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Renault Annual Report 2021

Jan 6, 2023

1625_rns_2023-01-06_045eb825-8618-47e2-b0c4-ee45b80843c1.html

Annual Report

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Publication

Renault Deutschland AG

Brühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 12.271,17 9.595,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.011.813,03 11.822.836,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 147.097,92 198.127,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.720,62 578.932,72
4. Anlagen im Bau 0,00 4.562,01
11.623.631,57 12.604.459,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.326.528,71 12.326.528,71
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung 650.227,00 733.388,00
12.976.755,71 13.059.916,71
24.612.658,45 25.673.971,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 157.475,45 35.676,82
2. Waren 9.023.979,31 9.528.994,21
9.181.454,76 9.564.671,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.157.865,56 3.655.511,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 457.836.854,86 570.503.824,92
3. Sonstige Vermögensgegenstände 66.918.558,68 64.953.886,70
526.913.279,10 639.113.223,28
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.391,20 47.504,71
536.109.125,06 648.725.399,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.653,32 88.407,00
D. Aktive latente Steuern 21.771.780,66 21.518.780,66
582.605.217,49 696.006.557,80

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
--- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.655.322,80 10.655.322,80
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 1.065.532,28 1.065.532,28
2. Andere Gewinnrücklagen 20.742,80 20.742,80
1.086.275,08 1.086.275,08
III. Bilanzgewinn 56.465.742,07 25.422.236,51
68.207.339,95 37.163.834,39
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 53.294.923,00 49.088.747,00
2. Steuerrückstellungen 18.480.883,82 16.959.928,17
3. Sonstige Rückstellungen 321.683.884,02 438.159.886,59
393.459.690,84 504.208.561,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.367.573,26 34.290.386,28
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 46.212.850,72 26.416.841,21
3. Sonstige Verbindlichkeiten 46.303.883,92 93.926.934,16
davon aus Steuern 26.916.301,15 EUR (Vorjahr: 75.659.624,67 EUR)
120.884.307,90 154.634.161,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 53.878,80 0,00
582.605.217,49 696.006.557,80

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR
--- --- ---
1. Umsatzerlöse 1.500.782.203,53 1.673.409.331,85
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.715.168,54 13.877.928,55
1.507.497.372,07 1.687.287.260,40
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -154.126.620,39 -202.130.951,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -267.447.062,26 -290.737.538,02
-421.573.682,65 -492.868.489,03
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -31.846.747,18 -34.566.598,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.898.105,72 -5.531.372,55
davon für Altersversorgung 949.254,75 EUR (Vj. 691.232,86 EUR)
-37.744.852,90 -40.097.970,99
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.091.861,83 -1.149.240,85
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -979.275.487,56 -1.124.410.400,79
67.811.487,13 -28.761.158,74
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.513.578,34 5.000,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.429,78 3.878,92
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 -4.274.181,18
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.383.218,22 -27.347.980,74
davon an verbundene Unternehmen 16.980.597,71 EUR (Vj. 19.595.672,14 EUR)
davon aus Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.205.505,00 EUR (Vj. 6.458.519,00 EUR)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung sonstiger Rückstellungen 85.634,47 EUR (61.043,98 EUR)
-20.866.210,10 -31.613.283,00
11. Ergebnis vor Steuern 46.945.277,03 -2.852.124,26
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.853.354,79 -110.320,10
13. Ergebnis nach Steuern 31.091.922,24 -2.962.444,36
14. Sonstige Steuern -48.416,68 -51.021,81
15. Jahresüberschuss 31.043.505,56 -3.013.466,17
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 25.422.236,51 28.435.702,68
17. Bilanzgewinn 56.465.742,07 25.422.236,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Hinweise

Sitz der Renault Deutschland AG ist Brühl. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 43252 im Register des Amtsgerichts Köln eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet, Vermögensgegenstände sind grundsätzlich höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei Jahre um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen.

Seit dem Jahr 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter („GWG“) bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten beziehungsweise mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind zu den vom Versicherer mitgeteilten Werten zum Bilanzstichtag angesetzt.

Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der FiFo-Methode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren (Dienst- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile) werden grundsätzlich mit den einzelnen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unter Berücksichtigung der Verkaufserlöse der Vergangenheit sowie der Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen für Fahrzeuge in angemessener Höhe gebildet. Bestandsrisiken der Teile, die sich aus verminderter Verkaufsfähigkeit und aus der Lagerdauer ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Latente Steuern

Nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept wurden auf sämtliche Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern berechnet. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Pensionsrückstellungen

Es wurden Rückstellungen für unmittelbare und mittelbare Pensionsverpflichtungen bilanziert. Es wird das Ansatzwahlrecht der Bilanzierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen in Anspruch genommen. Das bedeutet, dass die Pensionsrückstellungen in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Versor-gungsverpflichtungen und dem vorhandenen Kassenvermögen bei der Konzern-Unterstützungskasse der Renault Deutschland AG bilanziert werden. Die pensionsfähigen Bezüge werden mit dem voraussichtlichen Stand am Bilanzstichtag kalkuliert.

Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Rechnungszinsfuß wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ein Zinssatz von 1,87 % (Vorjahr: 2,31 %) zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem PUC-Verfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses, das sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Beim PUC-Verfahren wird der Barwert erwarteter künftiger Zahlungen ermittelt, die erforderlich sind, um die aufgrund von Arbeitnehmerleistungen bis zum Bilanzstichtag entstandenen Verpflichtungen abgelten zu können. Für diese Ermittlung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren verwendet.

Außerdem wurden der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:

31.12.2021 31.12.2020
Gehaltserhöhungen 2,50 % p. a. 2,50 % p. a.
Rentenanpassungen 1,60 % p. a. 1,60 % p. a.
Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze 2,50 % p. a. 2,50 % p. a.
Fluktuationsrate (Alter bis 50 Jahre) 2,62 % p. a. 2,62 % p. a.
Fluktuationsrate (Alter über 50 Jahre) 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.

Ferner dienten für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen als biometrische Rechnungsgrundlagen die „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für erwartete Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Kommissionserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Veräußerung an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst. Gemäß § 277 Abs. 5 HGB wurden wie in den Vorjahren Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen und der ATZ-Rückstellung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.

Kommissionsgeschäft

Die Renault Deutschland AG wickelt die Neuwagen- und Ersatzteilverkäufe der Marken Renault, Dacia und Alpine im Wesentlichen als Kommissionär für die Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, ab. Die Kommission, die als Vergütung für diese Tätigkeit gewährt wird, beinhaltet neben einem fixen Teil auch einen variablen Teil, der zur Deckung der Kosten von Verkaufsförderungsaktionen dient.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Umlaufvermögen

Die Warenbestände der Renault Deutschland AG sind gegenüber dem Vorjahr (9.529 TEUR) auf 9.024 TEUR gesunken. Der Fahrzeugbestand beträgt 6.777 TEUR (Vorjahr: 6.888 TEUR). Im Übrigen handelt es sich um Teile im Wert von 442 TEUR (Vorjahr: 1.212 TEUR) sowie um sonstige Warenbestände wie Werbematerial und Kfz-Briefe in Höhe von 1.804 TEUR (Vorjahr: 1.429 TEUR).

Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen im Wert von 157 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR) handelt es sich um Heizöl und Kraftstoffe.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 457.837 TEUR (Vorjahr: 570.504 TEUR) bestehen 271.532 TEUR (Vorjahr: 424.282 TEUR) gegen den Cash-Pool-Führer Renault S.A., Boulogne-Billancourt/Frankreich, bei einem Kreditinstitut in Paris/Frankreich. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 186.305 TEUR (Vorjahr: 146.222 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und betreffen mit 161.087 TEUR (Vorjahr: 131.523 TEUR) die Gesellschafterin Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 66.919 TEUR (Vorjahr: 64.954 TEUR) enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, aus Buy-Back-Geschäften von 17.700 TEUR (Vorjahr: 18.811 TEUR). Da diese rechtlich noch nicht entstanden sind, werden sie unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bei den restlichen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um eine Forderung gegen das Finanzamt aus Vorsteuer in Höhe von 43.829 TEUR (Vorjahr: 44.165 TEUR) sowie sonstige Forderungen, ausstehende Gutschriften von Lieferanten und debitorische Kreditoren in Höhe von 5.390 TEUR (Vorjahr: 1.977 TEUR).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive latente Steuern

Es wurde ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von 21.772 TEUR (Vorjahr: 21.519 TEUR), der auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt wurde, aktiviert. Es handelt sich hierbei insbesondere um Unterschiede bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie bei Rückstellungen für Werbebeteiligungen. Dabei werden bei der Renault Deutschland AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,81 %. Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Sachverhalten:

Sachverhalt Differenz zur Steuerbilanz Aktive latente Steuern (+) /Passive latente Steuern (-)
TEUR TEUR
--- --- ---
Anlagevermögen 100 32
Vorratsvermögen 280 89
Pensionsrückstellung/ATZ 44.631 14.197
Sonstige Rückstellungen 8.738 2.779
Differenzen der Organgesellschaften 14.694 4.675
Total 68.443 21.772

Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Renault Deutschland AG beträgt 10.655 TEUR und ist in 20.840 Stückaktien aufgeteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Namensaktien.

Zu der am Stichtag bestehenden Ausschüttungssperre in Höhe von 29.329 TEUR verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern (21.772 TEUR) sowie auf den untenstehenden Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung (7.558 TEUR).

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 30. Juni 2021 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2020 in Höhe von 25.422 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen 53.295 TEUR (Vorjahr: 49.089 TEUR). Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 82.391 TEUR (Vorjahr: 77.171 TEUR) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens bei der Konzern-Unterstützungskasse Renault Deutschland AG e.V., Brühl, von 29.096 TEUR (Vorjahr: 28.082 TEUR) saldiert. Die Anschaffungskosten entsprechen dem ausgewiesenen Wert. Der Unterschiedsbetrag, der nach § 253 Absatz 6 HGB ermittelt wurde, beträgt 7.558 TEUR und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 18.481 TEUR (Vorjahr: 16.960 TEUR) betreffen Körperschaft-steuer 3.069 TEUR (Vorjahr: 4.074 TEUR), Gewerbesteuer 3.794 TEUR (Vorjahr: 2.756 TEUR) und Solidaritätszuschlag 169 TEUR (Vorjahr: 224 TEUR) für das Jahr 2021 sowie steuerliche Risiken aus der steuerlichen Abschlussprüfung 2011 - 2014 in Höhe von 11.449 TEUR (Vorjahr: 9.905 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 321.684 TEUR (Vorjahr: 438.160 TEUR) betreffen überwiegend Rückstellungen für Verkaufsförderungen und Boni für Fahrzeuge im Netzbestand und für Händler 245.778 TEUR (Vorjahr: 381.984 TEUR), Restrukturierungskosten für das Händlernetz 37.725 TEUR (Vorjahr: 37.579 TEUR) sowie drohende Verluste aus Buy-Back-Geschäften 17.700 TEUR (Vorjahr: 18.811 TEUR).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.368 0 0 28.368
(Vorjahr) (34.290) (0) (0) (34.290)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 46.213 0 0 46.213
(Vorjahr) (26.417) (0) (0) (26.417)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 46.304 0 0 46.304
(Vorjahr) (93.927) (0) (0) (93.927)
davon aus Steuern 26.916 0 0 26.916
(Vorjahr) (75.660) (0) (0) (75.660)
120.884 0 0 120.884
(154.634) (0) (0) (154.634)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 46.304 TEUR (Vorjahr: 93.927 TEUR) enthalten größtenteils Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Händlern aus Verkaufsförderungsmaßnahmen.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):

2021 Vorjahr
Verkäufe von Neuwagen 977 1.116
Ersatzteilverkäufe 121 119
Verkäufe von Dienst- und Gebrauchtwagen 97 121
Übrige 306 317
1.501 1.673

Die Umsatzerlöse entfallen wie im Vorjahr hauptsächlich auf die Bundesrepublik Deutschland. In den übrigen Umsatzerlösen sind insbesondere Erträge aus weiterbelasteten Garantieleistungen und Erträge aus Transportdienstleistungen enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 6.715 TEUR (Vorjahr: 13.878 TEUR) setzen sich zum größten Teil aus Auflösungen von Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Erträgen aus Dienstwagenüberlassungen zusammen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 979.275 TEUR (Vorjahr: 1.124.410 TEUR) sind im Wesentlichen Aufwendungen für Beihilfen und Zuschüsse an Händler, Werbeaufwendungen, Fremdarbeiten, Frachtkosten, Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen, Mietaufwendungen und Beratungskosten zusammengefasst. Von dem Gesamtbetrag wurden 911.675 TEUR (Vorjahr: 1.024.396 TEUR) im Rahmen der Kommissionsverträge an Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, weiterbelastet. Der entsprechende Ertrag ist als Kommissionsprovision in den Umsatzerlösen enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 4.876 TEUR (Vorjahr: 11.370 TEUR). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in 2021 nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In 2021 wurden insgesamt 15.853 TEUR (Vorjahr: 110 TEUR) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebucht, davon Körperschaftsteuer 6.598 TEUR (Vorjahr: 791 TEUR), Gewerbesteuer 8.189 TEUR (Vorjahr: 1.726 TEUR), Solidaritätszuschlag 363 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR) und 253 TEUR (Vorjahr: 2.450 TEUR) als Ertrag aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern, welche auf das Jahr 2021 entfallen.

Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Aufwendungen für die Grundsteuer von 47 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen zum 31. Dezember 2021 Rücknahmeverpflichtungen aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge gegenüber Autovermietern und anderen Großabnehmern in Höhe von 58.923 TEUR (Vorjahr: 56.287 TEUR) sowie Rücknahmeverpflichtungen für Dienstwagen und Mitarbeiter-Leasingfahrzeuge gegenüber der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland mit 11.011 TEUR (Vorjahr: 19.652 TEUR).

Das Buy-Back-Geschäft dient der mittelfristigen Verbesserung des Cashflows. Risiken bestehen in der Weitervermarktung, die nicht an den Käufer übergeht, und dem festgelegten Rückkaufswert.

Neben dem Factoring mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, wurde auch das Factoring mit der Deutschen Bank AG, Köln, fortgeführt. Das Factoring dient im Wesentlichen der Liquiditätsverbesserung. Dem Vorteil des frühzeitigen Geldeingangs steht der Nachteil der Factoring-Aufwendungen gegenüber. Risiken werden aus dem echten Factoring derzeit nicht gesehen. Insgesamt waren zum Abschlussstichtag Kundenforderungen in Höhe von 13.294 TEUR ohne Rückgriffsrecht verkauft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 27 TEUR (Vorjahr: 31 TEUR) für erteilte Investitionsaufträge und mit 3.697 TEUR (Vorjahr: 5.096 TEUR) für finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Pachtverträgen, deren Kündigungstermine zwischen 2022 und 2025 liegen sowie mit 196 TEUR (Vorjahr: 196 TEUR) für hinterlegte Bürgschaften. Insgesamt ergeben sich daraus Verpflichtungen in Höhe von 168 TEUR (Vorjahr: 168 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Potentielle Risiken können sich ferner aus einem zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich noch laufenden Verständigungs- beziehungsweise Schiedsverfahren zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in Folge der steuerlichen Außenprüfung für die Geschäftsjahre 2011-2014 ergeben.

Die Steuerrückstellungen zum 31.12.2021 hat die Gesellschaft unter Berücksichtigung vernünftiger kaufmännischer Prognosen über den Ausgang des vorgenannten Verfahrens ermittelt. Aus einer unvorhergesehenen Entwicklung dieses Verfahrens könnten weitere finanzielle Risiken entstehen.

Angaben zum Prüfungshonorar

Das Abschlussprüfungshonorar in Höhe von 142 TEUR (Vorjahr: 137 TEUR) betrifft ausschließlich Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung.

Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres nach Gruppen

2021 Vorjahr
Leitende Angestellte (Prokuristen) 6 6
Angestellte 306 315
Gewerbliche Arbeitnehmer 62 63
374 384

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit

Da die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der Gesellschaft unter 500 Beschäftigten liegt, wurde ein Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nicht erstellt.

Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und ehemaliger Geschäftsführer

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021 betrugen 1.184 TEUR (Vorjahr: 1.254 TEUR). Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 226 TEUR (Vorjahr: 233 TEUR). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sowie gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen sind 5.232 TEUR (Vorjahr: 4.975 TEUR) zurückgestellt.

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 4 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR).

Aufsichtsrat und Vorstand der Renault Deutschland AG

Aufsichtsrat

Vincent Piquet Vorsitzender Directeur Performance & Contrôle Europe,
Renault s.a.s./Frankreich
Gilles Laroche stellvertretender Financial Director Iberia
Vorsitzender Renault España SA/Spanien
Jacques Bousquet Mitglied des Aufsichtsrats VP, Rental business, Used Cars & Fleet
(bis 03.03.2022) Renault s.a.s./Frankreich
Philippe Buros Mitglied des Aufsichtsrats SVP, Group Sales & Marketing Services
Renault s.a.s./ Frankreich
Sonja Heine Arbeitnehmervertreterin Renault Deutschland AG, Brühl
Alexander Oppelt Arbeitnehmervertreter Renault Retail Group Deutschland GmbH, Brühl

Vorstand

Markus Siebrecht Vorsitzender (ab 01.10.2021)
Uwe Hochgeschurtz Vorsitzender (bis 31.08.2021)
Didier Richard Vorstand Finanzen
Ralf Benecke Vorstand Marketing
Lars Bialkowski Vorstand Vertrieb (bis 01.12.2021)
Christophe Mittelberger Vorstand Marke Dacia (bis 15.03.2022)
Thilo Schmidt Vorstand Marke Dacia (ab 15.03.2022)
Martin Zimmermann Vorstand Kommunikation (bis 31.01.2022)

Die Vorstände sind jeweils hauptberuflich in ihrer Funktion tätig.

Anteilsbesitz der Renault Deutschland AG (Stand: 31. Dezember 2021)

Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2021 Ergebnis 2021
% TEUR TEUR
--- --- --- ---
Renault Retail Group Deutschland GmbH,

Brühl
100 12.468 0
Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH, Köln 100 25 0
SODICAM Vertriebs GmbH, Brühl 100 25 0

Mit allen aufgeführten Tochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Renault Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Renault S.A., Boulogne-Billancourt/ Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen beziehungsweise auf dessen Internet-Seite erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Die Renault Deutschland AG ist somit nach § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Abweichungen vom deutschen Recht ergeben sich im Wesentlichen bei der Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen für Pensionen, da beim PUC-Verfahren unterschiedliche Rechnungszinssätze zu Grunde gelegt werden, sowie bei der Bilanzierung der Rücknahmeverpflichtung aus Buy-Back-Geschäften für Kraftfahrzeuge.

Dividendenzahlung der Renault Deutschland AG

Für das Geschäftsjahr 2021 ist eine Gewinnverwendung (Ausschüttung) in Höhe von 27.134 TEUR (Vorjahr: keine Ausschüttung) geplant. Der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht: Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und in Russland, insbesondere der gegenüber Russland verhängten Sanktionen, werden sich generelle Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Öl- und Gasmärkte betreffend, ergeben. Auch wenn wir keine wesentlichen direkten Geschäftsbeziehungen zu russischen Kunden und Lieferanten halten, werden diese generellen Auswirkungen in irgendeiner Form auch uns treffen. Die Dynamik und Aktualität der Situation lässt derzeit keine genaueren Aussagen bezüglich des Ausmaßes der Auswirkungen zu. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

Brühl, den 16. Mai 2022

Renault Deutschland AG

Der Vorstand

Markus Siebrecht

Didier Richard

Ralf Benecke

Thilo Schmidt

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 155.692,82 8.389,00 0,00 19.574,55 144.507,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.413.157,25 31.039,17 0,00 32.216,47 59.411.979,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.056.191,76 0,00 0,00 448.354,63 1.607.837,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.742.442,84 74.281,99 4.562,01 2.365.645,70 4.455.641,14
4. Anlagen im Bau 4.562,01 0,00 -4.562,01 0,00 0,00
68.216.353,86 105.321,16 0,00 2.846.216,80 65.475.458,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.505.885,00 0,00 0,00 0,00 16.505.885,00
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung 733.388,00 0,00 0,00 83.161,00 650.227,00
17.239.273,00 0,00 0,00 83.161,00 17.156.112,00
85.611.319,68 113.710,16 0,00 2.948.952,35 82.776.077,49
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 146.097,51 5.713,14 19.574,55 132.236,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.590.320,72 842.062,67 32.216,47 48.400.166,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.858.063,92 51.029,92 448.354,63 1.460.739,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.163.510,12 193.056,10 2.365.645,70 3.990.920,52
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
55.611.894,76 1.086.148,69 2.846.216,80 53.851.826,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.179.356,29 0,00 0,00 4.179.356,29
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
4.179.356,29 0,00 0,00 4.179.356,29
59.937.348,56 1.091.861,83 2.865.791,35 58.163.419,04
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 12.271,17 9.595,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.011.813,03 11.822.836,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 147.097,92 198.127,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.720,62 578.932,72
4. Anlagen im Bau 0,00 4.562,01
11.623.631,57 12.604.459,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.326.528,71 12.326.528,71
2. Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung 650.227,00 733.388,00
12.976.755,71 13.059.916,71
24.612.658,45 25.673.971,12

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Die Renault Deutschland AG vertreibt als Kommissionärin der Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, Neufahrzeuge der Marken Renault, Dacia und Alpine sowie Teile und Zubehör für die genannten Marken im eigenen Namen und für Rechnung von Renault s.a.s. Sie ist zu 60 % eine Tochtergesellschaft der Renault s.a.s., Boulogne-Billancourt/Frankreich, 40 % der Anteile hält die Renault Group BV, Amsterdam/Niederlande. Neben der Belieferung des Renault und Dacia Händlernetzes werden auch Direktgeschäfte u. a. mit Autovermietern getätigt.

Wesentliches Eigengeschäft ist der Handel mit Gebrauchtwagen („Buy-Back“-Rückläufern) sowie mit lokalen Ersatzteilen.

Die Renault Deutschland AG ist zu 100 % Muttergesellschaft der Renault Retail Group Deutschland GmbH mit Sitz in Brühl und Renault Retail Group Spezial-Liegenschaften GmbH mit Sitz in Köln sowie der Sodicam Vertriebs GmbH mit Sitz in Brühl.

Steuerungsindikatoren sind u. a. Absatz, Umsatz und interne Profitabilitätsindikatoren.

Der Markt

Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 nach dem pandemiebedingten Einbruch im Vorjahr leicht erholt. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 2,7 % zu, nachdem es 2020 einen deutlichen Rückgang um 4,6 % gab. Gebremst wird der erneute Aufschwung aber nach wie vor durch massive Lieferengpässe. Die Industrie kann trotz hervorragender Auftragslage mangels zentraler Vorprodukte die Fertigungskapazitäten in vielen Bereichen nur eingeschränkt ausschöpfen. Der Einzelhandel ohne Kfz registrierte im vierten Quartal erst einen kräftigen Zuwachs, zum Jahresende hat sich das Konsumklima durch die neue Pandemiewelle und die in Spitzen über 5,0 Prozent reichende Inflationsrate allerdings erneut eingetrübt. Hierbei war der stationäre Handel deutlich stärker betroffen, während der Online-Handel kräftig zulegte. Durchschnittlich betrug im Jahr 2021 die Inflationsrate 3,1 % und erreichte damit den höchsten Wert seit 1993. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2021 trotz Covid-19-Pandemie insgesamt gut. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Beschäftigung bei gleichzeitig abflachender Kurzarbeit zu.

Auf den deutschen Automobilmarkt, der im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 9,3 % nachgab, wirkte sich das weiterhin von der Pandemie geprägte Wirtschaftsumfeld 2021 negativ aus. Die Neuzulassungen bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 5 t) sanken um 297.644 Fahrzeuge auf 2,89 Millionen Einheiten (2020: 3,19 Millionen Einheiten). Während der Markt der leichten Nutzfahrzeuge mit -0,8 % und 268.640 neuregistrierten Fahrzeugen nahezu sein Vorjahresniveau halten konnte, sanken die Neuzulassungen im Pkw-Markt das zweite Jahr in Folge im zweistelligen Prozentbereich, und zwar um 10,1 %, auf 2,62 Millionen Einheiten.

Die deutsche Automobilproduktion fertigte nochmals 12 % weniger Fahrzeuge als im coronageprägten Vorjahr und erreichte nur noch 3,1 Millionen Einheiten (2020: 3,51 Millionen Einheiten). Das ist das niedrigste Produktionsvolumen seit 1975. Ein ähnliches Bild ergibt sich im Export, der mit lediglich 2,4 Millionen Fahrzeugen und einem Minus von 10 % deutliche Einbußen hinnehmen musste.

Die Pkw-Zulassungen gingen 2021 um 295.546 Fahrzeuge auf 2,62 Millionen Einheiten und damit auf den niedrigsten Wert seit 1985 zurück (2020: -19,1 %, 2,92 Millionen Einheiten). Nach einem ernüchternden Jahresstart und lediglich 169.754 Neuzulassungen im Januar erholte sich der Markt moderat bis März, der aber mit 292.349 Pkw-Zulassungen auch der stärkste Monat im Gesamtjahr bleiben sollte. In den Folgemonaten verharrten die Neuzulassungen bis Oktober auf niedrigem Niveau. Erst in den beiden Schlussmonaten zeichnete sich ein leicht positiver Trend ab, ohne auch nur im Ansatz das Vorjahresniveau zu erreichen. Im November wurden 198.258 Einheiten neu zugelassen (-31,7 %), gefolgt vom Dezember mit 227.630 Einheiten und einem Rückgang von 26,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. 2020 kennzeichnete allerdings auch den stärksten jemals erreichten Dezember überhaupt. Grund für den schwachen Jahresabschluss waren die sich seit Jahresmitte abzeichnenden und stetig zunehmenden Lieferschwierigkeiten. Nahezu jeder Hersteller hatte mit dem Versorgungsengpass bei Halbleitern zu kämpfen. Laut Münchner ifo-Institut berichteten 81,9 % der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe im Dezember von Problemen bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten.

Während gerade zum Jahresende 2020 Privatkunden noch von der reduzierten Mehrwertsteuer profitierten und damit den Automarkt stützten, gab dieser Verkaufskanal im abgelaufenen Jahr überdurchschnittlich stark nach: 2021 erfolgten nur 34,6 % (-16,3 %) der Neuzulassungen durch private Hand. Die gewerblichen Zulassungen erreichten 65,4 % und gaben, wenn auch nicht so stark, so doch um 6,5 % im Jahresvergleich nach.

Lediglich noch neun Pkw-Marken erreichten die Marke von 100.000 Neuzulassungen, von denen nur Opel (10,7 %) und Hyundai (1,3 %) einen Zuwachs verzeichneten. Alle anderen Marken mussten deutliche Zulassungsrückgänge hinnehmen, wobei diese bei Ford (-34,9 %), Mercedes (-25,2 %) und Skoda (-17,1 %) am stärksten ausfielen. Auch Volkswagen verzeichnete mit einem Minus von 6,8 % deutliche Verluste, bleibt aber mit einem nochmals leicht verbesserten Marktanteil von jetzt 18,7 % weiterhin führend im Pkw-Markt. Signifikante Zuwächse erreichten fast ausschließlich die Marken mit einem rein elektrischen Modellportfolio. Besonders ausgeprägt fielen diese bei Polestar (+153,2 %), Tesla (+137,9 %) und Smart (+49,7 %) aus.

Diese Entwicklung spiegelt sich in der Zulassungsstatistik auch beim Antriebsmix wider: Zwar verfügen mit 972.588 Einheiten 37,1 % der neu registrierten Fahrzeuge nach wie vor über eine Benzinmotorisierung. Dies entspricht aber einem Rückgang von 28.6 % gegenüber dem Vorjahr (2020: 46,7 %). Noch deutlicher fiel der Rückgang bei dieselbetriebenen Fahrzeugen aus: 524.446 neu zugelassene Selbstzünder entsprechen einem Marktanteil von 20,0 %. Im Vorjahr belief sich der Anteil noch auf 28,1 %, was ein Minus von 36,0 % bedeutet. Damit verzeichnet der Dieselantrieb den sechsten Rückgang in Folge seit 2015.

Dementsprechend setzt sich der positive Trend bei alternativen Antrieben weiter fort (batterieelektrisch, Hybrid, Plug-in-Hybrid, Brennstoffzelle, Erdgas, Flüssiggas): Nachdem der Marktanteil 2016 lediglich 2,0 % betrug, lagen die Neuzulassungen umweltschonender Antriebsvarianten 2021 bei 42,9 %. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 70,2 %. Den stärksten Zugewinn verzeichneten erneut Hybridfahrzeuge mit einem Plus von 43,0 % auf 754.588 Einheiten, was einem Marktanteil von 28,8 % entspricht. Knapp die Hälfte davon, 12,4 %, waren Plug-in-Hybride, die mit 325.449 neu registrierten Fahrzeugen bzw. einem Plus von 62,3 % einen neuen Höchstwert erreichten. Auch die batterieelektrischen Elektro-Pkw legten mit 355.961 Einheiten und einem Marktanteil von 13,6 % überproportional zu: Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 83,3 %. Ebenso stieg die Nachfrage nach flüssiggasbetriebenen Fahrzeugen (10.118 Einheiten, +54,6 %), während sich die erdgasangetriebenen Pkw rückläufig entwickelten (3.916 Einheiten, -45,3 %).

Der fortgesetzte Boom insbesondere bei elektrifizierten Fahrzeugen wirkte sich unmittelbar auf die durchschnittlichen CO2 -Emissionen je Pkw aus, die 2021 über alle Antriebsformen hinweg um 15,1 % auf 118,7 g/km sanken (Vorjahr: 139,8 g/km).

Nahezu in allen Fahrzeugsegmenten legte der Anteil an Neuzulassungen mit alternativem Antrieb deutlich zu. In der stark gefragten SUV-Klasse verfügten 43,8 % der neu registrierten Fahrzeuge bzw. 292.482 Einheiten über Elektro-, Hybrid- oder Gasantrieb. In der volumenstarken und deutlich preissensibleren Kompaktklasse waren es immerhin 37,8 % bzw. 174.056 Fahrzeuge. Auch bei den Minis schlägt sich die staatliche Förderung deutlich in der Nachfrage nach alternativen Antrieben nieder: mit 99.839 Neuzulassungen bzw. 59,1 % wurden annähernd zwei Drittel der Fahrzeuge in der Einstiegsklasse als rein elektrisches Modell oder mit Hybridunterstützung geordert.

Mit wenigen Ausnahmen waren 2021 sämtliche Segmente über alle Antriebsarten hinweg von der rückläufigen Marktentwicklung betroffen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Unverändert robust ist die Nachfrage nach SUV-Modellen und Geländewagen, die zusammengenommen auf 947.849 Neuzulassungen und einen nochmals höheren Marktanteil von jetzt 36,1 % kamen (2020: 927.843 Fahrzeuge; 31,8 %). Die SUV erzielten mit 7,5 % einen der stärksten Zuwächse bei den Neuzulassungen und waren mit 667.096 Einheiten und einem Marktanteil von 25,4 % das stärkste Einzelsegment (2020: 620.827 Fahrzeuge; 21,3 %). Bei den Geländewagen betrugen die Neuzulassungen 280.753 Fahrzeuge (2020: 307.016 Einheiten). Der Marktanteil stieg trotz rückläufiger Neuzulassungen leicht auf 10,7 % (2020: 10,5 %).

Die rückläufige Tendenz der vergangenen Jahre setzte sich in den klassischen Volumensegmenten Kleinwagen, Kompakt- und Mittelklasse weiter fort. Die Kleinwagen gaben nach einem einmaligen Zuwachs im Vorjahr auf 15,1 % erneut Marktanteile ab und erreichten nach einem Minus von 14,9 % mit 374.722 Einheiten nur noch einem Marktanteil von 14,3 % (2020: 440.434 Einheiten). Auch die Kompaktklasse verlor weitere Marktanteile und erreichte mit 459.977 neu zugelassenen Pkw nur noch einen Marktanteil von 17,5 % (2020: 597.797 Einheiten; 20,5 %). Ebenfalls zu den Verlierern zählte erneut die Mittelklasse, die nur 269.340 Neuregistrierungen verbuchte, was einem Marktanteil von 10,3 % entspricht (2020: 313.012 Einheiten, 10,7 %).

Die Neuzulassungen in der oberen Mittelklasse sanken um 20,1 % auf 76.897 Fahrzeuge, womit das Segment nur noch einen Marktanteil von 2,9 % erzielte (2020: 96.209 Fahrzeuge; 3,3 %). Überproportional schwach entwickelten sich erneut die Mini-Vans und Großraum-Vans. Bei den Großraum-Vans sank der Absatz um 35,8 % auf 46.294 Einheiten und der Marktanteil auf 1,8 % (2020: 72.089 Einheiten; 2,5 %). Ähnlich das Bild im Segment der Mini-Vans, deren der Absatz um 29,3 % auf nur noch 26.944 Neuzulassungen einbrach (2020: 38.131 Einheiten). Damit sank der Marktanteil in der Klasse rund um Renault Scenic, Mercedes B-Klasse und Peugeot 3008 von 1,3 auf 1,0 %.

Deutliche Absatzverluste gab es auch bei den Nischensegmenten der Sportwagen und Utilities, welche die leichten Hochdachkombis, Kleinbusse und Pick-ups mit Pkw-Zulassung wie VW Caddy, Ford Transit und Renault Trafic Combi umfassen. Nur noch 26.654 neu zugelassene Sportwagen bedeuten einen Rückgang um 20,5 % und einen Marktanteil von 1,0 % (2020: 33.542 Fahrzeuge; 1,1 %). Bei den Utilities gingen die Neuzulassungen von 142.185 Fahrzeugen auf 102.864 Einheiten zurück, der Marktanteil sank auf 3,9 % (2020: 4,9 %).

Gegen den Trend verzeichneten die Minis bzw. Kleinstwagen im Jahr 2021 einen kräftigen Zuwachs um 16,5 % auf 168.934 Einheiten, was einem Marktanteil von 6,4 % entspricht (2020: 145.027 Einheiten; 5,0 %). Das Gleiche gilt für die Oberklasse. Hier registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt 24.826 Neuzulassungen gegenüber 22.893 im Jahr 2020, bei leicht von 0,8 auf 0,9 % gestiegenem Marktanteil. Wenn auch moderater als im Vorjahr, gewannen ebenfalls die Wohnmobile auf Grund der unverändert unsicheren Reisesituation erneut hinzu. So stieg die Zahl der neu registrierten Fahrzeuge um 4,4 % auf 79.592 Einheiten. Der Marktanteil des Segments betrug 3,0 % (2020: 76.225 Einheiten, 2,6 %).

Anders als im Pkw-Markt gingen die Neuzulassungen bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 5,0 Tonnen Gesamtgewicht mit 268.640 neu registrierten Fahrzeugen nur geringfügig um 0,8 % zurück (2020: 270.738 Einheiten). Die Marktführer Mercedes, VW und Ford konnten ihre Position halten, ebenso Renault als Nummer vier und stärkster Importeur.

Der Gebrauchtfahrzeugmarkt entwickelte sich 2021 ebenfalls rückläufig. Insgesamt gab es 7.791.945 Besitzumschreibungen - ein Minus von 3,8 % (2020: 8.099.963 Umschreibungen). Die Pkw-Umschreibungen lagen mit 6.703.245 um 4,5 % unter dem Vorjahresniveau (2020: 7.021.204 Umschreibungen).

Gesamtmarkt Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge* in Deutschland

2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
3,271 3,447 3,615 3,714 3,723 3,915 3,188 2,891

* bis 5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht (Neuzulassungen in Millionen Einheiten)

Gesamtmarkt Personenwagen: Die Top Ten in Deutschland

Rang Hersteller Zulassungen 2021 (Einheiten) Marktanteil in % Zulassungen 2020 (Einheiten) Marktanteil in %
1. Volkswagen 489.962 18,7 525.612 18,0
2. Mercedes-Benz 227.028 8,7 303.424 10,4
3. BMW 224.309 8,6 242.426 8,3
4. Audi 181.877 6,9 213.934 7,3
5. Opel 161.859 6,2 146.220 5,0
6. Skoda 149.838 5,7 180.761 6,2
7. Ford 126.416 4,8 194.283 6,7
8. Renault 107.069 4,1 126.171 4,3
9. Hyundai 106.428 4,1 105.057 3,6
10. Fiat 82.789 3,2 89.193 3,1
18. Dacia 40.342 1,5 50.713 1,7

Gesamtmarkt leichte Nutzfahrzeuge bis 5,0 Tonnen: Die Top Ten in Deutschland

Rang Hersteller Zulassungen 2021 (Einheiten) Marktanteil in % Zulassungen 2020 (Einheiten) Marktanteil in %
1. Mercedes-Benz 58.431 21,8 67.498 24,9
2. Volkswagen 45.097 16,8 49.897 18,4
3. Ford 42.241 15,7 45.715 16,9
4. Renault 26.383 9,8 23.922 8,8
5. Opel 17.119 6,4 15.814 5,8
6. Fiat 15.284 5,7 14.285 5,3
7. Peugeot 10.534 3,9 9.397 3,5
8. Citroën 9.722 3,6 9.501 3,5
9. Iveco 6.896 2,6 6.155 2,3
10. Toyota 6.705 2,5 4.725 1,8
14. Dacia 1.739 0,7 1.596 0,6

Entwicklung der Marken Renault, Dacia und Alpine

In einem unverändert rückläufigen, von der Covid-19-Pandemie und Lieferengpässen geprägten Marktumfeld hat die Renault Group mit den Marken Renault, Dacia und Alpine 2021insgesamt 175.747 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 5,0 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht abgesetzt (2020: 202.568 Einheiten). Dies ist ein Rückgang von 13,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch konnte die Renault Group ihre Position als stärkster Importeur auf dem deutschen Markt behaupten. Der Marktanteil der Gruppe lag trotz der schwierigen Absatzsituation mit 6,08 % zum fünften Mal in Folge über der Sechs-Prozent-Marke. Unter den Anbietern batterieelektrischer Fahrzeuge in Deutschland war die Renault Group mit 38.502 Neuzulassungen (einschließlich Twizy) hinter VW und Tesla die Nummer drei auf dem deutschen Markt.

Die Pkw-Zulassungen der Renault Group sanken um 16,6 % bzw. 29.425 Fahrzeuge auf insgesamt 147.625 Einheiten (2020: 177.050 Einheiten). Der Pkw-Marktanteil blieb mit 5,63 % leicht unter dem Vorjahresergebnis von 6,07 %. Sehr positiv und gegen den Trend entwickelte sich der Absatz bei den leichten Nutzfahrzeugen, der um 10,2 % auf 28.122 Einheiten zulegte (2020: 25.518 Fahrzeuge). Gleichzeitig stieg der Marktanteil von 9,43 auf 10,47 %.

Die Marke Renault erzielte 133.452 und damit 11,1 % weniger Pkw- und Nutzfahrzeug-Zulassungen als im Vorjahr (2020: 150.093 Einheiten). Der Marktanteil sank nur leicht um 0,09 Prozentpunkte und erreichte mit 4,62 % nahezu das Vorjahresniveau von 4,71 %. Die Pkw-Neuregistrierungen sanken um 15,1 % auf 107.069 Einheiten, womit die Marke unverändert den achten Platz unter den meistgekauften Pkw-Anbietern in Deutschland belegt. Der reine Pkw-Marktanteil erreichte 4,08 %.

Meistverkauftes Renault Pkw-Modell 2021 war zum zweiten Mal in Folge der rein elektrische ZOE mit 24.736 Einheiten (2020: 30.376 Einheiten). Der Captur löste als Nummer zwei den Clio ab und erreichte 18.277 Einheiten (2020: 22.790 Einheiten). Der Clio kam auf Rang drei mit 17.311 Neuzulassungen (2020: 24.654 Einheiten), gefolgt vom Kleinstwagen Twingo mit 16.573 Einheiten (2020: 17.694 Einheiten). Bei letzterem ist der Twingo Electric inbegriffen, der 7.973 Neuzulassungen erzielte.

Äußerst positiv entwickelte sich die Marke Renault bei den leichten Nutzfahrzeugen und erzielte unter den fünf volumenstärksten Herstellern den größten Zuwachs: 26.383 Neuzulassungen entsprechen einem Plus von 10,3 % (2020: 23.922 Neuzulassungen). Der Marktanteil stieg nach 8,84 % im Vorjahr auf 9,82 %. Im Gesamtmarkt der leichten Nutzfahrzeuge behauptet Renault damit die Position als viertstärkster Anbieter und die Nummer eins der Importeure. Auf dem ersten Platz im Renault Nutzfahrzeugranking löste der Master den Trafic ab. Das größte Transportermodell der Marke erzielte ein Absatzplus von 3,9 % und erreichte 9.691 Neuzulassungen (2020: 9.323 Einheiten). Vom Trafic wechselten 9.122 Einheiten in Kundenhand (2020: 9.363 Einheiten), während der neue Kangoo Rapid und das neue Einstiegsmodell Express im Jahr des Modellwechsels äußerst erfolgreich starteten: Der Kombitransporter verzeichnete 5.680 Neuregistrierungen, ein Plus von 15,9 % (2020: 4.901), die Einstiegsvariante Express seit Verkaufsstart 1.728 Einheiten.

Bei den Elektrofahrzeugen erzielte Renault trotz des deutlich gewachsen Wettbewerbsumfeldes mit dem ZOE 24.736 Neuzulassungen (2020: 30.376 Einheiten). Auf Platz zwei folgt der Twingo Electric, der im ersten vollen Verkaufsjahr von der starken Nachfrage nach Elektrofahrzeugen profitierte und mit 7.973 Einheiten einen hervorragenden Marktstart absolvierte (2020: 1.101 Einheiten). Obwohl kurz vor dem Modellwechsel erzielte auch der Kompakttransporter Kangoo E-TECH ein überdurchschnittliches Ergebnis und erzielte mit 1.635 Neuzulassungen ein Plus von 44 % gegenüber dem Vorjahr (2020: 1.135 Einheiten). Darüber hinaus wechselten 22 Master E-TECH in Kundenhand (2020: 27 Einheiten), sowie 91 Einheiten des Twizy und der Transporterausführung Twizy Cargo (2020: 132 Einheiten). Der als Quad eingestufte Cityflitzer mit einem oder zwei Sitzplätzen wird in der Pkw-Statistik nicht berücksichtigt und setzt als wendiges Citymobil neue Akzente in der urbanen Mobilität.

Die Marke Dacia entwickelte sich 2021 in Deutschland rückläufig. 42.081 neu registrierte Pkw und Transportern entsprechen einem Minus von 19,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil ging von 1,64 % auf 1,46 % zurück. Ein Grund für den erneuten Rückgang ist die anhaltende Covid-19-Pandemie sowie die volatile Wirtschaftslage, die bei den Privatkunden weiterhin für Kaufzurückhaltung sorgt.

Die Pkw-Verkäufe von Dacia gingen um 20,5 % auf 40.342 Fahrzeuge zurück (2020: 50.713 Einheiten). Die Nummer eins der Marke bleibt der Dacia Sandero, der sich entgegen der Markttendenz äußerst positiv entwickelte: Dank des Modellwechsels steigerte sich der Absatz des Kleinwagens um 10 % auf 18.440 Einheiten (2020: 16.809 Einheiten). Vom SUV-Modell Duster wechselten 13.402 Neuwagen in Kundenhand nach 15.006 Einheiten im Vorjahr, was einem Rückgang von 11% entspricht. Der neue rein elektrische Dacia Spring eroberte im ersten Verkaufsjahr Platz drei der markeninternen Zulassungstabelle und erzielte 4.045 Neuregistrierungen. Der Familien-Van Lodgy kam auf 2.890 Einheiten (2020: 3.527 Einheiten).

Deutlich besser und analog zur Marke Renault entwickelte sich Dacia bei den leichten Nutzfahrzeugen, wo die Marke mit 1.739 Einheiten einen Zuwachs von 9,0 % gegenüber dem Vorjahr verbuchen konnte (2020: 1.596 Einheiten).

Positiv entwickelte sich auch die Sportwagenmarke Alpine, die mit 214 Verkäufen in Deutschland ihr Vorjahresergebnis um 28,9 % übertraf (2020: 166 Einheiten).

Die Renault, Dacia und Alpine Neuwagenzulassungen (Einheiten)*

2021 2020 Veränderung in Prozent
Renault
Twizy* 91 138 -34,1
Twingo 16.573 17.694 -6,3
Clio 17.311 24.654 -29,8
Captur 18.277 22.790 -19,8
ZOE 24.736 30.376 -18,6
Megane Familie
davon Megane 7.004 7.999 -12,4
davon Scenic/Grand Scenic 3.124 4.523 -30,9
Espace 536 553 -3,1
Talisman 1.421 1.766 -19,5
Koleos 1.906 2.172 -12,2
Kadjar 6.508 8.496 -23,4
Arkana 4.264 0 100,0
Kangoo 2.364 1.438 64,4
Trafic 1.596 2.522 -36,7
Master 1.447 1.186 22,0
Sonstige 2 2 0,0
Gesamt Pkw Renault (ohne Twizy) 107.069 126.171 -15,1
Dacia
Logan MCV 121 4.876 -97,5
Sandero 18.440 16.809 9,7
Spring 4.045 0 100,0
Lodgy 2.890 3.527 -18,1
Dokker 1.444 10.487 -86,2
Duster 13.402 15.006 -10,7
Sonstige Pkw Dacia 0 8 -100,0
Gesamt Pkw Dacia 40.342 50.713 -20,5
Alpine
Alpine A110 214 166 28,9
Gesamt Pkw Alpine 214 166 28,9
Renault Pkw + Dacia Pkw + Alpine Pkw 147.625 177.050 -16,6
Renault Nfz bis 5 t
Kangoo Rapid 4.045 3.766 7,4
Kangoo E-TECH 1.635 1.135 44,1
Express 1.728 0 100,0
Trafic Transporter 9.122 9.363 -2,6
Master Transporter 9.669 9.323 3,7
Master E-TECH 22 27 -18,5
Renault ZOE 10 220 -95,5
Alaskan 151 82 84,1
Clio Cargo 0 5 -100,0
Sonstige 1 1 0,0
Gesamt Nfz Renault bis 5 t 26.383 23.922 10,3
Dacia Nfz bis 5 t
Dacia Nfz (Dokker Express) 1.681 1.363 23,3
Duster 38 170 -77,6
Sonstige 20 63 -68,3
Gesamt Nfz Dacia bis 5 t 1.739 1.596 9,0
Renault Nfz + Dacia Nfz bis 5 t 28.122 25.518 10,2
Gesamt Pkw (ohne Twizy) + Transporter 175.747 202.568 -13,2

* Bei allen Angaben handelt es sich um aufbereitete Zahlen der Dataforce Verlagsgesellschaft, Frankfurt/Main, auf Basis der veröffentlichten KBA-Zahlen; die Zulassungen für den Twizy sind nicht in der offiziellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) enthalten.

Ertragslage

Der Jahresergebnis 2021 stieg gegenüber dem Vorjahr um 34,1 Mio. EUR auf 31,0 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse lagen mit 1.500,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (1.673,4 Mio. EUR). Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild (in Mio. EUR):

2021 Vorjahr
Verkäufe von Neuwagen 977 1.116
Ersatzteilverkäufe 121 119
Verkäufe von Dienst- und Gebrauchtwagen 97 121
Übrige 306 317
1.501 1.673

Diese Entwicklung ist insbesondere auf gesunkene Fahrzeugverkäufe und eine damit einhergehende Verringerung der Kommissionserlöse zurückzuführen.

Die Zulassungen der Pkw und leichten Nutzfahrzeuge der Renault-Gruppe in Deutschland sanken um 13,2 % bzw. 26.821 Einheiten. Der Marktanteil der Gruppe ist auf 6,08 % (2020: 6,35 %) gesunken.

Es handelt sich bei den ausgewiesenen Umsätzen hauptsächlich um Kommissionserlöse, da der Neuwagen- und Teilevertrieb, soweit es sich bei den Teilen nicht um Fremdbezüge handelt, auf Kommissionsbasis erfolgte. Als Umsatzerlöse wird hierbei nur die Kommission, die sowohl eine fixe Provision als auch die Erstattung bestimmter Aufwendungen beinhaltet, ausgewiesen. Die Umsatzerlöse beinhalten auch die Vertriebskosten, die im Rahmen der variablen Kommission an den Kommittenten weiterbelastet wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 7,2 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 13,9 Mio. EUR).

Der Materialaufwand verringerte sich um 71,3 Mio. EUR auf 421,6 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist der Rückgang der Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren um 48,0 Mio. EUR sowie der Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 23,3 Mio. EUR.

Der Personalaufwand sank um 2,4 Mio. EUR auf 37,7 Mio. EUR (Vorjahr: 40,1 Mio. EUR). Im Jahr 2021 waren durchschnittlich 374 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 10 Beschäftigte weniger.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 145,1 Mio. EUR und belaufen sich nun auf 979,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.124,4 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist hierfür der geringere Aufwand für Verkaufsförderungsmaßnahmen verantwortlich. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird der überwiegende Teil (911,7 Mio. EUR) im Rahmen der Kommission für Neuwagen an Renault s.a.s. weiterbelastet.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beliefen sich auf 3,5 Mio. EUR.

Die Zinsaufwendungen verringerten sich um 3,0 Mio. EUR auf 24,4 Mio. EUR. Die Zinserträge betrugen 3 TEUR.

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen sowie Erträgen aus Ergebnisabführung) beträgt -20,9 Mio. EUR (Vorjahr -31,6 Mio. EUR).

Der Aufwand aus Ertragsteuern belief sich auf 15,9 Mio. EUR und stieg somit um 15,7 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf das positive Ergebnis vor Steuern von 46,9 Mio. EUR nach einem negativen Ergebnis vor Steuern von -2,9 Mio. EUR im Vorjahr zurückzuführen. Ebenfalls enthalten sind 253 TEUR an latentem Steuerertrag als Folge der Veränderung der aktiven latenten Steuern.

Vermögenslage

In Sachanlagen wurden 0,1 Mio. EUR investiert.

Die Summe der Vorräte reduzierte sich um 0,4 Mio. EUR (4,0 %) auf 9,2 Mio. EUR. Der Grund dafür war im Wesentlichen die Senkung des Bestandes an Teilen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 112,2 Mio. EUR auf 526,9 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 1,5 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken um 112,7 Mio. EUR. Dabei ist besonders ein Rückgang der Forderungen gegen die Renault S.A. aus Cash-Pooling (-157,7 Mio. EUR) maßgeblich, welchem ein Anstieg der Forderungen gegen die Muttergesellschaft Renault s.a.s. (29,6 Mio. EUR) sowie der Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Renault Retail Group Deutschland GmbH (14,6 Mio. EUR) gegenübersteht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 2,0 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der ausstehenden Gutschriften von Dienstleistern.

Das Eigenkapital stieg um 31,0 Mio. EUR. Ursächlich hierfür war der Jahresüberschuss von 31,0 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote veränderte sich von 5,3 % auf 11,7 %.

Die Rückstellungen lagen mit 393,5 Mio. EUR um 110,7 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau, was auf einen Rückgang der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Zuführungen für Verkaufsförderungen und Boni für Fahrzeuge im Netzbestand.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich zum Bilanzstichtag um 33,7 Mio. EUR auf 120,9 Mio. EUR. Während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5,9 Mio. EUR und die sonstigen Verbindlichkeiten um 47,6 Mio. EUR reduziert haben, sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 19,8 Mio. EUR gestiegen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Steuern zurückzuführen.

Finanzlage

Es bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der täglich praktizierte Finanzausgleich (Cash-Pooling und Konzernverrechnung) garantiert eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen. Durch die Zentralisierung der Finanzwirtschaft übernimmt die französische Muttergesellschaft die Verpflichtung, im Rahmen der Konzernfinanzierung für eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs der Gesellschaften der Renault-Gruppe in Deutschland zu sorgen. Von Änderungen bei den marktüblichen Kreditkonditionen (z.B. Währungsrisiko) oder einer Einstufung der Kreditwürdigkeit durch Ratings ist die Gesellschaft daher nicht unmittelbar betroffen. Die Zinsen auf Cash-Pooling-Guthaben werden aufgrund des positiven monatlichen arithmetischen Mittels des €STR (Euro Short-Term Rate) berechnet. Bei negativem €STR wird auf eine negative Zinsbelastung jedoch verzichtet. Da der €STR -Zinssatz im gesamten Kalenderjahr 2021 negativ war, resultierte aus der Position der Renault Deutschland AG im Cash-Pool ein Zinsergebnis von 0 Mio. EUR.

Im Rahmen des Factorings mit der RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, und der Deutschen Bank AG, Köln, wurden wesentliche Teile der Forderungen aus Fahrzeug- und Ersatzteilverkäufen zum Zwecke der Risikominimierung und Liquiditätsverbesserung veräußert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -152,7 Mio. EUR (Vorjahr: -36,5 Mio. EUR) setzt sich im Wesentlichen aus der Abnahme der Rückstellungen (-110,7 Mio. EUR) und der sonstigen Verbindlichkeiten (-47,6 Mio. EUR) sowie der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen (-38,6 Mio. EUR, ohne Cash-Pool) zusammen, deren Effekt wiederum durch das Jahresergebnis von 31,0 Mio. EUR sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen (13,9 Mio. EUR) gemildert wird.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -0,1 Mio. EUR ergibt sich aus den Investitionen in Sachanlagen (2020: -0,2 Mio. EUR).

Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich kein Cashflow, da keine Dividende gezahlt wurde (Vorjahr: -23,6 Mio. EUR).

Der Finanzmittelfond sank um 152,8 Mio. EUR auf 271,5 Mio. EUR und setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln und den Forderungen aus dem Cash-Pool zusammen. Die wesentlichen Veränderungen erfolgten hierbei bei den Cash-Pool-Forderungen (-152,7 Mio. EUR).

Risikobericht

Der Vorstand ist für die Einrichtung und Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagementsystems verantwortlich.

Das Risikomanagementsystem der Renault Deutschland AG ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Die Abteilungsleiter der einzelnen Direktionen sind Risikomanagement-Beauftragte und für die Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -kommunikation in ihrem Bereich verantwortlich.

Als wesentliche mögliche Risiken hat die Gesellschaft das Risiko des Zahlungsausfalles im Händlernetz, Sicherheitsrisiken im IT-Bereich sowie das Risiko der Mitarbeiter-Fluktuation identifiziert und entsprechende Maßnahmen getroffen.

Zur Vermeidung von Zahlungsausfallrisiken werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RCI Banque S.A. Niederlassung Deutschland, Neuss, und an die Deutsche Bank AG, Köln, im Rahmen eines echten Factorings veräußert. Darüber hinaus werden Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht.

Im Bereich Informationstechnik hat die Gesellschaft Sicherungskonzepte entwickelt, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerk beziehen.

Es gibt für die Mitarbeiter unternehmensweite Richtlinien für den Umgang mit elektronischen Informationen sowie Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Dies wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter vertieft. Technische Schutzmaßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen dienen ebenfalls der Verminderung von IT-Risiken.

Aufgrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Cash-Pooling- und Konzernverrechnungsverfahrens bestehen beträchtliche Forderungen, die 46,6 % (Vorjahr: 61,0 %) der Bilanzsumme ausmachen. Da unsere Gesellschaft nicht über eigene externe Kreditlinien z. B. bei Banken verfügt, ist die Aufrechterhaltung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit in besonderem Maße von der Funktionsfähigkeit des beschriebenen Konzern-Cash-Pools und damit im Bedarfsfall von der schnellen Realisierbarkeit der hieraus akkumulierten Cash-Pool-Forderungen abhängig.

Tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Ausblick

Zu Beginn des Jahres 2021 erwartete die Renault Deutschland AG für den deutschen Pkw-Markt im Jahr 2021 ein leichtes Wachstum. Der Covid-19-bedingte Lockdown wurde durch die Regierung jedoch bis März verlängert, ebenso weitreichende Restriktionen bis in den Mai. Zum Ende des Jahres erreichte das Pandemiegeschehen einen weiteren Höhepunkt, aufgrund dessen die Regierung erneute Restriktionen beschloss. Als Folge dieser Pandemie-Restriktionen sowie durch die Lieferschwierigkeiten bei Bauteilen für alle Automobilhersteller, insbesondere schwerwiegende Versorgungsengpässe auf dem Halbleitermarkt seit Juli, schrumpfte der deutsche Pkw-Markt im Jahr 2021 um mehr als 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark litt der Privatkundenmarkt mit einem Minus über 16 %.

Für die Renault Deutschland AG waren in Folge der Halbleiterkrise insbesondere ab September und im gesamten vierten Quartal weniger Fahrzeuge verfügbar, was sich negativ auf die Absatzzahlen auswirkte. Entgegen unseren ursprünglichen Erwartungen eines moderaten Anstiegs sanken die Pkw-Zulassungen der Renault Group in Deutschland im Jahr 2021 um 16,6 %. Sehr positiv und gegen den Trend entwickelte sich jedoch unser Absatz bei den leichten Nutzfahrzeugen, der um 10,2 % zulegte und zu einem steigenden Marktanteil führte. Unser Pkw-Marktanteil blieb - wie bedingt durch den Eintritt neuer Wettbewerber insbesondere auf dem Elektroautomarkt erwartet - leicht unter dem Vorjahresergebnis.

Im Hinblick auf den Einhalt des vom Europäischen Parlament fixierten Grenzwertes der durchschnittlichen CO2 -Emissionen (CAFE - Corporate Average Fuel Economy) rechneten wir damit, das in 2021 verschärfte Ziel weiterhin zu erreichen. Dank unseres Angebots einer jungen Modellpalette mit den 100 % elektrischen Renault ZOE, Twingo Electric und Dacia Spring sowie der E-TECH Modellreihe mit dem Captur und Megane Grandtour ist uns die Zielerreichung gelungen.

Den sinkenden Absatzzahlen ist die Renault Deutschland AG mit einer optimierten Steuerung der Vertriebskanäle sowie geänderten Verkaufskonditionen begegnet. Die Profitabilität im Bereich der Fahrzeuge mit thermischem Motor, welcher sowohl den neuen Renault Arkana als auch den volumenstarken Dacia Sandero nach Modellwechsel umfasst, wurde vor allem im zweiten Halbjahr erhöht, sodass die Absatzverluste kompensiert und ein Gewinn erzielt werden konnten. Die Renault-Gruppe konnte ihre Position als stärkster Importeur auf dem deutschen Markt verteidigen.

Zusammengefasst gingen wir zu Beginn des Jahres 2021 bei einem leichten Wachstum des deutschen Pkw-Gesamtmarktes von einer moderaten Erhöhung der Absätze, Umsätze und des Jahresüberschusses vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr aus. Das zu Beginn des Jahres 2021 kaum seriös quantifizierbare Krisensituationsumfeld führte zu einem signifikanten Rückgang des deutschen Pkw-Gesamtmarktes und infolgedessen auch der Absätze und Umsätze der Renault Deutschland AG. Dennoch gelang uns im Jahr 2021 ein starkes Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 46.945 TEUR (2020: -2.852 TEUR).

Ausblick und Chancen 2022

Insgesamt erwartet die Renault Group in Deutschland für 2022 eine Entspannung und ein Wachstum des Automobilmarktes, vornehmlich in der zweiten Jahreshälfte. Voraussetzung ist, dass die Lieferengpässe rückläufig sind und die Versorgung mit wichtigen Komponenten wieder reibungsloser gelingt. Dadurch dürften sich die Neuzulassungen in 2022 insgesamt leicht positiv entwickeln. Ein erneuter Lockdown aufgrund einer zu geringen Impfquote könnte die Erholung jedoch erneut beeinträchtigen.

Wie auch bereits im Anhang im Abschnitt „Nachtragsbericht: Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag“ dargelegt wurde, werden sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und in Russland, insbesondere der gegenüber Russland verhängten Sanktionen, generelle Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Öl- und Gasmärkte betreffend, ergeben. Auch wenn wir keine wesentlichen direkten Geschäftsbeziehungen zu russischen Kunden und Lieferanten halten, werden diese generellen Auswirkungen in irgendeiner Form auch uns treffen. Die Dynamik und Aktualität der Situation lässt derzeit keine genaueren Aussagen bezüglich des Ausmaßes der Auswirkungen zu. Aus diesem Grund müssen wir auf die Darlegung einer diesbezüglich aktualisierten Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 verzichten. Grundsätzlich sehen wir jedoch unsere ursprünglichen Planwerte trotz möglicher zeitlicher Verschiebungen innerhalb des Geschäftsjahres weiterhin als erreichbar an. Auch im Hinblick auf die Finanzierungslage der Renault Deutschland AG gibt es derzeit keine signifikanten Auswirkungen, sodass die Liquidität unverändert über den Konzern-Cash-Pool gegeben ist.

Die vorgeschriebenen CO2 -Grenzwerte erwartet die Renault Group aufgrund der konsequenten Elektrifizierung der Modellpalette auch in 2022 zu erreichen. Vor allem der Renault Megane E-TECH Electric, der ZOE, der Twingo Electric und der Dacia Spring dürften dabei wichtige Impulse setzen. Zu einem insgesamt starken Absatzwachstum könnten dank vollem Verkaufsjahr der Renault Arkana und der Dacia Spring sowie die gerade genannten Neueinführungen des Renault Megane E-TECH 100% elektrisch, Renault Austral und Dacia Jogger führen.

Aufgrund der Absatzchancen durch unser Angebot einer jungen Modelpalette erwarten wir für 2022 Verkäufe auf dem Niveau des Jahres 2020 zu erreichen. Dem Risiko von Preiserhöhungen bei Rohstoffen planen wir mit einer klugen Steuerung der Vertriebskanäle sowie angepassten Verkaufskonditionen zu begegnen, was uns die Chance zur Erhöhung unserer Profitabilität bietet.

Insgesamt erwarten wir auf Basis dieser Annahmen im Jahr 2022 eine leichte Erhöhung des Absatzes und Umsatzes sowie eine leicht erhöhte Profitabilität.

Erklärung zur Unternehmensführung

Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 23. April 2018 wurden die Zielgrößen gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft auf jeweils 17 % festgelegt. Darüber hinaus legte der Vorstand mit Beschlussfassung vom 8. März 2018 die Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 AktG für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 25 % und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 19 % fest. Diese Angaben gelten für die Zeit bis zum 30. Juni 2022.

Mit Stand 31. Dezember 2021 ergab sich für den Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 17 %. Mithin wurde das gesetzte Ziel im Aufsichtsrat erreicht. Der Frauenanteil im Vorstand betrug zum 31. Dezember 2021 0 %. Da es keine geeigneten Kandidatinnen gab, um vakante Positionen zu besetzen, konnte das Ziel im Geschäftsjahr 2021 noch nicht erreicht werden.

Die Zielgröße für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands in Höhe von 25 % wurde mit Stand 31. Dezember 2021 nicht erreicht, da es keine passenden Kandidatinnen gab.

Zum 31. Dezember 2021 betrug der Frauenanteil für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 37 %. Das gesetzte Ziel wurde somit erfüllt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat den gemäß § 312 Aktiengesetz erforderlichen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:

"Mit der Ausnahme einer unentgeltlichen Nutzungsüberlassung an ein 100%iges Tochterunternehmen, mit dem ein Gewinnabführungsvertrag besteht, hat unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch nicht benachteiligt. Bei der vorstehend umschriebenen unentgeltlichen Leistung erfolgt der Nachteilsausgleich im Wege der um die fehlende Gegenleistung erhöhten Gewinnabführung."

Brühl, den 16. Mai 2022

Renault Deutschland AG

- Der Vorstand -

Markus Siebrecht

Didier Richard

Ralf Benecke

Thilo Schmidt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Renault Deutschland AG, Brühl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Renault Deutschland AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Renault Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

Düsseldorf, 16. Mai 2022

**Mazars GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

Jens Esser, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet.

Die Berichte waren Gegenstand eingehender Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen und bildeten die Grundlage für die durchgeführte Überwachung der Geschäftsführung. Anlass zu Beanstandungen hat es nicht gegeben.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die letzte ordentliche Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Düsseldorf, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Im Falle des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen trägt der Vermerk folgenden Wortlaut:

“Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Renault Deutschland AG nicht unangemessen hoch war und
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der nach § 172 Aktiengesetz festgestellt ist.

Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Brühl, 27. Juni 2022

V. Piquet, Vorsitzender des Aufsichtsrats