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RATIONAL AG Annual Report 2014

Mar 25, 2015

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Annual Report

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RATIONAL Aktiengesellschaft

Landsberg am Lech

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Konzernlagebericht

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell des Konzerns

Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte

Das 1973 gegründete Unternehmen ist der Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung in der Groß- und Gewerbeküche mit einem weltweiten Marktanteil von rund 50 %. Umsatzerlöse werden durch den Verkauf von Gargeräten, Zubehör sowie Pflegeprodukten und Serviceteilen erzielt. Hauptgesellschaft des Konzerns ist die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) mit Firmensitz in Landsberg am Lech. Mit 29 Tochtergesellschaften, davon 23 Vertriebsgesellschaften, vermarkten wir unsere Produkte in allen Regionen der Welt. Die RATIONAL-Gruppe ist in zwei operative Segmente gegliedert, RATIONAL und FRIMA. Diese werden wie Unternehmen im Unternehmen gesteuert. Die internen Berichtsstrukturen bilden diese Segmentierung ab.

Segment RATIONAL

Den größten Anteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit dem im Jahr 2014 neu auf dem Markt eingeführten SelfCookingCenter® 5 Senses. Dieses ist ein Combi-Dämpfer mit intelligenten Garprozessen. Er ersetzt 40 bis 50 % traditioneller Gargeräte wie z. B. Heißluftöfen, Herde oder Kessel. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem. Wesentliche Alleinstellungsmerkmale sind neben der Garintelligenz die Ressourceneffizienz, einfache Bedienung, flexible Nutzung und minimaler Reinigungs- und Pflegeaufwand. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein Combi-Dämpfer-Basismodell, den CombiMaster® Plus, an.

Unsere Produkte werden am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsbüros und Handelspartner vermarktet.

Segment FRIMA

Als Komplementärprodukt zur Combi-Dämpfer-Technologie bietet unsere Tochtergesellschaft FRIMA seit dem Jahr 2005 das VarioCooking Center® an.Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit und ersetzt damit weitere traditionelle Gargeräte in einer Profiküche. Das VarioCooking Center® begründet eine neue Produktkategorie, wie damals der Combi-Dämpfer.

Märkte , Kunden und Wettbewerbssituation

Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb ab ca. 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als drei Millionen potenziellen Endkunden, von denen derzeit nur rund 30 % Combi-Dämpfer-Technologie von RATIONAL oder von einem Wettbewerber verwenden. Die Kundenbasis reicht dabei von Restaurants und Hotels über Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Fast-Food-Ketten, Caterern, Metzgereien und mittlerweile auch Supermärkten und Back- und Snackshops sowie Tankstellen.

Über eigene Vertriebsgesellschaften und Handelspartner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Dabei arbeiten wir in der Regel mit lokalen Vertriebspartnern in den jeweiligen Märkten zusammen. Nach erfolgreicher Etablierung unserer Produkte erhöhen wir durch die stufenweise Stärkung unserer Vertriebskapazitäten im jeweiligen Land die Bekanntheit der Marken und Produkte von RATIONAL und FRIMA und damit Schritt für Schritt die Marktdurchdringung.

Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielen wir über 60 % der Umsatzerlöse, bei noch immer großem freien Marktpotenzial. In Europa ersetzt das SelfCookingCenter® 5 Senses mittlerweile auch die bereits großen Bestände an alten Combi-Dämpfern. Neue Märkte in Amerika und Asien, wie die USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, China und Indien, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Die Wettbewerbsstruktur der auf dem Combi-Dämpfer-Markt agierenden Unternehmen ist regional stark unterschiedlich. So gehen wir von ca. 100 Wettbewerbern weltweit aus. Mit dem VarioCooking Center® MULTIFICIENCYsteht FRIMA im Wettbewerb mit einer Vielzahl von Herstellern traditioneller Gartechnologie wie Kippbratpfannen, Kesseln, Herden oder Fritteusen.

Der Großteil der Wettbewerber bedient deren heimischen Markt und besitzt oftmals vom Volumen her im Gesamtkontext keine große Relevanz. Nur wenige sind global tätig. Die wenigen global agierenden Unternehmen sind wiederum schwerpunktmäßig in einzelnen Märkten tätig, so dass sich die Hauptwettbewerber von Markt zu Markt unterscheiden.

Strategie und Ziele

Strategie 2014

Der Vorstand hat im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv getagt, um die Unternehmensziele und die Strategie zu deren Erreichung auf den Prüfstand zu stellen und, wo notwendig, für die Zukunft neu zu definieren.

Die Strategie-Diskussion hat bestätigt, dass unsere Erfolgsgeschichte auf drei wesentlichen Säulen steht:

1. Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel
2. Konzentration auf die Profiküche & Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung
3. Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®): unsere Mitarbeiter und die U.i.U.®- Philosophie

Diese Erfolgsquellen sind seit vielen Jahren in unserem Leitbild festgeschrieben. Sie sind durch die „Strategie 2014“ bestätigt worden und werden dadurch wieder neu gestärkt.

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Unser oberstes Unternehmensziel ist es, unseren Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Das bedeutet, diese während der gesamten Geschäftsbeziehung nicht nur zufriedenzustellen, sondern zu begeistern. Dazu benötigen wir beste Produkte, besten Service und einen attraktiven Preis. Um das bieten zu können, brauchen wir die besten Mitarbeiter und ausgezeichnete Führungskräfte. Das Ziel allen Denkens und Handelns aller Mitarbeiter ist es, den Kunden den maximalen Nutzen zu bieten. Das heißt, jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nützt.

Die Konzentration auf eine klar definierte Zielgruppe und deren wichtigste Aufgabe, das Kochen, verlangt und ermöglicht die Spezialisierung. Wir werden auch in Zukunft unsere Markt- und Technologieführerschaft noch weiter ausbauen und so in der Lage sein, unseren Kunden beste Lösungen für die thermische Speisenzubereitung zu bieten.

Finanzielle Größen wie Umsatz, Wachstum und Gewinn sind für uns der Maßstab dafür, wie gut und effizient es uns gelingt, unser Ziel, den Kunden maximalen Nutzen zu bieten, zu erfüllen.

Kundenorientierte Dienstleistungen vor dem Kauf

Für unsere Kunden haben wir einen exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Vertriebs- und Marketingprozess. In mehrstündigen Produktvorführungen, den sogenannten GarenLive-Seminaren, überzeugen wir weltweit potenzielle Kunden vom Mehrnutzen unserer Geräte. Insbesondere in Märkten mit geringer Marktdurchdringung ist das GarenLive-Seminar ein wichtiges Informationsinstrument, das die Kaufentscheidung wesentlich beeinflusst. Letztlich resultiert aus einer steigenden Anzahl von Seminarteilnehmern zeitversetzt eine Absatz- und Umsatzsteigerung.

Für unsere Kunden aus dem Bereich Ketten- und Systemgastronomie beschäftigen wir Mitarbeiter, die sich speziell um die Belange dieser Zielgruppe kümmern und gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten.

Die Bestellung, die Auslieferung, die Finanzierung sowie die Installation und der Service der Geräte beim Kunden erfolgen in der Regel über den Fachhandel, der weltweit die lokale Kundennähe sicherstellt.

Kundenbindung nach dem Kauf

Auch über den weiteren Verlauf der Geschäftsbeziehung begleiten wir unsere Kunden, sodass sie während der gesamten Lebensdauer ihr Gerät optimal nutzen können. Mit einem schnellen und zuverlässigen technischen Service durch unsere weltweit rund 1.300 Servicepartner sichern wir die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit unserer Produkte.

Mit unseren zusätzlichen Serviceangeboten, dem ClubRATIONAL, der Academy RATIONAL, dem RATIONAL-Portal, der ChefLine® und unserer Experten-App sowie Social-Media-Auftritten verfügen wir über effiziente Wege, dem Endkunden nach dem Kauf zu helfen und ihn an RATIONAL zu binden. Wir bleiben dadurch immer im Dialog mit unserer Zielgruppe und erfahren so ihre aktuellen Interessen und Probleme unmittelbar. Dadurch sind wir in der Lage, unseren Kunden wichtige Hinweise, Tipps, Informationen und Services zur Verfügung zu stellen, so dass sie die Nutzung ihres Geräts weiter verbessern können.

Konzentration & Spezialisierung

Konzentration auf die Profiküche

Wir konzentrieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Mit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie in der Anwendungsforschung und -beratung sind wir das Unternehmen der Köche. Wir sind Teil ihrer Welt, kennen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand und sind deshalb in der Lage, ihre Herausforderungen in bester Weise zu lösen.

Spezialisierung auf die thermische Speisenzubereitung

Durch die Spezialisierung können wir unseren Kunden immer bessere Lösungen anbieten und damit ihren Nutzen kontinuierlich erhöhen. Wir sehen uns dabei nicht als Maschinenbauer, sondern als Lösungsanbieter. Mit unseren innovativen Produkten und Dienstleistungen erleichtern wir die tägliche Arbeit unserer Kunden.

Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

Auch in der Fertigung verfolgen wir eine Spezialisierungsstrategie. Hier setzen wir auf eine niedrige Fertigungstiefe. Eigene Kapazitäten setzen wir nur dann ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung unserer Produkte und Services besonders wichtig ist. Deshalb setzen wir auf langfristige und zuverlässige Partnerschaften auf der Lieferantenseite. Das Ziel ist hohe Flexibilität und Qualität zu optimalen Kosten bei hoher Loyalität zu unseren Lieferanten.

In der Montage leben wir das „One-Piece-Flow“-Prinzip. Das heißt, ein Mitarbeiter produziert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Die kleinste wirtschaftliche Losgröße in der Produktion liegt dadurch bei einem Gerät. Wir können so Kundenwünsche bei sehr kurzen Lieferzeiten flexibel und kundenauftragsorientiert erfüllen. Falls gewünscht, ist die Auslieferung des für diesen Kunden produzierten Geräts schon einen Tag nach der Bestellung möglich. Aufgrund der auftragsorientierten Produktion ist ein Fertigwarenlager überflüssig. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität täglich an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.

Organisches Wachstum

Das große noch freie Marktpotenzial erschließen wir nachhaltig und effizient durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebs-, Marketing- und Servicenetzwerks, und dies organisch ohne Akquisitionen. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend auch das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Eine wichtige Voraussetzung für den Unternehmenserfolg ist finanzielle Sicherheit. Diese stellt für uns eine wesentliche Basis für flexibles, zukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln dar. Zur Eigenfinanzierung des Wachstums sind eine hohe Eigenkapitalbasis und eine gute Liquiditätssituation deshalb unerlässlich.

Erfolgsfaktor U.i.U. ® (Unternehmer im Unternehmen)

Ein wichtiger Erfolgsbaustein zur Erhöhung der Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet wie ein Unternehmer in seinem Bereich. Er strengt sich an, seine Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, entwickelt seine Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür die Verantwortung. Er lernt aus seinen Fehlern und vermeidet so deren Wiederholung. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten und vertritt seine Meinung.

Steuerungssystem

Planung und Steuerung

Die Planung und Steuerung erfolgt bei RATIONAL und FRIMA einheitlich. In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem werden alle Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit Qualitäts- und Zufriedenheitskennzahlen bewertet. Diese werden analysiert und die Ergebnisse an Entscheidungsträger berichtet, darauf basierend werden entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -steigerung eingeleitet.

Der Prozess „Strategisches Qualitätsmanagement“ ist für die Umsetzung der langfristigen Qualitätsphilosophie verantwortlich. Ziel ist es, die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie deren effizienten Erstellungsprozess entlang der gesamten Wertschöpfungskette immer weiter zu verbessern. Dies beginnt bei den Lieferanten und geht von der Montage über den Versand bis hin zur Installation und zum technischen Service des Geräts beim Endkunden.

In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Beanstandungen durch unsere weltweiten Kunden – extern oder auch intern – werden dabei im Rahmen der prozessübergreifenden AQV (Akute Qualitätsverbesserung) täglich analysiert. Wirksame Lösungen werden umgehend erarbeitet. Dabei werden Lieferanten und Servicepartner in die regelmäßigen Prozessaudits einbezogen und nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Servicepartnern verbessern wir so fortlaufend die Qualität der Produkte und Dienstleistungen.

Zentrale finanzwirtschaftliche Steuerungskennzahlen

Die zentralen finanzwirtschaftlichen Steuerungskennzahlen sind die Absatz- und Umsatzentwicklung, der Rohertrag, das EBIT, die Rohertragsmarge (Verhältnis von Bruttoergebnis zu Umsatzerlösen) und EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatzerlösen), die operativen Kosten, das Forderungsmanagement (durchschnittliche Außenstandsdauer – DSO) sowie die Entwicklung der Eigenkapitalquote. Mit diesen Kennzahlen können wir frühzeitig Ineffizienzen und Ressourcenverschwendung identifizieren und Anpassungen vornehmen.

Zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Eine zentrale nichtfinanzielle Steuerungskennzahl für das Interesse an unseren Produkten und die Zufriedenheit unserer Kunden ist die Anzahl der Teilnehmer an unseren GarenLive-Veranstaltungen. Diese stellt für uns einen wichtigen Frühindikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat eine Vielzahl bestehender und potenzieller Kunden die Möglichkeit wahrgenommen, die Vorteile unserer Produkte aus erster Hand zu erfahren und selbst auszuprobieren. Rund 86.000 Teilnehmer (Vj. 76.000) konnten wir 2014 in unseren GarenLive-Seminaren begrüßen.

Die zentrale Steuerungskennzahl für die Mitarbeiterzufriedenheit ist die Fluktuationsquote, welche monatlich ermittelt wird. Weiter wird in jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragungen der Anteil der Mitarbeiter ermittelt, die stolz sind, bei RATIONAL oder FRIMA zu arbeiten. Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert, kontinuierlich an Qualitäts-, Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen zu arbeiten. Dies wird durch rund 3.900 Verbesserungsvorschläge (Vj. 3.300) allein im Jahr 2014 unterstrichen. Durch die ganzheitliche Qualitätsverantwortung aller Mitarbeiter sind wir in der Lage, unsere Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern.

Die folgende Tabelle zeigt die für beide Segmente des RATIONAL-Konzerns zentralen Steuerungsgrößen:

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Finanzielle Steuerungskennzahlen Nicht finanzielle Steuerungskennzahlen
Absatz-/Umsatzentwicklung Kundenzufriedenheit (GarenLive-Teilnehmer)
Rohertrag / Rohertragsmarge Mitarbeiterzufriedenheit
Operative Kosten
EBIT / EBIT-Marge
Forderungsmanagement (DSO)
Entwicklung der Eigenkapitalquote

Forschung und Entwicklung

Um in regelmäßigen Abständen innovative Technologien auf den Markt zu bringen, legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung. Ein Ergebnis des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer qualifizierten Mitarbeiter ist die langjährige Technologieführerschaft.

Um unsere Innovationskraft weiter auszubauen, haben wir unsere Entwicklungsmannschaft weiter verstärkt. Neben Ingenieuren verschiedenster Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung.

Im Jahr 2014 investierten wir in diesem Bereich 19,1 Mio. Euro (Vj. 16,7 Mio. Euro) oder 4 % der Umsatzerlöse (Vj. 4 %) in die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen. Unsere Innovationen sind zudem durch rund 480 Patente, Patentanmeldungen und Geschmacksmuster (Vj. 470) geschützt. Für 2015 planen wir die Entwicklungsaufwendungen noch weiter zu erhöhen.

Als ein Ergebnis der Innovationsaktivitäten konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren Umsatz abermals steigern und damit eine neue Bestmarke in der Firmengeschichte erzielen.

Mitarbeiter und Personalentwicklung

Die gruppenweite Zahl der Mitarbeiter ist 2014 von 1.341 auf 1.424 (Stichtag 31. Dezember 2014) gestiegen. Davon waren 810 Personen (Vj. 765) in Deutschland beschäftigt.

Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Stärken, delegieren in großem Maße Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Dieses Konzept entspricht den Eigenschaften des U.i.U.®. Potenzialstarke Mitarbeiter werden im Rahmen unserer strukturierten Nachfolgeplanung individuell gefördert und weiterentwickelt. Dadurch werden sie auf die zukünftige Übernahme von Schlüsselpositionen und Führungsaufgaben bei RATIONAL vorbereitet. Im Jahr 2014 konnten wir rund 71 % (Vj. 70 %) der vakanten Führungspositionen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzen.

Dementsprechend ist die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit auf einem hohen Niveau. Gemäß den Umfrageergebnissen aus dem Jahr 2014 sind 92 % (Vj. 91 %) aller Mitarbeiter stolz, bei RATIONAL zu arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. 2014 konnten 88 Mitarbeiter für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt werden. Die Fluktuationsquote beträgt in Deutschland lediglich 3 % und weltweit 8 % (Vj. 3 % bzw. 8 %).

Für die erfolgreiche Entwicklung von RATIONAL ist es von großer Wichtigkeit, gezielt junge, talentierte Menschen zu gewinnen. Die qualifizierte Berufsausbildung ist ein wichtiger Baustein, der wesentlich zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beiträgt. Aktuell befinden sich 56 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufleute, Industriemechaniker, Mechatroniker und Fachinformatiker und 16 Mitarbeiter in einem dualen Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, International Business sowie Hotel- und Gastronomiemanagement. Darüber hinaus bieten wir in allen Bereichen des Unternehmens Nachwuchsprogramme für qualifizierte Hochschulabsolventen an. Sie sind darauf ausgerichtet, junge Menschen auf die Führungsaufgaben von morgen vorzubereiten. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet.

Vergütungen und Sozialleistungen

Überdurchschnittliche Leistungen vergüten wir auch überdurchschnittlich. Wir gewähren Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine freiwillige Gewinnbeteiligung sowie weitere Zusatz- und Sozialleistungen, wie Essensgeld oder Fahrtkostenzuschüsse.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Sie sind zudem aufgerufen, eine Atmosphäre respektvollen Miteinanders zu schaffen und Diskriminierungen entgegenzutreten. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.

Angaben zur Frauenquote im Unternehmen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

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Mitarbeiter Anteil Frauen
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Gesamtbelegschaft 1.424 1.341 31 % 29 %
Deutschland 810 765 29 % 27 %
Ausland 614 576 32 % 32 %

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Mitarbeiter Anteil Frauen
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Führungspositionen 217 199 22 % 25 %
Deutschland 100 88 19 % 19 %
Ausland 117 111 25 % 29 %

Rund 100 neue Arbeitsplätze für 2015 weltweit geplant

Auch 2015 planen wir chancenorientiert in den Ausbau des weltweiten Vertriebs- und Marketingnetzwerks zu investieren. Aus diesem Grund planen wir für 2015 den Mitarbeiteraufbau des vergangenen Jahres fortzusetzen. Insgesamt sollen weltweit rund 100 neue Stellen geschaffen werden, über die Hälfte davon im Vertrieb. Die USA betrachten wir aufgrund des hohen unerschlossenen Potenzials als einen besonders wichtigen Zukunftsmarkt.

Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip

Das Thema Nachhaltigkeit ist seit mehreren Jahren fester Bestandteil der allgemeinen Unternehmenspolitik. Nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung bedeutet, Umweltaspekte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Das Ziel ist dabei, unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.

Nachhaltiges Wirtschaften als Wettbewerbsvorteil

Ressourcenschonende Prozesse und Produkte, zufriedene Mitarbeiter, eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, loyale Lieferanten und hochzufriedene Kunden sind kein Selbstzweck. Vielmehr sind sie wesentliche Treiber für die erfolgreiche Entwicklung und die langfristige Zukunftssicherung von Unternehmen. Neben der obligatorischen Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften steht vor allem ethisches und faires Verhalten im Mittelpunkt. Nachhaltiges Wirtschaften und die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft sind feste Bestandteile unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse.

Corporate Governance und Compliance

Für uns bedeutet Corporate Governance verantwortungsvolle Unternehmensführung und eine effiziente Kontrolle der Geschäftstätigkeit. Rechtliche Vorschriften zu respektieren und ethisch einwandfreies Verhalten sind eine Selbstverständlichkeit.

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird in unseren „Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr“ für die Mitarbeiter verständlich beschrieben. Der Compliance Officer, welcher direkt an den Vorstand berichtet, berät diesen in Sachverhalten, die das Compliance System betreffen. Er ist gemeinsam mit dem Vorstand für die effiziente Umsetzung verantwortlich. Auch die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Risikomanagementsystems zählt zu den Aufgaben des Compliance Officers.

Der ehrliche und faire Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist ein wichtiges Element in der Firmenkultur. Ein weiterer wichtiger Baustein ist eine offene, transparente und vertrauensvolle Kommunikation mit allen Interessensgruppen.

Aktiver Umweltschutz

Wir legen Wert auf verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und eine sparsame Verwendung aller Ressourcen. Auch bei der Investitionsentscheidung unserer Kunden wird die Ressourceneffizienz immer bedeutender. Der Ansatz ist, aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen zu ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Erreicht wird dies u.a. durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten sowie durch unsere umweltzertifizierte Produktion. Ganz besonders gilt die Ressourceneffizienz aber beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche. Denn vor allem durch die Möglichkeit, mit unserer Technologie nachhaltig den Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungschemie zu reduzieren, werden im Lebenszyklus unserer Produkte die größten Einsparungen erreicht.

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen ist es unser Anspruch, ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen. Daher unterhalten wir ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem und legen anspruchsvolle Ziele bezüglich der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, des Abfallaufkommens, des Wasserverbrauchs, des Energieverbrauchs sowie des Kraftstoffverbrauchs fest. Die für 2014 gesetzten Ziele haben wir erreicht und teilweise übertroffen.

Beim Bau neuer Gebäude legen wir besonderes Augenmerk auf hohe Ressourceneffizienz durch die Verwendung modernster Gebäudetechnik sowie den Einsatz energieeffizienter Baustoffe und -verfahren. So wird z.B. durch eine spezielle Gebäudearchitektur mit großen Glasfronten und automatisch regulierenden Helligkeitssensoren eine Minimierung des Einsatzes von künstlichem Licht erzielt. Durch den Einsatz modernster Technik gelingt es uns, die CO2-Emissionen auf relativ niedrigem Niveau zu halten. U.a. durch diese Maßnahmen konnten wir den CO2-Ausstoß je produziertes Gerät seit 2010 um über 25 % reduzieren. Der Energieverbrauch je Gerät wurde im selben Zeitraum sogar um 30 % gesenkt.

Unsere Produktionsprozesse sind nahezu abwasserfrei. Noch anfallendes verunreinigtes Wasser wird durch eine Aufbereitungsanlage, welche regelmäßig von einem unabhängigen Institut geprüft wird, gesäubert und abgeleitet. Die Unbedenklichkeit der Abwasserqualität wird laufend überprüft. Um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recycling-Systemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken, werden alle Prozesse stets optimiert. Die geringen Mengen an entstandenem Gefahrgut werden gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Fachbetrieb entsorgt. Die Einhaltung der Normen wird jährlich auditiert.

Gesellschaftliche Verantwortung

Als erfolgreiches Unternehmen haben wir auch eine große Verantwortung auch gegenüber der Gesellschaft. Durch unsere nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung sichern wir das langfristige Bestehen und das Wachstum des Unternehmens, schaffen Arbeitsplätze und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Stadt und der Region Landsberg. Zusätzlich liegt uns die Unterstützung von Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, am Herzen. Wir engagieren uns regelmäßig durch Spenden an lokale soziale Organisationen.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten

Nachhaltigkeit in der Kunden- und Lieferantenbeziehung heißt für uns partnerschaftliche, langfristige Zusammenarbeit. In unserem Unternehmensleitbild ist „höchstmöglicher Kundennutzen“ als das oberste Unternehmensziel definiert.

Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg von RATIONAL besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft. Wir erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft.

Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit sind neben der Lieferantenzertifizierung jährliche Partnerpläne, ein monatliches Berichtswesen der wichtigsten Kennziffern und regelmäßige Auditierungen. Das RATIONAL-Lieferantensystem beurteilt differenziert die Produktqualität, aber auch die Qualität der Zusammenarbeit. Auf dem jährlich stattfindenden Lieferantentag werden die besten Lieferanten besonders ausgezeichnet.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft wächst um 3,3 %

Die globale Wirtschaftsleistung stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 3,3 % leicht an. In Nordamerika wurde ein Wachstum von 2,4 % erreicht. Für den Euroraum liegt der errechnete Wert bei 0,8 %. Gründe hierfür sind die anhaltende Russland-Ukraine-Krise, Deflationsbefürchtungen und die wirtschaftliche Schwäche in Frankreich und Italien. Für Japan ergibt sich eine Wachstumsrate von 0,1 %, für Asien ohne Japan wird ein Wert von 6,5 % ausgewiesen. Dagegen wurden in Lateinamerika aufgrund einer Verlangsamung des aktuellen Industriewachstums und gesunkener Investitionsnachfrage lediglich 1,2 % erreicht. (Quelle: IWF, Januar 2015)

Das ifo Weltwirtschaftsklima, welches die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation und die Zukunftserwartungen von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kapitalmarkt repräsentiert, hat sich im vierten Quartal 2014 leicht eingetrübt. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunftserwartungen werden ungünstiger eingeschätzt.

Branchenkonjunktur in Deutschland positiv

Durch den Einsatz unserer Produkte in unterschiedlichsten Bereichen der thermischen Speisenzubereitung ist unsere Geschäftsentwicklung im Vergleich zu anderen Branchen und Unternehmen deutlich weniger von der Gesamtkonjunktur abhängig.

Die Stimmung in der deutschen Großküchenbranche war im vergangenen Jahr positiv. In einer Umfrage des Fachhandelsblatts GastroSpiegel beurteilten rund zwei Drittel der befragten Großküchenhändler die Lage der Branche als verbessert im Vergleich zum Vorjahr. Dem folgend erreichte das GastroSpiegel-Fachhandelsbarometer einen der höchsten Stände seit der Finanzkrise. Von der guten Entwicklung ihrer Endkunden und Handelspartner profitierten nicht zuletzt auch die Großküchenausrüster aus den verschiedenen Bereichen.

Nach einem eher verhaltenen Vorjahr hat sich die Combi-Dämpfer-Branche wieder besser entwickelt. So konnten laut Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V (HKI) die Hersteller im Jahresverlauf bis Ende des dritten Quartals rund 3 % mehr Geräte absetzen als im Vorjahreszeitraum. In einem stabilen Wettbewerbsumfeld konnten wir über dem Branchendurchschnitt wachsen und damit unsere mit großem Abstand führende Stellung von über 50 % Marktanteil weiter festigen. (Quelle: HKI-Statistik, November 2014)

Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2014

Das neue SelfCookingCenter ® 5 Senses

Im Mai 2014 haben wir das neue SelfCookingCenter® 5 Senses eingeführt. Es fühlt, erkennt, denkt mit und voraus, lernt vom Koch und verständigt sich mit ihm. Es zeigt dem Anwender an, was es gerade macht und warum es bestimmte Einstellungen anpasst, um ein definiertes Wunschergebnis sicher zu erreichen. Jeder Kunde, der das Vorgängermodell SelfCookingCenter® whitefficiency® besitzt, kann dieses mit Hilfe eines kostenlosen Softwareupdates auf den neuen 5-Senses-Stand aktualisieren.

Die neue Tischvariante des VarioCooking Center ® MULTIFICIENCY

Im Januar 2014 wurde die neue Tischvariante des VarioCooking Center® MULTIFICIENCY auf den Markt gebracht. Durch die kompakte Größe und Handlichkeit ist es vielseitig und jederzeit ohne umfangreiche Umbaumaßnahmen genau dort einsetzbar, wo der Kunde es benötigt.

Fertigstellung des neuen Serviceteilecenters in Landsberg

Im Juli haben wir unser neues Serviceteilecenter am Standort Landsberg am Lech in Betrieb genommen. Mit 7.700 Quadratmetern bietet das energieeffiziente Gebäude ausreichend Kapazität für die weltweit wachsende Nachfrage an Serviceteilen.

Umgliederung der RATIONAL-Aktie in den SDAX

Nach fünf Jahren im MDAX wurde die Aktie der RATIONAL AG zum 22. September 2014 wieder in den SDAX umgegliedert. Die Indexzusammensetzung richtet sich nach zwei Kriterien: der Marktkapitalisierung und dem Orderbuchumsatz. Diese werden zweimal im Jahr überprüft. Aufgrund des geringen Freefloats von 29 % ist der Orderbuchumsatz der RATIONAL-Aktie vergleichsweise gering, weshalb diese wieder in den SDAX zurückgekehrt ist.

Geschäftsverlauf 2014 – Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Die Geschäftsentwicklung 2014 wird vom Vorstand vor diesem Hintergrund als insgesamt günstig eingestuft.

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz um 8 % wachsen. Diese Steigerung resultiert aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen. Die Durchschnittspreise blieben auch 2014 weitgehend stabil. Allerdings wurde die Umsatzentwicklung durch negative Währungseffekte leicht belastet. Rund 40 % unserer Umsatzerlöse erzielten wir in Fremdwährungen. Dabei waren das britische Pfund (13 % Umsatzanteil), der US-Dollar (9 %), der japanische Yen (3 %), der kanadische Dollar (3 %) und die schwedische Krone (3 %) die bedeutendsten Währungen außerhalb des Euro. Der im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt etwas stärkere Euro, bezogen auf alle für uns relevanten Währungen, hat unsere Umsatzentwicklung leicht negativ beeinflusst.

Ertragslage

Mit Umsatzerlösen von 49 6,7 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 145 ,2 Mio. Euro blickt die RATIONAL-Gruppe auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. Unser Wachstum erreichte 8 %. Das EBIT lag um 1 3 % über Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 29 %.

Umsatzsteigerung von Quartal zu Quartal

Die Geschäftsentwicklung war über den Verlauf des Geschäftsjahres sehr unterschiedlich. So konnten die Umsatzerlöse von Quartal zu Quartal gesteigert werden.

Die ersten drei Monate waren mit einem Umsatzrückgang um 3 % auf 100,8 Mio. Euro (Vj. 104,0 Mio. Euro) eher enttäuschend. Der Umsatzrückstand konnte im zweiten Quartal durch einen Umsatzanstieg um 15 % auf 122,4 Mio. Euro (Vj. 106,8 Mio. Euro) kompensiert werden, so dass im ersten Halbjahr ein Wachstum von 6 % auf 223,2 Mio. Euro (Vj. 210,8 Mio. Euro) erreicht wurde.

Auch das zweite Halbjahr begann gut. Mit Umsatzerlösen von 129,5 Mio. Euro (Vj. 117,9 Mio. Euro) im dritten Quartal konnten wir den Wachstumskurs fortsetzen. Im Quartal entspricht dies einer Wachstumsrate von 10 %.

Die Umsatzerlöse des vierten Quartals erreichten 144,0 Mio. Euro (Vj. 132,4 Mio. Euro) und lagen damit über denen des dritten Quartals. Trotz des sehr starken Vorjahresquartals konnten wir gegenüber diesem eine Steigerungsrate von 9 % erzielen. Für das Gesamtjahr resultierten daraus Umsatzerlöse von insgesamt 496,7 Mio. Euro und ein Wachstum von 8 %. Der Absatz konnte analog zu den Umsatzerlösen gesteigert werden.

Wachstumsträger Europa

Seit dem Jahr 2013 haben wir zunehmend in den Um- und Ausbau unserer europäischen Vertriebsstrukturen investiert.

Die Erfolge der letzten beiden Jahre, in denen Europa der wesentliche Treiber für das Gruppenwachstum war, bestätigen diesen Schritt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir die Umsatzerlöse in Deutschland um 8 % und im übrigen Europa um 13 % steigern. Besonders hohe Wachstumsraten verzeichnete Großbritannien. Hier wurde im Februar 2014 ein Gesetz verabschiedet, das jedem Schulkind in der ersten und zweiten Klasse ein kostenloses Mittagessen garantiert. Dies führte zu einem positiven Sondereffekt, da viele Schulküchen mit RATIONAL-Geräten ausgestattet wurden. Aber auch das Flächengeschäft in Großbritannien entwickelte sich sehr gut. Darüber hinaus haben sich die Umsatzerlöse in weiten Teilen Europas positiv entwickelt, insbesondere auch in den Krisenregionen Südeuropas, wo wir nach den rückläufigen Umsätzen der vergangenen Jahre wieder gute Wachstumsraten erzielen konnten. Dies hilft uns, das aktuell schwache Russlandgeschäft auszugleichen. Das Segment FRIMA, welches einen Großteil der Umsatzerlöse im europäischen Markt erzielt, hat mit einer Steigerungsrate von 17 % ebenfalls positiv zum Wachstum in Europa beigetragen.

Die Regionen Amerika und Asien lagen trotz starker Geschäftsentwicklung im vierten Quartal im Umsatz jeweils um 3 % unter Vorjahr. Bereinigt um negative Währungseinflüsse erreichten beide Regionen das Vorjahresniveau. Während sich hier das mit eigenem Vertrieb bearbeitete und für unseren nachhaltigen Erfolg wichtigste Flächengeschäft sowohl in Amerika als auch in Asien gut entwickelte, liegen wir bei dem mit stärkeren Schwankungen behafteten Kettengeschäft in beiden Regionen unter Vorjahr.

Die Region „Übrige Welt“ konnte im Umsatz von 25,2 Mio. Euro auf 29,7 Mio. Euro um 18 % gegenüber Vorjahr zulegen.

61 % Rohertragsmarge

Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich proportional zur Umsatzsteigerung um 8 % auf 304,0 Mio. Euro (Vj. 280,7 Mio. Euro). Die Rohertragsmarge lag mit 61 % auf Vorjahresniveau (Vj. 61 %). Dabei konnten die leicht negativen Umsatzeffekte aufgrund des etwas stärkeren Euro durch Produktivitätssteigerungen und den teilweisen Einkauf von Vorprodukten in Fremdwährung kompensiert werden. Der Einfluss durch die Entwicklung der Rohstoffpreise war neutral.

Operative Kosten steigen leicht überproportional

Im Jahr 2014 sind die operativen Kosten (Vertrieb und Service, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung) prozentual (+10 %) etwas stärker gestiegen als die Umsatzerlöse. Ein wesentlicher Grund hierfür war der überproportionale Anstieg der Kosten für die Weiterentwicklung unserer Technologien und Produkte im Bereich Forschung und Entwicklung (+15 %) auf 19,1 Mio. Euro (Vj. 16,7 Mio. Euro).

Aber auch die Vertriebs- und Servicekosten legten im Vorjahresvergleich um 10 % oder 11,1 Mio. Euro auf 122,3 Mio. Euro (Vj. 111,2 Mio. Euro) zu. Ursächlich hierfür war der Ausbau unserer Vertriebskapazitäten in vielen Märkten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 6 % von 21,3 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro.

Insgesamt fielen operative Kosten in Höhe von 164,0 Mio. Euro an und damit 10 % mehr als im Vorjahr (Vj. 149,1 Mio. Euro).

EBIT durch Währungs effekte positiv beeinflusst

Die im zweiten Halbjahr einsetzende Euroschwäche wirkte sich durch die Umbewertung der Fremdwährungsforderungen unserer ausländischen Vertriebstöchter zum Bilanzstichtag deutlich positiv aus. Dieser Effekt belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt +5,8 Mio. Euro (Vj. -4,2 Mio. Euro) und schlug sich unmittelbar in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen nieder.

2 9 % EBIT-Marge

Mit 145,2 Mio. Euro (Vj. 128,3 Mio. Euro) lag das EBIT um 13 % über Vorjahr. Die EBIT-Marge erreichte 29 % (Vj. 28 %). Bereinigt um die in Summe positiven Währungseffekte lag die EBIT-Marge bei 28 %.

Die Konzernsteuerquote lag 2014 bei 24 % (Vj. 24 %). Der absolute Steueraufwand belief sich auf 34,6 Mio. Euro (Vj. 30,4 Mio. Euro).

Daraus resultieren ein Jahresüberschuss in Höhe von 110,1 Mio. Euro (Vj. 97,2 Mio. Euro) und eine Nettomarge von 22 % (Vj. 21 %).

Segment RATIONAL

Das Segment RATIONAL konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um 7 % auf 467,3 Mio. Euro (Vj. 435,6 Mio. Euro) steigern. Das EBIT erreichte 140,2 Mio. Euro (Vj. 123,6 Mio. Euro) und lag damit um 13 % über Vorjahr. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von 30 % (Vj. 28 %).

Segment FRIMA

Das Segment FRIMA steigerte 2014 die Umsatzerlöse um 18 % auf 33,3 Mio. Euro (Vj. 28,3 Mio. Euro). Das EBIT stieg um 45 % auf 5,5 Mio. Euro (Vj. 3,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erreichte 17 % und lag damit vier Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (Vj. 13 %).

Rendite auf das eingesetzte Kapital auf hohem Niveau

Um die Effizienz des eingesetzten Kapitals zu messen, ziehen wir die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) sowie die Eigenkapitalrendite heran, ohne diese jedoch als operative Steuerungsgröße zu verwenden.

Der ROIC (Return on Invested Capital) setzt den um Finanzierungskosten bereinigten Jahresüberschuss in Relation zum investierten Kapital (Eigenkapital plus verzinsliches Fremdkapital) und erreichte 34 % (Vj. 35 %). Er überstieg damit den zugrunde gelegten Kapitalkostensatz von 5,2 % um rund 29 Prozentpunkte. Daraus ergab sich ein positiver Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts von 94,1 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss im Verhältnis zum Eigenkapital) erreichte im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre rund 40 % und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 38 % (Vj. 38 %).

Finanzlage

RATIONAL konnte im Jahr 2014 seine solide Finanzkraft erhalten und weiter stärken. Eine Liquiditätsquote von 5 3 % (Vj. 53 %) zum Bilanzstichtag unterstreicht unsere Unabhängigkeit von Fremdkapitalgebern.

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Die Strategie von RATIONAL ist, die jederzeitige finanzielle Unabhängigkeit und kurzfristige Reaktionsfähigkeit sicherzustellen. Sicherheit geht dabei vor Rendite. Das Finanzmanagement umfasst schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Fremdkapitalgebern. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Wir sind in der Lage, unser Wachstum aus eigenen Mitteln zu finanzieren, und haben zusätzlich eine Liquiditätsreserve für unerwartet auftretende gesamtwirtschaftliche Risiken. Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Deshalb legen wir nahezu ausschließlich in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit gutem Rating an.

Unsere Aktionäre beteiligen wir regelmäßig am Erfolg des Unternehmens. In den vergangenen Jahren wurden im Schnitt rund 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausbezahlt.

Operativer Cashflow auf hohem Niveau

Aufgrund unseres profitablen und wenig kapitalintensiven Geschäftsmodells mit geringer Fertigungstiefe und des effizienten Forderungsmanagements ist der operative Cashflow regelmäßig auf hohem Niveau.

Im Geschäftsjahr 2014 erreichte dieser 112,5 Mio. Euro und lag damit um 9,6 Mio. Euro über Vorjahr (102,8 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Ergebnis (+17,0 Mio. Euro), wohingegen wir im Vorjahresvergleich um 10,4 Mio. Euro höhere Steuerzahlungen geleistet haben. Die Veränderungen des Nettoumlaufvermögens waren vergleichbar zum Vorjahr und tragen in geringem Umfang zum Anstieg des operativen Cashflows bei (+2,4 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -38,9 Mio. Euro (Vj. -27,5 Mio. Euro) enthält unter anderem die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte. Diese lagen 2014 bei 16,8 Mio. Euro und damit 4,8 Mio. Euro über Vorjahr (Vj. 12,0 Mio. Euro). Darin enthalten sind Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 10,1 Mio. Euro für die Fertigstellung des Serviceteilecenters sowie die Modernisierung und Erweiterung unseres Maschinenparks in der Komponentenfabrik. Daneben haben wir im abgelaufenen Jahr 23,0 Mio. Euro zusätzlich in Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten angelegt.

Der Free Cashflow, bestehend aus dem operativen Cashflow abzüglich der Investitionen ins Anlagevermögen (16,8 Mio. Euro), erreichte 95,7 Mio. Euro (Vj. 90,8 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reflektiert die Dividendenausschüttung, Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von Darlehen sowie Tilgungs- und Zinszahlungen für Bankdarlehen. Im Berichtsjahr haben wir für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Höhe von insgesamt 68,2 Mio. Euro an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Daneben haben wir unsere Bankverbindlichkeiten um insgesamt 1,7 Mio. Euro reduziert und Zinsen in Höhe von 1,1 Mio. Euro bezahlt. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -71,0 Mio. Euro (Vj. -56,7 Mio. Euro).

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2014 2013 Veränderung

in %
Cashflow aus der operativen Tätigkeit 112,5 102,8 +9
Cashflow aus Investitionstätigkeiten -38,9 -27,5 +41
Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten -71,0 -56,7 +25

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 25,3 Mio. Euro auf 225,4 Mio. Euro (Vj. 200,1 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 53 % der Bilanzsumme (Vj. 53 %).

Zusätzlich verfügten wir am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von 29,5 Mio. Euro (Vj. 28,5 Mio. Euro).

6,80 Euro Dividende vorgeschlagen

Die Konjunkturprognosen gehen für 2015 von einer soliden Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Dennoch bleiben Unsicherheiten infolge der internationalen Schuldenkrise und der geopolitischen Spannungen in einigen Regionen unverändert bestehen. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der guten Liquidität haben Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen, der Hauptversammlung 2015 die Ausschüttung einer Dividende von 6,80 Euro pro Aktie (Vj. 6,00 Euro) für das Geschäftsjahr 2014 vorzuschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,6 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2014).

Insgesamt ist eine Ausschüttung von 77,3 Mio. Euro geplant. Auch nach der Dividendenausschüttung verbleibt eine hohe Liquiditätsreserve im Unternehmen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Daraus ergeben sich in den nächsten fünf Jahren vertraglich fixierte Zahlungen in Höhe von 10,6 Mio. Euro (Vj. 8,6 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir auch durch langfristige Bankdarlehen. Dementsprechend sind die größten Positionen in den langfristigen Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 26,4 Mio. Euro (Vj. 31,1 Mio. Euro). Die ausstehenden Darlehen dienen zur Finanzierung des Montage- und Versandgebäudes, des Büro- und Schulungsgebäudes, des Serviceteilecenters sowie von Fertigungsanlagen in der Komponentenfabrik. Der Großteil der Darlehenssumme hat eine Laufzeit bis 2022 (17,8 Mio. Euro) bzw. 2023 (8,5 Mio. Euro). Die restliche Darlehenssumme wird in den Jahren 2016 bis 2018 fällig. Neue Finanzierungsverträge wurden im Jahr 2014 nicht abgeschlossen.

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit sehr guten Bonitätsnoten von A bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Rating-Agentur.

Vermögenslage

RATIONAL verfügt über eine sehr solide Bilanzstruktur. Mit einer Eigenkapitalquote von 73 % und einem Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte von 82 % der Bilanzsumme gewährleistet diese jederzeit höchste Sicherheit und Flexibilität.

Hohe Eigenkapitalquote

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2014 um 12 % von 377,3 Mio. Euro auf 423,4 Mio. Euro angestiegen. Dies resultierte maßgeblich aus einem Jahresüberschuss von 110,1 Mio. Euro, dem eine Dividendenausschüttung von 68,2 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital um 16 % auf 310,7 Mio. Euro (Vj. 268,8 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 73 % über dem Niveau des Vorjahres (Vj. 71 %).

Kurzfristige Kapitalbindung

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich 2014 aufgrund von Neuinvestitionen in Immobilien und Maschinen um 9,1 Mio. Euro erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 37,1 Mio. Euro gewachsen. Hier war vor allem die Erhöhung der liquiden Mittel (+25,3 Mio. Euro) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+7,0 Mio. Euro) der wesentliche Treiber. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum Bilanzstichtag 82 % (Vj. 82 %) und ist damit auf dem Stand des Vorjahres.

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir laufend. Dabei achten wir stets darauf, eine Balance zwischen bestmöglicher Händlerunterstützung und geringstmöglicher Kapitalbindung zu finden. Während in den etablierten Märkten die Forderungslaufzeiten weiter reduziert werden konnten, haben wir unsere Kunden in einigen Schwellenmärkten durch längere Zahlungsziele unterstützt. Insgesamt ergab sich somit eine durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) im Jahr 2014 von 50 Tagen (Vj. 48 Tage). Der Anteil der überfälligen Forderungen lag durchschnittlich bei 6 % (Vj. 4 %).

Durch eine weltweite Warenkreditversicherung sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde – unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – zum Bilanzstichtag eine Deckungsquote des Forderungsbestands von 84 % (Vj. 80 %) erreicht.

RATIONAL hat insgesamt ein sehr effektives Working-Capital-Management. Mit Hilfe des effizienten Forderungsmanagements gelingt es uns, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf niedrigem Niveau zu halten. Durch die auftragsbezogene Fertigung in Verbindung mit unserer geringen Fertigungstiefe und dem Kanban-System zur Materialversorgung im Produktionsprozess sind zudem Fertig- und Zwischenwarenlager nur sehr begrenzt erforderlich. Bei der Begleichung von Lieferantenrechnungen nutzen wir unsere Zahlungsziele unter Einbeziehung der Vorteile aus der Inanspruchnahme von Skonti. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Working Capital um 9,0 Mio. Euro angestiegen. Hauptursache dafür sind die höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+7,0 Mio. Euro). Zum Jahresende betrug das Working Capital 87,9 Mio. Euro (Vj. 78,9 Mio. Euro) oder 18 % vom Umsatz (Vj. 17 %).

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir Investitionen von 16,8 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt (Vj. 12,0 Mio. Euro). Darin sind Neuinvestitionen in Immobilien und in den Maschinenpark der Komponentenfabrik enthalten. 16,2 Mio. Euro betreffen das Segment RATIONAL und 0,6 Mio. Euro das Segment FRIMA. Für die Errichtung des neuen Serviceteilecenters sind 2014 Investitionen in Höhe von 9,3 Mio. Euro angefallen. Die gesamte Investitionssumme lag hier bei 10,8 Mio. Euro.

Für das Jahr 2015 erwarten wir Erhaltungs-, Ersatz- und Neuinvestitionen von rund 19 Mio. Euro. Die vertraglich bereits vereinbarten Investitionen für das Jahr 2015 betragen 1,1 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen für das kommende Geschäftsjahr keine wesentlichen vertraglich fixierten oder wirtschaftlich bedingten Investitionsverpflichtungen.

Die Auslastung unserer Produktionsanlagen liegt derzeit bei rund 70 %. Mit dieser Anlagenkapazität sind wir für zukünftiges Wachstum gut aufgestellt.

Prognose-Ist-Vergleich

Im Geschäftsbericht des vergangenen Jahres hatten wir ein moderates Umsatz- und EBIT-Wachstum prognostiziert. Mit Umsatzerlösen von 496,7 Mio. Euro (+8 %) und einem EBIT in Höhe von 145,2 Mio. Euro (+13 %) konnten wir die Erwartungen erreichen bzw. leicht übertreffen. Der Absatz konnte analog zu den Umsatzerlösen gesteigert werden. Die leicht überproportionale Entwicklung des EBIT war vor allem durch die nicht erwarteten positiven Währungseffekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen begründet. Die Entwicklung der Rohstoffpreise hatte entsprechend unserer Einschätzung keinen Ergebniseinfluss.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verblieb die Mitarbeiterzufriedenheit, wie erwartet, auf einem hohen Wert. 92 % aller Mitarbeiter sind stolz, bei uns zu arbeiten.

Auch die Kundenzufriedenheit konnten wir entsprechend unserer Einschätzung auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr halten. 86.000 Teilnehmer an unseren GarenLive-Seminaren stellen eine ähnliche Steigerungsrate wie im Vorjahr dar und dokumentieren die Zufriedenheit unserer bestehenden und das hohe Interesse potenzieller Kunden.

Die prognostizierten Investitionen in Höhe von rund 20 Mio. Euro haben wir mit einem Betrag von 16,8 Mio. Euro etwas unterschritten.

Die Risikodeckungsquote unserer ausstehenden Kundenforderungen war entgegen unseren Erwartungen eines Rückgangs mit 84 % leicht besser und die Außenstandsdauer (DSO) lag mit 50 Tagen auf dem Niveau des avisierten Wertes.

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Finanzielle Kennzahlen Ist 2013 Prognose 2014 Ist 2014
Umsatz-Wachstum +6% moderat steigend +8%
Rohertragsmarge 61% ca. 60 % 61%
Operative Kosten +8% moderat steigend +10%
EBIT-Marge 28% 26 - 28 % 29%
DSO (Tage) 48 auf Vorjahresniveau 50
Eigenkapitalquote 71% ca. 70% 73%
Nichtfinanzielle Kennzahlen
Entwicklung GarenLive-Teilnehmer +9% zweistelliges Wachstum +13%
Anteil stolzer Mitarbeiter 91% auf Vorjahresniveau 92%

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

3. NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der RATIONAL AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.

4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Prämissen der Prognosen

Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes bekannten Faktoren, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des RATIONAL-Konzerns haben. Dies betrifft relevante allgemeine Marktindikatoren sowie branchenbezogene und unternehmensspezifische Sachverhalte.

Marktbezogene Parameter sind insbesondere das Wachstum der Weltwirtschaft, die Entwicklung der Währungskurse und der Rohstoffpreise. Branchenbezogene Sachverhalte betreffen insbesondere die Entwicklung der Endnutzer unserer Produkte und Services, unsere direkten Kunden, den Fachhandel, und die Wettbewerbssituation unter den Anbietern verschiedener Gartechnologien.

Interne Faktoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit und Maßnahmen, um die hohe Motivation zu erhalten und weiter zu stärken. Des Weiteren beinhaltet die Prognose bereits implementierte Aktivitäten und geplante Maßnahmen.

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Konjunkturexperten beurteilen die Aussichten der Weltkonjunktur weiterhin solide und erwarten für das Jahr 2015 ein globales Wachstum von 3,5 %. Die höchsten Wachstumsprognosen gelten mit rund 4,3 % für die Schwellenländer. Aber auch die USA sind mit einer erwarteten Steigerungsrate von rund 3,6 % voraussichtlich auf solidem Wachstumskurs. Für den Euroraum erwarten die Experten für 2015 ein geringes Wirtschaftswachstum von lediglich rund 1,2 %. (Quelle: IWF, Januar 2015)

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Absatz-, Umsatz- und Ergebnisprognose 2015

Für 2015 erwarten wir einen leicht positiven Wechselkurseffekt auf Umsatz und Ergebnis, da ein Großteil der für uns wichtigen Fremdwährungen im Verlaufe des Jahres 2014 deutlich aufgewertet hat und keine Gegenbewegung bzw. sogar eine weiterhin positive Entwicklung vieler Fremdwährungen erwartet wird.

Von den Rohstoffpreisen erwarten wir für das Jahr 2015 keine nennenswerten Auswirkungen auf die Herstellungskosten und unsere Gewinnsituation. Beim Basispreis für Stahl sorgen Jahresverträge für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Für 2015 konnten wir für den Stahlbasispreis im Wesentlichen bereits stabile Preise mit unseren Lieferanten vereinbaren. Der Preis für den Legierungszuschlag ist im Verlauf des ersten Halbjahres 2014 von 1,00 Euro/kg auf über 1,40 Euro/kg gestiegen, hat sich dann auf diesem Niveau eingependelt und ist schließlich in den letzten beiden Monaten wieder auf 1,30 Euro/kg zurückgegangen. Der Durchschnittspreis im Jahr 2014 lag bei 1,25 Euro/kg. Aufgrund der prognostizierten stabilen Entwicklung der Weltwirtschaft gehen wir von leicht höheren Nickelpreisen für das Jahr 2015 aus und rechnen mit einem durchschnittlichen Legierungszuschlag von 1,30 Euro/kg.

Bei den gruppenweiten Herstellungskosten rechnen wir insgesamt mit einem Anstieg proportional zu den Umsatzerlösen. Hieraus resultierend sehen wir einen proportionalen Anstieg des Rohertrags. Unsere erwartete Rohertragsmarge liegt demgemäß auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bei rund 60 %.

Die operativen Kosten werden aufgrund von Investitionen in dem Bereich Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der Vertriebskapazitäten etwas überproportional zur Umsatzsteigerung zulegen. Für die EBIT-Marge gehen wir von einer Bandbreite von 26 % bis 28 % aus.

Vor diesem Hintergrund und basierend auf den von uns geschaffenen Grundlagen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung erwarten wir für 2015 die Fortsetzung des bisherigen moderaten Wachstumstrends bei Absatz, Umsatz und EBIT.

Im Segment FRIMA erwarten wir aufgrund des noch frühen Marktstadiums des VarioCooking Center® ein überproportionales Absatz-, Umsatz- und EBIT-Wachstum.

Nachhaltig solide finanzwirtschaftliche Grundlagen

Für den Verlauf des Jahres 2015 erwarten wir unverändert eine Eigenkapitalquote von rund 70 % und hohe freie Liquidität. Den Liquiditätsbedarf für die laufenden operativen Kosten, den wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals, die notwendigen Anlageninvestitionen sowie für die geplante Dividendenausschüttung werden wir 2015 aus den operativen Mittelzuflüssen und der vorhandenen Nettoliquidität decken.

Für das Berichtsjahr 2015 erwarten wir einen leichten Rückgang des Risikodeckungsgrads unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der verstärkten Markterschließung in aufstrebenden Schwellenländern, in denen eine fundierte Bonitätsbeurteilung und somit Kreditversicherungsdeckung junger Fachhandelsunternehmen bislang kaum möglich ist. Bei der durchschnittlichen Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) erwarten wir 2015 einen Wert auf dem Niveau des Vorjahres.

Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Wir legen höchsten Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, die sich als Unternehmer im Unternehmen (U.i.U.®) verstehen. Aus diesem Grund begnügen wir uns nicht mit der bereits heute hohen Mitarbeiterzufriedenheit, sondern möchten diese 2015 durch gezielte Aktivitäten und Fördermaßnahmen noch weiter verbessern. Die Fluktuationsquote erwarten wir auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Jahr 2014.

Für das kommende Geschäftsjahr planen wir rund 100 neue Arbeitsplätze zu schaffen, über die Hälfte davon im Vertrieb. Der Aufbau der Mitarbeiter im Vertrieb wird zu einer Steigerung der Teilnehmer an unseren GarenLive-Seminaren von rund 10 % im Vorjahresvergleich führen.

Chancen- und Risikobericht

Die Risiko- und Chancenpolitik bei der RATIONAL AG zielt nicht nur auf die Bestandssicherung des Unternehmens sondern auch darauf ab, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern sowie finanzielle und strategische Organisationsziele zu realisieren. Durch ein effektives Risikomanagement wird eine frühzeitige Identifizierung und Minimierung von potenziellen Risiken gewährleistet.

Das Erkennen neuer Chancen stellt zudem die nachhaltig ertragsstarke Unternehmensentwicklung sicher.

Die dargestellten Chancen und Risiken sind für die Segmente RATIONAL und FRIMA gleichermaßen zutreffend.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Eine Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen weltweit beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Daraus resultieren Chancen und Risiken, welche den Geschäftsverlauf positiv oder negativ beeinflussen können. Unsere Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2015, aber auch unsere langfristigen Erwartungen beinhalten die im Folgenden aufgeführten Einflussfaktoren. Risiken können zu negativen, Chancen zu positiven Abweichungen von der Prognose führen.

Chancen für die zukünftige erfolgreiche Geschäftsentwicklung sind neben dem durch innovative Produkte herbeigeführten Austauschbedarf und der Gewinnung neuer Kundengruppen in den etablierten Märkten auch das zunehmende Wohlstandsniveau in den Schwellenländern. Vor dem Hintergrund des weltweiten Marktpotenzials, technologisch marktführender Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte in Zukunft fortzuschreiben.

Es bestehen aber auch Risiken, welche die Erreichung unserer Unternehmensziele gefährden. Neben den materiellen, versicherbaren Risiken sind dies insbesondere konjunkturelle Verwerfungen, politische Entscheidungen und Veränderungen im Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Veränderungen (z. B. Währungsentwicklungen) sowie Produkt- und sonstige operative Risiken.

Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Das heißt, es geht keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele nicht erreicht werden.

Chancenbericht

Das RATIONAL-Chancenmanagement

RATIONAL ist in einem globalen Umfeld aktiv, welches sich durch eine Vielzahl von Chancen auszeichnet, die sich dem Unternehmen bieten. Das frühzeitige Erkennen und die konsequente Wahrnehmung dieser Chancen sind Kernelemente erfolgreichen unternehmerischen Handelns. Die Nutzung realisierbarer Chancen und die gleichzeitige Vermeidung überflüssiger Risiken sind und bleiben die notwendige Voraussetzung, um nachhaltiges und profitables Wachstum zu gewährleisten.

Chancen umfassen einerseits externe Faktoren und Trends wie die steigende Zahl potenzieller Kunden aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Emerging Markets. Chancen resultieren aber auch aus eigenen Stärken, durch deren optimale Ausschöpfung die erfolgreiche Zukunftsentwicklung des Unternehmens positiv beeinflusst wird.

Positive externe Faktoren und Trends

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Dies gibt uns eine gewisse Sicherheit, selbst in Krisenzeiten.

Die Außer-Haus-Verpflegung gewinnt mit zunehmendem Wohlstandsniveau an Bedeutung. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Emerging Markets verbessert sich auch der Wohlstand in diesen Ländern spürbar. Daraus resultieren die Bildung neuer Mittelschichten und ein höherer Lebensstandard, der sich wiederum positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten auswirkt.

Großes freies Weltmarktpotenzial

Nur rund 30 % der weltweit mehr als drei Millionen für uns adressierbaren Endkunden kochen heute bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Etwas über 10 % aller Küchen haben ein SelfCookingCenter® im Einsatz. Da das SelfCookingCenter® 5 Senses neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht hierfür weltweit noch ein zusätzliches freies Marktpotenzial.

Für das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY ergibt sich ein noch höheres weltweites Potenzial. Da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch relativ gering. Somit beträgt hier das noch offene Kundenpotenzial annähernd 100 %.

Das große freie Marktpotenzial ermöglicht es uns wie unseren Wettbewerbern, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe sind Trends hin zu gesünderen und variableren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.

Stärken von RATIONAL

Höchste Kundenzufriedenheit

Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Gargeräte in der Profiküche gesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind so begeistert, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch allen Kollegen den Kauf eines solchen empfehlen würden. Daraus resultiert unsere mit großem Abstand führende Marktposition. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der heute weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL.

Wettbewerbsüberlegene Produkte

Wir verfügen über ein Portfolio wettbewerbsüberlegener Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCookingCenter® 5 Senses als auch das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY sind technologisch und anwendungsbezogen weltweit führend. Und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb.

Hohe Innovationskraft

Um unserem Anspruch gerecht zu werden, rund um den Globus Produkte mit dem höchstmöglichen Kundennutzen anzubieten, ist es unabdingbar, regelmäßig Innovationen auf den Markt zu bringen. Das heißt für uns, nie endgültig zufrieden zu sein, sondern permanent nach besseren Lösungen zu suchen und den technologischen Fortschritt selbst in die Hand zu nehmen. So gelingt es uns, den hohen technischen Stand unserer Produkte zu sichern, eine stetige Weiterentwicklung zu gewährleisten und damit unsere herausragende Stellung im Markt nicht nur zu behaupten, sondern sogar weiter auszubauen. Wir sind in der Lage, neue Kundengruppen zu adressieren und somit innerhalb unserer Zielgruppe das Absatzpotenzial für unsere Produkte noch zu erweitern.

Ressourceneffizienz

Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® 5 Senses und das VarioCooking Center® MULTIFICIENCYreduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich bei erheblich geringerem Platzbedarf im Vergleich zu traditioneller Gartechnologie. Zudem führt der reduzierte Überwachungs- und Reinigungsaufwand zu geringeren Arbeitskosten.

Erfolgreiche Marktentwicklung

Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig eine Pionierrolle ein. Daraus resultieren eine steigende Markenbekanntheit und ein Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.

Einzigartige Unternehmenskultur

Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des „Unternehmers im Unternehmen“ (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.

Durch die permanent lernende Organisation nach dem Motto „Von den Besten lernen“ und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Schwächen im Arbeitsbereich jedes einzelnen Mitarbeiters erkannt, beseitigt und damit Verschwendung zunehmend vermieden.

Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen. Sie erhöht die Motivation und die Identifizierung jedes einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.

Risikobericht

Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements bei RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, strategische, operative oder finanzielle Ziele nicht wie geplant zu erreichen.

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Risikomanagement ist eine wesentliche Aufgabe des Gesamtvorstands. Der Prozess wird durch den Vorstand des kaufmännischen Bereichs koordiniert. Das Ziel des RATIONAL-Risikomanagements ist die Wahrnehmung realisierbarer Chancen unter Berücksichtigung der bestehenden Risiken.

Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und an den jeweiligen Entscheidungsträger gemeldet werden. Hierbei sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohem Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung zu Risiken ist ein angemessenes Meldeverfahren definiert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse werden externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche für einen Realisierungszeitraum von drei Jahren erfasst und bewertet. Im Jahr 2014 wurden hierzu die Ergebnisse der Risikoinventur aus dem Vorjahr aktualisiert. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in ihrer Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken werden, sofern dies strategisch und finanziell sinnvoll ist, über ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, abgedeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet und ein Compliance Officer für die gesamte RATIONAL-Gruppe bestellt. Darüber hinaus wurde eine Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Allen wesentlichen Compliance-Risiken wird durch interne Maßnahmen bzw. in Zusammenarbeit mit lokalen, qualifizierten Partnern entgegengewirkt. In 2014 wurde die Compliance-Organisation gezielt weiterentwickelt. Hierzu wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und, soweit zur Risikovermeidung erforderlich, die RATIONAL-Compliance-Vorgaben entsprechend angepasst.

Risikobewertung und Risikobegrenzung

Um die vorhandenen Risiken einzuordnen, bewerten wir diese nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und nach ihrer finanziellen Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenssituation des Unternehmens. Entsprechend der Eintrittswahrscheinlichkeit und der resultierenden Schadenshöhe (EBIT-Risiko) haben wir entsprechende Maßnahmen implementiert, um sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Die Darstellung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des EBIT-Risikos beinhaltet bereits die implementierten, risikomindernden Maßnahmen (Netto-Betrachtung). Folgende Klassifizierungen werden hierfür verwendet:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
<10% Sehr gering
>10% bis 30% Gering
>30% bis 60% Hoch
>60% Sehr hoch

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Risikoauswirkung Beschreibung EBIT-Risiko
Sehr gering Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage < 2%
Gering Einige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >2% bis 10%
Hoch Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >10% bis 20%
Sehr hoch Stark negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage >20%

Risiken

In der folgenden Tabelle werden die vom Vorstand als für RATIONAL wesentlich eingestuften Unternehmensrisiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Risikoauswirkung gemäß den oben stehenden Definitionen eingestuft.

Die Risiken sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

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Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoauswirkung
Markt - und Wettbewerbsrisiken Gering Gering
Wettbewerbs- und Substitutionsrisiken
Nichtakzeptanz unserer Technologien
Konjunkturbedingte negative Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
Reduzierte Deckung von Kreditrisiken
Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden
Politische und rechtliche Risiken Hoch Gering
Politische Instabilität oder Krisen
Verletzung von Schutzrechten
Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften
Produktions- und Produktrisiken Gering Gering
Beschaffungsrisiko
Produktionsunterbrechungsrisiko
Produktqualität und -haftung
Operative Risiken Gering Gering
Personalwirtschaftliche Risiken
IT-Risiken
Finanz- und Kapitalmarktrisiken Sehr hoch Gering
Ausfallrisiken
Liquiditätsrisiken
Wechselkursrisiken
Zinsänderungsrisiken
Preisrisiken

Nachstehend folgen Beschreibungen der jeweiligen Risiken bzw. es wird auf entsprechende Stellen innerhalb des Abschlusses verwiesen, in denen die Details dargelegt werden.

Markt - und Wettbewerbsrisiken

Wettbewerb s- und Substitutionsrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse neue, größere Wettbewerber mit höherer Innovations- oder Vertriebskraft entstehen. Zusätzlich können neue Wettbewerber in den Markt eintreten, was zu einer höheren Wettbewerbsintensität und negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft von RATIONAL führen kann.

Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt bzw. eine neue, überlegene Technologie entwickelt und auf den Markt bringt. Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategien der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt.

Nichtakzeptanz unserer Technologien

Um unseren Vorsprung vor dem Wettbewerb zu behaupten und auszubauen, bringen wir in regelmäßigen Abständen neue Produkte mit weiterentwickelten Produkteigenschaften und neuen Funktionen auf den Markt. Zudem befindet sich das VarioCooking Center® MULTIFICIENCY noch immer in einem sehr frühen Stadium der Markterschließung. Hier besteht grundsätzlich die Gefahr, dass unsere Produkte nicht die von uns erwartete Akzeptanz erlangen und vom Markt nicht angenommen werden. Aufgrund unserer klaren Ausrichtung auf Kundennutzen, unserer Unternehmensstruktur mit rund 300 Küchenmeistern im Vertrieb sowie der Anwendungsforschung, -entwicklung und –beratung sind wir praktisch Teil der Welt unserer Kunden und kennen deren Wünsche und Bedürfnisse genau. Wir sind dadurch in der Lage, optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und anzubieten.

Konjunkturbedingte Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden

Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung oder Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung kann die Investitionsbereitschaft unserer Endkunden negativ beeinflussen.

Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigen Märkte mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet. Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als z. B. auf den klassischen Maschinenbau.

Reduzierte Deckung von Kreditrisiken

Eine negative konjunkturelle Entwicklung und die daraus resultierende finanzwirtschaftliche Situation unserer Kunden reduzieren die Bereitschaft des Warenkreditversicherers zur Übernahme von Kreditrisiken und führen damit zu höheren Forderungsausfallrisiken. (Siehe Finanz- und Kapitalmarktrisiken)

Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Fachhändlers

Unser Gesamtumsatz verteilt sich auf mehrere Tausend Fachhändler, die im Wesentlichen im Bereich „Gastronomie-Fachhandel“ tätig sind. Bei Ausfall von Fachhändlern können Umsatzpotenziale wegfallen. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Fachhändler ergeben sich aber nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhändlers nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite. Der Anteil des Geschäftsvolumens mit dem umsatzstärksten Fachhändler am Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 2,7 % (Vj. 2,5 %). Es handelt sich hierbei um einen langjährigen exklusiven Handelspartner. Die Bonitätsbeurteilung dieses Partners durch unseren Kreditversicherer ist einwandfrei, sodass wir im Hinblick auf die finanzielle Stabilität des Kunden keine Risiken für den weiteren kontinuierlichen Geschäftsverlauf erkennen können. Unsere Forderungen gegenüber diesem Händler waren während des Berichtszeitraumes vollumfänglich kreditversichert.

Politische und rechtliche Risiken

Politische Instabilität oder Krisen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Krisen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z. B. Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Ländern denkbar.

Aktuell führt die Russland-Ukraine-Krise zu einem Umsatzrückgang in diesen Märkten. Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf vielen Märkten der Welt anbieten, eröffnen jedoch die Chance zum Ausgleich regionaler Schwächen durch Kompensation in anderen Märkten.

Verletzung von Schutzrechten

Sowohl durch aktive als auch passive Patentverletzungen können Kosten für die Prozessführung sowie Schadenersatzleistungen entstehen. Wir sind seit Jahren Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Aktuell gibt es keine Verfahren, die aufgrund der Verletzung von Schutzrechten von uns oder gegen uns eingeleitet wurden.

Rechtliche Risiken aus lokalen Gesetzen und Vorschriften

Unsere Produkte und Dienstleistungen vermarkten wir aktuell in mehr als 100 Ländern. Die zunehmend internationale Geschäftstätigkeit ist mit zahlreichen rechtlichen Risiken verbunden. Diese umfassen im Wesentlichen:

länderspezifische Produktanforderungen oder Sicherheitsvorschriften, die den Vertrieb unserer Produkte beeinträchtigen
Zollvorschriften bzw. Im- und Exportregelungen, die die Einfuhr von Produkten beschränken können
unterschiedliche Steuersysteme, steuerliche Hindernisse, die den Geschäftsverkehr beeinträchtigen, bzw. sich ändernde Steuersysteme oder Steuersätze, die negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben
geschäftliche Gestaltungen, die Verstöße gegen lokal geltendes Wettbewerbs- oder Kartellrecht darstellen
Compliance-Risiken, das heißt mögliche Verstöße durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze

Um diese Risiken zu minimieren, arbeiten wir, sofern erforderlich, in allen für uns wichtigen Märkten mit Experten für die jeweiligen lokalen gesetzlichen Anforderungen zusammen.

Produktions - und Produktrisiken

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Daneben wurden im Rahmen der im Jahr 2013 durchgeführten Risikoanalyse der Lieferkette unterschiedliche Maßnahmen zur Risikoreduktion beschlossen. Diese beinhalten unter anderem eine Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und den Aufbau eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten.

Produktionsunterbrechungsrisiko

Neben den Beschaffungsrisiken existiert das Risiko, dass durch höhere Gewalt Produktionsanlagen ausfallen, was eine vorübergehende Produktionsunterbrechung zur Folge haben kann. Das daraus resultierende finanzielle Risiko ist durch eine angemessene Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Für existenziell wichtige Produktionsanlagen wurde eine Rückfallebene in Form einer zweiten Ausfertigung der betroffenen Anlagen geschaffen. Diese werden gesondert gelagert und können im Bedarfsfall mit überschaubarem Aufwand und im Vergleich zur Wiederbeschaffung relativ kurzer Zeit aktiviert werden.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Die unverändert niedrige Garantiekostenquote von 1,1 % (Vj. 1,3 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend. Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden könnten. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber insbesondere ein Imageschaden für die als qualitativ hochwertig angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte, bevor sie unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auftreten, werden diese im Rahmen unserer täglichen „Akuten Qualitätsverbesserung“ in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet. Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt. Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch extreme Anstrengung, jeden Fehler und den entstandenen Schaden zu überkompensieren.

Operative Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Der resultierende Schaden aus geringer Mitarbeitermotivation und einer hohen Fluktuationsquote würde die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen.

RATIONAL ist ein attraktiver Arbeitgeber in der Region. Zur Gewinnung geeigneter Mitarbeiter werden verschiedene Aktivitäten wie beispielsweise das Hochschulmarketing oder der Besuch von Ausbildungsmessen durchgeführt. Um Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet das Unternehmen neben einer angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Fördermaßnahmen. Daneben verfügen wir mit der „Unternehmer im Unternehmen“-Philosophie über eine besondere Unternehmenskultur, welche die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeiter fördert.

IT-Risiken

Risiken können insbesondere durch die immer weiter gehende Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Durch unzureichende Sicherungssysteme könnte ein unautorisierter Zugriff von außen auf erfolgskritische Informationen erfolgen.

Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselten E-Mail- und Datentransfers, Firewallsystemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und eines speziell geschützten Rechenzentrums. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

Als relevante Finanz- und Kapitalmarktrisiken für die RATIONAL AG wurden Ausfall-, Liquiditäts-, Wechselkurs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken identifiziert.

Ausfallrisiken können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Soweit möglich werden – basierend auf einer Bonitätsprüfung – die Kundenforderungen versichert. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden in der Regel 90 % der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen. Zum Bilanzstichtag verfügte RATIONAL über eine Liquiditätsreserve von insgesamt 225,4 Mio. Euro (Vj. 200,1 Mio. Euro) sowie nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von 29,5 Mio. Euro (Vj. 28,5 Mio. Euro).

Währungsschwankungen können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich negativ aus, eine Abwertung positiv. Um diesem Risiko entgegenzutreten, werden gängige Sicherungsinstrumente wie Optionen eingesetzt. Darüber hinaus wird ein Teil der beschafften Komponenten in japanischen Yen und in US-Dollar abgerechnet (Natural Hedge). Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig eliminieren. Sollte der Euro um 10 % aufwerten (abwerten), würde der gruppenweite Umsatz um rund 21 Mio. Euro und das EBIT um rund 24 Mio. Euro reduziert (erhöht). Die deutliche Aufwertung des Schweizer Frankens im Vergleich zum Euro im Januar 2015 hat auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der RATIONAL-Gruppe keinen wesentlichen Einfluss. Die in Schweizer Franken anfallenden Kosten werden nahezu vollständig durch Erlöse in Schweizer Franken gedeckt.

Zinsänderungsrisiken betreffen negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei der Veränderung des Zinsniveaus. Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen wird bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung entgegengewirkt. Für den Großteil der ausstehenden Darlehen ist eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit vereinbart.

Preisrisiken entstehen vor allem beim Bezug von Rohstoffen. RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Der Einkaufspreis setzt sich aus dem Stahlgrundpreis und dem sogenannten Legierungszuschlag zusammen. Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente existiert nicht. Für den Stahlgrundpreis bestehen feste Lieferverträge, die den Bezugspreis für ein bis zwei Jahre im Voraus fixieren. Preisänderungsrisiken bestehen aufgrund von schwankenden Rohstoffpreisen für Legierungsmetalle (Legierungszuschlag). Die Schwankungen des Legierungszuschlags wirken sich direkt auf die Herstellungskosten aus. Wäre der Legierungszuschlag im Jahr 2014 durchschnittlich um 10 % teurer (billiger) gewesen, so hätte sich der Jahresüberschuss 2014 um rund 1,1 Mio. Euro (Vj. 1,0 Mio. Euro) verringert (erhöht).

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

› Die bei der Muttergesellschaft und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind im Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
› Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.
› Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
› Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.
› Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
› Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.
› Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
› Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das 4-Augen-Prinzip angewendet.
› Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse aller Gesellschaften einer Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.
› Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

5. VERGÜTUNGSBERICHT

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 6,4 Mio. Euro (Vj. 7,2 Mio. Euro). In diesem Betrag waren erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vj. 2,4 Mio. Euro) enthalten. Daneben beinhalten die genannten Bezüge Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 2,0 Mio. Euro. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,4 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro) beliefen.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2014 nicht stattgefunden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Darüber hinaus erhalten Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Diese Nebenleistungen sind Vergütungsbestandteil und sind von den Vorstandsmitgliedern einzeln zu versteuern.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 betrug 0,7 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro).

6. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Gemäß § 315 ABS. 4 HGB haben Unternehmen übernahmerechtliche Angaben zu machen und diese zu erläutern.

Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals gemäß DRS 20 werden im Konzernanhang unter Anhangangabe 21: „Eigenkapital“ angegeben.

Zum 31. Dezember 2014 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.411 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Mai 2013 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: „Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Entsendungsrecht nicht ausgeübt.

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechende Anwendung. 2014 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien bzw. zur Ausgabe neuer Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, d.h. die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

7. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Eine Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf der RATIONAL-Website im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance dargestellt.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2015

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Gesamtergebnisrechnung - Konzern

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Angaben

in TEUR
Anhangangabe 2014 2013
Umsatzerlöse 1 496.727 461.148
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 2 -192.691 -180.446
Bruttoergebnis vom Umsatz 304.036 280.702
Vertriebs- und Servicekosten 3 -122.315 -111.190
Forschungs- und Entwicklungskosten 4 -19.134 -16.696
Allgemeine Verwaltungskosten 5 -22.575 -21.255
Sonstige betriebliche Erträge 6 11.807 6.308
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 -6.585 -9.615
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 145.234 128.254
Zinsen und ähnliche Erträge 8 595 503
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8 -1.207 -1.104
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 144.622 127.653
Ertragsteuern 9 -34.559 -30.409
Jahresüberschuss 110.063 97.244
Positionen, die zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung 21 57 -975
Positionen, die nicht in das Periodenergebnis umgegliedert werden können:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Versorgungspläne 21, 22 -74 -7
Sonstiges Ergebnis -17 -982
Gesamtergebnis 110.046 96.262
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert/verwässert) 11.370.000 11.370.000
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro,
bezogen auf den Jahresüberschuss und die Anzahl der Aktien 10 9,68 8,55

Bilanz - Konzern

AKTIVA

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Angaben

in TEUR
Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 75.943 66.893
Immaterielle Vermögenswerte 12, 13 2.232 1.671
Sachanlagen 14 66.747 59.201
Finanzanlagen 15 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 18 1.954 1.120
Latente Steuererstattungsansprüche 9 5.010 4.901
Kurzfristige Vermögenswerte 347.455 310.402
Vorräte 16 30.289 27.169
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 82.902 75.863
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 18 8.862 7.249
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate 19 119.000 96.000
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 106.402 104.121
Bilanzsumme 423.398 377.295
Passiva
Angaben

in TEUR
Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital 310.672 268.846
Gezeichnetes Kapital 21 11.370 11.370
Kapitalrücklage 21 28.058 28.058
Gewinnrücklagen 21 273.837 231.994
Übriges Eigenkapital 21 -2.593 -2.576
Langfristige Schulden 31.151 34.882
Pensionsrückstellungen 22 807 780
Sonstige langfristige Rückstellungen 23, 24 3.930 2.963
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 26.414 31.139
Kurzfristige Schulden 81.575 73.567
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 23 8.988 11.097
Kurzfristige Rückstellungen 22, 24 31.087 26.766
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 6.218 3.236
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 12.403 11.995
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 27 22.879 20.473
Schulden 112.726 108.449
Bilanzsumme 423.398 377.295

Kapitalflussrechnung - Konzern

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 144.622 127.653
Abschreibungen auf Anlagevermögen 8.285 7.239
Ergebnis aus Anlagenabgängen 75 -14
Nicht realisiertes Fremdwährungsergebnis 221 -38
Wertänderung derivativer Finanzinstrumente -840 -27
Zins- und Beteiligungserträge -595 -503
Zinsaufwendungen 1.207 1.104
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 152.975 135.414
Veränderungen der Vorräte -3.120 -805
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Aktiva -8.229 -12.109
Rückstellungen 5.174 3.739
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Passiva 2.868 3.426
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 149.668 129.665
Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern -37.214 -26.835
Cashflow aus operativer Tätigkeit 112.454 102.830
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -16.779 -12.039
Erlöse Anlagenabgang 273 47
Erwerb von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate -119.000 -96.000
Abnahme von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate 96.000 80.000
Erhaltene Zinsen 595 470
Cashflow aus Investitionstätigkeit -38.911 -27.522
Gezahlte Dividende -68.220 -64.809
Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten 1) 0 12.120
Tilgung von Bankverbindlichkeiten -1.743 -3.033
Gezahlte Zinsen -1.066 -996
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -71.029 -56.718
Nettozunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.514 18.590
Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursveränderungen -233 -889
Veränderung des Finanzmittelbestandes 2.281 17.701
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. 104.121 86.420
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 1) 106.402 104.121
1) davon verpfändete, zweckgebundene Finanzmittel 0 10.500

Eigenkapitalveränderungsrechnung - Konzern

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Angaben

in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Übriges Eigenkapital Gesamt
Stand am 01.01.2013 11.370 28.058 199.559 -1.594 237.393
Dividende -64.809 -64.809
Gesamtergebnis 97.244 -982 96.262
Stand am 31.12.2013 11.370 28.058 231.994 -2.576 268.846
Dividende -68.220 -68.220
Gesamtergebnis 110.063 -17 110.046
Stand am 31.12.2014 11.370 28.058 273.837 -2.593 310.672

Anhang des Konzerns

Grundlagen

Darstellung und Erläuterung der Geschäftstätigkeit

Die RATIONAL Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz RATIONAL AG) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Iglinger Straße 62, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 2001.

Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden „RATIONAL“ sowie „Konzern“ genannt) ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner.

Die Aktien der seit März 2000 börsennotierten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt im Marktsegment SDAX gehandelt. Nach fünf Jahren im MDAX wurde die Aktie der RATIONAL AG zum 22. September 2014 in den SDAX umgegliedert. Die Indexzusammensetzung richtet sich nach zwei Kriterien: der Marktkapitalisierung und dem Orderbuchumsatz.

Darstellung des Abschlusses

Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro bzw. TEUR). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung für das zum 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2014 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten „innerhalb von zwölf Monaten" als kurzfristig und „über zwölf Monate" als langfristig. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Marktwert bewertet werden.

Die Anhangangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, auf Basis der auch dem Management vorliegenden operativen und strategischen Entscheidungsgrundlagen ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die spezifischen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten „Grundlagen der Rechnungslegung", „Konsolidierungsmethoden" und „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die Beschreibung der Finanzinstrumente erfolgt unter dem Punkt „Sonstige Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung". Positionsunabhängige Informationen sind im Abschnitt „Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" enthalten.

Die Freigabe des Abschlusses erfolgte am 20. Februar 2015 durch den Vorstand der RATIONAL AG. Veröffentlichungstermin ist der 19. März 2015.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Alle für das Geschäftsjahr 2014 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die folgenden neuen oder geänderten Standards wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2014 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet.

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Inkrafttreten
Änderung IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" 01.01.2014
Änderung IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten - Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte" 01.01.2014
Änderung IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen" 01.01.2014
Änderung IAS 27 "Einzelabschlüsse" 01.01.2014
Änderung IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" 01.01.2014
Neu IFRS 10 "Konzernabschlüsse" 01.01.2014
Neu IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" 01.01.2014
Neu IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" 01.01.2014
Änderung IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Übergangsbestimmungen 01.01.2014
Änderung IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen", IAS 27 "Einzelabschlüsse": Investmentgesellschaften 01.01.2014
Die Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" enthalten Anwendungsleitlinien, die das Saldierungsmodell des IAS 32 konkretisieren. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Die Änderung des IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten – Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte“ beschränkt die Angaben zum erzielbaren Betrag auf Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierende Einheiten, bei denen in der Periode eine Wertminderung erfasst oder rückgängig gemacht wurde. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Mit der Änderung des IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen“ wird auf die striktere Regulierung der Derivatemärkte und die Pflicht zur Meldung von Derivaten an ein zentrales Transaktionsregister reagiert. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Sicherungsbeziehung fortgesetzt werden, auch wenn das Sicherungsinstrument auf eine zentrale Gegenpartei übertragen wurde. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Durch die Änderungen des IAS 27 "Einzelabschlüsse" enthält dieser zukünftig nur noch die Vorschriften, die auf Einzelabschlüsse anzuwenden sind. Die Konsolidierungsleitlinien sind nun in IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ enthalten. Dementsprechend wurde der Standard von „Konzern- und Einzelabschlüsse“ in „Einzelabschlüsse“ umbenannt. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Durch die Änderung des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" wurde der Anwendungsbereich des IAS 28 auf Gemeinschaftsunternehmen ausgedehnt und dementsprechend wurde die Bezeichnung des Standards geändert. Des Weiteren ergeben sich Folgeänderungen, die aus der Einführung von IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 11 „Gemeinschaftliche Vereinbarungen“ und IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ resultieren. So werden Gemeinschaftsunternehmen künftig nach der Equity-Methode erfasst. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Durch den neuen IFRS 10 "Konzernabschlüsse" werden die bisherigen Konsolidierungsleitlinien im IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse“ sowie SIC-12 „Konsolidierung Zweckgesellschaften“ ersetzt. Der IFRS 10 enthält ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Des Weiteren enthält der Standard Leitlinien, die die Beurteilung hinsichtlich des Vorliegens eines Beherrschungsverhältnisses unterstützen. Dieser neue Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Mit dem IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" werden IAS 31 „Anteile an verbundenen Unternehmen“ und SIC-13 „Gemeinschaftlich geführte Einheiten – nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen“ ersetzt. In dem neuen Standard wird die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen in „Gemeinsame Geschäftstätigkeit“ (Joint Operation) oder „Gemeinschaftsunternehmen“ (Joint Venture) anhand der Rechte und Pflichten der Parteien definiert. Ferner wird die Quotenkonsolidierung mit der Einführung des IFRS 11 abgeschafft. Aus diesem Standard ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Mit dem IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" werden die Anhangangaben sämtlicher Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen sowie nicht konsolidierten Zweckgesellschaften in einem Standard zusammengeführt. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Die Änderung der Übergangsbestimmungen von IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" sieht eine Klarstellung der Übergangsvorschriften in IFRS 10 vor und enthält darüber hinaus weitere Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
Die Änderungen hinsichtlich Investmentgesellschaften in IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Einzelabschlüsse" sehen vor, dass Investmentgesellschaften, die unter die eingefügte Definition in IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ fallen, ihre Tochterunternehmen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten und nicht vollkonsolidieren. Des Weiteren sind durch die Änderungen neue Anhangangaben erforderlich. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2014 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet.

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Inkrafttreten
Neu IFRIC 21 "Abgaben" 17.06.2014
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2011 - 2013 01.07.2014
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2010 - 2012 01.02.2015
Änderung IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer - Mitarbeiterbeiträge" 01.02.2015
Der neue IFRIC 21 „Abgaben“ klärt die Fragestellung, wann Verpflichtungen zur Zahlung öffentlicher Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten oder als Rückstellungen zu erfassen sind. Diese Klarstellung wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.
Im Rahmen der „Jährlichen Verbesserungen an den IFRS 2010 - 2012“ und der „Jährlichen Verbesserungen an den IFRS 2011 - 2013“ werden diverse Änderungen an verschiedenen IFRS vorgenommen, die keine wesentlichen Änderungen an den inhaltlichen Aussagen der Standards bewirken. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Änderung des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer - Mitarbeiterbeiträge“ führt ein Wahlrecht für leistungsorientierte Pensionszusagen ein, an denen sich Arbeitnehmer oder Dritte durch verpflichtende Beiträge beteiligen. Zukünftig können Arbeitnehmerbeiträge, die nicht an die Anzahl der Dienstzeitjahre geknüpft sind, in der Periode erfasst werden, in der die dazugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde. Sind die Beiträge abhängig von der Anzahl der Dienstjahre, müssen diese den Dienstzeiträumen als negative Leistungen gemäß der „Projected Unit Credit Method“ zugeordnet werden. Diese Änderung hat voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

Folgende geänderte oder neue Standards wurden vom IASB veröffentlicht, aber bisher noch nicht von der EU übernommen und deshalb nicht im Konzernabschluss angewendet. Diese Standards, Interpretationen und Änderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Konzern umgesetzt und haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse der RATIONAL AG. Bei IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ und IFRS 9 „Finanzinstrumente“ ist die Prüfung der Auswirkungen noch nicht abgeschlossen.

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Inkrafttreten gemäß Standard
Neu IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" 01.01.2016
Änderung IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit" 01.01.2016
Änderung IAS 16 "Sachanlagen", IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte": Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016
Änderung IAS 27 "Einzelabschlüsse - Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss" 01.01.2016
Änderung IAS 16 "Sachanlagen", IAS 41 "Landwirtschaft": Produzierende Pflanzen 01.01.2016
Änderung Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2012 - 2014 01.01.2016
Änderung IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Personen": Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 01.01.2016
Neu IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" 01.01.2017
Neu IFRS 9 "Finanzinstrumente" 01.01.2018
Änderung IFRS 7 und IFRS 9 "Finanzinstrumente: Verpflichtender Anwendungszeitpunkt von IFRS 9 und Angaben zum Übergang" 01.01.2018

Das Geschäftsjahr der RATIONAL AG und der Tochterunternehmen, mit Ausnahme der RATIONAL International India Private Ltd., entspricht dem Kalenderjahr. Das indische Tochterunternehmen hat aufgrund lokaler gesetzlicher Vorschriften ein Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist gemäß IFRS 10 der Abschlussstichtag der Muttergesellschaft.

Konsolidierungsmethoden

In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben der RATIONAL AG als Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die unter der direkten oder indirekten Beherrschung der RATIONAL AG stehen, einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die RATIONAL AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem die Beherrschung über das Unternehmen vorliegt, und endet, wenn die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen nicht mehr besteht.

Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital des erworbenen Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt, unabhängig vom Umfang etwaiger Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst.

Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert, welcher jährlich und bei Hinweisen auf eine Wertminderung einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen werden muss. Eine daraus resultierende Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst.

Die Bilanzierung nicht konsolidierter Tochtergesellschaften erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 gemäß den Vorgaben des IFRS 10 neben der Muttergesellschaft sieben inländische (Vj. sieben) und 22 ausländische (Vj. 21) Tochtergesellschaften einbezogen. 2014 wurde eine Tochtergesellschaft in Kolumbien gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte im Dezember 2014. Das Stammkapital wird 2015 eingezahlt.

Der Konsolidierungskreis setzt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt zusammen:

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Name und Sitz der Tochterunternehmen der RATIONAL AG % Kapitalanteil/ % Stimmrechte
Deutschland
LechMetall GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Komponenten GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Technical Services GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Großküchentechnik GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
FRIMA Deutschland GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,0
Europa
RATIONAL UK Ltd. Luton Großbritannien 100,0
FRIMA UK Ltd. London Großbritannien 100,0
RATIONAL France S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA - T S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA France S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,0
RATIONAL Italia s.r.l. Mestre Italien 100,0
RATIONAL Ibérica Cooking Systems, S.L. Barcelona Spanien 100,0
RATIONAL Austria GmbH Salzburg Österreich 100,0
RATIONAL International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Schweiz AG Balgach Schweiz 100,0
FRIMA International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Polen Sp. z o.o. Warschau Polen 100,0
RATIONAL Scandinavia AB Malmö Schweden 100,0
RATIONAL RUS OOO Moskau Russland 100,0
Amerika
RATIONAL Cooking Systems, Inc. Rolling Meadows USA 100,0
RATIONAL Canada Inc. Mississauga Kanada 100,0
RATIONAL México S.A. DE C.V. Mexico City Mexiko 100,0
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição
De Sistemas De Cocção Ltda. São Paulo Brasilien 99,9
RATIONAL Colombia - America Central S.A.S. Bogotá Kolumbien 100,0
Asien
RATIONAL Japan Co., Ltd. Tokio Japan 100,0
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai China 100,0
RATIONAL International India Private Ltd. Delhi Indien 100,0

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaftlich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA - T S.A.S., die TOPINOX S.A.R.L., Nantes, Frankreich. Diese ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.

Die inländischen Tochtergesellschaften LechMetall GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Montage GmbH und RATIONAL Komponenten GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2014 § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die LechMetall GmbH nimmt die Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch. Die übrigen Gesellschaften verzichten auf die Erstellung eines Anhangs sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus nehmen die RATIONAL Großküchentechnik GmbH und die RATIONAL Komponenten GmbH die Möglichkeit zur Befreiung von der Erstellung eines Lageberichtes in Anspruch.

Maßgebliche Beschränkungen

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Tochtergesellschaften in Brasilien, Indien und China unterliegen strengen Währungsrestriktionen. Genauere Informationen zu den Beschränkungen finden sich im Abschnitt „Währungsrisiken“ unter der Anhangziffer 28.

Fremdwährungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften werden die Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs resultieren, werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für den Konzernabschluss werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" erfasst.

Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro und deren Entwicklung im Jahresvergleich sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Jahresdurchschnittskurse Stichtagskurse 31.12.
1 Euro entspricht 2014 2013 Änderung

in %
2014 2013 Änderung

in %
--- --- --- --- --- --- --- ---
USD = US-Dollar 1,3217 1,3301 -1 1,2155 1,3768 -12
JPY = japanischer Yen 140,49 130,13 +8 145,03 144,50 0
GBP = britisches Pfund 0,8034 0,8503 -6 0,7786 0,8328 -7
CHF = Schweizer Franken 1,2128 1,2290 -1 1,2024 1,2269 -2
CAD = kanadischer Dollar 1,4633 1,3767 +6 1,4074 1,4636 -4
SEK = schwedische Krone 9,1231 8,6691 +5 9,3999 8,8263 +6
PLN = polnischer Zloty 4,1940 4,2120 0 4,2820 4,1502 +3
CNY = chinesischer Yuan 8,1544 8,1691 0 7,4373 8,3342 -11
RUB = russischer Rubel 51,938 42,594 +22 72,700 45,252 +61
BRL = brasilianischer Real 3,1027 2,8921 +7 3,2301 3,2518 -1
MXN = mexikanischer Peso 17,643 17,124 +3 17,864 18,027 -1
INR = indische Rupie 80,712 79,694 +1 76,616 85,100 -10
COP = kolumbianischer Peso 2.887,1 - - 2.887,1 - -

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten oder der Nutzungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung der Wertminderung.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden über einen Zeitraum von 25 bis 36 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt vorwiegend linear. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung "pro rata temporis".

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswertes oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes.

Leasing

Gemäß IAS 17 werden Leasingtransaktionen als Operating-Leasing klassifiziert, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Anschaffungspreisminderungen wie Boni und Skonti werden bei der Ermittlung der Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Anschaffungskosten enthalten alle Kosten des Erwerbs sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten alle dem Produktionsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Finanzinstrumente

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit wird eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen getroffen, die bei einem Unternehmen zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung finanzieller Verbindlichkeiten führen. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente. Sie werden zu dem Zeitpunkt berücksichtigt, zu dem RATIONAL Vertragspartei der Finanzinstrumente wird.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden am Erfüllungstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden hierbei berücksichtigt. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird.

Die Folgebewertung wird anhand der folgenden Bewertungskategorien des IAS 39 bestimmt:

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Folgebewertung
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet o zu Handelszwecken gehalten o Fair Value Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode

Die Zuordnung der jeweiligen Finanzinstrumente innerhalb der Bilanzpositionen zu den Kategorien ist zusammenfassend im Kapitel „Sonstige Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung“ unter der Anhangziffer 28 dargestellt. Von der Fair Value Option macht RATIONAL keinen Gebrauch. Ebenso enthält die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ keine Finanzinstrumente.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen ist oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wurde und RATIONAL im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Eine Forderung wird auch dann ausgebucht, wenn diese uneinbringlich ist. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Gewinne und Verluste, die durch die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten entstanden sind, werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag zum beizulegenden Zeitwert erfasst und in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Da die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 - trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft - nicht vollständig erfüllt sind, werden die derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie „zu Handelszwecken gehalten“ zugeordnet. Eine Folgebewertung erfolgt somit zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen der bilanziell ausgewiesenen Werte zwischen den Bilanzstichtagen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen enthalten.

Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts werden als Basis die stichtagsbezogenen bonitätsneutralen Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der für den betreffenden Stichtag gültigen Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäfte und Swaps bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Bei der Bestimmung der bonitätsneutralen Bewertung bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.

Neben den bonitätsneutralen Bewertungen wird außerdem das Risiko der Nichterfüllung (CVA = Credit Value Adjustment bzw. DVA = Debit Value Adjustment) bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt. Die Ermittlung des Debit Value Adjustment aus einer Verpflichtung für RATIONAL zur Leistung einer Zahlung aus derivativen Finanzinstrumenten erfolgt aufgrund einer Zinskurve, die dem Durchschnitt von Unternehmensanleihen mit vergleichbarer Bonität nach Abzug des Geldmarktsatzes entspricht. Die Ermittlung des Credit Value Adjustment für derivative Finanzinstrumente, bei welchen der Kontrahent zur Leistung einer Zahlung verpflichtet ist, erfolgt unter Berücksichtigung des zum Jahresende bestehenden Credit Default Swap Spreads des jeweiligen Kontrahenten.

Wertberichtigungen auf Forderungen

Wertberichtigungen sind zu bilden für Forderungen, die aufgrund objektiver Kriterien, insbesondere bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Mahnaktivitäten und anschließender Übergabe der Forderung an externe Inkasso-Dienstleister, bei beantragten oder laufenden Insolvenzverfahren sowie im Falle gerichtlich angefochtener Forderungen, als zweifelhaft zu betrachten sind und bei denen keine Erkenntnisse vorliegen, die eine andere Bewertung rechtfertigen. Erforderliche Wertberichtigungen werden auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Falls der Konzern keine realistischen Aussichten auf die Einbringlichkeit einer wertberichtigten Forderung hat, wird der Betrag ausgebucht.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von bis zu drei Monaten und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogenen Steuersätze der Tochtergesellschaften betragen zwischen 8 % und 40 % (Vj. 9 % und 40 %). Für die RATIONAL AG wird zur Ermittlung der latenten Steuern ein Steuersatz von 28 % (Vj. 28 %) herangezogen.

Latente Steuererstattungsansprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Anrechnung besteht und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.

Rückstellungen

Die Bewertung der leistungsorientierten Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Zinsaufwand wird sofort ergebniswirksam in der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ erfasst. Die Pensionsverpflichtungen werden in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künftig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Ist der aus der Diskontierung resultierende Effekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit besteht, dass RATIONAL die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Lieferung erfasst, d.h. mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Die Umsatzerlöse umfassen die zum beizulegenden Zeitwert bemessenen erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistungen und werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe ausgewiesen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt, da eine Trennung der internen Ressourcen zwischen der Forschungs- und Entwicklungsphase nicht möglich ist. Finanzierungskosten werden, soweit sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zuzuordnen sind, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verwendung von Schätzungen und Annahmen sowie wesentliche Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert insbesondere für immaterielle Vermögenswerte einschließlich der Firmenwerte, Sachanlagen, latenten Steueransprüche sowie Rückstellungen Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangangaben.

Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen des Managements insbesondere auf die erwartete Nutzungsdauer, die Einschätzung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, und die Schätzung des erzielbaren Betrags eines wertgeminderten Vermögenswertes. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind. Falls sich Änderungen zu den genannten Annahmen und Schätzungen ergeben, würde dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verändern.

Bei der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts müssen im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung und zu den daraus resultierenden zu erwartenden Cashflows der zugrunde gelegten zahlungsmittel-generierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffen werden. Die tatsächlichen Cashflows können von den auf diesen Schätzungen basierenden Cashflows erheblich abweichen. Dies könnte zu einer Veränderung der Umsatz- und Cashflow-Prognose führen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen würde.

Bei der Überprüfung von Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte beziehen sich die Annahmen und Schätzungen zusätzlich auf den zukünftigen Verkaufspreis und das -volumen sowie die Kosten und Diskontierungssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte aus einer Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufholungsbedarf resultieren.

Die Berechnung der latenten Steueransprüche erfordert die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Rückstellungen betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrunde liegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Jede Änderung dieser getroffenen Annahmen hat Auswirkungen auf die Buchwerte dieser Positionen.

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Gesellschaften des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Aufwands, der uns aus Gewährleistungsfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit hinsichtlich historischer Inanspruchnahmen und verkaufter Stückzahlen und berücksichtigt eine Garantiezeit von in der Regel zwei Jahren. Sollte die zukünftige Entwicklung von der Erwartung wesentlich abweichen, wirkt sich dies auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Rückstellungen für gerichtliche Verfahren sowie Prozess- und Schadensersatzrisiken werden gebildet, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung und die Höhe der Rückstellung unterliegen der Schätzung des Managements. Da sich solche Fälle meist über einen längeren Zeitraum erstrecken und es sich um komplexe Fragestellungen handelt, sind diese mit Unsicherheiten verbunden. Das Management beurteilt den aktuellen Stand regelmäßig, zum Teil unter Hinzuziehung von externen Anwälten, um die Rückstellungen verlässlich zu schätzen. Dennoch ist es möglich, dass eine Schätzung angepasst werden muss und es zu einer Erhöhung der Rückstellung bzw. zu einer Belastung der Ertragslage kommt.

Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des „True and Fair View" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2014 hat RATIONAL weltweit Umsatzerlöse in Höhe von 496.727 Tsd. Euro (Vj. 461.148 Tsd. Euro) erzielt. 76 % (Vj. 77 %) hiervon entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 24 % (Vj. 23 %) entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten.

Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden stellt sich wie folgt dar:

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Angaben

in TEUR
2014 Anteil

in %
2013 Anteil

in %
Deutschland 65.765 13 60.831 13
Europa (ohne Deutschland) 261.575 53 231.459 50
Amerika 80.097 16 82.213 18
Asien 59.573 12 61.424 13
Übrige Welt * 29.717 6 25.221 6
Gesamt 496.727 100 461.148 100

* Australien, Neuseeland, Naher/Mittlerer Osten, Afrika

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 64.908 Tsd. Euro (Vj. 42.721 Tsd. Euro) wurde ein wesentlicher Anteil der Konzernumsatzerlöse in Großbritannien erzielt.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen.

Die Herstellungskosten beliefen sich 2014 auf 192.691 Tsd. Euro (Vj. 180.446 Tsd. Euro). Die darin enthaltenen Materialaufwendungen liegen bei 164.491 Tsd. Euro (Vj. 153.394 Tsd. Euro). Der Anstieg resultiert vorwiegend aus dem erhöhten Absatzvolumen.

3. Vertriebs- und Servicekosten

Die Vertriebs- und Servicekosten beinhalten Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten sowie Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes. Im Jahr 2014 sind die Kosten für Vertrieb und Service überproportional im Vergleich zum Umsatzwachstum auf 122.315 Tsd. Euro (Vj. 111.190 Tsd. Euro) angestiegen. Aufgrund des hohen weltweiten Wachstumspotenzials wurde gezielt in den Ausbau der Vertriebsorganisation investiert.

4. Forschungs- und Entwicklungskosten

Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind die Anwendungsforschung und die Entwicklung neuer Produkte zur Sicherung der Technologieführerschaft und damit des nachhaltigen Unternehmenserfolges. Sie sind in der Position „Forschungs- und Entwicklungskosten" in der Gewinn- und Verlustrechnung vollständig ergebniswirksam enthalten, da die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 nicht gegeben sind.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, um die Technologieführerschaft langfristig zu sichern und auszubauen.

5. Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche wie Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Buchhaltung und Controlling sowie anteilige Aufwendungen für die Unternehmensleitung enthalten.

6. Sonstige betriebliche Erträge

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Kursgewinne 9.702 3.242
Versicherungsentschädigungen 1.081 920
Erträge aus staatlichen Zuwendungen 548 1.396
Erträge aus wertberichtigten und ausgebuchten Forderungen 340 370
Erträge aus Steuererstattungen 2 184
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 134 196
Gesamt 11.807 6.308

Die Kursgewinne entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Im Wesentlichen resultiert der Anstieg in den Kursgewinnen aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen in US-Dollar, britischem Pfund und kanadischem Dollar. Erträge aus Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in Höhe von 1.381 Tsd. Euro (Vj. 222 Tsd. Euro) in den Kursgewinnen enthalten.

Die Position „Versicherungsentschädigungen" enthält im Berichtsjahr Erträge aus der Warenkreditversicherung für Forderungsausfälle in Höhe von 586 Tsd. Euro (Vj. 623 Tsd. Euro).

In der Position „Erträge aus staatlichen Zuwendungen“ sind Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsleistungen enthalten. Die Leistungen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2014 (Vj. 2010 bis 2013).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Kursverluste 3.904 7.436
Wertberichtigungen auf Forderungen 1.431 1.516
Sonstige Steuern 732 367
Außerordentlicher Aufwand 250 -
Verluste aus Anlagenabgang * 150 14
Spenden 63 189
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 55 93
Gesamt 6.585 9.615

* im Vorjahresbericht in der Position “Übrige“ enthalten

Die Kursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Ein wesentlicher Anteil in den Kursverlusten ist auf die Bewertung von Fremdwährungspositionen in russischem Rubel zurückzuführen. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von 530 Tsd. Euro (Vj. 195 Tsd. Euro) in den Kursverlusten enthalten. Der außerordentliche Aufwand in Höhe von 250 Tsd. Euro resultiert aus einem drohenden Zahlungsausfall aufgrund der Insolvenz eines Kunden.

8. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren größtenteils aus kurzfristigen Geldanlagen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten vorwiegend die Zinsaufwendungen für Immobilien- und Maschinenfinanzierungen mit 1.017 Tsd. Euro (Vj. 923 Tsd. Euro) sowie die Aufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen mit 141 Tsd. Euro (Vj. 108 Tsd. Euro).

9. Ertragsteuern

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands 2014 wird dabei auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 27,73 % (Vj. 27,73 %) angewendet. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 340 % zusammen, die auf die Muttergesellschaft Anwendung finden. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten wurden mit dem jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersatz angesetzt.

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Ergebnis vor Steuern (EBT) 144.622 127.653
Erwarteter Steuersatz in % 27,73 27,73
Erwarteter Ertragsteueraufwand 40.104 35.398
Abweichung lokale Steuersätze der Tochtergesellschaften -7.071 -6.441
Steuererstattungen aus Vorjahren -95 -55
Steueraufwand betreffend Vorjahre 242 265
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 1.379 1.242
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 34.559 30.409

Die im Geschäftsjahr 2014 gezeigten aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 5.010 Tsd. Euro nach 4.901 Tsd. Euro zum Bilanzstichtag 2013. Der dem Jahr 2014 zuzurechnende latente Steuerertrag beläuft sich damit auf 109 Tsd. Euro (Vj. 98 Tsd. Euro). Demnach beträgt der tatsächliche Ertragsteueraufwand 34.668 Tsd. Euro (Vj. 30.507 Tsd. Euro).

Die latenten Steuerabgrenzungen der Geschäftsjahre 2014 und 2013 entfallen auf folgende Bilanzposten:

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Angaben

in TEUR
Ergebnisauswirkung
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Vorräte 4.867 4.570 297 114
Rückstellungen 737 626 111 142
Forderungen 48 54 -6 -7
Übrige -642 -349 -293 -151
Gesamt 5.010 4.901 109 98

Die aktivierten latenten Steuererstattungsansprüche in Höhe von 5.010 Tsd. Euro (Vj. 4.555 Tsd. Euro) ergeben sich ausschließlich aus kurzfristigen Sachverhalten. In Höhe von 0 Tsd. Euro (Vj. 346 Tsd. Euro) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus verschiedenen temporären Unterschieden zwischen den IFRS-Werten und der Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Rückstellungen und Anlagevermögen basieren. In der Position „Übrige“ sind latente Steuerverbindlichkeiten enthalten. Diese Steuerverbindlichkeiten unterliegen der Saldierung mit latenten Steuererstattungsansprüchen, welche sich auf andere Bilanzposten beziehen.

Latente Steuern, welche sich auf Sachverhalte beziehen, die direkt im Eigenkapital zu erfassen sind, werden unter Anhangziffer 21 „Eigenkapital“ (übriges Eigenkapital) erläutert.

10. Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 mittels Division des Jahresüberschusses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

Auf Basis eines Aktienbestandes von 11.370.000 Stück (Vj. 11.370.000 Stück) und eines Jahresüberschusses in Höhe von 110.063 Tsd. Euro (Vj. 97.244 Tsd. Euro) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2014 ein (unverwässertes und verwässertes) Ergebnis je Aktie von 9,68 Euro (Vj. 8,55 Euro).

11. Dividende je Aktie

Der das Geschäftsjahr 2013 betreffende Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG in Höhe von 6,00 Euro je Aktie wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2014 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von 68.220 Tsd. Euro erfolgte im Mai 2014.

Für das Geschäftsjahr 2014 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 29. April 2015 vor, eine Dividende in Höhe von 6,80 Euro je Aktie, d. h. 77.316 Tsd. Euro, auszuschütten.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva

12. Immaterielle Vermögenswerte

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Angaben

in TEUR
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Firmenwerte Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2014 6.503 424 6.927
Währungsdifferenzen 1 - 1
Zugänge 1.385 - 1.385
Abgänge -400 - -400
Stand 31.12.2014 7.489 424 7.913
Abschreibungen
Stand 01.01.2014 5.256 - 5.256
Währungsdifferenzen 0 - 0
Zugänge 825 - 825
Abgänge -400 - -400
Stand 31.12.2014 5.681 - 5.681
Buchwerte
Stand 31.12.2014 1.808 424 2.232
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2013 5.860 424 6.284
Zugänge 746 - 746
Abgänge -101 - -101
Stand 31.12.2013 6.503 424 6.927
Abschreibungen
Stand 01.01.2013 4.752 - 4.752
Zugänge 606 - 606
Abgänge -101 - -101
Stand 31.12.2013 5.256 - 5.256
Buchwerte
Stand 31.12.2013 1.247 424 1.671

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen zu Anschaffungskosten aktivierte gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Firmenwerte. Selbstgeschaffene Vermögenswerte sind nicht enthalten. Aktivierungsfähige Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 lagen nicht vor. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2014 wurde wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung der in Fremdwährung ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Fertigung 9 11
Vertrieb und Service 193 79
Forschung und Entwicklung 136 47
Allgemeine Verwaltung 487 469
Gesamt 825 606

13. Firmenwerte

In der Position „Immaterielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag ein Restbuchwert aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 424 Tsd. Euro (Vj. 424 Tsd. Euro) ausgewiesen, der aus dem Erwerb der RATIONAL-Tochtergesellschaft FRIMA - T S.A.S., Wittenheim, im Jahr 1993 stammt.

Ende 2014 wurde für diesen Firmenwert ein Impairment-Test auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Das Geschäftssegment FRIMA wird dabei als Bewertungseinheit identifiziert. Der erzielbare Betrag wird auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Schätzung des zukünftigen Cashflows erfolgte auf der Annahme der fortgeführten Nutzung der Vermögenswerte und unter Einbeziehung aktueller Finanz- und Geschäftspläne des Managements für die nächsten vier Jahre, beruhend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Auf der gleichen Basis und unter Verwendung eines Deckungsbeitragsmodells wird die Ergebnisentwicklung ermittelt. Für die Modellrechnung wird ab dem fünften Jahr ein theoretisches Ergebniswachstum von 1 % unterstellt (Vj. 1 %). Zukünftige Restrukturierungen und damit verbundene Ertragskraftsteigerungen wurden gemäß IAS 36 nicht berücksichtigt. Mit dem verwendeten Abzinsungssatz von 5,2 % nach Steuern bzw. 6,5 % vor Steuern (Vj. 6,6 % nach Steuern und 8,3 % vor Steuern) wurden die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseffektes und die Risikoerwartung hinsichtlich der Vermögenswerte angemessen berücksichtigt. Der so ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert des Geschäftssegmentes. Eine Wertminderung wurde somit nicht festgestellt, die Notwendigkeit einer Abschreibung des Firmenwertes liegt nicht vor.

14. Sachanlagen

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Angaben

in TEUR
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2014 67.033 29.022 21.978 118.033
Währungsdifferenzen -7 7 75 75
Zugänge 10.997 1.154 3.244 15.395
Abgänge -804 -318 -4.018 -5.140
Stand 31.12.2014 77.219 29.865 21.279 128.363
Abschreibungen
Stand 01.01.2014 25.620 17.968 15.244 58.832
Währungsdifferenzen 52 7 58 117
Zugänge 2.522 2.489 2.447 7.458
Abgänge -802 -304 -3.686 -4.792
Stand 31.12.2014 27.392 20.160 14.063 61.615
Buchwerte
Stand 31.12.2014 49.827 9.705 7.216 66.748
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2013 62.451 26.459 19.171 108.081
Währungsdifferenzen -36 -2 -195 -233
Zugänge 4.813 2.667 3.812 11.292
Abgänge -195 -102 -810 -1.107
Stand 31.12.2013 67.033 29.022 21.978 118.033
Abschreibungen
Stand 01.01.2013 23.710 15.621 14.121 53.452
Währungsdifferenzen -17 -2 -160 -179
Zugänge 2.121 2.447 2.065 6.633
Abgänge -194 -98 -782 -1.074
Stand 31.12.2013 25.620 17.968 15.244 58.832
Buchwerte
Stand 31.12.2013 41.413 11.054 6.734 59.201

Die Position "Sachanlagen" wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2014 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) vorgenommen. Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist eine Grundschuld in Höhe von 33.500 Tsd. Euro eingetragen (Vj. 33.500 Tsd. Euro). Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung.

Die Zugänge bei den Anschaffungskosten der Grundstücke und Bauten resultieren im Wesentlichen aus dem Bau des neuen Serviceteilecenters in Landsberg, welches im Juli 2014 bezogen wurde.

Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Fertigung 3.259 3.397
Vertrieb und Service 1.903 1.421
Forschung und Entwicklung 1.007 940
Allgemeine Verwaltung 1.289 875
Gesamt 7.458 6.633

15. Finanzanlagen

Der Anschaffungswert der Finanzanlagen beträgt 30 Tsd. Euro (Vj. 30 Tsd. Euro), die aufgelaufenen Abschreibungen belaufen sich wie im Vorjahr auf 30 Tsd. Euro. Der Buchwert der Finanzanlagen zum 31. Dezember 2014 beträgt damit unverändert 0 Tsd. Euro.

→ Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden“ zugeordnet sind.

16. Vorräte

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Angaben

in TEUR
31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.610 10.412
Unfertige Erzeugnisse 473 536
Fertige Erzeugnisse und Waren 19.206 16.221
Gesamt 30.289 27.169

Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren und die Produktion der Geräte erfolgten auftragsbezogen.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beträgt 2.266 Tsd. Euro (Vj. 3.092 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2014 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 643 Tsd. Euro (Vj. 728 Tsd. Euro) aufwandswirksam in den Herstellungskosten erfasst.

Wie im Vorjahr unterliegt der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In der Bilanz sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 82.902 Tsd. Euro (Vj. 75.863 Tsd. Euro) ausgewiesen, die alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besitzen. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

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Angaben

in TEUR
31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt 82.639 75.649
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wertberichtigt 885 610
Wertberichtigungen -622 -396
Gesamt 82.902 75.863

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht wertberichtigt wurden, ergibt sich folgende Fälligkeitsstruktur:

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Angaben

in TEUR
Gesamt Nicht fällig Überfällig seit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt 1-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage > 120 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 31.12.2014 82.639 74.797 6.562 522 237 521
Stand 31.12.2013 75.649 69.804 5.058 461 43 283

Bei den weder fälligen noch wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Hinweise darauf, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Um das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, werden Warenkreditversicherungen und unwiderrufliche, bestätigte Bankakkreditive eingesetzt. Für genauere Informationen zu den Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen siehe Abschnitt „Finanzrisiken/Ausfallrisiken“ unter Anhangziffer 28.

Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Angaben

in TEUR
Stand zum 01.01. Währungseffekt Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum 31.12.
2014 396 1 -258 -125 608 622
2013 347 -8 -100 -152 309 396

Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr 2014 betragen 917 Tsd. Euro (Vj. 1.077 Tsd. Euro). Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung in Höhe von 586 Tsd. Euro (Vj. 623 Tsd. Euro) sind hierbei nicht angerechnet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet sind.

18. Sonstige Vermögenswerte

Mit Ausnahme der langfristigen Anteile in den Kautionen und den Forderungen aus staatlichen Zuwendungen sowie den sonstigen langfristigen Erstattungsansprüchen sind die sonstigen Vermögenswerte kurzfristig.

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Angaben

in TEUR
31.12.2014 31.12.2013
Kautionen
davon langfristig 419 86
davon kurzfristig 143 306
Forderungen gegen Lieferanten 139 307
Zinsforderungen 118 118
Zeitwert derivativer Finanzinstrumente 873 53
Versicherungen 132 4
Sonstige Erstattungsansprüche gegen Kunden langfristig 216 0
Summe sonstige Vermögenswerte (Finanzinstrumente) 2.040 874
Umsatzsteuererstattungsansprüche 4.222 3.934
Forderungen aus staatlichen Zuwendungen
davon langfristig 1.198 1.034
davon kurzfristig 383 362
Rechnungsabgrenzungsposten 921 905
Ertragsteuererstattungsansprüche 994 557
Sonstige Erstattungsansprüche langfristig 120 0
Vorschüsse an Mitarbeiter 439 450
Anzahlungen 341 104
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 157 149
Summe sonstige Vermögenswerte (keine Finanzinstrumente) 8.775 7.495
Gesamtsumme sonstige Vermögenswerte 10.815 8.369

→ In den sonstigen Vermögenswerten aus Finanzinstrumenten sind Derivate ohne Hedgebeziehung in Höhe von 873 Tsd. Euro (Vj. 53 Tsd. Euro) enthalten. Diese gehören der Bewertungskategorie „Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet – zu Handelszwecken gehalten“ an. Der Restbetrag der sonstigen Vermögenswerte aus Finanzinstrumenten ist der Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet.

19. Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 119.000 Tsd. Euro (Vj. 96.000 Tsd. Euro) in Form von Festgeldern in Deutschland mit Gesamtlaufzeiten von bis zu zwölf Monaten ausgewiesen. Die längste Fälligkeit liegt im August 2015. Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.

RATIONAL stellt den Werterhalt vor die Rendite, deshalb ist eine ausreichende Sicherung zwingend erforderlich. Die zum Jahresende 2014 bestehenden Festgelder sind komplett durch den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert (detaillierte Angaben zu den Ausfallrisiken werden im Abschnitt „Finanzrisiken/Ausfallrisiken“ unter Anhangziffer 28 gemacht).

→ Die Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten stellen Finanzinstrumente dar, die in die Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ fallen.

20. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Das Corporate Treasury steuert die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-äquivalenten des Konzerns weltweit, sofern dem keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern, wie beispielsweise in Brasilien, China oder Indien, entgegenstehen.

Der größte Anteil an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konzentriert sich bei der Muttergesellschaft in Deutschland. Der Bestand verteilt sich auf mehrere Kreditinstitute. Durch den Einlagensicherungsfonds sind Einlagen bei Banken in Deutschland vor dem Kapitalausfall geschützt. Detaillierte Angaben hierzu werden unter Anhangziffer 28 im Abschnitt „Finanzrisiken/Ausfallrisiken“ gemacht.

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 106.402 Tsd. Euro (Vj. 104.121 Tsd. Euro) ausgewiesen. Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

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Angaben

in TEUR
Währung 31.12.2014 31.12.2013
Festgelder mit Laufzeiten bis zu drei Monaten EUR 0 15.000
Guthaben inkl. Tagesgeldern EUR 64.624 40.495
Guthaben inkl. Tagesgeldern USD 5.302 14.708
Guthaben inkl. Tagesgeldern GBP 14.250 14.482
Guthaben inkl. Tagesgeldern CAD 7.500 8.190
Guthaben inkl. Tagesgeldern MXN 1.612 2.195
Guthaben inkl. Tagesgeldern CHF 1.475 1.711
Guthaben inkl. Tagesgeldern SEK 3.014 1.281
Guthaben inkl. Tagesgeldern PLN 200 344
Guthaben inkl. Tagesgeldern RUB 1.668 1.718
Guthaben JPY 1.937 2.668
Guthaben CNY 2.463 676
Guthaben BRL 1.946 434
Guthaben INR 246 97
Guthaben sonstige Währungen und Kassenbestände Versch. 165 122
Gesamt 106.402 104.121

→ Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stellen Finanzinstrumente dar, die in die Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“ eingestuft werden.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva

21. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2014 unverändert 11.370 Tsd. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Davon wurden bereits 69.000 Stückaktien begeben, sodass aktuell noch Bezugsrechte auf 131.000 Stückaktien bestehen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Beschreibung des Aktienoptionsprogramms ist in der Anhangangabe 35 „Aktienoptionspläne" dargestellt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfindung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstands aus dem Aktienoptionsprogramm vom 3. Februar 2000 resultieren.

Gewinnrücklagen

Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen gemäß § 150 AktG gebildeten gesetzlichen Rücklagen belaufen sich wie im Vorjahr auf 514 Tsd. Euro. Weiterhin sind in den Gewinnrücklagen der Jahresüberschuss der abgelaufenen Periode sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit diese nicht ausgeschüttet wurden. Die Veränderung der Gewinnrücklage zum Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 110.063 Tsd. Euro (Vj. 97.244 Tsd. Euro) und der Dividendenausschüttung im Mai 2014 in Höhe von 68.220 Tsd. Euro (Vj. 64.809 Tsd. Euro).

Übriges Eigenkapital

Das übrige Eigenkapital setzt sich aus den Aufwendungen und Erträgen sowie der darauf anfallenden Ertragsteuer der folgenden Positionen zusammen:

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Angaben

in TEUR
31.12.2014
Vor Ertragsteuern Ertragsteuern Nach Ertragsteuern
--- --- --- ---
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung -2.511 0 -2.511
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -113 31 -82
Gesamt -2.624 31 -2.593
Angaben

in TEUR
31.12.2013
Vor Ertragsteuern Ertragsteuern Nach Ertragsteuern
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung -2.569 0 -2.569
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -10 3 -7
Gesamt -2.579 3 -2.576

Angaben zum Kapitalmanagement

RATIONAL verfolgt das Ziel, die Eigenkapitalbasis und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Hierbei unterliegt RATIONAL keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen des Berichtsprozesses insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das bilanzielle Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht.

Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 73,4 % (Vj. 71,3 %).

22. Pensionsrückstellungen

Die RATIONAL AG hat für einen ehemaligen Geschäftsführer und einen ehemaligen Prokuristen betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Es handelt sich hierbei um einen Endgehaltsplan. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen, die sich im Geschäftsjahr 2014 auf 857 Tsd. Euro (Vj. 780 Tsd. Euro) erhöht haben. Beide Pensionsberechtigten beziehen bereits Zahlungen. Die voraussichtlichen Zahlungen im Jahr 2015 betragen 50 Tsd. Euro. Aufgrund der Unwesentlichkeit wird auf eine separate Darstellung dieser kurzfristigen Rückstellungsposition in der Bilanz verzichtet, der Betrag ist in den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen enthalten. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 18 Jahre.

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung stellen sich wie folgt dar:

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 01.01. 780 795
Zinsaufwand 25 25
Gezahlte Leistungen -50 -50
Erfasste versicherungsmathematische Verluste 102 10
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31.12. 857 780

Die versicherungsmathematischen Verluste im Jahr 2014 enthalten erfahrungsbedingte Anpassungen in Höhe von 3 Tsd. Euro, die auf dem Unterschied zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtung beruhen.

Den Bewertungen liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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Rechnungszins: 2,00 % (Vj. 3,30 %)
Rententrend: 1,75 % (Vj. 1,75 %)

Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck verwendet. Die Bewertung basiert auf einem versicherungsmathematischen Gutachten.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt auf, in welcher Weise die Pensionsrückstellungen durch Veränderungen beim Rechnungszins, beim Rententrend und bei der Lebenserwartung beeinflusst worden wären:

Wenn der Rechnungszins um 0,5 % niedriger gewesen wäre, wäre die Pensionsrückstellung unter sonst gleichbleibenden Annahmen um 47 Tsd. Euro gestiegen.
Wenn der Rechnungszins um 0,5 % höher gewesen wäre, wäre die Pensionsrückstellung unter sonst gleichbleibenden Annahmen um 43 Tsd. Euro gesunken.
Wenn der Rententrend um 0,5 % gestiegen wäre, wäre die Pensionsrückstellung unter sonst gleichbleibenden Annahmen um 45 Tsd. Euro gestiegen.
Wenn die Lebenserwartung ein Jahr mehr betragen würde, wäre die Pensionsrückstellung unter sonst gleichbleibenden Annahmen um 36 Tsd. Euro gestiegen.

In der Sensitivitätsanalyse wird nicht berücksichtigt, dass es zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten gibt. Die Höhe des gewählten Rententrends und des Rechnungszinses wird unter anderem von der erwarteten Inflationsrate beeinflusst.

23. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

2014

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Angaben

in TEUR
Stand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung Stand 31.12.
Ertragsteuern kurzfristig 11.097 1 -10.957 8.847 8.988
Ertragssteuern langfristig 0 0 0 592 592
Gesamtsumme 11.097 1 -10.957 9.439 9.580

2013

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Angaben

in TEUR
Stand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung Stand 31.12.
Ertragsteuern 7.772 -187 -7.585 11.097 11.097

Der langfristige Teil der laufenden Ertragssteuerverbindlichkeiten in Höhe von 592 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) wird unter den sonstigen langfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

24. Sonstige Rückstellungen

2014

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Angaben

in TEUR
Stand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung Zinseffekte Stand 31.12. Davon langfristig
Personal 12.584 80 -10.980 12.486 41 14.211 885
Händlerboni 6.104 182 -6.286 7.845 - 7.845 -
Gewährleistung 7.878 0 -5.770 5.894 107 8.109 2.248
Sonstige 3.163 74 -3.191 4.164 - 4.210 205
Gesamt 29.729 336 -26.227 30.389 148 34.375 3.338

2013

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Angaben

in TEUR
Stand 01.01. Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung Zinseffekte Stand 31.12. Davon langfristig
Personal 10.799 -250 -9.943 11.969 7 12.582 768
Händlerboni 5.006 -174 -4.832 6.104 - 6.104 -
Gewährleistung 7.525 - -5.779 6.057 76 7.879 2.149
Sonstige 2.537 -52 -2.421 3.100 - 3.164 46
Gesamt 25.867 -476 -22.975 27.230 83 29.729 2.963

Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsanteile. Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet. Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. In der Position „Sonstige“ sind Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte enthalten, deren Wertansätze im Einzelfall von untergeordneter Bedeutung sind.

Die zum 31. Dezember 2014 gebildeten Personalrückstellungen, die Rückstellungen für Händlerboni sowie die für sonstige Sachverhalte gebildeten Rückstellungen werden größtenteils im ersten Halbjahr 2015 verbraucht. Die Gewährleistungsrückstellungen werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren verbraucht. Die landesspezifischen Regelungen zur Abzinsung von Rückstellungen werden aus Wesentlichkeitsgründen im Konzernabschluss beibehalten.

25. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Zum Jahresabschluss bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 32.632 Tsd. Euro (Vj. 34.375 Tsd. Euro). Davon sind 6.218 Tsd. Euro (Vj. 3.236 Tsd. Euro) kurzfristig, da sie innerhalb der nächsten zwölf Monate getilgt werden. Eine Abtretung der Rechte an Dritte wurde vertraglich eingeschränkt.

Daneben sind in den kurzfristigen Verbindlichkeiten diskontierte japanische Wechsel in Höhe von 1.493 Tsd. Euro enthalten. In den Vorjahren wurden diese in der Bilanzposition „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ saldiert ausgewiesen. Erfahrungsgemäß werden Wechsel in Japan nahezu vollständig bedient, mit Rückzahlungsforderungen der Banken ist deshalb nicht zu rechnen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten überwiegend Immobilienfinanzierungen, welche durch Grundschulden abgesichert sind. Für die meisten Verträge bestehen Zinsbindungen für die gesamte Laufzeit, mit Ausnahme von zwei Verträgen. Diese zwei Verträge haben eine Zinsbindung bis zum Jahresende 2017 und das Vertragsende ist zum Ende des Jahres 2022 vereinbart.

Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Folgeperioden folgende Zins- und Tilgungszahlungen fällig. Für die Zahlungen nach der Zinsbindungsfrist wurden unveränderte Konditionen unterstellt.

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Angaben

in TEUR
2015 2016 - 2019 Ab 2020
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2014 5.636 17.885 11.575
Angaben

in TEUR
2014 2015 - 2018 Ab 2019
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2013 4.253 19.851 15.245

→ Sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Bestandteil der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“.

26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12.403 Tsd. Euro (Vj. 11.995 Tsd. Euro). Aufgrund der guten Liquiditätssituation werden Lieferantenverbindlichkeiten generell unter Ausnutzung von Lieferantenskonti beglichen.

→ Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen Finanzinstrumente dar, die der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ zugeordnet sind.

27. Sonstige Verbindlichkeiten

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Angaben

in TEUR
31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 5.869 4.856
Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen 1.443 1.480
Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern und sonstigen Personalkosten 296 244
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 0 54
Summe sonstige Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente) 7.608 6.634
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 6.829 5.829
Verbindlichkeiten aus Urlaubsansprüchen 4.092 3.851
Verbindlichkeiten aus Lohn-/Kirchensteuer 2.548 2.402
Sozialabgaben 1.583 1.381
Anzahlungen 93 233
Sonstige Steuern 121 125
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 5 18
Summe sonstige Verbindlichkeiten (keine Finanzinstrumente) 15.271 13.839
Gesamtsumme sonstige Verbindlichkeiten 22.879 20.473

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben kurzfristigen Charakter und werden im Wesentlichen innerhalb weniger Monate nach dem Bilanzstichtag beglichen.

→ Die gesamten sonstigen Verbindlichkeiten aus Finanzinstrumenten sind zum Bilanzstichtag der Bewertungskategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ zugeordnet.

Sonstige Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung

28. Finanzinstrumente

Basierend auf den Bewertungskategorien des IAS 39, erfolgt die Folgebilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Bilanz grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Einzige Ausnahme stellen die derivativen Finanzinstrumente dar, die in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten. Im Anschluss daran wird deren Inhalt erläutert.

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Angaben

in TEUR
Bewertungskategorie Fair- Value- Hierarchie 1) Buchwert 31.12.2014 Beizulegender Zeitwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2013 Beizulegender Zeitwert 31.12.2013
Aktiva
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen b 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.953 1.120
Sonstige Vermögenswerte (Finanzinstrumente) a Stufe 2 635 632 86 85
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte kein Finanzinstr. gem. IFRS 7 1.318 1.034
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen a 82.902 75.863
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 8.862 7.249
Derivate ohne Hedgebeziehung c Stufe 2 873 873 53 53
Sonstige Vermögenswerte (Finanzinstrumente) a 532 735
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte kein Finanzinstr. gem. IFRS 7 7.457 6.461
Geldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monaten a Stufe 2 119.000 119.096 96.000 96.088
Zahlungsmittel und -äquivalente a 106.402 104.121
Passiva
Langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten d Stufe 2 26.414 28.820 31.139 31.491
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten d Stufe 2 6.218 5.628 3.236 5.012
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen d 12.403 11.995
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 22.879 20.473
Derivate ohne Hedgebeziehung e Stufe 2 0 0 54 54
Sonstige Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente) d 7.608 6.580
Übrige sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten kein Finanzinstr. gem. IFRS 7 15.271 13.839

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Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39:
a) Kredite und Forderungen 309.471 309.564 276.805 276.892
b) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 0 0 0 0
c) Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 873 873 53 53
d) Finanzielle Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 52.643 54.459 52.950 55.078
e) Finanzielle Verbindlichkeiten, erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet (zu Handelszwecken gehalten) 0 0 54 54

1) Gemäß IFRS 13.72 - 13.90

Zuordnung zu Fair-Value-Hierarchiestufen

Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte, ist gemäß IFRS 13 zwischen drei Bemessungshierarchiestufen zu unterscheiden. Dabei sind die jeweiligen Inputfaktoren entscheidend dafür, welche Stufe vorliegt.

Stufe 1: Inputfaktoren für Stufe 1 sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte Preise. Bei RATIONAL werden keine Inputfaktoren der Stufe 1 bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte herangezogen.

Stufe 2: In dieser Stufe sind Finanzinstrumente enthalten, für die keine an einem aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Markt notierten Preise vorliegen. Deren beizulegender Zeitwert kann aber anhand von Marktpreisen vergleichbarer Finanzinstrumente oder über Modelle ermittelt werden, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Neben den derivativen Finanzinstrumenten werden, wie in der Tabelle gezeigt, auch die sonstigen langfristigen Vermögenswerte, Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in die Bemessungshierarchiestufe 2 gemäß IFRS 13 eingestuft.

Stufe 3: Für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten der Stufe 3 werden Inputfaktoren verwendet, die nicht beobachtbar sind. Bei RATIONAL wurden keine Inputfaktoren der Stufe 3 zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte herangezogen.

Während der Berichtsperiode kam es zu keinen Umgliederungen zwischen den Bemessungshierarchiestufen. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden die Finanzinstrumente zum Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Wurde in der Tabelle für ein Finanzinstrument kein beizulegender Zeitwert ausgewiesen, so stellt der angegebene Buchwert des Finanzinstruments einen angemessenen Näherungswert für dessen beizulegenden Zeitwert dar. Das ist insbesondere bei kurzfristigen Finanzinstrumenten mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr der Fall. Ausnahmen hiervon stellen derivative Finanzinstrumente, Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten und der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar, für die ein beizulegender Zeitwert berechnet wird.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand folgender Bewertungstechniken:

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.

Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten ausstehende Kautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und sonstige langfristige Erstattungsansprüche. Der beizulegende Zeitwert wird mit der Barwertmethode durch laufzeitkongruente Abzinsung der ausstehenden Beträge ermittelt. Eine Berücksichtigung der Kontrahentenausfallrisiken findet hier aus Wesentlichkeitsgründen nicht statt.

Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten

Für Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten wurde eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nach der Barwertmethode durchgeführt. Hierzu wurden die Rückzahlungsbeträge am Fälligkeitstag mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung des Ausfallrisikos des Kontrahenten diskontiert. Der Anteil der Zinsen, der dem abgelaufenen Geschäftsjahr zuzuordnen ist, ist in der Position „Sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ enthalten und wird deshalb hier nicht mit einbezogen.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte bzw. Devisenoptionen. Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte wurde bereits bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Grundlagenteil erläutert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungsterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen unter Berücksichtigung des eigenen Ausfallrisikos diskontiert.

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente pro Bewertungskategorie. Das Zinsergebnis ist hierbei nicht berücksichtigt.

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Nettogewinne oder -verluste ohne Zinsen Angaben

in TEUR
2014 2013
Kredite und Forderungen +2.553 -4.920
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 0 -
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert bewertet werden (zu Handelszwecken gehalten) +1.818 +724
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden +227 -1.055

Die Nettogewinne bzw. -verluste beinhalten Beträge aus der Währungsumrechnung. Daneben sind im Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen Wertberichtigungen in Höhe von 1.431 Tsd. Euro (Vj. 1.516 Tsd. Euro) sowie Erträge aus wertberichtigten und ausgebuchten Forderungen in Höhe von 340 Tsd. Euro (Vj. 370 Tsd. Euro) enthalten. Diese werden in den „Sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ bzw. „Sonstigen betrieblichen Erträgen“ erfasst.

Gesamtzinsertrag und -aufwand

Aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, ergaben sich folgende Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen, die im Finanzergebnis ausgewiesen werden:

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Gesamtzinserträge bzw. -aufwendungen Angaben

in TEUR
2014 2013
Gesamtzinserträge 595 503
Gesamtzinsaufwendungen 1.207 967

Saldierung von Finanzinstrumenten

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen oder unterliegen einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder ähnlichen Vereinbarungen:

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2014 Angaben

in TEUR
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben Nettobetrag
Finanzinstrumente Barsicherheiten
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Geldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monate, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 225.402 - 225.402 31.139 - 194.263
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.356 4.454 82.902 - - 82.902
Summe 312.758 4.454 308.304 31.139 - 277.165
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 31.139 31.139 31.139 - 0
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 4.454 10.323 5.869 - - 5.869
Summe 4.454 41.462 37.008 31.139 0 5.869

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2013 Angaben

in TEUR
Bruttobetrag finanzielle Vermögenswerte vor Saldierung Bruttobetrag finanzielle Verbindlichkeiten vor Saldierung Nettobetrag nach Saldierung in der Bilanz Potenzielle Aufrechnungsbeträge, die zu keiner Saldierung in der Bilanz geführt haben Nettobetrag
Finanzinstrumente Barsicherheiten
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Derivate 53 - 53 16 - 37
Geldanlagen mit einer Laufzeit über 3 Monate, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 200.121 - 200.121 34.375 - 165.746
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80.277 4.414 75.863 - - 75.863
Summe 280.451 4.414 276.037 34.391 - 241.646
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate - 54 54 17 - 37
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 34.375 34.375 34.375 - 0
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 4.414 9.270 4.856 - - 4.856
Summe 4.414 43.699 39.285 34.392 0 4.893

Die Bruttobeträge bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu keiner Saldierung geführt haben, resultieren aus Globalnettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Dabei ist eine Saldierung nur im Fall der Insolvenz einer der Parteien möglich.

Finanzrisiken

In den Finanzinstrumenten sind spezifische Risiken wie Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken, welche Wechselkurs-, Zins- und Preisrisiken umfassen, enthalten.

RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Chancen- und Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:

Der integrierte Planungsprozess, den weltweit alle Gesellschaften und Unternehmensbereiche durchlaufen, definiert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest.
Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Die zeitnahe Bereitstellung der Informationen garantiert eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerung bei Fehlentwicklungen.
Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich und insbesondere im Forderungsmanagement unterstützt die Führungskräfte bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung.
Zur Absicherung unserer Forderungen arbeiten wir weltweit mit einem der größten Warenkreditversicherer zusammen.
Alle Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme sind klar definiert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt. Sensible Abläufe, wie z.B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, werden über Workflows abgebildet.
Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden frühzeitig identifiziert.
Um die Qualität des weltweiten Cash-Managements sicherzustellen, ist ein global integriertes Treasury-Management-System im Einsatz.
Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst.

Als Teil einer Krisenprävention hat die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer beschlossen, die Finanzmärkte global gesetzlich zu regulieren. Die RATIONAL-Gruppe ist allen diesbezüglich verabschiedeten und gültigen gesetzlichen Auflagen, Melde- und Risikominimierungspflichten für außerbörslich gehandelte Derivate (OTC-Derivate) termingerecht nachgekommen. Gemäß § 20 Abs. 1 WpHG sind keine der betroffenen RATIONAL Gesellschaften für das Jahr 2014 prüfungspflichtig.

Im Folgenden werden die im RATIONAL-Konzern bestehenden spezifischen Risiken erläutert:

Ausfallrisiken

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Der Vertrieb erfolgt weltweit über den Fachhandel. Endkunden kommen vorwiegend aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der Regel gegenüber dem Fachhandel. Ausfallrisiken können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Eine für die gesamte Gruppe gültige „Credit Policy“ sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auftragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die „Credit Policy“ vereint die „Mindestanforderungen für das Credit Management“ (MaCM) des Bundesverbandes Credit Management (BvCM) mit der RATIONAL-spezifischen „One-Piece-Flow“-Prozessorganisation.

Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen – die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für die RATIONAL-Gruppe nach sich ziehen könnten – zu vermeiden oder zu reduzieren, unterziehen wir die Kunden aller Gesellschaften des Konzerns einer Bonitätsprüfung und permanenten -überwachung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft und deren lokale Partnergesellschaften. Gemäß deren Einschätzung wird das RATIONAL-Kundenportfolio als „gering risikobehaftet“ bewertet.

Soweit möglich werden – basierend auf dieser Bonitätsprüfung – die Kundenforderungen versichert. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden in der Regel 90 % der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.

Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (z.B. bestätigte, unwiderrufliche Akkreditive, Bankbürgschaften und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar definierten Ausnahmefällen wird anhand des dokumentierten Zahlungsverhaltens aus der bisherigen Geschäftsbeziehung in Verbindung mit Bonitätsauskünften von dritter Seite und den vom Kunden selbst zur Verfügung gestellten Finanzdaten (Jahresabschlüsse und betriebswirtschaftliche Auswertungen) eine Belieferung auf offenes Zahlungsziel ohne adäquate Sicherheiten in Erwägung gezogen.

Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung unberücksichtigt bleiben Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden der öffentlichen Hand mit Sitz in Ländern mit einwandfreien Länderbonitäten.

Die folgende Tabelle weist zusammenfassend die Besicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das verbleibende ungedeckte Ausfallrisiko aus:

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Angaben

in TEUR
31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 82.902 75.863
davon kreditversicherte Forderungen 1) 60.238 52.121
davon mit Bankakkreditiven/Bankbürgschaften unterlegte Forderungen 1.771 2.661
davon Forderungen gegen Abnehmer der öffentlichen Hand 2) 171 106
Maximales Netto-Ausfallrisiko 20.722 20.975
abzüglich erstattungsfähiger Umsatzsteuer 2) 7.171 5.985
Ungedecktes Ausfallrisiko 13.551 14.990
Risikodeckungsgrad 84% 80%

1) bewertet mit vertraglicher Versicherungsquote

2) bei einwandfreiem Länderrating

Das nach Berücksichtigung der dargestellten Sicherheiten verbleibende ungedeckte Ausfallrisiko beinhaltet Klumpenrisiken in Höhe von 2.536 Tsd. Euro (Vj. 4.984 Tsd. Euro), die sich auf 14 (Vj. 15) Kunden verteilen. Im Bereich der Klumpenrisiken werden die nicht abgesicherten Forderungen mit einem Nennwert von mehr als 100 Tsd. Euro pro Einzelkunde betrachtet. Bei Kunden mit regelmäßigen Außenständen von mehr als 100 Tsd. Euro kann von Jahresumsätzen im siebenstelligen Euro-Bereich ausgegangen werden. Damit sind diese Kunden dem Segment der A-Kunden zuzurechnen und stehen im direkten Fokus des Managements.

Bei nachhaltigen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden werden nach Möglichkeit Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen oder das Inkasso über den Warenkreditversicherer oder externe Inkassoinstitute eingeleitet. Zum Bilanzstichtag bestehen direkt mit Kunden abgeschlossene Ratenzahlungsvereinbarungen für ein Forderungsvolumen von 580 Tsd. Euro (Vj. weniger als 100 Tsd. Euro).

Forderungen gegenüber Kreditinstituten

Ein für RATIONAL bedeutsames Ausfallrisiko entsteht im Rahmen der Geldanlagen und bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners.

Die folgende Tabelle weist die Besicherung der Einlagen bei Banken sowie das verbleibende Nettorisiko bei Ausfall der Kreditinstitute aus:

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Angaben in TEUR Buchwert 31.12.2014 Besichert durch Einlagensicherungsfond 31.12.2014 Nettorisiko 31.12.2014
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate 119.000 119.000 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 106.402 83.756 22.645
Gesamt 225.402 202.756 22.645

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Angaben in TEUR Buchwert 31.12.2013 Besichert durch Einlagensicherungsfond 31.12.2013 Nettorisiko 31.12.2013
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate 96.000 90.100 5.900
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 104.121 85.354 18.767
Gesamt 200.121 175.454 24.667

Bei RATIONAL qualifizieren sich zur Geldanlage nur Kreditinstitute mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor´s von mindestens A-. Zur Diversifizierung verteilen sich die Geldanlagen zum Jahresende auf mehrere Kreditinstitute.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Das Ausfallrisiko bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht den in der Bilanz angesetzten Werten.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.

Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme. Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auftretende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit allen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.

Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfinanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung unseres weltweiten Umsatzwachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfinanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von A- bis AAA nach Standard & Poor´s) zur Verfügung.

RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität (A bis AAA). Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziffern vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Für die bestehenden Kreditlinienverträge wurden keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind sogenannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsreverse vereinbart worden. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten. Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 34.669 Tsd. Euro (Vj. 32.669 Tsd. Euro). Davon sind nach Anrechnung von Abtretungen für Tochtergesellschaften und Avalen 29.493 Tsd. Euro (Vj. 28.528 Tsd. Euro) noch nicht ausgeschöpft.

Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln (inklusive aller bestehenden Festgelder) auf insgesamt 225.402 Tsd. Euro (Vj. 200.121 Tsd. Euro). Darin sind auch Bestände von Währungen in Höhe von 5.605 Tsd. Euro (Vj. 1.470 Tsd. Euro) enthalten, die nicht frei konvertierbar sind bzw. strengen Währungs- oder Zahlungsrestriktionen unterliegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12.403 Tsd. Euro (Vj. 11.995 Tsd. Euro) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 22.879 Tsd. Euro (Vj. 20.473 Tsd. Euro) werden alle innerhalb eines Jahres beglichen. Konkrete Informationen zu den fälligen Zins- und Tilgungszahlungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten können der Anhangziffer 25 „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ entnommen werden.

Marktrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen ausgesetzt sein.

Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den identifizierten Transaktionsrisiken im Währungs- und Zinsbereich durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schriftlich vereinbart und werden durch ein Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifizierten Risiken wird – falls dies sinnvoll erscheint und effektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen – durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken mit guter bis erstklassiger Bonität, d.h. mit einem Rating von mindestens A- nach Standard & Poor´s.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren zum einen aus Wechselkursschwankungen zum Stichtag und einer daraus folgenden möglichen Veränderung der beizulegenden Zeitwerte bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (Translationsrisiko). Davon sind zum Stichtag die Positionen „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", „Sonstige Vermögenswerte", „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und „Sonstige Verbindlichkeiten" betroffen. Translationsrisiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert. Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts- als auch erfolgswirksam.

Die weltweiten Transaktionsrisiken der RATIONAL-Gruppe werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunftshorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte und antizipierte Geschäfte bezieht. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaften in Schweden, Großbritannien, der Schweiz, Polen, den USA, Kanada und Japan. Zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte ein.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Kontraktwerte und beizulegende Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013, aufgeteilt nach Kategorien. Die Kontraktwerte entsprechen der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der Währungsderivate und geben somit Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag.

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Angaben

in TEUR
Kontraktwert Positiver beizulegender Zeitwert Negativer beizulegender Zeitwert
Währung 2014 2013 Währung 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Devisentermingeschäfte USD 7.374 - USD 865 - - -
Devisenoptionen GBP - 18.232 GBP - 17 - -
Devisenoptionen JPY 2.615 4.286 JPY 8 36 - 16
Gesamt 9.989 22.518 873 53 0 16

Derivate mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Landeswährungen von Gesellschaften, die strengen Währungsrestriktionen unterliegen, sind entweder nicht frei konvertierbar (z. B. Brasilien und Indien) oder stehen ausschließlich für nachgewiesene Handelsgeschäfte (z. B. China) zur Verfügung. Für die Bezahlung von Verbindlichkeiten, die gemäß den Restriktionen nicht in Landeswährung bezahlt werden dürfen, muss die Landeswährung in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens finden bei RATIONAL derzeit keine Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen in nicht frei konvertierbaren oder nur bedingt konvertierbaren Währungen statt.

Durch die teilweise Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen auch Umsatzerlöse bei ausländischen Vertriebsgesellschaften erzielt werden, können die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert werden (Natural Hedge).

Wäre der Euro zum 31. Dezember 2014 gegenüber den Fremdwährungen, in denen RATIONAL tätig ist, um 10 % stärker gewesen, wären der Jahresüberschuss und die Währungsrücklage und damit das Eigenkapital insgesamt um 7.703 Tsd. Euro niedriger (Vj. 6.381 Tsd. Euro niedriger). Bei einem um 10 % schwächeren Euro läge der Ausweis in funktionaler Währung um 9.548 Tsd. Euro höher (Vj. 7.302 Tsd. Euro höher).

Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -7.703/+9.548 Tsd. Euro ergibt sich insbesondere aus den folgenden signifikanten Währungssensitivitäten:

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Angaben

in TEUR
Hypothetische Ergebnisauswirkung
Euroaufwertung +10

%
Euroabwertung -10

%
--- --- ---
2014 2014
--- --- ---
EUR/GBP -2.464 3.012
EUR/USD -1.971 2.408
EUR/CAD -833 1.018
EUR/SEK -514 628
EUR/BRL -374 457
EUR/JPY -366 582

Zinsrisiken

Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.

Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen wird bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung entgegengewirkt.

Preisrisiken

Preisrisiken können in erster Linie im Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen.

RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoffpreisschwankungen der Legierungsmetalle, die sich im sogenannten Legierungszuschlag niederschlagen, abhängig.

Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für ein bis zwei Jahre im Voraus fixieren.

Grundsätzlich unterliegt RATIONAL Preisrisiken, die aufgrund von schwankenden Rohstoffpreisen für Legierungsmetalle bestehen. Der davon abhängige Legierungszuschlag entwickelte sich im letzten Geschäftsjahr folgendermaßen:

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Legierungszuschlag 2014 pro kg *
Monat EUR
--- ---
Januar 1,00
Februar 1,03
März 1,05
April 1,07
Mai 1,19
Juni 1,36
Juli 1,39
August 1,40
September 1,40
Oktober 1,44
November 1,32
Dezember 1,25

* Quelle: Kallas Edelstahl GmbH

Die Schwankungen des Legierungszuschlags wirken sich direkt auf die Herstellkosten und damit auf das Gesamtergebnis aus. Wäre der Legierungszuschlag im Jahr 2014 durchschnittlich um 10 % teurer (billiger) gewesen, so hätte sich der Jahresüberschuss 2014 um ca. 1.058 Tsd. Euro (Vj. 987 Tsd. Euro) verringert (erhöht).

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

29. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Positionen, die Verfügungsbeschränkungen unterworfen sind. Die Verfügungsbeschränkungen beziehen sich auf einen Betrag von 5.605 Tsd. Euro (Vj. 1.470 Tsd. Euro). Der Finanzmittelbestand erhöhte sich von 104.121 Tsd. Euro am Geschäftsjahresbeginn auf 106.402 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2014. Zusätzlich verfügt RATIONAL zum Bilanzstichtag über Anlagen in Festgeldern in Höhe von 119.000 Tsd. Euro (Vj. 96.000 Tsd. Euro), die eine Restlaufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten haben und daher nicht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugeordnet werden.

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

30. Mitarbeiter und Personalaufwand

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Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2014 Anteil

in %
2013 Anteil

in %
Produktions- und Lieferprozess 341 25 330 25
Vertrieb und Marketing 618 44 561 43
Technischer Kundendienst 138 10 143 11
Forschung und Entwicklung 104 7 96 7
Verwaltung 200 14 190 14
Gesamt 1.401 100 1.320 100
davon im Ausland 591 42 555 42

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Angaben

in TEUR
2014 2013
Entgelt 91.638 85.544
Sozialabgaben 17.133 15.670
davon Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 8.666 7.173
Gesamt 108.771 101.214

31. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig durch das Unternehmen beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, bei denen ein Vermögensabfluss durch die Erfüllung der Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder bei denen die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig bestimmt werden kann. In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 14.066 Tsd. Euro (Vj. 20.966 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich vorwiegend um künftige Zahlungen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen sowie Kaufverpflichtungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Die Miet- und Leasingverträge, die entsprechend IAS 17 als operatives Leasing behandelt werden, sind überwiegend für Miete von Büroräumen und Leasing von Fertigungseinrichtungen, Fahrzeugen, EDV-Ausstattung und sonstigen Büromaschinen abgeschlossen worden. Die Verträge haben zum Teil feste Laufzeiten oder sind unbefristet und beinhalten folgende künftige Mindestmiet- und -leasingzahlungen:

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Angaben

in TEUR
31.12.2014 31.12.2013
Bis 1 Jahr 4.617 4.484
1 - 5 Jahre 6.028 4.159
> 5 Jahre 751 777
Gesamt 11.396 9.420
Fair Value 11.333 9.270

In den Miet- und Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2014 ergebniswirksam erfassten Miet- und Leasingaufwendungen belaufen sich auf 5.680 Tsd. Euro (Vj. 5.923 Tsd. Euro).

Die Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagevermögen betragen 1.006 Tsd. Euro (Vj. 8.130 Tsd. Euro) und für den Kauf von immateriellen Vermögenswerten 120 Tsd. Euro (Vj. 67 Tsd. Euro).

32. Geschäftssegmente

Der Konzern ist ausschließlich im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen tätig. Die Segmentberichterstattung stellt gemäß den Vorgaben des IFRS 8 die Geschäftssegmente RATIONAL und FRIMA dar und spiegelt damit die Berichtsstruktur des Konzerns für Managementzwecke wider.

Geschäftssegmente sind organisatorische Einheiten, für die Informationen an das Management zum Zweck der Erfolgsmessung und der Ressourcenallokation weitergeleitet werden. Hauptentscheidungsträger ist der Vorstand.

RATIONAL konzentriert sich auf Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird aus dem Verkauf des SelfCookingCenter® 5 Senses und des CombiMaster® Plus erzielt.

FRIMA fokussiert sich auf Kochanwendungen, bei denen in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart wird. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf des VarioCooking Center MULTIFICIENCY® erzielt.

Beide Segmente beinhalten die Funktionen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service sowie Verwaltung.

Die Segmentumsätze enthalten sowohl Umsätze mit Dritten als auch Innenumsätze der Konzerngesellschaften zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden. Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern der jeweiligen Segmente. Neben den Segmentumsätzen sind hierin alle Segmentaufwendungen mit Ausnahme der Ertragsteuern sowie des Finanzergebnisses enthalten.

Wie im Vorjahr gab es keine Kunden, mit denen ein Umsatzanteil von mehr als 10 % erzielt wurde.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in den Anhangangaben zu den Umsatzerlösen dargestellt.

Die in den Segmenten ausgewiesenen Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Sonstige nach IFRS 8.23 angabepflichtige wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen sind weder 2014 noch im Vorjahr entstanden.

Die Überleitungsspalte enthält im Wesentlichen die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte. Daneben sind dort Unterschiede zwischen den im Rahmen des internen Berichtswesens dem Management vorgelegten und den extern berichteten Zahlen enthalten.

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Geschäftssegmente 2014 Angaben

in TEUR
RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
Außenumsätze 465.491 31.209 496.700 + 27 496.727
Innenumsätze 1.825 2.111 3.936 -3.936 -
Segmentumsätze 467.316 33.320 500.636 -3.909 496.727
Segmentergebnis 140.215 5.536 145.751 - 517 145.234
Finanzergebnis - - - - -612
Ergebnis vor Steuern - - - - 144.622
Segmentabschreibungen 7.918 367 8.285 - 8.285

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Geschäftssegmente 2013 Angaben

in TEUR
RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
Außenumsätze 433.727 25.933 459.660 + 1.488 461.148
Innenumsätze 1.834 2.336 4.170 -4.170 -
Segmentumsätze 435.561 28.269 463.830 -2.682 461.148
Segmentergebnis 123.614 3.815 127.429 + 825 128.254
Finanzergebnis - - - - -601
Ergebnis vor Steuern - - - - 127.653
Segmentabschreibungen 6.716 523 7.239 - 7.239

63.679 Tsd. Euro (Vj. 57.335 Tsd. Euro) der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte werden in Deutschland ausgewiesen. 5.300 Tsd. Euro (Vj. 3.537 Tsd. Euro) sind Drittländern zuzuordnen.

33. Nahestehende Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der RATIONAL AG zählen die Tochtergesellschaften, die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats und deren nahestehende Personen sowie Gesellschaften, an denen dieser Personenkreis beteiligt ist. Mit Herrn Siegfried Meister, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, liegt ein Beherrschungsverhältnis vor, da er die Mehrheit der Aktien an der RATIONAL AG hält.

Die Geschäftsvorfälle mit den im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung eliminiert.

Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaften, mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2014 auf 1.808 Tsd. Euro (Vj. 1.703 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2014 waren gegenüber diesen Gesellschaften 30 Tsd. Euro an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen offen (Vj. 18 Tsd. Euro).

Alle genannten Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart worden wären, abgeschlossen. Darüber hinaus lagen im Berichtsjahr keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.

34. Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

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Siegfried Meister, Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrats
Walter Kurtz, Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr. Hans Maerz, Wirtschaftsprüfer Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäftsjahr 2014 659 Tsd. Euro (Vj. 644 Tsd. Euro) und verteilt sich auf die Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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2014 Angaben

in TEUR
Fest Erfolgsorientiert Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 71 21 242
Walter Kurtz 125 71 17 213
Dr. Hans Maerz 125 71 8 204
Gesamt 400 213 46 659

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2013 Angaben

in TEUR
Fest Erfolgsorientiert Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 64 24 238
Walter Kurtz 125 64 19 208
Dr. Hans Maerz 125 64 9 198
Gesamt 400 192 52 644

Die Aufsichtsratsvergütung ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 613 Tsd. Euro (Vj. 608 Tsd. Euro) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten per 31. Dezember 2014 insgesamt 8.049.235 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 8.048.935 Aktien), davon Herr Siegfried Meister 7.161.411 Aktien (Vj. 7.161.411 Aktien).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland, sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland.

Der Vorstand setzt sich zum Stichtag 31. Dezember 2014 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

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Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt Vorstandsvorsitzender
Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Markus Paschmann, Dipl.-Wirtschaftsingenieur Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Herr Reinhard Banasch, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing, ist zum 31. Januar 2014 aus dem Unternehmen ausgeschieden.

In der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 wurde in Übereinstimmung mit § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 6.357 Tsd. Euro (Vj. 7.204 Tsd. Euro). In diesem Betrag sind erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile in Höhe von 1.638 Tsd. Euro (Vj. 2.419 Tsd. Euro) enthalten. Daneben beinhalten die genannten Bezüge Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 2.028 Tsd. Euro. Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 403 Tsd. Euro belaufen (Vj. 486 Tsd. Euro).

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum Bilanzstichtag zusammen 3.463 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 4.493 Aktien).

Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Stadelmann ist Mitglied des Verwaltungsrates der Malik Management Zentrum St. Gallen AG, St. Gallen, Schweiz, sowie Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.

35. Aktienoptionspläne

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 ein Aktienoptionsprogramm für die Beteiligung der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, auch mittel- und langfristig den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken.

Es wurde beschlossen, den Bezugsberechtigten zunächst in bis zu fünf Tranchen Optionsrechte auf maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von insgesamt 200 Tsd. Euro zuzuteilen. Für den Abschluss der Optionsvereinbarungen ist ausschließlich der Aufsichtsrat zuständig, der auch den genauen Kreis der Bezugsberechtigten aus den Mitgliedern des Vorstands bestimmt.

Die Laufzeit der Optionsrechte kann bis zu fünf Jahre ab Begebung der einzelnen Tranchen betragen. Nach Ablauf der jeweiligen Sperrfristen ist die Ausübung der Optionsrechte nur innerhalb bestimmter Ausübungsfristen zulässig. Die Ausübungsfristen beginnen jeweils am zweiten und enden am sechsten Handelstag im Anschluss an eine ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft oder die Vorlage eines Quartalsberichtes.

Der Ausübungspreis entspricht bei Optionsrechten, die vor Aufnahme der ersten Notierung der Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Rahmen der Börseneinführung 2000 begeben wurden, dem im Rahmen der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis je Aktie. Bei später begebenen Optionsrechten ist der Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgelegten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die entsprechende Begebung von Optionsrechten maßgeblich.

Bislang wurden zwei Tranchen über zusammen 69.000 Optionsrechte begeben, die in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100 % des Wertes einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden. Im Aktienoptionsprogramm verbleiben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 waren keine Optionen ausgegeben.

36. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der aktuellsten Fassung vom 24. Juni 2014. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich.

37. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns laut IAS 10 von besonderer Bedeutung wären.

38. Abschlussprüfer honorar

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 30. April 2014 wurde die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt.

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich insgesamt auf 233 Tsd. Euro (Vj. 220 Tsd. Euro) und beinhaltet Abschlussprüfungs- und Konzernabschlussprüfungsleistungen.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2015

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresfinanzbericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 20. Februar 2015

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Peter Stadelmann, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Markus Paschmann, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RATIONAL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung, aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 20. Februar 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Rossmeisl, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im Geschäftsjahr 2014 konnte die RATIONAL Aktiengesellschaft ihren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Dabei standen im Berichtsjahr weiterhin die Stabilität des Gesamtunternehmens und die weitere Verbesserung der Unternehmensqualität im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2014 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Über wichtige Geschäftsvorfälle berichtete der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über den aktuellen Geschäftsverlauf, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Alle zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich im Geschäftsjahr 2014 und im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2015 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Produktentwicklung, Ausbau und Optimierung der Vertriebs- und Marketingorganisation, Weiterentwicklung der Führungsstruktur, weltweite Personalentwicklung, Risikomanagement sowie Planung und Freigabe von Baumaßnahmen am Standort Landsberg.

Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2014 zu 11 Sitzungen zusammengetreten. Im Geschäftsjahr 2015 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 25. Februar 2015 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen im Geschäftsjahr 2014 zu 17 weiteren Beratungen zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:

die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag,
die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2015,
die Erschließungsstrategie für neue Märkte, insbesondere Tochtergründungen in der Türkei, Kolumbien und Singapur,
die Schwerpunkte in der Produktentwicklung,
die Weiterentwicklung des RATIONAL Compliance-Programms,
die Bauprojekte am Standort Landsberg,
die Erstellung der Mittelfriststrategie, inkl. Produktportfolio, Vertriebs- und Marketingstrategie,
die Erweiterung des Aufsichtsrats und die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung,

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 25. Februar 2015 waren, neben der Prüfung und Feststellung bzw. Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses, insbesondere die der Hauptversammlung 2015 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ein zentrales Thema.

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 wird die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet. Der Hauptversammlung wird insbesondere vorgeschlagen, den Aufsichtsrat von 3 auf 6 Mitglieder zu erweitern, um der Größe des Unternehmens und den gestiegenen Anforderungen an die Aufgaben des Aufsichtsrats gerecht zu werden.

Im Rahmen unserer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung am 25. Februar 2015 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Corporate Governance

Innerhalb des Aufsichtsrats der RATIONAL AG kam es im Geschäftsjahr 2014 zu keinen Veränderungen.

Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nur aus drei Mitgliedern besteht, wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2014 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2014 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Am. 30. September 2014 trat eine Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex in Kraft. Der Aufsichtsrat hat sich mit den neuen Empfehlungen des Kodex eingehend befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate-Governance-Bericht Rechenschaft für das Geschäftsjahr 2014 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt die RATIONAL AG weitestgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2015 abgegeben werden. Über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Januar 2015 beschlossen. Die Entsprechenserklärung ist im Geschäftsbericht 2014 und auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 30. April 2014 gewählt, hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Gründe erkannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 25. Februar 2015 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen der Abschlussprüfer war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In seiner Sitzung vom 25. Februar 2015 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2014 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 in seiner testierten Fassung vom 20. Februar 2015 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 in seiner testierten Fassung vom 20. Februar 2015. Der Jahresabschluss 2014 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten und der Finanzlage der Gesellschaft stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 211,3 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 6,80 Euro je Aktie oder insgesamt 77,3 Mio. Euro ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt allen Führungskräften für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt jedoch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen ist es auch im Geschäftsjahr 2014 wieder gelungen, unsere Kunden vom hohen Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, 4. März 2015

Siegfried Meister, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht zur Corporate Governance

Entsprechenserklärung

Am 24. Juni 2014 wurde eine neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet und am 30. September 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Den Empfehlungen und Anregungen des Kodex folgt die RATIONAL AG weitgehend.

Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2015 abgegeben werden. Diese ist im Geschäftsbericht 2014 und auf der RATIONAL-Website www.rational-online.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Aktionäre und Hauptversammlung

An der Hauptversammlung am 30. April 2014 in Augsburg haben rund 620 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 87,10 %. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden durch die Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder ein von ihm bestimmtes Aufsichtsratsmitglied.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der RATIONAL-Website erläutert.

Vorstand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Peter Stadelmann (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich), Markus Paschmann (Vorstand Vertrieb und Marketing) üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht aus drei Mitgliedern. Herr Siegfried Meister ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Walter Kurtz und Herr Dr. Hans Maerz sind jeweils Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden.

§ 8 der Satzung der RATIONAL AG gewährt Herrn Meister und Herrn Kurtz ein gemeinsames Entsendungsrecht. Solange Herr Meister und Herr Kurtz Aktionäre der RATIONAL AG sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben.

Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat der RATIONAL AG keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziff. 5.4.1 Abs. 2 DCGK benannt.

Aufgrund der geringen Anzahl an Mitgliedern verzichtet der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die über die zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SDAX-Performance-Index geknüpft. In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperr- und Ausübungsfristen durch Barabfindung bedient wurden. Im Berichtsjahr wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.

Aktienbesitz der Leitungsorgane

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten per 31. Dezember 2014 insgesamt 8.049.235 Aktien. Dies entspricht 70,79 % des Grundkapitals. Davon entfielen 7.161.411 Aktien, dies entspricht 62,99 % des Grundkapitals, auf Herrn Siegfried Meister, 887.524 Aktien, dies entspricht 7,81 % des Grundkapitals, auf Herrn Walter Kurtz und 300 Aktien, dies entspricht 0,003 % des Grundkapitals, auf Herrn Dr. Hans Maerz.

Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Bilanzstichtag insgesamt 3.463 Aktien. Dies entspricht weniger als 1 % des Grundkapitals.

Compliance

Gesetzestreues, integres und verantwortungsbewusstes Verhalten ist die Grundlage für Sicherheit, Solidität und Zukunftserfolg eines Unternehmens. Um die konzernweite Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei der

RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2012 mit dem Aufbau einer Compliance-Organisation begonnen.

Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten bilden die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG („Code of Conduct“), die in Form der RATIONAL-Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr zusammenfasst und unternehmensweit kommuniziert worden sind.

2013 wurde das RATIONAL-Compliance-Team gebildet, ein Compliance-Manager für die RATIONAL-Gruppe bestellt und eine Compliance-Risikoanalyse durchgeführt. Allen wesentlichen Compliance-Risiken wird durch interne Maßnahmen bzw. in Zusammenarbeit mit qualifizierten Partnern entgegengewirkt.

2014 wurde die Compliance-Organisation gezielt weiterentwickelt. Hierzu wurden in ausgesuchten Ländern, in denen RATIONAL mit eigenen legalen Einheiten und Mitarbeitern vertreten ist, die lokalen Anforderungen an ein Compliance-Programm erfasst und, soweit zur Risikovermeidung erforderlich, die RATIONAL Compliance Vorgaben entsprechend angepasst.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung hat am 30. April 2014 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.

Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Entsprechenserklärung

der RATIONAL Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG:

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2014 bis zum 30. September 2014 mit den dort genannten und begründeten Ausnahmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex“) in der Fassung vom 13. Mai 2013 entsprochen. Sie wird auch künftig den Empfehlungen des am 30. September 2014 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichten geänderten Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: „Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat.“

Ziffer 4.2.5: „Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichtes werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen.

Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten.

Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,
der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,
bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden.“

Die Hauptversammlung der RATIONAL Aktiengesellschaft hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst.

Auf eine differenzierte Angabe der variablen Vergütung nach kurzfristigen und langfristigen Komponenten wird verzichtet.

Im Übrigen entspricht die RATIONAL Aktiengesellschaft den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 dieses Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.

Ziffer 5.1.2 (1) Satz 2 und 5.1.2 (2) Satz 3 des Kodex:

„Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.“

„Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtsbezogenen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung der Positionen von Vorstandsmitgliedern legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt, da das Unternehmensinteresse eine Bestellung über das 65. Lebensjahr hinaus erfordern kann. Die Bestellung richtet sich ausschließlich an der Fähigkeit von Vorstandsmitgliedern, das Unternehmen erfolgreich zu führen. Diese Fähigkeit entfällt nicht generell bei Erreichen eines bestimmten Alters. Darüber hinaus könnte sich eine starre Altersgrenze diskriminierend auswirken.

Ziffer 5.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

Der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL Aktiengesellschaft nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat aus nur drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2: „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.“

Ziffer 5.4.1 Abs. 3: „Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft richtet sich am Unternehmensinteresse aus und gewährleistet die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Dementsprechend wird der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um so Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Ziffer 5.4.3 Satz 1 des Kodex:

„Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden.“

Aus zeitökonomischen Gründen wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft auf der ordentlichen Hauptversammlung 2014 nicht im Wege der Einzelwahl, sondern im Wege der Listenwahl gewählt.

Landsberg, im Februar 2014

RATIONAL Aktiengesellschaft

für den Aufsichtsrat

für den Vorstand

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 25. Februar 2015 gebilligt.