Earnings Release • Nov 9, 2012
Earnings Release
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Die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung in Europa greift immer mehr um sich. Auch unsere Kunden spüren diesen Trend. Dies ist aus sinkenden Absatzzahlen unter anderem in der Automobilindustrie als auch aus den Meldungen über Unterauslastungen in der Stahlindustrie bzw. in der Aluminiumindustrie herauslesbar.
Aber auch in den anderen für uns relevanten Industriezweigen, wie die Glaskeramische und chemische Industrie, ist das Wachstum nur noch als bescheiden einzustufen. Dies führt zur Verunsicherung und hemmt die Investitionstätigkeit.
Die Rath Gruppe konnte den positiven Verlauf im Bereich des Umsatzes auch noch in das 3. Quartal hinein erhalten. Der schon gute Umsatz im dritten Quartal des Vorjahres mit knapp 23,8 Mio. € konnte noch leicht auf 24,0 Mio. € gesteigert werden. In den ersten drei Quartalen konnten wir insgesamt einen Umsatz von 64,6 Mio. € (VJ: 59,3 Mio. €) erzielen, was einer Steigerung von 8,9 % für neun Monate entspricht. Die geringe Steigerung im dritten Quartal macht offensichtlich, dass die Dynamik im Vergleich zum Vorjahr nachgelassen hat.
Im Bereich der Projektgeschäfte konnten wir uns wieder steigern. Wir erzielten einen Umsatz von 8,0 Mio. € nach 6,9 Mio. € im Vorquartal. Hier handelt es sich zum größeren Teil um Projekte außerhalb unseres Kernmarktes Europa. In der europäischen Stahlindustrie ist trotz der geringeren Rohstahlproduktion noch eine Welle von Ersatzinvestitionen bei den Wärmebehandlungsöfen (z. B. Schmiedeöfen) am Laufen.
Mit den Steigerungen des Umsatzes konnte das EBIT nicht mithalten. Einerseits intensivierte sich der Margendruck durch die vielen freien Kapazitäten am Markt und andererseits erhöhten sich die Kosten durch die beginnende geringere Auslastung unserer Werke. Damit konnte das EBIT von 1,5 Mio. € nach dem ersten Halbjahr nur auf 1,8 Mio. € (+20 %) gesteigert werden. Im Verhältnis zum Vorjahr bedeutet dies aber einen Rückgang von 38,5%. Hauptverursacher sind die gestiegenen Personalkosten.
Positiv entwickelte sich der Cash-Flow: dieser stieg von -3,0 Mio. € im ersten Halbjahr auf nunmehr positive 1,4 Mio. €. Hier wirkt sich besonders der Abbau der Vorräte in den letzten drei Monaten aus.
Die Anzahl an Mitarbeitern stieg im Verhältnis zum Vorquartal noch um 4 Mitarbeiter auf 612 an. Trotz beginnender sinkender Auslastung wurde durch die Aufnahme von Urlaubsaushilfen die Kopfzahl gesteigert. Im 4. Quartal wird diese daher wieder sinken.
Die erfreulichen Steigerungsraten im Verhältnis zum Vorjahr werden im vierten Quartal so nicht anhalten. Dies ist auch damit begründet, dass im Vorjahr das dritte und vierte Quartal besonders gut ausfielen. Auf Basis der schon in Arbeit befindlichen Aufträge und der ersten 9 Monate erwarten wir uns für das Gesamtjahr eine Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr. Die Ergebnissituation wird sich aufgrund des Margendruckes dagegen nicht mehr dramatisch verbessern.
Für das Jahr 2013 sind heute noch keine belastbaren Aussagen möglich. Ziel ist es jedoch bei zumindestens gleichbleibendem Umsatz das Ergebnis wieder zu verbessern.
| [TEUR] | 1-9 2010 | 1-9 2011 | 1-9 2012 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 54.482 | 59.291 | 64.569 |
| Operativer Cashflow | 3.615 | 4.629 | 1.400 |
| EBIT | 867 | 2.927 | 1.779 |
| Mitarbeiter | 539 | 573 | 612 |
| Aktienkurs | 7,50 | 7,51 | 7,89 |
| 30. April 2013 | Jahresfinanzbericht 2012 |
|---|---|
| 11. Mai 2013 | Bericht 1. Quartal 2013 |
| 30. August 2013 | Halbjahresfinanzbericht 2013 |
| 11. November 2013 | Bericht 3. Quartal 2013 |
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben im Quartalsbericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance Verantwortlicher: Georg Rath
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