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RATIONAL AG Annual Report 2018

Mar 22, 2019

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Annual Report

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RATIONAL Aktiengesellschaft

Landsberg am Lech

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Inhaltsübersicht:

1. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Strategie und Ziele

Steuerungssystem

Forschung und Entwicklung

Mitarbeiter und Personalentwicklung

Aktiver Umweltschutz

2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2018

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf 2018 - Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Ertragslage

Finanz- und Vermögenslage

Prognose-Ist-Vergleich

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Risikobericht

5. Vergütungsbericht

6. Übernahmerelevante Angaben

7. Erklärung zur Unternehmensführung

1. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte

Hauptgesellschaft des Konzerns ist die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Mit 33 Tochtergesellschaften, davon 26 Vertriebsgesellschaften, und über lokale Handelspartner vermarktet die Gesellschaft ihre Produkte in allen Regionen der Welt. Darüber hinaus verfügen wir über Produktionsstandorte in Deutschland (Landsberg am Lech) und Frankreich (Wittenheim, Elsass).

Produkte und Dienstleistungen

Die RATIONAL-Gruppe bietet Groß- und Gewerbeküchen weltweit Produkte und Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung an. Rund 74 % der Umsatzerlöse werden durch den Verkauf von Gargeräten erzielt.

Den größten Anteil der Umsatzerlöse erzielen wir mit dem SelfCookingCenter(r), einem Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Bei der Combi-Dämpfer-Technologie erfolgt die Wärmeübertragung während des Kochens durch Dampf, Heißluft oder durch die Kombination aus beidem. Die im SelfCookingCenter(r)eingebaute Software erkennt die Größe und Konsistenz der Speisen und steuert den Garprozess selbstständig, bis das gewünschte Garergebnis erreicht ist. Zudem bieten wir unseren Kunden ein Combi-Dämpfer-Basismodell an, den CombiMaster(r) Plus. Alle Modelle werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit vermarktet.

Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bieten wir das VarioCookingCenter(r) an. Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit. Es adressiert größtenteils dieselben Kundengruppen und kann weitere traditionelle Gargeräte, wie Fritteusen, Kessel oder Kippbratpfannen, ersetzen. Die Produkte werden in Wittenheim, Frankreich hergestellt. Der Vertrieb erfolgt noch vorwiegend in Europa. Über ausgewählte Partner sind wir zudem in einzelnen Überseemärkten, wie Japan oder Australien, aktiv.

Rund 26 % der Umsätze erlösen wir mit Zubehör, Serviceteilen und Dienstleistungen für unsere Combi-Dämpfer und das VarioCookingCenter(r) sowie mit Pflegeprodukten für Combi-Dämpfer.

Unseren Kunden bieten wir eine Vielzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Dienstleistungen. Beispielsweise bilden wir unsere Kunden kostenfrei in der Nutzung unserer Geräte in den SelfCookingCenter(r)- und VarioCookingCenter(r)-Live-Seminaren, in der Academy RATIONAL sowie in Expertenküchen aus und geben ihnen Expertentipps in unserer ChefLine(r). Kostenpflichtige Beratungsangebote sind themenspezifische Akademie-Veranstaltungen sowie intensive Prozessberatungen im Rahmen einer Betriebsbegleitung beim Kunden.

Mit ConnectedCooking bieten wir unseren Kunden ein Onlineportal für die Profiküche und eine kostenlose, cloudbasierte Vernetzungslösung. Damit können unsere Kunden ihre Geräte vernetzen, fernsteuern, sie per Softwareupdate auf den neuesten Stand bringen und Garprogramme übertragen.

Segmente

Die RATIONAL-Gruppe war bis zum Ende des Geschäftsjahres 2018 in zwei operative Segmente gegliedert: RATIONAL und FRIMA.

RATIONAL vertrieb die Combi-Dämpfer, FRIMA das VarioCookingCenter(r). Beide Segmente verkauften jeweils die entsprechenden Zubehöre, Serviceteile und Dienstleistungen an ihre Kunden. RATIONAL verkaufte zusätzlich Pflegeprodukte für die Combi-Dämpfer.

Bereits in der Vergangenheit arbeiteten wir intensiv segmentübergreifend zusammen, um die Stärken und Potenziale beider Segmente optimal konzernweit zu nutzen. Seit 2017 setzen wir zunehmend die etablierte RATIONAL-Vertriebsinfrastruktur ein, um den Markteintritt mit dem VarioCookingCenter(r) effizient und erfolgreich zu gestalten. 2018 wurde die Integration beider Produktgruppen erfolgreich fortgesetzt. Ab Januar 2019 werden wir das VarioCookingCenter(r) ausschließlich unter der Marke RATIONAL über unsere RATIONAL-Vertriebsgesellschaften verkaufen.

In diesem Zuge findet eine Umstellung der Segmentstruktur ab dem Geschäftsjahr 2019 statt. Entsprechend der internen Steuerung der RATIONAL-Gruppe werden wir in Einklang mit IFRS 8 regionale Segmente bilden und berichten.

Die ab dem Geschäftsjahr 2019 berichteten Segmente werden folgende sein:

DACH (Deutschland. Österreich, Schweiz)
EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika)
Amerika (Nord- und Lateinamerika)
Asien

Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation

Unsere Zielgruppe sind Betriebe, in denen täglich mindestens 20 warme Mahlzeiten zubereitet werden. Die Kundenbasis reicht von Restaurants und Hotels über die Gemeinschaftsverpflegung, wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Quick-Service-Restaurants und Caterern sowie Supermärkten, Back- und Snackshops, Metzgereien und Tankstellen.

Das hierbei noch freie Weltmarktpotenzial erschließen wir organisch durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 58 % der Umsatzerlöse. Neue Märkte in Amerika und Asien, wie die USA, Kanada, Brasilien, China und Indien gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Die Zahl der Hersteller von Wettbewerbsprodukten schätzen wir auf rund 100 weltweit. Unsere Markt- und Wettbewerbsstruktur sowie die Wettbewerbssituation sehen wir von Land zu Land als sehr unterschiedlich an.

Strategie und Ziele

Unsere Erfolgsgeschichte basiert auf vier wesentlichen Säulen:

1. Konzentration auf die Profiküche
2. Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung
3. Höchstmöglicher Kundennutzen als oberstes Unternehmensziel
4. Erfolgsfaktor U.i.U.(r) (Unternehmer im Unternehmen)

Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahrzehnten in unserem Leitbild festgeschrieben.

Konzentration auf die Profiküche

Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit über 400 eigenen Küchenmeistern in kundennahen Funktionen sind wir das Unternehmen der Köche und für Köche.

Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung

Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Unser Ziel ist es, mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen die tägliche Arbeit unserer Kunden zu erleichtern.

Höchstmöglicher Kundennutzen als oberstes Unternehmensziel

Unseren Kunden während der gesamten Geschäftsbeziehung den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist unser oberstes Unternehmensziel. Neben leistungsstarken und qualitativ hochwertigen Produkten bieten wir ein umfassendes Dienstleistungsangebot während der gesamten Geschäftsbeziehung.

Erfolgsfaktor U.i.U. (r) (Unternehmer im Unternehmen)

Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U.(r)). Der U.i.U.(r) arbeitet in seinem Bereich wie ein Unternehmer.

Steuerungssystem

Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen für beide Segmente des RATIONAL-Konzerns sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.

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Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-/Umsatzentwicklung EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) /EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen)
Konzernrohertragsmarge Forderungsmanagement (Konzern-DSO)
Operative Kosten Konzerneigenkapitalquote

Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentrale Steuerungskennzahl für das Interesse an unseren Produkten und die Kundenzufriedenheit war bis zum Geschäftsjahr 2018 die Anzahl der Teilnehmer an unseren GarenLive-Seminaren (SelfCookingCenter(r)- und VarioCookingCenter(r)-Live).

Ab dem Geschäftsjahr 2019 ändern wir diese Kennzahl. Wir erweitern die Seminare um die RATIONAL-Expertenküche sowie die Academy RATIONAL und betrachten die teilnehmenden Firmen.

Die Anzahl der teilnehmenden Firmen an diesen Seminaren stellt für uns einen wichtigen Frühindikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar.

Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote. Im Jahr 2018 führten wir auch erstmals eine weltweite Mitarbeiterumfrage mit Kantar TNS durch.

Forschung und Entwicklung

Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung. Insgesamt beschäftigten wir zum Bilanzstichtag mehr als 160 Mitarbeiter in diesem Bereich.

Im Jahr 2018 haben wir 38,8 Mio. Euro (Vj. 33,8 Mio. Euro) oder 5 % der Umsatzerlöse (Vj. 5 %) für Forschung und die Entwicklung neuer Lösungen sowie die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben. 38,1 Mio. Euro (Vj. 33,2 Mio. Euro) davon wurden aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 0,7 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro) wurden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, da die Voraussetzungen des IAS 38.57 für die Aktivierung erfüllt waren. Die aktivierten Entwicklungsleistungen werden nach dem Produktionsstart der jeweiligen Produkte und Dienstleistungen über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen 0,9 Mio. Euro.

Unsere Innovationen sind durch über 600 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster geschützt.

Mitarbeiter und Personalentwicklung

Die gruppenweite Zahl der Mitarbeiter ist 2018 um 229 von 1.884 auf 2.113 (Stichtag 31. Dezember 2018) gestiegen. Davon waren 1.144 Personen (Vj. 1.031) in Deutschland tätig.

Die gezielte und nachhaltige Förderung junger, talentierter Mitarbeiter ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell beschäftigen wir 63 Auszubildende in den Fachrichtungen Industriekaufleute, Lagerlogistik, Industriemechaniker, Mechatroniker, Metalltechnik und Fachinformatiker. 13 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, International Business sowie LifeCycle Catering. Zudem befanden sich zum Bilanzstichtag insgesamt 30 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.

Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit sind auf einem hohen Niveau. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate betrug weltweit lediglich 7 % (Vj. 8 %).

Im Jahr 2018 haben wir erstmals eine konzernweite Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung in Zusammenarbeit mit Kantar TNS durchgeführt. Zwei Werte aus diesem sogenannten U.i.U.(r)-Compass zeigen ganz besonders die hohe Zufriedenheit unserer Mitarbeiter:

89 % unserer Mitarbeiter sind stolz, bei RATIONAL zu arbeiten. Der sogenannte Engagement Index liegt bei 83 % (Top-25 %-Unternehmen bei TNS Kantar: 85 %).

Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter liegt RATIONAL am Herzen. Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter werden regelmäßig Sicherheitsunterweisungen und -schulungen sowie Untersuchungen durch den Betriebsarzt durchgeführt.

Vergütungen und Sozialleistungen

Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen, wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse, Zuschüsse zu Fitnessangeboten und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Jeder Mitarbeiter hat sich durch Unterzeichnung des Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und diesen entgegenzutreten. Sechs Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Konzern jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.

Angaben zu Zielgrößen des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG als auch zu den Fristen für deren Erreichung werden im Bericht zur Corporate Governance und in der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB im Geschäftsbericht 2018 sowie auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.

Aktiver Umweltschutz

Wir wollen aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Wir erreichen dies zum Beispiel durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten und unsere umweltzertifizierte Produktion.

Durch unsere Technologie wird der Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungsmitteln reduziert. Mit unseren Produkten sorgen wir damit für erhebliche Ressourceneinsparungen bei unseren Kunden.

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen mit ein und unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem sowie ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem.

Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recyclingsystemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Entstandenes Gefahrgut wird gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.

Nichtfinanzieller Konzernbericht in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB

Über die in diesem Lagebericht hinausgehenden Angaben zu Umwelt-, Mitarbeiter-, Sozial- und Kundenbelangen, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechlichkeit finden sich im Nachhaltigkeitsbericht 2018 der RATIONAL AG. Der nichtfinanzielle Konzernbericht wird einer freiwilligen betriebswirtschaftlichen Prüfung nach ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer unterzogen. Er wird fristgerecht bis 30. April 2019 auf der RATIONAL Homepage unter https://www.rational-online.com/de_de/Unternehmen/Über_uns/Nachhaltigkeit veröffentlicht. Der Bericht orientiert sich an den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) Standards.

2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2018

Erweiterung der Produktionskapazitäten am Stand ort Landsberg

Die RATIONAL AG hat im März 2018 den Ausbau des Werks 3 im Frauenwald in Landsberg am Lech fertiggestellt. Die Produktionskapazität wurde auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern deutlich erweitert. Damit sind die Voraussetzungen für das erwartete weitere Unternehmenswachstum geschaffen.

Markenzusammenführung RATIONAL und FRIMA

Seit 2017 haben wir in neuen Märkten das VarioCookingCenter(r) unter der Marke RATIONAL eingeführt und es von Beginn an über die lokalen RATIONAL-Vertriebstöchter verkauft. Wir versprechen uns dadurch Effizienzvorteile durch die Nutzung der etablierten RATIONAL-Vertriebsinfrastruktur und einen erfolgreicheren Markteintritt des VarioCookingCenter(r) durch die international bekannte und geschätzte Marke RATIONAL.

2018 wurde die Integration beider Produktgruppen erfolgreich fortgesetzt. Ab Januar 2019 werden wir das VarioCookingCenter(r) ausschließlich unter der Marke RATIONAL über unsere RATIONAL-Vertriebsgesellschaften verkaufen.

Investment in einen Spezialfonds

Den Großteil der liquiden Mittel legen wir in kurz laufende Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating an. Darüber hinaus investierten wir 2018 rund 50 Mio. Euro in einen Spezialfonds. Der nach unseren Vorgaben aufgelegte Spezialfonds enthält Anleihen aus dem Investment-Grade-Bereich und Aktien mit hoher Qualität. Der Fonds wurde als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das vorrangige Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt.

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft wuchs im Jahr 201 8 um 3,7 %

Die Weltwirtschaft war 2018 auf Wachstumskurs, die Wachstumsschätzung des Internationalen Währungsfonds für das abgelaufene Geschäftsjahr liegt bei 3,7 %. Für die Schwellenländer wird dabei mit einer Zunahme von 4,7 % gerechnet, für die Industrieländer mit 2,4 %. (Quelle: Warburg Research, Januar 2019)

Gute Zukunftsaussichten für die Großküchenbranche

Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr erneut positiv. In einer Umfrage auf der internationalen Leitmesse Internorga beurteilten 59 % (Vj. 59 %) der befragten Betriebe aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung das Investitionsklima der Branche als gut, das heißt die Bereitschaft für Investitionsvorhaben und deren Realisierbarkeit werden weiter hoch eingeschätzt. (Quelle: Internorga GV-Barometer 2018)

Auch in der Gastronomie war die Gesamtbeurteilung der Geschäftserwartung optimistisch. Bei rund 75 % der befragten Gastronomie- und Hotelbetriebe in Deutschland sind 2018 die Investitionen gestiegen oder waren mindestens auf Höhe des Vorjahres. (Quelle: DEHOGA Branchenbericht Frühjahr 2018)

Wichtige Trends, die hierzu beitragen, sind unverändert intakt. Diese sind das im Durchschnitt zunehmende Wohlstandsniveau der Weltbevölkerung, die steigende Anzahl an Singlehaushalten in entwickelten Märkten und die höheren Anforderungen an Qualität, Vielfalt sowie Internationalität der Speisen und Speisendarbietung. Deshalb wird auch in den kommenden Jahren mit steigenden Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung gerechnet.

Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich, wie bereits im Vorjahr, gut entwickelt. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller von Großkücheneinrichtungen im Jahresverlauf 2018 erneut deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. (Quelle: HKI-Statistik, Oktober 2018)

Geschäftsverlauf 2018 - Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte die RATIONAL AG neben der allgemein erfreulichen Geschäftssituation insbesondere von Aufträgen größerer Kunden, vor allem in Nordamerika.

Im Herbst 2016 haben wir unser erstes Kompaktgerät eingeführt, das SelfCookingCenter(r) XS. Im Frühjahr 2017 folgte dann das kleine Basismodell, der CombiMaster(r) Plus XS. Diese beiden Gerätetypen haben durch die Erschließung neuer Kundengruppen wesentlich zur positiven Umsatzentwicklung des Berichtsjahres beigetragen.

Die Geschäftsentwicklung 2018 wird vom Vorstand vor diesem Hintergrund als außerordentlich gut eingestuft.

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz besser als ursprünglich erwartet um 11 % wachsen und mit 777,9 Mio. Euro (Vj. 702,1 Mio. Euro) einen neuen Höchstwert erreichen. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen (+11 %).

Die Umsatzverteilung nach Quartalen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

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Umsatz

in Mio. EUR
2017 2018 Wachstum

in %
1. Quartal 165,7 173,5 5
2. Quartal 165,4 193,8 17
3. Quartal 178,1 194,9 9
4. Quartal 192,9 215,7 12
Geschäftsjahr 702,1 777, 9 11

Umsatzverteilung 2018 nach Quartalen

Die Umsatzentwicklung wurde jedoch durch Währungseffekte negativ beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2018 erzielten wir 46 % unserer Umsatzerlöse in Fremdwährungen. Der US-Dollar (14 % Umsatzanteil), das britische Pfund (9 %), der japanische Yen (4 %), der kanadische Dollar (4 %) und der chinesische Yuan (3 %) waren die bedeutendsten Währungen außerhalb des Euros. Der Euro war im Vorjahresvergleich gegenüber den für uns relevanten Währungen durchschnittlich deutlich stärker. Daraus resultierte ein umsatzmindernder Einfluss. Bereinigt um die negativen Währungseffekte lag das Umsatzwachstum bei knapp 13 %.

Ertragslage

Weltweites Wachstum - Nordamerika als Wachstumstreiber

Im Folgenden stellen wir die regionale Umsatzentwicklung nach Sitz unserer Kunden dar.

In Nordamerika betrug das Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr 26 %. Hier war vor allem das Geschäft mit Kettenkunden sehr erfolgreich, aber auch das Flächengeschäft überzeugte. Währungsneutral konnte in der Region der Umsatz um 31 % gesteigert werden.

Trotz signifikant negativer Währungsentwicklung in Brasilien und in Mexiko lag die Region Lateinamerika im Umsatz um 6 % über dem Vergleichszeitraum. Eine sehr positive Entwicklung nahmen die Umsatzerlöse in Brasilien, Kolumbien und Chile. Bereinigt um die negativen Währungseffekte wuchs die Region Lateinamerika um 14 %.

In Europa (ohne Deutschland) konnten die Umsatzerlöse insgesamt um 7 % gesteigert werden. Wesentliche Wachstumstreiber waren die Märkte Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich und Finnland. Zudem entwickelten sich Märkte positiv, welche in den letzten Jahren unter politischen Einflüssen litten. So nahmen beispielsweise die Erlöse in Griechenland und der Türkei deutlich zu.

Nach einem starken ersten Halbjahr wurde im Heimatmarkt Deutschland im Gesamtjahr ein Umsatzplus von 8 % verzeichnet. Das Combi-Dämpfer-Geschäft war in Deutschland mit einer Steigerungsrate von 9 % weiterhin äußerst erfolgreich.

Die Region Asien ist im Umsatz um 15 % gewachsen. Alle Märkte der Region konnten ihren Umsatz steigern, wobei sich insbesondere das Geschäft mit lokalen Kettenkunden im chinesischen Markt gut entwickelte. Währungsneutral stieg der Umsatz in Asien um 17 % an.

In der übrigen Welt lag der Umsatz um 1 % leicht über dem Vorjahr.

59 % Konzernrohertragsmarge

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen der RATIONAL AG und im Rahmen der Einführung des IFRS 15 haben wir entschieden, Kosten in Zusammenhang mit der Aufstellung und Installation von Geräten ab dem Geschäftsjahr 2018 in den Umsatzkosten darzustellen.

Bis zum Geschäftsjahr 2017 wurden diese Kosten in den Vertriebs- und Servicekosten ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen sie 7,6 Mio. Euro (Vj. 5,6 Mio. Euro). Im vorliegenden Abschluss wurden sie in der Darstellung der Vergleichsperiode 2017 umgegliedert in die Umsatzkosten und reduzieren damit das Konzernbruttoergebnis vom Umsatz und die Konzernrohertragsmarge, haben aber keinen Einfluss auf das EBIT und die EBIT-Marge.

Die folgenden Erläuterungen spiegeln die angepasste Darstellung wider.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich leicht unterproportional zur Umsatzsteigerung um 9 % auf 456,9 Mio. Euro (Vj. 420,8 Mio. Euro). Die Konzernrohertragsmarge lag mit 58,7 % (Vj. 59,9 %) rund einen Prozentpunkt unter dem Niveau des Vorjahres. Belastet wurde diese vor allem durch die währungsbedingten Umsatzminderungen, das überproportionale Wachstum mit kleineren, margenschwächeren Geräten - vor allem des SelfCookingCenter(r) XS - sowie negative Effekte aus höheren Komponentenpreisen und Rohstoffkosten.

EBIT-Marge über 26 %

Durch die oben beschriebene Umgliederung der Kosten in Zusammenhang mit der Aufstellung und Installation von Geräten in die Umsatzkosten wurden die Vertriebs- und Servicekosten des Jahres 2017 entsprechend reduziert.

Im Jahr 2018 sind die operativen Kosten (Vertrieb und Service, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung) leicht überproportional zu den Umsatzerlösen gestiegen.

Die Kostensteigerungen resultierten zu einem großen Teil aus den Bereichen Vertrieb und Service. Hier nahmen die Aufwendungen um 11 % auf 184,0 Mio. Euro (Vj. 165,9 Mio. Euro) zu. Insbesondere wurden die weltweiten Vertriebs- und Serviceorganisationen durch den Kapazitätsaufbau und die Unterstützung durch die Erweiterung zentraler Marketing- und Serviceprozesse gestärkt.

Kosten für die Weiterentwicklung unserer Technologien und Produkte im Bereich Forschung und Entwicklung sind im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 38,1 Mio. Euro angefallen (Vj. 33,2 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung um 15 %. Darüber hinaus haben wir Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro) aktiviert. Diese sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um 12 % von 29,8 Mio. Euro auf 33,3 Mio. Euro.

Insgesamt fielen operative Kosten in Höhe von 255,4 Mio. Euro an und damit 12 % mehr als im Vorjahr (Vj. 228,9 Mio. Euro).

Umrechnungseffekte von Fremdwährungspositionen wirkten leicht positiv auf das EBIT. Diese sind in Höhe von 0,2 Mio. Euro in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen enthalten. Im Vorjahr reduzierte dieser Effekt das Ergebnis um 5,1 Mio. Euro.

Mit 205,0 Mio. Euro (Vj. 187,6 Mio. Euro) lag das EBIT um 9 % über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge erreichte 26,4 % (Vj. 26,7 %). Währungsneutral lag die EBIT-Marge knapp unter 27 %.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 204,2 Mio. Euro (Vj. 187,0 Mio. Euro). Es fiel ein absoluter Steueraufwand von 46,9 Mio. Euro (Vj. 44,0 Mio. Euro) an. Die Konzernsteuerquote betrug 22,9 % (Vj. 23,5 %). Daraus resultieren ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 157,3 Mio. Euro (Vj. 143,0 Mio. Euro) und eine Nettomarge von 20,2 % (Vj. 20,4 %).

Segment RATIONAL

Das Segment RATIONAL steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um 10 % auf 711,8 Mio. Euro (Vj. 646,3 Mio. Euro). Das EBIT erreichte 190,9 Mio. Euro (Vj. 178,4 Mio. Euro) und lag um 7 % über dem Vorjahr. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von 26,8 % (Vj. 27,6 %). Die Ursachen für diese Entwicklungen decken sich im Wesentlichen mit den für die Gruppe beschriebenen Effekten.

Segment FRIMA

Das Segment FRIMA steigerte 2018 die Umsatzerlöse um 14 % auf 65,8 Mio. Euro (Vj. 57,6 Mio. Euro), insbesondere aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in einzelnen europäischen Märkten.

Das EBIT stieg um 48 % auf 13,8 Mio. Euro (Vj. 9,3 Mio. Euro). Die überdurchschnittliche Zunahme des EBIT ist vor allem bedingt durch geringere Erlösschmälerungen aufgrund veränderter Händlerverträge und Skaleneffekte sowie durch Auflösungen von Garantierückstellungen im Segment FRIMA. Die EBIT-Marge erreichte 20,9 % (Vj. 16,1 %).

Finanz - und Vermögenslage

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.

Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir vorwiegend in kurz laufende Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating an. Darüber hinaus investierten wir 2018 rund 50 Mio. Euro in einen Spezialfonds, der nach unseren Vorgaben Anleihen aus dem Investment-Grade-Bereich und Aktien mit hoher Qualität enthalten kann. Der Spezialfonds wurde als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das vorrangige Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt.

Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt mehr als 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.

Operativer Cashflow auf hohem Niveau

Aufgrund unseres profitablen und wenig kapitalintensiven Geschäftsmodells mit geringer Fertigungstiefe und des effizienten Forderungsmanagements ist der operative Cashflow regelmäßig auf hohem Niveau.

Im Geschäftsjahr 2018 erreichte dieser 144,3 Mio. Euro und lag um 1,6 Mio. Euro unter dem Vorjahr (145,9 Mio. Euro). Höhere Vorrats- und Forderungsbestände als im Vorjahr wirkten hier der Ergebnissteigerung entgegen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -55,9 Mio. Euro (Vj. 76,9 Mio. Euro) enthält unter anderem die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte. Diese erreichten 2018 einen Wert von 39,9 Mio. Euro (Vj. 43,4 Mio. Euro). Es handelt sich hierbei um Immobilieninvestitionen, die Erweiterung und Modernisierung unseres Maschinenparks, angeschaffte Software und Softwarelizenzen sowie aktivierte Entwicklungsleistungen. Rund 9 Mio. Euro des Cashflows aus Investitionstätigkeit betreffen Investitionen des Geschäftsjahres 2017, die erst im Januar 2018 zahlungswirksam wurden. Rund 3 Mio. Euro der Investitionen im Geschäftsjahr 2018 wurden noch nicht zahlungswirksam.

Der freie Cashflow errechnet sich aus dem operativen Cashflow abzüglich des Cashflows für Investitionen in das Anlagevermögen und erreichte 98,1 Mio. Euro (Vj. 111,7 Mio. Euro).

Daneben hatten wir im abgelaufenen Jahr netto 10,3 Mio. Euro Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzanlagen (Vj. 110,5 Mio. Euro Zahlungsmittelzuflüsse).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reflektiert die Dividendenausschüttung sowie Tilgungs- und Zinszahlungen für Bankdarlehen. Im Berichtsjahr haben wir für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 125,1 Mio. Euro an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Daneben haben wir unsere Bankverbindlichkeiten um insgesamt 2,3 Mio. Euro reduziert und Zinsen in Höhe von 0,2 Mio. Euro bezahlt. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -127,6 Mio. Euro (Vj. -127,8 Mio. Euro).

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In Mio. Euro 2018 2017 Veränderung
Cashflow aus der operativen Tätigkeit +144 +146 -2
Cashflow aus Investitionstätigkeit -56 +77 -133
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -128 -128 0

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen verringerte sich im Jahresverlauf um 74,5 Mio. Euro auf 192,4 Mio. Euro (Vj. 266,9 Mio. Euro). Die liquiden Mittel und kurzfristigen Geldanlagen repräsentierten 32 % der Bilanzsumme (Vj. 47 %). Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,8 Mio. Euro (Vj. 29,7 Mio. Euro).

9,50 Euro Dividende vorgeschlagen

In Anbetracht der guten Geschäftsentwicklung sowie der guten Liquiditätssituation werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2019 die Ausschüttung einer Dividende von 9,50 Euro je Aktie (Vj. Basisdividende von 8,80 Euro plus Sonderdividende von 2,20 Euro) vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung der Basisdividende um 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Somit steigern wir die Dividende im zehnten Jahr in Folge. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 1,9 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2018). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 108,0 Mio. Euro (Vj. 125,1 Mio. Euro) geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt damit eine ausreichende Liquiditätsreserve im Unternehmen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 15,2 Mio. Euro (Vj. 14,3 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage hatten außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir in der Regel aus eigenen Mitteln, aber auch durch die Aufnahme langfristiger Bankdarlehen, was allerdings die Ausnahme darstellt. Die Finanzierungsstruktur ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Restlaufzeiten bis Restverbindlichkeiten

in Mio. EUR
2019 3,0
2020 2,0
2021 0,6
2022 1,7
2023 4,7

Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten des RATIONAL-Konzerns

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken und Kreditversicherer

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken sowie von unserem Kreditversicherer mit sehr guten Bonitätsnoten von A- bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Ratingagentur.

Hohe Konzerne igenkapitalquote

Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2018 von 570,7 Mio. Euro um 6 % auf 604,4 Mio. Euro. Dies resultierte maßgeblich aus einem Konzernjahresüberschuss von 157,3 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 125,1 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch wuchs das Eigenkapital um 7 % auf 455,5 Mio. Euro (Vj. 424,5 Mio. Euro). Die Konzerneigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 75 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 74 %).

Kurzfristige Kapitalbindung

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen 2018 um 8,8 Mio. Euro zu. Höheren Forderungen und Vorräten stand ein Rückgang der liquiden Mittel entgegen. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum Bilanzstichtag 73 % (Vj. 76 %).

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir gezielt. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. Entgegen der Erwartung ist es uns 2018 gelungen, die durchschnittliche konzernweite Außenstandsdauer (Konzern-DSO - Days Sales Outstanding) mit 46 Tagen (Vj. 46 Tage) auf Vorjahresniveau zu halten. Dies wurde insbesondere durch die Vereinbarung sehr strikter Zahlungsbedingungen (teilweise mit Vorkasse-Anteilen) in den Märkten Asien und Naher Osten sowie teilweise in Südosteuropa möglich.

Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde - unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung - zum Bilanzstichtag eine Deckungsquote des Forderungsbestands von 89 % (Vj. 85 %) erreicht. Diese Steigerung ist maßgeblich auf die Reduzierung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung zurückzuführen.

Die Sachanlagen erhöhten sich 2018 insbesondere aufgrund von Neuinvestitionen in Immobilien und Maschinen um 26,3 Mio. Euro. Die immateriellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag leicht unter Vorjahresniveau.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierten wir 39,9 Mio. Euro (Vj. 43,4 Mio. Euro) in das Anlagevermögen. Darin sind Investitionen in Immobilien sowie in technische Anlagen in Höhe von insgesamt 26,2 Mio. Euro und aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro enthalten. Neben den aktivierten Entwicklungsleistungen wurden auch Aufwendungen für selbsterstellte Vermögensgegenstände in Höhe von 0,7 Mio. Euro aktiviert.

37,5 Mio. Euro betreffen das Segment RATIONAL und 2,4 Mio. Euro das Segment FRIMA.

2019 erwarten wir insgesamt Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen von rund 50 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2019 betragen rund 24,5 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.

Prognose-Ist-Vergleich

Im Geschäftsbericht 2017 hatten wir für 2018 ein hohes einstelliges Wachstum von Absatz und Umsatz prognostiziert. Aufgrund des sehr guten Geschäftsverlaufs des ersten Halbjahres 2018 haben wir mit Vorlage des Halbjahresabschlusses die Umsatzprognose auf 10 bis 12 % Wachstum angehoben. Wie unter "Geschäftsverlauf 2018" beschrieben, haben wir mit einer Absatz- und Umsatzsteigerung von jeweils 11 % das erhöhte Wachstumsziel erreicht. Entsprechend der Erwartung stiegen die operativen Kosten um 12 % leicht überproportional zum Umsatz an. Das EBIT wuchs um 9 % gegenüber dem Vorjahr auf 205,0 Mio. Euro und lag damit leicht unter den Erwartungen. Die EBIT-Marge lag bei 26,4 % und damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 26 bis 27 %. Die Konzern-DSO waren mit 46 Tagen etwas niedriger als erwartet. Die Konzerneigenkapitalquote lag mit 75 % über der konservativen Prognose.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit auf dem erwartet hohen Niveau. Die Fluktuationsquote betrug weltweit 7 % (Vj. 8 %).

Auch die Kundenzufriedenheit konnten wir auf hohem Niveau halten. So hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut eine Vielzahl bestehender und potenzieller Kunden die Vorteile unserer Produkte aus erster Hand erfahren und selbst ausprobiert. Mit 3 % mehr Teilnehmern an unseren GarenLive-Seminaren haben wir jedoch die erwartete Steigerung verfehlt. Ein Grund hierfür ist die Integration der FRIMA-Gesellschaften und der VarioCookingCenter(r)-Vertriebsstrukturen in die RATIONAL-Organisationen. In etablierten Märkten, vor allem in Europa, haben Live-Seminare weniger Gewicht, als dies in Märkten mit einem geringeren Bekanntheitsgrad der Technologien der Fall ist. Dementsprechend wird hier in vielen Ländern schwerpunktmäßig auch auf andere Vertriebs- und Kundenbindungsmaßnahmen zurückgegriffen. Vor allem die Academy RATIONAL sowie Einweisungen und Betriebsbegleitungen beim Kunden gewinnen hier an Bedeutung.

Die insgesamt sehr hohe Kundenzufriedenheit wird auch bestätigt durch den von Kantar TNS ermittelten RATIONAL Global Customer Satisfaction Index von 93 (Top Ten weltweit bei >94) und eine hohe Weiterempfehlungsrate von 96 %.

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Finanzielle Kennzahlen Ist 2017 Prognose 2018 Ist 2018
Absatzwachstum % +14 Hoch einstelliges Wachstum +11
Umsatzwachstum % +15 Hoch einstelliges Wachstum1 +11
Konzernr ohertragsmarge % 61 Leicht über 60 59
Wachstum o perative Kosten % +11 Überproportionale Steigerung im Vergleich zum Umsatz +12
EBIT-Wachstum % +13 Proportional zum Umsatzwachstum +9
EBIT-Marge % 27 26 - 27 26
Konzern- DSO Tage 46 Rund 48 Tage 46
Konzerne igenkapitalquote % 74 Rund 70 75
Nichtfinanzielle Kennzahlen Ist 2017 Prognose 2018 Ist 2018
Entwicklung GarenLive- % +7 +10 +3
Teilnehmer
Fluktuationsrate weltweit % 8 Auf Vorjahresniveau 7

Mit Vorlage des Halbjahresabschlusses auf 10 bis 12 % erhöht

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Prämissen der Prognosen

Unsere Prognosen beinhalten alle bekannten Einflussfaktoren zum Zeitpunkt der Berichtserstellung. Dies betrifft allgemeine Marktindikatoren sowie branchen- und unternehmensspezifische Sachverhalte. Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen die Anwender unserer Produkte, den Fachhandel und die Wettbewerbssituation. Unternehmensspezifische Faktoren sind die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Die Prognose berücksichtigt bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Für das Jahr 2019 rechnen Konjunkturexperten mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,7 %. In den meisten Schwellenländern setzt sich die wirtschaftliche Erholung mit geringem Tempo fort, es wird hier mit einem Wachstum von 4,7 % für das Jahr 2019 gerechnet, vor allem getrieben durch die größeren asiatischen Volkswirtschaften. Indien hat China als das Land mit der stärksten Konjunkturdynamik abgelöst. Trotz einiger Probleme ist das Wachstum der chinesischen Wirtschaft robust.

Für die Industrieländer wird eine leicht rückläufige Konjunkturdynamik prognostiziert (+2,1 %). Vor allem in Europa haben sich die Konjunkturdaten seit Jahresbeginn verschlechtert. Neben den Handelskonflikten spielen hierfür auch die politischen Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Brexit und den Budgetvorschlägen der neuen italienischen Regierung eine wichtige Rolle. (Quelle: Warburg Research, Januar 2019)

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2019

Die für unsere Geschäftsentwicklung relevanten Trends sind unverändert intakt. Aufgrund der erwarteten Ausgabensteigerungen im Außer-Haus-Markt in den kommenden Jahren gehen wir auch von einer weiter zunehmenden Nachfrage nach innovativen Produkten zur thermischen Speisenzubereitung aus. Unsere Erhebung belegt, dass die Mehrzahl unserer Kunden so zufrieden ist, dass sie jederzeit wieder ein Produkt aus unserem Haus kaufen und dies auch Kollegen empfehlen würden.

Die Entwicklung der Wechselkurse war in den letzten Jahren zunehmend volatiler. Für 2019 erwarten wir, dass der Verlauf der Fremdwährungskurse einen leicht positiven Effekt auf unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben wird.

Insgesamt erwarten wir für 2019 eine Absatz- und Umsatzsteigerung im hohen einstelligen Prozentbereich. Auch mittel- bis langfristig gehen wir unverändert von dieser Wachstumsspanne aus.

Bei den gruppenweiten Herstellungskosten rechnen wir mit einem Anstieg ungefähr proportional zu den Umsatzerlösen. Darüber hinaus sollten die Rohstoffkosten unter Einbeziehung unserer Sicherungsmaßnahmen weitgehend stabil bleiben und keinen wesentlichen Ergebniseinfluss haben. Deshalb gehen wir von einer proportionalen Erhöhung des Rohertrags und demgemäß einer Rohertragsmarge auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 aus.

Die operativen Kosten werden in etwa proportional zur Umsatzsteigerung zunehmen.

Wir gehen dementsprechend von einem Anstieg des EBIT in etwa in der Größenordnung des Umsatzwachstums aus. Die EBIT-Marge erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 bei rund 26 %. Mittelfristig gehen wir von einer EBIT-Marge im Korridor von 26 % bis 27 % aus.

Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen

Für den Verlauf des Jahres 2019 planen wir eine Konzerneigenkapitalquote von rund 75 %.

Bei den durchschnittlichen Konzern-DSO erwarten wir 2019 einen leichten Anstieg auf rund 47 Tage, in erster Linie resultierend aus der zu erwartenden Gewährung großzügigerer Zahlungsziele in Schwellenländern und neuen Märkten, die wieder verstärkt durch die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditgewährung gekennzeichnet sind. Die wachsende Bedeutung des Geschäfts mit Key-Accounts in etablierten Märkten wird den Trend zu längeren Zahlungszielen ebenfalls forcieren. Mittelfristig wird außerdem ein steigendes Zinsniveau in den etablierten Märkten die Bedeutung des Lieferantenkredits weiter erhöhen - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Forderungslaufzeiten.

Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die bereits hohe Mitarbeiterzufriedenheit versuchen wir auch 2019 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter zu verbessern. Die weltweite Fluktuationsrate erwarten wir auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2018.

Die Anzahl der teilnehmenden Firmen an RATIONAL-Seminaren erwarten wir für 2019 rund 13 % höher als im Vorjahr.

Segmentprognose

Durch die Markenzusammenführung von RATIONAL und FRIMA und dem damit einhergehenden Vertrieb des VarioCookingCenter(r) über RATIONAL-Vertriebsgesellschaften werden wir ab dem Geschäftsjahr 2019 unsere Segmentdarstellung von einer produktbezogenen Sicht auf eine regionale Betrachtung umstellen.

Die berichteten Segmente und die für die Segmente relevanten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungskennzahlen sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Darstellung zeigt die Ausprägung der relevanten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungskennzahlen des jeweiligen Segments gegenüber der oben genannten Konzernprognose.

Die auf Gruppensicht relevanten Steuerungskennzahlen Konzernrohertragsmarge, Konzern-DSO, Konzerneigenkapitalquote und weltweite Fluktuationsrate sind auf Segmentsicht nicht relevant.

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DACH EMEA Amerika Asien
Absatzwachstum (%) - o o +
Umsatzwachstum (%) - o + +
Wachstum o perative K osten (%) - o + +
EBIT-Wachstum (%) - o + o
EBIT-Marge (%) - + - o
Entwicklung Seminart eilnehmer (%) - o o +

Legende für obenstehende Tabelle

- Leicht unterproportional/niedriger gegenüber Konzernprognose

o Auf Niveau der Konzernprognose

+ Leicht überproportional/höher gegenüber Konzernprognose

Chancen- und Risikobericht

Die Chancen- und Risikopolitik bei RATIONAL zielt auf eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken und damit auf die Bestandssicherung des Unternehmens ab. Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Ziele sicher.

Die dargestellten Chancen und Risiken betreffen die Segmente DACH, EMEA, Amerika und Asien. Die Ausprägung von Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit kann sich von Segment zu Segment unterschiedlich gestalten, entspricht jedoch hinsichtlich des Gesamtrisikos der unten dargestellten Bewertung auf Konzernebene.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Chancen für unsere erfolgreiche Unternehmenszukunft sind der durch Innovationen herbeigeführte Austauschbedarf bestehender Geräte, die Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten sowie das zunehmende Wohlstandsniveau in Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen Marktpotenzials und unserer hochwertigen Produkte beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Neben den genannten Chancen bestehen Risiken, die zu einer negativen Abweichung von der Prognose führen können. Neben den versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entwicklungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.

Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung für das Unternehmen von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.

Chancenbericht

Das RATIONAL-Chancenmanagement

Chancen sind insbesondere externe Faktoren und Trends, die die Zukunftsaussichten des Unternehmens positiv beeinflussen. Das frühzeitige Erkennen, die konsequente Wahrnehmung und die Nutzung dieser Chancen bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Risiken sind notwendige Voraussetzungen, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten. Die unten gezeigten Chancen sind aus unserer Sicht nicht quantifizierbar und sind entsprechend ihrer Bedeutung für die zukünftige Unternehmensentwicklung dargestellt.

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis: Essen außer Haus. Dies gibt uns Sicherheit, auch in Krisenzeiten. Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in Schwellenländern verbessert sich dort die Kaufkraft spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten aus.

Großes freies Weltmarktpotenzial

Laut unserer Einschätzung kochen aktuell weniger als 30 % der rund vier Millionen für uns adressierbaren Endkunden bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die große Mehrheit verwendet noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter(r) neben der traditionellen Gartechnologie aufgrund seiner Kochintelligenz auch ursprüngliche Combi-Dämpfer ersetzen kann, sehen wir zusätzliches Marktpotenzial.

Mit rund zwei Millionen potenziellen Kunden schätzen wir aktuell das Gesamtpotenzial für das VarioCookingCenter(r) niedriger ein. Da es erst seit wenigen Jahren auf dem Markt ist, ist dementsprechend der Penetrationsgrad noch relativ gering. Die Möglichkeiten für das VarioCookingCenter(r) sind deshalb aus unserer Sicht ähnlich hoch.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben sowohl die Bürger als auch die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist sowohl vitaminschonend als auch fettarm und damit sehr gesund.

Fachkräftemangel

Der Kochberuf verliert zunehmend an Attraktivität. Deshalb finden Küchen immer schwerer qualifiziertes Personal. Intelligente Garprozesse können den Küchenchefs dabei helfen, diese Engpässe zu kompensieren, da diese eine gleichbleibend hohe Garqualität auch bei ungelerntem Personal garantieren.

Steigende Ressourcenkosten

Die Kosten für die eingesetzten Ressourcen in den Profiküchen werden unserer Einschätzung nach langfristig steigen. Dies betrifft Lebensmittel, Energie, Wasser, Gehälter und Mieten. Durch eine ressourceneffiziente, platzsparende und arbeitszeitreduzierende Technologie helfen wir unseren Kunden, diesem Trend gegenzusteuern.

Risikobericht

Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht zu verwirklichen. Um die Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Das Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Um das Risikomanagement auf einem nachhaltig hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern.

Im Rahmen der Chancen- und Risikoanalyse werden externe und interne Risiken aller Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Eine Aktualisierung der Ergebnisse der Risikoinventur wurde im Jahr 2018 durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnten, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen.

Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, das in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

Das in der RATIONAL-Gruppe implementierte Compliance-Managementsystem wurde im Geschäftsjahr 2015 einer Konzeptionsprüfung gemäß IDW PS 980 unterzogen und in den folgenden Geschäftsjahren entsprechend den gesetzlichen Vorschriften weiterentwickelt.

Risikobewertung und Risikobegrenzung

Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens. Wir haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBIT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
≤ 10 % Sehr gering
> 10 % bis 30 % Gering
> 30 % bis 60 % Hoch
> 60 % Sehr hoch

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Risikoauswirkung Beschreibung EBIT-Risiko
Sehr gering Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ≤2 %
Gering Geringe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >2 % bis 5 %
Mittel Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >5 % bis 10 %
Hoch Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >10 % bis 20 %
Sehr hoch Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >20 %

Risiken

In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für RATIONAL wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den oben stehenden Definitionen eingestuft. Die Sortierung erfolgt aufsteigend nach Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.

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Unternehmensrisiken Risikoauswirkung Eintrittswahrscheinlichkeit
Markt- und Wettbewerbsrisiken Gering Gering
Produktions- und Produktrisiken Gering Gering
Operative Risiken Gering Gering
Politische und rechtliche Risiken Gering Hoch
Finanz- und Kapitalmarktrisiken Mittel Sehr hoch

Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen bzw. es wird auf entsprechende Stellen innerhalb des Jahresabschlusses verwiesen, in denen die Details dargelegt werden.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Akquisitionen von konkurrierenden Unternehmen neue, größere Wettbewerber mit hoher Innovations- und Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer stärkeren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt.

Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Nichtakzeptanz unserer Technologien

Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte oder Dienstleistungen nicht die von uns erwartete Akzeptanz am Markt erlangen.

Mit unserer klaren Kundennutzenorientierung, mehr als 400 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung setzen wir uns intensiv mit den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden auseinander und streben es an, optimale Lösungen für diese zu entwickeln und anzubieten.

Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden

Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Lage können die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.

Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der für uns wichtigen Märkte mit großer Aufmerksamkeit. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit situationsabhängiger Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve gut vorbereitet. Der erforderliche Handlungsspielraum sowie die Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sind damit gewährleistet.

Produktions- und Produktrisiken

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Dies führt zu kontinuierlichen Qualitäts- und Produktverbesserungen, hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, so dass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Hinzu kommen aufgrund der konjunkturellen Hochphase in vielen Märkten mögliche Lieferengpässe. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Hierzu gehören unter anderem die Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und ein System zur Auditierung von Vorlieferanten. Hierzu bauen wir die Kapazitäten im Strategischen Einkauf aus und treiben die konsequente Umsetzung einer Second Source-Strategie voran.

Produktionsunterbrechungsrisiko

Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen. Das daraus resultierende finanzielle Risiko einer Produktionsunterbrechung ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen verfügen wir jeweils über eine zweite Ausfertigung. Diese können im Bedarfsfall in kurzer Zeit aktiviert werden.

Produktqualität

Es besteht das Risiko, dass ausgelieferte Produkte qualitativ nicht einwandfrei sind. Mögliche Folgen daraus sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden - oder auch intern - auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen "Akuten Qualitätsverbesserung" analysiert und schnelle unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch äußerstes Bemühen, jeden Fehler und daraus entstandene Schäden überzukompensieren.

Operative Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sowie Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und neue kompetente Mitarbeiter zu gewinnen, sind für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.

RATIONAL ist sowohl in der Region als auch international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen, durchgeführt. Um Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen. Daneben verfügen wir mit der U.i.U.(r)-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, die die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.

Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative "RATIONAL Offensive Sicherheit" durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und nähergebracht. Seit Ende 2018 unterstützen wir die sportliche Betätigung der Mitarbeiter in Deutschland finanziell.

IT-Risiken

IT-Risiken können durch die immer stärkere Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.

Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Zur Sicherung von Unternehmensdaten werden regelmäßige Informationssicherheitstrainings durchgeführt.

Umweltrisiken

Als produzierendes Unternehmen unterliegen wir grundsätzlich dem Risiko, dass im Rahmen der Produktion durch Unfälle mit Öl, Chemikalien oder anderen Schadstoffen die Umwelt geschädigt wird. Dem treten wir durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, -schulungen und regelmäßige Audits entgegen.

Politische und rechtliche Risiken

Politische Instabilität oder Krisen

Die Auswirkungen von politischer Unsicherheit oder Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen hieraus sind zum Beispiel Investitionszurückhaltung oder Einfuhrbeschränkungen denkbar.

Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte in vielen Regionen der Welt anbieten, ermöglichen jedoch, regionale Schwächen durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.

Der Brexit stellt für RATIONAL eine gewisse Planungsunsicherheit dar. Mit einem Umsatzanteil von rund 10 % ist Großbritannien einer unserer größten Einzelmärkte. Als mögliche Risiken für RATIONAL sehen wir Einschränkungen oder Verzögerungen von Lieferungen nach Großbritannien aufgrund verlängerter Zollabfertigungszeiten und höhere Logistikkosten, da die Spediteure ihr Risiko und den bürokratischen Mehraufwand in ihre Preise einkalkulieren werden. Diesem Risiko werden wir mit dem Aufbau von Lagerkapazitäten vor Ort begegnen, um dadurch Lieferengpässe im Land zu vermeiden.

Verletzung von Schutzrechten

Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie für Schadensersatzleistungen entstehen.

Ein Team von Patentspezialisten beobachtet intensiv neue Produkte unserer Wettbewerber und arbeitet eng mit unserer Produktentwicklung zusammen. Durch den Abgleich mit internationalen Patentdatenbanken können so eigene Patentverletzungen vermieden sowie Patentverletzungen unserer Wettbewerber frühzeitig erkannt und verfolgt werden.

Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften

Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:

länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen,
Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken,
unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben,
geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen,
Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze. Dies umfasst auch die seit Mai 2018 gültige EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO).

Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Ausfall-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Zinsänderungs-, Preis- und Aktienkursrisiken identifiziert.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen - die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für RATIONAL nach sich ziehen könnten - zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Kunden einer Bonitätsprüfung und permanenten -überwachung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft und deren lokale Partnergesellschaften unterzogen.

Ausfallrisiken bestehen bei Geld- und Finanzanlagen sowie bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners. Daher qualifizieren sich bei RATIONAL nur Kreditinstitute im Investment Grade zur Geld- und Finanzanlage. Zur Diversifizierung verteilen sich die finanziellen Vermögenswerte gegenüber Kreditinstituten zum Jahresende auf mehrere Kreditinstitute.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen. Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren zum einen aus Wechselkursänderungen zum Stichtag und einer daraus folgenden möglichen Veränderung der beizulegenden Zeitwerte bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (Translationsrisiko). Diese Risiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Zum anderen besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte und antizipierte Geschäfte bezieht.

46 % der Umsatzerlöse werden in Fremdwährungen erlöst. Bei einem im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 10 % schwächeren (stärkeren) Euro wäre der Konzernumsatz dementsprechend rund 5 % höher (4 % niedriger) ausgefallen. Das EBIT wäre bei einer Euroabwertung (Euroaufwertung) von durchschnittlich 10 % um rund 15 % erhöht (14 % reduziert).

Zinsänderungsrisiken

Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze. Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen aufgrund von Finanzschulden werden bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung entgegengewirkt. Für die ausstehenden Darlehen ist eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit vereinbart.

Bei einer Zinsänderung von +1 % wäre das Ergebnis und Eigenkapital um 0,4 Mio. Euro niedriger. Bei einer Zinsänderung von -1 % hingegen wäre das Ergebnis und Eigenkapital um 0,5 Mio. Euro höher.

Preisrisiken

Preisrisiken können in erster Linie in Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen. Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für circa ein Jahr im Voraus fixieren.

Aktienkursrisiken

RATIONAL hat 2018 über einen Spezialfonds in Aktien, Aktienfonds und Aktienderivate investiert, woraus ein Aktienkursrisiko resultiert. Durch die generelle Steuerung des Spezialfonds als Wertsicherungsmandat und dem einhergehenden Einsatz von geeigneten Instrumenten ist das Aktienkursrisiko begrenzt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die bei der Muttergesellschaft und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.
Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
Die Buchführung wird, soweit möglich, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.
Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weitergebildet. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die involvierten Parteien ihr Handeln eng aufeinander ab.
Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Konzernabschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.
Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben werden turnusmäßig die beteiligten Prozesse am Standort Landsberg geprüft.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

5. Vergütungsbericht

Gemäß § 315a Abs. 2 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 6,2 Mio. Euro (Vj. 5,1 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vj. 2,1 Mio. Euro) sowie Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 11 Tsd. Euro (Vj. 10 Tsd. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,5 Mio. Euro (Vj. 0,4 Mio. Euro) beliefen.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile waren neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2018 nicht stattgefunden.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2016 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 betrug 1,1 Mio. Euro (Vj. 1,1 Mio. Euro). Mit Beschluss der Hauptversammlung 2015 wurde ab dem Geschäftsjahr 2015 auf eine reine Festvergütung des Aufsichtsrats umgestellt.

6. Übernahmerelevante Angaben

Gemäß § 315a Abs. 1 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2018 unverändert 11,37 Mio. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen.

Zum 31. Dezember 2018 hielt die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister (verstorben am 28. Juli 2017) 7.161.308 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt diese die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: "Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."

Im Geschäftsjahr 2018 wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. 2018 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.

Landsberg am Lech, den 26. Februar 2019

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember

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in TEUR Anhang 2018 2017
Umsatzerlöse 1 777.859 702.100
Umsatzkosten 2 -320.983 -281.283
Bruttoergebnis vom Umsatz 456.876 420.817
Vertriebs- und Servicekosten 2 -183.991 -165.927
Forschungs- und Entwicklungskosten -38.097 -33.200
Allgemeine Verwaltungskosten -33.289 -29.813
Sonstige betriebliche Erträge 3 13.211 8.386
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3 -9.698 -12.695
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 205.012 187.568
Zinserträge 427 353
Zinsaufwedungen -331 -873
Übriges Finanzergebnis -946 -
Ergebnis vor Steuern (EBT) 204.162 187.048
Ertragsteuern 4 -46.852 -44.047
Ergebnis nach Steuern 157.310 143.001
Positionen, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung 14 -1.306 -1.757
Positionen, die nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Versorgungspläne 14, 15 308 25
Sonstiges Ergebnis -998 -1.732
Gesamtergebnis 156.312 141.269
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert/verwässert) 11.370.000 11.370.000
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro, bezogen auf das Ergebnis nach Steuern und die Anzahl der Aktien 5 13,84 12,58

Bilanz

AKTIVA

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in TEUR Anhang 31.12.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 162.264 137.353
Immaterielle Vermögenswerte 7 8.081 8.525
Sachanlagen 8 142.671 116.413
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 993 3.239
Latente Steueransprüche 4 8.943 7.475
Sonstige Vermögenswerte 12 1.576 1.701
Kurzfristige Vermögenswerte 442.176 433.346
Vorräte 9 57.440 45.682
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 124.440 109.657
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 86.278 72.019
Ertragsteuerforderungen 749 416
Sonstige Vermögenswerte 12 16.503 9.358
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 156.766 196.214
Bilanzsumme 604.440 570.699
PASSIVA
in TEUR Anhang 31.12.2018 31.12.2017
Eigenkapital 455.514 424.527
Gezeichnetes Kapital 14 11.370 11.370
Kapitalrücklage 14 28.058 28.058
Gewinnrücklagen 14 421.428 389.443
Übriges Eigenkapital 14 -5.342 -4.344
Langfristige Schulden 26.358 28.350
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 4.706 4.542
Sonstige Rückstellungen 16 8.501 9.363
Finanzschulden 17 6.306 8.937
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18 3.214 3.214
Latente Steuerschulden 4 201 663
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.263 1.489
Sonstige Verbindlichkeiten 19 2.167 142
Kurzfristige Schulden 122.568 117.822
Sonstige Rückstellungen 16 49.383 44.414
Finanzschulden 17 5.612 5.310
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18 26.409 31.314
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18 6.686 10.032
Ertragsteuerverbindlichkeiten 11.533 7.996
Sonstige Verbindlichkeiten 19 22.945 18.756
Schulden 148.926 146.172
Bilanzsumme 604.440 570.699

Kapitalflussrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember

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in TEUR Anhang 2018 2017
Ergebnis vor Steuern (EBT) 204.162 187.048
Abschreibungen auf Anlagevermögen 7, 8 13.977 11.827
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 141 -1.558
Zinsergebnis -96 520
Veränderungen der
Vorräte -11.758 -6.469
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Aktiva -24.542 -10.877
Rückstellungen 4.687 7.316
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Passiva 3.463 926
Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern -45.708 -42.797
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 20 144.326 145.936
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 7, 8 -46.166 -34.224
Erlöse Anlagenabgang 172 217
Veränderung von Festgeldern 11 37.407 110.532
Veränderung aus sonstigen Finanzanlagen 11 -47.681 -
Erhaltene Zinsen 389 348
Cashflow aus Investitionstätigkeit 20 -55.879 76.873
Gezahlte Dividende 6 -125.070 -113.700
Aufnahme Bankverbindlichkeiten 17 - 1.060
Tilgung Bankverbindlichkeiten 17 -3.033 -14.674
Veränderung sonstige Bankverbindlichkeiten 17 743 238
Gezahlte Zinsen -239 -765
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 20 -127.599 -127.841
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -296 -1.206
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -39.448 93.762
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. 13 196.214 102.452
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 13 156.766 196.214

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Übriges Eigenkapital Gesamt
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
--- --- --- --- --- --- ---
Anhang 14 14 6, 14 14 4, 14, 15
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2017 11.370 28.058 360.142 -1.584 -1.028 396.958
Dividende - - -113.700 - - -113.700
Ergebnis nach Steuern - - 143.001 - - 143.001
Sonstiges Ergebnis - - - -1.757 25 -1.732
Stand am 31.12.2017 11.370 28.058 389.443 -3.341 -1.003 424.527
Erstmalige Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 -255 -255
Stand am 01.01.2018 11.370 28.058 389.188 -3.341 -1.003 424.272
Dividende - - -125.070 - - -125.070
Ergebnis nach Steuern - - 157.310 - - 157.310
Sonstiges Ergebnis - - - -1.306 308 -998
Stand am 31.12.2018 11.370 28.058 421.428 -4.647 -695 455.514

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Inhaltsübersicht:

Grundlagen

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

Grundlagen

Darstellung und Erläuterung der Geschäftstätigkeit

Die RATIONAL Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz "RATIONAL AG") ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Siegfried-Meister-Straße 1, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 2001.

Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden "RATIONAL" sowie "Konzern" genannt) ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner.

Die Aktien der seit März 2000 börsennotierten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt gehandelt. Seit dem 18. September 2017 ist RATIONAL nach einer Phase im MDAX und mit Begründung des geringen Handelsvolumens wieder im Auswahl-Index SDAX enthalten.

Darstellung des Abschlusses

Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro bzw. TEUR). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung für das zum 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2018 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten "innerhalb von zwölf Monaten" als kurzfristig und "über zwölf Monate" als langfristig. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden zudem die sonstigen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in finanziell und nicht-finanziell gegliedert. Die Vorjahreszahlen im aktuellen Bericht wurden entsprechend angepasst. Die folgende Tabelle zeigt, aus welchen Bilanzpositionen des Konzernabschlusses 2017 sich die neuen Bilanzpositionen jeweils zusammensetzen:

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Bilanzposition bis Geschäftsjahr 2017 ab Geschäftsjahr 2018
Langfristige Vermögenswerte Finanzanlagen, Sonstige langfristige Vermögenswerte --> Sonstige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte Geldanlagen, Sonstige kurzfristige Vermögenswerte --> Sonstige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Vermögenswerte
Langfristige Schulden Sonstige langfristige Verbindlichkeiten --> Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, Sonstige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Schulden Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten --> Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, Sonstige Verbindlichkeiten

Die Anhangangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die spezifischen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten "Grundlagen der Rechnungslegung", "Konsolidierungsmethoden" und "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die Beschreibung der Finanzinstrumente sowie positionsunabhängige Informationen sind im Abschnitt "Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" enthalten.

Die Freigabe des Abschlusses erfolgte am 26. Februar 2019 durch den Vorstand der RATIONAL AG. Veröffentlichungstermin ist der 14. März 2019.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Alle für das Geschäftsjahr 2018 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die folgenden neuen oder geänderten Standards wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2018 verbindlich angewendet:

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Inkrafttreten
Neu IFRS 9 "Finanzinstrumente" 01.01.2018
Neu IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" 01.01.2018
Änderung Klarstellungen zu IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" 01.01.2018
Änderung IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 (Finanzinstrumente) gemeinsam mit IFRS 4 (Versicherungsverträge)" 01.01.2018
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2014 - 2016 (Änderungen an IAS 28, IFRS 1) 01.01.2018
Änderung IAS 40 "Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" 01.01.2018
Neu IFRIC 22 "Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen" 01.01.2018
Änderung IFRS 2 "Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung" 01.01.2018

Durch die erstmalige Anwendung der neuen Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" kam es zu Änderungen der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns. Die Umstellungseffekte aus der erstmaligen Anwendung der neuen Standards wurden zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und sind in folgender Tabelle dargestellt. Vergleichsperioden wurden nicht rückwirkend angepasst.

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in TEUR Schlussbilanz zum 31.12.2017 Eröffnungsbilanz zum 01.01.2018 Differenz wegen erstmaliger Anwendung IFRS 9 Differenz wegen erstmaliger Anwendung IFRS 15 Veränderung Gewinnrücklage
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 75.258 75.181 -77 -77
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 109.657 109.517 -140 -140
Sonstige Rückstellungen 53.777 53.585 -192 +192
Sonstige Verbindlichkeiten 18.898 19.225 +327 -327
Latente Steueransprüche 7.475 7.572 +60 +37 +97

Zum Erstanwendungszeitpunkt am 1. Januar 2018 hat RATIONAL aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 eine Neubeurteilung sämtlicher finanzieller Vermögenswerte des Unternehmens vorgenommen. Die folgende Tabelle zeigt eine Überführung der Bewertungskategorien des IAS 39 auf die Bewertungskategorien des IFRS 9. Dabei kam es bei keinem Finanzinstrument zu einer Änderung der Folgebilanzierung.

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Bewertungskategorien bis GJ 2017 (gemäß IAS 39) Bewertungskategorien ab GJ 2018 (gemäß IFRS 9) Folgebewertung gemäß IAS 39 und IFRS 9
Kredite und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis Zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis Zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis

Aus anderen neuen oder geänderten Standards, die erstmals für das Geschäftsjahr 2018 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet wurden, resultieren keine wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss von RATIONAL.

Folgende neue oder geänderte Standards waren im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:

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Inkrafttreten
Neu IFRS 16 "Leasingverhältnisse" 01.01.2019
Änderung IFRS 9 "Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung" 01.01.2019
Neu IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" 01.01.2019
Änderung IAS 28 "Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" 01.01.2019

IFRS 16 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen und ersetzt dabei den bestehenden IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen. Eine vorzeitige Anwendung des IFRS 16 hat nicht stattgefunden. Als Erstanwendungsmethode wird RATIONAL den modifizierten retrospektiven Ansatz wählen, wobei keine Anpassung von Vergleichsinformationen stattfindet. Bei RATIONAL qualifizieren sich insbesondere Immobilien, Fahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung als Leasinggegenstände. Zudem wird RATIONAL die Ausnahmeregelung für geringwertige Leasinggegenstände (vorwiegend EDV-Ausstattung) in Anspruch nehmen. Leasingverbindlichkeiten für Leasingverträge, die bisher als Operating Leasing klassifiziert wurden (siehe Textziffer 23), werden bei Erstanwendung des IFRS 16 zum Barwert der ausstehenden Leasingraten bewertet. Die Bewertung des Nutzungsrechts zum 1. Januar 2019 findet ebenso in Höhe des Barwerts der Leasingverbindlichkeiten statt. Insgesamt werden sich dadurch das Sachanlagevermögen und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 um jeweils rund 15 Mio. Euro erhöhen. Effekte auf das Eigenkapital ergeben sich zum Erstanwendungszeitpunkt des IFRS 16 nicht. Effekte in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung werden sich ab 2019 hauptsächlich in Form einer Verschiebung des Aufzinsungsbetrags der Leasingverbindlichkeiten von den operativen Kosten in das Finanzergebnis ergeben. Aus den zum 1. Januar 2019 bestehenden Leasingverträgen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 ein Aufzinsungsbetrag in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro. Geringfügige Unterschiede ergeben sich bei der zeitlichen Erfassung der Aufwendungen, welche sich jedoch über die Laufzeit eines Leasingverhältnisses ausgleichen werden. Zusätzlich wird ab dem Geschäftsjahr 2019 der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ansteigen und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sinken, da Auszahlungen für den Tilgungs- und Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten ab dem 1. Januar 2019 im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt werden. Aus den zum 1. Januar 2019 bestehenden Leasingverträgen ergeben sich nach aktuellem Stand für das Geschäftsjahr 2019 Auszahlungen für den Tilgungs- und Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 7 Mio. Euro.

Aus den anderen neuen oder geänderten Standards werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.

Folgende geänderte oder neue Standards wurden vom IASB veröffentlicht, aber bisher noch nicht von der EU übernommen und auch nicht im Konzernabschluss angewendet:

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Inkrafttreten gemäß Standard
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2015 - 2017 01.01.2019
Änderung IAS 19 "Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen" 01.01.2019
Änderung Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards 01.01.2020
Änderung IFRS 3 "Definition eines Geschäftsbetriebs" 01.01.2020
Änderung IAS 1 und IAS 8 "Definition von Wesentlichkeit" 01.01.2020
Neu IFRS 17 "Versicherungsverträge" 01.01.2021

Diese Änderungen und dieser neue Standard werden ab dem Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Konzern umgesetzt und haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse von RATIONAL.

Konsolidierungsmethoden

In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben der RATIONAL AG als oberstes Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die unter der direkten oder indirekten Beherrschung der RATIONAL AG stehen, einbezogen. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem die Beherrschung über das Unternehmen vorliegt, und endet, wenn die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen nicht mehr besteht.

Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Muttergesellschaft acht inländische (Vj. acht) und 25 ausländische (Vj. 25) Tochtergesellschaften einbezogen. Zudem investiert die RATIONAL AG seit Februar 2018 in den Spezialfonds "LBBW AM-RAT". RATIONAL hält 100 % der Fondsanteile und das Sondervermögen wird als strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konsolidierungskreis setzt sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt zusammen:

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Name und Sitz % Kapitalanteil/ % Stimmrechte
Deutschland
LechMetall GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Komponenten GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Technical Services GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Großküchentechnik GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL F & E GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
FRIMA Deutschland GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,0
LBBW AM-RAT* Landsberg am Lech Deutschland 0,0
Europa
RATIONAL UK Ltd. Luton Großbritannien 100,0
FRIMA UK Ltd. (in Liquidation) London Großbritannien 100,0
RATIONAL France S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA - T S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA France S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
RATIONAL Italia s.r.l. Mestre Italien 100,0
RATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L. Barcelona Spanien 100,0
RATIONAL Austria GmbH Salzburg Österreich 100,0
RATIONAL International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Schweiz AG Balgach Schweiz 100,0
FRIMA International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Sp. z o.o. Warschau Polen 100,0
RATIONAL Scandinavia AB Malmö Schweden 100,0
RATIONAL RUS OOO Moskau Russland 100,0
RATIONAL Endüstriyel Mutfak Ekipmanları Ticaret Limited Sirketi Istanbul Türkei 100,0
Amerika
RATIONAL Cooking Systems, Inc. Rolling Meadows USA 100,0
RATIONAL Canada Inc. Mississauga Kanada 100,0
RATIONAL México, S.A. DE C.V. Mexico City Mexiko 100,0
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição de Sistemas De Cocção Ltda. São Paulo Brasilien 99,9
RATIONAL Colombia - America Central SAS Bogotá Kolumbien 100,0
Asien
RATIONAL Japan Co., Ltd. Tokio Japan 100,0
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai China 100,0
RATIONAL International India Private Ltd. Gurgaon Indien 100,0
RATIONAL Cooking Systems PTE. LTD. Singapur Singapur 100,0
RATIONAL Kitchen and Catering Equipment Trading FZCO Dubai Vereinigte Arabische Emirate 100,0
* Einbeziehung als strukturiertes Unternehmen

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaftlich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA - T S.A.S., die TOPINOX S.A.R.L., Nantes, Frankreich. Diese ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.

Das Geschäftsjahr der RATIONAL AG und der Tochterunternehmen, mit Ausnahme der RATIONAL International India Private Ltd., entspricht dem Kalenderjahr. Das indische Tochterunternehmen hat aufgrund lokaler gesetzlicher Vorschriften ein Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März, für Konzernzwecke werden die Zahlen jedoch auf Kalenderjahrbasis erstellt. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist der Abschlussstichtag der Muttergesellschaft.

Die inländischen Tochtergesellschaften LechMetall GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Montage GmbH, RATIONAL Komponenten GmbH und RATIONAL F & E GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2018 alle jeweils zulässigen Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Fremdwährungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften werden die Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs resultieren, werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für den Konzernabschluss werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, sowie die RATIONAL Kitchen and Catering Equipment Trading FZCO mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro, da die Umsatzerlöse vorwiegend in Euro erzielt werden. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" erfasst.

Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Jahresdurchschnittskurse Stichtagskurse 31.12.
1 Euro entspricht 2018 2017 2018 2017
--- --- --- --- --- ---
BRL = brasilianischer Real 4,3244 3,6406 4,4449 3,9707
CAD = kanadischer Dollar 1,5341 1,4719 1,5599 1,5024
CHF = Schweizer Franken 1,1515 1,1161 1,1266 1,1693
CNY = chinesischer Yuan 7,8167 7,6614 7,8600 7,8327
COP = kolumbianischer Peso 3.508,8 3.366,9 3.719,2 3.577,6
GBP = britisches Pfund 0,8862 0,8765 0,8971 0,8874
INR = indische Rupie 80,640 73,818 79,909 76,560
JPY = japanischer Yen 130,00 127,34 125,96 134,88
MXN = mexikanischer Peso 22,630 21,414 22,520 23,607
PLN = polnischer Zloty 4,2679 4,2439 4,2981 4,1752
RUB = russischer Rubel 74,248 66,116 80,026 69,325
SEK = schwedische Krone 10,296 9,6432 10,251 9,8300
SGD = Singapur-Dollar 1,5901 1,5612 1,5595 1,6012
TRY = türkische Lira 5,6834 4,1391 6,0557 4,5343
USD = US-Dollar 1,1792 1,1371 1,1453 1,1988

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in der Regel über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Dazu gehören unter anderem die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Vermögenswerts, eine zuverlässige Bewertung der Aufwendungen sowie ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts. Für eine Aktivierung qualifizieren sich Entwicklungsaktivitäten, die in Zusammenhang mit der spezifischen Entwicklung neuer Technologien stehen. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und läuft linear über den geschätzten Nutzungszeitraum (in der Regel fünf Jahre). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sind Bestandteil der Umsatzkosten in der Gesamtergebnisrechnung. Die Werthaltigkeit von aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten wird durch jährliche Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) überprüft.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten oder der Nutzungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung der Wertminderung.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden in der Regel über einen Zeitraum von 10 bis 36 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von in der Regel 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt vorwiegend linear. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung "pro rata temporis".

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswerts oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswerts.

Leasing

Gemäß IAS 17 werden Leasingtransaktionen als Operating-Leasing klassifiziert, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Anschaffungspreisminderungen, wie Boni, Skonti und andere vergleichbare Beträge, werden bei der Ermittlung der Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten.

Finanzinstrumente

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit wird eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen getroffen, die bei einem Unternehmen zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung finanzieller Verbindlichkeiten führen. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden am Erfüllungstag angesetzt. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden am Handelstag erfasst.

Mit Erstanwendung des IFRS 9 werden neue Klassifizierungs- und Bewertungsanforderungen für finanzielle Vermögenswerte eingeführt, die die Folgebewertung eines Finanzinstruments bestimmen. IFRS 9 erfordert sämtliche finanzielle Vermögenswerte entweder der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zuzuordnen. Die Zuordnung hängt dabei vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte ab sowie von den vertraglichen Zahlungsstromcharakteristika der finanziellen Vermögenswerte.

RATIONAL wendet kein Hedge-Accounting an. Die Folgebewertung für derivative Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen der bilanziell ausgewiesenen Werte zwischen den Bilanzstichtagen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen beziehungsweise im Finanzergebnis enthalten.

Die Zuordnung der jeweiligen Finanzinstrumente innerhalb der Bilanzpositionen zu den Kategorien des IFRS 9 ist zusammenfassend im Kapitel "Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" unter Textziffer 21 dargestellt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen ist oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wurde und RATIONAL im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Eine Forderung wird auch dann ausgebucht, wenn keine realistischen Aussichten auf die Einbringlichkeit einer wertberichtigten Forderung bestehen (in der Regel definiert als Insolvenz des Schuldners oder Unmöglichkeit der Forderungsrealisierung durch einen externen, spezialisierten Inkassopartner). Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Gewinne und Verluste, die durch die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten entstanden sind, werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

RATIONAL wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu bemessen. Demzufolge werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste in Form von Einzelwertberichtigungen und Portfoliowertberichtigungen herangezogen.

Einzelwertberichtigungen sind zu bilden für Forderungen, die aufgrund objektiver Kriterien (insbesondere bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Mahnaktivitäten und anschließender Übergabe der Forderung an externe Inkasso-Dienstleister, bei beantragten oder laufenden Insolvenzverfahren, bei Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen sowie im Falle gerichtlich angefochtener Forderungen) als zweifelhaft zu betrachten sind und bei denen keine Erkenntnisse vorliegen, die eine andere Bewertung rechtfertigen.

Zur Bemessung der Portfoliowertberichtigungen wird folgendes Modell angewendet: Forderungen, die keinen individuellen Wertberichtigungsbedarf aufweisen, werden in regionale Teilportfolien aufgegliedert. Diese Teilportfolien werden regelmäßig auf Basis der Veränderung der Länderratings ("externer Faktor") und der Veränderung der gewichteten Portfolio-Risiko-Scores ("interner Faktor") bewertet. Dabei werden externer und interner Faktor miteinander kombiniert und unter vorheriger Eliminierung einzelwertberichtigter Forderungen und Berücksichtigung bereits eingetretener Forderungsverluste auf die historische Ausfallerfahrung der jeweiligen regionalen Teilportfolien angewendet. Bestehende Absicherungen durch die Warenkreditversicherung werden bei der Ermittlung der Wertberichtigungen berücksichtigt.

Für erwartete Kreditverluste auf Geldanlagen wird eine Wertberichtigung in Form einer Risikovorsorge erfasst. Auf Geldanlagen, die als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet" gelten, ist die Risikovorsorge auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt. Der Tatbestand des "geringen Ausfallrisikos" gilt bei notierten Schuldverschreibungen als erfüllt, wenn ein Investment Grade-Rating vorliegt. Liegt kein Investment Grade-Rating vor, so sind erwartete Kreditverluste über die gesamte Restlaufzeit anzusetzen. Die zu erfassenden Wertberichtigungen werden auf Basis von korrespondierenden "Credit Default Swaps" ermittelt.

Alle Wertberichtigungen werden auf Wertberichtigungskonten erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Tatsächliche Ertragsteuerforderungen und Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die tatsächlichen Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogenen Steuersätze der Tochtergesellschaften betragen zwischen 9 % und 34 % (Vj. 8 % und 34 %). Für die RATIONAL AG wird zur Ermittlung der latenten Steuern ein Steuersatz von 28 % (Vj. 28 %) herangezogen. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten wurden mit dem jeweiligen landesspezifischen Ertragssteuersatz angesetzt.

Latente Steuererstattungsansprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer Rechtsanspruch auf Anrechnung besteht und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die für dasselbe Steuersubjekt und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.

Rückstellungen

Die Bewertung der leistungsorientierten Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Zinsaufwand wird ergebniswirksam in der Position "Zinsaufwendungen" gebucht.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künftig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Ist der aus der Diskontierung resultierende Effekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit besteht, dass RATIONAL die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Öffentliche Zuwendungen, die als Kompensation für bereits angefallene Aufwendungen gezahlt werden, werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der der Anspruch dafür entsteht.

Öffentliche Zuwendungen für Vermögenswerte reduzieren die in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte der entsprechenden Vermögenswerte. Der Ertrag wird mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des Vermögenswerts erfasst.

Umsatzkosten und sonstige Funktionskosten

Die Umsatzkosten umfassen Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren, Gewährleistungsaufwendungen, Wertminderungen auf Vorräte sowie Kosten zur Erbringung von veräußerten Dienstleistungen. In den Vertriebs- und Servicekosten sind Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten, Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes enthalten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten die Kosten für die Grundlagen- und Anwendungsforschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich zusammen aus Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Buchhaltung und Controlling sowie anteiligen Aufwendungen für die Unternehmensleitung. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind in den Umsatzkosten sowie den sonstigen Funktionskosten verursachungsgerecht enthalten.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

RATIONAL erzielt Umsatzerlöse vorwiegend aus dem Verkauf von Waren an Fachhändler und Partner. Der Auftragsvorlauf ist in der Regel kurzfristig. Die Erlöse werden überwiegend mit der Lieferung erfasst, das heißt mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden. In geringem Maße erwirtschaftet RATIONAL Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen. Diese werden in der Berichtsperiode erfasst, in der die Dienstleistungen erbracht werden. Einige Verträge beinhalten mehrere Leistungskomponenten, wie etwa den Verkauf von Geräten und die zugehörige Installation der Geräte in der Küche. Die Installation wird als eigenständige Leistungsverpflichtung bilanziert und der Transaktionspreis wird auf alle Leistungsverpflichtungen anhand der relativen Einzelveräußerungspreise aufgeteilt.

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Die Umsatzerlöse umfassen die erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistungen unter Berücksichtigung von Skonti, Preisnachlässen und Händlerboni. Händlerboni basieren in der Regel auf den Gesamtumsätzen eines Jahres und werden im Nachhinein gewährt. Die Ermittlung dieser variableren Gegenleistung basiert auf dem wahrscheinlichsten Wert. Umsatzerlöse werden nur in dem Umfang erfasst, in dem es hochwahrscheinlich ist, dass eine signifikante Stornierung der Umsatzerlöse nicht notwendig wird. Verpflichtungen aus noch zu gewährenden Händlerboni werden in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Zahlungsbedingungen richten sich nach den lokalen Gegebenheiten. Diese liegen grundsätzlich unter einem Jahr. Signifikante Finanzierungskomponenten liegen nicht vor.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt. Finanzierungskosten werden, soweit sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzuordnen sind, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verwendung von Schätzungen und Annahmen sowie wesentliche Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert insbesondere für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, latente Steueransprüche, finanzielle Vermögenswerte, Rückstellungen und Umsatzerlöse Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangangaben.

Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen des Managements insbesondere auf die erwartete Nutzungsdauer, die Einschätzung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, und die Schätzung des erzielbaren Betrags eines wertgeminderten Vermögenswerts. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind. Falls sich Änderungen zu den genannten Annahmen und Schätzungen ergeben, würde dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verändern.

Bei der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts sowie bei aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten müssen im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung und zu den daraus resultierenden zu erwartenden Cashflows der zugrunde gelegten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffen werden. Für noch in der Entwicklung befindliche Projekte müssen darüber hinaus Annahmen über die noch anfallenden Kosten sowie den Zeitraum bis zur Fertigstellung getroffen werden. Die tatsächlichen Cashflows können von den auf diesen Schätzungen basierenden Cashflows erheblich abweichen. Dies könnte zu einer Veränderung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Bei der Überprüfung des Geschäftsmodells zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten werden vom Management Ermessensentscheidungen ausgeübt. Die Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte beruhen auf Annahmen zum Ausfallrisiko und erwarteten Verlustraten. Das Management übt bei der Erstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Einflussfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf den Erfahrungen aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte aus einer Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufholungsbedarf resultieren.

Die Berechnung der latenten Steueransprüche erfordert die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Rückstellungen betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrundeliegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Jede Änderung dieser getroffenen Annahmen hat Auswirkungen auf die Buchwerte dieser Positionen.

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Gesellschaften des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Aufwands, der uns aus Gewährleistungs- und Kulanzfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit hinsichtlich historischer Inanspruchnahmen und verkaufter Stückzahlen. Die dabei berücksichtigte Garantiezeit beträgt in der Regel zwei Jahre. Sollte die zukünftige Entwicklung von der Erwartung wesentlich abweichen, wirkt sich dies auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Rückstellungen für gerichtliche Verfahren sowie Prozess- und Schadensersatzrisiken werden gebildet, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung und die Höhe der Rückstellung unterliegen der Schätzung des Managements. Da sich solche Fälle meist über einen längeren Zeitraum erstrecken und es sich um komplexe Fragestellungen handelt, ist die Ermittlung von Rückstellungen für gerichtliche Verfahren sowie Prozess- und Schadensersatzrisiken mit Unsicherheiten verbunden. Das Management beurteilt den aktuellen Stand regelmäßig, zum Teil unter Hinzuziehung von externen Anwälten, um die Rückstellungen verlässlich zu schätzen. Dennoch ist es möglich, dass eine Schätzung angepasst werden muss und es zu einer Erhöhung der Rückstellung bzw. zu einer Belastung der Ertragslage kommt.

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfordert Ermessensentscheidungen. In der Regel wird davon ausgegangen, dass der Kunde mit Lieferung der Ware die Verfügungsgewalt erhält. In relativ geringem Umfang werden die Leistungsverpflichtungen aus einem Vertrag in verschiedenen Perioden erfüllt, hierzu muss der Transaktionspreis auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufgeteilt werden. Die Ermittlung von zu gewährenden Händlerboni und Skonti erfordert Annahmen bezüglich der Gesamtabnahmen von Händlern und des Zahlungsverhaltens.

Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Die regionale

Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2018 Anteil

in %
2017 Anteil

in %
Deutschland 95.536 12 88.262 13
Europa (ohne Deutschland) 352.857 45 330.590 47
Nordamerika 143.422 18 113.881 16
Lateinamerika 44.081 6 41.455 6
Asien 105.233 14 91.632 13
Übrige Welt* 36.730 5 36.280 5
Gesamt 777.859 100 702.100 100
* Australien, Neuseeland, Naher / Mittlerer Osten, Afrika

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 111.811 Tsd. Euro (Vj. 86.385 Tsd. Euro) in den Vereinigten Staaten von Amerika wurde ein wesentlicher Anteil der Konzernumsatzerlöse in diesem Land erzielt. Wie im Vorjahr gab es keine Kunden, mit denen ein Umsatzanteil von mehr als 10 % erzielt wurde.

74 % (Vj. 75 %) der Umsatzerlöse entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 26 % (Vj. 25 %) entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen.

In der Berichtsperiode wurden Umsatzerlöse in Höhe von 1.464 Tsd. Euro realisiert, die zum 1. Januar 2018 in den Vertragsverbindlichkeiten erfasst waren. Zudem wurden in der Berichtsperiode Umsatzerlöse in Höhe von 208 Tsd. Euro erfasst, bei denen die Leistungsverpflichtungen in früheren Perioden erfüllt wurden.

Die bilanzierten Vertragsverbindlichkeiten entstehen aus Zahlungen, die wir vor der Erfüllung unserer vertraglichen Leistung erhalten haben. Die Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatzerlöse erfasst, sobald wir unsere Leistungsverpflichtung erbringen. Der Anstieg der langfristigen Vertragsverbindlichkeit gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Leistungsverpflichtungen gegenüber einem größeren Kunden.

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in TEUR 31.12.2018 01.01.2018 erstmalige Anwendung IFRS 15* 31.12.2017
Vertragsverbindlichkeiten langfristig 2.167 142 - 142
Vertragsverbindlichkeiten kurzfristig 2.236 1.488 327 1.161
* zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst

Weitere Angaben zu kurzfristigen Leistungsverpflichtungen erfolgen in Übereinstimmung mit den IFRS nicht.

Weitere Informationen zu Umsatzerlösen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Umsatzkosten und sonstige Funktionskosten

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen von RATIONAL und im Rahmen der Einführung des IFRS 15 wurde entschieden, Kosten in Zusammenhang mit der Aufstellung und Installation von Geräten in den Umsatzkosten darzustellen. Im Vorjahr waren diese Kosten Teil der Vertriebs- und Servicekosten.

Die Darstellung des Geschäftsjahres 2017 wurde wie folgt angepasst:

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in TEUR angepasst Umgliederung wie berichtet
Umsatzkosten 281.283 5.571 275.712
Vertriebs- und Servicekosten 165.927 -5.571 171.498

3. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

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in TEUR 2018 2017
Kursgewinne 8.579 5.967
Andere Erträge 4.632 2.419
Sonstige betriebliche Erträge 13.211 8.386
Kursverluste -8.369 -11.089
Andere Aufwendungen -1.329 -1.606
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.698 -12.695

Kursgewinne und -verluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs.

Erträge aus staatlichen Zuwendungen in Höhe von 916 Tsd. Euro (Vj. 738 Tsd. Euro) werden in den anderen Erträgen berichtet und beinhalten Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Der Anspruch ist in der Berichtsperiode entstanden.

In den anderen Erträgen und Aufwendungen sind Erträge und Aufwendungen aus Wertminderungen und Ausbuchungen von Forderungen enthalten. Diese werden in Textziffer 10 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" erläutert.

4. Ertragsteuern

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand. Dieser beinhaltet sowohl tatsächliche als auch latente Steuern, die in die Ermittlung des Ergebnisses der Periode einfließen. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird auf das Ergebnis vor Steuern ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 27,73 % (Vj. 27,73 %) angewendet. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 340 % zusammen, die auf die Muttergesellschaft Anwendung finden.

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in TEUR 2018 2017
Ergebnis vor Steuern (EBT) 204.162 187.048
Erwarteter Steuersatz in % 27,73 27,73
Erwarteter Ertragsteueraufwand 56.614 51.868
Abweichung lokale Steuersätze der Tochtergesellschaften -11.106 -9.279
Steuerertrag aus Vorjahren -170 -13
Steueraufwand betreffend Vorjahre 54 280
Nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige Beträge 1.460 1.191
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 46.852 44.047

In den nicht abzugsfähigen Aufwendungen und sonstigen Beträgen waren im Vorjahr 1.015 Tsd. Euro enthalten, die auf die Änderung des latenten Steuersatzes in den USA (aufgrund der Steuerreform) zurückzuführen sind.

Der dem Jahr 2018 zuzurechnende latente Steuerertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung beläuft sich auf 1.843 Tsd. Euro (Vj. 859 Tsd. Euro Steueraufwand). Demnach beträgt der tatsächliche Ertragsteueraufwand ohne Berücksichtigung von latenten Steuern 48.695 Tsd. Euro (Vj. 43.188 Tsd. Euro).

Die latenten Steuerabgrenzungen entfallen auf folgende Bilanzposten:

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in TEUR Aktive latente Steuer Passive latente Steuer
2018 2017 2018 2017
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 83 13 -1.088 -1.126
Vorräte 7.624 6.503 - -
Rückstellungen 3.061 2.390 -10 -
Forderungen 204 32 - -1
Übrige 582 277 -1.714 -1.276
Summe latente Steuern aktiv / passiv 11.554 9.215 -2.812 -2.403
Steuerverrechnungen -2.611 -1.740 2.611 1.740
Bilanzansatz aktiv / passiv 8.943 7.475 -201 -663

Darin enthalten sind erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste aktive latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von 188 Tsd. Euro (Vj. 198 Tsd. Euro).

Der Gesamtbetrag der aktiven bzw. passiven latenten Steuern ergibt sich zu 8.712 Tsd. Euro (Vj. 6.927 Tsd. Euro) aus kurzfristigen Sachverhalten. In Höhe von 30 Tsd. Euro (Vj. -115 Tsd. Euro) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus verschiedenen temporären Unterschieden zwischen den IFRS-Werten und der Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Rückstellungen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren.

Am 31. Dezember 2018 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von 1.507 Tsd. Euro (Vj. 1.640 Tsd. Euro) in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, da eine Ausschüttung dieser Gewinne nicht beabsichtigt ist.

Daneben bestehen ungenutzte steuerliche Verluste in Höhe von 644 Tsd. Euro (Vj. 1.074 Tsd. Euro). Latente Steueransprüche hierauf wurden nicht erfasst, da es nicht hinreichend sicher ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der Konzern die latenten Steueransprüche verwenden kann.

5. Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 mittels Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

Auf Basis eines Aktienbestands von 11.370.000 Stück (Vj. 11.370.000 Stück) und eines Ergebnisses nach Steuern in Höhe von 157.310 Tsd. Euro (Vj. 143.001 Tsd. Euro) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein (unverwässertes und verwässertes) Ergebnis je Aktie von 13,84 Euro (Vj. 12,58 Euro).

6. Dividende je Aktie

Der das Geschäftsjahr 2017 betreffende Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG in Höhe von 11,00 Euro je Aktie (8,80 Euro plus eine Sonderdividende von 2,20 Euro je Aktie), wurde von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von 125.070 Tsd. Euro erfolgte im Mai 2018.

Für das Geschäftsjahr 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 vor, eine Dividende in Höhe von 9,50 Euro je Aktie, das heißt insgesamt 108.015 Tsd. Euro, auszuschütten.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva

7. Immaterielle Vermögenswerte

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in TEUR Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Firmenwerte Aktivierte Entwicklungsleistungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2018 13.004 424 5.316 18.744
Währungsdifferenzen -11 - - -11
Zugänge 1.755 - 720 2.475
Abgänge -87 - - -87
Stand 31.12.2018 14.661 424 6.036 21.121
Abschreibungen
Stand 01.01.2018 8.962 - 1.257 10.219
Währungsdifferenzen -9 - - -9
Zugänge 1.967 - 943 2.910
Abgänge -80 - - -80
Stand 31.12.2018 10.840 - 2.200 13.040
Buchwerte
Stand 31.12.2018 3.821 424 3.836 8.081
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 11.865 424 4.716 17.005
Währungsdifferenzen -20 - - -20
Zugänge 1.834 - 600 2.434
Abgänge -675 - - -675
Stand 31.12.2017 13.004 424 5.316 18.744
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 7.888 - 314 8.202
Währungsdifferenzen -13 - - -13
Zugänge 1.762 - 943 2.705
Abgänge -675 - - -675
Stand 31.12.2017 8.962 - 1.257 10.219
Buchwerte
Stand 31.12.2017 4.042 424 4.059 8.525

Der ausgewiesene Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, im Jahr 1993 und wird auf das Segment FRIMA allokiert. Ende 2018 wurde für diesen Firmenwert ein Impairment-Test auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Der ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung der in Fremdwährung ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten.

8. Sachanlagen

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in TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2018 95.527 41.761 29.881 28.517 195.686
Währungsdifferenzen 68 1 -25 - 44
Zugänge 11.739 6.804 6.171 12.709 37.423
Umgliederungen 16.264 3.856 290 -20.410 0
Abgänge -1 -52 -974 - -1.027
Stand 31.12.2018 123.597 52.370 35.343 20.816 232.126
Abschreibungen
Stand 01.01.2018 33.212 26.970 19.091 - 79.273
Währungsdifferenzen 45 -1 -7 - 37
Zugänge 3.676 3.725 3.666 - 11.067
Abgänge -1 -46 -875 - -922
Stand 31.12.2018 36.932 30.648 21.875 - 89.455
Buchwerte
Stand 31.12.2018 86.665 21.722 13.468 20.816 142.671
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 90.442 40.687 28.491 432 160.052
Währungsdifferenzen -258 -5 -281 - -544
Zugänge 6.015 1.774 4.712 28.493 40.994
Umgliederungen 117 236 55 -408 0
Abgänge -789 -931 -3.096 - -4.816
Stand 31.12.2017 95.527 41.761 29.881 28.517 195.686
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 31.107 24.785 19.093 - 74.985
Währungsdifferenzen -111 -5 -182 - -298
Zugänge 2.943 3.059 3.120 - 9.122
Abgänge -727 -869 -2.940 - -4.536
Stand 31.12.2017 33.212 26.970 19.091 - 79.273
Buchwerte
Stand 31.12.2017 62.315 14.791 10.790 28.517 116.413

Im Geschäftsjahr 2018 wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist eine Grundschuld in Höhe von 33.500 Tsd. Euro eingetragen (Vj. 33.500 Tsd. Euro). Weitere Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sind in den Kosten der Funktionsbereiche enthalten.

9. Vorräte

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in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.063 14.255
Unfertige Erzeugnisse 991 763
Fertige Erzeugnisse und Waren 40.386 30.664
Gesamt 57.440 45.682

Der Anstieg der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen insbesondere in Überseemärkten.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 1.307 Tsd. Euro (Vj. 1.404 Tsd. Euro) aufwandswirksam in den Umsatzkosten erfasst.

Insgesamt wurden in der Berichtsperiode 296.816 Tsd. Euro (Vj. 258.155 Tsd. Euro) Vorräte als Aufwand erfasst.

Wie im Vorjahr unterliegt der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.

10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2018 01.01.2018 erstmalige Anwendung IFRS 9* 31.12.2017
Bruttoforderungen aus Lieferungen und Leistungen (nicht wertberichtigt) - - -109.519 109.519
Bruttoforderungen aus Lieferungen und Leistungen (einzelwertberichtigt) 1.299 786 66 720
Bruttoforderungen aus Lieferungen und Leistungen (portfoliowertberichtigt) 123.790 109.453 109.453 -
Summe 125.089 110.239 0 110.239
Einzelwertberichtigung -591 -565 17 -582
Portfoliowertberichtigung -58 -157 -157 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 124.440 109.517 -140 109.657
* zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf das Umsatzwachstum zurückzuführen.

Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Portfoliowertberichtigungen berücksichtigt. Informationen zu den Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen befinden sich im Abschnitt "Finanzrisiken" unter Textziffer 21.

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in TEUR Stand zum 01.01. Währungseffekt Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum 31.12.
2018 565 -15 -51 -143 235 591
2017 394 -15 -115 -116 434 582

Für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht bereits einzelwertberichtigt sind, wird gemäß IFRS 9 eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Dabei wurde zum Stichtag pro Ausfallrisiko-Ratingklasse eine Portfolio-Quote von 0,00 % bis 0,88 % zu Grunde gelegt.

Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung von Forderungen ergeben im Geschäftsjahr 2018 einen Aufwand in Höhe von 235 Tsd. Euro (Vj. 385 Tsd. Euro). Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung in Höhe von 207 Tsd. Euro (Vj. 242 Tsd. Euro) sind hierbei nicht angerechnet. Aus Wertminderungsaufwendungen und -erträge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich im Geschäftsjahr 2018 ein Ertrag in Höhe von 59 Tsd. Euro (Vj. 210 Tsd. Euro Aufwand). Diese sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

11. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in TEUR kurzfristig langfristig
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Rentenpapiere, Aktien und Fondsanteile 46.862 - - -
Geldanlagen inkl. Zinsforderungen 35.660 70.734 - 2.500
Derivate ohne Hedgebeziehung 644 377 - -
Übrige 3.112 908 993 739
Gesamt 86.278 72.019 993 3.239

Die Folgebewertung bei Rentenpapieren, Aktien und Fondsanteilen sowie bei Derivaten ohne Hedgingbeziehung findet zum Fair Value statt. Alle anderen sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei den Rentenpapieren, Aktien und Fondsanteilen bestehen keine Einschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe.

Gemäß IFRS 9 wurde eine Risikovorsorge für Geldanlagen anhand der in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter "Finanzinstrumente" beschriebenen Methode ermittelt. Die Risikovorsorge ist dabei auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt.

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in TEUR kurzfristig
31.12.2018 01.01.2018 erstmalige Anwendung IFRS 9* 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Geldanlagen vor Risikovorsorge 35.770 70.734 - 70.734
Risikovorsorge gem. IFRS 9 -110 -70 -70 -
Geldanlagen nach Risikovorsorge 35.660 70.664 -70 70.734
* zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst

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in TEUR langfristig
31.12.2018 01.01.2018 erstmalige Anwendung IFRS 9* 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Geldanlagen vor Risikovorsorge - 2.500 - 2.500
Risikovorsorge gem. IFRS 9 - -7 -7 -
Geldanlagen nach Risikovorsorge - 2.493 -7 2.500
* zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst

Im aktuellen Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungsaufwendungen für Geldanlagen in Höhe von 33 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) im übrigen Finanzergebnis erfasst.

Die zum Jahresende bestehenden Festgelder sind zum Teil durch Einlagensicherungsfonds gesichert (detaillierte Angaben zu den Ausfallrisiken werden im Abschnitt "Finanzrisiken" unter Textziffer 21 gemacht). Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.

12. Sonstige Vermögenswerte

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in TEUR kurzfristig langfristig
Sonstige Vermögenswerte 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Umsatzsteuererstattungsansprüche 11.512 5.895 - -
Rechnungsabgrenzungsposten und geleistete Anzahlungen 3.297 2.094 253 -
Staatliche Zuwendungen 562 571 1.305 1.685
Übrige 1.132 798 18 16
Gesamt 16.503 9.358 1.576 1.701

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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in TEUR Währung 31.12.2018 31.12.2017
Guthaben inkl. Tagesgelder EUR 119.267 153.621
Guthaben inkl. Tagesgelder USD 7.409 7.059
Guthaben inkl. Tagesgelder GBP 4.983 6.376
Guthaben CHF 4.818 4.729
Guthaben inkl. Tagesgelder CAD 3.772 3.222
Guthaben JPY 3.566 4.782
Guthaben RUB 2.374 3.108
Guthaben SEK 1.968 4.524
Guthaben CNY 1.841 2.606
Guthaben inkl. Tagesgelder MXN 1.805 1.020
Guthaben PLN 1.107 1.016
Guthaben BRL 1.089 1.756
Guthaben inkl. Tagesgelder TRY 687 1.254
Guthaben sonstige Währungen und Kassenbestände Versch. 2.080 1.141
Gesamt 156.766 196.214

Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Angaben zu den Ausfallrisiken werden unter Textziffer 21 im Abschnitt "Finanzrisiken" gemacht.

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Positionen mit Verfügungsbeschränkungen beinhaltet, die sich insgesamt auf einen Betrag von 4.091 Tsd. Euro (Vj. 4.815 Tsd. Euro) beziehen. Nähere Informationen zu Währungsrestriktionen können dem Abschnitt "Finanzrisiken" der Textziffer 21 entnommen werden.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva

14. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2018 unverändert 11.370 Tsd. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Das Aktienoptionsprogramm wird in Textziffer 27 "Anteilsbasierte Vergütung" beschrieben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfindung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstands aus dem Aktienoptionsprogramm vom 3. Februar 2000 resultieren.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse nach Steuern der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden.

Übriges Eigenkapital

Das übrige Eigenkapital setzt sich aus den Unterschiedsbeträgen aus der Währungsumrechnung, den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie der darauf anfallenden Ertragsteuer (siehe Textziffer 4) zusammen.

Angaben zum Kapitalmanagement

Im Hinblick auf das Kapitalmanagement verfolgt RATIONAL das Ziel, die Unternehmensfortführung nachhaltig sicherzustellen und die Kapitalstruktur mit einer hohen Eigenkapitalbasis aufrechtzuerhalten. Zusätzlich möchte RATIONAL seine Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Hierbei unterliegt RATIONAL keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

Die Kapitalstruktur wird im Rahmen des Berichtsprozesses insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das bilanzielle Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht. Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf 75 % (Vj. 74 %).

Um die Aktionäre angemessen zu beteiligen, passt der Konzern die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner entsprechend der Ergebnissituation an.

15. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen für die Mitarbeiter des RATIONAL-Konzerns umfassen Anwartschaften aktiver oder ausgeschiedener Mitarbeiter in Deutschland und in der Schweiz. Daneben ergeben sich aus gesetzlichen Regelungen in diversen Tochtergesellschaften Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, im Wesentlichen in Italien und Frankreich. Diese Verpflichtungen wurden im Vorjahresabschluss als Teil der sonstigen langfristigen Rückstellungen berichtet. Im vorliegenden Abschluss werden diese Verpflichtungen in den Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen.

Die Höhe der Verpflichtung bemisst sich im Wesentlichen an der Beschäftigungsdauer, der Vergütungshöhe, der Lebenserwartung und dem aktuellen Zinsniveau.

Deutschland

Die RATIONAL AG hat für zwei ehemalige Mitarbeiter betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen. Beide Pensionsberechtigte beziehen bereits Zahlungen. Diese werden im Jahr 2019 voraussichtlich 51 Tsd. Euro (Vj. 51 Tsd. Euro) betragen. Die durchschnittliche Restlaufzeit der beiden Pensionsverpflichtungen beträgt 16 Jahre (Vj. 16 Jahre).

Zudem bestehen Einzelzusagen und Zusagen für Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Mitarbeiter, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Bei den Einzelzusagen handelt es sich um Fixrentenzusagen und beitragsorientierte Zusagen, deren Leistung sich an der versicherungsförmigen Umsetzung des Beitrags bemisst. Die Zusagen betreffen Vorstände und weitere aktive sowie im Ruhestand befindliche ehemalige Führungskräfte. Die bei der Unterstützungskasse durchgeführten Leistungszusagen sind über verpfändete Rückdeckungsversicherungen im Wesentlichen vollständig kongruent rückgedeckt. Insofern werden diese Zusagen als "DC-like DB-plan" im Gleichlauf von Verpflichtungen und Planvermögen bilanziert, wodurch sich eine Rückstellung von Null ergibt.

Schweiz

Die Altersvorsorge in der Schweiz umfasst insgesamt 61 (Vj. 60) pensionsberechtigte, aktive Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag bezog keine dieser Personen Zahlungen. Die Altersvorsorge, der Hinterbliebenenschutz und die Vorsorge für Erwerbsausfall in der Schweiz basieren auf einem Drei-Säulen-System mit unterschiedlicher Finanzierung. Gemäß dem Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) sichert die zweite Säule Berufstätige bzw. deren Hinterbliebene bei Invalidität oder Tod des Versorgers ab. Ab einem Alter von 25 Jahren besteht zudem eine obligatorische Altersabsicherung. Die Finanzierung dieser Absicherung erfolgt durch einkommensabhängige Einzahlungen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers in einen Pensionsfonds, der vollständig rückversichert ist. Das Planvermögen reflektiert ausschließlich Versicherungsansprüche. Das Gesetz schreibt Minimalleistungen vor. Die Berechnung der Vorsorgeverpflichtung und der Vorsorgekosten erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dies bedeutet, die projizierte erworbene Leistung basiert auf dem Vorsorgeplan und den zurückgelegten Dienstjahren, wobei künftige Lohnerhöhungen eingerechnet werden. Die Altersrente bemisst sich aufgrund der angesammelten Altersgutschriften, der Verzinsung und des Umwandlungssatzes im Rücktrittsalter. Die Risikoleistungen sind lohnabhängig. Die Arbeitgebereinzahlungen in die Pensionspläne werden im Jahr 2019 voraussichtlich 304 Tsd. Euro (Vj. 333 Tsd. Euro) betragen. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 21 Jahre (Vj. 22 Jahre).

Italien und Frankreich

Per Gesetz haben Arbeitnehmer in Italien Anspruch auf eine Abfindungszahlung unabhängig vom Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In Frankreich hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf eine Grundrente aus der Sozialversicherung sowie eine Zusatzrente aus einer beitragsorientierten Versicherung. Darüber hinaus müssen per Gesetz Einmalzahlungen vom Arbeitgeber geleistet werden, wenn Arbeitnehmer in den Ruhestand treten. Die den französischen Angestellten zu zahlenden Vergütungen sind im Tarifvertrag des Großhandels bzw. der Metallindustrie festgelegt. Die Finanzierung der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt über Rückstellungen. Die prognostizierten Zahlungen für das Jahr 2019 belaufen sich auf 155 Tsd. Euro (Vj. 114 Tsd. Euro).

Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR Leistungs - orientierte Verpflichtung (DBO) Marktwert des Planvermögens Rückstellung
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Wert zum 01.01 7.123 7.106 2.581 2.629 4.542 4.477
Währungsdifferenz 180 -419 98 -212 82 -207
Zinsaufwand 65 56 - - 65 56
Zinsertrag - - 22 15 -22 -15
Dienstzeitaufwand 1.048 789 - - 1.048 789
Versicherungsmathematische Verluste / Gewinne aufgrund von Anpassungen finanzieller Annahmen -140 -226 - - -140 -226
Versicherungsmathematische Verluste / Gewinne aufgrund von Anpassungen demographischer Annahmen -204 - - - -204 -
Erfahrungsbedingte versicherungsmathematische Verluste / Gewinne -33 119 - - -33 119
Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge - - -61 -58 61 58
Arbeitgeberbeiträge - - 322 228 -322 -228
Arbeitnehmerbeiträge - - 322 228 -322 -228
Eingebrachte / gezahlte Leistungen -119 -302 -70 -249 -49 -53
Wert zum 31.12 7.920 7.123 3.214 2.581 4.706 4.542
darin Deutschland (DE) 782 814 - - 782 814
darin Schweiz (CH) 5.164 4.767 3.214 2.581 1.950 2.186
darin Italien (IT) 813 706 - - 813 706
darin Frankreich (FR) 700 566 - - 700 566
darin sonstige 461 270 - - 461 270

Den Bewertungen liegen folgende gewichtete versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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DE CH IT FR Sonstige
Rechnungszins 2018 1,50 % 1,00 % 1,13 % 1,60 % 1,72 %
2017 1,30 % 0,75 % 0,88 % 1,30 % 2,76 %
Gehaltstrend 2018 - 1,60 % 1,00 % 3,00 % 1,96 %
2017 - 1,50 % 1,00 % 2,00 % 2,64 %
Rententrend 2018 1,75 % 0,00 % - - -
2017 1,75 % 0,00 % - - -

Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden für Deutschland die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck (Vj. 2005 G) und für die Schweiz wie im Vorjahr die BVG-2015-Generationentafel verwendet.

Die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse zeigt, wie die leistungsorientierten Verpflichtungen durch mögliche Änderungen der maßgeblichen Annahmen zum Bilanzstichtag beeinflusst würden. In der Sensitivitätsanalyse wird nicht berücksichtigt, dass es zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten gibt. Es wird jeweils nur ein Parameter geändert, die anderen bleiben für die Analyse unverändert. Die Sensitivitätsanalyse dürfte daher nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein.

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Angaben

in TEUR
2018 2017
Rechnungszins -0,5 % +676 +678
Rechnungszins +0,5 % -584 -584
Gehaltstrend -0,5 % -94 -53
Gehaltstrend +0,5 % +87 +47
Rententrend -0,5 % -33 -37
Rententrend +0,5 % +295 +299
Lebenserwartung +1 Jahr +100 +98

16. Sonstige Rückstellungen

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2018

in TEUR
Stand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung
Personal 19.580 -32 -15.946 16.386
Händlerboni 11.635 196 -11.661 14.657
Gewährleistung 17.106 -43 -12.244 10.106
Sonstige 5.264 50 -4.928 7.706
Gesamt 53.585 171 -44.779 48.855
2017
in TEUR Stand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung
Personal 17.622 -433 -13.687 16.035
Händlerboni 12.002 -807 -11.195 11.635
Gewährleistung 12.171 -54 -7.168 12.135
Sonstige 4.672 -244 -3.848 4.876
Gesamt 46.467 -1.538 -35.898 44.681

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2018

in TEUR
Zinseffekte Stand 31.12. davon langfristig
Personal 44 20.032 3.774
Händlerboni - 14.827 -
Gewährleistung 8 14.933 4.218
Sonstige - 8.092 509
Gesamt 52 57.884 8.501
2017
in TEUR Zinseffekte Stand 31.12. davon langfristig
Personal 43 19.580 3.497
Händlerboni - 11.635 -
Gewährleistung 22 17.106 5.403
Sonstige - 5.456 463
Gesamt 65 53.777 9.363

Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsanteile sowie zukünftige Zuwendungen aufgrund langjähriger Betriebszugehörigkeit. Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet. Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Konzerngesellschaften für die Funktionalität der Produkte und wird in der Regel innerhalb von zwei Jahren verbraucht. In der Position "Sonstige" sind Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte enthalten, deren Wertansätze im Einzelfall von untergeordneter Bedeutung sind. Der überwiegende Teil der Rückstellungen wird innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

Aus der Erstanwendung des IFRS 15 ergibt sich eine Reduzierung der sonstigen Rückstellungen zum 01.01.2018 gegenüber dem 31.12.2017 in Höhe von 192 Tsd. Euro.

17. Finanzschulden

Die folgende Tabelle gliedert die Veränderungen der Finanzschulden in einen zahlungswirksamen und einen zahlungsunwirksamen Teil:

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2018

in TEUR
Buchwert 01.01.2018 Zahlungs - wirksame Verände - rungen Zahlungsun - wirksame Veränderungen (Währungs - effekte und Sonstiges) Buchwert 31.12.2018 davon langfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.247 -2.290 -39 11.918 6.306
2017

in TEUR
Buchwert 01.01.2017 Zahlungswirksame Veränderungen Zahlungsunwirksame Veränderungen (Währungseffekte und Sonstiges) Buchwert 31.12.2017 davon langfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.793 -13.376 -170 14.247 8.937

Die Finanzschulden beinhalten Darlehensverträge für Immobilienfinanzierungen, welche durch Grundschulden abgesichert sind. Für alle Verträge zum 31. Dezember 2018 bestehen Zinsbindungen für die gesamte Laufzeit. Eine Abtretung der Rechte an Dritte wurde vertraglich eingeschränkt.

Aus den Darlehensverträgen werden in den Folgeperioden folgende Zins- und Tilgungszahlungen fällig:

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in TEUR 2019 2020-2023 ab 2024
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2018 2.757 6.497 -
in TEUR 2018 2019-2022 ab 2023
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2017 3.386 8.298 956

Daneben bestehen sonstige kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 2.982 Tsd. Euro (Vj. 2.091 Tsd. Euro).

18. Finanzielle Verbindlichkeiten

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in TEUR kurzfristig langfristig
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.409 31.314 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 5.250 6.318 - -
Verbindlichkeiten aus Grundstückskauf - 2.771 3.214 3.214
Derivate ohne Hedgebeziehung 505 157 - -
Übrige 931 786 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.686 10.032 3.214 3.214

Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden im Wesentlichen innerhalb weniger Monate nach dem Bilanzstichtag beglichen.

Die Folgebewertung bei Derivaten ohne Hedgebeziehung findet zum Fair Value statt. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

19. Sonstige Verbindlichkeiten

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in TEUR kurzfristig langfristig
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Umsatzsteuer 9.046 6.376 - -
Urlaubsansprüche 5.929 5.436 - -
Lohnsteuer und Sozialabgaben 5.583 5.599 - -
Vertragliche Verpflichtungen 2.236 1.161 2.167 142
Übrige 151 184 - -
Summe 22.945 18.756 2.167 142

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

20. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Für die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wird die indirekte Methode verwendet. Dazu wird das Ergebnis vor Steuern (EBT) um nichtzahlungswirksame Positionen (wie zum Beispiel den Abschreibungen auf Anlagevermögen, Veränderungen der Vorräte, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten) sowie dem Zinsergebnis bereinigt und die Ertragsteuerzahlungen abgezogen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Er ergibt sich im Wesentlichen aus zahlungswirksamen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie dem Erwerb bzw. der Abnahme von Finanzanlagen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt. Darin enthalten sind größtenteils Dividendenzahlungen an Aktionäre sowie die Auszahlung und Tilgung von Bankdarlehen (Überleitung zur Bilanzposition "Finanzschulden" siehe Textziffer 17).

Der Finanzmittelbestand verringerte sich von 196.214 Tsd. Euro am Geschäftsjahresbeginn auf 156.766 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2018.

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

21. Finanzinstrumente

Basierend auf den Bewertungskategorien erfolgt die Folgebilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Bilanz grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ausnahmen hiervon stellen derivative Finanzinstrumente sowie Rentenpapiere, Aktien und Fondsanteile dar, die in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die nach IFRS 7 zusätzlich anzugebenden beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten. Wird für ein Finanzinstrument kein beizulegender Zeitwert ausgewiesen, so stellt der angegebene Buchwert des Finanzinstruments einen angemessenen Näherungswert für dessen beizulegenden Zeitwert dar. Das ist insbesondere bei kurzfristigen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, der Fall.

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in TEUR Bewertungskategorien gem. IFRS 9 (2017: IAS 39) Bemessungshierarchiestufe Buchwert 31.12.2018 Beizulegender Zeitwert 31.12.2018 Buchwert 31.12.2017 Beizulegender Zeitwert 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (2017: Kredite und Forderungen) 320.971 380.752
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) Stufe 2 993 993 3.239 3.243
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 124.440 109.657
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 38.772 71.642 70.749
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 156.766 196.214
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis (2017: Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)) 47.506 377
Derivate ohne Hedgebeziehung 1) Stufe 1 105 105 - -
Derivate ohne Hedgebeziehung 1) Stufe 2 539 539 377 377
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) Stufe 1 46.162 46.162 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) Stufe 2 700 700 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (2017: Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet) 47.722 58.650
Finanzschulden (langfristig) Stufe 2 6.306 6.555 8.937 9.340
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Stufe 2 3.214 3.214 3.214 3.088
Finanzschulden (kurzfristig) Stufe 2 5.612 5.635 5.310 5.341
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.409 31.314
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 6.181 9.875
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis (2017: Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten)) 505 157
Derivate ohne Hedgebeziehung 2) Stufe 1 53 53 - -
Derivate ohne Hedgebeziehung 2) Stufe 2 452 452 157 157
1) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" (kurzfristig)
2) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (kurzfristig)

Die obenstehende Tabelle enthält die Bemessungshierarchiestufe gemäß IFRS 13, die für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente herangezogen wurde. Während der Berichtsperiode kam es zu keinen Umgliederungen zwischen den Bemessungshierarchiestufen. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden die Finanzinstrumente zum Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

Die beizulegenden Zeitwerte für Finanzinstrumente der Bemessungshierarchiestufe 1, entsprechen den in aktiven Märkten notierten Preisen für identische Vermögenswerte und Schulden.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Finanzinstrumente der Bemessungshierarchiestufe 2 erfolgt anhand folgender Bewertungstechniken:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Der beizulegende Zeitwert wird mit der Barwertmethode durch laufzeitkongruente Abzinsung der ausstehenden Beträge ermittelt. Soweit wesentlich, wird hierbei auch das Ausfallrisiko des Kontrahenten berücksichtigt.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte, zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Darunter fallen Finanzinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht direkt aus notierten Preisen an zugänglichen Märkten abgeleitet werden können. Die bewertungsrelevanten Inputfaktoren können jedoch unmittelbar oder mittelbar bezogen auf den entsprechenden Vermögenswert oder die entsprechende Verbindlichkeit am Markt beobachtet werden. Zur Bestimmung der Marktwerte werden in der Regel verschiedene Preisangaben von etablierten Brokern eingeholt und abgeglichen.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen sowie weitere Derivate. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts werden als Basis die stichtagsbezogenen bonitätsneutralen Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der für den betreffenden Stichtag gültigen Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäfte und Swaps bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Bei der Bestimmung der bonitätsneutralen Bewertung bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt. Neben den bonitätsneutralen Bewertungen wird außerdem das Risiko der Nichterfüllung (CVA = Credit Value Adjustment bzw. DVA = Debit Value Adjustment) bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt.

Finanzschulden

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Finanzschulden erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungsterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung des eigenen Ausfallrisikos diskontiert.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Der beizulegende Zeitwert wird mit der Barwertmethode durch laufzeitkongruente Abzinsung des ausstehenden Betrags unter Berücksichtigung des eigenen Ausfallrisikos ermittelt.

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie. Das Zinsergebnis ist hierbei nicht berücksichtigt.

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Nettogewinne oder -verluste ohne Zinsen

in TEUR
2018 2017
Finanzielle Vermögenswerte, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet +17 -8.642
Finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten, bewertet zum beilzulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis -1.489 +1.972
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet +129 +166

Die Nettogewinne bzw. -verluste beinhalten Beträge aus der Währungsumrechnung.

Daneben sind im Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen der Geldanlagen enthalten.

Das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis, enthält Aufwendungen und Erträge aus der Veräußerung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Gesamtzinsertrag und -aufwand

Aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen, die im Finanzergebnis ausgewiesen werden:

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Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen
aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten
--- --- ---
in TEUR 2018 2017
--- --- ---
Gesamtzinserträge 273 327
Gesamtzinsaufwendungen 211 738
Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen
aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten
in TEUR 2018 2017
Gesamtzinserträge 141 -
Gesamtzinsaufwendungen - -

Saldierung von Finanzinstrumenten

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz entweder saldiert ausgewiesen oder unterliegen einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder ähnlichen Vereinbarungen, wodurch eine Saldierung nur im Fall der Insolvenz einer der Parteien möglich ist:

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2018

in TEUR
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben Nettobetrag
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 126.758 2.318 124.440 - 124.440
Geldanlagen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 192.426 - 192.426 6.769 185.657
Rentenpapiere, Aktien und Fondsanteile 46.862 - 46.862 - 46.862
Derivate 644 - 644 530 114
Übrige finanzielle Vermögenswerte 4.105 - 4.105 53 4.052
Summe 370.795 2.318 368.477 7.352 361.125
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden - 11.918 11.918 6.769 5.149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 26.409 26.409 - 26.409
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 2.318 7.568 5.250 - 5.250
Derivate - 505 505 478 27
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten - 4.145 4.145 105 4.040
Summe 2.318 50.545 48.227 7.352 40.875
2017

in TEUR
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben Nettobetrag
Finanzielle Vermögenswerte
Derivate 377 - 377 151 226
Geldanlagen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 269.448 - 269.448 5.613 263.835
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 112.910 3.253 109.657 - 109.657
Summe 382.735 3.253 379.482 5.764 373.718
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate - 157 157 151 6
Finanzschulden - 14.247 14.247 5.613 8.634
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 3.253 9.571 6.318 - 6.318
Summe 3.253 23.975 20.722 5.764 14.958

Finanzrisiken

In den Finanzinstrumenten sind spezifische Risiken, wie Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken, enthalten, welche Wechselkurs-, Zins-, Preis- und Aktienkursrisiken umfassen.

RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Chancen- und Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:

Der weltweit integrierte Planungsprozess definiert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest.
Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Dadurch ist eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerung bei Fehlentwicklungen garantiert.
Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich unterstützt die Führungskräfte bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung.
Zur Absicherung der Forderungen arbeitet RATIONAL weltweit mit einem der größten Warenkreditversicherer zusammen.
Alle Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme sind klar definiert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt.
Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden frühzeitig identifiziert.
Um die Qualität des weltweiten Cash-Managements sicherzustellen, ist ein global integriertes Treasury-Management-System im Einsatz.
Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst.

Die RATIONAL-Gruppe ist allen gültigen gesetzlichen Anforderungen aus der EMIR-Verordnung fristgerecht nachgekommen. Die nach § 20 Abs. 1 WpHG erforderliche Sonderprüfung für 2017 ist ohne Beanstandung abgeschlossen worden. Auch für das Jahr 2018 ist die RATIONAL AG prüfungspflichtig. Diese wird gesetzeskonform im Jahr 2019 stattfinden.

Im Folgenden werden die im RATIONAL-Konzern bestehenden spezifischen Risiken erläutert:

Ausfallrisiken

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Der Vertrieb erfolgt weltweit über den Fachhandel. Endkunden kommen vorwiegend aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der Regel gegenüber dem Fachhandel. Ausfallrisiken können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Eine für die gesamte Gruppe gültige "Credit Policy" sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auftragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die "Credit Policy" vereint die "Mindestanforderungen für das Credit Management" (MaCM) des Bundesverbandes Credit Management (BvCM) mit der RATIONAL-spezifischen "One-Piece-Flow"-Prozessorganisation.

Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen - die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für RATIONAL nach sich ziehen könnten - zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Kunden einer Bonitätsprüfung und permanenten -überwachung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft und deren lokale Partnergesellschaften unterzogen. Gemäß deren Einschätzung wird das RATIONAL-Kundenportfolio als "gering risikobehaftet" bewertet.

Soweit möglich werden - basierend auf dieser Bonitätsprüfung - die Kundenforderungen versichert. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden in der Regel 95 % (Vj. 90 %) der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.

Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (zum Beispiel bestätigte, unwiderrufliche Akkreditive, Bankbürgschaften und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar definierten Ausnahmefällen wird anhand einer Risiken-/Chancen-Abwägung eine unbesicherte Belieferung auf offenes Zahlungsziel in Betracht gezogen.

Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung unberücksichtigt bleiben Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden der öffentlichen Hand mit Sitz in Ländern mit einwandfreien Länderbonitäten.

Die folgende Tabelle stellt die Ermittlung des ungedeckten Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar:

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in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 124.440 109.657
davon erstattungsfähige Umsatzsteuer *) 9.949 9.287
davon potenzieller Erstattungsbetrag durch die Warenkreditversicherung 97.453 79.851
davon mit Bankakkreditiven / Bankbürgschaften unterlegte Forderungen 3.544 3.797
davon Forderungen gegen Abnehmer der öffentlichen Hand *) 113 302
Ungedecktes Ausfallrisiko 13.381 16.420
Risikodeckungsgrad 89% 85%
* ) bei einwandfreiem Länderrating

Das nach Berücksichtigung der dargestellten Sicherheiten verbleibende ungedeckte Ausfallrisiko beinhaltet Klumpenrisiken in Höhe von 1.877 Tsd. Euro (Vj. 550 Tsd. Euro), die sich auf fünf (Vj. zwei) Kunden verteilen. Im Bereich der Klumpenrisiken werden die nicht abgesicherten Forderungen mit einem Nennwert von mehr als 200 Tsd. Euro (Vj. 200 Tsd. Euro) pro Einzelkunde betrachtet. Bei Kunden mit regelmäßigen Außenständen von mehr als 200 Tsd. Euro kann von Jahresumsätzen im deutlich siebenstelligen Euro-Bereich ausgegangen werden. Damit sind diese Kunden dem Segment der A-Kunden zuzurechnen und stehen - auch gemäß interner Kompetenzregelungen - im direkten Fokus des Managements.

Finanzielle Vermögenswerte gegenüber Kreditinstituten

Bei RATIONAL qualifizieren sich zur Geld- und Finanzanlage nur Kreditinstitute im Investment Grade mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor´s von mindestens BBB+. Zur Diversifizierung verteilen sich die finanziellen Vermögenswerte gegenüber Kreditinstituten zum Jahresende auf mehrere Kreditinstitute.

Ein Ausfallrisiko besteht bei Geld- und Finanzanlagen sowie bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners.

Die folgende Tabelle zeigt die Besicherung der Einlagen bei Banken sowie das ungedeckte Ausfallrisiko:

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in TEUR Buchwert nach Risikovorsorge 31.12.2018 Besichert durch Einlagensicherungsfonds 31.12.2018 Ungedecktes Ausfallrisiko 31.12.2018
Geldanlagen 35.660 5.867 29.793
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 156.766 129.759 27.007
Gesamt 192.426 135.626 56.800
Besichert durch Ungedecktes
in TEUR Buchwert Einlagensicherungsfonds Ausfallrisiko
31.12.2017 31.12.2017 31.12.2017
Geldanlagen 73.234 43.331 29.903
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 196.214 170.737 25.477
Gesamt 269.448 214.068 55.380

Andere finanzielle Vermögenswerte

Das maximale Ausfallrisiko bei den anderen finanziellen Vermögenswerten entspricht den in der Bilanz angesetzten Werten.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.

Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme. Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auftretende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit allen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.

Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln (inklusive aller bestehenden kurzfristigen Festgelder) auf insgesamt 192.526 Tsd. Euro (Vj. 266.882 Tsd. Euro). Zum Bilanzstichtag bestehen keine Festgelder mit einer Restlaufzeit von über zwölf Monaten (Vj. 2.500 Tsd. Euro).

Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfinanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung des weltweiten Umsatzwachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfinanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von BBB+ bis A nach Standard & Poor´s) zur Verfügung.

RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität. Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziffern vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Für die bestehenden Kreditlinienverträge wurden keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind sogenannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsreverse vereinbart worden. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten. Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 35.000 Tsd. Euro (Vj. 35.000 Tsd. Euro). Davon sind nach Anrechnung von Abtretungen für Tochtergesellschaften und Avalen 29.832 Tsd. Euro (Vj. 29.661 Tsd. Euro) noch nicht ausgeschöpft.

Außerdem bestehen Sicherheiten bei Darlehensverträgen für Immobilienfinanzierungen. Diese werden in Textziffer 8 beschrieben.

Marktrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen, Rohstoffpreisen sowie Aktien- und Anleihenkursen ausgesetzt sein.

Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den identifizierten Transaktionsrisiken im Währungs- und Zinsbereich durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schriftlich vereinbart und werden durch ein Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifizierten Risiken wird - falls dies sinnvoll erscheint und effektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen - durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken im Investment Grade mit einem Rating von mindestens BBB+ nach Standard & Poor´s.

Im Spezialfonds, der als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist, werden ebenfalls geeignete Instrumente eingesetzt, um den Marktrisiken (insb. Zinsänderungs- und Aktienkursrisiko) entgegenzuwirken. Die vertraglich vereinbarten Richtlinien des Spezialfonds regeln den Umgang mit Anlagerisiken sowie die zulässigen Asset-Klassen und Bonitätsanforderungen.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren zum einen aus Wechselkursänderungen zum Stichtag und einer daraus folgenden möglichen Veränderung der beizulegenden Zeitwerte bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (Translationsrisiko). Davon sind zum Stichtag die Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" betroffen. Translationsrisiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert. Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts- als auch erfolgswirksam.

Die weltweiten Transaktionsrisiken des Konzerns werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunftshorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte und antizipierte Geschäfte bezieht. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaften in Schweden, Großbritannien, den USA, Kanada, Mexiko und Japan. Zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL Devisenoptionen sowie Devisentermingeschäfte ein.

Landeswährungen von Gesellschaften, die strengen Währungsrestriktionen unterliegen, sind entweder nicht frei konvertierbar (zum Beispiel Brasilien und Indien) oder stehen ausschließlich für nachgewiesene Handelsgeschäfte (zum Beispiel China und Russland) zur Verfügung. Das Volumen dieser Verfügungsbeschränkungen ist in Textziffer 13 aufgeführt. Für die Bezahlung von Verbindlichkeiten, die gemäß den Restriktionen nicht in Landeswährung bezahlt werden dürfen, muss die Landeswährung in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens und den vergleichsweise hohen Kosten finden derzeit keine Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen in nicht frei konvertierbaren oder nur bedingt konvertierbaren Währungen statt.

Durch die teilweise Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen auch Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, können die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert werden (Natural Hedge).

Im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ergäben sich bei geänderten Wechselkursen die im Folgenden dargestellten hypothetischen Auswirkungen auf das Ergebnis und das Eigenkapital:

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in TEUR Hypothetische Ergebnisauswirkung 2018
Euroaufwertung +10

%
Euroabwertung -10

%
--- --- ---
EUR/USD -968 346
EUR/JPY -794 878
EUR/CHF -549 671
EUR/BRL -482 589
EUR/CAD -480 459
EUR/MXN -452 526
Übrige -2.078 1.425
Summe -5.802 4.895
in TEUR Hypothetische Ergebnisauswirkung 2017
Euroaufwertung +10

%
Euroabwertung -10

%
EUR/USD -1.440 1.536
EUR/GBP -849 -814
EUR/SEK -775 946
EUR/JPY -603 755
EUR/BRL -467 571
EUR/CHF -464 567
Übrige -1.972 2.319
Summe -6.570 5.880

Investitionen in Fremdwährungen sind im Spezialfonds begrenzt. Das Währungsrisiko wird zusätzlich durch geeignete Instrumente abgesichert. Derzeit werden im Spezialfonds keine Papiere in Fremdwährungen gehalten.

Zinsrisiken

Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.

Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen aufgrund von Finanzschulden werden bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung entgegengewirkt. Für die ausstehenden Darlehen ist eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit vereinbart.

Das Zinsänderungsrisiko für finanzielle Vermögenswerte im Spezialfonds ist durch geeignete Instrumente begrenzt. Bei einer Zinsänderung von +1 % wäre das Ergebnis und Eigenkapital um 439 Tsd. Euro niedriger. Bei einer Zinsänderung von -1 % hingegen wäre das Ergebnis und Eigenkapital um 478 Tsd. Euro höher.

Preisrisiken

Preisrisiken können in erster Linie in Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen.

RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoffpreisschwankungen der Legierungsmetalle (insbesondere Nickel) abhängig, die sich im sogenannten Legierungszuschlag niederschlagen.

Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für circa ein Jahr im Voraus fixieren.

Die Schwankungen des Legierungszuschlags wirken sich direkt auf die Herstellkosten und damit auf das Gesamtergebnis aus. Wäre der Legierungszuschlag im Jahr 2018 durchschnittlich um 10 % teurer (billiger) gewesen, so hätte sich das Ergebnis 2018 sowie das Eigenkapital um circa 1.286 Tsd. Euro (Vj. 732 Tsd. Euro) verringert (erhöht).

Aktienkursrisiken

RATIONAL hat 2018 über einen Spezialfonds in Aktien, Investmentfonds und Aktienderivate investiert, woraus ein Aktienkursrisiko resultiert. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente beträgt zum 31. Dezember 2018 8.215 Tsd. Euro. Durch die generelle Steuerung des Spezialfonds als Wertsicherungsmandat und dem einhergehenden Einsatz von geeigneten Instrumenten ist das Aktienkursrisiko begrenzt.

Sofern das Aktienkursniveau am 31.12.2018 um 10 % höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis und Eigenkapital um 209 Tsd. Euro höher (niedriger) gewesen.

22. Mitarbeiter und Personalaufwand

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Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2018 Anteil

in %
2017 Anteil

in %
Produktions- und Lieferprozess 478 23 431 23
Vertrieb und Marketing 901 44 814 44
Technischer Kundendienst 210 10 195 11
Forschung und Entwicklung 156 8 141 8
Verwaltung 297 15 255 14
Gesamt 2.042 100 1.836 100
davon im Ausland 935 46 825 45

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2018 2017
Entgelt 137.821 124.889
Sozialabgaben 26.371 23.571
davon Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 10.844 9.897
Gesamt 164.192 148.460

23. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Operating-Leasingverhältnisse ergeben sich überwiegend aus der Anmietung von Geschäftsräumen und aus dem Leasing von Fahrzeugen, sowie sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verträge haben zum Teil feste Laufzeiten oder sind unbefristet und beinhalten folgende künftige Mindestmiet- und -leasingzahlungen:

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in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Bis 1 Jahr 6.941 6.283
1 - 5 Jahre 8.273 7.984
> 5 Jahre 802 -
Gesamt 16.016 14.267
Fair Value 15.359 13.949

In den Miet- und Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2018 ergebniswirksam erfassten Miet- und Leasingaufwendungen belaufen sich auf 7.706 Tsd. Euro (Vj. 7.278 Tsd. Euro).

Die Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagevermögen betragen 23.648 Tsd. Euro (Vj. 27.143 Tsd. Euro) und für den Kauf von immateriellen Vermögenswerten 885 Tsd. Euro (Vj. 168 Tsd. Euro). Hierin sind im Wesentlichen Standorterweiterungen in Deutschland und Frankreich sowie Investitionen in technische Anlagen und Maschinen enthalten.

In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 bestanden keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten.

24. Geschäftssegmente

Der Konzern gliedert sich in zwei Segmente, RATIONAL und FRIMA. Die interne Steuerung und Berichterstattung an den Vorstand richtet sich an diesen Segmenten aus und reflektiert die organisatorische Ausrichtung des Konzerns. Als Erfolgsgröße dient das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmente entsprechen grundsätzlich denen des Konzerns.

Das Segment RATIONAL konzentriert sich auf Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird aus dem Verkauf des SelfCookingCenter(r) und des CombiMaster(r) Plus erzielt.

FRIMA fokussiert sich auf Kochanwendungen, bei denen in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart wird. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf des VarioCooking Center(r) erzielt.

Beide Segmente beinhalten die Funktionen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service sowie Verwaltung.

Die Segmentumsätze enthalten sowohl Umsätze mit Dritten als auch Umsätze zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden. Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern der jeweiligen Segmente. Neben den Segmentumsätzen sind hierin alle Segmentaufwendungen mit Ausnahme der Ertragsteuern sowie des Finanzergebnisses enthalten.

Die in den Segmenten ausgewiesenen Investitionen und Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Wesentliche nach IFRS 8.23 angabepflichtige zahlungsunwirksame Aufwendungen sind weder 2018 noch im Vorjahr entstanden. Vermögenswerte und Schulden werden auf Segmentebene nicht berichtet.

Die Überleitungsspalte enthält Unterschiede zwischen den im Rahmen des internen Berichtswesens dem Management vorgelegten und den extern berichteten Zahlen sowie Konsolidierungseffekte.

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Geschäftssegmente 2018

in TEUR
RATIONAL FRIMA der Summe Segmente Überleitung Konzern
Außenumsätze 711.766 65.790 777.556 +303 777.859
Innenumsätze 26 - 26 -26 -
Segmentumsätze 711.792 65.790 777.582 +277 777.859
Segmentergebnis 190.894 13.768 204.662 +350 205.012
Finanzergebnis - - - - -850
Ergebnis vor Steuern - - - - 204.162
Segmentinvestitionen 37.536 2.362 39.898 - 39.898
Segmentabschreibungen 13.280 697 13.977 - 13.977
Geschäftssegmente 2017 RATIONAL FRIMA Summe Überleitung Konzern
der
in TEUR Segmente
Außenumsätze 644.466 57.634 702.100 - 702.100
Innenumsätze 1.869 - 1.869 -1.869 -
Segmentumsätze 646.335 57.634 703.969 -1.869 702.100
Segmentergebnis 178.384 9.307 187.691 -123 187.568
Finanzergebnis - - - - -520
Ergebnis vor Steuern - - - - 187.048
Segmentinvestitionen 41.787 1.642 43.429 - 43.429
Segmentabschreibungen 11.213 614 11.827 - 11.827

138.095 Tsd. Euro (Vj. 114.480 Tsd. Euro) der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte werden in Deutschland ausgewiesen. 12.657 Tsd. Euro (Vj. 10.458 Tsd. Euro) sind Drittländern zuzuordnen.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in den Anhangangaben zu den Umsatzerlösen dargestellt.

25. Nahestehende Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der RATIONAL AG zählen die Tochtergesellschaften, wesentliche Anteilseigner, die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats und deren nahestehende Personen sowie Gesellschaften, an denen dieser Personenkreis beteiligt ist.

Die Geschäftsvorfälle mit den im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung eliminiert.

Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaften, mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2018 auf 3.219 Tsd. Euro (Vj. 2.395 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2018 waren gegenüber diesen Gesellschaften 62 Tsd. Euro an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen offen (Vj. 44 Tsd. Euro).

Alle genannten Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart worden wären, abgeschlossen. Darüber hinaus lagen im Berichtsjahr keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.

26. Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

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Walter Kurtz, Kaufmann Vorsitzender
Dr. Hans Maerz, Wirtschaftsprüfer Stellvertretender Vorsitzender
Dr. Gerd Lintz, Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt
Werner Schwind, Kaufmann
Erich Baumgärtner, Kaufmann
Dr.-Ing. Georg Sick, Kaufmann

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder verteilt sich wie folgt:

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2018

in TEUR
Fest Sonstige Gesamt
Walter Kurtz 250 18 268
Dr. Hans Maerz 200 12 212
Dr. Gerd Lintz 150 - 150
Werner Schwind 150 - 150
Erich Baumgärtner 150 - 150
Dr.-Ing. Georg Sick 150 - 150
Gesamt 1.050 30 1.080
2017
in TEUR Fest Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 144 13 157
Walter Kurtz 219 18 237
Dr. Hans Maerz 200 12 212
Dr. Gerd Lintz 150 - 150
Werner Schwind 150 - 150
Erich Baumgärtner 150 - 150
Dr.-Ing. Georg Sick 31 - 31
Gesamt 1.044 43 1.087

Die Aufsichtsratsvergütung ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.050 Tsd. Euro (Vj. 994 Tsd. Euro) in den kurzfristigen Schulden enthalten.

Der Vorstand besteht zum Stichtag 31. Dezember 2018 aus folgenden Mitgliedern:

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Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt Vorstandsvorsitzender
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann Vorstand kaufmännischer Bereich

In der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 wurde in Übereinstimmung mit § 314 Abs. 3 Satz 1 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2018 auf 6.162 Tsd. Euro (Vj. 5.140 Tsd. Euro). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von 2.715 Tsd. Euro (Vj. 2.124 Tsd. Euro) enthalten, die kurzfristig fällige Leistungen darstellen. Die genannten Bezüge beinhalten Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 11 Tsd. Euro (Vj. 10 Tsd. Euro). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 474 Tsd. Euro belaufen (Vj. 432 Tsd. Euro).

27. Anteilsbasierte Vergütung

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 ein Aktienoptionsprogramm über 200.000 Stückaktien für die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft mittel- und langfristig sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswerts hinzuwirken.

Bislang wurden zwei Tranchen über insgesamt 69.000 Optionsrechte begeben, die in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100 % des Werts einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden.

2018 gab es keine Vereinbarung einer anteilsbasierten Vergütung, somit verbleiben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG im Aktienoptionsprogramm.

28. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich.

29. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Januar und Februar 2019 wurden die FRIMA Deutschland GmbH auf die RATIONAL Großküchentechnik GmbH, die FRIMA International AG auf die RATIONAL International AG und die FRIMA France S.A.S. auf die RATIONAL France S.A.S. rückwirkend zum 1. Januar 2019 verschmolzen. Zudem wurden die RATIONAL Großküchentechnik umfirmiert in RATIONAL Deutschland GmbH und die FRIMA - T S.A.S. in RATIONAL Wittenheim S.A.S. Durch die Markenzusammenführung von RATIONAL und FRIMA und dem damit einhergehenden Vertrieb des VarioCookingCenter(r) über RATIONAL-Vertriebsgesellschaften wurde die interne Steuerungsstruktur angepasst. In Einklang mit IFRS 8 wird die Segmentdarstellung ab dem Geschäftsjahr 2019 von einer produktbezogenen Sicht auf eine regionale Sicht umgestellt. Weiterführende Informationen zu den Segmenten sind im Lagebericht ausgeführt.

Um weitere Flexibilität und Handlungsspielraum in der Finanzierung des künftigen Wachstums der Unternehmensgruppe zu haben, und um das hierfür aktuell günstige Marktumfeld auszunutzen, wurden im Januar bzw. Februar 2019 neue Betriebsmittellinien-Verträge zwischen der RATIONAL AG und mehreren Banken abgeschlossen. Es handelt sich dabei um festzugesagte bilaterale Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 75.000 Tsd. Euro mit Laufzeiten von fünf bzw. sieben Jahren. Diese geben Planungssicherheit und ersetzen zugleich bisherige Linien in Höhe von 15.000 Tsd. Euro, welche nur bis auf Weiteres zugesagt waren. Die neuen Verträge sehen weder die Einhaltung von definierten Finanzkennzahlen (Financial Covenants) vor, noch wurden Sicherheiten dafür abgetreten.

Am 18. Februar 2019 fand eine Teilauseinandersetzung der Erbengemeinschaft Siegfried Meister statt. Die entsprechenden Pflichtmitteilungen wurden am 25. Februar 2019 veröffentlicht und stehen auf der Homepage der RATIONAL AG zur Verfügung.

Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2018 keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns von besonderer Bedeutung wären.

30. Abschlussprüfer honorar

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2018 wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 gewählt.

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich insgesamt auf 428 Tsd. Euro (Vj. 365 Tsd. Euro) und beinhaltet Abschlussprüfungs- und Konzernabschlussprüfungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden sonstige Leistungen inklusive Auslagen in Höhe von 35 Tsd. Euro erbracht (Vj. 11 Tsd. Euro).

Landsberg am Lech, den 26. Februar 2019

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 26. Februar 2019

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Aktivierung von Entwicklungskosten

(2) Rückstellungen für Gewährleistungen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

① Sachverhalt und Problemstellung

② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

③ Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Aktivierung von Entwicklungskosten

① In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2018 unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" aus Entwicklungsaktivitäten resultierende selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3,8 Mio. EUR ausgewiesen. Hiervon entfallen 0,7 Mio. EUR auf neu in 2018 aktivierte Entwicklungskosten. Die gesamten Entwicklungsausgaben einschließlich der aktivierten Beträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 38,8 Mio. EUR. Entwicklungskosten für Innovationen neuer Produkte werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Diese sind neben der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung unter anderem die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus dem immateriellen Vermögenswert, die Verfügbarkeit technischer und finanzieller Ressourcen für den Abschluss der Entwicklung, die Nutzung oder der Verkauf des immateriellen Vermögenswerts sowie die Fähigkeit zur verlässlichen Bewertung der der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben. Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten direkt zurechenbare Einzelkosten unter Einbeziehung unechter Gemeinkosten. Die Folgebewertung erfolgt nach dem Anschaffungskostenmodell. Ab der Nutzungsmöglichkeit des Vermögenswerts erfolgt die planmäßige Abschreibung über fünf Jahre. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung, da die Aktivierung von Entwicklungskosten in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen des Vorstands hinsichtlich der Ansatzkriterien beruht und damit mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet ist.

② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem gewürdigt, ob die Ansatzkriterien des IAS 38.57 erfüllt sind. Dabei haben wir die Annahmen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfüllung der Ansatzkriterien beurteilt, indem wir Einsicht in Projekthandbücher und interne Aufzeichnungen der Entwicklungsabteilung genommen haben. Wir haben zudem das methodische Vorgehen zur Ermittlung der aktivierungsfähigen Kosten nachvollzogen und die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten, deren planmäßige Nutzungsdauer und deren Werthaltigkeit anhand geeigneter Nachweise, wie Projektkostenübersichten und zukünftigen Planzahlen, beurteilt. Dabei haben wir auch durch Gespräche mit Projektleitern und Einsichtnahme in Projektunterlagen den jeweiligen Projektfortschritt beurteilt. Das von der Gesellschaft angewandte methodische Vorgehen zur Aktivierung von Entwicklungskosten ist aus unserer Sicht sachgerecht und die Projektfortschritte und aktivierten Entwicklungskosten sind nachvollziehbar dokumentiert.

③ Die Angaben der Gesellschaft zur Aktivierung von Entwicklungskosten sind in Textziffer 7 und den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernanhangs enthalten.

(2) Rückstellung für Gewährleistungen

① In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter den Bilanzposten "Kurzfristige Rückstellungen" und "Sonstige langfristige Rückstellungen" zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 14,9 Mio. EUR ausgewiesen. Die Gesellschaft bildet für erwartete Inanspruchnahmen aus der Haftung für die Mängelfreiheit der verkauften Produkte Rückstellungen. In diesem Zusammenhang werden vom Vorstand Annahmen hinsichtlich der künftigen Inanspruchnahme getroffen. Ansatz und Bewertung erfolgen auf Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit und verkaufter Stückzahlen im Geschäftsjahr. Aufgrund der vor diesem Hintergrund bestehenden Schätzunsicherheiten und der Höhe dieser betragsmäßig wesentlichen Posten waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung.

② Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Fehlerrisiko in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Konzernergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Rückstellungen haben wir unter anderem die vorliegenden Verträge, Kostenschätzungen sowie die ermittelten Vergangenheitswerte der Absatzzahlen und Garantiefälle gewürdigt. Zudem haben wir das Berechnungsschema der Rückstellungen nachvollzogen und die erwarteten Zeitpunkte der Inanspruchnahme aus den Rückstellungen gewürdigt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Rückstellungen für Gewährleistungen zu rechtfertigen.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den betreffenden Rückstellungen sind im Abschnitt 16 und den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Abschnitt 7 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB und die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schumann.

München, den 26. Februar 2019

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wie auch in den vergangenen Jahren schon konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft auch im Geschäftsjahr 2018 ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2018 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation sowie die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2018 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2019 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen an den Standorten Landsberg und Wittenheim.

Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2018 zu zwölf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2019 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2019 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2018 zu elf weiteren internen Sitzungen sowie zu fünf Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert. Nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie zum Beispiel:

die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag,
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2019,
die Weiterentwicklung in internationalen Märkten,
die Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat,
die Schwerpunkte in der Produktentwicklung,
die Bau- und Erweiterungsprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim,
die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inklusive Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie sowie einem langfristigen Zielbild,
der Beschluss zu einer U.i.U.(r)-Sonderzahlung,
die erste weltweite Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage,
die weitere Vernetzung und künftige gesellschaftliche Verschmelzung der Vertriebsaktivitäten für Combi-Dämpfer und VarioCookingCenter(r).

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2019 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2019 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 wird PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 27. Februar 2019 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Tätigkeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Dr. Hans Maerz, weitere Mitglieder sind Herr Walter Kurtz und Herr Erich Baumgärtner. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 fünf Mal. Er befasste sich in seinen Sitzungen insbesondere mit dem Halbjahresabschluss und dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses und der Segmentberichterstattung, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen sowie den Änderungen hinsichtlich der nichtfinanziellen Erklärung. Der Prüfungsausschuss berichtete regelmäßig an den Aufsichtsrat.

Corporate Governance

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2018 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2018 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Am 9. März 2017 verabschiedete der Bundestag das Umsetzungsgesetz, das die europäische CSR-Richtlinie (2014/95/EU) in nationales Recht bringt und rückwirkend zum 1. Januar 2017 gilt. Die nichtfinanzielle Berichterstattung gemäß §§ 289b bzw. 315d HGB ist damit seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtend. Die RATIONAL AG wird den Nachhaltigkeitsbericht 2018, einschließlich der diesbezüglichen Angaben, fristgerecht bis zum 30. April 2019 veröffentlichen.

Die letzte Änderung des Deutschen Corporate Governance Kodex trat am 24. April 2017 in Kraft. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2018 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand Februar 2019 abgegeben werden. Diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Januar 2019 beschlossen und im Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Im Hinblick auf die Abschlussprüferreform hält der Aufsichtsrat an der bisherigen firmeninternen Regelung der strikten Trennung von Beratungs- und Prüfungsleistungen fest. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung informiert.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht verfasst. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden dem Prüfungsausschuss und allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2019 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Schwerpunkte der Erläuterungen der Abschlussprüfer waren wesentliche Bilanzierungsaspekte sowie die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 27. Februar 2019 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2018 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 in seiner testierten Fassung vom 26. Februar 2019 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 in seiner testierten Fassung vom 26. Februar 2019. Der Jahresabschluss 2018 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 315,3 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 9,50 Euro je Aktie oder insgesamt 108,0 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2018 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, den 28. Februar 2019

Walter Kurtz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RATIONAL AG

Erklärung nach § 161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2018 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (zuletzt in der Fassung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 bekannt gemachten Fassung) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 des Kodex:

Ziffer 4.2.3: "Variable Vergütungsbestandteile haben grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll."

Die variablen Elemente der Vorstandsvergütung in den bestehenden Vorstandsdienstverträgen umfassen verschiedene Elemente des langfristigen Unternehmenserfolgs, jedoch keine ausdrückliche mehrjährige Bemessungsgrundlage. Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sieht der Aufsichtsrat der RATIONAL AG als Selbstverständnis an. In einem stetigen Prozess wird aus der Unternehmensstrategie eine Mittelfristplanung erstellt, aus der die jährliche Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder stufenweise abgeleitet wird.

Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: "Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offengelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat."

Ziffer 4.2.5: "Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.

Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Ferner sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,
der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,
bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."

Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 4. Mai 2016 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 des Kodex:

Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2: "Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten."

Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3: "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.

Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt."

Nach der Erweiterung auf sechs Mitglieder durch Beschluss der Hauptversammlung 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für erforderlich. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1: "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten."

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2: "Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen."

Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: "Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben.

Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2: "Der Stand der Umsetzung soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden."

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Landsberg, im Februar 2019

RATIONAL Aktiengesellschaft

Walter Kurtz, für den Aufsichtsrat

Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand

Der Konzernabschluss zum 31.12.2018 wurde am 27.02.2019 gebilligt.