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Renault Annual Report 2008

Dec 21, 2010

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Annual Report

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Publication

Renault Deutschland AG

Brühl

Konzernabschluss um 31. Dezember 2008

Auszüge aus dem Geschäftsbericht von Renault (Lagebericht + Konzernabschluss)

für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2008

in deutscher Übersetzung*)

*) Maßgeblich ist die englische Fassung.

02 Lagebericht

2.1 BERICHT ÜBER DIE ERTRAGSLAGE

Kurzdarstellung
2.1.1 Ergebnisse im Verkauf
2.1.2 Finanzergebnisse
2.1.3 Finanzinformationen über die Allianz

2.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

2.2.1 F&E-Höhepunkte 2008
2.2.2 Der Technologieplan
2.2.3 Kompetenz, Expertise und Partnerschaften

2.3 RISIKOMANAGEMENT

2.3.1 Finanzielle Risiken
2.3.2 Operative Risiken
2.3.3 Sonstige Risiken

2.1 BERICHT ÜBER DIE ERTRAGSLAGE

KURZDARSTELLUNG

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

2008 2007 VERÄNDERUNG
Gruppenabsatz weltweit Mio. Fahrzeuge 2,38 2,48 -4,1 %
Gruppenumsatzerlöse EUR Mio. 37.791 40.682 -7,0 %
Operative Marge EUR Mio. 212 1.354 -1.142
In % der Umsatzerlöse: 0,6 3,3
Beitrag assoziierter Unternehmen EUR Mio. 437 1.675 -73,9 %
davon Nissan 345 1.288
davon AB Volvo 226 352
Jahresüberschuss EUR Mio. 599 2.734 -2.135
Jahresüberschuss, Anteil der Gruppe EUR Mio. 571 2.669 -2.098
Gewinn je Aktie EUR 2,23 10,32 -78,4 %
Nettofinanzschulden, Sparte Automobile EUR Mio. 7.944 2.088 5.856
Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital % 40,9 9,5 +31,4 Punkte
Durchschnittliche ausgereichte Kredite, Sparte Sales Financing EUR Mrd. 22,7 22,9 -0,9 %

ÜBERBLICK

Der weltweite Absatz der Renault-Gruppe ist 2008 um 4,1 % auf 2.382.000 Fahrzeuge zurückgegangen. Dabei haben sich die Regionen durchaus unterschiedlich entwickelt:

Auf dem krisengeschüttelten europäischen Markt, der um 8,0 % geschrumpft ist, verminderte sich der Gruppenabsatz um 7,2 % auf 1.507.228 Fahrzeuge. Der Marktanteil von Renault erhöhte sich jedoch um 0,15 % auf 9,0 % Ende 2008. In Frankreich verzeichnete die Renault-Gruppe bei den Neuzulassungen einen Anstieg um 1,7 %. Ihren Marktanteil konnte sie hier um 0,6 % auf 25,4 % steigern. Weiterhin Marktanteile gewonnen hat die Gruppe auch in den Niederlanden, in Österreich, Irland, Belgien, Deutschland und der Schweiz. Auf stark rückläufigen Märkten (-29,8 % in Spanien, -12,6 % in Italien und -11,7 % in Großbritannien) sank der Gruppenabsatz um 31,7 %, 18,4 % bzw. 27,7 %.
Außerhalb Europas sind die Märkte in der Region Amerika um 1,7 % gewachsen, wo die Renault-Gruppe weiter expandierte. Treibende Kräfte waren hierbei Brasilien und Argentinien. In der Region Asien & Afrika hat der Gruppenabsatz um beachtliche 12,3 % zugelegt. In der Region Euromed ist der Absatz um 4,6 % zurückgegangen, obwohl sich der Logan in Russland ungebrochener Beliebtheit erfreute und in Nordamerika gute Verkaufszahlen erreicht wurden.

Die Umsatzerlöse der Gruppe fielen mit EUR 37.791 Mio. gegenüber 2007 bei gleich bleibender Basis um 7 % niedriger aus.

Die operative Marge ging 2008 um 2,7 % auf EUR 212 Mio. oder 0,6 % der Umsatzerlöse zurück (2007: EUR 1.354 Mio. bzw. 3,3 %). In einem sich verschlechternden Umfeld sank die operative Marge der Sparte Automobile um EUR 1.157 Mio. auf ein Minus von EUR 275 Mio. (-0,8 % der zugehörigen Umsatzerlöse). Zurückzuführen war dies in der Hauptsache auf abnehmende Mengen und eine deutlich niedrigere Produktion, heftigen Wettbewerbsdruck im Verkauf in Verbindung mit finanzieller Unterstützung für Händler, höhere Rohstoffkosten und negative Wechselkurseffekte. Vor diesem Hintergrund wurden die Kostensenkungsmaßnahmen auf jeder Ebene im Unternehmen intensiviert.

Die Sparte Sales Financing (RCI Banque) steuerte EUR 487 Mio. zur operativen Marge bei, was 23,9 % ihrer Umsatzerlöse entspricht (2007: EUR 472 Mio. bzw. 23,6 %).

Für seinen Anteil an assoziierten Unternehmen, hauptsächlich Nissan und AB Volvo, weist Renault einen Gewinn von EUR 437 Mio. aus. Der Jahresüberschuss belief sich auf EUR 599 Mio.

Die Nettofinanzschulden der Sparte Automobile erhöhten sich um EUR 5.856 Mio. auf EUR 7.944 Mio. zum 31. Dezember 2008. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital betrug Ende Dezember 2008 40,9 % (2007: 9,5 %).

Der freie Cashflow4 der Sparte Automobile belief sich 2008 auf ein Minus von EUR 3.028 Mio.

(4) Freier Cashflow: Eigenfinanzierungsfähigkeit abzüglich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nach Abzug von Veräußerungen +1- Veränderungen beim Betriebskapitalbedarf

2009: AUSBLICK

Renault geht davon aus, dass sich 2009 die Bedingungen am Markt weiter verschlechtern werden. Dieses Umfeld hat dazu geführt, dass die Gruppe ihre Anstrengungen auf die Optimierung des freien Cashflows konzentriert, und die Aussagen zu Mengen und operativer Marge, die im Rahmen von Renault Commitment 2009 erfolgt sind, unerreichbar werden lassen.

Für die Renault-Gruppe haben 2009 folgende Schwerpunkte Priorität:

Begrenzung des Betriebskapitalbedarfs, insbesondere durch eine Verringerung der Vorräte um weitere EUR 800 Mio. auf EUR 1 Mrd.
Fokussierung von Investitionsaufwendungen sowie Forschungs- & Entwicklungsprogrammen auf strategische Projekte, u. a. Elektrofahrzeuge und umweltfreundliche Motoren. International bereits getätigte Investitionen werden in vollem Umfang ausgeschöpft. Investitionen für Fahrzeugprojekte wurden in Chennai (Indien) ausgesetzt und in Tanger (Marokko) verschoben. Insgesamt werden für Investitionen 2009 mindestens 20 % weniger als im Vorjahr ausgegeben.
Intensivierung von Kostensenkungsmaßnahmen, insbesondere durch eine Kontrolle der gesamten Lohnkosten sowie eine Verringerung der allgemeinen Verwaltungskosten.
Stärkung von betrieblichen Synergien mit Nissan zur Nutzung neuer Potenziale, insbesondere durch eine Abstimmung der Motorenpalette und die gemeinsame Arbeit an Elektrofahrzeugen.

Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung vom 11. Februar 2009 beschlossen, der Jahreshauptversammlung am 6. Mai den Verzicht auf eine Dividendenausschüttung aus den Gewinnen des Geschäftsjahres 2008 zu empfehlen.

Renault wird 2009 acht neue Fahrzeuge einführen (darunter der neue Renault Scénic sowie der neue Renault Mégane Sport, der Clio Phase 2 und der Trafic Phase 3). Hierdurch wird Renault nicht nur die jüngste Fahrzeugpalette in Europa besitzen, sondern auch die neuen Umweltnormen und Qualitätsstandards erfüllen, in denen sich die Fortschritte der letzten Jahre widerspiegeln.

Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, wird Renault rasche Maßnahmen ergreifen.

Diese Maßnahmen sollen im gesamten Unternehmen Kräfte mobilisieren, die eine einzige Priorität zum Ziel haben: einen positiven freien Cashflow zu erwirtschaften.

2.1.1 ERGEBNISSE IM VERKAUF

Der Absatz der Renault-Gruppe ist um 4,1 % auf einem Weltmarkt gesunken, der um 5,0 % geschrumpft ist. Ihr Marktanteil hat sich mit einem leichten Plus von 0,05 % bei 3,6 % stabilisiert.

Insgesamt hat die Gruppe weltweit 2.382.230 Fahrzeuge (Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge) abgesetzt.

Neun neue Modelle wurden im Geschäftsjahr 2008 vorgestellt: der Clio Estate, der Grand Modus, der neue Mégane, das Laguna Coupé, der Kangoo in der PKW- und der LCV-Ausführung, der Kangoo Compact, der Logan Pick-up und der Thalia/Symbol.

EUROPA

Auf einem krisengeschüttelten europäischen Markt, der um 8,0 % geschrumpft ist, verminderte sich der Gruppenabsatz um 7,2 % auf 1.507.228 Fahrzeuge. Der Marktanteil der Gruppe erhöhte sich um 0,15 % auf 9,0 % zum Jahresende.

Auf dem französischen Markt (PKW + LCV), der um 0,6 % zurückging, verzeichnete die Renault-Gruppe bei den Neuzulassungen einen Zuwachs von 1,7 %. Außerdem verbesserte sich ihr Marktanteil um 0,6 % auf 25,4 %.

Weiterhin Marktanteile gewonnen hat die Gruppe in den Niederlanden (+1,4 %), in Österreich (+0,9 %), Irland (+0,5 %), Belgien (+0,4 %), Deutschland (+0,3 %) und der Schweiz (+0,3 %).

Auf den stark rückläufigen Märkten in Spanien (-29,8 %), Italien (-12,6 %) und Großbritannien (-11,7 %) sank der Gruppenumsatz um 31,7 %, 18,4 % bzw. 27,7 %.

AUSSERHALB EUROPAS

In der Region Amerika, in der die Märkte (PKW + LCV) um 1,7 % zulegten, ist der Absatz der Renault-Gruppe weiter gestiegen. Maßgeblichen Anteil an der Verbesserung um 4,1 % hatten Brasilien mit einem sprunghaften Anstieg um 56,4 % auf 115.153 Fahrzeuge und Argentinien mit einer Zunahme von 3,2 % auf mehr als 69.100 Fahrzeuge.

In der Region Asien & Afrika weist die Gruppe ein Absatzplus von 12,3 % und lag dadurch bei weitem über dem Marktzuwachs von 2,2 %.

Die Absatzzahlen der Marke Renault verbesserten sich um beachtliche 54,0 % durch den Verkauf von nahezu 110.00 Fahrzeugen (PKW + LCV). Im Iran hat sich der Absatz des Tondar (lokale Bezeichnung für den Logan) mit 54.425 Stück verfünffacht. In Südkorea belief sich der Absatz von Renault Samsung Motors (RSM) auf insgesamt 101.981 Stück. Das bedeutet einen Rückgang von 13 %, der auf einen schwächeren Verkauf des SM5 und des QM5 als erwartet zurückzuführen ist. RSM wird eine neue Version seines SM3 bei der Seoul Motor Show 2009 vorstellen.

In der Region Euromed ist der Absatz der Gruppe (PKW + LCV) um 4,6 % gesunken, obwohl der Erfolg des Logan in Russland ungebrochen ist und in Nordamerika gute Verkaufszahlen erreicht wurden.

Im Rahmen der Partnerschaftsvereinbarung, die am 28. Februar 2008 mit dem russischen Automobilhersteller AvtoVAZ unterzeichnet wurde, berichtet die Renault-Gruppe seit dem 1. März 2008 bei ihren Absatzzahlen auch über Lada-Fahrzeuge. In der Zeit von März bis Dezember 2008 wurden 672.379 Fahrzeuge unter der Marke Lada verkauft, die zu den oben genannten Absatzzahlen noch hinzukommen.

2.1.1.1 Sparte Automobile

WELTWEITER ABSATZ DER RENAULT-GRUPPE

PKW + LCV (ohne LADA)

(Stückzahlen)
2008* 2007* VERÄNDERUNG

IN %
GRUPPE NACH REGION 2.382.230 2.485.041 -4,1
Frankreich 654.142 656.523 -0,4
Europa ohne Frankreich 853.086 967.738 -11,8
Europa 1.507.228 1.624.261 -7,2
Euromed 404.715 424.121 -4,6
Amerika 254.959 244.926 +4,1
Asien & Afrika 215.328 191.733 +12,3
Euromed + Amerika + Asien & Afrika 875.002 860.780 +1,7
NACH MARKE
Renault 2.019.274 2.134.949 -5,4
Dacia 258.472 230.535 +12,1
Renault Samsung 104.484 119.557 -12,6
NACH FAHRZEUGTTYP
Personenkraftwagen 2.017.942 2.081.486 -3,1
Leichte Nutzfahrzeuge 364.288 403.555 -9,7

* Vorläufige Zahlen

Absatz LADA (Stückzahlen) März bis Ende Dezember 2008
Personenkraftwagen 672.267
Leichte Nutzfahrzeuge 112
PKW + LCV 672.379

Im Geschäftsjahr 2008 kam es zu einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise von bisher noch nie gekanntem Ausmaß. Die Auswirkungen dieser Krise griffen von Monat zu Monat auf den weltweiten Automobilmarkt über, der um 5,0 % schrumpfte. Vor diesem Hintergrund ist es Renault gelungen, einen stabilen Marktanteil von 3,6 % zu bewahren, auch wenn der Fahrzeugabsatz um 4,1 % auf 2.382.230 Stück zurückging.

Dieser Rückgang ist die Folge mehrerer Entwicklungen:

In den ersten vier Monaten des Jahres, als lediglich auf dem spanischen und dem italienischen Markt Anzeichen für eine Abschwächung zu beobachten waren, legte der Absatz der Gruppe zunächst zu. Hierzu trugen die guten Verkaufsergebnisse in Frankreich und auf anderen Märkten der Gruppe bei.
Als sich der Abschwung auf den europäischen Märkten dann verschärfte und die Krise von Oktober an auch die wichtigsten Schwellenmärkte, auf den Renault vertreten ist, in Mitleidenschaft zog, musste die Gruppe ihre Wachstumsziele für 2008 revidieren. Dennoch aber hat sie sich während der konjunkturellen Talfahrt gut behauptet, denn ihr Marktanteil ist stabil geblieben (+0,05 %).

Im Geschäftsjahr 2008 ist bei der Marke Renault der Absatz weltweit um 5,4 % und bei Renault Samsung Motors um 12,6 % zurückgegangen.

Bei der Marke Dacia hat sich der weltweite Absatz um 12,1 % auf 258.472 Fahrzeuge erhöht. Starke Impulse kamen dabei von ihrer erfolgreichen Einstiegsfahrzeugpalette.

REGION EUROPA - GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2008* 2007* VERÄNDERUNG

IN %
Frankreich
Renault 610.464 623.839 -2,14
Dacia 43.678 32.684 +33,6
Gruppe 654.142 656.523 -0,36
Europa (ohne Frankreich)
Renault 784.652 920.144 -14,7
Dacia 68.434 47.594 +43,7
Gruppe 853.086 967.738 -11,84
Europa gesamt
Renault 1.395.116 1.543.983 -9,6
Dacia 112.112 80.278 +39,6
Gruppe 1.507.228 1.624.261 -7,2

* Vorläufige Zahlen

Auf einem von der Krise angeschlagenen PKW- und LCV-Markt, der um 1.453.912 Stück auf 16.616.600 Fahrzeuge zurückging (-8,0 %), verzeichnete die Gruppe ein Absatzminus von 7,2 %. Ihren Marktanteil konnte sie jedoch um 0,15 % auf 9,0 % erhöhen.

In Frankreich stieg die Zahl der Neuzulassungen für die Renault-Gruppe um 1,7 % (PKW + LCV) auf 637.651 Fahrzeuge, obwohl der Markt im zweiten Halbjahr um 6,3 % schrumpfte.

In Deutschland trotzte die Gruppe einem um 1,7 % sinkenden Markt, denn ihr Absatz erhöhte sich hier um 4,7 % und ihr Marktanteil legte um 0,3 % zu.

Auf den stark rückläufigen Märkten in Spanien (-29,8 %), Italien (-12,6 %) und Großbritannien (-11,7 %) sank der Gruppenumsatz um 31,7 %, 18,4 % bzw. 27,7 %. Dem Absatz in Großbritannien machte zudem die ungünstige Kursparität zwischen GBP und EUR zu schaffen.

Trotz der Krise, die in der zweiten Jahreshälfte alle europäischen Länder beeinträchtigte, hat die Gruppe ihre Marktanteile dennoch weiter ausgebaut: in Belgien und Luxemburg (um +0,4 % auf 10,25 %), in den Niederlanden (um +1,4 % auf 8,91 %), in Österreich (um +0,9 % auf 6,8 %), in der Schweiz (um +0,3 % auf 6,31 %) und in Irland (um +0,5 % auf 4,25 %).

Die Marke Renault

Von der Marke Renault wurden 2008 insgesamt 1.378.660 Fahrzeuge verkauft. Damit steht die Marke Renault auf dem Markt für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge an dritter Stelle mit einem Marktanteil von 8,30 % (-0,08 %).

Absatz nach Ländern

In Frankreich hat Renault seine Stellung als führende Marke mit 594.084 Neuzulassungen (PKW + LCV) und einem Marktanteil von 23,66 % (+0,15 %) gefestigt.

Der Twingo blieb mit 65.333 Neuzulassungen bzw. einem Anteil von 3,2 % am PKW-Markt der Führer im Cityfahrzeugsegment.

Beim Modus und Grand Modus (im Januar 2008 in Frankreich eingeführt) stiegen die Neuzulassungen um 65,6 % auf 35.034 Stück.

Der Absatz des Clio verbesserte sich um 5,0 % auf insgesamt 152.578 Neuzulassungen.

Durch die Verkaufszahlen beim Twingo, Modus und Clio liegt Renault im Segment I mit einem Anteil von 25,7 % an der Spitze.

Von dem im November 2008 eingeführten neuen Mégane in der Schrägheckversion wurden insgesamt 7.944 Fahrzeuge verkauft.

Der Laguna ist im Segment der Familienlimousinen mit mehr als 33.000 Neuzulassungen (+10,3 % gegenüber 2007) führend. Auf die Kombiausführungen entfielen 31,6 % der Neuzulassungen.

In der Region Europa (ohne Frankreich) blieb Renault die führende Marke in Portugal mit einem Marktanteil von 12,3 % und in Slowenien mit einem Marktanteil von 16,7 %.

Gestiegen ist der Marktanteil der Marke Renault in den Niederlanden (+0,9 %), in Irland (+0,5 %), in Österreich (+0,3 %), in Polen (+0,2 %) sowie in Belgien und Luxemburg (+0,18 %).

Absatz nach Modellen - Personenkraftwagen

Der PKW-Markt in der Region Europa belief sich auf insgesamt 14.572.858 Fahrzeuge, was gegenüber 2007 ein Minus von 7,7 % bedeutete. Die Marke Renault konnte ihren Marktanteil von 7,51 % hier behaupten.

Im Cityfahrzeugsegment (Segment A) blieb der allseits beliebte Twingo 2008 mit 130.892 Neuzulassungen weiterhin Spitze. Der Twingo besitzt im Segment A in Europa nun einen Marktanteil von 9,6 %.

In Frankreich ist der Twingo mit einem Anteil von 29,70 % der unangefochtene Führer in seinem Segment.

Dieses Modell hat 2008 auch in anderen Ländern an Boden gewonnen:

In Belgien ist der Twingo mit einem Anteil von 14,2 % in seinem Segment inzwischen die Nummer 1.
In Deutschland und in den Niederlanden liegt er mit einem Segmentanteil von 11,1 % bzw. 11,4 % auf dem zweiten Platz.
In Österreich belegt er mit einem Segmentanteil von 11 % die dritte Position.

Renault hat sein Dieselangebot für den Twingo mit der Einführung des dCi 85 erweitert. Dieser neue Renault Twingo eco2 stößt lediglich 104g CO2 pro Kilometer aus.

Bei den Modellen Modus and Clio/Thalia besitzt Renault im Kleinwagensegment (Segment B) einen Marktanteil von 10,37 % (+0,26 % gegenüber dem Vorjahr).

Im Januar 2008 hat Renault sein Angebot im Segment B mit der Einführung des neuen Modus und Grand Modus (16 Zentimeter länger als der Modus) erweitert.

Beim Modus und Grand Modus erhöhten sich die Neuzulassungen um 28,3 % auf 76.799 Stück. Damit haben sie einen Anteil von 12,9 % im Mini-MPV-Segment.

Der Clio Estate verkaufte sich insgesamt 51.372 Mal. Dieser 2008 eingeführte Kombi wird im Werk Oyak Renault in der Tütkei hergestellt und erweitert die Kundenbasis der Marke im Segment B.

Die Clio-Reihe, die sich aus dem Clio III in der Schrägheckausführung, dem Clio II (umbenannt in Clio Campus), dem Clio Estate und einem seit 2008 als Symbol oder Thalia vermarkteten Clio ThreeBox zusammensetzt, belegt im Segment B mit einem Marktanteil von 8,3 % den dritten Platz.

Mit dem soliden Absatz des Modus und des Grand Modus als Ergänzung zum Erfolg des Twingo und den exzellenten Ergebnissen des Clio hat sich der Absatz von Renault in den Segmenten A + B (Twingo, Modus, Clio) in Europa um 2,3 % verbessert.

Der vor 10 Jahren eingeführte Kangoo war ein richtiger Erfolg, denn 2008 wurden von ihm 718.965 Stück verkauft. Der im Januar 2008 eingeführte neue Kangoo hat sehr schnell Anklang gefunden. Das lässt sich an einem Marktanteil von 13,0 % gegenüber 10,8 % im Geschäftsjahr 2007 für die Vorgängerversion erkennen.

Der Kangoo (Kangoo I/Kangoo II) ist die Nummer 2 im Segment Personen-Vans.

Vom Mégane (II und III) wurden 2008 in Europa 334.305 Fahrzeuge im Segment C verkauft, das um 10,6 % zurückgegangen ist. Renault will in der Mégane-Reihe seinen ersten E85-Bioethanol-Motor in Europa anbieten. Der neue Antrieb ist in Frankreich seit Ende Juni 2007 beim Mégane in der Schrägheckversion und beim Mégane Estate zu haben. Die im November 2008 mit der Schrägheckausführung des Mégane begonnene Erneuerung der Mégane-Familie wird erst 2009 mit der Einführung sonstiger Versionen Früchte tragen.

Der ebenfalls in dieses Segment gehörende Scenic II - der in sechs Monaten abgelöst werden soll - verkaufte sich 171.707 Mal (-33,5 %).

Im oberen Mittelklassesegment D wurden 2008 von dem im Oktober 2007 eingeführten Laguna 90.813 Stück verkauft.
In Frankreich ist der Laguna seit seiner Vorstellung im Segment D Spitze und sein Marktanteil liegt inzwischen bei 16,2 %.

Eine beeindruckende Premiere hat das Modell auch in Deutschland hingelegt, wo seit Beginn des Jahres 12.469 Neuzulassungen registriert wurden. Der Absatz des Laguna Estate belief sich seit seiner Einführung im Januar auf 8.877 Fahrzeuge. Damit entfallen hierauf 71,6 % der Mengen des Laguna III in diesem Land.

Im MPV-S-Segment (oder Groß-MPV-Segment), das um 29,0 % eingebrochen ist, ging der Anteil des Espace IV um 2,4 % auf 12,4 zurück. Damit liegt er an dritter Stelle. Der Espace belegte in seinem Segment in Frankreich (34,1 %) Platz 1 und in Kroatien (20,5 %), den Niederlanden (19,8 %), Belgien und Luxemburg (19 %) sowie Slowenien (14,1 %) Platz 2.
Der Koleos, der erste 4x4-Crossover in der Renault-Palette, wurde im ersten Halbjahr 2008 eingeführt. Er erreichte 17.784 Neuzulassungen auf einem Markt, der in Europa um 8,8 % zurückging.

Absatz nach Modellen - Leichte Nutzfahrzeuge

Der LCV-Markt in der Region Europa belief sich auf insgesamt 2.043.742 Fahrzeuge, was gegenüber 2007 ein Minus von 10,3 % bedeutete.

Auch wenn die Zahl der LCV-Neuzulassungen um 11,8 % zurückgegangen ist, hat die Marke Renault mit ihrem Marktanteil von 13,92 % (-0,2 %) ihre führende Stellung das elfte Jahr in Folge behauptet. Dieses Ergebnis ist besonders wichtig, weil die LCV-Reihe eine der einträglichsten Komponenten im Angebot von Renault darstellt.

Deutlich gestiegen ist der Absatz von Renault in den Niederlanden (+13,4 %), in Österreich (+6,5 %) und Deutschland (+1,2 %) sowie in den meisten anderen mitteleuropäischen Ländern (Tschechische Republik: +10,1 %; Ungarn: +8,1 %; Slowakei:, +7,4 %; Slowenien: +2,5 %, usw.).

Im Kleintransportersegment wurden vom neuen Kangoo und Kangoo Express insgesamt 86.076 Stück verkauft. Mit einem Segmentanteil von 17,0 % liegt der Kangoo in der Region Europa damit an erster Stelle.
Im Segment Car-Derived Van hat der Clio Van seine Spitzenposition mit einem Anteil von 14,9 % (+0,3 % gegenüber dem Vorjahr) behauptet. Beim Mégane Van gingen die Neuzulassungen um 15,5 % zurück, so dass er einen Segmentanteil von 4,8 % erreichte.

Im Segment Transporter hatte Renault einen Marktanteil von 12,1 % (-0,5 %). In diesem Segment, das um 9,2 % schrumpfte, vemünderte sich die Zahl der Neuzulassungen beim Trafic und beim Master um 16,3 % bzw. 12,4 %.

Die Marke Dacia

Dacia ist in Europa mit 112.000 zugelassenen Fahrzeugen weiter gewachsen. Das bedeutet ein Plus von 39,6 % gegenüber 2007. Seit der Einführung des Logan in Europa im Jahr 2004 wurden 244.117 Fahrzeuge dieses Modells verkauft. Damit hat sich Dacia in dieser Region erfolgreich etabliert. Auf die Kombiausführung des Logan entfallen 82,3 % des gesamten Absatzes in der Logan-Familie.

Der Sandero ist das jüngste Modell in der Einstiegspalette. Er ist seit Ende Juni 2008 auf dem Markt und hat sich bereits 27.258 Mal verkauft.

Im Geschäftsjahr 2008 hat sich der Absatz von Fahrzeugen aus der Einstiegspalette auf 111.548 Stück erhöht Das entspricht einem Zuwachs von 39,4 % im Vergleich zu 2007.

REGION EUROMED - GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2008* 2007* VERÄNDERUNG

IN %
Renault 262.560 277.499 -5,4
Dacia 142.155 146.622 -3,0
GRUPPE 404.715 424.121 -4,6

* Vorläufige Zahlen

Der Automobilmarkt in der Region Eummed hat 2008 um 8 % im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Der Absatz der Gruppe veminderte sich um 4,6 % auf 404.715 Fahrzeuge. Das entspricht einem Anteil von 8,0 % des Marktes und 17,0 % des weltweiten Gruppenabsatzes.

Die Marke Renault

In Russland, wo ein nach wie vor lebhafter Markt (PKW + LCV) um 13,4 % gewachsen ist, hat sich der Absatz der Markte 2008 um 6,8 % erhöht. Zu verdanken war dies dem anhaltenden Erfolg der Logan, der hier unter der Marke Renault vertrieben wird.

In Russland wurden 74.300 Logan-Fahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Anteil von 68,8 % am Absatz der Gruppe in diesem Land. Nach Rumänien ist Russland damit der größte Markt für dieses Modell.

In der Türkei ist der Absatz um 22,5 % zurückgegangen. Der Markt ist dabei gegenüber 2007 um 16,9 % geschrumpft Mit einem Marktanteil von 15,03 % (-1,76 % im Vergleich zum Vorjahr) ist Renault nach wie vor führend auf dem PKW-Markt.

In Rumänien, wo sich der Markt um 11,9 % rückläufig entwickelte, hatte die Marke Renault einen Marktanteil von 7,17 %. Eine umfangreiche Steuersenkung bei Gebrauchtwagen hatte einen großen Zustrom von Autos aus Westeuropa zur Folge. Die rumänische Regierung hat diese Maßnahme im Dezember korrigiert und die Steuern auf Gebrauchtwagen erhöht.

Der Absatz des Clio (ohne Thalia) hat sich um 53 % vemindert.

Auch der Absatz des Mégane ist vor der Einführung des Nachfolgermodells um 47,1 % gesunken.

In Marokko hat Renault seine Führerschaft mit einem Anteil von 15,90 % an einem Markt behauptet, der um 17,1 % zulegte. Im Geschäftsjahr 2008 hat sich der Absatz der Marke Renault um 10,2 % verbessert. Wesentlichen Anteil hieran hatten der Kangoo (+18,6 %) und der Clio (Clio IV Clio III) (+9,9 %). Mit einem Marktanteil von 10,6 % blieb der Kangoo 2008 das Modell, das sich nach dem Logan in Marokko am zweitbesten verkaufte.

In Algerien stieg der Absatz von Renault um 32,1 % auf einem dynamischen Markt, der Zuwächse von 25,4 % verzeichnete.

Die Marke Dacia

In der Region Eummed ist der Absatz von Dacia um 3,0 % zurückgegangen.

In Rumänien sank der Absatz von Dacia um 16,8 % auf 84.709 Fahrzeuge auf einem Markt, der zum Jahresende steil auf Talfahrt ging. Mit einem Marktanteil von 27,3 % und 75.792 verkauften Logans (-25,5 % gegenüber 2007) blieb Dacia an erster Stelle.

Auf den Logan entfallen 71 % der für die Gruppe registrierten Neuzulassungen (PKW + LCV) in Rumänien. Die Einstiegspalette wurde erweitert und das Werk Pitesi produziert nun fünf Modelle (Logan, Logan MCV, Logan Van, Logan Pick-up und Sandero). Beim Logan verteilt sich der Absatzmix wie folgt: Logan: 67,5 %; Logan MCV: 20,0 %; Logan Van: 7,0 % und Logan Pick-up: 5,5 %. Der Sandero hat sich seit Anfang des Jahres insgesamt 8.917 Mal verkauft

In Marokko hat Dacia einen Marktanteil von 12,33 % und liegt direkt in der Marke Renault auf Platz 2. Der Logan ist nach wie vor das Fahrzeug, das sich in Marokko in allen Kategorien am besten verkauft. Er hat einen Anteil am PKW-Markt von 14,7 %. Im Geschäftsjahr 2009 wird im Werk Samaco die Fertigung des Sandem unter dem Namen Dacia aufnehmen.

REGION AMERIKA - GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2008* 2007* VERÄNDERUNG

IN %
Renault 251.643 242.064 +4,0
Dacia 813 509 +59,7
Renault Samsung 2.503 2.353 +6,4
GRUPPE 254.959 244.926 +4,1

* Vorläufige Zahlen

In der Region Amerika ist der Automobilmarkt (PKW + LCV) um 1,7 % gewachsen. Der Absatz der Renault-Gruppe profitierte von der starken Nachfrage in Brasilien und Argentinien und verbesserte sich weiter um 4,1 % auf 254.959 Fahrzeuge. Auf den Gruppenabsatz in dieser Region entfallen 10,7 % des weltweiten Absatzes von Renault.

Insgesamt 98,7 % des Gruppenabsatzes in der Region Amerika sind auf die Marke Renault zurückzuführen, Ihr Volumen erhöhte sich um 4,0 %, so dass die Marke zum Jahresende 2008 einen Marktanteil von 4,59 % verbuchen konnte.

In Brasilien, wo ein dynamischer Markt um 13,7 % zulegte, stieg der Absatz der Renault-Gruppe sprunghaft um 56,4 % und erreichte einen Rekord von 115.153 Stück. Der Marktanteil der Gruppe erhöhte sich um 1,2 %. Renault gehört nun zu den sechs führenden Marken auf dem brasilianischen Markt.

Der Logan, der lokal im Werk in Curitiba gefertigt wird, gab im Juli 2007 sein erfolgreiches Debüt mit Bioethanolmotoren auf dem brasilianischen Markt. Insgesamt wurden 2008 36.603 Logans verkauft.

Das Werk in Curitiba hat darüber hinaus Anfang 2008 mit der Produktion des Sandero (unter der Marke Renault) begonnen. Seit Februar 2008 wurden hiervon insgesamt 39.634 Stück verkauft Auf diese beiden Modelle entfallen nun 66,2 % des Absatzes von Renault do Brasil.

Auch das LCV-Angebot (Kangoo und Master) trug 2008 mit Absatzsteigerungen von 91,7 % bzw. 12,0 % zum Wachstum bei.

In Argentinien legte der Automobilmarkt 2008 um 7,6 % zu. Der Absatz der Gruppe erhöhte sich um 3,2 %. Mit 69.100 verkauften Fahrzeugen sicherte sich die Marke Renault einen nach wie vor erheblichen Marktanteil von 12,0 %.

Durch die Einfiihrung des Logan im Juni 2007 und des Sandero im Januar 2008 (unter der Marke Renault) ist die Präsenz der Marke auf diesem Markt gestiegen. Verkauft wurden von diesen Modellen 4.766 bzw. 4.219 Stück.

LCV konnten mit 11.414 verkauften Kangoos (+3,1 %) und 2.910 abgesetzten Masters ebenfalls überzeugen.

In Kolumbien sank der Absatz von Renault um 30,5 % auf einem um 11,3 % rückläufigen Markt. Renault verkaufte 27.200 Fahrzeuge und hatte einen Marktanteil von 13,6 %.

Im Mexiko ist der Markt um 7,7 % geschrumpft, seitdem der Import von Gebrauchtwagen gestattet ist. Hierdurch entstand heftiger Wettbewerb bei Fahrzeugen mit einem Preis unter USD 15.000. Der Absatz von Renault ging um 13,7 % auf 16.063 Stück zurück, der Marktanteil lag praktisch unverändert bei 1,6 %.

In Venezuela verringerte sich der Absatz der Gruppe um 65,1 % auf 9.913 Stück aufgrund von eingeführten Importquoten. Der Logan verkaufte sich insgesamt 4.132 Mal.

REGION ASIEN & AFRIKA – GRUPPENABSATZ NACH MARKE

PKW + LCV (Stückzahlen) 2008* 2007 VERÄNDERUNG

IN %
Renault 109.955 71.403 +54,0
Dacia 3.392 3.126 +8,5
Renault Samsung 101.981 117.204 -13,0
GRUPPE 215.328 191.733 +12,3

* Vorläufige Zahlen

In der Region Asien & Afrika stieg der Absatz der Gruppe um 12,3 % und übertraf damit das Marktwachstum von 2,2 %. Mit 215.328 verkauften Fahrzeugen hatte die Gruppe einen Marktanteil von 0,9 %. Auf den Absatz in der Region Asien & Afrika entfallen 9,0 % des weltweiten Gruppenabsatzes.

Die Marke Renault Samsung

Der Absatz von Renault Samsung Motors in Südkorea verminderte sich um 13 % auf 101.981 Stück. Der Anteil von Renault Samsung am PKW-Markt in diesem Land machte 9,99 % aus (-1,27 %).

Ende 2007 wurde der QM5, das erste Crossover-Fahrzeug der Gruppe, eingeführt. Insgesamt wurden hiervon 11.832 Stück verkauft, was einen Marktanteil von 1,2 % ergab. Belastet wurde der Verkauf dieses Wagens durch seinen Preis, der im heftig umkämpften SUV-Segment in Südkorea als hoch eingestuft wird.

Der Absatz des SM7 verbesserte sich 2008 um 8,0 % auf 15.263 Stück.

Der Absatz des SM5 lag bei insgesamt 55.640 Fahrzeugen (-23,8 % im Vergleich zu 2007).

Von dem vor sechs Jahren eingeführten SM3 wurden 19.246 Stück verkauft. RSM wird eine neue Version dieses Fahrzeugs bei der Seoul Motor Show 2009 vorstellen.

Ende 2008 hatte Renault Samsung Motors beinahe 95.043 Fahrzeuge exportiert, davon werden die meisten von Nissan (im Rahmen der Allianz-Vereinbarungen) und Renault unter ihren eigenen Marken verkauft.

Die Marke Renault

Der Absatz der Marke Renault ist mit nahezu 110.000 Fahrzeugen (PKW + LCV) um 54 % gestiegen.

In Indien wurden trotz der Krisensituation im zweiten Halbjahr 2008 beinahe 19.000 Logans ausgeliefert. Das bedeutet ein Plus von 6,8 % gegenüber dem Vorjahr. Zur Steigerung der Verkaufszahlen hat Renault die Logan-Reihe überarbeitet, damit sie für indische Kunden attraktiver wird.

Im Iran hat sich der Absatz des Tondar (lokale Bezeichnung für den Logan) trotz anfänglicher Verzögerungen aufgrund von Lieferproblemen mit 54.425 Stück verfünffacht. Die Produktion hat sich seit September stetig erhöht.

Auch in zahlreichen anderen Ländern hat der Gruppenabsatz zugelegt: Israel (+7,7 %), Saudi-Arabien (+43,1 %), französischsprachiges Afrika (+15,5 %), englischsprachiges Afrika (+16,2 %) und Libanon (+49,5 %).

INTERNATIONALE EINFÜHRUNG DER EINSTIEGFAHRZEUGPALETTE

ABSATZ LOGAN (Stückzahlen) 2008* 2007 SEIT SEPT. 2004
MARKE DACIA 84.290 80.042 244.117
Europa
davon Frankreich 34.251 32.684 95.524
Euromed 130.716 146.622 535.097
davon Rumänien 75.792 101.799 382.177
davon Marokko 14.958 12.638 42.818
davon Algerien 11.465 9.090 31.934
Amerika 666 504 1.749
Asien & Afrika 3.357 3.126 10.849
UNTER DER MARKE DACIA VERKAUFTE GESAMTANZAHL VON LOGAN-FAHRZEUGEN 219.029 230.294 791.812
MARKE RENAULT 74.300 67.844 198.524
Euromed
davon Russland 74.300 67.844 198.524
Amerika 56.734 40.466 113.869
davon Venezuela 4.132 12.619 22.477
davon Kolumbien 7.736 9.450 26.299
Asien & Afrika 75.113 28.432 103.545
davon Indien 18.976 17.771 36.747
davon Iran 54.425 10.656 65.081
UNTER DER MARKE RENAULT VERKAUFTE GESAMTANZAHL VON LOGAN-FAHRZEUGEN 206.147 136.742 415.938
LOGAN-ABSATZ GESAMT 425.176 367.036 1.207.750

* Vorläufige Zahlen

HÖHERER ABSATZ IN DER EINSTIEGSPALETTE

Im Geschäftsjahr 2008 hat die Gruppe 510.385 Fahrzeuge in der Einstiegspalette (Logan + Sandero) verkauft. Das bedeutet eine Steigerung von 39,0 % gegenüber 2007. Der Logan wird inzwischen auf 75 Märkten vertrieben. In der Region Euromed wurden 2008 205.016 Logans (-4,4 % im Verhältnis zum Vorjahr) und 11.415 Sanderos verkauft.

Mit 103.931 verkauften Fahrzeugen entfallen auf die Region Amerika 20,4 % des Absatzes in der Einstiegspalette – eine Steigerung von 152,0 % gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblichen Anteil hieran hatten die starken Absatzzuwächse beim Logan (+40,1 %) seit seiner Einführung in Brasilien und Argentiniern und der Erfolg des Sandero (46.531 Stück) seit seiner Vorstellung in Südamerika Anfang 2008.

In Europa einschließlich Frankreich hat sich der Absatz in der Einstiegspalette um 39,4 % verbessert. Auftrieb verliehen dabei der solide Erfolg des Logan und das Debüt des Sandero.

In Asien & Afrika wurden 78.470 Logans verkauft. Das entspricht einer Steigerung von 148,7 % gegenüber 2007 und ist auf die Einführung des Logan in Indien und im Iran zurückzuführen.

Die zehn Länder mit den höchsten Logan-Verkaufszahlen sind Rumänien, Russland, Frankreich, Iran, Brasilien, Deutschland, Marokko, Indien, Türkei und Algerien.

2.1.1.2 SPARTE SALES FINANCING

Die durchschnittlichen ausgereichten Kredite von RCI Banque gingen 2008 um 0,7 % auf EUR 22,7 Mrd. (bei gleich bleibender Basis) zurück.

ANTEIL FINANZIERTER NEUFAHRZEUGE

Im Geschäftsjahr 2008 hat RCI Banque 32,3 % der neu zugelassenen Renault-, Nissan- und Dacia-Fahrzeuge in der Region Europa finanziert (2007: 33,1 %). Dabei finanzierte RCI Banque 34,9 % der Renault-Fahrzeuge (2007: 35,4 %) und 23,2 % der Nissan-Fahrzeuge (2007:24,1 %).

In der Region Amerika ist der Anteil von RCI Banque an den finanzierten Neuzulassungen von 26,2 % im Jahr 2007 auf 20,5 % gesunken. Sowohl in Brasilien als auch in Argentinien gingen die Zahlen zurück.

Auf 36,8 % gestiegen ist dagegen der Anteil von RCI Banque in Südkorea, der einzigen Niederlassung von RCI Banque in der Region Asien & Afrika (2007: 26,6 %).

In der Region Euromed (Rumänien und Marokko — eine seit April 2008 konsolidierte lokale Tochtergesellschaft) hat sich der Anteil der Finanzierungen durch RCI Banque auf 28,0 % vermindert (2007: 31,4 %).

NEUE FINANZIERUNGSVERTRÄGE UND DURCHSCHNITTLICHE AUSGEREICHTE KREDITE

Bei neuen Finanzierungsverträgen erzielte RCI Banque im Geschäftsjahr 2008 ein Volumen von EUR 8,9 Mrd. (-5 % gegenüber 2007 mit EUR 9,4 Mrd.), die sich aus 858.024 neuen Fahrzeugverträgen (-4,0 % im Verhältnis zu 2007 mit 898.334 neuen Verträgen) ergeben.

Die durchschnittlichen ausgereichten Kredite verminderten sich geringfügig auf EUR 22,7 Mrd. (-0,7 % gegenüber 2007).

INTERNATIONALES WACHSTUM

Im Geschäfuahr 2008 hat RCI Banque seine Finanzierungstätigkeiten in den skandinavischen Ländern aufgenommen. Am 1. Januar 2008 hat der Betrieb in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen mit einer 100%igen Netzfinanzierung und gewerblichen Verträgen für das Kundengeschäft begonnen.

Ende Januar 2008 hat RCI Banque eine Finanzierungsunternehmung in der Ukraine über eine Vereinbarung mit der lokalen Index Bank, einer Tochter der Crédit Agricole-Gruppe, eröffnet.

Verstärkt hat RCI Banque auch die Präsenz in den baltischen Staaten, in denen im April mit der Netzfinanzierung begonnen wurde.

Eine Präsenz in Serbien-Bosnien hat RCI Banque durch eine Vereinbarung mit Unicredit und Gründung eines lokalen Unternehmens in Bosnien aufgebaut.

Im Dienstleistungsbereich hat RCI zwei Eigenversicherungsunternehmen auf Malta gegründet. Diese übernehmen ab dem 1. Januar 2009 das Kreditversicherungsgeschäft in Deutschland und (in den kommenden Jahren) auch in Frankreich, Italien und Spanien.

2.1.1.3 ABSATZ- UND PRODUKTIONSSTATISTIK

GESAMTES BRANCHENVOLUMEN - NEUZULASSUNGEN

Hauptmärkte der Renaultgruppe

PKW + LCV (Stückzahlen) 2008* 2007 Veränderung

in %
FRANKREICH 2.510.556 2.526.005 -0,6
EUROPA OHNE FRANKREICH 14.106.044 15.544.507 -9,3
davon: Deutschland 3.319.996 3.376.019 -1,7
Italien 2.385.264 2.730.611 -12,6
Großbritannien 2.431.290 2.752.184 -11,7
Spanien + Kanarische Inseln 1.327.937 1.891.508 -29,8
Belgien + Luxemburg 660.682 648.429 1,9
Polen 376.877 349.617 7,8
REGION EUROPA 16.616.600 18.070.512 -8,0
EUROMED 5.040.837 4.669.122 8,0
davon: Rumänien 310.244 352.052 -11,9
Russland 2.929.002 2.582.682 13,4
Türkei 494.023 594.762 -16,9
Algerien 246.597 196.702 25,4
Marokko 121.360 103.597 17,1
REGION AMERIKA 5.483.500 5.394.183 1,7
davon: Mexiko 1.009.043 1.093.379 -7,7
Kolumbien 200.135 225.613 -11,3
Brasilien 2.661.431 2.339.920 13,7
Argentinien 575.000 534.199 7,6
ASIEN & AFRIKA 23.028.890 22.530.620 2,2
davon: Südafrika und Namibia 459.501 582.412 -21,1
Südkorea 1.200.969 1.252.586 -41,
EUROMED + AMERIKA**+ ASIEN & AFRIKA 33.553.227 32.593.925 2,9

* Vorläufige Zahlen

** Ausgenommen Nordamerika

RENAULT-GRUPPE - ZULASSUNGEN (ZUL.) UND MARKTANTEIL (MA.)

Absatzzahlen für die Hauptmärkte

PKW + LCV 2008* 2007*
ZUL. (Stückzahlen) MA. (%) ZUL. (Stückzahlen) MA. (%)
--- --- --- --- ---
FRANKREICH 637.651 25,40 626.705 24,81
EUROPA (ohne Frankreich) 853.010 6,05 967.657 6,23
davon: Deutschland 165.475 4,98 157.996 4,68
Italien 117.921 4,94 144.449 5,29
Großbritannien 107.711 4,43 148.970 5,41
Spanien + Kanarische Inseln 136.015 10,24 199.110 10,53
Belgien + Luxemburg 67.688 10,25 63.738 9,83
Polen 28.612 7,59 25.807 7,38
REGION EUROPA 1.490.661 8,97 1.594.362 8,82
REGION EUROMED 404.715 8,00 424.121 9,02
davon: Rumänien 106.951 34,47 134.177 38,11
Russland 108.070 3,69 101.166 3,92
Türkei 73.662 14,91 91.645 15,41
Algerien 43.338 17,57 32.667 16,61
Marokko 34.253 28,22 30.150 29,10
REGION AMERIKA 254.959 4,65 244.926 4,54
davon: Mexiko 16.063 1,59 18.613 1,70
Kolumbien 27.123 13,55 39.053 17,31
Brasilien 115.153 4,33 73.614 3,15
Argentinien 69.100 12,02 66.969 12,54
REGION ASIEN & AFRIKA 215.328 0,94 191.733 0,85
davon: Südafrika und Namibia 4.217 0,92 8.407 1,44
Südkorea 101.981 8,49 117.204 9,36
REGIONEN EUROMED + AMERIKA**+ ASIEN & AFRIKA 875.002 2,60 860.780 2,63

* Vorläufige Zahlen

** Ausgenommen Nordamerika

RENAULT-GRUPPE - ZULASSUNGEN IN DER REGION EUROPA NACH MODELL

PKW + LCV (STÜCKZAHLEN) 2008* 2007* VERÄNDERUNG

IN %
Twingo/Twingo II 135.207 88.685 +52,5
Clio II/Clio III 383.359 434.455 -11,8
Thalia/Thalia II 6.586 6.611 -0,4
Sandero 27.250 - +++
Modus 77.292 62.825 +23,0
Logan 84.187 79.995 +5,2
Mégane/Mégane II/Mégane III 347.894 488.793 -28,8
Koleos 17.839 - +++
Laguna II/Laguna III 91.227 71.386 +27,8
Vel Satis 1.667 3.045 -45,3
Espace/Espace IV 24.191 40.636 -40,5
Kangoo/Kangoo II 139.495 142.133 -1,9
Trafic/Trafic II 74.594 88.997 -16,2
Master/Master II 67.091 76.490 -12,3
Mascott**/RWD Master/Maxity 11.698 9.581 +22,1
Sonstige 1.084 730 +48,5
ZULASSUNGEN IN DER REGION EUROPA 1.490.661 1.594.362 -6,5

* Vorläufige Zahlen

** Mascott und Maxity werden von Renault Trucks, einer Tochtergesellschaft von AB Volvo, vertrieben

RENAULT-GRUPPE - ZULASSUNGEN IN DEN REGIONEN EUROMED, AMERIKA UND ASIEN & AFRIKA NACH MODELL - OHNE LADA

PKW + LCV (Stückzahlen) 2008* 2007 VERÄNDERUNG

IN %
Twingo/Twingo II 8.740 14.309 -38,9
Clio II/Clio III 76.295 97.794 -22,0
Thalia/Thalia II/Symbol 69.793 94.301 -26,0
Sandero 57.951 279 +++
Modus 254 1.441 -82,4
Logan 340.886 286.994 +18,8
Mégane/Mégane II 115.085 149.622 -23,1
Koleos 2.884 - -
Laguna II/Laguna III 6.474 4.149 +56,0
Vel Satis 26 65 -60,0
Espace/Espace IV 104 139 -25,2
SM3 21.362 29.448 -27,5
SM5 55.932 73.346 -23,7
SM7 15.358 14.233 +7,9
Safrane II 444 - +++
QM5 11.832 2.518 +++
Kangoo/Kangoo II 68.959 72.255 -4,6
Trafic/Trafic II 4.822 4.077 +18,3
Master/Master II 17.197 15.404 +11,6
Mascott**/RWD Master/Maxity** 499 333 +49,8
Sonstige 105 73 +43,8
ZULASSUNGEN IN DEN REGIONEN EUROMED + AMERIKA + ASIEN & AFRIKA 875.002 860.780 +1,7

* Vorläufige Zahlen

** Mascott und Maxity werden von Renault Trucks, einer Tochtergesellschaft von AB Volvo, vertrieben

RENAULT-GRUPPE - ABSATZZAHLEN VON MODELLEN NACH SEGMENT IN DER REGION EUROPA*

SEGMENT VERÄNDERUNG

IM SEGMENT

IN %

2008/2007
ANTEIL VON RENAULT RANG
2008 2007 VERÄNDERUNG

IM SEGMENT

IN %

2008/2007
2008
--- --- --- --- --- --- ---
Personenkraftwagen
A +14,3 Twingo/Twingo II 9,60 % 7,40 % +2,20 3
B -9,0 Clio II/Clio III 8,30 % 8,60 % -0,30 3
Thalia 0,18 % 0,47 % -0,29 34
Modus 1,90 % 1,30 % +0,60 16
Logan 2,00 % 1,80 % +0,20 14
Sandero 0,70 % - +0,70 27
C -10,6 Mégane/Mégane II 7,60 % 9,60 -2,00 5
D -5,6 Laguna/Laguna III 4,20 % 3,10 % +1,10 7
D OR* -8,8 Koleos 3,30 % - +3,30 12
E1 -21,0 Vel Satis 0,30 % 0,50 % -0,20 22
MPV -29,0 Espace/Espace IV 12,40 % 14,8 % -2,40 3
Personen-Van +7,7 Kangoo/Kangoo II 13,00 % 10,8 % +2,20 2
Trafic/Trafic II 3,30 % 4,20 % -0,90 10
Master/Master II 0,80 % 1,20 % -0,40 19
Leichte Nutzfahrzeuge
Firmenwagen -10,2 Twingo 1,5 % 0,2 % +1,3 21
Clio 14,9 % 14,6 % +0,3 1
Modus 0,17 % 0,93 % -0,76 30
Mégane/Mégane II 4,8 % 5,1 % -0,3 7
Kleintransporter -7,2 Kangoo/Kangoo II 16,8 % 18,3 % -1,5 1
Transporter -9,2 Trafic/Trafic II 5,8 % 6,3 % -0,5 5
Master/Master II 5,7 % 6,0 % -0,3 6
Mascott/RWD Master 0,69 % 0,57 % +0,12 20

* Vorläufige Zahlen

** OR: Offroad-Fahrzeuge

WELTWEITE PRODUKTION DER RENAULT-GRUPPE NACH MODELL UND SEGMENT(1)

PKW + LCV (Stückzahlen) 2008* 2007 Veränderung

in %
Logan 416.157 420.255 -1
Sandero 110.832 0 -
EINSTIEGSSEGMENT 526.989 420.255 +25
Twingo 6.353 42.840 -85
Twingo II 132.203 75.242 +76
Clio II(2) 117.678 181.242 -35
Clio III 328.530 351.066 -6
Thalia 63.712 99.259 -36
Neuer Clio ThreeBox (Thalia/Symbol) 21.765 0
Modus 72.590 67.514 +8
SEGMENTE A UND B 742.831 817.163 -9
Mégane/Mégane II 398.317 629.612 -37
Mégane III 39.281 0 -
SM3 65.590 82.650 -21
Koleos / QM5 55.139 5.241 +952
Segment C 558.327 717.503 -22
Laguna II 0 45.128 -100
Laguna III 81.453 54.384 +50
SM5 53.987 76.363 -29
SM7 14.433 15.081 -4
Espace IV 21.672 40.674 -47
Vel Satis 1.685 2.812 -40
SEGMENTE D, E UND MPV 173.230 234.442 -26
Kangoo 113.728 220.038 -48
Neuer Kangoo 102.902 7.226 +1.324
Trafic II(3) 96.225 115.904 -17
Master II 98.387 119.120 -17
Mascott 8.399 7.585 +11
KLEINTRANSPORTER, TRANSPORTER UND PICKUPS 419.641 469.873 -11
WELTWEITE PRODUKTION DER GRUPPE 2.421.018 2.659.236 -9

(1) Produktionsdaten beziehen sich auf die Anzahl Fahrzeuge, die vom Band gelaufen sind

(2) Einschließlich unter der Marke Renault gefertigte Clios, die 2008 im Nissan-Werk in Aguascalientes (Mexiko) produziert wurden

(3) Die Produktion des neuen Trafic im GM Europe-Werk in Luton (Großbritannien) und im Nissan-Werk in Barcelona (Spanien) wird nicht als Produktion von Renault erfasst

* Vorläufige Zahlen

Neue geografische Organisation der Renault-Gruppe - Länder in jeder Region

Seit dem 1. März 2009

AMERIKA
Nördliches Lateinamerika: Kolumbien, Costa Rica, Kuba, Ecuador, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, El Salvador, Venezuela, Dominikanische Republik, Guadeloupe, Französisch-Guayana, Martinique
Südliches Lateinamerika: Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Paraguay, Peru, Uruguay
ASIEN & AFRIKA
Asien-Pazifik: Australien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neukaledonien, Neuseeland, Singapur, Tahiti, Thailand
Indien, Mittlerer Osten & französischsprachiges Afrika: Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Libyen, Pakistan, Golfstaaten, Syrien + französischsprachige afrikanische Länder
Südafrika & Indischer Ozean: Südafrika + afrikanische Sub-Sahara-Länder, Inseln im Indischen Ozean
Korea
Iran
China Hongkong, Taiwan
Israel
EUROMED
Osteuropa: Bulgarien, Moldau, Rumänien
Türkei Türkei, Türkischer Teil Zyperns
Nordafrika: Algerien, Marokko, Tunesien
EUROPA
Französisches Mutterland, Österreich, Deutschland, Belgien-Luxemburg, Bosnien, Zypern, Kroatien, Dänemark, Spanien, Finnland, Griechenland, Ungarn, Irland, Island, Italien, Kosovo, Mazedonien, Malta, Montenegro, Norwegen, Baltische Staaten, Niederlande, Polen, Portugal, Tschechische Republik, Großbritannien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Schweiz
EUROASIEN
Russland, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine

2.1.2 FINANZERGEBNISSE

Die Konzernumsatzerlöse der Gruppe wurden durch die schwache Konjunktur erheblich beeinträchtigt. Sie gingen bei gleich bleibender Basis5 im Geschäftsjahr 2008 um 7 % gegenüber 2007 auf EUR 37.791 Mio. zurück.

Die operative Marge betrug EUR 212 Mio. bzw. 0,6 % der Umsatzerlöse, was gegenüber 2007 ein Minus von EUR 1.142 Mio. bedeutet.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen der Gruppe ist 2008 ein Nettoaufwand in Höhe von EUR 329 Mio. festzustellen (2007: Nettoaufwand in Höhe von EUR 116 Mio.).

Das Finanzergebnis weist einen positiven Saldo von EUR 441 Mio. aus (2007: EUR 76 Mio.).

Der Beitrag von Nissan zu den Ergebnissen der Renault-Gruppe belief sich auf EUR 345 Mio. (2007: EUR 1.288 Mio.), der von AB Volvo auf EUR 226 Mio. (2007: EUR 352 Mio.).

Der Jahresüberschuss lag bei insgesamt EUR 599 Mio. (2007: EUR 2.734 Mio.).

Der Gewinn je Aktie betrug EUR 2,23 (2007: EUR 10,32).

Die Sparte Automobile generierte einen Cashflow in Höhe von EUR 3.061 Mio. Investitionen summierten sich nach Abzug von Veräußerungen auf EUR 3.385 Mio. Der Betriebskapitalbedarf erhöhte sich um EUR 2.704 Mio.

Der freie Cashflow6 der Sparte Automobile machte ein Minus von EUR 3.028 Mio. aus. Die Nettofinanzschulden der Sparte Automobile stiegen auf EUR 5.856 Mio. im Vergleich zu EUR 7.944 Mio. zum 31. Dezember 2007.

Das Eigenkapital der Gruppe betrug zum 31. Dezember 2008 EUR 19.416 Mio. Das Verhältnis von Schulden lag bei 40,9 % (Ende Dezember 2007: 9,5 %).

(5) Die Veränderungen an den Verhältnissen beziehen sich lediglich auf den Ausschluss von SM im Geschäftsjahr 2007.

(6) Freier Cashflow: Cashflow abzüglich Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nach Abzug von Veräußerungen +/- Veränderungen beim Betriebskapitalbedarf

2.1.2.1. KONSOLIDIERTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse der Gruppe beliefen sich auf EUR 37.791 Mio. und verminderten sich damit bei gleich bleibender Basis gegenüber 2007 um 7,0 %.

Beitrag der einzelnen Sparten zu den Gruppenumsatzerlösen

EUR Mio. AUSGEWIESEN FÜR 2008 2007 NEU DARGESTELLT FÜR DIE VERHÄLTNISSE UND METHODEN VON 2008(1) AUSGEWIESEN FÜR 2007
Q1 Q2 Q3 Q4 JAHR Q1 Q2 Q3 Q4 Jahr Jahr
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Automobile 9.697 10.190 8.637 7.233 35.757 9.306 10.145 8.830 10.327 38.608 38.679
Sales Financing 506 549 512 467 2.034 487 527 525 473 2.012 2.003
GESAMT 10.203 10.739 9.149 7.700 37.791 9.793 10.672 9.355 10.800 40.620 40.682

(1) Die Veränderungen an den Verhältnissen betreffen lediglich den Ausschluss von SNR im Geschäftsjahr 2007

VERÄNDERUNG 2008/2007
Q1 Q2 Q3 Q4 JAHR
--- --- --- --- --- ---
Automobile +4,2 % +0,4 % -2,2 % -30,0 % -7,4 %
Sales Financing +3,9 % +4,2 % -2,5 % -1,3 % +1,1 %
GESAMT +4,2 % +0,6 % -2,2 % -28,7 % -7,0 %

Der Beitrag der Sparte Sales Financing zu den Umsatzerlösen erhöhte sich gegenüber 2007 um 1,1 % auf EUR 2.034 Mio.

Die Sparte Automobile wurde 2008 schwer von der beispiellosen Weltwirtschaftskrise getroffen. Der plötzliche drastische Einbruch auf den Automobilmärkten in aller Welt führte zu einem erheblichen Rückgang der Umsatzerlöse, insbesondere im vierten Quartal. Bei gleich bleibender Basis sank der Beitrag der Sparte Automobile um 7,4 % auf EUR 35.757 Mio.

Diese Entwicklung ging auf die Abschwächung am Automobilmarkt zurück, die schon im zweiten Quartal in einigen europäischen Ländern einsetzte und im letzten Quartal auch in den Schwellenländern zu beobachten war:

Auf die Region Europa entfielen 6,0 % des Rückgangs auf einen Markt, der durch schrumpfende Mengen und heftigen Wettbewerb stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Lediglich 0,4 % des Rückgangs waren auf internationale Geschäftsbetriebe zurückzuführen, d. h. in den Regionen Euromed, Amerika und Asien & Afrika, obwohl in den einzelnen Regionen durchaus unterschiedliche Trends herrschten. Trotz eines deutlichen Absatzrückgangs im letzten Quartal haben die Regionen Euromed und Amerika einen positiven Beitrag zu den Umsatzerlösen geleistet. Die Gründe hierfür waren fortlaufende Verbesserungen am Produktmix im gesamten Jahr, insbesondere in der Region Euromed. Demgegenüber reichten positive Entwicklungen beim Produktmix in der Region Asien & Afrika nicht aus, um die negativen Effekte infolge der Abwertung des koreanischen Won wettzumachen.
Ein geringerer Absatz von Antrieben und Fahrzeugen bei Partnern, die ebenfalls unter der Krise litten, schmälerte die Umsatzerlöse um 1 %.

Die operative Marge der Gruppe verminderte sich 2008 um 2,7 % auf EUR 212 Mio. bzw. 0,6 % der Umsatzerlöse (2007: EUR 1.354 Mio. bzw. 3,3 % der Umsatzerlöse.

Beitrag der einzelnen Sparten zur operativen Marge der Gruppe

(EUR Mio.) H1 2008 H2 2008 2008 2007 VERÄNDERUNG
Automobile 598 -873 -275 882 -1,157
% von den Umsatzerlösen 3,0 % -5,5% -0,8 % 2,3 %
Sales Financing 267 220 487 472 15
% von den Umsatzerlösen 25,3 % 22,5 % 23,9 % 23,6 %
GESAMT 865 -653 212 1.354 -1.142
% von den Umsatzerlösen 4,1 % -3,9 % 0,6 % 3,3 %

In einem schwierigen Umfeld ist die operative Marge der Sparte Automobile 2008 um EUR 1.157 Mio. zurückgegangen und in ein Minus von EUR 275 Mio. bzw. -0,8 % der Umsatzerlöse gerutscht. Der Rückgang lässt sich durch eine Kombination aus mehreren Einflüssen erklären:

rückläufige Volumina und eine deutliche Drosselung der Produktion (deren Umfang größer als der Rückgang des Marktes war), durch welche die Bestände entschlossen abgebaut werden sollten; dies schlug mit EUR 504 Mio. negativ zu Buche.
heftiger Wettbewerbsdruck zusammen mit kaufmännischen Hilfen für die Händler, um sie beim Abbau von Neu- und Gebrauchtwagenbeständen zu unterstützen, und höhere Rückstellungen für rückläufige Fahrzeugrestwerte; alles dies wirkte sich in Höhe von EUR 816 Mio. negativ aus.
Anstieg von Rohstoffkosten um EUR 271 Mio.
negativer Wechselkurseffekt in Höhe von EUR 174 Mio., hauptsächlich bedingt durch die Abwertung des englischen Pfundes.

Angesichts dieser extrem schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen wurden die Kostensenkungsmaßnahmen auf jeder Ebene im Unternehmen intensiviert:

Bei den Beschaffungskosten wurden Einsparungen von EUR 353 Mio. erzielt, wenn man die Auswirkungen von Rohstoffen und Entschädigungszahlungen an Lieferanten außer Acht lässt.
Die allgemeinen Verwaltungskosten wurden um EUR 121 Mio. gesenkt.

Der Verkauf von Lizenzen an AvtoVAZ steuerte einen positiven Beitrag von EUR 165 Mio.

Trotz steigender Refinanzierungskosten ist es RCI Banque gelungen, die Margen aufrecht zu erhalten. Der Beitrag der Sparte Sales Financing zur operativen Marge der Gruppe erhöhte sich gegenüber 2007 um 3,2 % auf EUR 487 Mio.

An dieser Entwicklung waren im Wesentlichen folgende Faktoren beteiligt:

Die Nettoerträge aus Bankgeschäften stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1 %. Bei zunehmenden Refinanzierungskosten konnten durch ein umsichtiges Margenmanagement die Auswirkungen von rückläufigen durchschnittlichen ausgereichten Krediten aufgewogen werden.
Die gesamten risikobezogenen Kosten (darunter auch das Länderrisiko) erhöhten sich aufgrund des negativen Einflusses von Spanien von 0,68 % der durchschnittlichen Außenstände im Vorjahr auf 0,87 % im Geschäftsjahr 2008. Die risikobezogenen Kosten in anderen Ländern waren stabil.
Die betrieblichen Aufwendungen verbesserten sich gegenüber 2007 um 13 %. Sie ergaben sich aus laufenden Maßnahmen zur Optimierung der Organisationsstruktur in der Gruppe.

Renault-Gruppe — F&E-Aufwendungen*

(EUR Mio.) H1 2008 H2 2008 JAHR 2008 JAHR 2007
F&E-Aufwendungen 1.218 1.017 2.235 2.462
% von den Umsatzerlösen 5,8 % 6,0 % 5,9 % 6,1 %
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen -619 -506 -1.125 -1.287
% von den F&E-Aufwendungen 50,8 % 49,9 % 50,3 % 52,3 %
Abschreibungen und Wertminderungen 321 427 748 675
davon: Wertminderungen 0 114 114 0
ERGEBNISWIRKSAM ERFASSTE F&E-AUFWENDUNGEN DER GRUPPE 920 938 1.858 1.850

* F&E-Aufwendungen werden in voller Höhe von der Sparte Automobile getragen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beliefen sich 2008 auf insgesamt EUR 2.235 Mio. und fielen damit um 9,2 % niedriger als 2007 aus. Aufwendungen zum Ausbau der Fahrzeugpalette im Rahmen von Renault Commitment 2009 gingen 2008 allmählich zurück. Zumeist wurden diesbezügliche Verpflichtungen bereits in Vorjahren im Einklang mit den Fortschritten beim Produktplan eingegangen Außerdem trugen sich die Maßnahmen, die die Gruppe zur Bewältigung der Krise in die Wege geleitet hat, zum Jahresende erste Früchte.

Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen beliefen sich 2008 auf EUR 1.125 Mio. oder 50,3 % des Gesamtvolumens (2007: 52,3 %) und entsprachen damit dem Produktentwicklungszyklus.

Der Abschreibungsaufwand summierte sich auf EUR 748 Mio. In diesem Posten enthalten sind EUR 114 Mio. für Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten angesichts der erwarteten Auswirkungen, die die Finanzkrise auf zukünftige Mengen bei zwei Modellen haben wird.

Der gesamte ergebniswirksam erfasste F&E-Aufwand lag bei EUR 1.858 Mio. bzw. 4,9 % der Umsatzerlöse der Renault-Gruppe (2007: EUR 1.850 Mio. bzw. 4,5 %).

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist 2008 ein Nettoaufwand in Höhe von EUR 329 Mio. festzustellen (2007: Nettoaufwand in Höhe von EUR 116 Mio.). Dieser Posten setzte sich 2008 im Wesentlichen wie folgt zusammen.

EUR 489 Mio. an Kosten und Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen (einschließlich der Plan für das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen in Frankreich) sowie Aufwendungen zur Umgestaltung der Fahrzeugpalette. Im Vorjahr lag diese Summe bei EUR 143 Mio.
Nettogewinne aus der Veräußerung von Grundstücken in Höhe von EUR 150 Mio., hauptsächlich in Frankreich (2007: EUR 86 Mio.).

Nach der Erfassung dieses Postens ergab sich für die Gruppe ein operativer Verlust von EUR 117 Mio. (2007: ein operativer Gewinn von EUR 1.238 Mio.).

Das Nettofinanzergebnis erhöhte sich 2008 um EUR 365 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 441 Mio. Im Wesentlichen setzte sich dieser Posten zusammen aus:

EUR 509 Mio. an positiven Einflüssen aus der Veränderung beim Zeitwert von rückzahlbaren Aktien von Renault SA (2007: EUR 53 Mio.).
rückläufigen Zinserträgen als Folge des gesunkenen Bestandes an Zahlungsmitteln in der Gruppe und niedrigeren Zinsen.
höheren Zinsaufwendungen als Konsequenz der gestiegenen Verschuldung der Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Renault durch seinen Anteil an assoziierten Unternehmen einen Gewinn in Höhe von EUR 437 Mio., die sich wie folgt zusammensetzen:

EUR 345 Mio. von Nissan,
EUR 226 Mio. von AB Volvo,
EUR -117 Mio. von AvtoVAZ, davon EUR 84 Mio. an Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwert.

Die laufenden und latenten Steuern ergaben 2008 einen Nettoaufwand von EUR 162 Mio. und der effektive Steuersatz lag bei 50 %. In Anbetracht der Unklarheit über kurz- und mittelfristige steuerpflichtige Ergebnisse und unabhängig von der Tatsache, dass steuerliche Verlustvorträge unbefristet möglich sind, wurden die latenten aktiven Steuern, die sich aus der Steuerkonsolidierung in Frankreich ergeben, in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe 2008 nicht erfasst. Das wirkte sich in Höhe von EUR 96 Mio. negativ auf den Steueraufwand des Jahres aus. Ohne diesen Posten hätte der effektive Steuersatz 2008 bei 20 % gelegen (2007: 19 %).

Der Jahresüberschuss betrug EUR 599 Mio. (2007: EUR 2.734 Mio.). Unter Ausschluss der Nissan gehörenden Renault-Aktien und der eigenen Aktien belief sich der Nettogewinn je Aktie auf EUR 2,23 (2007: EUR 10,32).

2.1.2.2. INVESTITIONEN UND ZUKUNFTSBEZOGENE KOSTEN

In der Sparte Automobile summierten sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Abzug von Veräußerungen 2008 auf EUR 3.385 Mio. (einschließlich EUR 1.125 Mio. für aktivierte F&E-Aufwendungen). Demgegenüber stand 2007 EUR ein Gesamtbetrag 3.565 Mio. (einschließlich EUR 1.287 Mio. für aktivierte F&E-Aufwendungen).

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Abzug von Veräußerungen nach Sparte

(EUR Mio.) 2008 2007
Investitionen in Sachanlagen 3.043 3.160
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1.177 1.347
davon aktivierte F&E 1.125 1.287
davon sonstige immaterielle Vermögenswerte 52 60
Zugänge gesamt 4.220 4.507
Veräußerungsgewinne (835) (942)
SUMME AUTOMOBILE 3.385 3.565
SUMME SALES FINANCING 57 (7)
SUMME GRUPPE 3.442 3.558

In der Sparte Automobile waren die Investitionen 2008 vorwiegend für die Erneuerung von Produkten und Komponenten sowie die Aufrüstung von betrieblichen Anlagen bestimmt:

In Europa entfielen 74 % der gesamten Bruttoaufwendungen auf Investitionen in Zusammenhang mit der Produktpalette. Hauptsächlich investiert wurde in den neuen Mégane und den zukünftigen Master.
Außerhalb Europas hatten die Investitionen einen Anteil von 36 % an den gesamten Bruttoausgaben. Sie flossen überwiegend nach Korea, in die Türkei und nach Rumänien, um die Fahrzeugreihe auszubauen und die Produktionskapazität aufzustocken.

Genau wie 2007 betrafen die wesentlichen nicht produktbezogenen Investitionen die Bereiche Qualität, Arbeitsbedingungen und Umwelt.

Renault-Gruppe – Zukunftsbezogene Kosten

(EUR Mio.) 2008 2007*
Investitionsaufwendungen unter Abzug von Veräußerungen 3.442 3.558
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen (1.125) (1.287)
Leasing-Fahrzeuge (unter Abzug von Veräußerungen) (203) (95)
Industrielle und kaufmännische Nettoinvestitionen (1) 2.114 2.176
% von den Umsatzerlösen 5,6 % 5,3 %
F&E-Aufwendungen (2) 2.235 2.462
davon Dritten in Rechnung gestellt (3) 150 127
F&E-Aufwendungen für die Gruppe (2) – (3)
% von den Umsatzerlösen 5,5 % 5,7 %
Zukunftsbezogene Kosten (1) + (2) –(3) 4.197 4.511
% von den Umsatzerlösen 11,1 % 11,1 %

* Unter Berücksichtigung neu dargestellter Umsatzerlöse.

2.1.2.3 NETTOSCHULDEN DER SPARTE AUTOMOBILE

Die Nettofinanzschulden der Sparte Automobile erhöhten sich zum 31. Dezember 2008 auf EUR 7.944 Mio. bzw. 40,9 % des Eigenkapitals (31. Dezember 2007: 9,5 % des Eigenkapitals).

Die um EUR 5.856 Mio. gestiegenen Nettoschulden lassen sich zurückführen auf:

einen Cashflow, der mit EUR 3.061 Mio. gegenüber 2007 um EUR 1.491 Mio. niedriger ist. Der Rückgang erklärt sich durch sinkende operative Margen und Dividenden assoziierter Unternehmen. Diese gliedern sich wie folgt auf:

• EUR 418 Mio. von Nissan (2007: EUR 456 Mio.).

• EUR 258 Mio. von AB Volvo (2007: EUR 477 Mio.).
einen Anstieg des Betriebskapitalbedarfs um EUR 2.704 Mio. im Geschäftsjahr 2008: Trotz eines erheblichen Rückgangs der Vorräte um EUR 583 Mio. hat sich der Betriebskapitalbedarf hauptsächlich aufgrund erheblich niedrigerer Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten als Folge der drastischen Produktionsdrosselung in der Gruppe zum Ende des Jahres und in geringerem Umfang durch Verbindlichkeiten aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen erhöht.
EUR 662 Mio. für Beteiligungen, hauptsächlich für den Erwerb von 25 % des Stammkapitals + 1 Aktie von AvtoVAZ.
negative Wechselkursdifferenzen in Höhe von EUR 1.600 Mio., die sich beinahe gänzlich auf die Verteuerung des Yen (EUR 1.613 Mio.) bei der Absicherung des Anteils der Gruppe an Nissan bezogen.

Ende 2008 lag der freie Cashflow der Sparte Automobile bei einem Minus von EUR 3.028 Mio.

Die Gruppe zahlte EUR 1.076 Mio. an Dividenden (2007: EUR 913 Mio.), von denen EUR 1.049 Mio. von Renault SA ausgeschüttet wurden.

Sparte Automobile - Nettofinanzschulden

(EUR Mio.) 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.511 5.141
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich Derivate bei Finanzgeschäften 5.705 2.413
Langfristige Vermögenswerte (964) (585)
- sonstige Wertpapiere, Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (1.167) (1.184)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (1.141) (3.697)
NETTOFINANZSCHULDEN 7.944 2.088

2.1.2.4 ZAHLUNGSMITTEL ZUM 31. DEZEMBER 2008

Zum 31. Dezember 2008 standen der Sparte Automobile:

EUR 1.141 Mio. an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie
EUR 3.702 Mio. aus nicht in Anspruch genommenen bestätigten Kreditlinien zur Verfügung.

Zum 31. Dezember 2008 besaß RCI Banque:

eine Liquiditätsreserve in Höhe von EUR 3.988 Mio. Das heißt verfügbare Liquidität zuzüglich ausstehende Einlagenzertifikate und Commercial Papers.
eine verfügbare Bruttoliquidität in Höhe von EUR 6.491 Mio., die alle ausstehenden Commercial Papers und Einlagenzertifikate mehr als zwei Mal abdeckte. Darin enthalten sind EUR 4.992 Mio. aus nicht in Anspruch genommenen bestätigten Kreditlinien, EUR 1.514 Mio. an zentralbankfähigen Sicherheiten und EUR 485 Mio. an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

2.1.2.5 EIGENKAPITAL

Zum 31. Dezember 2008 hat sich das Eigenkapital um EUR 2.653 Mio. auf EUR 19.416 Mio. verringert (31. Dezember 2007: EUR 22.069 Mio.)

Die wesentlichen Gründe für diese Veränderung waren:

die Erfassung von EUR 599 Mio. als Jahresüberschuss in 2008.
eine Dividendenzahlung von Renault in Höhe von EUR 975 Mio. oder EUR 3,80 je Aktie für 2007, angepasst um die Kapitalbeteiligung von Renault an Nissan und eigene Aktien.
eine Verminderung der Währungsumrechnungsanpassungen um EUR 1.319 Mio., einschließlich der indirekten Auswirkungen von Nissan nach Abzug der Yen-Absicherung.
eine Zunahme der eigenen Aktien um EUR 113 Mio. seit dem 31. Dezember 2007 als Folge der im ersten Halbjahr 2008 erworbenen Aktien, mit denen Aktienoptionspläne für Mitarbeiter abgedeckt werden sollen.
ein Rückgang der Neubewertungslage für Finanzinstrumente von EUR 291 Mio. (Absicherung von Zahlungsmittelströmen und zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente).

2.1.3 FINANZINFORMATIONEN ÜBER DIE ALLIANZ

Mit den Finanzangaben in diesem Abschnitt werden zweierlei Zwecke verfolgt: Zum einen soll die wirtschaftliche Bedeutung der Allianz Renault-Nissan durch wesentliche Leistungskennzahlen allgemein quantifiziert werden, zum anderen soll der Vergleich von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der beiden Gruppen vereinfacht werden. Die Daten beider Gruppen beruhen auf den Rechnungslegungsstandards, die von Renault 2008 herangezogen wurden.

Den Merkmalen der Allianz zufolge dürfen unter anderem die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Renault und Nissan nicht miteinander kombiniert werden. Von daher entsprechen diese Daten keiner Konsolidierung im Sinne allgemein anerkannter Grundsätze der Rechnungslegung und werden von den Abschlussprüfern nicht mit dem Bestätigungsvermerk versehen.

Renault betreffende Informationen beruhen auf den konsolidierten Zahlen, die zum 31. Dezember 2008 veröffentlicht wurden. Sich auf Nissan beziehende Informationen basieren dagegen auf den neu dargestellten konsolidierten Zahlen, die für die Zwecke der Konsolidierung bei Renault für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 aufgestellt wurden. Das Geschäftsjahr von Nissan endet jedoch am 31. März.

2.1.3.1 WESENTLICHE LEISTUNGSINDIKATOREN

Bei der Aufstellung der wesentlichen Leistungsindikatoren nach den Rechnungslegungsgrundsätzen von Renault werden die folgenden Unterschiede gegenüber den Zahlen berücksichtigt, die Nissan nach japanischen Rechnungslegungsstandards publiziert:

Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen ausgewiesen.
Verkäufe mit Rücknahmeverpflichtungen wurden neu als Leasingverhältnisse dargestellt.
Umgruppierungen erfolgten dann, wenn dies für eine Harmonisierung der Darstellung wesentlicher Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung notwendig war.
Neudarstellungen zwecks Harmonisierung von Rechnungslegungsstandards und Anpassungen an den Zeitwert, die von Renault für Erwerbe in den Jahren 1999 und 2002 vorgenommen wurden, sind enthalten.

Umsatzerlöse 2008 (zum 31. Dezember)

(EUR Mio.) RENAULT NISSAN(1) ELIMINIERUNG INTERNER GESCHÄFTE ALLIANZ
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 36.241 57.612 (2.678) 91.175
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge 1.550 4.579 - 6.129
UMSATZERLÖSE 37.791 62.191 (2.678) 97.304

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs 2008: EUR 1 = JPY 152,3

Interne Geschäfte der Allianz setzen sich in der Hauptsache aus Handelsgeschäften zwischen Renault und Nissan zusammen. Bei der Berechnung der Umsatzkennzahl wurden diese Posten eliminiert. Ihr Wert wird anhand der Ergebnisse von Renault für 2008 geschätzt.

Die operative Marge, das operative Ergebnis und der Jahresüberschuss der Allianz stellen sich für 2008 wie folgt dar:

(EUR Mio.) Operative Marge Operatives Ergebnis Jahresüberschuss(2)
212 (117) 254
Renault
Nissan(1) 1.414 1.319 999
ALLIANZ 1.626 1.202 1.253

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs 2008: EUR 1 = JPY 152,3.

(2) Der Jahresüberschuss von Renault wird um den Beitrag von Nissan angepasst, und der Jahresüberschuss von Nissan wird in ähnlicher Weise um den Beitrag von Renault angepasst.

Interne Geschäfte, die sich auf die Kennzahlen auswirken, haben nur einen geringfügigen Umfang und wurden deswegen nicht eliminiert. Für die Allianz entspricht die operative Marge 1,7 % der Umsatzerlöse.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Allianz stellen sich für 2008 nach Aktivierungen, Abschreibungen und Wertminderungen wie folgt dar:

(EUR Mio.)

Renault 1.858
Nissan 2.380
ALLIANZ 4.238

2.1.3.2 BILANZKENNZAHLEN

BILANZ VON RENAULT UND NISSAN IN KURZFORM

Renault zum 31. Dezember 2008

VERMÖGENSWERTE (EUR Mio.)
Immaterielle Vermögenswerte 4.313
Sachanlagen 12.818
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (ausgenommen Allianz) 2.215
Aktive latente Steuern 252
Vorräte 5.266
Forderungen der Sparte Sales Financing 18.318
Forderungen der Sparte Automobile 1.752
Sonstige Vermögenswerte 5.286
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.058
Vermögenswerte gesamt, ausgenommen Beteiligung an Nissan 52.278
Beteiligung an Nissan 11.553
VERMÖGENSWERTE GESAMT 63.831
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN (EUR Mio.)
Eigenkapital 19.416
Passive latente Steuern 132
Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 1.056
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 10.730
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales
Financing und Schulden von Sales Financing 19.212
Sonstige Verbindlichkeiten 13.285
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 63.831

Nissan zum 31. Dezember 2008(1)

VERMÖGENSWERTE (EUR Mio.)
Immaterielle Vermögenswerte 6.198
Sachanlagen 35.163
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (ausgenommen Allianz) 240
Aktive latente Steuern 288
Vorräte 8.874
Forderungen der Sparte Sales Financing 23.628
Forderungen der Sparte Automobile 4.183
Sonstige Vermögenswerte 7.006
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.729
Vermögenswerte gesamt, ausgenommen Beteiligung an Renault 89.300
Beteiligung an Renault 2.473
VERMÖGENSWERTE GESAMT 91.782
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN (EUR Mio.)
Eigenkapital 28.901
Passive latente Steuern 1.929
Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 3.767
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 9.794
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales 30.965
Financing und Schulden von Sales Financing 16.426
Sonstige Verbindlichkeiten
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 91.782

(1) Umgerechnet zum Stichtagskurs 2008: EUR 1 = JPY 126,1.

Die für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Nissan ausgewiesenen Werte spiegeln Neudarstellungen aus Gründen der Harmonisierung von Rechnungslegungsstandards und Anpassungen an den Zeitwert wider, die Renault für Erwerbe in den Jahren 1999 und 2002 vorgenommen hat. Diese betreffen in der Hauptsache die Neubewertung von Grundstücken und anderen Sachanlagen, die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen und Pensionsrückstellungen.

Bilanzposten wurden umgruppiert, soweit dies notwendig war, um Konsistenz zwischen den Daten beider Gruppen herbeizuführen.

Die neu dargestellte Bilanz von Nissan beinhaltet die abgesicherten Posten, die im Abschluss von Nissan nach japanischen GAAP als außerbilanzielle Posten dargestellt sind.

Von beiden Gruppen der Allianz wurden 2008 Sachanlagen unter Ausschluss von Leasingfahrzeugen in folgender Höhe erworben:

(EUR Mio.)
Renault 2.315
Nissan 2.473
ALLIANZ 4.788

Anhand der bestmöglichen vorliegenden Informationen schätzt Renault, dass die Vollkonsolidierung von Nissan auf sein nach aktuellen Rechnungslegungsgrundsätzen berechnetes Eigenkapital führen würde zu:

einer maximalen Verminderung der Eigenkapitals – Anteil der Gruppe um 5 bis 10 %;
einer Erhöhung des Eigenkapitals – Minderheitsanteil um EUR 17 Mrd.

2.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Bei Renault sichern Forschung und Entwicklung den Wettbewerbsvorteil der Gruppe. Mit Investitionen von mehr als EUR 2,2 Mrd. hat Renault seine Entschlossenheit unter Beweis gestellt, sich den Herausforderungen der Automobilindustrie zu stellen und auf wesentliche technologische und gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen*

IM SINNE VON IFRS 2008 2007** 2006 2005
F&E-Aufwendungen (EUR Mio.) 2.235 2.462 2.400 2.264
Umsatzerlöse der Gruppe (EUR Mio.) 37.791 40.682** 39.969 41.338
Anteil der F&E-Aufwendungen vom Umsatz 5,9 % 6,1 % 6,0 % 5,50 %
Anzahl Mitarbeiter in F&E, Renault-Gruppe 17.775 16.219 15.658 12.939
Patente in der Renault-Gruppe 793 998 933 895

* Alle F&E-Aufwendungen fallen in der Sparte Automobile an.

** Bezogen auf Verhältnisse wie 2008

2.2.1 F&H-Höhepunkte 2008

Die jüngsten Erfolge von Renault im Bereich Forschung und Entwicklung spiegeln sich in den neuesten Modellen wider:

LAGUNA MÉGANE ANTRIEBSSYSTEME
3D-Sound von Arkamys TCe 130
4Control Navigationssystem in Partnerschaft mit TomTom CVT
Verbesserter Seitenaufprallschutz H-förmiger Chassisträger NOx Trap
CVT (Getriebe mit stufenloser Übersetzung)
5 Sterne im NCAP-Crashtest – Wertung: 37/37
Einsparung Von 2 bis 10 g CO2/km
22 kg Recyclingkunststoffe
12 kg erneuerbare Materialien
Zahlreiche Ausstattungsmerkmale, die sonst nur in höheren Segmenten zu finden sind

STANDARDINNOVATIONEN - DER JAHRGANG 2008

DAS LAGUNA COUPÉ UND DER LAGUNA GT

4Control: Fahrwerk mit vier lenkbaren Rädern. Die Hinterräder können sich um 3,5° mehr oder weniger in der gleichen Richtung wie die Vorderräder oder in entgegen gesetzter Richtung drehen. Für den Fahrer bedeutet das eine bessere Manövrierfähigkeit und ein höherer Komfort, so dass Sicherheit und Fahrspaß steigen. Diese Technologie wurde von Renault und Renault Sport Technologies gemeinsam entwickelt.

Besondere Aufmerksamkeit wurde auf den Seitenaufprall gelegt, durch den es einer großen Zahl von Verkehrstoten kommt. Der Laguna III besitzt ein einzigartiges System aus zwei Sensoren an der Vordertür und der Mittelsäule, die einen Seitenaufprall bis zu zwei Mal schneller als erkennen als Vorläufersysteme und entsprechend reagieren. Ein besonderer Algorithmus passt die Verarbeitungszeit an die Heftigkeit des Aufpralls an und steuert einen aus zwei Kammern bestehenden Seitenairbag (Brustraum + Becken) der neuesten Generation an.

DER NEUE MÉGANE

Der neue Mégane setzt Maßstäbe in Sachen Sicherheit. Er hat in den Euro-NCAP-Crashtests die maximale Punktzahl von 37/37 erreicht und wurde wegen seiner passiven Sicherheit mit fünf Sternen ausgezeichnet. Zu den aktiven Sicherheitssystemen gehören Geräte, die eine optimale Steuerung des Fahrzeugs gewährleisten und in Notfällen bei einer Korrektur des Fahrwegs helfen.

Der neue Mégane in der Schrägheckausführung und das neue Mégane Coupé wiegen 15 Kilogramm weniger als der Laguna II und sind um 8 Kilogramm leichter als ihre Vorgänger bei gleicher Motorisierung und Ausstattung. Außerdem sind sie größer.

Renault hat sich für eine rundum erneuerte Reihe an Benzin- und Dieselmotoren bei diesem Fahrzeug entschieden, die effizient und umweltfreundlich sind. Die vier Dieselmotoren stoßen zwischen 118 und 120 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Am Ende seiner Lebensdauer können 95 % der Komponenten (bezogen auf das Gewicht) im neuen Mégane dem Recycling zugeführt werden. Beinahe 12 % der im Fahrzeug verwendeten Kunststoffe entstammen bereits dem Recycling.

In Partnerschaft mit Arkamys, ein auf die Tontechnik spezialisiertes Unternehmen, das vor allem Kinofilme nachbearbeitet, hat Renault das „3D Sound by Arkamys”-System entwickelt, das auf dem Automobilmarkt einzigartig ist. Hierbei ist eine digitale Bearbeitungssoftware in das Autoradio integriert und liefert einen dreidimensionalen Klang.

Der neue Mégane ist mit einem neuen H-förmigen Chassisträger ausgerüstet, der die Seitwärtsbewegungen des Trägers im Verhältnis zum Fahrwerk begrenzt. So ist eine absolut präzise Lenkung garantiert.

Im Rahmen der Partnerschaft mit TomTom bietet Renault bei mehreren Modellen voll integrierte Navigationssysteme zu überaus konkurrenzfähigen Preisen (von weniger als EUR 500) an.

MOTOREN

TcE 130: Dieser neue Motor wurde von der Allianz zwischen Renault und Nissan entwickelt. Er verkörpert die Kompetenz, die im Bereich des Downsizings erworben wurde. Aufgrund seiner Leistung ist dieser Motor in seiner Kategorie Spitze — mit der Kraft eines 1,8-l-Antriebs und dem Drehmoment eines 2,0-l-Motors bei einem Kraftstoffverbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometer.

CVT (Getriebe mit stufenloser Übersetzung): Dieses Getriebe wurde von der Allianz zwischen Renault und Nissan entwickelt und kommt im neuen Mégane erstmals zum Einsatz. Bei diesem System ist Schluss mit dem Schalten und den hierdurch bedingten Unterbrechungen in der Beschleunigung. Stattdessen sorgt das System für ein deutlich reibungsloseres Fahrerlebnis. Darüber hinaus optimiert es die Motorenleistung, was zu einem günstigeren Verbrauch, geringeren Emissionen und weniger Geräuschen führt. Der Kraftstoffverbrauch ist niedriger als bei einem konventionellen Automatikgetriebe.

NOx Trap: Dieses System bindet Stickoxide und wandelt sie in neutrale Gase um. Völlig transparent für den Benutzer verringert es die Stickoxidemissionen je nach Kilometerleistung des Fahrzeugs um 50 % bis 80 %.

(Zu näheren Einzelheiten siehe die auch die Antriebspalette in Kapitel 1).

2.2.2 DER TECHNOLOGIEPLAN

Der Technologieplan von Renault ordnet die fortschrittlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens, indem er die ingenieurstechnischen Funktionen in quantifizierte, geplante und priorisierte Projekte gliedert.

Diese Projekte unterteilen sich in vier Schwerpunktgruppen:

CO2 und die Umwelt;
Sicherheit,
Reisekomfort,
Leistungsdynamik.

2.2.2.1 CO2 UND DIE UMWELT

ELEKTROFAHRZEUGE: OBERSTE PRIORITÄT

Die Reduzierung von CO2-Emissionen ist ein zentrales Thema, speziell für die Forschung und Entwicklung. Dazu wird jede Methode, mit der sich Emissionen verringern lassen, untersucht und in Modellen aus dem Hause Renault verwirklicht. Das reicht von leichteren Fahrzeugen bis hin zu einer verminderten Reibung. Das Elektrofahrzeug stellt eine strategische Priorität für Renault dar. Es steht in der Gruppe im Mittelpunkt ihrer Entwicklungsprojekte und - in etwas fernerer Zukunft - ihrer Forschungsaktivitäten.

Renault bereitet sich bereits darauf vor, Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren in großem Stil zu vermarkten. Schon in der Vergangenheit hat das Unternehmens Elektroautos verkauft und an der Umsetzung von innovativen elektrischen Mobilitätslösungen mitgewirkt. Mit den dabei gewonnenen Erfahrungen schickt sich Renault an, neue Anforderungen des Marktes zu erfüllen. Ein neuer Geschäftsbereich, der auf elektrische Antriebe spezialisiert ist, wurde bereits zusammen mit den Technical Range-Bereichen ins Leben gerufen.

Diese neue Fahrzeuggeneration leitet sich immer noch von der Konstruktion bestehender Fahrzeug mit Verbrennungsmotoren ab. Allerdings wird darin Lithiumionentechnologie zum Einsatz kommen, was das Batteriegewicht verringert und die Möglichkeit bietet, mehr Energie mit an Bord zu führen. Zurzeit sind eigene Projekte zur Optimierung der Leistung und Zuverlässigkeit von Batterien im Gange.

Durch Partnerschaften mit verschiedenen Unternehmen im Mobilitätssektor hat Renault darüber hinaus enge Beziehungen zur Organisation und zum Aufbau einer Infrastruktur für das Laden von Batterien geknüpft und ein neues Geschäftsmodell entwickelt. Beide Faktoren verleihen Renault einen wesentlichen Vorteil für die Serienvermarktung.

Mittelfristig wird es speziell für Elektromotoren konzipierte Fahrzeuge geben. Renault arbeitet bereits an den technologischen Bausteinen für spezielle Elektroautos – der Architektur und den Kundenanforderungen. Der beim Pariser Autosalon erstmals präsentierte ZE Concept ist ein anschauliches Beispiel für die F&E-Politik der Gruppe.

Das langfristige Ziel lautet dabei, ein Elektrofahrzeug mit größerer Reichweite zu entwickeln. Der im Juni 2008 vorgestellte Scénic ZEV H2 hat nicht nur die Machbarkeit einer Brennstoffzellenlösung, sondern auch die Stärken und Kompetenz der Allianz in diesem Bereich unter Beweis gestellt.

ZE CONCEPT

Der ZE Concept wurde erstmals beim Pariser Autosalon präsentiert und steht für die Vision, die Renault von völlig emissionsfreier Mobilität für die Zukunft hat.

Bei der Planung dieses Konzeptfahrzeugs wurde darauf geachtet, den Energieverbrauch aller Strom verbrauchenden Funktionen zu optimieren und Energieverluste zu begrenzen, um seine Reichweite zu vergrößern. Das Fahrzeug zeichnet sich u. a. durch folgende Merkmale aus:

Fenster mit einer optimalen Wärmeisolierung.
eine Thermolackierung und eine isolierende Karosserie, die aus einer Doppelhaut besteht. Diese schließt Luft in ähnlicher Weise wie eine Thermoflasche ein. Durch diese Lösung wird der Temperaturunterschied zwischen dem Fahrzeuginneren und der äußeren Umgebung begrenzt, damit weniger Energie durch Klimaanlage und Heizung verbraucht wird.
Für eine bessere Aerodynamik wurden Seitenspiegel durch flache verbrauchsarme Kameras ersetzt, die von Solarpaneelen auf dem Dach mit Strom versorgt werden.
Das Armaturenbrett enthält eine Anzeige, die über die nächstgelegenen Ladestationen unter Berücksichtigung der verbleibenden Energiereserven informiert. Das System für die Steuerung der Temperatur im Fahrzeuginnenraum wird über Solarpaneele mit Strom versorgt.
Die innovative Gestaltung der Heizungs- und Klimatisierungsverteilung beruht auf einem optimalen Gleichgewicht zwischen Komfort und Verbrauch.
Die Scheinwerfer sind mit verbrauchsarmen LEDs ausgerüstet.
Ein Leuchtstreifen zeigt an, wie viel Energie noch vorhanden ist, bevor man das Fahrzeug besteigt.

SCÉNIC ZEV H2

Der Scénic ZEV H2 ist ein Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb und beruht auf Technologien, die von der Allianz zwischen Renault und Nissan entwickelt wurden. Er macht deutlich, wie sich die Forschungsarbeiten von Nissan im Bereich Brennstoffzellen in einem Fahrzeug von Renault nutzen lassen. Er zeigt außerdem, dass Renault von den Synergien innerhalb der Allianz profitieren kann.

Mit der Entwicklung dieses Brennstoffzellenautos in weniger als 18 Monaten haben die beiden Partner der Allianz eine ganze Reihe von Dingen unter Beweis gestellt.

Sie haben zum einen bestätigt, dass die Brennstoffzellentechnologie eine realistische Lösung ist. Der Scénic ZEV H2 verhält sich in jeder Hinsicht ganz ähnlich wie ein Fahrzeug mit herkömmlichem Verbrennungsmotor mit vergleichbarer Leistung: Tempo, Beschleunigung, Komfort, Straßenlage, Bremsverhalten, usw. Der Einsatz der Brennstoffzellentechnologie ist dem Fahrspaß nicht abträglich.

Renault und Nissan haben außerdem bewiesen, dass sie zusammen effizient und zügig an komplexen Projekten arbeiten können (dieser Prototyp wurde in weniger als 18 Monaten entwickelt). Dieser Aspekt ist wichtig, weil bei neuen Technologien wie z. B. Brennstoffzellen Synergien bei der Entwicklung und Vermarktung von wirtschaftlich wettbewerbsfähigen Fahrzeugen eine entscheidende Rolle spielen.

Schließlich bot dieses Projekt beiden Partnern auch die Chance, Kompetenzen und Know-how in einer modernen Spitzentechnologie zu erwerben. Auch wenn sich noch vielleicht nur schwer vorhersagen lässt, welche Rolle Brennstoffzellen in den nächsten Jahrzehnten spielen, kann kein Zweifel daran bestehen, dass sie eine Rolle spielen werden. Wer hat bei diesem Projekt nun welchen Part übernommen? Nissan hat den Brennstoffzellenstapel, die Hochdruckbehälter für die Lagerung des Wasserstoffs und die Lithiumionenbatterie geliefert. Die Ingenieure bei Renault haben die Konstruktion des Grand Scénic so angepasst, dass die verschiedenen Subsysteme im Unterrahmen des Fahrzeugs untergebracht werden konnten. Änderungen wurden am Boden vorgenommen und das Fahrzeug um 60 Millimeter höher gelegt.

Die elektrischen und elektronischen Systeme von Renault und Nissan wurden durch die technischen Dienste bei Renault in das Fahrzeug integriert, denn die Brennstoffzelle muss mit einer Reihe von Subsystemen des Fahrzeugs kommunizieren. Dazu gehören das Armaturenbrett, ABS / ESP, die Klimaanlage und die Airbags.

Welche Vorteile bietet das Fahrzeug? Null Emissionen, kein CO2 und eine größere Reichweite. Das Demonstrationsfahrzeug Scénic ZEV H2 bietet ein ganzes Bündel von Vorteilen. Die Leistung des Fahrzeugs lässt sich durchaus mit der eines konventionellen Scénic vergleichen. Und die geräuscharme Fortbewegung vergrößert den Fahrspaß.

Technische Daten

Elektromotor mit 90 kW.
Lithiumionenbatterie mit 25 kW (Reichweite 2 bis 3 km).
Mit auf 350 bar komprimiertem Wasserstoffgas angetriebene Brennstoffzelle.
Optimierter Wasserstoffverbrauch: System zur Rückgewinnung kinetischer Energie.
Höchstgeschwindigkeit: etwa 160 km/h.
Reichweite: etwa 350 km im NEDC mit einem Behälter zur Lagerung von Wasserstoff bei 350 bar (3,7 kg H2);
Niedriger Geräuschpegel: kein Motorengeräusch, Laufgeräusche bei niedrigem Tempo und Windgeräusche bei hohem Tempo. 60-62 Dezibel.
Der Komfort innerhalb der Fahrgastzelle bleibt erhalten (wie bei einem Scénic in Standardausführung).
Einfache Handhabung: Das Armaturenbrett ist genau so wie in einem Standardfahrzeug ausgeführt, es zeigt aber zusätzlich Daten zum Wasserstoff an. Der Renault-Navigationsbildschirm enthält eine Energieanzeige.
Gewicht: 1.850 kg (gegenüber 1.550 kg bei einem Long Scénic mit einem 1.9-l-dCi-Motor).

F&E FÜR EINE REDUZIERUNG VON CO2–EMISSIONEN

Auch wenn Elektrofahrzeuge vielleicht Priorität haben, ist die Optimierung von Motoren, Getrieben und anderen Fahrzeugparametern, die zu einer Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen, nach wie vor ein wichtiges Thema. So wurden im Geschäftsjahr 2008 beispielsweise der TCe-130-Motor und das CVT-Getriebe eingeführt (der Motor wird 2009 erhältlich sein).

Zur Senkung der CO2-Emissionen von Fahrzeugen müssen in dreierlei Richtung Fortschritte gemacht werden:

Reduzierung der Energie, die für den Antrieb des Fahrzeugs und die Spannungsversorgung des Fahrzeugzubehörs erforderlich ist. Damit dieses Ziel erreicht wird, müssen die elementaren Eigenschaften des Fahrzeugs auf den Prüfstand gestellt werden: Gewicht, Aerodynamik, Reibung in der Plattform, elektrisches Zubehör.
Optimierung der Effizienz des Antriebs, insbesondere durch Downsizing: Das ist die Antwort der Ingenieure von Renault auf die Notwendigkeit, CO2-Emissionen zu reduzieren, ohne die Leistung zu verringern. Dabei geht es darum, den Hubraum des Motors zu verkleinern und gleichzeitig seine spezifischen Leistungseigenschaften (Drehmoment und Leistung je Liter Hubraum) durch Turboladen zu erhöhen.
Verbesserung der Energieerzeugung (Energieumwandlung, Behandlung von umweltbelastenden Emissionen).

Da auch der persönliche Fahrstil den Kraftstoffverbrauch erheblich beeinflusst, arbeitet Renault außerdem an Hilfen, die zu umweltbewusstem Fahren animieren. Neue Fahrzeuge wie z. B. der Laguna III oder der neue Mégane sind serienmäßig mit einer Schaltpunktanzeige ausgerüstet. Sie hilft dem Fahrer bei einem effizienten Schalten, wodurch sich bis zu 8 % Kraftstoff einsparen lassen. Weitere Ausrüstungen werden zurzeit untersucht.

2.2.2.2 SICHERHEIT

Schon seit mehr als 50 Jahren erforscht und entwickelt Renault Technologien, um die Sicherheit von Autos zu verbessern. In Sachen Sicherheit im Straßenverkehr setzt das Unternehmen immer wieder Maßstäbe.

Die Sicherheitsaspekte in den Spezifikationen eines Fahrzeugs leiten sich aus den Erkenntnissen der Unfallforschung ab, die Verkehrsunfälle näher untersucht. Auf diese Weise dienen neue Sicherheitseinrichtungen zur Bewältigung der effektiven Risiken, mit denen es Verkehrsteilnehmer zu tun haben. Dabei geht dieser Ansatz weit über das hinaus, was Aufsichtsbehörden und Verbraucher verlangen. Die Anstrengungen konzentrieren sich in der Hauptsache auf effizientere Technologien zur Vermeidung von Risiken, auf das Eingreifen in unerwarteten Situationen und schließlich auf den Schutz bei einem Aufprall.

AUF DEM WEG ZU INTERAKTIVER SICHERHEIT

Die neuesten Fortschritte bei Fahrzeugen für westeuropäische Märkte betreffen den Seitenaufprallschutz (siehe hierzu auch weiter oben den Abschnitt über Innovationen im Geschäftsjahr 2008). Auch wenn die meisten tödlichen Unfälle noch auf einen Frontalaufprall zurückzuführen sind (45 %), steigt der Anteil von Todesfällen, bei denen ein Seitenaufprall beteiligt ist (27 % im Jahr 1990, 33 % im Jahr 2003).

Europa hat sich 2000 selbst das Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten drastisch zu reduzieren, wobei für 2025 null Todesfälle angestrebt werden. Dies lässt sich jedoch nur erreichen, wenn verschiedene Lösungen miteinander kombiniert werden. Auch Renault arbeitet in diese Richtung. Zu diesen Lösungen gehören:

Präventivsysteme (eine Erweiterung des Bremsassistenten EBA oder der elektronischen Stabilitätskontrolle ESP usw.) und Unterstützung im Augenblick des Aufpralls.

Beispiel für einen in Frage kommenden Lösungsweg: eine neue Generation von Navigationssystemen. Prävention stellt das erste Glied innerhalb der Sicherheitskette dar. Bei der Analyse von alltäglichen Verkehrsunfällen zeigt sich, dass sie in der Mehrzahl auf Wahrnehmungsprobleme zurückzuführen sind. Das heißt mit anderen Worten, dass die Fahrer in den meisten Fällen die Situation vor dem Aufprall falsch eingeschätzt haben. Deswegen stellt dieser Ansatzpunkt eine der F&E-Prioritäten bei Renault dar. Fahrzeuge von Renault sollen unter anderem diesen natürlichen Wahrnehmungsmangel wettmachen und dem Fahrer sagen, was geschieht, wenn er nicht reagiert. So wird im Bereich der F&E beispielsweise daran gearbeitet, die Sicht des Fahrers zu verbessern. Erreicht wird dies durch die Entwicklung eines Bordnavigationssystems, das mehr Informationen zur Verfügung stellt. Das System zeigt nicht einfach nur die Route an, sondern kann den Fahrer auch darüber informieren, wenn er in einen gefährlichen Bereich gelangt: gefährliche Kreuzungen, Schulen oder auch sich in Bewegung befindliche Objekte. Fahrer werden eine verbesserte Kartensoftware und ein Programm nutzen, das Situationen in Echtzeit analysiert.

Derartige Systeme haben ganz allgemein den Zweck, dem Fahrer die Informationen zur Verfügung zu stellen, die er braucht - zur rechten Zeit und am rechten Ort. Und auch auf die richtige Art und Weise, durch eine Bedienoberfläche, die effizient und einfach zu handhaben ist, sich an verschiedene Verwendungen anpassen lässt und strukturierte Informationen bietet.

Kommunikationssysteme, mit denen Notdienste den Ort eines Unfalls rasch erreichen können.
kollaborative Straßensysteme, die auf einer Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug (V2V) bzw. von Fahrzeug zu Infrastruktur (V2I) beruhen.

In diesem Bereich liegt in der Konvergenz aller Beteiligten der Schlüssel zum Erfolg. Aus diesem Grunde beteiligt sich Renault in Kooperation mit zahlreichen anderen europäischen Automobilherstellern an verschiedenen Programmen.

Ein Beispiel hierfür ist das europäische Programm C2C-C (Car-to-Car Communication), an dem sieben Automobil-, ein Motorrad- und ein LKW-Hersteller mitwirken. Dieses Konsortium hat einen Rahmenplan für die Einrichtung von kooperativen Systemen erarbeitet, darunter auch eine ganze Reihe von Demonstrationsprojekten. Im Oktober 2008 hat sich Renault am ersten Nachweis der Interoperabilität von Serienfahrzeugen verschiedener Hersteller beteiligt. Möglich ist der Dialog dabei über eine eigene Frequenz.

Zu dieser Demonstration gehörte eine Reihe von Szenarien für eine grundlegende Nutzung. Das sollte veranschaulichen, welche Arten von Diensten in ein paar Jahren bereitgestellt werden können. Mit einem Laguna, der mit einem Transceiver ausgerüstet war, hat Renault den großmaßstäblichen Nachweis geführt, dass es dem europäischen Standard entspricht und mit anderen Fahrzeugen kommunizieren kann. Interaktive Sicherheit ist damit einen Schritt näher gerückt.

PRAKTISCHE SICHERHEIT IN INTERNATIONALEM RAHMEN

Die starke internationale Expansion von Renault führt ganz zwangsläufig zur Konzeption und Einführung von Fahrzeugen, die die Bedürfnisse und Sicherheitsanforderungen auf den neuen Märkten der Gruppe erfüllen. In diesen neuen Regionen kommen andere Ursachen von Unfällen und Verletzungen als auf europäischen Märkten vor. Demzufolge weitet Renault seine Unfallforschung über Europa hinaus in dezentralisierte technische Zentren aus und erwirbt die lokale Expertise, die Labors und Universitäten vor Ort herbeiführen können.

Im Geschäftsjahr 2008 hat Renault sein erstes Team in Rumänien ins Leben gerufen.

Dazu wurde ein lokaler technischer Leiter ernannt und mit der Erhebung sowie Analyse von Unfallforschungsdaten beauftragt. Unfallforscherteams werden Daten bei lokalen Polizeikräften und Krankenhäusern sowie aus Untersuchungen von Unfallfahrzeugen zusammentragen.

Internationale Unfallforschung

Die folgenden Zahlen machen deutlich, wie wichtig die Sicherheit im Straßenverkehr in aller Welt ist:

Zahl der Verkehrstoten: etwa 1,2 Millionen pro Jahr.
Zahl der Verletzten: circa 50 Millionen.
Zahl der Verkehrsunfälle und Verkehrstoten in Schwellenländern: rund 10 Mal höher als in entwickelten Ländern.
Prognose: Ohne neue Anstrengungen oder Initiativen wird sich die Gesamtanzahl der Menschen, die im Straßenverkehr in aller Welt zu Tode kommen oder verletzt werden, zwischen 2000 und 2020 um rund 65 % erhöhen. Dabei wird dieser Trend nicht einheitlich verlaufen. Die Zahl der Toten und Schwerverletzten in entwickelten Ländern bzw. Ländern, die sich kräftig entwickeln, wird um 30 % zurückgehen. Auf der anderen Seite wird die deutliche Zunahme von Fahrzeugen in Entwicklungsländern 80 % mehr Tote und Schwerletzte im Straßenverkehr zur Folge haben.

Internationale Beobachtungen zeigen, dass es in Ländern zu einem spektakulären Anstieg von Todesfällen je Million Fahrzeuge kommt, wenn mit dem Fortschritt statt niedriger Einkommen mittlere Einkommen verdient werden. Die umfangreichen anfänglichen Zuwächse bei der Anzahl von Fahrzeugen aller Art werden nicht direkt von politischen Entscheidungen, Verbesserungen an der Infrastruktur und Kampagnen zur Förderung des Sicherheitsbewusstseins flankiert, die mit dem Auto notwendig werden. Alle Gesellschaftsschichten müssen die Probleme durch die Sicherheit im Straßenverkehr erkennen, wenn dieser Trend eingedämmt und umgekehrt werden soll. Je eher die Länder diese Notwendigkeit begreifen, desto schneller können sie entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten.

Immer dann, wenn in einem Schwellenland eine Phase mit rasch wachsenden Fahrzeugzahlen beginnt, sollte es möglich sein, die negativen Auswirkungen einer erhöhten Mobilität zu begrenzen, wenn man sich die Erfahrungen entwickelter Länder zunutze macht. Allerdings gibt es kein Allheilmittel für das Problem der Sicherheit im Straßenverkehr in Schwellenländern. Wir stehen heute vor der Herausforderung, das Wissen der entwickelten Länder weiterzugeben und gleichzeitig an die besonderen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in Schwellenländern anzupassen.

2.2.2.3 REISEKOMFORT

Unter dem Begriff Reisekomfort versteht man alle Aspekte der funktionalen und emotionalen Dimensionen des Komforts für Fahrer und Mitfahrer an Bord von Fahrzeugen. Das umfasst ein breites Spektrum von Bereichen - Akustik, Klimatisierung, Sicht, einfache Handhabung, Sensorik, Materialien -, in denen Renault häufig innovativ tätig ist. Die neueste Innovation aus dem Hause Renault ist das 3D-Soundsystem von Arkamys, das im Laguna und im neuen Mégane zu finden ist (siehe oben).

Ein Beispiel für die Forschung in diesen Bereichen ist das Projekt „Oscars” („Oscars” ist ein Akronym für den französischen Ausdruck „Instrumente für die Komfortsimulation und Unterstützung bei der Entwicklung von Sitzen“), das in Zusammenarbeit mit ESI durchgeführt wird. Sitze sind komplexe Systeme und schwierig zu entwickeln, weil bei ihnen Anforderungen unterschiedlichster Art zusammenkommen (Komfort, Sicherheit, einfache Handhabung, Gestaltung und Gewicht). Außerdem ist es schwierig, zu objektiven Schlussfolgerungen für einen Kompromiss zwischen diesen Anforderungen zu gelangen, ohne einen effektiven Prototyp zu erstellen. Dies gilt umso mehr für innovative Sitzkonzepte.

Das Projekt Oscars soll Qualität und wettbewerbsfähige Eigenschaften miteinander vereinbaren, indem belastbare Komfortkriterien für Sitze festgelegt und prädiktive Programme für das Design von Sitzen entwickelt werden, mit denen sich die konstruktiven Parameter der Komponenten so früh wie möglich vorgeben lassen.

Das Programm wird in der Lage sein, anhand von CAD-/CAMEingangsdaten für das Design einen virtuellen Sitz zu erstellen und dessen Verhalten bei statischer und dynamischer Nutzung sowie unter Vibrationen zu simulieren.

„Oskars”

Um den Komfort des Sitzes unter dynamischen Bedingungen zu beschreiben, werden Tests mit Personen und speziellen Dummys durchgeführt. Für eine objektive Analyse der Art und Weise, wie der Sitz die vertikale Beschleunigung der Fahrzeugkarosserie verstärkt oder filtert und wie der Sitz auf Unregelmäßigkeiten in der Straßenoberfläche wie z. B. Schlaglöcher oder Risse reagiert, wird eine Reihe von Testmethoden zugrunde gelegt.

Digitale Simulationsmethoden kommen bei der Entwicklung von Sitzen schon seit einiger Zeit zu passiven Sicherheitszwecken zum Einsatz. Doch aufgrund der verbesserten Rechenleistung ist es inzwischen möglich geworden, beim Design von Sitzen auch die Frage des Komforts zu betrachten. Die dabei beteiligten physikalischen Einflussgrößen (z. B. solche, die durch das Fahren und den Fahrzeuginsassen verursacht werden) sind so komplex, dass der Sitzkomfort mit Hilfe von Modellierungstechniken aus Stanzpresssimulationsanwendungen simuliert wird. Dies gilt vor allem für die Präzision der Verformung von Sitzbezügen und Schaumstoffteilen. Notwendig ist es außerdem, die Reibung, Viskositätseffekte und Verluste aufgrund von Hysterese zu berücksichtigen.

2.2.2.4 LEISTUNGSDYNAMIK

Fragen der Leistungsdynamik, die auch die Fahrzeugstabilität und das Lenkungsmanagement beinhalten und damit die Qualität des Fahrerlebnisses bestimmen, hängen im Wesentlichen vom Fahrwerk ab. Dieses wiederum gehört zum Kerngeschäft von Renault. Im Geschäftsjahr 2008 wurde das 4-Radsteuerungssystem vorgestellt (siehe 4Control oben).

Systeme für die Zukunft werden zurzeit in Projekten wie z. B. Global Chassis Control (GCC) entwickelt. Warum GCC? In den letzten Jahren hat sich die Zahl der angesteuerten Systeme erheblich vergrößert. ABS, Traktionskontrolle, Bremsassistent und ESP sowie weitere Systeme für die Aufhängung, die Lenkung (Servolenkung, variable Übersetzung, mitlenkende Hinterräder) und die Traktion. Diese Systeme fördern die Fähigkeiten des Fahrwerks, beseitigen zum Teil die Kompromisse, die passive Systeme zwangläufig mit sich bringen, und bieten den Kunden verschiedene Arten des Fahrerlebnisses.

Aus der Vielzahl dieser Systeme entsteht jedoch das Problem ihrer Koordination. Diese Systeme müssen Informationen über ihre jeweiligen Aktionen austauschen, um Konflikte zu vermeiden.

Eine der wesentlichen Herausforderungen bei dem Projekt GCC besteht in einer verbesserten Koordination von angesteuerten Systemen. Technisch konkret heißt das, eine funktionale Architektur zu definieren und zu entwickeln, die mehrere angesteuerte Systeme integrieren kann und deren kombinierte Nutzung zu den erwarteten Resultaten führt. Gleichzeitig gilt es, die Komplexität bei der Zusammenwirkung von Systemen zu begrenzen und Schnittstellen zu Subsystemen von Ausrüstungslieferanten festzulegen.

Wenn man diese Herausforderungen bewältigt, wird dies nicht nur die aktive Sicherheit verbessern (Bremsverhalten, Straßenlage), sondern auch den Komfort (Karosserieverhalten) und den Fahrspaß (Agilität, Traktion) für den Kunden erhöhen.

2.2.3 KOMPETENZ, EXPERTISE UND PARTNERSCHAFTEN

2.2.3.1 ANPASSUNG AN HERRSCHENDE TRENDS

Gesellschaftliche Veränderungen werden häufig von Trends bei sozioökonomischen Zielen (Personalisierung, Fragen des Gesundheitsund Umweltschutzes, Kommunikation und Vernetzung) und von wesentlichen technischen Fortschritten (Elektronik, Werkstoffe, usw.) vorangetrieben. Die Automobilindustrie muss diesen Veränderungen Rechnung tragen.

Dazu benötigt die F&E Zeit zur Erkundung von Bereichen, aus denen neue Ideen und Wege entstehen können, die zu Innovationen und Durchbrüchen führen. Renault macht sich die vielversprechendsten Qualifikationen, Spezialisten und Kompetenzen zunutze, um seine Innovationsfähigkeit und seine technologische Spitzensstellung zu erhalten.

Dazu ein Beispiel aus der Welt der Werkstoffe:

Künstliche Muskeln sind eine Art von Membran aus einem Gel, das auf elektrische Reize reagiert. Renault hat diese Entwicklung zum Patent angemeldet. Die Vorteile: besserer Komfort für den Fahrer, weil sich der Sitz an das Verhalten des Fahrzeugs anpasst.
Neben diesen intelligenten Materialien, die auf äußere Reize ansprechen, wird außerdem an einer Verbesserung der Funktionalität von Werkstoffen gearbeitet, die inzwischen maßgeschneiderte Eigenschaften besitzen: schweißhemmende oder verschmutzungsunempfindliche Textilien, sich selbst reparierende Lackierungen, selbst reinigende Gläser und Lacke.
Die Entwicklung von Materialien für die Zukunft kann manchmal auch über unerwartete Wege führen. So untersucht Renault zurzeit die Füße von Geckos als Alternative zu Klebstoffen oder Lotusblüten, auf denen Wassertropfen keine Spuren hinterlassen.

Renault ist in einer ganzen Reihe von Forschungsbereichen aktiv.

2.2.3.2 WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE PARTNERSCHAFTEN

Seit vielen Jahren beteiligt sich Renault an Forschungspartnerschaften. Dabei hat die Gruppe immer schon in Frankreich sowie innerhalb und außerhalb Europas nach den fortschrittlichsten wissenschaftlichen und technischen Ressourcen Ausschau gehalten. Sie unterhält bi- und multilaterale Partnerschaften in Frankreich, Europa und anderen Regionen.

Im Geschäftsjahr 2008 hat Renault 104 Kooperationsverträge (genauso viele wie 2007) abgeschlossen, um F&E-Kosten miteinander zu teilen und gleichzeitig Wissen und Ideen zu fördern.

2.3 RISIKOMANAGEMENT

Die Renault-Gruppe setzt sich mit allen Kräften dafür ein, die mit ihren Tätigkeiten verbundenen Risiken zu beherrschen. Dazu gehören das operative Risiko, das finanzielle Risiko und das rechtliche Risiko. Diese Risiken sind in Kapital 1.2 „Risikofaktoren” beschrieben. In dem vorliegenden Kapital 2.3 werden die wesentlichen Risiken sowie die Strategien des Unternehmens, die Wahrscheinlichkeit und die Schwere dieser Risiken zu vermindern, näher dargelegt. Doch weil die Gruppe international expandiert, neue Partnerschaften eingeht und in höherem Maße von der Informationstechnologie abhängig wird - und neue böswillige Verhaltensweisen auftauchen -, verschärfen sich bestehende Risiken und entstehen neue Risiken. Durch diese Faktoren können sich die Schwere potenzieller Krisen und die Schäden, die hierdurch gegebenenfalls verursacht werden, erhöhen.

Aus diesem Grunde muss das für jede globale Industrieunternehmen unumgängliche Risikomanagement gestärkt und proaktiv angelegt werden. Risikomanagement ist deswegen fester Bestandteil der operativen Managementverfahren in der Renault-Gruppe.

Die Organisation gliedert sich in zwei Teile:

auf Unternehmensebene: Hier ist die Abteilung Risk Management für Methoden und eine übergeordnete Vision zuständig, um erhebliche Risiken festzustellen und zu verhindern. Dies geschieht insbesondere durch eine Überwachung mit Hilfe von Risikoabbildungsverfahren sowie die Durchführung von Vorbeugungsmaßnahmen in Bereichen mit hohem Risiko.
In allen Einheiten, die an geschäftskritischen Prozessen beteiligt sind, werden die Kompetenzen und die Experten ermittelt, die Risiken feststellen und priorisieren sowie Lösungen zur Risikoeindämmung bereit stellen können.

2.3.1 FINANZIELLE RISIKEN

2.3.1.1 ALLGEMEINER RAHMEN FÜR DIE BEHERRSCHUNG DES FINANZIELLEN RISIKOS

Das Marktrisikomanagement in der Sparte Automobile betrifft in der Hauptsache die Abteilung Central Cash Management und Financing von Renault SA und Renault Finance, deren wesentliche Aktivitäten in Abschnitt 1.1.3.1 beschrieben sind.

Die Sparte Sales Financing (RCI Banque siehe Abschnitt 1.1.3.2) gewährleistet das Marktrisikomanagement für ihre eigenen Aktivitäten. Wertpapierhandelsgeschäfte, die von Unternehmen der RCI Banque-Gruppe durchgeführt werden, sind ausschließlich zur Absicherung der Risiken bestimmt, die sich aus der Finanzierung von Verkäufen und Vorräten in den Vertriebsnetzen ergeben. Diese Transaktionen werden zumeist vom Trading Room von RCI Banque durchgeführt, der eine Schlüsselrolle bei der Refinanzierung der RCI Banque-Gruppe spielt.

Überwachungs- und Kontrollinstrumente sind für jedes Unternehmen und bei Bedarf auch auf konsolidierter Renault-Gruppenebene vorhanden. Über die Ergebnisse dieser Kontrollen wird monatlich Bericht erstattet.

Für jedes Unternehmen werden finanzielle Risiken auf drei Ebenen überwacht:

Ebene 1: Eigenüberwachung durch Linienmitarbeiter und formalisierte Überwachung durch jeden Geschäftszweigleiter.
Ebene 2: Überwachung durch interne Auditoren unter Aufsicht des Unternehmensleiters.
Ebene 3: Überwachung durch die Kontrollinstanzen (Abteilung Internal Audit von Renault oder von dieser Abteilung beauftragte externe Unternehmen). Kontrollinstanzen der 3. Ebene unterziehen die Qualität des Kontrollsystems einer kritischen unabhängigen Analyse. Auch die Abschlussprüfer tragen zu einer Analyse im Rahmen ihres Auftrags bei.

Da RCI Banque als Kreditinstitut zugelassen ist, muss das Unternehmen darüber hinaus ein spezielles internes Kontrollsystem einführen, das den Anforderungen der französischen Bankenaufsichtsbehörde entspricht.

2.3.1.2 ARTEN FINANZIELLER RISIKEN

LIQUIDITÄTSRISIKO

Automobile

Die Sparte Automobile benötigt zu allen Zeiten ausreichende Mittel, um ihr Tagesgeschäft und die für zukünftiges Wachstum notwendigen Investitionen finanzieren zu können. Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2008 haben sich die Nettofinanzschulden der Sparte auf EUR 7.944 Mio. erhöht (31. Dezember 2007: EUR 2.088 Mio.). Deswegen beschafft sich die Sparte Automobile regelmäßig Fremdkapital bei Banken und an Kapitalmärkten, um ihre Schulden zu refinanzieren. Daraus entsteht ein Liquiditätsrisiko, wenn die Märkte austrocknen oder der Zugang zu Krediten schwierig ist.

Renault SA beschafft die Refinanzierung für die Sparte Automobile meistenteils an den Kapitalmärkten. Dies geschieht durch langfristige Finanzinstrumente (Anleihen, private Platzierungen) oder durch kurzfristige Finanzierungen wie Commercial Papers oder Bankkredite. Im Geschäftsjahr 2008 hat die Gesellschaft für Neufinanzierungen in einem Volumen von EUR 1,8 Mrd. nach Abzug von Rückzahlungen und Tilgungen gesorgt (nicht berücksichtigt sind in dieser Zahl in Anspruch genommene Kreditlinien).

Zu diesem Zweck verfügt Renault SA über ein im Juni 2008 aktualisiertes EMTN-Programm mit einer maximalen Höhe von EUR 7 Mrd. Über dieses Programm wurden 2008 insgesamt EUR 360 Mio. ausgegeben.

Weitere mittelfristige Finanzierungen, die von Renault SA 2008 beschafft wurden, summierten sich auf EUR 773 Mrd. Sie haben Fälligkeiten bis ins Jahr 2015. So wurden insbesondere EUR 220 Mio. in Form eines Schuldscheindarlehens von einer Gruppe deutscher Investoren zur Verfügung gestellt.

Zur Diversifizierung seiner langfristigen Finanzierungsquellen hat Renault SA seine Präsenz auf dem japanischen Rentenmarkt durch die Ausgabe von acht Samurai-Anleihen seit 2001 verstärkt, darunter 2008 auch eine Anleihe mit einem Umfang von JPY 50 Mrd. Renault SA besitzt eine besondere vereinfachte Dokumentation für inländische japanische Emissionen (Shelf Registration Statement), wobei bis September 2009 maximal JPY 150 Mrd. zur Verfügung stehen. Zum 31. Dezember 2008 lagen die Laufzeiten dieser Papiere zwischen einem und fünf Jahren.

Im November 2008 hat Renault SA die Obergrenze für sein Commercial-Paper-Programm auf EUR 2,5 Mrd. erhöht. Zum 31. Dezember 2008 standen insgesamt EUR 1.019 Mio. aus.

FÄLLIGKEITSÜBERSICHT ÜBER ANLEIHEN UND ÄHNLICHE SCHULDTITEL VON RENAULT SA ZUM 31. DEZEMBER 2008(1)

(1) Marktnahe Bewertung von Nennbeträgen zum 31. Dezember 2008

Darüber hinaus kann Renault SA bestätigte erneuerbare Kreditlinien bei Banken in einer Gesamthöhe von EUR 4.220 Mio. und Laufzeiten bis 2013 nutzen. Zum 31. Dezember 2008 hatte Renault SA EUR 518 Mio. aus diesen Kreditlinien in Anspruch genommen. Sie stellen eine Liquiditätsreserve für die Sparte Automobile dar und sind zum Teil auch als Backup-Linien für die Ausgabe von Commercial Papers mit kurzer Laufzeit gedacht.

Zum 31. Dezember 2008 belief sich die Liquiditätsreserve auf EUR 3.824 Mio. nach Abdeckung des ausstehenden Saldos bei Commercial Papers.

Im Geschäftsjahr 2009 wird die französische Regierung Renault mit einem Darlehen in Höhe von EUR 3 Mrd. unterstützen, das eine Laufzeit von fünf Jahren hat.

Die vertragliche Dokumentation zu diesen bestätigten Kreditlinien enthält keine Klauseln, die die Beschaffung von bzw. weitere Versorgung mit Krediten beeinträchtigen könnten, falls sich das Rating oder die Finanzkennzahlen von Renault ändern. Außerdem hat Renault keine Klauseln vereinbart, die Einfluss auf die finanziellen Konditionen oder Rückzahlungstermine dieser Verträge haben. Das heißt, dass die Verträge keine Bestimmungen folgender Art enthalten:

Cross Default (eine Klausel, die alle Kredite fällig stellt, wenn das Unternehmen oder eine der Gesellschaften der Gruppe bei einem einzigen Darlehen in Verzug gerät).
erhebliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse.
Negative Pledge (die dem Kreditnehmer die Bestellung von Sicherheiten an bestimmten Vermögenswerten untersagt).

Gleiches gilt für die bestätigten Kreditlinien von RCI Banque.

Sales Financing

Die Aktivitäten der Sparte Sales Financing sind auf den Zugang zu Finanzmitteln angewiesen: Etwaige Beschränkungen beim Zugang zu Banken und Finanzmärkten hätten eine maßstäbliche Verkleinerung ihrer Finanzierungstätigkeit und/oder einen Anstieg der Kosten für Finanzierungslösungen zur Folge.

Das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig und engmaschig überwacht. Die statische Liquiditätsposition, in den letzten Jahren konstant positiv war und zeigt, dass mehr langfristige Ressourcen zur Verfügung standen als in Anspruch genommen wurden, bewegt sich nach wie vor auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren. RCI Banque verteilt infolgedessen Ressourcen, die mehrere Monate im Voraus beschafft wurden. Dadurch ist die Sparte in der Lage, eine stabile Finanzmarge aufrechtzuerhalten.

Liquiditätsposition der RCI Banque-Gruppe

(in EUR Mio.)

Bilanzielle + außerbilanzielle Ressourcen

Darüber hinaus besitzt RCI Banque bestätigte erneuerbare Kreditlinien in einer Gesamthöhe von EUR 5.245 Mio. Davon waren Ende Dezember 2008 EUR 753 Mio. in Anspruch genommen.

Die verfügbaren Liquiditätsreserven von EUR 6.491 Mio. (EUR 4.492 Mio. an nicht in Anspruch genommenen bestätigten Kreditlinien, EUR 1.514 Mio. an EZB-fähigen Wertpapieren, EUR 485 Mio. an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten) decken den ausstehenden Saldo aus Commercial Papers und Einlagenzertifikaten mehr als zwei Mal ab.

Bilanzielle Ressourcen

Kommerziele Vermögenswerte

Die Liquiditätsreserve ist auf EUR 4 Mrd. gestiegen, was den Überschuss verfügbarer Liquiditätsreserven über den ausstehenden Gesamtsaldo aus Commercial Papers und Einlagenzertifikaten darstellt. Die Gruppe muss alternative Liquiditätsquellen aufrechterhalten, die den ausstehenden Saldo aus kurzfristigen marktgängigen Schuldtiteln übersteigt.

RCI Banque - Liquiditätsreserven zum 31. Dezember 2008

(in EUR Mio.)

Zugesagte Kreditlinien

Zahlungsmittel

EZB-fähige Wertpapiere

Einlagenzertifikate/Commerial Paper

Liquiditätsreserve

EZ/CP Sicherheitsreserve>>>

Unter schwierigen Bedingungen hat sich RCI Banque bemüht, ihre Refinanzierungsbedingungen und ihr Preisniveau fortlaufend an das neue Marktumfeld anzupassen. In einem Jahr oder mehr hat das Unternehmen Fremdkapital in Höhe von EUR 3,6 Mrd. aufgenommen (davon 25 % im ersten Halbjahr durch Bankfinanzierungen von mehr als einem Jahr). Diese Zahl sollte vor dem Hintergrund langfristiger Tilgungen in Höhe von EUR 4,7 Mrd. und eines Rückgangs des Kundenportfolios um EUR 1,5 Mrd. betrachtet werden. RCI Banque hat somit den sich aus den Geschäftstätigkeiten ergebenden Finanzierungsbedarf gedeckt.

Ähnlich wie alle französischen Banken hat RCI Banque Zugang zu finanziellen Mitteln, die von der staatlich kontrollierten Finanzierungsagentur Société de Financement de l'Economie Française (SFEF) zu attraktiven Konditionen zur Verfügung gestellt werden. RCI Banque gehörte zu den ersten Unternehmen, die keine SFEF-Aktionäre sind und Finanzierungen erhalten haben, und zwar in Form einer Zuweisung von EUR 500 Mio. Der hieraus nicht in Anspruch genommene Teil in Höhe von EUR 240 Mio. wird Anfang 2009 verwendet, sobald über einen Verbriefungsfonds (FCT) ein Mechanismus für die Nutzung von Leasingverträgen als Sicherheiten geschaffen wurde.

Im Geschäftsjahr 2009 wird die Zuweisung der SFEF zu RCI Banque auf EUR 1 Mrd. aufgestockt.

Außerdem unterhält RCI Banque seit 2002 ein Verbriefungsprogramm, das der gesamten RCI Banque-Gruppe die Möglichkeit gibt, ihre finanziellen Ressourcen zu diversifizieren, ihre Anlegerbasis zu verbreitern und ihren Zugang zu Finanzierungen der Zentralbank zu verbessern. Bei diesem Programm werden die Vermögenswerte von französischen oder ausländischen Tochtergesellschaften auf lokale Zweckgesellschaften übertragen, die als Master Trusts fungieren. Der gesamte Kreditbestand in einem Geschäftssegment, der die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, wird fortlaufend auf die Zweckgesellschaften übertragen. Das Portfolio wird dann zum Teil durch Wertpapiere mit mittlerer Laufzeit finanziert, die von Anlegern auf dem europäischen Markt gezeichnet werden. Die Differenz zwischen dem übertragenen Portfolio und der Summe der mittelfristigen Schuldtitel wird durch kurzfristige private Platzierungen finanziert. In Anbetracht der Merkmale dieser Transaktionen werden diese verbrieften Forderungen in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsgrundsätzen der Gruppe nach wie vor als Vermögenswerte in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Hierbei gelten für jede Struktur jeweils spezifische Kriterien, die im Angebotsdokument jeder Transaktion beschrieben sind. Die Gruppe verkauft bei jeder Emission komplette Portfolios und nur Forderungen, die die Ausgabekriterien erfüllen, werden ausgewählt. Die wesentlichen Kriterien lauten hierbei:

das rechtmäßige Bestehen der Forderung,
kein Zahlungsverzug zum Zeitpunkt der Übertragung,
zumindest ein Zahlungstermin ist erfüllt.

Die Gruppe hält alle Risiken und bildet hierfür Rückstellungen in Übereinstimmung mit internen Vorschriften.

Für ausgegebene Papiere gilt ein Mechanismus, der die teilweise Rückzahlung des Kapitals regelt und eine Phase der vorzeitigen Tilgung im Falle eines drastischen Rückgangs des zugrunde liegenden Portfolios verhindern soll.

Die Differenz zwischen der Summe der übertragenen Forderungen und der Höhe der Verbindlichkeit entspricht dem für diese Emissionen erforderliche Credit Enhancement und der Quote von Papieren, die von RCI Banque gehalten werden. Das stellt eine Liquiditätsreserve dar.

Verbriefung — öffentliche Emissionen

Land Frankreich Italien Deutschland
Abtretendes Unternehmen DIAC SA COGERA SA RCI Banque Succursale Italiana RCI Bank Niederlassung RCI Leasing GmbH
Starttermin Oktober 2006 Januar 2005 Juli 2007 Oktober 2007 November 2008
Maximale Laufzeit Oktober 2020 Januar 2012 Oktober 2023 Oktober 2019 April 2023
Emission durch Car Alliance

Auto Loans

France FCC
FCC Alliance

DFP France
Alliance Auto Loans Italy

SPV Loi 130
Cars Alliance Auto Loans Germany FCC Cars Alliance Auto Leases Germany FCT
Anfänglicher Ankauf von Forderungen EUR 2.323 Mio. Automobilkredite EUR 1.372 Mio. Forderungen unabhängiger Händler EUR 1.402 Mio. Automobilkredite EUR 1.628 Mio. Automobilkredite EUR 941,7 Mio. Kundenleasingverträge
Zum 31. Dezember 2008 angekaufte Forderungen EUR 1.894 Mio. EUR 1.370 Mio. EUR 997,6 Mio. EUR 1.633 Mio. EUR 956,9 Mio.
Credit Enhancement zum 31. Dezember 2008 0,10 % Barsicherheit (EUR 2,3 Mio.), 4,5 % Overcollateralized Forderungen 4,5 % Overcollateralized Forderungen 1,75 % Overcollateralized Forderungen 0,20 % Barsicherheit (EUR 3,3 Mio.), 5,5 % Overcollateralized Forderungen 0,30 % Barsicherheit (EUR 2,8 Mio.),

25,8 %

Overcollateralized

Forderungen
Swapabsicherung für Zinsrisiko Ja (mit Garantie) Nein Ja (Mirror-Swaps) Ja (mit Garantie) Ja (mit Garantie)
Emission durch Car Alliance

Auto Loans

France FCC
Cars Alliance Funding PLC Ireland Cars Alliance Funding PLC Ireland Cars Alliance Auto Loans Germany FCC Cars Alliance

Auto Leases

Germany FCT
Klasse A Serie 2005-1 Klasse A Serie 2007-1 Klasse A Klasse A Klasse A
Rating: AAA

EUR 1.467,5 Mio.
Rating: AAA

EUR 814 Mio.
Rating: AAA

EUR 838,5 Mio.
Rating: AAA

EUR 0 Mio.
Rating: AAA

EUR 376,7 Mio.
Öffentliche Emissionen Klasse B Serie 2005-1 Klasse B Serie 2007-1 Klasse B Klasse B Klasse B
Mittelfristig Rating: A Rating: A Rating: A Rating: A Rating: A
Zum 31. Dezember 2008 ausstehend EUR 94,3 Mio. EUR 36 Mio. EUR 35,5 Mio. EUR 0 Mio. EUR 48 Mio.
Gelistete private Platzierung* Klasse R Serie 2005-2 Klasse A Klasse R Klasse R
Kurzfristig Rating: AAA Rating: AAA Rating: AAA Rating: AAA
Zum 31. Dezember 2008 ausgegebene Papiere EUR 11,9 Mio. EUR 50 Mio. EUR 1.443,7 Mio. EUR 297,8 Mio.
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit April 2012 Januar 2010 Januar 2012 Oktober 2009 November 2011

* Zum 31. Dezember 2008 von RCI Banque gehalten, im Konzernabschluss eliminiert

Nach der Verbriefung des Leasingportfolios ihrer deutschen Tochtergesellschaft in einem FCT hat die Gruppe ihre EZB-fähige Sicherheit um EUR 675 Mio. aufgestockt, da sie auf die Wiedereröffnung des Verbriefungsmarktes wartete. Durch den Mechanismus, dem zufolge inländische Handelsforderungen bei der Banque de France gemeldet werden und als wieder aufgenommene Sicherheitstransaktionen genutzt werden können, erhöhte sich der potenzielle Zugang zu Liquidität vonseiten der Zentralbank um weitere EUR 220 Mio. Die Finanzierung durch die Zentralbank, die deutlich wettbewerbsfähiger als andere kurzfristige Finanzierungsquellen ist, stieg von daher (um EUR 750 Mio.) auf EUR 1,2 Mrd., was den Rückgang bei ausstehenden Commercial Papers und Einlagenzertifikaten wettmachte.

RCI Banque hat ihr Anleihenfinanzierungsprogramm das Jahr über aktiv weiter verfolgt. Die Gruppe nutzte im Mai die bessere Stimmung am Markt für die Ausgabe einer öffentlichen Anleihe in Höhe von EUR 700 Mio. mit einer Laufzeit von drei Jahren. Ähnlich wie bei vorhergehenden Emissionen wurde die Anleihe zwecks geografischer Diversifizierung von einer Gruppe aus fünf Banken übernommen, darunter zwei Lead-Manager und drei Co-Leads. Aufgelegt wurden außerdem mehrere private EMTN- und MTNB-Emissionen mit einem Gesamtvolumen von EUR 1.242 Mio. Neue Bankkredite für ein Jahr und mehr beliefen sich auf EUR 1.364 Mio.

Mit der sich verschärfenden Finanzkrise und rückläufigen ausstehenden Händlerfinanzierungen gingen die ausstehenden Einlagenzertifikate von EUR 4.701 Mio. Ende Juni 2008 drastisch auf EUR 2.671 Mio. im September 2008 zurück.

FÄLLIGKEITEN VON RCI BANQUE-ANLEIHEN ZUM 31. DEZEMBER 2008

Emissionsprogramme und Ratings der Gruppe zum 31. Dezember 2008

Emittent Programm Markt Obergrenze

(in Mio.)
Renault SA CP Euro EUR 2.500
Renault SA EMTN Euro EUR 7.000
Renault SA Shelf Documentation Yen JPY 150.000
RCI Banque Euro CP Euro EUR 2.000
RCI Banque EMTN Euro EUR 12.000
RCI Banque CD Frankreich EUR 4.000
RCI Banque MTNB Frankreich EUR 2.000
Diac CD Frankreich EUR 1.500
Diac MTNB Frankreich EUR 1.500
RCI Banque + Overlease + CP Belgien EUR 500
Renault AutoFin (RCI-Garantie)
Rombo Compania Financiera SA Anleihe Argentinien ARS 200*

* Lokale Ratings (S&P raA-*)

(1) EMTN: Euro Medium Term Note — CP: Commercial Paper — CD: Einlagenzertifikat — MTNB: Medium Term Negotiable Bill.

Die Programme der RCI Banque-Gruppe betreffen zwei Emittenten (RCI Banque und Diac) mit insgesamt mehr als EUR 23,5 Mrd.

Ratings

Die Ratings der Gruppe (lang-/kurzfristige) Schulden stellen sich wie folgt dar:

AGENTUR RATING AUSSICHTEN REVIDIERT AM VORHEREHENDES RATING
Renault Moody’s Ba1/NP Stabil 20.02.2009 Baa2/P2 Aussichten stabil
S&P BBB-/A3 Negativ 05.03.2009 BBB/A3 Aussichten negativ
Fitch BBB-/- Negativ 18.02.2009 BBB Aussichten negativ
R&I A/a1 Negativ 17.10.2008 Aussichten stabil
JCR A-/- Negativ 27.02.2009 A negativ
RCI Banque Moody’s A3*/P2 Stabil 31.10.2008 Aussichten stabil
S&P BBB/A2 Negativ 06.03.2009 BBB+/A2 Aussichten stabil
R&I A/a1 Negativ 17.10.2008 Aussichten stabil

* Eine mögliche Herabstufung wird zurzeit geprüft.

Anfang 2009 wurden die Ratings von Renault und RCI Banque herabgesetzt. RCI Banque wird von S&P eine Stufe höher und von Moody's zwei Stufen höher als Renault bewertet.

Eine Herabstufung des Kreditratings können den Zugang zu den Kapitalmärkten einschränkten und/oder die Kosten für Fremdkapital erhöhen.

WÄHRUNGSRISIKO

Automobile

Die Sparte Automobile ist im Rahmen ihrer industriellen und kaufmännischen Geschäftstätigkeiten Währungsrisiken ausgesetzt. Das Währungsrisiko aus diesen Aktivitäten wird über die Abteilung Central Cash Management und Financing von Renault überwacht.

Fast alle Devisentransaktionen werden von Renault Finance durchgeführt. Wechselkursschwankungen können sich auf fünf Bereiche auswirken:

operative Marge
Finanzergebnisse
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen
Eigenkapital
Nettofinanzschulden.

Auswirkungen auf die operative Marge: Die operative Marge ist Veränderungen aufgrund von Wechselkursschwankungen unterworfen. Währungssicherungsgeschäfte müssen von der Abteilung Finance oder dem oberen Management formell genehmigt werden. Sobald Sicherungsgeschäfte abgeschlossen sind, müssen dem oberen Management Berichte über die Ergebnisse vorgelegt werden. Im Geschäftsjahr 2008 wurden keine Sicherheitsgeschäfte getätigt.

Anhand der Struktur ihrer Ergebnisse und Cashflows aus betrieblichen Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2008 schätzt die Gruppe, dass eine Verteuerung des Euro um 1 % im Verhältnis zu allen anderen Währungen in der jährlichen operativen Marge mit EUR 28 Mio. negativ zu Buche geschlagen wäre. Die Gruppe war dem Währungsrisiko 2008 in der Hauptsache beim englischen Pfund und beim russischen Rubel (geschätzte negative Auswirkungen von EUR 8 Mio. bzw. EUR 6 Mio., wenn der Euro im Verhältnis zu diesen Währungen um 1 % gestiegen wäre), beim rumänischen Lei und koreanischen Won (geschätzte jährliche Auswirkungen von EUR 9 Mio. bzw. EUR 5 Mio., wenn der Euro im Verhältnis zu diesen Währungen um 1 % gesunken wäre) ausgesetzt.

Auswirkungen auf die Finanzergebnisse: In der Gruppe werden die Auswirkungen von Währungsrisiken auf Finanzergebnisse grundsätzlich so gering wie möglich gehalten. Die gesamten Risiken für die Gruppe werden von der Abteilung Central Cash Management und Financing zentralisiert und kontrolliert und monatlich berichtet.

Investitionen von Tochtergesellschaften in der Sparte Automobile werden in der Hauptsache durch Kapitaleinlagen finanziert. Nach Möglichkeit wird sonstiger Finanzierungsbedarf von Renault SA in der jeweiligen Landeswährung gedeckt. Finanzierungsströme in Fremdwährungen, die von Renault SA abgewickelt werden, werden in den gleichen Währungen abgesichert. Damit ist gewährleistet, dass Wechselkursschwankungen nicht zu Verzerrungen der Finanzergebnisse führen.

Wenn eine Refinanzierung durch Renault SA aufgrund lokaler Umstände ausgeschlossen ist, kann die Tochtergesellschaft externe Finanzierungsquellen in Anspruch nehmen. Wenn eine externe Finanzierung in nicht lokalen Währungen notwendig ist, werden die Transaktionen von der Muttergesellschaft streng überwacht. Wenn Liquiditätsüberschüsse in Ländern mit schwacher Währung anfallen und nicht bei der Muttergesellschaft zentralisiert werden, erfolgen üblicherweise Einlagen in der lokalen Währung unter der strengen Kontrolle der Konzernabteilung Finance.

Renault Finance kann innerhalb von streng definierten Risikogrenzen auf eigene Rechnung Devisentransaktionen durchführen. Devisenpositionen werden überwacht und in Echtzeit marktnah bewertet. Derartige spezifische Transaktionen sind in der Hauptsache dazu bestimmt, die Expertise der Gruppe auf den Finanzmärkten zu erhalten. Sie beinhalten lediglich sehr kurzfristige Risiken von nicht mehr als einigen zig Millionen Euro. Sie werden gesteuert, damit erhebliche Auswirkungen auf Konzernabschlüsse von Renault vermieden werden.

Auswirkungen auf den Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen: Legt man ihren Betrag zu den Ergebnissen 2008 zugrunde und lässt alle sonstigen Faktoren unverändert, hätte ein Anstieg des Euro im Verhältnis zum japanischen Yen bzw. zur schwedischen Krone um 1 % den Beitrag von Nissan bzw. Volvo zum Überschuss von Renault um EUR 3 Mio. bzw. EUR 2 Mio. geschmälert.

Auswirkungen auf das Eigenkapital: Eigenkapitalbeteiligungen in anderen Währungen als Euro werden üblicherweise nicht abgesichert. Dies kann zu Währungsumrechnungsanpassungen führen, die in das Eigenkapital der Gruppe verrechnet werden. Allerdings wurde angesichts des Umfangs der Beteiligung an Nissan der Anteil von Renault am Nettowert von Nissan in Yen durch ein spezifisches Devisensicherungsgeschäft abgedeckt, das sich zum 31. Dezember 2008 auf JPY 503 Mrd. belief und Fälligkeiten bis 2014 vorsieht. Art und Umfang jeder Transaktion werden im Anhang zum Konzernabschluss unter Punkt 13-G angegeben. Diese Transaktionen bestehen aus privaten Darlehen am EMTN-Markt (insgesamt JPY 100 Mrd.), auf dem japanischen Markt in Yen ausgegebenen Anleihen (insgesamt JPY 182 Mrd.) und Währungsswaps (insgesamt JPY 221 Mrd.).

Sicherungsgeschäfte verringerten sich 2008 um JPY 321 Mrd.

Auswirkungen auf die Nettofinanzschulden: Wie bereits erwähnt, ist ein Teil der Finanzschulden von Renault in Yen denominiert, um die Beteiligung an Nissan zum Teil abzudecken. Eine Erhöhung des Euro gegenüber dem Yen um 1 % würde die Nettoschulden der Sparte Automobile um EUR 40 Mio. vermindern.

Durch die Verteuerung des Yen im Verhältnis zum Euro haben sich 2008 die Nettoschulden der Sparte Automobile um EUR 1.613 Mio. erhöht.

Sales Financing

Die konsolidierte Devisenposition von RCI Banque ist immer sehr niedrig gewesen. In Zusammenhang mit der Refinanzierungstätigkeit sind keine Devisenpositionen zulässig: Der Trading Room von RCI Banque sichert systematisch alle betreffenden Cashflows ab.

Tochtergesellschaften in der Sparte Sales Financing müssen sich in ihren Landeswährungen refinanzieren und sind deswegen keinem Währungsrisiko ausgesetzt.

Allerdings können restliche oder vorübergehende Devisenpositionen in Zusammenhang mit zeitlichen Differenzen bei Finanzströmen bestehen, die beim Management einer Liquiditätsposition in mehreren Währungen unvermeidlich sind. Derartige Positionen werden täglich überwacht und systematisch abgesichert.

Zum 31. Dezember 2008 belief sich die Devisenposition auf EUR 6,4 Mio.

ZINSRISIKO

Automobile

Das Zinsrisiko lässt sich anhand von Schulden und Finanzanlagen und der in den zugehörigen Verträgen dargelegten Zahlungskonditionen bewerten (fest- oder variabelverzinslich). Ausführliche Informationen über diese Schulden sind im Anhang zum Konzernabschluss unter Punkt 24 zu finden.

In der Sparte Automobile beruht das Zinsmanagementrisiko auf zwei Grundsätzen: Langfristige Anlagen werden zu festen Zinsen finanziert, während Liquiditätsreserven zu variablen Zinsen aufgebaut werden. Darüber hinaus wird die in Yen denominierte Finanzierung zur Absicherung des Eigenkapitals von Nissan für Zeiträume von 1 Monat bis 7 Jahren zu festen Zinsen abgeschlossen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile beliefen sich zum 31. Dezember 2008 auf EUR 11.216 Mio. Die Fälligkeiten dieser Verbindlichkeiten werden im Anhang zum Konzernabschluss in Punkt 24-G dargelegt. Nach Abzug von Derivaten beziehen sich davon EUR 2.216 Mio. (JPY 280 Mrd.) auf Yen und setzen sich entweder aus in Yen denominierten Papieren (Samurai-Anleihen, EMTN) oder synthetischen Schulden (Euro-Kredite, bei denen ein Swap in Yen erfolgte) zusammen. In das Geschäftsjahr 2009 wurden festverzinsliche Finanzierungen in Höhe von EUR 206 Mrd. übertragen.

Soweit wie möglich zentralisiert Renault SA den freien Cashflow aus der Sparte Automobile und investiert ihn ausschließlich in Euro. Im Rahmen ihrer Politik für die Anlage von flüssigen Mitteln hielt die Sparte zum 31. Dezember 2008 EUR 1.141 Mio. an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die über Renault Finance kurzfristig angelegt werden

Renault Finance handelt innerhalb von streng definierten Risikogrenzen des Weiteren auf eigene Rechnung mit Zinsinstrumenten. Diese Positionen werden überwacht und in Echtzeit marktnah bewertet. Diese Tätigkeit ist mit einem sehr geringen Risiko verbunden und hat keine erheblichen Auswirkungen auf die Ergebnisse der Gruppe.

Sales Financing

Für die Renault-Gruppe ergibt sich das Zinsrisiko in der Hauptsache aus der Finanzierung von Verkäufen durch RCI Banque und ihre Tochterunternehmen.

Das Zinsrisiko wird täglich durch die Bestimmung der Sensitivität für jede Währung, jede Managementeinheit und jedes Vermögensportfolio überwacht. Die gesamte RCI Banque-Gruppe wendet eine einheitliche Reihe von Methoden an, damit sichergestellt ist, dass das Zinsrisiko innerhalb des gesamten Konsolidierungskreises einheitlich gemessen wird.

Das Portfolio kaufmännischer Vermögenswerte wird täglich anhand einer Sensitivitätsanalyse überwacht und systematisch abgesichert. Jede Tochtergesellschaft strebt danach, ihr gesamtes Zinsrisiko abzusichern, um ihre Handelsmarge zu schützen. Allerdings ist ein geringfügiger Spielraum bei der Risikoabsicherung zulässig. Denn darin spiegelt sich die Schwierigkeit wider, die Fremdkapitalstruktur genau auf die Struktur von Kundenkrediten abzustimmen.

Das konsolidierte Zinsrisiko von RCI Banque im Verlauf von 2008 zeigt, dass sich die Sensitivität - also das Risiko, dass Gruppenergebnisse durch eine Zu- oder Abnahme der Zinsen um 100 Basispunkte steigen oder fallen, - in Grenzen hielt.

RCI Banque-Gruppe — Tägliche Sensitivität gegenüber Zinsveränderungen (2008)

(Sensitivität gegenüber 100 BP, absolut betrachtet)

Sensitivitätsgrenze

Die Zinssensitivität von RCI Banque betrug Ende Dezember 2008 EUR 5,5 Mio. je 100 Basispunkte.

Nähere Einzelheiten zu konsolidierten außerbilanziellen Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten und nach Art der Tätigkeit sind im Anhang zum Konzernabschluss in Punkt 26 zu finden.

KONTRAHENTENRISIKO

Die Gruppe ist bei ihren Finanzmarkttransaktionen und Bankgeschäften, bei ihrem Währungs- und Zinsmanagement sowie beim Management von Zahlungsströmen dem Kontrahentenrisiko ausgesetzt. Sie arbeitet mit erstklassigen Banken und unterliegt keiner erheblichen Risikokonzentration.

Das Management des Kontrahentenrisikos in den Unternehmen der Gruppe erfolgt in enger Koordination. Zum Einsatz kommt hierbei ein Bewertungssystem, das in der Hauptsache auf dem langfristigen Bonitätsrating der Kontrahenten und ihrer Eigenkapitalausstattung beruht. Dieses System wird von allen Unternehmen der Renault-Gruppe genutzt, die dem Kontrahentenrisiko ausgesetzt sind.

Aufgrund der Art ihrer Geschäftstätigkeit besteht in einigen Unternehmen der Gruppe ein nennenswertes Kontrahentenrisiko. Durch tägliche Kontrollen nach genauen internen Verfahren wird in diesen Unternehmen sichergestellt, dass sie die genehmigten Grenzen einhalten.

Die Gruppe hat ein konsolidiertes monatliches Berichtssystem eingeführt, das alle ihre Kontrahenten umfasst und nach Bonitätsrating geordnet ist. Diese Berichte enthalten eine detaillierte Analyse, inwieweit die Grenzen für Umfang, Laufzeit und Art der Risiken eingehalten wurden, und listen die wesentlichen Risiken auf.

Im Geschäftsjahr 2008 hat es für die Gruppe keine finanziellen Auswirkungen durch den Ausfall einer Kontrahentenbank gegeben.

KREDITRISIKO

Die Gruppe handelt nicht auf dem Markt für Kreditderivate.

ROHSTOFFRISIKO

Die Abteilung Purchasing von Renault kann das Währungsrisiko mit Hilfe von Finanzinstrumenten absichern. Sicherungsgeschäfte beschränken sich dabei auf Beschaffungen, die der Einkauf von Renault und die Einkaufsorganisation Renault-Nissan für Renault-Projekte in Europa tätigen. Diese Sicherungsgeschäfte stehen mit physischen Beschaffungsvorgängen in Zusammenhang, mit denen der Bedarf der Werke gedeckt wird.

Bei der Durchführung dieser Sicherungsgeschäfte an den Märkten nimmt die Gruppe Renault Finance in Anspruch. Renault Finance verfolgt die Metallmärkte und nimmt täglich eine marktnahe Bewertung aller seiner Sicherungsinstrumente vor. Als Dealing Room der Allianz hat Renault Finance diese Handels- und Überwachungstätigkeit auf den Bedarf der Nissan-Gruppe ausgeweitet.

Diese Transaktionen werden vom oberen Management mit Grenzen für Umfang, Fälligkeit und Preisschwellen genehmigt. Sie werden in monatlichen Berichten erläutert, in denen die Ergebnisse der Sicherungsgeschäfte und der abgesicherten Grundgeschäfte im Einzelnen dargelegt werden. Entscheidungen über Rohstoffsicherungsgeschäfte fällt ein ad hoc gebildeter Lenkungsausschuss, in dem der Chief Financial Officer und der Senior Vice President, Purchasing, gemeinsam den Vorsitz führen und der vierteljährlich zusammentritt. Anschließend werden die Vorschläge dem Vorstandsvorsitzenden vorgelegt, der als Einziger Entscheidungsbefugnis in diesem Bereich besitzt.

Durch das Ende 2007 für Aluminium arrangierte Sicherungsgeschäft ließ sich der durchschnittliche Preisanstieg 2008 zum Teil ausgleichen. Ende Dezember 2008 waren keine Sicherungsgeschäfte vorhanden.

Das direkte und indirekte Risiko von Renault in Bezug auf Rohstoffpreise liegt bei etwa 65 % für Stähle, 15 % für sonstige nicht indexgebundene Rohstoffe und 30 % für indexgebundene Metalle einschließlich Edelmetalle. Im Geschäftsjahr 2008 wirkten sich in der Hauptsache die Stahlpreise auf die operative Marge aus: Je nach Stahlsorte und -güte stiegen sie um EUR 30 bis EUR 90 je metrische Tonne. Auch mit Erdöl in Zusammenhang stehende Rohstoffe schlugen negativ zu Buche, da der Ölpreis im Schnitt um USD 40 höher als 2007 war. Die Preise für indexgebundene Rohstoffe blieben bis zur Jahresmitte stabiler als erwartet, bevor es den Rest des Jahres über zu unerwarteten Einbrüchen kam.

2.3.2 OPERATIVE RISIKEN

2.3.2.1 LIEFERANTENRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Die wichtigsten Risikofaktoren stehen mit der Qualität und der langfristigen Verlässlichkeit von Lieferungen, der Finanzlage von Lieferanten und ihrer Einhaltung von Vorschriften und Verpflichtungen im Rahmen von nachhaltiger Entwicklung in Zusammenhang.

MANAGEMENTVERFAHREN UND -GRUNDSÄTZE

Lieferantenausfall

Die finanzielle Solidität von Lieferanten wird anhand von zwei maßgeblichen Kriterien geprüft:

einem Ratingsystem, das auf einer Analyse der Geschäftsberichte von Lieferanten basiert;
der Abhängigkeit von Renault.

Wird ein Lieferant bei Finanzkriterien negativ bewertet, wird dieser Lieferant bei monatlichen Sitzungen durch den Lieferantenrisikoausschuss überwacht. Diesem Ausschuss gehören Mitglieder aus der Leitung der Abteilung Purchasing sowie Vertreter aus den Abteilungen Finance, Legal, Human Resources, Logistics und Public Affairs an.

Wenn besondere Umstände eintreten, können weitere Maßnahmen ergriffen und häufigere Ausschusssitzungen anberaumt werden.

Die operativen Beschaffungsabteilungen kümmern sich um Risiken anderer Art wie z. B. logistik-, technologie-, industriebezogene Risiken usw. Bei einem Lieferantenausfall müssen diese Abteilungen reagieren, mitunter innerhalb kürzester Zeit, um in der Lieferantenbasis Ersatzlösungen zu finden, die eine unterbrechungsfreie Versorgung gewährleisten.

Die folgenden Punkte werden durch operative Leistungsbewertungen regelmäßig untersucht: technische Exzellenz, Fähigkeit, Forderungen hinsichtlich Volumen, Qualität, Kosten und Lieferzeit nachzukommen, und Eignung der Logistik.

Die Fähigkeit von Lieferanten, die geplanten Teilemengen an die Werke zu liefern, wird mit Hilfe des „Kapazitätsbenchmark“-Prozesses der Gruppe fortlaufend überprüft.

Nichterfüllung nachhaltiger Entwicklungszusagen

Das Risiko, dass Lieferanten die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung nicht beachten, wird in der Hauptsache beherrscht durch:

die Aufnahme eines „Filters” in die Lieferantenauswahl- und Beschaffungsprozesse,
die Feststellung von Abweichungen gegenüber Normen und Standards durch Selbstbewertungen und Bewertungen seitens der Abteilung Quality im Beschaffungswesen sowie externe Audits,
die Ergreifung von Korrekturmaßnahmen, wenn eine erhebliche oder kritische Abweichung bei einem Lieferanten festgestellt wird (Leistungsbewertungen).

Im Sinne von Renault Commitment 2009 haben sich die Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Risiko der nachhaltigen Entwicklung auf Lieferantenseite auf Folgendes konzentriert:

Im Bereich Beziehungen zwischen den Sozialpartnern müssen Lieferanten eine förmliche Verpflichtung zu den Grundsätzen der Erklärung der Grundrechte von Arbeitnehmern bei Renault abgeben (dazu gehört die Beseitigung von Kinder- und Zwangsarbeit sowie die Einhaltung der Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen, die in der Gruppenrichtlinie über Arbeitsbedingungen beschrieben sind).

Im Umweltbereich betrafen die Aktionen hauptsächlich die Anwendung der europäischen REACH-Verordnung für Substanzen, die in der Europäischen Gemeinschaft verkauft oder hergestellt werden. Hierbei ging es um die Information von Einkäufern und Lieferanten, für die insbesondere ein Leitfaden erstellt wurde. Außerdem wurde ein diesbezüglicher Fragebogen verschickt.

Im Bereich Risikofeststellung (soziale und umweltbezogene Risiken) wurden:

2008 an Lieferanten 700 Selbstbewertungen verschickt.
seit 2007 inzwischen 214 Bewertungen von der Abteilung Quality im Beschaffungswesen durchgeführt.
rund 15 externe Audits durchgeführt.
ein Arbeits-/Umweltmanagementsystem für Lieferanten entwickelt, damit Daten und laufende Aktionen effizienter über das Lieferantenportal verarbeitet und mitgeteilt werden können.

2.3.2.2 GEOGRAFISCHES RISIKO

RISIKOFAKTOREN

Die Gruppe besitzt industrielle und/oder kaufmännische Geschäftsbetriebe in Ländern außerhalb Europas7, insbesondere in Südkorea, Rumänien, Brasilien, Argentinien, der Türkei, Kolumbien, Chile, Russland, Marokko, Iran, Südafrika und Indien. Der Gruppenabsatz außerhalb Europas macht 27 % des Gesamtabsatzes aus. Das Risikoüberwachungssystem wurde neu gestaltet, um diesen deutlichen Ausbau des Fahrzeugabsatzes zu unterstützen.

Die Tätigkeiten der Gruppe in diesen Ländern sind mit verschiedensten Risiken verbunden. Hierzu gehören zumeist die Volatilität des BIP, wirtschaftliche und politische Instabilität, neue Gesetzesvorschriften, Zahlungsprobleme, Arbeitskämpfe, starke Schwankungen bei Zinsen und Wechselkursen sowie Devisenkontrollmaßnahmen.

7 „Außerhalb Europas” bedeutet die drei Regionen: Euromed, Asien & Afrika und Amerika: Am 1. März 2009 ist eine neue Region im Rahmen der geografischen Organisation unter Leitung von regionalen Managementgremien hinzugekommen (siehe Länderliste am Ende von Abschnitt 2.1.1).

MANAGEMENTVERFAHREN UND -GRUNDSÄTZE

Industrielle und kaufmännische Investitionen von Renault außerhalb Europas sind geografisch gestreut. Das ermöglicht die Bündelung des Risikoportfolios auf Unternehmensebene, insbesondere durch eine weltweite kurzfristige Vereinbarung mit dem französischen Kreditversicherer Coface. BIP-Wachstums- und Solvenzmuster sind von Region zu Region unterschiedlich und verhalten sich häufig antizyklisch.

Risikomanagement und regionale Managementgremien

Das übergeordnete Landesrisiko wird von jedem regionalen Managementgremium überwacht. Die regionalen Managementgremien können um einen Verzicht auf die allgemeine Regel bitten. In diesem Falle ist die Genehmigung vonseiten des Exekutivkomitees der Gruppe erforderlich.

Industrielle Basen

Die Entscheidung, industrielle Basen in Ländern außerhalb Europas aufzubauen, wurde im Rahmen einer Wachstumsstrategie getroffen, bei der die Instabilitätsrisiken in einen übergeordneten Ansatz einfließen.

Die Gruppe ist außerdem bemüht, den lokalen Anteil in ihren Produktionseinheiten in Schwellenländern kontinuierlich zu erhöhen. Dadurch soll die Wettbewerbsfähigkeit dieser Einheiten auf ihren lokalen Märkten erhöht und ihre Kapazität effizienter genutzt werden, wobei in andere Regionen exportiert wird, wenn Binnenmärkte stocken und sich durch veränderte Kursparitäten die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von Produkten außerhalb des Landes verbessert.

Im Iran werden die Investitionen von Renault durch einen Kreditversicherer gedeckt.

Kaufmännische Aktivitäten

Die Gruppe sichert alle Finanzströme aus kaufmännischen Tätigkeiten in Schwellenländern ab. Als die beiden wichtigsten Sicherungsinstrumente werden Bankgarantien (Standby-Akkreditive von führenden Banken) und kurzfristige Exportkreditgarantien (globale/kaufmännische/politische Deckung von Coface) genutzt.

Internationale Projekte

Geografische Risiken werden berücksichtigt, indem bei neuen Investitionsprojekten in einem Schwellenland eine höhere Rentabilität verlangt wird. Die Risikoprämie, die auf die Standardrentabilität aufgeschlagen wird, berechnet sich anhand von Finanzmarktkennzahlen und makroökonomischen Indikatoren.

Kurzfristiges Liquiditätsrisiko nach Ländern

Zur Überwachung von Risiken einschließlich Liquiditätsrisiko wird ein Trendindikator in den Ländern, in denen die Gruppe agiert, herangezogen. Die Gruppe verfolgt diesen Indikator und kann so die Finanzierungspolitik für ihre Tochtergesellschaften in Anbetracht von Veränderungen an der Situation in jedem Land und vorliegenden makroökonomischen Daten anpassen.

Gruppeninterne Finanzströme

Als Unterstützung für ihr globales Wachstum hat die Gruppe ein strahlenförmiges Finanzsystem und ein sternartig aufgebautes Fakturierungssystem konzipiert. Die industriellen Tochtergesellschaften verkaufen ihre Exportproduktion an Renault s.a.s. Diese wiederum verkauft sie an importierende Tochtergesellschaften und unabhängige Importeure, wobei sie ihnen Lieferantenkredite gewährt. Die Muttergesellschaft übernimmt das Management des mit diesem Kredit verbundenen Risikos.

So zentralisiert die Gruppe ihre Aktivitäten im Bereich Finanzrisikomanagement und kann ein einziges Sicherungsverfahren zu wettbewerbsfähigen Bedingungen anwenden.

2.3.2.3 KUNDEN- UND NETZRISIKO VON RCI BANQUE

Risiken in Zusammenhang mit der Qualität von Kundenkrediten werden mit Hilfe eines Bewertungssystems beurteilt und nach Kundensegment, d. h. Verbraucher, Unternehmen oder Händler, überwacht.

Die Verfahren für die Gewährung von Krediten an Privat- und Geschäftskunden basiert auf Bonitätsbewertungssystemen und Recherchen in externen Datenbanken. Streitigkeiten werden jeweils im Einzelfall nach einer strikten Reihe von Verfahren geklärt, die die Anforderungen vonseiten der Bankaufsichtsbehörden erfüllen. Ziel dieser Verfahren ist, die ausstehenden Summen oder die Fahrzeuge so schnell wie möglich auf gütlichem oder gerichtlichem Wege einzutreiben bzw. zurückzuholen.

Finanzierungen für das Netz werden anhand eines internen Ratingsystems vergeben, bei dem die Finanzlage der Händler berücksichtigt wird. Seit mehreren Jahren werden die Regeln für das Netzwerkrisiko hierbei standardisiert (insbesondere für die Bildung von Rückstellungen). So war es möglich, die Überwachung von Risiken und die Bildung von zugehörigen Rückstellungen zu verstärken. In den Kosten für das Retail-Risiko werden seit 2002 die neue europäische Verordnung über den Vertrieb von Automobilen sowie der Konjunkturabschwung berücksichtigt.

Aufgrund des Abschwungs auf dem Automobilmarkt und infolgedessen rückläufiger Finanzierungen haben sich ausstehende Kundenfinanzierungen Ende Dezember 2008 um EUR 1,5 Mrd. im Verhältnis zum 31. Dezember 2007 vermindert.

Im gleichen Zeitraum gingen auch die ausstehenden Händlerfinanzierungen um EUR 1 Mrd. zurück. Daran zeigt sich das umsichtige Bestandsmanagement, das Hersteller und Händler während der Krise betrieben haben.

Die Kosten für das Kundenrisiko haben sich in der zweiten Jahreshälfte weiter verschlechtert, insbesondere in Spanien. Damit setzte sich der Trend fort, der bereits Anfang des Jahres begonnen hatte. RCI Banque geht bei der Annahme von Krediten stets nach strengen Grundsätzen vor. In einem unsicheren Wirtschaftsumfeld hat das Unternehmen diese Vorgaben fortlaufend angepasst, um die gesamten Verluste aus Kundenfinanzierungen unter 1 % zu halten.

RCI Banque: Gesamtverluste aus Kundenfinanzierungen (in % von durchschnittlichen ausstehenden bedienten Krediten)

„Durchschnittlich ausstehende Kredite” bezieht sich auf den durchschnittlichen Kapitalbetrag (unter Ausschluss von Hersteller-und Händlerbeiträgen, aber einschließlich verrechenbarer Vertriebskosten), die von Kunden und/oder Händlern in einem bestimmten Zeitraum (z. B. einem Monat, einem Jahr) geschuldet werden.

Ausstehende überfällige säumige Kredite und zweifelhafte Kredite sind aus der Kennzahl ausgeschlossen, weil sie verzinste Kredite betreffen. Säumige Außenstände, die noch nicht fällig sind, und nicht säumige Außenstände sind darin enthalten.

2.3.1.4 VERTRIEBSRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Welche Art von Risiken Renault ausgesetzt ist, hängt jeweils von der Art des betreffenden Produktvertriebsweges ab:

In kaufmännischen Importtochtergesellschaften stehen die wesentlichen Risiken mit der Nutzung von Verkaufs- und Marketingressourcen in Zusammenhang.
In den eigenen Vertriebstochtergesellschaften, die unter dem Dach der Renault Retail Group (früher REAGROUP) gebündelt sind, ergeben sich die Risiken von Renault in erster Linie aus der Dezentralisierung und der Vielfalt dieser Unternehmen.
Auch aus der Finanzlage von Händlernetzen entstehen Risiken.

Ein weiteres Risiko, das mit den Vertriebstätigkeiten der Gruppe in Verbindung steht, ist der Zahlungsausfall von Kunden.

MANAGEMENTVERFAHREN UND -GRUNDSÄTZE

Importtochtergesellschaften

Zentrale und lokale Systeme und Verfahren wurden eingerichtet, damit die Importtochtergesellschaften der Gruppe die Kosten und die an das Netz gezahlte finanzielle Unterstützung kontrollieren können.

Unabhängige Wirtschaftsprüfer führen in einigen Ländern Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass Händler die von ihnen erhaltene Unterstützung belegen können.

Im Geschäftsjahr 2006 wurde eine jährliche Selbstbewertung des internen Kontrollsystems nach einem Standardformat eingeführt, das zusammen mit der Abteilung Group Audit konzipiert wurde.

Die Abteilung Sales & Marketing hat 2007 die Einführung eines Programms zur Zahlung und anschließenden Kontrolle der kaufmännischen Unterstützung für das Netz eingeführt. Dieses Programm wird Schritt für Schritt in allen Vertriebstochtergesellschaften zum Einsatz kommen.

Europäische Vertriebstochtergesellschaften (Renault Retail Group)

Das interne Kontrollsystem in den Vertriebstochtergesellschaften der Gruppe (Renault Retail Group) beruht auf einer Reihe von Standards und Verfahren. Jährliche Selbstbewertungen, die mit Hilfe der Instrumente für die interne Qualitätskontrolle durchgeführt werden, wurden seit Ende 2006 auf alle Länder ausgeweitet.

Diese Instrumente wurden in Zusammenarbeit mit der Abteilung Audit entwickelt. Die Durchführung der Selbstbewertungen wird regelmäßig von Auditoren aus der Abteilung Audit oder Fachunternehmen außerhalb der Gruppe überprüft.

Händlernetz

Renault und RCI Banque (RCI) überwachen gemeinsam die Finanzlage von Händlern in Ländern, in denen RCI präsent ist. Um das Risiko von Zahlungsausfällen oder offenen Forderungen zu vermeiden und zu begrenzen, wird ein Ratingsystem genutzt. In anderen Ländern richtet Renault ein Kreditüberwachungssystem ein.

Jeden Monat treten Risikoausschüsse in Ländern zusammen, in denen RCI Banque tätig ist. In anderen Ländern, insbesondere in Mitteleuropa, kommt ein Risk Supervision Committee alle vier Monate in der Zentrale zusammen, um monatliche operative Berichte über die Finanzlage von Händlernetzen und die Begleichung von Forderungen zu prüfen.

Das Zahlungsausfallrisiko wird auf RCI Banque in geografischen Regionen übertragen, wo RCI Banque Ad-hoc-Stellen für das Risiko aus dem Netz und Einzelkunden in Anspruch nimmt. Wenn RCI dieses Risiko nicht abdecken kann, wird es von Renault direkt getragen.

Im Geschäftsjahr 2007 hat die Credit-Management-Struktur ein Berichtssystem mit Indikatoren eingerichtet, mit denen die Schulden von Kunden in der Sparte Automobile überwacht werden. Diese Instrumente verbessern die Überwachung und Steuerung von Zahlungszielen und helfen bei einem effektiveren Management des Kundenrisikos.

Teile- und Zubehörabteilung

Die Abteilung Group Parts and Accessories, die für das kaufmännische Management des Ersatzteil- und Zubehörvertriebs an alle Renault-Unternehmen verantwortlich ist, hat ein Aktionsprogramm auf Basis von Risikokartografien ins Leben gerufen, die 2004 erstellt und 2007 aktualisiert wurden. Die Aktionspläne konzentrieren sich auf das Risiko einer vom Lieferanten verursachten Störung der Belieferung, der Logistik oder des IT-Ausfalls. Ein spezieller Risikoausschuss überwacht diese Aktionen regelmäßig.

2.3.2.5 PRODUKTQUALITÄTSRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Die Automobilindustrie entwickelt fortlaufend neue Arten von Geräten und Ausstattungen, um die Sicherheit und den Komfort von Fahrern zu verbessern. Diese Fortschritte finden bei den Nutzern großen Anklang.

Aufgrund dieser Entwicklungen findet man in einem Automobil von heute eine immer größer werdende Zahl von immer komplexer werdenden Systemen. Das reicht von der Servolenkung über das Brems- bis hin Rückhaltesystemen.

MANAGEMENTVERFAHREN UND -GRUNDSÄTZE

Beim Design eines neuen Fahrzeugs richtet Renault ein System ein, um Risiken, die durch die installierte Ausrüstung entstehen, festzustellen, zu bewerten und zu beherrschen:

Dieses System beinhaltet:

eine besondere Organisation für das Risikomanagement,
die Festlegung von Konstruktionsnormen und -standards und die Sorge, dass diese Vorgaben eingehalten werden, sowie Methoden und Instrumenten für die Betriebssicherheit,
die Überwachung unerwünschter Vorkommnisse beim Kunden und bei vernünftiger Betrachtung absehbarer Verhaltensweisen im Fahrzeug (die sowohl physische Komponenten als auch logische Systeme betreffen), durch die Fahrzeugnutzer gefährdet werden könnten.

Es erstreckt sich auf die Phasen der Fertigung, der Fahrzeugauslieferung, der Wartung und der Reparatur sowie auf das Ende der Nutzungsdauer.

Renault hat ein System eingerichtet, um Vorkommnisse beim Kunden zu erkennen, zu analysieren und zu bearbeiten. Damit sollen die Anzahl der Fahrzeuge, die von einem Vorkommnis wahrscheinlich betroffen sind, verringert, die Schwere und die Sicherheitsrelevanz von Vorkommnissen bewertet und das Risiko so rasch wie möglich bewältigt werden, insbesondere durch Rückrufkampagnen, soweit dies notwendig ist.

Neben Informationen aus dem Netz nutzt Renault verschiedenste Indikatoren, u. a. eine Beobachtung der Medien, eine Kundenplattform und Umfragen zur Kundenzufriedenheit, um Vorkommnisse beim Kunden frühzeitig zu erkennen.
Nach der Dokumentation erfolgt eine technische Analyse von Vorkommnissen, so dass über Vorbeugungs- oder Korrekturmaßnahmen entschieden werden kann.
Im Falle von Schwierigkeiten bei der Diagnose oder Behebung eines Problems erhält das Netz zudem Unterstützung.

Das so genannte „Vigilance Committee” unter Vorsitz der Abteilung Quality achtet darauf, dass Maßnahmen zur Feststellung von Vorkommnissen und deren Vorbeugung sowie zum Umgang mit Vorkommnissen ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Gleichzeitig sorgt die Organisation in Zusammenhang mit Vorschriften dafür, dass Folgendes auf globaler Ebene sichergestellt ist:

Feststellung neuer Vorschriften, die schon in der Designphase berücksichtigt werden müssen.
Erfüllung der einschlägigen Vorschriften durch die Produkte.

Im Jahr 2006 wurden Gespräche mit anderen Automobilherstellern, staatlichen Behörden und Normungsorganisationen über gemeinsame Standards für die Festlegung und Bewertung von Risiken aufgenommen. Im Anschluss hieran hat Renault neue Initiativen in den Bereichen Qualität und Betriebssicherheit für seine Produkte ins Leben gerufen. Hierzu gehören folgende Maßnahmen:

Unerwünschte Vorkommnisse beim Kunden, die die Sicherheit der Benutzer wahrscheinlich gefährden, werden auf dem neuesten Stand gehalten und eine bei vernünftiger Betrachtung absehbare Verwendung, durch die Gefahren für die Benutzer entstehen könnten, wird ermittelt.
Die 2007 eingeleiteten Programme zur Sensibilisierung und Schulung in allgemeiner Produktsicherheit und Betriebssicherheit werden im gesamten Unternehmen weiter fortgeführt.
Mitwirkung an Arbeitsgruppen im Rahmen des ISO-Normungsinstituts, die sich mit der Funktionssicherung von elektrischen/elektronischen Bordsystemen beschäftigen.
Mitarbeit bei der Federation of Vehicle Equipment Industries zur inhaltlichen Festlegung von Sicherheitsunterlagen, die Lieferanten zum Nachweis der Risikokontrolle bei zugekauften Produkten zur Verfügung stellen müssen.

Neben den Maßnahmen zur Verringerung von Vorkommnissen beim Kunden werden regelmäßige Befragungen zur Kundenzufriedenheit durchgeführt. Die Erkenntnisse aus diesen Umfragen fließen in den Prozess der kontinuierlichen Produktverbesserung ein.

2.3.2.6 PRODUKTIONSRISIKEN

RISIKOFAKTOREN

Die Gruppe ist einem potenziell erheblichen Produktionsrisiko ausgesetzt, weil ihre Industriebetriebe in hohem Maße konzentriert sind und wechselseitige Abhängigkeiten zwischen ihren Werken bestehen. In allen Produktionsbetrieben kommt eine aktive förmliche Vorbeugungspolitik zur Anwendung, die die Sicherheit von Personen und Sachen regelt.

MANAGEMENTVERFAHREN UND -GRUNDSÄTZE

Seit vielen Jahren bemüht sich die Gruppe um eine Verringerung der Feuer-, Explosion- und Maschinenausfallrisiken. Priorität haben dabei Antriebs- und Karosseriemontagebetriebe. Die meisten bestehenden Werke haben die Bewertung als Highly Protected Risk, einem internationalen Standard für die Risikovorbeugung, erhalten. Diese Bewertung erfolgt durch Versicherungsgesellschaften, die jedes Jahr die Anwendung von Vorbeugungs- und Schutzvorschriften überprüfen.

Auch Risiken durch Naturkatastrophen wie Stürme, Überflutungen, Taifune (insbesondere in Südkorea) und Erdbeben (Rumänien, Chile und Türkei) sind in der Risikovorbeugungspolitik enthalten.

Die Risikovorbeugungspolitik wird von einem kleinen Expertenteam in der Unternehmenszentrale unterstützt, das Standards zur Anwendung in aller Welt aufstellt und an allen Projekten zur Modernisierung oder Erweiterung bestehender Werke bzw. zum Bau neuer Betriebe teilnimmt. Den Experten in der Unternehmenszentrale stehen in jedem Werk lokale Teams zur Seite, die vernetzt arbeiten.

2.3.1.7 UMWELTRISIKO

RISIKOFAKTOREN

Neben den Systemen und Richtlinien, mit denen die Umweltauswirkungen von Fahrzeugen in der Design-, Fertigungs-, Betriebs- und Recyclingphase reduziert werden sollen (siehe hierzu auch Abschnitt 3.2 über die Umweltleistung), bezieht sich das Umweltrisiko bei Renault auf die Umweltauswirkungen von Störungen in seinen Werken, Schädigungen von Personen und Altlasten.

MANAGEMENTVERFAHREN UND -GRUNDSÄTZE

Bei Renault gibt es keine Anlagen mit hohen Risiken. Dennoch hat das Unternehmen ein Managementsystem zur Vermeidung von Umweltrisiken eingeführt. Dieses System ist nach der Norm ISO 14001 zertifiziert und seit 2005 in die Produktionsweise bei Renault durch den geregelten Umgang mit Chemikalien und Abfällen am Arbeitsplatz integriert. Ganz allgemein gilt hierfür der Umwelt- und Risikomanagementplan jedes Standortes.

Ein zentrales Team aus Experten koordiniert die Aufgaben im Rahmen des Systems. Techniken und Strukturen zur Feststellung von Risiken, Quantifizierung ihrer Auswirkungen, Organisation von Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen und Festlegung von Kontroll- und Managementmethoden sind an allen Standorten eingeführt.

Für jede Stufe des Umweltrisikomanagements wurden Methoden und Instrumente definiert: Risikoermittlung, Auswahl von Vorbeugungsund/oder Schutzlösungen, Management- und Schulungsverfahren, Fragebögen zur Selbstbewertung von Risiken in Karosseriemontage- und Antriebsfertigungswerken.

2.3.1.8 IT-RISIKO

RISIKOFAKTOREN

Die Renault-Gruppe ist auf den ordnungsgemäßen Betrieb ihrer IT-Systeme angewiesen. Für die meisten Systeme ist die Abteilung Information Systems (DSIR) verantwortlich, die eine Sicherheitsrichtlinie, technische Rahmenbedingungen und Prozesse zur Bekämpfung von Risiken in Zusammenhang mit

der Unterbrechung von IT-Diensten unabhängig von der Ursache;
dem Diebstahl und der Zerstörung von Computerdaten (Geheimhaltung und Integrität)

implementiert hat.

MANAGEMENTVERFAHREN UND -GRUNDSÄTZE

Risiken werden beherrscht durch:

ein IT Risk Committee, das von der Abteilung IT unter Leitung der Abteilung Audit und Risk Management zusammen mit Vertretern aus anderen Unternehmensabteilungen organisiert wird.
Security Committees auf DSIR-Ebene, die auf operativer Ebene Überprüfungen auf effektive Anwendung von IT-Sicherheitsverfahren in Übereinstimmung mit internationalen Best Practices überprüfen (Richtlinien und Normen wie z. B. ISO 27001).
eine Sicherheitsfreigabestruktur bei wesentlichen Projekten, Verbundschaltungen und Sicherheits-Upgrades.
Audits, die von der Abteilung Information Systems zusammen mit der Abteilung Internal Audit durchgeführt werden.

Mit den wesentlichen Sicherheitsprogrammen, die 2008 durchgeführt wurden, sollten:

die Umsetzung der zusammen mit Nissan festgelegten Sicherheitspolitik ausgeweitet werden;
Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden, mit denen neuen Problemen als Folge der internationalen Expansion und Partnerschaften der Gruppe Rechnung getragen wird (Zugangsmanagement und Geheimhaltung);
die Notfallressourcen und -verfahren, die in den Haupt-IT-Zentren der Gruppe vorhanden sind, verstärkt werden.

2.3.2.9 VERSICHERUNG OPERATIVER RISIKEN

In der Renault-Gruppe gelten für die Versicherung von operativen Risiken drei Aspekte:

Risiken mit großen Auswirkungen und geringer Wahrscheinlichkeit werden auf die Versicherungs- und Rückversicherungsmärkte übertragen.
Für geläufige Risiken, die statistisch bekannt und finanziell abdeckbar sind, werden von der Gruppe Rückstellungen gebildet, sofern keine diesbezügliche gesetzliche Versicherungspflicht besteht.
Die Gruppe handelt globale Versicherungspolicen aus, die gruppenweit Deckung bieten.

Die meisten Unternehmen der Gruppe fallen unter diese globalen Versicherungspolicen. In Übereinstimmung mit dem Prinzip der Risikoübertragung sehen sie hohe Obergrenzen von bis zu EUR 1,5 Mrd. vor. Auch die Selbstbehalte - die von der Gruppe getragen werden, bevor die Versicherungsgesellschaften Schäden übernehmen - sind hoch. Der höchste Selbstbehalt liegt bei EUR 24 Mio. je Schaden. Einige Risiken wie z. B. unter die Herstellergarantie fallende Mängel und Rückrufaktionen sind nicht versichert.

Dass hohe Selbstbehalte beibehalten werden, liegt in der konsequenten Vorbeugungspolitik, in der Tatsache, dass es in den letzten Jahren keine größeren Schäden gegeben hat, und in dem Wunsch begründet, jeden Bereich, der Risiken trägt, stärker in die Verantwortung zu nehmen. Für 2009 ist keine wesentliche Änderung am Prinzip der Risikoübertragung von Renault geplant.

2.3.3 SONSTIGE RISIKEN

2.3.3.1 RECHTLICHES RISIKO

BESCHREIBUNG DES INTERNEN KONTROLLPROZESSES

In juristischer Hinsicht basiert die interne Kontrolle auf zwei wesentlichen Leitlinien:

der responsiven Berichterstattung, die sich auf die Vernetzung und Verzahnung der Rechtsfunktion innerhalb der Renault-Gruppe durch ein duales System aus Linien- und Stabsberichterstattung stützt. Rechtsanwälte werden anhand von qualitativen Kriterien und Kosten-Nutzen-Verhältnissen ausgewählt. Die Anwendung dieser Auswahlkriterien wird jährlich überprüft.

das Vorsichtsprinzip, das sich aus zwei Faktoren ergibt:

Jedes Mitglied der Rechtsfunktion besitzt ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl und ist gewohnt, zu allen Zeiten im Team, funktionsübergreifend und ethisch zu arbeiten.
Rechtsteams werden bei größeren Fällen sehr frühzeitig eingeschaltet und spielen bei der Klärung späterer Streitigkeiten eine proaktive Rolle.

GEWÄHRUNG VON LIZENZEN AN GEWERBLICHEN SCHUTZRECHTEN

Die Gruppe kann Dritten gehörende Patente im Rahmen von Lizenzvereinbarungen nutzen, die mit diesen Dritten ausgehandelt werden.

Jedes Jahr meldet Renault s.a.s. mehrere hundert Patente (siehe hierzu auch Kapital 2.2 „Forschung und Entwicklung”) an. Sie sind zum Teil in nutzungsentgeltpflichtigen Lizenzen enthalten, die Dritten gewährt werden.

Beim Verkauf von Renault V.I. an Volvo hat Renault der Volvo-Gruppe in einem Vertrag vom 2. Januar 2001 über Nutzfahrzeuge (von 3,5 Tonnen und mehr) eine Lizenz zur Nutzung des Markennamens Renault eingeräumt. Es handelt sich hierbei um eine unbefristete weltweite Lizenz, die die Volvo-Gruppe auf ihr eigenes Risiko nutzt.

Darüber hinaus hat Samsung nach einer Vereinbarung vom 5. August 2000 Renault Samsung Motors eine weltweite einfache Lizenz zur Nutzung des Markennamens Samsung bei allen Fahrzeugen, die Renault Samsung Motors in Südkorea montiert und herstellt, gewährt. Diese Lizenz läuft zunächst bis 2010, kann jedoch durch eine Änderung erneuert werden.

Am 14. September 2004 hat die Europäische Kommission Empfehlungen zur Änderung der Richtlinie 98/71 über den rechtlichen Schutz von Mustern und Modellen veröffentlicht. Diese Empfehlungen fordern zur Abschaffung des urheberrechtlichen Schutzes von Ersatzteilen auf. Dieser Vorschlag wurde vom Europäischen Parlament mit einer Änderung, die eine Übergangsfrist von fünf Jahren vorsieht, angenommen und muss nun vom Europäischen Ministerrat erörtert werden. Danach könnte sich der Verkauf von Ersatzteilkopien negativ auf die Ertragslage der Gruppe auswirken, die zurzeit rund 1,5 % ihrer Umsatzerlöse mit dem Verkauf so genannter urheberrechtlich geschützter Eigenteile erwirtschaftet.

2.3.3.2 AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Verpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf Garantien und Erklärungen, die die Gruppe im normalen Geschäftsverkehr abgegeben hat, sowie auf Sparpläne in Argentinien. Außerbilanzielle Verpflichtungen werden im Anhang zum Konzernabschluss (Punkt 29) erörtert. Nach dem Kenntnisstand des oberen Managements wurden keine erheblichen außerbilanziellen Verpflichtungen ausgelassen.

2.3.3.3 RISIKEN IN ZUSAMMENHANG MIT PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

Renault ist in Ländern tätig, in denen im Allgemeinen öffentliche Pensionssysteme unterhalten werden. Diesbezügliche Verpflichtungen von Renault setzen sich in erster Line aus Pensionsleistungen zusammen, die im Anhang des Konzernabschlusses in Punkt 20 erläutert werden. Diese Verpflichtungen können von Änderungen an den für ihre Berechnung zugrunde gelegten Parametern abhängig sein (Finanzierung, sich auf das Arbeitsverhältnis beziehende Faktoren, Zinssätze).

2.3.3.4 STEUER- UND ZOLLRISIKEN

Die Gruppe wird in den Ländern, in den sie ihren Geschäften nachgeht, regelmäßigen Steuerprüfungen unterzogen. Rechtsgültige Forderungen wegen Steuerrückständen werden über Rückstellungen erfasst. Strittige Forderungen werden jeweils im Einzelfall anhand von Schätzungen erfasst, bei denen das Risiko, dass strittige Forderungen nicht abgewendet werden können, obwohl Maßnahmen und Einsprüche der Gruppe hinreichend begründet sind, berücksichtigt wird.

2.3.3.5 STREITIGKEITEN

Generell werden alle bekannten Rechtsstreitigkeiten, an denen Renault oder Unternehmen der Gruppe beteiligt sind, zum Jahresende untersucht. Nachdem hierzu die Meinung der entsprechenden Berater eingeholt wurde, bildet die Gruppe die Rückstellungen, die zur Abdeckung des geschätzten Risikos notwendig sind.

Im normalen Geschäftsverkehr ist die Gruppe an verschiedensten rechtlichen Verfahren beteiligt, die mit der Nutzung ihrer Produkte in Zusammenhang stehen. Zurzeit wird nach Schätzungen von Renault wahrscheinlich keines dieser Verfahren das Vermögen, die Finanzlage, die Aktivitäten oder die Ertragslage der Gruppe erheblich beeinträchtigen.

In den letzten zwölf Monaten hat es keine staatlichen, Gerichts- oder Schiedsverfahren (auch keine Verfahren, die nach Kenntnis des Unternehmens drohen oder möglich sind) gegeben, die erhebliche Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens und/oder der Gruppe gehabt haben oder haben könnten.

07 Jahresabschluss

7.1 BERICHT DER ABSCHLUSSPRÜFER ÜBER DEN KONZERNABSCHLUSS

7.2 KONZERNABSCHLUSS

7.2.1 Konzerngewinn- und Verlustrechnung
7.2.2 Konzernbilanz
7.2.3 Konzerneigenkapital
7.2.4 Konzernkapitalflussrechnung
7.2.5 Segmentangaben
7.2.6 Anhang zum Konzernabschluss

7.1 BERICHT DER ABSCHLUSSPRÜFER ÜBER DEN KONZERNABSCHLUSS

Renault

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2008

Bericht der Abschlussprüfer über den Konzernabschluss

Dies ist die deutsche Wiedergabe einer freien englischen Übersetzung des in Französisch verfassten Berichts der Abschlussprüfer, die ausschließlich zum besseren Verständnis englischsprachiger Leser erfolgte. Dieser Bericht enthält Informationen, die nach französischem Recht in allen Abschlussprüfungsberichten unabhängig davon, ob diese einen uneingeschränkten oder eingeschränkten Bestätigungsvermerk enthalten, ausdrücklich gefordert werden. Diese Angaben finden sich weiter unten nach der Beurteilung des Konzernabschlusses. Diese Informationen enthalten Erläuterungen zu den Beurteilungen bestimmter erheblicher Rechnungslegungs- und Prüfungssachverhalte durch die Abschlussprüfer. Die Prüfungshandlungen erfolgten, um den Abschluss in seiner Gesamtheit zu beurteilen und nicht um einzelne Posten oder Informationen aus dem Konzernabschluss gesondert zu bestätigen. Der Bericht enthält darüber hinaus Informationen zu der besonderen Prüfung von Angaben im Lagebericht der Gruppe.

Dieser Bericht ist nach Maßgabe französischen Rechts und der in Frankreich geltenden Standards für Abschlussprüfungen zu lesen und in deren Sinne auszulegen.

An die Aktionäre

Gemäß unserer Bestellung als Abschlussprüfer durch Ihre Hauptversammlung berichten wir Ihnen hiermit für das zum 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr über:

die Prüfung des beiliegenden Konzernabschlusses von Renault,
die Begründung für unsere Beurteilungen,
die von Rechts wegen geforderte besondere Prüfung.

Der Konzernabschluss wurde vom Verwaltungsrat genehmigt. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfungen ein Urteil über den Abschluss abzugeben.

I. BEURTEILUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Wir haben unsere Prüfung nach den in Frankreich geltenden einschlägigen Standards durchgeführt. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, dass der Abschluss keine wesentlichen Falschaussagen enthält. Im Rahmen der Prüfung werden Nachweise für die Summen und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst außerdem die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind überzeugt, dass unsere Prüfung eine angemessene Grundlage für unsere Beurteilungen darstellt.

Nach unserer Ansicht vermittelt der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanzlage der Gruppe zum 31. Dezember 2008 und ihrer Ertragslage für das zu diesem Zeitpunkt endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union gebilligten IFRS.

II. BEGRÜNDUNG UNSERER BEURTEILUNGEN

Laut Artikel L.823-9 des französischen Handelsgesetzbuchs („Code de Commerce”), in dem die Begründung unserer Beurteilungen geregelt ist, machen wir Sie auf Folgendes aufmerksam:

Zwecks Aufstellung des Konzernabschlusses trifft die Leitung der Renault-Gruppe bestimmte Schätzungen und Annahmen, die insbesondere die Wertansätze für bestimmte Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen betreffen. Zum Teil erfolgten Schätzungen, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2008 herangezogen wurden, vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise, was die Unklarheit über die Zukunft vergrößert und Bedingungen nach sich zieht, die ganz speziell für dieses Geschäftsjahr gelten. Diese allgemeinen Bedingungen sind im Anhang zum Konzernabschluss unter Punkt 2-B zusammengefasst. Folgende Posten des Konzernabschlusses wurden in einem unsicheren Zusammenhang bewertet:

immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (Punkt 2-L und 12).
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (Punkt 2-L, 13 und 14).
in den Vorräten enthaltene Gebrauchtwagen und in Abhängigkeit der Laufzeit zugehöriger Verträge unter Sachanlagen oder Vorräten erfasste Leasingfahrzeuge (Punkt 2-G, 11-B und 15).
Forderungen aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge (Punkt 2-G und 16).
aktive latente Steuern (Punkt 2-I und 9)

Bei allen oben genannten Posten haben wir die Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und -methoden und Angaben im Anhang zum Konzernabschluss beurteilt. Wir haben die Konsistenz der zugrunde liegenden Annahmen, deren zahlenmäßig ausgewiesenen Auswirkungen sowie die vorliegende Dokumentation geprüft und anhand dieser Basis die Angemessenheit der erfolgten Schätzungen beurteilt.

Schließlich sind wir überzeugt, dass aufgrund der durchgeführten Prüfungshandlungen und mitgeteilten Informationen Punkt 26-B1 angemessene Angaben über das Liquiditätsrisiko für die Gruppe enthält.

Ihr Unternehmen nimmt darüber hinaus Schätzungen vor, die insbesondere Garantierückstellungen (Punkt 2-G), Rückstellungen für Pensions- und sonstige Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer (Punkt 20-C) und Rückstellungen für Personalanpassungsmaßnahmen (Punkt 7-A) betreffen. Bei allen diesen Schätzungen haben wir die vorliegende Dokumentation geprüft und die Angemessenheit der herangezogenen Schätzungen beurteilt.

Wie im Anhang zum Konzernabschluss in Punkt 13-A dargelegt, bilanziert die Gruppe ihre Beteiligung an Nissan nach der Equity-Methode. Unsere Prüfung des Konsolidierungskreises beinhaltete auch die Prüfung der sachlichen und rechtlichen Aspekte der Allianz, die als Grundlage für diese Bilanzierungsmethode dienen.

Bei unserer Prüfung der von der Gruppe angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir auch die Methodik für die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen als immaterielle Vermögenswerte, ihre Abschreibung und die Verifizierung des erzielbaren Betrags geprüft und uns vergewissert, dass diese Methoden in Punkt 2-J und 11-A ordnungsgemäß dargelegt werden.

Diese Beurteilungen erfolgten als Teil unserer Prüfungsmethodik für den Konzernabschluss in seiner Gesamtheit und haben zu dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk beigetragen, den wir im ersten Teil dieses Berichts ausgesprochen haben.

III. BESONDERE ÜBERPRÜFUNG

Nach Maßgabe der geltenden Vorschriften haben wir außerdem die Angaben im Lagebericht der Gruppe geprüft.

Wir haben hinsichtlich ihrer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Darstellung und Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss nichts zu beanstanden.

Neuilly-sur-Seine und Paris-La Défense, den 17. Februar 2009

**Französisches Original unterzeichnet von

DELOITTE & ASSOCIÉS

ERNST & YOUNG Audit**

Die Abschlussprüfer

7.2 KONZERNABSCHLUSS

7.2.1 KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 36.241 39.190 38.901
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge 1.550 1.492 1.431
Umsatzerlöse (Punkt 4) 37.791 40.682 40.332
Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse verkauften Waren und erbrachten Dienstleistungen (29.659) (31.408) (31.343)
Kosten der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge (Punkt 5) (1.292) (1.121) (985)
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (Punkt 11-A) (1.858) (1.850) (1.963)
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen (4.770) (4.949) (4.978)
Operative Marge (Punkt 6) 212 1.354 1.063
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen (Punkt 7) (329) (116) (186)
Operatives Ergebnis (117) 1.238 877
Zinserträge (-aufwendungen), netto (216) (101) (110)
Zinserträge 157 274 223
Zinsaufwendungen (373) (375) (333)
Sonstige Finanzerträge und -aufwendungen, netto 657 177 171
Finanzaufwendungen (Punkt 8) 441 76 61
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 437 1.675 2.277
Nissan (Punkt 13) 345 1.288 1.888
Sonstige assoziierte Unternehmen (Punkt 14) 92 387 389
Ergebnis vor Steuern 761 2.989 3.215
Laufende und latente Steuern (Punkt 9) (162) (255) (255)
Jahresüberschuss 599 2.734 2.960
Jahresüberschuss - Minderheitsanteile 28 65 74
Jahresüberschuss - Anteil von Renault 571 2.669 2.886
Gewinn je Aktie(1) in EUR (Punkt 10) 2,23 10,32 11,23
Verwässerter Gewinn je Aktie (1) in EUR (Punkt 10) 2,22 10,17 11,10
Anzahl in Umlauf befindlicher Aktien (in Tsd.) (Punkt 10)
für den Gewinn je Aktie herangezogen 256.552 258.621 256.994
für den verwässerten Gewinn je Aktie herangezogen 256.813 262.362 260.090

(1) Jahresüberschuss – Anteil von Renault, dividiert durch die Anzahl der angegebenen Aktien

7.2.2. KONZERNBILANZ

AKTIVA

(EUR MIO.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (Punkt 11-A) 4.313 4.056 3.422
Sachanlagen (Punkt 11-B) 12.818 13.055 13.166
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 13.768 12.977 12.958
Nissan (Punkt 13) 11.553 10.966 10.777
Sonstige assoziierte Unternehmen (Punkt 14) 2.215 2.011 2.181
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (Punkt 22 und 25) 982 606 563
Aktive latente Steuern (Punkt 9) 252 220 313
Sonstige langfristige Vermögenswerte 420 504 376
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 32.553 31.418 30.798
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (Punkt 15) 5.266 5.932 5.309
Forderungen der Sparte Sales Financing (Punkt 16 und 25) 18.318 20.430 20.360
Forderungen der Sparte Automobile (Punkt 17 und 25) 1.752 2.083 2.102
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (Punkt 22 und 25) 1.036 1.239 2.229
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (Punkt 18) 2.848 2.375 2.043
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Punkt 23) 2.058 4.721 6.010
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 31.278 36.780 38.053
VERMÖGENSWERTE GESAMT 63.831 68.198 68.851
PASSIVA
(EUR MIO.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN
Eigenkapital
Stammkapital 1.086 1.086 1.086
Agio 3.453 3.453 3.453
Eigene Aktien (612) (499) (373)
Neubewertung von Finanzinstrumenten (223) 68 105
Währungsumrechnungsanpassung (2.241) (982) (269)
Rücklagen 16.925 15.782 13.700
Jahresüberschuss – Anteil von Renault 571 2.669 2.886
Eigenkapital – Anteil von Renault 18.959 21.577 20.588
Eigenkapital – Minderheitsanteile 457 492 483
EIGENKAPITAL GESAMT (Punkt 19) 19.416 22.069 21.071
Langfristige Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern (Punkt 9) 132 118 251
Rückstellungen - langfristig (Punkt 20) 1.543 1.765 1.847
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (Punkt 24 und 25) 5.773 5.413 5.430
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 548 523 428
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 7.996 7.819 7.956
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen – kurzfristig (Punkt 20) 1.264 954 1.053
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (Punkt 24 und 25) 5.219 1.517 3.715
Schulden der Sparte Sales Financing (Punkt 24 und 25) 18.950 21.196 21.212
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Punkt 25) 5.420 8.224 7.384
Kurzfristige Steuerverbindlichkeit 55 166 121
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (Punkt 21) 5.511 6.253 6.339
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 36.419 38.310 39.824
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 63.831 68.198 68.851

7.2.3 KONZERNEIGENKAPITAL

A - DARSTELLUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

Alle Beträge sind unter Abzug von Steuern ausgewiesen.

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Jahresüberschuss 599 2.734 2.960
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen(1) (516) (60) 21
Währungsumrechnungsanpassungen bei Tätigkeiten im Ausland(1) (2) (1.319) (738) (835)
Zeitwertanpassungen bei Instrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen(1) (3) (276) (38) 85
Zeitwertanpassungen bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten(1) (3) (15) 1 (34)
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (2.126) (835) (763)
ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR GESAMT (1.527) 1.899 2.197
Anteil von Renault (1.495) 1.862 2.141
Minderheitsanteile (32) 37 56
(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (513) (12) 77
Währungsumrechnungsanpassungen bei Tätigkeiten im Ausland 931 (662) (1.182)
Absicherungen von Zahlungsströmen (77) (18) 17
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (29) - 5

(1) Anteil assoziierter Unternehmen (EUR Mio.).

(2) Einschließlich EUR (1.613) Mio. für die Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan in 2008 (2007: EUR 153 Mio. und 2006: EUR 351 Mio.).

(3) Siehe Punkt 19-F.

B — DARSTELLUNG VON VERÄNDERUNGEN AM EIGENKAPITAL

(EUR Mio.) ANZAHL

AKTIEN

(Tsd.)
STAMM-

KAPITAL
AGIO EIGENE

AKTIEN
NEU-

BEWER-

TUNG

VON

FINANZ-

INSTRU-

MENTEN
WÄHRUNGS-

UMRECH-

NUNGS-

ANPASSUNG
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2006 284.937 1.086 3.453 (373) 105 (269)
Jahresüberschuss 2007
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (37) (713)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt (37) (713)
Verwendung des Jahresüberschusses 2006
Dividenden
Kosten von Aktienoptionsplänen
(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien (126)
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1)
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2007 284.937 1.086 3.453 (499) 68 (982)
Jahresüberschuss 2008
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (291) (1.259)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt (291) (1.259)
Verwendung des Jahresüberschusses 2007
Dividenden
Kosten von Aktienoptionsplänen
(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien (113)
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1)
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2008 284.937 1.086 3.453 (612) (223) (2.241)
(EUR Mio.) RÜCK-

LAGEN
JAHRES-

ÜBER-

SCHUSS-

ANTEIL

VON

RENAULT
EIGEN-

KAPITAL

(ANTEIL

VON

RENAULT)
EIGEN-

KAPITAL

(MINDER-

HEITS-

ANTEILE)
EIGEN

KAPITAL

GESAMT
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2006 13.700 2.886 20.588 483 21.071
Jahresüberschuss 2007 2.669 2.669 65 2.734
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (57) (807) (28) (835)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt (57) 2.669 1.862 37 1.899
Verwendung des Jahresüberschusses 2006 2.886 (2.886) - -
Dividenden (803) (803) (50) (853)
Kosten von Aktienoptionsplänen 66 66 66
(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien (126) (126)
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1) (10) (10) 22 12
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2007 15.782 2.669 21.577 492 22.069
Jahresüberschuss 2008 571 571 28 599
In das Eigenkapital verrechnete Erträge und Aufwendungen (516) (2.066) (60) (2.126)
Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr gesamt (516) 571 (1.495) (32) (1.527)
Verwendung des Jahresüberschusses 2007 2.669 (2.669) - -
Dividenden (975) (975) (48) (1.023)
Kosten von Aktienoptionsplänen (16) (16) - (16)
(Erwerb)/Veräußerung eigener Aktien (113) - (113)
Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis und Kapitalerhöhungen(1) (19) (19) 45 26
STAND ZUM 31. DEZEMBER 2008 16.925 571 18.959 457 19.416

(1) Die Auswirkung von Veränderungen am Konsolidierungskreis auf den Anteil von Renault am Eigenkapital ergeben sich aus der Bilanzierung von erworbenen Minderungsanteilen und Put-Optionen für den Aufkauf von Minderheitsbeteiligungen an beherrschten Unternehmen (Punkt 2-J).

Nähere Einzelheiten zu Veränderungen am Konzerneigenkapital in 2008 sind in Punkt 19 zu finden.

7.2.4 KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
JAHRESÜBERSCHUSS 599 2.734 2.960
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen:
Abschreibungen 2.943 2.865 2.835
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (437) (1.675) (2.277)
Dividenden aus assoziierten Unternehmen 688 936 602
Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen (Punkt 27-A)(1) (496) (114) (430)
Cashflow 3.297 4.746 3.690
Finanzierungen für Endkunden (10.506) (11.114) (12.008)
Kundenrückzahlungen 11.378 11.708 12.300
Nettoveränderung bei erneuerbaren Finanzierungen für Händler 427 (37) 231
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing 1.299 557 523
Ausgabe von Anleihen durch die Sparte Sales Financing (Punkt 24-A) 1.299 2.022 1.875
Rückzahlung von Anleihen durch die Sparte Sales Financing (Punkt 24-A) (3.455) (3.139) (2.966)
Nettoveränderung bei sonstigen Schulden der Sparte Sales Financing 48 1.265 (792)
Nettoveränderungen bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Sales Financing 102 (359) (58)
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing (2.006) (211) (1.941)
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens (Punkt 27-B)(1) (2.833) (347) 314
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN (243) 4.745 2.586
Investitionsaufwendungen (Punkt 27-C) (4.369) (4.644) (4.644)
Erwerb von Beteiligungen nach Abzug erworbener Zahlungsmittel (662) (67) (30)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 927 1.086 1.152
Veräußerung von Beteiligungen nach Abzug übertragener Zahlungsmittel und Sonstiges 74 63 55
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen in der Sparte Automobile(2) 192 615 423
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (3.838) (2.947) (3.044)
Transaktionen mit Minderheitsanteilseigner(3) 88 26 (131)
Dividendenzahlungen an Anteilseigener der Muttergesellschaft (Punkt 19-D) (1.049) (863) (664)
Dividendenzahlungen an Minderheitsanteilseigner (28) (50) (22)
Erwerb/Verkauf von eigenen Aktien (113) (126) 85
Cashflows mit Aktionären (1.102) (1.013) (732)
Ausgabe von Anleihen durch die Sparte Automobile (Punkt 24-A) 682 588 851
Rückzahlung von Anleihen durch die Sparte Automobile (Punkt 24-A) (426) (451) (928)
Nettozunahme (-abnahme) bei sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 2.340 (2.065) 1.069
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 2.596 (1.928) 992
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN 1.494 (2.941) 260
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN (2.587) (1.143) (198)

(1) Im Geschäftsjahr 2006 war darin ein Gewinn in Höhe von EUR 135 Mio. aus dem Verkauf von Scania-Aktien enthalten.

(2) Durch Kapitalerhöhungen oder -herabsetzungen und Erwerb weiterer Beteiligungen an beherrschten Unternehmen (Punkt 2-J).

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Eröffnungsbestand 4.721 6.010 6.151
Zunahme (Abnahme) (2.587) (1.143) (198)
Effekt von Wechselkurs- und sonstigen Veränderungen (76) (146) 57
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Schlussbestand 2.058 4.721 6.010

Zu näheren Einzelheiten über Zinsen, die die Sparte Automobile erhalten und gezahlt hat, wird auf Punkt 27-D verwiesen. Über von der Gruppe gezahlte laufende Steuern wird in Punkt 9-A berichtet.

7.2.5. SEGMENTANGABEN

A - ANGABEN NACH SPARTE

A1 - KONZERNBILANZ NACH SPARTE

(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
2008
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 35.757 484 - 36.241
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge - 1.550 - 1.550
Externe Umsatzerlöse (Punkt 4) 35.757 2.034 - 37.791
Umsätze zwischen den Sparten(1) (230) 372 (142) -
Umsatzerlöse 35.527 2.406 (142) 37.791
Operative Marge (288) 487 13 212
Operatives Ergebnis (608) 478 13 (117)
Finanzerträge 441
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 431 6 - 437
Ergebnis vor Steuern 761
Laufende und latente Steuern (162)
Jahresüberschuss 599
2007
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 38.679 511 - 39.190
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge - 1.492 1.492
Externe Umsatzerlöse (Punkt 4) 38.679 2.003 - 40.682
Umsätze zwischen den Sparten(1) (276) 327 (51) -
Umsatzerlöse 38.403 2.330 (51) 40.682
Operative Marge 858 472 24 1.354
Operatives Ergebnis 767 457 14 1.238
Finanzaufwendungen 76
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 1.668 7 - 1.675
Ergebnis vor Steuern 2.989
Laufende und latente Steuern (255)
Jahresüberschuss 2.734
2006
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 38.409 492 - 38.901
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge - 1.431 - 1.431
Externe Umsatzerlöse (Punkt 4) 38.409 1.923 - 40.332
Umsätze zwischen den Sparten(1) (203) 270 (67) -
Umsatzerlöse 38.206 2.193 (67) 40.332
Operative Marge 486 492 85 1.063
Operatives Ergebnis 303 489 85 877
Finanzaufwendungen 61
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 2.272 5 - 2.277
Ergebnis vor Steuern 3.215
Laufende und latente Steuern (255)
Jahresüberschuss 2.960

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

A2 - KONZERNBILANZ NACH SPARTE

31. DEZEMBER 2008

(EUR Mio.)
AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 16.862 288 (19) 17.131
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 13.745 23 13.768
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 2.186 1 (2.153) 34
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – sonstige Wertpapiere, Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften der Sparte Automobile 964 - (16) 948
Aktive latente Steuern und sonstige langfristige Vermögenswerte 523 140 9 672
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 34.280 452 (2.179) 32.553
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 5.261 5 5.266
Kundenforderungen 1.846 18.563 (339) 20.070
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.167 515 (646) 1.036
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.106 2.473 (1.731) 2.848
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.141 1.045 (128) 2.058
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 11.521 22.601 (2.844) 31.278
VERMÖGENSWERTE GESAMT 45.801 23.053 (5.023) 63.831
EIGENKAPITAL 19.316 2.158 (2.058) 19.416
Langfristige Verbindlichkeiten 1.390 238 47 1.675
Passive latente Steuern und langfristige Rückstellungen
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.511 262 5.773
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 437 111 548
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 7.338 611 47 7.996
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.221 43 1.264
Kurzfristige Rückstellungen
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.705 (486) 5.219
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden der Sparte Sales Financing 5.468 19.654 (752) 24.370
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Steuerverbindlichkeit 6.753 587 (1.774) 5.566
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 19.147 20.284 (3.012) 36.419
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 45.801 23.053 (5.023) 63.831
(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.
31. DEZEMBER 2007

(EUR Mio.)
AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
Langfristige Vermögenswerte 16.788 343 (20) 17.111
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.956 21 - 12.977
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 2.423 10 (2.395) 38
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – sonstige Wertpapiere, Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften der Sparte Automobile 585 (17) 568
Aktive latente Steuern und sonstige langfristige Vermögenswerte 603 111 10 724
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 33.355 485 (2.422) 31.418
Kurzfristige Vermögenswerte 5.927 5 - 5.932
Vorräte
Kundenforderungen 2.177 21.104 (768) 22.513
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.184 608 (553) 1.239
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.839 2.124 (1.588) 2.375
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.697 1.319 (295) 4.721
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 14.824 25.160 (3.204) 36.780
VERMÖGENSWERTE GESAMT 48.179 25.645 (5.626) 68.198
EIGENKAPITAL 21.987 2.385 (2.303) 22.069
Langfristige Verbindlichkeiten 1.582 248 53 1.883
Passive latente Steuern und langfristige Rückstellungen
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.141 272 - 5.413
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 459 64 - 523
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 7.182 584 53 7.819
Kurzfristige Verbindlichkeiten 902 52 - 954
Kurzfristige Rückstellungen
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.413 - (896) 1.517
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden der Sparte Sales Financing 8.347 21.964 (891) 29.420
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Steuerverbindlichkeit 7.348 660 (1.589) 6.419
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 19.010 22.676 (3.376) 38.310
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 48.179 25.645 (5.626) 68.198
(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.
31. DEZEMBER 2006

(EUR Mio.)
AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 16.263 371 (46) 16.588
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.943 15 - 12.958
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 2.401 2 (2.367) 36
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – sonstige Wertpapiere, Ausleihungen und Derivate bei Finanzgeschäften der Sparte Automobile 527 - - 527
Aktive latente Steuern und sonstige langfristige Vermögenswerte 588 103 (2) 689
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 32.722 491 (2.415) 30.798
Kurzfristige Vermögenswerte 5.301 8 - 5.309
Vorräte 2.210 20.869 (617) 22.462
Kundenforderungen
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.678 1.171 (620) 2.229
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.633 1.957 (1.547) 2.043
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.963 1.077 (30) 6.010
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESAMT 15.785 25.082 (2.814) 38.053
VERMÖGENSWERTE GESAMT 48.507 25.573 (5.229) 68.851
EIGENKAPITAL 21.000 2.366 (2.295) 21.071
Langfristige Verbindlichkeiten 1.776 268 54 2.098
Passive latente Steuern und langfristige Rückstellungen
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.159 271 - 5.430
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 371 57 - 428
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 7.306 596 54 7.956
Kurzfristige Verbindlichkeiten 994 59 - 1.053
Kurzfristige Rückstellungen
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 4.423 - (708) 3.715
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden der Sparte Sales Financing 7.487 21.786 (677) 28.596
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Steuerverbindlichkeit 7.297 766 (1.603) 6.460
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 20.201 22.611 (2.988) 39.824
EIGENKAPITAL UND VERBINDLICHKEITEN GESAMT 48.507 25.573 (5.229) 68.851

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

A3 - KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG NACH SPARTE

(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
2008
Jahresüberschuss 556 325 (282) 599
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen: Abschreibungen 2.892 67 (16) 2.943
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (431) (6) - (437)
Dividenden aus assoziierten Unternehmen 688 - - 688
Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen(2) (644) 154 (6) (496)
Cashflow 3.061 540 (304) 3.297
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing - 1.740 (441) 1.299
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing - (2.092) 86 (2.006)
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens(2) (2.704) (147) 18 (2.833)
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN 357 41 (641) (243)
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (1.177) (1) - (1.178)
Erwerb von Sachanlagen(3) (3.043) (152) 4 (3.191)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten(3) 835 92 - 927
Erwerb von Beteiligungen unter Abzug von Veräußerungen und Sonstiges (587) (1) - (588)
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Automobile(3) 97 - 95 192
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (3.875) (62) 99 (3.838)
Cashflows mit Aktionären (1.167) (236) 301 (1.102)
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 2.172 - 424 2.596
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN 1.005 (236) 725 1.494
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN (2.513) (257) 183 (2.587)

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

(2) Einschließlich Auswirkung von Leasingfahrzeugen:

(EUR Mio.) Automobile Sales Financing Gruppe gesamt
Erwerb von Sachanlagen (734) (142) (876)
Veräußerung von Sachanlagen 581 92 673
(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
2007
Jahresüberschuss 2.654 323 (243) 2.734
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen: 2.815 87 (37) 2.865
Abschreibungen
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (1.668) (7) - (1.675)
Dividenden aus assoziierten Unternehmen 936 - - 936
Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen(2) (185) 55 16 (114)
Cashflow 4.552 458 (264) 4.746
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing - 413 144 557
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing - 13 (224) (211)
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens(2) (26) (336) 15 (347)
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN 4.526 548 (329) 4.745
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (1.347) (1) - (1.348)
Erwerb von Sachanlagen(3) (3.160) (145) 9 (3.296)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten(3) 942 141 3 1.086
Erwerb von Beteiligungen unter Abzug von Veräußerungen und Sonstiges 41 (45) - (4)
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Automobile(3) 652 - (37) 615
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (2.872) (50) (25) (2.947)
Cashflows mit Aktionären (1.017) (248) 252 (1.013)
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (1.765) - (163) (1.928)
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN (2.782) (248) 89 (2.941)
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN (1.128) 250 (265) (1.143)

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

(2) Einschließlich Auswirkung von Leasingfahrzeugen:

(EUR Mio.) Automobile Sales Financing Gruppe gesamt
Erwerb von Sachanlagen (876) (130) (1.006)
Veräußerung von Sachanlagen 767 144 911
(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING GESCHÄFTE ZWISCHEN DEN SPARTEN(1) SUMME KONSOLIDIERT
2006
Jahresüberschuss 2.603 312 45 2.960
Aufhebung von nicht realisierten Erträgen und Aufwendungen: 2.817 86 (68) 2.835
Abschreibungen
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (2.272) (5) - (2.277)
Dividenden aus assoziierten Unternehmen 602 - - 602
Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen(2) (487) 32 25 (430)
Cashflow 3.263 425 2 3.690
Abnahme (Zunahme) bei Forderungen der Sparte Sales Financing - 524 (1) 523
Nettoveränderung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Sparte Sales Financing - (1.935) (6) (1.941)
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens(2) 281 70 (37) 314
CASHFLOWS AUS BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITEN 3.544 (916) (42) 2.586
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (1.129) (3) - (1.132)
Erwerb von Sachanlagen(3) (3.340) (193) 21 (3.512)
Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten(3) 884 268 - 1.152
Erwerb von Beteiligungen unter Abzug von Veräußerungen und Sonstiges 23 2 - 25
Nettoabnahme (-zunahme) bei sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen der Sparte Automobile(4) 421 - 2 423
CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEITEN (3.141) 74 23 (3.044)
Cashflows mit Aktionären (719) (14) 1 (732)
Nettoveränderung bei finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile 966 - 26 992
CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN 247 (14) 27 260
ABNAHME (ZUNAHME) BEI ZAHLUNGSMITTELN UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEN 650 (856) 8 (198)

(1) Geschäfte zwischen den Sparten erfolgen unter marktüblichen Bedingungen.

(2) Einschließlich Auswirkung von Leasingfahrzeugen:

(EUR Mio.) Automobile Sales Financing Gruppe gesamt
Erwerb von Sachanlagen (969) (165) (1.134)
Veräußerung von Sachanlagen 685 268 953

(3) Im Geschäftsjahr 2006 war darin ein Gewinn in Höhe von EUR 135 Mio. aus dem Verkauf von Scania-Aktien enthalten.

B - ANGABEN NACH GEOGRAFISCHER REGION

(EUR Mio.) EUROPA(1) EUROMED ASIEN & AFRIKA AMERIKA SUMME KONSOLIDIERT
2008
Umsatzerlöse 27.653 4.422 2.628 3.088 37.792
Investitionsaufwendungen 3.538 451 293 87 4.369
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 13.997 1.848 726 570 17.131
Sonstige betriebliche Vermögenswerte(1) 7.518 997 577 774 9.866
2007
Umsatzerlöse 30.447 4.310 2.757 3.168 40.682
Investitionsaufwendungen 3.836 408 266 134 4.644
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 13.922 1.751 756 682 17.111
Sonstige betriebliche Vermögenswerte(1) 8.190 813 577 810 10.390
2006
Umsatzerlöse 31.593 3.733 2.689 2.317 40.332
Investitionsaufwendungen 3.826 373 283 162 4.644
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 13.665 1.526 735 662 16.588
Sonstige betriebliche Vermögenswerte(1) 7.720 766 331 637 9.454

(1) Einschließlich Frankreich.

(2) Sonstige betriebliche Vermögenswerte enthalten Vorräte, Forderungen der Sparte Automobile und sonstige kurzfristige Vermögenswerte.

Konzernumsatzerlöse werden nach dem Sitz der Kunden ausgewiesen.

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Investitionsaufwendungen und sonstige betriebliche Vermögenswerte werden nach dem Sitz von Tochtergesellschaften und Jointventures dargestellt.

7.2.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

7.2.6.1 BEWERTUNGS- UND BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE KONSOLIDIERUNGSKREIS

1 — Genehmigung des Jahresabschlusses
2 — Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
3 — Veränderungen am Konsolidierungskreis

7.2.6.2 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

4 — Umsatzerlöse
5 — Kosten aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge
6 — Operative Marge: Erträge und Aufwendungen im Einzelnen nach ihrer Art
7 — Sonstige Betriebliche Erträge und Aufwendungen
8 — Finanzaufwendungen
9 — Laufende und latente Steuern
10 — Unverwässerter und verwässerter Gewinn je Aktie

7.2.6.3 BETRIEBLICHE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN, EIGENKAPITAL

11 — Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
12 — Prüfungen von Anlagevermögen auf Wertminderung (ausgenommen Leasingfahrzeuge)
13 — Beteiligung an Nissan
14 — Beteiligungen an sonstigen assoziierten Unternehmen
15 — Vorräte
16 — Forderungen der Sparte Sales Financing
17 — Forderungen der Sparte Automobile
18 — Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
19 — Eigenkapital
20 — Rückstellungen
21 — Sonstige kurzfristige Schulden

7.2.6.4 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

22 — Finanzielle Vermögenswerte
23 — Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
24 — Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing
25 — Zeitwert von Finanzinstrumenten und Auswirkungen auf das Ergebnis
26 — Derivate und Management von Finanzrisiken

7.2.6.5 CASHFLOWS UND SONSTIGE INFORMATIONEN

27 — Cashflows
28 — Nahe stehende Unternehmen und Personen
29 — Außerbilanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
30 — An Abschlussprüfer und ihr Netz gezahlte Honorare
31 — Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
32 — Konsolidierte Unternehmen

7.2.6.1 BEWERTUNGS- UND BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE KONSOLIDIERUNGSKREIS

1 — GENEHMIGUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der Renault-Gruppe für das Geschäftsjahr 2008 wurde bei der Sitzung des Verwaltungsrats am 11. Februar 2009 fertig gestellt. Er wird der Hauptversammlung am 6. Mai 2009 zur Genehmigung vorgelegt

2 — BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

In Anwendung der vom Europäischen Parlament und vom Europarat am 19. Juli 2002 verabschiedeten Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 wird der Konzernabschluss von Renault für das Geschäftsjahr 2008 nach IFRS (International Financial Reporting Standards) aufgestellt, die vom IASB (International Accounting Standards Board) am 31. Dezember 2008 herausgegeben und von der Europäischen Union zum Jahresende gebilligt wurden.

A – Veränderungen bei Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die folgenden Standards und Interpretationen, die seit dem 1. Januar 2008 verbindlich sind und am 31. Dezember 2008 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, erstmalig angewendet:

IFRIC 11 „IFRS 2: Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen” — verbindlich seit dem 1. Januar 2008.
Änderungen an IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung” und IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben” über die Umgruppierung von finanziellen Vermögenswerten — verbindlich seit dem 1. Juli 2008.

Die Anwendung dieser Interpretation und dieser Änderungen hat keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008.

Eine vorzeitige Anwendung von Standards oder Interpretationen oder zugehörigen Änderungen wird von der Gruppe nicht vorgenommen. Dies gilt auch für folgende Standanis, Interpretationen oder Änderungen, die zum 31. Dezember 2008 bereits im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht waren:

Änderung an IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung” über Ausübungsbedingungen und Annullierungen — verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 oder später beginnen.
IFRS 8 „Geschäftssegmente” als Ersatz für IAS 14 „Segmentberichterstattung” — verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 oder später beginnen.
IAS 1 „Darstellung des Abschlusses” (überarbeitet 2007) — verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 oder später beginnen.
IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme” — verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 oder später beginnen.
IFRIC 14 „IAS 19 — Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung” — verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 oder später beginnen.
IAS 23 „Fremdkapitalkosten” (überarbeitet 2007) – verbindlich für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 oder später beginnen.

Die Gruppe erwartet zurzeit nicht, dass die Anwendung dieser Standanis, Interpretationen oder Änderungen irgendeinen erheblichen Einfluss auf den Jahresabschluss hat, ausgenommen IAS 23 „Fremdkapitalkosten”. Die potenziellen Auswirkungen dieses Standanis auf den Konzernabschluss werden gegenwärtig analysiert.

B – Schätzungen und Beurteilungen

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss Renault Schätzungen und Annahmen heranziehen, die den Buchwert bestimmter Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, Ertrags- und Aufwandsposten sowie die Angaben in bestimmten Abschnitten des Anhangs beeinflussen. Renault führt eine regelmäßige Überprüfung seiner Schätzungen und Beurteilungen durch, um Erfahrungen aus der Vergangenheit und andere in Anbetracht der wirtschaftlichen Umstände für relevant gehaltene Faktoren zu berücksichtigen. Wenn Änderungen an diesen Annahmen oder Umständen nicht wie erwartet eintreten, könnten die Zahlen in zukünftigen Abschlüssen von Renault erheblich von aktuellen Schätzungen abweichen.

Das Geschäftsjahr 2008 war von einer weltweiten Wirtschaftskrise geprägt, die den Automobilsektor erheblich in Mitleidenschaft gezogen hat. Auf den wichtigsten traditionellen Märkten der Gruppe kam es zumeist ab dem letzten Quartal 2008 zu plötzlichen Einbrüchen. Im Anschluss traten ähnliche Rückgänge auf den Schwellenmärkten auf, auf denen bis dahin starkes Wachstum zu verzeichnen war. Vorhersagen zum Ausmaß und zur Dauer dieser Krise über den 31. Dezember 2008 hinaus sind schwierig. Für 2009 rechnet Renault mit einer Verschlechterung der Marktbedingungen.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 wurde vor diesem Hintergrund aufgestellt. Die Krise wirkt sich insbesondere auf die Wiederverkaufswerte von Gebrauchtwagen (im Bestand oder im Rahmen von Rücknahmeverpflichtungen) und in geringerem Umfang auf das Kreditrisiko bei Darlehen, die von der Sparte Sales Financing ausgereicht werden, aus. Bei Vermögenswerten, deren Bewertung auf längerfristigen Aussichten beruht, insbesondere Anlagevermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte), aktive latente Steuern, netto, sowie Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, wurde angenommen, dass die Wirtschaftskrise nur von begrenzter Dauer sein wird.

Folgende wesentliche Posten im Jahresabschluss sind von Schätzungen und Beurteilungen zum 31. Dezember 2008 abhängig:

Anlagevermögen — Schätzung des erzielbaren Betrags (Punkt 2-L und 12).
Sachanlagen in Verbindung mit Leasingfahrzeugen oder Vorräte in Zusammenhang mit Gebrauchtwagen — Schätzung des erzielbaren Betrags (Punkt 2-G, 11-B und 15).
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen — Schätzung des erzielbaren Betrags (Punkt 2-L, 13 und 14).
Forderungen aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge Schätzung des erzielbaren Betrags (Punkt 2-G und 16).
latente Steuern (Punkt 2-I und 9).
Rückstellungen, insbesondere Fahrzeuggarantierückstellungen (Punkt 2G), Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeiternehmer (Punkt 20-C) und Rückstellungen für Personalanpassungsmaßnahmen (Punkt 7-A).

C – Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse aller Unternehmen, die von der Gruppe unmittelbar oder mittelbar alleine beherrscht werden („Tochtergesellschaften”). Gemeinsam mit anderen beherrschte Unternehmen („Jointventures”) werden quotenkonsolidiert. Unternehmen, bei denen die Gruppe erheblichen Einfluss ausübt („assoziierte Unternehmen”), werden im Abschluss nach der Equity-Methode berücksichtigt.

Erhebliche konzerninteme Geschäfte und nicht realisierte konzerninteme Gewinne werden eliminiert.

Nicht konsolidierte Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, werden als sonstige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

Von keinem dieser Unternehmen wird ein Einzelbeitrag zu konsolidierten Zahlen geleistet, der folgende Schwellenwerte überschreitet:

• Umsatzerlöse: EUR 20 Mio.

• Vorräte: EUR 20 Mio.

Ihre Konsolidierung hätte lediglich vernachlässigbare Auswirkungen auf den Konzernabschluss, weil es sich hierbei um von der Gruppe finanzierte Unternehmen handelt, deren Verluste gegebenenfalls über Wertminderungen erfasst werden und die:

nahezu sämtliche Lieferungen und Leistungen bei Konzerngesellschaften beziehen, wobei es sich bei diesen Unternehmen in den meisten Fällen um händlerähnliche Betriebe handelt, oder
die nahezu ihre gesamten Verkaufsgeschäfte mit Konzerngesellschaften tätigen, wobei das wichtigste Unternehmen hierbei Renault Sport ist.

D – Darstellung des Abschlusses

Operatives Ergebnis und operative Marge

Das operative Ergebnis setzt sich zusammen aus allen Umsatzerlösen und Kosten, die sich direkt auf die Aktivitäten der Gruppe beziehen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um wiederkehrende Kosten oder aus einmaligen Entscheidungen oder Vorgängen entstehende Kosten wie z. B. Umstrukturierungskosten handelt.

Die operative Marge entspricht dem operativen Ergebnis vor sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, die umfassen:

Kosten für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen
Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder operativen Unternehmen
Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Fahrzeugverkäufe)
außerordentliche Posten, d. h. Erträge und Aufwendungen, die aufgrund ihrer Häufigkeit, ihrer Art oder ihrer Höhe unüblich sind.

Primärsegmentberichterstattung

Informationen über primäre Segmente werden für die folgenden Sparten angegeben:

die Sparte Automobile, die Produktions-, Verkaufs- und Vertriebstochtergesellschaften für Personen- und leichte Nutzfahrzeuge, Automobilservicetochtergesellschaften und für das Cash Management dieser Unternehmen zuständige Tochtergesellschaften umfasst.
die Sparte Sales Financing, in der die Gruppe eine operative Tätigkeit sieht, die von RCI Banque sowie deren Tochtergesellschaften für das Vertriebsnetz und Endkunden wahrgenommen wird.

Jede dieser beiden Sparten bildet eine geschlossene Einheit mit ihren eigenen spezifischen Risiken und Erträgen.

Mit Ausnahme von Steuern werden sich auf Sales Financing beziehende Erträge und Aufwendungen als betriebliche Posten ausgewiesen. Der mit dem französischen Konzernbesteuerungssystem verbundene Steuereffekt ist im Steueraufwand der Sparte Automobile enthalten.

Vermögenswerte und Schulden beziehen sich auf jede Sparte einzeln. Forderungen, die die Sparte Automobile an die Sales-Financing-Gesellschaften abtritt, werden von ihr als betriebliche Vermögenswerte behandelt, wenn Risiken und Nutzen im Wesentlichen übertragen werden.

Fahrzeuge, bei denen für die Sparte Automobile eine Rückkaufverpflichtung besteht, sind in den Vermögenswerten der Sparte enthalten. Wenn diese Fahrzeuge von der Sparte Sales Financing finanziert werden, erfasst diese eine Forderung gegen die Sparte Automobile.

Sekundärsegmentberichterstattung

Informationen über sekundäre Segmente werden nach geografischen Regionen entsprechend der Definition vonseiten der Konzernleitung angegeben.

Kurz und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Forderungen aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge, sonstige Wertpapiere, Derivate, Ausleihungen und finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales Financing (ausgenommen rückzahlbare Aktien und nachrangige Darlehen) gelten als kurzfristige Vermögenswerte und Schulden, da sie im normalen Geschäftsverkehr der Sparte anfallen.

Für die Sparte Automobile werden zusätzlich zu den sich direkt auf den Geschäftsverkehr beziehenden Posten alle innerhalb eines Jahres fällig werdenden Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig eingruppiert.

E – Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Unternehmen

Die Darstellungswährung der Gruppe ist der Euro.

Bei ausländischen Unternehmen ist die funktionale Währung allgemein die jeweilige Landeswährung. In Fällen, in denen die meisten Geschäfte in einer anderen Währung erfolgen, wird diese Währung als funktionale Währung zugrunde gelegt.

Zur Feststellung, ob es sich bei einem Land um ein Hochinflationsland handelt, zieht die Gruppe die von der Task Force des AICPA (American Institute of Certifled Public Accountants) veröffentliche Liste heran. In dieser Liste war 2008 keines der Länder aufgeführt, in denen Renault erheblichen Geschäftstätigkeiten nachgeht.

Abschlüsse von ausländischen Unternehmen werden in ihrer funktionalen Währung aufgestellt und anschließend wie folgt in die Darstellungswährung der Gruppe umgerechnet:

Posten der Bilanz (mit Ausnahme von Bestandteilen des Eigenkapitals, die zum historischen Wert ausgewiesen werden) werden zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet.
Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet.
Die Währungsumrechnungsanpassung ist im Konzerneigenkapital enthalten und hat keine Auswirkungen auf den Jahresüberschuss.

Geschäfts- oder Firmenwerte und Bewertungsanpassungen, die aus einem Unternehmenszusammenschluss mit einem ausländischen Unternehmen entstehen, werden als Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit des erworbenen Unternehmens behandelt.

Beim Verkauf eines ausländischen Unternehmens werden die im Eigenkapital für dessen Vermögenswerte und Schulden erfassten Währungsumrechnungsanpassungen erfolgswirksam verrechnet.

F – Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen

In einer anderen als der funktionalen Währung des betreffenden Unternehmens getätigte Transaktionen werden erstmalig zu dem zum Transaktionszeitpunkt geltenden Kurs in die funktionale Währung umgerechnet und erfasst.

Zu Rechnungslegungszwecken werden monetäre Posten in einer anderen als der funktionalen Währung zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Alle entstehenden Währungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Davon ausgenommen sind Fremdwährungsgewinne und -verluste aus Schulden, Forderungen und Finanzinstrumente, die als Absicherung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Punkt 2-V) ausgewiesen sind.

Sich auf finanzielle Transaktionen der Sparte Automobile beziehende Währungsumrechnungsanpassungen sind im Nettofinanzergebnis enthalten.
Sonstige Währungsumrechnungsanpassungen sind in der operativen Marge berücksichtigt.

Derivate werden der Beschreibung in Punkt 2-V entsprechend bewertet und angesetzt.

G – Umsatzerlöse und Marge

Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus sämtlichen Erlösen aus dem Verkauf von Automobilprodukten der Gruppe, sich auf diese Verkäufe beziehenden Dienstleistungen und den verschiedenen von den Unternehmen der Gruppe bei ihren Kunden vermarkteten Verkaufsfinanzierungsprodukten.

Erfassung des Verkaufs von Waren und Leistungen und der Marge

Erfassung von Verkauf und Marge

Der Verkauf von Waren wird erfasst, wenn die Fahrzeuge dem Vertriebsnetz zur Verfügung gestellt werden (im Falle von nicht zur Gruppe gehörenden Händlern) bzw. bei Auslieferung an den Endkunden (im Falle des direkten Verkaufs). Die Verkaufsmarge wird umgehend bei normalen Verkäufen in der Sparte Automobile erfasst, einschließlich Verkäufe mit zugehörigen Finanzierungsverträgen, die als Finanzierungsleasingverhältnisse angesehen werden können (langfristig oder mit einer Kaufoption). Kein Umsatz wird jedoch erfasst, wenn das Fahrzeug Gegenstand eines Operating-Leasingverhältnisses seitens einer Finanzgesellschaft der Gruppe ist oder die Gruppe eine Rücknahmezusage abgegeben hat, wenn sich die Laufzeit des Vertrages auf einen unzureichenden Teil der Nutzungsdauer des Fahrzeugs erstreckt.

In derartigen Fällen werden die Geschäfte als Operating-Leasingverhältnisse erfasst und sind im Umsatz aus Dienstleistungen enthalten. Die Differenz zwischen dem vom Kunden gezahlten Preis und dem Rückkaufpreis wird als Mieterlös behandelt und über den Zeitraum verteilt, den das Fahrzeug dem Kunden zur Verfügung steht Die Produktionskosten des betreffenden Neufahrzeugs werden in den Vorräten für Verträge mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr erfasst oder sind in den Sachanlagen unter den an Kunden vermieteten Fahrzeugen enthalten, wenn die Verträge länger als ein Jahr laufen. Am Ende des Leasingvertrages werden beim Verkauf des Fahrzeugs als Gebrauchtwagen der Umsatzerlös und die zugehörige Marge erfasst In dem prognostizierten Wiederverkaufswert werden aktuelle bekannte Entwicklungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt, aber auch zukünftige erwartete Entwicklungen in dem Zeitraum, in dem die Fahrzeuge verkauft werden, berücksichtigt Hierbei können Einflüsse durch externe (wirtschaftliche Situation, Steuern) ebenso wie interne Faktoren (Änderungen an der Fahrzeugpalette, niedrigere Herstellerpreise) eine Rolle spielen. Sobald beim Wiederverkauf ein Verlust erwartet wird, erfolgt zur Abdeckung des Verlusts die Bildung einer Rückstellung (wenn das Fahrzeug in den Vorräten enthalten sind) oder eine zusätzliche Abschreibung (wenn das Fahrzeug in den Sachanlagen enthalten ist). Wenn sich aus der Gesamtposition eines Mietvertrages (Mieterträge und Erträge aus dem Wiederverkauf) ein Verlust ergibt, wird zu dessen Abdeckung ebenfalls sofort eine zusätzliche Rückstellung erfasst.

Der Verkauf von Automobiltechnologien und Marketingrechten wird erfasst, wenn die zugehörigen Risiken und Nutzen effektiv übertragen werden. Der Zeitpunkt dieser Übertragung hängt von den Bedingungen der Kaufverträge ab, wobei Faktoren wie der jeweilige Zeitraum und die betreffenden Volumina sowie die Erzielbarkeit der gezahlten Beträge oder Sonstiges für den Käufer berücksichtigt werden.

Absatzanreizprogramme

Wenn derartige Programme auf dem Volumen oder Preis der verkauften Produkte beruhen, werden die entsprechenden Kosten von den Umsatzerlösen abgezogen, wenn der zugehörige Verkauf erfasst wird. Andernfalls sind die Kosten in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten. Wenn Programme nach dem Verkauf genehmigt werden, wird eine Rückstellung zum Zeitpunkt der entsprechenden Entscheidung gebildet.

Mitunter führt die Gruppe Werbekampagnen durch, bei denen sie Endkunden zinsvergünstigte Kredite anbietet. Die Kosten derartige Kampagnen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Dieser Aufwand wird direkt erfasst, wenn Refinanzierungs- und Verwaltungskosten durch die angebotenen Zinsen nicht abgedeckt werden können. Andernfalls wird er über die Kreditlaufzeit verteilt.

Garantie

Die sich auf Produkt- oder Teilegarantien beziehenden geschätzten oder entstandenen Kosten, die nicht durch eine Versicherung abgedeckt werden, werden als Aufwand verrechnet, wenn die Umsatzerlöse erfasst werden. Bei Produktrückrufen im Falle von Vorkommnissen, die nach dem Inverkehrbringen des Fahrzeugs offenbar geworden sind, werden Rückstellungen zur Abdeckung der damit verbundenen Kosten gebildet, sobald die Entscheidung über die Rückrufkampagne getroffen wird. Bei Lieferanten geltend gemachte Ansprüche werden vom Garantieaufwand abgezogen, wenn die Durchsetzung dieser Ansprüche für praktisch sicher gehalten wird, und in der Konzernbilanz in den Kundenforderungen der Sparte Automobile erfasst.

Sich auf den Verkauf von Automobilprodukten beziehende Dienstleistungen

Renault bietet seinen Kunden Garantieverlängerungs- und Wartungsverträge an. Die sich hierauf beziehenden Erlöse und Marge werden über die Vertragslaufzeit erfasst.

Erfassung von Umsatzerlösen und Marge bei der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen

Umsatzerlöse in der Sparte Sales Financing

In der Sparte Sales Financing entstehen Umsatzerlöse durch Finanzierungsgeschäfte beim Verkauf von Fahrzeugen an Händler und Endkunden. Diese Finanzierungsgeschäfte erfolgen in Form von Krediten vonseiten der zur Sparte Sales Financing gehörenden Unternehmen. Sie werden in der Bilanz zu fortgeführten Kosten nach der Effektivsteuersatzmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen geführt. Erträge aus diesen Verträgen werden so berechnet, dass über die Laufzeit eine gleich bleibende Verzinsung entsteht, und in den Umsatzerlösen erfasst.

Kosten in der Sparte Sales Financing

Die Kosten in der Sparte Sales Financing gelten als betriebliche Aufwendungen und sind in der operativen Marge enthalt. Sie umfassen in der Hauptsache Zinsen, die den Sales-Financing-Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer Kundengeschäfte entstehen, sonstige sich direkt auf die Abwicklung dieser Art von Refinanzierung beziehende Kosten und Erlöse (vorübergehende Anlagen, Absicherung und Management von Währungs- und Zinsrisiken) sowie die Kosten von anderen als sich auf die Refmanzierung von Forderungen beziehenden Risiken.

An Geschäftsvermittler zu zahlende Provisionen

Provisionen werden als externe Vertriebskosten behandelt. Deswegen werden sie als Anschaffungskosten für Verträge abgrenzt, so dass eine gleich bleibende Verzinsung über die Laufzeit der Finanzierungsverträge entsteht.

Wertgeminderte Forderungen

Wertminderungen für das Kreditrisiko werden erfasst, um das Risiko der Nichtbeitreibung von Forderungen abzudecken. Wenn objektive Anhaltspunkte für einen Wertverlust (überfällige Zahlung, Verschlechterung der Finanzlage, Rechtsstreitigkeiten, usw.) bei einer einzelnen Forderung vorliegen, wird die Wertminderung einzeln bestimmt (anhand einer statistischen Methode oder jeweils von Fall zu Fall). Andernfalls kann eine allgemeine Rückstellung gebildet werden (z. B. bei ungünstigen Entwicklungen eines volkswirtschaftlichen und/oder segmentbezogenen Indikators bei ansonsten verlässlichen Forderungen).

Wertberichtigungen für das Länderisiko werden anhand einer Beurteilung des Transferrisikos (im Hinblick auf die zukünftige Solvenz jedes Landes in der von der Wertberichtigung betroffenen Basis) oder des systemischen Kreditrisikos, dem Schuldner ausgesetzt sind, ermittelt (im Falle einer langfristigen kontinuierlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen und allgemeinen Rahmenbedingungen in den in der Basis enthaltenen Ländern).

H – Finanzerträge (-aufwendungen)

Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst Dabei werden Zins- und Transaktionskosten versicherungsmathematisch über die Laufzeit der ausgereichten oder aufgenommenen Kredite verteilt.

Zinserträge und -aufwendungen beinhalten angefallene Zinsen auf Zinsderivate, die bei Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts bzw. bei Absicherungen von Zahlungsströmen zum Einsatz kommen (wenn diese Erträge oder Aufwendungen aus dem Eigenkapital umgruppiert werden). Veränderungen am Zeitwert von Zinsderivaten mit Ausnahme angefallener Zinsen sind in den sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen enthalten.

Sonstige Finanzerträge und -aufwendungen enthalten zudem Veränderungen am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien.

I – Ertragsteuer

Die Gruppe erfasst latente Steuern für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Steuer- und Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in der Konzernbilanz. Nach der Verbindlichkeitsmethode werden latente Steuern zu dem neuesten Steuersatz berechnet, der zum Bilanzstichtag für die Periode, in der die temporären Differenzen aufgelöst werden, verabschiedet war. Jede einzelne Steuereinheit (rechtlich eigenständige Unternehmen, Betriebe oder Gruppen von Unternehmen, die Steuern an die Finanzverwaltung zahlen), die ihre laufenden aktiven und passiven Steuern gegeneinander aufrechnen darf, berichtet aktive latente und passive Steuern auf Nettobasis. Für aktive latente Steuern werden Wertberichtigungen gebildet, die sich danach richten, inwieweit die Geltendmachung in der Zukunft wahrscheinlich ist.

Bei vollkonsolidierten Unternehmen werden passive latente Steuern für Dividendenausschüttungen ausgewiesen, die wahrscheinlich durch die Gruppe vorgenommen werden.

Bei Jointventures und assoziierten Unternehmen werden passive latente Steuern für sämtliche Differenzen zwischen dem Buchwert und dem Steuerwert der gehaltenen Anteile erfasst.

Steuergutschriften, die nur bei einem steuerpflichtigen Gewinn in Anspruch genommen werden können, werden von der Ertragsteuerverbindlichkeit abgezogen. Steuergutschriften, die unabhängig von der Erwirtschaftung steuerpflichtiger Gewinne im Unternehmen geltend gemacht werden können, werden gegen Aufwendungen entsprechender Art verrechnet.

J – Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwert, der beim Erwerb von Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Jointventures oder assoziierten Unternehmen erfasst wird, entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem für die Anteile gezahlten Kaufpreis (einschließlich Erwerbsaufwendungen) und dem Anteil am Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich oder bei Vorliegen von Anhaltspunkten, dass ein Wertverlust eingetreten ist, auf Wertminderung geprüft. Nach der erstmaligen Erfassung wird Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderung ausgewiesen. Etwaige Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert sind in der operativen Marge enthalten.

Sich auf assoziierte Unternehmen beziehender Geschäfts- oder Firmenwert ist im Bilanzposten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen” enthalten. Im Falle von Wertminderung wird Wertminderungsaufwand gebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung über den „Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen” erfasst.

Der Erwerb von weiteren Beteiligungen an beherrschten Unternehmen und Put-Optionen zur Übernahme von Minderheitsanteilen werden als Eigenkapitaltransaktionen behandelt. Der positive oder negative Unterschiedsbetrag zwischen den Kosten für den Erwerb der Anteile (einschließlich Erwerbsaufwendungen) und dem Buchwert der erworbenen Minderheitsanteile wird in das Eigenkapital verrechnet. Die von den Put-Optionen betroffenen Minderheitsanteile werden zum Barwert ausgewiesen und in der Bilanz als Verbindlichkeiten umgruppiert.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Entwicklungsaufwendungen, die zwischen der Genehmigung einer Entscheidung, mit der Entwicklung zu beginnen und neue Produktionsanlagen für ein neues Fahrzeug oder Fahrzeugteil (z. B. Motor oder Getriebe) einzurichten, und der anschließenden Genehmigung des Designs für die Serienfertigung anfallen, werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Sie werden ab dem Zeitpunkt der Produktionsfreigabe über die erwartete Marktlebensdauer des Fahrzeugs oder Fahrzeugsteils linear über maximal sieben Jahre abgeschrieben. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen setzen sich hauptsächlich aus den Kosten von Prototypen, den Kosten von durch externe Unternehmen abgerechneten Studien und einem Anteil an Gemeinkosten, der sich ausschließlich auf Entwicklungstätigkeiten bezieht, zusammen.

Vor der förmlichen Genehmigung einer Produktentwicklung stehende Kosten werden genau wie Forschungsaufwendungen in der Periode, in der sie anfallen, als Kosten erfasst Nach dem Beginn der Serienfertigung anfallende Kosten werden als Produktionskosten behandelt.

K – Sachanlagen

Der Bruttowert von Sachanlagen entspricht den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Design- und Vorbereitungskosten sind in den Herstellungskosten von Sachanlagen enthalten.

Fremdkapitalkosten, die während der endgültigen Vorbereitung der Anlagen zur Nutzung anfallen, werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst und nicht im Wert der Anlage berücksichtigt.

Erhaltene Investitionszuschüsse werden vom Bruttowert der betreffenden Anlagen abzogen.

Spätere Aufwendungen für Sachanlagen werden bei Anfall ergebniswirksam erfasst. Davon ausgenommen sind Aufwendungen, mit denen die Produktivität gesteigert oder die Nutzungsdauer einer Anlage verlängert werden.

Von der Gruppe im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen genutzte Anlagen werden als kreditfinanzierte Anlagen behandelt.

An Kunden vermietete Fahrzeuge werden als Fahrzeuge im Rahmen von Leasingverträgen vonseiten einer Finanzgesellschaft der Gruppe, bei denen für die Gruppe eine Rückkaufverpflichtung besteht, oder als Fahrzeuge im Rahmen eines Vertrages mit einer Rückkaufklausel und einer Laufzeit von mehr einem Jahr behandelt (Punkt 2-G).

Abschreibungen

Abschreibungen werden linear über die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern berechnet:

Gebäude(1) 15 bis 30 Jahre
Spezialwerkzeuge 2 bis 7 Jahre
Maschinen und andere Werkzeuge (ausgenommen Pressenstraßen) 5 bis 15 Jahre
Pressenstraßen 20 bis 30 Jahre
Sonstige Sachanlagen 4 bis 6 Jahre

(1) Seit vor 1987 genutzte Gebäude wenden über einen Zeitraum von bis zu 40 Jahren abgeschrieben.

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden regelmäßig überprüft. Sonderabschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer einer Anlage gegenüber der ursprünglichen Erwartung verkürzt. Dies ist insbesondere der Falle, wenn beschlossen wird, ein Fahrzeug oder Fahrzeugteil vom Markt zu nehmen.

L – Wertminderung von Vermögenswerten

Wertminderung von Anlagevermögen (ausgenommen Leasingfahrzeuge) Gegenstände des Anlagevermögens werden auf Wertminderung geprüft, sobald Anhaltspunkte für einen Wertverlust vorliegen wie z. B. erhebliche negative Veränderungen auf dem Markt, auf dem das Unternehmen agiert, oder Änderungen an den Umständen sowie der Art und Weise, wie die Vermögenswerte genutzt werden.

Für die Sparte Automobile werden Prüfungen auf Wertminderung auf zwei Ebenen durchgeführt:

Fahrzeugspezifische Vermögenswerte

Fahrzeugspezifische Vermögenswerte sind aktivierte Entwicklungsaufwendungen, Spezial- und Lieferantenwerkzeuge. Bei Prüfungen auf Wertminderung erfolgt ein Vergleich zwischen dem Nettobuchwert des Vermögenswertes und dem erzielbaren Betrag, der anhand abgezinster zukünftiger Cashflows in Zusammenhang mit dem Fahrzeug berechnet wird.

Zahlungsmittel generierende Einheiten

Eine Zahlungsmittel generierende Einheit ist definiert als die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die weitgehend unabhängige Cashflows generiert. Sich auf Zahlungsmittel generierende Einheiten beziehende Gegenstände des Anlagevermögens enthalten Geschäfts- oder Firmenwerte, spezielle Vermögenswerte und kapazitätsbezogene Vermögenswerte.

Bei Zahlungsmittel generierenden Einheiten erfolgen Prüfungen auf Wertminderung durch einen Vergleich zwischen dem Nettobuchwert und dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere aus Nutzungswert bzw. beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten.

Der Nutzungswert ist definiert als der Barwert geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus der weiteren Nutzung eines Vermögenswerts erwartet werden. Zukünftige Cashflows werden aus einem auf 5 Jahre angelegten Geschäftsplan abgeleitet, der von der Unternehmensleitung aufgestellt und validiert wird. Hinzu kommt ein Endwert auf Basis abgezinster normierter Cashflows nach Anwendung einer Wachstumsrate bis in die Unendlichkeit Zu den Annahmen, die dem Geschäftsplan zugrunde liegen, gehören Schätzungen von Marktenwicklungen in Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, und ihres Anteils dieser Märkte, Veränderungen am Verkaufspreis von Produkten sowie am Preis von bezogenen Komponenten und Rohstoffen. Als Abzinsungsfaktor vor Steuern werden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten herangezogen, die das Unternehmen ermittelt.

Ist der erzielbare Betrag niedriger als der Buchwert, wird eine der Differenz entsprechende Wertminderung für die betreffenden Vermögenswerte erfasst.

Für die Sparte Sales Financing wird zumindest einmal pro Jahr eine Prüfung auf Wertminderung durchgeführt, wenn Anhaltspunkte für einen Wertverlust vorliegen. Dabei werden der Buchwert und der erzielbare Betrag von Vermögenswerten miteinander verglichen. Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere aus beizulegendem Zeitwert (abzüglich Verkaufskosten) und Nutzungswert Der Nutzungswert entspricht dem Barwert zukünftiger Cashflows, die in den 3 letzten Prognosen für jede Zahlungsmittel generierende Einheit ermittelt werden. Letztere besteht aus rechtlichen Einheiten oder Gruppen von rechtlichen Einheiten in einem bestimmten Land. Bei allen Zahlungsmittel generierenden Einheiten wird derselbe Abzinsungsfaktor zugrunde gelegt: Es handelt sich hierbei um einen risikolosen Zins für eine Laufzeit von 10 Jahren zuzüglich der durchschnittlichen Risikoprämie für den Sektor, in dem sich die Zahlungsmittel generierende Einheit betätigt.

Wertminderung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden auf Wertminderung geprüft, sobald Anhaltspunkte für einen Wertverlust vorliegen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um erhebliche negative Veränderungen auf den Märkten, auf denen das Unternehmen agiert, oder ein größerer oder langfristiger Rückgang des Börsenwerts.

Prüfungen auf Wertminderung finden nach Maßgabe von IAS 28 und IAS 36 statt. Dabei werden der Buchwert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen und der Anteil des Barwerts zukünftiger Cashflows, die aus dem assoziierten Unternehmen erwartet werden, miteinander verglichen.

Wenn der erzielbare Betrag niedriger als der Buchwert ist, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz für die betreffende Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen erfasst.

M – Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte bzw. Gruppen von Vermögenswerten

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte sind langfristige Vermögenswerte bzw. Gruppen von Vermögenswerten, die zur Veräußerung zur Verfügung stehen (und keinen erheblichen Aufwand zur Vorbereitung für die Veräußerung erfordern) und höchstwahrscheinlich veräußert werden.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten werden zum niedrigeren Wert aus Nettobuchwert und Zeitwert abzüglich Verkaufskosten angesetzt. Sobald ein Vermögenswert als zur Veräußerung gehalten eingeordnet (oder in einer zur Veräußerung gehaltenen Gruppe von Vermögenswerten enthalten) ist, wird keine weitere Abschreibung mehr erfasst. Diese Vermögenswette werden in der Bilanz in einem gesonderten Posten berichtet.

N – Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert angesetzt. In den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten enthalten sind direkte und indirekte Herstellungskosten sowie ein Anteil an den Fertigungsgemeinkosten, der auf einer normalen Beschäftigung beruht Vorräte werden nach dem FIFO-Prinzip (First In First Out) bewertet.

Wenn der Nettoveräußerungswert niedriger als der Wert nach der FIFO-Methode ist, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz erfasst.

O – Abtretung von Forderungen

An Dritte (im Wege der Verbriefung oder Diskontierung) abgetretene Forderungen werden aus den Vermögenswerten der Gruppe herausgenommen, wenn die damit verbundenen Risiken und Vorteile ebenfalls im Wesentlichen auf die betreffenden Dritten übertragen werden.

Die gleiche Behandlung gilt für Abtretungen zwischen den Sparten Automobile und Sales Financing. Die daraus entstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden als betriebliche Posten ausgewiesen.

P – Eigene Aktien

Eigene Aktien, darunter auch die eigenen Aktien, die für Managern und Unternehmensleitungsmitgliedern der Gruppe gewährte Aktienoptionspläne gehalten werden, werden zu Anschaffungskosten erfasst und bis zum Verkaufstag vom Eigenkapital der Gruppe abgesetzt.

Wenn diese Aktien verkauft werden, wird der Verkaufspreis direkt im Konzerneigenkapital erfasst und nach Eingang der Zahlung in Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umgruppiert. Dementsprechend sind im Periodenüberschuss keine Gewinne oder Verluste aus eigenen Aktien enthalten.

Q – Aktienoptionspläne/Gratisaktienzuteilungspläne

Die Gruppe gewährt für Renault-Aktien Aktienoptionspläne (Kauf- und Bezugsoptionen) und Aktienzuteilungspläne. Der Zuteilungszeitpunkt ist der Zeitpunkt zu dem Begünstigte von der Entscheidung über die Zuteilung dieser Optionen oder Aktien sowie den Bedingungen der betreffenden Pläne in Kenntnis gesetzt werden. Bei Plänen, die an Leistungskonditionen geknüpft sind, wird bei der Ermittlung der Anzahl zugeteilter Optionen oder Gratisaktien eine Schätzung der Erfüllung dieser Konditionen berücksichtigt. Diese Schätzung wird jährlich anhand von Änderungen an der Wahrscheinlichkeit, dass die Leistungskonditionen erfüllt werden, überprüft. Der endgültige Zeitwett von Leistungen, die im Gegenzug gegen die Zuteilung von Optionen oder Gratisaktien erbracht werden, wird unter Bezugnahme auf den Zeitwett dieser Optionen oder Aktien zum Zeitpunkt ihrer Zuteilung nach einem binomischen mathematischen Modell bestimmt Ansprüche auf die Zuteilung von Gratisaktien werden anhand des Aktienwerts zum Zuteilungszeitpunkt abzüglich erwarteter Dividenden während des Anwartschaftszeitraums bewertet.

Der Zeitwert wird linear über den Anwartschaftszeitraum des betreffenden Plans verteilt Die Kosten werden in den Personalaufwendungen mit einer entsprechenden Anpassung an den Konzernrücklagen berücksichtigt. Bei Ausübung der Option wird die Summe in bar, die die Gruppe zur Begleichung des Ausübungspreises erhält, unter Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer entsprechenden Anpassung an den Konzernrücklagen gebucht.

Nach den Übergangsvorschriften von IFRS 2 wurden ausschließlich für Pläne, die nach dem 7. November 2002 beginnen, Optionen auf die oben beschriebene Art und Weise bewertet und erfasst, bei denen am 1. Januar 2005 noch nicht die Unverfallbarkeit eingetreten war.

R – Rückstellungen

Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

Die Zahlungen der Gruppe für beitragsorientierte Leistungspläne werden in der betreffenden Periode als Aufwand erfasst.

Bei leistungsorientierten Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zieht die Gruppe die Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien zur Berechnung des Barwerts ihrer Verpflichtungen heran. Bei dieser Methode werden die Leistungen nach der Leistungsformel des Plans den Dienstzeiten zugeordnet Doch auch wenn ein Mitarbeiter in späteren Jahren deutlich höhere Leistungen als in früheren Jahren erdient, werden die Leistungen linear auf die Dienstzeiten verteilt. Die zukünftigen Zahlungen für Leistungen an Mitarbeiter werden auf Basis zukünftiger Entgeltsteigerungen, Pensionierungsalter, Sterblichkeit und Beschäftigungsdauer beim Unternehmen bewertet und mit einem Faktor abgezinst, der unter Bezugnahme auf Renditen langfristiger Unternehmensanleihen mit hoher Qualität und einer Laufzeit, die der geschätzten Laufzeit des betreffenden Leistungsplans entspricht, ermittelt. Die sich aus Änderungen an den zugrunde liegenden Annahmen ergebenden nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in das Eigenkapital verrechnet, denn dies ist nach dem in der Änderung an IAS 19 enthaltenen Wahlrecht zulässig.

Der Nettoaufwand für das Jahr, der sich zusammensetzt aus dem Dienstzeitaufwand der laufenden Periode, den abgezinsten Kosten abzüglich des erwarteten Ertrags auf das Fondsvermögens und einem Anteil des abgegrenzten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes, wird in voller Höhe in die operative Marge verrechnet.

Umstrukturierungsmaßnahmen/Kündigungsabfindungen

Die geschätzten Kosten von Umstrukturierung- und Personalanpassungsmaßnahmen werden erfasst, sobald ein detaillierter Plan festgelegt wurde und entweder angekündigt oder im Gange ist.

S – Finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe erfasst einen finanziellen Vermögenswert, wenn sie Partei der vertraglichen Bestimmungen des Instruments wird.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen, bei denen Renault keinen erheblichen Einfluss ausübt, Wertpapiere, Ausleihungen und derivative Instrumente in Zusammenhang mit Finanztransaktionen (Punkt 2-V).

Diese Instrumente werden als langfristige Vermögenswerte dargestellt. Davon ausgenommen sind Instrumente, die innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Diese werden als kurzfristige Vermögenswerte bzw. als Zahlungsmitteläquivalente eingeordnet.

Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen, bei denen Renault keinen erheblichen Einfluss ausübt

Dividenden aus solchen Unternehmen werden im Jahr der Ausschüttung erfasst.

Diese Beteiligungen gelten als „zur Veräußerung verfügbar" und werden dementsprechend zu ihrem Zeitwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen, wobei etwaige Veränderungen am Zeitwert direkt in die Konzernrücklagen verrechnet werden. Bei Veräußerung der Beteiligung werden Beträge, die in die Konzernrücklagen verrechnet wurden, in die Gewinn- und Erfolgsrechnung umgruppiert.

Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, wenn objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass diese Beteiligungen wertgemindert sind. Ein Indikator, der einen objektiven Anhaltspunkt für Wertminderung darstellt, ist ein erheblicher oder länger andauernder Rückgang des Zeitwerts von Beteiligungen unter ihre Anschaffungskosten.

Die Zeitwerte derartiger Beteiligungen werden nach Möglichkeit anhand des Marktpreises bestimmt.

Wertpapiere, die keine Beteiligung am Kapital eines anderen Unternehmens darstellen

Bei diesen Wertpapieren handelt es sich um kurzfristige Anlagen im Rahmen der Gruppenrichtlinie für das Management von Liquiditätsüberschüssen. Sie werden erstmalig zum Zeitwert ausgewiesen.

Die Bewertungsmethoden und die anschließende Behandlung bei der Bilanzierung sind unterschiedlich je nachdem, ob diese Wertpapiere als „zur Veräußerung verfügbar” gelten oder von vornherein als „erfolgswirksam zum Zeitwert angesetzte Vermögenswerte” ausgewiesen sind. Die betreffende Kategorie wird jeweils von Fall zu Fall bestimmt und hängt von der zugrunde liegenden Managementstrategie ab. Wertpapiere, die zur kurzfristigen Veräußerung bestimmt werden, werden als „erfolgswirksam zum Zeitwert angesetzte Vermögenswerte” eingeordnet. Alle anderen Wertpapiere gelten als „zur Veräußerung verfügbar”.

Zur kurzfristigen Veräußerung bestimmte Wertpapiere werden mit dem Zeitwert zum Berichtszeitpunkt angesetzt, wobei Veränderungen am Zeitwert ergebniswirksam erfasst werden.

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden mit dem Zeitwert zum Berichtszeitpunkt angesetzt. Veränderungen an diesem Zeitwert werden direkt in das Eigenkapital verrechnet In das Eigenkapital verrechnete Beträge werden bei Ausbuchung des Vermögenswerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgruppiert. Wertminderungsaufwand wird in der Gewinn-und Verlustrechnung verbucht, wenn objektive Anhaltspunkte für einen erheblichen langfristigen Wertrückgang vorliegen.

Zeitwerte von Wertpapieren werden hauptsächlich anhand des Marktpreises bestimmt.

Ausleihungen

Ausleihungen enthalten Interbankendarlehen zwecks Anlage von Liquiditätsüberschüssen und ausgereichte Kredite an nicht beherrschte Unternehmen, an denen Renault beteiligt ist.

Ausleihungen werden erstmalig zum Zeitwert zuzüglich direkt zuzurechnender Transaktionskosten ausgewiesen.

Bei jedem Abschlussstichtag werden Ausleihungen zu fortgeschriebenen Kosten bewertet In der Gewinn- und Verlustrechnung wird Wertminderung erfasst, wenn objektive Anhaltspunkte für einen Wertrückgang vorliegen, der durch ein nach der erstmaligen Erfassung des Vermögenswerts eingetretenes Ereignis verursacht wird.

T – Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel setzen sich zusammen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Davon ausgenommen sind Kontokorrentkredite, die in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten sind.

Zahlungsmitteläquivalente sind Anlagen, die zur Erfüllung kurzfristiger Liquiditätsverpflichtungen gehalten werden. Damit eine Anlage die Voraussetzungen für ein Zahlungsmitteläquivalent erfüllt, muss sie sich ohne weiteres in eine bekannte Summe in bar umwandeln lassen und einem unerheblichen Risiko von Wertveränderungen unterliegen.

U – Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen

Die Gruppe erfasst eine finanzielle Verbindlichkeit (bei der Sparte Automobile) oder eine Schuld aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen, wenn sie Partei der Vertragsbestimmungen des Instruments wird.

Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen umfassen rückzahlbare Aktien, Anleihen, sonstiges verzinsliches Fremdkapital und derivative Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit Finanztransaktionen (Punkt 2-V).

Rückzahlbare Aktien

Laut IAS 39 geht die Gruppe davon aus, dass es sich bei den variablen Zinsen auf rückzahlbare Aktien um ein eingebettetes Derivat handelt, das nicht getrennt bewertet werden kann. Dementsprechend hat die Gruppe alle ihre rückzahlbaren Aktien zum Zeitwert ausgewiesen. Bei diesen Aktien entspricht der Zeitwert dem Marktwert. Veränderungen am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien der Sparte Automobile werden unter den Finanzerträgen und -aufwendungen erfasst. Demgegenüber erfolgt die Erfassung von Veränderungen am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien der Sparte Sales Financing in der operativen Marge.

Anleihen und anderes verzinsliches Fremdkapital

Anleihen und anderes verzinsliches Fremdkapital werden erstmalig zum Zeitwert abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst.

Zu jedem Berichtszeitpunkt werden diese finanziellen Verbindlichkeiten neu zu fortgeschriebenen Kosten nach der Effektivzinsmethode dargestellt. Davon ausgenommen sind spezifische Methoden für Sicherungsgeschäfte (Punkt 2-V). Die auf diese Weise berechneten Finanzaufwendungen enthalten Ausgabeaufwendungen sowie Ausgabe- oder Rückzahlungsagios zusammen mit den Auswirkungen von neu ausgehandelten Schuldenkonditionen, wenn zwischen den alten und den neuen Bedingungen keine erheblichen Unterschiede bestehen.

Bei neu ausgehandelten Bedingungen für Fremdkapital und ähnlichen Geschäftsvorfällen erfolgt eine Ausbuchung der vorhergehenden Verbindlichkeit und eine Neuerfassung der neuen Verbindlichkeit nur dann, wenn zwischen den alten und den neuen Konditionen erhebliche Unterschiede bestehen. Wenn dies der Fall wird, werden die Kosten für die Neuverhandlung in den Finanzaufwendungen für die Periode, in der die Verhandlung stattfindet, berücksichtigt.

V – Bilanzierung von Derivaten und Sicherungsgeschäften

Bewertung und Darstellung

Derivate werden erstmalig zum Zeitwert angesetzt Danach wird dieser Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag überprüft.

Der Zeit von Devisenterminkontrakten beruht auf Marktkonditionen. Der Zeitwert von Währungsswaps wird durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows anhand von Wechselkursen und Zinssätzen zum Abschlussstichtag ermittelt.
Der Zeitwert von Zinsderivaten entspricht der Summe, die die Gruppe bei der Abrechnung offener Kontrakte zum Abschlussstichtag erhalten (oder zahlen) würde. Dabei werden etwaige nicht realisierte Gewinne oder Verluste auf Basis der aktuellen Zinssätze und der Qualität des Kontrahenten bei jedem Kontrakt zum Abschlussstichtag berücksichtigt. In diesem Zeitwert sind angefallene Zinsen enthalten.
Der Zeitwert von Rohstoffderivaten beruht auf Marktkonditionen.

In der Sparte Automobile werden Derivate zum Bilanzstichtag als kurzfristig ausgewiesen, wenn sie innerhalb von 12 Monaten fällig werden. Andernfalls gelten sie als langfristig. In der Sparte Sales Financing werden alle Derivate in der Bilanz als kurzfristig dargestellt.

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Die Behandlung von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente bestimmt sind, hängt von der Art der Sicherungsbeziehung ab:

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts
Absicherung von Zahlungsströmen
Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Die Gruppe identifiziert das Sicherungsinstrument und das gesicherte Grundgeschäft, sobald das Sicherungsgeschäft eingerichtet wird, und dokumentiert die Sicherheitsbeziehung unter Angabe der Sicherungsstrategie, des abgesicherten Risikos und der Methode, die zur Beurteilung der Wirksamkeit des Sicherungsgeschäfts herangezogen wird. Diese Dokumentation wird später aktualisiert, so dass die Wirksamkeit des bestimmten Sicherungsgeschäfts nachgewiesen werden kann.

Bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden für jede Art von Sicherheitsgeschäften jeweils spezielle Bewertungs- und Ansatzmethoden verwendet.

Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts: Das gesicherte Grundgeschäft wird unter Berücksichtigung des abgesicherten Risikos an den Zeitwert angepasst und das Sicherungsinstrument wird zum Zeitwert erfasst. Da Veränderungen an diesen Posten gleichzeitig ergebniswirksam verrechnet werden, hat nur der unwirksame Teil des Sicherungsgeschäfts Einfluss auf den Jahresüberschuss. Er wird im gleichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wie Veränderungen am Zeitwert des gesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsinstrumentes erfasst.
Absicherungen von Zahlungsströmen: Am Wert des gesicherten Grundgeschäfts wird keine Anpassung vorgenommen; lediglich das Sicherungsinstrument wird an den Zeitwert angepasst. Nach dieser Anpassung wird der wirksame Teil der Veränderung am Zeitwert, der auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen ist, nach Abzug von Steuern in das Eigenkapital verrechnet. Der unwirksame Teil fließt in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Der im Eigenkapital enthaltene kumulierte Betrag wird in die Gewinn- und Verlustrechnung umgruppiert, wenn sich das gesicherte Grundgeschäft auf den Jahresüberschuss auswirkt.
Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb: Das Sicherungsinstrument wird an den Zeitwert angepasst. Nach dieser Anpassung wird der wirksame Teil der Veränderung am Zeitwert, der auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen ist, nach Abzug von Steuern in das Eigenkapital verrechnet Der unwirksame Teil fließt in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Der im Eigenkapital enthaltene kumulierte Betrag wird zum Zeitpunkt der Liquidation oder Veräußerung der Investition in die Gewinn- und Verlustrechnung umgruppiert. Die Zinskomponente von Finanzinstrumenten, die zur Absicherung der Investition in Nissan herangezogen werden (Terminumsatz- und Fix/Fix-Cross-CurrencySwaps), wird als unwirksamer Teil behandelt und dementsprechend direkt unter den Finanzerträgen und -aufwendungen erfasst.

Nicht als Sicherungsgeschäfte bestimmte Derivate

Veränderungen am Zeitwert von nicht als Sicherungsgeschäften bestimmten Derivaten werden direkt in das Finanzergebnis verrechnet. Davon ausgenommen sind Derivate, die ausschließlich aus eng mit Geschäftsbetrieben in Zusammenhang stehenden Gründen eingegangen werden. In diesem Falle fließen Veränderungen am Zeitwert von Derivaten in die operative Marge ein.

3 — VERÄNDERUNGEN AM KONSOLIDIERUNGSKREIS

AUTOMOBILE SALES FINANCING SUMME
Anzahl konsolidierter Unternehmen zum 31. Dezember 2006 153 49 202
Neu konsolidierte Unternehmen (neu erworbene Unternehmen, neu gegründete Unternehmen, usw.) 3 1 4
Entkonsolidierte Unternehmen (veräußerte Unternehmen, Unternehmenszusammenschlüsse, liquidierte Unternehmen, usw.) (7) (8) (15)
Anzahl konsolidierter Unternehmen zum 31. Dezember 2007 149 42 191
Neu konsolidierte Unternehmen (neu erworbene Unternehmen, neu gegründete Unternehmen, usw.) 8 2 10
Entkonsolidierte Unternehmen (veräußerte Unternehmen, Unternehmenszusammenschlüsse, liquidierte Unternehmen, usw.) (17) (4) (21)
Anzahl konsolidierter Unternehmen zum 31. Dezember 2008 140 40 180

Bei den neu konsolidierten Unternehmen handelt es sich in der Hauptsache um folgende:

2008

Renault und AvtoVAZ haben am 29. Februar 2008 ihre strategische Partnerschaft mit der Unterzeichnung von Verträgen bestätigt Renault hat USD 1 Mrd. für den Erwerb einer Beteiligung an AvtoVAZ von 25 % + 1 Aktie bezahlt. Die Beteiligung von. Renault an der AvtoVAZ-Gruppe wird vom 1. März 2008 an im Konzemabschluss der Gruppe nach der Equity-Methode bilanziert. Näheres hierzu findet sich in Punkt 14-B.

Ende 2008 wurden die Minderheitsanteile an dem kolumbianischen Unternehmen SOFASA erworben. Hierdurch hat sich die Beteiligung von Renault an SOFASA von 60 % auf 100 % erhöht.

2007

Somaca (Société marocaine de construction) wurde erstmals zum 1. Januar 2007 konsolidiert, nachdem Renault seine Beteiligung an diesem Unternehmen durch mehrere aufeinander folgende Erwerbe von Anteilen auf 80 % aufgestockt hatte.

Im Juli 2007 hat die Gruppe ihre Beteiligung an Renault Financial Services Ltd. (RFS) von 50 % auf 100 % erhöht. Diese Beteiligung wird nun vollkonsolidiert (bis zum Zeitpunkt der Transaktion wurde sie quotenkonsolidiert). Daraus ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 32 Mio. entstanden.

2006

Renault Pars (Iran) wird seit dem 1. Januar 2006 konsolidiert. Dieses Unternehmen gehört zu 51 % Renault und zu 49 % AID co, einem itanislen Untemehmen, das von der IDRO (Industrial Development & Renovation Organization, einer für die Automobilindustrie zuständigen Stelle im Besitz des iranischen Staates) und von zwei führenden iranischen Automobilherstellern - Iran Khodro und SAIPA - gegründet wurde. Renault Pars halt die Lizenz für den Logan und ist verantwortlich für Technik, Einkauf und Logistik, Koordination der Verkaufspolitik, Marketing und Kundendienstleistungen. Iran Khodro und SAIPA werden den Logan herstellen und verkaufen.

Zum 1. Januar 2006 wurden außerdem 24 Händler in Europa (mit Sitz in Belgien, in der Tschechischen Republik, in Luxemburg, in Polen, in Portugal und in der Schweiz) erstmals konsolidiert.

Ende 2006 wurden Minderheitsanteile an der Holdinggesellschaft COFAL erworben. Im Wesentlichen hat sich dadurch die Beteiligung von Renault an Renault do Brasil und an Renault Argentina auf 100 % erhöht

7.2.6.2. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

4 — UMSATZERLÖSE

A – Umsatzerlöse 2007 bei Anwendung der Gruppenstruktur und der Methoden 2008

(EUR Mio.) AUTOMOBILE SALES FINANCING SUMME
Umsatzerlöse 2007 38.679 2.003 40.682
Veränderungen am Konsolidierungskreis (71) 9 (62)
Umsatzerlöse 2007 bei Anwendung der Gruppenstruktur und der Methoden 2008 38.608 2.012 40.620
UMSATZERLÖSE 2008 35.757 2.034 37.791

B – Aufgliederung der Umsatzerlöse

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen 33.949 37.104 37.020
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen(1) 2.292 2.086 1.881
Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und Dienstleistungen 36.241 39.190 38.901
Erlöse aus Kundenfinanzierungen 1.087 1.053 997
Erlöse aus Leasing- und ähnlichen Geschäften 463 439 434
Umsatzerlöse aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge 1.550 1.492 1.431
UMSATZERLÖSE 37.791 40.682 40.332

(1) Darin enthalten sind EUR 485 Mio., die von der Sparte Sales Financing 2008 erwirtschaftet wurden (2007: EUR 511 Mio. und 2006: EUR 492 Mio.

(2) Darin enthalten sind EUR 165 Mio. aus dem Verkauf von Automobiltechnologien und Marketingrechten an AvtoVAZ in 2008 (siehe Punkt 14-B)

C – Mieterträge aus Fahrzeugen

Von der Gruppe wurden für Fahrzeugverkäufe mit einer Rückkaufverpflichtung bzw. Fahrzeugvermietungen 2008 Mieterträge in einer Gesamthöhe von EUR 609 Mio. verbucht (2007: EUR 638 Mio. und 2006: EUR 612 Mio.). Diese Erträge sind in den Umsatzerlösen aus Dienstleistungen enthalten.

5 — KOSTEN AUS DER FINANZIERUNG VERKAUFTER FAHRZEUGE

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Neue Wertminderung (491) (291) (269)
Auflösung von Wertminderung 349 240 255
Schuldenerlass und sonstige Nettokreditverluste (54) (103) (127)
Nettokreditverluste (196) (154) (141)
Erträge aus Anlagen von flüssigen Mitteln 261 294 174
Refinanzierungsaufwendungen (1.357) (1.261) (1.018)
Sonstige Kosten aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge (1.096) (967) (844)
KOSTEN AUS DER FINANZIERUNG VERKAUFTER FAHRZEUGE (1.292) (1.121) (985)

6 — OPERATIVE MARGE: ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN IM EINZELNEN NACH IHRER ART

A - Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Lieferungen und Leistungen

Die Informationssysteme der Gruppe sind so gestaltet, dass Gewinn- und Verlustrechnungen funktionsbezogen dargestellt werden. Den Wert von verbrauchten bezogenen Lieferungen und Leistungen können sie deswegen nicht angeben.

B – Personalaufwendungen

2008 2007 2006
Personalaufwendungen (EUR Mio.) 5.417 5.962 5.948
Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 130.985 133.854 134.236

In den Personalaufwendungen enthalten sind EUR 120 Mio. für Pensionen und sonstige langfristige Leistungen, die 2008 an Mitarbeiter gezahlt wurden (2007: EUR 113 Mio. und 2006: EUR 114 Mio.).

C – Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen beziehen sich ausschließlich auf Aktienoptionen und Gratisaktien, die den Mitarbeitern zugeteilt wurden. Die Überprüfung der Anzahl von Aktienoptionen und Gratisaktien, die im Rahmen von Plänen mit Leistungskonditionen zugeteilt wurden, hat 2008 zu einem Ertrag von EUR 19 Mio. geführt. Dieser Ertrag wurde als Minderung der Personalaufwendungen erfasst (2007 und 2006 wurden Aufwendungen in Höhe von EUR 62 Mio. bzw. EUR 41 Mio. für anteilsbasierte Vergütungen erfasst).

Die Planbewertungsmethode wird in Punkt 19-H erläutert.

D – Mietaufwendungen

Für Immobilien wurden 2008 rund EUR 275 Mio. an Mieten gezahlt (stabil gegenüber 2007 und 2006).

E – Wechselkursgewinne/-verluste

In der operativen Marge ist 2008 ein Wechselkursverlust, netto, in Höhe von EUR 68 Mio. enthalten (2007: Wechselkursverlust, netto, von EUR 56 Mio. und 2006: Wechselkursverlust, netto, von EUR 13 Mio.).

F – Wertminderung von Vermögenswerten

Bei Anwendung der Bilanzierungsgrundsätze der Gruppe (Punkt 2-L) ergab sich aus Prüfungen von Vermögenswerten auf Wertminderung 2008 ein Aufwand in Höhe von EUR 114 Mio., der in der operativen Marge in Form von Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten in Zusammenhang mit zwei Modellen aus der Fahrzeugpalette erfasst wurde.

7 — SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Kosten und Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen (489) (143) (241)
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder operativen Unternehmen 8 (63) (59)
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Fahrzeugverkäufe) 150 86 109
Außerordentliche Posten 2 4 5
SUMME (329) (116) (186)

A – Kosten und Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen

In den Umstrukturierungskosten für 2008 ist ein Aufwand in Höhe von EUR 200 Mio. für den Plan „Projet Renault Volontariat” enthalten, der im Oktober 2008 für Mitarbeiter von Renault s.a.s. in Frankreich eingeführt wurde und die Möglichkeit eines freiwilligen Ausscheidens aus dem Unternehmen vorsieht. Dieser Plan läuft bis zum 30. April 2009 und beinhaket in erster Linie freiwillige Pensionierungen, Zuschüsse zu persönlichen oder beruflichen Entwicklungsplänen und Freistellungen für Umschulungen. Der für 2008 erfasste Aufwand setzt sich zusammen aus den Kosten dieser Maßnahmen in Höhe von EUR 361 Mio. abzüglich EUR 161 Mio., die aus der Rückstellung für Bonuszahlungen bei Eintritt in den Ruhestand aufgelöst wurden (Punkt 20–C6). Bei der Ermittlung der Summe wurde davon ausgegangen, dass 4.000 Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheiden. Wenn 1.000 Mitarbeiter weniger als erwartet das Unternehmen verlassen, hätte das eine positive Auswirkung von EUR 50 Mio. auf den erfassten Nettoaufwand.

In den Umstrukturierungskosten außerdem enthalten ist ein Aufwand in Höhe von EUR 150 Mio. in Zusammenhang mit der Einstellung eines Projekts im Rahmen einer Reorganisation der Fahrzeugpalette (dies betrifft in der Hauptsache Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten).

B – Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten (ausgenommen Fahrzeugverkäufe)

Die Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind zumeist auf den Verkauf von Grundstücken (in Spanien und Frankreich) zurückzuführen, die in den dargestellten Geschäftsjahren getätigt wurden.

8 — FINANZAUFWENDUNGEN

Die sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen enthalten:

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Veränderung am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien (Punkt 24-A) 509 53 (31)
Sonstiges 148 124 202
SUMME 657 177 171

Die in „Sonstiges” enthaltenen Wechselkursgewinne und -verluste weisen für 2008 einen Nettogewinn in Höhe von EUR 14 Mio. aus (2007: Nettoverlust in Höhe von EUR 4 Mio. und 2006: Nettoverlust in Höhe von EUR 18 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2006 war in „Sonstiges” ein Gewinn in Höhe von EUR 135 Mio. aus dem Verkauf von Scania-Aktien enthalten.

9 — LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Da sich Renault SA bei seiner Gründung zur Feststellung französischer Ertragssteuern nach dem inländischen Steuerkonsolidierungskonzept entschieden hat, findet diese Regelung Anwendung auf die Gruppe. Die Besteuerung von Renault SA erfolgt hierbei in Frankreich.

Darüber hinaus wendet die Renault-Gruppe andere optionale Konsolidierungssysteme in Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden und Portugal an.

A – Laufender und latenter Steueraufwand

Aufgliederung des Steueraufwandes

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Laufende Ertragsteuern (188) (313) (341)
Latente Steuergutschriften (-aufwendungen) 26 58 86
LAUFENDE UND LATENTE STEUERN (162) (255) (255)

Im Geschäftsjahr 2008 wurden von ausländischen Unternehmen laufende Ertragsteuern in Höhe von EUR 176 Mio. generiert (2007: EUR 323 Mio. und 2006: EUR 269 Mio.).

In den latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Ertrag in Höhe von EUR 2 Mio. enthalten, der auf Veränderungen an Steuersätzen im Laufe von 2008 zurückzuführen ist (2007 entstand aus Veränderungen an Steuersätzen ein Aufwand in Höhe von EUR 12 Mio. und 2006 ein Ertrag in Höhe von EUR 16 Mio.).

Von der Gruppe wurden 2008 insgesamt EUR 350 Mio. an laufenden Steuern gezahlt (2007: EUR 243 Mio. und 2006: EUR 309 Mio.).

B – Steuerliche Überleitungsrechnung

2008 2007 2006
Ergebnis vor Steuern und Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 324 1,314 938
In Frankreich geltender Ertragsteuersatz 34,43 % 34,43 % 34,43 %
Theoretischer Steuerertrag (-aufwand) (112) (453) (323)
Effekt von Unterschieden zwischen dem lokalen und dem französischen Steuersatz 61 76 78
Steuergutschriften 49 87 72
Passive latente Steuern auf das (ausgeschüttete bzw. nicht ausgeschüttete) Ergebnis von assoziierten Unternehmen (30) (25) (42)
Veränderung bei nicht erfassten aktiven latenten Steuern (93) (17) 5
Sonstige Auswirkungen(1) (37) 77 (45)
Laufender und latenter Steuerertrag (-aufwand) (162) (255) (255)

(1) Sonstige Auswirkungen beinhalten in der Hauptsache: permanente Differenzen, verminderten Steuersätzen unterliegende Erträge und die Kosten von steuerlichen Neufestsetzungen.

Der effektive Steuersatz für 2008 (unberücksichtigt von Auswirkungen, die Anteile von Renault am Ergebnis assoziierter Unternehmen hätten) belief sich auf 50 % (2007: 19 % und 2006: 27 %).

Da 2008 unabhängig von der unbefristeten Geltendmachung steuerlicher Verlustvorträge Unklarheit über das kurz- und mittelfristige steuerpflichtige Ergebnis herrschte, wurden aktive latente Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge in Höhe des Nettosaldos aus aktiven und passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen erfasst (siehe Punkt 9-C2). Dies wirkte sich in einer Höhe von EUR 96 Mio. negativ auf die steuerliche Überleitungsrechnung der Gruppe aus, die unter „Veränderung bei nicht erfassten aktiven latenten Steuern” ausgewiesen sind. Ohne diesen Posten hätte der effektive Steuersatz für 2008 20 % befragen.

C — Aufgliederung der latenten Steuern, netto

C1 – Veränderungen bei aktiven und passiven latenten Steuern

(EUR Mio.) 2008 2007
Aktive latente Steuern 220 313
(Passive latente Steuern) (118) (251)
Aktive (passive) latente Steuern, netto, zum 1. Januar 102 62
Latenter Steuerertrag (-aufwand) für die Periode 26 58
In das Eigenkapital verrechnete Veränderungen bei latenten Steuern(1) (10) (30)
Währungsumrechnungsanpassungen (23) (5)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges
Aktive (passive) latente Steuern, netto, zum 31. Dezember 120 102
Einschließlich: aktive latente Steuern 252 220
(passive latente Steuern) -132 (118)

(1) Bezieht sich hauptsächlich auf Veränderungen an der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Effekt der Absicherung der Beteiligung an Nissan.

C2 – Aufgliederung von aktiven latenten Steuern nach ihrer Art

(EUR Mio.) 31. DEZMEBER 2008 31. DEZMEBER 2007 31. DEZMEBER 2006
Latente Steuern auf:
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (107) (84) (83)
Sachanlagen (1.825) (1.577) (1.372)
Rückstellungen und sonstige Aufwendungen bzw. Wertberichtigungen, die bei Inanspruchnahme abzugsfähig sind 848 762 808
Steuerliche Verlustvorträge 2.382 1.195 969
Sonstiges 40 457 340
Aktive (passive) latente Steuern, netto 1.338 753 662
Nicht erfasste aktive latente Steuern (Punkt 9-C3) (1.218) (651) (600)
AUSGEWIESENE AKTIVE (PASSIVE) LATENTE STEUERN, NETTO 120 102 62

Aktive latente Steuern in Höhe von EUR 714 Mio., die von in die französische Steuerkonsolidierung einbezogenen Unternehmen ausgewiesen wurden, sind 2008 nicht erfasst wurden, da Unklarheit über das kurz- und mittelfristige steuerpflichtige Ergebnis herrschte. Von diesen nicht erfassten aktiven latenten Steuern sind EUR 618 Mio. unterjährig aus in das Eigenkapital verrechneten Posten (hauptsächlich die Effekte von Absicherungen der Beteiligung an Nissan) und EUR 96 Mio. aus die Gewinn- und Verlustrechnung betreffenden Posten entstanden.

C3 – Aufgliederung von nicht erfassten aktiven latenten Steuern nach ihrem Verfallszeitpunkt

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Aktive latente Steuern, netto, die auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden können 1.151 509 492
Sonstige aktive latente Steuern, netto, die in mehr als 5 Jahren verfallen 7 12 5
Sonstige aktive latente Steuern, netto, die zwischen 1 und als 5 Jahren verfallen 12 54 60
Sonstige aktive latente Steuern, die innerhalb eines Jahres verfallen 48 76 43
NICHT ERFASSTE AKTIVE LATENTE STEUERN, NETTO, GESAMT(1) 1.218 651 600
Einschließlich: aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 1.133 547 545
sonstige latente Steuern 85 104 55

(1) Enthält EUR 714 Mio. für 2008 nach der Nichterfassung von aktiven latenten Steuern von Unternehmen, die in die französische Steuerkonsolidienmg einbezogen werden (Punkt 9-C2).

10 — UNVERWÄSSERTER UND VERWÄSSERTER GEWINN JE AKTIE

Der unverwässerte und verwässerte Gewinn je Aktie von Renault wird berechnet, indem der Jahresüberschuss von Renault durch die betreffende Anzahl Aktien dividiert wird.

Die Anzahl Aktien, die bei der Berechnung des unverwässerten Gewinns je Aktie herangezogen wird, entspricht der gewichteten durchschnittlichen Anzahl von Stammaktien, die sich im Geschäftsjahr in Umlauf befinden. Das bedeutet nach der Neutralisierung von eigenen Aktien und Renault-Aktien, die von Nissan gehalten werden.

(in Tsd. Aktien) 2008 2007 2006
In Umlauf befindliche Aktien 284.937 284.937 284.937
Eigene Aktien (8.852) (6.897) (8.500)
Von Nissan gehaltene Aktien x Anteil von Renault an Nissan (19.533) (19.419) (19.443)
Anzahl der zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Aktien 256.552 258.621 256.994

Die Anzahl Aktien, die bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, entspricht der durchschnittlichen gewichteten Anzahl von Stammaktien, die sich im Geschäftsjahr potenziell in Umlauf befinden. Das heißt, die Anzahl Aktien, die zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegt wird, zuzüglich der Anzahl von verwässernden Aktienoptionen und verwässernden Rechten auf Gratisaktienzuteilungen.

(in Tsd. Aktien) 2008 2007 2006
Anzahl der zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Aktien 256.552 258.621 256.994
Anzahl der verwässernden Aktienoptionen und Rechte auf Gratisaktienzuteilungen 261 3.741 3.096
Anzahl der zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Aktien 256.813 262.362 260.090

7.2.6.3 BETRIEBLICHE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN, EIGENKAPITAL

11 — IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

A – Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 6.723 6.301 5.403
Geschäfts- oder Firmenwert 274 300 278
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 318 300 280
Immaterielle Vermögenswerte, brutto 7.315 6.901 5.961
Abschreibungen von aktivierten Entwicklungsaufwendungen (2.781) (2.641) (2.341)
Abschreibungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten (221) (204) (198)
Abschreibungen und Wertminderungen (3.002) (2.845) (2.539)
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE, NETTO 4.313 4.056 3.422

Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich zumeist auf Europa.

Unterjährige Veränderungen

(EUR Mio. BRUTTO-WERT ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN NETTO-WERT
Wert zum 31. Dezember 2006 5.961 (2.539) 3.422
Zugänge (Punkt 27- C/(Abschreibungen) 1.348 (724) 624
(Abgänge)/Auflösungen (401) 399 (2)
Währungsumrechnungsanpassungen (40) 11 (29)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges 33 8 41
Wert zum 31. Dezember 2007 6.901 (2.845) 4.056
Zugänge (Punkt 27- C/(Abschreibungen) 1.178 (887) 291
(Abgänge)/Auflösungen (693) 689 (4)
Währungsumrechnungsanpassungen (91) 36 (55)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges 20 5 25
Wert zum 31. Dezember 2008 7.315 (3.002) 4.313

Die Zugänge bei immateriellen Vermögenswerten in 2008 beinhalten selbst hergestellte Vermögenswerte im Umfang von EUR 1.056 Mio. und erworbene Vermögenswerte in Höhe von EUR 122 Mio. (2007: EUR 1.237 Mio. bzw. EUR 111 Mio. und 2006: EUR 976 Mio. bzw. EUR 156 Mio.).

In den Abschreibungen und Wertminderungen für das Geschäftsjahr 2008 sind insgesamt EUR 197 Mio. an Wertminderung enthalten. Diese setzen sich zusammen aus EUR 83 Mio. für Entwicklungsaufwendungen, die bei der Einstellung eines Projekts im Rahmen einer Umstrukturierung der Fahrzeugpalette abgeschrieben wurden (Punkt 7-A), und Mio. 114 Mio. für zwei Modelle in der Fahrzeugpalette nach den Ergebnissen von Werthaltigkeitsprüfungen (Punkt 6-F).

Im Ergebnis enthaltene Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (2.235) (2.462) (2.400)
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 1.125 1.287 1.091
Abschreibung von aktivierten Entwicklungsaufwendungen (634) (675) (654)
SUMME (1.744) (1.850) (1.963)
Wertminderung von aktivierten Entwicklungsaufwendungen nach Prüfungen auf Wertminderung (Punkt 6-F)
In der GuV ausgewiesene Gesamtsumme (1.858) (1.850) (1.963)

B – SACHANLAGEN

Sachanlagen zum 31. Dezember

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Grundstücke 611 613 645
Gebäude 5.562 5.571 5.422
Spezielle Werkzeuge 8.363 8.143 7.675
Maschinen und andere Werkzeuge 12.169 11.938 11.605
An Kunden vermietete Fahrzeuge 2.099 2.246 2.308
Sonstige Sachanlagen 646 718 830
Anlagen im Bau 1.141 1.232 1.718
Sachanlagen, brutto 30.591 30.461 30.203
Grundstücke und Gebäude (2.582) (2.430) (2.304)
Spezielle Werkzeuge (5.765) (5.947) (5.732)
Maschinen und andere Werkzeuge (8.278) (7.867) (7.675)
An Kunden vermietete Fahrzeuge (555) (578) (632)
Sonstige Sachanlagen (593) (584) (694)
Abschreibungen (17.773) (17.406) (17.037)
SACHANLAGEN, NETTO 12.818 13.055 13.166

Unterjährige Veränderungen

Im Geschäftsjahr 2008 haben sich die Sachanlagen wie folgt verändert:

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2007 ZUGÄNGE/

(ASCHREI-

BUNGEN)
(ABGÄNGE)/

AUFLÖSUNGEN
UMRECHNUNGS-

ANPASSUNGEN
VERÄNDE-

RUNGEN

AM

KONSOLI-

DIERUNGS-

KREIS UND

SONSTIGES
31. DEZEMBER 2008
Grundstücke 613 12 (52) (24) 62 611
Gebäude 5.571 214 (74) (134) (15) 5.562
Spezielle Werkzeuge 8.143 1.073 (624) (252) 23 8.363
Maschinen und andere Werkzeuge 11.938 937 (478) (256) 28 12.169
An Kunden vermietete Fahrzeuge 2.246 876 (856) (46) (121) 2.099
Sonstige Sachanlagen 718 78 (63) (19) (68) 646
Anlagen im Bau(1) 1.232 (40) (17) (28) (6) 1.141
Sachanlagen, brutto 30.461 3.150 (2.164) (759) (97) 30.591
Grundstücke - - - - - -
Gebäude (2.430) (236) 49 37 (2) (2.582)
Spezielle Werkzeuge (5.947) (567) 624 124 1 (5.765)
Maschinen und andere Werkzeuge (7.867) (970) 444 121 (6) (8.278)
An Kunden vermietete Fahrzeuge (578) (215) 183 13 42 (555)
Sonstige Sachanlagen (584) (81) 57 14 1 (593)
Anlagen im Bau - - - - - -
Abschreibungen (17.406) (2.069) 1.357 309 36 (17.773)
Grundstücke 613 12 (52) (24) 62 611
Gebäude 3.141 (22) (25) (97) (17) 2.980
Spezielle Werkzeuge 2.196 506 - (128) 24 2.598
Maschinen und andere Werkzeuge 4.071 (33) (34) (135) 22 3.891
An Kunden vermietete Fahrzeuge 1.668 661 (673) (33) (79) 1.544
Sonstige Sachanlagen 134 (3) (6) (5) (67) 53
Anlagen im Bau(1) 1.232 (40) (17) (28) (6) 1.141
Sachanlagen. Netto 13.055 1.081 (807) (450) (61) 12.818

(1) Anlagen im Bau werden in der Spalte „Zugänge/Abschreibungen” berichtet.

In Anbetracht von Annahmen in Bezug auf den Rückgang bei Restwerten von Leasingfahrzeugen wurde die Wertminderung bei diesen Fahrzeugen zum 31. Dezember 2008 auf EUR 154 Mio. erhöht (31. Dezember 2007: EUR 89 Mio.). Eine Abweichung von 1 % beim Katalogpreis würde sich bei Anwendung auf die Restwerte in einer Höhe von etwa EUR 20 Mio. auf diese Wertminderung auswirken.

Im Geschäftsjahr 2007 haben sich die Sachanlagen wie folgt verändert:

(in EUR Mio.) BRUTTOWERT ABSCHREIBUNGEN NETTOWERT
Wert zum 31. Dezember 2006 30.203 (17.037) 13.166
Zugänge (Punkt 27-C)/(Abschreibungen) 3.278 (2.141) 1.137
(Abgänge)/Auflösungen (2.547) 1.521 (1.026)
Währungsumrechnungsanpassungen (221) 79 (142)
Veränderungen am Konsolidierungskreis (252) 172 (80)
Wert zum 31. Dezember 2007 30.461 (17.406) 13.055

12 — PRÜFUNGEN VON ANLAGEVERMÖGEN AUF WERTMINDERUNG (AUSGENOMMEN LEASINGFAHRZEUGE)

Die Gruppe hat ihr Anlagevermögen nach dem im Abschnitt über die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschriebenen Ansatz auf Wertminderung geprüft (Punkt 2-L).

Zum 31. Dezember 2007 wurden für die Sparte Automobile keine Prüfungen auf Wertminderung vorgenommen, da keine Anhaltspunkte für Wertverluste vorlagen. Dessen ungeachtet erfolgten sich speziell auf bestimmte Fahrzeuge in der Modellreihe beziehende Prüfungen, aus denen sich jedoch keine Erfassung von Wertminderung ergab. Als Abzinsungsfaktor nach Steuern wurde hierbei 7,3 % zugrunde gelegt.

A – Prüfungen von fahrzeugspezifischen Vermögenswerten auf Wertminderung

Nachdem fahrzeugspezifische Vermögenswerte auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht worden waren, wurde Wertminderung in Höhe von EUR 114 Mio. für zwei Modelle in der Fahrzeugpalette erfasst, die vorwiegend in die aktivierten Entwicklungsaufwendungen verrechnet wurden.

Wertansätze für spezifische Vermögenswerte bei Prüfungen auf Wertminderung sind von den Annahmen abhängig, die in Bezug auf Veränderungen an Mengen und Margen zugrunde gelegt wurden.

B – Prüfung von Zahlungsmittel generierenden Einheiten auf Wertminderung — Sparte Automobile

Im Geschäftsjahr 2008 wurden drei Zahlungsmittel generierende Einheiten auf Werthaltigkeit geprüft: Europa, Brasilien und Korea. Europa wird als eine gemeinsame Zahlungsmittel generierende Einheit aufgefasst, da die Betriebe und die Produktpalette hier eine geschlossene Einheit bilden. Diese Geschlossenheit ergibt sich aus der Art und Weise, wie die Gruppe ihre Geschäfte in dieser geografischen Region führt: hoher Grad an wechselseitigem betrieblichem Austausch, Optimierung der Auslastung von Produktionskapazitäten, zentral gesteuerte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und eine große Anzahl von Verkaufsstellen für Fahrzeuge und Ersatzteile in mehreren Ländern.

Der für die Prüfling jeder Zahlungsmittel generierenden Einheit auf Wertminderung zugrunde gelegte erzielbare Wert war der Nutzungswert, der 2008 anhand folgender Annahmen nach der abgezinsten zukünftigen Cashflowmethode bestimmt wurde:

EUROPA BRASILIEN KOREA
Zeitrahmen des Geschäftsplans 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Wachstumsrate bis in die Unendlichkeit 1,5 % 2,8% 2,0%
Abzinsungsfaktor nach Steuern 8,2 % 9,3% 12,3%

Im Geschäftsjahr 2008 wurde nach den Werthaltigkeitsprüfungen keine Wertminderung für Vermögenswerte in den Zahlungsmittel generierenden Einheiten erfasst.

Auch die Sparte Automobile als Zahlungsmittel generierende Einheit wurde einer Prüfung auf Wertminderung nach dem gleichen Verfahren wie für andere Zahlungsmittel generierende Einheiten unterzogen.

Für die Sparte Automobile wurden 2008 folgende annahmen zugrunde gelegt:

Prognostizierte Absatzmengen für 2013 (Stückzahl) 2.700.000
Wachstumsrate bis in die Unendlichkeit 1,5 %
Abzinsungsfaktor nach Steuern 8,2 %

Im Geschäftsjahr 2008 wurde nach den Werthaltigkeitsprüfungen keine Wertminderung für Vermögenswerte in der Sparte Automobile erfasst Veränderungen an den Annahmen, die den Berechnungen zugrunde liegen, zeigen, dass folgende Gegebenheiten für jeden Faktor einzeln zutreffen müssen, um die Werthaltigkeit zu sichern:

Die Absatzmenge darf sich bis 2013 um nicht mehr 125.000 Stück verringern.
Die Wachstumsrate bis in die Unendlichkeit muss nahe null liegen.
Der Abzinsungsfaktor nach Steuern darf 9,5 % nicht übersteigen.

13 — BETEILIGUNG AN NISSAN

A – Konsolidierungsmethode bei Nissan

Renault hält an Nissan eine Beteiligung von 44,3 %. Renault und Nissan haben sich zum Aufbau einer einzigartigen Allianz zwischen zwei unterschiedlichen Unternehmen mit gemeinsamen Interessen entschieden. Hierbei werden die Kräfte beider Partner gebündelt, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Die Allianz ist so gestaltet, dass jeweils die individuelle Markenidentität erhalten bleibt und die Unternehmenskultur respektiert wird.

Dementsprechend:

hält Renault nicht die Mehrheit der Stimmrechte von Nissan.
ist Renault nach den Verträgen zwischen Renault und Nissan nicht berechtigt, die Mehrheit der Verwaltungsratmitglieder von Nissan zu ernennen oder die Mehrheit der Stimmrechte bei Sitzungen des Verwaltungsrates zu halten. Zum 31. Dezember 2008 hat Renault genau wie 2007 und 2006 vier von den insgesamt neun Mitgliedern des Verwaltungsrates von Renault gestellt.
ist Renault-Nissan BV, an der Renault und Nissan jeweils zu 50 % beteiligt sind, das gemeinsame Entscheidungsorgan der Allianz bei strategischen Fragen, die jede Gruppe einzeln betreffen. Seine Entscheidungen gelten sowohl für Renault als auch für Nissan Dieses Unternehmen gibt Renault nicht die Möglichkeit, Weisungen für die Finanz- und Betriebsstrategie von Nissan zu erteilen. Aus diesem Grunde kann nicht unterstellt werden, dass Renault hierdurch eine vertragliche Beherrschung über Nissan ausübt. Sachverhalte, die von Renault-Nissan BV seit seiner Gründung geprüft wurden, haben sich streng auf diesen vertraglichen Rahmen beschränkt und stellen daher keinen Anhaltspunkt dafür dar, dass Renault die Beherrschung über Nissan ausübt.
Renault ist außerdem nicht in der Lage, Vermögenswerte von Nissan in der gleichen Weise wie seine eigenen Vermögenswerte zu nutzen, noch deren Nutzung in dieser Weise beeinflussen.
Renault leistet keine Garantien für Schulden.

Angesichts dieser Situation ist davon auszugehen, dass Renault erheblichen Einfluss auf Nissan ausübt. Aus diesem Grunde wird bei der Konsolidierung die Equity-Methode für seine Beteiligung an Nissan zugrunde gelegt.

B – Nach der Equity-Methode bei der Konsolidierung von Renault bilanzierter Konzernabschluss von Nissan

Bei dem im Jahresabschluss von Renault nach der Equity-Methode berücksichtigten Jahresabschluss von Nissan handelt es sich um den nach japanischen Rechnungslegungsstandards veröffentlichten Konzernabschluss von Nissan (denn Nissan wird an der Börse in Tokio notiert), an dem Anpassungen für die Erfordernisse der Konsolidierung bei Renault vorgenommen werden.

Nissan veröffentlicht Konzernabschlüsse jeweils zum Quartalsende und jährlich zum 31. März. Zwecks Konsolidierung bei Renault werden die Ergebnisse von Nissan dem Geschäftsjahr von Renault entsprechend berücksichtigt (die Ergebnisse für den Zeitraum von Januar bis Dezember werden im Jahresabschluss von Renault konsolidiert). Der sich auf diese drei Monate beziehende Unterschied bei der Konsolidierung von bestimmten Unternehmen in der Nissan-Gruppe (hauptsächlich Europa und Mexiko) wurde über das Geschäftsjahr 2007 verrechnet.

Nach Eigenkapitaltransaktionen bei Nissan hielt Nissan zum 31. Dezember 2008 3,0 % seiner eigenen Aktien (31. Dezember 2007: 2,7 % und 31. Dezember 2006: 2,1 %. Dementsprechend betrug die prozentuale Beteiligung von Renault an Nissan zum 31. Dezember 2008 45,7 % (31. Dezember 2007: 45,6 % und 31. Dezember 2006: 45,3 %).

C – Veränderungen bei der Beteiligung an Nissan

(EUR Mio.) VOR NEUTRALISIERUNG NEUTRALISIERUNG VON 44,3 % DER NISSANBETEILIGUNG AN RENAULT(1) ANTEIL AN

DEN NETTO-

VERMÖGENS-

WERTEN NETTO
NETTO- GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT SUMME
Zum 31. Dezember 2006 11.098 (962) 10.136 641 10.777
Jahresüberschuss 2007 1.288 - 1.288 - 1.288
Dividendenausschüttung (456) - (456) - (456)
Währungsumrechnungsanpassung (587) - (587) (31) (618)
Sonstige Veränderungen(2) (6) - (6) (19) (25)
Zum 31. Dezember 2007 11.337 (962) 10.375 591 10.966
Jahresüberschuss 2008 345 - 345 - 345
Dividendenausschüttung (418) - (418) - (418)
Währungsumrechnungsanpassung 876 - 876 181 1.057
Sonstige Veränderungen(2) (394) - (394) (3) (397)
Zum 31. Dezember 2008 11.746 (962) 10.784 769 11.553

(1) Zum 31. Dezember 2008 und 2007 war Nissan mit 15 % an Renault beteiligt.

(2) „Sonstige Veränderungen” enthalten Dividendenzahlungen von Renault an Nissan, Veränderungen bei versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen, Veränderungen an der Rückbewertungsrücklage für Finanzinstrumente und Veränderungen bei eigenen Aktien von Nissan.

D – Neudarstellung der Veränderungen am Eigenkapital von Nissan für die Zwecke der Konsolidierung bei Renault

(JPY Mrd.) 31. Dezember

2007
Jahres-

überschuss

2008
Dividenden Währungs-

umrechnungs-

anpassung
Sonstige

Veränderungen(1)
31. Dezember

2008
Eigenkapital - Anteil von Nissan nach japanischen GAAP 3.713 181 (126) (793) (64) 2.911
Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe:
Neudarstellung des Anlagevermögens 415 (52) 1 364
Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer(2) (142) 19 7 (190) (306)
Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen 548 38 (1) 585
Latente Steuern und sonstige Neudarstellungen (430) (39) (10) 33 133 (313)
Für Erfordernisse der Renault-Gruppe neu dargestellte Nettovermögenswerte 4.104 147 (136) (753) (121) 3.241
(EUR Mio.)
Für Erfordernisse der Renault-Gruppe neu dargestellte Nettovermögenswerte 24.883 755 (917) 1.915 (945) 25.691
Anteil von Renault 45,6 % 45,7 %
(vor der unten beschriebenen Neutralisierung) 11.337 345 (418) 876 (394) 11.746
Neutralisierung der 44,3%igen Beteiligung Nissans an Renault(3) (962) - - - - (962)
Anteil von Renault an den Nettovermögenswerten von Nissan 10.375 345 (418) 876 (394) 10.784

(1) „Sonstige Veränderungen” enthalten Dividendenzahlungen von Renault an Nissan, Veränderungen bei versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen, Veränderungen an der Rückbewertungsrücklage für Finanzinstrumente und Veränderungen bei eigenen Aktien von Nissan.

(2) Einschließlich in das Eigenkapital verrechneter versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste.

(3) Zum 31. Dezember 2008 war Nissan mit 15 % an Renault beteiligt.

E – Ergebnis von Nissan nach japanischen GAAP

Das Geschäftsjahr von Nissan endet zum 31. März. Deswegen setzt sich das Ergebnis von Nissan, das in der Konsolidierung von Renault für 2008 enthalten ist, zusammen aus dem Ergebnis von Nissan für das letzte Quartal seines Geschäftsjahres 2007 sowie den ersten drei Quartalen seines Geschäftsjahres 2008.

Januar bis März 2008 April bis September 2008 Oktober bis Dezember 2008 Januar bis Dezember 2008
Letztes Quartal des Geschäftsjahres 2007 von Nissan in Japan 1. Quartal des Geschäftsjahres 2008 von Nissan in Japan 2. Quartal des Geschäftsjahres 2008 von Nissan in Japan Referenzzeitraum für den Konzernabschluss 2008 von Renault
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
(in JPY Mrd.) EUR Mio.(1) (in JPY Mrd.) EUR Mio.(1) (in JPY Mrd.) EUR Mio.(1) (in JPY Mrd.) EUR Mio.(1)
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Ergebnis – Anteil 137,6 872 126,3 777 (83,2) (658) 180,7 991

(1) Für jedes Quartal umgerechnet zum Durchschnittskurs 2008

F – Finanzangaben zu Nissan nach IFRS

Die nachfolgende Tabelle enthält Finanzangaben zu Nissan, die zu Zwecken der Konsolidierung bei Renault für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 neu dargestellt wurden. Die Neudarstellungen enthalten Anpassungen zur Angleichung von Rechnungslegungsstandards sowie die Anpassungen an den Zeitwert von Vermögenswerten und Schulden, die von Renault zum Zeitpunkt von Erwerben in den Jahren 1999 und 2002 vorgenommen wurden.

(in JPY Mrd.) (EUR Mio.)(1)
Umsatzerlöse 2008 9.474 62.191
Ergebnis 2008(2) 152 999
Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 3.646 28.901
Bilanzsumme zum 31. Dezember 2008 11.577 91.782

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs für 2008, d. h.: 152 Yen = 1 Euro bei Posten der GuV bzw. zum Stichtagskurs 31. Dezember 2008, d.h.: 126 Yen = 1 Euro bei Posten der Bilanz.

(2) In dem ausgewiesenen Ergebnis nicht enthalten ist der Beitrag von Renault zum Ergebnis von Nissan.

G – Absicherung der Beteiligung an Nissan

Die Beteiligung an Nissan ist durch Geschäfte mit einem Gesamtwert von JPY 503 Mrd. zum 31. Dezember 2008 abgesichert (umgerechnet EUR 3.990 Mio.). Diese setzen sich zusammen aus privaten Platzierungen am EMTN-Markt und direkt in Yen ausgegebenen Anleihen in Höhe von JPY 182 Mrd. (EUR 1.444 Mio.) sowie Währungsswaps im Umfang von JPY 321 Mrd. (EUR 2.546 Mio.). Aus diesen Geschäften haben sich 2008 Wechselkursdifferenzen in einer Gesamthöhe von EUR 1.613 Mio. abzüglich Steuern ergeben, die in die Konzemrücklagen der Gruppe verrechnet wurden (Punkt 19-E).

Sicherungsgeschäfte haben sich 2008 um JPY 321 Mrd. verringert.

H – Bewertung der Beteiligung von Renault an Nissan zu Börsenkursen

Auf Basis des zum 31. Dezember 2008 notierten Aktienkurses von 320 Yen ist die Beteiligung von Renault an Nissan mit EUR 5.084 Mio. zu bewerten (31. Dezember 2007: EUR 14.945 Mio. bei einem Aktienkurs von 1.230 Yen und 31. Dezember 2006: EUR 18.299 Mio. bei einem Aktienkurs von 1.433 Yen).

I – Werthaltigkeitsprüfung der Beteiligung an Nissan

Zum 31. Dezember 2008 lag der Börsenwert der Beteiligung an Nissan 56 % unter ihrem Buchwert im Abschluss von Renault. Angesichts dieser Situation wurde eine Prüfling auf Wertminderung nach dem im Abschnitt über Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach dem Ansatz durchgeführt (Punkt 2-L).

Da es sich in diesem Falle um eine strategische Beteiligung handelt, wurde der erzielbare Betrag nach Maßgabe von IAS 36 als der höhere Wert aus dem Aktienkurs als Darstellung des „beizulegenden Zeitwerts“ und dem durch Abzinsung zukünftiger Cashflows aus dem Geschäftsplan der

(in JPY Mrd.) (EUR Mio.)(1)
Umsatzerlöse 2008 9.474 62.191
Ergebnis 2008 (2) 152 999
Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 3.646 28.901
Bilanzsumme zum 31. Dezember 2008 11.577 91.782

Unternehmensleitung von Nissan berechneten Nutzungswerts bestimmt. Zur Berechnung des Nutzungswerts wurden ein Abzinsungsfaktor von 5,1 % und eine Wachstumsrate bis in die Unendlichkeit von 2 % herangezogen. Bei der Berechnung des Endwerts wurden eine den historischen Daten von Nissan entsprechenden Profitabilität und eine mittelfristige Rückkehr zu normalen Marktverhältnissen unterstellt.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde aufgrund der Werthaltigkeitsprüfungen keine Wertminderung für die Beteiligung an Nissan erfasst.

Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1 % zusammen mit einer Verminderung der Wachstumsrate bis in die Unendlichkeit um 1 % hätte keine Auswirkung auf den Buchwert der Beteiligung an Nissan.

J – Kooperation zwischen Renault und Nissan

Renault und Nissan verfolgen gemeinsame Strategien bei der Entwicklung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, bei der Beschaffung sowie bei Ressourcen für Produktion und Vertrieb.

Beide Gruppen haben 2008 im Wesentlichen in folgender Weise zusammengearbeitet:

Gemeinsame Investitionen

Renault und Nissan teilen sich Entwicklungskosten und Investitionen für die Produktion von Getrieben und Motoren von Mittelklassefahrzeugen. Die Kooperation wurde 2008 mit der Entscheidung, drei Antriebskomponenten gemeinsam zu entwickeln, intensiviert.

Im März 2007 ist der gemeinsame V6-Dieselmotor im Werk in Cléon in Produktion gegangen.

In Korea wurde 2008 die Produktion des ersten SUV-ähnlichen Fahrzeugs auf Basis eines Modells von Nissan aufgenommen.

Seit 2007 haben die beiden Gruppen gemeinsam in die Fertigung des Logan in Brasilien investiert. Diese Art der Zusammenarbeit wurde auf Südafrika ausgeweitet, wo die Nissan-Gruppe im Januar 2009 mit der Herstellung von Fahrzeugen aus der Logan-Reihe begonnen hat.

Fahrzeugfertigung

In Mexiko erbringt Nissan für Renault Montageleistungen für den Clio. Montiert wird außerdem das Modell Platina (Clio-Limousine unter der Marke Nissan). Die Produktion belief sich 2008 insgesamt auf 12.000 Stück.

In Brasilien hat Renault 2008 die Produktion von Logans unter der Marke Nissan im Werk Curitiba aufgenommen. Diese Fahrzeuge sollen auf dem mexikanischen Markt verkauft werden. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2.000 Stück hergestellt. Renault erbringt darüber hinaus Montageleistungen für den Nissan-Pickup Frontier und X-Tena-Modelle (6.000 Fahrzeuge in 2008). Seit Januar 2009 ist das Werk von Renault do Brasil an der Produktion des neuen Nissan Livina beteiligt.

Renault Samsung Motors hat 2008 46.000 SM3-Fahrzeuge unter der Marke Nissan produziert, die von Nissan zum Verkauf über das eigene Netz erworben wurden (hauptsächlich in Russland und im Mittleren Osten).

Bei leichten Nutzfahrzeugen hat Nissan im Laufe des Jahres 69.000 Stück des Transporters Trafic in seinem Werk in Barcelona produziert. Davon werden 15 % über das Netz von Nissan verkauft. Gleichzeitig hat Renault 9.000 Masters und Kangoos unter der Marke Nissan produziert, die von Nissan zum Verkauf über das eigene Netz erworben wurden.

Verkauf von Fahrzeugteilen

In Europa hat die Renault-Gruppe 2007 mit der Produktion von gemeinsamen Motoren für die Allianz in ihrem Werk in Cléon begonnen. Diese werden in japanischen und britischen Werken von Nissan für die Nissan-Modelle Qashqai und X-Trail eingesetzt. Außerdem setzt Renault die Belieferung des Nissan-Werks in Sunderland (Großbritannien) und in Barcelona (Spanien) mit Getrieben und Motoren fort, die in den Werken in Cacia (Portugal), Valladolid (Spanien), Cl6on (Frankreich) und Pitesti (Rumänien) seit September 2008 gefertigt werden. Diese Teile kommen in den NissanModellen Micra, Almera und Primera zum Einsatz. Renault liefert zudem Getriebe, die Nissan in der Produktion in seinen Werken in Japan, China, Südafrika, Indonesien und Thailand verwendet.

In Mexiko liefert Renault Motoren und Getriebe an Nissan für den Clio und den Platina.

Insgesamt hat Renault 2008 580.000 Getriebe und 230.000 Motoren geliefert.

In Südkorea wird Renault Samsung Motors von Nissan mit Fahrzeugteilen und Motoren für den SM3, den SM5, den SM7 und den neuen QM5/Koleos beliefert.

Renault verwendet den 3,5-Liter-V6-Benzinmotor von Nissan für den Vel Satis und den Espace sowie Ritzel von Nissan für den Mégane. Renault setzt ferner einen neuen zusammen mit Nissan entwickelten 2,0-Liter-Motor für den neuen Laguna und Clio ein.

Verkauf

Auf europäischer Ebene wurden von Renault unterhaltene Gruppenbüros eingerichtet, die den Austausch von empfehlenswerten Verfahrensweisen im Bereich Kundendienstdokumentation und Marketingstudien fördern sollen.

Auf lokaler Ebene wurden gemeinsame Gruppenbüros, die Renault gehören und von Renault betrieben werden, in vier europäischen Ländern ins Leben gerufen: Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien. Bereiche mit Kundenkontakt bleiben für die beiden Gruppen nach wie vor getrennt.

Renault vermarktet Nissan-Fahrzeuge in Europa (im Wesentlichen Kroatien und Serbien) und Südamerika (Brasilien).

In ähnlicher Weise vermarktet Nissan Fahrzeuge von Renault in Australien und in den Golf-Staaten.

Finanzen

Von Trading Rooms in Lausanne und Singapur aus tritt Renault Finance neben seinen Aufgaben für Renault als Kontrahent der Nissan-Gruppe beim Handel mit Finanzinstrumenten zur Absicherung von Devisen-, Zins- und Rohstoffrisiken auf. Auf den Devisenmärkten hat Renault Finance 2008 Devisentransaktionen mit einem Gesamtvolumen von etwa EUR 19 Mrd. im Namen von Nissan durchgeführt. Für Nissan durchgeführte Transaktionen mit Devisen-, Zins- und Rohstoffderivaten werden zum Marktpreis erfasst und sind in den von Renault Finance verwalteten Positionen enthalten.

Beziehungen zur Sparte Sales Financing

Die Sparte Sales Financing hilft hauptsächlich in Europa durch eine Palette von Finanzierungsprodukten und -dienstleistungen, die in ihre Vertriebspolitik eingebunden sind, Kunden für die Marke Nissan zu gewinnen und Treue zur Marke Nissan herbeizuführen.

Gesamtzahlen für 2008

Insgesamt hat Renault 2008 Lieferungen und Leistungen in Höhe von schätzungsweise EUR 1.600 Millionen an Nissan verkauft. Bei Nissan bezogen hat Renault Lieferungen und Leistungen in Höhe von schätzungsweise EUR 1.400 Mio.

Die gemeinsamen Richtlinien für Beschaffungs- und andere administrative Funktionen wie z. B. Informationssystemabteilungen spiegeln sich direkt in den Abschlüssen von Renault und Nissan wider. Deswegen kommt es hierbei zwischen den beiden Gruppen nicht zu einem finanziellen Austausch.

14 — BETEILIGUNGEN AN SONSTIGEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Beteiligungen an sonstigen assoziierten Unternehmen stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Bilanzwert: EUR 2.215 Mio. zum 31. Dezember 2008 (31. Dezember 2007:

EUR 2.011 Mio. und 31. Dezember 2006: EUR 2.181 Mio.).
Anteil von Renault am Ergebnis sonstiger assoziierter Unternehmen:

EUR 92 Mio. für 2008 (EUR 387 Mio. für 2007 und EUR 389 Mio. für 2006).

Den überwiegenden Anteil dieser Summen beziehen sich auf die Beteiligungen an AB Volvo und AvtoVAZ, die nach der Equity-Methode bilanziert werden.

A – AB Volvo

Veränderungen am Wert der Beteiligung von Renault an AB Volvo

(EUR Mio.) ANTEIL AN DEN NETTOVERMÖGENSWERTEN NETTOGESCHÄFTS- ODER FIRMENWER SUMME
Zum 31. Dezember 2006 1.998 42 2.040
Ergebnis 2007 352 - 352
Dividendenausschützung (477) - (477)
Rückkauf eigener Aktien von AB Volvo (1) - (1)
Währungsumrechnungsanpassung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Neubewertung von Finanzinstrumenten (78) (1) (79)
Zum 31. Dezember 2007 1.794 41 1.835
Ergebnis 2008 226 - 226
Dividendenausschüttung (259) - (259)
Rückkauf eigener Aktien von AB Volvo - - -
Währungsumrechnungsanpassung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Neubewertung von Finanzinstrumenten (245) (6) (251)
Zum 31. Dezember 2008 1.516 35 1.551

AB Volvo gehörten zum 31. Dezember 2008 4,8 % seiner eigenen Aktien (31. Dezember 2007: 4,8 % und 31. Dezember 2006: 4,9 %). Zum 31. Dezember 2008 machte der Anteil von Renault an AB Volvo 21,8 % aus und hat sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2007 und 2006 nicht verändert.

Auf Basis des zum 31. Dezember 2008 notierten Börsenkurses von SEK 43,7 für A-Aktien und SEK 42,9 für B-Aktien ist die Beteiligung von Renault an AB Volvo mit EUR 1.753 Mio. zu bewerten (31. Dezember 2007: EUR 5.067 bei einem Börsenkurs von SEK 108,0 für A-Aktien und SEK 108,5 für B-Aktien).

B – Neudarstellung der Veränderungen am Eigenkapital von AB Volvo für die Zwecke der Konsolidierung bei Renault

(in EUR Mio.) 31. Dezember 2007 Ergebnis 2008 Dividenden Sonstige Veränderungen 31. Dezember 2008
Eigenkapital – AB Volvo-Aktie 8.706 1.033 (1.188) (823) 7.728
Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe (475) 4 - (301) (772)
Für Erfordernisse der Renault-Gruppe neu dargestellte 1.037 (1.188) (1.124) 6.956
Nettovermögenswerte 8.231
Anteil von Renault an den Nettovermögenswerten von AB Volvo 1.794 226 (259) (245) 1.516

Die Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe betreffen in der Hauptsache die Ausbuchung von Geschäfts- oder Firmenwert, der bei der Übernahme von AB Volvo durch Renault im Abschluss von AB Volvo erfasst wurde, sowie die Verrechnung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten in das Eigenkapital.

C – Finanzangaben zu AB Volvo nach IFRS

Die von AB Volvo veröffentlichten Finanzangaben für das Geschäftsjahr 2008 nach IFRS lassen sich wie folgt zusammenfassen:

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs für 2008, d. h.: 9,62 SEK = 1 Euro bei Posten der GuV bzw. zum Stichtagskurs 31. Dezember 2008, d. h.: 10,87 SEK = 1 Euro bei Posten der Bilanz.

(in SEK Mio.) (EUR Mio.)(1)
Umsatzerlöse 2008 303.667 31.566
Ergebnis 2008 (2) 10.016 1.041
Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 84.640 7.787
Bilanzsumme zum 31. Dezember 2008 372.419 34.261

B — AvtoVAZ

Renault und AvtoVAZ haben am 29. Februar 2008 ihre strategische Partnerschaft mit der Unterzeichnung von Verträgen bestätigt. Nach der Umstrukturierung des Kapitals von AvtoVAZ sind die Renault-Gruppe und Russian Technologies jeweils mit 25 %+ 1 Aktie an AvtoVAZ beteiligt Die restlichen Aktien des Unternehmens werden an der Moskauer Börse notiert. Um die Integration zu optimieren und die Umwandlung von AvtoVAZ in einen Automobilhersteller von Weltklasse zu fördern, sind fünf von Renault ernannte obere Führungskräfte dem Exekutivkomitee von AvtoVAZ beigetreten. Darüber hinaus belegen Vertreter von Renault 3 der 12 Sitze im Verwaltungsrat des Unternehmens.

Renault übt von daher erheblichen Einfluss auf AvtoVAZ aus und bilanziert seine Beteiligung deswegen seit dem 1. März 2008 nach der Equity-Methode. Der Stichtag für das Geschäftsjahr von AvtoVAZ ist der 31. Dezember und die Abschlüsse entsprechen IFRS.

In die Konsolidierung von Renault fließen die Abschlüsse von AvtoVAZ aufgrund bestehender zeitlicher Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Finanzinformationen mit einer dreimonatigen Verzögerung ein.

Veränderungen am Wert der Beteiligung von Renault an AvtoVAZ

(EUR Mio.) ANTEIL AN DEN NETTOVERMÖGENSWERTEN NETTOGESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT SUMME
Zum 31. März 2008 578 84 662
Ergebnis für den Zeitraum 1. März – 30. September 2008 (33) (84) (117)
Dividendenausschüttung - -
Rückkauf eigener Aktien von AvtoVAZ 3 3
Währungsumrechnungsanpassung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Neubewertung von Finanzinstrumenten 2 2
Zum 30. September 2008 550 - 550

Bewertung der Beteiligung von Renault an AvtoVAZ anhand von Börsenkursen

Anhand des Börsenkurses von AvtoVAZ zum 30. September 2008 von RUB 11,7 je Stammaktie und EUR 5,4 je Vorzugsaktie ist die Beteiligung von Renault an AvtoVAZ mit EUR 129 Mio. zu bewerten.

Wert der Beteiligung an AvtoVAZ

Zum 31. Dezember 2008 liegt der Börsenwert 80 % unter dem Wertansatz für AvtoVAZ im Abschluss von Renault.

Angesichts dieser Situation wurde eine Prüfung auf Wertminderung nach dem im Abschnitt über Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschriebenen Verfahren durchgeführt (Punkt 2-L).

Renault hat seine Beteiligung an AvtoVAZ im Laufe von 2008 erworben. Auch wenn sie nach wie vor als strategische Beteiligung aufgefasst wird, hat die Gruppe wegen des Börsenrückgangs und monetärer Schwankungen zum Jahresende Wertminderung im Verhältnis zu dem ursprünglich erfassten Geschäfts- oder Firmenwert verbucht Das wirkte sich in Höhe von EUR 84 Mio. negativ auf den Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen aus.

Neudarstellung der Veränderungen am Eigenkapital von AvtoVAZ für die Zwecke der Konsolidierung bei Renault

(in EUR Mio.) 31. Dezember 2008 Ergebnis 2008 Dividenden Sonstige Veränderungen 30. September 2008
Eigenkapital – AvtoVAZ-Aktie 2.296 (138) - 24 2.182
Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe 13 5 - - 18
Für Erfordernisse der Renault-Gruppe neu dargestellte Nettovermögenswerte 2.309 (133) - 24 2.200
Anteil von Renault an den Nettovermögenswerten von AvtoVAZ 578 (33) - 5 550

Nach Abschluss der Analysen zwecks Aufteilung des Kaufpreises betreffen die Neudarstellungen für Erfordernisse der Renault-Gruppe im Wesentlichen die Wertansätze immaterieller Vermögenswerte (die Marke Lada) und die Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten zum Zeitwert.

Finanzangaben zu AvtoVAZ nach IFRS

Die von AvtoVAZ veröffentlichten Finanzangaben für das Geschäftsjahr 2007 (Bilanzstichtag 31. Dezember) nach IFRS lassen sich wie folgt zusammenfassen:

(in RUB Mio.) (EUR Mio.)(1)
Umsatzerlöse 2007 187.545 5.355
Ergebnis 2007 (2) 3.669 105
Eigenkapital zum 31. Dezember 2007 86.577 2.406
Bilanzsumme zum 31. Dezember 2007 182.523 5.072

(1) Umgerechnet zum Durchschnittskurs für 2007, d. h.: 35 Rubel = 1 Euro bei Posten der GuV bzw. zum Stichtagskurs 31. Dezember 2007, d. h.: 36 Rubel = 1 Euro bei Posten der Bilanz.

Geschäfte zwischen der Renault-Gruppe und der AvtoVAZ-Gruppe

Die strategische Partnerschaft zwischen Renault und AvtoVAZ ist in erster Linie als Rahmen für den Austausch technologischer Kompetenz und die Teilung von Know-how gedacht. Renault hat AvtoVAZ eine zeitlich unbefristete Fertigungs- und Verkaufslizenz für ein Fahrzeugmodell und bestimmte Komponenten gewährt. Hierfür wurde im zweiten Halbjahr 2008 eine Gesamtsumme von EUR 220 Mio. in Rechnung gestellt. Nach Eliminierung interner Margen hat diese Transaktion zu einem Gewinn von EUR 165 Mio. geführt, der in der operativen Marge der Gruppe enthalten ist.

15 — VORRÄTE

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.091 1.185 1.052
Unfertige Produkte 301 340 370
Fertige Produkte 3.874 4.407 3.887
VORRÄTE, NETTO 5.266 5.932 5.309
Vorräte, brutto(1) 5.945 6.428 5.785
Wertminderung (679) (496) (476)

(1) Darin enthalten sind EUR 1.549 Mio. für Gebrauchtwagen zum 31. Dezember 2008 (31. Dezember 2007: EUR 1.239 Mio)

16 — FORDERUNGEN DER SPARTE SALES FINANCING

A – Forderungen von Sales Financing nach ihrer Art

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Forderungen gegen Händler 4.133 4.678 4.503
Finanzierung für Endkunden 10.909 12.184 12.222
Leasing und leasingähnliche Geschäfte 4.166 4.315 4.347
Bruttowert 19.208 21.177 21.072
Wertminderung (890) (747) (712)
NETTOWERT 18.318 20.430 20.360

Die Sparte Sales Financing hat mehrere Verbriefungen durch Zweckgesellschaften (in Frankreich, Italien und Deutschland) durchgeführt, bei denen es um Forderungen gegen das Händlernetz oder Kredite an Endkunden ging. Dies hat nicht zur Ausbuchung der abgetretenen Forderungen geführt, weil alle Risiken bei der Gruppe verblieben sind. Die Forderungen von Sales Financing in der Bilanz beliefen sich somit zum 31. Dezember 2008 auf EUR 7.026 Mio. (31. Dezember 2007: EUR 6.776 Mio. und 31. Dezember 2006: EUR 5.727 Mio.). Eine Verbindlichkeit in Höhe von EUR 3.493 Mio. wurde zum 31. Dezember 2008 (31. Dezember 2007: EUR 3.533 Mio. und 31. Dezember 2006: EUR 3.108 Mio.) unter sonstigen Schulden für ein Zertifikat in Zusammenhang mit den Verbriefungen erfasst. Die Differenz zwischen den abgetretenen Forderungen und der Verbindlichkeit entspricht dem höheren Kredit, der für diese Geschäfte erforderlich war, und dem Anteil an Wertpapieren, die RCI Banque zur Bildung einer Liquiditätsrücklage behalten hat. Der höhere Kredit betrifft von Tochtergesellschaften gezeichnete Wertpapiere, die Forderungen zur Optimierung des Kreditratings der ausgegebenen Wertpapiere abtreten. Von RCI Banque gezeichnete Wertpapiere können zum Teil bei der Banque de France eingelöst werden und stellen deswegen eine Liquiditätsreserve dar. Zum 31. Dezember 2008 hat RCI Banque für die Banque de France Garantien in Höhe von EUR 2.662 Mio. gestellt: EUR 2.418 Mio. in Form von Anteilen an Verbriefungsgesellschaften und EUR 244 Mio. an Forderungen der Sparte Sales Financing. Aus dieser Liquiditätsreserve hat RCI Banque zum 31. Dezember 2008 EUR 1.150 Mio. in Anspruch genommen (die als Fremdkapital von Kreditinstituten in den Forderungen der Sparte Sales Financing eingruppiert sind - Punkt 24).

Des Weiteren hat RCI Banque Garantien für die Société de Financement de l’Economie Française (SFEF) in Form von Forderungen mit einem Buchwert von EUR 492 Mio. im Gegenzug gegen eine Finanzierung von EUR 282 Mio. gestellt (die als Fremdkapital von Kreditinstituten in den Forderungen der Sparte Sales Financing eingruppiert sind - Punkt 24).

B – Forderungen von Sales Financing nach ihrer Fälligkeit

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Weniger als 1 Jahr 10.030 11.064 10.929
1 bis 5 Jahre 8.192 9.272 9.341
Mehr als 5 Jahre 96 94 90
FORDERUNGEN VON SALES FINANCING, NETTO, GESAMT 18.318 20.430 20.360

C – Aufgliederung überfälliger Forderungen von Sales Financing (Bruttowerte)

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007
Forderungen, für die Wertminderung erfasst wurde(1):
Überfällig seit: 679 526
0 bis 30 Tagen 49 24
30 bis 90 Tagen 57 56
90 bis 180 Tagen 97 110
Mehr als 180 Tagen 476 336
(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007
Forderungen, für die keine Wertminderung erfasst wurde(1):
Überfällig seit: 85 117
0 bis 30 Tagen 3 28
30 bis 90 Tagen 63 40
90 bis 180 Tagen 15 49
Mehr als 180 Tagen 4 -

(1) Darin enthalten sind ausschließlich Forderungen von Sales Financing, die durch Einzeltwertminderung ganz oder teilweise abgeschrieben sind.

Das maximale Kreditrisiko stellt sich für Sales Financing durch den Nettobuchwert der zugehörigen Forderungen zuzüglich der Summe der Kunden bestätigten Kredite dar, die unter den außerbilanziellen Verpflichtungen (Punkt 29-A) ausgewiesen ist.

Dieses Risiko wurden durch kundenseitig gestellte Garantien vermindert, die unter den erhaltenen außerbilanziellen Zusagen (Punkt 29-B) genannt sind. In Zusammenhang mit überfälligen oder wertgeminderten Forderungen von Sales Financing gehaltene Garantien beliefen sich zum 31. Dezember 2008 auf EUR 715 Mio. (31. Dezember 2007: EUR 409 Mio.).

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass die Qualität von noch nicht fälligen oder nicht wertgeminderten Forderungen von Sales Financing beeinträchtigt ist. Außerdem liegt keine erhebliche Konzentration von Risiken innerhalb des Kundenstamms von Sales Financing vor.

D – Veränderung an der Wertminderung für Forderungen von Sales Financing

(EUR Mio.)
Wertminderung zum 31. Dezember 2006 (712)
Unterjährig erfasste Wertminderung (309)
Auflösungen wegen Verwendung 128
Auflösung von nicht in Anspruch genommen Restbeträgen 127
Währungsumrechnungsanpassung und Sonstiges 19
Wertminderung zum 31. Dezember 2007 (747)
Unterjährig erfasste Wertminderung (516)
Auflösungen wegen Verwendung 220
Auflösung von nicht in Anspruch genommen Restbeträgen 141
Währungsumrechnungsanpassung und Sonstiges 12
Wertminderung zum 31. Dezember 2008 (890)

17 — FORDERUNGEN DER SPARTE

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Bruttowert 1.867 2.180 2.221
Wertminderung (115) (97) (119)
FORDERUNGEN VON AUTOMOBILE, NETTO 1.752 2.083 2.102

In diesen Forderungen nicht enthalten sind Forderungen gegen Händler in Frankreich und bestimmten anderen europäischen Ländern, wenn sie an Unternehmen aus der Sparte Sales Financing der Gruppe zusammen mit dem Risiko der Uneinbringlichkeit abgetreten sind. Auf diese Weise übertragene Forderungen sind in den Forderungen der Sparte Sales Financing enthalten. Wenn das Risiko nicht übertragen wird, obwohl die Forderungen in juristischer Hinsicht abgetreten wurden, verbleiben diese Posten bei den Forderungen der Sparte Automobile und es wird eine entsprechende finanzielle Verbindlichkeit (unter sonstiges verzinsliches Fremdkapital) erfasst. Diese Regel gilt auch für Forderungen, die außerhalb der Gruppe abgetreten werden, z. B. im Wege der Diskontierung oder des Factorings. Die Summe abgetretener Forderungen von Automobile, die in der Bilanz ausgewiesen wird, ist für die dargestellten Perioden nicht erheblich.

Eine erhebliche Konzentration von Risiken innerhalb des Kundenstamms von Automobile liegt nicht vor.

18 — SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Rechnungsabgrenzungsposten 184 259 148
Steuerforderungen 1.090 900 910
Sonstige Forderungen 1.005 892 717
Derivate zu betrieblichen Transaktionen(1) (Punkt 26-A) 569 324 268
SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 2.848 2.375 2.043
Bruttowert 2.879 2.409 2.062
Wertminderung (31) (34) (19)

(1) Darin enthalten sind EUR 498 Mio. für Derivate zu Finanztransaktionen der Sparte Sales Financing in 2008 (2007: EUR 176 Mio. und 2006: EUR 186 Mio.).

19 — EIGENKAPITAL

A – Stammkapital

Die gesamte Anzahl Stammaktien, die zum 31. Dezember 2008 ausgegeben und vollständig eingezahlt waren, belief sich auf 284.937.000 mit einem Nennwert von EUR 3,81 je Aktie (gegenüber dem 31. Dezember 2007 und 2006 hat sich hierbei nichts verändert).

Auf eigene Aktien werden keine Dividenden gezahlt. Auf sie entfielen 3,08 % des Stammkapitals von Renault zum 31. Dezember 2008 (31. Dezember 2007: 2,65 % und 31. Dezember 2006: 2,70 %).

Die Nissan-Gruppe ist an Renault über ihre 100%ige Tochtergesellschaft Nissan Finance Co., Ltd. zu 15 % beteiligt (die mit diesen Aktien verbundenen Stimmrechte können nicht ausgeübt werden).

B - Kapitalmanagement

Durch ihr Kapitalmanagement will die Gruppe die Fortführung der Geschäftstätigkeit garantieren, um Erträge für Aktionäre und Vorteile für andere Interessensbeteiligte zu erzielen und um eine optimale Kapitalstruktur zur Optimierung ihrer Kosten aufrechtzuerhalten.

Die Gruppe betreibt ein aktives Management ihrer Kapitalstruktur. Dabei nimmt sie Anpassungen an sich verändernde wirtschaftliche Bedingungen vor. Zum Erhalt bzw. zur Abstimmung ihrer Kapitalstruktur kann die Gruppe Dividendenzahlungen an Aktionäre anpassen, Kapital teilweise zurückzahlen oder neue Aktien ausgeben. Gegenüber 2007 hat sich an den Managementzielsetzungen, -richtlinien und -verfahren nichts verändert. Die Zielsetzungen der Gruppe werden in den verschiedenen Sparten auf unterschiedliche Weisen überwacht.

Beim Kapitalmanagement für eine Sparte bezieht sich die Gruppe auf eine Kennzahl, die sich aus der Nettoverschuldung der Sparte, geteilt durch die Summe des Eigenkapitals ergibt (in der Nettoverschuldung sind alle nicht betrieblichen verzinslichen finanzielle Verbindlichkeiten und Verpflichtungen abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige nicht betriebliche finanzielle Vermögenswerte wie z. B. marktgängige Wertpapiere oder die Ausleihungen der Sparte enthalten; das Eigenkapital entspricht dem Ausweis in der Bilanz der Sparte). Zum 31. Dezember 2008 belief sich diese Kennzahl auf 40,9 % (31. Dezember 2007: 9,5 % und 31. Dezember 2006: 11,5 %).

In der Sparte Sales Financing müssen speziell für Bankgeschäfte geltende aufsichtsrechtliche Kennzahlen eingehalten werden. Der minimale Solvabilitätskoeffizient (Eigenkapital einschließlich nachrangiger Anleihen im Verhältnis zu den gesamten risikogewichteten Vermögenswerten) liegt bei 8 %.

Seit 1999 sichert die Gruppe schließlich das Kursrisiko Yen/Euro in Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an Nissan zum Teil ab. Diese Sicherungsgeschäfte werden in Punkt 13-G beschrieben und wirken sich auf das Eigenkapital der Gruppe aus, denn sie führten zu Währungsdifferenzen, die in die Rücklagen für Währungsumrechnungsanpassungen der Gruppe verrechnet wurden (Punkt 19-E). Durch diese Beträge werden die Wechselkursdifferenzen, die aus dem Anteil an dem in Yen ausgewiesenen Eigenkapital von Nissan entstehen, zum Teil aufgewogen.

C – Eigene Aktien von Renault

In Übereinstimmung mit Beschlüssen von Hauptversammlungen hat der Verwaltungsrat entschieden, alle eigenen Renault-Aktien laufenden Aktienoptionsplänen, die Managern und Leitungsmitgliedern der Gruppe gewährt wurden, zuzuweisen.

31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Gesamtwert eigener Aktien (EUR Mio.) 612 499 373
Gesamtanzahl eigener Aktien 8.773.698 7.555.139 7.681.580

D - Ausschüttungen

Bei der ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2008 wurde beschlossen, EUR 3,80 je Aktie bzw. EUR 1.049 Mio. an Dividenden auszuschütten (2007: EUR 3,10 je Aktie bzw. EUR 863 Mio.).

Nach der Eliminierung von Dividenden, die Nissan im Verhältnis zur Beteiligung von Renault an Nissan erhalten hat, beliefen sich die im Eigenkapital erfassten Dividendenausschüttungen 2008 auf EUR 975 Mio. (2007: EUR 803 Mio. und 2006: EUR 617 Mio.).

Es wurde beschlossen, bei der ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlung am 6. Mai 2009 den Verzicht auf eine Dividendenausschüttung aus den Gewinnen 2008 zu empfehlen.

E – Währungsumrechnungsanpassung

Die Währungsumrechnungsanpassungen haben sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt verändert:

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Veränderung an der Währungsumrechnungsanpassung auf den Wert der Beteiligung an Nissan (Punkt 13-C) 1.057 (618) (1.185)
Auswirkung der Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan nach Abzug von Steuern (Punkt 13-G) (1.613) 153 351
Gesamtveränderung an der Währungsumrechnungsanpassung in Zusammenhang mit Nissan (556) (465) (834)
Sonstige Veränderungen an der Währungsumrechnungsanpassung (703) (248) 17
GESAMTVERÄNDERUNGEN AN DER WÄHRUNGSUMRECHNUNGSANPASSUNG (1.259) (713) (817)

Die Auswirkung der Umrechnung des Abschlusses von Nissan (nach Anpassung um die Teilabsicherung des Anteils am Eigenkapital von Nissan in Yen) betrifft in der Hauptsache die Umrechnung des Eigenkapitals nordamerikanischer und mexikanischer Nissan-Tochtergesellschaften durch Renault.

Die sonstigen Veränderungen an der Währungsumrechnungsanpassung waren 2008 besonders erheblich. Hierin spiegeln sich der Verfall der schwedischen Krone und die Verteuerung des koreanischen Won gegenüber dem Euro wider.

F – Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente

F1 – Veränderungen an der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente

Die im Folgenden ausgewiesenen Zahlen verstehen sich unberücksichtigt von steuerlichen Effekten.

(EUR Mio.) Absicherung von Zahlungsmittelströmen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte SUMME
Zum 31. Dezember 2006(1) 84 21 105
In das Eigenkapital verrechnete Veränderungen am Zeitwert 24 2 26
Umgruppierung aus dem Eigenkapital in die GuV(2) (62) (1) (63)
Zum 31. Dezember 2007(1) 46 22 68
In das Eigenkapital verrechnete Veränderungen am Zeitwert (155) (24) (179)
Umgruppierung aus dem Eigenkapital in die GuV(2) (121) 9 (112)
Zum 31. Dezember 2008(1) (230) 7 (223)

(1) Eine Aufgliederung der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die in das Eigenkapital verrechnet wurden, findet sich in Punkt F-2 unten.

(2) Die Übersicht der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die in das Eigenkapital verrechnet wurden, findet sich in Punkt F-3 unten.

F2 – Aufgliederung der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die aus der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente in die GuV umgruppiert wurden

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Absicherungen von Zahlungsströmen (76) (81) -1
Operative Marge
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - - -
Finanzerträge (-aufwendungen), netto (2) (7) -
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (43) (4) 27
Laufende und latente Steuern - 30 -
FÜR DIE ABSICHERUNG VON ZAHLUNGSMITTELSTRÖMEN IN DIE GuV UMGRUPPIERTE GESAMTSUMME (121) (62) 26

F3 – Übersicht der sich auf die Absicherung von Zahlungsmittelströmen beziehenden Beträge, die aus der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente in die GuV umgruppiert wurden

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Innerhalb 1 Jahres (82) 44 52
Nach 1 Jahr (65) 9 20
Neubewertungsrücklage für die Absicherung von Zahlungsmittelströmen unter Ausschluss von assoziierten Unternehmen (147) 53 72
Neubewertungsrücklage für die Absicherung von Zahlungsmittelströmen - assoziierte Unternehmen (83) (7) 12
NEUBEWERTUNGS- RÜCKLAGE FÜR DIE ABSICHERUNG VON ZAHLUNGSMITTELSTRÖMEN, GESAMT (230) 46 84

Diese Übersicht beruht auf den vertraglichen Fälligkeiten von Geschäften zur Absicherung von Zahlungsmittelströmen.

G – Aktienoptions- und Gratisaktienzuteilungspläne

Seit Oktober 1996 hat der Verwaltungsrat Mitgliedern der Unternehmensleitung und Managern in regelmäßigen Abständen Aktienoptionen mit jeweils planspezifischen Preisen und Ausübungszeiträumen gewährt.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden kein Aktienoptions- bzw. Gratisaktienzuteilungspläne eingeführt. Alle seit 2006 eingeführten Pläne beinhalten Leistungskonditionen, nach denen sich die Anzahl der Aktien oder Optionen, die den Begünstigten zugeteilt werden, richten.

Veränderungen an der von Mitarbeitern gehaltenen Anzahl von Aktienoptionen

2008 2007
Anzahl Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis

(EUR)
Gewichteter durchschnitt. Aktienkurs zum Zuteilungs- und Ausübungszeitpunkt

(EUR )
Anzahl Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis

(EUR)
Gewichteter durchschnitt. Aktienkurs zum Zuteilungs- und Ausübungszeitpunkt

(EUR )
--- --- --- --- --- --- ---
Zum 1. Januar ausstehend 16.222.932 72 16.539.634 66
Zugeteilt 2.022.787 97 77 2.018.300 95 96
Ausgeübt (395.441) 43 63 (2.268.502) 47 99
Verfallen (6.146.663) 91 n. z. (66.500) 67 n. z.
Zum 31. Dezember ausstehend 11.703.615 67 16.222.932 72

Im Geschäftsjahr 2008 zugeteilte Optionen beziehen sich auf 2007 eingeführte Pläne. Die Begünstigten wurden Anfang 2008 von der Entscheidung und den Zuteilungskonditionen in Kenntnis gesetzt.

Nach der geschätzten Erreichung von Leistungskonditionen im Geschäftsjahr 2008 wurde unterstellt, dass eine große Anzahl von Gratisaktien im Laufe des Jahres verfallen ist (insbesondere bei Plänen in Zusammenhang mit Renault Commitment 2009 und dem Geschäftsjahr 2008).

Zum 31. Dezember 2008 noch auszuübende Optionen und Gratisaktienzuteilungsrechte

PLAN NR. ART DES PLANS ZUTEILUNGSZEITPUNKT AUSÜBUNGSPREIS

(EUR)
AUSSTEHEND AUSÜBUNGSZEITRAUM
Plan 3 Aktienkaufoptionen 27. Oktober 1998 32,13 - 28. Oktober 2003 – 26. Oktober 2008
Plan 4 Aktienkaufoptionen 16. März 1999 40,82 - 17. März 2004 – 15. März 2009
Plan 5 Aktienkaufoptionen 19. Oktober 1999 50,94 341,562 20. Oktober 2004 – 18. Oktober 2009
Plan 6 Aktienkaufoptionen 7. September 2000 und 24. Oktober 2000 49,27 468,537 8. September 2005 – 6. September 2010
49,57 25. Oktober 2005 – 23. Oktober 2010
Plan 7 Aktienkaufoptionen 18. Dezember 2001 48,97 938,196 19. Dezember 2006 – 17. Dezember 2011
Plan 8 Aktienkaufoptionen 5. September 2002 49,21 1.532.213 6. September 6. 2007 – 4. September 2012
Plan 9 Aktienkaufoptionen 8. September 2003 53,36 1.621.047 9. September 2007 – 7. September 2011
Plan 10 Aktienzeichnungsoptionen 14. September 2004 66,03 2.113.150 15. September 2008 – 13. September 2012
Plan 11 Aktienzeichnungsoptionen 13. September 2005 72,98 1.610.393 14. September 2009 – 12. September 2013
Plan 12 Aktienzeichnungsoptionen 4. Mai 2006, 12. Mai 2006 und 30. Juni 2006 87,98 1.440.652 5. Mai 2010 – 5. Mai 2014
Plan 13 Aktienzeichnungsoptionen 4. Mai 2006, 12. Mai 2006 und 17. Juli 2006 87,98 - 5. Mai 2010 – 5. Mai 2014
Plan 13a Zuteilung von Gratisaktien 12. Mai 2006 und 17. Juli 2006 - - 5. Mai 2012
Plan 14 Aktienzeichnungsoptionen 5. Dezember 2006 und 19. Februar 2007 93,86 1.637.865 6. Dezember 2010 – 4. Dezember 2014
Plan 15 Aktienzeichnungsoptionen 5. Dezember 2007 und 25. Januar 2008 96,54 - 6. Dezember 2011 – 5. Dezember 2015
Plan 16) Aktienzeichnungsoptionen 5. Dezember 2007 und 25. Januar 2008 96,54 - 6. Dezember 2011 – 5. Dezember 2015
Plan 16a Zuteilung von Gratisaktien 5. Dezember 2007 und 25. Januar 2008 - - 6. Dezember 2013

Der Zuteilungszeitpunkt ist der Zeitpunkt, zu dem Begünstigte von der Entscheidung über die Zuteilung dieser Optionen oder Aktien sowie den Bedingungen der betreffenden Pläne in Kenntnis gesetzt werden.

H - Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen beziehen sich ausschließlich auf Aktienoptionen und Gratisaktien, die den Mitarbeitern zugeteilt wurden.

Planwerte

Bei den im Rahmen dieser Pläne zugeteilten Optionen tritt die Unverfallbarkeit erst nach fünf Jahren bei den Plänen 1 bis 8 bzw. nach vier Jahren bei den Plänen 9 bis 16 ein. Bei Aktienoptionsplänen erstreckt sich der Ausübungszeitraum dann auf fünf Jahre bei den Plänen 1 bis 8 bzw. auf vier Jahre bei den Plänen 9 bis 16. Der Verlust des Nutzens aus diesen Optionen ist wie folgt geregelt: Alle Optionen verfallen, wenn der Mitarbeiter selbst kündigt. Wenn ein Mitarbeiter auf Veranlassung des Unternehmens ausscheidet, wird in jedem Einzelfall eine Entscheidung getroffen.

Die Bewertungsmethode orientiert sich an einem geeigneten binomischen mathematischen Modell, bei dem die Ausübung der Optionen unterstellt und linear über den Ausübungszeitraum verteilt wird. Als Volatilitätsfaktor wird die implizite Volatilität zum Zuteilungszeitpunkt zugrunde gelegt. Die herangezogene Dividende wird anhand der im Plan Renault Commitment 2009 enthaltenen Übersicht über Dividendenauszahlungen ermittelt.

Die Pläne wurden wie folgt bewertet:

PLAN ANFANGS-

WERT

(EUR Tsd.)
ZEITWERT

STÜCK
AUFWAND

FÜR 2008(1)

(EUR Mio.)
AUFWAND

FÜR 2007

(EUR Mio.)
AUFWAND

FÜR 2006

(EUR Mio.)
AKTIEN-

KURS

ZUM

ZUTEI-

LUNG-

ZEIT-

PUNKT

(EUR )
VOLATI-

LITÄT
ZINS-

SATZ
AUS-

ÜBUNGS-

PREIS

(EUR)
LAUF-

ZEIT

DER

OPTION(1)
DIVIDENDE

JE AKTIE

(EUR)
Plan 9 32.820 18,15 - (6) (8) 55,40 33,0 % 3,79 % 53,36 4–8 Jahre 1,15
Plan 10 39.870 19,75 (7) (9) (9) 69,05 27,0 % 3,71 % 66,03 4–8 Jahre 1,40
Plan 11 22.480 14,65 (6) (6) (8) 72,45 23,5 % 2,68 % 72,98 4–8 Jahre 1,80
Plan 12(3) 17.324 16,20 (5) (5) (3) 87,05 28,1 % 3,90 % 87,98 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 13(3) 36.634 15,86 14 (9) (5) 87,82 27,2 % 3,85 % 87,98 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 13a(3) 74.666 72,60 28 (20) (8) 83,71 N. Z. 3,83 % N. Z. N. Z. 2,40–4,50
Plan 14(3) 26.066 15,00 (6) (6) - 92,65 26,7 % 3,88 % 93,86 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 15(3) 29.747 15,19 1 (1) - 84,68 36,0 % 3,79 % 96,54 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 16(3) 10.279 13,68 - - - 81,79 36,4 % 3,77 % 96,54 4–8 Jahre 2,40–4,50
Plan 16a(3) 9.040 71,15 - - - 87,28 N. Z. 3,81 % N. Z. N. Z. 2,40–4,50
SUMME 298.926 19 (62) (41)

(1) Der Aufwand für 2008 enthält einen Ertrag in Höhe von EUR 83 Mio. infolge der revidierten Anzahl von Optionen und Gratisaktien, die bei Leistungskonditionen unterliegenden Plänen zugeteilt wurden.

(2) Zeitraum, in dem in steuerlicher Hinsicht bei der Option nicht von der Unverfallbarkeit ausgegangen wird.

(3) Bei diesen Plänen wurden Optionen und Gratisaktienzuteilungsrechte zu unterschiedlichen Terminen innerhalb des angegebenen Zeitraums zugeteilt. Die dargestellten Angaben entsprechen gegebenenfalls gewichteten Durchschnitten auf Basis der zu jedem Zuteilungszeitpunkt zugeteilten Anzahlen.

20 — RÜCKSTELLUNGEN

A – Rückstellungen zum 31. Dezember

(EUR Mio.) 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
Rückstellungen (ausgenommen Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 1.751 1.516 1.743
Rückstellungen für Umstrukturierungs- und Personalanpassungskosten 513 253 445
Rückstellungen für Garantiekosten 807 819 735
Rückstellungen für Steuerrisiken und Rechtsstreitigkeiten 198 173 222
Sonstige Rückstellungen 233 271 341
Rückstellungen für Pensions- und sonstige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 1.056 1.203 1.157
RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 2.807 2.719 2.900
Rückstellungen – langfristig 1.543 1.765 1.847
Rückstellungen – kurzfristig 1.264 954 1.053

Alle bekannten Rechtstreitigkeiten, an denen Renault oder Unternehmen der Gruppe beteiligt sind, werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Nachdem die Meinung von Rechtsberatern eingeholt wurde, werden gegebenenfalls für notwendig befundene Rückstellungen zur Abdeckung des geschätzten Risikos gebildet.

B – Rückstellungen (ausgenommen Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer)

(EUR Mio.) RÜCKSTEL-

LUNGEN

FÜR

UMSTRUK-

TURIE-

RUNGEN
RÜCK-

STEL-

LUNGEN

FÜR GARANTIEN
RÜCKSTEL-

LUNGEN

FÜR STEUER-

RISIKEN UND

RECHTS-

STREITIGKEITEN
SONSTIGE

RÜCKSTEL-

LUNGEN
GESAMT
Zum 31. Dezember 2006 445 735 222 341 1.743
Zuführungen 58 695 59 91 903
Auflösungen von Rückstellungen zwecks Verwendung (278) (589) (26) (81) (974)
Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungssalden (6) (6) (76) (37) (125)
Veränderungen am Konsolidierungskreis - (3) - (26) (29)
Währungsumrechnungsanpassungen und sonstige Veränderungen 34 (13) (6) (17) (2)
Zum 31. Dezember 2007 253 819 173 271 1.516
Zuführungen 408 427 80 104 1.019
Auflösungen von Rückstellungen zwecks Verwendung (165) (395) (21) (79) (660)
Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungssalden (18) (15) (38) (37) (108)
Veränderungen am Konsolidierungskreis 1 1 1 - 3
Währungsumrechnungsanpassungen und sonstige Veränderungen 34 (30) 3 (26) (19)
Zum 31. Dezember 2008 513 807 198 233 1.751

Die Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Salden ergibt sich in der Hauptsache aus Veränderungen an Annahmen, die bei der Einschätzung der ursprünglichen Rückstellung zugrunde gelegt wurden.

Zum 31. Dezember 2008 waren in den sonstigen Rückstellungen EUR 42 Mio. für Rückstellungen enthalten, die unter Anwendung umweltrechtlicher Vorschriften gebildet wurden (31. Dezember 2007: EUR 50 Mio.). Diese Rückstellungen beziehen sich hauptsächlich auf die Einhaltung von Umweltauflagen für Industriegrundstücke, die die Gruppe veräußern will (insbesondere am Standort Boulogne-Billancourt) und Aufwendungen in Zusammenhang mit der europäischen Altautorichtlinie (Punkt 29-A2).

Da die Treibhausgasemissionen niedriger als die der Gruppe zugeteilten Quoten waren, wurden hierfür zum 31. Dezember 2008 keine Rückstellungen gebucht.

C – Rückstellungen für Pensionen und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

C1 – Pensions- und Leistungspläne

Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf aktuell beschäftigte Mitarbeiter.

Diese Leistungen werden entweder durch Beiträge zu beitrags- oder zu leistungsorientierten Plänen abgedeckt.

Beitragsorientierte Pläne

Die Gruppe leistet Gepflogenheiten vor Ort entsprechend entgeltabhängige Zahlungen an die nationalen Träger, die für Pensionszahlungen und ähnliche finanzielle Leistungen zuständig sind. In Zusammenhang mit diesen Pensionsregelungen bestehen keine versicherungsmathematischen Verbindlichkeiten.

Der gesamte Aufwand für beitragsorientierte Pläne belief sich 2008 auf etwa EUR 450 Mio. (stabil gegenüber 2007).

Leistungsorientierte Pläne

Für diese Art von Plänen werden Rückstellungen gebildet. Sie betreffen in der Hauptsache Leistungen, die bei Eintritt in den Ruhestand gezahlt werden, aber auch:

sonstige Zahlungen bei Eintritt in den Ruhestand und Zusatzpensionen,
sonstige langfristige Leistungen, meistenteils Jubiläumsgratifikationen und flexible Urlaubsansprüche,
Kostenübernahme für medizinische Leistungen.

Leistungsorientierte Pläne werden in manchen Fällen durch Fonds abgedeckt, die jährlich anhand des Marktwerts bewertet werden. Der Wert von Fondsvermögen wird gegebenenfalls von der entsprechenden Verbindlichkeit abgezogen. In Anbetracht der hierbei beteiligten Summen ist das Risiko der Gruppe infolge von Veränderungen an diesen Fondsvermögenswerten gering (siehe Punkt 20-C3).

C2 – Versicherungsmathematische Annahmen

Für die Unternehmen in Frankreich als das Land, auf das die meisten Verpflichtungen der Gruppe entfallen, wurden die folgenden wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

Pensionierungsalter 60 bis 65
Entgeltsteigerung 3 %
Abzinsungsfaktor(1) 5,3 %

(1) In den misten Fällen wurden die Verpflichtungen der Gruppe in Frankreich mit einem Abzinsungsfaktor von 5,3 % bewertet (2007: 5,3 % und 2006: 4,4 %). Je nach Fälligkeit der Verpflichtungen werden für die Unternehmen im Einzelnen jedoch unterschiedliche Faktoren herungezogen.

C3 – Übersicht

(EUR Mio.) 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006 31. Dezember 2005 31. Dezember 2004
Barwert der Verpflichtungen 1.353 1.580 1.507 1.287 1.097
Zeitwert des Fondsvermögens (307) (388) (363) (247) (230)
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen, die in das Eigenkapital verrechnet wurden (291) (335) (242) (138) (30)
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Fondsvermögen, die in das Eigenkapital verrechnet wurden (10) 37 27 8 -

C4 – Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer (zum 31. Dezember)

(EUR Mio.) 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
Französische Unternehmen 917 1.064 978
Ausländische Unternehmen 139 139 179
SUMME 1.056 1.203 1.157

C5 – Veränderungen an Rückstellungen für Pensions- und sonstige langfristige Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

(EUR Mio.) VERPFLICH-

TUNGEN
FONDS-

VERMÖGEN
VERPFLICHTUNGEN NACH ABZUG VON FONDSVERMÖGEN NACH-

ZUVERRECH-

NENDER

DIENST-

ZEITAUF-

WAND
RÜCK-

STEL-

LUNGEN

IN DER

BILANZ
Summe zum 31. Dezember 2006 1.507 (363) 1.144 13 1.157
Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 2007 (Punkt 20-C6) 136 (21) 115 (2) 113
Leistungszahlungen und Fondsbeiträge (91) (16) (107) (107)
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) 93 (10) 83 83
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - - - -
Währungsumrechnungsanpassungen (27) 23 (4) (4)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges (38) (1) (39) (39)
Summe zum 31. Dezember 2007 1.580 (388) 1.192 11 1.203
Nettoaufwand für das Geschäftsjahr 2008 (Punkt 20-C6) (24) (15) (39) (2) (41)
Leistungszahlungen und Fondsbeiträge (99) 1 (98) (98)
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) (44) 47 3 3
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -
Währungsumrechnungsanpassungen (57) 49 (8) (8)
Veränderungen am Konsolidierungskreis und Sonstiges (3) (1) (4) 1 (3)
Summe zum 31. Dezember 2008 1.353 (307) 1.046 10 1.056

Die Zunahme bei versicherungsmathematischen Verlusten im Jahr 2007 betrifft im Wesentlichen die französischen Unternehmen und ist weitgehend auf die französischen Gesetze über die Finanzierung der Sozialversicherung zurückzuführen. Nach diesen Gesetzen sind Bonuszahlungen bei Eintritt in den Ruhestand sozialversicherungspflichtig, wenn der Mitarbeiter auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet. Auch wenn die Gruppe an der Art und Weise, wie sie Pensionierungen handhabt, nichts verändert hat, wurden die Auswirkungen dieser Gesetzesvorschriften in ihren versicherungsmathematischen Parametern berücksichtigt.

C6 – Nettoaufwand für das Geschäftsjahr

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Laufender Dienstzeitaufwand 84 88 86
Kosten für die Auflösung der Abzinsung 51 46 43
Erwarteter Ertrag auf Fondsvermögen (15) (21) (15)
Effekte von Personalanpassungsmaßnahmen (161) - -
Nettoaufwand (-ertrag) für das Geschäftsjahr (41) 113 114

Die Effekte von Personalanpassungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2008 beziehen sich auf den Plan „Projet Renault Volontariat” bei Renault s.a.s., der ein freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen ermöglicht. Sie werden direkt von dem in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfassten Aufwand abgesetzt (Punkt 7).

C7 – Überleitung zwischen dem Wert der Verpflichtungen und der Rückstellungen

(EUR Mio.) 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
Versicherungsmathematischer Wert von nicht durch Fonds abgedeckten Verpflichtungen 977 1.130 1.021
Versicherungsmathematischer Wert von durch Fonds abgedeckten Verpflichtungen 376 450 486
Wert des Fondsvermögens (Punkt 20-C5) (307) (388) (363)
Verpflichtungen nach Abzug von Fondsvermögen 1.046 1.192 1.144
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 10 11 13
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER 1.056 1.203 1.157

C8 – Aufgliederung des Fondsvermögens

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Aktien 80 143 229
Anleihen 192 212 126
Sonstiges 35 33 8
Fondsvermögen gesamt 307 388 363

Nach aktueller letzter Schätzung belaufen sich die 2009 zu zahlenden Beiträge auf EUR 22 Mio.

21 — SONSTIGE KURZFRISTIGE SCHULDEN

(EUR MIO.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Verbindlichkeiten aus Steuern (unter Ausschluss von laufenden Steuern) 340 455 496
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen 1.202 1.616 1.505
Sonstige Verbindlichkeiten 3.465 3.571 3.894
Rechnungsabgrenzungsposten 433 446 414
Derivate zu betrieblichen Transaktionen (Punkt 26-A) 71 165 30
SUMME 5.511 6.253 6.339

Sonstige Schulden beziehen sich hauptsächlich auf Rechnungsabgrenzungsposten in Zusammenhang mit Kaufverträgen, die eine Rücknahmeverpflichtung enthalten.

7.2.6.4 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

22 — FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

A – Aufgliederung nach ihrer Art

31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006 SUMME
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
(EUR Mio.) LANG-

FRISTIG
KURZ-

FRISTIG
SUMME LANG-

FRISTIG
KURZ-

FRISTIG
SUMME LANG-

FRISTIG
KURZ-

FRISTIG
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 34 - 34 38 38 36 - 36
Sonstige Wertpapiere - 122 122 - 204 204 1 312 313
Ausleihungen 68 437 505 72 669 741 78 1.575 1.653
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile (Punkt 26-A) 880 477 1.357 496 366 862 448 342 790
SUMME 982 1.036 2.018 606 1239 1.845 563 2.229 2.792
Bruttowert 1.029 1.044 2.073 659 1240 1.899 600 2.230 2.830
Wertminderung (47) (8) (55) (53) (1) -54 (37) (1) (38)

Der kurzfristige Anteil sonstiger Wertpapiere bezieht sich auf Wertpapiere, die nicht als Zahlungsmitteläquivalente eingeordnet werden können. Ausleihungen setzen sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Anlagen von Liquiditätsüberschüssen der Sparte Automobile bei Kreditinstituten zusammen.

B – Aufgliederung nach Kategorie

(EUR Mio.) ZU HANDELSZWECKEN GEHALTENE INSTRUMENTE(1) ZU SICHERUNGSZWECKEN DIENENDE DERIVATE ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE INSTRUMENTE AUSLEIHUNGEN UND FORDERUNGEN SUMME
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 34 34
Sonstige Wertpapiere 69 53 122
Ausleihungen 505 505
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 1.245 112 1.357
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE GESAMT ZUM 31. DEZEMBER 2008 1.314 112 87 505 2.018
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 38 38
Sonstige Wertpapiere 102 102 204
Ausleihungen 741 741
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 558 304 862
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE GESAMT ZUM 31. DEZEMBER 2007 660 304 140 741 1.845
Beteiligungen an nicht beherrschten Unternehmen 36 36
Sonstige Wertpapiere 138 175 313
Ausleihungen 1.653 1.653
Derivative Vermögenswerte aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 404 386 790
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE GESAMT ZUM 31. DEZEMBER 2006 542 386 211 1.653 2.792

(1) Einschließlich Derivate, die zu Bilanzierungszwecken nicht als Sicherungsgeschäfte dargestellt sind.

23 – ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

(EUR Mio.) 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
Zahlungsmitteläquivalente 8 1.058 1.694
als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet 5 1.041 1.686
als zur Veräußerung verfügbar eingeordnet 3 17 8
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.050 3.663 4.316
SUMME 2.058 4.721 6.010

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind unter Ausleihungen und Forderungen eingeordnet.

24 – FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING

A – Aufgliederung nach ihrer Art

31. Dezember 2008 31. Dezember 2007 31. Dezember 2006
(EUR Mio.) LANG-

FRISTIG
KURZ-

FRISTIG
SUMME LANG-

FRISTIG
KURZ-

FRISTIG
SUMME LANG-

FRISTIG
KURZ-

FRISTIG
SUMME
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 188 - 188 697 - 697 749 - 749
Anleihen 3.465 1.342 4.807 3.728 416 4.144 3.575 618 4.193
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden - 1.018 1.018 - - - - -
Darlehen bei Kreditinstituten 870 520 1.390 179 275 454 346 1.508 1.854
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 186 1.195 1.381 244 598 842 310 1.397 1.707
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile (unter Ausschluss von Derivaten) 4.709 4.075 8.784 4.848 1.289 6.137 4.980 3.523 8.503
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 802 1.144 1.946 293 228 521 179 192 371
Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile gesamt (Punkt 24-B) 5.511 5.219 10.730 5.141 1.517 6.658 5.159 3.715 8.874
Rückzahlbare Aktien von Diac 9 - 9 19 - 19 19 - 19
Anleihen - 5.758 5.758 - 7.847 7.847 - 8.961 8.961
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 253 7.122 7.375 253 9.142 9.395 252 7.609 7.861
Darlehen bei Kreditinstituten - 5.658 5.658 - 3.989 3.989 - 4.401 4.401
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital - 134 134 - 62 62 - 124 124
Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing gesamt (unter Ausschluss von Derivaten) 262 18.672 18.934 272 21.040 21.312 271 21.095 21.366
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Sales Financing - 278 278 - 156 156 - 117 117
Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing (Punkt 24-B) 262 18.950 19.212 272 21.196 21.468 271 21.212 21.483
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 5.773 24.169 29.942 5.413 22.713 28.126 5.430 24.927 30.357

Rückzahlbare Aktien

Bei den im Oktober 1983 und April 1994 von Renault SA ausgegebenen rückzahlbaren Aktien handelt es sich um nachrangige ewige Aktien. Sie erzielen einen jährlichen Mindestertrag von 9 %, die sich aus einem festen Anteil (6,75 %) und einem variablen Anteil zusammensetzten Der variable Anteil hängt von den Konzernumsatzerlösen ab und wird auf Basis einer gleichen Gruppenstruktur und identischer Methoden berechnet Der Ertrag auf rückzahlbare Aktien, der sich für 2008 auf EUR 17 Mio. beläuft (gleiche Summe wie 2007 und 2006), ist im Zinsaufwand enthalten. Diese Aktien werden an der Pariser Börse notiert. Sie wurden zum 31. Dezember 2008 zu EUR 236 und zum 31. Dezember 2007 zu EUR 874 bei einem Nennwert von EUR 153 gehandelt. Daraus ergibt sich eine entsprechende Anpassung auf den Zeitwett rückzahlbarer Aktien in Höhe von EUR 509 Mio., die unter sonstigen Finanzerträgen erfasst werden (Punkt 8).

Der Ertrag auf die 1985 ausgegebenen rückzahlbaren Diac-Aktien setzt sich aus einem festen Anteil, der dem jährlichen Geldmarktzins entspricht, und einem variablen Anteil, der durch Multiplikation von 40 % des jährlichen Geldmarktzinssatzes mit der prozentualen Erhöhung des konsolidierten Nettogewinns des Diac-Teilkonzems im Vergleich zum Vorjahr berechnet wird.

Veränderungen bei Anleihen

Im Geschäftsjahr 2008 hat Renault 2003 ausgegebene Anleihen in einer Gesamthöhe von EUR 426 Mio. zurückgezahlt und neue Anleihen in Gesamthöhe von EUR 682 Mio. ausgegeben, die zwischen 2011 und 2013 fällig werden. Darüber hinaus hat RCI Banque 2008 Anleihen in einer Gesamthöhe von EUR 3.455 Mio. zurückgezahlt und neue Anleihen in einer Gesamthöhe von EUR 1.922 Mio. ausgegeben, die zwischen 2009 und 2011 fällig werden.

Kreditlinien

Zum 31. Dezember 2008 standen der Renault-Gruppe bestätigte Kreditlinien bei Banken in mehreren Währungen zur Verfügung. Diese beliefen sich auf umgerechnet EUR 4.220 Mio. (2007: EUR 4.480 Mio.). Der kurzfristige Anteil machte zum 31. Dezember 2008 insgesamt EUR 910 Mio. (2007: 1.260 Mio.) aus. Von diesen Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2008 insgesamt EUR 518 Mio. in Anspruch genommen (31. Dezember 2007: EUR 8 Mio.).

Zum 31. Dezember 2008 standen der RCI Banque bestätigte Kreditlinien bei Banken in mehreren Währungen zur Verfügung. Diese beliefen sich auf umgerechnet EUR 5.245 Mio. (2007: EUR 5.361 Mio.). Der kurzfristige Anteil machte zum 31. Dezember 2008 insgesamt EUR 650 Mio. (2007: 481 Mio.) aus. Von diesen Kreditlinien waren zum 31. Dezember 2008 insgesamt EUR 753 Mio. in Anspruch genommen (31. Dezember 2007: nichts).

B – Aufgliederung nach Kategorie

31. DEZEMBER 2008

(EUR Mio.)
ZU HANDELSZWECKEN GEHALTENE INSTRUMENTE(1) ZU SICHERUNGSZWECKEN DIENENDE DERIVATE SEIT DER ERSTMALIGEN ERFASSUNG ZUM ZEITWERT AUSGEWIESENE INSTRUMENTE ZU FORTGEFÜHRTEN KOSTEN AUSGEWIESENE INSTRUMENTE(2) SUMME
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 188 188
Anleihen 10 4.797 4.807
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 1.018 1.018
Darlehen bei Kreditinstituten 233 1.157 1.390
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 1.381 1.381
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 1.563 383 1.946
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile gesamt 1.563 383 431 8.353 10.730
Rückzahlbare Aktien von Diac 9 9
Anleihen 5.758 5.758
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 7.375 7.375
Darlehen bei Kreditinstituten 5.658 5.658
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 134 134
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Sales Financing 35 243 278
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 35 243 9 18.925 19.212
31. DEZEMBER 2007

(EUR Mio.)
ZU HANDELSZWECKEN GEHALTENE INSTRUMENTE(1) ZU SICHERUNGSZWECKEN DIENENDE DERIVATE SEIT DER ERSTMALIGEN ERFASSUNG ZUM ZEITWERT AUSGEWIESENE INSTRUMENTE ZU FORTGEFÜHRTEN KOSTEN AUSGEWIESENE INSTRUMENTE(2) SUMME
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 697 697
Anleihen 10 4.134 4.144
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden -
Darlehen bei Kreditinstituten 454 454
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 842 842
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 503 18 521
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile gesamt 503 18 707 5.430 6.658
Rückzahlbare Aktien von Diac 19 19
Anleihen 7.847 7.847
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 9.395 9.395
Darlehen bei Kreditinstituten 3.989 3.989
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 62 62
Derivative Verbindlichkeiten aus 58 98 156
Finanzierungsgeschäften der Sparte Sales
Financing
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 58 98 19 21.293 21.468
31. DEZEMBER 2006

(EUR Mio.)
ZU HANDELSZWECKEN GEHALTENE INSTRUMENTE(1) ZU SICHERUNGSZWECKEN DIENENDE DERIVATE SEIT DER ERSTMALIGEN ERFASSUNG ZUM ZEITWERT AUSGEWIESENE INSTRUMENTE ZU FORTGEFÜHRTEN KOSTEN AUSGEWIESENE INSTRUMENTE(2) SUMME
Rückzahlbare Aktien von Renault SA 749 749
Anleihen 4.193 4.193
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden - -
Darlehen bei Kreditinstituten 1.854 1.854
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 1.707 1.707
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile 366 5 371
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften der Sparte Automobile gesamt 366 5 749 7.754 8.874
Rückzahlbare Aktien von Diac 19 19
Anleihen 8.961 8.961
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 7.861 7.861
Darlehen bei Kreditinstituten 4.401 4.401
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 124 124
Derivative Verbindlichkeiten aus 117
Finanzierungsgeschäften der Sparte Sale Financing 55 62
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN DER SPARTE SALES FINANCING GESAMT 55 62 19 21.347 21.483

(1) Einschließlich Derivate, die zu Bilanzierungszwecken nicht als Sicherungsgeschäfte dargestellt sind.

(2) Einschließlich finanzieller Verbindlichkeiten, die durch Sicherungen von Zahlungsmittelströmen abgesichert sind.

C – Aufgliederung nach Fälligkeit

Bei derivativen Verbindlichkeiten entsprechen die vertraglichen Zahlungsströme den zur Zahlung anstehenden Beträgen.

Bei sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die vertraglichen Zahlungsströme der Rückzahlung der eigentlichen Hauptsumme und der Zinszahlung.

Bei variabelverzinslichen Finanzinstrumenten werden die Zinsen anhand der Zinssätze zum 31. Dezember berechnet.

Für die rückzahlbaren Aktien von Renault und Diac werden keine vertraglichen Zahlungsströme angegeben, weil sie keinen festen Rückzahlungstermin haben.

C1 – Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Automobile

31. Dezember 2008
Bilanzwert Vertragliche Zahlungsströme gesamt -1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre +5 Jahre
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Von Renault SA ausgegebene Anleihen (nach Ausgabedatum)
2002 1.026 1.026 1.026
2003 811 811 770 41
2004 326 326 276 50
2005 277 277 198 79
2006 955 955 396 531 28
2007 635 635 16 556 63
2008 752 752 357 395
Aufgelaufene Zinsen, Aufwendungen und Agios 25 46 46
Summe 4.807 4.828 1.348 984 803 635 926 132
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 1.018 1.018 1.018
Darlehen bei Kreditinstituten 1.390 1.383 520 213 92 69 182 307
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 1.381 1.381 1.195 22 25 21 22 96
Summe 3.789 3.782 2.733 235 117 90 204 403
Zukünftige Zinsen auf Anleihen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 330 68 80 69 59 41 13
Rückzahlbare Aktien 188
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 1.946 1.946 1.144 260 140 291 107 4
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 10.730 10.886 5.293 1.559 1.129 1.075 1.278 552

Der innerhalb eines Jahres fällig werdende Anteil der finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Automobile stellt sich wie folgt dar:

31. DEZEMBER 2008
Innerhalb 1 Jahres fällig werdende vertragliche Zahlungsströme -1 Monat 1-3 Monate 3 Monate -1 Jahr
--- --- --- --- ---
Anleihen 1.348 12 45 1.291
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.733 940 1.273 520
Zukünftige Zinsen auf Anleihen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 68 1 - 67
Rückzahlbare Aktien - - - -
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 1.144 841 138 165
INNERHALB 1 JAHRES FÄLLIG WERDENDE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 5.293 1.794 1.456 2.043

C2 – Finanzielle Verbindlichkeiten der Sparte Sales Financing und Schulden aus der Finanzierung verkaufter Fahrzeuge

31. Dezember 2008
Bilanzwert Vertragliche Zahlungsströme gesamt -1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre +5 Jahre
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Von RCI Banque ausgegebene Anleihen (Ausgabejahr)
1997 214 214 214
2003 25 25 25
2004 1.099 1.099 1.099
2005 868 868 834 1 23 10
2006 784 784 275 425 71 1 12
2007 1.295 1.295 635 160 500
2008 1.401 1.401 553 20 828
Aufgelaufene Zinsen, Aufwendungen und Agios 72 77 77
Summe Anleihen 5.758 5.763 2.853 1.464 900 524 22
Sonstige durch ein Zertifikat dargestellte Schulden 7.375 7.371 3.597 254 1.844 487 939 250
Darlehen bei Kreditinstituten 5.658 5.658 3.558 1.104 893 62 31 10
Sonstiges verzinsliches Fremdkapital 134 134 134
Summe sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.167 13.163 7.289 1.358 2.737 549 970 260
Zukünftige Zinsen auf sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 604 228 195 118 25 16 22
Rückzahlbare Aktien 9 -
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 278 295 200 79 16
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 19.212 19.825 10.570 3.096 3.771 1.098 986 304

Der innerhalb eines Jahres fällig werdende Anteil der finanziellen Verbindlichkeiten der Sparte Sales Financing stellt sich wie folgt dar:

31. DEZEMBER 2008
Innerhalb 1 Jahres fällig werdende vertragliche Zahlungsströme -1 Monat 1-3 Monate 3 Monate - 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Anleihen 2.853 315 856 1.682
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.289 2.845 2.822 1.622
Zukünftige Zinsen auf Anleihen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 228 52 0 176
Rückzahlbare Aktien - - - -
Derivative Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften 200 122 9 69
INNERHALB 1 JAHRES FÄLLIG WERDENDE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN GESAMT 10.570 3.334 3.687 3.549

D – Aufgliederung nach Währung

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
VOR DERIVATEN NACH DERIVATEN VOR DERIVATEN NACH DERIVATEN VOR DERIVATEN NACH DERIVATEN
--- --- --- --- --- --- ---
Euro 23.302 22.686 23.581 22.595 25.733 24.258
Yen 2.103 2.219 1.268 1.928 1.078 2.507
Sonstige 2.313 2.813 2.600 2.926 3.058 3.104
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN AUS DER FINANZIERUNG VERKAUFTER FAHRZEUGE GESAMT (UNTER AUSSCHLUSS VON DERIVATEN) 27.718 27.718 27.449 27.449 29.869 29.869

25 — ZEITWERT VON FINANZINSTRUMENTEN UND AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS

A - Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente der Gruppe weisen folgende Buchwerte in der Bilanz und geschätzte Zeitwerte auf:

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
BILANZWERT ZEITWERT BILANZWERT ZEITWERT BILANZWERT ZEITWERT
--- --- --- --- --- --- ---
VERMÖGENSWERTE 606 599 563 559
Langfristige Vermögenswerte 982 984
Forderungen der Sparte Sales Financing 18.318 18.143 20.430 20.317 20.360 20.329
Forderungen der Sparte Automobile 1.752 1.752 2.083 2.083 2.102 2.102
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.036 1.036 1.239 1.239 2.229 2.229
Derivate zu betrieblichen Transaktionen 569 569 324 324 268 268
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.058 2.058 4.721 4.721 6.010 6.010
VERBINDLICHKEITEN 5.413 5.427 5.430 5.525
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.773 5.467
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.219 5.235 1.517 1.521 3.715 3.692
Schulden der Sparte Sales Financing 18.950 18.715 21.196 21.157 21.212 21.296
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.420 5.420 8.224 8.224 7.384 7.384
Derivate zu betrieblichen Transaktionen 71 71 165 165 30 30

Die geschätzten Zeitwerte beruhen auf Informationen, die auf den Märkten zur Verfügung stehen. Sie werden anhand von Bewertungsmethoden berechnet, die für die Art des betreffenden Instruments jeweils geeignet sind. Allerdings sind die herangezogenen Methoden und Annahmen von Natur aus theoretischer Art. Deswegen spielt das Urteilsvermögen bei der Interpretation von Marktdaten eine wesentliche Rolle. Wenn andere Annahmen und/oder Preisfindungsmethoden herangezogen würden, könnte dies von daher erheblichen Einfluss auf die Schätzwerte haben.

Die Zeitwerte wurden anhand von Informationen ermittelt, die zum Ende des Jahres vorlagen. Spätere Veränderungen sind in ihnen deswegen nicht berücksichtigt.

Wenn das Finanzinstrument auf einem aktiven und liquiden Markt notiert wird, dann wird im Allgemeinen der letzte notierte Preis zur Berechnung des Marktwerts verwendet. Bei nicht notierten Instrumenten wird der Marktwert anhand von anerkannten Bewertungsmodellen bestimmt, die sich auf beobachtbare Marktparameter beziehen. Wenn Renault nicht über Bewertungsinstrumente verfügt, insbesondere bei komplexen Produkten, wird die Bewertung von namhaften Finanzinstituten vorgenommen.

In der Hauptsache wurden die folgenden Annahmen und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt:

Wertpapiere: Der Zeitwert von Wertpapieren wird hauptsächlich anhand von Marktpreisen bestimmt.
Ausleihungen: Bei Ausleihungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und bei variabelverzinslichen Ausleihungen gilt der in der Bilanz ausgewiesene Wert als Zeitwert. Sonstige festverzinsliche Ausleihungen wurden durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows mit Hilfe von Zinsen bewertet, die Renault zum 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 für Darlehen mit ähnlichen Konditionen und Laufzeiten angeboten wurden.
Forderungen der Sparte Sales Financing: Festverzinsliche Forderungen der Sparte Sales Financing wurden durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows anhand von Zinsen geschätzt, die zum 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 für ähnliche Darlehen (Konditionen, Laufzeit und Schuldnerbonität) gelten würden.
Finanzielle Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing: Der Zeitwert wurde durch die Abzinsung zukünftiger Cashflows mit Hilfe von Zinsen bewertet, die Renault zum 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 für Darlehen mit ähnlichen Konditionen und Laufzeiten angeboten wurden. Für Schulden von Sales Financing, durch die ausgegebene Wertpapiere mit einer Laufzeit von weniger als 90 Tagen vorliegen, gilt der in der Bilanz ausgewiesene Wert als Zeitwert.

B – Auswirkungen von Finanzinstrumenten auf das Ergebnis

31. Dezember 2008

(EUR Mio.)
Finanzielle Vermögenswerte ausgenommen Derivate Finanzielle Verbindlichkeiten ausgenommen Derivate Derivate Gesamt-

auswirkung auf Ergebnis
Zu Handels-

zwecken gehaltene Instrumente
Zur Veräußerung verfügbare Instrumente Ausleihungen und Forderungen Ergebnis-

wirksam zum Zeitwert bewertete Instrumente
Zu fort- geschriebenen Kosten ausgewiesene Instrumente
--- --- --- --- --- --- --- ---
AUTOMOBILE
Zinserträge 16 141 157
Zinsaufwendungen (17) (356) (373)
Veränderung am Zeitwert 15 (2) 501 334 (169) 679
Wertminderung (44) (44)
Dividenden -
Gewinne (Verluste) aus der Veräußerung (4) 1 (3)
Wechselkursgewinne und -verluste, netto 16 (66) (5) (55)
GESAMTAUSWIRKUNG AUF ERGEBNIS - SPARTE AUTOMOBILE 47 (4) 30 484 (27) (169) 361
Einschließlich:
Operative Marge 16 (93) (20) 17 (80)
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -
Finanzerträge

(-aufwendungen), netto
31 (4) 123 484 (7) (186) 441
SALES FINANCING
Zinserträge 12 1,578 167 1.757
Zinsaufwendungen (1.162) (94) (1.256)
Veränderung am Zeitwert 6 (203) 201 4
Wertminderung 1 (215) (214)
Dividenden
Gewinne (Verluste) aus der Veräußerung (1) (34) (35)
Wechselkursgewinne und -verluste, netto (153) 155 2
GESAMTAUSWIRKUNG AUF ERGEBNIS - SPARTE SALES FINANCING 12 1.176 6 (1.365) 429 258
Einschließlich:
Operative Marge 12 1.176 6 (1.365) 429 258
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Finanzerträge

(-aufwendungen), netto
GEWINNE UND VERLUSTE MIT AUSWIRKUNGEN AUF ERGEBNIS GESAMT 47 8 1.206 490 (1.392) 260 619

In der Sparte Automobile ergeben sich die Auswirkungen von Finanzinstrumenten auf das Ergebnis in der Hauptsache aus Wechselkursgewinnen und -verlusten aus operativen Geschäften und die Effekte von Derivaten beziehen sich auf Sicherungsgeschäfte für Rohstoffe (Punkt 26-B5).

C – Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts

Der Zeitwert von Derivaten entspricht ihrem Bilanzwert

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Veränderungen am Zeitwert des Sicherungsinstruments 277 (29) (53)
Veränderungen am Zeitwert des abgesicherten Grundgeschäfts (277) 30 52
Nettoauswirkung von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts auf das Ergebnis - 1 (1)

Diese Nettoauswirkung von Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts auf das Ergebnis entspricht dem unwirksamen Anteil von Sicherungsgeschäften. Methoden zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden in Punkt 2-V beschrieben.

26 — DERIVATE UND MANAGEMENT VON FINANZRISIKEN

A – Zeitwert von Derivaten

31. DEZEMBER 2008

(EUR Mio.)
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN VON SALES FINANCING SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
LANGFRISTIG KURZFRISTIG KURZFRISTIG LANGFRISTIG KURZFRISTIG KURZFRISTIG
--- --- --- --- --- --- ---
Absicherungen von Zahlungsströmen
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - 270 - 1 -
Absicherung der Nettinvestition in Nissan - 3 - 44 334 -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - 242 189 - 638 -
WECHSELKURSRISIKO GESAMT - 245 459 44 973 -
Absicherungen von Zahlungsströmen 16 - 31 3 244 -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts 57 36 7 - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 807 196 1 755 205 -
ZINSRISIKO GESAMT 880 232 39 758 449 -
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - - 71 - - 71
ROHSTOFFRISIKO GESAMT - - 71 - - 71
SUMME 880 470 569 802 1.422 71
31. DEZEMBER 2007

(EUR Mio.)
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN VON SALES FINANCING SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
LANGFRISTIG KURZFRISTIG KURZFRISTIG LANGFRISTIG KURZFRISTIG KURZFRISTIG
Absicherungen von Zahlungsströmen - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - 1 -
Absicherung der Nettinvestition in Nissan 143 115 - - 10 -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - 129 12 - 115 -
WECHSELKURSIRISIKO GESAMT 143 244 12 - 126 -
Absicherungen von Zahlungsströmen 23 - 116 2 90 -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts 22 - 2 5 8 -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 308 122 45 286 160 -
ZINSRISIKO GESAMT 353 122 163 293 258 -
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - - 149 - - 165
ROHSTOFFRISIKO GESAMT - - 149 - - 165
SUMME 496 366 324 293 384 165
31. DEZEMBER 2006 (EUR Mio.) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE SONSTIGE VERMÖGENSWERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN VON SALES FINANCING SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
LANGFRISTIG KURZFRISTIG KURZFRISTIG LANGFRISTIG KURZFRISTIG KURZFRISTIG
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - - -
Absicherung der Nettinvestition in Nissan 193 139 - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - 98 6 - 90 -
WECHSELKURSIRISIKO GESAMT 193 237 6 - 90 -
Absicherungen von Zahlungsströmen 25 - 123 5 57 -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts 29 - 8 - 6 -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate 201 105 49 174 156 -
ZINSRISIKO GESAMT 255 105 180 179 219 -
Absicherungen von Zahlungsströmen - - - - - -
Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts - - - - - -
Nicht als Sicherungsgeschäfte eingeordnete Derivate und zu Handelszwecken gehaltene Derivate - - 82 - - 30
ROHSTOFFRISIKO GESAMT - - 82 - - 30
SUMME 448 342 268 179 309 30

Die auf den Finanzbereich spezialisierte Tochtergesellschaft Renault Finance wickelt kurzfristige Interbankenanlagen für die Sparte Automobile ab. Sie ist außerdem die Gegenpartei von Nissan beim Handel mit Derivaten zur Absicherung von Devisen-, Zins- und Rohstoffrisiken.

Die Zeitwerte von Derivaten, die in der Konzernbilanz unter den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, beziehen sich in der Hauptsache auf Geschäfte, die Renault Finance in eigenem Namen durchführt, und auf Transaktionen von Renault Finance mit Nissan.

B – Management von Finanzrisiken

Die Gruppe ist folgenden Finanzrisiken ausgesetzt:

• Liquiditätsrisiken,

• Marktrisiken (Devisen-, Zins-, Aktien- und Rohstoffrisiken),

• Kontrahentenrisiken,

• Liquiditätsrisiken,

• Kreditrisiken (siehe hierzu die Punkte 16 und 17).

B1 – Liqukätätsrisiko

Die Gruppe finanziert sich an den Kapitalmärkten durch:

langfristige Ressourcen (Ausgabe von Anleihen, private Platzierungen, usw.),
kurzfristige Bankkredite oder die Ausgabe von Commercial Papers;
ein Forderungsverbriefungsprogramm durch RCI Banque.

Die Sparte Automobile benötigt zu allen Zeiten ausreichende Mittel, um ihr Tagesgeschäft und die für zukünftiges Wachstum notwendigen Investitionen finanzieren zu können. Deswegen beschafft sie sich regelmäßig Fremdkapital bei Banken und an Kapitalmärkten, um ihre Schulden zu refinanzieren. Infolgedessen ist sie dem Liquiditätsrisiko für den Fall einer Austrocknung des Marktes oder Spannungen bei der Verfügbarkeit von Krediten ausgesetzt. Im Rahmen ihrer zentralisierten Cash-Management-Politik wickelt Renault SA den überwiegenden Teil der Refinanzierung für die Sparte Automobile ab. Dies geschieht durch langfristige Ressourcen an den Kapitalmärkten (Ausgabe von Anleihen, private Platzierungen) oder durch kurzfristige Finanzierungen wie Schuldverschreibungen oder Bankkredite.

Kurzfristige Finanzierungen werden durch bestätigte Kreditvereinbarungen abgesichert. Die Dokumentation bei diesen Kreditfazilitäten enthält keine Klauseln, die die Verfügbarkeit beeinträchtigen könnten, falls Änderungen am Kreditrating von Renault oder an der Einhaltung von Finanzkennzahlen auftreten.

Die Aktivitäten der Sparte Sales Financing hängen von einem zuverlässigen Zugang zu Finanzmitteln ab: Etwaige Beschränkungen beim Zugang zu Banken und Finanzmärkten hätten eine maßstäbliche Verkleinerung ihrer Finanzierungstätigkeit und/oder einen Anstieg der Kosten für ausgehandelte Finanzierungen zur Folge. Das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig und engmaschig überwacht Die statische Liquiditätsposition, die in den letzten Jahren konstant positiv war und zeigt, dass mehr langfristige Ressourcen zur Verfügung standen als in Anspruch genommen wurden, bewegt sich nach wie vor auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren. RCI Banque verteilt deswegen Ressourcen, die mehrere Monate im Voraus beschafft wurden. Dadurch ist die Sparte in der Lage, eine stabile Finanzmarge aufrechtzuerhalten.

Näheres zur Finanzstruktur der Gruppe findet sich in Punkt 24 über die finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Safes Financing.

In Anbetracht der verfügbaren Barreserven und der zum Jahresende nicht in Anspruch genommenen bestätigten Kreditlinien, der Aussichten auf die Erneuerung kurzfristiger Finanzierungen für die Sparten Automobile und Sales Financing, eines vom Staat vergebenen 5jährigen Kredits (EUR 3 Mrd. für die Sparte Automobile) und der Genehmigung des Darlehens von der Socke de Financement de l'Economie Framaise (SFEF) an RCI Banque, durch die dessen Wett von EUR 500 Mio. auf EUR 1 Mrd. aufgestockt wird (siehe Punkt 31), stehen der Gruppe hinreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um ihren Verpflichtungen über einen Zeitrahmen von 12 Monaten nachzukommen. Diese Verpflichtungen sind in Punkt 24 über die finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden der Sparte Sales Financing beschrieben. Bestätigte aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien werden in Punkt 16-A und 24-A erläutert.

B2 – Wechselkursrisiken

Management von Wechselkursrisiken

Die Sparte Automobile ist im Rahmen ihrer industriellen und kaufmännischen Geschäftstätigkeiten Wechselkursrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Renault von der Abteilung Cash and Financing überwacht und zentralisiert.

Bei Renault werden zukünftige Cashflows in Fremdwährungen aus der betrieblichen Tätigkeit grundsätzlich nicht abgesichert. Infolgedessen unterliegt die operative Marge der Gruppe Wechselkursrisiken.

Cashflows in Fremdwährungen aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit von Tochtergesellschaften werden üblicherweise in denselben Währungen abgesichert.

Eigenkapitalbeteiligungen werden nicht abgesichert. Davon ausgenommen ist der in Yen ausgewiesene Anteil am Eigenkapital von Nissan, der sich zum 31. Dezember 2008 auf insgesamt JPY 503 Mrd. beläuft (Punkt 13-G).

Renault Finance kann in eigenem Namen Geschäfte tätigen, die nicht mit Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen. Diese Geschäfte werden täglich überwacht und unterliegen strengen Risikogrenzen. Sie haben keinen erheblichen Einfluss auf die Konzernergebnisse von Renault.

Die Sparte Sales Financing ist Wechselkursrisiken nur in geringem Maße ausgesetzt, da sie Refinanzierungen für Tochtergesellschaften grundsätzlich in deren eigenen Währungen zur Verfügung stellt.

Die Gruppe hat 2008 keine wesentlichen Änderungen an ihrer Politik für das Management von Wechselkursrisiken vorgenommen.

Analyse der Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Wechselkursrisiken

Diese Analyse betrifft die Sensitivität von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (einschließlich konzerninterner Salden) und Derivaten in einer anderen Währung als der Währung des Unternehmens, das diese hält, gegenüber Wechselkursrisiken. Nicht berücksichtigt werden dabei durch Absicherungen des Zeitwerts abgesicherte Grundgeschäfte (abgesicherte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten und Derivate), bei denen sich Veränderungen am Zeitwert des abgesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenseitig fast vollständig ausgleichen.

Das Risiko der Gruppe betrifft im Wesentlichen Finanzinstrumente in japanischen Yen, die zur Absicherung ihrer Beteiligung an Nissan gehalten werden (Punkt 13-G).

Auswirkungen werden ausschließlich anhand der Umrechnung der betreffenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag nach Heranziehung einer Abweichung des Euro-Umrechnungskurses von 1 % geschätzt.

Die Auswirkungen auf das Eigenkapital betreffen eine Abweichung des Euro gegenüber anderen Währungen um 1 %, die bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte und Absicherungen von Zahlungsmittelströmen sowie der Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan zugrunde gelegt wird. Alle anderen Auswirkungen beeinflussen das Ergebnis.

In der Sparte Automobile würde sich ein Anstieg des Euro im Verhältnis zu den Hauptwährungen bei Anwendung auf Wechselkursrisiken unterliegenden Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2008 in Höhe von EUR 40 Mio. auf das Eigenkapital auswirken. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital sind in erster Linie auf die Teilabsicherung der Beteiligung an Nissan zurückzuführen. Diese Auswirkungen werden durch die entgegen gesetzte Abweichung der Währungsumrechnungsanpassung auf den Wert der Beteiligung an Nissan ausgeglichen (Punkt 19-D). Die geschätzten Auswirkungen auf das Ergebnis zum 31. Dezember 2008 sind nicht erheblich.

Währungsderivate

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J. NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J. NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Währungswaps - Ankäufe 2.066 649 1.410 7 2.594 1.397 1.166 31 2.438 669 1.715 54
Währungsswaps – Verkäufe 2.422 908 1.503 11 2.719 1.431 1.267 21 2.357 555 1.748 54
Terminankäufe 13.687 13.687 - - 14.851 14.849 2 - 11.508 11.508 - -
Terminverkäufe 14.345 14.345 - - 14.808 14.806 2 - 11.461 11.461 - -

B3 – Zinsrisiko

Management des Zinsrisikos

Für die Renault-Gruppe ergibt sich das Zinsrisiko in der Hauptsache aus der Finanzierung von verkauften Fahrzeugen durch RCI Banque und ihre Tochterunternehmen. Kundenkredite werden im Allgemeinen zu festen Zinsen mit Laufzeiten zwischen 12 und 72 Monaten ausgereicht.

Das Zinsrisiko wird mit Hilfe einer Methodik überwacht, die von der gesamten RCI-Gruppe gemeinsam angewendet wird, um ein übergeordnetes Management von Zinsrisiken auf konsolidierter Gruppenebene zu ermöglichen. Das Risiko wird täglich beurteilt und eine Absicherung erfolgt systematisch mit Hilfe von Swaps, durch die variabelverzinsliche Verbindlichkeiten in festverzinsliche Verbindlichkeiten umgewandelt werden (Absicherung von Zahlungsmittelströmen). Für jede Tochtergesellschaft besteht die Zielsetzung, alle Risiken zum Schutz der Umsatzmarge abzusichern.

Beim Management der Zinsrisiken in der Sparte Automobile kommen zwei elementare Grundsätze zur Anwendung: Bei langfristigen Investitionen erfolgt eine festverzinsliche Finanzierung, bei Anlagen von Liquiditätsüberschüssen erfolgt eine variabelverzinsliche Finanzierung. Darüber hinaus geschieht die Finanzierung in Yen im Rahmen der Absicherung des Eigenkapitals von Nissan zu festen Zinsen, wobei die Laufzeiten zwischen einem Monat und sieben Jahren schwanken können.

Schließlich führt Renault Finance im Rahmen streng definierter Risikogrenzen auch Zinstransaktionen in eigenem Namen durch. Diese Arbitragetätigkeit hat keinen erheblichen Einfluss auf die Konzernergebnisse von Renault.

Die Gruppe hat 2008 keine wesentlichen Änderungen an ihre Politik für das Management von Zinsrisiken vorgenommen.

Analyse der Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Zinsrisiken

Die Gruppe ist folgenden Zinsrisiken ausgesetzt:

Schwankungen bei Zinsströmen auf variabelverzinsliche Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Kosten ausgewiesen sind, und Schwankungen beim Zeitwert von Finanzinstrumenten, die zum Zeitwert dargestellt sind (einschließlich festverzinslicher Instrumente, die durch Swaps in variable Zinsen umgewandelt sind, und strukturierter Produkte).
Schwankungen beim Zeitwert von festverzinslichen Finanzinstrumenten, die zum Zeitwert ausgewiesen sind.
Schwankungen beim Zeitwert von Derivaten (Sicherungszwecken dienende Derivate und andere Derivate).

Auswirkungen werden geschätzt, indem man diesen 1%igen Anstieg der Zinsen über ein Jahr auf Finanzinstrumente anwendet, die in der Schlussbilanz ausgewiesen werden.

Die Auswirkungen auf das Eigenkapital entsprechen den Veränderungen am Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren festverzinslichen finanziellen Vermögenswerten und Absicherungen von Zahlungsmittelströmen nach einem Anstieg der Zinsen um 1 %. Alle anderen Auswirkungen beeinflussen das Ergebnis.

In die Berechnung der Sensitivität der einzelnen Sparten gegenüber Zinssätzen fließen spartenübergreifende Ausleihungen und Darlehen ein.

Für die Sparte Automobile hätte sich ein Anstieg der Zinsen um 1 % bei Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2008 auf das Ergebnis in Höhe von EUR (11 Mio.) bzw. auf das Eigenkapital (vor Steuern) in Höhe von EUR 5 Mio. ausgewirkt.

Für die Sparte Sales Financing würde sich ein Anstieg der Zinsen um 1 % bei Zinsrisiken unterworfenen Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2008 in Höhe von EUR (6) Mio. auf das Ergebnis bzw. EUR 53 Mio. auf das Eigenkapital (vor Steuern) auswirken. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital sind in der Hauptsache auf die Veränderung am Zeitwert von Swaps zur Absicherung zukünftiger Zahlungsmittelströme zurückzuführen. Die Sensitivität der Sparte Sales Financing gegenüber Zinsrisiken ist im Vergleich zu 2007 stabil.

Aufgliederung von finanziellen Verbindlichkeiten und Schulden im Bereich Sales Financing in fest- und variabelverzinsliche Anteile (unter Ausschluss von Derivaten)

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 NACH AUSWIRKUNGEN VON DERIVATEN 31. DEZEMBER 2007 NACH AUSWIRKUNGEN VON DERIVATEN 31. DEZEMBER 2006 NACH AUSWIRKUNGEN VON DERIVATEN
Festverzinslicher Anteil 21.024 22.215 24.721
Variabelverzinslicher Anteil 6.694 5.234 5.148
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND SCHULDEN VON SALES FINANCING (UNTER AUSSCHLUSS VON DERIVATEN) 27.718 27.449 29.869

Zinsderivate

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J. NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J. NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Zinsswaps 58.608 19.036 39.178 394 67.865 25.357 41.534 974 67.947 25.264 41.780 903
FRA - - - - 550 550 - - - - - -
Sonstige Zinssicherungsinstrumente 1.160 1.100 60 - 940 940 - - 3.914 3.698 216 -

B4 – Eigenkapitalrisiken

Management von Eigenkapitalrisiken

Für die Gruppe beziehen sich Eigenkapitalrisiken im Wesentlichen auf marktgängige Wertpapiere, die an Aktienkurse angebunden sind. Die Gruppe macht keinen Gebrauch von Eigenkapitalderivaten zur Absicherung dieses Risikos.

Die Gruppe hat 2008 keine wesentlichen Änderungen an ihrer Politik für das Management von Eigenkapitalrisiken vorgenommen.

Analyse der Sensitivität von Finanzinstrumenten gegenüber Eigenkapitalrisiken

Die Auswirkungen werden geschätzt, indem man bei den betreffenden finanziellen Vermögenswerten zum Jahresende einen Rückgang der Aktienkurse um 10 % betrachtet.

Die Sensitivität der Finanzinstrumente gegenüber Eigenkapitalrisiken ist zum 31. Dezember 2008 nicht erheblich.

B5 – Rohstoffrisiken

Management von Rohstoffrisiken

Bei Renault kann die Abteilung Purchasing Rohstoffrisiken zum Teil mit Hilfe von Finanzinstrumenten wie z. B. Terminbeschaffungskontrakten, Beschaffungsoptionen und Tunnelkontrakten absichern. Diese Sicherungsgeschäfte beziehen sich auf physische Beschaffungsvorgänge, die von den Werken benötigt werden, und unterliegen mengen- und zeitbezogenen Vorgaben. Die Gruppe geht keine spekulativen Positionen bei Metallen ein.

Zum 31. Dezember 2008 standen für die Sparte Automobile keine Rohstoffsicherungsgeschäfte aus.

Rohstoffderivate

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J. NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J. NOMINAL -1 J. 1-5 J. +5 J.
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Terminankäufe 170 170 - - 623 493 130 - 177 177 - -
Terminverkäufe 170 170 - - 418 305 113 - 229 229 - -

Zum 31. Dezember 2008 ausstehende Derivate beziehen sich auf Transaktionen, die Renault Finance mit der Nissan-Gruppe getätigt hat und die am Markt abgesichert sind.

B6 – Kontrahentenrisiko

Die Gruppe schließt Geschäfte auf den Finanz- und Bankmärkten mit Kontrahenten von hoher Qualität ab und unterliegt keiner erheblichen Risikokonzentration.

Alle Unternehmen der Gruppe nutzen ein in vollem Umfang koordiniertes Risikomanagementverfahren. Dabei kommt ein Bewertungssystem zum Einsatz, das in der Hauptsache auf dem langfristigen Kreditrating und der Eigenkapitalausstattung der Kontrahenten beruht. Bei Unternehmen der Gruppen mit erheblichem Risiko wird die Einhaltung zulässiger Kreditlimits täglich nach strengen internen Kontrollverfahren überwacht.

Kontrahentenrisiken standen 2008 verstärkt im Mittelpunkt: Bestimmte Banken wurden unter verschärfte Beobachtung gestellt und in manchen Fällen wurden vorher genehmigte Grenzen aufgehoben. Im Geschäftsjahr 2008 kam es nicht durch Verluste aufgrund von Zahlungsausfällen bei Banken.

7.2.6.5 CASHFLOWS UND SONSTIGE INFORMATIONEN

27 — CASHFLOWS

A – Sonstige nicht realisierte Erträge und Aufwendungen

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Nettozuführungen zu Rückstellungen 104 (185) (256)
Nettoeffekte von Kreditverlusten im Bereich Sales Financing 155 54 14
Nettogewinne (-verluste) aus der Veräußerung von Vermögenswerten (143) (19) (188)
Veränderungen am Zeitwert von rückzahlbaren Aktien (515) (53) 34
Veränderungen am Zeitwert von sonstigen Finanzinstrumenten (53) 76 40
Latente Steuern (26) (58) (86)
Sonstiges (18) 71 12
SONSTIGE NICHT REALISIERTE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN (496) (114) (430)

B – Veränderungen am Nettoumlaufvermögen

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Abnahme/(Zunahme) bei Nettovorräten 584 (862) 656
Abnahme/(Zunahme) bei Forderungen der Sparte Automobile 283 (171) 51
Abnahme/(Zunahme) bei sonstigen Vermögenswerten (195) (419) 190
Zunahme/(Abnahme) bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2.676) 1.008 (522)
Zunahme/(Abnahme) bei sonstigen Verbindlichkeiten (829) 97 (61)
ABNAHME/(ZUNAHME) DES NETTOUMLAUVERMÖGENS (2.833) (347) 314

C – Cashflows aus Investitionstätigkeiten

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (1.178) (1.348) (1.132)
Erwerb von Sachanlagen (3.150) (3.278) (3.577)
Erwerb des Geschäftsjahres gesamt (4.328) (4.626) (4.709)
Aufgeschobene Zahlungen (41) (18) 65
INVESTITIONSAUFWENDUNGEN GESAMT (4.369) (4.644) (4.644)

D – Von der Sparte Automobile erhaltene und gezahlte Zinsen

(EUR Mio.) 2008 2007 2006
Erhaltene Zinsen 207 280 202
Gezahlte Zinsen (372) (350) (281)
ERHALTENE UND GEZAHLTE ZINSEN (165) (70) (79)

28 — NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

A – Vergütung für Mitglieder des Verwaltungsrats und des Vorstands

Vergütung für den Vorstandsvorsitzenden und den Vorsitzenden des Verwaltungsrates

Unter Ausschluss von Aktienoptionsplänen beliefen sich die Vergütung und zugehörige Leistungen für den Vorstandsvorsitzenden und den Vorsitzenden des Verwaltungsrates 2008 auf EUR 1,8 Mio. bzw. EUR 0,3 Mio. (2007: EUR 4,1 Mio. bzw. EUR 1,2 Mio.). Die folgenden Beträge wurden in den betreffenden Jahren als Aufwand erfasst:

(EUR Mio.) 2008 2007
Grundgehalt 1,2 1,2
Leistungsabhängiges Gehalt - 1,4
Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung 0,5 0,8
Zusatzpension 0,1 0,6
Aktienoptionspläne 2,4 7,4
Aktienoptionspläne – Effekt von Aufhebungen (7,6) -
Sonstige Vergütungen - 0,1
Vorstandsvorsitzender (3,4) 11,5
Grundgehalt - -
Feste Vergütung für den Vorsitzenden des Verwaltungsrates 0,2 0,2
Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung 0,1 0,1
Zusatzpension - 0,8
Aktienoptionspläne 0,7 1,3
Aktienoptionspläne – Effekt von Aufhebungen - -
Sonstige Vergütungen - 0,1
Vorsitzender des Verwaltungsrates 1,0 2,4

Für Mitglieder des Verwaltungsrates fielen 2008 Vergütungen in Höhe von EUR 557.475 an (2007: EUR 557.770), davon EUR 56.000 für den Vorstandsvorsitzenden und den Vorsitzenden des Verwaltungsrates (unverändert gegenüber 2007).

Vergütung für Mitglieder des Exekutivkomitees

Unter Ausschluss von Aktienoptionsplänen beliefen sich die Vergütung und zugehörige Leistungen für die Mitglieder des Exekutivkomitees 2008 auf EUR 5,3 Mio. (2007: EUR 7,7 Mio.). Die folgenden Beträge wurden in den betreffenden Jahren als Aufwand erfasst:

(EUR Mio.) 2008 2007
Grundgehalt 2,4 2,3
Leistungsabhängiges Gehalt - 1,7
Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung 1,1 1,5
Zusatzpension 1,7 2,1
Aktienoptionspläne 1,5 5,0
Aktienoptionspläne – Effekt von Aufhebungen (3,7) -
Sonstige Vergütungen 0,1 0,1
Mitglieder des Exekutivkomitees 3,1 12,7

B – Beteiligung von Renault an Nissan

Nähere Einzelheiten zu der Beteiligung von Renault an Nissan sind Punkt 13 zu entnehmen.

C – Beteiligung von Renault an AB Volvo

Nähere Einzelheiten zu der Beteiligung von Renault an AB Volvo sind Punkt 14-A zu entnehmen.

D – Beteiligung von Renault an AvtoVAZ

Nähere Einzelheiten zu der Beteiligung von Renault an AvtoVAZ sind Punkt 14-B zu entnehmen.

29 — AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Renault geht im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit eine Reihe von Verpflichtungen ein. Sofern diese Verpflichtungen die Voraussetzungen für Verbindlichkeiten erfüllen, werden hierfür Rückstellungen gebildet (z. B. Aliersversorgungs- und andere Leistungen an Mitarbeiter, Rechtstreitigkeiten, usw.).

Nähere Einzelheiten zu außerbilanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen werden weiter unten dargelegt (Punkt 29-A).

Darüber hinaus erhält Renault Verpflichtungen von Kundenseite (Hinterlegungen, Hypotheken, usw.) und kann Kreditlinien bei Kreditinstituten in Anspruch nehmen (Punkt 29-B).

A – Eingegangene außerbilanzielle Verpflichtungen

A1 – Normale Geschäftsvorfälle

Die Gruppe ist zu folgenden Summen verpflichtet

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Sonstige gegebene Garantien 353 357 340
Eröffnung von bestätigten Kreditlinien für Kunden(1) 3.064 2.616 2.509
Feste Bestellungen bei Investitionen 850 769 878
Leasingverpflichtungen 314 355 404
Verpfändete oder durch Hypotheken belastete Vermögenswerte(2) 119 167 254

(1) Von der Sparte Sales Financing eröffnete bestätigte Kreditlinien für Kunden führen zu einer maximalen Zahlung dieses Betrages innerhalb von 12 Monaten nach dem Jahresabschluss.

(2) Bei verpfändeten und durch Hypotheken belasteten Vermögenswerten handelt es sich in der Hauptsache um finanzielle Vermögenswerte, die von Renault Samsung Motors bei der Übernahme durch Renault im Jahre 2000 als Sicherheiten gestellt wurden

Leasingverpflichtungen enthalten Mietzahlungen aus unkündbaren Leasingverhältnissen. Diese gliedern sich wie folgt auf:

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Bis zu 1 Jahr 57 56 56
Zwischen 1 und 5 Jahren 193 234 239
Mehr als 5 Jahre 64 65 109
LEASINGVERPFLICHTUNGEN 314 355 404

A2 – Besondere Geschäftsvorfälle

Altautos

Nach Maßgabe der im September 2000 veröffentlichten Altautorichtlinie 2000/53/EG sind die EU-Mitgliedstaaten zu Maßnahmen verpflichtet, die sicherstellen, dass:

Fahrzeuge am Ende ihrer Nutzungsdauer für den letzten Halter kostenfrei in einem zugelassenen Verarbeitungszentrum abgegeben werden können.
bestimmte Fortschrittsziele hinsichtlich der Wiederverwendungsquote von Fahrzeugkomponenten (wobei das Recycling Priorität hat) und des Werts von Komponenten, die wieder verwendet werden können, erfüllt werden.

Seit dem 1. Januar 2007 gilt diese Richtlinie für alle Fahrzeuge, die sich im Verkehr befinden.

Die Gruppe hat jeweils auf Länderbasis Rückstellungen für die entsprechenden Kosten gebildet, als die Richtlinie in innerstaatliches Recht umgesetzt und die Verfahren für Recyclingabläufe festgelegt wurden. Diese Rückstellungen werden regelmäßig überprüft, so dass eine Berücksichtigung von Veränderungen an der Situation in jedem Land gewährleistet ist.

Bei Ländern, in denen die Gesetzesvorschriften noch nicht vollständig sind, lässt sich nicht genau feststellen, ob der Gruppe Restkosten entstehen werden, bis die Gesetze vorliegen.

Sonstige Verpflichtungen

Bei der Veräußerung von Tochtergesellschaften oder Geschäftsbereichen durch die Gruppe sind im Allgemeinen Zusicherungen und Garantien zu Gunsten der jeweiligen Käufer enthalten. Zum 31. Dezember 2008 hat Renault keine erheblichen Risiken in Zusammenhang mit diesen Transaktionen festgestellt.

Als Folge von Teilveräußerungen von Tochtergesellschaften in Vorjahren verfügt Renault noch über Optionen, seine restliche Beteiligung ganz oder teilweise zu verkaufen. Die Ausübung dieser Optionen hätte keine erheblichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im März 2007 haben Renault und der japanische Konzern NTN eine Vereinbarung über den Verkauf einer 35%igen Beteiligung an SNR geschlossen. Darin ist außerdem eine feste zukünftige Verpflichtung vorgesehen, dass NTN am ersten Jahrestag der Veräußerung weitere 16 % von SNR erwirbt. Des Weiteren haben Renault bzw. NTN eine Verkaufs- bzw. Kaufoption über 29 % von SNR, die innerhalb von 60 Tagen nach dem 3. und 4. Jahrestag der ursprünglichen Transaktion ausgeübt werden kann. Vom 5. Jahrestag an verfügt Renault über eine einseitige Option, seine restliche 20%ige Beteiligung an SNR zu verkaufen. Diese ist fünf Jahre lang gültig. Wenn die Option nicht bis zum Ende des fünfjährigen Zeitraums ausgeübt wird, hat NTN eine Option, die restliche Beteiligung zu erwerben.

Unternehmen der Gruppe werden regelmäßigen Steuerprüfungen in den Ländern, in denen sie tätig sind, unterzogen. Steueranpassungen werden als Rückstellungen im Jahresabschluss ausgewiesen. Angefochtene Steueranpassungen werden jeweils von Fall zu Fall erfasst, wobei das Risiko, dass das Verfahren oder der Einspruch erfolglos verläuft, berücksichtigt wird.

B – Erhaltene außerbilanzielle Verpflichtungen

(EUR Mio.) 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
Sonstige gegebene Garantien 3.479 3.027 2.641
Verpfändete oder durch Hypotheken belastete Vermögenswerte(2) 600 594 452
Sonstige Verpflichtungen 161 314 285

(1) Einschließlich EUR 2.034 Mio. für Zusagen, die die Sparte Sales Financing für den Verkauf von Mietwagen am Ende des Mietvertrage an einen Dritten erhalten hat.

(2) Die Sparte Sales Financing erhält im Rahmen der Finanzierung von Neu- oder Gebrauchtwagen Garantien von ihren Kunden. Zum 31. Dezember 2008 belaufen sich die von Kundenseite erhaltenen Garantien auf EUR 495 Mio.

30 — AN ABSCHLUSSPRÜFER UND IHR NETZ GEZAHLTE HONORARE

Die Prüfungshonorare, die 2008 von Renault SA und vollkonsolidierten Tochtergesellschaften für Aufgaben und Einsätze der gesetzlichen Abschlussprüfer und ihre Netze erfasst wurden, lassen sich wie folgt aufgliedern:

Ernst & Young-Netz

(EUR Tsd.) 2008 2007 2008/2007
SUMME UNTER AUSSCHLUSS VON STEUERN % SUMME UNTER AUSSCHLUSS VON STEUERN % SUMME %
--- --- --- --- --- --- ---
Prüfungshandlungen 2.278 44,1 % 2.503 39,9 % -9,0 %
Gesetzliche Abschlussprüfung, Bestätigungsvermerk, Prüfung von einzelnen Vorgängen und Abschlüssen (225)
Emittent(1)
Vollkonsolidierte Tochtergesellschaften 2.639 51,0 % 3,067 48,8 % (428) -14,0 %
Sonstige Kontrollen und Leistungen in direktem Zusammenhang mit dem Auftrag der gesetzlichen Abschlussprüfer 45 0,9 % 266 4,2 % (221) -83,1 %
Emittent(1)
Vollkonsolidierte Tochtergesellschaften 135 2,6 % 444 7,1 % (309) -69,6 %
ZWISCHENSUMME 5.097 98,6 % 6.280 100,0 % (1.183) -18,8 %
Sonstige Leistungen des Netzes für vollkonsolidierte Tochtergesellschaften 74 1,4 % - - 74 N. Z.
Recht, Steuern, Arbeitsrecht
Sonstiges - - - - - N. Z.
ZWISCHENSUMME 74 1,4 % - - 74 N. Z.
HONORARE GESAMT 5,171 100,0 % 6,280 100,0 % (1.109) -17,7 %

(1) Renault SA and Renault s.a.s.

Deloitte-Netz

(EUR Tsd.) 2008 2007 2008/2007
SUMME UNTER AUSSCHLUSS VON STEUERN % SUMME UNTER AUSSCHLUSS VON STEUERN % SUMME %
--- --- --- --- --- --- ---
Prüfungshandlungen 2.478 28,3 % 2.120 34,3 % 16,9 %
Gesetzliche Abschlussprüfung, Bestätigungsvermerk, Prüfung von einzelnen Vorgängen und Abschlüssen 358
Emittent(1)
Vollkonsolidierte Tochtergesellschaften 4.189 47,7 % 3.356 54,4 % 833 24,8 %
Sonstige Kontrollen und Leistungen in direktem Zusammenhang mit dem Auftrag der gesetzlichen Abschlussprüfer 1.214 13,8 % 30 0,5 % 1.184 3.946,7 %
Emittent(1)
Vollkonsolidierte Tochtergesellschaften 154 1,8 % 246 4,0% (92) -37,4 %
ZWISCHENSUMME 8.035 91,6 % 5.752 93,2 % 2.283 39,7 %
Sonstige Leistungen des Netzes für vollkonsolidierte Tochtergesellschaften 135 1,5 % 124 2,0 % 11 8,9 %
Recht, Steuern, Arbeitsrecht
Sonstiges 605 6,9 % 296 4,8 % 309 104,4 %
ZWISCHENSUMME 740 8,4 % 420 6,8 % 320 76,2 %
HONORARE GEAMT 8.775 100,00% 6.172 100,00% 2.603 42,2%

(1) Renault SA and Renault s.a.s.

31 — EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Staatliche Unterstützung für Renault — Bekanntmachungen vom 9. Februar 2009

Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise in der Automobilindustrie hat die französische Regierung am 9. Februar 2009 ein Paket von Stützungsmaßnahmen für den Sektor bekannt gegeben.

Für Renault stellt sich diese Unterstützung in Fonn eines Darlehens über EUR 3 Mrd. und die Aufstockung der Kreditgenehmigung der Soci6t6 de Financement de l'Economie Framaise (SFEF) an RCI Banque von EUR 500 Mio. auf EUR 1 Mrd. dar.

Renault hat seine Zusage erneuert, dass in den nächsten Jahren keine Automobilmontagewerke in Frankreich geschlossen werden. Des Weiteren hat sich die Gruppe verpflichtet, vorrangig Systeme und Technologien für umweltfreundliche Fahrzeuge zu entwickeln und die notwendigen Forschungs-, Ingenieurs- und Testressourcen zu erhalten. Sie wird ihre Erträge vorrangig zur Stärkung von Eigenkapital und Investitionen verwenden, um sicherzustellen, dass sie über alle die für die weitere Entwicklung benötigten Ressourcen verfügt. Da Renault schließlich nicht ohne starke Lieferanten wachsen kann, wird die Gruppe ihre Unterstützung für Unternehmen im Automobilsektor verbessern. Dies soll insbesondere durch eine Verdoppelung ihres Beitrags zum Automobile Investment Fund (auf insgesamt EUR 200 Mio.) geschehen.

Nissan — Bekanntmachungen vom 9. Februar 2009

Bei der Veröffentlichung seiner Finanzergebnisse für das dritte Quartal hat Nissan seine Prognosen für das Geschäftsjahr zum 31. März 2009 korrigiert. Das Unternehmen erwartet einen Nettoverlust in Höhe von JPY 265 Mrd. Wenn man den Effekt von Neudarstellungen zwecks Harmonisierung der Rechnungslegung und Bewertungen von Vermögenswerten und Schulden zum Zeitwert, die von Renault vorgenommen werden, außer Acht lässt, würde dies für das erste Quartal zu einem negativen Beitrag von rund EUR 1.100 Mio. zum Nettoergebnis der Renault-Gruppe für das erste Halbjahr 2009 führen.

Nissan hat die Absicht, im nächsten Geschäftsjahr einen Plan einzuführen, mit dem weltweit 20.000 Stellen abgebaut werden sollen.

Nissan hat darüber hinaus bekannt gegeben, dass industrielle Investitionen zurückgefahren werden sollen. Dies soll durch einen Plan geschehen, bei dem die Beteiligung von Nissan an verschiedenen gemeinsamen industriellen Projekten der Allianz überprüft wird:

In Indien (Chennai) wird das gemeinsame Werk von Renault-Nissan mit verringertem Tempo hochgefahren.
In Marokko (Tanger) setzt Nissan seine Beteiligung an den Plänen für ein gemeinsames Werk aus.

32 — KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

A – Vollkonsolidierte Unternehmen (Tochtergesellschaften)

BETEILIGUNG DER RENAULT-GRUPPE

(IN %)
LAND 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
AUTOMOBILE
FRANKREICH
Renault s.a.s Frankreich 100 100 100
Arkanéo Frankreich 100 100 100
Auto Châssis International (ACI) Le Mans Frankreich 100 100 100
Auto Châssis International (ACI) Villeurbanne Frankreich 100 100 100
Car life Siège und Tochtergesellschaften Frankreich - 100 100
Emboutissage Tôlerie Gennevilliers (ETG) Frankreich - 100 100
Fonderie de Normandie Frankreich 100 - -
SNR Group (Société Nouvelle de Roulements) Frankreich - - 100
IDVU Frankreich 100 100 100
Maubeuge Construction Automobile (MCA) Frankreich 100 100 100
Renault Développement Industriel et Commercial (RDIC) Frankreich 100 100 100
Renault Retail Group SA und Tochtergesellschaften Frankreich 100 100 100
SCI parc industriel du Mans Frankreich 100 100 100
SCI Plateau de Guyancourt Frankreich 100 100 100
SNC Renault Cléon Frankreich 100 100 100
SNC Renault Douai Frankreich 100 100 100
SNC Renault Flins Frankreich 100 100 100
SNC Renault Le Mans Frankreich 100 100 100
SNC Renault Sandouville Frankreich 100 100 100
Société des automobiles Alpine Renault Frankreich 100 100 100
Sofrastock International Frankreich 100 100 100
Société de transmissions automatiques Frankreich 80 80 80
Société de véhicules automobiles de Batilly (SOVAB) Frankreich 100 100 100
Société Immobilière de Construction Française pour l’Automobile et la Mécanique (SICOFRAM) und Tochtergesellschaft Frankreich 100 100 100
Société Immobilière Renault Habitation (SIRHA) Frankreich 100 100 100
Société Immobilière d’Epone Frankreich 100 100 100
Société Immobilière pour l’Automobile et la Mécanique (SIAM) Frankreich 100 100 100
SODICAM 2 Frankreich 100 100 100
Société financière et foncière (SFF) Frankreich 100 100 100
Technologie et exploitation informatique (TEI) Frankreich 100 100 100
EUROPA
Auto Châssis International (ACI) Valladolid Spanien 100 100 100
Cacia Portugal 100 100 100
Cofal Luxemburg 100 100 77
Grigny Ltd. Großbritannien 100 100 100
Mecanizacion Contable SA (Meconsa) Spanien 100 100 100
Motor Reinsurance Company Luxemburg 100 100 100
Renault Belgique Luxembourg und Tochtergesellschaften Belgien 100 100 100
Renault Ceska Republica und Tochtergesellschaften Tschechische Republik 100 100 100
Renault Croatia Kroatien 100 100 100
Renault Espana Comercial SA (REC SA) und Tochtergesellschaften Spanien 100 100 100
Renault Espana SA und Tochtergesellschaften Spanien 100 100 100
Renault Finance Schweiz 100 100 100
Renault F1 Team Ltd. Großbritannien 100 100 100
Renault Group b.v. Niederlande 100 100 100
Renault Hungaria und Tochtergesellschaften Ungarn 100 100 100
Renault Industrie Belgique (RIB) Belgien 100 100 100
Renault Irlande Irland 100 - -
Renault Italia und Tochtergesellschaften Italien 100 100 100
Renault Deutsche AG und Tochtergesellschaften Deutschland 100 100 100
Renault Nederland und Tochtergesellschaften Niederlande 100 100 100
Renault Österreich und Tochtergesellschaften Österreich 100 100 100
Renault Nordic Schweden 100 100 -
Renault Suisse SA und Tochtergesellschaften Schweiz 100 100 100
Renault Polska Polen 100 100 100
Renault Portuguesa und Tochtergesellschaften Portugal 100 100 100
Renault Retail Group UK Ltd. Großbritannien 100 100 100
Renault Slovakia Slowakei 100 100 100
Renault Nissan Slovenia d.o.o. Slowenien 100 100 100
Renault UK Großbritannien 100 100 100
Revoz Slowenien 100 100 100
EUROMED
AFM Industrie Russland 100 100 100
Auto Châssis International (ACI) Romania Rumänien 100 100 100
Avtoframos Russland 94 94 93
Dacia und Tochtergesellschaften Rumänien 99 99 99
Oyak-Renault Otomobil Fabrikalari Türkei 52 52 52
Remosprom Russland 64 - -
Renault Algérie Algerien 100 100 100
Renault Industrie Roumanie Rumänien 100 100 100
Renault Maroc Marokko 80 80 80
Renault Mécanique Roumanie Rumänien 100 100 100
Renault Nissan Roumanie Rumänien 100 100 100
Renault Technologie Roumanie Rumänien 100 100 -
Renault Ukraine Ukraine 100 100 -
Renault Nissan Bulgarie Bulgarien 100 100 100
Société marocaine de construction (Somaca) Marokko 77 77 -
AMERIKA
Groupe Renault Argentina Argentinien 100 100 100
Renault do Brasil LTDA Brasilien 100 100 100
Renault do Brasil SA Brasilien 100 100 100
Renault Corporativo SA de C.V. Mexiko 100 100 100
Renault Mexico Mexiko 100 100 100
Sociedad de Fabricacion de Automotores (SOFASA) Kolumbien 100 60 60
Renault Venezuela Venezuela 100 100 100
ASIEN & AFRIKA
Renault Private Ltd. Indien 100 - -
Renault Pars Iran 51 51 51
Renault Samsung Motors Südkorea 80 80 80
Renault South Africa und Tochtergesellschaften Südafrika 51 51 51
SALES FINANCING
FRANKREICH
Diac Frankreich 100 100 100
Diac Location Frankreich 100 100 100
Compagnie de Gestion Rationnelle (COGERA) Frankreich 100 100 100
RCI Banque und Niederlassungen Frankreich 100 100 100
Réalisation, Études, Courtage et Assurances (RECA) Frankreich - - 100
Société Internationale de Gestion et de Maintenance Automobile (SIGMA) Frankreich 100 100 100
Société de Gestion, d’Exploitation de Services en Moyens Administratifs (SOGESMA) Frankreich 100 100 100
EUROPA Spanien - - 100
Accordia Espana SA
ARTIDA Spanien - 100 100
RCI Financial Services Ltd. Großbritannien 100 100 100
Overlease Espagne Spanien 100 100 100
RCI Bank AG Österreich 100 100 100
RCI Bank Polska Polen 100 100 100
RCI Finance CZ sro Tschechische Republik 100 100 100
RCI Finance SK sro Slowakei 100 100 -
RCI Financial Services Belgique Belgien 100 100 100
RCI Financial Services BV Niederlande 100 100 100
RCI Finanzholding GmbH Deutschland - 100 100
RCI Gest IFIC und Tochtergesellschaft Portugal 100 100 100
RCI Gest Seguros Portugal 100 100 100
RCI Leasing GmbH Deutschland 100 100 100
RCI Versicherungs Service GmbH Deutschland 100 100 100
Renault Acceptance Ltd. Großbritannien 100 100 100
Refactor Italien - - 100
Renault Autofin SA Belgique Belgien 100 100 100
Renault Credit Polska Polen 100 100 100
Renault Financial Services Ltd. (RFS) Großbritannien 100 - -
RCI Zrt Hongrie Ungarn 100 100 100
RCI Finance SA Schweiz 100 100 100
Renault Financiaciones Spanien - - 100
Renault Services SA Belgique Belgien 100 100 100
RNC (ehemals Accordia) Italien - - 100
EUROMED Rumänien 100 100 -
RCI Broker de Assigurare
RCI Leasing Romania Rumänien 100 100 50
RCI Finance Maroc Marokko 100 - -
RCI Finantare Romania Rumänien 100 100 100
AMERIKA Brasilien 100 100 100
Consorcio Renault do Brasil
Cia Arrademento Mercantil Renault do Brasil Brasilien 60 60 60
CFI Renault do Brasil Brasilien 60 60 60
Courtage SA Argentinien 100 - -
Renault do Brasil S/A Corr. de Seguros Brasilien 100 100 100
ROMBO Compania Financiera Argentinien 60 60 60
ASIEN & AFRIKA Südkorea 100 100 100
RCI Korea

B – Quotenkonsolidierte Unternehmen (Jointventures)

BETEILIGUNG DER RENAULT-GRUPPE

(IN %)
LAND 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
AUTOMOBILE
Ciudad Communicacion Valladolid Spanien - - 50
Française de Mécanique Frankreich 50 50 50
GIE TA 96 Frankreich - 50 50
Mahindra Renault Ltd. Indien 49 - -
Renault Nissan Technology and Business Centre India Private Ltd. (RNTBCI) Indien 67 - -
SALES FINANCING
Sygma Finance Frankreich - 50 50
Renault Leasing CZ Sro Tschechische Republik 50 50 50
Renault Credit Car Belgien 50 50 50
Renault Financial Services Ltd. (RFS) Großbritannien - - 50
Overlease Italia Italien 49 49 49

C – Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen (assoziierte Unternehmen)

BETEILIGUNG DER RENAULT-GRUPPE

(IN %)
LAND 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
AUTOMOBILE Schweden 21,8 21,8 21,8
AB Volvo Group
AvtoVAZ Group Russland 25,0 - -
MAIS Türkei 49 49 49
Nissan Group Japan 45,7 45,6 45,3
SALES FINANCING Mexiko - -
Nissan Renault Wholesale Mexico
Nissan Renault Finance Mexico Mexiko 15 15 15

Bei folgendem Unternehmen weichen die prozentualen Anteile für Beherrschung und eigentliche Beteiligung voneinander ab:

PROZENTUALE BEHERRSCHUNG VON SEITEN DER RENAULT-GRUPPE LAND 31. DEZEMBER 2008 31. DEZEMBER 2007 31. DEZEMBER 2006
AB Volvo Group Schweden 21,3 21,3 21,3