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Rath AG

Annual Report Apr 30, 2015

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Annual Report

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2014 GESCHÄFTSBERICHT

KENNZAHLEN

2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
2011
TEUR
77.441 79.410 86.671 81.678
–2,5 –8,4 6,1 9,1
4.612 1.353 2.233 4.026
6,0 1,7 2,6 4,9
5.022 –248 818 2.987
5.313 1.377 –916 5.972
46,9 43,1 42,5 42,7
7,9 –0,4 1,6 6,6
37,2 34,6 28,2 26,5
11,0 2,0 4,1 8,4
8,1 6,9 6,5 8,0
2.805 1.388 2.928 5.783
3.905 3.779 3.862 3.642
549 611 614 575
11 11 11 8

GESCHÄFTS-BERICHT 2014

RATH KONZERN

INHALT

Short View 1
Vorwort des Vorstands 2
Zahlen haben immer die Nase vorn 4
Die Aktie 6
Corporate Governance 8
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 13
Bericht des Aufsichtsrats 14
Konzernlagebericht 17
Jahresabschluss 31
Konzernbilanz 32
Konzerngewinn- und -verlustrechnung 33
Gesamtergebnisrechnung 34
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 34
Konzerngeldflussrechnung 35
Konzernanhang 36
Bestätigungsvermerk 68
Glossar 70
Impressum 72

RATH STEIGERT ERGEBNIS – ERFOLG BESTÄTIGT DIE EINGESCHLAGENE STRATEGIE

2014

VORWORT DES VORSTANDS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Die richtigen Weichen wurden gestellt. Das Geschäftsjahr 2014 war für die Rath Gruppe ein erfolgreiches Jahr.

Die EBIT-Marge wurde deutlich verbessert, Markt- und Kundenpotenziale strukturiert entwickelt, die Kostenstruktur der Gruppe weiter angepasst und organisatorische Veränderungen final abgeschlossen. Diese positive Unternehmensentwicklung ist auf unseren strategischen Leitsatz "Margin over Volume" zurückzuführen, welcher im Geschäftsjahr 2014 im wirtschaftlichen Fokus stand.

VORWORT DES VORSTANDS

Strategische Priorität wurde zusätzlich auf organisatorische Themen gelegt. Neben der verstärkten Zentralisierung von Services und Kompetenzen wurde im abgelaufenen Jahr die zentrale Konzernabteilung Forschung und Entwicklung mit der Verantwortung für Produktmanagement erweitert und personell verstärkt. Ziel war es, Markt- und Kundenanforderungen schneller zu identifizieren und umzusetzen. Erste Erfolge zeigen bereits den Mehrwert dieser organisatorischen Anpassung.

So hat die Rath Gruppe eine vakuumgeformte Produktgruppe (PRIOFORM®) für höhere Anwendungstemperaturen entwickelt und damit das Produktportfolio für jegliche Kundenanforderungen in diesem Bereich vervollständigt.

Zusätzlich begegnet die Rath Gruppe dem herausfordernden wirtschaftlichen Marktumfeld weiterhin verstärkt mit Innovationen. Innerhalb von 12 Monaten Projektlaufzeit konnten wir uns im Marktbereich von Hausmüllverbrennungsanlagen zum Anbieter für SiC-Produkte (Siliziumcarbid; SICRATH®) etablieren und bereits erste Jahreskontrakte mit europäischen Partnern unterzeichnen.

Auch für das neue Geschäftsjahr haben wir uns einiges vorgenommen. Unsere Verantwortung als Premiumanbieter für Spitzentechnologie in der Feuerfestindustrie setzt voraus, dass wir uns ständig weiterentwickeln und verbessern. Und darauf können Sie sich verlassen.

Aufgrund des guten Geschäftserfolgs im Jahr 2014 wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende mit einer Bonusdividende vorschlagen. In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr tolles Engagement im abgelaufenen Wirtschaftsjahr.

Und Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für das jahrelange Vertrauen in unser Unternehmen.

Ihr Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

ZAHLEN HABEN IMMER DIE NASE VORN

15 MILLIONEN EURO AN INVESTITIONEN

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––

DI JÖRG SITZENFREY

VORSTAND RATH AG COO

"In den letzten 5 Jahren haben wir rd. 15 Mio. Euro in Sachanlagen investiert. So stellen wir sicher, dass wir unseren Kunden stets die effizientesten und modernsten Systeme bieten."

DIE AKTIE

› BÖRSENKENNZAHLEN

ISIN AT0000767306
Wertpapierkürzel RAT
Marktsegment Standard Market Auction
Handelssegment Amtlicher Handel
Aktiengattung stimmberechtigte nennbetragslose Stückaktien
Anzahl der Aktien 1.500.000
Gesamtanzahl der Aktien 1.500.000
Aktienkurs 30. 12.2014 9,19 Euro
Börsenkapitalisierung 13.777.500,00 Euro
Gewinn/Aktie 1,91

› KAPITALMARKTKALENDER 2015

1. Juni 2015 ordentliche Hauptversammlung
8. Juni 2015 Ex-Dividenden-Tag
10. Juni 2015 Dividenden-Zahltag
28. August 2015 Halbjahresergebnis 2015
13. November 2015 Ergebnis 3. Quartal 2015

DIE AKTIE

AKTIE

Marktentwicklung

Das Aktienjahr 2014 war von Unsicherheiten bezüglich der Politik der Notenbanken und politischen Krisen geprägt. Das Wirtschaftswachstum in Europa blieb hinter den Erwartungen zurück und drückte zunehmend die Stimmung an den Börsen.

Die Rath Aktie

Nach einem Kurs von 6,61 EUR zu Jahresbeginn 2014 verzeichnete die Aktie bis zum Jahresende eine stetige Aufwärtsbewegung. Zur Jahresmitte lag der Kurs (30. Juni 2014) bei 8,00 EUR, was einem Anstieg von ca. 21% entspricht. Im weiteren Jahresverlauf konnte die Aktie ihren Kurs weiter steigern, schloss zu Jahresende mit 9,19 EUR und lag damit um 39% über dem Kurs vom 31. 12.2013.

Investor Relations

Ziel der Kapitalmarktkommunikation der Rath Aktiengesellschaft ist es, die Financial Community über marktrelevante Entwicklungen zeitnah, umfassend und regelmäßig zu informieren. Wir verstehen uns als verständiger Ansprechpartner, um somit eine faire und angemessene Bewertung der Rath-Aktie zu schaffen. Im Fokus steht dabei stets, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens nach dem "true and fair view" zu vermitteln.

Investor Relations ist für uns nicht nur eine Verpflichtung, unsere Aktionäre über das Unternehmen zu informieren, sondern vielmehr die Chance, neue Investoren im In- und Ausland zu gewinnen.

Investor Relations Officer Marion Mörth E-Mail: [email protected] Internet: www.rath-group.com

Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex folgt die Rath Gruppe dem Ordnungsrahmen mit Standards für die verantwortungsvolle Führung und Leitung des Unternehmens. Dieser enthält die international üblichen Standards für gute Unternehmensführung (OECD-Richtlinien, EU-Transparenz-Richtlinie), aber auch die in diesem Zusammenhang bedeutsamen Regelungen des österreichischen Aktienrechts (Börsegesetz, Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz 2013, Unternehmensrechtsänderungsgesetz 2008).

Damit wird eine hohe Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht. Der für das Geschäftsjahr 2014 gültige ÖCGK (Fassung Juli 2012) kann auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at), aber auch auf jener der Rath Aktiengesellschaft (www.rath-group.com > Investor Relations >Corporate Governance > Corporate Governance Kodex) abgerufen werden. Zur Vermeidung von Insiderhandel besteht seit 2002 eine auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht basierende Richtlinie. Der im Jahr 2010 aktualisierte Verhaltenskodex richtet sich an alle Mitarbeiter, enthält alle Verhaltensgrundsätze und gibt Orientierung zu den grundlegenden ethischen und rechtlichen Pflichten von Rath-Mitarbeitern.

Der Kodex umfasst drei Regelkategorien:

    1. Legal Requirement ("L") dazu zählen zwingende Rechtsvorschriften.
    1. Die "C"-Regeln (Comply or Explain) sollen eingehalten werden; eine Abweichung muss erklärt und begründet werden, um ein kodexkonformes Verhalten zu erreichen.
    1. Recommendation-Regeln ("R") haben Empfehlungscharakter.

Rath wendet den Corporate Governance Kodex in der Fassung Juli 2012 vollumfänglich an – mit folgenden näheren Erläuterungen:

Zusammensetzung, Funktionsperiode und Zuständigkeiten des Vorstands (Ziffer 16 ÖCGK) Der Vorstand besteht aus:

Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. Jänner 2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Ressorts Produktion, Forschung und Entwicklung, SAP und Information Technology sowie Prozessmanagement verantwortlich.

Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10. Juni 2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich.

Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2014 keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften inne.

Beide Vorstandsverträge, welche eine Laufzeit bis 31. Dezember 2015 hatten, wurden bis 31. Dezember 2020 verlängert.

Bericht über die Vorstandsvergütung (Ziffer 30/31 ÖCGK)

Die Vergütung des Vorstands richtet sich nach dem Umfang des Aufgabengebiets, der Verantwortung und der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds sowie nach der Erreichung der Unternehmensziele, der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Erfolgsabhängige Vergütungen erfolgen bei der Rath Aktiengesellschaft nicht über Aktienoptionen, sondern sind abhängig von variablen Erfolgskriterien. Dazu zählen eine vordefinierte Zielerreichung hinsichtlich des Geschäftsergebnisses, qualitativer und quantitativer Ziele.

2013 TEUR 2014 TEUR VORSTANDSVERGÜTUNGEN ‹
157 159 fix DI Jörg Sitzenfrey
19 35 variabel
176 194
80 162 fix Andreas Pfneiszl
5 35 variabel
85 197
139 0 fix Mag. Georg Rath
35 0 variabel
174 0
163 0 fix DI Dr. Matthias Rath
29 0 variabel
192 0
627 391 Gesamtsumme

Von der Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2014 waren Anteile sowohl fix als auch erfolgsabhängig. Für die variable Höchstgrenze wurde ein Wert von 50% des Grundbezugs festgelegt.

Im Falle einer Beendigung der Funktion des Vorstands bestehen keine Ansprüche oder Anwartschaften über das gesetzliche Maß hinaus. Für das Management der Rath Gruppe besteht ein gültiger Haftpflicht-Versicherungsschutz (D&O Versicherung).

Die Aufgaben des Vergütungsausschusses werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Über Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Vergütungspolitik verfügt insbesondere Herr Mag. Ehrlich-Adám.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER GEB.-JAHR AR-MANDATE ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN
ERST
BESTELLUNG
ENDE LAUFENDER
FUNKTIONSPERIODE
Mag. Stefan
Ehrlich-Adám
(Vorsitzender)
› unabhängig
1964 Geschäftsführer EVVA
Sicherheitstechnologie GmbH
25.6.2013 im Jahr 2018
WP Mag. Philipp Rath
(Vorsitzender-Stv.)
› abhängig
1966 Wirtschaftsprüfer und Partner
von Grant Thornton Unitreu
GmbH
17.7.2003 im Jahr 2018
Dkfm. Paul Rath
› abhängig
1934 Geschäftsführer der
Rath Holding GmbH
14.9. 1989 im Jahr 2018
MMag. Christian B. Maier
› unabhängig
1966 Finanzvorstand
der Porr
Aktiengesellschaft
27.6.2008 im Jahr 2018
Roula Millauer
› unabhängig
1964 Roula Millauer Consulting 25.6.2013 im Jahr 2018
Mag. Dieter Hermann
› unabhängig
1966 Aufsichtsrat Silgan Holdings
Austria GmbH
25.6.2013 im Jahr 2018

Bericht über die Aufsichtsratsvergütung (Ziffer 50/51 ÖCGK)

Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2014 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 45 TEUR (2013: 50 TEUR) sowie Pensionszahlungen von 179 TEUR (VJ: 179 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER VERGÜTUNG IN EURO (INKL. SITZUNGSGELDER) Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) 10.400 WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) 9.100 Mag. Dieter Hermann 6.700 Roula Millauer 6.700 MMag. Christian B. Maier 6.300 Dkfm. Paul Rath 6.000

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, der so zu verteilen ist, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Mitglieds erhält. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

Unabhängigkeit des Aufsichtsrats (Ziffer 53, 54 ÖCGK)

Als "unabhängig" im Sinne der Generalklausel der Regel 53 gelten jene Mitglieder des Aufsichtsrats, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Rath Aktiengesellschaft oder deren Vorstand stehen, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Als Maßstab werden die Kriterien des Corporate Governance Kodex Anhang 1 angewendet. Gemäß diesen Kriterien sind zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der Rath Aktiengesellschaft als abhängig einzustufen. Im Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft gibt es ein Mitglied, das Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist.

Ausschüsse und Tätigkeit des Aufsichtsrats (Ziffer 36, 39 ÖCGK)

Der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen Sitzungen ab, die sich u.a. auch mit strategischen sowie mit Bilanzbelangen des Unternehmens befassen. In diesem Rahmen ist der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft auch in alle grundlegenden Entscheidungen des Vorstands als beratendes Organ involviert.

Neben dem Prüfungs- und Strategieausschuss hat der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft keine weiteren Ausschüsse eingerichtet. Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrats an: Frau Roula Millauer als Vorsitzende, Herr Mag. Philipp Rath, Herr MMag. Christian B. Maier und Herr Mag. Dieter Hermann. Der Prüfungsausschuss hat im Jahr 2014 zwei Sitzungen abgehalten, in denen die Vorbereitung und Analyse des Jahresabschlusses und die internen Kontroll-, Revisions- und Risikosysteme behandelt wurden. Der Abschlussprüfer hat dabei an beiden Sitzungen teilgenommen.

Dem Strategieausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrats an: Herr Mag. Ehrlich-Adám, Herr Mag. Philipp Rath, Herr Dkfm. Paul Rath, Herr Mag. Dieter Hermann. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2014 einmal getagt, wobei die neuen Produkte und deren Absatzmärkte erörtert wurden. Im Jahr 2014 hat der Aufsichtsrat fünf ordentliche Sitzungen abgehalten. Die Präsenzquote lag bei 90%. Die Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats im Berichtsjahr sind im Bericht des Aufsichtsrats näher dargestellt.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Funktionen

Dem Vorstand der Rath Aktiengesellschaft gehört keine Frau an. Dem Aufsichtsrat gehört eine Frau an, der Frauenanteil beträgt damit rund 17%. In zahlreichen Bereichen der ersten und zweiten Berichtsebene haben Frauen Führungsfunktionen inne. Der Anteil von Frauen am gesamten Mitarbeiterstand betrug gruppenweit per 31. Dezember 2014: 18,7% (2013: 19,2%). Die Rath Gruppe unterstützt und fördert die Anstellung von Frauen in allen Bereichen. Rath setzt auch Maßnahmen und tätigt Investitionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Des Weiteren wird im Rekrutierungsprozess hohes Augenmerk auf eine strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.

Interne Revision

Eine Abteilung für interne Revision im klassischen Sinne gibt es aufgrund der Unternehmensgröße nicht. Die Aufgaben einer internen Revision werden von der Abteilung Prozessmanagement ausgeführt, welche

dem Vorstand regelmäßig über wesentliche Ergebnisse berichtet. Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden.

Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung beantwortet.

Der Vorstand

WIEN, 8. APRIL 2015

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS §82 (4) Z 3 BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2014 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 8. APRIL 2015

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Vorsitzender des Aufsichtsrats

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Im Berichtsjahr 2014 fand zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Im Jahr 2014 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit für das Vorjahr vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstands.

Im Dezember 2014 wurden die beiden Vorstandsmandate von Herrn DI Jörg Sitzenfrey (COO) und Herrn Andreas Pfneiszl (CFO/CSO) um die höchstmögliche Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2014 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 3. März 2014 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen.

In der Sitzung vom 28. April 2014 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2013 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2013 geprüft, der Jahresabschluss 2013 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2013 gebilligt.

Weiters wurden der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 23. Juni 2014 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag nach der Hauptversammlung statt-

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

gefundenen konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2014/2015 finalisiert. In der Sitzung vom 8. September 2014 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 12. Dezember 2014 wurde das Budget inklusive Investitionen für das Jahr 2015 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2014 zweimal zusammengetreten. Am 22. April 2014 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Wirtschaftsjahr 2013 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 12. Dezember 2014 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.

Der Strategieausschuss hat im Jahr 2014 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 11. Dezember 2014 bildete ein Überblick über die Strategie der Rath Gruppe sowie im Detail über die Vertriebs- und Produktionsstrategie.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 23. Juni 2014 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 31. März 2015 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß §96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß §96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats

WIEN, 8. APRIL 2015

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Im Jahr 2014 setzte sich die schleppende Erholung der Weltwirtschaftslage fort. Dennoch hat der Internationale Währungsfonds (IWF) vor allem aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Wirtschaftsdynamik im ersten Halbjahr 2014 die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum im Herbst auf 3,3% zurückgenommen, das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als noch im April 2014. Für 2015 erwarten die Experten des IWF derzeit ein Wachstum von 3,8%, wobei die Risiken einer Verlangsamung zugenommen haben.

Während das Wirtschaftswachstum in den USA im Geschäftsjahr 2014 nach Einschätzung des IWF mit 2,2% gegenüber dem Vorjahr stabil blieb, ging es in China von 7,7% auf 7,4% leicht zurück, in dieser Verlangsamung des Wachstums zeigt sich der Strukturwandel in China. Nach einer Stagnation im Vorjahr (+/– 0%) legte die Wirtschaft in der Europäischen Union nach einer Anfang November veröffentlichten Prognose 2014 um 1,3% zu.

Während die US-Notenbank FED ihren Leitzins bereits seit 2008 bei 0,00–0,25% hält und 2014 ihr Anleihen-Kaufprogramm eingestellt hat, setzte die Europäische Zentralbank die Lockerung ihrer Geldpolitik im Berichtsjahr fort. Die weitere Intensivierung der Niedrigzinspolitik brachte – auch vor dem Hintergrund einer Diskussion über eine mögliche Deflation in der Eurozone – im Juni und September 2014 zwei weitere Leitzinssenkungen um jeweils 10 Basispunkte auf nunmehr 0,05%.

Weitere Entwicklungen, die das Geschehen auf den internationalen Kapitalmärkten prägten, waren neben dem anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien vor allem der militärische Konflikt im Osten der Ukraine und die gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen. Die Budgetkrisen in den europäischen Peripheriestaaten haben sich hingegen – zumindest vorläufig – etwas entspannt. (Quelle: www.iwf.org)

BRANCHENUMFELD

Die weltweiten Absatzmöglichkeiten von Feuerfestprodukten, wie sie die Rath Gruppe anbietet, haben sich gegenüber 2013 kaum gebessert. Das Marktumfeld in Europa kämpft mit fehlenden Anreizen zu Investitionen und der Vorsicht von Abnehmern, eine größere Investition zu tätigen; zusätzlich belastet natürlich auch der Konflikt Ukraine/Russland. Im Nahen Osten ist aufgrund der bekannten Schwierigkeiten derzeit kaum nennenswertes Wachstum möglich. Lediglich im Iran sind leichte Anzeichen einer Normalisierung zu erkennen. In Asien merkt man die Überkapazitäten am stärksten, in Indien, aber auch in China sind die Nachfragen nach qualitativen Feuerfestprodukten zurückgegangen. Einzig in den USA und in Mittelamerika können leichte Aufwärtstrends erkannt werden, doch auch das sind noch zu geringe Wachstumsraten, um hier euphorisch zu werden.

Die Rath Gruppe ist in den wichtigsten Branchen für Feuerfestprodukte und -lösungen weltweit aktiv. Diese gliedern wir in Business Lines:

Metals

Die Business Line Metals hat 2014 in der Rath Gruppe den größten Umsatzbeitrag generiert, mit 31% am Gesamtumsatz blieb der Anteil gegenüber dem Vorjahr stabil. Das schleppende Wachstum in der Business Line Metals spiegelt die schwache Entwicklung der Stahlindustrie sowie politische Unsicherheiten in Russland, der Ukraine, aber auch im Nahen Osten wider.

FCE

Die positiven Erwartungen und Prognosen unserer Kunden in der Business Line Fuels, Chemicals & Energy für das Jahr 2014 erfüllten sich nicht. Die Produkte unserer Kunden gerieten weltweit unter starken Preisdruck. Der dadurch verursachte Rückgang der Investitionsbereitschaft wirkte sich nicht nur auf Neuinvestitionen, sondern auch auf Ausgaben für Großreparaturen negativ aus.

Die noch zu Beginn des Geschäftsjahres prognostizierten Umsätze für hochwertige, dichte Steine wurden insbesondere von den Kunden in Nordamerika deutlich verfehlt. Gemäß Einschätzung unserer Geschäftspartner ist für das Jahr 2015 im Bereich der chemischen Industrie mit einem Wachstum zu rechnen. In diesen Bereichen zählt die Rath Gruppe zu jenen Partnern von feuerfesten Gesamtlösungen mit der besten Zuverlässigkeit und überdurchschnittlicher Lebensdauer.

Zufriedenstellend war die Umsatzentwicklung im Bereich Zement und Kalk. Zurückzuführen ist das hauptsächlich auf die Länder Nordafrikas und des Nahen Osten.

Auch im Bereich der Biomassekraftwerke wurden einige Investitionen hinausgezögert bzw. aufgegeben. Viele Investoren, insbesondere in Mittel- und Westeuropa, sind durch unklare Aussichten in Hinblick auf Förderung der Bioenergie verunsichert. Aussichtsreich ist hier lediglich der Bereich der Altholz-, Abfallund Reststoffverbrennung. Aus den Anfragen, die für diese Anwendung Ende 2014 eingegangen sind, sind inzwischen zwei große Aufträge verbucht worden. Der Umsatzanteil dieser Business Line von 21% blieb unverändert zum Vorjahr.

CERAMIC

Gute Nachfrage gab es seitens der Hersteller von keramischen Erzeugnissen und Rohstoffen für Feuerleichtsteine, dichte Steine und keramische Formteile. Den größten Umsatzbeitrag lieferten die Hersteller von keramischen Abgasfiltern für die Automobilindustrie. Unsere Kunden, die in der Herstellung von keramischen Abgasfiltern zu den Marktführern gehören, übertrafen 2014 ihre Umsatzprognosen, und zwar weltweit in allen Regionen. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von ca. 5% erwartet. Darüber hinaus stehen in den Jahren 2015 bis 2017 einige Neu- bzw. Erweiterungsinvestitionen in Asien, Europa und der westlichen Hemisphäre an. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 17%, im Vorjahr waren es noch 15%.

GLASS

Der Umsatzbeitrag der Business Line Glass blieb 2014 unter den Erwartungen. Die Hauptursache im Vergleich zum Vorjahr war das Ausbleiben von größeren Projekten. Die schlechte Auslastung von im Markt

BRANCHENANTEILE GJ 2014

  • 31% Metals
  • 21% F. C. & Energy
  • 17% Ceramics
  • 15% Special Furnaces
  • 13% Domestic Fireplaces
  • 3% Glass

BRANCHENANTEILE GJ 2013

  • 31% Metals
  • 21% F. C. & Energy
  • 16% Special Furnaces
  • 15% Ceramics
  • 13% Domestic Fireplaces
  • 4% Glass

vorhandenen Überkapazitäten in Europa und der westlichen Hemisphäre führte zur Abnahme des Verbrauchs an Feuerfestmaterial bei allen Anbietern.

Die schon Ende 2014 eingegangenen Anfragen zeigen eine leichte Marktbelebung. Spürbar angezogen haben die Anlagen zur Herstellung von Aluminiumsilikat-Spezialglas für Displays tragbarer Elektrogeräte. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Nordamerika und Ostasien. Der Umsatzanteil der Business Line betrug 3%, im Vorjahr lag dieser bei 4%.

SPECIAL FURNACES

Bezüglich der Business Line Special Furnaces handelt es sich bei unseren Kunden hauptsächlich um Hersteller von Spezialöfen für die Industrie sowie den Labor- und Dentalbereich. Die Business Line umfasst auch Hersteller von Analyse- und Messgeräten, die wegen hoher Temperaturen einer speziellen Wärmedämmung bedürfen. In dieser Business Line gehört die Rath Gruppe zu den Top-5-Lieferanten weltweit. Für den Zuwachs in Europa und den USA sorgten 2014 die keramischen Formteile aus Hochtemperaturwolle. Es handelt sich hier um maßgeschneiderte Lösungen, die vom Kunden zeitsparend und einfach eingebaut werden können. Mit 15% Umsatzanteil, im Vorjahr noch 16%, zählt die Business Line zu jenen der innovativsten und zukunftsträchtigsten der Gruppe.

DOMESTIC FIREPLACES

Die Rath Gruppe ist und bleibt im Kernmarkt des Speicherofens (Grundofen, klassischer Kachelofen) unangefochten die Nummer eins. In Österreich beispielsweise verfügt Rath nach wie vor über eine Marktpräsenz von mehr als 50%, in Ungarn, der Slowakei und Polen rund 30%, in Deutschland rund 25%. Generell musste die Branche im Jahr 2014 Rückgänge von mehr als 10% hinnehmen, der Negativtrend hält im ersten Quartal 2015 immer noch an. Hauptgründe sind beispielsweise die große Unsicherheit der Europäer in Bezug auf Arbeitsplatz oder auch die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen bei Emissionsgrenzwerten für häusliche Feuerstätten (Wirksamkeit mit 1. Jänner 2015).

Der Rath Gruppe ist es jedoch bis heute immer noch gelungen, entgegen diesem allgemeinen europäischen Trend die Umsätze stabil zu halten, so auch im Jahr 2014. Die traditionsreichste Business Line erwirtschaftete einen Umsatzanteil von 13%, der stabil zum Vorjahr gehalten werden konnte.

GESCHÄFTSVERLAUF 2014

Das Geschäftsjahr 2014 war für die Rath Gruppe ein sehr positives, und das in einem schwachen Marktumfeld. Bei der Betrachtung der vier abgelaufenen Quartale des Wirtschaftsjahres 2014 kann eine deutliche Verbesserung der wesentlichen Kennzahlen erkannt werden:

Umsatzentwicklung

Ein schwaches Wirtschaftswachstum im Kernabsatzmarkt Europa und zurückhaltende wirtschaftliche Bedingungen in den USA haben sich negativ auf die Umsatzentwicklung der Rath Gruppe ausgewirkt.

GESAMTJAHR 4. QUARTAL 3. QUARTAL 2. QUARTAL 1. QUARTAL KENNZAHLEN ‹
77.441 19.479 20.366 20.328 17.268 Umsatz in TEUR
8.517 2.805 1.850 3.017 845 EBITDA in TEUR
11,00% 14,40% 9,08% 14,84% 4,89% EBITDA-Marge
4.612 1.714 686 2.027 185 EBIT in TEUR
5,96% 8,80% 3,37% 9,97% 1,07% EBIT-Marge
549 545 550 544 557 Mitarbeiter
9,19 9,19 8,25 8,00 6,33 Aktienkurs in EUR

Der Umsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,5% auf 77.441 TEUR (VJ: 79.410 TEUR). Ein deutlicher Rückgang ist im Projektgeschäft zu verzeichnen, hier hat der "negative" Trend bereits im Jahr 2013 eingesetzt und im Berichtsjahr nochmals um –23,2% auf 17.023 TEUR (VJ: 22.162 TEUR) nachgegeben. Die einzelnen Gesellschaften entwickelten sich unterschiedlich. Die Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum, unsere österreichische Gesellschaft, konnte den Umsatz, bedingt durch die schwache Projektgeschäftsnachfrage, nicht halten und gab um 3,4% oder 907 TEUR auf 26.115 TEUR (VJ: 27.022 TEUR) nach. Unsere deutsche Gesellschaft, die Rath GmbH, Meißen, mit drei Standorten (Meißen, Bennewitz und Mönchengladbach) musste ebenfalls eine Umsatzkorrektur nach unten im Projektgeschäft vollziehen. Hier wirkte sich der Rückgang am stärksten aus, mit –7,9% oder –2.134 TEUR auf 24.989 TEUR (VJ: 27.123 TEUR). Die Rath Hungaria Kft., Budapest, konnte ihren Umsatz stabil halten 8.206 TEUR (VJ: 8.007 TEUR). Die amerikanische Tochtergesellschaft, Rath USA Inc., Newark, mit zwei Standorten (Newark – Bundesstaat Delaware; und Milledgeville – Bundesstaat Georgia) konnte ihre Absatzerwartungen auch nicht ganz erfüllen und schloss das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 11.640 TEUR (VJ: 11.806 TEUR) ab. Positiv entwickeln sich unsere Vertriebsgesellschaften in Europa und Mexiko, welche mit einer Umsatzsteigerung von 1.038 TEUR das Jahr finalisierten. Nähere Details finden Sie im Segmentbericht .

Ertragsentwicklung

Das EBIT verbesserte sich deutlich und erhöhte sich um 3.260 TEUR auf 4.612 TEUR (VJ: 1.352 TEUR) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013. Selbst unter der Berücksichtigung der im Jahr 2013 aufgewandten Einmaleffekte (Personalkosten) in Höhe von rund 1.200 TEUR konnte das EBIT im Berichtsjahr um 2.060 TEUR gesteigert werden, dies entspricht einer Wertsteigerung von 80,72% gegenüber dem bereinigten EBIT des Jahres 2013. Dieser Erfolg bestätigt die eingeschlagene Strategie.

Der Rohertrag konnte gegenüber dem Vorjahr von 56,3% auf 57,9% gesteigert werden. Die Optimierung des Einkaufsprozesses brachte positive Effekte auf den Rohertrag.

Der Personalaufwand ist von 27.191 TEUR auf 24.038 TEUR gesunken (–11,60%). Unter der Berücksichtigung der Einmaleffekte des Jahres 2013 mit 1.200 TEUR konnte eine Verringerung der Personalkosten von –1.953 TEUR (–7,5%) erreicht werden. Ein wesentlicher Bestandteil zur nachhaltigen Reduktion der

KONZERNLAGEBERICHT | 21

Personalkosten waren die durchgeführte Schließung des Standorts Wirges sowie organisatorische Änderungen in der Personalstruktur in Amerika.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben stabil bei 12.896 TEUR gegenüber von 12.731 TEUR im Vorjahr. Konsequente Kostenkontrolle ist hier anzuführen – sowie die Erfolge der Kostenoptimierungsprogramme.

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich um 2.011 TEUR gegenüber dem Vergleichszeitraum auf 410 TEUR (VJ: –1.601 TEUR). Aufgrund der Währungskurssituation zwischen USD/EUR kam es zu starken positiven Veränderungen in der Bewertung. Die Währungsgewinne belaufen sich auf 1.435 TEUR (VJ: –699 TEUR), somit um 2.134 TEUR mehr als im Vergleichszeitraum, davon entfallen 1.442 TEUR aus der Bewertung (VJ: –677 TEUR). Der Zinsswap wirkte sich auf das Finanzergebnis mit 20 TEUR (VJ: 202 TEUR) positiv aus.

Das Konzernergebnis lag bei 2.869 TEUR (VJ: –119 TEUR).

Aufgrund des soliden Konzernergebnisses 2014 und des stabilen Ausblicks auf das Geschäftsjahr 2015 wird der Vorstand der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,40 EUR pro Stückaktie und eine Bonusdividende von 0,10 EUR pro Stückaktie vorschlagen.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Die solide Vermögens- und Finanzlage der Rath Gruppe stellt sich am Ende des Berichtsjahres 2014 wie folgt dar: Auf der Aktivseite verringerte sich das langfristige Vermögen um 2.016 TEUR auf 38.319 TEUR. Im Wesentlichen ist die Veränderung auf die Verringerung der aktiven latenten Steuern zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen konnte konstant zum Vorjahr gehalten werden. Die durchgeführten Investitionen im Jahr 2014 betrugen 2.871 TEUR (VJ: 1.569 TEUR).

Gleichzeitig erhöhte sich das kurzfristige Vermögen, vor allem im Bereich der Vorräte und Bankguthaben, um 1.639 TEUR auf nunmehr 39.382 TEUR. Die Bilanzsumme hat sich um rund 380 TEUR verringert, mit Ende des Berichtsjahres 2014 lag der Wert bei 77.702 TEUR (VJ: 78.079 TEUR).

Zum Bilanzstichtag 31. 12.2014 weist die Unternehmensgruppe ein Eigenkapital in Höhe von 36.481 TEUR (VJ: 33.662 TEUR) aus. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des verbesserten Jahresergebnisses gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 3,8% auf 46,9% (VJ: 43,1%).

Der Anteil des Fremdkapitals betrug zum 31. 12.2014: 53,1% (VJ: 56,9%), wovon 17,4% auf das langfristige und 82,6% auf das kurzfristige Fremdkapital entfallen.

Die Verschuldungsquote (Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) verringerte sich von 76,5% auf 66,5%.

Nachhaltige Finanzierungsstrategie

Die Finanzierung des Konzerns folgt seit Jahren den Grundsätzen der Erhaltung einer gesicherten Liquidität sowie einer möglichst hohen Eigenmittelausstattung. Die Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 46,9% (VJ: 43,1%) ist im Berichtsjahr dem erreichten Jahresergebnis zuzuordnen. Ein wesentliches Unternehmensziel ist es, die Eigenkapitalquote bei mehr als 40% zu halten.

Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und finanzielle Vermögenswerte/Wertpapiere) verringerte sich im laufenden Geschäftsjahr um 1.498 TEUR auf 24.263 TEUR (VJ: 25.762 TEUR).

Nettogeldfluss

Durch das solide Konzernergebnis konnte der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit auf 5.313 TEUR (VJ: 1.377 TEUR) verbessert werden. Der Geldabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich um 1.218 TEUR auf 2.787 TEUR (VJ: 1.569 TEUR) und ist im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen (2.805 TEUR; VJ: 1.388 TEUR) zurückzuführen.

Die Rückführung der Finanzschulden in Höhe von 923 TEUR (VJ: 827 TEUR) spiegelt sich im Geldabfluss aus der Finanzierung wider.

Der Free Cashflow erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.136 TEUR auf 1.603 TEUR (VJ: –533 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug am 31. Dezember 2014 3.864 TEUR, welcher sich um 19,5% im Vergleich zum Vorjahr erhöhte.

Arbeitnehmer

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen für die Rath Gruppe den zentralen Erfolgsfaktor dar. Der Erfolg liegt einerseits in der Begeisterung für innovative Feuerfestlösungen, die wir in unseren Produkten und Technologien umsetzen, und andererseits in der hohen Einsatzbereitschaft und Solidarität unserer Mitarbeiter.

Vom Entwickler und Verfahrenstechniker über Produktionsmitarbeiter und Monteure, vom Supervisor bis hin zu Mitarbeitern in den Backoffice- und Serviceabteilungen sowie im Vertriebsteam finden bei uns Personen mit technischer oder kaufmännischer Ausbildung abwechslungsreiche Aufgabengebiete in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen. Rath hat eine "Lean-Management"-Struktur, die eine direkte, persönliche Kommunikation ermöglicht.

Die Rath Gruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2014 auf Basis "FTE" ("full-time equivalent") insgesamt 500,7 Personen (VJ: 527,3).

Es gibt in der Rath Gruppe kein Aktienoptionsprogramm. Management, leitende Mitarbeiter und sonstige Schlüsselkräfte sind in lokal unterschiedliche Prämienmodelle eingebunden.

Die Personalmanagementaufgaben werden entsprechend zentraler Vorgaben der Muttergesellschaft wahrgenommen und in die Tochtergesellschaften übertragen. Die strategischen Aufgaben im Bereich Human Resources sind beim CFO angesiedelt.

Im Berichtsjahr 2014 fand eine Mitarbeiterbefragung an unseren europäischen Standorten statt. Die Rücklaufquote erreichte mit über 60 Prozent einen sehr zufriedenstellenden Wert. Die Ergebnisse wurden standortbezogen ausgewertet und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet.

Für Mitarbeiterweiterbildung wurden 2014 in der Rath Gruppe insgesamt 130 TEUR (VJ: 139 TEUR) aufgewendet.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnen sich durch ihre Qualifikation, ihre Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Disziplin, Loyalität und durch gegenseitige Wertschätzung in einem familiären Arbeitsumfeld aus.

Der Vorstand bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei allen Rath Kolleginnen und Kollegen für die Leistungen zur Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe, welche nur durch den überdurchschnittlichen Einsatz vieler Rath Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich ist.

Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility)

Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.

Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen (derzeit die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich) Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden. Die Rath Gruppe verfügte über ausreichend Gratiszertifikate.

Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie sowie Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2014 fortgesetzt.

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus, ist das Fundament unseres Unternehmens.

Forschung und Entwicklung

Die Rath Gruppe ist durch eine zentrale Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit den Schwerpunkten Produktentwicklung und –management, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaft organisiert. Forschung und Entwicklung sind wesentliche Bausteine unserer Strategie als Premiumanbieter. Mit innovativen und sich weiterentwickelnden Produkten, Verfahren und Materialien festigen wir unseren Anspruch "Spitzentechnologie schafft Vertrauen".

Im Jahr 2014 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten umgesetzt. Herauszuheben sind die Entwicklung und Einführung zweier neuer Produktgruppen: PRIOFORM® im Bereich der Vakuumformteile, ein HT-Faserspezialprodukt, REACH-konform für höhere Anwendungstemperaturen, und SICRATH®, spezielle Platten und Bauteile bestehend aus Siliziumcarbid für Hausmüllverbrennungsanlagen im Bereich Energie und Umwelttechnik.

BERICHTERSTATTUNG ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL-SYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden sowie Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen (Compliance).

Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (z.B. in Finanzrechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.

Die Konzernrichtlinien der Rath Gruppe basieren auf dem Rath Managementhandbuch, der Compliance-Richtlinie sowie der Geschäftsordnung und Unterschriftenregelungen für die Geschäftsführungen und leitenden Angestellten aller Rath Gruppengesellschaften. Diese Bestimmungen werden bei Bedarf gemäß den Compliance-Bestimmungen überarbeitet und der jeweiligen Geschäftsführung nachweislich zur Kenntnis gebracht.

Die lokale Geschäftsführung ist für die Einhaltung der Richtlinien in ihrer jeweiligen Rath Tochtergesellschaft verantwortlich. Die Geschäftsordnung verweist u. a. auf die zwingende Einhaltung der Bestimmungen im Managementhandbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Konzernleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der Rath Gruppe beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen wie das Konsolidierungshandbuch (Reporting-Richtlinien, Bilanzierungs- und Bewertungsregeln) oder die IT-Richtlinien.

Quartalsweise erfolgt eine Konsolidierung der Gruppenergebnisse nach UGB-Bestimmungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat und an die Aktionäre, bzw. halbjährlich nach IFRS-Bestimmungen.

Der Konzernabschluss wird in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss von einem Konzernabschlussprüfer, der mit seinem internationalen Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, umfassend extern geprüft. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der Rath Gruppe konsolidierten Einzelgesellschaften.

Der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.

Risikomanagement

Die Rath Gruppe ist in ihrem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken ist wesentlicher Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses. Das Risikomanagement bedient sich dabei der im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen.

Diese Prozesse werden laufend durch das zentrale Prozessmanagement evaluiert. Inhaltlich geht es um die Dokumentation aller Abläufe im Unternehmen sowie das dokumentierte Verhalten bei Abweichungen, um aus Fehlern zu lernen und sich stetig weiter zu verbessern. Dieses Denken in Prozessen ist in der ISO 9001:2008 verankert. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. So ist gewährleistet, dass diese antizipiert und frühzeitig erkannt sowie im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Wesentliche Risiken

Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath Gruppe haben könnten, stellen sich gegenüber früheren Perioden im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:

Beschaffung

Als wesentliches Thema im Bereich der Beschaffung ist das Verhindern von Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu erwähnen. Hier steuert unser zentraler Einkauf gegen und schafft die Voraussetzung für ein ausgewogenes Lieferantenportfolio unter Berücksichtigung sinnvoller Einkaufsmengen sowie Preise. Um bessere Preise bei unseren Lieferanten zu erhalten, ist es oft notwendig, in größeren Chargen einzukaufen. Dies hat jedoch den Nachteil der Kapitalbindung.

Produktion

Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen der Rath Gruppe liegen in der Fertigung unserer Produkte. Ein eventuelles Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist durch unsere konzernweite Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Vorsorglich steuert die

Gruppe diesem proaktiv über kontinuierliche Analysen der einzelnen Anlagen sowie vorbeugende Wartung entgegen. Trotzdem können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne unserer Kunden bereinigt. Daraus entstehende externe Kosten sind über unsere konzernweite Produkthaftpflichtversicherung gedeckt. Ein dadurch entstandener Imageschaden ist jedoch immer ein Risiko für die Unternehmensgruppe.

Vertrieb

Der weltweite Produkt- bzw. Projektverkauf birgt auch Risiken. Unsere Gesamtlösungen gehen heute in Länder, die nicht immer wirtschaftlich bzw. politisch stabil sind. Über unsere Vertriebsdirektoren werden laufend Informationen aus den jeweiligen Absatzmärkten und Ländern eingeholt, die uns unterstützen, mögliche Forderungsausfälle früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Rath Gruppe setzt außerhalb der Europäischen Union und den USA hinsichtlich der Zahlungskonditionen überwiegend auf Akkreditivgeschäft. Damit ist sichergestellt, dass unsere Verkäufe durch eine internationale Bank besichert sind.

Zu jenen Umsätzen, die wir nicht mit Akkreditiven besichern, haben wir ein internes Forderungsmanagement mit Kreditlimits eingerichtet. Das Forderungsmanagement bewertet das entstehende Kreditrisiko mit externen Informationen von Kredit-Auskunfteien und unseren Erfahrungen über den jeweiligen Kunden bzw. in dem Land des Kunden. Aufgrund der so gesammelten Informationen wird ein Kreditlimit festgelegt. Die Rath Gruppe verfügt über keine Kreditausfallsversicherung, die Forderungsausfälle im Berichtsjahr 2014 innerhalb der Rath Gruppe beliefen sich auf 16 TEUR, das entspricht 0,02% der Umsatzerlöse.

Liquidität

Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten bei Geldinstituten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der Rath Gruppe. Bankkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit sichergestellt wird, dass unsere Bankpartner jederzeit ein klares und aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage unserer Gruppe bekommen.

Fremdwährungen und Zinsen

Die Rath Gruppe liefert an ihre Kunden zumeist in der jeweiligen Gesellschaftswährung. Durch die laufende Bewertung der Währungspaare USD/EUR oder HUF/EUR kann es zu positiven wie auch negativen Veränderungen im Finanzergebnis der Einzelgesellschaften und in Folge auch im Konzern kommen.

Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf der Rath Gruppe erhöht sich auch der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis. Derzeit verfügt die Rath Gruppe über einen Zinsswap mit einer Laufzeit bis 2018. Aufgrund des derzeit vorherrschenden niedrigen Zinsniveaus ist die Absicherung negativ bewertet.

Gesamtrisiko

Die Risiken der Rath Gruppe werden durch die beschriebenen Mittel und Maßnahmen bestmöglich überwacht, der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.

ANGABEN GEM. §243A UGB

Das Grundkapital setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien (VJ: 1.500.000 Stückaktien) zusammen, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.

Dem Vorstand sind keinerlei Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

AKTIONÄRSSTRUKTUR 31. DEZEMBER 2014

  • 66,7% Rath Holding GmbH
  • 14,7% Streubesitz
  • 13,8% Rath Familienmitglieder
  • 4,8% Pioneer Investments

Die Rath Aktiengesellschaft besitzt keine eigenen Aktien. Der Streubesitz befindet sich bei österreichischen und internationalen Investoren. Die Aktie notiert im "Standard Market Auction" der Wiener Börse unter der ISI-Nummer AT0000767306.

Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Arbeitnehmern der Rath Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch Arbeitnehmern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte an Hauptversammlungen auszuüben.

Es bestehen keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen bekannt, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam werden.

Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

AUSBLICK

Die Rath Gruppe wird den eingeschlagenen Weg weiterführen und erwartet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015.

Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob markt-, kunden- oder produktseitig, dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 gut gerüstet,

wobei es gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten auch in 2015 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. Während die Prognosen für Europa weiterhin als verhalten bezeichnet werden, sagen die Experten für die USA ein kräftiges Wachstum voraus.

In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2014 zu erwarten. Unternehmensintern wird die Rath Gruppe, gepaart mit dem Augenmerk auf Kostendisziplin, die bereits erfolgreich implementierten Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter vorantreiben.

Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2015 eine leichte Steigerung des Umsatzes sowie des Gruppenergebnisses.

Es gab keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 8. APRIL 2015

JAHRESABSCHLUSS RATH KONZERN 2014

KONZERNBILANZ

ANHANGANGABE 31. 12. 14 31. 12. 13 31. 12. 13
TEUR TEUR
(ANGEPASST*)
TEUR
(WIE BERICHTET)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 3.864 3.234 3.234
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 12.763 12.967 12.967
sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen (6) 1.840 1.494 1.211
Vorräte (4) 20.906 20.048 20.048
Forderungen aus Ertragsteuern 9 0 0
sonstige kurzfristige Vermögenswerte (6) 0 0 283
kurzfristige Aktiva 39.382 37.743 37.743
finanzielle Vermögenswerte (3) 698 681 681
immaterielle Vermögenswerte (2) 488 354 354
Sachanlagevermögen (1) 34.189 34.495 34.495
aktive latente Steuern (12) 2.945 4.805 4.805
langfristige Aktiva 38.319 40.335 40.335
Aktiva Gesamt 77.702 78.079 78.079
kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (10) 25.169 24.609 25.422
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13) 4.833 5.363 5.507
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (14) 2.996 2.842 2.850
kurzfristige Rückstellungen (11) 614 1.568 1.685
kurzfristige Ertragssteuerschulden (12) 449 916 1.101
kurzfristige Verbindlichkeiten 34.062 35.298 36.565
langfristige Finanzverbindlichkeiten und Anleihen (10) 2.203 3.469 2.471
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen (10) 1.453 1.599 1.784
Personalrückstellungen (9) 3.075 3.189 2.914
langfristige Rückstellungen (11) 0 0 275
sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten ( 14) 180 121 121
sonstige langfristige Verbindlichkeiten und
passive Rechnungsabgrenzungen
(15) 230 269 0
passive latente Steuern (12) 19 471 286
langfristige Verbindlichkeiten 7.159 9.118 7.851
Grundkapital 10.905 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118 1.118
Bilanzgewinn und freie Rücklagen 26.719 23.857 23.857
Rücklage aus Währungsumrechnung –1.895 –1.816 –1.816
sonstige Rücklagen –374 –403 –403
nicht beherrschende Anteile 8 1 1
Eigenkapital gesamt (8) 36.481 33.662 33.662
Passiva gesamt 77.702 78.079 78.079

* Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden Anpassungen der Vorjahreszahlen durchgeführt.

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

ANHANGANGABE 2014 2013
TEUR TEUR
Umsatzerlöse (16) 77.441 79.410
Bestandsveränderung 2.387 623
andere betriebliche Erträge (19) 625 341
80.453 80.374
Materialaufwand und bezogene Leistungen (17) –35.002 –35.321
Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben (18) –24.038 –27.191
sonstiger betrieblicher Aufwand (20) –12.896 –12.731
EBITDA 8.517 5.131
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte (2) –118 –86
Abschreibung auf Sachanlagen (1) –3.788 –3.693
EBIT 4.612 1.352
Zinsertrag (21) 49 10
Zinsaufwendungen (21) –1.029 –1.114
sonstige Finanzerträge (21) 3.179 1.877
sonstiger Finanzaufwand (21) –1.788 –2.374
Ergebnis vor Steuern (EBT) 5.022 –249
Steuern vom Einkommen (12) –2.153 130
Konzernergebnis 2.869 –119
zurechenbar zu den Aktionären der Muttergesellschaft 2.862 –117
nicht beherrschende Anteile 7 –2
Konzernergebnis 2.869 –119
unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5. 1,91 –0,08
verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5. 1,91 –0,08

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

2014 2013
TEUR TEUR
Konzernergebnis nach Ertragssteuern 2.869 –119
sonstiges Ergebnis
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern gemäß IAS 19 2 –144
darauf entfallende Steuer* –1 36
2 –108
Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Bewertung finanzieller Vermögenswerte "zur Veräußerung verfügbar" gemäß IAS 39 36 15
darauf entfallende Steuer –9 –4
Währungsumrechnung –79 –219
–52 –207
Summe des sonstigen Ergebnisses –51 –315
zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft –51 –315
nicht beherschende Anteile 0 0
Konzerngesamtergebnis nach Steuern 2.819 –434
zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 2.811 –433
nicht beherschende Anteile 8 –1
Konzerngesamtergebnis 2.819 –434
unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,91 –0,08
verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,91 –0,08

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

GRUND
KAPITAL
TEUR
KAPITAL
RÜCKLAGEN
TEUR
UNTERSCHIEDE
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
TEUR
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
TEUR
BILANZGEWINN
UND FREIE
RÜCKLAGEN
TEUR
SUMME
TEUR
NICHT
BEHERRSCHENDE
ANTEILE
TEUR
SUMME
EIGEN
KAPITAL
TEUR
Stand am 1.1.2013 10.905 1.118 –1.597 –305 23.972 34.093 3 34.096
Konzernergebnis 2013 0 0 0 0 –117 –117 –2 –119
sonstiges Ergebnis 2013 0 0 -219 –97 0 –315 0 –315
Konzerngesamtergebnis 0 0 –219 –97 –117 –432 –2 –434
Stand am 31.12.2013 10.905 1.118 –1.816 –403 23.857 33.661 1 33.663
Konzernergebnis 2014 0 0 0 0 2.862 2.862 7 2.869
sonstiges Ergebnis 2014 0 0 –79 29 0 –51 0 –51
Konzerngesamtergebnis 0 0 –79 29 2.862 2.812 7 2.819
Stand am 31.12.2014 10.905 1.118 –1.895 –374 26.719 36.473 8 36.481

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

ANHANGANGABE 31. 12. 14
TEUR
31. 12. 13
TEUR
Konzernergebnis nach Steuern 2.869 –119
Anpassungen an das Konzernergebnis
Abschreibungen (1), (2) 3.905 3.779
Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen 0 15
Veränderung von Personalrückstellungen –112 86
Veränderung der Wertberichtigung 127 64
Zinsaufwand (21) 1.029 1.114
Zinsertrag (21) –49 –10
Ertragssteuern (12) 2.153 –130
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagen 19 0
9.942 4.799
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77 –734
sonstige Forderungen –327 –263
Vorräte –859 90
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –530 –2.179
Rückstellungen –954 184
sonstige Verbindlichkeiten 36 –201
–2.556 –3.103
gezahlte Zinsen –891 –1.114
erhaltene Zinsen 48 10
gezahlte Ertragsteuern –1.230 786
Nettomittelzu-/-abflüsse aus betrieblicher Tätigkeit 5.313 1.377
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (1) –2.871 –1.569
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 84 0
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit –2.787 –1.569
Aufnahme von Finanzschulden 3.338 3.228
Rückzahlung von Finanzschulden –4.116 –3.349
Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten –146 –353
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit –923 –827
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres 3.234 3.810
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 1.603 –533
zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen –974 –43
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres 3.864 3.234

KONZERNANHANG

1. DAS UNTERNEHMEN

Die Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, 1010 Wien, und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugen und vertreiben Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Tschechien, Polen, der Ukraine, sowie in Mexiko, Argentinien und Brasilien.

Die Aktien der Rath Aktiengesellschaft (nachfolgend Rath AG) als "Muttergesellschaft" notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. RECHNUNGSLEGUNG SOWIE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

2.1. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzenden Bestimmungen des §245a Abs. 1 UGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive Derivate).

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 2. April 2015 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Jahresabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen wird, wird am 21. April 2015 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt.

Änderungen aufgrund der neuen Bilanzgliederungen wurden in der Bilanz gesondert als "angepasst" zum 31.12.2013 dargestellt. In den Detailangaben wurde auf eine solche Darstellung verzichtet.

2.2. ÄNDERUNGEN UND ERWEITERUNG DER IFRS

Neue und geänderte Standards, die von der Gesellschaft erstmals angewendet werden

Der Konzern hat die Auswirkungen der folgenden neu angewendeten Standards geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass sie keine oder keine wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2014 haben.

STANDARD/INTERPRETATION/ÄNDERUNG ANWENDUNGSZEITPUNKT AUSWIRKUNGEN IM BERICHTSJAHR
IFRS 10 IFRS 10 "Konzernabschlüsse" 1 .1. 14 keine
IFRS 10 Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse" – Übergangsregelungen 1 .1. 14 keine
IFRS 10 Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse" – Investmentgesellschaften 1 .1. 14 keine
IFRS 11 IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" 1 .1. 14 keine
IFRS 11 Änderungen zu IFRS 11 "Gemeinschaftliche
Vereinbarungen" – Übergangsregelungen
1 .1. 14 keine
IFRS 12 IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" 1 .1. 14 nicht wesentlich
IFRS 12 Änderungen zu IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an
anderen Unternehmen" – Übergangsregelungen
1 .1. 14 keine
IFRS 12 Änderungen zu IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an
anderen Unternehmen" – Investmentgesellschaften
1 .1. 14 keine
IAS 27 Überarbeitete Fassung des IAS 27 "Einzelabschlüsse" 1 .1. 14 keine
IAS 27 Änderungen zu IAS 27 "Einzelabschlüsse" – Investmentgesellschaften 1 .1. 14 keine
IAS 28 überarbeitete Fassung des IAS 28 "Anteile an
assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen"
1 .1. 14 keine
IAS 32 Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" –
Saldierung von Finanzinstrumenten
1 .1. 14 nicht wesentlich
IAS 36 Änderungen zu IAS 36 "Wertminderungen von
Vermögenswerten" – Angaben zum erzielbaren Betrag
1 .1. 14 nicht wesentlich
IAS 39 Änderungen zu IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" –
Novation von Derivaten und der Fortsetzung von Sicherungsgeschäften
1 .1. 14 keine

Neue von der Europäischen Union noch nicht übernommene und nicht vorzeitig angewendete Standards,

Änderungen und Interpretationen

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag teilweise noch nicht von der EU übernommen und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.

In Zukunft anzuwendende Standards:

STANDARD/INTERPRETATION/ÄNDERUNG ZEITPUNKT
DES INKRAFTTRETENS
ERWARTETE AUSWIRKUNGEN
IAS 19 Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" 1. 1. 15 werden derzeit überprüft
IFRIC 21 IFRIC 21 "Bilanzierung von Abgaben" 1. 1. 15 keine
Diverse Verbesserungen der IFRS 2010–2012 (jährlicher Anpassungsprozess) 1. 1. 15 werden derzeit überprüft
Diverse Verbesserungen der IFRS 2011–2013 (jährlicher Anpassungsprozess) 1. 1. 15 werden derzeit überprüft

Noch nicht von der EU übernommene Standards:

STANDARD/INTERPRETATION /
ÄNDERUNG
ZEITPUNKT
DES INKRAFTTRETENS
ERWARTETE
AUSWIRKUNGEN
IFRS 7 Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" – verpflichtender
Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften
1. 1. 15 werden derzeit überprüft
IFRS 9 IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. 1. 18 werden derzeit überprüft
IFRS 10, 11
und IAS 28
Änderungen zu Investment Entities an den Standards IFRS 10, 11 und IAS 28 1. 1. 16 nicht anwendbar
IFRS 11 Änderungen zu IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" – Erwerb von Anteilen
an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit
1. 1. 16 werden derzeit überprüft
IFRS 14 IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" 1. 1. 16 nicht anwendbar
IFRS 15 IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" 1. 1. 17 werden derzeit überprüft
IAS 1 Änderungen zu IAS 1 "Darstellung von Abschlüssen" 1. 1. 16 werden derzeit überprüft
IAS 16 und
IAS 38
Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögens
werte" – Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
1. 1. 16 werden derzeit überprüft
IAS 16 und
IAS 41
IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft" – produzierte Pflanzen 1. 1. 16 nicht anwendbar
IAS 27 IAS 27 "Einzelabschlüsse" – Anwendung der Equity-Methode 1. 1. 16 werden derzeit überprüft
IAS 28 und
IFRS 10
Änderungen zu IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen" und IFRS 10 "Konzernabschlüssen"
1. 1. 16 werden derzeit überprüft
Diverse Verbesserungen der IFRS 2012–2014 (jährlicher Anpassungsprozess) 1. 1. 16 werden derzeit überprüft

Davon abgesehen gibt es keine anderen IFRS- oder IFRIC-Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind und für die ein wesentlicher Einfluss auf die Gesellschaft erwartet wird.

2.3. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die vom Mutterunternehmen beherrscht werden, durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, einer Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit, seiner Verfügungsgewalt über die Beteiligungsunternehmen dergestalt nutzt, dass dadurch die Höhe der Renditen des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen:

KONZERNANTEIL IN % EINBEZIEHUNGSMETHODE
99,98 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
95 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung
100 Vollkonsolidierung

2.4. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die funktionalen Währungen der Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen entsprechen der lokalen Währung. Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Landeswährung erfolgt mit dem am Buchungstag gültigen Tageskurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Jahresabschlüssen in ausländischer Währung

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Rath AG darstellt. Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raums gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Jahresabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung ("Währungsumrechnung" als Teil des sonstigen Ergebnisses) erfasst.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in einer Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

STICHTAGSKURS
31. 12. 14
STICHTAGSKURS
31. 12. 13
DURCHSCHNITTSKURS
1–12 2014
DURCHSCHNITTSKURS
1–12 2013
USD 1,214 1,379 1,329 1,328
HUF 315,540 297,040 308,706 296,873
CZK 27,735 27,427 27,536 25,980
PLN 4,273 4,154 4,184 4,197

Entspricht 1 Euro Quelle: Österreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Entwicklungsausgaben werden nur dann aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Aktivierungen wurden keine vorgenommen.

b) Sachanlagevermögen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden angesetzt, sofern diese einem qualifizierenden Vermögenswert zuzuordnen sind. Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten angesetzt.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmbar sind.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswertes. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

NUTZUNGSDAUER IN JAHREN

Gebäude von 10 bis 35
Maschinen von 10 bis 20
Geschäftsausstattung von 5 bis 15

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf die Rath Gruppe über (Finanzierungsleasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestleasingzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

Beim Finanzierungsleasing werden aus Sicht des Leasingnehmers die zugrunde liegenden Leasingobjekte mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: Ausleihungen und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bei Schuldinstrumenten bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt. Sobald der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten übersteigt, werden diese Veränderungen im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbs und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlags unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

h) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmt mit dem Zahlungsmittelfond der Cashflow-Rechnung überein.

i) Wertminderung

Bei langfristigen Vermögenswerten, außer latenten Steueransprüchen und finanziellen Vermögenswerten, wird jeweils zum Bilanzstichtag oder bei Eintritt eines auslösenden Ereignisses überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrags.

Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein unabhängiger Cashflow generiert werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächstgrößere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cashflow ermittelt werden kann (Cash Generating Unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "Cash Generating Units".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten. Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarem Betrag.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung vor.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Gesellschaft aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zahlungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die regelmäßigen Beitragsleistungen werden als Aufwand in der jeweiligen Periode ergebniswirksam erfasst.

Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend rückgestellt. Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation – DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected Unit Credit Method – PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswerts erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, Gehaltssteigerungsfaktors und des Pensionssteigerungsfaktors. Annahmebedingte Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, welche in der Rath Gruppe ausschließlich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste darstellen, werden im Jahr ihres Entstehens in voller Höhe über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst (siehe "Konzerngesamtergebnisrechnung"). Somit entspricht die Rückstellung in der Regel der tatsächlichen Verpflichtung zum jeweiligen Bilanzstichtag.

Ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Für die Jubiläumsgeldrückstellung werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam erfasst. Für Abfertigungsrückstellungen und Pensionsrückstellungen werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei der Abfertigungsrückstellung wird der Dienstzeitaufwand über den Zeitraum, in dem der maximale Abfertigungsanspruch erreicht wird, verteilt.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren

Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25,0%, in Deutschland von 30,0%, in Ungarn von 10,0 % und in den USA von 40,0 % zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags nach Abzug von Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäfts zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt. Wertschwankungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Regelungen des IAS 39 über die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden nicht angewandt.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrags verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandsposten. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungsleasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale"-Wertpapieren.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufs nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen, Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat, die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • › Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet. Der Konzern ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zum Ende eines jeden Jahres. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währungen lauten, in denen auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensions- und Abfertigungsveröffentlichungen entsprechen (Sensitivitäten siehe Punkt 3 (9), Seite 49).
  • › Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten (Sensitivitäten siehe Punkt 3 (12), Seite 52f).
  • › Wertberichtigungen bei Vorräten werden nach einer Lagerdauer durchgeführt, es werden jene Vorräte einer Wertberichtigung unterzogen (bis zu 100%), welche sich innerhalb eines Jahres nicht verkaufen lassen (siehe Punkt 3 (4), Seite 48).

3. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden Anpassungen des Vorjahres durchgeführt. Dies betrifft Positionen der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten. Zu den wesentlichen Veränderungen gehören Umgliederungen der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zu den sonstigen Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten im Bereich der kurzfristigen Aktiva. Im Bereich der Verbindlichkeiten wurden die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten angepasst, Anzahlungen von Kunden von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden in die Personalrückstellungen aufgenommen. Sonderposten wurden von den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten zu sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die im Vorjahr berichteten Werte wurden in der Bilanzdarstellung wie im Vorjahr berichtet dargestellt, die Umgliederungen in der Spalte "angepasst" dargestellt. Detailangaben im Folgenden beziehen sich auf die angepassten Werte.

(1) Sachanlagevermögen

GRUND
STÜCKE
BAUTEN
(EINSCHLIESSLICH
BAUTEN AUF
FREMDEM GRUND)
TECHNISCHE
ANLAGEN
SONSTIGE ANLAGEN
UND GESCHÄFTS
AUSSTATTUNG
ANLAGEN AUS
FINANZIERUNGS
LEASING
ANZAHLUNGEN/
ANLAGEN IN BAU
TOTAL
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1. 1.2013 479 22.241 79.880 11.721 1.765 984 117.070
Zugänge 0 82 1.112 122 0 72 1.388
Abgänge 0 –3 –191 –46 0 0 –239
Umbuchungen 0 13 221 113 0 –410 –63
Wechselkursänderung –9 –198 –733 –51 0 –2 –993
Stand am 31.12.2013 470 22.135 80.289 11.862 1.765 644 117.167
Zugänge 0 467 1.593 435 155 155 2.805
Abgänge 0 –85 –1.548 –684 0 0 –2.317
Umbuchungen 0 219 –7.802 5.337 2.577 –521 –190
Wechselkursänderung –11 233 1.365 15 0 –4 1.598
Stand am 31.12.2014 459 22.969 73.897 16.962 4.497 274 119.058
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2013
–1 –11.897 –60.387 –6.816 –578 0 –79.676
Zugänge 0 –536 –2.814 –294 –48 0 –3.693
Abgänge 0 2 225 43 0 0 270
Umbuchungen 0 0 0 4 0 0 4
Wechselkursänderung 0 40 369 21 0 0 430
Stand am 31.12.2013 –1 –12.390 –62.608 –7.041 –626 0 –82.664
Zugänge 0 –561 –2.534 –464 –229 0 –3.788
Abgänge 0 85 1.535 605 0 0 2.225
Umbuchungen 0 0 4.547 –3.481 –1.066 0 0
Wechselkursänderung 0 –29 –629 31 –12 0 –639
Stand am 31.12.2014 –1 –12.896 –59.688 –10.351 –1.933 0 –84.869
Buchwert am 1.1.2013 478 10.344 19.493 4.906 1.187 984 37.395
Buchwert am 31.12.2013 469 9.745 17.681 4.821 1.139 641 34.495
Buchwert am 31.12.2014 458 10.073 14.209 6.611 2.564 274 34.189

Im Posten Abschreibungen sind im Berichtsjahr keine Wertminderungen enthalten. Zum 31. 12.2014 betrug das Bestellobligo im Anlagenbereich 223 TEUR.

(2) Immaterielle Vermögenswerte

SOFTWARE SONSTIGE RECHTE SELBSTENTWICKELTE TOTAL
TEUR TEUR SOFTWARE
TEUR
TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1. 1.2013 1.566 212 173 3.077
Zugänge 181 0 0 181
Wechselkursänderung –10 0 0 –10
Stand am 31.12.2013 1.736 212 173 3.247
Zugänge 53 12 0 65
Abgänge –227 –12 0 –239
Umbuchungen 151 –38 76 189
Wechselkursänderung 19 0 0 19
Stand am 31.12.2014 1.733 174 249 3.282
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. 1.2013 –1.483 –47 –160 –2.817
Zugänge –58 –23 –5 –86
Wechselkursänderung 9 0 0 9
Stand am 31.12.2013 –1.532 –70 –165 –2.893
Zugänge –99 –5 –14 –118
Abgänge 227 0 0 227
Umbuchungen –23 –96 119 0
Wechselkursänderung –9 0 0 –9
Stand am 31.12.2014 –1.437 –171 –60 –2.794
Buchwert am 1.1.2013 83 165 13 261
Buchwert am 31.12.2013 204 142 8 354
Buchwert am 31.12.2014 296 3 189 488

(3) Finanzielle Vermögenswerte

Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um Wertpapiere, welche als "zur Veräußerung verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert wurden. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Bestimmungen der §§14 und 116 öEStG. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

753 –19 734 698 681
zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 734 0 734 698 662
sonstige finanzielle Vermögenswerte 19 –19 0 0 19
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
31. 12. 14
31. 12. 13 (–) ABGÄNGE 31. 12. 14 31. 12. 14 31. 12. 13
ANSCHAFFUNGSKOSTEN (+) ZUGÄNGE ANSCHAFFUNGSKOSTEN BUCHWERT BUCHWERT

(4) Vorräte

31. 12. 14
TEUR
31. 12. 13
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.399 3.161
unfertige/fertige Erzeugnisse und Handelswaren brutto 18.704 17.918
Wertberichtigung auf Fertigerzeugnisse und Handelswaren –1.197 –1.031
unfertige/fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 17.507 16.887
20.906 20.048

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31. 12. 14
TEUR
31. 12. 13
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.047 13.161
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 1
Wertberichtigungen –284 –196
12.763 12.967

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 284 TEUR (31. 12.2013: 196 TEUR) abgesetzt. Die Wertberichtigungen entwickeln sich wie folgt.

31. 12. 14 31. 12. 13
TEUR TEUR
Stand 1.1. 160 134
Verwendung –12 0
Auflösung –42 –24
Dotierung 169 88
Währungsumrechnung 9 –2
Stand 31.12. 284 196

Zum Bilanzstichtag lagen keine langfristigen Aufträge vor, die nach der Percentage of Completion Method (PoC) zu bewerten waren (VJ: 0 TEUR).

Für Exportdarlehen in Höhe von 3.963 TEUR (31. 12.2013: 3.963 TEUR) existiert eine Globalzession gegenüber der Erste Bank AG, Österreich.

(6) Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen

31. 12. 14 31. 12. 13
TEUR TEUR
sonstige Forderungen 101 127
Vorauszahlungen 1 0
Forderungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1 1
finanzielle Vermögenswerte 103 128
Forderungen Finanzamt und Sozialabgaben 1.078 1.033
übrige sonstige Forderungen 65 35
sonstige nicht finanzielle Forderungen 1.143 1.068
Rechnungsabgrenzungen 595 298
Summe 1.841 1.494

(7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31. 12. 14
TEUR
31. 12. 13
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 3.843 3.221
Kassenbestand 21
3.864
13
3.234

Der Bestand der Zahlungsmittel und -äquivalente stimmt mit dem Zahlungsmittelfonds des Cashflows überein. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit 10.905 TEUR ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.

Die im Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2014: 1.118 TEUR; 31. 12.2013: 1.118 TEUR) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlusts aufgelöst werden.Die freien Rücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten.

Die sonstigen Rücklagen beinhalten das erwirtschaftete sonstige Ergebnis exklusive Währungsumrechnungsdifferenzen, welche in einer eigenen Rücklage (Währungsdifferenzen) ausgewiesen werden. Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die Muttergesellschaft weist zum 31. Dezember 2014 einen Bilanzgewinn in Höhe von 2.317 TEUR aus. Aufgrund des soliden Konzernergebnisses 2014 und des stabilen Ausblicks auf das Geschäftsjahr 2015 wird der Vorstand der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,40 EUR pro Stückaktie und eine Bonusdividende von 0,10 EUR pro Stückaktie vorschlagen. Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (nicht beherrschende Anteile) betreffen die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Österreich, und die Rath SAS, Frankreich.

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung beruht auf einzelvertraglichen Zusagen, an insgesamt zwei Pensionsbezieher/leitende Angestellte in Österreich nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31. 12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungsaltanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53% des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Jubiläumsgeldrückstellungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, die eine bestimmte Dienstzeit überschritten haben, Jubiläumsgelder in Höhe von 2 bis 12 Monatsgehältern zu bezahlen.

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2014 2013
Zinssatz 2,50% 3,00%
Bezugssteigerungen 2,00% 2,75%
Pensionssteigerungen 1,75% 2,25%
Pensionsalter Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 bis 65 Jahre 61,5 bis 65 Jahre
Sterbewahrscheinlichkeiten AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P
3.075 3.189
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 209 189
Rückstellungen für Pensionen 2.214 2.330
Rückstellungen für Abfertigungen 651 672
2014
TEUR
2013
TEUR
ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG PENSIONSRÜCKSTELLUNG JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG
Entwicklung der in der 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Bilanz erfassten Rückstellung (DBO) TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Barwert Rückstellung (DBO) am 1.1. 672 616 2.330 2.338 189 174
Dienstzeitaufwand 27 16 20 15
Zinsaufwand 20 21 65 76 0 0
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 47 37 65 76 20 15
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen 7 52 0 93 0 0
aus Veränderungen demografischer Annahmen 0 0 10 0 0 0
aus Veränderungen finanzieller Annahmen –15 0 –1 0 0 0
im sonstigen Ergebnis erfasst –8 52 9 93 0 0
Auszahlungen –59 –34 –190 –177 0 0
Barwert Rückstellung (DBO) am 31.12. 651 672 2.214 2.330 209 189
ERHÖHUNG
UM 0,5%
TEUR
REDUKTION
UM 0,5%
TEUR
Auswirkung Veränderung Renditezinssatz
Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen –29 34
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen –73 95

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr 190 TEUR (31.12.2013: 177 TEUR). Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung beträgt 11,4 Jahre, die der Abfertigungsverpflichtung 10,4 Jahre.

(10) Finanzverbindlichkeiten

31. 12. 14 31. 12. 13
LANGFRISTIG
TEUR
KURZFRISTIG
TEUR
SUMME
TEUR
LANGFRISTIG
TEUR
KURZFRISTIG
TEUR
SUMME
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 0 19.581 19.581 0 18.973 18.973
Exportdarlehen 0 3.963 3.963 0 3.963 3.963
Investitionskredit 2.203 1.318 3.521 3.469 1.372 4.841
Verbindlichkeiten
gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungsleasing 1.453 308 1.762 1.599 301 1.900
3.656 25.169 28.825 5.068 24.609 29.677

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten sind unter Punkt 4.1. Liquiditätsrisiko dargestellt.

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

ART DER FINANZIERUNG WÄHRUNG BUCHWERT
ZUM
31. 12. 14
EFFEKTIV
VERZINSUNG
2014
BUCHWERT
ZUM
31. 12. 13
EFFEKTIV
VERZINSUNG
2013
ZINSEN
FIX/VARIABEL
FÄLLIGKEIT
TEUR % TEUR %
Kontokorrentkredit EUR 18.079 2,05 bis 4,25 17.557 1,6 bis 3,798 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 1.501 3,25 bis 4,24 1.416 1,75 variabel < 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 3.963 0,75 3.963 2,6 variabel < 1 Jahr
Investitionskredite EUR 2.280 2,42 bis 5,01 3.066 2,25 bis 4,5 fix/variabel > 1 Jahr
Investitionskredite USD 1.240 1,06 1.775 1,83 variabel > 1 Jahr
Finanzierungsleasing EUR 1.042 4,1 1.142 2,9 variabel > 1 Jahr
Finanzierungsleasing USD 720 6,4 bis 8,0 757 6,4 bis 8,0 fix > 1 Jahr
28.825 29.677

Für die ausgewiesenen Exportdarlehen in Höhe von 3.963 TEUR (VJ: 3.963 TEUR) existiert eine Globalzession gegenüber der Erste Bank, Österreich.

Für einen Teil der variablen Kredite existiert ein Zinsswap – nähere Angaben sind unter Pkt. 3 (14) und Pkt. 4.1. dargestellt.

Die beizulegenden Zeitwerte der variablen verzinsten Finanzverbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Die fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten haben einen beizulegenden Zeitwert von 4.102 TEUR (VJ: 5.288 TEUR).

Die beizulegenden Zeitwerte werden als Barwert der erwarteten Cashflows ermittelt. Der Berechnung wird ein risikoadäquater Abzinsungssatz zugrunde gelegt.

(11) Rückstellungen

PERSONAL
TEUR
SONSTIGE
TEUR
SUMME
TEUR
Stand am 1.1.2014 639 929 1.568
Zugang 159 104 263
Verbrauch –432 –314 –746
Umbuchungen 0 –459 –459
Währungsumrechnung 0 –12 –12
Stand am 31.12.2014 366 248 614

Alle in obenstehender Tabelle ausgewiesenen Rückstellungen sind kurzfristig. Die Personalrückstellungen beinhalten Rückstellungen für ausgeschiedene Vorstände in Höhe von 0 TEUR (VJ: 393 TEUR), die sonstigen Rückstellungen beinhalten 0 TEUR (VJ: 235 TEUR) für den Rückbau des aufgelassenen Werks Wirges .

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2.153 –130
latente Steuer 1.450 –344
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 703 214
TEUR TEUR
2014 2013

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

2014 2013
TEUR TEUR
In der Bilanz ausgewiesen:
aktive latente Steuern 2.945 4.805
passive latente Steuern –19 –471
latente Steuern (netto) 2.926 4.334
31. 12. 14
TEUR
31 .1213
TEUR
Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern:
latente Steueransprüche
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 260 285
Personalrückstellung IAS 19 148 36
Sonstige 191 95
Verlustvorträge 6.236 7.258
6.836 7.674
Latente Steuerschulden
Sonstige 0 609
temporäre Unterschiede im Anlagevermögen 3.211 2.567
temporäre Unterschiede aus der Fremdwährungsbewertung 636 0
Personalrückstellungen 63 69
3.910 3.245
Latente Steuern (netto) 2.926 4.429
davon langfristig 2.756 4.630

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von 19.544 TEUR (31.12.2013: 13.094 TEUR) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von 9.049 TEUR (31. 12.2013: 8.013 TEUR) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.

Eine Veränderung der zukünftigen Ergebnisse führt im Bereich der latenten Steuer bei +/– zu folgenden Auswirkungen:

+10% –10%
Sensitivitätsanalyse latente Steuern 3.432 2.420

Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. §9 Abs 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25% erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2014 2013
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern 5.022 –249
erwartete Steuerbelastung 25% 25%
1.256 –62
Steuersatzdifferenzen 230 –60
nicht abzugsfähige Aufwendungen 74 89
Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge –68 –97
Korrekturen auf Steuern aus Vorperioden –185 0
nicht angesetzte aktive latente Steuern 847 0
effektive Steuerbelastung 2.153 –130

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31. 12. 14
TEUR
31. 12. 13
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.833 5.363
4.833 5.363
davon langfristig 0 0

(14) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31. 12. 14 31. 12. 13
TEUR TEUR
sonstige Verbindlichkeiten 669 1.050
Derivate 655 676
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.324 1.726
davon langfristig 180 121
Verbindlichkeiten Steuern 509 406
Verbindlichkeiten Sozialabgaben 354 212
Vorauszahlungen 479 144
übrige sonstige Verbindlichkeiten 230 269
sonstige Verbindlichkeiten 1.572 1.031
davon langfristig 230 269
Abgrenzungen 509 475
aus Urlaubsansprüchen 419 415
aus Überstunden 90 60
3.405 3.232
davon langfristig 410 390

(15) Derivative Finanzinstrumente

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um einen Zinsswap, der wirtschaftlich der Absicherung einer variabel verzinsten Verbindlichkeit dient, für den allerdings Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht angewandt wird. Der Swap hat eine Laufzeit bis 2018.

31. 12. 14 31. 12. 13
NOMINALE
TEUR
REFERENZWERT
%
BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR
NOMINALE
TEUR
REFERENZWERT
%
BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR
Zinsswap 4.500 4,35 –655 4.500 4,35 –675
davon langfristig –180 –120

(16) Umsatzerlöse und Geschäftssegmentberichterstattung

Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen des Konzerns, welches dem Hauptentscheidungsträger, dem Vorstand der Rath Aktiengesellschaft, regelmäßig vorgelegt wird. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar waren. Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf fremdüblicher Basis. Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss.

Die Geschäftssegmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich Rath Aktiengesellschaft, Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland Rath GmbH
Ungarn Rath Hungaria Kft.
USA Rath USA Inc.
Rath Zarotechnika, Rath Polska, Rath SAS, Rath Ukraina TOW, Rath
Rest Group srl., Mexico, Argentinien, Brasilien

Die Geschäftssegmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Vermögenswerte befinden.

Geschäftssegmentierung nach Regionen

ÖSTERREICH DEUTSCHLAND UNGARN USA REST KONSOLIDIERUNG SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Jahr 2014
Warenaufträge 21.880 19.242 6.609 11.294 1.392 0 60.418
Projektaufträge 4.235 5.747 1.597 345 5.099 0 17.023
Innenumsätze 9.035 9.053 6.003 15 88 –24.194 0
Summe 35.151 34.042 14.209 11.655 6.579 –24.194 77.441
Segmentergebnis (EBIT) 2.040 1.706 597 147 –5 127 4.613
Finanzerträge 1.772 68 722 1.988 66 –1.387 3.228
Finanzaufwendungen –1.069 –112 –1.104 –760 –45 273 –2.818
Finanzergebnis 702 –44 –383 1.228 21 –1.115 410
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.742 1.662 214 1.374 17 –987 5.023
Ertragssteuern –562 –525 –34 –1.086 –111 165 –2.153
Jahresergebnis 2.180 1.138 180 288 –95 –822 2.868
Segmentvermögen 38.488 30.726 10.354 21.565 4.038 –27.469 77.702
Segmentverbindlichkeiten 32.392 6.117 7.027 19.802 3.181 –27.298 41.221
Investitionen 1.211 882 167 540 71 0 2.871
Abschreibungen 1.131 1.527 325 874 48 0 3.906
ÖSTERREICH
TEUR
DEUTSCHLAND
TEUR
UNGARN
TEUR
USA
TEUR
REST
TEUR
KONSOLIDIERUNG
TEUR
SUMME
TEUR
Jahr 2013
Warenaufträge 21.140 16.418 6.357 10.577 2.756 0 57.248
Projektaufträge 5.882 10.705 1.650 1.229 2.696 0 22.163
Innenumsätze 8.550 8.513 5.637 24 213 –22.937 0
Summe 35.572 35.636 13.644 11.830 5.665 –22.937 79.410
Segmentergebnis (EBIT) –309 1.165 390 310 –23 –180 1.353
Finanzerträge 493 4 1.324 277 23 –234 1.887
Finanzaufwendungen –587 –115 –1.712 –1.155 –196 275 –3.488
Finanzergebnis –94 –111 –388 –878 –172 41 –1.601
Ergebnis vor Steuern (EBT) –403 1.055 2 –568 –195 –139 –248
Ertragssteuern 96 –180 –20 236 –37 35 130
Jahresergebnis –307 875 –18 –332 –232 –104 –119
Segmentvermögen 40.301 31.108 11.770 18.695 4.595 –28.391 78.079
Segmentverbindlichkeiten 35.407 6.936 8.422 17.418 3.402 –27.171 44.414
Investitionen 390 494 248 372 65 0 1.570
Abschreibungen 1.023 1.480 326 888 63 0 3.779

(17) Materialaufwand und bezogene Leistungen

35.002 35.321
7.761 11.420
27.240 23.901
2014
TEUR
2013
TEUR

(18) Personalaufwand

2014 2013
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 18.962 21.231
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 4.061 4.333
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 109 111
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 135 778
sonstiger Personalaufwand 771 739
24.038 27.191
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand
Angestellte 203 223
Arbeiter 346 387
549 611
Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag
Angestellte 202 210
Arbeiter 338 362
540 572

(19) Andere betriebliche Erträge

2014
TEUR
2013
TEUR
Versicherungsansprüche/Versicherungsentschädigungen 132 6
Miet- und Pachteinnahmen 43 37
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen, ausgenommen Finanzanlagen 0 0
weiterverrechnete Aufwendungen 4 0
aktivierte Eigenleistungen 238 0
Sonstige 207 298
625 341

(20) Übrige betriebliche Aufwendungen

2014 2013
TEUR TEUR
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 2.649 2.993
Wartung und Instandhaltung 2.025 2.176
Rechtsberatung und sonstige Beratung 1.253 1.005
Miete und Leasing 958 1.124
Reise- und Fahrtaufwendungen 925 836
EDV- und Kommunikationsaufwendungen 796 828
sonstige Steuern 607 349
Versicherungen 430 449
Betriebskosten Gebäude 418 414
Provisionszahlungen an Dritte 414 250
Werbung und Marketing 396 388
Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen 240 159
Spesen des Geldverkehrs 218 190
Büromaterial 217 128
Recycling- und Entsorgungskosten 192 259
Aus- und Weiterbildung 129 179
Sonstige Aufwendungen 1.029 1.004
12.896 12.731

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten für Forschung und Entwicklung, Aufwendungen für Berufsvertretungen, Aufwand aus Vorperioden etc.

(21) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis nach Kategorien der einzelnen Finanzinstrumente und unterteilt in Zinsergebnis, Gewinn- und Verluste aus Bewertungen, Abgangsergebnissen und sonstige setzt sich wie folgt zusammen.

BEWERTUNGSERGEBNIS AUS
ZINSERTRAG
UND
ZINSAUFWAND
FINANZ
INSTRUMENTEN,
BEWERTET ZUM
BEIZULEGENDEN
ZEITWERT
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
WERT
MINDERUNGEN
UND ZU
SCHREIBUNGEN
SONSTIGEN
GEWINNEN
UND VER
LUSTEN
NETTO
FINANZ
ERGEBNIS
Ertrag +/Aufwand –
Kredite und Forderungen 2014 –17 0 1.230 –115 –60 1.038
2013 –3 0 –494 –78 –83 –658
zur Veräußerung
verfügbare Vermögenswerte
2014 38 0 0 0 0 38
2013 17 0 0 0 0 17
Finanzinstrumente,
welche erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet sind
2014 –182 20 0 0 0 –162
2013 –184 202 0 0 0 18
finanzielle Verbindlichkeit
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
2014 –817 0 212 0 0 –605
2013 –839 0 –215 0 0 –1.054
Zahlungsmittel und
Zahlungsmiteläquivalente
2014 –2 0 –11 0 0 –13
2013 –1 0 0 0 0 –1
gesamt 2014
2013
–980
–1.010
20
202
1.431
–709
–115
–78
–60
–83
296
–1.678

Die Wertminderungen und Zuschreibungen auf Kredite und Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

(22) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2014
TEUR
2013
TEUR
Personalkosten 588 650
technische Prüfkosten 93 349
680 998

4. SONSTIGE ANGABEN

4.1. FINANZINSTRUMENTE

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente. Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in einer separaten Position dargestellt.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die Auswirkungen einer Zinsänderung sind in der nachfolgenden Tabelle enthalten.

Die Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge-Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung haben.

GEWINN/VERLUST
BUCHWERT
TEUR
NICHT
VERZINSLICH
TEUR
FIX
VERZINST
TEUR
VARIABEL
VERZINST
TEUR
PLUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
MINUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
2014 4.833 4.833 0 0 0 0
2013 5.363 5.363 0 0 0 0
2014 1.144 669 0 0 0 0
2013 1.605 1.050 0 0 0 0
2014 24.861 0 552 24.309 244 –244
2013 24.308 0 552 23.757 238 –238
2014 2.203 0 1.092 1.110 11 –11
2013 3.469 0 1.644 1.825 18 –18
2014 1.761 0 474 980 10 –10
2013 1.900 0 757 1.142 11 –11
DAVON FINANZINSTRUMENTE
DAVON FINANZINSTRUMENTE GEWINN/VERLUST
BUCH
WERT
NICHT
VERZINSLICH
FIX
VERZINST
VARIABEL
VERZINST
PLUS 100
BASISPUNKTE
MINUS 100
BASISPUNKTE
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verzinsliche Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2014 3.864 16 0 3.847 38 –2
2013 3.234 13 0 3.221 32 –32
kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2014 0 0 0 0 0 0
2013 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2014 12.763 12.763 0 0 0 0
2013 12.967 12.967 0 0 0 0
sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen 2014 103 103 0 0 0 0
2013 476 476 0 0 0 0
langfristige finanzielle Vermögenswerte 2014 698 698 0 0 0 0
2013 681 681 0 0 0 0

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD- und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

31. 12. 14 31. 12. 13
EUR USD HUF ANDERE EUR USD HUF ANDERE
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.653 4.740 1.357 2.013 5.797 3.048 1.943 2.179
finanzielle Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten –23.024 –1.748 –2.601 0 –24.653 -2.173 –2.850 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing –980 –474 0 0 –1.249 –757 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –3.659 –153 –747 –275 –4.148 –301 –982 –76
Nettoexposure –23.009 2.365 –1.990 1.738 –24.253 –183 –1.889 2.104

Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.5. dargestellt. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2013 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.

USD HUF ANDERE SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.14
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis –29 –18 9 –37
Effekt auf das Eigenkapital –176 –333 –822 –1.331
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 29 18 –9 37
Effekt auf das Eigenkapital 176 333 822 1.331
USD HUF ANDERE SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.13
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 33 2 62 97
Effekt auf das Eigenkapital –127 –335 –117 –579
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis –33 –2 –62 –97
Effekt auf das Eigenkapital 127 335 117 579

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

BUCHWERT
TEUR
ZAHLUNGSMITTEL
UND ZAHLUNGS
MITTELÄQUIVALENTE
TEUR
KREDITE UND
FORDERUNGEN
TEUR
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
ZU ANSCHAFFUNGSKOSTEN
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 31.12.2014
3.864 3.864 0 0
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 31. 12.2013
3.234 3.234 0 0
kurzfristige finanzielle
Vermögenwerte 31.12.2014
0 0 0 0
kurzfristige finanzielle
Vermögenwerte 31. 12.2013
0 0 0 0
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 31.12.2014
12.763 0 12.763 0
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 31. 12.2013
12.967 0 12.967 0
sonstige finanzielle
Forderungen 31.12.2014
103 0 103 0
sonstige finanzielle
Forderungen 31. 12.2013
476 0 476 0
langfristige finanzielle
Vermögenswerte 31.12.2014
698 0 0 698
langfristige finanzielle
Vermögenswerte 31. 12.2013
–681 0 19 662

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31. 12. 14
TEUR
31. 12. 13
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 2.319 3.545
Forderungen gegenüber Übrigen, brutto 10.728 9.618
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 13.047 13.163
Wertberichtigungen –284 –196
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 12.763 12.967

Etwa 18% (VJ: 25%) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen hinsichtlich der anderen finanziellen Vermögenswerte.

Die Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

31. 12. 14 31. 12. 13
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.763 12.967
sonstige finanzielle Forderungen 103 476
sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 698 681
13.564 14.124
Betrag vor Wertberichtigung 13.848 14.320
davon
nicht fällig und nicht wertgemindert 4.839 5.894
nicht fällig und wertgemindert 0 0
bis zu 90 Tagen überfällig 5.072 6.310
91 bis 180 Tage überfällig 1.740 1.715
181 bis 360 Tage überfällig 2.197 480
mehr als 360 Tage überfällig 0 0
davon wertgemindert 284 275
Einzelwertberichtigung 174 51
Portfoliowertberichtigung 110 224

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien zu ermöglichen. Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.

FÄLLIG IN 6 MONATEN FÄLLIG IN 6–12 MONATEN FÄLLIG IN 1–2 JAHREN
BUCHWERT
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
ZINSEN
TEUR
TILGUNG
TEUR
Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2014 4.833 0 4.752 0 81 0 0
Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2013 5.363 0 5.363 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2014 1.144 –91 669 –91 475 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2013 1.605 –91 1.050 –91 555 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2014 24.861 –316 17.524 –192 7.337 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 1. 12.2013 24.308 –373 19.659 –108 4.649 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2014 2.203 0 0 0 0 –49 1.318
langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2013 3.469 0 0 0 0 –75 1.372
Leasingverbindlichkeiten 31.12.2014 1.761 –75 154 –74 154 –107 308
Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2013 1.900 –44 150 –39 150 –59 301
FÄLLIG ZW. 2 -5 JAHRE FÄLLIG NACH 5 JAHREN
BUCHWERT ZINSEN TILGUNG ZINSEN TILGUNG
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2014 4.833 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2013 5.363 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2014 1.144 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2013 1.605 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2014 24.861 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2013 24.308 0 0 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2014 2.203 –37 885 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2013 3.469 –53 2.058 –1 38
Leasingverbindlichkeiten 31.12.2014 1.761 –322 412 –691 733
Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2013 1.900 –94 464 –24 834

Zeitwerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu deren Buchwerten:

31. 12. 14 31. 12. 13
BUCHWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT BUCHWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR TEUR TEUR TEUR
3.864 3.864 3.234 3.234
12.763 12.763 12.967 12.967
103 103 476 476
698 698 681 681
4.833 4.833 5.363 5.363
1.144 1.144 1.605 1.605
25.170 25.170 24.609 24.609
2.203 2.226 3.469 3.514
1.453 1.502 1.599 1.648

Der Zeitwert der Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Hierarchie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

  • Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung).
  • Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.

Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.

LEVEL 1 LEVEL 2 LEVEL 3 TOTAL
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.14
Finanzielle Vermögenswerte
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 698 0 0 698
698 0 0 698
Finanzielle Verbindlichkeiten
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 –655 0 –655
Total 698 –655 0 43
Total 681 –675 0 6
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 –675 0 –675
Finanzielle Verbindlichkeiten
681 0 0 681
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 681 0 0 681
Finanzielle Vermögenswerte
31.12.13
TEUR TEUR TEUR TEUR
LEVEL 1 LEVEL 2 LEVEL 3 TOTAL

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höheren Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzerngesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2012 verändert. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalquote dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Eigenkapital laut Konzernbilanz bezogen auf die Bilanzsumme. Die Zielquote liegt über 40%.

4.2. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse

Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

2.331 1.925
Haftrücklässe für Geschäftspartner 2.331 1.925
TEUR TEUR
31. 12. 14 31. 12. 13

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft. Rücknahmeverpflichtungen, die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

Offene Rechtsstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen wie im Vorjahr keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.3. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

› Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK 2014: 150 TEUR; 2013: 151 TEUR

› Rath Holding GmbH

keine Transaktionen in den Jahren 2014 und 2013, Forderungen 2014: 1 TEUR; 2013: 1 TEUR

Vorstand der Rath AG, Wien

DI Jörg Sitzenfrey seit 1. 1.2013 Andreas Pfneiszl seit 10.6.2013

Die Vorstandsvergütungen betrugen im Jahr 2014 391 TEUR (31. 12.2013: 627 TEUR), davon 70 TEUR (31. 12.2013: 88 TEUR) als ergebnisabhängige Bestandteile.

Vorstandsvergütungen:

Gesamtsumme Vorstandsvergütung 391 627
0 192
variabel 0 29
Hr. DI Dr. Matthias Rath fix 0 163
0 174
variabel 0 35
Hr. Mag. Georg Rath fix 0 139
197 85
variabel 35 5
Hr. Andreas Pfneiszl fix 162 80
194 176
variabel 35 19
Hr. DI Jörg Sitzenfrey fix 159 157
2014
TEUR
2013
TEUR

Aufsichtsrat der Rath AG, Wien

Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) seit 25.6.2013 Mag. Philipp Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) seit 25.6.2013 MMag. Christian B. Maier seit 27.6.2008 Dkfm. Paul Rath seit 14.9. 1989 Roula Millauer seit 25.6.2013 Mag. Dieter Hermann seit 25.6.2013

An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 179 TEUR (VJ: 179 TEUR) geleistet. Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf 45 TEUR (VJ: 50 TEUR).

4.4. PRÜFUNGSAUFWAND

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen in Summe 45 TEUR (VJ: PWC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft 51 TEUR), davon 22 TEUR (VJ: 22 TEUR) auf die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüsse einzelner verbundener Unternehmen).

4.5. ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Anteils des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2014 2013
den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare
Anteile des Konzernergebnisses in TEUR
2.862 –117
gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR 1,91 –0,08
gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0,00 0,00

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

5. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 8. April 2015 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 21. April 2015 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 8. APRIL 2015

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014, die Konzerngewinn- und -verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND FÜR DIE BUCHFÜHRUNG

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des §245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESCHREIBUNG VON ART UND UMFANG DER GESETZLICHEN ABSCHLUSSPRÜFUNG

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um

BESTÄTIGUNGSVERMERK

unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

PRÜFUNGSURTEIL

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

AUSSAGEN ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach §243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß §243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 8. April 2015

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez. Mag. Yann-Georg Hansa, Wirtschaftsprüfer ppa. Samuel Marinus Van den Bos, selbstständiger Buchhalter

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

GLOSSAR

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

AGIO Aufgeld
AKTUARISCHER GEWINN/VERLUST aktueller Gewinn/Verlust
AVAILABLE FOR SALE zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessenvertretung der österreichischen Aktuare,
Versicherungsmathematiker und versicherungsmathematischen Sachverständigen.
Die AVÖ veröffentlicht die Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions
und Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
BARWERT Der Barwert entspricht dem Wert, den eine zukünftig anfallende Zahlungsreihe in der Ge
genwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit
(zum Zeitpunkt 0).
CASH GENERATING UNIT zahlungsmittelgenerierende Einheit
CORPORATE GOVERNANCE Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen,
festgehalten im österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein frei
williges Regelwerk dar.
DBO (DEFINED BENEFIT OBLIGATION) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des
geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungs
mathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschafts
barwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected
Benefit Obligation).
DISAGIO Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit
D&O-VERSICHERUNG –
"DIRECTORS' & OFFICERS' LIABILITY INSURANCE"
Die D&O-Versicherung (auch Manager-Haftpflicht-Versicherung oder allgemein: Vermö
gensschaden-Haftpflicht-Versicherung für Organe juristischer Personen (Aktiengesell
schaften, GmbHs, Genossenschaften, Stiftungen, eingetragene Vereine genannt) wird in
der Regel als Versicherung zu Gunsten Dritter abgeschlossen. Das Unternehmen (Versiche
rungsnehmer) versichert seine Organmitglieder (Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte,
Beiräte) gegen das Risiko der persönlichen Haftung aus der Organtätigkeit.
EBIT (EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAX) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis
EBIT-MARGE prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (EARNINGS BEFORE TAX) Ergebnis vor Steuern
EIGENKAPITALQUOTE Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
EIGENKAPITALRENDITE Gewinn dividiert durch Eigenkapital
FAIR VALUE Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert

GLOSSAR

FINANZIERUNGSLEASING Beim Finanzierungsleasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine feste Leasingrate für eine
bestimmte Grundmietzeit überlassen. Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht
gekündigt werden. Der Leasingnehmer muss die objektbezogenen Risiken tragen. Hierzu
gehört das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl. Beim Finanzierungsleasing wird zumeist
eine Anzahlung oder eine erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertrags
gestaltung ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisationsverträgen zu
unterscheiden.
IAASB (INTERNATIONAL AUDITING AND
ASSURANCE STANDARDS BOARD)
Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards
IAS (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungsstandards
IFAC (INTERNATIONAL FEDERATION OF ACCOUNTANTS) Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer
IFRIC (INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING
INTERPRETATIONS COMMITTEES)
Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungsstandards
IFRS (INTERNATIONAL FINANCIAL
REPORTING STANDARDS)
Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
ISA (INTERNATIONAL STANDARDS ON AUDITING) Internationale Prüfungsstandards
PERCENTAGE OF COMPLETION Fertigstellungsgrad eines Projekts
PUC (PROJECTED UNIT CREDIT METHOD) versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (RETURN ON CAPITAL EMPLOYED) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und Capital Employed
SENSITIVITÄTSANALYSE Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen den
Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von Alternativen
zu identifizieren.
WACC (WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den
Discounted-Cashflow-Verfahren der Unternehmensbewertung gehörenden Ansatz. Die
gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten werden verwendet, um die Mindestrendite
für Investitionsprojekte zu bestimmen.
WORKING CAPITAL RATIO Drückt aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen
finanziert werden kann. Vorräte und Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen werden ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.
ZINSSWAP Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter
Zahlungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung gegen
Zinssatzänderungen.

IMPRESSUM

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER & VERLEGER: RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL WEB: WWW. RATH-GROUP.COM MAIL: [email protected]

GRAFISCHE GESTALTUNG: TITANWEISS WERBEAGENTUR GMBH SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN DER BEGRIFF "MITARBEITER" WIRD AUS GRÜNDEN DER LESBARKEIT GESCHLECHTSNEUTRAL VERWENDET.

2014

JAHRESABSCHLUSS DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT

2014 JAHRES-ABSCHLUSS

DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT

INHALT

Lagebericht 4
Bilanz 8
Gewinn- und Verlustrechnung 10
Konzernbeziehungen 11
Anhang 12
Anlagenspiegel 20
Verbindlichkeitenspiegel 20
Bestätigungsvermerk 22
Bericht des Aufsichtsrats 24
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 26

Impressum

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER:

RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN

IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL

WEB: WWW. RATH-GROUP.COM

MAIL: [email protected]

SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Rath Aktiengesellschaft ist ein an der Wiener Börse im amtlichen Handel (standard market auction) notiertes Unternehmen. Die Rath Aktiengesellschaft, die als Holdinggesellschaft der Rath Gruppe fungiert, beschäftigt sich im Wesentlichen mit der zentralen Steuerung des Berichtswesens der einzelnen Tochtergesellschaften sowie der strategischen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, der Anwendungslösungen und unserer Absatzmärkte. Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten bestehen keine.

GESCHÄFTSVERLAUF

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Die angeführten Umsatzerlöse in Höhe von 3.736 TEUR (VJ: 3.780 TEUR) stammen aus den Konzernverrechnungen für Leistungen der Ressorts Marketing, F&E, Finanzwesen und Controlling, IT sowie Prozessmanagement. Die Personalaufwendungen in Höhe von 1.641 TEUR (VJ: 2.435 TEUR) verringerten sich um 794 TEUR. Einerseits resultierte die Reduktion aus den ausgelaufenen Vorstandsverträgen, die im Vorjahr als Einmalrückstellung zu einer deutlichen Veränderungen der Personalkosten geführt haben, andererseits spiegeln sich positive Effekte der Optimierung der Zentralfunktionen wider. Im Bereich "sonstige betriebliche Aufwendungen" lag der Aufwand bei 1.870 TEUR (VJ: 1.822 TEUR). Im Wesentlichen sind dies Kosten aus der Weiterverrechnung von Leistungen der Konzerntochtergesellschaften an die Rath Aktiengesellschaft. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich deutlich auf 130 TEUR (VJ: -573 TEUR). Für das Geschäftsjahr 2014 wurden Dividenden in Höhe von 1.200 TEUR (VJ: 500 TEUR) an die Mutter ausgeschüttet. Das Finanzergebnis ohne Erträge aus Beteiligungen belief sich auf –178 TEUR (VJ: 144 TEUR). Das nochmals gesunkene Zinsniveau schlug sich sowohl in geringeren Zinserträgen als auch in der Bewertung des Zinsswaps nieder. Die Gesellschaft schließt ihre Bücher mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.055 TEUR (VJ: 65 TEUR).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Rath Aktiengesellschaft stieg von 33.819 TEUR auf 34.494 TEUR. Gleichzeitig weist die Rath Aktiengesellschaft zum Jahresende 2014 eine Eigenkapitalquote von 50,2% (VJ: 48,1%) aus. Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) hat sich von 86,6% auf 79,5% verringert. Aufgrund des guten Jahresergebnisses von 1.055 TEUR wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,40 pro Aktie plus eine Bonusdividende von EUR 0,10 pro Aktie vorschlagen und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vortragen (305 TEUR). Der Börsenkurs stieg im abgelaufenen Jahr von 6,61 EUR (31. 12.2013) auf 9,185 EUR am 30. 12.2014. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 13,8 Mio. EUR (VJ: 9,9 Mio. EUR).

Nachtragsbericht

Im Jahr 2015 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

LAGEBERICHT

PROGNOSEBERICHT

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Die Rath Gruppe wird den eingeschlagenen Weg weiterführen und erwartet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015. Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob markt-, kunden- oder produktseitig, dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 gut gerüstet, wobei es gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten auch 2015 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. Während die Prognosen für Europa weiterhin als verhalten bezeichnet werden, sagen die Experten für die USA ein kräftiges Wachstum voraus. In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2014 zu erwarten. Unternehmensintern wird die Rath Gruppe, gepaart mit dem Augenmerk auf Kostendisziplin, die bereits erfolgreich implementierten Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter vorantreiben. Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2015 eine leichte Steigerung des Umsatzes sowie des Gruppenergebnisses.

RISIKOBERICHT

Das interne Kontrollsystem wird über ein ganzheitliches Prozessmanagement sichergestellt. Dort sind Unterschriftenordnungen auf Basis eines Vier-Augen-Prinzips sowie auch Trennungen von kritischen Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens hinterlegt. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Besondere Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht. Weiterführende Informationen gemäß §243 (3) Z 5 UGB sind im Anhang erläutert.

FORSCHUNGSBERICHT

Die Rath Aktiengesellschaft nimmt eine zentrale Funktion im Bereich der F&E wahr. Hier werden die einzelnen Projekte geplant, koordiniert und bei der Umsetzung begleitet. Es werden auch aus der Holding heraus Prüfgeräte für gruppenweite Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Zu den wichtigsten

LAGEBERICHT

gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2014 fortgesetzt. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2014 wurden durchschnittlich 17 (VJ: 21) Arbeitnehmer beschäftigt. Der Anteil der Frauen an der Belegschaft der Rath Aktiengesellschaft beträgt rund 56% (VJ: 54%), der Anteil im Aufsichtsrat liegt bei 17% (VJ: 17%).

ANGABEN GEMÄSS §243A UGB

› AKTIONÄRSSTRUKTUR 31. 12.2014

Rath Holding GmbH 66,7%
Rath Familienmitglieder 13,8%
Pioneer Investments Austria GmbH 4,8%
Streubesitz 14,7%

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath Aktiengesellschaft. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

In der Rath Aktiengesellschaft gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Bezüglich des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht. Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebots sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

WIEN, 8. APRIL 2015

DER VORSTAND

Andreas Pfneiszl e.h.

Vorstandsmitglied

DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

BILANZ

BILANZ

31. 12.2014 31. 12.2013
AKTIVA EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 52.520 31
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.999 322
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 20.400 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.503.973 17.506
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.083.999 12.887
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.456 433
29.034.428 30.825
B. Umlaufvermögen 29.371.347 31.178
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
davon aus Dividenden 1.200.000 EUR ; VJ: 500 TEUR 4.705.988 2.338
2. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 543 1
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 17.007 16
4.723.538 2.354
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 285.773 178
5.009.310 2.532
C. Rechnungsabgrenzungsposten
sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 113.637 109
34.494.295 33.819
BILANZ
31. 12.2014 31. 12.2013
PASSIVA EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 10.905.000 10.905
II. Kapitalrücklagen
gebundene 1.118.067 1.118
III. Gewinnrücklagen
andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 2.973
IV. Bilanzgewinn 2.317.264 1.263
(davon Gewinnvortrag 1.262.520 EUR; VJ: Gewinnvortrag 1.197 TEUR) 17.313.170 16.258
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 13.023 12
2. Rückstellungen für Pensionen 1.867.142 1.877
3. Rückstellungen für Steuern 93.000 0
4. sonstige Rückstellungen 920.747 1.199
2.893.912 3.087
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.054.701 14.185
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.644 192
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
4. sonstige Verbindlichkeiten 135.868 96
davon aus Steuern 63.532 EUR; VJ: 61 TEUR
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 26.849 EUR; VJ: 29 TEUR
14.287.213 14.473
34.494.295 33.819
Haftungsverhältnisse 12.357.143 12.357

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2014 2013
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 3.736.151 3.779
3.736.151 3.779
2. Personalaufwand
a) Gehälter –1.169.737 (1.939)
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –18.945 (23)
c) Aufwendungen für Altersvorsorge –169.641 (110)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–282.195 (364)
–1.640.518 (2.435)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –95.896 (96)
4. sonstige betriebliche Aufwendungen
Übrige –1.869.870 (1.822)
5. Zwischensumme aus Z 1 bis 4 (Betriebsergebnis) 129.867 (573)
6. Erträge aus Beteiligungen (davon aus Dividenden 1.200.000 EUR ; VJ: 500 TEUR) 1.200.000 500
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
(davon aus verbundenen Unternehmen: 331.886,52 EUR; VJ: 416 TEUR)
331.887 416
8. Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen (davon Erträge aus verbundenen Unternehmen
196.325,16 EUR; VJ: 5.565 TEUR)
210.224 5.571
9. sonstige Zinsenerträge 29.914 50
10. Aufwendungen aus Abschreibung Finanzanlagen
(davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 193.065,78 EUR; VJ: 5.565 TEUR)
–193.066 (5.579)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –557.083 (314)
12. Zwischensumme aus Z 6 bis 11 (Finanzergebnis) 1.021.876 644
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.151.744 71
14. Steuern vom Einkommen –97.000 (5)
15. Jahresüberschuss 1.054.744 66
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.262.520 1.197
17. Bilanzgewinn 2.317.264 1.263

KONZERNBEZIEHUNGEN

ANTEILE AN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN DES
BETEILIGUNG UNTERNEHMENS
RECHTLICHES EIGEN
KAPITAL ZUM 31. 12.2014
UNTERNEHMENS
RECHTLICHES
JAHRESERGEBNIS 2014
VOLLKONSOLIDIERUNGSKREISES % EUR EUR
Rath GmbH, Meißen, Deutschland 100,00 25.309.385 1.070.511
VORJAHR 100,00 24.238.874 886.459
Rath Hungaria Kft., Budapest, Ungarn 100,00 3.194.205 229.311
VORJAHR 100,00 3.347.010 –18.000
Rath Inc., Newark, USA 100,00 1.763.342 1.059.607
VORJAHR 100,00 1.274.282 –1.362.952
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum 99,98 3.588.257 1.490.927
VORJAHR 99,98 2.097.330 44.000
Rath žárotechnika spol. s r.o, Dvůr Králové, Tschechische Republik 100,00 1.175.607 –11.521
VORJAHR 100,00 1.200.376 81.025
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen 100,00 –58.156 –38.116
VORJAHR 100,00 68.781 –21.000
Rath SAS, Gennevilliers, Frankreich 95,00 32.459 9.783
VORJAHR 95,00 22.000 –43.000
Rath Ukrajina TOW, Donezk, Ukraine 100,00 132.897 50.870
VORJAHR 100,00 157.518 40.000
Rath Group S. de R.L. de C.V., Monterrey, Mexiko 100,00 –26.468 –47.409
VORJAHR 100,00 20.070 –1.000
Rath Group S.R.L., Buenos Aires, Argentinien 100,00 –377.843 –212.476
VORJAHR 100,00 –179.434 –175.000
Rath Group Brasil Ltda., Vitória, Brasilien 100,00 –105.140 –3.922
VORJAHR 100,00 –100.519 –113.000

A. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Der Jahresabschluss in der geltenden Fassung wurde unter Beachtung des UGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß §221 UGB einzustufen. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

2. ANLAGEVERMÖGEN

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen: 3–4 Jahre

b) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

› SACHANLAGEVERMÖGEN VON BIS
Gebäude 3% 10%
technische Anlagen und Maschinen 10% 20%
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% 25%

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im

Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind, oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 193 TEUR vorgenommen (VJ: 5.579 TEUR). Die Abschreibungen betreffen die Rath Polska Sp. z o.o. sowie die Rath Group S. de R.L. Die Beteiligung an der Feal GmbH wurde im Berichtsjahr zu 100% wertberichtigt. Es wurden Zuschreibungen in Höhe von 210 TEUR vorgenommen (VJ: 5.571 TEUR). Davon entfallen 196 TEUR auf Zuschreibungen zu Anteilen an verbundenen Unternehmen (Rath Hungaria Kft.).

3. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. RÜCKSTELLUNGEN

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 2,5% (VJ: 3%) und Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform ermittelt.

b) Pensionsrückstellung

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,5% (VJ: 3%) unter Beachtung des Fachgutachtens KFS-RL3 des Fachsenats für Handelsrecht und Revision in der Fassung vom 5.5.2004 ermittelt.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 2,5% (VJ: 3%), Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform und Fluktuation 5%, ermittelt.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der

Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.

5. VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden Anpassungen des Vorjahres durchgeführt. Dies betrifft Positionen der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten.

6. WÄHRUNGSUMRECHNUNG IM EINZELABSCHLUSS

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, einschließlich jenen gegenüber Kreditinstituten, sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG DER RATH AG

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Beilage 1) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 10.905.000 und setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus einem Zinsswap-Derivativ in Höhe von 654.708 EUR (VJ: 675 TEUR).

920.747 1.198.542
Übrige 867.164 1.153.925
Nicht konsumierte Urlaube 53.583 44.617
› SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN EUR EUR
31. 12. 14 31. 12. 13

14 | ANHANG

5. Verbindlichkeiten

Bezüglich des Fristigkeitenspiegels verweisen wir auf Anlage 2. Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen gehaltsabhängige Abgaben, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

6. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen

a) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die Rath USA Inc., Newark, USA eine Patronatserklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben. Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von 7.700.000,00 EUR (VJ: 7.700 TEUR) und gegenüber der Erste Bank AG in Höhe von 1.000.000,00 EUR (VJ: 1.000 TEUR) ausgestellt. Für die Rath Hungaria Kft. wurde zugunsten der UniCredit Bank Hungary Zrt. eine Patronatserklärung in der Höhe von 3.657.143 EUR (VJ: 3.657 TEUR) abgegeben.

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

DER FOLGENDEN FÜNF GESCHÄFTSJAHRE
IN EUR
DES FOLGENDEN GESCHÄFTSJAHRES
IN EUR
VERPFLICHTUNGEN ‹
1.048.474 (VJ: 1.057 TEUR) 246.914 (VJ: 253 TEUR) Verpflichtung aus
Miet- und Leasingverträgen

7. Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten

a) Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35% Fixzins) mit Nominale in der Höhe von 4,5 Mio. EUR und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Der negative Marktwert zum 31. 12.2014 beträgt 654.708 EUR (VJ: 675 TEUR).

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bestehen zum größten Teil aus Konzernumlageverrechnungen.

2. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2014 wurden durchschnittlich 17 (VJ: 21) Arbeitnehmer beschäftigt. In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 18.945 EUR (VJ: 23 TEUR) enthalten.

3. Steuern vom Einkommen

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des §244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. §9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath Aktiengesell-

schaft – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Der Steueraufwand des Geschäftsjahrs resultiert aus der Steuerumlage. Der aktive latente Steuerbetrag in Höhe von 126.118 EUR (VJ: 121 TEUR) wurde nicht bilanziert.

4. Sonstige Angaben

Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag können dem Anhang 3 entnommen werden. Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betragen in Summe 27.500 EUR (VJ: PWC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft 32 TEUR), wovon 5.500 EUR (VJ: 11 TEUR) auf die Prüfung des Jahresabschlusses und 22.000 EUR (VJ: 22 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen entfallen.

C. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Ressorts Produktion, Forschung & Entwicklung, SAP und Information Technology sowie Prozessmanagement verantwortlich.

Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich. Beide Vorstandsverträge, welche eine Laufzeit bis 31. 12.2015 hatten, wurden bis 31. 12.2020 verlängert. Nachfolgend dargestellt sind die Gesamtvergütungen des Vorstands mit den jeweiligen fixen und variablen Anteilen:

2014 2013
› VORSTANDSVERGÜTUNGEN TEUR TEUR
DI Jörg Sitzenfrey fix 159 157
variabel 35 19
194 176
Andreas Pfneiszl fix 162 80
variabel 35 5
197 85
Mag. Georg Rath fix 0 139
variabel 0 35
0 174
DI Dr. Matthias Rath fix 0 163
variabel 0 29
0 192
Gesamtsumme 391 627

An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 179 TEUR (VJ: 179 TEUR) geleistet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats:

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.

ENDE LAUFENDER
FUNKTIONSPERIODE
ERST
BESTELLUNG
AR-MANDATE ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN
GEB.-JAHR AUFSICHTSRATSMITGLIEDER ‹
im Jahr 2018 25.6.2013 Geschäftsführer EVVA Sicher
heitstechnologie GmbH
1964 Mag. Stefan
Ehrlich-Adám
(Vorsitzender)
› unabhängig
im Jahr 2018 17.7.2003 Wirtschaftsprüfer und Partner
von Grant Thornton Unitreu
GmbH
1966 WP Mag. Philipp Rath
(Vorsitzender-Stv.)
› abhängig
im Jahr 2018 14.9. 1989 Geschäftsführer der
Rath Holding GmbH
1934 Dkfm. Paul Rath
› abhängig
im Jahr 2018 27.6.2008 Finanzvorstand
der Porr
Aktiengesellschaft
1966 MMag. Christian B. Maier
› unabhängig
im Jahr 2018 25.6.2013 Roula Millauer Consulting 1964 Roula Millauer
› unabhängig
im Jahr 2018 25.6.2013 Aufsichtsrat Silgan Holdings
Austria GmbH
1966 Mag. Dieter Hermann
› unabhängig

Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2014 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 45 TEUR (2013: 50 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER VERGÜTUNG IN EURO (INKL. SITZUNGSGELDER)
Mag. Stefan Ehrlich-Adám
Vorsitzender des Aufsichtsrats
10.400
WP Mag. Philipp Rath
Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
9.100
Mag. Dieter Hermann 6.700
Roula Millauer 6.700
MMag. Christian B. Maier 6.300
Dkfm. Paul Rath 6.000

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, der so zu verteilen ist, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Mitglieds erhält. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

WIEN, 8. APRIL 2015

DER VORSTAND

Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h.

ANLAGENSPIEGEL & VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

ANLAGENSPIEGEL

ANSCHAFFUNGS-/
HERSTELLUNGSKOSTEN
ZUGÄNGE ABGÄNGE
1. 1.2014
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
492.458,36 44.958,92 0,00
492.458,36 44.958,92 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung* 675.818,38 15.412,25 4.533,57
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 20.400,00 0,00
675.818,38 35.812,25 4.533,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.615.329,81 0,00 5.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 13.641.955,28 982.140,52 2.784.757,02
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.455,71 0,00 0,00
44.703.740,80 982.140,52 2.789.757,02
45.872.017,54 1.062.911,69 2.794.290,59
* davon geringwertige Vermögensgegenstände 3.386,67 3.386,67
VERBINDLICHKEITENSPIEGEL
BILANZWERT VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
BIS ZU 1 JAHR
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.054.701 14.184.639 12.749.159
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.644 192.268 96.644
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 135.868 95.947 135.868
Summe 14.287.213 14.472.854 12.981.671

ANLAGENSPIEGEL

ZUSCHREIBUNGEN
DES LAUFENDEN
GESCHÄFTSJAHRES
ABSCHREIBUNGEN
DES LAUFENDEN
GESCHÄFTSJAHRES
BUCHWERT
31. 12.2013
BUCHWERT
31. 12.2014
KUMULIERTE
ABSCHREIBUNGEN
ANSCHAFFUNGS-/
HERSTELLUNGS
KOSTEN 31. 12.2014
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
0,00 23.103,92 30.665,00 52.520,00 484.897,28 537.417,28
0,00 23.103,92 30.665,00 52.520,00 484.897,28 537.417,28
0,00 72.792,25 322.345,00 263.999,00 422.698,06 686.697,06
0,00 0,00 0,00 20.400,00 0,00 20.400,00
0,00 72.792,25 322.345,00 284.399,00 422.698,06 707.097,06
196.325,16 193.065,78 17.505.713,89 17.503.973,27 13.106.356,54 30.610.329,81
0,00 12.886.615,19 11.083.998,69 755.340,09 11.839.338,78
0,00 446.455,71 0,00 446.455,71
13.898,74 0,00 432.556,97
210.223,90 193.065,78 30.824.886,05 29.034.427,67 13.861.696,63 42.896.124,30

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
VON ÜBER 5 JAHREN
VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
VON 1 BIS 5 JAHREN
VORJAHRESWERT
EUR EUR EUR EUR EUR
0 2.188.478 1.305.542 11.996.161
0 0 0 192.269
0 0 0 0
0 0 0 95.947
0 2.188.478 1.305.542 12.284.376

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach §243a UGB zutreffen. Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß §243a UGB sind zutreffend.

KPMG AUSTRIA GMBH

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGS-UND STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT WIEN, 8. APRIL 2015

Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer

ppa. Samuel Marinus Van den Bos selbstständiger Buchhalter

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Im Berichtsjahr 2014 fand zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Im Jahr 2014 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit für das Vorjahr vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstands.

Im Dezember 2014 wurden die beiden Vorstandsmandate von Herrn DI Jörg Sitzenfrey (COO) und Herrn Andreas Pfneiszl (CFO/CSO) um die höchstmögliche Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2014 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 3. März 2014 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen.

In der Sitzung vom 28. April 2014 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2013 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2013 geprüft, der Jahresabschluss 2013 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2013 gebilligt.

Weiters wurden der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 23. Juni 2014 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag nach der Hauptversammlung statt-

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

gefundenen konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2014/2015 finalisiert. In der Sitzung vom 8. September 2014 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 12. Dezember 2014 wurde das Budget inklusive Investitionen für das Jahr 2015 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2014 zweimal zusammengetreten. Am 22. April 2014 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Wirtschaftsjahr 2013 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 12. Dezember 2014 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.

Der Strategieausschuss hat im Jahr 2014 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 11. Dezember 2014 bildete ein Überblick über die Strategie der Rath Gruppe sowie im Detail über die Vertriebs- und Produktionsstrategie.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 23. Juni 2014 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 31. März 2015 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß §96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß §96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats

WIEN, 8. APRIL 2015

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS §82 (4) Z 3 BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2014 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

WIEN, 8. APRIL 2015

Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied

DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

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