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RATIONAL AG — Interim / Quarterly Report 2023
Aug 3, 2023
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Interim / Quarterly Report
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Publication
RATIONAL Aktiengesellschaft
Landsberg am Lech
Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023
Konzernlagebericht
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weltwirtschaftswachstum für 2023 bei 3 % erwartet
Zu Beginn des Jahres 2023 erwartete der Internationale Währungsfonds (IWF) eine beginnende Normalisierung der Weltwirtschaft. Kurz darauf erwies sich die Inflation trotz sinkender Energie- und Lebensmittelpreise beständiger als erwartet. Viele Länder berichten zudem von weiter angespannten Arbeitsmärkten. Die Angst vor Bankenpleiten schürte kurzfristig die Sorge vor einer sektorübergreifenden Ausweitung der finanziellen Instabilität. In seinem jüngsten Update geht der IWF entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einem Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,0 % für das Jahr 2023 aus. Dies liegt etwas über den Schätzungen aus Januar und April 2023. Für die Wirtschaftsleistung der Eurozone wird nun eine Steigerungsrate von 0,9 % erwartet, in den Vereinigten Staaten rechnet der IWF mit einem Wachstum von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. In den Entwicklungs- und Schwellenländern wird die Wirtschaftsleistung um 4,0 % über dem Vorjahr prognostiziert. (Quelle: IMF World Economic Outlook, Juli 2023)
Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung: Fachkräftemangel und hohe Energiekosten fordern Gastronomen heraus
Nach Beginn des Kriegs in der Ukraine kam es zu enormen Steigerungen der Energiekosten und Lebensmittelpreise. Trotz der jüngsten Erholung bewegen sich diese weiterhin auf hohem Niveau. Die steigenden Faktorpreise haben negative Auswirkungen auf unsere Kunden, da sie den Effizienzdruck in der Gastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung weiter vorantreiben. Gleichzeitig erhöhen sich durch diese Entwicklung die Attraktivität und die Wirtschaftlichkeit unserer Kochsysteme für unsere Kunden.
Neben dem Kostendruck bleibt der Fachkräftemangel unverändert bestehen. Nach einer Auswertung der Europäischen Arbeitsbehörde sind Köche ähnlich gesucht wie IT-Spezialisten, Handwerker oder Pflegepersonal (Quelle: EURES Report on labour shortages and surpluses, März 2023). In vielen Gaststätten führt dies zu Menükürzungen, personell bedingten Ruhetagen und im schlimmsten Fall zu Restaurantschließungen. Unsere intelligenten Kochsysteme können unseren Kunden helfen, die Herausforderungen des Fachkräftemangels besser zu meistern.
Ertragslage
Hoher Auftragsbestand abgebaut - Normalniveau im dritten Quartal erwartet
Besonders im ersten Quartal 2022 versuchten unsere Kunden durch vorgezogene Bestellungen den Lieferschwierigkeiten und den angekündigten Preisanpassungen entgegenzuwirken. Dies führte zu einem rasant ansteigenden Auftragsbestand. Dieser gipfelte Ende des ersten Halbjahres 2022 bei rund 400 Mio. Euro beziehungsweise 44.000 Kochsystemen. Durch eine verbesserte Beschaffungssituation und Zusatzschichten in unserer Produktion gelang es uns in den letzten zwölf Monaten, den Auftragsbestand und somit unsere Lieferzeiten erfolgreich zu reduzieren. Der Auftragsbestand betrug Ende Juni 2023 noch rund 160 Mio. Euro beziehungsweise 13.500 Geräte. In Summe gelang es uns, den Auftragsbestand in den ersten beiden Quartalen 2023 um rund 85 Mio. Euro zu reduzieren.
Wir erwarten, dass der Auftragsbestand im Laufe des dritten Quartals 2023 seinen neuen Normalwert erreichen wird. Vor der Coronakrise betrug dieser rund einen Monatsumsatz. Wir gehen nun davon aus, dass Kunden aufgrund der Erfahrungen des letzten Jahres Bestellungen im Durchschnitt etwas früher aufgeben.
Gleichbleibend hohe Umsatzerlöse in beiden Quartalen
Neben der gestiegenen Nachfrage waren die Anzahl der verkauften Kochsysteme und die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr vor allem durch den Abbau des Auftragsbestands geprägt. Zusätzlich zu der gestiegenen Anzahl an verkauften Kochsystemen haben auch die letztjährigen Preisanpassungen einen positiven Effekt auf den Umsatz. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 278,3 Mio. Euro konnten wir den Umsatz des zweiten Quartals 2022 (Vj. 232,4 Mio. Euro) um 20 % übertreffen. Nach sechs Monaten 2023 lag der Umsatz mit 560,8 Mio. Euro um 23 % über Vorjahr (Vj. 457,7 Mio. Euro). Insgesamt rechnen wir damit, dass sich die positiven Sondereffekte sowohl des Abbaus des Auftragsbestands als auch der Preiserhöhungen im Jahresverlauf reduzieren werden. Währungsneutral beträgt das Wachstum der Umsatzerlöse rund 24 %.
Americas bleiben Wachstumstreiber - China erholt sich zunehmend
Aus regionaler Sicht blicken wir im ersten Halbjahr in allen Segmenten auf erfreuliche Wachstumsraten. Nach der großartigen Entwicklung im vergangenen Jahr knüpften Nordamerika und Lateinamerika (Übrige Segmente) an diese Erfolge an. Getrieben vom erneut sehr guten Geschäft in den Vereinigten Staaten stiegen die Umsatzerlöse im Segment Nordamerika um 68 % auf 137,1 Mio. Euro. Aufgrund starker Umsätze in Brasilien, Chile und Argentinien wuchsen die Umsatzerlöse in Lateinamerika (Übrige Segmente) um 42 % auf 24,5 Mio. Euro. Das Segment Asien konnte dank hoher Umsatzerlöse in Japan und der Erholung des chinesischen Geschäfts den Vorjahreswert um 31 % auf 85,2 Mio. Euro steigern. EMEA und DACH, welche in jüngerer Vergangenheit sehr hohe Wachstumsraten aufwiesen, konnten die Umsatzerlöse nochmals um 16 % auf 231,9 Mio. Euro beziehungsweise 9 % auf 87,1 Mio. Euro erhöhen.
Umsatz nach Produktgruppen: iCombi wächst um 27 % - iVario konsolidiert nach dem letztjährigen Erfolg
In der Produktgruppe iCombi lag der Umsatz nach einem Wachstum von 27 % in den ersten sechs Monaten bei 503,0 Mio. Euro (Vj. 395,1 Mio. Euro). Die Produktgruppe iVario wies im ersten Halbjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 57,8 Mio. Euro aus (Vj. 62,6 Mio. Euro). Dies entspricht einem Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahresvergleichswert. Nachdem der iVario im ersten Halbjahr 2022 die Umsatzerlöse - bedingt durch die Lieferschwierigkeiten im ersten Halbjahr 2021 - um 50 % steigern konnte, sehen wir hierin keine strukturelle Änderung der Nachfrage. Das langfristige Wachstumspotenzial ist unverändert vorhanden.
56 % Rohertragsmarge im ersten Halbjahr 2023
Die Umsatzkosten stiegen im ersten Halbjahr unterproportional zu den Umsatzerlösen um rund 17 % auf 246,0 Mio. Euro (Vj. 210,5 Mio. Euro). Aufgrund dessen verbesserte sich die Rohertragsmarge um 2,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf 56,1 % (Vj. 54,0 %). Gründe hierfür sind zum einen die positiven Effekte durch die letztjährigen Preiserhöhungen und zum anderen der nachlassende Kostendruck in der Materialbeschaffung und Logistik. Besonders bei Edelstahl, Reinigungschemie und den internationalen Frachtraten zeichnete sich jüngst ein Rückgang der Beschaffungspreise ab. Hinzu kommt eine bessere Produktivität in unseren Fertigungsprozessen, da aufgrund der guten Materialverfügbarkeit keine teilfertigen Geräte mehr produziert werden mussten.
EBIT-Marge im ersten Halbjahr 2023 bei 24 %
Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) bei 136,0 Mio. Euro und damit um rund 46 % über dem Niveau des ersten Halbjahres 2022 (Vj. 93,1 Mio. Euro). Die EBIT-Marge des letztjährigen ersten Halbjahres wurde vor allem durch die signifikant gestiegenen Material- und Komponentenpreise belastet. Da dieses Jahr sowohl die Kosten des Materialeinsatzes als auch die operativen Kosten unterproportional zum Umsatz wuchsen, schlossen wir das erste Halbjahr 2023 mit einer EBIT-Marge von 24,3 % (Vj. 20,3 %) ab. Währungsneutral beträgt die EBIT-Marge rund 25 %.
Die operativen Kosten in den Bereichen Vertrieb und Service lagen im ersten Halbjahr bei 126,4 Mio. Euro (Vj. 111,0 Mio. Euro). Dies entspricht einer Kostensteigerung von 14 % im Vorjahresvergleich. Insbesondere die höhere Zahl von Vertriebsveranstaltungen und Geschäftsreisen waren für diesen Anstieg verantwortlich. Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im ersten Halbjahr 2023 bei 24,7 Mio. Euro und damit 11 % über dem Vorjahr (Vj. 22,2 Mio. Euro). Die Verwaltungskosten stiegen um 13 % von 22,8 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro. Das Währungsergebnis hat sich im ersten Halbjahr 2023 mit 3,1 Mio. Euro negativ im EBIT niedergeschlagen (Vj. +0,9 Mio. Euro).
Im ersten Halbjahr 85 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgebaut
Wir sehen ein großes Potenzial für unsere Produkte und Dienstleistungen. Wir wissen, dass diese in vielen Fällen erklärungsbedürftig sind und deshalb benötigen wir für die Erschließung dieses Potenzials insbesondere kundennahe Kollegen im Vertrieb, die die Kunden auf unsere Technologie aufmerksam machen, in der Nutzung schulen und bei Fragen und Problemen unterstützen.
Mit Ausnahme der Coronakrise hat RATIONAL deshalb in den letzten Jahren stets die Mitarbeiterzahl erweitert. Sowohl international in den Vertriebsgesellschaften als auch zentral an den Produktionsstandorten. Im ersten Halbjahr 2023 haben wir bereits 85 neue Positionen geschaffen. Mehr als die Hälfte davon in unseren Vertriebstöchtern. Zum Ende des ersten Halbjahres arbeiteten konzernweit 2.486 (31.12.2022: 2.401) Menschen bei RATIONAL, davon 1.430 (31.12.2022: 1.392) in Deutschland.
Als sozial verantwortliches Unternehmen strebt RATIONAL danach, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Neben der Wertschätzung und dem Vertrauen, welche wir unseren Unternehmern im Unternehmen (U.i.U.) entgegenbringen, gehört hierzu ebenso eine faire Entlohnung. Aus diesem Grund erhöhten wir bereits im vorangegangenen Jahr die Gehälter unserer U.i.U. um durchschnittlich 5 % weltweit. Da sich die Teuerungsraten hartnäckiger als erwartet herausstellten, reagierten wir mit einer weiteren Gehaltserhöhung von durchschnittlich rund 4 % mit Wirkung zum 1. Juli 2023.
Finanz- und Vermögenslage
128 Mio. Euro Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
In den ersten sechs Monaten erzielten wir einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 127,6 Mio. Euro (Vj. 33,2 Mio. Euro). Die deutliche Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich einerseits aus dem stark gestiegenen Ergebnis nach Steuern. Andererseits wurden in den ersten sechs Monaten 2022 vor allem der Forderungsbestand und das Vorratsvermögen signifikant aufgebaut, was zu deutlich reduzierten Kapitalzuflüssen im Vergleichszeitraum führte. Im abgelaufenen ersten Halbjahr wurden diese beiden Positionen leicht reduziert, was sich positiv im operativen Cashflow niederschlug.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält die Investitionen in das Sachanlage- und immaterielle Vermögen. Diese betrugen im ersten Halbjahr 15,4 Mio. Euro (Vj. 17,9 Mio. Euro). Wesentlich hierfür sind Investitionen in unseren Standort in Wittenheim. Zudem wurden Modernisierungen des Maschinenparks am Standort Landsberg am Lech durchgeführt.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -159,4 Mio. Euro reflektiert im Wesentlichen die Dividendenzahlung (-153,5 Mio. Euro) und Auszahlungen im Rahmen von Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 (-4,9 Mio. Euro).
Liquiditätssicherung zusammen mit angemessener Dividendenpolitik
Hohe Liquidität und die daraus resultierende Unabhängigkeit von Kapitalmärkten und Bankkrediten sowie der Erhalt der unternehmerischen Freiheit haben für RATIONAL seit jeher eine sehr große Bedeutung. Dies war in den Krisenzeiten der letzten Jahre noch wichtiger für den langfristigen Bestand und Erfolg unseres Unternehmens. Unsere Eigenkapitalquote lag per Ende Juni 2023 bei hohen 74 % und wir verfügten über mehr als 290 Mio. Euro Nettofinanzvermögen. Zudem hatten wir am 30. Juni 2023 Kreditlinien in Höhe von 98 Mio. Euro, davon sind 75 Mio. Euro vertraglich fest zugesagt. Zusätzlich zu unserer unternehmerischen Vorsicht lassen wir unsere Aktionäre in angemessenen Maßen am Unternehmenserfolg teilhaben und verfolgen in der Regel eine Dividendenausschüttung in Höhe von 70 % des Konzernergebnisses. Aufgrund der coronabedingten Reduzierung der Dividende im Jahr 2020 wurde dieses Jahr neben der regulären Dividende von 11,00 Euro pro Aktie eine Sonderdividende von 2,50 Euro pro Aktie ausgeschüttet.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Das erste Halbjahr 2023 war aufgrund positiver Sondereffekte durch den Abbau des hohen Auftragsbestands begünstigt. Wir erwarten für das zweite Halbjahr, dass die positiven Effekte abnehmen. Das hat zur Folge, dass die gewöhnliche Saisonalität unserer Umsatzerlöse hin zu einem stärkeren vierten Quartal nicht zu erwarten ist. Die Umsatzerlöse erwarten wir im zweiten Halbjahr leicht unter denen des ersten Halbjahrs. Somit bestätigen wir unsere Wachstumsprognose im hohen einstelligen Prozentbereich.
Gemäß unserem Ausblick für das Gesamtjahr werden wir im Jahr 2023 bestimmte operative Ausgaben gezielt erhöhen. Vor allem im Vertrieb planen wir durch gezielte Maßnahmen die Kontaktrate zu potenziellen Kunden zu erhöhen und damit wieder näher an unseren Kunden zu sein. Darüber hinaus treiben wir die strategischen Projekte zum Ausbau unserer internationalen Standorte weiter voran. Als Belastung des zweiten Halbjahrs sehen wir auch die Entwicklung der relevanten Fremdwährungen.
Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023, dass die operativen Kosten überproportional zu den Umsatzerlösen wachsen werden, was eine EBIT-Marge leicht unter dem Vorjahr zur Folge hätte. Sollten sich die Entlastungen bei den genannten Kostenpositionen fortsetzen, könnte die EBIT-Marge im Bereich des Vorjahres liegen.
Risiko- und Chancenbericht
RATIONAL setzt weltweit ein Risikomanagementsystem ein, das die frühzeitige Erkennung von Risiken sicherstellt und die Ergreifung entsprechender Korrekturmaßnahmen unterstützt. Die vorhandenen Risiken in Bezug auf die Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken, den rechtlichen Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften sowie den Währungsrisiken sind unverändert Unsicherheitsfaktoren für unsere Geschäftsentwicklung. Gegenüber der Darstellung der Chancen und Risiken im letzten Konzernabschluss ergeben sich keine Ergänzungen.
Landsberg am Lech, den 3. August 2023
RATIONAL AG
Der Vorstand
Gesamtergebnisrechnung
| in TEUR | 2. Quartal 2023 | 2. Quartal 2022 | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 278.339 | 232.425 | 560.788 | 457.675 |
| Umsatzkosten | -120.898 | -108.032 | -246.037 | -210.491 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 157.441 | 124.393 | 314.751 | 247.184 |
| Vertriebs- und Servicekosten | -62.600 | -57.664 | -126.352 | -111.028 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -11.639 | -10.690 | -24.663 | -22.193 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -12.670 | -11.347 | -25.682 | -22.806 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.754 | 9.387 | 9.728 | 16.401 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.720 | -8.712 | -11.752 | -14.428 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) | 69.566 | 45.367 | 136.030 | 93.130 |
| Zinserträge | 1.595 | 69 | 2.716 | 150 |
| Zinsaufwendungen | -262 | -145 | -514 | -305 |
| Übriges Finanzergebnis | -235 | -11 | -439 | -316 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 41 | 0 | 56 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 70.705 | 45.280 | 137.849 | 92.659 |
| Ertragsteuern | -16.261 | -10.616 | -31.705 | -21.777 |
| Ergebnis nach Steuern | 54.444 | 34.664 | 106.144 | 70.882 |
| Positionen, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können: | ||||
| Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung | 168 | -671 | 509 | -666 |
| Unterschiedsbeträge aus IAS 29 Hochinflation | -109 | 176 | -106 | 176 |
| Sonstiges Ergebnis | 59 | -495 | 403 | -490 |
| Gesamtergebnis | 54.503 | 34.169 | 106.547 | 70.392 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert / verwässert) | 11.370.000 | 11.370.000 | 11.370.000 | 11.370.000 |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro, bezogen auf das Ergebnis nach Steuern und die Anzahl der Aktien | 4,79 | 3,05 | 9,34 | 6,23 |
Bilanz
Aktiva
| in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 246.961 | 237.293 | 225.683 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 19.344 | 15.978 | 12.027 |
| Sachanlagen | 207.066 | 203.917 | 199.176 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.137 | 1.158 | 1.189 |
| Latente Steueransprüche | 16.486 | 14.040 | 11.104 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.928 | 2.200 | 2.187 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 605.759 | 661.929 | 521.942 |
| Vorräte | 115.191 | 116.297 | 103.037 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 171.056 | 174.663 | 145.728 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 164.029 | 133.757 | 57.926 |
| Ertragsteuerforderungen | 903 | 1.004 | 8.180 |
| Sonstige Vermögenswerte | 23.694 | 28.307 | 26.403 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 130.886 | 207.901 | 180.668 |
| Bilanzsumme | 852.720 | 899.222 | 747.625 |
Passiva
| in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 629.292 | 676.240 | 560.022 |
| Gezeichnetes Kapital | 11.370 | 11.370 | 11.370 |
| Kapitalrücklage | 28.058 | 28.058 | 28.058 |
| Gewinnrücklagen | 594.048 | 641.399 | 526.559 |
| Übriges Eigenkapital | -4.184 | -4.587 | -5.965 |
| Langfristige Schulden | 33.343 | 31.430 | 33.453 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 4.037 | 4.025 | 5.817 |
| Sonstige Rückstellungen | 10.165 | 10.600 | 10.938 |
| Finanzschulden | - | - | 472 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 13.470 | 11.423 | 13.264 |
| Latente Steuerschulden | 4.322 | 3.704 | 1.526 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 820 | 820 | 820 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 529 | 858 | 616 |
| Kurzfristige Schulden | 190.085 | 191.552 | 154.150 |
| Sonstige Rückstellungen | 81.018 | 79.050 | 68.807 |
| Finanzschulden | 498 | 944 | 1.469 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 35.301 | 36.352 | 28.832 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 15.492 | 21.971 | 12.392 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 24.688 | 21.821 | 11.014 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 33.088 | 31.414 | 31.636 |
| Schulden | 223.428 | 222.982 | 187.603 |
| Bilanzsumme | 852.720 | 899.222 | 747.625 |
Kapitalflussrechnung
| in TEUR | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 ¹ |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 137.849 | 92.659 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 15.758 | 15.231 |
| Übrige | 1.075 | 1.150 |
| Zinsergebnis | -2.202 | 156 |
| Veränderungen der Vorräte | 3.525 | -8.434 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Aktiva | 776 | -54.468 |
| Rückstellungen | 1.544 | 5.955 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Passiva | -146 | 2.240 |
| Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern | -30.563 | -21.323 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 127.616 | 33.166 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -15.418 | -17.904 |
| Erlöse Anlagenabgang | 38 | 32 |
| Veränderung von Festgeldern | -31.650 | 28.637 |
| Erhaltene Zinsen | 2.622 | 158 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -44.408 | 10.923 |
| Gezahlte Dividende | -153.495 | -113.700 |
| Tilgung Bankverbindlichkeiten | -472 | -709 |
| Veränderung sonstige Bankverbindlichkeiten | 26 | 524 |
| Auszahlungen im Rahmen von Leasingverbindlichkeiten | -4.940 | -4.400 |
| Gezahlte Zinsen | -514 | -305 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -159.395 | -118.590 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -828 | 1.474 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -77.015 | -73.027 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. | 207.901 | 253.695 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30.06. | 130.886 | 180.668 |
1 Die Vorjahresvergleichszahlen wurden nach IAS 8.14 angepasst. Für weitere Details wird auf den Geschäftsbericht 2022 verwiesen.
Eigenkapitalveränderungsrechnung
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Übriges Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|---|
| Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung |
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2022 | 11.370 | 28.058 | 569.377 | -4.630 | -845 |
| Dividende | - | - | -113.700 | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 70.882 | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | -666 | - |
| Stand am 30.06.2022 | 11.370 | 28.058 | 526.559 | -5.296 | -845 |
| Stand am 01.01.2023 | 11.370 | 28.058 | 641.399 | -5.278 | 934 |
| Dividende | - | - | -153.495 | - | - |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 106.144 | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 509 | - |
| Stand am 30.06.2023 | 11.370 | 28.058 | 594.048 | -4.769 | 934 |
| in TEUR | Übriges Eigenkapital | Gesamt |
|---|---|---|
| Sonstige Änderungen (z.B. nach IAS 29) |
||
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2022 | 0 | 603.330 |
| Dividende | - | -113.700 |
| Ergebnis nach Steuern | - | 70.882 |
| Sonstiges Ergebnis | 176 | -490 |
| Stand am 30.06.2022 | 176 | 560.022 |
| Stand am 01.01.2023 | -243 | 676.240 |
| Dividende | - | -153.495 |
| Ergebnis nach Steuern | - | 106.144 |
| Sonstiges Ergebnis | -106 | 403 |
| Stand am 30.06.2023 | -349 | 629.292 |
Anhang
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernhalbjahresbericht wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei kamen die Regelungen des IAS 34 für einen verkürzten Abschluss zur Anwendung. Der Konzernhalbjahresbericht ist in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres 2022 zu lesen. Mit Ausnahme der beschriebenen Änderungen wurden die Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des letzten Konzernabschlusses angewandt.
Zu Beginn des Geschäftsjahres traten folgende geänderte Standards in Kraft:
| ― | IFRS 17 "Versicherungsverträge" (inklusive Änderungen an IFRS 17) |
| ― | Änderungen an IFRS 17 "Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen" |
| ― | Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 "Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" |
| ― | Änderungen an IAS 8 "Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen" |
| ― | Änderungen an IAS 12 "Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzelnen Transaktion" |
Aus den Änderungen und dem neuen Standard IFRS 17 ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernzwischenabschluss, insbesondere da RATIONAL für seine Garantie- und Wartungsverträge gemäß IFRS 17.8 das Wahlrecht zur Bilanzierung von Festpreisverträgen anwendet und diese weiterhin nach IFRS 15 bilanziert.
Dieser Konzernhalbjahresbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis der RATIONAL AG umfasst zum 30. Juni 2023 neben der RATIONAL AG als Muttergesellschaft acht inländische (31. Dezember 2022: acht) und 25 ausländische (31. Dezember 2022: 24) Tochtergesellschaften.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises gegenüber dem 31. Dezember 2022 resultiert aus der Gründung der chinesischen Tochtergesellschaft RATIONAL Technology (Suzhou) Ltd., deren Geschäftszweck die Entwicklung und die spätere Produktion eines speziell für den chinesischen Markt ausgerichteten Combi-Dämpfers ist.
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Der Umsatzanstieg in Höhe von 103.113 Tsd. Euro oder 23 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 ist auf eine verbesserte Verfügbarkeit von Bauteilkomponenten nach der weltweit angespannten Liefersituation im Vorjahr, die in Kraft getretenen Preiserhöhungen sowie ein wachsendes Nicht-Geräte-Geschäft zurückzuführen. Der Anstieg der Umsatzkosten war mit einer Erhöhung von 17 % trotz der allgemeinen Verteuerung von Material- und Dienstleistungspreisen niedriger im Vergleich zum Umsatzwachstum, was vor allem an unterproportional gestiegenen Fertigungskosten lag. Die Vertriebs- und Servicekosten stiegen durch Kostensteigerungen bei Logistikkosten sowie höhere Ausgaben für Vertriebsveranstaltungen und Geschäftsreisen um 14 % im Vorjahresvergleich. Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich wegen gestiegener Kosten für Entwicklungsprojekte und Beratungsleistungen um 11 %. Die Verwaltungskosten lagen aufgrund höherer Ausgaben für IT-Systeme und Kostensteigerungen bei Gebäudenebenkosten um 13 % über Vorjahr. Die Währungsentwicklungen im ersten Halbjahr 2023 führten zu einem Währungsergebnis in Höhe von -3.093 Tsd. Euro (Vj. 874 Tsd. Euro). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von 8.230 Tsd. Euro (Vj. 14.525 Tsd. Euro), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kursverluste in Höhe von 11.323 Tsd. Euro (Vj. 13.651 Tsd. Euro) enthalten. Insgesamt wurde ein um 45.190 Tsd. Euro bzw. 49 % höheres Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 erwirtschaftet.
Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Die Produktgruppe iCombi erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 503.014 Tsd. Euro (Vj. 395.059 Tsd. Euro), die Produktgruppe iVario erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 57.774 Tsd. Euro (Vj. 62.616 Tsd. Euro).
Umsatzerlöse nach Regionen
| in TEUR | 1. Halbjahr 2023 | Anteil in % | 1. Halbjahr 2022 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 64.425 | 11 | 61.676 | 13 |
| Europa (ohne Deutschland) | 236.582 | 42 | 208.138 | 46 |
| Nordamerika | 125.968 | 22 | 84.185 | 18 |
| Lateinamerika | 31.643 | 6 | 23.854 | 5 |
| Asien | 70.180 | 13 | 54.589 | 12 |
| Übrige Welt1 | 31.990 | 6 | 25.233 | 6 |
| Gesamt | 560.788 | 100 | 457.675 | 100 |
1 Australien, Neuseeland, Mittlerer Osten, Afrika
71 % (Vj. 70 %) der Umsatzerlöse entfielen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 29 % (Vj. 30 %) entstanden aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen. Weitere Informationen zu Umsatzerlösen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.
Ertragsteuern
Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands im Konzernzwischenabschluss erfolgt gemäß IAS 34 auf Basis des erwarteten gewichteten durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes für das Geschäftsjahr 2023.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte um 9.668 Tsd. Euro gegenüber dem 31. Dezember 2022 resultiert aus höheren aktivierten Entwicklungsleistungen in den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 3.657 Tsd. Euro sowie erhöhten geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen in Höhe von 5.591 Tsd. Euro als Folge von Bauprojekten, vor allem am Produktionsstandort in Wittenheim, Frankreich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen etwas unter dem hohen Niveau aus dem ersten Quartal 2023, was auf das leicht abgeschwächte Umsatzwachstum im zweiten Quartal zurückzuführen ist. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 30.272 Tsd. Euro im Vergleich zum 31. Dezember 2022 resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung von Festgeldanlagen um 31.297 Tsd. Euro. Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte um 4.613 Tsd. Euro wird durch den Rückgang der Umsatzsteuererstattungsansprüche um 7.228 Tsd. Euro sowie dem Anstieg von Vorauszahlungen in Höhe von 2.214 Tsd. Euro erklärt. Die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird in den Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung beschrieben.
Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten steigen um 2.047 Tsd. Euro im Vergleich zum 31. Dezember 2022 aufgrund höherer langfristiger Leasingverbindlichkeiten für Immobilien, insbesondere in der neuen chinesischen Tochtergesellschaft. Die Erhöhung der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um 1.968 Tsd. Euro resultiert im Wesentlichen aus der unterjährigen Zunahme von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bei einem gleichzeitigen Rückgang der Rückstellungen für Händlerboni und Gewährleistung im Vergleich zum 31. Dezember 2022. Die zum Jahresende 2022 gebildete Rückstellung für Händlerboni wurde im Verlauf des ersten Halbjahres abgerechnet. Die Rückstellung für Gewährleistung sinkt aufgrund der weiteren Inanspruchnahme in Folge einer im Jahr 2021 gestarteten Austauschaktion hinsichtlich eines Bauteils aus älteren, nicht mehr vertriebenen Produktlinien. Die Reduzierung der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 6.479 Tsd. Euro ist hauptsächlich in der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern in Höhe von 7.346 Tsd. Euro begründet. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten steigen um 2.867 Tsd. Euro aufgrund des im Vorjahresvergleich besseren Vorsteuerergebnisses.
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung
Der Anstieg des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus einem höheren Vorsteuerergebnis sowie dem Anstieg des Nettoumlaufvermögens im Vergleichszeitraum. Der geringere Cashflow aus Investitionstätigkeit ergibt sich aus einem Anstieg der Festgeldanlagen im Vergleich zum Vorjahr. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit entsteht insbesondere aus der Dividendenzahlung in Höhe von 153.495 Tsd. Euro (Vj. 113.700 Tsd. Euro).
Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss
Finanzinstrumente
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die nach IFRS 7 zusätzlich anzugebenden beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten. Wird für ein Finanzinstrument kein beizulegender Zeitwert ausgewiesen, so stellt der angegebene Buchwert des Finanzinstruments einen angemessenen Näherungswert für dessen beizulegenden Zeitwert dar. Für Leasingverbindlichkeiten wird gemäß IFRS 7.29 d) kein beizulegender Zeitwert angegeben.
Während der Berichtsperiode kam es zu keinen Umgliederungen zwischen den Bemessungshierarchiestufen gemäß IFRS 13. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden die Finanzinstrumente zum Ende der Berichtsperiode umgegliedert.
Bewertungskategorien gem. IFRS 9
| in TEUR | Bemessungshierarchiestufe | Buchwert 30.06.2023 |
Beizulegender Zeitwert 30.06.2023 |
Buchwert 30.06.2022 |
Beizulegender Zeitwert 30.06.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 464.182 | 384.339 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) | Stufe 2 | 1.137 | 1.051 | 1.189 | 1.146 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 171.056 | 145.728 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | 161.103 | 56.754 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 130.886 | 180.668 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis | 2.926 | 1.172 | |||
| Derivate ohne Hedgebeziehung 1 | Stufe 2 | 2.926 | 2.926 | 1.172 | 1.172 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 62.822 | 54.111 | |||
| Finanzschulden (langfristig) | Stufe 2 | - | - | 472 | 473 |
| Leasingverbindlichkeiten (langfristig) 2 | 13.468 | 10.050 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | Stufe 2 | 2 | 2 | 3.214 | 3.159 |
| Finanzschulden (kurzfristig) | Stufe 2 | 498 | 494 | 1.469 | 1.470 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 35.301 | 28.832 | |||
| Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) 3 | 7.084 | 7.187 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | 6.469 | 2.887 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis | 1.939 | 2.318 | |||
| Derivate ohne Hedgebeziehung 3 | Stufe 2 | 1.939 | 1.939 | 2.318 | 2.318 |
1 Enthalten in Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" (kurzfristig)
2 Enthalten in Bilanzposition "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (langfristig)
3 Enthalten in Bilanzposition "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (kurzfristig)
Geschäftssegmente
Die Berichterstattungsstruktur des Konzerns folgt der internen Steuerung und Berichterstattung an den Vorstand und richtet sich an geographischen Regionen aus. Es werden die Geschäftssegmente DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz), EMEA, Nordamerika, Asien sowie übrige Segmente berichtet.
Geschäftssegmente 1. Halbjahr 2023
| in TEUR | DACH | EMEA | Nord Amerika | Asien | Übrige Segmente | Summe der Segmente |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 87.115 | 231.856 | 137.083 | 85.188 | 24.514 | 565.756 |
| Segmentergebnis / EBIT | 21.223 | 59.956 | 33.417 | 17.171 | 5.585 | 137.352 |
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis vor Steuern | ||||||
| Segmentvermögenswerte | 12.768 | 95.210 | 97.684 | 62.530 | 20.788 | 288.980 |
| in TEUR | Zentralbereiche | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 1.711 | -6.679 | 560.788 |
| Segmentergebnis / EBIT | -1.322 | 136.030 | |
| Finanzergebnis | 1.819 | ||
| Ergebnis vor Steuern | 137.849 | ||
| Segmentvermögenswerte | 46.533 | -49.266 | 286.247 |
Geschäftssegmente 1. Halbjahr 2022
| in TEUR | DACH | EMEA | Nord Amerika | Asien | Übrige Segmente | Summe der Segmente |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 80.102 | 199.358 | 81.548 | 65.127 | 17.314 | 443.449 |
| Segmentergebnis / EBIT | 17.845 | 48.598 | 12.513 | 11.753 | 3.028 | 93.737 |
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis vor Steuern | ||||||
| Segmentvermögenswerte | 12.221 | 79.486 | 57.416 | 44.655 | 12.951 | 206.729 |
| in TEUR | Zentralbereiche | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 1.703 | 12.523 | 457.675 |
| Segmentergebnis / EBIT | -607 | 93.130 | |
| Finanzergebnis | -471 | ||
| Ergebnis vor Steuern | 92.659 | ||
| Segmentvermögenswerte | 67.717 | -25.681 | 248.765 |
Die Überleitung resultiert bei den Umsatzerlösen und dem Segmentergebnis aus der Währungsumrechnung sowie aus Positionen, die nicht den Segmenten zugeordnet werden. Bei den Vermögenswerten beinhaltet die Spalte im Wesentlichen Konsolidierungseffekte.
Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag
Es sind nach dem 30. Juni 2023 keine Vorgänge eingetreten, die die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns wesentlich ändern würden.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Landsberg am Lech, den 3. August 2023
RATIONAL AG
Der Vorstand
| Dr. Peter Stadelmann | |
| CEO | |
| Dr. Martin Hermann | Markus Paschmann |
| CTO | CSMO |
| Jörg Walter | Peter Wiedemann |
| CFO | COO |