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Renault — Annual Report 2024
Sep 29, 2025
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Annual Report
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Publication
Renault Deutschland AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024
Bilanz zum 31. Dezember 2024
Aktiva
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 62.473,14 | 79.821,90 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.114.414,52 | 8.603.727,41 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 15.861,13 | 61.808,52 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.665.560,04 | 1.754.519,26 |
| 4. Anlagen im Bau | 6.050,01 | 0,00 |
| 5.801.885,70 | 10.420.055,19 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.326.528,71 | 12.326.528,71 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 463.119,00 | 572.682,00 |
| 12.789.647,71 | 12.899.210,71 | |
| 18.654.006,55 | 23.399.087,80 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Hilfs- und Betriebsstoffe | 103.291,71 | 182.953,83 |
| 2. Waren | 5.994.474,72 | 9.572.333,74 |
| 6.097.766,43 | 9.755.287,57 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.972.552,83 | 3.025.454,45 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 751.911.020,45 | 688.932.067,52 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 66.206.841,61 | 55.267.640,86 |
| 821.090.414,89 | 747.225.162,83 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 6.387,95 | 65.827,59 |
| 827.194.569,27 | 757.046.277,99 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.917,25 | 505.633,75 |
| D. Aktive latente Steuern | 15.350.780,66 | 20.972.780,66 |
| 861.209.273,73 | 801.923.780,20 |
Passiva
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 10.655.322,80 | 10.655.322,80 |
| II. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 1.065.532,28 | 1.065.532,28 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 20.742,80 | 20.742,80 |
| 1.086.275,08 | 1.086.275,08 | |
| III. Gewinnvortrag | 70.390.057,53 | 23.691.423,89 |
| IV. Jahresüberschuss | 56.198.579,44 | 46.698.633,64 |
| 138.330.234,85 | 82.131.655,41 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 46.206.625,00 | 48.453.908,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 59.833.237,55 | 41.577.553,99 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 488.918.367,12 | 519.602.035,53 |
| 594.958.229,67 | 609.633.497,52 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 25.583.553,34 | 26.972.839,18 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 73.929.179,21 | 42.101.234,10 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 28.408.076,66 | 41.084.553,99 |
| davon aus Steuern 18.100.265,08 EUR (Vorjahr: 27.643.872,58 EUR) | ||
| 127.920.809,21 | 110.158.627,27 | |
| 861.209.273,73 | 801.923.780,20 |
Gewinn- und Verlustrechnung für 2024
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 1.332.594.468,17 | 1.427.810.296,53 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 42.599.128,19 | 6.444.440,67 |
| 1.375.193.596,36 | 1.434.254.737,20 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -133.296.076,28 | -151.832.624,35 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -292.860.788,16 | -302.277.332,25 |
| -426.156.864,44 | -454.109.956,60 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -33.892.362,46 | -31.640.825,20 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -6.464.175,61 | -11.434.338,11 |
| davon für Altersversorgung 1.563.604,37 EUR (Vj. 6.629.563,95 EUR) | ||
| -40.356.538,07 | -43.075.163,31 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -719.192,41 | -866.662,23 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -799.233.828,39 | -850.317.357,09 |
| 108.727.173,05 | 85.885.597,97 | |
| 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 4.679.264,53 | 17.062.582,87 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 20.819.087,46 | 16.300.718,07 |
| davon an verbundene Unternehmen 20.809.318,46 EUR (Vj. 16.081.658,36 EUR) | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -48.172.760,86 | -41.506.755,03 |
| davon an verbundene Unternehmen 31.646.183,85 EUR (Vj. 38.103.486,86 EUR) | ||
| davon aus Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 491.200,00 EUR (Vj. 902.721,00 EUR) | ||
| davon Aufwendungen aus der Abzinsung sonstiger Rückstellungen 1.214.917,00 EUR (Vj. 318,00 EUR) | ||
| -22.674.408,87 | -8.143.454,09 | |
| 10. Ergebnis vor Steuern | 86.052.764,18 | 77.742.143,88 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -29.744.212,50 | -30.991.813,93 |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 56.308.551,68 | 46.750.329,95 |
| 13. Sonstige Steuern | -109.972,24 | -51.696,31 |
| 14. Jahresüberschuss | 56.198.579,44 | 46.698.633,64 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2024
Allgemeine Hinweise
Sitz der Renault Deutschland AG ist Köln. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 43252 im Register des Amtsgerichts Köln eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).
Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet, Vermögensgegenstände sind grundsätzlich höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauer über sechs Jahre planmäßig abgeschrieben (lineare Methode).
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig nach der linearen Methode über die geplante Nutzungsdauer von drei bis 50 Jahren vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter („GWG“) bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten beziehungsweise mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind seit dem Bilanzstichtag im Jahr 2022 nach dem IDW RH FAB 1.021 (Passivprimat) angesetzt.
Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der FiFo-Methode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren (Dienst- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile) werden grundsätzlich mit den einzelnen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unter Berücksichtigung der Verkaufserlöse der Vergangenheit sowie der Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen für Fahrzeuge in angemessener Höhe gebildet. Bestandsrisiken der Teile, die sich aus verminderter Verkaufsfähigkeit und aus der Lagerdauer ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Latente Steuern
Nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept wurden auf sämtliche Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern berechnet. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.
Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Pensionsrückstellungen
Es wurden Rückstellungen für unmittelbare und mittelbare Pensionsverpflichtungen bilanziert. Es wird das Ansatzwahlrecht der Bilanzierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass die Pensionsrückstellungen in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Versorgungsverpflichtungen und dem vorhandenen Kassenvermögen bei der Konzern-Unterstützungskasse der Renault Deutschland AG bilanziert werden. Die pensionsfähigen Bezüge werden mit dem voraussichtlichen Stand am Bilanzstichtag kalkuliert.
Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszinsfuß wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Zinssatz von 1,90 % (Vorjahr: 1,82 %) zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit Tz 61 von IDW RS HFA 30 n.F. (Stand 16.12.2016) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren i. S. v. IAS 19. Dabei erfolgt die Zuordnung künftiger Leistungen im Verhältnis der bereits zurückgelegten zu der bis zum Eintritt des jeweiligen Versorgungsfalles möglichen Dienstzeit.
Außerdem wurden der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Gehaltserhöhungen | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| Rentenanpassungen | 1,75 % p. a. | 1,75 % p. a. |
| Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| Fluktuationsrate (Alter bis 50 Jahre) | 2,62 % p. a. | 2,62 % p. a. |
| Fluktuationsrate (Alter über 50 Jahre) | 0,00 % p. a. | 0,00 % p. a. |
Ferner dienten für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen als biometrische Rechnungsgrundlagen die „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für erwartete Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen und auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Kommissionserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Veräußerung an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst. Gemäß § 277 Abs. 5 HGB wurden, wie in den Vorjahren, Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen und der ATZ-Rückstellung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.
Kommissionsgeschäft
Die Renault Deutschland AG wickelt die Neuwagen- und Ersatzteilverkäufe der Marken Renault, Dacia und Alpine im Wesentlichen als Kommissionärin für die Renault s.a.s., Boulogne- Billancourt/Frankreich, ab. Außerdem vertreibt sie als Kommissionärin der Ampere s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, Elektro-Neufahrzeuge aus der Renault ElectriCity (Werke Nord-Frankreich). Die Kommission, die als Vergütung für diese Tätigkeit gewährt wird, beinhaltet neben einem fixen Teil auch einen variablen Teil, der zur Deckung der Kosten von Verkaufsförderungsaktionen dient.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.
Umlaufvermögen
Die Warenbestände der Renault Deutschland AG verringerten sind auf 5.994 TEUR (Vorjahr 9.572 TEUR). Der Fahrzeugbestand beträgt 4.229 TEUR (Vorjahr: 8.001 TEUR). Im Übrigen handelt es sich um Teile im Wert von 229 TEUR (Vorjahr: 272 TEUR) sowie um sonstige Warenbestände wie Werbematerialien und Kfz-Briefe in Höhe von 1.536 TEUR (Vorjahr: 1.299 TEUR).
Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen im Wert von 103 TEUR (Vorjahr: 183 TEUR) handelt es sich um Heizöl und Verpackungsmaterialien.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 751.911 TEUR (Vorjahr: 688.932 TEUR) bestehen 649.073 TEUR (Vorjahr: 518.371 TEUR) gegen den Cash-Pool-Führer Renault S.A., Boulogne-Billancourt/Frankreich, bei einem Kreditinstitut in Paris/Frankreich. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 102.838 TEUR (Vorjahr: 170.561 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und betreffen mit 72.398 TEUR (Vorjahr: 131.348 TEUR) die Gesellschafterin Renault s.a.s.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 66.207 TEUR (Vorjahr: 55.268 TEUR) enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Renault s.a.s. in Höhe von 6.987 TEUR (Vorjahr: 11.362 TEUR). Hierbei handelt es sich um Regressansprüche aus Buy-Back-Rückstellungen. Des Weiteren beinhaltet die Bilanzposition sonstige Forderungen aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 9.080 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen in Höhe von 4.540 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Bei den restlichen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer in Höhe von 48.545 TEUR (Vorjahr: 40.611 TEUR) sowie diverse sonstige Forderungen, ausstehende Gutschriften von Lieferanten und debitorische Kreditoren in Höhe von 6.135 TEUR (Vorjahr: 3.295 TEUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 1.250 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Aktive latente Steuern
Es wurde ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von 15.351 TEUR (Vorjahr: 20.973 TEUR) bilanziert, der auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt wurde. Es handelt sich hierbei insbesondere um Unterschiede bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Dabei werden bei der Renault Deutschland AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 32,00 %. Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Sachverhalten:
| Aktive latente Steuern (+) / | ||
|---|---|---|
| Sachverhalt | Differenz zur Steuerbilanz | Passive latente Steuern (-) |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 127 | 41 |
| Vorratsvermögen | 62 | 20 |
| Sonstige Forderungen | 59 | 19 |
| Pensionsrückstellung/ATZ | 38.783 | 12.410 |
| Sonstige Rückstellungen | 209 | 67 |
| Differenzen der Organgesellschaften | 8.732 | 2.794 |
| Total | 47.972 | 15.351 |
Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Renault Deutschland AG beträgt 10.655 TEUR und ist in 20.840 Stückaktien aufgeteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Namensaktien.
Zu der am Stichtag bestehenden Ausschüttungssperre in Höhe von 15.351 TEUR verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern.
In der ordentlichen Hauptversammlung am 03. Juli 2024 wurde beschlossen, keine Dividende auszuschütten und den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 70.390 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen 46.207 TEUR (Vorjahr: 48.454 TEUR). Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 83.946 TEUR (Vorjahr: 86.760 TEUR) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens bei der Konzern-Unterstützungskasse Renault Deutschland AG e. V., Brühl, in Höhe von 37.739 TEUR (Vorjahr: 38.306 TEUR) saldiert. Der Wertansatz der der Unterstützungskasse zugeordneten Rückdeckungsversicherungen (mittelbar) erfolgt seit dem 31.12.2022 nach IDW RH FAB 1.021. Der Unterschiedsbetrag, der nach § 253 Absatz 6 HGB ermittelt wurde, beträgt -780 TEUR.
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 59.833 TEUR (Vorjahr: 41.578 TEUR) betreffen Körperschaftsteuer 9.873 TEUR (Vorjahr: 5.989 TEUR), Gewerbesteuer 26.042 TEUR (Vorjahr: 14.957 TEUR) und Solidaritätszuschlag 543 TEUR (Vorjahr: 329 TEUR) sowie Rückstellungen für steuerliche Risiken aus der steuerlichen Abschlussprüfung 2011 - 2018 in Höhe von 23.375 TEUR (Vorjahr: 20.302 TEUR).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 488.918 TEUR (Vorjahr: 519.602 TEUR) betreffen überwiegend Rückstellungen für Verkaufsförderungen und Boni für Fahrzeuge im Netzbestand und für Händler 400.141 TEUR (Vorjahr: 339.614 TEUR), Restrukturierungskosten für das Händlernetz 65.745 TEUR (Vorjahr: 110.117 TEUR) sowie drohende Verluste aus Buy-Back-Geschäften 6.987 TEUR (Vorjahr: 12.062 TEUR).
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamtbetrag | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 25.584 | 0 | 0 | 25.584 |
| (Vorjahr) | (26.973) | (0) | (0) | (26.973) |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 73.929 | 0 | 0 | 73.929 |
| (Vorjahr) | (42.101) | (0) | (0) | (42.101) |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 28.408 | 0 | 0 | 28.408 |
| (Vorjahr) | (41.085) | (0) | (0) | (41.085) |
| davon aus Steuern | 18.100 | 0 | 0 | 18.100 |
| (Vorjahr) | (27.644) | (0) | (0) | (27.644) |
| 127.921 | 0 | 0 | 127.921 | |
| (110.159) | (0) | (0) | (110.159) |
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 28.408 TEUR (Vorjahr: 41.085 TEUR) enthalten größtenteils Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Händlern aus Verkaufsförderungsmaßnahmen.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):
| 2024 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neuwagen | 802 | 878 |
| Ersatzteilverkäufe | 127 | 137 |
| Verkäufe von Dienst- und Gebrauchtwagen | 70 | 81 |
| Übrige | 334 | 332 |
| 1.333 | 1.428 |
Die Umsatzerlöse entfallen wie im Vorjahr hauptsächlich auf die Bundesrepublik Deutschland. In den übrigen Umsatzerlösen sind insbesondere Erträge aus weiterbelasteten Garantieleistungen und Erträge aus Transportdienstleistungen enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 42.599 TEUR (Vorjahr: 6.444 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen in Höhe von 26.799 TEUR (Vorjahr 3.781 TEUR), Erträge aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 9.080 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), und ferner periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 5.039 TEUR (Vorjahr 309 TEUR).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres betragen 799.234 TEUR (Vorjahr: 850.317 TEUR). Es handelt sind im Wesentlichen um Aufwendungen für Beihilfen und Zuschüsse an Händler, Werbeaufwendungen, Fremdarbeiten, Frachtkosten, Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen, Mietaufwendungen und Beratungskosten.
Von dem Gesamtbetrag wurden 661.243 TEUR (Vorjahr: 732.940 TEUR) im Rahmen der Kommissionsverträge direkt an Renault s.a.s. und Ampere s.a.s. weiterbelastet. Der entsprechende Ertrag ist als Kommissionsprovision in den Umsatzerlösen enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In 2024 wurden insgesamt 29.744 TEUR (Vorjahr: 30.992 TEUR) Steuern vom Einkommen und Ertrag gebucht, davon Körperschaftsteuer 11.283 TEUR (Vorjahr: 13.092 TEUR), Gewerbesteuer 13.705 TEUR (Vorjahr: 15.659 TEUR), Solidaritätszuschlag 621 TEUR (Vorjahr: 720 TEUR), sowie Verbrauch von Ertragsteuerrückstellungen 1.487 TEUR (Vorjahr: Zuführung 3.704 TEUR) und ferner 5.622 TEUR (Vorjahr: Ertrag 2.184 TEUR) als Aufwand aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern.
Sonstige Steuern
In den sonstigen Steuern sind Aufwendungen für Grundsteuer in Höhe von 63 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) sowie KFZ-Steuern in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) enthalten.
Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte
Zum 31. Dezember 2024 bestehen Rücknahmeverpflichtungen aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge gegenüber Autovermietern und anderen Großabnehmern in Höhe von 42.209 TEUR (Vorjahr: 63.566 TEUR) sowie Rücknahmeverpflichtungen für Dienstwagen und Mitarbeiter-Leasingfahrzeuge gegenüber der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland mit 12.641 TEUR (Vorjahr: 6.427 TEUR). Das Buy-Back-Geschäft dient der mittelfristigen Verbesserung des Cashflows. Risiken bestehen in der Weitervermarktung, die nicht an den Käufer übergeht, und dem festgelegten Rückkaufswert.
Neben dem Factoring mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, wurde auch das Factoring mit der Deutschen Bank AG, Köln, fortgeführt. Das Factoring dient im Wesentlichen der Liquiditätsverbesserung. Dem Vorteil des frühzeitigen Geldeingangs steht der Nachteil der Factoring- Aufwendungen gegenüber. Risiken werden aus dem echten Factoring derzeit nicht gesehen. Insgesamt waren zum Abschlussstichtag Kundenforderungen in Höhe von 9.561 TEUR ohne Rückgriffsrecht verkauft.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR) für erteilte Investitionsaufträge und mit 40.012 TEUR (Vorjahr: 13.541 TEUR) für finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Pachtverträgen, deren Laufzeitende zwischen 2025 und 2036 liegen, sowie mit 565 TEUR (Vorjahr: 544 TEUR) für hinterlegte Bürgschaften. Hieraus ergeben sich Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Insgesamt 134 TEUR (Vorjahr: 134 TEUR).
Potentielle Risiken können sich ferner aus zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich noch laufenden Verständigungs- beziehungsweise Schiedsverfahren zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in Folge der steuerlichen Außenprüfungen für die Geschäftsjahre 2011-2018 ergeben. Die Steuerrückstellungen zum 31.12.2024 hat die Gesellschaft unter Berücksichtigung vernünftiger kaufmännischer Prognosen über den Ausgang der vorgenannten Verfahren ermittelt. Aus einer unvorhergesehenen Entwicklung dieser Verfahren könnten weitere finanzielle Risiken entstehen.
Angaben zum Prüfungshonorar
Das Abschlussprüfungshonorar in Höhe von 162 TEUR (Vorjahr: 163 TEUR) betrifft ausschließlich Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung.
Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres nach Gruppen
| 2024 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Leitende Angestellte (Prokuristen) | 8 | 6 |
| Angestellte | 252 | 280 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 86 | 86 |
| 346 | 372 |
Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit
Da die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der Gesellschaft unter 500 Beschäftigten liegt, wurde ein Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nicht erstellt.
Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und ehemaliger Geschäftsführer
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024 betrugen 1.798 TEUR (Vorjahr: 1.566 TEUR). Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 252 TEUR (Vorjahr: 247 TEUR). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sowie gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen sind 5.510 TEUR (Vorjahr: 5.647 TEUR) zurückgestellt.
Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2024 beträgt 4 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR).
Aufsichtsrat und Vorstand der Renault Deutschland AG
Aufsichtsrat
| Laurent Renard | Vorsitzender | Directeur S&OP |
| Renault s.a.s./ Frankreich | ||
| Karine Meyer | stellvertretende Vorsitzende | VP Performance & Control Sales & Marketing |
| Renault s.a.s./ Frankreich | ||
| Heinz-Jürgen Löw | Mitglied des Aufsichtsrats | SVP, Renault Brand, LCV |
| Renault s.a.s./ Frankreich | ||
| Tana Striezel | Mitglied des Aufsichtsrats | VP Procurement |
| (ab 22.04.2024) | Renault s.a.s./ Frankreich | |
| Sonja Heine | Arbeitnehmervertreterin | Renault Deutschland AG, Köln |
| Alexander Oppelt | Arbeitnehmervertreter | Renault Retail Group Deutschland GmbH, Köln |
Vorstand
| Florian Kraft | Vorsitzender (seit 19.08.2024) |
| Markus Siebrecht | Vorsitzender (bis 26.06.2024) |
| Pierre Pourcel | Vorstand Finanzen |
| Emmanuel Guiffault | Vorstand Marketing |
| Michael Löhe | Vorstand Vertrieb (bis 02.12.2024) |
| Thilo Schmidt | Vorstand Marke Dacia |
Die Vorstände sind jeweils hauptberuflich in ihrer Funktion tätig.
Anteilsbesitz der Renault Deutschland AG (Stand: 31. Dezember 2024)
| Anteil am Kapital | Eigenkapital 31.12.2024 | Ergebnis 2024 | |
|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Renault Retail Group Deutschland GmbH, Köln | 100 | 12.468 | 0 |
| Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH, Köln | 100 | 25 | 0 |
| SODICAM Vertriebs GmbH, Köln | 100 | 25 | 0 |
Mit allen aufgeführten Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Angaben zum Mutterunternehmen
Die Renault Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Renault S.A., Boulogne-Billancourt/ Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen beziehungsweise auf dessen Internet- Seite erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Die Renault Deutschland AG ist somit nach § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Abweichungen vom deutschen Recht ergeben sich im Wesentlichen bei der Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Pensionen mit unterschiedlichen Rechnungszinssätzen sowie bei der Bilanzierung der Rücknahmeverpflichtung aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge.
Dividendenzahlung der Renault Deutschland AG
Für das Geschäftsjahr 2024 ist eine Gewinnverwendung (Ausschüttung) in Höhe von 111.234 TEUR geplant. Darin ist berücksichtigt, dass für das Geschäftsjahr 2023 bisher keine Ausschüttung stattgefunden hat. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Nachtragsbericht: Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Köln, den 6. Mai.2025
Renault Deutschland AG
Der Vorstand
Florian Kraft
Pierre Pourcel
Emmanuel Guiffault
Thilo Schmidt
Entwicklung des Anlagevermögens 2024
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2024 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 234.156,59 | 0,00 | 34.231,64 | 199.924,95 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 53.667.344,38 | 23.138,42 | 27.774.234,40 | 25.916.248,40 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.521.962,84 | 0,00 | 653.410,21 | 868.552,63 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.053.508,74 | 271.336,59 | 1.825.865,81 | 3.498.979,52 |
| 4. Anlagen im Bau | 0,00 | 6.050,00 | 0,00 | 6.050,00 |
| 60.242.815,96 | 300.525,01 | 30.253.510,42 | 30.289.830,55 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.505.885,00 | 0,00 | 0,00 | 16.505.885,00 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 572.682,00 | 0,00 | 109.563,00 | 463.119,00 |
| 17.078.567,00 | 0,00 | 109.563,00 | 16.969.004,00 | |
| 77.555.539,55 | 300.525,01 | 30.397.305,06 | 47.458.759,50 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2024 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2024 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 154.334,69 | 17.348,76 | 34.231,64 | 137.451,81 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 45.063.616,97 | 346.318,61 | 23.608.101,70 | 21.801.833,88 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.460.154,32 | 32.345,25 | 639.808,07 | 852.691,50 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.298.989,48 | 323.179,79 | 1.788.749,80 | 1.833.419,47 |
| 4. Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 49.822.760,77 | 701.843,65 | 26.036.659,57 | 24.487.944,85 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.179.356,29 | 0,00 | 0,00 | 4.179.356,29 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4.179.356,29 | 0,00 | 0,00 | 4.179.356,29 | |
| 54.156.451,75 | 719.192,41 | 26.070.891,21 | 28.804.752,95 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 62.473,14 | 79.821,90 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.114.414,52 | 8.603.727,41 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 15.861,13 | 61.808,52 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.665.560,05 | 1.754.519,26 |
| 4. Anlagen im Bau | 6.050,00 | 0,00 |
| 5.801.885,70 | 10.420.055,19 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.326.528,71 | 12.326.528,71 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 463.119,00 | 572.682,00 |
| 12.789.647,71 | 12.899.210,71 | |
| 18.654.006,55 | 23.399.087,80 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024
Die Renault Deutschland AG mit Sitz in Köln vertreibt als Kommissionärin der Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, Neufahrzeuge der Marken Renault, Dacia und Alpine sowie Teile und Zubehör für die genannten Marken im eigenen Namen und für Rechnung von Renault s.a.s. Zudem vertreibt sie als Kommissionärin der Ampere s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, Elektro-Neufahrzeuge aus der Renault ElectriCity (Werke Nord-Frankreich). Sie ist zu 60% eine Tochtergesellschaft der Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, 40 % der Anteile hält die Renault Group BV, Amsterdam/Niederlande. Neben der Belieferung des Renault-, Dacia- und Alpine- Händlernetzes werden auch Direktgeschäfte u. a. mit Autovermietern getätigt.
Wesentliches Eigengeschäft ist der Handel mit Gebrauchtwagen („Buy-Back“-Rückläufern) sowie mit lokalen Ersatzteilen.
Die Renault Deutschland AG ist zu 100 % Muttergesellschaft der Renault Retail Group Deutschland GmbH mit Sitz in Köln und der Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH mit Sitz in Köln sowie der Sodicam Vertriebs GmbH mit Sitz in Köln.
Wesentliche Steuerungsindikatoren sind Absatz bzw. Anzahl Neuzulassungen, Umsatz und das Jahresergebnis.
Der Markt
Die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland hält nach Einschätzung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) auch zur Jahreswende 2024/25 weiterhin an. Zwar sind die privaten und insbesondere die öffentlichen Konsumausgaben gestiegen, jedoch sind gleichzeitig die Anlageinvestitionen deutlich rückgegangen. Auch der Außenbeitrag sank durch stagnierende Importe bei abnehmenden Exporten u. A. durch einen drohenden US-Protektionismus. Während sich die wirtschaftliche Lage in einigen konsumnahen Dienstleistungsbereichen leicht verbessert, nehmen die Industrieproduktionen und unternehmensnahen Dienstleistungen weiterhin ab. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2024 preisbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Derzeit dämpfen große Unsicherheiten in den Perspektiven der wirtschaftlichen Lage die Nachfrage nach Konsum und Investitionen im In- und Ausland.1
Auch im Automobilsektor ist die anhaltend schwache Wirtschaftslage spürbar. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden im Jahr 2024 insgesamt 2,8 Mio. PKW neu zugelassen, das entspricht einem Rückgang von 1 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei sind die privaten Neuzulassungen mit einem Gesamtanteil von 32,5 % stärker vom Rückgang in Höhe von 2,1 % betroffen als die gewerblichen Neuzulassungen mit einem Rückgang in Höhe von 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember 2024 war der Rückgang der PKW-Neuzulassungen mit 7,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat noch deutlicher.
1 vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.htm
Der Anteil der neu zugelassenen PKW mit hybridem Antrieb beträgt mit 0,9 Mio. Einheiten 33,6 % (+12,7 %) und mit reinem Elektro-Antrieb mit 0,4 Mio. Einheiten 13,5 % (-27,4 %).
Bei den deutschen Marken gab es im Jahr 2024 keinen klaren Trend der Neuzulassungen, sondern sehr stark unterschiedliche Entwicklungen der einzelnen Marken zwischen +9,9 % bis -29,1 %. Ebenso kontrovers war die Entwicklung bei den Importmarken mit einer Varianz zwischen +44,0 % bis -49,4 %.
Im Ranking der Pkw-Hersteller bleibt Renault mit einem Marktanteil von 1,9 % (Vorjahr: 2,4 %) auf dem 13. Platz. Dacia konnte seinen Marktanteil auf 2,5 % ausbauen (Vorjahr: 2,4 %) und erzielte im Pkw-Markenranking nun Platz 11.2
Gesamtmarkt Personenkraftwagen in Deutschland (Neuzulassungen in Millionen Einheiten)
| 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,441 | 3,436 | 3,607 | 2,918 | 2,622 | 2,651 | 2,845 | 2,817 |
Gesamtmarkt Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge* in Deutschland (Neuzulassungen in Millionen Einheiten)
| 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,714 | 3,723 | 3,915 | 3,188 | 2,891 | 2,888 | 3,110 | 3,106 |
* bis 2021 mit bis zu 5,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, ab 2022 mit bis zu 5,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
Entwicklung der Marken Renault, Dacia und Alpine
Die Renault Group mit den Marken Renault, Dacia und Alpine erreichte 2024 bei den Neuzulassungen eine Gesamtanzahl von 143.883 Pkws und leichten Nutzfahrzeugen bis 5,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (Vorjahr: 155.804 Einheiten), was einem Rückgang von 7,7% entspricht. Zusammengenommen erzielten die Marken einen Marktanteil von 4,6 % (Vorjahr: 5,0 %).
Die Pkw-Neuzulassungen der Renault Group verzeichneten mit insgesamt 126.602 Einheiten (Vorjahr: 138.349 Einheiten) einen Rückgang um 8,5 %. Damit sank auch der Pkw-Marktanteil auf 4,5 % gegenüber 4,9 % im Vorjahr.
2 vgl https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2025/pm01 2025 n 12 24 pm komplett.html?snn=3662144&fromStatistic=3504038&yearFilter=2024&monthFilter=12_Dezember
Bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 5,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht erzielte die Renault Group in 2024 insgesamt 17.281 Neuzulassungen (Vorjahr: 17.455 Einheiten) was einem leichten Rückgang von 1,0 % entspricht. Dies entspricht einem leichten Rückgang beim Marktanteil auf 6,0 % (Vorjahr: 6,6 %).
Die Marke Renault erzielte bei den Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in 2024 71.794 Einheiten (Vorjahr: 86.586 Einheiten), dies entspricht einer Abnahme um 17,1 %. Der Marktanteil lag mit 2,3 % hinter dem Vorjahr mit 2,8 %.
Bei den Pkw-Neuzulassungen von Renault lag der Wert in 2024 mit 54.727 Einheiten (Vorjahr: 69.358 Einheiten) 21,1 % unter dem Vorjahreswert, der Marktanteil sank von 2,4 % im Vorjahr auf jetzt 1,9 %. Davon waren 6.310 Einheiten (Vorjahr: 16.332 Einheiten) rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV, einschließlich Twizy), und somit 1,6 % des Elektromarktanteils in Deutschland. Die Neuzulassungen von Plug-in-Hybrid (PHEV) machen mit 343 Einheiten (Vorjahr: 701 Einheiten) einen Marktanteil von 0, 2 % aus. Ein signifikanter Zuwachs von 134,2 % ist bei den Neuzulassungen von HEV-Hybriden mit 12.879 Einheiten (Vorjahr: 5.499 Einheiten) erkennbar, was einem Marktanteil von 10,2 % in dieser Antriebsart entspricht.
Bei den Neuzulassungen leichter Nutzfahrzeuge blieb die Marke Renault mit 17.067 Einheiten im Jahr 2024 (Vorjahr: 17.228 Einheiten) weiterhin stärkste Importmarke mit einem Marktanteil von 5,9 % (Vorjahr: 6,5 %) in diesem Segment.
Die Marke Dacia setzt in 2024 ihren positiven Trend weiter fort. Die Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen erreichten mit 71.641 Einheiten (Vorjahr: 68.813 Einheiten) ein Plus von 4,1 %, während der Gesamtmarkt im selben Zeitraum um 0,1 % geschrumpft ist. Somit erzielt Dacia beim Marktanteil mit 2,3 % (Vorjahr: 2,2 %) erneut einen Zuwachs. Den größten Anteil hieran haben die Pkw Neuzulassungen mit 71.427 Fahrzeugen im Jahr 2024 (Vorjahr: 68.586 Einheiten) und somit einem Zuwachs von 4,1 %. Bei den Pkw entspricht dies einem aktuellen Marktanteil von 2,5 %, gegenüber 2,4 % im Vorjahr.
Auch bei Dacia gib es bei den Neuzulassungen rein batterieelektrischer Fahrzeuge mit 3.655 Einheiten (Vorjahr: 12.406 Einheiten) und einem Elektromarktanteil von 1,0 %, einen Rückgang, während die Neuzulassungen von HEV-Hybriden mit 6.227 Einheiten (Vorjahr: 1.943 Einheiten) und einem Marktanteil von jetzt 5,0 %, deutlich zulegen (+220, 5 %,).
Weiterhin positiv entwickeln sich auch die Zahlen der Sportwagenmarke Alpine mit 448 Neuzulassungen in 2024 (Vorjahr: 405) Einheiten, also einem Anstieg um 10,6 %. Mit einem Marktanteil von unter 0,1 % bleiben sie jedoch weiterhin exklusiv.
Ertragslage
Der Jahresergebnis 2024 lag mit 56,2 Mio. EUR um 9,57 Mio. EUR über dem Vorjahr.
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.332,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 1.427,8 Mio. EUR).
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den folgenden Tätigkeitsbereichen auf (in Mio. EUR):
| 2024 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neuwagen | 802 | 878 |
| Ersatzteilverkäufe | 127 | 137 |
| Verkäufe von Dienst- und Gebrauchtwagen | 70 | 81 |
| Übrige | 334 | 332 |
| 1.333 | 1.428 |
Diese Entwicklung ist insbesondere auf rückläufige Fahrzeugverkäufe und eine damit einhergehende Verringerung der Kommissionserlöse zurückzuführen.
Die Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeuge der Renault-Gruppe in Deutschland verringerten sich um 7,7 % bzw. 11.921 Einheiten. Der Marktanteil der Gruppe ist auf 4,6 % (Vorjahr: 5,0 %) gesunken.
Es handelt sich bei den ausgewiesenen Umsätzen hauptsächlich um Kommissionserlöse, da der Neuwagen- und Teilevertrieb, soweit es sich bei den Teilen nicht um Fremdbezüge handelt, auf Kommissionsbasis erfolgt. Als Umsatzerlöse wird hierbei nur die Kommission, die sowohl eine fixe Provision als auch die Erstattung bestimmter Aufwendungen beinhaltet, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse beinhalten auch die Vertriebskosten, die im Rahmen der variablen Kommission an den Kommittenten weiterbelastet wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erzielten mit 42,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR) einen Anstieg um 36,2 Mio. EUR, der hauptsächlich aus Erträgen aus dem Verkauf von Sachanlagen in Höhe von 26,8 Mio. EUR (Vorjahr 3,8 Mio. EUR) resultiert.
Der Materialaufwand sank um 28,0 Mio. EUR auf 426,2 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist der Rückgang der Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren um 18,5 Mio. EUR sowie der Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 9,4 Mio. EUR.
Der Personalaufwand sank um 2,7 Mio. EUR auf 40,4 Mio. EUR (Vorjahr: 43,1 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 51,1 Mio. EUR und belaufen sich nun auf 799,2 Mio. EUR (Vorjahr: 850,3 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Reduzierung bei den Aufwendungen für Beihilfen und Zuschüsse an Händler. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird der überwiegende Teil (661,2 Mio. EUR) im Rahmen der Kommission für Neuwagen an Renault s.a.s. und Ampere s.a.s. weiterbelastet.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beliefen sich auf 4,7 Mio. EUR.
Die Zinsaufwendungen erhöhten sich um 6,7 Mio. EUR auf 48,2 Mio. EUR. Die Zinserträge erhöhten sich um 4,5 Mio. EUR auf 20,8 Mio. EUR.
Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen sowie Erträgen aus Ergebnisabführung) beträgt -22,7 Mio. EUR (Vorjahr -8,1 Mio. EUR).
Der Aufwand aus Ertragsteuern beläuft sich auf 29,7 Mio. EUR und verringerte sich somit um 1,2 Mio. EUR. Der Aufwand enthält die Ertragsteuern auf das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 86,1 Mio. EUR (Vorjahr: 77,7 Mio. EUR), sowie einen Aufwand in Höhe von 5,6 Mio. EUR für die Veränderung der aktiven latenten Steuern.
Vermögenslage
Im Jahr 2024 wurden 0,3 Mio. EUR in Sachanlagen investiert. Zeitgleich wurden Sachanlagen mit einem Restbuchwert von 4,2 Mio. EUR verkauft, was zu einem Mehrerlös in Höhe von 26,8 Mio. EUR führte.
Die Summe der Vorräte sank um 3,7 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR. Der Hauptgrund dafür war der Rückgang des Gebrauchtwagenbestandes um 55,5 %.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen insgesamt um 73,9 Mio. EUR auf 821,1 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben mit 3,0 Mio. EUR nahezu unverändert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahmen um 63,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr zu. Darin enthalten ist vor Allem ein wesentlicher Anstieg in Höhe von 130,7 Mio. EUR bei den Forderungen gegen die Renault S.A. aus Cash-Pooling sowie gegenläufig diverse andere Veränderungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 10,9 Mio. EUR. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg bei den Sonstigen Forderungen aus Schadenersatzansprüchen um 9,1 Mio. EUR, gegenläufigen Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen in Höhe von 4,5 Mio. EUR, sowie einem Anstieg der Forderung gegenüber dem Finanzamt aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer um 8,0 Mio. EUR.
Das Eigenkapital wuchs im Geschäftsjahr 2024 aufgrund des Ergebnisses um 56,2 Mio. EUR, da es im laufenden Jahr keine Dividendenausschüttung gab. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 10,2 % auf nun 16,1 %.
Die Rückstellungen lagen mit 595,0 Mio. EUR um 14,7 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen vor Allem durch eine Reduzierung der Rückstellungen für Restrukturierungskosten für das Händlernetz um 15,6 Mio. EUR und eine Reduzierung der Rückstellungen für Verkaufsförderungen und Boni für Fahrzeuge im Netzbestand und für Händler um 13,3 Mio. EUR. Gegenläufig wirkt ein Anstieg der Steuerrückstellungen um 18,3 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag um 17,8 Mio. EUR auf 127,9 Mio. EUR. Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 31,8 Mio. EUR, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 12,7 Mio. EUR verringerten und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,4 Mio. EUR verringerten.
Finanzlage
Es bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Der täglich praktizierte Finanzausgleich (Cash-Pooling und Konzernverrechnung) garantiert eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen. Durch die Zentralisierung der Finanzwirtschaft übernimmt die französische Muttergesellschaft die Verpflichtung, im Rahmen der Konzernfinanzierung für eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs der Gesellschaften der Renault-Gruppe in Deutschland zu sorgen. Von Änderungen bei den marktüblichen Kreditkonditionen (z.B. Währungsrisiko) oder einer Einstufung der Kreditwürdigkeit durch Ratings ist die Gesellschaft daher nicht unmittelbar betroffen. Die Zinsen auf Cash-Pooling-Guthaben werden auf Basis des positiven monatlichen arithmetischen Mittels des €STR (Euro Short-Term Rate) berechnet. Bei negativem €STR wird auf eine negative Zinsbelastung jedoch verzichtet. Im Jahr 2024 resultierte aus der Position der Renault Deutschland AG im Cash-Pool ein Zinsergebnis von 20,6 Mio. EUR.
Im Rahmen des Factorings mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, und der Deutschen Bank AG, Köln, wurden wesentliche Teile der Forderungen aus Fahrzeug- und Ersatzteilverkäufen zum Zwecke der Risikominimierung und Liquiditätsverbesserung veräußert.
Der Cashflow setzt sich wie folgt zusammen (in TEUR):
| 2024 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| +/- Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 56.199 | 46.699 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen Anlagevermögen | 719 | 867 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -14.675 | 99.103 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (z.B. AfA auf aktiviertes Disagio) | 6.118 | -2.584 |
| -/+ Gewinn/Verlust Abgang Anlagevermögen | -26.690 | -3.783 |
| -/+ Zunahme/Abnahme Vorräte | 3.658 | -2.829 |
| -/+ Zunahme/Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen | 67.775 | 15.072 |
| -/+ Zunahme/Abnahme sonstiger Vermögensgegenstände/Wertpapiere/RAP | -10.939 | 19.596 |
| +/- Zunahme/Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen | 30.438 | -13.893 |
| +/- Zunahme/Abnahme sonstiger Verbindlichkeiten | -12.676 | -7.113 |
| Operativer Cash-Flow | 99.927 | 151.135 |
| 2024 | Vorjahr | |
| + Einzahlungen aus Abgängen (z.B. Verkaufserlöse: Restbuchwerte + Gewinne ./. Verluste aus Anlagenabgang) | 31.017 | 5.240 |
| - Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen | -301 | -1.094 |
| Cash-Flow aus Investitionen | 30.716 | 4.146 |
| 2024 | Vorjahr | |
| - Ausschüttungen an Gesellschafter | - | -43.681 |
| Cash-Flow aus Finanzierung | 0 | -43.681 |
| 2024 | Vorjahr | |
| Netto Cash-Flow (Summe aus Cash-Flows operatives Geschäft, Investitionen, Finanzierung) | 130.642 | 111.601 |
| + Finanzmittelbestand Anfang der Periode | 518.437 | 406.836 |
| \= Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 649.079 | 518.437 |
| 2024 | Vorjahr | |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 6 | 66 |
| + Forderungen aus Cash-Pool | 649.073 | 518.371 |
| + Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 649.079 | 518.437 |
Risikobericht
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagementsystems verantwortlich.
Das Risikomanagementsystem der Renault Deutschland AG ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Die Abteilungsleiter der einzelnen Direktionen sind Risikomanagement-Beauftragte und für die Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -kommunikation in ihrem Bereich verantwortlich.
Als wesentliche mögliche Risiken hat die Gesellschaft das Risiko des Zahlungsausfalles im Händlernetz (Forderungsausfall - gering), Sicherheitsrisiken im IT-Bereich (Datenverlust - hoch) sowie das Risiko der Mitarbeiter-Fluktuation (Know-how-Verlust - mittel) identifiziert und entsprechende Maßnahmen getroffen.
Zur Vermeidung von Zahlungsausfallrisiken werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, und an die Deutsche Bank AG, Köln, im Rahmen eines echten Factorings veräußert. Darüber hinaus werden Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht.
Im Bereich Informationstechnik hat die Gesellschaft Sicherungskonzepte entwickelt, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerk beziehen.
Es gibt für die Mitarbeiter unternehmensweite Richtlinien für den Umgang mit elektronischen Informationen sowie Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Dies wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter vertieft. Technische Schutzmaßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen dienen ebenfalls der Verminderung von IT-Risiken.
Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Cash-Pooling- und Konzernverrechnungsverfahrens bestehen beträchtliche Forderungen, die 75,4 % (Vorjahr: 64,6 %) der Bilanzsumme ausmachen. Da unsere Gesellschaft nicht über eigene externe Kreditlinien z. B. bei Banken verfügt, ist die Aufrechterhaltung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit in besonderem Maße von der Funktionsfähigkeit des beschriebenen Konzern-Cash-Pools und damit im Bedarfsfall von der schnellen Realisierbarkeit der hieraus akkumulierten Cash-Pool-Forderungen abhängig.
Tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Ausblick
Das erwartete leichte Wachstum des Automobilmarktes in Deutschland im Jahr 2024 hat sich nicht materialisiert, was den Rückgang der Neuzulassungen bei der Marke Renault (-17,1 %) erklärt, trotz zahlreicher Neueinführungen oder Modellpflegen wie R5 E-Tech, Symbioz, Master, Scenic E-Tech, Captur Phase 2 und Arkana Phase 2. Besonders enttäuschend war die Entwicklung des Elektrofahrzeug-Marktes, was hauptsächlich auf das plötzliche Ende der staatlichen Subventionen (BAFA-Prämie) im Dezember 2023 zurückzuführen ist.
Im Gegensatz dazu konnte die Marke Dacia den erwarteten positiven Trend fortsetzen und verzeichnete einen Zuwachs von 4,1%, begünstigt durch die Einführung neuer Modelle wie dem neuen Spring, Logan und dem neuen Duster.
Statt der erwarteten Erhöhung des Umsatzes im zweistelligen Prozentbereich ging der Umsatz um 6,7 % zurück.
Die kommerzielle Aggressivität auf dem Markt hat sich verstärkt. Die deutschen Automobilhersteller stehen vor der Herausforderung, ihre Produktionskapazitäten anzupassen und wettbewerbsfähige Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Steigende Rohstoffkosten und Inflation belasten die Branche zusätzlich.
Die Sale-and-Lease-Back-Operation für das Ersatzteilelager in Brühl wurde mit Verspätung Ende 2024 abgeschlossen. Die Übergabe des neuen Gebäudes für die Renault Academy in Wesseling fand planmäßig Ende 2024 statt und wurde erfolgreich mit der Schulung der Händler für den neuen R5 E-Tech gefeiert.
Korrespondierend zur prognostizierten leichten Erhöhung der Profitabilität hat sich im Jahr 2024 der Jahresüberschuss erfreulicherweise um 9,5 Mio. EUR auf 56,2 Mio. EUR erhöht.
Die Renault Group hat auch im Jahr 2024 die vorgeschriebenen CO2 -Grenzwerte dank der konsequenten Elektrifizierung der Modellpalette erreicht.
Ausblick und Chancen 2025
Für das Jahr 2025 erwartet die Renault-Gruppe aufgrund der wirtschaftlichen Situation Deutschlands und der Vorschriften zu den CO2 -Grenzwerten einen leichten Rückgang des Marktes. Die Neuwagenverkäufe dürften in ähnlichem Maße zurückgehen. Nach den zahlreichen Modellneuheiten im Jahr 2024 wird die Situation in Bezug auf neue Modelle im Jahr 2025 weniger günstig sein, wobei hauptsächlich der neue R4 bei Renault eingeführt wird.
Aufgrund der starken Anforderungen, die 2025 an die Hersteller im Hinblick auf die Verschärfung der vorgeschriebenen CO2 -Grenzwerte gestellt werden, wird ein starker Wettbewerbsdruck insbesondere bei Elektro- und Hybridfahrzeugen erwartet. Wie schon im Jahr 2024 wird sich die starke kommerzielle Aggressivität auf dem deutschen Markt fortsetzen.
Es wird erwartet, dass der Anteil der Fahrzeuge mit niedrigen CO2 -Emissionen an den Verkäufen deutlich zunimmt. Dies ist auf die immer strengeren Umweltvorschriften und das zunehmende Bewusstsein der Verbraucher für nachhaltige Mobilität zurückzuführen. Dank seiner umfassenden und aktuellen Palette an Elektro- und Hybridfahrzeugen ist die Renault-Gruppe bestens positioniert, um den Erwartungen des Marktes gerecht zu werden. Nicht weniger als sieben Renault E-Tech Modelle stehen zur Verfügung: R5, R4, Megane, Scenic, Kangoo, Trafic und Master. Die Marke Dacia kann auf den äußerst wettbewerbsfähigen Spring zählen, während Alpine mit dem sportlichen A290 punktet. Alle weiteren Renault Pkw-Modelle haben zudem eine hybride HEV- oder PHEV-Version.
Mit dieser starken und vielfältigen Produktpalette ist die Renault-Gruppe gut gerüstet, um ihre Position auf dem deutschen Automobilmarkt weiter zu festigen und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Am Standort Brühl hat der Abriss der alten Gebäude begonnen, um Platz für den Bau des neuen Ersatzteillagers zu schaffen. Die Fertigstellung und Schlüsselübergabe des neuen Gebäudes ist für Ende 2026 geplant. Dies wird es Renault ermöglichen, seine Logistik- und Lagerkapazitäten zu modernisieren und zu erweitern, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.
Der Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, insbesondere auf die Öl- und Gasmärkte, das schwache Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und die unsichere Steigerung der Exporte bleiben Risikofaktoren. Die finanzielle Situation der Renault Deutschland AG bleibt jedoch stabil, da die Liquidität weiterhin durch den Konzern-Cash-Pool gewährleistet ist.
Wir werden unsere Strategie zur Steigerung der Profitabilität fortsetzen, indem wir uns auf die profitabelsten Vertriebskanäle konzentrieren und die Vertriebskosten reduzieren. Wir werden die hohe Marktvolatilität und die Reaktionen unserer Wettbewerber weiterhin genau beobachten und unser kommerzielles Angebot gegebenenfalls anpassen.
Zudem wurde die Umstrukturierung des Händlernetzes fortgesetzt, deren Verträge mit der Renault Deutschland AG in der zweiten Jahreshälfte 2022 flächendeckend gekündigt wurden. Diese Umstrukturierung wurde mit Einführung der neuen Verträge Ende 2024 abgeschlossen. Im Rahmen dieser Umstrukturierung wurden unter anderem die Vermarktungsbedingungen neu definiert, um die Profitabilität des Herstellers zu verbessern.
In diesem Kontext erwarten wir eine Stabilisierung der Verkäufe bzw. Neuzulassungen der Renault Gruppe in Deutschland mit einem bescheidenen Umsatzwachstum im prozentual einstelligen Bereich sowie einer leichten Verbesserung des Jahresergebnisses (ggf. bereinigt um außergewöhnliche Ereignisse).
Erklärung zur Unternehmensführung
Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 23. April 2018 wurden die Zielgrößen gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft auf jeweils 17 % festgelegt. Diese Angaben gelten für die Zeit bis zum 30. Juni 2022. Bislang wurde kein neuer Beschluss gefasst.
Darüber hinaus legte der Vorstand mit Beschlussfassung vom 9. Juli 2024 die Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 AktG für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 40 % und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 40 % fest. Diese Angaben gelten für die Zeit bis zum 31.12.2029.
Mit Stand 31. Dezember 2024 ergab sich für den Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 50 %. Somit wurde das gesetzte Ziel im Aufsichtsrat erreicht. Der Frauenanteil im Vorstand betrug zum 31. Dezember 2024 0 %. Da keine vakanten Positionen mit passenden Profilen von Frauen besetzt werden konnten, konnte das Ziel im Geschäftsjahr 2024 noch nicht erreicht werden.
Zum 31. Dezember 2024 betrug der Frauenanteil für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands 57,1 %. Das gesetzte Ziel wurde somit erfüllt.
Zum 31. Dezember 2024 betrug der Frauenanteil für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 44 %. Das gesetzte Ziel wurde somit erfüllt.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat den gemäß § 312 Aktiengesetz erforderlichen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:
„Unsere Gesellschaft hat nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch nicht benachteiligt.“
Köln, 5. Mai.2025
Renault Deutschland AG
Der Vorstand
Florian Kraft
Pierre Pourcel
Emmanuel Guiffault
Thilo Schmidt
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Renault Deutschland AG, Köln:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Renault Deutschland AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Renault Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt „Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| • | die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), auf die im Lagebericht Bezug genommen wird. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlagig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümer resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir Darstellung. Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 6. Mai 2025
**Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer
Jens Esser, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Die Berichte waren Gegenstand eingehender Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen und bildeten die Grundlage für die durchgeführte Überwachung der Geschäftsführung. Anlass zu Beanstandungen hat es nicht gegeben.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die letzte ordentliche Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Forvis Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Düsseldorf, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Im Falle des Berichts über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 trägt der Vermerk folgenden Wortlaut:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Renault Deutschland AG nicht unangemessen hoch war.“ |
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der nach § 172 Aktiengesetz festgestellt ist.
Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Köln, 18. Juni 2025
Nina Fuhr
Im Auftrag von Laurent Renard, Vorsitzender des Aufsichtsrats