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RATIONAL AG Annual Report 2012

Mar 20, 2013

345_10-k_2013-03-20_ccfdeef0-ebfd-4090-bed4-340893ebaa99.pdf

Annual Report

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Geschäft sbericht 2012

Kundennutzen erleben

Unternehmensprofil RATIONAL AG

Nachhaltig und effi zient: thermische Speisenzubereitung mit RATIONAL

Wir sind der weltweite Marktführer für innovative Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung. Unser oberstes Unternehmensziel ist: "Wir bieten den Menschen, die in den Profi küchen der Welt Speisen thermisch zubereiten, den höchstmöglichen Nutzen." Unsere zukunft sweisenden Innovationen setzen den Weltstandard hinsichtlich Garintelligenz, Garqualität, Bedienerfreundlichkeit und Ressourceneffi zienz.

Das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® sind in der Lage, praktisch alle Kochprozesse abzubilden. Sie können grillen, dämpfen, gratinieren, backen, gären, braten, schmoren, simmern, dünsten, pochieren, blanchieren, nieder temperaturgaren, frittieren und noch vieles mehr. Damit

ersetzen sie praktisch alle traditionellen Gargeräte in der Profi küche und überzeugen immer mehr Kunden weltweit. Über eigene Vertriebsgesellschaft en und -partner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten.

Unsere Geräte sind ideal für Betriebe ab 30 Essen pro Tag. Zu unseren Kunden zählen Restaurants, Hotels, Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime, aber auch Fastfood-Ketten, Caterer, Supermärkte, Metzgereien und Back- und Snackshops. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als 2,5 Millionen Profi küchen, von denen bisher nur rund 30 % mit Kombidämpfertechnologie kochen. 70 % aller potenziellen Kunden verwenden noch traditionelle Kochgeräte.

Globale Präsenz

Umsatz nach Regionen 2012

Wichtige Finanzkennzahlen

EBIT in Mio. EUR EBIT-Marge in %
------------------ ----------------- --
Kennzahlen 2012/2011 2012 2011
Umsatzerlöse Mio. EUR 435,0 391,7
Bruttoergebnis vom Umsatz Mio. EUR 261,7 234,4
Abschreibungen Mio. EUR 6,8 7,3
EBIT Mio. EUR 122,7 102,2
EBIT-Marge % 28,2 26,1
Eigenkapitalrentabilität (nach Steuern) % 42,0 36,0
Rendite auf das
eingesetzte Kapital (ROIC)
% 38,4 33,2
Eigenkapitalquote % 72,8 73,1
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. EUR 111,4 67,7
10-Jahresübersicht 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Umsatzerlöse Mio. EUR 435,0 391,7 350,1 314,4 343,0 336,6 283,7 246,4 221,8 186,6
EBIT Mio. EUR 122,7 102,2 105,8 90,5 83,1 92,6 80,5 66,9 53,3 42,3
Jahresüberschuss Mio. EUR 93,3 78,7 79,8 67,3 61,7 61,2 51,8 42,4 33,8 26,8
Ergebnis je Aktie EUR 8,20 6,93 7,02 5,92 5,42 5,38 4,55 3,73 2,98 2,36
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. EUR 111,4 67,7 86,9 83,2 71,0 61,1 49,1 32,8 39,2 29,8
Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) % 38,4 33,2 33,9 35,5 40,7 48,0 49,6 40,4 32,1 28,5
Bilanzsumme Mio. EUR 326,2 283,2 305,7 265,7 209,0 187,4 146,6 132,1 146,8 128,0
Eigenkapitalquote % 72,8 73,1 75,3 71,4 63,9 66,2 72,2 68,1 70,9 70,8
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 1.258 1.184 1.058 1.031 1.090 965 864 792 742 679
Dividende je Aktie* EUR 5,70 5,50 9,00 3,50 1,00 4,50 3,75 3,00 5,00 1,85

Höchster Kundennutzen durch einfache Bedienung, beste Garqualität und Effi zienz

Perfekt konstruiert: das SelfCookingCenter® whiteffi ciency®

Das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® überträgt die Wärme durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem. Das wesentliche Alleinstellungsmerkmal ist die Garintelligenz, die den optimalen Garverlauf selbstständig ermittelt, sodass das Wunschergebnis ohne Aufsicht immer punktgenau erreicht wird. Der Koch wird benachrichtigt, sobald der Garprozess beendet ist. Ihm bleibt Zeit für das Wesentliche: Kreativität und das Wohl seiner Gäste.

Schlau kochen: das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®

Das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® gart in Flüssigkeiten oder mit Kontakthitze. Es ist bis zu viermal schneller als vergleichbare Produkte und dies bei 40 % weniger Energieverbrauch. Die Garintelligenz steuert voll automatisch den Garverlauf und passt diesen optimal an die jeweiligen Speisen an. Der Koch wird benachrichtigt, sobald er selbst aktiv werden muss. Nichts kocht über, nichts brennt an. Wer die Vorteile erkannt hat, wird nie mehr darauf verzichten wollen.

Wichtige Daten zur RATIONAL-Aktie

Kennzahlen 2012/2011 2012 2011
Höchstkurs 1) EUR 221,70 193,90
Tiefstkurs 1) EUR 166,15 134,65
Jahresendkurs 1) EUR 218,00 168,20
Marktkapitalisierung 2) Mio. EUR 2.478,7 1.912,4
Dividendenrendite 3) % 2,6 3,3
Beta-Faktor (1 Jahr) zum 31.12. 4) 0,84 0,38
Umsatz je Aktie EUR 38,26 34,45
Kurs-Umsatz-Verhältnis 2) 5,7 4,9
Ergebnis je Aktie EUR 8,20 6,93
Kurs-Gewinn-Verhältnis 2) 26,6 24,3
Cashflow je Aktie EUR 9,80 5,96
Kurs-Cashflow-Verhältnis 2) 22,2 28,2

1) Gesamter deutscher Aktienmarkt 2) Zum Bilanzstichtag

3) In Relation zum Jahresendkurs des Vorjahres 4) Zum MDAX-Performance-Index

Basisdaten der RATIONAL-Aktie

Anzahl der zu
gelassenen Aktien1)
11.370.000
Aktionärsstruktur 1) Festbesitz 70,8 %, Streubesitz 29,2 %
ISIN DE0007010803
WKN 701 080
Börsenkürzel RAA

1) Stand: 15. Februar 2012

Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke, CEO
Peter Wiedemann, CTO
Erich Baumgärtner, CFO
Reinhard Banasch, CSO
Dr. Peter Stadelmann, CHRO

Der Aufsichtsrat

Siegfried Meister, Vorsitzender
Walter Kurtz, Stellvertreter
Dr. Hans Maerz, Stellvertreter

Kursverlauf der RATIONAL-Aktie seit dem Börsengang

Finanzkalender 2012

München 20.03.2013
Frankfurt 20.03.2013
Landsberg 08.05.2013
Augsburg 08.05.2013
Landsberg 07.08.2013
Landsberg 06.11.2013

Ansprechpartner

Erich Baumgärtner

Vorstand kaufmännischer Bereich Tel.: +49 (0) 8191-327-209 [email protected]

Stefan Arnold

Manager Investor Relations Tel.: +49 (0) 8191-327-2209 [email protected]

Kennzahlen

Veränderung Veränderung
Angaben in Mio. EUR 2012 2011 absolut in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse 435,0 391,7 +43,3 +11
Auslandsanteil in % 86 85 +1
Herstellungskosten 173,3 157,3 +16,0 +10
Vertriebs- und Servicekosten 105,8 100,7 +5,1 +5
Forschungs- und Entwicklungskosten 13,6 14,9 –1,3 –9
Allgemeine Verwaltungskosten 18,8 17,5 +1,3 +8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 122,7 102,2 +20,5 +20
Jahresüberschuss 93,3 78,7 +14,6 +18
Rendite auf das eingesetzte Kapital
(ROIC) in %
38,4 33,2 +5,2
Bilanz
Bilanzsumme 326,2 283,2 +43,0 +15
Working Capital 1) 69,8 73,4 –3,6 –5
Eigenkapital 237,4 206,9 +30,5 +15
Eigenkapitalquote in % 72,8 73,1 –0,3
Cashflow
Operativer Cashflow 111,4 67,7 +43,7 +65
Investitionen 9,4 5,7 +3,7 +64
Freier Cashflow 2) 102,0 62,0 +40,0 +65
Kennzahlen zur RATIONAL-Aktie
Gewinn je Aktie (in EUR) 8,20 6,93 +1,27 +18
Jahresendkurs 3) (in EUR) 218,00 168,20 +49,80 +30
Marktkapitalisierung 2.478,7 1.912,4 +566,3 +30
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum 31.12. 1.263 1.224 +39 +3
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 1.258 1.184 +74 +6
Umsatzerlöse je Mitarbeiter (in TEUR) 345,8 330,8 +15,0 +5

1) Ohne liquide Mittel

2) Operativer Cashflow abzüglich Investitionen

3) Gesamter deutscher Aktienmarkt

Kundennutzen erleben

Unser Anspruch ist es, unseren Kunden in jeder Phase der Geschäft sbeziehung maßgeschneidert erlebbaren Nutzen zu bieten. Sei es beim täglichen Einsatz der Geräte, bei der Beratung vor oder nach dem Kauf, beim technischen Kundendienst oder bei der Nutzung unserer umfangreichen kostenlosen Dienstleistungen. Kurzum: »Im Dienst am Kunden lassen wir uns von niemandem überbieten.«

Inhalt

41 Finanzbericht

107 Weitere Informationen

Folgen Sie dem QR-Code oder dem Link www.rational-online.com/de/ investor_relations zum IR-Center der RATIONAL AG

Vorwort des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Welt ist in den vergangenen Jahren unberechenbarer geworden, und daran dürft e sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Eine wesentliche Ursache ist die Überschuldung aller wichtigen Industriestaaten, die sich über einen langen Zeitraum aufgebaut hat. Es wird viele Jahre dauern, diese kritische Situation zu überwinden. Die Konsequenz daraus ist, dass wir mit erheblichen Risiken und Unsicherheiten bezüglich der Geschäft sentwicklung leben müssen.

Firmenkultur als Stabilitätsfaktor

Gerade vor diesem Hintergrund ist die Stärke von RATIONAL – die klare strategische Grundausrichtung – von größter Bedeutung. Diese klare Ausrichtung ist in unserem Leitbild, das auf eine einzige Seite passt, fest verankert.

Das dort formulierte oberste Unternehmensziel, unser Selbstverständnis als Spezialist und unsere Werte im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern bilden eine Konstante, die auch in unsicheren Zeiten den nötigen Halt bietet. Darauf können sich alle jederzeit verlassen, unabhängig von der konjunkturellen Lage. Wie erfolgreich diese ganzheitliche Unternehmensstrategie ist, hat RATIONAL in seiner 40-jährigen Firmengeschichte eindrucksvoll gezeigt.

Nur Kundennutzen schafft nachhaltigen Erfolg

Unser oberstes Unternehmensziel lautet, den Menschen, die in den Profi küchen der Welt Speisen thermisch zubereiten, den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Um dieses Ziel nachhaltig zu erreichen, haben wir uns von Anfang an auf eine klar umrissene Zielgruppe und auf deren wichtigste Aufgabe konzentriert. Diese konsequente Fokussierung unseres Denkens und Handelns war und ist die Voraussetzung, um die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden immer besser zu verstehen. Wir sind Teil ihrer Welt und dadurch in der Lage, ihre Probleme im Alltag besser als andere zu lösen. Der daraus entstehende wachsende Kundennutzen hat über die Jahre die Attraktivität unserer Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich erhöht.

Unsere größte Herausforderung der nächsten Jahre

Höchstmöglicher Kundennutzen verlangt begeisterte, hochqualifi zierte Mitarbeiter. Die größte Herausforderung für unseren weiteren nachhaltigen Erfolg ist somit die Fähigkeit, genügend geeignete Mitarbeiter weltweit zu fi nden, sie in ihren Stärken als U.i.U.® (Unternehmer im Unternehmen) weiterzuentwickeln und emotional ans Unternehmen zu binden.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Führungskräft en zu. Unser Anspruch lautet, dass sie sich als Erste unter Gleichen verstehen und es so jedem Mitarbeiter ermöglichen, auf Augenhöhe zu agieren und frei seine Meinung zu äußern.

Siegfried Meister Vorsitzender des Aufsichtsrats

Alle Führungskräft e dienen ihren Mitarbeitern und verhalten sich idealerweise wie Gärtner. Sie schaff en das jeweils optimale Klima für deren bestmögliche persönliche und berufliche Entwicklung. Welche Fortschritte wir dabei in den vergangenen Jahren erzielt haben, zeigt sich daran, dass 93 % aller Mitarbeiter nicht nur zufrieden, sondern stolz darauf sind, bei RATIONAL zu arbeiten. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass wir auf die größte Herausforderung der Zukunft gut vorbereitet sind.

Um das Ziel der nachhaltigen und konsequenten Mitarbeiterförderung noch konzentrierter verfolgen zu können, hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vorstand um das Ressort Personalwesen zu erweitern. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, mit Dr. Peter Stadelmann eine herausragende Persönlichkeit für diese Aufgabe zu gewinnen, und wünsche ihm in seiner neuen Tätigkeit viel Erfolg.

Allen Mitarbeitern gelten an dieser Stelle meine besondere Hochachtung, mein herzlicher Dank und meine uneingeschränkte Anerkennung für das hohe Engagement und das gute Ergebnis im Jahr 2012.

Siegfried Meister

» Als Spezialist sind wir aufs Engste mit unseren Kunden verbunden und Teil ihrer Welt. Wir sind das Unternehmen der Köche und verfügen über tiefes eigenes Wissen im Bereich der Wärmeübertragung auf Lebensmittel aller Art. Dies ist die Voraussetzung für regel mäßige Inno vationen, die die Arbeitswelt unserer Kunden nachhaltig verbessern.«

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäft spartner,

das Jahr 2012 war insbesondere in der ersten Hälft e von erheblichen Unsicherheiten über die Stabilität des Euros geprägt. Selbst der mögliche Zerfall der Europäischen Währungsunion konnte nicht mehr vollständig ausgeschlossen werden.

Nachdem die Europäische Zentralbank garantiert hat, Staatsanleihen von Krisenländern, wenn nötig auch in großem Stil, aufzukaufen, hat sich die Gesamtsituation in der zweiten Jahreshälft e stabilisiert. Diese Maßnahme wirkte gleichzeitig stimulierend auf die gesamte Weltwirtschaft . Sie wuchs 2012 wieder um 3 % und somit im Rahmen des Durchschnittswachstums vor der Krise. Mit –0,5 % rutschte Europa 2012 dennoch in eine leichte Rezession, die praktisch allein durch die südeuropäischen Staaten Spanien, Italien und Griechenland verursacht wurde. Der Umsatzanteil in diesen Ländern ist relativ gering, daher sind die möglichen Auswirkungen auf unseren Geschäft sverlauf nur von untergeordneter Bedeutung.

11 % Umsatzwachstum, überproportionale Ergebnissteigerung, 5,70 Euro Dividende Im abgelaufenen Geschäft sjahr ist es uns erneut gelungen, Bestmarken bei Umsatz und Ertrag zu erzielen. Insgesamt stieg der Umsatz 2012 von 392 Mio. Euro auf 435 Mio. Euro. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 11 %, währungsbereinigt lag das Wachstum bei 9 %.

Die höchsten Wachstumsraten konnten in den Überseemärkten erzielt werden. Aufgrund der immer noch sehr geringen Marktdurchdringung der Combi- Dämpfer-Technologie in Amerika und Asien bestehen in diesen Märkten besonders vielversprechende Wachstumspotenziale. Der Umsatzanteil in Amerika beträgt inzwischen 17 %, in Asien liegt er bei 14 %.

Aber auch in Europa, wo wir knapp zwei Drittel unserer Umsatzerlöse erzielen, kreieren wir durch regelmäßige Innovationen immer wieder neue Wachstumschancen. Hier ersetzt die SelfCookingCenter®-Technologie inzwischen den großen Bestand an alten Combi-Dämpfern. Selbst nach vielen Jahren systematischer Marktbearbeitung wachsen wir in Europa Jahr für Jahr und erreichten auch 2012 ein Umsatzwachstum von 5 %. Diese nachhaltig positive Entwicklung ist gleichzeitig ein repräsentativer Indikator für die hohen verbleibenden Absatzpotenziale in allen Regionen der Welt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 20 % auf 123 Mio. Euro und damit überproportional zur Umsatzentwicklung. Neben etwas sinkenden Rohstoff preisen und positiven Währungseff ekten liegt dies vor allem an der Verbesserung von Produktivität und Effi zienz in allen Unternehmensprozessen. Die außerordentlich guten Umsatz- und Ergebniskennzahlen verbessern unsere solide Bilanzstruktur noch weiter. Die nachhaltig hohe Eigenkapitalquote von über 70 % bei gleichzeitig sehr guter Liquidität unterstreicht die Stabilität und Zukunft sfähigkeit unseres Geschäft smodells. Dies wird auch von unseren Aktionären bestätigt und erklärt die Steigerung unseres Unternehmenswerts auf rund 2,5 Mrd. Euro zum Bilanzstichtag.

Wie in der Vergangenheit wollen wir unsere Aktionäre auch in diesem Jahr angemessen am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 daher vor, für das Geschäft sjahr 2012 eine Dividende von 5,70 Euro auszuschütten. Dies entspricht, gemessen am Jahresendkurs 2012, einer Dividendenrendite von 2,6 %.

Hohe Kundenakzeptanz weltweit

2012 haben sich unsere innovativen Produkte, das SelfCookingCenter® whit effi ciency®, der CombiMaster® Plus und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® weltweit als neuer Leistungsstandard durchgesetzt. Zahlreiche internationale Auszeichnungen bestätigen die Richtigkeit unserer Produktstrategie.

Es ist uns damit einmal mehr gelungen, den Kundennutzen spürbar zu steigern und noch erlebbarer zu machen. Neben Garleistung, Garqualität und der einfachen Bedienung steht die beste Ressourceneffi zienz im Vordergrund, also der niedrige Verbrauch von Energie, Wasser, Rohwaren und Chemie. Ressourceneffi zienz hat inzwischen auch bei unseren Kunden höchste Bedeutung für die Kaufentscheidung. Trotz erheblich gesteigerter Qualität, Funktionalität und Effi zienz haben wir die neuen Gerätegenerationen zu unveränderten Preisen eingeführt, ein weiterer spürbarer Zusatznutzen für unsere Kunden.

Das "Rundum-sorglos-Paket" nach dem Kauf

Nicht nur unsere Produkte und ihre attraktive Preispositionierung, sondern vor allem unsere umfassenden, professionellen Dienstleistungen nach dem Kauf liefern Tag für Tag mehr Kundennutzen.

Wir verfügen über ein enges, globales Servicepartner-Netzwerk für den perfekten technischen Service. Darüber hinaus haben wir z. B. mit dem ClubRATIONAL, der Academy RATIONAL und unseren Social-Media-Angeboten hocheffi ziente und moderne Wege geschaff en, unsere Kunden bei ihrer täglichen Arbeit noch besser zu unterstützen.

Der ClubRATIONAL hat weltweit inzwischen rund 40.000 Mitglieder. Er bietet neben kostenlosen Serviceleistungen den direkten Zugriff auf Soft ware-Updates. Die Mitglieder profi tieren so unmittelbar von den neuesten Ergebnissen der RATIONAL-Garforschung. Außerdem wird kompetente Hilfestellung von Koch zu Koch geboten. Rund 1.500 RATIONAL-Kochrezepte, aber vor allem auch eine Vielzahl von Kundenrezepten aus allen Teilen der Welt stehen für die Clubmitglieder kostenlos zum Herunterladen und sofortigen Einsatz in ihrer Küche bereit.

In der Academy RATIONAL kochen Kunden gemeinsam mit unseren Küchenmeistern und lernen, ihr Gerät maßgeschneidert einzusetzen, um so in ihren Küchen den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.

Neben dem ClubRATIONAL entwickelt sich unsere Präsenz auf Facebook, Twitter und YouTube zunehmend zur weltweiten Kommunikationsplattform für unsere Kunden und Partner. Wir haben inzwischen rund 10.000 Fans bei Facebook und 1.400 Follower bei Twitter sowie mehr als 100.000 Videoklicks bei YouTube.

Stärkste Marke in der Profi küche

Als Konsequenz aus unserem täglichen Streben nach mehr und mehr Kundennutzen ist die Marke RATIONAL seit vielen Jahren mit großem Abstand die stärkste Marke in der Profi küche. Auch in diesem Jahr führen wir die Reihe der Markenchampions an, und dies selbst vor sehr bekannten Consumer-Marken wie Knorr oder Maggi. Aus Kundensicht besteht unsere Überlegenheit vor allem in den Bereichen Bekanntheitsgrad, Technologie- und Marktführerschaft , Nutzenvielfalt, Qualität, Langlebigkeit, einfachste Bedienung und breites Dienstleistungsangebot.

Unternehmensqualität ist Mitarbeiterqualität

Die Grundvoraussetzung für überzeugte Kunden und damit für den Zukunft serfolg sind begeisterte Mitarbeiter, die Tag für Tag immer besser als U.i.U.® (Unternehmer im Unternehmen) denken und handeln. Der U.i.U.® arbeitet wie ein selbstständiger Unternehmer. Er beherrscht sein Aufgabengebiet, entwickelt seine Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür persönlich die Verantwortung.

Um diese U.i.U.®-Kultur bei allen Mitarbeitern gezielt weiter zu fördern, haben wir die in weltweiten U.i.U.®-Workshops von den Mitarbeitern selbst defi nierten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt und dadurch deutlich messbare Fortschritte gemacht. Damit ist es uns gelungen, das Idealbild des U.i.U.® aus Sicht unserer Mitarbeiter bereits zu über 70 % zu erfüllen.

Um auch alle Führungskräft e noch besser für ihre Führungsaufgaben im Sinne der U.i.U.®-Kultur zu qualifi zieren, wurde im abgelaufenen Jahr ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm entwickelt und mit breitem Erfolg durchgeführt. Besonders erfreulich ist, dass wir 2012 über 80 % aller off enen Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen konnten.

Verhalten optimistisch ins Jahr 2013

Aktuelle Prognosen zur Weltwirtschaft sagen für 2013 ein ähnlich hohes globales Wachstum wie 2012 voraus. Dennoch bleiben auch für 2013 die wesentlichen Risiken unverändert bestehen. Vor diesem Hintergrund, aber auch mit Blick auf die sehr gute Akzeptanz unserer Produkte und das große freie Weltmarktpotenzial gehen wir davon aus, unseren erfolgreichen Wachstumskurs bei Umsatz und Ertrag auch 2013 fortsetzen zu können.

Wir danken allen Kunden und Geschäft spartnern sowie Ihnen, unseren Aktionären, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Geschäft sjahr 2012.

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern. Sie haben im vergangenen Jahr mit hohem Engagement, großer Leidenschaft und außergewöhnlicher Kundenorientierung ganz entscheidend zum Gesamterfolg beigetragen.

Dr. Günter Blaschke Vorstandsvorsitzender der RATIONAL AG

Dr. Günter Blaschke Vorsitzender des Vorstands

Geb. 1949, begann seine berufliche Laufb ahn 1978 als Assistant Manager für Marketing bei Procter & Gamble. Von 1981 bis 1990 war er in verschiedenen leitenden Funktionen im In- und Ausland bei der 3M Group tätig. Von 1990 bis 1997 verantwortete er abwechselnd Vertrieb, Marketing, Produktion und Entwicklung bei der Joh. Vaillant GmbH. Im März 1997 wechselte er zu RATIONAL und ist seit September 1999 Vorsitzender des Vorstands.

Peter Wiedemann Vorstand technischer Bereich

Geb. 1959, trat nach dem Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität München als Ingenieur 1988 in die RATIONAL GmbH ein. Von 1990 bis 1993 war er Produktmanager, anschließend unterstützte er den Aufb au der amerikanischen Tochtergesellschaft . Seit Januar 1996 ist er in der Geschäft sleitung für den technischen Bereich zuständig. Im September 1999 wurde er in den Vorstand der RATIONAL AG berufen.

Erich Baumgärtner Vorstand kaufmännischer Bereich

Geb. 1954, war von 1979 bis 1987 in verschiedenen kaufmännischen Funktionen bei der Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH tätig. 1988 wechselte er zur Digital Equipment GmbH, München, wo er ab 1996 als Geschäft sführer für den kaufmännischen Bereich zuständig war. Im Oktober 1998 kam er zu RATIONAL. Seit Dezember 1998 verantwortet er als Vorstand den kaufmännischen Bereich.

Reinhard Banasch Vorstand Vertrieb und Marketing

Geb. 1961, begann seine berufliche Karriere im Vertrieb bei der Nixdorf Computer AG. Danach arbeitete er elf Jahre bei Mars Inc. in internationalen Vertriebs- und General-Management-Funktionen. Ab 2002 war er bei Pilkington als Vertriebsdirektor Europa und regionaler Geschäft sführer Süd europa tätig. Seit April 2008 ist Herr Banasch Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der RATIONAL AG.

Dr. Peter Stadelmann Vorstand Personal

Geb. 1965, war nach Studium und Promotion an der Universität St. Gallen über 20 Jahre in unterschiedlichen leitenden Funktionen für das Malik Management Zentrum St. Gallen tätig. Von 2006 bis 2012 war er operativer Geschäft s führer der Malik-Gruppe. Seit Dezember 2012 ist er im Vorstand der RATIONAL AG für die Personalentwicklung und das Per sonalmanagement zuständig.

Höchstmöglicher Kundennutzen durch unternehmensweite Prozessorganisation

Die 40-jährige Erfolgsgeschichte ist das Ergebnis der hohen Kompetenz, Kreativität, Qualität und Effi zienz unserer Mitarbeiter in der unternehmensweiten Prozessorganisation. Diese ermöglicht gleichzeitig höchste Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen.

Unsere Fertigungstiefe ist relativ gering. Nur Dinge, die wir selbst besser oder kosten günstiger können als andere bzw. die Know-how-kritisch sind, machen wir selbst. Alles andere übernehmen zuverlässige, langjährige Systemlieferanten. Alle Aufgaben, die wir selbst wahrnehmen, organisieren wir nicht in klassischen Abteilungen, sondern als ganzheitliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette.

Unsere unternehmensweite Prozessorganisation ist durch ganzheitliche, überschaubare und in sich geschlossene Aufgaben geprägt, für die ein Mitarbeiter komplett die Verantwortung übernimmt. Dadurch nutzen und fördern wir den hohen Wissens- und Ausbildungsstand aller Mitarbeiter in bester Weise.

Wir gehen damit bewusst weg von einer arbeitsteiligen und somit managementlastigen Arbeitsorganisation. Überflüssige Schnittstellen sind durch unsere flachen Hierarchien vollständig eliminiert. Der Blick auf den Kunden als Ganzes bleibt so bei jedem Mitarbeiter erhalten.

Hohe Transparenz eröff net die Möglichkeit, permanent voneinander zu lernen. Dies führt letztlich zu kontinuierlich steigender Produktivität und Effi zienz. Immer bessere Produktivität und Effi zienz reduzieren die operativen Kosten und schaff en so den Freiraum für eine nachhaltig attraktive Preis gestaltung als zusätzliches Kundennutzenargument. Die allgemein übliche "Preis-Premium"- Strategie gibt es bei uns nicht.

RATIONAL hat unsere speziellen Anforderungen in idealer Weise umgesetzt und eine ganz individuelle Lösung für Nando's kreiert.

Unsere Ansprüche an die Arbeits ab läufe einer schnellen Küche wurden verwirklicht und unser Betriebskonzept konnte mittels RATIONAL-Technologie optimiert werden.

Jeff Bloch, Technischer Leiter Nando's, Südafrika

Innovationen für den höchstmöglichen Kundennutzen

Wir verstehen uns nicht als klassischer Maschinenbauer, sondern in erster Linie als Erfi nder innovativer Lösungen für den Kunden. Zentraler Anspruch ist es, die Arbeitswelt unserer Kunden kontinuierlich zu verbessern und diese Aufgabe besser zu erfüllen als andere.

Der Titel "Best Innovator 2012/2013" bestätigt einmal mehr die außerordentliche Innovationskraft des Unternehmens im Sinne des höchstmög lichen Kundennutzens.

Patente, Patentanmeldungen und Gebrauchsmuster

Höchstmöglicher Kundennutzen durch den integrierten Innovationsprozess

Unser Forschungs- und Entwicklungsprozess spiegelt die Welt unserer Kunden wider. In unserem Entwicklungsteam arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung, Küchenmeister und Lebensmittelwissenschaft ler in der Anwendungsforschung und Entwicklungsingenieure in der klassischen Produktentwicklung.

Die Bündelung aller Ressourcen für unsere Kernkompetenz, die Über tragung von Wärmeenergie auf Lebensmittel aller Art, führt zu höchster Problemlösungskompetenz, Innovationskraft und Produktführerschaft und damit zu immer mehr Kundennutzen.

Innovation erfolgt bei uns nach einem fest defi nierten und verbindlichen Prozess. Sie beginnt mit der Grundlagenforschung und bezieht bereits in der Konzeptphase die Kollegen aus der Anwendungsforschung, dem Kundendienst, dem Marketing und der Fertigung mit ein. Der Projektfortschritt wird anhand von fest defi nierten Meilensteinen gesteuert und überprüft . Eventuell notwendige Anpassungsaktivitäten werden umgehend vereinbart und um gesetzt. Durch die hohe Transparenz und die konsequente Einbeziehung aller Beteiligten von Anfang an (Simultaneous Engineering) gelingt es uns, den Innovationsprozess immer effi zienter zu gestalten.

Unser Innovationsprozess ist auch im internationalen Vergleich "Best in Class". Dies wurde von einer hochrangigen Jury, bestehend aus Experten der renommierten Unternehmensberatung A.T. Kearney, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Wirtschaft sWoche, bestätigt. Der RATIONAL-Innovationsprozess wurde zum Gesamtsieger des europäischen Wettbewerbs "Best Innovator 2012/2013" gewählt.

Die wichtigsten Bewertungskriterien waren dabei die Verankerung der Innovationskultur in der Unternehmensorganisation, die Innovationsstrategie, die Nachhaltigkeit des Innovationsmanagements und der daraus resultierende Innovationserfolg.

Die offi zielle Preisverleihung fand am 7. Februar 2013 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin statt.

Das VarioCookingCenter® von FRIMA hat unsere hohen Erwartungen übertroffen. Die Speisenqualität ist jet zt konstant auf höchstem Niveau, die Aufheiz geschwindigkeit ist beeindruckend und die intelligenten Garprozesse unterstüt zen uns Tag für Tag.

Obwohl das VarioCookingCenter® in unserer Küche rund um die Uhr im Einsat z ist, hält es den hohen Belastungen stand — egal ob am Tag oder über Nacht.

Urs Schär Restaurantmanager SV Group Clariant AG, Basel, Schweiz

Produktion

Höchste Qualität durch "personalisierte" Produkte

In der Montage fertigt ein Mitarbeiter ein komplettes Gerät. Von Anfang bis Ende. Dadurch vermeiden wir unnötige Schnittstellen und minimieren Fehlerpotenziale. Am Ende der Montage garantiert der Mitarbeiter mit seinem Namen auf dem Typenschild für die Qualität "seines" Geräts.

Höchstmöglicher Kundennutzen durch Flexibilität, Qualität und Produktivität im Produktions- und Lieferprozess

Wir haben uns von der traditionell stark arbeitsteiligen Fließfertigung hin zu flexiblen, autonomen Fertigungsinseln entwickelt. Jeder Mitarbeiter baut dort ein komplettes Gerät. Mit seinem Namen auf dem Typenschild garantiert er persönlich für dessen hohe Qualität.

Die Fertigung selbst erfolgt kundenauft ragsbezogen, und dies bei kürzesten Lieferzeiten von nur ein bis zwei Tagen. Durch flexible Arbeitszeitkonten passen die Mitarbeiter ihr Arbeitspensum selbstständig den Schwankungen im Auft ragseingang an. Jede Montageinsel disponiert neben der Arbeitszeit auch das gesamte Material eigenständig. Die laufende Material versorgung geschieht zu 100 % im Kanban-System. Minimale Lagerbestände, hohe Flexibilität, kontinuierlich steigende Produktivität und Qualität sind die wesentlichen Vorteile dieser Prozessorganisation.

RATIONAL ist heute mit großem Abstand Produktführer. Wir versprechen unseren Kunden jederzeit die bestmögliche Technologie und Qualität zum attraktiven Preis. Repräsentative Kundenbefragungen bestätigen dies seit vielen Jahren. Im Vergleich zum Wettbewerb liegen unsere Stärken insbesondere bei der Qualität, der Langlebigkeit, der Nutzenvielfalt und dem Anwendungsspektrum der Geräte. Weitere Stärken sind die Dauerlauff ähigkeit, die einfache Bedienung und die Ausfallsicherheit.

Dass unser Produktions- und Lieferprozess auch im branchenübergreifenden internationalen Vergleich vorbildlich ist, wird uns durch internationale Auszeichnungen bestätigt. Beispielsweise erhielten wir beim Industriepreis des Huber Verlags für neue Medien das Prädikat "Best of 2012" in der Kategorie "Produktionstechnik & Maschinenbau" für hohen wirtschaft lichen, gesellschaft lichen, technologischen und ökologischen Nutzen.

Bei der Verleihung des "Industriepreises 2012" wurde die RATIONAL AG in der Kategorie "Produktionstechnik & Maschinenbau" mit dem Prädikat "Best of 2012" ausgezeichnet.

Professionelle Beratung im GarenLive-Seminar – von Koch zu Koch

Neue Möglichkeiten live erleben, das konnten potenzielle Kunden bei den fast 12.000 GarenLive-Seminaren im Jahr 2012. Insgesamt rund 70.000 Teilnehmer aus allen Teilen der Welt konnten beim gemeinsamen Kochen mit unseren Vertriebsmitarbeitern selbst ausprobieren, wie RATIONAL- und FRIMA-Technologie sie beispielsweise von zeitraubenden Routinetätigkeiten entlasten und so neue Freiräume für Kreativität schaff en.

Höchstmöglicher Kundennutzen durch maßgeschneiderte Dienstleistungen vor dem Kauf

Wir sind das Unternehmen der Köche. Und wer könnte unsere Kunden besser verstehen als unsere Köche im Vertrieb? Sie sprechen die gleiche Sprache und kennen die Sorgen, Nöte und täglichen Herausforderungen. Sie verfügen über breite Erfahrung, um maßgeschneiderte Lösungen für jeden einzelnen Kunden zu fi nden. Die Vertriebsmitarbeiter im Außendienst verstehen sich in erster Linie nicht als Verkäufer, sondern als Partner und Berater ihrer Kunden. Sie helfen bei der Bedarfsermittlung und stehen auch nach dem Kauf jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Der Vertriebsprozess ist exakt auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppe zu geschnitten. Wir wollen nicht nur theoretisch beraten, sondern wir lassen unsere Kunden den Nutzen bereits vor dem Kauf hautnah erleben. Was das heißt, zeigen unsere GarenLive-Veranstaltungen, die wir weltweit kundennah abhalten. Dort kann sich jeder unverbindlich und kostenlos über die Nutzenvielfalt unserer Geräte informieren. Beim gemeinsamen Kochen unter praxisnahen Bedingungen lernt man, sich mithilfe der RATIONAL-Technologie z. B. von zeitraubenden Routinetätigkeiten zu entlasten. Unser Angebot stößt weltweit auf große Resonanz. Letztes Jahr erreichten wir mit unseren Veranstaltungen rund 70.000 Teilnehmer, die zusammen mit unseren Vertriebsmitarbeitern unterschiedlichste Speisen zubereitet haben.

Umsatz nach Regionen 2012 Europa 49 % (Vj. 51 %) (ohne Deutschland) Deutschland 14 % (Vj. 15 %) Übrige Welt 6 % (Vj. 6 %) Asien 14 % (Vj. 13 %) Amerika 17 % (Vj. 15 %)

Von der Erfahrung der RATIONAL-Berater profitieren wir jeden Tag. Seit wir das SelfCookingCenter® whitefficiency® haben, fühlen wir uns telefonisch und persönlich gut betreut. Wir sind begeistert, wie viel Zeit sich die Mitarbeiter nehmen, um uns zu zeigen, wie wir die Geräte optimal einsetzen können.

Holger Stromberg Koch der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Inhaber des KUTCHiiN, München, Deutschland

Service

Academy RATIONAL

Kunden erfahren in einem eintägigen Intensivseminar, wie ein optimaler Tagesablauf aussieht. Die Academy RATIONAL ist die perfekte Plattform, um bestehendes Wissen zu vertiefen. In entspannter Atmosphäre lernen Kunden von unseren erfahrenen Vertriebsmitarbeitern, wie sie aus ihrem SelfCookingCenter® whiteffi ciency® noch mehr Nutzen ziehen können.

Höchstmöglicher Kundennutzen durch maßgeschneiderte Dienstleistungen nach dem Kauf

Unser Ehrgeiz ist es, die Erwartungen unserer Kunden stets zu übertreff en. Das Versprechen, in allen Belangen den höchstmöglichen Nutzen zu bieten, hat weltweit bereits hunderttausende Köche zu begeisterten Anwendern unserer Technologie gemacht. Das "Rundum-sorglos-Paket", so wie wir es verstehen, endet aber bei weitem nicht mit dem Kauf und der Installation. Vielmehr ist es unser Anspruch, über den gesamten Produktlebenszyklus maßgeschneiderte Dienstleistungen mit höchstem Kundennutzen zu bieten.

Erste Anlaufstelle bei dringenden Kundenanfragen ist unsere telefonische Hotline, die an 365 Tagen im Jahr erreichbar ist. Dort bekommen Kunden im Gespräch mit unseren Küchenmeistern schnell und unkompliziert kollegiale Hilfe und Tipps. Mitgliedern im ClubRATIONAL eröff net sich ein breites Spektrum an kostenlosen Dienstleistungen sowie der Zugriff auf Soft ware-Updates. Damit ist sichergestellt, dass die Fortschritte der RATIONAL-Garforschung allen Kunden unmittelbar zugutekommen und nicht erst beim Kauf der nächsten Gerätegeneration.

Im ClubRATIONAL fi ndet man aber auch Kontakt zu Kollegen, teilt Wissen und Erfahrungen und hilft sich von Koch zu Koch. Nicht zuletzt präsentieren wir im ClubRATIONAL Videos, die Grundlagen und wichtige Kniff e für das Kochen mit unseren Geräten vermitteln. Eine umfangreiche Rezeptdatenbank und die Möglichkeit, eigene Lieblingsrezepte zu veröff entlichen, runden das Serviceangebot ab. Mittlerweile haben bereits 40.000 Mitglieder weltweit die Vorzüge des ClubRATIONAL für sich entdeckt.

Einen anderen Weg der Wissensvermittlung beschreitet die Academy RATIONAL. Dort kochen Kunden nach dem Kauf zusammen mit RATIONAL-Küchenmeistern ihre Menüs und erfahren hautnah, wie sie im Alltag aus dem SelfCookingCenter® whiteffi ciency® den größtmöglichen Nutzen ziehen. Die Seminarteilnahme ist natürlich kostenlos.

Unsere Geräte sind aufgrund ihrer hohen Qualität auf Langlebigkeit und Zuver lässigkeit ausgelegt. Sollten trotzdem einmal Probleme auft reten, bieten wir über ein dichtes Netz von qualifi zierten Servicepartnern rasche Hilfe. Die Unterstützung reicht von der technischen Hotline bis hin zum Wochenend-Notdienst mit jederzeit gesicherter Ersatzteilversorgung. Kompetenz und Verantwortung im Sinne des höchstmöglichen Kundennutzens werden auch hier großgeschrieben.

Der ClubRATIONAL hat inzwischen rund 40.000 Mitglieder weltweit.

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Unserer Ansicht nach ist RATIONAL in Sachen Küchenausstattung auf dem Markt unschlagbar. Das SelfCooking-Center whitefficiency ist unglaublich benutzerfreundlich. Man drückt auf einen Knopf, stellt das Essen hinein, und sobald es fertig ist, klingelt es. Das ist Effizienz!

Didier Lailheugue, Küchenchef InterContinental Buckhead, Atlanta, USA

Für uns ist nur das Beste gut genug - nicht nur was die Zutaten betrifft, sondern auch was die Qualität der Zubereitung angeht. RAT IONAL ist das Beste, die unbestrittene Nummer eins.

Mohamed Osman, Geschäftsführer Fait Maison, London, Großbritannien Für unsere Küche ist RAT IONAL ein absolutes Muss. Mit nur einem Knopfdruck werden all unsere Ansprüche an hohe Qualität erfüllt.

Matias Martinez, Chefkoch Banyan Tree, Macau, China

Im GarenLive-Seminar habe ich gelernt, was mit dem Self-CookingCenter whitefficiency alles möglich ist, und mir wurde klar, dass es die perfekte Lösung für meinen Backshop darstellt.

Nadia Suryakanth, Inhaberin CUPnCAKE Factory, Gurgaon, Indien

Dank dem SelfCooking-Center haben wir mehr Zeit, um neue Menüs zu kreieren und unseren Gästen neue Überraschungen zu bieten.

Alex Atala, Chefkoch Restaurant DOM, São Paolo, Brasilien

Höchstmöglicher Kundennutzen als ganzheitliches Versprechen

Unser Anspruch ist es, uns im "Dienst am Kunden" von niemandem überbieten zu lassen. Jeder Kontakt eines Kunden mit RATIONAL muss daher ein positives Erlebnis sein.

Wir wollen unseren Kunden in jeder Phase der Geschäft sbeziehung dauerhaft erlebbaren Nutzen bieten. Sei es beim Einsatz der Geräte im täglichen Küchenalltag, bei der Beratung vor oder nach dem Kauf, beim technischen Kundendienst durch unsere zertifi zierten Servicepartner oder bei der Nutzung unserer zahlreichen kostenlosen Dienstleistungen.

Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass nur mehr Kundennutzen zu langfristigem Erfolg führt.

Als Konsequenz aus unserem täglichen Streben nach mehr und mehr Kundennutzen ist RATIONAL seit vielen Jahren unangefochten die stärkste Marke in der Profi küche überhaupt. Auch in diesem Jahr führen wir die Reihe der Markenchampions an, und dies selbst vor sehr bekannten Consumer-Marken wie Knorr oder Maggi.

Die Richtigkeit der Ausrichtung unseres gesamten Unternehmens auf den höchstmöglichen Kundennutzen hat sich in den letzten 40 Jahren bestätigt. 84 % unserer Kunden weltweit sind sogenannte "Apostel". Sie sind nicht nur zufrieden, sondern so begeistert, dass sie unsere Geräte jederzeit an Kollegen weiterempfehlen und selbst natürlich auch sofort wieder kaufen würden.

RATIONAL – Der Unternehmensfi lm Folgen Sie dem QR-Code oder dem Link www.rational-online.com/de/company zu unserem Film über RATIONAL.

Das neue SelfCookingCenter whitefficiency ist noch besser als sein Vorgängermodell. Qualität und Gleichmäßigkeit sind einfach unschlagbar.

Michael Bissert, Küchenleiter Edeka Stenger, Aschaffenburg, Deutschland

Durchschnitt liche Jahresrendite für RAT IONAL-Aktionäre seit dem Börsengang (inkl. Dividenden)

Seit dem Börsengang im März 2000 hat sich der Kurs der RAT IONAL-Aktie mehr als verneunfacht (+848 %). RAT IONAL-Aktionäre der ersten Stunde können sich somit über durchschnitt liche jährliche Kursgewinne von 19 % freuen. Unter Berücksichtigung der ausgeschütteten Dividenden beträgt die Jahresdurchschnittsrendite 23 %.

RATIONAL-Aktie erreicht neues Allzeithoch

Die Finanzmärkte waren im abgelaufenen Geschäft sjahr sehr stark durch die weiter anhaltende Verunsicherung aufgrund der internationalen Schuldenkrise geprägt. Dennoch entwickelten sich die Aktienmärkte weltweit insgesamt sehr positiv. Maßgeblichen Anteil daran hatten die Staaten und Notenbanken, die mit ihren Rettungspaketen und einer lockeren Geldpolitik zu einem Anstieg der weltweiten Geldmenge beitrugen. So standen vor den Veränderungsraten der internationalen Aktienindizes im vergangenen Börsenjahr ausschließlich positive Vorzeichen.

Auch die RATIONAL-Aktie hat sich im Jahr 2012 sehr erfreulich entwickelt und konnte am 21. Dezember 2012 ein neues Allzeithoch von 221,70 Euro markieren. Der Jahresendkurs 2012 lag bei 218,00 Euro. Dies entspricht einem Kursplus von 30 % im Vergleich zum Jahresendkurs 2011 (168,20 Euro). Für die RATIONAL-Aktionäre errechnet sich für das Jahr 2012 zusammen mit der ausbezahlten Dividende von 5,50 Euro je Aktie eine Gesamtrendite von +33 %. Damit hat unsere Aktie sich ähnlich entwickelt wie die relevanten Vergleichsindizes DAX 30 (+29 %) und MDAX (+34 %). Die Marktkapitalisierung der RATIONAL AG lag zum Jahresende 2012 bei rund 2,5 Mrd. Euro.

Langfristiger Kursverlauf spiegelt die nachhaltige Unternehmensentwicklung wider

Der deutliche Kursanstieg seit dem Börsengang im Jahr 2000 ist Ausdruck der langfristigen, nachhaltigen Unter-

nehmensausrichtung und der guten Entwicklung der letzten Jahre. Die im Verhältnis zu den Vergleichsindizes traditionell hohe Bewertung – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis – off enbart zugleich das große Vertrauen der Aktionäre in unser Unternehmen und dessen Fähigkeit, den erfolgreichen Wachstumskurs auch in Zukunft fortzusetzen.

Seit dem Börsengang im März 2000 hat sich der Kurs inzwischen mehr als verneunfacht (+848 %). Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Kurssteigerung von 19 %. Zudem wurden seit Beginn der Börsennotierung 40,05 Euro Dividenden je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. Investoren der ersten Stunde erreichen somit eine Gesamtrendite von rund 23 % pro Jahr.

RATIONAL seit vier Jahren im MDAX

Die RATIONAL-Aktie ist seit dem Börsengang im "Prime Stan dard" gelistet und wird an allen deutschen Börsenplätzen gehandelt. Nachdem wir zunächst im SDAX gelistet waren, sind wir seit nun rund vier Jahren im MDAX notiert und konnten uns auch in diesem Jahr innerhalb des Index behaupten.

Gemessen an der Marktkapitalisierung des Streubesitzes lag die Aktie innerhalb des MDAX zum Jahresende auf Platz 41 (Vj. 40), beim Handelsvolumen wurde Rang 58 (Vj. 53) erreicht. Das tagesdurchschnittliche Handelsvolumen über alle Börsenplätze lag im Jahr 2012 bei 6.085 Stück (Vj. 9.479 Stück). Die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterstützt als Designated Sponsor die Handelbarkeit.

Kursverlauf der RATIONAL-Aktie seit dem Börsengang

Ergebnis/Dividende je Aktie seit dem Börsengang

Ergebnis je Aktie deutlich über Vorjahr

Mit 8,20 Euro Gewinn je Aktie konnten wir im Jahr 2012 den Vorjahreswert von 6,93 Euro deutlich übertreff en. Grund hierfür sind das gute Umsatzwachstum des abgelaufenen Geschäft sjahres und die hohe Ertragskraft des Unternehmens. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 11.370.000. Verwässerungseff ekte gab es nicht.

5,70 Euro Dividende vorgeschlagen

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, für das Geschäft sjahr 2012 eine Dividende von 5,70 Euro je Aktie auszuschütten. Insgesamt sind 64,8 Mio. Euro für die Ausschüttung vorgesehen. Die Dividendenrendite beträgt 2,6 % (bezogen auf den Schlusskurs 2012).

Kennzahlen der RATIONAL-Aktie

2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Grundkapital 1) (in Mio. EUR) 11,37 11,37 11,37 11,37 11,37 11,37 11,37 11,37 11,37 11,37
Anzahl Aktien1) (in Mio. Stück) 11,37 11,37 11,37 11,37 11,37 11, 37 11,37 11,37 11,37 11,37
Höchstkurs2) (in EUR) 221,70 193,90 170,75 118,39 142,80 161,24 167,38 109,89 64,10 44,46
Tiefstkurs2) (in EUR) 166,15 134,65 103,75 54,82 66,68 112,64 98,67 62,39 39,87 22,92
Jahresendkurs2) (in EUR) 218,00 168,20 161,89 115,99 82,61 137,54 138,61 109,89 63,28 41,25
Marktkapitalisierung1) (in Mio. EUR) 2.478,7 1.912,4 1.840,7 1.318,8 939,3 1.563,8 1.576,0 1.249,4 719,5 469,0
Free-Float-Marktkapitalisierung1), 2)
(in Mio. EUR)
722,9 546,7 524,5 374,8 266,9 445,9 439,0 348,3 199,3 129,9
Durchschnittl. Handelsvolumen2)
(in Stück)
6.085 9.479 7.994 10.962 18.176 14.425 11.109 6.853 4.234 3.714
Dividende je Aktie für das
Geschäft sjahr 5) (in EUR)
5,70 5,50 9,00 3,50 1,00 4,50 3,75 3,00 5,00 1,85
Gesamtausschüttung 5) (in Mio. EUR) 64,8 62,5 102,3 39,8 11,4 51,2 42,6 34,1 56,9 21,0
Dividendenrendite4) 2,6 % 3,3 % 5,6 % 3,0 % 1,2 % 3,3 % 2,7 % 2,7 % 7,9 % 4,5 %
Jahresperformance ohne Dividende 29,6 % 3,9 % 39,6 % 40,4 % –39,9 % –0,8 % 26,1 % 73,7 % 53,4 % 51,3 %
Jahresperformance inkl. Dividende 32,9 % 9,5 % 42,6 % 41,6 % –36,7 % 1,9 % 28,9 % 81,6 % 57,9 % 56,0 %
Beta-Faktor (1 Jahr) zum 31.12.3) 0,84 0,38 0,67 0,75 0,63 0,77 1,25 0,52 0,21 0,22
Umsatz je Aktie (in EUR) 38,26 34,45 30,79 27,65 30,17 29,60 24,95 21,67 19,51 16,41
Kurs-Umsatz-Verhältnis1) 5,7 4,9 5,3 4,2 2,7 4,6 5,6 5,1 3,2 2,5
Ergebnis je Aktie (in EUR) 8,20 6,93 7,02 5,92 5,42 5,38 4,55 3,73 2,98 2,36
Kurs-Gewinn-Verhältnis1) 26,6 24,3 23,1 19,6 15,2 25,6 30,5 29,5 21,2 17,5
Cashflow je Aktie (in EUR) 9,80 5,96 7,64 7,32 6,24 5,37 4,32 2,88 3,45 2,62
Kurs-Cashflow-Verhältnis 1) 22,2 28,2 21,2 15,9 13,2 25,6 32,1 38,1 18,4 15,7

1) Zum Bilanzstichtag

2) Gesamter deutscher Aktienmarkt

3) Zum MDAX-Performance-Index

4) In Relation zum Jahresendkurs des Vorjahres

5) Ausschüttung jeweils im Folgejahr, 2012 vorbehaltlich der Genehmigung der Hauptversammlung

Quellen: HSBC, Bloomberg, RATIONAL

Stabile Aktionärsstruktur

Die Altaktionäre des Unternehmens hielten mit ihren Familien zum Bilanzstichtag 70,8 % des Aktienkapitals. Im Streubesitz befi nden sich 29,2 %. Es existieren keine aktiven Aktienoptionsprogramme bzw. Wandelanleihen, durch die der Aktienanteil verwässert werden könnte.

Aktionärsstruktur

Stand: 31. Dezember 2012

Aktuelle Analystenkommentare auf der RATIONAL-Unternehmenswebsite

Derzeit veröff entlichen 14 Institute detaillierte Analysen zur RATIONAL AG. Alle Aktienanalysten sind von der hohen Qualität und der außerordentlichen Ertragskraft des Unternehmens überzeugt. Die Mehrzahl der Analysten empfi ehlt, die Aktie zu halten.

Kapitalmarktkommunikation

Gerade in bewegten Börsenzeiten ist der Informationsbedarf an den Kapitalmärkten besonders hoch. Wir entsprachen dieser Nachfrage und dem eigenen Anspruch einer jederzeit off enen und transparenten Finanzkommunikation sowohl gegenüber professionellen Investoren als auch Privatanlegern.

Im Jahr 2012 war das Management an 25 Tagen auf Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen im In- und Ausland vertreten. Im Rahmen der Veröff entlichung der Jahreszahlen wurde die Öff entlichkeit in einer Bilanzpressekonferenz und einer Analystenkonferenz informiert. Für Fragen von professionellen Investoren und privaten Aktionären stehen die Mitarbeiter aus dem Bereich Investor Relations, aber auch der Vorstand jederzeit zur Verfügung.

Basisdaten der RATIONAL-Aktie

ISIN (International
Security Identifi cation
Number)
DE0007010803
WKN (Wertpapier
kennnummer)
701 080
Börsenkürzel RAA
Börsenplätze Frankfurt, München, Stuttgart, Düsseldorf,
Berlin, Hamburg/Hannover
Marktsegment Regulierter Markt
Transparenzlevel Prime Standard
Zugehörigkeit zu
Indizes
MDAX, CDAX, Classic All Share, DAX
Inter national Mid 100, DAXglobal Sarasin
Sustain ability Germany Index, DAXplus Ex
port Strategy, DAXPLUS FAMILY 30, DAXPLUS
FAMILY, DAXsector All Industrial, DAXsector
Industrial, DAXsubsector All Industrial Pro
ducts & Services, DAXsubsector Industrial
Products & Services, MIDCAP MKT,
Prime All Share (Deutsche Börse), BayX30
(Münchner Börse)
Ende des
Geschäft sjahres 31.12.
Rechnungslegungsart IFRS
Beginn der
Börsennotierung
03.03.2000
Designated Sponsor HSBC Trinkaus & Burkhardt AG

Stand: 31. Dezember 2012

Die Einschätzungen mit Anlageempfehlung fi nden interessierte Anleger stets aktuell unter www.rational-online.com im Bereich Investor Relations in der Rubrik Analysteneinschätzungen.

Bericht zur Corporate Governance

Entsprechenserklärung

Am 15. Mai 2012 wurde eine neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet und am 15. Juni 2012 im Bundesanzeiger veröff entlicht. Den Empfehlungen und Anregungen des Kodex folgt die RATIONAL AG weitgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2013 abgegeben werden. Diese ist im Geschäft sbericht 2012 und auf der RATIONAL-Website www.rational-online.com im Bereich Investor Relations veröff entlicht.

Aktionäre und Hauptversammlung

An der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 in Augsburg haben rund 500 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 88,14 %. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit durch die Hauptversammlung angenommen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der RATIONAL-Website erläutert.

Vorstand

Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäft sjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Günter Blaschke (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich), Reinhard Banasch (Vorstand Vertrieb und Marketing) und Dr. Peter Stadelmann (Vorstand Personal), üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht weiterhin aus drei Mitgliedern. Mit Wirkung zum 15. Mai 2012 wurde Herr Dr. Hans Maerz vom Aufsichtsrat als weiterer Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Siegfried Meisters gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung bestimmt. Herr Dr. Maerz ist seit 1. September 2011 Mitglied des Aufsichtsrats. Herr Walter Kurtz ist nach wie vor ebenfalls Stellvertreter des Vorsitzenden.

§ 8 der Satzung der RATIONAL AG gewährt Herrn Meister und Herrn Kurtz ein gemeinsames Entsendungsrecht. Solange Herr Meister und Herr Kurtz Aktionäre der RATIONAL AG sind, haben sie für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines Aufsichtsratsmitglieds das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds zu entsenden.

Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifi kation Wert gelegt. Weitere Eigenschaft en wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung deshalb ohne Bedeutung.

Aufgrund der geringen Anzahl der Mitglieder verzichtet der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die über zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Interessenkonflikte sind im Geschäft sjahr nicht aufgetreten.

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SMAX-Performance-Index (ab 1. Januar 2004 ersetzt durch den SDAX-Performance-Index) geknüpft . In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperrund Ausübungsfristen durch Barabfi ndung bedient wurden.

Compliance

Gesetzestreues, integres und verantwortungsbewusstes Verhalten ist die Grundlage für Sicherheit, Solidität und Zukunft serfolg eines Unternehmens. Um die konzernweite Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei RATIONAL im abgelaufenen Geschäft sjahr mit dem Aufb au einer Compliance-Organisation begonnen.

Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten im Berichts zeitraum bildeten dabei die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG (Code of Conduct), die in Form der Verhaltensregeln im Geschäft sverkehr zusammengeführt und unternehmensweit kommuniziert wurden. Darüber hinaus wurden die Verhaltensgrundsätze für einzelne Unternehmens prozesse in entsprechenden Richtlinien konkretisiert.

Die Entwicklung der Compliance-Organisation wird durch die Einführung weiterer Elemente auch 2013 fortgesetzt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung hat am 16. Mai 2012 die Pricewater houseCoopers AG Wirtschaft sprüfungsgesellschaft , München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäft sjahr 2012 gewählt. Der Prüfungsauft rag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaft sprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäft lichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt.

Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.

Bei einem eventuellen Auft reten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaft sprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Entsprechenserklärung der RATIONAL Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft , Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG:

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2012 mit den dort genannten und begründeten Ausnahmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der alten Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen. Am 15. Juni 2012 wurde die neue Fassung des Kodex vom 15. Mai 2012 im Bundesanzeiger veröff entlicht. Seit dem 15. Juni 2012 hat die RATIONAL Aktiengesellschaft den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit den folgenden Ausnahmen entsprochen und beabsichtigt, den Empfehlungen des Kodex zukünft ig mit den nachfolgend genannten Ausnahmen zu entsprechen:

Ziff ern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziff er 4.2.4: "Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fi xen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung off en gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäft sjahres geändert worden sind. Die Off enlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat."

Ziff er 4.2.5: "Die Off enlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert." Die Hauptversammlung der RATIONAL Aktiengesellschaft hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde

für fünf Jahre gefasst. Im Übrigen entspricht die RATIONAL Aktiengesellschaft den Ziff ern 4.2.4 und 4.2.5 dieses Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünft ig zu entsprechen.

Ziff er 5.1.2 Satz 2 des Kodex:

"Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichts rat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben."

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtsbezogenen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung der Positionen von Vorstandsmitgliedern legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifi kation. Weitere Eigenschaft en wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung deshalb ohne Bedeutung.

Ziff er 5.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

Der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL Aktiengesellschaft nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat aus nur drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.

Ziff er 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:

Ziff er 5.4.1 Abs. 2: "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifi schen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen."

Ziff er 5.4.1 Abs. 3: "Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröff entlicht werden."

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft hat sich am Unternehmensinteresse auszurichten und muss die eff ektive Überwachung und Beratung des Vorstands gewährleisten. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden daher ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaft en wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Dementsprechend wird der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziff er 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröff entlichen.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Landsberg am Lech, im Februar 2013

RATIONAL Aktiengesellschaft

Siegfried Meister Dr. Günter Blaschke für den Aufsichtsrat für den Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäft sjahr 2012 konnte RATIONAL seinen langjährigen Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Dabei stand vor dem Hintergrund der unsicheren weltweiten konjunkturellen Entwicklung im Berichtsjahr vor allem die Stabilität des Unternehmens im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben haben wir 2012 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schrift lich als auch mündlich. Der Vorstand berichtete auch außerhalb der Sitzungen über wichtige Geschäft svorfälle. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, Preisentwicklungen und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäft slage, wesentliche Geschäft svorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäft sordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürft igen Geschäft e wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich 2012 und im bisherigen Verlauf 2013 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Technologie und Produktentwicklung, Ausbau der Vertriebsund Marketingorganisation, das Risikomanagement und die weltweite Personalentwicklung.

Intensive Arbeit im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist 2012 zu 13 Sitzungen zusammengetreten. Im Jahr 2013 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2013 eine weitere Sitzung stattgefun den. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch

schrift lich und fernmündlich beraten und kamen zu 15 weiteren Beratungen zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäft sjahres die Effi zienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe, sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.

Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG aus nur drei Mitgliedern besteht, wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäft sjahr 2012 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauft rags sind im Berichtsjahr 2012 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäft sverlaufs, der wirtschaft lichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:

  • › die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag
  • › die Struktur des Planungsprozesses
  • › die Unternehmensplanung für das Geschäft sjahr 2013
  • › die Erschließungsstrategie für die neuen Märkte Indien und Mexiko
  • › die Schwerpunkte in der Produktentwicklung
  • › die Gründung der RATIONAL Montage GmbH
  • › die Erweiterung des Vorstandes um ein eigenes Ressort Personal und Personalentwicklung

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Feb ruar 2013 waren neben der Prüfung und Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses insbesondere die der Hauptversammlung 2013 zu unterbreitenden Beschlussvorlagen ein zentrales Thema.

Für die Abschlussprüfung 2013 wird die Pricewaterhouse-Coopers AG Wirtschaft sprüfungsgesellschaft , München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Im Rahmen unserer Tätigkeit 2013 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2013 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Änderungen im Vorstand

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Qualität unserer Mitarbeiter weltweit. Das Thema Personalentwicklung hat daher in unserem Unternehmen einen ganz besonders hohen Stellenwert. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2012 hat der Auf sichtsrat daher Herrn Dr. Peter Stadelmann als weiteres Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Dr. Stadelmann ist für die Bereiche Personalentwicklung und Personalmanagement verantwortlich.

Corporate Governance

Innerhalb des Aufsichtsrats der RATIONAL AG kam es 2012 zu keinen Veränderungen, er besteht weiterhin aus drei Mitgliedern. In seiner Sitzung am 15. Mai 2012 wurde Herr Dr. Maerz zum weiteren Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Herr Dr. Maerz ist bereits seit 1. September 2011 Mitglied des Aufsichtsrats. Herr Walter Kurtz ist nach wie vor ebenfalls Stellvertreter des Vorsitzenden.

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit den neuen Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 15. Juni 2012 befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate Governance Bericht Rechenschaft für das Jahr 2012 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen folgt die RATIONAL AG weitgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2013 abgegeben werden, über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. Januar 2013 beschlossen. Die Entsprechenserklärung ist im Geschäft sbericht 2012 und auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations veröff entlicht.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 gewählt, hat die Pricewaterhouse-Coopers AG Wirtschaft sprüfungsgesellschaft , München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäft sjahr 2012 geprüft . Der Prüfungsauft rag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu infor mieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäft sjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 und der Lagebericht der Gesellschaft , der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschrift en. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsrats sitzung am 27. Februar 2013 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die für 2012 festgelegten Prüfungsschwerpunkte, und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünft e zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der

Erläuterungen des Abschlussprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Be ratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In der Sitzung vom 27. Februar 2013 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2012 mit Lagebericht für das Geschäft sjahr 2012 in seiner testier ten Fassung vom 15. Februar 2013 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 und den Konzernlagebericht für das Geschäft sjahr 2012 in seiner testierten Fassung vom 15. Februar 2013. Der Jahresabschluss 2012 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft . Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft en die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten, der Finanzlage der Gesellschaft und der Erwartungen der Aktionäre stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 153,8 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 5,70 Euro je Aktie oder insgesamt 64,8 Mio. Euro ausgeschüttet und der Rest auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Management für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen es auch 2012 gelungen ist, bestehende und neue Kunden vom Nutzen und Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns weltweit bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

Landsberg am Lech, 7. März 2013

Siegfried Meister Vorsitzender des Aufsichtsrats

Lagebericht des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2012

Inhalt

  • 42 Das Unternehmen RATIONAL
  • 49 Wirtschaft liche Rahmenbedingungen
  • 51 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 57 Nichtfi nanzielle Leistungsindikatoren
  • 60 Vergütungsbericht
  • 60 Übernahmerechtliche Angaben zu § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
  • 61 Risiko- und Chancenbericht
  • 66 Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
  • 67 Nachtragsbericht
  • 67 Prognosebericht

Konzernlagebericht

Das Unternehmen RATIONAL

Weltmarktführer in der thermischen Speisenzubereitung

Das 1973 gegründete Unternehmen ist heute unangefochtener weltweiter Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung. Mit rund 1.300 Mitarbeitern in 28 Gesellschaft en, davon über 700 in Deutschland, vermarkten wir unsere Produkte in allen Regionen der Welt. Hauptgesellschaft des Konzerns ist die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) mit Firmensitz in Landsberg am Lech.

Zwei operative Segmente

Die RATIONAL-Gruppe ist in zwei operative Segmente gegliedert, RATIONAL und FRIMA. Diese werden jeweils als Unternehmen im Unternehmen gesteuert. Die internen Berichtsstrukturen bilden diese Gliederung ab.

RATIONAL

Das Segment RATIONAL konzentriert sich auf Produkte, die Wärmeenergie durch Heißluft , Dampf oder die Kombination aus beidem übertragen. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Vertrieb des SelfCookingCenter® whiteffi ciency® und des CombiMaster® Plus erzielt. Die Produkte werden ausschließlich am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaft en, Vertriebsniederlassungen und Partner vermarktet.

FRIMA

Das Segment FRIMA erzielt den Großteil der Umsatzerlöse durch den Verkauf des VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®, welches in Wittenheim (Frankreich) produziert wird. Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit. Bis 2011 wurde das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® ausschließlich in Europa angeboten. Seit Mitte 2012 sind wir über Partner auch in einzelnen Überseemärkten, z. B. Australien und Korea, aktiv.

der RATIONAL AG Geschäft ssegment
Deutschland
LechMetall GmbH Landsberg
am Lech
Deutschland RATIONAL
RATIONAL
Komponenten GmbH
Landsberg
am Lech
Deutschland RATIONAL
RATIONAL Technical Landsberg
Services GmbH am Lech Deutschland RATIONAL
RATIONAL Dienstleis Landsberg
tungsgesellschaft mbH am Lech Deutschland RATIONAL
RATIONAL Montage Landsberg
GmbH am Lech Deutschland RATIONAL
RATIONAL Großküchen Landsberg
technik GmbH am Lech Deutschland RATIONAL
FRIMA Frankfurt
Deutschland GmbH am Main Deutschland FRIMA
Europa
RATIONAL UK Ltd. Luton Großbritannien RATIONAL
FRIMA UK Ltd. London Großbritannien FRIMA
FRIMA RATIONAL
France SAS Wittenheim Frankreich RATIONAL
FRIMA - T SAS Wittenheim Frankreich FRIMA
FRIMA France SAS Wittenheim Frankreich FRIMA
RATIONAL Italia s.r.l. Mestre Italien RATIONAL
RATIONAL Ibérica
Cooking Systems, S.L.
Barcelona Spanien RATIONAL
RATIONAL
Austria GmbH Salzburg Österreich RATIONAL
RATIONAL
International AG Balgach Schweiz RATIONAL
RATIONAL Schweiz AG Balgach Schweiz RATIONAL
FRIMA International AG Balgach Schweiz FRIMA
RATIONAL
Polen Sp. z o.o. Warschau Polen RATIONAL
RATIONAL
Scandinavia AB Malmö Schweden RATIONAL
RATIONAL RUS OOO Moskau Russland RATIONAL
Amerika
RATIONAL USA, Inc. Schaumburg USA RATIONAL
RATIONAL Canada Inc. Mississauga Kanada RATIONAL
RATIONAL Mexico S.A.
DE C.V. Mexico City Mexiko RATIONAL
RATIONAL Brasil
Comércio E Distribuição
De Sistemas
De Cocção Ltda. São Paulo Brasilien RATIONAL
Asien
RATIONAL
Japan Co., Ltd. Tokio Japan RATIONAL
RATIONAL Trading
(Shanghai) Co., Ltd. Shanghai China RATIONAL

Produkte und Märkte

RATIONAL-Produkte setzen Weltstandards

Wir sind der weltweite Markt- und Technologieführer für innovative Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung. Unser oberstes Unternehmensziel lautet:

" Wir bieten den Menschen, die in den Profi küchen der Welt Speisen thermisch zubereiten, den höchstmöglichen Nutzen."

Damit wir diesem Anspruch gerecht werden, konzentrieren wir alle Ressourcen auf unsere Kernkompetenz, die Übertragung von Wärmeenergie auf Lebensmittel aller Art. Wir schaff en so die beste Voraussetzung, den Wettbewerbsvorsprung zu halten bzw. weiter auszubauen. Die Attraktivität unserer Produkte und Dienstleistungen steigt kontinuierlich. Dies drückt sich letztlich in den nachhaltig wachsenden Absatz- und Umsatzzahlen aus. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und der mit großem Abstand führende Weltmarktanteil von über 50 % bestätigen sowohl die Wirksamkeit als auch die Richtigkeit unserer strategischen Unternehmensausrichtung.

Weltmarktanteil

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal sind unsere intelligenten Garprozesse, die perfekte, jederzeit wiederholbare Garergebnisse ermöglichen. Entsprechend dem ausgewählten Wunschergebnis des Küchenchefs – beispielsweise dem äußeren Bräunungsgrad und der Garstufe (z. B. rosa oder durch) eines Bratens – ermittelt die eingebaute Kochintelligenz selbstständig den optimalen Garverlauf, sodass das Wunschergebnis ohne Aufsicht punktgenau erreicht wird. Der Koch wird benachrichtigt, sobald der Garprozess beendet ist oder er selbst aktiv werden muss. Darüber hinaus sind die Produkte äußerst flexibel in der Nutzung. Intelligente Mischbeschickungen erlauben es, verschiedene Speisen gleichzeitig zu garen. Dies erhöht die Auslastung der Geräte und führt zu noch besserer Effi zienz.

Unsere Produkte sind in der Lage, praktisch alle Kochprozesse abzubilden. Sie können grillen, dämpfen, gratinieren, backen, gären, braten, schmoren, simmern, dünsten, pochieren, blanchieren, niedertemperaturgaren, frittieren und noch vieles mehr. Zusammen decken unsere Geräte die gesamte Bandbreite und Vielfalt der thermischen Speisenzubereitung ab und setzen weltweit technologische Standards. Sie ersetzen nahezu alle traditionellen Gargeräte in einer Profi küche.

Unsere Produkte sind zudem einfach zu reinigen. Sie befreien dadurch die Mitarbeiter in den Profi küchen der Welt von der sonst erforderlichen unliebsamen Aufgabe, die hartnäckigen Kochrückstände zu beseitigen. Das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® erkennt automatisch den Verschmutzungszustand des Garraums und den Verkalkungsgrad des Dampfgenerators. Es schlägt die zu verwendende Reinigungsstufe und die Menge von Reiniger und Klarspüler vor. Die Reinigung erfolgt dann automatisch – auf Wunsch auch über Nacht. Beim VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® gibt es aufgrund der eingebauten Kochintelligenz kein Anbrennen oder Anhaft en, sodass es sich sehr einfach mit der eingebauten Handbrause reinigen lässt und sofort wieder einsatzbereit ist. Dies spart Arbeitszeit, Energie, Reiniger und Wasser, schont die Umwelt und stellt den jederzeitigen, zuverlässigen Betrieb der Geräte sicher.

Das SelfCookingCenter® whitefficiency® und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® entlasten von Routinearbeiten. Gleichzeitig bieten sie ihren Anwendern eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten und verbessern die Speisenqualität. Unsere Geräte zeichnen sich durch sehr kurze Amortisations zeiten aus. Aufgrund von Einsparungen bei Rohwareneinsatz, Wasser, Raum, Personal und Energie amortisiert sich der Kaufpreis abhängig von der Anzahl der zubereiteten Essen bereits nach wenigen Monaten.

Das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® und der CombiMaster® Plus sind als Gas- und Elektroausführung in jeweils sechs verschiedenen Größen, das VarioCooking-Center MULTIFICIENCY® als Elektroausführung in drei verschiedenen Größen erhältlich. Wir bieten damit jeder Kundengruppe, je nach Anzahl der Essen, das richtige Gerät in der passenden Größe.

Zur optimalen Nutzung der Leistungsfähigkeit aller Gerätetypen off erieren wir unseren Kunden intelligentes Zubehör, welches selbst spezielle Anwendungen möglich macht.

Weltweite Kundenakzeptanz

Das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® ist der neue Weltstandard

1976 hat der RATIONAL-Combi-Dämpfer von Landsberg aus den Siegeszug durch Deutschland und Europa und später in alle Welt angetreten und ist inzwischen aus den Profi küchen der Welt nicht mehr wegzudenken. Rund 100 Anbieter von Combi-Dämpfern gibt es weltweit, wovon jedoch nur eine Hand voll eine internationale Bedeutung haben. Weltweit sind aktuell rund 800.000 Combi-Dämpfer im Einsatz, da von ist jeder zweite von RATIONAL. Damit sind wir unangefochtener Weltmarktführer.

Die aktuelle Generation, das im September 2011 im Markt eingeführte SelfCookingCenter® whiteffi ciency®, hat sich bereits im ersten Jahr zum neuen Weltstandard entwickelt. Die überlegene Effi zienz, die einfache Bedienung, die jederzeit wiederholbare hohe Garqualität – und das alles ohne Preiserhöhung – haben unsere Kunden rundum überzeugt.

Aber auch der ebenfalls im September 2011 eingeführte CombiMaster® Plus, unser Basismodell für einfache Kochanwendungen, überzeugt seine Kunden auf ganzer Linie.

Hohe Akzeptanz des FRIMA VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®

Die Nutzer des FRIMA VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®, welches bis 2011 nur in Europa zum Kauf angeboten wurde, sind begeisterte Botschaft er dieser neuen, komplementären Technologie. Dies beweisen auch die Ergebnisse unserer letzten Kundenbefragung in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. 96 % der Nutzer sagen spontan, dass sie das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® jederzeit wieder kaufen würden. Gründe hierfür sind insbesondere die intelligenten Garprozesse, die multifunktionale Nutzung, die deutlich verkürzten Produktionszeiten, die Möglichkeit des Übernachtgarens, die schnelle und kinderleichte Reinigung und die daraus resultierende sofortige Wiederverwendung.

Seit Mitte 2012 bieten wir das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® auch in einzelnen Überseemärkten an, z. B. in Australien. Dort genießt es bereits hohe Anerkennung, was der Erhalt des hoch angesehenen "Fine Food Award Australia 2012" als bestes neues Küchengerät im australischen Markt unterstreicht. Der "Fine Food Award" prämiert die interessantesten und innovativsten Produktneuheiten und setzt Maßstäbe für Spitzenleistungen. Eine Jury mit Experten aus der Lebensmittelbranche und Gastronomie bewertet unter anderem nach den Kriterien Design, Leistung, Funk tionalität, Innovation, Eff ektivität und Nachhaltigkeit.

Märkte und Kunden

Wir fokussieren uns auf eine klar defi nierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profi küchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Wir sind nicht nur das Unternehmen für Köche, sondern mit 250 Küchenmeistern im Vertrieb, in der Anwendungsforschung und -beratung auch das Unternehmen der Köche. Dadurch kennen wir die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden aus erster Hand und sind so in der Lage, deren Probleme in bester Weise zu lösen.

Freies Weltmarktpotenzial für das SelfCookingCenter ® whitefficiency ®: 91%

Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb ab ca. 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als 2,5 Mio. Profi küchen, Tendenz steigend. Derzeit kochen rund 30 % aller potenziellen Kunden mit Combi-Dämpfer-Technologie von RATIONAL oder von Wettbewerbern, das heißt, 70 % verwenden noch immer traditionelle Kochgeräte. Die Kundenbasis reicht dabei von der Sternegastronomie über Restaurants und Hotels, Gemeinschaft sverpflegung wie

Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Fast-Food-Ketten, Caterern, Supermärkten, Metzgereien und mittlerweile auch Back- und Snackshops.

Über eigene Vertriebsgesellschaft en und -partner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Die Strategie ist dabei, die Marktdurchdringung in jedem Land stetig zu erhöhen.

Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielen wir rund zwei Drittel der Umsatzerlöse, bei noch großem freiem Marktpotenzial. Neue Märkte in Asien und Amerika, wie China, Indien, Brasilien und Mexiko, gewinnen heute zunehmend an Bedeutung.

Strategie

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Das Ziel allen Denkens und Handelns unserer Mitarbeiter ist es, dem Kunden stets den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Dieser Anspruch ist im Leitbild des Unternehmens fest verankert. Jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nutzt.

Finanzielle Kenngrößen wie Wachstum und Gewinn sind dabei keine Ziele, sondern das Ergebnis unserer gelebten Kundennutzenorientierung. Sie werden umso besser, je höher der Kundennutzen ist, den wir bieten.

Kundenorientierter Vertriebsprozess

Wir haben einen sehr speziellen, auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenen Vertriebsprozess. In einer mehrstündigen Produktvorführung, dem RATIONAL GarenLive und dem FRIMA GarenLive, überzeugen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Fachhandel Anwender auf der ganzen Welt vom Mehrnutzen unserer Geräte. Die Bestellung des Gerätes, die Auslieferung und die Installation beim Kunden erfolgen über den Fachhandel, der die lokale Kundennähe weltweit sicherstellt.

Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

In der Fertigung setzen wir auf eine niedrige Fertigungstiefe und kombinieren diese mit langfristigen und zuverlässigen Partnerschaft en auf der Lieferantenseite. Das Ziel ist maximale Flexibilität und beste Qualität zu optimalen Kosten bei hoher Loyalität zu den Lieferanten. Eigene Kapazitäten setzen wir nur dann ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunft sentwicklung unserer Produkte besonders wichtig ist.

In der Montage leben wir das "One-Piece-Flow"-Prinzip. Das heißt, ein Mitarbeiter montiert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Die kleinste wirtschaft liche Losgröße in der Produktion liegt dadurch bei einem Gerät. Wir sind so in der Lage, jeden Kundenwunsch flexibel und kundenauft ragsorientiert bei kürzesten Lieferzeiten zu erfüllen. Falls gewünscht, ist eine Auslieferung schon einen Tag nach der Bestellung möglich. Aufgrund der auft ragsorientierten Produktion sind ein sonst übliches Fertigwarenlager und viele Schnittstellen entlang des Wertschöpfungsprozesses überflüssig. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter in bester Weise und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität täglich an die Anzahl der vorhandenen Auft räge angepasst.

Organisches Wachstum

Das große noch freie Marktpotenzial erschließen wir nachhaltig und effi zient durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebsnetzwerkes, und dies organisch ohne Akquisitionen. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Planung und Steuerung

In einem mehrstufi gen Planungs- und Controllingsystem werden alle weltweiten Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit einem Kennzahlensystem bewertet. Die Ergebnisse werden an die entsprechenden Entscheidungsträger berichtet. Notwendige Anpassungen und Korrekturmaßnahmen erarbeiten wir zeitnah und setzen diese unmittelbar um.

Qualität und Effi zienz sind die zentralen Steuerungsinstrumente. Die Qualität aller Lieferanten und Servicepartner bewerten wir regelmäßig nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung. Die Transparenz gewährleisten wir über klar defi nierte Unternehmensprozesse und die off ene Kommunikation aller Ergebnisse. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Servicepartnern verbessern wir fortlaufend die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen.

In allen Unternehmensprozessen ist kontinuierliche Verbesserung gelebte Praxis. Rund 3.200 Verbesserungsvorschläge wurden allein im Jahr 2012 umgesetzt. Sie sind ein Beleg für die Identifi kation unserer Mitarbeiter mit den außerordentlich hohen Anforderungen des Unternehmens an Qualität, Produktivität und Effi zienz.

Finanzwirtschaft liche Steuerungskennzahlen sind neben der Absatz- und Umsatzentwicklung insbesondere das operative Ergebnis, die Kosten pro Gerät, die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen sowie die Liquidität und die Eigenkapitalquote.

Innovation als Wettbewerbsvorteil

Unsere wettbewerbsüberlegene Technologie ist das Funda ment des wirtschaft lichen Erfolges. Im Jahr 2012 investierten wir allein im Bereich Forschung und Entwicklung 13,6 Mio. Euro (Vj. 14,9 Mio. Euro) in die Weiterentwicklung der Leistungs fähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen.

Die Technologieführerschaft ist das Ergebnis unserer Spezialisierung, des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer hochqualifi zierten Mitarbeiter. Mit über 80 Spezialisten verfügen wir über eines der größten Entwicklungsteams der Branche. Neben Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungs forschung und -entwicklung. So werden wir auch im Bereich Forschung und Entwicklung unserem Anspruch gerecht, das Unternehmen der Köche zu sein.

Um unseren Innovationsprozess noch enger am Kundennutzen auszurichten, haben wir ihn an den einfachen Grundprinzipien des intelligenten Hausbaus orientiert. Der Produktarchitekt trägt die ganzheitliche Verantwortung für ein komplettes Produkt. Er überwacht und koordiniert als Unternehmer im Unternehmen eigenverantwortlich die gesamte Fertigstellung bis hin zur Serienreife und kümmert sich auch danach um Reklamationen. Die Leiter der Kompetenzzentren – z. B. Mechanik, Thermik oder Soft ware – entwickeln permanent neue innovative, kreative und wettbewerbsüberlegene Verfahren und Methoden, die uns für alle Kunden immer attraktiver im Sinne des Kundennutzens machen.

Die zukunft sweisenden Innovationen, beispielsweise bei Garintelligenz, Garqualität, selbsterklärender Bedienung und Ressourceneffi zienz, sind durch über 400 Patente und Patentanmeldungen geschützt.

Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip

Nachhaltiges Wirtschaft en ist fester Bestandteil unserer Geschäft s- und Produktionsprozesse. Dies dient der langfristigen Zukunft ssicherung unseres Unternehmens, gleichzeitig werden wir damit auch unserer gesellschaft lichen Verantwortung gerecht.

Aktiver Umweltschutz

Unschlagbare Ressourceneffi zienz unserer Produkte Wir legen besonderen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und die sparsame Verwendung aller Ressourcen. Ressourceneffi zienz wird bei der Investitionsentscheidung unserer Kunden immer bedeutender und war deshalb bei der Entwicklung der neuen Produktgeneration eines der Schwerpunktthemen. Aus diesem Grund haben wir unseren Geräten auch die Beinamen whiteffi ciency® und MULTIFICIENCY® gegeben.

Der Ansatz ist dabei, aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen zu ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Das beginnt schon bei der Produktentwicklung durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten, geht über die umweltzertifi zierte Produktion und die besonders ressourcenschonende Vertriebslogistik und reicht bis zur Rücknahme der Altgeräte.

Ganz besonders gilt die Ressourceneffi zienz aber beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche. Denn genau hier werden mit unserer Technologie die größten Einsparungen erzielt. Durch den nachhaltig reduzierten Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungschemie wird nicht nur der Geldbeutel unserer Kunden, sondern auch die Umwelt geschont. Dies gilt sowohl im Vergleich zu traditioneller Gartechnologie als auch zu herkömmlichen Combi-Dämpfern.

Zertifi ziertes Umweltmanagementsystem

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen ist es unser Anspruch, ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen.

Wir unterhalten ein nach ISO 14001 zertifi ziertes Umweltmanagementsystem. Ein Komitee mit Mitgliedern aus dem Qualitätsmanagement, der Produktentwicklung sowie dem Gebäude- und Fuhrparkmanagement defi niert, bearbeitet und verabschiedet die Umweltziele des Unternehmens und überwacht deren Einhaltung.

Ziele im Rahmen des Umweltmanagementsystems sind die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, die Schärfung des Bewusstseins der Mitarbeiter in Umweltangelegenheiten, die Optimierung der Umweltleistung aller Geschäft spartner und die Sicherstellung der Abwasserqualität. Für den Ressourcenverbrauch setzen wir uns jährliche Einsparziele für Strom, Kraft stoff , Gas und Wasser.

Auch 2012 haben wir diese Einsparziele beim Ressourcenverbrauch – gemessen am Produktionsvolumen – weitgehend erreicht.

Innovative Gebäudetechnik minimiert Ressourcenverbrauch

Das Montage- und Versandgebäude gewährleistet mit modernster Technik eine nachhaltige Produktion bei geringem Ressourcenverbrauch. So wird durch den Einsatz von Nachtluft -Kältespeichern zur Klimatisierung oder die Minimierung des Einsatzes von künstlichem Licht mittels einer speziellen Gebäudearchitektur und automatisch regulierender Helligkeitssensoren eine höchstmögliche Energie effi zienz erzielt.

Sehr geringe Emissionswerte

Luft emissionen werden durch den Einsatz von Fahrzeugen mit modernster Technik im fi rmeneigenen Fuhrpark und bedarfsgerechte Tourenplanung reduziert. Die Versandlogistik erfolgt durch ISO-14001-zertifi zierte Partnerunternehmen. Dabei streben wir möglichst emissionsarme Transportmethoden an, einschließlich der optimalen Auslastung der Versandkapazitäten und Bündelung der Warenströme.

Nahezu abwasserfreie Produktionsprozesse

Unsere Produktionsprozesse sind beinahe abwasserfrei. Noch anfallendes verunreinigtes Wasser wird durch eine eigene Aufb ereitungsanlage, welche regelmäßig von einem unabhängigen Institut geprüft wird, gesäubert und abgeleitet. Die Unbedenklichkeit der Abwasserqualität wird laufend überprüft und sichergestellt.

Fachgerechtes Recycling

Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recycling- Systemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Zusätzlich entstehen in den Produktionsprozessen geringe Mengen an Gefahrgut. Die Entsorgung erfolgt gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Entsorgungsfachbetrieb. Die Einhaltung der Norm wird jährlich auditiert.

Für Nachhaltigkeit und Ressourceneffi zienz ausgezeichnet

Seit 2011 sind wir Mitglied des Umweltpakts Bayern, einer freiwilligen Allianz von Politik und Wirtschaft . Die teilnehmenden Unternehmen haben das übergeordnete Ziel, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen der heutigen und der künft igen Generationen in Bayern zu verbessern. Im Vordergrund steht dabei die vorausschauende Vermeidung künft iger Umweltbelastungen.

Die herausragende Arbeit im Bereich Umweltmanagement wurde von der Umweltberatungsagentur "Lean and Green" besonders ausgezeichnet. "Lean and Green" ist spezialisiert auf die Beratung der produzierenden Industrie hinsichtlich der systematischen und konsequenten Reduzierung des Energieverbrauchs. Wir erhielten bereits 2010 im Rahmen des sogenannten "Green Assessment" als eines der besten Industrieunternehmen Europas den "Lean and Green"-Award und sind deshalb berechtigt das "Lean and Green"-Siegel zu tragen. Vor allem die Professionalität im Umweltmanagement und die konsequente Implementierung des Themas Energieeffi zienz in allen Unternehmensprozessen wurden dabei als vorbildlich eingestuft .

Auch unsere Produkte wurden aufgrund des geringen Verbrauchs von Energie, Wasser und Reiniger mehrfach ausgezeichnet. Der Erhalt des "Green Excellence Award 2011" und des "Grünen Bands 2012" für Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt bestätigen dies eindrucksvoll.

Mitarbeiter

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Zufriedene Mitarbeiter haben zufriedene Kunden und sichern so den langfristigen Unternehmenserfolg. Ohne hochqualifi ziertes und motiviertes Personal wäre der Erfolg des Unternehmens weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft möglich.

Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Stärken, delegieren in großem Maß Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Das Resultat ist eine hohe Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Gemäß einer Umfrage aus dem Jahr 2012 sind 93 % aller Mitarbeiter stolz bei RATIONAL zu arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. 2012 konnten 31 Mitarbeiter für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt werden. Die Fluktuationsquote beträgt in Deutschland lediglich 5 % und weltweit 10 %. Über 80 % der neu zu besetzenden Führungspositionen konnten 2012 mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden.

Die gruppenweite Zahl der Mitarbeiter ist 2012 von 1.224 auf 1.263 (Stichtag 31. Dezember 2012) gestiegen. Davon waren 749 Personen in Deutschland beschäft igt.

Entwicklung der Mitarbeiteranzahl

Stand: jeweils zum 31. Dezember

Der U.i.U.® ist unsere Zukunft

Ein wichtiger Erfolgsbaustein zur Erhöhung der Motivation und Eigenständigkeit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet wie ein Unternehmer in seinem Bereich. Er beherrscht und erfüllt seine Aufgaben, entwickelt die Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür selbst die Verantwortung. Er lernt aus seinen Fehlern und vermeidet so deren Wiederholung. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten und vertritt seine Meinung.

Zukunft ssicherung durch Ausbildung und Nachwuchsprogramme

Bei der langfristigen Qualifi zierung aller Mitarbeiter legen wir großen Wert auf die Ausbildung im Unternehmen selbst. Die qualifi zierte Berufsausbildung ist ein wichtiger Baustein, der wesentlich zur Zukunft sfähigkeit des Unternehmens beiträgt. Neben der klassischen Berufsausbildung gewinnen auch duale Studiengänge immer mehr an Bedeutung. Zum Jahresende befanden sich 41 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker, Mechatroniker, Fachinformatiker oder Koch. Zusätzlich befanden sich elf Studenten in einem dualen Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaft sinformatik und International Business.

Zudem bieten wir in allen Bereichen des Unternehmens Nachwuchsprogramme für qualifi zierte Hochschulabsolventen an. Sie sind darauf ausgerichtet, junge Menschen auf die Führungsaufgaben von morgen vorzubereiten. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und Vorlieben und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet. Zum 31. Dezember 2012 hatten wir in den verschiedenen Bereichen weltweit 31 Nachwuchskräft e im Einsatz.

Stärken stärken – das Grundprinzip der Personalentwicklung

Unser Ziel ist es, die fachlichen und persönlichen Stärken unserer Mitarbeiter weiterzuentwickeln sowie ein ganzheitliches Verständnis für das gesamte Unternehmen zu vermitteln. Zudem fördern wir den Aufb au interner Netzwerke durch das Lernen in prozessübergreifenden Gruppen.

Im internationalen Förderkreis erhalten potenzielle Führungskräft e einen detaillierten Überblick, wie unser Unternehmen funktioniert. Fachliche Themen wie Controlling, Marketing und Vertrieb, Produktion und Logistik, Qualitätsmanagement sowie Führung und Persönlichkeit sind wichtige Lerninhalte. Besonderes Highlight ist die Projektarbeit zwischen den einzelnen Modulen, in der sich die Teilnehmer in Teams mit strategischen Fragestellungen auseinandersetzen, die Ergebnisse vor dem Vorstand präsentieren und später im Unternehmen umsetzen.

Vergütung und Sozialleistungen

Die überdurchschnittlichen Leistungen unserer Mitarbeiter vergüten wir auch überdurchschnittlich. Wir gewähren, neben der Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld, viele Zusatzund Sozialleistungen, wie z. B. Essensgeld oder Fahrtkostenzuschüsse. Außerdem beteiligen wir unsere Mitarbeiter seit vielen Jahren auf freiwilliger Basis am Unternehmensgewinn.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Sie sind zudem aufgerufen, eine Atmosphäre respektvollen Mitein anders zu schaff en und Diskriminierungen entgegenzutreten. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen sind ausschließlich die Qualifi kation und die Erfahrung der betreff enden Person entscheidend.

Angaben zur Frauenquote im Unternehmen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Mitarbeiter Anteil Frauen
Gesamtbelegschaft 1.263 30 %
Deutschland 749 29 %
Ausland 514 31 %
Mitarbeiter Anteil Frauen
Führungspositionen 190 22 %
Deutschland 83 19 %
Ausland 107 24 %

Stand: 31. Dezember 2012

Gesellschaft liche Verantwortung

Als Partner und Förderer unterstützen wir eine Vielzahl kultureller Projekte in der Region sowie wohltätige und gemeinnützige Organisationen.

RATIONAL unterstützt den ehrenamtlichen Einsatz der beiden ehemaligen Oberärzte des Klinikums Landsberg, Dr. Soeren Gatz und Dr. Michael Pahl, im "Hôpital Protestant de Ndoungue" in Kamerun. Die Ärzte sind dort im Rahmen eines Projektes der Humanitären Hilfe e.V., Landsberg, tätig. Ziel ist es, das über 100 Jahre alte Krankenhaus mit 200 Betten so instand zu setzen, dass es die medizinische Versorgung der armen Region im Südwesten Kameruns wieder aus eigener Kraft bewerkstelligen kann. RATIONAL fi nanzierte mit einer Spende die Anschaff ung eines mobilen Röntgengerätes, das die chirurgische und endoskopische Behandlung nachhaltig verbessert.

Die Unterstützung behinderter Menschen wird besonders durch die intensive Zusammenarbeit mit der Isar-Würm-Lech gGmbH (IWL) und dem Regens-Wagner-Werk Holz hausen geprägt. Diese betreiben Werkstätten für behinderte Menschen, von denen wir verschiedene Vorprodukte und Dienstleistungen beziehen. Ebenso werden Mitarbeiter der IWL im RATIONAL-Serviceteileversand eingesetzt.

RATIONAL ist Partner der Initiative "United Against Waste"

Allein in Deutschland werden rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr weggeworfen. Die dadurch erhöhte Nachfrage nach Lebensmitteln treibt die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe, sodass sich in den Entwicklungsländern ein Großteil der Menschen elementare Dinge wie Weizen oder Mais nicht mehr leisten kann und Hunger leidet.

Um die Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Foodservice-Marktes aktiv zu bekämpfen hat Unilever Food Solutions die Initiative "United Against Waste" ins Leben gerufen. Ziel ist es, herauszufi nden, an welchen Stellen des Prozesses Verschwendung stattfi ndet und wie man diese reduzieren oder ganz vermeiden kann.

Bei RATIONAL haben die Themen Ressourceneffi zienz und Nachhaltigkeit seit Gründung des Unternehmens eine zentrale Bedeutung. Dazu gehört auch, dass weniger Rohwaren zur Speisenzubereitung eingesetzt werden müssen, indem Garverluste minimiert werden. Auch die Fehlbedienung der Geräte ist nahezu unmöglich, sodass die Ausschussquote erheblich reduziert ist. Aus diesem Grund unterstützen wir die Initiative "United Against Waste" aktiv als Partner.

RATIONAL fördert die Ausbildung junger Menschen

Mit einer Spende haben wir 2012 das Stipendienprogramm Studienkompass unterstützt. Studienkompass begleitet Gymnasiasten aus Nicht-Akademikerfamilien von der 11. Klasse an, hilft ihnen beim Übertritt auf eine Hochschule und fördert die Ausbildung der jungen Menschen bis zum zweiten Studien semester. Während dieser Zeit begleiten die Mitarbeiter von Studienkompass – ehrenamtlich oder hauptberuflich – die Schüler und Studenten in Praxisworkshops und als ständiger Ansprechpartner.

Wirtschaft liche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft war im abgelaufenen Geschäft sjahr, insbesondere aufgrund der globalen Schuldenkrise der klassischen Industriestaaten, von allgemeiner Verunsicherung geprägt. Dennoch konnte die Wirtschaft sleistung auch 2012 zulegen. Nach einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,8 % in 2011 war die Steigerungsrate mit 2,9 % zwar rückläufi g, blieb aber dennoch auf gutem Niveau (Quelle: Deutsche Bank, Dezember 2012).

Wachstumsimpulse kamen vor allem aus China (+7,7 %), Indien (+4,6 %) und Russland (+4,0 %). Aber auch in den USA (+2,2 %) und in Japan (+1,6 %) waren die Wachstumsraten solide. Europa – insgesamt betrachtet – rutschte dagegen in eine leichte Rezession. Die Wirtschaft sleistung war um rund 0,5 % rückläufi g. Verantwortlich für diesen Rückgang waren insbesondere die Länder Italien, Spanien, Griechenland und Portugal. Unser Heimatmarkt Deutschland zeigte dementgegen ein Wirtschaft swachstum von 0,8 %.

Auch die Entwicklung der Währungskurse war von Verunsicherung geprägt. Dabei stand der Euro aufgrund der bestehenden Sorgen eines Auseinanderbrechens der Eurozone deutlich unter Druck. Fast alle für uns relevanten Fremdwährungen werteten im Vergleich zum Euro – teilweise sehr deutlich – auf. Erst gegen Mitte des Jahres, als es erste Zeichen einer Einigung über eine Rettung Griechenlands gab, entspannte sich die Lage etwas und die Euro-Notierungen erholten sich. Im Jahresdurchschnitt zeigten der chinesische Yuan (+10 %), der US-Dollar (+8 %), der japanische Yen (+7 %), das britische Pfund (+7 %) und der kanadische Dollar (+7 %) spürbar posi tive Kursausschläge im Vergleich zum Vorjahr. Nur geringe Veränderungen verzeichneten die schwedische Krone (+4 %), der Schweizer Franken (+2 %), der russische Rubel (+2 %) und der polnische Zloty (–1 %). Gegenüber dem Euro merklich an Wert verloren hat im Vorjahresvergleich lediglich der brasilianische Real (–8 %). Per saldo hatten die Veränderungen an den Devisenmärkten einen insgesamt positiven Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation.

Gute Branchenentwicklung – regionale Unterschiede

Die Großküchenbranche entwickelte sich im Jahr 2012 entsprechend den Erwartungen dynamisch und konnte den positiven Trend der letzten beiden Jahre fortsetzen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis ein gewisses Maß an Sicherheit bietet, selbst in Phasen wirtschaft licher Unsicherheit.

Analog zur gesamtwirtschaft lichen Entwicklung waren jedoch auch hier regionale Unterschiede festzustellen. In Asien und Amerika zeigte die Großküchenbranche, beinahe ungetrübt durch die internationale Schuldenkrise, gute Zuwächse. In Europa war die Branchenentwicklung dagegen sehr heterogen. Während Märkte wie Deutschland, die nordeuropäischen Länder oder auch Großbritannien gewachsen sind, war in Südeuropa die Situation deutlich schlechter.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

Wesentliche Ereignisse im Geschäft sjahr 2012

Internationalisierung wird weiter vorangetrieben

Auch im Jahr 2012 konnten wir das internationale Wachstum erfolgreich fortsetzen. Insbesondere die tiefere Durchdringung der großen off enen Marktpotenziale Asiens und Amerikas schritt mit deutlich überdurchschnittlichen Wachstumsraten weiter voran. Um unsere Technologien auch in den aufstrebenden Märkten Mittelamerika und Indien noch schneller zu etablieren, haben wir im abgelaufenen Geschäft sjahr eine eigene Tochtergesellschaft in Mexiko gegründet, in Indien haben wir mit der Gründung begonnen. Mit eigenen Vertriebsmitarbeitern vor Ort sind wir so näher an unseren Kunden, um diese vom großen Nutzen und von der hohen Effi zienz unserer Produkte und Services zu überzeugen.

Internationale, aber auch lokale Kettengastronomie gewinnt in allen Regionen der Welt zunehmend an Bedeutung. Dies umfasst neben Fast-Food-Ketten auch die Handelsgastronomie. Durch den Trend hin zu gesünderer und variantenreicherer Ernährung bieten auch die sogenannten "Quick Service Restaurants" ein immer breiteres Speisenangebot mit anspruchs vollen Garprozessen an. Aufgrund dessen setzt auch diese Kundengruppe bei der Speisenzubereitung verstärkt auf Combi-Dämpfer-Technologie. Um das große Potenzial dieses Marktsegments effi zient zu nutzen, haben wir in allen Teilen des Wertschöpfungsprozesses Positionen geschaff en, die sich speziell um die Belange dieser Zielgruppe kümmern und gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten.

Bau eines neuen Büro- und Schulungsgebäudes in Landsberg

Weltweites Wachstum und der Ausbau der internationalen Vertriebsorganisation erfordern auch die entsprechende Anpassung und Erweiterung der Infrastruktur. Deshalb haben wir im Sommer 2012 mit der Errichtung eines neuen Büround Schulungsgebäudes am Hauptsitz in Landsberg am Lech begonnen.

Auf einer Fläche von 450 Quadratmetern entstehen vier neue, hochmoderne Trainingscenter für Schulungen und praktische Kochanwendungen. Ein automatisches Trennwandsystem ermöglicht zusätzlich Großveranstaltungen mit bis zu 200 Teilnehmern. Damit tragen wir dem Jahr für Jahr wachsenden Schulungsbedarf unserer Kunden Rechnung.

Neuer Personalvorstand

Seit Dezember 2012 verstärkt Herr Dr. Peter Stadelmann unser Vorstandsteam als Vorstand für den Bereich Personalentwicklung und Personalmanagement.

Internationale Preise belegen die hohe Unternehmensqualität

Auch im Jahr 2012 erhielten wir als Unternehmen, aber auch für unsere Produkte zahlreiche internationale Aus zeichnungen. Prämiert wurden dabei Aspekte wie Ressourceneffi zienz, die hervorragende Unternehmens qualität, Markenstärke, Marke tingqualität und Innova tionskraft . Nähere Informationen hierzu werden in der Rubrik "Nichtfi nanzielle Leistungsindikatoren" aufgeführt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die RATIONAL-Gruppe blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäft sjahr 2012 zurück. Trotz des allgemein unsicheren wirtschaft lichen Umfelds konnten wir unsere Wachstumsprognose von 10 % beim Umsatz übertreff en und ein überproportionales Ergebniswachstum ausweisen. Mit Umsatzerlösen von 435 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 123 Mio. Euro erreichten wir neue Bestmarken in der Firmengeschichte. Dabei trugen alle Regionen weltweit zum profi tablen Wachstum bei.

Positive Auft ragsentwicklung

RATIONAL erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen durch den Vertrieb von Geräten zur thermischen Speisenzubereitung (SelfCookingCenter® whiteffi ciency®, CombiMaster® Plus, VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®) sowie durch den nachgelagerten Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Reinigern. Mit 77 % hat der Geräteabsatz den größten Anteil an den Gesamterlösen.

Wir produzieren ausschließlich nach Kundenauft rag. Die Lieferzeiten betragen durchschnittlich ein bis zwei Tage. Dadurch ist unser Auft ragsbestand generell auf relativ niedrigem Niveau und entspricht einer Reichweite von zwei bis drei Wochen. Innerhalb eines Geschäft sjahres gibt es deshalb keine nennenswerten Unterschiede in der Entwicklung von Auft ragseingängen und Umsatzerlösen.

Geschäft sverlauf 2012: 11 % Umsatzwachstum

Mit einem Gesamtumsatz von 435,0 Mio. Euro (Vj. 391,7 Mio. Euro) konnten wir im Vergleich zum Vorjahr um 11 % wachsen und damit unsere Wachstumsprognose von rund 10 % übertreff en. Dabei resultiert die Umsatzsteigerung nahezu komplett aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen. Die Durchschnittspreise blieben im Wesent lichen stabil.

Umsatzentwicklung 2003 bis 2012

Rund ein Drittel der Umsatzerlöse erzielen wir in Fremdwährungen. Dabei sind das britische Pfund (10 % Umsatzanteil), der US-Dollar (9 %), der japanische Yen (5 %) und die schwedische Krone (3 %) die bedeutendsten Währungen außerhalb des Euro. Die schwache Entwicklung des Euro im Vergleich zu den für uns relevanten Fremdwährungen hat unsere Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäft sjahr insgesamt positiv beeinflusst. Rund 2 Prozentpunkte des Wachstums sind daher auf Währungseff ekte zurückzuführen.

Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Geschäft sentwicklung leistete das im September 2011 neu eingeführte SelfCookingCenter® whiteffi ciency®, welches sich in kürzester Zeit als der neue Leistungsstandard in der Profi küche weltweit durchgesetzt hat.

Aber auch das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® überzeugt auf ganzer Linie. Mit einer Umsatzentwicklung von +14 % im Vergleich zum Vorjahr trägt es wesentlich zur Erfolgsgeschichte des Jahres 2012 bei.

Erfreulich ist, dass das Wachstum von allen Regionen der Welt getragen wurde. Insbesondere Amerika (+27 %) und Asien (+26 %) wiesen überdurchschnittliche Wachstumsraten aus. Trotz des unsicheren wirtschaft lichen Umfelds konnten wir auch in Europa (ohne Deutschland) um 6 % wachsen. Unser größter Einzelmarkt Deutschland lag mit einem Umsatzplus von 1 % nur leicht über Vorjahr. Auch die unter "Übrige Welt" zusammengefassten Regionen haben nach einem schwachen ersten Halbjahr aufgrund der guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälft e wieder zum Unternehmenswachstum beigetragen (+6 %).

Umsatz nach Regionen 2012

Dabei konnten wir im Verlauf des abgelaufenen Geschäft sjahres die Umsatzerlöse von Quartal zu Quartal jeweils steigern. In den ersten drei Quartalen sind wir im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Im vierten Quartal lagen die Umsatzerlöse dagegen auf Vorjahresniveau. Die Hauptursache hierfür ist der Basiseff ekt aufgrund des Produktwechsels im September 2011, woraufh in die Umsatzerlöse im vierten Quartal 2011 ungewöhnlich stark angestiegen sind.

Umsatzentwicklung 2012 (nach Quartalen)

Bruttoergebnis um 12 % über Vorjahr

Wir konnten das Bruttoergebnis vom Umsatz leicht überproportional zur Umsatzsteigerung um 12 % auf 261,7 Mio. Euro (Vj. 234,4 Mio. Euro) verbessern. Die Rohertragsmarge lag mit 60 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 60 %).

Deutlich unterproportionale Kostensteigerung

Im Jahr 2012 sind die operativen Kosten für Vertrieb und Service, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung deutlich unterproportional im Vergleich zum Umsatzwachstum gestiegen. Ein wesentlicher Grund hierfür war der Wegfall der Einmalbelastungen des Vorjahres aufgrund des Produktwechsels. Zudem haben wir die Effi zienz in allen Bereichen des Unternehmens weiter gesteigert und dadurch Kosten gesenkt. Insgesamt fi elen operative Kosten in Höhe von 138,2 Mio. Euro an und damit 4 % mehr als im Vorjahr (Vj. 133,1 Mio. Euro).

Die Vertriebs- und Servicekosten legten im Vorjahresvergleich um 5 % auf 105,8 Mio. Euro (Vj. 100,7 Mio. Euro) zu. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen gingen um 9 % auf 13,6 Mio. Euro (Vj. 14,9 Mio. Euro) zurück. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 8 % von 17,5 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro.

Kosten- und Ertragsstruktur

in % vom in % vom
in Mio. EUR 2012 Umsatz 2011 Umsatz
Umsatzerlöse 435,0 391,7
Herstellungskosten 173,3 40 157,3 40
Vertrieb & Service 105,8 24 100,7 26
Forschung & Entwicklung 13,6 3 14,9 4
Allgemeine Verwaltung
& Sonstiges
19,6 5 16,6 4
EBIT 122,7 28 102,2 26

28 % EBIT-Marge

Mit 122,7 Mio. Euro (Vj. 102,2 Mio. Euro) lag das EBIT um 20 % über Vorjahr. Neben den deutlich höheren Umsatzerlösen liegt dies insbesondere an der gesteigerten Effi zienz in allen Unternehmensbereichen.

Mit einer EBIT-Marge von 28 % (Vj. 26 %) sind wir ein außergewöhnlich ertragsstarkes Unternehmen. Die deutliche Verbesserung ist vor allem auf die zum Umsatzwachstum unterproportionale Kostensteigerung zurückzuführen.

Die Steuerquote lag 2012 im Konzern bei 24 % (Vj. 23 %). Der absolute Steueraufwand belief sich auf 29,1 Mio. Euro (Vj. 23,7 Mio. Euro).

Der Jahresüberschuss in Höhe von 93,3 Mio. Euro übertraf das Vorjahr (Vj. 78,7 Mio. Euro) deutlich um 18 %. Die Nettomarge betrug 21 % (Vj. 20 %).

Rendite auf das eingesetzte Kapital auf hohem Niveau

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) erreichte erneut ein hohes Niveau. 2012 lag der ROIC bei 38 % (Vj. 33 %) und überstieg damit den zugrunde gelegten Kapitalkostensatz von 9 % um 29 Prozentpunkte. Daraus resultierte ein positiver Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts von 72,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalrendite lag bei 42 % (Vj. 36 %).

Segmentbericht

RATIONAL

Das Segment RATIONAL konnte im abgelaufenen Geschäft sjahr die Umsatzerlöse um 11 % auf 412,6 Mio. Euro (Vj. 372,5 Mio. Euro) steigern. Das EBIT erreichte 119,4 Mio. Euro (Vj. 99,7 Mio. Euro) und lag damit um 20 % über Vorjahr. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von 29 % (Vj. 27 %).

FRIMA

Das Segment FRIMA erzielte eine Steigerung der Umsatzerlöse um 14 % auf 25,7 Mio. Euro (Vj. 22,6 Mio. Euro). Gemessen an der Gruppenentwicklung in Europa (+6 %), wo FRIMA nahezu seine gesamten Umsätze erlöst, ist das Wachstum überdurchschnittlich. Das EBIT stieg um 19 % auf 3,0 Mio. Euro (Vj. 2,6 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erreichte 12 % und lag damit auf Vorjahresniveau (Vj. 11 %).

Segmente

EBIT-Marge 29 % 12 %
Umsatzwachstum +11 % +14 %
Segmentergebnis +119,4 +3,0
Segmentumsätze 412,6 25,7
in Mio. EUR RATIONAL FRIMA
2012

2011

in Mio. EUR RATIONAL FRIMA
Segmentumsätze 372,5 22,6
Segmentergebnis +99,7 +2,6
EBIT-Marge 27 % 11 %

Finanzlage

RATIONAL konnte im Jahr 2012 die hohe Finanzkraft des Unternehmens erhalten und sogar noch stärken. Die hohe Liquiditätsquote von 51 % (Vj. 43 %) zum Bilanzstichtag unterstreicht unsere Unabhängigkeit von Banken und dem Kapitalmarkt.

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Die Finanzstrategie von RATIONAL ist, die hohe Finanzkraft des Unternehmens zu erhalten und die fi nanzielle Unabhängigkeit auch weiterhin sicherzustellen, Risiken zu minimieren sowie die optimale Verwendung der Finanzmittel zu gewährleisten. Das Finanzmanagement umfasst dabei schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Banken und dem Kapitalmarkt. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, vor allem auch in wirtschaft lich schwierigen Zeiten. Wir sind dadurch in der Lage unser Wachstum aus eigenen Mitteln zu fi nanzieren und haben jederzeit eine Liquiditätsreserve für unerwartete gesamtwirtschaft liche Entwicklungen.

Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Deshalb legen wir ausschließlich in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit einem Spitzen-Rating an.

Hohe Liquidität schütten wir nach einem Beschluss durch die Hauptversammlung an unsere Aktionäre aus. In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich über 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausbezahlt.

Operativer Cashflow deutlich gesteigert

Aufgrund unseres wenig kapitalintensiven Geschäft smodells mit sehr geringer Fertigungstiefe und dem effi zienten Forderungsmanagement ist der operative Cashflow regelmäßig auf sehr hohem Niveau.

Im abgelaufenen Geschäft sjahr erreichte der operative Cashflow 111,4 Mio. Euro und lag damit um 43,7 Mio. Euro oder 65 % über Vorjahr (67,7 Mio. Euro). Die Hauptursachen dafür waren das gestiegene Ergebnis (+20,0 Mio. Euro), niedrigere Ertragsteuerzahlungen im Jahr 2012 (–7,1 Mio. Euro) und der Abbau des Working Capitals (–3,6 Mio. Euro, Vj. +15,2 Mio. Euro).

Operativer Cashflow 2003 bis 2012

Der Free Cashflow, bestehend aus dem operativen Cashflow abzüglich der Investitionen ins Anlagevermögen (9,4 Mio. Euro), erreichte im abgelaufenen Geschäft sjahr 102,0 Mio. Euro (Vj. 62,0 Mio. Euro) und übertraf damit den Vorjahreswert deutlich.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reflektiert die Dividendenausschüttung an unsere Aktionäre, Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von Darlehen sowie Tilgungs- und Zinszahlungen für unsere Bankdarlehen. Im Berichtsjahr haben wir für das Geschäft sjahr 2011 Dividenden in Höhe von insgesamt 62,5 Mio. Euro an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Für Investitionen in Immobilien und Maschinen haben wir Darlehen in Höhe von 8,2 Mio. Euro aufgenommen. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf –57 Mio. Euro (Vj. –106,0 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von –38,0 Mio. Euro enthält unter anderem die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögens werte. Diese lagen im abgelaufenen Geschäft sjahr bei 9,4 Mio. Euro und damit 3,7 Mio. Euro über Vorjahr (Vj. 5,7 Mio. Euro). Darin enthalten sind Erweiterungs investi tionen in Höhe von 4,9 Mio. Euro für ein erwor benes Grundstück, den Neubau eines Büro- und Schulungs gebäudes in Landsberg und die Modernisierung und Erweiterung unseres Maschinenparks in der Komponentenfabrik. Daneben haben wir im abgelaufenen Jahr rund 30 Mio. Euro zusätzlich in Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten angelegt.

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 45,6 Mio. Euro auf 166,4 Mio. Euro (Vj. 120,8 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 51 % der Bilanzsumme (Vj. 43 %).

Darin enthalten ist ein Betrag von 2,7 Mio. Euro aus der Aufnahme eines Darlehens zur Finanzierung des neuen Büround Schulungsgebäudes. Dies betrifft Liquidität, die anhand des Baufortschritts noch nicht ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung zugeführt wurde und vertragsgemäß auf einem an die fi nanzierende Bank verpfändeten Konto geführt wird.

Zudem verfügen wir über freie Kreditlinien in Höhe von 27,5 Mio. Euro (Vj. 32,0 Mio. Euro).

5,70 Euro Dividende vorgeschlagen

Die Prognosen für die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2013 sind stabil. Dennoch bleiben die Unsicherheiten infolge der internationalen Schuldenkrise weiterhin unverändert bestehen. Aufsichtsrat und Vorstand haben daher beschlossen, der Hauptversammlung für 2012 eine Dividende von 5,70 Euro pro Aktie (Vj. 5,50 Euro) vorzuschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,6 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2012). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 64,8 Mio. Euro geplant.

Selbst nach der Dividendenausschüttung bleibt die Liquiditätsausstattung des Unternehmens auf hohem Niveau. So sind wir gut gewappnet, alle möglichen Probleme zu meistern, die sich aus der Schuldenkrise noch ergeben könnten.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaft en fi ndet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Aus diesen erwarten wir in den nächsten fünf Jahren Zahlungen in Höhe von 8,5 Mio. Euro (Vj. 9,9 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente daher keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen fi nanzieren wir grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen. Dementsprechend sind die größte Position in den langfristigen Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 22,5 Mio. Euro (Vj. 17,2 Mio. Euro). Diese dienen der Finanzierung des 2008 fertig gestellten Montage- und Versandgebäudes, des neuen Büro- und Schulungsgebäudes sowie von Fertigungsanlagen der Komponentenfabrik. Der Großteil der Darlehenssumme hat eine Laufzeit bis 2022 und eine Zinsbindung bis 2017.

Die Neubaufi nanzierungen über 6,9 Mio. Euro wurden bereits in voller Höhe abgerufen und sind durch Grundschuld abgesichert. Die Maschinenfi nanzierung zur Erweiterung und Modernisierung der Fertigungsanlagen in der Komponentenfabrik in Höhe von 1,3 Mio. Euro ist nicht besichert.

Vermögenslage

RATIONAL verfügt über eine sehr solide Bilanzstruktur. Mit einer Eigenkapitalquote von 73 % und einem Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte von über 80 % gewährleistet diese jederzeit höchste Sicherheit und Flexibilität.

Solide Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2012 um 15 % von 283,2 Mio. Euro auf 326,2 Mio. Euro angestiegen. Dies resultiert maßgeblich daraus, dass einem Konzernergebnis von 93,3 Mio. Euro eine Dividendenausschüttung von 62,5 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital deutlich um 15 % auf 237,4 Mio. Euro (Vj. 206,9 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 73 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 73 %).

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich 2012 aufgrund der Neuinvestitionen in Immobilien und Maschinen um 3,1 Mio. Euro erhöht.

Auch die kurzfristigen Vermögenswerte sind im abgelaufenen Geschäft sjahr um 39,9 Mio. Euro gewachsen. Hier war vor allem die gesteigerte Liquidität (+45,6 Mio. Euro) der wesentliche Treiber. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum Bilanzstichtag 81 % (Vj. 79 %) und ist damit leicht gestiegen.

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir ständig. So konnte die durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO – Days Sales Outstanding) 2012 auf 49 Tage (Vj. 50 Tage) reduziert und der Anteil der überfälligen Forderungen mit durchschnittlich 6 % (Vj. 6 %) stabil gehalten werden. 2012 wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Durch ein weltweites Warenkreditversicherungsprogramm sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaft en wurde – unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung – eine durchschnittliche Deckungsquote des Forderungsbestandes von 86 % (Vj. 84 %) erreicht.

Bilanzpositionen 2012

in %
29 29 32 28 34 36 29 25 27 27
71 71 68 72 66 64 71 75 73 73
2003 2004 2006 2005 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Eigenkapitalquote Fremdkapitalquote

Eigenkapitalquote/Fremdkapitalquote

Investitionsanalyse

Im abgelaufenen Geschäft sjahr haben wir weiter in das Wachstum des Unternehmens investiert. Dabei haben wir Investitionen von 9,4 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt (Vj. 5,7 Mio. Euro). Darin sind die Neuinvestitionen in Immobilien und in den Maschinenpark der Komponentenfabrik enthalten.

Darüber hinaus haben wir auch im abgelaufenen Geschäft sjahr wieder in die Weiterentwicklung unserer innovativen Technologien zur Sicherung unserer Produktführerschaft sowie in den Ausbau unserer internationalen Vertriebs-, Marketing- und Serviceorganisation investiert. Diese Zukunft sinvestitionen sind unmittelbar aufwandswirksam in den Kosten für Forschung und Entwicklung (13,6 Mio. Euro) sowie für Vertrieb und Service (105,8 Mio. Euro) enthalten und werden nicht aktiviert.

Working Capital

RATIONAL verfügt über ein sehr eff ektives Working-Capital-Management. Mit Hilfe eines effi zienten Forderungsmanagements gelingt es uns, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stets auf niedrigem Niveau zu halten. Durch die auft ragsbezogene Fertigung in Verbindung mit dem Kanban-System im Produktionsprozess sind zudem Fertig- und Zwischenwarenlager nur sehr begrenzt erforderlich. Bei der Begleichung von Lieferantenrechnungen nutzen wir unsere Zahlungsziele unter Einbeziehung der Vorteile aus der optimalen Nutzung von Skonti.

Im abgelaufenen Geschäft sjahr ist das Working Capital um 3,6 Mio. Euro zurückgegangen. Hauptursache dafür sind die um 5,7 Mio. Euro niedrigeren Forderungen aus Lieferungen. Diese waren aufgrund der Produkteinführung und der dadurch stark angestiegenen Umsatzerlöse im vierten Quartal 2011 zum Bilanzstichtag des Vorjahres außerordentlich hoch. Zum Jahresende betrug das Working Capital 69,8 Mio. Euro (Vj. 73,4 Mio. Euro) oder 16 % vom Umsatz (Vj. 19 %).

Working Capital 2003 bis 2012

Nachhaltig hohe Ertragskraft und fi nanzielle Stabilität

RATIONAL ist außerordentlich ertragsstark

Jährlich bewertet die deutsche Wirtschaft szeitung "Handelsblatt" in ihrem Firmencheck die im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Unternehmen nach verschiedenen fi nanzwirtschaft lichen Kennzahlen.

In der Kategorie Ertragsstärke belegten wir mit 800 von 1.000 möglichen Punkten den dritten Platz und damit einmal mehr eine Spitzenplatzierung. Die Bewertungskriterien sind die Eigenkapitalquote, der Return on Investment (ROI), das Cashflow/Umsatz-Verhältnis und das Cashflow/ Gesamtkapital-Verhältnis.

Handelsblatt Firmencheck 2012 – Ertragsstärke

Quelle: Handelsblatt

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit einer sehr guten Bonitätsnote von AA bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Rating-Agentur.

Gute Aktienkursentwicklung

Entsprechend dem positiven Geschäft sverlauf entwickelte sich auch unser Aktienkurs im abgelaufenen Geschäft sjahr. Mit einem Höchstkurs von 221,70 Euro erreichte die Aktie ein neues Allzeithoch. Der Jahresschlusskurs lag bei 218,00 Euro und übertraf dabei den Schlusskurs des Vorjahres (168,20 Euro) um 30 %.

Beurteilung der wirtschaft lichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie fi nanzwirtschaft lichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Weltweit ist ein hohes freies Marktpotenzial für unsere technologisch führenden Produkte vorhanden. Wir sind heute bereits mit großem Abstand Weltmarktführer und erzielen Spitzenwerte hinsichtlich Markenbekanntheit, Kundenzufriedenheit und Wiederkaufsraten.

Mit der guten Liquiditätsausstattung, fortlaufender Liquiditätsgenerierung und einer intakten Ertragsentwicklung bei gleichzeitig hoher Eigenkapitalausstattung ist das Unternehmen auch für die Zukunft bestens aufgestellt. Zusätzlich haben wir bewiesen, dass wir uns selbst in Krisenzeiten schnell und hochflexibel an unerwartete Situationen anpassen können.

Nichtfi nanzielle Leistungsindikatoren

Ständige Optimierung aller Unternehmensprozesse

Die Verbesserung der gesamten Unternehmensqualität ist eine fortlaufende zentrale Aufgabe aller Mitarbeiter. Unser Unternehmen ist ganzheitlich nach Prozessen organisiert. Die Prozesse sind detailliert beschrieben und über entsprechende Kennzahlen sowohl qualitativ als auch quantitativ messbar.

Das Qualitätsmanagement ist bereichsübergreifend ausgelegt. Der Prozess Strategisches Qualitätsmanagement kümmert sich um die Umsetzung der langfristig orientierten Qualitätsphilosophie des Unternehmens. Ziel ist es, die hohe Qualität unserer Produkte und Unternehmensprozesse zu gewährleisten sowie Qualitätsverbesserungen aktiv einzufordern und umzusetzen.

In regelmäßigen Prozessaudits werden auch alle Lieferanten und Servicepartner einbezogen. In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung.

Damit stellen wir sicher, dass wir unser Versprechen, dem Kunden stets die bestmögliche Technologie und Qualität zum attraktiven Preis zu bieten, jederzeit einhalten können. Durch die ganzheitliche Qualitätsverantwortung aller Mitarbeiter sind wir in der Lage, unsere Produkte und Services nachhaltig zu verbessern.

Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – extern oder auch intern – auft reten, werden sie im Rahmen unseres AQV (Akuter Qualitätsverbesserungsprozess) täglich in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, wirksame Lösungen erarbeitet.

Langfristige Partnerschaft mit Lieferanten

Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind die Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg des Unternehmens besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft und erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft . Anstatt Druck auf die Einkaufspreise auszuüben, arbeiten wir mit unseren Schlüssellieferanten nach dem Prinzip der verlängerten Werkbank in gemeinsamen Reengineering-Projekten an anspruchsvollen Qualitäts-, Produktivitäts- oder Kostensenkungszielen.

Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit sind neben der Lieferantenzertifi zierung jährliche Partnerpläne, ein monatliches Berichtswesen der wichtigsten Kennziff ern und regelmäßige Auditierungen. Das RATIONAL-Lieferantensystem beurteilt diff erenziert die Produktqualität, aber auch die Qualität der Zusammenarbeit. Auf dem jährlichen Lieferantentag werden die besten Lieferanten ausgezeichnet.

Internationale Preise belegen die hohe Unternehmensqualität

Im abgelaufenen Geschäft sjahr haben wir erneut zahlreiche internationale Preise erhalten. Dabei wurden sowohl die hohe Qualität des Unternehmens und unserer Produkte als auch die Marketingqualität ausgezeichnet.

Wir werten dies als Bestätigung dafür, dass es uns auch aus Kundensicht immer besser gelingt, unser oberstes Unternehmensziel zu erfüllen, den Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten.

Best Innovator 2012/2013

Der RATIONAL-Innovationsprozess wurde durch eine hochrangige Expertenjury, bestehend aus Vertretern der renommierten Unternehmensberatung A.T. Kearney, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Wirtschaft sWoche zum Gesamtsieger des europäischen Wettbewerbs "Best Innovator" 2012/2013 gewählt.

Die wichtigsten Bewertungskriterien waren dabei die Verankerung der Innovationskultur in der Unternehmensorganisation, die Innovationsstrategie, die Nachhaltigkeit des Innovationsmanagements und der daraus resultierende Innovationserfolg.

Corporate Excellence Award 2012

Rund 1.700 europäische börsennotierte Unternehmen wurden durch ein Schweizer Beratungsunternehmen in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich und Eichstätt-Ingolstadt analysiert. Das Ergebnis lautet, dass Unternehmen, die eine starke Gründerfamilie im Hintergrund haben, besonders effi zient bei der Nutzung von Ressourcen und Kapital sind. RATIONAL konnte den Titel als "Landesmeister" für Deutschland gewinnen und wurde mit dem "Corporate Excellence Award 2012" geehrt. Neben quantitativen Kennzahlen zu Bilanz, Liquidität, Cashflow und Profi tabilität flossen insbesondere qualitative Kriterien wie ein transparentes und nachhaltiges Geschäft smodell, aber auch die Stabilität und Kontinuität des Managements in die Entscheidung ein.

"Best of Market 2012"

Im Rahmen der internationalen Fachmesse INTERNORGA in Hamburg im März 2012 haben die Fachmagazine GV manager, 24 Stunden Gastlichkeit und FIRST CLASS den Leserpreis "Best of Market 2012" verliehen. Er basiert auf den Ergebnissen einer repräsentativen Marktstudie über das Markt- und Einkaufsverhalten im gesamten Außer-Haus-Markt 2012. RATIONAL wurde von mehr als 2.000 Entscheidern aus Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaft sverpflegung unter 400 Herstellern auf den ersten Platz in der Kategorie Gartechnik gewählt. Die Bewertungskriterien waren das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Produktqualität und der Service.

Die Marke RATIONAL ist der Markenchampion

Eine hohe Bekanntheit und ein positives Image der Unternehmensmarke sind wichtige Erfolgsfaktoren bei der Gewinnung von Kunden, im Werben um qualifi zierte Mitarbeiter und nicht zuletzt in Gesprächen mit Aktionären und Kapitalgebern. Die Marke ist somit das zentrale Fundament für den nachhaltigen wirtschaft lichen Erfolg und für die Zukunft sfähigkeit eines Unternehmens. Dabei werden mit der Marke vor allem die Produkt- und Servicequalität, die Kundenorientierung sowie die Innovationskraft , aber auch die Kompetenz des Unternehmens assoziiert.

Von Juni bis August 2012 hat die auf Markenwert fokussierte Managementberatung Biesalski & Company Köche aus Gastronomie und Betriebsverpflegung in Deutschland zu den in der Profi küche bekannten Marken befragt. Dabei wurden Marken aus den Teilbereichen Küchentechnik, Food und Non-Food in die Analyse mit einbezogen. Mit 117 von 150 möglichen Punkten belegte die Marke RATIONAL selbst vor bekannten Consumer-Marken wie Maggi, Knorr oder Langnese den ersten Platz und erzielte dabei in den drei Bewertungskategorien Markenkompetenz, Markenstärke und Markenerfolg jeweils den Spitzenwert.

Best of 2012: Produktionstechnik und Maschinenbau

Bei der Verleihung des "Industriepreises 2012" erhielten wir in der Kategorie "Produktionstechnik & Maschinenbau" das Prädikat "Best of 2012". Damit gehört RATIONAL zur Spitzengruppe der mehr als 500 teilnehmenden Unternehmen. Prämiert wurden Unternehmen mit einem hohen wirtschaft lichen, gesellschaft lichen, technologischen und ökologischen Nutzen.

Kitchen Innovations Award 2012 in den USA

Für die Innovationen HiDensityControl® und Effi cientLevel-Control® und vor allem für die erheblichen Verbesserungen hinsichtlich Qualität, Produktivität, Service und Nachhaltigkeit bekamen wir im Mai 2012 von der North American Restaurant Association (NRA) den Kitchen InnovationsTM (KI) Award 2012.

"Grünes Band" für Nachhaltigkeit

Im Februar 2012 wurde RATIONAL mit dem "Grünen Band" für Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt in der Kategorie Energie ausgezeichnet. Verliehen wurde das "Grüne Band" anlässlich der Stuttgarter Messe INTERGASTRA für ganzheitliche Konzepte, die neben unternehmerischem Erfolg auch ökologische Belange in den Vordergrund stellen.

Silver Awards für Marketing, Produkt- und Verfahrensinformation

Dass RATIONAL auch in Sachen Marketing zu den Besten zählt, bestätigen zwei Prämierungen des SelfCookingCenter® whiteffi ciency®-Produktfi lms. Im Mai 2012 wurde uns auf dem World-Media-Festival in Hamburg der intermedia-globe Silver Award und auf den 25. Internationalen Wirtschaft sfi lmtagen in Wien der "Grand Prix Victoria" in Silber in der Kategorie "Marketing, Produkt- und Verfahrensinformationen" verliehen. Bewertet wurden neben der künstlerischen Kreativität und der technischen Qualität vor allem die Glaubwürdigkeit und ganz besonders die Zielgruppenansprache.

Enge Kundenbindung nach dem Kauf

Mit dem ClubRATIONAL, der Academy RATIONAL und dem RATIONAL-Portal verfügt das Unternehmen über neue Wege, den Endkunden nach dem Kauf besser und enger zu binden.

Der ClubRATIONAL hat heute bereits rund 40.000 Mitglieder weltweit. Neben vielen kostenlosen Serviceleistungen erhalten die Mitglieder den direkten Zugriff auf die Soft ware-Updates für das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® und nehmen damit unmittelbar an den Fortschritten der RATIONAL-Gar forschung teil. Außerdem wird kompetente Hilfestellung von Koch zu Koch geboten. Eine umfangreiche Rezeptdatenbank und die Möglichkeit, eigene Rezepte zu veröff entlichen, runden das kostenlose Serviceangebot ab.

Die Academy RATIONAL bietet unseren Kunden die Möglichkeit, von der RATIONAL-Kochkompetenz zu profi tieren. Kunden kochen gemeinsam mit unseren Küchenmeistern und lernen so, ihr Gerät optimal einzusetzen und den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.

Mit dem RATIONAL-Portal steht Händlern, Planern, Servicepartnern und dem Vertrieb eine in der Branche einzigartige Webplattform zur Verfügung, mit der wir ihnen umfassende Informationen und Dienstleistungen bieten. Produkt- und Serviceinformationen werden bereitgestellt. Bestellungen für Geräte, Zubehör, Ersatzteile, Merchandising-Artikel und Printmedien sind möglich. Termine von Messen und RATIONAL-GarenLive-Veranstaltungen sind jederzeit abrufbar. Alles unter einem Dach mit intuitiver Bedienung, stets aktuell.

Fortschrittlicher Kundenservice durch Social Media

Auch auf den virtuellen Plattformen Facebook und Twitter ist RATIONAL vertreten. Hier suchen wir den Dialog mit unserer Zielgruppe. Über Facebook und Twitter sind interaktive Gespräche möglich. So erfahren wir Kundenwünsche ohne Umwege und können durch diese schnelle Form der Kommunikation auch unmittelbar darauf reagieren.

Wie schon im ClubRATIONAL fi nden Nutzer auch auf Facebook und Twitter praktische Tipps und Anwenderhilfen, Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen und tagesaktuelle News. Beide Plattformen können dafür genutzt werden, Fragen zu stellen und Anregungen zu kommunizieren.

Durch unser Angebot auf der Videoplattform YouTube können sich Kunden online praktische Tipps und Hinweise für verschiedene Kochanwendungen oder Gerätefunktionen sowie Anregungen für die Speisenzubereitung besorgen. Das Videoformat erleichtert die effi ziente Umsetzung in der eigenen Küche.

In der Expert-App bieten wir unseren Kunden das fundierte Wissen der über 200 RATIONAL-Küchenmeister an. Damit setzen wir neue Akzente in der Kommunikation und geben unser Wissen unkompliziert an die Nutzer unserer Geräte weiter.

Neben handfesten, praxiserprobten Tipps für den konkreten Anwendungsfall werden kreative Rezeptideen angeboten. Darüber hinaus ist die Anmeldung zum kostenlosen RATIONAL GarenLive oder zur Academy RATIONAL möglich. Wer direkt mit RATIONAL Kontakt aufnehmen möchte, hat die Möglichkeit, dies zu tun. Die ChefLine und das Serviceteam sind per E-Mail oder telefonisch erreichbar.

Die positive Resonanz auf diese Angebote und die stetig wachsende Zahl von Nutzern, Lesern, Kundenanfragen, Online-Anmeldungen, Videoklicks, Fans und Followern zeigen, dass wir auch für die zukünft igen Anforderungen bereits bestens aufgestellt sind. Beim TNS Fanpage Award belegte der Facebook-Auft ritt von RATIONAL eine Spitzenplatzierung.

Steigende Bekanntheit im Finanzmarkt

Die Börsennotierung und nicht zuletzt die Mitgliedschaft im MDAX sind ein Beitrag zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens im globalen Finanzmarkt. Der konstruktive Dialog mit externen Analysten und Investoren schafft Vertrauen in unser nachhaltiges Geschäft smodell sowie in unser wirksames Risikomanagement und zeigt die hohe Transparenz unserer Geschäft sprozesse. Analysten und institutionelle Investoren, aber auch Privataktionäre und die Presse werden zeitnah und off en über aktuelle Entwicklungen informiert.

Zweimarkenstrategie

Die Marke RATIONAL besitzt weltweit einen der höchsten Bekanntheitsgrade in der Branche. Aus Kundensicht steht die Marke insbesondere für Innovations- und Marktführerschaft , für höchste Qualität, breites Nutzen- und Anwendungsspektrum, absolute Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und einfachste Bedienung.

Mit der Marke FRIMA, unter der wir das Komplementärprodukt VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® vertreiben, nutzen wir die große Chance, eine weitere internationale und innovative Marke in der Großküchenbranche zu etablieren. Durch den Aufb au dieser zweiten starken Marke wird der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert. Aus unserer Sicht ist ein Unternehmen mit zwei Marken und jeweils einem technologie- und marktführenden innovativen Produkt letztendlich mehr wert als eine Marke mit zwei Produkten.

Vergütungsbericht

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaft en Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaft lichen und fi nanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäft sjahr 2012 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 4,3 Mio. Euro (Vj. 3,7 Mio. Euro). In diesem Betrag war ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vj. 2,0 Mio. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlungen in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro) beliefen.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2012 nicht stattgefunden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröff entlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäft sentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effi zienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäft sjahr 2012 betrug 0,6 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro).

Übernahmerechtliche Angaben zu § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Zum 31. Dezember 2012 betrug das Grundkapital der RATIONAL AG 11.370.000 Euro und ist in 11.370.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 1,00 Euro am gezeichneten Kapital beteiligt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreff en, liegen nicht vor.

Zum 31. Dezember 2012 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.411 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Mai 2009 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert und um ein Entsendungsrecht ergänzt. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: "Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines weggefallenen Aufsichtsratsmitgliedes zu entsenden. Das Entsendungsrecht kann ausgeübt werden, sobald ein Mitglied des Aufsichtsrats, welcher vollständig von der Hauptversammlung bestellt wurde, weggefallen ist. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft , so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schrift liche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäft sverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreff en. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff . AktG fi nden entsprechende Anwendung. 2012 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die letzten Satzungsänderungen erfolgten durch Hauptversammlungsbeschluss am 21. April 2010 und betrafen die Aufh ebung des genehmigten Kapitals der Gesellschaft sowie Anpassungen der Regelungen zur Hauptversammlung, insbesondere der Hinterlegung und Anmeldung, indem die Satzung hier an die neue Gesetzeslage angepasst wurde.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroff en, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

Risiko- und Chancenbericht

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Eine Vielzahl aktueller gesellschaft licher Trends und Entwicklungen weltweit beeinflusst unsere Geschäft sentwicklung. Dies ist neben dem globalen Bevölkerungswachstum auch das zunehmende Wohlstandsniveau in den Emerging Markets. Auch das mehr und mehr an Bedeutung gewinnende Bewusstsein für gesunde und variantenreiche Ernährung ist eine Chance für die Großküchenbranche insgesamt, vor allem aber für unsere hochflexiblen Produkte. Vor dem Hintergrund des noch unerschlossenen weltweiten Marktpotenzials, der technologisch marktführenden Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortzuschreiben.

Es bestehen aber auch Risiken, welche die Erreichung unserer Unternehmensziele gefährden. Neben den materiellen, versicherbaren Risiken sind dies insbesondere die konjunkturelle Entwicklung, politische Entscheidungen, zunehmender Wettbewerb, fi nanzwirtschaft liche Verwerfungen, Produkt- und operative Risiken. Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Das heißt, es geht keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auft reten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele eines oder mehrerer Geschäft sjahre verfehlt werden.

Risikobericht

Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements bei RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist defi niert als die Gefahr, fi nanzielle, operative oder strategische Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifi ziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden müssen. Hierbei sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräft e entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und zukunft sgerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung zu Risiken ist ein angemessenes Meldeverfahren defi niert. Für Risiken, deren Auswirkungen festgelegte Meldegrenzen überschreiten könnten, besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht an die Unternehmensleitung.

In einer jährlichen Risikoanalyse werden externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche erfasst und bewertet. In diesem Rahmen wurde die letzte Risikoinventur im abgelaufenen Geschäft sjahr durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifi ziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Risiken

Politische Krisen und Naturkatastrophen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Naturkatastrophen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroff enen Ländern negativ beeinträchtigen. Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf allen wesentlichen Märkten der Welt anbieten, eröff nen die Chance zum Ausgleich regionaler Schwierigkeiten durch Kompensation in anderen Märkten.

Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z. B. Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Schwellenländern denkbar. Da unser Umsatzanteil hier noch relativ gering ist, betrachten wir dieses Risiko zwar als moderat, aber nicht als existenzgefährdend.

Wettbewerbs- und Branchenrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Fusionen neue Wettbewerber entstehen. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufh olt.

Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategie der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und den möglicherweise daraus entstehenden Schaden stufen wir als gering ein.

Ökonomische Risiken

Das internationale Wirtschaft sumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden und unterliegt damit einem Investitionsentscheidungsprozess.

Die Beobachtung der wirtschaft lichen Entwicklung der wichtigen Märkte erfolgt mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auft retende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaft lichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet.

Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseff ekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als z. B. auf den klassischen Maschinenbau. Wir beurteilen daher den möglicherweise resultierenden Schaden als moderat.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

2012 betrug der Anteil des Gesamtumsatzes in Fremdwährungen 35 % (Vj. 34 %). Da der überwiegende Teil der Herstellungskosten in Euro anfällt, beeinflusst eine Veränderung der Wechselkurse die Ertragslage des Unternehmens. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich dabei negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Im Jahr 2012 haben sich die Eff ekte aus Währungskursentwicklungen insgesamt positiv auf unsere Geschäft sentwicklung ausgewirkt.

Zur Währungssicherung werden gängige Instrumente wie Optionen oder Termingeschäft e eingesetzt. Wir arbeiten hier nur mit erstklassigen Finanzpartnern zusammen. Art und Umfang der Absicherungen werden durch interne Richtlinien vorgegeben, ihre Abwicklung erfolgt zentral in der Muttergesellschaft . Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig vermeiden.

Die Risiken von kurzfristigen Währungsschwankungen für die Zahlungsströme des operativen Geschäft s werden durch die Kurssicherungsgeschäft e reduziert und als gering eingestuft .

Markt- und Forderungsausfallrisiken

Ausfallrisiken bei "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um diese Ausfallrisiken zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung oder über Bankakkreditive abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren – unter Berücksichtigung von im Schadenfall zu tragenden Selbstbehalten – 86 % des Forderungsbestandes durch entsprechende Absicherungen gedeckt. Ein erhebliches Risiko aufgrund von Forderungsausfällen ist damit weitestgehend ausgeschlossen.

Marktrisiken hingegen beziehen sich auf den Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden. Unser Gesamtumsatz verteilt sich auf mehrere Tausend Einzelkunden, die im Wesentlichen im Bereich "Gastronomie-Fachhandel" tätig sind. Besondere Risiken für die zukünft ige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Kunden ergeben sich mithin nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhandelskunden nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.

Der Anteil des Geschäft svolumens mit dem umsatzstärksten Einzelkunden am Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 2,9 % (Vj. 3,0 %). Es handelt sich hierbei um einen langjährigen exklusiven Handelspartner. Die Bonitätsbeur teilung dieses Partners durch unseren Kreditversicherer ist einwandfrei, sodass wir im Hinblick auf die fi nanzielle Stabilität des Kunden keine Risiken für den weiteren kontinuierlichen Geschäft sverlauf erkennen können. Unsere Forderungen gegenüber diesem Kunden waren während des Berichtszeitraumes vollumfänglich kreditversichert.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Ein weiterer wichtiger Schritt war hierbei die Einführung der neuen Produktgenerationen im Jahr 2011. Die unverändert niedrige Garantiekostenquote von 1,3 % (Vj. 1,2 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend.

Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber auch ein Imageschaden für die als hochqualitativ angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte intensiv, bevor diese unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die uneingeschränkte Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifi ziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden – oder auch intern – auft reten, werden diese im Rahmen unserer "Akuten Qualitätsverbesserung" täglich in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet.

Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaft pflichtversicherung ausreichend gedeckt.

Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch extreme Anstrengung, den Fehler und den entstandenen Schaden zu überkompensieren. Wir stufen dieses Risiko daher als gering ein.

Verletzung von Schutzrechten

Wir sind seit vielen Jahren mit Abstand Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Aktuell gibt es keine Verfahren gegen uns aufgrund der Verletzung von Schutzrechten. Wir stufen dieses Risiko als gering ein.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken, welche Änderungen von Gesetzen und Vorschrift en in einem Land oder mehreren Ländern umfassen, werden wegen der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens immer bedeutender. Eine mögliche Auswirkung ist, dass die Einfuhr oder der Absatz unserer Produkte verhindert oder erschwert werden. Dies könnten z. B. Zölle sein, aber auch Sicherheitsvorschrift en, die unsere Geräte nicht erfüllen. Daneben betrifft dies Compliance-Risiken, das heißt den möglichen Verstoß durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze.

Wir kennen die rechtliche Situation in allen für uns wichtigen Märkten und stufen die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten dieser Risiken sowie die daraus resultierenden Auswirkungen als gering ein.

Personalwirtschaft liche Risiken

Unsere qualifi zierten Mitarbeiter und Führungskräft e sind die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hochqualifi zierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Eine hohe Fluktuationsquote würde die Geschäft sentwicklung negativ beeinflussen. Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung sind neben der angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme sowie die unmittelbare Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. Wir sehen dieses Risiko deshalb als gering an.

Rohstoff preise

Als produzierendes Unternehmen sind wir von der Entwicklung der Energie- und Rohstoff preise betroff en. Dies führt zu schwankenden Material- und Produktionskosten.

Auf die Herstellungskosten unserer Produkte wirken sich der Edelstahlgrundpreis und der Nickelpreis unmittelbar aus. Die Rohstoff märkte werden deshalb intensiv beobachtet. Das Preisrisiko beim Edelstahlgrundpreis wird durch entsprechende Verträge mit Lieferanten reduziert. Beim Legierungszuschlag ist dies so nicht möglich. Änderungen des Legierungszuschlags wirken sich daher auf unsere Herstellungskosten aus. Da jedoch der Anteil der variablen Rohstoff kosten an den gesamten Herstellungskosten von untergeordneter Bedeutung ist, stufen wir die resultierenden Auswirkungen auf unsere Ertragslage als gering ein.

Beschaff ungsrisiken

Gemäß unserer Beschaff ungsstrategie arbeiten wir partnerschaft lich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir sind uns dieses Risikos bewusst und beobachten die wirtschaft liche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Daneben wurden im Rahmen der im laufenden Geschäft sjahr durchgeführten Risikoanalyse der Lieferkette unterschiedliche Maßnahmen zur Risikoreduktion beschlossen. Diese sehen unter anderem die regelmäßige Durchführung einer Risikobeurteilung

unserer Schlüssellieferanten und den Aufb au eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten vor. Deshalb bewerten wir die mit dieser Strategie verbundenen Risiken als gering.

IT-Risiken

Risiken können insbesondere durch die immer weitergehende Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Soft ware, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselte E-Mail- und Datentransfers, Firewallsysteme sowie Zugangs- und Zugriff skontrollen und ein speziell geschütztes Rechenzentrum. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Die resultierenden Risiken werden deshalb als gering eingeschätzt.

Versicherbare Risiken

Ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, deckt die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken ab. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroff ener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

Absicherung der Gebäude und Anlagen

Zum Schutz unserer Mitarbeiter, der Gebäude, unserer An lagen und Maschinen haben wir für unsere drei Werke in Landsberg einen hausinternen Werkschutz etabliert. Durch eine 24-stündige Bewachung mit eigenem Personal und durch den Einsatz einer Werkschutzzentrale können wir Sicherheit auf hohem Niveau gewährleisten. Risiken für unsere Mitarbeiter, Gebäude und Anlagen sehen wir als gering an.

Chancenbericht

Unsere nachhaltig erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft wird sowohl durch externe Faktoren und Trends als auch durch die Stärken und Wettbewerbsvorteile unserer Produkte und Unternehmensprozesse unterstützt.

Positive externe Faktoren und Trends

Großes freies Weltmarktpotenzial

Weltweit gibt es rund 2,5 Millionen Profi küchen, in denen unsere Technologie eingesetzt werden kann, Tendenz steigend. Nur rund 30 % dieser Küchen kochen heute bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Nur 9 % aller Küchen haben das SelfCookingCenter® bzw. das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® im Einsatz. Da das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht weltweit noch ein freies Kundenpotenzial von 91 %.

Für das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® besteht dasselbe weltweite Kundenpotenzial. Da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch relativ gering. Somit beträgt hier das noch off ene Kundenpotenzial annähernd 100 % der 2,5 Millionen Profi küchen.

Das große freie Marktpotenzial ermöglicht sowohl uns als auch unseren Wettbewerbern, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.

Wachstum der Weltbevölkerung und des globalen Wohlstands

Durch das zunehmende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Emerging Markets steigt der Wohlstand in diesen Ländern spürbar an. Daraus resultiert die Bildung neuer Mittelschichten. Essen außer Haus wird mit wachsendem Wohlstand und höherem Lebensstandard auch in diesen aufstrebenden Ländern zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten aus.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öff entlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe und insbesondere in der an Bedeutung gewinnenden Systemgastronomie sind Trends hin zu gesünderen und abwechslungsreicheren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Dies stellt eine Absicherung auch in Krisenzeiten dar.

Stärken von RATIONAL

Wettbewerbsüberlegene Produkte

Wir verfügen über ein Portfolio wettbewerbsüberlegener Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® als auch das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® sind technologisch und anwendungsbezogen führend. Und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb. Dies erhöht die Attraktivität der Produkte und Dienstleistungen bei Kunden, die ein multifunktionales Produkt mit besten Leistungseigenschaften, einfachster Bedienung und hoher Flexibilität erwerben wollen.

Ressourceneffi zienz

Die Ressourceneffi zienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profi küche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® whiteffi ciency® und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® reduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Platz, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich. Zudem führt der reduzierte Kontroll- und Reinigungsaufwand zu erheblichen Einsparungen bei der Arbeitszeit.

Weltmarktführerschaft

Unser Weltmarktanteil liegt, bezogen auf den Combi-Dämpfer-Markt, bei über 50 %. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL. Die Vorteile aufgrund der Marktstärke sind vielfältig. Zum einen hat das Unternehmen das weltweit größte Vertriebsteam und kann somit die Botschaft der Produkte effi zient kommunizieren und den Bekanntheitsgrad weiter verbessern. Zudem verfügen wir über eine hohe Innovationskraft , wodurch der technologische Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb gehalten bzw. noch weiter ausgebaut werden kann.

Hohe Kundenzufriedenheit

Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Geräte in der Profi küche angesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit hochqualitativen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind " Apostel", sie sind so zufrieden, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch anderen den Kauf empfehlen.

Erfolgreiche Marktentwicklung

Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufi g die Pionierrolle ein. Daraus resultieren die schnelle Markenbekanntheit und ein deutlicher Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effi ziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.

Unternehmenskultur

Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.

Durch die permanent lernende Organisation nach dem Motto "Von den Besten lernen" und durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Schwächen im Arbeitsbereich jedes einzelnen Mitarbeiters erkannt, beseitigt und damit Verschwendung immer mehr verringert.

Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effi zienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen. Sie erhöht die Motivation und die Identifi zierung des einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

  • › Die bei der Muttergesellschaft und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind in Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
  • › Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.

  • › Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

  • › Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.
  • › Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoft ware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriff e geschützt.
  • › Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifi kationen und werden kontinuierlich weiterqualifi ziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.
  • › Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft .
  • › Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vieraugenprinzip angewendet.
  • › Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Konzern wesentlichen Gesellschaft en durch lokal beauft ragte Wirtschaft sprüfer geprüft oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.
  • › Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaft en durch die interne Revision überprüft . Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effi zienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt.

Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäft svorfälle konzernweit einheitlich und zutreff end erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des RATIONAL-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.

Prognosebericht

Erschließung internationaler Marktpotenziale

Auch 2013 planen wir wieder chancenorientiert in den Ausbau des weltweiten Vertriebs- und Marketingnetzwerks zu investieren. Das Ziel ist dabei insbesondere, die bestehenden Potenziale in den aufstrebenden Märkten dieser Welt zu erschließen. Aber auch in bereits erschlossenen Regionen ergeben sich weitere Wachstumschancen durch noch tiefere Marktdurchdringung und den Austausch von älteren Combi-Dämpfern durch das SelfCookingCenter® whiteffi ciency®.

Erwartete Währungseff ekte für 2013

Durch die positive Entwicklung der für uns relevanten Fremdwährungen haben wir 2012 sowohl bei der Umsatz- als auch der Ergebnisentwicklung profi tiert. Rund zwei Prozentpunkte des Umsatzwachstums resultierten aus positiven Währungseff ekten. Für 2013 erwarten wir nicht, dass sich dieser Trend fortsetzt, sondern gehen von einem neutralen bzw. sogar negativen Währungseinfluss aus.

Kein wesentlicher Ergebniseinfluss aus der Entwicklung der Rohstoff preise

Die Edelstahlpreise setzen sich aus dem Stahl-Basispreis und dem Legierungszuschlag zusammen, der unmittelbar von der Nickelpreisentwicklung abhängt. Die weitere Preisbewegung beider Komponenten hängt maßgeblich von der Entwicklung der Weltkonjunktur ab. Beim Basispreis für Stahl sorgen langfristige Kontrakte für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Der Preis für den Legierungszuschlag liegt aktuell auf einem relativ niedrigen Niveau. Aufgrund der prognostizierten Stabilisierung der Weltkonjunktur gehen wir von stabilen bzw. leicht ansteigenden Rohstoff preisen aus. Wir erwarten keine wesentlichen Auswirkungen der Rohstoff preise auf die Herstellungskosten und somit auf unsere Gewinnsituation.

Zusätzliche Investitionen am Standort Landsberg am Lech

In der jüngeren Vergangenheit wurden umfangreiche Investitionen getätigt, die eine ausgezeichnete Basis für eine zukunft ssichere Fertigung gelegt haben. 2012 haben wir mit der Errichtung eines Büro- und Schulungszentrums in Landsberg begonnen, welches voraussichtlich im April 2013 eröff net wird. 2013 sind weitere Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von rund 10 Mio. Euro geplant. Dies umfasst Erhaltungsinvestitionen und die Fertigstellung des Schulungs- und Bürogebäudes. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt sowohl aus eigenen Mitteln als auch durch die Aufnahme von Fremdkapital.

Operative Cashflows decken laufenden Liquiditätsbedarf

Unser Liquiditätsbedarf bestimmt sich weitgehend aus den laufenden operativen Kosten, dem wachstumsbedingten Aufb au des Working Capitals, den notwendigen Anlageninvestitionen sowie der geplanten Dividendenausschüttung. Auch in Zukunft wird der Liquiditätsbedarf weitgehend aus den operativen Mittelzuflüssen sowie der aktuell verfügbaren Nettoliquidität bestritten.

Mit Zuversicht ins Jahr 2013

Die Konjunkturexperten gehen für 2013 und 2014 von einem insgesamt soliden Wachstum der Weltwirtschaft von über 3 % aus (Quelle: Deutsche Bank, Dezember 2012). Dennoch bleiben die Unsicherheiten, die sich aus der internationalen Schuldenkrise ergeben, trotz vorübergehender Lösungen weiterhin bestehen.

Wir selbst haben alle Voraussetzungen geschaff en, um auch im Jahr 2013 erfolgreich zu sein. Wir verfügen über wettbewerbsüberlegene Produkte, eine hohe Markenbekanntheit verbunden mit einem ausgezeichneten Markenimage, und ein großes freies Weltmarktpotenzial von 2,5 Mio. adressierbaren Profi küchen. Unsere Kunden sind hochzufrieden, unser Geschäft smodell ist nachhaltig erfolgreich und unsere fi nanzwirtschaft lichen Grundlagen sind solide.

Wir gehen daher mit Zuversicht ins neue Jahr und erwarten, auch 2013 und 2014 unseren erfolgreichen Wachstumskurs in einer ähnlichen Bandbreite wie in den Vorjahren, sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT, fortsetzen zu können.

Landsberg am Lech, den 15. Februar 2013

RATIONAL AG Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke Erich Baumgärtner

Vorstandsvorsitzender Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann Reinhard Banasch Vorstand Vorstand Bereich

Dr. Peter Stadelmann Vorstand Bereich Personal

technischer Bereich Vertrieb und Marketing

Konzernabschluss

Inhalt

  • 70 Gesamtergebnisrechnung
  • 71 Bilanz
  • 72 Kapitalflussrechnung
  • 73 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 74 Anhang zum Konzernabschluss
  • 105 Bilanzeid
  • 106 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Gesamtergebnisrechnung RATIONAL-Konzern

für den Zeitraum 1. Januar – 31. Dezember

Angaben in TEUR Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse 1 434.981 391.688
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 2 –173.263 –157.315
Bruttoergebnis vom Umsatz 261.718 234.373
Vertriebs- und Servicekosten 3 –105.793 –100.718
Forschungs- und Entwicklungskosten 4 –13.562 –14.944
Allgemeine Verwaltungskosten 5 –18.815 –17.458
Sonstige betriebliche Erträge 6 5.878 7.433
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 –6.710 –6.521
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 122.716 102.165
Erträge aus Beteiligungen 8 74
Zinsen und ähnliche Erträge 8 816 1.303
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8 –1.107 –1.077
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäft stätigkeit (EBT) 122.425 102.465
Ertragsteuern 9 –29.140 –23.720
Jahresüberschuss 93.285 78.745
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung –272 234
Gesamtergebnis 93.013 78.979
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert/verwässert) 11.370.000 11.370.000
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro,
bezogen auf den Jahresüberschuss und die Anzahl der Aktien
10 8,20 6,93

Bilanz RATIONAL-Konzern

Aktiva

Angaben in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte 61.319 58.237
Immaterielle Vermögenswerte 12, 13 1.532 1.257
Sachanlagen 14 54.629 52.414
Finanzanlagen 15 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 18 355 206
Latente Steuererstattungsansprüche 9 4.803 4.360
Kurzfristige Vermögenswerte 264.873 224.952
Vorräte 16 26.364 24.739
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 65.941 71.685
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 18 6.148 7.760
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate 19 80.000 50.400
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 86.420 70.368
Bilanzsumme 326.192 283.189

Passiva

Angaben in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital 21 237.393 206.915
Gezeichnetes Kapital 11.370 11.370
Kapitalrücklage 28.058 28.058
Gewinnrücklagen 199.559 168.809
Übriges Eigenkapital –1.594 –1.322
Langfristige Schulden 25.453 19.860
Pensionsrückstellungen 22 795 681
Sonstige langfristige Rückstellungen 24 2.187 1.949
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 22.471 17.230
Kurzfristige Schulden 63.346 56.414
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 23 7.772 3.238
Kurzfristige Rückstellungen 24 23.680 19.849
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 2.817 1.766
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 10.468 10.085
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 27 18.609 21.476
Schulden 88.799 76.274
Bilanzsumme 326.192 283.189

Kapitalflussrechnung RATIONAL-Konzern

für den Zeitraum 1. Januar – 31. Dezember

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäft stätigkeit
122.425
102.465
Abschreibungen auf Anlagevermögen
6.762
7.268
Ergebnis aus Anlagenabgängen
–3
17
Nicht realisiertes Fremdwährungsergebnis
–48
160
Wertänderung derivativer Finanzinstrumente
–559
351
Zins- und Beteiligungserträge
–816
–1.377
Zinsaufwendungen
1.107
1.077
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens
128.868
109.961
Veränderungen der
Vorräte
–1.625
–5.392
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Aktiva
5.287
–13.128
Rückstellungen
4.023
1.352
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Passiva
–1.655
5.473
Aus laufender Geschäft stätigkeit erwirtschaft ete Zahlungsmittel
134.898
98.266
Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern
–23.454
–30.549
Cashflow aus operativer Tätigkeit
111.444
67.717
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
–9.367
–5.720
Erlöse Anlagenabgang
100
72
Zahlungsmittelzufluss aus Verschmelzung

81
Erwerb von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate
–80.000
–50.400
Abnahme von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate
50.400
115.900
Erhaltene Zinsen
871
1.421
Erhaltene Dividende

47
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–37.996
61.401
Gezahlte Dividende
–62.535
–102.330
Auszahlungen im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen

–434
Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten
8.196

Tilgung von Bankverbindlichkeiten
–1.904
–2.301
Gezahlte Zinsen
–947
–976
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–57.190
–106.041
Nettozunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
16.258
23.077
Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursveränderungen
–206
54
Veränderung des Finanzmittelbestandes
16.052
23.131
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01.
70.368
47.237
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12.
86.420
70.368
Angaben in TEUR 2012 2011

Eigenkapitalveränderungsrechnung RATIONAL-Konzern

Angaben in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unterschieds
beträge aus
der Währungs
umrechnung
Gesamt
Stand am 01.01.2011 11.370 28.058 192.394 –1.556 230.266
Dividende –102.330 –102.330
Gesamtergebnis 78.745 234 78.979
Stand am 31.12.2011 11.370 28.058 168.809 –1.322 206.915
Dividende –62.535 –62.535
Gesamtergebnis 93.285 –272 93.013
Stand am 31.12.2012 11.370 28.058 199.559 –1.594 237.393

Anhang

Grundlagen

Darstellung und Erläuterung der Geschäft stätigkeit

Die RATIONAL Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz RATIONAL AG) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Iglinger Straße 62, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 2001.

Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden "RATIONAL" sowie "Konzern" genannt) ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profi küchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäft igt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaft en als auch über unabhängige Vertriebspartner.

Die Aktien der seit März 2000 börsennotierten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt im Marktsegment MDAX gehandelt.

Darstellung des Abschlusses

Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro bzw. TEUR). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungsvorschrift en des IAS 1. Die Darstellung für das zum 31. Dezember endende Geschäft sjahr 2012 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten "innerhalb von 12 Monaten" als kurzfristig und "über 12 Monate" als langfristig. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaff ungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Marktwert bewertet werden.

Die Anhangangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, auf Basis der auch dem Management vorliegenden operativen und strategischen Entscheidungsgrundlagen ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die spezifi schen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben

zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten "Grundlagen der Rechnungslegung", "Konsolidierungsmethoden" und "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die Bedeutung von Finanzinstrumenten ist unter dem Punkt "Erläuterungen zu Finanzinstrumenten" dargelegt. Positionsunabhängige Erläuterungen sind im Abschnitt "Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" enthalten.

Die Freigabe des Abschlusses erfolgte am 15. Februar 2013 durch den Vorstand der RATIONAL AG.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäft sjahr 2012 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröff entlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschrift en.

Alle für das Geschäft sjahr 2012 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der folgende geänderte Standard wurde erstmals für das Geschäft sjahr 2012 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet.

Inkraft treten
Änderung IFRS 7 "Finanzinstrumente:
Angaben: Übertragung fi nanzieller
Vermögenswerte" 01.07.2011

› Der überarbeitete IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" erweitert die Angabepflichten im Hinblick auf die Übertragung fi nanzieller Vermögenswerte. Dies führt zu einer höheren Transparenz hinsichtlich der verbleibenden Risiken aus solchen Transaktionen. Die Änderung des Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen waren im Geschäft sjahr 2012 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:

Inkraft treten
Änderung IAS 1 "Darstellung des Abschlus
ses – Darstellung einzelner Posten
des sonstigen Ergebnisses"
01.07.2012
Änderung IAS 19 "Leistungen an
Arbeitnehmer"
01.01.2013
Änderung IFRS 1 "Erstmalige Anwendung
der IFRS: Schwerwiegende
Hochinflation und Beseitigung
fester Anwendungszeitpunkte für
erstmalige Anwender"
01.01.2013
Änderung IAS 12 "Latente Steuern:
Realisierung zugrundeliegender
Vermögenswerte"
01.01.2013
Änderung IFRS 7 "Finanzinstrumente:
Angaben – Saldierung von
fi nanziellen Vermögenswerten und
fi nanziellen Verbindlichkeiten"
01.01.2013
Neu IFRS 13 "Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert"
01.01.2013
Neu IFRIC 20 "Kosten der Abraum
beseitigung während des Abbau
betriebes im Tagebau"
01.01.2013
Änderung IAS 32 "Finanzinstrumente:
Darstellung: Saldierung von
fi nanziellen Vermögenswerten und
fi nanziellen Verbindlichkeiten"
01.01.2014
Änderung IAS 27 "Einzelabschlüsse" 01.01.2014
Änderung IAS 28 "Anteile an assozi
ierten Unternehmen und
Gemeinschaft sunternehmen"
01.01.2014
Neu IFRS 10 "Konzernabschlüsse" 01.01.2014
Neu IFRS 11 "Gemeinschaft liche
Vereinbarungen"
01.01.2014
Neu IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an
anderen Unternehmen"
01.01.2014
  • › Entsprechend der Änderung in IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" erfolgt zukünft ig eine Untergliederung des sonstigen Ergebnisses in Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden und in solche, die im sonstigen Ergebnis verbleiben. Diese Änderung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.
  • › Von den Änderungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" ist die Erfassung und Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen (Defi ned Benefi t Plans) und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefi ts) betroff en. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst werden müssen und das bisherige Wahlrecht zwischen einer Erfassung im Gewinn und Verlust, einer Erfassung im sonstigen Ergebnis oder einer zeitverzögerten Erfassung nach der Korridormethode abgeschafft wurde.

Die vollständige Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand und Plankürzungen in einer Periode sowie die Verzinsung des leistungsorientierten Netto-Vermögens bzw. der Netto-Verbindlichkeit stellen weitere Änderungen dar. Zudem werden deutlich umfangreichere Anhangangaben gefordert. Aus diesen Änderungen werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.

  • › Die Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fester Anwendungszeitpunkte für erstmalige Anwender" enthalten Ausnahmeregelungen für Unternehmen, die nach einer Phase einer schwerwiegenden Hochinflation erstmalig einen IFRS Abschluss aufstellen, sowie die Streichung von fi xierten Daten in IFRS 1 in Bezug auf die Ausbuchungsregelungen des IAS 39 und den erstmaligen Ansatz bestimmter fi nanzieller Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
  • › Die Änderung des IAS 12 "Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte" sieht eine Ausnahmevorschrift für Immobilien, die als Finanzinvestition gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vor. Zukünft ig sind die aktiven und passiven Steuerlatenzen auf solche Immobilien nicht mehr anhand der Verwendungsabsicht, sondern anhand der steuerlichen Konsequenzen eines Verkaufs der Immobilie zu ermitteln, es sei denn die Veräußerungsvermutung ist konkret widerlegbar. Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.
  • › Durch die Änderung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von fi nanziellen Vermögenswerten und fi nanziellen Verbindlichkeiten" sind umfassendere Angaben bei der Saldierung von fi nanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erforderlich. Aus dieser Änderung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.
  • › Mit IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" werden die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts und die entsprechenden Anhangangaben in einem Standard zusammengefasst. Es wird unter anderem der Begriff des beizulegenden Zeitwerts defi niert, eine einheitliche Methode für dessen Ermittlung sowohl für fi nanzielle als auch für nichtfi nanzielle Posten festgelegt und die erforderlichen Anhangangaben zum Teil erheblich erweitert. Abgesehen von den erweiterten Anhangangaben werden keine wesent lichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL erwartet.

  • › IFRIC 20 "Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau" enthält die Erfassung und Bewertung von Kosten der Abraumbeseitigung, die während des Abbaubetriebs im Tagebau entstehen, als Vorräte oder als langfristige Vermögenswerte. Diese Interpretation wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

  • › Die Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Saldierung von fi nanziellen Vermögenswerten und fi nanziellen Verbindlichkeiten" enthalten Anwendungsleitlinien, die das Saldierungsmodell des IAS 32 konkretisieren. Diese Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Mit der Veröff entlichung der folgenden Änderungen und Standards hat der IASB ein umfangreiches Paket zur Verbesserung der Konzernrechnungslegung veröff entlicht:

  • › Durch die Änderungen des IAS 27 "Einzelabschlüsse" enthält dieser zukünft ig nur noch die Vorschrift en, die auf Einzelabschlüsse anzuwenden sind. Die Konsolidierungsleitlinien sind nun in IFRS 10 "Konzernabschlüsse" enthalten. Dementsprechend wurde der Standard von "Konzernund Einzelabschlüsse" in "Einzelabschlüsse" umbenannt. Aus diesen Änderungen ergeben sich voraussichtlich keine Änderungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
  • › Durch die Änderung des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaft sunternehmen" wurde der Anwendungsbereich des IAS 28 auf Gemeinschaft sunternehmen ausgedehnt und dementsprechend wurde die Bezeichnung des Standards abgeändert. Des Weiteren ergeben sich Folgeänderungen, die aus der Einführung von IFRS 10 "Konzernabschlüsse", 11 "Gemeinschaft liche Vereinbarungen" und 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" resultieren. So werden Gemeinschaft sunternehmen künft ig mit der Equity-Methode erfasst, da die Quotenkonsolidierung mit IFRS 11 abgeschafft wurde. Diese Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.
  • › Durch den neuen IFRS 10 "Konzernabschlüsse" werden die bisherigen Konsolidierungsleitlinien im IAS 27 "Konzernund Einzelabschlüsse" sowie SIC-12 "Konsolidierung Zweckgesellschaft en" ersetzt. Der IFRS 10 enthält ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Des Weiteren enthält der Standard Leitlinien, die die Beurteilung hinsichtlich des Vorliegens eines Beherrschungsverhält-

nisses unterstützen. Dieser neue Standard wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

  • › Mit dem IFRS 11 "Gemeinschaft liche Vereinbarungen" werden IAS 31 "Anteile an verbundenen Unternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaft lich geführte Einheiten – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen" ersetzt. In dem neuen Standard wird die Klassifi zierung von gemeinsamen Vereinbarungen in "Gemeinsame Geschäft stätigkeit" (Joint Operation) oder "Gemeinschaft sunternehmen" (Joint Venture) anhand der Rechte und Pflichten der Parteien defi niert. Ferner wird die Quotenkonsolidierung mit der Einführung des IFRS 11 abgeschafft . Aus diesem Standard ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.
  • › Mit dem IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" werden die Anhangangaben sämtlicher Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschaft s- und assoziierten Unternehmen sowie nicht konsolidierten Zweckgesellschaft en in einem Standard zusammengeführt. Hieraus werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.

Folgende geänderte oder neue Standards wurden vom IASB veröff entlicht, aber bisher noch nicht von der EU übernommen und sind deshalb nicht im Konzernabschluss angewendet. Diese Standards, Interpretationen und Änderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Konzern umgesetzt und haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünft ige Konzernabschlüsse der RATIONAL AG:

Inkraft treten
gemäß
Standard
Änderung Improvements to IFRS 2009 – 2011 01.01.2013
Änderung IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der
IFRS: Darlehen der öff entlichen
Hand"
01.01.2013
Änderung IFRS 10 "Konzernabschlüsse",
IFRS 11 "Gemeinschaft liche Verein
barungen", IFRS 12 "Angaben zu
Anteilen an anderen Unterneh
men": Übergangsbestimmungen
01.01.2013
Änderung IFRS 10 "Konzernabschlüsse",
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen
an anderen Unternehmen",
IAS 27 "Einzelabschlüsse":
Investmentgesellschaft en
01.01.2014
Änderung IFRS 7 und IFRS 9 "Finanzinstru
mente: Verpflichtender Anwen
dungszeitpunkt von IFRS 9 und
Angaben zum Übergang"
01.01.2015
Neu IFRS 9 "Finanzinstrumente" 01.01.2015

Das Geschäft sjahr der RATIONAL AG und aller in den Konzern abschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist gemäß IAS 27 der Abschluss stichtag der Muttergesellschaft .

Konsolidierungsmethoden

In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaft en, die unter der direkten oder indirekten Kontrolle der RATIONAL AG stehen, einbezogen. Kontrolle liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäft spolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um daraus einen entsprechenden Nutzen ziehen zu können. In der Regel ist dies der Fall, wenn die RATIONAL AG direkt oder indirekt über mehr als die Hälft e der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt.

Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Dabei werden die Anschaff ungskosten der Beteiligung mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital des erworbenen Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt, unabhängig vom Umfang etwaiger Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital. Anschaff ungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst.

Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert, welcher jährlich oder bei Hinweisen auf eine Wertminderung einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen werden muss. Eine daraus resultierende Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst.

Die Bilanzierung nicht konsolidierter Tochtergesellschaft en erfolgt zu Anschaff ungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Auswirkungen wesentlicher konzerninterner Geschäft svorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 gemäß den Vorgaben des IAS 27 neben der Muttergesellschaft sieben inländische (Vj. sechs) und 20 ausländische (Vj. 19) Tochtergesellschaft en einbezogen. Im November 2012 erfolgte die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Mexiko. Die Eintragung in das Handelsregister sowie die Einzahlung des Stammkapitals in Höhe von 400 Tsd. MXN (rund 24 Tsd. Euro) erfolgte im Januar 2013. Im Geschäft sjahr 2012 war die Tochter wirtschaft lich noch nicht aktiv. Der Konsolidierungskreis setzt sich zum 31. Dezember 2012 wie folgt zusammen:

Name und Sitz der Tochterunternehmen
der RATIONAL AG
% Kapitalanteil/
% Stimmrechte
Deutschland
LechMetall GmbH Landsberg am
Lech
Deutschland 100,0
RATIONAL Landsberg am
Komponenten GmbH Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Technical
Services GmbH
Landsberg am
Lech
Deutschland 100,0
RATIONAL Dienstleis
tungsgesellschaft mbH
Landsberg am
Lech
Deutschland 100,0
RATIONAL Montage
GmbH
Landsberg am
Lech
Deutschland 100,0
RATIONAL Großküchen
technik GmbH
Landsberg am
Lech
Deutschland 100,0
FRIMA
Deutschland GmbH
Frankfurt am Main Deutschland 100,0
Europa
RATIONAL UK Ltd. Luton Großbritannien 100,0
FRIMA UK Ltd. London Großbritannien 100,0
FRIMA RATIONAL
France SAS
Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA - T SAS Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA France SAS Wittenheim Frankreich 100,0
RATIONAL Italia s.r.l. Mestre Italien 100,0
RATIONAL Ibérica
Cooking Systems, S.L.
Barcelona Spanien 100,0
RATIONAL
Austria GmbH
Salzburg Österreich 100,0
RATIONAL
International AG
Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Schweiz AG Balgach Schweiz 100,0
FRIMA International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL
Polen Sp. z o.o.
Warschau Polen 100,0
RATIONAL
Scandinavia AB
Malmö Schweden 100,0
RATIONAL RUS OOO Moskau Russland 100,0

Name und Sitz der Tochterunternehmen der RATIONAL AG

% Kapitalanteil/ % Stimmrechte

Amerika
RATIONAL USA, Inc. Schaumburg USA 100,0
RATIONAL Canada Inc. Mississauga Kanada 100,0
RATIONAL Mexico
S.A. DE C.V.
Mexico City Mexiko 100,0
RATIONAL Brasil
Comércio E Distribuição
De Sistemas
De Cocção Ltda.
Asien
São Paulo Brasilien 99,9
RATIONAL
Japan Co., Ltd. Tokio Japan 100,0
RATIONAL Trading
(Shanghai) Co., Ltd. Shanghai China 100,0

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaft lich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA - T SAS, die TOPINOX SARL, Nantes, Frankreich. Diese ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.

Die inländischen Tochtergesellschaft en LechMetall GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Montage GmbH und RATIONAL Komponenten GmbH nehmen für das Geschäft sjahr 2012 § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die Gesellschaft en verzichten auf die Erstellung eines Anhangs sowie auf die Off enlegung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus nehmen die RATIONAL Großküchentechnik GmbH und die RATIONAL Komponenten

GmbH die Möglichkeit zur Befreiung von der Erstellung eines Lageberichtes gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Fremdwährungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaft en werden die Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs resultieren, werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für den Konzernabschluss werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaft en nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" erfasst.

Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro und deren Entwicklung im Jahresvergleich sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Jahresdurchschnittskurse Stichtagskurse 31.12.
Änderung Änderung
1 Euro entspricht 2012 2011 in % 2012 2011 in %
USD = US-Dollar 1,2927 1,3989 –8 1,3186 1,2932 2
JPY = japanischer Yen 103,50 111,33 –7 113,65 100,07 14
GBP = britisches Pfund 0,8115 0,8712 –7 0,8158 0,8367 –2
CHF = Schweizer Franken 1,2042 1,2320 –2 1,2073 1,2165 –1
CAD = kanadischer Dollar 1,2898 1,3808 –7 1,3118 1,3192 –1
SEK = schwedische Krone 8,6825 9,0160 –4 8,5800 8,9171 –4
PLN = polnischer Zloty 4,1722 4,1422 1 4,0930 4,4580 –8
CNY = chinesischer Yuan 8,1462 9,0240 –10 8,2150 8,1435 1
RUB = russischer Rubel 40,0754 41,0361 –2 40,2487 41,6868 –3
BRL = brasilianischer Real 2,5323 2,3370 8 2,6997 2,4137 12

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Aktivierungsfähige Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 liegen nicht vor.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden gemäß IAS 36 min destens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeit wert abzüglich der Verkaufskosten oder der Nut zungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittel generierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittel generierenden Einheiten, erfolgt eine ergebniswirk same Berücksichtigung der Wertminderung. Historische Wertminderungen des Firmenwertes dürfen nicht rückgängig gemacht werden.

Sachanlagen werden zu Anschaff ungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaft lichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden über einen Zeitraum von 25 bis 36 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäft sausstattung werden über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt vorwiegend linear. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung "pro rata temporis".

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswertes oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes.

Leasing

Gemäß IAS 17 werden Leasingtransaktionen als Operating-Leasing klassifi ziert, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaff ungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäft sgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Die Ermittlung der Anschaff ungskosten der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoff e und Handelswaren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Anschaff ungspreisminderungen wie Boni und Skonti werden bei der Ermittlung der Anschaff ungskosten berücksichtigt. Die Anschaff ungskosten enthalten alle Kosten des Erwerbs sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten alle dem Produktionsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit vom Einzelfall entweder als fi nanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte klassifi ziert.

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden am Erfüllungstag mit ihrem bei zulegenden Zeitwert angesetzt. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden hierbei berücksichtigt. Der Erfüllungstag ist der Tag an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten fi nanziellen Vermögenswerte betreff en Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene fi nanzielle Vermögenswerte eingestuft werden. Sollen fi nanzielle Vermögenswerte bis zu ihrer Endfälligkeit gehalten werden, werden sie nach ihrer erstmaligen Erfassung zu ihren fortgeführten Anschaff ungskosten bilanziert und bei Vorliegen von Wertminderungen wertberichtigt. Kredite und Forderungen werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaff ungskosten unter Anwendung der Eff ektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte werden nicht gehalten. Von der Fair Value Option macht RATIONAL keinen Gebrauch.

Für sämtliche Kategorien von fi nanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert der Wert an den für RATIONAL relevanten Märkten, insbesondere sind dies die für Over-the-Counter-Geschäft e maßgeblichen Konditionen der Banken. Sämtliche zu erfassenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von fi nanziellen Vermögenswerten werden im Periodenergebnis erfasst.

Wertberichtigungen sind zu bilden für Forderungen, die aufgrund objektiver Kriterien, insbesondere bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Mahnaktivitäten und anschließender Übergabe der Forderung an externe Inkasso-Dienstleister, bei beantragten oder laufenden Insolvenzverfahren sowie im Falle gerichtlich angefochtener Forderungen, als zweifelhaft zu betrachten sind und keine Erkenntnisse vorliegen, die eine andere Bewertung rechtfertigen. Erforderliche Wertberichtigungen werden grundsätzlich auf einem Wertberichtigungskonto erfasst.

Ein fi nanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungen aus dem fi nanziellen Vermögenswert erloschen ist oder der fi nanzielle Vermögenswert übertragen wurde und RATIONAL alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Eine Forderung wird auch dann ausgebucht, wenn diese uneinbringlich ist. Die Gewinne und Verluste, die durch die Ausbuchung von fi nanziellen Vermögenswerten entstanden sind, werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Kontrakte werden in die Bewertungskategorie "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft und zum Marktwert bilanziert, da die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 (trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft ) nicht vollständig erfüllt sind. Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag zum Fair Value erfasst und in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen im Marktwert sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen enthalten.

Für die Bilanzierung zum Marktwert werden die stichtagsbezogenen Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der für den betreff enden Stichtag gültigen Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäft e und Swaps bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Anhand der zusätzlich mit unserem internen Treasury-Management-System durchgeführten Bewertungen überprüfen wir die von den Banken ermittelten Werte und stellen somit sicher, dass die wesentlichen Annahmen, die

bei den Banken der Berechnung zugrunde gelegt werden, zum jeweiligen Stichtag tatsächlich marktgerecht sind.

Der Marktwert (nach der Barwertmethode) von Devisentermingeschäft en und Swaps errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.

Bei den Devisenoptionen entspricht der Marktwert (nach der modifi zierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell) dem Wert, der im Geschäft sverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des Marktwertes bleiben Kompensationseff ekte aus den Grundgeschäft en unberücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von bis zu drei Monaten und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Er stattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Diff erenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Darüber hinaus werden steuerliche Verlustvorträge, soweit ihre künft ige Nutzung wahrscheinlich ist, in Höhe des zukünft igen latenten Steueranspruchs aktiviert. Latente Steueransprüche und –schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogenen Steuersätze der Tochtergesellschaft en

betragen zwischen 10 % und 40 % (Vj. 10 % und 42 %). Für die RATIONAL AG wird zur Ermittlung der latenten Steuern ein Steuersatz von 27 % (Vj. 27 %) herangezogen.

Latente Steuererstattungsansprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Anrechnung besteht und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.

Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaft sbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden in voller Höhe sofort erfolgswirksam erfasst. Die Pensionsverpflichtungen werden in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künft ig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft . Ist der aus der Diskontierung resultierende Eff ekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten fi nanziellen Verbindlichkeiten betreff en Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene fi nanzielle Verbindlichkeiten eingestuft werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaff ungskosten ausgewiesen. Von der Fair Value Option macht RATIONAL keinen Gebrauch.

Zuwendungen der öff entlichen Hand

Zuwendungen der öff entlichen Hand für Aufwendungen werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit besteht, dass RATIONAL die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Lieferung, d.h. mit dem Gefahrenübergang auf den Kunden, realisiert. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt. Finanzierungskosten werden, soweit sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifi zierten Vermögenswertes zuzuordnen sind, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert insbesondere für immaterielle Vermögenswerte einschließlich der Firmenwerte, Sachanlagen, latente Steueransprüche sowie Rückstellungen Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und fi nanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangangaben.

Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen des Managements insbesondere auf die erwartete Nutzungsdauer, die Einschätzung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und die Schätzung des erzielbaren Betrags eines wertgeminderten Vermögenswertes. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind. Falls sich Änderungen zu den genannten Annahmen und Schätzungen ergeben, würde dies die Vermögens- und Ertragslage verändern.

Bei der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts müssen im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung und der daraus resultierenden zu erwartenden Cashflows der zugrunde gelegten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffen werden. Die tatsächlichen Cashflows können von den auf diesen Schätzungen basierenden Cashflows erheblich abweichen. Dies könnte zu einer Veränderung der Umsatzund Cashflow-Prognose führen, die die Vermögens-, Finanzund Ertragslage beeinflussen würde.

Bei der Überprüfung von Wertminderungen auf Vermögenswerte beziehen sich die Annahmen und Schätzungen zusätzlich auf den zukünft igen Verkaufspreis und das -volumen sowie die Kosten und Diskontierungssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufh olungsbedarf resultieren.

Die Berechnung der latenten Steueransprüche erfordert die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künft igen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künft iger Steuervorteile beschränken.

Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Rückstellungen betreff en in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrunde liegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Jede Änderung dieser getroff enen Annahmen wird Auswirkungen auf die Buchwerte dieser Positionen haben.

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haft ung der Gesellschaft en des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünft igen Aufwands, der uns aus Gewährleistungsfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierend auf historischen Inanspruchnahmen und verkauft en Stückzahlen und berücksichtigt eine Garantiezeit von in der Regel zwei Jahren. Sollte die zukünft ige Entwicklung von der Erwartung wesentlich abweichen, wirkt sich dies auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

RATIONAL bildet Rückstellungen für gerichtliche Verfahren, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung und die Höhe der Rückstellung unterliegen der Schätzung des Managements. Da sich solche Verfahren meist über einen längeren Zeitraum erstrecken und es sich um komplexe Fragestellungen handelt, sind diese mit Unsicherheiten verbunden. Das Management beurteilt den aktuellen Stand der Verfahren regelmäßig, zum Teil unter Hinzuziehung von externen Anwälten, um die Rückstellungen verlässlich zu schätzen. Dennoch ist es möglich, dass eine Schätzung angepasst werden muss und es zu einer Erhöhung der Rückstellung bzw. zu einer Belastung der Ertragslage kommen kann.

Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende, wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

Der weltweite Vertrieb erfolgt bei RATIONAL durch Vertriebsgesellschaft en und unabhängige Vertriebspartner, jedoch nicht direkt zum Endkunden, sondern über den Fachhandel. Im Rahmen der üblichen Geschäft stätigkeit fi ndet eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen statt, die bei einem Unternehmen zur Entstehung fi nanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung fi nanzieller Verbindlichkeiten führen. Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt berücksichtigt, zu dem RATIONAL Vertragspartei des Finanzinstruments wird. In diesen sogenannten Finanzinstrumenten können – zusätzlich zu den bereits im Lagebericht beschriebenen operativen Unternehmensrisiken – spezifi sche Risiken verborgen sein. Die Klassifi zierung dieser Risiken erfolgt nach den Kategorien Kreditrisiken, insbesondere für Forderungspositionen, Liquiditätsrisiken für Verbindlichkeitspositionen sowie nach den Marktrisiken, welche Wechselkurs-, Zins- und Preisrisiken umfassen.

RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Chancen- und Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:

  • › Der integrierte Planungsprozess, den weltweit alle Gesell schaft en und Unternehmensbereiche durchlaufen, defi niert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest.
  • › Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Die zeitnahe Bereitstellung der Informationen garantiert eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerungsmöglichkeit bei Fehlentwicklungen.

  • › Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich und insbesondere im Forderungsmanagement unterstützt die Führungskräft e bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung. Zur Absicherung unserer Forderungen arbeiten wir weltweit mit Coface, einem der größten Warenkredit versicherer, zusammen.

  • › Alle Geschäft sprozesse und internen Kontrollsysteme sind klar defi niert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt. Sensible Abläufe, wie z.B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, werden über SAP-Workflows abgebildet.
  • › Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden frühzeitig identifi ziert.
  • › Um die Qualität des weltweiten Cash-Managements sicherzustellen, ist ein global integriertes Treasury-Management-System im Einsatz.
  • › Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst.

Kreditrisiken

RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Ausfallrisiken bei den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen – die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für die RATIONAL-Gruppe nach sich ziehen könnten – zu vermeiden oder zu reduzieren, unterziehen wir die Kunden aller Gesellschaft en des Konzerns einer Bonitätsprüfung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft Coface und deren lokale Partnergesellschaft en. Gemäß der Einschätzung von Coface wird das RATIONAL-Kundenportfolio als "gering risikobehaft et" bewertet.

Soweit möglich werden basierend auf dieser Bonitätsprüfung die Kundenforderungen versichert. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden in der Regel 90 % der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.

Eine für die gesamte Gruppe gültige "Creditpolicy" sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auft ragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die "Creditpolicy" vereint die "Mindestanforderungen für das Creditmanagement" (MaCM) des Bundesverbandes Creditmanagement (BvCM) mit der RATIONAL-spezifi schen "One-Piece-Flow"-Prozessorganisation.

Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (z.B. bestätigte und unwiderrufliche Akkreditive, Bankbürgschaft en und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar defi nierten Ausnahmefällen wird anhand des dokumentierten Zahlungsverhaltens aus der bisherigen Geschäft sbeziehung in Verbindung mit Bonitätsauskünft en von dritter Seite und den vom Kunden selbst zur Verfügung gestellten Finanzdaten (Jahresabschlüsse und betriebswirtschaft liche Auswertungen) eine Belieferung auf off enes Zahlungsziel ohne adäquate Sicherheiten in Erwägung gezogen.

Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung gänzlich unberücksichtigt bleiben dagegen Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden der öff entlichen Hand mit Sitz in Ländern mit einwandfreien Länderbonitäten.

Weitere Informationen zu den Ausfall- und Kreditrisiken fi nden sich in den Anhangangaben zu den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen".

Ein für RATIONAL bedeutsames Kreditrisiko entsteht grundsätzlich auch im Rahmen der Geldanlage. Dies betrifft insbesondere die mögliche Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Bank. Bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert entsteht ein Kreditrisiko durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners. Erläuterungen zu diesen Risikofaktoren werden in den Anhangangaben zu den Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate, zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie zu den Marktrisiken gemacht.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.

Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme.

Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auft retende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit allen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.

Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfi nanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung unseres weltweiten Geschäft swachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfi nanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von A– bis AAA nach Standard & Poor's) zur Verfügung.

RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität (AA bis AAA). Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziff ern (Covenants) vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Für die bestehenden Kreditlinienverträge wurden auch keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind sogenannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsrevers vereinbart worden. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten. Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 31.669 Tsd. Euro (Vj. 36.669 Tsd. Euro). Davon sind nach Anrechnung von Abtretungen für Tochtergesellschaft en und Avalen 27.457 Tsd. Euro (Vj. 31.994 Tsd. Euro) noch nicht ausgeschöpft .

Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln (inklusive aller bestehenden Festgelder, die alle eine Restlaufzeit von maximal fünf Monaten aufweisen) auf insgesamt 166.420 Tsd. Euro (Vj. 120.768 Tsd. Euro). Darin sind auch Bestände von Währungen in Höhe von 2.624 Tsd. Euro (Vj. 1.692 Tsd. Euro) enthalten, die nicht frei konvertierbar sind oder strengen Währungsrestriktionen unterliegen.

Die folgende Tabelle weist die Besicherung der Einlagen bei Banken sowie das verbleibende Nettorisiko bei Ausfall der Kreditinstitute aus:

Angaben in TEUR Besichert durch
Einlagen
Buchwert
sicherungsfonds
Nettorisiko
2012 2012 2012
Geldanlagen mit
einer Laufzeit über
drei Monaten
80.000 80.000 0
Zahlungsmittel
und Zahlungsmittel
äquivalente
86.420 70.082 16.338
Gesamt 166.420 150.082 16.338
Angaben in TEUR Buchwert Besichert durch
Einlagen -
sicherungsfonds
Nettorisiko
2011 2011 2011
Geldanlagen mit
einer Laufzeit über
drei Monaten
50.400 50.400 0
Zahlungsmittel
und Zahlungsmittel
äquivalente
70.368 51.360 19.008
Gesamt 120.768 101.760 19.008

Weitere Informationen, insbesondere zur Liquiditätsreserve sowie zu bestehenden Fremdfi nanzierungen und deren Fälligkeitsfristen, sind den Anhangangaben zu den Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu entnehmen.

Marktrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künft ige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoff preisen ausgesetzt sein.

Die Wechselkursrisiken beziehen sich hierbei auf in Fremdwährung lautende Forderungen, Verbindlichkeiten und antizipierte Transaktionen. Die antizipierten Transaktionen beinhalten geplante Zahlungsströme, die aufgrund währungsbezogener Geldeingänge bei Vertriebsgesellschaft en nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung zu erwarten sind. Das Zinsrisiko betrifft die langfristig abgeschlossenen Darlehensverträge. Preisrisiken können in erster Linie im Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoff en für die Fertigung der Produkte entstehen.

Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den identifi zierten Transaktionsrisiken im Währungs- und Zinsbereich durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schrift lich vereinbart und werden durch ein Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifi zierten Risiken wird – falls dies sinnvoll erscheint und eff ektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen – durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken mit guter bis erstklassiger Bonität, d. h. mit einem Rating von mindestens A– nach Standard & Poor's.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren einerseits aus der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (in anderen Währungen als der funktionalen Währung) durch Wechselkursschwankungen (Translationsrisiko) zum Stichtag. Davon betroff en sind zum Stichtag bestehende Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmittel in Fremdwährung. Translationsrisiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäft e abgesichert.

Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünft ige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts- als auch erfolgswirksam.

Die weltweiten Transaktionsrisiken der RATIONAL-Gruppe werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunft shorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifi zierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte, schwebende und antizipierte Geschäft e beziehen kann. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaft en in Schweden, Großbritannien, Schweiz, Polen, USA, Kanada und Japan.

Landeswährungen von Gesellschaft en, die strengen Währungsrestriktionen unterliegen, sind entweder nicht frei konvertierbar (Brasilien und Indien) oder stehen ausschließlich für nachgewiesene Handelsgeschäft e (China) zur Verfügung. Für die Bezahlung von Verbindlichkeiten, die gemäß den Restriktionen nicht in Landeswährung bezahlt werden dürfen, muss die Landeswährung in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens fi nden bei RATIONAL derzeit keine Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen in nicht frei konvertierbaren oder nur bedingt frei konvertierbaren Währungen statt.

Zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL Devisenoptionen und Devisentermingeschäft e ein. Bei den Devisenoptionen kommen sowohl einfache Optionen als auch sogenannte Zero-Cost-Optionen mit oder ohne Knock-in-Funktion in Betracht. Dabei kann jeweils eine der beiden Varianten der Knock-in-Funktionen, entweder die europäische (stichtagsbezogene) oder die amerikanische (laufzeitbezogene) Variante, zum Einsatz kommen.

Durch die Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen auch Umsatzerlöse erzielt werden, werden die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert (Natural Hedge).

Zinsrisiken

Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künft igen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.

Zinsänderungsrisiken für künft ige Zahlungen wird bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung oder Zins-Währungs-Swaps entgegengewirkt.

Für die im Jahr 2007 abgeschlossene Immobilienfi nanzierung mit einer Laufzeit bis Jahresende 2022 ist eine Zinsbindung bis Jahresende 2017 vereinbart. Bei allen anderen Finanzierungen ist eine Zinsbindung für die gesamte Laufzeit festgeschrieben.

Ein im Jahr 2008 abgeschlossener Zins-Währungs-Swap läuft noch bis Ende August 2013. Bei Zins-Währungs-Swaps wird grundsätzlich eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer Währung in eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer anderen Währung getauscht, um Vorteile aus Zinssatzdiff erenzen verschiedener Währungsgebiete auszunutzen. Aufgrund der derzeitigen Euro-Niedrigzinsphase ist dieses Instrument nicht mehr eff ektiv und deshalb für neue Finanzierungen bei RATIONAL momentan nicht im Einsatz.

Preisrisiken

RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoff preisschwankungen der Legierungsmetalle, die sich im sogenannten Legierungszuschlag niederschlagen, abhängig.

Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für zwölf Monate im Voraus fi xieren.

Tabellarische Klassifi zierung von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) von Finanzinstrumenten. Mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Fair Value angesetzt werden, erfolgt der Wertansatz in der Bilanz zu fortgeführten Anschaff ungskosten. Basierend auf den relevanten Bilanzpositionen erfolgt eine Überleitung zu den nach IAS 39 auszuweisenden Kategorien von Finanzinstrumenten.

Angaben in TEUR Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie*
Buchwert
31.12.2012
Fair Value
31.12.2012
Buchwert
31.12.2011
Fair Value
31.12.2011
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen a 65.941 65.941 71.685 71.685
Sonstige fi nanzielle Vermögenswerte
sonstige kurzfristige Vermögenswerte a 233 233 628 628
sonstige langfristige Vermögenswerte a 355 352 206 199
Derivate ohne Hedgebeziehung c Level 2 60 60 330 330
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate a 80.000 80.048 50.400 50.545
Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente a 86.420 86.420 70.368 70.368
Finanzanlagen b 0 0 0 0
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen d 10.468 10.468 10.085 10.085
Sonstige fi nanzielle Verbindlichkeiten
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten d 6.683 6.683 7.686 7.686
Derivate ohne Hedgebeziehung e Level 2 89 89 918 918
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten d 25.288 27.789 18.996 20.607
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien
gemäß IAS 39:
a) Kredite und Forderungen 232.949 232.994 193.287 193.425
b) Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit
gehalten werden
0 0 0 0
c) Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handels
zwecken gehalten werden
60 60 330 330
d) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführ
ten Anschaff ungskosten bewertet werden
42.439 44.940 36.767 38.378
e) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handels
zwecken gehalten werden
89 89 918 918

* Gem. IFRS 7.27B

Die Fair Values von Finanzinstrumenten wurden wie folgt ermittelt:

Bei Finanzinstrumenten mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr wird aufgrund der kurzen Restlaufzeiten grundsätzlich vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Dies betrifft sowohl kurzfristige Vermögenswerte (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte) als auch kurzfristige Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten). Ausnahmen hiervon stellen Derivate, Geldanlagen mit

einer Laufzeit von über drei Monaten und der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar, für die ein Fair Value berechnet wird.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Kontraktwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011, aufgeteilt nach Kategorien. Die Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Unabhängig von Restlaufzeiten werden aus Wesentlichkeitsgründen die Marktwerte der Zins-Währungs-Swaps in den kurzfristigen Vermögenswerten bzw. den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Angaben in TEUR Währung Kontraktwert Positiver Marktwert Negativer Marktwert
2012 2011 2012 2011 2012 2011
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Devisenoptionen GBP 18.653 41.948 35 181 37 440
Devisenoptionen USD 8.155 21.620 25 128 27 232
Devisenoptionen JPY 1.990 21 39
Zins-Währungs-Swaps JPY 115 272 25 100
Zwischensumme 26.923 65.830 60 330 89 811
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
Zins-Währungs-Swaps JPY 281 107
Zwischensumme 281 107
Gesamt 26.923 66.111 60 330 89 918

Für Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten wurde eine Fair-Value-Ermittlung nach der Barwertmethode durchgeführt. Der Anteil der Zinsen, der dem abgelaufenen Geschäft sjahr zuzuordnen ist, ist in der Position "Sonstige kurzfristige Vermögenswerte" enthalten und wird deshalb hier nicht mehr einbezogen.

Der Fair Value der sonstigen langfristigen Vermögenswerte wird mit der Barwertmethode ermittelt.

Die Ermittlung des Fair Values der Darlehensverbindlichkeiten erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungsterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen diskontiert.

Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaff ungskosten bewertet.

Weitere, vor allem quantitative Informationen zu den Finanzinstrumenten sind bei den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen dargestellt.

Alle Finanzinstrumente, die gemäß IFRS 7.27B zu ihrem Fair Value in der Bilanz anzusetzen sind, werden, wie in der Tabelle oben gezeigt, in die Fair-Value-Hierarchie 2 gemäß

IFRS 7.27A eingestuft . Diese Klasse enthält Finanzinstrumente, für die keine an einem öff entlichen Markt notierten Preise vorliegen, die aber anhand von Marktpreisen vergleichbarer Finanzinstrumente oder über Modelle bewertet werden können, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren.

Die Nettoergebnisse nach Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 werden in der folgenden Tabelle gemäß der Systematik aus IFRS 7.20 dargestellt.

Angaben in TEUR Nettoergebnis Davon:
2012 Zinserträge bzw.
-aufwendungen
Wert
berichtigungen
Sonstiges
Kredite und Forderungen –1.469 781 –754 –1.496
Bis zur Endfällig keit gehaltene Finanzinvestitionen
Finanzielle Ver mögenswerte/Verbindlichkeiten,
die zu Handelszwecken gehalten werden
+663 +663
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert
bewertet werden
–781 –905 +124
Angaben in TEUR Nettoergebnis Davon:
2011 Zinserträge bzw.
-aufwendungen
Wert
berichtigungen
Sonstiges
Kredite und Forderungen +1.576 +1.277 –509 +808
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen +74 +74
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten,
die zu Handelszwecken gehalten werden
+546 +546
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert
bewertet werden
–939 –959 +20

Sensitivitätsanalyse zu Finanzinstrumenten

Zur Darstellung der hypothetischen Auswirkung von Marktrisiken auf Ergebnis und Eigenkapital verlangt IFRS 7 eine Sensitivitätsanalyse. Hierbei sind Annahmen zu unternehmensspezifi schen Risikovariablen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten zu treff en.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 unterliegt RATIONAL Währungsrisiken, die auf Aktivitäten in verschiedenen Fremdwährungen zurückzuführen sind und in den Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "sonstige Vermögenswerte", "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und "sonstige Verbindlichkeiten" reflektiert sind. Wäre der Euro zum 31. Dezember 2012 gegenüber den Fremdwährungen, in denen RATIONAL tätig ist, um 10 % stärker gewesen, wären der Jahresüberschuss und die Währungsrücklage und damit das Eigenkapital insgesamt um 3.935 Tsd. Euro

niedriger (Vj. 1.865 Tsd. Euro niedriger). Bei einem um 10 % schwächeren Euro läge der Ausweis in funktionaler Währung um 4.288 Tsd. Euro höher (Vj. 1.067 Tsd. Euro höher).

Die hypothetische Ergebnisauswirkung von –3.935 / +4.288 Tsd. Euro ergibt sich insbesondere aus den folgenden signi fi kanten Währungssensitivitäten:

Hypothetische
Ergebnisauswirkung
Euroaufwertung +10 %
Hypothetische
Ergebnisauswirkung
Euroabwertung –10 %
Angaben in TEUR 2012 2012
EUR/GBP –1.331 1.224
EUR/USD –699 737
EUR/CAD –502 614
EUR/JPY –474 579
EUR/SEK –297 363
EUR/BRL –283 346

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

RATIONAL erfasst Umsatzerlöse aus Produktverkäufen zu dem Zeitpunkt, an dem die mit dem Eigentum der verkauft en Waren und Erzeugnisse verbundenen Risiken und Verfügungsrechte auf den Käufer übergegangen sind. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die auf die typische Geschäft stätigkeit von RATIONAL zurückzuführen sind.

Im Geschäft sjahr 2012 hat RATIONAL weltweit Umsatzerlöse in Höhe von 434.981 Tsd. Euro (Vj. 391.688 Tsd. Euro) erzielt. 77 % (Vj. 77 %) hiervon entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 23 % (Vj. 23 %) entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten.

Die regionale Auft eilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden stellt sich wie folgt dar:

Angaben in TEUR 2012 Anteil in % 2011 Anteil in %
Deutschland 61.520 14 60.721 15
Europa
(ohne Deutschland)
211.595 49 199.199 51
Amerika 75.314 17 59.340 15
Asien 62.675 14 49.803 13
Übrige Welt * 23.877 6 22.625 6
Gesamt 434.981 100 391.688 100

* Australien, Neuseeland, Naher/Mittlerer Osten, Afrika

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Darüber hinaus sind Kosten für den strategischen Einkauf in dieser Position enthalten.

Die Herstellungskosten beliefen sich 2012 auf 173.263 Tsd. Euro (Vj. 157.315 Tsd. Euro). Die darin enthaltenen Materialaufwendungen liegen bei 147.707 Tsd. Euro (Vj. 132.112 Tsd. Euro). Der Anstieg resultiert vorwiegend aus dem erhöhten Absatzvolumen.

3. Vertriebs- und Servicekosten

Die Vertriebs- und Servicekosten beinhalten Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten sowie Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes. Im Jahr 2012 sind die Kosten für Vertrieb und Service unterproportional im Vergleich zum Umsatzwachstum gestiegen. Ein wesentlicher Grund hierfür waren die weggefallenen Einmalbelastungen des Vorjahres aufgrund der Einführung der neuen Produktlinien.

4. Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten fi nden bei RATIONAL überwiegend in Projekten statt. Schwerpunkte sind die Anwendungsforschung und die Entwicklung neuer Produkte zur Sicherung der Technologieführerschaft und damit des nachhaltigen Unternehmenserfolges. Sie sind in der Position "Forschungs- und Entwicklungskosten" in der Gewinn- und Verlustrechnung vollständig ergebniswirksam enthalten, da die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 nicht gegeben sind. Die Forschungs- und Entwicklungskosten gingen 2012 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Dies ist auf die Einführungen der neuen Produktlinien im Geschäft sjahr 2011 und die damit verbundenen hohen zusätzlichen Entwicklungskosten zurückzuführen.

5. Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche wie Buchhaltung, Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Rechnungswesen und Controlling sowie anteilige Aufwendungen für die Unternehmensleitung enthalten.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Angaben in TEUR 2012 2011
Kursgewinne 4.586 6.553
Versicherungsentschädigungen 934 533
Erträge aus wertberichtigten und
ausgebuchten Forderungen
163 260
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 195 87
Gesamt 5.878 7.433

Die Kursgewinne entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Erträge aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von 1.409 Tsd. Euro (Vj. 452 Tsd. Euro) in den Kursgewinnen enthalten.

Die Position "Versicherungsentschädigungen" enthält im Berichtsjahr Erträge aus der Warenkreditversicherung für Forderungsausfälle in Höhe von 622 Tsd. Euro (Vj. 347 Tsd. Euro).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Angaben in TEUR 2012 2011
Kursverluste 5.023 5.025
Wertberichtigungen auf Forderungen 917 769
Sonstige Steuern 345 305
Spenden 333 292
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 92 130
Gesamt 6.710 6.521

Die Kursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von 850 Tsd. Euro (Vj. 803 Tsd. Euro) in den Kursverlusten enthalten.

8. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren größtenteils aus kurzfristigen Geldanlagen. RATIONAL stellt bei Geldanlagen generell den Werterhalt vor die Rendite. Es werden ausschließlich Tages- und Termingelder genutzt, die über den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert sind. Derivative Zinsinstrumente zur möglichen Verbesserung der Rendite kommen aus Risikogründen nicht zum Einsatz.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten vor wiegend die Zinsaufwendungen für Immobilien- und Maschinenfi nanzierungen mit 897 Tsd. Euro (Vj. 938 Tsd. Euro), sowie die Aufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen mit 160 Tsd. Euro (Vj. 90 Tsd. Euro).

9. Ertragsteuern

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands 2012 wird dabei auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäft stätigkeit ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 27,09 % (Vj. 27,09 %) angewendet. Er setzt sich aus der Körperschaft steuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaft steuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 320 % (Vj. 320 %) zusammen, wie sie auf die Muttergesellschaft Anwendung fi nden. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten wurden mit dem jeweiligen landesspezifi schen Ertragsteuersatz angesetzt.

Angaben in TEUR 2012 2011
Ergebnis vor Steuern (EBT) 122.425 102.465
Erwarteter Steuersatz in % 27,09 27,09
Erwarteter Ertragsteueraufwand 33.165 27.758
Abweichung lokale Steuersätze der
Tochtergesellschaft en
–4.919 –3.747
Steuererstattungen aus Vorjahren –89 –732
Steueraufwand betreff end Vorjahre 79 2
Nicht abzugsfähige Aufwendungen und
sonstige Beträge
904 439
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 29.140 23.720

Die im Geschäft sjahr 2012 gezeigten aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 4.803 Tsd. Euro nach 4.360 Tsd. Euro zum Bilanzstichtag 2011. Der dem Jahr 2012 zuzurechnende latente Steuerertrag beläuft sich damit auf 443 Tsd. Euro (Vj. 550 Tsd. Euro). Demnach beträgt der tatsächliche Ertragsteueraufwand 29.583 Tsd. Euro (Vj. 24.270 Tsd. Euro).

Die latenten Steuerabgrenzungen der Geschäft sjahre 2012 und 2011 entfallen auf folgende Bilanzposten:

Angaben in TEUR Ergebnisauswirkung
2012 2011 2012 2011
Vorräte 4.456 4.216 240 499
Rückstellungen 484 389 95 110
Forderungen 61 –200 261 –237
Übrige –198 –45 –153 178
Gesamt 4.803 4.360 443 550

Die aktivierten latenten Steuererstattungsansprüche haben in Höhe von 4.519 Tsd. Euro (Vj. 4.181 Tsd. Euro) eine voraussichtliche Laufzeit von unter einem Jahr. In Höhe von 284 Tsd. Euro (Vj. 179 Tsd. Euro) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus verschiedenen temporären Unterschieden zwischen den IFRS-Werten und der Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Rückstellungen und Anlagevermögen basieren. In der Position "Übrige" sind latente Steuerverbindlichkeiten enthalten. Diese Steuerverbindlichkeiten unterliegen der Saldierung mit latenten Steuererstattungsansprüchen, welche sich auf andere Bilanzposten beziehen.

Wie im Vorjahr wurden keine latenten Steuern angesetzt, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.

10. Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Jahresüberschusses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während des Geschäft sjahres ausstehenden Aktien.

Auf Basis eines Aktienbestandes von 11.370.000 Stück und eines Jahresüberschusses in Höhe von 93.285 Tsd. Euro (Vj. 78.745 Tsd. Euro) ergibt sich für das Geschäft sjahr 2012 ein (unverwässertes und verwässertes) Ergebnis je Aktie von 8,20 Euro (Vj. 6,93 Euro).

11. Dividende je Aktie

Der das Geschäft sjahr 2011 betreff ende Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG in Höhe von 5,50 Euro je Aktie wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von 62.535 Tsd. Euro erfolgte im Mai 2012.

Für das Geschäft sjahr 2012 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 5,70 Euro je Aktie, d. h. 64.809 Tsd. Euro, auszuschütten.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Aktiva

12. Immaterielle Vermögenswerte

Angaben in TEUR Gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte
Firmenwerte Gesamt
Anschaff ungskosten
Stand 01.01.2012 5.125 424 5.549
Zugänge 735 735
Abgänge
Stand 31.12.2012 5.860 424 6.284
Abschreibungen
Stand 01.01.2012 4.292 4.292
Zugänge 460 460
Abgänge
Stand 31.12.2012 4.752 4.752
Buchwerte
Stand 31.12.2012 1.108 424 1.532
Anschaff ungskosten
Stand 01.01.2011 4.942 424 5.366
Zugänge 541 541
Abgänge –358 –358
Stand 31.12.2011 5.125 424 5.549
Abschreibungen
Stand 01.01.2011 4.211 4.211
Zugänge 438 438
Abgänge –357 –357
Stand 31.12.2011 4.292 4.292
Buchwerte
Stand 31.12.2011 833 424 1.257

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen zu Anschaffungskosten aktivierte gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Firmenwerte. Selbstgeschaff ene Vermögenswerte sind nicht enthalten. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäft sjahr 2012 lag wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vor. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:

14. Sachanlagen

Angaben in TEUR 2012 2011
Fertigung 10 31
Vertrieb und Service 83 58
Forschung und Entwicklung 22 28
Allgemeine Verwaltung 345 321
Gesamt 460 438

13. Firmenwerte

In der Position "Immaterielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag ein Restbuchwert aus Geschäft s- und Firmenwerten in Höhe von 424 Tsd. Euro (Vj. 424 Tsd. Euro) ausgewiesen, der aus dem Erwerb der RATIONAL-Tochtergesellschaft FRIMA - T SAS, Wittenheim, im Jahr 1993 stammt.

Im Dezember 2012 wurde für diesen Firmenwert ein Impairment-Test auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode durch geführt. Aufgrund der Neuorganisation der Berichtsstruktur wurde das Geschäft ssegment FRIMA als Bewertungseinheit identifi ziert. Im Vorjahr war die Bewertungseinheit die FRIMA - T SAS Der erzielbare Betrag wird auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Schätzung des zukünft igen Cashflows erfolgte auf der Annahme der fortgeführten Nutzung der Vermögenswerte und unter Einbeziehung aktueller Finanz- und Geschäft spläne des Managements für die nächsten vier Jahre, beruhend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Auf der gleichen Basis und unter Verwendung eines Deckungsbeitragsmodells wird die Ergebnisentwicklung ermittelt. Für die Modellrechnung wird ab dem fünft en Jahr ein theoretisches Ergebniswachstum von 1 % unterstellt (Vj. 1 %). Zukünft ige Restrukturierungen und damit verbundene Ertragskraft steigerungen wurden gemäß IAS 36 nicht berücksichtigt. Mit dem verwendeten Abzinsungssatz von 6,8 % nach Steuern bzw. 8,1 % vor Steuern (Vj. 8,4 % nach Steuern und 11,4 % vor Steuern) wurden die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseff ektes und die Risikoerwartung hinsichtlich der Vermögenswerte angemessen berücksichtigt. Der so ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert des Geschäft ssegmentes. Eine Wertminderung wurde somit nicht festgestellt, die Notwendigkeit einer Abschreibung des Firmenwertes liegt nicht vor.

Technische Betriebs
Grund Anlagen und
stücke und Geschäft s
Angaben in TEUR und Bauten Maschinen ausstattung Gesamt
Anschaff ungskosten
Stand 01.01.2012 58.801 24.250 17.609 100.660
Währungsdiff erenzen –4 –1 –78 –83
Zugänge 3.654 2.763 2.215 8.632
Abgänge –553 –575 –1.128
Stand 31.12.2012 62.451 26.459 19.171 108.081
Abschreibungen
Stand 01.01.2012 21.635 13.843 12.768 48.246
Währungsdiff erenzen –3 –1 –68 –72
Zugänge 2.078 2.303 1.921 6.302
Abgänge –524 –500 –1.024
Stand 31.12.2012 23.710 15.621 14.121 53.452
Buchwerte
Stand 31.12.2012 38.741 10.838 5.050 54.629
Anschaff ungskosten
Stand 01.01.2011 58.460 22.928 15.900 97.288
Währungsdiff erenzen 12 2 81 95
Zugänge 377 2.066 2.736 5.179
Abgänge –48 –746 –1.108 –1.902
Stand 31.12.2011 58.801 24.250 17.609 100.660
Abschreibungen
Stand 01.01.2011 19.529 12.291 11.313 43.133
Währungsdiff erenzen 10 2 80 92
Zugänge 2.128 2.286 2.417 6.831
Abgänge –32 –736 –1.042 –1.810
Stand 31.12.2011 21.635 13.843 12.768 48.246
Buchwerte
Stand 31.12.2011 37.166 10.407 4.841 52.414

Die Position "Sachanlagen" wird zu Anschaff ungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäft sjahr 2012 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vj. 15 Tsd. Euro). Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist wie im Vorjahr eine Grundschuld über 23.000 Tsd. Euro eingetragen. Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdiff erenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaft en in die funktionale Währung.

Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:

Angaben in TEUR 2012 2011
Fertigung 3.192 3.271
Vertrieb und Service 1.457 1.445
Forschung und Entwicklung 799 1.080
Allgemeine Verwaltung 854 1.035
Gesamt 6.302 6.831

15. Finanzanlagen

Der Anschaff ungswert der Finanzanlagen beträgt 30 Tsd. Euro (Vj. 30 Tsd. Euro), die aufgelaufenen Abschreibungen belaufen sich wie im Vorjahr auf 30 Tsd. Euro. Der Buchwert der Finanzanlagen zum 31. Dezember 2012 beträgt damit unverändert 0 Tsd. Euro.

16. Vorräte

Angaben in TEUR 2012 2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff e 10.275 10.056
Unfertige Erzeugnisse 570 700
Fertige Erzeugnisse und Waren 15.519 13.983
Gesamt 26.364 24.739

Der Anstieg der Vorräte in Höhe von 1.625 Tsd. Euro im Geschäft sjahr 2012 (Vj. 5.392 Tsd. Euro) reflektiert das Wachstum in der Geschäft stätigkeit.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beträgt 1.356 Tsd. Euro (Vj. 1.349 Tsd. Euro). Im Geschäft sjahr 2012 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 293 Tsd. Euro (Vj. 1.081 Tsd. Euro) aufwandswirksam in den Herstellungskosten erfasst.

Wie im Vorjahr unterliegt der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Angaben in TEUR 2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, nicht wertberichtigt
64.973 70.207
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, wertberichtigt
1.315 1.738
Wertberichtigungen –347 –260
Gesamt 65.941 71.685

Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

94 Finanzbericht Anhang Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Aktiva

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Angaben in TEUR Fälligkeit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt Gesamt Nicht fällig 1–60
Tage
61–90
Tage
91–120
Tage
> 120
Tage
Stand 31.12.2012 64.973 58.542 5.613 321 99 398
Stand 31.12.2011 70.207 65.416 4.432 50 272 37

Bei den weder fälligen noch wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Hinweise darauf, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Angaben in TEUR

Wertberichtigungen auf Forderungen Stand zum
01.01.
Währungs
eff ekt
Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum
31.12.
2012 260 –2 –106 –152 347 347
2011 332 4 –131 –192 247 260

1

Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden grundsätzlich durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die ausgebuchten Forderungen im Geschäft sjahr 2012 betragen 733 Tsd. Euro (Vj. 522 Tsd. Euro). Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung in Höhe von 622 Tsd. Euro (Vj. 347 Tsd. Euro) sind hierbei nicht angerechnet.

Um das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, werden Warenkreditversicherungen und unwiderruflich bestätigte Bankakkreditive eingesetzt. Die folgende Tabelle weist die Besicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das verbleibende ungedeckte Kreditrisiko aus:

Angaben in TEUR 2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 65.941 71.685
davon kreditversicherte Forderungen1 45.375 49.052
davon mit Bankakkreditiven/Bank
bürgschaft en unterlegte Forderungen
5.032 3.056
davon Forderungen gegen Abnehmer
der öff entlichen Hand2
75 1.269
Maximales Netto-Kreditrisiko 15.459 18.308
abzüglich erstattungsfähiger Umsatzsteuer2 5.913 6.633
Ungedecktes Kreditrisiko 9.546 11.675
Risikodeckungsgrad 86% 84%

Bewertet mit vertraglicher Versicherungsquote

Bei einwandfreiem Länderrating

Das nach Berücksichtigung der dargestellten Sicherheiten verbleibende ungedeckte Kreditrisiko beinhaltet Klumpenrisiken in Höhe von 1.746 Tsd. Euro (Vj. 2.515 Tsd. Euro), die sich auf sieben (Vj. sieben) Kunden verteilen. Im Bereich der Klumpenrisiken werden die nicht abgesicherten Forderungen mit einem Nennwert von mehr als 100 Tsd. Euro pro Einzelkunde betrachtet.

Bei nachhaltigen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden werden nach Möglichkeit Ratenzahlungsvereinbarungen getroff en oder das Inkasso über den Warenkreditversicherer oder externe Inkassoinstitute eingeleitet. Zum Bilanzstichtag bestehen Ratenzahlungsvereinbarungen für ein Forderungsvolumen von weniger als 100 Tsd. Euro (Vj. 100 Tsd. Euro).

18. Sonstige Vermögenswerte

Angaben in TEUR 2012 2011
Umsatzsteuererstattungsansprüche 3.331 2.906
Forderungen gegen Lieferanten 1.284 1.094
Ertragsteuererstattungsansprüche 904 2.500
Kautionen 454 505
Vorschüsse an Mitarbeiter 301 316
Zinsforderungen 85 140
Zeitwert derivative Finanzinstrumente 60 330
Versicherungen 17 129
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 67 46
Gesamt 6.503 7.966

In den sonstigen Vermögenswerten sind sonstige fi nanzielle Vermögenswerte in Höhe von 648 Tsd. Euro (Vj. 1.164 Tsd. Euro) enthalten. Diese beinhalten insbesondere die Forderungen aus Kautionen, Zinsforderungen sowie derivative Finanzinstrumente.

Von den dargestellten sonstigen Vermögenswerten sind 6.148 Tsd. Euro (Vj. 7.760 Tsd. Euro) als kurzfristig klassifi ziert.

In der Position "Kautionen" ist eine langfristige Komponente in Höhe von 355 Tsd. Euro (Vj. 206 Tsd. Euro) enthalten. Diese langfristigen Vermögenswerte reflektieren einen Zeitwert von 352 Tsd. Euro (Vj. 199 Tsd. Euro). In der Bilanz wurden die langfristigen Vermögenswerte aus Wesentlichkeitsgründen nicht zu ihrem abgezinsten Zeitwert sondern zu Anschaff ungskosten angesetzt.

Die Position "Forderungen gegen Lieferanten" enthält insbesondere aktive Rechnungsabgrenzungen sowie geleistete Anzahlungen.

19. Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 80.000 Tsd. Euro (Vj. 50.400 Tsd. Euro) in Form von Festgeldern in Deutschland mit Gesamtlaufzeiten von bis zu neun Monaten ausgewiesen. Die längste Fälligkeit liegt im Mai 2013. Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.

RATIONAL stellt den Werterhalt vor die Rendite, deshalb ist eine ausreichende Sicherung zwingend erforderlich. Alle zum Jahresende 2012 bestehenden Festgelder sind zu 100 % durch den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert. Bei RATIONAL qualifi zieren sich zur Geldanlage nur Kreditinstitute mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor's von mindestens A–. Zur Diversifi zierung verteilen sich alle Festgelder zum Jahresende auf fünf Kreditinstitute.

20. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Das Corporate Treasury steuert die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des Konzerns weltweit, sofern dem keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern, wie beispielsweise in Brasilien, China oder Indien, entgegenstehen.

Der größte Anteil an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konzentriert sich bei der Muttergesellschaft in Deutschland. Der Bestand verteilt sich auf mehrere Kreditinstitute (Diversifi zierung). Durch den Einlagensicherungsfonds sind Einlagen bei Banken in Deutschland vor dem Kapitalausfall geschützt. Dazu gehören bei RATIONAL neben Kontokorrentguthaben in Deutschland auch alle Festgelder und sämtliche Tagesgelder.

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 86.420 Tsd. Euro (Vj. 70.368 Tsd. Euro) ausgewiesen. Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Liquidität aus einer Immobilienfi nanzierung, deren bestimmungsgerechte Verwendung noch nicht durch den Baufortschritt nachgewiesen werden kann, wird auf einem separaten Bankkonto geführt, welches an die fi nanzierende Bank verpfändet ist. Zum Jahresende beläuft sich die auf diesem Bankkonto geführte Liquidität auf 2.700 Tsd. Euro. Im Vorjahr bestanden keine Verpfändungen.

Angaben in TEUR Währung 2012 2011
Festgelder mit Laufzeiten bis zu
drei Monaten EUR 10.000
Guthaben inkl. Tagesgelder EUR 55.983 45.941
Guthaben inkl. Tagesgelder GBP 12.514 4.722
Guthaben inkl. Tagesgelder USD 5.447 3.160
Guthaben inkl. Tagesgelder SEK 1.129 950
Guthaben inkl. Tagesgelder CAD 3.947 842
Guthaben inkl. Tagesgelder CHF 941 870
Guthaben inkl. Tagesgelder PLN 284 110
Guthaben BRL 1.329 883
Guthaben JPY 3.248 1.877
Guthaben RUB 747 839
Guthaben CNY 715 72
Guthaben sonstige Währungen
und Kassenbestände Versch. 136 102
Gesamt 86.420 70.368

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Passiva

21. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2012 unverändert 11.370 Tsd. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Davon wurden bereits 69.000 Stückaktien begeben, sodass aktuell noch Bezugsrechte auf 131.000 Stückaktien bestehen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Beschreibung des Aktienoptionsprogramms ist in der Anhangangabe "Aktienoptionspläne" dargestellt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfi ndung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstands aus der zweiten Tranche des Aktienoptionsprogramms vom 3. Februar 2000 resultieren.

Gewinnrücklagen

Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen, gemäß § 150 AktG gebildeten gesetzlichen Rücklagen belaufen sich wie im Vorjahr auf 514 Tsd. Euro. Weiterhin sind in den Gewinnrücklagen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Übriges Eigenkapital

Das übrige Eigenkapital enthält ausschließlich die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.

Angaben zum Kapitalmanagement

RATIONAL verfolgt das Ziel, die Eigenkapitalbasis und die Geschäft stätigkeit des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Hierbei unterliegt RATIONAL keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen des Berichtsprozesses insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaft lichen Rahmenbedingungen gesteuert. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das bilanzielle Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht.

Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 72,8 % (Vj. 73,1 %).

22. Pensionsrückstellungen

Die RATIONAL AG hat für einen ehemaligen Geschäft sführer und einen ehemaligen Prokuristen betriebliche Altersversorgungszusagen getroff en. Es handelt sich hierbei um einen Endgehaltsplan. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen, die sich im Geschäft sjahr 2012 auf 795 Tsd. Euro (Vj. 681 Tsd. Euro) erhöht haben.

Der auf dem Unterschied zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtung beruhende versicherungsmathematische Gewinn/Verlust der laufenden und vorangegangenen vier Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:

Angaben in TEUR 2012 2011 2010 2009 2008
Erfahrungsbedingte
Gewinne/Verluste (–) –22 4 6 –22 0

Die Aufwendungen für Versorgungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in TEUR 2012 2011
Zinsaufwand 32 32
Erfasste versicherungs -
mathematische Verluste 131 0
Gesamt 163 32

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind in den Verwaltungs- und Vertriebskosten enthalten, der Zinsaufwand ist Bestandteil des Finanzergebnisses.

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

zum 31.12. 795 681
Leistungsorientierte Verpflichtung
Erfasste versicherungs
mathematische Verluste
131 0
Gezahlte Leistungen –49 –48
Zinsaufwand 32 32
Leistungsorientierte Verpflichtung
zum 01.01.
681 697
Angaben in TEUR 2012 2011

Beide Pensionsberechtigten beziehen bereits Zahlungen. Die voraussichtlichen Zahlungen im Jahr 2013 betragen 50 Tsd. Euro. Aufgrund der Wesentlichkeit wird auf eine separate Darstellung dieser kurzfristigen Rückstellungsposition in der Bilanz verzichtet.

Den Bewertungen liegen folgende Annahmen zugrunde:

Rechnungszins: 3,30 % (Vj. 4,80 %) Rententrend: 1,75 % (Vj. 1,75 %)

Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck verwendet. Die Bewertung basiert auf einem versicherungsmathematischen Gutachten.

Die leistungsorientierten Verpflichtungen der laufenden und vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

Angaben in TEUR 2012 2011 2019 2009 2008
Leistungsorientierte
Verpflichtung
zum 31.12. 795 681 697 688 614

23. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

2012

Angaben in TEUR Stand
01.01.2012
Währungs
diff erenzen
Verbrauch Zuführung Stand
31.12.2012
Ertragsteuern 3.238 –55 –3.183 7.772 7.772

2011

Stand Währungs Stand
Angaben in TEUR 01.01.2011 diff erenzen Verbrauch Zuführung 31.12.2011
Ertragsteuern 7.172 39 –7.211 3.238 3.238

24. Sonstige Rückstellungen

2012

Angaben in TEUR Stand
01.01.2012
Währungs
diff erenzen
Verbrauch Zuführung Zinseff ekte Stand
31.12.2012
Davon
langfristig
Personal 9.036 –32 –8.543 10.279 59 10.799 663
Händlerboni 3.436 –12 –3.424 5.006 5.006
Gewährleistung 6.558 –5.143 6.040 70 7.525 1.477
Sonstige 2.768 –8 –2.654 2.431 2.537 47
Gesamt 21.798 –52 –19.764 23.756 129 25.867 2.187

2011

Angaben in TEUR Stand
01.01.2011
Währungs
diff erenzen
Verbrauch Zuführung Zinseff ekte Stand
31.12.2011
Davon
langfristig
Personal 8.584 43 –8.164 8.599 –26 9.036 550
Händlerboni 2.710 34 –2.744 3.436 3.436
Gewährleistung 6.305 4 –3.834 4.000 83 6.558 1.352
Sonstige 2.738 16 –2.707 2.721 2.768 47
Gesamt 20.337 97 –17.449 18.756 57 21.798 1.949

Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsanteile. Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet. Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haft ung des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. In der Position "Sonstige" sind Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte enthalten, deren Wertansätze im Einzelfall von untergeordneter Bedeutung sind.

Die zum 31. Dezember 2012 gebildeten Personalrückstellungen, die Rückstellungen für Händlerboni sowie die für sonstige Sachverhalte gebildeten Rückstellungen werden größtenteils im ersten Halbjahr 2013 verbraucht. Die Gewährleistungsrückstellungen werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren verbraucht. Die landesspezifi schen Regelungen zur Abzinsung von Rückstellungen werden aus Wesentlichkeitsgründen im Konzernabschluss beibehalten.

25. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verteilt auf mehrere Kreditinstitute bestehen zum Jahresabschluss Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 25.288 Tsd. Euro (Vj. 18.996 Tsd. Euro).

Eine Abtretung der Rechte an Dritte wurde vertraglich ausgeschlossen.

In den Geschäft sjahren 2008 und 2012 wurden zur Anschaffung von Fertigungseinrichtungen Darlehensverträge mit Laufzeiten von mehreren Jahren abgeschlossen. Die Zinsbindung hierfür läuft jeweils bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Die letzte Tilgungsrate wird im Jahr 2016 erfolgen. Zum Jahresabschluss betragen die Restverbindlichkeiten dafür 1.319 Tsd. Euro (Vj. 566 Tsd. Euro).

Bei den darüber hinaus bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um grundschuldlich abgesicherte Annuitätendarlehensverträge zur Finanzierung von Immobilienneubauten und den Erwerb eines Grundstücks in Landsberg. Für die Verträge sind Zinsbindungen für die gesamte Laufzeit vereinbart mit Ausnahme von zwei Verträgen. Diese zwei Verträge haben eine Zinsbindung bis zum Jahresende 2017 und das Vertragsende ist zum Ende des Jahres 2022 vereinbart. Zum Jahresabschluss belaufen sich die Restverbindlichkeiten daraus auf 23.969 Tsd. Euro (Vj. 18.430 Tsd. Euro).

Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Folgeperioden folgende Zins- und Tilgungszahlungen fällig:

Angaben in TEUR 2013 2014 – 2017 Ab 2018
Zahlungen aus Sicht
des 31.12.2012
3.703 13.444 12.929
Angaben in TEUR 2012 2013 – 2016 Ab 2017
Zahlungen aus Sicht
des 31.12.2011
2.609 8.693 12.863

Für die Zahlungen nach der Zinsbindungsfrist wurden unveränderte Konditionen unterstellt.

26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Aufgrund der guten Liquiditätssituation werden Lieferantenverbindlichkeiten unter Ausnutzung von Lieferantenskonti beglichen. Basierend auf den Zahlungsvereinbarungen mit unseren Lieferanten stellen sich die Fälligkeiten und damit der erwartete Mittelabfluss wie folgt dar:

Angaben in TEUR Fälligkeiten
Gesamt Bis 30 Tage 30 – 60
Tage
› 60 Tage
2012 10.468 10.296 172 0
2011 10.085 9.696 377 12

27. Sonstige Verbindlichkeiten

Angaben in TEUR 2012 2011
Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern
und sonstigen Personalkosten
5.215 5.040
Verbindlichkeiten an Handelspartner 5.201 6.294
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 4.482 5.831
Verbindlichkeiten aus Lohn-/
Kirchensteuer
2.173 2.050
Verbindlichkeiten für Beratungs- und
Prüfungsleistungen
1.305 1.229
Sonstige Steuern 116 86
Zeitwert derivativer Finanzinstrumente 89 918
Übrige (jeweils < 100 Tsd. Euro) 28 28
Gesamt 18.609 21.476

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen fi nanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.772 Tsd. Euro (Vj. 8.604 Tsd. Euro) haben kurzfristigen Charakter. Die Erfüllung der sonstigen fi nanziellen Verbindlichkeiten erfolgt im Wesentlichen innerhalb weniger Monate nach dem Bilanzstichtag. Die sonstigen fi nanziellen Verbindlichkeiten reflektieren in erster Linie die Verbindlichkeiten an Handelspartner, die Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen sowie die derivativen Finanzinstrumente.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

28. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäft stätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Positionen, die Verfügungsbeschränkungen unterworfen sind. Die Verfügungsbeschränkungen beziehen sich auf einen Betrag von 2.624 Tsd. Euro (Vj. 1.692 Tsd. Euro). Der Finanzmittelbestand erhöhte sich von 70.368 Tsd. Euro am Geschäft sjahresbeginn auf 86.420 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2012. Zusätzlich verfügt RATIONAL zum Bilanzstichtag über Anlagen in Festgeldern in Höhe von 80.000 Tsd. Euro (Vj. 50.400 Tsd. Euro), die eine Restlaufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten haben und daher nicht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugeordnet werden.

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

29. Mitarbeiter und Personalaufwand

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl
2012 Anteil in % 2011 Anteil in %
Produktions- und
Lieferprozess
331 26 312 26
Vertrieb
und Marketing
532 42 500 42
Technischer
Kundendienst
134 11 125 11
Forschung
und Entwicklung
83 7 83 7
Verwaltung 178 14 164 14
Gesamt 1.258 1.184
Davon im Ausland 515 41 488 41

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamt 93.105 84.678
davon Aufwand für beitragsorientierte
Pensionspläne
6.708 6.514
Sozialabgaben 14.745 13.166
Entgelt 78.360 71.512
Angaben in TEUR 2012 2011

30. Eventualverbindlichkeiten und sonstige fi nanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünft iger Ereignisse, die nicht vollständig durch das Unternehmen beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, bei denen ein Vermögensabfluss durch die Erfüllung der Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder bei denen die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig bestimmt werden kann.

In den Geschäft sjahren 2012 und 2011 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

Sonstige fi nanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 bestehen sonstige fi nanzielle Verpflichtungen in Höhe von 9.557 Tsd. Euro (Vj. 10.957 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich vorwiegend um künft ige Zahlungen aufgrund von Leasing- und Wartungs verträgen.

Die Leasingverträge, die entsprechend IAS 17 als operatives Leasing behandelt werden, sind überwiegend für Miete von Büroräumen, Fertigungseinrichtungen, Fahrzeuge, EDV-Ausstattung und sonstigen Büromaschinen abgeschlossen worden. Die Verträge haben zum Teil feste Laufzeiten oder sind unbefristet und beinhalten folgende künft ige Mindestleasingzahlungen:

Künft ige Miet- und Leasingverpflichtungen

Angaben in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Bis 1 Jahr 4.968 4.639
1 – 5 Jahre 3.534 5.238
> 5 Jahre 0 33
Gesamt 8.502 9.910
Fair Value 8.451 9.658

In den Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäft sjahr 2012 ergebniswirksam erfassten Leasingaufwendungen belaufen sich auf 6.095 Tsd. Euro (Vj. 5.415 Tsd. Euro).

Ferner bestehen Verpflichtungen über 1.038 Tsd. Euro (Vj. 912 Tsd. Euro) für Wartungsverträge im Zusammenhang mit Grund und Gebäude, für Produktionsmaschinen sowie für die Informationstechnologie.

Zum Stichtag 31. Dezember 2012 bestehen Verpflich tungen für den Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von 7.487 Tsd. Euro (Vj. 665 Tsd. Euro) und für den Kauf von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 44 Tsd. Euro (Vj. 34 Tsd. Euro).

31. Geschäft ssegmente

Der Konzern ist ausschließlich im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profi küchen tätig. Die Berichtsstruktur des Konzerns für Managementzwecke wurde im Geschäft sjahr 2012 neu organisiert und richtet sich an den Marken RATIONAL und FRIMA aus. Entsprechend den geänderten internen Berichtsstrukturen wurde auch die Berichterstattung über die Geschäft ssegmente gemäß IFRS 8 angepasst. Die Segmentinformationen des Vorjahres wurden ebenfalls entsprechend angepasst.

Geschäft ssegmente sind organisatorische Einheiten, für die Informationen an das Management zum Zweck der Erfolgsmessung und der Ressourcenallokation weitergeleitet werden. Hauptentscheidungsträger ist der Vorstand.

RATIONAL konzentriert sich auf Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird aus dem Verkauf des SelfCookingCenter® whiteffi ciency® und des CombiMaster® Plus erzielt.

FRIMA fokussiert sich auf Kochanwendungen bei denen in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart wird. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf des VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® erzielt.

Beide Segmente beinhalten die Funktionen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service sowie Verwaltung.

Die Segmentumsätze enthalten sowohl Umsätze mit Dritten als auch Innenumsätze der Konzerngesellschaft en zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden. Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern der jeweiligen Segmente. Neben den Segmentumsätzen sind hierin alle Segmentaufwendungen mit Ausnahme der Ertragsteuern sowie des Finanzergebnisses enthalten.

Wie im Vorjahr gab es keine Kunden, mit denen ein Umsatzanteil von mehr als 10 % erzielt wurde.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in den Anhangangaben zu den Umsatzerlösen dargestellt.

Die in den Segmenten ausgewiesenen Abschreibungen betreff en immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Sonstige nach IFRS 8.23 angabepflichtige wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen sind weder 2012 noch im Vorjahr entstanden.

Die Überleitungsspalte enthält im Wesentlichen die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Eff ekte. Daneben sind Unterschiede zwischen den im Rahmen des internen Berichtswesens dem Management vorgelegten und den extern berichteten Zahlen enthalten.

Geschäft ssegmente 2012

Angaben in TEUR RATIONAL FRIMA Summe der
Segmente
Überleitung Konzern
Außenumsätze 411.008 23.824 434.832 + 149 434.981
Innenumsätze 1.600 1.871 3.471 –3.471
Segmentumsätze 412.608 25.695 438.303 –3.322 434.981
Segmentergebnis +119.409 +3.038 +122.447 +269 +122.716
Finanzergebnis –291
Ergebnis vor Steuern +122.425
Segmentabschreibungen 6.262 500 6.762 6.762

Geschäft ssegmente 2011

Angaben in TEUR RATIONAL FRIMA Summe der
Segmente
Überleitung Konzern
Außenumsätze 370.891 20.884 391.775 –87 391.688
Innenumsätze 1.602 1.699 3.301 –3.301
Segmentumsätze 372.493 22.583 395.076 –3.388 391.688
Segmentergebnis +99.729 +2.553 +102.282 –117 +102.165
Finanzergebnis +300
Ergebnis vor Steuern +102.465
Segmentabschreibungen 6.760 508 7.268 7.268

52.477 Tsd. Euro (Vj. 50.014 Tsd. Euro) aller langfristigen Vermögenswerte (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) werden in Deutschland ausgewiesen. 3.684 Tsd. Euro (Vj. 3.657 Tsd. Euro) sind Drittländern zuzuordnen.

32. Nahestehende Unternehmen und Personen

Gemäß IAS 24 sind Angaben zu den Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu machen. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der RATIONAL AG zählen die Tochtergesellschaft en, die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie Gesellschaft en, an denen dieser Personenkreis beteiligt ist. Mit Herrn Siegfried Meister, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, liegt ein Beherrschungsverhältnis vor, da er die Mehrheit der Aktien an der RATIONAL AG hält.

Die Geschäft svorfälle mit den im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaft en werden im Rahmen der Vollkonsolidierung eliminiert.

Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaft en mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2012 auf 1.621 Tsd. Euro (Vj. 1.580 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2012 waren gegenüber diesen Gesellschaft en keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen off en (Vj. 7 Tsd. Euro).

Alle genannten Geschäft e wurden zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart worden wären, abgeschlossen. Darüber hinaus lagen im Berichtsjahr keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.

33. Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Siegfried Meister, Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrats

Walter Kurtz, Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Hans Maerz, Wirtschaft sprüfer, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäft sjahr 2012 621 Tsd. Euro (Vj. 572 Tsd. Euro) und verteilt sich auf die Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

2012

Angaben in TEUR Fest Erfolgs
orientiert
Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 61 24 235
Walter Kurtz 125 61 19 205
Dr. Hans Maerz 117 61 3 181
Gesamt 392 183 46 621

2011

Angaben in TEUR Fest Erfolgs
orientiert
Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 51 24 225
Walter Kurtz 125 51 20 196
Dr. Hans Maerz
(ab 01.09.)
33 17 50
Roland Poczka
(bis 31.08.)
67 34 101
Gesamt 375 153 44 572

Die Aufsichtsratsvergütung für das Geschäft sjahr 2012 ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 580 Tsd. Euro (Vj. 535 Tsd. Euro) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten per 31. Dezember 2012 insgesamt 8.049.262 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 8.049.285 Aktien), davon Herr Siegfried Meister 7.161.411 Aktien (Vj. 7.161.411 Aktien).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland.

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dr. Günter Blaschke, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich

Reinhard Banasch, Dipl.-Betriebswirt Vorstand Vertrieb und Marketing

Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt Vorstand Personal

Herr Dr. Stadelmann wurde mit Wirkung zum 1. Dezember 2012 in den Vorstand der RATIONAL AG berufen.

In der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 wurde in Übereinstimmung mit § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröff entlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäft sjahr 2012 auf 4.284 Tsd. Euro (Vj. 3.746 Tsd. Euro). In diesem Betrag ist ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 1.931 Tsd. Euro (Vj. 1.969 Tsd. Euro) enthalten. Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 310 Tsd. Euro belaufen (Vj. 304 Tsd. Euro).

Die Mitglieder des Vorstands halten zum Bilanzstichtag zusammen 5.793 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 15.293 Aktien).

Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Stadelmann ist Vizepräsident des Verwaltungsrates der Malik Management Zentrum St. Gallen AG, St. Gallen, Schweiz sowie Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.

34. Aktienoptionspläne

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 ein Aktienoptionsprogramm für die Beteiligung der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, auch mittel- und langfristig den wirtschaft lichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken.

Es wurde beschlossen, den Bezugsberechtigten zunächst in bis zu fünf Tranchen Optionsrechte auf maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von insgesamt 200 Tsd. Euro zuzuteilen. Für den Abschluss der Optionsvereinbarungen ist ausschließlich der Aufsichtsrat zuständig, der auch den genauen Kreis der Bezugsberechtigten aus den Mitgliedern des Vorstands bestimmt.

Die Laufzeit der Optionsrechte kann bis zu fünf Jahre ab Begebung der einzelnen Tranchen betragen. Nach Ablauf der jeweiligen Sperrfristen ist die Ausübung der Optionsrechte nur innerhalb bestimmter Ausübungsfristen zulässig. Die Ausübungsfristen beginnen jeweils am zweiten und enden am sechsten Handelstag im Anschluss an eine ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft oder die Vorlage eines Quartalsberichtes.

Der Ausübungspreis entspricht bei Optionsrechten, die vor Aufnahme der ersten Notierung der Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Rahmen der Börseneinführung 2000 begeben werden, dem im Rahmen der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis je Aktie. Bei später begebenen Optionsrechten ist der Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgelegten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die entsprechende Begebung von Optionsrechten maßgeblich.

Bislang wurden zwei Tranchen über zusammen 69.000 Optionsrechte begeben, die in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100 % des Wertes einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden. Im Aktienoptionsprogramm verbleiben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 waren keine Optionen ausgegeben.

35. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der aktuellsten Fassung vom 15. Mai 2012. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich.

36. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäft sjahres 2012 sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns laut IAS 10 von besonderer Bedeutung wären.

37. Abschlussprüferhonorar

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Mai 2012 wurde die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaft sprüfungsgesellschaft , München, als Abschlussprüfer für das Geschäft sjahr 2012 gewählt.

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich insgesamt auf 211 Tsd. Euro (Vj. 221 Tsd. Euro) und beinhaltet folgende Leistungen:

Abschlussprüfungs-/Konzernabschlussprüfungsleistungen 176 Tsd. Euro (Vj. 189 Tsd. Euro) und sonstige Leistungen 35 Tsd. Euro (Vj. 32 Tsd. Euro).

Landsberg am Lech, den 15. Februar 2013

RATIONAL AG Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke Erich Baumgärtner Vorstandsvorsitzender Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann Reinhard Banasch Vorstand Vorstand Bereich

technischer Bereich Vertrieb und Marketing

Dr. Peter Stadelmann Vorstand Bereich Personal

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäft sverlauf einschließlich des Geschäft sergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 15. Februar 2013

RATIONAL AG Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke Erich Baumgärtner

Vorstandsvorsitzender Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann Reinhard Banasch Vorstand Vorstand Bereich

technischer Bereich Vertrieb und Marketing

Dr. Peter Stadelmann Vorstand Bereich Personal

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der RATIONAL Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gesamtergeb nisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapital veränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäft sjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft . Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschrift en liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft . Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaft sprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschrift en und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäft stätigkeit und über das wirtschaft liche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auff assung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschrift en und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreff endes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünft igen Entwicklung zutreff end dar.

München, den 15. Februar 2013

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaft sprüfungsgesellschaft

Stefano Mulas Dietmar Eglauer

Wirtschaft sprüfer Wirtschaft sprüfer

10-Jahres-Übersicht

2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Ertragslage
Umsatzerlöse Mio. EUR 435,0 391,7 350,1 314,4 343,0 336,6 283,7 246,4 221,8 186,6
Auslandsanteil % 86 85 84 83 84 84 84 83 84 83
Bruttoergebnis vom Umsatz Mio. EUR 261,7 234,4 217,0 191,6 203,7 199,9 173,8 149,7 131,5 108,5
Abschreibungen Mio. EUR 6,8 7,3 6,8 7,6 7,3 5,3 4,3 4,3 4,6 4,2
EBIT Mio. EUR 122,7 102,2 105,8 90,5 83,1 92,6 80,5 66,9 53,3 42,3
Jahresüberschuss Mio. EUR 93,3 78,7 79,8 67,3 61,7 61,2 51,8 42,4 33,8 26,8
Ergebnis je Aktie (unverwässert) EUR 8,20 6,93 7,02 5,92 5,42 5,38 4,55 3,73 2,98 2,36
Rohertragsmarge % 60,2 59,8 62,0 60,9 59,4 59,4 61,3 60,8 59,3 58,1
EBIT-Marge % 28,2 26,1 30,2 28,8 24,2 27,5 28,4 27,2 24,0 22,7
Nettomarge % 21,4 20,1 22,8 21,4 18,0 18,2 18,3 17,2 15,2 14,4
Eigenkapitalrentabilität (nach Steuern) % 42,0 36,0 38,0 41,6 47,9 53,3 52,9 43,7 34,7 31,6
Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) % 38,4 33,2 33,9 35,5 40,7 48,0 49,6 40,4 32,1 28,5
Ausschüttung* Mio. EUR 64,8 62,5 102,3 39,8 11,4 51,2 42,6 34,1 56,9 21,0
Dividende je Aktie* EUR 5,70 5,50 9,00 3,50 1,00 4,50 3,75 3,00 5,00 1,85
Vermögenslage
Anlagevermögen Mio. EUR 56,2 53,7 55,4 57,6 63,1 38,0 29,2 28,1 28,1 27,5
Umlaufvermögen (inkl. latenter Steuern und
sonstiger langfristiger Vermögenswerte)
Mio. EUR 270,0 229,5 250,3 208,1 145,9 149,4 117,4 104,0 118,7 100,5
Vorräte Mio. EUR 26,4 24,7 19,3 17,8 20,6 18,6 15,5 16,2 14,3 12,8
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Mio. EUR 65,9 71,7 58,7 51,4 57,7 61,4 53,1 46,1 36,7 32,7
Liquide Mittel (inkl. Festgelder) Mio. EUR 166,4 120,8 163,1 131,6 57,1 62,3 40,6 34,8 59,9 49,7
Bilanzsumme Mio. EUR 326,2 283,2 305,7 265,7 209,0 187,4 146,6 132,1 146,8 128,0
Eigenkapital Mio. EUR 237,4 206,9 230,3 189,8 133,6 124,0 105,8 89,9 104,1 90,6
Fremdkapital Mio. EUR 88,8 76,3 75,4 75,9 75,4 63,4 40,8 42,2 42,7 37,4
Rückstellungen
(inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten)
Mio. EUR 34,4 25,7 28,2 24,0 22,1 19,7 21,8 21,3 22,0 16,7
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Mio. EUR 25,3 19,0 21,3 31,6 25,8 18,0 2,5 2,2 2,4
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen Mio. EUR 10,5 10,1 9,2 7,0 10,9 9,3 6,8 5,4 5,8 4,6
Sonstige Verbindlichkeiten Mio. EUR 18,6 21,5 16,7 13,3 16,6 16,4 12,2 13,0 12,7 13,8
Eigenkapitalquote % 72,8 73,1 75,3 71,4 63,9 66,2 72,2 68,1 70,9 70,8
Working Capital (ohne liquide Mittel) Mio. EUR 69,8 73,4 58,2 54,7 60,7 61,7 58,4 53,0 41,0 37,0
in % der Umsatzerlöse % 16,0 18,7 16,6 17,4 17,7 18,3 20,6 21,5 18,5 19,9
Cashflow/Investitionen
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. EUR 111,4 67,7 86,9 83,2 71,0 61,1 49,1 32,8 39,2 29,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit Mio. EUR –38,0 61,4 –23,4 –72,2 –38,4 –30,2 –1,8 –3,7 –4,6 –4,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Mio. EUR –57,2 –106,0 –52,2 –7,7 –45,4 –26,0 –38,4 –42,3 –37,3 –5,1
Investitionen Mio. EUR 9,4 5,7 4,5 2,4 32,6 14,3 5,7 6,0 5,7 6,0
Mitarbeiter
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 1.258 1.184 1.058 1.031 1.090 965 864 792 742 679
Personalaufwand Mio. EUR 93,1 84,7 74,3 71,1 72,3 63,7 57,0 53,4 47,7 43,6
Umsatz je Mitarbeiter TEUR 345,8 330,8 330,9 304,9 314,6 348,8 328,4 311,1 298,9 274,7

*Ausschüttung jeweils im Folgejahr, 2012 vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung 2013

Finanzkalender 2013

München 20.03.2013
Frankfurt 20.03.2013
Landsberg 08.05.2013
Augsburg 08.05.2013
Landsberg 07.08.2013
Landsberg 06.11.2013

Kontakt

RATIONAL Aktiengesellschaft Iglinger Straße 62 86899 Landsberg am Lech

Erich Baumgärtner Vorstand kaufmännischer Bereich Telefon: +49 (0) 8191-327-209 Telefax: +49 (0) 8191-327-272 E-Mail: [email protected]

Stefan Arnold Manager Investor Relations Telefon: +49 (0) 8191-327-2209 Telefax: +49 (0) 8191-327-722209 E-Mail: [email protected]

Impressum

Herausgeber

RATIONAL Aktiengesellschaft Iglinger Straße 62 86899 Landsberg am Lech

Telefon: +49 (0) 8191-327-0 E-Mail: [email protected]

Konzept, Design, Text und Realisierung

Kirchhoff Consult AG, Hamburg

Druckerei

F&W Mediencenter GmbH, Kienberg

Bildnachweis

RATIONAL Aktiengesellschaft Titel: Marco Moog Seite 4/9: Armin Brosch Seite 16/17: Kathrin Müller-Hefft er Seite 24/25: Fotocredit Erwin Lanzensberger

Dieser Bericht wurde am 20. März 2013 veröff entlicht.

RATIONAL AG Iglinger Straße 62 86899 Landsberg am Lech

Telefon: +49 (0) 8191-327-0 Telefax: +49 (0) 8191-327-272 www.rational-online.com