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RATIONAL AG Annual Report 2009

Mar 11, 2010

345_10-k_2010-03-11_b0f74c6b-c59f-452c-b0a6-ae5f41141b83.pdf

Annual Report

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Kennzahlen

Angaben in Mio. EUR 2009 2008 Veränderung
absolut
Veränderung
in%
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse 314,4 343,0 –28,6 –8
Auslandsanteil in % 83 84 –1
Herstellungskosten 122,8 139,3 –16,5 –12
Vertriebs- und Servicekosten 75,5 88,5 –13,0 –15
Forschungs- und Entwicklungskosten 11,4 14,4 –3,0 –21
Allgemeine Verwaltungskosten 15,1 16,0 –0,9 –6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 90,5 83,1 +7,4 +9
Jahresüberschuss 67,3 61,7 +5,6 +9
Bilanz
Bilanzsumme 265,7 209,0 +56,7 +27
Working Capital 1 54,7 60,7 –6,0 –10
Eigenkapital 189,8 133,6 +56,2 +42
Eigenkapitalquote in% 71,4 63,9 +7,5
Cashflow
Operativer Cashflow 83,2 71,0 +12,2 +17
Investitionen 2,4 32,6 –30,2 –93
Freier Cashflow 2 80,8 38,4 +42,4 +110
Rendite auf das eingesetzte
Kapital (ROIC) in%
35,5 40,7 –5,2
Kennzahlen zur RATIONAL-Aktie
Gewinn je Aktie (in EUR) 5,92 5,42 +0,50 +9
Börsenkurs 3 (in EUR) 118,50 84,40 +34,10 +40
Marktkapitalisierung 1.347,3 959,6 +387,7 +40
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum 31.12. 993 1.117 –124 –11
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 1.031 1.090 –59 –5
Umsatzerlöse je Mitarbeiter (in TEUR) 304,9 314,6 –9,7 –3

Ohne liquide Mittel.

2 Operativer Cashflow abzüglich Investitionen.

XETRA-Schlusskurse zum letzten Handelstag im Geschäftsjahr.

RATIONAL 2009 Globale Präsenz – nah am Kunden.

Umsatzentwicklung in Mio. EUR

vor Zinsen und Steuern) in Mio. EUR

Umsatz nach Regionen in 2009

Die RATIONAL Mehrwert-Aktie – der renditestarke Wachstumswert.

Aktionäre der RATIONAL AG konnten seit dem Börsengang im Jahr 2000, der mit einem Emissionspreis von 23,00 Euro erfolgte, eine Gesamtwertentwicklung von 415% gemessen am Kurs für sich verbuchen. Das entspricht einer jahresdurchschnittlichen Rendite von rund 20%.

Auch in 2009 war die Kursentwicklung der RATIONAL Aktie sehr zufriedenstellend. Unter Berücksichtigung der ausbezahlten Dividende von 1,00 Euro je Aktie errechnet sich im Jahr 2009 für die Aktionäre der RATIONAL AG eine Gesamtrendite von +42%.

Das Ergebnis je Aktie (EPS) erreichte im Jahr 2009 5,92 Euro nach 5,42 Euro im Vorjahr. Die Verbesserung des Ergebnisses, trotz des Umsatzrückgangs in 2009, ist vor allem auf das konsequente Kostenmanagement, positive Effekte bei den Rohstoffpreisen und die ausgeprägte Preisstabilität der RATIONAL-Produkte zurück zuführen.

Für Gourmets

Für Anleger

Inhalt

Inhalt 2

04 Für Aktionäre

04 Vorwort des Aufsichtsrats
06 Brief des Vorstands
12 RATIONAL-Aktie
18 Bericht zur Corporate Governance
25 Bericht des Aufsichtsrats

33 Für Gourmets 34 Buenos Aires

  • 36 Mumbai
  • 38 Göteborg
  • 40 Montreal
  • 42 St. Julians/Malta

46 Für Anleger

46 Lagebericht
47 Überblick
52 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 87 Bilanz
54 Wirtschaftsbericht
64 Bericht zu Forschung und Entwicklung
64 Mitarbeiter 90 Anhang
66 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
68 Vergütungsbericht
69 Übernahmerechtliche Angaben 158 Bilanzeid
71 Erklärung zur Unternehmensführung
71 Nachtragsbericht
72 Risikobericht
82 Prognosebericht
  • Konzernjahresabschluss
  • Gesamtergebnisrechnung
  • Kapitalflussrechnung
  • Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
  • Finanzkalender
  • Service, Impressum
  • Mehrjahresübersicht

RATIONAL | Geschäftsbericht 2009

4

Für Aktionäre Für Gourmets Für Anleger

Vorwort des Aufsichtsrats

Siegfried Meister Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorwort des Aufsichtsrats

Die Krise schafft neue Realitäten

Das beschleunigte Wirtschaftswachstum in den Jahren vor der Krise wurde zum erheblichen Teil durch Spekulationsgewinne der Finanzwirtschaft finanziert und angeheizt.

Diese Spekulationsblase ist geplatzt. Die Weltwirtschaft ist dadurch zwar einerseits um Jahre zurückgefallen, andererseits jedoch wieder auf dem Boden der Realität angekommen.

Es dürfte mehrere Jahre dauern, bis z.B. die europäische Wirtschaft wieder auf dem Niveau sein wird, auf dem sie bereits vor der Krise stand. Wir haben es hier also nicht mit einem kurzfristigen, sondern mit einem mittel- bis langfristigen Phänomen zu tun. Die allgemeine Hoffnung auf den schnellen Weg zurück nach oben erscheint somit unerfüllbar.

Handeln statt abwarten

Vor diesem Hintergrund hat sich RATIONAL – in engem Schulterschluss zwischen Vorstand und Aufsichtsrat – für eine Strategie des konsequenten Handelns, d.h. der dynamischen Anpassung des gesamten Unternehmens an die neu entstandenen Realitäten, entschieden.

Die allgemein üblichen – zum Teil staatlich geförderten – Instrumente zur Krisenbewältigung wie Kurzarbeit, Kürzung oder Streichung freiwilliger Leistungen oder reduzierte Wochenarbeitszeit sind nur bei kurzfristigen Konjunktureinbrüchen angebracht und waren daher für RATIONAL im Jahr 2009 keine Option.

Diese kurzfristigen Instrumente halten an dem Status der Vergangenheit fest und hätten somit die erforderliche flexible und nachhaltige Neuausrichtung des gesamten Unternehmens erheblich verzögert.

Die Krise als Chance begreifen

Nur die Akzeptanz der neu entstandenen wirtschaftlichen Realitäten beendet die Lähmung, das Abwarten, aber auch die eng damit verknüpfte Verunsicherung aller Mitarbeiter über die Zukunft des Unternehmens und – natürlich damit unmittelbar verbunden – auch über ihre eigene Perspektive.

Durch unternehmerisches Denken entsteht eine neue Plattform als Ausgangsbasis für die aktive Zukunftsentwicklung. Sie öffnet wieder den Blick für zielgerichtetes Handeln und schafft den notwendigen Nährboden für Motivation und Kreativität. Die Krise wird so zur neuen Zukunftschance. Alles wird auf den Prüfstand gestellt. Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen, vor allem aber die weitere Förderung der Mitarbeiterqualität und Mitarbeiterverantwortung rücken in den Vordergrund.

In der Konsequenz steigt die Unternehmensqualität insgesamt und mit ihr die Chance, als Unternehmen stärker denn je aus der Krise herauszukommen.

Für die Zukunft gerüstet

Unsere Mitarbeiter haben dies 2009 weltweit sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie haben so in kürzester Zeit die besten Voraussetzungen für den Zukunftserfolg des Unternehmens geschaffen. Ihnen, den weltweiten RATIONAL-Mitarbeitern in den unterschiedlichsten Funktionen und Positionen, gelten meine besondere Hochachtung, mein herzlicher Dank und meine uneingeschränkte Anerkennung. Gerade bei stürmischem Wetter beweist sich die Qualität und Standfestigkeit eines wirklichen Spitzenteams.

Siegfried Meister Vorsitzender des Aufsichtsrats

Brief des Vorstands

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäftspartner!

Weltkonjunktur 2009: Talsohle durchschritten

Das Jahr 2009 war – zumindest bis Ende des ersten Halbjahres – ein Jahr der absoluten Ungewissheit darüber, wie stark die Weltwirtschaft tatsächlich einbrechen wird. Alle Wirtschaftsweisen haben ihre Prognosen von Monat zu Monat kontinuierlich nach unten korrigiert. Mitte 2009 war dann der Tiefpunkt erreicht. Eine weltweite Wirtschaftskrise hat nahezu alle Sektoren und Branchen betroffen und dennoch deutliche nationale Unterschiede in ihren Auswirkungen gezeigt.

Unter den großen Volkswirtschaften waren die Einschnitte in Russland, Spanien, den USA, Großbritannien, Japan und Deutschland besonders stark. Russland wurde dabei gleich zweimal getroffen. Zum einen brachen die Öl- und Gaspreise ein, zum anderen haben ausländische Finanzinvestoren in großem Umfang ihre Gelder abgezogen. Die spanische Rezession hatte ihren Ursprung im Zusammenbruch der Bauinvestitionen und dem damit verbundenen steilen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Die USA und Großbritannien bekamen die Auswirkungen der Immobilien- und Finanzkrise ebenfalls deutlich zu spüren. Deutschlands exportorientierte Wirtschaft schrumpfte um 5,1% und damit so stark wie nie zuvor in der Nachkriegszeit.

Gleichzeitig gab es aber auch 2009 Wirtschaftswachstum in den Top-Schwellenländern. Die bevölkerungsreichsten Länder China und Indien setzen ihren Wachstumskurs mit 8,5% bzw. 6% Wirtschaftssteigerung fort und rücken damit Jahr für Jahr näher an die Weltspitze. Aber auch das aufstrebende Rohstoffland Brasilien überstand das Krisenjahr 2009 mit noch 0,3% Wachstum relativ gut.

RATIONAL – moderater Umsatzrückgang

Nach einem noch deutlichen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr hat sich unsere Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2009 weiter stabilisiert. Mit einem Jahresumsatz von 314 Mio. Euro und damit einem Minus von lediglich 8% im Vergleich zum Vorjahr lag das Gesamtjahr im Rahmen der Erwartungen.

Foto (von links nach rechts):

Erich Baumgärtner Vorstand kaufmännischer Bereich Dr. Günter Blaschke Vorsitzender des Vorstands Peter Wiedemann Vorstand technischer Bereich Reinhard Banasch Vorstand Vertrieb und Marketing

Die ausgeprägte Internationalität unseres Geschäfts erwies sich in dem schwierigen Umfeld erneut als Vorteil. Durch die damit verbundene Risikostreuung konnten die negativen Auswirkungen der Krise wirkungsvoll abgefedert werden. 75% unseres Umsatzrückgangs sind allein auf die Geschäftsentwicklung in den besonders stark von der Krise getroffenen Märkten Russland, Spanien und Amerika sowie das OEM-Geschäft zurückzuführen. Alle anderen Absatzmärkte entwickelten sich relativ stabil. So wurde in vielen Ländern das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten oder sogar noch deutlich übertroffen.

Bodenbildung erreicht

Sowohl in den Wachstums- als auch in den Krisenländern gibt es starke Anzeichen dafür, dass wir 2009 insgesamt ein neues stabiles Niveau erreicht haben. Das Bestellverhalten der Kunden hat sich – wenn auch zum Teil auf deutlich niedrigerem Gesamtniveau – wieder normal auf Basis der historischen Saisonalität über die Einzelmonate des Jahres verteilt.

Für unseren weltweiten Gesamtabsatz im Jahr 2009 bedeutet das Platzen der Spekulationsblase jedoch letztlich den Rückfall auf ein Absatzniveau, das dem zwischen den Jahren 2006 und 2007 entspricht.

Für Gourmets

Für Anleger

Alle Kernziele im Jahr 2009 erreicht

Vor dem Hintergrund der grundlegend und nachhaltig veränderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir unser Unternehmen höchst flexibel an die neuen Realitäten angepasst und außerdem die Zeit aktiv genutzt, die eigenen Stärken auszubauen.

Dabei galt es zunächst, das Unternehmen durch den Aufbau einer möglichst hohen Liquiditätsreserve absolut krisenfest zu machen. Durch die Kürzung der Dividende für 2008 auf 11 Mio. Euro (Vj. 51 Mio. Euro) verblieben rund 40 Mio. Euro an liquiden Mitteln zusätzlich im Unternehmen. Konsequentes Kosten-, Bestands- und Forderungsmanagement sowie Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen in allen Unternehmensbereichen führten bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 zu einem Nettokassenbestand von über 100 Mio. Euro. Wir sind so für alle Eventualitäten, aber auch für notwendige Zukunftsinvestitionen bestens gerüstet.

Es ist uns gelungen, die durch die Krise verursachten neuen Absatzrealitäten pro Land schnell zu erkennen, zu akzeptieren und notwendige organisatorische Anpassungen vorzunehmen. Gleichzeitig wurden die Sachkosten entsprechend reduziert. Die Krise ist aber auch verstärkt für die Qualifikation der Mitarbeiter und die gezielte Weiterentwicklung von Führungskräften genutzt worden.

Alle Kernziele, die wir uns für 2009 vorgenommen haben, konnten wir so nicht nur erreichen, sondern teilweise sogar übertreffen. RATIONAL steht deswegen heute besser da, als zu Beginn des Jahres 2009. Dies spiegelt sich nicht zuletzt auch in dem 2009 erzielten Jahresüberschuss von 67,3 Mio. Euro wider, der um 9 Prozent über dem Wert Vorjahres liegt und trotz Krise einen neuen Rekord in der Geschichte von RATIONAL darstellt.

Wettbewerbsvorsprung bestätigt

Die Grundlagen unseres Erfolges sind und bleiben auch in Zukunft unsere wettbewerbsüberlegenen Produkte, das SelfCooking Center® und das VarioCooking Center®. Dieser Wettbewerbsvorsprung wurde uns auch 2009 von unseren Kunden einmal mehr bestätigt. Ein Beispiel dafür ist das Ergebnis der Praxisstudie "Kochen aus Leidenschaft" der Fachzeitschrift Küche. Rund 1.400 teilnehmende Köche in Deutschland bestätigen den großen Kundennutzen der intelligenten Gartechnologie von RATIONAL. Als größte Zeitfresser im Alltag der Profiköche sehen sie – neben dem Steuern und Überwachen von Garprozessen – die Durchführung von Qualitätskontrollen, die Organisation der Arbeitsabläufe sowie die Reinigung und Pflege der Gerätschaften. In all diesen Bereichen schaffen das SelfCooking Center® wie auch das VarioCooking Center® gezielte Entlastung. Als größten Vorteil nennen die befragten Küchenmeister, dass aufwändige Routinearbeiten an die intelligente Technik delegiert werden können und so Freiraum für wirklich wertschöpfende Tätigkeiten geschaffen wird.

Freies Weltmarktpotenzial

Im Vergleich zu vielen anderen Industrien haben wir keinen gesättigten Markt. Weltweit gibt es rund 2,5 Mio. Profiküchen in denen RATIONAL-Technologie gewinnbringend eingesetzt werden kann. Das SelfCooking Center® ersetzt nicht nur die traditionellen Gargeräte, sondern aufgrund seiner völlig neuen Technologie inzwischen auch ältere Combi-Dämpfer. Das Weltmarktpotenzial für das SelfCooking Center® beträgt daher nahezu 95 Prozent der oben genannten 2,5 Mio. Profiküchen. Das freie Potenzial für das VarioCooking Center® umfasst zusätzlich die gleichen 2,5 Mio. Küchen oder noch einmal rund 100 Prozent.

Für Gourmets Für Anleger

Aktienkursentwicklung bestätigt positive Aussichten

Die positive Einschätzung unserer Zukunftsperspektiven teilen auch unsere Aktionäre. Gegenüber den Tiefstständen im ersten Quartal 2009 hat der Kurs der RATIONAL-Aktie zum 31. Dezember 2009 um 108% zugelegt. Die Aktie notierte am 31. Dezember 2009 bei 118,50 Euro, dies entspricht einem Unternehmenswert von rund 1,3 Mrd. Euro. Die besondere Unternehmenskultur, das zukunftsorientierte Geschäftsmodell sowie die große Dynamik und hohe Ertragskraft unseres Unternehmens werden durch die Analysten besonders positiv bewertet. Die überwiegende Mehrheit der Analysten sieht für die Aktie deswegen noch Kurspotenzial und empfiehlt sie zu kaufen oder zu halten.

Ausblick für 2010 vorsichtig positiv

Die Prognosen für die globale wirtschaftliche Entwicklung wurden in den vergangenen Monaten kontinuierlich optimistischer und geben Grund zur Hoffnung, dass die Weltwirtschaft 2010 wieder zu einem moderaten Wachstum zurückkehren wird.

RATIONAL-Produkte sind selbst in schwierigeren wirtschaftlichen Phasen als Investition besonders attraktiv. Der Einsatz unserer Technologien erhöht das verfügbare Einkommen unserer Kunden unmittelbar. Die monatlich erzielbaren Einsparungen allein beim Einsatz von Rohwaren, Energie und Personal übersteigen selbst notwendige monatliche Finanzierungskosten um ein Vielfaches. Sie verbessern so die Gewinnsituation der Kunden bereits vom ersten Tag an.

Für uns heißt das, dass wir, nach dem "Anpassungsjahr 2009", im Jahr 2010 wieder gezielte Vertriebsinvestitionen in Märkte mit besonders hohem Wachstumspotenzial vornehmen können. Gleichzeitig werden wir weiterhin in Innovation investieren, um unsere Produktführerschaft weiter auszubauen, und selbstverständlich stehen auch wieder Effizienz- und Produktivitätssteigerungen in allen Unternehmensbereichen im Vordergrund. Jeder RATIONAL-Mitarbeiter trägt als "Unternehmer im Unternehmen", aus der Sicht seines Verantwortungsbereiches heraus Gesamtverantwortung und leistet so seinen aktiven Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Trotz aller positiver Grundtendenzen ist das Jahr 2010 noch mit erheblichen Risiken behaftet. Nach wie vor haben wir eine weltweit äußerst fragile Bankenlandschaft, ganze Staaten sind erstmals von der Zahlungsunfähigkeit bedroht. Insgesamt gehen wir dennoch vorsichtig optimistisch ins Jahr 2010 und erwarten eine Trendwende wieder hin zu leichtem Wachstum.

Wir danken allen Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären, besonders aber unseren Mitarbeitern für das in unser Unternehmen gesetzte Vertrauen sowie für die äußerst konstruktive und gute Zusammenarbeit.

Dr. Günter Blaschke Vorstandsvorsitzender der RATIONAL AG

Für Gourmets Für Anleger

RATIONAL-Aktie

RATIONAL-Aktie

Performance

Die Kursentwicklung der RATIONAL-Aktie war 2009 sehr zufriedenstellend. Unter Berücksichtigung der ausbezahlten Dividende von 1,00 Euro je Aktie errechnet sich im Jahr 2009 für die Aktionäre der RATIONAL AG eine Gesamtrendite von +42%.

Diese Kursentwicklung ist umso bemerkenswerter, weil sie ausschließlich auf der guten Performance seit April 2009 beruht, als sich die RATIONAL-Aktie schrittweise von ihrem Jahrestiefstkurs von 57,10 Euro erholen konnte. Der Jahresschlusskurs lag bei 118,50 Euro und damit 108% über dem Jahrestiefstkurs.

Insbesondere im ersten Quartal 2009 litt auch die RATIONAL-Aktie stark unter dem allgemein schlechten Umfeld an den weltweiten Kapitalmärkten. Hier setzte sich sowohl für RATIONAL als auch für die wichtigsten Vergleichsindizes wie DAX30 und MDAX die negative Entwicklung fort, die bereits mit Ausbruch der Krise im dritten Quartal 2008 begonnen hatte und zu einem Jahresschlusskurs 2008 von 84,40 Euro führte. Ab dem zweiten Quartal 2009 setzte jedoch Schritt für Schritt die Erholung ein.

2009 2008
Anzahl Aktien 11.370.000 11.370.000
Marktkapitalisierung
(Stichtag) (in Mio. EUR)
1.347,3 959,6
Durchschnittskurs (in EUR) 84,79 115,98
Höchstkurs (in EUR) 120,44 144,00
Tiefstkurs (in EUR) 57,10 69,53
Schlusskurs (Stichtag) (in EUR) 1 118,50 84,40
1 XETRA.

Die Marktkapitalisierung der RATIONAL AG lag zum Jahresende 2009 bei 1.347 Mio. Euro. Bezogen auf den Free Float von 28,42% lag die Marktkapitalisierung bei 383 Mio. Euro. Zum Vergleich die Werte zum 31. Dezember 2008: 960 Mio. Euro Gesamtmarktkapitalisierung und 273 Mio. Euro auf Basis des Free Float.

Langfristige Wertentwicklung

Aktionäre der RATIONAL AG konnten seit dem Börsengang im Jahr 2000, der mit einem Emissionspreis von 23,00 Euro erfolgte, eine Gesamtwertentwicklung von 415% gemessen am Kurs, für sich verbuchen. Das entspricht einer jahresdurchschnittlichen Rendite von rund 20%.

Kursverlauf RATIONAL AG 2009

RATIONAL im MDAX

Die RATIONAL-Aktie war seit 2000 Mitglied des SDAX. Dank der langfristigen und stetig aufwärtsgerichteten Performance sowohl beim Kurs als auch beim Handelsvolumen, erreichte RATIONAL sehr schnell einen Spitzenplatz im SDAX. Im März 2009 gelang der RATIONAL-Aktie der Sprung in den MDAX. Hier sind die 50 größten Unternehmen in den klassischen Branchen unterhalb des deutschen Leitindex DAX30 zusammengefasst.

Für Gourmets Für Anleger

Als Neueinsteiger im MDAX steht RATIONAL zum Jahresende 2009 gemessen an der Free-Float-Marktkapitalisierung auf Platz 45 und beim Handelsvolumen auf Rang 52. Gemessen an der gesamten Marktkapitalisierung rangiert RATIONAL sogar auf Platz 28 innerhalb der MDAX-Unternehmen.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag im Jahr 2009 bei 5,92 Euro. Im Vorjahr waren es 5,42 Euro. Die Verbesserung des Ergebnisses je Aktie trotz des Umsatzrückgangs 2009 ist vor allem auf das konsequente Kostenmanagement, positive Effekte bei den Rohstoffpreisen und die ausgeprägte Preisstabilität für die RATIONAL-Produkte zurückzuführen.

2009 2008
Ergebnis je Aktie (in EUR) 5,92 5,42
KGV 20,0 15,6
KCF 16,2 13,5
Kurs/Umsatz 4,3 2,8
Kurs/EBITDA 13,7 10,6
Kurs/Buchwert 7,1 7,2
Buchwert/Aktie (in EUR) 16,69 11,75

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat werden auf der Hauptversammlung am 21. April 2010 in Augsburg für das Geschäftsjahr 2009 die Zahlung einer Dividende von 3,50 Euro je Aktie vorschlagen. Das entspricht einem gesamten Ausschüttungsbetrag von insgesamt 39,8 Mio. Euro und einer Dividendenrendite von rund 3,0% (bezogen auf den Kurs am 31. Dezember 2009). Ziel der RATIONAL AG ist es, ihren Aktionären Dividendenkontinuität zu bieten und dennoch gleichzeitig das Unternehmen für alle Eventualitäten zu wappnen.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der RATIONAL AG zeichnet sich durch eine ausgeprägte Stabilität aus. Der Anteilsbesitz der Großaktionäre und Gründer des Unternehmens blieb 2009 unverändert bei addiert 71,58%. Der Free Float lag zum Jahresende bei 28,42%.

Für Gourmets Für Anleger

RATIONAL-Aktie

Analysten

Die RATIONAL AG wird aktuell von 15 Instituten mit regelmäßigen Aktienanalysen begleitet. Trotz der Finanzkrise konnte die gute Coverage 2009 weitgehend weitgehend konstant gehalten werden.

Die aktuellen Analysteneinschätzungen sind unter www.rational-online.com im Bereich Investor Relations in der Rubrik Analystenberichte zu finden.

Analystenurteile
Buy/Add/Outperform 10
Hold/Neutral 4
Sell/Reduce 1
Stand: 31. Dezember 2009

Kapitalmarktkommunikation

Ziel der RATIONAL AG ist es, ständigen intensiven Kontakt zu institutionellen und privaten Anlegern sowie Analysten zu halten. Das Management war in 2009 an 22 Tagen auf Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen. RATIONAL hat 2009 an sieben Kapitalmarkt- und DVFA-Konferenzen im In- und Ausland teilgenommen.

Auf der Unternehmenswebsite www.rational-online.com im Bereich Investor Relations finden Anleger alle wichtigen, tagesaktuellen Informationen zur RATIONAL-Aktie, wie beispielsweise den Finanzkalender, Kursdaten, aktuelle Veröffentlichungen und Analysteneinschätzungen.

Basisdaten der RATIONAL-Aktie
ISIN (International Security
Identification Number)
ISIN DE 0007010803
WKN (Wertpapierkennnummer) 701 080
Börsenplätze Frankfurt, München,
Stuttgart, Berlin, Düsseldorf
Zugehörigkeit zu Indizes MDAX, GEX, CDAX, Classic All
Share, Prime All Share (Deutsche
Börse), DAXsector Industrial, DAX
Internat. Mid 100, DAXplus Export
Strategy, BayX (Münchner Börse)

Für Gourmets Für Anleger

Bericht zur Corporate Governance

Bericht zur Corporate Governance

Corporate-Governance-Bericht

Die RATIONAL AG entwickelte auch im Geschäftsjahr 2009 die eigene Corporate Governance ständig weiter und folgt dabei weitestgehend den durch die Neufassung des Kodex vom 18. Juni 2009 erstmals aufgenommenen Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex").

Abweichungen werden in der gemeinsamen Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand offengelegt und begründet.

Die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat blieben 2009 unverändert. Die Satzung der Gesellschaft wurde durch Hauptversammlungsbeschluss in einem Punkt geändert und im Bereich Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern teilweise neu gefasst.

Aktionäre und Hauptversammlung

An der Hauptversammlung vom 6. Mai 2009 in Augsburg haben insgesamt 700 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 87,43%. Alle sechs zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden durch die Hauptversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats erläutert.

Vorstand und Aufsichtsrat berichten wie schon in den Vorjahren auch 2009 im Geschäftsbericht über die Corporate Governance des Unternehmens. Der Corporate-Governance-Bericht inklusive der Entsprechenserklärung ist zusätzlich Bestandteil der neu eingeführten Erklärung zur Unternehmensführung. Die RATIONAL-AG stellt diese Erklärung auf ihrer Unternehmenswebsite dar und verweist im Konzernlagebericht darauf. Zu den Kodexanregungen nimmt die RATIONAL AG im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts Stellung.

Vorstand

Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Günter Blaschke (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich) und Reinhard Banasch (Vorstand Vertrieb und Marketing), üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Aufsichtsrat

Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2009 hat die Herren Siegfried Meister, Walter Kurtz und Roland Poczka zu Aufsichtsräten gewählt und damit in ihrem Amt bestätigt.

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht aus drei Mitgliedern und verzichtet daher auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Vergütung der Organe

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2009 eine Gesamtvergütung in Höhe von 3.642 Tsd. Euro. Davon wurden 2.082 Tsd. Euro als variabler erfolgsabhängiger Vergütungsbestandteil ausbezahlt. Die variablen Vergütungsteile orientieren sich an der Ertragsentwicklung des Konzerns. Damit wird gleichzeitig sowohl positiven als auch möglichen negativen Entwicklungen Rechnung getragen.

Der Aufwand des Aufsichtsrats für dessen Beratungs- und Kontrolltätigkeiten wird für 2009 mit einer Vergütung in Höhe von 555 Tsd. Euro honoriert. Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats setzt sich aus fixen und erfolgsabhängigen Bestandteilen zusammen.

RATIONAL | Geschäftsbericht 2009 Für Aktionäre

Für Gourmets Für Anleger

20

Angaben in TEUR Fix Erfolgs
orientiert
Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 45 27 222
Walter Kurtz 125 45 18 188
Roland Poczka 100 45 145
Gesamt 375 135 45 555

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wie folgt:

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SMAX-Performance-Index (ab 1. Januar 2004 ersetzt durch SDAX-Performance-Index) geknüpft. In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperrund Ausübungsfristen durch Barabfindung bedient wurden.

Transparenz

Die RATIONAL AG hat im Geschäftsjahr 2009 insgesamt vier Ad-hoc-Mitteilungen nach §15 WpHG veröffentlicht, um alle Aktionäre unmittelbar über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung zu informieren.

Datum Inhalt
26.03.2009 Geschäftsjahr 2008 – weltweiter Konjunktureinbruch
bremst Wachstum
06.05.2009 Moderater Umsatzrückgang trotz Weltwirtschaftskrise
11.08.2009 12% Umsatzrückgang im ersten Halbjahr
10.11.2009 Umsatz im dritten Quartal auf Vorjahresniveau

Folgende Stimmrechtsschwellenmitteilungen sind der RATIONAL AG durch ihre Aktionäre zugegangen und wurden umgehend veröffentlicht:

Stimmrechtsschwellenmitteilungen gemäß §26 Abs. 1 WpHG
Inhalt Datum
Royce & Associates, LLC., New York, USA,
überschreitet 3% der Stimmrechte
(27.03.2009)
02.04.2009
Legg Mason, Inc., Baltimore, USA,
überschreitet 3% der Stimmrechte
(27.03.2009)
02.04.2009

Im Geschäftsjahr 2009 wurden der RATIONAL AG keine Directors'-Dealings-Mitteilungen zugeleitet.

Alle Ad-hoc-Mitteilungen und Pflichtveröffentlichungen wurden 2009 auf der Unternehmenswebsite eingestellt und sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache veröffentlicht.

Der Aktienbesitz des Vorstands liegt deutlich unter 1% des Grundkapitals. Der addierte mittelbare und unmittelbare Aktienbesitz des Aufsichtsrats liegt entsprechend den aktuellen Stimmrechtsmitteilungen bei 72,22%.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung am 6. Mai 2009 hat die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hatte sich der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer – wie auch in den Vorjahren – vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.

Für Gourmets Für Anleger

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach Prüfung des Abhängig keitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Der Wirtschaftsprüfer ist zusätzlich ab sofort angehalten, bei einem eventuellen Auftreten wesentliche, im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellte Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu berichten.

Entsprechenserklärung der RATIONAL AG

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL AG, Landsberg am Lech, erklären gemäß §161 AktG:

Die RATIONAL AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 ("Kodex") seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2009 mit den dort genannten Ausnahmen entsprochen und beabsichtigt, den Empfehlungen des Kodex zukünftig mit den nachfolgend genannten Ausnahmen zu entsprechen:

Ziffer 3.8 des Kodex:

"Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren."

Für den Vorstand der RATIONAL AG wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Bislang war kein Selbstbehalt vereinbart. Die Gesellschaft wird dies 2010 entsprechend den gesetzlichen Regelungen anpassen.

"In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine D&O-Versicherung. Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass verantwortungsvolles Handeln für alle Organmitglieder selbstverständliche Pflicht ist; eines Selbstbehaltes bedarf es deshalb nicht, zumal im Aufsichtsrat wesentliche Anteilseigner vertreten sind. Daher ist auch in Zukunft nicht beabsichtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in deren D&O-Versicherungen zu vereinbaren.

Ziffer 4.2.4 des Kodex:

"Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offengelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind.

Für Gourmets

Für Anleger

24

Die Offenlegung kann unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat."

Auf Grundlage eines Hauptversammlungsbeschlusses vom 17. Mai 2006 verzichtet die RATIONAL AG auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung. Den weiteren Bestimmungen wurde vollständig entsprochen. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, daran auch im Geschäftsjahr 2010 festzuhalten.

Ziffer 5.3 des Kodex:

"Bildung von Ausschüssen"

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL AG nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.

Ziffer 5.4.1 des Kodex:

"Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder"

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

Ziffer 5.4.3 des Kodex:

"Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden." In der Hauptversammlung 2009 wurde der Aufsichtsrat in Listenwahl in seinem Amt bestätigt. Aus zeitökonomischen Gründen hat die Gesellschaft diese Vorgehensweise mit Zustimmung aller anwesenden Aktionäre gewählt.

Landsberg, im Februar 2010 RATIONAL Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats 25

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

für die RATIONAL AG war 2009 aufgrund der weltweiten konjunkturellen Talfahrt ein schwieriges Jahr, in dem alle unternehmerischen Prozesse kritisch analysiert und angepasst wurden. Strukturen wurden überprüft, die Prozesse weiter verbessert und zusätzliche Werkzeuge zum Controlling und zur Steuerung des Unternehmens eingeführt. Der Aufsichtsrat hat diesen Prozess der Optimierung und Anpassung beratend und prüfend begleitet.

Beratung und Überwachung im Dialog mit dem Vorstand

Die nach Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben haben wir wahrgenommen. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Der Vorstand berichtete auch außerhalb der Sitzungen über wichtige Geschäftsvorfälle. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat und insbesondere ich mich – in meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats – fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands, insbesondere jedoch mit dem Vorsitzenden, in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich 2009 und im bisherigen Verlauf 2010 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Weiterentwicklung der Produkte, die Erschließung neuer Märkte wie z.B. Indien und China oder die Vermarktungsstrategie für das VarioCooking Center®.

Für Aktionäre Für Gourmets

Intensive Arbeit im Plenum

Der Aufsichtsrat ist 2009 zu insgesamt zwölf Sitzungen zusammengetreten. 2010 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2010 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft. Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG nur aus drei Mitgliedern besteht, konnte auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet werden.

Der gesetzlichen Forderung, dass wenigstens ein Aufsichtsratsmitglied ein unabhängiger Finanzexperte ist, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG entsprochen. Die Unabhängigkeit wird fortlaufend überprüft.

An allen Sitzungen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats vollzählig teilgenommen. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2009 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da kein Mitglied des Aufsichtsrats in wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zu der Gesellschaft oder dem Vorstand steht – abgesehen von der Eigenschaft als Aktionär der Gesellschaft.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und des Konzerns, die Risikolage, das Risikomanagement sowie nicht zuletzt die aktuelle Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z.B.:

  • • Organisationsanpassungs- und Kostensenkungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der sich verstärkenden Rezession
  • • Gewinnverwendungs- und Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2008
  • • Entwicklung der Ertragsstruktur des Unternehmens und Sicherstellung der Liquidität
  • • Kommunikation zur notwendigen Personalanpassung am Standort Landsberg
  • • Weiterentwicklung der Vermarktungsstrategie für das VarioCooking Center®
  • • Personalentwicklung und Führungsprinzipien bei RATIONAL

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2010 waren neben der Prüfung und Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses insbesondere die der Hauptversammlung 2010 zu unterbreitenden Beschlussvorlagen ein zentrales Thema. Auch für die Abschlussprüfung 2010 wird die Rölfs WP Partner AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren 2009, insbesondere aber auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2010, der gesamte Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Keine Veränderungen innerhalb der Organe der Gesellschaft

Innerhalb des Vorstands kam es 2009 zu keinen Veränderungen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden auf der Hauptversammlung am 6. Mai 2009 mit Mehrheit wiedergewählt und damit in ihrem Amt bestätigt. Ich darf mich an dieser Stelle, auch im Namen meiner Kollegen, Herrn Walter Kurtz und Herrn Roland Poczka, für das Vertrauen bedanken.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit den neuen Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009 befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate-Governance-Bericht Rechenschaft für das Jahr 2009 abgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat haben gemeinsam über die Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG in der Sitzung am 25. Januar 2010 beschlossen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung wurde im Februar 2010 auf der Unternehmenswebsite der RATIONAL AG veröffentlicht.

Vorstandsvergütung

Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt bei der RATIONAL AG im Gesamtaufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden. Die Vergütungsstruktur für den Vorstand der RATIONAL AG ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Weitere durch das Gesetz oder den Kodex geforderte Kriterien wie eine Vergütungsstruktur, die nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleitet, oder Begrenzungsmöglichkeiten für außerordentliche Entwicklungen sind bereits umgesetzt oder werden bei Neuverträgen entsprechend erfüllt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 6. Mai 2009 gewählt, hat die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor Veröffentlichung des Wahlvorschlags hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Als Schwerpunktthemen für die Prüfung 2009 wurden die Darstellung der Geschäftssegmente in Übereinstimmung mit den IFRS 8 und die Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7 festgelegt.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht der Gesellschaft wurden vom Wirtschaftsprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt, der auch auf die erstmals abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung verweist. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernjahresabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2010 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Für Aktionäre Für Gourmets

Für Anleger

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Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch bei den für 2009 festgelegten Prüfungsschwerpunkten, und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In der Sitzung vom 24. Februar 2010 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2009 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 in seiner testierten Fassung vom 17. Februar 2010 sowie den Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 in seiner testierten Fassung vom 17. Februar 2010. Der Jahresabschluss 2009 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß §312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

  • "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
  • 2.bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des Umfelds an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten, der Finanzlage der Gesellschaft und der Erwartungen der Aktionäre stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu. Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 134,2 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 3,50 Euro je Aktie oder insgesamt 39,8 Mio. Euro ausgeschüttet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Management für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen es 2009 in einem sehr herausfordernden Umfeld gelungen ist, RATIONAL auch in den Details noch besser zu machen und mit ihrer Zuverlässigkeit und ihrem Enthusiasmus unseren Kunden das "Mehr an Nutzen" zu bieten, das diese zu Recht von uns erwarten dürfen.

Landsberg am Lech, 01. März 2010

Siegfried Meister Vorsitzender des Aufsichtsrats

Für Gourmets Für Anleger

Chefköche aus aller Welt

Chefköche aus aller Welt

Die Küche ist die Seele eines Landes

In unserer modernen Welt ist alles jederzeit und überall verfügbar geworden. Das scheint auch für die Kochkunst zu gelten. Originalrezepte der entlegensten regionalen Küchen lassen sich mit einem einzigen Mausklick aus dem Internet abrufen. Und im Feinkostladen um die Ecke können wir die exotischen Zutaten aus allen Teilen der Erde kaufen.

Und doch bleibt ein Rest Geheimnis, der dafür sorgt, dass ein Steak in Buenos Aires anders schmeckt als irgendwo sonst auf der Welt, ein Lobster in Montreal zu einem einzigartigen Erlebnis wird und in Indien Gewürze immer noch eine zusätzliche Geschmacksdimension entfalten.

Die Maîtres, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen, kennen dieses Phänomen aus eigener Erfahrung. Ihr persönlicher Stil, ihre Handschrift wird immer auch von der Seele und der traditionellen Küche ihres Landes mitbestimmt. Dass diese feinen Unterschiede auch im gastronomischen Alltag erhalten bleiben, dafür sorgt auch die intelligente Kochtechnologie der Rational AG. Nutzenvielfalt und das breite Anwendungsspektrum des SelfCooking Center® unterstützen die Kreativität und Vielfalt in bester Weise und garantieren konstante Spitzenqualität der nationalen Gerichte.

Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise zu den kleinen, aber entscheidenden Unterschieden zwischen den kulinarischen Welten.

Argentinien. Der Tango der Kulturen.

Saftige Steaks, dazu Weißbrot und Rotwein. Wer Christian Petersens helles und einladendes Restaurant Los Petersen in Buenos Aires besucht, wird diesem Klischee einige überraschende Facetten hinzufügen müssen, denn neben dem Asado und anderen herzhaften Fleischgerichten finden sich auf der Speisekarte vor allem die Klassiker der italienischen Küche. Was die Einwanderer vom Mittelmeer in die Neue Welt mitgebracht haben, hier wird es kultiviert und mit großer Selbstverständlichkeit zelebriert – auch dank größter Präzision und traumwandlerisch sicheren Service-Abläufen, die durch das punktgenaue Timing mit dem SelfCooking Center® unterstützt werden.

Dass die Küche der Brüder Christian und Roberto Petersen in Argentinien so großen Einfluss genießt, liegt aber nicht nur an dieser handwerklichen Meisterschaft, sondern auch an der Art, wie die beiden hinausgehen, um ihre Kochkunst unter die Menschen zu bringen. Fernsehauftritte haben sie landesweit bekannt gemacht, und ihr Catering wird bei gesellschaftlichen Anlässen von internationalem Rang geschätzt.

Chefkoch Christian Petersen empfiehlt: Kalbszunge in Vinaigrette

Zutaten für 12 Personen als Vorspeise: 1 Kalbszunge, 1 Karotte, 1 halbe Zwiebel, 1 Lauchzwiebel, 3 Bund Petersilie, Salz

    1. Die gewaschene Kalbszunge, die Karotte, die Lauchzwiebel und die halbe Zwiebel in einen mittelgroßen Topf legen. Mit kaltem Wasser auffüllen und salzen.
    1. Alles bei geringer Hitze kochen, bis die Zunge gar ist. Im Topf erkalten lassen.
    1. Zunge entnehmen und häuten. In sehr feine Scheiben schneiden. Die Scheiben schichtweise in eine Vinaigrette mit Lorbeerblättern und Petersilie einlegen.
    1. Einen Tag marinieren lassen.

Steak meets Tiramisu – und dann ein guter Café

Pizza und Pasta müssen keinen Vergleich mit ihren italienischen Vorbildern scheuen, auch wenn sich im Laufe der Zeit ganz eigenständige Varianten entwickelt haben. Der zweite Fixstern der argentinischen Kochkunst ist die Zubereitung des Rindfleischs, das in erstklassiger Qualität angeboten wird. Und aus der spanischen Küche haben vor allem zahlreiche kleine Speisen, vergleichbar den spanischen Tapas, ihre Karriere in Südamerika fortgesetzt.

Typisch für die Mahlzeiten des Volkes sind herzhafte Eintöpfe, in denen die Zutaten in kargen Zeiten oft mehr von der Verfügbarkeit als von Kochbüchern bestimmt wurden, wie es der große patagonische Dichter Pablo Neruda in seiner Ode an die Zwiebel beschreibt:

"Aber erreichbar den Händen des Volkes und beträufelt mit Öl, bestreut mit ein wenig Salz, tötest du den Hunger des Tagelöhners auf mühsamem Wege." Kulinarische Feinheiten aus Rindfleisch und Zwiebel

Indien. Ein Subkontinent aus mehr als 32.000 Gewürzen.

Wer von der Küche Indiens spricht, muss sich zuerst klar machen, dass man hier nicht nur von einem Land sprechen kann, sondern von einem ganzen Subkontinent redet. Die Bergregionen des Himalaya und die Hafenstädte am Indischen Ozean trennen nicht nur Tausende von Kilometern, sondern auch vielfältige Klima- und Vegetationszonen. Religiöse Vorschriften bestimmen die Auswahl der Nahrungsmittel und deren Zubereitung. Hinzu kommt, dass in der Gastronomie gerade der Metropolen, die früheren britischen und portugiesischen Kolonialmächte ihre Spuren hinterlassen haben.

Was die indische Küche aber immer eint, ist ihre geradezu ausschweifende Liebe zu den Gewürzen. Fein aufeinander abgestimmt, ergeben sie subtilste Nuancen, die selbst Gerichte aus einfachsten Zutaten zu einem vielschichtigen Genuss werden lassen. Voraussetzung dafür ist eine Zubereitung, die alle kostbaren Aromen erhält. Vikas Seth, Chef des Dish-Central-Caterings in Mumbai, schwört deshalb auf intelligentes Dampfgaren: "Gerade bei dem hohen Anteil an vegetarischen Speisen auf unserer Karte und in Spitzenzeiten bis zu 30.000 Gerichten täglich sind für uns Verlässlichkeit und höchste Qualität made by Rational unerlässlich."

Das "Best of" der indischen Gewürze

Curryblätter. Die Blätter der Currypflanze haben nichts mit dem hierzulande vertriebenen Currypulver gemein. Ihr Geschmack erinnert ein wenig an Mandarinen. Sie sind vor allem in der vegetarischen südindischen Küche beliebt.

Kardamom findet in der europäischen Küche als Bestandteil des Currypulvers reiche Verwendung. Den wahren Charakter dieses Gewürzes aber entdeckt nur, wer die Kardamom-Samen erst bei Bedarf mörsert oder mahlt. In Indien wird es über dem offenen Feuer getrocknet und gibt kräftigen Schmor- und Gemüsegerichten eine ganz eigene Note.

Kurkuma (Gelbwurz) ist ein Ingwergewächs. Der Wurzelstock entfaltet sein charakteristisches Aroma erst getrocknet und gestoßen. In der indischen Küche ist die Verwendung von Kurkuma seit 4.000 Jahren belegt.

Zimt, in Indien meist Dalchini genannt, kommt ursprünglich aus Sri Lanka. Es wird nicht nur für Süßspeisen, sondern in der indischen Küche auch in Reis- und Fleischgerichten verwendet.

In Indien bezeichnet man Würzmischungen als Masala. Die Gewürzmischung Curry wird nur für den Export hergestellt.

Schweden. Zwischen Nordmeer-Krabben und geräuchertem Rentierherz.

Göteborgs Sterne leuchten – auch im Guide Michelin. Bei Kock & Vin, ganz in der Nähe des ehrwürdigen Königsparks, gelegen, wird der Name zum Programm. Denn zu den hervorragenden Gerichten mit oft deftiger und schwerer Ausgangsbasis werden hier Weine von internationaler Spitzenklasse gereicht. Exquisite Tropfen aus den besten Anbaugebieten lagern in den Kellern, und es ist immer wieder ein Vergnügen, sich von den erstklassigen Sommeliers des Hauses beraten zu lassen.

Geliebt von den Gästen werden vor allem die Gerichte mit Schalentieren. Ihr Geheimnis: Im kalten Wasser des Nordatlantiks wachsen sie nur sehr langsam und ihr Fleisch wird dabei besonders aromatisch. Auf der Karte findet sich aber auch Geräuchertes wie etwa Lachs oder verschiedene geräucherte Stücke vom Rentier, unter anderem Rentierherz. Zubereitet werden all diese Köstlichkeiten bei Kock & Vin mit genau der ruhigen und entspannten Selbstverständlichkeit, die der schwedischen Lebensart entspricht. Den exakten Garzeitpunkt haben Claes Grännsjö und sein Team dabei auch dank der Technologie von RATIONAL immer im Griff – auch bei den traditionell besonders kräftigen Bratenstücken vom Ren.

Langsam wachsen, langsam reifen und in aller Ruhe genießen...

Kock & Vin Göteborg, Schweden

Chefkoch Claes Grännsjö empfiehlt: Rentierbraten mit Hagebuttensauce

    1. Fleisch waschen, trocken tupfen, von Haut und Sehnen befreien und mit Salz und Pfeffer einreiben. Zwiebeln schälen und hacken.
    1. Butterschmalz im Bräter erhitzen und das Fleisch darin gut anbraten. Zwiebeln mitschmoren. Im Ofen bei 160 Grad etwa 20 Minuten braten.
    1. Butter erwärmen. Während des Garens das Fleisch mit flüssiger Butter bestreichen. Fleisch aus dem Bräter nehmen und warm stellen.
    1. Den Bratenfond mit dem Wildfond loskochen, durchsieben und aufkochen. Stärke mit Schlagsahne verrühren und die Sauce damit binden.
    1. Hagebuttenmus, Balsamicoessig und Apfeldicksaft einrühren, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.
    1. Das Rentierfleisch in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.

Den Rentierbraten erhalten Sie tiefgekühlt im Feinkostgeschäft.

Kanada. Frankreichs großer Botschafter in der Neuen Welt.

Die zweitgrößte französischsprachige Metropole liegt am Sankt-Lorenz-Strom. Und sicher sind vor allem die französischen Wurzeln mit dafür verantwortlich, dass Montreal inzwischen als die "gastronomische Hauptstadt der Welt" gehandelt wird. Gastronomie, das ist hier ein Gesamtkunstwerk aus gutem Essen und durchaus lässiger Lebensart, wie man sie beispielhaft im Laurie Raphaël erleben kann.

Dass das Restaurant des Hotels Le Germain Montreal aus dem großartigen Angebot Quebecs noch ein Stück herausragt, ist vor allem ein Verdienst von Daniel Vézina. Der aus dem Fernsehen und durch seine Bücher bekannte Koch betreibt sein Restaurant mit größter Leidenschaft, was man von der Vorspeise bis zur Crème brûlée auch am aufmerksamen Service erkennen kann. Die französische Maxime, alles à la minute zuzubereiten, lässt sich mit modernster Küchentechnologie und der Unterstützung durch das SelfCooking Center® auch bei großen Mengen mühelos umsetzen. Der Einkauf erlesener Zutaten ist in Montreal ohnedies kein Thema: Die Märkte der Stadt sind geradezu eine Schatzkiste mit den besten und frischesten Lebensmitteln, die der nordamerikanische Kontinent zu bieten hat.

Crème brûlée (französisch "gebrannte Creme") ist eine Süßspeise aus Eigelb, Sahne, Milch und Zucker, die sich als Dessert in der französischen, leicht abgewandelt aber auch in der portugiesischen und spanischen Küche wiederfindet.

Eine nordamerikanische Karriere: vom Armeleuteessen zum Gourmet-Tipp

Ob bürgerliches Restaurant oder Spitzengastronomie – der Lobster findet sich in Montreal auf fast jeder Karte. Als die ersten europäischen Siedler nach Nordamerika kamen, war der Hummerbestand so groß, dass die raue See die Tiere oft meterweit an den Strand spülte, wo sie nur noch aufgelesen werden mussten. So wurde der Lobster vor allem zur Nahrung für die ärmeren Schichten. Einen ersten Boom erlebte der Lobster mit der Verbreitung der Konservenfabriken. Gebrüht und in Dosen verpackt, eroberte er den Kontinent.

Heute wird der Hummerfang streng überwacht, um die Bestände zu sichern. Fanglizenzen werden teuer gehandelt, was die Schalentiere entsprechend wertvoll macht. Und auch aus den Dosen haben sich die Hummer befreit: Die Feinschmeckerware wird hauptsächlich als Lebendfracht per Luftpost verschickt. 41 Fangzonen vor der kanadischen Küste sorgen dafür, dass zu jeder Jahreszeit frischer Nachschub garantiert ist.

Malta. Das Beste, was Meer und Sonne reifen lassen.

Eine kleine Insel im fischreichen Mittelmeer, über die Jahrtausende hinweg in teils friedlicher, teils kriegerischer Absicht von Griechen, Italienern, Briten und Nordafrikanern bereist – das ist eine Zutatenliste, die einen ebenso vielfältigen wie spannungsreichen Gaumenkitzel verspricht. Vom kräftigen Kaninchenbraten zum feinen Tintenfischragout, vom herzhaften Makkaroni-Auflauf bis zu mit Datteln gefüllten Teigtaschen hält eine gute maltesische Speisekarte eine Vielfalt bereit, wie sie selbst in anderen mediterranen Küchen eine Seltenheit ist. Auch auf den Getränkekarten finden sich ausgesuchte Kostbarkeiten, denn der maltesische Wein hält dem Vergleich mit hervorragenden kontinentaleuropäischen Tropfen stand.

Im Hilton Malta hat Küchenchef Joseph Vella seinen ganz eigenen Weg gefunden, regionale Küche und internationale Standards miteinander zu verbinden: Zwischen vier Pools, drei Bars und 21 Konferenzräumen erwartet den Gast eine einzigartige Mischung aus mediterranem Charme und luxuriöser Noblesse in vier stilvollen Restaurants. Unterstützt von intelligenter RATIONAL-Technologie für die Hochleistungsküche, um in Spitzenzeiten auch bis zu 200 Kaninchenrücken gleichzeitig zubereiten zu können.

Chefkoch Joseph Vella empfiehlt: Kaninchen mit schwarzen Oliven

1 Kaninchen, 100 g schwarze Oliven, 200 g gehackte Zwiebeln, Rosmarin, gehackter Knoblauch, Öl, 1 Glas trockener Weißwein, Gewürze.

    1. Das Kaninchen in etwas Öl scharf anbraten.
    1. Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls anbraten und
    1. mit den Oliven, dem Wein, dem Rosmarin und den Gewürzen zum Kaninchen geben.
    1. Im Backofen eine Stunde braten lassen.

Maltesischer Wein – zu gut zum Exportieren

Schon die Phönizier haben die ersten Weinreben mit nach Malta gebracht. Die britischen Kolonialherren wandelten später viele Weinberge in Baumwollplantagen um, aber seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Weinbau auf Malta eine Renaissance erlebt.

Gehaltvolle Böden und viel Sonne machen die Insel zu einem Anbaugebiet, in dem unter anderem Merlot, Chardonnay, Syrah und Cabernet Sauvignon vorzüglich gedeihen. Allerdings sind die Anbauflächen insgesamt so klein, dass praktisch nur für den Eigenbedarf produziert wird. Weine in Spitzenqualität kommen vor allem aus der kleinen Kellerei Meridiana, die nur in sehr geringen Mengen produziert und sich im mittleren und höheren Preissegment einen Namen gemacht hat.

"Mit Rational sind wir jederzeit in der Lage, unseren Gästen Speisen in ausgezeichneter Qualität und Vielfalt zu bieten. Auch bei Events mit bis zu 1.500 Gästen."

Joseph Vella

Chefkoch Vikas Seth Dish Central Mumbai, Indien

Chefkoch Claes Grännsjö Kock & Vin Restaurant Göteborg, Schweden

Chefkoch Daniel Vézinas Restaurant/Atelier/Boutique Quebec – Montreal, Kanada

Chefkoch Joseph Vella Hilton Hotel Portomaso, St. Julians, Malta

46

Für Aktionäre Für Gourmets Für Anleger

Lagebericht

Lagebericht des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2009

Inhaltsverzeichnis

  • 47 Überblick
  • 52 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
  • 54 Wirtschaftsbericht
  • 64 Bericht zu Forschung und Entwicklung
  • 64 Mitarbeiter
  • 66 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
  • 68 Vergütungsbericht
  • 69 Übernahmerechtliche Angaben
  • 71 Erklärung zur Unternehmensführung
  • 71 Nachtragsbericht
  • 72 Risikobericht
  • 82 Prognosebericht

Die auf den Seiten 49, 51 und 57 abgedruckten Grafiken bzw. grafischen Darstellungen sind nicht Bestandteil des testierten Konzernlageberichts der RATIONAL AG.

Überblick 47

Unternehmensphilosophie: Das RATIONAL-Leitbild

Die wichtigste Grundlage für den RATIONAL-Unternehmenserfolg ist die einfache, weltweit gelebte Unternehmensphilosophie, das gemeinsame Leitbild. RATIONAL ist bekennender Spezialist und konzentriert sich auf eine klar definierte Zielgruppe und innerhalb der Zielgruppe auf ihr "Herzstück". Die Zielgruppe sind die Menschen in den Profiküchen der Welt. Das "Herzstück" ist die thermische Speisenzubereitung.

Unseren Kunden stets den höchstmöglichen Nutzen zu bieten ist das oberste Unternehmensziel. Die konsequente Spezialisierung und Konzentration allen Denkens und Handelns hat über die Jahre dazu geführt, dass wir uns mit unseren Kunden immer enger verbinden und ihre Wünsche und Bedürfnisse immer besser verstehen. So sind wir praktisch Teil ihrer Welt und in der Lage, ihre Probleme in bester Weise – besser als andere – zu lösen.

RATIONAL versteht sich dabei in erster Linie nicht als Maschinenbauer, sondern als innovativer Problemlöser. Die operative Welt der Kunden und das entsprechende wissenschaftliche Umfeld spiegeln sich vor allem auch in der Struktur des Forschungs- und Entwicklungsbereiches wider. Es arbeiten dort Physiker in der Grundlagenforschung, Küchenmeister und Lebensmittelwissenschaftler in der Anwendungsforschung und natürlich Entwicklungsingenieure in der Produktentwicklung.

Die Konzentration aller Ressourcen auf eine einzige Zielgruppe und die strate gische Ausrichtung des Gesamtunternehmens auf die Anwendungsseite schaffen gleichzeitig höchste Problemlösungskompetenz. Die dauerhafte Produktführerschaft mit immer größerem Kundennutzen ist die Folge. Die Attraktivität und Anziehungskraft der Marke RATIONAL steigt kontinuierlich.

Wettbewerbsposition: Weltweiter Markt- und Technologieführer

Die RATIONAL-Gruppe ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Das 1973 gegründete Unternehmen beschäftigt in 25 Gesellschaften rund 1.000 Mitarbeiter, davon über 600 in Deutschland. RATIONAL erreicht einen Weltmarktanteil von über 50%.

Für Aktionäre Für Gourmets

Für Anleger Überblick

Produkte: Mit Innovationen den Kundennutzen steigern

Die RATIONAL AG verfügt mit dem SelfCooking Center® und dem VarioCooking Center® über zwei Produkte, die in ihrem Segment die weltweiten technologischen Standards setzen. Das SelfCooking Center® ist das einzige Gargerät mit intelligenten Garprozessen für Backen, Braten, Grillen, Dämpfen, Dünsten, Blanchieren und Pochieren. Es ersetzt 40 bis 50% aller herkömmlichen Gargeräte wie z.B. Heißluftöfen, Herde oder Kessel. Die Wärmeübertragung erfolgt dabei durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beiden.

Die ideale Ergänzung dazu ist das VarioCooking Center®, das die französische Tochtergesellschaft FRIMA Ende 2005 auf den Markt gebracht hat. Mit diesem Gerät wird in Flüssigkeiten oder mit direkter Kontakthitze gegart. Das SelfCooking Center® und das VarioCooking Center® sind gemeinsam in der Lage, praktisch alle traditionellen Gargeräte in Profiküchen zu ersetzen.

Das SelfCooking Center® und das VarioCooking Center® vereinen alle wichtigen Garund Zubereitungsanwendungen in Profiküchen. Es kann so eine deutliche Platzersparnis beziehungsweise Ausweitung der Kapazitäten auf gleichem Raum erzielt werden. Mit dem SelfCooking Center® und dem VarioCooking Center® ersetzen wir jedoch nicht nur alle traditionellen Gargeräte einer Profiküche, sondern bieten gleichzeitig eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten bei der Speisenqualität und der Speisenzubereitung. Alle RATIONAL-Geräte zeichnen sich durch eine extrem kurze Amortisationszeit aus. Aufgrund von Einsparungen bei Rohwareneinsatz, Personal und Energie erwirtschaften sie ab dem ersten Tag positive Deckungsbeiträge und amortisieren sich bereits in durchschnittlich vier bis zwölf Monaten.

Weltmarkt: Großes freies Potenzial

Weltweit gibt es 2,5 Mio. Profiküchen, in denen RATIONAL-Technologie eingesetzt werden könnte. Das adressierbare freie Marktpotenzial einschließlich des Austauschpotenzials von älteren Combi-Dämpfern beträgt für das SelfCooking Center® rund 95% dieser 2,5 Mio. Profiküchen. Das VarioCooking Center® spricht die gleiche Zielgruppe an wie das SelfCooking Center®. Das freie Weltmarktpotenzial für diese neue, revolutionäre Technologie beträgt somit praktisch nochmals 100% der gleichen 2,5 Mio. Profiküchen.

54 % Weltmarktanteil – RATIONAL ist dank Qualität und Innovationskraft Nr. 1

Für Aktionäre Für Gourmets

Für Anleger Überblick

Wachstumsstrategie: Organische Entwicklung

Vor dem Hintergrund des noch großen freien Marktpotenzials setzt RATIONAL auf organisches Wachstum ohne Akquisitionen. Durch ständige Verbesserung des Kundennutzens durch innovative Produkte und Dienstleistungen sowie den Ausbau des Vertriebs- und Marketingnetzwerkes wird der Weltmarkt erfolgreich und immer effizienter erschlossen.

Distributionsstrategie: Marktpotenzialorientierung

RATIONAL ist über eigene Gesellschaften und exklusive Vertriebspartner in insgesamt 40 Ländern vertreten. In den sonstigen Ländern der Welt erfolgt der Vertrieb über entsprechende Handelspartner. Die Strategie von RATIONAL zielt darauf ab, die Marktdurchdringung pro Land stetig zu erhöhen. Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielt RATIONAL rund 70% der Umsatzerlöse. Trotzdem verfügen die Produkte von RATIONAL auch in diesem Markt noch über ein großes freies Marktpotenzial. Zusätzlich investiert RATIONAL in besonderem Maße in neue Zukunftsmärkte. Wegen der infolge der Wirtschaftskrise rückläufigen Kaufkraft in einzelnen Märkten lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 der Fokus auf der Optimierung und Anpassung der vorhandenen Strukturen an die jeweiligen neuen konjunkturellen Realitäten.

Produktionsstrategie: Geringe Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

RATIONAL folgt in der Produktion dem Grundprinzip, dass eigene Kapazitäten nur dann gebunden werden, wenn etwas qualitativ besser oder preiswerter hergestellt werden kann als durch andere oder wenn ein bestimmtes System-Know-How für die Zukunftsentwicklung des Unternehmens besonders wichtig ist. Die Konsequenz daraus ist eine relativ niedrige eigene Fertigungstiefe bei gleichzeitig höchster Wertschöpfung und Flexibilität.

2,5 Mio. Profiküchen bilden das Marktpotenzial für RATIONAL-Produkte – weltweit.

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Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Konzernstruktur: Fokussierte Strukturen und Prozesse

Die RATIONAL AG mit Sitz in Landsberg am Lech ist die Obergesellschaft des RATIONAL-Konzerns. Gleichzeitig ist sie maßgeblich für die Leistungserbringung zuständig. Am Firmensitz Landsberg am Lech sind die größten Produktionsstandorte der Unternehmensgruppe beheimatet. Ein weiterer Produktionsstandort befindet sich bei der französischen Tochtergesellschaft FRIMA im elsässischen Wittenheim. Die zum Bilanzstichtag im Konsolidierungskreis enthaltenen 19 internationalen und fünf nationalen Tochtergesellschaften dienen überwiegend dem Vertrieb sowie dem Service vor Ort.

Zur besseren Erschließung des wichtigen europäischen Absatzmarktes Großbritannien für das VarioCooking Center® wurde im Dezember 2009 die FRIMA UK Limited gegründet. Weitere Veränderungen in der Konzernstruktur gab es nicht.

Steuerung: Flexibilität als Maxime

Das Unternehmen verfügt über ein mehrstufiges Planungs- und Controllingsystem, das alle weltweiten Aktivitäten umfasst. Alle Unternehmensprozesse werden auf dieser Basis detailliert geplant, erfasst, berichtet, analysiert und im Rahmen des entwickelten Kennzahlensystems bewertet. Eventuell notwendige Anpassungen werden zeitnah erarbeitet und umgesetzt.

Qualität ist bei RATIONAL ein zentrales Steuerungsinstrument. Auch die Qualität aller Lieferanten und Service-Partner wird fortlaufend analysiert und nach gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung bewertet und transparent gemacht. Gemeinsam mit den Lieferanten und Service-Partnern wird fortlaufend an der Verbesserung der Produkt- und Dienstleistungsqualität gearbeitet.

In allen Unternehmensprozessen ist kontinuierliche Verbesserung weltweit gelebte Praxis. Über 3.300 im Jahr 2009 umgesetzte Verbesserungsvorschläge sind ein Beleg für das hohe Maß der Identifizierung aller Mitarbeiter mit dem außerordentlichen Qualitätsanspruch.

Zentrale finanzwirtschaftliche Steuerungskennzahlen bei RATIONAL sind die Umsatzentwicklung, das EBIT und die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC). 2009 lag der ROIC bei 35%, nach 41% im Vorjahr. Damit überstieg der ROIC den zugrunde gelegten Kapitalkostensatz von 9% um das Dreifache. Das entspricht einem positiven Beitrag von 51,0 Mio. Euro zur weiteren Unternehmenswertsteigerung. Der aus Risikogründen bewusst angestrebte hohe Finanzmittelbestand belastet diese Kennzahl in 2009 nicht unerheblich. Bei einem sonst üblichen Kassenbestand von 60,0 Mio. Euro würde der ROIC mit etwa 44% ein Spitzenniveau erreichen.

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Weltwirtschaft: Globale Rezession

Die Weltwirtschaft befand sich im Berichtsjahr in einer extrem schwierigen Situation. Das Übergreifen der Immobilien- und Finanzkrise auf die Realwirtschaft führte im Ergebnis zu einer globalen Krise und einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,1%. Charakterisierend für die wirtschaftliche Lage war auch die herrschende große Unsicherheit. Wirtschaftsforschungsinstitute mussten insbesondere im ersten Halbjahr ihre Prognosen ständig nach unten anpassen.

Trotz globaler Krise zeigten sich auch 2009 extreme nationale Unterschiede. Den gravierendsten Abschwung erlebte Russland, wo die Wirtschaftsleistung nach einem Plus von 5,6% in 2008 auf ein Minus von 7,4% in 2009 drehte. Das stark auf Öl- und Gasexporten sowie Investitionen ausländischer Geldgeber basierende Wirtschaftssystem wurde von der Krise besonders hart getroffen. Japan und Spanien setzten 2009 die bereits vorher vorhandene rezessive Konjunkturentwicklung fort. Schwierig war die Lage auch in den USA und in Großbritannien, die insbesondere durch die Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen wurden. Allerdings war die Entwicklung in den USA nicht so negativ wie von vielen befürchtet. Ab dem zweiten Halbjahr zeichnete sich weltweit auch in den Krisenländern eine konjunkturelle Bodenbildung ab.

Die Effekte aus Währungsschwankungen und Zinsveränderungen wirkten sich 2009 für RATIONAL leicht belastend aus. Negativ entwickelten sich das britische Pfund, die schwedische Krone und der polnische Zloty. Während der US-Dollar und der japanische Yen diese negativen Effekte im ersten Halbjahr noch ausgleichen konnten, verlor insbesondere der US-Dollar in der zweiten Jahreshälfte wieder an Wert.

Aufgrund der ausgezeichneten Liquiditätsposition und der geringen Verschuldung von RATIONAL konnte das Unternehmen per saldo nicht von sinkenden Zinsen profitieren. Für die Anlage der liquiden Mittel verschlechterten sich die Zinssätze kontinuierlich. Unsere Strategie "Sicherheit vor Rendite" hatte auch in 2009 oberste Priorität.

Branchen- und Marktentwicklung: Normalisierung des Bestellverhaltens

Die Investitionsneigung der Kunden für Großküchentechnik hat sich 2009 auf deutlich niedrigerem Niveau stabilisiert. Nach dem Einbruch im Markt zu Jahresbeginn gab es im Laufe des Jahres wieder eine Rückkehr zum weitestgehend normalen saisonalen Orderverhalten.

Bei den Beschaffungspreisen für Stahl und entsprechende Legierungen profitierte die Branche von der konjunkturellen Talsohle und damit einhergehend von stabil niedrigeren Preisen als in den Jahren 2007 und 2008.

Geschäftsverlauf 2009: Stabilisierung auf niedrigerem Niveau

Die Geschäftsentwicklung der RATIONAL AG war 2009 gekennzeichnet durch eine weltweit deutlich spürbare Zurückhaltung der Kunden bei Neuinvestitionen. Allerdings ist es RATIONAL gelungen, die negativen Effekte bezüglich Orderzahlen und Umsatz auf wenige Ländermärkte zu begrenzen. So waren die Verkaufszahlen in Spanien, Russland, Amerika und an die OEMs zu 75% dafür verantwortlich, dass die Umsatzerlöse insgesamt nicht den Wert des Vorjahres erreichen konnten. In allenanderen Ländermärkten war der Geschäftsverlauf erfreulich stabil oder sogar deutlich positiv.

RATIONAL ist es einerseits gelungen, in etablierten Märkten wie dem deutschen Heimatmarkt, dank der hohen Kundenzufriedenheit und der damit direkt zusammenhängenden großen Wiederkaufsrate im Ersatzgeschäft, eine stabile Entwicklung zu erreichen. Andererseits konnte RATIONAL in Märkten, die weniger von der allgemeinen Krise betroffen waren, wie einzelne asiatische Länder, vorhandene Wachstumschancen nutzen. In den von der Krise besonders getroffenen Ländern Russland, Spanien und USA, wo auch RATIONAL unter der ausgeprägten Krise zu leiden hatte, wurden die Strukturen und damit die Kosten zügig an die neuen Gegebenheiten angepasst.

Das Geschäft mit dem wichtigsten Umsatzträger von RATIONAL, dem SelfCooking Center®, verlief weitgehend analog zur dargestellten allgemeinen Geschäftsentwicklung. Signifikant besser war die Entwicklung beim VarioCooking Center®, das, allerdings auf deutlich niedrigerem Ausgangsniveau, auch in 2009 ein Absatzund Umsatzwachstum erzielen konnte.

RATIONAL | Geschäftsbericht 2009

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Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung: Erwartungen erfüllt

Die Umsatzentwicklung verlief 2009 weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Die kumulierten Umsatzerlöse von 314,4 Mio. Euro entsprachen einem Rückgang von 8,3% im Vergleich zum Vorjahr (343,0 Mio. Euro).

RATIONAL konnte dabei die Umsätze von Quartal zu Quartal steigern. Auch im vierten Quartal 2009 zeigte sich wieder der typische saisonale Effekt. Vor dem Hintergrund des nach wie vor herausfordernden Umfelds kann dies als positives Signal gewertet werden, drückt sich darin doch eine weitgehende Normalisierung der Nachfrage aus.

Diese Normalisierung lässt sich auch bei einer tiefer gehenden Analyse der Umsatzverteilung auf die einzelnen Monate belegen. Die Umsatzentwicklung und -verteilung folgt auf ermäßigtem Niveau wieder den Gesetzmäßigkeiten des Marktes und den langjährigen Erfahrungswerten von RATIONAL. Damit dürfte sich die Planbarkeit und Verlässlichkeit der Geschäftsentwicklung wieder deutlich verbessern.

Internationalität: Chancen in Wachstumsmärkten nutzen

Die starke internationale Ausrichtung der RATIONAL AG erwies sich auch in der gegenwärtigen Krise als klarer Vorteil. Insbesondere im dritten und vierten Quartal konnte in einigen regionalen Absatzmärkten der Vorjahresumsatz wieder übertroffen werden.

Der Exportanteil verringerte sich in 2009 geringfügig von 84,1% auf 83,0%.

Umsatz nach Regionen

Von Quartal zu Quartal steigerte RATIONAL in 2009 die Umsätze (in Mio. EUR).

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Ertragslage: Erwartungen deutlich übertroffen

Die Ertragslage des RATIONAL-Konzerns entwickelte sich 2009 weiter positiv und hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz Umsatzrückgang verbessert. Die Rohertragsmarge (Bruttoergebnis vom Umsatz bezogen auf die Umsatzerlöse) des Jahres 2008 konnte 2009 von 59% auf 61% deutlich ausgebaut werden. Das EBIT wuchs um 8,9% von 83,1 Mio. Euro auf 90,5 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nahm von 61,7 Mio. Euro auf 67,3 Mio. Euro zu. RATIONAL konnte damit die Ergebniserwartungen 2009 deutlich übertreffen.

Kostenmanagement: Verbesserung der Margen

Die Rohertragsmarge von RATIONAL erreichte 2009 einen hervorragenden Wert von 61% und damit eine Steigerung zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte. Besonders hervorzuheben ist die gute Entwicklung im dritten und vierten Quartal. Ausschlaggebend für diesen Erfolg ist, dass RATIONAL ausschließlich auftragsbezogen fertigt. Das gesamte Produktionssystem passt sich von der Beschaffung über die Produktion und Montage bis zur Logistik hochflexibel an Auftragsschwankungen an – sowohl nach oben als auch nach unten. Damit kann höchstmögliche Produktivität und Effizienz jederzeit gewährleistet werden. Gleichzeitig haben sich 2009 die Rohstoffpreise weiter entspannt und RATIONAL konnte auf der Beschaffungsseite zusätzliche Potenziale heben. Insbesondere die Preise für hochwertigen Edelstahl waren tendenziell rückläufig.

2009 konnte RATIONAL die operativen Kosten, bestehend aus den Vertriebsund Servicekosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten, um 16,9 Mio. Euro oder 14,2% von 118,9 Mio. Euro auf 102,0 Mio. Euro senken.

Durch die Rücknahme der in 2008 getätigten hohen Vorinvestitionen im weltweiten Vertrieb wurden in 2009 erhebliche Einsparungen realisiert. So konnten die Vertriebs- und Servicekosten von 88,5 Mio. Euro auf 75,5 Mio. Euro gesenkt werden.

Mit einem F&E-Budget von 11,4 Mio. Euro untermauert RATIONAL die hohe Bedeutung dieser Investitionen in die Zukunft, auch und gerade in Zeiten der Krise. Nur so ist es möglich, die Produktführerschaft auch für die Zukunft erfolgreich abzusichern und weiter auszubauen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten 2009 um 5,6% von 16,0 Mio. Euro auf 15,1 Mio. Euro gesenkt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 8,5 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres von 10,0 Mio. Euro. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 7,6 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres von 11,6 Mio. Euro. Die Reduzierungen sind auf die gegenüber dem Vorjahr zurückgegangene Volatilität in den Wechselkursen zurückzuführen. Weitere Details zur Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Das Finanzergebnis addierte sich auf –0,4 Mio. Euro und setzt sich aus Zinserträgen in Höhe von 1,0 Mio. Euro und Zinsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro zusammen. Von der ausgezeichneten Gesamtliquidität zum Jahresende in Höhe von 131,6 Mio. Euro waren 105,0 Mio. Euro in Festgeldern angelegt. Ein für das Finanzergebnis gegenläufiger Effekt resultierte aus den 2009 auf einen historischen Tiefststand gefallenen Zinsen.

Die Steuerquote lag unter dem Vorjahreswert von 26,2% und betrug 25,3%. Der absolute Steueraufwand belief sich auf 22,8 Mio. Euro.

Die auf Basis des Umsatzes ermittelten Ergebnismargen haben sich durchweg positiv entwickelt. Neben der Rohertragsmarge stieg auch die EBIT-Marge um 4,6 Prozentpunkte auf 28,8%. RATIONAL konnte damit die gesamte Ergebnisverbesserung aus dem operativen Bereich generieren. Die EBT-Marge legte um 4,3 Prozentpunkte auf 28,7% zu. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands hat sich die Nettomarge (Jahresüberschuss bezogen auf die Umsatzerlöse) um 3,4 Prozentpunkte auf das neue Rekordniveau von 21,4% verbessert.

Wirtschaftsbericht

Finanzmanagement: Liquiditätssicherung als Maxime in der Krise

Das Finanzmanagement des RATIONAL-Konzerns ist beim Vorstand angesiedelt und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, die Cash- und Liquiditätssteuerung, das Management von Marktpreisrisiken bei Zinsen und Währungen und das Forderungsmanagement.

Vor dem Hintergrund des schwierigen Umfelds und um die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, wurden die Maßnahmen zum Forderungseinzug in 2009 ständig weiter verbessert. So konnte die Außenstandsdauer (Days Sales Outstanding − DSO) reduziert und die Altersstruktur der Forderungen noch weiter optimiert werden. RATIONAL verzeichnete auch im Krisenjahr 2009 kaum Forderungsausfälle. Die Wertberichtigungen sind von 2008 auf 2009 zwar deutlich gestiegen – liegen allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. RATIONAL nutzt weltweit eine Warenkreditversicherung und verfügte 2009 über eine durchschnittliche Deckungsquote seines Forderungsbestandes von rund 90%.

Finanzierungsanalyse: Ausgezeichnete Eigenkapitalausstattung

Ausgewählte Bilanzpositionen in Relation zur Bilanzsumme

Angaben in % 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 71 64
Langfristige Schulden 9 12
Kurzfristige Schulden 20 24
Summe Passiva 100 100

RATIONAL konnte aufgrund des professionellen Ressourcenmanagements in allen Bereichen des Unternehmens die Eigenkapitalquote von 63,9% zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 71,4% weiter deutlich verbessern. RATIONAL verfügt damit über eine äußerst solide Finanzierungsstruktur, die den entsprechenden Freiraum und die Flexibilität bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen garantiert.

Größte Position in den langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten in Höhe von 21,3 Mio. Euro. Diese dienen der Finanzierung des neuen Werks sowie der Finanzierung von Fertigungsanlagen der Komponentenfabrik. Der Großteil der Darlehenssumme hat eine Laufzeit bis 2022 und eine Zinsbindung bis 2017.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hält RATIONAL traditionell auf sehr niedrigem Niveau. Das konsequente Management der kurzfristigen Verbindlichkeiten und ihrer Zahlungsziele wirkt sich positiv auf die Vertragsgestaltung mit den Lieferanten aus und ermöglicht die umfangreiche Nutzung von Skonti. RATIONAL konnte die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vom bereits sehr niedrigen Niveau 2008 in Höhe von 10,9 Mio. Euro weiter absenken auf nunmehr 7,0 Mio. Euro.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente: Geringfügige Nutzung

Finanzierungsinstrumente wie Operate-Leasing oder die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaften werden von RATIONAL nicht oder nur in sehr geringem Umfang genutzt. Ein Beispiel für die Nutzung bei RATIONAL sind Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung. Aus diesen erwartet das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren Zahlungen in Höhe von rund 6,1 Mio. Euro.

Wirtschaftsbericht

Investitionsanalyse: Erhebliche Vorinvestitionen

Im Jahr 2009 hat die RATIONAL AG 2,4 Mio. Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Mit diesem Volumen lagen die Investitionen etwas unter dem sonst üblichen Wert der Erhaltungsinvestitionen. RATIONAL investierte bereits 2007 und 2008 in das neue Werk III am Standort Landsberg, in neue Anlagen in der Komponentenfertigung sowie ein neues Rechenzentrum und erbrachte damit bereits Vorleistungen für die folgenden vier bis fünf Jahre.

Cashflow: Hoher Mittelzufluss

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit entwickelte sich 2009 überaus positiv und erreichte 83,2 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 17% gegenüber den 71,0 Mio. Euro aus 2008. Insbesondere kommt dies aus dem deutlich höheren Ergebnis vor Steuern und den unter dem Vorjahr liegenden Ertragsteuerzahlungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Zuge des Forderungsmanagements und des geringeren Umsatzvolumens nochmals deutlich um 6,2 Mio. Euro auf 51,4 Mio. Euro reduziert.

Die Ausgaben für Investitionstätigkeit haben sich im vergangenen Jahr um insgesamt 33,8 Mio. Euro auf 72,2 Mio. Euro erhöht. Dies ist überwiegend auf gestiegene Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten zurückzuführen, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zuzurechnen sind.

Im Jahr 2009 hat RATIONAL einen freien Cashflow von 80,8 Mio. Euro erzielt; er liegt damit deutlich über dem freien Cashflow von 38,4 Mio. Euro des Vorjahres.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasste im Berichtsjahr die Dividendenzahlung für das Jahr 2008 von 11,4 Mio. Euro. Insgesamt wurden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Darlehensrückführungen in Höhe von 10,1 Mio. Euro und Neuaufnahmen kurzfristiger Bankverbindlichkeiten von 16,0 Mio. Euro saldiert. Am Jahresende betrug der Finanzmittelbestand des RATIONAL-Konzerns ohne die Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten damit 35,6 Mio. Euro (Vj. 32,1 Mio. Euro).

Vermögenslage: Ausgezeichnete Liquidität sichert Flexibilität

Die Bilanzsumme der RATIONAL-Gruppe hat sich zum 31. Dezember 2009 um 27,1% auf 265,7 Mio. Euro erhöht. Dies resultiert in erster Linie aus der ausgezeichneten Ertragsentwicklung in den Jahren 2008 und 2009, verbunden mit der zurückhaltenden Ausschüttungspolitik. Als Ergebnis ergibt sich ein deutlicher Anstieg der liquiden Mittel und ein deutlich höheres Eigenkapital. Den gegenläufigen Effekt auf die Bilanzsumme, wenn auch in weit geringerem Umfang, hatte die weitere Optimierung des Working Capitals. Die Struktur der Aktiva hat sich aus diesen Gründen etwas hin zu den kurzfristigen Vermögenswerten verschoben. Das Verhältnis langfristiger Vermögenswerte zu kurzfristigen ist mit rund 1 zu 3 Ausdruck der Liquiditätsstärke des Unternehmens. Der Bestand an flüssigen Mitteln inklusive Geldanlagen belief sich Ende des Jahres 2009 auf insgesamt 131,6 Mio. Euro (Vj. 57,1 Mio. Euro).

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die Geschäftsleitung

Die wirtschaftlichen Voraussetzungen, die sich RATIONAL trotz des schwierigen Umfelds erarbeitet hat, sind ausgezeichnet. Weltweit ist ein hohes freies Marktpotenzial für die technologisch und qualitativ führenden Produkte von RATIONAL vorhanden. RATIONAL ist bereits heute mit großem Abstand Weltmarktführer und erzielt Spitzenwerte hinsichtlich Markenbekanntheit, Kundenzufriedenheit und Wiederkaufsraten.

Mit der sehr guten Liquiditätsausstattung, hoher fortlaufender Cash-Generierung und einer intakten Ertragsentwicklung bei gleichzeitig bester Eigenkapitalausstattung ist RATIONAL auch finanztechnisch bestens aufgestellt. Das Jahr 2009 hat die außerordentliche Flexibilität des Gesamtunternehmens, auch auf Krisen zu reagieren, eindrucksvoll bewiesen.

Bericht zu Forschung und Entwicklung

Die Forschung & Entwicklung hatte bei RATIONAL schon immer eine sehr hohe Bedeutung. Die technologische Überlegenheit der Produkte und Dienstleistungen ist eine der wichtigsten Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg. Auch im Jahr 2009 wurde mit 11,4 Mio. Euro deutlich in die Zukunft investiert.

Mitarbeiter

Die Qualität der RATIONAL-Mitarbeiter sowohl individuell als auch in der Zusammenarbeit im Team ist die Basis für den Erfolg des Unternehmens. Deshalb investiert RATIONAL unverändert stark in die Weiterbildung, die berufliche Ausbildung und insbesondere in die Entwicklung der Führungskräfte.

Mitarbeiterbindung und der damit einhergehende hohe Ausbildungs- und Wissensstand sowie die besondere Erfahrung unserer Mitarbeiter sind wichtige Erfolgsfaktoren für RATIONAL. Ein Beleg für die gute Mitarbeiterbindung ist die Zahl von konzernweit 50 Jubilaren, die in 2009 für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt wurden. 67% aller Führungspositionen wurden in 2009 aus den eigenen Reihen besetzt.

Aufgrund der guten Ertragsentwicklung und der herausragenden Leistungen seiner Mitarbeiter hat RATIONAL auch in 2009 wieder eine freiwillige Ergebnisbeteiligung in Höhe eines zusätzlichen Monatsgehalts an alle bezugsberechtigten Mitarbeiter ausbezahlt.

Unverändert erfolgreich engagiert sich RATIONAL in der Ausbildung. RATIONAL bildet zum Stichtag 31. Dezember 2009 46 Auszubildende in insgesamt sieben Berufsbildern aus.

RATIONAL-Personalstruktur

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Qualitätsmanagement: Optimierung des Gesamtprozesses

"Quality First" und damit die Verbesserung der gesamten Unternehmensqualität war das zentrale Motto des Jahres 2009. Der RATIONAL-Konzern ist ganzheitlich nach Prozessen organisiert. Die Prozesse sind detailliert beschrieben, damit sie operabel und qualitativ messbar sind.

Ausdruck für die Innovationskraft und Qualität von RATIONAL sind die zahlreichen Preise und Auszeichnungen. So wurde RATIONAL in 2009 in Deutschland für die Innovation CareControl besonders ausgezeichnet. In den USA hat RATIONAL 2009 den in der Branche hoch angesehenen "Kitchen Innovations"-Award erhalten.

Marke: Höchste Bekanntheit in der Großküchentechnik

Die Marke RATIONAL genießt ein besonders hohes Ansehen in der Großküchenbranche. Aus Kundensicht steht die Marke RATIONAL insbesondere für Innovationsund Marktführerschaft, für höchste Qualität, breites Nutzen- und Anwendungsspektrum, absolute Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und einfachste Bedienung.

CLUB RATIONAL – Die optimale Kundenbindung

Mit dem CLUB RATIONAL haben wir eine Einrichtung geschaffen, die es uns ermöglicht, unsere Endkunden besser und enger zu binden. Im CLUB RATIONAL sind für die heute bereits mehr als 10.000 und weiter stark wachsende Anzahl von Mitgliedern immer die aktuellsten Updates für die Software des SelfCooking Center® verfügbar. Hier können Köche aber auch Kontakt zu anderen Köchen mit ähnlichen Herausforderungen knüpfen. Im CLUB RATIONAL wird kompetente Hilfestellung von Koch zu Koch geleistet. Eine umfangreiche Rezeptdatenbank und die Möglichkeit, eigene Rezepte zu veröffentlichen, runden das Service-Angebot ab.

Umweltschutz: Ressourcenschonend und emissionsfrei

Dem verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen wird bei der RATIONAL AG ein hoher Stellenwert eingeräumt. Umweltverträglichkeit und der ressourcensparende Umgang mit Rohstoffen und Materialien sind sowohl in der Produktentwicklung als auch für die Produktion, den Versand und den späteren Einsatz der Geräte bei den Kunden von großer Bedeutung.

Die gesetzlichen Grenzwerte und Standards werden aufgrund der besonders belastungsarmen Produktion und der beispielhaften Umweltschutzmaßnahmen in allen Bereichen erfüllt und oft sogar deutlich unterschritten.

Kapitalmarkt: Steigerung der internationalen Bekanntheit

Die Börsennotierung und nicht zuletzt der in 2009 erfolgte Aufstieg in den MDAX sind ein wichtiger Beitrag zur Bekanntheit des Unternehmens. Die Attraktivität von RATIONAL für neue Mitarbeiter wird durch die Börsennotierung zusätzlich gesteigert. Die kontinuierliche konstruktive Auseinandersetzung mit externen Analysten fördert darüber hinaus das unternehmensinterne Bewusstsein für effiziente Prozesse, wirksames Risikomanagement, transparente Strukturen und eine offene Kommunikation.

Vergütungsbericht

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Dabei orientiert sich die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen.

Für das Geschäftsjahr 2009 belaufen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 3,6 Mio. Euro (Vj. 3,0 Mio. Euro). In diesem Betrag ist ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vj. 1,5 Mio. Euro) enthalten. Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 0,3 Mio. Euro belaufen. Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2009 nicht stattgefunden. Die RATIONAL AG verzichtet mit Hauptversammlungsbeschluss vom 17.05.2006 auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung. Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind die Umsatzerlöse, der Jahresüberschuss, der Ausbau des technologischen Vorsprungs und die Verbesserung der Unternehmensqualität die entscheidenden Kriterien.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 555 Tsd. Euro (Vj. 542 Tsd. Euro).

Übernahmerechtliche Angaben zu §315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31.12.2009 genau 11.370.000 Euro und ist in 11.370.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 1,00 Euro am gezeichneten Kapital beteiligt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor.

Zum 31.12.2009 hält der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.159.786 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschreitet er die Schwelle von 10% der Stimmrechte.

Bei der RATIONAL AG gab es bislang keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnis verleihen. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Mai 2009 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert und um ein Entsendungsrecht ergänzt. Der Wortlaut des Beschlusses lautet:

"Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines weggefallenen Aufsichtsratsmitgliedes zu entsenden. Das Entsendungsrecht kann ausgeübt werden, sobald ein Mitglied des Aufsichtsrats, welcher vollständig von der Hauptversammlung bestellt wurde, weggefallen ist. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Nr. 2 der Satzung der

Übernahmerechtliche Angaben | Erklärung zur Unternehmensführung | Nachtragsbericht

RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach §11 Nr. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§179 ff. AktG finden entsprechende Anwendung. 2009 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat. Die letzte Satzungsänderung erfolgte durch Hauptversammlungsbeschluss am 6. Mai 2009 und betraf die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern.

Das bedingte Kapital der Gesellschaft beträgt 200.000 Euro und betrifft Optionsrechte für Mitglieder des Vorstands auf bis zu 200.000 Aktien. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Optionen von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der RATIONAL AG. Der Vorstand berichtet in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a Abs. 1 HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex – zugleich auch für den Aufsichtsrat – über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.rational-online.com in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des RATIONAL-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31.12.2009 nicht eingetreten.

Risikobericht

Risikobericht

Als weltweit agierendes Unternehmen ist RATIONAL verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Hierzu werden die Prozesse und Frühwarninstrumente laufend überprüft und verbessert.

Die RATIONAL-Risikoanalyse

Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, finanzielle, operative oder strategische Ziele nicht wie geplant zu erreichen.

Im Rahmen der Risikoanalyse bewerten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos sowie die Schadenshöhe und setzen dabei sowohl quantitative als auch qualitative Methoden ein. Diese sind unternehmensweit einheitlich definiert und ermöglichen damit eine Vergleichbarkeit über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg.

Die Einzelrisiken werden auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre Auswirkung auf Basis eines Bewertungshorizonts von drei Jahren betrachtet. In diesem Rahmen wurde die letzte Risikoinventur im September 2008 durchgeführt.

Die Ergebnisse der Risikoinventur fließen in die strategische Planung ein, werden in den Geschäftsbereichen bei der Implementierung von internen Kontrollsystemen und organisatorischen Umstrukturierungen berücksichtigt und dienen der Unternehmensleitung dazu, das Augenmerk besonders auf die wesentlichen Risikobereiche und deren Risikomanagement zu richten.

Vor dem Hintergrund der weltweiten wirtschaftlichen Krise im Jahr 2009 lag ein Schwerpunkt des Risikomanagements auf der flexiblen Anpassung der Organisations- und Kostenstruktur und der weiteren Verbesserung des Working Capitals. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die sorgfältige Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Lieferanten, um bei einem Ausfall drohenden Produktionsunterbrechungen entgegenzuwirken.

Das RATIONAL-Risikomanagementsystem

Neben der RATIONAL-Risikoanalyse verfügt RATIONAL über eine Vielzahl von Instrumenten, um Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Dies sind im Einzelnen:

  • • Ein unternehmensweit einheitlicher Planungsprozess, den weltweit alle Unternehmensbereiche durchlaufen, sowie ein umfassendes Berichtswesen.
  • • Beschreibungen von Prozessen und internen Kontrollsystemen für alle Unternehmensbereiche, deren Qualität und Einhaltung weltweit durch regelmäßige Schulungen mit entsprechenden Erfolgskontrollen sichergestellt wird. Um die Nachhaltigkeit und Ordnungsmäßigkeit von internen Kontrollen und Freigaben zu gewährleisten, bilden wir besonders sensible Abläufe, wie z.B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, über SAP-Workflows ab.
  • • Eine interne Revision, die unabhängig und objektiv die Ist-Situation der Unternehmensprozesse erfasst und durch geeignete Maßnahmen festgestellten Abweichungen entgegensteuert.
  • • Risikoindikatoren mit Schwellenwerten in Bezug auf Vertriebseffizienz, Forderungsmanagement, Supply-Chain-Management und die Qualität des Service Netzwerkes, die die Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglichen, so dass frühzeitig und angemessen gegengesteuert werden kann.
  • • Ein globales, integriertes Treasury-Management-System für ein optimales weltweites Cash- und Devisen-Management.
  • • Regelmäßig durchgeführte Kundenzufriedenheitsbefragungen in allen wesentlichen Märkten, die Aussagen zur Produktqualität, Servicequalität und zu unserer Wettbewerbsfähigkeit aus Kundensicht liefern.

Risikobericht

  • • Mit Schlüssellieferanten jährlich vereinbarte Partnerpläne zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung. Durch die enge Zusammenarbeit unseres Einkaufs mit den Lieferanten sowie regelmäßige Auditierungen wirken wir möglichen Versorgungsengpässen und Qualitätsproblemen entgegen.
  • • Spezielle Prozesse und der Einsatz von entsprechenden Systemen, um dem hohen Stellenwert, den die Informationssicherheit und der Schutz des Know-How für RATIONAL hat, Rechnung zu tragen.
  • • Ein umfassendes Versicherungskonzept, das jährlich an das neue Risikoumfeld und die Organisationsstruktur angepasst wird.
  • • Die Zusammenarbeit mit Coface, einem der größten Warenkreditversicherer, zur Absicherung unserer Forderungen. Durch den Einsatz spezifischer Software-Systeme und die automatische Aktualisierung von Versicherungsdaten ist die Transparenz über mögliche Kreditrisiken jederzeit und vollständig gegeben.
  • • Regelmäßig zwischen Aufsichtsrat und Vorstand durchgeführte Strategiegespräche, die das Risiko der strategischen Fehlentwicklung minimieren.

Neben der Risikoanalyse und dem Risikomanagementsystem sind das kontinuier liche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren.

Wirksamkeit und Aktualität des Risikomanagementsystems werden durch die interne Revision laufend überprüft und angepasst. Zudem überprüft auch der Abschlussprüfer, ob der Vorstand die gemäß §91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen ergriffen hat, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, rechtzeitig zu erkennen.

Risiken

Politische Krisen und Naturkatastrophen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Naturkatastrophen können den Absatz von Produkten und Dienstleistungen in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen.

Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf allen wesentlichen Märkten der Welt anbieten, geben uns die Flexibilität zum Ausgleich regionaler Schwierigkeiten durch Kompensation auf anderen Märkten.

Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z.B. Einfuhrbeschränkungen in China, Russland oder Brasilien denkbar. Da unser Umsatzanteil in diesen Regionen noch relativ gering ist, sehen wir dieses Risiko als moderat an.

Wettbewerbs- und Branchenrisiken

Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategie der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Ein Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Fusionen neue, starke Wettbewerber entstehen, ist vorhanden – den möglicherweise daraus entstehenden Schaden stufen wir als gering ein.

Ökonomische Risiken

Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich RATIONAL bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf von RATIONAL-Geräten ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden und unterliegt damit einem Investitionsentscheidungsprozess und der notwendigen Finanzierung.

Eine der wesentlichen Folgen der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 war eine spürbare Kaufzurückhaltung vieler Kunden, die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auch negativ auf die Umsatzentwicklung von RATIONAL ausgewirkt hat.

Wie sich jedoch bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, führen die besondere Marktposition sowie die hohen Rationalisierungseffekte der von RATIONAL angebotenen Produkte dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft weniger stark auswirken als z.B. im klassischen Maschinenbau.

Risikobericht

Die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung der für RATIONAL wichtigen Märkte erfolgt mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet.

Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, sehr gut vorbereitet.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

In 2009 beträgt der Anteil des Gesamtumsatzes in Fremdwährungen außerhalb des Euro-Raums 30% (Vj. 28%). Da der überwiegende Teil der Herstellungskosten im Euro-Raum anfällt, beeinflusst eine Veränderung der Wechselkurse die Ertragslage des Unternehmens.

Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich dabei negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Dementsprechend wirkt sich im Jahr 2009 die relative Kurssteigerung des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen wie dem britischen Pfund, dem polnischen Zloty sowie der schwedischen Krone negativ auf unser Geschäftsergebnis aus.

RATIONAL setzt zur Währungssicherung gängige Instrumente wie Optionen oder Termingeschäfte ein. Die Zusammenarbeit erfolgt dabei mit erstklassigen Finanzpartnern. Art und Umfang der Absicherungen werden durch interne Richtlinien vorgegeben; ihre Abwicklung erfolgt zentral in der Muttergesellschaft.

Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer lang anhaltenden Aufwertung des Euro nicht vermeiden. Die Risiken von kurz- und mittelfristigen Währungsschwankungen für die Zahlungsströme des operativen Geschäfts lassen sich durch die Kurssicherungsgeschäfte jedoch erheblich reduzieren.

Marktrisiken

Der Gesamtumsatz der RATIONAL-Gruppe verteilt sich auf mehrere Tausend Einzelkunden.

Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Kunden ergeben sich mithin nicht. Vor dem Hintergrund, dass sich der RATIONAL-Vertriebsprozess auch auf den Endanwender fokussiert, führt der Ausfall eines Fachhandelskunden nicht automatisch zu einem größeren Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.

Ausfallrisiken bei "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um diese Ausfallrisiken zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung oder über Bankakkreditive gesichert. Zum Bilanzstichtag waren 85% (Vj. 85%) des Forderungsbestandes durch entsprechende Absicherungen gedeckt. Ein für die RATIONAL-Gruppe erhebliches Risiko aufgrund von Forderungsausfällen ist damit weitestgehend ausgeschlossen.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Die Verbesserung der Gewährleistungskostenquote, die abnehmende Anzahl von Kundendiensteinsätzen und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend.

Dennoch ist sich RATIONAL der möglichen Risiken, die aus Qualitätsmängeln und der fehlerhaften Bedienung der Produkte entstehen könnten, bewusst. Servicemeldungen werden kontinuierlich weltweit qualifiziert und analysiert. Die Risiken aus Produkthaftpflicht sind aus Sicht der Unternehmensleitung über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt.

Produktentwicklung und Markenschutz

RATIONAL ist seit vielen Jahren mit Abstand Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt.

Risikobericht

Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Abwehrmaßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen durch RATIONAL werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt und abgewehrt.

Personalwirtschaftliche Risiken

Unsere qualifizierten Mitarbeiter und Führungskräfte bilden die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung des RATIONAL-Konzerns. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Eine hohe Fluktuationsquote, vor allem bei Leistungsträgern, würde die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sind neben der angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme sowie die unmittelbare Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

Rohstoffpreise und Beschaffungsrisiken

RATIONAL ist als produzierendes Unternehmen von der Entwicklung der Energieund Rohstoffpreise betroffen. Dies führt zu schwankenden Material- und Produktionskosten.

Für die Herstellung unserer Produkte sind der Edelstahlgrundpreis und der Nickelpreis, der sich wiederum auf den Preis des Legierungszuschlags für Edelstahl auswirkt, von besonderer Bedeutung.

RATIONAL beobachtet die Rohstoffmärkte intensiv und reduziert das Preisrisiko beim Edelstahlgrundpreis durch langfristige Verträge mit Lieferanten. Beim Legierungszuschlag ist dies so nicht möglich. Änderungen des Legierungszuschlages wirken sich daher, je nach Entwicklung, unmittelbar positiv oder negativ auf unsere Herstellungskosten aus.

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, so dass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir sind uns dieses Risikos bewusst und beobachten daher die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Die Vorteile und Chancen dieser Strategie überwiegen aus unserer Sicht deutlich die damit verbundenen Risiken.

Risikotransfer durch Versicherungsschutz

RATIONAL verfügt über ein in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestelltes globales Deckungskonzept, welches die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken abdeckt. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Für den Konzern sich verändernde Risikogegebenheiten werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst. In den letzten beiden Jahren wurden die vertraglich festgeschriebenen Deckungssummen und die Selbstbehalte der Vorjahre weiter verbessert oder zumindest beibehalten.

Es werden grundsätzlich nur solche Versicherer ausgewählt, die von unserem Versicherungsmakler vorab auf gute Bonität (mindestens A– einer namhaften Rating-Agentur) überprüft wurden. Die Bonität wird durch den Makler laufend beobachtet. Bei nachhaltig negativer Entwicklung eines Versicherungsunternehmens erfolgt zeitnah eine Information an RATIONAL zur Entscheidung über die weitere Vorgehensweise.

In allen versicherten Bereichen arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungsmaßnahmen zur Schadensverhütung oder zumindest zur Reduzierung der potenziellen Schadenshöhe. Dies erfolgt beispielsweise durch die laufende Optimierung der Versandverpackung unserer Geräte zur nachhaltigen Reduzierung von Transportschäden.

Zum Schutz unserer Mitarbeiter, der Gebäude, unserer Anlagen und Maschinen sowie der Umwelt haben wir für unsere drei Werke in Landsberg einen haus-

Risikobericht

internen Werkschutz etabliert. Durch eine 24-stündige Bewachung mit eigenem Personal und durch den Einsatz einer internen professionellen Werkschutzzentrale (unter anderem mit permanenter Videoüberwachung und technischer Brandschutzbetreuung) können wir Sicherheit auf höchstem Niveau gewährleisten.

Weiterhin stellen regelmäßige koordinierte Werksbegehungen mit Spezialisten unseres Sachversicherers und unseres Versicherungsmaklers die Umsetzung und Einhaltung definierter Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen zur Risikominimierung sicher.

Zusammenfassung

Trotz der derzeit nicht vorhersehbaren Entwicklung der Weltwirtschaft sind die vorhandenen Risiken für RATIONAL, unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen, der hohen Liquiditätsreserve und der soliden Bilanzstruktur des Unternehmens, weder einzeln noch in ihrer Wechselwirkung bestandsgefährdend.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der RATIONAL AG im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der RATIONAL AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

  • • Die bei der RATIONAL AG und ihren Tochtergesellschaften eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind in Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.
  • • Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.
  • • Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.
  • • Die Buchführung der RATIONAL-Gruppe wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.

  • • Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanz-Systemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

  • • Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.
  • • Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
  • • Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
  • • Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse aller zur RATIONAL-Gruppe gehörenden Gesellschaften durch lokal beauftragte Wirtschaftsprüfer geprüft.
  • • Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse der RATIONAL-Gruppe werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden.

Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in der RATIONAL AG in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt. Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

Prognosebericht

Prognosebericht

Konjunktur: Moderater Aufschwung erwartet

Die Wirtschaftsforscher gehen überwiegend davon aus, dass die Weltwirtschaft in 2010 wieder auf einen moderaten Wachstumspfad einschwenken wird. Die meisten der führenden Wirtschaftsnationen sollen nach dem teilweise deutlichen Rückgang 2009 wieder wachsen. Die Wirtschaft in China und Indien soll sogar noch weiter Fahrt aufnehmen.

Unterschiedliche Prognosen gibt es zum privaten Konsum 2010. Die Wirtschaftsforscher erwarten in Europa bestenfalls eine stabile Entwicklung, auf jeden Fall soll der Zuwachs unter dem des allgemeinen Wirtschaftswachstums liegen. Für die Kunden von RATIONAL könnte die Prognose für den privaten Konsum und die damit zusammenhängende Entwicklung beim so genannten Außer-Haus-Verzehr Einfluss auf künftige Investitionsentscheidungen haben.

Marktentwicklung: Ausgezeichnetes Potenzial

Das vorhandene freie weltweite Marktpotenzial für die Produkte von RATIONAL ist unverändert groß. Weltweit gibt es rund 2,5 Mio. Profiküchen, die für einen Einsatz des SelfCooking Center® und des VarioCooking Center® in Frage kommen. Das freie Weltmarktpotenzial für das SelfCooking Center® liegt derzeit bei rund 95% und für das VarioCooking Center® bei rund 100% dieser 2,5 Mio. Profiküchen. Für die weitere Marktdurchdringung ist maßgeblich, wie sich die Investitionsbereitschaft der Entscheider in Profiküchen entwickelt.

RATIONAL-Produkte und -Technologien amortisieren sich binnen kürzester Zeit und liefern so beste Argumente für eine positive Investitionsentscheidung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Der Einsatz der RATIONAL-Lösungen erhöht direkt das verfügbare Einkommen der Kunden. Die monatlich erzielbaren Kosteneinsparungen beim Einsatz von Rohwaren, Energie und Personal übersteigen selbst notwendige Finanzierungskosten der Geräte um ein Vielfaches. Sie liefern so bereits ab dem ersten Tag ihres Einsatzes positive Deckungsbeiträge.

Internationalisierung: Konzentration auf Wachstumsmärkte

Nach der bewussten Zurückhaltung in 2009 plant RATIONAL in 2010 wieder den gezielten Ausbau des Vertriebs- und Marketingnetzwerks. Dabei stehen insbesondere Ländermärkte im Fokus, die aufgrund ihrer konjunkturellen Rahmenbedingungen und des vorhandenen Marktpotenzials besonders gute Chancen für zukünftiges Wachstum bieten.

Beschaffung: Moderater Anstieg der Rohstoffpreise erwartet

RATIONAL erwartet für 2010 einen moderaten Anstieg bei den Beschaffungspreisen. Sollte die Weltkonjunktur allmählich wieder Fahrt aufnehmen, ist zu erwarten, dass die Stahlpreise steigen, ebenso wie die Kosten für die von RATIONAL benötigten Legierungen. Bei den Stahlpreisen sorgt RATIONAL über langfristige Kontrakte für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Möglich ist aber, dass 2010 die Kosten für den Legierungszuschlag die Materialkosten erhöhen werden.

Investitionen: Kontinuität

Bei den Investitionen in Sachanlagen kann RATIONAL auch 2010 weiterhin von den in 2007 und 2008 getätigten, deutlich überdurchschnittlichen Zukunftsinvestitionen profitieren. Für 2010 sind daher keine besonderen Investitionen geplant.

Mitarbeiter: Mitarbeiterqualität ist Unternehmensqualität

RATIONAL hat sich bereits zu Beginn 2009 bewusst dagegen entschieden, das Instrument der Kurzarbeit einzusetzen. Vielmehr wurden insbesondere im internationalen Geschäft die neuen, niedrigeren Absatzrealitäten akzeptiert und die Belegschaft wurde entsprechend angepasst. Mit der aktuellen Mitarbeiterstruktur hat sich RATIONAL auf das neue Absatzniveau weltweit eingestellt. RATIONAL wird auch 2010 in die Mitarbeiterbindung sowie in die Mitarbeiterqualifikation und -entwicklung investieren.

Unternehmensausblick: Mit Vorsicht ins Jahr 2010, noch hemmendes Umfeld

Beim konkreten Ausblick für den Geschäftsverlauf der RATIONAL-Gruppe stehen großen Chancen auch einige Unwägbarkeiten aufgrund marktexterner und konjunktureller Einflüsse gegenüber. RATIONAL selbst hat alle Voraussetzungen geschaffen, um auch 2010 erfolgreich zu sein. Das Unternehmen verfügt über die überlegenen Produkte, beste Kundenbindung, ein intaktes Geschäftsmodell und ausgezeichnete finanzwirtschaftliche Grundlagen. Aber es bleiben Risiken in Bezug auf die tatsächliche Investitionsneigung der Kunden.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für 2010 beim Umsatz wieder ein leichtes Wachstum.

Landsberg am Lech, den 17. Februar 2010

RATIONAL AG Der Vorstand

Konzernjahresabschluss des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2009

Inhaltsverzeichnis

86 Gesamtergebnisrechnung
87 Bilanz
88 Kapitalflussrechnung
89 Eigenkapitalveränderungsrechnung
90 Anhang
91 Grundlagen
116 Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
122 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Aktiva
133 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Passiva
140 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
141 Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

86

Für Aktionäre Für Gourmets Für Anleger

Gesamtergebnisrechnung Rational-Konzern

Angaben in TEUR Anhangsangabe 2009 2008
Umsatzerlöse 1 314.354 342.958
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
2 –122.788 –139.274
Bruttoergebnis vom Umsatz 191.566 203.684
Vertriebs- und Servicekosten 3 –75.534 –88.517
Forschungs- und Entwicklungskosten 4 –11.380 –14.445
Allgemeine Verwaltungskosten 5 –15.085 –15.975
Sonstige betriebliche Erträge 6 8.544 9.998
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 –7.629 –11.641
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 90.482 83.104
Finanzergebnis 8 –355 432
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 90.127 83.536
Einkommen- und Ertragsteuern 9 –22.822 –21.855
Jahresüberschuss 67.305 61.681
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung 258 –947
Gesamtergebnis 67.563 60.734
Durchschnittliche Anzahl der Aktien
(unverwässert/verwässert)
11.370.000 11.370.000
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie
in Euro, bezogen auf den Jahresüberschuss und
die Anzahl der Aktien 10 5,92 5,42

Bilanz Rational-Konzern

Aktiva

Angaben in TEUR Anhangsangabe 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 60.670 66.291
Immaterielle Vermögenswerte 12,13 1.259 1.861
Sachanlagen 14,15 56.321 61.195
Finanzanlagen 16 50 50
Sonstige langfristige Vermögenswerte 19 222 268
Latente Steuererstattungsansprüche 9 2.818 2.917
Kurzfristige Vermögenswerte 204.991 142.719
Vorräte 17
17.822 20.564
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 51.434 57.659
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 19 4.106 7.386
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate 20 96.000 25.000
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 35.629 32.110

Passiva

Angaben in TEUR Anhangsangabe 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 22 189.750 133.557
Gezeichnetes Kapital 11.370 11.370
Kapitalrücklage 28.058 28.058
Gewinnrücklagen 152.396 96.461
Übriges Eigenkapital –2.074 –2.332
Langfristige Schulden 22.437 25.474
Pensionsrückstellungen 23 688 614
Langfristige Darlehen 26 21.284 23.580
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 28 465 1.280
Kurzfristige Schulden 53.474 49.979
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 24 4.564 3.264
Kurzfristige Rückstellungen 25 18.784 18.233
Kurzfristig fälliger Anteil langfristiger Darlehen 26 2.354 2.204
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26 8.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 6.963 10.935
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 28 12.809 15.343
Schulden 75.911 75.453
Bilanzsumme 265.661 209.010

Für Gourmets

Für Anleger Kapitalflussrechnung | Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalflussrechnung Rational-Konzern

Angaben in TEUR 2009 2008
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 90.127 83.536
Abschreibungen auf Anlagevermögen 7.589 7.332
Ergebnis aus Anlagenabgängen 177 –220
Nicht realisiertes Fremdwährungsergebnis 76 –600
Wertänderung derivativer Finanzinstrumente –300 1.021
Zins- und Beteiligungserträge –1.073 –1.778
Zinsaufwendungen 1.428 1.177
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 98.024 90.468
Veränderungen der
Vorräte 2.742 –1.926
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Aktiva 7.837 2.197
Rückstellungen 625 2.744
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Passiva –5.929 2.181
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 103.299 95.664
Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern –20.110 –24.636
Cashflow aus operativer Tätigkeit 83.189 71.028
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –2.382 –32.586
Erlöse Anlagenabgang 94 373
Erwerb von langfristigen Festgeldern –96.000 –25.000
Abnahme von langfristigen Festgeldern 25.000 17.000
Erhaltene Zinsen 1.081 1.729
Erhaltene Dividenden aus nicht konsolidierten Beteiligungen 49 45
Cashflow aus Investitionstätigkeit –72.158 –38.439
Dividende –11.370 –51.165
Auszahlungen im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen –869 –958
Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten
Aufnahme kurzfristiger Bankverbindlichkeiten

16.000
9.004
4.926
Tilgung von Bankverbindlichkeiten –10.146 –6.146
Gezahlte Zinsen –1.331 –1.035
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –7.716 –45.374
Nettoab-/-zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.315 –12.785
Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursveränderungen 204 –400
Veränderung des Finanzmittelbestandes 3.519 –13.185
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. 32.110 45.295
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 35.629 32.110
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate zum 31.12. 96.000 25.000
Finanzmittelbestand inklusive Geldanlagen zum 31.12. 131.629 57.110

Eigenkapitalveränderungsrechnung Rational-Konzern

Angaben in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unterschieds
beträge aus der
Währungs
umrechnung
Gesamt
Stand am 01.01.2008 11.370 28.058 85.945 –1.385 123.988
Dividende –51.165 –51.165
Gesamtergebnis 61.681 –947 60.734
Stand am 31.12.2008 11.370 28.058 96.461 –2.332 133.557
Dividende –11.370 –11.370
Gesamtergebnis 67.305 258 67.563
Stand am 31.12.2009 11.370 28.058 152.396 –2.074 189.750

Für Aktionäre Für Gourmets

Für Anleger

Anhang

Anhang des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 90

Grundlagen 91

Darstellung und Erläuterung der Geschäftstätigkeit

Die RATIONAL AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Iglinger Straße 62, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer 2001.

Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden "RATIONAL" sowie "Konzern" genannt) ist ein weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Im Jahr 2004 hat RATIONAL die bestehende Combi-Dämpfer-Technologie durch die weltweit einzigartige SelfCooking Center®-Technologie abgelöst. Neben dem SelfCooking Center® wird mit dem CombiMaster noch zusätzlich ein herkömmlicher Combi-Dämpfer angeboten. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner.

Parallel zum SelfCooking Center® hat die Tochtergesellschaft FRIMA S.A. ein völlig neuartiges Komplementärprodukt, das VarioCooking Center®, entwickelt. Seit 2005 wird das VarioCooking Center® in ausgewählten europäischen Märkten vertrieben. Während im SelfCooking Center® alle Speisen gegart werden, bei denen die Wärmeübertragung durch heiße, schnell fließende Gase erfolgt, deckt das VarioCooking Center® die Produkte einer Profiküche ab, die in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart werden.

Die Aktien der seit März 2000 gelisteten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt im Marktsegment MDAX gehandelt. RATIONAL wird zudem in den Auswahlindizes CDAX, Classic All Share, Prime All Share und GEX der Deutschen Börse sowie im BayX30 der Münchner Börse geführt.

Grundlagen

92

Darstellung des Abschlusses

Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungs vorschriften des IAS 1. Die Darstellung für das Geschäftsjahr 2009 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten "innerhalb von zwölf Monaten" als kurzfristig und "über zwölf Monate" als langfristig.

Die Anhangsangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, auf Basis der auch dem Management vorliegenden operativen und strategischen Entscheidungsgrundlagen ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertrags lage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen "Gesamtergebnisrechnung", "Bilanz", "Kapitalflussrechnung" sowie der "Eigenkapitalveränderungsrechnung". Die spezifischen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten "Grundlagen der Rechnungslegung", "Konsolidierungsmethoden" und "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die Bedeutung von Finanzinstrumenten ist unter dem Punkt "Erläuterungen zu Finanzinstrumenten" dargelegt. Positionsunabhängige Erläuterungen sind im Abschnitt "Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" enthalten.

Die Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses erfolgte am 17.02.2010 durch den Vorstand der RATIONAL AG.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2009 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Accounting Standards (IAS) bzw. International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das Standing Interpretations Committee (SIC) bzw. International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Alle für das Geschäftsjahr 2009 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2009 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet.

  • • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (Überarbeitung/kündbare Finanzinstrumente und bei Tilgung entstehende Verpflichtungen)
  • • IAS 23 "Fremdkapitalkosten"
  • • IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Investitionskosten bei Tochter-, gemeinsam kontrollierten oder verbundenen Unternehmen)
  • • IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" (Kündbare Finanzinstrumente und bei Tilgung entstehende Verpflichtungen)
  • • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Umgliederung finanzieller Vermögenswerte Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften)
  • • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Eingebettete Derivate)
  • • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" (Investitionskosten bei Tochter-, gemeinsam kontrollierten oder verbundenen Unternehmen)
  • • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Umgliederung finanzieller Vermögenswerte Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften)
  • • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Erweiterte Angaben zu Finanzinstrumenten)
  • • IFRS 8 "Geschäftssegmente"
  • • IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate"
  • • IFRIC 15 "Vereinbarungen über den Bau von Immobilien"
  • • IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb"
  • • Diverse Änderungen durch das "Annual Improvement Project 2006–2008"

IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" (Vesting Conditions and Cancellations) war in diesem Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden, wurde aber bereits im Geschäftsjahr 2008 freiwillig vorzeitig angewendet.

Grundlagen

94

Aus der Überarbeitung des Standards IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" ergeben sich unter anderem Veränderungen bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Eigenkapitalveränderungsrechnung. IFRS 8 "Geschäftssegmente" ersetzt den Standard IAS 14 "Segmentberichterstattung". Weiterführende Informationen hierzu sind der Anhangsangabe zu den Geschäftssegmenten zu entnehmen. Im Übrigen ergeben sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen sind noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind hieraus nicht zu erwarten.

  • • IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Amendments vom 10.01.2008); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen
  • • IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" (Einstufung von Bezugsrechten); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.02.2010 beginnen
  • • IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Qualifizierende gesicherte Grundgeschäfte); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen
  • • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (Umstrukturierung des Standards); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen
  • • IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen
  • • IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen
  • • IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten von Kunden"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen

Folgende, bisher noch nicht von der EU übernommene neue oder angepasste Standards und Interpretationen führen voraussichtlich zu keinen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse von RATIONAL.

  • • IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2011 beginnen
  • • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (Zusätzliche Ausnahmen für die erstmalige Anwendung der IFRS); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen
  • • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (Befreiung von der Veröffentlichung von Vorjahresvergleichen für Zusatzangabepflichten aus IFRS 7); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2010 beginnen
  • • IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" (aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen

  • • IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen

  • • IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkungen" (Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestbeitragszahlungen); anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2011 beginnen
  • • IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2010 beginnen
  • • Diverse Änderungen durch das "Annual Improvement Project 2007–2009"

Das Geschäftsjahr der RATIONAL AG und aller einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr, der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist gemäß IAS 27 der Abschlussstichtag der Muttergesellschaft.

Konsolidierungsmethoden

In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen Kontrolle der RATIONAL AG stehen, einbezogen.

Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung der einzelnen Tochtergesellschaften. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem darauf entfallenden Buchwert des Eigenkapitals der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Soweit sich daraus Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese den Vermögenswerten und Schulden insoweit zugeordnet, als deren beizulegende Zeitwerte über dem Buchwert im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung liegen. Nach dieser Verrechnungverbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte angesetzt. Diese werden gemäß IAS 36 jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, um einen eventuellen Abschreibungsbedarf zu ermitteln.

Die Bilanzierung nicht konsolidierter Tochtergesellschaften erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Auswirkungen sämtlicher wesentlicher konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Grundlagen

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Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag 31.12.2009 gemäß den Vorgaben des IAS 27 neben der Muttergesellschaft fünf inländische und 19 ausländische Tochtergesellschaften einbezogen. Erstmals wurde die am 21.12.2009 registrierte Vertriebsgesellschaft FRIMA UK Limited mit Sitz in London, Großbritannien, eine 100%ige Tochtergesellschaft der FRIMA International AG, mit einem Stammkapital von Tsd. britischen Pfund 25 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Damit hat sich der Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr um eine auf 24 Tochterunternehmen erhöht und setzt sich zum 31.12.2009 wie folgt zusammen:

Name und Sitz der Tochterunternehmen der RATIONAL AG % Kapitalanteil/
% Stimmrechte
LechMetall Landsberg GmbH Edelstahlerzeugnisse, Landsberg am Lech, Deutschland 100,0
RATIONAL Großküchentechnik GmbH, Landsberg am Lech, Deutschland 100,0
RATIONAL Komponenten GmbH, Landsberg am Lech, Deutschland 100,0
RATIONAL Technical Services GmbH, Landsberg am Lech, Deutschland 100,0
FRIMA S.A., Wittenheim, Frankreich 99,9
RATIONAL Canada Inc., Mississauga, Kanada 100,0
RATIONAL Iberica Cooking Systems, SL, Barcelona, Spanien 100,0
RATIONAL Italia s.r.l., Marcon, Italien 100,0
RATIONAL Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,0
RATIONAL Scandinavia AB, Malmö, Schweden 100,0
RATIONAL Schweiz AG, Balsthal, Schweiz 100,0
RATIONAL UK Limited, Luton, Großbritannien 100,0
RATIONAL USA, Inc., Schaumburg, USA 100,0
RATIONAL International AG, Balgach, Schweiz 100,0
RATIONAL Austria GmbH, Salzburg, Österreich 100,0
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção LTDA., São Paulo, Brasilien 100,0
RATIONAL France SAS, Noisiel, Frankreich 100,0
RATIONAL Polen sp. zo.o., Warschau, Polen 100,0
RATIONAL RUS OOO, Moskau, Russland 100,0
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100,0
FRIMA International AG, Balgach, Schweiz 100,0
FRIMA Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland 100,0
FRIMA France SAS, Wittenheim, Frankreich 100,0
FRIMA UK Limited, London, Großbritannien 100,0

Außerdem hält die RATIONAL AG 98% der Anteile und Stimmrechte an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Landsberg am Lech, die als alleinige Kommanditistin an der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG beteiligt ist. Bei diesen Gesellschaften handelt es sich um grundsätzlich konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften gemäß IAS 27 / SIC 12. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird jedoch auf eine Konsolidierung verzichtet. Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 weist die MEIKU Vermögensverwaltung GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von Tsd. Euro 64 (Vj. Tsd. Euro 68) und ein Eigenkapital von Tsd. Euro 91 (Vj. Tsd. Euro 94) aus.

Ebenfalls nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaftlich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA S.A., die Topinox Sarl, Nantes, Frankreich.

Die inländischen Tochtergesellschaften LechMetall Landsberg GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH und RATIONAL Komponenten GmbH beabsichtigen, für das Geschäftsjahr 2009 die Möglichkeit zur Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses gemäß §264 Abs. 3 HGB in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus nehmen die RATIONAL Großküchentechnik GmbH und die RATIONAL Komponenten GmbH die Möglichkeit zur Befreiung von der Erstellung eines Lageberichtes gemäß §264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Fremdwährungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" erfasst und mit den Rücklagen verrechnet.

Grundlagen

Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro und deren Entwicklung im Jahresvergleich sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Jahresdurchschnittskurse Stichtagskurse
1 Euro entspricht 2009 2008 Änderung in % 2009 2008 Änderung in %
USD = US-Dollar 1,3970 1,4741 –5 1,4405 1,3980 +3
JPY = Japanischer Yen 130,66 151,52 –14 133,06 126,45 +5
GBP = Britisches Pfund 0,8900 0,8039 +11 0,8900 0,9606 –7
CHF = Schweizer Franken 1,5085 1,5786 –4 1,4836 1,4860 0
CAD = Kanadischer Dollar 1,5805 1,5658 +1 1,5100 1,7160 –12
SEK = Schwedische Krone 10,5966 9,6866 +9 10,2589 10,9200 –6
PLN = Polnischer Zloty 4,3434 3,5338 +23 4,1030 4,1750 –2
CNY = Chinesischer Yuan 9,5400 10,2117 –7 9,8299 9,5413 +3
RUB = Russischer Rubel 44,3098 37,0506 +20 43,6469 42,5926 +2
BRL = Brasilianischer Real 2,7659 2,9292 –6 2,5097 3,2594 –23

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Aktivierungsfähige Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 liegen nicht vor.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeitwert oder der Nutzungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung der Wertminderung. Historische Wertminderungen des Firmenwertes dürfen nicht rückgängig gemacht werden.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Gegenstände. Ausschließlich auf steuerlichen Regelungen basierende Abschreibungen wurden nicht angesetzt. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten der Sachanlage wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln angesetzt und abgeschrieben. Die Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden über einen Zeitraum von 25 bis 36 Jahren linear abgeschrieben. Die technischen Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden sowohl linear wie auch degressiv über Nutzungsdauern von vorwiegend 5 bis 15 Jahre abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung "pro rata temporis". Geringwertige Wirtschaftsgüter werden unter Beachtung der jeweiligen gesetzlichen Regelungen im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswertes oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrages sind Annahmen und Schätzungen insbesondere hinsichtlich der erwarteten Nutzungsdauern, zukünftiger Verkaufspreise und -volumina, von Kosten und Diskontierungssätzen nötig. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufholungsbedarf resultieren.

Grundlagen

100

Finanzierungsleasing

Trägt ein Konzernunternehmen als Leasingnehmer alle mit dem Eigentum an dem Leasinggegenstand verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen, erfolgt gemäß IAS 17 die Aktivierung des Leasinggegenstandes beim Leasingnehmer zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum Barwert der Leasingraten. Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer, erworbener Anlagegüter.

Vorräte

Der Ansatz der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Niederstwertprinzip in Abstimmung mit dem gewogenen Durchschnittspreis herangezogen. Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden abgewertet, sobald ihr Nettoveräußerungswert niedriger als der Buchwert ist.

Der Ansatz unfertiger und fertiger Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten Anschaffungskosten und alle dem Produktionsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Alle finanziellen Vermögenswerte werden am Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung bzw. bei der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums, mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Übliche Käufe und Verkäufe werden am Handelstag bilanziell erfasst.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte betreffen Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden. Sollen finanzielle Vermögenswerte bis zu ihrer Endfälligkeit gehalten werden, werden sie nach ihrer erstmaligen Erfassung zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Kredite und Forderungen werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden nicht gehalten.

Für sämtliche Kategorien von finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert der Wert an den für RATIONAL relevanten Märkten, insbesondere die für Over-the-Counter-Geschäfte maßgeblichen Konditionen der Banken. Sämtliche zu erfassenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von finanziellen Vermögenswerten werden im Periodenergebnis ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden am Bilanzstichtag zu Marktwerten bewertet. Daraus resultierende Bewertungsvoroder -nachteile werden in der Bilanz als sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Verbindlichkeiten erfasst. Änderungen im Marktwert sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen enthalten. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten befinden sich in den Gliederungspunkten "Erläuterungen zu Finanzinstrumenten" und "Derivative Finanzinstrumente".

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von weniger als drei Monaten und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Grundlagen

102

Latente Steueransprüche

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Darüber hinaus werden steuerliche Verlustvorträge, soweit ihre künftige Nutzung wahrscheinlich ist, in Höhe des zukünftigen latenten Steueranspruchs aktiviert. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Für den Konzernabschluss zum 31.12.2009 wurde bei der Ermittlung latenter Steuern auf Konsolidierungsbuchungen wie im Vorjahr ein Steuersatz in Höhe von rund 27% herangezogen. Die latenten Steuersätze der Tochtergesellschaften betragen zwischen 19 und 42% (Vj. 28 und 42%). Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden in der Gesamtergebnisrechnung unterhalb des Jahresüberschusses gezeigt.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Dies erfordert vom Management unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläne.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künftig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Ist der aus der Diskontierung resultierende Effekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft werden. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten sind aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Kategorie Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die den Zeitwerten entsprechen.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt. Finanzierungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert grundsätzlich und insbesondere für Rückstellungen, Finanzierungsleasing sowie für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden am Bilanzstichtag sind in der Bilanz dargestellt. Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten betreffen hierbei in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrunde liegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung sowie Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung der zugrunde gelegten "Cash Generating Units". Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangsangaben.

Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des "True-and-Fair-View" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende, wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.

Grundlagen

104

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

Der weltweite Vertrieb erfolgt bei RATIONAL durch Vertriebsgesellschaften und unabhängige Vertriebspartner, jedoch nicht direkt zum Endkunden, sondern über den Fachhandel. Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit findet eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen statt, die bei einem Unternehmen zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung finanzieller Verbindlichkeiten führen. In diesen so genannten Finanzinstrumenten können – zusätzlich zu den bereits im Lagebericht beschriebenen operativen Unternehmensrisiken – spezifische Risiken verborgen sein. Die Klassifizierung dieser Risiken erfolgt nach den Kategorien Kreditrisiken, insbesondere für Forderungspositionen, Liquiditätsrisiken für Verbindlichkeitspositionen sowie nach den Marktrisiken, welche Wechselkurs-, Zins- und Preisrisiken umfassen.

RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen bestmöglich unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:

  • • Der integrierte RATIONAL-Planungsprozess, den weltweit alle Gesellschaften und Unternehmensbereiche durchlaufen, definiert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest.
  • • Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Die zeitnahe Bereitstellung der Informationen garantiert eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerungsmöglichkeit bei Fehlentwicklungen.
  • • Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich und insbesondere im Forderungsmanagement unterstützt die Führungskräfte bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung. Zur Absicherung unserer Forderungen arbeiten wir weltweit mit COFACE, einem der größten Warenkreditversicherer, zusammen.
  • • Alle Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme sind in Prozessbeschreibungen dokumentiert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt. Sensible Abläufe, wie z.B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, werden über SAP-Workflows abgebildet.
  • • Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden schnell, flexibel und frühzeitig behoben.
  • • Durch den Einsatz eines professionellen Treasury-Teams und eines globalen, integrierten Treasury-Management-Systems wird die Qualität des weltweiten Cash-Managements sichergestellt.
  • • Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst.

Kreditrisiken

RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Ausfallrisiken bei den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen – die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für RATIONAL nach sich ziehen könnten – zu vermeiden oder zu reduzieren, unterziehen wir die Kunden aller Gesellschaften des Konzerns weltweit einer Bonitätsprüfung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft COFACE.

Soweit möglich werden auf dieser Grundlage die Kundenforderungen versichert. Dabei konnten das zur Verfügung stehende Deckungsvolumen (Summe der vom Versicherer bereitgestellten Versicherungslimits) sowie die Anzahl der versicherten Kunden auf Gruppenebene im Berichtsjahr – entgegen der marktweit negativen Entwicklung der Deckungssummen – auf dem sehr guten Vorjahres-Level gehalten werden, so dass für das kommende Geschäftsjahr wiederum ausreichend Raum für abgesichertes Wachstum besteht. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den so genannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden 90% der ausgefallenen Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.

Im Berichtsjahr wurde eine neue "Creditpolicy" für die gesamte Gruppe verabschiedet und umgesetzt. Diese sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auftragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die "Creditpolicy" vereint die Anforderungen der "Mindestanforderungen für das Creditmanagement" (MaCM) des Vereins für Creditmanagement (VfCM) mit der RATIONAL-spezifischen "one-piece-flow"-Prozessorganisation.

Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (z.B. unwiderrufliche und bestätigte Bankakkreditive, Bankbürgschaften und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar definierten Ausnahmefällen wird anhand des dokumentierten Zahlungsverhaltens aus der bisherigen Geschäftsbeziehung in Verbindung mit Bonitätsauskünften von dritter Seite und den vom Kunden selbst zur Verfügung gestellten Finanzdaten (Jahresabschlüsse und betriebswirtschaftliche Auswertungen) eine Belieferung auf offenes Zahlungsziel ohne Sicherheiten in Erwägung gezogen.

Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung unberücksichtigt bleiben Lieferungen und Leistungen an Kunden der öffentlichen Hand.

Grundlagen

Verteilt man die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Segmenten, ergeben sich folgende Risikoverteilungen:

Angaben in TEUR 2009 Anteil in % 2008 Anteil in %
Deutschland 3.190 6 4.061 7
Europa (ohne Deutschland) 40.713 80 45.132 78
Amerika 3.695 7 4.623 8
Asien 1.683 3 1.750 3
Muttergesellschaft 2.153 4 2.093 4
Gesamt 51.434 100 57.659 100

Ein für RATIONAL bedeutsames Kreditrisiko entsteht grundsätzlich auch im Rahmen der Geldanlage. Dies betrifft insbesondere die mögliche Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Bank. Bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert entsteht ein Kreditrisiko durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners. Erläuterungen zu diesen Risikofaktoren werden in den Anhangsangaben zur Konzern-Bilanz und zu den derivativen Finanzinstrumenten gemacht. Die Höhe der maximalen Risikoexposition für alle Klassen von finanziellen Vermögenswerten entspricht deren Buchwerten. Diese können der tabellarischen Klassifizierung der Finanzinstrumente entnommen werden.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.

Im zentralen Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cashmanagement und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme. Der für das Geschäftsjahr 2010 erwartete Liquiditätsbedarf wird durch den finanziellen Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft und der im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich ausgebauten Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln ausreichend abgedeckt. Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auftretende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.

Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfinanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung unseres weltweiten Geschäftswachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfinanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von A bis AA+ nach Standard & Poor's) zur Verfügung. Diese Kreditlinien sind mit festen Laufzeiten bis maximal Ende Mai 2011 oder "bis auf Weiteres" festgelegt.

RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität (AA bis AAA). Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziffern (Covenants) vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Es sind in den bestehenden Kreditlinienverträgen gegenüber den Banken auch keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind so genannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsreverse festgelegt. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten.

Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln auf insgesamt Tsd. Euro 131.629 (Vj. Tsd. Euro 57.110). Darin sind auch Bestände von Währungen in Höhe von Tsd. Euro 796 enthalten, die nicht frei konvertierbar sind oder strengen Währungsrestriktionen unterliegen (Vj. Tsd. Euro 483). Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt Tsd. Euro 43.669 (Vj. Tsd. Euro 44.919). Davon sind nach Anrechnung von Krediten, Abtretungen für Tochtergesellschaften und Avalen noch nicht ausgeschöpft Tsd. Euro 32.291 (Vj. Tsd. Euro 40.588).

Weitere Informationen, insbesondere zur Liquiditätsreserve sowie zu bestehenden Fremdfinanzierungen und deren Fälligkeitsfristen, sind den jeweiligen Anhangsangaben zu entnehmen.

Marktrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen ausgesetzt sein.

Grundlagen

108

Die Wechselkursrisiken beziehen sich hierbei auf in Fremdwährung lautende Forderungen, Verbindlichkeiten und antizipierte Transaktionen. Die antizipierten Transaktionen beinhalten geplante Zahlungsströme, die aufgrund währungsbezogener Geldeingänge bei einer Vertriebsgesellschaft nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung zu erwarten sind. Das Zinsrisiko betrifft die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Finanzleasingverbindlichkeiten sowie die langfristig abgeschlossenen Darlehensverträge. Preisrisiken können in erster Linie im Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen.

Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den Risiken durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schriftlich vereinbart und werden durch ein professionelles Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifizierten Risiken wird – falls dies sinnvoll erscheint und effektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen – durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt, wobei sich die Sicherung auf gebuchte, schwebende und antizipierte Geschäfte erstrecken kann. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken mit guter bis erstklassiger Bonität, d.h. mit einem Rating von mindestens A nach Standard & Poor's.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren einerseits aus der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (in anderen Währungen als der funktionalen Währung) zum Stichtag durch Wechselkursschwankungen (Translationsrisiko). Dies bezieht sich auf bestehende Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmittel in Fremdwährung. Translationsrisiken werden nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts- als auch erfolgswirksam.

Die weltweiten Transaktionsrisiken der RATIONAL-Gruppe werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunftshorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaften in Skandinavien, UK, Schweiz, Polen, USA, Kanada, Japan und Russland.

In den Vertriebsgesellschaften in China und Brasilien unterliegen die jeweiligen Landeswährungen strengen Währungsrestriktionen und sind nicht frei konvertierbar. Für die Bezahlung von Warenimporten und für Dividendenzahlungen muss die Landeswährung deshalb in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens finden derzeit keine Absicherungen der Fremdwährungstransaktionen dieser beiden Gesellschaften statt.

Zur Absicherung von antizipierten Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL generell Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte ein. Bei den Devisenoptionen werden sowohl einfache Put-Optionen als auch so genannte Zero-Cost-Optionen mit oder ohne Knock-In-Funktion abgeschlossen. Dabei kommen beide Varianten der Knock-In-Funktionen, sowohl die europäische (stichtagsbezogen) als auch die amerikanische (laufzeitbezogen), zum Einsatz.

Der Kauf einer einfachen Put-Option erfolgt durch Bezahlung einer Optionsprämie bei Abschluss des Geschäftes und berechtigt RATIONAL zum Verkauf eines festgelegten Volumens der Fremdwährung zum vereinbarten Zeitpunkt und zu einem fixierten Wechselkurs in der vereinbarten Währung.

Bei der Zero-Cost-Option wird grundsätzlich die für den Kauf der Put-Option zu zahlende Optionsprämie durch den gleichzeitigen Verkauf einer Call-Option finanziert. Die verkaufte Call-Option ohne Knock-In-Funktion ist von Anfang an aktiv. Die verkaufte Call-Option mit Knock-In-Funktion (Auslöserfunktion) wird erst bei Erreichen bzw. Durchbrechen des Knock-In-Kurses aktiviert. Bei Fälligkeit der aktivierten Call-Option entscheidet der Käufer (die Bank) abhängig von der Kurssituation, ob ausgeübt wird. Im Gegensatz zum Devisentermingeschäft bietet die Zero-Cost-Option (ohne Ausgaben für Optionsprämien) neben garantierten Absicherungskursen die Möglichkeit, zusätzlich von einer günstigen Entwicklung der Wechselkurse profitieren zu können.

Weitere Ausführungen zum Management von Währungsrisiken sind in der Anhangsangabe zu derivativen Finanzinstrumenten enthalten.

Grundlagen

110

Zinsrisiken

Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.

Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen wird bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung oder Zins-Währungs-Swaps entgegengewirkt.

Für die bestehenden Immobilienfinanzierungen ist eine Zinsbindung bis Jahresende 2017 vereinbart. Bei den laufenden Finanzierungen für Fertigungseinrichtungen ist eine Zinsbindung für die gesamte Laufzeit festgeschrieben.

Zur Ausnutzung von Vorteilen aus Zinssatzdifferenzen zwischen verschiedenen Währungsgebieten sind Zins-Währungs-Swaps mit Laufzeiten von mehreren Jahren abgeschlossen worden. Dabei wird eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer Währung in eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer anderen Währung getauscht. Die Zins- und Tilgungszahlungen erfolgen aus den in der anderen Währung erzielten Erträgen im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit der Tochtergesellschaft des betreffenden Landes. Durch die Zahlung in vorhandener Fremdwährung werden gleichzeitig die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert (Natural Hedge). Die Konditionen der Zins-Währungs-Swaps sind so festgelegt, dass bei Abschluss keine Prämie fällig ist.

Weitere Ausführungen sind in den Anhangsangaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und zu derivativen Finanzinstrumenten enthalten.

Preisrisiken

RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoffpreisschwankungen der Legierungsmetalle, die sich im so genannten Legierungszuschlag niederschlagen, abhängig.

Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis rollierend ca. zwölf Monate im Voraus fixieren.

Tabellarische Klassifizierung von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) von Finanzinstrumenten. Mit Aus nahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Fair Value angesetzt werden, erfolgt der Wertansatz in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten. Basierend auf den relevanten Bilanzpositionen erfolgt eine Überleitung zu den nach IAS 39 auszuweisenden Kategorien von Finanzinstrumenten.

Angaben in TEUR Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie1
Buchwert
31.12.2009
Fair Value
31.12.2009
Buchwert
31.12.2008
Fair Value
31.12.2008
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
a 51.434 51.434 57.659 57.659
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
Die Fair Values von Finanzinstrumenten wurden wie folgt ermittelt:
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
a 399 399 312 312
Sonstige langfristige
Vermögenswerte
a 222 214 268 253
Derivate ohne
Hedgebeziehung
c Level 2 73 73 394 394
Geldanlagen mit einer
Laufzeit über drei Monate
a 96.000 95.999 25.000 25.120
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
a 35.629 35.629 32.110 32.110
Finanzanlagen b 50 50 50 50
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen
d 6.963 6.963 10.935 10.935
Sonstige finanzielle Verbind
lichkeiten
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
d 4.848 4.848 6.390 6.390
Derivate ohne
Hedgebeziehung
e Level 2 151 151 772 772
Finanzleasingverbindlichkeiten d 1.280 1.275 2.052 2.020
Verbindlichkeiten aus Darlehen d 31.638 33.508 25.784 27.591
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
a) Kredite und Forderungen 183.684 183.675 115.349 115.454
b) Finanzinvestitionen, die bis zur
Endfälligkeit gehalten werden
50 50 50 50
c) Finanzielle Vermögenswerte,
die zu Handelszwecken
gehalten werden
73 73 394 394
d) Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zum Restbuchwert
bewertet werden
44.729 46.594 45.161 46.936
e) Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zu Handelszwecken
gehalten werden
151 151 772 772

1 Gemäß IFRS 7.27 B 111

Grundlagen

112

Die Fair Values von Finanzinstrumenten wurden wie folgt ermittelt:

Bei Finanzinstrumenten mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr wird aufgrund der kurzen Restlaufzeiten grundsätzlich vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Dies betrifft sowohl kurzfristige Vermögenswerte (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte) als auch kurzfristige Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten).

Ausnahmen stellen Derivate, Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten sowie kurzfristige Kredite und kurzfristige Anteile langfristiger Kredite dar.

Für Termingeschäfte und Swaps wird der beizulegende Zeitwert nach der Barwertmethode ermittelt. Der Fair Value von europäischen Devisenoptionen wird mit der modifizierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell ermittelt.

Für Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten wurde eine Fair Value Ermittlung nach der Barwertmethode durchgeführt. Der Anteil der Zinsen, die dem abgelaufenen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, ist in der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte enthalten und wird deshalb hier nicht mehr einbezogen.

Die Fair Values der sonstigen langfristigen Vermögenswerte und der Finanzleasingverbindlichkeiten werden mit der Barwertmethode ermittelt.

Die Ermittlung der Fair Values der überwiegend langfristigen Darlehensverbindlichkeiten (aber auch der kurzfristigen Darlehen und kurzfristigen Anteile langfristiger Darlehen) erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungszeitterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen diskontiert.

Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Genauere Erläuterungen hierzu finden sich in der Anhangsangabe Nr. 16 zu den Finanzanlagen.

Weitere, vor allem quantitative Informationen zu den Finanzinstrumenten sind bei den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen dargestellt.

Alle Finanzinstrumente, die gemäß IFRS 7.27B zu ihrem Fair Value in der Bilanz anzusetzen sind, werden, wie in der Tabelle oben gezeigt, in die Fair-Value-Hierarchie 2 gemäß IFRS 7.27A einklassifiziert. Diese Klasse enthält Finanzinstrumente, für die kein an einem öffentlichen Markt notierter Preis vorliegt, die aber anhand von Marktpreisen vergleichbarer Finanzinstrumente oder über Modelle, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren, bewertet werden können.

Sensitivitätsanalyse zu Finanzinstrumenten

Zur Darstellung der hypothetischen Auswirkung von Marktrisiken auf Ergebnis und Eigenkapital verlangt IFRS 7 eine Sensitivitätsanalyse. Hierbei sind Annahmen zu unternehmensspezifischen Risikovariablen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten zu treffen.

Risiken aus Umrechnung von Währungspositionen

Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 unterliegt RATIONAL Währungsrisiken, die auf Aktivitäten in verschiedenen Fremdwährungen zurückzuführen sind und in den Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "sonstige Ver mögenswerte", "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und "sonstige Verbindlichkeiten" reflektiert sind. Wäre der Euro zum 31.12.2009 gegenüber den Fremdwährungen, in denen RATIONAL tätig ist, um 10% stärker gewesen, wären der Jahresüberschuss und die Währungsrücklage und damit das Eigenkapital insgesamt um Tsd. Euro 2.711 niedriger (Vj. Tsd. Euro 2.041 niedriger). Bei einem um 10% schwächeren Euro läge der Ausweis in funktionaler Währung um Tsd. Euro 2.711 höher (Vj. Tsd. Euro 2.041 höher). Die hypothetische Ergebnisauswirkung von Tsd. Euro +/– 2.711 ergibt sich insbesondere aus den signifikanten Währungssensitivitäten EUR/USD: Tsd. Euro +/–789; EUR/GBP: Tsd. Euro +/– 815. Wirkungen aus Derivaten, welche im folgenden Absatz behandelt werden, sind in dieser Betrachtung nicht enthalten.

Risiken aus Derivaten

Transaktionsrisiken im Bereich Währungen und Zinsen begrenzt RATIONAL durch den Einsatz von Derivaten. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei RATIONAL in die Bewertungskategorie "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft und zum Marktwert bilanziert, weil die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 – trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft – nicht vollständig erfüllt sind. Die Veränderungen des Marktwertes werden erfolgswirksam gebucht.

Die derivativen Sicherungsgeschäfte beziehen sich auf einen Zeitpunkt, der in der Zukunft liegt, so dass zum Bilanzstichtag ein theoretisches Risiko aus den bestehenden Positionen entstehen kann.

Grundlagen

114

Die gemäß IFRS 7 zu ermittelnden Auswirkungen auf das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung werden bei RATIONAL bestimmt, indem theoretische Änderungen der Marktsituation definiert werden. Hierfür wird eine gleichzeitige, parallele Aufwertung (Abwertung) des Euro gegenüber allen anderen Fremdwährungen um 10% angenommen. Diese Annahme fließt in die Bewertung des Bestandes aller derivativen Finanzinstrumente zum Abschlusstag und somit in die Ermittlung von Abweichungen zum tatsächlich bilanzierten Marktwert ein.

Die angewandten Bewertungsmethoden basieren auf anerkannten finanzmathematischen Modellen und entsprechen denen, die zur Bewertung derivativer Finanzinstrumente in der Bilanz zum Tragen kommen. Die Bewertung erfolgt • für Termingeschäfte und Swaps nach der Barwertmethode,

• für europäische Devisenoptionen nach der modifizierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell.

Das Ziel dieser Bewertung gemäß IFRS 7 zu veränderten angenommenen Marktsituationen ist es, darzustellen, welche Ergebnisauswirkungen zum Jahresabschluss aus der Bewertung entstanden wären, sofern die vorstehend beschriebenen veränderten Marktsituationen zum Jahresende zutreffend gewesen wären. Bei tatsächlichen Veränderungen der Marktsituation stehen bei RATIONAL den nachfolgend dargestellten Auswirkungen aus den Derivaten die Auswirkungen aus den entsprechenden Grundgeschäften als gegenläufiger Effekt gegenüber.

Die ermittelten und in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung stellen Abschätzungen dar und basieren auf dem möglichen Eintritt der im Rahmen der Sensitivitätsanalyse unterstellten Marktveränderungen. Die Auswirkungen auf die spätere tatsächliche Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon, aufgrund der real eintretenden weltweiten Marktentwicklung, deutlich abweichen.

Theoretische Ergebnisauswirkung*
Euroabwertung
Theoretische Ergebnisauswirkung*
Euroaufwertung
Angaben in TEUR 2009 2008 2009 2008
Devisentermingeschäfte/Swaps 896 –722
Devisenoptionen –1.423 –1.553 481 825
Zins-Währungs-Swaps –196 –269 159 220
Gesamt –1.619 –926 640 323

* Positive Werte stellen eine theoretische Ergebnisverbesserung,

negative Werte eine theoretische Ergebnisverschlechterung dar.

Kapitalsteuerung

Die Kapitalstruktur von RATIONAL wird im Rahmen des Reportingprozesses überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert. Ziel der Kapitalsteuerung ist es, die Geschäfts- und Investitionstätigkeit des Unternehmens nachhaltig sicherzustellen, ein hohes Bonitätsrating zu erlangen sowie den Unternehmenswert zu maximieren. Die Überwachung des Kapitals erfolgt insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote und der Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht. Grundsätzlich gilt, je höher die Eigenkapitalquote, desto besser ist die Bonität und finanzielle Stabilität eines Unternehmens und desto geringer ist die Abhängigkeit des Unternehmens von externen Kreditgebern.

Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31.12.2009 auf 71,4% (Vj. 63,9%). Die Rentabilität auf das durchschnittliche Eigenkapital beträgt für das Berichtsjahr 41,6% (Vj. 47,9%).

Eine weitere wichtige Steuerungskennzahl ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC). In dieser Kennzahl wird das operative Ergebnis nach Steuern in Relation zum durchschnittlich investierten Kapital gesetzt. Nur wenn der ROIC die Kapitalkosten übersteigt, wird zusätzlicher Unternehmenswert geschaffen. Mit einem ROIC von 35% (Vj. 41%) werden die für RATIONAL zugrunde gelegten Kapitalkosten von rund 9% deutlich überschritten und ein positiver Wertbeitrag in Höhe von Tsd. Euro 51.031 (Vj. Tsd. Euro 48.710) geschaffen.

Angaben in TEUR 2009 2008
Jahresüberschuss 67.305 61.681
+Fremdkapitalzinsen nach Steuern 1.067 869
Operatives Ergebnis nach Steuern 68.372 62.550
Eigenkapital* 161.654 128.773
+langfristige Rückstellungen* 651 616
+verzinstes Fremdkapital* 30.377 24.387
Investiertes Kapital* 192.682 153.776
ROIC 35% 41%
Wertbeitrag 51.031 48.710

* Jahresdurchschnittswerte: (Wert zum 01.01. + Wert zum 31.12.) :2

Das verzinste Fremdkapital enthält die Darlehens- sowie die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten des Konzerns.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung 116

1. Umsatzerlöse

RATIONAL erfasst Umsatzerlöse aus Produktverkäufen zu dem Zeitpunkt, an dem die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbundenen Risiken und Verfügungsrechte auf den Käufer übergegangen sind. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die auf die typische Geschäftstätigkeit von RATIONAL zurückzuführen sind.

Im Geschäftsjahr 2009 hat RATIONAL weltweit Umsatzerlöse in Höhe von Tsd. Euro 314.354 (Vj. Tsd. Euro 342.958) erzielt. 78% hiervon entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 22% entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten.

Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz des Kunden stellt sich wie folgt dar:

Angaben in TEUR 2009 Anteil in% 2008 Anteil in%
Deutschland 53.304 17 54.690 16
Europa (ohne Deutschland) 160.128 51 182.004 53
Amerika 41.175 13 48.325 14
Asien 41.064 13 39.223 12
Übrige Welt* 18.683 6 18.716 5
Gesamt 314.354 100 342.958 100

* Australien, Neuseeland, Naher/Mittlerer Osten, Afrika.

Mit Umsatzerlösen in Höhe von Tsd. Euro 32.575 (Vj. Tsd. Euro 31.628) wird ein wesentlicher Anteil der Konzernumsatzerlöse in Frankreich erzielt.

Der weltweite Vertrieb von RATIONAL-Produkten erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner und gliedert sich wie folgt:

Angaben in TEUR 2009 Anteil in% 2008 Anteil in%
Tochtergesellschaften 236.590 75 255.502 74
Vertriebspartner 77.764 25 87.456 26
Gesamt 314.354 100 342.958 100

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Segmentrechnung dargestellt.

2. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten, den Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie aus dem Wertverzehr des Anlagevermögens zusammen.

Die Materialkosten liegen mit Tsd. Euro 101.395 um 13% unter Vorjahr (Tsd. Euro 116.353). Neben der Reduzierung im Absatzvolumen ist dies das Ergebnis der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Preise für Stahl und den Legierungszuschlag.

3. Vertriebs- und Servicekosten

Die Vertriebs- und Servicekosten beinhalten Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten sowie Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden in einzelnen Ländern gezielte Strukturanpassungen an die veränderte Marktsituation vorgenommen. Insbesondere wurden die in Erwartung des anhaltend hohen Wachstums der vergangenen Jahre, in 2008 aufgebauten zusätzlichen Vertriebskapazitäten konsequent an das aktuelle Geschäftsvolumen angepasst.

4. Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten finden bei RATIONAL überwiegend in Projekten statt. Schwerpunkte sind die Anwendungsforschung und die Entwicklung neuer Produkte zur Sicherung der Technologieführerschaft und damit des nachhaltigen Unternehmenserfolges. Sie sind in der Position "Forschungs- und Entwicklungskosten" in der Gewinn- und Verlustrechnung vollständig ergebniswirksam enthalten.

5. Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche wie Buchhaltung, Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Rechnungswesen und Controlling sowie Anteile der Unternehmensleitung enthalten.

Für Aktionäre

Für Gourmets Für Anleger

Erläuterung zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

118

6. Sonstige betriebliche Erträge

Angaben in TEUR 2009 2008
Kursgewinne 6.895 8.761
Versicherungsentschädigungen 1.062 481
Erträge aus wertberichtigten und ausgebuchten Forderungen 491 206
Erträge aus Anlagenabgängen 18 230
Optionsgebühren 112
Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) 78 208
Gesamt 8.544 9.998

Die Kursgewinne entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Erträge aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in den Kursgewinnen in Höhe von Tsd. Euro 662 (Vj. Tsd. Euro 1.019) enthalten.

Die Position "Versicherungsentschädigungen" enthält im Berichtsjahr Erträge aus der Warenkreditversicherung für Forderungsausfälle in Höhe von Tsd. Euro 635 (Vj. Tsd. Euro 270).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Angaben in TEUR 2009 2008
Kursverluste 5.439 10.277
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 1.489 677
Sonstige Steuern 218
Verluste aus Anlagenabgang 195 24
Spenden 105 292
Optionsgebühren 50 291
Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) 133 80
Gesamt 7.629 11.641

Die Kursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in den Kursverlusten in Höhe von Tsd. Euro 362 (Vj. Tsd. Euro 1.867) enthalten.

8. Finanzergebnis

Angaben in TEUR 2009 2008
Erträge aus Beteiligungen 66 57
Abschreibungen auf Finanzanlagen –169
Zinsen und ähnliche Erträge 1.007 1.721
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –1.428 –1.177
Gesamt –355 432

In der Position "Erträge aus Beteiligungen" sind die Gewinnausschüttungen der nicht konsolidierten MEIKU Vermögensverwaltung GmbH an die RATIONAL AG dargestellt. Abschreibungen des Beteiligungsansatzes an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH in 2008 sind in der Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen" reflektiert.

9. Einkommen- und Ertragsteuern

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands 2009 wird dabei auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein durchschnittlicher Steuersatz von rund 27% (Vj. 27%) angewendet. Dieser Steuersatz ermittelt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15% und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhoben wird und der Gewerbeertragsteuer mit einem Hebesatz von 320%, wie sie auf die Muttergesellschaft Anwendung finden. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten der Jahre 2008 und 2009 werden einheitlich ebenfalls mit einem durchschnittlichen Steuersatz von rund 27% bewertet.

120

Angaben in TEUR 2009 2008
Ergebnis vor Steuern (EBT) 90.127 83.536
Erwarteter Steuersatz in % 27,09 27,09
Erwarteter Einkommen- und Ertragsteueraufwand 24.415 22.630
Abweichung lokale Steuersätze der Tochtergesellschaften –1.850 –1.334
Steueraufwand betreffend Vorjahre 307 30
Steuererstattungen aus Vorjahren –205 –10
Nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige Beträge 155 539
Ausgewiesener Einkommen- und Ertragsteueraufwand 22.822 21.855

Die im Geschäftsjahr 2009 gezeigten aktiven latenten Steuern belaufen sich auf Tsd. Euro 2.818 nach Tsd. Euro 2.917 zum Bilanzstichtag 2008. Der dem Jahr 2009 zuzurechnende latente Steueraufwand beläuft sich damit auf Tsd. Euro 99 nach einem Steuerertrag von Tsd. Euro 944 im Vorjahr. Demnach beträgt der tatsächliche Ertragsteueraufwand Tsd. Euro 22.723 (Vj. Tsd. Euro 22.799). Im Geschäftsjahr 2009 wurden Steuern auf Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften an die RATIONAL AG in Höhe von Tsd. Euro 167 (Vj. Tsd. Euro 206) im Aufwand erfasst.

Die latenten Steuerabgrenzungen der Geschäftsjahre 2009 und 2008 entfallen auf folgende Bilanzposten bzw. Verlustvorträge:

Ergebnisauswirkung
Angaben in TEUR 2009 2008 2009 2008
Vorräte 2.528 2.808 –280 606
Forderungen 98 3 95 91
Pensionsrückstellungen 38 24 14 –2
Steuerliche Verlustvorträge –51
Übrige 154 82 72 300
Gesamt 2.818 2.917 –99 944

Die aktivierten latenten Steuererstattungsansprüche haben in Höhe von Tsd. Euro 2.780 (Vj. Tsd. Euro 2.893) eine voraussichtliche Laufzeit von unter einem Jahr. In Höhe von Tsd. Euro 38 (Vj. Tsd. Euro 24) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus temporären Unterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Pensionsrückstellungen basieren. Bei Vorliegen aktivischer und passivischer Steuerabgrenzungsposten gleicher Laufzeit bei einer Gesellschaft werden diese saldiert ausgewiesen. Für die voraussichtlichen Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in 2010 wurden passive latente Steuern in Höhe von Tsd. Euro 151 gebildet (Vj. Tsd. Euro 160). Aus dieser Position ergibt sich damit ein Steuerertrag im Jahr 2009 in Höhe von Tsd. Euro 9 (Vj. Aufwand Tsd. Euro 160).

10. Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Jahresüberschusses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

Auf Basis eines Aktienbestandes von 11.370.000 Stück und eines Jahresüberschusses in Höhe von Tsd. Euro 67.305 (Vj. Tsd. Euro 61.681) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009 ein (unverwässertes als auch verwässertes) Ergebnis je Aktie von Euro 5,92 (Vj. Euro 5,42).

Das für das Geschäftsjahr 2009 nach IFRS/IAS ausgewiesene Ergebnis je Aktie entspricht zugleich dem DVFA-Ergebnis.

11. Dividende je Aktie

Der Dividendenvorschlag des Aufsichtsrats und Vorstandes der RATIONAL AG in Höhe von Euro 1,00 pro Anteilsschein für das Geschäftsjahr 2008 wurde von der Hauptversammlung am 06.05.2009 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von Tsd. Euro 11.370 erfolgte im Mai 2009.

Für das Geschäftsjahr 2009 schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von Tsd. Euro 39.795 oder Euro 3,50 je Anteilsschein auszuschütten.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Aktiva 122

12. Immaterielle Vermögenswerte

Angaben in TEUR Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte
Firmenwerte Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2009 4.611 424 5.035
Zugänge 134 134
Abgänge –248 –248
Stand 31.12.2009 4.497 424 4.921
Abschreibungen
Stand 01.01.2009 3.174 3.174
Zugänge 736 736
Abgänge –248 –248
Stand 31.12.2009 3.662 3.662
Stand 31.12.2009
Anschaffungskosten
835 424 1.259
Stand 01.01.2008 3.892 424 4.316
Zugänge 883 883
Abgänge –164 –164
Stand 31.12.2008 4.611 424 5.035
Abschreibungen
Stand 01.01.2008 2.584 2.584
Zugänge 741 741
Abgänge –151 –151
Stand 31.12.2008 3.174 3.174
Buchwerte
Stand 31.12.2008 1.437 424 1.861

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen zu Anschaffungskosten aktivierte gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Firmenwerte. Selbstgeschaffene Vermögenswerte sind nicht enthalten. Ausschließlich auf steuerlichen Regelungen basierende Abschreibungen wurden nicht angesetzt. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2009 lag keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vor. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden, vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten bestehen nicht.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte belaufen sich auf Tsd. Euro 736 (Vj. Tsd. Euro 741) und sind ergebniswirksam in Höhe von Tsd. Euro 46 (Vj. Tsd. Euro 25) dem Fertigungsbereich, mit Tsd. Euro 102 (Vj. Tsd. Euro 93) der Entwicklung, mit Tsd. Euro 94 (Vj. Tsd. Euro 74) dem Vertriebs- und Servicebereich und mit Tsd. Euro 494 (Vj. Tsd. Euro 549) dem Bereich der allgemeinen Verwaltung zugeordnet.

124

13. Firmenwerte

In der Position "Immaterielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag ein Restbuchwert aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von Tsd. Euro 424 ausgewiesen, welcher aus dem Erwerb der RATIONAL Tochtergesellschaft FRIMA S.A., Wittenheim, im Jahr 1993 stammt.

Gemäß IFRS 3 ist ein Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig über die Nutzungsdauer abzuschreiben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit gemäß IAS 36 zu testen.

Im Dezember 2009 wurde für den Firmenwert der FRIMA S.A. ein so genannter "Impairment-Test" auf Basis der "Discounted-Cashflow-Methode" durchgeführt. Hierzu wurde wie im Vorjahr die legale Einheit FRIMA S.A. als kleinstmögliche "Cash Generating Unit" identifiziert, deren erzielbarer Betrag auf Basis des Nutzungswerts ermittelt wird. Die Schätzung des zukünftigen Cashflows erfolgte auf der Annahme der fortgeführten Nutzung der Vermögenswerte und unter Einbeziehung aktueller Finanz- und Geschäftspläne des Managements für die nächsten vier Jahre, beruhend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Auf der gleichen Basis und unter Verwendung eines Deckungsbeitragsmodells wird die Ergebnisentwicklung ermittelt. Für die Modellrechnung wird ab dem fünften Jahr ein theoretisches Ergebniswachstum von 0% unterstellt (ewige Rente). Zukünftige Restrukturierungen und damit verbundene Ertragskraftsteigerungen wurden gemäß IAS 36 nicht berücksichtigt. Mit dem verwendeten Abzinsungssatz von 8,9% nach Steuern (12,7% vor Steuern; Vj. 8,9% nach Steuern und 12,5% vor Steuern) wurden die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseffektes und die Risikoerwartung hinsichtlich der Vermögenswerte angemessen berücksichtigt. Der so ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert der "Cash Generating Unit" FRIMA S.A. Eine Wertminderung wurde somit nicht festgestellt, die Notwendigkeit einer Firmenwertabschreibung liegt nicht vor.

Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde.

14. Sachanlagen

Angaben in TEUR Grundstücke
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Betriebs
und Geschäfts
ausstattung
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2009 57.905 20.209 16.231 94.345
Währungsdifferenzen 10 –2 –5 3
Zugänge 455 1.297 496 2.248
Abgänge –179 –846 –1.644 –2.669
Stand 31.12.2009 58.191 20.658 15.078 93.927
Abschreibungen
Stand 01.01.2009 15.810 8.314 9.026 33.150
Währungsdifferenzen 7 –1 6
Zugänge 2.193 2.420 2.240 6.853
Abgänge –170 –690 –1.543 –2.403
Stand 31.12.2009 17.840 10.043 9.723 37.606
Stand 31.12.2009 40.351 10.615 5.355 56.321
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2008 39.212 12.574 12.210 63.996
Währungsdifferenzen –26 1 70 45
Zugänge 18.798 7.939 4.978 31.715
Abgänge –79 –305 –1.027 –1.411
Stand 31.12.2008 57.905 20.209 16.231 94.345
Abschreibungen
Stand 01.01.2008 14.111 6.581 7.207 27.899
Währungsdifferenzen –21 1 55 35
Zugänge 1.736 1.940 2.746 6.422
Abgänge –16 –208 –982 –1.206
Stand 31.12.2008 15.810 8.314 9.026 33.150
Buchwerte

126

Die Position "Sachanlagen" umfasst zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesene, um die regelmäßigen Abschreibungen verminderte Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2009 lag keine außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagevermögen vor. Für das neue Werk in Landsberg ist eine Grundschuld über Tsd. Euro 23.000 eingetragen. Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung.

Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen belaufen sich in Summe auf Tsd. Euro 6.853 (Vj. Tsd. Euro 6.422) und sind ergebniswirksam in Höhe von Tsd. Euro 4.154 (Vj. Tsd. Euro 3.364) dem Fertigungsbereich, mit Tsd. Euro 1.265 (Vj. Tsd. Euro 1.582) dem Vertriebs- und Servicebereich, mit Tsd. Euro 876 (Vj. Tsd. Euro 949) der Entwicklung und mit Tsd. Euro 558 (Vj. Tsd. Euro 527) dem Bereich der allgemeinen Verwaltung zugeordnet.

15. Finanzierungsleasing

In der Position "Sachanlagevermögen" sind Grundstücke und Gebäude enthalten, die gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing dem wirtschaftlichen, nicht aber dem juristischen Eigentum des Konzerns zugerechnet werden.

Die Nettobuchwerte dieser Grundstücke und Gebäude betragen zum 31.12.2009 Tsd. Euro 8.761 nach Tsd. Euro 9.239 im Vorjahr. Die kumulierten Abschreibungen belaufen sich nach einer Erhöhung um Tsd. Euro 478 (Vj. Tsd. Euro 478) auf Tsd. Euro 4.804 (Vj. Tsd. Euro 4.326). Die erwartete Nutzungsdauer der Gebäude beträgt 25 Jahre.

Die entsprechenden Verbindlichkeiten aus den gemäß IAS 17 aktivierten Sachanlagen sind in der Position "sonstige Verbindlichkeiten" dargestellt und werden dort näher erläutert.

16. Finanzanlagen

Die ausgewiesenen Finanzanlagen in Höhe von Tsd. Euro 50 (Vj. Tsd. Euro 50) reflektieren wie in den Vorjahren den Beteiligungsbuchwert an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von RATIONAL wird diese nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Der ursprüngliche Anschaffungswert der Finanzanlagen beträgt Tsd. Euro 2.725 (Vj. Tsd. Euro 2.725), die aufgelaufenen, ausschüttungsbedingten Teilwertabschreibungen belaufen sich auf Tsd. Euro 2.675 (Vj. Tsd. Euro 2.675). Die in 2008 vorgenommene Abschreibung in Höhe von Tsd. Euro 168 ist im Finanzergebnis des Jahres 2008 enthalten. Die Beteiligung an der MEIKU ist dem Segment Muttergesellschaft zugeordnet.

Der Beteiligungswert an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH ist der einzige Wert in der Kategorie Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Die Abschreibung stellt somit die einzige Wertminderung in dieser Kategorie finanzieller Vermögenswerte dar.

17. Vorräte

Angaben in TEUR 2009 2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.255 8.001
Unfertige Erzeugnisse 427 546
Fertige Erzeugnisse und Waren 10.140 12.017
Gesamt 17.822 20.564

Der dargestellte Vorratsbestand ist zu Herstellungskosten angesetzt und beinhaltet Anschaffungskosten, alle dem Produktionsprozess direkt zuordenbaren Kosten sowie angemessene Fertigungsgemeinkosten.

Die Wertminderungen auf Vorräte wurden in der Berichtsperiode von Tsd. Euro 843 auf Tsd. Euro 871 erhöht (Vj. Reduzierung von Tsd. Euro 956 auf Tsd. Euro 843).

Der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag 31.12.2009 unterliegt keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.

18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Angaben in TEUR 2009 2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennbetrag 52.017 58.152
Wertberichtigungen auf Forderungen –583 –493
Gesamt 51.434 57.659

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag waren 10% (Vj. 12%) der Forderungen überfällig, 81% (Vj. 79%) davon im Laufzeitband "1–60 Tage".

Die folgende Tabelle zeigt die Struktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Fälligkeit:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennbetrag
Gesamt
Nicht fällig
Überfälligkeiten
Angaben in TEUR 1–60 Tage 61–90 Tage 91–120 Tage > 120 Tage
Stand 31.12.2009 52.017 47.007 4.066 215 150 579
Stand 31.12.2008 58.152 51.311 5.379 331 294 837

Von den nicht fälligen Forderungen in Höhe von Tsd. Euro 47.007 (Vj. 51.311 Tsd. Euro) waren zum Bilanzstichtag 274 Tsd. Euro (Vj. Tsd. Euro 234) wertberichtigt. Von den bereits überfälligen Forderungen in Höhe von insgesamt Tsd. Euro 5.010 (Vj. Tsd. Euro 6.841) waren 309 Tsd. Euro wertberichtigt (Vj. Tsd. Euro 259).

Bei nachhaltigen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden werden nach Möglichkeit Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen oder das Inkasso über den Warenkreditversicherer oder externe Inkassoinstitute eingeleitet. Forderungen, für die Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen wurden, werden weiterhin mit den ursprünglichen Fälligkeiten angesetzt und somit als überfällig betrachtet. Zum Bilanzstichtag bestehen Ratenzahlungsvereinbarungen für ein Forderungsvolumen von weniger als Tsd. Euro 100.

Vom Bestand der offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende 2009 sind 80% (Vj. 84%) über die Warenkreditversicherung versichert. Zusätzlich bestehen Sicherheiten in Form von unwiderruflichen, bestätigten Bankakkreditiven in Höhe von Tsd. Euro 2.259 (Vj. Tsd. Euro 668) und ein Forderungsvolumen von Tsd. Euro 264 (Vj. Tsd. Euro 255) gegenüber Kunden der öffentlichen Hand. Insgesamt ergibt sich damit eine Deckungsquote der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 85% (Vj. 85%). Berücksichtigt man weiterhin, dass die bereits abgeführte Umsatzsteuer im Falle eines Forderungsausfalles von den Finanzbehörden zurückerstattet wird, beläuft sich die Deckungsquote auf 94% (Vj. 94%). Unter Berücksichtigung der erstattungsfähigen Umsatzsteuer beträgt das wirtschaftliche Risiko von Forderungsausfällen somit zum Bilanzstichtag Tsd. Euro 3.260 (Vj. Tsd. Euro 3.718).

Das nach Berücksichtigung dieser Sicherheiten verbleibende Kreditrisiko beinhaltet keine Klumpenrisiken in nennenswertem Umfang. Im Bereich der Klumpenrisiken werden die nicht abgesicherten Forderungen mit einem Nennwert von mehr als Tsd. Euro 100 pro Einzelkunde betrachtet. Die Gesamtsumme in dieser Kategorie beträgt Tsd. Euro 341 (Vj. Tsd. Euro 1.263) und verteilt sich auf zwei (Vj. sechs) Kunden. Dies entspricht einem Anteil von 0,66% (Vj. 2,18%) der bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dabei macht der Einzelkunde mit dem größten ungesicherten Forderungsbestand mit Tsd. Euro 237 (Vj. Tsd. Euro 379) 0,46% (Vj. 0,65%) des bilanzierten Forderungsvolumens aus. Das gemäß IFRS auszuweisende maximale Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt zum Bilanzstichtag Tsd. Euro 51.434 (Vj. Tsd. Euro 57.659).

Wertberichtigungen auf Forderungen
Angaben in TEUR 2009 2008
Stand 01.01. 493 415
Auflösung –537 –296
Zuführung 627 374
Stand 31.12. 583 493

Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden grundsätzlich durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Bei der obigen Darstellung werden unterjährige Zuführungen und Auflösungen zu den Wertberichtigungen berücksichtigt. Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr 2009 betragen Tsd. Euro 945 oder 0,30% des Jahresumsatzes (Vj. Tsd. Euro 534 oder 0,16%) bzw. 1,8% des Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag (Vj. 0,9%). Somit konnte sich auch die RATIONAL-Gruppe den aufgrund der Wirtschaftskrise weltweit steigenden Forderungsausfällen nicht ganz entziehen. Allerdings liegen die ausgebuchten Forderungen damit deutlich unter dem Durchschnitt aller Unternehmen, der für den deutschen Markt von der "Creditreform" mit 0,64% des Umsatzes beziffert wird. Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung sind hierbei nicht angerechnet. Diese belaufen sich 2009 auf Tsd. Euro 635 (Vj. Tsd. Euro 270).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Aktiva

19. Sonstige Vermögenswerte

Angaben in TEUR 2009 2008
Umsatzsteuererstattungsansprüche 1.844 3.929
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 979 751
Körperschaftsteuererstattungsansprüche 422 1.735
Kautionen 355 368
Reisekostenvorschüsse 181 150
Versicherungen 145
Zinsforderungen 112 184
Zeitwert derivative Finanzinstrumente 73 394
Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) 217 143
Gesamt 4.328 7.654

Von den dargestellten sonstigen Vermögenswerten sind Tsd. Euro 4.106 (Vj. Tsd. Euro 7.386) als kurzfristig klassifiziert.

In der Position "Kautionen" sind Forderungen in Höhe von Tsd. Euro 222 (Vj. Tsd. Euro 262) enthalten, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr betragen. Diese langfristigen Vermögenswerte reflektieren einen Zeitwert von Tsd. Euro 214 (Vj. Tsd. Euro 253). In der Bilanz wurden die langfristigen Vermögenswerte aus Wesentlichkeitsgründen nicht zu ihrem abgezinsten Zeitwert, sondern zu Anschaffungskosten angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag enthalten, bei denen der zugehörige Aufwand dem Folgejahr zuzuordnen ist. Die Position setzt sich aus einer Vielzahl kleinerer Abgrenzungen zusammen. Die wesentlichen Abgrenzungen betreffen hierbei Ausstellungen, Marketingaktivitäten und Mieten sowie Versicherungsleistungen. Sämtliche Rechnungsabgrenzungsposten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

20. Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von Tsd. Euro 96.000 (Vj. Tsd. Euro 25.000) in Form von deutschen Festgeldern mit Gesamtlaufzeiten von bis zu sechs Monaten ausgewiesen. Die längste Fälligkeit liegt im April 2010. Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.

RATIONAL stellt den Werterhalt vor die Rendite. Deshalb ist eine ausreichende Sicherung über den deutschen Einlagensicherungsfond zwingend erforderlich. Bei RATIONAL qualifizieren sich zur Geldanlage nur Kreditinstitute mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor's von mindestens A. Zur Diversifizierung verteilen sich alle Festgelder zum Jahresende auf vier Kreditinstitute, wobei der Anteil jeder einzelnen Bank unter 30% liegt.

21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Das Corporate Treasury steuert die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des Konzerns weltweit, sofern dem keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern, wie beispielsweise in Russland, Brasilien oder China, entgegenstehen.

Der größte Anteil an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konzentriert sich bei der Muttergesellschaft in Deutschland. Der Bestand verteilt sich auf mehrere Kreditinstitute (Diversifizierung). Durch den Einlagensicherungsfond sind Einlagen bei Banken in Deutschland vor dem Kapitalausfall geschützt. Dazu gehören bei RATIONAL neben Kontokorrentguthaben in Deutschland auch alle Festgelder und sämtliche Tagesgelder.

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Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Aktiva | Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Passiva

132

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von Tsd. Euro 35.629 (Vj. Tsd. Euro 32.110) ausgewiesen. Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Es bestehen keine Verpfändungen.

Angaben in TEUR Währung 2009 2008
Festgelder mit Laufzeiten
bis zu drei Monate
EUR 9.000 6.000
Guthaben inkl. Tagesgelder EUR 13.134 18.671
Guthaben inkl. Tagesgelder USD 5.888 1.937
Guthaben inkl. Tagesgelder GBP 2.602 1.242
Guthaben inkl. Tagesgelder SEK 1.615 1.023
Guthaben inkl. Tagesgelder CHF 785 792
Guthaben inkl. Tagesgelder PLN 439 280
Guthaben inkl. Tagesgelder CAD 454 949
Guthaben RUB 808 176
Guthaben JPY 524 670
Guthaben BRL 207 205
Guthaben CNY 103 101
Guthaben sonstige Währungen
und Kassenbestände
versch. 70 64
Gesamt 35.629 32.110

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Passiva 133

22. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung als Bestandteil des Konzernabschlusses dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31.12.2009 unverändert Tsd. Euro 11.370 und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00.

Das bedingte Kapital beträgt Tsd. Euro 200 und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Aktien vorgesehen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Beschreibung des Aktienoptionsprogramms ist in der Anhangsangabe "Aktienoptionspläne" dargestellt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen. Abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten beläuft sich dieses auf Tsd. Euro 28.329. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfindung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstandes aus der zweiten Tranche des Aktienoptionsprogramms vom 03.02.2000 resultieren.

Bislang in der Kapitalrücklage enthaltene Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im vorliegenden Abschluss in die Position übriges Eigenkapital umgegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Gewinnrücklagen

Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen, gemäß §150 AktG gebildeten gesetzlichen Rücklagen belaufen sich wie im Vorjahr auf Tsd. Euro 514. Weiterhin sind in den Gewinnrücklagen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Diese bislang in der Position "Bilanzgewinn" dargestellten Gewinne werden im vorliegenden Abschluss in die Position "Gewinnrücklagen" umgegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

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31.12.2008 31.12.2008
Angaben in TEUR Vor Anpassung Anpassung Nach Anpassung
Gezeichnetes Kapital 11.370 11.370
Kapitalrücklage 25.726 2.332 28.058
Gewinnrücklagen 514 95.947 96.461
Bilanzgewinn 95.947 –95.947
Übriges Eigenkapital –2.332 –2.332
Eigenkapital 133.557 0 133.557

Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die Anpassung nicht innerhalb der Konzern-Bilanz sowie der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung abgebildet.

23. Pensionsrückstellungen

Die RATIONAL AG hat für einen ehemaligen Geschäftsführer und einen ehemaligen Prokuristen betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Es handelt sich hierbei um einen Endgehaltsplan. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen, die im Geschäftsjahr 2009 auf Tsd. Euro 688 (Vj. Tsd. Euro 614) erhöht wurden.

Die zugesagten Leistungen werden gemäß IAS 19 jährlich unter Anwendung des Verfahrens der laufenden Einmalprämie ("Projected-Unit-Credit-Method") versicherungsmathematisch bewertet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Ermittlung der Pensionskosten wurden gemäß IAS 19 die versicherungsmathematischen Verluste/Gewinne in voller Höhe sofort erfolgswirksam erfasst. Der auf dem Unterschied zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtung beruhende versicherungsmathematische Verlust lag im Geschäftsjahr 2009 bei Tsd. Euro 22 (Vj. Tsd. Euro 0). Die Pensionsverpflichtungen werden in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz ausgewiesen.

In den Verwaltungs- und Vertriebskosten enthaltene Aufwendungen für Versorgungsleistungen:

Angaben in TEUR 2009 2008
Zinsaufwand 37 31
Erfasste versicherungsmathematische Verluste (Vj. Gewinne) 71 –2
Gesamt 108 29

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Angaben in TEUR 2009 2008
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 01.01. 614 617
Zinsaufwand 37 31
Gezahlte Leistungen –34 –32
Erfasste versicherungsmathematische Verluste (Vj. Gewinne) 71 –2
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31.12. 688 614

Die gezahlten Leistungen betreffen erstmals im Jahr 2006 fällige Pensionszahlungen an einen ehemaligen Geschäftsführer.

Den Bewertungen liegen folgende Annahmen zugrunde:

Rechnungszins: 5,25% (Vj. 6,25%) Rententrend: 1,75% (Vj. 2,00%)

Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck verwendet.

Die leistungsorientierten Verpflichtungen der laufenden und vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

Angaben in TEUR 2009 2008 2007 2006 2005
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31.12. 688 614 617 672 683

24. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

2009
Angaben in TEUR Stand
01.01.2009
Währungs
differenzen
Verbrauch Zuführung Stand
31.12.2009
Einkommen- und
Ertragsteuern
3.264 28 –3.292 4.564 4.564

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Erläuterungen zur Konzern-Bilanz – Passiva

136

2008 Angaben in TEUR Stand 01.01.2008 Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung Stand 31.12.2008 Einkommen- und Ertragsteuern 3.646 –234 –3.412 3.264 3.264

25. Kurzfristige Rückstellungen

2009
Angaben in TEUR Stand
01.01.2009
Währungs
differenzen
Verbrauch Zuführung Stand
31.12.2009
Personal 7.033 13 –7.041 8.477 8.482
Händlerboni 3.527 82 –3.559 3.022 3.072
Gewährleistung 4.181 –7 –4.070 4.876 4.980
Sonstige 3.492 1 –3.493 2.250 2.250
Gesamt 18.233 89 –18.163 18.625 18.784

2008

Angaben in TEUR Stand
01.01.2008
Währungs
differenzen
Verbrauch Zuführung Stand
31.12.2008
Personal 5.980 –93 –5.887 7.033 7.033
Händlerboni 3.918 –208 –3.694 3.511 3.527
Gewährleistung 3.001 –5 –2.996 4.181 4.181
Sonstige 2.587 –16 –2.571 3.492 3.492
Gesamt 15.486 –322 –15.148 18.217 18.233

Rückstellungen für Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für die variablen Vergütungsanteile sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet.

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Aufwandes, der uns aus Gewährleistungsfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit.

In den sonstigen Rückstellungen sind Positionen für Fracht, Beitragsverpflichtungen, Marketingkosten sowie eine Vielzahl weiterer Sachverhalte mit Wertansätzen von im Einzelfall nur untergeordneter Bedeutung enthalten.

Im Oktober 2008 wurde eine Zwei-Jahres-Garantie auf Geräte eingeführt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich daraus ein langfristiger Anteil an Gewährleistungsverpflichtungen über Tsd. Euro 1.798 (Vj. Tsd. Euro 520).

In der Bilanz wurden die langfristigen Rückstellungen aus Wesentlichkeitsgründen nicht zu ihrem abgezinsten Zeitwert, sondern zum erwarteten Aufwand angesetzt und als Teil der kurzfristigen Rückstellungen berichtet.

26. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verteilt auf mehrere Kreditinstitute bestehen zum Jahresabschluss Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt Tsd. Euro 31.638 (Vj. Tsd. Euro 25.784).

Die darin beinhalteten kurzfristigen Darlehen belaufen sich auf Tsd. Euro 8.000 (Vj. Tsd. Euro 0). Die Zinszahlungen hierfür basieren auf dem Drei-Monats-Euribor und sind jeweils für drei Monate festgeschrieben. Die vertraglichen Tilgungstermine liegen im März und April 2010.

Bei den langfristigen Verträgen wurde eine Abtretung der Rechte an Dritte vertraglich ausgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden zur Anschaffung von Fertigungseinrichtungen Annuitätendarlehensverträge mit Laufzeiten von mehreren Jahren abgeschlossen. Die Zinsbindung hierfür läuft jeweils bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Die letzte Tilgungsrate wird im Jahr 2013 erfolgen.

Bei den darüber hinaus bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um zwei durch Grundschuld abgesicherte Annuitätendarlehensverträge zur Finanzierung eines neu gebauten Montage- und Versandgebäudes in Landsberg. Für die beiden Verträge ist eine Zinsbindung bis Jahresende 2017 und das Vertragsende zum Ende des Jahres 2022 vereinbart.

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Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Folgeperioden folgende Zahlungen fällig:

Angaben in TEUR 2010 2011–2014 Ab 2015
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2009 11.442 10.240 17.150
Angaben in TEUR 2009 2010–2013 Ab 2014
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2008 3.355 11.436 19.294

Für die Zahlungen nach der Zinsbindungsfrist wurden unveränderte Konditionen unterstellt.

27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Aufgrund der hervorragenden Liquiditätssituation werden Lieferantenverbindlichkeiten unter Ausnutzung von Lieferantenskonti beglichen. Basierend auf den Zahlungsvereinbarungen mit unseren Lieferanten stellen sich die Fälligkeiten und damit der Mittelabfluss wie folgt dar:

Gesamt Fälligkeiten
Angaben in TEUR Bis 30 Tage 30–60 Tage > 60 Tage
2009 6.963 6.609 350 4
2008 10.935 10.474 454 7

28. Sonstige Verbindlichkeiten

Angaben in TEUR 2009 2008
Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern 3.360 4.714
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 3.094 2.652
Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern und sonstigen Personalkosten 2.719 3.590
Verbindlichkeiten aus Lohn-/Kirchensteuer 1.723 1.740
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 1.280 2.052
Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen 781 1.031
Zeitwert derivativer Finanzinstrumente 151 772
Übrige (jeweils < Tsd. Euro 100) 166 72
Gesamt 13.274 16.623

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen gemäß IAS 17 reduzieren sich im Geschäftsjahr 2009 in Höhe der regelmäßigen Tilgungen der Finanzierungsleasingverbindlichkeiten um Tsd. Euro 772 (Vj. Tsd. Euro 860).

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Laufzeit; Zins 2009 2008
Gesamt Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit
Angaben in TEUR bis ein Jahr > ein Jahr bis ein Jahr > ein Jahr
a) bis 2011; 6,65% 737 459 278 1.166 429 737
b) bis 2011; 6,05% 95 60 35 151 56 95
c) bis 2011; 3,50% 448 296 152 735 287 448
Gesamt 1.280 815 465 2.052 772 1.280

Die ausgewiesenen Vertragsmodule a), b) und c) sind Bestandteil eines Finanzierungsleasingvertrages. Über die gesamte Laufzeit sind feste Zinssätze vereinbart sowie feste Leasingraten, die linear über die Laufzeit der Vertragsmodule verteilt sind. Es bestehen weder Verlängerungsoptionen für die Vertragsmodule noch auferlegte Beschränkungen. Es wurde vertraglich vereinbart, dass ein Mieterdarlehen abzuschließen ist, das bei Laufzeitende des Leasingvertrags den fixierten Verkaufswert (Kaufoption der RATIONAL AG) des Leasinggegenstands erreichen wird.

Aus den Finanzierungsleasingverträgen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen fällig:

Angaben in TEUR 2010 2011
Barwerte 837 438
Abzinsungsbeträge 32 37
Leasingzahlungen 869 475

Mit Ausnahme der genannten langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing haben alle weiteren dargestellten sonstigen Verbindlichkeiten kurzfristigen Charakter.

Erläuterung zur Konzern-Kapitalflussrechnung | Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

Erläuterungen zur Konzern- Kapitalflussrechnung 140

29. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Positionen, die Verfügungsbeschränkungen unterworfen sind. Die Verfügungsbeschränkungen beziehen sich auf einen Betrag von Tsd. Euro 796 (Vj. Tsd. Euro 483). Der Finanzmittelbestand erhöht sich von Tsd. Euro 32.110 am Geschäftsjahresbeginn auf Tsd. Euro 35.629 zum 31.12.2009. Zusätzlich verfügt RATIONAL zum Bilanzstichtag über Anlagen in Festgeldern in Höhe von Tsd. Euro 96.000 (Vj. Tsd. Euro 25.000), die eine Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten haben und daher nicht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugeordnet werden.

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

30. Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig durch das Unternehmen beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, bei denen ein Vermögensabfluss durch die Erfüllung der Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder bei denen die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig bestimmt werden kann.

Als Eventualverbindlichkeiten kommen bei RATIONAL Gewährleistungsverpflichtungen in Betracht, die jedoch über entsprechende Rückstellungen abgedeckt sind. Die sonstigen Rückstellungen werden in der entsprechenden Anhangsangabe detailliert aufgegliedert.

31. Mitarbeiter und Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2009 ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter von RATIONAL gesunken. Nach 1.090 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2008 hat die Anzahl der Mitarbeiter auf 1.031 abgenommen. Die durchschnittliche Anzahl der im Ausland Beschäftigten ist hierbei um 56 Mitarbeiter auf 409 Mitarbeiter gesunken (Vj. 465 Mitarbeiter).

Der größte Personalabbau hat im Bereich Vertrieb und Marketing stattgefunden. Insbesondere wurden die in Erwartung des anhaltend hohen Wachstums der vergangenen Jahre, 2008 aufgebauten Kapazitäten, wieder an das aktuelle Geschäftsvolumen angepasst.

Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Funktionsbereiche:

Mitarbeiter nach Bereichen 2009 Anteil in % 2008 Anteil in %
Produktion 285 27 280 25
Vertrieb und Marketing 400 39 455 42
Technischer Kundendienst 120 12 128 12
Forschung und Entwicklung 70 7 76 7
Verwaltung 156 15 151 14
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 1.031 1.090
Davon im Ausland 409 40 465 43

142

Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 beträgt die Mitarbeiterzahl 993 Mitarbeiter nach 1.117 Mitarbeitern zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Der Abbau von 124 Mitarbeitern verteilt sich wie folgt auf die Bereiche: Produktion 1, Vertrieb und Marketing 89, Technischer Kundendienst 11, Forschung und Entwicklung 10, Verwaltung 13.

Die Personalkosten des Jahres 2009 belaufen sich auf Tsd. Euro 71.067 (Vj. Tsd. Euro 72.253).

Angaben in TEUR 2009 2008
Löhne und Gehälter 59.902 61.193
Sozialabgaben 11.165 11.060
Gesamt 71.067 72.253

32. Derivative Finanzinstrumente

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist RATIONAL Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Das in der Muttergesellschaft angesiedelte Corporate Treasury ist für sämtliche Absicherungs- und Finanzierungsaktivitäten aller RATIONAL-Gesellschaften zuständig. Bezüglich der Tätigkeit des Corporate Treasury wurden im Unternehmen Richtlinien schriftlich vereinbart, die unter anderem das Vier-Augen-Prinzip für Treasury-Tätigkeiten festlegen. Die erforderlichen Treasury-Aktivitäten werden durch ein professionelles Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht.

Den identifizierten Risiken wird durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Die intern hierzu zugelassenen Finanzinstrumente umfassen Termingeschäfte, Swaps, einfache Optionen sowie Zero-Cost-Optionen. Die Sicherung durch Finanzderivate erstreckt sich auf gebuchte, schwebende und antizipierte Transaktionen. Ein Teil der ermittelten Risiken wird für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten gesichert. RATIONAL geht generell keine derivativen Kontraktverpflichtungen ein, ohne angemessene sachliche, wertmäßige und zeitliche Orientierung an einem Grundgeschäft. Die Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken mit guter bis erstklassiger Bonität, d.h. mit einem Rating von mindestens A nach Standard & Poor's.

Bewertung derivativer Finanzinstrumente

Die derivativen Kontrakte werden in die Bewertungskategorie "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft und zum Marktwert bilanziert, da die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 (trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft) nicht vollständig erfüllt sind. Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag zum Kauf- bzw. zum Verkaufspreis erfasst und in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Veränderungen der Marktwerte werden erfolgswirksam gebucht.

Für die Bilanzierung zum Marktwert werden die stichtagsbezogenen so genannten Marking-to-Market-Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der am Stichtag vorliegenden Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäfte bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Anhand der zusätzlich mit unserem internen Treasury-Management-System durchgeführten Bewertungen überprüfen wir die von den Banken ermittelten Werte und stellen somit sicher, dass die wesentlichen Annahmen, die bei den Banken der Berechnung zugrunde gelegt werden, zum jeweiligen Stichtag tatsächlich marktgerecht sind.

Der Marktwert (nach der Barwertmethode) von Devisentermingeschäften und Swaps errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.

Bei den Devisenoptionen entspricht der Marktwert (nach der modifizierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des Marktwertes bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.

144

Die nachfolgende Tabelle zeigt Kontraktwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31.12.2009 und 31.12.2008, aufgeteilt nach Kategorien. Die Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen am Bilanzstichtag. Die Restlaufzeit der offenen Devisensicherungsgeschäfte liegt in allen Fällen unter einem Jahr.

Währung Kontraktwert Positiver
Marktwert
Negativer
Marktwert
Angaben in TEUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008
Devisentermingeschäfte GBP 6.963 184
Devisentermingeschäfte USD 1.780 3
Devisentermingeschäfte JPY 583 26
Devisenoptionen GBP 9.908 14.439 29 222 19 230
Devisenoptionen USD 7.213 8.460 6 103 62 159
Devisenoptionen JPY 3.102 1.720 38 43 20 8
Zins-Währungs-Swaps JPY 1.634 2.140 50 188
Gesamt 21.857 36.085 73 394 151 772

33. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31.12.2009 in Höhe von Tsd. Euro 7.498 (Vj. Tsd. Euro 7.778). Dabei handelt es sich vorwiegend um künftige Zahlungen aufgrund von Leasing- und Wartungsverträgen.

Die Leasingverträge, die entsprechend IAS 17 als operatives Leasing behandelt werden, sind überwiegend für Miete von Büroräumen, Fertigungseinrichtungen, Fahrzeuge, EDV-Ausstattung und sonstige Büromaschinen abgeschlossen worden. Die Verträge haben keine festen Laufzeiten, beinhalten jedoch folgende künftige Mindestleasingzahlungen:

Künftige Miet- und Leasingverpflichtungen in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Bis 1 Jahr 3.044 3.615
1 bis 5 Jahre 3.103 3.809
Über 5 Jahre 197
Gesamt 6.147 7.621

Die Versicherung gegen Verlust bzw. Untergang der Leasinggegenstände erfolgt generell über Versicherungsverträge. In den Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2009 ergebniswirksam erfassten Leasingaufwendungen belaufen sich auf Tsd. Euro 4.618 (Vj. Tsd. Euro 4.647).

Ferner bestehen Verpflichtungen über Tsd. Euro 1.034 für Wartungsverträge im Zusammenhang mit Grund und Gebäude, für Produktionsmaschinen sowie für die Informationstechnologie.

146

34. Geschäftssegmente

In den Geschäftssegmenten fasst RATIONAL die in den verschiedenen Regionen ansässigen Gesellschaften zusammen. Dies entspricht der internen Berichtsstruktur und damit dem gemäß IFRS 8 vorgeschriebenen Management-Ansatz. Geschäftssegmente sind organisatorische Einheiten, für die Informationen an das Management zum Zweck der Erfolgsmessung und der Ressourcenallokation weitergeleitet werden. Gegenüber der zum letzten Konzernabschluss nach IAS 14 vorgenommenen Segmentierung ergeben sich keine grundsätzlichen Änderungen.

Es werden die folgenden fünf Segmente unterschieden: a) Tochtergesellschaften in Deutschland, b) Tochtergesellschaften in Europa ohne Deutschland, c) Tochtergesellschaften in Amerika, d) Tochtergesellschaften in Asien und e) die Tätigkeiten der Muttergesellschaft.

Neben der RATIONAL Großküchentechnik GmbH wird die FRIMA Deutschland GmbH in das Segment Deutschland einbezogen. Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung werden die Investitionen der RATIONAL Großküchentechnik GmbH durch die RATIONAL AG getätigt. Im Segmentergebnis von Deutschland sind die hierauf entfallenden Abschreibungen enthalten.

Das Segment Europa ohne Deutschland beinhaltet die Gesellschaften in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Polen, Schweden und Russland.

Im Segment Amerika werden die Tätigkeiten der Gesellschaften in den USA, Kanada und Brasilien zusammengefasst.

Die Aktivitäten der Tochtergesellschaften in Japan und China werden im Segment Asien gezeigt.

Daneben wird im fünften Segment die Tätigkeit der Muttergesellschaft (einschließlich der LechMetall Landsberg GmbH, der RATIONAL Technical Services GmbH und der RATIONAL Komponenten GmbH) abgebildet. Dieses Segment repräsentiert die Entwicklung, Herstellung und Lieferung der Produkte an die Tochtergesellschaften sowie die Erbringung von Serviceleistungen und die Belieferung der OEM-Kunden.

Die Segmentumsätze enthalten sowohl die Umsätze mit Dritten als auch die Innenumsätze der Konzerngesellschaften zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie vergleichbar auch mit Dritten vereinbart werden.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Anhangsangabe zu den Umsatzerlösen dargestellt.

Die in den Segmenten ausgewiesenen Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Sonstige nach IFRS 8.23 angabepflichtige wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen sind weder 2009 noch im Vorjahr entstanden.

Das Segmentvermögen beinhaltet alle einem Segment zugeordneten Vermögenswerte. Die Vergleichswerte des Jahres 2008, in dem das Segmentvermögen abzüglich liquider Mittel und Ertragsteueransprüche dargestellt wurde, wurden angepasst.

Tsd. Euro 54.316 (Vj. Tsd. Euro 58.878) aller langfristigen Vermögenswerte (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) werden in Deutschland ausgewiesen. Tsd. Euro 3.264 (Vj. Tsd. Euro 4.178) sind Drittländern zuzuordnen.

Die Segmentschulden errechnen sich aus der Differenz zwischen dem Segmentvermögen und dem Segmenteigenkapital. Die Vergleichswerte des Jahres 2008, in dem die Segmentschulden ohne Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Kredite und Ertragsteuerverbindlichkeiten gezeigt wurden, wurden angepasst.

Die Überleitungsspalte enthält die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte.

148

Segmentrechnung 2009
Tätigkeiten der Tochtergesellschaften in:
Angaben in TEUR Deutschland Europa ohne
Deutschland
Amerika Asien
Außenumsätze 52.638 196.245 33.371 13.301
Innenumsätze 200 4.674
Segmentumsätze 52.838 200.919 33.371 13.301
Segmentergebnis +1.316 +16.246 +1.256 +650
Finanzergebnis
Ergebnis vor Steuern
Segmentvermögen 4.965 62.237 12.659 5.686
Segmentschulden 4.980 37.695 11.800 5.001
Segmentinvestitionen 2 143 90 25
Segmentabschreibungen 26 844 208 43

Segmentrechnung 2008

Tätigkeiten der Tochtergesellschaften in:
Angaben in TEUR Deutschland Europa ohne
Deutschland
Amerika Asien
Außenumsätze 53.212 219.586 37.102 10.608
Innenumsätze 1.880 4.655
Segmentumsätze 55.092 224.241 37.102 10.608
Segmentergebnis –90 +15.309 +779 +158
Finanzergebnis
Ergebnis vor Steuern
Segmentvermögen 6.068 69.659 17.642 6.213
Segmentschulden 6.100 47.480 17.298 5.796
Segmentinvestitionen 9 1.011 267 43
Segmentabschreibungen 28 983 231 49
Konzern Überleitung Summe der Segmente Tätigkeiten der
Muttergesellschaft
314.354 314.354 18.799
–204.250 204.250 199.376
314.354 –204.250 518.604 218.175
+90.482 +1.558 +88.924 +69.456
–355
90.127
265.661 –49.282 314.943 229.396
75.911 –38.114 114.025 54.549
2.382 2.382 2.122
7.589 7.589 6.468
Konzern Überleitung Summe der Segmente Tätigkeiten der
Muttergesellschaft
342.958 342.958 22.450
–235.118 235.118 228.583
342.958 –235.118 578.076 251.033
+83.104 –2.267 +85.371 +69.215
432
83.536
209.010 –66.568 275.578 175.996
75.453 –54.245 129.698 53.024
32.586 32.586 31.256
7.163 7.163 5.872

149

150

35. Rechtsstreitigkeiten

RATIONAL ist im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit in eine Reihe kleinerer gerichtlicher Verfahren und Ansprüche im Zusammenhang mit Bestandsfragen im Patentrecht (Patente Dritter und eigene Patente) involviert sowie mit dem Einklagen von ausgefallenen Forderungen befasst.

36. Nahestehende Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr 2009 liegen Transaktionen mit den nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Tochtergesellschaften MEIKU Vermögensverwaltung GmbH und TAGO Grundstücks Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG vor. Einzige dem Konzern nahestehende Person, bei der ein Beherrschungsverhältnis vorliegt, ist Herr Siegfried Meister, der als Mehrheitsaktionär 62,97% der Aktien an der RATIONAL AG hält.

In der Berichtsperiode wurden Rechnungen der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH an die RATIONAL AG, im Wesentlichen für die Verwaltung der Grundstücke und Gebäude in der Siemensstraße 5 in Landsberg am Lech, in Höhe von Tsd. Euro 122 (Vj. Tsd. Euro 125) im Aufwand erfasst. Die Umsätze der RATIONAL AG mit der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH belaufen sich auf Tsd. Euro 24 (Vj. Tsd. Euro 24). Daneben wurden Erträge aus der Beteiligung an der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH in Höhe von Tsd. Euro 66 (Vj. Tsd. Euro 57) erzielt. Zum 31.12.2009 lagen in der RATIONAL AG, wie im Vorjahr, weder Verbindlichkeiten gegenüber noch Forderungen gegen die MEIKU Vermögensverwaltung GmbH vor.

Die RATIONAL AG least von der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG Gebäude an der Siemensstraße 5 in Landsberg am Lech. Die Belastungen hierfür belaufen sich in der Berichtsperiode auf Tsd. Euro 641 (Vj. Tsd. Euro 685). Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 belaufen sich die Verbindlichkeiten der RATIONAL AG gegenüber der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG auf Tsd. Euro 16 (Vj. Tsd. Euro 16). Die RATIONAL AG gewährt der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG ein Mieterdarlehen, das sich zum 31.12.2009 auf Tsd. Euro 7.446 (Vj. Tsd. Euro 7.159) beläuft und dazu dient, die Gebäude nach Ablauf der Leasingzeit ohne zusätzlich benötigte Liquidität erwerben zu können. Da das Finanzierungsleasing gemäß IAS 17 dargestellt wird, sind im vorliegenden Konzernabschluss weder die Leasingaufwendungen noch das Mieterdarlehen enthalten. Eine Einbeziehung der TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG in den Konsolidierungskreis hätte keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Weiterführende Informationen zu den Gesellschaften MEIKU Vermögensverwaltung GmbH und TAGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landsberg KG finden sich im Konzernanhang unter den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis und zu den Finanzanlagen.

Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaften, mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2009 auf Tsd. Euro 1.251 (Vj. Tsd. Euro 1.724). Zum 31.12.2009 waren gegenüber diesen Gesellschaften Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. Euro 27 (Vj. Tsd. Euro 27) zu verzeichnen.

Über die genannten Geschäfte hinaus lagen keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.

37. Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Geschäftsjahr 2009 nicht verändert. Mitglieder des Aufsichtsrats sind die Herren:

Siegfried Meister, Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrats
Walter Kurtz, Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Roland Poczka, Kaufmann Mitglied des Aufsichtsrats

152

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäftsjahr 2009 Tsd. Euro 555 (Vj. Tsd. Euro 542) und verteilt sich auf die Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

2009
Angaben in TEUR Fest Erfolgsorientiert Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 45 27 222
Walter Kurtz 125 45 18 188
Roland Poczka 100 45 145
Gesamt 375 135 45 555
2008
Angaben in TEUR Fest Erfolgsorientiert Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 41 25 216
Walter Kurtz 125 41 19 185
Roland Poczka 100 41 141
Gesamt 375 123 44 542

Die Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2009 ist zum Bilanzstichtag in Höhe von Tsd. Euro 234

(Vj. Tsd. Euro 444) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten per 31.12.2009 insgesamt 8.119.310 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 8.119.310 Aktien), davon Herr Siegfried Meister 7.159.786 Aktien (Vj. 7.159.786 Aktien). Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz halten zudem jeweils 1% des Stammkapitals der MEIKU Vermögensverwaltung GmbH.

Herr Roland Poczka hat neben seiner Aufsichtsratstätigkeit bei der RATIONAL AG ein Beiratsmandat bei der Glatz Gruppe, Neidenfels, Deutschland.

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dr. Günter Blaschke, Dipl.-Kaufmann Vorstandsvorsitzender
Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt Vorstand kaufmännischer Bereich
Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur Vorstand technischer Bereich
Reinhard Banasch, Dipl.-Betriebswirt Vorstand Vertrieb und Marketing

In der Hauptversammlung am 17.05.2006 wurde in Übereinstimmung mit §314 Abs. 2 Satz 2 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2009 auf Tsd. Euro 3.642 (Vj. Tsd. Euro 3.040). In diesem Betrag ist ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von Tsd. Euro 2.082 (Vj. Tsd. Euro 1.471) enthalten.

Die Mitglieder des Vorstandes halten zum Bilanzstichtag zusammen 15.293 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 15.293 Aktien).

Die Mitglieder des Vorstandes sind in keinen Aufsichtsratsgremien konzernfremder Unternehmen tätig.

154

38. Aktienoptionspläne

Die RATIONAL AG hat am 03.02.2000 ein Aktienoptionsprogramm für die Beteiligung der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, auch mittel- und langfristig den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken.

Es wurde beschlossen, den Bezugsberechtigten zunächst in bis zu fünf Tranchen Optionsrechte auf maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von insgesamt Tsd. Euro 200 zuzuteilen. Für den Abschluss der Optionsvereinbarungen ist ausschließlich der Aufsichtsrat zuständig, der auch den genauen Kreis der Bezugsberechtigten aus den Mitgliedern des Vorstandes bestimmt.

Die Laufzeit der Optionsrechte kann bis zu fünf Jahre ab Begebung der einzelnen Tranchen betragen. Nach Ablauf der jeweiligen Sperrfristen ist die Ausübung der Optionsrechte nur innerhalb bestimmter Ausübungsfristen zulässig. Die Ausübungsfristen beginnen jeweils am 2. und enden am 6. Handelstag im Anschluss an eine ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft oder die Vorlage eines Quartalsberichtes.

Der Ausübungspreis entspricht bei Optionsrechten, die vor Aufnahme der ersten Notierung der Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Rahmen der Börseneinführung 2000 begeben werden, dem im Rahmen der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis je Aktie. Bei später begebenen Optionsrechten ist der Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgelegten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die entsprechende Begebung von Options rechten maßgeblich.

Bislang wurden zwei Tranchen über zusammen 69.000 Optionsrechte begeben, welche in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100% des Wertes einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden. Im Aktienoptionsprogramm verbleiben zum Bilanzstichtag 31.12.2009 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG.

39. Altersversorgung der Geschäftsleitung

Die RATIONAL AG hat im Jahr 2001 für den Vorstand und weitere Geschäftsleitungsmitglieder eine Altersversorgung bei einer externen, rückgedeckten Unterstützungskasse eingerichtet. Im Geschäftsjahr 2009 wurde der beitragsorientierte Versorgungsplan mit Tsd. Euro 469 (Vj. Tsd. Euro 308) bedient.

40. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.06.2009. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich gemacht worden.

41. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2009 sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns laut IAS 10 von besonderer Bedeutung wären.

42. Abschlussprüfer

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 06.05.2009 wurde die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt.

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich gesamt auf Tsd. Euro 339 und beinhaltet folgende Leistungen:

Abschlussprüfungs-/Konzernabschlussprüfungsleistungen (Tsd. Euro 207), andere Bestätigungsleistungen (Tsd. Euro 41), Steuerberatungsleistungen (Tsd. Euro 81), Sonstige Leistungen (Tsd. Euro 10).

Landsberg am Lech, 17. Februar 2010

RATIONAL AG Der Vorstand

Für Aktionäre Für Gourmets

Für Anleger Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der RATIONAL Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 17. Februar 2010

Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Wenk Weissinger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Für Aktionäre Für Gourmets

Für Anleger Bilanzeid | Finanzkalender | Impressum

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Landsberg am Lech, den 17. Februar 2010

RATIONAL AG Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke Erich Baumgärtner

Vorstandsvorsitzender Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann Reinhard Banasch

Vorstand technischer Bereich Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Finanzkalender 2010

Bilanzpressekonferenz GJ 2009 München 11.03.2010
DVFA-Konferenz Frankfurt 11.03.2010
Hauptversammlung 2010 Augsburg 21.04.2010
Finanzzahlen Q1/2010 Landsberg 12.05.2010
Finanzzahlen Q2/2010 Landsberg 10.08.2010
Finanzzahlen Q3/2010 Landsberg 10.11.2010

Impressum

Kontakt

RATIONAL Aktiengesellschaft Erich Baumgärtner Vorstand kaufmännischer Bereich Iglinger Straße 62 86899 Landsberg am Lech Telefon: +49 8191 327-209 Telefax: +49 8191 327-272 E-Mail: [email protected]

RATIONAL Aktiengesellschaft Ilona Klinckmann Iglinger Straße 62 86899 Landsberg am Lech Telefon: +49 8191 327-364 Telefax: +49 8191 327-272 E-Mail: [email protected]

Herausgeber

RATIONAL Aktiengesellschaft Iglinger Straße 62 86899 Landsberg am Lech Telefon: +49 8191 327-0 E-Mail: [email protected]

Text, Konzept & Realisation

better value, München/Berlin

Für Aktionäre Für Gourmets

Für Anleger Notizen | Mehrjahresübersicht

Notizen

Mehrjahresübersicht

2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Ertragslage
Umsatzerlöse Mio. EUR 314,4 343,0 336,6 283,7 246,4 221,8 186,6
Auslandsanteil % 83 84 84 84 83 84 83
Bruttoergebnis vom Umsatz Mio. EUR 191,6 203,7 199,9 173,8 149,7 131,5 108,5
EBITDA Mio. EUR 98,1 90,4 97,9 84,8 71,2 57,9 46,5
Abschreibungen Mio. EUR 7,6 7,3 5,3 4,3 4,3 4,6 4,2
EBIT Mio. EUR 90,5 83,1 92,6 80,5 66,9 53,3 42,3
Finanzergebnis Mio. EUR –0,4 0,4 0,9 0,6 0,3 0,5 0,3
EBT Mio. EUR 90,1 83,5 93,5 81,1 67,2 53,9 42,6
Jahresüberschuss Mio. EUR 67,3 61,7 61,2 51,8 42,4 33,8 26,8
Ergebnis je Aktie (unverwässert) EUR 5,92 5,42 5,38 4,55 3,73 2,98 2,36
Rohertragsmarge % 60,9 59,4 59,4 61,3 60,8 59,3 58,1
EBITDA-Marge % 31,2 26,4 29,1 29,9 28,9 26,1 24,9
EBIT-Marge % 28,8 24,2 27,5 28,4 27,2 24,0 22,7
EBT-Marge % 28,7 24,4 27,8 28,6 27,3 24,3 22,8
Eigenkapitalrentabilität
(nach Steuern)
% 41,6 47,9 53,3 52,9 43,7 34,7 31,6
Rendite auf das eingesetzte Kapital
(ROIC)
% 35,5 40,7 48,0 49,6 40,4 32,1 28,5
Ausschüttung* Mio. EUR 39,8 11,4 51,2 42,6 34,1 56,9 21,0
Dividende je Aktie* EUR 3,50 1,00 4,50 3,75 3,00 5,00 1,85

* Ausschüttung und Dividende 2009 vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung.

2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Vermögenslage
Anlagevermögen Mio. EUR 57,6 63,1 38,0 29,2 28,1 28,1 27,5
Umlaufvermögen
(einschließlich latenter Steuern
und sonstiger langfristiger
Vermögenswerte)
Mio. EUR 208,1 145,9 149,4 117,4 104,0 118,7 100,5
Vorräte Mio. EUR 17,8 20,6 18,6 15,5 16,2 14,3 12,8
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Mio. EUR 51,4 57,7 61,4 53,1 46,1 36,7 32,7
Liquide Mittel
(einschließlich Festgelder)
Mio. EUR 131,6 57,1 62,3 40,6 34,8 59,9 49,7
Bilanzsumme Mio. EUR 265,7 209,0 187,4 146,6 132,1 146,8 128,0
Eigenkapital Mio. EUR 189,8 133,6 124,0 105,8 89,9 104,1 90,6
Fremdkapital Mio. EUR 75,9 75,4 63,4 40,8 42,2 42,7 37,4
Rückstellungen (inkl. Ertragsteuer
verbindlichkeiten)
Mio. EUR 24,0 22,1 19,7 21,8 21,3 22,0 16,7
Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR 31,6 25,8 18,0 2,5 2,2 2,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Mio. EUR 7,0 10,9 9,3 6,8 5,4 5,8 4,6
Sonstige Verbindlichkeiten Mio. EUR 13,3 16,6 16,4 12,2 13,0 12,7 13,8
Verbindlichkeiten aus Finanzie
rungsleasing
Mio. EUR 1,3 2,1 2,9 4,0 5,8 5,6 6,9
Übrige Verbindlichkeiten Mio. EUR 12,0 14,5 13,5 8,2 7,2 7,1 6,9
Eigenkapitalquote % 71,4 63,9 66,2 72,2 68,1 70,9 70,8
Fremdkapitalquote % 28,6 36,1 33,8 27,8 31,9 29,1 29,2
Anlagendeckung % 329,5 211,7 326,3 362,3 320,0 370,5 329,0
Durchschnittlich investiertes Kapital Mio. EUR 192,7 153,8 128,1 104,7 105,7 106,4 95,4
Working Capital
(ohne liquide Mittel)
Mio. EUR 54,7 60,7 61,7 58,4 53,0 41,0 37,0
In % der Umsatzerlöse % 17,4 17,7 18,3 20,6 21,5 18,5 19,9
Cashflow/Investitionen
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. EUR 83,2 71,0 61,1 49,1 32,8 39,2 29,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit Mio. EUR –72,2 –38,4 –30,2 –1,8 –3,7 –4,6 –4,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Mio. EUR –7,7 –45,4 –26,0 –38,4 –42,3 –37,3 –5,1
Investitionen Mio. EUR 2,4 32,6 14,3 5,7 6,0 5,7 6,0
Mitarbeiter
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 1.031 1.090 965 864 792 742 679
Personalaufwand Mio. EUR 71,1 72,3 63,7 57,0 53,4 47,7 43,6
Umsatz je Mitarbeiter TEUR 304,9 314,6 348,8 328,4 311,1 298,9 274,7

RATIONAL AG Iglinger Straße 62 86899 Landsberg am Lech Telefon: +49 (0) 8191-327-0 Fax: +49 (0) 8191-327-272 www.rational-online.com