AI assistant
RATIONAL AG — Annual Report 2017
Apr 4, 2018
345_rns_2018-04-04_31f33adc-1393-4e31-8519-1e3962ca693c.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

RATIONAL Aktiengesellschaft
Landsberg am Lech
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017
RATIONAL AG
Inhaltsübersicht:
1. Das Unternehmen RATIONAL
Strategie und Ziele
Steuerungssystem
Forschung und Entwicklung
Mitarbeiter und Personalentwicklung
2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2017
3. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Geschäftsverlauf 2017 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Ertragslage
Finanz- und Vermögenslage
Prognose-Ist-Vergleich
4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Chancenbericht
Risikobericht
5. Vergütungsbericht
6. Übernahmerelevante Angaben
7. Bericht des Vorstands der RATIONAL AG über Beziehungen zu verbunden Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz
8. Erklärung zur Unternehmensführung
1. Das Unternehmen RATIONAL
Die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) ist die Hauptgesellschaft der RATIONALGruppe und hat ihren Firmensitz in Landsberg am Lech. Die RATIONAL-Gruppe bietet Groß- und Gewerbeküchen weltweit Produkte und Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung an. Die konzernweiten Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten und Serviceteilen erzielt.
Die RATIONAL AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse vor allem aus dem Verkauf der Produkte an Vertriebstochtergesellschaften im In- und Ausland, der Vereinnahmung von Kundenstammleasinggebühren sowie der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen.
Die zum Bilanzstichtag unmittelbaren und mittelbaren acht nationalen und 25 internationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.
Den größten Anteil der Umsatzerlöse erzielen wir mit dem SelfCookingCenter®, einem Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Bei der Combi-Dämpfer-Technologie erfolgt die Wärmeübertragung während des Kochens durch Dampf, Heißluft oder durch die Kombination aus beidem. Das verbessert und erleichtert den Garprozess enorm. Die im SelfCookingCenter® eingebaute Software erkennt die Größe und Konsistenz der Speisen und steuert den Garprozess selbstständig bis das gewünschte Garergebnis erreicht ist. Zudem bieten wir unseren Kunden zwei Combi-Dämpfer-Basismodelle an, den CombiMaster® und den CombiMaster® Plus.
Alle Modelle werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet. Neben dem Absatz von Combi-Dämpfern erzielen wir auch Umsatzerlöse aus Pflegeprodukten, Serviceteilen und Zubehör für diese Geräte.
Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft FRIMA seit 2005 das VarioCooking Center® an.Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt weitere traditionelle Gargeräte in einer Profiküche.
Märkte, Kunden und Wettbewerbssituation
Unsere Zielgruppe sind Betriebe, in denen täglich mindestens 20 warme Mahlzeiten zubereitet werden. Die Kundenbasis reicht von Restaurants und Hotels über die Gemeinschaftsverpflegung, wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnissen und Seniorenheimen bis hin zu Quick-Service Restaurants und Caterern sowie Supermärkte, Back- und Snackshops, Metzgereien und Tankstellen.
Das freie Weltmarktpotenzial erschließen wir organisch durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.
Die Zahl der Hersteller von Wettbewerbsprodukten schätzen wir auf rund 100 weltweit. Die Markt- und Wettbewerbsstrukturen sowie die Wettbewerbssituation sind von Land zu Land sehr unterschiedlich.
Strategie und Ziele
Unsere Erfolgsgeschichte basiert auf vier wesentlichen Säulen:
| 1. | Konzentration auf die Profiküche |
| 2. | Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung |
| 3. | Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel |
| 4. | Erfolgsfaktor U.i.U.® (Unternehmer im Unternehmen) |
Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahren in unserem Leitbild festgeschrieben.
Konzentration auf die Profiküche
Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit gruppenweit inzwischen über 400 eigenen Küchenmeistern in kundennahen Funktionen sind wir das Unternehmen der Köche und für Köche. Wir sind Teil ihrer Welt, kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand.
Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung
Durch die Spezialisierung auf thermische Speisenzubereitung können wir Kunden immer bessere Lösungen anbieten und ihren Nutzen kontinuierlich erhöhen. Wir sehen uns dabei in erster Linie als Lösungsanbieter und nicht als Maschinenbauer. Unser Ziel ist es mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen die tägliche Arbeit unserer Kunden zu erleichtern.
Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel
Den Nutzern unserer Produkte während der gesamten Geschäftsbeziehung den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, ist unser oberstes Unternehmensziel. Neben leistungsstarken und qualitativ hochwertigen Produkten umfasst dies ein umfassendes Dienstleistungsangebot während der gesamten Geschäftsbeziehung, durch das der Kunde in die Lage versetzt wird, sein Gerät jederzeit in bester Weise zu nutzen.
Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)
Ein wichtiger Erfolgsbaustein für die hohe Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet in seinem Bereich wie ein Unternehmer.
Steuerungssystem
Zentrale finanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen.
scroll
| Finanzielle Steuerungskennzahlen | |
|---|---|
| Absatz-/Umsatzentwicklung | Operative Aufwendungen |
| Rohergebnismarge |
Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die monatlich ermittelte Fluktuationsquote (Anzahl der Mitarbeiter der RATIONAL AG, die den RATIONAL-Konzern in einem Geschäftsjahr verlassen im Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres).
Forschung und Entwicklung
Wir legen einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und bringen in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt.
Um unsere Innovationskraft zu stärken, haben wir im Jahr 2016 unsere Entwicklungsmannschaft in die RATIONAL F&E GmbH ausgegliedert, eine 100 %-Tochter der RATIONAL AG. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung. Insgesamt beschäftigten wir zum Bilanzstichtag konzernweit 144 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.
Im Jahr 2017 haben wir insgesamt 30,5 Mio. Euro (Vj. 24,4 Mio. Euro) für die Entwicklung neuer Lösungen und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen ausgegeben.
Unsere Innovationen sind durch über 600 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster geschützt.
Mitarbeiter und Personalentwicklung
2017 waren durchschnittlich 301 Mitarbeiter in der RATIONAL AG beschäftigt (Vj. 297 Mitarbeiter).
Die gezielte und nachhaltige Förderung junger, talentierter Mitarbeiter ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die qualifizierte Berufsausbildung genießt deshalb bei RATIONAL einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell befinden sich konzernweit 48 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufleute, Industriemechaniker, Mechatroniker, Fachkraft für Metalltechnik, Fachkraft für Lagerlogistik und Fachinformatiker Systemintegration. 13 Mitarbeiter absolvieren ein duales Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, International Business, Automatisierungstechnik und Robotik, sowie Wirtschaftsingenieurswesen - LifeCycle Catering.
Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seiner Stärken, delegieren in großem Maße Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Dieses Konzept entspricht den Eigenschaften des U.i.U.®. Potenzialstarke Mitarbeiter werden im Rahmen unserer strukturierten Nachfolgeplanung für Hochschulabsolventen individuell gefördert und weiterentwickelt. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter ein breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet. Zum Bilanzstichtag befanden sich gruppenweit 28 Nachwuchskräfte in den unterschiedlichen Programmen.
Die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit sind auf einem hohen Niveau. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 6 % (Vj. 3 %).
Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter liegt RATIONAL am Herzen. Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter werden regelmäßig Sicherheitsunterweisungen und -schulungen sowie Untersuchungen durch den Betriebsarzt durchgeführt.
Vergütungen und Sozialleistungen
Überdurchschnittliche Leistungen vergüten wir auch überdurchschnittlich. Bei Lohn- und Gehaltsanpassungen orientieren wir uns an den Lohnsteigerungen der IG Metall oder übertreffen diese. Wir gewähren zusätzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Prämie sowie Zusatzleistungen, wie Essensgeld, Fahrtkostenzuschüsse und Prämien für die langjährige Betriebszugehörigkeit.
Gleichstellung als Selbstverständlichkeit
Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Jeder Mitarbeiter hat sich durch Unterzeichnung des Arbeitsvertrags schriftlich dazu verpflichtet, Diskriminierungen jeglicher Art sowie sexuelle Belästigung oder sonstige persönliche Angriffe auf einzelne Personen zu unterlassen und diesen entgegenzutreten. Zwei Vertrauenspersonen stehen den Mitarbeitern im Unternehmen jederzeit zur Verfügung. Etwaige Anliegen können anonym vorgebracht und gelöst werden. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen und der Vergütungshöhe sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.
Angaben zu Zielgrößen des Frauenanteils im Aufsichtsrat und im Vorstand der RATIONAL AG sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG als auch zu den Fristen zu deren Erreichung werden im Bericht zur Corporate Governance / Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB im Geschäftsbericht 2017 sowie auf der RATIONAL-Website dargestellt.
Aktiver Umweltschutz
Wir wollen aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Wir erreichen dies zum Beispiel durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten und unsere umweltzertifizierte Produktion. Auch für unsere Kunden wird die Ressourceneffizienz bei Investitionsentscheidungen immer bedeutender. Deshalb ist der minimale Mitteleinsatz beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche von größter Bedeutung. Durch unsere Technologie wird der Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungsmitteln reduziert. Mit unseren Produkten sorgen wir damit für erhebliche Ressourceneinsparungen bei unseren Kunden.
Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen beziehen wir ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen mit ein und unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem und ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem.
Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recyclingsystemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Die geringen Mengen an entstandenem Gefahrgut werden gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.
2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2017
Tod von Herrn Siegfried Meister
Am 28. Juli 2017 ist Herr Siegfried Meister, der Unternehmensgründer, Mehrheitsaktionär und Aufsichtsratsvorsitzende der RATIONAL AG, im Alter von 78 Jahren verstorben. Das Management und die Mitarbeiter der RATIONAL AG trauern um eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit und werden das Unternehmen in Herrn Meisters Sinne weiterführen.
Die dadurch vakante Position des Aufsichtsratsvorsitzenden wurde mit Wirkung zum 11. August 2017 von Herrn Walter Kurtz, bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, übernommen. Die vakante Aufsichtsratsposition wurde mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 fristgerecht mit Herrn Dr.-Ing. Georg Sick besetzt.
Siegfried Meister war mit 7.161.311 Aktien Mehrheitsaktionär der RATIONAL AG. Diese Aktien sind entsprechend den am 1. August 2017 und 3. August 2017 veröffentlichten Pflichtmitteilungen auf die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister übergegangen.
Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Landsberg
Die RATIONAL AG hat am 19. Juli 2017 den Grundstein für den Ausbau des Werkes 3 im Frauenwald in Landsberg am Lech gelegt. Die Produktionskapazität wird nördlich der bestehenden Hallen auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern nochmals deutlich erweitert und damit die Voraussetzungen für das erwartete Unternehmenswachstum geschaffen.
Markteinführung CombiMaster® Plus
Im Mai haben wir die neue Generation der CombiMaster® Plus-Serie eingeführt. Unser Basismodell verfügt nun ebenso über eine automatische Reinigung, welche weniger Ressourcen benötigt und Hygiene im Küchenalltag sicherstellt. Weiterhin haben wir wie beim SelfCookingCenter® XS mit dem CombiMaster® Plus XS unser Produktportfolio mit einer Kompaktgröße vervollständigt.
Sondertilgung von Bankdarlehen in Höhe von 9,5 Mio. Euro
Zusätzlich zu den regulären Tilgungen der ausstehenden Immobilienfinanzierungen haben wir im Berichtsjahr Darlehen in Höhe von 9,5 Mio. Euro vorzeitig zurückgezahlt, bei denen die Zinsbindung abgelaufen war. Dadurch haben sie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Geschäftsjahr 2017 um 13,5 Mio. Euro von 25,7 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro reduziert.
3. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2017 um 3,6 %
Die Weltwirtschaft war 2017 auf Wachstumskurs, die Wachstumsschätzung des Internationalen Währungsfonds für das abgelaufene Geschäftsjahr liegt bei 3,6 %. Für die Schwellenländer wird dabei mit einem Wachstum von 4,6 % gerechnet, für die Industrieländer mit 2,2 %. (Quelle: Warburg Research, Januar 2018)
Gute Zukunftsaussichten für die Großküchenbranche
Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr erneut positiv. In einer Umfrage auf der internationalen Leitmesse Internorga beurteilten 59 % der befragten Betriebe aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung das Investitionsklima der Branche als gut, das heißt die Bereitschaft für Investitionsvorhaben und deren Realisierbarkeit wird weiter hoch eingeschätzt. (Quelle: Internorga GV-Barometer 2017)
Auch in der Gastronomie war die Investitionsneigung weiterhin positiv. 70 % der befragten Gastronomie- und 80 % der Hotelbetriebe planten für 2017 Investitionen mindestens in gleicher Höhe wie im Vorjahr. (Quelle: DEHOGA Branchenbericht Frühjahr 2017)
Wichtige Trends, die hierzu beitragen, sind unverändert intakt. Diese sind das im Durchschnitt zunehmende Wohlstandsniveau der Weltbevölkerung, die steigende Anzahl an Singlehaushalten in entwickelten Märkten und die zunehmenden Anforderungen an Qualität, Vielfalt und Internationalität der Speisen und Speisendarbietung. Deshalb wird auch in den kommenden Jahren mit steigenden Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung gerechnet.
Vom guten Geschäft ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen. Die Combi-Dämpfer-Branche hat sich, wie bereits im Vorjahr, gut entwickelt. Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. (HKI) haben die Hersteller im Jahresverlauf deutlich mehr Geräte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. (Quelle: HKI-Statistik, November 2017
Geschäftsverlauf 2017 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte die RATIONAL AG neben der allgemein guten Geschäftssituation insbesondere von Aufträgen größerer Kunden, vor allem in Nord- und Südamerika. Die Geschäftsentwicklung 2017 wird vom Vorstand vor diesem Hintergrund als außerordentlich gut eingestuft.
Ertragslage
Umsatzsteigerung von Quartal zu Quartal
Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz besser als ursprünglich erwartet um 17 % wachsen und einen neuen Höchstwert erreichen. Insgesamt erzielten wir im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 491,8 Mio. Euro (Vj. 421,9 Mio. Euro). Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen.
Die Umsatzverteilung nach Quartalen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
scroll
| Umsatz in Mio. EUR |
2016 | 2017 | Wachstum in % |
|---|---|---|---|
| 1. Quartal | 89,6 | 114,2 | +27 |
| 2. Quartal | 95,1 | 115,9 | +22 |
| 3. Quartal | 99,8 | 125,1 | +25 |
| 4. Quartal | 137,4 | 136,6 | -1 |
Umsatzverteilung 2017 nach Quartalen
13 % der Umsatzerlöse wurden im Inland (Vj. 14 %), 87 % im Ausland (Vj. 86 %) erzielt. Davon wird der größte Anteil an die Schweizer Tochtergesellschaft RATIONAL International AG fakturiert, deren Absatzmärkte vor allem außerhalb Europas liegen. Konzernweit verteilen sich die Umsätze nach Regionen auf Deutschland mit 13 % Anteil, Europa mit 47 %, Nordamerika mit 16 %, Lateinamerika 6 %, Asien mit 13 % und übrige Welt mit 5 %.
Rohergebnismarge
Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) stieg um 7 % von 211,3 Mio. Euro auf 225,2 Mio. Euro. Die Rohergebnismarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 50 % auf 46 % verringert. Gründe hierfür sind im Wesentlichen die negativen Effekte aus Wechselkursveränderungen, die höheren Rohstoff- und Komponentenkosten, der Produkt- und Marktmix.
Kosten- und Ergebnisentwicklung
Im Jahr 2017 sind operative Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von 130,6 Mio. Euro angefallen und damit 15 % mehr als im Vorjahr (Vj. 113,7 Mio. Euro), was hauptsächlich auf die erhöhten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie allgemein auf die im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen ist.
Die EBT-Marge (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogen auf die Umsatzerlöse) lag mit 32 % (Vj. 37 %) deutlich unter Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands ist die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) mit 26 % (Vj. 29 %) gesunken.
Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 30,4 Mio. Euro (Vj. 29,6 Mio. Euro). Die Steuerquote lag 2017 bei 19 % (Vj. 19 %). Bereinigt um erhaltene Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften ergibt sich eine rechnerische Steuerquote von 28 % (Vj. 28 %).
Der Jahresüberschuss lag mit 129,0 Mio. Euro um 3 % über dem Vorjahreswert von 124,7 Mio. Euro. Hierin sind Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen von zusammen 60,9 Mio. Euro (Vj. 51,9 Mio. Euro) enthalten.
Finanz- und Vermögenslage
Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite
Kern der Finanzstrategie von RATIONAL ist die finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.
Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir finanzieren unser Wachstum nahezu ausschließlich aus eigenen Mitteln und haben Liquiditätsreserven für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken.
Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Wir verzichten bewusst auf höhere Renditen und vermeiden Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir vorwiegend in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit Investment-Grade-Rating an. Darüber hinaus investieren wir ab 2018 kleinere Anteile in einen Spezialfonds, der nach unseren Vorgaben Anleihen aus dem Investment-Grade-Bereich und Aktien mit hoher Qualität enthalten kann. Der Spezialfonds wird als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt. Die Erstinvestition in den Spezialfonds ist im Februar 2018 erfolgt.
Hohe Liquidität
Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen reduzierte sich im Jahresverlauf um 27,4 Mio. Euro auf 219,1 Mio. Euro (Vj. 246,5 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 54 % der Bilanzsumme (Vj. 61 %).
Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,6 Mio. Euro (Vj. 29,2 Mio. Euro).
Unsere Aktionäre beteiligen wir angemessen am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt mehr als 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausgeschüttet.
11,00 Euro Dividende vorgeschlagen
Die Konjunkturprognosen gehen für 2018 von einer soliden Entwicklung der Weltwirtschaft aus. In Anbetracht der guten Geschäftsentwicklung sowie der guten Liquiditätssituation werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2018 die Ausschüttung einer Dividende von 8,80 Euro je Aktie (Vj. 8,00 Euro) und einer Sonderdividende von 2,20 Euro je Aktie (Vj. 2,00 Euro) vorschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,0 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2017). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 125,1 Mio. Euro (Vj. 113,7 Mio. Euro) geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt eine ausreichend hohe Liquiditätsreserve im Unternehmen.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Leasingverträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vj. 2,3 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.
Langfristige Finanzierungsmaßnahmen
Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir in der Regel aus eigenen Mitteln. aber auch durch die Aufnahme langfristiger Bankdarlehen, was allerdings die Ausnahme darstellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben Darlehen mit einer Restverbindlichkeit von 9,5 Mio. Euro getilgt, bei welchen die Zinsbindungsfrist abgelaufen war. Die Finanzierungsstruktur ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
scroll
| Restlaufzeiten bis | Restverbindlichkeiten in Mio. EUR |
|---|---|
| 2018 | 0,4 |
| 2020 | 3,0 |
| 2021 | 1,0 |
| 2022 | 2,1 |
| 2023 | 5,7 |
Fristigkeiten der Finanzverbindlichkeiten der RATIONAL AG
Hohe Bonitätsbewertung durch Banken und Kreditversicherer
Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken sowie von unserem Kreditversicherer mit sehr guten Bonitätsnoten von A- bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Ratingagentur.
Hohe Eigenkapitalquote
Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2017 um 1 % von 402,5 Mio. Euro auf 406,4 Mio. Euro angestiegen. Dies resultierte maßgeblich aus dem Jahresüberschuss von 129,0 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 113,7 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital um 5% auf 340,3 Mio. Euro (Vj. 325,0 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 84 % leicht über dem Vorjahr (Vj. 81 %).
Kurzfristige Kapitalbindung
Das Umlaufvermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,4 Mio. Euro gesunken. Hier war vor allem der Rückgang der liquiden Mittel (-27,4 Mio. Euro) der wesentliche Treiber. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte lag zum Bilanzstichtag bei 76 % (Vj. 81 %).
Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir gezielt. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. Im Geschäftsjahr 2017 ist es uns gelungen, die durchschnittliche konzernweite Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) mit 46 Tagen (Vj. 46 Tage) auf Vorjahresniveau zu halten. Dies wurde insbesondere durch die Vereinbarung von Zahlungsbedingungen mit Vorkasse-Anteilen in den asiatischen Märkten möglich.
Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde – unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – zum Bilanzstichtag eine konzernweite Deckungsquote des Forderungsbestands von 85 % (Vj. 84 %) erreicht. Dadurch sichern wir indirekt auch die aus der internen Lieferbeziehung entstehenden Forderungen der RATIONAL AG gegenüber den Vertriebstöchtern ab.
Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen von 28,8 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt (Vj. 15,5 Mio. Euro). Dies ist hauptsächlich aus Zugängen im Bereich Grundstücke und Bauten, Technische Anlagen und Maschinen sowie Investitionen in immaterielle Vermögengenstände zurückzuführen.
2018 erwarten wir insgesamt Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen von rund 40 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2018 betragen rund 15 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.
Prognose-Ist-Vergleich
Im Jahresabschluss 2017 hatten wir ein moderates Umsatz- und Absatz-Wachstum prognostiziert. Mit Umsatzerlösen von 491,8 Mio. Euro (+17 %), einer ähnlichen Absatzsteigerung konnten wir die Erwartungen übertreffen. Mit einem Rohergebnis in Höhe von 225,2 Mio. Euro (+7 %) bei einer unter Vorjahr liegenden Rohergebnismarge konnten wir hier die Erwartungen nicht erreichen.
Die operativen Aufwendungen stiegen 2017 unerwartet etwas geringer an als prognostiziert, mit einer Steigerung um 15 % im Vorjahresvergleich.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit, wie erwartet, auf einem hohen Wert. Die Fluktuationsquote lag 2017 bei rund 6 % und damit deutlich höher als im Vorjahr (3 %) und über unseren Erwartungen.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.
4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Prämissen der Prognosen
Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Berichtsaufstellung bekannten Einflussfaktoren. Dies betrifft allgemeine Marktindikatoren sowie branchen- und unternehmensspezifische Sachverhalte. Marktbezogene Parameter sind das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen die Anwender unserer Produkte, den Fachhandel und die Wettbewerbssituation. Unternehmensspezifische Faktoren sind die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Die Prognose berücksichtigt bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.
Weltwirtschaft auf Wachstumskurs
Für das Jahr 2018 rechnen Konjunkturexperten mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 4,0 %. Insbesondere die Schwellenländer sollen im Jahr 2018 eine deutliche Konjunkturbelebung aufweisen (+5,2). Diese positive Entwicklung wird vor allem durch sich erholende Rohstoffpreise getrieben. Auch für Industrieländer wird eine höhere Konjunkturdynamik prognostiziert, die vor allem durch ein stärkeres Wachstum der USA getrieben wird, für die eine Wachstumsrate von 2,6 % vorhergesagt wird. Die Wachstumsprognosen für den Euroraum liegen bei 2,4 % (Quelle: Warburg Research, Januar 2018)
Finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2018
Die für unsere Geschäftsentwicklung relevanten Trends sind unverändert intakt. Aufgrund der erwarteten Ausgabensteigerungen im Außer-Haus-Markt in den kommenden Jahren gehen wir auch von einer weiter zunehmenden Nachfrage nach innovativen Produkten zur thermischen Speisenzubereitung aus. Unsere Erhebung belegt, dass die Mehrzahl unserer Kunden so zufrieden ist, dass sie jederzeit wieder ein Produkt aus unserem Haus kaufen und dies auch Kollegen empfehlen würde.
Die Entwicklung der Wechselkurse war in den letzten Jahren zunehmend volatiler. Für 2018 erwarten wir, dass der Verlauf der Fremdwährungskurse einen leicht negativen Effekt auf unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben wird.
Insgesamt erwarten wir für 2018 die Fortsetzung des langjährigen moderaten Wachstumstrends bei Absatz und Umsatz.
Beim Materialaufwand rechnen wir mit einem Anstieg ungefähr proportional zu den Umsatzerlösen. Darüber hinaus sollten die Rohstoffkosten unter Einbeziehung unserer Sicherungsmaßnahmen weitgehend stabil bleiben und keinen wesentlichen Ergebniseinfluss haben. Deshalb gehen wir von einer proportionalen Erhöhung des Rohergebnisses und demgemäß einer Rohergebnismarge auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 aus.
Die operativen Aufwendungen werden aufgrund der anhaltenden Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, Investitionen in die Unternehmensinfrastruktur sowie der Stärkung zentraler Unterstützungsprozesse im Vertrieb, Marketing, technischen Service und der IT etwas überproportional zur Umsatzsteigerung zunehmen.
Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen
Für den Verlauf des Jahres 2018 planen wir eine Eigenkapitalquote auf Vorjahresniveau.
Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen
Die bereits hohe Mitarbeiterzufriedenheit versuchen wir auch 2018 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen weiter zu verbessern. Die Fluktuationsrate erwarten wir auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2017.
Chancen- und Risikobericht
Die Chancen- und Risikopolitik der RATIONAL AG zielt auf eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken und damit auf die Bestandssicherung des Unternehmens. Das frühzeitige Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sowie die Erreichung finanzieller und strategischer Ziele sicher.
Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand
Chancen für unsere erfolgreiche Unternehmenszukunft sind der durch Innovationen herbeigeführte Austauschbedarf bestehender Geräte, die Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten sowie das zunehmende Wohlstandsniveau in Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des großen Marktpotenzials und unserer hochwertigen Produkte beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.
Neben den genannten Chancen bestehen Risiken, die zu einer negativen Abweichung von den Prognosen führen können. Neben den versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entwicklungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.
Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Es geht demnach keine existenzbedrohende Gefährdung für das Unternehmen von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.
Chancenbericht
Das RATIONAL-Chancenmanagement
Chancen sind insbesondere externe Faktoren und Trends, die die Zukunftsaussichten des Unternehmens positiv beeinflussen. Das frühzeitige Erkennen, die konsequente Wahrnehmung und die Nutzung dieser Chancen bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Risiken sind notwendige Voraussetzung, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten. Die unten gezeigten Chancen sind aus unserer Sicht nicht quantifizierbar und sind entsprechend ihrer Bedeutung für die zukünftige Unternehmensentwicklung dargestellt.
Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis
Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis: Essen außer Haus. Dies gibt uns Sicherheit, auch in Krisenzeiten. Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in Schwellenländern verbessert sich dort die Kaufkraft spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten aus.
Großes freies Weltmarktpotenzial
Laut unserer Einschätzung kochen nur rund 30 % der mehr als drei Millionen für uns adressierbaren Endkunden bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Da das SelfCookingCenter® neben der traditionellen Gartechnologie aufgrund seiner Kochintelligenz auch ursprüngliche Combi-Dämpfer ersetzen kann, sehen wir zusätzliches Marktpotenzial. Das Marktpotenzial für das VarioCooking Center® beurteilen wir als noch höher, da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist und dementsprechend der Penetrationsgrad noch relativ gering ist.
Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt
Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben sowohl die Bürger als auch die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend und fettarm und damit sehr gesund.
Fachkräftemangel
Der Kochberuf verliert zunehmend an Attraktivität. Deshalb finden Küchen immer schwerer qualifiziertes Personal. Intelligente Garprozesse können den Küchenchefs dabei helfen, diese Engpässe zu kompensieren, da diese auch durch ungelerntes Personal bedient werden können.
Risikobericht
Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht zu erreichen. Um die Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden oder zu begrenzen.
Das RATIONAL-Risikomanagement
Das Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Um das Risikomanagement auf einem nachhaltig hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern.
Im Rahmen der Chancen- und Risikoanalyse werden externe und interne Risiken aller Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Eine Aktualisierung der Ergebnisse der Risikoinventur wurde im Jahr 2017 durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.
Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, mögliche Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu erkennen und zu beseitigen.
Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern strategisch und finanziell sinnvoll, über ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Versicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.
Das in der RATIONAL-Gruppe implementierte Compliance-Managementsystem wurde im Geschäftsjahr 2015 einer Konzeptionsprüfung gemäß IDW PS 980 unterzogen und im darauffolgenden Geschäftsjahr entsprechend den gesetzlichen Vorschriften weiterentwickelt.
Risikobewertung und Risikobegrenzung
Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens und haben entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.
Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBIT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:
scroll
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| ≤ 10 % | Sehr gering |
| > 10 % bis 30 % | Gering |
| > 30 % bis 60 % | Hoch |
| > 60 % | Sehr hoch |
scroll
| Risikoauswirkung | Beschreibung | EBIT-Risiko |
|---|---|---|
| Sehr gering | Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | ≤ 2 % |
| Gering | Geringe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >2 % bis 5 % |
| Mittel | Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >5 % bis 10 % |
| Hoch | Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >10 % bis 20 % |
| Sehr hoch | Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | >20 % |
Risiken
In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für den RATIONAL-Konzern wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den obenstehenden Definitionen eingestuft. Die Sortierung erfolgt aufsteigend nach Risikoauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.
scroll
| Unternehmensrisiken | Risikoauswirkung | Eintrittswahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
| Markt- und Wettbewerbsrisiken | Gering | Gering |
| Produktions- und Produktrisiken | Gering | Gering |
| Operative Risiken | Gering | Gering |
| Politische und rechtliche Risiken | Gering | Hoch |
| Finanz- und Kapitalmarktrisiken | Mittel | Sehr hoch |
Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken und Gegenmaßnahmen.
Im Vergleich zum letzten Risikobericht hat sich die Einschätzung der Finanz- und Kapitalmarktrisiken geändert. Für eine trennschärfere Kategorisierung der Risikoauswirkungen haben wir eine Kategorie „Mittel“ mit einer negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von 5-10 % ergänzt. In diese Bandbreite – die im Vorjahr noch unter „Gering“ eingeordnet war – fällt die Einschätzung der Kapitalmarktrisiken.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken
Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Akquisitionen von konkurrierenden Unternehmen neue, größere Wettbewerber mit hoher Innovations- und Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer stärkeren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt.
Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung berücksichtigt.
Nichtakzeptanz unserer Technologien
Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte oder Dienstleistungen nicht die von uns erwartete Akzeptanz am Markt erlangen.
Mit unserer klaren Kundennutzenorientierung, konzernweit rund 400 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und -beratung setzen wir uns intensiv mit den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden auseinander und versuchen, optimale Lösungen für diese zu entwickeln und anzubieten.
Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
Der Kauf unserer Geräte ist für die Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Lage können die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.
Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der für uns wichtigen Märkte mit großer Aufmerksamkeit. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit situationsabhängiger Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet.
Reduzierte Deckung von Kreditrisiken
Eine negative konjunkturelle Entwicklung und die daraus resultierende finanzwirtschaftliche Situation unserer Kunden reduzieren die Bereitschaft der Warenkreditversicherer zur Übernahme von Kreditrisiken und können zu höheren Forderungsausfallrisiken führen (siehe Finanz- und Kapitalmarktrisiken).
Produktions- und Produktrisiken
Beschaffungsrisiken
Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Dies führt zu kontinuierlichen Qualitäts- und Produktverbesserungen, hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Hierzu gehören unter anderem die Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und ein System zur Auditierung von Vorlieferanten.
Produktionsunterbrechungsrisiko
Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen. Das daraus resultierende finanzielle Risiko einer Produktionsunterbrechung ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen verfügen wir jeweils über eine zweite Ausfertigung. Diese können im Bedarfsfall in kurzer Zeit aktiviert werden.
Produktqualität
Es besteht das Risiko, dass ausgelieferte Produkte qualitativ nicht einwandfrei sind. Mögliche Folgen daraus sind Sach- und Personenschäden, aber auch Imageschäden.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen, intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch äußerstes Bemühen, jeden Fehler und daraus entstandene Schäden zu überkompensieren.
Operative Risiken
Personalwirtschaftliche Risiken
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, kompetente Mitarbeiter zu gewinnen, ist für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsrate würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.
RATIONAL ist sowohl in der Region als auch international ein attraktiver Arbeitgeber. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten, wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen, durchgeführt. Um Mitarbeiter zu motivieren und langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen. Daneben verfügen wir mit der U.i.U.®-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, welche die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.
Um Arbeitsunfälle und hohe Krankheitsquoten zu vermeiden, finden im Unternehmen regelmäßig Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen durch den Betriebsarzt statt. Jährliche Mitarbeiterunterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit werden über die Initiative „RATIONAL Offensive Sicherheit“ durchgeführt. Den Mitarbeitern werden so allgemeine Sicherheitsvorschriften und Unfallvermeidungsmaßnahmen ins Gedächtnis gerufen und nähergebracht.
IT-Risiken
IT-Risiken können durch die immer stärkere Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.
Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Zur Sicherung von Unternehmensdaten werden regelmäßige Informationssicherheitstrainings durchgeführt.
Umweltrisiken
Als produzierendes Unternehmen unterliegen wir grundsätzlich dem Risiko, dass im Rahmen der Produktion durch Unfälle mit Öl, Chemikalien oder anderen Schadstoffen die Umwelt geschädigt wird. Dem treten wir durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, -schulungen und regelmäßigen Audits entgegen.
Politische und rechtliche Risiken
Politische Instabilität oder Krisen
Die Auswirkungen von politischer Unsicherheit oder Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen hieraus sind zum Beispiel Investitionszurückhaltung oder Einfuhrbeschränkungen denkbar.
Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte in vielen Regionen der Welt anbieten, ermöglichen jedoch, regionale Schwächen durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.
Verletzung von Schutzrechten
Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie für Schadenersatzleistungen entstehen.
Ein Team von Patentspezialisten beobachtet intensiv die Neuentwicklungen unserer Wettbewerber und arbeitet eng mit unserer Produktentwicklung zusammen. Durch den Abgleich mit internationalen Patentdatenbanken können so eigene Patentverletzungen vermieden sowie Patentverletzungen unserer Wettbewerber frühzeitig erkannt und verfolgt werden.
Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften
Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:
| ― | länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen, |
| ― | Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können, |
| ― | unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben, |
| ― | geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen, |
| ― | Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze. |
Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.
Finanz- und Kapitalmarktrisiken
Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken identifiziert.
Währungsschwankungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich negativ aus, eine Abwertung positiv. Um diesem Risiko entgegenzutreten, werden gängige Sicherungsinstrumente wie Optionen eingesetzt. Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig eliminieren.
Zinsänderungsrisiken werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses sowohl in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in ihrer möglichen Schadenhöhe als sehr gering eingestuft.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bei der RATIONAL AG im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
| > Die bei der RATIONAL AG und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert. | |
| > Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet. | |
| > Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet. | |
| > Die Buchführung wird, soweit möglich, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten. | |
| > Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. | |
| > Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weitergebildet. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die involvierten Parteien ihr Handeln eng aufeinander ab. | |
| > Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. | |
| > Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das 4-Augen-Prinzip angewendet. | |
| > Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Abschluss wesentlichen Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen. | |
| > Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt. |
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.
5. Vergütungsbericht
Gemäß § 289a Abs. 2 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.
Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.
Für das Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 5,1 Mio. Euro (Vj. 5,2 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vj. 1,9 Mio. Euro) sowie Zahlungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 10 Tsd. Euro (Vj. 0,8 Mio. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,4 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro) beliefen.
Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.
Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Die Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und daher von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.
Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2017 nicht stattgefunden.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Mai 2016 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 betrug 1,1 Mio. Euro (Vj. 1,2 Mio. Euro). Mit Beschluss der Hauptversammlung 2015 wurde ab Geschäftsjahr 2015 auf eine reine Festvergütung des Aufsichtsrats umgestellt.
6. Übernahmerelevante Angaben
Gemäß § 289a Abs. 1 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.
Zum 31. Dezember 2017 hielt die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister (verstorben am 28. Juli 2017) 7.161.311 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt diese die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2015 wurde § 8 Abs. 6 Satz 1 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, bis zu zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“
Mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 hat Herr Walter Kurtz gemäß seinem satzungsgemäßen Entsendungsrecht Herrn Dr.-Ing. Georg Sick bis zu den nächsten Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt. Damit wurde die durch den Tod von Herrn Meister vakante Aufsichtsratsposition entsprechend § 104 Abs. 2 AktG fristgerecht innerhalb von drei Monaten nachbesetzt.
Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.
Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.
Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechend Anwendung. 2017 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.
Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.
Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.
7. Bericht des Vorstands der RATIONAL AG über Beziehungen zu verbunden Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz
Der Vorstand der RATIONAL AG hat für das Jahr 2017 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Wortlaut der Schlusserklärung lautet:
„Der Vorstand der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklärt hiermit, dass die RATIONAL AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Durch die Rechtsgeschäfte wurde die Gesellschaft nicht benachteiligt. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“
8. Erklärung zur Unternehmensführung
Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB sind auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.
Landsberg am Lech, den 27. Februar 2018
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
RATIONAL AG, Landsberg am Lech
Bilanz zum 31. Dezember 2017
Aktiva
scroll
| 31.12.2017 € |
31.12.2016 € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.581.148,00 | 3.021.446,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 159.858,93 | 764.377,29 |
| 3.741.006,93 | 3.785.823,29 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 56.904.629,14 | 54.033.990,66 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 8.194.836,00 | 8.579.302,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.405.728,00 | 6.355.146,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 17.992.369,91 | 383.781,13 |
| 90.497.563,05 | 69.352.219,79 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 965.918,41 | 965.918,41 |
| 965.918,41 | 965.918,41 | |
| 95.204.488,39 | 74.103.961,49 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 10.316.188,14 | 8.796.106,44 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 395.760,56 | 262.737,35 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.330.759,29 | 2.293.556,05 |
| 13.042.707,99 | 11.352.399,84 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 350.929,03 | 47.004,21 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 75.949.318,09 | 69.256.641,62 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.641.645,84 | 319.551,02 |
| 77.941.892,96 | 69.623.196,85 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 219.140.404,99 | 246.510.906,05 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 601.320,77 | 456.484,24 |
| D. Aktive latente Steuern | 434.100,00 | 462.457,42 |
| 406.364.915,10 | 402.509.405,89 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2017 € |
31.12.2016 € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 11.370.000,00 | 11.370.000,00 |
| (Nennwert bedingtes Kapital T€ 200; Vorjahr T€ 200) | ||
| II. Kapitalrücklage | 31.016.731,65 | 31.016.731,65 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 513.541,57 | 513.541,57 |
| IV. Bilanzgewinn | 297.403.809,33 | 282.056.023,33 |
| (davon Gewinnvortrag: T€ 168.356; Vorjahr T€ 157.352) | ||
| 340.304.082,55 | 324.956.296,55 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 653.293,00 | 661.960,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.106.920,22 | 789.004,00 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 20.575.096,39 | 15.135.438,13 |
| 22.335.309,61 | 16.586.402,13 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.154.934,76 | 25.661.259,71 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.168.233,38 | 12.819.056,23 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 8.766.329,34 | 15.725.732,93 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 7.636.025,46 | 6.760.658,34 |
| (davon aus Steuern T€ 1.224; Vorjahr T€ 2.946) | ||
| 43.725.522,94 | 60.966.707,21 | |
| 406.364.915,10 | 402.509.405,89 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
RATIONAL AG, Landsberg am Lech
scroll
| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | € | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 491.847.115,88 | 421.891.041,73 | ||
| 2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 174.417,81 | 260.157,74 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 4.678.528,23 | 5.577.023,27 | ||
| (davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 3.171; | ||||
| Vorjahr T€ 4.522) | ||||
| 496.700.061,92 | 427.728.222,74 | |||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 234.516.154,31 | 196.021.990,48 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 32.308.351,12 | 14.786.484,32 | ||
| 266.824.505,43 | 210.808.474,80 | |||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 30.701.796,54 | 29.456.279,87 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 4.858.681,83 | 4.633.972,66 | ||
| (davon für Altersversorgung T€ 1.155; Vorjahr T€ 896) | ||||
| 35.560.478,37 | 34.090.252,53 | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 7.543.356,42 | 6.505.978,51 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 87.496.225,42 | 73.086.342,35 | ||
| (davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 3.416; Vorjahr T€ 8.478) | ||||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 53.357.205,54 | 50.791.153,94 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen T€ 53.357; Vorjahr T€ 50.791) | ||||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 142.043,48 | 215.983,10 | ||
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 7.591.843,02 | 2.238.770,91 | ||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 798.395,22 | 901.562,64 | ||
| (davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 99; Vorjahr T€ 104) | ||||
| 12. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 0,00 | 1.089.883,88 | ||
| 13. Ergebnis vor Steuern | 159.568.193,10 | 154.491.635,98 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 30.379.554,45 | 29.639.498,80 | ||
| (davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern T€ 28; | ||||
| davon Ertrag Vorjahr T€ 262) | ||||
| 15. Ergebnis nach Steuern | 129.188.638,65 | 124.852.137,18 | ||
| 16. Sonstige Steuern | 140.852,65 | 147.756,73 | ||
| 17. Jahresüberschuss | 129.047.786,00 | 124.704.380,45 | ||
| 18. Gewinnvortrag | 168.356.023,33 | 157.351.642,88 | ||
| 19. Bilanzgewinn | 297.403.809,33 | 282.056.023,33 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2017
RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech
Registergericht Augsburg HRB 2001
I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Änderungen durch das BilRuG aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über zwei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Sollten dauerhafte und vorübergehende Wertminderungen vorhanden sein, wird dementsprechend eine Sonderabschreibung vorgenommen.
Für Zugänge nach dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bauten werden überwiegend über 25 bis 33 Jahre abgeschrieben, die sonstigen Anlagen werden überwiegend über 3 bis 10 Jahre abgeschrieben. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter (€ 150 bis € 1.000) werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.
Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Vorräte sind mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, der auf die Fertigung entfällt, einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag bilanziert.
Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Fremdwährung geführten flüssigen Mittel werden mit dem Devisenkassamittelkurs per 31.12.2017 bewertet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert.
Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ als so genannter "davon-Vermerk" ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,73 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen ergeben wird.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.
Die gebildete Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umsatzrealisierung aus dem Produktverkauf an die Tochtergesellschaften erfolgt im vertraglich festgelegten Zeitpunkt des Gefahrenübergangs. Die Erträge aus dem Kundenstammleasing sowie aus den erbrachten internen Dienstleistungen werden vertragsgemäß abgerechnet.
II. Bilanzerläuterungen
1. Anlagevermögen
Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2017 sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.
Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 28,8 Mio. Euro zur Steigerung der Produktionskapazitäten in das Anlagevermögen getätigt, dies ist hauptsächlich aus Zugängen im Bereich Grundstücke und Bauten, Technische Anlagen und Maschinen sowie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen.
Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende unmittelbare und mittelbare Beteiligungen:
scroll
| Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in T€ 31.12.2017 (Stichtagskurs) | Ergebnis in T€ GJ 2017 (Durchschnittskurs) | |
|---|---|---|---|
| unmittelbare Beteiligungen: | |||
| RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 26 | 0* |
| RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 93 | 0* |
| RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 99 | 0* |
| LechMetall GmbH, Landsberg am Lech | 100,0 | 51 | 0* |
| RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech | 100,0 | 86 | 0* |
| RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech | 100,0 | 147 | 0* |
| RATIONAL F & E GmbH Landsberg am Lech | 100,0 | 662 | 0* |
| RATIONAL UK Ltd., Luton, Großbritannien | 100,0 | 3.110 | 1.953 |
| RATIONAL Japan Co., Ltd., Tokyo, Japan | 100,0 | 3.601 | 634 |
| RATIONAL Cooking Systems, Inc., Schaumburg, USA | 100,0 | 4.985 | 2.539 |
| RATIONAL Skandinavia AB, Malmö, Schweden | 100,0 | 1.154 | 989 |
| RATIONAL Italia s.r.l., Mestre, Italien | 100,0 | 1.511 | 1.139 |
| RATIONAL Schweiz AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 673 | 329 |
| RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 51.798 | 49.737 |
| RATIONAL Canada Inc., Mississauga, Kanada | 100,0 | 2.217 | 1.449 |
| RATIONAL Ibérica Cooking Systems S.L., Barcelona, Spanien | 100,0 | 1.112 | 850 |
* nach Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft
scroll
| Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in T€ 31.12.2017 (Stichtagskurs) | Ergebnis in T€ GJ 2017 (Durchschnittskurs) | |
|---|---|---|---|
| mittelbare Beteiligungen: | |||
| RATIONAL Austria GmbH, Salzburg, Österreich | 100,0 | 1.520 | 784 |
| RATIONAL France S.A.S., Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 2.369 | 956 |
| RATIONAL Sp. z o.o., Warschau, Polen | 100,0 | 446 | 349 |
| FRIMA International AG, Balgach, Schweiz | 100,0 | 9.024 | 8.915 |
| FRIMA Deutschland GmbH, Frankfurt, Deutschland | 100,0 | 840 | 651 |
| FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 6.900 | 1.787 |
| FRIMA France S.A.S., Wittenheim, Frankreich | 100,0 | 1.690 | 502 |
| FRIMA UK Ltd., London, Großbritannien | 100,0 | 147 | -15 |
| RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | 100,0 | 1.643 | 522 |
| RATIONAL Russland OOO, Moskau, Russland | 100,0 | 2.410 | 889 |
| RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção Ltda. São Paolo, Brasilien | 99,9 | 3.306 | 900 |
| RATIONAL Mexico S.A. DE C.V. Mexico City, Mexiko | 100,0 | 1.159 | 429 |
| RATIONAL International India Private Ltd. Delhi, Indien | 100,0 | 755 | 363 |
| RATIONAL Colombia – America Central SAS, Bogota, Kolumbien | 100,0 | 119 | 67 |
| RATIONAL Endüstriyel Mutfak Ekipmanlari Ticaret Limited Sirketi, | |||
| Istanbul, Türkei | 100,0 | 1.658 | 442 |
| RATIONAL Cooking Systems PTE. Ltd. Singapur, Singapur | 100,0 | 567 | 172 |
| RATIONAL Kitchen and Catering Equipment Trading FZCO Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | 1.400 | 362 |
Die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen erfolgte in Bezug auf das Eigenkapital mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag sowie in Bezug auf das Ergebnis mit Jahresdurchschnittskursen.
Zwischen der RATIONAL AG (Organträger) und der RATIONAL Großküchentechnik GmbH, der RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Komponenten GmbH, der LechMetall GmbH, der RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, der RATIONAL Montage GmbH sowie der RATIONAL F & E GmbH besteht eine umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Organschaft.
Die RATIONAL Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft des RATIONAL-Konzerns und stellt als oberstes Mutterunternehmen gem. § 315e Abs. 1 HGB einen IFRS Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist auf der Website der Gesellschaft abrufbar.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Devisengeschäften und Zinsforderungen.
3. Latente Steuern
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 434 führen (Vorjahr: T€ 462), resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Abzinsung von Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sowie Unterschieden in der Bemessung der Urlaubs-, Gleitzeit- und Jubiläumsrückstellung und sind folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
Latente Steuern zum 31.12.2017
scroll
| Bilanzposten | HB T€ |
StB T€ |
Unterschied T€ |
Aktive(-) /Passive (+) latente Steuer T€ |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 77.942 | 78.110 | 168 | -46 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 653 | 481 | 172 | -48 |
| Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen | 2.542 | 1.934 | 608 | -169 |
| Gewährleistungsrückstellung | 12.835 | 12.618 | 217 | -60 |
| Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung | 3.880 | 3.470 | 410 | -114 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.168 | 15.178 | 10 | 3 |
Latente Steuern zum 31.12.2016
scroll
| Bilanzposten | HB T€ |
StB T€ |
Unterschied T€ |
Aktive(-) /Passive (+) latente Steuer T€ |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 69.623 | 70.146 | 523 | -145 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 662 | 496 | 166 | -46 |
| Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen | 598 | 435 | 163 | -45 |
| Gewährleistungsrückstellung | 7.879 | 7.778 | 101 | -28 |
| Urlaubs- und Gleitzeitrückstellung | 1.082 | 916 | 166 | -46 |
| Drohverlustrückstellung | 556 | 0 | 556 | -154 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.819 | 12.826 | 7 | 2 |
Die aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.
4. Eigenkapital
Das Grundkapital der RATIONAL Aktiengesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 11.370.000,00 und besteht aus 11.370.000 Stückaktien à € 1,00. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien liegen nicht vor.
Die Gewinnrücklage betrifft die nach § 150 Abs. 2 AktG erforderliche gesetzliche Rücklage. Die Kapitalrücklage sowie die gesetzliche Rücklage haben wie im Vorjahr bereits den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.
Das bedingte Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr € 200.000,00 und beinhaltet Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstandes auf bis zu 131.000 Aktien.
Für das Geschäftsjahr 2016 wurde in 2017 eine Dividendenzahlung von T€ 113.700 vorgenommen (Dividendenzahlung für 2015 in 2016: T€ 85.275).
5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Pensionsverpflichtung wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt und betrifft ausschließlich Leistungsempfänger in Rente. Im Rahmen der Ermittlung der Pensionszusage wurde ein Rententrend von 1,75% (Vorjahr: 1,75%) sowie die Richttafeln 2005 G zu Grunde gelegt. Die Abzinsung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 3,71% (Vorjahr: 4,03%; 10 Jahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbewertung in Höhe von T€ 51 unterliegt nach §253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.
Zudem bestehen Einzelzusagen und Zusagen für Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Mitarbeiter, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Bei den Einzelzusagen handelt es sich um Fixrentenzusagen und beitragsorientierte Zusagen, deren Leistung sich an der versicherungsförmigen Umsetzung des Beitrags bemisst. Die Zusagen betreffen Vorstände und weitere aktive sowie im Ruhestand befindliche ehemalige Führungskräfte. Die bei der Unterstützungskasse durchgeführten Leistungszusagen sind kongruent rückgedeckt, das heißt, dass die Leistungen vollständig von einem Versicherungsunternehmen erstattet werden. Daher ergibt sich für diese Zusagen beim Unternehmen keine Nettoverpflichtung (Pensionsrückstellung).
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
scroll
| 31.12.2017 T€ |
31.12.2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Gewährleistung | 12.835 | 7.879 |
| Personalbereich | 5.441 | 4.050 |
| ausstehende Rechnungen | 1.305 | 1.550 |
| Aufsichtsratsvergütung | 994 | 1.100 |
| Drohverlust | 0 | 556 |
| 20.575 | 15.135 |
Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Unternehmens für die Funktionalität der Produkte. Der Anstieg der Gewährleistungsrückstellung ist im Wesentlichen durch das gestiegene Absatzvolumen zurückzuführen.
Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile sowie Jubiläen. Im Rahmen der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurden die Richttafeln 2005 G zu Grunde gelegt. Die Fluktuation wurde mit niedrigen Standardwerten angesetzt. Die Rückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 2,84% abgezinst.
7. Verbindlichkeiten
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2017:
scroll
| bis zu einem Jahr T€ |
über einem Jahr T€ |
davon über fünf Jahre T€ |
gesamt lt. Bilanz T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten | 3.218 | 8.937 | -- | 12.155 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.168 | -- | -- | 15.168 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 8.766 | -- | -- | 8.766 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.636 | -- | 3.214 | 7.636 |
| 34.788 | 8.937 | 3.214 | 43.725 |
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2016:
scroll
| bis zu einem Jahr T€ |
über einem Jahr T€ |
davon über fünf Jahre T€ |
gesamt lt. Bilanz T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten | 4.914 | 20.747 | 4.069 | 25.661 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.819 | -- | -- | 12.819 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 15.726 | -- | -- | 15.726 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.761 | -- | -- | 6.761 |
| 40.220 | 20.747 | 4.069 | 60.967 |
Für Grundstücke und Bauten sind Grundschulden in Höhe von T€ 33.500 eingetragen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.
8. Haftungsverhältnisse
Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bis zur Maximalhöhe von insgesamt T€ 10.601 (Vorjahr: T€ 13.183) übernommen. Diese betreffen in voller Höhe (wie im Vorjahr) Zahlungsverpflichtungen verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Gemäß § 251 HGB gliedern sie sich in folgende Kategorien:
scroll
| 31.12.2017 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften, Wechsel-, und Scheckbürgschaften | 1.384 | 3.092 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 9.217 | 10.091 |
Mit einer Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse ist aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Zahlungspflichtigen nicht zu rechnen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Geographische Aufteilung der Umsatzerlöse:
scroll
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| übriges Europa | 381.329 | 340.504 |
| Inland | 109.597 | 80.867 |
| Amerika | 578 | 350 |
| Asien | 343 | 170 |
| 491.847 | 421.891 |
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
scroll
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Verkäufe an Tochtergesellschaften | 406.517 | 365.240 |
| Konzerninterne Dienstleistungen | 62.718 | 33.944 |
| Kundenstammleasinggebühren | 21.929 | 21.948 |
| Sonstige | 683 | 759 |
| 491.847 | 421.891 |
Der Anstieg der Umsatzerlöse für konzerninterne Dienstleistungen resultiert im Wesentlichen durch die Anpassung der Abrechnungsmodalitäten der Dienstleistungsverträge mit verbundenen Unternehmen.
2. Sonstige betriebliche Erträge
scroll
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Wechselkursgewinne | 3.171 | 4.522 |
| Erlöse aus geldwertem Vorteil der Mitarbeiter | 597 | 555 |
| Schadenersatz Versicherungen | 563 | 291 |
| Sonstige Erlöse | 266 | 77 |
| Übrige | 82 | 132 |
| 4.679 | 5.577 |
Ein wesentlicher Anteil der Wechselkursgewinne kommt aus Wechselkursschwankungen des kanadischen und US-Dollar sowie dem britischen Pfund gegenüber dem Euro.
3. Materialaufwand
scroll
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Material- und Wareneinkauf | 234.981 | 196.452 |
| Erhaltene Skonti | -464 | -430 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 32.308 | 14.786 |
| 266.825 | 210.808 |
Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert im Wesentlichen durch die Anpassung der Abrechnungsmodalitäten der Dienstleistungsverträge mit verbundenen Unternehmen.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
scroll
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 29.900 | 22.639 |
| Interne Verrechnungen | 17.592 | 7.982 |
| Reparatur, Instandhaltung, Leasing | 6.234 | 3.761 |
| Kosten der Warenabgabe | 3.906 | 3.620 |
| Wechselkursverluste | 3.416 | 8.478 |
| Raumkosten | 2.726 | 2.786 |
| Kfz-Kosten | 2.430 | 2.193 |
| Vertrieb, Werbung | 2.130 | 2.348 |
| Steuern, Versicherungen | 1.956 | 2.198 |
| Personalaufwendungen | 1.479 | 1.481 |
| Reisekosten | 1.118 | 1.334 |
| Sonstige | 4.035 | 4.658 |
| 87.496 | 73.086 |
Der Anstieg der Entwicklungskosten resultiert im Wesentlichen aus verstärkten Entwicklungsaktivitäten. Die Wechselkursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Ein wesentlicher Anteil der Effekte kommt aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar und britischen Pfund gegenüber dem Euro.
IV. Sonstige Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 20.942 (Vorjahr: T€ 8.990) im Wesentlichen für Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 15.388 (Vorjahr: T€ 3.191) sowie aus abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 5.000 (Vorjahr: T€ 5.534). Es bestehen keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Es wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte getätigt.
2. Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden bei RATIONAL zur Absicherung von Devisenwechsel-kursschwankungen bei Liquiditätsströmen in Fremdwährungen, zur Absicherung von Zinsschwankungen und zur Ausnutzung von Zinsdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten eingesetzt. Das Volumen der Liquiditätsströme je Fremdwährung ergibt sich aus den geplanten währungsbezogenen Geldeingängen der Vertriebstochtergesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung. RATIONAL nutzt sogenannte Natural Hedges in den Währungen, in denen Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, sofern in der jeweiligen Fremdwährung auch Zahlungen für Produktionsmaterial anfallen. Zahlungsstromschwankungen werden abgefangen indem nur ein Teil des Planvolumens abgesichert wird.
Zum Jahresabschluss 2017 bestehen insgesamt 30 Devisen-Put-Optionen sowie 30 verkaufte Devisen-Call-Optionen in den Währungen GBP, USD, CAD, JPY und MXN. Bei Fälligkeit der Optionen entscheidet der jeweilige Käufer (RATIONAL oder die Bank), abhängig von der Geschäftsart und der Kurssituation, ob diese Optionen ausgeübt werden oder verfallen. Zusätzlich bestehen zum Jahresende 2017 insgesamt 2 Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP und SEK.
Bei Devisenoptionen entspricht der beizulegende Zeitwert (nach der Black-Scholes-Methode) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt. Die angegebenen Marktwerte der Termingeschäfte (nach der Barwertmethode) errechnen sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.
Die in nachfolgender Tabelle dargestellten Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Die Kategorie Devisenoptionen beinhaltet Put-Optionen mit Kontraktwerten von insgesamt T€ 25.503 (Vorjahr: T€ 22.791) sowie verkaufte Call-Optionen mit Kontraktwerten von T€ 53.508 (Vorjahr T€ 45.711). Zudem bestehen zum Jahresende 2017 Devisentermingeschäfte mit Kontraktwerten von T€ 1.880 (Vorjahr: T€ 3.384).
scroll
| Derivative Finanzinstrumente | Kontraktwert T€ |
Positiver beizulegender Zeitwert T€ |
Negativer beizulegender Zeitwert T€ |
|---|---|---|---|
| Devisenoptionen | 79.011 | 357 | 157 |
| Devisentermingeschäfte | 1.880 | 20 | 0 |
| 80.891 | 377 | 157 |
In der Bilanz aktiviert RATIONAL Put-Kontrakte zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips erfolgt zum Jahresende für noch offene Geschäfte mit niedrigerem beizulegendem Zeitwert zum Stichtag eine Abwertung auf insgesamt T€ 250 (Vorjahr: T€ 165).
Bei verkauften Call-Geschäften werden die erhaltenen Optionsprämien (Stillhalterprämien) unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 411 (Vorjahr: T€ 569) passiviert. Auf der Basis der beizulegenden Zeitwerte zum Stichtag ist eine Rückstellung für Drohverluste, sowohl für Devisenoptionen (Vorjahr: T€ 513) als auch Devisentermingeschäfte (Vorjahr: T€ 43), nicht erforderlich.
3. Abschlussprüferhonorar
Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beinhaltet folgende Leistungen:
scroll
| 2017 T€ |
2016 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 192 | 181 |
| Sonstige Leistungen | 11 | 0 |
| 203 | 181 |
4. Zahl der Arbeitnehmer
Die Gesellschaft hat während der letzten zwölf Monate vor dem Bilanzstichtag durchschnittlich 301 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 297 Mitarbeiter).
Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen:
scroll
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Verwaltung | 132 | 120 |
| Produktion & Lieferung | 85 | 80 |
| Vertrieb & Marketing | 81 | 67 |
| Forschung & Entwicklung | 3 | 30 |
| 301 | 297 |
5. Vorstand
Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
scroll
| Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt | Vorstandsvorsitzender |
| Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur | Vorstand technischer Bereich |
| Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur | Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing |
| Dr. Axel Kaufmann, Dipl.-Kaufmann | Vorstand kaufmännischer Bereich |
Die Mitglieder des Vorstands sind in keinem konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2017 auf T€ 5.140 (Vorjahr: T€ 5.189). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Bestandteile in Höhe von T€ 2.124 (Vorjahr: T€ 1.927) enthalten. Die genannten Bezüge beinhalten Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 821). Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf T€ 432 (Vorjahr: T€ 474) belaufen.
In der Hauptversammlung vom 04.05.2016 wurde beschlossen, dass die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB unterbleiben.
6. Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren
| Siegfried Meister, Kaufmann (bis 28. Juli 2017), Vorsitzender | |
| Walter Kurtz, Kaufmann, Vorsitzender | |
| Dr. Hans W. Maerz, Wirtschaftsprüfer, Stellvertreter | |
| Dr. Gerd Lintz, Notar a.D., selbständiger Rechtsanwalt | |
| Werner Schwind, Kaufmann | |
| Erich Baumgärtner, Kaufmann | |
| Dr.-Ing. Georg Sick, Kaufmann (seit 18. Oktober 2017) |
Herr Siegfried Meister verstarb am 28. Juli 2017. Den Vorsitz des Aufsichtsrats übernahm Herr Walter Kurtz mit Wirkung zum 11. August 2017. Mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 hat Herr Walter Kurtz gemäß seines satzungsgemäßen Entsendungsrechts Herrn Dr.-Ing. Georg Sick bis zu den nächsten Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses bei der FWU Factoring GmbH, München, Deutschland. Herr Dr.-Ing. Sick ist Mitglied des Aufsichtsrats der REMA Tip Top AG, Poing sowie Beirat der DOLL Fahrzeugbau GmbH, Oppenau und der PACOMA Holding s.a.r.l., Luxemburg.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen für das Geschäftsjahr 2017 T€ 1.087 (Vorjahr: T€ 1.151).
7. Mitgeteilte Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG
Im Geschäftsjahr 2016 lagen keine Mitteilungen zu bestehenden Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 i.V.m. § 26 Abs. 1 WpHG vor.
8. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Erklärung abgegeben, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Website der Gesellschaft www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.
9. Verwendung des Bilanzgewinns
Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 8,80 Euro plus 2,20 Euro Sonderdividende je Aktie auszuschütten. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
10. Nachtragsbericht
Im Februar 2018 hat die RATIONAL AG Verträge mit der Landesbank Baden-Württemberg zur Aufsetzung eines Spezialfonds abgeschlossen. Der Spezialfonds wird als Wertsicherungsmandat aufgelegt. Das Ziel der Anlage ist der Kapitalerhalt. Die Erstinvestition in den Spezialfonds ist im Februar 2018 erfolgt. Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der RATIONAL AG von besonderer Bedeutung wären.
Landsberg am Lech, den 27. Februar 2018
RATIONAL Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
(Anlagenspiegel 2017)
scroll
| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Umbuchungen € |
Stand 31.12.2017 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 10.570.596,19 | 1.475.555,96 | 668.067,53 | 745.539,79 | 12.123.624,41 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 764.377,29 | 141.021,43 | 0,00 | -745.539,79 | 159.858,93 |
| 11.334.973,48 | 1.616.577,39 | 668.067,53 | 0,00 | 12.283.483,34 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 79.118.613,59 | 5.006.844,59 | 323.509,99 | 117.001,47 | 83.918.949,66 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 24.641.841,44 | 1.161.296,38 | 777.349,45 | 232.234,66 | 25.258.023,03 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 19.920.045,08 | 3.031.275,05 | 2.160.170,12 | 34.545,00 | 20.825.695,01 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 383.781,13 | 17.992.369,91 | 0,00 | -383.781,13 | 17.992.369,91 |
| 124.064.281,24 | 27.191.785,93 | 3.261.029,56 | 0,00 | 147.995.037,61 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.289.081,10 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.289.081,10 |
| 4.289.081,10 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.289.081,10 | |
| 139.688.335,82 | 28.808.363,32 | 3.929.097,09 | 0,00 | 164.567.602,05 |
scroll
| Abschreibungen/Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Zuschreibungen € |
Stand 31.12.2017 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 7.549.150,19 | 1.660.931,75 | 667.605,53 | 0,00 | 8.542.476,41 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 7.549.150,19 | 1.660.931,75 | 667.605,53 | 0,00 | 8.542.476,41 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 25.084.622,93 | 2.246.063,58 | 316.365,99 | 0,00 | 27.014.320,52 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 16.062.539,44 | 1.717.652,04 | 717.004,45 | 0,00 | 17.063.187,03 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.564.899,08 | 1.918.709,05 | 2.063.641,12 | 0,00 | 13.419.967,01 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 54.712.061,45 | 5.882.424,67 | 3.097.011,56 | 0,00 | 57.497.474,56 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.323.162,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.323.162,69 |
| 3.323.162,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.323.162,69 | |
| 65.584.374,33 | 7.543.356,42 | 3.764.617,09 | 0,00 | 69.363.113,66 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2017 € |
Stand 31.12.2016 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.581.148,00 | 3.021.446,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 159.858,93 | 764.377,29 |
| 3.741.006,93 | 3.785.823,29 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 56.904.629,14 | 54.033.990,66 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 8.194.836,00 | 8.579.302,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.405.728,00 | 6.355.146,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 17.992.369,91 | 383.781,13 |
| 90.497.563,05 | 69.352.219,79 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 965.918,41 | 965.918,41 |
| 965.918,41 | 965.918,41 | |
| 95.204.488,39 | 74.103.961,49 |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Landsberg am Lech, den 27. Februar 2018
RATIONAL AG
Der Vorstand
Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender
Dr. Axel Kaufmann, Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing
Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Rückstellungen für Gewährleistungen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
1 Rückstellungen für Gewährleistungen
1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten “Sonstige Rückstellungen“ zum 31. Dezember 2017 Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 12,8 Mio. EURO ausgewiesen. Die Gesellschaft bildet für erwartete Inanspruchnahmen aus der Haftung für die Mängelfreiheit der verkauften Produkte Rückstellungen. In diesem Zusammenhang werden vom Vorstand Annahmen hinsichtlich der künftigen Inanspruchnahme getroffen. Ansatz und Bewertung erfolgen auf Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit und verkaufter Stückzahlen im Geschäftsjahr. Aufgrund der vor diesem Hintergrund bestehenden Schätzunsicherheiten und der Höhe dieser betragsmäßig wesentlichen Posten waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung.
2 Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Fehlerrisiko in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf das Jahresergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze unter anderem anhand uns vorgelegter Berechnungsgrundlagen beurteilt. Hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Rückstellungen haben wir unter anderem die vorliegenden Verträge, Kostenschätzungen sowie die ermittelten Vergangenheitswerte der Absatzzahlen und Garantiefälle gewürdigt. Zudem haben wir das Berechnungsschema der Rückstellungen nachvollzogen und die erwarteten Zeitpunkte der Inanspruchnahme aus den Rückstellungen gewürdigt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Rückstellungen für Gewährleistungen zu rechtfertigen.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den betreffenden Rückstellungen sind im Abschnitt 6 des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| • | die in Abschnitt 8 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| • | den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex |
Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. August 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dietmar Eglauer.
München, den 27. Februar 2018
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer
ppa. Patrick Konhäuser, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
am 28. Juli 2017 ist Herr Siegfried Meister, der Unternehmensgründer, Mehrheitsaktionär und Aufsichtsratsvorsitzende der RATIONAL AG, im Alter von 78 Jahren verstorben. Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter der RATIONAL AG trauern um eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit und werden das Unternehmen in Herrn Meisters Sinne weiterführen.
Die dadurch vakante Position des Aufsichtsratsvorsitzenden übernahm am 29. Juli 2017 kommissarisch Herr Walter Kurtz, bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Mit Wirkung zum 11. August 2017 wurde Herr Walter Kurtz zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Die vakante Aufsichtsratsposition wurde mit Wirkung zum 18. Oktober 2017 mit Herrn Dr.-Ing. Georg Sick besetzt.
Siegfried Meister war mit 7.161.311 Aktien Mehrheitsaktionär der RATIONAL AG. Diese Aktien sind entsprechend den am 1. August 2017 und 3. August 2017 veröffentlichten Pflichtmitteilungen auf die Erbengemeinschaft nach Siegfried Meister übergegangen.
Auch im Geschäftsjahr 2017 konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die nachhaltige Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.
Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung
Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2017 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation sowie die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2017 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2018 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.
Beratungen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2017 zu elf Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2018 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2018 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2017 zu acht weiteren internen Beratungen sowie zu vier Sitzungen des Prüfungsausschusses zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, fortlaufend geprüft und weiter verbessert. Nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind die Mitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.
Schwerpunkte der Beratungen
Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen im Aufsichtsrat waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie zum Beispiel:
| >> die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag | |
| >> die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2018 | |
| >> die Neuausrichtung der Anlagestrategie | |
| >> die Wahl des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats | |
| >> die Besetzung der vakanten Aufsichtsratsposition durch Herrn Dr.-Ing. Georg Sick | |
| >> der Wechsel im Prüfungsausschuss von Herrn Werner Schwind zu Herrn Erich Baumgärtner | |
| >> die Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat | |
| >> die Erschließungsstrategie für neue Märkte | |
| >> die Weiterentwicklung im Fokusmarkt USA | |
| >> die Schwerpunkte in der Produktentwicklung | |
| >> die Markteinführung der neuen Gerätegeneration CombiMaster® Plus | |
| >> die Weiterentwicklung des RATIONAL-Compliance-Programms | |
| >> die Bauprojekte an den Standorten Landsberg und Wittenheim | |
| >> die Weiterentwicklung der Mittelfriststrategie, inklusive Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie | |
| >> der Beschluss zu einer U.i.U.®-Sonderzahlung | |
| >> die weitere Vernetzung der Vertriebsaktivitäten für Combi-Dämpfer und VarioCooking Center® |
In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2018 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2018 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.
Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 wird die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.
Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 28. Februar 2018 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.
Tätigkeit der Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Mitglieder sind Herr Walter Kurtz, Herr Dr. Hans Maerz und Herr Erich Baumgärtner. Herr Baumgärtner wurde am 11. August 2017 von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zum Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt, nachdem Herr Werner Schwind aus persönlichen Gründen von seinem Amt als Mitglied des Prüfungsausschusses zurückgetreten war. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017 viermal. Er befasste sich in seinen Sitzungen insbesondere mit dem Halbjahresabschluss und dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen sowie den Änderungen hinsichtlich der nichtfinanziellen Erklärung. Der Prüfungsausschuss berichtete regelmäßig an den Aufsichtsrat.
Corporate Governance
Nach dem Tod von Herrn Siegfried Meister am 28. Juli 2017 wurde Herr Walter Kurtz zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und Herr Dr. Hans Maerz in seinem Amt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt. Ein weiterer stellvertretender Vorsitzender wurde nicht gewählt. Die vakante Position eines Aufsichtsrats wurde am 18. Oktober 2017 mit Herrn Dr.-Ing. Georg Sick besetzt. Dieser wurde von dem Aktionär Herrn Walter Kurtz gemäß seinem satzungsgemäßen Entsendungsrecht bis zu den nächsten turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen durch die Hauptversammlung 2019 entsandt.
Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2017 durchgängig entsprochen.
Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2017 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.
Am 9. März 2017 verabschiedete der Bundestag das Umsetzungsgesetz, das die europäische CSR-Richtlinie (2014/95/EU) in nationales Recht bringt und rückwirkend zum 1. Januar 2017 wirkt. Die nichtfinanzielle Berichterstattung gemäß §§ 289b bzw. 315b HGB ist damit seit dem Geschäftsjahr 2017 Pflicht. Die RATIONAL AG wird den Nachhaltigkeitsbericht 2017, einschließlich der diesbezüglichen Angaben, fristgerecht bis zum 30. April 2018 veröffentlichen.
Die letzte Änderung des Deutschen Corporate Governance Kodex trat am 24. April 2017 in Kraft. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Bericht zur Corporate Governance und Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2017 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte eine Entsprechenserklärung mit Stand Februar 2018 abgegeben werden. Diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 31. Januar 2018 beschlossen und im Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. Die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre sind auch auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations zu finden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 3. Mai 2017 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der RATIONAL AG sowie des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Im Hinblick auf die Abschlussprüferreform hält der Aufsichtsrat an der bisherigen firmeninternen Regelung der strikten Trennung von Beratungs- und Prüfungsleistungen fest. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht verfasst. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden dem Prüfungsausschuss und allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 28. Februar 2018 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.
Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.
Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 28. Februar 2018 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2017 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 in seiner testierten Fassung vom 27. Februar 2017 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 in seiner testierten Fassung vom 27. Februar 2017. Der Jahresabschluss 2017 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.
Abhängigkeitsbericht
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“
Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.
Gewinnverwendung
Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 297,4 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 11,00 Euro je Aktie (8,80 Euro plus eine Sonderdividende von 2,20 Euro je Aktie) oder insgesamt 125,1 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2017 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.
Landsberg am Lech, den 1. März 2018
Walter Kurtz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RATIONAL AG
Erklärung nach § 161 AktG und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2017 den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (zuletzt in der Fassung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 bekannt gemachten Fassung) mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 des Kodex:
Ziffer 4.2.3: „Variable Vergütungsbestandteile haben grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll.“
Die variablen Elemente der Vorstandsvergütung in den bestehenden Vorstandsdienstverträgen umfassen verschiedene Elemente des langfristigen Unternehmenserfolgs, jedoch keine ausdrückliche mehrjährige Bemessungsgrundlage. Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sieht der Aufsichtsrat der RATIONAL AG als Selbstverständnis an. In einem stetigen Prozess wird aus der Unternehmensstrategie eine Mittelfristplanung erstellt, aus der die jährliche Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsmitglieder stufenweise abgeleitet wird.
Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:
Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offengelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“
Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.
Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.
Ferner sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:
| >> die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung, | |
| >> der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren, | |
| >> bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. |
Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“
Die Hauptversammlung der RATIONAL AG hat am 4. Mai 2016 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet.
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2 und 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 des Kodex:
Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2: „Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten.“
Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3: „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“
Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die jeder Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist für den Aufsichtsrat allein die besondere Kompetenz und Qualifikation des Kandidaten entscheidend. Weitere Eigenschaften, wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit, waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt und liegt aus Sicht des Aufsichtsrats auch nicht im Interesse des Unternehmens. Die Bestellung richtet sich ausschließlich nach der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.
Ziffer 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):
„Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.“
Nach der Erweiterung auf sechs Mitglieder durch Beschluss der Hauptversammlung 2015 hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Bildung eines Nominierungsausschusses hält der Aufsichtsrat nicht für erforderlich. Bei einem sechsköpfigen Aufsichtsrat sind auch im Plenum effiziente Diskussionen und ein intensiver Meinungsaustausch über geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung möglich. Für die Bildung eines ausschließlich mit Anteilseignervertretern besetzten Nominierungsausschusses besteht zudem keine Notwendigkeit, da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nicht mitbestimmt ist.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 des Kodex:
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten.“
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2: „Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen.“
Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben.
Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2: „Der Stand der Umsetzung soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.“
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften, wie Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit, waren und sind ohne Bedeutung. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder bzw. eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.
Landsberg, im Februar 2018
RATIONAL Aktiengesellschaft
Walter Kurtz, für den Aufsichtsrat
Dr. Peter Stadelmann, für den Vorstand
Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 28.02.2018 festgestellt.