AI assistant
RATIONAL AG — Annual Report 2019
Mar 27, 2020
345_rns_2020-03-27_73751c76-dc50-4a9a-a641-1e50ba68dbfe.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

RATIONAL Aktiengesellschaft
Landsberg am Lech
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019
Inhaltsübersicht:
1. Das Unternehmen RATIONAL
Strategie und Ziele
Steuerungssystem
Forschung und Entwicklung
Mitarbeiter und Personalentwicklung
Aktiver Umweltschutz
2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2019
3. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Geschäftsverlauf 2019 - Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Ertragslage
Finanz- und Vermögenslage
Prognose-Ist-Vergleich
4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Chancenbericht
Risikobericht
5. Vergütungsbericht
6. Übernahmerelevante Angaben
7. Bericht des Vorstands der RATIONAL AG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz
8. Erklärung zur Unternehmensführung
1. Das Unternehmen RATIONAL
Die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) ist die Hauptgesellschaft der RATIONAL-Gruppe und hat ihren Firmensitz in Landsberg am Lech. Die RATIONAL-Gruppe bietet Groß- und Gewerbeküchen weltweit Produkte und Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung an. Die konzernweiten Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten, Serviceteilen und Dienstleistungen erzielt.
Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse vor allem aus dem Verkauf der Produkte an Vertriebstochtergesellschaften im In- und Ausland, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen.
Die zum Bilanzstichtag unmittelbaren und mittelbaren 7 nationalen und 25 internationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.
Den größten Anteil der Umsatzerlöse erzielen wir mit dem SelfCookingCenter (r) , einem Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Bei der Combi-Dämpfer-Technologie erfolgt die Wärmeübertragung während des Kochens durch Dampf, Heißluft oder durch die Kombination aus beidem. Die im SelfCookingCenter (r) eingebaute Software erkennt die Größe und Konsistenz der Speisen und steuert den Garprozess selbstständig, bis das gewünschte Garergebnis erreicht ist. Zudem bieten wir unseren Kunden ein Combi-Dämpfer-Basismodell an, den CombiMaster (r) Plus. Alle Modelle werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet. Neben dem Absatz von Combi-Dämpfern erzielen wir auch Umsatzerlöse aus Pflegeprodukten, Serviceteilen und Zubehör für diese Geräte.
Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft RATIONAL Wittenheim das VarioCookingCenter (r) an. Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt weitere traditionelle Gargeräte, wie Fritteusen, Kessel oder Kippbratpfannen.
Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation
Unsere Zielgruppe sind gewerbliche Küchen und Betriebe aller Art, in denen täglich mindestens 20 warme Mahlzeiten zubereitet werden. Die Kundenbasis reicht von Restaurants und Hotels über die Gemeinschaftsverpflegung, wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Quick-Service-Restaurants und Caterern sowie Supermärkten, Back- und Snackshops, Metzgereien und Tankstellen.
Das hierbei noch freie Weltmarktpotenzial erschließen wir organisch durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.
Die Zahl der Hersteller von Wettbewerbsprodukten schätzen wir auf rund 100 weltweit. Unsere Markt- und Wettbewerbsstruktur sowie die Wettbewerbssituation sehen wir von Land zu Land als sehr unterschiedlich an.
Strategie und Ziele
Unsere Erfolgsgeschichte basiert auf vier wesentlichen Säulen:
1. Konzentration auf Groß- und Gewerbeküchen
2. Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung
3. Höchstmöglicher Kundennutzen als oberstes Unternehmensziel
4. Erfolgsfaktor U.i.U. (r) (Unternehmer im Unternehmen)
Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahrzehnten in unserem Leitbild festgeschrieben.
Konzentration auf die Groß- und Gewerbeküchen
Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit eigenen Küchenmeistern in kundennahen Funktionen sind wir das Unternehmen der Köche und für Köche.
Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung
Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Unser Ziel ist es, mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen die tägliche Arbeit unserer Kunden zu erleichtern.
Höchstmöglicher Kundennutzen als oberstes Unternehmensziel
Unseren Kunden während der gesamten Geschäftsbeziehung den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist unser oberstes Unternehmensziel.
Erfolgsfaktor U.i.U. (r) (Unternehmer im Unternehmen)
Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist unseres Erachtens das Prinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U. (r)). Der U.i.U. (r) arbeitet in seinem Bereich wie ein Unternehmer.
Steuerungssystem
Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.
Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-/Umsatzentwicklung
Rohergebnismarge
Operative Aufwendungen
Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote (Anzahl der Mitarbeiter der RATIONAL AG, die den RATIONAL-Konzern in einem Geschäftsjahr verlassen im Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres).
Forschung und Entwicklung
Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt.
Unsere Entwicklungsmannschaft ist in der RATIONAL F & E GmbH, einer 100 %-Tochter der RATIONAL AG, beschäftigt. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung. Insgesamt beschäftigten wir zum Bilanzstichtag konzernweit mehr als 170 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.
Im Jahr 2019 haben wir 34,7 Mio. Euro (Vj. 33,4 Mio. Euro) für Forschung und die Entwicklung neuer Lösungen sowie die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben.
Unsere Innovationen sind durch über 600 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster geschützt.
Mitarbeiter und Personalentwicklung
2019 waren durchschnittlich 374 Mitarbeiter in der RATIONAL AG beschäftigt (Vj. 341 Mitarbeiter).
Wir sehen die gezielte Förderung junger, talentierter Mitarbeiter als einen wichtigen Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell beschäftigen wir 58 Auszubildende in den Fachrichtungen Industriekaufleute, Lagerlogistik, Industriemechaniker, Mechatroniker, Metalltechnik und Fachinformatiker.
15 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, International Business sowie LifeCycle Catering. Zudem befanden sich zum Bilanzstichtag konzernweit 31 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.
Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit sind auf einem hohen Niveau. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5 % (Vj. 4 %).
Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter werden regelmäßig Sicherheitsunterweisungen und -schulungen sowie Untersuchungen durch den Betriebsarzt durchgeführt.
Vergütungen und Sozialleistungen
Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen, wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse, Zuschüsse zu Fitnessangeboten und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.
Gleichstellung als Selbstverständlichkeit
Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Jeder Mitarbeiter hat sich durch Unterzeichnung des Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und diesen entgegenzutreten. Sechs Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Unternehmen jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.
Angaben zu Zielgrößen des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG als auch zu den Fristen für deren Erreichung werden im Bericht zur Corporate Governance und in der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB im Geschäftsbericht 2019 sowie auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.
Aktiver Umweltschutz
Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen mit ein und unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem sowie ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem.
2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2019
Erweiterung des Aufsichtsrats
Per Satzungsänderung wurde der Aufsichtsrat im Jahr 2019 auf sieben Mitglieder erweitert. Mit Herrn Dr. Johannes Würbser wurde von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 ein Mitglied aus der Erbengemeinschaft Siegfried Meister in den Aufsichtsrat berufen, der für die Kontinuität auf der Gesellschafterseite steht. Gleichzeitig konnten durch die Erweiterung des Aufsichtsrates alle Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der bisherigen Mitglieder im Aufsichtsrat erhalten bleiben. Damit stellt sich der Aufsichtsrat zukunftsfähig auf, um seiner Aufsichts- und Steuerungsaufgabe auch in Zukunft weiterhin umfassend nachkommen zu können.
Wechsel kaufmännischer Vorstand
Nach vier Jahren als kaufmännischer Vorstand der RATIONAL AG hat Dr. Axel Kaufmann sein Mandat zum 31. Dezember 2019 niedergelegt. Herr Dr. Kaufmann schied aus eigenem Wunsch aus der Gesellschaft aus, um einer neuen beruflichen Herausforderung nachzugehen. Seit Januar 2020 verantwortet der Vorstandsvorsitzende der RATIONAL AG, Dr. Peter Stadelmann, zusätzlich zu seinem Vorstandsressort auch den kaufmännischen Bereich der Gesellschaft.
Internationale Expansion
Im Jahr 2019 haben wir das internationale Wachstum fortgesetzt. Neben dem Ausbau der Vertriebskapazitäten in allen Regionen der Welt haben wir durch die Gründung von Tochtergesellschaften in Chile und Tschechien den Grundstein für die tiefere Durchdringung der lokalen Märkte gelegt.
Abschluss der Markenzusammenführung RATIONAL und FRIMA
Seit Januar 2019 verkaufen wir das VarioCookingCenter(r) ausschließlich unter der Marke RATIONAL über unsere RATIONAL-Vertriebsgesellschaften. Im Januar und Februar 2019 wurden die entsprechenden Gesellschaften verschmolzen und umfirmiert.
Teilauseinandersetzung Erbengemeinschaft
Im Februar 2019 fand eine Teilauseinandersetzung der Erbengemeinschaft Siegfried Meister statt. Die entsprechenden Pflichtmeldungen wurden am 25. Februar 2019 veröffentlicht und stehen auf der Homepage der RATIONAL AG zur Verfügung.
3. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2019 um 2,9 %
Die Wachstumsschätzung des Internationalen Währungsfonds für die Weltwirtschaft liegt für das abgelaufene Geschäftsjahr bei 2,9 %. Für die Schwellenländer wird dabei mit einer Zunahme von 4,2 % gerechnet, für die Industrieländer mit lediglich 1,6 %. (Quelle: Warburg Research, Februar 2020)
Gute Zukunftsaussichten für die Großküchenbranche
Wichtige Trends für die Großküchenbranche sind weiterhin intakt. Diese sind unter anderem das im Durchschnitt zunehmende Wohlstandsniveau in Schwellenländern, die insgesamt steigende Nachfrage für zubereitete Speisen und die höheren Verbraucheranforderungen an Qualität, Vielfalt sowie Internationalität der Speisen und Speisendarbietung. Deshalb wird auch in den kommenden Jahren mit steigenden Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung gerechnet. (Quelle: McKinsey, März 2018)
In der Gastronomie in Deutschland war die Gesamtbeurteilung der Geschäftserwartung ebenfalls optimistisch. Bei rund 78 % der befragten Gastronomie- und Hotelbetriebe in Deutschland sind 2019 die Investitionen gestiegen oder waren mindestens auf Höhe des Vorjahres. (Quelle: DEHOGA Branchenbericht Frühjahr 2019)
Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich, wie bereits im Vorjahr, gut entwickelt. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller von Großkücheneinrichtungen im Jahresverlauf 2019 erneut deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. (Quelle: HKI-Statistik, Oktober 2019)
Geschäftsverlauf 2019 - Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Neben der allgemein soliden Geschäftssituation profitierte die RATIONAL AG im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere von positiven Währungseffekten.
Ertragslage
Absatz- und Umsatzentwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten wir einen Umsatz Höhe von 581,2 Mio. Euro (Vj. 554,9 Mio. Euro). Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen.
Die Umsatzverteilung nach Quartalen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
scroll
| Umsatz in Mio. EUR |
2018 | 2019 | Wachstum in % |
|---|---|---|---|
| 1. Quartal | 124,0 | 137,8 | +11 |
| 2. Quartal | 135,7 | 132,1 | -3 |
| 3. Quartal | 135,5 | 144,9 | +7 |
| 4. Quartal | 159,7 | 166,4 | +4 |
Umsatzverteilung 2019 nach Quartalen
20 % der Umsatzerlöse wurden im Inland (Vj. 22 %), 80 % im Ausland (Vj. 78 %) erzielt. Davon wird der größte Anteil an die Schweizer Tochtergesellschaft RATIONAL International AG fakturiert, deren Absatzmärkte vor allem außerhalb Europas liegen. Konzernweit verteilen sich die Umsätze nach Regionen auf Deutschland mit 12 % Anteil, Europa mit 45 %, Nordamerika mit 19 %, Lateinamerika 5 %, Asien mit 14 % und übrige Welt mit 5 %.
Rohergebnismarge
Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg um 7 % von 250,3 Mio. Euro auf 268,5 Mio. Euro. Die Rohergebnismarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 45 % auf 46 % leicht verbessert.
Operative Aufwendungen und Ergebnisentwicklung
Im Jahr 2019 sind operative Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von 155,2 Mio. Euro angefallen und damit 5 % mehr als im Vorjahr (Vj. 148,3 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen im Personalaufwand auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter als auch auf die jährliche Lohn- und Gehaltssteigerung zurückzuführen. Des Weiteren erhöhten sich die Abschreibungen aufgrund den getätigten Investitionen.
Die EBT-Marge (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogen auf die Umsatzerlöse) lag mit 36 % (Vj. 32 %) über dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen auf die Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinnabführungsverträgen zurückzuführen. Unter Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands ist die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) mit 29 % (Vj. 26 %) ebenfalls über Vorjahresniveau.
Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 37,8 Mio. Euro (Vj. 33,9 Mio. Euro). Die Steuerquote lag 2019 bei 18 % (Vj. 19 %). Bereinigt um erhaltene Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften ergibt sich eine rechnerische Steuerquote von 28 % (Vj. 28 %).
Der Jahresüberschuss lag mit 170,6 Mio. Euro um 19 % über dem Vorjahreswert von 142,9 Mio. Euro. Hierin sind Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen von zusammen 87,9 Mio. Euro (Vj. 67,8 Mio. Euro) enthalten.
Finanz - und Vermögenslage
Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite
Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.
Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.
Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir vorwiegend in kurz laufende Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating an. Darüber hinaus investieren wir rund 50 Mio. Euro in einen Spezialfonds, der nach unseren Vorgaben Anleihen aus dem Investment-Grade-Bereich und Aktien mit hoher Qualität enthalten kann. Der Spezialfonds wurde als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das vorrangige Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt.
Hohe Liquidität
Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 29,0 Mio. Euro auf 165,6 Mio. Euro (Vj. 136,6 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 34 % der Bilanzsumme (Vj. 32 %).
Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 91,3 Mio. Euro (Vj. 29,8 Mio. Euro).
Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt mehr als 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.
10,70 Euro Dividende vorgeschlagen
In Anbetracht der guten Geschäftsentwicklung sowie der guten Liquiditätssituation werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2020 die Ausschüttung einer Dividende von 10,70 Euro je Aktie (Vj. 9,50 Euro) vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung der Basisdividende um 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Somit erhöhen wir die Dividende im elften Jahr in Folge. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 1,5 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2019). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 121,7 Mio. Euro (Vj. 108,0 Mio. Euro) geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt damit eine ausreichende Liquiditätsreserve im Unternehmen.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei der RATIONAL AG nicht statt. In geringem Umfang wurden Leasingverträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 6,6 Mio. Euro (Vj. 5,5 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage hatten außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.
Langfristige Finanzierungsmaßnahmen
Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir in der Regel aus eigenen Mitteln, aber auch durch die Aufnahme langfristiger Bankdarlehen, was allerdings die Ausnahme darstellt. Die Finanzierungsstruktur ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
scroll
| Restlaufzeiten bis | Restverbindlichkeiten in Mio. EUR |
|---|---|
| 2020 | 1,0 |
| 2021 | 0,3 |
| 2022 | 1,2 |
| 2023 | 3,8 |
Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten der RATIONAL AG
Hohe Bonitätsbewertung durch Banken und Kreditversicherer
Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken sowie von führenden Kreditversicherern und Auskunfteien mit sehr guten Bonitätsnoten von A- bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Ratingagentur.
Hohe Eigenkapitalquote
Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2019 von 421,9 Mio. Euro um 15 % auf 486,3 Mio. Euro. Dies resultierte maßgeblich aus dem Jahresüberschuss von 170,6 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 108,0 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch wuchs das Eigenkapital um 17 % auf 420,8 Mio. Euro (Vj. 358,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 87 % leicht erhöht über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 85 %).
Kurzfristige Kapitalbindung
Das Umlaufvermögen nahm 2019 um 57,3 Mio. Euro zu. Wesentlich dafür war der Anstieg der Forderungen und der liquiden Mittel. Der Anteil des Umlaufvermögens betrug zum Bilanzstichtag 63 % (Vj. 59 %).
Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir ständig. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. Entgegen der Erwartung ist es uns 2019 erneut gelungen, die durchschnittliche konzernweite Außenstandsdauer (Konzern-DSO - Days Sales Outstanding) mit 46 Tagen (Vj. 46 Tage) auf Vorjahresniveau zu halten.
Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde - unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung - zum Bilanzstichtag eine konzernweite Deckungsquote des Forderungsbestands von 90 % (Vj. 89 %) erreicht. Dadurch sichern wir indirekt auch die aus der internen Lieferbeziehung entstehenden Forderungen der RATIONAL AG gegenüber den Vertriebstöchtern ab.
Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierten wir 16,7 Mio. Euro (Vj. 83,3 Mio. Euro) in das Anlagevermögen. Darin sind Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,4 Mio. Euro enthalten sowie 15,3 Mio. Euro für Investitionen in Immobilien und technische Anlagen.
2020 erwarten wir insgesamt Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen von rund 32,5 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2020 betragen rund 14,5 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.
Prognose-Ist-Vergleich
Im Jahresabschluss 2018 hatten wir ein Absatz- und Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Aus dem Absatz der Geräte und Servicedienstleistungen konnten wir unsere Erwartungen erfüllen (+8 %). Aufgrund interner Umstellung der Umlageprozesse innerhalb des Standorts Landsberg ergab sich ein Umsatzwachstum von +5 %.
Das Rohergebnis stieg um 7 % auf 268,5 Mio. Euro an. Mit einer Rohergebnismarge von 46 % lagen wir hier leicht über den Erwartungen.
Mit einer Steigerung um 5 % stiegen die operativen Aufwendungen 2019 wie erwartet proportional zur Umsatzentwicklung an.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit auf dem erwartet hohen Niveau. Die Fluktuationsquote betrug 2019 rund 5 % (Vj. 4 %).
Rechtliche Rahmenbedingungen
Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.
4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Prämissen der Prognosen
Unsere Prognosen beinhalten alle bekannten Einflussfaktoren zum Zeitpunkt der Berichtserstellung. Dies betrifft allgemeine Marktindikatoren sowie branchen- und unternehmensspezifische Sachverhalte. Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen die Anwender unserer Produkte, den Fachhandel und die Wettbewerbssituation. Unternehmensspezifische Faktoren sind die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Prognose berücksichtigt bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen. Dies beinhaltet die Vermarktung kostenpflichtiger Module von ConnectedCooking ab dem ersten Quartal 2020 sowie die zum Berichtstag bekannten Informationen zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus.
Coronavirus hat Weltwirtschaft im Griff
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am 2. März 2020 eine Publikation zu den negativen Effekten der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus auf die Entwicklung der Weltwirtschaft veröffentlicht. Im besten Fall geht sie hierbei bei einer frühzeitigen Eindämmung der Ausbreitung von einem globalen Wirtschaftswachstum von nur noch 2,4 % im Jahr 2020 aus. Für den Fall eines länger andauernden und intensiveren Ausbruchs der Krankheit in Asien, Europa und Amerika rechnen die Experten sogar mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums auf lediglich 1,5 %. Dies ist eine deutliche Reduzierung der bisherigen Wachstumsschätzung von 2,9 %. (Quelle: OECD, März 2020)
Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2020
Die für unsere Geschäftsentwicklung relevanten Trends sind unverändert intakt. Aufgrund der erwarteten Ausgabensteigerungen im Außer-Haus-Markt in den kommenden Jahren gehen wir auch von einer weiter zunehmenden Nachfrage nach innovativen Produkten zur thermischen Speisenzubereitung aus. Unsere Erhebung belegt, dass die Mehrzahl unserer Kunden so zufrieden ist, dass sie wieder ein Produkt aus unserem Haus kaufen und dies auch Kollegen empfehlen würden.
Die Entwicklung der Wechselkurse war in den letzten Jahren zunehmend volatiler. Für 2020 erwarten wir, dass der Verlauf der Fremdwährungskurse keinen wesentlichen Effekt auf unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben wird.
Die Absatz- und Umsatzprognose sah vor der Einbeziehung der inzwischen deutlich spürbaren Auswirkungen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich vor.
Da die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Foodservice-Branche jedoch inzwischen über China hinaus deutlich spürbar sind, haben wir diese Prognose überprüft und angepasst. Fachmessen wurden bereits abgesagt oder verschoben. Öffentliche Kochveranstaltungen sind in einzelnen Ländern inzwischen verboten und es wird in vielen Ländern bereits über ein mögliches Verbot diskutiert. Viele unserer Vertriebsaktivitäten können wegen eingeschränkter Mobilität und Vorsichtsmaßnahmen unsererseits und durch unsere Partner nicht mehr wie geplant stattfinden. Aufgrund dieser Entwicklungen sind in China bereits erste negative Effekte in unseren Absatz- und Umsatzzahlen ersichtlich.
Insgesamt erwarten wir aufgrund dieser negativen Effekte für 2020 eine Absatz- und Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich. Mittel- bis langfristig gehen wir jedoch unverändert von einer Wachstumsspanne im hohen einstelligen Prozentbereich aus
Beim Materialaufwand rechnen wir mit einem Anstieg überproportional zu den Umsatzerlösen. Selbst unter Einbeziehung unserer Sicherungsmaßnahmen rechnen wir mit einem leichten Anstieg der Rohstoffkosten. Deshalb gehen wir von einer leicht unterproportionalen Erhöhung des Rohergebnisses zu den Umsatzerlösen und demgemäß einer Rohergebnismarge leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 aus.
Bedingt durch Zusatzkosten durch den Produktwechsel erwarten wir eine überproportionale Steigerung der operativen Kosten gegenüber der Umsatzzunahme.
Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Die bereits hohe Mitarbeiterzufriedenheit versuchen wir auch 2020 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter zu verbessern. Die weltweite Fluktuationsrate erwarten wir auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2019.
Chancen- und Risikobericht
Die Chancen- und Risikopolitik der RATIONAL AG zielt auf eine frühzeitige, systematische und fortlaufende Erfassung, Steuerung und Überwachung von potenziellen Risiken und damit auf die Bestandssicherung des Unternehmens ab. Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Ziele sicher.
Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand
Chancen für unsere erfolgreiche Unternehmenszukunft sind der durch Innovationen herbeigeführte Austauschbedarf bestehender Geräte, die Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten sowie das zunehmende Wohlstandsniveau in Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen Marktpotenzials und unserer hochwertigen Produkte beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.
Neben den genannten Chancen bestehen Risiken, die die Erreichung der geschäftlichen Ziele negativ beeinflussen können oder negative Auswirkungen auf außerhalb des Unternehmens liegende Bereiche durch die eigene Geschäftstätigkeit haben können. Neben den versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische und rechtliche Entwicklungen, Veränderungen im Wettbewerb, finanz- und kapitalmarktwirtschaftliche Veränderungen sowie Produktions- und Produktrisiken, sonstige operative Risiken und nichtfinanzielle Risiken.
Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung für das Unternehmen von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.
Des Weiteren ging aus der Risikoanalyse hervor, dass aus der Geschäftstätigkeit der RATIONAL AG keine wesentlichen Risiken resultieren, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie auf Kundenbelange haben oder haben werden.
Chancenbericht
Das RATIONAL-Chancenmanagement
Chancen sind insbesondere externe Faktoren und Trends, die die Zukunftsaussichten des Unternehmens positiv beeinflussen. Das frühzeitige Erkennen, die konsequente Wahrnehmung und die Nutzung dieser Chancen bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Risiken sind notwendige Voraussetzungen, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten. Die folgend gezeigten Chancen sind aus unserer Sicht nicht quantifizierbar. Sie sind entsprechend ihrer Bedeutung für die zukünftige Unternehmensentwicklung dargestellt.
Vielfältige Orte
Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis: Essen außer Haus. Dies gibt uns Sicherheit, auch in Krisenzeiten. Die Vielfalt der Orte, an denen thermisch zubereitete Speisen konsumiert werden, nimmt stetig zu. Neben den bestehenden Lokalen, werden diese Speisen vermehrt in sogenannten "Schattenküchen" zubereitet und dann in zentral gelegene Lokalitäten gebracht, wo sie konsumiert werden. Zudem zeigt sich eine zunehmende Nachfrage nach Lieferdiensten, die zubereitete Speisen an unterschiedlichste Orte bringen. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten aus.
Zunehmendes Wohlstandsniveau in Schwellenländern
Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in Schwellenländern verbessert sich dort die Kaufkraft spürbar. Daraus resultiert die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten aus.
Großes freies Weltmarktpotenzial
Laut unserer Einschätzung kochen aktuell lediglich rund 25 % der über vier Millionen für uns adressierbaren Endkunden bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die große Mehrheit verwendet noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter(r) neben der traditionellen Gartechnologie aufgrund seiner Kochintelligenz auch ursprüngliche Combi-Dämpfer ersetzen kann, sehen wir zusätzliches Marktpotenzial.
Mit über zwei Millionen potenziellen Kunden schätzen wir aktuell das Gesamtpotenzial für das VarioCookingCenter (r) niedriger ein. Da es erst seit wenigen Jahren auf dem Markt ist, ist dementsprechend der Penetrationsgrad noch relativ gering. Die Möglichkeiten für das VarioCookingCenter (r) sind deshalb aus unserer Sicht ebenfalls sehr hoch.
Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt
Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben sowohl die Bürger als auch die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist sowohl vitaminschonend als auch fettarm und damit sehr gesund.
Fachkräftemangel
Immer weniger Menschen erlernen den Kochberuf. Deshalb finden Küchen immer schwerer qualifiziertes Personal. Intelligente Garprozesse können den Küchenchefs dabei helfen, diese Engpässe zu kompensieren, da diese eine gleichbleibend hohe Garqualität auch bei ungelerntem Personal garantieren.
Steigende Ressourcenkosten
Die Kosten für die eingesetzten Ressourcen in den Profiküchen werden unserer Einschätzung nach langfristig steigen. Dies betrifft Lebensmittel, Energie, Wasser, Gehälter und Mieten. Durch eine ressourceneffiziente, platzsparende und arbeitszeitreduzierende Technologie helfen wir unseren Kunden, diesem Trend gegenzusteuern.
Risikobericht
Das RATIONAL-Risikomanagement
Um die Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, Risiken frühzeitig, systematisch und fortlaufend zu erfassen, zu steuern und zu überwachen. Unter Risiko werden alle unternehmensinternen und -externen Vorgänge verstanden, die die Erreichung der geschäftlichen Ziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum negativ beeinflussen können oder die negative Auswirkungen auf außerhalb des Unternehmens liegende Bereiche durch die eigene Geschäftstätigkeit haben.
Das Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wurde durch den Gesamtvorstand an den Risikomanager delegiert. Dieser verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz und koordiniert die Berichterstattung über Risiken innerhalb der RATIONAL-Gruppe. Für die Identifizierung und Bewertung von Risiken sowie für die Formulierung und Umsetzung von Maßnahmen zu Risikohandhabung sind die Unternehmenseinheiten verantwortlich.
Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, gesteuert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnten, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt. Das Risikomanagementsystem wird durch den Risikomanager regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikomanagementsystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen. Um das Risikomanagement auf einem nachhaltig hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern.
Risikoidentifizierung
Im Rahmen der Chancen- und Risikoanalyse werden alle für die Aufgaben und Ziele der RATIONAL-Gruppe relevanten Risiken für einen Realisierungszeitraum von 36 Monaten erfasst und bewertet. Eine Überprüfung der Ergebnisse der Risikoinventur wurde im Jahr 2019 durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können.
Risikoanalyse und -bewertung
Die in der Risikoinventur erfassten Risiken werden im Zuge der Risikoanalyse hinsichtlich der Ursache-Wirkung-Zusammenhänge untersucht sowie im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens eingeschätzt. Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:
scroll
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| ≤ 10 % | Sehr gering |
| > 10 % bis 30 % | Gering |
| > 30 % bis 60 % | Hoch |
| > 60 % | Sehr hoch |
scroll
| Risikoauswirkung | Beschreibung | EBIT-Risiko |
|---|---|---|
| Sehr gering | Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | ≤ 2 % |
| Gering | Geringe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >2 % bis 5 % |
| Mittel | Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >5 % bis 10 % |
| Hoch | Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >10 % bis 20 % |
| Sehr hoch | Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >20 % |
Risikosteuerung und -überwachung
Die identifizierten Risiken werden im Sinne der RATIONAL-Risikostrategie gesteuert. Diese Steuerung kann die Risikovermeidung, die Übertragung von Risiken, die Risikoreduktion oder die bewusste Akzeptanz von Risiken zum Ziel haben. Wir haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um die identifizierten Risiken zu steuern. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.
Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, das in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.
Durch Maßnahmen der Risikoüberwachung messen wir die Veränderungen der Risiken und deren Auswirkungen im Zeitablauf. Eine mögliche Anpassung der Risikobewertung und -steuerung kann die Folge sein.
Risikoberichterstattung
Innerhalb der RATIONAL-Gruppe existiert eine vorgegebene Kommunikationsstruktur sowohl zur kontinuierlichen, als auch zur Ad-hoc-Berichterstattung über die Risikolage der einzelnen Unternehmenseinheiten. Der Risikomanager bündelt die Kommunikation, bewertet diese und gibt sie bei Bedarf an den Gesamtvorstand weiter.
Risiken
In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für RATIONAL relevant eingestuften Risikofelder hinsichtlich ihrer Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den unter "Risikoanalyse und -bewertung" stehenden Definitionen eingestuft. Die Sortierung erfolgt aufsteigend nach Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.
Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Risikoauswirkung beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung).
scroll
| Unternehmensrisiken | Risikoauswirkung | Eintrittswahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
| Markt- und Wettbewerbsrisiken | Gering | Gering |
| Produktions- und Produktrisiken | Gering | Gering |
| Operative Risiken | Gering | Gering |
| Politische und rechtliche Risiken | Gering | Hoch |
| Finanz- und Kapitalmarktrisiken | Mittel | Sehr hoch |
Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen bzw. es wird auf entsprechende Stellen innerhalb des Jahresabschlusses verwiesen, in denen die Details dargelegt werden.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken
Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Akquisitionen von konkurrierenden Unternehmen neue, größere Wettbewerber mit hoher Innovations- und Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer stärkeren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt.
Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung berücksichtigt.
Nichtakzeptanz unserer Technologien
Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte oder Dienstleistungen nicht die von uns erwartete Akzeptanz am Markt erlangen.
Mit unserer klaren Kundennutzenorientierung, eigenen Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung setzen wir uns intensiv mit den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden auseinander und streben es an, optimale Lösungen für diese zu entwickeln und anzubieten.
Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Lage können die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.
Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der für uns wichtigen Märkte mit großer Aufmerksamkeit. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit situationsabhängiger Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve gut vorbereitet. Der erforderliche Handlungsspielraum sowie die Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sind damit gewährleistet.
Das Auftreten und die Verbreitung des Coronavirus stellen in der momentanen Situation einen negativen Einfluss auf die weltweite Konjunkturdynamik dar. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Virus und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen kann ein Hemmnis für die Investitionsbereitschaft unserer Kunden sein. Somit stellt der Coronavirus für RATIONAL eine gewisse Planungsunsicherheit dar.
Produktions- und Produktrisiken
Beschaffungsrisiken
Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Dies führt zu kontinuierlichen Qualitäts- und Produktverbesserungen, hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, so dass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. In konjunkturellen Hochphasen könnte es zu möglichen Lieferengpässen kommen.
Besondere Einflüsse, wie das Auftreten und die Verbreitung des Coronavirus können ebenfalls Lieferengpässe hervorrufen. Alle unserer Schlüssellieferanten haben ihren Sitz in Europa, der größte Teil von ihnen in Deutschland. Einige Lieferanten in der weiteren Lieferkette haben ihren Sitz jedoch in China. Es besteht also das Risiko, dass die weitere Verbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen Maßnahmen zu Engpässen in der Lieferkette der RATIONAL AG führen können.
Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Hierzu gehören unter anderem die Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und ein System zur Auditierung von Vorlieferanten. Hierzu bauen wir die Kapazitäten im Strategischen Einkauf aus und treiben die konsequente Umsetzung unserer Second-Source-Strategie voran.
Insbesondere im Zusammenhang mit Abhängigkeiten von chinesischen Vorlieferanten untersuchen wir unsere Lieferkette intensiv auf mögliche Risiken, bewerten diese laufend und arbeiten an Beschaffungsalternativen.
Produktionsunterbrechungsrisiko
Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen. Das daraus resultierende finanzielle Risiko einer Produktionsunterbrechung ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt.
Für existenziell wichtige Produktionsanlagen verfügen wir jeweils über eine zweite Ausfertigung. Diese können im Bedarfsfall in kurzer Zeit aktiviert werden.
Produktqualität
Es besteht das Risiko, dass ausgelieferte Produkte qualitativ nicht einwandfrei sind. Mögliche Folgen daraus sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden - oder auch intern - auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen "Akuten Qualitätsverbesserung" analysiert und schnelle unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch äußerstes Bemühen, jeden Fehler und daraus entstandene Schäden überzukompensieren.
Operative Risiken
Personalwirtschaftliche Risiken
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sowie Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und neue kompetente Mitarbeiter zu gewinnen, sind für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.
RATIONAL ist sowohl in der Region als auch international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen, durchgeführt. Um Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen. Daneben verfügen wir mit der U.i.U.(r)-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, die die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.
Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative "RATIONAL Offensive Sicherheit" durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und nähergebracht. Seit Ende 2018 unterstützen wir die sportliche Betätigung der Mitarbeiter in Deutschland finanziell.
IT-Risiken
IT-Risiken können durch die immer stärkere Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.
Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Zur Sicherung von Unternehmensdaten werden die Mitarbeiter bei regelmäßigen Informationssicherheitstrainings auf Gefahren sensibilisiert.
Umweltrisiken
Als produzierendes Unternehmen unterliegen wir grundsätzlich dem Risiko, dass im Rahmen der Produktion durch Unfälle mit Öl, Chemikalien oder anderen Schadstoffen die Umwelt geschädigt wird. Dem treten wir durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, -schulungen und regelmäßige Audits entgegen.
Politische und rechtliche Risiken
Politische Instabilität oder Krisen
Die Auswirkungen von politischer Unsicherheit oder Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen hieraus sind zum Beispiel Investitionszurückhaltung oder Einfuhrbeschränkungen denkbar.
Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte in vielen Regionen der Welt anbieten, ermöglichen jedoch, regionale Schwächen durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.
Der Brexit stellt für RATIONAL eine gewisse Planungsunsicherheit dar. Mit einem Umsatzanteil von rund 9 % ist Großbritannien einer unserer größten Einzelmärkte. Als mögliche Risiken für RATIONAL sehen wir Einschränkungen oder Verzögerungen von Lieferungen nach Großbritannien aufgrund verlängerter Zollabfertigungszeiten und höhere Logistikkosten, da die Spediteure ihr Risiko und den bürokratischen Mehraufwand in ihre Preise einkalkulieren werden. Diesem Risiko sind wir mit dem Aufbau von Lagerkapazitäten vor Ort begegnet, um dadurch Lieferengpässe im Land zu vermeiden.
Verletzung von Schutzrechten
Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie für Schadensersatzleistungen entstehen.
Ein Team von Patentspezialisten beobachtet intensiv neue Produkte unserer Wettbewerber und arbeitet eng mit unserer Produktentwicklung zusammen. Durch den Abgleich mit internationalen Patentdatenbanken können so eigene Patentverletzungen vermieden sowie Patentverletzungen unserer Wettbewerber frühzeitig erkannt und verfolgt werden.
Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften
Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:
| ― | länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen, |
| ― | Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken, |
| ― | unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben, |
| ― | geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen, |
| ― | geschäftliche Gestaltungen, die Korruption und Bestechung oder die Verletzung von Menschenrechten darstellen, |
| ― | Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze. Dies umfasst auch die seit Mai 2018 gültige EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). |
Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen. Mit internen Verhaltensregeln (Compliance-Managementsystem, Code of Conduct, BME-Verhaltenskodex, Antikorruptionsrichtlinie und Sanktionslistenprüfung) wirken wir Verstößen entsprechend gegen. Das in der RATIONAL-Gruppe implementierte Compliance-Managementsystem wurde im Geschäftsjahr 2015 einer Konzeptionsprüfung gemäß IDW PS 980 unterzogen und in den folgenden Geschäftsjahren entsprechend den gesetzlichen Vorschriften weiterentwickelt.
Finanz- und Kapitalmarktrisiken
Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Ausfall-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Zinsänderungs-, Preis- und Aktienkursrisiken identifiziert.
Ausfallrisiken
Ausfallrisiken können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen - die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für RATIONAL nach sich ziehen könnten - zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Kunden einer Bonitätsprüfung sowie permanenten -überwachung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft und deren lokale Partnergesellschaften unterzogen.
Ausfallrisiken bestehen bei Geld- und Finanzanlagen sowie bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners.
Daher qualifizieren sich bei RATIONAL nur Kreditinstitute im Investment Grade zur Geld- und Finanzanlage. Zur Diversifizierung verteilen sich die finanziellen Vermögenswerte gegenüber Kreditinstituten zum Jahresende auf mehrere Kreditinstitute.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen. Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Steuerung der liquiden Mittel oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme.
Währungsrisiken
Währungsrisiken resultieren zum einen aus Wechselkursänderungen zum Stichtag und einer daraus folgenden möglichen Veränderung der beizulegenden Zeitwerte bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (Translationsrisiko). Diese Risiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.
Zum anderen besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte und antizipierte Geschäfte bezieht.
Zinsänderungsrisiken
Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze. Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen aufgrund von Finanzschulden werden bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung entgegengewirkt. Für die ausstehenden Darlehen ist eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit vereinbart.
Preisrisiken
Preisrisiken können in erster Linie in Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen. Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für circa ein Jahr im Voraus fixieren.
Aktienkursrisiken
RATIONAL hat 2019 über einen Spezialfonds in Aktien, Aktienfonds und Aktienderivate investiert, woraus ein Aktienkursrisiko resultiert. Durch die generelle Steuerung des Spezialfonds als Wertsicherungsmandat und dem einhergehenden Einsatz von geeigneten Instrumenten ist das Aktienkursrisiko begrenzt.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei der RATIONAL AG im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
| ― | Die bei der RATIONAL AG und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert. |
| ― | Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet. |
| ― | Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet. |
| ― | Die Buchführung wird, soweit möglich, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten. |
| ― | Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― | Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weitergebildet. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die involvierten Parteien ihr Handeln eng aufeinander ab. |
| ― | Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. |
| ― | Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. |
| ― | Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Abschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen. |
| ― | Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben werden turnusmäßig die beteiligten Prozesse am Standort Landsberg geprüft. |
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.
5. Vergütungsbericht
Gemäß § 289a Abs. 2 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.
Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.
Für das Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 5,2 Mio. Euro (Vj. 5,6 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 1,7 Mio. Euro (Vj. 2,1 Mio. Euro) sowie Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 12 Tsd. Euro (Vj. 11 Tsd. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,6 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro) beliefen.
Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile waren neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.
Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.
Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2019 nicht stattgefunden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2016 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 betrug 1,2 Mio. Euro (Vj. 1,1 Mio. Euro). Mit Beschluss der Hauptversammlung 2015 wurde ab dem Geschäftsjahr 2015 auf eine reine Festvergütung des Aufsichtsrats umgestellt.
6. Übernahmerelevante Angaben
Gemäß § 289a Abs. 1 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.
Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2019 unverändert 11,37 Mio. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen.
Im Februar 2019 fand eine Teilauseinandersetzung der Erbengemeinschaft Siegfried Meister statt. Die entsprechenden Pflichtmitteilungen wurden am 25. Februar 2019 veröffentlicht und stehen auf der Homepage der RATIONAL AG zur Verfügung. Hieraus geht hervor, dass Frau Gabriella Meister und Frau Franziska Würbser im Rahmen einer Poolvereinbarung 3.581.578 Aktien halten. Gemäß der entsprechenden Mitteilung vom 25. Februar 2019 hält Frau Ulrike Meister 1.803.464 Aktien. Somit überschreiten die genannten Personen die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.
Gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 10. Februar 2020 unterschritt Herr Wolfgang Meister am 5. Februar 2020 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: "Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."
Mit Wirkung zum 15. Mai 2019 hat Herr Walter Kurtz gemäß seinem satzungsgemäßen Entsendungsrecht sich selbst bis zu den nächsten Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2024 entsandt.
Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.
Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.
Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die
§§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2019 wurde § 8 Abs. 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: "Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus sieben Mitgliedern."
Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.
Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.
7. Bericht des Vorstands der RATIONAL AG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz
Der Vorstand der RATIONAL AG hat für das Jahr 2019 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:
"Der Vorstand der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklärt hiermit, dass im Geschäftsjahr weder berichtspflichtige Rechtsgeschäfte noch Maßnahmen vorlagen."
8. Erklärung zur Unternehmensführung
Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.
Landsberg am Lech, den 10. März 2020
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Bilanz zum 31. Dezember 2019
Aktiva
scroll
| 31.12.2019 € |
31.12.2018 € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.051.892,81 | 3.324.223,71 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 48.637,81 | 267.697,31 |
| 3.100.530,62 | 3.591.921,02 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 79.895.288,32 | 81.397.817,08 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 19.099.669,09 | 9.982.771,63 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.113.997,69 | 9.533.347,18 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.611.931,69 | 7.978.798,95 |
| 115.720.886,79 | 108.892.734,84 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.130.444,41 | 7.130.444,41 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 50.000.218,88 | 50.000.218,88 |
| 57.130.663,29 | 57.130.663,29 | |
| 175.952.080,70 | 169.615.319,15 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 11.354.326,32 | 11.422.909,21 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 708.881,54 | 439.068,20 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.332.359,18 | 2.914.239,92 |
| 16.395.567,04 | 14.776.217,33 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 29.048,68 | 40.652,91 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 124.561.254,15 | 96.047.877,71 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.228.704,66 | 3.107.180,03 |
| 125.819.007,49 | 99.195.710,65 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 165.627.294,15 | 136.614.886,70 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.802.664,49 | 1.124.103,53 |
| D. Aktive latente Steuern | 747.500,00 | 611.100,00 |
| 486.344.113,87 | 421.937.337,36 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2019 € |
31.12.2018 € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 11.370.000,00 | 11.370.000,00 |
| (Nennwert bedingtes Kapital T€ 200; Vorjahr T€ 200) | ||
| II. Kapitalrücklage | 31.016.731,65 | 31.016.731,65 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 513.541,57 | 513.541,57 |
| IV. Bilanzgewinn | 377.898.712,31 | 315.280.591,67 |
| (davon Gewinnvortrag: T€ 207.266; Vorjahr T€ 172.334) | ||
| 420.798.985,53 | 358.180.864,89 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 672.697,00 | 670.053,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 11.271.273,00 | 3.745.306,22 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 18.977.124,82 | 19.894.304,55 |
| 30.921.094,82 | 24.309.663,77 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.306.444,14 | 8.936.580,10 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.232.196,52 | 12.998.011,01 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.098.628,64 | 9.792.664,79 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 7.986.764,22 | 7.719.552,80 |
| (davon aus Steuern T€ 4.335; Vorjahr T€ 3.835) | ||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 0; Vorjahr T€ 0) | ||
| 34.624.033,52 | 39.446.808,70 | |
| 486.344.113,87 | 421.937.337,36 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
scroll
| 2019 € |
2018 € |
|||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 581.168.316,84 | 554.939.084,60 | ||
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 1.737.944,40 | 579.683,15 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 7.494.549,10 | 7.306.375,53 | ||
| (davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 5.192; Vorjahr T€ 3.820) | ||||
| 590.400.810,34 | 562.825.143,28 | |||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 281.144.064,81 | 265.380.932,66 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 33.300.207,89 | 39.869.291,48 | ||
| 314.444.272,70 | 305.250.224,14 | |||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 37.551.554,00 | 33.910.998,42 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 5.811.160,07 | 5.153.810,73 | ||
| (davon für Altersversorgung T€ 915; Vorjahr T€ 969) | ||||
| 43.362.714,07 | 39.064.809,15 | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 10.334.264,10 | 8.886.441,53 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 101.486.623,78 | 100.385.270,73 | ||
| (davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 4.259; Vorjahr T€ 3.852) | ||||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 77.106.034,60 | 58.531.749,89 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 77.106; Vorjahr T€ 58.532) | ||||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 191.129,62 | 150.511,93 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 48; Vorjahr T€ 30) | ||||
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 10.784.073,67 | 9.248.405,38 | ||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 288.524,24 | 211.842,89 | ||
| (davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 40; Vorjahr T€ 44) | ||||
| 12. Ergebnis vor Steuern | 208.565.649,34 | 176.957.222,04 | ||
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 37.772.167,17 | 33.861.862,83 | ||
| (davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern T€ 136; | ||||
| davon Ertrag Vorjahr T€ 177) | ||||
| 14. Ergebnis nach Steuern | 170.793.482,17 | 143.095.359,21 | ||
| 15. Sonstige Steuern | 160.361,53 | 148.576,87 | ||
| 16. Jahresüberschuss | 170.633.120,64 | 142.946.782,34 | ||
| 17. Gewinnvortrag | 207.265.591,67 | 172.333.809,33 | ||
| 18. Bilanzgewinn | 377.898.712,31 | 315.280.591,67 |
Registergericht Augsburg HRB 2001
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019
I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis zehn Jahre linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Sollten dauerhafte und vorübergehende Wertminderungen vorhanden sein, wird dementsprechend eine Sonderabschreibung vorgenommen.
Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bauten werden überwiegend über 25 bis 33 Jahre abgeschrieben, die sonstigen Anlagen werden überwiegend über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter (€ 250 bis € 1.000) werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.
Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wahlrecht zur Abschreibung bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wird nicht in Anspruch genommen.
Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, der auf die Fertigung entfällt, einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert.
Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Fremdwährung geführten flüssigen Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs per 31.12.2019 bewertet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert.
Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als so genannter "davon-Vermerk" ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,73 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen ergeben wird.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.
Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umsatzrealisierung aus dem Produktverkauf an die Tochtergesellschaften erfolgt im vertraglich festgelegten Zeitpunkt des Gefahrenübergangs. Die Erträge aus dem Kundenstammleasing sowie aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden vertragsgemäß abgerechnet.
II. Bilanzerläuterungen
1. Anlagevermögen
Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2019 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.
Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 16,7 Mio. Euro getätigt. Zur Steigerung der Produktionskapazitäten wurde in den Bereichen Grundstücke und Bauten, Technische Anlagen und Maschinen sowie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände investiert.
Der Spezialfonds wird weiterhin als Wertsicherungsmandat gehalten, das Ziel dieser Anlage ist der Kapitalerhalt. Der Schwerpunkt des Fondsvolumen ist in Rentenanlagen investiert. Es gibt keine Beschränkungen in der täglichen Rückgabe, dies ist jederzeit möglich. Zum Bilanzstichtag beträgt der Fair Value T€ 50.978. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Ausschüttung.
Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:
scroll
| Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in T€ |
Ergebnis in T€ |
|
|---|---|---|---|
| 31.12.2019 (Stichtagskurs) | GJ 2019 (Durchschnittskurs) | ||
| --- | --- | --- | --- |
| unmittelbare Beteiligungen: | |||
| RATIONAL Deutschland GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 28 | 0 * |
| RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 93 | 0 * |
| RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 99 | 0 * |
| LechMetall GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 51 | 0 * |
| RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 86 | 0 * |
| RATIONAL Montage GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 147 | 0 * |
| RATIONAL F & E GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 662 | 0 * |
| RATIONAL UK Ltd., Luton, Großbritannien | 100,0 | 5.322 | 3.875 |
| RATIONAL Japan Co., Ltd., Tokio, Japan | 100,0 | 5.560 | 1.065 |
| RATIONAL Cooking Systems, Inc., Rolling Meadows, USA | 100,0 | 8.488 | 5.632 |
| RATIONAL Skandinavia AB, Malmö, Schweden | 100,0 | 1.043 | 936 |
| RATIONAL Italia s.r.l., Mestre, Italien | 100,0 | 1.271 | 818 |
| RATIONAL Schweiz AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 858 | 832 |
| RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 87.065 | 71.627 |
| RATIONAL Canada Inc., Mississauga, Kanada | 100,0 | 2.284 | 1.387 |
| RATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L., Barcelona, Spanien | 100,0 | 1.365 | 1.024 |
* nach Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft
scroll
| Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in T€ |
Ergebnis in T€ |
|
|---|---|---|---|
| 31.12.2019 (Stichtagskurs) | GJ 2019 (Durchschnittskurs) | ||
| --- | --- | --- | --- |
| mittelbare Beteiligungen: | |||
| RATIONAL Austria GmbH, Salzburg, Österreich | 100,0 | 790 | 588 |
| RATIONAL France S.A.S., Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 4.760 | 2.524 |
| RATIONAL Sp. z o.o., Warschau, Polen | 100,0 | 517 | 485 |
| RATIONAL Wittenheim SAS, Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 12.883 | 3.474 |
| FRIMA UK Ltd., (in Liquidation) London, Großbritannien | 100,0 | 0 | 1 |
| RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | 100,0 | 3.417 | 1.044 |
| RATIONAL RUS OOO, Moskau, Russland | 100,0 | 1.049 | 293 |
| RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção Ltda., São Paolo, Brasilien | 99,9 | 3.132 | -367 |
| RATIONAL Mexico S.A. DE C.V. Mexico City, Mexiko | 100,0 | 1.695 | 274 |
| RATIONAL International India Private Ltd. Gurgaon, Indien | 100,0 | 1.365 | 339 |
| RATIONAL Colombia - America, Bogota, Kolumbien | 100,0 | 1.208 | 186 |
| RATIONAL Endüstriyel Mutfak Ekipmanlari, Istanbul, Türkei | 100,0 | 1.625 | 583 |
| RATIONAL Cooking Systems PTE. Ltd., Singapur, Singapur | 100,0 | 1.065 | 556 |
| RATIONAL Kitchen and Catering Equipment, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | 2.520 | 611 |
| RATIONAL Chile SpA, Santiago de Chile, Chile | 100,0 | 41 | 0 |
| RATIONAL Czech Republic s.r.o., Praha, Czech Republic | 100,0 | 972 | -51 |
Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.
Mit Beschluss vom 9. Juli 2018 hat die Gesellschaft beschlossen, die FRIMA Deutschland GmbH auf die RATIONAL Deutschland GmbH (zum 31. Dezember 2018 firmierend unter RATIONAL Großküchentechnik GmbH) in 2019 rückwirkend zum 1. Januar 2019 zu verschmelzen.
Zwischen der RATIONAL AG (Organträger) und der RATIONAL Deutschland GmbH, der RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Komponenten GmbH, der LechMetall GmbH, der RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, der RATIONAL Montage GmbH sowie der RATIONAL F & E GmbH besteht eine umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Organschaft.
Die RATIONAL Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft des RATIONAL-Konzerns und stellt als oberstes Mutterunternehmen gem. § 315e Abs. 1 HGB einen IFRS Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft abrufbar.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeiten aller Forderungen liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen, Forderungen aus Devisengeschäften sowie Forderungen aus Schadensersatzleistungen.
3. Latente Steuern
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 747 führen (Vorjahr: T€ 611), resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Bewertung des Spezialfonds und der Drohverlustrückstellung sowie Unterschieden in der Bemessung der Urlaubs-, Gleitzeit- und Jubiläumsrückstellung und sind folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
Latente Steuern zum 31.12.2019
scroll
| Bilanzposten | HB T€ |
StB T€ |
Unterschied T€ |
Aktive(-) /Passive(+) latente Steuer T€ |
|---|---|---|---|---|
| Finanzanlagen aus Spezialfonds | 50.000 | 50.689 | 689 | -191 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände | 126.299 | 126.213 | -86 | 24 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 672 | 465 | 207 | -57 |
| Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen | 3.145 | 2.256 | 889 | -247 |
| Gewährleistungsrückstellung | 10.099 | 9.913 | 185 | -51 |
| Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung | 3.824 | 3.387 | 437 | -121 |
| Drohverlustrückstellung | 375 | 0 | 375 | -104 |
Latente Steuern zum 31.12.2018
scroll
| Bilanzposten | HB T€ |
StB T€ |
Unterschied T€ |
Aktive(-) /Passive(+) latente Steuer T€ |
|---|---|---|---|---|
| Finanzanlagen aus Spezialfonds | 50.000 | 50.279 | 279 | -77 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 99.196 | 99.545 | 350 | -97 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 670 | 474 | 196 | -54 |
| Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen | 2.846 | 2.175 | 671 | -186 |
| Gewährleistungsrückstellung | 11.740 | 11.514 | 226 | -63 |
| Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung | 4.215 | 3.767 | 448 | -125 |
| Drohverlustrückstellung | 21 | 0 | 21 | -6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22.791 | 22.777 | 14 | -3 |
Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.
4. Eigenkapital
Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor.
Die Gewinnrücklage betrifft die nach § 150 Abs. 2 AktG erforderliche gesetzliche Rücklage. Die Kapitalrücklage sowie die gesetzliche Rücklage haben wie im Vorjahr bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.
Das bedingte Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 200.000,00 und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Es bestehen noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien.
Für das Geschäftsjahr 2018 wurde in 2019 eine Dividendenzahlung von T€ 108.015 vorgenommen (Dividendenzahlung für 2017 in 2018: T€ 125.070).
5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Pensionsverpflichtung wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt und betrifft ausschließlich Leistungsempfänger in Rente. Im Rahmen der Ermittlung der Pensionszusage wurde ein Rententrend von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) sowie die Richttafeln 2018 G zu Grunde gelegt. Die Abzinsung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 2,75 % (Vorjahr: 3,25 %; 10 Jahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbewertung in Höhe von T€ 44 (Vorjahr: T€ 53) unterliegt nach §253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.
Zudem bestehen Einzelzusagen und Zusagen für Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Mitarbeiter, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Bei den Einzelzusagen handelt es sich um Fixrentenzusagen und beitragsorientierte Zusagen, deren Leistung sich an der versicherungsförmigen Umsetzung des Beitrags bemisst. Die Zusagen betreffen Vorstände und weitere aktive sowie im Ruhestand befindliche ehemalige Führungskräfte. Die bei der Unterstützungskasse durchgeführten Leistungszusagen sind über verpfändete Rückdeckungsversicherungen vollständig kongruent rückgedeckt, das heißt, dass die Leistungen vollständig von einem Versicherungsunternehmen erstattet werden. Daher ergibt sich für diese Zusagen beim Unternehmen keine Nettoverpflichtung (Pensionsrückstellung).
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
scroll
| 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Gewährleistung | 10.099 | 11.740 |
| Personalbereich | 5.457 | 5.122 |
| ausstehende Rechnungen | 1.903 | 1.961 |
| Aufsichtsratsvergütung | 1.143 | 1.050 |
| Drohverlust | 375 | 21 |
| 18.977 | 19.894 |
Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Unternehmens für die Funktionalität der Produkte.
Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile sowie Jubiläen. Im Rahmen der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurden die Richttafeln 2018 G zu Grunde gelegt. Die Fluktuation wurde mit niedrigen Standardwerten angesetzt. Die Rückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 2,00 % abgezinst.
7. Verbindlichkeiten
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2019:
scroll
| bis zu einem Jahr T€ |
über einem Jahr T€ |
davon über fünf Jahre T€ |
Gesamt lt. Bilanz T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.000 | 5.306 | -- | 6.306 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.232 | -- | -- | 9.232 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen | 11.099 | -- | -- | 11.099 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.773 | 3.214 | -- | 7.987 |
| 26.104 | 8.520 | -- | 34.624 |
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2018:
scroll
| bis zu einem Jahr T€ |
über einem Jahr T€ |
davon über fünf Jahre T€ |
Gesamt lt. Bilanz T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.630 | 6.306 | -- | 8.936 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.998 | -- | -- | 12.998 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 9.793 | -- | -- | 9.793 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.506 | 3.214 | -- | 7.720 |
| 29.927 | 9.520 | -- | 39.447 |
Für Grundstücke und Bauten sind Grundschulden in Höhe von T€ 33.500 eingetragen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.
8. Haftungsverhältnisse
Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bis zur Maximalhöhe von insgesamt T€ 8.189 (Vorjahr: T€ 9.932) übernommen. Diese betreffen in voller Höhe (wie im Vorjahr) Zahlungsverpflichtungen verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Gemäß § 251 HGB gliedern sie sich in folgende Kategorien:
scroll
| 31.12.2019 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften, Wechsel-, und Scheckbürgschaften | 801 | 1.394 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 7.388 | 8.538 |
Mit einer Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse ist aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Zahlungspflichtigen nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Geographische Aufteilung der Umsatzerlöse:
scroll
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| übriges Europa | 464.888 | 430.231 |
| Inland | 115.211 | 123.772 |
| Amerika | 702 | 550 |
| Asien | 367 | 386 |
| 581.168 | 554.939 |
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
scroll
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Verkäufe an Tochtergesellschaften | 497.382 | 458.769 |
| Konzerninterne Dienstleistungen | 62.990 | 73.842 |
| Kundenstammleasinggebühren | 20.271 | 21.743 |
| Sonstige | 525 | 585 |
| 581.168 | 554.939 |
2. Sonstige betriebliche Erträge
scroll
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Wechselkursgewinne | 5.192 | 3.819 |
| Sonstige Erlöse | 902 | 338 |
| Erlöse aus geldwertem Vorteil der Mitarbeiter | 785 | 695 |
| Schadensersatz | 616 | 2.454 |
| 7.495 | 7.306 |
Ein wesentlicher Anteil der Wechselkursgewinne kommt aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar, den schwedischen Kronen sowie dem britischen Pfund gegenüber dem Euro. Im aktuellen Geschäftsjahr ergaben sich geringere Ansprüche aus Schadensfällen gegenüber unseren Lieferanten. Die sonstigen Erlöse beinhalten eine Auflösung der Rückstellung für Gewährleistungen in Höhe von T€ 531.
3. Materialaufwand
scroll
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wareneinkauf | 281.672 | 265.892 |
| Erhaltene Skonti | -528 | -511 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 33.300 | 39.869 |
| 314.444 | 305.250 |
Der Materialaufwand entwickelte sich proportional zum Umsatzwachstum.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
scroll
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 34.746 | 33.430 |
| Interne Verrechnungen | 16.873 | 20.486 |
| Garantie- und Servicekosten | 13.260 | 12.000 |
| Reparatur, Instandhaltung, Leasing | 8.836 | 7.979 |
| Wechselkursverluste | 4.259 | 3.828 |
| Raumkosten | 3.660 | 3.460 |
| Kosten der Warenabgabe | 3.658 | 3.957 |
| Kfz-Kosten | 2.980 | 2.584 |
| Vertrieb, Werbung | 2.340 | 2.161 |
| Steuern, Versicherungen | 2.196 | 2.574 |
| Personalaufwendungen | 1.785 | 1.548 |
| Reisekosten | 1.346 | 1.267 |
| Sonstige | 5.548 | 5.111 |
| 101.487 | 100.385 |
Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten resultiert im Wesentlichen aus verstärkten Entwicklungsaktivitäten. Die Wechselkursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Ein wesentlicher Anteil der Effekte kommt aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar und britischen Pfund gegenüber dem Euro. Die sonstigen Kosten beinhalten T€ 500 periodenfremden Aufwand aus einer Wertberichtigung für Schadensfälle.
IV. Sonstige Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 21.084 (Vorjahr: T€ 15.995) im Wesentlichen für Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 14.524 (Vorjahr: T€ 9.969) sowie aus abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 6.560 (Vorjahr: T€ 5.501). Es bestehen keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.
2. Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechselkursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen sowie zur Absicherung von Zinsschwankungen eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung, ergibt sich aus den geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. RATIONAL nutzt sogenannte Natural Hedges in den Währungen, in denen Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, sofern in der jeweiligen Fremdwährung auch Zahlungen für Produktionsmaterial anfallen. Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.
Zum Jahresabschluss 2019 bestehen insgesamt 31 Devisen-Put-Optionen sowie 31 verkaufte Devisen-Call-Optionen in den Währungen GBP, USD, CAD, JPY, SEK, MXN und PLN. Bei Fälligkeit der Optionen entscheidet der jeweilige Käufer (RATIONAL oder die Bank), abhängig von der Geschäftsart und der Kurssituation, ob diese Optionen ausgeübt werden oder verfallen. Zusätzlich bestehen zum Jahresende 2019 insgesamt 4 Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP, USD, SEK und CAD.
Bei Devisenoptionen entspricht der beizulegende Zeitwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt. Die angegebenen Marktwerte der Termingeschäfte (nach der Barwertmethode) errechnen sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.
Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 33.740 (Vorjahr: T€ 34.890) sowie verkaufte Call-Optionen mit Kontraktwerten von T€ 46.228 (Vorjahr: T€ 73.778). Zudem bestehen zum Jahresende 2019 Devisentermingeschäfte mit Kontraktwerten von T€ 11.878 (Vorjahr: T€ 4.668).
scroll
| Derivative Finanzinstrumente | Kontraktwert T€ |
Positiver beizulegender Zeitwert T€ |
Negativer beizulegender Zeitwert T€ |
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 11.878 | 113 | 15 |
| Devisenoptionen | 79.968 | 123 | 714 |
| 91.846 | 236 | 729 |
In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem beizulegendem Zeitwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 111 (Vorjahr: T€ 438).
Bei verkauften Call-Geschäften werden die erhaltenen Optionsprämien (Stillhalterprämien) unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 392 (Vorjahr: T€ 648) passiviert. Auf der Basis der beizulegenden Zeitwerte zum Stichtag wurde zudem eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von insgesamt T€ 360 (Vorjahr: T€ 16) gebildet. Für die zum Jahresende bestehenden Devisentermingeschäfte wurde analog und auf Basis der beizulegenden Zeitwerte eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: T€ 5) gebildet.
3. Abschlussprüferhonorar
Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:
scroll
| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 283 | 234 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 27 | 34 |
| 310 | 268 |
Im Geschäftsjahr 2019 wurden im Rahmen einer freiwilligen Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts andere Bestätigungsleistungen in Höhe von T€ 27 (Vorjahr: T€ 34) inklusive Auslagen erbracht.
4. Zahl der Arbeitnehmer
Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 374 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 341 Mitarbeiter).
Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:
scroll
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Verwaltung | 162 | 153 |
| Produktion & Lieferung | 100 | 96 |
| Vertrieb & Marketing | 100 | 88 |
| Forschung & Entwicklung | 12 | 4 |
| 374 | 341 |
5. Vorstand
Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
scroll
| Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt | Vorstandsvorsitzender |
| Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur | Vorstand technischer Bereich |
| Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur | Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing |
| Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann | Vorstand kaufmännischer Bereich (bis 31. Dezember 2019) |
Die Mitglieder des Vorstands sind in keinen konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2019 auf T€ 5.211 (Vorjahr: T€ 5.569). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von T€ 1.660 (Vorjahr: T€ 2.121) enthalten. Die genannten Bezüge beinhalten Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 11). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf T€ 583 (Vorjahr: T€ 474) belaufen.
In der Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.
6. Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren
scroll
| Walter Kurtz, Kaufmann | Vorsitzender |
| Dr. Hans W. Maerz, Wirtschaftsprüfer | Stellvertreter |
| Dr. Gerd Lintz, Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt | |
| Werner Schwind, Kaufmann | |
| Erich Baumgärtner, Kaufmann | |
| Dr.-Ing. Georg Sick, Kaufmann | |
| Dr. Johannes Würbser, Kaufmann (seit 17. Mai 2019) |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses bei der FWU Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr.-Ing. Sick ist Vorsitzender des Beirats der Holoplot GmbH, Berlin, Deutschland.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2019 T€ 1.173 (Vorjahr: T€ 1.080).
7. Mitteilungen von Stimmrechtsanteilen gemäß §§ 33 Abs. 1 i.V.m . 40 Abs. 1 WpHG
Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die nach §§ 33 Abs. 1 i.V.m. 40 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) (vormals: §§ 21 Abs. 1 i.V.m. 26 Abs 1 WpHG) der RATIONAL Aktiengesellschaft mitgeteilt worden sind.
Alle meldepflichtigen Beteiligungen sind in der Anlage des Anhangs angegeben und dauerhaft auf der Website der Gesellschaft www.rational-online.com einsehbar.
8. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Website der Gesellschaft
www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.
9. Verwendung des Bilanzgewinns
Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 10,70 Euro je Aktie auszuschütten. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
10. Nachtragsbericht
Die Ausbreitung des Coronavirus wirkt sich auf die Geschäftstätigkeit von RATIONAL
negativ aus. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht konkret abschätzbar, wir erwarten jedoch für 2020 ein reduziertes Absatz- und Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich.
Landsberg am Lech, den 10. März 2020
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
RATIONAL AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
scroll
| 2. Name: | 3. RATIONAL AG |
| Straße, Hausnr: | Siegfried-Meister-Straße 1 |
| PLZ: | 86899 |
| Ort: | Landsberg a. Lech |
| Deutschland | |
| Legal Entity Identifier (LEI): | 529900K139N6UFJ1A758 |
4. Grund der Mitteilung
scroll
| Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb bzw. Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| X | Sonstiger Grund: Teilauseinandersetzung einer Erbengemeinschaft |
5. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Natürliche Person (Vorname, Nachname): Franziska Würbser Geburtsdatum: 21.03.1988
6. Namen der Aktionäre
mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
Frau Gabriella Meister
7. Datum der Schwellenberührung:
18.02.2019
8. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 31,50 % | 0 % | 31,50 % | 11.370.000 |
| letzte Mitteilung | 62,98 % | 0 % | 62,98 % | / |
9. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
scroll
| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Direkt (§ 33 WpHG | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | Direkt (§ 33 WpHG) | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007010803 | 1791473 | 1790105 | 15,76 % | 15,74 % |
| Summe | 3581578 | 31,5 % |
b.1. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
b.2. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
10. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten | |
| beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher | Instrumente in %, wenn 5% oder höher | Summe in %, wenn 5% oder höher |
|---|---|---|---|
11. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung:
scroll
| Anteil Stimmrechte % |
Anteil Instrumente % |
Summe Anteile % |
|---|---|---|
12. Sonstige Informationen:
Grund der Zurechnung von Aktien nach § 34 WpHG ist eine bestehende Poolvereinbarung.
Datum
21.02.2019
RATIONAL AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
scroll
| Name: | RATIONAL AG |
| Straße, Hausnr: | Siegfried-Meister-Straße 1 |
| PLZ: | 86899 |
| Ort: | Landsberg a. Lech |
| Deutschland | |
| Legal Entity Identifier (LEI): | 529900K139N6UFJ1A758 |
2. Grund der Mitteilung
scroll
| Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb bzw. Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| X | Sonstiger Grund: Teilauseinandersetzung einer Erbengemeinschaft |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Natürliche Person (Vorname, Nachname): Gabriella Meister Geburtsdatum: 02.06.1948
4. Namen der Aktionäre
mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
Frau Franziska Würbser
5. Datum der Schwellenberührung:
18.02.2019
6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 31,50 % | 0 % | 31,50 % | 11.370.000 |
| letzte Mitteilung | 62,99 % | 0 % | 62,99 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
scroll
| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Direkt (§ 33 WpHG | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | Direkt (§ 33 WpHG) | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007010803 | 1791633 | 1789945 | 15,76 % | 15,74 % |
| Summe | 3581578 | 31,5 % |
b.1. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
b.2. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten | |
| beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher | Instrumente in %, wenn 5% oder höher | Summe in %, wenn 5% oder höher |
|---|---|---|---|
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung:
scroll
| Anteil Stimmrechte % |
Anteil Instrumente % |
Summe Anteile % |
|---|---|---|
10. Sonstige Informationen:
Gründe der Zurechnung von Aktien nach § 34 WpHG sind eine bestehende Poolvereinbarung und die Wahrnehmung eines Amts als Testamentsvollstreckerin.
Datum
21.02.2019
RATIONAL AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
scroll
| Name: | RATIONAL AG |
| Straße, Hausnr: | Siegfried-Meister-Straße 1 |
| PLZ: | 86899 |
| Ort: | Landsberg a. Lech |
| Deutschland | |
| Legal Entity Identifier (LEI): | 529900K139N6UFJ1A758 |
2. Grund der Mitteilung
scroll
| Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb bzw. Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| X | Sonstiger Grund: |
| Teilauseinandersetzung einer Erbengemeinschaft |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Natürliche Person (Vorname, Nachname): Ulrike Meister Geburtsdatum: 13.03.1967
4. Namen der Aktionäre
mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
5. Datum der Schwellenberührung:
18.02.2019
6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 15,86 % | 0 % | 15,86 % | 11.370.000 |
| letzte Mitteilung | 63,09 % | 0 % | 63,09 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
scroll
| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Direkt (§ 33 WpHG | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | Direkt (§ 33 WpHG) | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007010803 | 1803464 | 15,86 % | % | |
| Summe | 1803464 | 15,86 % |
b.1. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
b.2. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten | |
| beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher | Instrumente in %, wenn 5% oder höher | Summe in %, wenn 5% oder höher |
|---|---|---|---|
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung:
scroll
| Anteil Stimmrechte % |
Anteil Instrumente % |
Summe Anteile % |
|---|---|---|
10. Sonstige Informationen:
Datum
22.02.2019
RATIONAL AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
scroll
| Name: | RATIONAL AG |
| Straße, Hausnr: | Siegfried-Meister-Straße 1 |
| PLZ: | 86899 |
| Ort: | Landsberg a. Lech |
| Deutschland | |
| Legal Entity Identifier (LEI): | 529900K139N6UFJ1A758 |
2. Grund der Mitteilung
scroll
| Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb bzw. Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| X | Sonstiger Grund: |
| Teilauseinandersetzung einer Erbengemeinschaft |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Natürliche Person (Vorname, Nachname): Wolfgang Meister Geburtsdatum: 20.03.1963
4. Namen der Aktionäre
mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
5. Datum der Schwellenberührung:
18.02.2019
6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll
| Anteil Stimmrechte Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 15,76 % | 0 % | 15,76 % | 11.370.000 |
| Letzte Mitteilung | 62,98 % | 0 % | 62,98 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
scroll
| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Direkt (§ 33 WpHG | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | Direkt (§ 33 WpHG) | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007010803 | 1791473 | 15,76 % | % | |
| Summe | 1791473 | 15,76 % |
b.1. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
b.2. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten | |
| beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher | Instrumente in %, wenn 5% oder höher | Summe in %, wenn 5% oder höher |
|---|---|---|---|
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung:
scroll
| Anteil Stimmrechte % |
Anteil Instrumente % |
Summe Anteile % |
|---|---|---|
10. Sonstige Informationen:
Datum
22.02.2019
RATIONAL AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
scroll
| Name: | RATIONAL AG |
| Straße, Hausnr: | Siegfried-Meister-Straße 1 |
| PLZ: | 86899 |
| Ort: | Landsberg a. Lech |
| Deutschland | |
| Legal Entity Identifier (LEI): | 529900K139N6UFJ1A758 |
2. Grund der Mitteilung
scroll
| Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb bzw. Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| X | Sonstiger Grund: |
| Teilauseinandersetzung einer Erbengemeinschaft |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Natürliche Person (Vorname, Nachname): Wolfgang Meister Geburtsdatum: 20.03.1963
4. Namen der Aktionäre
mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
5. Datum der Schwellenberührung:
06.09.2019
6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 14,95 % | 0 % | 14,95 % | 11.370.000 |
| Letzte Mitteilung | 15,76 % | 0 % | 15,76 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbest ä nden
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
scroll
| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Direkt (§ 33 WpHG | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | Direkt (§ 33 WpHG) | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007010803 | 1699570 | 14,95 % | % | |
| Summe | 1699570 | 14,95 % |
b.1. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
b.2. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten | |
| beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher | Instrumente in %, wenn 5% oder höher | Summe in %, wenn 5% oder höher |
|---|---|---|---|
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung:
scroll
| Anteil Stimmrechte % |
Anteil Instrumente % |
Summe Anteile % |
|---|---|---|
10. Sonstige Informationen:
Datum
10.09.2019
RATIONAL AG: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
scroll
| Name: | RATIONAL AG |
| Straße, Hausnr: | Siegfried-Meister-Straße 1 |
| PLZ: | 86899 |
| Ort: | Landsberg a. Lech |
| Deutschland | |
| Legal Entity Identifier (LEI): | 529900K139N6UFJ1A758 |
2. Grund der Mitteilung
scroll
| X | Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten |
| Erwerb bzw. Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| Sonstiger Grund |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Natürliche Person (Vorname, Nachname): Wolfgang Meister Geburtsdatum: 20.03.1963
4. Namen der Aktionäre
mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
5. Datum der Schwellenberührung:
05.02.2020
6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 9,94 % | 0 % | 9,94 % | 11.370.000 |
| letzte Mitteilung | 14,95 % | 0 % | 14,95 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
scroll
| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Direkt (§ 33 WpHG | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | Direkt (§ 33 WpHG) | Zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007010803 | 1130267 | 9,94 % | % | |
| Summe | 1130267 | 9,94 % |
b.1. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
b.2. Instrumente i.S.d . § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| Summe | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten | |
| beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher | Instrumente in %, wenn 5% oder höher | Summe in %, wenn 5% oder höher |
|---|---|---|---|
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteile (6.) nach der Hauptversammlung:
scroll
| Anteil Stimmrechte % |
Anteil Instrumente % |
Summe Anteile % |
|---|---|---|
10. Sonstige Informationen:
Datum
10.02.2020
ZUSAMMENSETZUNG UND ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2019
(Anlagenspiegel 2019)
scroll
| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Umbuchungen € |
Stand 31.12.2019 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 13.695.225,45 | 1.298.765,71 | 47.220,00 | 306.204,66 | 15.252.975,82 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 267.697,31 | 48.637,81 | 0,00 | -267.697,31 | 48.637,81 |
| 13.962.922,76 | 1.347.403,52 | 47.220,00 | 38.507,35 | 15.301.613,63 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 111.301.924,67 | 1.673.968,43 | 0,00 | 27.478,79 | 113.003.371,89 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 28.921.755,37 | 5.962.523,98 | 9.203,25 | 5.778.911,84 | 40.653.987,94 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.976.091,48 | 3.924.144,82 | 203.671,04 | 302.769,59 | 28.999.334,85 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.978.798,95 | 3.780.800,31 | 0,00 | -6.147.667,57 | 5.611.931,69 |
| 173.178.570,47 | 15.341.437,54 | 212.874,29 | -38.507,35 | 188.268.626,37 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.453.607,10 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 10.453.607,10 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 50.000.218,88 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 50.000.218,88 |
| 60.453.825,98 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 60.453.825,98 | |
| 247.595.319,21 | 16.688.841,06 | 260.094,29 | 0,00 | 264.024.065,98 |
scroll
| Abschreibungen/Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Zuschreibungen € |
Stand 31.12.2019 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 10.371.001,74 | 1.870.557,66 | 40.476,39 | 0,00 | 12.201.083,01 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 10.371.001,74 | 1.870.557,66 | 40.476,39 | 0,00 | 12.201.083,01 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 29.904.107,59 | 3.203.975,98 | 0,00 | 0,00 | 33.108.083,57 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 18.938.983,74 | 2.624.538,36 | 9.203,25 | 0,00 | 21.554.318,85 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.442.744,30 | 2.635.192,10 | 192.599,24 | 0,00 | 17.885.337,16 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 64.285.835,63 | 8.463.706,44 | 201.802,49 | 0,00 | 72.547.739,58 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.323.162,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.323.162,69 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.323.162,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.323.162,69 | |
| 77.980.000,06 | 10.334.264,10 | 242.278,88 | 0,00 | 88.071.985,28 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2019 € |
Stand 31.12.2018 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.051.892,81 | 3.324.223,71 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 48.637,81 | 267.697,31 |
| 3.100.530,62 | 3.591.921,02 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 79.895.288,32 | 81.397.817,08 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 19.099.669,09 | 9.982.771,63 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.113.997,69 | 9.533.347,18 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.611.931,69 | 7.978.798,95 |
| 115.720.886,79 | 108.892.734,84 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.130.444,41 | 7.130.444,41 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 50.000.218,88 | 50.000.218,88 |
| 57.130.663,29 | 57.130.663,29 | |
| 175.952.080,70 | 169.615.319,15 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: Rückstellungen für Gewährleistungen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
① Sachverhalt und Problemstellung
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Rückstellungen für Gewährleistungen
① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" zum 31. Dezember 2019 Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 10,1 Mio. Euro ausgewiesen. Die Gesellschaft bildet für erwartete Inanspruchnahmen aus der Haftung für die Mängelfreiheit der verkauften Produkte Rückstellungen. In diesem Zusammenhang werden vom Vorstand Annahmen hinsichtlich der künftigen Inanspruchnahme getroffen. Ansatz und Bewertung erfolgen auf Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit und verkaufter Stückzahlen im Geschäftsjahr. Aufgrund der vor diesem Hintergrund bestehenden Schätzunsicherheiten und der Höhe dieser betragsmäßig wesentlichen Posten waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung.
② Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Fehlerrisiko in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Jahresergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Rückstellungen haben wir unter anderem die vorliegenden Verträge, Kostenschätzungen sowie die ermittelten Vergangenheitswerte der Absatzzahlen und Garantiefälle gewürdigt. Zudem haben wir das Berechnungsschema der Rückstellungen nachvollzogen und die erwarteten Zeitpunkte der Inanspruchnahme aus den Rückstellungen gewürdigt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Rückstellungen für Gewährleistungen zu rechtfertigen.
③ Die Angaben der Gesellschaft zu den betreffenden Rückstellungen sind im Abschnitt 6 des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| • | die in Abschnitt 8 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| • | den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex |
Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 E U-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. Juli 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
HINWEIS ZUR NACHTRAGSPRÜFUNG
Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 25. Februar 2020 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 10. März 2020 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen von Angaben im Anhang und Lagebericht aufgrund einer unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Coronavirus aktualisierten Prognose bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Abschnitt "Nachtragsbericht", sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt "Prognose-, Chancen- und Risikobericht", wird verwiesen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schumann.
München, den 25. Februar 2020 / begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannte Änderung: 10. März 2020
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer
ppa. Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Landsberg am Lech, den 10. März 2020
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
RATIONAL AG - Geschäftsbericht 2019
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wie auch in den vergangenen Jahren schon konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft auch im Geschäftsjahr 2019 ihren Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.
Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung
Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2019 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation sowie die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2019 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2020 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Investitionen und Baumaßnahmen an den Standorten Landsberg am Lech und Wittenheim.
Beratungen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2019 zu zwölf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2020 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2020 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2019 zu elf weiteren internen Sitzungen sowie zu vier Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. An diesen Sitzungen nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses teil. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, fortlaufend geprüft und weiter verbessert. Nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.
Schwerpunkte der Beratungen
Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie zum Beispiel:
| ― | die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2020 |
| ― | die weitere Vernetzung der Vertriebsaktivitäten für Combi-Dämpfer und VarioCookingCenter (r) |
| ― | Weiterentwicklung, Geschäftsmodell und Struktur des Bereichs Service weltweit |
| ― | die Schwerpunkte in der Produktentwicklung |
| ― | die Bau- und Erweiterungsprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim |
| ― | die Erschließungsstrategie für neue Märkte |
| ― | die Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat |
| ― | die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inklusive Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie |
| ― | die Auswahl der Kandidaten für die Erweiterung des Aufsichtsrats |
| ― | die Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und seines Stellvertreters |
| ― | die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag |
| ― | das Ausscheiden des bisherigen Finanzvorstands Herrn Dr. Axel Kaufmann zum Jahresende 2019 |
| ― | der Beschluss zu einer U.i.U.-Sonderzahlung |
In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2020 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2020 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.
Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 wird PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.
Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2019 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 26. Februar 2020 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.
Tätigkeit der Ausschüsse
Der Prüfungsausschuss, bestehend aus Herrn Walter Kurtz, Herrn Dr. Hans Maerz und Herrn Erich Baumgärtner, tagte im Geschäftsjahr 2019 viermal. Er befasste sich in seinen Sitzungen insbesondere mit dem Halbjahresabschluss und dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen sowie den Änderungen hinsichtlich der nichtfinanziellen Erklärung. Der Prüfungsausschuss berichtete regelmäßig an den Aufsichtsrat.
Änderung im Vorstand
Herr Dr. Axel Kaufmann hat, in gegenseitigem Einvernehmen, sein Vorstandsmandat zum 31. Dezember 2019 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Kaufmann für seine erfolgreiche Tätigkeit während der letzten vier Jahre. Die Verantwortung für den Finanzbereich hat ab Januar 2020 Herr Dr. Peter Stadelmann übernommen.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG wurde im Geschäftsjahr 2019 von sechs auf sieben Mitglieder vergrößert. Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2019 durchgängig entsprochen.
Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2019 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.
Am 9. März 2017 verabschiedete der Bundestag das Umsetzungsgesetz, das die europäische CSR-Richtlinie (2014/95/EU) in nationales Recht bringt und rückwirkend zum 1. Januar 2017 wirkt. Die nichtfinanzielle Berichterstattung gemäß §§ 289b bzw. 315d HGB ist damit seit dem Geschäftsjahr 2017 Pflicht. Die RATIONAL AG wird den Nachhaltigkeitsbericht 2019, einschließlich der diesbezüglichen Angaben, fristgerecht bis Ende April 2020 veröffentlichen.
Die letzte Änderung des Deutschen Corporate Governance Kodex trat am 24. April 2017 in Kraft. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2019 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand Februar 2020 abgegeben werden. Diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 29. Januar 2020 beschlossen und im Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Im Hinblick auf die Abschlussprüferreform hält der Aufsichtsrat an der bisherigen firmeninternen Regelung der strikten Trennung von Beratungs- und Prüfungsleistungen fest. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht verfasst. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden dem Prüfungsausschuss und allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2020 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.
Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte, und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.
Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 26. Februar 2020 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2019 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 in seiner testierten Fassung vom 25. Februar 2020 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 in seiner testierten Fassung vom 25. Februar 2020.
Nach dem 26. Februar 2020 entschied der Vorstand der RATIONAL AG, die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus und der immer deutlicher spürbaren negativen Auswirkungen auf die Foodservice-Branchen zu überprüfen. Die starke Eintrübung der Konjunkturaussichten führten Anfang März zu einer Anpassung der Umsatz- und Ergebnisprognose im Lagebericht und Konzernlagebericht der RATIONAL AG des Geschäftsjahres 2019. Dementsprechend musste der Anhang des Jahresabschlusses bei den Angaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag aktualisiert werden.
Der Abschlussprüfer erteilte für den veränderten Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht den Bestätigungsvermerk am 10. März 2020 nach Abschluss der Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Prognoseberichterstattung und des Anhangs bezog.
Der Aufsichtsrat prüfte den veränderten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den geänderten Lagebericht und Konzernlagebericht. Mit Beschluss vom 13. März 2020 hob der Aufsichtsrat die Beschlüsse zu Jahresabschluss und Konzernabschluss vom 25. Februar 2020 auf und billigte den Jahresabschluss und Konzernabschluss in ihrer jeweils testierten Fassung vom 10. März 2020. Nach Prüfung stimmte der Aufsichtsrat auch den Änderungen im Prognosebericht des Lageberichts und Konzernlageberichts zu.
Der Jahresabschluss 2019 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.
Abhängigkeitsbericht
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde vom Aufsichtsrat geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.
Gewinnverwendung
Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmten wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 377,9 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 10,70 Euro je Aktie oder insgesamt 121,7 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2019 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.
Landsberg am Lech, den 13. März 2020
Walter Kurtz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RATIONAL AG
Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB
Verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung und -erhaltung ausgerichtete Unternehmensführung ist der Maßstab allen Handelns des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG und Grundlage des Unternehmenserfolgs. Im Folgenden berichten Vorstand und Aufsichtsrat entsprechend unserer Corporate-Governance-Grundsätze, Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und gemäß §§ 289f und 315d HGB über die Corporate Governance bei RATIONAL. Der Bericht wird durch den Vergütungsbericht ergänzt. Dieser ist Bestandteil des Lageberichts der Gesellschaft.
Wesentliche Unternehmensführungspraktiken und Compliance
Verantwortungsvolles, nachhaltiges und soziales Handeln ist für die RATIONAL AG seit jeher ein tragendes Element der unternehmerischen Kultur. Hierzu gehört auch die Integrität im Umgang mit Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit.
RATIONAL versteht unter Compliance die Einhaltung von Recht, Gesetz und Satzung sowie die Befolgung der zusätzlichen internen Regelwerke. Darüber hinaus entwickelte die RATIONAL AG auch im Geschäftsjahr 2019 die eigene Corporate Governance weiter und folgt weitestgehend den Regelungen des Kodex in der aktuell gültigen, im Bundesanzeiger am 24. April 2017 veröffentlichten, Fassung. Weitere freiwillig eingegangene Selbstverpflichtungen bestehen in Form von Compliance-Vereinbarungen mit einigen unserer Kettenkunden. Das Unternehmen hat sich selbst ein umfassendes Leitbild gegeben und verfügt über schriftlich niedergelegte Führungsprinzipien sowie einen unternehmensweit gültigen "Code of Conduct". Das Unternehmensleitbild drückt das Selbstverständnis des Unternehmens, seiner Führungsorgane und Mitarbeiter aus. Es gibt außerdem Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Kunden, Partnern und Kollegen.
Seit dem Jahr 2012 wurde die Compliance-Organisation kontinuierlich weiterentwickelt. Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten bilden die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG ("Code of Conduct"). Diese sind in Form der RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr zusammengefasst und unternehmensweit kommuniziert. Es wurde ein RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance-Officer für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt.
Auf Grundlage der Ergebnisse von Compliance-Risikoanalysen wurden Maßnahmen definiert, um allen wesentlichen Compliance-Risiken entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen schließen neben einschlägigen internen Compliance-Vorgaben auch die Zusammenarbeit mit lokalen, qualifizierten Partnern ein. Des Weiteren werden in Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen Tochtergesellschaften und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm kontinuierlich überwacht und bei Bedarf das bestehende Compliance-Programm angepasst.
Alle Mitarbeiter der RATIONAL-Gruppe werden hinsichtlich Compliance-Themen geschult. Mitarbeiter, die über einen Computerzugang verfügen, haben zudem eine Prüfung erfolgreich zu absolvieren.
Eine Prüfung des Risikomanagementsystems und der Konzeption des Compliance-Managementsystems, entsprechend der Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW), bestätigte die Funktionsfähigkeit beider Systeme.
Im Jahr 2019 wurden das Compliance-Managementsystem sowie das Risikomanagementsystem auf Basis der bestehenden Konzepte zielgerichtet fortgesetzt.
Aktionäre und Hauptversammlung
Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder ein von ihm bestimmtes Aufsichtsratsmitglied.
An der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 in Augsburg haben rund 750 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei knapp 91 % des Grundkapitals. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden durch die Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.
Organe der Gesellschaft
Die RATIONAL AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die jeweils mit eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.
Der Vorstand und seine Arbeitsweise
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Ressorts. Jedes Mitglied des Vorstands führt das ihm zugewiesene Ressort im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Der Vorstand beschließt in der Regel in Sitzungen, die im dreiwöchigen Rhythmus stattfinden. Zusätzlich kann jedes Mitglied des Vorstands die Einberufung einer Sitzung unter Mitteilung des Beratungsgegenstands verlangen. Ebenso kann jedes Mitglied verlangen, dass ein Gegenstand in die Tagesordnung einer Sitzung aufgenommen wird. Beschlüsse des Vorstands werden stets mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen aller Mitglieder getroffen.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements.
Zusammensetzung des Vorstands
Der Vorstand der RATIONAL AG kann sich aus einer oder mehreren Personen zusammensetzen und bestand zum Bilanzstichtag aus vier Mitgliedern. Die Verteilung der Ressorts auf die einzelnen Mitglieder ist im Geschäftsverteilungsplan geregelt. Die Mitglieder des Vorstands zum Bilanzstichtag waren Dr. Peter Stadelmann (Vorstandsvorsitzender, Personal, Recht und Geschäftsbereich Digital Customer Solutions), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Dr. Axel Kaufmann (Vorstand kaufmännischer Bereich) und Markus Paschmann (Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing). Dr. Axel Kaufmann schied mit Ablauf des 31. Dezember 2019 aus dem Vorstand der RATIONAL AG aus. Eine externe Nachbesetzung für das kaufmännische Vorstandsressort fand nicht statt. Ab dem 1. Januar 2020 übernahm Herr Dr. Stadelmann, neben seinen bisherigen Ressorts, zusätzlich den kaufmännischen Bereich. Er ist weiterhin Vorsitzender des Vorstands.
Die Mitglieder des Vorstands üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.
Der Aufsichtsrat und seine Arbeitsweise
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Festlegung der Jahresplanung, größere Investitionen - beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.
Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.
Detaillierte Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.
Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat
Im Jahr 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Mitglieder sind Herr Dr. Hans Maerz (Ausschussvorsitzender), Herr Walter Kurtz und Herr Erich Baumgärtner. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat für nicht erforderlich. Bei einem siebenköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum eine effiziente Diskussion und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.
Entsendungsrecht für Aufsichtsratsmitglieder
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: "Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Dem Aufsichtsrat der RATIONAL AG gehören gemäß der mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2019 geänderten Satzung sieben Mitglieder an, die von den Aktionären gewählt werden.
Herr Walter Kurtz ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Dr. Hans Maerz ist Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden. Darüber hinaus gehören mit Herrn Erich Baumgärtner, Herrn Dr. Johannes Würbser, Herrn Dr. Gerd Lintz und Herrn Werner Schwind ausgewiesene Spezialisten für die Themen Finanzen, Wirtschaftsrecht und Vertrieb dem Aufsichtsrat an. Als ausgewiesener Technikexperte rundet Herr Dr.-Ing. Georg Sick das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats der RATIONAL AG ab.
Dem Gremium gehören fünf - und damit eine nach Einschätzung des Aufsichtsrats ausreichende Anzahl - unabhängige Mitglieder (Herr Dr. Hans Maerz, Herr Erich Baumgärtner, Herr Dr. Gerd Lintz, Herr Werner Schwind und Herr Dr.-Ing. Georg Sick) an, die in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Die laufende Amtsperiode aller amtierenden Aufsichtsratsmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2024.
Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften, wie Geschlecht, Alter, nationale Zugehörigkeit oder Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat der RATIONAL AG, waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG hat sich ein Ziel für den Frauenanteil im Aufsichtsrat im Sinne des "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Frauenquote)" gesetzt und in diesem Bericht veröffentlicht (siehe unten). Darüber hinaus wird der Aufsichtsrat der RATIONAL AG keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.
Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes
Die RATIONAL AG ist ein börsennotiertes, jedoch nicht paritätisch mitbestimmtes Unternehmen. Gemäß dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (Frauenquote) ist deshalb eine Einführung der 30%-igen Frauenquote im Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht bindend. Aufgrund der Börsennotierung ist das Unternehmen aber verpflichtet, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie Fristen für die Erreichung dieser Zielgrößen festzulegen.
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben sich folgende neue Ziele für den Frauenanteil in Führungspositionen gesetzt und kommen damit den gesetzlichen Pflichten nach:
| ― | Für den Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % festgelegt. |
| ― | Für den Vorstand wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 % festgelegt. |
| ― | Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 16,7% festgelegt. |
| ― | Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde eine Zielgröße für den Frauenanteil von 30,0% festgelegt. |
| ― | Die Frist für die Erreichung dieser Zielgrößen ist der 30. Juni 2022. |
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die Hauptversammlung hat am 15. Mai 2019 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.
Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.
Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.
Leitender Prüfer des Jahresabschlusses 2019 war Herr Jürgen Schumann.
Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts dargelegt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.
Erklärung nach § 161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2019 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (zuletzt in der im Bundesanzeiger am 24. April 2017 bekannt gemachten Fassung) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 des Kodex:
Ziffer 4.2.3: "Variable Vergütungsbestandteile haben grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll."
Die variablen Elemente der Vorstandsvergütung in den bestehenden Vorstandsdienstverträgen umfassen verschiedene Elemente des langfristigen Unternehmenserfolgs, jedoch keine ausdrückliche mehrjährige Bemessungsgrundlage. Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sieht der Aufsichtsrat der RATIONAL AG als Selbstverständnis an. In einem stetigen Prozess werden aus der Unternehmensstrategie Meilensteine für die jährlichen variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder abgeleitet.
Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:
Ziffer 4.2.4: "Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offengelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat."
Ziffer 4.2.5: "Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.
Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.
Ferner sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:
| ― | die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung, |
| ― | der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren, |
| ― | bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. |
Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."
Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 4. Mai 2016 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet.
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 des Kodex:
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2: "Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten."
Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3: "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."
Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften, wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit, waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.
Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):
"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt."
Im Jahr 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für erforderlich. Bei einem siebenköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 des Kodex:
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1: "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten."
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2: "Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen."
Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: "Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben.
Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2: "Der Stand der Umsetzung soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden."
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften, wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit, waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.
Landsberg am Lech, den 29. Januar 2020
RATIONAL AG
Walter Kurtz, für den Aufsichtsrat
Dr. Peter Stadelmann, für den, Vorstand
Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde am 13.03.2020 festgestellt.