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Rheinmetall AG M&A Activity 1996

Nov 21, 1996

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M&A Activity

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News Details

Ad-hoc | 21 November 1996 15:44

Ad hoc-Service: RHEINMETALL

—————————————————————— Ad hoc-Service: RHEINMETALL Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. —————————————————————————— Ausführungen von Herrn Dr. Hans U. Brauner, Vorsitzender des Vorstandes der Rheinmetall AG, anläßlich der Vertragsunterzeichnung über den Erwerb der STN Atlas Elektronik GmbH in Bremen am 21. November 1996 Meine sehr geehrten Damen und Herren, nach den sehr intensiven Gesprächen der vergangenen Tage, die zwischen dem Konkursverwalter der Bremer Vulkan Verbund AG i.K., Herrn Dr. Jobst Wellensiek, dem Senat der Freien Hansestadt Bremen und den industriellen Partnern offen und fair geführt wurden, kann ich Ihnen als Konsortialführer des Konsortiums Rheinmetall AG, Badenwerk AG und British Aerospace plc. mitteilen, daß der Vertrag über den Erwerb der STN Atlas Holding GmbH mit der STN Atlas Elektronik GmbH als operativer Tochtergesellschaft vor wenigen Minuten unterschrieben worden ist. Damit vollzieht sich bei STN Atlas Elektronik unter dem Vorbehalt des Bundeskartellamts und der Aufsichtsgremien zum 31. Dezember 1996/1. Januar 1997 ein Eigentümerwechsel. Die Partner Rheinmetall, Badenwerk und British Aerospace haben vereinbart, daß Rheinmetall und Badenwerk zusammen 51 % und British Aerospace 49 % der Geschäftsanteile übernehmen werden. Die unternehmerische Führung wird bei Rheinmetall liegen. In einer Presseerklärung vom Dienstag dieser Woche (19. November 1996) haben die Partner Rheinmetall, Badenwerk und British Aerospace gemeinsam erklärt, daß die STN Atlas Elektronik GmbH als Ganzes erhalten bleiben werde; an eine “Zerlegung”, von der irreführend gesprochen und teilweise auch geschrieben wurde, sei in keinem Fall gedacht. Wir bekräftigen diese Aussage heute durch die Vereinbarung, daß der Standort Bremen mit seinen Mitarbeitern als Trägern eines speziellen Know-hows erhalten bleibt. Rheinmetall als Traditionsunternehmen mit der in 107 Jahren gewachsenen Kompetenz für Waffe und Munition und die zur Rheinmetall Industrie AG gehörende MaK System Gesellschaft mbH mit ihrer Kompetenz bei Systemen und Geräten werden sich der am Standort Bremen zusammengefaßten Land- bzw. Heerestechnik mit den Geschäftsbereichen System- und Simulationstechnik zuwenden, während British Aerospace den Geschäftsbereich Marinetechnik als Interessenschwerpunkt sieht. Über diese Aufgabenverteilung hinaus, gibt es zwischen Rheinmetall Industrie und Royal Ordnance, einer Tochtergesellschaft der British Aerospace, seit Jahren gute Geschäftsbeziehungen, die wir jetzt im Sinne einer vertieften Zusammenarbeit, insbesondere bei europäischen Entwicklungsprojekten, nutzen werden. Der Geschäftsbereich Schiffselektronik mit dem Standort Hamburg wird von den Partnern – wie im Vorfeld mitgeteilt – mit übernommen. Es ist jedoch künftig sorgfältig zu prüfen, ob dieser Geschäftabereich im neuen Verbund die notwendigen Entwicklungsimpulse erhält, um im Wettbewerb ertragsorientiert zu wachsen. Der Kaufpreis beträgt 550 Mio DM, davon fließen 250 Mio DM der STN Atlas Elektronik zu, die diesen Betrag zur Stärkung ihrer Kapital- und Liquiditätsbasis verwenden wird. Den Erwerb der STN Atlas Elektronik sehen wir auch als Beitrag zur Konsolidierung der deutschen heerestechnischen Industrie. In diesem Verständnis wollen wir kurzfristig Gespräche einleiten bzw. fortsetzen. Ich möchte zum Abschluß meiner Ausführungen noch ein Wort zu Rheinmetall sagen: Die börsennotierte Rheinmetall AG ist die Management-Holding der Rheinmetall-Gruppe. Das Kapital der Rheinmetall AG beträgt 150 Mio DM. Es setzt sich zusammen aus 90 Mio DM Stammaktien und 60 Mio DM Vorzugsaktien. Die Röchling-Familie besitzt zwei Drittel der Stammaktien der Rheinmetall AG. Ein Drittel der Stämme sowie die Vorzugsaktien werden von etwa 15.000 Aktionären gehalten. Die Rheinmetall-Gruppe hat sich 1996 im Umsatz und im Ordereingang erfreulich entwickelt. Auch im Ertrag konnten wir wieder deutlich an die positiven Werte vor der Rezession anknüpfen. Der Weltumsatz der Rheinmetall-Gruppe wird 1996 3,6 Mrd DM betragen, was einem Plus von 4,8 % entspricht. Gegenüber einem für das Jahr 1996 vorsichtigen Plan ist das ein zusätzliches Wachstum von 4,4 %. An diesem Weltumsatz sind beteiligt: – die Automobiltechnik (Pierburg-Gruppe) mit 35 %, – der Maschinenbau (Jagenberg-Gruppe) mit 29 %, – die Wehrtechnik der Rheinmetall Industrie AG mit 22 %, – die Industrieprodukte, die wie die Wehrtechnik zum Unternehmensbereich Wehrtechnik gehören, mit 8 % und – die Bürosysteme – unser kleinster Untemehmensbereich – (Mauser WaldeckGruppe) mit 6 %. Die Auftragslage der Rheinmetall-Gruppe ist ermutigend und eröffnet positive Perspektiven für das Jahr 1997. Der Auftragseingang wird mit 4,2 Mrd DM (+ 16,9 %) einen neuen Höchststand in der Rheinmetall-Gruppe erreichen. Hierzu trugen vor allem Aufträge in der Automobiltechnik (Pierburg-Gruppe) und für die Wehrtechnik (Rheinmetall Industrie AG) bei, die allerdings zum Teil bis in das Jahr 2002 reichen. Der Auftragsbestand wird sich zum Jahresende auf dem hohen Niveau von 3,1 Mrd DM (+ 26 %) bewegen und damit deutlich über den Werten der Jahre 1994 und 1995 liegen. Auch diese Werte (Auftragseingang und Auftragsbestand) übersteigen die für 1996 vorgesehenen Planwerte in einer Größenordnung um 15 % deutlich. Die Zahl der Mitarbeiter in der Rheinmetall-Gruppe zeigt in den vergangenen fünf Jahren eine fallende Tendenz auf die Größenordnung von 14.000. Hieraus erklärt sich eine deutliche Steigerung der Wertschöpfung pro Mitarbeiter und eine nachhaltige Verbesserung der Ertrags-kraft. Ich schließe mit einem kurzen Ausblick auf die weitere Entwicklung von Rheinmetall. Mit einer zufriedenstellenden Auftragslage, hohem Know-how auf Kernarbeitsgebieten, das zu einem nachhaltigen Innovationsschub geführt hat, und guter Liquidität, deren Stellenwert wir insbesondere in konjunkturell instabilen Perioden vor dem Ertrag sehen, gehen wir voller Zuversicht in das Jahr 1997. Hier erwarten wir auch wichtige Impulse von STN Atlas Elektronik, das als Unternehmen der Hochtechnologie im neuen Verbunds eine positive Entwicklung fortsetzen wird. In diesem Verständnis sehen wir den Spezialwert: Rheinmetall-Aktie als Blue-Chip. Die Kurse der Stammaktie mit 204 DM und der Vorzugsaktie mit 157 DM bewegen sich nahe den historischen Tiefstständen, die sich in diesem Jahr gebildet haben. Das Ertragstal von Rheinmetall lag im Jahre 1993. Die Jahre 1994 und 1995 waren geprägt von deutlichen Verbesserungen der operativen Ergebnisse. Das Jahr 1996 wird erstmals wieder ein substantielles positives Ergebnis im zweistelligen Bereich bringen. Danach wird Rheinmetall direkten Anschluß an die frühere gute Ertragslage finden. Unsere Börsenkurse sind bei Dividendensätzen von 7,00 DM für die Stammaktie und 8,00 DM für die Vorzugsaktie, die wir im Sinne unserer Aktionäre auch in den schwierigen Jahren der Rezession durchgehalten haben, mit Dividendenrenditen von 3,5 % für die Stammaktie und 5 % für die Vorzugsaktie gut abgesichert. Ende der Mitteilung