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Renault — Annual Report 2022
Apr 24, 2024
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Annual Report
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Publication
Renault Deutschland AG
Köln (vormals: Brühl)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Bilanz zum 31. Dezember 2022 (Vorjahr zum Vergleich)
Aktiva
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 5.747,54 | 12.271,17 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 10.422.795,28 | 11.011.813,03 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 102.586,22 | 147.097,92 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 501.880,99 | 464.720,62 |
| 4. Anlagen im Bau | 684.950,19 | 0,00 |
| 11.712.212,68 | 11.623.631,57 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.326.528,71 | 12.326.528,71 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 584.310,00 | 650.227,00 |
| 12.910.838,71 | 12.976.755,71 | |
| 24.628.798,93 | 24.612.658,45 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Hilfs- und Betriebsstoffe | 144.176,87 | 157.475,45 |
| 2. Waren | 6.782.442,51 | 9.023.979,31 |
| 6.926.619,38 | 9.181.454,76 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.577.359,29 | 2.157.865,56 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 592.867.517,78 | 457.836.854,86 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 74.863.911,48 | 66.918.558,68 |
| 670.308.788,55 | 526.913.279,10 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 49.368,19 | 14.391,20 |
| 677.284.776,12 | 536.109.125,06 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 105.490,06 | 111.653,32 |
| D. Aktive latente Steuern | 18.788.780,66 | 21.771.780,66 |
| 720.807.845,77 | 582.605.217,49 |
Passiva
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 10.655.322,80 | 10.655.322,80 |
| II. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 1.065.532,28 | 1.065.532,28 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 20.742,80 | 20.742,80 |
| 1.086.275,08 | 1.086.275,08 | |
| III. Gewinnvortrag | 29.332.062,07 | 25.422.236,51 |
| IV. Jahresüberschuss | 38.040.001,82 | 31.043.505,56 |
| 79.113.661,77 | 68.207.339,95 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 44.348.254,00 | 53.294.923,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 30.367.933,76 | 18.480.883,82 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 435.813.448,58 | 321.683.884,02 |
| 510.529.636,34 | 393.459.690,84 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.202.670,28 | 28.367.573,26 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 51.763.917,91 | 46.212.850,72 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 48.197.959,47 | 46.303.883,92 |
| davon aus Steuern 30.683.117,26 EUR (Vorjahr: 26.916.301,15 EUR) | ||
| 131.164.547,66 | 120.884.307,90 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 53.878,80 |
| 720.807.845,77 | 582.605.217,49 |
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
(Vorjahr zum Vergleich)
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 1.470.931.926,39 | 1.500.782.203,53 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 18.624.806,57 | 6.715.168,54 |
| 1.489.556.732,96 | 1.507.497.372,07 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -135.747.808,11 | -154.126.620,39 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -273.021.012,41 | -267.447.062,26 |
| -408.768.820,52 | -421.573.682,65 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -36.489.764,69 | -31.846.747,18 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für | ||
| Altersversorgung und für Unterstützung | -6.411.305,00 | -5.898.105,72 |
| davon für Altersversorgung 1.439.596,33 EUR (Vj. 949.254,75 EUR) | ||
| -42.901.069,69 | -37.744.852,90 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -831.670,92 | -1.091.861,83 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -976.284.309,15 | -979.275.487,56 |
| 60.770.862,68 | 67.811.487,13 | |
| 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 20.144.212,85 | 3.513.578,34 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.448.205,06 | 3.429,78 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -20.251.799,80 | -24.383.218,22 |
| davon an verbundene Unternehmen 17.234.521,37 EUR (Vj. 16.980.597,71 EUR) | ||
| davon aus Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.740.812,00 EUR (Vj. 7.205.505,00 EUR) | ||
| davon Aufwendungen aus der Abzinsung sonstiger Rückstellungen 4.311,00 EUR (85.634,47 EUR) | ||
| 2.340.618,11 | -20.866.210,10 | |
| 10. Ergebnis vor Steuern | 63.111.480,79 | 46.945.277,03 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -25.021.344,79 | -15.853.354,79 |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 38.090.136,00 | 31.091.922,24 |
| 13. Sonstige Steuern | -50.134,18 | -48.416,68 |
| 14. Jahresüberschuss | 38.040.001,82 | 31.043.505,56 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2022
Allgemeine Hinweise
Sitz der Renault Deutschland AG ist Brühl. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 43252 im Register des Amtsgerichts Köln eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).
Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet, Vermögensgegenstände sind grundsätzlich höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen.
Seit dem Jahr 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter („GWG“) bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten beziehungsweise mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind zum Bilanzstichtag im Jahr 2022 erstmalig nach dem IDW RH FAB 1.021 (Passivprimat; bis 2021: zu den vom Versicherer mitgeteilten Werten) angesetzt.
Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der FiFo-Methode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren (Dienst- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile) werden grundsätzlich mit den einzelnen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unter Berücksichtigung der Verkaufserlöse der Vergangenheit sowie der Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen für Fahrzeuge in angemessener Höhe gebildet. Bestandsrisiken der Teile, die sich aus verminderter Verkaufsfähigkeit und aus der Lagerdauer ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Latente Steuern
Nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept wurden auf sämtliche Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern berechnet. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.
Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Pensionsrückstellungen
Es wurden Rückstellungen für unmittelbare und mittelbare Pensionsverpflichtungen bilanziert. Es wird das Ansatzwahlrecht der Bilanzierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass die Pensionsrückstellungen in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Versor-gungsverpflichtungen und dem vorhandenen Kassenvermögen bei der Konzern-Unterstützungskasse der Renault Deutschland AG bilanziert werden. Die pensionsfähigen Bezüge werden mit dem voraussichtlichen Stand am Bilanzstichtag kalkuliert.
Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszinsfuß wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Zinssatz von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit Tz 61 von IDW RS HFA 30 n.F. (Stand 16.12.2016) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren i. S. v. IAS 19. Dabei erfolgt die Zuordnung künftiger Leistungen im Verhältnis der bereits zurückgelegten zu der bis zum Eintritt des jeweiligen Versorgungsfalles möglichen Dienstzeit.
Außerdem wurden der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Gehaltserhöhungen | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| Rentenanpassungen | 1,75 % p. a. | 1,60 % p. a. |
| Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| Fluktuationsrate (Alter bis 50 Jahre) | 2,62 % p. a. | 2,62 % p. a. |
| Fluktuationsrate (Alter über 50 Jahre) | 0,00 % p. a. | 0,00 % p. a. |
Ferner dienten für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen als biometrische Rechnungsgrundlagen die „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für erwartete Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Kommissionserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Veräußerung an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst. Gemäß § 277 Abs. 5 HGB wurden wie in den Vorjahren Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen und der ATZ-Rückstellung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.
Kommissionsgeschäft
Die Renault Deutschland AG wickelt die Neuwagen- und Ersatzteilverkäufe der Marken Renault, Dacia und Alpine im Wesentlichen als Kommissionär für die Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, ab. Die Kommission, die als Vergütung für diese Tätigkeit gewährt wird, beinhaltet neben einem fixen Teil auch einen variablen Teil, der zur Deckung der Kosten von Verkaufsförderungsaktionen dient.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.
Umlaufvermögen
Die Warenbestände der Renault Deutschland AG sind gegenüber dem Vorjahr (9.024 TEUR) auf 6.782 TEUR gesunken. Der Fahrzeugbestand beträgt 4.983 TEUR (Vorjahr: 6.777 TEUR). Im Übrigen handelt es sich um Teile im Wert von 342 TEUR (Vorjahr: 442 TEUR) sowie um sonstige Warenbestände wie Werbematerial und Kfz-Briefe in Höhe von 1.458 TEUR (Vorjahr: 1.804 TEUR).
Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen im Wert von 144 TEUR (Vorjahr: 157 TEUR) handelt es sich um Heizöl und Kraftstoffe.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 592.868 TEUR (Vorjahr: 457.837 TEUR) bestehen 406.786 TEUR (Vorjahr: 271.532 TEUR) gegen den Cash-Pool-Führer Renault S.A., Boulogne-Billancourt/Frankreich, bei einem Kreditinstitut in Paris/Frankreich. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 186.081 TEUR (Vorjahr: 186.305 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und betreffen mit 143.962 TEUR (Vorjahr: 161.087 TEUR) die Gesellschafterin Renault s.a.s.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 74.864 TEUR (Vorjahr: 66.919 TEUR) enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Renault s.a.s., aus Buy-Back-Geschäften von 11.427 TEUR (Vorjahr: 17.700 TEUR). Da diese rechtlich noch nicht entstanden sind, werden sie unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bei den restlichen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um eine Forderung gegen das Finanzamt aus Vorsteuer in Höhe von 61.405 TEUR (Vorjahr: 43.829 TEUR) sowie sonstige Forderungen, ausstehende Gutschriften von Lieferanten und debitorische Kreditoren in Höhe von 2.032 TEUR (Vorjahr: 5.390 TEUR).
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Aktive latente Steuern
Es wurde ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von 18.789 TEUR (Vorjahr: 21.772 TEUR), der auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt wurde, aktiviert. Es handelt sich hierbei insbesondere um Unterschiede bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie bei Rückstellungen für Werbebeteiligungen. Dabei werden bei der Renault Deutschland AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,80 %. Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Sachverhalten:
| Sachverhalt | Differenz zur Steuerbilanz | Aktive latente Steuern (+) / Passive latente Steuern (-) |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 113 | 36 |
| Vorratsvermögen | 252 | 80 |
| Pensionsrückstellung/ATZ | 35.937 | 11.428 |
| Sonstige Rückstellungen | 5.138 | 1.634 |
| Differenzen der Organgesellschaften | 17.645 | 5.611 |
| Total | 59.085 | 18.789 |
Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Renault Deutschland AG beträgt 10.655 TEUR und ist in 20.840 Stückaktien aufgeteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Namensaktien.
Zu der am Stichtag bestehenden Ausschüttungssperre in Höhe von 23.685 TEUR verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern (18.789 TEUR) sowie auf den untenstehenden Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung (4.896 TEUR).
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2022 wurde beschlossen, eine Dividende in Höhe von 27.134 TEUR auszuschütten. Der darüber hinaus gehende Anteil des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2021 wurde in Höhe von 29.332 TEUR auf neue Rechnung vorgetragen.
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen 44.348 TEUR (Vorjahr: 53.295 TEUR). Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 83.545 TEUR (Vorjahr: 82.391 TEUR) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens bei der Konzern-Unterstützungskasse Renault Deutschland AG e.V., Brühl, von 39.197 TEUR (Vorjahr: 29.096 TEUR) saldiert. Der Wertansatz der der Unterstützungskasse zugeordneten Rückdeckungsversicherungen (mittelbar) erfolgte zum 31.12.2022 erstmalig nach IDW RH FAB 1.021. Aufgrund dieser erstmaligen Anwendung ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 9.455 TEUR. Der Unterschiedsbetrag, der nach § 253 Absatz 6 HGB ermittelt wurde, beträgt 4.896 TEUR und unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Die Steuerrückstellungen in Höhe von 30.368 TEUR (Vorjahr: 18.481 TEUR) betreffen Körperschaft-steuer 6.694 TEUR (Vorjahr: 3.069 TEUR), Gewerbesteuer 8.560 TEUR (Vorjahr: 3.794 TEUR) und Solidaritätszuschlag 368 TEUR (Vorjahr: 169 TEUR) für das Jahr 2022 sowie steuerliche Risiken aus der steuerlichen Abschlussprüfung 2011 - 2014 in Höhe von 14.746 TEUR (Vorjahr: 11.449 TEUR).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 435.813 TEUR (Vorjahr: 321.684 TEUR) betreffen überwiegend Rückstellungen für Verkaufsförderungen und Boni für Fahrzeuge im Netzbestand und für Händler 287.705 TEUR (Vorjahr: 245.778 TEUR), Restrukturierungskosten für das Händlernetz 109.237 TEUR (Vorjahr: 37.725 TEUR) sowie drohende Verluste aus Buy-Back-Geschäften 11.427 TEUR (Vorjahr: 17.700 TEUR).
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamtbetrag | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.203 | 0 | 0 | 31.203 |
| (Vorjahr) | (28.368) | (0) | (0) | (28.368) |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 51.764 | 0 | 0 | 51.764 |
| (Vorjahr) | (46.213) | (0) | (0) | (46.213) |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 48.198 | 0 | 0 | 48.198 |
| (Vorjahr) | (46.304) | (0) | (0) | (46.304) |
| davon aus Steuern | 30.683 | 0 | 0 | 30.683 |
| (Vorjahr) | (26.916) | (0) | (0) | (26.916) |
| 131.165 | 0 | 0 | 131.165 | |
| (120.884) | (0) | (0) | (120.884) |
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 48.198 TEUR (Vorjahr: 46.304 TEUR) enthalten größtenteils Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Händlern aus Verkaufsförderungsmaßnahmen.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):
| 2022 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neuwagen | 949 | 977 |
| Ersatzteilverkäufe | 139 | 121 |
| Verkäufe von Dienst- und Gebrauchtwagen | 82 | 97 |
| Übrige | 301 | 306 |
| 1.471 | 1.501 |
Die Umsatzerlöse entfallen wie im Vorjahr hauptsächlich auf die Bundesrepublik Deutschland. In den übrigen Umsatzerlösen sind insbesondere Erträge aus weiterbelasteten Garantieleistungen und Erträge aus Transportdienstleistungen enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 18.625 TEUR (Vorjahr: 6.715 TEUR) setzen sich zum größten Teil aus Auflösungen von Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Erträgen aus Dienstwagenüberlassungen zusammen. In den Auflösungen von Rückstellungen ist ein außerordentlicher Ertrag von 9.455 TEUR enthalten, welcher sich aufgrund der erstmaligen Anwendung von IDW RH FAB 1.021 (Passivprimat) beim Wertansatz der Rückdeckungsversicherungen zu den Pensionsverpflichtungen ergeben hat.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 976.284 TEUR (Vorjahr: 979.275 TEUR) sind im Wesentlichen Aufwendungen für Beihilfen und Zuschüsse an Händler, Werbeaufwendungen, Aufwendungen für die Restrukturierung des Händlernetzes, Fremdarbeiten, Frachtkosten, Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen, Mietaufwendungen und Beratungskosten zusammengefasst. Von dem Gesamtbetrag wurden 792.299 TEUR (Vorjahr: 911.675 TEUR) im Rahmen der Kommissionsverträge direkt an Renault s.a.s. weiterbelastet. Der entsprechende Ertrag ist als Kommissionsprovision in den Umsatzerlösen enthalten.
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 16.574 TEUR (Vorjahr: 4.876 TEUR). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in 2022 nicht angefallen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In 2022 wurden insgesamt 25.021 TEUR (Vorjahr: 15.853 TEUR) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebucht, davon Körperschaftsteuer 7.833 TEUR (Vorjahr: 6.598 TEUR), Gewerbesteuer 8.823 TEUR (Vorjahr: 8.189 TEUR), Solidaritätszuschlag 430 TEUR (Vorjahr: 363 TEUR) und 2.983 TEUR (Vorjahr Ertrag: 253 TEUR) als Aufwand aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern, welche auf das Jahr 2022 entfallen.
Sonstige Steuern
In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Grundsteuer von 47 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR) enthalten.
Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte
Es bestehen zum 31. Dezember 2022 Rücknahmeverpflichtungen aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge gegenüber Autovermietern und anderen Großabnehmern in Höhe von 68.833 TEUR (Vorjahr: 58.923 TEUR) sowie Rücknahmeverpflichtungen für Dienstwagen und Mitarbeiter-Leasingfahrzeuge gegenüber der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland mit 10.055 TEUR (Vorjahr: 11.011 TEUR). Das Buy-Back-Geschäft dient der mittelfristigen Verbesserung des Cashflows. Risiken bestehen in der Weitervermarktung, die nicht an den Käufer übergeht, und dem festgelegten Rückkaufswert.
Neben dem Factoring mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, wurde auch das Factoring mit der Deutschen Bank AG, Köln, fortgeführt. Das Factoring dient im Wesentlichen der Liquiditätsverbesserung. Dem Vorteil des frühzeitigen Geldeingangs steht der Nachteil der Factoring-Aufwendungen gegenüber. Risiken werden aus dem echten Factoring derzeit nicht gesehen. Insgesamt waren zum Abschlussstichtag Kundenforderungen in Höhe von 17.103 TEUR ohne Rückgriffsrecht verkauft.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR) für erteilte Investitionsaufträge und mit 15.234 TEUR (Vorjahr: 3.697 TEUR) für finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Pachtverträgen, deren Kündigungstermine zwischen 2023 und 2033 liegen sowie mit 149 TEUR (Vorjahr: 196 TEUR) für hinterlegte Bürgschaften. Insgesamt ergeben sich daraus Verpflichtungen in Höhe von 134 TEUR (Vorjahr: 168 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen.
Potentielle Risiken können sich ferner aus zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich noch laufenden Verständigungs- beziehungsweise Schiedsverfahren zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in Folge der steuerlichen Außenprüfungen für die Geschäftsjahre 2011-2018 ergeben.
Die Steuerrückstellungen zum 31.12.2022 hat die Gesellschaft unter Berücksichtigung vernünftiger kaufmännischer Prognosen über den Ausgang der vorgenannten Verfahren ermittelt. Aus einer unvorhergesehenen Entwicklung dieser Verfahren könnten weitere finanzielle Risiken entstehen.
Angaben zum Prüfungshonorar
Das Abschlussprüfungshonorar in Höhe von 150 TEUR (Vorjahr: 142 TEUR) betrifft ausschließlich Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung.
Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres nach Gruppen
| 2022 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Leitende Angestellte (Prokuristen) | 7 | 6 |
| Angestellte | 294 | 306 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 69 | 62 |
| 370 | 374 |
Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit
Da die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der Gesellschaft unter 500 Beschäftigten liegt, wurde ein Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nicht erstellt.
Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und ehemaliger Geschäftsführer
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2022 betrugen 1.822 TEUR (Vorjahr: 1.184 TEUR). Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 230 TEUR (Vorjahr: 226 TEUR). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sowie gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen sind 5.337 TEUR (Vorjahr: 5.232 TEUR) zurückgestellt.
Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 4 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR).
Aufsichtsrat und Vorstand der Renault Deutschland AG
Aufsichtsrat
| Vincent Piquet | Vorsitzender | CFO Renault brand |
| Renault s.a.s./Frankreich | ||
| Gilles Laroche | stellvertretender | Financial Director Iberia |
| Vorsitzender | Renault España SA/Spanien | |
| Jacques Bousquet | Mitglied des Aufsichtsrats | VP, Rental business, Used Cars & Fleet |
| (bis 03.03.2022) | Renault s.a.s./Frankreich | |
| Philippe Buros | Mitglied des Aufsichtsrats | SVP, Group Sales & Marketing Services |
| Renault s.a.s./ Frankreich | ||
| Sonja Heine | Arbeitnehmervertreterin | Renault Deutschland AG, Brühl |
| Alexander Oppelt | Arbeitnehmervertreter | Renault Retail Group Deutschland GmbH, Brühl |
Vorstand
| Markus Siebrecht | Vorsitzender |
| Didier Richard | Vorstand Finanzen (bis 30.06.2022) |
| Pierre Pourcel | Vorstand Finanzen (ab 01.07.2022) |
| Ralf Benecke | Vorstand Marketing |
| Michael Löhe | Vorstand Vertrieb (ab 01.07.2022) |
| Christophe Mittelberger | Vorstand Marke Dacia (bis 15.03.2022) |
| Thilo Schmidt | Vorstand Marke Dacia (ab 01.04.2022) |
| Martin Zimmermann | Vorstand Kommunikation (bis 31.01.2022) |
Die Vorstände sind jeweils hauptberuflich in ihrer Funktion tätig.
Anteilsbesitz der Renault Deutschland AG (Stand: 31. Dezember 2022)
| Anteil am Kapital | Eigenkapital 31.12.2022 | Ergebnis 2022 | |
|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Renault Retail Group Deutschland GmbH, Brühl | 100 | 12.468 | 0 |
| Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH, Köln | 100 | 25 | 0 |
| SODICAM Vertriebs GmbH, Brühl | 100 | 25 | 0 |
Mit allen aufgeführten Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Angaben zum Mutterunternehmen
Die Renault Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Renault S.A., Boulogne-Billancourt/ Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen beziehungsweise auf dessen Internet-Seite erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Die Renault Deutschland AG ist somit nach § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Abweichungen vom deutschen Recht ergeben sich im Wesentlichen bei der Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Pensionen mit unterschiedlichen Rechnungszinssätzen sowie bei der Bilanzierung der Rücknahmeverpflichtung aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge.
Dividendenzahlung der Renault Deutschland AG
Für das Geschäftsjahr 2022 ist eine Gewinnverwendung (Ausschüttung) in Höhe von 43.681 TEUR (Vorjahr: 27.134 TEUR) geplant. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Nachtragsbericht: Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Brühl, den 15.05.2023
Renault Deutschland AG
- Der Vorstand -
Markus Siebrecht
Pierre Pourcel
Ralf Benecke
Michael Löhe
Thilo Schmidt
Entwicklung des Anlagevermögens 2022
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Software | 144.507,27 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 144.507,27 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 59.411.979,95 | 52.500,00 | 0,00 | 96.732,98 | 59.367.746,97 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.607.837,13 | 0,00 | 0,00 | 3.874,29 | 1.603.962,84 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.455.641,14 | 179.999,96 | 0,00 | 146.531,12 | 4.489.109,98 |
| 4. Anlagen im Bau | 0,00 | 684.950,18 | 0,00 | 0,00 | 684.950,18 |
| 65.475.458,22 | 917.450,14 | 0,00 | 247.138,39 | 66.145.769,97 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.505.885,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 16.505.885,00 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 650.227,00 | 0,00 | 0,00 | 65.917,00 | 584.310,00 |
| 17.156.112,00 | 0,00 | 0,00 | 65.917,00 | 17.090.195,00 | |
| 82.776.077,49 | 917.450,14 | 0,00 | 313.055,39 | 83.380.472,24 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 132.236,10 | 6.523,63 | 0,00 | 138.759,73 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 48.400.166,92 | 638.097,75 | 93.312,98 | 48.944.951,69 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.460.739,21 | 44.511,70 | 3.874,29 | 1.501.376,62 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.990.920,52 | 142.537,84 | 146.229,38 | 3.987.228,98 |
| 4. Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 53.851.826,65 | 825.147,29 | 243.416,65 | 54.433.557,29 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.179.356,29 | 0,00 | 0,00 | 4.179.356,29 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4.179.356,29 | 0,00 | 0,00 | 4.179.356,29 | |
| 58.163.419,04 | 831.670,92 | 243.416,65 | 58.751.673,31 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 5.747,54 | 12.271,17 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 10.422.795,28 | 11.011.813,03 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 102.586,22 | 147.097,92 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 501.881,00 | 464.720,62 |
| 4. Anlagen im Bau | 684.950,18 | 0,00 |
| 11.712.212,68 | 11.623.631,57 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.326.528,71 | 12.326.528,71 |
| 2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung | 584.310,00 | 650.227,00 |
| 12.910.838,71 | 12.976.755,71 | |
| 24.628.798,93 | 24.612.658,45 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022
Die Renault Deutschland AG vertreibt als Kommissionärin der Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, Neufahrzeuge der Marken Renault, Dacia und Alpine sowie Teile und Zubehör für die genannten Marken im eigenen Namen und für Rechnung von Renault s.a.s. Sie ist zu 60 % eine Tochtergesellschaft der Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, 40 % der Anteile hält die Renault Group BV, Amsterdam/Niederlande. Neben der Belieferung des Renault und Dacia Händlernetzes werden auch Direktgeschäfte u. a. mit Autovermietern getätigt.
Wesentliches Eigengeschäft ist der Handel mit Gebrauchtwagen („Buy-Back“-Rückläufern) sowie mit lokalen Ersatzteilen.
Die Renault Deutschland AG ist zu 100 % Muttergesellschaft der Renault Retail Group Deutschland GmbH mit Sitz in Brühl und Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH mit Sitz in Köln sowie der Sodicam Vertriebs GmbH mit Sitz in Brühl.
Steuerungsindikatoren sind u. a. Absatz, Umsatz und interne Profitabilitätsindikatoren.
Der Markt
Das deutsche Wirtschaftsjahr 2022 war geprägt durch den Krieg in der Ukraine, die drastischen Preiserhöhungen im Energiesektor und Material- und Lieferengpässe. Dennoch betrug das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr preisbereinigt 1,9 %. „Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2022 um 0,7 % höher. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die „Sonstigen Dienstleister“, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %).“1
1 Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen, Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023. In www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
„Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.“1 „Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate (Inflationsrate) damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. So hatte sie im Jahr 2021 noch bei +3,1 % gelegen.“2
2 Quelle: Inflationsrate im Jahr 2022 bei +7,9 %, Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023. In www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_022_611.html
Die Lieferengpässe und der Halbleitermangel setzen der Automobilindustrie weiterhin zu. Auch wenn der Pkw-Markt in 2022 1,1 % mehr Fahrzeuge zugelassen hat als im Jahr zuvor, bewegt er sich weiterhin auf einem schwachen Niveau. Erst in den letzten drei Monaten des Jahres war ein deutlicher Aufschwung erkennbar, der jedoch auch von auslaufenden Prämien bei den alternativen Antrieben befeuert wurde. In der Jahresbilanz stehen somit 2,65 Millionen Neuwagen, wovon 64,1 % (-0,9 %) der Neuwagen gewerblich und 35,9 % (+4,9 %) privat zugelassen wurden.
Besonders beliebt waren die Segmente SUVs (29,3 %), Kompaktklasse (15,9 %), Kleinwagen (12,4 %), Geländewagen (11,3 %) und Mittelklasse (10,2 %). Die Großraum-Vans, die nur 2,2 % der Zulassungen ausmachten, verzeichneten jedoch mit +26,9 % den deutlichsten Zuwachs in der Jahresbilanz.
Bei den Antrieben verlieren die Verbrennungsmotoren erneut stark. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 11,2 % weniger Fahrzeuge mit Benzinantrieb zugelassen, so dass der Anteil an den Gesamtzulassungen nur noch bei 32,6 % liegt. Bei den Dieselantrieben wurden 9,9 % weniger Fahrzeuge zugelassen und der Anteil beträgt 17,8 %. Entsprechend positiv fiel die Bilanz bei den alternativen Antrieben aus: „827.321 hybridangetriebene Pkw (+9,6 %) erreichten einen Anteil von 31,2 %, darunter bildeten 362.093 Plug-in-Hybride (+11,3 %) einen Anteil von 13,7 %. 470.559 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 17,7 % eine Steigerung von +32,2 % auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (15.006/+48,3 %) waren mit einem Anteil von 0,6 % und erdgasangetriebene Pkw (1.846/-52,9 %) mit 0,1 % im Jahr 2022 vertreten. Die CO2 -Emission der Pkw ging 2022 um -7,7 % weiter zurück, im Durchschnitt auf 109,6 g/km (Vorjahr: 118,7 g/km).“3
3 Quelle: Fahrzeugzulassungen im Dezember 2022 - Jahresbilanz, Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), 2023. In htps://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2023/pm01_2023_n_12_22_pm_komplett.html?snn=3662144&
fromStatistic=3889316&yearFilter=2022&monthFilter=12_Dezember
Lediglich neun Pkw-Marken erreichten die Marke von 100.000 Neuzulassungen, von denen Audi (17,3 %), Mercedes (8,3 %), Ford (3,9 %) und Seat (2,7 %) einen Zuwachs verzeichneten. Alle anderen Marken mussten Zulassungsrückgänge hinnehmen. Auch wenn der Marktanteil von VW weiter schwindet, führt der Konzern aus Wolfsburg weiterhin klar mit 18,1 %.
Signifikante Zuwächse erreichten Marken mit rein elektrischen Antrieben: Polestar mit 166,4 % und Tesla mit 76,2 %. Aber auch Dacia (49,7 %) und DS (91,2 %) sind unter den Gewinnern vertreten.
Die Neuzulassungen bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 5,9 Tonnen Gesamtgewicht erreichten 236.200 Einheiten. Im Vorjahr wurden 268.640 neu registrierte Fahrzeuge gezählt, was einem Rückgang von 12,1 % entspräche. Dort wurden die Zulassungen jedoch noch bis zu einem Gesamtgewicht von 5,0 Tonnen gezählt. Die Marktführer Mercedes, VW und Ford konnten ihre Position halten, ebenso Renault als Nummer vier und stärkster Importeur.
Bei den Nutzfahrzeugen gab es im Jahr 2022 365.232 Fahrzeug-Neuzulassungen, davon 20.606 BEV und 232 Plug-in-Hybride. Damit betrug der Anteil der BEV und Plug-in-Hybride bei den Nutzfahrzeugen 5,7 %.
Gesamtmarkt Personenwagen in Deutschland (Neuzulassungen in Millionen Einheiten)
| 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|
| 3,206 | 3,352 | 3,441 | 3,436 |
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|
| 3,607 | 2,918 | 2,622 | 2,651 |
Gesamtmarkt Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge* in Deutschland (Neuzulassungen in Millionen Einheiten)
| 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|
| 3,447 | 3,615 | 3,714 | 3,723 |
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|
| 3,915 | 3,188 | 2,891 | 2,888 |
* bis 2021 mit bis zu 5,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, ab 2022 mit bis zu 5,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
Gesamtmarkt Personenwagen: Die Top Ten in Deutschland
| Rang | Hersteller | Zulassungen 2022 (Einheiten) | Marktanteil in % | Zulassungen 2021 (Einheiten) | Marktanteil in % |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Volkswagen | 480.967 | 18,1 | 489.962 | 18,7 |
| 2. | Mercedes-Benz | 250.112 | 9,4 | 227.028 | 8,7 |
| 3. | Audi | 213.410 | 8,1 | 181.877 | 6,9 |
| 4. | BMW | 211.667 | 8,0 | 224.309 | 8,6 |
| 5. | Opel | 144.592 | 5,5 | 161.859 | 6,2 |
| 6. | Skoda | 143.928 | 5,4 | 149.838 | 5,7 |
| 7. | Ford | 131.405 | 5,0 | 126.416 | 4,8 |
| 8. | Seat inkl. Cupra | 111.646 | 4,2 | 108.726 | 4,2 |
| 9. | Hyundai | 103.750 | 3,9 | 106.428 | 4,1 |
| 10. | Renault | 80.897 | 3,1 | 107.069 | 4,1 |
| ... | |||||
| 15. | Dacia | 60.390 | 2,3 | 40.342 | 1,5 |
Gesamtmarkt leichte Nutzfahrzeuge* : Die Top Ten in Deutschland
| Rang | Hersteller | Zulassungen 2022 (Einheiten) | Marktanteil in % | Zulassungen 2021 (Einheiten) | Marktanteil in % |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Mercedes-Benz | 56.794 | 24,0 | 58.431 | 21,8 |
| 2. | Volkswagen | 43.588 | 18,5 | 45.097 | 16,8 |
| 3. | Ford | 37.727 | 16,0 | 42.241 | 15,7 |
| 4. | Renault | 18.329 | 7,8 | 26.383 | 9,8 |
| 5. | Opel | 13.769 | 5,8 | 17.119 | 6,4 |
| 6. | Fiat | 12.082 | 5,1 | 15.284 | 5,7 |
| 7. | Iveco | 6.989 | 3,0 | 6.896 | 2,6 |
| 8. | Toyota | 6.379 | 2,7 | 6.705 | 2,5 |
| 9. | MAN | 5.804 | 2,5 | 5.041 | 1,9 |
| 10. | Peugeot | 5.628 | 2,4 | 10.534 | 3,9 |
| ... | |||||
| 22. | Dacia | 115 | 0,1 | 1.739 | 0,7 |
* bis 2021 mit bis zu 5,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, ab 2022 mit bis zu 5,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
Entwicklung der Marken Renault, Dacia und Alpine
Weiterhin ist der Pkw-Markt von Lieferengpässen stark beeinträchtigt. Die Renault Group mit den Marken Renault, Dacia und Alpine konnte 2022 insgesamt 160.034 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 5,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht absetzen (2021: 175.747 Einheiten, hier noch mit bis zu 5,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht). Dies ist ein Rückgang von 9 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Marktanteil der Group lag aufgrund der schwierigen Absatzsituation bei 5,54 %, was einem Minus von 0,54 Prozentpunkten im Vorjahresvergleich entspricht.
Die Pkw-Zulassungen der Renault Group sanken um 4 % auf insgesamt 141.590 Einheiten (2021: 147.625 Einheiten). Der Pkw-Marktanteil sank mit 5,34 % leicht unter das Vorjahresergebnis von 5,63 %. Auch der Absatz bei den leichten Nutzfahrzeugen litt unter dem wirtschaftlich schweren Jahr. Mit einem Minus von 34 % (18.444 Zulassungen) erreichte die Renault Group nur noch einen Marktanteil von 7,81 % (2021: 28.122 Zulassungen bei 10,47 % Marktanteil).
Die Marke Renault erzielte 99.226 und damit 26 % weniger Pkw- und Nutzfahrzeug-Zulassungen als im Vorjahr (2021: 133.452 Einheiten). Der Marktanteil sank um 1,18 Prozentpunkte und verfehlte mit 3,44 % das Vorjahresniveau von 4,62 %. Die Pkw-Neuregistrierungen sanken um 24 % auf 80.897 Einheiten, weshalb die Marke auf den zehnten Platz der meistgekauften Pkw-Anbietern in Deutschland abrutscht. Der reine Pkw-Marktanteil erreichte 3,05 %. Der Anteil von rein batterieelektrischen Fahrzeugen von Renault betrug in Deutschland 29.699 Fahrzeuge (einschließlich Twizy).
Meistverkauftes Renault Pkw-Modell 2022 war zum ersten Mal der Captur mit 12.336 Einheiten (2021: 18.277 Einheiten). Knapp dahinter platzierten sich der Clio mit 11.740 Einheiten (2021: 17.311 Einheiten) und der Twingo mit 11.576 Einheiten (2021: 16.573 Einheiten). Der im letzten Jahr noch erstplatzierte Zoe erreichte 2022 nur noch 10.535 Einheiten (2021: 24.736 Einheiten). Die beiden im Laufe des letzten Jahres komplett neu eingeführten Modelle Megane E-Tech und Austral erreichten beachtliche 8.491 und 969 Einheiten.
Auch bei den leichten Nutzfahrzeugen musste Renault einen Verlust verzeichnen. Mit nur noch 18.329 Neuzulassungen (2021: 26.383 Neuzulassungen) erreicht der Importeur nur einen Marktanteil von 7,76 %, was einem Verlust von 2,06 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Gesamtmarkt der leichten Nutzfahrzeuge behauptet Renault dennoch die Position als viertstärkster Anbieter und Nummer eins der Importeure.
Den ersten Platz im Renault Nutzfahrzeugranking belegte erneut der Master. Das größte Transporter-Modell der Marke erzielte jedoch ein Absatzminus von 27 % und erreichte nur noch 7.092 Neuzulassungen (2021: 9.691 Einheiten). Vom Trafic wechselten 5.886 Einheiten in Kundenhand (2021: 9.122 Einheiten), während die Modelle Express mit 2.089 Neuzulassungen (2021: 1.728 Einheiten), der Kangoo Z.E. mit 1.718 Neuzulassungen (2021: 1.635 Einheiten) und der Kangoo Rapid mit 1.462 Neuzulassungen (2021: 4.045 Einheiten) die nachfolgenden Ränge belegten.
Bei den Elektrofahrzeugen entfallen die Anteile auf die Modelle Megane E-Tech, Twingo Electric und ZOE fast gleichmäßig. Zulassungssieger bleibt, wie im Vorjahr, jedoch der ZOE mit 10.535 Zulassungen (2021: 24.736 Neuzulassungen), dicht gefolgt vom Twingo Electric mit 8.833 Zulassungen (2021: 7.973 Einheiten) und dem im Februar neu eingeführten Megane E-Tech mit 8.491 Zulassungen. Der Kompakttransporter Kangoo E-Tech erzielte 1.718 Zulassungen (2021: 1.635 Neuzulassungen) und 22 Master E-Tech wechselten in Kundenhand, exakt so viele wie im Jahr zuvor.
Die Marke Dacia entwickelte sich und wies 2022 in Deutschland hervorragende Zulassungszahlen auf. 60.505 neu registrierte Pkw und Transporter entsprechen einem Plus von 44 % gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil stieg von 1,46 % auf 2,1 %.
Die Pkw-Verkäufe von Dacia stiegen um 50 % auf 60.390 Fahrzeuge (2021: 40.342 Einheiten). Die Nummer eins der Marke bleibt der Dacia Sandero mit 18.539 Einheiten (2021: 18.440 Einheiten). Vom SUV-Modell Duster wechselten 16.099 Neuwagen in Kundenhand (2021: 13.402 Einheiten), was einem Zuwachs von 20 % entspricht. Der neue rein elektrische Dacia Spring eroberte im letzten Jahr die Herzen der Käufer und erzielte 14.369 Neuregistrierungen (2021: 4.045 Einheiten). Der neue Dacia Jogger etablierte sich mit 9.457 Einheiten ebenfalls hervorragend in einem sonst schwachen Markt.
Positiv entwickelte sich auch die Sportwagenmarke Alpine, die mit 303 Verkäufen in Deutschland ihr Vorjahresergebnis um 42 % übertraf (2021: 214 Einheiten).
Die Renault, Dacia und Alpine Neuwagenzulassungen (Einheiten)*
| 2022 | 2021 | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|
| Renault | |||
| Twizy* | 98 | 91 | +8 |
| Twingo | 11.576 | 16.573 | -30 |
| Clio | 11.740 | 17.311 | -32 |
| Captur | 12.336 | 18.277 | -33 |
| ZOE | 10.535 | 24.736 | -57 |
| Mégane Familie | |||
| davon Mégane | 3.053 | 7.004 | -56 |
| davon Scénic/Grand Scénic | 1.822 | 3.124 | -42 |
| Mégane E-Tech | 8.491 | 0 | - |
| Espace | 309 | 536 | -42 |
| Talisman | 1.105 | 1.421 | -22 |
| Koleos | 2.392 | 1.906 | +25 |
| Kadjar | 2.596 | 6.508 | -60 |
| Austral | 969 | 0 | - |
| Arkana | 6.794 | 4.264 | +59 |
| Kangoo | 3.636 | 2.364 | +54 |
| Trafic | 2.297 | 1.596 | +45 |
| Master | 1.162 | 1.447 | -20 |
| Sonstige | 84 | 2 | 4.100 |
| Gesamt Pkw Renault (ohne Twizy) | 80.897 | 107.069 | -24 |
| Dacia | |||
| Logan MCV | 0 | 121 | -100 |
| Sandero | 18.539 | 18.440 | +1 |
| Spring | 14.369 | 4.045 | +255 |
| Lodgy | 1.919 | 2.890 | -34 |
| Dokker | 1 | 1.444 | - |
| Duster | 16.099 | 13.402 | +20 |
| Jogger | 9.457 | 0 | - |
| Sonstige Pkw Dacia | 6 | 0 | - |
| Gesamt Pkw Dacia | 60.390 | 40.342 | +50 |
| Alpine | |||
| Alpine A110 | 303 | 214 | +42 |
| Gesamt Pkw Alpine | 303 | 214 | +42 |
| Renault Pkw + Dacia Pkw + Alpine Pkw | 141.590 | 147.625 | -4 |
| Renault Nfz** | |||
| Kangoo Rapid | 1.462 | 4.045 | -64 |
| Kangoo Z.E. | 1.718 | 1.635 | +5 |
| Express | 2.089 | 1.728 | +21 |
| Trafic Transporter | 5.886 | 9.122 | -35 |
| Master Transporter | 7.070 | 9.669 | -27 |
| Master Z.E. | 22 | 22 | - |
| Renault Zoe | 0 | 10 | -100 |
| Alaskan | 2 | 151 | -99 |
| Sonstige | 80 | 1 | 7.900 |
| Gesamt Nfz** Renault | 18.329 | 26.383 | -31 |
| Dacia Nfz** | |||
| Dacia Nfz (Dokker Express) | 9 | 1.681 | -99 |
| Duster | 105 | 38 | 176 |
| Sonstige | 1 | 20 | -95 |
| Gesamt Nfz** Dacia | 115 | 1.739 | -93 |
| Renault Nfz** + Dacia Nfz** | 18.444 | 28.122 | -34 |
| Gesamt Pkw (ohne Twizy) + Transporter | 160.034 | 175.747 | -9 |
* Bei allen Angaben handelt es sich um aufbereitete Zahlen der Management Services Helwig Schmitt GmbH, Hofgeismar, auf Basis der veröffentlichten KBA-Zahlen; die Zulassungen für den Twizy sind nicht in der offiziellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) enthalten.
** bis 2021 mit bis zu 5,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, ab 2022 mit bis zu 5,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
Ertragslage
Der Jahresergebnis 2022 stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Mio. EUR auf 38,0 Mio. EUR.
Die Umsatzerlöse lagen mit 1.470,9 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (1.500,8 Mio. EUR). Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):
| 2022 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Verkäufe von Neuwagen | 949 | 977 |
| Ersatzteilverkäufe | 139 | 121 |
| Verkäufe von Dienst- und Gebrauchtwagen | 82 | 97 |
| Übrige | 301 | 306 |
| 1.471 | 1.501 |
Diese Entwicklung ist insbesondere auf gesunkene Fahrzeugverkäufe und eine damit einhergehende Verringerung der Kommissionserlöse zurückzuführen.
Die Zulassungen der Pkw und leichten Nutzfahrzeuge der Renault-Gruppe in Deutschland sanken um 8,9 % bzw. 15.713 Einheiten. Der Marktanteil der Gruppe ist auf 5,54 % (2021: 6,08 %) gesunken.
Es handelt sich bei den ausgewiesenen Umsätzen hauptsächlich um Kommissionserlöse, da der Neuwagen- und Teilevertrieb, soweit es sich bei den Teilen nicht um Fremdbezüge handelt, auf Kommissionsbasis erfolgte. Als Umsatzerlöse wird hierbei nur die Kommission, die sowohl eine fixe Provision als auch die Erstattung bestimmter Aufwendungen beinhaltet, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse beinhalten auch die Vertriebskosten, die im Rahmen der variablen Kommission an den Kommittenten weiterbelastet wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 11,9 Mio. EUR auf 18,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR).
Der Materialaufwand verringerte sich um 12,8 Mio. EUR auf 409 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist der Rückgang der Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren um 18,4 Mio. EUR, welcher durch die Erhöhung der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 5,6 Mio. EUR abgemildert wurde.
Der Personalaufwand stieg um 5,2 Mio. EUR auf 42,9 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 3,0 Mio. EUR und belaufen sich nun auf 976,3 Mio. EUR (Vorjahr: 979,3 Mio. EUR). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird der überwiegende Teil (792,3 Mio. EUR) im Rahmen der Kommission für Neuwagen an Renault s.a.s. weiterbelastet.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beliefen sich auf 20,1 Mio. EUR.
Die Zinsaufwendungen verringerten sich um 4,1 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR. Die Zinserträge betrugen 2,4 Mio. EUR.
Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen sowie Erträgen aus Ergebnisabführung) beträgt 2,3 Mio. EUR (Vorjahr -20,9 Mio. EUR).
Der Aufwand aus Ertragsteuern belief sich auf 25,0 Mio. EUR und stieg somit um 9,2 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf das höhere Ergebnis vor Steuern von 63,1 Mio. EUR (Vorjahr: 46,9 Mio. EUR) zurückzuführen. Ebenfalls enthalten sind 3,0 Mio. EUR an latentem Steueraufwand als Folge der Veränderung der aktiven latenten Steuern.
Vermögenslage
In Sachanlagen wurden 0,9 Mio. EUR investiert.
Die Summe der Vorräte reduzierte sich um 2,3 Mio. EUR (-24,6 %) auf 6,9 Mio. EUR. Der Grund dafür war im Wesentlichen die Senkung des Gebrauchtwagenbestandes.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 143,4 Mio. EUR auf 670,3 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 0,4 Mio. EUR und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 135,0 Mio. EUR. Dabei ist besonders ein Anstieg der Forderungen gegen die Renault S.A. aus Cash-Pooling (+135,3 Mio. EUR) maßgeblich. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 7,9 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderung gegen das Finanzamt aus Vorsteuer.
Das Eigenkapital stieg um 10,9 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren der Jahresüberschuss von 38,0 Mio. EUR sowie gegenläufig die Dividendenausschüttung in Höhe von 27,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote veränderte sich von 11,7 % auf 11,0 %.
Die Rückstellungen lagen mit 510,5 Mio. EUR um 117,1 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau, was insbesondere auf einen Anstieg der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Zuführungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Händlernetz sowie für Verkaufsförderungen und Boni an Händler und Großkunden.
Die Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag um 10,3 Mio. EUR auf 131,2 Mio. EUR. Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,8 Mio. EUR, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 5,6 Mio. EUR und die sonstigen Verbindlichkeiten um 1,9 Mio. EUR.
Finanzlage
Es bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Der täglich praktizierte Finanzausgleich (Cash-Pooling und Konzernverrechnung) garantiert eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen. Durch die Zentralisierung der Finanzwirtschaft übernimmt die französische Muttergesellschaft die Verpflichtung, im Rahmen der Konzernfinanzierung für eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs der Gesellschaften der Renault-Gruppe in Deutschland zu sorgen. Von Änderungen bei den marktüblichen Kreditkonditionen (z.B. Währungsrisiko) oder einer Einstufung der Kreditwürdigkeit durch Ratings ist die Gesellschaft daher nicht unmittelbar betroffen. Die Zinsen auf Cash-Pooling-Guthaben werden auf Basis des positiven monatlichen arithmetischen Mittels des €STR (Euro Short-Term Rate) berechnet. Bei negativem €STR wird auf eine negative Zinsbelastung jedoch verzichtet. Im Jahr 2022 resultierte aus der Position der Renault Deutschland AG im Cash-Pool ein Zinsergebnis von 1,1 Mio. EUR.
Im Rahmen des Factorings mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, und der Deutschen Bank AG, Köln, wurden wesentliche Teile der Forderungen aus Fahrzeug- und Ersatzteilverkäufen zum Zwecke der Risikominimierung und Liquiditätsverbesserung veräußert.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 163,3 Mio. EUR (Vorjahr: -152,7 Mio. EUR) setzt sich im Wesentlichen aus der Zunahme der Rückstellungen (117,1 Mio. EUR), dem Jahresergebnis (38,0 Mio. EUR) und der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen (8,4 Mio. EUR) zusammen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -0,9 Mio. EUR ergibt sich aus den Investitionen in Sachanlagen (2021: -0,1 Mio. EUR).
Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aufgrund von Dividendenzahlungen ein Cashflow in Höhe von -27,1 Mio. EUR (Vorjahr: kein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit).
Der Finanzmittelfond wuchs um 135,3 Mio. EUR auf 406,8 Mio. EUR und setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln und den Forderungen aus dem Cash-Pool zusammen. Die wesentlichen Veränderungen erfolgten hierbei bei den Cash-Pool-Forderungen (+135,3 Mio. EUR).
Risikobericht
Der Vorstand ist für die Einrichtung und Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagementsystems verantwortlich.
Das Risikomanagementsystem der Renault Deutschland AG ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Die Abteilungsleiter der einzelnen Direktionen sind Risikomanagement-Beauftragte und für die Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -kommunikation in ihrem Bereich verantwortlich.
Als wesentliche mögliche Risiken hat die Gesellschaft das Risiko des Zahlungsausfalles im Händlernetz, Sicherheitsrisiken im IT-Bereich sowie das Risiko der Mitarbeiter-Fluktuation identifiziert und entsprechende Maßnahmen getroffen.
Zur Vermeidung von Zahlungsausfallrisiken werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, und an die Deutsche Bank AG, Köln, im Rahmen eines echten Factorings veräußert. Darüber hinaus werden Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht.
Im Bereich Informationstechnik hat die Gesellschaft Sicherungskonzepte entwickelt, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerk beziehen.
Es gibt für die Mitarbeiter unternehmensweite Richtlinien für den Umgang mit elektronischen Informationen sowie Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Dies wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter vertieft. Technische Schutzmaßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen dienen ebenfalls der Verminderung von IT-Risiken.
Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Cash-Pooling- und Konzernverrechnungsverfahrens bestehen beträchtliche Forderungen, die 56,4 % (Vorjahr: 46,6 %) der Bilanzsumme ausmachen. Da unsere Gesellschaft nicht über eigene externe Kreditlinien z. B. bei Banken verfügt, ist die Aufrechterhaltung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit in besonderem Maße von der Funktionsfähigkeit des beschriebenen Konzern-Cash-Pools und damit im Bedarfsfall von der schnellen Realisierbarkeit der hieraus akkumulierten Cash-Pool-Forderungen abhängig.
Tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Ausblick
Zu Beginn des Jahres 2022 erwartete die Renault Deutschland AG im Jahr 2022 eine Entspannung und ein Wachstum für den deutschen Pkw-Markt. Entgegen diesen Erwartungen ist der Gesamtmarkt der Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeuge in Deutschland quasi stabil geblieben. Die sehr hohe Covid-19-Inzidenz im ersten Quartal hat die Performance des Marktes nur wenig beeinflusst, da ein erneuter Lockdown vermieden wurde. Die Lieferengpässe und der Halbleitermangel haben hingegen weiterhin die Produktionskapazitäten eingeschränkt und Transportprobleme haben die Fahrzeuglieferungen am Jahresende behindert.
Der Krieg in der Ukraine hat das Geschäftsjahr 2022 der Renault Deutschland AG letztendlich wenig betroffen. Die hohe Inflation, insbesondere auf den Öl- und Gasmärkten, konnte durch Sparmaßnahmen und erfolgreiche Einkaufsstrategien kompensiert werden.
Die vorgeschriebenen CO2 -Grenzwerte hat die Renault Group aufgrund der konsequenten Elektrifizierung der Modellpalette in 2022 erneut erreicht. Der Absatz des Renault Megane E-TECH Electric, des ZOE, des Twingo Electric und des Dacia Spring wurde auf Grund der antizipierten Reduzierung der BAFA-Förderung in 2023 vor allem Ende des Jahres 2022 vermehrt gefördert.
Die Gesamtverkäufe in 2022 konnten nicht wie erwartet das Niveau des Jahres 2020 erreichen. Die Marke Dacia konnte ihre Zulassungen um 44% steigern, aber den Verlust von -26 % bei der Marke Renault nicht kompensieren. Die Marke Renault war auf Grund ihres technologischen Vorsprungs zu Dacia stärker vom Halbleitermangel betroffen. Die Profitabilität hat sich durch eine strengere Steuerung der Vertriebskanäle, angepasste Verkaufskonditionen und Preiserhöhungen aber leicht verbessert.
Zusammengefasst gingen wir zu Beginn des Jahres 2022 bei einem Wachstum des deutschen Pkw-Gesamtmarktes von einer leichten Erhöhung der Absätze, Umsätze und der Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr aus. Das krisenbedingt fehlende Marktwachstum führte zu einem Rückgang der Absätze und Umsätze der Renault Deutschland AG. Durch unsere höhere Profitabilität gelang uns im Jahr 2022 dennoch ein starkes Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 63.111 TEUR (2021: 46.945 TEUR).
Ausblick und Chancen 2023
Insgesamt erwartet die Renault Group in Deutschland für 2023 eine Entspannung und ein leichtes Wachstum des Automobilmarktes. Voraussetzung ist, dass die Lieferengpässe rückläufig sind und die Versorgung mit wichtigen Komponenten wieder reibungsloser gelingt. Dadurch dürften sich die Neuzulassungen in 2023 insgesamt leicht positiv entwickeln.
Der Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Öl- und Gasmärkte betreffend, bleiben ein Risikofaktor. Grundsätzlich gehen wir jedoch davon aus, dass der Geschäftsverlauf 2023 wie im Vorjahr nur wenig beeinträchtigt wird. Auch im Hinblick auf die Finanzierungslage der Renault Deutschland AG gibt es weiterhin keine signifikanten Auswirkungen, sodass die Liquidität unverändert über den Konzern-Cash-Pool gegeben ist.
Ab Mitte 2023 plant die Gesellschaft einen Standortwechsel. Die Renault Deutschland AG beabsichtigt, ihre Grundstücke und Gebäude in Brühl zu verkaufen, neue Büroflächen in Köln zu mieten, eine Sale-and-Lease-Back Operation für ihr Ersatzteilelager in Brühl abzuschließen und einen Umzug ihres Schulungsinstituts in der Nähe zu organisieren.
Die vorgeschriebenen CO2 -Grenzwerte erwartet die Renault Group aufgrund der konsequenten Elektrifizierung der Modellpalette auch in 2023 zu erreichen. Vor allem der Renault Megane E-TECH Electric, der ZOE, der Twingo Electric und der Dacia Spring dürften dabei wichtige Impulse setzen. Zu einem starken Absatzwachstum könnten dank vollem Verkaufsjahr der Renault Austral und der Dacia Jogger sowie die Neueinführungen des Renault Espace und Renault Clio Phase 2 führen.
Aufgrund der Absatzchancen durch unser Angebot einer jungen Modelpalette erwarten wir für 2023 Verkäufe auf dem Niveau des Jahres 2021 zu erreichen. Dem Risiko von Preiserhöhungen bei Rohstoffen und den steigenden Zinskosten planen wir mit einer klugen Steuerung der Vertriebskanäle sowie angepassten Verkaufskonditionen zu begegnen, was uns die Chance zur Erhöhung unserer Profitabilität bietet. Darüber hinaus hat die Umorganisierung des Händlernetzes begonnen, dessen Vertrag mit Renault Deutschland AG in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 flächendeckend gekündigt worden ist. Sie wird bis zur Einführung des neuen Vertrages Ende 2024 dauern. Im Rahmen dieser Umorganisierung werden unter anderem die Vermarktungskonditionen neu definiert, wodurch wir eine Verbesserung der Profitabilität des Herstellers planen.
Insgesamt erwarten wir auf Basis dieser Annahmen im Jahr 2023 eine starke Erhöhung des Absatzes (+18 %) und Umsatzes im zweistelligen Prozentbereich sowie eine leichte erhöhte Profitabilität.
Erklärung zur Unternehmensführung
Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 23. April 2018 wurden die Zielgrößen gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft auf jeweils 17 % festgelegt. Darüber hinaus legte der Vorstand mit Beschlussfassung vom 8. März 2018 die Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 AktG für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 25 % und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 19 % fest. Diese Angaben gelten für die Zeit bis zum 30. Juni 2022. Bislang wurde kein neuer Beschluss gefasst.
Mit Stand 31. Dezember 2022 ergab sich für den Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 17 %. Mithin wurde das gesetzte Ziel im Aufsichtsrat erreicht. Der Frauenanteil im Vorstand betrug zum 31. Dezember 2022 0 %. Da es keine Kandidatinnen mit passendem Profil gab, um vakante Positionen zu besetzen, konnte das Ziel im Geschäftsjahr 2022 noch nicht erreicht werden.
Zum 31. Dezember 2022 betrug der Frauenanteil für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands 33,3 %. Das gesetzte Ziel wurde somit erfüllt.
Zum 31. Dezember 2022 betrug der Frauenanteil für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 36,4 %. Das gesetzte Ziel wurde somit erfüllt.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat den gemäß § 312 Aktiengesetz erforderlichen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:
"Mit der Ausnahme einer unentgeltlichen Nutzungsüberlassung an ein 100%iges Tochterunternehmen, mit dem ein Gewinnabführungsvertrag besteht, hat unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch nicht benachteiligt. Bei der vorstehend umschriebenen unentgeltlichen Leistung erfolgt der Nachteilsausgleich im Wege der um die fehlende Gegenleistung erhöhten Gewinnabführung."
Brühl, den 15.05.2023
Renault Deutschland AG
- Der Vorstand -
Markus Siebrecht
Pierre Pourcel
Ralf Benecke
Michael Löhe
Thilo Schmidt
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Renault Deutschland AG, Brühl
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Renault Deutschland AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Renault Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt, der im Abschnitt „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts:
| • | die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), auf die im Lagebericht Bezug genommen wird |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 15.05.2023
**Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer
Jens Esser, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Die Berichte waren Gegenstand eingehender Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen und bildeten die Grundlage für die durchgeführte Überwachung der Geschäftsführung. Anlass zu Beanstandungen hat es nicht gegeben.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die letzte ordentliche Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Düsseldorf, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Im Falle des Berichts über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 trägt der Vermerk folgenden Wortlaut:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Renault Deutschland AG nicht unangemessen hoch war.“ |
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der nach § 172 Aktiengesetz festgestellt ist.
Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Köln, 16. Juni 2023
Arne Möller
Im Auftrag von Herrn V. Piquet, Vorsitzender des Aufsichtsratsa