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Realtech AG Interim / Quarterly Report 2022

Jun 30, 2023

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391200QDXNL0MZQ9IL24-2022-01-01-de BILANZ zum 31. Dezember 2022 REALTECH AG, Walldorf AKTIVA 31.12.2022 31.12.2021 EUR EUR EUR A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 434,00 II. Sachanlagen 1. Bauten auf fremden Grundstücken 9.579,00 11.327,00 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.051,00 31.630,00 32.317,00 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 584.706,12 584.706,12 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.500.000,00 3.084.706,12 0,00 B. Umlaufvermögen I. Vorräte unfertige Leistungen 33.768,17 0,00 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 313.496,25 279.800,73 2. Sonstige Vermögensgegenstände 416.403,12 729.899,37 554.219,89 III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.051.023,88 5.013.592,53 C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.008,61 43.846,54 6.959.036,15 6.520.243,61 BILANZ zum 31. Dezember 2022 REALTECH AG, Walldorf PASSIVA 31.12.2022 31.12.2021 EUR EUR EUR A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 5.385.652,00 5.385.652,00 (Bedingtes Kapital: EUR 525.000,00; i. V. EUR 525.000,00) II. Kapitalrücklage 20.333.816,71 20.333.816,71 III. Bilanzverlust -20.131.846,99 -20.337.903,92 B. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen 663.584,54 527.429,62 C. Verbindlichkeiten 1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 65.509,92 0,00 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 258.507,15 193.599,03 3. Sonstige Verbindlichkeiten 114.948,33 438.965,40 115.909,80 - davon aus Steuern EUR 72.067,41 (EUR 66.024,04) D. Rechnungsabgrenzungsposten 268.864,49 301.740,37 6.959.036,15 6.520.243,61 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022 REALTECH AG, Walldorf Geschäftsjahr Vorjahr EUR EUR EUR 1. Umsatzerlöse 6.387.970,95 6.435.781,92 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 33.768,17 0,00 3. sonstige betriebliche Erträge 63.362,20 136.158,39 4. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren -30.699,08 -19.227,43 5. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -3.772.249,19 -3.732.070,93 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -665.260,83 -588.390,55 -4.437.510,02 -4.320.461,48 - davon für Altersversorgung EUR -48.545,64 (EUR -51.982,64) 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -24.509,10 -26.317,49 7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.168.830,58 -1.840.899,01 8. Erträge aus Beteiligungen 372.601,50 211.885,41 - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 372.601,50 (EUR 211.885,41) 9. Erträge aus anderen Wertpapieren 8.520,59 1,69 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.382,30 762,98 11. Ergebnis nach Steuern 206.056,93 577.684,98 12. Jahresüberschuss 206.056,93 577.684,98 13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -20.337.903,92 -20.915.588,90 14. Bilanzverlust -20.131.846,99 -20.337.903,92 *Korrektur Vorjahr Umgliederung Erträge aus Untervermietung, siehe hierzu Kapitel I B des Anhangs Korrektur Vorjahr Umgliederung Umsatzsteuer Sachbezug Dienstwagennutzung, siehe hierzu Kapitel I B des Anhangs REALTECH AG, Walldorf Anhang für das Geschäftsjahr 2022 I. Allgemeine Angaben II. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung III. Sonstige Angaben I. Allgemeine Angaben A. Rechnungslegungsvorschriften Die Gesellschaft ist unter der Firma REALTECH AG in das Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 351488 eingetragen. Der Firmensitz der Gesellschaft befindet sich in der Paul-Ehrlich-Straße 1, 69181 Leimen. Die REALTECH AG gilt gem. § 267 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 264d HGB als große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der REALTECH AG ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff., 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Neben dem handelsrechtlichen Jahresabschluss für die REALTECH AG wird entsprechend § 315e Abs. 1 HGB ein Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften, aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im vorangegangenen Geschäftsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit folgenden Ausnahmen unverändert fortgeführt: In 2022 wurden Mieterlöse aus Untervermietungen in Höhe von 54 TEUR erstmalig in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Diese wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021 in den sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellt. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden in Höhe von 28 TEUR durch Umgliederung aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse angepasst. Die Umsatzsteuer auf Sachbezüge für Dienstwagennutzung wurde im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 14 TEUR erstmalig im Personalaufwand unter Löhne und Gehälter dargestellt. Für das Geschäftsjahr 2021 wurden diese in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen Steuern ausgewiesen. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden in Höhe von 14 TEUR durch Umgliederung aus den sonstigen Steuern in den Personalaufwand angepasst. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände ist wie folgt: - Software und Lizenzen 2-5 Jahre, - EDV-Hardware 3-5 Jahre, - Büroausstattung und Mietereinbauten 4-10 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Netto-Anschaffungswert bis 250 EUR werden sofort aufwandswirksam erfasst. Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. Unfertige Leistungen werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Auf die Berücksichtigung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten wird verzichtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag, gegebenenfalls abzüglich notwendiger Wertberichtigungen, angesetzt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Realisations- und Anschaffungskostenprinzips sowie des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfassen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit notwendig bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages entsprechend berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Realisations-, Imparitäts- und Anschaffungskostenprinzips bewertet. Erhaltene Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden innerhalb der nächsten fünf Jahre nutzbare steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Für latente Steuern erfolgt eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern. Es erfolgt ein Ausweis in der Bilanz, sofern sich unter Berücksichtigung der Gesamtdifferenzenbetrachtung ein passiver Bilanzposten ergibt. Im Fall eines bestehenden Überhangs aktiver latenter Steuern wird von dem Nichtansatzwahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 29,125%, der Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer umfasst. Erlöse aus Softwareverkäufen werden realisiert, sofern ein rechtsgültig zustande gekommener Vertrag mit dem Kunden vorliegt und die Software ausgeliefert wurde. Rücktrittsrechte bestehen keine. Wartungserlöse werden über die vertragliche Laufzeit pro rata temporis realisiert. Erlöse aus Consultingaufträgen werden nach erbrachter Leistung als Umsatz erfasst. II. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung II.I Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens 2022 ist im als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Anlage stellt einen integralen Bestandteil des Anhangs dar. 2. Umlaufvermögen Unfertige Leistungen Die REALTECH AG weist unfertige Leistungen in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus. Diese resultieren aus Beratungsleistungen, die im Rahmen eines noch nicht abgenommenen Werkvertrages erbracht wurden. Aus der Veränderung der unfertigen Leistungen resultieren im Geschäftsjahr Erträge aus Bestandserhöhungen in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 313 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR) sind innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 174.491,76 EUR (i. V. 245 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Anzahl der per 31. Dezember 2022 ausgegebenen nennwertlosen Stückaktien belief sich wie im Vorjahr auf 5.385.652,00. Auf jede Aktie entfällt ein rechnerischer Nennwert von 1,00 EUR. Zum Bilanzstichtag betrug das gezeichnete Kapital 5.385.652,00 EUR. Genehmigtes Kapital Der Vorstand wurde durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Juli 2020 ermächtigt, bis zum 14. Juli 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um insgesamt bis zu 2.692.826,00 EUR gegen Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen (Genehmigtes Kapital 2020/I). Bedingtes Kapital Schaffung Bedingtes Kapital 2020 Grundlage für die Implementierung eines neuen Aktienoptionsprogrammes an den Vorstand in 2021 ist die Schaffung eines Bedingten Kapitals, der die Hauptversammlung am 15. Juli 2020 zugestimmt hat. Ziffer 4 der Satzung wurde um folgende neue Ziffer 4.4 ergänzt: „Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 i. V. m. Abs. 3 Satz 1 AktG um bis zu 525.000 € durch Ausgabe von bis zu 525.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Das Bedingte Kapital 2020 dient ausschließlich der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen von Mitgliedern des Vorstands, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 15. Juli 2020 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte hiervon Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung dieser Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung der Bezugsrechte noch kein Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil.“ Zum 31. Dezember 2022 sind sämtliche (525.000) Bezugsrechte an den Vorstand ausgegeben. Von den Bezugsrechten ist zum 31. Dezember 2022 kein Gebrauch gemacht worden. Das bedingte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert EUR 525.000,00. Bilanzverlust Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von -20.337.903,92 EUR enthalten. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf: 31.12.2022 TEUR 31.12.2021 TEUR Jahres- und Konzernabschluss (inkl. Abschlussprüfung) und Steuerklärungen 275 57 Boni 180 226 Urlaubsansprüche 114 110 Investor Relations 34 14 Ausstehende Rechnungen 25 49 Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 21 13 Schwerbehindertenausgleichsabgabe 2 12 Vertriebsprovisionen 1 17 Berufsgenossenschaft 1 16 Sonstige 11 13 Summe 664 527 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt. II.II Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 6.388 TEUR (Vorjahr: 6.436 TEUR) und setzten sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Umsatzerlöse nach geographischen Märkten 2022 TEUR 2021 TEUR Deutschland 5.083 5.459 Drittland 474 469 EU 831 508 Summe 6.388 6.436 Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen 2022 TEUR 2021 TEUR License/ABO 904 734 Support 3.956 4.164 SaaS 199 131 Services 1.275 1.378 Sonstiges 54 29 Summe 6.388 6.436 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 63 TEUR (Vorjahr: 136 TEUR) sind periodenfremde Erträge in Höhe von 49 TEUR (Vorjahr: 128 TEUR) enthalten. Diese betreffen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6.523,88 EUR (Vorjahr 2,78 EUR) enthalten. 3. Personalaufwand Die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit im Vorjahr ist saldiert in dem Posten „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung“ enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) enthalten. Diese betreffen Forderungsverluste. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1.121,00 enthalten (Vorjahr: 0,00 EUR). III. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgendem Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB: Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022 % TNZD TNZD REALTECH Ltd., Auckland, Neuseeland 100,0 2.142 524 T = Tausend Einheiten 2. Vorstand • Daniele Di Croce Diplom-Ingenieur (FH), Chief Executive Officer / Vorstandsvorsitzender • Dr. Bernd Kappesser Dr. rer. nat., Chief Operating Officer • Dr. Wolfgang Erlebach Dr. rer. pol., Chief Financial Officer Die Gesamtbezüge des Vorstands (ohne mehrjährigen Vergütungsanteil und Versorgungsaufwendungen) beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 739 TEUR (Vorjahr: 742 TEUR). Der fixe Anteil betrug, einschließlich Zuschüssen zur Sozialversicherung und für doppelte Haushaltsführung sowie einen geldwerten Vorteil für PKW-Nutzung, 559 TEUR (Vorjahr: 541 TEUR) und der variable Anteil 180 TEUR (Vorjahr: 201 TEUR). In Bezug auf Versorgungsaufwendungen wurden für Herrn Di Croce und Herrn Dr. Kappesser wie im Vorjahr ein Aufwendungsbetrag in Höhe von jeweils 1,7 TEUR gezahlt. Im Rahmen des Long Termin Incentive-Programms wurden im April 2022 180.000 Aktienoptionen und im Oktober 2022 165.000 Aktienoptionen an den Vorstand ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert betrug für die Tranche im April 2022 0,57 Euro bzw. für die Tranche im Oktober 0,53 Euro je Aktienoption. Der beizulegende Zeitwert bei Ausgabe der im Geschäftsjahr ausgegebenen Aktienoptionen betrug somit 103,3 TEUR im April 2022 und 88,0 TEUR im Oktober 2022, insgesamt 191,3 TEUR. Seit Beginn der jeweiligen Vorstandstätigkeiten besteht eine weitere Mitgliedschaft in Kontrollgremien: Herr Dr. Erlebach ist seit Juni 2019 Aufsichtsratsmitglied der equinet Bank AG, Frankfurt am Main (nicht börsennotierte Gesellschaft). Weitere Mitgliedschaften der Vorstände in Kontrollgremien bestehen nicht. Eine detaillierte Darstellung der Vergütungsstruktur des Vorstands erfolgt im Rahmen des Vergütungsberichts. 3. Aufsichtsrat • Dr. Martin Bürmann Rechtsanwalt und Partner, RITTERSHAUS Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Aufsichtsratsvorsitz und Finanzexperte, Mannheim Mitgliedschaften in Kontrollgremien: Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitz, MAS Consult AG, Eppelheim Mitglied des Aufsichtsrats, APOGENIX AG, Heidelberg • Winfried Rothermel Unternehmer und Geschäftsführer der abcVerlag GmbH, Print Medien Holding GmbH, PrintNet GmbH, Heidelberg Stellvertretung Aufsichtsratsvorsitz Mitgliedschaften in Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrats, MAS Consult AG, Eppelheim Mitglied des Aufsichtsrats, Go7 AG, Mannheim Mitglied des Aufsichtsrats, Geuder AG, Heidelberg • Matthias Blatz Geschäftsführer und Unternehmer, Heidelberg iT Management GmbH & Co. KG, Heidelberg Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 47 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR). Der Anteil an Festvergütung betrug 35 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR), der Anteil an Sitzungsgeldern und Reisekosten lag bei 12 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). 4. Arbeitnehmer Am Ende des Geschäftsjahres waren 45 (Vorjahr: 47) Arbeitnehmer beschäftigt. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug 45 (Vorjahr: 49). Der Bereich Service Delivery umfasst 17 Mitarbeitende, in Vertrieb und Marketing sind 6 Personen tätig, die Entwicklung umfasst 12 und der Bereich Verwaltung 10 Mitarbeitende. 5. Konsolidierungskreis gemäß § 285 (14) sowie § 285 (14a) HGB Das Mutterunternehmen des größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreises ist die REALTECH AG mit Handelsregistersitz in Walldorf, die ihren Konzernabschluss im Unternehmensregister offenlegt. 6. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen sind, setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen: 2023 TEUR 2024 TEUR Gesamt TEUR Leasing (Kfz) 22 0 22 Leasing (Infrastruktur) 14 5 19 Serviceverträge 373 6 379 Wartung für Infrastruktur 39 0 39 Mieten/Pachten 14 0 14 Versicherungen 49 0 49 Softwarelizenzen 97 17 114 Summe 608 28 636 8. Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB Abschlussprüfungsleistungen 300 TEUR Steuerberatungsleistungen 0 TEUR sonstige Beratungsleistungen 0 TEUR Gesamthonorar 300 TEUR. 9. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Der REALTECH AG wurden folgende Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen gemacht: 24.07.2019 Herr Nils Bartram, Deutschland, hat uns gemäß § 40 Abs. 1 WpHG am 22.07.2019 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Leimen, Deutschland, am 17.7.2019 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,44% (das entspricht 185.000 Stimmrechten) betragen hat. 23.08.2018 Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Theodor-Heuss-Allee 70, 60486 Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 40 Abs.1 WpHG am 23.8.2018 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Leimen, Deutschland, am 17.8.2018 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% (das entspricht 161.126 Stimmrechten) betragen hat. 18.05.2018 Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Theodor-Heuss-Allee 70, 60486 Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 40 Abs.1 WpHG am 18.5.2018 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Walldorf, Deutschland, am 16.5.2018 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,11% (das entspricht 167.571 Stimmrechten) betragen hat. 23.01.2018 Herr Rainer Schmidt, Deutschland, hat uns gemäß § 40 Abs. 1 WpHG am 20.11.2018 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Walldorf, Deutschland, am 19.1.2018 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,97% (das entspricht 160.000 Stimmrechten) betragen hat. 09.05.2017 Herr Dr. Wolfgang Erlebach, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8.5.2017 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Walldorf, Deutschland, am 8.5.2017 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,11% (das entspricht 275.000 Stimmrechten) betragen hat. 5,11% der Stimmrechte (275.000 Stimmrechte) werden der JACCATOXKG, Deutschland, gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. 14.03.2017 Herr Hans-Hermann Schaber, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 13.3.2017 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Walldorf, Deutschland, am 13.3.2017 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,989% (das entspricht 161.000 Stimmrechten) betragen hat. 2,989% der Stimmrechte (161.000 Stimmrechte) werden der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH, Pliezhausen, Deutschland gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. 21.07.2016 Die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Gartenstraße 63, 72074 Tübingen, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 21.07.2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Walldorf, Deutschland am 02.07.2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,84% (das entspricht 530.000 Stimmrechten) betragen hat. 9,84% der Stimmrechte (das entspricht 530.000 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG von der Baden- Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahn- und Tierärzte zuzurechnen. 26.03.2007 Herr Daniele Di Croce, Deutschland hat uns gemäß § 41 Abs. 4a Satz 1-4 WpHG am 20.3.2007 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Walldorf, Deutschland, am 20.1.2007 17,12% (das entspricht 885.500 Stimmrechten) betragen hat. 26.03.2007 Herr Peter Stier, Deutschland hat uns gemäß § 41 Abs. 4a Satz 1-4 WpHG am 20.3.2007 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der REALTECH AG, Walldorf, Deutschland, am 20.1.2007 14,40% (das entspricht 745.000 Stimmrechten) betragen hat. 10. Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Am 28. September 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat die einundzwanzigste Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite www.realtech.com dauerhaft zugänglich gemacht. 11. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben. Walldorf, 6. Juni 2023 REALTECH AG Der Vorstand REALTECH AG, Walldorf Entwicklung des Anlagenvermögens im Geschäftsjahr 2022 Anschaffungs- /Herstellungs- kosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Anschaffungs- /Herstellungs- kosten 31.12.2022 Abschrei- bungen kumuliert 01.01.2022 Zugänge Abgänge Abschrei- bungen kumuliert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021 EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie 506.429,48 0,00 190.583,81 315.845,67 505.995,48 434,00 190.583,81 315.845,67 0,00 434,00 Lizenzen an solchen Rechten und Werten 506.429,48 0,00 190.583,81 315.845,67 505.995,48 434,00 190.583,81 315.845,67 0,00 434,00 II. Sachanlagen 1. Bauten auf fremden Grundstücken 17.477,09 0,00 0,00 17.477,09 6.150,09 1.748,00 0,00 7.898,09 9.579,00 11.327,00 2. andere Anlagen, Betriebs- und 436.929,86 12.399,10 138.862,42 310.466,54 404.612,86 22.327,10 138.524,42 288.415,54 22.051,00 32.317,00 Geschäftsausstattung 454.406,95 12.399,10 138.862,42 327.943,63 410.762,95 24.075,10 138.524,42 296.313,63 31.630,00 43.644,00 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen 584.706,12 0,00 0,00 584.706,12 0,00 0,00 0,00 0,00 584.706,12 584.706,12 2. Unternehmen Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 2.500.000,00 0,00 2.500.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.500.000,00 0,00 584.706,12 2.500.000,00 0,00 3.084.706,12 0,00 0,00 0,00 0,00 3.084.706,12 584.706,12 1.545.542,55 2.512.399,10 329.446,23 3.728.495,42 916.758,43 24.509,10 329.108,23 612.159,30 3.116.336,12 628.784,12 Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebe- richt für das Geschäftsjahr 2022 Der folgende Lagebericht ist der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der REALTECH Aktiengesellschaft (REALTECH AG oder AG) für das Geschäftsjahr 2022. Er stellt die Entwick- lung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des REALTECH-Konzerns (REALTECH, Konzern oder Gruppe) sowie der AG im Geschäftsjahr dar und geht auf die voraussichtliche zukünftige Geschäftsen- twicklung sowie wesentliche Risiken und Chancen für die Entwicklung ein. Sofern nicht ausdrücklich auf die AG Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen auf den Konzern. Aufgestellt wurde der Konzernabschluss 2022, auf den dieser Lagebericht Bezug nimmt, nach den International Financial Re- porting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und nach den ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften gem. §315e Abs.1 Handelsgesetzbuch (HGB). Der Jahresabschluss der AG für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvor- schriften erstellt. 1 Grundlagen des Konzerns Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Rechtliche Konzernstruktur Die REALTECH AG ist die Holding des REALTECH-Konzerns. Dessen wirtschaftliche Entwicklung wird an- teilig durch die hundertprozentige und einzige Tochtergesellschaft REALTECH Ltd., Auckland, Neusee- land, mitbestimmt. Geschäftsmodell des REALTECH Konzerns Das Geschäftsmodell der REALTECH AG basiert auf der Entwicklung von Softwareprodukten, die den IT-Betrieb der Kunden effizient unterstützen, sogenanntes IT-Service Management (ITSM). Unser An- gebot besteht dabei aus „smarten“ Produkten, die den Kunden das effiziente Betreiben ihrer IT- Landschaft durch einen hohen Automatisierungsgrad ermöglichen. Hier steht REALTECH im Wettbe- werb mit vielen inländischen und internationalen Anbietern. Daher ist für den Erfolg des Geschäftes notwendig, dass die Zielgruppe klar definiert ist und Spezialisierungen im Produktangebot enthalten sind, die eine Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb erlauben. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Unterstützung der Kunden bei dem Betrieb der ITSM-Lösungen oder von kundeneigenen SAP-Lösungen als Remote Managed Service (RMS). Rund 60% der Umsätze werden aus den Support- verträgen mit den Kunden nach Implementierung der Software realisiert. Die REALTECH Ltd. bietet Beratungsleistungen im SAP-Bereich bspw. im Zusammenhang mit SAP S/4 Hana-Transformation, dem Betrieb von SAP S/4 Hana oder Implementierungen von SAP-Cloud-Diensten auf der Microsoft Azure- Plattform an. Der ITSM-Markt ist sehr wettbewerbsintensiv und wird teilweise von großen Anbietern (z.B. Ser- viceNow) dominiert. Durch Spezialisierungen im Produktangebot findet REALTECH die richtige Positio- nierung und das richtige Zielkundensegment. So integrieren wir beispielsweise SAP-Lösungen in unsere IT-Service-Management-Lösung. Außerdem fokussieren wir uns verstärkt auf das automatisierte Erfas- sen aller zum Prozessmanagement erforderlichen Daten. Besondere Relevanz entfaltet dies im Umfeld der sogenannten kritischen Infrastrukturen (KRITIS), um Transparenz zu schaffen und Sicherheitslü- cken in der Software zu erkennen. Wir adressieren primär den gehobenen Mittelstand und schließen mit unseren smarten Produkten die Angebotslücke der großen Wettbewerber. Die Integrierbarkeit einzelner Komponenten in bestehende IT-Service-Management-Installationen erhöht die Attraktivität unseres Angebots. Geschäftssegmente und Organisationsstruktur Wir organisieren uns in allen operativen Businesseinheiten in agilen, miteinander vernetzten Teams, die in erster Linie an konkreten Kundenlösungen arbeiten. Dies ermöglicht uns, auch weiterhin flexibel und schnell auf die individuellen, durch die Digitalisierung getriebenen Kundenbedürfnisse zu reagie- ren. Die Berichterstattung der REALTECH besteht aus den Segmenten „Deutschland“ und „Asia-Pacific“. Dabei umfasst das Segment „Deutschland“ die REALTECH AG und das Segment „Asia-Pacific“ die REALTECH Ltd. in Neuseeland. Detaillierte Informationen sind im Konzernanhang im Bereich Segmentberichterstattung (Teilziffer 5.2) zu finden. Unternehmenssteuerung Die Organisation der REALTECH Gruppe ist dezentral strukturiert. Die REALTECH AG führt den eigenen Geschäftsbetrieb und den der Tochtergesellschaft anhand von Finanz- und Unternehmenszielen (ma- nagement by objectives). Die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft agiert im Rahmen ihrer Ziel- vorgaben und Budgets weitgehend selbstständig. Zur Steuerung und Kontrolle des Konzerns besteht ein monatliches Controlling- und Berichtssystem, in dem die Finanzzahlen den Planwerten gegenüber- gestellt werden. Finanzielle Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen der REALTECH Konzern gesteuert wird. Diese werden im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht nachfolgend ausführlich dargestellt und er- läutert. Auch die Entwicklung der Liquidität wird mittels einer hochgerechneten vereinfachten Kapital- flussrechnung monatlich bis Jahresende aufgezeigt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Einklang mit der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensführung hat REALTECH nichtfinanzielle Leistungsindikatoren identifiziert, die für den langfristigen Erfolg des Konzerns als be- deutsam erachtet werden. Einige davon – wenn auch nicht explizit als Steuerungsgröße genutzt – wer- den im Folgenden aufgeführt. Zudem beschäftigen sich Gremien regelmäßig mit den Themen Personal, Compliance, Informations- technologie und Marketing. Mitarbeitende Als Dienstleistungsunternehmen beruht die Leistungsfähigkeit des Konzerns maßgeblich auf der Kom- petenz und dem Engagement seiner Beschäftigten. Um Mitarbeiter langfristig für REALTECH zu begeis- tern und um neue Talente zu gewinnen, ist REALTECH bestrebt, allen Beschäftigten ein interessantes, abwechslungsreiches und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu gehören interne und externe Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, attraktive Standorte, eine offene, kommunikative Führungskul- tur und flexible Arbeitszeitmodelle. Für ein häufigeres Zusammenkommen und einen abteilungsüber- greifenden Austausch sorgten regelmäßige „Brezel-Meetings“ und eine gemeinsame Wanderung. Diese Aktionen werden auch 2023 fortgeführt und weiter ausgebaut. Weiterhin stand die Gesundheits- fürsorge im Fokus. Dies wurde durch Angebote, an denen remote teilgenommen werden konnte, si- chergestellt. Personalentwicklung im Jahr 2022 Zum 31.12.2022 beschäftigte der REALTECH-Konzern 64 Mitarbeitende weltweit, und damit genauso viele Personen wie Ende 2021 (64). Hiervon arbeiten 70 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent) der Belegschaft im Inland und 30 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent) am REALTECH-Standort in Neuseeland. Projekt Performance Wesentliche Projekte werden im 14-tägigen Rhythmus dem Management in Form eines Statusreports präsentiert und erörtert. Dies gewährleistet zum einen die Aufdeckung von Performance Verzögerun- gen und eine schnelle Reaktion hierauf durch Ergreifen geeigneter Gegenmaßnahmen wie dem Einsatz zusätzlicher Freelancer. Zum anderen wird die Möglichkeit des Knowhow-Transfers zugunsten anderer und zukünftiger Projekte geschaffen. Business Development Darüber hinaus werden ebenfalls 14-tägig alle Business Development Fortschritte eruiert. Dabei liegt der Fokus auf der Generierung sogenannter Lead-Accounts und der Entwicklung des branchenüblichen Partner-Business. Ein gelungenes Relationship Management unterstützt langfristig eine positive Ent- wicklung der Geschäftstätigkeit. Forschung und Entwicklung Aktivitäten 2022 Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten haben zwei wesentliche Schwerpunkte. Zum einen wer- den die bestehenden Bestandsprodukte (z.B. theGuard! oder SAP TM), die bei einer Vielzahl von Kun- den im Einsatz sind, mit modernen Technologien erweitert oder modernisiert. Hierzu werden neue Trends und technische Möglichkeiten eruiert und auf Anwendbarkeit und Nutzen für diese Bestands- produkte geprüft. Die Umsetzung sinnvoller Erweiterungen der Bestandsprodukte erfolgt dann über das Entwicklungs- und Support Team (rd. sechs Mitarbeiter und zehn Freelancer). Zum anderen ent- wickelt REALTECH neue Produktvarianten und testet diese unter Marktbedingungen. Hierzu zählen in 2022 das neu konzipierte SAP-Discovery MVP sowie die MS-Teams-Integration der ITSM-Lösung. Die Inspiration zu den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten erwächst aus Erfahrungen aus Kundenpro- jekten, entspringt der Kreativität der Projektmitarbeiter und Produkt-Manager oder resultiert aus sich ändernden Marktanforderungen wie der beschleunigten Durchsetzung neuer Tools wie MS-Teams. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Zusammenhang mit neuen Produkten werden vom inter- nen 11-köpfigen Entwicklungsteam dot4 vorgenommen. Strategische Entwicklungen 2023 In der Zukunft bieten wir unseren Kunden eine Service-Automatisierungslösung an, die ein verbesser- tes Nutzererlebnis verspricht. Unser Fokus liegt dabei auf der intelligenten Automatisierung von neuen Business-Prozessen in digitalen, datengetriebenen Unternehmen. Im Jahr 2023 setzen wir unseren Schwerpunkt auf die Integration von Standardlösungen und 3rd-Party- Anbieter-Lösungen. Dabei konzentrieren wir uns noch stärker als bisher auf Service- und SAP- Automation und führen diese mit unserer Service-Management-Cloud-Plattform zusammen. Wir ent- wickeln die Plattform schrittweise weiter, sodass sie sich den individuellen Bedürfnissen von Unter- nehmen anpasst und nahtlos in bestehende Architekturen integriert werden kann. Jedes Unternehmen kann mit automatisierten Geschäftsabläufen schnell skalieren. Unsere eigene Ser- vice-Management-Cloud-Plattform, die wir schrittweise zur intelligenten Automatisierungsplattform ausbauen, bildet hierfür die Basis. Auf diese Weise können sich Unternehmen und ihre Mitarbeitenden auf höherwertige Denk- und Kommunikationsprozesse konzentrieren, anstatt sich mit repetitiven, mo- notonen Aufgaben zu beschäftigen. 2 Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gestiegen Gemäß Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge stieg das preisbereinigte Brut- toinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2022 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum betrug kalenderbereinigt 1,9 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wurde im Jahr 2022 von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wie auch extreme Erhöhungen der Energiepreise. Des Weiteren traten ver- schärfte Material- und Lieferengpässe auf, die Preise für Nahrungsmittel stiegen massiv an und der Fachkräftemangel war eine weitere Herausforderung. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der COVID-19-Pandemie, stieg das BIP 2022 um 0,7 Prozent. Demgegenüber hat das Wachstum des realen neuseeländischen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 rund 2,4 Prozent betra- gen (Statista). Die Branche im Geschäftsjahr 2022 Auch im Jahr 2022 hat sich der deutsche IT-Markt aufgrund der geopolitischen Verwerfungen weiter verändert. Unternehmen haben das Arbeiten aus der Ferne weiter ausgebaut und tendieren dazu „Re- mote-Arbeitsplätze“ auch dauerhaft zu etablieren. Angriffe auf kritische IT-Infrastrukturen und Cybe- rattacken auf Unternehmen wurden mehr denn je als reale Bedrohung wahrgenommen und haben bei vielen Unternehmen zum Ergreifen geeigneter Abwehrmaßnahmen geführt. Einhergehend stieg die Nachfrage nach Cloud-Computing, Cybersicherheit und digitalen Lösungen weiter rapide an. So konnte der IT-Markt im Jahr 2022 weiter ein deutliches Wachstum im Bereich Software (plus 9,4 Prozent) und IT-Services (plus 5,5 Prozent) gegenüber dem schon sehr wachstumsstarken Vorjahr verzeichnen. Im SAP-Markt hat der Kundenbedarf an Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse zugenommen und zu einem erweiterten Angebot an Cloud-Lösungen und digitalen Plattformen ge- führt. Auch hier ist zu erkennen, dass die Kundenbedürfnisse nach Automatisierung aber auch nach mehr Sicherheit die Bereitschaft erzeugt, neue Wege zu gehen und den herkömmlichen eingefahrenen Vorort-Betrieb von SAP-Systemen zu verändern. Wie auch in Deutschland ist in Neuseeland eine wachsende Nachfrage im Bereich Cybersicherheit und Cloud-Lösungen zu verzeichnen. Der IT-Markt in Neuseeland ist vergleichsweise klein, aber dynamisch und wächst stetig. Laut Gartner wird der IT-Markt in Neuseeland in 2023 um 5,5 Prozent wachsen. Gartner geht dabei davon aus, dass die IT-Ausgaben in Neuseeland auf etwa 17,7 Mrd. NZ-Dollar an- wachsen werden. Wir gehen fest davon aus, dass unsere Konzerntochter in Neuseeland auch zukünftig einen starken Beitrag zum Konzernergebnis generieren wird. REALTECH im Geschäftsjahr 2022 Skalierung im Verkauf war der Treiber dafür, dass wir im Jahr 2022 unseren kompletten Vertriebspro- zess konsequent auf einen digitalen Multi-Channel-Vertrieb umgestellt haben. Damit werden wir zum einen der Tatsache gerecht, dass zunehmend Kunden einen Direktvertrieb ablehnen, sich stattdessen lieber über verschiedene digitale Medien informieren und damit ihre Kaufentscheidung vorbereiten. Zum anderen schaffen wir hiermit die Möglichkeit, auch international wachsen zu können. Unsere Pro- dukte sind multilingual und können aufgrund ihres „smarten“ Designs auch ohne Vorortpräsenz durch Produktberater beim Kunden installiert werden. Zunehmende Nachfrage aus dem europäischen, aber auch nicht-europäischen Ausland zeigen uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Den angestrebten Umsatz von mehr als 10 Mio. EUR in der Gruppe konnten wir im Jahr 2022 realisie- ren. Mit minus 3,8 Mio. EUR konnte jedoch kein positives „EBIT“ erwirtschaftet werden und damit der Plan nicht erreicht werden. Das negative Betriebsergebnis (EBIT) 2022 von minus 3,8 Mio. EUR wird entscheidend durch den ein- maligen Effekt der vollständigen Wertberichtigung des Geschäftswerts bestimmt. Bereinigt um diesen Effekt würde ein positives EBIT von 0,3 Mio. EUR resultieren, nachdem im Vorjahr ein positives Be- triebsergebnis von 0,9 Mio. EUR erreicht wurde. Die Entwicklung ist zum einen auf gestiegene Kosten insbesondere durch einen erhöhten Einsatz von Freelancern sowie erhöhte Verwaltungskosten in Zu- sammenhang mit der externen Berichterstattung zurückzuführen. Die liquiden Mittel zum 31.12.2022 betrugen im Konzern rd. 3,8 Mio. EUR nach 6,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Veränderung entfällt über- wiegend auf erworbene Anleihen in Höhe von 2,5 Mio. EUR, die als finanzielle Vermögenswerte aus- gewiesen werden. Die Liquidität einschließlich der erworbenen Anleihen stellt aus heutiger Sicht nach wie vor eine gesicherte Basis dar, um die operativen Ziele für das Jahr 2023 und die Folgejahre errei- chen zu können. Der Umsatz der REALTECH AG liegt mit 6,4 Mio. EUR nahezu auf Planniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt -0,2 Mio. EUR. Das erwartete positive EBIT konnte somit bedingt durch Kostensteigerun- gen nicht erreicht werden. Unsere Tochter in Neuseeland konnte wie im Vorjahr einen deutlichen positiven Beitrag zum Konzern- ergebnis erwirtschaften. Insgesamt ist es uns gelungen, REALTECH weiter finanziell zu stabilisieren und die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Lage des Konzerns Ertragslage In TEUR 2022 2021 Umsatzerlöse 10.055 9.855 Umsatzkosten -4.945 -4.496 Bruttoergebnis vom Umsatz 5.110 5.359 Vertriebs- und Marketingkosten -1.338 -1.391 Verwaltungskosten -1.657 -1.444 Forschungs- und Entwicklungskosten -1.993 -1.802 Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.111 -22 Sonstige betriebliche Erträge 220 248 Betriebsergebnis (EBIT) -3.769 948 Finanzergebnis 8 -19 Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen -3.761 929 Ertragsteueraufwand -132 -159 Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -3.893 770 vergleichbar Das operative Ergebnis (EBIT) ist mit -3,8 Mio. EUR nach der vollständigen Wertminderung des Good- wills negativ. Bereinigt um diesen einmaligen Effekt gelang es trotz des Wegfalls von Zuschüssen durch Kurzarbeitergeld im Jahr 2022, das angestrebte Ziel eines positiven Betriebsergebnisses (vor Sonder- effekten), wieder zu erreichen. Die Umsatzerlöse des REALTECH-Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 10.055 TEUR und lagen damit um 2 Prozent über denen des Vorjahres (9.855 TEUR) und zeigten sich unbeeindruckt von der geopolitischen Lage. Auch der Ursprung der Umsätze aus den Produkten ist stabil im Vergleich zum Vorjahr: 4.996 TEUR aus Services (Vorjahr 4.825 TEUR), 904 TEUR aus License/ABO (Vorjahr 734 TEUR), aus Support 3.956 TEUR (Vorjahr 4.165 TEUR) sowie aus SaaS 199 TEUR (Vorjahr 131 TEUR). Bezüglich der Regionen, in denen die Umsätze erwirtschaftet wurden, ist eine Verschiebung der Umsätze von Deutschland 5.032 TEUR (Vorjahr 5.430 TEUR) zu Märkten der Europäischen Union 972 TEUR (Vorjahr 509 TEUR) und Drittländern 4.051 TEUR (Vorjahr 3.916 TEUR) zu verzeichnen. Die Umsatzkosten setzten sich in erster Linie aus Personalaufwendungen sowie Aufwendungen aus zugekauften Beratungs- und Supportdienstleistungen externer Anbieter zusammen. Daneben enthal- ten die Umsatzkosten Aufwendungen für Fremdprodukte, die in die REALTECH-Software integriert werden (Handelswaren). Die Umsatzkosten nahmen im Berichtsjahr um 10 Prozent zu, von 4.496 TEUR auf 4.945 TEUR. Bezogen auf den Umsatz ist der Wert von 46 Prozent auf 49 Prozent gestiegen, dies ist zum einen auf höhere Beschaffungspreise und zum anderen auf den erhöhten Einsatz externer Dienstleister zurückzuführen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz fiel um 5 Prozent, von 5.359 TEUR auf 5.110 TEUR. Die erzielte Brut- tomarge fiel ebenfalls um 4 Prozentpunkte, von 54 Prozent auf 51 Prozent. Die Vertriebs- und Marketingkosten bestehen hauptsächlich aus Personalaufwendungen für den Di- rektvertrieb, anteilige Kosten für Chief Executive Officer (CEO) und Chief Operating Officer (COO) sowie aus vertriebsbegleitenden Aufwendungen für Marketingaktivitäten. Die Aufwendungen sanken um 53 TEUR auf 1.338 TEUR (Vorjahr: 1.391 TEUR) und entsprachen 13 Prozent des Umsatzes. Die Reduzie- rung der Vertriebs- und Marketingkosten ist im Wesentlichen auf die Umstellung der Vertriebsaktivi- täten zurückzuführen. Die Verwaltungskosten umfassen in erster Linie Personalaufwendungen in Finanz- und Verwaltungs- funktionen, für den Chief Financial Officer (CFO) sowie Aufwendungen für unsere interne Infrastruktur. Die Verwaltungskosten stiegen um 15 Prozent, von 1.444 TEUR auf 1.657 TEUR. Der prozentuale Anteil am Gesamtumsatz hat sich von 15 Prozent auf 17 Prozent erhöht. Der Anstieg der Verwaltungskosten ist hauptsächlich auf den Wegfall der Zuschüsse zur Kurzarbeit sowie gestiegene Kosten für die Erstel- lung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zurückzuführen. Aufgrund der auch in den Vorjahren guten Auslastung im produktiven Bereich, war der Verwaltungsbereich überproportional von Kurzarbeit betroffen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten vorwiegend Personalaufwendungen für unsere F&E-Mitarbeitenden sowie Kosten für unabhängige Dienstleister, die wir zur Unterstützung unserer F&E-Aktivitäten beauftragt haben. Die F&E-Kosten stiegen um 11 Prozent auf 1.993 TEUR (Vorjahr: 1.802 TEUR). Die Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungskosten ist überwiegend auf die Preiser- höhungen externer Dienstleister bei gleichzeitiger Ausweitung des Einsatzes von Freelancern aufgrund der Expansion unserer F&E-Aktivitäten zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 22 TEUR auf 4.111 TEUR an. Die Abweichung resultiert überwiegend aus dem Aufwand für die Wertminderung des Geschäftswerts in Höhe von 4.091 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Durch die belastenden Auswirkungen des Anstiegs von Inflation und Kosten infolge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auf die dem jährlichen Impairmenttest zu- grundeliegende Planungsrechnung, übersteigt der Nettobuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäftswert zugeordnet war (Segment Deutschland), deren erzielbaren Betrag. De- taillierte Informationen sind im Konzernanhang (Teilziffer 4.6) zu finden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR) sowie Erträge aus der Untervermietung von angemieteten Büroflächen in Neuseeland und in Deutschland in Höhe von 72 TEUR (Vorjahr: 65 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtsjahr um 11 Prozent, von 248 TEUR auf 220 TEUR. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten sowie aus der Auflösung von Rückstellungen. Die höhere Kostenbelastung ist insbesondere auf den verstärkten Fokus auf Forschung- und Entwick- lung sowie allgemeine Kostensteigerungen zurückzuführen und führt mit der Wertminderung des Ge- schäftswerts zu einem negativen Betriebsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von minus 3.769 TEUR, nach einem positiven EBIT im Vorjahr von 948 TEUR. Das Finanzergebnis belief sich auf 8 TEUR gegenüber -19 TEUR im Vorjahr. Die Verbesserung resultierte überwiegend aus Zinserträgen aus den im Berichtsjahr erworbenen Anleihen. Der Ertragsteueraufwand in Höhe von 132 TEUR (Vorjahr: 159 TEUR) entfällt im Wesentlichen auf den tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von 116 TEUR (Vorjahr: 166 TEUR) der neuseeländischen Gesell- schaft. Diese hat ein Ergebnis vor Steuern von 440 TEUR (Vorjahr: 559 TEUR) erwirtschaftet, welches mit einem Steuersatz von 28 Prozent belastet wurde. Schlussendlich führte dies zu einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 3.893 TEUR (Vorjahr: Kon- zernjahresüberschuss 770 TEUR). Basierend auf der Anzahl von 5.385.652 Aktien errechnet sich für die Aktieninhabenden des Mutter- unternehmens ein Ergebnis je Aktie von minus 0,72 EUR (Vorjahr: plus 0,14 EUR) bei unveränderter Aktienanzahl. Geschäftsentwicklung der Segmente Wir gliedern unsere Geschäftstätigkeit nach den Segmenten Deutschland und Asia-Pacific. Die Alloka- tion erfolgt nach dem Geschäftssitz der agierenden REALTECH-Gesellschaften. Weitere Informationen zur Geschäftstätigkeit in den einzelnen Regionen enthält Abschnitt 5.2 Segmentberichterstattung des Konzernanhangs. Die Umsatzerlöse beider Segmente entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 positiv und stiegen um 1 Prozent auf 6.476 TEUR (Vorjahr: 6.407 TEUR) im Segment Deutschland sowie um 4 Prozent auf 3.579 TEUR (Vorjahr: 3.447 TEUR) im Segment Neuseeland. Die Entwicklung des Betriebsergebnisses variiert aufgrund der auf das Segment Deutschland entfallen- den Wertminderung des Geschäftswerts stark: Während das EBIT des Segments Deutschland sich ins- besondere durch die Wertminderung um 4.592 TEUR auf -4.205 verringert hat, ist das EBIT des Seg- ments Asia-Pacific lediglich um 124 TEUR auf 437 TEUR gesunken. Vermögens- und Finanzlage In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 AKTIVA Summe kurzfristiger Vermögenswerte 6.318 7.411 Summe langfristiger Vermögenswerte 2.281 4.916 Summe Vermögenswerte 8.599 12.327 PASSIVA Summe kurzfristiger Schulden 2.410 2.205 Summe langfristiger Schulden 30 123 Summe Schulden 2.440 2.328 Summe Eigenkapital 6.159 9.999 Summe Schulden und Eigenkapital 8.599 12.327 Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken im Stichtagsvergleich um 15 Prozent, von 7.411 TEUR auf 6.318 TEUR. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Kauf von Anleihen in Höhe von 2.500 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) zurückzuführen, die in Höhe von 1.916 TEUR als langfristiger Vermögenswert auszu- weisen sind. Gegenläufig wirken sich gestiegene Vorauszahlungen für Lizenz- und Wartungsverträge aus. Der REALTECH-Konzern verfügte zum Bilanzstichtag über Barmittel und Bankguthaben in Höhe von insgesamt 3.845 TEUR (Vorjahr: 6.120 TEUR). Die langfristigen Vermögenswerte haben sich um 54 Prozent von 4.916 TEUR auf 2.281 TEUR verrin- gert, ursächlich für diese Entwicklung war insbesondere die Wertminderung des Geschäftswerts in Höhe von 4.091 TEUR sowie der Kauf o.g. Anleihen. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden von 2.205 TEUR auf 2.410 TEUR um 9 Prozent entfällt im We- sentlichen auf Vorauszahlungen in Zusammenhang mit Wartungs- und Lizenzverträgen, die erst nach dem Bilanzstichtag erfüllt werden und dann als Umsatz zu realisieren sind. Die Eigenkapitalquote sank infolge der Wertminderung des Geschäftswerts auf 71,6 Prozent (Vorjahr: 81,1 Prozent). Dennoch ist die Eigenkapitalausstattung komfortabel und bildet eine gesicherte Basis, um zukünftige Ertrags- und Wachstumsziele zu realisieren. Investition und Finanzierung Die Konzernkapitalflussrechnung stellt sich zusammengefasst wie folgt dar: In TEUR 2022 2021 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 526 1.227 Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.525 -16 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -265 -315 Wechselkursänderungen -11 25 Nettoveränderung der Barmittel und Bankguthaben -2.275 921 Barmittel und Bankguthaben zu Beginn des Geschäftsjahres 6.120 5.199 Barmittel und Bankguthaben am Ende des Geschäftsjahres 3.845 6.120 Im Berichtsjahr erwirtschaftete der REALTECH-Konzern einen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 526 TEUR (Vorjahr: 1.227 TEUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere bedingt durch den Wegfall der liquiditätswirksamen Zuschüsse für Kurzarbeit, Kostensteigerungen, den Anstieg der geleisteten Stunden in Projekten, die vertraglich keine umgehende Abrechnung und Vereinnahmung der jeweiligen Erlöse zulassen, sowie höhere Auszahlungen für Ertragsteuern. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit weist einen Mittelabfluss in Höhe von 2.525 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) auf, der überwiegend aus dem Kauf von Anleihen resultiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im Berichtsjahr bei minus 265 TEUR (Vorjahr: minus 315 TEUR) und ist wie im Vorjahr durch die Auszahlungen aus der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten verursacht. Hauptziel des Finanzmanagements ist es, die Liquidität der Gruppe sicherzustellen. Dies erfolgt durch die vorhandene Liquidität und die Anleihen. REALTECH AG Der Jahresabschluss der REALTECH AG wird im Gegensatz zum Konzernabschluss, der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) steht, nach deutschem Handelsrecht (HGB) auf- gestellt. Daraus resultieren Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese be- treffen im Wesentlichen den Geschäftswert, die Darstellung von Verträgen mit Kunden, das Eigenka- pital und die Leasingbilanzierung. Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der REALTECH AG In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Umsatzerlöse 6.388 6.436 Bestandsveränderungen 34 0 Sonstige betriebliche Erträge 63 136 Materialaufwand -31 -19 Personalaufwand -4.438 -4.320 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -24 -26 Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.169 -1.841 Betriebsergebnis (EBIT) -177 366 Beteiligungsergebnis 373 212 Finanzergebnis 10 0 Jahresergebnis 206 578 vergleichbar Ertragslage der REALTECH AG Die Umsatzerlöse in Höhe von 6.388 TEUR (Vorjahr 6.436 TEUR) wurden überwiegend mit Support erwirtschaftet 3.956 TEUR (Vorjahr 4.164 TEUR). Aus Serviceverträgen resultieren 1.275 TEUR (Vorjahr 1.378 TEUR), aus License/ABO 904 TEUR (Vorjahr 734 TEUR) und aus SaaS 199 TEUR (im Vorjahr 131 TEUR). Darüber hinaus wurden Erlöse aus der Untervermietung in Höhe von 54 TEUR (Vorjahr 29 TEUR) erzielt. Die Umsätze werden überwiegend im Inland erwirtschaftet 5.083 TEUR (Vorjahr 5.459 TEUR), 831 TEUR (Vorjahr 508 TEUR) der Umsatzerlöse entfallen auf Kunden aus der EU, während 474 TEUR (Vorjahr 469 TEUR) in Drittländern erwirtschaftet wurden. Aus unfertigen Leistungen im Zusammenhang mit Serviceverträgen resultieren Bestandsveränderun- gen in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf For- derungen in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR). Die Personalaufwendungen sind auf 4.437 TEUR (Vorjahr: 4.320 TEUR) gestiegen. Ursächlich für den moderaten Anstieg ist der Entfall der Zuschüsse für Kurzarbeit, der durch Kündigungen von Mitarbei- tern nicht vollständig kompensiert wurde. Die vakanten Stellen wurden nicht vollständig wieder be- setzt. Im Geschäftsjahr wurde anders als in den Vorjahren keine Kurzarbeit angemeldet. Im Vorjahr betrug der Gesamteffekt aus der Maßnahme der Kurzarbeit beträgt rund 402 TEUR. Im Geschäftsjahr beinhaltet die Position sonstige betriebliche Aufwendungen unter anderem Aufwen- dungen für fremdbezogene Dienste, Raumkosten, Lizenzgebühren, Telefon- und Internetgebühren so- wie Kfz-Leasing. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf höhere Kosten in Zu- sammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie höhere Kosten für Freelancer zurückzuführen. Infolge oben beschriebener Auswirkungen wurde im Geschäftsjahr ein negatives EBIT von minus 177 TEUR (Vorjahr plus 366 TEUR) erzielt. Wesentlicher Treiber für die Veränderung war bei leicht sinken- den Umsätzen der Entfall der Zuschüsse für Kurzarbeit sowie die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund deutlich erhöhter Prüfungskosten sowie die Ausweitung der F&E-Aktivitäten, die wiederum mit einer Steigerung des Einsatzes externer Dienstleister bewältigt wurde. Es ergaben sich im Berichtsjahr Erträge aus Beteiligungen an der neuseeländischen Tochtergesell- schaft in Höhe von 373 TEUR (Vorjahr: 212 TEUR). Die REALTECH AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 206 TEUR (Vorjahr: 578 TEUR). Bilanzstruktur der REALTECH AG, Aktiva In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Anlagevermögen 3.116 628 Umlaufvermögen 3.815 5.848 Rechnungsabgrenzungsposten 28 44 Aktiva 6.959 6.520 Bilanzstruktur der REALTECH AG, Passiva In TEUR 31.12.2022 31.12.2021 Eigenkapital 5.588 5.382 Rückstellungen 663 527 Verbindlichkeiten 439 309 Rechnungsabgrenzungsposten 269 302 Passiva 6.959 6.520 Vermögens- und Finanzlage der REALTECH AG Das Anlagevermögen wird durch die Finanzanlagen geprägt. Diese beliefen sich auf 3.085 TEUR (Vor- jahr: 585 TEUR). Sie umfassen in Höhe von 585 TEUR die Anteile an der Tochtergesellschaft in Neusee- land und in Höhe von 2.500 TEUR im Berichtsjahr erworbene Anleihen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Ihr Anstieg von 280 TEUR auf 313 TEUR ist stichtagsbedingt. In den Sonstigen Vermögensgegenständen wird insbesondere eine Forderung aus dem Verkauf der Anteile an der REALTECH US-LLC in Vorjahren von 348 TEUR (Vorjahr: 465 TEUR) ausgewiesen, davon ist der Betrag in Höhe von 174 TEUR innerhalb eines Jahres fällig, während der übrige Betrag von 174 TEUR eine Restlaufzeit von zwei Jahren hat. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus Til- gungsleistungen. Bedingt durch den Erwerb der Anleihen von 2.500 TEUR sanken die am Stichtag verfügbaren Zahlungs- mittel von 5.014 TEUR auf 3.051 TEUR. Die Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Aufwendungen in Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 275 TEUR (Vorjahr 57 TEUR), variable Vergütungen in Höhe von 180 TEUR (Vorjahr 226 TEUR) und Ansprüche aus nicht genommenem Urlaub in Höhe von 114 TEUR (Vorjahr 110). Der Bestand der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist stichtagsbedingt auf 259 TEUR (Vorjahr 194 TEUR) gestiegen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlauf- zeit von unter einem Jahr. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 269 TEUR (Vorjahr 302 TEUR) betrifft Einzah- lungen für Wartungs- und Lizenzverträge, die über einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag er- bracht werden und erst dann als Umsatz zu realisieren sind. Die Eigenkapitalquote sank im Stichtagsvergleich von 82,5 Prozent auf 80,3 Prozent. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 7 Prozent auf 6.959 TEUR. Die REALTECH AG beschäftigte im Durchschnitt 45 Mitarbeitende (Vorjahr: 47 Mitarbeitende). Die REALTECH AG war aufgrund ihrer komfortablen Ausstattung mit liquiden Mitteln im Geschäftsjahr stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die finanziellen Mittel bestehen aus Guthaben auf Kontokorrentkonten von 3.051 TEUR (Vorjahr 5.014 TEUR) und Anleihen von 2.500 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). 3 Risiko- und Chancenbericht Aufgrund der breit gefächerten Geschäftstätigkeit der REALTECH AG ist das Unternehmen verschiede- nen Risiken ausgesetzt, die sich finanziell, operativ oder strategisch auswirken können, wenn die ge- planten Ziele nicht erreicht werden. Um langfristigen Unternehmenserfolg zu gewährleisten, ist es un- erlässlich, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und durch geeignete Steue- rungsmaßnahmen zu begrenzen oder zu eliminieren. Die REALTECH AG verfügt über Risiko-Controlling-Mechanismen, die es dem Unternehmen ermögli- chen, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Sobald ein Risiko identifiziert wurde, findet ein unverzüglicher Austausch innerhalb des Vorstands statt, um geeignete Maßnahmen schnellstmöglich einzuleiten. Risikoerfassung Im Rahmen der 14-tägig durchgeführten Alignment-Meetings mit den Führungskräften der REALTECH AG findet regelmäßig eine Statusbesprechung statt. Die involvierten Mitarbeiter bereiten dafür Prä- sentationen vor, die auch Informationen sammeln und konsolidieren, die dem Risikomanagement die- nen. Diese Informationen werden gemeinsam mit dem Vorstand analysiert, bei Bedarf werden geeig- nete Maßnahmen daraus abgeleitet. In regelmäßigen Abständen finden Abstimmungsrunden des Vorstands statt, in denen insbesondere die monatlich erstellten Finanzkennzahlen besprochen werden. Ebenfalls auf monatlicher Basis wird der Liquiditätsstatus überwacht. Die neuseeländische Tochtergesellschaft übermittelt für diese Zwecke quartalsweise sogenannte „Risk Maps“, die eben diese Risiken auswerten sowie monatlich einen Management Letter, in dem über den Geschäftsverlauf und kurzfristig auftretende Risiken berichtet wird. Risiken, die einen erwarteten Ver- lust von mehr als 2,5-3 Mio. EUR verursachen könnten, werden von REALTECH als existenzbedrohend eingestuft. Risikobewertung Im Rahmen seiner Risikoanalyse nimmt der Vorstand der REALTECH AG eine Bewertung der identifi- zierten Risiken vor. Im Folgenden sind die für die REALTECH Gruppe wichtigsten Risiken in der Reihen- folge ihrer Bedeutung beschrieben. Die REALTECH AG nutzt nur dann Versicherungen zur Risikosteuerung, wenn dies aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist. Externe Risiken Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräfteman- gel. Mittlerweile dürfte der Höhepunkt der Inflationswelle erreicht sein. Insbesondere ist von den Energie- preisen im Verlauf der kommenden Monate kein weiterer Schub mehr zu erwarten. Die Beschaffungs- preise für Strom und Gas sind seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres spürbar gesunken und seit Januar wirken die staatlichen Preisbremsen. Dies entlastet zunächst vor allem die Unternehmen, deren Energiekosten von den Marktpreisen bestimmt werden. Ein merklicher Rückgang beim Verbrau- cherpreisanstieg wird jedoch noch etwas auf sich warten lassen. Der Preisdruck von Seiten der Lohn- kosten wird zunehmen, da im Laufe dieses Jahres mit spürbaren Anstiegen der Tarifverdienste zu rech- nen ist. REALTECH erfährt die Auswirkungen dieser Risiken, insbesondere durch den Anstieg von externen Kos- ten durch Preiserhöhungen externer Dienstleister, aber auch durch geplante Gehaltserhöhungen, die erforderlich sind, um angestellte Mitarbeiter zu halten oder attraktive Angebote zu unterbreiten, um die eingeschränkt verfügbaren Fachkräfte erfolgreich zu akquirieren. Eine Beeinträchtigung der Kun- dennachfrage wurde bislang nicht festgestellt. Dennoch verbleibt der Anstieg der Unsicherheit hin- sichtlich getroffener mittelfristiger Planungen. Markt- und Wettbewerbsrisiken Aufgrund der steigenden Anforderungen sämtlicher Marktteilnehmer, die Transformation zu einer kli- maneutralen und digitalen Wirtschaft zu bewältigen, stuft REALTECH ihr Absatzrisiko mittelfristig als niedrig ein. Aus der Geschwindigkeit von Neuentwicklungen durch Wettbewerber wird das Risiko nachteiliger Auswirkungen auf die Marktteilhabe REALTECHS mittelfristig erhöht. Fusionen und Übernahmen, die zu einem verschärften Wettbewerb am Markt durch neue oder stär- kere Mitbewerber führen, könnten für REALTECH-Produkte zur Folge haben, dass diese nicht den er- wünschten Marktzugang erhalten. Strategische Risiken Die REALTECH verfolgt eine klare Strategie als Partner des Mittelstands, dessen Digitalisierungsprozess zu unterstützen. Diese Strategie umfasst die kontinuierliche Entwicklung neuer Produkte, die Optimie- rung der Go-to-Market Strategie und die Fokussierung auf die relevante Zielgruppe. Das Risiko, die Entwicklung der Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu verkennen, ist der strategischen Planung aufgrund der Langfristigkeit inhärent. Durch Diversifizierung der Zielgruppenbranchen wird ein Abfärben bran- chenspezifischer Disruptionseffekte verhindert. Die Zielgruppenbranchen sind vorwiegend Handel, In- dustrie, ICT, Dienstleistung inklusive öffentlicher Dienst, Versorger sowie Finanzwirtschaft. In 2023 werden im Wesentlichen diese Branchen auch weiter adressiert. Das Risiko, durch branchenspezifische wirtschaftliche Schwierigkeiten einen Umsatzrückgang zu ver- zeichnen, ist nicht ausgeschlossen. Die Höhe dieses Risikos wird von REALTECH als Gefährdung von 5 bis 10 % des Gesamtumsatzes in dieser Branche eingestuft. Die Diversifizierung der Branchen soll die- ses Risiko weitgehend abmildern. Finanzrisiken Da die REALTECH AG nur einen geringen Teil ihres Geschäfts in Fremdwährung abwickelt, besteht hier kein großes Währungsrisiko. Auf Konzernebene jedoch wird rund ein Drittel des Umsatzes in Fremd- währung (NZ-Dollar) generiert. Hier wirken sich periodische Schwankungen im Wechselkurs von NZ- Dollar zu Euro auf die Umsatzerlöse und Ergebnisse des REALTECH-Konzerns aus. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zum NZ-Dollar wirkt sich dabei im Allgemeinen negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Aufgrund der Ausschüttung der Dividende der neuseeländischen Tochter an die AG, überwacht die AG Währungsschwankung des neuseeländischen Dollars vor diesem Hintergrund kontinuierlich und mo- difiziert, falls sinnvoll, den Zeitpunkt der Auszahlung. Unsere künftige Liquidität sowie das Ausfallrisiko und die Bewertung unserer Finanzanlagen und For- derungen können durch einen negativen Einfluss aus der weltweiten Konjunkturentwicklung auf un- sere Kunden bzw. Emittenten der Anleihen beeinflusst werden. Wir verfügen über ein zentrales Fi- nanzmanagement, das die Entwicklung dieser Einflüsse überwacht. Aufgrund der kurzen Laufzeit un- serer Finanzanlagen und der Verteilung der Liquidität auf mehrere Finanzinstitute, schätzt REALTECH dieses Risiko als eher gering ein. Wichtigstes Ziel ist es, eine Konzernmindestliquidität sicherzustellen, um unsere Zahlungsfähigkeit stets zu gewährleisten. Die Anlage unserer liquiden Mittel erfolgt bei Finanzinstituten, die über den Einlagensicherungsfonds geschützt sind. Zum 31.12.2022 belief sich unsere Netto-Liquidität auf 3,8 Mio. EUR im Konzern (Vorjahr: 6,1 Mio. EUR). Hinzu kommen Anleihen in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Ein stringentes Forderungsmanagement und Bonitätsprüfungen sichern weitere Finanzrisiken ab. Operative Risiken Sämtliche REALTECH-Lösungen wie auch alle neuen Produktversionen unterliegen einer umfassenden Qualitätskontrolle. Dennoch besteht die Gefahr, dass Fehler auftreten, die sich negativ auf das Unter- nehmensimage auswirken. Identifizierte Fehler können Markteinführungen neuer Produkte verzögern und so zusätzliche Kosten sowie Umsatzausfälle verursachen. Sollte sich die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen nicht wie erwartet entwickeln, würde dies Erlöse und Cashflows beeinträchtigen. Dies könnte sich negativ auf die künftige Ertragslage aus- wirken. Treten solche Risiken ein, verlieren ursprüngliche Annahmen über den künftigen Geschäftsverlauf un- ter Umständen ihre Gültigkeit, ebenso Prognosen zu Umsatz- und Ergebnisentwicklung. REALTECH ist überzeugt, die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden erfüllen zu können und dank langjähriger Erfahrung Projektrisiken realistisch einschätzen zu können. Dadurch ist der Konzern in der Lage, Aufträge profitabel und zu vorhersehbaren Kosten durchzuführen. Zudem verfügt die REALTECH über ein effektives Projektcontrolling, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen vornehmen zu können. Aufgrund des Einsatzes erfahrener Mitarbeiter im Rahmen wesentlicher Projekte sowie des umfassen- den Testings von Softwaremodifizierungen, schätzt der Konzern das operative Risiko als gering ein. Ausfälle im Zusammenhang mit wesentlichen Projekten können zwar zu signifikanten Schäden im Sinne negativer Deckungsbeiträge führen, eine Überschreitung der Schadenshöhe im Einzelfall von 100 TEUR wird soweit möglich durch die vertragliche Vereinbarung von Teilabnahmen bzw. Vorauszahlun- gen verhindert. IT-Risiken IT-Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt für jedes Unternehmen, da Cyberangriffe und andere Bedrohun- gen ein ernsthaftes Risiko für den Geschäftsbetrieb darstellen können. Ein erfolgreicher Angriff kann zu Datenverlust, Betriebsunterbrechungen, finanziellen Verlusten und Reputationsschäden führen. Kleine und mittelständische Unternehmen sind dabei oft besonders gefährdet, da sie häufig über be- grenzte Ressourcen verfügen, um sich vor Cyberangriffen und anderen IT-Sicherheitsrisiken zu schüt- zen. Die größten Risiken für die IT-Sicherheit in Unternehmen sind Phishing, Ransomware, Social Enginee- ring, Denial-of-Service-Angriffe und Schwachstellen in Software und Betriebssystemen. Diese Angriffe können zu Datenverlust, Betriebsunterbrechungen und Arbeitsausfällen führen. REALTECH führt deshalb regelmäßig Schulungen von Mitarbeitenden im Umgang mit sensiblen Daten, DSGVO und verdächtigen E-Mails durch. Die regelmäßige Aktualisierung von Software und Betriebssystemen, sowie die Implementierung von redundanten Systemen, Firewalls, Antivirus-Software und anderen Sicherheitslösungen ist Aufgabe der internen IT. Backups aller wichtigen Daten werden in zwei getrennten Rechenzentren aufbewahrt, sowie Bandsi- cherungen, die an einem weiteren Ort aufbewahrt werden. Restore-Tests von Backups werden regel- mäßig durchgeführt und dokumentiert, somit ist im Falle eines Cyberangriffs oder Datenverlusts mit geringen Ausfallzeiten zu rechnen. REALTECH setzt zur Authentifizierung der Mitarbeitenden Multifaktorauthentifizierung ein. Der Zugriff auf sensible Daten ist auf Personen begrenzt, die diese Daten für die Erfüllung ihrer betrieblichen Auf- gaben benötigen. Eine Liste dieser Mitarbeitenden wird DSGVO-konform vorgehalten. Die Serverinfrastruktur von REALTECH wird in einem externen, nach ISO 27001 zertifiziertem, Rechen- zentrum betrieben. Dieses verfügt u.a. über vier Brandabschnitte, Doppelzaun, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Brandmeldeanlage, Löschanlage, Unterbrechungsfreie Stromversorgung und eine Netzersatzanlage. Personalwirtschaftliche Risiken Die hoch qualifizierten Mitarbeitenden bilden die Basis für die Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten. Sollten die Angestellten in erheblicher Anzahl das Unternehmen ver- lassen und sollte es nicht möglich sein, über den Arbeitsmarkt neue und qualifizierte Arbeitskräfte zu finden, könnte dies die Geschäfte erheblich beeinträchtigen. Vor dem Hintergrund eines weiterhin verstärkten Wettbewerbs um hoch qualifizierte Arbeitskräfte in der IT-Branche wird das Risiko aus der Fluktuation von Schlüsselmitarbeitern als hoch eingeschätzt. Daher bemüht sich das Management durch geeignete Maßnahmen, wie Weiterbildungsmaßnahmen, Team-Building, Schaffung guter Arbeits-Atmosphäre vor allem aber Freiräume zur Kreativität und Ei- genverantwortung den Mitarbeitern, möglichst gute Arbeitsbedingungen zu bieten und damit die Mit- arbeiterbindung zu erhöhen. Das Risiko, in erheblicher Anzahl Mitarbeiter bzw. Leistungsträger zu ver- lieren, wird durch diese Maßnahmen weitestgehend ausgeschlossen. Dennoch ist nicht auszuschlie- ßen, einzelne Mitarbeiter oder gar „Keyplayer“ zu verlieren. In diesem Fall ist mit erhöhten Aufwänden für das Recruiting und ggf. notwendige Beschäftigung externer Mitarbeiter als Interimslösung zu rech- nen. Dies kann durchaus zu einer deutlichen Kostenbelastung führen. Kommunikations- und Informationsrisiken REALTECH hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um dem Risiko ent- gegenzuwirken, dass interne, vertrauliche Mitteilungen sowie Informationen zu brisanten Themen, beispielsweise über künftige Strategien und Produkte, fälschlicherweise oder verfrüht an die Öffent- lichkeit gelangen. Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem Sicherheitsstandards und Richtlinien zur internen und externen Kommunikation. Alle Mitarbeitenden, die regelmäßig mit vertraulichen In- formationen arbeiten, arbeiten mit einer zusätzlichen Datenverschlüsselung. Dennoch gibt es keine Garantien dafür, dass diese Schutzmechanismen in jedem Fall greifen. Aufgrund der weitreichenden Maßnahmen, die REALTECH regelmäßig überprüft, schätzt das Unter- nehmen den Eintritt des genannten Risikos als unwahrscheinlich ein. Sonstige Risiken Risiken entstehen auch aus steuerlichen, wettbewerbs- und patentrechtlichen Regelungen und Geset- zen. Um diesen Risiken zu begegnen, stützt REALTECH Entscheidungen und die Gestaltung der Ge- schäftsprozesse auf eine fundierte rechtliche Beratung. Diese erfolgt im Wesentlichen durch externe Fachleute. Rechte, Software und geistiges Eigentum schützt REALTECH im Wesentlichen durch Copy- rights und Warenzeichen. Es lässt sich jedoch nicht vollständig ausschließen, dass Marktteilnehmer REALTECH-Produkte kopieren oder bestehende Rechte missachten. Aufgrund neuer Gesetze oder veränderter Rechtsprechung können sich rechtliche Regelungen erge- ben, die auch auf vergangene Sachverhalte zurückwirken. Für solche Risiken bildet REALTECH bei Be- darf die erforderlichen bilanziellen Rückstellungen. Für die künftige Entwicklung setzt REALTECH vor allem auf organisches Wachstum. Gegenwärtig geht es vor allem darum, die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen und Prozesse ressourcensparend zu optimieren. In Zukunft ist es allerdings nicht ausgeschlossen, dass die REALTECH AG ihr Leistungs- spektrum durch Zukäufe optimiert und sowohl Unternehmen als auch Produkte und Technologien er- wirbt. Auch Partnerschaften und Fusionen sind denkbare Entwicklungen. Aktuell bestehen allerdings noch keine konkreten Pläne, derartige Szenarien umzusetzen. Im Rahmen der Gesamtplanung sind gegenwärtig Entwicklungen bzw. Risiken, die einzeln oder in Kom- bination bestandsgefährdend sind oder dazu führen könnten, dass die Vermögens-, Finanz- und Er- tragslage des Unternehmens nachhaltig wesentlich beeinträchtigt würde, nicht festzustellen. Die Gesamtbeurteilung der Risiken sowie des eingesetzten Risikomanagementsystems ergab, dass der- zeit die vorhandenen Risiken aus Sicht des Vorstands begrenzt und überschaubar sind und dass das von REALTECH eingesetzte Risikomanagementsystem die wesentlichen bzw. bestandsgefährdenden Risiken frühzeitig erkennt. Chancenbericht Um ein erfolgreiches Chancenmanagement zu ermöglichen, beschäftigen wir uns umfassend mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern so- wie den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. REALTECH agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen durch gestie- gene Anforderungen an Informationstechnologie (Sicherheit und Geschwindigkeit), den technologi- schen Fortschritt und dem damit einhergehenden Wandel der Kundennachfragen eröffnen. Diese sys- tematisch zu erkennen und zu nutzen und dabei unnötige Risiken zu vermeiden, ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens. Dazu muss es uns gelingen, unsere Pro- dukte simultan zum steigenden digitalen Reifegrad der Prozesse unserer Kunden weiterzuentwickeln. Dies bietet REALTECH die Chance, langfristig am Markt erfolgreich zu sein, solange es gelingt, das ei- gene Produktangebot kontinuierlich zu modernisieren und an die sich wandelnden Bedürfnisse des Marktes anzupassen. Die REALTECH arbeitet daher kontinuierlich daran, die Service-Management-Cloud-Plattform zu einer fortschrittlichen Automatisierungsplattform auszubauen, die die Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Bedürfnissen der Kunden und dem Markt, um eine optimale Akzeptanz am Markt zu erzielen. Daraus lässt sich sowohl Neugeschäft als auch die Erweiterung der Umsätze mit bestehenden Kunden generieren. REALTECH bietet seinen Kunden heute schon maßgeschneiderte Lösungen, die den Anforderungen des digitalen Zeitalters entsprechen. Mit unserer CMDB (Configuration Management Database) erhalten Kunden beispielsweise alle notwendigen Informationen, um ihre IT-Services und -Prozesse transparen- ter zu gestalten, zu optimieren und zu automatisieren. Wir beschleunigen Prozesse und machen Da- tenströme sichtbar - die Grundvoraussetzung für Neugestaltungen, Optimierungen und die Digitalisie- rung von Prozessen. Unsere neuesten Entwicklungen zielen genau auf diese Anforderungen und Be- dürfnisse unserer Kunden und des Marktes ab und tragen zur Automatisierung von Geschäftsprozes- sen und der Digitalisierung von Geschäftsmodellen bei. Das Gleiche gilt für unsere SAP-Produkte und Lösungen. Unser SAP Change-Management ist das schlanke Tool zur effektiven Automatisierung des SAP Software Deployments. Es beschleunigt nicht nur die Integration von neuen Entwicklungen in den Unternehmensprozess, sondern macht auch Mo- difikationen transparent und sicher. Eine klare Strategie besteht darin, das SAP Change-Management in Plattformen zur Prozesssteuerung namhafter Hersteller wie Service Now und Atlassian (Jira) zu in- tegrieren und auf deren Marktplätzen anzubieten. Hiermit bieten sich Möglichkeiten für REALTECH, international den Produktverkauf zu erhöhen. Die Produktweiterentwicklung wird vor allem vor die- sem Hintergrund gestaltet, da REALTECH hierin große Wachstumschancen in den folgenden Jahren sieht. Diese Chancen, die sich heute auf unseren Märkten ergeben, werden wir konsequent nutzen und un- sere Produkte in diesem Sinne weiterentwickeln. Mit unseren Kunden gemeinsam suchen und bieten wir Lösungen, welche die Unternehmen befähigen, die notwendigen Transformationen durchzuführen und Erfolg versprechende, zukunftsfähige Plattformen aufzubauen. Wir werden insbesondere die di- gitale Vermarktung unserer Produkte konsequent weiter ausbauen. Hiermit sind wir auch in der Lage unsere Produkte zunehmend außerhalb des deutschsprachigen Raumes (DACH-Region) anbieten zu können. Die Optimierung der Marketing- und Vertriebsstrategie beruht dabei auf einem kontinuierli- chen Prozess der Verbesserung unserer Internet-Präsenz und Nutzung der Vertriebstools von z.B. Google und Microsoft, mit den entsprechenden Methoden SEO (Search Engine Optimization) und SEA (Search Engine Advertising). 4 Prognosebericht Marktentwicklung Der IT-Markt in Deutschland wächst weiterhin und wird von verschiedenen Trends und Entwicklungen beeinflusst. Dazu gehören die zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und Gesellschaft, die wachsende Bedeutung von Cloud-Computing und künstlicher Intelligenz sowie die steigende Nach- frage nach IT-Sicherheitslösungen. Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom wird der IT-Markt in Deutschland im Jahr 2023 vo- raussichtlich um 6,3 Prozent auf ein Volumen von 126,4 Milliarden EUR wachsen. Besonders stark sol- len demnach die Umsätze mit Software (auf 38,8 Milliarden EUR, plus 9,3 Prozent) zulegen. Insgesamt wird erwartet, dass die Digitalisierung weiterhin ein treibender Faktor für das Wachstum des IT-Marktes in Deutschland sein wird. Die COVID-19-Pandemie hat diesen Trend in den letzten Jah- ren verstärkt, da viele Unternehmen ihre Digitalisierungspläne beschleunigt haben, um auf Remote- Arbeit und andere Herausforderungen zu reagieren. Auch der IT-Service-Management-Markt (ITSM-Markt), der für REALTECH besonders relevant ist, un- terliegt diesem Wachstumstrend. Die Nachfrage nach ITSM-Tools und -Dienstleistungen hat in den letzten Jahren, aufgrund der zunehmenden Bedeutung von IT-Services und digitalen Geschäftsprozes- sen, zugenommen. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens MarketsandMarkets wird der weltweite Cloud ITSM-Markt von 4,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 12,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 wach- sen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 21,2 Prozent entspricht. Zu den Wachs- tumstreibern gehören unter anderem die zunehmende Nachfrage nach Automatisierung von IT- Prozessen, die Verbesserung der Servicequalität und die Notwendigkeit der Einhaltung von Vorschrif- ten und Richtlinien. Laut Gartner wird auch der IT-Markt in Neuseeland in 2023 wachsen (5,5 Prozent). Gartner geht davon aus, dass die IT-Ausgaben in Neuseeland auf etwa 17,7 Mrd. NZ-Dollar anwachsen werden. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die steigende Bedeutung von IT-Services und die zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und Organisationen das Wachstum im ITSM-Markt weiter antreiben werden. Marktangang und Positionierung Das Produktportfolio der REALTECH wurde in den letzten Jahren gezielt darauf ausgerichtet, die IT- Prozesse unserer Kunden zu automatisieren und damit effizienter und zuverlässiger zu machen. Ent- scheidend für den Erfolg der REALTECH in den nächsten Jahren wird neben der kundenorientierten Weiterentwicklung der REALTECH-Produkte auch der weitere Ausbau der digitalen Vermarktung sein. Wir nutzen hier einen Multi-Channel-Vertriebs-Ansatz, der uns erlaubt, unsere Produkte und Dienst- leistungen über verschiedene Kanäle wie eigene Online-Angebote (Internetauftritt, SEO, SEA) und so- ziale Netzwerke zu verkaufen. Ein wesentlicher Teil der digitalen Vermarktung ist die Integration un- serer Produkte in Plattformen wie Service Now und Atlassian (Jira). Diese Integration und damit ver- bunden die Positionierung auf den jeweiligen Marktplätzen erlaubt es uns, den Produktverkauf besser zu skalieren und unsere Produkte weit über die DACH-Region bekannt zu machen. Der Verkaufsprozess ist so weit automatisierbar, dass Kunden die Produkte online bestellen können. Darüber hinaus bieten die digitalen Vertriebskanäle Möglichkeiten, anonymisierte Daten zum Nutzerverhalten zu analysieren. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir zur Optimierung unserer Vertriebs- und Marketingstrate- gien. Ausblick 2023 Nach dem Turnaround 2021 wollen wir ein positives EBIT (ohne Sondereffekte) in der Gruppe unter allen Umständen beibehalten, auch wenn diese Entwicklung unter Schwankungen verlaufen wird, und den Kunden noch mehr in den Mittelpunkt all unserer Aktivitäten stellen. Die Kundennähe und das hohe Vertrauen, das wir bei unseren Kunden genießen, unterscheiden uns von vielen weitaus größeren Wettbewerbern. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen und Technologien bleibt hoch, insbesondere im Bereich der Unternehmensdigitalisierung und der damit verbundenen Automatisierung von IT-Prozessen. Unsere neu aufgesetzte digitale Vermarktungsstrategie zeigt erste Wirkungen. Wir wissen aber auch, dass dies ein kontinuierlicher Prozess ist, der erst über einen Zeitraum von mehreren Jahren deutliche Wachs- tumsperspektiven bringen kann. Dennoch sind wir überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, um dau- erhaft eine entsprechende Marktresonanz zu erzeugen. Wir rechnen für 2023 mit moderatem Umsatzwachstum von rund 4 Prozent in der AG und im Konzern, einer deutlichen Zunahme unserer Marktbekanntheit und einer wachsenden Zahl von Verkaufschan- cen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unsere personellen Vertriebs- und Entwicklungskapazitä- ten erhöhen. Trotz des geplanten Umsatzwachstums gehen wir in der REALTECH AG aufgrund der zu erwartenden Kostensteigerungen im Personalaufwand und bei den eingesetzten Dienstleistern nur von einem aus- geglichenen EBIT (vor Beteiligungsergebnis) aus. Im Konzern erwarten wir wieder ein Ergebnis (EBIT) im sechsstelligen Bereich, das voraussichtlich leicht über Vorjahresniveau vor Sondereffekten liegen wird. Wir rechnen damit, dass auf Basis der vorhandenen liquiden Mittel und unter Berücksichtigung der auch kurzfristig liquidierbaren Anleihen unsere Liquidität auch weiterhin ausreichen wird, um den ope- rativen Liquiditätsbedarf zu decken. REALTECH strebt jederzeit eine ausreichende und kurzfristige Ver- fügbarkeit liquider Mittel zur Deckung des jeweiligen Liquiditätsbedarfs an. 5 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Der REALTECH-Konzern zeichnet sich durch eine an die Größe und Komplexität des Unternehmens an- gepasste Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus. Zur Analyse und Steuerung existieren konzernweit abgestimmte Reporting- und Controllingprozesse. Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Be- reich der eingesetzten Finanzsysteme wird auf Standardsoftware zurückgegriffen. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch sollen dem Berichtsadressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Auf Basis gesetzlicher Vorgaben, der Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, soweit es die Größe und Struktur des Unternehmens zulässt, die Anwendung von Controlling Maßnahmen und eine frühzeitige Risikoerkennung, bezogen auf relevante Finanzkennzahlen, wird eine ordnungsgemäße Rechnungsle- gung erreicht. Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem umfassen neben der REALTECH AG die für den Konzernabschluss relevante Tochtergesellschaft in Neuseeland mit sämtli- chen für die Abschlusserstellung relevanten Prozessen. 6 Übernahmerelevante Angaben Die REALTECH AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 übernahmerelevante Angaben gemäß den ergänzenden Vorschriften für bestimmte Aktiengesellschaften in § 289a HGB sowie § 315a HGB zu machen sowie diese Angaben gemäß § 176 Abs. 1 AktG zu erläutern. Dem kommt die Gesellschaft wie folgt nach: Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 5.385.652,00 EUR und ist eingeteilt in 5.385.652 nennwert- lose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Die Kapitalbeteiligungen des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Daniele Di Croce, sowie von Herrn Peter Stier überschreiten zehn Prozent der Stimmrechte. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 2 der Satzung durch den Aufsichtsrat. Jede Satzungsänderung bedarf nach § 179 Abs. 1 AktG eines Be- schlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Diese Befugnis steht dem Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 2 der Satzung zu. Die Hauptversammlung vom 15.7.2020 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14.7.2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stück- aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.692.826 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Dabei muss sich die Zahl der Aktien in demselben Verhältnis erhöhen wie das Grundkapital. Den Aktieninhabenden ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; mittelbares Bezugsrecht ist zulässig. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Auf- sichtsrats das Bezugsrecht der Aktieninhabenden bei Spitzenbeträgen, bei Ausgabe gegen Bareinlage zu einem den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitenden Ausgabepreis und bei Ausgabe gegen Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteili- gungen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensge- genständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen auszuschließen. Die Einzelheiten sind in Tz. 4.3 der Satzung näher bestimmt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde von der Ermächti- gung kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 15.7.2020 hat den Aufsichtsrat ermächtigt, bis zum 14.7.2025 einmalig oder mehrmals bis zu 525.000 Stück Bezugsrechte auf Aktien an der Gesellschaft nach Maßgabe der in der Beschlussfassung näher festgelegten Bedingungen (Aktienoptionsplan) auszugeben. Das Bezugs- recht der Aktieninhabenden ist ausgeschlossen. Für die Bedienung der unter dem Aktienoptionsplan gewährten Bezugsrechte wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. Abs. 3 Satz 1 AktG um bis zu 525.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 525.000 neuen auf den Inhaber lauten- den Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Das Bedingte Kapital 2020 dient ausschließ- lich der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen von Mitgliedern des Vorstands, die auf- grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 15.7.2020 gewährt werden. Die bedingte Kapi- talerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte hiervon Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung dieser Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 15.7.2020 sowie Tz. 4.4 der Satzung. Zum 31. Dezember 2022 sind 525.000 Bezugsrechte ausgegeben. Eine Ausübung der Bezugsrechte ist noch nicht erfolgt. Als wesentliche Vereinbarung, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernah- meangebots (Change-of-Control) steht, ist der nach wie vor gültige Software-Lizenz- und Vertriebsver- trag zwischen der REALTECH Software Products GmbH und der SAP AG vom 2.7.2010 zu nennen, an dem die REALTECH AG aufgrund der Änderungsvereinbarung vom 19.12.2011 beteiligt ist. Der Vertrag regelt den Lizenzerwerb für Softwareprodukte der REALTECH Software Products GmbH und deren Ver- marktung in Verbindung mit SAP-Software durch die SAP AG und enthält ein Kündigungsrecht der SAP AG, u. a. für den Fall eines Change-of-Control-Ereignisses bei der REALTECH AG. Alle Rechte und Pflich- ten des Vertrags sind im Rahmen der Verschmelzung auf die REALTECH AG übergegangen. Ein Change-of-Control-Ereignis liegt vor, wenn eine Gesellschaft, die direkt oder indirekt Dienstleistun- gen und/oder Produkte im Bereich der Informationstechnologie anbietet und deren jährliche Umsätze 100 Mio. EUR übersteigen, oder eine solche Gesellschaft zusammen mit einer Person oder Gruppe von Personen als gemeinsam handelnde Personen i. S. d. § 2 Abs. 5 WpÜG durch das direkte oder indirekte Halten von mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien Kontrolle über die REALTECH AG er- wirbt. Im Falle der Kündigung aufgrund eines Change-of-Control-Ereignisses erhält die SAP AG ein Vorkaufs- recht für die gewerblichen Schutz- und Urheberrechte der REALTECH AG hinsichtlich des Softwarepro- dukts REALTECH Integration Adapter. Die SAP AG erhält zudem eine nicht-exklusive, unwiderrufliche und unbefristete Lizenz, um das Softwareprodukt REALTECH theGuard! Infrastructure Manager zu be- nutzen, zu verändern, zu vertreiben und hierfür – gegen Zahlung einer Lizenzgebühr für die Lizenzge- währung an Endverbraucher – Unterlizenzen zu vergeben sowie abgeleitete Werke des Quellcodes zu schaffen. Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden, bestehen nicht. 7 Erklärung zur Unternehmensführung Die REALTECH AG ist ein transparentes Unternehmen, dessen Handeln auf einen langfristigen Erfolg ausgerichtet ist. Diese Ausrichtung ist wesentlicher Teil unserer Unternehmenskultur. Auf Basis der rechtlichen und unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen für die Führung eines börsennotier- ten Unternehmens wollen wir das Vertrauen von Investoren, Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit in die Leitung und Kontrolle unserer Gesellschaft fördern. Dieses Ziel deckt sich mit den Anforderungen einer anspruchsvollen Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat berich- ten in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 1, § 315d HGB auch über die Cor- porate Governance der Gesellschaft nach Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex. 7.1 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) nach § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat der REALTECH AG haben im September 2022 folgende gemeinsame Ent- sprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben: Der Vorstand und der Aufsichtsrat erklären, dass die REALTECH AG seit Abgabe ihrer letzten Entspre- chenserklärung vom 29. September 2021 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 bzw. seit deren Geltung in der Fassung vom 28. April 2022 (im Folgenden: „Kodex“) mit Ausnahme der folgenden dargelegten Abweichungen entsprochen hat und zukünftig entsprechen wird. Die Gesellschaft macht den Halbjahresfinanzbericht nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeit- raums öffentlich zugänglich (Kodex Empfehlung F.2). Begründung: Die Gesellschaft berichtet innerhalb der vorgeschriebenen Frist des Wertpapierhandelsgesetzes, die Vorstand und Aufsichtsrat grundsätz- lich für angemessen halten. Durch die kleine Unternehmensgröße und umfangreiche Auslastung ein- zelner Verantwortlicher ist eine frühere Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Die Gesellschaft ist bestrebt, den Halbjahresfinanzbericht den Aktionären so früh wie möglich bekannt zu geben. Für die Gesellschaft steht aber die Richtigkeit und Vollständigkeit des Halbjahresberichts im Vordergrund, sodass sie sich vorbehält, die gesetzlichen Fristen für die Veröffentlichung in Anspruch zu nehmen, soweit dies zur ordnungsgemäßen Fertigstellung und Prüfung erforderlich ist. Die Gesellschaft wird über ihre gesetzlichen und börsenrechtlichen Pflichten hinaus keine weiteren Informationen veröffentlichen (Kodex Empfehlung F.3). Begründung: Nach den Regelungen des Gene- ral Standards ist die Gesellschaft unterjährig nur zu einem Halbjahresfinanzbericht verpflichtet. Im Jah- resfinanzbericht sowie im Halbjahresfinanzbericht wird dem Aktionär ein umfassendes und detaillier- tes Gesamtbild der aktuellen Situation übermittelt. Zusätzliche Informationen über Geschäftsentwick- lung, Veränderungen von Geschäftsaussichten sowie Risikosituationen sind somit nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht erforderlich. Im Fall eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots ist nicht vorgesehen, dass die Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung angerechnet wird (Kodex Empfehlung G.13 S.2). Begründung: Da die Ka- renzentschädigung eine Gegenleistung für ein vereinbartes Wettbewerbsverbot darstellt, erscheint es unangemessen, diese auf die Abfindungszahlung, die der Abgeltung des Verzichts auf künftige Vergü- tungszahlungen dient, anzurechnen. Leimen, 28. September 2022 7.2 Angaben zum Vergütungsbericht Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022, der Vermerk des Abschlussprüfers über die Prüfung des Vergütungsberichts, das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Auf- sichtsrats sowie die letzten Beschlussfassungen der Hauptversammlung über die Vergütungssysteme von Vorstand und Aufsichtsrat bzw. die Vergütung des Aufsichtsrats sind auf der Internetseite der REALTECH AG unter https://www.realtech.com/corporate-governance/verguetungssytem/ zugäng- lich. 7.3 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken Die REALTECH AG misst der Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vorstand und Auf- sichtsrat sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausge- richtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöp- fung zu sorgen. Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Um- gang mit Risiken. Der Vorstand stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher und sorgt für die Einhaltung von Recht und Gesetz sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nach Maßgabe der jährlichen Entsprechenserklärung. Weitergehender Unternehmensführungsinstrumente, wie eigener Corporate-Governance-Grundsätze oder Compliance-Richtlinien, bedarf es aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten der REALTECH AG gegenwärtig nicht. Sollten zukünftige Entwicklungen die Implementierung zusätzlicher Instrumente erforderlich machen, werden Vorstand und Aufsichtsrat dies berücksichtigen. 7.4 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat – duale Führungsstruktur Wie im deutschen Aktiengesetz vorgeschrieben, besteht die duale Führungsstruktur der REALTECH AG als börsennotierte Aktiengesellschaft aus Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Gremien sind streng von- einander getrennt und können so ihren unterschiedlichen Aufgaben unabhängig nachkommen. Dem Vorstand obliegt die Leitung des Unternehmens. Die Geschäftsordnung des Vorstands wurde zuletzt in 2020 aktualisiert. Sie legt die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Geschäftsverfahren des Vorstands sowie einem Geschäftsverteilungsplan fest. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und beruft sie ab. Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand bei der Leitung und Geschäftsführung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat tagt regel- mäßig auch ohne den Vorstand. Beschlüsse werden im Aufsichtsrat grundsätzlich in Sitzungen, aber auch in Telefon- und/oder Video- konferenzen oder auf dem Wege schriftlicher Umlaufbeschlüsse gefasst. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Diese ist unter https://www.realtech.com/wp- content/uploads/2020/10/REALTECH-Geschaeftsordnung-Aufsichtsrat.pdf veröffentlicht. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Er führt bei Bedarf mit Investoren Gespräche über auf- sichtsratsspezifische Themen. Eine Zusammenfassung von Art und Umfang der Tätigkeit des Aufsichts- rats im Geschäftsjahr 2022 liefert der Bericht des Aufsichtsrats. Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat Im Interesse des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng miteinander zusammen. Dies garantiert die optimale Nutzung der fachlichen Kompetenz der Gremienmitglieder und beschleunigt Abstimmungsprozesse. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt und der Stand der Strategieumsetzung in regelmäßigen Abständen erörtert. Der Vorstand hat den Auf- sichtsrat regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Entwicklung der Geschäfte zu unterrichten. Die wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft werden vom Vorstand ermittelt und der Aufsichtsrat wird darüber informiert. Offenlegung von Interessenkonflikten Jedes Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied legt möglicherweise auftretende Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat offen. Interessenskonflikte sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Aufsichtsratsarbeit auf Effizienz geprüft Der Aufsichtsrat beurteilt seine Wirksamkeit (Effizienzprüfung) auf der Grundlage eines Fragenkata- logs. Die Aufsichtsratsmitglieder haben die Möglichkeit, Kritik zu äußern, Anregungen zu geben und Verbesserungen vorzuschlagen. Die Prüfungsergebnisse und die Erkenntnisse werden in die weitere Arbeit integriert. Die letzte Effizienzprüfung fand im März 2023 statt. Ausschüsse des Aufsichtsrats Aufgrund der Zusammensetzung aus nur drei Mitgliedern sind im Aufsichtsrat der REALTECH AG keine Ausschüsse eingerichtet. Sämtliche Mitglieder entscheiden daher über alle Gegenstände der Arbeit des Aufsichtsrats. Gemäß § 107 Abs. 4 Satz 2 AktG erfüllt der Aufsichtsrat zugleich die Aufgaben des Prüfungsausschusses. Zusammensetzung und Vielfalt Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der REALTECH AG gehören drei Mitglieder an, die sämtlich von der Hauptversamm- lung gewählt werden. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertre- tenden Vorsitzenden gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden für eine Amtszeit bis zur Been- digung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, wird dabei nicht mit- gerechnet. Dem Aufsichtsrat gehören an: Dr. Martin Bürmann Rechtsanwalt und Partner, RITTERSHAUS Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Aufsichtsratsvorsitz und Finanzexperte (Financial Expert); Aufsichtsratsvorsitz mit Wirkung zum 1.10.2018 Mitgliedschaften in Kontrollgremien: • Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitz, MAS Consult AG, Eppelheim • Mitglied des Aufsichtsrats, APOGENIX AG, Heidelberg Winfried Rothermel Unternehmer und Geschäftsführer der abcverlag GmbH, Print Medien Holding GmbH, PrintNet GmbH Stellvertretung Aufsichtsratsvorsitz mit Wirkung zum 4.7.2018 Mitgliedschaften in Kontrollgremien: • Mitglied des Aufsichtsrats, MAS Consult AG, Eppelheim • Mitglied des Aufsichtsrats, Go7 AG, Mannheim • Mitglied des Aufsichtsrats, Geuder AG, Heidelberg Herr Rothermel hat als Mitglied der Geschäftsführung bei der abcverlag GmbH sowie der Print Medien Holding GmbH nicht die Leitung des Unternehmens im Sinne eines Sprechers inne. Matthias Blatz Unternehmer und Geschäftsführer der Heidelberg iT Management GmbH & Co. KG Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 4.7.2018 Alle amtierenden Aufsichtsratsmitglieder wurden auf der Hauptversammlung am 23.5.2019 mit je 99,99 Prozent der Stimmen gewählt. Umfangreichere Informationen zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind den aktuellen Lebensläufen nach aktuellen BVI-Richtlinien unter https://www.realtech.com/organe/ zu entnehmen. Der Aufsichtsrat hat seine 2021 formulierten Ziele mit einem Diversitätskonzept ergänzt, beides bestä- tigt und zuletzt im März 2022 aktualisiert. Ziele und Diversitätskonzept orientieren sich an den Bedürf- nissen einer börsennotierten Gesellschaft, die mit kleinem Personalstamm eine langfristige Skalierung des Business erreichen möchte. Vor diesem Hintergrund soll sich der Aufsichtsrat zusammensetzen aus mehrheitlich unabhängigen Mitgliedern, möglichst beiderlei Geschlechts, die über besondere Kenntnisse und Erfahrungen aus der IT-Branche, der Unternehmensführung, der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung börsennotierter Un- ternehmen sowie in internen Kontrollverfahren nach deutschen und/oder internationalen Vorschrif- ten, der Corporate Governance und des Rechtswesens sowie auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Ferner sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats auch Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen aufweisen. Die Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt 80 Jahre. Die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat beträgt 10 Jahre. Welche Kompetenzen von den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats erfüllt werden, legt die Gesell- schaft seit letztem Jahr offen. Die aktuelle Kompetenzmatrix ist wie folgt: Dr. Martin Bürmann Winfried Rothermel Matthias Blatz IT x x Unternehmensführung x x Rechnungslegung x x Abschlussprüfung x Finanzierung x x x Kapitalmarkt x x Recht x Corporate Governance x Die Heidelberg iT Management GmbH & Co. KG, an der das AR-Mitglied Matthias Blatz beteiligt ist, erbrachte im Jahr 2022 IT-Dienstleistungen in Höhe von 29 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR). Der Aufsichtsrat hatte der Mandatierung unter Enthaltung des betroffenen Aufsichtsratsmitglieds zugestimmt. Darüber hinaus wurden, auch von nahen Familienangehörigen dieses Personenkreises, keine weiteren berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Bei diesen im Jahr 2022 erbrachten Dienstleistungen handelt es sich nach Einschätzung des Aufsichts- rats nicht um eine wesentliche geschäftliche Beziehung zur Gesellschaft, die eine mangelnde Unab- hängigkeit indizieren könnte. Alle drei Mitglieder des Aufsichtsrats sind nach Einschätzung des Auf- sichtsrats unabhängig. Der Aufsichtsrat ist damit mit einer angemessenen Zahl unabhängiger Mitglieder besetzt. Somit sind nach Einschätzung des Aufsichtsrats insgesamt die festgelegten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und zur Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium erreicht. Die Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat liegt zwischen 51 und 54 Monaten, der Durchschnitt bei 53 Monaten. Name Funktion mit Wirkung vom bis zur HV, die über … beschließt HV in AR-Zugehörigkeit in Monaten (aufgerundet) per 31.12.2022 Dr. Martin Bürmann AR-Vorsitzender und Financial Expert 01.10.2018 2023 2024 51 Winfried Rothermel Stellv. AR- Vorsitzender 04.07.2018 2023 2024 54 Matthias Blatz AR-Mitglied 04.07.2018 2023 2024 54 Durchschnitt - - - - 53 Vorstand Der Vorstand der REALTECH AG besteht aus folgenden drei Mitgliedern: Daniele Di Croce • Jahrgang: 1967 • Erstbestellung: 1997 • Bestellt bis: 2026 Daniele Di Croce ist Chief Executive Officer und Vorstandsvorsitzender der REALTECH AG. Dr. Bernd Kappesser • Jahrgang: 1966 • Erstbestellung: 2018 • Bestellt bis: 2027 Dr. Bernd Kappesser ist Chief Operating Officer und Vorstandsmitglied der REALTECH AG. Dr. Wolfgang Erlebach • Jahrgang: 1951 • Erstbestellung: 2018 • Bestellt bis: 2024 Dr. Wolfgang Erlebach ist Chief Financial Officer und Vorstandsmitglied der REALTECH AG. Umfangreichere Informationen zu den Mitgliedern des Vorstands sind den Lebensläufen nach aktuel- len BVI-Richtlinien unter https://www.realtech.com/organe/ zu entnehmen. Für die Zusammensetzung des Vorstands werden neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung auch die vom Aufsichtsrat festge- legte Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand sowie das Diversitätskonzept für den Vorstand und ein Anforderungsprofil berücksichtigt. Von den Vorstandsmitgliedern werden Kenntnisse und Er- fahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren nach deutscher und/oder internationaler Rechnungslegung, in der IT-Branche, im Management von Toch- tergesellschaften, in der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung, im Kapitalmarkt, in der Corpo- rate Governance, der Unternehmens- und Personalführung sowie bei Unternehmenskauf und -zusam- menschlüssen erwartet. Die Kenntnis- und Erfahrungsschwerpunkte sollen sich gegenseitig ergänzen. Die Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde auf 78 Jahre festgelegt. Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Unter Be- rücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen und der genannten Vorgaben wird ein Ide- alprofil erarbeitet, auf dessen Basis der Aufsichtsrat eine engere Auswahl von verfügbaren Kandidaten vornimmt, mit denen strukturierte Gespräche geführt werden. Bei Bedarf wird der Aufsichtsrat bei der Entwicklung der Anforderungsprofile und/oder der Auswahl der Kandidaten von externen Beratern unterstützt. Die Gespräche und Verhandlungen für eine mögliche Verlängerung der Bestellung begin- nen spätestens 1 Jahr vor Ende der laufenden Bestellung, so dass interne und externe Nachfolgen möglich sind. 7.5 Frauenquote Festlegungen zu Zielgrößen für den Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands: Die REALTECH AG ist als börsennotiertes Unternehmen gesetzlich verpflichtet, Zielgrößen für den An- teil von Frauen im Aufsichtsrat, im Vorstand und – soweit vorhanden – in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Mit Wirkung ab dem 1.7.2017 hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat erneut eine Zielgröße von 0 Prozent und im Vorstand von 0 Prozent für die nächste Zielerreichungsfrist 30.6.2022 beschlossen. Zum 30.6.2022 betrug der Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand jeweils 0 Prozent. Mit Wirkung ab dem 1.7.2022 strebt der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Ziel- größe von 33,3 Prozent und im Vorstand von ebenfalls 33,3 Prozent für die nächste Zielerreichungsfrist bis zum 30.6.2027 an. Die definierten Zielgrößen gelten vorbehaltlich der aktuellen Konstellationen von je 3 Personen im Vorstand und Aufsichtsrat. Im Falle einer personellen Gremienerweiterung in- nerhalb des Vorstandsressorts auf 4 Mitglieder reduziert sich die Mindestquote auf 25 Prozent. Mit Wirkung ab dem 1.7.2017 hat der Vorstand für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Füh- rungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 31 Prozent und eine Frist für deren Erreichung bis zum 30.6.2022 beschlossen. Diese Zielgrößen sind mit 40 Prozent übertroffen worden. Mit Wirkung ab dem 01.07.2022 strebt der Vorstand für die Führungsebene nach dem Vorstand eine Zielgröße von 30 Prozent bis zum 30.06.2027 an. Dabei wird angesichts der geringen Mitarbeiterzahl in der Verwal- tung und den insoweit geltenden flachen Hierarchien auf den getrennten Ausweis zweier Führungs- ebenen unterhalb des Vorstands verzichtet. Leimen, 6. Juni 2023 REALTECH AG Der Vorstand