzlar1 | 15,9 | 297 | 30 |
| Imaging Service AG, Niederpöcking1 | 23,8 | 474 | -34 |
| miCura Pflegedienste Dachau GmbH, Dachau1 | 46,5 | 62 | 3 |
| Seniorenpflegeheim GmbH Bad Neustadt a. d. Saale, Bad Neustadt a. d. Saale1 | 25,0 | 1.708 | 200 |
| Soemmering GmbH privates Institut für Bewegungsstörungen und Verhaltensneurologie, Bad Nauheim1 | 31,7 | 6 | 5 |
1 Zahlen gem. Jahresabschluss 31.12.2010.
10 Sonstige Angaben
10.1 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
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| 2011 | 2010 | Veränderungen | ||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl1 | Anzahl1 | Anzahl1 | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ärztlicher Dienst | 3.905 | 3.691 | 214 | 5,8 |
| Pflegedienst | 11.621 | 11.482 | 139 | 1,2 |
| Medizinisch-technischer Dienst | 5.100 | 4.830 | 270 | 5,6 |
| Funktionsdienst | 3.978 | 3.783 | 195 | 5,2 |
| Wirtschafts- und Versorgungsdienst | 4.766 | 4.601 | 165 | 3,6 |
| Technischer Dienst | 572 | 569 | 3 | 0,5 |
| Verwaltungsdienst | 2.642 | 2.578 | 64 | 2,5 |
| Sonstiges Personal | 494 | 462 | 32 | 6,9 |
| 33.078 | 31.996 | 1.082 | 3,4 |
1 Nach Köpfen; ohne Vorstände, Geschäftsführer, Auszubildende, Praktikanten und Zivildienstleistende
10.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| 31.12.2011 Mio € |
31.12.2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Bestellobligo | 35,8 | 40,9 |
| Operating-Leasing-Verträge | ||
| Fällig im Folgejahr | 4,8 | 4,7 |
| Fällig in 2 bis 5 Jahren | 5,2 | 6,0 |
| Fällig nach 5 Jahren | 0,9 | 0,6 |
| Summe Operating-Leasing-Verträge | 10,9 | 11,3 |
| Übrige | ||
| Fällig im Folgejahr | 70,1 | 66,8 |
| Fällig in 2 bis 5 Jahren | 31,1 | 31,9 |
| Fällig nach 5 Jahren | 5,2 | 5,2 |
| Summe Übrige | 106,4 | 103,9 |
Vom Bestellobligo entfallen 0,2 Mio. € (Vj. 0,5 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte sowie 32,6 Mio. € (Vj. 37,7 Mio. €) auf Sachanlagen.
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen resultieren hauptsächlich aus Dienstleistungsverträgen (Wartungsverträge, Verträge betreffend den Bezug von Waren, Verträge betreffend Wäschereinigung etc.).
Des Weiteren resultieren aus Unternehmenskaufverträgen Investitionsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 42,0 Mio. € (Vj. 99,1 Mio. €), die im Wesentlichen in einem Zeitraum von bis zu 36 Monaten zu tätigen sind.
Darüber hinaus bestehen betraglich nicht begrenzte selbstschuldnerische Bürgschaftserklärungen für Forderungen von kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen gegenüber MVZ-Tochtergesellschaften aus deren vertragsärztlichen Tätigkeit.
10.3 Leasingbeziehungen im Konzern
Leasingtransaktionen sind als Finanzierungs-Leasing bzw. als Operating-Leasing klassifiziert. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden als Finanzierungs-Leasing behandelt. Dies betrifft die MEDIGREIF-Gruppe. Dementsprechend hat der Konzern die Leasingobjekte zum Barwert der Mindestleasingraten in Höhe von 9,3 Mio. € (Vj. 9,3 Mio. €) aktiviert und schreibt die Leasinggegenstände in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle anderen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating-Leasing behandelt. In diesem Fall werden die Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst.
10.3.1 Verpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasing
Der Konzern mietet medizinische Geräte sowie Wohn- und Büroflächen an, die als kündbare Operating-Leasing-Verhältnisse zu qualifizieren sind. Die Leasingvereinbarungen haben in der Regel eine Laufzeit von 2 bis 15 Jahren. Der Konzern hat bei diesen Leasingvereinbarungen eine Kündigungsfrist von maximal 12 Monaten zum Laufzeitende.
10.3.2 Verpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Finanzierungs-Leasing
Im Rahmen von Finanzierung-Leasing-Verhältnissen werden vor allem medizinische Geräte gemietet. Im Konzern besteht der Grundsatz, Betriebsvermögen stets im Eigentum zu erwerben. Die im Rahmen von Klinikübernahmen ebenfalls zu übernehmenden Leasingverträge in Höhe von 0,3 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €) werden planmäßig bedient, jedoch nach Auslaufen durch Investitionen ersetzt.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing - Mindestleasingzahlungen:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Fällig im Folgejahr | 0,2 | 0,3 |
| Fällig in 2 bis 5 Jahren | 0,1 | 0,3 |
| Fällig nach 5 Jahren | 0,0 | 0,0 |
| 0,3 | 0,6 | |
| Künftige Finanzierungskosten aus Finanzierungs-Leasing | 0,0 | 0,0 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 0,3 | 0,6 |
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing:
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| 2011 Mio € |
2010 Mio € |
|
|---|---|---|
| Fällig im Folgejahr | 0,2 | 0,2 |
| Fällig in 2 bis 5 Jahren | 0,1 | 0,4 |
| Fällig nach 5 Jahren | 0,0 | 0,0 |
| 0,3 | 0,6 |
Die Leasingvereinbarungen beinhalten teilweise Kauf- und Verlängerungsoptionen.
10.3.3 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Der Konzern vermietet Wohnflächen an Mitarbeiter, Büro- und Gewerbeflächen an Dritte (z. B. Cafeteria) sowie Praxisräume an mit dem Krankenhaus kooperierende Ärzte und Laborgemeinschaften im Rahmen von kündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen.
Die betragsmäßig wesentlichen Operating-Leasing-Verträge resultieren aus der Vermietung von Immobilien an Dritte.
Bei dem absolut größten Posten handelt es sich um die Vermietung einer Immobilie an einen Pflegeheimbetreiber. Auf Basis von Ertragswertermittlungen sehen wir keine wesentlichen Unterschiede zwischen dem Zeitwert dieser Immobilien und ihren nachfolgend dargestellten Buchwerten. Aus diesem Grund haben wir kein externes Zeitwert-Gutachten eingeholt.
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| Gesamt Mio € |
|
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| 01.01.2011 | 6,3 |
| Zugänge | 0,0 |
| Abgänge | 0,0 |
| 31.12.2011 | 6,3 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen | |
| 01.01.2011 | 1,4 |
| Abschreibungen | 0,2 |
| 31.12.2011 | 1,6 |
| Bilanzwert 31.12.2011 | 4,7 |
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| Gesamt Mio € |
|
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| 01.01.2010 | 6,3 |
| Zugänge | 0,0 |
| Abgänge | 0,0 |
| 31.12.2010 | 6,3 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen | |
| 01.01.2010 | 1,2 |
| Abschreibungen | 0,2 |
| 31.12.2010 | 1,4 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 4,9 |
Die Abschreibungen erfolgen linear über eine Nutzungsdauer von 33 1/3 Jahren. Im Jahr 2011 wurden hierfür Mieteinnahmen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €) erzielt. Die Betriebsaufwendungen für diese als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,3 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €). Diese entfallen vollständig auf Objekte, mit denen Mieteinnahmen erzielt wurden.
Bei den sonstigen im Rahmen von Operating-Leasing vermieteten Flächen handelt es sich um unwesentliche und unselbständige Teilflächen von Gebäudebestandteilen, so dass wir von einer gesonderten Darstellung abgesehen haben.
Die zukünftig zu erhaltenden Mindestleasingzahlungen bis zu 1 Jahr betragen 2,6 Mio. €. Die Mindestleasingzahlungen für den Zeitraum bis zu 5 Jahren betragen 5,3 Mio. €, über 5 Jahre 4,9 Mio. €.
10.4 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahe stehende Personen gelten natürliche sowie juristische Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen oder eines seiner Tochterunternehmen beherrschen können oder die auf das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar wesentlich einwirken können, sowie diejenigen natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf die es wesentlich einwirken kann.
Gesellschaften des RHÖN-KLINIKUM Konzerns unterhalten im Einzelfall wechselseitige Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen. Es handelt sich hierbei insbesondere um Vermietungen von Gebäuden sowie um Leistungen im Zusammenhang mit Telemedizin, Teleradiologie, Pflege sowie Personalgestellungen. Diese Dienstleistungs- und Mietbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.
Als nahe stehende Unternehmen werden demnach sämtliche Unternehmen, an denen wir zwischen 20,0 % und 50,0 % beteiligt sind und die wir wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen haben, identifiziert (zu den Unternehmen des Konzerns wird auf die Anteilsbesitzliste in diesem Anhang verwiesen). Aus Konzernsicht bestand im Geschäftsjahr 2011 folgendes Leistungsvolumen zu nahe stehenden Unternehmen:
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| Aufwand 2011 Tsd € |
Ertrag 2011 Tsd € |
Forderungen 31.12.2011 Tsd € |
Verbindlichkeiten 31.12.2011 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|
| Imaging Service AG, Niederpöcking | 121,8 | 163,4 | 1,5 | 21,6 |
| miCura Pflegedienste Dachau GmbH, Dachau | 141,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Seniorenpflegeheim GmbH Bad Neustadt a.d. Saale, Bad Neustadt a.d. Saale | 0,0 | 450,7 | 16,9 | 0,0 |
| 4QD-Qualitätskliniken.de GmbH, Berlin | 234,3 | 0,0 | 23,1 | 0,0 |
| 497,2 | 614,1 | 41,5 | 21,6 |
Aus Konzernsicht bestand im Geschäftsjahr 2011 folgendes Leistungsvolumen zu at-equity konsolidierten Unternehmen:
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| Aufwand 2011 Tsd € |
Ertrag 2011 Tsd € |
Forderungen 31.12.2011 Tsd € |
Verbindlichkeiten 31.12.2011 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|
| Energiezentrale Universitätsklinikum Gießen GmbH, Gießen | 1.286,5 | 70,3 | 2.664,5 | 1.286,5 |
| Medizinisches Versorgungszentrum NikoMedicum Bad Sachsa GmbH, Bad Sachsa | 0,0 | 0,0 | 77,8 | 0,0 |
| 1.286,5 | 70,3 | 2.742,3 | 1.286,5 |
Als nahe stehende Personen behandeln wir die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sowie die mit ihnen im Sinne des § 1589 BGB im ersten Grad verwandten Personen und deren Ehegatten. Unter den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen haben wir den Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG, die zweite Führungsebene sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates subsumiert.
Mitglieder des Aufsichtsrats der RHÖN-KLINIKUM AG bzw. ihnen nahe stehende Unternehmen und Einrichtungen haben folgende Leistungen zu marktüblichen Konditionen erbracht:
Nahe stehende Person
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| Unternehmen i.S.v. IAS | Art der Leistung | Tsd€ 2011 | Tsd€ 2010 | |
|---|---|---|---|---|
| Herr Prof. Dr. Gerhard Ehninger | AgenDix - Applied Genetic Diagnostics - Gesellschaft für angewandte molekulare Diagnostik mbH | Laborleistungen | 76,8 | 139,7 |
| DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Ges. mbH, Tübingen | Transplantate/Entnahmen | 641,4 | 557,2 |
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bestanden per Saldo Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 46 Tsd. € gegenüber der AgenDix - Applied Genetic Diagnostics - Gesellschaft für angewandte molekulare Diagnostik mbH sowie der DKMS -Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH.
Die Aufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Wertminderungen waren im Geschäftsjahr 2011 nicht zu erfassen.
Die bei der RHÖN-KLINIKUM AG oder ihren Tochterunternehmen angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhielten im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses die folgenden Bezüge im abgelaufenen Geschäftsjahr:
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| Fix Tsd € |
Ergebnisabhängig Tsd € |
Gesamt 2011 Tsd € |
Gesamt 2010 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|
| Dr. Berhard Aisch | - | - | - | 80 |
| Gisela Ballauf | - | - | - | 32 |
| Peter Berghöfer | 109 | 35 | 144 | 156 |
| Bettina Böttcher | 30 | 1 | 31 | 30 |
| Helmut Bühner (ab 01.05.2011) | 44 | 4 | 48 | 47 |
| Stefan Härtel | 39 | 1 | 40 | 37 |
| Ursula Harres | - | - | - | 42 |
| Annett Müller | 25 | 3 | 28 | 32 |
| Werner Prange | 46 | 1 | 47 | 45 |
| Joachim Schaar | - | - | - | 75 |
| Prof. Dr. Jan Schmitt | 124 | 0 | 124 | 123 |
| Dr. Rudolf Schwab (bis 30.04.2011) | 29 | 3 | 32 | 91 |
| 446 | 48 | 494 | 790 |
Die vorstehend genannten Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Personalaufwendungen erfasst.
10.5 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und des Beirats
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| 2011 Tsd. € |
2010 Tsd. € |
|
|---|---|---|
| Bezüge des Aufsichtsrates | 2.675 | 2.426 |
| Bezüge des amtierenden Vorstands | 6.461 | 9.134 |
| Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands | 5.413 | 1.224 |
| Bezüge des Beirats | 24 | 21 |
Kreditgewährungen an Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands und des Beirats liegen nicht vor. Die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats - ohne den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Eugen Münch - halten zusammen einen Aktienbesitz an der RHÖN-KLINIKUM AG, der 1,0 % des gesamten Aktienkapitals nicht überschreitet. Die Familie des Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Eugen Münch, hält 12,45 % der Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG.
Die von den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie deren Ehegatten bzw. Verwandten ersten Grades im Jahr 2011 getätigten Transaktionen von Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG wurden gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) veröffentlicht. Im Berichtszeitraum liegt der RHÖN-KLINIKUM AG eine Mitteilung über Geschäfte nach § 15a WpHG von Mitgliedern des Vorstands bzw. Aufsichtsrats (Directors' Dealings) vor. Diese betrifft das Aufsichtsratsmitglied Herrn Detlef Klimpe mit dem Erwerb von 980 Stammaktien über XETRA am 16. Mai 2011 zum Kurs von 16,85 € mit einem Gesamtvolumen von 16.513,00 €.
Die Aufwendungen (ohne Umsatzsteuer) für Mitglieder des Aufsichtsrats gliedern sich im Einzelnen wie folgt:
Gesamtbezüge
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| Grundbetrag Tsd € |
Sitzungsgeld fix Tsd € |
Sitzungsgeld variabel Tsd € |
Funktionstage variabel Tsd € |
Gesamt 2011 Tsd € |
Gesamt 2010 Tsd € |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eugen Münch | 20 | 52 | 162 | 280 | 514 | 468 |
| Joachim Lüddecke | 20 | 48 | 71 | 0 | 139 | 113 |
| Wolfgang Mündel | 20 | 48 | 164 | 177 | 409 | 386 |
| Peter Berghöfer | 20 | 20 | 65 | 0 | 105 | 39 |
| Bettina Böttcher | 20 | 10 | 26 | 0 | 56 | 21 |
| Sylvia Bühler | 20 | 20 | 75 | 0 | 115 | 80 |
| Helmut Bühner (bis 09.06.2010/ ab 01.05.2011) | 13 | 6 | 14 | 0 | 33 | 39 |
| Prof. Dr. Gerhard Ehninger | 20 | 12 | 30 | 0 | 62 | 48 |
| Stefan Härtel | 20 | 20 | 65 | 0 | 105 | 39 |
| Caspar von Hauenschild | 20 | 20 | 75 | 16 | 131 | 131 |
| Detlef Klimpe | 20 | 24 | 114 | 0 | 158 | 139 |
| Prof. Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach | 20 | 12 | 30 | 0 | 62 | 56 |
| Michael Mendel | 20 | 20 | 87 | 0 | 127 | 107 |
| Dr. Rüdiger Merz | 20 | 18 | 65 | 0 | 103 | 53 |
| Dr. Brigitte Mohn | 20 | 16 | 37 | 0 | 73 | 74 |
| Annett Müller | 20 | 16 | 37 | 0 | 73 | 62 |
| Jens-Peter Neumann | 20 | 24 | 114 | 0 | 158 | 111 |
| Werner Prange | 20 | 20 | 65 | 0 | 105 | 85 |
| Prof. Dr. Jan Schmitt | 20 | 12 | 30 | 0 | 62 | 29 |
| Georg Schulze-Ziehaus | 20 | 12 | 30 | 0 | 62 | 29 |
| Dr. Rudolf Schwab (ab 30.04.2011) | 7 | 4 | 12 | 0 | 23 | 29 |
| Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 288 |
| 400 | 434 | 1.368 | 473 | 2.675 | 2.426 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfallen im Einzelnen auf:
Gesamtbezüge
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| Fix | Ergebnisabhängig | Gesamt 2011 | Gesamt 2010 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Amtierende Vorstandsmitglieder | Grundgehalt Tsd € |
Nebenleistungen Tsd € |
Tsd € | Tsd € | Tsd € |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Volker Feldkamp | 184 | 12 | 471 | 667 | 199 |
| Dr. Erik Hamann | 208 | 7 | 471 | 686 | 586 |
| Wolfgang Kunz1 | 144 | 2 | 639 | 785 | 968 |
| Martin Menger2 | 174 | 6 | 356 | 536 | 0 |
| Wolfgang Pföhler | 384 | 12 | 2.343 | 2.739 | 2.492 |
| Dr. Irmgard Stippler | 192 | 8 | 454 | 654 | 563 |
| Dr. Christoph Straub3 | 96 | 0 | 298 | 394 | 875 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.451 |
| 1.382 | 47 | 5.032 | 6.461 | 9.134 |
1 bis 30. September 2011.
2 ab 1. Januar 2011.
3 bis 30. Juni 2011.
Bei der Beendigung des Dienstvertrages erhalten die Vorstände unter bestimmten Voraussetzungen eine Altersvorsorgeleistung. Diese beträgt für jedes volle Jahr (12 volle Kalendermonate) der Tätigkeit als Vorstandsmitglied 12,5 % der am Tage der Beendigung des Dienstvertrages geschuldeten Jahresbezüge, insgesamt jedoch höchstens das 1,5-fache dieser letzten Bezüge. Für diese Leistungen, die den Mitgliedern des Vorstands nach Beendigung ihrer Tätigkeit zugesagt worden sind, wurden folgende Altersvorsorgeleistungen zurückgestellt:
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| Altersvorsorgeleistungen | Rückstellung Stand 31.12.2010 Tsd. € |
Veränderung Abfindungsansprüche Tsd. € |
Rückstellung Stand 31.12.2011 Tsd. € |
Nominalbetrag bei Vertragsablauf Tsd. € |
|---|---|---|---|---|
| Volker Feldkamp | 6 | 21 | 26 | 426 |
| Dr. Erik Hamann | 95 | 77 | 172 | 441 |
| Wolfgang Kunz1 | 854 | 433 | 1.287 | 1.287 |
| Martin Menger2 | 0 | 55 | 55 | 205 |
| Wolfgang Pföhler | 1.352 | 487 | 1.838 | 3.157 |
| Dr. Irmgard Stippler | 95 | 74 | 169 | 395 |
| Dr. Christoph Straub3 | 128 | -128 | 0 | 0 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | 4.571 | -4.571 | 0 | 0 |
| 7.101 | -3.554 | 3.546 | 5.911 |
1 bis 30. September 2011.
2 ab 1. Januar 2011.
3 bis 30. Juni 2011.
4 Anspruch nach planmäßigem Auslaufen des Vorstandsvertrags auf Basis der Bezüge des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Zum Bilanzstichtag nicht mehr amtierende Vorstandsmitglieder erhielten für ihre frühere Tätigkeit als Vorstand im Geschäftsjahr 2011 Bezüge in Höhe von insgesamt 5,4 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €). Es handelt sich hierbei um Altersvorsorgeleistungen, die nach Beendigung der Vorstandstätigkeit bei Erfüllen der Voraussetzungen fällig werden. Die hierfür in Vorjahren gebildeten Rückstellungen für Altersvorsorgeleistungen wurden in Höhe von 4,6 Mio. € bestimmungsgemäß verbraucht. Die versicherungsmathematischen Verluste (Korridorregelung) für nicht mehr amtierende Vorstände sind gemäß IAS 19.92 ff. im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 0,8 Mio. € ergebniswirksam erfasst.
Vergütungen mit langfristiger Anreizwirkung (z. B. Optionen) sind nicht vereinbart.
Die Mitglieder des Vorstands halten jeweils weniger als 1,0 % der Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG. Der Gesamtbesitz dieser Vorstandsmitglieder an den von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien liegt ebenfalls unter 1,0 %. Der entsprechende Gesamtbesitz aller Aufsichtsratsmitglieder - ohne Herrn Eugen Münch - liegt unter 1,0 % der ausgegebenen Aktien. Optionen und sonstige Derivate bestehen nicht. Die Familie des Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Eugen Münch, hält zusammen 12,45 % der Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG.
10.6 Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Mit gemeinsamem Beschluss des Aufsichtsrats und des Vorstands der RHÖN-KLINIKUM AG vom 26. Oktober 2011 wurde die entsprechende Erklärung gemäß § 161 AktG zur Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2011 abgegeben. Diese wurde auf der Homepage der RHÖN-KLINIKUM AG hinterlegt und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
10.7 Angabe des im Geschäftsjahr für den Abschlussprüfer als Aufwand erfassten Honorars (inklusive Auslagenersatz und Umsatzsteuer)
Im Geschäftsjahr 2011 wurden konzernweit Honorare für Abschlussprüfer in Höhe von 3,9 Mio. € (Vj. 4,0 Mio. €) aufgewendet. Die Honorare inklusive Auslagen und ohne Umsatzsteuer entfallen auf nachfolgende Leistungen:
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| 2011 Tsd € |
2010 Tsd € |
|
|---|---|---|
| Honorar für Abschlussprüfungsleistungen | 2.686 | 2.529 |
| Honorar für andere Bestätigungsleistungen | 345 | 381 |
| Honorar für Steuerberatungsleistungen | 455 | 774 |
| Honorar für sonstige Leistungen | 388 | 282 |
| 3.874 | 3.966 |
Vom Gesamthonorar ohne Umsatzsteuer entfallen 1,2 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €) auf andere Abschlussprüfer, die nicht Konzernabschlussprüfer sind. Die Honorare setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 Tsd € |
2010 Tsd € |
|
|---|---|---|
| Honorar für Abschlussprüfungsleistungen | 981 | 1.051 |
| Honorar für andere Bestätigungsleistungen | 44 | 46 |
| Honorar für Steuerberatungsleistungen | 129 | 177 |
| Honorar für sonstige Leistungen | 57 | 52 |
| 1.211 | 1.326 |
11 Organe und Beirat der RHÖN-KLINIKUM AG
1. Der Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus:
―
Eugen Münch, Bad Neustadt a.d. Saale, Aufsichtsratsvorsitzender
Weitere Mandate
| ― | Stiftungsrat Deutsche Hospizstiftung |
| ― | Stiftungsrat Deutsche Schlaganfall-Hilfe |
| ― | Bundesverband Deutscher Privatkliniken e. V. (stv. Vorsitzender des Vorstands) |
―
Joachim Lüddecke, Hannover, 1. stv. Vorsitzender, Landesbezirksfachbereichsleiter ver.di, Gewerkschaftssekretär
Weiteres Aufsichtsratsmandat:
| ― | Klinikum Region Hannover (stv. Vorsitzender), Mitglied im Vermittlungs- und Präsidialausschuss dieses Aufsichtsrats (bis 15.11.2011) |
―
Wolfgang Mündel, Kehl, 2. stv. Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in eigener Praxis
Weiteres Mandat:
| ― | Jean d'Arcel Cosmétique GmbH &Co. KG, Kehl (Vorsitzender des Beirats) |
―
Peter Berghöfer, Münchhausen, Leiter Finanzen der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen
―
Bettina Böttcher, Marburg, Arbeiterin bei der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen
Weiteres Aufsichtsratsmandat:
| ― | Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen (bis 30. Juni 2011) |
―
Sylvia Bühler, Düsseldorf, Landesfachbereichsleiterin ver.di, Gewerkschaftssekretärin
Weiteres Aufsichtsratsmandat:
| ― | MATERNUS-Kliniken AG, Berlin (stv. Aufsichtsratsvorsitzende) |
―
Helmut Bühner, Bad Bocklet, Krankenpfleger in der Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale (ab 1. Mai 2011)
Weiteres Mandat:
| ― | Vorsitzender des Betriebsrats der RHÖN-KLINIKUM AG |
―
Professor Dr. Gerhard Ehninger, Dresden, Arzt
Weiteres Aufsichtsratsmandat:
| ― | Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen Weitere Mandate: |
| ― | DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH, Tübingen (Vorsitzender des Verwaltungsrats) |
| ― | DKMS Stiftung Leben spenden, Tübingen (Stiftungsrat) |
| ― | DKMS America, New York (Board Member) |
―
Stefan Härtel, Müllrose, Krankenpfleger, Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Frankfurt (Oder)
Weitere Mandate:
| ― | Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Frankfurt (Oder) (Mitglied im Beirat) |
―
Caspar von Hauenschild, München, Unternehmensberater in eigener Praxis
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | St. Gobain ISOVER G + H AG, Ludwigshafen |
| ― | oekom research AG, München |
―
Detlef Klimpe, Aachen, Rechtsanwalt in Sozietät mit Leinen und Derichs, Köln, Berlin, Brüssel
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen |
| ― | Prodia Kolping Werkstatt für behinderte Menschen gGmbH, Aachen |
―
Professor Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach, Köln, Mitglied des Bundestags
―
Michael Mendel, Wien, Kaufmann, Vorstand Österreichische Volksbanken-AG
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Altium AG, München |
| ― | Aveco AG, Frankfurt am Main |
―
Dr. Rüdiger Merz, München, Geschäftsführer Clemens Haindl Verwaltungs GmbH
―
Dr. Brigitte Mohn, Gütersloh, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung
Weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Bertelsmann AG, Gütersloh |
| ― | PHINEO gAG, Berlin (Vorsitzende des Aufsichtsrats) |
Weitere Mandate:
| ― | Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Gütersloh (Vorsitzende des Vorstands) |
| ― | MEDICLIN AG, Offenburg (Mitglied im Beirat) |
| ― | Mitglied der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH |
| ― | Stiftung Michael Skopp, Bielefeld (Mitglied im Kuratorium) |
| ― | Stiftung Praxissiegel e. V., Gütersloh (stv. Vorstandsvorsitzende) |
| ― | Stiftung Dialog der Generationen, Düsseldorf (Mitglied im Kuratorium) |
| ― | HelpGroup GmbH, Bonn-Alfter (Mitglied im Beirat) |
| ― | European Foundation Center, Brüssel (Member Governing Council) |
| ― | Agentur Nordpol, Hamburg (Mitglied des Expeditionsrats) |
―
Annett Müller, Dippoldiswalde, Physiotherapeutin bei der Weißeritztal-Kliniken GmbH, Freital
―
Jens-Peter Neumann, Paphos, Unternehmensberater
―
Werner Prange, Osterode, Krankenpfleger in der Kliniken Herzberg und Osterode GmbH, Herzberg
Weitere Mandate:
| ― | Vorsitzender des Betriebsrats der Kliniken Herzberg und Osterode GmbH |
| ― | Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der RHÖN-KLINIKUM AG |
―
Professor Dr. Jan Schmitt, Marburg, Leitender Oberarzt bei der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen
Weiteres Aufsichtsratsmandat:
| ― | Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen |
―
Georg Schulze-Ziehaus, Frankfurt am Main, Landesfachbereichsleiter ver.di, Landesbezirk Hessen
―
Dr. Rudolf Schwab, München, Arzt bei der Kliniken München Pasing und Perlach GmbH, München (bis 30. April 2011)
2. Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus:
―
Wolfgang Pföhler, geschäftsansässig Bad Neustadt a.d. Saale, Vorstandsvorsitzender
Aufsichtsratsmandate:
| ― | Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen |
| ― | Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH, Wiesbaden |
| ― | gemeinnützige Diakoniekrankenhaus Mannheim GmbH, Mannheim (stv. Aufsichtsratsvorsitzender) |
| ― | gemeinnützige Heinrich-Lanz-Stiftung, Mannheim (Verwaltungsratsvorsitzender) Weiteres Mandat: |
| ― | Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V., 1. Vizepräsident |
―
Volker Feldkamp, geschäftsansässig Bad Neustadt a.d. Saale, Vorstandsbereich Fach-, Schwerpunkt- und Maximalversorgung
Aufsichtsratsmandat:
| ― | Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen (ab 1. Januar 2011) |
| ― | Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e. V., Erfurt (Mitglied des Vorstands) Weiteres Mandat: |
| ― | Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V. (3. Vorsitzender) |
―
Dr. Erik Hamann, geschäftsansässig Bad Neustadt a.d. Saale, Vorstandsbereich Finanzen, Investor Relations und Controlling
Aufsichtsratsmandate:
| ― | Klinikum Pforzheim GmbH, Pforzheim |
| ― | Klinikum Salzgitter GmbH, Salzgitter |
| ― | Amper Kliniken AG, Dachau Weiteres Mandat: |
| ― | gemeinnützige Heinrich-Lanz-Stiftung, Mannheim (Verwaltungsratsmitglied) |
―
Wolfgang Kunz, geschäftsansässig Bad Neustadt a.d. Saale, Vorstandsbereich Rechnungswesen AG und Konzern (bis 30. September 2011)
Aufsichtsratsmandate:
| ― | Klinikum Pforzheim GmbH, Pforzheim (bis 6. Oktober 2011) |
| ― | Klinikum Salzgitter GmbH, Salzgitter (bis 6. Oktober 2011) |
| ― | Klinikum Hildesheim GmbH, Hildesheim (bis 6. Oktober 2011) |
―
Martin Menger, geschäftsansässig Hildesheim, Vorstandsbereich Nord/Ost (ab 1. Januar 2011)
Weitere Mandate:
| ― | Verband der Privatkliniken Niedersachsen und Bremen e. V. (Geschäftsführer) |
| ― | Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (Mitglied im Beirat) |
| ― | Krankenhaus Cuxhaven GmbH (Vorsitzender des Beirats) |
| ― | Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH (Vorsitzender des Beirats) |
| ― | Mittelweser Kliniken GmbH (Mitglied im Beirat) |
| ― | Klinikum Gifhorn GmbH (Vorsitzender des Beirats) |
| ― | Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (Schiedsstellenmitglied) |
| ― | Wesermarsch-Klinik Nordenham GmbH (Mitglied im Beirat) |
―
Dr. Irmgard Stippler, geschäftsansässig Bad Neustadt a.d. Saale, Vorstandsbereich Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Materialwirtschaft und IT
―
Dr. Christoph Straub, geschäftsansässig Bad Neustadt a.d. Saale, Vorstandsbereich Ambulant-stationäre Grund- und Regelversorgung (bis 30. Juni 2011)
Aufsichtsratsmandat:
| ― | Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH, Wiesbaden (Vorsitzender) (bis 30. Juni 2011) |
Weitere Mandate:
| ― | Wesermarsch-Klinik Nordenham GmbH, Nordenham (Vorsitzender des Beirats) (bis 30. Juni 2011) |
| ― | Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda GmbH, Friedrichroda (Mitglied im Beirat) (bis 30. Juni 2011) |
| ― | Mittelweser Kliniken GmbH, Nienburg Hoya Stolzenau (Vorsitzender des Beirats) (bis 30. Juni 2011) |
3. Der Beirat der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus:
| ― | Professor Dr. med. Frederik Wenz, Heidelberg (Vorsitzender) |
| ― | Dipl.-Politologin Dorothee Bär, Berlin |
| ― | Heinz Dollinger, Dittelbrunn |
| ― | Dr. Heinz Korte, München |
| ― | Ministerialrat a. D. Helmut Meinhold, Heppenheim |
| ― | Professor Dr. rer. pol. Georg Milbradt, Dresden |
| ― | Professor Dr. Michael-J. Polonius, Dortmund |
| ― | Helmut Reubelt, Dortmund |
| ― | Sepp-Rainer Speidel, Schriesheim (ab 18. Juni 2011) |
| ― | Michael Wendl, München |
| ― | Franz Widera, Duisburg (bis 17. Juni 2011) |
Bad Neustadt a. d. Saale, den 7. März 2012
Der Vorstand
Volker Feldkamp
Dr. Erik Hamann
Martin Menger
Wolfgang Pföhler
Dr. Irmgard Stippler
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG beschrieben sind.
Bad Neustadt a. d. Saale, den 7. März 2012
Der Vorstand
Volker Feldkamp
Dr. Erik Hamann
Martin Menger
Wolfgang Pföhler
Dr. Irmgard Stippler
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft, Bad Neustadt a. d. Saale
Vermerk zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft, Bad Neustadt a. d. Saale, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 - geprüft.
Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss
Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Prüfungsurteil
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.
Vermerk zum Konzernlagebericht
Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft, Bad Neustadt a. d. Saale für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft, Bad Neustadt a. d. Saale ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 7. März 2012
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Michael Burkhart, Wirtschaftsprüfer
ppa. Andreas Heinrich, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR DER RHÖN-KLINIKUM AG VOM 1. JANUAR 2011 BIS 31. DEZEMBER 2011
BERATUNG DES VORSTANDS BEI DER LEITUNG DES UNTERNEHMENS UND ÜBERWACHUNG SEINER GESCHÄFTSFÜHRUNG
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle für das Unternehmen bedeutsamen strategischen Entscheidungen unmittelbar und frühzeitig eingebunden.
Der Vorstand hat uns in den Ausschüssen und im Plenum regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form, zeitnah und umfassend, über alle relevanten Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns, über den Gang der Geschäfte, besondere Vorkommnisse, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement unterrichtet. Wir haben uns über alle wichtigen Vorhaben und Entwicklungen sowie über Vorgänge von besonderer Bedeutung informieren lassen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen plausibel erläutert und mit uns erörtert. Die strategische Ausrichtung des Konzerns stimmte der Vorstand mit uns ab. Vorgänge von entscheidender Bedeutung für das Unternehmen haben wir anhand der Berichte des Vorstands in den zuständigen Ausschüssen und im Plenum ausführlich erörtert und zu den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit es die Bestimmungen nach Gesetz und Satzung erfordern, nach intensiver Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. Bei eilbedürftigen Geschäftsvorfällen hat der Aufsichtsrat bzw. der zuständige Ausschuss, soweit es erforderlich war, Telefonkonferenzen abgehalten und Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsratsvorsitzende in mindestens wöchentlichen Einzelgesprächen mit dem Vorsitzenden des Vorstands, zu denen bei Bedarf punktuell weitere Vorstände oder spezialisierte Mitarbeiter hinzugezogen wurden, regelmäßigen Kontakt gehalten und die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens beraten. Die in der Regel wöchentlich erfolgenden mehrstündigen persönlichen Gespräche, die bei Bedarf auch durch Telefonate ergänzt werden, dienen dazu, wechselseitige Eindrücke und Einschätzungen abzugleichen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende pflegt Arbeitskontakte mit anderen Vorständen nur im Beisein oder nach klarer Absprache mit dem Vorstandsvorsitzenden und so gut wie nie mit anderen Mitarbeitern. Aus dem gleichen Grund ist der Kontakt zwischen Vorständen und Aufsichtsräten auf die Sitzungen beschränkt, es sei denn einzelne Aufsichtsräte nehmen bestimmte Beratungen mit Einverständnis des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Kenntnis des Plenums vor. Da auch der Aufsichtsratsvorsitzende sich strikt an das Verbot operativer Tätigkeit hält, finden Kontakte mit Vorständen oder Mitarbeitern des Unternehmens nur im Beisein des Vorstandsvorsitzenden statt. Damit wird sichergestellt, dass ein zwar kritisches, aber vertrauensvolles Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besteht und ein klarer Abstand zum operativen Geschäft gehalten wird.
Die seit Jahren sichtbare Tendenz der aus der demographischen Entwicklung kommenden, zunehmenden inhaltlichen und mengenmäßigen Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen ist ungebrochen. Diese Nachfragesteigerung führt bei der gegebenen Umlagefinanzierung und bei Verzicht auf systemverändernde Eingriffe zu einer fortschreitenden Überlastung der zahlenden jungen Generation. Mit Mitteln wie Rationierung und Priorisierung wird versucht, das Umlagevolumen mindestens konstant zu halten. Dies erfolgt, indem die staatliche Preisfestsetzung, auch bei Ausschöpfung von Rationalisierungspotenzialen, unterhalb der Kostenentwicklung eingerichtet wird. Der so entstehende Rationalisierungsdruck ist einerseits ein ständiges Problem, andererseits entsteht durch die mangelnde Investitionsfähigkeit der öffentlichen Hand daraus ein Wettbewerbsvorteil. Der allgemein erwartete Ruck zur Privatisierung aus dieser Entwicklung erfolgte nicht, da die extreme Staatsverschuldung offensichtlich auch bei den öffentlich-rechtlichen Krankenhausträgern zu der Auffassung führte, dass man dieser Situation nicht entgegenwirken und sich den mit der Privatisierung verbundenen politischen Ärger auch ersparen kann. Im Ergebnis nahm die Privatisierungsneigung trotz Schuldenkrise ab, und es entstand ein Verkäufermarkt mit stark steigenden Preisen und der Verhinderung von Personalanpassungen.
Diese Antiprivatisierungshaltung wird sich nicht aufrechterhalten lassen, da die unveränderbare demographische Entwicklung und die Neigung zur Schuldenerhöhung bei steigenden Zinsen zu einem Handlungszwang der öffentlichen Hand führen werden. Wenn die durch die Rationierungsfolgen entstehenden Leistungsdefizite von den Bürgern als solche erkannt werden, wird sowohl bei den Bürgern das Verständnis als auch bei der Politik die Bereitschaft entstehen, mit Hilfe neuer Finanzierungswege und dem Wachstum aus der Erfüllung der aus der demographischen Entwicklung entstehenden Nachfrage eine Veränderung des Gesundheitsmarktes zu bewirken.
Die RHÖN-KLINIKUM AG, wie auch die anderen starken Teilnehmer dieses Marktes, werden sich durch Wachstum, verbunden auch mit steigenden Aufwendungen, auf diese Marktveränderung vorbereiten, um dann mit einem breiten Versorgungsangebot starten zu können. Hierzu werden auch Kooperationen und Zusammenschlüsse sondiert oder, wie bei unseren Mitbewerbern schon sichtbar, durchgeführt.
Die Beobachtung dieser komplexen Entwicklungen und die Erörterung mit dem Vorstand waren im vergangenen Jahr und werden sicher auch im Jahr 2012 wesentliche Eckpunkte in der Beratung und Überwachung durch den Aufsichtsrat sein. Es ist ein hochdynamischer Prozess aus Aktion und Reaktion, der in einer solchen virulenten Zwischenphase zu bewältigen ist.
In Zeiten beginnender Veränderungen des Systems werden vom Vorstand hohe Leistungsbereitschaft, Einfühlungsvermögen in die zu schaffenden Basisstrukturen und konsequente Ausrichtung verlangt. Deshalb haben Fragen der inneren Führung des Vorstands sowie personelle Perspektiven und die Beurteilung der Leistungsqualität der Vorstandsmitglieder und des Gesamtvorstands bedeutenden Raum in der Kontrollaufgabe des Aufsichtsrats eingenommen.
Bei der Beratung und Überwachung des Vorstands wird von den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine erhöhte Sensibilität und bei aller Konsequenz auch Einfühlungsbereitschaft auf der Basis von möglichst umfassender Information über die wesentlichen Entwicklungen erwartet. Die arbeitsteilige Aufteilung des Aufsichtsrats in Ausschüsse verlangt von den Mitgliedern neben der erforderlichen Information die intensive Einarbeitung in ihre Ausschussarbeit und gleichzeitig Vertrauen in die Arbeit der anderen Gruppen. Dieses Vertrauen ist auch gegenüber dem Vorstand zu erbringen, dessen Hauptaufgabe, die Führung des Unternehmens, nicht im Übermaß von dem Kontrollbedürfnis überlagert werden darf. Die vom Aufsichtsrat geübte Praxis einer effizienten Informationsversorgung durch Bereitstellung der Ausschussprotokolle für alle nicht im jeweiligen Ausschuss eingesetzten Aufsichtsratsmitglieder und der offenen Diskussion über diese Informationen im Plenum hat sich bewährt, muss aber immer wieder neu austariert werden.
INTENSIVE UND EFFIZIENTE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt sieben ständige Ausschüsse eingerichtet, die grundsätzlich mit Mitgliedern besetzt sind, die für die besonderen Fragestellungen der Ausschüsse über konkrete Kompetenz verfügen. Die Ausschüsse handeln im Rahmen von Gesetz, Satzung und einer auf die Aufgaben abgestimmten Geschäftsordnung des Aufsichtsrats - auch anstelle desselben - als beschließende Ausschüsse, soweit dies gesetzlich möglich und vom Aufsichtsrat festgelegt ist.
Mitglieder des Aufsichtsrats, die nicht in einem Ausschuss vertreten sind oder dem Ausschuss, der gerade Verhandlungsgegenstand im Plenum ist, nicht angehören, haben als eine ihrer vornehmsten Aufgaben in der Durchsetzung ihres Informationsanspruchs die verantwortliche Einbindung des Gesamtgremiums sicherzustellen. Sie sollen der aus intensiver Zusammenarbeit mit dem Vorstand entstehenden Nähe zum Vorstand und einer möglicherweise daraus resultierenden Kontrollschwäche entgegenwirken. Es ist akzeptiert und nützlich, wenn Mitglieder, die beim aktuellen Verhandlungsgegenstand weniger kompetent sind, die Experten in der Sitzung des Plenums zu verständlichen Erklärungen ihrer jeweiligen Position veranlassen und damit der Aufsichtsratsarbeit eine breite Basis verschaffen. Es wird erwartet, dass Aufsichtsräte sich in dem Maße weiterbilden, dass sie in der Lage sind, auch den Themen, die nicht ihrem Fachgebiet entsprechen, folgen zu können. Die Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit ist ausreichend, um davon in dem einen oder anderen Bereich auf eigene Kosten Wissenslücken zu schließen. Die Übernahme von Kosten für Fortbildungsveranstaltungen durch das Unternehmen wäre als zusätzliche geldwerte Leistung von der Satzung nicht gedeckt und erscheint auch im Hinblick auf das darin liegende Manipulationspotenzial nicht gerechtfertigt.
Der Investitions-, Strategie- und Finanzausschuss ist im Berichtsjahr zu fünf ordentlichen Sitzungen (Anwesenheitsquote 98 Prozent) zusammengetreten und führte eine Telefonkonferenz durch. Der Ausschuss berät die Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie mit dem Vorstand und beschließt anstelle des Aufsichtsrats den Erwerb von Gesundheitseinrichtungen und genehmigungspflichtige Investitionen sowie deren Finanzierung. Darüber hinaus prüft er die vom Vorstand zu liefernden Berichte zur Investitions- und Finanzentwicklung, die dieser dem Aufsichtsratsplenum vorlegt. Eine wichtige Funktion des Investitions-, Strategie- und Finanzausschusses ist die Diskussion der Gesamt- und Teilstrategie des Vorstands zur Unternehmensentwicklung, in welche sich die konkreten Investitionsprojekte und Finanzierungen einpassen müssen. Dabei werden auch technologische, soziale und Themen der Medizinentwicklung besprochen.
Gegenstand der Strategiediskussion in allen Sitzungen dieses Ausschusses waren die in der Politik diskutierten Vorschläge zur Gesetzgebung der Gesundheitsreform und deren absehbare Auswirkungen auf den Krankenhausbereich sowie insbesondere die eingangs dargestellten Abfolgen der demographischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts. Die sich daraus für den Konzern bietenden Maßnahmen der Gegensteuerung und Kompensation zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage sowie die Nutzung sich möglicherweise ergebender Chancen aus der neuen Gesetzgebung waren Gegenstand der Beratungen. Da bislang alle gesetzgeberischen Ansätze in Leistungsrationierung münden, wird der Konzern als Leistungsanbieter mit qualifizierten Versorgungsangeboten antworten und damit seine Position gegenüber den reaktiven Teilnehmern im Gesundheitsmarkt weiter verbessern.
Einer der Kernpunkte der Strategiediskussion zwischen den Ausschussmitgliedern und dem Vorstand in mehreren Sitzungen des Ausschusses war deshalb die Entwicklung eines Geschäftsmodells zur Schaffung von Vollversorgungsselektivverträgen für ambulante und stationäre Behandlungen, deren Ziel die Verhinderung der Rationierung von Gesundheitsdienstleistungen und Wartezeiten und die Gewährung der von den Versicherten erwarteten medizinischen Qualität und Serviceleistung sein sollen. Da die Umsetzung dieses Geschäftsmodells eine breite flächendeckende Präsenz des Konzerns mit seinen Gesundheitseinrichtungen erfordert, wurden im Ausschuss Möglichkeiten diskutiert, um dieses Ziel auf schnellerem Weg als durch Einzelakquisitionen zu erreichen. Ein Teil der gegenwärtig auf dem Markt befindlichen Akquisitionsangebote entspricht nicht unseren qualitativen Anforderungen und preislichen Vorstellungen, so dass eine ausreichende Flächendeckung nur über Kooperationen und Zusammenschlüsse erreichbar sein wird.
Der Ausschuss befasste sich in mehreren Sitzungen mit den Konsequenzen hinsichtlich der medizinischen Entwicklung und der wirtschaftlichen Auswirkungen, die sich aus dem überraschenden Ausstieg von Siemens aus der Entwicklung der Partikeltherapie am Standort Marburg ergeben haben. Betriebsmodelle zur Weiterführung und Weiterentwicklung des Projekts wurden vom Vorstand vorgestellt und im Ausschuss diskutiert.
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Investitionen an den Standorten der Universitätskliniken Gießen und Marburg sowie die personellen Veränderungen in der Geschäftsführung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH waren Veranlassung, regelmäßig mit dem Vorstand die daraus resultierenden Steuerungs- und Strukturierungsmaßnahmen sowie die Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäftsabläufe zu erörtern. Der Ausschuss ließ sich auch regelmäßig über den Stand der Verhandlungen zum Rückkehrrecht von Mitarbeitern der Universitätsklinika in den öffentlichen Dienst informieren. Diese Rechtsfolge entstand, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Zwangsüberleitung der Mitarbeiter der ursprünglich getrennten Universitätsklinika Marburg einerseits und Gießen andererseits in eine gemeinsame Gesellschaft, die der Abwehr der Privatisierung diente, nun für verfassungswidrig erklärt hat.
Der weitere Ausbau und die Strukturierung der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), die Etablierung von Fach-MVZ und die Schaffung von Modellregionen für eine innovative Verbundversorgung mit dem Ziel der Erreichung eines überörtlichen, flächendeckenden ambulant-stationären Versorgungskonzepts und -netzwerks wurde vom Ausschuss kritisch überwacht und regelmäßig diskutiert.
Neben dem Bericht des Vorstandsvorsitzenden zu aktuellen Entwicklungen erstattete der Vorstand routinemäßig in jeder Sitzung einen Akquisitionsbericht, der, neben einem Überblick über den nationalen Krankenhausmarkt, auch Ausgangsbasis für Diskussionen über geplante und konkrete Akquisitionsvorhaben mit dem Vorstand war. Die Investitionsplanung 2011 wurde nach inhaltlicher und kritischer Diskussion genehmigt.
Der Vorstand berichtete in jeder Sitzung über die Entwicklung der Investitionen und Finanzierung durch eine fortgeschriebene Investitions- und Finanzplanung, die im Rahmen eines kritischen Dialogs diskutiert wurde. Konkrete Genehmigungsanträge zu Investitionsvorhaben wurden im Ausschuss anhand ausführlicher schriftlicher Beschlussvorlagen des Vorstands, wie unter anderem Marktanalysen und Investitionsrechnungen, erörtert. Die Investitionsvorhaben wurden vom Ausschuss durch kritisches Hinterfragen auf Kompatibilität mit den neu strukturierten und geplanten Geschäftsbereichen geprüft und bei Erfüllung der Vorgaben durch Beschluss, teilweise auch durch schriftliche Beschlussverfahren, genehmigt.
Der Personalausschuss, der für Personalangelegenheiten des Vorstands zuständig ist und der die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet, trat zu drei Sitzungen (Anwesenheitsquote 100 Prozent) zusammen. Der Ausschuss befasste sich mit der Veränderung der personellen Vorstandsstrukturen und der Neuordnung der Funktionen und Vorstandsbereiche, die durch das Ausscheiden von Herrn Dr. Christoph Straub zum 30. Juni 2011 und Herrn Wolfgang Kunz zum 30. September 2011 aus dem Vorstand erforderlich wurden. Zu Änderungen bestehender Dienstverträge und zur Aufhebung des Dienstvertrages mit Herrn Dr. Straub sowie zur Regelung von Vertragsverhältnissen mit ehemaligen Vorstandsmitgliedern wurden nach erfolgter Beratung und Diskussion Beschlussempfehlungen an das Plenum gegeben.
Die routinemäßige Überprüfung der Leitlinien zur Vergütung der Vorstandsmitglieder durch den Ausschuss führte zu keiner Veränderung des von der Hauptversammlung gebilligten Vergütungssystems.
Schwerpunkte der Beratung in mehreren Sitzungen waren die zukünftige Entwicklung der Führungsstruktur im Vorstand, insbesondere das Führungskonzept im Geschäftsbereich 1 (ambulant-stationäre Grund- und Regelversorgung) nach dem Ausscheiden von Herrn Dr. Straub, die Führungspersonalentwicklung, die Qualifizierung, Bindung und Rekrutierung von Fach- und Führungskräften sowie die langfristige Nachfolgeplanung im Vorstand.
Der Ausschuss befasste sich auch grundsätzlich mit der Entwicklung und Stellung der Frauen in Führungspositionen im Konzern. Dabei konnte er feststellen, dass Frauen in der obersten Führung der Tochtergesellschaften überdurchschnittlich beteiligt sind und eine Mehrheit der wesentlichsten Tochtergesellschaften von Frauen erfolgreich geleitet wird. Das Ergebnis einer vom Personalausschuss initiierten Dialogveranstaltung mit weiblichen Führungskräften des Konzerns zu Karrierechancen und -hindernissen wurde ausgiebig diskutiert und führte zu Empfehlungen an den Vorstand, die Frauen in der Führung zu veranlassen, Netzwerke zu bilden und parallel zur Förderung des Unternehmens ihre bestehenden Möglichkeiten unter Wahrung der Interessen desselben zu nutzen.
Der Ausschuss befasste sich auch mit der Beurteilung der Leistung und Entwicklung einzelner Vorstandsmitglieder und des Vorstands im Gesamten und der dieser Situation angemessenen Vergütung. Entsprechende Beschlussvorschläge zur diesbezüglichen Anpassung von Bezügen in den Vorstandsdienstverträgen wurden unter Berücksichtigung des neuen Vergütungssystems dem Aufsichtsratsplenum vorgelegt.
Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht tätig werden.
Der Prüfungsausschuss (Audit-Committee) tagte im Berichtsjahr fünfmal (Anwesenheitsquote 91 Prozent). An den Sitzungen nahmen regelmäßig der Vorstandsvorsitzende sowie die zuständigen Vorstände für Rechnungswesen und Finanzen/Investor Relations/Controlling teil. An zwei Sitzungen hat der Abschlussprüfer teilgenommen. Für ausgewählte Tagesordnungspunkte wurden vom Vorstand die Leiter der Abteilungen Interne Revision und Compliance hinzugezogen und standen dem Ausschuss für Berichterstattungen und Befragungen zur Verfügung.
Der Ausschuss befasste sich insbesondere mit der Prüfung und Vorberatung des Jahresabschlusses 2010 der RHÖN-KLINIKUM AG und des Konzerns. Gegenstand der Prüfung und der Erörterung dieser Sitzungen waren auch die Einzelabschlüsse und Lageberichte und die jeweiligen Prüfungsberichte der Konzerngesellschaften, die von den Mitgliedern des Ausschusses einer kritischen Durchsicht unterzogen wurden, sowie der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns.
Der Prüfungsausschuss hat die Unabhängigkeit des vorgesehenen Abschlussprüfers für den Jahresabschluss 2011 und für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichtes geprüft, die Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt, dem Plenum des Aufsichtsrats einen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung empfohlen und nach erfolgter Wahl den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt und die Honorarvereinbarung getroffen. Der Abschlussprüfer berichtete ferner über Aufträge für Leistungen, die zusätzlich zu den Abschlussprüferleistungen erbracht wurden. Die Qualifikation des Abschlussprüfers wurde vom Ausschuss überwacht. Für die Abschlussprüfung 2011 wurde ein umfangreicher Katalog von Prüfungsschwerpunkten bestimmt.
Der Ausschuss befasste sich ferner mit Grundsatzfragen der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung, der Kapitalausstattung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und des Compliance-Systems. Die Zwischenberichte wurden regelmäßig vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand sowie der Halbjahresfinanzbericht mit Vorstand und Abschlussprüfer intensiv diskutiert. Die Ausschussmitglieder verfolgen auch weiterhin kritisch anhand der vom Vorstand vorgelegten Berichte die wirtschaftliche Eingliederung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH in den Konzern und die Leistungsentwicklung im Zusammenhang mit den dort getätigten Großinvestitionen. Die Konsequenzen des überraschenden Ausstiegs der Siemens AG aus der Entwicklung der Partikeltherapieanlage, über die der Vorstand dem Ausschuss zeitnah berichtete, für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Unternehmensplanung wurden ausgiebig erörtert.
Der Ausschuss war über den Ablauf und den Inhalt der Prüfung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung - DPR -(reguläre Stichprobenprüfung ohne besonderen Anlass), die im Geschäftsjahr ohne Beanstandung beendet wurde, kontinuierlich vom Vorstand unterrichtet.
Der vierteljährlich vorgelegte Konzern-Controlling-Report zum Leistungs- und Finanzcontrolling, ein Bestandteil des Risikomanagementsystems, wurde mit dem Vorstand intensiv und kritisch erörtert. Dabei wird die Leistungsentwicklung der einzelnen Konzernkliniken sowohl auf Klinikebene als auch auf Fachabteilungsebene vom Vorstand dargestellt und vom Ausschuss hinterfragt und diskutiert.
Das Gremium hat sich regelmäßig über die Tätigkeit des Bereichs Interne Revision durch das zuständige Vorstandsmitglied und den Leiter Interne Revision, der an vier Sitzungen teilgenommen hat, berichten lassen. Der Ausschuss hat sich mit dem Prüfungsplan der Internen Revision für das Geschäftsjahr 2011 und dessen Fortschreibung auseinandergesetzt. Die Prüfungsberichte der Internen Revision sowie der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010 wurden im Ausschuss vorgelegt und mit dem Vorstand erörtert. Über die Umsetzung von Empfehlungen der Internen Revision haben wir uns durch Informationen über die Ergebnisse der Berichtsverfolgung und Nachschau durch den Vorstand unterrichten lassen.
Gegenstand der Beratungen und der Berichterstattung des Vorstands in den Sitzungen waren auch die Organisation und die Implementierung des Compliance-Management-Systems. Der Leiter der Compliance-Abteilung hat an vier Sitzungen des Prüfungsausschusses teilgenommen. Die Prüfungsberichte der Compliance-Abteilung sowie der Tätigkeitsbericht 2010 wurden im Ausschuss vorgelegt und mit dem Vorstand erörtert, das Compliance-Programm 2011 wurde gebilligt, den vom Vorstand vorgelegten Compliance-Richtlinien wurde nach umfangreicher und kritischer Diskussion zugestimmt. Zur Regelberichterstattung des Vorstands gehört auch ein vierteljährlicher Bericht über gemeldete Verstöße, Zweifelsfälle und Probleme aus dem Bereich der Compliance, der jeweils Gegenstand einer intensiven Erörterung mit dem Vorstand ist.
Bei der Aktualisierung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz (AktG) zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die Fassung vom 26. Mai 2010 hinsichtlich ihrer Anwendung geprüft und berücksichtigt und dem Gesamtaufsichtsrat eine Beschlussempfehlung gegeben.
Der Antikorruptionsausschuss ist in Verdachtsfällen von Korruption Ansprechpartner für Mitarbeiter, Lieferanten und Patienten. Es hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr kein Mitarbeiter, Lieferant oder Patient an den Ausschuss mit einer Verdachtsanzeige auf Korruption gewandt. Ausschusssitzungen waren daher nicht erforderlich. Die Berichte der Revisions- und ComplianceAbteilung an den Prüfungsausschuss bestätigen den Eindruck, dass die Parteien sich weiterhin vor allem an die Compliance-Beauftragten der Kliniken wenden. Das ist ein gutes Zeichen für ein sich weiter in die Tagesabläufe integrierendes Compliance-Management-System.
Der Medizininnovations- und Qualitätsausschuss berät den Vorstand und den Aufsichtsrat über medizinische Entwicklungen und Entwicklungstendenzen und überwacht die Entwicklung der medizinischen Qualität. Der Ausschuss hat im Geschäftsjahr eine Sitzung (Anwesenheitsquote 100 Prozent) abgehalten. Schwerpunktthemen dieser Sitzung, die unter Mitwirkung von Fachreferenten aus dem Konzern stattfand, waren die medizinische und technische Entwicklung der Partikeltherapie und die Entwicklung der ophthalmologischen Medizinischen Versorgungszentren.
Der Nominierungsausschuss, der Kandidaten/-innen der Anteilseignervertreter für die Übernahme eines Aufsichtsratsamts auswählt und dem Aufsichtsrat zur Nominierung vorschlägt, wurde im Geschäftsjahr nicht tätig.
DIE ARBEIT DES AUFSICHTSRATSPLENUMS
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 insgesamt vier ordentliche Sitzungen (Anwesenheitsquote 99 Prozent) abgehalten. Kein Mitglied nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil.
Die ordentlichen Aufsichtsratssitzungen sind in zwei Blöcke geteilt, bei denen im ersten Teil aufsichtsratsinterne und spezielle Kontrollthemen behandelt werden. Einen besonders breiten Raum nehmen dabei die Berichte der Ausschussvorsitzenden über die Arbeit der Ausschüsse ein, wobei diese Berichte sowie die Fragen und die Diskussionen hierzu über die Inhalte der allen Aufsichtsräten vorab vorliegenden Sitzungsprotokolle der Ausschüsse hinausgehen, um den nicht in den Ausschüssen vertretenen Mitgliedern Gelegenheit zu geben, umfassende Informationen zu den behandelten Themen und den gefassten Beschlüssen zu erhalten. Bei diesem Teil ist von Seiten des Vorstands grundsätzlich nur der Vorstandsvorsitzende anwesend, soweit die Sachlage nicht eine Tagung in Abwesenheit des gesamten Vorstands geboten hat.
Im zeitlich meist umfangreicheren Berichts- und Vorlagenteil berichtet zunächst regelmäßig der Vorstandsvorsitzende - und soweit erforderlich der Aufsichtsratsvorsitzende aus seiner Sicht - zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen und zum aktuellen Stand und der Entwicklung im Konzern. Die sich hierbei entwickelnden zu hinterfragenden Diskussionen fördern auch regelmäßig für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder die Weiterentwicklung eigener Erkenntnisse und das Wissen über die Sachverhalte.
In allen vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hat das Plenum regelmäßig anhand der umfangreichen, aber konzentrierten und systematisierten schriftlichen Vorstandsberichte und Präsentationen die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis, Leistungsdaten, Kennzahlen und Personal der Gesellschaft und des Konzerns sowie der Konzerneinzelgesellschaften beraten und mit dem Vorstand erörtert. Neben den Routinethemen wurden auch vorher festgelegte Schwerpunktthemen sowie Trends und Ereignisse mit Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung des Konzerns abgehandelt. Zur Vorbereitung einzelner Tagesordnungspunkte hat der Aufsichtsrat externen sachverständigen Rechtsrat in Anspruch genommen und mehrfach gesonderte Vorstandsberichte angefordert und erhalten.
In der Sitzung am 9. Februar 2011 hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen einer Strategiediskussion schwerpunktmäßig mit einer Modifizierung des gegenwärtigen Geschäftsmodells befasst, um der sich abzeichnenden Rationierung von Gesundheitsleistungen durch Vollversorgungsangebote des Konzerns entgegenzuwirken. Die Erörterung erfolgte auf der Basis eines detaillierten Berichtes des Vorsitzenden des Investitions-, Strategie- und Finanzausschusses über die in diesem Ausschuss vorausgegangenen Beratungen.
Im Rahmen der Beratung zu Personalthemen wurde eine vom Personalausschuss vorgeschlagene Regelung zur Abwesenheitsvertretung des Vorstandsvorsitzenden durch einen ständigen Vertreter diskutiert, da durch den Wegfall des bisherigen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden derzeit keine generelle Vertretungsregelung besteht. Weiteres Thema im Zusammenhang mit Vorschlägen zur Tagesordnung der Hauptversammlung war die Aufhebung der in der Satzung geregelten bestehenden Altersgrenze für Vorstand und Aufsichtsrat.
In der Bilanzsitzung am 27. April 2011 wurden in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Jahresabschluss und der Lagebericht der RHÖN-KLINIKUM AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 mit dem Vorstand und Abschlussprüfer erörtert. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Feststellungen und Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Des Weiteren waren Gegenstand dieser Sitzung die Vorbereitungen zur Hauptversammlung 2011, insbesondere die Verabschiedung der Beschlussempfehlungen des Aufsichtsrats zu den Beschlussanträgen in der Tagesordnung an die Hauptversammlung nach vorausgegangener Diskussion über die Tagesordnungspunkte. Im Rahmen der Erörterung von Vorstandsangelegenheiten wurden Beschlüsse zur Beendigung des Vorstandsdienstvertrages von Herrn Dr. Straub und zur Übernahme eines Stiftungsratsmandats durch Herrn Dr. Hamann gefasst. Die vom Vorstand vorgelegte fortgeschriebene Allgemeine Geschäftsordnung des Vorstands inklusive Geschäftsverteilungsplan wurde genehmigt.
In der Sitzung am 6. Juli 2011 waren Schwerpunkte der Beratungen zu strategischen Themen die Entwicklung des Bereichs Medizinische Versorgungszentren unter Berücksichtigung der sich durch das Versorgungsstrukturgesetz ergebenden Restriktionen und die Wachstumsperspektiven des Konzerns durch den Abschluss von Vollversorgungsselektivverträgen. Wesentlichen Raum bei den Beratungen nahmen die Beurteilung der weiteren Entwicklung des Projekts Partikeltherapie am Standort Marburg sowie der Fortgang der Umstrukturierungsmaßnahmen nach Abschluss der Investitionen an den Universitätskliniken Gießen und Marburg ein.
Als Nachfolger für den zum 30. April 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter Herrn Dr. Rudolf Schwab wurde in dieser Sitzung der für diesen nachgerückte Arbeitnehmervertreter Herr Helmut Bühner in den Antikorruptionsausschuss gewählt.
In der Aufsichtsratssitzung am 26. Oktober 2011 haben wir die bisherige Besetzung des Nominierungs-, des Vermittlungs- und des Prüfungsausschusses aufgelöst und eine Neuwahl der Besetzung vorgenommen. Als Folge des Ergebnisses der Neuwahl ist Herr Dr. Rüdiger Merz nicht mehr Mitglied dieser Ausschüsse. Frau Dr. Brigitte Mohn wurde neu in den Nominierungsausschuss und Herr Detlef Klimpe neu in den Vermittlungsausschuss gewählt. Die Mitgliederzahl des Prüfungsausschusses wurde von sieben auf sechs Mitglieder reduziert. Die weiteren bisherigen Mitglieder der Ausschüsse wurden wiedergewählt.
Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung ferner mit der Rechtslage zur Investitionsverpflichtung nach dem Konsortialvertrag für die Partikeltherapieanlage am Standort Marburg gegenüber dem Land Hessen befasst, die sich nach dem Ausstieg der Siemens AG aus dem Entwicklungsprojekt ergeben hat. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu dem Rückkehrrecht der Arbeitnehmer der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH zum Land Hessen, die durch Zusammenschluss der Universitätsklinika Gießen und Marburg zwangsübergeleitet wurden - eine fehlerhafte Maßnahme, die noch vor der Privatisierung, also noch unter der Obhut der Landesregierung Hessen und unter Begleitung der Mitarbeitervertretung, erfolgte und deren Auswirkungen heute den Konzern treffen -, waren ebenfalls Verhandlungsgegenstand der Sitzung.
Die vom Vorstand vorgelegte Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2012 wurde hinsichtlich der Prämissen und der Planvorgaben an die Konzernunternehmen ausführlich und kritisch vom Plenum diskutiert.
In allen Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsrat die vom Vorstand für die Gesellschaft und für den Konzern vorgelegten, regelmäßig fortgeschriebenen Investitions-, Umsatz- und Liquiditätsplanungen und Ergebnishochrechnungen des Geschäftsjahres 2011 geprüft und Abweichungen unter Angabe von Gründen mit dem Vorstand beraten. Die Risikoberichterstattung erfolgte regelmäßig mit den schriftlichen Vorstandsberichten zu jeder Sitzung und wurde vom Aufsichtsrat kritisch hinterfragt.
Alle Themen wurden ausführlich unter Einbringung der fachlichen Kompetenz der Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand erörtert.
Getrennte Sitzungen nach Bänken mit dem Vorstand finden grundsätzlich nicht statt, da Informationsaustausch zwischen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats sinnvoll und nützlich ist. Die Förderung von Fraktionsbildungen ist jedoch dem Selbstverständnis eines unabhängigen und selbstverantwortlichen Aufsichtsrats nicht dienlich. Bei Bedarf werden jedoch Vorbesprechungen ohne Teilnahme des Vorstands abgehalten, so findet z. B. zur Vorbereitung der Bilanzsitzung eine Zusammenkunft der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat statt, an der auf Wunsch auch andere Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmeberechtigt sind, bei der im Wesentlichen die im Prüfungsausschuss vertretenen Arbeitnehmervertreter erklärend unterstützen. Die hierdurch entstehenden Raumkosten werden von der Gesellschaft übernommen.
CORPORATE GOVERNANCE KODEX UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Der Aufsichtsrat hat sich im vergangenen Geschäftsjahr wiederum mit den Themen, der Weiterentwicklung und der Umsetzung der Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst.
Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex sind insgesamt auf ein Minimum reduziert. Die am 3. November 2010 abgegebene Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde unter Berücksichtigung der Neufassung des Kodex vom 26. Mai 2010 durch eine am 26. Oktober 2011 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene aktualisierte Entsprechenserklärung ersetzt und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Über die Corporate Governance berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex auf den Seiten 28 ff. dieses Geschäftsberichtes.
PRÜFUNG UND BILLIGUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2011
Der Vorstand hat den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 gemäß § 315a HGB nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft worden. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammen mit dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zugeleitet. Diese Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und jeweils vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat mit Vertretern des Abschlussprüfers in den jeweiligen Bilanzsitzungen intensiv erörtert. Der Aufsichtsrat hat nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung dem Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer zugestimmt und im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind.
Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 25. April 2012 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat stimmt den Vorschlägen des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu.
VERÄNDERUNGEN UND BESETZUNG DES VORSTANDS
Die Zusammensetzung des Vorstands sowie die Personalien, Funktionen und Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht im Konzernanhang unter der Rubrik »Organe der Gesellschaft« dargestellt.
Herr Dr. Christoph Straub, Vorstand für die ambulant-stationäre Grund- und Regelversorgung, ist zum 30. Juni 2011 vorzeitig aus dem Vorstand ausgeschieden. Er hat den Vorstandsvorsitz bei der BARMER GEK übernommen. Des Weiteren ist Herr Wolfgang Kunz, Vorstand Rechnungswesen, mit Ablauf seiner Bestellung zum 30. September 2011 aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Vorstandsbereich von Herrn Dr. Straub wurde vom Vorstandsvorsitzenden, Herrn Wolfgang Pföhler, übernommen, und der Vorstandsbereich Rechnungswesen ging in die Zuständigkeit des Vorstands Finanzen, Herrn Dr. Erik Hamann, über. Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.
VERÄNDERUNGEN UND BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Entsprechend den Vorgaben des Mitbestimmungsgesetzes besteht der Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG ab dem 31. Dezember 2005 aus 20 Mitgliedern. Zehn Aufsichtsratsmitglieder wurden von den Aktionären und zehn Aufsichtsratsmitglieder von den Arbeitnehmern gewählt.
Herr Dr. Rudolf Schwab ist durch Beendigung seines Arbeitsverhältnisses mit Wirkung zum 30. April 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Ersatzmitglied ist Herr Helmut Bühner für die Dauer der restlichen Amtszeit dieses Aufsichtsrats nachgerückt.
Die Personalien der dem Aufsichtsrat 2011 angehörenden Mitglieder sind im Geschäftsbericht im Konzernanhang unter der Rubrik »Organe der Gesellschaft« aufgeführt. Die Übersicht weist auch die berufliche Qualifikation der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder sowie ihre weiteren Mandate aus. Die Organisationsstruktur des Aufsichtsrats und die Besetzung der Ausschüsse im abgelaufenen Geschäftsjahr und nach derzeitigem Stand ergeben sich aus der sich diesem Bericht anschließenden Aufstellung.
Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Konzerngesellschaften für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Bad Neustadt a. d. Saale, 25. April 2012
Der Aufsichtsrat
EUGEN MÜNCH, VORSITZENDER
ÜBERSICHT ÜBER DIE ORGANISATIONSSTRUKTUR DES AUFSICHTSRATS UND DIE BESETZUNG DER AUSSCHÜSSE
AUFSICHTSRATSVORSITZ
Vorsitzender
Eugen Münch
1. stv. Vorsitzender
Joachim Lüddecke
2. stv. Vorsitzender
Wolfgang Mündel
BESETZUNG DER AUSSCHÜSSE
INVESTITIONS-, STRATEGIE- UND FINANZAUSSCHUSS
Eugen Münch
Vorsitzender
Peter Berghöfer
Stefan Härtel
Detlef Klimpe
Joachim Lüddecke
Michael Mendel
Wolfgang Mündel
Jens-Peter Neumann
Werner Prange
PERSONALAUSSCHUSS
Eugen Münch
Vorsitzender
Joachim Lüddecke
Dr. Brigitte Mohn
Annett Müller
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
Eugen Münch
Vorsitzender
Joachim Lüddecke
Sylvia Bühler
Dr. Rüdiger Merz
(bis 26. Oktober 2011)
Detlef Klimpe
(ab 26. Oktober 2011)
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
Wolfgang Mündel
Vorsitzender
Sylvia Bühler
Caspar von Hauenschild
Detlef Klimpe
Michael Mendel
Dr. Rüdiger Merz
(bis 26. Oktober 2011)
Jens-Peter Neumann
ANTIKORRUPTIONSAUSSCHUSS
Caspar von Hauenschild
Vorsitzender
Bettina Böttcher
Helmut Bühner
(ab 6. Juli 2011)
Dr. Rudolf Schwab
(bis 30. April 2011)
Werner Prange
MEDIZININNOVATIONS- UND QUALITÄTSAUSSCHUSS
Eugen Münch
Vorsitzender
Professor Dr. Gerhard Ehninger
Professor Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach
Professor Dr. Jan Schmitt
Georg Schulze-Ziehaus
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
Eugen Münch
Vorsitzender
Dr. Rüdiger Merz
(bis 26. Oktober 2011)
Dr. Brigitte Mohn
(ab 26. Oktober 2011)
Wolfgang Mündel
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG (Stand: 26. Oktober 2011)
"Vorstand und Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung - wie am 3. November 2010 erklärt - mit folgender Ausnahme entsprochen wurde:
Ziff. 7.1.2 Satz 4 Frist zur Zugänglichmachung des Konzernabschlusses
Geschäftsjahr der Gesellschaft und des Konzerns ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird im darauf folgenden April vorgelegt.
Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird auf Grund der besonderen konzerninternen Qualitätsanforderungen erst zu dem vorstehend angegebenen Zeitpunkt fertiggestellt.
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| Ziff. 7.1.2 Satz 4 | Frist zur Zugänglichmachung des Konzernabschlusses Geschäftsjahr der Gesellschaft und des Konzerns ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird im darauf folgenden April vorgelegt. Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird auf Grund der besonderen konzerninternen Qualitätsanforderungen erst zu dem vorstehend angegebenen Zeitpunkt fertiggestellt. |
| Ziff. 5.4.1 Abs. 2, 3 | Benennung konkreter Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat benennt keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung im Sinne von Ziff. 5.4.1 Abs. 2. Folglich kann auch den hierauf basierenden Empfehlungen gemäß Ziff. 5.4.1 Abs. 3 nicht gefolgt werden. Der Aufsichtsrat hat sich bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bisher ausschließlich von der Eignung der Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dies hat sich nach Überzeugung des Aufsichtsrats bewährt. Deshalb wird keine Notwendigkeit gesehen, diese Praxis zu ändern. |
Vorstand und Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG erklären ferner, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgenden Ausnahmen entsprochen werden wird:
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| Ziff. 7.1.2 Satz 4 | Frist zur Zugänglichmachung des Konzernabschlusses Geschäftsjahr der Gesellschaft und des Konzerns ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird im darauf folgenden April vorgelegt. Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird auf Grund der besonderen konzerninternen Qualitätsanforderungen erst zu dem vorstehend angegebenen Zeitpunkt fertiggestellt. |
| Ziff. 5.4.1 Abs. 2, 3 | Benennung konkreter Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat benennt keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung im Sinne von Ziff. 5.4.1 Abs. 2. Folglich kann auch den hierauf basierenden Empfehlungen gemäß Ziff. 5.4.1 Abs. 3 nicht gefolgt werden. Der Aufsichtsrat hat sich bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bisher ausschließlich von der Eignung der Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dies hat sich nach Überzeugung des Aufsichtsrats bewährt. Deshalb wird keine Notwendigkeit gesehen, diese Praxis zu ändern. |
Über die Anwendung der im Kodex enthaltenen Anregungen entscheiden Vorstand und Aufsichtsrat von Fall zu Fall; bei Abweichungen sehen der Kodex und § 161 AktG keine Veröffentlichungspflicht vor."
Bad Neustadt a. d. Saale, den 26. Oktober 2011
Für den Aufsichtsrat
Eugen Münch
Für den Vorstand
Wolfgang Pföhler