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RATIONAL AG Management Reports 2016

Apr 15, 2016

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Management Reports

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RATIONAL Aktiengesellschaft

Landsberg am Lech

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

1. DAS UNTERNEHMEN RATIONAL

Das 1973 gegründete Unternehmen ist der Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung in der Groß- und Gewerbeküche mit einem weltweiten Marktanteil von rund 50 %. Die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) ist die Hauptgesellschaft des RATIONAL-Konzerns mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Mit 31 Tochtergesellschaften, davon 25 Vertriebsgesellschaften, vermarkten wir unsere Produkte in allen Regionen der Welt. Die konzernweiten Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten und Serviceteilen erzielt.

Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse vor allem aus dem Verkauf der Produkte an Vertriebstochtergesellschaften im In- und Ausland, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen.

Die zum Bilanzstichtag unmittelbaren und mittelbaren sieben nationalen und 24 internationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.

Den größten Anteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit dem im Jahr 2014 neu auf dem Markt eingeführten SelfCookingCenter® 5 Senses. Dieses ist ein Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Er ersetzt 40 bis 50 % traditioneller Gargeräte wie z. B. Heißluftöfen, Herde oder Kessel. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem. Wesentliche Alleinstellungsmerkmale sind neben der Garintelligenz die Ressourceneffizienz, einfache Bedienung, flexible Nutzung und minimaler Reinigungs- und Pflegeaufwand. Darüber hinaus bieten wir ein Combi-Dämpfer-Basismodell an, den CombiMaster® Plus. Unsere Produkte werden ausschließlich am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet.

Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft FRIMA seit dem Jahr 2005 das VarioCooking Center an.Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt damit weitere traditionelle Gargeräte in einer Profiküche.

Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation

Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb ab ca. 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als drei Millionen potenziellen Endkunden. Derzeit verwenden nur rund 30 % davon Combi-Dämpfer-Technologie von RATIONAL oder von einem Wettbewerber. Die Kundenbasis reicht dabei von Restaurants und Hotels über Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnissen und Seniorenheimen bis hin zu Fast-Food-Ketten, Caterern, Metzgereien und mittlerweile auch Supermärkten und Back- und Snackshops sowie Tankstellen.

Über eigene Vertriebsgesellschaften und Handelspartner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Dabei arbeiten wir in der Regel mit lokalen Vertriebspartnern zusammen. Nach erfolgreicher Etablierung unserer Produkte erhöhen wir durch die stufenweise Stärkung unserer Vertriebskapazitäten im jeweiligen Land deren Bekanntheit und damit Schritt für Schritt die Marktdurchdringung.

Die Wettbewerbsstruktur der auf dem Combi-Dämpfer-Markt agierenden Unternehmen ist regional unterschiedlich. Der Großteil der Wettbewerber bedient nur den jeweiligen Heimmarkt, nur wenige Anbieter sind global tätig. Diese sind wiederum schwerpunktmäßig in einzelnen Märkten tätig, so dass sich die Hauptwettbewerber von Markt zu Markt unterscheiden.

Strategie und Ziele

Strategie 2015

Der Vorstand hat im Jahr 2015 erneut die Unternehmensziele und die Strategie zu deren Erreichung auf den Prüfstand gestellt. Die Strategie-Diskussion hat bestätigt, dass unsere Erfolgsgeschichte auf drei wesentlichen Säulen steht:

1. Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel
2. Konzentration auf die Profiküche & Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung
3. Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®): Unsere Mitarbeiter und die U.i.U.®-Philosophie

Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahren in unserem Leitbild festgeschrieben. Sie sind durch die „Strategie 2015“ bestätigt worden und werden dadurch neu gestärkt.

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Unseren Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist unser oberstes Unternehmensziel. Dabei wollen wir diese während der gesamten Geschäftsbeziehung begeistern und nicht nur zufriedenstellen. Hierfür benötigen wir die besten Produkte und den besten Service zu einem attraktiven Preis. Dies können wir nur mit den besten Mitarbeitern und ausgezeichneten Führungskräften realisieren. Das Ziel allen Denkens und Handelns unserer Mitarbeiter ist es, den Kunden maximalen Nutzen zu bieten. Jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nützt.

Die Konzentration auf eine klar definierte Zielgruppe und deren wichtigste Aufgabe, das Kochen, verlangt und ermöglicht die Spezialisierung. Wir werden auch in Zukunft unsere Markt- und Technologieführerschaft weiter ausbauen und so unseren Kunden beste Lösungen für die thermische Speisenzubereitung bieten.

Finanzielle Größen wie Umsatz, Wachstum und Gewinn sind für uns der Maßstab für das Erreichen unseres Ziels, den Kunden maximalen Nutzen zu bieten.

Konzentration & Spezialisierung

Konzentration auf die Profiküche

Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit konzernweit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie in der Anwendungsforschung und -beratung sind wir das Unternehmen der Köche. Wir sind Teil ihrer Welt, kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand und können ihre Herausforderungen deshalb in bester Weise lösen.

Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung

Durch die Spezialisierung können wir unseren Kunden immer bessere Lösungen anbieten und damit ihren Nutzen kontinuierlich erhöhen. Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen erleichtern wir die tägliche Arbeit unserer Kunden.

Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

Auch in der Fertigung setzen wir auf Spezialisierung und eine niedrige Fertigungstiefe. Eigene Kapazitäten setzen wir nur ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung unserer Produkte und Services besonders wichtig ist. Deshalb setzen wir auf langfristige und zuverlässige Partnerschaften mit Lieferanten.

In der Montage leben wir das „One-Piece-Flow“-Prinzip. Ein Mitarbeiter produziert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Wir können so Kundenwünsche bei sehr kurzen Lieferzeiten flexibel und kundenauftragsorientiert erfüllen. Die Auslieferung des Geräts ist schon einen Tag nach der Bestellung möglich, falls vom Kunden gewünscht. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität flexibel an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.

Organisches Wachstum

Das große noch freie Marktpotenzial erschließen wir organisch durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Eine Voraussetzung für den Unternehmenserfolg ist finanzielle Stabilität und Sicherheit. Dies stellt für uns eine wesentliche Basis für flexibles, zukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln dar. Zur Eigenfinanzierung des Wachstums sind eine hohe Eigenkapitalbasis und eine gute Liquiditätssituation deshalb unerlässlich.

Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)

Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet wie ein Unternehmer in seinem Bereich. Er strengt sich an, seine Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, entwickelt seine Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür die Verantwortung. Er lernt aus seinen Fehlern und vermeidet so deren Wiederholung. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten und vertritt seine Meinung.

Steuerungssystem

Planung und Steuerung

In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem werden alle Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit Qualitäts- und Zufriedenheitskennzahlen bewertet. Diese werden analysiert und die Ergebnisse an Entscheidungsträger berichtet. Darauf basierend werden entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -steigerung eingeleitet.

Der Prozess „Strategisches Qualitätsmanagement“ ist für die Umsetzung der langfristigen Qualitätsphilosophie verantwortlich. Dadurch verbessern wir kontinuierlich die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie den effizienten Erstellungsprozess entlang der Wertschöpfungskette. Dies beginnt bei den Lieferanten und geht von der Montage über den Versand bis hin zur Installation und zum technischen Service des Geräts beim Endkunden.

In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Beanstandungen durch unsere weltweiten Kunden – extern oder intern – werden dabei im Rahmen der prozessübergreifenden AQV (Akute Qualitätsverbesserung) täglich analysiert. Wirksame Lösungen werden umgehend erarbeitet. Dabei werden Lieferanten und Servicepartner in die regelmäßigen Prozessaudits einbezogen und nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet.

Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.

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Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-/Umsatzentwicklung Operative Aufwendungen
Rohergebnis / Rohergebnismarge Forderungsmanagement (DSO)

Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote. Weiter wird in jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragungen der Anteil der Mitarbeiter ermittelt, die stolz sind, bei RATIONAL zu arbeiten.

Forschung und Entwicklung

Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt. Ein Ergebnis des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer qualifizierten Mitarbeiter ist die langjährige Technologieführerschaft. Um unsere Innovationskraft weiter zu stärken, haben wir unsere Entwicklungsmannschaft weiter ausgebaut. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung.

Im Jahr 2015 haben wir 24,3 Mio. Euro (Vj. 17,5 Mio. Euro) oder 7 % der Umsatzerlöse (Vj. 5 %) für die Entwicklung neuer Lösungen und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben. Im Jahr 2016 planen wir, die Entwicklungsausgaben weiter zu steigern.

Unsere Innovationen sind durch rund 495 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster (Vj. 480) geschützt. Als ein Ergebnis der Innovationsaktivitäten steigerten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren Umsatz abermals und erzielten einmal mehr eine neue Bestmarke in der Firmengeschichte.

Mitarbeiter und Personalentwicklung

Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Stärken, delegieren in großem Maße Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Dieses Konzept entspricht den Eigenschaften des U.i.U.®. Potenzialstarke Mitarbeiter werden im Rahmen unserer strukturierten Nachfolgeplanung individuell gefördert und weiterentwickelt. Dadurch werden sie auf die zukünftige Übernahme von Schlüsselpositionen und Führungsaufgaben bei RATIONAL vorbereitet. Im Jahr 2015 konnten wir gruppenweit rund 70 % (Vj. 71 %) der vakanten Führungspositionen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzen.

Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit ist auf hohem Niveau. Gemäß den gruppenweiten Umfrageergebnissen aus dem Jahr 2015 sind 94 % (Vj. 92 %) aller Mitarbeiter stolz, bei RATIONAL zu arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. 2015 wurden 65 Mitarbeiter für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt. Die Fluktuationsrate beträgt in der RATIONAL AG lediglich 3 % (Vj. 3 %). 2015 waren durchschnittlich 348 Mitarbeiter in der RATIONAL AG beschäftigt (Vj. 320 Mitarbeiter).

Junge, talentierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell befinden sich 59 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufleute, Industriemechaniker, Mechatroniker und Fachinformatiker. 18 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, International Business sowie Hotel- und Gastronomiemanagement. Darüber hinaus bieten wir im technischen und kaufmännischen Bereich sowie im Vertrieb Nachwuchsprogramme für qualifizierte Hochschulabsolventen an. Sie bereiten die jungen Menschen auf Fach- und Führungsaufgaben von morgen vor. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet. Zum Bilanzstichtag befanden sich insgesamt 32 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.

Vergütungen und Sozialleistungen

Überdurchschnittliche Leistungen vergüten wir auch überdurchschnittlich. Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Alle Mitarbeiter haben sich durch Unterzeichnung ihres Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und entgegenzutreten. Zwei Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Unternehmen jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.

Angaben zu den Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes sowie Fristen für die Erreichung dieser Zielgrößen werden im Bericht zur Corporate Governance und der Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance und im Geschäftsbericht 2015 dargestellt.

Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip

Das Thema Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der allgemeinen Unternehmenspolitik. Nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung bedeutet, Umweltaspekte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Das Ziel ist dabei, unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.

Nachhaltiges Wirtschaften als Wettbewerbsvorteil

Nachhaltiges Wirtschaften und die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft sind seit der Gründung des Unternehmens feste Bestandteile unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse.

Ressourcenschonende Prozesse und Produkte, zufriedene Mitarbeiter, eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, loyale Lieferanten und zufriedene Kunden sind wichtige Treiber für die erfolgreiche Entwicklung und die langfristige Zukunftssicherung von Unternehmen. Neben der obligatorischen Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften steht vor allem ethisches und faires Verhalten im Mittelpunkt.

Corporate Governance und Compliance

Für uns bedeutet Corporate Governance verantwortungsvolle Unternehmensführung und eine effiziente Kontrolle der Geschäftstätigkeit. Rechtliche Vorschriften zu respektieren und ethisch einwandfreies Verhalten sind eine Selbstverständlichkeit. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird in unseren „Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr“ für die Mitarbeiter verständlich beschrieben. Der Compliance-Officer, welcher direkt an den Vorstand berichtet, entwickelt das Compliance-System kontinuierlich weiter und berät den Vorstand bei entsprechenden Sachverhalten. Er ist gemeinsam mit dem Vorstand für die effiziente Umsetzung verantwortlich.

Ehrlicher und fairer Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist ein wichtiges Element der Firmenkultur. Ein weiterer Baustein ist die offene, transparente und vertrauensvolle Kommunikation mit allen Interessensgruppen.

Aktiver Umweltschutz

Wir wollen aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Wir erreichen dies z. B. durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten und unsere umweltzertifizierte Produktion. Auch für unsere Kunden wird die Ressourceneffizienz bei Investitionsentscheidungen immer bedeutender. Deshalb ist die hohe Ressourceneffizienz beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche von größter Bedeutung. Durch die Möglichkeit, mit unserer Technologie den Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungschemie zu reduzieren, werden im Lebenszyklus unserer Produkte die größten Einsparungen erreicht.

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen ein. Wir unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem und setzen anspruchsvolle Ziele bezüglich der Reduzierung des Abfallaufkommens sowie des Ressourcen-, Wasser-, Energie- und Kraftstoffverbrauchs. Aufgrund von umfangreichen Umbau- und Renovierungsmaßnahmen am Standort Landsberg sowie verstärkten Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung konnten wir die für 2015 gesetzten Ziele nicht ganz erreichen.

Beim Bau neuer Gebäude legen wir besonderes Augenmerk auf hohe Ressourceneffizienz durch die Verwendung modernster Gebäudetechnik sowie den Einsatz energieeffizienter Baustoffe und -verfahren.

Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recycling-Systemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Die geringen Mengen an entstandenem Gefahrgut werden gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.

Gesellschaftliche Verantwortung

Als Unternehmen haben wir eine große Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Durch nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung sichern wir das langfristige Bestehen und Wachstum des Unternehmens, schaffen Arbeitsplätze und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Stadt und Region Landsberg.

Zusätzlich liegt uns die Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen am Herzen. Wir engagieren uns durch Spenden an lokale soziale Organisationen. RATIONAL bezieht zudem Vorprodukte und Dienstleistungen von zwei Werkstätten für behinderte Menschen (Isar-Würm Lech GmbH (IWL) und Regens-Wagner-Werk Holzhausen) und setzt deren Mitarbeiter auch im RATIONAL-Serviceteileversand ein.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten

Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft. Wir erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft. Auf dem jährlich stattfindenden Lieferantentag werden die besten Lieferanten besonders ausgezeichnet.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft wächst im Jahr 2015 um 3,1 %

Die Einschätzungen hinsichtlich der Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2015 sind mit 3,1 % leicht rückläufig. Für China wurde die Prognose aufgrund der aktuellen Ent-wicklungen und der vergleichsweise schwachen Konjunktur auf 6,8 % leicht reduziert. Brasi-lien und Russland befinden sich weiterhin in einer Rezession mit einem erwarteten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,0 % bzw. 3,8 % in 2015. Die Prognose für das Wachstum in den USA wurde leicht angehoben und liegt nun bei +2,6 %. Die Wachstumsprognosen für den Euroraum (+1,5 %) sowie Asien (+6,5 %) blieben weitestgehend unverändert. Insgesamt prognostizieren Konjunkturexperten für die Weltwirtschaft 2015 ein geringeres Wachstum, eine neue globale Wirtschaftskrise wird allerdings nicht erwartet. (Quelle: Warburg, Januar 2016)

Gute Zukunftsaussichten in der Großküchenbranche

Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr erneut positiv. Durch den Einsatz der Produkte und Dienstleistungen in unterschiedlichsten Bereichen der thermischen Speisenzubereitung ist die Geschäftsentwicklung von RATIONAL im Vergleich zu anderen Branchen und Unternehmen deutlich weniger von der Gesamtkonjunktur abhängig. Vielmehr haben in einer Umfrage auf der internationalen Leitmesse Internorga die Betriebe aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung ihre anhaltend hohe Investitionsbereitschaft bekräftigt. Rund 60 % aller befragten Betriebe plante 2015 in große Geräte zu investieren, rund jeder dritte Betrieb in Kochausstattung.

Auch die Aussichten für die Gastronomiebranche sind unverändert gut. Die Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung steigen seit Jahren kontinuierlich an und werden dies voraussichtlich auch in Zukunft tun. Insbesondere die Trends zu schnellen Snacks sowie zur System- und Erlebnisgastronomie bieten gute Chancen für die Hersteller von Großküchentechnik.

Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich wie bereits im Vorjahr gut entfaltet. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller im Jahresverlauf deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Unsere mit großem Abstand führende Stellung von mehr als 50 % Marktanteil konnten wir weiter festigen. (Quelle: HKI-Statistik, November 2015)

Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2015

Erweiterung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde im Jahr 2015 auf sechs Personen erweitert. Mit Herrn Dr.-Ing. Hermann Garbers, Herrn Dr. Gerd Lintz und Herrn Werner Schwind wurden von der Hauptversammlung am 29. April 2015 ausgewiesene Spezialisten für Technik, Wirtschaftsrecht und Vertrieb in den Aufsichtsrat berufen. Damit stellt sich der Aufsichtsrat zukunftsfähig auf, um seiner Aufsichts- und Steuerungsaufgabe auch in Zukunft weiterhin umfassend nachkommen zu können.

Wechsel kaufmännischer Vorstand

Nach mehr als 17 erfolgreichen Jahren als kaufmännischer Vorstand hat Herr Erich Baumgärtner sein Mandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. Seine Nachfolge trat Herr Dr. Axel Kaufmann an. Er verfügt über einen breiten Finanz- und Industriehintergrund auf internationaler Ebene und hielt bislang Führungspositionen in verschiedenen Branchen, zumeist im Finanzbereich. Zuletzt war er seit 2010 Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim SDAX-notierten Familienunternehmen Koenig & Bauer AG. Am 1. Oktober 2015 trat Herr Dr. Kaufmann bei RATIONAL ein und übernahm schrittweise die Aufgaben des von ihm verantworteten Vorstandsressorts.

Geschäftsverlauf 2015 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Die Geschäftsentwicklung 2015 wird vom Vorstand vor diesem Hintergrund als günstig eingestuft.

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz um 10 % wachsen. Diese Steigerung resultiert aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen. Die Durchschnittspreise blieben 2015 weitgehend stabil.

Ertragslage

Umsatzsteigerung von Quartal zu Quartal

Die ersten drei Monate wiesen mit 19 % eine außerordentlich hohe Umsatzsteigerung auf. Insgesamt konnten Umsatzerlöse in Höhe von 80,8 Mio. Euro realisiert werden (Vj. 67,9 Mio. Euro). Hauptgrund hierfür war neben dem insgesamt positiven Geschäftsverlauf vor allem eine relativ niedrige Vergleichsbasis aufgrund der schwächeren Entwicklung des Vorjahresquartals. Das Wachstum konnte auch im zweiten Quartal mit einem Erlösplus von 3 % auf 84,3 Mio. Euro (Vj. 81,8 Mio. Euro) fortgesetzt werden, so dass im ersten Halbjahr ein Wachstum von 10 % auf 165,2 Mio. Euro (Vj. 149,7 Mio. Euro) zu Buche stand.

Mit Umsatzerlösen von 94,3 Mio. Euro (Vj. 86,8 Mio. Euro) und einer Wachstumsrate von 9 % im dritten Quartal konnten wir den Wachstumskurs des ersten Halbjahres fortsetzen. Die Umsatzerlöse des vierten Quartals erreichten 108,9 Mio. Euro (Vj. 97,5 Mio. Euro). Damit konnten wir auch gegenüber dem sehr starken Vorjahresquartal eine Steigerungsrate von 12 % erzielen.

16 % der Umsatzerlöse werden im Inland (Vj. 16 %), 84 % im Rest von Europa (Vj. 84 %) erzielt. Davon wird der größte Anteil an die Schweizer Tochtergesellschaft RATIONAL International AG fakturiert, deren Absatzmärkte vor allem außerhalb Europas liegen. Konzernweit verteilen sich die Umsätze nach Regionen auf Deutschland mit 13 % Anteil, Europa mit 49 %, Amerika mit 19 %, Asien mit 13 % und übrige Welt mit 6 %.

Rohergebnis

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg um 11 % von 168,0 Mio. Euro auf 186,0 Mio. Euro. Die Rohergebnismarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 50 % auf 51 % verbessert.

Kosten- und Ergebnisentwicklung

Im Jahr 2015 sind operative Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von 94,1 Mio. Euro angefallen und damit 18 % mehr als im Vorjahr (Vj. 79,7 Mio. Euro), was hauptsächlich auf die erhöhten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie allgemein auf die im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen ist.

Die EBT-Marge (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogen auf die Umsatzerlöse) lag mit 37 % (Vj. 39 %) unter Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands hat sich auch die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) mit 29 % (Vj. 31 %) leicht negativ entwickelt.

Der Steueraufwand belief sich auf 28,9 Mio. Euro (Vj. 27,5 Mio. Euro). Die Steuerquote lag 2015 bei 21 % (Vj. 21 %). Bereinigt um erhaltene Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften ergibt sich eine rechnerische Steuerquote von 28 % (Vj. 28 %).

Der Jahresüberschuss lag mit 108,6 Mio. Euro um 6 % über dem Vorjahreswert von 102,4 Mio. Euro. Hierin sind Beteiligungserträge und Gewinnabführungen von zusammen 38,5 Mio. Euro (Vj. 35,9 Mio. Euro) enthalten.

Finanzlage

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.

Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir nur in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit gutem Rating an.

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 35,2 Mio. Euro auf 218,0 Mio. Euro (Vj. 182,8 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 62 % der Bilanzsumme (Vj. 58 %).

Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,1 Mio. Euro (Vj. 29,5 Mio. Euro).

Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt rund 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.

7,50 Euro Dividende vorgeschlagen

Die Konjunkturprognosen gehen für 2016 von einer soliden Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten infolge der internationalen Schuldenkrise, den geopolitischen Spannungen und der Wachstumsschwäche der chinesischen Volkswirtschaft. In Anbetracht der guten Liquidität werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2016 die Ausschüttung einer Dividende von 7,50 Euro pro Aktie (Vj. 6,80 Euro) für das Geschäftsjahr 2015 vorschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt rund 1,8 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2015).

Insgesamt ist eine Ausschüttung von 85,3 Mio. Euro geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt eine ausreichend hohe Liquiditätsreserve im Unternehmen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vj. 2,4 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir auch durch langfristige Bankdarlehen. Dementsprechend sind die größten Positionen in den Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25,7 Mio. Euro (Vj. 29,7 Mio. Euro). Die ausstehenden Darlehen dienen zur Finanzierung von Gebäuden und Fertigungsanlagen. Der Großteil der Darlehenssumme betrifft Annuitätendarlehen mit einer Endfälligkeit in den Jahren 2022 (15,9 Mio. Euro) bzw. 2023 (7,6 Mio. Euro). Die restliche Darlehenssumme wird in den Jahren 2017 bis 2018 fällig.

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit sehr guten Bonitätsnoten von A bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Rating-Agentur.

Vermögenslage

Hohe Eigenkapitalquote

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2015 um 11 % von 315,3 Mio. Euro auf 349,6 Mio. Euro angestiegen. Dies resultierte maßgeblich aus einem Jahresüberschuss von 108,6 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 77,3 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital deutlich um 12 % auf 285,5 Mio. Euro (Vj. 254,2 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 82 % leicht über dem Vorjahr (Vj. 81 %).

Kurzfristige Kapitalbindung

Das Umlaufvermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 27,2 Mio. Euro gewachsen. Hier war vor allem die Erhöhung der liquiden Mittel (+35,1 Mio. Euro) der wesentliche Treiber. Die Bestände an Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind dagegen gesunken (-7,7 Mio. Euro). Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte lag zum Bilanzstichtag mit 81 % auf Vorjahresniveau (Vj. 81 %).

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir laufend. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. In den etablierten Märkten konnten die Forderungslaufzeiten weiter reduziert werden. Unsere Fachhandelskunden in einigen Schwellenmärkten unterstützen wir durch die Gewährung von längeren Zahlungszielen. Insgesamt ergab sich somit eine durchschnittliche konzernweite Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) in 2015 von 48 Tagen (Vj. 50 Tage). Der Anteil der konzernweit überfälligen Forderungen lag durchschnittlich bei 4 % (Vj. 6 %).

Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde – unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – zum Bilanzstichtag eine konzernweite Deckungsquote des Forderungsbestands von 84 % (Vj. 84 %) erreicht. Dadurch sichern wir indirekt auch die aus der internen Lieferbeziehung entstehenden Forderungen der RATIONAL AG gegenüber den Vertriebstöchtern ab.

Das Anlagevermögen hat sich 2015 vor allem aufgrund von Neuinvestitionen in Immobilien um 6,7 Mio. Euro erhöht.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen in Höhe von 13,5 Mio. Euro (Vj. 13,0 Mio. Euro) in das Anlagevermögen im Wesentlichen für den Kauf von Grundstücken, den Bau, die Renovierung und die Modernisierung von Gebäuden getätigt.

Für das Jahr 2016 erwarten wir Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen in unsere Produktionsanlagen und Geschäftsräume von insgesamt rund 15 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2016 betragen 5,9 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen für das kommende Geschäftsjahr keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.

Die Auslastung unserer Produktionsanlagen liegt derzeit bei rund 70 %. Mit dieser Anlagenkapazität sind wir für zukünftiges Wachstum gut aufgestellt.

Prognose-Ist-Vergleich

Im Jahresabschluss 2014 hatten wir ein moderates Umsatz- und Absatz-Wachstum prognostiziert. Mit Umsatzerlösen von 368,4 Mio. Euro (+10 %), einer ähnlichen Absatzsteigerung und einem Rohergebnis in Höhe von 186,0 Mio. Euro (+11 %) bei einer leicht über Vorjahr liegenden Rohergebnismarge konnten wir die Erwartungen erreichen. Die Entwicklung der Rohstoffpreise hatte entsprechend unserer Einschätzung keinen wesentlichen Ergebniseinfluss.

Die operativen Aufwendungen entwickelten sich in 2015 wie prognostiziert überproportional zum Umsatz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit, wie erwartet, auf einem hohen Wert. Konzernweit sind 94 % aller Mitarbeiter stolz bei RATIONAL zu arbeiten. Die Fluktuationsquote lag in 2015 bei 3 %.

Die konzernweite Außenstandsdauer (DSO) lag mit 48 Tagen auf dem Niveau des avisierten Wertes.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

3. NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der RATIONAL AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.

4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Prämissen der Prognosen

Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes bekannten Faktoren mit Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von RATIONAL. Dies betrifft allgemeine Marktindikatoren sowie branchenbezogene und unternehmensspezifische Sachverhalte.

Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen vorrangig die wirtschaftliche Entwicklung der Anwender unserer Produkte und Dienstleistungen, dem Fachhandel und die Wettbewerbssituation unter den Anbietern verschiedener Gartechnologien.

Interne Faktoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit und Maßnahmen, um die hohe Motivation zu erhalten und weiter zu stärken. Des Weiteren beinhaltet die Prognose bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Konjunkturexperten beurteilen die Aussichten der Weltkonjunktur weiterhin solide und erwarten für das Jahr 2016 ein globales Wachstum von 3,6 %. Die höchsten Wachstumsprognosen gelten mit rund 4,5 % für die Schwellenländer. Aber auch die USA sind mit einer erwarteten Steigerungsrate von rund 2,8 % voraussichtlich auf solidem Wachstumskurs. Für den Euroraum erwarten die Experten für 2016 ein geringes Wirtschaftswachstum von rund 1,6 %. (Quelle: Warburg, Januar 2016)

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2016

Für 2016 erwarten wir, dass sich der Euro in Summe neutral zu den für uns relevanten Fremdwährungen verhält und folglich keinen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnissituation haben wird.

Von den Rohstoffpreisen erwarten wir für 2016 ebenfalls einen neutralen Effekt auf die Herstellungskosten und unsere Gewinnsituation. Beim Stahlbasispreis haben wir für 2016 stabile Preise mit unseren Lieferanten vereinbart, den Legierungszuschlag erwarten wir für 2016 auf dem durchschnittlichen Niveau von 2015.

Beim Materialaufwand rechnen wir insgesamt mit einem Anstieg proportional zu den Umsatzerlösen. Hieraus resultierend sehen wir einen proportionalen Anstieg des Rohergebnisses sowie eine Rohergebnismarge auf dem Niveau von 2015.

Die operativen Aufwendungen werden aufgrund von Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung überproportional zur Umsatzsteigerung zulegen.

Vor diesem Hintergrund und basierend auf den von uns geschaffenen Grundlagen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung erwarten wir für 2016 die Fortsetzung des moderaten Wachstumstrends bei Absatz und Umsatz.

Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen

Für den Verlauf des Jahres 2016 planen wir unverändert eine hohe freie Liquidität. Den Liquiditätsbedarf für die laufenden operativen Aufwendungen, den wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals, die notwendigen Anlageninvestitionen sowie für die geplante Dividendenausschüttung werden wir 2016 im Wesentlichen aus den operativen Mittelzuflüssen und der vorhandenen Nettoliquidität decken. Darüber hinaus werden wir Baumaßnahmen teilweise mit neuen Bankdarlehen in Höhe von 4,5 Mio. Euro finanzieren.

Für das Berichtsjahr 2016 erwarten wir eine durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht über Vorjahresniveau.

Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Wir legen höchsten Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, die sich als Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®) verstehen. Aus diesem Grund möchten wir die bereits heute hohe Mitarbeiterzufriedenheit auch 2016 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter verbessern. Die Fluktuationsrate erwarten wir auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Jahr 2015.

Für das kommende Geschäftsjahr planen wir rund 30 neue Arbeitsplätze in der RATIONAL AG zu schaffen.

Chancen- und Risikobericht

Die Risiko- und Chancenpolitik bei der RATIONAL AG zielt auf die Bestandssicherung des Unternehmens, die nachhaltige Unternehmenswertsteigerung sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Organisationsziele ab. Durch ein effektives Risikomanagement wird eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken gewährleistet.

Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sicher.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Eine Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen weltweit beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Daraus resultieren Chancen und Risiken, welche den Geschäftsverlauf positiv oder negativ beeinflussen können. Unsere Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2016, aber auch unsere langfristigen Erwartungen beinhalten die im Folgenden aufgeführten Einflussfaktoren. Risiken können zu negativen, Chancen zu positiven Abweichungen von der Prognose führen.

Chancen für die zukünftige erfolgreiche Geschäftsentwicklung sind neben dem durch innovative Produkte herbeigeführten Austauschbedarf und der Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten auch das zunehmende Wohlstandsniveau in den Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen weltweiten Marktpotenzials, technologisch marktführender Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte in Zukunft fortzuschreiben.

Es bestehen aber Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden. Neben den materiellen, versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entscheidungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen (z. B. Währungsentwicklungen) sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.

Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.

Chancenbericht

Das RATIONAL-Chancenmanagement

Der RATIONAL-Konzern ist in einem globalen Umfeld aktiv, welches sich durch eine Vielzahl von Chancen auszeichnet, die sich dem Unternehmen bieten. Das frühzeitige Erkennen und die konsequente Wahrnehmung dieser Chancen sind Kernelemente erfolgreichen unternehmerischen Handelns. Die Nutzung realisierbarer Chancen und die gleichzeitige Vermeidung überflüssiger Risiken sind und bleiben die notwendige Voraussetzung, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten.

Chancen umfassen einerseits externe Faktoren und Trends wie die steigende Zahl potenzieller Kunden aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Emerging Markets. Chancen resultieren aber auch aus eigenen Stärken, durch deren optimale Ausschöpfung die erfolgreiche Zukunftsentwicklung des Unternehmens positiv beeinflusst wird.

Positive externe Faktoren und Trends

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Dies gibt uns eine gewisse Sicherheit, selbst in Krisenzeiten.

Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Emerging Markets verbessert sich der Wohlstand in diesen Ländern spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard, der sich wiederum positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten auswirkt.

Großes freies Weltmarktpotenzial

Nur rund 30 % der weltweit mehr als drei Millionen für uns adressierbaren Endkunden kochen bereits heute mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter® 5 Senses neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht durch diesen Ersatzbedarf weltweit noch ein zusätzliches freies Marktpotenzial.

Für das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY ergibt sich ein noch höheres weltweites Potenzial. Da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch relativ gering. Somit beträgt hier das noch offene Kundenpotenzial annähernd 100 % der rund drei Millionen Zielkunden.

Das große freie Marktpotenzial ermöglicht es uns, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.

Stärken von RATIONAL

Höchste Kundenzufriedenheit

Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Gargeräte in der Profiküche gesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind so begeistert, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch allen Kollegen den Kauf eines solchen empfehlen würden. Dieses Ergebnis haben unsere letzten beiden Kundenzufriedenheitsumfragen mit TNS Infratest ergeben. Daraus resultiert unsere mit großem Abstand führende Marktposition. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der heute weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL.

Marktführende Produkte

Wir verfügen über ein Portfolio marktführender Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCookingCenter® 5 Senses als auch das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY sind technologisch und anwendungsbezogen weltweit führend. Und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb.

Hohe Innovationskraft

Um unserem Anspruch gerecht zu werden, rund um den Globus Produkte mit dem höchstmöglichen Kundennutzen anzubieten, ist es unabdingbar, regelmäßig Innovationen auf den Markt zu bringen. Das heißt für uns, permanent nach besseren Lösungen zu suchen und den technologischen Fortschritt voranzutreiben. So gelingt es uns, den hohen technischen Stand unserer Produkte zu sichern, eine stetige Weiterentwicklung zu gewährleisten und damit unsere Marktstellung nicht nur zu behaupten, sondern weiter auszubauen. Wir sind auch in der Lage, neue Kundengruppen zu adressieren und somit innerhalb unserer Zielgruppe das Absatzpotenzial für unsere Produkte noch zu erweitern.

Ressourceneffizienz

Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® 5 Senses und das VarioCooking Center® MULTIFICIENCYreduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich, bei erheblich geringerem Platzbedarf im Vergleich zu traditioneller Gartechnologie. Zudem führt der reduzierte Überwachungs- und Reinigungsaufwand zu geringeren Arbeitskosten.

Erfolgreiche Marktentwicklung

Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig eine Pionierrolle ein. Daraus resultieren eine steigende Markenbekanntheit und ein Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.

Einzigartige Unternehmenskultur

Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.

Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen und erhöht die Motivation und die Identifizierung jedes einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.

Risikobericht

Der Risikobericht erläutert Grundsätze und Organisation des Risikomanagements bei RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht wie geplant zu erreichen.

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das Ziel des RATIONAL-Risikomanagements ist die Wahrnehmung realisierbarer Chancen unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken.

Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Hierbei sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Chancen und Risiken bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung über bestehende Risiken an die betreffenden Entscheidungsträger ist ein angemessenes Meldeverfahren definiert.

Im Rahmen einer Chancen- und Risikoanalyse werden externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Im Jahr 2015 wurden die Ergebnisse der Risikoinventur des Vorjahres aktualisiert. Es wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen.

Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Versicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance-Officer für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Auf der Grundlage der Ergebnisse von in verschiedenen Unternehmensbereichen durchgeführten Compliance-Risikoanalysen wurden Maßnahmen definiert, um allen wesentlichen Compliance-Risiken entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen schließen neben einschlägigen internen Compliance-Vorgaben auch die Zusammenarbeit mit lokalen, qualifizierten Partnern ein. Des Weiteren wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und Compliance-Vorgaben entsprechend angepasst, soweit zur Risikovermeidung erforderlich.

2015 wurde eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Risikomanagementsystems und der Prüfung der Konzeption des Compliance Management Systems entsprechend der Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) beauftragt. Hierbei wurde die Funktionsfähigkeit beider Systeme bestätigt. Das Compliance Management System sowie das Risikomanagementsystem werden auch in den Folgejahren auf der Basis der bestehenden Konzepte zielgerichtet weiterentwickelt.

Risikobewertung und Risikobegrenzung

Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens und haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
<= 10 % Sehr gering
> 10 % bis 30 % Gering
> 30 % bis 60 % Hoch
> 60 % Sehr hoch

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Risikoauswirkung Beschreibung EBIT-Risiko
Sehr gering Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage <= 2 %
Gering Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >2 % bis 10 %
Hoch Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >10 % bis 20 %
Sehr hoch Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >20 %

Risiken

In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für die RATIONAL-Gruppe wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Risikoauswirkung gemäß den oben stehenden Definitionen eingestuft.

Die Risiken sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

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Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoauswirkung
Markt- und Wettbewerbsrisiken Gering Gering
Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken
Nichtakzeptanz unserer Technologien
Konjunkturbedingte negative Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
Reduzierte Deckung von Kreditrisiken
Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden
Politische und rechtliche Risiken Hoch Gering
Politische Instabilität oder Krisen
Verletzung von Schutzrechten
Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften
Produktions- und Produktrisiken Gering Gering
Beschaffungsrisiko
Produktionsunterbrechungsrisiko
Produktqualität und -haftung
Operative Risiken Gering Gering
Personalwirtschaftliche Risiken
IT-Risiken
Umweltrisiken
Finanz- und Kapitalmarktrisiken Sehr hoch Gering
Ausfallrisiken
Liquiditätsrisiken
Wechselkursrisiken
Zinsänderungsrisiken
Preisrisiken

Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse neue, größere Wettbewerber mit höherer Innovations- oder Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer höheren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann.

Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt. Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt.

Nichtakzeptanz unserer Technologien

Um unseren Vorsprung vor dem Wettbewerb zu behaupten und auszubauen, bringen wir in regelmäßigen Abständen neue Produkte mit weiterentwickelten Produkteigenschaften und neuen Funktionen auf den Markt. Hier besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte nicht die von uns erwartete Akzeptanz erlangen und vom Markt nicht angenommen werden.

Aufgrund unserer klaren Ausrichtung auf Kundennutzen, der Unternehmensstruktur mit konzernweit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung sind wir praktisch Teil der Welt unserer Kunden und kennen deren Wünsche und Bedürfnisse genau. Wir sind dadurch in der Lage, optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und anzubieten.

Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden

Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich RATIONAL bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung kann die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.

Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigen Märkte mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet. Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als z. B. auf den klassischen Maschinenbau.

Reduzierte Deckung von Kreditrisiken

Eine negative konjunkturelle Entwicklung und die daraus resultierende finanzwirtschaftliche Situation unserer Kunden reduzieren die Bereitschaft des Warenkreditversicherers zur Übernahme von Kreditrisiken und führen damit zu höheren Forderungsausfallrisiken. (siehe Finanz- und Kapitalmarktrisiken)

Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Fachhändlers

Unser Konzernumsatz verteilt sich auf mehrere tausend Fachhändler, die im Wesentlichen im Bereich „Gastronomie-Fachhandel“ tätig sind. Der Anteil des Geschäftsvolumens mit dem konzernweit umsatzstärksten Fachhändler am Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 2,8 % (Vj. 2,7 %). Bei Ausfall von Fachhändlern können Umsatzpotenziale wegfallen. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Fachhändler ergeben sich aber nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhändlers nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.

Politische und rechtliche Risiken

Politische Instabilität oder Krisen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z. B. Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Ländern denkbar.

Auch im Geschäftsjahr 2015 führte die Russland-Ukraine-Krise zu einem Umsatzrückgang in diesen Märkten. Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf vielen Märkten der Welt anbieten, eröffnen jedoch die Chance zum Ausgleich regionaler Schwächen durch Kompensation in anderen Märkten.

Verletzung von Schutzrechten

Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie Schadenersatzleistungen entstehen. Wir sind seit Jahren Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. RATIONAL ist im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit in kleinere gerichtliche Verfahren im Zusammenhang mit Bestandsfragen im Patentrecht (eigene Patente) involviert.

Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften

Unsere Produkte und Dienstleistungen vermarkten wir aktuell konzernweit in mehr als 100 Ländern. Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:

länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen
Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können
unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen, bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben
geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen
Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze

Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.

Produktions- und Produktrisiken

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Daneben wurden im Rahmen der im Jahr 2013 durchgeführten Risikoanalyse der Lieferkette unterschiedliche Maßnahmen zur Risikoreduktion beschlossen. Diese beinhalten unter anderem eine Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und den Aufbau eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten.

Produktionsunterbrechungsrisiko

Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen, was eine vorübergehende Produktionsunterbrechung zur Folge haben kann. Das daraus resultierende finanzielle Risiko ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen wurde eine Rückfallebene in Form einer zweiten Ausfertigung der betroffenen Anlagen geschaffen. Diese werden gesondert gelagert und können im Bedarfsfall mit überschaubarem Aufwand und im Vergleich zur Wiederbeschaffung in relativ kurzer Zeit aktiviert werden.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Die unverändert niedrige gruppenweite Garantiekostenquote von 1,0 % (Vj. 1,1 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend. Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden könnten. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden für die als qualitativ hochwertig angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch extreme Anstrengungen, jeden Fehler und den entstandenen Schaden zu überkompensieren.

Operative Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.

RATIONAL ist in der Region sowie international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen durchgeführt. Um Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen.

Daneben verfügen wir mit der U.i.U.®-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, welche die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.

Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative „RATIONAL Offensive Sicherheit“ durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und näher gebracht. Des Weiteren existiert im Unternehmen das KISS-Programm, bei dem zufällig ausgewählte Teilprozesse wöchentlich zu den Themen Kennzahlen, Informationen, Sicherheit, Sauberkeit, Ordnung, Nachhaltigkeit und Umwelt auditiert werden. Hierdurch werden saubere, sichere und ergonomisch korrekte Arbeitsplätze gefördert und sichergestellt.

IT-Risiken

Risiken können insbesondere durch die sich immer weiter entwickelnde Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.

Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können.

Um der zunehmenden Bedeutung des Schutzes und der Sicherheit von Unternehmensdaten gerecht zu werden, wurden im Jahr 2015 Informationssicherheits-Trainings durchgeführt, um das Bewusstsein der Mitarbeiter beim Umgang mit solchen Daten zu schärfen.

Umweltrisiken

Wesentliche Umweltrisiken sind für RATIONAL nur bedingt in den Produktionsstandorten gegeben. Hierzu zählen erhöhte Energieverbrauchswerte in der Fertigung und in den Bürogebäuden, Abfallbelastung und Treibhausgasemissionen. Chemische Produkte vertreibt das Unternehmen in Form von Reinigungstabletten. Um Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen und Schäden zu verhindern, werden neue Investitionen auch auf umweltrelevante Auswirkungen geprüft. Abwasser, Abfall, Emissionswerte und sonstige Umweltbelastungen werden jährlich erfasst und ausgewertet. Es werden jedes Jahr neue Ziele mit entsprechenden Maßnahmen formuliert, um Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern oder gänzlich zu vermeiden. Lediglich Elektropolierschlamm fällt bei RATIONAL als gefährlich eingestufter Abfall an und wird durch zertifizierte Abfallentsorgungsunternehmen entsorgt. Durch den Einsatz modernster Schweißverfahren konnte dieser in den vergangenen Jahren um mehr als 70 % reduziert werden. Es werden regelmäßig Investitionen in moderne und umweltschonende Gebäudetechnik vorgenommen, um beispielsweise Heiz- beziehungsweise Kühlsysteme so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Unsere Produkte werden in Bezug auf Energieverbrauch ständig weiterentwickelt und verbessert, da geringere Energiekosten und verbesserte Verbrauchswerte auch im Interesse unserer Kunden liegen.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken identifiziert.

Währungsschwankungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich negativ aus, eine Abwertung positiv. Um diesem Risiko entgegenzutreten, werden gängige Sicherungsinstrumente wie Optionen eingesetzt. Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig eliminieren.

Zinsänderungsrisiken werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses sowohl in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in ihrer möglichen Schadenhöhe als sehr gering eingestuft.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei der RATIONAL AG im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

› Die bei der RATIONAL AG und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.

› Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.

› Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

› Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.

› Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

› Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.

› Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.

› Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das 4-Augen-Prinzip angewendet.

› Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Abschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.

› Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

5. VERGÜTUNGSBERICHT

Gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 5,1 Mio. Euro (Vj. 6,4 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vj. 1,6 Mio. Euro) enthalten. Daneben beinhalten die genannten Bezüge Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,4 Mio. Euro) beliefen.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2015 nicht stattgefunden.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 betrug 1,0 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro). Darin waren variable Anteile in Höhe von 0,0 Mio. Euro enthalten (Vj. 0,2 Mio. Euro). Die deutlich höheren Bezüge resultieren aus der Vergrößerung des Aufsichtsrats von drei auf sechs Mitgliedern im Mai 2015.

6. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Gemäß § 289 ABS. 4 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.

Zum 31. Dezember 2015 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.411 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. 2015 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, d. h. die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

7. BERICHT DES VORSTANDES DER RATIONAL AG ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN GEMÄß § 312 AKTIENGESETZ

Der Vorstand der RATIONAL AG hat für das Jahr 2015 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:

„Der Vorstand der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklärt hiermit, dass die RATIONAL AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“

8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄß § 289a HGB

Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.

Landsberg am Lech, den 23. Februar 2016

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Bilanz

Aktiva

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31.12.2015

31.12.2014

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.928.872,00 1.559.534,00
2. Geleistete Anzahlungen 43.966,80 0,00
1.972.838,80 1.559.534,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.618.199,71 46.740.141,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.041.238,00 4.199.894,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.511.996,00 5.181.056,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.075.301,04 0,00
62.246.734,75 56.121.091,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.135.092,67 940.918,41
1.135.092,67 940.918,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.735.227,82 7.830.039,42
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 188.917,30 191.653,33
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.018.129,60 2.286.735,93
9.942.274,72 10.308.428,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.560,13 28.087,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.427.726,46 63.078.759,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 139.884,93 154.728,14
55.595.171,52 63.261.574,58
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 217.954.125,91 182.798.775,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 532.462,94 202.800,00
D. Aktive latente Steuern 200.212,39 91.009,79
349.578.913,70 315.284.132,66
Passiva
31.12.2015

31.12.2014

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.370.000,00 11.370.000,00
(Nennwert bedingtes Kapital T€ 200; Vorjahr T€ 200)
II. Kapitalrücklage 31.016.731,65 31.016.731,65
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 513.541,57 513.541,57
IV. Bilanzgewinn 242.626.642,88 211.292.994,09
(davon Gewinvortrag: T€ 133.977; Vorjahr T€ 108.909)
285.526.916,10 254.193.267,31
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 693.353,00 667.565,00
2. Steuerrückstellungen 3.509.966,00 4.069.998,00
3. Sonstige Rückstellungen 16.392.098,26 14.749.004,12
20.595.417,26 19.486.567,12
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.704.202,12 29.656.741,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.888.093,65 7.014.196,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.524.902,40 2.478.702,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.339.382,17 2.454.657,66
(davon aus Steuern T€ 2.304; Vorjahr T€ 2.443)
43.456.580,34 41.604.298,23
349.578.913,70 315.284.132,66

Gewinn- und Verlustrechnung

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2015 2014
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 368.383.813,76 333.936.345,48
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -263.792,89 603.051,42
3. Sonstige betriebliche Erträge 7.669.516,72 6.315.923,29
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 6.186; Vorjahr T€ 4.905)
375.789.537,59 340.855.320,19
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 174.240.426,24 158.832.359,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.838.634,99 7.738.000,16
182.079.061,23 166.570.359,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 34.317.367,26 30.965.207,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.783.786,53 4.455.506,94
(davon für Altersversorgung T€ 745; Vorjahr T€ 754)
39.101.153,79 35.420.714,87
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.172.029,97 5.861.227,17
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 48.784.794,34 38.409.962,06
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 4.111; Vorjahr T€ 1.359)
8. Erträge aus Beteiligungen 35.363.273,32 33.143.516,20
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 35.363; Vorjahr T€ 33.144)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 347.284,07 454.877,09
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 3.156.832,17 2.738.903,88
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 987.411,99 1.089.351,96
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 83; Vorjahr T€ 89)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 137.532.475,83 129.841.001,59
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 28.882.827,04 27.456.998,24
(davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern T€ 109; Vorjahr T€ 29 Aufwand)
14. Jahresüberschuss 108.649.648,79 102.384.003,35
15. Gewinnvortrag 133.976.994,09 108.908.990,74
16. Bilanzgewinn 242.626.642,88 211.292.994,09

Anhang

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bauten werden überwiegend über 25 bis 33 Jahre abgeschrieben, die sonstigen Anlagen werden überwiegend über 3 bis 10 Jahre abgeschrieben. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Sonderwirtschaftsgüter (€ 150 bis € 1.000) werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, der auf die Fertigung entfällt, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Fremdwährung geführten flüssigen Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs per 31.12.2015 bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ als so genannter "davon-Vermerk" ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,73 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen ergeben wird.

Die Umsatzrealisierung aus dem Produktverkauf an die Tochtergesellschaften erfolgt im vertraglich festgelegten Zeitpunkt des Gefahrenübergangs. Die Erträge aus dem Kundenstammleasing sowie aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden vertragsgemäß abgerechnet.

II. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2015 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Im Berichtsjahr wurde in den Erwerb von Grundstücken 4.551 TEUR investiert.

Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:

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Kapitalanteil

in %
Eigenkapital

in T€ 31.12.2015 (Stichtagskurs)
Ergebnis

in T€ GJ 2015 (Durchschnittskurs)
Kapitalanteil

in %
Eigenkapital

in T€ 31.12.2015 (Stichtagskurs)
Ergebnis

in T€ GJ 2015 (Durchschnittskurs)
unmittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech 100,0 26 206* 100,0 1.572 746
RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech 100,0 93 435* 100,0 2.489 744
RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech 100,0 99 1.939* 100,0 535 334
LechMetall GmbH, Landsberg am Lech 100,0 51 0* 100,0 9.865 3.440
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaf mbH Landsberg am Lech 100,0 86 170* 100,0 1.106 471
RATIONAL Montage Gmb Landsberg am Lech 100,0 147 407* 100,0 4.799 1.202
RATIONAL UK Ltd. Luton, Großbritannien 100,0 4.501 2.802 100,0 1.267 426
RATIONAL Japan Co., Ltd. Tokyo, Japan 100,0 3.356 495 100,0 180 76
RATIONAL Cooking Systems, In., Schaumburg, USA 100,0 5.961 2.251 100,0 698 28
RATIONAL Skandinavia AB,
Malmö, Schweden 100,0 895 689 100,0 1.159 -5
RATIONAL Italia s.r.l. Mestre, Italien 100,0 669 247
RATIONAL Schweiz AG Balgach, Schweiz 100,0 999 427 99,9 -677 -801
RATIONAL International AG Balgach, Schweiz 100,0 44.894 40.029 100,0 1.396 630
RATIONAL Canada Inc. Mississauga, Kanada 100,0 1.072 324 100,0 91 -400
RATIONAL Ibérica CookingSystems S.L., Barcelona, Spanien 100,0 1.120 603 100,0 30 8
RATIONAL Cooking Systems PE. LTD. Singapur, Singapur 100,0 220 25 100,0 1.758 -133

* vor Ergebnisabführung / Verlustübernahme an bzw. durch die Muttergesellschaft

2015 wurden zwei neue Tochtergesellschaften in Singapur und der Türkei gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte im Februar bzw. im Mai 2015.

Das negative Eigenkapital der brasilianischen Tochtergesellschaft resultiert im Wesentlichen aus Währungsverlusten. Im Berichtszeitraum wurden Maßnahmen ergriffen, damit die Tochtergesellschaft zukünftig nicht mehr von Währungseffekten belastet wird.

Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.

Die RATIONAL Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft des RATIONAL-Konzerns und stellt als oberstes Mutterunternehmen gem. § 315a Abs. 1 HGB einen IFRS Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft abrufbar.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Zinsforderungen.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00.

Die Gewinnrücklage betrifft die nach § 150 Abs. 2 AktG erforderliche gesetzliche Rücklage. Die Kapitalrücklage sowie die gesetzliche Rücklage haben wie im Vorjahr bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.

Das bedingte Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 200.000,00 und beinhaltet Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes auf bis zu 131.000 Aktien.

Für das Geschäftsjahr 2014 wurde in 2015 eine Gewinnausschüttung von T€ 77.316 vorgenommen (Gewinnausschüttung für 2013 in 2014: T€ 68.220).

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt und betrifft ausschließlich Leistungsempfänger in Rente. Im Rahmen der Ermittlung der Pensionszusage wurde ein Rententrend von 1,75% (Vorjahr: 1,75%) sowie die Richttafeln 2005 G zu Grunde gelegt. Die Pensionsrückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 3,94% (Vorjahr: 4,58%) abgezinst.

5. Latente Steuern

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu aktiven latenten Steuern in Höhe von 200 T€ führen (Vorjahr: 91 T€), resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Abzinsung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sowie Unterschieden in der Bemessung der Urlaubs-, Gleitzeit- und Jubiläumsrückstellung und sind folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen.

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Bilanzposten HB

T€
StB

T€
Unterschied

T€
Aktive(-) /Passive (+) latente Steuer

T€
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.428 55.632 204 -57
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 693 510 183 -51
Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen 1.007 899 108 -30
Gewährleistungsrückstellung 7.160 7.108 52 -14
Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung 1.087 912 175 -48

Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
Gewährleistung 7.160 6.108
Personalbereich 6.395 6.367
ausstehende Rechnungen 1.891 1.661
Aufsichtsratsvergütung 946 613
16.392 14.749

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Unternehmens für die Funktionalität der Produkte. Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile sowie Jubiläen. Im Rahmen der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurden die Richttafeln 2005 G zu Grunde gelegt. Die Rückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 3,94% abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2015:

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bis zu einem Jahr

T€
ein bis fünf Jahre

T€
über fünf Jahre

T€
gesamt lt. Bilanz

T€
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 4.043 14.031 7.630 25.704
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.888 -- -- 7.888
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.525 -- -- 3.525
Sonstige Verbindlichkeiten 6.340 -- -- 6.340
21.796 14.031 7.630 43.457

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2014:

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bis zu einem Jahr

T€
ein bis fünf Jahre

T€
über fünf Jahre

T€
gesamt lt. Bilanz

T€
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 3.953 14.751 10.953 29.657
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.014 -- -- 7.014
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.479 -- -- 2.479
Sonstige Verbindlichkeiten 2.454 -- -- 2.454
15.900 14.751 10.953 41.604

Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist eine Grundschuld in Höhe von T€ 33.500 eingetragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

8. Haftungsverhältnisse

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bis zur Maximalhöhe von insgesamt T€ 14.720 (Vorjahr: T€ 11.916) übernommen. Diese betreffen in voller Höhe (wie im Vorjahr) Zahlungsverpflichtungen verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Gemäß § 251 HGB gliedern sie sich in folgende Kategorien:

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31.12.2015

T€
Vorjahr

T€
Verb. aus Bürgschaften, Wechsel-, und Scheckbürgschaften 4.355 3.388
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 10.365 8.528

Mit einer Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse ist aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Zahlungspflichtigen nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Geographische Aufteilung der Umsatzerlöse:

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2015

T€
2014

T€
Inland 60.115 53.009
übriges Europa 307.836 280.653
Amerika 301 227
Asien 132 47
368.384 333.936

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

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2015

T€
2014

T€
Verkäufe an Tochtergesellschaften 332.964 299.411
Kundenstammleasinggebühren 22.030 22.494
Konzerninterne Dienstleistungen 13.253 11.646
Sonstige 137 385
368.384 333.936

2. Sonstige betriebliche Erträge

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2015

T€
2014

T€
Wechselkursgewinne 6.186 4.905
Schadenersatz Versicherungen 485 401
Erlöse aus geldwertem Vorteil der Mitarbeiter 771 744
Sonstige Erlöse 215 261
Übrige 13 5
7.670 6.316

Die Wechselkursgewinne resultieren im Wesentlichen aus der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem britischen Pfund.

3. Materialaufwand

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2015

T€
2014

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wareneinkauf 174.639 159.234
erhaltene Skonti -399 -402
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.839 7.738
182.079 166.570

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2015

T€
2014

T€
Raumkosten 2.658 2.060
Steuern, Versicherungen 2.323 2.180
Entwicklungskosten 8.094 3.578
Kfz-Kosten 2.045 2.021
Vertrieb, Werbung 2.272 2.832
Reisekosten 1.160 1.188
Kosten der Warenabgabe 3.409 3.472
IC-Servicekosten 9.138 7.827
Reparatur, Instandhaltung, Leasing 3.434 2.992
Personalaufwendungen 3.230 2.675
Wechselkursverluste 4.111 1.359
sonstige 6.911 6.226
48.785 38.410

Der Anstieg der Entwicklungskosten resultiert aus verstärkten Entwicklungsaktivitäten. Die Wechselkursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Ein wesentlicher Anteil der Effekte kommt aus Wechselkursschwankungen des Kanadischen Dollar und britischen Pfund gegenüber dem Euro.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latente Steuer resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft ist für Zwecke der Körperschafts- und Gewerbesteuer Organträgerin für die RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Komponenten GmbH, RATIONAL Montage GmbH und LechMetall GmbH.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 10.136 (Vorjahr: T€ 4.387) im Wesentlichen für Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 5.646 (Vorjahr: T€ 631) sowie aus abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 4.117 (Vorjahr: T€ 3.428). Darüber hinaus wurde ein bedingter Kaufvertrag für den Erwerb eines Grundstücks in Höhe von 2.455 TEUR abgeschlossen. Voraussetzung für das Inkrafttreten des Vertrags ist, dass der entsprechende Bebauungsplan in Kraft tritt.

Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.

2. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechselkursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen, zur Absicherung von Zinsschwankungen und zur Ausnutzung von Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung ergibt sich aus den geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. RATIONAL nutzt sogenannte Natural Hedges in den Währungen, in denen Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, sofern in der jeweiligen Fremdwährung auch Zahlungen für Produktionsmaterial anfallen. Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.

Zum Jahresabschluss 2015 bestehen insgesamt 3 Devisen-Put-Optionen in den Währungen britisches Pfund, US-Dollar und japanischer Yen. Bei Fälligkeit der Put-Option entscheidet RATIONAL, abhängig von der Kurssituation, ob diese Optionen ausgeübt werden oder verfallen.

Bei Devisenoptionen entspricht der beizulegende Zeitwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.

Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 12.685 (Vorjahr: T€ 2.615). Zum Vorjahresabschluss bestand zudem ein Devisentermingeschäft mit einem Kontraktwert in Höhe von 7.374 T€.

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Derivative Finanzinstrumente Kontraktwert

T€
Positiver beizulegender Zeitwert

T€
Negativer beizulegender Zeitwert

T€
Devisenoptionen 12.685 9 0
12.685 9 0

In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem beizulegendem Zeitwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 9 (Vorjahr: T€ 8).

3. Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:

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2015

T€
2014

T€
Abschlussprüfungsleistungen 183 174
Sonstige Leistungen 13 0
196 174

4. Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 348 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 320 Mitarbeiter).

Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:

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2015 2014
Vertrieb & Marketing 58 57
Produktion & Lieferung 76 72
Forschung & Entwicklung 103 90
Verwaltung 111 101
348 320

5. Vorstand

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

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Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt Vorstandsvorsitzender
Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt Vorstand kaufmännischer Bereich (bis 31. Dezember 2015)
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann Vorstand kaufmännischer Bereich (seit 01. Januar 2016)

Herr Erich Baumgärtner hat sein Mandat zum Ende des Geschäftsjahres 2015 niedergelegt. Zu seinem Nachfolger hat der Aufsichtsrat zum 1. Januar 2016 Herrn Dr. Axel Kaufmann berufen. Dieser ist am 1. Oktober 2015 in den Vorstand der RATIONAL AG eingetreten.

Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Stadelmann ist Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 5.118 Tsd. Euro (Vj. 6.357 Tsd. Euro). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von 1.410 Tsd. Euro (Vj. 1.638 Tsd. Euro) enthalten. Daneben beinhalten die Bezüge Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 899 Tsd. Euro (Vj. 2.028 Tsd. Euro). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 317 Tsd. Euro belaufen (Vj. 403 Tsd. Euro).

In der Hauptversammlung vom 11.05.2011 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.

6. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren

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Siegfried Meister, Kaufmann Vorsitzender
Walter Kurtz, Kaufmann Stellvertreter
Dr. Hans W. Maerz Wirtschaftsprüfer Stellvertreter
Dr.–Ing. Hermann Garbers, freiberuflicher Unternehmensberater ab 4. Mai 2015
Dr. Gerd Lintz Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt ab 4. Mai 2015
Werner Schwind, Kaufmann ab 4. Mai 2015

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr.-Ing. Garbers ist Mitglied des Aufsichtsrats der Deutz AG, Köln, Deutschland.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2015 T€ 992 (Vorjahr: T€ 659).

7. Mitgeteilte Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2015 lagen keine Mitteilungen zu bestehenden Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG vor.

8. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Website der Gesellschaft www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.

Landsberg am Lech, den 23. Februar 2016

RATIONAL Aktiengesellschaft

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

(Anlagenspiegel 2015)

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2015

Zugänge

Abgänge

Stand 31.12.2015

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.055.416,13 1.240.053,60 0,00 8.295.469,73
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 43.966,80 0,00 43.966,80
7.055.416,13 1.284.020,40 0,00 8.339.436,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.042.256,67 4.597.779,51 1.007.395,14 72.632.641,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.984.031,09 2.031.718,14 199.614,00 19.816.135,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.442.299,67 2.335.514,85 447.680,94 17.330.133,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.075.301,04 0,00 3.075.301,04
102.468.587,43 12.040.313,54 1.654.690,08 112.854.210,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.264.081,10 194.174,26 0,00 4.458.255,36
4.264.081,10 194.174,26 0,00 4.458.255,36
113.788.084,66 13.518.508,20 1.654.690,08 125.651.902,78

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Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 01.01.2015

Zugänge

Abgänge

Stand 31.12.2015

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.495.882,13 870.715,60 0,00 6.366.597,73
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.495.882,13 870.715,60 0,00 6.366.597,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.302.115,09 2.116.484,38 404.158,14 24.014.441,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.784.137,09 1.180.479,14 189.719,00 14.774.897,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.261.243,67 2.004.350,85 447.456,94 11.818.137,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
46.347.495,85 5.301.314,37 1.041.334,08 50.607.476,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.323.162,69 0,00 0,00 3.323.162,69
3.323.162,69 0,00 0,00 3.323.162,69
55.166.540,67 6.172.029,97 1.041.334,08 60.297.236,56

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Buchwerte
Stand 31.12.2015

Stand 31.12.2014

--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.928.872,00 1.559.534,00
2. Geleistete Anzahlungen 43.966,80 0,00
1.972.838,80 1.559.534,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.618.199,71 46.740.141,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.041.238,00 4.199.894,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.511.996,00 5.181.056,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.075.301,04 0,00
62.246.734,75 56.121.091,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.135.092,67 940.918,41
1.135.092,67 940.918,41
65.354.666,22 58.621.543,99

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresfinanzbericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 23. Februar 2016

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt wer- den. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätig-keit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung, aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 23. Februar 2016

**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im Geschäftsjahr 2015 konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2015 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2015 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2016 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement, Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.

Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2015 zu elf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2016 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2016 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2015 zu elf weiteren internen Beratungen sowie zu drei Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:

1. Auswahl der Kandidaten für die Erweiterung des Aufsichtsrates
2. Wahl des Vorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats
3. das Ausscheiden des bisherigen Finanzvorstandes Erich Baumgärtner zum 31. Dezember 2015 sowie die Bestellung von Dr. Axel Kaufmann als seinen Nachfolger zum 1. Oktober 2015
4. die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag,
5. die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2016
6. die Erschließungsstrategie für neue Märkte, die neue Führungsstruktur in Lateinamerika sowie die Konsolidierung in Indien
7. die Entwicklung im Fokusmarkt USA
8. die Schwerpunkte in der Produktentwicklung
9. die Weiterentwicklung des RATIONAL Compliance-Programms
10. die Bauprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim
11. die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inkl. Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie
12. die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand
13. Bildung Prüfungsausschuss

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2016 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2016 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 wird die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 24. Februar 2016 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Änderung im Vorstand

Nach mehr als 17 erfolgreichen Jahren als kaufmännischer Vorstand des Unternehmens hat Herr Erich Baumgärtner sein Vorstandsmandat im beiderseitigen Einvernehmen zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. Durch sein unternehmerisches Denken und Handeln wurde RATIONAL zu einem der begehrtesten Unternehmen an der deutschen Börse. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Erich Baumgärtner für seine langjährige Tätigkeit zum Wohle unserer Kunden und unseres Unternehmens. Als Nachfolger und für den kaufmännischen Bereich allein verantwortlichen Vorstand hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 Herrn Dr. Axel Kaufmann bestellt.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG wurde im Geschäftsjahr 2015 von drei auf sechs Mitglieder vergrößert.

In seiner Sitzung am 21. Juli 2015 hat der Aufsichtsrat ferner den Beschluss gefasst, einen Prüfungsausschuss zu bilden. Zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses wurden Herr Walter Kurtz, Herr Dr. Hans Maerz und Herr Werner Schwind gewählt, den Vorsitz hat Herr Dr. Hans Maerz. Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2015 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2015 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Am 12. Juni 2015 trat eine Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex in Kraft. Der Aufsichtsrat hat sich mit den neuen Empfehlungen des Kodex eingehend befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate-Governance-Bericht Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2015 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand 31. Dezember 2015 abgegeben werden. Über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Januar 2015 beschlossen. Aufgrund der Erweiterung des Aufsichtsrats und der Einrichtung eines Prüfungsausschusses wurde diese Entsprechenserklärung aktualisiert und in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. September beschlossen. Die Entsprechenserklärung mit Stand 31. Dezember 2015 ist im Geschäftsbericht 2015 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 29. April 2015 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2016 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 24. Februar 2016 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2015 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 in seiner testierten Fassung vom 23. Februar 2016 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 in seiner testierten Fassung vom 23. Februar 2016. Der Jahresabschluss 2015 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 242,6 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 7,50 Euro je Aktie oder insgesamt 85,3 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2015 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, 2. März 2016

Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB

Verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung und -erhaltung ausgerichtete Unternehmensführung ist der Maßstab allen Handelns des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG und Grundlage des Unternehmenserfolgs. Im Folgenden berichten Vorstand und Aufsichtsrat entsprechend unseren Corporate-Governance-Grundsätzen, Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und gemäß §289a HGB über die Corporate Governance bei RATIONAL. Der Bericht wird durch den Vergütungsbericht ergänzt. Dieser ist Bestandteil des Lageberichts der Gesellschaft.

Organe der Gesellschaft

Die RATIONAL AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand und seine Arbeitsweise

Der Vorstand der RATIONAL AG kann sich aus einer oder mehreren Personen zusammensetzen und bestand zum Bilanzstichtag aus fünf Mitgliedern. Die Verteilung der Ressorts auf die einzelnen Mitglieder ist im Geschäftsverteilungsplan geregelt.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Ressorts. Jedes Mitglied des Vorstands führt das ihm zugewiesene Ressort im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Der Vorstand beschließt in der Regel in Sitzungen, die in zwei-wöchentlichem Rhythmus stattfinden. Zusätzlich kann jedes Mitglied des Vorstands die Einberufung einer Sitzung unter Mitteilung des Beratungsgegenstandes verlangen. Ebenso kann jedes Mitglied verlangen, dass ein Gegenstand in die Tagesordnung einer Sitzung aufgenommen wird. Der Vorstand beschließt in Sitzungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, außerhalb von Sitzungen mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements.

Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Peter Stadelmann (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich bis 31. Dezember 2015), Markus Paschmann (Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing) und Dr. Axel Kaufmann (Vorstand kaufmännischer Bereich ab 1. Januar 2016) üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Der Aufsichtsrat und seine Arbeitsweise

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge – wie beispielsweise die Festlegung der Jahresplanung, größere Investitionen – beinhaltet die in 2015 überarbeitete Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.

Detaillierte Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr. Garbers ist Mitglied des Aufsichtsrats der Deutz AG, Köln, Deutschland.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat der RATIONAL AG gehören gemäß der mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 geänderten Satzung sechs Mitglieder an, die von den Aktionären gewählt werden.

Herr Siegfried Meister ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Walter Kurtz und Herr Dr. Hans Maerz sind jeweils Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden. Mit Herrn Dr. Gerd Lintz, Herrn Werner Schwind und Herrn Dr.-Ing. Hermann Garbers wurden von der Hauptversammlung am 29. April 2015 ausgewiesene Spezialisten für die Themen Technik, Wirtschaftsrecht und Vertrieb in den Aufsichtsrat berufen. Damit erweitert der Aufsichtsrat seinen Erfahrungsschatz, um seiner Aufsichts- und Steuerungsaufgabe auch in Zukunft weiterhin umfassend nachkommen zu können..

Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt grundsätzlich fünf Jahre, die laufende Amtsperiode aller amtierenden Aufsichtsratsmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2019.

Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht, Alter, nationale Zugehörigkeit oder Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat der RATIONAL AG waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG hat sich ein Ziel für den Frauenanteil im Aufsichtsrat im Sinne des „Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Frauenquote)“ gesetzt und in diesem Bericht veröffentlicht (siehe unten). Darüber hinaus wird der Aufsichtsrat der RATIONAL AG keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.

Entsendungsrecht für Aufsichtsratsmitglieder

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.

Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG bestand bislang aus lediglich drei Mitgliedern. Die Bildung von Ausschüssen war daher nicht sachgerecht. Nach der Erweiterung auf sechs Mitglieder durch Beschluss der Hauptversammlung 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Mitglieder sind Herr Kurtz, Herr Dr. Maerz und Herr Schwind. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für angezeigt. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum eine effiziente Diskussion und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.

Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes

Die RATIONAL AG ist ein börsennotiertes, jedoch nicht paritätisch mitbestimmtes Unternehmen. Gemäß dem „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Frauenquote)“ ist deshalb eine Einführung der 30%-igen Frauenquote im Aufsichtsrat der RATIONAL nicht bindend. Aufgrund der Börsennotierung ist das Unternehmen aber verpflichtet, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie Fristen für die Erreichung dieser Zielgrößen festzulegen.

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben sich folgende Ziele für den Frauenanteil in Führungspositionen gesetzt und kommen damit den gesetzlichen Pflichten nach:

Für den Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % festgelegt.
Für den Vorstand wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % festgelegt.
Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 12,5% festgelegt.
Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 30,0% festgelegt.
Die Frist für die Erreichung dieser Zielgröße ist der 30. Juni 2017.

Die festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen in der RATIONAL AG wurden während des Berichtszeitraums erreicht.

Aktienbesitz der Leitungsorgane

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten per 31. Dezember 2015 insgesamt 8.049.695 Aktien. Dies entspricht 70,80 % des Grundkapitals. Davon entfielen 7.161.311 Aktien, dies entspricht 62,98 % des Grundkapitals, auf Herrn Siegfried Meister, 887.784 Aktien, dies entspricht 7,81 % des Grundkapitals, auf Herrn Walter Kurtz. Je 300 Aktien, dies entspricht jeweils 0,003 % des Grundkapitals, werden von Herrn Dr. Hans Maerz und Herrn Dr. Gerd Lintz gehalten.

Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Bilanzstichtag insgesamt 3.463 Aktien. Dies entspricht weniger als 1 % des Grundkapitals. Im Geschäftsjahr 2015 fanden keine Käufe oder Verkäufe von RATIONAL-Aktien durch Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder statt.

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SDAX-Performance-Index geknüpft. Im Berichtsjahr wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.

Aktionäre und Hauptversammlung

Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder ein von ihm bestimmtes Aufsichtsratsmitglied.

An der Hauptversammlung am 29. April 2015 in Augsburg haben rund 700 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 90,86 % des Grundkapitals. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden durch die Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Compliance

Gesetzestreues, integres und verantwortungsbewusstes Verhalten ist die Grundlage für Sicherheit, Solidität und Zukunftserfolg eines Unternehmens. Um die konzernweite Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2012 mit dem Aufbau einer Compliance-Organisation begonnen.

Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten bilden die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG („Code of Conduct“), die in Form der RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr zusammengefasst und unternehmensweit kommuniziert worden sind.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance Officer für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Auf der Grundlage der Ergebnisse von, in verschiedenen Unternehmensbereichen durchgeführten, Compliance-Risikoanalysen wurden Maßnahmen definiert, um allen wesentlichen Compliance-Risiken entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen schließen neben einschlägigen internen Compliance-Vorgaben auch die Zusammenarbeit mit lokalen, qualifizierten Partnern ein. Des Weiteren wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und, soweit zur Risikovermeidung erforderlich, die RATIONAL-Compliance-Vorgaben entsprechend angepasst.

2015 wurde eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Risikomanagementsystems und der Prüfung der Konzeption des Compliance-Management-Systems entsprechend der Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) beauftragt. Hierbei wurde die Funktionsfähigkeit beider Systeme bestätigt. Das Compliance Management System sowie das Risikomanagementsystem werden auch in den Folgejahren auf der Basis der bestehenden Konzepte zielgerichtet weiterentwickelt.

Wesentliche Unternehmensführungspraktiken

Verantwortungsvolles, nachhaltiges und soziales Handeln ist für die RATIONAL AG seit jeher ein tragendes Element der unternehmerischen Kultur. Hierzu gehört auch die Integrität im Umgang mit Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit.

RATIONAL versteht unter Compliance die Einhaltung von Recht, Gesetz und Satzung sowie die Befolgung der zusätzlichen internen Regelwerke. Darüber hinaus entwickelte die RATIONAL AG auch im Geschäftsjahr 2015 die eigene Corporate Governance weiter und folgt weitestgehend den Regelungen des Kodex in der aktuell gültigen Fassung vom 12. Juni 2015. Weitere freiwillig eingegangene Selbstverpflichtungen gegenüber externen Kodizes und Regelwerken bestehen nicht. Das Unternehmen hat sich selbst ein umfassendes Leitbild gegeben und verfügt über schriftlich niedergelegte Führungsprinzipien sowie einen unternehmensweit gültigen „Code of Conduct“. Das Unternehmensleitbild drückt das Selbstverständnis des Unternehmens, seiner Führungsorgane und Mitarbeiter aus. Es befindet sich auf der RATIONAL Website unter der Rubrik „Unternehmen / Philosophie / Das RATIONAL Leitbild“. Es gibt außerdem Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Kunden, Partnern und Kollegen.

2015 ist eine neue Geschäftsordnung für die Tochtergesellschaften in Kraft getreten, die die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften klar regelt. Diese legt detailliert die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften fest, beinhaltet aber auch Entscheidungsvorbehalte zugunsten des Vorstands der RATIONAL AG.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung hat am 29. April 2015 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.

Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.

Leitender Prüfer des Jahresabschlusses 2015 war Herr Dietmar Eglauer.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Erklärung nach §161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß §161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im August 2015 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (Fassung vom 12. Juni 2015) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“

Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.

Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,
der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,
bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“

Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet. Im Übrigen entspricht die RATIONAL AG den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.

Ziffer 5.1.2 (1) Satz 2 und Satz 3 des Kodex:

Ziffer 5.1.2 (1) Satz 2: „Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten.“

Ziffer 5.1.2 (2) Satz 3: „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.

Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

„Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.“

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG bestand bis zur Hauptversammlung 2015 aus lediglich drei Mitgliedern. Die Bildung von Ausschüssen war daher nicht sachgerecht. Die ordentliche Hauptversammlung vom 29. April 2015 hat die Erweiterung des Aufsichtsrats auf sechs Mitglieder beschlossen. Seitdem hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für angezeigt. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 3: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Landsberg, 31. Dezember 2015

RATIONAL Aktiengesellschaft

Siegfried Meister, für den Aufsichtsrat

Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 24. Februar 2016 festgestellt.