Earnings Release • Nov 11, 2009
Earnings Release
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Wie im allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld sind die Rahmenbedingungen auch am Feuerfestmarkt als trübe einzustufen. Diese haben sich zum Vorquartal nicht wesentlich verändert. Von nur wenigen Industriebereichen sind noch positive Signale zu hören. Neuinvestitionen werden zwar wieder diskutiert, Entscheidungen darüber fallen jedoch nur vereinzelt oder stark verzögert. Dazu ist die Konjunkturerholung und die Kapazitätsauslastung in den Industriebetrieben noch nicht nachhaltig genug.
Zur weiteren Vereinfachung der Organisationsstruktur wurde die Inerta-Keramik GmbH, die Liegenschaftsgesellschaft des Produktionsstandortes in Bennewitz (Deutschland) mit der operativen deutschen Rath GmbH verschmolzen. Damit hat die Rath Gruppe auch in Deutschland nur mehr eine einzige Tochtergesellschaft.
Der konsolidierte Bruttoumsatz der ersten drei Quartale ist um 14,3% von 65,1 Mio. EUR auf 55,8 Mio. EUR gesunken. Damit hat sich die Veränderung des Umsatzes im Vergleich zu den jeweiligen Quartalen des Vorjahres (erstes Quartal: +4,1%; zweites Quartal: -29,0%; drittes Quartal: -16,7%) schon etwas stabilisieren können. Der Umsatz des 3. Quartals liegt mit 16,8 Mio. EUR über dem des 2. Quartals (16,4 Mio. EUR).
Der Kampf um Marktanteile bewirkt aufgrund der geringen Nachfrage einen erhöhten Druck auf die Preise. Dieser Umstand und die gleichbleibenden Abschreibungen führten bei Rath zu einem EBIT von -65 TEUR nach einem EBIT zum Halbjahr von 197 TEUR. Die permanente Reduktion der variablen und fixen Kosten konnte die oben beschriebenen negativen Effekte nicht ausgleichen.
Die Mitarbeiteranzahl konnte zum 30.9. weiter auf 573 (VJ: 660) gesenkt werden. Im ersten Halbjahr waren noch durchschnittlich 577 Mitarbeiter beschäftigt.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) der ersten drei Quartale liegt nunmehr bei -0,9 Mio. EUR (VJ: +1,2 Mio. EUR) und wird sich bis zum Ende des Jahres nicht verbessern.
Als positive Entwicklung ist zu vermerken, dass der operative Cash flow auf 6,1 Mio. EUR (VJ: 4,2 Mio. EUR) gestiegen ist. Dies liegt vor allem im verbesserten Working Capital-Management, das in Zeiten einer Finanzkrise besondere Bedeutung hat.
Wie schon im ersten Quartal prognostiziert und im Halbjahresfinanzbericht bestätigt, rechnen wir mit einem Umsatzrückgang von mindestens 15% für das Gesamtjahr (Die gesamte Feuerfestbranche erwartet einen Rückgang von etwa 30%). Die Umsatzerwartung für Rath stützt sich auf den Auftragsbestand für das 4. Quartal.
Auch das Jahr 2010 wird eher ein schwieriges werden. Im Augenblick ist noch kein Anstieg in der Investitionstätigkeit bei unseren Kunden zu erkennen. Die Konjunkturerholung wird sich daher erst später als in der allgemeinen Wirtschaft auf die Feuerfestindustrie auswirken.
| [TEUR] | 1-9. 2007 | 1-9. 2008 | 1-9. 2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 62.335 | 65.185 | 55.880 |
| Operativer Cashflow | 1.576 | 4.196 | 6.109 |
| EBIT | 4.031 | 2.261 | - 65 |
| Mitarbeiter | 657 | 660 | 573 |
| Aktienkurs | 24,00 | 15,80 | 9,50 |
| 30. April 2010 | Jahresfinanzbericht 2009 |
|---|---|
| 12. Mai 2010 | Bericht 1. Quartal 2010 |
| 17. Juni 2010 | Jahreshauptversammlung |
| 31. August 2010 | Halbjahresfinanzbericht 2010 |
| 11. November 2010 | Bericht 3. Quartal 2010 |
Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien
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