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Renault — Audit Report / Information 2015
Sep 6, 2016
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Audit Report / Information
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Publication
Renault Deutschland AG
Brühl
Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2015
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Renault Deutschland AG, Brühl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und den Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 17. Mai 2016
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Rukes, Wirtschaftsprüfer
Müller, Wirtschaftsprüferin
Bilanz
zum 31. Dezember 2015
Aktiva
| 31.12.2015 | 31,122014 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 10.781,80 | 19.347,91 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 14.484.711,29 | 18.225.446,99 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 164.150,44 | 247.419,10 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 399.880,73 | 487.148,15 |
| 15.048.742,46 | 18.960.014,24 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.961.987,87 | 11.961.987,87 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 1.316.706,00 | 1.665.898,00 |
| 13.278.693,87 | 13.627.885,87 | |
| 28.338.218,13 | 32.607.248,02 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Hilfs- und Betriebsstoffe | 84.577,90 | 107.457,18 |
| 2. Waren | 10.117.533,62 | 11.740.973,27 |
| 10.202.111,52 | 11.848.430,45 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.959.639,47 | 2.281.180,63 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 577.356.873,68 | 511.516.385,91 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 38.811.207,35 | 34.577.105,75 |
| 619.127.720,50 | 548.374.672,29 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 7.789,78 | 62.429,12 |
| 629.337.621,80 | 560.285.531,86 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 38.524,12 | 39.425,25 |
| D. Aktive latente Steuern | 10.778.128,66 | 11.706.781,00 |
| 668.492.492,71 | 604.638.986,13 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 10.655.322,80 | 10.655.322,80 |
| II. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 1.065.532,28 | 1.065.532,28 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 20.742,80 | 20.742,80 |
| 1.086.275,08 | 1.086.275,08 | |
| III. Bilanzgewinn | 28.424.430,33 | 23.082.991,86 |
| 40.166.028,21 | 34.824.589,74 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 34.912.902,00 | 30.538.765,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 5.836.108,27 | 3.377.255,01 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 449.995.180,81 | 404.987.182,55 |
| 490.744.191,08 | 438.903.202,56 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 61.392.192,52 | 57.816.614,63 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 57.417.984,77 | 43.339.911,69 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 18.772.096,13 | 29.754.667,51 |
| davon aus Steuern EUR 8.597.375,66 (Vorjahr: TEUR 19.540) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) | ||
| 137.582.273,42 | 130.911.193,83 | |
| 668.492.492,71 | 604.638.986,13 |
Gewinn- und Verlustrechnung
für 2015
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 1.092.862.555,96 | 1.032.308.052,37 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 186.745.118,47 | 182.846.165,90 |
| 1.279.607.674,43 | 1.215.154.218,27 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 165.708.941,73 | 201.531.379,37 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 29.179.640,97 | 34.069.140,76 |
| 194.888.582,70 | 235.600.520,13 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 30.360.490,03 | 28.970.348,82 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 5.265.561,96 | 5.523.426,19 |
| - davon für Altersversorgung: EUR 1.052.366,40 (Vj. TEUR 1.205) | ||
| 35.626.051,99 | 34.493.775,01 | |
| 5. Abschreibungen | ||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.140.801,02 | 1.841.967,84 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 996.791.258,43 | 905.287.889,44 |
| 49.160.980,29 | 37.930.065,85 | |
| 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 343.527,63 | 5.000,00 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0,00 | 664.289,69 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vj. TEUR 258) | ||
| - davon aus Abzinsung der sonstigen Rückstellungen EUR 0,00 (Vj. TEUR 406) | ||
| 9. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 5.607,50 | 1.242.513,75 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 23.255.079,91 | 19.603.203,93 |
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 16.176.633,91 (Vj. TEUR 17.774) | ||
| - davon aus Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen EUR 6.692.681,00 (Vj. TEUR 1.799) | ||
| - davon aus Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen EUR 385.765,00 (Vj. TEUR 30) | ||
| 22.917.159,78 | 20.176.427,99 | |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 26.243.820,51 | 17.753.637,86 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9.545.528,14 | 6.270.019,10 |
| 13. Sonstige Steuern (Vorjahr: Ertrag) | -946,10 | 41.531,90 |
| 9.544.582,04 | 6.311.551,00 | |
| 14. Jahresüberschuss | 16.699.238,47 | 11.442.086,86 |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 11.725.191,86 | 11.640.905,00 |
| 16. Bilanzgewinn | 28.424.430,33 | 23.082.991,86 |
Anhang
für das Geschäftsjahr 2015
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet, Vermögensgegenstände sind grundsätzlich höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei Jahre um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und zehn Jahren.
Aufgrund einer dauerhaften Wertminderung bei einem Betriebsgrundstück wurde im Jahr 2015 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 1.641. vorgenommen. Die Ermittlung des neuen Grundstückswertes erfolgte gemäß § 183 Abs. 1 BewG im Vergleichswertverfahren.
Ab dem Jahr 2015 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000 liegen, nicht mehr zu einem Sammelposten zusammengefasst und gemeinsam über fünf Jahre linear abgeschrieben.
Alle GWG bis zu einem Anschaffungspreis von EUR 410 werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von außenplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind zu den vom Versicherer mitgeteilten Werten zum Bilanzstichtag angesetzt.
Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der FiFo-Methode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren (Dienst- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile) werden grundsätzlich mit den einzelnen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unter Berücksichtigung der Verkaufserlöse der Vergangenheit sowie der Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen für Fahrzeuge in angemessener Höhe gebildet.
Bestandsrisiken der Teile, die sich aus verminderter Verkaufsfähigkeit und aus der Lagerdauer ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Liquide Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.
Latente Steuern
Nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept wurden auf sämtliche Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern berechnet. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.
Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Pensionsrückstellungen
Es wurden Rückstellungen für unmittelbare und mittelbare Pensionsverpflichtungen bilanziert. Es wird das Ansatzwahlrecht der Bilanzierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass die Pensionsrückstellungen in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Versorgungsverpflichtungen und dem vorhandenen Kassenvermögen bei der Konzern-Unterstützungskasse der Renault Deutschland AG bilanziert werden. Die Berechnungsmethodik der Pensionsrückstellungen berücksichtigt alle Mitarbeiter unabhängig vom Erreichen der Altersgrenze von 30 Jahren oder mit einer unter fünf Jahren liegenden Dienstzeit. Die pensionsfähigen Bezüge werden mit dem voraussichtlichen Stand am Bilanzstichtag kalkuliert.
Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszinsfuß wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Zinssatz von 4,00 % (Vorjahr: 4,62%) zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem PUC-Verfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses, das sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Beim PUC-Verfahren wird der Barwert erwarteter künftigen Zahlungen ermittelt, die erforderlich sind, um die aufgrund von Arbeitnehmerleistungen bis zum Bilanzstichtag entstandenen Verpflichtungen abgelten zu können.
Außerdem wurden der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Gehaltserhöhungen | 2,50% p.a. | 2,50 % p.a. |
| Rentenanpassungen | 1,60% p.a. | 1,60 % p.a. |
| Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze | 2,50% p.a. | 2,50 % p.a. |
| Fluktuationsrate | 3,27% p.a. | 3,47 % p.a. |
Ferner dienten für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen als biometrische Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Die Veränderung der Pensionsrückstellung sowie der ATZ-Rückstellung wurde in einen Zins- und einen Personalaufwand aufgeteilt und entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für erwartete Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz von 2,02 % bis 2,6 % (Vorjahr: 2,8% bis 3,5%) abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Kommissionserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Veräußerung an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst. Gemäß § 277 Abs. 5 HGB wurden wie in Vorjahren Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und der ATZ-Rückstellung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.
Kommissionsgeschäft
Die Renault Deutschland AG wickelt die Neuwagen- und Ersatzteilverkäufe der Marken Renault und Dacia als Kommissionär für die Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, ab. Die Kommission, die als Vergütung für diese Tätigkeit gewährt wird, beinhaltet neben einem fixen Teil auch einen variablen Teil, der zur Abdeckung der Kosten von Verkaufsförderaktionen dient.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.
Umlaufvermögen
Die Warenbestände der Renault Deutschland AG sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 11.741) auf TEUR 10.117 gesunken. Der Fahrzeugbestand beträgt TEUR 8.016 (Vorjahr: TEUR 9.656). Im Übrigen handelt es sich um Teile in Höhe von TEUR 744 (Vorjahr: TEUR 497) sowie um sonstige Warenbestände wie Werbematerial, Kfz-Briefe etc. in Höhe von TEUR 1.357 (Vorjahr: TEUR 1.588).
Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 107) handelt es sich um Heizöl und Kraftstoffe sowie um sonstiges Verpackungsmaterial.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 577.357 (Vorjahr: TEUR 511.516) bestehen TEUR 498.215 (Vorjahr: TEUR 393.355) gegen den Cash-Pool-Führer Renault S.A. bei dem Kreditinstitut BNP PARIBAS, Paris/Frankreich. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 79.142 (Vorjahr: TEUR 118.161) resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus der Ergebnisübernahme der Tochtergesellschaften und betreffen mit TEUR 69.092 (Vorjahr: TEUR 108.943) den Gesellschafter Renault s.a.s.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 38.811 (Vorjahr: TEUR 34.577) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen den Gesellschafter Renault s.a.s aus Buy-Back-Geschäften von TEUR 35.595 (Vorjahr: TEUR 31.489). Da diese rechtlich noch nicht entstanden sind, werden sie unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bei den restlichen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Forderungen, ausstehende Gutschriften von Lieferanten und debitorische Kreditoren TEUR 3.216 (Vorjahr: TEUR 3.088).
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Aktive Latente Steuern
Es wurde ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von TEUR 10.778 (Vorjahr: TEUR 11.707), der auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt wurde, aktiviert. Es handelt sich hierbei insbesondere um Unterschiede bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie um Rückstellungen für Werbebeteiligungen. Dabei werden bei der Renault Deutschland AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,28 %.
Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Sachverhalten:
| Sachverhalt | Differenz zur Steuerbilanz |
Aktive latente Steuern (+) / passive latente Steuern (–) |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 112 | 35 |
| Vorratsvermögen | 33 | 10 |
| Pensionsrückstellung/ATZ | 19.645 | 6.145 |
| Sonstige Rückstellungen | 11.284 | 3.530 |
| Differenzen der Organgesellschaften | 3.384 | 1.058 |
| Total | 34.458 | 10.778 |
Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Renault Deutschland AG beträgt TEUR 10.655 und ist in 20.840 Stückaktien aufgeteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Namensaktien.
Zu der am Stichtag bestehenden Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 10.778 verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern.
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen TEUR 34.913 (Vorjahr: TEUR 30.539). Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 60.421 (Vorjahr: TEUR 55.692) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens der Unterstützungskasse Deutsche Renault AG e.V., Brühl, von TEUR 25.508 (Vorjahr: TEUR 25.153) saldiert. Die Anschaffungskosten entsprechen dem ausgewiesenen Wert.
Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 5.836 (Vorjahr: TEUR 3.377) betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer TEUR 3.265 (Vorjahr: TEUR 1.786), Solidaritätszuschlag TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 95) sowie Gewerbesteuer TEUR 2.479 (Vorjahr: 1.496 TEUR) für das Jahr 2015.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 449.995 (Vorjahr: TEUR 404.987) betreffen überwiegend Rückstellungen für Werbebeteiligungen an Renault-Händler, Boni für Fahrzeuge im Netz, Verluste aus Buy-Back-Geschäften, Rückstellungen aus Service-Verträgen und Garantieaufwendungen sowie für Restrukturierungskosten für das Händlernetz.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
Gesamtbetrag | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 61.392 | 61.392 |
| (Vorjahr) | (57.817) | (57.817) |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 57.418 | 57.418 |
| (Vorjahr) | (43.340) | (43.340) |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 18.772 | 18.772 |
| (Vorjahr) | (29.754) | (29.754) |
| davon aus Steuern | 8.597 | 8.597 |
| (Vorjahr) | (19.540) | (19.540) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | 0 | 0 |
| 137.582 | 137.582 | |
| (130.911) | (130.911) |
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 18.772 (Vorjahr: TEUR 29.754) enthalten hauptsächlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):
| 2015 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neu-, Dienst- und Gebrauchtwagen | 948 | 903 |
| Ersatzteilverkäufe | 105 | 94 |
| Übrige | 40 | 35 |
| 1.093 | 1.032 |
Die Umsatzerlöse entfallen wie im Vorjahr nahezu ausschließlich auf die Bundesrepublik Deutschland.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 186.745 (Vorjahr: TEUR 182.846) setzen sich hauptsächlich aus weiterberechneten Aufwendungen für Garantie- und Transportleistungen sowie sonstigen Nebenkosten zusammen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 996.791 (Vorjahr: TEUR 905.288) sind im Wesentlichen Aufwendungen für Beihilfen und Zuschüsse an Händler, Garantieaufwendungen, Werbeaufwendungen, Frachtkosten, Fremdarbeiten, Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen, Mietaufwendungen und Beratungskosten zusammengefasst. Diese Aufwendungen werden größtenteils über den Kommissionärsvertrag weiterbelastet.
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Periodenfremde Erträge resultieren aus der Veräußerung der Gebäude in München an REA Group ESTATE Deutschland in Höhe von TEUR 1.035 (Vorjahr: TEUR 0) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 383). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.223. ausgewiesen, die den Verlust aus dem Anlagenabgang betreffen. In den Abschreibungen sind periodenfremde enthalten, die mit TEUR 1.641 auf die außerplanmäßige Abschreibung entfallen. Die Bildung von sonstigen Rückstellungen betreffen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.325.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In 2015 wurden insgesamt TEUR 9.546 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebucht, davon Körperschaftsteuer TEUR 3.743 (Vorjahr: TEUR 2.725), Solidaritätszuschlag TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 150), Gewerbesteuer TEUR 4.468 (Vorjahr: TEUR 3.479) und TEUR 929 (Vorjahr: TEUR 84 Ertrag) als Aufwand aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern. Die übrigen TEUR 288 entfallen auf Steueraufwendungen für Vorjahre.
Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte
Es bestehen zum 31. Dezember 2015 Rücknahmeverpflichtungen aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge gegenüber Autovermietern und anderen Großabnehmern in Höhe von TEUR 82.475 (Vorjahr: TEUR 73.330) sowie Rücknahmeverpflichtungen für Dienstwagen und Mitarbeiter-Leasingfahrzeuge gegenüber der Tochtergesellschaft RRG Köln mit TEUR 9.963 (Vorjahr: TEUR 11.649).
Das Buy-Back-Geschäft dient der mittelfristigen Verbesserung des Cashflows. Risiken bestehen in der Weitervermarktung, die nicht an den Käufer übergeht, und dem festgelegten Rückkaufswert.
Das Factoring mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, dient im Wesentlichen der Liquiditätsverbesserung. Dem Vorteil des frühzeitigen Geldeingangs steht der Nachteil der Factoringaufwendungen gegenüber. Risiken werden aus dem echten Factoring derzeit nicht gesehen.
Kommissionärsvertrag
Im aktuellen Geschäftsjahr wurden im Rahmen der Neuwagenabwicklung Aufwendungen in Höhe von TEUR 776.858 (Vorjahr: TEUR 803.830) im Rahmen der Kommissionärsverträge an Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, weiterbelastet. Der entsprechende Ertrag ist als Kommissionsprovision in den Umsatzerlösen enthalten. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Erlösminderungen, welche an die Renault s.a.s. weiterbelastet werden. Diese sind im Geschäftsjahr um rund 80 Mio. EUR gesunken.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 86) für erteilte Investitionsaufträge und mit TEUR 5.479 (Vorjahr: TEUR 7.178) für finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Pachtverträgen, deren Kündigungstermine zwischen 2016 und 2020 liegen.
Angaben zum Prüfungshonorar
Das Abschlussprüfungshonorar in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 113) betrifft ausschließlich Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung.
Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres nach Gruppen
| 2015 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Leitende Angestellte | 11 | 8 |
| Angestellte | 316 | 312 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 71 | 81 |
| 398 | 401 |
Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und ehemaliger Geschäftsführer
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 betrugen TEUR 1.199 (Vorjahr: TEUR 1.495). Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 86). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sowie gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen sind TEUR 363 (Vorjahr: TEUR 374) zurückgestellt.
Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2015 beträgt TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4).
Aufsichtsrat und Vorstand der Renault Deutschland AG
Aufsichtsrat
| Michel Kuperminc | Vorsitzender | Directeur Contrôle de Gestion Europe, Renault s.a.s/ Frankreich (bis 29. Juni 2015) |
| Francois David | Vorsitzender | Directeur Contrôle de Gestion Europe, Renault s.a.s/ Frankreich (ab 29. Juni 2015) |
| Laurent David | stellvertretender Vorsitzender | Directeur Adjoit Contrôle de Gestion G4, Renault s.a.s/ Frankreich (bis 29. Juni 2015) |
| Patrick Froidefond | stellvertretender Vorsitzender | Directeur Performance & Contrôle Commerce G9, Renault s.a.s/ Frankreich (ab 29. Juni 2015) |
| Patrice Cabrier | Mitglied des Aufsichtsrats | Directeur Europe, RCI Banque s.a., Noisy-le-Grand Cedex/Frankreich |
| Patrick Claude | Mitglied des Aufsichtsrats | Directeur DTF, Renault s.a., Paris/Frankreich (bis 29. Juni 2015) |
| Denis Le Vot | Mitglied des Aufsichtsrats | Directeur de Gestion Eurasia, Renault s.a.s/ Frankreich (ab 29. Juni 2015) |
| Uwe Schäfges | Arbeitnehmervertreter | Betriebsratsvorsitzender, Renault Deutschland AG |
| Reiner Kierdorf | Arbeitnehmervertreter | Renault Retail Group Deutschland GmbH (bis 29. Juni 2015) |
| Alexander Oppelt | Arbeitnehmervertreter | Renault Retail Group Deutschland GmbH (ab 29. Juni 2015). |
Vorstand
| Olivier Gaudefroy | Vorsitzender |
| Martha Figel | Vorstand Finanzen |
| bis 31. August 2015 | |
| Régis Bavelier | Vorstand Finanzen |
| ab 1. September 2015 | |
| Christophe Mittelberger | Vorstand Vertrieb |
| Jérome Struk | Vorstand Qualität und Kundendienst |
| Frédéric Posez | Vorstand Marketing |
| Reinhard Zirpel | Vorstand Öffentlichkeitsarbeit |
| bis 31. März 2016 | |
| Martin Zimmermann | Vorstand für Sonderaufgaben (ab 1. |
| ab 1. Februar 2016 | Februar 2016 bis 31. März 2016) |
| Vorstand Öffentlichkeitsarbeit (ab 1. April 2016). |
Anteilsbesitz der Renault Deutschland AG (Stand 31. Dezember 2015)
| Anteil am Kapital |
Eigenkapital 31.12.2015 |
Ergebnis 2015 |
|
|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Renault Retail Group Deutschland GmbH, Köln | 100 | 12.468 | 0 |
| Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH, Köln | 100 | 25 | 0 |
| SODICAM Vertriebs GmbH, Brühl | 100 | 25 | 0 |
Mit allen aufgeführten Tochtergesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge.
Angaben zum Mutterunternehmen
Die Renault Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Renault S.A., Boulogne-Billancourt/Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen bzw. auf deren Internet-Seite erhältlich.
Dividendenzahlung der Renault Deutschland AG
Aus dem Jahresüberschuss 2015 ist in 2016 eine Gewinnausschüttung i.H.v. EUR 17.630.640,00 geplant. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Brühl, den 17. Mai 2016
Renault Deutschland AG
gez. Olivier Gaudefroy
gez. Régis Bavelier
gez. Fréderic Posez
gez. Christophe Mittelberger
gez. Martin Zimmermann
gez. Jérôme Struk
Entwicklung des Anlagevermögens 2015
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 238.000,42 | 0,00 | 2,55 | 237.997,87 |
| 238.000,42 | 0,00 | 2,55 | 237.997,87 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 65.289.424,36 | 1.314.040,37 | 9.099.356,07 | 57.504.108,66 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.964.354,22 | 7.439,40 | 84.256,74 | 2.887.536,88 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.103.130,60 | 122.953,37 | 325.816,50 | 6.900.267,47 |
| 75.356.909,18 | 1.444.433,14 | 9.509.429,31 | 67.291.913,01 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.505.885,00 | 0,00 | 0,00 | 16.505.885,00 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen | 1.665.898,00 | 0,00 | 349.192,00 | 1.316.706,00 |
| 18.171.783,00 | 0,00 | 349.192,00 | 17.822.591,00 | |
| 93.766.692,60 | 1.444.433,14 | 9.858.623,86 | 85.352.501,88 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 218.652,51 | 8.566,11 | 2,55 | 227.216,07 |
| 218.652,51 | 8.566,11 | 2,55 | 227.216,07 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 47.063.977,37 | 2.835.741,38 | 6.880.321,38 | 43.019.397,37 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.716.935,12 | 86.272,75 | 79.821,43 | 2.723.386,44 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.615.982,45 | 210.220,78 | 325.816,49 | 6.500.386,74 |
| 56.396.894,94 | 3.132.234,91 | 7.285.959,30 | 52.243.170,55 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.543.897,13 | 0,00 | 0,00 | 4.543.897,13 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4.543.897,13 | 0,00 | 0,00 | 4.543.897,13 | |
| 61.159.444,58 | 3.140.801,02 | 7.285.961,85 | 57.014.283,75 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 10.781,80 | 19 |
| 10.781,80 | 19 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 14.484.711,29 | 18.226 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 164.150,44 | 247 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 399.880,73 | 487 |
| 15.048.742,46 | 18.960 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.961.987,87 | 11.962 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen | 1.316.706,00 | 1.666 |
| 13.278.693,87 | 13.628 | |
| 28.338.218,13 | 32.607 |
Lagebericht
zum 31. Dezember 2015
Renault Deutschland AG, eine Tochtergesellschaft zu 60 % der Renault s.a.s., Frankreich, an der die Renault Group BV, Amsterdam, weitere 40 % der Anteile hält, vertreibt als Kommissionärin der Renault s.a.s. Neufahrzeuge der Marken Renault und Dacia sowie Teile und Zubehör für die genannten Marken im eigenen Namen und für Rechnung von Renault s.a.s.. Neben der Belieferung des Renault-/Dacia-Händlernetzes werden auch Direktgeschäfte u.a. mit Autovermietern getätigt.
Wesentliches Eigengeschäft ist der Handel mit Gebrauchtwagen (Buy-Back-Rückläufern).
Renault Deutschland AG ist zu 100 % Muttergesellschaft der Renault Retail Group Deutschland mit Sitz in Köln.
Steuerungsindikatoren sind u.a. Marktanteil (Zulassungen), Absatz, Umsatz und Ergebnis vor Steuern.
Der Markt
Deutschland profitierte im Jahr 2015 erneut von der Exportstärke und verzeichnete einen gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstrend. Faktoren wie niedrige Erdölpreise, der solide Arbeitsmarkt und die geringe Inflation begünstigten die Wirtschaftsaktivitäten zusätzlich. Die Abgasaffäre in der zweiten Jahreshälfte konnte die positive Entwicklung des Automobilmarktes auch im dritten Jahr in Folge nicht beeinträchtigen. Mit 3,45 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen stiegen die Neuzulassungen 2015 um 5,4 % (2014: 3,27 Millionen).
Der überwiegende Teil des Absatzplus entfällt auf den Pkw-Markt. 2015 stiegen in Deutschland die Neuzulassungen um 5,6 % auf 3,21 Millionen Einheiten (2014: 3,04 Millionen Fahrzeuge). Die saisonbedingten Schwankungen fielen dabei etwas stärker aus als in den Vorjahren. Wie bereits 2014 war der März erneut der zulassungsstärkste Monat, gefolgt von einem ebenfalls deutlichen Zulassungsplus im Juni. Auch im traditionell eher schwachen Dezember blieben die Zulassungen auf hohem Niveau und schlossen mit 247.355 neu registrierten Pkw 7,7 % besser ab als der Vorjahresmonat (Dezember 2014: 229.700).
Nahezu zwei Drittel aller Neuwagen werden allerdings gewerblich genutzt: Der Anteil der gewerblichen Zulassungen erhöhte sich auf 65,8 % gegenüber 63,8 im Vorjahr. Entsprechend sanken die privaten Zulassungen auf nur noch 34,2 % gegenüber 36,2% im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang der Zulassungen im privaten Sektor von fast 6 %-Punkte innerhalb der vergangenen fünf Jahre (2011: 40,1 %).
Die Anteile von benzin- und dieselgetriebenen Pkw bewegten sich nahezu auf Vorjahr. Am meisten gefragt sind nach wie vor Benziner mit 50,3 %, wenn diese auch 2015 erneut einen leichten Rückgang verzeichneten (2014: 50,5 %). Der Anteil der Pkw mit Dieselmotoren stieg leicht auf 48 % gegenüber 47,8 % im Vorjahr.
Der Marktanteil der Neuwagen mit alternativen Antrieben bewegte sich mit 1,7 % exakt auf Vorjahresniveau. Fahrzeuge mit Hybridantrieb verzeichneten mit 33.630 Einheiten ein deutliches Absatzplus gegenüber 2014 (27.435 Einheiten). Gegenüber 2011 hat sich die Zahl der Hybridfahrzeuge nahezu verdreifacht (12.600 Einheiten). Ein sehr gutes Ergebnis erzielten auch die reinen Elektrofahrzeuge mit 12.363 Neuzulassungen gegenüber 8.532 Fahrzeugen im Vorjahr. Angesichts der anhaltenden Diskussion über eine stärkere Förderung der alternativen Antriebe dürfte der Marktanteil auch in den kommenden Jahren weiter steigen.
Fast alle Fahrzeugsegmente profitierten von dem Aufwärtstrend. Fast jeder fünfte Fahrzeugkauf fällt inzwischen auf ein Modell der Kategorie Sport Utility Vehicle/Geländewagen. Wie in den Jahren zuvor verzeichnet die Klasse der Sport Utility Vehicles (SUV) mit 15,2 % auch 2015 das stärkste Zulassungsplus. Insgesamt 339.840 SUV verließen die Autohäuser, was einem Gesamtmarktanteil von 10,6 Prozent entspricht. Von den ebenfalls stark gefragten Geländefahrzeugen wurden 259.325 Einheiten bzw. nochmals 11 % mehr als im Vorjahr neu angemeldet, so dass der Marktanteil auf 8,1 Prozent stieg.
Zusammen 54,3 % vereinen die Kleinwagen sowie Kompakt- und Mittelklasse auf sich. Das Kompaktsegment ist mit 26,5 % Marktanteil bzw. 849.601 Einheiten erneut am stärksten vertreten und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr nochmals minimal (2014: 26,4 % Marktanteil). Etwas unter Marktdurchschnitt entwickelten sich die Kleinwagen, die mit einem Zuwachs von 2,4 % auf 468.600 Zulassungen bzw. einen Marktanteil von 14,6 Prozent kommen (2014: 15,1 % Marktanteil). Die Mittelklasse verbesserte sich nach dem Rückgang des Vorjahres mit 423.700 Einheiten und einem Zulassungsplus von 13,2 % deutlich und erreicht einen Marktanteil von 13,2 % (2014: 12,5).
Mit einem zweistelligen Zulassungsplus schlossen darüber hinaus die Nischensegmente Sportwagen (+12,4 %, Marktanteil: 1,3 %) und Wohnmobile (+10,1 %, Marktanteil: 0,9 %) ab.
Der Gebrauchtwagenmarkt erlebte 2015 einen deutlichen Aufschwung: Insgesamt wechselten im Jahresverlauf 7,3 Millionen Pkw die Halterin bzw. den Halter. (2014: 7,07 Millionen Einheiten).
Der Pkw-Bestand übertraf 2015 erstmals die 45-Millionen-Marke und lag mit 45,1 Millionen Fahrzeugen nochmals um 1,5 % über dem Vorjahresniveau (2014: 44,4 Millionen Einheiten). Mit 64,9 % stammt die Mehrheit der Fahrzeuge von deutschen Marken. Renault behauptet mit 1,83 Millionen Fahrzeugen unverändert die Topposition unter den Importeuren. Der Bestand der Marke Dacia wuchs erneut überproportional um 12,9 % um fast 44.000 Einheiten auf 383.289 Pkw (2014: 339.389).
Das Gros des Fahrzeugbestandes auf deutschen Straßen entfällt auf die Kompaktwagenklasse (26,4 %), die Kleinwagenklasse (19,7 %) und die Mittelklasse (15,7 %). Einen erheblichen Zuwachs verzeichneten erwartungsgemäß erneut die SUV-Modelle (+20 %) und die Geländewagen (+10,1 %). Das Durchschnittsalter aller Pkw erhöhte sich leicht auf 9,2 Jahre gegenüber 9,0 Jahren in 2014. Jedes hundertste zugelassene Fahrzeug ist inzwischen mindestens 30 Jahre alt. Dementsprechend stieg die Zahl der Oldtimerbesitzer in 2015 ebenfalls erneut. Insgesamt verfügen 388.100 Fahrzeuge über ein Historienkennzeichen, ein Plus von 11 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen erhöhte sich auf 2,25 Millionen Einheiten (2014: 2,2 Millionen Fahrzeuge).
Nach wie vor dominieren Pkw mit Benzinmotor, obwohl der Marktanteil erneut leicht rückläufig war und jetzt 66,2 % beträgt (2014: 67,2 %). Im Gegenzug stieg der Anteil der dieselbetriebenen Pkw erneut leicht an und lag zum 1. Januar 2016 bei 32,2 % (2014: 31,2 %). Unter den Fahrzeugen mit alternativem Antrieb verzeichneten sowohl Elektrofahrzeuge (+34,6 %) als auch Hybridfahrzeuge (+21 %) einen deutlichen Zuwachs und erreichten 25.500 respektive 130.465 Einheiten. Darüber hinaus sind 80.300 Pkw mit Erdgasantrieb zugelassen, was einem Marktanteil von 0,2 % entspricht. Obwohl erneut rückläufig machen bei den Fahrzeugen mit alternativen Antriebsvarianten die Flüssiggas-Pkw mit 475.700 Einheiten die Mehrheit aus (2014: 494.000 Einheiten). Zusammengenommen erzielen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben 1,6 % des Gesamtbestandes.
Durch die sukzessive Erneuerung des Fahrzeugbestandes erhöhte sich auch die Anzahl der Pkw, welche die strengsten Abgasvorschriften erfüllen. So sind bereits 37,1 % der Fahrzeuge nach Euro 5 oder 6 eingestuft. Die Zahl der Pkw mit Euro 5-Klassifizierung erhöhte sich um 5,3 % auf 13,63 Millionen Einheiten. Die Zahl der Fahrzeuge mit der aktuell strengsten Abgaseinstufung Euro 6 erhöhte sich auf 6,9 % bzw. 3,13 Millionen Pkw. Dies entspricht einem Plus von 205 %. Die Zahl der Fahrzeuge, die lediglich die Euronorm 1 oder 2 erfüllen, sank um eine Million Einheiten auf 13,6 %.
Gesamtmarkt Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge* in Deutschland
| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3.320 | 3.982 | 3.119 | 3.413 | 3.307 | 3.170 | 3.271 | 3.447 |
* bis fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (Neuzulassungen in Mio. Einheiten)
Gesamtmarkt Personenwagen: Die Top Ten in Deutschland
| Rang | Hersteller | Zulassungen 2015 (Einheiten) |
Marktanteil in % |
Zulassungen 2014 (Einheiten) |
Marktanteil in % |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Volkswagen | 685.669 | 21,4 | 656.494 | 21,6 |
| 2. | Mercedes-Benz | 287.357 | 9,0 | 272.754 | 9,0 |
| 3. | Audi | 269.047 | 8,4 | 259.459 | 8,5 |
| 4. | BMW | 248.074 | 7,7 | 237.854 | 7,8 |
| 5. | Opel | 229.352 | 7,2 | 219.084 | 7,2 |
| 6. | Ford | 224.606 | 7,0 | 209.142 | 6,9 |
| 7. | Skoda | 179.951 | 5,6 | 173.583 | 5,7 |
| 8. | Renault | 110.587 | 3,5 | 105.347 | 3,5 |
| 9. | Hyundai | 108.469 | 3,4 | 99.848 | 3,3 |
| 10. | Seat | 94.673 | 3,0 | 93.129 | 3,1 |
| ... | |||||
| 18. | Dacia | 45.764 | 1,4 | 48.907 | 1,6 |
Gesamtmarkt leichte Nutzfahrzeuge bis 5 t: Die Top Ten in Deutschland
| Rang | Hersteller | Zulassungen 2015 (Einheiten) |
Marktanteil in % |
Zulassungen 2014 (Einheiten) |
Marktanteil in % |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Mercedes-Benz | 55.697 | 23,2 | 54.252 | 23,2 |
| 2. | Volkswagen | 53.821 | 22,4 | 61.855 | 26,5 |
| 3. | Ford | 34.544 | 14,4 | 29.601 | 12,7 |
| 4. | Renault | 19.453 | 8,1 | 16.737 | 7,1 |
| 5. | Fiat | 16.554 | 6,9 | 15.347 | 6,6 |
| 6. | Opel | 13.277 | 5,5 | 12.063 | 5,2 |
| 7. | Citroen | 10.104 | 4,2 | 10.079 | 4,3 |
| 8. | Peugeot | 9.031 | 3,8 | 7.946 | 3,4 |
| 9. | Iveco | 7.500 | 3,1 | 6.418 | 2,8 |
| 10. | Nissan | 5.244 | 2,2 | 4.698 | 2,0 |
| ... | |||||
| 13. | Dacia | 1.689 | 0,7 | 1.796 | 0,8 |
Absatzentwicklung: Die Marken Renault und Dacia
Die Renault Deutschland AG hat im Jahr 2015 mit den Marken Renault und Dacia insgesamt 177.493 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zugelassen. Damit setzte die Gruppe nochmals rund 5.000 Einheiten mehr ab als im Vorjahr (2014: 172.787). Dies entspricht einem Absatzplus von 2,7 %. Der Marktanteil der Gruppe liegt mit 5,2 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau (2014: 5,3 %). Ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erzielte die Marke Renault mit 130.040 neu zugelassen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, was einem Absatzplus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2014: 122.084 Zulassungen). Die Marke Dacia erreichte im Jahr 2015 mit 47.453 Neuzulassungen mangels Modellneuheiten nicht das hohe Vorjahresniveau (2014: 50.703 Einheiten).
Mit 110.587 Pkw-Zulassungen der Marke Renault erreichte die Renault Gruppe in Deutschland ein Zulassungsplus von über 5.000 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr (2014: 105.347 Einheiten). Dies entspricht einem Plus von 5,0 %. Der Pkw-Marktanteil von Renault belief sich zum Jahresende auf 3,5 % und damit auf Vorjahresniveau. Insgesamt verzeichnete die Renault Gruppe im Jahr 2015 genau 156.351 Pkw-Zulassungen und erreichte damit ein leichtes Absatzplus von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Liste der zulassungsstärksten Pkw-Modelle der Marke Renault auf dem deutschen Markt führt wie schon im Vorjahr der Clio an. Mit 22.415 Einheiten positioniert er sich noch vor dem fünftürigen Cityflitzer Twingo, der im ersten vollen Verkaufsjahr der dritten Modellgeneration 21.138 mal neu zugelassen wurde. Auf den dritten Platz der Renault Bestenliste hat sich der Captur geschoben: Das Crossover-Modell erzielte mit 16.309 Einheiten ein kräftiges Absatzplus von 19,0 % im Vergleich zum Vorjahr (2014: 13.717 Einheiten) und unterstreicht damit erneut den Erfolg der modernen, attraktiv designten Renault Modelle.
Einen hervorragenden Marktstart absolvierten die Modellneuheiten von Renault: 6.977 Kunden entschieden sich seit Juni 2015 bereits für das SUV Kadjar. Mit diesem Schnellstart unterstreicht der Newcomer nachdrücklich das Potenzial seiner Fahrzeugklasse. Auch die fünfte Modellgeneration des Espace feierte ein beachtliches Marktdebüt. 2.423 Kunden entschieden sich in den ersten Verkaufsmonaten für das dynamische Crossover-Modell.
Ein exzellentes Ergebnis deutlich über dem Marktdurchschnitt erzielte die Marke Renault bei den leichten Nutzfahrzeugen. Insgesamt wechselten 19.453 Einheiten in Kundenhand, was einem Zuwachs von 16,2 % bzw. 2.716 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr entspricht (2014: 16.737 Einheiten). Der moderat positive Gesamtmarkt verzeichnete im gleichen Zeitraum nur ein Absatzplus von 2,9 %. Die guten Verkäufe spiegeln sich auch beim Marktanteil wieder: Renault verbesserte sein Ergebnis um 0,9 Prozentpunkte auf 8,1 % bei den leichten Nutzfahrzeugen (Vorjahr: 7,2 %). Damit ist Renault auch die stärkste Importmarke in der Transporterklasse und belegt Rang vier auf dem Gesamtmarkt. Meistgefragtes Modell ist der Master, der sich mit 8.039 Einheiten nochmals deutlich gegenüber dem Vorjahr verbesserte (2014: 7.243 Einheiten). Auf Rang zwei der Bestenliste positioierte sich der völlig neu entwickelte Trafic, der in seinem ersten vollen Verkaufsjahr auf 5.819 Neuzulassungen kam (2014: 4.401 Einheiten). Auch der Kangoo Rapid steigerte sich nochmals im Vergleich zum Vorjahr und erzielte 5.191 Neuzulassungen (2014: 4.739 Einheiten).
Ein sehr gutes Ergebnis erzielte Renault erneut im weiterhin kräftig wachsenden Markt der Elektrofahrzeuge. Der französische Hersteller setzte insgesamt 2.081 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit reinem Elektroantrieb ab und erzielte einen Marktanteil von 15,6 %. Darüber hinaus verließen 395 Elektrozweisitzer Twizy die Renault Händlerbetriebe. Der als Quad eingestufte Zweisitzer für den Stadtverkehr wird in der Pkw-Statistik nicht berücksichtigt und erhöht den Renault Marktanteil bei den umweltschonenden Elektrofahrzeugen auf 18,1 %. Damit trägt nahezu jedes fünfte neu zugelassene Elektrofahrzeug das Renault Markenemblem an der Front. Bestseller der Renault Modellpalette mit E-Motor war erneut die Kompaktlimousine ZOE, die 1.787-mal in Kundenhand wechselte. Dies entspricht einem Absatzplus von 19 % gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.498 Einheiten). Noch besser etablierte der Fünftürer seine Topposition bei den Privatzulassungen: Mit 797 Einheiten behauptet sich der ZOE mit großem Abstand vor seinen Wettbewerbern. Der Elektrotransporter Kangoo Z.E. kommt auf 291 Neuzulassungen und erreicht damit nahezu sein Vorjahresergebnis (2014: 300 Einheiten).
Die Marke Dacia hat ihre Rolle als wichtige Säule der Renault Gruppe auch im Jahr 2015 erneut bestätigt. Insgesamt verkaufte die erfolgreiche Tochter 47.453 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Deutschland und erzielte einen Marktanteil von 1,38 % (2014: 50.703 Einheiten, 1,55 % Marktanteil). Damit konnte Dacia trotz fehlender Modellneuheiten seine Marktposition nahezu behaupten.
Vor allem das überdurchschnittlich gute Ergebnis im Privatkundenmarkt bildet die solide Basis der Marke: Mit einem Anteil von 84 % privaten Käufern positioniert sich Dacia hier weit über dem Marktniveau. 2015 ging der Anteil der privaten Neuzulassungen im Gesamtmarkt erneut zurück und erreichte nur noch 34,2 % gegenüber 36,2 % im Vorjahr.
Auf der Liste der meistgefragten Dacia Modelle rangiert das Kompaktmodell Sandero erneut auf Platz eins mit 16.507 Neuzulassungen. Knapp dahinter rangiert das SUV-Modell Dacia Duster mit 14.074 Verkäufen. Auf den weiteren Plätzen der Rangliste folgen die Pkw-Modelle Logan MCV, Dokker und Lodgy. Bei den leichten Nutzfahrzeugen erzielte der Kombivan Dokker Express 1.668 Neuzulassungen.
Die Renault und Dacia Neuwagenzulassungen (Einheiten)
| 2015 | 2014 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Renault | |||
| Twizy* | 395 | 507 | -22,1 |
| Twingo (2. und 3. Generation) | 21.138 | 21.187 | -0,2 |
| Clio (inkl. 3. Generation) | 22.415 | 24.272 | -7,7 |
| Wind | - | 32 | |
| Captur | 16.309 | 13.717 | 18,9 |
| ZOE | 1.787 | 1.498 | 19,3 |
| Mégane Familie | 30.784 | 34.501 | 10,8 |
| davon Mégane | 14.666 | 17.853 | -17,9 |
| davon Scénic/Grand Scénic | 16.118 | 16.648 | -3,2 |
| Fluence | 8 | 9 | -11,1 |
| Fluence Z.E. | 3 | 9 | -66,7 |
| Laguna | 687 | 1.542 | -55,4 |
| Espace (4. und 5. Generation) | 2.423 | 906 | 167,4 |
| Talisman | 33 | - | |
| Koleos | 516 | 963 | -46,4 |
| Kadjar | 6.977 | - | |
| Kangoo | 4.499 | 5.104 | -11,9 |
| Trafic | 2.068 | 1.276 | 62,1 |
| Master | 906 | 318 | 184,9 |
| Sonstige | 34 | 13 | 88,9 |
| Gesamt Pkw Renault (inkl. Twizy) | 110.587 | 105.854 | 4,5 |
| Dacia | |||
| Logan einschließlich MCV | 7.001 | 7.969 | -12,1 |
| Sandero | 16.506 | 18.368 | -10,1 |
| Lodgy | 3.323 | 3.748 | -11,3 |
| Dokker | 4.843 | 3.439 | 40,8 |
| Duster | 14.073 | 15.343 | -8,3 |
| Sonstige Pkw Dacia | 18 | 40 | -55 |
| Gesamt Pkw Dacia | 45.764 | 48.907 | -6,4 |
| Renault Pkw + Dacia Pkw | 156.351 | 154.761 | 1,4 |
| Kangoo Rapid | 5.103 | 4.739 | 7,7 |
| Kangoo Z.E. | 291 | 300 | -3,0 |
| Trafic Transporter (2. und 3. Generation) | 6.037 | 4.401 | 37,2 |
| Master Transporter | 7.994 | 7.228 | 10,6 |
| Sonstige | 28 | 69 | -60 |
| Gesamt Nfz Renault bis 5 t | 19.453 | 16.737 | 16,2 |
| Dacia Nfz | 1.689 | 1.796 | -6,0 |
| Renault Nfz + Dacia Nfz bis 5 t | 21.142 | 18.533 | 14,1 |
| Gesamt Pkw + Transporter | 177.493 | 173.294 | 2,7 |
* Zulassungen für den Twizy sind nicht in der offiziellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) enthalten
Ertragslage
Der Jahresüberschuss 2015 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 5,3 auf Mio. EUR 16,7.
Die Umsatzerlöse lagen mit Mio. EUR 1.092,8 über dem Vorjahresniveau (Mio. EUR 1.032,3). Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):
| 2015 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neu-, Dienst- und Gebrauchtwagen | 948 | 903 |
| Ersatzteilverkäufe | 105 | 94 |
| Übrige | 40 | 35 |
| 1.093 | 1.032 |
Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gestiegene Fahrzeugverkäufe und eine damit einhergehende Steigerung der Kommissionserlöse zurückzuführen.
Die Zulassungen der Pkw und leichten Nutzfahrzeuge Renault und Dacia stiegen um 2,7 % bzw. 4.706 Einheiten. Der Marktanteil der Gruppe ist leicht auf 5,2% (2014: 5,3%) gesunken.
Es handelt sich bei den ausgewiesenen Umsätzen hauptsächlich um Kommissionserlöse, da der Neuwagen- und Teilevertrieb, soweit es sich bei den Teilen nicht um Fremdbezüge handelt, auf Kommissionsbasis erfolgte. Als Umsatzerlöse wird hierbei nur die Kommission, die sowohl eine fixe Provision als auch die Erstattung bestimmter Aufwendungen beinhaltet, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse beinhalten auch die Vertriebskosten, die im Rahmen der variablen Kommission an den Kommittenten weiterbelastet wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um Mio. EUR 3,9 (2,1 %) auf Mio. EUR 186,7.
Der Materialaufwand verzeichnete einen deutlichen Rückgang um Mio. EUR 40,7 (-17,3 %) auf Mio. EUR 194,9. Ursächlich hierfür ist der Rückgang von Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren von Mio. EUR 35,8, sowie der Aufwendungen für bezogene Leistungen von Mio. EUR 4,9.
Der Personalaufwand ist mit Mio. EUR 35,6 leicht über dem Vorjahresniveau (2014: Mio. EUR 34,5). Im Jahre 2015 waren durchschnittlich 398 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 3 Beschäftigte weniger.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um Mio. EUR 91,5 zu und belaufen sich nunmehr auf Mio. EUR 996,8. Im Wesentlichen sind hierfür gestiegene Aufwendungen für Werbung und Verkaufsunterstützungsaktionen im Bereich der Kundenfinanzierung maßgeblich. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird der überwiegende Teil (Mio. EUR 776,9) im Rahmen der Kommission an Renault s.a.s. weiterbelastet.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beliefen sich auf TEUR 344. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betragen TEUR 6.
Die Zinsaufwendungen stiegen um 3,7 Mio. EUR auf 23,3 Mio. EUR. Gleichzeitig sanken die Zinserträge um Mio. EUR 0,7 auf Mio. EUR 0.
Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und -erträgen sowie Aufwendungen und Erträgen aus Ergebnisabführung) beträgt Mio. EUR --22,9 (Vorjahr Mio. EUR -20,2). Dieser Effekt basiert im Wesentlichen auf einer Veränderung des Diskontierungszinssatzes bei den Pensionsrückstellungen.
Der Aufwand aus Ertragsteuern belief sich auf Mio. EUR 9,5 und erhöhte sich damit um Mio. EUR 3,3. Darin enthalten sind Mio. EUR 0,9 an latentem Steueraufwand als Folge der Veränderung der aktiven latenten Steuern.
Vermögenslage
In Sachanlagen wurden Mio. EUR 1,4 investiert.
Die Summe der Vorräte verringerte sich um Mio. EUR 1,6 (-13,5 %) auf Mio. EUR 10,2. Der Grund dafür war fast ausschließlich der Rückgang des Bestandes an Gebrauchtwagen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um Mio. EUR 70,8 auf Mio. EUR 619,1. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um Mio. EUR 0,6. Auch haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Mio. EUR 65,8 erhöht. Dabei ist besonders ein Anstieg der Forderungen aus dem Cash-Pool gegen die Muttergesellschaft Renault s.a.s um Mio. EUR 104,9 maßgeblich.
Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um Mio. EUR 4,2. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme von Forderungen gegen den Gesellschafter Renault s.a.s. aus Buy-Back-Geschäften, die rechtlich noch nicht entstanden sind und deshalb unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden.
Das Eigenkapital erhöhte sich um Mio. EUR 5,3. Ursächlich hierfür war der höhere Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote veränderte sich von 5,8 % auf 6,0 %.
Die Rückstellungen lagen mit Mio. EUR 490,7 um Mio. EUR 51,8 über dem Vorjahresniveau, was größtenteils auf eine Steigerung der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Zuführungen für noch auszustellende Gutschriften an Renault Händler im Rahmen der Verkaufsförderung.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 6,7 auf Mio. EUR 137,6. Während sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 3,6 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 14,1 erhöhten, verringerten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 10,9 Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ist auf die gesunkenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen.
Finanzlage
Es bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Der täglich praktizierte Finanzausgleich (Cash-Pooling und Konzernverrechnung) garantiert eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen. Durch die Zentralisierung der Finanzwirtschaft übernimmt die französische Muttergesellschaft die Verpflichtung, im Rahmen der Konzernfinanzierung für eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs der Gesellschaft der Renault-Gruppe in Deutschland zu sorgen. Von Änderungen bei den marktüblichen Kreditkonditionen (z.B. Währungsrisiko) oder einer Einstufung der Kreditwürdigkeit durch Ratings ist die Gesellschaft daher nicht unmittelbar betroffen. Die Zinsen werden aufgrund des positiven monatlichen arithmetischen Mittels des EONIA (European Overnight Index Average) zzgl. 0,15 % berechnet. Bei negativem EONIA-Zinssatz wird auf eine negative Zinsbelastung jedoch verzichtet. Da der EONIA-Zinssatz im gesamten Kalenderjahr 2015 negativ war, resultierte aus der Position der Renault Deutschland AG im Cash-Pool ein Zinsergebnis von EUR 0.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. Mio. EUR 117,6 (Vorjahr: Mio. EUR 85,6) wird im Wesentlichen durch eine Minderung der außerhalb des Cash-Pools bestehenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR 39,0) sowie durch eine Erhöhung der Rückstellungen um Mio. EUR 51,8 positiv beeinflusst.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Mio EUR -1,4 ergibt sich aus den Investitionen in Sachanlagen (2014: Mio. EUR -0,4).
Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Cashflow aufgrund von Dividendenzahlungen in Höhe von Mio. EUR -11,4 (Vorjahr: Mio. EUR -2,9).
Der Finanzmittelfond erhöhte sich um Mio. EUR 104,8 auf Mio. EUR 498,2 und setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln und den Forderungen aus dem Cash-Pool zusammen. Die wesentlichen Veränderungen erfolgten hierbei bei den Cash-Pool-Forderungen (Mio. EUR 104,9).
Risikobericht
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagementsystems verantwortlich.
Das Risikomanagementsystem der Renault Deutschland AG ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Die Abteilungsleiter der einzelnen Direktionen sind Risikomanagement-Beauftragte und für die Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -kommunikation in ihrem Bereich verantwortlich. Daneben gibt es einen Risikomanagement-Koordinator, dessen Aufgabe die Organisation der Prozessabläufe des Risikomanagements sowie die eines Bindeglieds zwischen Vorstand und Risikobeauftragten ist.
Bestandgefährdende Risiken oder Risiken, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Unternehmens wesentlich zu beeinträchtigen, sind nicht vorhanden.
Als wesentliche mögliche Risiken hat die Gesellschaft das Risiko des Zahlungsausfalles im Händlernetz, Sicherheitsrisiken im IT-Bereich sowie das Risiko der Mitarbeiter-Fluktuation identifiziert und entsprechende Maßnahmen getroffen.
Zur Vermeidung von Zahlungsausfallrisiken werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, im Rahmen eines echten Factorings veräußert. Darüber hinaus werden Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht.
Renault legt großen Wert darauf, seine Mitarbeiter über ihre gesamte Karriere unabhängig vom Alter zu motivieren, sich weiterzubilden und neue Herausforderungen innerhalb des Konzerns anzunehmen.
Im Bereich Informationstechnik hat die Gesellschaft Sicherungskonzepte entwickelt, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerk beziehen.
Es gibt für die Mitarbeiter unternehmensweite Richtlinien für den Umgang mit elektronischen Informationen sowie Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Dies wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter vertieft. Technische Schutzmaßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen dienen ebenfalls der Verminderung von IT-Risiken.
Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Cash-Pooling- und Konzernverrechnungsverfahrens bestehen beträchtliche Forderungen, die 74,6 % (Vorjahr: 65 %) der Bilanzsumme ausmachen. Eine Rückzahlung ist jedoch nach unserer derzeitigen Erkenntnis nicht gefährdet.
Ausblick und Chancen
Ausblick 2015 und tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Ausblick
Für das Jahr 2015 hatten wir vor dem Hintergrund des sich verbessernden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes in Deutschland einen leichten Anstieg der Neuzulassungen bei den PKW und leichten Nutzfahrzeugen prognostiziert.
Außerdem gingen wir davon aus, dass der Renault Marktanteil in diesem Gesamtmarkt ebenso wie der Marktanteil von Dacia sich positiv entwickeln würde. Ferner haben wir mit einem Anstieg des Volumens bei den Elektrofahrzeugen über das Niveau von 2014 gerechnet.
Der Gesamtmarkt 2015 für PKW belief sich auf 3,21 Millionen Neuzulassungen und entwickelte sich mit einem Plus von 5,6 % positiv deutlich über unseren Erwartungen. Der Gesamtmarkt der leichten Nutzfahrzeuge schloss mit einem Plus von 2,9 % bei 240.507 Einheiten im Rahmen unserer Erwartungen.
In diesem positiven Umfeld entwickelten sich unsere Verkäufe der Renault-Modelle im Wesentlichen parallel zum Gesamtmarkt, mit einem Marktanteil bei den PKW-Neuzulassungen von 3,45% (Vorjahr: 3,47%). Bei den leichten Nutzfahrzeugen konnten wir den Marktanteil der Renault-Modelle sogar um 0,93%-Punkte auf 8,09% (Vorjahr: 7,16%) steigern.
Bei der Marke Dacia sank der Marktanteil dagegen bei den PKW-Neuzulassungen um 0,18 Prozentpunkte von 1,61% auf nunmehr 1,43%. Bei den Nutzfahrzeugen bewegte sich der Marktanteil mit 0,70% auf dem Niveau des Vorjahres (0,77%).
Das Ziel, mehr Elektrofahrzeuge als im Jahr 2014 abzusetzen, wurde erreicht. Der für 2015 anvisierte Umsatz der ZE-Fahrzeuge wurde allerdings leicht unterschritten.
Die Umsatzerlöse haben sich aufgrund gestiegener Fahrzeugverkäufe und damit einhergehend gestiegenen Kommissionserlösen erwartungsgemäß verbessert (Steigerung um 5,9% gegenüber Vorjahr). Auch der Jahresüberschuss vor Ertragsteuern hat sich erfreulicher Weise entgegen der Prognose sehr positiv entwickelt. Nach einer Steigerung um 48,1 % beläuft sich dieser auf Mio. EUR 26,2 (Vorjahr: Mio. EUR 17,7).
Ausblick 2016
Für den Gesamtmarkt rechnet die Renault Deutschland AG 2016 mit einem moderaten Zuwachs der Neuzulassungen bei PKW und leichten Nutzfahrzeugen.
Auf dieser Basis soll sich der Marktanteil der beiden Konzernmarken Renault und Dacia weiterhin positiv entwickeln und gegenüber dem Vorjahr leicht steigen.
Unsere Zuversicht stützt sich u.a. darauf, dass wir bei den neuen Modellen Kadjar und Espace das erste volle Verkaufsjahr erwarten. Außerdem bringen wir mit Talisman, Talisman Grandtour, Megane, Megane Grandtour, Scenic und Grand Scenic weitere neue Modelle auf den Markt. Hieraus resultiert eine weitgehende Erneuerung unserer Renault-Modellpalette. Die neuen Modelle sowie die bereits erfolgreich eingeführten Modelle Kadjar und Espace begründen unsere Erwartung, den Umsatz deutlich erhöhen zu können.
Die Entwicklung des Elektrofahrzeugmarktes hängt sehr stark von der Qualität der staatlichen Unterstützung ab, die bisher noch nicht in der Lage war, signifikante Impulse zu setzen. Eine rasche Umsetzung des von der Bundesregierung angedachten Förderungskonzeptes, welches unter anderem eine Kaufprämie für reine Elektrofahrzeuge von TEUR 4 sowie für Hybridfahrzeuge in Höhe von TEUR 3 vorsieht, wäre wünschenswert. Ob und unter welchen konkreten Bedingungen die politisch diskutierten Vorschläge umgesetzt und zu einer wesentlichen Entwicklung im Bereich der Elektromobilität in Deutschland führen werden, ist derzeit nicht absehbar.
Wir wollen unser Volumen bei den Elektrofahrzeugen über das Absatzvolumen von 2015 deutlich steigern.
Auf Basis dieser Annahmen gehen wir für 2016 von steigenden Umsätzen und einem annähernd gleichbleibenden Jahresüberschuss vor Steuern aus.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es ergaben sich keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre.
Erklärung zur Unternehmensführung
Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 22. Oktober 2015 wurden die Zielgrößen gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft auf jeweils 17 % festgelegt. Darüber hinaus legte der Vorstand mit Beschlussfassung vom 20. Oktober 2015 die Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 AktG für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 25 % und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 19 % fest. Diese Angaben gelten für die Zeit bis zum 30. Juni 2017.
Mit Stand 31. Dezember 2015 ergab sich für den Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 0%. Da der Aufsichtsrat im Juni 2015 neu gewählt wurde und kein Aufsichtsratsmitglied sein Amt niedergelegt hat oder abberufen wurde, konnte der Frauenanteil nicht erhöht werden.
Der Frauenanteil im Vorstand betrug zum 31. Dezember 2015 0%. Da keine Kandidatinnen für die Nachbesetzung der Vorstandsämter zur Verfügung standen, konnte die Zielgröße nicht erreicht werden.
Die Zielgröße für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands in Höhe von 25% wurde mit Stand 31. Dezember 2015 erreicht.
Zum 31. Dezember 2015 betrug der Frauenanteil für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 15,2%. Für die Neu- oder Nachbesetzung dieser Stellen standen keine geeigneten Kandidatinnen zur Verfügung.
Ziel bleibt es, die gesetzten Zielgrößen bis zum 30. Juni 2017 zu erreichen.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat den gemäß § 312 Aktiengesetz erforderlichen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:
"Mit der Ausnahme einer unentgeltlichen Leistung an ein 100 %iges Tochterunternehmen, mit dem ein Gewinnabführungsvertrag besteht, hat unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch nicht benachteiligt. Bei der vorstehend umschriebenen unentgeltlichen Leistung erfolgt der Nachteilsausgleich im Wege der um die fehlende Gegenleistung erhöhten Gewinnabführung."
Brühl, den 17. Mai 2016
Olivier Gaudefroy
Régis Bavelier
Fréderic Posez
Christophe Mittelberger
Martin Zimmermann
Jérôme Struk
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Die Berichte waren Gegenstand eingehender Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen und bildeten die Grundlage für die durchgeführte Überwachung der Geschäftsführung. Anlass zu Beanstandungen hat es nicht gegeben.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die letzte ordentliche Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Düsseldorf, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Im Falle des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen trägt der Vermerk folgenden Wortlaut:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." |
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der nach § 172 Aktiengesetz festgestellt ist.
Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Brühl, im Juli 2016
Der Aufsichtsrat