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RATIONAL AG Annual Report 2018

Mar 25, 2019

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Annual Report

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RATIONAL AG

Landsberg am Lech

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Inhaltsübersicht:

1. Das Unternehmen RATIONAL

Strategie und Ziele

Steuerungssystem

Forschung und Entwicklung

Mitarbeiter und Personalentwicklung

Aktiver Umweltschutz

2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2018

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf 2018 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand Ertragslage

Finanz- und Vermögenslage

Prognose-Ist-Vergleich

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Risikobericht

5. Vergütungsbericht

6. Übernahmerelevante Angaben

7. Bericht des Vorstands der RATIONAL AG über Beziehungen zu verbunden Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz

8. Erklärung zur Unternehmensführung

1. Das Unternehmen RATIONAL

Die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) ist die Hauptgesellschaft der RATIONAL-Gruppe und hat ihren Firmensitz in Landsberg am Lech. Die RATIONAL-Gruppe bietet Groß- und Gewerbeküchen weltweit Produkte und Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung an. Die konzernweiten Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten, Serviceteilen und Dienstleistungen erzielt.

Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse vor allem aus dem Verkauf der Produkte an Vertriebstochtergesellschaften im In- und Ausland, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen.

Die zum Bilanzstichtag unmittelbaren und mittelbaren acht nationalen und 25 internationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.

Den größten Anteil der Umsatzerlöse erzielen wir mit dem SelfCookingCenter®, einem Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Bei der Combi-Dämpfer-Technologie erfolgt die Wärmeübertragung während des Kochens durch Dampf, Heißluft oder durch die Kombination aus beidem. Die im SelfCookingCenter® eingebaute Software erkennt die Größe und Konsistenz der Speisen und steuert den Garprozess selbstständig, bis das gewünschte Garergebnis erreicht ist. Zudem bieten wir unseren Kunden ein Combi-Dämpfer-Basismodell an, den CombiMaster® Plus. Alle Modelle werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet. Neben dem Absatz von Combi-Dämpfern erzielen wir auch Umsatzerlöse aus Pflegeprodukten, Serviceteilen und Zubehör für diese Geräte.

Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft FRIMA seit 2005 das VarioCookingCenter® an. Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt weitere traditionelle Gargeräte in einer Profiküche.

Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation

Unsere Zielgruppe sind Betriebe, in denen täglich mindestens 20 warme Mahlzeiten zubereitet werden. Die Kundenbasis reicht von Restaurants und Hotels über die Gemeinschaftsverpflegung, wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Quick-Service-Restaurants und Caterern sowie Supermärkten, Back- und Snackshops, Metzgereien und Tankstellen.

Das hierbei noch freie Weltmarktpotenzial erschließen wir organisch durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Die Zahl der Hersteller von Wettbewerbsprodukten schätzen wir auf rund 100 weltweit. Unsere Markt- und Wettbewerbsstruktur sowie die Wettbewerbssituation sehen wir von Land zu Land als sehr unterschiedlich an.

Strategie und Ziele

Unsere Erfolgsgeschichte basiert auf vier wesentlichen Säulen:

1. Konzentration auf die Profiküche
2. Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung
3. Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel
4. Erfolgsfaktor U.i.U.® (Unternehmer im Unternehmen)

Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahrzehnten in unserem Leitbild festgeschrieben.

Konzentration auf die Profiküche

Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit über 400 eigenen Küchenmeistern in kundennahen Funktionen sind wir das Unternehmen der Köche und für Köche.

Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung

Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Unser Ziel ist es, mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen die tägliche Arbeit unserer Kunden zu erleichtern.

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Unseren Kunden während der gesamten Geschäftsbeziehung den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist unser oberstes Unternehmensziel. Neben leistungsstarken und qualitativ hochwertigen Produkten bieten wir ein umfassendes Dienstleistungsangebot während der gesamten Geschäftsbeziehung.

Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)

Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet in seinem Bereich wie ein Unternehmer.

Steuerungssystem

Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Absatz-/Umsatzentwicklung

Rohergebnismarge

Operative Aufwendungen

Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote (Anzahl der Mitarbeiter der RATIONAL AG, die den RATIONAL-Konzern in einem Geschäftsjahr verlassen im Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres).

Forschung und Entwicklung

Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt.

Unsere Entwicklungsmannschaft ist in der RATIONAL F & E GmbH, einer 100 %-Tochter der RATIONAL AG, beschäftigt. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung. Insgesamt beschäftigten wir zum Bilanzstichtag konzernweit 163 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.

Im Jahr 2018 haben wir 33,4 Mio. Euro (Vj. 30,5 Mio. Euro) für Forschung und die Entwicklung neuer Lösungen sowie die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben.

Unsere Innovationen sind durch über 600 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster geschützt.

Mitarbeiter und Personalentwicklung

2018 waren durchschnittlich 341 Mitarbeiter in der RATIONAL AG beschäftigt (Vj. 301 Mitarbeiter).

Die gezielte und nachhaltige Förderung junger, talentierter Mitarbeiter ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell beschäftigen wir 52 Auszubildende in den Fachrichtungen Industriekaufleute, Lagerlogistik, Industriemechaniker, Mechatroniker, Metalltechnik und Fachinformatiker. 13 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, International Business sowie LifeCycle Catering. Zudem befanden sich zum Bilanzstichtag gruppenweit 30 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.

Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit sind auf einem hohen Niveau. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich 4 % (Vj. 6 %).

Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter liegt RATIONAL am Herzen. Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter werden regelmäßig Sicherheitsunterweisungen und -schulungen sowie Untersuchungen durch den Betriebsarzt durchgeführt.

Vergütungen und Sozialleistungen

Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen, wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse, Zuschüsse zu Fitnessangeboten und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Jeder Mitarbeiter hat sich durch Unterzeichnung des Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und diesen entgegenzutreten. Drei Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Unternehmen jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.

Angaben zu Zielgrößen des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG als auch zu den Fristen für deren Erreichung werden im Bericht zur Corporate Governance und in der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB im Geschäftsbericht 2018 sowie auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.

Aktiver Umweltschutz

Wir wollen aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Wir erreichen dies zum Beispiel durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten und unsere umweltzertifizierte Produktion. Durch unsere Technologie wird der Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungsmitteln reduziert. Mit unseren Produkten sorgen wir damit für erhebliche Ressourceneinsparungen bei unseren Kunden.

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen mit ein und unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem sowie ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem.

Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recyclingsystemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Entstandenes Gefahrgut wird gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.

2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2018

Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Landsberg

Die RATIONAL AG hat im März 2018 den Ausbau des Werks 3 im Frauenwald in Landsberg am Lech fertiggestellt. Die Produktionskapazität wurde auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern deutlich erweitert. Damit sind die Voraussetzungen für das erwartete weitere Unternehmenswachstum geschaffen.

Markenzusammenführung RATIONAL und FRIMA

Seit 2017 haben wir in neuen Märkten das VarioCookingCenter® unter der Marke RATIONAL eingeführt und es von Beginn an über die lokalen Vertriebstöchter verkauft. Wir versprechen uns dadurch Effizienzvorteile durch die Nutzung der etablierten RATIONAL-Vertriebsinfrastruktur und einen erfolgreicheren Markteintritt des VarioCookingCenter® durch die international bekannte und geschätzte Marke RATIONAL.

2018 wurde die Integration beider Produktgruppen erfolgreich fortgesetzt. Ab Januar 2019 werden wir das VarioCookingCenter® ausschließlich unter der Marke RATIONAL über unsere RATIONAL-Vertriebsgesellschaften verkaufen.

Investition in einen Spezialfonds

Den Großteil der liquiden Mittel legen wir in kurz laufende Eurodenominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating an. Darüber hinaus investierten wir 2018 rund 50 Mio. Euro in einen Spezialfonds. Der nach unseren Vorgaben aufgelegte Spezialfonds enthält Anleihen aus dem Investment-Grade-Bereich und Aktien mit hoher Qualität. Der Fonds wurde als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das vorrangige Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt.

Kauf FRIMA Deutschland GmbH

Bis zum 28. August 2018 war die FRIMA Deutschland GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft der FRIMA International AG, Balgach, Schweiz und mittelbar über die RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz in den Konzernabschluss der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, Deutschland einbezogen. Nach dem Kauf- und Abtretungsvertrag vom 28. August 2018 ist die FRIMA Deutschland GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft der RATIONAL Aktiengesellschaft mit Sitz in Landsberg am Lech, Deutschland geworden.

3. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2018 um 3,7 %

Die Weltwirtschaft war 2018 auf Wachstumskurs, die Wachstumsschätzung des Internationalen Währungsfonds für das abgelaufene Geschäftsjahr liegt bei 3,7 %. Für die Schwellenländer wird dabei mit einer Zunahme von 4,7 % gerechnet, für die Industrieländer mit 2,4 %. (Quelle: Warburg Research, Januar 2019)

Gute Zukunftsaussichten für die Großküchenbranche

Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr erneut positiv. In einer Umfrage auf der internationalen Leitmesse Internorga beurteilten 59 % (Vj. 59 %) der befragten Betriebe aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung das Investitionsklima der Branche als gut, das heißt die Bereitschaft für Investitionsvorhaben und deren Realisierbarkeit werden weiter hoch eingeschätzt. (Quelle: Internorga GV-Barometer 2018)

Auch in der Gastronomie war die Gesamtbeurteilung der Geschäftserwartung optimistisch. Bei rund 75 % der befragten Gastronomie- und Hotelbetriebe sind 2018 die Investitionen gestiegen oder waren mindestens auf Höhe des Vorjahres. (Quelle: DEHOGA Branchenbericht Frühjahr 2018)

Wichtige Trends, die hierzu beitragen, sind unverändert intakt. Diese sind das im Durchschnitt zunehmende Wohlstandsniveau der Weltbevölkerung, die steigende Anzahl an Singlehaushalten in entwickelten Märkten und die höheren Anforderungen an Qualität, Vielfalt sowie Internationalität der Speisen und Speisendarbietung. Deshalb wird auch in den kommenden Jahren mit steigenden Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung gerechnet.

Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich, wie bereits im Vorjahr, gut entwickelt. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller von Großkücheneinrichtungen im Jahresverlauf 2018 erneut deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. (Quelle: HKI-Statistik, Oktober 2018)

Geschäftsverlauf 2018 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte die RATIONAL AG neben der allgemein erfreulichen Geschäftssituation insbesondere von Aufträgen größerer Kunden, vor allem in Nordamerika.

Ertragslage

Absatz- und Umsatzentwicklung

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz um 13 % wachsen und einen neuen Höchstwert erreichen. Insgesamt erzielten wir im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 554,9 Mio. Euro (Vj. 491,8 Mio. Euro). Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen.

Die Umsatzverteilung nach Quartalen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

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Umsatz

in Mio. EUR
2017 2018 Wachstum

in %
1. Quartal 114,2 124,0 +9
2. Quartal 115,9 135,7 +17
3. Quartal 125,1 135,5 +8
4. Quartal 136,6 159,7 +17

Umsatzverteilung 2018 nach Quartalen

22 % der Umsatzerlöse wurden im Inland (Vj. 22 %), 78 % im Ausland (Vj. 78 %) erzielt. Davon wird der größte Anteil an die Schweizer Tochtergesellschaft RATIONAL International AG fakturiert, deren Absatzmärkte vor allem außerhalb Europas liegen. Konzernweit verteilen sich die Umsätze nach Regionen auf Deutschland mit 12 % Anteil, Europa mit 45 %, Nordamerika mit 18 %, Lateinamerika 6 %, Asien mit 14 % und übrige Welt mit 5 %.

Rohergebnismarge

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg um 11 % von 225,2 Mio. Euro auf 250,3 Mio. Euro. Die Rohergebnismarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 46 % auf 45 % verringert. Gründe hierfür sind im Wesentlichen die negativen Effekte aus Wechselkursveränderungen, die höheren Rohstoff- und Komponentenkosten, der Produkt- und Marktmix.

Operative Aufwendungen und Ergebnisentwicklung

Im Jahr 2018 sind operative Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von 148,3 Mio. Euro angefallen und damit 14 % mehr als im Vorjahr (Vj. 130,6 Mio. Euro), was hauptsächlich auf die erhöhten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie allgemein auf die im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen ist.

Die EBT-Marge (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogen auf die Umsatzerlöse) lag mit 32 % (Vj. 32 %) auf Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands ist die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) mit 26 % (Vj. 26 %) ebenfalls auf Vorjahresniveau.

Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 33,9 Mio. Euro (Vj. 30,4 Mio. Euro). Die Steuerquote lag 2018 bei 19 % (Vj. 19 %). Bereinigt um erhaltene Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften ergibt sich eine rechnerische Steuerquote von 28 % (Vj. 28 %).

Der Jahresüberschuss lag mit 142,9 Mio. Euro um 11 % über dem Vorjahreswert von 129,0 Mio. Euro. Hierin sind Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen von zusammen 67,8 Mio. Euro (Vj. 60,9 Mio. Euro) enthalten.

Finanz - und Vermögenslage

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.

Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir vorwiegend in kurz laufende Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating an. Darüber hinaus investierten wir 2018 rund 50 Mio. Euro in einen Spezialfonds, der nach unseren Vorgaben Anleihen aus dem Investment-Grade-Bereich und Aktien mit hoher Qualität enthalten kann. Der Spezialfonds wurde als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das vorrangige Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt.

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen reduzierte sich im Jahresverlauf um 82,5 Mio. Euro auf 136,6 Mio. Euro (Vj. 219,1 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 32 % der Bilanzsumme (Vj. 54 %).

Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,8 Mio. Euro (Vj. 29,6 Mio. Euro).

Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt mehr als 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.

9,50 Euro Dividende vorgeschlagen

In Anbetracht der guten Geschäftsentwicklung sowie der guten Liquiditätssituation werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2019 die Ausschüttung einer Dividende von 9,50 Euro je Aktie (Vj. 8,80 Euro plus Sonderdividende von 2,20 Euro) vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung um 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Somit erhöhen wir die Dividende im zehnten Jahr in Folge. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 1,9 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2018). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 108,0 Mio. Euro (Vj. 125,1 Mio. Euro) geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt damit eine ausreichende Liquiditätsreserve im Unternehmen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei der RATIONAL AG nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Leasingverträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Vj. 5,0 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage hatten außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir in der Regel aus eigenen Mitteln, aber auch durch die Aufnahme langfristiger Bankdarlehen, was allerdings die Ausnahme darstellt. Die Finanzierungsstruktur ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Restlaufzeiten bis Restverbindlichkeiten

in Mio. EUR
2020 2,0
2021 0,6
2022 1,7
2023 4,7

Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten der RATIONAL AG

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken und Kreditversicherer

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken sowie von unserem Kreditversicherer mit sehr guten Bonitätsnoten von A- bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Ratingagentur.

Hohe Eigenkapitalquote

Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2018 von 406,4 Mio. Euro um 4 % auf 421,9 Mio. Euro. Dies resultierte maßgeblich aus dem Jahresüberschuss von 142,9 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 125,1 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch wuchs das Eigenkapital um 5 % auf 358,2 Mio. Euro (Vj. 340,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 85 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 84 %).

Kurzfristige Kapitalbindung

Das Umlaufvermögen nahm 2018 um 59,5 Mio. Euro ab. Höheren Forderungen und Vorräten sowie die Investition in den Spezialfonds stand ein Rückgang der liquiden Mittel entgegen. Der Anteil des Umlaufvermögens betrug zum Bilanzstichtag 59 % (Vj. 76 %).

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir gezielt. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. Im Geschäftsjahr 2018 ist es uns gelungen, die durchschnittliche konzernweite Außenstandsdauer (Konzern-DSO – Days Sales Outstanding) mit 46 Tagen (Vj. 46 Tage) auf Vorjahresniveau zu halten. Dies wurde insbesondere durch die Vereinbarung sehr strikter Zahlungsbedingungen (teilweise mit Vorkasse-Anteilen) in den Märkten Asien und Naher Osten sowie teilweise in Südosteuropa möglich.

Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde – unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – zum Bilanzstichtag eine konzernweite Deckungsquote des Forderungsbestands von 89 % (Vj. 85 %) erreicht. Dadurch sichern wir indirekt auch die aus der internen Lieferbeziehung entstehenden Forderungen der RATIONAL AG gegenüber den Vertriebstöchtern ab.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierten wir 83,3 Mio. Euro (Vj. 28,8 Mio. Euro) in das Anlagevermögen. Darin sind Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,6 Mio. Euro enthalten sowie 25,5 Mio. Euro für Investitionen in Immobilien und technische Anlagen. Des Weiteren wurden 56,2 Mio. Euro in Finanzanlagen investiert.

2019 erwarten wir insgesamt Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen von rund 30,4 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2019 betragen rund 10,5 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.

Prognose-Ist-Vergleich

Im Jahresabschluss 2017 hatten wir ein moderates Absatz- und Umsatzwachstum prognostiziert. Mit Umsatzerlösen von 554,9 Mio. Euro (+13 %) und einer ähnlichen Absatzsteigerung konnten wir die Erwartungen übertreffen.

Das Rohergebnis stieg um 11 % auf 250,3 Mio. Euro an. Mit einer Rohergebnismarge von 45 % lagen wir hier leicht unter den Erwartungen.

Mit einer Steigerung um 14 % stiegen die operativen Aufwendungen 2018 wie erwartet leicht überproportional zur Umsatzentwicklung an.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit auf dem erwartet hohen Niveau. Die Fluktuationsquote betrug 2018 rund 4 % (Vj. 6 %).

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Prämissen der Prognosen

Unsere Prognosen beinhalten alle bekannten Einflussfaktoren zum Zeitpunkt der Berichtserstellung. Dies betrifft allgemeine Marktindikatoren sowie branchen- und unternehmensspezifische Sachverhalte. Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen die Anwender unserer Produkte, den Fachhandel und die Wettbewerbssituation. Unternehmensspezifische Faktoren sind die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Die Prognose berücksichtigt bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Für das Jahr 2019 rechnen Konjunkturexperten mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,7 %. In den meisten Schwellenländern setzt sich die wirtschaftliche Erholung mit geringem Tempo fort, es wird hier mit einem Wachstum von 4,7 % für das Jahr 2019 gerechnet, vor allem getrieben durch die größeren asiatischen Volkswirtschaften. Indien hat China als das Land mit der stärksten Konjunkturdynamik abgelöst. Trotz einiger Probleme ist das Wachstum der chinesischen Wirtschaft robust.

Für die Industrieländer wird eine leicht rückläufige Konjunkturdynamik prognostiziert (+2,1 %). Vor allem in Europa haben sich die Konjunkturdaten seit Jahresbeginn verschlechtert. Neben den Handelskonflikten spielen hierfür auch die politischen Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Brexit und den Budgetvorschlägen der neuen italienischen Regierung eine wichtige Rolle. (Quelle: Warburg Research, Januar 2019)

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2019

Die für unsere Geschäftsentwicklung relevanten Trends sind unverändert intakt. Aufgrund der erwarteten Ausgabensteigerungen im Außer-Haus-Markt in den kommenden Jahren gehen wir auch von einer weiter zunehmenden Nachfrage nach innovativen Produkten zur thermischen Speisenzubereitung aus. Unsere Erhebung belegt, dass die Mehrzahl unserer Kunden so zufrieden ist, dass sie jederzeit wieder ein Produkt aus unserem Haus kaufen und dies auch Kollegen empfehlen würden.

Die Entwicklung der Wechselkurse war in den letzten Jahren zunehmend volatiler. Für 2019 erwarten wir, dass der Verlauf der Fremdwährungskurse einen leicht positiven Effekt auf unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben wird.

Insgesamt erwarten wir für 2019 eine Absatz- und Umsatzsteigerung im hohen einstelligen Prozentbereich.

Beim Materialaufwand rechnen wir mit einem Anstieg ungefähr proportional zu den Umsatzerlösen. Darüber hinaus sollten die Rohstoffkosten unter Einbeziehung unserer Sicherungsmaßnahmen weitgehend stabil bleiben und keinen wesentlichen Ergebniseinfluss haben. Deshalb gehen wir von einer proportionalen Erhöhung des Rohergebnisses und demgemäß einer Rohergebnismarge auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 aus.

Die operativen Aufwendungen werden in etwa proportional zur Umsatzsteigerung zunehmen.

Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen

Für den Verlauf des Jahres 2019 planen wir eine Eigenkapitalquote auf Vorjahresniveau.

Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Die bereits hohe Mitarbeiterzufriedenheit versuchen wir auch 2019 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter zu verbessern. Die weltweite Fluktuationsrate erwarten wir auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2018.

Chancen- und Risikobericht

Die Chancen- und Risikopolitik der RATIONAL AG zielt auf eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken und damit auf die Bestandssicherung des Unternehmens ab. Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Ziele sicher.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Chancen für unsere erfolgreiche Unternehmenszukunft sind der durch Innovationen herbeigeführte Austauschbedarf bestehender Geräte, die Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten sowie das zunehmende Wohlstandsniveau in Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen Marktpotenzials und unserer hochwertigen Produkte beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Neben den genannten Chancen bestehen Risiken, die zu einer negativen Abweichung von der Prognose führen können. Neben den versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entwicklungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.

Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung für das Unternehmen von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.

Chancenbericht

Das RATIONAL-Chancenmanagement

Chancen sind insbesondere externe Faktoren und Trends, die die Zukunftsaussichten des Unternehmens positiv beeinflussen. Das frühzeitige Erkennen, die konsequente Wahrnehmung und die Nutzung dieser Chancen bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Risiken sind notwendige Voraussetzungen, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten. Die unten gezeigten Chancen sind aus unserer Sicht nicht quantifizierbar und sind entsprechend ihrer Bedeutung für die zukünftige Unternehmensentwicklung dargestellt.

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis: Essen außer Haus. Dies gibt uns Sicherheit, auch in Krisenzeiten. Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in Schwellenländern verbessert sich dort die Kaufkraft spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten aus.

Großes freies Weltmarktpotenzial

Laut unserer Einschätzung kochen aktuell weniger als 30 % der rund vier Millionen für uns adressierbaren Endkunden bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die große Mehrheit verwendet noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter® neben der traditionellen Gartechnologie aufgrund seiner Kochintelligenz auch ursprüngliche Combi-Dämpfer ersetzen kann, sehen wir zusätzliches Marktpotenzial. Die Möglichkeiten für das VarioCooking Center® beurteilen wir als ähnlich hoch, da es erst seit wenigen Jahren auf dem Markt und dementsprechend der Penetrationsgrad noch relativ gering ist.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben sowohl die Bürger als auch die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist sowohl vitaminschonend als auch fettarm und damit sehr gesund.

Fachkräftemangel

Der Kochberuf verliert zunehmend an Attraktivität. Deshalb finden Küchen immer schwerer qualifiziertes Personal. Intelligente Garprozesse können den Küchenchefs dabei helfen, diese Engpässe zu kompensieren, da diese eine gleichbleibend hohe Garqualität auch bei ungelerntem Personal garantieren.

Steigende Ressourcenkosten

Die Kosten für die eingesetzten Ressourcen in den Profiküchen werden unserer Einschätzung nach langfristig steigen. Dies betrifft Lebensmittel, Energie, Wasser, Gehälter und Mieten. Durch eine ressourceneffiziente, platzsparende und arbeitszeitreduzierende Technologie helfen wir unseren Kunden, diesem Trend gegenzusteuern.

Risikobericht

Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht zu verwirklichen. Um die Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Das Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Um das Risikomanagement auf einem nachhaltig hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern.

Im Rahmen der Chancen- und Risikoanalyse werden externe und interne Risiken aller Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Eine Aktualisierung der Ergebnisse der Risikoinventur wurde im Jahr 2018 durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnten, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen.

Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, das in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

Das in der RATIONAL-Gruppe implementierte Compliance-Managementsystem wurde im Geschäftsjahr 2015 einer Konzeptionsprüfung gemäß IDW PS 980 unterzogen und in den folgenden Geschäftsjahren entsprechend den gesetzlichen Vorschriften weiterentwickelt.

Risikobewertung und Risikobegrenzung

Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens. Wir haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBIT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
≤ 10 % Sehr gering
> 10 % bis 30 % Gering
> 30 % bis 60 % Hoch
> 60 % Sehr hoch

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Risikoauswirkung Beschreibung EBIT-Risiko
Sehr gering Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ≤ 2 %
Gering Geringe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >2 % bis 5 %
Mittel Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >5 % bis 10 %
Hoch Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >10 % bis 20 %
Sehr hoch Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >20 %

Risiken

In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für den RATIONAL-Konzern wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den oben stehenden Definitionen eingestuft. Die Sortierung erfolgt aufsteigend nach Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.

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Unternehmensrisiken Risikoauswirkung Eintrittswahrscheinlichkeit
Markt- und Wettbewerbsrisiken Gering Gering
Produktions- und Produktrisiken Gering Gering
Operative Risiken Gering Gering
Politische und rechtliche Risiken Gering Hoch
Finanz- und Kapitalmarktrisiken Mittel Sehr hoch

Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen bzw. es wird auf entsprechende Stellen innerhalb des Jahresabschlusses verwiesen, in denen die Details dargelegt werden.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Akquisitionen von konkurrierenden Unternehmen neue, größere Wettbewerber mit hoher Innovations- und Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer stärkeren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt.

Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Nichtakzeptanz unserer Technologien

Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte oder Dienstleistungen nicht die von uns erwartete Akzeptanz am Markt erlangen.

Mit unserer klaren Kundennutzenorientierung, konzernweit mehr als 400 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung setzen wir uns intensiv mit den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden auseinander und streben es an, optimale Lösungen für diese zu entwickeln und anzubieten.

Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden

Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Lage können die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.

Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der für uns wichtigen Märkte mit großer Aufmerksamkeit. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit situationsabhängiger Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve gut vorbereitet. Der erforderliche Handlungsspielraum sowie die Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sind damit gewährleistet.

Produktions- und Produktrisiken

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Dies führt zu kontinuierlichen Qualitäts- und Produktverbesserungen, hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, so dass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Hinzu kommen aufgrund der konjunkturellen Hochphase in vielen Märkten mögliche Lieferengpässe. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Hierzu gehören unter anderem die Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und ein System zur Auditierung von Vorlieferanten. Hierzu bauen wir die Kapazitäten im Strategischen Einkauf aus und treiben die konsequente Umsetzung einer Second Source-Strategie voran.

Produktionsunterbrechungsrisiko

Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen. Das daraus resultierende finanzielle Risiko einer Produktionsunterbrechung ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen verfügen wir jeweils über eine zweite Ausfertigung. Diese können im Bedarfsfall in kurzer Zeit aktiviert werden.

Produktqualität

Es besteht das Risiko, dass ausgelieferte Produkte qualitativ nicht einwandfrei sind. Mögliche Folgen daraus sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ analysiert und schnelle unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch äußerstes Bemühen, jeden Fehler und daraus entstandene Schäden überzukompensieren.

Operative Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sowie Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden und neue kompetente Mitarbeiter zu gewinnen, sind für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.

RATIONAL ist sowohl in der Region als auch international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen, durchgeführt. Um Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen. Daneben verfügen wir mit der U.i.U.®-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, welche die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.

Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative „RATIONAL Offensive Sicherheit“ durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und nähergebracht.

IT-Risiken

IT-Risiken können durch die immer stärkere Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.

Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Zur Sicherung von Unternehmensdaten werden regelmäßige Informationssicherheitstrainings durchgeführt.

Umweltrisiken

Als produzierendes Unternehmen unterliegen wir grundsätzlich dem Risiko, dass im Rahmen der Produktion durch Unfälle mit Öl, Chemikalien oder anderen Schadstoffen die Umwelt geschädigt wird. Dem treten wir durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, -schulungen und regelmäßige Audits entgegen.

Politische und rechtliche Risiken

Politische Instabilität oder Krisen

Die Auswirkungen von politischer Unsicherheit oder Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen hieraus sind zum Beispiel Investitionszurückhaltung oder Einfuhrbeschränkungen denkbar.

Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte in vielen Regionen der Welt anbieten, ermöglichen jedoch, regionale Schwächen durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.

Der Brexit stellt für RATIONAL eine gewisse Planungsunsicherheit dar. Mit einem konzernweiten Umsatzanteil von rund 10 % ist Großbritannien einer unserer größten Einzelmärkte. Als mögliche Risiken für RATIONAL sehen wir Einschränkungen oder Verzögerungen von Lieferungen nach Großbritannien aufgrund verlängerter Zollabfertigungszeiten und höhere Logistikkosten, da die Spediteure ihr Risiko und den bürokratischen Mehraufwand in ihre Preise einkalkulieren werden. Diesem Risiko werden wir mit dem Aufbau von Lagerkapazitäten vor Ort begegnen, um dadurch Lieferengpässe im Land zu vermeiden.

Verletzung von Schutzrechten

Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie für Schadensersatzleistungen entstehen.

Ein Team von Patentspezialisten beobachtet intensiv die Neuentwicklungen unserer Wettbewerber und arbeitet eng mit unserer Produktentwicklung zusammen. Durch den Abgleich mit internationalen Patentdatenbanken können so eigene Patentverletzungen vermieden sowie Patentverletzungen unserer Wettbewerber frühzeitig erkannt und verfolgt werden.

Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften

Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:

länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen,
Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können,
unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben,
geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen,
Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze. Dies umfasst auch die seit Mai 2018 gültige EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO).

Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken identifiziert.

Währungsschwankungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich negativ aus, eine Abwertung positiv. Um diesem Risiko entgegenzutreten, werden gängige Sicherungsinstrumente wie Optionen eingesetzt. Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig eliminieren.

Zinsänderungsrisiken werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses sowohl in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in ihrer möglichen Schadenhöhe als sehr gering eingestuft.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei der RATIONAL AG im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die bei der RATIONAL AG und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.
Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
Die Buchführung wird, soweit möglich, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.
Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weitergebildet. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die involvierten Parteien ihr Handeln eng aufeinander ab.
Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Abschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.
Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben werden turnusmäßig die beteiligten Prozesse am Standort Landsberg geprüft.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden sowie verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

5. Vergütungsbericht

Gemäß § 289a Abs. 2 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 6,2 Mio. Euro (Vj. 5,1 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vj. 2,1 Mio. Euro) sowie Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 11 Tsd. Euro (Vj. 10 Tsd. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,5 Mio. Euro (Vj. 0,4 Mio. Euro) beliefen.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile waren neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2018 nicht stattgefunden.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2016 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 betrug 1,1 Mio. Euro (Vj. 1,1 Mio. Euro). Mit Beschluss der Hauptversammlung 2015 wurde ab dem Geschäftsjahr 2015 auf eine reine Festvergütung des Aufsichtsrats umgestellt.

6. Übernahmerelevante Angaben

Gemäß § 289a Abs. 1 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.

Zum 31. Dezember 2018 hielt die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister (verstorben am 28. Juli 2017) 7.161.308 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt diese die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“

Im Geschäftsjahr 2018 wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. 2018 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

7. Bericht des Vorstands der RATIONAL AG über Beziehungen zu verbunden Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz

Der Vorstand der RATIONAL AG hat für das Jahr 2018 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:

„Der Vorstand der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklärt hiermit, dass die RATIONAL AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“

8. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.

Landsberg am Lech, den 26. Februar 2019

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

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31.12.2018

31.12.2017

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.324.223,71 3.581.148,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 267.697,31 159.858,93
3.591.921,02 3.741.006,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 81.397.817,08 56.904.629,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.982.771,63 8.194.836,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.533.347,18 7.405.728,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.978.798,95 17.992.369,91
108.892.734,84 90.497.563,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.130.444,41 965.918,41
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 50.000.218,88 0
57.130.663,29 965.918,41
169.615.319,15 95.204.488,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.422.909,21 10.316.188,14
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 439.068,20 395.760,56
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.914.239,92 2.330.759,29
14.776.217,33 13.042.707,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.652,91 350.929,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 96.047.877,71 75.949.318,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.107.180,03 1.641.645,84
99.195.710,65 77.941.892,96
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 136.614.886,70 219.140.404,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.124.103,53 601.320,77
D. Aktive latente Steuern 611.100,00 434.100,00
421.937.337,36 406.364.915,10
Passiva
31.12.2018

31.12.2017

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.370.000,00 11.370.000,00
(Nennwert bedingtes Kapital T€ 200; Vorjahr T€ 200)
II. Kapitalrücklage 31.016.731,65 31.016.731,65
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 513.541,57 513.541,57
IV. Bilanzgewinn 315.280.591,67 297.403.809,33
(davon Gewinnvortrag: T€ 172.334; Vorjahr T€ 168.356)
358.180.864,89 340.304.082,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 670.053,00 653.293,00
2. Steuerrückstellungen 3.745.306,22 1.106.920,22
3. Sonstige Rückstellungen 19.894.304,55 20.575.096,39
24.309.663,77 22.335.309,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.936.580,10 12.154.934,76
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.998.011,01 15.168.233,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.792.664,79 8.766.329,34
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.719.552,80 7.636.025,46
(davon aus Steuern T€ 3.835; Vorjahr T€ 1.224)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 0; Vorjahr T€ 0)
39.446.808,70 43.725.522,94
421.937.337,36 406.364.915,10

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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2018

2017

1. Umsatzerlöse 554.939.084,60 491.847.115,88
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 579.683,15 174.417,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 7.306.375,53 4.678.528,23
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 3.820; Vorjahr T€ 3.171)
562.825.143,28 496.700.061,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 265.380.932,66 234.516.154,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 39.869.291,48 32.308.351,12
305.250.224,14 266.824.505,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 33.910.998,42 30.701.796,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.153.810,73 4.858.681,83
(davon für Altersversorgung T€ 969; Vorjahr T€ 1.155)
39.064.809,15 35.560.478,37
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.886.441,53 7.543.356,42
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 100.385.270,73 87.496.225,42
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 3.852; Vorjahr T€ 3.416)
8. Erträge aus Beteiligungen 58.531.749,89 53.357.205,54
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 58.532; Vorjahr T€ 53.357)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 150.511,93 142.043,48
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 30; Vorjahr T€ 0)
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 9.248.405,38 7.591.843,02
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 211.842,89 798.395,22
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 44; Vorjahr T€ 99)
12. Ergebnis vor Steuern 176.957.222,04 159.568.193,10
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 33.861.862,83 30.379.554,45
(davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern T€ 177;
davon Aufwand Vorjahr T€ 28)
14. Ergebnis nach Steuern 143.095.359,21 129.188.638,65
15. Sonstige Steuern 148.576,87 140.852,65
16. Jahresüberschuss 142.946.782,34 129.047.786,00
17. Gewinnvortrag 172.333.809,33 168.356.023,33
18. Bilanzgewinn 315.280.591,67 297.403.809,33

Registergericht Augsburg HRB 2001

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Sollten dauerhafte und vorübergehende Wertminderungen vorhanden sein, wird dementsprechend eine Sonderabschreibung vorgenommen.

Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bauten werden überwiegend über 25 bis 33 Jahre abgeschrieben, die sonstigen Anlagen werden überwiegend über 3 bis 10 Jahre abgeschrieben. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (€ 250 bis € 1.000) werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, der auf die Fertigung entfällt, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Fremdwährung geführten flüssigen Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs per 31.12.2018 bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ als so genannter "davon-Vermerk" ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,73 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen ergeben wird.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung aus dem Produktverkauf an die Tochtergesellschaften erfolgt im vertraglich festgelegten Zeitpunkt des Gefahrenübergangs. Die Erträge aus dem Kundenstammleasing sowie aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden vertragsgemäß abgerechnet.

II. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2018 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 83,3 Mio. Euro getätigt. Zur Steigerung der Produktionskapazitäten wurde in den Bereichen Grundstücke und Bauten, Technische Anlagen und Maschinen sowie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. In den Finanzanlagen ist die Investition in einen Spezialfonds in Höhe von 50,0 Mio. Euro enthalten.

Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:

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Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in T€ 31.12.2018 (Stichtagskurs) Ergebnis in T€ GJ 2018 (Durchschnittskurs)
unmittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech 100,0 26 0*
RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech 100,0 93 0*
RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech 100,0 99 0*
LechMetall GmbH, Landsberg am Lech 100,0 51 0*
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech 100,0 86 0*
RATIONAL Montage GmbH, Landsberg am Lech 100,0 147 0*
RATIONAL F & E GmbH, Landsberg am Lech 100,0 662 0*
FRIMA Deutschland GmbH, Frankfurt am Main 100,0 1.136 896
RATIONAL UK Ltd., Luton, Großbritannien 100,0 3.155 1.998
RATIONAL Japan Co., Ltd., Tokio, Japan 100,0 4.351 710
RATIONAL Cooking Systems, Inc., Rolling Meadows, USA 100,0 8.927 5.977
RATIONAL Skandinavia AB, Malmö, Schweden 100,0 925 742
RATIONAL Italia s.r.l., Mestre, Italien 100,0 1.907 1.511
RATIONAL Schweiz AG, Balgach, Schweiz 100,0 803 362
RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz 100,0 63.251 61.028
RATIONAL Canada Inc., Mississauga, Kanada 100,0 2.231 1.466
RATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L., Barcelona, Spanien 100,0 1.142 830

* nach Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft

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Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in T€ 31.12.2018 (Stichtagskurs) Ergebnis in T€ GJ 2018 (Durchschnittskurs)
mittelbare Beteiligungen:
RATIONAL Austria GmbH, Salzburg, Österreich 100,0 1.202 881
RATIONAL France S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 1.800 844
RATIONAL Sp. z o.o., Warschau, Polen 100,0 539 434
FRIMA International AG, Balgach, Schweiz 100,0 15.513 15.118
FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 9.467 2.606
FRIMA France S.A.S., Wittenheim, Frankreich 100,0 1.740 745
FRIMA UK Ltd., (in Liquidation) London, Großbritannien 100,0 146 0
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100,0 2.380 1.003
RATIONAL RUS OOO, Moskau, Russland 100,0 1.276 784
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção Ltda. São Paolo, Brasilien 99,9 3.544 608
RATIONAL Mexico S.A. DE C.V. Mexico City, Mexiko 100,0 1.341 135
RATIONAL International India Private Ltd. Gurgaon, Indien 100,0 1.035 308
RATIONAL Colombia – America Central SAS, Bogota, Kolumbien 100,0 810 6
RATIONAL Endüstriyel Mutfak Ekipmanlari Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei 100,0 1.592 462
RATIONAL Cooking Systems PTE. Ltd. Singapur, Singapur 100,0 487 284
RATIONAL Kitchen and Catering Equipment Trading FZCO Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,0 1.923 523

Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.

Bis zum 28. August 2018 war die FRIMA Deutschland GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft der FRIMA International AG, Balgach, Schweiz und mittelbar über die RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz in den Konzernabschluss der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, Deutschland einbezogen. Nach dem Kauf- und Abtretungsvertrag vom 28. August 2018 ist die FRIMA Deutschland GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft der RATIONAL Aktiengesellschaft mit Sitz in Landsberg am Lech, Deutschland geworden.

Zwischen der RATIONAL AG (Organträger) und der RATIONAL Großküchentechnik GmbH, der RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Komponenten GmbH, der LechMetall GmbH, der RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, der RATIONAL Montage GmbH sowie der RATIONAL F & E GmbH besteht eine umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Organschaft.

Die RATIONAL Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft des RATIONAL-Konzerns und stellt als oberstes Mutterunternehmen gem. § 315e Abs. 1 HGB einen IFRS Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft abrufbar.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeiten aller Forderungen liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Devisengeschäften sowie Debitorische Kreditoren und Forderungen aus Schadensersatzleistungen.

3. Latente Steuern

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 611 führen (Vorjahr: T€ 434), resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Abzinsung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sowie Unterschieden in der Bemessung der Urlaubs-, Gleitzeit- und Jubiläumsrückstellung und sind folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

Latente Steuern zum 31.12.2018

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Bilanzposten HB

T€
StB

T€
Unterschied

T€
Aktive(-) /Passive(+) latente Steuer

T€
Finanzanlagen aus Spezialfonds 50.000 50.279 279 -77
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 99.196 99.545 350 -97
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 670 474 196 -54
Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen 2.846 2.175 671 -186
Gewährleistungsrückstellung 11.740 11.514 226 -63
Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung 4.215 3.767 448 -125
Drohverlustrückstellung 21 0 21 -6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.998 12.988 10 -3

Latente Steuern zum 31.12.2017

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Bilanzposten HB

T€
StB

T€
Unterschied

T€
Aktive (-) /Passive (+) latente Steuer

T€
und sonstige Vermögensgegenstände 77.942 78.110 168 -46
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 653 481 172 -48
Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen 2.542 1.934 608 -169
Gewährleistungsrückstellung 12.835 12.618 217 -60
Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung 3.880 3.470 410 -114
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.168 15.178 10 3

Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

4. Eigenkapital

Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor.

Die Gewinnrücklage betrifft die nach § 150 Abs. 2 AktG erforderliche gesetzliche Rücklage. Die Kapitalrücklage sowie die gesetzliche Rücklage haben wie im Vorjahr bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.

Das bedingte Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 200.000,00 und beinhaltet Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes auf bis zu 131.000 Aktien.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurde in 2018 eine Dividendenzahlung von T€ 125.070 vorgenommen (Dividendenzahlung für 2016 in 2017: T€ 113.700).

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt und betrifft ausschließlich Leistungsempfänger in Rente. Im Rahmen der Ermittlung der Pensionszusage wurde ein Rententrend von 1,75% (Vorjahr: 1,75%) sowie die Richttafeln 2018 G zu Grunde gelegt. Die Abzinsung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 3,25% (Vorjahr: 3,71%; 10 Jahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbewertung in Höhe von T€ 53 (Vorjahr: T€ 51) unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Zudem bestehen Einzelzusagen und Zusagen für Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Mitarbeiter, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Bei den Einzelzusagen handelt es sich um Fixrentenzusagen und beitragsorientierte Zusagen, deren Leistung sich an der versicherungsförmigen Umsetzung des Beitrags bemisst. Die Zusagen betreffen Vorstände und weitere aktive sowie im Ruhestand befindliche ehemalige Führungskräfte. Die bei der Unterstützungskasse durchgeführten Leistungszusagen sind über verpfändete Rückdeckungsversicherungen vollständig kongruent rückgedeckt, das heißt, dass die Leistungen vollständig von einem Versicherungsunternehmen erstattet werden. Daher ergibt sich für diese Zusagen beim Unternehmen keine Nettoverpflichtung (Pensionsrückstellung).

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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31.12.2018

T€
31.12.2017

T€
Gewährleistung 11.740 12.835
Personalbereich 5.122 5.441
ausstehende Rechnungen 1.961 1.305
Aufsichtsratsvergütung 1.050 994
Drohverlust 21 0
19.894 20.575

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Unternehmens für die Funktionalität der Produkte.

Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile sowie Jubiläen. Im Rahmen der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurden die Richttafeln 2018 G zu Grunde gelegt. Die Fluktuation wurde mit niedrigen Standardwerten angesetzt. Die Rückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 2,36% abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2018:

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bis zu einem Jahr

T€
Über einem Jahr

T€
davon über fünf Jahre

T€
Gesamt lt. Bilanz

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.630 6.306 -- 8.936
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.998 -- -- 12.998
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.793 -- -- 9.793
Sonstige Verbindlichkeiten 4.506 3.214 -- 7.720
29.927 9.520 -- 39.447

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2017:

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bis zu einem Jahr

T€
Über einem Jahr

T€
davon über fünf Jahre

T€
Gesamt lt. Bilanz

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.218 8.937 -- 12.155
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.168 -- -- 15.168
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.766 -- -- 8.766
Sonstige Verbindlichkeiten 4.422 3.214 3.214 7.636
31.574 12.151 3.214 43.725

Für Grundstücke und Bauten sind Grundschulden in Höhe von T€ 33.500 eingetragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

8. Haftungsverhältnisse

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bis zur Maximalhöhe von insgesamt T€ 9.932 (Vorjahr: T€ 10.601) übernommen. Diese betreffen in voller Höhe (wie im Vorjahr) Zahlungsverpflichtungen verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Gemäß § 251 HGB gliedern sie sich in folgende Kategorien:

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31.12.2018

T€
Vorjahr

T€
Verpflichtungen aus Bürgschaften, Wechsel-, und Scheckbürgschaften 1.394 1.384
Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen 8.538 9.217

Mit einer Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse ist aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Zahlungspflichtigen nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Geographische Aufteilung der Umsatzerlöse:

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2018

T€
2017

T€
übriges Europa 430.231 381.329
Inland 123.772 109.597
Amerika 550 578
Asien 386 343
554.939 491.847

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

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2018

T€
2017

T€
Verkäufe an Tochtergesellschaften 458.667 406.517
Konzerninterne Dienstleistungen 73.944 62.718
Kundenstammleasinggebühren 21.743 21.929
Sonstige 585 683
554.939 491.847

2. Sonstige betriebliche Erträge

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2018

T€
2017

T€
Wechselkursgewinne 3.819 3.171
Schadensersatz 2.454 563
Erlöse aus geldwertem Vorteil der Mitarbeiter 695 597
Sonstige Erlöse 284 266
Übrige 54 82
7.306 4.679

Ein wesentlicher Anteil der Wechselkursgewinne kommt aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar, dem japanischen Yen sowie dem britischen Pfund gegenüber dem Euro. Der Anstieg der Erträge aus Schadensersatz resultiert im Wesentlichen aus Ansprüchen aus Schadensfällen gegenüber unseren Lieferanten.

3. Materialaufwand

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2018

T€
2017

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wareneinkauf 265.892 234.981
Erhaltene Skonti -511 -464
Aufwendungen für bezogene Leistungen 39.869 32.308
305.250 266.825

Der Materialaufwand entwickelte sich proportional zum Umsatzwachstum.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2018

T€
2017

T€
Forschungs- und Entwicklungskosten 33.430 29.900
Interne Verrechnungen 20.486 17.592
Garantie- und Servicekosten 12.000 10.574
Reparatur, Instandhaltung, Leasing 7.979 6.234
Kosten der Warenabgabe 3.957 3.906
Wechselkursverluste 3.828 3.416
Raumkosten 3.460 2.726
Kfz-Kosten 2.584 2.430
Steuern, Versicherungen 2.574 1.956
Vertrieb, Werbung 2.161 2.130
Personalaufwendungen 1.548 1.479
Reisekosten 1.267 1.118
Sonstige 5.111 4.035
100.385 87.496

Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten resultiert im Wesentlichen aus verstärkten Entwicklungsaktivitäten. Die Wechselkursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Ein wesentlicher Anteil der Effekte kommt aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar und britischen Pfund gegenüber dem Euro.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 15.995 (Vorjahr: T€ 20.942) im Wesentlichen für Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 9.969 (Vorjahr: T€ 15.388) sowie aus abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 5.501 (Vorjahr: T€ 5.000). Es bestehen keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.

2. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechsel-kursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen, zur Absicherung von Zinsschwankungen und zur Ausnutzung von Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung ergibt sich aus den geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. RATIONAL nutzt sogenannte Natural Hedges in den Währungen, in denen Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, sofern in der jeweiligen Fremdwährung auch Zahlungen für Produktionsmaterial anfallen. Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.

Zum Jahresabschluss 2018 bestehen insgesamt 38 Devisen-Put-Optionen sowie 38 verkaufte Devisen-Call-Optionen in den Währungen GBP, USD, CAD, JPY, SEK und MXN. Bei Fälligkeit der Optionen entscheidet der jeweilige Käufer (RATIONAL oder die Bank), abhängig von der Geschäftsart und der Kurssituation, ob diese Optionen ausgeübt werden oder verfallen. Zusätzlich bestehen zum Jahresende 2018 insgesamt 9 Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP, USD und CAD.

Bei Devisenoptionen entspricht der beizulegende Zeitwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt. Die angegebenen Marktwerte der Termingeschäfte (nach der Barwertmethode) errechnen sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.

Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 34.890 (Vorjahr: T€ 25.503) sowie verkaufte Call-Optionen mit Kontraktwerten von T€ 73.778 (Vorjahr T€ 53.508). Zudem bestehen zum Jahresende 2018 Devisentermingeschäfte mit Kontraktwerten von T€ 4.668 (Vorjahr: T€ 1.880).

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Derivative Finanzinstrumente Kontraktwert

T€
Positiver Beizulegender Zeitwert

T€
Negativer beizulegender Zeitwert

T€
Devisenoptionen 108.668 505 447
Devisentermingeschäfte 4.668 35 5
113.336 540 452

In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem beizulegendem Zeitwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 438 (Vorjahr: T€ 250).

Bei verkauften Call-Geschäften werden die erhaltenen Optionsprämien (Stillhalterprämien) unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 648 (Vorjahr: T€ 411) passiviert. Auf der Basis der beizulegenden Zeitwerte zum Stichtag wurde zudem eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von insgesamt T€ 16 (Vorjahr T€ 0) gebildet. Für die zum Jahresende bestehenden Devisentermingeschäfte wurde analog und auf Basis der beizulegenden Zeitwerte eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 0) gebildet.

3. Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:

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2018

T€
2017

T€
Abschlussprüfungsleistungen 211 205
Sonstige Leistungen 36 11
247 216

4. Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 341 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 301 Mitarbeiter).

Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:

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2018 2017
Verwaltung 153 132
Produktion & Lieferung 96 85
Vertrieb & Marketing 88 81
Forschung & Entwicklung 4 3
341 301

5. Vorstand

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

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Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt Vorstandsvorsitzender
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann Vorstand kaufmännischer Bereich

Die Mitglieder des Vorstands sind in keinen konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2018 auf T€ 6.162 (Vorjahr: T€ 5.140). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von T€ 2.715 (Vorjahr: T€ 2.124) enthalten. Die genannten Bezüge beinhalten Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 10). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf T€ 474 (Vorjahr: T€ 432) belaufen.

In der Hauptversammlung vom 04. Mai 2016 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.

6. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren

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Walter Kurtz, Kaufmann Vorsitzender
Dr. Hans W. Maerz, Wirtschaftsprüfer Stellvertreter
Dr. Gerd Lintz, Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt
Werner Schwind, Kaufmann
Erich Baumgärtner, Kaufmann
Dr.-Ing. Georg Sick, Kaufmann

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses bei der FWU Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr.-Ing. Sick ist Mitglied des Aufsichtsrats der REMA Tip Top AG, Poing, Deutschland, sowie Vorsitzender des Beirats der Holoplot GmbH, Berlin, Deutschland.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2018 T€ 1.080 (Vorjahr: T€ 1.087).

7. Mitgeteilte Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2018 lagen keine Mitteilungen zu bestehenden Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG vor.

8. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Website der Gesellschaft www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.

9. Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 9,50 Euro je Aktie auszuschütten. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

10. Nachtragsbericht

Mit Beschluss vom 9. Juli 2018 hat die Gesellschaft beschlossen, die FRIMA Deutschland GmbH auf die RATIONAL Deutschland GmbH (zum 31. Dezember 2018 firmierend unter RATIONAL Großküchentechnik GmbH) in 2019 rückwirkend zum 1. Januar 2019 zu verschmelzen.

Um weitere Flexibilität und Handlungsspielraum in der Finanzierung des künftigen Wachstums der Unternehmensgruppe zu haben, und um das hierfür aktuell günstige Marktumfeld auszunutzen, wurden im Januar bzw. Februar 2019 neue Betriebsmittellinien-Verträge zwischen der RATIONAL AG und mehreren Banken abgeschlossen. Es handelt sich dabei um festzugesagte bilaterale Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von T€ 75.000 mit Laufzeiten von fünf bzw. sieben Jahren. Diese geben Planungssicherheit und ersetzen zugleich bisherige Linien in Höhe von T€ 15.000, welche nur bis auf Weiteres zugesagt waren. Die neuen Verträge sehen weder die Einhaltung von definierten Finanzkennzahlen (Financial Covenants) vor, noch wurden Sicherheiten dafür abgetreten.

Am 18. Februar 2019 fand eine Teilauseinandersetzung der Erbengemeinschaft Siegfried Meister statt. Die entsprechenden Pflichtmitteilungen wurden am 25. Februar 2019 veröffentlicht und stehen auf der Homepage der RATIONAL AG zur Verfügung.

Landsberg am Lech, den 26. Februar 2019

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

(Anlagespiegel 2018)

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Anschaffungskosten
Stand 01.01.2018

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

Stand 31.12.2018

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte mund ähnliche Rechte und Werte
12.123.624,41 1.492.251,04 0,00 79.350,00 13.695.225,45
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 159.858,93 187.188,38 0,00 -79.350,00 267.697,31
12.283.483,34 1.679.439,42 0,00 0,00 13.962.922,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.918.949,66 11.119.281,72 0,00 16.263.693,29 111.301.924,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.258.023,03 3.181.488,56 33.794,00 516.037,78 28.921.755,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.825.695,01 4.137.131,43 276.982,17 290.247,21 24.976.091,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.992.369,91 7.056.407,32 0,00 -17.069.978,28 7.978.798,95
147.995.037,61 25.494.309,03 310.776,17 0,00 173.178.570,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.289.081,10 6.164.526,00 0,00 0,00 10.453.607,10
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 50.000.218,88 0,00 0,00 50.000.218,88
4.289.081,10 56.164.744,88 0,00 0,00 60.453.825,98
164.567.602,05 83.338.493,33 310.776,17 0,00 247.595.319,21

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Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 01.01.2018

Zugänge

Abgänge

Zuschreibungen

Stand 31.12.2018

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte mund ähnliche Rechte und Werte 8.542.476,41 1.828.525,33 0,00 0,00 10.371.001,74
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.542.476,41 1.828.525,33 0,00 0,00 10.371.001,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.014.320,52 2.889.787,07 0,00 0,00 29.904.107,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.063.187,03 1.904.439,67 28.642,96 0,00 18.938.983,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.419.967,01 2.263.689,46 240.912,17 0,00 15.442.744,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
57.497.474,56 7.057.916,20 269.555,13 0,00 64.285.835,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.323.162,69 0,00 0,00 0,00 3.323.162,69
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.323.162,69 0,00 0,00 0,00 3.323.162,69
69.363.113,66 8.886.441,53 269.555,13 0,00 77.980.000,06

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Buchwerte
Stand 31.12.2018

Stand 31.12.2017

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte mund ähnliche Rechte und Werte 3.324.223,71 3.581.148,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 267.697,31 159.858,93
3.591.921,02 3.741.006,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.397.817,08 56.904.629,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.982.771,63 8.194.836,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.533.347,18 7.405.728,00
7.978.798,95 17.992.369,91
108.892.734,84 90.497.563,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.130.444,41 965.918,41
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 50.000.218,88 0,00
57.130.663,29 965.918,41
169.615.319,15 95.204.488,39

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 26. Februar 2019

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Rückstellungen für Gewährleistungen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

① Sachverhalt und Problemstellung

② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

③ Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

(1) Rückstellungen für Gewährleistungen

① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten “Sonstige Rückstellungen“ zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 11,7 Mio. Euro ausgewiesen. Die Gesellschaft bildet für erwartete Inanspruchnahmen aus der Haftung für die Mängelfreiheit der verkauften Produkte Rückstellungen. In diesem Zusammenhang werden vom Vorstand Annahmen hinsichtlich der künftigen Inanspruchnahme getroffen. Ansatz und Bewertung erfolgen auf Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit und verkaufter Stückzahlen im Geschäftsjahr. Aufgrund der vor diesem Hintergrund bestehenden Schätzunsicherheiten und der Höhe dieser betragsmäßig wesentlichen Posten waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung.

② Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Fehlerrisiko in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Jahresergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Rückstellungen haben wir unter anderem die vorliegenden Verträge, Kostenschätzungen sowie die ermittelten Vergangenheitswerte der Absatzzahlen und Garantiefälle gewürdigt. Zudem haben wir das Berechnungsschema der Rückstellungen nachvollzogen und die erwarteten Zeitpunkte der Inanspruchnahme aus den Rückstellungen gewürdigt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Rückstellungen für Gewährleistungen zu rechtfertigen.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den betreffenden Rückstellungen sind im Abschnitt 6 des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die in Abschnitt 8 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schumann.

München, den 26. Februar 2019

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wie auch in den vergangenen Jahren schon konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft auch im Geschäftsjahr 2018 ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2018 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation sowie die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2018 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2019 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen an den Standorten Landsberg und Wittenheim.

Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2018 zu zwölf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2019 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2019 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2018 zu elf weiteren internen Sitzungen sowie zu fünf Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert. Nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie zum Beispiel:

die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag,
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2019,
die Weiterentwicklung in internationalen Märkten,
die Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat,
die Schwerpunkte in der Produktentwicklung,
die Bau- und Erweiterungsprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim,
die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inklusive Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie sowie einem langfristigen Zielbild,
der Beschluss zu einer U.i.U.®-Sonderzahlung,
die erste weltweite Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage,
die weitere Vernetzung und künftige gesellschaftliche Verschmelzung der Vertriebsaktivitäten für Combi-Dämpfer und VarioCookingCenter®.

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2019 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2019 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 wird PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 27. Februar 2019 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Tätigkeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Dr. Hans Maerz, weitere Mitglieder sind Herr Walter Kurtz und Herr Erich Baumgärtner. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 fünf Mal. Er befasste sich in seinen Sitzungen insbesondere mit dem Halbjahresabschluss und dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses und der Segmentberichterstattung, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen sowie den Änderungen hinsichtlich der nichtfinanziellen Erklärung. Der Prüfungsausschuss berichtete regelmäßig an den Aufsichtsrat.

Corporate Governance

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2018 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2018 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Am 9. März 2017 verabschiedete der Bundestag das Umsetzungsgesetz, das die europäische CSR-Richtlinie (2014/95/EU) in nationales Recht bringt und rückwirkend zum 1. Januar 2017 gilt. Die nichtfinanzielle Berichterstattung gemäß §§ 289b bzw. 315d HGB ist damit seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtend. Die RATIONAL AG wird den Nachhaltigkeitsbericht 2018, einschließlich der diesbezüglichen Angaben, fristgerecht bis zum 30. April 2019 veröffentlichen.

Die letzte Änderung des Deutschen Corporate Governance Kodex trat am 24. April 2017 in Kraft. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2018 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand Februar 2019 abgegeben werden. Diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Januar 2019 beschlossen und im Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Im Hinblick auf die Abschlussprüferreform hält der Aufsichtsrat an der bisherigen firmeninternen Regelung der strikten Trennung von Beratungs- und Prüfungsleistungen fest. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung informiert.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht verfasst. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden dem Prüfungsausschuss und allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2019 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Schwerpunkte der Erläuterungen der Abschlussprüfer waren wesentliche Bilanzierungsaspekte sowie die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 27. Februar 2019 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2018 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 in seiner testierten Fassung vom 26. Februar 2019 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 in seiner testierten Fassung vom 26. Februar 2019. Der Jahresabschluss 2018 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 315,3 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 9,50 Euro je Aktie oder insgesamt 108,0 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2018 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, den 28. Februar 2019

Walter Kurtz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RATIONAL AG

Erklärung nach § 161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2018 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (zuletzt in der Fassung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 bekannt gemachten Fassung) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 des Kodex:

Ziffer 4.2.3: „Variable Vergütungsbestandteile haben grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll.“

Die variablen Elemente der Vorstandsvergütung in den bestehenden Vorstandsdienstverträgen umfassen verschiedene Elemente des langfristigen Unternehmenserfolgs, jedoch keine ausdrückliche mehrjährige Bemessungsgrundlage. Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sieht der Aufsichtsrat der RATIONAL AG als Selbstverständnis an. In einem stetigen Prozess wird aus der Unternehmensstrategie eine Mittelfristplanung erstellt, aus der die jährliche Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder stufenweise abgeleitet wird.

Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offengelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“

Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.

Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Ferner sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,
der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,
bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“

Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 4. Mai 2016 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 des Kodex:

Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2: „Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten.“

Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3: „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.

Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

„Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.“

Nach der Erweiterung auf sechs Mitglieder durch Beschluss der Hauptversammlung 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für erforderlich. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2: „Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben.

Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2: „Der Stand der Umsetzung soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Landsberg, im Februar 2019

RATIONAL Aktiengesellschaft

Walter Kurtz, für den Aufsichtsrat

Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand

Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 27.02.2019 festgestellt.